Sonntag, Februar 25, 2024
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Brenne für Deine Idee! 

The Oater: Maschine zur Herstellung von frischer Hafermilch ohne Zusatz von Zucker oder Süßungsmitteln

Stellen Sie sich und das Startup The Oater doch kurz unseren Lesern vor!

The Oater ist ein junges, innovatives Startup aus Aachen, welches es sich zum Ziel gesetzt hat, frische Hafermilch, mit Hilfe einer eigens entwickelten Maschine lokal zu produzieren. So können wir Verpackungsmüll vermeiden, der bei der klassischen Tetrapak-Milch anfällt. Zudem können so Transport(-emissionen) gespart werden, da Hafermilch aus 90% Wasser besteht, dass nun nicht mehr von der Fabrik zum Konsumenten transportiert werden muss.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Alles fing an damit, dass unserer Gründerin Sarah, die bereits seit 6 Jahren überzeugte Veganerin ist, sich über die Menge des Verpackungsmülls geärgert hat, die ihre WG wöchentlich mit ihrem Hafermilchkonsum produziert hat. Sie dachte sich, dass das doch besser gehen muss! 

Mit ihrem Maschinenbau-Hintergrund konnte Sarah schnell ein Konzept für eine verpackungsfreie Hafermilchmaschine entwickeln und Mitgründer für ihr Projekt begeistern. Mit der Fertigstellung des ersten Proof of Concept sowie den ersten Vorbestellungen, beschlossen wir dann im Oktober, die GmbH mit dem Geld aus einer vorherigen Unternehmung zu gründen.

Und der Zeitpunkt könnte nicht besser sein: Der Hafermilchmarkt boomt in Europa. Gleichzeitig wird er von wenigen großen Herstellern dominiert, welche zwar geschmacklich ansprechende Hafermilch anbieten, aber nicht den Nachhaltigkeitsansprüche des heutigen Konsumenten gerecht werden. Wir sehen hier eine Lücke, die wir mit The Oater schließen wollen.

Welche Vision steckt hinter The Oater?

Die Vision ist klar: Wir wollen mit unseren B2B Partnern ein Hafermilch Ökosystem aufbauen – mit frischer und lokaler Hafermilch im Mittelpunkt. Wir sagen NEIN zu überflüssigem Verpackungsmüll und Wassertransport und JA zu einem nachhaltigen Genusserlebnis für Konsumenten. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine der größten Herausforderungen war auf jeden Fall eine Idee in ein realistisches Konzept mit Business Case umzuwandeln. Wir mussten uns und unsere Idee in diesem Prozess wirklich viel kritisch hinterfragen, Ansätze über den Haufen werfen und die eine oder andere Sinnkrise überstehen. Zudem haben wir eine Hardware-Komponente die wir entwickeln müssen – das kommt mit einer eigenen Liste an Herausforderungen und Fragestellungen. Wie finanzieren wir den Prototypen-Bau? Welche Experten müssen wir hierfür mit an Bord nehmen und wie viel können wir selbst übernehmen?

Privat werden unsere Gründer durch das NRW Gründerstipendium finanziert. Als Unternehmen konnten wir erfreulicherweise bereits frühzeitig Business Angels als Investoren gewinnen. Gleichzeitig haben wir durch das Gewinnen von Pitch Competitions ebenfalls neue Einkommensquellen sichern können und lernen dadurch zudem laufend neue spannende und hilfreiche Menschen kennen, die wir dann zum Teil als Investoren, Experten oder Mentoren aufnehmen. Nun sind wir bereits in die nächste Finanzierungsrunde gestartet, um weiter wachsen zu können und unserer Vision den nötigen Antrieb zu geben.

Wer ist die Zielgruppe von The Oater?

Ganz grundsätzlich, jeder, der Hafermilch trinkt, aber insbesondere Menschen, die Wert auf Nachhaltigkeit, Regionalität und Frische in ihrem Konsum legen.

Vorerst wird The Oater mit unserer Maschine allerdings ein B2B Produkt sein – unsere primäre Zielgruppe sind also im engeren Sinne Cafés, Gastronomie- & Hotelbetriebe, Unverpacktläden, der Lebensmitteleinzelhandel und mehr. Wir richten unser Produkt zunächst auf den B2B Markt aus, da wir überzeugt sind, dadurch den größten Impact erzielen zu können – sowohl aufgrund der Mengen an Hafermilch die dort verwendet werden und aufgrund des Interesses, dem wir begegnet sind.

Wie funktioniert The Oater? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Im Kern besteht unser Produkt aus zwei Elementen: einer Hafermilch Maschine und einem Subscription Model von Zutatenpacks für die Milchherstellung in der Maschine. Unsere B2B Partner bekommen die Maschine geliehen und erhalten eine automatisierte und personalisierte Lieferung von Zutatenpacks für die sie einen ökonomischen Literpreis zahlen. 

Für unsere B2B Partner bedeutet das ein niedriges Adoptionsrisiko, weniger Verpackungsmüll, ein nachhaltiges Image und die Chance Kunden ein einzigartiges Erlebnis anzubieten. Für The Oater bedeutet dieses Model konstante Revenuestreams, einen großen Umwelt Impact, engen Kontakt zu unseren Partnern und die Möglichkeit zusammen die Maschine weiterzuentwickeln. Und für den Endkonsumenten schafft The Oater ein besonderes Konsumerlebnis, dass von Frische, Nachhaltigkeit und Neuheit geprägt ist.

Im Vergleich zu anderen Anbietern von Hafermilch Maschinen sind wir die einzigen, die eine Fermentation des Hafers im Prozess vorsehen, die der Hafermilch ohne Zusatz von Zucker oder Süßungsmitteln eine natürliche Süße verleiht. Zudem sind wir die einzigen Anbieter, die Hafermilch weiter als die Hardware denken und durch unser Subscription Model der Zutatenpacks und dem kostenfreien Verleih der Maschine, ein Hafermilch Ökosystem schaffen.

Was uns von traditioneller Hafermilch im Tetrapak unterscheidet? Die Frische, die Verpackungsmenge, die Transportwege, die Regionalität des Hafers, das Erlebnis und vieles mehr! Im Grunde genommen alles außer dem Geschmack und der Schäumbarkeit, die mit den beliebtesten Hafermilch-Marken mithalten können.

The Oater, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren werden wir den Hafermilch Markt in der DACH Region, so wie in weiteren Europäischen Ländern revolutioniert haben. Unsere Hafermilch findet sich in Cafés und Supermärkten des Vertrauens, kann aber auch online über einen Q-Commerce Lieferservice direkt nach Hause bestellt werden. Unsere Maschine für den Heimgebrauch steht in den Startlöchern und ist bereits sehnlich von Konsumenten erwartet, denn unsere Marke und unsere Hafermilch ist bei Konsumenten bekannt und beliebt. Hafermilch im Tetrapak? Längst ein Trend der Vergangenheit. Die Gegenwart und die Zukunft gehören der frischen, lokal-produzierten Hafermilch!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Tipp 1: Sucht Euch ein diverses Gründerteam! Verschiedene Kompetenzen aber auch Perspektiven sind unglaublich wichtig im Gründungsprozess und darüber hinaus. Ein Startup ist vielfältig in seinen Aufgaben und Herausforderungen, da braucht es verschiedene Köpfe um diese zu lösen.

Tipp 2: Dran bleiben! So simpel das auch klingen mag, ein Startup zu gründen ist eine Achterbahn mit vielen Höhen und Tiefen. Wichtig ist Beharrlichkeit, Durchhaltevermögen und Konsistenz. Und das Feiern von Erfolgen, wenn sie eintreten!

Tipp 3: Ein gutes Netzwerk ist Gold wert! Nutzt Startup Hubs, Events, bestehende Kontakte und Social Media Plattformen wie LinkedIn. Wir haben durch unser Netzwerk bereits so viele Chancen bekommen, unter anderem den Kontakt zu unserem ersten Investor und Prototypenherstellern.

Bonus Tipp: Brenne für Deine Idee! Wir glauben fest an unsere Vision und geben alles um diese umzusetzen. Leidenschaft und Spaß sind nicht nur immens wichtig um sich den Herausforderungen der Gründung zu stellen, sondern sind auch ansteckend! Wenn Du Leidenschaft für deine Vision zeigst, zeigen das andere auch.

Wir bedanken uns bei Suely Grimm Clees für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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