Donnerstag, März 19, 2026
StartGründerTalkWarum steckt in diesem Milliardenmarkt noch so viel ungenutztes Potenzial?

Warum steckt in diesem Milliardenmarkt noch so viel ungenutztes Potenzial?

finperks entwickelt eine API Plattform für Prepaid Lösungen und Cashback Programme, die Banken, Fintechs und HR Software Zugang zu digitalen Gutscheinen und Benefits ermöglicht

Wie ist finperks entstanden und wer sind die Personen, die das Unternehmen gegründet haben und heute vorantreiben?

finperks wurde von Achim Bönsch, Sebastian Seifert und Andreas Veller gegründet. Das gleiche Kernteam hat zuvor Viafintech (Barzahlen) aufgebaut und 2021 für einen dreistelligen Millionenbetrag an die NYSE-notierte Paysafe Group verkauft.
Unser Gründerteam bringt über ein Jahrzehnt Erfahrung in Prepaid, Payments und B2B-Integrationen mit. Wir arbeiten mit einem starken Techteam zusammen, das von Anfang an Teil des Unternehmens ist und auch bereits viele Jahre Erfahrung im Bereich Prepaid hat.

Welche Vision verfolgt finperks im Bereich digitaler Prepaid Produkte, Gutscheine und Cashback Programme?

finperks will die globale Zahlungsinfrastruktur für Prepaid werden über eine einzige API, einen Vertrag, eine Abrechnung für über 1.000 Marken und in aktuell über 30 europäischen Märkten.

Unsere Mission wurde von zwei zentralen Erkenntnissen inspiriert: Die Prepaid-Zahlungsbranche ist veraltet und träge, aber reif für Innovation. Gleichzeitig decken Prepaid-Lösungen echte Verbraucherbedürfnisse ab, wie Budgetkontrolle und Zugang zu attraktiven Vorteilen, und sind damit ein wirksames Instrument zur finanziellen Selbstbestimmung.

Wir haben die Chance erkannt, diese Branche zu modernisieren und weiterzuentwickeln, ohne ihre Kernstärken aus dem Blick zu verlieren. So schaffen wir Lösungen, die innovativ, zugänglich und wirkungsvoll sind.

Unsere Vision geht über bloße Vorteile hinaus. Wir wollen Finanzinstrumente neu denken, für eine Welt, in der Prepaid-Lösungen Wachstum, Inklusion und Innovation vorantreiben. Wir sind überzeugt, dass der Prepaid-Markt ein enormes Potenzial birgt: mit Möglichkeiten, Innovation zu fördern, ungedeckte Bedürfnisse zu adressieren und Unternehmen wie Verbraucher auf neue Weise zu stärken. In unserem Wachstum ist es unser Ziel, dieses Potenzial zu erschließen und zwar durch Tools, die sich den sich wandelnden Anforderungen einer sich verändernden Welt anpassen.

Welche Zielgruppen möchte finperks mit seiner Plattform erreichen und welche Bedürfnisse dieser Nutzer stehen dabei im Mittelpunkt?

finperks adressiert primär B2B-Kunden: Banken und Fintech-Apps, die ihren Nutzern Cashback bieten wollen, sowie HR-SaaS-Plattformen, die steuerfreie Mitarbeiter-Benefits-Whitelabel in ihre Software integrieren möchten.

Im Mittelpunkt steht jedoch der Endnutzer, der über seine Banking-App automatisch relevante Cashback-Angebote bekommt, oder nativ steuerfreien Sachbezug beziehen kann.

Wie hilft die API Plattform von finperks Unternehmen dabei, digitale Gutscheine, Cashback oder Mitarbeiterbenefits einfacher in ihre Systeme zu integrieren?

Statt viele einzelne Lieferantenverträge und -integrationen zu managen, erhalten Unternehmen über eine einzige Integration Zugang zu über 1.000 Marken. finperks übernimmt Compliance, Abrechnung und technische Wartung und das skalierbar in ganz Europa.

Die Plattform ist modular aufgebaut: Ob Cashback, steuerfreier Sachbezug oder Treuepunkte-Einlösung alle Use Cases laufen über dieselbe API.

Was unterscheidet finperks von anderen Anbietern im Bereich Gutscheine, Prepaid Lösungen und Belohnungssysteme?

finperks ist fokussiert auf die Infrastruktur: Der Fokus liegt auf B2B-Orchestrierung über Märkte und Lieferanten hinweg. Das ist vergleichbar mit dem, was Stripe für Kartenzahlungen getan hat.

Dabei denkt finperks Prepaid mobile first, über Ländergrenzen hinweg und über verschiedene Use Cases jedoch mit einem Onboarding.

Welche Herausforderungen bringt es mit sich, Marken, Distributoren und Plattformen technisch miteinander zu verbinden?

Jeder Lieferant hat andere technische Standards, Vertragsstrukturen und Compliance-Anforderungen. finperks normalisiert all das zu einer einheitlichen Schnittstelle.

Hinzu kommt die regulatorische Fragmentierung in Europa: Steuerregelungen für Mitarbeiter-Benefits z.B. unterscheiden sich in Deutschland, Italien und den Niederlanden stark. Das erfordert tiefes lokales Know-how, welches wir mit finperks liefern können.

Wie baut finperks Partnerschaften mit Marken und Plattformen auf und welche Rolle spielen Kooperationen für das Wachstum des Unternehmens?

Da finperks als reiner B2B-Whitelabel-Anbieter agiert, sind Partnerschaften das Herz von finperks und der klare Weg für zukünftiges Wachstum.

Wir schließen direkte Verträge mit globalen Distributoren sowie lokalen Spezialisten und bündeln deren Sortiment für alle Kunden.

Gleichzeitig kooperieren wir mit Banken, Fintechs oder HR-SaaS-Anbietern, die wiederum selber Millionen von Endkunden bedienen, so dass finperks innerhalb kürzester Zeit durch Kooperationen viele Millionen von Endkunden bedienen kann.

Welche Rolle spielen Banken, Fintech Apps oder HR Software in der Strategie von finperks?

Banken und Fintechs sind unser wichtigster Distributionskanal: Sie bringen verifizierte Nutzer mit echtem Kaufverhalten. Das ist ideal für personalisierten Cashback auf Basis echter Transaktionsdaten.

HR-SaaS-Plattformen (HRIS, Benefits- oder Payroll Anbieter) erschließen den wachsenden Markt für steueroptimierte Mitarbeiter-Benefits. Allein in Deutschland können Arbeitgeber bis zu 50 Euro monatlich pro Mitarbeiter steuerfrei auszahlen. finperks will Unternehmen durch eine integrierte Lösung in ihre bestehende HR-Software den Zugang zu diesen Benefits vereinfachen und leichter zugänglich machen.

Wie sieht die weitere Entwicklung von finperks aus und welche neuen Funktionen oder Angebote sind geplant?

Kurzfristig steht der Launch mit mehreren Banking sowie HR-SaaS-Partnern im Fokus. Parallel wird das Marken-Portfolio um Direktintegrationen erweitert.

Auch neue Use Cases wie die Einlösung von Loyalty Punkten oder Crypto Off-Ramp sollen erschlossen werden.

Mittelfristig ist die Expansion außerhalb Europas geplant.

Welche Erfahrungen aus dem bisherigen Aufbau von finperks waren besonders prägend für euch als Gründerteam?

Ein eingespieltes Team, welches bereits erfolgreich gemeinsam gearbeitet hat, beschleunigt die Umsetzung enorm, weshalb wir nach 6 Monaten bereits über 1.000 Brands in über 30 Märkten ersten B2B-Partnern wie flizpay anbieten können.

Der Aufbau von Viafintech hat gezeigt, wie wichtig es ist, frühzeitig in belastbare B2B-Beziehungen zu investieren. Das gilt bei finperks noch mehr, da wir auf beiden Seiten des Marktes gleichzeitig Vertrauen aufbauen müssen.

Gleichzeitig sind wir überrascht von der hohen Nachfrage bei B2B-Partnern, die über ganz Europa verteilt sind und entlang verschiedenster Use Cases, so dass wir daher sehr positiv in die Zukunft blicken.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben, die selbst ein Technologie Startup aufbauen möchten?

Team, Team, Team: Investiert in das Team und vor allem die Technik, denn am Ende schafft das Team den Wettbewerbsvorteil.

Nutzt euren unfairen Vorteil und arbeitet daran diesen weiter auszubauen: Branchen-Netzwerke, Erfahrung mit Regulatorik oder technisches Spezialwissen sind wertvoller als jeder generische Go-to-Market-Plan.

Parallelisiert konsequent: Vertragsverhandlungen, Produktentwicklung und Kundengespräche müssen gleichzeitig laufen, denn sequentielles Arbeiten kostet Zeit, die Startups nicht haben.

Was motiviert euch persönlich, mit finperks den Markt für digitale Gutscheine und Belohnungssysteme weiterzuentwickeln?

Wir sehen einen 1,4-Billionen-Dollar-Markt, der technisch noch im 2010er-Jahre-Modus feststeckt und dementsprechend fragmentiert, papierlastig und nicht skalierbar ist. Das ist eine klassische Infrastruktur-Chance.

Und es ist konkret: Wenn ein Nutzer über seine Banking-App 5% Cashback auf seine alltäglichen Ausgaben erhält, ist das ein echter, messbarer Mehrwert. Damit können wir gerade geringen und mittleren Einkommensschichten etwas zurückgeben und das treibt uns am meisten an.

Bild finperks Teambild Bildcredits/Fotograf:Lina Retzlaf

Wir bedanken uns bei Achim Bönsch, Sebastian Seifert und Andreas Veller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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