FangLotse entwickelt eine digitale Plattform für Angeln und nutzt Datenanalyse zur Optimierung von Planung und Verwaltung
Wie ist FangLotse entstanden und wer steht hinter dem Unternehmen?
Ich bin Damian Todorovic, der Gründer von FangLotse. Die Idee entstand aus der Faszination für smarte Optimierung. Der Angelsport ist ein riesiger Markt mit einer enorm leidenschaftlichen Zielgruppe. Aber das administrative Drumherum besteht oft noch aus einem Chaos von Zetteln und unübersichtlichen Vorschriften. Ich habe das große Potenzial gesehen, hier mit kluger Technologie extrem viel Zeit und Nerven zu sparen. So ist die Idee für unser digitales Werkzeug entstanden, das wir gerade bauen.
Was hat euch persönlich dazu motiviert, den Angelmarkt mit FangLotse digital neu zu denken?
Mich motiviert es, komplexe und ineffiziente Strukturen aufzubrechen. Wir wollen die Tradition des Angelns überhaupt nicht verändern. Das Erlebnis in der Natur ist perfekt, so wie es ist. Was wir aber radikal modernisieren wollen, ist die lästige Bürokratie dahinter. Wir bauen aktuell keine weitere Social-Media-App, sondern entwickeln ein smartes System, das Verbänden und Nutzern im Hintergrund den Rücken freihält.
Welche Vision verfolgt FangLotse für die Zukunft des Angelns?
Wir wollen der unverzichtbare digitale Begleiter werden. Unser Ziel ist es, dass Nutzer und Verbände in Zukunft nahtlos miteinander vernetzt sind. Der Nutzer soll sich auf sein Erlebnis am Wasser konzentrieren können, während unsere kommende Plattform die gesamte Organisation von der Lizenzverwaltung bis zur automatisierten Statistik lautlos und fehlerfrei abwickelt.
Wie wollt ihr diese Vision konkret umsetzen. Welche Rolle spielen dabei KI und Echtzeit-Daten?
Wir bündeln in unserer Entwicklung extrem leistungsstarke Funktionen an einem einzigen Ort. Echtzeit-Daten werden jeden Ausflug deutlich berechenbarer machen. KI nutzen wir nicht nur für smarte Features unter der Haube, wie den schnellen Abgleich lokaler Vorschriften. Wir integrieren aktuell auch einen interaktiven KI-Mentor, der dem Nutzer später bei komplexen Fragen als digitaler Berater zur Seite stehen wird.
Welche Zielgruppe sprecht ihr mit FangLotse aktuell an und welche Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt?
Wir fahren bei der Entwicklung einen sehr effektiven B2B2C-Ansatz. Dem Endnutzer werden wir eine hochmoderne Plattform mit spannenden Werkzeugen für die Planung bieten. Auf der anderen Seite stehen die großen Fischereiverbände im Fokus. Denen wollen wir durch digitale Verwaltung und automatisierte Datenauswertung wochenlange Handarbeit abnehmen.
Wie hilft eure Plattform dabei, den Erfolg beim Angeln planbarer zu machen?
Indem wir Daten intelligent zusammenführen, die sonst mühsam zusammengesucht werden müssen. Wir werden Gewässerkarten mit aktuellen Umweltbedingungen und smarten Insights kombinieren. Der Nutzer wird die Anwendung öffnen und sofort sehen, ob die Parameter für seinen geplanten Trip optimal sind. Das erspart in Zukunft extrem viel Frust.
Der Angelmarkt gilt als eher traditionell. Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für euch?
Traditionen sind wichtig und die gilt es absolut zu respektieren. Die Herausforderung liegt vor allem im Vertrieb. Die administrativen Prozesse bei Verbänden sind oft tief verankert. Wir müssen beweisen, dass unsere Technologie die Natur schützt und die Vereinsarbeit massiv aufwertet, ohne das eigentliche Hobby zu stören.
Wie überzeugt ihr Nutzer davon, neue Technologien wie Bilderkennung in ihre Routine zu integrieren?
Technologie muss sofort funktionieren und ein echtes Problem lösen. Wenn ein smartes Feature am Wasser wertvolle Zeit erspart, wird es auch sofort adaptiert. Unser Anspruch an die Entwicklung ist, dass es absolut intuitiv sein muss und sich niemals wie ein Spielzeug anfühlen darf.
Was unterscheidet FangLotse von klassischen Angel-Apps oder reinen Informationsangeboten?
Wir bauen richtig coole smarte Features für den Endnutzer, aber unsere wahre Stärke liegt in der Tiefe. Wir entwickeln ein kompromissloses Werkzeug. Während andere versuchen, die Nutzer mit Social-Media-Elementen bei Laune zu halten, werden wir handfeste strukturelle Probleme für die Verbände im Hintergrund lösen.
Welche Rolle spielt Datenanalyse in eurem Produkt und wie verändert sie die Herangehensweise ans Angeln?
Sie wird das Fundament unserer Plattform. Für den Nutzer bedeutet sie eine präzisere Vorbereitung. Für die Verbände ist saubere Datenanalyse ein echter Gamechanger. Digitale Statistiken werden es ermöglichen, Gewässer nachhaltig und komplett datenbasiert zu bewirtschaften, ganz ohne manuelles Abtippen.
Welche nächsten Schritte plant FangLotse, um den digitalen Wandel im Angelmarkt weiter voranzutreiben?
Aktuell liegt unser voller Fokus auf der Produktentwicklung und der Fertigstellung unserer Plattform. Wir arbeiten unter Hochdruck daran, das System intelligent und marktreif zu machen. Parallel dazu bauen wir bereits jetzt Kontakte für das Onboarding großer Landesverbände auf, um das Ökosystem von Anfang an stark zu vernetzen.
Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?
Löst echte Probleme und baut keine Features, nur weil sie nett aussehen. Technologie muss Zeit oder Geld sparen. Bleibt außerdem hartnäckig, denn im B2B-Umfeld dauern Prozesse oft länger als erhofft. Und tretet authentisch auf, denn ein ehrlicher und direkter Pitch gewinnt am Ende immer das Vertrauen der Partner.
Bildrechte@privat
Wir bedanken uns bei Damian Todorovic für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


























