Inhaltsverzeichnis
- ClearOps schließt Series-A-Finanzierung über 8,6 Millionen Euro ab
- Das Münchener Tech-Unternehmen baut seine KI-Plattform für den industriellen Service aus. Die Runde wird von Hitachi Ventures angeführt.
- Warum der industrielle Service unter Druck steht
- Starke Zahlen und bekannte Kunden
- Investoren sehen großes Potenzial im Markt
- Pläne für die Zukunft: Wachstum und neue Funktionen
ClearOps schließt Series-A-Finanzierung über 8,6 Millionen Euro ab
Das Münchener Tech-Unternehmen baut seine KI-Plattform für den industriellen Service aus. Die Runde wird von Hitachi Ventures angeführt.
ClearOps hat seine Series-A-Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Das Unternehmen erhält dabei 8,6 Millionen Euro. Da ClearOps eine schlaue Software für den industriellen Service baut, ist das Interesse groß. Die Runde wurde nun von Hitachi Ventures angeführt. Zudem beteiligten sich die Schoeller Group und die Barkawi Group.
Diese Finanzierung ist die erste große Kapitalspritze für das Start-up. Das frische Geld beschleunigt die Mission von ClearOps. Das Unternehmen will nämlich das führende KI-Betriebssystem für den weltweiten Service-Markt werden.
Warum der industrielle Service unter Druck steht
Wenn große Maschinen ausfallen, zählt jede Stunde. Doch oft funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Händlern und Werkstätten nicht reibungslos. Deshalb fehlen in der Praxis oft wichtige Ersatzteile oder Techniker. Die Folgen von solchen Stillständen sind erheblich. Zum Beispiel stoppen Baustellen, Ernten verzögern sich oder Logistikzentren stehen still. Das verursacht schnell sehr hohe Kosten. Zudem sinkt die Zufriedenheit der Kunden drastisch.
Ein guter Service sorgt jedoch dafür, dass Maschinen immer einsatzbereit bleiben. Er stärkt die Kundenbindung und sichert gleichzeitig die Gewinne der Händler. Dennoch arbeitet die Branche häufig noch mit getrennten Systemen. Viele Abläufe laufen bis heute komplett manuell ab.
Hier setzt ClearOps mit einer Lösung an. Die Plattform verbindet Hersteller, Händler, Servicepartner und Maschinen in einem zentralen System. Die alten Programme der Firmen müssen dafür nicht einmal gelöscht werden. Die Software bündelt stattdessen die Daten entlang der Lieferkette. Dadurch können Händler den Bedarf an Teilen präzise vorhersagen. Infolgedessen lassen sich viele Abläufe automatisch steuern.
„Die Netzwerke im Service stehen massiv unter Druck. Weil Maschinen immer stärker vernetzt sind, steigen auch die Erwartungen der Kunden an die Laufzeiten“, sagt William Barkawi, Gründer und CEO von ClearOps. „Unsere Vision ist daher klar: Wir wollen die Maschinen der Welt am Laufen halten. Deshalb liefern wir ein intelligentes System für den Service-Bereich. Die richtigen Teile müssen schließlich da sein, bevor ein Ausfall entsteht.“
Starke Zahlen und bekannte Kunden
Heute unterstützt ClearOps weltweit bereits tausende Händler. Millionen von Maschinen sind schon an das System angebunden. Zu den Kunden gehören bekannte Branchengrößen wie AGCO, Terex, Jungheinrich und Lippert.
Auch die Ergebnisse bei den Kunden überzeugen. ClearOps konnte die Verfügbarkeit von Teilen bereits um bis zu 40 Prozent steigern. Der Umsatz mit Ersatzteilen stieg um 5 bis 15 Prozent. Zudem verkürzten sich die Zeiten für Reparaturen um bis zu zwei Tage.
Investoren sehen großes Potenzial im Markt
Die Geldgeber sehen in der Digitalisierung von Service-Prozessen einen riesigen Markt. Daher bietet der Sektor ein enormes Wachstum für die Zukunft.
„Wir glauben, dass der industrielle Service vor einem großen Wandel steht. Alte, langsame Ansätze reichen künftig nicht mehr aus“, erklärt Pete Bastien, Partner bei Hitachi Ventures. „ClearOps entwickelt die notwendige Logik für diese neue Phase. Die Plattform verbindet Daten und echte Abläufe optimal.“
Hitachi Ventures bringt als Partner sehr viel Erfahrung mit. Das umfasst große Industrie-Projekte und weltweite Lieferketten. Unterstützung erhält ClearOps zudem von der Schoeller Group.
„Die weltweiten Liefernetzwerke werden immer komplexer. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass schlaue Plattformen wie ClearOps diese Netzwerke künftig in Echtzeit steuern“, betont Christoph Schoeller, CEO der Schoeller Group.
Die Barkawi Group sieht den Sektor ebenfalls als großen Hebel für die Industrie. „Der Service gehört seit Jahren zu den größten Chancen für Firmen. Hier treffen gute Gewinne und schnelle Abläufe aufeinander“, ergänzt Robert Kunze, Geschäftsführer bei Barkawi Technologies.
Pläne für die Zukunft: Wachstum und neue Funktionen
Mit dem neuen Geld wird ClearOps vor allem das weltweite Wachstum vorantreiben. Deshalb investiert das Unternehmen in den Vertrieb und in neue Partnerschaften. Auch die Software wird weiter verbessert.
Durch neue Funktionen sollen Händler die zukünftige Nachfrage nicht mehr nur schätzen. Vielmehr sollen sie komplexe Abläufe bei Ersatzteilen vollautomatisch steuern können. Das gilt selbst dann, wenn sich die Märkte schnell verändern.
Bild Teambild @ClearOps
Quelle ClearOps
























