Mit The Green Deal startet eine neue YouTube Show, die grüne Startups und bekannte Influencer zusammenbringt. Statt klassischer Investments stehen Reichweite, Kooperationen und nachhaltige Ideen im Mittelpunkt. Dadurch sollen junge Unternehmen mehr Aufmerksamkeit erhalten und neue Zielgruppen erreichen.
Neue Startup-Show: Grüne Firmen wollen Influencer begeistern
DBU fördert YouTube-Projekt mit rund 90.000 Euro
Osnabrück/Berlin. Regelmäßig suchen junge Unternehmen in der Fernsehsendung Höhle der Löwen vor einem Millionenpublikum finanzkräftige Investoren. Ein ähnliches Konzept startet nun auch für grüne Startups. Dabei sitzen bekannte deutsche Internet Persönlichkeiten in der Jury. Statt um finanzielle Unterstützung werben die Firmen bei The Green Deal um Reichweite und Kooperationen. Morgen startet die erste Folge auf der Video Plattform YouTube. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, kurz DBU, unterstützt das Projekt mit rund 90.000 Euro. Außerdem nehmen mehrere von der DBU geförderte Startups teil.
The Green Deal bringt grüne Startups und Influencer zusammen
Neues YouTube Format mit bekannten Gesichtern aus der Influencer Szene
Grüne Startups stärken laut DBU Generalsekretär Alexander Bonde die Wirtschaftskraft von Branchen mit grünen Technologien, auch GreenTech genannt. Dieser Industriezweig ist für Deutschland eine Erfolgsgeschichte. „Seit 2010 hat der Sektor die Bruttowertschöpfung jedes Jahr um rund fünf Prozent gesteigert und stellt mehr als acht Prozent der Exporte“, so Bonde. Das zeigt der Green Tech Atlas 2025 des Umweltbundesamts.
Damit nachhaltige Ideen bekannter werden, entwickelte die Berliner Produktionsfirma Quintus Studios die YouTube Sendung The Green Deal. Showrunner Philipp Lippert erklärt das Konzept so: „Die Startups wollen mit ihren Ideen die in der Jury sitzenden Influencerinnen und Influencer begeistern. Das sind bekannte Persönlichkeiten mit großer Reichweite und vielen Followern in den sozialen Medien. Gegen eine prozentuale Beteiligung am Umsatz unterstützen sie die jungen Firmen mit gemeinsamen Veröffentlichungen in den sozialen Medien.“
The Green Deal setzt auf Reichweite für nachhaltige Ideen
Mediale Bekanntheit als zusätzliche Währung für den Erfolg
Die erste Staffel umfasst laut Lippert drei Folgen mit jeweils 45 bis 60 Minuten Länge. „Pro Folge präsentieren vier bis fünf Startups ihre Ideen einer wechselnden Jury aus drei bekannten deutschsprachigen Influencerinnen und Influencern“, so Lippert.
Wenn ein Jurymitglied überzeugt ist, kann daraus eine Zusammenarbeit mit dem Startup entstehen. Lippert erklärt außerdem: „Für den Erfolg der Startups ist Reichweite in den sozialen Medien heute ebenso wichtig wie finanzielle Investitionen.“
Der Umfang der Zusammenarbeit bleibt offen. „Von einzelnen gemeinsamen Veröffentlichungen bis hin zu langfristigen Kooperationen ist vieles möglich. Entscheidend ist, worauf sich Influencer und Startup gemeinsam einigen“, sagt Lippert.
Magda Stefely moderiert die erste Staffel der Show. Die Österreicherin arbeitet als Journalistin unter anderem für ARD und ZDF. Außerdem entwickelt sie neue Medienformate und arbeitet als Moderatorin.
In der Jury sitzen laut Lippert unter anderem der Wissenschafts Influencer Cedric Engels, bekannt als Doktor Whatson, die Standup Komikerin Saskia Fröhlich, die Schauspielerin und Podcasterin Marie Nasemann sowie der Politik Influencer Alexander Prinz, bekannt als Der dunkle Parabelritter.
Die acht Jurymitglieder erreichen laut Lippert zusammen mehrere Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer auf verschiedenen Plattformen der sozialen Medien.
DBU geförderte Startups treten bei The Green Deal an
YouTube Show: DBU geförderte Startups nehmen teil
Auch mehrere von der DBU geförderte Unternehmen treten bei The Green Deal an. Das Hannoveraner Startup Phaeosynt präsentiert in der Sendung den ersten veganen Schwangerschaftstest. Dabei ersetzt das Team die üblichen tierischen Antikörper durch Alternativen auf Algenbasis. Das Unternehmen vertreibt das Produkt unter dem Namen Hey Mela.
Auch die Firma Fainin stellt ihre digitale Plattform zum sicheren Verleihen, Vermieten und Teilen von Alltagsgegenständen in der Nachbarschaft vor. Dazu gehören Werkzeuge, Technik oder Fahrräder. Dadurch sollen übermäßiger Konsum und unnötige Entsorgung verringert werden. Beide Unternehmen waren bereits Teil des DBU Green Startup Programms.
Außerdem tritt die Firma Moot aus Berlin bei The Green Deal an. Das Unternehmen produziert Kleidung vollständig aus entsorgten Textilien. Auch Moot erhielt in der Vergangenheit Unterstützung von der DBU.
Lippert erklärt: „Uns begeistert vor allem die große Themenvielfalt der Startups. Es haben sich deutlich mehr Unternehmen beworben, als wir in der ersten Staffel zeigen können. Trotzdem freuen wir uns weiterhin über neue Anmeldungen für unsere Warteliste.“
Vor der Teilnahme prüften die Ecosign Akademie für nachhaltiges Design und das Impact Hub Berlin die teilnehmenden Startups auf Nachhaltigkeit und die Eignung ihrer Geschäftsmodelle. Das erklärt die zuständige DBU Referentin Melanie Vogelpohl.
The Green Deal will neue Zielgruppen für Nachhaltigkeit begeistern
Niedrigschwellige Lösungen motivieren zum Umweltschutz
Das neue Format bringt laut Vogelpohl frische Impulse für die Kommunikation rund um Nachhaltigkeit. „The Green Deal ist eine vielversprechende Mischung aus Bildung und Unterhaltung.“
Außerdem könnten Influencer und Format neue Zielgruppen für nachhaltige Ideen und Lösungen begeistern. Vogelpohl erklärt weiter: „Die Startup Show zeigt konkrete Möglichkeiten für den Umweltschutz. Dadurch kann sie Menschen motivieren, sich stärker für gesunde Gewässer, saubere Luft und gute Böden einzusetzen.“
Bild Der entscheidende Moment: Das Startup Phaeosynt um Mitgründerin Stephanie Pfeil-Coenen (Mitte) präsentiert in der neuen YouTube-Show The Green Deal den von ihnen entwickelten ersten veganen Schwangerschaftstest. © Melanie Vogelpohl/DBU
Quelle Bundesstiftung Umwelt (DBU)























