Dienstag, Oktober 6, 2026
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Finmid sichert sich 17 Mio. € und startet E-Commerce-Finanzierungen

finmid sichert sich 17 Millionen Euro und bietet mit Bolt und Skroutz erstmals Fahrzeugfinanzierungen und Händlerfinanzierungen im E-Commerce an

  • Seit dem Start hat die finmid-Gruppe in 30 europäischen Märkten Finanzierungsangebote im Gesamtwert von mehr als 4 Milliarden Euro unterbreitet. Mit dem zusätzlichen Kapital erschließt der Spezialist für integrierte Finanzierungslösungen weitere Produktarten und Plattformkategorien.
  • Mit Fahrzeugfinanzierungen über Bolt und Händlerkrediten auf Skroutz, deren Kapital der Marktplatz selbst bereitstellt, wendet finmid sein bewährtes Modell erstmals auf komplexere Finanzierungsbedürfnisse an.
  • Die Finanzierungsrunde wird von Big Pi Ventures angeführt, Mainset beteiligt sich als Co-Investor, Earlybird investiert erneut. Damit steigt die Gesamtfinanzierung von finmid auf 52 Millionen Euro.

finmid, der Berliner Embedded-Lending-Anbieter hinter den Finanzierungsprogrammen von Wolt, Delivery Hero und myPOS, hat eine Finanzierung über 17 Millionen Euro von Big Pi Ventures und Mainset erhalten; auch Earlybird beteiligt sich erneut. Zugleich startet finmid zwei seiner bislang wichtigsten Angebote: Fahrzeugfinanzierungen gemeinsam mit Bolt und ein Kreditprogramm für Händler im e-Commerce gemeinsam mit Skroutz.

Mit der jüngsten Finanzierung steigt die Gesamtfinanzierung von finmid auf 52 Millionen Euro. Das Kapital fließt in den Ausbau der Angebote für Asset-backed Lending, der Infrastruktur für die Refinanzierung aus unterschiedlichen Kapitalquellen sowie der Kreditprüfung. Zudem soll es die Expansion in weitere Plattformkategorien wie Mobilität und E-Commerce unterstützen.

Bolt Vehicle Solutions

Die Mobilitätsplattform Bolt und der Finanzierungsspezialist finmid haben eine Partnerschaft geschlossen, um Flottenunternehmen den Zugang zu Fahrzeugfinanzierungen zu erleichtern. Mit dem neuen Programm Bolt Vehicle Solutions erhalten Flottenbetreiber maßgeschneiderte Finanzierungsmöglichkeiten, die ihnen den Ausbau ihrer Fahrzeugflotten ermöglichen und ihnen den Erwerb eigener Fahrzeuge erleichtern.

Der europäische Ride-Hailing-Markt soll Prognosen zufolge bis 2034 auf ein Volumen von 157 Milliarden Euro wachsen. Doch während die Nachfrage nach Fahrdienstleistungen steigt, stoßen viele Flottenunternehmen bei der Finanzierung zusätzlicher Fahrzeuge an ihre Grenzen. Klassische Kreditgeber können die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Unternehmen häufig nur schwer einschätzen. Zugleich sind die Finanzierungsangebote der Fahrzeughersteller meist nicht auf die intensive gewerbliche Nutzung im Ride-Hailing ausgelegt.

Mit Bolt Vehicle Solutions wollen Bolt und finmid diese Finanzierungslücke schließen. Flottenunternehmen können direkt über die Bolt-Plattform verfügbare Fahrzeuge auswählen und sich anschließend an finmid vermitteln lassen, um ihre Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen und einen Antrag zu stellen. Die Finanzierung erfolgt zu festen monatlichen Raten. Mit Begleichung der letzten Rate geht das Fahrzeug vollständig in das Eigentum des Flottenbetreibers über. Damit werden aus laufenden Ausgaben für die Fahrzeugnutzung langfristige Investitionen in das eigene Unternehmen.

Skroutz Funding

Im Rahmen der Partnerschaft mit Skroutz, dem größten Online-Marktplatz Griechenlands, betreibt finmid das Programm Skroutz Funding. Damit kann der Marktplatz seinen rund 9.000 Händlern direkt Kredite gewähren: Die Skroutz Group stellt das Kapital bereit, finmid übernimmt Kreditprüfung, regulierte Kreditvergabe, Kreditverwaltung und Refinanzierung. Erstmals setzt finmid seine Kreditinfrastruktur damit direkt auf dem eigenen Kapital einer Plattform auf.

Auf Wachstumskurs

finmid wurde aus der Überzeugung heraus gegründet, dass sich Unternehmensfinanzierung zunehmend auf die Plattformen verlagert, die Unternehmen bereits nutzen und denen sie vertrauen. finmid entwickelt die Finanzierungsinfrastruktur, die das europaweit möglich macht: Über eine einzige Integration können Plattformen ihren Geschäftskunden Finanzierungen anbieten. finmid übernimmt dabei Kreditprüfung, regulierte Kreditvergabe und Kreditverwaltung; das Kapital stammt von der Plattform selbst, ihrer Partnerbank oder den Refinanzierungspartnern von finmid.

Seit Gründung hat finmid gemeinsam mit Partnern wie Wolt, Delivery Hero, myPOS und efood Unternehmen in 30 europäischen Märkten Finanzierungsangebote im Gesamtwert von mehr als 4 Milliarden Euro unterbreitet. Viele Unternehmen kehren zurück: Rund 85 % der Kreditnehmer nehmen eine weitere Finanzierung in Anspruch, und finanzierte Händler konnten ihren Umsatz auf den Partnerplattformen um bis zu 45 % steigern. Die beiden neuen Angebote und die aktuelle Finanzierungsrunde markieren die nächste Etappe: Nachdem finmid sein Modell mit Working Capital unter Beweis gestellt hat, überträgt das Unternehmen dieselbe Infrastruktur nun auf größere und komplexere Finanzierungsformen von Plattformen und den Unternehmen, die auf sie angewiesen sind.

Alexander Talkanitsa, Co-Founder von finmid:

„Vor zwei Jahren hieß Embedded Lending noch: ein Vorschuss für ein Restaurant. Heute ermöglicht dieselbe Infrastruktur mehrjährige Fahrzeugkredite und Kredite, die ein Marktplatz aus eigenen Mitteln vergibt. Und das ist erst der Anfang. Jede Plattform mit Geschäftskunden kann heute zu deren Finanzierungspartner werden, ohne selbst eine Bank sein zu müssen.“

Max Schertel, Co-Founder von finmid:

„Kleinen Unternehmen hat es nie an Ehrgeiz gefehlt, sondern an einem Kreditgeber, der sie wirklich sieht. Plattformen sehen in Echtzeit, wie das Geschäft ihrer Kunden läuft. Deshalb können sie diese Lücke schließen wie niemand sonst. finmid gibt es, um genau das möglich zu machen. Mit Bolt finanzieren wir die Fahrzeuge, mit denen Flotten unterwegs sind; bei Skroutz stellt der Marktplatz selbst seinen Händlern Kapital zur Verfügung. Unsere Aufgabe ist es, diese Kredite sicher, schnell und reguliert bereitzustellen – ganz gleich, wer das Geld gibt und wofür Unternehmen es brauchen.“

Joshua Okeleke, Europe Business Development Lead bei Bolt:

„Ohne unsere Flottenpartner wäre Ride-Hailing in seiner heutigen Form nicht möglich. Dennoch ist es für viele von ihnen nach wie vor schwierig, die Finanzierung für zusätzliche Fahrzeuge zu sichern und ihr Geschäft auszubauen. Genau hier setzen wir mit Bolt Vehicle Solutions an: Wir verbinden attraktive Konditionen beim Fahrzeugkauf mit einem unkomplizierteren Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten und der Perspektive, langfristig Eigentum an den Fahrzeugen zu erwerben. Damit geben wir unseren Flottenpartnern mehr Planungssicherheit und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass sie in ihr Unternehmen investieren, ihre Flotten erweitern und mit der steigenden Nachfrage nach Fahrdienstleistungen wachsen können.“

Nick Kalliagkopoulos, Partner bei Big Pi Ventures:

„In Plattformen integrierte Finanzierungen sind für Marktplätze heute unverzichtbar, und finmid ist genau darauf ausgerichtet. Das kapitalschonende Modell ermöglicht schnelles Wachstum. Dank seiner Lizenzen und seiner Präsenz in zahlreichen Märkten ist finmid ein Partner, den Marktplätze einmal anbinden und überall nutzen können. Der Erfolg in Südosteuropa – einer Region, die trotz ihrer Größe oft übersehen wird – zeigt, wie viel ungenutztes Potenzial es noch gibt.“

Was macht finmid?

finmid entwickelt eine Finanzierungsinfrastruktur, mit der Plattformen ihren Geschäftskunden direkt Finanzierungslösungen anbieten können. Das Unternehmen übernimmt dabei unter anderem Kreditprüfung, regulierte Kreditvergabe und Kreditverwaltung.

Wie hoch ist die aktuelle Finanzierung von finmid?

finmid hat eine weitere Finanzierung über 17 Millionen Euro erhalten. Die Runde wird von Big Pi Ventures angeführt, Mainset beteiligt sich als Co-Investor und Earlybird investiert erneut. Damit steigt die Gesamtfinanzierung von finmid auf 52 Millionen Euro.

Was plant finmid gemeinsam mit Bolt und Skroutz?

Mit Bolt bietet finmid über Bolt Vehicle Solutions Fahrzeugfinanzierungen für Flottenunternehmen an. Gemeinsam mit Skroutz betreibt finmid ein Kreditprogramm für Händler, bei dem der griechische Online-Marktplatz das Kapital selbst bereitstellt.

Bild Alexander Talkanitsa und Max Schertel Bildcredits/Fotograf: Maurizio Sorvillo

Quelle Burlington Public Relations Agency

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