Die Rettungsinsel bringt als mobiler Kiosk praktische Versorgung direkt aufs Festival und setzt dabei auf faire Preise, persönliche Nähe und Community.
Können Sie Die Rettungsinsel kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für einen mobilen Festival Kiosk entstanden ist?
„Die Rettungsinsel“ ist ein mobiler Festival-Kiosk, der direkt auf den Campgrounds dorthin rollt, wo die Versorgung auf den weitläufigen Campingflächen oft mühsam ist. Die Idee ist schlicht aus eigener Praxiserfahrung auf Festivals entstanden. Wenn nach einer langen Nacht oder mitten im Festivalgeschehen Kleinigkeiten fehlen oder die Wege zum offiziellen Supermarkt kilometerweit sind, braucht es einen unkomplizierten Anlaufpunkt direkt vor Ort.
Wer steht hinter Die Rettungsinsel, und welche Erfahrungen aus Ihrer Arbeit auf Festivals fließen in das Konzept ein?
Hinter dem Projekt steht Carolin Emmerling. Die direkte Praxiserfahrung aus der Arbeit an Festivalständen – zuletzt in einer Art Festival-Drogerie – fließt unmittelbar in das Konzept ein. Dort wurde hautnah miterlebt, dass es zwar Drogerieprodukte gab, aber vor Ort leider oft schlicht die richtigen Artikel fehlten, die man in dem Moment wirklich gebraucht hätte.
Welche Situationen auf Festival Campgrounds haben Ihnen gezeigt, dass es einen solchen mobilen Kiosk braucht?
Es sind die klassischen, wiederkehrenden Situationen. Die Wege zum zentralen Festival-Supermarkt sind bei Hitze oder Erschöpfung viel zu weit, wichtige Dinge gehen aus, oder man braucht einfach eine schnelle, unkomplizierte Versorgung direkt im Zeltbereich, ohne stundenlang unterwegs zu sein.
An welche Festivalbesucher richtet sich Ihr Angebot, und welche Produkte dürfen auf der Rettungsinsel auf keinen Fall fehlen?
Das Angebot richtet sich an alle Festivalbesucher, die das autarke Camping schätzen, aber den Alltag im Zelt durch kluge Helfer erleichtern möchten. Auf der Rettungsinsel geht es nicht um Lebensmittel oder Getränke, sondern um die unverzichtbaren Problemlöser. Von hochwertigen Ohrstöpseln für die nötige Nachtruhe über Ersatzbatterien bis hin zu essenziellen Hygieneartikeln und Camping-Gadgets – genau die Dinge, die den Unterschied zwischen einem mühsamen Aufenthalt und einem entspannten Festivalerlebnis ausmachen.
Faire Preise sind ein wichtiger Teil Ihres Konzepts. Wie möchten Sie diese trotz der besonderen Bedingungen auf Festivals gewährleisten?
Durch eine schlanke Logistik, effiziente Abläufe und den Verzicht auf unnötige Zwischenstrukturen gelingt es, die Preise bodenständig und fair zu halten, anstatt die besonderen Bedingungen für übertriebene Aufschläge zu nutzen.
Was unterscheidet Die Rettungsinsel von klassischen Festival Shops oder anderen Verkaufsständen auf Veranstaltunggeländen?
Klassische Shops stehen meist starr am Rand oder zentral im Event-Bereich. Die Rettungsinsel holt die Versorgung direkt dorthin, wo das echte Festivalleben stattfindet – nah an die Community, mobil und mit einem unkomplizierten Ansatz.
Sie möchten bewusst Herzlichkeit und persönlichen Kontakt mit einem praktischen Angebot verbinden. Welche Rolle spielt dieser Community Gedanke für das Projekt?
Der Community-Gedanke ist das Fundament. Ein Festival lebt vom Miteinander, vom direkten Austausch und von einer Atmosphäre der Offenheit. Genau dieses persönliche, herzliche Gefühl soll der Kiosk widerspiegeln, statt eine anonyme Verkaufsbude zu sein.
Für den Start setzen Sie auf Crowdfunding. Warum ist dieser Finanzierungsweg für Die Rettungsinsel besonders passend?
Crowdfunding ermöglicht es, die ersten logistischen Hürden direkt gemeinsam mit den Menschen zu nehmen, die das Konzept unterstützen wollen. Es ist der direkteste Weg, um unabhängig zu starten und die Community von Beginn an einzubinden.
Als Dankeschön erstellen Sie handgemachte Kunstwerke. Wie verbinden sich Ihre Arbeit als Künstlerin und Ihre Festival Erfahrung in diesem Projekt?
Die künstlerische Arbeit und die Festival-Praxis ergänzen sich perfekt. Beide Welten basieren auf Kreativität, Haltung und echtem Handwerk. Als Dankeschön fließen handgemachte Unikate ein, die dem Projekt eine ganz persönliche, unverwechselbare Note geben.
Welche Herausforderungen erwarten Sie beim Aufbau und Betrieb eines mobilen Kiosks, der auf unterschiedlichen Festivals eingesetzt werden soll?
Die größten Herausforderungen liegen in der Logistik, den wechselnden Bedingungen vor Ort auf den Geländeplätzen und der präzisen Touren- und Einsatzplanung während der Festivalsaison.
Wie soll sich Die Rettungsinsel nach dem erfolgreichen Start weiterentwickeln, und welche Perspektive sehen Sie langfristig für das Konzept?
Nach dem erfolgreichen Start soll das Konzept stabil etabliert und die Präsenz auf weiteren Festivals Schritt für Schritt ausgebaut werden, um die mobile Infrastruktur langfristig zu festigen.
Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die aus einer persönlichen Erfahrung eine Geschäftsidee entwickeln möchten?
- Dem eigenen Instinkt vertrauen und die Idee konsequent durchziehen, anstatt sich von äußeren Zweifeln bremsen zu lassen.
- Nah an der Realität bleiben und echte Probleme lösen, statt am Reißbrett vorbei zu planen.
- Pragmatisch bleiben und die Ressourcen auf das Wesentliche fokussieren.
Bild mit KI erstellt
Wir bedanken uns bei Carolin Emmerling für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.














