Das Startup FRYZZA entwickelt eine speziell für den Air Fryer konzipierte Tiefkühlpizza und wird am 19. Oktober 2026 in der Höhle der Löwen pitchen, um seine Geschäftsidee und die Pläne für den bundesweiten Handel vorzustellen.
Wie ist die Idee zu FRYZZA entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?
Hinter FRYZZA stehen fünf Gründer mit ganz unterschiedlichen Hintergründen – und genau das macht uns aus. Alexander Wulf ist Sternekoch und hat mit seinem Freund Ronny Schreiber, bester Sommelier Deutschlands 2026, das Restaurant TROYKA in Erkelenz zu einem Michelin-Stern geführt. Josef Kirisits ist Handels-, Marken- und Produktionsspezialist und mit diversen Produkten im österreichischen und deutschen Lebensmittelhandel vertreten. Lars Jansen ist ebenfalls Händler, vor allem im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Dieter Könnes kommt aus Radio und Fernsehen, ist Moderator, Unternehmer und Gründer der ROBIN GUT Stiftung. Dieter und Lars sind Geschäftsführer der FRYZZA GmbH.
Der Witz ist: Eigentlich hatten wir uns Ende März 2025 aus einem ganz anderen Grund getroffen. Doch dann kam plötzlich die Frage auf: Der Air Fryer hat die deutschen Küchen erobert – warum gibt es dafür keine richtig gute Pizza? Warum entwickelt nicht mal ein Sternekoch eine Pizza, die genau für den Air Fryer gemacht ist? Als klar war, dass es tatsächlich noch keine einzige Pizza extra für den Air Fryer gab, und weil Pizza zu den beliebtesten Produkten in deutschen Küchen gehört, haben wir gesagt: Warum eigentlich nicht? Nach wenigen Tagen Recherche stand fest, dass wir gemeinsam gründen. Alexander hat so lange an der Rezeptur getüftelt, bis FRYZZA perfekt war. Von der ersten Idee bis ins Kühlregal hat es keine sechs Monate gedauert – im Herbst 2025 kam FRYZZA in den Handel, gestartet mit einer Premierenparty in Erkelenz.
In welcher Branche seid ihr tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell von FRYZZA aus?
Wir sind im Lebensmittelbereich tätig, genauer gesagt im Tiefkühlsegment. FRYZZA ist die erste Tiefkühlpizza, die von Grund auf für den Air Fryer entwickelt wurde. Die Rezeptur stammt von Sternekoch Alexander Wulf, der jede Änderung selbst freigibt; produziert wird bei einem spezialisierten Partner nach seinen Vorgaben. Vertrieben wird FRYZZA über den Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland und Österreich sowie über Bofrost.
Das Besondere an unserem Geschäftsmodell ist das Team: Wir decken Küche, Kommunikation, Produktion, Handel und Logistik selbst ab. Jeder von uns kann etwas, was der andere nicht kann – so ergänzen wir uns perfekt. Bisher haben wir alles aus eigenen Mitteln der Gründer finanziert und stecken fast alles wieder ins Unternehmen.
Welches konkrete Problem löst ihr und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?
Der Air Fryer ist längst ein Standardgerät wie die Mikrowelle – in Deutschland und Österreich steht er in rund 30 % der Haushalte. Aber normale Tiefkühlpizzen passen nicht automatisch in den Heißluftkorb oder werden ungleichmäßig. Die großen Marken bauen ihre Pizzen für den Backofen und schreiben manchmal „auch für den Air Fryer“ auf die Packung.
Wir haben keine normale Pizza angepasst, sondern Teig, Form und Belag komplett für die Heißluftfritteuse gedacht: ein handgezogener Sauerteig mit 24 Stunden Reifezeit, eine eckige Form, die optimal in den Korb passt, und zwei Pizzen pro Packung. Nach fünf bis sechs Minuten ist FRYZZA außen knusprig und innen saftig. Und wer nur kleinen Hunger hat, nimmt eben nur eine FRYZZA aus der Packung. Damit schließen wir die Lücke zwischen schnellem Essen und echter Qualität – für Berufstätige, Studierende, Familien und Singles, vom Teenager bis zur Großmutter. Erst neulich hat uns eine 81-jährige Kundin im Supermarkt dafür gefeiert, dass sie für ihren Air Fryer endlich eine passende Pizza gefunden hat.
Warum habt ihr euch entschieden, mit FRYZZA in der Höhle der Löwen zu pitchen, und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?
Wir haben ein Produkt, das man sofort versteht und das jeder probieren will. Wir wollten FRYZZA aus der Region heraus deutschlandweit bekannt machen und dafür einen Partner finden, der den Lebensmittelhandel wirklich kennt. Die VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ bietet beides: Millionen Zuschauer und Investoren mit starken Netzwerken.
Im Vordergrund stand für uns ganz klar eine langfristige Partnerschaft, nicht nur das Sprungbrett. Aufmerksamkeit ist schön, aber wir suchen jemanden, der mit uns wachsen will – mit Know-how in Handel, Vertrieb und Marketing, nicht nur mit Kapital.
Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe in der Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?
Wir sind ganz offen in die Sendung gegangen und hätten uns über jeden Löwen gefreut, der an FRYZZA glaubt. Für uns war entscheidend, wer den Lebensmitteleinzelhandel und den Food-Bereich wirklich kennt. FRYZZA gehört ins Tiefkühlregal – und unsere Vision ist es, die Pizza-Marke zu werden, an die man beim Air Fryer zuerst denkt. Ein Investor mit Handelserfahrung, Food-Expertise und einem starken Netzwerk passt dazu am besten. Wie es ausgeht, seht ihr am 19. Oktober.
Welche Form der Unterstützung durch die Investoren in der Höhle der Löwen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?
Am meisten erhoffen wir uns Know-how und Netzwerk: Erfahrung im Lebensmitteleinzelhandel, Unterstützung bei Listungen und in der Flächenbetreuung, beim Skalieren von Produktion und Logistik sowie bei Marketing und Kommunikation. Ein guter Partner öffnet Türen und hilft, Fehler zu vermeiden, die wir als junges Unternehmen sonst selbst machen müssten.
Welche nächsten Schritte plant ihr nach eurem Auftritt in der Höhle der Löwen und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?
Wir haben Produktion und Lager hochgefahren und die Logistik mit unseren Handelspartnern und Kunden abgestimmt. FRYZZA gibt es ab dem 20.10.bundesweit bei Lidl und außerdem über Bofrost – und weiterhin bei REWE, EDEKA (NRW), Globus und HIT sowie in Österreich bei Spar, MPreis, BILLA und BILLA PLUS. Am 29.10. feiern wir unseren ersten Geburtstag mit vielen Freunden, Instagrammern, Gamern und Promis. Weitere Social-Media-Aktionen folgen im November und Dezember und im nächsten Jahr.
Darüber hinaus arbeiten wir an neuen Sorten und weiteren Air-Fryer-Produkten – mehr verraten wir noch nicht. Unser Ziel: FRYZZA soll in jedem großen Tiefkühlregal in Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen und danach weitere Länder erobern.
Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg als besonders wertvoll erwiesen?
Besonders wertvoll war die Erkenntnis, wie viel ein gut gemischtes Team ausmacht. Jeder von uns bringt etwas mit, das die anderen nicht können – Küche, Kommunikation, Produktion, Handel und Logistik. Dadurch konnten wir in weniger als sechs Monaten von der Idee ins Kühlregal kommen.
Gelernt haben wir auch, dass Geschmack am Ende alles entscheidet. Wer FRYZZA einmal probiert hat, kommt wieder – deshalb setzen wir stark auf Verkostungen und auf das Feedback unserer Kundinnen und Kunden. Und: Man muss seine Zahlen in- und auswendig kennen. Spätestens wenn es um Produktion, Margen und Handel geht, zählt jedes Detail.
Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?
Kennt eure Zahlen in- und auswendig und bleibt authentisch. Investoren und Kunden merken sofort, ob jemand eine Rolle spielt und wie sehr jemand an sein Produkt glaubt. Sucht euch Mitgründer, die euch ergänzen, statt euch zu spiegeln. Fangt an, statt ewig zu planen – vieles lernt man erst im Markt. Und wenn ihr pitcht: Bringt etwas mit, das man probieren oder sehen kann.
Was unterscheidet FRYZZA im Supermarktregal oder im Online-Shop optisch und inhaltlich von der Konkurrenz?
FRYZZA ist eckig statt rund, damit sie optimal in den Air-Fryer-Korb passt, und es sind zwei Pizzen in einer Packung – so kann man sie auch einzeln zubereiten. Auf der Verpackung ist sofort klar: Das ist eine Pizza für den Air Fryer, nicht eine Backofenpizza mit Zusatzhinweis.
Inhaltlich unterscheiden uns die Rezeptur vom Sternekoch, der handgezogene Sauerteig mit 24 Stunden Reifezeit und der Verzicht auf Geschmacksverstärker und Palmöl. Die Salami ist auf Basis von Rind und Pute und damit für einen breiten Verwenderkreis geeignet. Aktuell gibt es vier Sorten: Margherita, Salami, Mediterranean Veggie und Thunfisch. Nach fünf bis sechs Minuten ist die Pizza fertig – und wer keinen Air Fryer hat, kann FRYZZA auch im Backofen zubereiten. Unser Claim: „Wenn Pizza, dann FRYZZA!“
Wie bereitet ihr eure Lieferkette und euren Online-Shop auf den möglichen Nachfrageansturm am Abend der Ausstrahlung in der Höhle der Löwen vor?
Wir haben Produktion und Lager hochgefahren und die Logistik eng mit unseren Handelspartnern und Kunden abgestimmt. Auch unsere Website und alle Social-Media-Kanäle sind auf viel Traffic vorbereitet. Sämtliche Kommunikationsmaßnahmen – von PR bis Werbung – wurden im Vorfeld konzertiert und mit allen Beteiligten abgestimmt. Da FRYZZA bereits im Handel und über Bofrost erhältlich ist, verteilt sich die Nachfrage auf viele Kanäle.
Sehen Sie FRYZZA am 19. Oktober 2026 in der Höhle der Löwen
Bild Ronny Schreiber, Dieter Könnes und Alexander Wulf (v.li.) , Gründer von FRYZZA Foto: RTL
Wir bedanken uns bei Ronny Schreiber, Dieter Könnes und Alexander Wulf für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.














