Samstag, Juni 27, 2026
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Wer versteht eigentlich noch, was in Unternehmensprozessen wirklich passiert?

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Noreja Process Intelligence Knowledge Graph Fokus Noreja Teambild

Noreja entwickelt Process Intelligence auf Basis eines Knowledge Graph, um Unternehmensprozesse transparenter und besser steuerbar zu machen

Wie ist Noreja entstanden und wer steht hinter der Idee der Plattform?

Noreja ist aus dem wissenschaftlichen Kontext heraus entstanden. Wir sind ein Spin off der Wirtschaftsuniversität Wien und haben im Jahr 2021 ausgegründet. Hinter der Idee steht die Überzeugung, dass Unternehmen ihre Prozessdaten deutlich besser nutzen können, wenn diese nicht nur technisch analysiert, sondern in ihrem tatsächlichen fachlichen und organisatorischen Kontext verstanden werden.
Der Ursprung lag in unserer Forschungsarbeit im Bereich Process Intelligence und datenbasierter Prozessanalyse. Gemeinsam mit einem Industriepartner, einem ERP Anbieter aus Salzburg, haben wir uns intensiv mit den Schwachstellen bestehender Process Mining Lösungen beschäftigt. Aus dieser Forschungskooperation heraus entstand schließlich der Impuls, Noreja als eigenständiges Unternehmen aufzubauen.

Was war der Auslöser, sich mit Noreja auf Process Intelligence und datenbasierte Prozessoptimierung zu fokussieren?

Der konkrete Auslöser war die Beobachtung, dass klassische Process Mining Lösungen in der Praxis oft an zwei Stellen an ihre Grenzen stoßen: bei der Datenanbindung und bei der Nutzbarkeit der Ergebnisse.
Viele bestehende Lösungen setzen voraus, dass Daten zunächst aufwendig transformiert und in bestimmte Formate, etwa Event Logs, überführt werden. Das passt aus unserer Sicht aber häufig nicht zur Realität heutiger IT und ERP Systemlandschaften. Unternehmensdaten liegen verteilt, relational, historisch gewachsen und oft sehr komplex strukturiert vor.
Zugleich sind die resultierenden Prozessmodelle häufig so komplex, dass sie nur von sehr spezialisierten Analysten interpretiert werden können. Für Fachbereiche, Process Owner oder Management sind sie dadurch nur eingeschränkt nutzbar. Genau hier wollten wir ansetzen: Wir wollten Process Intelligence so neu denken, dass sie schneller integrierbar, fachlich verständlicher und näher an der tatsächlichen Datenrealität von Unternehmen ist.

Welche Vision verfolgt Noreja im Umgang mit Unternehmensdaten und Entscheidungsprozessen?

Unsere Vision ist es, beliebige IT Systeme miteinander in Verbindung zu setzen und daraus einen umfassenden Knowledge Graph aufzubauen, der die Realität der Unternehmensprozesse möglichst vollständig abbildet.
Dabei geht es nicht nur um operative Prozessdaten, sondern auch um Kontextdaten: also Informationen darüber, warum bestimmte Prozessvarianten entstehen, welche Abhängigkeiten bestehen, welche Systeme beteiligt sind und welche Auswirkungen bestimmte Prozessmuster haben.
Ein zentraler Bestandteil unserer Vision ist die Kombination aus Knowledge Graph, Agentic AI und sogenannten Frontier Agents. Darunter verstehen wir KI Agenten, die im Hintergrund kontinuierlich und zunehmend autonom an Prozessproblemen arbeiten. Sie sollen beispielsweise dauerhaft Root Causes für Prozessabweichungen identifizieren, die Compliance eines Prozesses überwachen oder relevante Risiken und Optimierungspotenziale erkennen.

Entscheidend ist dabei, dass diese Agenten nicht nur Informationen anzeigen, sondern im richtigen Moment auch konkrete Aktionen vorbereiten oder ableiten können – etwa indem sie Verantwortliche informieren, Handlungsempfehlungen geben oder Maßnahmen zur Prozessverbesserung anstoßen. Die Verbindung aus tiefem Prozessverständnis im Knowledge Graph und autonom arbeitenden KI Agenten ist für uns der nächste große Entwicklungsschritt in der Process Intelligence.
Unser Ziel ist es, Unternehmensdaten so aufzubereiten, dass künstliche Intelligenz sie optimal verstehen und nutzen kann. Auf dieser Grundlage sollen Manager, Process Owner und Fachbereiche künftig deutlich besser in ihren Entscheidungsprozessen unterstützt werden – nicht nur durch Dashboards, sondern durch konkrete, kontextbezogene und handlungsorientierte Erkenntnisse.

Wie möchtet ihr diese Vision in den kommenden Jahren konkret umsetzen?

Wir werden unseren Knowledge Graph konsequent weiterentwickeln und ihn noch stärker darauf ausrichten, von KI Systemen verstanden und genutzt zu werden. Bereits heute bildet unsere Lösung sehr differenzierte Zusammenhänge in Unternehmensprozessen ab. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf kausalen Zusammenhängen, nicht nur auf zeitlichen Abläufen.

Das ist ein wichtiger Unterschied: Wir möchten nicht nur zeigen, dass etwas passiert ist oder in welcher Reihenfolge Prozessschritte erfolgt sind. Wir möchten besser verstehen, warum bestimmte Muster entstehen, welche strukturellen Ursachen dahinterliegen und welche Maßnahmen tatsächlich Wirkung zeigen können.

In den kommenden Jahren werden wir deshalb die Schnittstelle zwischen Knowledge Graph und künstlicher Intelligenz weiter ausbauen. Dazu gehören agentenbasierte KI Funktionen, die gezielt Informationen aus dem Graphen abrufen, interpretieren und für konkrete Fragestellungen nutzbar machen. Perspektivisch sollen solche Agenten immer autonomer im Hintergrund arbeiten und Unternehmen kontinuierlich dabei unterstützen, Prozessprobleme zu erkennen, Ursachen zu analysieren und geeignete Maßnahmen abzuleiten.
Damit wollen wir Unternehmen noch präzisere Analysen und bessere Entscheidungsgrundlagen liefern.

An welche Zielgruppen richtet sich eure Lösung und welche Probleme löst ihr für diese konkret?

Unsere Lösung richtet sich vor allem an größere mittelständische Unternehmen sowie an Enterprise Kunden. Besonders relevant sind für uns Unternehmen ab etwa 1.000 Mitarbeitenden bis hin zu Organisationen mit 20.000 Mitarbeitenden oder mehr. Im Markt positionieren wir uns insbesondere unterhalb der sehr großen Fortune 500 Konzerne und sprechen damit Unternehmen an, die komplexe Prozesse und Systemlandschaften haben, aber zugleich pragmatische, schnell integrierbare und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen benötigen.
Wir helfen diesen Unternehmen, Transparenz über ihre Prozesse zu gewinnen, Engpässe und Fehlmuster zu erkennen und operative Verbesserungen datenbasiert abzuleiten. Dabei geht es nicht nur um Analyse, sondern auch um die konkrete Wertgenerierung. Deshalb begleiten wir unsere Kunden im Rahmen unserer Lizenzen aktiv dabei, aus den gewonnenen Erkenntnissen tatsächliche Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten und umzusetzen.

Wie stellt ihr sicher, dass komplexe Prozesse für Unternehmen verständlich und nutzbar gemacht werden?

Wir arbeiten mit unterschiedlichen Prozessdimensionen beziehungsweise Perspektiven. Das bedeutet: Prozesse können bei uns auf verschiedenen Detailebenen modelliert und analysiert werden.
Ein Process Owner, der für einen klar abgegrenzten Teilprozess verantwortlich ist, muss nicht den gesamten End to End Prozess in voller Komplexität sehen. Er bekommt genau die Perspektive, die für seinen Verantwortungsbereich relevant ist. Gleichzeitig kann eine Person, die einen systemübergreifenden End to End Prozess verantwortet, eine übergreifende Perspektive auf den gesamten Ablauf erhalten.
Dadurch machen wir komplexe Prozesse zielgruppengerecht nutzbar. Unterschiedliche Rollen im Unternehmen erhalten unterschiedliche Sichten auf dieselbe Datenbasis – von der operativen Detailanalyse bis zur Managementperspektive. Das reduziert Komplexität, ohne wichtige Informationen zu verlieren.

Was unterscheidet Noreja von klassischen Process Mining oder Analytics Lösungen am Markt?

Ein wesentlicher Unterschied ist, dass wir keinen klassischen Event Log benötigen. Dadurch ist die Datenanbindung deutlich schneller und näher an der Realität bestehender Quellsysteme. Wir können Daten so verarbeiten, wie sie tatsächlich in ERP oder anderen Unternehmenssystemen vorhanden sind, ohne dass sie zuvor umfangreich transformiert werden müssen.

Zweitens verfolgen wir einen anderen algorithmischen Ansatz. Mit unserem Causal Process Mining Ansatz betrachten wir nicht nur zeitliche Abfolgen, sondern auch strukturelle und kausale Zusammenhänge innerhalb von Prozessen. Dadurch können Nutzer bestimmte Fehlermuster und Prozessprobleme präziser identifizieren und besser verstehen, welche Ursachen dahinterliegen.

Drittens unterscheiden wir uns durch unser Preismodell. Klassische Process Mining und Enterprise Analytics Lösungen bewegen sich häufig im mittleren bis hohen sechsstelligen Lizenzbereich; im Enterprise Segment können auch siebenstellige Beträge entstehen. Wir möchten Process Intelligence für den gehobenen Mittelstand deutlich zugänglicher machen – mit einem transparenteren und niedrigeren Pricing, das besser zur Realität dieser Unternehmen passt.
Damit kombinieren wir technologische Tiefe mit einer Marktpositionierung, die nicht nur auf sehr große Konzerne ausgerichtet ist, sondern auch Unternehmen adressiert, die komplexe Prozesse haben, aber wirtschaftlich pragmatische Lösungen benötigen.

Welche Herausforderungen begegnen euch bei der Integration in bestehende Systemlandschaften?

Eine der größten Herausforderungen ist die Datenqualität. In vielen Unternehmen sind Daten historisch gewachsen, uneinheitlich gepflegt oder über mehrere Systeme verteilt. Besonders anspruchsvoll wird es, wenn unterschiedliche Systeme miteinander verbunden werden müssen und die Beziehungen zwischen den Daten nicht sauber dokumentiert oder nicht eindeutig sind.
Ein zentrales Thema sind dabei Schlüsselbeziehungen, also zum Beispiel IDs, Fremdschlüssel oder andere Identifikatoren, über die Objekte und Ereignisse systemübergreifend miteinander verknüpft werden können. Diese Verbindungen müssen korrekt erkannt und gematcht werden, damit ein belastbares Prozessbild entsteht.
Hinzu kommen Anforderungen rund um IT Security, Datenschutz und den Einsatz von KI. Viele Unternehmen stellen sich zurecht die Frage, ob öffentliche Large Language Models oder Cloud Dienste eingesetzt werden dürfen. Deshalb bieten wir auch vollständig lokale und isolierte LLM Setups an, um Datenschutz und Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden.

Wie geht ihr mit der Komplexität großer Datenmengen und unterschiedlicher Datenquellen um?

Unsere Architektur ist darauf ausgelegt, sehr große und heterogene Datenmengen zu verarbeiten. Im Knowledge Graph können auch mehrere Milliarden Objekte abgebildet werden. Dadurch lassen sich komplexe Prozessrealitäten sehr granular modellieren.
Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass Unternehmensdaten häufig nicht linear zusammenhängen. Daten laufen oft divergent und konvergent zusammen: Ein Objekt kann sich in viele Folgeobjekte verzweigen, mehrere Objekte können später wieder in einem gemeinsamen Vorgang zusammengeführt werden. Gerade bei Audit Tabellen oder Änderungsprotokollen entstehen dadurch sehr komplexe Join Bedingungen. Dort liegen teilweise Millionen oder Hunderte Millionen Events vor, die korrekt interpretiert und in ihren tatsächlichen fachlichen Zusammenhang gebracht werden müssen.

Hinzu kommen komplexe Kardinalitäten, etwa 1 n, n 1 oder n m Beziehungen. Klassische Prozessmodelle vereinfachen diese Realität häufig stark. Unser Anspruch ist es dagegen, diese Zusammenhänge so abzubilden, wie sie in den Quellsystemen tatsächlich existieren. Genau dafür eignet sich der Knowledge Graph Ansatz besonders gut, weil er auch komplexe Objektbeziehungen, Abhängigkeiten und Prozessstrukturen flexibel modellieren kann.
Für die Verbindung unterschiedlicher Datenquellen nutzen wir unter anderem sogenannte Makro Entitäten. Damit können Daten aus verschiedenen Quellsystemen miteinander in Beziehung gesetzt werden. Voraussetzung ist in der Regel ein gemeinsamer Identifier oder eine fachlich belastbare Logik, über die sich Datenpunkte aus System A mit Datenpunkten aus System B verbinden lassen.
So entsteht ein übergreifendes Prozessverständnis, das nicht an Systemgrenzen endet. Gerade das ist für viele Unternehmen entscheidend, weil reale Geschäftsprozesse selten nur in einem einzigen System stattfinden.

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz in eurer Plattform und wie entwickelt ihr diesen Bereich weiter?

Künstliche Intelligenz spielt für uns eine zentrale Rolle. Wir verstehen uns als AI first Unternehmen. Der Knowledge Graph bildet die fachliche, strukturelle und prozessuale Grundlage, damit KI Unternehmensprozesse nicht nur oberflächlich auswertet, sondern in ihrem Kontext versteht.
Dafür haben wir ein agentenbasiertes System entwickelt. Unterschiedliche Agenten übernehmen unterschiedliche Aufgaben: Ein Agent liest Informationen aus dem Graphen aus, ein anderer interpretiert Kontextinformationen, ein weiterer kann externe Informationen recherchieren oder bestimmte Properties und Datenstrukturen analysieren.
Unser Ziel ist es, KI nicht isoliert auf Daten loszulassen, sondern ihr eine strukturierte, kontextreiche Wissensbasis zur Verfügung zu stellen. Dadurch sollen Analysen präziser, Antworten relevanter und Handlungsempfehlungen belastbarer werden. Insbesondere die Weiterentwicklung in Richtung Frontier Agents ist für uns zentral: also KI Agenten, die dauerhaft an Prozessproblemen arbeiten, Ursachen identifizieren, Compliance überwachen und bei relevanten Abweichungen geeignete nächste Schritte ableiten können.
Diesen Bereich werden wir in den kommenden Jahren konsequent weiter ausbauen.

Welche nächsten Schritte und Entwicklungen plant ihr für Noreja?

Der nächste große Schritt ist der gezielte Aufbau von Vertrieb und Customer Success. Wir möchten im DACH Markt bekannter werden, unsere Lösung breiter in den Markt bringen und insbesondere Unternehmen im gehobenen Mittelstand gewinnen.
Ein wichtiger Fokus liegt darauf, gemeinsam mit Kunden konkrete Success Stories aufzubauen. Wir möchten zeigen, welchen messbaren Wert Process Intelligence schaffen kann – etwa durch effizientere Abläufe, bessere Prozesssteuerung, geringere Fehlerquoten oder fundiertere Entscheidungen.
Produktseitig werden wir weiterhin daran arbeiten, Kontext und Content in der Plattform zu verbessern, damit Nutzer noch schneller zu relevanten Erkenntnissen gelangen. Gleichzeitig treiben wir die Weiterentwicklung unseres Knowledge Graphs und unserer KI Funktionen konsequent voran.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründern geben, die datengetriebene Geschäftsmodelle aufbauen möchten?

Erstens: Nicht zu technisch denken. Gerade bei datengetriebenen Geschäftsmodellen ist die Versuchung groß, vom Produkt oder von der Technologie her zu denken. Entscheidend ist aber das konkrete Nutzerproblem. Man sollte sehr genau verstehen, für wen man welches Problem löst und welchen Wert die Lösung tatsächlich schafft. Das haben auch wir im Laufe der Zeit immer stärker gelernt.

Zweitens: Risiken eingehen. Als Gründer muss man manchmal Entscheidungen treffen, ohne alles bis ins letzte Detail abgesichert zu haben. Natürlich braucht es Analyse und Vorbereitung, aber zu langes Zögern kann gerade in frühen Phasen gefährlich sein. Man muss bereit sein, Dinge auszuprobieren, zu lernen und bei Bedarf schnell nachzuschärfen.

Drittens: Bei der Personalsuche auf Seniorität achten. Gerade in einem anspruchsvollen technischen Umfeld ist es enorm wertvoll, Menschen ins Team zu holen, die wirklich Verantwortung übernehmen und Arbeit abnehmen können. Natürlich ist das initial teurer, aber sehr juniorige Profile erzeugen am Anfang häufig mehr Betreuungsaufwand, als sie entlasten. Gute Senior Leute können für ein junges Unternehmen ein echter Beschleuniger sein.

Bild Bildcredits @ Noreja

Wir bedanken uns bei Dr. Lukas Pfahlsberger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Noreja

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Noreja Intelligence GmbH
Bruck 12
6914 Hohenweiler
Österreich

https://noreja.com
Lukas.pfahlsberger@noreja.com

Ansprechpartner: Dr. Lukas Pfahlsberger

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Steht der Onlinehandel vor seinem größten Umbruch?

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Frontnow Produktdaten KI im E Commerce optimieren

Frontnow entwickelt eine Plattform für Produktdaten und KI im E Commerce, die Daten strukturiert und für intelligente Anwendungen nutzbar macht

Wie ist Frontnow entstanden und wer sind die Köpfe hinter dem Unternehmen?

Gabriel Bobinski: Frontnow wurde 2020 in Berlin von Marc Funk gegründet, mit der klaren Vision, den digitalen Handel datengetrieben weiterzuentwickeln. Von Anfang an stand die Frage im Fokus, wie Produkte online besser verstanden, gefunden und ausgewählt werden können.
Heute besteht das Führungsteam aus Marc Funk als Gründer und Chief Revenue Officer, der sich auf Wachstum und Marktausbau konzentriert, und mir als CEO. Ich verantworte Strategie, Produkt und Organisation und bringe meine Erfahrung aus dem Aufbau und der Skalierung technologiegetriebener Unternehmen ein. Gemeinsam treiben wir die nächste Wachstumsphase von Frontnow voran.

Was war die ursprüngliche Idee hinter Frontnow und wie hat sie sich bis heute weiterentwickelt?

Gabriel Bobinski: Die ursprüngliche Idee war, Produktdaten im E-Commerce besser nutzbar zu machen. Viele Händler kämpfen mit fragmentierten, unvollständigen Daten, die weder für Kunden noch für Systeme optimal funktionieren.
Heute ist daraus ein deutlich umfassenderer Ansatz geworden. Wir sehen Produktdaten nicht mehr nur als operatives Thema, sondern als zentrale Infrastruktur im KI-getriebenen Handel. Unsere Plattform sorgt dafür, dass Daten strukturiert, vollständig und für KI-Systeme nutzbar sind. Ein zentraler Teil unseres Ansatzes ist dabei die intelligente Anreicherung mit externen Datenquellen. Genau darin sehen wir uns als klaren First Mover. Gleichzeitig verbinden wir diese Daten direkt mit Anwendungen im Shop, etwa durch KI-basierte Beratung. So entsteht ein durchgängiges System von der Datenbasis bis zur Kaufentscheidung.

Welche Vision verfolgt Frontnow für den E-Commerce der Zukunft?

Gabriel Bobinski: Wir glauben, dass Produktdaten zur zentralen Infrastruktur des digitalen Handels werden, ähnlich wie Websites oder mobile Apps in früheren Phasen.
Unsere Vision ist es, die Plattform zu sein, die diese Daten systematisch optimiert und für Menschen wie Maschinen nutzbar macht. Gleichzeitig wollen wir das Einkaufserlebnis neu definieren, indem wir KI direkt in die Interaktion zwischen Kunden und Shop integrieren.

Wie möchte Frontnow das Einkaufserlebnis im Onlinehandel konkret verändern?

Gabriel Bobinski: Das Einkaufserlebnis wird sich von einer klassischen Suche hin zu einer geführten, intelligenten Interaktion entwickeln. Nutzer wollen nicht mehr selbst filtern und vergleichen, sondern schneller zur richtigen Entscheidung kommen.
Wir ermöglichen genau das, indem wir strukturierte und angereicherte Produktdaten mit Conversational AI verbinden. Zum Beispiel über intelligente Chatbots, die Nutzer direkt im Shop beraten. Das Ergebnis ist ein deutlich intuitiveres Erlebnis, weniger Reibung im Kaufprozess und bessere Entscheidungen auf Kundenseite.

Welche Zielgruppen stehen bei Frontnow im Fokus und welche Bedürfnisse adressiert ihr besonders?

Gabriel Bobinski: Wir arbeiten vor allem mit E-Commerce-Händlern und Marken, die ihre Sichtbarkeit und Conversion in einem zunehmend KI-getriebenen Umfeld verbessern wollen.
Diese Unternehmen stehen vor der Herausforderung, dass ihre Produkte in klassischen wie generativen Suchumfeldern richtig verstanden und ausgespielt werden. Genau hier setzen wir an: Wir strukturieren und erweitern Produktdaten gezielt, auch mit Hilfe externer Datenquellen, und übersetzen diese Datenqualität direkt in kommerzielle Wirkung.

Wie stellt ihr sicher, dass eure KI-Lösungen wirklich einen Mehrwert für Onlinehändler und deren Kunden bieten?

Gabriel Bobinski: Für uns steht der messbare Impact im Mittelpunkt. Unsere Lösungen sind darauf ausgelegt, konkrete KPIs wie Sichtbarkeit, Conversion und Effizienz zu verbessern.
Wir sehen in der Praxis, dass bessere und kontextreichere Daten zu relevanteren Produktausspielungen führen, Rückfragen reduzieren und die Customer Experience deutlich verbessern. Gleichzeitig messen wir kontinuierlich, wie sich unsere Anwendungen auf das Nutzerverhalten auswirken, etwa durch schnellere Produktfindung oder geringere Absprungraten.

Was unterscheidet Frontnow von anderen Anbietern im Bereich KI im E-Commerce?

Gabriel Bobinski: Viele Lösungen adressieren entweder Daten oder das Frontend. Wir verbinden beides konsequent.
Klassische Systeme helfen vor allem dabei, Produktdaten zu verwalten. Unser Ansatz geht einen Schritt weiter: Wir machen diese Daten für eine KI-getriebene Welt tatsächlich nutzbar. Das heißt, wir denken Daten immer vom Anwendungsfall her und bringen sie direkt in die Interaktion mit dem Kunden. Hinzu kommt unser Ansatz, Produktdaten gezielt mit externen Datenquellen anzureichern. Genau diese Kombination aus Dateninfrastruktur, Anreicherung und Anwendungsebene ist in dieser Form am Markt noch selten.

Welche technologischen Herausforderungen begegnen euch bei der Entwicklung eurer Lösungen und wie geht ihr damit um?

Gabriel Bobinski: Die größte Herausforderung liegt in der Qualität und Komplexität von Produktdaten. Diese stammen aus unterschiedlichen Quellen, folgen keinen einheitlichen Standards und sind oft fehlerhaft oder unvollständig.
Unser Ansatz ist es, diese Daten systematisch zu strukturieren, zu harmonisieren und gezielt anzureichern, damit sie von KI-Systemen wirklich verstanden werden können. Gleichzeitig entwickeln wir unsere Plattform so, dass sie sich flexibel in bestehende Commerce-Systeme integrieren lässt.

Wie reagiert Frontnow auf die schnelle Entwicklung im Bereich Generative AI und den wachsenden Wettbewerb?

Gabriel Bobinski: Die Geschwindigkeit im Markt ist extrem hoch, deshalb setzen wir bewusst auf Fokus und klare Positionierung.
Wir konzentrieren uns auf das, was aus unserer Sicht der zentrale Engpass ist: die Qualität, Vollständigkeit und Nutzbarkeit von Produktdaten. Gleichzeitig entwickeln wir unsere Produkte kontinuierlich weiter und bringen neue KI-basierte Anwendungen schnell in den Markt. Unsere neue Teamstruktur hilft uns dabei, noch fokussierter zu skalieren und schneller auf Veränderungen zu reagieren.

Welche nächsten Schritte plant Frontnow in Bezug auf Produktentwicklung und Wachstum?

Gabriel Bobinski: Unser Fokus liegt klar auf Skalierung. Wir wollen unsere Plattform weiter im Markt verankern, international wachsen und unsere Produktlösungen weiter ausbauen.
Parallel dazu stärken wir unsere Position als zentrale Infrastruktur im KI-getriebenen Handel und bauen unseren technologischen Vorsprung, insbesondere bei der intelligenten Datenanreicherung, weiter aus.

Wo seht ihr Frontnow in den kommenden Jahren im internationalen Wettbewerb?

Gabriel Bobinski: Unser Anspruch ist es, ein prägendes Unternehmen an der Schnittstelle von Produktdaten, KI und Commerce aufzubauen.
Wir sehen uns perspektivisch als globalen Player, der mitdefiniert, wie Produktdaten genutzt werden und wie Kaufentscheidungen im digitalen Handel entstehen.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründern geben, die im Bereich KI oder E-Commerce ein Startup aufbauen möchten?

Gabriel Bobinski: Erstens: fokussiert euch auf ein echtes Kernproblem und nicht nur auf die Technologie. KI ist ein Enabler, aber der Mehrwert entsteht durch die Lösung eines konkreten Pain Points.
Zweitens: denkt von Anfang an in skalierbaren Systemen und nicht in isolierten Features. Gerade im E-Commerce entscheidet Integration oft über Erfolg oder Misserfolg.
Drittens: Geschwindigkeit ist entscheidend. Märkte wie Generative AI entwickeln sich extrem schnell. Wer zu lange zögert, verliert den Anschluss.

Bild:@Frontnow

Wir bedanken uns bei Gabriel Bobinski für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Verändert sich der Zugang zu Unternehmenskrediten gerade grundlegend?

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iwoca Kredite KMU schnell und flexibel finanzieren iwoca Fabian Platzen

iwoca bietet Kredite für KMU und ermöglicht schnellen Zugang zu Kapital durch digitale Prozesse

Wie ist iwoca entstanden und wer sind die Menschen hinter dem Unternehmen?

iwoca wurde 2012 in London von dem Deutschen Christoph Rieche und dem Briten James Dear mit dem Ziel gegründet, kleinen und mittleren Unternehmen einen schnellen und einfachen Zugang zu Kapital zu ermöglichen. Seit 2015 sind wir auch in Deutschland aktiv. iwoca ist ein großes , internationales Team aus Technologie- und Finanzexpertinnen, sowie erfahrenen Kundenbetreuerinnen, die den deutschen und britischen Mittelstand verstehen. Wir alle sind davon überzeugt, dass der Zugang zu einem Unternehmenskredit nicht an bürokratischen Hürden scheitern darf.

Welche Vision verfolgt iwoca im Bereich der Unternehmensfinanzierung?

Unsere Vision ist es, die strukturelle Unterversorgung des Mittelstands mit Fremdkapital zu beenden. Unternehmerinnen und Unternehmer sehen, wie Hausbanken ihre Vergabekriterien für KMU-Kredite Jahr für Jahr verschärfen. Vielen mittleren und kleinen Unternehmen wird dadurch der Zugang zu Kapital verwehrt, das sie händeringend brauchen, um in ihr Wachstum zu investieren oder ihre Liquidität zu schützen. Wir wollen diese Kreditlücke schließen und Unternehmer*innen mit schnellen und flexiblen Lösungen in ihrem Geschäftsalltag unterstützen. Unser Beitrag wirkt sich am Ende auch gesamtwirtschaftlich positiv aus: Allein im letzten Jahr haben deutsche KMU mithilfe von iwoca-Krediten rund 9.000 neue Arbeitsplätze und eine Bruttowertschöpfung in Höhe von 600 Millionen Euro geschaffen.

Wie möchte iwoca den Zugang zu Krediten für kleine und mittlere Unternehmen langfristig verändern?

Für viele kleine und mittelständische Unternehmer ist es nicht nur frustrierend, sondern auch enorm zeitaufwendig, bei ihrer Hausbank einen Kredit zu beantragen. Unser jüngster KMU-Index, für den wir regelmäßig Finanzierungsexpert*innen nach einer Einschätzung des aktuellen Kreditmarkts befragen, hat ergeben: Für fast die Hälfte der gestellten Kreditanträge beträgt die Bearbeitungszeit bei den Hausbanken mindestens drei, oftmals sogar mehr als vier Wochen. Für Unternehmen, die kurzfristigen Liquiditätsbedarf haben, ist es dann oft schon zu spät. Bei uns hingegen werden acht von zehn Anfragen innerhalb weniger als 24 Stunden geprüft und genehmigt, dank automatisierter Prozesse und smarter Datenanalyse. Wir wollen mit unseren Krediten ein Geschäftsbooster für KMU sein, kein Hindernis.

Welche Zielgruppen stehen bei iwoca besonders im Fokus und warum?

Viele unserer Kunden sind Kleinst- und Kleinunternehmen, mit bis zu zehn Mitarbeitenden. Dabei begleiten wir meist etablierte Unternehmen, die bereits seit Jahren am Markt aktiv sind – und das über alle Branchen hinweg. Oftmals handelt es sich um inhabergeführte Betriebe, in denen sich der Geschäftsführer oder die Geschäftsführerin neben dem Alltagsgeschäft selbst um die Finanzen kümmert. Da ist jede Minute, die auf umständliche und langwierige Kreditanträge verwendet werden muss, bares Geld und Zeit, die vom eigentlichen Geschäft abhält. Hier gehen die Angebote der Großbanken an den Bedürfnissen der Kleinunternehmer*innen vorbei und wir schaffen echten Mehrwert für unsere Kunden.

Wie stellt iwoca sicher, dass die Bedürfnisse von Selbstständigen und KMU wirklich getroffen werden?

Zwei Dinge – Erstens: Indem wir zuhören. Wir verstehen uns als Partner des Mittelstands und meinen das auch so. Dazu gehört der direkte Kontakt zum Kunden, den wir durch unseren mehrfach ausgezeichneten Kundenservice sicherstellen. Bei aller Automatisierung war es uns von Anfang an wichtig, dass unsere Kunden zu jeder Zeit einen persönlichen Ansprechpartner haben, der oder die sie durch den Prozess führt und für Rückfragen jederzeit zur Verfügung steht. Und unsere Kunden schätzen das sehr: Neben dem direkten positiven Feedback, das wir bekommen, wird unser Kundenservice auf Trustpilot mit 4,9 Sternen bewertet. Zweitens: Wir analysieren unsere Daten kontinuierlich. Wir beschäftigen viele Data Science und Strategy Analysten, die das Verhalten unserer Kunden und Partner analysieren und daraus ableiten, wie wir unsere Angebote für unsere Kunden noch einfacher und besser machen können.

Was unterscheidet iwoca konkret von klassischen Banken und anderen Kreditanbietern?

Der Hauptunterschied liegt in der Agilität und der technologischen Basis. Wir nutzen KI-basierte Modelle, um Risiken präziser und schneller zu bewerten. Bei Krediten bis 25 000 Euro treffen wir so innerhalb von Sekunden eine Entscheidung – inklusive Auszahlung oft in unter 15 Minuten. Bei Beträgen bis 500 000 Euro sind es zwei bis drei Geschäftstage. Neben der Geschwindigkeit ist es die Flexibilität. Unsere Kredite sind jederzeit kostenlos rückzahlbar. Unternehmer können finanzielle Sicherheit schaffen, ohne sich langfristig zu binden. Das entlastet den Kopf und gibt Raum fürs Geschäft.

Welche Herausforderungen begegnen iwoca im stark regulierten Finanzmarkt und wie geht das Team damit um?

Für eine schnelle und saubere Datenanalyse in der Kreditentscheidung spielt Open Banking und der Zugang zu den benötigten Daten eine wichtige Rolle. Wir sind hier in Deutschland bereits gut aufgestellt, doch ein Blick auf den englischen Markt zeigt, dass hier noch großes Optimierungspotenzial besteht. Wir sehen Regulierungen jedoch nicht nur als Hürde, sondern als Chance, durch Transparenz und ein solides Risikomodell die Nachhaltigkeit unseres Geschäfts zu demonstrieren.

Welche Rolle spielen Daten und Technologie im Geschäftsmodell von iwoca?

Daten und Technologie sind unser Fundament. Sie erlauben uns Kreditabschlüsse über verschiedene Kanäle, Plattformen und Broker-Netzwerke hinweg. Erst durch die technologische Skalierung können wir auch kleinere Kreditsegmente profitabel und schnell bedienen, was für traditionelle Institute oft zu aufwendig ist. Über unsere Embedded Lending Partnerschaften, zum Beispiel mit Banking-Plattformen wie Tide oder Qonto, sind wir außerdem dort präsent, wo Kunden ihren Finanzbedarf haben. Dort ist unser Finanzierungsangebot direkt in den Bankingprozess eingebunden. Und mit zunehmender Datennutzung wird es möglich, Kreditangebote proaktiv und an die aktuelle Situation angepasst auszuspielen – etwa auf Basis saisonaler Umsätze. So entsteht für unsere Kunden echter Mehrwert: Nicht nur reagieren, sondern vordenken.

Wie entwickelt sich die Nachfrage nach digitalen Unternehmenskrediten aktuell aus Ihrer Sicht?

Der Bedarf nach schnell verfügbarer Finanzierung unter deutschen KMU ist hoch. Allein in den vergangenen zwölf Monaten ist unser Kreditbuch in Deutschland auf über 275 Millionen Euro angewachsen. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir 2025 die Zahl der von uns vergebenen Kredite und das Kreditvolumen massiv gesteigert, mit Wachstumsraten im hohen zweistelligen Prozentbereich. Aktuell unterstützen wir in Deutschland bereits mehr als 10.000 kleine und mittlere Unternehmen. Der Markt für KMU-Finanzierung in Deutschland ist riesig und wir sind bestens aufgestellt, um unseren Wachstumskurs erfolgreich fortzusetzen.

Welche nächsten Schritte plant iwoca für die Weiterentwicklung seines Angebots?

Wir haben jüngst unsere Refinanzierungslinie für den deutschen Markt auf 350 Millionen Euro aufgestockt. Die zusätzliche „Geldspritze“ werden wir nutzen, um unser Wachstum in Deutschland weiter zu beschleunigen und noch mehr KMU Zugang zu Kapital zu ermöglichen. Wir arbeiten außerdem kontinuierlich daran, unsere Embedded Lending Lösungen über Broker-Netzwerke und Plattformen tiefer zu integrieren und auszubauen. Auch auf Produktseite arbeiten wir ständig daran, unser Portfolio auszubauen und Unternehmen mit passgenauen Finanzierungslösungen genau so zu unterstützen, wie sie es brauchen.

Welche internationalen oder technologischen Entwicklungen beeinflussen die Strategie von iwoca besonders?

Ein Thema, das uns genauso umtreibt wie fast alle anderen Unternehmen ist natürlich AI: wie kann die smarte Nutzung von AI unsere Angebote und Prozesse für unsere Kunden, Partner, unsere Mitarbeiter und unser Risikomanagement noch besser machen? Wir nutzen z.B. seit vielen Jahren Machine Learning, um den Kreditentscheidungsprozess zu automatisieren, extrem schnell zu machen und so effizient in Drittplattformen zu integrieren.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Basierend auf unserer Reise bei iwoca und den Erfahrungen, die wir täglich mit unseren Kunden im Mittelstand sammeln, sind meine drei Kernbotschaften:

  1. Löst echte pain points, keine fiktiven: Erfolgreiche Innovation entsteht dort, wo Prozesse für den Kunden spürbar einfacher werden. Bei iwoca war das die Erkenntnis, dass Schnelligkeit bei der Finanzierung für ein KMU oft wichtiger ist als nur der Zins. Versteht das Daily Business eurer Zielgruppe bis ins Detail.
  2. Baut Brücken durch Partnerschaften: Besonders als neuer Player in einer etablierten Branche wie dem Finanzsektor ist Vertrauen die wichtigste Währung. Sucht euch Partner, die eure Vision teilen. Gemeinsam wächst man schneller.
  3. Vergesst trotz aller Tech-Euphorie den Faktor Mensch nicht: Wir sind stolz auf unsere digitalen Prozesse, aber am Ende des Tages ist Vertrauen eine menschliche Angelegenheit. Ein exzellenter, persönlicher Kundenservice ist kein Kostenfaktor, sondern ein Differenzierungsmerkmal. Skaliert eure Technologie, aber bewahrt euch eure Empathie.

Bildcredits iwoca

Wir bedanken uns bei Fabian Platzen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Frontnow ernennt Gabriel Bobinski zum CEO

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Gabriel Bobinski wird CEO bei Frontnow

Gabriel Bobinski wird CEO bei Frontnow und übernimmt damit eine zentrale Rolle in der nächsten Wachstumsphase des Berliner KI-Unternehmens. Mit dem Wechsel an der Spitze rückt die Skalierung im KI-getriebenen Handel noch stärker in den Fokus.

Gabriel Bobinski wird CEO bei Frontnow in neuer Wachstumsphase

Frontnow gewinnt Gabriel Bobinski als CEO für die nächste
Wachstumsphase im KI-getriebenen Handel
Mit dem Wechsel von Gründer Marc Funk in die Rolle des Chief Revenue Officer schärft
Frontnow sein Führungsteam, um die Revenue Infrastructure für KI-getriebenen Handel zu
skalieren und den nächsten Wachstumsschritt zu gestalten.
Berlin, 30. April 2026 – Frontnow, das in Berlin ansässige KI-Unternehmen für
digitalen Handel, gewinnt Gabriel Bobinski als CEO und Equity Partner. Gründer Marc
Funk übernimmt künftig die Rolle des Chief Revenue Officer und fokussiert sich damit
noch stärker auf Umsatzwachstum und Marktausbau.

Mit dieser personellen Weichenstellung geht Frontnow in die nächste
Entwicklungsphase. Weg vom reinen Produktaufbau, hin zu stärkerer Skalierung,
klarerer operativer Umsetzung und dem weiteren Ausbau der Marktposition.

Gabriel Bobinski wird CEO bei Frontnow und treibt KI Handel voran

Frontnow baut die Revenue Infrastructure für KI-getriebenen Handel
Die Plattform verbindet Produktdaten, Content und Commerce-Systeme in einem
intelligenten Datenlayer, der Sichtbarkeit erhöht, bessere Produktentscheidungen
ermöglicht und messbares Umsatzwachstum schafft.

Das Produktportfolio von Frontnow, darunter Enhance und Advise, hilft Händlern
dabei, Produktdaten in Sichtbarkeit, Relevanz, bessere Produktentscheidungen und
messbare Umsatzwirkung zu übersetzen. Da KI zunehmend verändert, wie Produkte
gefunden, verglichen und ausgewählt werden, brauchen Händler eine neue
Infrastruktur, die Produktdaten in kommerzielle Wirkung übersetzt. Genau hier setzt
Frontnow an.

„Im KI-Zeitalter sind Produktentscheidungen nur so stark wie die Daten, auf denen sie
basieren. FrontNow baut die Infrastruktur, mit der Händler in einer sich schnell
verändernden digitalen Umgebung sichtbar, relevant und conversion-stark bleiben“
, sagt Gabriel Bobinski, CEO und Equity Partner von Frontnow.

Bobinski wird CEO bei Frontnow mit Fokus auf Expansion

Mit Gabriel Bobinski gewinnt Frontnow einen erfahrenen Unternehmer und
Digital-Executive mit nachweislicher Expertise in Aufbau, Skalierung und
Restrukturierung technologiegetriebener Unternehmen. Er wird die nächste
Wachstumsphase operativ führen, die Plattform weiter skalieren und Frontnow auf den
nächsten Finanzierungsschritt vorbereiten.

„Gabriel bringt genau die operative Stärke und den Wachstumsfokus mit, die Frontnow
für das nächste Kapitel braucht“, sagt Marc Funk, Gründer und CRO von Frontnow.
„Uns verbindet die Ambition, ein prägendes Unternehmen an der Schnittstelle von
Produktdaten, KI und Commerce aufzubauen.“

Bis heute hat Frontnow 10 Millionen Euro für Produktentwicklung und Go-to-Market eingesammelt.

Mit dem erweiterten Führungsteam geht das Unternehmen nun in die
nächste Phase. Mit Fokus auf Wachstum, internationale Expansion und stärkere
Sichtbarkeit im Markt. Und mit diesem Schritt unterstreicht Frontnow den Anspruch, eine
neue Generation digitaler Commerce-Erlebnisse mitzugestalten. Dort, wo
Produktintelligenz, geführte Produktauswahl und bessere Kaufentscheidungen
zunehmend über Markterfolg entscheiden.

Bild @ Frontnow

Quelle COHORT GmbH

KI und Robotik: Kann ein Reallabor den Regulierungsdruck abfedern?

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KI und Robotik im Fokus: Kann ein Reallabor in Baden-Württemberg die Folgen der EU-KI-Regulierung für Unternehmen abfedern?

Key Takeaways

  • Baden-Württemberg investiert zwei Millionen Euro in ein KI-Reallabor, um Innovation und Regulierung zu verbinden.
  • Der EU AI Act wird häufig als Bremsklotz wahrgenommen, wodurch deutsche Unternehmen im Wettbewerb ins Hintertreffen geraten.
  • Das Reallabor bietet Unternehmen Unterstützung bei konkreten Anwendungen und klärt regulatorische Unsicherheiten gemeinsam mit Forschungseinrichtungen.
  • Projekte im Reallabor zeigen die Grauzonen bei der Auslegung regulatorischer Anforderungen auf und sollen als Testfeld für neue Ansätze dienen.
  • Trotz begrenzter Wirkung könnte das Reallabor kleinen und mittelständischen Unternehmen helfen, schneller marktgerechte Lösungen zu finden.

Baden-Württemberg investiert zwei Millionen Euro in ein KI-Reallabor. Ein kleines Projekt mit großer Frage: Kann Deutschland Regulierung und Innovation im Bereich KI und Robotik noch zusammenbringen?

Der EU AI Act sollte Vertrauen schaffen. In vielen Entwicklungsabteilungen deutscher Industrieunternehmen sorgt er vor allem für Stillstand. Während US- und chinesische Wettbewerber ihre Systeme längst in den Markt drücken, beschäftigen sich Ingenieure hierzulande zunehmend mit Klassifizierungen, Risikostufen und Dokumentationspflichten.

Vor diesem Hintergrund startet Baden-Württemberg ein Experiment: Mit rund zwei Millionen Euro fördert das Land ein KI und Robotik Reallabor, das Unternehmen beim Umgang mit Regulierung unterstützen soll. Die zentrale Frage ist jedoch: Reicht ein solches Projekt aus, um die Wettbewerbsfähigkeit eines industriellen Kernstandorts zu sichern?

KI und Robotik zwischen Standortpolitik und globalem Wettbewerb

Die wirtschaftliche Bedeutung von KI und Robotik ist enorm. Allein die deutsche Robotik- und Automationsbranche setzt laut Branchenverband VDMA jährlich zweistellige Milliardenbeträge um. Baden-Württemberg zählt mit seinem starken Maschinenbau zu den wichtigsten Clustern Europas.

Zum Vergleich: Die Robotik- und Automationsbranche im Land erwirtschaftet jährlich Umsätze in Milliardenhöhe. Das Reallabor ist damit weniger ein industriepolitischer Kraftakt als ein gezielter Eingriff an einer besonders sensiblen Stelle.

Doch der Wettbewerb hat sich verschärft. In den USA treiben Konzerne wie Tesla autonome Systeme aggressiv voran, während in China Unternehmen wie Xiaomi oder BYD ihre Fertigung konsequent digitalisieren. Parallel investieren beide Länder Milliarden in KI und Robotik Infrastruktur.

Europa geht einen anderen Weg. Mit der EU-KI-Verordnung setzt die Politik auf klare Regeln und Risikoklassifizierung. Was als Qualitätsmerkmal gedacht ist, wird von vielen Unternehmen als Bremsklotz wahrgenommen.

Ein Entwicklungsleiter eines mittelständischen Automationsunternehmens beschreibt die Lage so: „Wir entwickeln gerade ein visuelles Prüfsystem für Batteriezellen. Technisch sind wir weit. Aber wir wissen nicht, ob es am Ende als Hochrisiko-KI gilt und wir zusätzliche Zertifizierungen brauchen.“

Genau an diesem Punkt setzt das neue KI und Robotik Reallabor an.

KI und Robotik als Stresstest für den EU AI Act

Das Projekt verfolgt einen pragmatischen Ansatz. Unternehmen bringen konkrete Anwendungen ein, die gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und Rechtsexperten analysiert werden. Ziel ist es, Unsicherheiten früh zu klären und Lösungen zu entwickeln, die regulatorisch tragfähig sind.

In einer Pilotphase wurden bereits 15 Projekte untersucht. Dabei ging es vor allem um industrielle Anwendungen: autonome Robotersysteme, KI-gestützte Qualitätskontrolle oder Assistenzsysteme in der Produktion.

Die Ergebnisse zeigen, wie groß die Grauzonen sind. Oft liegt das Problem nicht in klaren Verboten, sondern in der Auslegung. Wann wird ein System als sicherheitskritisch eingestuft? Welche Daten gelten als sensibel? Und welche Dokumentation ist tatsächlich erforderlich?

Das Reallabor soll hier als eine Art Übersetzer fungieren, zwischen juristischen Anforderungen und technischer Realität.

Gleichzeitig verfolgt das Projekt einen politischen Anspruch. Die Erkenntnisse sollen in die Weiterentwicklung der Regulierung einfließen. Das Stichwort lautet „regulatorisches Lernen“.

KI und Robotik als politisches Signal an Brüssel

Hinter dem Projekt steckt mehr als reine Wirtschaftsförderung. Baden-Württemberg positioniert sich damit auch im europäischen Diskurs. Die Botschaft: Regulierung muss praxistauglich sein, sonst gefährdet sie Innovation.

Tatsächlich wächst der Druck aus der Industrie. Der VDMA etwa hat wiederholt darauf hingewiesen, dass die Umsetzung der EU-KI-Verordnung für viele Unternehmen unklar und aufwendig ist. Besonders kleinere Betriebe sehen sich überfordert.

Ein Geschäftsführer eines Robotik-Start-ups formuliert es zugespitzt: „Wir verbringen aktuell fast so viel Zeit mit Compliance wie mit Produktentwicklung.“

Solche Stimmen zeigen, warum das Reallabor politisch relevant ist. Es dient als Testfeld für einen pragmatischeren Umgang mit Regulierung.

Allerdings bleibt die Dimension überschaubar. Zwei Millionen Euro sind im internationalen Vergleich eine geringe Summe. Allein große Tech-Konzerne investieren ein Vielfaches in einzelne KI-Projekte.

Chancen für Mittelstand und Investoren

Trotzdem kann das Projekt für einzelne Unternehmen einen spürbaren Unterschied machen. Gerade im Mittelstand fehlen oft Ressourcen, um regulatorische Fragen systematisch zu klären.

Hier bietet das Reallabor einen konkreten Mehrwert. Unternehmen erhalten Zugang zu Experten, Infrastruktur und einem Netzwerk aus Forschung und Praxis. Das kann Entwicklungszeiten verkürzen und Risiken reduzieren.

Für Investoren ist das ebenfalls relevant. Projekte, die regulatorisch sauber aufgesetzt sind, gelten als deutlich planbarer. In einem Umfeld, in dem Unsicherheit ein zentraler Risikofaktor ist, kann das ein entscheidender Vorteil sein.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Unternehmen entwickelt einen kollaborativen Roboter, der direkt mit Menschen zusammenarbeitet. Die technische Herausforderung ist lösbar. Die regulatorische Einordnung dagegen komplex. Fragen der Haftung, Sicherheit und Zertifizierung stehen im Raum.

Im Reallabor lassen sich solche Themen früh adressieren. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Produkt tatsächlich auf den Markt kommt.

Grenzen des Ansatzes

So sinnvoll der Ansatz ist, er hat klare Grenzen. Ein Reallabor kann keine strukturellen Wettbewerbsnachteile ausgleichen. Die großen Trends werden weiterhin durch Kapital, Skalierung und Geschwindigkeit bestimmt.

Zum Vergleich: Allein das US-Unternehmen OpenAI sammelte zuletzt Milliardenbeträge ein, während Tech-Giganten wie Microsoft jährlich zweistellige Milliardensummen in ihre KI und Robotik Infrastruktur investieren. Die rund zwei Millionen Euro aus Stuttgart wirken dagegen wie ein sehr kleines Instrument gegen die großen strukturellen Herausforderungen.

Ein weiterer Punkt ist die Übertragbarkeit. Die Erkenntnisse aus einzelnen Projekten lassen sich nicht immer eins zu eins auf andere Anwendungen übertragen. Jede KI-Anwendung bringt eigene regulatorische Fragen mit sich.

Hinzu kommt der Faktor Zeit. Regulierung entwickelt sich weiter, oft langsamer als Technologie. Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass sie ihre Strategien regelmäßig anpassen müssen.

Auch international ist Deutschland nicht allein mit solchen Ansätzen. Länder wie Großbritannien oder Singapur setzen schon länger auf sogenannte Regulatory Sandboxes. Dort können Unternehmen neue Technologien unter realen Bedingungen testen, oft mit deutlich weniger Bürokratie.

Im Vergleich wirkt der deutsche Ansatz vorsichtiger. Das kann ein Vorteil sein, wenn es um Sicherheit und Qualität geht. Es kann aber auch dazu führen, dass Innovationen langsamer entstehen.

KI und Robotik Praxisrelevanz: Was Unternehmen jetzt tun sollten

Für Unternehmen stellt sich vor allem eine praktische Frage: Wie gehen sie mit der neuen Situation um?

Das Reallabor bietet hier eine konkrete Option. Firmen aus Baden-Württemberg können sich mit ihren Projekten bewerben und erhalten eine strukturierte Analyse ihrer Vorhaben.

Wichtiger ist jedoch die strategische Perspektive. Regulierung wird zu einem festen Bestandteil von Innovationsprozessen. Unternehmen müssen lernen, technische Entwicklung und Compliance zusammenzudenken.

Das betrifft nicht nur große Konzerne, sondern gerade auch kleinere Betriebe. Wer früh versteht, wie die Regeln funktionieren, kann daraus Vorteile ziehen.

Ein Innovationsleiter aus dem Maschinenbau bringt es auf den Punkt: „Früher haben wir erst entwickelt und dann geprüft. Heute müssen wir beides parallel machen.“

Service für Unternehmen: Baden-württembergische Firmen können sich bis zum 21. Mai für die „Legal Quick Checks“ im Reallabor bewerben. Informationen unter www.ki-fortschrittszentrum.de.

Fazit: Ein notwendiger Schritt mit begrenzter Wirkung

Das KI und Robotik Reallabor in Baden-Württemberg ist kein Gamechanger. Aber es ist ein notwendiger Testlauf. Es adressiert ein reales Problem und bietet konkrete Unterstützung für Unternehmen.

Gleichzeitig sollte man die Erwartungen nicht überhöhen. Die strukturellen Unterschiede im globalen Wettbewerb bleiben groß, und einzelne Förderprojekte können diese nicht allein ausgleichen.

Wenn selbst solche pragmatischen Ansätze scheitern, wird Europa sein eigenes Regulierungsmodell grundsätzlich hinterfragen müssen. KI und Robotik bleiben dabei der zentrale Prüfstein.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – Martina Berg

&Charge Finanzierung bringt 5 Millionen Euro für bessere Ladeinfrastruktur

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&Charge Finanzierung

&Charge Finanzierung: &Charge erhält 5 Millionen Euro Series-A-Finanzierung für zuverlässigere EV-Ladeinfrastruktur in Europa

&Charge Finanzierung stärkt Ausbau der Ladeinfrastruktur

Das auf Betriebstechnologie für Elektrofahrzeuge spezialisierte Unternehmen &Charge hat in einer Serie-A-Finanzierungsrunde 5 Millionen Euro eingesammelt, um die Entwicklung seiner Betriebsplattform voranzutreiben. Und seine Präsenz auf dem schnell wachsenden europäischen Markt für Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge auszubauen. Diese &Charge Finanzierung wurde von der Warsaw Equity Group angeführt, unter Beteiligung von InnoEnergy, Redstone und Porsche Ventures.

Während öffentliche Ladenetzwerke skalieren, wird die Verfügbarkeit zunehmend davon bestimmt, was vor Ort geschieht Probleme beim Zugang zu Standorten, Hardware-Verschleiß, Vandalismus, blockierte Ladeplätze und die Koordination von Servicepartnern. Ladepunktbetreibern fehlt häufig die Sichtbarkeit darüber, was an ihren Lade-Standorten passiert, da reine Softwarelösungen viele Probleme vor Ort und reale Bedingungen nicht erfassen.

&Charge Finanzierung adressiert Probleme vor Ort bei Ladepunkten

Die Realität vor Ort in zuverlässige Abläufe umsetzen

&Charge hilft Betreibern von Ladestationen dabei, Probleme vor Ort zu erkennen und zu beheben, die bei der Fernüberwachung oft unbemerkt bleiben – etwa defekte Stecker, blockierte Ladeplätze oder fehlende Beschilderungen. Das Hybridmodell kombiniert eine SaaS-Plattform mit einem Netzwerk aus Elektroautofahrern und lokalen Servicepartnern, die Daten sammeln und Aufgaben direkt vor Ort erledigen. So können Betreiber Probleme gezielt priorisieren, Serviceeinsätze steuern und die Umsetzung überprüfen.

Heute unterstützt &Charge führende CPO-Anbieter wie Ionity, Electra und Allego in zahlreichen europäischen Märkten und verwaltet über 50.000 Ladepunkte.

Mit der neuen Finanzierung wird das Unternehmen eine Steuerungsebene für den täglichen Betrieb aufbauen, die Felddaten, Nutzungsdaten und ein dezentrales Netzwerk von Servicepartnern in einem einzigen Betriebssystem zusammenführt.

„Mit dem Wachstum der Ladenetzwerke reicht die Verfügbarkeit allein nicht mehr aus; Betreiber müssen wissen, was Fahrer vor Ort tatsächlich erleben“, sagte Eugen Letkemann, Mitbegründer von &Charge. „Wir wandeln vor Ort überprüfte Bedingungen in priorisierte Maßnahmen um und helfen Teams, schneller zu handeln, wodurch Ausfallzeiten reduziert und das Ladeerlebnis verbessert werden.“

&Charge Finanzierung treibt Plattform für Elektromobilität voran

Starke Unterstützung durch Investoren für den Ausbau des Ladeinfrastrukturangebots für Elektrofahrzeuge

„&Charge hat bei führenden Betreibern eine starke Produkt-Markt-Passung bewiesen und wächst schnell“, sagt Jakub Głowaczewski von der Warsaw Equity Group. Besonders überzeugt habe die klare Problemlösung. Ohne ein System, das die Realität vor Ort mit der Umsetzung verbindet, sei keine zuverlässige Ladeinfrastruktur möglich. &Charge baue genau diese operative Steuerungsebene auf und werde nun bei der Expansion in Europa unterstützt.

InnoEnergy investierte erstmals im Dezember 2023 in &Charge und unterstützte das Unternehmen seitdem beim Marktzugang. Mit strategischen Kontakten und bei der Kapitalbeschaffung. Die Folgeinvestition gemeinsam mit WEG unterstreicht das Vertrauen in die Fortschritte von &Charge, darunter erste Erfolge mit Ladestationsbetreibern und die Weiterentwicklung des Produkts.

„Die Zuverlässigkeit der öffentlichen Ladeinfrastruktur ist entscheidend für den Erfolg der Elektromobilität“, sagte Christian Bauer, CEO DACH bei InnoEnergy. „&Charge hat gezeigt, wie wertvoll praxisnahe Erkenntnisse für die Verbesserung von Ladenetzwerken sind.“

&Charge will die operative Grundlage für Ladeinfrastruktur schaffen und den Betrieb von Ladenetzwerken zuverlässiger und skalierbarer machen.

Bildcredit privat

Quelle DWR eco GmbH

Investor Days Thüringen Pitch 2026 für Startups

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Investor Days Thüringen Pitch 2026 Bewerbung

Der Investor Days Thüringen Pitch 2026 geht in die finale Bewerbungsphase und richtet sich gezielt an Early-Stage-Startups. Wer seine Idee vor Investor:innen präsentieren und wertvolle Kontakte knüpfen möchte, hat jetzt die letzte Chance zur Bewerbung.

🎤 Last Call für einen Pitch auf der #IDT26 Stage

Letzte Bewerbungsphase

Die Bewerbungsphase für die @Investor Days Thüringen geht in die finale Runde.

Am 11. Juni 2026 pitchst du dein innovatives Early-Stage-Startup vor Investor:innen und Business Angels und bringst dein Geschäftsmodell genau dorthin, wo es hingehört: ins Gespräch.

Investor Days Thüringen Pitch 2026 bietet starke Vorteile

💡 Als Pitcher bekommst du:
• 3 Minuten Pitchzeit auf der Bühne & einen Booth in der Innovationsarena
• 1:1 Matchings mit Frühphasenfinanzier:innen
• Pitchtraining zur optimalen Vorbereitung
• Sichtbarkeit in der Startup- und Innovationscommunity

Investor Days Thüringen Pitch 2026 bringt Startups vor Investoren

🚀 Nutze deine Chance und bewirb dich bis zum 03. Mai.

📅 Pitch Day: 11. Juni | Erfurt

👉 Jetzt bewerben: https://investordays-thueringen.de/bewerbung/

Die #IDT26 sind powered by Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen @stiftung.innovation.

Quelle

German Creative Economy Summit 2026 rückt KI in den Fokus

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German Creative Economy Summit 2026. Credit: Jan-Marius Komorek

Der German Creative Economy Summit 2026 in Hamburg hat erneut gezeigt, wie stark Künstliche Intelligenz die Kreativwirtschaft verändert. Rund 1.100 Teilnehmende diskutierten über neue Geschäftsmodelle, Urheberrecht und die Rolle von KI als Treiber wirtschaftlicher Transformation.

German Creative Economy Summit am 28. & 29. April 2026 in Hamburg
Kreativwirtschaft kämpft für neue Spielregeln: KI im Fokus des 3. German Creative Economy Summits in Hamburg

Am 28. und 29. April fand der 3. German Creative Economy Summit, der bundesweite Leitkongress der deutschen Kreativwirtschaft, in Hamburg statt. Der inhaltliche Schwerpunkt in diesem Jahr: Künstliche Intelligenz. Rund 1.100 Teilnehmende kamen in der Internationalen Theaterfabrik Kampnagel zusammen, um sich branchenübergreifend auszutauschen und über den künftigen Umgang mit KI zu sprechen. Dabei wurde deutlich, wie tiefgreifend Künstliche Intelligenz die Kreativwirtschaft verändert – und dass zentrale Fragen zu Wertschöpfung, Urheberrecht und Geschäftsmodellen derzeit neu verhandelt werden.

German Creative Economy Summit 2026 beleuchtet KI Wandel

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Der German Creative Economy Summit zeigt, wie vielfältig und agil die Kreativbranche gerade auch in Hamburg ist. Hier kommen Kreative, Politik und Wirtschaft zusammen, um darüber zu sprechen, was die technologische Entwicklung für eine Branche bedeutet, die ganz wesentlich auf menschlicher Kreativität fußt und wie wir diese gewinnbringend für alle begleiten können. Es braucht diese Orte des echten Austauschs, der Reibung und der Inspiration jenseits digitaler Filterblasen. Dass wir diese Debatten hier in Hamburg führen, ist ein starkes Signal – und ich freue mich sehr, dass wir mit der geplanten Fortsetzung im Jahr 2027 an diesen Erfolg anknüpfen werden.“

Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie:

“Die Zukunft des Standorts Deutschland ist ohne Kreativwirtschaft nicht zu denken, denn sie ist unser Wirtschaftsmotor und sie ist unser Innovationsmotor – und daher unverzichtbar. Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz sind eine Herausforderung. Sie können Risiken sein, sie können aber auch Chancen bergen. Meine Empfehlung: Betrachtet sieals ein Instrument für die eigene Kreativität. Sucht die Kollaboration, nicht die Konfrontation. Denn am Ende bleibt ein Premiumprodukt und das ist der menschliche Geist und die menschliche Kreativität – sie sind nicht zu ersetzen.”

Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft und Veranstalter des German Creative Economy Summit: „Die aktuelle wirtschaftliche Debatte zielt stark darauf ab, die bisherigen Erfolgsmodelle der deutschen Wirtschaft zu stabilisieren – das ist nachvollziehbar, greift aber zu kurz. Die nächsten Märkte entstehen längst anderswo: in der digitalen Ökonomie, in neuen Geschäftsmodellen und in der Verbindung von Technologie und Kreativität. Wenn wir wettbewerbsfähig bleiben wollen, müssen wir stärker in diese Richtung denken – und auch bereit sein, etablierte Pfade zu verlassen. Die Kreativwirtschaft bringt dafür zentrale Voraussetzungen mit: Sie verbindet unternehmerisches Denken mit Innovationskraft und ist in der Lage, neue Wertschöpfung zu entwickeln, bevor sie in anderen Branchen sichtbar wird. Genau deshalb kann sie eine wichtige Rolle dabei spielen, die nächste Phase wirtschaftlicher Entwicklung aktiv mitzugestalten – und genau dafür braucht es Plattformen wie den German Creative Economy Summit.“

German Creative Economy Summit 2026 diskutiert neue Regeln

Zwischen KI-Boom und strukturellem Wandel
Die Veränderungen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz sind bereits auf Führungsebene sichtbar: Im C-Level-Panel wurde deutlich, wie stark sich Produktionsprozesse und Wertschöpfung verschieben. Die Effizienzgewinne sind erheblich – gleichzeitig steigen Komplexität und Abstimmungsbedarf.
Anschaulich wurde auch, wie unterschiedlich die Branche bereits mit der neuen Technologie arbeitet: von Medienhäusern wie der FUNKE Mediengruppe, bei denen KI fester Bestandteil des Redaktionsalltags ist, bis hin zu Solo-Selbstständigen, die mithilfe von KI ihre kreativen Prozesse neu organisieren und daraus neue unternehmerische Perspektiven entwickeln.

“Wir beschäftigen uns alle mit ähnlichen Herausforderungen und Themen. Deshalb ist es wichtig, dass man über den Tellerrand hinausschaut und nicht nur mit der eigenen Branche diskutiert, sondern mit allen gemeinsam. Natürlich ist das Thema KI wichtig und das müssen wir diskutieren – vor allem auch die Wirtschaftlichkeit und die Implikationen. Ich finde es aber auch wichtig, dass wir über die gesamtwirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Lage sprechen, die sich in dem letzten halben Jahr speziell verändert hat. Und das wäre mir ein Anliegen, dass wir das noch stärker zusammenbringen als Thema.” sagt Larissa Pohl, WPP Open X Europe Lead bei Scholz & Friends.

German Creative Economy Summit 2026 zeigt wirtschaftliche Bedeutung

Urheberrecht und Plattformökonomie im Zentrum der Debatte
Kreative Inhalte bilden die Grundlage datengetriebener Systeme – gleichzeitig bleibt der Umgang mit Urheberrechten weitgehend ungeklärt. Bestehende Regelungen halten mit der technologischen Entwicklung nicht Schritt, und selbst dort, wo sie greifen, ist ihre Durchsetzung oft unzureichend.

Entsprechend wurde in den Diskussionen deutlich, dass es klarere Regeln, faire Marktbedingungen und eine stärkere Wertschätzung kreativer Arbeit braucht. Zugleich rückte ein strukturelles Ungleichgewicht zwischen Kreativen und Plattformen in den Fokus: Während kreative Inhalte die Basis digitaler Geschäftsmodelle darstellen, liegen Kontrolle, Nutzung und Monetarisierung überwiegend bei den Plattformen.

Vor diesem Hintergrund wurde intensiv diskutiert, wie Kreative stärker an den zentralen Mechanismen der digitalen Ökonomie beteiligt werden können. Im Raum stehen Ansätze, die ihnen mehr Einfluss auf die Nutzung ihrer Inhalte und die Ausgestaltung von Plattformen ermöglichen – mit dem Ziel, bestehende Abhängigkeiten zu überwinden und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu schaffen. Neben rechtlichen Fragen rückte auch die Relevanz europäischer Infrastrukturen und Datenräumen stärker in den Fokus.

Passend zum KI-Schwerpunkt zeigte die Premiere der Dokumentation „Täuschend echt? Deepfakes, Demokratie & die Macht der Bilder“ mit Eckart von Hirschhausen abschließend, dass KI nicht nur wirtschaftliche Prozesse, sondern auch die Grundlagen öffentlicher Kommunikation verändert. Der Umgang mit synthetischen Bildern und digitaler Manipulation wird damit zu einer zentralen gesellschaftlichen Herausforderung.

Eine Branche mit zentraler wirtschaftlicher Bedeutung

Mit rund zwei Millionen Erwerbstätigen und über 200 Milliarden Euro Jahresumsatz zählt die Kreativwirtschaft zu den bedeutenden Branchen Deutschlands. Die aktuellen Entwicklungen betreffen damit nicht nur einzelne Teilmärkte, sondern zentrale Fragen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformation.

Der GCES als Ort der Aushandlung zentraler Zukunftsfragen – Fortsetzung für 2027 in Planung
Der German Creative Economy Summit bringt jährlich Akteurinnen aus allen Teilmärkten der Kreativwirtschaft mit Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Auch 2026 wurde deutlich: Die zentralen Fragen der KI-Ökonomie werden hier nicht nur diskutiert – sondern konkret verhandelt. Für 2027 ist eine Fortsetzung des German Creative Economy Summits geplant.

Bild Credit: Jan-Marius Komorek

Quelle Hamburg Kreativ Gesellschaft

BMW i Ventures Fonds III setzt auf KI Startups

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BMW i Ventures Fonds III für KI Startups Marcus Behrendt und Kasper Sage, Managing Partners von BMW i Ventures

Mit dem BMW i Ventures Fonds III setzt die BMW Group ein starkes Signal für die Zukunft der Automobilindustrie. Der neue 300-Millionen-Dollar-Fonds fokussiert sich gezielt auf KI-basierte Startups und innovative Technologien, die Produktionsprozesse, Lieferketten und Materialien nachhaltig verändern sollen.

BMW i Ventures legt 300-Millionen-Dollar-Fonds zur Förderung KI-basierter Start-ups im automobilen Ökosystem auf

● Fonds III investiert in Physical AI, Agentic AI sowie Software zur Automatisierung komplexer Workflows in Produktion, Lieferketten und im gesamten automobilen Ökosystem
● Zudem fokussiert der Fonds auf innovative Unternehmen im Bereich der Kreislaufwirtschaft und mit dem Ziel der Entwicklung fortschrittlicher Materialien, die die industrielle Resilienz stärken und die Rohstoff-Abhängigkeit verringern
● Der Vorstandsvorsitzende der BMW AG, Oliver Zipse, bekräftigt das langfristige Engagement des Unternehmens im Bereich Corporate Venture Capital – das verwaltete Kapital von BMW i Ventures liegt nun bei 1,1 Mrd. USD

BMW i Ventures Fonds III stärkt KI in der Automobilindustrie

München / San Francisco, 29. April 2026 – BMW i Ventures hat heute seinen dritten Fonds aufgelegt und stellt damit 300 Millionen US-Dollar unter eine klare Prämisse: Künstliche Intelligenz wird die operationalen Prozesse sowie die Wertschöpfung in der Automobilindustrie entlang des gesamten Ökosystems grundlegend verändern. Vollständig von der BMW Group getragen, legt Fonds III den Schwerpunkt auf Physical AI, Agentic AI, industrielle Software, Fertigungs- und Lieferkettentechnologien sowie auf fortschrittliche Materialien. Investiert wird in Nordamerika und Europa, von der Seed-Phase bis zur Series B. Mit dem neuen Fonds steigt das von BMW i Ventures verwaltete Kapital auf 1,1 Milliarden US-Dollar.

„Mit BMW i Ventures investieren wir gezielt in Technologien, die die Zukunft unserer Branche prägen. Unsere Aktivitäten im Bereich Corporate Venture Capital nehmen eine Schlüsselrolle innerhalb unserer Innovationsstrategie ein. Sie ergänzen unsere interne Forschung und Entwicklung und treiben strategische Partnerschaften entlang der gesamten automobilen Wertschöpfungskette voran“, sagt Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender der BMW AG. „Der Zeitpunkt für den dritten Fonds ist ideal: Künstliche Intelligenz hat ihr enormes Potenzial zur Transformation von Produkten, Prozessen und kompletten Wertschöpfungsketten klar bewiesen. Mit BMW i Ventures und dem dritten Fonds können wir diese Chancen bestens nutzen und Veränderungen frühzeitig erkennen, Innovationen schnell und effizient umsetzen und an der Spitze unserer Industrie bleiben.“

BMW i Ventures Fonds III fokussiert industrielle Anwendungen

KI als operativer Wertschöpfungstreiber in der Automobilindustrie
BMW i Ventures konzentriert sich bei seinem dritten Fonds auf Agentic AI, KI-getriebene Unternehmenssoftware zur Automatisierung komplexer industrieller Abläufe sowie auf Physical AI, durch die Roboter und autonome Maschinen die reale Welt begreifen, planen und sicher darin agieren. Da KI starke Produktivitätsgewinne, bessere Entscheidungsfindung und höhere Umsetzungsgeschwindigkeit ermöglicht, investiert der Fonds entlang der gesamten automobilen Wertschöpfungskette – von hochspezialisierter Produktionsoptimierung bis hin zu Plattformen für vernetzte und intelligente industrielle Netzwerke.

„Mit Fonds III unterstützen wir Gründerinnen und Gründer dabei, KI zu einem echten industriellen Wettbewerbsvorteil zu machen – in der Fertigung, in Logistiknetzwerken und entlang globaler Lieferketten“, sagt Marcus Behrendt, Managing Partner bei BMW i Ventures. „Der neue Fonds schärft unseren Fokus auf eine Welt, in der KI-native Software, Robotik und Materialinnovationen die nächste Generation von Zulieferern definieren werden.“

„Künstliche Intelligenz wird zunehmend ein Bestandteil des Betriebssystems moderner Unternehmen“, ergänzt Kasper Sage, Managing Partner bei BMW i Ventures. „Besonders interessieren uns KI-Lösungen, die komplette Workflows autonom ausführen können und dadurch einen messbaren Return on Investment liefern. Genau hier entstehen Produktivitätsgewinne mit echtem wirtschaftlichem Effekt.“

BMW i Ventures Fonds III investiert in nachhaltige Innovationen

Fortschrittliche Materialien und zirkuläre Lieferketten
Kreislaufwirtschaft bleibt für BMW i Ventures ein zentrales Investitionsfeld: Sie erhöht die industrielle Resilienz und reduziert die Abhängigkeit von knappen oder geopolitisch sensiblen Rohstoffen. Fonds III investiert weiterhin in Materialinnovationen der nächsten Generation sowie in Technologien, die zirkuläre industrielle Systeme in Produktentwicklung, Fertigung und Lieferketten voranbringen. Dazu zählen Lösungen für das Recycling und die Rückgewinnung kritischer Materialien, zirkuläre Produktionsprozesse sowie neue Werkstoffe, die Leistungssteigerungen mit effizienterem Ressourceneinsatz verbinden.
„Zirkularität bedeutet nicht nur Emissionsreduktion, sondern auch Versorgungssicherheit und eine geringere Abhängigkeit von angespannten Lieferketten“, so Behrendt. „Der Fokus des neuen Fonds auf KI erweitert unser Nachhaltigkeits-Instrumentarium – er ersetzt es nicht.“

Mehr als ein Jahrzehnt Investitionserfahrung

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 hat BMW i Ventures in mehr als 90 Unternehmen investiert und über 30 Exits realisiert. Zu den Erfolgen zählen GaN Systems (Übernahme durch Infineon für 830 Millionen US-Dollar) sowie elf Portfoliounternehmen, die den Börsengang vollzogen haben, darunter Kodiak, ChargePoint und Xometry. Zum aktuellen Portfolio gehören unter anderem Skylo, spezialisiert auf Satellitenkonnektivität; Embotech, Anbieter autonomer Fahr- und Planungslösungen für industrielle Logistik; Tekion, eine KI-native Plattform für den automobilen Handel; Rive, eine interaktive UI-Design- und Animationsplattform sowie Synera als Anbieter von KI-Agenten für die Produkt- und Systementwicklung.

Langfristiges Engagement für Venture Investing

Über BMW i Ventures erhält die BMW Group frühzeitig Zugang zu strategisch relevanten Innovationen und gewinnt zugleich Einblicke in beginnende Trends und innovative Disruptionen innerhalb globaler Technologie-Ökosysteme. Dies stärkt die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der BMW Group und unterstützt die Integration neuer Technologien in zukünftige Fahrzeuge, Produktionssysteme und digitale Services.

Der erste Fonds von BMW i Ventures hat bereits signifikante Kapitalrückflüsse erzielt und weist eine positive DPI-Kennzahl (Distributed-to-Paid-In Capital) auf. Fonds II nähert sich dem Ende seiner initialen Investitionsphase und umfasst mehr als 30 Portfoliounternehmen. Fonds III baut auf dieser Basis auf und ist darauf ausgerichtet, Investitionsrunden als Lead Investor zu begleiten. Dabei festigt der dritte Fonds gleichzeitig die Präsenz von BMW i Ventures in den USA und Europa. Der Fonds ist in der Lage, KI-getriebene Unternehmen bereits in der Seed-Phase zu unterstützen – ein Spiegelbild der Geschwindigkeit, mit der sich KI-First-Startups heute aufbauen und skalieren lassen. Mit der Unabhängigkeit und Geschwindigkeit eines klassischen Venture-Capital-Fonds ist BMW i Ventures darauf ausgerichtet, zukunftsweisende Technologien zu identifizieren und zu fördern, lange vor einer breiten Marktdurchdringung.

Bild  Marcus Behrendt und Kasper Sage, Managing Partners von BMW i Ventures BMW – Portraits BMW i Ventures

Quelle PIABO PR GmbH

Brasilien Deal für Start-ups: Warum das EU-Mercosur-Abkommen 2026 zur großen Chance wird

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Brasilien Deal für Start-ups: Warum das EU-Mercosur-Abkommen 2026 zur großen Chance wird

Key Takeaways

  • Der Brasilien Deal für Start-ups eröffnet deutschen Gründern neue Märkte in Lateinamerika, insbesondere im Fintech- und Climate-Tech-Sektor.
  • Mit Inkrafttreten des EU-Mercosur-Abkommens am 1. Mai 2026 fallen viele Handelsbarrieren und erleichtern den Marktzugang.
  • Die Zusammenarbeit mit ApexBrasil und das MoU fördern die deutsch-brasilianische Startup-Partnerschaft.
  • Brasilien bietet regulative ‚Sandboxes‘ für Fintechs und dient als Testfeld für CO₂-Technologien der deutschen Start-ups.
  • Deutsche Unternehmer sollten die Chancen der Internationalisierung bis 2026 aktiv nutzen, um First-Mover-Vorteile zu sichern.

Der Brasilien Deal für Start-ups markiert einen Wendepunkt für die internationale Expansion deutscher Gründer. Mit dem Inkrafttreten des EU-Mercosur-Abkommens und neuen Kooperationen zwischen Deutschland und Brasilien entsteht ein dynamischer Wachstumsmarkt mit enormem Potenzial – insbesondere für Fintech- und Climate-Tech-Unternehmen. Gerade für Start-ups ist der Brasilien Deal eine spannende Chance.

Brasilien Deal für Start-ups: Der 1. Mai als strategischer Wendepunkt

Das neue Tor nach Lateinamerika: Warum der Brasilien-Deal für deutsche Start-ups zur strategischen Zäsur wird

Während die deutsche Start-up-Szene traditionell mit Tunnelblick auf das Silicon Valley oder den heimischen Markt starrt, verschieben sich im Frühjahr 2026 die geopolitischen Koordinaten. Mit dem vorläufigen Inkrafttreten des EU-Mercosur-Abkommens am 1. Mai und einer neuen Allianz mit der brasilianischen Außenwirtschaftsagentur ApexBrasil öffnet sich ein Markt, der technologisch oft weiter ist als sein Ruf. Besonders für Climate-Tech- und Fintech-Pioniere wird Brasilien zum Testfeld für globale Skalierung; dies unterstreicht die Bedeutung für Brasilien Deal Start-ups.

Die Nachricht, die Stefan Rouenhoff, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, und ApexBrasil-Präsident Laudemir André Müller auf der Hannover Messe verkündeten, klingt zunächst nach klassischer diplomatischer Kontaktpflege. Doch das unterzeichnete Memorandum of Understanding (MoU) zur vertieften Start-up-Zusammenarbeit ist weit mehr als eine politische Geste. Es ist die operative Antwort auf das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen, das pünktlich zum 1. Mai 2026 in Kraft tritt, und hebt die Chancen für Start-ups auf eine neue Ebene.

Für deutsche Wachstumsunternehmen markiert dieser Stichtag eine Zäsur. Durch den Wegfall zahlreicher Zollschranken und die Vereinfachung von Handelsprozessen sinken die Eintrittshürden in den größten Wirtschaftsraum Südamerikas massiv. Brasilien, mit über 215 Millionen Einwohnern und einer rasant wachsenden Digitalwirtschaft, ist kein klassischer Schwellenmarkt mehr – es ist ein digitaler Powerhouse. Im Kontext von Brasilien Deal profitieren Start-ups besonders von diesen Rahmenbedingungen.

Das Timing der Bundesregierung ist kalkuliert: In einer Phase, in der der Zugang zum US-Markt durch Protektionismus und der zum chinesischen Markt durch geopolitische Spannungen erschwert wird, bietet das Mercosur-Abkommen eine dringend benötigte Diversifizierung der Absatzmärkte. Auch für Brasilien Deal Start-ups wächst dadurch die Attraktivität für Expansion.

Brasilien Deal für Start-ups eröffnet neue Chancen in Fintech und Climate-Tech

Dass Brasilien kein technologisches Entwicklungsland ist, zeigt ein Blick auf den Finanzsektor. Während Europa noch über die Umsetzung von Open Banking debattiert, hat Brasilien mit dem Echtzeit-Zahlungssystem PIX und einer aggressiven Open-Finance-Strategie Fakten geschaffen. Für deutsche Fintechs bietet die Kooperation nun den Zugang zu regulatorischen „Sandboxes“. Hier können Geschäftsmodelle unter realen Bedingungen getestet werden, die in der fragmentierten europäischen Regulierungslandschaft oft an ihre Grenzen stoßen. Insbesondere Deutschland profitiert beim Brasilien Deal, indem Start-ups innovative Chancen nutzen.

Ähnliches gilt für den Bereich Climate-Tech. Brasilien steht vor der gewaltigen Aufgabe, seine Landwirtschaft und Industrie zu dekarbonisieren. Für deutsche Start-ups, die Lösungen für CO₂-Tracking oder grünen Wasserstoff entwickeln, fungiert Brasilien als Skalierungsbeschleuniger. Hier treffen deutsche Ingenieurskunst und brasilianischer Bedarf an industriellen Pilotprojekten aufeinander. Ein Brasilien Deal öffnet Start-ups den Weg für nachhaltiges Wachstum.

Brasilien Deal für Start-ups: Herausforderungen und Lösungen beim Markteintritt

Trotz der politischen Euphorie bleibt Brasilien ein anspruchsvolles Terrain. Der berüchtigte „Custo Brasil“ – jene versteckten Kosten, die durch eine komplexe Bürokratie und ein volatiles Steuersystem entstehen – war bisher das Hauptargument gegen eine Expansion. Für Start-ups bedeutet ein Deal mit Brasilien, diese Herausforderungen gezielt zu meistern.

Hier setzt die neue Rolle von ApexBrasil an. Die Organisation agiert künftig weniger als staatliche Behörde, sondern vielmehr als aktiver Marktbeschleuniger. In enger Verzahnung mit dem Förderprogramm „German Accelerator“ und den „Start-up Factories“ soll eine Infrastruktur entstehen, die deutschen Gründern den „Soft Landing“-Prozess ermöglicht. Kapitalneutrale Unterstützung durch lokales Mentoring und physische Bürostrukturen sollen das Risiko der Expansion minimieren.

Fazit: Handeln statt Beobachten

Die Vertiefung der deutsch-brazilischen Beziehungen ist ein Signal an den deutschen Innovationsstandort. Die Chancen der Internationalisierung liegen 2026 jenseits der bekannten Pfade. Wer den Stichtag am 1. Mai nutzt, um seine Fühler in Richtung São Paulo und Brasília auszustrecken, profitiert von einem First-Mover-Vorteil, bevor der globale Wettbewerb das Feld besetzt.

Die Tür nach Lateinamerika steht weit offen – nun liegt es an den Unternehmern, hindurchzugehen.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – IHERPHOTO

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