Freitag, April 3, 2026
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Warum ist Einrichten für viele bis heute so unnötig aufwendig?

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CASA Einrichtungsservice Einrichtung Wohnen Konzepte. Carolin Nagel (l.) und Saskia Metzger (r.) Bildrechte: Isabel Zander, Easily Photography

CASA Einrichtungsservice bietet ganzheitliche Einrichtung für modernes Wohnen, bei der Einrichtung, Umsetzung und Organisation nahtlos zusammengedacht werden

Wie ist CASA Einrichtungsservice entstanden, und welche Menschen stehen heute hinter dem Unternehmen?

CASA Einrichtungsservice ist aus der Kombination von persönlichem Bedarf, einer tiefen Leidenschaft für Interior Design und fundierter Expertise aus der Immobilienbranche entstanden. Wir wollten Einrichtung ganzheitlich denken und einen Full-Service bieten, der Konzeption, Organisation und Umsetzung (alles aus einer Hand) verbindet – besonders für Vermieter, die auf konzeptionelle Expertise angewiesen sind. Hinter CASA stehen wir, Carolin und Saskia: Carolin mit Hintergrund in Design Management und Projekt- sowie Markenentwicklung, Saskia mit über zehn Jahren Erfahrung in Immobilien, Maklertätigkeit und Asset Management. Gemeinsam vereinen wir Designkompetenz, Struktur und Immobilien-Know-how und machen CASA zu einem professionellen Partner für ganzheitliche Einrichtungskonzepte.

Was war der persönliche Auslöser, Wohnraum nicht nur zu gestalten, sondern als ganzheitlichen Service zu denken?

Der Auslöser war die wiederholte Erfahrung, wie komplex und zeitintensiv das Thema Einrichtung für viele Menschen ist. Zeitmangel, mangelnde Kompetenz, eine Vielzahl an Entscheidungen sowie fehlende Abstimmung zwischen Planung, Einkauf und Umsetzung führen häufig zu ineffizienten Prozessen und unbefriedigenden Ergebnissen. Gleichzeitig zeigt sich branchenübergreifend, dass nachhaltige Lösungen nur dann entstehen, wenn Abläufe ganzheitlich gedacht und nicht auf einzelne Schritte reduziert werden. Wir haben erkannt, dass selbst ästhetisch überzeugende Konzepte nicht ausreichen, wenn der Prozess nicht konsequent zu Ende geführt wird. Es gibt viele sehr gute Interior Designer, deren Leistung jedoch oft bei der Planung endet.

Genau hier setzen wir an: mit dem Anspruch, Einrichtung als durchgängigen Service zu verstehen – von der ersten Idee über die vollständige Umsetzung bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe. Darüber hinaus begleiten wir unsere Kundinnen und Kunden auch langfristig, etwa während der Haltedauer einer Immobilie. Dazu gehören unter anderem Abnahmen und Übergaben von Wohnungen sowie der Austausch oder die Erneuerung defekter Möbel und Einrichtungsgegenstände. So schaffen wir nachhaltige Lösungen, die über den Moment der Fertigstellung hinaus Bestand haben.

Welche Vision verfolgt CASA Einrichtungsservice, wenn es um modernes Wohnen und Einrichtung geht?

Unsere Vision ist es, Einrichtung als selbstverständlichen Bestandteil eines funktionierenden Wohnkonzepts zu etablieren – professionell, durchdacht und effizient. Modernes Wohnen bedeutet für uns nicht nur ästhetisch ansprechende Räume, sondern Lebensräume, die funktional, langlebig und flexibel auf unterschiedliche Lebenssituationen reagieren. Wir möchten weg von isolierten Einzellösungen und hin zu ganzheitlichen Einrichtungskonzepten, bei denen Design, Nutzung, Wirtschaftlichkeit und Werterhalt zusammengedacht werden. Einrichtung soll Prozesse vereinfachen, Zeit sparen und langfristig Qualität sichern – für Bewohner ebenso wie für Eigentümer und Vermieter. CASA Einrichtungsservice versteht sich dabei als Bindeglied zwischen Design und Immobilienwirtschaft. Unsere Vision ist es, Standards für modernes Wohnen mitzugestalten und Einrichtung als strategisches Instrument zu etablieren, das den Wert von Immobilien nachhaltig steigert und gleichzeitig echte Lebensqualität schafft.

An wen richtet sich Ihr Angebot vor allem, und welche Bedürfnisse Ihrer Kundinnen und Kunden stehen dabei im Mittelpunkt?

Im Mittelpunkt unseres Angebots stehen immer die individuellen Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden. Jede Wohnsituation, jede Nutzung und jede Zielgruppe bringt unterschiedliche Anforderungen mit sich – und genau darauf stimmen wir unsere Konzepte ab. Für uns gibt es keine Standardlösung – wir entwickeln effiziente Einrichtungskonzepte, die sich individuell an Nutzung, Budget, Zielgruppe und gewünschter Aufenthaltsdauer anpassen lassen. Unser Angebot richtet sich an alle, die eine möblierte Wohnlösung suchen.

Dazu zählen u. a. Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden ein komfortables Zuhause bieten möchten, ebenso private und institutionelle Vermieter, die ihre Wohnungen stilvoll und bezugsfertig anbieten wollen. Auch Berufstätige, die einen möblierten Zweitwohnsitz benötigen, sowie Eigentümer von Ferienimmobilien profitieren von unserem Konzept. Unabhängig vom Nutzungskonzept stehen für uns stets Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, Designqualität und eine reibungslose Umsetzung im Vordergrund. Unser Anspruch ist es, Räume zu schaffen, die den jeweiligen Anforderungen gerecht werden, langfristig funktionieren und sowohl für Bewohner als auch für Eigentümer einen echten Mehrwert bieten.

Was unterscheidet CASA Einrichtungsservice von klassischen Interior-Design-Studios oder Möbelhäusern?

CASA Einrichtungsservice unterscheidet sich vor allem durch den ganzheitlichen Ansatz und die Verbindung von Design- und Immobilienexpertise. Während klassische Interior-Design-Studios häufig den Fokus auf Konzept und Gestaltung legen und Möbelhäuser primär den Produktverkauf abdecken, begleiten wir unsere Kundinnen und Kunden durch den gesamten Prozess – von der ersten Idee bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Unser Leistungsverständnis endet nicht bei der Planung. Wir übernehmen Organisation, Einkauf, Koordination aller Beteiligten sowie die vollständige Umsetzung und sorgen dafür, dass Einrichtungnicht nur gut aussieht, sondern im Alltag funktioniert, wirtschaftlich sinnvoll ist und langfristig Bestand hat. Ein weiterer Unterschied liegt in unserem tiefen Verständnis für immobilienwirtschaftliche Zusammenhänge. Wir denken Einrichtung immer im Kontext von Nutzung, Zielgruppe, Haltedauer und Werterhalt. Dadurch entstehen Lösungen, die nicht nur gestalterisch überzeugen, sondern auch strategisch durchdacht sind.

Welche Rolle spielen Zeitersparnis und Organisation für Ihre Kundinnen und Kunden im Alltag?

Zeitersparnis und Organisation sind für unsere Kundinnen und Kunden essenziell. Viele verfügen im Alltag nicht über die Zeit, sich mit der Vielzahl an Entscheidungen und der Koordination einer Einrichtung auseinanderzusetzen. Wir übernehmen deshalb den gesamten Prozess – von der Planung über Einkauf und Logistik bis zur Umsetzung. Unsere Kundinnen und Kunden werden spürbar entlastet und können sich darauf verlassen, dass ihre Einrichtung effizient, termingerecht und professionell realisiert wird.

Welche Herausforderungen bringt es mit sich, Wohnungen schlüsselfertig einzurichten, und wie gehen Sie damit um?

Die größte Herausforderung bei schlüsselfertigen Einrichtungen liegt in der Koordination zahlreicher Abhängigkeiten. Häufig sind Produkte mit langen Lieferzeiten verbunden oder kurzfristig nicht verfügbar. In solchen Fällen reagieren wir flexibel und greifen auf vergleichbare, qualitativ und gestalterisch gleichwertige Alternativen zurück, um Zeitpläne einzuhalten, ohne Kompromisse bei Qualität oder Konzept einzugehen. Eine weitere zentrale Herausforderung ist die Abstimmung der vielen Lieferungen, die idealerweise zum gleichen Zeitpunkt erfolgen müssen. Hier sorgen wir durch vorausschauende Planung, klare Zeitfenster und enge Abstimmung mit allen Beteiligten für reibungslose Abläufe. Zusätzlich kommt es vor, dass Wohnungen sich noch in der Sanierung befinden und mehrere Gewerke parallel arbeiten. Verzögerungen in diesem Bereich wirken sich zwangsläufig auch auf die Einrichtung aus. Durch unsere Erfahrung in der Immobilienbranche können wir solche Situationen realistisch einschätzen, flexibel reagieren und unsere Abläufe entsprechend anpassen, um den Gesamtprozess bestmöglich zu steuern.

Wie gelingt es Ihnen, individuelle Wohnkonzepte umzusetzen und gleichzeitig effizient zu arbeiten?

Wir setzen individuelle Wohnkonzepte effizient um, indem wir kreative Gestaltung mit klarer Organisation verbinden und unsere Ressourcen gezielt aufteilen, sodass jede von uns das tut, was sie am besten kann. Durch vorausschauende Planung und enge Koordination aller Beteiligten bleiben Qualität und Zeitpläne immer gesichert.

Welche Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit Kundinnen und Kunden haben Ihre Arbeit besonders geprägt?

Besonders prägend ist für uns immer wieder die Erfahrung, wie unterschiedlich die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden sind – und dass es keinen „Standardweg“ gibt, der für alle funktioniert. Jede Wohnung, jede Zielgruppe und jede Nutzungssituation erfordert ein individuelles Konzept. Diese Vielfalt hat uns gelehrt, dass ganzheitliche Planung, Flexibilität und enge Abstimmung entscheidend sind, um wirklich passende und funktionierende Lösungen zu schaffen.

Wie möchten Sie CASA Einrichtungsservice in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

In den kommenden Jahren möchten wir selbstverständlich weiterhin viele Wohnungen einrichten und bei jedem Auftrag dazulernen, um unsere Services kontinuierlich zu verbessern. Gleichzeitig wollen wir mit der sich wandelnden Zeit und den neuesten Wohntrends Schritt halten, damit unsere Konzepte stets modern, funktional und nachhaltig bleiben. So entwickeln wir CASA kontinuierlich weiter – als verlässlichen Partner für ganzheitliche Einrichtungslösungen.

Gibt es neue Services oder Angebotsbereiche, die Sie perspektivisch aufbauen möchten?

Ja, perspektivisch möchten wir unser Angebot um Home Staging erweitern. Ziel ist es, Wohnungen gezielt zu inszenieren, um Vermarktung und Vermietung zu beschleunigen und den Wert der Immobilie optimal zu präsentieren – natürlich ganzheitlich und professionell umgesetzt.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die ein serviceorientiertes Startup aufbauen wollen?

Wir würden Gründerinnen und Gründern raten, vor allem mit Leidenschaft an ihr Projekt zu gehen – nur wenn man wirklich für das brennt, was man tut, lässt sich der oft herausfordernde Alltag meistern. Gleichzeitig sollte der Kunde immer im Mittelpunkt stehen: Wer Bedürfnisse versteht und konsequent Lösungen dafür entwickelt, schafft echten Mehrwert. Und schließlich sind Flexibilität und gute Organisation entscheidend, um Prozesse effizient zu steuern und gleichzeitig auf unvorhergesehene Situationen reagieren zu können.

Bild: Carolin Nagel (l.) und Saskia Metzger (r.) Bildrechte: Isabel Zander, Easily Photography

Wir bedanken uns bei Carolin Nagel und Saskia Metzger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Was passiert, wenn Texte plötzlich anfangen, mit dir zu sprechen?

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Unwritten Storytelling Text Dialoge Susann Mürling, Tobias von Dewitz und Stefan Probst

Unwritten entwickelt dialogisches Storytelling, bei dem Text durch KI lebendig wird und Inhalte in persönliche Gespräche überführt werden

Was ist die Idee hinter Unwritten und wie ist das Unternehmen entstanden?

Unwritten dreht das Verhältnis zwischen Inhalten und Nutzer um: Statt dass Menschen statische Inhalte passiv konsumieren, schaffen wir Gefährten, die aktiv mit den Nutzern sprechen, sie dabei kennenlernen und im Ergebnis zuvor starre Inhalte zu einem echten Erlebnis werden lassen.

Die Idee kam direkt aus unserem KI Meetup „Betreute Intelligenz“. Dort hatten wir damit gespielt, Bücher auf diese Weise zum Leben zu erwecken und hatten vom Start weg Gänsehaut-Momente: es ist als ob der Autor für dich in diesem Momenten die nächsten Zeilen weiterschreibt.

Dahinter steht eine wilde Truppe mit 20 Künstlern, Autoren, Kreativen, Machern und Technikern – Susann als Community-Anker, Tobias, der Code-Virtuose, Stefan mit seiner OS-Architektur-Erfahrung, Ruben, Thor, Melanie und andere, alle angetrieben von Projektfaszination. Bewusst ganz ohne klassische Verträge – das funktioniert praktisch, ist aber auch chaotisch. Manche brauchen Klarheit, andere lieben das Offene. Wir haben gelernt, damit zu leben. Auch wenn unsere Wurzeln in der Technologie liegen – ohne die Kultur dazu würde es steril bleiben.

Wer steht hinter Unwritten und welche Hintergründe bringen die Gründer mit?

Wir sind ein buntes Team (die „Unbeschreiblichen“) mit einer bewusst großen Bandbreite über Technik, Kunst, Literatur, Wissenschaft und Lehre. Darin liegt unsere eigentliche Superkraft: unsere Companions spiegeln im Umgang ganz viele Facetten aus diesem wilden Mix wider, den jede Einzelne im Team prägt.

Unser Background reicht von Betriebssystem-Architektur über tiefe KI-Expertise bis zu Wirtschaftsinformatik. Wir leben für offene Ökosysteme statt geschlossener Welten. Unsere Basis ist das gegenseitige Vertrauen – wir kennen und schätzen uns teilweise schon ein halbes Leben lang. Ein enorm wertvolles Fundament.

Die Entscheidung für das KI Meetup spiegelt das Denken der Truppe vielleicht am besten wider: ein Einzelner kann schon lange nicht mehr mit der unfassbaren Geschwindigkeit mithalten, mit der sich das KI-Umfeld jeden einzelnen Tag weiterentwickelt. Aber gemeinsam und auf Augenhöhe kann man auch hier Rückhalt und Orientierung schaffen.

Welche Vision verfolgt Unwritten im Umgang mit Text, Storytelling und KI?

Unsere Vision: Worte werden Welten. Das bedeutet, dass Text nicht durch KI optimiert wird (das ist Tod), sondern dass KI Text überhaupt erst ermöglicht, lebendig zu werden – ihn sprechen zu lassen, ihn weiterzuspinnen, mit ihm zu spielen – basierend darauf, wem er gerade gegenübersteht.

Wir sehen zwei Wege für generative KI: Sie kann Inhalte besser oder Beziehungen echter machen. Unsere Wahl ist der zweite Weg. Das heißt: es entsteht ein Companion, ein Begleiter, der dich versteht, der auf dich eingeht – deine Gedanken, deine Ideen, deine Wünsche. Und das mit dem Text verwebt. Überraschend Neues entstehen lässt.

Echo auf unwritten.studio ist kein Chatbot – es ist ein Spiegel und Versprechen: „Diese Worte werden dich kennen, bevor du sie kennst.“ Und für spezifische Inhalte (Pantopia, Nÿt, Penelope, Wasted Wetware) entstehen immer wieder neue Begleiter – jeder mit seiner eigenen Tonalität, seiner eigenen Aufgabe.

Wie soll aus statischen Inhalten ein dialogisches Erlebnis werden und warum ist dieser Ansatz aus eurer Sicht zeitgemäß?

Wir stellen die Architektur auf den Kopf: Statt dass der Mensch den Text durcharbeitet, arbeitet der Text mit dem Menschen. Das ist zeitgemäß, weil unsere Aufmerksamkeit endlich ist – aber Bedeutung nicht. KI kann unsere Aufmerksamkeit wertschätzen, indem sie Bedeutung konzentriert.

„Statisch“ bedeutet: Der Text wartet. Der Mensch muss kommen, viel Zeit mitbringen, sich erarbeiten, was relevant ist. Das war gut, als Medien knapp waren. Heute hat es sich ins Gegenteil gedreht. Ein dialogisches Erlebnis dagegen bedeutet: Der Text begegnet dir. Er erkennt, wo du stehst. Er antwortet auf deine Fragen, die du noch gar nicht gestellt hast.

Ein Beispiel: Wissensbewahrung. In der Vergangenheit eine Qual für alle Beteiligten – nach einem Jahr Begleitung mit Expert Debriefing liegen 1000 Seiten Totholz auf dem Tisch. Unser „Lagerfeuer“ dagegen bringt Experten aus einem Bereich für einen Tag zusammen, um ihre Lebensgeschichten zu erzählen. Pure Energie. Danach: Ein digitaler Companion zu dem Fachthema, der diese Begeisterung überspringen lässt – und gerade den jungen Kollegen zur Seite steht wie ein Mentor, den sich alle zu Beginn wünschen, mit unendlicher Geduld.

An wen richtet sich Unwritten konkret und welche Bedürfnisse dieser Zielgruppen stehen im Fokus?

Wir richten uns an drei Gruppen: Bildungsinstitutionen, die echte, adaptive Lernbegleiter suchen, keine Chatbots. Verlage und Autoren, die ihre Werke nicht einfach nur durchsuchbar machen, sondern einen lebendigen Gefährten danebenstellen wollen. Organisationen, die Expertise in Narrative übersetzen wollen – für Onboarding, Consulting oder um Verbindung und Engagement zu schaffen.

Die Bedürfnisse sind im Kern ähnlich: Sie alle haben hochwertige Inhalte und merken, dass Effizienz nicht das Problem ist. Das Problem ist Entfremdung. Studierende fühlen sich allein mit ihrer Thesis. Leser würden Klassiker gerne völlig neu entdecken. Techniker sollen dokumentieren oder dröges Schulungsmaterial durchlaufen. Wir bauen Weggefährten, die als Sparringspartner neue Welten aufspannen und Neugier entfachen.

Ob EU AI Act, Nÿt, Penelope, Pantopia, Wasted Wetware oder Expert Debriefing am Lagerfeuer – das sind keine Nischen, sondern Bereiche mit echtem Bedarf und echtem Impact.

Was unterscheidet Unwritten von klassischen Content- oder KI-Plattformen am Markt?

Drei Dinge: Wir behandeln Content als heilig, nicht als Material zum Optimieren. Wir messen an Gänsehaut-Momenten, nicht an Engagement-Metriken. Und wir arbeiten mit Verlagen und Akademie zusammen, nicht gegen sie – als echte Partner.

Die Welt füllt sich mit immer mehr KI-Müll. Agenturen produzieren Berge von AI-Slop, messen Engagement und nennen es Innovation. Für uns ist das keine Innovation, das ist Vandalismus. Innovation ist, wenn ein Student sagt: „Dieser Companion versteht mich besser als mein Professor.“

Wir positionieren Unwritten nicht als ein weiteres generisches Q&A-System. Wir arbeiten mit Literaturwissenschaftlern, Pädagogen und Autoren im Team. Andere sagen das nicht, weil ihnen die Literatur fehlt.

Welche Herausforderungen bringt es mit sich, narrative Inhalte in interaktive Dialoge zu übersetzen?

Die größte Herausforderung ist nicht die Technologie, sondern die Zusammenarbeit mit Autoren. Ein Charakter ist nicht die Summe seiner Sätze – er ist das Bild, das der Autor im Kopf hatte, aber nie vollständig aussprechen konnte. Der Bot muss das verstehen, nicht reproduzieren.

Pantopia zeigte das sehr deutlich. Erst als die Autorin sagte: „Ich hatte das Gespräch meines Lebens mit Einbug“, wussten wir, es funktioniert. Alles davor war notwendiges Scheitern.

Bei Nÿt ging es um die Balance zwischen emotionaler Begleitung und sachlicher Effizienz. Unser Gefährte soll emotional sein – muss dabei aber auch zielgerichtet auf den Punkt kommen. Auch bei Ivy zeigte sich: Tonalität ist komplex, aber entscheidend.

Wie geht Unwritten mit der Balance zwischen Technologie, Kreativität und Verantwortung um?

Unsere Regel ist klar: Technologie dient der Kreativität, nicht umgekehrt. Und Kreativität dient dem Menschen, nicht der Metrik. Verantwortung heißt auch, Nein zu sagen.

Wir zielen auf AI First statt Feature-Denken. Alte Annahmen beerdigen, neue Denkpfade anlegen.

Echo ist inspiriert von Eliza, dem ersten Chatbot der 70er Jahre. Nicht technische Perfektion ist entscheidend, sondern echte menschliche Reaktion.

Welche Rolle spielt Storytelling in einer zunehmend KI-geprägten digitalen Welt?

Menschen definieren ihr Miteinander über Geschichten. Storytelling schafft Wärme, Emotion und Vertrauen – gerade in einer Zeit maximaler Optimierung.

Unsere Companions nehmen Nutzer mit auf ihr persönliches Abenteuer, wie ein Textadventure aus den 80ern, aber maßgeschneidert.

Henry auf Wasted Wetware zeigt, wie Storytelling verstärkt statt optimiert wird. Das ist kein Ende der Literatur, sondern die Frage nach ihrer Zukunft.

Wohin soll sich Unwritten in den kommenden Jahren entwickeln?

Unwritten ermöglicht tiefe Gespräche mit Büchern, Geschichten, Konferenzen oder wissenschaftlichen Publikationen – in einer neuen Intensität. Diese Barriere wollen wir breiter zugänglich machen.

Es geht um Fragen, nicht Features: Wie wird ein Buch zu einem Gefährten? Wie wird Expertise zu Narrativen?

Afterglow lässt Events neu erleben. Es ist komplex, roh und genau deshalb unser Ding.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mitgeben?

Die besten Ideen sind wertlos ohne das richtige Team. Ein Startup ist wie eine Ehe – entscheidend ist, mit wem man die Reise geht.

Wenn deine Idee auch von einem Konzern kommen könnte, ist sie nicht gut genug. Frag dich, warum nur du sie umsetzen kannst.

Umgib dich mit Menschen, die in anderen Disziplinen smarter sind als du. Tech, Design, Literatur und Philosophie zusammen schaffen unbeschreibliche Dinge.

Bildcredits @Turn-Motion

Wir bedanken uns bei Susann Mürling, Tobias von Dewitz und Stefan Probst für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Warum setzen Unternehmen zunehmend auf eigene KI?

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Sarian Grosz

LuxAIaaS ermöglicht White Label KI-Agenten für Telefon und Chat ohne eigene Entwicklung

Wie würden Sie LuxAIaaS jemandem erklären, der sich bislang noch nicht mit White Label KI Plattformen beschäftigt hat?

LuxAIaaS ist eine All-in-One-Plattform für Partner, um KI-Agenten für Telefon & Chat in Minuten statt Wochen bereitzustellen – komplett im eigenen Branding und Pricing.
Partner brauchen keine eigene KI-Entwicklung: Compliance (GDPR/EU AI Act), Recording-Automation, Billing/Wallet, Kostentransparenz, Analytics und Human-Eskalation sind bereits integriert – damit lässt sich das Angebot sofort skalieren und monetarisieren.

Wer sind die Menschen hinter LuxAIaaS und welche Erfahrungen haben Sie in den Aufbau des Unternehmens eingebracht?

Hinter LuxAIaaS steht das Team von YOUNEA – ein Team, das nicht aus einem reinen KI-Lab kommt, sondern aus dem Aufbau skalierbarer Software-Plattformen mit klarer Produkt- und Partnerlogik.
YOUNEA kam ursprünglich aus Learning-Management-Systemen und Contenterstellung. In der zweiten Jahreshälfte 2023 wurde der strategische Fokus auf AI-Telephone- und Chat-AI-Lösungen erweitert – inklusive des Launch der ersten europäischen proprietären Telefon-KI in Q1 2024.

Welche Vision verfolgen Sie mit LuxAIaaS und wie soll diesen Schritt für Schritt Realität werden?

Unsere Vision mit LuxAIaaS ist, Partnern eine eigene KI-Plattform zu geben, mit der sie ein skalierbares KI-Geschäft aufbauen können – ohne technischen oder operativen Aufwand.
Als nächsten Schritt entwickeln wir Master-White-Label-Plattformen, über die Partner nicht nur Endkunden, sondern auch weitere Partner anbinden können. So entsteht ein skalierbares Ökosystem: LuxAIaaS liefert die Basis, Partner treiben das Wachstum.

Für welche Zielgruppen ist LuxAIaaS besonders relevant und welche konkreten Probleme lösen Ihre KI Lösungen für diese Unternehmen?

LuxAIaaS ist besonders relevant für Agenturen, IT-Dienstleister, Berater – und auch für Neugründer & Startups, die schnell ein eigenes KI-Angebot aufbauen wollen, ohne selbst KI zu entwickeln. Mit unseren KI-Agenten für Telefon & Chat können ihre Kunden (z. B. Handwerk, Immobilien, Praxen, Dienstleister) Anrufe annehmen, Standardfragen beantworten und Termine vereinbaren – und Teams spürbar entlasten.

Warum setzen immer mehr Unternehmen auf White Label KI Lösungen statt auf fertige Standard Tools?

Weil kluge Unternehmer das Rad nicht neu erfinden wollen. Sie kaufen mit LuxAIaaS eine fertige, sichere und funktionierende Infrastruktur. Sie können sich in diesen schnell wachsenden KI-Markt selbstständig machen und ohne Developer zu sein einen Teil dieses Kuchens abschneiden.

Was unterscheidet LuxAIaaS von anderen AI as a Service Plattformen im Markt?

LuxAIaaS ist konsequent für Partner gedacht. Es gibt zwei Partnerkonzepte: Partner, die KI-Agenten verkaufen, und Master-Partner, die zusätzlich White-Label-Plattformen und Lizenzen an andere Partner oder Unternehmen vertreiben. Dazu kommt, dass ein und derselbe DSGVO-konforme KI-Bot Chat, WhatsApp und Telefon abdecken kann und das hat sonst niemand.

Welche Herausforderungen bringt es mit sich, eine skalierbare und gleichzeitig DSGVO konforme KI Plattform anzubieten?

Eine der größten Herausforderungen ist für uns nicht die LuxAIaaS Plattform selbst, sondern die Anbindung an Fremdsysteme. In der Praxis fehlen bei vielen externen Systemen saubere oder vollständige Schnittstellen-Dokumentationen, was Integrationen aufwendiger macht. Eine weitere wichtige Herausforderung ist die Schulung der Partner, damit sie die Systeme korrekt pflegen, konfigurieren und kontrollieren können. Dazu gehört auch, dass Daten sauber und einheitlich aufbereitet sind, zum Beispiel bei Telefonnummern, die nicht in unterschiedlichen Formaten wie +49, 0049 oder mit führender Null vorliegen sollten. Parallel dazu stellen wir sicher, dass Daten sauber getrennt sind, Rechte klar geregelt bleiben und Datenschutz sowie Sicherheit jederzeit gewährleistet sind.

Wie stellen Sie sicher, dass Unternehmen mit LuxAIaaS die volle Kontrolle über Daten, Branding und Monetarisierung behalten?

Unsere Partner behalten die Kontrolle über ihr Branding, ihre Preise und ihre Kunden. Sie entscheiden selbst, wie sie Pakete bauen und wie sie die Lösung monetarisieren. Master-Partner können zusätzlich eigene White-Label-Lizenzen vergeben und am Umsatz ihres Partnernetzwerks partizipieren.

Welche Rolle spielen Individualisierung und Anpassbarkeit bei der Entwicklung Ihrer KI Agenten?

Eine sehr große. Das ist ja, worum es beim White Labeling geht. Unsere Partner haben unterschiedliche Zielgruppen und Branchen. Deshalb können KI-Agenten in Sprache, Regeln, Inhalte und Datenquellen angepasst werden. So entsteht eine Lösung, die wirklich zum Endkunden passt.

Wohin soll sich LuxAIaaS in den kommenden Jahren entwickeln und an welchen neuen Funktionen oder Einsatzfeldern arbeiten Sie aktuell?

LuxAIaaS soll sich zu einer Plattform entwickeln, mit der Partner komplette KI-Prozesse abbilden können, nicht nur einzelne Antworten. Viele wichtige Schnittstellen, zum Beispiel zu CRM- und ERP-Systemen, gibt es bereits heute. Aktuell bauen wir die Automatisierung weiter aus und entwickeln unsere KI-Avatare gezielt weiter, damit sie natürlicher wirken und in noch mehr Einsatzfeldern genutzt werden können. Gleichzeitig arbeiten wir an Funktionen, die es Master-Partnern leichter machen, ihr eigenes Partnernetzwerk zu skalieren.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die heute ein Technologie Startup im KI Umfeld aufbauen möchten?

Erstens: Baut Lösungen für echte Probleme, nicht nur für technische Möglichkeiten.
Zweitens: Denkt Datenschutz und Skalierung von Anfang an mit.
Drittens: Gebt eurer Zeit einen Wert! Versucht nicht kleines Geld zu sparen, indem ihr alles selbst macht. In der Zeit könntet ihr wunderbar neue Kunden gewinnen, die Umsatz bringen

Bildcredits © LuxAIaaS

Wir bedanken uns bei Sarian Grosz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Was macht ein Steak eigentlich zum Steak?

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NEW ERA FOOD Pilzsteak Fleischalternativen New Era Food Teambild  Timo Dannenmann und Sarah Schlingloff

NEW ERA FOOD entwickelt pilzbasierte Lebensmittel und setzt mit dem Pilzsteak neue Maßstäbe für natürliche Fleischalternativen aus Pilzen

Stellen Sie NEW ERA FOOD vor und die Menschen dahinter, und was hat Sie motiviert, ein pilzbasiertes Steak zu entwickeln?

Sarah Schlingloff: Ich war schon immer ein ganz großer Pilz-Fan. Schon als kleines Mädchen bin ich mit meinem Papa in den Wald gegangen, um Pfifferlinge und Maronen zu sammeln. Je mehr ich über Pilze lerne, desto mehr faszinieren sie mich. Ich sehe ein riesiges Potenzial darin, sie stärker in unser Ernährungssystem einzubinden, um die modernen Herausforderungen der Versorgung zu meistern und uns von innen heraus zu heilen.

Dies war der Grund, warum ich im Rahmen des TUM-Innovations-Wettbewerbs für Getränke und Lebensmittel (IGL #9) eine Idee entwickelt habe, die es uns ermöglicht, den Proteingehalt natürlicher Pilzfruchtkörper gezielt zu erhöhen und gleichzeitig eine faserige, fleischähnliche Textur mit intensivem Umami-Geschmack zu erzeugen.
Unter unserer Konsumentenmarke Justake bringen wir nun zusatzstofffreie Clean-Label Fleischalternativen auf den Markt, die durch ihren authentischen Geschmack, ihre Optik, Saftigkeit und ihre Textur überzeugen. Unser erstes Produkt, das „Mushroom-Steak“, vereint die Nährstoffe von Fleisch mit einem Superfood-Pilz, dem Lion’s Mane. Es lässt sich in nur wenigen Minuten von seiner blutig aussehenden Rohform zu einem Medium-Rare Steak braten, was einem Rindersteak verblüffend ähnlich sieht. So bietet es in der Küche viele Möglichkeiten für die kreative Anwendung.

Das ist aber erst der Anfang.

Mit unserem Unternehmen NEW ERA FOOD wollen wir die Basis für eine neue Generation natürlicher, nährstoffreicher Lebensmittel schaffen. Zukünftig sollen weitere Produktgruppen und innovative Lebensmittel durch die Anwendung unserer Technologie in Verbindung mit Pilzfruchtkörpern auf den Markt gebracht werden.

Timo Dannenmann: Schon immer hat mich der Wunsch angetrieben, an Innovationen zu arbeiten, die einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten und insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Nachhaltigkeit echten Mehrwert schaffen. Seit meiner Jugend habe ich zudem meine unternehmerischen Aktivitäten stetig weiterentwickelt – von den ersten Schritten wie Taschengeld einsammeln beim Autoputzen über Planspiele in der Schule bis hin zu unternehmerischen Projekten im Studium. Diese Ströme finden heute in meiner Arbeit an NEW ERA FOOD zusammen und eröffnen mir die Möglichkeit, mich inhaltlich und fachlich zu entfalten und etwas Sinnstiftendes zu schaffen.

Welche Vision verfolgt NEW ERA FOOD für die Zukunft des Essens, und wie wollen Sie diesen Wandel aktiv mitgestalten?

Timo Dannenmann: Mit New Era Food wollen wir unser heutiges Ernährungssystem verändern: Hin zu gesunden Produkten aus hochwertigen, natürlichen Zutaten, die durch unsere innovative Deep-Tech-Technologien optimiert werden, weg von stark verarbeiteten, künstlichen Lebensmitteln. Unser Ziel ist es, Lebensmittel zu entwickeln, die gut für Mensch und Umwelt sind – ohne unnötige Zusatzstoffe.
Unsere Pilzprodukte bestehen nicht aus langen Zutatenlisten oder hochverarbeiteten Isolaten, sondern aus dem Fruchtkörper eines Pilzes. Das gibt uns nicht nur einen authentischen Geschmack und eine tolle Textur, sondern auch das Vertrauen der Konsument:innen, die immer stärker auf ihre Ernährung achten und sich im Dschungel der Zutaten verloren fühlen. Während viele Produkte am Markt gerade kritisch gesehen werden, weil diese künstlich wirken, bieten wir eine Lösung, die authentisch ist und zusätzlich von Natur aus viele positive Eigenschaften mitbringt. Pilze sind ein wahres Superfood. Wir glauben, dass sie eine zentrale Rolle in der Ernährung der Zukunft spielen können.

Für wen entwickeln Sie Ihr Mushroom Steak genau, und welche Bedürfnisse erfüllt Ihr Produkt besonders gut?

Timo Dannenmann: Wir entwickeln unser Mushroom Steak für Menschen, die bewusst leben und großen Wert auf gesunde, hochwertige Ernährung legen. Sie suchen Lebensmittel, die nahrhaft sind, gut schmecken und gleichzeitig natürlich produziert werden, ohne lange Zutatenlisten oder künstliche Zusätze.
Viele dieser Verbraucher:innen achten zunehmend darauf, wie sich ihre Ernährung auf ihre Gesundheit auswirkt. Gleichzeitig wünschen sie sich praktische und vielseitige Alternativen zu klassischen Tierprodukten, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen. Genau hier setzt unser Mushroom Steak an.
Wir beobachten zudem, dass der Markt für funktionale Lebensmittel stark wächst, bisher jedoch kaum frische, natürliche Produkte existieren, die echten funktionalen Mehrwert bieten. Mit unserem Ansatz schließen wir diese Lücke. Deshalb sind wir überzeugt, Schritt für Schritt in Europa zu wachsen und unser Produkt langfristig auch weltweit zu etablieren.

Wie gelingt es Ihnen, aus dem Lion’s Mane Pilz eine fleischähnliche Textur zu erzeugen, und welche Rolle spielt Ihre Enzymtechnologie dabei?

Sarah Schlingloff: Das Spannende ist: Der Pilz bringt von Natur aus eine faserige Struktur mit, und wir haben ein Verfahren entwickelt, das diese Eigenschaften gezielt verstärkt und dadurch eine noch authentische und gefrierstabiele Textur ermöglicht. Das ist unser Vorteil auch gegenüber anderen Firmen, die aktuell Pilze als Basis für Fleischalternativen verwenden.

Was unterscheidet Justake grundlegend von anderen pflanzenbasierten Fleischalternativen, die heute bereits auf dem Markt sind?

Timo Dannenmann: Viele der heute erhältlichen pflanzlichen Produkte sind stark verarbeitet und basieren oft auf langen Zutatenlisten, die Verbraucher häufig weder verstehen noch diesen vertrauen. Meistens bestehen die Fleischalternativen aus texturierten Pflanzenproteinen, Bindemitteln, Aromastoffen und Zusatzstoffen – Produkte also, die sich weit von ihrer natürlichen Form entfernen.
Hinzu kommt: Geschmack und Textur bleiben nach wie vor große Hürden. Trotz der Fortschritte der letzten Jahre schaffen es die meisten Alternativen noch immer nicht, das sensorische Erlebnis von echtem Fleisch zu erzielen – also den Genus, die Saftigkeit und das Mundgefühl, das viele Menschen erwarten.

Der entscheidende Unterschied zu bestehenden Produkten liegt sowohl in unserer Rohstoffbasis als auch im Herstellungsverfahren. Pilze eignen sich zudem ideal als Grundlage, da ihre Zellstruktur Wasser bindet und so von Natur aus für Saftigkeit sorgt. Gleichzeitig bringen diese bereits einen ausgeprägten Umami-Geschmack und eine faserige Textur mit, die wir durch unsere Technologie gezielt verstärken. Auf diese Weise entsteht ein Produkt, das saftig, natürlich und nur minimal verarbeitet ist – mit vollmundigem Umami-Aroma und einer beeindruckenden Fleischähnlichkeit.

Welche größten Herausforderungen begegnen Ihnen aktuell bei der Weiterentwicklung und Skalierung Ihres Produkts?

Sarah Schlingloff: In den kommenden Wochen und Monaten haben wir uns viel vorgenommen: Unser Ziel ist es, das Pilzsteak weiterhin zu optimieren und den Produktionsprozess zu skalieren. Eine Herausforderung besteht dabei sicherlich in der zeitlichen Komponente.
Hinzu kommt, dass wir mit einem völlig neuartigen Produkt arbeiten – es gibt also keine bestehenden Best Practices, an denen wir uns orientieren könnten.
Gleichzeitig ist dies genau der Grund, warum wir dieses Startup aufgebaut haben: Wir möchten an Themen arbeiten, die wirklich neu sind, und Lösungen entwickeln, die es bisher noch nicht gibt.

NEW ERA FOOD Pilzsteak Fleischalternativen Produktbild_JUSTAKE Pilzsteak
JUSTAKE Pilzsteak

Wie gehen Sie mit technologischen und geschmacklichen Hürden um, die bei der Entwicklung eines natürlichen, clean label Produkts entstehen?

Sarah Schlingloff: Wir suchen gezielt nach Lösungen, die die Qualität unseres Produktes nicht einschränken, dies sind natürlich Herausforderungen, vor allem da der Lebensmittelmarkt sehr preissensitiv ist. Jedoch wollen wir unseren Clean Label Status auf jeden Fall behalten und sind bereit dafür auch innovative oder neuartige Methoden was z.B. die Haltbarkeitsoptimierung angeht.
Auch was den Geschmack angeht, gehen wir sehr systematisch vor: Durch detaillierte sensorische Analysen und die gezielte Anpassung einzelner Parameter können wir deren Einfluss präzise bewerten und den Geschmack optimieren.

Inwiefern hat Sie das Innovationsumfeld rund um die TUM dabei unterstützt, Justake in der frühen Phase zu prägen?

Sarah Schlingloff: Es hat uns wirklich sehr geprägt! Der Ursprung von Justake liegt direkt an der Technischen Universität München. Als ich am „Innovation Goes Life Science“ (IGL)-Wettbewerb teilgenommen hatte, konnte ich innerhalb von nur drei Monaten mit Hilfe der TUM-Infrastruktur die Grundlage unserer Technologie sowie das erste Pilzsteak entwickeln. Der Gewinn des Wettbewerbs ermöglichte nicht nur eine finanzielle Starthilfe, sondern auch den Zugang zu wichtigen Ressourcen: dem Baywa – Co-Working-Space in Freising sowie später auch einem lebensmittelzertifizierten Produktionsraum, in dem wir unsere Produktentwicklung kontinuierlich vorantreiben können.

Im Januar 2025 erhielten wir zusätzlich den TUM Booster Grant in Höhe von 50.000 Euro, der uns dabei half, entscheidende Schritte in der Produktentwicklung zu gehen und erste Maschinen für die Produktion anzuschaffen. Parallel dazu waren wir Teil des XPLORE Venture Creator Programs der UnternehmerTUM. Dort hatten wir die Gelegenheit, unser Geschäftsmodell im Austausch mit erfahrenen Expertinnen und Experten weiter zu schärfen sowie unser Netzwerk im Ökosystem auszubauen.

Darüber hinaus stehen wir in engem Kontakt mit Mentoren, Professoren, Gründungsberatern und anderen Gründern aus dem Startup-Ökosystem der TUM. Dieser Austausch liefert uns kontinuierlich wertvollen Input und hilft uns dabei, Herausforderungen gemeinsam zu reflektieren und Lösungsansätze zu entwickeln. Das Innovationsumfeld der TUM hat somit entscheidend dazu beigetragen, dass NEW ERA FOOD heute dort steht, wo wir stehen.

Wo sehen Sie die zukünftige Anwendung Ihres Pilzsteaks – eher in der Gastronomie, im Einzelhandel oder in beiden Bereichen?

Timo Dannenmann: Es eignet sich tatsächlich sowohl für die Gastronomie als auch für den Einzelhandel – perspektivisch auch für den direkten Onlinevertrieb. Langfristig möchten wir weitläufig erhältlich sein.
Zu Beginn werden wir jedoch bewusst den Schwerpunkt auf die Gastronomie legen. Dies ermöglicht uns eine enge Zusammenarbeit mit professionellen Köchen. Deren Feedback ist für uns äußerst wertvoll und fließt direkt in die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte ein.

Welche geplanten Entwicklungsschritte sind für die kommenden Jahre besonders wichtig, um Ihr Produkt in Richtung Marktreife zu bringen?

Sarah Schlingloff: Auf der Seite des Produktes wird die Optimierung des Proteingehalts eine zentrale Rolle einnehmen, da wir noch daran forschen, welche Methode für uns langfristig die beste sein wird. Außerdem möchten wir daran arbeiten, weitere Produktkategorien mit unserer Basis zu erschließen.
Auf der Prozess-Seite ist zu erwähnen, dass die Skalierung sowie die Kostenoptimierung innerhalb des Produktionsprozesses eine wichtige Rolle auf dem Weg zum großangelegten Vertrieb einnehmen wird.

Was würden Sie Gründerinnen und Gründern raten, die ebenfalls ein nachhaltiges FoodTech Produkt aufbauen möchten?

Timo Dannenmann: Gründerinnen und Gründern ist zu raten, so früh wie möglich mit potenziellen Kundinnen und Kunden ins Gespräch zu gehen. Je besser man deren Bedürfnisse und Erwartungen versteht, desto gezielter lässt sich ein Produkt entwickeln, das wirklich für die Zielgruppe passend ist und eine Kaufbereitschaft vorhanden ist. Gleichzeitig sollte man offen für Feedback bleiben und bereit sein, das eigene Konzept kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Sarah Schlingloff: Von der technischen Seite her ist es wichtig, die IP zu schützen und potentielle Lösungen vorher noch nicht im Detail zu veröffentlichen.

Welche drei wichtigsten Erfahrungen aus der Entwicklung von Justake würden Sie anderen Startup Teams mitgeben, die noch ganz am Anfang stehen?

Sarah Schlingloff: Ich möchte gerne drei Erfahrungen besonders hervorheben: Erstens ist es entscheidend, früh zu validieren – also schnell herauszufinden, was funktioniert und was nicht bzw. was ist von den Kunden gewünscht und was nicht.
Zweitens hilft es enorm, konsequent zu priorisieren, denn gerade am Anfang kann nicht alles gleichzeitig umgesetzt werden und es ist wichtig, einen Fokus zu setzen.
Und drittens: Neugierig bleiben und keine Scheu haben, Unterstützung anzunehmen. Viele Herausforderungen haben andere Gründerinnen und Gründer bereits durchlebt, und dieser Erfahrungsaustausch kann enorm wertvoll sein.

Bildcredits © NEW ERA FOOD

Wir bedanken uns bei Timo Dannenmann und Sarah Schlingloff für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


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Was wäre, wenn Gehen wieder selbstverständlich wäre?

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Turn-Motion Orthesen Orthopädietechnik Orthesenversorgung Gründerteam Bild stehend

Turn-Motion entwickelt KI-basierte Orthesen, die mithilfe automatisierter Fertigung die Orthesenversorgung effizienter, individueller und für Orthopädietechnik weltweit skalierbar machen

Wie ist die Idee zu Turn-Motion entstanden und wer sind die Menschen, die hinter dem Unternehmen stehen?

Die Idee zu Turn-Motion entstand aus der persönlichen Erfahrung des Gründers Georg Popp, der als Kind durch eine Polio-Impfung an den Beinen gelähmt und deformiert wurde. Viele sagten ihm damals, er werde für den Rest seines Lebens an den Rollstuhl gebunden bleiben – doch das hat er nie akzeptiert. Im Laufe der Jahre testete er alle möglichen Orthesen und Exoskelette, um seinen Körper zu unterstützen, und erlangte nach jahrzehntelangen Schmerzen, Anstrengungen und Durchhaltevermögen schließlich wieder die Fähigkeit zu gehen.

Doch dabei wollte er nicht stehen bleiben: Er lernte, dass alles möglich ist, wenn man daran glaubt hart dafür arbeitet und immer wieder aufsteht. Deshalb gründete er Turn-Motion®, um die Orthopädietechnik auf ein völlig neues Niveau zu heben – damit seine Lebenserfahrung Millionen von Patientinnen und Patienten weltweit helfen kann. Neben Georg Popp steht Chien-hua Huang, ein international anerkannter Experte für Strukturoptimierung und maschinelles Lernen, als Co-Gründer hinter dem Unternehmen. Das Team vereint technische Expertise, operative Exzellenz und eine tiefe Verbindung zu den Bedürfnissen von Endnutzern.

Was hat euch motiviert, die Orthopädietechnik mit künstlicher Intelligenz und automatisierter Fertigung zu verbinden?

Die Motivation lag darin, die strukturellen Probleme der Branche zu überwinden: lange Wartezeiten, hohe Kosten, fehlende Skalierbarkeit und die fortschreitende Knappheit an qualifizierten Orthopädietechnikern. Durch KI und automatisierte Fertigung können wir individuellere, präzisere und dynamischere Lösungen schneller und effizienter bereitstellen, die echte Lebensqualität bieten und gleichzeitig die Arbeit von Orthopädietechnikern erleichtern.

Wie würdet ihr die Mission von Turn-Motion in wenigen Worten beschreiben?

Millionen von Menschen mit körperlichen Einschränkungen weltweit in ihrer Bewegungsfähigkeit stärken.

Welche Vision verfolgt ihr für die Zukunft der Orthesenversorgung und welchen Beitrag leistet Turn-Motion dazu?

Wir verfolgen die Vision, die Orthesenversorgung global zu revolutionieren, indem wir durch digitale Prozesse, KI und automatisierte Fertigung die individuelle Anpassung, die Funktionalität und die Zugänglichkeit für alle verbessern. Turn-Motion trägt dazu bei, leichtere, dynamischere und individuell optimierte Hilfsmittel zu schaffen, die echte Lebensqualität bieten und die Versorgungskette entlasten.

Wie verbessert eure Technologie die Arbeit von Orthopädietechnikerinnen und Orthopädietechnikern konkret?

Unsere Technologie ermöglicht es Orthopädietechnikern, bis zu 30–40 individuelle Orthesen pro Stunde zu produzieren, statt wie bisher nur eine pro Tag. Die KI-basierte Plattform berechnet automatisch die optimale Struktur und Positionierung des Materials, wodurch manuelle Anpassungen überflüssig werden und der gesamte Prozess beschleunigt wird. Die Technologie reduziert die internen Produktionskosten signifikant und erhöht die Margen der Partnerwerkstätten deutlich.

Was unterscheidet Turn-Motion von klassischen Herstellern orthopädischer Hilfsmittel?

Der aktuelle Produktionsprozess umfasst zahlreiche manuelle Schritte – vom Schleifen des Positivmodells über das Laminieren und Tempern bis zu mehreren Anproben. Dadurch entstehen Durchlaufzeiten von Wochen bis Monaten – ein Workflow, der in Zukunft nicht tragfähig ist. Wir produzieren vollautomatisch innerhalb von nur 24 Stunden. Das erweitert nicht nur den Zugang zu hochwertiger Versorgung, insbesondere für unterversorgte Patienten, sondern eröffnet auch skalierbare Marktchancen, die mit herkömmlichen Methoden unmöglich wären.

Wie sieht der Weg von der Datenerfassung bis zur fertigen Orthese aus und welche Rolle spielt dabei die KI?

Der Prozess beginnt mit der Erfassung relevanter Patientendaten wie Gewicht, Körpermaße, Fußfehlstellung und Muskelstatus. Ein KI-Algorithmus berechnet daraufhin tausende dynamische Simulationen in nur Sekunden für die optimale Form und Materialverteilung resultierend in maximale Stabilität bei minimalem Gewicht. Die Orthese wird anschließend mit unseren eigens entwickelten Produktionsmaschinen gefertigt, wobei die KI auch die Faserplatzierung steuert.

Welche Herausforderungen begegnen euch beim Aufbau eines MedTech-Startups und wie geht ihr mit ihnen um?

eim Aufbau eines MedTech-Startups sind die größten Herausforderungen die Finanzierung, die Skalierung der Technologie und der Aufbau eines passenden Teams. Zu Beginn waren wir nicht ambitioniert genug und konzentrierten uns auf kleinere Förderprogramme, die nur begrenzte Studien abdeckten – viele wurden abgelehnt, wodurch wir fast das Momentum mit potenziellen Partnern verloren hätten. Um in dieser kritischen Phase nicht stehenzubleiben, finanzierte ich die ersten Studien schließlich aus meinem Privatvermögen. Daraufhin überdachten wir unsere Strategie grundlegend, strebten größere Förderungen und Investitionen an und erweiterten unser Team um namhafte Fachleute. So konnten wir 1,5 Millionen Euro an nicht verwässernder Förderung sichern und ein DeepTech-Team aufbauen, das in seiner Zusammensetzung einzigartig ist.

Wie wichtig ist für euch die Zusammenarbeit mit medizinischen Partnern und Patientinnen und Patienten?

Die Zusammenarbeit mit medizinischen Partnern und Patienten ist für Turn-Motion essenziell, um die Produkte kontinuierlich zu verbessern und die Bedürfnisse aller Beteiligten optimal zu berücksichtigen. Patientenfeedback und klinische Studien fließen direkt in die Produktentwicklung ein, und durch enge Kooperation mit Partnern können wir regulatorische und technische Anforderungen besser umsetzen.

Welche Entwicklungen oder Innovationen plant ihr für die kommenden Jahre, um das Angebot weiter auszubauen?

Wir planen, verschiedene Produkte zu veröffentlichen, die auf unterschiedliche Eingabedaten ausgelegt sind – von Orthesen mit Gelenken globaler Hersteller bis zu Prothesenschäften. Anschließend adressieren wir neue Märkte mit adaptiven Exoskeletten für Senioren und Arbeiter.

Was treibt euch persönlich an, die Orthopädietechnik neu zu denken und zu digitalisieren?

Der persönliche Antrieb war zunächst, dass der Gründer Georg Popp in Zukunft weiterhin gehen kann, weil die Entwicklungen im Markt es vermutlich nicht mehr erlauben würden, wenn er sich nicht aktiv für Veränderung einsetzt. Doch während des Aufbaus des Unternehmens hat sich die Motivation weiterentwickelt: Unsere Technologie ist so einzigartig und spannend, dass sie sich breit anwenden lässt und jede Herausforderung innerhalb des Unternehmens extrem motivierend und faszinierend ist. Inzwischen wissen wir auch, dass wir damit weniger privilegierte Menschen versorgen können, und wir sehnen uns alle nach dem Moment, in dem wir das tatsächlich möglich machen können.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern geben, die im Gesundheits- oder MedTech-Bereich starten möchten?

Unser erster Rat lautet: Entrepreneurship ist ein Teamsport. Es reicht nicht, die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben – es geht darum, die Vision am Weg nicht zu verlieren, das richtige Team, vor allem das Founder-Team, aufzubauen und darauf zu achten, dass andere an eure Vision glauben und investieren. Zweitens: Bleibt agil und flexibel, denn Sturheit und Alleingang killen ein Startup. Gebt anderen die Chance, sich damit zu identifizieren, und engagiert euch zu 100 Prozent, denn das wird euer Leben verändern. Drittens: Haltet euch nicht von Ratschlägen verunsichern, sondern nehmt sie auf, verarbeitet sie und zeigt eure Idee offen – spricht mit vielen Menschen, verfolgt mehrere Strategien gleichzeitig und seid bereit, von vorne anzufangen, hinzufallen, aufzustehen und neu zu konfigurieren.

Bildcredits @Turn-Motion

Wir bedanken uns bei Georg Popp für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Warum Bits 12 Millionen Euro einsammelt – und Europas AML vereinheitlichen will

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Compliance AML Bits und das neue Investment 12 Mio Bild: Bits Technology Founder Team vltr Robin Lantz, Fredik Eriksson und Jonatan Klintberg (c)Bits Technology

Bits sammelt 12 Mio. € Series A ein, um AML für europäische Fintechs zu vereinheitlichen

Bits, ein in Stockholm ansässiger Anbieter von Compliance- und Onboarding-Infrastruktur für regulierte Fintech-Unternehmen und Banken, hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde 12 Millionen Euro eingesammelt. Die Runde soll die Produktentwicklung und die Expansion in Europa beschleunigen und es regulierten Unternehmen ermöglichen, schneller in neue Märkte einzutreten – bei weniger manueller Compliance-Arbeit und gleichzeitig hoher regulatorischer Sicherheit auch im großen Maßstab.

Die Runde wurde von Alstin Capital angeführt, mit Beteiligung von Cherry Ventures, Unusual Ventures und Alliance Ventures. Auch Haval van Drumpt, Chief Executive von Tre Sweden, investierte. Das Kapital wird genutzt, um die Automatisierung in Workflows zur Bekämpfung von Finanzkriminalität weiter zu vertiefen, zusätzliche regulatorische und datenbezogene Quellen abzudecken und die kommerziellen Aktivitäten in wichtigen Märkten zu skalieren.

Bündelung fragmentierter Compliance im Kampf gegen Finanzkriminalität

Banken und Fintech-Unternehmen sind in Europa mit steigenden Betrugs- und Geldwäscherisiken konfrontiert, während gleichzeitig die regulatorische Aufsicht strenger wird. Zusätzlich stehen sie unter Druck, schnelle, vollständig digitale Onboarding-Prozesse bereitzustellen. Viele Organisationen setzen nach wie vor auf fragmentierte Systemlandschaften aus lokalen Datenanbietern, manuellen Prüfungen und marktspezifischen Compliance-Setups.

Diese Fragmentierung führt zu langsameren Onboarding-Prozessen, höheren Betriebskosten und erheblicher Verzögerung bei der Expansion in neue europäische Jurisdiktionen. Häufig sind die Teams gezwungen, die Compliance-Organisation Markt für Markt neu aufzubauen. Durch die Bündelung dieser Prozesse haben Bits-Kunden wie Walley, Qliro und Alisa Bank die manuelle Fallbearbeitung um 50 bis 70 Prozent reduziert und die Onboarding- sowie Genehmigungszeiten um das Vier- bis Sechsfache verkürzt. Was früher Wochen oder Monate dauerte, kann nun in Tagen – in manchen Fällen sogar in Stunden – erledigt werden, während sich die menschliche Prüfung weiterhin auf Kunden mit höherem Risiko konzentriert.

Bits begegnet dieser Herausforderung mit einer einzigen paneuropäischen Compliance-Plattform, die Onboarding, Risikobewertung und kontinuierliches Monitoring abdeckt. Über die Integration erhalten Kunden Zugriff auf europäische Unternehmensregister, Daten zu wirtschaftlich Berechtigten, PEP- und Sanktionslisten sowie Betrugssignale. Diese werden mit automatisierter AML- und Betrugs-Entscheidungslogik sowie einem einheitlichen Fallmanagement in einem einzigen Prozess kombiniert.

Im Gegensatz zu marktspezifischen Anbietern oder Einzellösungen ersetzt Bits komplette lokale Compliance-Stacks durch eine einzige Plattform und ermöglicht es regulierten Unternehmen, grenzüberschreitend zu skalieren – ohne maßgeschneiderte Compliance-Aufbauten.

Entwickelt von Fintech- und Infrastruktur-Operatoren

Bits wurde 2022 von ehemaligen Operatoren von Klarna, AWS und Tink gegründet, die die operative Belastung fragmentierter und manueller Compliance-Prozesse beim Skalieren regulierter Finanzprodukte in Europa aus erster Hand erlebt haben.

Investition in Automatisierung und europäische Skalierung

Das neue Kapital soll in den Ausbau der Produkt-Features fließen, die Automatisierung in Workflows zur Erkennung von Betrug und Finanzkriminalität erhöhen. Und die Abdeckung weiterer europäischer Datenquellen erweitern. Außerdem plant Bits, seine Go-to-Market-Organisation zu skalieren, während das Unternehmen die weitere Expansion in der DACH-Region und in UK vorantreibt.

Zitate

„Für regulierte Unternehmen wird Compliance zunehmend zu einer Plattform-Herausforderung, die sich nicht mit Einzellösungen lösen lässt. Bits Technology vereint AML- und Fraud-Workflows in einem System – mit konsistenter Entscheidungslogik und klarer Nachvollziehbarkeit in Audits. Das Produkt ist außergewöhnlich und zeigt, dass das Team Compliance-Operations von innen heraus versteht. Mit der AMLA und dem EU-Schritt hin zu einem einheitlichen AML-Regelwerk steigen die Erwartungen. Viele Institute werden neu bewerten müssen, ob ihre Compliance-Technologie noch zweckmäßig ist und vollständig den Anforderungen entspricht“, sagt Alexander Meyer-Scharenberg, Principal bei Alstin Capital.

„Unsere Kunden müssen gleichzeitig skalieren, konvertieren und compliant bleiben“, sagt Jonatan Klintberg, CEO und Mitgründer von Bits. „Wir haben Bits gebaut, um Compliance zu einem Wachstumstreiber statt zu einem Engpass zu machen. Indem wir Onboarding-, Fraud- und AML-Workflows in einer einzigen Plattform zusammenführen, gewinnen Teams die Geschwindigkeit, Kontrolle und Sicherheit, die sie brauchen, um in Europa zu expandieren.“

Bild: Bits Technology Founder Team vltr Robin Lantz, Fredik Eriksson und Jonatan Klintberg (c)Bits Technology

Quelle Maschmeyer Group/ MM Support GmbH

Travel Technology auf der ITB Berlin 2026

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Travel Technology auf der ITB Berlin 2026
Travel Technology auf der ITB Berlin 2026: KI, Agentic Commerce und globale Innovationen prägen die Zukunft des Reisens. © ITB Berlin Amadeus Germany GmbH

Key Takeaways

  • Die ITB Berlin 2026 präsentiert neue Technologien im Reisebereich mit globalen Ausstellern und einem Fokus auf innovative Lösungen.
  • Sechs Hallen sind für Travel Tech reserviert, darunter Hotelsoftware, Zahlungslösungen und Housekeeping-Technologien.
  • Die neue eTravel Stage beinhaltet einen Travel Tech Track, der moderne Technologien mit traditionellen Reisevertriebssystemen verbindet.
  • Networking und Guided Tours bieten Fachbesuchern die Möglichkeit, sich über aktuelle Trends und Innovationen auszutauschen.
  • Die Sessions sind auch im Livestream verfügbar, um eine breitere Audience zu erreichen.

Sechs ausgebuchte Tech-Hallen, globale Aussteller und ein neuer Travel Tech Track im Kongressprogramm: Bei der ITB Berlin 2026 auf der weltweit führenden Tourismusmesse zeigen internationale Player, wie zukunftsweisende Technologien Reisen verändern – von Payments bis Hospitality- und Distribution-Lösungen.

Vom 3. bis 5. März 2026 bringt die internationale Tourismusleitmesse ITB Berlin 2026 in zahlreichen Hallen und auf der eTravel Stage führende Technologieanbieter, Start-ups und Vordenker zusammen, die zeigen, wie Künstliche Intelligenz, neue Distributionsmodelle und datengetriebene Ökosysteme die Reiseindustrie nachhaltig verändern – und unterstreicht damit ihre Rolle als wichtige internationale Plattform für Travel Technology.

Im Mittelpunkt stehen dabei die vollständig ausgebuchten Travel-Tech-Hallen 5.1, 6.1, 7.1c, 8.1, 9 und 10.1 sowie das Kongressprogramm der ITB Berlin 2026 Convention. Ziel ist es, Ausstellern und Besucher:innen Orientierung in einem sich rasant wandelnden Markt zu geben, Innovationen erlebbar zu machen und konkrete Antworten auf die technologischen Herausforderungen der Branche zu liefern.

Internationalität, Wachstum und starke Ausstellerpräsenz auf der ITB Berlin 2026

In Halle 5.1 präsentieren sich erneut globale Player wie Travelsoft und AmadeusGIATA feiert sein 30-jähriges Jubiläum und unterstreicht damit drei Jahrzehnte technologischer Kompetenz im Tourismus. Der Start-up-Bereich des VIR (Verband Internet Reisevertrieb) vereint ein dynamisches Netzwerk deutscher Travel-Tech-Start-ups, die mit frischen Ideen und innovativen Lösungen neue Impulse für die Branche setzen.

Hotelsoftware-Lösungen sind breit gefächert in den Hallen 7.1c, 8.1 und 10.1 zu finden, ergänzt durch einen neuen inhaltlichen Schwerpunkt in Halle 9, wo Planet mit einem größeren Stand vertreten ist und sich der neu platzierte Aussteller Access Workspace befindet. Housekeeping-Technologien spielen auch in diesem Jahr eine zentrale Rolle, insbesondere in Halle 7.1c, wo digitale Tools zur Effizienzsteigerung im Hotelbetrieb im Fokus stehen.

Der Payment-Bereich konzentriert sich 2026 wieder in Halle 10.1: Neben VISA und Stripe präsentieren sich hier auch neue Player wie Revolut, die innovative Zahlungs- und Finanzlösungen für die Reisebranche vorstellen. Internationale Vielfalt zeigt sich auch in den Länder- und Gemeinschaftsständen: Spain Travel Tech by ICEX bündelt Travel-Tech-Unternehmen aus Spanien, während Aussteller wie TravelportSabre oder Phocuswright ihre globale Perspektive auf Distribution, Daten und Marktentwicklung einbringen. Travelport zeigt Plattformen und Lösungen, die Fluggesellschaften, Hotels, Mietwagenanbieter und Reisebüros intelligent miteinander vernetzen. Sabre präsentiert sich als globales Technologie- und Softwareunternehmen mit einem breiten Portfolio von GDS-, Retailing- und Netzwerkplattformen bis hin zu KI-gestützten Tools zur Optimierung von Preisen und operativen Abläufen. Phocuswright begleitet die ITB Berlin erneut als enger Partner und liefert fundierte Marktforschung zur globalen Reiseindustrie.

Weitere Aussteller wie Vernost Marketing mit Software für Loyalty- und Customer-EngagementAiralo/Airgsm als führende Anbieter von eSIM-Lösungen oder Babylon Booking als Reiseportal für OTAs und Reisebüros unterstreichen die thematische Breite der Travel-Tech-Hallen.

Neben dem Ausstellungsbereich steht der persönliche Austausch im Fokus. Fachbesucher treffen sich in den Networking-Areas auf dem ITB-Gelände, etwa in der ITB eTravel Lounge powered by Travelport in Halle 6.1 oder im ITB Travel Tech Café powered by GIATA in Halle 5.1.

Ergänzend eröffnen die ITB Guided Tours Einblicke in aktuelle Trends und Innovationen. Unter den verschiedenen Touren widmen sich zwei – „Hotel Tech Ecosystem“ und „AI Industry Innovations“ – gezielt dem Bereich Reisetechnologie und führen Besucher:innen zu ausgewählten Ausstellern.

Auch bei den ITB Innovators 2026 präsentieren Aussteller Technologien, die neue Impulse für die Branche setzen. Dazu zählen myclimate’s „Cause We Care“, die offene Property-Management-Plattform von Apaleo, der KI-gestützte Voice Agent von DerbySoft, das “KI Brain” von The Trip Boutique sowie Qualidays KI-basierte Live-ÜbersetzungStart-up Valley ist einer der Medienpartner im Bereich Travel Tech.

“Travel Technology auf der ITB Berlin ist stärker denn je. Die gute Buchungslage spiegelt die enorme Nachfrage und das hohe Innovationstempo wider, das den Sektor aktuell prägt. Übergreifend zeigt sich: Technologie ist längst kein Spezialthema mehr, sondern integraler Bestandteil der gesamten Customer Journey”, sagt Sabine Bierlein, Product Managerin, ITB Berlin 2026.

Zukunftstechnologien auf der eTravel Stage auf der ITB Berlin 2026: Neuer Travel Tech Track und AI Track

Die eTravel Stage in Halle 6.1 bleibt 2026 das inhaltliche Herzstück für technologische Zukunftsthemen. Neu ist der Travel Tech Track, der klassische Reisevertriebssysteme mit modernen Technologien verknüpft und aufzeigt, wie sich Travel Technology zu datengetriebenen, autonomen und identitätsbasierten Ökosystemen wandelt. Innovatoren demonstrieren praxisnah, wie KI, Self-Sovereign Identities und Blockchain Distribution, Mobilität und digitale Inhalte verändern – mit Fokus auf Automatisierung, Interoperabilität und Transparenz entlang der Customer Journey.

Travolution (Eventiz from Travelsoft) ist Track Sponsor des AI Tracks. Hier rückt unter anderem das Thema Agentic Commerce in den Fokus. Künstliche Intelligenz entwickelt sich zur neuen Infrastruktur der Tourismuswirtschaft: Von agentischem Marketing über dynamische Distribution bis hin zu autonomer Entscheidungsfindung zeigen die Sessions, wie KI die gesamte Wertschöpfungskette neu gestaltet und einen vorausschauenden, nachhaltigen Tourismus ermöglicht.

Ausgewählte Highlights des Bühnenprogramms auf der eTravel Stage

Am ITB-Dienstag, 3. März 2026, eröffnet die eTravel Stage mit dem “Executive Forecast 2026: What Really Matters in Travel Tech Now”Chinmai Sharma, SVP & Global Head – Lodging, Ground and Sea bei Sabre Corporation, gibt einen strategischen Ausblick darauf, welche Technologien und Entwicklungen die Branche aktuell wirklich bewegen und welche Weichen jetzt gestellt werden müssen.

Am Nachmittag steht der Hospitality Tech Track auf der ITB Berlin 2026 im Fokus. Das Opening Panel “Check-in 2026 and beyond – Technology Trends and Developments shaping Hospitality” beleuchtet mit Pedro Colaco, CEO & Co-Founder bei Guestcentric und Dan Ogen, Chief Digital and Marketing Officer bei Leonardo Hotels Central Europe, wie digitale Lösungen den Hotelbetrieb, das Gästeerlebnis und operative Prozesse in den kommenden Jahren verändern werden.

Der ITB-Mittwoch, 4. März 2026, beginnt mit einem Schwerpunkt auf Touren und Aktivitäten. In der Session “Purpose and Profit: Scaling Community Tourism in a Tech-Driven World” zeigt Bruce Poon Tip, Founder von G Adventures, wie sich gemeinwohlorientierter Tourismus mithilfe von Technologie skalieren lässt, ohne lokale Werte und Nachhaltigkeit aus dem Blick zu verlieren.

Am Nachmittag rückt der AI Track auf der ITB Berlin 2026 in den Mittelpunkt. In der Session “Balancing Destinations Through AI-Driven Insights” erläutert Wendy Olson Killion, CEO von Rome2Rio, wie KI-gestützte Datenanalysen Destinationen dabei helfen können, Besucherströme besser zu steuern und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Nachfrage, Infrastruktur und Lebensqualität zu schaffen.

Am ITB-Donnerstag, 5. März 2026, startet das Programm mit allgemeinen Tech-Themen. Ein Highlight ist die Google Masterclass “How to drive discovery in the era of AI”, die praxisnah zeigt, wie Sichtbarkeit, Inspiration und Buchungsimpulse in einer von KI geprägten Such- und Content-Landschaft funktionieren. Am Nachmittag schließt der neue Travel Tech Track die eTravel Stage ab.

Alle Sessions sind nicht nur vor Ort, sondern vollständig im Live-Stream über den ITB Navigator sowie im Anschluss auf dem YouTube-Kanal der ITB Berlin verfügbar.

Foto/Quelle: ITB Berlin – Amadeus Germany GmbH

300 Millionen US Dollar für Mews: Warum diese Runde mehr ist als nur Wachstum

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Mews erhält 300 Millionen US Dollar im Gastgewerbe. Mews Founder Richard Valtr und CEO Matt Welle

Mews sichert sich Investition von 300 Millionen US Dollar und festigt Position als weltweit führendes Betriebssystem für das Gastgewerbe

Mews das Betriebssystem für das Gastgewerbe hat den Abschluss einer Serie D Finanzierungsrunde in Höhe von 300 Millionen US Dollar bekannt gegeben. Die Runde wurde von EQT Growth angeführt mit Beteiligung der neuen Investoren Atomico und HarbourVest Partners sowie der bestehenden Investoren Kinnevik Battery Ventures und Tiger Global. Die Investition bewertet Mews mit 2,5 Milliarden US Dollar und markiert einen Meilenstein für die Technologieentwicklung im Gastgewerbe. Nach einem Jahr mit starkem nachhaltigem Wachstum darunter ein Anstieg des Bruttogewinns aus dem SaaS Geschäft um 55 Prozent etabliert sich Mews als führender Technologieanbieter für Hotels jeder Größe.

Starkes Wachstum und zentrale Kennzahlen aus dem Jahr 2025

Im Jahr 2025 erzielte Mews einen Kundenstamm von 15.000 Hotels mit über 132.000 monatlich aktiven Nutzerinnen und Nutzern. In 85 Ländern sowie 42,3 Millionen eingecheckte Reservierungen davon 3,2 Millionen über Mews Kiosk. Über die Plattform wurde ein Transaktionsvolumen von 19,7 Milliarden US Dollar abgewickelt. Der Bruttogewinn aus dem SaaS Geschäft wuchs um 55 Prozent. Zusätzlich generierte das Feature Mews Spaces 537 Millionen US Dollar Umsatz für Hotels mit über zwei Millionen nicht zimmerbezogenen Reservierungen.

Investition beschleunigt technologische Weiterentwicklung

Mit EQT Growth und den neuen Investoren Atomico und HarbourVest an Bord haben wir die Rückendeckung um uns schneller weiterzuentwickeln als jedes andere Unternehmen in der Branche sagt Matt Welle CEO von Mews. Wir entwickeln ein Betriebssystem das die Art und Weise verändert wie Hoteliers mit ihren Gästen interagieren. Mews übernimmt die operative Komplexität damit sich Gastgeberinnen und Gastgeber auf das konzentrieren können was wirklich zählt Gastfreundschaft profitabler erfüllender und inspirierender zu gestalten.

Künstliche Intelligenz als zentraler Wachstumstreiber

Die Finanzierung ermöglicht es Mews seine Investitionen in künstliche Intelligenz massiv auszuweiten. Agentengestützte Systeme werden tief in die Plattform integriert, um komplexe Abläufe zu automatisieren die kognitive Belastung für Mitarbeitende zu reduzieren das Gasterlebnis deutlich zu verbessern. Und die Entwicklung sowie Einführung neuer Produkte zu beschleunigen.

Neue Möglichkeiten für Gastgeber durch intelligente Automatisierung

Das soll Gastgeber in die Lage versetzen Betriebsabläufe in Echtzeit intelligent zu steuern. Umsatz und Profitabilität durch tieferes Gästeverständnis zu optimieren ohne Altlasten veralteter Technologien effizienter zu arbeiten und Arbeitsabläufe radikal zu vereinfachen wodurch sich die Einarbeitungszeit für Mitarbeitende deutlich verkürzt.

Mews will neue Maßstäbe in der Hotellerie setzen

Gastfreundschaft ist das Geschäft mit Erlebnissen sagt Richard Valtr Gründer von Mews. Die Resonanz aus dem Markt sowohl in den USA als auch in Europa ist eindeutig. Es ist großartig zu sehen wie wir anderen Unternehmen in der Branche in Bereichen wie KI und agentenbasierter Gastfreundschaft deutlich voraus sind. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt unsere Vision zu bekräftigen Hotels die mit Mews arbeiten sollen die profitabelsten der Branche werden.

Ein neuer Standard für eine globale Branche

Ich hatte über mehrere Jahre hinweg das Vergnügen das Mews Team kennenzulernen. Und mitzuerleben wie sich das Unternehmen von einer mutigen Vision zu einer Organisation mit echter Wachstumsdynamik entwickelt hat sagt Kirk Lepke Partner bei EQT Growth. Mews setzt einen modernen Technologiestandard ein KI gestütztes Betriebssystem für Hotels das die bestehende Fragmentierung der Branche auflöst.

Ausbau von Fintech Infrastruktur und internationale Expansion

Mews wird den Ausbau von Mews Payments und der Fintech Infrastruktur vorantreiben um Zahlungsverkehr und kommerzielle Prozesse tief in die Betriebsabläufe zu integrieren. Zudem setzt das Unternehmen seine internationale Expansion in den Kernmärkten Nordamerika und Europa fort und erschließt gezielt neue Märkte.

Investoren sehen Mews als zentralen Enabler der Hotellerie

Die ambitioniertesten Akteure der Branche wollen ihren Gästen kontinuierlich bessere Erlebnisse bieten. Und brauchen dafür Technologie die mit steigenden Erwartungen Schritt halten kann sagt Laura Connell Partnerin bei Atomico. Mews ist der zentrale Enabler für die Zukunft der Hotellerie und auf dem besten Weg ein branchenprägendes Unternehmen aufzubauen.

Weitere Übernahmen und Auszeichnungen stärken Marktposition

Die Investition folgt kurz nach der vierzehnten Übernahme von Mews DataChat einer Plattform für generative KI gestützte Analysen. Im Januar 2026 wurde Mews zum dritten Mal in Folge als weltweit bestes Property Management System sowie als bestes Kassensystem für Hotels ausgezeichnet.

Hinweise zur Finanzierung

Die Finanzierungsrunde steht unter Vorbehalt der üblichen regulatorischen Abschlussbedingungen.

1 Mews Spaces ermöglicht es Gastgebern, unterschiedlichste Flächen und Räume (nicht nur Zimmer) direkt im Property-Management-System (PMS) zu verwalten und zu verkaufen.

2 Mews Kiosk: Ein Self-Service-Modul für Check-in und Check-out, mit dem Gäste An- und Abreise eigenständig abwickeln können.

Bild: Mews Founder Richard Valtr und CEO Matt Welle

Quelle Mews

OBI investiert in 42watt

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OBI übernimmt 42watt für energetische Sanierungsprojekte Für OBI CEO Dr. Sebastian Gundel ist die Integration von 42watt ins Serviceportfolio von OBI ein wichtiger Schritt in der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens.

OBI übernimmt Mehrheitsbeteiligung an Clean-Tech-Pionier 42watt

Wermelskirchen 30.01.2026 Die OBI Group Holding vertieft ihre erfolgreiche Partnerschaft mit dem Münchener Clean-Tech-Unternehmen 42watt. Deutschlands bekannteste Baumarktmarke hat zum 27. Januar die Mehrheit der Anteile an der Eigentümerin von 42watt der Enovato GmbH übernommen. Mit diesem Schritt unterstreicht OBI seine strategische Weiterentwicklung zum ganzheitlichen Lösungsanbieter für Kund:innen bei allen Fragen und Projekten rund um das eigene Zuhause.

Sebastian Gundel CEO OBI Group Holding sagt: Wir haben 42watt seit November 2023 begleitet und gesehen mit welcher Leidenschaft das Team an Lösungen für die Energiewende arbeitet. 42watt passt strategisch optimal zu OBI. Gemeinsam definieren wir neu was Home Improvement im 21. Jahrhundert bedeutet OBI verkauft mehr als Produkte wir ermöglichen ein nachhaltiges Zuhause. Die Integration von 42watt ist ein klares Signal für unsere Transformation von OBI zum Lösungsanbieter.

42watt will Klimaschutz im Gebäudesektor skalieren

Marcus Dietmann Gründer und Geschäftsführer von 42watt sagt: Mit OBI im Rücken können wir unsere Technologie noch breiter zu den Menschen bringen. Für uns ist das die Chance genau den Hebel für den Klimaschutz im Gebäudesektor anzusetzen den wir schon immer im Blick hatten einfach digital und für jede:n machbar. Wir freuen uns riesig darauf mit OBI in die nächste Phase unserer Mission zu gehen.

One Stop Shop für energetische Sanierungsprojekte

Der Vorteil für OBI Kund:innen ist bei energetischen Sanierungsprojekten der universelle One Stop Shop Ansatz von 42watt. Anders als bekannte Hyper Scaler ist das Münchener Clean-Tech-Unternehmen nicht auf fixe Komponenten Anbieter festgelegt arbeitet mit einem eigenen Netzwerk an lokalen Fachwerkbetrieben zusammen und betreut jedes Vorhaben von der ersten Kontaktaufnahme bis zum erfolgreichen Abschluss. Neben der Beratung zu Fördermöglichkeiten und der Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans macht dieser Rundum Ansatz jedes Projekt komfortabel und individuell insbesondere durch die nicht auf eine definierte Auswahl beschränkte Produktrange von Wärmepumpe und Co.

Mehrheitsbeteiligung als strategischer Schritt

Mit der starken Marke OBI im Rücken und der flächendeckenden Präsenz in Deutschland schafft OBI für 42watt die optimale Plattform um den branchenführenden Ansatz zur Energiewende weiter voranzutreiben sagt Felix Weber Head of Innovation bei OBI. Nach dem Frühphasen Invest 2023 ist die Mehrheitsbeteiligung der nächste logische Schritt. Sie zeigt wie OBI über sein Corporate Venture Capital Team gezielt Lösungen identifiziert fördert und entwickelt die auf strategische Wachstumsfelder einzahlen und sich in einem führenden Ökosystem entfalten lassen.

Start energetischer Sanierungsprojekte

Ab sofort kann online über obi.de oder die heyOBI App und künftig auch vor Ort in einem der deutschlandweit mehr als 350 OBI Märkte ein energetisches Sanierungsprojekt gestartet werden kompetent begleitet von 42watt und Deutschlands bekanntester Baumarktmarke.

Quelle Brand Performance Studie 2024 im Auftrag von OBI

Bild FürCEO Dr. Sebastian Gundel ist die Integration von 42watt ins Serviceportfolio ein wichtiger Schritt in der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens.Credits OBI

Quelle FAKTOR 3 AG

RobCo erhält 100 Millionen US Dollar – was dahintersteht

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Physische KI: RobCo erhält 100 Millionen US Dollar Roman Hölzl

RobCo sammelt 100 Millionen US Dollar für den Ausbau autonomer Industrierobotik ein

Lightspeed und Lingotto als Leitinvestoren RobCo erweitert Robotik mit physischer KI für industrielle Anwendungen

Serie C Finanzierung über 100 Millionen US Dollar

RobCo ein Robotikunternehmen mit Fokus auf physischer KI gibt eine Finanzierungsrunde in Höhe von 100 Millionen US Dollar bekannt. Das Unternehmen will damit seine Roadmap für physische KI beschleunigen und seine Präsenz in den USA ausbauen.

Die Serie C wird gemeinsam von Lightspeed Venture Partners und Lingotto Innovation angeführt. Beteiligt sind außerdem Sequoia Capital Greenfield Partners Kindred Capital und Leitmotif. Die Risikokapitalgeber bringen ihre Erfahrung beim Aufbau führender Technologieunternehmen ein während die Industrieinvestoren ihre engen Kontakte in die Branche nutzen um Wachstumsfirmen langfristig zu unterstützen.

Mit der zusätzlichen Finanzierung über 100 Millionen US Dollar wollen wir RobCo zum führenden Anbieter von KI gestützter Robotik für die industrielle Fertigung in den USA und Europa entwickeln sagt Roman Hölzl CEO und Gründer von RobCo. Unser klares Ziel ist es repetitive Aufgaben zu automatisieren damit Menschen sich auf anspruchsvollere Tätigkeiten konzentrieren können.

Plattform für autonome Anwendungen

RobCo wurde 2020 in München gegründet und setzt auf eine modulare Roboter Architektur mit der sich unterschiedliche industrielle Arbeitsabläufe abdecken lassen. Diese Modularität ermöglicht einen schnellen Einstieg da Kinematik und Hardware gezielt an die jeweilige Aufgabe angepasst werden können.

Von Beginn an entwickelt RobCo Hardware und Software als integrierte Plattform. Die Roboter erlernen aufgabenspezifische Fähigkeiten durch Vormachen und selbständiges Lernen statt durch manuelle Programmierung. Das ermöglicht schnellere Inbetriebnahmen erleichtert Anpassungen und unterstützt den Einsatz in komplexen oder variablen Prozessen. Für Kunden fungiert RobCo dabei als zentraler Ansprechpartner für das gesamte System.

Ausbau des Geschäfts in den USA

RobCo ist seit 2025 in den USA aktiv und betreibt Standorte in San Francisco und Austin. Der US Markt ist für RobCo strategisch wichtig da viele Hersteller ihre Automatisierungsinitiativen hochfahren. Gründe dafür sind unter anderem der Fachkräftemangel die Rückverlagerung von Produktionskapazitäten und eine zunehmende operative Komplexität.

Die Roboter von RobCo sind in unterschiedlichen industriellen Umgebungen im Einsatz unter anderem bei globalen Herstellern wie BMW T Systems und Rosenberger sowie bei Unternehmen wie DynaEnergetics und Fabricated Extrusion Company.

Einordnung der Runde durch Investoren

Nachdem wir bereits die Serie B angeführt haben freuen wir uns auch diese Finanzierungsrunde über 100 Millionen US Dollar erneut aktiv mitzugestalten meint Alexander Schmitt von Lightspeed. Unser Anspruch ist hoch und RobCo hat die Messlatte dafür was moderne Robotik in realen Produktionsumgebungen leisten kann weiter angehoben. RobCo hat das Zeug dazu ein globaler Marktführer zu werden Systeme die heute bereits in industriellen Umgebungen zuverlässig im Einsatz sind ebenso wie eine auf physischer KI basierende Plattform die sich über Anwendungsfälle und Regionen hinweg skalieren lässt. Diese Investition unterstützt das weitere Wachstum von RobCo mit einem klaren Fokus auf den US Markt sowie die konsequente Weiterentwicklung einer Roadmap bei der Lernen und Leistungsfähigkeit Schritt für Schritt weiter wachsen.

Die Industrie steht an einem Punkt an dem Autonomie zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil wird ergänzt Morgan Samet Co Head von Lingotto Innovation. RobCo sticht hervor weil das Unternehmen physische KI direkt in reale Produktionsumgebungen integriert und dabei bereits heute erprobte Implementierungen mit einem klaren schrittweisen Weg zu höherer Autonomie verbindet. So können lernende Systeme Menschen dort unterstützen wo es in der Produktion am wichtigsten ist.

Bildcredits: Robco

Quelle Tyto Public Relations

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