Montag, September 28, 2026
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metr sichert sich 10,5 Millionen Euro Wachstumskapital

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metr erhält Series-B-Finanzierung für Bestandsgebäude Das Management-Team von metr (v.l.n.r.): Maximilian Thumfart, Dr. Franka Birke und Samuel Billot

Series-B-Finanzierung über 10,5 Millionen Euro abgeschlossen

Das PropTech-Unternehmen metr hat seine Series-B-Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen und rund 10,5 Millionen Euro akquiriert. Mit der SBG-Sächsische Beteiligungsgesellschaft mbH gewinnt metr einen neuen Investor. Darüber hinaus beteiligen sich erneut die Kachel GmbH (Tochtergesellschaft der WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG), IBB Capital GmbH, BRAWO Capital GmbH, Next Big Thing AG sowie bestehende Business Angels an der Finanzierungsrunde.

Starkes Wachstum überzeugt Investoren

Die Finanzierung folgt auf eine Phase starken Wachstums: metr steigerte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 80 Prozent, erreichte im selben Jahr eine Net Retention Rate von über 140 Prozent und betreut heute mehr als 80 Kunden aus den Bereichen Wohnungswirtschaft, Asset Management und Corporate Real Estate. Ausschlaggebend für das Investment waren neben starken Kennzahlen insbesondere der nachgewiesene Product-Market-Fit, die etablierte Technologie sowie das Wachstumspotenzial des Marktes.

Ausbau der Plattform und internationale Expansion

Das frische Kapital wird metr nutzen, um seine Technologie weiterzuentwickeln, seine operative Infrastruktur auszubauen und die Skalierung weiter voranzutreiben. Dazu gehört insbesondere der Aufbau eines Hubs in Sachsen, der maßgeblich zur Optimierung der Lieferketten und zu einer noch engeren Kundenbetreuung beitragen wird. Das langfristige Ziel des Unternehmens ist es, die führende europäische Plattform für energieeffiziente Bestandsgebäude zu werden.

KI-Plattform für energieeffiziente Bestandsgebäude

Steigende Energiekosten, regulatorische Anforderungen und der zunehmende Wertverlust ineffizienter Bestandsgebäude stellen Eigentümer und Bestandshalter vor große Herausforderungen. Gleichzeitig müssen sie häufig unterschiedliche Anbieter für Energiemanagement und Heizungsoptimierung koordinieren. metr vereint beides auf seiner KI-basierten Plattform. Dank der universellen Anbindung an bestehende Heizungsanlagen lassen sich Energieverbräuche senken, Energieeffizienzklassen verbessern und Immobilienwerte langfristig sichern – ohne kostenintensive Sanierungsmaßnahmen.

Das Management-Team von metr (v. l. n. r.): Maximilian Thumfart, Dr. Franka Birke und Samuel Billot.

CEO Dr. Franka Birke sieht die Weichen für weiteres Wachstum gestellt

Die Finanzierungsrunde ist für Dr. Franka Birke, Mitgründerin und CEO von metr, vor allem ein Auftrag für die kommenden Jahre:

„Mit der Series-B-Finanzierung schaffen wir die Voraussetzungen, um metr auf das nächste Level zu heben. Wir werden unsere Plattform weiter skalieren, unsere operative Exzellenz ausbauen und die Grundlage für unsere internationale Expansion legen. Dass unsere bestehenden Investoren erneut investieren und wir mit der SBG einen weiteren starken Partner gewinnen konnten, bestätigt unseren Kurs und unser langfristiges Wachstumspotenzial.“

Neuer Investor setzt auf den Innovationsstandort Sachsen

Frank Tappert, Geschäftsführer der SBG – Sächsische Beteiligungsgesellschaft mbH, sieht in metr großes Potenzial für den Wirtschaftsstandort Sachsen:

„metr verbindet innovative Technologie mit einem überzeugenden Geschäftsmodell und adressiert einen Markt mit erheblichem Wachstumspotenzial. Besonders freut uns, dass das Unternehmen seine Präsenz in Leipzig weiter ausbaut und damit ein klares Bekenntnis zum Innovationsstandort Sachsen abgibt. Wir freuen uns darauf, metr auf seinem weiteren Wachstumskurs als Partner zu begleiten.“

Bestehende Investoren bekräftigen ihr Vertrauen

Auch für Alexander Wiegand, Vorstand der WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG, ist die weitere Beteiligung Ausdruck einer langfristigen Partnerschaft:

„Die Digitalisierung und Optimierung von Bestandsgebäuden wird in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. metr hat die technologische Kompetenz und die Innovationskraft, diesen Markt nachhaltig mitzugestalten. Wir freuen uns darauf, das Unternehmen auf seinem weiteren Wachstumskurs zu begleiten.“

Gregory Pitl verstärkt den Beirat

Seit dem Abschluss der Finanzierungsrunde unterstützt zudem Gregory Pitl, ehemaliger Director Innovation & Technology bei PATRIZIA, das Unternehmen mit seiner Expertise in den Bereichen Organisationsentwicklung, Wachstumsstrategie und Finanzen als erstes externes Beiratsmitglied.

Bild Das Management-Team von metr (v.l.n.r.): Maximilian Thumfart, Dr. Franka Birke und Samuel Billot Bildcredits metr

Quelle metr Building Management Systems GmbH

Pitchdeck Magic: Was nach tausenden DeckReviews wirklich überzeugt

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Pitchdeck erstellen: So überzeugt dein Startup

Direkt ins Problem führen

Nach dem Einstieg muss sofort klar werden, worum es eigentlich geht. Eine klare Aussage reicht oft aus, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Alles, was erklärt, darf später kommen. Alles, was neugierig macht, gehört nach vorne.

Das Problemfeld ist der Anker des gesamten Pitchdecks. Es sollte einfach formuliert, klar verständlich und unmittelbar relevant sein. Technische Details, abstrakte Marktannahmen oder zu frühe Produktbeschreibungen helfen an dieser Stelle selten weiter.

Entscheidend ist, dass das Publikum das Problem erkennt und innerlich zustimmt: Ja, das ist relevant. Ja, das ist teuer, langsam, ineffizient, riskant oder schlicht ungelöst. Ohne dieses Verständnis entsteht keine Dringlichkeit. Und ohne Dringlichkeit entsteht kein echtes Interesse.

Die Lösung logisch aufbauen

Die Lösung sollte unmittelbar aus dem Problem heraus entstehen. Sie darf nicht wie ein Produkt wirken, das zufällig auf ein Problem gesetzt wurde. Jeder zentrale Aspekt der Lösung muss klar auf den beschriebenen Pain Point einzahlen.

Zu viele Features, zu viele Use Cases oder zu viel Zukunftsvision verwässern die Kernbotschaft. Statt abstraktem „Mehrwert“ sollte konkret werden, was das Produkt besser macht: Spart es Zeit? Senkt es Kosten? Erhöht es Qualität? Reduziert es Komplexität? Ermöglicht es etwas, das vorher nicht möglich war?

Genau diese Effekte müssen verständlich benannt werden. Nicht als Marketingversprechen, sondern als nachvollziehbare Antwort auf ein echtes Problem.

Das Geschäftsmodell überzeugend darstellen

Spätestens beim Geschäftsmodell wird es ernst. Hier zeigt sich, ob aus einer guten Idee ein skalierbares Unternehmen werden kann.

Ein starkes Pitchdeck macht nachvollziehbar, wie Geld verdient wird, wer zahlt, wie regelmäßig Umsätze entstehen und in welcher Größenordnung das Modell funktionieren kann. Gerade in der Pre-Seed-Phase müssen Zahlen noch nicht perfekt sein. Sie müssen aber logisch, konsistent und plausibel wirken.

Unklare Monetarisierung ist einer der häufigsten Punkte, an denen Pitchdecks an Überzeugung verlieren. Nicht, weil jedes Detail schon final sein muss. Sondern weil sichtbar werden sollte, dass das Team verstanden hat, wo der wirtschaftliche Hebel liegt.

Gleichzeitig braucht es einen relevanten Markt. Zielgruppe, Marktgröße und Wachstum sollten realistisch und verständlich dargestellt werden. Besonders wichtig ist das Timing: Warum ist gerade jetzt der richtige Moment für diese Lösung? Warum ist der Markt heute aufnahmebereit?

Diese „Why now?“-Frage wird oft unterschätzt. Dabei kann sie den Unterschied machen zwischen einer spannenden Idee und einem überzeugzenden Investment Case.

Wettbewerb realistisch einordnen

Wettbewerb existiert immer. Auch dann, wenn er indirekt ist. Wer behauptet, keine Konkurrenz zu haben, zeigt selten Stärke. Meist zeigt es, dass der Markt noch nicht sauber verstanden wurde.

Ein gutes Pitchdeck zeigt deshalb, dass bestehende Alternativen bekannt sind und realistisch eingeordnet werden. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Wettbewerber aufzulisten. Entscheidend ist die eigene Positionierung.

Was unterscheidet diese Lösung konkret von bestehenden Angeboten? Und warum ist genau dieser Unterschied relevant?

Eine ehrliche Einordnung wirkt oft deutlich glaubwürdiger. Die beste Wettbewerbsfolie ist nicht die, auf der alle anderen schlecht aussehen. Es ist die, auf der klar wird, wo das Startup wirklich anders und besser ist.

Den richtigen Deck Typ für die Zielgruppe wählen

Ein Pitchdeck ist kein universelles Dokument. Es macht einen großen Unterschied, ob es eigenständig gelesen, live präsentiert, bei einem Wettbewerb eingereicht oder in einem Kundengespräch eingesetzt wird.

Ein Read Deck muss ohne Erklärung funktionieren. Es landet häufig im Posteingang von Investorinnen und Investoren. Inhalte müssen selbsterklärend sein, Zusammenhänge klar beschrieben und Zahlen sauber eingeordnet.

Ein Presentation Deck funktioniert anders. Es unterstützt einen Live-Pitch, ist visueller, reduzierter und lebt von der gesprochenen Story. Details werden erklärt, nicht gelesen.

Daneben gibt es weitere Varianten, etwa für Startup-Wettbewerbe, Förderprogramme oder Kundentermine. Die Grundlogik bleibt ähnlich. Aber wer Audience und Deck-Typ bewusst wählt, vermeidet einen der häufigsten Fehler: ein Deck für alle Situationen bauen zu wollen.

KI als Werkzeug sinnvoll einsetzen

Künstliche Intelligenz macht es heute einfacher denn je, in kurzer Zeit ein professionell wirkendes Pitchdeck zu erstellen.

Gleichzeitig entsteht dadurch ein neues Problem: Viele KI-generierte Pitchdecks sehen inzwischen erstaunlich ähnlich aus. Gleiche Layoutlogiken, ähnliche Grafiken, austauschbare Icons und Formulierungen, die zwar professionell klingen, aber wenig über das eigentliche Startup verraten.

Für Investorinnen, Investoren, Jurys oder potenzielle Partner wirkt das schnell austauschbar. Nicht weil KI genutzt wurde, sondern weil die individuelle Geschichte verloren geht.

Die eigentliche Denkarbeit kann KI jedoch nicht ersetzen. Ein starkes Pitchdeck entsteht nicht durch schöne Folien, sondern durch ein tiefes Verständnis von Problem, Markt, Kunde, Lösung und eigener Differenzierung.

Kurz gesagt: Nutze KI als Werkzeug. Aber achte darauf, dass dein Pitchdeck nicht wie das nächste generische 08/15-Template aussieht.

Die besondere Magic sichtbar machen

Jedes starke Startup hat etwas, das es besonders macht. Diese Magic ist selten ein Buzzword. Sie ist meist sehr konkret.

Das kann langjährige Forschung an genau diesem Problem sein. Tiefe Branchenexpertise aus früheren Rollen. Ein einzigartiger Zugang zu Daten, Kunden oder Infrastruktur. Ein Team, das einen Markt von innen kennt. Oder ein technologischer Vorsprung, der nicht leicht kopierbar ist.

Diese Underlying Magic sollte klar benannt werden. Nicht abstrakt, sondern greifbar. Sie ist der Teil, der erklärt, warum genau dieses Team genau dieses Problem besonders gut lösen kann.

Team, Fortschritt und der nächste Schritt

Ein starkes Team ist oft wichtiger als die ursprüngliche Idee. Ideen verändern sich. Märkte verändern sich. Produkte entwickeln sich weiter. Was bleiben muss, ist die Fähigkeit des Teams, zu lernen, Entscheidungen zu treffen und konsequent umzusetzen.

Klare Rollen, komplementäre Fähigkeiten und relevante Erfahrung schaffen Vertrauen. Ergänzt wird das durch realistische Meilensteine, erste Traction und eine nachvollziehbare Go-to-Market-Strategie.

Auch der Abschluss sollte konkret sein. Was sucht das Startup gerade? Kapital? Pilotkunden? Strategische Partner? Feedback? Introductions?

Am Ende braucht ein Pitchdeck selten mehr als zehn bis fünfzehn Folien. Fokus schlägt Vollständigkeit. Und genau diese Klarheit entscheidet oft darüber, ob aus einem ersten Interesse ein echtes Gespräch wird.

Bildcredits privat

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Startup im Nebenerwerb: Der sichere Weg zum eigenen Unternehmen?

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Startup im Nebenerwerb: Chancen, Risiken, rechtliche Aspekte und Praxistipps für eine erfolgreiche Gründung neben dem Hauptberuf. Junge Frau sitzt auf Tisch mit einem Lapptop auf den Beinen und im Hintergrund ist einen WQeisse Backsteinwadn auf die eine Rakete gemalt ist

Tagsüber im Unternehmen arbeiten, abends am eigenen Produkt tüfteln und am Wochenende die ersten Kunden gewinnen – für viele Gründer beginnt genau so der Weg zum eigenen Startup im Nebenerwerb und damit in die Selbstständigkeit. Statt sofort alle Sicherheiten aufzugeben, setzen sie auf einen schrittweisen Einstieg. Das reduziert finanzielle Risiken und ermöglicht es, eine Geschäftsidee unter realen Marktbedingungen zu testen.

Ein Startup im Nebenerwerb verbindet wirtschaftliche Sicherheit mit unternehmerischer Freiheit. Gleichzeitig verlangt dieses Modell ein hohes Maß an Disziplin, eine realistische Planung und ein gutes Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen. Wer typische Stolperfallen kennt und den Übergang strategisch vorbereitet, schafft eine solide Grundlage für nachhaltiges Wachstum.

Key Takeaways

  • Ein Startup im Nebenerwerb ermöglicht Gründern finanzielle Sicherheit und Flexibilität, während sie ihre Geschäftsidee entwickeln.
  • Das Modell erfordert sorgfältige Planung und Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen, um Risiken zu minimieren.
  • Hybride Gründungen gewinnen an Bedeutung; fast 70 Prozent der Gründer starten im Nebenerwerb, um ihre Ideen zu validieren.
  • Erfolgsfaktoren sind konsequente Marktvalidierung und die rechtzeitige Klärung von arbeitsvertraglichen Regelungen und steuerlichen Fragen.
  • Trends wie Remote Work und digitale Technologien fördern den Aufbau von Startups im Nebenerwerb.

Startup im Nebenerwerb: Definition und Grundlagen

Ein Startup im Nebenerwerb bezeichnet eine innovative Unternehmensgründung, die parallel zu einer bestehenden Festanstellung aufgebaut wird. Anders als klassische Nebengewerbe verfolgen Startups meist das Ziel, ein skalierbares Geschäftsmodell mit langfristigem Wachstumspotenzial zu entwickeln.

Besonders häufig entstehen solche Unternehmen in Bereichen wie Softwareentwicklung, Künstliche Intelligenz, E-Commerce, Plattformökonomie oder digitalen Dienstleistungen. Moderne Cloud-Infrastrukturen, No-Code-Plattformen und KI-Tools ermöglichen heute einen Markteintritt mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz.

Der größte Vorteil liegt auf der Hand: Gründer können ihre Idee validieren, ohne sofort auf ihr regelmäßiges Einkommen verzichten zu müssen.

Trotzdem ersetzt der Nebenberuf keine sorgfältige Planung. Rechtsform, Gewerbeanmeldung, steuerliche Registrierung, Finanzierung und Sozialversicherung müssen ebenso früh geklärt werden wie Fragen zur Haftung oder zum Datenschutz.

Der größte Fallstrick lauert häufig im eigenen Arbeitsvertrag. Viele Unternehmen verlangen die Anzeige oder Genehmigung einer Nebentätigkeit. Zudem gilt das gesetzliche Wettbewerbsverbot. Wer seinem Arbeitgeber Konkurrenz macht oder seine Arbeitsleistung im Hauptberuf beeinträchtigt, riskiert arbeitsrechtliche Konsequenzen.

Startup im Nebenerwerb im Startup-Kontext

Die Bedeutung hybrider Gründungen wächst seit Jahren. Der aktuelle KfW-Gründungsmonitor 2026 zeigt, dass 2025 rund 70 Prozent aller Existenzgründungen zunächst im Nebenerwerb entstanden – ein neuer Höchstwert. Gleichzeitig führten knapp 60 Prozent der Nebenerwerbsgründer ihre bisherige Festanstellung zunächst weiter. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass der schrittweise Unternehmensaufbau heute für viele Gründer zum bevorzugten Weg geworden ist.

Digitale Technologien haben diese Entwicklung erheblich beschleunigt. Produkte lassen sich schneller entwickeln, Kunden einfacher erreichen und Geschäftsmodelle kostengünstiger testen als noch vor wenigen Jahren.

Auch Investoren betrachten diese Entwicklung differenzierter. Venture-Capital-Gesellschaften erwarten zwar häufig den vollständigen Fokus des Gründerteams. Business Angels bewerten eine erfolgreiche Marktvalidierung dagegen zunehmend positiv. Ein funktionierendes Produkt mit zahlenden Kunden liefert häufig überzeugendere Argumente als eine Präsentation mit ambitionierten Wachstumsprognosen.

Praxisbeispiele: So gelingt der Einstieg

Erfolgreiche Gründungen beginnen selten mit einem perfekten Produkt. Meist steht zunächst die Lösung eines konkreten Problems im Mittelpunkt.

Ein Softwareentwickler entwickelt beispielsweise abends eine spezialisierte Projektmanagement-Software für Handwerksbetriebe. Erste Pilotkunden liefern wertvolles Feedback. Das Produkt wird kontinuierlich verbessert, bis wiederkehrende Umsätze entstehen. Erst danach erfolgt der Wechsel in die Vollzeitgründung.

Ähnlich gehen viele E-Commerce-Unternehmen vor. Produkte werden zunächst mit kleinen Stückzahlen getestet. Erst wenn Nachfrage und Marge überzeugen, folgen größere Investitionen in Lager, Marketing oder Personal.

Auch Beratungsunternehmen, KI-Agenturen oder B2B-Dienstleister entstehen häufig zunächst als Nebenerwerbsgründung. Berufserfahrung, bestehende Netzwerke und Branchenkenntnisse werden dabei zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen.

Der wichtigste Erfolgsfaktor ist nicht Geschwindigkeit, sondern konsequente Marktvalidierung.

Startup im Nebenerwerb: Vorteile und Herausforderungen

Das Modell verbindet wirtschaftliche Sicherheit mit unternehmerischer Flexibilität. Gleichzeitig bringt es eine doppelte Belastung mit sich.

Vorteile

  • regelmäßiges Einkommen bleibt erhalten
  • geringeres finanzielles Risiko
  • schrittweise Marktvalidierung
  • Aufbau erster Kundenbeziehungen
  • bessere Planbarkeit von Investitionen

Herausforderungen

  • Doppelbelastung durch Beruf und Unternehmen
  • begrenzte Zeit für Produktentwicklung
  • langsamere Skalierung
  • mögliche Konflikte mit dem Arbeitgeber
  • eingeschränkte Verfügbarkeit für Kunden und Investoren

Viele Gründer unterschätzen den tatsächlichen Zeitaufwand. Neben der Produktentwicklung beanspruchen Buchhaltung, Vertrieb, Marketing, Kundensupport und Administration erhebliche Ressourcen.

Ebenso wichtig ist ein realistischer Businessplan. Er schafft Transparenz über Liquidität, Finanzierung und Investitionen und erleichtert später Gespräche mit Banken oder Kapitalgebern.

Die häufigsten Fehler beim Gründen neben dem Hauptjob

Nicht die Geschäftsidee entscheidet über Erfolg oder Misserfolg, sondern häufig vermeidbare Fehler.

Zu den häufigsten gehören:

  • Kündigung des Hauptjobs vor einer erfolgreichen Marktvalidierung
  • fehlende Prüfung arbeitsvertraglicher Regelungen
  • unrealistische Umsatz- und Kostenplanung
  • Vernachlässigung steuerlicher Pflichten
  • fehlende Priorisierung der verfügbaren Zeit
  • zu spätes Kundenfeedback

Gerade in der Anfangsphase gilt: Erst validieren, dann skalieren.

Die Rahmenbedingungen für Startup im Nebenerwerb verbessern sich kontinuierlich.

Remote Work, flexible Arbeitsmodelle und digitale Kollaborationsplattformen erleichtern den Aufbau eines Unternehmens außerhalb klassischer Bürozeiten erheblich. Gleichzeitig unterstützen öffentliche Förderprogramme innovative Geschäftsideen mit Beratungsleistungen, Zuschüssen oder Gründungsstipendien.

Auch Hochschulen investieren verstärkt in Inkubatoren und Accelerator-Programme. Dadurch gelangen wissenschaftliche Innovationen schneller in den Markt.

Parallel verändert sich das Investitionsverhalten. Kapitalgeber achten heute stärker auf belastbare Kennzahlen als auf spektakuläre Geschäftsideen. Produkt-Markt-Fit, wiederkehrende Umsätze und nachweisbare Kundennachfrage gewinnen gegenüber reinen Wachstumsversprechen an Bedeutung.

Checkliste für den erfolgreichen Start

Vor der Gründung sollten folgende Punkte geklärt sein:

  • ✓ Arbeitsvertrag geprüft
  • ✓ Geschäftsidee validiert
  • ✓ Businessplan erstellt
  • ✓ Finanzierung kalkuliert
  • ✓ Zeitbudget realistisch geplant
  • ✓ Steuerliche Fragen geklärt
  • ✓ Geeignete Rechtsform gewählt

Experten-Tipp

Viele erfolgreiche Unternehmen entstehen nicht durch eine mutige Kündigung, sondern durch eine belastbare Marktvalidierung. Wer zunächst zahlende Kunden gewinnt und wiederkehrende Umsätze erzielt, reduziert das unternehmerische Risiko erheblich und verbessert gleichzeitig die Ausgangsposition gegenüber Banken und Investoren.

FAQ: Häufige Fragen zum Startup im Nebenerwerb

Muss ich meinem Chef sagen, dass ich nebenbei gründe?

In vielen Fällen ja. Zwar ist die Berufsfreiheit durch das Grundgesetz geschützt, dennoch enthalten zahlreiche Arbeitsverträge Regelungen zu Nebentätigkeiten. Entscheidend ist, dass keine Konkurrenz zum Arbeitgeber entsteht und die Arbeitsleistung im Hauptberuf nicht beeinträchtigt wird. Eine schriftliche Genehmigung schafft zusätzliche Rechtssicherheit.

Ab wann gilt mein Nebenerwerb als Hauptberuf?

Die gesetzliche Krankenkasse beurteilt anhand der Grundsätze des GKV-Spitzenverbandes, ob eine Selbstständigkeit haupt- oder nebenberuflich ausgeübt wird. Wichtige Kriterien sind insbesondere der zeitliche Aufwand, die wirtschaftliche Bedeutung der Tätigkeit und die erzielten Einkünfte. Als Orientierung gilt häufig eine regelmäßige Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden pro Woche. Maßgeblich bleibt jedoch immer die Gesamtbetrachtung des Einzelfalls.

Kann ich auch neben dem Hauptjob Investoren überzeugen?

Ja. Venture-Capital-Fonds erwarten häufig den vollständigen Fokus des Gründerteams. Business Angels sehen eine erfolgreiche Marktvalidierung dagegen oft als Vorteil. Entscheidend ist, dass ein klarer Plan für den späteren Wechsel in die Vollzeitgründung besteht.

Gilt für mein Startup auch die Kleinunternehmerregelung?

Grundsätzlich ja, sofern die jeweils geltenden Voraussetzungen des § 19 Umsatzsteuergesetz (UStG) erfüllt werden. Die Regelung reduziert den bürokratischen Aufwand, schließt jedoch den Vorsteuerabzug aus. Gerade technologieorientierte Startups sollten daher sorgfältig prüfen, ob diese Option wirtschaftlich sinnvoll ist.

Fazit

Ein Startup im Nebenerwerb ist heute für viele Gründer der strategisch sinnvollste Einstieg in die Selbstständigkeit. Das Modell verbindet finanzielle Stabilität mit der Möglichkeit, Geschäftsideen unter realen Marktbedingungen zu entwickeln und schrittweise zu skalieren.

Langfristiger Erfolg entsteht jedoch nicht zufällig. Entscheidend sind eine realistische Planung, ein belastbares Zeitmanagement, rechtliche Klarheit und die konsequente Validierung des Geschäftsmodells. Wer erst den Markt überzeugt und anschließend den Schritt in die Vollzeitgründung wagt, reduziert Risiken und schafft die Grundlage für nachhaltiges Wachstum.

Die erfolgreichsten Startups beginnen oft nicht mit einer Kündigung – sondern mit den ersten zahlenden Kunden.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – peshkova

Batteriegarantie für E-Autos: AVILOO startet in Norwegen und Dänemark

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Batteriegarantie für E-Autos Tisch mit abegbildeten Batterie Garantie Zertifikat

AVILOO erweitert seine Batteriegarantie für E-Autos auf Norwegen und Dänemark. Käufer gebrauchter Elektrofahrzeuge erhalten damit Zugang zur AVILOO Batteriegarantie, einer unabhängigen und finanziell abgesicherten Batteriegarantie, die vollständig auf objektiven Diagnosedaten basiert. Die Expansion stärkt das Vertrauen in den Gebrauchtwagenmarkt, erweitert die Präsenz von AVILOO in zwei der führenden E-Auto-Märkte Europas und zeigt die Bedeutung der E Auto Batteriegarantie für den Markt.

Key Takeaways

  • AVILOO erweitert seine Batteriegarantie für E-Autos auf Norwegen und Dänemark für Käufer gebrauchter Elektrofahrzeuge.
  • Die Garantie basiert auf unabhängigen Diagnosedaten, nicht auf Herstellerangaben, und bietet finanzielle Sicherheit.
  • Käufer erhalten beim Unterschreiten des Grenzwertes für den State of Health eine Entschädigung sowie Erstattung der FLASH Test-Kosten.
  • Der AVILOO FLASH Test ist für etwa 96 Prozent der E-Auto-Modelle verfügbar und bewertet die Batteriekapazität und -leistung.
  • Mit dieser Expansion festigt AVILOO seine Präsenz in wichtigen E-Auto-Märkten Europas.

Batteriegarantie für E-Autos jetzt auch in Norwegen und Dänemark verfügbar

AVILOO Batteriegarantie jetzt in Norwegen und Dänemark verfügbar

Branchenweit erste finanziell abgesicherte Batteriegarantie für E-Autos wird auf zwei weitere europäische Märkte ausgeweitet – und damit wächst die Bedeutung dieser Batteriegarantie für E-Autos europaweit.

Oslo/Kopenhagen, 20. Juli 2026 – AVILOO, weltweit führender Anbieter unabhängiger Batteriediagnostik für Elektrofahrzeuge, gab heute bekannt, dass seine AVILOO Batteriegarantie ab sofort für Käufer gebrauchter Elektrofahrzeuge in Norwegen und Dänemark verfügbar ist. Zudem sorgt die E Auto Batteriegarantie dort für mehr Vertrauen beim Gebrauchtwagenkauf. Hinzu kommt: Viele Autobesitzer interessieren sich zunehmend für eine Batteriegarantie für E-Autos, die ihnen Sicherheit auf dem Markt bietet.

Die AVILOO Batteriegarantie bietet Käufern gebrauchter Elektrofahrzeuge eine echte, finanziell abgesicherte Garantie auf den Gesundheitszustand der Batterie. Grundlage sind ausschließlich unabhängige Diagnosedaten und keine Angaben oder Prognosen der Fahrzeughersteller.

Batteriegarantie basiert auf unabhängigen Batteriedaten

Für jedes Fahrzeug berechnet AVILOO mithilfe seiner globalen Diagnosedatenbank einen individuellen Grenzwert für den State of Health. Dieser Wert beschreibt den Mindestzustand, den die Batterie nach bis zu 20.000 gefahrenen Kilometern innerhalb des einjährigen Garantiezeitraums aufweisen muss. Gerade für die Bewertung der Batteriegarantie für E-Autos sind diese exakten Diagnosedaten entscheidend.

Fällt der State of Health der Batterie unter diesen Grenzwert, erhalten Käufer in Dänemark eine Entschädigung in Höhe von 23.000 dänischen Kronen beziehungsweise in Norwegen 34.000 norwegische Kronen. Zusätzlich werden die Kosten für den FLASH Test vollständig erstattet. Auch hierbei wird der Fokus stets auf der Batteriegarantie für E-Autos gehalten.

Die Garantie basiert auf dem AVILOO FLASH Test, einem dreiminütigen, herstellerunabhängigen Batterietest. Dieser überprüft die tatsächlich verfügbare Batteriekapazität, das Thermomanagement und die Ladeleistung. Der Test deckt derzeit 96 Prozent der Elektrofahrzeugmodelle ab, die sich auf den Straßen befinden und unterstützt so die E Auto Batteriegarantie im Alltag. Im Kontext einer Batteriegarantie für E-Autos ist diese Testabdeckung von großem Vorteil.

Norwegen und Dänemark ergänzen die wachsende Liste europäischer Märkte, in denen die AVILOO Batteriegarantie bereits verfügbar ist. Dazu zählen das Vereinigte Königreich, Deutschland, die Niederlande, Finnland, Österreich, Belgien, Irland, die Schweiz, Frankreich und Schweden. Die Batteriegarantie für E-Autos macht dadurch einen entscheidenden Sprung in der Marktabdeckung.

Batteriegarantie schafft mehr Sicherheit beim Kauf gebrauchter Elektroautos

Marcus Berger, CEO von AVILOO, erklärt: Die E Auto Batteriegarantie sorgt für ein neues Sicherheitsniveau auf dem Markt. Dies verdeutlicht einmal mehr, wie wichtig die Batteriegarantie für E-Autos beim Fahrzeugkauf heute ist.

„Norwegen und Dänemark gehören zu den am weitesten entwickelten E-Auto-Märkten der Welt. Daher ist die Einführung unserer Batteriegarantie in diesen Ländern ein logischer nächster Schritt. Käufer verdienen echte Sicherheit bei der teuersten Komponente ihres Fahrzeugs – auf der Grundlage von Daten und nicht von Vermutungen. Unser Ziel ist es, nordischen Händlern und Fahrern dasselbe Maß an Schutz und Vertrauen zu bieten, das wir bereits in anderen Teilen Europas aufgebaut haben.“

Wie funktioniert die Batteriegarantie für E-Autos von AVILOO?

Was ist die AVILOO Batteriegarantie?

Die AVILOO Batteriegarantie ist eine unabhängige und finanziell abgesicherte Batteriegarantie für E-Autos für gebrauchte Elektrofahrzeuge. Sie basiert auf objektiven Diagnosedaten des AVILOO FLASH Tests und nicht auf Schätzungen oder Angaben der Fahrzeughersteller. Käufer erhalten dadurch mehr Transparenz über den tatsächlichen Zustand der Antriebsbatterie.

Wie funktioniert die E Auto Batteriegarantie von AVILOO?

Für jedes Fahrzeug wird mithilfe der globalen AVILOO-Diagnosedatenbank ein individueller Mindestwert für den State of Health berechnet. Unterschreitet die Batterie diesen Grenzwert innerhalb des einjährigen Garantiezeitraums und einer Fahrleistung von bis zu 20.000 Kilometern, erhält der Käufer eine finanzielle Entschädigung gemäß den Garantiebedingungen.

Für welche Elektrofahrzeuge ist der AVILOO FLASH Test verfügbar?

Der AVILOO FLASH Test ist derzeit für rund 96 Prozent der Elektrofahrzeugmodelle verfügbar, die sich auf europäischen Straßen befinden. Er analysiert unter anderem die nutzbare Batteriekapazität, das Thermomanagement und die Ladeleistung – unabhängig vom jeweiligen Fahrzeughersteller.

BLÆK Decaf: Voller Genuss, ohne Koffein

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BLÆK Decaf: Instant Kaffee ohne Koffein BLAEK Decaf Mood

Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee gehört für viele zu den schönsten Genussmomenten des Tages. Doch wer abends entspannen möchte, ohne den Schlaf zu gefährden, oder bewusst auf Koffein verzichten will, muss oft Abstriche beim Geschmack machen.

Mit dem BLÆK Instant Kaffee NØ.4 Decaf schließt sich diese Lücke. Die Hamburger Marke, bekannt für ihren kompromisslosen Anspruch an Qualität und Geschmack, hat einen entkoffeinierten Instantkaffee kreiert, der sich aromatisch nicht hinter seinen koffeinhaltigen Varianten verstecken muss. Das Ergebnis ist ein ausgewogener Medium Roast mit feinen Noten von Kakao, Hafer und roten Beeren, der auch ohne Wachmacher-Effekt ein vollwertiges Kaffeeerlebnis bietet.

Schonende Entkoffeinierung für vollen Geschmack

BLÆK NØ.4 Decaf wird schonend mit CO₂ entkoffeiniert – einer umweltbewussten Methode, die ohne chemische Zusätze auskommt. Damit ist der Kaffee der ideale Begleiter für alle, die ihren Kaffeekonsum bewusst steuern möchten.

Schwangere und stillende Mütter müssen nicht länger auf ihren geliebten Kaffeemoment verzichten, um sich und ihr Kind zu schonen. Menschen mit einer hohen Koffeinempfindlichkeit finden in NØ.4 einen vollmundigen Genuss, der zugleich magenfreundlich ist. Und wer den Tag gerne mit einer Tasse Kaffee ausklingen lässt, ohne anschließend hellwach im Bett zu liegen, findet im koffeinfreien Instantkaffee von BLÆK die passende Alternative.

Schnell zubereitet – jederzeit genießen

Wie alle BLÆK-Produkte überzeugt auch der NØ.4 Decaf durch seine besonders einfache Zubereitung. Technisches Equipment oder lange Wartezeiten sind nicht nötig. Einfach das Pulver mit heißem Wasser aufgießen, kurz umrühren und genießen.

Die passende Vorratsdose im BLÆK Design

Für alle, die ihren Kaffee stilvoll aufbewahren möchten, bietet BLÆK die passende Vorratsdose aus 100 Prozent Edelstahl an. Sie fasst genau eine 150-Gramm-Packung BLÆK Kaffee – das entspricht rund 50 Tassen.

Der Edelstahldeckel mit abnehmbarem Silikondeckel verschließt die Dose luftdicht und sorgt dafür, dass das Aroma lange erhalten bleibt.

Produktinformationen

BLÆK Instant Kaffee NØ.4 Decaf (aus Bio- und Fairtrade-zertifiziertem Anbau)

  • Mild und rund
  • Aromen von Kakao, Hafer und roten Beeren
  • Koffeinfreier Genuss mit voller Aromentiefe

Preise:

  • Box (7 Sachets × 3 g): 4,79 €
  • 60-g-Beutel: 10,49 €
  • 150-g-Beutel: 22,99 €

BLÆK Vorratsdose

  • 100 % Edelstahl (304)
  • Spülmaschinenfest
  • Luftdicht verschließbar
  • Für 150 g Kaffee (ca. 50 Tassen)
  • Abnehmbarer Silikondeckel

Preis: 29,95 €

Weitere Informationen:
www.blaek.coffee

Bild: BLAEK Decaf Mood BildcreditsBLÆK

Quelle Blume PR GmbH & Co. KG

meelo: Smarte Audiobox unterstützt Menschen mit Demenz

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meelo im Interview: Audiobox für Menschen mit Demenz meelo Teambild

Mit einer Kombination aus haptischen Bedienelementen und digitaler Biografiearbeit möchte das Startup meelo die Begleitung von Menschen mit Demenz nachhaltig verändern und Angehörigen im Pflegealltag echte Entlastung bieten.

Wie entstand die Idee zu meelo, und welcher persönliche Antrieb hat Sie dazu bewegt, sich mit dem Thema Demenz auseinanderzusetzen?

Die Idee zu meelo entstand während meines Masterstudiums in Strategischer Gestaltung. Dabei erkannte ich, dass wirksame nichtmedikamentöse Ansätze wie Biografiearbeit und musikalische Aktivierung im Pflegealltag häufig zu spät oder gar nicht eingesetzt werden. So bleibt wertvolles Potenzial ungenutzt: Menschen mit Demenz zu aktivieren, ihre Identität zu stärken und Familien zu verbinden. Obwohl die positive Bedeutung vertrauter Musik, Stimmen und Erinnerungen gut untersucht ist, fehlt bislang eine einfache Lösung für das häusliche Umfeld. Genau dort setzt meelo an.

Welche Erfahrungen und Kompetenzen bringen die Gründerinnen in den Aufbau von meelo ein?

Wir sind ein interdisziplinäres Women-Power-Team mit einem gemeinsamen Antrieb: mit meelo einen echten gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Elodie bringt Erfahrung aus der Innovationsberatung sowie Expertise in Strategie, Kommunikation und Geschäftsaufbau ein. Magdalena ergänzt das Team mit langjähriger Erfahrung in Produktmanagement und Service Design – und kennt das Thema Demenz aus persönlicher Betroffenheit. Divya verantwortet als CTO die technologische Umsetzung und bringt Expertise in Informatik, Embedded Software und Machine Learning mit.

Welche Vision verfolgen Sie mit meelo, und wie möchten Sie die Begleitung von Demenz langfristig verändern?

Unsere Vision ist eine hochgradig personalisierte Aktivierung auf Basis der eigenen Biografie. Technologie und KI machen persönliche Inhalte einfach und nutzerorientiert zugänglich, bleiben dabei aber bewusst im Hintergrund. Langfristig soll meelo zum Standard für personalisierte, nichtmedikamentöse Begleitung zu Hause und in Pflegeeinrichtungen werden – mit echtem Mehrwert für Betroffene, Angehörige und Pflegekräfte.

Welche Bedürfnisse von Angehörigen standen bei der Entwicklung von meelo besonders im Fokus?

Viele Angehörige erleben, wie der geliebte Mensch zunehmend hinter der Diagnose verschwindet. Gemeinsame Zeit wird von Organisation und Pflege bestimmt, während Gespräche, Nähe und unbeschwerte Momente verloren gehen. Gleichzeitig fehlen oft Wissen und Sicherheit, um angemessen zu reagieren. Der zentrale Need ist deshalb nicht nur Beschäftigung, sondern echte Verbindung. meelo macht Persönlichkeit und Biografie wieder zugänglich, schafft individuelle Kommunikations- und Aktivierungsimpulse und hilft Angehörigen sowie Pflegenden, den Menschen hinter diversen Verhaltensweisen besser zu verstehen beziehungsweise gezielt zu beruhigen.

Wie gelingt es Ihnen, Technologie so zu gestalten, dass sie auch im Alltag älterer Personen leicht zugänglich bleibt?

Innovation bedeutet für uns, moderne Technologie so einzusetzen, dass sie sich vertraut anfühlt. meelo ist eine intuitive Audiobox, die an ein klassisches Radio erinnert: Erinnerungsscheibe auflegen und zuhören. Wir entwickeln sie gemeinsam mit Menschen mit Demenz, damit sich die Technologie ihrem Alltag anpasst und nicht umgekehrt.

meelo setzt auf die Verbindung von haptischen Elementen und digitalen Erinnerungen. Warum war dieser Ansatz für Sie der richtige Weg?

Dieser Ansatz war für uns der richtige, weil beide Welten ihre eigenen Stärken haben: Digital lassen sich biografische Inhalte einfach sammeln, strukturieren und aufbereiten. Haptische Elemente schaffen dagegen einen vertrauten, niedrigschwelligen Zugang. Schließlich bilden die Erinnerungsscheiben die Brücke zwischen dem digitalen Erinnerungsarchiv und dem analogen Erleben. Ihre Formen und Oberflächen setzen sensorische Impulse und machen digitale Erinnerungen greifbar. So wird aus Technologie ein realer, gemeinsamer Moment.

Welche Bedeutung haben persönliche Erinnerungen, Fotos und Stimmen für das Wohlbefinden von Betroffenen?

Persönliche Erinnerungen geben Orientierung, schaffen emotionale Sicherheit und machen den Menschen hinter der Diagnose sichtbar. Zusätzlich fördern vertraute Klänge, Stimmen und Inhalte das Wohlbefinden, regen die Kommunikation an und schaffen Nähe. Wichtig ist es zu sagen, dass es nicht darum geht, Erinnerungen korrekt abzurufen, sondern um das Gefühl, das sie auslösen. Denn das Gehirn wird dement – nicht das Herz.

Mit welchen Herausforderungen sehen Sie sich beim Aufbau von meelo und der Entwicklung neuer Lösungen konfrontiert?

Neben den typischen Herausforderungen einer Gründung bringt das Thema Demenz ganz eigene Anforderungen mit sich. Jede Erkrankung und jede Familie erlebt den Verlauf anders. Gleichzeitig wird häufig erst darüber gesprochen, wenn die Belastung bereits groß ist, wodurch der Zugang zur Zielgruppe besonders behutsam erfolgen muss. Unsere wichtigste Aufgabe ist es deshalb, Vertrauen zu schaffen, zuzuhören und den Mehrwert biografischer Aktivierung verständlich und ohne Druck erlebbar zu machen und in die Welt zu kommunizieren.

Welche Rolle spielen Pflegeeinrichtungen bei der Weiterentwicklung Ihres Angebots?

Pflegeeinrichtungen sind für uns zentrale Entwicklungspartner. Sie wissen aus der Praxis, welche Aktivierungen funktionieren, welche Inhalte gebraucht werden und wie sich meelo in den Betreuungsalltag integrieren lässt. Dieses Wissen möchten wir von Anfang an einbeziehen, damit meelo Menschen vom häuslichen Umfeld bis in die professionelle Pflege begleiten kann. Denn das gemeinsame Ziel bleibt überall gleich: Betroffene zu aktivieren und zu beruhigen sowie Angehörige und Pflegekräfte zu entlasten.

Was macht meelo aus Ihrer Sicht einzigartig im Vergleich zu anderen digitalen Lösungen im Pflege- und Gesundheitsbereich?

meelo ist ein personalisiertes Begleitsystem, das kontinuierlich unterstützt, statt erst reaktiv einzugreifen. Aus biografischem Wissen entstehen individuelle Aktivierungsimpulse, die zu Hause und in Pflegeeinrichtungen einfach zugänglich sind, ohne digitale Hürden und weitgehend unabhängig von verfügbaren Personalressourcen. meelo schafft Verbindung, entlastet Angehörige und Pflegekräfte und bewahrt etwas, das im Verlauf der Erkrankung zunehmend verloren zu gehen droht: die Identität des Menschen hinter der Diagnose.

Welche nächsten Schritte und Entwicklungen stehen bei meelo in den kommenden Monaten im Mittelpunkt?

Aktuell befinden wir uns mitten in der Pilotphase mit 20 Familien. Mit ihrem Feedback validieren wir die letzten Produktannahmen und entwickeln Box und App iterativ weiter. Parallel bauen wir unsere Community auf, kümmern uns um Themen rund um die Produktion und suchen nach passenden Investoren und Finanzierungsmöglichkeiten. Unser klares Ziel: Bis Ende des Jahres machen wir aus dem pilotfähigen Prototyp ein marktreifes Produkt, das überzeugt und wirkt.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die mit ihrem Startup eine gesellschaftliche Herausforderung lösen möchten?

Zuhören, ausdauernd sein und nicht versuchen, das gesamte Problem von Anfang an zu lösen. Eine große Vision gibt Orientierung und hält die Motivation lebendig. Aber man sollte sie Schritt für Schritt umsetzen. Dabei sollte man sich Unterstützung holen und Menschen ins Team oder Netzwerk aufnehmen, die fehlende Perspektiven und Kompetenzen ergänzen. Oft beginnt die Wirkung schon viel früher als gedacht: Allein die Sichtbarmachung eines wichtigen Themas kann das Denken einzelner Menschen verändern und einen kleinen Stein ins Rollen bringen.

Bildcredits meelo

Wir bedanken uns bei Elodie Keller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Promptwatch: Wie das Startup Unternehmen in die KI-Suche bringt

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Promptwatch Founder v.l.n.r. Klaas Foppen und Gijs de Groot Bildcredits: Jordi Sloots/TheCreatorsHub Promptwatch: Bessere Sichtbarkeit in der KI-Suche

Mit einem Jahresumsatz von über 2 Millionen Euro nach nur zwölf Monaten zeigt das Startup Promptwatch, wie entscheidend die Sichtbarkeit in der KI-Suche für moderne Unternehmen geworden ist.

Können Sie Promptwatch kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee zur Gründung des Unternehmens entstanden ist?

Als Klaas und ich Promptwatch gründeten, stellten wir fest, dass Unternehmen keine Möglichkeit hatten, zu verstehen, wie KI-Modelle über ihre Marken sprachen. Herkömmliche SEO-Tools waren einfach nicht für die KI-Suche ausgelegt, also beschlossen wir, etwas zu entwickeln, das genau darauf zugeschnitten war.

Wir haben Promptwatch im April 2025 auf den Markt gebracht und helfen heute Tausenden von Unternehmen dabei, ihre Präsenz in KI-generierten Antworten auf Plattformen wie ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity zu verstehen, zu messen und zu verbessern. Derzeit gewinnen wir jeden Monat mehr als 150 neue Kunden aus verschiedenen Branchen und Märkten hinzu, was die wachsende Nachfrage nach KI-Suchoptimierung unterstreicht.

Welche Vision verfolgen Sie mit Promptwatch, und warum wird KI-Suchoptimierung aus Ihrer Sicht zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für Unternehmen?

Unsere Vision bei Promptwatch ist einfach: Wir möchten Marken dabei helfen, selbst zu bestimmen, wie und wann KI sie empfiehlt.

Die KI-Suche entwickelt sich rasant zum wichtigsten Kanal für die Kundenakquise und Umsatzgenerierung von Unternehmen. Da sich immer mehr Menschen bei ihren Entscheidungen auf KI-Modelle verlassen, wird die Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten mittlerweile sogar noch wichtiger als das Ranking in der traditionellen Suche, wie es noch vor einigen Jahren der Fall war.

Seit der Einführung von Promptwatch haben wir festgestellt, dass Marken, die von KI-Modellen verstanden, als vertrauenswürdig eingestuft und empfohlen werden, einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber denen haben, bei denen dies nicht der Fall ist.

Und unsere Mission ist es, Unternehmen die Sichtbarkeit, die Einblicke und die Automatisierung zu bieten, die sie benötigen, um in dieser neuen Ära der Suche erfolgreich zu sein.

Promptwatch hat innerhalb von nur zwölf Monaten einen Jahresumsatz von über 2 Millionen Euro erreicht und jetzt eine Seed-Finanzierung über 6 Millionen Euro abgeschlossen. Welche Faktoren haben dieses schnelle Wachstum ermöglicht?

Erstens spielte das Timing eine entscheidende Rolle. Der Markt durchläuft derzeit einen grundlegenden Wandel hin zur KI-gesteuerten Auffindbarkeit, und die Unternehmen begannen, dies zu erkennen.

Zweitens haben wir uns darauf konzentriert, ein echtes Kundenproblem zu lösen. Viele Unternehmen stellten Veränderungen beim Traffic und bei den Marktanteilen fest, die sich mit herkömmlichen SEO-Kennzahlen nicht mehr erklären ließen. Sie mussten verstehen, wie KI-Modelle ihre Marke darstellten, wie sie im Vergleich zu Wettbewerbern abschnitten und wie sie ihre Sichtbarkeit verbessern konnten. Wir haben Promptwatch entwickelt, um genau dieses Problem zu lösen.

Auch bei der Produktentwicklung sind wir unglaublich schnell vorangekommen. Im Laufe des letzten Jahres haben wir eine Plattform aufgebaut, die nicht nur KI-basierte Sichtbarkeitsüberwachung, Zitationsanalyse und Wettbewerbsrankings vereint, sondern auch agentische Workflows, die Unternehmen dabei helfen, Erkenntnisse in Maßnahmen umzusetzen.

Unsere Fähigkeit, uns in einem so schnelllebigen Markt rasch anzupassen, war einer der wichtigsten Wachstumsmotoren, und wir verzeichnen eine starke Akzeptanz bei Unternehmen, die erkennen, dass die KI-Suche zu einem wichtigen Kanal für die Auffindbarkeit und den Umsatz wird.

Viele Unternehmen beschäftigen sich noch mit klassischer Suchmaschinenoptimierung. Warum reicht SEO allein Ihrer Meinung nach künftig nicht mehr aus?

Traditionelles SEO konzentriert sich darauf, einzelne Seiten für bestimmte Suchbegriffe zu optimieren. Die KI-Suche funktioniert anders. Nutzer stellen komplexe Fragen, und KI-Modelle synthetisieren Informationen aus verschiedenen Quellen, um eine einzige Antwort zu generieren, anstatt eine Liste von Links anzuzeigen.

Infolgedessen kann ein Unternehmen bei Google ganz oben ranken und dennoch nicht von der KI empfohlen werden. Ein Unternehmen, das nicht in den Top-Suchergebnissen erscheint, kann dennoch von der KI genannt werden, wenn seine Inhalte maßgeblich, gut strukturiert und im gesamten Web häufig referenziert sind.

Dies zeigt, dass SEO allein nicht mehr ausreicht. Unternehmen müssen sich nun auf KI-Modelle optimieren, die entscheiden, welche Marken in dialogorientierten Sucherlebnissen empfohlen werden.

Promptwatch versteht sich als End-to-End-Plattform für KI-Suchoptimierung. Was unterscheidet Ihren Ansatz von Lösungen, die lediglich Sichtbarkeit oder Rankings messen?

Viele Lösungen auf dem Markt konzentrieren sich in erster Linie auf die Messung der KI-Sichtbarkeit, von Rankings und der Leistung von Mitbewerbern. Diese Erkenntnisse sind zwar wertvoll, geben jedoch lediglich Aufschluss darüber, wie sichtbar ihre Marke im KI-Bereich ist – nicht aber darüber, wie sie diese Sichtbarkeit verbessern können.

Unser Ziel ist es, Unternehmen von der Messung zur Optimierung zu führen. Anstatt wie andere Tools auf dem Markt lediglich aufzuzeigen, wo sie stehen, helfen wir bei Promptwatch ihnen dabei, ihre KI-Sichtbarkeit kontinuierlich zu verbessern, indem wir KI-optimierte Inhalte generieren, umsetzbare Empfehlungen geben und die Umsetzung durch direkte Integrationen mit Websites und CMS automatisieren.

Ihre Plattform analysiert täglich Millionen realer KI-Datenpunkte und verzichtet dabei auf klassische Backend-APIs. Welche Vorteile bietet dieser Ansatz für Unternehmen?

Die meisten Plattformen stützen sich bei der Analyse von KI-Antworten auf Backend-APIs, doch APIs spiegeln nicht vollständig wider, was Endnutzer tatsächlich erleben.

Bei Promptwatch erfassen wir Daten direkt aus den KI-Schnittstellen selbst. So können wir die tatsächlichen Antworten erfassen, die Nutzer auf Plattformen wie ChatGPT sehen und die Einfluss darauf haben, wie Marken entdeckt werden.

Das Ergebnis sind Daten, die die tatsächliche Nutzererfahrung deutlich repräsentativer widerspiegeln. Unternehmen können so nicht nur nachvollziehen, was ein KI-Modell generieren kann, sondern auch, was Kunden tatsächlich in Echtzeit sehen und womit sie interagieren.

APIs sind für bestimmte Anwendungsfälle nach wie vor nützlich, liefern jedoch nur einen Teil des Gesamtbildes.

Mit Ihrer agentenbasierten Technologie identifiziert Promptwatch Optimierungspotenziale, erstellt Inhalte und veröffentlicht diese automatisiert. Welche Rolle spielt diese Automatisierung für das Marketing der Zukunft?

Automatisierung wird in der Zukunft des Marketings eine große Rolle spielen. Und Unternehmen, die diesen Wandel aktiv vorantreiben, werden in der Lage sein, schneller zu agieren, sich zügiger an Veränderungen in der KI-Suche anzupassen und ihre Marketingmaßnahmen in einer Weise zu skalieren, die mit manuellen Arbeitsabläufen allein einfach nicht möglich ist.

Bei Promptwatch analysieren wir täglich mehr als 100 Millionen echte KI-Datenpunkte, um zu verstehen, was KI-Empfehlungen beeinflusst. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse identifiziert unsere Plattform automatisch Optimierungspotenziale, generiert KI-optimierte Inhalte und veröffentlicht diese über Website-Integrationen.

Mit unserer „Agentic AI Search Optimization“-Plattform müssen Unternehmen Optimierungspotenziale nicht mehr manuell identifizieren, Inhalte erstellen und selbst veröffentlichen. Intelligente Agenten können einen Großteil dieses Workflows kontinuierlich übernehmen – basierend darauf, was in der KI-Suche zu einem bestimmten Zeitpunkt tatsächlich funktioniert.

Bereits heute vertrauen Unternehmen wie Duolingo, Fireflies und Monks auf Promptwatch. Welche Herausforderungen beobachten Sie derzeit bei Marken, wenn es darum geht, in KI-generierten Antworten sichtbar zu bleiben?

Die größte Herausforderung besteht darin, dass die meisten Unternehmen immer noch nicht verstehen, wie KI-Systeme entscheiden, welche Marken sie empfehlen, oder was sie tun müssen, um in diese Empfehlungen aufgenommen zu werden.

Unternehmen benötigen Einblick darin, wie KI ihre Marke darstellt, und sie benötigen anschließend eine Möglichkeit, diese Erkenntnisse in Maßnahmen umzusetzen.

Genau hier setzt Promptwatch an. Unternehmen verstehen, wie sie von KI-Modellen wahrgenommen werden, identifizieren die Faktoren, die ihre Sichtbarkeit beeinflussen, und optimieren kontinuierlich ihre Inhalte, damit sie mit höherer Wahrscheinlichkeit in KI-generierten Antworten zitiert und empfohlen werden.

Mit dem neuen Kapital möchten Sie international expandieren und ein Büro in New York eröffnen. Welche Bedeutung hat der US-Markt für die weitere Entwicklung von Promptwatch?

Der US-Markt ist für uns einer der wichtigsten Märkte. Dort findet sich eine der größten Konzentrationen an Technologieunternehmen, globalen Marken und Anwendern von KI.

Die Eröffnung eines Büros in New York ermöglicht es uns, näher an unseren Kunden, Partnern und dem Technologie-Ökosystem zu sein. Gleichzeitig bleibt Europa eine wichtige Grundlage für Promptwatch, und wir beobachten ein rasantes Wachstum der weltweiten Nachfrage nach KI-Suchoptimierung.

Studien gehen davon aus, dass der organische Suchverkehr durch KI-gestützte Suche deutlich zurückgehen wird. Wie verändert diese Entwicklung die Arbeit von Marketing-, SEO- und Content-Teams?

Marketingteams müssen ihre Erfolgsmessung überdenken, da im Zeitalter der KI-Suche die Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten zu einer neuen, entscheidenden Kennzahl geworden ist.

Marketing-, SEO- und Content-Teams müssen Inhalte erstellen, die strukturiert, maßgeblich und nützlich genug sind, um von KI-Systemen herangezogen zu werden – und mit einer Plattform wie Promptwatch ist das ganz einfach.

Die Rolle des Marketings wird sich von der Optimierung von Seiten für Suchmaschinen hin zur Optimierung der gesamten digitalen Präsenz einer Marke für die Erkennung durch KI weiterentwickeln.

Welche nächsten technologischen Entwicklungen und Wachstumsziele stehen bei Promptwatch aktuell im Fokus?

Unser Fokus liegt darauf, die führende End-to-End-Plattform für KI-Suchoptimierung weiter auszubauen.

Auf der Produktseite erweitern wir unsere KI-Agenten, treiben die Automatisierung voran und erhöhen unsere Datenabdeckung über verschiedene KI-Plattformen hinweg, um Unternehmen dabei zu unterstützen, über das bloße Verständnis ihrer KI-Sichtbarkeit hinauszugehen und diese durch intelligente, automatisierte Workflows kontinuierlich zu verbessern.

Die Einführung unserer „Agentic“-Plattform für KI-Suchoptimierung ist ein wichtiger Schritt in Richtung dieser Vision.

Vor der Einführung haben wir Funktionen wie „Content Agent“ und „Actions“ veröffentlicht, die es Unternehmen ermöglichten, Erkenntnisse zur KI-Sichtbarkeit in konkrete Optimierungs-Workflows umzusetzen. Diese Produkte legten den Grundstein für eine Plattform, die nun Chancen identifizieren, KI-optimierte Inhalte generieren und die Umsetzung in großem Maßstab automatisieren kann.

Aus geschäftlicher Sicht konzentrieren wir uns auf die internationale Expansion, den Ausbau unseres Kundenstamms und die weitere Definition der Kategorie „KI-Suchoptimierung“.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein KI-Startup in einem sich rasant entwickelnden Markt erfolgreich aufbauen möchten?

Schnell handeln, aber stets nah am Kunden bleiben und auf dessen Feedback hören.

KI-Märkte entwickeln sich rasant, daher ist Schnelligkeit entscheidend. Erfolgreich sind jedoch jene Unternehmen, die echte Kundenprobleme lösen und ihre Plattform kontinuierlich verbessern, um den sich wandelnden Bedürfnissen gerecht zu werden.

Dort entwickeln, wohin sich der Markt bewegt, nicht dort, wo er heute steht.

Die größten Chancen ergeben sich oft während großer technologischer Umbrüche. Gründer sollten über das aktuelle Verhalten hinausblicken und vorausschauend einschätzen, wo Nutzer und Unternehmen in den nächsten Jahren stehen werden.

Fokus auf Umsetzung und Aufbau eines außergewöhnlichen Teams.

Ideen sind wichtig, aber erfolgreiche Unternehmen entstehen durch konsequente Umsetzung, die Einstellung der richtigen Mitarbeiter und die Schaffung einer Kultur, in der Teams schnell handeln und Eigenverantwortung übernehmen können.

Promptwatch Founder v.l.n.r. Klaas Foppen und Gijs de Groot Bildcredits: Jordi Sloots/TheCreatorsHub

Wir bedanken uns bei Gijs de Groot für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

CoCo Frauen gründen: Digitale Freiheit

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CoCo – Frauen gründen stärkt digitale Selbstbestimmung Bildcredits pexels cottonbro

Digitale Freiheit beginnt bei der Gründung

Königstein im Taunus, 23. Juli 2026 – Wenn über digitale Unabhängigkeit gesprochen wird, geht es meist um datenschutzfreundliche Messenger, alternative Suchmaschinen oder europäische Cloud-Dienste. Genau dazu ruft der Digital Independence Day (DI.DAY) an jedem ersten Sonntag im Monat auf. Der Aktionstag setzt ein wichtiges Zeichen für digitale Souveränität und demokratiefreundliche Alternativen im Netz.

Für das bundesweite Gründerinnenprogramm CoCo – Frauen gründen greift diese Diskussion jedoch zu kurz. Denn digitale Selbstbestimmung beginnt nicht erst bei der Wahl einer anderen Plattform. Sie beginnt dort, wo Menschen digitale Technologien nutzen, um eigene Ideen zu verwirklichen, Unternehmen aufzubauen und wirtschaftlich unabhängig zu werden.

Digitale Selbstbestimmung braucht wirtschaftliche Teilhabe

Wer gründet, gestaltet die digitale Zukunft aktiv mit. Gründerinnen entwickeln digitale Dienstleistungen, Online-Angebote, Bildungsplattformen, E-Commerce-Konzepte oder innovative Geschäftsmodelle. Sie entscheiden selbst über die Technologien, Plattformen und Kommunikationswege, die sie einsetzen, und schaffen damit neue Perspektiven in der digitalen Wirtschaft.

Dennoch sind Frauen in der deutschen Gründungslandschaft weiterhin unterrepräsentiert. Während Frauen laut aktuellem KfW-Gründungsmonitor 2026 rund 35 Prozent aller Existenzgründungen in Deutschland umsetzen, erfolgen lediglich 15,7 Prozent der Unternehmensgründungen in der deutschen Digitalbranche unter Beteiligung von Frauen. Dies zeigt die Studie „Female Founders in der Digitalbranche“ des Bundeswirtschaftsministeriums.

Mehr Gründerinnen stärken die digitale Gesellschaft

Die deutliche Diskrepanz zeigt: Gerade in digitalen und technologieorientierten Gründungsfeldern bestehen für Frauen weiterhin besondere Hürden. Für CoCo – Frauen gründen erweitert der DI.DAY die Debatte deshalb um einen wichtigen Aspekt: Digitale Selbstbestimmung braucht nicht nur offene Technologien, sondern auch gleiche Chancen für Frauen, digitale Unternehmen aufzubauen und Innovationen mitzugestalten.

„Wenn wir über digitale Selbstbestimmung sprechen, dürfen wir nicht nur über Technologien reden. Wir müssen auch darüber sprechen, wer die digitale Wirtschaft entwickelt. Mehr Gründerinnen bedeuten mehr Vielfalt, mehr Innovation und mehr wirtschaftliche Unabhängigkeit – und genau das stärkt unsere digitale Gesellschaft“, sagt Hannah Radloff, Projektleiterin von CoCo – Frauen gründen.

Vom Nutzen digitaler Technologien zum eigenen Unternehmen

Genau hier setzt CoCo – Frauen gründen an. Das bundesweite Programm von BerufsWege für Frauen & Social Business Women e.V. begleitet Frauen zwölf Monate lang auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit – vollständig digital, praxisnah und ortsunabhängig.

Mithilfe einer digitalen Lernplattform können die Teilnehmerinnen deutschlandweit sowie unabhängig von Zeit und Ort lernen. Live-Workshops, individuelle Coachings, E-Learning-Module und ein innovativer E-Campus ermöglichen flexibles Lernen, persönlichen Austausch und eine praxisnahe Vorbereitung auf die Selbstständigkeit.

Ziel ist es, Frauen nicht nur dazu zu befähigen, digitale Angebote zu nutzen, sondern selbst Unternehmen aufzubauen, innovative Geschäftsideen umzusetzen und die digitale Wirtschaft aktiv mitzugestalten.

CoCo steht dabei für die Überzeugung, dass wirtschaftliche Unabhängigkeit ein zentraler Baustein digitaler Selbstbestimmung ist.

Mehr als 600 Gründerinnen haben bereits gegründet

Bereits mehr als 600 Frauen haben in den vergangenen drei Programmrunden mit Hilfe von CoCo ein Unternehmen gegründet. Die Teilnehmerinnen gründen in den unterschiedlichsten Branchen – von Bildung, Gesundheit und Pflege über E-Commerce und Gastronomie bis hin zu sozialen Innovationen sowie digitalen und KI-gestützten Dienstleistungen.

Jede Gründung schafft neue berufliche Perspektiven und stärkt gleichzeitig eine vielfältigere Wirtschaft. Denn je mehr Frauen unternehmerisch tätig werden, desto mehr Ideen, Innovationen und Alternativen entstehen – auch im digitalen Raum.

Digitale Freiheit aktiv mitgestalten

Der DI.DAY erinnert daran, digitale Abhängigkeiten kritisch zu hinterfragen und bewusste Entscheidungen im Umgang mit Technologien zu treffen.

CoCo – Frauen gründen ergänzt diesen Gedanken um eine wirtschaftliche Perspektive: Digitale Freiheit bedeutet nicht nur, zwischen verschiedenen Plattformen wählen zu können. Sie bedeutet auch, digitale Technologien für die eigenen Ideen einzusetzen, Unternehmen aufzubauen und die digitale Zukunft aktiv mitzugestalten.

Deshalb unterstützt CoCo den Gedanken des DI.DAY und setzt sich dafür ein, dass mehr Frauen den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Denn digitale Freiheit entsteht nicht allein durch offene Technologien, sondern auch durch Menschen, die sie nutzen, um Neues zu schaffen. Eine vielfältige digitale Gesellschaft braucht deshalb mehr Gründerinnen.

Quellen

Bundeswirtschaftsministerium: Studie „Female Founders in der Digitalbranche“ – Anteil der Unternehmensgründungen in der deutschen Digitalbranche unter Beteiligung von Frauen: 15,7 Prozent.

KfW Research: KfW-Gründungsmonitor 2026 – Anteil der Gründerinnen an allen Existenzgründungen in Deutschland im Jahr 2025: 35 Prozent.

Bildcredits Pexels

Quelle CoCo – Frauen gründen

Aampere Finanzierung: Startup sammelt 4,2 Millionen Euro für E-Auto-Plattform ein

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Aampere Finanzierung Das Aampere Team steht nach der erfolgreichen 4,2 Mio. Euro Finanzierung auf einer Wiese vor einer Hecke.

München, 23. Juli 2026 – Mit der neuen Aampere Finanzierung setzt das Münchner Startup seinen Wachstumskurs konsequent fort. Das Unternehmen erhält 4,2 Millionen Euro frisches Kapital, um seine digitale Plattform für gebrauchte Elektroautos europaweit auszubauen und den fragmentierten B2B-Gebrauchtwagenmarkt effizienter zu vernetzen.

Key Takeaways

  • Münchner Startup Aampere erhält 4,2 Millionen Euro durch Aampere Finanzierung zur Expansion seiner Plattform für gebrauchte Elektroautos.
  • Die Finanzierung ermöglicht Aampere, den fragmentierten B2B-Gebrauchtwagenmarkt durch eine volldigitale Plattform zu revolutionieren.
  • Aampere setzt auf selbstlernende Algorithmen und digitale Logistik, um E-Autos innerhalb von 48 Stunden zu vermitteln.
  • Die Aampere Finanzierung zielt darauf ab, sowohl die Beschaffungs- als auch die Käuferseite des Marktplatzes zu skalieren.
  • Investoren zeigen Vertrauen in das stark wachsende Geschäftsmodell von Aampere, welches den Markt für gebrauchte E-Autos effizienter vernetzt.

Aampere Finanzierung stärkt den europäischen Markt für gebrauchte Elektroautos

Millionen-Finanzierung für Münchner E-Mobility-Startup: Aampere sammelt 4,2 Millionen Euro ein Die Aampere Finanzierung trägt maßgeblich dazu bei, das Wachstum in diesem Segment zu beschleunigen.

Der europäische Sekundärmarkt für gebrauchte Elektroautos ist bisher ein digitales Entwicklungsland: geprägt von manueller Abwicklung, intransparenten Prozessabläufen und nationalen Insellösungen. Genau an dieser Schwachstelle setzt das Münchner E-Mobility-Startup Aampere an. Im Rahmen der aktuellen Expansion spielt die jüngste Finanzierung von Aampere eine zentrale Rolle für die Branche. Um die volldigitale Plattform zur Vermittlung von gebrauchten E-Autos an gewerbliche Händler europaweit auszubauen, hat das Unternehmen am 23. Juli 2026 eine Finanzierungsrunde in Höhe von 4,2 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen. Die Runde wird von Trind Ventures angeführt. Neben dem neuen Consumer-Investor G-FUND beteiligt sich auch Vend Marketplaces ASA (u. a. FINN.no, Blocket, Bilbasen) über eine Minderheitsbeteiligung. Zudem ziehen die Altinvestoren um GIMIC mit und erfahrene Business Angels aus der Automobilindustrie komplettieren das Konsortium.

Die Relevanz des Investments zeigt sich beim Blick auf die makroökonomischen Daten. Laut aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) sind die Besitzumschreibungen gebrauchter Elektroautos in Deutschland in den vergangenen drei Jahren im Schnitt um rund 60 % pro Jahr gewachsen – und das trotz politischer Unsicherheiten sowie stark schwankender Neuwagenpreise. Das Problem: Der Markt ist hochgradig fragmentiert. Erwähnenswert ist, dass die Aampere Finanzierung gezielt den fragmentierten Gebrauchtwagenhandel adressiert und dadurch die Plattform-Kanäle stärken kann. Weil sich nicht jeder Käufer einen Neuwagen leisten kann, entscheidet jedoch exakt dieser Gebrauchtmarkt über das reale Tempo der Mobilitätswende auf dem Massenmarkt.

Aampere Finanzierung treibt digitale Infrastruktur im Handel voran

Volldigitaler Execution-Funnel gegen das Markt-Ungleichgewicht Die Investition Aampere Finanzierung ermöglicht zudem innovative Marktvorteile.

Aampere positioniert sich als digitale Infrastruktur für den Sekundärmarkt, der sowohl private als auch gewerbliche Verkäufer nahtlos mit dem Handel verknüpft. Das Startup verspricht eine Vermittlung des E-Autos innerhalb von 48 Stunden. Technisch greifen dabei ein selbstlernender Algorithmus zur Wertermittlung, ein digitaler Zustands- und Historiencheck sowie eine integrierte Fahrzeuglogistik ineinander. Über eine europaweite Händlerauktion wird das Höchstgebot ermittelt. Akzeptiert der Verkäufer das darauf basierende Kaufangebot, überweist Aampere den Betrag noch vor der Abholung, die anschließend direkt an der Haustür erfolgt. Durch diese Struktur kann die Aampere Finanzierung ihre Vorteile voll entfalten.

„Elektromobilität ist europaweit auf dem Vormarsch – doch der Sekundärmarkt für gebrauchte E-Autos ist noch fragmentiert und ineffizient“, erklärt Florian Reister, Gründer und CEO von Aampere. „Genau jetzt braucht es eine Infrastruktur für den Sekundärmarkt. Aampere baut die Plattform dafür – damit gebrauchte Elektroautos europaweit schnell und verlässlich den passenden Käufer finden.“

Dass das Transaktionsmodell im stark wachsenden E-Auto-Markt der Nordics auf großes Interesse stößt, bestätigt David Hoffmann, VP Strategy & Growth bei Vend Mobility: „C2B ist eine unserer Kernsäulen bei Vend Mobility, und wir sehen, wie die Verbreitung von Elektrofahrzeugen in den Nordics rasant zunimmt. Aampere begegnet dem daraus entstehenden Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage mit einem intelligenten Transaktionsmodell – und wir freuen uns, ihren Wachstumsweg als Minderheitsinvestor zu begleiten.“ Dies zeigt: Auch für Investoren ist die Aampere Finanzierung ein schlagkräftiges Argument für weiteres Wachstum.

Aampere beschleunigt den Ausbau des Händlernetzwerks

Skalierung im B2B-Händlernetz nach Umsatzvervierfachung Der beschleunigte Ausbau wäre ohne die Aampere Finanzierung in dieser Form schwer möglich gewesen.

Das Geschäftsmodell liefert messbare Kennzahlen. Nach Angaben des Startups hat sich der Umsatz im vergangenen Jahr vervierfacht. Das Team ist mittlerweile auf über 25 Mitarbeitende angewachsen, die jährlich mehrere Tausend Elektrofahrzeuge über die Plattform vermitteln. Die Aampere Finanzierung liefert den finanziellen Rahmen für diese Skalierung.

Das frische Kapital in Höhe von 4,2 Millionen Euro soll nun genutzt werden, um beide Seiten des Marktplatzes vertikal zu skalieren. Auf der Beschaffungsseite (Sourcing) visiert Aampere neue Akquisewege und strategische Partnerschaften an, um mehr Fahrzeuge von privaten und gewerblichen Verkäufern auf die Plattform zu bringen. Auf der Käuferseite steht der Ausbau des europäischen Händlernetzes im Fokus. Das Ziel ist klar definiert: E-Auto-Fahrer sollen bereits in naher Zukunft an verschiedenen Kontaktpunkten entlang ihrer gesamten Customer Journey – beispielsweise direkt beim Ladevorgang – mit Aampere interagieren können. Anders gesagt: Die Aampere Finanzierung unterstützt gezielt die Weiterentwicklung beider Marktseiten.

Die Investoren zeigen sich angesichts der operativen Kennzahlen zuversichtlich. „Flo, Maxi und Niko haben in kurzer Zeit außergewöhnlich erreicht – mit rund 4x Wachstum im vergangenen Jahr und einem Kundenerlebnis, das für Verkäufer wie Käufer immer besser wird“, bilanziert Taavi Lepmets, Partner bei Trind Ventures, im Zuge der Anteilserhöhung. Christof Wahl, Founding Partner beim Neueinsteiger G-FUND, ergänzt: „Eine der größten Industrien Europas mit zu elektrifizieren, ist genau die Art von Vorhaben, bei dem wir dabei sein wollen. Was uns an Aampere am meisten überzeugt, ist das Team: Flo, Maxi, Niko und das gesamte Team haben nicht nur ein starkes Produkt gebaut, sondern einen skalierbaren Execution-Funnel.“ Auch Frühphasen-Investor GIMIC hat seinen Einsatz verdoppelt. Partner Tomas Burck betont: „Das Team hat in kurzer Zeit bewiesen, dass sein Modell funktioniert – und genau deshalb verdoppeln wir in dieser Runde unsere Wette.“ Vor diesem Hintergrund ist die Aampere Finanzierung ein entscheidender Anteil an diesem Erfolg.

Wer sind die Hauptinvestoren der aktuellen Aampere Finanzierung?

Die Aampere Finanzierung in Höhe von 4,2 Millionen Euro wird von Trind Ventures angeführt. Zudem beteiligen sich G-FUND, GIMIC, Vend Marketplaces ASA und Business Angels aus der Automobilindustrie.

Wofür wird das Kapital aus der Aampere Finanzierung verwendet?

Mit dem frischen Kapital skaliert das Startup beide Seiten der Plattform durch den Ausbau des europäischen Händlernetzes und die Erschließung neuer Akquisewege für Fahrzeuge.

Welche operativen Erfolge verzeichnete das Startup vor dieser Finanzierungsrunde?

Vor der aktuellen Runde konnte das Unternehmen seinen Umsatz im vergangenen Jahr vervierfachen, das Team auf über 25 Mitarbeitende ausbauen und das jährliche Transaktionsvolumen auf mehrere Tausend Fahrzeuge steigern.

ClimateLaunchpad 2026: Diese drei Greentech-Startups vertreten Deutschland

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ClimateLaunchpad: Diese Startups vertreten Deutschland

Drei deutsche Teams stehen fest: Sie vertreten Deutschland beim europäischen Finale von ClimateLaunchpad

CiX Greentech, exære und MAD haben die deutschen ClimateLaunchpad-Nationals in Nürtingen gewonnen und vertreten Deutschland nun beim europäischen Regionalfinale am 15. September 2026.

ClimateLaunchpad ist der weltweit größte Wettbewerb für innovative grüne Geschäftsideen. Getragen wird er von EIT Climate-KIC, Europas größter öffentlich-privater Innovationspartnerschaft im Klimabereich, die sich für nachhaltige Gründungen, Bildungsprogramme und systemischen Klimaschutz einsetzt. Seit mehr als zwölf Jahren ist der Wettbewerb in über 52 Ländern aktiv, seit seiner Gründung haben sich mehr als 18.000 Teams beworben. Die Alumni haben gemeinsam über 500 Millionen Euro an Finanzierung eingesammelt und arbeiten heute an Lösungen, die Energie-, Ernährungs- und Mobilitätssysteme weltweit verändern.

Zukunft.Gründen Venture Studio ist offizieller nationaler Partner von ClimateLaunchpad und verantwortet die Auswahl der besten deutschen Gründungsideen. Das diesjährige nationale Finale fand am 16. Juli an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen statt. Für die diesjährigen Nationals gingen 100 Bewerbungen aus ganz Deutschland ein, ein deutliches Zeichen dafür, wie schnell die Zahl klimaorientierter Gründerinnen und Gründer im Land wächst.

Die zehn Finalteams präsentierten Lösungen aus drei Bereichen: Energie und Infrastruktur, Kreislaufwirtschaft und neue Materialien sowie Wasseraufbereitung. Die Ideen reichten von Technologien, die Kommunen helfen, Energieprojekte schneller umzusetzen, über Lösungen gegen Lebensmittelverschwendung und zur Skalierung von E-Mobilität bis hin zu zirkulären Ansätzen, die Böden regenerieren, kritische Rohstoffe sichern, Energie aus Abfall gewinnen und neue biobasierte Baumaterialien schaffen.

Warum die Wahl auf den Standort Nürtingen fiel

Nürtingen ist Sitz der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU), die konsequent auf angewandte Wissenschaft setzt und Wirtschaft und Umwelt in enger Zusammenarbeit mit der Industrie verbindet. Genau dieser Fokus verleiht der Stadt echtes Gewicht in Deutschlands Klima- und Nachhaltigkeitsszene und ist der Grund, warum die Nationals hier stattfanden. Auch das Zukunft.Gründen Venture Studio selbst hat hier seinen Ursprung.

Die Standortwahl steht dabei für mehr als nur die Stadt. Baden-Württemberg gilt als eine der innovativsten Regionen Europas, und Greentech rückt zunehmend ins Zentrum dieser Reputation. Mehr als 420 Unternehmen sind bereits Teil von GreenTech BW, dem Greentech-Netzwerk des Landes, und folgen damit derselben Richtung, auf die auch Deutschland insgesamt setzt: einer Wirtschaft, in der Klima- und Ressourcentechnologien zu zentralen Exportgütern werden.

Erfahrene Fachjury entschied über die Platzierungen

Über die Platzierungen entschied eine vierköpfige Jury mit langjähriger Erfahrung an der Schnittstelle von Klimaschutz, Kapital und dem Aufbau funktionierender Unternehmen. Teil der Jury waren Matthias Ballweg, Mitgründer von Circular Republic und Direktor bei UnternehmerTUM, sowie Birgit Handl, die als erste Mitarbeiterin von ecoplanet das Unternehmen von der Pre-Seed- bis zur Series-A-Phase begleitete und heute zum Investment-Team von Aurum Impact gehört. Vervollständigt wurde das Gremium durch Cosima Richardson, Gründerin von Kynd Hair, und Andjela Cvetanovic, Head of Investment Management bei der Impact-Plattform capacura.

Matthias Ballweg betonte bei den Nationals, dass Kreislaufwirtschaft die Zukunft sei. Es sei kein Zufall, dass zwei der drei Gewinnerteams genau daran arbeiten. Auch Deutschlands eigene Zahlen bestätigen das: Eine BCG-Studie aus dem Jahr 2026 beziffert das Wertschöpfungspotenzial der Kreislaufwirtschaft für die deutsche Industrie auf 880 Milliarden Euro. Die zirkuläre Bruttowertschöpfung könnte sich demnach von heute 60 Milliarden Euro auf 125 Milliarden Euro bis 2045 mehr als verdoppeln.

Die drei Gewinnerteams und ihre Innovationen

Das Team CiX Greentech aus Nürnberg unter der Leitung von CEO Timo Fromm widmet sich der Beseitigung von PFAS, den sogenannten „ewigen Chemikalien“, direkt an der Quelle mit Fokus auf Flughäfen und Industriestandorte.

Das Hamburger Startup exære um CEO Yelda Demirdöğen arbeitet an der Rückgewinnung kritischer Metalle, darunter Seltene Erden, aus europäischen Abfallströmen wie Elektroschrott, Batterien und Schlacke.

Aus Berlin überzeugte das Team MAD – Material Alternative Design der Gründerinnen Marta Agueda Carlero und Manuela Garcia mit Verbundwerkstoffen aus Myzel als zirkuläre Alternative zu Hartplastik.

Ausblick auf das europäische Regionalfinale und die globale Bühne

CiX Greentech, exære und MAD vertreten Deutschland beim europäischen Regionalfinale am 15. September 2026 und treten dort gegen die nationalen Gewinnerteams aus ganz Europa an, um sich einen Platz im ClimateLaunchpad Global Grand Final in Singapur im Oktober zu sichern. Zukunft.Gründen Venture Studio begleitet alle drei Teams auch weiterhin auf diesem Weg. Diese Gründerinnen und Gründer haben eine echte Chance, das Finale zu erreichen, doch der Weg dorthin braucht kontinuierliche Unterstützung und eine Bühne, auf der sie gesehen werden.

Allein in diesem Jahr verzeichnete ClimateLaunchpad mehr als 4.150 Bewerbungen aus 51 Ländern, was einen Anstieg von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet, wobei zwölf Länder erstmals teilnahmen. Dieses Wachstum zeigt deutlich, dass Klima- und Kreislaufwirtschafts-Ventures längst keine Nische mehr sind, sondern ein Bereich, in dem ein wachsender Teil der weltweiten Gründertalente aktiv wird.

Deutschland hat an dieser Entwicklung ein reales Interesse.

Diese Chance zu nutzen, gelingt aber nur mit Unternehmen, die bereit sind, sie auch zu ergreifen. Wettbewerbe wie dieser sind einer der wenigen Orte, an denen solche Unternehmen früh identifiziert, im internationalen Vergleich getestet und mit Kapital verbunden werden. Genau darin liegt die eigentliche Bedeutung, drei Teams im September nach Europa zu schicken: Es ist Teil davon, wie Deutschland seinen Platz an einem Tisch behält, der von Jahr zu Jahr umkämpfter wird.

Ein besonderer Dank gilt der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen sowie dem Zukunft.Gründen Startup Campus für die Ausrichtung der Veranstaltung nebst den Eröffnungsworten von Dr. Johannes Fridrich, Oberbürgermeister von Nürtingen, und Prof. Dr. Andreas Frey. Dank gebührt ebenso den Sponsoren RSM Ebner Stolz und der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen. Der Wettbewerb wird zudem von Irish Aid und der Bank of America unterstützt. Das Programm wird im Rahmen von „Nachhaltig wirken – Förderung gemeinwohlorientierter Unternehmen“ gefördert und finanziert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus.

Fotograf David George

Quelle Zukunft.Gründen – Venture Studio for Entrepreneurship & Innovation GmbH

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