Dienstag, Juli 7, 2026
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Was passiert wenn Gründer rechtzeitig die Reißleine ziehen?

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Biohacking Base: Zwischen Biohacking, KI und Burnout Gründer Jan Bruckner

Biohacking Base entwickelte eine KI gestützte Plattform für personalisierte Prävention, Biohacking und digitale Gesundheit mit Fokus auf Schlaf, Stressmanagement und mentale Leistungsfähigkeit.

Was hat dich ursprünglich dazu motiviert, 10XBiohacking zu gründen und welche Vision stand am Anfang im Mittelpunkt?

Ich wollte meine Leidenschaft für Biohacking, Longevity, Prävention und KI in ein eigenes Unternehmen übersetzen. Die ursprüngliche Vision war eine KI-gestützte Plattform, die Menschen dabei hilft, gesünder, leistungsfähiger und bewusster zu leben.

Es ging mir nicht um Selbstoptimierung um jeden Preis, sondern um Orientierung. Viele Menschen wollen etwas für ihre Gesundheit tun, wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen. Genau dort wollte ich ansetzen.

Wie hat sich diese Vision im Laufe der Zeit verändert insbesondere mit der Weiterentwicklung hin zu Biohacking Base?

Am Anfang war 10XBiohacking stark von Aufbruch, Energie und Performance geprägt. Später wurde mir klar, dass Gesundheit mehr Vertrauen, Seriosität und Verantwortung braucht.

Aus 10XBiohacking wurde Biohacking Base. Der Fokus verschob sich von reiner Performance hin zu personalisierter Prävention, Schlaf, Stressmanagement und mentaler Leistungsfähigkeit. Die Idee wurde reifer, aber auch deutlich komplexer.

Welche konkreten Probleme wolltest du mit deiner Plattform im Bereich Biohacking und Gesundheitsprävention lösen?

Der Markt ist unübersichtlich. Es gibt Apps, Wearables, Supplements, Tests, Coaches und sehr viele Meinungen. Für Einsteiger ist schwer zu erkennen, was sinnvoll ist und was wirklich zu ihnen passt. Biohacking Base sollte Menschen strukturiert abholen: erst verstehen, wo jemand steht, dann passende Inhalte, Routinen, Produkte oder Experten empfehlen. Im Businessplan war die Plattform als digitales System für personalisierte Prävention mit Quiz-Modulen, Tracker-Bots, Wissensprodukten, Supplements und optionaler Expertenbegleitung angelegt.

Du hast früh Momentum aufgebaut was waren die wichtigsten Meilensteine in der Anfangsphase deines Startups?

Die Gründung im Mai 2025 war der erste große Schritt. Danach kamen schnell Fördergespräche, Netzwerkaufbau und erste Partnerkontakte.

Besonders wichtig waren die Gespräche mit Seewald Ortho, Novogenia und auch neuroVIZR. Dazu kamen Kontakte in die deutsche und österreichische Biohacking-Szene, unter anderem beim FlowFest in München. Von außen sah das nach starkem Momentum aus. Und das war es auch. Aber Momentum ersetzt keine stabile Struktur.

Gab es einen bestimmten Moment an dem du gemerkt hast dass sich die Entwicklung in eine kritische Richtung bewegt?

Es war kein einzelner Moment, sondern ein schleichender Prozess. Am Anfang bin ich morgens früh aufgewacht, weil ich voller Energie war. Später lag ich nachts wach, weil ich Risiken durchdacht habe. Mir wurde klar, dass ich als Solopreneur sehr viele Themen allein tragen müsste: Markenrecht, Datenschutz, Health Claims, KI-Regulierung, Finanzierung, Technik, Partner und Vertrieb. Aus Begeisterung wurde Druck.

Du sprichst offen über deinen persönlichen Breakdown was genau ist in dieser Phase passiert und welche Faktoren haben dazu geführt?

Ich bin in eine Phase gekommen, in der mir sehr viel Energie verloren gegangen ist. Die Kombination aus finanziellem Risiko, Existenzdruck, Verantwortung für meine Tochter, regulatorischer Komplexität und Einzelgründertum wurde zu viel.

Ich war 43, hatte einen guten beruflichen Weg verlassen und fragte mich irgendwann sehr ehrlich: Kann ich davon in drei Jahren wirklich leben? Das war keine theoretische Business-Frage mehr. Das wurde sehr persönlich.

Welche Rolle haben Druck Erwartungen und vielleicht auch eigene Ansprüche in dieser Entwicklung gespielt?

Eine große Rolle. Ich hatte den Anspruch, etwas Sinnvolles, Seriöses und Verantwortungsvolles aufzubauen. Gerade im Gesundheitsbereich wollte ich nicht einfach ein weiteres Hype-Produkt machen. Gleichzeitig erzeugt positives Feedback Druck. Wenn viele Menschen sagen, dass eine Idee spannend ist, fühlt man sich fast verpflichtet weiterzumachen. Heute weiß ich: Begeisterung von außen bedeutet nicht automatisch, dass das Setup für einen selbst tragfähig ist.

Rückblickend betrachtet welche Entscheidungen würdest du heute anders treffen?

Ich würde früher die harten Risiken prüfen: Markenrecht, Datenschutz, Health Claims, EU-AI-Act, Haftung und technische Komplexität.

Außerdem würde ich viel kleiner starten. Ein Problem, eine Zielgruppe, ein sehr schlankes Angebot und echte Zahlungsbereitschaft. Erst danach würde ich über Plattform, Partner, Community und Skalierung nachdenken.

Du hast Förderungen vorbereitet und teilweise bereits zugesagt bekommen warum hast du dich dennoch entschieden den aws Preseed Antrag zurückzuziehen?

Weil ich gespürt habe, dass ich innerlich nicht mehr bereit war, diesen Weg in der geplanten Form zu gehen.

Der Förderung hatte eine sah einen Kapitalbedarf von rund 90.000 Euro vor, ergänzt durch Eigenmittel und eine geplante aws Preseed Förderung. Auf dem Papier war das nachvollziehbar. Aber eine Förderung nimmt einem nicht das unternehmerische Risiko. Sie kann einen sogar noch stärker an einen Weg binden. Für mich war das Risiko am Ende zu groß.

Wie schwierig war es für dich das Projekt in der ursprünglich geplanten Form nicht weiterzuführen?

Sehr schwierig. Das Projekt war längst mehr als eine Geschäftsidee. Es war Teil meiner Identität geworden.

Ich hatte Logo, Domains, Business Cards, Pläne, Partnergespräche und sehr viel Energie investiert. Dann zu akzeptieren, dass es so nicht weitergeht, war schmerzhaft. Heute sehe ich es anders: Ich habe nicht einfach aufgegeben. Ich habe rechtzeitig gestoppt.

Viele Gründerinnen und Gründer haben Angst vor dem Scheitern wie hat sich deine Perspektive auf das Thema durch diese Erfahrung verändert?

Ich sehe Scheitern heute weniger theoretisch. „Fail fast“ klingt leicht, bis man selbst betroffen ist.

Trotzdem glaube ich: Früh zu stoppen kann besser sein, als aus Stolz zu lange weiterzumachen. Scheitern ist nicht automatisch das Gegenteil von Erfolg. Entscheidend ist, ob man ehrlich hinschaut und daraus lernt.

Was waren die wichtigsten Learnings die du aus dem Aufbau und dem Ende von 10XBiohacking und Biohacking Base mitgenommen hast?

Leidenschaft ist ein starker Motor, aber sie ersetzt kein Risikomanagement.

Eine gute Idee ist noch kein gutes Geschäftsmodell. Momentum ist noch kein Beweis. Und KI ist ein großartiges Werkzeug, aber kein Ersatz für kritisches Denken, Expertenrat und aktuelle Daten. Mein wichtigstes Learning: Ein Startup muss nicht nur zum Markt passen. Es muss auch zum Gründer, zur Lebensphase und zur persönlichen Belastbarkeit passen.

Welche Fehler siehst du besonders häufig bei ambitionierten Gründern gerade in stark gehypten Bereichen wie Biohacking oder Longevity?

Viele verlieben sich zu früh in die große Vision und zu spät in das konkrete Problem.

Biohacking, Longevity und KI klingen groß und attraktiv. Aber Kunden kaufen keine Buzzwords. Sie kaufen Lösungen für echte Probleme. Gerade im HealthTech-Bereich sind Vertrauen, Regulierung und klare Kommunikation entscheidend.

Du hast den Namen bewusst von 10XBiohacking zu Biohacking Base weiterentwickelt welche strategischen Überlegungen standen dahinter?

Der Hauptgrund war Markenrecht. 10XBiohacking war ein starker Name, aber es gab Nähe zu 10X Health in einem ähnlichen Themenfeld.

Für einen Solopreneur kann ein Markenrechtskonflikt existenzbedrohend werden. Biohacking Base war breiter, ruhiger und seriöser. Der Name passte besser zu einer Plattform, die Orientierung, Wissen und Vertrauen bieten sollte.

Inwiefern hat dich die Erfahrung auch persönlich verändert jenseits der beruflichen Perspektive?

Ich bin demütiger geworden. Ich habe gelernt, wie schnell Begeisterung kippen kann, wenn Druck und Unsicherheit zu groß werden.

Gleichzeitig bin ich stärker geworden. Mir haben am Ende keine extremen Biohacks geholfen, sondern die Basics: Schlaf, Natur, Meditation, Freunde, Ruhe und einfache Routinen.

Du bist heute im Bereich digitale Transformation und KI tätig wie kam es zu diesem Neustart?

Nach dem Ende von Biohacking Base wusste ich, dass ich neu starten möchte, aber nicht zurück in die alte Komfortzone.

Technologie und KI haben mich schon lange fasziniert. Durch das Startup hatte ich mich noch intensiver mit KI, Plattformlogik und digitalen Geschäftsmodellen beschäftigt. Heute arbeite ich bei iteratec im Business Development für AI und digitale Transformation. Das fühlt sich wie ein sehr stimmiges neues Kapitel an.

Was macht diesen neuen Job für dich zu einem echten Traumjob?

Ich arbeite an einem Zukunftsthema, das Unternehmen stark verändern wird. Gleichzeitig bin ich Teil eines erfahrenen Teams und nicht mehr allein als Solopreneur unterwegs.

iteratec ist ein deutsches Unternehmen mit rund 500 Mitarbeitenden und Büro in Wien. Für mich passt das sehr gut, weil ich ursprünglich aus Deutschland komme, in Dresden und Berlin gelebt habe und beruflich weiterhin eng mit Deutschland verbunden bin.

Inwiefern helfen dir deine Startup Erfahrungen heute in deiner aktuellen Rolle?

Sehr stark. Ich verstehe heute besser, wie sich Unsicherheit, Veränderung und Entscheidungsdruck anfühlen.

Wenn ich mit Unternehmen über KI und digitale Transformation spreche, sehe ich nicht nur Technologie. Ich sehe auch Menschen, Prozesse, Risiken und Erwartungen. Meine Startup-Erfahrung hat mich pragmatischer gemacht.

Welche Parallelen siehst du zwischen Biohacking und deiner heutigen Arbeit im Bereich KI und digitale Transformation?

Beides beginnt mit der Frage: Was soll sich wirklich verbessern?

Im Biohacking bringt es wenig, einfach Trends zu kopieren. Bei KI ist es genauso. Unternehmen sollten KI nicht einführen, weil alle darüber sprechen, sondern weil ein konkretes Problem gelöst werden soll. In beiden Bereichen braucht es Klarheit, Messbarkeit und Verantwortung.

Du bist weiterhin Teil der Biohacking Community welche Rolle spielt das Thema heute in deinem Leben?

Biohacking bleibt eine private Leidenschaft. Nur ohne den Druck, daraus ein Unternehmen machen zu müssen.

Ich bin weiterhin eng mit der Szene in Deutschland und Österreich verbunden und Teil des Organisationsteams des Biohacking Netzwerks. Das Netzwerk hat mehr als 1.500 Mitglieder, ist kostenlos und organisiert regelmäßig Veranstaltungen in Deutschland und Österreich. Für mich ist das heute die richtige Rolle: verbunden bleiben, beitragen und weiter lernen.

Wie blickst du heute auf den Markt rund um Biohacking Longevity und digitale Gesundheit?

Ich sehe großes Potenzial, aber auch viel Hype. Am Ende geht es nicht um extreme Routinen oder teure Protokolle. Die Basics zählen: Schlaf, Ernährung, Bewegung, soziale Beziehungen und Stressmanagement. Wenn diese Säulen stimmen, ist schon sehr viel gewonnen. Für mich ist Schlaf besonders wichtig. Ich nenne ihn manchmal meinen „heiligen Gral“. Alles Weitere kann spannend sein, sollte aber nie dogmatisch werden.

Glaubst du dass dein ursprüngliches Konzept heute unter anderen Rahmenbedingungen funktionieren könnte?

Ja, grundsätzlich schon. Aber nicht in dem Setup, in dem ich es versucht habe. Mit einem starken technischen Co-Founder, ausreichend Kapital, rechtlicher Begleitung und einem kleineren MVP hätte das Konzept Potenzial gehabt. Der Businessplan zeigte einen relevanten Markt, klare Zielgruppen und sinnvolle Partneransätze im DACH-Raum. Die Idee war nicht falsch. Das Setup war es.

Was würdest du jemandem raten der heute ein Startup im Bereich HealthTech oder Biohacking aufbauen möchte?

Starte kleiner, als du möchtest. Prüfe zuerst ein konkretes Problem mit echten Kunden und echter Zahlungsbereitschaft. Hole dir früh juristische Beratung zu Datenschutz, Health Claims, Markenrecht und KI. Und frage dich ehrlich, ob du dieses Thema drei bis fünf Jahre tragen kannst. Ein Startup ist nicht nur eine Vision. Es ist Alltag.

Welche Bedeutung haben aus deiner Sicht Geschichten über gescheiterte Startups für die Gründerszene?

Sie sind wichtig, weil sie ein ehrlicheres Bild zeigen. Wir sprechen viel über Finanzierungen, Wachstum und Exits. Aber viele Gründer erleben auch Zweifel, Überforderung und Rückschläge. Wenn solche Geschichten geteilt werden, können andere daraus lernen und sich weniger allein fühlen.

Nicht jedes gescheiterte Startup ist ein Fehler. Manchmal ist es eine sehr intensive Ausbildung über sich selbst.

Wenn du deine Reise in einem Satz zusammenfassen müsstest was ist die wichtigste Erkenntnis die bleibt?

Manchmal ist nicht das Festhalten an einer Idee der mutigste Schritt, sondern der ehrliche Moment, in dem man loslässt und neu anfängt.

Bild: Jan Bruckner Bildcredits Jan Bruckner

Wir bedanken uns bei Jan Bruckner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

NanoStruct entwickelt schnelle Bakterienerkennung für Lebensmittel

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NanoStruct erhält Seed Funding von Bayern Kapital Das Team von NanoStruct, v.l.n.r.: Enno Schatz (CTO), Kai Leibfried (CFO) und Henriette Maaß (CEO). Copyright: NanoStruct GmbH

NanoStruct entwickelt schnelle Bakterienerkennung für Lebensmittel

Die NanoStruct Bakterienerkennung Lebensmittel soll Analyseprozesse in der Lebensmittelindustrie deutlich beschleunigen. Das Würzburger Bio und Nanotechnologie Startup erhält dafür eine Seed-Finanzierung über 2,6 Millionen Euro unter Beteiligung von Bayern Kapital, HTGF und Auxxo.

NanoStruct Bakterienerkennung Lebensmittel erhält Seed Funding

Eine zuverlässige Plattform für die Erkennung pathogener Bakterien in Lebensmitteln: Bayern Kapital beteiligt sich an NanoStruct

Bayern Kapital, die Venture- und Growth-Capital-Gesellschaft des Freistaats Bayern, beteiligt sich mit dem Innovationsfonds EFRE II an NanoStruct, einem Bio- und Nanotechnologie-Startup mit Sitz in Würzburg, das eine Analyseplattform für die schnelle Identifizierung pathogener Bakterien in Lebensmitteln entwickelt. NanoStruct hat eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 2,6 Millionen Euro abgeschlossen, an der sich Bayern Kapital gemeinsam mit dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Auxxo Female Catalyst Fund beteiligt hat. Die Mittel aus der Finanzierungsrunde wird das Unternehmen nutzen, um den Markteintritt seiner Plattform voranzutreiben.

NanoStruct Bakterienerkennung Lebensmittel verkürzt Analysezeiten

Lebensmittelhersteller und Labore prüfen Lebensmittel umfassend auf gefährliche Bakterien wie Listerien oder Salmonellen sowie auf weitere Schadstoffe. Nur so schützen sie Verbraucher zuverlässig und stellen die Lebensmittelsicherheit sicher.

Der Analyseprozess ist bislang jedoch zeitaufwändig. Ergebnisse liegen häufig erst nach mehreren Tagen vor. Im schlimmsten Fall müssen deshalb ganze Chargen zurückgerufen werden. Das bedeutet ein gesundheitliches Risiko für Verbraucher und hohe finanzielle Belastungen für Lebensmittelhersteller.

Zugleich steigen die regulatorischen Anforderungen im Bereich Verbraucherschutz kontinuierlich. Lebensmittelproduzierende Unternehmen und Analyselabore benötigen daher effizientere und schnellere Analyseverfahren.

NanoStruct ist ein Startup mit Hauptsitz in Würzburg. Das Unternehmen wurde 2021 als Ausgründung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg gegründet. Ziel des Startups ist es, Analyseprozesse schneller, effizienter und präziser zu gestalten.

Dafür hat NanoStruct ein Verfahren entwickelt, das optische Messungen mit hochpräziser Nanotechnologie, Biotechnologie und KI gestütztem Machine Learning kombiniert. So lassen sich selbst kleinste Rückstände von Bakterien und anderen Schadstoffen zuverlässig identifizieren. Zudem können verschiedene Bakterienspezies eindeutig voneinander unterschieden werden.

Die gewonnenen Daten werden automatisiert über ein eigens entwickeltes portables Tool bereitgestellt. Der Analyseprozess wird dadurch deutlich verkürzt. Ergebnisse stehen noch am selben Tag zur Verfügung.

NanoStruct Bakterienerkennung Lebensmittel mit KI Technologie

„Wir freuen uns, mit dem HTGF, Bayern Kapital und Auxxo ein erfahrenes, renommiertes und starkes Investorenkonsortium an unserer Seite zu haben, das uns dabei unterstützen wird, unsere Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben. Gemeinsam mit unseren Investoren sind wir bereit, mit unserer Plattform einen Beitrag dazu zu leisten, Lebensmittel für alle sicherer und gesünder zu machen. Die Mittel aus unserer erfolgreichen Seed-Finanzierungsrunde in siebenstelliger Höhe werden deshalb primär in den Aufbau unserer Vertriebsstrukturen und das Vorantreiben von Pilotprojekten in der Lebensmittelindustrie fließen”, sagt Dr. Henriette Maaß, Gründerin und CEO von NanoStruct.

„NanoStruct ist ein tolles Beispiel für eine gelungene Uni-Ausgründung. Die Plattform-Technologie ist sowohl in der Lebensmittelindustrie als auch in weiteren Bereichen wie Wasserversorgung, Medizintechnologie oder Diagnostik anwendbar. Zeitaufwändige Analyseprozesse in diesen sensiblen Anwendungsfeldern werden mit der disruptiven NanoStruct-Technologie deutlich schneller und effizienter und liefern zugleich zuverlässigere Ergebnisse, wie Pilotkunden bestätigen. Gerade vor dem Hintergrund kontinuierlich steigender regulatorischer Anforderungen an Hygiene und gesundheitliche Unbedenklichkeit in verschiedenen Bereichen schafft die NanoStruct-Plattform einen klaren Mehrwert für Unternehmen. In Kombination mit einem starken Gründerteam mit fundierter fachlicher Expertise verfügt NanoStruct damit über beste Voraussetzungen, sich in einem Wachstumsmarkt ideal zu positionieren und ist ein spannendes Investment in Würzburg für uns“, sagt Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayern Kapital.

Bild: Das Team von NanoStruct, v.l.n.r.: Enno Schatz (CTO), Kai Leibfried (CFO) und Henriette Maaß (CEO). Copyright: NanoStruct GmbH

Quelle Schwartz Public Relations GmbH

NanoStruct erhält Seed Finanzierung für schnelle Lebensmittelanalyse

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NanoStruct erhält 2,6 Mio. Euro Seed Funding Bild NanoStruct Team Copyright NanoStruct

NanoStruct erhält Seed Finanzierung für schnelle Lebensmittelanalyse

Die NanoStruct Seed Finanzierung markiert einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung schneller Lebensmittelanalysen. Das Würzburger DeepTech Startup erhält 2,6 Millionen Euro, um seine Technologie zur Identifikation gefährlicher Bakterien in Lebensmitteln weiter zu industrialisieren und den Markteintritt zu beschleunigen.

NanoStruct Seed Finanzierung stärkt Lebensmittelanalyse

Mehr Lebensmittelsicherheit durch DeepTech:
Würzburger Startup NanoStruct sichert sich 2,6 Mio. Euro Seed-Finanzierung mit Unterstützung von BayStartUP
Investoren sind HTGF, Bayern Kapital, AUXXO Female Catalyst Fund sowie Business Angels aus dem BayStartUP-Netzwerk
Technologie verkürzt den Nachweis gefährlicher Bakterien in Lebensmitteln von mehreren Tagen auf wenige Stunden
Businessplan Wettbewerb Nordbayern von BayStartUP ermöglichte erste Investorenkontakte

Würzburg/Nürnberg, 11.05.2026 – Das Würzburger DeepTech-Startup NanoStruct entwickelt eine Analyseplattform, die den Nachweis gefährlicher Bakterien in Lebensmitteln wie Salmonellen oder Listerien von mehreren Tagen auf wenige Stunden verkürzt. Dafür kombiniert das Unternehmen optische Messtechnik mit Nanotechnologie, Biotechnologie und KI-gestützter Datenauswertung. Nun sichert sich NanoStruct eine Seed-Finanzierung über 2,6 Millionen Euro. Die Runde wird angeführt vom HTGF, Bayern Kapital und dem AUXXO Female Catalyst Fund. Ergänzt wird das Investment durch drei Business Angels aus dem BayStartUP-Investorennetzwerk.

Klassische mikrobiologische Verfahren benötigen häufig mehrere Tage bis zum Ergebnis – insbesondere bei frischen Lebensmitteln ein erhebliches Risiko. NanoStruct adressiert dieses Problem mit einer technologischen Plattform für deutlich schnellere und effizientere Analysen.

BayStartUP unterstützte NanoStruct bei der Vorbereitung der Finanzierungsrunde sowie beim Zugang zu relevanten Investoren.

„NanoStruct steht exemplarisch für eine starke Generation technologiegetriebener Startups aus Nordbayern: wissenschaftlich exzellent, mit klarem Marktbedarf und international skalierbar“, sagt Carsten Rudolph, Geschäftsführer von BayStartUP. „Die Fähigkeit, bakterielle Belastungen in Lebensmitteln innerhalb weniger Stunden statt erst nach Tagen nachzuweisen, kann entlang der gesamten Lieferkette enorme Auswirkungen haben – wirtschaftlich wie gesellschaftlich. Besonders freut uns, dass aus ersten Kontakten im Businessplan Wettbewerb nun eine starke Investorengruppe entstanden ist. Genau dafür bauen wir bei BayStartUP Brücken zwischen Forschung, Gründung und Wachstumskapital.“

NanoStruct Seed Finanzierung beschleunigt Markteintritt

Mit dem frischen Kapital will NanoStruct seine Technologie weiter industrialisieren und den Eintritt in den Lebensmittelanalysemarkt beschleunigen. Geplant sind Pilotprojekte mit Kunden, der Ausbau des Vertriebs sowie die Erweiterung des Teams.

Dr. Henriette Maaß, CEO von NanoStruct, sagt: „Mit dem HTGF, Bayern Kapital und AUXXO haben wir sehr starke Partner gewonnen. Sie ergänzen optimal unser bestehendes Netzwerk. Dazu gehört auch BayStartUP, die uns bei der Investorensuche unterstützt haben. Mit dem starken Konsortium sind wir nun bestens gerüstet und in den Startlöchern, um mit unserem System zur schnellen Bakterienidentifikation unseren ersten Zielmarkt, die Lebensmittelindustrie, zu erobern.“

„NanoStruct ist ein tolles Beispiel für eine gelungene Uni-Ausgründung”, sagt Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayern Kapital. „Die Plattform-Technologie ist sowohl in der Lebensmittelindustrie als auch in weiteren Bereichen wie Wasserversorgung, Medizintechnologie oder Diagnostik anwendbar. In Kombination mit einem starken Gründerteam mit fundierter fachlicher Expertise verfügt NanoStruct damit über beste Voraussetzungen, sich in einem Wachstumsmarkt ideal zu positionieren und ist ein spannendes Investment in Würzburg für uns.“

Dr. Stephan Ruck, Investment Analyst beim HTGF, ergänzt: „Der technologische Durchbruch, den NanoStruct bei der Entwicklung der Sensoren erreicht hat, ist bemerkenswert. Neben der Plattformtechnologie hat uns das starke Netzwerk im Eintrittsmarkt und vor allem das Team überzeugt. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Henriette und dem gesamten Gründerteam.“

NanoStruct Seed Finanzierung für DeepTech aus Würzburg

NanoStruct wurde 2021 als Ausgründung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg gegründet. Das Gründerteam vereint Expertise aus Biotechnologie, Sensorik und Unternehmensentwicklung: Dr. Henriette Maaß verantwortet als CEO die Strategie und Unternehmensentwicklung. CTO Enno Schatz bringt umfassende Expertise im Bereich Nano-Optik und Sensorik mit. CFO Kai Leibfried verantwortet Finanzierung, Geschäftsmodellentwicklung und kaufmännische Prozesse.

Bild: Das Team von NanoStruct, v.l.n.r.: Enno Schatz (CTO), Kai Leibfried (CFO) und Henriette Maaß (CEO). Copyright: NanoStruct GmbH

Quelle BayStartUp GmbH

Pitch Deck 2026: Inhalte, Struktur und Investor Readiness

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Pitch Deck 2026: Welche Inhalte Investoren 2026 erwarten und warum Profitabilität, KI-Moat und Unit Economics entscheidend sind.

Key Takeaways

  • Die Anforderungen an Startup-Präsentationen haben sich verschärft; Investoren erwarten belastbare Geschäftsmodelle und realistische Finanzierungspläne.
  • Ein modernes Pitch Deck 2026 muss sich auf Unit Economics, Burn Rate und den Path to Profitability konzentrieren.
  • Regulatorische Faktoren wie ESG-Kriterien und der AI Act gewinnen an Bedeutung für die Due Diligence.
  • Ein professionelles Pitch Deck 2026 sollte klare Marktanalysen und nachvollziehbare Umsatzprognosen enthalten.
  • Investoren achten auf technologische Defensibility, insbesondere bei KI-Startups, um langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Die Anforderungen an Startup-Präsentationen haben sich deutlich verändert. In einem Umfeld aus höheren Zinsen, vorsichtiger Kapitalvergabe und wachsendem Fokus auf Profitabilität erwarten Investoren heute belastbare Geschäftsmodelle statt reiner Wachstumsvisionen. Ein modernes Pitch Deck 2026 dient deshalb nicht mehr nur der Unternehmenspräsentation. Es wird zum strategischen Dokument für Investor Readiness.

Besonders in frühen Finanzierungsrunden prüfen Kapitalgeber deutlich genauer, ob ein Startup wirtschaftlich tragfähig werden kann. Themen wie Unit Economics, Burn Rate und Runway stehen häufig früher im Mittelpunkt als Produktdetails oder Designfragen.

Auch regulatorische Entwicklungen beeinflussen die Bewertung. ESG-Kriterien, Datenschutz und der europäische AI Act gehören inzwischen in vielen Branchen zur Standardprüfung während der Due Diligence. Gleichzeitig gewinnt die Frage nach technologischer Defensibility an Bedeutung. Gerade KI-Startups müssen erklären, warum ihr Geschäftsmodell langfristig verteidigbar bleibt.

Pitch Deck 2026: Was Investoren heute erwarten

Die Zeit des „Growth at all Costs“ gilt in vielen Bereichen als beendet. Investoren achten stärker auf operative Effizienz und den sogenannten Path to Profitability. Ein professionelles Pitch Deck 2026 muss deshalb nachvollziehbar erklären, wann ein Unternehmen profitabel arbeiten kann und wie hoch der Kapitalbedarf bis zu diesem Punkt ausfällt.

Besonders relevant sind heute folgende Faktoren:

  • belastbare Unit Economics
  • realistischer Kapitalbedarf
  • klare Marktsegmentierung
  • nachweisbare Nachfrage
  • operative Skalierbarkeit
  • erfahrene Gründerteams

Im Fokus stehen vor allem Kennzahlen wie CAC, Churn Rate und Customer Lifetime Value. Viele Fonds erwarten bereits in frühen Phasen erste Daten aus Pilotprojekten oder Testmärkten. Letter of Intents und zahlende Pilotkunden gewinnen ebenfalls an Bedeutung.

Zudem prüfen Investoren die Burn Rate deutlich kritischer als noch vor einigen Jahren. Entscheidend ist, wie lange die vorhandene Finanzierung reicht und welche Meilensteine innerhalb dieser Zeit erreichbar sind. Der verfügbare Runway gilt deshalb häufig als zentrale Kennzahl in Seed-Runden.

Auch das Team-Slide hat sich verändert. Akademische Titel allein reichen selten aus. Entscheidend ist der Founder-Market-Fit. Investoren möchten erkennen, warum genau dieses Team das Problem besser lösen kann als andere Marktteilnehmer.

Im Bereich künstliche Intelligenz achten Kapitalgeber außerdem auf den technologischen Burggraben. Ein überzeugendes Pitch Deck 2026 sollte klar darstellen, ob das Unternehmen lediglich bestehende Large Language Models integriert oder über proprietäre Daten, eigene Modelle oder besondere Infrastruktur verfügt. Genau diese Defensibility entscheidet häufig über langfristige Wettbewerbsvorteile.

Pitch Deck 2026: Aufbau und Struktur der Präsentation

Der grundsätzliche Aufbau eines Startup-Decks bleibt erhalten. Allerdings hat sich die Gewichtung einzelner Inhalte verschoben. Ein professionelles Pitch Deck 2026 konzentriert sich stärker auf wirtschaftliche Tragfähigkeit und Marktvalidierung.

Der Industriestandard umfasst meist zehn bis fünfzehn Folien. Häufig orientieren sich Gründer an etablierten VC-Modellen aus den USA, passen diese jedoch an die aktuellen Anforderungen europäischer Investoren an.

Wichtige Bestandteile sind:

  1. Problem und wirtschaftlicher Schmerz
  2. Lösung und Produkt
  3. Marktpotenzial
  4. Geschäftsmodell
  5. Wettbewerb und Defensibility
  6. Go-to-Market-Strategie
  7. Traktion und Kennzahlen
  8. Team und Founder-Market-Fit
  9. Finanzplanung
  10. Kapitalbedarf und Mittelverwendung

Besonders wichtig ist die Frage „Why Now?“. Investoren erwarten eine klare Erklärung, warum gerade jetzt ein günstiger Zeitpunkt für das Geschäftsmodell besteht. Das kann durch regulatorische Veränderungen, technologische Entwicklungen oder Marktverschiebungen begründet werden.

Auch die Marktanalyse verändert sich. Statt unrealistisch großer Milliardenmärkte achten viele Kapitalgeber inzwischen stärker auf den tatsächlich erreichbaren SOM, also den Serviceable Obtainable Market. Ein kleiner, klar definierter Markt wirkt oft glaubwürdiger als überdimensionierte Globalprognosen.

Die Finanzplanung erhält ebenfalls deutlich mehr Aufmerksamkeit. Umsatzannahmen müssen nachvollziehbar sein und zu den vorhandenen Ressourcen passen. Ein gutes Pitch Deck 2026 zeigt deshalb nicht nur Wachstumsziele, sondern auch Kostenstruktur, Margenentwicklung und Liquiditätsplanung.

Visuell dominieren klare und reduzierte Designs. Überladene Animationen oder dekorative Grafiken verlieren an Bedeutung. Gleichzeitig erwarten Investoren professionelle Datenvisualisierungen, sofern diese einen echten Informationswert bieten.

Pitch Deck 2026: Häufige Fehler und neue Risiken

Viele Startup-Präsentationen scheitern weiterhin an denselben Schwächen. Besonders kritisch wirken unrealistische Wachstumsannahmen oder fehlende Marktvalidierung. Ein überzeugendes Pitch Deck 2026 benötigt belastbare Daten statt allgemeiner Visionen.

Häufig problematisch sind:

  • unpräzise Marktdefinitionen
  • fehlende Wettbewerbsanalyse
  • zu optimistische Umsatzprognosen
  • fehlende Angaben zu Burn Rate und Runway
  • unklare Eigentümerstrukturen
  • fehlende regulatorische Einordnung

Vor allem im KI-Bereich reagieren Investoren sensibel auf austauschbare Geschäftsmodelle. Viele Startups basieren technisch auf denselben externen Modellen und APIs. Ohne proprietäre Datenbasis oder klar erkennbare Defensibility sinkt die Wahrscheinlichkeit für langfristige Wettbewerbsvorteile erheblich.

Auch regulatorische Risiken spielen eine größere Rolle. Der europäische AI Act sowie strengere ESG-Vorgaben beeinflussen inzwischen zahlreiche Finanzierungsentscheidungen. Ein professionelles Pitch Deck 2026 sollte deshalb zeigen, wie Datenschutz, Compliance und Nachhaltigkeitsanforderungen umgesetzt werden.

Zudem prüfen Kapitalgeber Geschäftsmodelle heute deutlich genauer als noch vor wenigen Jahren. Besonders im Venture-Capital-Umfeld stehen operative Stabilität und effizientes Wachstum im Vordergrund. Ein modernes Pitch Deck 2026 muss daher nachvollziehbar erklären, wie Wachstum finanziert werden soll und wann ein Unternehmen unabhängig von externem Kapital arbeiten kann.

Fazit

Die Anforderungen an Startup-Präsentationen sind 2026 deutlich anspruchsvoller geworden. Investoren erwarten keine reinen Zukunftsvisionen mehr, sondern belastbare Geschäftsmodelle mit realistischer Finanzplanung und klarer Marktvalidierung.

Profitabilität, Defensibility und operative Effizienz stehen im Mittelpunkt vieler Finanzierungsrunden. Besonders wichtig bleiben transparente Kennzahlen, ein plausibler Path to Profitability und nachvollziehbare Wettbewerbsvorteile.

Ein Pitchdeck ist 2026 deshalb kein reines Design-Projekt mehr. Es ist ein strategisches Dokument zur Bewertung der Investitionsreife eines Unternehmens.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – DC Studio

INDIA DESK Germany offiziell in Berlin gestartet

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INDIA DESK Germany stärkt Markteintritt INDIA DESK Germany Launch GIIC NLND Launch Group Photo Berlin 06May2026

Neue Plattform stärkt deutsch-indische Innovationszusammenarbeit und Markteintritt in Deutschland

Initiative von GIIC und NLND Berlin, unterstützt von Berlin Partner, bietet indischen Startups, Scale-ups und innovationsgetriebenen Unternehmen strukturierten Zugang zum deutschen Markt und zum Berliner Innovationsökosystem

Der GIIC e.V. German Indian Innovation Corridor und NLND Berlin haben heute mit Unterstützung von Berlin Partner offiziell INDIA DESK Germany in Berlin gestartet. Die neue Plattform soll indische Startups, Scale-ups und innovationsgetriebene Unternehmen beim Markteintritt in Deutschland unterstützen und ihnen Zugang zu physischer Ansiedlungsinfrastruktur, strukturierten Markteintrittsprogrammen, Prototyping-Möglichkeiten sowie zum Berliner Innovationsökosystem bieten.

Der Launch fand bei NLND Neuland, Neuköllnische Allee 80, 12057 Berlin, statt und brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Industrie, Innovationsökosystemen, Unternehmen und grenzüberschreitenden Netzwerken zusammen.

Strukturierter Zugang zum deutschen und europäischen Markt

INDIA DESK Germany schafft einen strukturierten Einstiegspunkt für indische Unternehmen, die den deutschen und europäischen Markt erschließen, validieren und skalieren möchten. Die Plattform verbindet die physische Innovationsinfrastruktur von NLND Berlin, die kuratierte Pipeline aus Indien und die Markteintrittsprogramme von GIIC sowie die Unterstützung von Berlin Partner in den Bereichen öffentliche Wirtschaftsförderung, Ansiedlung, Fachkräftegewinnung, Workforce Integration sowie Zugang zu öffentlichen Förder- und Finanzierungsinstrumenten.

Hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft beim Launch

Die offizielle Eröffnung umfasste Redebeiträge von Franziska Giffey, Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin für Wirtschaft, Abhishek Dubey, Deputy Chief of Mission, Embassy of India sowie Dr. Jochen Neumeyer, stellvertretender Leiter des Referats Indien, Bhutan, Regionalorganisationen Südasien im Auswärtigen Amt.

Vorgestellt wurde INDIA DESK Germany von Martin Eyerer, General Lead NLND und CEO von Green City Development Berlin, Jobst Schumacher, Manager Strategic Projects and Public Affairs bei Philip Morris GmbH (PMI) und Siddharth Bhasin, Managing Director, GIIC e.V. German Indian Innovation Corridor.

Fokus auf Innovationszusammenarbeit und industrielle Transformation

Im Rahmen einer Paneldiskussion wurden Chancen der deutsch-indischen Innovationszusammenarbeit, industrielle Transformation, Markteintrittsstrategien sowie Partnerschaften zwischen Startups und etablierten Unternehmen diskutiert. An der Diskussion nahmen Upen Barve, GIIC, Martin Eyerer, NLND, Dr. Stefan Franzke, CEO Berlin Partner, und Dr. Şilan Hun, Head of Startup Partnering bei Siemens Mobility, teil. Die Schlussworte hielten Jan Lachenmayer, Chair of the Executive Board GIIC, und Jobst Schumacher, PMI.

„INDIA DESK Berlin ist mehr als eine Launch-Plattform – es ist eine langfristige Brücke für bilaterale Geschäftsbeziehungen, Handel und Innovation zwischen Indien und Deutschland. Unser Ziel ist es, INDIA DESK Berlin zur ersten Anlaufstelle für indische Unternehmen zu machen, die in den deutschen Markt eintreten möchten – ebenso wie für deutsche Unternehmen und Institutionen, die eine substanzielle Zusammenarbeit mit Indiens Innovationsökosystem suchen.“

Siddharth Bhasin, GIIC e.V. German Indian Innovation Corridor

„Indien ist aktuell eine der größten Chancen für Deutschland und kann in den kommenden Jahren zu einem entscheidenden strategischen Partner werden. Nach meiner Teilnahme an der Delegationsreise von Berlin Partner nach Indien im vergangenen Jahr wurde mir schnell klar, dass NLND perfekt als Landing Pad für Unternehmen und Talente positioniert ist, die sich zwischen Europa und Indien bewegen. GIIC ist dafür der richtige Partner: Unser Campus-Angebot und unsere physische Infrastruktur ergänzen ihr starkes Industrie- und Innovationsnetzwerk ideal.“

Martin Eyerer, General Lead NLND und CEO GCD Berlin

Drei Ebenen für erfolgreichen Markteintritt

Das Angebot von INDIA DESK Germany basiert auf drei zentralen Ebenen. Die Soft-Landing-Ebene umfasst Arbeitsflächen, Onboarding, erste Unterstützung bei der Geschäftsentwicklung sowie gezielte Orientierung im Berliner Ökosystem. Die Markteintrittsebene bietet ein einmonatiges, strukturiertes Kohortenprogramm mit Zugang zu Unternehmen, Partnern und Pilotmöglichkeiten. Die Prototyping- und Build-Ebene eröffnet Zugang zu Makerspace-Angeboten, Laboren und Pilotentwicklungen bei NLND Berlin.

Gemeinsam sollen diese Ebenen Unternehmen dabei unterstützen, den Weg von der Ankunft in Deutschland bis zur ersten Marktdynamik zu gehen. Von der Ansiedlung über Prototyping und Partnerzugang bis hin zu Pilotprojekten und Marktvalidierung.

Ausbau der deutsch-indischen Innovationszusammenarbeit geplant

Nach dem offiziellen Launch wird INDIA DESK Germany indische Unternehmen, Corporate-Partner, Ökosystemakteure und institutionelle Partner ansprechen, die an Markteintritt, Pilotentwicklung und deutsch-indischer Innovationszusammenarbeit interessiert sind.

Bild INDIA DESK Germany Launch GIIC NLND Launch Group Photo Berlin 06May2026

Quelle GIIC e.V. German Indian Innovation Corridor

Mannheimer Team baut europäische Alternative zu US-Videoplattformen

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alugha erhält Forschungszulage für Videoplattform Bernd Korz CEO at alugha

Bund fördert deutsche Videotechnologie: Rund eine Million Euro Forschungszulage für alugha

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert die Mannheimer alugha GmbH mit einer Forschungszulage von rund einer Million Euro. Anerkannt wurden die Arbeiten an einer mehrsprachigen Videoplattform, die Videotranskription, Übersetzung, Stimmenklonung, Emotionsübertragung und Postproduktion in einem automatisierten Prozess bündelt – und Unternehmen damit eine souveräne europäische Alternative zu US-Anbietern liefert. Das Entwicklungsvorhaben läuft seit Januar 2020 und soll bis Oktober 2026 abgeschlossen sein. Das Prüfverfahren nach dem Forschungszulagengesetz bestätigte förderfähige Aufwendungen in Höhe von insgesamt 4,74 Millionen Euro.

Eine europäische Antwort auf die Dominanz der US-Plattformen

Während international vor allem US-Anbieter den Markt für professionelle Videotechnologie prägen, entsteht in Mannheim seit mehreren Jahren eine europäische Alternative. alugha bündelt in einer einzigen Plattform, wofür Unternehmen bislang mehrere, meist amerikanische Dienstleister einsetzen mussten. Videos werden in beliebige Sprachen übersetzt, mit authentisch klingenden Stimmen neu vertont und lippensynchron angepasst – in einem durchgängigen, automatisierten Prozess und innerhalb von Sekunden. Anders als bei Angeboten von Google, Amazon oder spezialisierten US-Dienstleistern verlassen die Daten dabei Europa nicht.

Für Unternehmen in regulierten Branchen – von Finanzdienstleistern über die Industrie bis zum Gesundheitswesen – ist das weit mehr als eine Komfortfrage. Wer Schulungs-, Produkt- oder Kundenvideos in mehreren Sprachen anbieten will, steht heute regelmäßig vor der Wahl: entweder die Kontrolle über Inhalte und Daten an außereuropäische Anbieter abgeben oder auf Reichweite verzichten. alugha zeigt, dass dieser Widerspruch auflösbar ist.

Minuten statt Stunden, bei rund 90 Prozent geringeren Kosten

Der wirtschaftliche Nutzen ist für Anwender unmittelbar greifbar. Produktionszeiten für mehrsprachige Videos, die bislang Stunden oder Tage in Anspruch nahmen, verkürzen sich auf wenige Minuten. Aufwendige Synchronstudios, externe Übersetzungsdienstleister und manuelle Nachbearbeitung entfallen weitgehend. Nach Unternehmensangaben reduzieren sich die Produktionskosten dadurch um rund 90 Prozent. Datenhoheit, Urheberrechte und der einheitliche Markenauftritt bleiben dabei unter europäischer Kontrolle – ein Aspekt, der angesichts des EU AI Act und verschärfter regulatorischer Anforderungen an den Umgang mit Unternehmensdaten zunehmend geschäftsentscheidend wird. Zumal der Datenabfluss in die USA – wie die letzten Nachrichtenanlässe rund um Google, Microsoft, Perplexity, OpenAI und Anthropic zeigen – mehr und mehr zum geopolitischen Problem wird.

Ambitionierte Agenda für den Technologiestandort Deutschland

Die Forschungszulage ist für alugha mehr als eine Anerkennung – sie ist Rückenwind für eine Expansion. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, zu einer der führenden europäischen Infrastrukturen für mehrsprachige Videokommunikation im B2B-Bereich zu werden. Gründer und Geschäftsführer Bernd Korz engagiert sich zudem in der Bundesfachkommission Künstliche Intelligenz des Wirtschaftsrats der CDU und bringt dort die Perspektive deutscher Technologieunternehmen in die Debatte um europäische KI-Souveränität ein.

„Dass der Bund unser Vorhaben als förderfähig anerkennt, ist ein starkes Signal – nicht nur für uns, sondern für den gesamten deutschen Technologiestandort. Wir zeigen, dass Europa Weltklasse-Technologie im Bereich Video und Künstliche Intelligenz entwickeln kann – mit dem entscheidenden Unterschied, dass unsere Kundinnen und Kunden die volle Kontrolle über ihre Daten behalten.

Wir haben in den vergangenen Jahren eine Plattform aufgebaut, die technologisch mit den großen US-Anbietern mithält und gleichzeitig europäische Werte in ihrer DNA trägt. Und wir haben noch einiges vor.“

Bernd Korz, Gründer und CEO der alugha GmbH

Abschluss des Vorhabens für 2026 geplant

Das geprüfte Entwicklungsvorhaben soll bis Oktober 2026 abgeschlossen werden. Die Ergebnisse fließen in neue und wesentlich verbesserte Produkte des Unternehmens ein und bilden die Grundlage für den weiteren Ausbau der Plattform. Schon heute nutzen Unternehmen aus Industrie, Medien und dem Bildungssektor die alugha-Infrastruktur, um ihre Inhalte international skalierbar zu machen. Ohne ihre digitale Souveränität aus der Hand zu geben.

Bild Bernd Korz @alugha

Quelle Primus Inter Pares GmbH

Was passiert, wenn ein Tabu plötzlich ganz normal wird?

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Amorana Sexual Wellness Produkte Markt Wachstum Sebastian Schleef amorana

Amorana gestaltet den Markt für Sexual Wellness und entwickelt hochwertige Produkte für mehr Lebensqualität und Wohlbefinden

Wie ist Amorana entstanden und wer sind die Gründer hinter dem Unternehmen?

Amorana entstand 2014 aus einer einfachen aber unbequemen Beobachtung: Der Markt für Sexual Wellness war entweder billig und unseriös — oder so medizinisch-klinisch, dass er die Menschen eher abgeschreckt als eingeladen hat. Lukas Speiser und Alan Frei wollten genau das ändern.

Die Vision war klar: Ein „Apple Store für das Liebesleben“ — hochwertig, ästhetisch, zugänglich. Ein Ort wo man sich wohlfühlt statt schämt. Das war 2014 in der Schweiz ein echter Tabubruch — und genau dort, wo Reibung ist, entstehen die grössten Marktlücken.
Was als Zürcher Startup begann, hat sich schrittweise zu einer ganzheitlichen Sexual Wellness Plattform entwickelt. 2020 folgte der nächste entscheidende Schritt: die Integration in die globale Lovehoney Group — den weltweiten Marktführer im Sexual Wellness Bereich. Damit kombinierten wir erstmals regionale Nähe und Schweizer Qualitätsanspruch mit globaler Innovationskraft und dem Hersteller-Know-how hinter Marken wie Womanizer, We-Vibe und Arcwave.

Heute verkaufen wir nicht mehr nur Produkte — wir verkaufen Wohlbefinden und Lebensqualität. Und wir sind dabei, dieses Modell auf die gesamte DACH-Region auszurollen.

Mit welcher Vision ist Amorana gestartet und wie hat sich diese im Laufe der Zeit weiterentwickelt?

Die ursprüngliche Vision war fokussiert: Das Liebesleben von Paaren in der Schweiz bereichern — mit einem Angebot das Qualität und Ästhetik in den Vordergrund stellt statt Scham und Stigma. Was sich verändert hat, ist die Dimension. Aus dem Schweizer Fokus wurde ein DACH-Anspruch. Aus dem reinen Händler wurde ein Hybrid: Retailer und Hersteller in einem. Und aus dem Ziel, ein gutes Einkaufserlebnis zu bieten, wurde eine echte Mission — Sexual Wellness als selbstverständlichen Teil von Self-Care und Lebensqualität in der Gesellschaft zu verankern.

Der entscheidende Katalysator war der Zusammenschluss mit der Lovehoney Group 2020. Plötzlich hatten wir nicht mehr nur ein kuratiertes Sortiment — wir waren direkt mit den Erfindern hinter Womanizer, We-Vibe und Arcwave verbunden. Das hat unser Selbstverständnis fundamental verändert: Wir vermitteln Innovationen die das Leben von Menschen konkret verbessern. Was die DACH-Expansion dabei so logisch macht: Unsere Kundinnen und Kunden in der Region teilen denselben Medienraum. Dieselben Zeitungen, Podcasts, Influencer und Plattformen. Das bedeutet: Ein Schritt nach Deutschland ist kein Sprung ins Unbekannte — er öffnet Marketingmöglichkeiten und Kooperationen die uns als reiner Schweizer Player verschlossen waren. Die Grenzen im Markt sind durchlässiger als sie auf der Landkarte aussehen.

Was unterscheidet Amorana von klassischen Online-Shops im Bereich Sexual Wellness?

Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Sortiment — er liegt in der Struktur.
Klassische Online-Shops im Sexual Wellness Bereich sind Händler. Sie kaufen ein, listen auf und konkurrieren primär über den Preis. Wir sind anders aufgestellt: Als Teil der Lovehoney Group sind wir direkt mit den Herstellern hinter Womanizer, We-Vibe und Arcwave verbunden. Wer bei uns kauft, kauft nicht bei einem Zwischenhändler — er kauft direkt an der Quelle.

Das hat konkrete Konsequenzen. Erstens bei der Exklusivität: Unser erotischer Adventskalender — der einzige seiner Art der einen echten Womanizer enthält — ist ein Produkt das kein Wettbewerber replizieren kann. Zweitens beim Vertrauen: Unsere 100-Tage-Garantie gilt für alle Sextoys in unserem Sortiment — eine Aussage die wir uns leisten können weil wir die Qualität hinter den Produkten aus erster Hand kennen.
Und drittens — und das ist vielleicht der nachhaltigste Vorteil — das Know-how. Als globaler Player haben wir Kundentouchpoints in den USA, UK, Australien, Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Diese globale Datenbasis nutzen wir aktiv um unser Sortiment präzise am Kundenbedürfnis zu kuratieren. Kein regionaler Mitbewerber hat diesen Einblick. Das ist der Unterschied zwischen einem guten Sortiment und dem richtigen Sortiment.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit Amorana an und wie gehen Sie auf deren Bedürfnisse ein?

Amorana ist im Mainstream angekommen — aber mit einem klaren Profil.
Der typische Amorana-Kunde legt Wert auf Qualität, ein kuratiertes Sortiment und weiss was er will. Das zeigt sich auch quantitativ: Unsere Kundschaft hat im Schnitt 4,5 Toys im Nachttisch. Das ist kein Gelegenheitskäufer — das ist jemand der Sexual Wellness als festen Teil des Alltags versteht.

Was viele überrascht: Unsere Kundschaft ist 50/50 Männer und Frauen. Aber rund 80% des Umsatzes entfallen auf Frauentoys. Männer kaufen bei uns primär hochwertige Produkte für ihre Partnerinnen. Das ist ein starker Verhaltensindikator: Das Thema ist gesellschaftlich so weit normalisiert, dass es als selbstverständlicher Geschenkentscheid funktioniert.
Wie wir auf die Bedürfnisse dieser Kundschaft eingehen, zeigt sich auch im Wandel der Kaufmotive: Früher war diskrete Verpackung der wichtigste Kauftreiber. Heute ist es Produktqualität — Materialsicherheit, bodysafe Standards, technologische Innovation. Wer offen über Qualität nachdenkt, schämt sich nicht mehr für den Kauf. Diesen Mentalitätswandel haben wir aktiv mitgestaltet — und unser Sortiment konsequent darauf ausgerichtet.

Welche Rolle spielen Aufklärung und Inhalte neben dem eigentlichen Produktverkauf bei Amorana?

Aufklärung ist nicht Beiwerk — es ist der Kern unserer Unternehmung.
Viele Menschen sprechen nicht über Lust, Bedürfnisse und Sexualität. Nicht mit dem Partner, nicht mit Freunden. Das Thema existiert, aber es bleibt unausgesprochen. Was wir bei Amorana beobachten: Allein die Auseinandersetzung mit unserer Plattform und unseren Produktmarken ist für viele Menschen ein erster Türöffner. Ein Moment wo das Thema plötzlich besprechbar wird.

Und das verändert etwas. Denn wer anfängt über Bedürfnisse zu sprechen — auch und gerade beim Thema Sexualität — verbessert damit häufig sein Sexleben. Nicht durch das Produkt allein, sondern durch die Kommunikation die es auslöst. Bedürfnisse zu verbalisieren ist der erste Schritt. Immer.
Das ist ein grosser Teil des Warums hinter Amorana. Wir schaffen einen Raum in dem Menschen anfangen, dieses Thema für sich zu öffnen. Der Film „Pour Le Plaisir“ über die Entstehungsgeschichte von Womanizer ist ein gutes Beispiel: Er macht Technologie emotional zugänglich — und senkt damit die Schwelle für ein Gespräch das viele lange nicht geführt haben.

Wie gelingt es Ihnen, ein sensibles Thema wie Sexualität modern und zugänglich zu vermitteln?

Der Beweis dass wir das Thema zugänglich gemacht haben, liegt im Vertriebskanal.
Früher kaufte man Toys in schmuddeligen, abgedunkelten Shops. Man bekam eine schwarze, ungebrandete Tüte und schlich sich schnell und verschämt zur Tür hinaus. Das war die Realität — und sie spiegelte das gesellschaftliche Stigma perfekt wider.
Heute ist das anders. Man kauft Toys offen im Drogeriemarkt. Man informiert sich auf Galaxus oder Amazon. Und man entdeckt Produkte über Instagram, Podcasts oder eine Kooperation mit einer Brand die man bereits liebt. Dieser Wandel ist kein Zufall — er ist das Ergebnis einer konsequenten Multichannel-Strategie. Wir verkaufen und informieren da wo die Kunden sind: online und offline, im Mainstream und im stationären Retail.

Parallel dazu hat sich unser Marketing-Mix fundamental verändert — im Gleichschritt mit dem gesellschaftlichen Medienkonsum. Früher dominierten TV-Werbung und Out-of-Home-Kampagnen unser ATL-Budget. Heute konzentrieren wir uns auf Social Media, Foren und Kollaborationen mit Brands und Influencern die bereits das Vertrauen unserer Zielgruppe haben. Nicht weil TV tot ist — sondern weil unsere Kunden dort sind wo Gespräche stattfinden. Und genau dort wollen wir sein.

Mit welchen Herausforderungen war Amorana beim Aufbau der Marke in einem tabuisierten Markt konfrontiert?

Die gesellschaftliche Herausforderung war real — aber die praktischen Hürden waren oft noch konkreter. Der Mentalitätswandel den wir angestrebt haben, zeigt sich heute deutlich: Früher war diskrete Verpackung der wichtigste Kauftreiber. Heute ist es Produktqualität — Materialsicherheit, bodysafe Standards, technologische Innovation. Das ist ein fundamentaler Wandel, den wir aktiv mitgestaltet haben.

Aber parallel dazu kämpfen wir täglich gegen strukturelle Barrieren. Google Safe Search, Magazine und Partner die nicht mit uns arbeiten wollen, Payment-Provider die zögern. Und das obwohl wir inhaltlich kaum weiter von einem Pornoanbieter entfernt sein könnten — wer sich Womanizer.com ansieht, versteht sofort was ich meine. Trotzdem werden wir noch immer in dieselbe Schublade gesteckt. Das ist frustrierend — und es zeigt wie tief das Stigma sitzt.

Was uns antreibt: Wir haben in über zehn Jahren enorm viel erreicht. Sexual Wellness ist in den Mainstream gewandert. Aber wir sind noch nicht am Ziel. Solange Qualitätsmarken wie unsere dieselben Restriktionen bekommen wie explizite Inhalte, gibt es noch Arbeit zu tun. Diese Arbeit machen wir gerne.

Wie stellen Sie sicher, dass Kundinnen und Kunden ein diskretes und vertrauensvolles Einkaufserlebnis haben?

Vertrauen ist bei uns kein Feature — es ist die Geschäftsgrundlage.
Es beginnt beim Offensichtlichen: diskreter Versand, transparente Rückgaberegeln, eine 100-Tage-Garantie auf alle Sextoys in unserem Sortiment. Das sind die Hygienefaktoren. Aber Vertrauen geht bei uns tiefer. Als Teil der Lovehoney Group kennen wir die Produkte die wir verkaufen aus erster Hand — ihre Materialien, ihre Qualitätsstandards, ihre Entwicklungsgeschichte. Diese Beratungstiefe ist für einen reinen Händler nicht replizierbar.

Was uns aber am meisten unterscheidet: Wir bauen die Produkte die unsere Kunden wollen — nicht umgekehrt. Dafür arbeiten wir mit einem grossen Netzwerk aus Testerinnen und Testern zusammen. Echte Menschen, echtes Feedback, direkt in die Produktentwicklung eingespeist. Das ist der Unterschied zwischen einem Sortiment das gut aussieht — und einem Sortiment das wirklich funktioniert.

Welche Faktoren sind entscheidend für den Erfolg im E-Commerce im Bereich Sexual Wellness?

Erfolg im Sexual Wellness E-Commerce hat vier Säulen — und alle vier bedingen einander.
Erstens Kundendaten und Feedback als Ausgangspunkt für Produktentwicklung. Nicht Bauchgefühl, nicht Trends — sondern echtes Input von echten Nutzern. Wer die richtigen Produkte entwickelt, gewinnt. Wer versucht dem Kunden etwas zu verkaufen was er nicht will, verliert — egal wie gut das Marketing ist.

Zweitens ein tiefes Eigenmarken-Portfolio. Eigenmarken schützen Margen, ermöglichen Exklusivität und machen unabhängig vom reinen Preiswettbewerb. Womanizer, We-Vibe, Arcwave — das sind Marken mit echter technologischer Differenzierung die kein reiner Händler replizieren kann.

Drittens Multichannel als Reichweitenhebel. Online und offline, Marktplätze und eigener Shop, Social Media und stationärer Retail. Wer nur auf einen Kanal setzt, überlässt dem Wettbewerber den Kunden dort wo er gerade ist.
Und viertens — Geschichten und Kooperationen die zeigen dass Sexualität in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Niemand muss sich dafür schämen. Popkultur normalisiert was Marketing alleine nicht schafft. Diesen Rückenwind aktiv zu nutzen ist ein echter Wachstumshebel.

In welche Richtung möchten Sie Amorana künftig weiterentwickeln?

Der unmittelbare Fokus ist klar: DACH. Deutschland und Österreich sind erschlossen, jetzt geht es darum Amorana dort als die führende Adresse für Sexual Wellness zu etablieren — mit demselben Vertrauen das wir uns in der Schweiz über zehn Jahre aufgebaut haben.
Aber die längerfristige Vision geht weiter. Wir wollen Sexualität weiter enttabuisieren — nicht nur durch Produkte, sondern aktiv durch Sex Education. Wissen, Kontext, Aufklärung. Der erste Schritt ist oft der schwerste — wir wollen ihn für so viele Menschen wie möglich leichter machen.

Parallel dazu erschliessen wir neue Konsumenten-Touchpoints über neue Produktkategorien die sich an ganz neue Kundensegmente wenden. Was genau dahintersteckt? Dazu kann ich heute noch nichts sagen. Aber ich kann sagen: Es wird die Art wie wir über Sexual Wellness denken nochmals grundlegend verschieben.
Sie dürfen gespannt bleiben.

Der übergeordnete Trend ist klar: Sexual Wellness wird ein fester Bestandteil eines ganzheitlichen gesunden Lebensstils.
Das ist keine Nischenbeobachtung — das ist ein Megatrend. Longevity und Health dominieren den gesellschaftlichen Diskurs. Menschen investieren bewusst in ihre physische und mentale Gesundheit. Eine gesunde Sexualität gehört integral dazu — auch wenn das in der öffentlichen Debatte noch zu wenig anerkannt wird. Hier haben wir als Branche noch Aufklärungsarbeit vor uns. Und wir machen sie gerne.

Auf Produktebene sehen wir einen steigenden Anspruch an Technologie und Innovation. Kunden vergleichen nicht mehr nur Preise — sie suchen gezielt nach patentierten Lösungen wie der Pleasure Air Technology von Womanizer oder der Stimulationstechnologie hinter Arcwave. Das ist eine Professionalisierung des Kaufverhaltens die uns als Hersteller direkt zugutekommt.

Ein spannender regionaler Datenpunkt: Die Schweiz ist in Europa ein klarer Vorreiter bei Male Toys. Männer sind hier offener gegenüber entsprechenden Produkten als in den meisten anderen Märkten. Das ist ein früher Indikator für eine Entwicklung die wir europaweit erwarten — die Enttabuisierung von Sexual Wellness ist kein rein weibliches Thema mehr. Sie ist ein gesellschaftliches.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Sucht die Reibung. Wo ein Thema tabuisiert, stigmatisiert oder gesellschaftlich unbequem ist, entstehen oft die grössten Marktlücken. Amorana ist der Beweis. Der Erotikmarkt war 2014 entweder billig-unseriös oder medizinisch-klinisch — genau diese Lücke haben wir gefüllt. Habt keine Angst vor Märkten die andere meiden. Genau dort wartet oft die grösste Chance.

Zweitens: Plant viele Iterationen für den Product-Market-Fit ein — und nehmt euch die Zeit die es braucht. Wir arbeiten mit einem grossen Netzwerk aus Testerinnen und Testern zusammen um sicherzustellen dass wir die Produkte bauen die unsere Kunden wirklich wollen — nicht die Produkte die wir für richtig halten. Dieser Unterschied klingt klein, ist aber fundamental. Erst wenn ihr sicher seid dass euer Produkt ein echtes Bedürfnis löst, solltet ihr euch voll und ganz in die Skalierung stürzen. Zu früh zu skalieren ist einer der teuersten Fehler den Gründer machen.

Drittens: Erzählt eine Geschichte — keine Produktbeschreibung. Menschen kaufen kein Funktionsblatt, sie kaufen ein besseres Lebensgefühl. Der Film „Pour Le Plaisir“ über die Entstehung von Womanizer ist dafür das perfekte Beispiel: Er macht eine technologische Innovation emotional zugänglich und öffnet Türen die reines Marketing nie öffnen könnte. Findet die Geschichte hinter eurem Produkt — und erzählt sie überall.

Bild: Sebastian Schleef Copyright amorana

Wir bedanken uns bei Sebastian Schleef für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


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1767 Avenue de l’Hippodrome
69140 Rillieux-la-Pape
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miriam.otero@lovehoneygroup.com

Ansprechpartner: Miriam Otero

Social Media:
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Was, wenn Gebäude mehr können, als nur Energie zu verbrauchen?

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stroya Mieterstrom Energie Plattform Immobilien Roman Ginzburg und Arne Reuter @amberra

stroya entwickelt eine digitale Plattform für Mieterstrom und ermöglicht es, Energie direkt im Gebäude zu erzeugen, zu nutzen und so die Energiewende für Eigentümer und Mieter einfacher und effizienter umzusetzen

Wie ist stroya entstanden und wer steckt hinter dem Unternehmen?

stroya ist aus der Praxis heraus entstanden. Die Wurzeln liegen bei der Volksbank Haselünne, die bereits 2022 mit dem Tochterunternehmen Mieterstrom Hasetal eigene Mieterstromprojekte umgesetzt und dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt hat. Gemeinsam mit amberra, dem Corporate Venturing Studio der genossenschaftlichen FinanzGruppe, wurde dieses Modell weiterentwickelt, strukturiert und digitalisiert.
In enger Zusammenarbeit mit weiteren Partnerbanken ist daraus eine skalierbare Lösung entstanden. Heute steht stroya als eigenständiges Unternehmen für die Verbindung aus regionaler Verankerung, energiewirtschaftlicher Expertise und digitaler Plattform.

Was war der Auslöser, sich mit stroya auf Mieterstrom und lokale Energieversorgung zu konzentrieren?

Der Auslöser war ein sehr konkretes Problem: Obwohl auf vielen Gebäuden bereits Photovoltaik installiert ist, profitieren Mieterinnen und Mieter oft nicht direkt davon. Gleichzeitig bleibt ein großes Potenzial für lokale Energieversorgung ungenutzt.
Mieterstrom ist eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten, die Energiewende in die Fläche zu bringen – war bisher aber durch regulatorische und operative Hürden schwer umzusetzen. Genau hier setzt stroya an.

Welche Vision verfolgt stroya für die Energiewende im Immobilienbereich?

Unsere Vision ist es, Gebäude zu aktiven Bestandteilen der Energiewende zu machen. Immobilien sollen nicht nur Energie verbrauchen, sondern selbst zu lokalen Energiequellen werden.
Wir wollen erreichen, dass lokal erzeugter Strom dort genutzt wird, wo er entsteht – direkt im Gebäude. Das schafft mehr Unabhängigkeit, reduziert Kosten und stärkt regionale Wertschöpfung.

Wie möchtet ihr erreichen, dass mehr Gebäude zu lokalen Energiequellen werden?

Der Schlüssel liegt in der Vereinfachung. Wir machen Mieterstrom digital, wirtschaftlich und operativ umsetzbar.
Durch unsere Plattform bündeln wir Planung, Umsetzung und Betrieb und schaffen so einen klaren, standardisierten Prozess. Gleichzeitig arbeiten wir eng mit regionalen Partnern zusammen, um die Umsetzung vor Ort sicherzustellen.

Welche Zielgruppen stehen bei euch im Fokus und welche konkreten Probleme löst ihr für Eigentümer und Mieter?

Im Fokus stehen Eigentümer von Mehrfamilienhäusern sowie institutionelle Bestandshalter. Für sie lösen wir vor allem die Komplexität und übernehmen die Tätigkeiten rund um die Umsetzung und Verwaltung von Mieterstromprojekten.
Für Mieterinnen und Mieter schaffen wir Zugang zu lokal erzeugtem, günstigerem Strom – ohne zusätzlichen Aufwand. Gleichzeitig leisten sie einen direkten Beitrag zur Energiewende.

Warum ist das Thema Mieterstrom bisher so komplex und wie vereinfacht stroya diesen Prozess?

Mieterstrom bringt verschiedene Welten zusammen: Energiewirtschaft, Regulierung, Abrechnung und operative Umsetzung. Diese Schnittstellen machen Projekte oft aufwendig und für einzelne Vermieter schwer skalierbar.
stroya reduziert diese Komplexität, indem wir relevante Prozesse digital abbilden und standardisieren. Von der Projektplanung über die Umsetzung bis hin zur Abrechnung bieten wir eine integrierte Lösung.

Was macht euren Ansatz im Vergleich zu klassischen Energieversorgern oder anderen Anbietern besonders?

Unser Ansatz verbindet digitale Skalierbarkeit mit regionaler Umsetzung. Wir denken Mieterstrom aus dem Gebäude und der Region heraus, zentralisieren aber dennoch wiederkehrende Prozesse und automatisieren diese.
Durch die enge Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort und die Einbettung in ein starkes Netzwerk innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe können wir Lösungen nicht nur entwickeln, sondern auch nachhaltig in die Fläche bringen.

Welche Rolle spielt die digitale Plattform bei Planung, Betrieb und Abrechnung?

Unsere best of breed Plattform ist das zentrale Element unseres Modells. Sie bildet die Prozesse entlang des gesamten Lebenszyklus eines Mieterstromprojekts ab – von der ersten Planung über die operative Steuerung bis hin zur Abrechnung.
Dadurch schaffen wir Transparenz, Effizienz und Skalierbarkeit. Gleichzeitig ermöglichen wir es unseren Partnern, sich auf ihre jeweilige Fachexpertise zu fokussieren und Projekte deutlich einfacher umzusetzen.

Mit welchen regulatorischen oder operativen Herausforderungen seid ihr im Alltag konfrontiert?

Der regulatorische Rahmen für Mieterstrom ist komplex und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Das erfordert ein tiefes Verständnis und die Fähigkeit, schnell auf Veränderungen zu reagieren.
Operativ liegt die Herausforderung vor allem in der Verzahnung verschiedenster Akteure, vom Vermieter, dem Solateur und Elektriker, über den Verteilnetzbetreiber, Messtellenbetreiber und Reststromlieferanten bis zu Mieter und Mieterin. Und dass alles entlang der gesamten Projektlebensphase, also von der Planung, über die technische Umsetzung und bis zum laufenden Betrieb. Genau hier setzen wir mit unserem integrierten Ansatz an.

Wie stellt ihr sicher, dass eure Lösungen wirtschaftlich und gleichzeitig nachhaltig sind?

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit gehen bei uns Hand in Hand. Durch standardisierte Prozesse und digitale Unterstützung senken wir die Kosten pro Projekt und erhöhen die Skalierbarkeit.
Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass lokal erzeugte erneuerbare Energie direkt vor Ort genutzt wird – was sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll ist.

Welche nächsten Schritte plant ihr für stroya. Gibt es neue Märkte oder Erweiterungen eures Angebots?

Ein zentraler Fokus liegt aktuell auf der bundesweiten Skalierung innerhalb und außerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Wir arbeiten daran, weitere Projekte umzusetzen und zusätzliche Partner zu gewinnen.
Darüber hinaus entwickeln wir unsere Plattform kontinuierlich weiter, um zusätzliche Funktionen und Anwendungsfälle abzubilden – immer mit dem Ziel, Mieterstrom noch einfacher und breiter zugänglich zu machen.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründern mit auf den Weg geben?

Nah an der Praxis entwickeln: Die besten Lösungen entstehen aus realen Problemen – nicht aus theoretischen Annahmen.
Komplexität reduzieren: Erfolg entsteht oft dadurch, Dinge einfacher und zugänglicher zu machen.
Die richtigen Partner wählen: Skalierung gelingt nur im Zusammenspiel mit starken Partnern und Netzwerken.

Bildcredits: amberra

Wir bedanken uns bei Roman Ginzburg und Arne Reuter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Laserbasierte Drohnenabwehr von INLEAP Photonics im Bundeswehr Test

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Laserbasierte Drohnenabwehr für die Bundeswehr Dr.-Ing. Marius Lammers (CEO INLEAP Photonics GmbH) und Robert Hoffmann (Projektleiter beim Cyber Innovation Hub) im Shelter der Bedienzentrale. © INLEAP Photonics

Die laserbasierte Drohnenabwehr von INLEAP Photonics wird im Innovationsvorhaben „Laserdome“ erstmals gemeinsam mit der Bundeswehr unter realen Einsatzbedingungen getestet. Ziel ist die präzise Abwehr von Drohnenschwärmen zum Schutz kritischer Einrichtungen.

Laserbasierte Drohnenabwehr im Praxistest

INLEAP Photonics und der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr starten ab April eine sechsmonatige Testphase zur laserbasierten Drohnenabwehr.

Im Fokus steht INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD, eine Komplettlösung zur präzisen, effizienten und augensicheren Abwehr von Drohnenschwärmen.

Die Tests finden auf Übungsplätzen der Bundeswehr statt und sollen die Grundlage für einen zukünftigen Einsatz zum Schutz mobiler Einrichtungen und Hochwertziele schaffen.

Hannover, 07.05.2026 – INLEAP Photonics und der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr testen gemeinsam die Leistungsfähigkeit von INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD unter realen Einsatzbedingungen.

Die sechsmonatige Erprobung wird von Soldatinnen und Soldaten begleitet. Neben Funktionstests sind auch Anpassungen des Systems geplant. Ziel ist der Nachweis einer effektiven Drohnenabwehr und die Vorbereitung eines möglichen Einsatzes bei der Bundeswehr.

Laserbasierte Drohnenabwehr gegen Drohnenschwärme

Neue Maßstäbe in der laserbasierten Drohnenabwehr

Drohnen stellen für Streitkräfte und sicherheitsrelevante Bereiche eine wachsende Herausforderung dar. Bestehende Lösungen sind häufig kostenintensiv, schwer skalierbar oder für sensible Umgebungen ungeeignet. INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD basiert auf einer ultraschnellen, präzisen Laserstrahllenktechnologie aus der Industrie und ermöglicht eine kontrollierte Abwehr von Drohnen bei gleichzeitig hoher Betriebssicherheit und niedrigen Kosten.

„Für uns ist die Versuchsreihe ein wichtiger Schritt, um unsere Technologie im sicherheitsrelevanten Kontext unter Beweis zu stellen“, sagt Dr.-Ing. Marius Lammers, Co-Gründer und CEO von INLEAP Photonics. „Wir haben unsere Technologie auf Basis von über 10 Jahren Erfahrung industrieller Lasersystemtechnik entwickelt. Jetzt zeigen wir, dass sie auch im sicherheitsrelevanten Einsatz präzise, zuverlässig und verantwortungsvoll wirkt – insbesondere dort, wo Soldatinnen und Soldaten, ziviles Leben sowie kritische Infrastrukturen geschützt werden müssen.“

Laserbasierte Drohnenabwehr für kritische Infrastrukturen

Robert Hoffmann, Projektleiter beim Cyber Innovation Hub der Bundeswehr, ergänzt: „Im Innovationsvorhaben ‚Laserdome‘ geht es um die Nutzung von mobilen Lasern zum Schutz von Hochwertzielen. Wir suchen gezielt nach innovativen Lösungen, die reale operative Herausforderungen adressieren. Die Zusammenarbeit mit INLEAP Photonics ermöglicht es uns, eine vielversprechende Technologie praxisnah zu erproben und ihr Potenzial für die Truppe fundiert zu bewerten.“

Die Versuchsreihe startet im April 2026. Im Rahmen der Projektphase ist eine Systemdemonstration geplant, bei der Vertreterinnen und Vertreter der Bundeswehr die Ergebnisse vor Ort begutachten können.

Bild Dr.-Ing. Marius Lammers (CEO INLEAP Photonics GmbH) und Robert Hoffmann (Projektleiter beim Cyber Innovation Hub) im Shelter der Bedienzentrale. © INLEAP Photonics

Quelle PIABO PR GmbH

3Bears Frühstücksmarke feiert 10 Jahre Wachstum

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3Bears Frühstücksmarke feiert 10 Jahre Sally Özcan und Caroline Nichols

Die 3Bears Frühstücksmarke steht exemplarisch für den erfolgreichen Aufbau eines Food Startups in Europa. In nur zehn Jahren entwickelte sich das Unternehmen vom selbstgemachten Porridge zur etablierten Marke im internationalen Handel.

3Bears Frühstücksmarke und die Anfänge

10 Jahre 3Bears
Vom Porridge aus der eigenen Küche zur internationalen Frühstücksmarke

München, Mai 2026 – Was 2015 mit selbstgemachtem Porridge in der eigenen Küche begann, ist heute eine etablierte Marke im europäischen Handel: 3Bears feiert sein zehnjähriges Bestehen.

Das Münchner Unternehmen rund um die Gründer Caroline und Tim Nichols steht für Haferprodukte ohne Industriezucker und hat sich in nur einem Jahrzehnt vom Start-up zur internationalen Frühstücksmarke entwickelt.

Die Idee entstand aus einer einfachen Beobachtung: Gute Porridge-Produkte waren im Handel kaum zu finden.

„Viele Produkte waren entweder voller Industriezucker oder haben geschmacklich nicht überzeugt. Also haben wir angefangen, unser eigenes Porridge zu entwickeln“, sagt Gründerin Caroline Nichols.

Die ersten Rezepturen entstanden zuhause, die Gründer verkauften ihre Produkte zunächst selbst und präsentierten sie auf Messen. Bereits 2016 ging der eigene Online-Shop live, erste Handelspartner folgten. Einen entscheidenden Wachstumsschub brachte 2017 der Auftritt in der TV-Show Höhle der Löwen, bei dem Investoren einstiegen und die Marke einem breiten Publikum bekannt wurde.

3Bears Frühstücksmarke feiert 10 Jahre ONOXL

3Bears Frühstücksmarke wächst international

Heute blickt 3Bears auf eine erfolgreiche Entwicklung: Weit über 30 Millionen Haferprodukte wurden seit der Gründung verkauft.

Die Marke ist mittlerweile in mehreren europäischen Ländern im Handel vertreten, darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie die Niederlande und Belgien.

Inhaltlich hat sich 3Bears dabei kontinuierlich weiterentwickelt. Als einer der ersten Anbieter im deutschen Markt setzte das Unternehmen früh auf den Trend rund um Overnight Oats und prägte diesen maßgeblich mit. Heute zählen sie zu den wichtigsten Wachstumstreibern und stehen für ein modernes, unkompliziertes Frühstück.

Auch auf strategischer Ebene hat 3Bears wichtige Impulse gesetzt:

So stieg 2024 der englische Fußballprofi Harry Kane als Gesellschafter und Markenbotschafter ein und unterstreicht damit die wachsende internationale Relevanz der Marke.

Zudem konnte 3Bears mit Sally Özcan eine der bekanntesten Food-Unternehmerinnen Deutschlands als Investorin gewinnen – ihr erstes Investment in eine externe Marke. Gemeinsam mit Gründerin Caroline Nichols trat sie außerdem auf der OMR Festival auf und sprach über Unternehmertum, Markenaufbau und die Zukunft der Food-Branche.

Seit 2022 ist 3Bears zudem als B Corp zertifiziert und verpflichtet sich damit zu hohen sozialen und ökologischen Standards.

3Bears Frühstücksmarke setzt auf Zukunft

„Unser Ziel war von Anfang an, ein Frühstück zu entwickeln, das genau richtig ist – für Geschmack, Zutaten und Alltag“, sagt Gründer Tim Nichols.

„Dass daraus eine internationale Marke geworden ist, macht uns unglaublich stolz.“

Auch in Zukunft bleibt Hafer im Mittelpunkt: 3Bears plant weiteres Wachstum, neue Produktinnovationen und den Ausbau seiner internationalen Präsenz.

Bild @ 3Bears Foods GmbH

Quelle 3Bears Foods GmbH

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