Freitag, März 27, 2026
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Wie viel Autonomie braucht Logistik, um wirklich zu funktionieren?

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FERNRIDE Autonomie und Logistik im industriellen Einsatz Fernride Co-Founders Hendrik Kramer, Dr. Maximilian Fisser und Jean-Michael Georg Bildcredits © FERNRIDE

FERNRIDE verbindet Autonomie und Logistik zu skalierbaren industriellen Lösungen

Wie würden Sie FERNRIDE und das Team dahinter vorstellen?

FERNRIDE ist ein europäischer Technologieführer für Dual-Use-Bodenautonomie. Wir sind das erste und bislang einzige Unternehmen mit einer CE-zertifizierten Level-4-Lösung am Markt.
Unsere Technologie hat sich erfolgreich im operativen Einsatz bewährt, unter anderem bei Volkswagen, MAN, DB Schenker, HHLA und BSH, und wurde für den 24/7-Betrieb in realen Anwendungen entwickelt. FERNRIDE kombiniert in einer End-to-End Lösung fahrzeugseitige Autonomie, Teleoperation und Flottenmanagement..
Hinter FERNRIDE steht ein interdisziplinäres Team mit einigen der renommiertesten Experten im autonomen Fahren, funktionaler Sicherheit und industrieller Produktentwicklung in Europa. 2020 sind wir mit dem de:hub German Startup Award als bestes deutsches Startup ausgezeichnet worden.

Welche Motivation führte zur Gründung von FERNRIDE und wie hat sich Ihr Ansatz aus der Forschung heraus entwickelt?

Die Motivation zur Gründung von FERNRIDE entstand aus dem Anspruch, ein skalierbares europäisches Technologieunternehmen aufzubauen, das reale Probleme in der physischen Welt löst (also nicht nur im digitalen Raum). Unser Gründer Hendrik Kramer hat bereits im Alter von 16 Jahren unternehmerische Erfahrung gesammelt – unter anderem durch den Aufbau eines eigenen Unternehmens im Familienumfeld –, wollte sich jedoch bewusst auf Deep-Tech mit gesellschaftlicher Relevanz konzentrieren.

FERNRIDE’s Mitgründer Dr. Jean-Michael Georg hat am Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik an der TU München promoviert. Aus mehr als 10 Jahren Forschung an diesem Institut wurde schnell klar, dass teleoperiertes und autonomes Fahren reif für den Markt ist. Mit dieser Technologie können die wichtigsten Probleme gelöst werden: Wirtschaft und Sicherheit, die stark von Menschen abhängen, die gefährliche, repetitive und zunehmend unattraktive Arbeit leisten. In Bereichen wie Logistik, Industrie und Verteidigung verschärfen sich diese Engpässe dramatisch: Allein in Europa fehlen Hunderttausende Berufskraftfahrer, und auch Streitkräfte kämpfen mit strukturellem Personalmangel.

FERNRIDE setzt genau hier an: Die Automatisierung gefährlicher und repetitiver Tätigkeiten durch zuverlässige Bodenautonomie. Unser Ansatz hat sich dabei konsequent von der Forschung hin zu industriell einsetzbaren, zertifizierbaren Systemen entwickelt. Der Fokus auf Dual-Use- und insbesondere Verteidigungsanwendungen ergibt sich aus der Dringlichkeit dieser Herausforderungen – und aus der Überzeugung, dass strategische Schlüsseltechnologien in Europa beherrscht werden müssen, um technologische und geopolitische Abhängigkeiten zu reduzieren.

Welche Vision verfolgen Sie für autonome Logistikprozesse und wie möchte FERNRIDE diese Vision Schritt für Schritt realisieren?

FERNRIDE’s Vision ist eine Zukunft, in der Robotik das menschliche Potenzial freisetzt, um eine bessere Welt zu schaffen. Dort kann Autonomie Menschen von gefährlicher, repetitiver Arbeit entlasten – und so Sicherheit, Verfügbarkeit und Produktivität in kritischen Logistikprozessen massiv erhöhen. FERNRIDE verfolgt dafür eine human-centric Automation: Autonomie ersetzt Menschen nicht „blind“, sondern skaliert ihre Wirkung – mit klarer Sicherheitslogik, Teleoperation und Flottensteuerung als integrierter Gesamtlösung.
Schritt für Schritt realisieren wir diese Vision über einen praxisgetriebenen Skalierungsansatz:

  1. Fokus auf kritische Einsatzfelder: Wir starten dort, wo der Nutzen am größten ist – insbesondere im Verteidigungsbereich, weil Autonomie dort Personal entlastet, Risiken reduziert und im Ernstfall Leben schützen kann.
  2. Bewährte Plattform statt Einzelprojekte: Wir bringen eine bereits in zivilen Anwendungen erprobte Technologieplattform in neue Domänen und härten sie für anspruchsvollere Bedingungen.
  3. Sicherheit & Zulassung als Kernkompetenz: Skalierung gelingt nur, wenn Autonomie zertifizierbar und regelkonform ist – deshalb sind Safety Engineering, Nachweisführung und robuste Betriebsprozesse zentral.
  4. Operativer Rollout in Iterationen: Wir gehen von klar abgegrenzten Use Cases über Pilotbetrieb zu Flottenbetrieb – mit messbaren KPIs wie Einsatzzeit, Interventionsrate, Sicherheitsperformance und Kosten pro transportierter Einheit.
  5. Ökosystem & Integration: Statt alles neu zu bauen, integrieren wir uns in bestehende Fahrzeuge und Logistiksysteme – und arbeiten mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette.
    So entsteht aus Autonomie nicht nur ein technologisches Versprechen, sondern ein schrittweise industrialisierbarer Logistikstandard – zuerst in Defence-orientierten Szenarien, dann skaliert in Industrie und ziviler Logistik.

Für welche Einsatzbereiche ist Ihre Ground Autonomy Platform besonders relevant und wie erfüllen Sie dort die Anforderungen der Logistikbranche?

Unsere Ground Autonomy Platform ist besonders relevant für Logistikumgebungen, in denen Zuverlässigkeit, Sicherheit und Verfügbarkeit entscheidend sind – etwa in der Verteidigungslogistik, in industriellen Anwendungen sowie in Terminals, Depots und Werksverkehren. Gerade dort, wo Prozesse rund um die Uhr laufen und menschliche Arbeit gefährlich, repetitiv oder schwer skalierbar ist, schafft Autonomie einen messbaren Mehrwert.
Die Anforderungen der Logistikbranche erfüllen wir durch einen klaren Plattform- und Industrialisierungsansatz: FERNRIDE bietet eine CE-zertifizierte Level-4-Lösung, die für den Dauerbetrieb ausgelegt ist und Autonomie, Teleoperation und Flottenmanagement integriert. Unsere Technologie lässt sich sowohl in bestehende Fahrzeugflotten integrieren als auch in neue Fahrzeuge einbauen und ermöglicht so eine schrittweise, wirtschaftliche Skalierung – mit Fokus auf Sicherheit, operative Stabilität und messbare Effizienzgewinne.

Ihr Ansatz kombiniert autonome Fahrfunktionen mit menschlicher Teleoperation. Wo liegt darin aus Ihrer Sicht der größte Vorteil?

Die Kombination aus autonomem Fahren und Teleoperation ist aus unserer Sicht der entscheidende Faktor, um Autonomie sicher, skalierbar und realitätsnah in den Betrieb zu bringen. Autonome Systeme übernehmen den Großteil der Fahr- und Transportaufgaben, während Teleoperator:innen gezielt in Ausnahme- oder Grenzsituationen eingreifen können, in denen volle Autonomie an Grenzen stößt.
Der größte Vorteil liegt darin, Sicherheit und Effizienz miteinander zu verbinden: Ein:e Teleoperator:in kann mehrere Fahrzeuge gleichzeitig betreuen, Risiken frühzeitig entschärfen und Ausfallzeiten minimieren – ohne dass dauerhaft Personal im Fahrzeug erforderlich ist. So entsteht ein robuster Betriebsmodus, der nicht auf perfekte Bedingungen angewiesen ist, sondern auch in komplexen, dynamischen Logistikumgebungen zuverlässig funktioniert.
Zusätzlich ist die Kombination von Autonomie und Teleoperation der kosteneffizienteste Weg zu vollständiger Autonomie. Gleichzeitig kann schon heute mit teilweiser Autonomie ein kommerzieller Service angeboten werden.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Automatisierung industrieller Transportprozesse und wie gehen Sie damit um?

Die größten Herausforderungen bei der Automatisierung industrieller Transportprozesse liegen weniger in der reinen Fahrfunktion, sondern in der Komplexität realer Betriebsumgebungen. Industrie- und Logistikflächen sind dynamisch, verändern sich ständig und sind geprägt von Mischverkehr, unklaren Randbedingungen und hohen Sicherheitsanforderungen. Darüber hinaus werden Sekundärtätigkeiten, wie beispielsweise das Verbinden von Truck mit Anhänger über elektrische und pneumatische Verbindung, heutzutage noch manuell vom Fahrer erledigt. Gleichzeitig erwarten Betreiber einen unterbrechungsfreien 24/7-Betrieb und klare wirtschaftliche Effekte.
FERNRIDE begegnet diesen Herausforderungen mit einem systemischen Ansatz: Wir kombinieren autonome Fahrfunktionen mit Teleoperation, klar definierten Betriebsprozessen und einem zentralen Flottenmanagement. Statt Autonomie als isolierte Technologie zu betrachten, denken wir sie als Betriebssystem für Logistik – inklusive Safety-Engineering, Zertifizierbarkeit und enger Integration in bestehende Fahrzeuge und IT-Systeme. So lassen sich komplexe Prozesse schrittweise automatisieren, ohne Stabilität, Sicherheit oder Wirtschaftlichkeit zu gefährden.

Was macht FERNRIDE einzigartig im Vergleich zu anderen Anbietern im Bereich autonomer Logistiklösungen?

FERNRIDE unterscheidet sich von anderen Anbietern vor allem durch den konsequenten Fokus auf reale industrielle Einsatzfähigkeit statt auf Demonstratoren oder Forschungssysteme. Wir sind das erste und bislang einzige Unternehmen mit einer CE-zertifizierten Level-4-Autonomielösung im Markt und verfügen über nachweisliche Betriebserfahrung in produktiven Logistikumgebungen.
Ein weiterer zentraler Unterschied ist unser integrierter Plattformansatz: Autonomie, Teleoperation und Flottenmanagement sind von Beginn an als zusammenhängendes System entwickelt worden. Dadurch lässt sich Autonomie sicher skalieren und wirtschaftlich betreiben – auch in komplexen und sicherheitskritischen Umgebungen. Ergänzt wird dies durch unsere Retrofit-Fähigkeit, die es Kunden ermöglicht, bestehende Flotten weiterzuverwenden, sowie durch unsere klare Dual-Use-Ausrichtung, mit der wir zivile und verteidigungsnahe Anforderungen auf einer gemeinsamen technologischen Basis adressieren.

Wie verändert die Nachrüstung bestehender Fahrzeuge die wirtschaftlichen und operativen Möglichkeiten für Ihre Kunden?

Die Nachrüstung bestehender Fahrzeuge eröffnet unseren Kunden deutlich schnellere und wirtschaftlichere Wege zur Automatisierung. Statt komplette Flotten zu ersetzen, kann Autonomie schrittweise in laufende Betriebsprozesse integriert werden – mit kurzen Implementierungszeiten und klar kalkulierbaren Kosten.
Operativ ermöglicht Retrofit eine hohe Flexibilität: FERNRIDE’s Lösung ist fahrzeug-agnostisch. Das heisst, Kunden können unterschiedliche Fahrzeugtypen automatisieren, ihre Flotten bedarfsgerecht skalieren und den Übergang von manuellem zu autonomem Betrieb kontrolliert gestalten. Gleichzeitig bleiben Wartungs-, Ersatzteil- und Betriebsprozesse weitgehend unverändert. So wird Autonomie nicht zu einem disruptiven Umbruch, sondern zu einem planbaren Effizienzhebel, der sowohl wirtschaftliche als auch operative Risiken reduziert.

Welche Weiterentwicklungen oder neuen Funktionen planen Sie für Ihre Plattform in den kommenden Monaten?

In den kommenden Monaten konzentrieren wir uns auf den gezielten Ausbau der operativen Fähigkeiten unserer Plattform – immer mit dem Ziel, Autonomie in noch anspruchsvolleren Einsatzszenarien zuverlässig einsetzbar zu machen. Ein wichtiger Entwicklungsschwerpunkt ist dabei das dynamische Leader-Follower-Prinzip, bei dem Fahrzeuge flexibel zwischen Führungs- und Folgefunktionen wechseln können. In Kombination mit autonomem Ausweichen von Hindernissen, insbesondere in Offroad- und unstrukturiertem Gelände, eröffnet dies neue Einsatzmöglichkeiten für Konvoi-, Versorgungs- und Logistikszenarien.
Darüber hinaus arbeiten wir an der weiteren Härtung der Plattform für kritische Anwendungen, etwa durch verbesserte Wahrnehmung und robusterer Kommunikation und Connectivity. Ziel ist es, die Plattform so weiterzuentwickeln, dass sie nicht nur technisch leistungsfähiger wird, sondern auch einfacher skalierbar und effizienter im realen Betrieb eingesetzt werden kann.

Wie beobachten Sie die zukünftige Rolle autonomer Systeme in der Transport- und Logistikbranche und welche Position soll FERNRIDE darin einnehmen?

Autonome Systeme werden sich in der Transport- und Logistikbranche von einzelnen Pilotprojekten zu einem operativen Standard entwickeln – zunächst in klar abgegrenzten, sicherheitskritischen Bereichen und anschließend skaliert in immer breitere Anwendungen. Treiber sind dabei nicht nur Effizienzgewinne, sondern vor allem struktureller Personalmangel, steigende Sicherheitsanforderungen und der Druck, logistische Prozesse resilienter zu gestalten.
FERNRIDE positioniert sich in diesem Wandel als europäischer Referenzanbieter für Dual-Use-Bodenautonomie. Unser Anspruch ist es, Autonomie nicht als isolierte Technologie zu liefern, sondern als zertifizierbare, betreibbare Plattform, die sich nahtlos in bestehende Logistiksysteme integriert. So wollen wir maßgeblich dazu beitragen, dass autonome Logistik in Europa sicher, skalierbar und strategisch unabhängig umgesetzt wird.

Welche Bedeutung hat es für euch, dass FERNRIDE Teil des de:hub Netzwerks ist und welche Vorteile ergeben sich daraus?

Teil des de:hub Netzwerks zu sein, hat für FERNRIDE vor allem strategische Bedeutung. Das Netzwerk verbindet technologische Exzellenz mit industrieller Umsetzungskompetenz und schafft genau den Austausch zwischen Startups, etablierten Unternehmen, Forschung und öffentlicher Hand, der für Deep-Tech-Innovationen entscheidend ist.
Konkret profitieren wir vom Zugang zu relevanten Industriepartnern, von Sichtbarkeit in politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsstrukturen sowie vom fachlichen Austausch zu Themen wie Regulierung, Skalierung und Markteintritt. Für FERNRIDE ist der de:hub damit weniger ein reines Startup-Ökosystem, sondern ein Hebel, um industrielle Autonomie-Lösungen schneller in den realen Einsatz zu bringen und europäische Technologiekompetenz nachhaltig zu stärken.

Würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern empfehlen, ihr Startup ebenfalls im Umfeld des de:hub aufzubauen, und welche Erfahrungen haben Sie dort gemacht?

Ja, insbesondere für Gründerinnen und Gründer im Deep-Tech- und Industrieumfeld ist das de:hub Netzwerk sehr empfehlenswert. Unsere Erfahrung ist, dass es hier weniger um kurzfristigen Hype geht, sondern um substanzielle Zusammenarbeit mit relevanten Industrie-, Forschungs- und öffentlichen Akteuren.
Der größte Mehrwert liegt im qualifizierten Zugang zu Entscheidungsträgern, im offenen Austausch zu regulatorischen und strukturellen Herausforderungen sowie in der Möglichkeit, technologische Themen früh in größere industrielle und politische Kontexte einzuordnen. Gerade für Startups, die langfristig skalierbare Technologien entwickeln wollen, bietet das de:hub Umfeld eine belastbare Plattform für nachhaltiges Wachstum.

Welche drei Ratschläge möchten Sie Gründerinnen und Gründern geben, die im Bereich autonome Systeme, Logistik oder Industrieinnovation starten möchten?

Erstens: Denkt Autonomie vom Kunden bzw. von dessen operativen Prozessen her, nicht von der Technologie. Viele Systeme funktionieren im Demo-Setup, scheitern aber im 24/7-Einsatz an Edge-cases, Safety-Anforderungen oder fehlenden Betriebsprozessen. Wer von Anfang an aus der Sicht des Kunden denkt und Zertifizierbarkeit, Wartung und Skalierung mitdenkt, spart Jahre.
Zweitens: Löst ein echtes, dringendes Problem – nicht nur ein technisches. In Logistik und Industrie sind Personalmangel, Sicherheit und Verfügbarkeit die eigentlichen Treiber. Technologie ist nur dann erfolgreich, wenn sie messbar Risiken reduziert oder Kosten senkt und sich nahtlos in bestehende Prozesse integrieren lässt.
Drittens: Baut früh industrielle Glaubwürdigkeit auf. Das bedeutet reale Pilotprojekte, belastbare Partnerschaften und die Bereitschaft, Verantwortung für den Betrieb zu übernehmen. Gerade in autonomen Systemen zählt am Ende weniger die Vision als der Nachweis, dass die Lösung unter realen Bedingungen zuverlässig funktioniert.

Teambild: Fernride Co-Founders Hendrik Kramer, Dr. Maximilian Fisser und Jean-Michael Georg Bildcredits © FERNRIDE

Wir bedanken uns bei Hendrik Kramer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

b2venture legt Fonds V mit 150 Millionen Euro auf

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b2venture legt Fonds V auf: 150 Millionen Euro für die nächste Generation europäischer Tech-Champions

Key Takeaways

  • b2venture hat Fonds V erfolgreich am Hard Cap von 150 Millionen Euro geschlossen und investiert in frühe, skalierbare Technologien.
  • Der Fonds pflegt einen gründerorientierten Ansatz und unterstützt erfolgreiche Gründer, die selbst zu Investoren werden.
  • Fonds V hat über 350 Angel-Investoren, die aktive Unterstützung leisten und ihre Erfahrung in den Fonds einbringen.
  • Die Investitionen konzentrieren sich auf Deep Tech Unternehmen, insbesondere in den Bereichen KI und Robotik.
  • Mathias Ockenfels wird neuer Partner bei b2venture und stärkt das Team mit seiner Expertise in der Plattform Economy.

b2venture, einer der etabliertesten Early-Stage-Investoren Europas, hat Fonds V erfolgreich am Hard Cap von 150 Millionen Euro geschlossen. Damit legt b2venture den größten Fonds seiner 25-jährigen Geschichte auf und investiert mit Fonds V in skalierbare, resiliente Technologien sowie digitale Geschäftsmodelle in der Frühphase.

b2venture verfolgt seit seiner Gründung einen einzigartigen Ansatz: konsequent gründerorientierte und mit langfristiger Perspektive investieren. Fonds V setzt diese Linie fort und knüpft an das intergenerationale Modell an, bei dem erfolgreiche Gründer selbst zu Investoren werden und ihre Erfahrung, Netzwerke und ihr Kapital an junge Gründerteams weitergeben. Dieses Prinzip trägt inzwischen fünf b2venture-Fondsgenerationen und unterstreicht damit die Stärke und Skalierbarkeit des community-basierten Modells.

Starke Investorenbasis: LPs und über 350 Angel-Investoren

b2ventures Fonds V baut auf eine starke, breit aufgestellte Investorenbasis:  langjährige und neue Limited Partners wie Family Offices, institutionelle Investoren und high-net-worth Individuals. Viele von ihnen begleiten b2venture bereits über mehrere Fondsgenerationen hinweg. Zu den neuen Limited Partners zählen unter anderem Flexstone, der Schweizer Pensionsfonds Stiftung Abendrot, Portfolio-Unternehmer wie Thomas Hagemann (SevenSenders) sowie langjährige b2venture Super Angels wie Joachim Schoss. 

Ein Alleinstellungsmerkmal von b2venture’s Investorenbasis ist eine starke Community aus über 350 erfahrenen Angel-Investoren, die den Fonds aktiv unterstützt. Die Angel-Investoren investieren gemeinsam mit b2venture und bringen ihre Erfahrung aus dem Aufbau und der Skalierung erfolgreicher Unternehmen ein. So verbindet b2venture Kapital mit unternehmerischer Praxis, basierend auf einem klaren Fokus auf Qualität und langfristigen Investmentansatz. 

25 Jahre Early-Stage-Erfahrung mit Community-Fokus

„Unseren Namen b2venture nehmen wir sehr wörtlich: “ we are here to venture”: wir investieren in neue Ideen und unterstützen unternehmerisches Wagnis, mit Kapital, Erfahrung und langfristiger Perspektive. b2venture steht seit 25 Jahren für eine konsequente Philosophie: außergewöhnliche GründerInnen früh zu unterstützen und sie langfristig zu begleiten. Fonds V führt diesen Ansatz konsequent fort und steht zugleich für unsere intergenerationale Kontinuität, getragen von einem wertebasierten, community-getriebenen Investmentansatz, sagt Florian Schweitzer, Partner bei b2venture. “Wir freuen uns sehr, mit Fonds V weitere Gründerteams dabei zu unterstützen, führende internationale Unternehmen aufzubauen.“

Seit mehr als 20 Jahren begleitet b2venture den Aufbau europäischer Tech-Unternehmen, darunter DeepL, 1KOMMA5°, Raisin, SumUp, Nelly und Urban Sports Club. Die Bilanz: mindestens ein Unicorn pro Fonds, 11 IPOs und die langfristige Begleitung hunderter Founder-Teams. Im Jahr 2025 verzeichnete b2venture einen IPO (Navan) und sieben weitere Exits, darunter Araris Biotech, Beekeeper sowie zuletzt Neptune (Übernahme durch OpenAI).

Erste Investments Fonds V

Mit Fonds V plant b2venture Investitionen in rund 35 Early-Stage-Startups in ganz Europa, mit Fokus auf skalierbare und langfristig tragfähige Technologien. Zu den ersten Investments von Fonds V gehören Unternehmen wie:

  • Nautica Technologies – autonome Schwarmroboter im Abonnementmodell zur Reinigung von Schiffsrümpfen
  • Hive Robotics – die KI-gestützte Plattform für autonome Systeme ermöglicht eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen Luft-, Land- und See-Einheiten
  • Augmented Industries – die KI-gestützte Plattform, die Industriefachkräften hilft, komplexes Wissen dokumentieren und Probleme effizienter lösen
  • Assemblean – Production-as-a-Service-Plattform für die effiziente Fertigung komplexer Produkte

Diese Investments unterstreichen den Fokus von b2venture auf Deep Tech sowie Industrie-, Automatisierungs- und Infrastrukturunternehmen – mit Fokus auf KI und Robotik.

„Venture Capital ist vor allem ein People Business“, sagt Jan-Hendrik Bürk, Partner bei b2venture. „Unsere Angel-Community spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie unterstützt uns bei der Auswahl und Unterstützung von Teams, die langfristig erfolgreiche Tech-Companies aufbauen. Mit Fonds V stärken wir dieses Modell weiter, mit echter fachlicher Expertise und nicht nur mit Kapital.“

Wachsendes Leadership-Team: Mathias Ockenfels wird Partner bei b2venture

Anfang dieses Jahres hat b2venture Mathias Ockenfels als Partner gewonnen. Seine langjährige Erfahrung in den Bereichen Marketplaces, Plattform Economy und netzwerkeffektbasierte Geschäftsmodelle verstärkt das Fonds-Investmentteam und unterstreicht den Ausbau der nächsten Partnergeneration bei b2venture.

Gleichzeitig wechselt der langjährige Partner Jochen Gutbrod in den exklusiven Kreis der b2venture-Superangels. Seit seinem Einstieg im Jahr 2014 hat er die Investmentarbeit des Unternehmens entscheidend mitgeprägt, unter anderem durch frühe Investments in Raisin und Blacklane. Das b2venture Team dankt ihm für seine langjährige Partnerschaft und seinen prägenden Beitrag.

Gegründet in St. Gallen, einem starken Netzwerk in der Alpenregion und tief verwurzelt in Schweizer Werten, hat b2venture unterschiedliche Marktzyklen durchlaufen – von der ersten Internetwelle bis zum Aufkommen von KI. Fonds V führt diesen langfristigen Ansatz fort und setzt auf Partnerschaften, die auf Vertrauen und Beständigkeit.

Foto/Quelle: b2venture

Vention sammelt 110 Mio. US-Dollar für Physical AI ein

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Vention sammelt 110 Mio. US-Dollar für Physical AI in der Fertigungsindustrie
Vention Secures $110M USD in Funding to Accelerate the Next Generation of Manufacturing Automation. (CNW Group/Vention Inc.)

Key Takeaways

  • Vention hat eine Finanzierungsrunde über 110 Millionen US-Dollar abgeschlossen, um den Einsatz von Physical AI in der Fertigung zu beschleunigen.
  • Das Unternehmen plant, die Mittel in die Weiterentwicklung von Physical-AI-Forschung und neue Softwarefunktionen zu investieren.
  • Vention stärkt seine internationale Präsenz, vor allem in Nordamerika und Europa, um näher an den Kunden zu agieren.
  • Der Ansatz von Vention kombiniert Hardware, Software und KI, um automatisierte Lösungen effizienter zu gestalten.
  • Die Beteiligung von NVentures unterstreicht die strategische Bedeutung von Physical AI für die Industrie.

Das Automatisierungsunternehmen Vention hat eine Finanzierungsrunde über 110 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Zu den Investoren zählen Investissement Québec, Desjardins Capital, von Fidelity Investments Canada ULC verwaltete Fonds sowie NVentures, der Venture-Capital-Arm des Chipkonzerns NVIDIA. Mit dem Kapital will Vention den Einsatz von Physical AI in der industriellen Fertigung beschleunigen und seine internationale Präsenz ausbauen.

Die Finanzierung erfolgt in einer Phase, in der viele Industrieländer ihre Produktionskapazitäten stärken und Unternehmen verstärkt nach skalierbaren Automatisierungslösungen suchen. Vention positioniert sich dabei mit einem Ansatz, der Software, Hardware und KI-gestützte Funktionen in einer einheitlichen Umgebung zusammenführt.

Wofür das Kapital eingesetzt werden soll

Nach Angaben des Unternehmens fließt ein wesentlicher Teil der Mittel in die Weiterentwicklung der Physical-AI-Forschung. Geplant sind zudem neue Funktionen für die Softwareumgebung sowie der Ausbau eines Portfolios vorkonfigurierter und vorentwickelter Anwendungen. Diese sollen es ermöglichen, Automatisierungslösungen schneller zu planen und umzusetzen.

Darüber hinaus ist vorgesehen, die globale Präsenz zu stärken. Der Fokus liegt auf Nordamerika und Europa, insbesondere auf Deutschland. Dort will Vention seine operativen Strukturen und die lokale Marktpräsenz ausbauen, um näher an Industrieunternehmen und deren Automatisierungsprojekten zu agieren.

Warum der Zeitpunkt für die Finanzierung relevant ist

Die Investition fällt in eine Phase wachsender industriepolitischer Initiativen. In den USA und Europa wird der Ausbau lokaler Fertigungskapazitäten vorangetrieben, unter anderem vor dem Hintergrund stabilerer Lieferketten und einer höheren Unabhängigkeit von globalen Produktionsnetzwerken. Gleichzeitig stehen Unternehmen vor der Herausforderung, Produktionsprozesse schneller anzupassen und mit begrenzten Fachkräftekapazitäten zu betreiben.

In diesem Umfeld steigt der Druck, Automatisierung nicht mehr ausschließlich als langfristiges Einzelprojekt zu planen, sondern als skalierbaren Bestandteil der Produktionsstrategie. Vention adressiert diesen Bedarf mit dem Anspruch, Automatisierung stärker zu standardisieren und über mehrere Werke hinweg nutzbar zu machen.

Wie Vention Automatisierung technisch organisiert

Der Ansatz von Vention zielt darauf ab, industrielle Automatisierung in einer durchgängigen Umgebung abzubilden. Modulare Hardware, Softwarewerkzeuge und KI-gestützte Funktionen werden dabei kombiniert, um Planung, Programmierung, Inbetriebnahme und Betrieb automatisierter Anlagen miteinander zu verzahnen.

Ein zentraler Baustein ist der Einsatz von Physical AI. Künstliche Intelligenz soll unter anderem bei der Auslegung von Anlagen, der Definition von Maschinenspezifikationen und der Programmierung von Robotikzellen unterstützen. Vention spricht in diesem Zusammenhang von sogenannten Zero-Shot-Automation-Konzepten, bei denen Systeme ohne umfangreiche Integrationsschritte einsatzbereit sein sollen.

Wo Unternehmen die Lösungen von Vention einsetzen

Nach Darstellung des Unternehmens nutzen insbesondere große Industrieunternehmen die Systeme von Vention über mehrere Standorte hinweg. Genannt werden Anwender aus Branchen wie Automotive, Luft- und Raumfahrt, Logistik, Lebensmittel und Getränke sowie Konsumgüter.

In diesen Organisationen werden zunehmend zentrale Advanced-Manufacturing-Teams aufgebaut, die Automatisierung als unternehmensweite Aufgabe koordinieren. Der Ansatz besteht darin, einmal entwickelte Lösungen an unterschiedlichen Produktionsstandorten auszurollen und innerhalb derselben technischen Umgebung weiterzuentwickeln.

Abgrenzung zu klassischen Automatisierungsansätzen

Vention grenzt sich von klassischer Automatisierung ab, die häufig durch lange Projektlaufzeiten und hohe Integrationsaufwände geprägt ist. Das Unternehmen setzt stattdessen auf stärker softwareorientierte Prozesse, bei denen Automatisierung modular aufgebaut und wiederverwendet werden kann.

Nach Angaben von Vention sollen KI-gestützte Konfigurationstools, Programmierhilfen und autonome Anwendungen dazu beitragen, Automatisierungsprojekte schneller umzusetzen. Konkrete Kennzahlen zu Produktivitätsgewinnen oder Kosteneffekten nennt das Unternehmen nicht.

Welche Signalwirkung die Beteiligung von NVentures an Vention hat

Besondere Aufmerksamkeit erhält die Beteiligung von NVentures, dem Venture-Capital-Arm von NVIDIA. Die Investition eines der weltweit führenden Anbieter von KI-Hardware und -Software unterstreicht die strategische Bedeutung von Physical AI für industrielle Anwendungen.

Aus Unternehmenssicht passt die Beteiligung zu dem Ziel, KI nicht nur in der digitalen Welt, sondern auch in physischen Produktionsumgebungen zu verankern. Inwieweit sich daraus technologische oder strategische Kooperationen ergeben, bleibt offen.

Wie Leistungsversprechen einzuordnen sind

Die Aussagen zu verkürzten Projektlaufzeiten, Skalierbarkeit und Standardisierung beruhen auf Angaben des Unternehmens sowie auf der beschriebenen Nutzung durch Enterprise-Kunden. Unabhängige Vergleichsdaten oder belastbare Kennzahlen zur Effizienz liegen dazu nicht vor.

Fest steht, dass Vention mit der aktuellen Finanzierungsrunde seine Position im Umfeld wachsender Fertigungsinvestitionen stärken will. Welche Rolle Physical AI dabei langfristig im industriellen Alltag einnimmt, dürfte sich erst mit der weiteren Verbreitung entsprechender Systeme zeigen.

Foto/Quelle: Vention

Können wir Frische eigentlich richtig einschätzen?

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FreshX Technology Technologie und Lösung für Frische Gründerteamfoto

FreshX Technology entwickelt eine Technologie zur objektiven Frischebewertung von Lebensmitteln und bietet dafür eine praxisnahe Lösung

Was ist FreshX Technology und welche Personen stehen hinter dem Startup?

FreshX Technology ist ein FoodTech-Startup, das eine neuartige Technologie zur objektiven Frischebewertung von Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten entwickelt. Gegründet wurde das Unternehmen von Patrick Peter, der die technologische Entwicklung, Konzeption und strategische Ausrichtung verantwortet, sowie von Co-Founder Torben Rieger, der insbesondere für mikrobiologische Prozesse und deren Einordnung zuständig ist.

Ergänzt wird das Gründerteam durch weitere Teammitglieder aus den Bereichen Ingenieurwesen, Betriebswirtschaft, SAP, Design und Marketing, um sowohl die technologische Entwicklung als auch die Markteinführung ganzheitlich abzudecken.

Neben einer patentierten technologischen Lösung für Endkunden arbeitet FreshX an einem B2B-Gerät für den Einsatz entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette, mit dem Ziel, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und die Lebensmittelsicherheit zu erhöhen.

Wie ist die Idee entstanden, Frische von Lebensmitteln messbar zu machen?

Die Idee entstand aus einer sehr konkreten Alltagssituation. Im August 2024 musste ich innerhalb einer Woche zweimal größere Mengen Hähnchenfleisch entsorgen, nicht weil es offensichtlich verdorben war, sondern aus Unsicherheit. Ich wollte daraufhin ein Gerät kaufen, das mir objektiv sagen kann, ob ein Lebensmittel noch genießbar ist, musste aber feststellen, dass es eine solche Lösung nicht gibt.

In Gesprächen mit anderen zeigte sich schnell, dass dieses Problem viele Menschen betrifft und ein großer Bedarf besteht. Daraus entstand zunächst die Idee einer B2C-Lösung für den Haushalt. Im Rahmen von Förderprogrammen und Gesprächen mit Investoren wurde zunehmend deutlich, dass das Problem im Unternehmensumfeld noch deutlich größer ist. Deshalb haben wir begonnen, parallel zur Konsumentenlösung auch eine B2B-Variante zu entwickeln.

Welche Vision verfolgt FreshX Technology im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung?

Unsere Vision ist es, Entscheidungen über Lebensmittel nicht länger auf Unsicherheit, Optik oder pauschalen Haltbarkeitsdaten zu stützen, sondern auf objektiven Messwerten. FreshX Technology soll Menschen und Unternehmen dabei unterstützen, Lebensmittel gezielter zu nutzen, statt sie vorsorglich zu entsorgen. Langfristig möchten wir dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung messbar zu reduzieren und gleichzeitig die Lebensmittelsicherheit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erhöhen. Darüber hinaus zielt unsere Technologie darauf ab, die Kosten für Qualitätssicherung deutlich zu senken, indem zeitaufwendige und teure Laboranalysen in vielen Fällen ersetzt werden können.

An wen richtet sich eure Lösung primär und welche konkreten Probleme löst ihr für diese Zielgruppen?

Unsere Lösung richtet sich an zwei zentrale Zielgruppen.

Für Privatpersonen bietet FreshX Technology eine objektive Entscheidungshilfe bei der Frage, ob Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchte noch genießbar sind. Sie hilft dabei, Unsicherheit zu reduzieren, unnötige Entsorgung zu vermeiden und gleichzeitig gesundheitliche Risiken besser einzuschätzen.

Für Unternehmen und Institutionen, etwa Produzenten, Handel oder Behörden, adressiert die Technologie Herausforderungen in der Qualitätskontrolle und Lebensmittelsicherheit. Sie ermöglicht schnellere Vor-Ort-Einschätzungen, reduziert Abhängigkeiten von zeit- und kostenintensiven Laboranalysen und unterstützt dabei, Ausschuss, Rückrufe und qualitätsbedingte Verluste zu verringern.

Wie funktioniert eure Technologie im Kern, ohne zu tief ins Technische zu gehen?

In der Konsumentenlösung wird ein tragbares Gerät, etwa in der Größe eines Smartphones, auf das jeweilige Lebensmittel aufgelegt. Während der Messung werden charakteristische Veränderungen erfasst, die beim Verderb von Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten entstehen. Diese Signale werden mit einer internen Referenzdatenbasis abgeglichen und in eine verständliche Einschätzung übersetzt. Nach 30 Sekunden erhält der Verbraucher eine Rückmeldung ob das Lebensmittel noch genießbar ist und falls ja, wie lange es noch im Kühlschrank aufbewahrt werden kann.

Die B2B-Variante basiert auf einer anderen technologischen Grundlage und ist für professionelle Anwendungen ausgelegt. Sie arbeitet kontaktlos, ist schneller und ermöglicht eine flächige Analyse. Dadurch lassen sich mikrobiologische Belastungen nicht nur punktuell, sondern räumlich verteilt erfassen und dokumentieren, was insbesondere für Qualitätskontrollen und Prozessüberwachung relevant ist.

Was unterscheidet FreshX Technology von bestehenden Methoden zur Frische und Qualitätskontrolle?

Bestehende Methoden zur Frische- und Qualitätskontrolle basieren häufig auf subjektiven Einschätzungen, pauschalen Haltbarkeitsdaten oder zeit- und kostenintensiven Laboranalysen. FreshX Technology verfolgt einen anderen Ansatz. Die Frischebewertung erfolgt schnell, vor Ort und auf Basis objektiver Messsignale.

Im Gegensatz zu klassischen Verfahren sind die Lösungen portabel, alltagstauglich und sowohl für den Einsatz im Haushalt als auch in professionellen Prozessen konzipiert. Dadurch lassen sich Entscheidungen früher treffen, Prozesse vereinfachen und Lebensmittel gezielter nutzen, ohne auf aufwendige Labordiagnostik angewiesen zu sein.

Welche Herausforderungen begegnen euch aktuell bei der Entwicklung und Markteinführung eurer Lösung?

In der Konsumentenlösung befinden wir uns technologisch bereits in einer fortgeschrittenen Phase. Aktuelle Schwerpunkte liegen vor allem auf dem Produktdesign und der Optimierung der Nutzererfahrung, um die Messung möglichst intuitiv und mühelos zu gestalten. Parallel dazu bereiten wir die notwendigen regulatorischen Schritte und Zulassungen für den Markteintritt vor.

Im B2B-Bereich ist die größte Herausforderung der hohe Forschungs- und Entwicklungsaufwand. Die Anforderungen an Validierung, Skalierbarkeit und Prozessintegration sind deutlich komplexer und entsprechend kostenintensiv. Aus diesem Grund haben wir uns bewusst dafür entschieden, zunächst mit der B2C-Variante zu starten und die Business-Lösung parallel schrittweise weiterzuentwickeln.

Wie geht ihr mit dem Spannungsfeld zwischen Konsumentenlösung und Einsatz im Unternehmensumfeld um?

Wir sehen Konsumenten- und Unternehmenslösung nicht als Konkurrenz, sondern als unterschiedliche Anwendungen derselben technologischen Grundlage. Während die Konsumentenlösung gezielt auf eine einfache, intuitive Nutzung im Alltag hin entwickelt wird, wird die Business-Variante an Prozesse, Dokumentation und Anforderungen im professionellen Umfeld angepasst.

Um den Fokus zu halten, entwickeln wir beide Anwendungen getrennt und zielgruppenspezifisch. Aktuell priorisieren wir bewusst die Markteinführung der Konsumentenlösung und bauen die B2B-Anwendung parallel schrittweise weiter aus.

Welche nächsten Schritte und Entwicklungen sind bei FreshX Technology geplant?

In den kommenden Monaten liegt der Fokus auf der Finalisierung der Konsumentenlösung und der Vorbereitung des Markteintritts. Dazu gehören weitere Produkttests, die Optimierung von Design und Nutzerführung sowie die notwendigen regulatorischen Schritte. Parallel dazu treiben wir Pilotprojekte und Validierungen im B2B-Bereich voran, um die Technologie unter realen Bedingungen weiter zu erproben.

Kurzfristig stellen wir die Technologie auf mehreren Startup-Finalveranstaltungen vor, darunter dem Finale der Brightlands Startup Challenge am 3. Februar sowie dem Finale des Startup Your Idea Contests der Universität zu Köln am 4. Februar.

Welche Rolle spielen Daten und Lernprozesse aus Messungen für die Weiterentwicklung eurer Technologie?

Daten spielen eine zentrale Rolle in der Entwicklung unserer Technologie, insbesondere in der frühen Phase. Gerade zu Beginn haben Messungen geholfen, Annahmen zu überprüfen und die relevanten Einflussfaktoren präzise zu identifizieren.

Durch den systematischen Umgang mit diesen Erkenntnissen konnten wir die Technologie gezielt anpassen und stabilisieren. Die kontinuierliche Auswertung von Messdaten stellt heute sicher, dass die Frischebewertung reproduzierbar, zuverlässig und an reale Anwendungsbedingungen angepasst ist.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Zuerst ein echtes Problem verstehen und erst danach eine Lösung entwickeln. Viele Startups bauen ein Produkt und suchen im Nachhinein nach einem passenden Anwendungsfall.

Nicht an der Zielgruppe vorbeientwickeln. Möglichst früh in den Austausch gehen, Feedback einholen und reale Nutzungsszenarien beobachten.

Frühzeitig ein realistisches Geschäftsmodell aufstellen, um die eigenen finanziellen Spielräume zu kennen und fundierte Entscheidungen treffen zu können.

Bildcredits © COLLECT⁴

Wir bedanken uns bei Patrick Peter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up:

Kontakt:

FreshX Technology OHG
Rosmarinweg 2a
50859 Köln

https://freshx-technology.com
kontakt@freshx-technology.com

Ansprechpartner: Patrick Peter

Social Media:
LinkedIn Patrick Peter
LinkedIn FreshX Technology

Wo entstehen Innovationen wirklich?

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de:hub vernetzt Startups und Mittelstand in Deutschland Teambild de:hub Bildcredits: Hannes Schmidt

de:hub vernetzt Startups und Mittelstand, um Innovationen gemeinsam mit Wissenschaft voranzubringen

Wie würden Sie de:hub und das Team hinter der Initiative in wenigen Sätzen vorstellen?

de:hub ist das nationale Netzwerk von Hubs, das Startups, Mittelstand und Wissenschaft zusammenbringt, um Innovationen in ganz unterschiedlichen Branchen und Technologien voranzutreiben. Unser Team koordiniert die Hubs, entwickelt Programme und Cross-Industrie-Formate, macht diese Aktivitäten sichtbar und eröffnet allen Beteiligten Möglichkeiten, voneinander zu lernen, zu kooperieren und Innovationen gemeinsam umzusetzen.

Welche Motivation und welches Leitbild steckt hinter de:hub und wie möchten Sie damit die Start-up-Landschaft in Deutschland beeinflussen?

Wir glauben an die Kraft von Kooperationen und Allianzen. Unser Leitbild ist es, Innovationen sichtbar zu machen, Gründerinnen und Gründer zu stärken und den Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Mittelstand zu fördern. Wir wollen ein dynamisches Ökosystem schaffen, das neue Kooperationsmöglichkeiten eröffnet und Startups befähigt, ihre Ideen schneller umzusetzen und nachhaltig zu wachsen.

Für welche Zielgruppen richtet sich de:hub und wie unterstützen Sie Startups, Mittelstand und Forschung konkret mit Ihrem Netzwerk?

de:hub richtet sich an Startups, innovative Mittelständler und Wissenschaft. Startups profitieren von Mentoring, Pilotprojekten und Förderprogrammen. Mittelstand und Industrie erhalten Zugang zu neuen Technologien und jungen Innovatoren, während Forschungseinrichtungen Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Ideen in die Praxis erhalten.

Wie erleichtert de:hub insbesondere jungen Unternehmen den Zugang zu Kontaktmöglichkeiten, Know-how und Wachstumschancen?

Wir bieten Programme, Workshops, Mentoring und direkte Vernetzung mit Unternehmen, Wissenschaft und Investoren. Durch die Hubs können Gründerinnen und Gründer wertvolle Kontakte knüpfen, Wissen aufbauen und ihre Projekte schneller skalieren.

Die Initiative verbindet Startups mit etablierten Unternehmen und Wissenschaft. Was sehen Sie als den größten Vorteil dieser Verbindung — für alle Beteiligten?

Die Verbindung schafft gegenseitigen Nutzen: Startups erhalten Marktfeedback, Expertise und Wachstumschancen, Unternehmen und Mittelstand profitieren von neuen Ideen und Technologien, und Forschungseinrichtungen können ihre Ergebnisse praxisnah anwenden. So entsteht ein dynamisches Ökosystem, das Innovationen beschleunigt.

Welche strukturellen oder organisatorischen Herausforderungen begegnen de:hub und wie geht die Initiative damit um?

de:hub nutzt die Vielfalt seiner Hubs aktiv als Chance: Cross-Industrie-Formate, gemeinsame Programme und Netzwerkveranstaltungen eröffnen zusätzliche Synergien. So entstehen neue Kooperationen, Projekte und Wachstumsoptionen für Startups, Unternehmen und Forschung gleichermaßen.

Was unterscheidet de:hub klar von anderen Startup-Netzwerken oder Förderprogrammen in Deutschland?

de:hub vereint branchenübergreifend Startups, Mittelstand und Forschung in einem deutschlandweiten, strukturierten Netzwerk. Anders als reine Förderprogramme bieten wir konkrete Umsetzungsmöglichkeiten, Pilotprojekte und strategische Partnerschaften, die direkten Mehrwert für alle Beteiligten schaffen.

Wie stellen Sie sicher, dass die Angebote von de:hub (z. B. Hubs, Programme, Matching) breit verfügbar und gleichzeitig hochwertig bleiben?

Die regional verankerten Hubs stellen eine breite Abdeckung sicher, während Evaluationen und zielgruppenspezifische Programme für hochwertige Angebote sorgen. So kombinieren wir Reichweite mit Relevanz und Wirkung.

de:hub vernetzt Startups und Mittelstand in Deutschland  Claudia Behrendt Bildcedits  RCKT GmbH

Claudia Behrendt Bildcedits  RCKT GmbH 

Wie soll sich de:hub in den nächsten Jahren weiterentwickeln — sowohl inhaltlich als auch strukturell?

Wir wollen den Fokus auf echten Impact und verständliche Beteiligungsmöglichkeiten für den Mittelstand sowie für Startups und Scale-Ups setzen. Dazu bauen wir die Plattformen für Austausch und Matching gezielt aus und entwickeln neue Programme, die speziell auf Wachstums- und Kooperationschancen zugeschnitten sind. Für Scale-Ups bedeutet das etwa Unterstützung bei Skalierung, Internationalisierung und strategischen Partnerschaften. Ziel ist ein noch enger verzahntes, effizientes Innovations-Ökosystem, das Startups, Scale-Ups, Unternehmen und Forschung zusammenbringt, um Innovation schneller in Marktwert umzusetzen.

Welche Bedeutung hat de:hub für Gründerinnen und Gründer, die heute ein Unternehmen aufbauen möchten — und warum lohnt sich eine Beteiligung?

de:hub bietet Zugang zu Netzwerken, Know-how, Pilotkunden und Fördermöglichkeiten — gebündelt an einem Ort. Eine Beteiligung lohnt sich, weil Startups so schneller wachsen, Kooperationen aufbauen und nachhaltige Geschäftsmöglichkeiten entwickeln können.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben, die erwägen, de:hub als Plattform und Netzwerk zu nutzen?

Nutzt die Hubs aktiv für Austausch, Kooperationen und Netzwerken.
Greift auf Mentoring, Workshops und Programme zurück, um Know-how gezielt auszubauen.
Denkt partnerschaftlich: Zusammenarbeit mit Unternehmen, Mittelstand und Wissenschaft eröffnet neue Chancen und Märkte.

Teamfoto Bildcredits @ Hannes Schmidt

Wir bedanken uns bei Claudia Behrendt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wird Elektromobilität erst dann alltagstauglich, wenn jeder Stellplatz laden kann?

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ChargeX Elektromobilität und Ladeinfrastruktur für Unternehmen. ChargeX COO Michael Masnitza

ChargeX entwickelt intelligente Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität und ermöglicht Unternehmen sowie Immobilienbetreibern den einfachen, skalierbaren Betrieb von Ladestationen an nahezu jedem Stellplatz

Wie würden Sie ChargeX und das Team dahinter vorstellen?

Bei ChargeX entwickeln, produzieren und betreiben wir Ladestationen für Elektroautos. Geschäftskunden und Immobilienverwalter erhalten bei uns alles von Hardware über die Software bis hin zum Strom aus einer Hand. Unser USP ist, dass wir sehr einfach jeden Stellplatz zu einem Ladeplatz machen können – ohne viele Fachkräfte und selbst bei sehr begrenztem Stromnetzanschluss.

Wir haben ChargeX 2018 mit einem großartigen interdisziplinären Team gegründet: Tobias Wagner als CEO für HR und Vertrieb, Johannes Engeln als CTO für die technische Entwicklung und ich selbst habe die Geschäftsentwicklung und das Produkt- und Partnermanagement verantwortet. Wir hatten etwas Arbeitserfahrung in einem E-Mobility StartUp und von Anfang an das Glück, ein starkes Netzwerk aus Unterstützern aus der Branche und anderen Gründern zu haben, die schon ein gutes Stück weiter und erfahrener waren als wir. Heute besteht die Geschäftsführung neben mir als COO aus Tobias Scharfen (CEO), der bereits ein e-mobility StartUp zum erfolgreichen Exit geführt hat, und Max Kirchenberger (CTO), unserem ersten Mitarbeiter. Beide sind meinen Mitgründern nachgefolgt, als diese gegangen sind. Unser Team besteht heute aus 25 hoch motivierten E-Mobilist*innen, hybrid in München und remote.

Welche Motivation hat zur Gründung von ChargeX geführt und wie prägt sie Ihren heutigen Ansatz?

Tobias und ich hatten die Idee zu Aqueduct, weil wir die täglichen Probleme bei unserem ehemaligen Arbeitgeber selbst gesehen haben. Traditionelle Ladeinfrastruktur ist sehr ineffizient, damit teuer und nicht skalierbar. Wir haben erkannt, dass wir durch die Nutzung langer Standzeiten zu Hause und am Arbeitsplatz eine deutlich effizientere Ladeinfrastruktur entwickeln können. Das ist bis heute unsere DNA. Wir lösen die Probleme unserer Kunden wann immer möglich mit unserer eigenen Spitzentechnologie.

Unsere Kunden entscheiden sich bis heute für Aqueduct, weil es speziell für ihre Bedürfnisse entwickelt wurde und laufend an neue Anforderungen angepasst wird. Das bestätigen bereits mehr als 800 zufriedene Kunden aus dem Deutschen Mittelstand.

Welche Vision verfolgen Sie für die Zukunft der Elektromobilität und welchen Beitrag möchte ChargeX dazu leisten?

Ein Großteil der Ladevorgänge wird zuhause und am Arbeitsplatz stattfinden. Denn dort steht das Auto sehr lange ungenutzt auf dem Parkplatz – der perfekte Moment, um es zu laden. Und auch die Ladeerfahrung mit dem höchsten Komfort für den Fahrer. Aber damit das zur Realität wird, müssen wir es ermöglichen, dass jeder Stellplatz auch zu einem Ladeplatz werden kann. Unser Beitrag ist, dass wir genau das für Gewerbeimmobilien, also Büros etc., ermöglichen. Trotz Fachkräftemangel und unserem Stromnetz, das von Tag zu Tag mehr an seine Grenzen kommt. Genau hier greift unsere Technologie.

Für welche Nutzergruppen ist Ihre Plattform besonders interessant und wie unterstützen Sie diese beim Umstieg auf E-Mobilität?

Wir spezialisieren uns auf Gewerbeobjekte. Wir bieten entsprechend Ladelösungen für das Laden von Mitarbeitern, Firmenwagen, Flotten PKW, etc. Im Firmenumfeld müssen nicht nur Ladestationen aufgebaut und schonend für das Stromnetz gemanagt werden, sondern alle Daten und Prozesse müssen in die Firma eingeführt werden. Hier sind wir unschlagbar mit einer einfachen Komplettlösung und einem herausragenden persönlichen Kundenservice.

Ihr Modell verbindet Anreize für Verbraucher mit nachhaltiger Mobilität. Wo sehen Sie darin den größten Vorteil?

Der Umstieg auf E-Mobilität hat natürlich für Firmen in erster Linie auch kommerzielle Vorteile. Seit ein paar Jahren sind E-Autos als Firmenwagen oder Flottenfahrzeug schlicht günstiger in der Gesamtkostenbetrachtung als ein Verbrenner. Die Ladetechnik wird benötigt, um dieses Einsparungspotential zu heben. Aber natürlich ist ein Arbeitsplatz mit Lademöglichkeit ein attraktiver Mitarbeiter Benefit. Auch eine Büroimmobilie mit elektrifizierten Stellplätzen ist hochwertiger als eine vergleichbare ohne Ladeinfrastruktur.

Und zuletzt sind Immobilienbesitzer und -verwalter verpflichtet, Ladeinfrastruktur an ihren Immobilien bereitzustellen. Wir sind die schnellste und unkomplizierteste Lösung, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Im Immobiliensegment bieten wir daher die komplette Infrastruktur als Betreiber an – von der Planung bis zur Stromlieferung.

Neben Endkunden richten Sie sich auch an Betreiber von Ladeinfrastruktur. Wie erfüllt ChargeX die spezifischen Anforderungen dieser Zielgruppe?

Betreiber haben auch das Problem, dass ihnen Fachkräfte fehlen und der Netzanschluss an ihren Standorten nicht ausreicht. Unsere Technologie ist dafür perfekt. Da sie bei uns Hardware und Software aus einer Hand bekommen, ist die Verfügbarkeit unserer Infrastruktur auch deutlich höher als bei anderen Anbietern, was die operativen Kosten drastisch senkt und damit den Businesscase unserer Kunden verbessert.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen im Markt für E-Mobilität und Ladeinfrastruktur und wie gehen Sie damit um?

Der Markt für Ladeinfrastruktur in Deutschland war leider in den letzten Jahren von großen Schwankungen geprägt. Denn er ist direkt an den Markt der E-Autos gekoppelt. Je mehr Elektroautos auf die Straße kommen, desto mehr Ladestationen werden benötigt. Als wir 2018 ChargeX gegründet haben, wurde viel Lobbyarbeit gegen die Elektromobilität betrieben. Trotz diesem Widerstand aus der traditionellen Industrie hatte die Elektromobilität bis Ende 2022 einen sehr starken Aufschwung. 2023 und 2024 war E-Mobilität dann politisch zeitweise nicht gewollt, was eine harte Phase der Konsolidierung eingeleitet hat. In dieser Zeit mussten wir bei ChargeX auch viele harte Entscheidungen treffen und Mitarbeiter gehen lassen. Seit Anfang 2025 wächst der Markt wieder organisch und alle Marktakteure vom OEM bis zur Politik stehen heute voll hinter der batterieelektrischen Mobilität. Wir haben uns weiterhin durch solides unternehmerisches Handeln als Innovationsführer und zuverlässiger Partner für den Mittelstand im Markt etabliert.

Was unterscheidet ChargeX klar von anderen Plattformen, die ebenfalls Loyalitätsprogramme oder E-Mobility-Services anbieten?

Wir arbeiten gerne an sehr schweren Problemen. Nur wenige Anbieter machen sich Gedanken, wie Planung, Installation oder Wartung vereinfacht werden können. “Das machen ja andere” gibt es bei uns nicht. Wir übernehmen gerne Verantwortung für die gesamte Kette bis in den Betrieb hinein. Das führte in der Anfangszeit oft dazu, dass wir in einer kalten Tiefgarage oder auf einem verschneiten Parkplatz die Installation oder Wartung unserer Stationen begleitet haben, aber so waren und sind wir immer sehr nah an unseren Kunden und Partnern. Erst gestern ist ein Kollege nach Köln gefahren, um eine neuartige Installation aus dem Produktmanagement heraus zu begleiten.

Welche Weiterentwicklungen oder neuen Funktionen planen Sie, um die Plattform in den nächsten Monaten auszubauen?

Wir sind heute schon sehr gut beim Aufbau und im Betrieb unserer Ladetechnik. Als nächstes nehmen wir uns den Netzanschluss vor. Hier gibt es noch sehr viele Hebel, um die Installationen schneller und günstiger zu machen. Aber auch die Integration unserer Ladesysteme in den Energiemarkt ist ein Zukunftsthema für ChargeX. Unsere 6000 Ladestationen im Feld haben sehr viel steuerbare Leistung, die wir künftig den Netzbetreibern zur Stabilisierung des Stromnetzes bereitstellen können.

Wie verändert sich der Markt rund um Ladeinfrastruktur aus Ihrer Sicht und welche Rolle soll ChargeX künftig darin spielen?

Der Markt professionalisiert sich immer mehr und die klassischen Early Adopter sind oft schon bedient. Die nächste Phase ist die wirklich großflächige Elektrifizierung. Sehr bald wird jedes Auto einen Stecker haben. Aber wir haben einfach nicht die Fachkräfte und Stromnetz Kapazitäten

Eine große Hürde muss dafür noch genommen werden: Wie stellen wir Ladestationen auch in Tiefgaragen von großen Mietshäusern und Wohnquartieren bereit. An dieser Fragestellung arbeiten wir zum Beispiel im MCube Forschungsprojekt zusammen mit der Stadt München und vielen weiteren lokalen Akteuren.

Welche Bedeutung hat es für euch, dass ChargeX Teil des de:hub Netzwerks ist und welche Vorteile entstehen dadurch?

Der de:hub ist für mich Sichtbarkeit. Wir erhalten durch den de:hub eine Bühne, Zugang zu Events und Kontaktmöglichkeiten in Wirtschaft und Politik. Für einen jungen Gründer wie mich war der de:hub perfekt, um mein Netzwerk schnell aufzubauen. Natürlich geht das auch in die andere Richtung. Wir repräsentieren sehr gerne den Innovationsstandort Deutschland und München als Innovationszentrum für die Mobilität der Zukunft. Schließlich ist die Zukunft elektrisch!

Würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern empfehlen, ihr Startup ebenfalls im Rahmen des de:hub aufzubauen, und welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?

Die Hubs sind eine einmalige Gelegenheit, die eigene Idee und Vision einem breiten Publikum aus Wirtschaft und Politik näher zu bringen. Aber dafür muss man selbst viel Zeit investieren und auf den Events präsent sein. Aber die Arbeit lohnt sich. Bei der de:hub Pitch Night hat der damalige Wirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck versucht, unsere Ladestation zu installieren. Das war definitiv eines meiner persönlichen Highlights.

Welche drei Ratschläge möchten Sie Gründerinnen und Gründern mitgeben, die im Bereich nachhaltige Mobilität oder digitale Plattformen starten möchten?

In der Mobilität sind Nutzer und Kunden oft nicht die gleiche Person. Beide zu kennen und auch klar unterscheiden zu können, wäre mein erster Ratschlag. Der zweite geht um Regulatorik und politische Vernetzung. Mobilität und geteilte Räume sind vermutlich neben Energie und Finanzen die am stärksten regulierten Märkte, insbesondere in Deutschland. Dieses Wissen über die Rahmenbedingungen muss auf Gründer Ebene liegen und sollte nicht delegiert werden, auch wenn das Thema manchmal sehr zäh ist.

Als letzter Ratschlag: “Ship your product fast”! Mobilitätslösungen können nicht auf dem Papier entwickelt werden. Nur echtes Nutzer- und Kundenfeedback bringen echte Insights. Und zufriedene Kunden sind das beste Marketing.

Bildcredits @ ChargeX

Wir bedanken uns bei Michael Masnitza für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Moderne Ernährungskonzepte auf der Basis von Hanf

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Moderne Ernährungskonzepte mit Hanf Bild von pixabay

Hanf hat sich vom Nischenprodukt zu einer festen Größe in modernen Ernährungskonzepten entwickelt. Im Mittelpunkt stehen Hanfsamen und Hanfproteine – verarbeitet zu alltagstauglichen Produkten wie Riegeln, Shakes oder Toppings. 

Ein Beispiel dafür ist HANS Brainfood: Das Unternehmen nutzt Hanfsamen in Bio-Qualität als Grundlage für verschiedene Produktideen und verbindet damit aktuelle Food-Trends mit dem Denken eines jungen Start-ups.

Hanf als Baustein moderner Ernährungskonzepte

Moderne Ernährungskonzepte setzen auf einfache Abläufe, kurze Zutatenlisten und Rohstoffe, die vielseitig einsetzbar sind – als Proteinquelle, als Lieferant wertvoller Fette und als geschmackliche Komponente. Hanf passt gut in dieses Bild, weil er reichhaltig an wichtigen Nährstoffen ist. Zudem lassen sich Hanfprodukte flexibel in Ernährungskonzepte übertragen, von Samen über Pulver bis hin zu Snacks. 

So entstehen Ansätze, die Genuss, Alltagstauglichkeit und Nachhaltigkeit verbinden, ohne dass die Zutaten von weit her kommen müssen. Genau darin liegt der Reiz hanfbasierter Ernährungsbausteine: ein vertrauter Rohstoff, neu interpretiert für Zwischenmahlzeiten und Küchen-Basics.

Hanfsamen im Alltag – klein, nussig, vielseitig

Hanfsamen gelten als „Superfood“, weil sie viele Nährstoffe bündeln und dabei angenehm unkompliziert sind. Sie lassen sich sowohl in der kalten als auch in der warmen Küche verwenden. Ihr Geschmack ist mild mit einer nussigen Note – dadurch passen sie sowohl in süße als auch in herzhafte Gerichte.

Geschält oder ungeschält – was in der Küche zählt

Geschälte Hanfsamen sind weich und lassen sich direkt über Bowls, Salate oder Joghurt streuen. Ungeschälte Varianten sind knackiger und eignen sich gut als Topping oder als Zutat in Teigen und Müslimischungen. Entscheidend ist nicht, welche Variante „besser“ ist, sondern wofür sie gedacht ist: Textur, Mundgefühl und die Rolle im Rezept geben die Richtung vor.

Nährwert – Hanfprotein im Vergleich

Bei pflanzlichen Proteinen gibt es viele Optionen für Shakes und Rezepte – zum Beispiel Erbsen, Reis, Soja, Kürbis, Sonnenblume oder Leinsamen. Hanfprotein hat dabei ein eigenes Profil: Es liefert Proteine, bleibt in seiner Struktur aber eher naturbelassen und bringt ein dezent nussiges Aroma mit. 

Im Vergleich zeigt sich, dass manche Pulver vor allem auf einen sehr hohen Proteinwert setzen, während andere besonders neutral schmecken oder sich leicht auflösen. Hanfprotein liegt dazwischen und wirkt insgesamt ausgewogen – es passt gut, wenn neben dem Protein auch Geschmack und Konsistenz eine Rolle spielen.

Worauf bei Proteinpulvern geachtet wird

Heute zählt bei Proteinpulvern stärker, wo die Rohstoffe herkommen, wie sie verarbeitet werden und wie schlicht die Rezeptur bleibt. Mechanische Herstellungsverfahren ohne Lösungsmittel, nachvollziehbare Lieferketten und kurze Zutatenlisten gelten dabei immer häufiger als Qualitätsmerkmale. Pflanzliche Proteine passen damit in viele Ernährungsstile – nicht nur für Veganer.

Hanfriegel, Shakes und Snacks

Der Snack-Markt hat sich vom klassischen Süßwarenregal hin zu nährstoffreichen Zwischenmahlzeiten entwickelt. Riegel, Cookies oder Shakes verbinden schnelle Verfügbarkeit mit einer gut kalkulierbaren Nährstoffdichte. 

Hanf spielt dabei eine übergeordnete Rolle, weil Hanfsamen Struktur geben. In Bio-Qualität entstehen Formate, die im Alltag als Frühstücks-Backup, Büro-Snack oder Begleiter rund ums Training funktionieren, ohne dass die Zutatenliste kompliziert wirkt.

  • Hanfsamen als Topping für Bowls, Salate und Suppen
  • Hanfprotein in Shakes, Porridge oder Pancake-Teigen
  • Riegel und Cookies als planbarer Snack für unterwegs
  • Proteinmischungen als Basis für schnelle Frühstücks-Drinks
  • Aufstriche für Brot und Wraps

Bio, Regionalität und Qualität – warum Herkunft wieder zählt

Regionale Rohstoffe sind mehr als ein Trend. Sie helfen, Lieferprobleme zu reduzieren und machen Herkunft und Produktion transparenter. Hanf kann in Europa angebaut werden, und Bio-Siegel geben eine klare Orientierung zu Anbau und Verarbeitung. 

Anbieter mit eigenen Feldern oder festen Partnern in der Region können die Qualität besser im Blick behalten. Laboranalysen, verständliche Angaben auf dem Produkt und eine gut nachvollziehbare Herkunft stehen dabei für Qualität – nicht durch Versprechen, sondern durch überprüfbare Standards.

Hanfprodukte 2026 – vom Trend zur Produktlogik

Rund um Hanf ist inzwischen ein eigener kleiner Markt entstanden. Für 2026 zeigen sich drei Trends: alltagstaugliche Produkte, die Samen und Proteine sinnvoll kombinieren, ein stärkerer Fokus auf regionale Rohstoffe und Fertigprodukte, die mit kurzen Zutatenlisten auskommen. 

Gleichzeitig rückt die Qualität deutlicher in den Vordergrund. Sie wird über Laboranalysen, Zertifikate und nachvollziehbare Herkunft eingeordnet – und wird durch Digitalisierung unterstützt, etwa bei Logistik, Lagerhaltung und der strukturierten Aufbereitung von Produktdaten.

HANS Brainfood – Herkunft, Idee und Motivation

HANS Brainfood steht beispielhaft für einen Startup-Ansatz in einer spezialisierten Food-Nische rund um Hanf. Das Unternehmen wurde 2019 in Regensburg gegründet und verfolgt das Ziel, Hanf als Nutzpflanze wieder stärker im Alltag zu verankern. Die Idee entstand aus dem Wunsch nach einem Snack mit klarer Rezeptur und gut planbarer Nährstoffzusammensetzung. 

Das Geschäftsmodell setzt auf Bio-Qualität, regionale Rohstoffe und proteinbetonte Produkte. Zum Sortiment gehören Hanfsamen für den direkten Verzehr, hanfbasierte Proteinpulver sowie snackige Formate wie Riegel, ergänzt durch Rezeptideen und themennahe Inhalte.

Fazit

Hanfbasierte Ernährungskonzepte wirken vor allem deshalb überzeugend, weil sie praktisch sind. Hanfsamen lassen sich leicht in Mahlzeiten integrieren, Hanfprotein eignet sich als Zutat für Shakes und Backideen, und Riegel oder Snacks bieten eine gut planbare Lösung für unterwegs. 

Der Markt bewegt sich dabei weg vom kurzfristigen Hype und hin zu klaren Produkten, überprüfbarer Qualität und nachvollziehbarer Herkunft. Als Beispiel zeigt HANS Brainfood, wie sich ein regionaler Rohstoff in verschiedene Formate übertragen lässt, um damit Geld zu verdienen.

Bild von Luisella Planeta LOVE PEACE 💛💙 auf Pixabay

Autor Wolfgang Schneider

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Warum fahren wir gemeinsam Ski, aber nicht gemeinsam los?

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Mounti bringt Menschen ohne Auto gemeinsam in die Berge Teambild

Mounti ist eine Mitfahrplattform in die Berge, die Menschen ohne eigenes Auto miteinander verbindet und gemeinsame Fahrten zum Wintersport ermöglicht

Was ist Mounti und wie ist die Idee zu dieser Mitfahr Plattform für Wintersportfahrten entstanden?

Mounti ist eine Mitfahrplattform in die Berge. Die Entstehungsstory ist eigentlich witzig, ich (Max) bin im Oktober 2025 nach Passau gezogen. Beim Einräumen der Wohnung hatte ich meine Ski Sachen in der Hand und habe mich schon riesig auf die Ski Saison gefreut, da die Nähe zu den Bergen ein großes Argument für mich war in Passau meinen Master zu machen. Mir ist allerdings ein Problem klar geworden: Ich habe kein eigenes Auto… Wie komme ich also in die Berge? Einige Wochen später startete der Uni Kurs 5€ Business Wettbewerb, dort entschloss ich mit meinen Teamkollegen gemeinsam das „Auto-Problem“ zu lösen. Und Mounti wurde ins Leben gerufen.

Wer steckt hinter Mounti und wie hat sich das Team aus Studierenden der Uni Passau zusammengefunden?

Wir sind zu dritt: Max, Marc und Julius. Wir studieren alle im Master Business Administration in Passau und sind natürlich absolut wintersportverrückt. Gefunden haben wir uns tatsächlich über den Kurs 5-Euro-Business-Wettbewerb. Da hat die Chemie sofort gestimmt, weil wir alle drei das gleiche Problem kannten und Bock hatten, etwas Eigenes aufzuziehen.

Welche Vision verfolgt ihr mit Mounti im Spannungsfeld von Mobilität Klimaschutz und Freizeit?

Die Grundidee ist simpel: Wir wollen, dass Leute bequem in die Berge kommen, ohne dass jeder einzeln im Auto sitzt. Wir nutzen die Plätze, die sowieso schon da sind. Das bedeutet weniger Autos auf der Straße, weniger Stau auf den Straßen, entspannteres Parken und natürlich deutlich weniger Emissionen.
Klimaschutz funktioniert bei uns nicht über erhobenen Zeigefinger oder Verzicht, sondern über eine Lösung, die einfach cleverer und cooler ist als alleine zu fahren. Langfristig wollen wir das „Betriebssystem“ für Freizeitfahrten in die Berge werden. Mit transparenter CO₂-Bilanz und starken Partnern vor Ort.

Wie funktioniert Mounti konkret für Fahrer und Mitfahrer von der Fahrtanfrage bis zur Buchung?

Ganz unkompliziert. Wer fährt, meldet sich auf mounti.app an und gibt die Eckdaten ein: Startpunkt, Skigebiet, Zeit und wie viele Plätze frei sind. Es gibt direkt eine Preisempfehlung für die Kostenteilung, damit keiner lange rechnen muss.
Mitfahrer suchen sich die passende Fahrt aus und fragen mit einem Klick an. Wenn der Fahrer zusagt, werden die Kontaktdaten ausgetauscht, um Details wie den Treffpunkt oder den Platz für die Ausrüstung zu klären. Das Geld wird meistens ganz entspannt direkt im Auto verrechnet. Meistens werden einfach die Spritkosten geteilt.

An welche Zielgruppe richtet sich Mounti besonders und welches Problem löst ihr für diese Menschen?

An alle, die Bock auf die Berge haben, aber entweder kein Auto besitzen oder keine Lust auf die hohen Spritkosten und die Alleinfahrt haben. Gerade für uns Studierende oder junge Leute in der Stadt ist ein eigenes Auto oft purer Luxus und meist gar nicht vorhanden. Aber auch für Leute mit Auto lohnt es sich: Wer nimmt nicht lieber drei Mitfahrer mit und zahlt am Ende nur ein Viertel vom Sprit?

Welche Rolle spielt die transparente CO₂ Einsparanzeige bei der Nutzung von Mounti?

Das ist für uns mehr als nur ein nettes Feature. Wir zeigen bei jeder Fahrt direkt an, wie viel CO₂ man im Vergleich zur Einzelfahrt spart. Das macht den Impact der eigenen Entscheidung sofort greifbar. Es ist ein verdammt gutes Gefühl, wenn man am Ende des Tages sieht, dass man mal eben ein paar Dutzend Kilo CO₂ vermieden hat, nur weil man nicht alleine gefahren ist. Das schweißt die Community auch zusammen.

Was unterscheidet Mounti von klassischen Mitfahr Plattformen oder privaten Fahrgemeinschaften?

Der Fokus. Bei uns geht es nicht nur von A nach B, sondern um das gemeinsame Hobby und den Rückweg zu A. Du sitzt mit Leuten im Auto, die den gleichen Vibe haben. Da fängt der Skitag schon bei der Begrüßung an und man hat sofort Gesprächsstoff.

Im Vergleich zu anonymen Plattformen sind wir eine echte Community. Außerdem ist Mounti genau auf Wintersport zugeschnitten: Man gibt an, ob Ski oder Snowboards ins Auto passen und findet gezielt Skigebiete statt nur Städte. Und gegenüber privaten WhatsApp-Gruppen haben wir eine viel größere Reichweite. Du findest auch dann eine Mitfahrgelegenheit, wenn deine Freunde mal keine Zeit haben.

Vor welchen Herausforderungen steht ihr als junges Startup im Bereich Mobilität und Nachhaltigkeit?

Das klassische „Henne-Ei-Problem“: Wir brauchen Fahrer, damit Mitfahrer kommen – und Mitfahrer, damit es sich für die Fahrer lohnt. Deswegen sind wir aktuell viel an der Uni und in Wintersport Communities unterwegs, um Mounti bekannt zu machen. Auch das Thema Vertrauen ist uns wichtig, weshalb wir an Features wie verifizierten Profilen arbeiten. Und ganz ehrlich: Das Zeitmanagement zwischen Masterstudium und Startup-Aufbau ist manchmal ein echter Balanceakt. Aber das Feedback gibt uns extrem viel Energie.

Wie reagiert eure Community bisher auf die Idee gemeinsamer Wintersportfahrten über Mounti?

Das Feedback ist bisher echt überwältigend. Viele sagen: „Endlich gibt es sowas!“ Wir werden auch oft gefragt, ob wir das im Sommer für Wanderungen oder andere Sportarten anbieten können. Das zeigt uns, dass der Bedarf riesig ist.

Welche nächsten Schritte und Weiterentwicklungen plant ihr für Mounti?

Neben Wachstum, kontinuierlicher Verbesserung und erfolgreicher Implementierung in anderen Hochschulstädten, planen wir in naher Zukunft auch das Anbieten von Rodeln und Thermen Besuchen, im Sommer dann unter anderem Wandern, Klettergarten und Sommerrodelbahn. Zudem möchten wir auf lange Frist eine Buddy Funktion Integrieren, um neue Bekanntschaften zu schließen, denn gemeinsam machen die meisten Aktivitäten einfach mehr Spaß als allein. Ideal für neu Zugezogene Personen und solche die neue Aktivitäten ausprobieren wollen. Mögliche Kooperationen behalten wir ebenfalls im Blick, zum Beispiel mit Skigebieten oder Hochschulsportgruppen, um Mounti bekannter zu machen. Wenn euch unsere Idee gefällt könnt ihr gerne auf unserem Instagram Account vorbeischauen (mounti.official) oder euch direkt über unsere Webseite (mounti.app) für euere erste Fahrt anmelden. Bei allem halten wir an unseren Werten fest: Mounti soll wachsen, aber immer so, dass die Gemeinschaft und der Klimaschutzgedanke im Mittelpunkt bleiben.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Studierenden geben, die selbst ein Startup gründen möchten?

Max: Einfach loslegen! Es gibt nicht den einen perfekten Moment um mit einem euch wichtigen Projekt anzufangen. Es gibt nur das JETZT. Und auch Fehler machen gehört dazu. Ihr werdet daraus lernen und sie hoffentlich nicht erneut machen. Ich drücke euch allen die Daumen.

Marc: Traut euch aus eurer Komfortzone! Gründet nicht nur, um das anzuwenden, was ihr im Studium schon gelernt habt, sondern um genau das zu lernen, was ihr noch nicht könnt. Man muss kein fertiger Experte sein, um zu starten – man wird zum Experten, während man es tut.

Julius: Sucht euch ein Team, das für die Sache brennt. Fachwissen kann man lernen, aber die Leidenschaft für die Sache muss da sein. Und nutzt die Uni-Ressourcen. Wettbewerbe wie das „5-Euro-Business“ oder Gründungsberatungen sind Gold wert, um ohne großes Risiko zu starten.

Bildrechte: Mounti Bild von links: Marc Schlotzhauer, Julius Woelki, Max Einwich

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Kann Musik persönliche Erinnerungen stärker bewahren als Worte?

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ZUNO Creations: personalisierte Songs & Emotionen  Azur Begić ZUNO Creations

ZUNO Creations entwickelt personalisierte Songs, die persönliche Geschichten und Emotionen in individuelle Musikstücke übersetzen

Was ist ZUNO Creations und wer sind die Menschen hinter dem Projekt. Wie sind Ihre Hintergründe und Rollen verteilt?

ZUNO Creations ist ein kreatives Digitalprojekt, das personalisierte Songs auf Basis echter Geschichten und Emotionen entwickelt. Hinter dem Projekt stehe ich selbst als Gründer. Ich komme aus dem kreativen Bereich und bringe musikalisches Gespür, technisches Verständnis und redaktionelle Arbeit zusammen. Konzeption, Text, musikalische Feinabstimmung und Qualitätskontrolle liegen vollständig in meiner Verantwortung.

Wie ist die Idee entstanden, personalisierte Songs als digitales Produkt anzubieten. Gab es einen konkreten Auslöser?

Musik war für mich immer ein stiller Begleiter. Ich habe schon als Jugendlicher Gitarre gespielt, ohne große Ziele. Später kam mein starkes Interesse an moderner Musik und Reggaeton dazu. Der konkrete Auslöser war der Moment, als Freunde und Bekannte nach persönlichen Songs für besondere Anlässe gefragt haben. Daraus entstand die Idee, diese Nachfrage professionell umzusetzen.

Welche Vision verfolgt ZUNO Creations langfristig. Und wie möchten Sie diese Vision Schritt für Schritt umsetzen?

Die Vision ist es, persönliche Geschichten in Musik zu übersetzen und emotionale Erinnerungen zu schaffen. Schritt für Schritt soll das Angebot erweitert werden, ohne den persönlichen Charakter zu verlieren. Qualität und Gefühl stehen immer vor Geschwindigkeit.

An wen richtet sich Ihr Angebot in erster Linie. Und welche emotionalen Bedürfnisse Ihrer Kundinnen und Kunden stehen dabei im Mittelpunkt?

Das Angebot richtet sich an Menschen, die etwas Persönliches schenken möchten. Im Mittelpunkt stehen Emotionen wie Liebe, Dankbarkeit, Nähe und Erinnerung. Die Songs sollen berühren und echte Momente festhalten.

Personalisierung ist ein starker Trend. Was macht personalisierte Songs aus Ihrer Sicht besonders im Vergleich zu anderen individuellen Geschenkideen?

Ein personalisierter Song spricht direkt das Gefühl an. Er ist nicht nur ein Gegenstand, sondern eine Erinnerung. Musik bleibt oft ein Leben lang präsent und wird immer wieder gehört.

Der gesamte Prozess bei ZUNO Creations ist digital organisiert. Welche Vorteile bringt dieses Modell für Sie und für Ihre Kundschaft?

Der digitale Prozess ermöglicht Flexibilität, Schnelligkeit und klare Abläufe. Kundinnen und Kunden können ihre Geschichte einfach übermitteln und erhalten ein hochwertiges Ergebnis ohne physische Abhängigkeiten.

Wie gelingt es Ihnen, Individualität und Qualität zu sichern, obwohl das Geschäftsmodell auf Skalierbarkeit ausgelegt ist?

Kein Song wird automatisch veröffentlicht. Jeder Titel wird mehrfach überarbeitet, angepasst und bewusst gehört. Erst wenn sich der Song richtig anfühlt, wird er ausgeliefert.

Welche Herausforderungen bringt es mit sich, Emotionen in ein wirtschaftlich tragfähiges Produkt zu übersetzen?

Die größte Herausforderung ist, Emotion nicht zu standardisieren. Jeder Mensch empfindet anders. Deshalb braucht es Zeit, Empathie und ein gutes Gespür für Zwischentöne.

Was unterscheidet ZUNO Creations klar von anderen Angeboten im Bereich Musik oder Geschenke. Wo liegt Ihr Unique Selling Point?

Der Unterschied liegt im Feinschliff. Ich nutze moderne Tools, aber verlasse mich nicht auf reine Automatisierung. Menschliches Gefühl und kreative Entscheidung stehen im Mittelpunkt.

Wie wichtig ist für Sie die Einordnung zwischen Creator Economy, E Commerce und Emotional Tech. Und wo sehen Sie sich selbst am stärksten verortet?

ZUNO Creations bewegt sich zwischen allen drei Bereichen. Am stärksten sehe ich das Projekt im Emotional-Tech-Bereich, da Emotion der Kern des Geschäftsmodells ist.

Welche nächsten Entwicklungsschritte planen Sie für ZUNO Creations. Gibt es neue Anlässe, Formate oder Zielgruppen?

Geplant sind neue Anlässe wie Familienfeste, Abschiede und persönliche Meilensteine. Auch Formate für Unternehmen sind denkbar, etwa emotionale Audio-Geschenke.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein emotionales und kreatives Geschäftsmodell aufbauen möchten?

Erstens: Bleiben Sie ehrlich. Zweitens: Automatisieren Sie Technik, aber nicht Gefühle. Drittens: Vertrauen Sie Ihrem eigenen Gespür.

Bildcredits @ ZUNO Creations

Wir bedanken uns bei Azur Begić für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Zuno Creations

ZUNO Creation logo bunt

Kontakt:

Zuno Creations
Azur Begic
Berresgasse 3/7
1220 Wien
Österreich

https://zunocreations.de/
zunocreations.de@gmail.com

Ansprechpartner: Azur Begic

Social Media:
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publuence.ai analysiert Marken-Sichtbarkeit in KI-Antworten

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publuence_publuence.ai analysiert Marken-Sichtbarkeit in KI-Antworten

Key Takeaways

  • publuence.ai ist eine SaaS-Lösung, die die Sichtbarkeit von Marken in generativen KI-Systemen analysiert.
  • Die Analyse zeigt, bei welchen Fragen Marken erwähnt werden und wie sie präsentiert sind, was Kaufentscheidungen beeinflussen kann.
  • publuence.ai unterscheidet sich von klassischer Sichtbarkeitsanalyse, da es den Fokus auf direkt formulierte KI-Antworten legt.
  • Ein Beispiel aus der Automobilbranche zeigt, dass die Sichtbarkeit von Marken stark variiert, abhängig von Kontext und Tonalität.
  • Die Bedeutung von KI-Sichtbarkeit wächst, da Kaufentscheidungen zunehmend im Dialog mit KI-Systemen stattfinden.

Mit publuence.ai ist eine SaaS-Lösung gestartet, die untersucht, wie sichtbar Marken in Antworten generativer KI-Systeme sind. Analysiert wird, bei welchen Fragen Marken erscheinen, wie sie dargestellt werden und welche Inhalte diese Antworten prägen. Das Thema gewinnt an Bedeutung, weil Kauf- und Vergleichsentscheidungen zunehmend in KI-Dialogen vorbereitet werden – oft noch vor dem Kontakt mit klassischen Marketingkanälen.

Was publuence.ai neu misst

publuence.ai hat ein Analysewerkzeug eingeführt, das die Sichtbarkeit von Marken in generativen KI-Systemen systematisch erfasst. Die Lösung wertet aus, bei welchen Such- und Beratungsfragen Marken genannt werden, wie häufig dies geschieht und in welchem inhaltlichen Zusammenhang die Erwähnungen stehen.

Nach Darstellung des Unternehmens wird damit ein Bereich messbar gemacht, der bislang kaum strukturiert beobachtet wurde. Die Präsenz von Marken in KI-generierten Antworten entsteht weitgehend unabhängig von klassischen Kampagnen und kann frühe Phasen der Entscheidungsfindung beeinflussen.

Wie publuence.ai Antworten generativer KI auswertet

Der Ansatz von publuence.ai basiert auf der kontinuierlichen Analyse von KI-generierten Antworten. Erfasst wird, welche Marken genannt werden, wie sie beschrieben sind und ob die Darstellung überwiegend positiv, neutral oder kritisch ausfällt. Zusätzlich wird untersucht, welche Inhalte und Medienquellen maßgeblich zur jeweiligen Antwort beitragen.

Das Unternehmen versteht diese Auswertung als fortlaufenden Prozess über verschiedene Fragestellungen hinweg, um Veränderungen in der Darstellung von Marken nachvollziehbar zu machen.

Welche Erkenntnisse publuence.ai für Unternehmen liefert

Adressiert werden vor allem Kommunikations-, Marketing- und Markenverantwortliche. Die Analysen sollen zeigen, ob und wie eine Marke in KI-gestützten Beratungs- und Suchprozessen präsent ist. Ein Schwerpunkt liegt auf Themenfeldern, in denen Marken kaum oder gar nicht auftauchen, obwohl sie aus Unternehmenssicht relevant wären.

Darüber hinaus weist die Auswertung aus, ob Marken in KI-Antworten überwiegend positiv, neutral oder kritisch dargestellt werden. Diese Einordnung kann als Grundlage dienen, um Inhalte und Medienarbeit gezielter auszurichten.

publuence.ai im Vergleich zu klassischer Sichtbarkeitsanalyse

AI Search Analytics unterscheidet sich deutlich von klassischer Suchmaschinenoptimierung. Während SEO primär auf Rankings in Ergebnislisten abzielt, untersucht publuence.ai die Rolle von Marken in direkt formulierten KI-Antworten, die Nutzer bei konkreten Entscheidungsfragen erhalten.

Der Vorteil dieses Ansatzes liegt in der Fokussierung auf einen neuen digitalen Beratungsraum. Gleichzeitig bleibt das Feld dynamisch, da sich sowohl die Funktionsweise generativer KI-Systeme als auch deren Datenbasis laufend verändern.

Was die Analyse aus der Automobilbranche zeigt

Als Anwendungsbeispiel verweist das Unternehmen auf eine Auswertung aus der Automobilbranche. Grundlage waren 30 KI-Prompts rund um das Thema Elektromobilität. Diese sollen typische Nutzerfragen abbilden, erheben jedoch keinen Anspruch auf statistische Repräsentativität für die gesamte Branche.

Herstellerangaben zufolge erreicht Tesla in dieser Auswertung eine Sichtbarkeit von rund 64 Prozent, Hyundai liegt bei mehr als 58 Prozent, Volkswagen bei etwa 51 Prozent. Die Analyse zeigt zudem, dass nicht allein die Häufigkeit der Erwähnung entscheidend ist. Bei Volkswagen würden insbesondere Themen wie Winterreichweite, Ladeinfrastruktur und Schnellladekosten zu kritischeren Darstellungen führen, die das Bild der Marke in frühen Entscheidungsphasen prägen können.

Welche Rolle Medienquellen für KI-Antworten spielen

Ein weiterer Schwerpunkt der Auswertung liegt auf den Quellen, aus denen KI-Systeme ihre Antworten ableiten. Die Analyse legt nahe, dass bestimmte Medieninhalte überdurchschnittlich stark in KI-Antworten einfließen und damit die Darstellung von Marken beeinflussen.

Dabei zeigen sich Unterschiede in der Tonalität einzelner Medien. Für Unternehmen wird damit relevant, welche redaktionellen Perspektiven den Wissensraum der KI prägen und welche Inhalte dort besonders wirksam sind.

Wie publuence.ai die Verschiebung von Kaufentscheidungen einordnet

Cevahir Ejder, Geschäftsführer der publuence GmbH, beschreibt Kaufentscheidungen zunehmend als Prozesse, die im Dialog mit KI-Systemen beginnen. Marken, die dort nicht auftauchten, spielten aus seiner Sicht in der frühen Auswahlphase kaum eine Rolle.

Viele Unternehmen richteten ihren Fokus weiterhin auf klassische Marketingkanäle und berücksichtigten KI-gestützte Beratung bislang nur begrenzt. Dadurch entstehe das Risiko, in einem entscheidenden Moment der Orientierung nicht präsent zu sein.

Warum KI-Sichtbarkeit für Marken an Bedeutung gewinnt

Mit publuence.ai adressiert das Unternehmen einen Bereich, der für Marken zunehmend an Bedeutung gewinnt, sich aber noch im Aufbau befindet. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass die Antwortlogiken generativer KI-Systeme weitgehend intransparent sind und entsprechende Analysen stets nur eine Annäherung an reale Entscheidungsprozesse darstellen können.

Unabhängig davon wird deutlich: Wer verstehen will, wie Kaufentscheidungen heute vorbereitet werden, muss berücksichtigen, wie KI-Systeme Marken darstellen – und welche Inhalte diese Darstellung beeinflussen.

Foto/Quelle: publuence GmbH

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