Donnerstag, April 3, 2025
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Wenn Innovationen auf große Träume treffen

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16. oktober dhdl V.l.: Dagmar Wöhrl, Elke Jensen, Carsten Maschmeyer Gründerin Elke Jensen (M.) präsentiert den "Löwen" Dagmar Wöhrl und Carsten Maschmeyer mit „CityCaddy“ Gehhilfe und Trolley zugleich. Die machen gleich den Praxistest. Foto: RTL / Stefan Gregorowius

In der nächsten Folge der erfolgreichen Gründershow am 21. Oktober 2024 „Die Höhle der Löwen“ erwarten uns gleich fünf spannende Start-ups, die frische Ideen und außergewöhnliche Produkte vorstellen. Die Unternehmerinnen und Unternehmer kommen aus den verschiedensten Bereichen, doch eines haben sie alle gemeinsam: den Wunsch, mit ihren Ideen das Leben vieler Menschen zu verbessern und dabei ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. Werden die Löwen anbeißen? Hier ein Blick auf die innovativen Projekte, die am 21. Oktober um 20:15 Uhr auf VOX um die Gunst der Investorbuhlen.

fredis Kinderdusche – Die Dusche für kleine Wasserratten

Astrid Förster und Rico Priewe aus Stralsund präsentieren mit fredis Kinderdusche eine clevere Lösung für ein alltägliches Problem: Duschen ist für viele Kinder ein Graus, besonders wenn es ums Haarewaschen geht. Der Grund? Das Badezimmer ist auf Erwachsene ausgelegt – die Dusche zu hoch, der Wasserstrahl zu stark. Um das zu ändern, haben die beiden eine Dusche speziell für Kinder entwickelt. Die Kinderdusche lässt sich dank Saugnäpfen und Klebepads problemlos anbringen und ist flexibel in der Höhe verstellbar. Die Kinder können zwischen zwei Duschmodi wählen und so selbstständig und spielerisch ihre Körperpflege erleben. Förster und Priewe bieten den Löwen am 21. Oktober 2024 15 Prozent der Firmenanteile für 200.000 Euro – werden sie das nötige Kapital für ihren nächsten Schritt erhalten?

bae treat – Snack mit Mehrwert

„Scheinbar gesunde Haferriegel sind oft Zuckerbomben ohne echten Nährwert,“ kritisieren Laura Schmidel und Lorena Unterrader aus Tirol. Ihr Unternehmen bae bringt Haferriegel und gefüllte Bites auf den Markt, die weniger Zucker enthalten und mit Präbiotika den Darm unterstützen. Drei Geschmacksrichtungen versprechen Genuss und gesundheitlichen Mehrwert: Brownie Haselnuss, Banana Schoko Crunch und Apfel Crunch Zimt. Vegane und biozertifizierte Zutaten, 40 Prozent weniger Zucker und eine spezielle Präbiotika-Mischung sind das Erfolgsrezept der Gründerinnen. Für 20 Prozent ihrer Firma erhoffen sie sich von den Löwen 180.000 Euro – doch wird das ihren Durst nach Wachstum stillen?

CityCaddy – Mobilität im Alter neu gedacht

Elke Jensen, 74 Jahre alt und ehemalige Design-Professorin, will die Welt für ältere Menschen ein wenig leichter und schöner machen. Der CityCaddy ist eine Neuinterpretation des klassischen Einkaufswagens, die zwischen Trolley und Rollator angesiedelt ist. Mit stabiler Bauweise, stufenloser Höhenverstellung und einem besonderen Mechanismus zum Überwinden von Stufen und Rolltreppen vereint er Funktionalität mit Ästhetik.  Sie erhofft sich ein Investment von 300.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.. Werden die Löwen von diesem Alltagsbegleiter überzeugt sein?

BULGURCUPS – Orientalischer Geschmack to go

Der 30-jährige Muhammet Bulat aus Köln bringt mit seinen BULGURCUPS gesunde orientalische Aromen in die schnelle Küche. Bulgur, ein Grundnahrungsmittel in vielen Kulturen, steckt voller Nährstoffe und wird in Bulats Produktlinie zur Basis für vegane, proteinreiche Instantgerichte. Das Sortiment ist komplett frei von Palmöl, Geschmacksverstärkern und künstlichen Zusätzen und lässt sich in nur fünf Minuten zubereiten. Bulat steht jedoch unter finanziellem Druck und benötigt dringend ein Investment. Für 15 Prozent seiner Firma bittet er um 80.000 Euro – doch kann er die Löwen von seiner kulinarischen Vision überzeugen?

SEASON – Eine App, die den Zyklus begleitet

Shanel Chien hat eine Zyklus-App entwickelt, die menstruierende Personen unterstützen soll, ihr Leben besser im Einklang mit ihrem natürlichen Rhythmus zu organisieren. SEASON bietet nicht nur einen klassischen Kalender, sondern auch Empfehlungen für Ernährung und Bewegung basierend auf den vier Zyklusphasen. Das Ziel ist, das eigene Wohlbefinden zu steigern, indem man versteht, wie hormonelle Schwankungen den Alltag beeinflussen. Mit einem Investment von 100.000 Euro für zehn Prozent Firmenanteile will Chien ihre App weiterentwickeln und auf dem Markt etablieren. Wird ihr innovativer Ansatz die Investoren überzeugen?

Eine Folge voller Emotionen und Spannung

Von Produkten für Kinder und Familien über innovative Lebensmittel bis hin zu neuen Perspektiven auf Mobilität und Gesundheit – die kommende Folge von „Die Höhle der Löwen“ verspricht spannende Momente und inspirierende Geschichten. Die Gründerhoffen, dass sie ihre Ideen und Visionen verwirklichen können, und das nötige Kapital sowie die strategische Unterstützung eines Löwen dafür gewinnen. Wer wird die Investoren für sich begeistern? Und wer muss vielleicht trotz einer vielversprechenden Idee ohne Deal die Höhle verlassen?

Seid gespannt, wenn es am 21. Oktober um 20:15 Uhr auf VOX wieder heißt: Willkommen in der Höhle der Löwen!

Bild: V.l.: Dagmar Wöhrl, Elke Jensen, Carsten Maschmeyer
Gründerin Elke Jensen (M.) präsentiert am 21. Oktober den „Löwen“ Dagmar Wöhrl und Carsten Maschmeyer mit „CityCaddy“ Gehhilfe und Trolley zugleich. Die machen gleich den Praxistest. Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Franziska Saxler auf der herCAREER 2024

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„Je diskriminierender die Machtstrukturen sind, desto mehr Belästigung ist möglich“

Ein anzüglicher Witz, ein Kompliment, eine Einladung zum Essen – wo beginnt sexualisierendes oder machtmissbräuchliches Verhalten im Berufsalltag? Im Interview beschreibt die Psychologin Franziska Saxler sowohl menschliche als auch systemische Muster sexualisierter Gewalt und gibt Tipps zur Prävention und zum Umgang mit Grenzüberschreitungen in Unternehmen. Die Autorin des Buches „Er hat dich noch nicht mal angefasst“ ist selbst Betroffene – die Mitinitiatorin von #metooscience hat während ihrer Promotion Belästigung durch ihren Doktorvater erfahren.

„Gewalt ist ein Spektrum, in dem sogenannte Mikro- und Makroexpressionen – also kleine und große Dinge – vorkommen“

herCAREER: Franziska Saxler, dein Buch enthält viele Fallbeispiele, darunter auch deine eigene Belästigungserfahrung. Welche Muster sind dir aufgefallen?

Franziska Saxler: Immer spielt eine Person ihre Macht so aus, dass eine andere Person leidet und gegebenenfalls ihre Arbeitssituation verändern muss. Was in allen Interviews und auch in meiner Arbeit mit #metooscience auffällt, ist, dass Täter oft schrittweise die Grenzen der Betroffenen austesten und die Belästigung immer weiter treiben. Und: viel zu häufig werden die Erfahrungen der Betroffenen angezweifelt oder relativiert. Sie bekommen nicht das Gehör, das sie verdient haben.

herCAREER: Wer sind die Belästigenden?

In den allermeisten Fällen Männer. Etwa 85 Prozent der sexuellen Belästigungen werden laut Statistik von Männern an Frauen begangen. Sie haben verschiedene Charakterzüge gemeinsam: relativ wenig Einfühlungsvermögen und ein starkes Machtmotiv. Oft haben sie selbst schmerzhafte Erfahrungen gemacht, aber nie verarbeitet. Die Forschung zeigt auch, dass Männer, die an traditionelle Bilder von Männlichkeit, Weiblichkeit und Geschlechterrollen glauben, eher motiviert sind, zu belästigen.

herCAREER: Was haben die Betroffenen gemeinsam?

Es sind nicht etwa die vermeintlich schlechten Opfer, die angeblich einen zu kurzen Rock getragen oder sich sexuell freizügig verhalten haben. Vielmehr gehören sie häufig mehrfach diskriminierten Gruppen an: Frauen oder Menschen, die von Geschlechterstereotypen abweichen, Women of Color, Frauen mit Behinderung und nicht-binäre Menschen. Hier wird deutlich, dass Belästigung vor allem Ausdruck von Macht ist, denn diese Gruppen bekommen Machtgefälle auch sonst im Alltag deutlicher zu spüren.

herCAREER: Die Statistik besagt: 60 Prozent der Frauen, queeren Männer und nicht-binären Personen geben an, in den letzten 8-12 Monaten mindestens einmal belästigendes Verhalten am Arbeitsplatz erlebt zu haben. Was bedeutet das für Arbeitgeber:innen?

Es bedeutet, dass sie ihrer Pflicht, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor solchem Verhalten zu schützen, nicht ausreichend nachkommen. Wenn Unternehmen sich also DE&I auf die Fahne schreiben – wenn wir Menschen mit verschiedensten Hintergründen am Arbeitsplatz vertreten sehen wollen –, kommen sie nicht umhin, über sexualisierte Gewalt zu sprechen. Auch und gerade über die Fälle, die nicht in einem strafrechtlich relevanten Kontext stattfinden, denn auch die haben schädliche Auswirkungen. Und zwar nicht nur auf die Psyche der Betroffenen, sondern auch auf Motivation und Mitarbeiterfluktuation.

herCAREER: Das betonst du auch in deinem Buch und es spiegelt sich im Buchtitel „Er hat dich noch nicht mal angefasst“: Sexualisierte Gewalt findet in einem Spektrum statt. Ist das Thema deshalb so komplex?

Ja. Gewalt ist ein Spektrum, in dem sogenannte Mikro- und Makroexpressionen – also kleine und große Dinge – vorkommen. Es ist wichtig, über das gesamte Spektrum zu sprechen, denn auch die kleinen Dinge haben negative Konsequenzen für die Betroffenen.

herCAREER: Was ist ein Beispiel für vermeintlich „kleine Vorfälle“?

Wiederholte Witze über Frauenkörper zum Beispiel, unangenehme Gesten oder objektifizierende Kalender im Pausenraum. Diese „kleinen“ Dinge wirken so stark, weil meistens der ganze Arbeitskontext davon geprägt ist. Das macht es für die Betroffenen so schwer, darüber zu sprechen, was wiederum Auswirkungen auf die Psyche und die Arbeitsmotivation hat.

herCAREER: Gibt es Unternehmenskulturen, die sexualisierte Gewalt begünstigen?

Je diskriminierender die Machtstrukturen sind, desto mehr Belästigung ist möglich. So kommt es in Unternehmen, die stark hierarchisch, kompetitiv und männlich dominiert sind, häufiger zu Vorfällen sexualisierter Belästigung. Wir wissen aus der Forschung, dass eine frauenfeindliche Einstellung eben nicht nur sexistische Witze begünstigt, sondern zu stärker belästigendem Verhalten führt. Deshalb ist es so wichtig, schon bei den niederschwelligen Vorfällen genau hinzusehen.

herCAREER: Bedeutet das, dass der Mann, der die Olympionikin Rebecca Cheptegei in Kenia angezündet und ermordet hat, mit dem Mannschaftsarzt, der eine Turnmannschaft sexuell missbraucht, oder dem Vorgesetzten, der mit seinem Teammitglied zu flirten versucht, in Zusammenhang steht?

Ja, das hängt zusammen. Wir normalisieren, dass Frauen objektifiziert werden und dass sie als Ventil zur Verfügung stehen.

herCAREER: Kannst du das als Psychologin näher beleuchten?

Wenn Frauen und weiblich gelesene Personen als Objekte wahrgenommen werden, wird ihnen zumindest ein Teil ihrer Menschlichkeit genommen. Frauen dienen dem Täter dann als Ventil für die eigenen schlechten Gefühle. Gerade Hass ist ein Gefühl, das sich besonders gut auf Gruppen lenken lässt. So verlieren die Täter schnell die eigentliche Ursache ihrer Gefühle aus den Augen. Wenn Mütter dann auch noch sagen: „boys will be boys“ oder Freunde sagen: „er war halt betrunken“, dann signalisiert das, dass frauenfeindliches Verhalten keine Konsequenzen hat. So wird ein System geschaffen, in dem Täter lernen, ihren Hass auf andere zu projizieren, anstatt sich mit ihren seelischen Verletzungen auseinanderzusetzen. Dort wo Blut fließt, sollten eigentlich die Tränen dieser Männer fließen.

herCAREER: Was entgegnest du Stimmen, die sagen: „Aber nicht alle Männer… !“?

Ich entgegne, dass sie vom Thema ablenken. Dass nicht alle Männer Täter sind, ist völlig klar. Aber dass sowohl Männer als auch Frauen eine Sozialisation durchlaufen, die sexistisches Verhalten normalisiert, ist auch klar. Wer mit #notallmen vom Gespräch ablenkt, suggeriert, dass es kein Problem gibt, und wird auch den Männern, die echte Allys sind, nicht gerecht. Wer aber die systemischen Probleme anerkennt und ihnen mit einer gesunden Fehlerkultur begegnet, der kann etwas verändern.

herCAREER: Ein Narrativ, das sich hartnäckig hält, ist, dass Frauen sich „hochschlafen“. Wie stehst du dazu?

Wer in der Machtposition ist, trägt die Verantwortung! Dieses Narrativ ignoriert das Abhängigkeitsverhältnis völlig. Es negiert, wie schwer es ist, sich zu wehren, wenn man auf das Wohlwollen eines Kollegen oder Chefs angewiesen ist. Alle geben den Betroffenen die Schuld, aber niemand fragt, wer eigentlich seine Macht ausgenutzt hat. Das ist die klassische Täter-Opfer-Umkehr.

herCAREER: Und eine Erinnerung daran, dass sexualisierte Gewalt immer ein Machtmotiv hat. Am Arbeitsplatz ist es besonders wirkungsvoll. Warum?

Weil gerade Frauen am Arbeitsplatz doppelt gefährdet sind. Belästigende sind sich durchaus bewusst, dass potentielle Betroffene am Arbeitsplatz besonders ausgeliefert sind: Zunächst geht es um den Lebensunterhalt. Aber diese Frauen haben auch alle in ihre Karriere investiert – das gibt man nicht einfach auf. Betroffene werden sich vermutlich nicht lautstark wehren, wenn der Chef ihnen auf dem Sommerfest an den Po fasst. Sie können auch den Kollegen nicht blockieren, der doppeldeutige Nachrichten via Slack schickt. Viel zu oft sind Belästigte am Arbeitsplatz auf die Gunst der Belästigenden angewiesen. Nicht zuletzt, weil Frauen sich nur durch finanzielle Unabhängigkeit auch vor Machtmissbrauch im Privaten schützen können.

herCAREER: Nehmen wir an, ich werde Zeug:in sexualisierter Gewalt, sei es im Meeting oder auf der Weihnachtsfeier. Was kann ich tun?

Dich ganz klar positionieren. Gerade als Führungsperson kann man sehr gut sagen: „So eine Sprache dulden wir hier nicht. So gehen wir hier nicht miteinander um. Wir dulden keine sexualisierte Gewalt, in keiner Form.“ Auf die betroffene Person kannst du zugehen und fragen: „Was brauchst du?“

herCAREER: Und dann? Wie kann ich Betroffene als Kolleg:in, Freund:in oder Vertrauensperson am besten unterstützen?

Vor allem ist es wichtig, sehr, sehr gut zuzuhören, den Schilderungen Glauben zu schenken und Grenzen zu respektieren. Was Betroffene in solchen Situationen brauchen, kann sehr unterschiedlich sein. Manche wollen auch keine offizielle Meldung oder sogar Anzeige erstatten. Viele wollen nicht mit den Tätern konfrontiert werden, sondern in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen.

herCAREER: Im Buch schreibst du, dass es wichtig ist, sexualisiertes Verhalten zu melden, damit es eine Grund- und Beweislage gibt, um gegebenenfalls Konsequenzen zu ziehen. Gleichzeitig ist bekannt, dass Opfer eine Retraumatisierung erleben können, wenn sie zur Aussage gedrängt werden. Wie also am besten vorgehen?

Wir dürfen den Betroffenen niemals die Schuld oder Verantwortung für die erlebten Übergriffe geben. Es ist nicht ihre Aufgabe, darüber zu sprechen. Es ist auch nicht ihre Aufgabe, andere zu schützen. Was Organisationen tun können, ist, den Betroffenen sichere Räume zur Verfügung zu stellen, sei es für Gespräche oder für den zukünftigen Arbeitsalltag.

herCAREER: Wie können sichere Räume aussehen? Welche Strukturen können Unternehmen bieten?

Ein erster Schritt ist, dass ich als Unternehmen regelmäßig und offen kommuniziere, dass das Thema Geschlechtergerechtigkeit und geschlechtsspezifische Diskriminierung sowie alle damit zusammenhängenden Themen ernst genommen werden. Unternehmen können interne oder – noch besser – unabhängige Beschwerdestellen einrichten und transparente Strukturen und Prozesse anbieten. Indem eine Organisation diese Haltung nach innen, außen und gegenüber allen neu Eingestellten so kommuniziert, tut sie bereits viel für das Vertrauen der Belegschaft.

herCAREER: Zum Ende des Buches spricht du über Heilung. Welchen Rat kannst du Betroffenen geben?

Ich finde es wichtig, maximales Mitgefühl mit sich selbst in dieser Situation zu haben. Was nicht bedeutet, dass man sich selbst bemitleiden soll! Aber die eigene Perspektive und Erfahrung darf und muss ernst genommen werden. Sie gehört da hin! Außerdem ist es wichtig, sich abzugrenzen, sich zu erlauben, Verbindungen zu kappen, die nicht guttun. Distanz zu schaffen, ob innerlich oder äußerlich, in Form einer beruflichen Veränderung. Was mir sehr geholfen hat, ist die Verbindung mit Menschen, die meine Erfahrung, Perspektive und Werte teilen. Nicht alle, aber die meisten von ihnen sind Frauen. Denn Belästigung ist leider eine Erfahrung, die die meisten Frauen auf dieser Welt schon gemacht haben.

Im Rahmen der herCAREER Expo spricht Franziska Saxler am Freitag, den 18.10.2024, um 14:40 Uhr mit Annette von Wedell und Katja Anclam, Vorständinnen von female-vision e.V., unter dem Titel “Er hat dich noch nicht mal angefasst: Sexualisierte Belästigung und Machtmissbrauch im Job – und wie wir uns davor schützen können

 

Das Gespräch führte herCAREER-Redakteurin Kristina Appel.

Bild Franziska Saxler forscht zu Mechanismen der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz und interkulturelle Geschlechterforschung Mitinitiatorin des Hashtags #metooscience © Elisa Mux

 

Quelle messe.rocks GmbH

Bling, die Super-App für Familien, bietet ab sofort Nachhilfe in der App an

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bling nachhilfe

Digitale Nachhilfe für Bling Familien, 7 Tage die Woche und auf Abruf verfügbar

Bling, die All-in-One-App für Familien, erweitert das Angebot und stärkt ihren ganzheitlichen Ansatz für Familien mit einem neuen Bildungsangebot: Ab sofort bietet Bling digitale Nachhilfe an, um Kinder und Jugendliche im Schulalltag zu unterstützen. Familien können nun mit Bling nicht nur ihre Familienfinanzen, Aufgaben und Mobilfunk verwalten, sondern auch professionelle Lernhilfe für ihre Kinder organisieren. Mit der neuen Funktion wird Bling noch stärker zur zentralen Anlaufstelle für alle Bereiche des Familienlebens.

„Wir wissen, dass der Alltag in Familien oft hektisch ist und es nicht immer leicht fällt, alle Aufgaben unter einen Hut zu bekommen – von der Haushaltsorganisation bis hin zur Unterstützung mit Hausaufgaben,“ erklärt Nils Feigenwinter, CEO und Mitgründer von Bling. „Mit unserem neuen Nachhilfe-Angebot entlasten wir Eltern und bieten gleichzeitig Kindern und Jugendlichen jederzeit die Möglichkeit, mittels Videonachhilfe Unterstützung zu erhalten.”

Ausgezeichneter Nachhilfeanbieter mit Unterstützung vom BMBF

Die Funktionsweise des neuen Produktes ist dabei besonders einfach: Schüler können ihre Aufgaben abfotografieren und hochladen. Innerhalb weniger Minuten werden sie mit einer erfahrenen Lehrkraft per Chat oder Video verbunden, die ihnen persönlich weiterhilft – ganz flexibel, egal ob es um eine kurze Frage oder eine ausführliche Erklärung geht. Der Service steht jeden Tag flexibel auf Abruf zur Verfügung – ein erheblicher Mehrwert, der eine signifikante monatliche Einsparung impliziert. Der Kooperationspartner Ubimaster ist ein mehrfach ausgezeichnetes deutsches Bildungsunternehmen, das auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Die Lehrkräfte bei Ubimaster sind sorgfältig ausgewählt und erfüllen höchste fachliche und didaktische Ansprüche.

Ausbau und Stärkung des Family+ Angebots

Die Nachhilfe ist ab sofort für alle Bling Familien einfach und flexibel zugänglich. Familien haben die Möglichkeit, sich für individuelle Unterstützung in drei Fächern zu entscheiden: Mathematik, Deutsch und Englisch. „Unsere Vision ist es, 12 Millionen Familien in Deutschland in allen Aspekten des Alltags zu unterstützen – und Bildung ist ein zentraler Bestandteil davon,“ so Feigenwinter. “Mit der neuen Funktion beweist Bling erneut, dass es sich als führende Super-App für Familien etabliert, die Familien in diversen Lebensbereichen unterstützt – jetzt nicht nur in Sachen Finanzen, Kommunikation und Organisation, sondern auch in der Bildung.”

Bild Bling Nachilfe

Quelle Bling

Start für Recruiting Powerhouse

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Recruiting Powerhouse Gemeinsam noch stärker: Die allygatr-Start-ups Searchtalent und Talentlobby arbeiten künftig noch enger zusammen – unter Führung des Talentlobby-Gründerduos, Philipp Habring und Paul Hagler (v.l.n.r.) Credits: © talentlobby

allygatr-Ventures Searchtalent und Talentlobby bündeln Kräfte

allygatr, der Berliner Investor für HR Tech, erreicht einen Meilenstein: zwei seiner Beteiligungen rücken noch enger zusammen. Die Marken Searchtalent und Talentlobby stehen künftig unter gemeinsamer Führung der Search & Talent Holding GmbH. Zusammen schaffen sie die Grundlage für ein starkes digitales Recruiting-Unternehmen am Markt.

Schon seit einiger Zeit arbeiten beide Unternehmen, Searchtalent und Talentlobby, sehr erfolgreich zusammen. Das Salzburger Start-up Talentlobby unterstützt die Berliner bereits im Bereich Online-Marketing (Recruiting) als auch bei der Lead-Generierung. Durch tatkräftige Unterstützung von Searchtalent und allygatr konnte Talentlobby wiederum hat den Einstieg in den deutschen Markt erfolgreich meistern.

Vor fast genau zwei Jahren hat sich der Berliner Investor für HR Tech, allygatr, an dem Salzburger Unternehmen Talentlobby beteiligt. Dahinter stehen die erfolgreichen Jungunternehmer Philipp Habring und Paul Hagler. Sie haben sich unter ihrer Marke Talentlobby auf Recruiting für die Hospitality-Branche spezialisiert. Der digitale Recruiting-Allrounder Searchtalent gehört zu 100 Prozent zu allygatr. Die Berliner haben das Recruiting-as-a-Service-Prinzip erfunden und sind ein seit Jahren etabliertes Unternehmen am Markt.

Wir schaffen ein echtes “Recruiting Powerhouse”

“Strategische Gespräche haben gezeigt, dass unser gemeinsames Ziel, zu wachsen und zum führenden Anbieter zu werden, schneller erreicht werden kann, wenn wir unsere Stärken bündeln”, sagt Benjamin Visser, CEO und Gründer von allygatr. Er hatte Searchtalent GmbH in 2018 gegründet. “Wir haben gemerkt, dass ein echtes ‘Recruiting Powerhouse’ entstehen wird, wenn wir unsere Kräfte vereinen”, so Visser.

Der erste Schritt zum Recruiting Powerhouse ist die Gründung der “Search & Talent Holding GmbH”. Beide Unternehmen sind darunter gebündelt. Für die Kund:innen wird sich vorerst nichts ändern, da beide wie gewohnt unter ihren etablierten Markennamen weiterarbeiten. Die Geschäftsführung der Search & Talent Holding GmbH teilen sich die drei Unternehmer: Benjamin Visser bleibt Chief Executive Officer (CEO), Philipp Habring ist Chief Operating Officer (COO), sein Partner Paul Hagler Chief Revenue Officer (CRO).

Digitale Unternehmensgruppe im Recruiting – weitere Expansion geplant

Mit der Search & Talent Holding wird eine digitale Unternehmensgruppe im Bereich Recruiting aufgebaut. Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll diese auf einen Umsatz von über 10 Millionen Euro wachsen. Dazu wird gezielt in die Digitalisierung investiert, um das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern.

“Unser klares Ziel ist es, strategisch weitere Unternehmen zu integrieren, um unsere Marktposition auch international weiter zu stärken”, so Paul Hagler. “Das kann auch durch den Zukauf weiterer Unternehmen sein. Wir sondieren den Markt genau.”
“Die Personalbranche bietet ein großes Potenzial für digitale Prozesse, ganz besonders im deutschsprachigen Raum”, ergänzt Philipp Habring, COO der neuen Search & Talent Holding. “Unser Augenmerk liegt daher auf Skalierung und Strategie, um schnelle Prozesse zu etablieren”, sagt Habring.

Bild Gemeinsam noch stärker: Die allygatr-Start-ups Searchtalent und Talentlobby arbeiten künftig noch enger zusammen – unter Führung des Talentlobby-Gründerduos, Philipp Habring und Paul Hagler (v.l.n.r.) Credits: © talentlobby

Quelle allygatr GmbH

Flip übernimmt The Bot Platform

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Flip Benedikt Brand (Nee Ilg), CEO, Flip

Flip übernimmt The Bot Platform für eine schnellere KI-gestützte Transformation der Kommunikation mit Frontline-Mitarbeitenden

Flip, der Anbieter von Europas führender Super-App für Frontline-Mitarbeitende, hat The Bot Platform übernommen. The Bot Platform ist eine Softwarelösung, die HR- und Kommunikationsteams dabei unterstützt, ihre Arbeitsweise mithilfe von Bots, Automatisierung und KI-Agents zu optimieren und so eine bessere Arbeitswelt zu schaffen. Dieser Schritt stärkt die Position von Flip als führende Plattform für Unternehmen, die alle Beschäftigten inklusive der Frontline-Mitarbeitenden aktiv in die Unternehmenskommunikation einbindet und so die Kommunikation unter allen Mitarbeitenden optimiert. Gleichzeitig unterstreicht diese Akquisition die Ambitionen des Unternehmens, das Wachstum in internationalen Märkten voranzutreiben.

Die Lösung von Flip hat sich bereits in einer Reihe von bedeutenden Branchen und Schlüsselsektoren in Deutschland durchgesetzt, beispielsweise in der Automobilindustrie, im Einzelhandel, in der Logistik sowie im Mittelstand, um Unternehmen mit ihren zahlreichen operativen Mitarbeitenden optimal zu verbinden. Zu den über 300 Kunden von Flip zählen in Deutschland beispielsweise die Unternehmen MAHLE, Bosch und EDEKA.

Mit der Übernahme von The Bot Platform werden die Kunden von Flip in der Lage sein, völlig neue Anwendungen und Workflows wie Onboarding, regelmäßig durchgeführte Mitarbeiterbefragungen (Pulsbefragungen) sowie Programme für die Mitarbeiteranerkennung einfacher denn je umzusetzen.

The Bot Platform, bekannt für die Zusammenarbeit mit namhaften Unternehmen wie GSK, Coca-Cola und Clarins, hat sich als bedeutender Technologiepartner für Workplace von Meta etabliert. Mit dieser Übernahme erhalten die Kunden von Flip einen unvergleichlichen Zugang zu einer Reihe von KI-gestützten Low-Code-Tools, die die Prozesse für das Onboarding, die Mitarbeitenden-Einbindung sowie die Maßnahmen für die Weiterbildung und Anerkennung von Mitarbeitenden verbessern.

„Flip und The Bot Platform haben bisher unabhängig voneinander die Vision verfolgt, den Arbeitsalltag eines jeden Mitarbeitenden vernetzter, integrierter und produktiver zu gestalten. Dank des Zusammenschlusses und unserer Plattform ermöglichen wir es Unternehmen, ihre Mitarbeitenden effektiver einzubinden und eine konsistente, personalisierte Erfahrung zu schaffen, die jeden Schritt der Laufbahn eines Mitarbeitenden unterstützt – von der Einstellung bis zur Pensionierung“, erklärt Benedikt Brand (geb. Ilg), CEO und Mitbegründer von Flip.

Dank der Integration der hochentwickelten KI-Funktionen von The Bot Platform bringt Flip modernste technologische Fortschritte, die üblicherweise den Mitarbeitenden in Büroumgebungen vorbehalten sind, in die Hände der 80 Prozent der Arbeitnehmer weltweit, die nicht an einem Schreibtisch arbeiten. Dies folgt der übergeordneten Strategie von Flip, die sich von den meisten Anbietern von Software für interne Kommunikation und Personalwesen darin unterscheidet, dass die operativen Mitarbeitenden und ihre einzigartigen Bedürfnisse und Herausforderungen im Mittelpunkt der Produktentwicklung stehen.

Dieser Schritt festigt zudem die Position von Flip als führende Alternative zu Workplace von Meta für die Einbindung von Frontline-Mitarbeitenden, nachdem Meta beschlossen hat, seine Plattform aufzugeben.

„Unsere Kunden haben uns immer wieder mit der kreativen Nutzung unserer Technologie überrascht und dabei oft Probleme gelöst, an die wir gar nicht gedacht hatten. Der Zusammenschluss mit Flip ermöglicht es uns, weitere Innovationen voranzutreiben. Der Fokus von Flip auf operative Mitarbeitende passt perfekt zu unserer Mission, die Kommunikation in der Arbeitswelt zu verbessern. Gemeinsam können wir die wirklichen Herausforderungen angehen, mit denen Mitarbeitende ohne Schreibtisch konfrontiert sind, und bessere Nutzererlebnisse für diejenigen schaffen, die dies am dringendsten benötigen“, ergänzt Syd Lawrence, CEO von The Bot Platform.

Flip wird auch weiterhin Innovationen im Bereich der Frontline-Kommunikation entwickeln und seiner Mission treu bleiben, jeden Mitarbeitenden mit seinem Arbeitsplatz zu verbinden – unabhängig von seinem Standort oder seiner Funktion. Mit der Akquisition von The Bot Platform ist Flip in der Lage, Unternehmen dabei zu unterstützen, neue Ebenen der Mitarbeitenden-Einbindung und der operativen Effizienz zu erschließen.

Bild: Benedikt Brand (Nee Ilg), CEO, Flip

Quelle Huss-PR-Consult

Ist dies der Durchbruch für bezahlbare Stammzelltherapien?

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BioThrust

BioThrust entwickelt innovative Bioreaktoren, die die Produktion von Stammzellen effizienter und zugänglicher machen.

Wie würden Sie BioThrust in wenigen Worten vorstellen, und wer sind die Gründer, die hinter diesem Unternehmen stehen?

BioThrust wurde 2022 von Dr. Patrick Bongartz, Konstantin Kurz und Moritz Meyer gegründet. Das Spin-Off der RWTH Aachen Universität hat einen bionischen Bioreaktor entwickelt, in dem Stammzellen schonend und effizient wachsen können. Stammzelltherapien können die Heilung von bisher kaum therapierbaren Erkrankungen wie Diabetes I, Parkinson & Alzheimer, Rückenmarksverletzungen und verschiedenen Krebsarten ermöglichen.

Was war die ursprüngliche Vision von BioThrust, und wie setzen Sie diese Vision heute in die Praxis um?

Die Idee für BioThrust entstand im Rahmen der Doktorarbeit von Dr. Patrick Bongartz zur Produktion nachhaltiger Waschmittel. Erste Veröffentlichungen weckten das Interesse von Instituten und Firmen, die Potenzial in der Technologie sahen. Heute verfolgt das Unternehmen eine große Vision: Es möchte Stammzelltherapien skalierbar und somit für die breite Masse zugänglich und bezahlbar machen. 

Welche Zielgruppe spricht BioThrust an, und wie stellen Sie sicher, dass Ihre Produkte oder Dienstleistungen die Bedürfnisse dieser Gruppe optimal erfüllen?

Zielgruppe sind zum einen Biotech-Unternehmen, welche Therapien auf Stamm- oder Immunzellbasis entwickeln. Zum anderen beliefern und kooperieren wir auch mit weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet. Wir unterstützen diese Partner bei der Installation unserer Systeme und auch beim Transfer der Bioprozesse auf unseren Bioreaktor, sodass die Kunden diesen schnell für die Herstellung ihrer Zellen nutzen können. 

Mit welchen besonderen Herausforderungen hat BioThrust seit der Gründung zu kämpfen, und wie sind Sie diesen erfolgreich begegnet?

Wir entwickeln eine neue Bioreaktorgeneration für einen hoch regulierten Markt. Das bedeutet, dass wir viele Materialtests durchführen und Produktdaten gewinnen müssen, was den Markteintritt im Vergleich zu anderen Branchen verlangsamt. Sobald wir diese Hürden aber gemeistert haben, erreichen wir eine extrem starke Kundenbindung, da Kunden ihre Prozesse dann nur mit unserem System validiert haben. Wir haben früh Wert auf biokompatible Materialien gelegt, was sich jetzt für uns auszahlt, da die Kunden es wertschätzen.

Was unterscheidet BioThrust von anderen Unternehmen im Bereich nachhaltiger Technologien, und was sehen Sie als Ihren einzigartigen Wettbewerbsvorteil?

Wir sind die einzigen weltweit, die einen skalierbaren Bioreaktor mit komplett blasenfreier Begasung anbieten. Die Grundlage dafür ist unsere patentierte Begasungstechnologie, welche erstmals die von der Industrie dringend geforderte skalierbare Möglichkeit zur Kultivierung von sensitiven Zellen wie Stamm- und Immunzellen ermöglicht. Herkömmliche Bioreaktoren sind für die Kultivierung von sensitiven Zellen ungeeignet, da durch die aufsteigenden Bläschen die empfindlichen Zellen beschädigt werden können, was den Zellertrag mindert. 

Wie sieht die langfristige Strategie von BioThrust aus, und welche Ziele möchten Sie in den nächsten fünf Jahren erreichen?

Langfristig möchten wir ein Bioreaktorgesamtsystem für die effiziente, skalierbare und möglichst komplett automatisierte Herstellung von Stamm- und Immunzellen anbieten. Unser Ziel ist, dass dieser Bioreaktor das Rückgrat für die Herstellung möglichst vieler Zelltherapien wird. Strategisch bieten sich dann Möglichkeiten zur Diversifizierung in andere Märkte aus der Zellkultur. 

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in den täglichen Entscheidungen von BioThrust, und wie beeinflusst dies Ihre Unternehmensstrategie?

Wir möchten Vorreiter für nachhaltige Bioprozesstechnik sein. Um sichere Herstellprozesse zu gewährleisten, wird gegenwärtig noch viel Einmalplastik aus fossilen Rohstoffen verwendet. In Förderprojekten versuchen wir, die Nutzung von Plastikkomponenten aus nachhaltigen Rohstoffen zu testen. Langfristig sehen wir darin die strategische Möglichkeit, unser Produkt um einen Wettbewerbsvorteil zu ergänzen.

Gab es einen Moment oder eine Entscheidung, die die Richtung von BioThrust maßgeblich beeinflusst hat?

Zahlreiche Gespräche mit Interessenten auf Messen haben uns noch einmal in der Annahme bestätigt, wie dringend die Industrie und Forschung auf eine Lösung wie unsere wartet. Wir wollen uns somit zunächst auf die Skalierung der Stammzellproduktion konzentrieren, auch wenn unsere Technologie perspektivisch auch in weiteren Feldern zum Einsatz kommen könnte, zum Beispiel auch zur Herstellung von Clean Meat und synthetischen Biologika.

Welche Entwicklungen und Innovationen plant BioThrust für die Zukunft, um weiterhin an der Spitze der Branche zu bleiben?

Im Fokus steht aktuell die Skalierung des Bioreaktors auf einen industriellen Maßstab (>50L). Zur Zeit gibt es den Bioreaktor in der 250mL und 10L Ausführung. Parallel arbeiten wir an weiteren Features zur Prozessautomatisierung sowie Prozessintensivierung, mit dem Ziel, die Zell-Ausbeute zu maximieren.

Welche drei wesentlichen Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ein eigenes Startup im Bereich nachhaltiger Technologien gründen möchten?

Geht früh in den Austausch mit der Industrie, sucht euch die richtigen Partner und Investoren, und identifiziert den besten Product-Market Fit (insbesondere bei hochinnovativen Technologien). 

Wie sorgt BioThrust dafür, dass das Unternehmen auch in Zukunft kundenorientiert und innovativ bleibt?

Indem wir im stetigen Austausch mit potenziellen Kunden sowie Partnern bleiben und mit diesen eng bei der Prozessentwicklung zusammenarbeiten. 

Was inspiriert das Team von BioThrust, um kontinuierlich neue und nachhaltige Lösungen zu entwickeln?

Die Aussicht darauf, vielen Menschen mit dem Zugang zu Stammzelltherapien helfen zu können.

Bild: Dr. Patrick Bongartz, Konstantin Kurz und Moritz Meyer Credit/Fotograf: Daniel Rauber

Wir bedanken uns bei Dr. Patrick Bongartz, Konstantin Kurz und Moritz Meyer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Dr. Larissa Leitner über KI, Unternehmenskultur und die Chancen für Startups

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Dr. Larissa Leitner ist Co-Founder & Co-CEO des HR Tech Startups Empion bei der Heilbronn Slush'D 2024

Dr. Larissa Leitner, Mitgründerin des KI-gestützten Headhunting-Unternehmens Empion, freut sich darauf, bei der bevorstehenden Heilbronn Slush’D 2024 ihre Einblicke und Erfahrungen zu teilen

Was hat Sie motiviert, Teil der Heilbronn Slush’D 2024 zu sein, und was reizt Sie an diesem Event?

Larissa Leitner: Ich bin begeistert, dass Empion bei der Heilbronn Slush’D 2024 vertreten sein wird. Diese Veranstaltung bietet eine hervorragende Plattform, um unsere Erfahrungen und Werte im Gründungsprozess zu teilen und mit anderen Innovator:innen in Kontakt zu treten. Die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und über aktuelle Trends im Startup-Ökosystem zu diskutieren, ist für mich von großer Bedeutung. Events wie die Heilbronn Slush’D fördern nicht nur den Wissensaustausch, sondern auch das Networking, was für das Wachstum von Startups entscheidend ist. Ich bin überzeugt, dass wir wertvolle Einblicke gewinnen und inspirierende Ideen entwickeln können, die uns alle weiterbringen.

Was zeichnet Ihrer Meinung nach das Startup-Ökosystem in Heilbronn im Vergleich zu anderen Standorten aus?

Larissa Leitner: Das Startup-Ökosystem in Heilbronn ist besonders dynamisch und bietet eine hervorragende Unterstützung für Gründer:innen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungsinstituten und Unternehmen, von mittelständisch geprägt bis zum Großkonzern, schafft ein Umfeld, in dem Innovation gefördert wird. Diese Synergien sind entscheidend, um Talente anzuziehen und nachhaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Zudem ist die Kultur des Experimentierens hier stark ausgeprägt, was es Startups ermöglicht, kreativ zu sein und schnell auf Veränderungen im Markt zu reagieren. Heilbronn hat sich als ein Ort etabliert, an dem kreative Ideen schnell umgesetzt werden können, was für die gesamte Region von Vorteil ist.

Als Mitgründerin von Empion haben Sie sich auf KI-basiertes Headhunting spezialisiert. Wie sehen Sie die Entwicklung von KI im Recruiting in den nächsten 5-10 Jahren, und welche ethischen Herausforderungen müssen dabei berücksichtigt werden?

Larissa Leitner: In den kommenden Jahren wird KI eine zentrale Rolle im Recruiting spielen, indem sie Prozesse effizienter gestaltet und personalisierte Ansätze ermöglicht. Ich erwarte, dass KI-Technologien weiterentwickelt werden, um die Bedürfnisse sowohl der Unternehmen als auch der Bewerber:innen besser zu verstehen. Allerdings müssen wir auch die ethischen Implikationen im Blick behalten, insbesondere hinsichtlich der Vermeidung von Bias in Algorithmen und dem Schutz der Privatsphäre der Bewerber:innen. Es ist wichtig, dass wir transparente Prozesse entwickeln und sicherstellen, dass KI als Werkzeug zur Unterstützung menschlicher Entscheidungen genutzt wird. Der verantwortungsvolle Einsatz von KI kann dazu beitragen, den Recruiting-Prozess fairer und effektiver zu gestalten.

In Ihrer kürzlich veröffentlichten Studie im Harvard Business Manager unterstreichen Sie und Ihre Mitgründerin die Bedeutung des Cultural Match für den Erfolg des Recruitings. Wie können Unternehmen, insbesondere im Mittelstand, ihre Unternehmenskultur effektiv kommunizieren und in den Recruiting-Prozess integrieren?

Larissa Leitner: Unternehmen sollten ihre Werte klar definieren und diese aktiv kommunizieren. Eine authentische Darstellung der Unternehmenskultur kann durch Geschichten über das Team und die Mission geschehen. Im Recruiting-Prozess ist es wichtig, Bewerber:innen nicht nur auf ihre fachlichen Qualifikationen zu prüfen, sondern auch darauf, wie gut sie zur Unternehmenskultur passen. Tools wie kulturelle Assessments oder spezifische Interviewfragen können helfen, diesen Aspekt zu beleuchten. Aus meiner Erfahrung bei Empion zeigt sich, dass ein starker Cultural Fit nicht nur die Integration neuer Mitarbeiter:innen erleichtert, sondern auch die Time to Hire verkürzt und die Mitarbeiterzufriedenheit erhöht. Wenn Unternehmen aktiv daran arbeiten, ihre Kultur zu kommunizieren und sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter:innen in den Prozess einbezogen werden, vermitteln sie eine konsistente Botschaft über ihre Werte und stärken gleichzeitig ihr Employer Branding.

Als Gründerin, die mit Ihrem Unternehmen schon einige Auszeichnungen gewonnen hat, welchen Rat würden Sie jungen Unternehmer:innen geben, die in der Tech-Branche Fuß fassen möchten, insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen und Chancen in Europa?

Larissa Leiter: Mein Rat an junge Unternehmer:innen wäre, sich nicht von Rückschlägen entmutigen zu lassen und stets offen für neue Lernmöglichkeiten zu sein. Die Tech-Branche bietet immense Chancen – speziell in Europa gibt es ein wachsendes Interesse an innovativen Lösungen in Bereichen wie KI und Digitalisierung, wo noch viel Potenzial zur Weiterentwicklung besteht. Außerdem ist Networking unerlässlich; suchen Sie Mentor:innen und bauen Sie Beziehungen auf, um Unterstützung zu erhalten und Ihr Wissen zu erweitern. Und schließlich sollten Sie immer den Fokus auf den Mehrwert für Ihre Kunden legen; das ist der Schlüssel zum nachhaltigen Erfolg in einem wettbewerbsintensiven Umfeld wie dem unseren.

Treffe Dr. Larissa Leitner auf der Heilbronn Slush’D!

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Generative AI Images für SEO: Generative KI-Bilder für SEO: Wie können KMU sie nutzen?

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ki-bilder credit istock overearth

SEO ist wohl eine der wichtigsten Fähigkeiten, die KMUs erlernen müssen. Sie verbessert Ihre Web-Autorität in Bezug auf Themen, nach denen Ihr Publikum sucht, was den organischen Traffic durch ein besseres Ranking Ihrer Website in den Suchmaschinen steigern kann. Was jedoch oft vergessen wird, ist die Tatsache, dass die Verwendung von qualitativ hochwertigen Bildern und Videos entscheidend dazu beiträgt, dass Ihre Inhalte von potenziellen Kunden wahrgenommen werden. 

Laut der VisualGPS-Studie von iStock erstellen und beschaffen 60 % kleiner Unternehmen weltweit ihre eigenen Inhalte. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist die generative KI, die es den Nutzern ermöglicht, einzigartige und ansprechende Inhalte zu erstellen und dabei Zeit und Geld zu sparen. Aber als Startup oder KMU, das sich mit der Nutzung von KI-Bildern im Marketing auseinandersetzt, fragen Sie sich vielleicht: Wie kann ich KI-generierte Bilder für SEO nutzen?

Wo fange ich mit der Nutzung generativer KI-Bilder für SEO an?

KI-Bilder können wie jedes andere Archivbild zur Verbesserung der Suchmaschinenoptimierung verwendet werden. Ein wichtiger Schritt vor der Auswahl eines KI-Tools ist es, sicherzustellen, dass es Bilder produziert, die auf Ihrer Website verwendet werden können. Das bedeutet, dass Sie ein kommerziell sicheres Tool auswählen sollten, das einen rechtlichen Schutz für Ihre Ergebnisse bietet. Es schützt Sie davor, Inhalte zu produzieren, die Elemente enthalten, die rechtlich geschützt sind, wie bekannte Personen (Prominente, Sportler), bekannte Orte (Reiseziele) oder Kunstwerke. KI-generiertes Bildmaterial sollte die Benutzerfreundlichkeit Ihrer Website verbessern, ohne Ihr Unternehmen zu gefährden. 

Sobald die Entscheidung gefallen ist, kommt es darauf an, präzise KI-Eingabeaufforderungen zu formulieren. Beginnen Sie mit der Visualisierung der Szene, die Sie erstellen möchten, und bauen Sie dann ihren Prompt mit detaillierten und spezifischen Phrasen auf. Denken Sie daran, dass einige Tools ein Wortlimit für Prompts haben. Je klarer die Beschreibung ist, desto besser kann das KI-Tool Ihre Eingabeaufforderung in ein überzeugendes Bild umwandeln.

Denken Sie daran, das Bild in verschiedenen Größen zu erstellen, damit es für verschiedene Geräte und Formate optimiert werden kann – Thumbnails, Mobilgeräte, Desktop und soziale Medien. Wenn ihr Hero Image z. B. 500 Pixel breit und 400 Pixel hoch ist, sollten Sie kein größeres Bild verwenden, sondern ein Bild erstellen, das genau den gewünschten Abmessungen entspricht.  

Sie können auch KI- und Stockbilder kombinieren, um Ihre Website von unscheinbar in aufregend zu verwandeln. Die gleiche Wirkung hat es, wenn Sie veraltete Inhalte aktualisieren. Mit KI können Sie nicht nur unbegrenzte Wiederholungen einer Eingabeaufforderung erstellen, sondern auch die Technologie in bestimmten Kreativbibliotheken nutzen, um ein vorhandenes Bild zu verändern.

Wie optimiere ich das KI-Bild für SEO?

Sie können herkömmliche Bild-SEO-Taktiken anwenden, um ihr AI-Bild zu optimieren. Beginnen Sie damit, dem Bild einen Alt-Text hinzuzufügen. Dazu können Sie klare Beschreibungen und relevante Keywords verwenden – das hilft den Suchmaschinen, die Relevanz des Bildes für die Suchanfragen Ihrer Zielgruppe zu verstehen. Ihre KI-Prompting-Skills werden sich als nützlich erweisen, wenn Sie sich entscheiden, die Technologie zur Erstellung des Alt-Textes einzusetzen. 

Stellen Sie sicher, dass Sie relevante Keywords in die URL des Bildes auf ihrer Website aufnehmen, das Bild auf eine für Suchmaschinen optimierte Dateigröße komprimieren, ohne die Bildqualität zu beeinträchtigen, und das Bild in einem für Suchmaschinen lesbaren Format hochladen – PNG, JPEG, GIF, WebP oder AVIF (nur Google). Die Verwendung einer detaillierten Schema-Auszeichnung gibt den Suchmaschinen auch Hinweise auf das Format, die Nutzungsrechte des Bildes und die Darstellung des Bildes. 

VisualGPS unterstreicht den Ruf nach Transparenz, wenn es darum geht, Bilder als KI-generiert zu kennzeichnen — 89 % der Deutschen wollen wissen, ob ein Bild mit Hilfe von KI generiert wurde. Ziehen Sie in Erwägung, auf ihrer Website durch ein Icon oder einen kurzen Text darauf hinzuweisen, dass das angezeigte Bild KI-generiert ist, um das Vertrauen ihrer Zielgruppe zu stärken. 

Das Hinzufügen von optimierten Bildunterschriften zu KI-Bildern auf einer Landing Page kann ebenfalls die kontextuelle Relevanz verbessern. Wenn Sie die Bildrichtlinien von Google befolgen, können Sie sogar einen Teil des Traffics von Google Images auf Ihre Website leiten.

Wie kann ich die Performance von KI-Bildern messen?

Die Studie von iStock zeigt, dass die größten Herausforderungen für kleine Unternehmen in Deutschland darin bestehen, neue Kunden zu finden, Kunden zu binden und sie zu halten. Deshalb ist es wichtig, die Wirksamkeit ihres KI-Images zu testen, indem sie die Leistung ihrer Webseite messen. 

Erstellen Sie eine Seitengruppe oder ein Segment in Google Analytics (GA), um die Web-Performance und Engagement-Metriken einfach und effizient zu überprüfen.  Fügen Sie Ereignis- und Interaktions-Tags zu Links unter oder um das KI-Bild herum hinzu, um einen Eindruck von dessen Auswirkungen auf das Nutzerengagement zu erhalten, und erstellen Sie Segmente in GA für Seiten, die KI-Bilder enthalten. Alternativ können Sie auch Heatmapping- und Verhaltensanalysetools wie Hotjar verwenden, um zu überwachen, wie Nutzer mit den KI-Bildern auf Ihrer Website interagieren. 

Die Optimierung von generativen KI-Bildern für die Suchmaschinenoptimierung kann die Ladegeschwindigkeit von Seiten erhöhen, die Nutzererfahrung verbessern und zu einer besseren Platzierung in Suchmaschinen beitragen. Dadurch wird ihre Website für ein breiteres Publikum besser auffindbar. Ihre Webseite profitiert auch von einzigartigen Bildern, die niemand sonst hat, und kann mit Stockbildern ergänzt werden, um Ihre Seite attraktiver zu machen. Alle Arten von optimierten Bildern können für die Suchmaschinenoptimierung verwendet werden und sind ein wichtiger Schritt bei der Erstellung einer schnellen, benutzerfreundlichen und suchmaschinenfreundlichen Website.

Titelbild: credit-iStock-Overearth

Autor: Helen Pollitt, Head of SEO at iStock

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Ist das der ultimative Camper für dein nächstes Abenteuer?

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dovra team bild  Copyright Dovra

Dovra entwickelt robuste All-In-One-Camper, die Outdoor-Abenteuer mit Luxus und Komfort verbinden.

Stellt euch und euer Startup Dovra doch kurz unseren Lesern vor.

Wir sind Johan Särefors und Johan Ingvarsson, zwei Outdoor-Enthusiasten aus der Kleinstadt Kumla in Schweden und Gründer von Dovra. Unser Ziel war es, das perfekte Fahrzeug für echte Expeditionen und Abenteuerreisen zu schaffen. Dovra bietet robuste und vielseitige All-In-One-Camper in zwei verschiedenen Versionen, ideal für Survival-Liebhaber. Unsere Fahrzeuge sind für die anspruchsvollsten Expeditionen konzipiert und begleiten Abenteurer zuverlässig bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit. Mit unseren Campern wird jede Outdoor-Tour zu einem luxuriösen und komfortablen Erlebnis, das keine Wünsche offen lässt.

Warum habt ihr euch entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Da es keinen perfekten Camper für echte Survival-Action in der Natur gab, entwickelten wir gemeinsam mit unserem zehnköpfigen Team eine vollumfängliche Camping-Lösung auf dem Chassis eines Mercedes Benz Sprinters. Unsere Fahrzeuge eignen sich sowohl für Abenteuer als auch für den alltäglichen Gebrauch. Dovra ist für Outdoor-Experiences gemacht und wird von Menschen mit großer Leidenschaft sehr geschätzt, weil es eine neue Art zu leben ermöglicht. Unser Ziel war es, Luxus, Komfort und Spitzentechnologie auch in der Natur zugänglich zu machen. Das gab es in dieser Form zuvor nicht.

Welche Vision steckt hinter Dovra?

Unsere Vision bei Dovra ist es, Abenteuerreisen neu zu definieren, indem wir Fahrzeuge anbieten, die nicht nur robust und zuverlässig, sondern auch luxuriös und komfortabel sind. Wir streben danach, einen neuen Standard in der Geländewagenindustrie zu setzen, indem wir modernste Technologie mit herausragendem Design kombinieren und unseren Kunden ermöglichen, die Welt ohne Grenzen zu erkunden.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?  

Als Startup stehen wir ständig vor Herausforderungen. Eine der größten Herausforderungen bei der Gründung von Dovra war es, Vertrauen auf dem deutschen Markt aufzubauen, um Partnerschaften mit potenziellen Einzelhändlern zu erleichtern. Die Schaffung von Glaubwürdigkeit und die Demonstration des Werts unseres Produkts sind für uns von entscheidender Bedeutung.

Wer ist die Zielgruppe von Dovra?

Dovra richtet sich an Outdoor-Enthusiasten und Abenteurer, die auf der Suche nach einem robusten und vielseitigen All-In-One-Camper sind. Unsere Zielgruppe sind Survival-Enthusiasten, die Wert auf hohe Qualität und Funktionalität legen und das ultimative Abenteuererlebnis suchen. Unsere Fahrzeuge sind für anspruchsvolle Expeditionen konzipiert und bieten auch unter extremen Bedingungen Komfort und Luxus. Mit Dovra sprechen wir Menschen an, die fernab von Wohnmobilparks einen autarken und naturnahen Lebensstil genießen wollen, sei es auf Abenteuerreisen oder im Alltag.

Wie funktioniert Dovra? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet euch von anderen Anbietern?

Dovra bietet voll ausgestattete Offroad-Camper, die keine zusätzlichen Einbauten oder Add-Ons benötigen. Im Gegensatz zu vielen anderen Camper-Marken sind in beiden Modellen bereits alle nötigen Funktionen verbaut. Unsere Fahrzeuge sind speziell für den autarken Einsatz fernab von Wohnmobilparks und Plastikdesigns konzipiert und eignen sich sowohl für anspruchsvolle Outdoor-Abenteuer als auch für den täglichen Gebrauch.

Der Vorteil von Dovra liegt in der Kombination von fortschrittlicher Technologie, Handwerkskunst und hochwertigem Design. Zu den besonderen Ausstattungsmerkmalen gehören Fußbodenheizungen von Alde Heating, elektrische Systeme von Victron Energy und wasserlose Toiletten von Clesana. So können Abenteurer länger und komfortabler als Selbstversorger in der Natur leben. Dank des Mercedes Benz Sprinter Fahrgestells ist das Dovra-Fahrzeug sowohl für Outdoor-Touren als auch für den täglichen Gebrauch geeignet.

Unser Engagement für Qualität und Innovation unterscheidet uns von anderen Anbietern und macht Dovra zur idealen Wahl für das ultimative Abenteuer.

Wo geht der Weg hin? Wo seht ihr euch und Dovra in fünf Jahren?

Das Ziel für Dovra ist es, ein erfolgreiches Unternehmen zu sein, das ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage erreicht. In den nächsten Jahren streben wir an, etwa 100-200 Fahrzeuge pro Jahr zu produzieren und diese sowohl in Europa als auch in den USA zu verkaufen.

Welche drei Tipps würdet ihr angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Finde deine Nische und bleibe authentisch:

Definiere dein Ziel und deine Zielgruppe klar. Wir haben Dovra gegründet, weil wir eine Marktlücke für Abenteuer-Camper gesehen haben. Bleib deiner Vision treu und entwickle ein einzigartiges Produkt.

2. Baue ein starkes Team auf:

Erfolg basiert auf einem vielseitigen und engagierten Team. Nutze die Stärken und Perspektiven jedes Teammitglieds, um innovative Lösungen zu entwickeln.

3. Sei flexibel und lerne ständig dazu:

Anpassungsfähigkeit ist unerlässlich. Lerne aus Feedback und Fehlern und verbessere kontinuierlich dein Produkt und deine Strategie, um den sich ändernden Marktanforderungen gerecht zu werden.

Bild  Dovra Team Bild  Copyright Dovra

Wir bedanken uns bei Johan Särefors und Johan Ingvarsson für das
Interview.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Die Expandierung – Millionenumsätze in ganz Europa

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europa Danilo Schmidt ist Gründer und CEO von Brandible,

Mein Name ist Danilo Schmidt, Gründer und CEO von Brandible, einem der führenden Online-Anbieter für Werbemittel in Europa.

Mit über 150.000 individualisierbaren Produkten bedienen wir unsere Kunden in ganz Europa. In dem dritten von vier Parts erzähle ich euch von unserer Internationalisierungsstrategie und warum wir niemals ein Office in Barcelona eröffneten.

(Hier gehts zum ersten Teil)
(Hier gehts zum zweiten Teil)

Wie kommt man auf so eine Idee?

Die Entscheidung, in Spanien zu expandieren, war keineswegs eine spontane Eingebung. Alles begann 2012, als mein Geschäftspartner Uwe Kasper und ich gemeinsam nach Barcelona reisten. Für mich war es das erste Mal seit meinem Praktikum 2006, dass ich die katalanische Hauptstadt besuchte. Barcelona, oder „Barça“, wie die Einheimischen sagen, faszinierte uns mit seiner eigenen Sprache, Katalanisch, und natürlich seinem legendären Fußballklub. Uwe und ich lieben Fußball – und so führte unser Weg uns ins Camp Nou, zum Champions League Spiel.

Doch Fußball war nicht der einzige Grund für unsere Reise. Barcelona war auch der Ausgangspunkt einer langjährigen Partnerschaft mit unserem chinesischen Geschäftspartner Enric Marimon Costa, der seit 2010 in Shanghai lebte. Während eines gemeinsamen Essens auf der Passeig de Gracia – mit Gambas Ajillo, Bravas und Serrano-Schinken – begann die Idee einer Expansion nach Spanien Gestalt anzunehmen. Damals wussten wir nicht, dass dieser Besuch der Start einer großartigen Zusammenarbeit und vieler weiterer Besuche werden würde.

Warum Spanien und was hat das mit China zu tun?

Enrics Familie war bereits seit über 40 Jahren im Promotional Business in Spanien tätig, und 2011 wurde er unser Partner vor Ort in Shanghai. Dieser Besuch in Barcelona war der Startschuss für unser erstes Joint Venture – Mapripsa Europe SA. 2014 gründeten wir gemeinsam das Unternehmen und eröffneten den spanischen Markt für Werbeartikel mit unserem Online-Shop pongomilogo.es. 

Die Entscheidung für Spanien war kein Zufall. Der E-Commerce-Markt war 2014 noch weit zurück, und es war uns klar, dass wir mit einem lokalen Partner den Markteintritt deutlich beschleunigen könnten. Ein Partner vor Ort, kulturelles Wissen und ein starkes Team waren der Schlüssel.

Die Internationalisierung: Unser Erfolgsweg

Wenn es um die Internationalisierung eines Unternehmens geht, gibt es viele Wege:

1. Alleine: Höchste Kontrolle, aber auch höchstes Risiko.

2. Mit einem Partner: Ressourcen teilen, Wissen nutzen.

3. Mit einem Office vor Ort: Präsenz im Markt, direkte Kundenanbindung.

4. Ohne Office: Flexibilität, geringere Fixkosten.

Wir entschieden uns für den Weg des 50/50 Joint Ventures. Unsere Partnerschaft ermöglichte uns ein lokales Sales-Team, das genau wusste, wie man den spanischen Markt anspricht. Die technische Infrastruktur – vom Shop über das Marketing bis hin zu den Produkten – wurde von uns in Deutschland gesteuert. 

Das Ergebnis? Innerhalb weniger Jahre folgten Expansionen nach Frankreich, Italien, Belgien und UK. Ein Office, fünf Länder, fünf Sprachen – es war ein voller Erfolg.

Lernen aus neun erfolgreichen Jahren

Doch auch erfolgreiche Projekte müssen manchmal zu einem Ende kommen. Nach neun intensiven Jahren haben wir das Kapitel Spanien 2023 abgeschlossen. Die IT-Systeme und die Marktanforderungen hatten sich zu stark verändert. Unsere größte Erkenntnis? Setzt von Anfang an auf eine starke Marke, die international verstanden wird. Statt vieler Marken agieren wir heute mit einer einzigen – und dieser Schritt wird uns in Zukunft noch weiter voranbringen.

Unser Weg der Internationalisierung war geprägt von klugen Entscheidungen, kulturellem Verständnis und starken Partnerschaften. Die Erfahrungen aus Spanien und anderen Märkten haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, flexibel zu bleiben und aus jedem Schritt zu lernen. 

Auf die nächsten Millionenumsätze – diesmal unter einer starken, internationalen Marke: Brandible!

Autor

Danilo Schmidt ist Gründer und CEO von Brandible, einem der top Online-Anbieter in Europa, wenn es um das Thema Werbemittel geht. Brandible bietet über 150.000 verschiedene und individualisierbare Werbeartikel an.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Die Expandierung – Millionenumsätze in ganz Europa

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