Donnerstag, April 9, 2026
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40 Millionen Euro für den nächsten Schritt

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metiundo intelligente Messsysteme Smart Metering Felix Mücke und Dennis Nasrun (v.l.n.r.) Gründer von metiundo (© metiundo)

Energie- und Tech-Scale-up metiundo erhält 40 Millionen Euro von Octopus Energy Generation

Finanzierung beschleunigt den Rollout intelligenter Messsysteme und den Ausbau spartenübergreifender Lösungen für Energie und Wasser

• metiundo sichert sich 40 Millionen Euro vom Octopus Energy Generations Fondsmanagement
Business
• Mit dem Kapital treibt metiundo den Ausbau intelligenter Messsysteme voran und erweitert seine Softwareplattform für innovative, datengetriebene Lösungen in der Energie- und Wasserwirtschaft
• metiundo stärkt seine Position als unabhängiger, wettbewerblicher Messstellenbetreiber – mit bislang über 21.000 installierten Zählern

Das Berliner Energie- und Tech-Scale-up metiundo hat eine Finanzierungsrunde über 40 Millionen Euro aus Fonds von Octopus Energy Generation, dem führenden Investor für erneuerbare Energien und grüne Infrastruktur, gesichert. Mit dem frischen Kapital will metiundo den Rollout intelligenter Messsysteme deutlich beschleunigen und seine Softwareplattform gezielt weiterentwickeln. So sollen neue, datengetriebene Lösungen schneller in die Anwendung kommen – und die Energiewende im Gebäudesektor messbar voranbringen.

metiundo bietet „Smart Metering as a Service“ an und deckt dabei nahezu die gesamte Wertschöpfungskette intelligenter Messsysteme inhouse ab: von Planung und Installation über Betrieb und Marktkommunikation bis hin zur softwareseitigen Integration und Verarbeitung von spartenübergreifenden Messdaten. So entsteht erstmals ein Gesamtbild der Energie- und Wasserverbräuche einer Immobilie und damit eine zentrale Voraussetzung, um Verbrauch und Erzeugung sinnvoll zusammenzudenken, statt einzelne Sparten isoliert zu betrachten.

Mehr Installationen, mehr Software, mehr Tempo

Angesichts des hohen Umsetzungsdrucks beim bundesweiten Smart-Meter-Rollout müssen intelligente Messsysteme zügig in die Fläche gebracht werden. Wettbewerbliche Messstellenbetreiber sind dabei ein zentraler Hebel, um Tempo in den Ausbau zu bringen.

„Der Markt ist gerade deshalb so dynamisch, weil wettbewerbliche Messstellenbetreiber die Umsetzung vorantreiben. Von Anfang an haben wir konsequent in unsere eigene Software investiert und damit eine Qualität und Flexibilität erreicht, die uns vom Wettbewerb abhebt. Mit der neuen Finanzierung gehen wir jetzt entschlossen in die weitere Skalierung: mehr Installationen, höhere Qualität und noch mehr Geschwindigkeit beim Ausbau unserer Plattform.“, sagt Dennis Nasrun, Co-Founder und CEO von metiundo.

Eine All-in-one-Plattform für integriertes Metering über Energie und Wasser hinweg

„Der Gebäude- und Wärmesektor zählt zu den größten CO₂-Verursachern in Deutschland und ist für rund 30 % der energiebezogenen Emissionen verantwortlich. Gleichzeitig entwickelt sich die Messstellenbranche rasant weiter und denkt neu, wie wir Energiesysteme messen, steuern und verbinden. Wenn Lösungen wie die von metiundo skaliert werden, können Haushalte und Unternehmen in Deutschland grüner werden und Kosten senken, indem sie den Einsatz von Technologien wie Photovoltaik und Batteriespeichern vor Ort optimieren. Wir sind stolz, metiundo dabei zu unterstützen, diese dringend notwendige Transformation voranzutreiben.“, Alex Brierley, Co-Head des Fondsmanagement-Geschäfts von Octopus Energy Generation.

Die Finanzierung fließt in die Weiterentwicklung der Softwareplattform sowie in den Ausbau des Installations- und Montageteams. metiundo plant, gezielt zusätzliche Fachkräfte einzustellen – insbesondere in den Bereichen Softwareentwicklung, Installation und Betrieb. Ziel ist der Aufbau integrierter Smart-Meter-Netzwerke über mehrere Liegenschaften hinweg, um datenbasierte Zusatzlösungen für Kundinnen und Kunden zu ermöglichen.

Bild Felix Mücke und Dennis Nasrun (v.l.n.r.) Gründer von metiundo (© metiundo)

Quelle BETTERTRUST

Longevity: Biologisch sind Frauen für ein langes Leben bestens ausgestattet

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Prof. Dr. med. Sandra Eifert über Frauen und Longevity Bild Prof. Dr. med. Sandra Eifert Bildcredit/Fotograf: Michael Bader

40 ist das neue 30 – und Frauen leben so lange wie nie zuvor. Klar, dass sie mit steigender Lebenserwartung auch gesund bleiben möchten. Dr. med. Sandra Eifert ist Herzspezialistin und Autorin des Buches „Wie Frauen länger leben. Das Geheimnis weiblicher Longevity“. Sie weiß: Frauenkörper altern anders und sie erleben das Älterwerden anders. Wie kann der weibliche Alterungsprozess so ablaufen, dass Frauen ihr bestmögliches Leben führen?

„Wer sich damit beschäftigt, wie lange Frauen leben, muss die Frage stellen, wie Frauen leben – und zwar nicht nur im körperlichen, sondern auch im emotionalen Sinne.“

herCAREER: Wer „Zellalterung“ hört, denkt wohl zunächst an Beauty-Produkte, die den Alterungsprozess der Haut bremsen sollen. Sie sind Herzspezialistin: Was bedeutet Longevity aus allgemeinmedizinischer Sicht?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Wer sich damit beschäftigt, wie lange Frauen leben, muss die Frage stellen, wie Frauen leben – und zwar nicht nur im körperlichen, sondern auch im emotionalen Sinne. Das habe ich für dieses Buch getan. Während Männer sich vorrangig auf die körperlichen Komponenten ihres Wohlbefindens konzentrieren, beobachten Frauen auch ihren seelischen Zustand. Sie zerbrechen sich über alles Mögliche den Kopf.

herCAREER: Und das ist wichtig, weil …

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: … wir Frauen deutlich mehr Stress ausgesetzt sind. Stress ist schädlich für die (Herz-)Gesundheit und beschleunigt den Alterungsprozess. Frauen verarbeiten Stress anders als Männer, die dabei vom männlichen Geschlechtshormon Testosteron unterstützt werden.

herCAREER: Starten wir mit den guten Nachrichten: In Ihrem Buch schreiben Sie, dass Frauen sowohl genetisch als auch hormonell bestens für ein langes, gesundes Leben ausgestattet sind. Inwiefern?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Das stimmt, denn wir Frauen haben zwei X-Chromosomen, Männer hingegen nur eines. Auf dem X-Chromosom liegen Gene für Herz-, Hirn- und Immunfunktion. Das hat den enormen Vorteil, dass, wenn auf einem X-Chromosom etwas ausfällt, das andere einspringen kann. Hinzu kommt, dass die Schutzkappen der Chromosomen, die Telomere, bei Frauen deutlich länger sind. Das ist ein klarer biologischer Vorteil, denn die Nobelpreisträgerin Dr. Elizabeth Blackburn hat bewiesen, dass, je länger die Schutzkappen sind, desto länger das Leben ist. Hinzu kommen die weiblichen Geschlechtshormone, vornehmlich das Östrogen, die uns viele Jahre vor zahlreichen Erkrankungen schützen.

herCAREER: Und dann kommen die Wechseljahre und vieles kippt …

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Diese hormonelle Umwandlungsphase ist nicht zu unterschätzen. Mit dem Abfallen der weiblichen Geschlechtshormone fällt auch ihre Schutzfunktion weg. So erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Entzündungen, Knochen und Muskeln verlieren an Substanz und Stimmungsschwankungen verursachen emotionalen Stress.

herCAREER: Im Buch plädieren Sie dafür, mit dem eigenen Körper in den Dialog zu treten. Es ist also wichtig, ihn zu kennen und idealerweise auch zu verstehen. Wo kann ich beginnen?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: In Deutschland gibt es mittlerweile viele gute Vorsorgeuntersuchungen. Diese sollten Sie unbedingt wahrnehmen.

herCAREER: Am präsentesten sind wohl die Krebsvorsorge bei der Dermatolog:in und der Gynäkolog:in. Welche weiteren Untersuchungen sollten Frauen wahrnehmen?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Ab 50 gehört die Darmkrebsvorsorge dazu. Gehen Sie regelmäßig zum*zur Augenärzt:in und lassen sich dort den Augeninnendruck bestimmen. Außerdem ist eine Knochendichtemessung empfehlenswert, insbesondere für Patientinnen, die bereits eine Kortisontherapie erhalten haben oder unter ständigen Knochenschmerzen leiden.

herCAREER: Sie beschreiben im Buch sogenannte Biomarker, die dabei helfen, das biologische Alter von Menschen zu bestimmen. Die Marker Bauchumfang und Blutdruck können Frauen sehr gut selbst im Blick behalten. Welche weiteren Werte sollten wir bei Praxisbesuchen einfordern und warum?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Bleiben wir bei Frauen in der (Peri-)Menopause. Sie sollten ihre Blutfette überprüfen lassen, etwa die verschiedenen Cholesterin-Arten und das Lipoprotein (a). Letzteres ist ein Transporteiweiß im Fettstoffwechsel, das bei Frauen in der Menopause selten ansteigen kann. Neben den Fetten sollte man den Blutzuckerwert bestimmen lassen, sowohl den Nüchternblutzucker als auch die Langzeitblutzuckerwerte. Nach Schwangerschaftskomplikationen lohnt es sich auch, eine Insulinresistenz auszuschließen. Zudem kann man den Herzschwächewert bestimmen, der durch verschiedenste Arten von Stress erhöht sein kann. Ich empfehle grundsätzlich jeder Frau ab 50, ihr Herz untersuchen zu lassen, auch wenn es bis dato keine Auffälligkeiten gab. Das gilt besonders für Frauen mit chronischen entzündlichen Erkrankungen wie Endometriose.

herCAREER: Sie widmen Entzündungen ein ganzes Kapitel. Welche Rolle spielen sie im Alterungsprozess?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Entzündungen sind die Ursache vieler Alterserkrankungen, insbesondere rheumatische und Autoimmunerkrankungen. Sie können zu einer Verkürzung der Telomere, der Chromosomenkappen, führen. Stress, Schwangerschaftskomplikationen, die (Peri-)Menopause und Erkrankungen wie Endometriose können die entzündliche Aktivität im Körper erhöhen. In solchen Fällen kann eine antientzündliche Ernährung mit ausreichend Omega-3-Fettsäuren hilfreich sein; auch ein gesundes Darm-Mikrobiom stärkt das Immunsystem.

herCAREER: Damit sind wir bei der Prävention: Was kann frau tun, um beste Voraussetzungen für gesundes Altern zu schaffen?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Viel Sport treiben, sich gut und ausgewogen ernähren und den Blutdruck zu beobachten – das sind ideale Voraussetzungen. Falls Risikofaktoren vorliegen oder sich bereits eine Erkrankung entwickelt hat, sollten diese regelmäßig überwacht werden. Aber Bewegung ist wirklich das Allerwichtigste!

herCAREER: Es heißt, Griffkraft sei ein guter Referenzwert für Langlebigkeit, und alle reden über Krafttraining ab 40. Wie hängen Muskelkraft und Alter zusammen?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Mit dem Alter verlieren alle Menschen Muskelmasse. Nur: Frauen haben ohnehin weniger als Männer, da ihnen weniger Testosteron zur Verfügung steht. Mit dem Verlust des Östrogens in den Wechseljahren wird der Abbau noch verstärkt. Darum ist es wichtig, dass wir aktiv Muskeln aufbauen und unsere Ausdauer trainieren.

herCAREER: Eine tragende Rolle spielt auch das Skelett. Wie kümmert man sich um Knochengesundheit?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Neben dem Krafttraining ist eine nährstoffreiche Ernährung wichtig. Das heißt konkret: eine kalzium- und proteinreiche Ernährung sowie ausreichend Vitamin D. In der Perimenopause verlieren Frauen sehr viel Vitamin D und Eisen, die beide wichtig für die Knochendichte sind. Diese Werte sollten beobachtet werden. Darum lohnt sich eine Knochendichtemessung – im Prinzip eine Röntgenuntersuchung, die sehr aussagekräftig ist – allerdings muss sie ohne konkrete medizinische Indikation selbst bezahlt werden.

herCAREER: Aktuell ist „sehr dünn“ wieder sehr chic. Um aktiv Muskeln aufzubauen, ist es jedoch unbedingt notwendig, viel zu essen. Wo stehen Sie als Herzspezialistin zwischen Fasten und Essen, zwischen dünnen und wohlgenährten Körpern?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Ich fange mit dem dünnen Körper an: Mädchen und junge Frauen, die zu wenig essen oder magersüchtig werden, verlieren Knochendichte und bekommen oft im Laufe ihres Lebens Bluthochdruck, der schwer zu behandeln ist. Das Fasten betrachte ich hingegen anders, da Fastenkuren nicht dauerhaft sind. Für das Buch habe ich gemeinsam mit Silke Panten einige Frauen porträtiert, die 100 Jahre und älter geworden sind. Alle diese Frauen haben aufgrund von wirtschaftlichen Krisenzeiten oder schlechten Ernten phasenweise Nahrung entbehrt. Das scheint sich – wenngleich es paradox klingt – positiv auf ihre Langlebigkeit ausgewirkt zu haben. Ihre Geschichten bestätigen, dass Fasten den Stoffwechsel anregt und somit positiv auf den Organismus und die Stimmung wirken kann.

herCAREER: Ihre Porträts zeigen allerdings auch, dass die Frauen aus den Blauen Zonen, also den Regionen, wo Menschen überdurchschnittlich lange leben, die meiste Zeit ihres Lebens besonders gesund gegessen, in guter Gesellschaft und sicheren Gemeinschaften gelebt haben und geistig und körperlich sehr aktiv und flexibel waren.

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Richtig. Es fällt auf, dass sie darüber hinaus ein maßvolles, vielleicht sogar gemäßigtes Leben geführt und eine sinnvolle Aufgabe erfüllt haben.

herCAREER: Das heißt, sie haben ein verhältnismäßig stressfreies und sinnhaftes Leben geführt?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Ja, ich habe dazu einmal einen schönen Spruch gelesen: „Ich liebe, mit wem ich bin, wo ich lebe und was ich tue.“ Ich glaube, das bringt es auf den Punkt. Für uns Frauen scheint es entscheidend zu sein, dass wir sozial eingebunden sind und eine Aufgabe in der Gesellschaft oder innerhalb der Familie haben.

herCAREER: Regelmäßiger Sport, antientzündliche Ernährung, Vorsorgeuntersuchungen und eine gute Beziehung zum eigenen Körper – das sind hohe Erwartungen an eine Frau, die berufstätig ist und womöglich den Großteil der Care-Verantwortung trägt. Es fühlt sich zynisch an, dieser Frau zu sagen: „Reduzieren Sie Ihren Stress.“ Wie soll das gehen?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Ja, das ist leichter gesagt als getan. Es gibt Situationen, aus denen man nicht herauskommt: Das Kind ist krank. Der Großvater ist pflegebedürftig. Aber es ist eine Tatsache, dass die meisten Frauen sich zu wenig Zeit für sich selbst nehmen – für ein Hobby, Sport oder Meditation, aber auch für Wut und Aggressionsabbau.

herCAREER: Wut ablassen ist also gut für die Gesundheit?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Sozusagen. Wut ist ein tabuisiertes Thema für uns Frauen. Ich bin Mitte 50 und Mädchen waren früher lieb, brav und nett, aber niemals wütend. Ich finde es gut, dass sich die soziale Entwicklung in dieser Hinsicht gerade verbessert.

herCAREER: Gendermedizin spielt eine immer größere Rolle, Medizin und Krankenkassen beginnen, Prävention neben Behandlung zu priorisieren. Das sind gute Entwicklungen. Und dennoch wird deutlich, dass Gesundheit und Longevity weiterhin eine Frage von Zeit und Geld sind. Was bleibt als guter Ratschlag für alle Frauen?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: In meinem Buch habe ich versucht, evidenzbasierte Medizin mit einem Blick auf körperliche und seelische Elemente zu verbinden. Leben Sie mit ganzem Herzen. Bleiben Sie informiert und verlassen Sie sich auf ihr Bauchgefühl, denn Gesundheit basiert auf Wissen, ihrem körperlichen Erinnerungsvermögen und Selbstfürsorge.

Das Gespräch führte herCAREER Redakteurin Kristina Appel.

Dr. med. Sandra Eifert wird am 22. oder 23. Oktober 2026 beim Authors-MeetUp live Fragen zu ihrem Buch „Wie Frauen länger leben. Das Geheimnis weiblicher Longevity“ beantworten.

Bild Prof. Dr. med. Sandra Eifert Bildcredit/Fotograf: Michael Bader

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was passiert, wenn eine Vision wichtiger ist als ein Beweis

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KI ohne Prototyp bei 2 Minuten 2 Millionen 2 Minuten 2 Millionen Investoren @PULS4 Fotograf Gerry Frank

Bieterschlacht ohne Prototyp für KI-Innovation | 2 Minuten 2 Millionen am Dienstag um 20:15 Uhr auf JOYN & PULS 4

Kein Prototyp, kein Geld. So glaubt man. Doch die KI-Revolution der Content-Produktion „Ontoworks“ schickt die Investoren um Christian Jäger und Mathias Muther schon zum Staffelauftakt in den Bieter-Ring.

KI-Startup Ontoworks sorgt für Aufsehen ohne Prototyp

„Geiler Name“, freut sich Selfmade-Millionär Christian Jäger. Die Euphorie gilt zu Beginn aber weniger dem Produkt als dem Namen des Start-Uppers selbst: Seán McFadden (Deutschland) zeigt mit Ontoworks ein System, das die Content-Produktion für Brands und Unternehmen revolutionieren soll. Die Plattform erstellt mithilfe von KI aus vorhandenem Videomaterial vollautomatisch professionelle, markenkonforme Kurzvideos – trainiert auf Brand-Guides, Templates und Archivmaterial. Die Vision ist groß, doch der Haken: McFadden tritt ohne Prototyp auf, zudem ist die Konkurrenz der KI-Giganten enorm.

Hitziger Schlagabtausch im Investorenring

Die anfängliche Skepsis wird binnen Sekunden zum hitzigen Schlagabtausch voller Risikofreude und spontaner Allianzen. Christian Jäger geht mit einem Angebot in den Ring. „Er kauft’s nur, weil er deinen Namen so geil findet“, stichelt Investor-Kollege Mathias Muther. Oder will er sein eigenes Angebot in den Vordergrund rücken? Nachdem weitere Investor:innen das Potenzial der KI-Innovation betonen, steigt auch Muther trotz vorheriger Absage ein. Jäger kontert: „Jetzt habt’s einen im Boot, der vorher noch gesagt hat, dass es ein Schas ist!“ Kommt es zu einem Deal?

Maßgeschneiderte Snowboards von Bischof sorgen für Tempo

Frischen Schwung bringt Bischof Snowboards: „Ich hab einen 27-seitigen Fragenkatalog ausgearbeitet – gesammelt aus den letzten Jahren der Show“, erzählt Student Leo Bischof (22 aus Graz, Steiermark), einer der jüngsten Gründer der Staffel. Er entwickelt vollautomatisiert maßgeschneiderte Snowboards, konfigurierbar über ein Online-Tool mit Echtzeit-3D-Vorschau. Körperdaten, Fahrstil und Design fließen direkt in die Produktion ein, ergänzt durch Features wie NeverRust, einen patentierten Rostschutz für Stahlkanten. „Man investiert in die Geschäftsidee, aber vor allem in die Menschen dahinter“, bringt Christian Jäger den Pitch auf den Punkt.

Weitere Startups im Pitch

Außerdem mit dabei: Dogtective aus Oberösterreich mit einer App, die eine Schnitzeljagd für Mensch und Hund bietet, sowie BULA aus Deutschland – die erste nachhaltige Alternative zu feuchtem Toilettenpapier. Können sie die Investor:innen Katharina Schneider, Eveline Steinberger, Christian Jäger, Erich Falkensteiner, Alexander Schütz, Mathias Muther und Charlotte Braunstorfer, die das Tchibo-Start-Up-Ticket vergibt, überzeugen?

2 Minuten 2 Millionen – Die PULS 4 Start-up-Show
Ab Dienstag, 10. Februar, um 20:15 Uhr auf PULS 4 und JOYN

Bild @PULS4 Fotograf Gerry Frank

Quelle ProSiebenSat.1 PULS 4

Wird Videoproduktion bald nur noch eine Frage der richtigen KI?

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Ontoworks KI Videoproduktion automatisierte Postproduktion teambild ontoworks

Ontoworks entwickelt KI für die Videoproduktion und automatisiert die Postproduktion von Video Content und wird am 10. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen

Können Sie uns und unseren Lesern Ontoworks kurz vorstellen und erklären, welches Problem Sie in der Videoproduktion mit Ihrer KI lösen?

Ontoworks ist ein KI-Startup, gegründet von Seán McFadden (Physik und Neurowissenschaft) und Kevin Berdux (Musikbusiness und Eventmanagement), um Software für die Videoproduktion zu entwickeln. Hierbei wird Produktionsfirmen und Medienteams die Postproduktion dadurch erleichtert, indem das manuelle Sichten und Zusammenschneiden von Videomaterial nun automatisch durch die KI geschieht.

Was ist die Vision hinter Ontoworks und wie soll sich die Arbeit mit Video Content durch Ihre Technologie langfristig verändern?

Langfristig ist es schon absehbar, dass die Postproduktion kaum noch komplett manuell geschehen wird. Gerade die Fleißarbeit des manuellen Durchforstens und Zusammenstellens wird es in dieser Form nicht mehr geben. Durch die zunehmende Größe der Datenspeicher und der sich verbessernden KI-Technologien sieht Ontoworks sich in der Rolle, diese Zukunft für die Videoproduktion zu ermöglichen.

Wer ist Ihre zentrale Zielgruppe und warum profitieren gerade diese Nutzer besonders von automatisierter Videoanalyse und -bearbeitung?

Ontoworks spricht vor allen Dingen zwei Gruppen an: interne Medienteams von Firmen und Vereinen, sowie Produktionsfirmen und Agenturen, die im Auftrag von Firmen Werbe- und Imagefilme produzieren. Während der Fokus aktuell auf solchen Videoprojekten aufgrund der kurzen Länge liegt, ist die Technologie grundsätzlich vielseitig und soll mittelfristig auch für längere Filmproduktionen im Fernsehen und Kino genutzt werden.

Warum haben Sie sich entschieden, Ontoworks am 10. Februar in 2 Minuten 2 Millionen zu pitchen?

Das Team von Ontoworks wollte schon länger unser Glück versuchen, zum einen ein größeres Publikum zu erreichen und zum anderen das Investorennetzwerk zu erweitern. Dazu ist gerade ein Fernsehsender viel in Video und Film involviert und hat dadurch natürlich gute Vernetzungen in die für Ontoworks relevante Industrie.

Mit welchen Erwartungen und Zielen gehen Sie in die Sendung und gibt es bestimmte Investoren, die Sie besonders ansprechen möchten?

Wir wollen in erster Linie Spaß haben, eine gute Show liefern, und selbstverständlich ein Investment sichern. Dabei sind die Investoren Christian Jäger, Evenline Steinberger und Alexander Schütz für uns interessant.

Wie intensiv war die Vorbereitung auf den Pitch und welche Aspekte Ihres Geschäftsmodells waren dabei besonders herausfordernd?

Die Vorbereitung bestand hauptsächlich aus vielen Üben und Coachings mit guten Freunden des Unternehmens. Das Schwierige am Pitch war die Tatsache, dass wir noch keinen Prototypen hatten und dadurch eine Live-Demo nicht möglich war.

Welche Fragen oder Reaktionen der Investoren erwarten Sie und worauf sind Sie im Studio besonders gespannt?

Wir erwarten eine lebhafte Debatte und kritische Fragen, vor allem bezüglich der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber US-amerikanischen Firmen. Wir sind besonders gespannt darauf, wie die Atmosphäre sein wird und ob man mit den Investoren auf einen geselligen Umgang kommt.

Welche Rolle würde ein Investment für die Weiterentwicklung Ihrer KI-Plattform spielen?

Ein Investment würde unsere Möglichkeiten, besonders in Sachen Personal und Entwicklungszeitraum, enorm erweitern. Dabei sind natürlich die genauen Bedingungen der Finanzierung inklusive der Möglichkeiten zur Anschlussfinanzierung relevant.

Was sind die nächsten strategischen Schritte für Ontoworks nach der Sendung und welche Meilensteine stehen als Nächstes an?

Die nächsten Schritte sind das Onboarding der ersten Testnutzer und Kunden und der Weg zum Markt. Geplant ist ein erster Launch zum Zeitpunkt der Ausstrahlung.

Welche Tipps würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die überlegen, mit einem technologiegetriebenen Startup in einer TV Startup Sendung aufzutreten?

Es ist wichtig, aufrichtig, kompetent und sympathisch zu sein. Jeder ist unterschiedlich weit und es spielt weniger eine Rolle, alle mit dem Unternehmen zu beeindrucken, sondern eher, dass man realistische Erwartungen hat und man weiß, wo man hin möchte.

Bild: Teambild Bildcredits Ontoworks

Wir bedanken uns bei Sean McFadden für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Ontoworks

ontoworks logo rot weiss

Kontakt:

Ontoworks GmbH
Weißenseestraße 10
81539 München

https://ontoworks.ai
kevin@ontoworks.ai

Ansprechpartner: Kevin Berdux (CMO)

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Warum planen immer mehr Reisende ihren Urlaub über Erlebnisse statt Orte?

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vivido Erlebnisse und Pauschalreise vivido teambild

vivido ist ein tech-basierter Reiseveranstalter, der Erlebnisse konsequent in eine moderne Pauschalreise integriert und digital buchbar macht

Was ist vivido und wer steckt hinter dem Startup?

Vivido ist ein tech-basierter Reiseveranstalter, der Reisen mit Fokus auf besondere Erlebnisse entwickelt und als dynamische, optimierte Pakete anbietet – also für alle, die keinen Standard-Pauschalurlaub wollen, aber auch nicht stundenlang Flüge, Hotels und Aktivitäten einzeln zusammensuchen möchten. Im Hintergrund arbeitet eine Technologie, die tagesaktuelle Preise und Verfügbarkeiten über Millionen Datensätze scannt, daraus passende Paketvorschläge (Transport, Unterkunft, Aktivitäten) zusammenstellt, das Preis-Leistungs-Verhältnis vergleicht und es Kund:innen ermöglicht, das Ergebnis mit wenigen Klicks zu individualisieren.
Hinter Vivido steht ein Team aus erfahrenen Travel- und Tech-Unternehmern: CEO Tobias Boese, der weekengo mit der Marke weekend.com mitgegründet und anschließend erfolgreich an trivago verkauft hat, COO Karl Bock (ehemals RUNA REISEN) sowie CTO Cristian Sandu, der über 10 Jahre auf ein eigenes IT-Business zurückblickt.

Wie ist die Idee entstanden, Reisen, Flüge und Erlebnisse erstmals in einem Buchungsmodell zusammenzuführen?

Die Idee ist nicht am Reißbrett entstanden, sondern aus konkreter Praxis. Schon zu weekend.com-Zeiten experimentierte das Team mit erlebnisbasierten Produkten und sah, wie stark Erlebnisse die Entscheidung für eine Reise treiben.

Mit der Pandemie hat sich dieser Trend noch einmal beschleunigt: Reisende suchen heute stärker nach inhaltlich „sinnvollen“ Trips, planen häufiger Multi-Stop-Routen und möchten mehr sehen als nur ein Hotel an einem Ort. Gleichzeitig ist das Bedürfnis nach Sicherheit, nach der Verlässlichkeit einer Pauschalreise, geblieben, nur eben kombiniert mit Individualität: Inspiration finden, Optionen vergleichen, Bausteine anpassen und am Ende alles online buchen.

Genau an dieser Schnittstelle haben wir eine Lücke im Markt erkannt: Reisen und Erlebnisse sind bislang zwei getrennte (Buchungs-)Welten bzw. Verticals. Genau diese Lücke schließt vivido. Wir verbinden erstmals Erlebnis, Flüge und Hotels zu vollwertigen, dynamisch kuratierten und paketierten Erlebnisreisen. Dabei fungieren wir als Reiseveranstalter und versichern auch die Erlebnisleistungen mit Sicherungsschein. Im Schnitt paketieren wir 3 Erlebnisse pro Reisebuchung (Flug, Hotel, Transfer, Erlebnis).

Welche Vision verfolgt vivido für die Reisebranche und wie wollt ihr diese Schritt für Schritt erreichen?

vivido will die Pauschalreise neu denken – weg von der klassischen Logik „Wo reise ich hin?“ hin zu der Frage: „Was kann ich erleben?“ Unsere Vision ist eine moderne, digitale Pauschalreise, bei der Erlebnisse nicht nur ein Add-on sind, sondern der Ausgangspunkt der Planung – ohne die Vorteile der Pauschalreise (Sicherheit, Convenience, verlässliche Gesamtbuchung) zu verlieren. vivido bietet genau dafür Inspiration und kuratierte Reisen quasi von der Haustür aus an – einfach online buchbar zum tagesaktuellen Bestpreis in der Zusammensetzung aller relevanten Reisekomponenten (Flüge, Hotels, Transporte, Erlebnisse).

Wir treffen damit den Nerv der Zeit: Menschen möchten sich beim Reisen zunehmend über bestimmte Erlebnisse selbst verwirklichen: Der Rückgang der „reinen“ Badeurlauber in der Reiseanalyse 2024 (FUR), zeigt: Entspannung bleibt wichtig, aber passives Liegen sinkt: Während früher über 60 % der Reisenden angaben, primär zum „Faulenzen/Sonne tanken“ zu verreisen, hat sich das Motiv verschoben. Heute geben über 70 % an, dass sie im Urlaub „etwas erleben“ oder „etwas für die persönliche Weiterbildung/Erfahrung tun“ wollen. Auch andere Studien bestätigen den Trend hin zu “Experience First” und sprechen vom “Bucketlist Effekt“. vivido hilft Reisenden dabei, einfach, sicher und zum Bestpreis mit dem Bedürfnis, etwas zu erleben, zu reisen.

An welche Zielgruppe richtet sich vivido und welche Bedürfnisse heutiger Reisender stehen dabei im Fokus?

Im Grunde gehen alle Altersgruppen und demografischen Gruppen ab einem gewissen Einkommen dem Bedürfnis nach Selbstverwirklichung nach. Jeder möchte besondere Erinnerungen schaffen. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist auch die Identifikation mit dem Erlebten: Gesprächsstoff bei Freunden und Familie und das Posten von außergewöhnlichem Content für das persönliche soziale Netzwerk.

Aktuell fokussiert sich vivido auf Reisende zu zweit, kleine (Pärchen-)Gruppen sowie auf Alleinreisende, es gibt aber auch ein immer größer werdendes Interesse von Familien an besonderen Erlebnissen – Stichwort Mehrgenerationenurlaub. Wir sprechen alle an, die außergewöhnlich reisen möchten, ohne zu viel Zeit in die Planung zu stecken und mit der Sicherheit einer Pauschalreise.

Was macht Erlebnisreisen aus eurer Sicht so attraktiv und warum gewinnen Experiences gerade so stark an Bedeutung?

Den Trend zu Erlebnissen gibt es bereits seit über 10 Jahren. Verstärkende Faktoren sind die Online-Verfügbarkeit und Sichtbarkeit der Erlebnisse, für die Plattformen wie GetYourGuide und Viator gesorgt haben. Zudem der gesellschaftliche Trend zur Individualisierung (Aktivitäten erlebt jeder anders – Hotelzimmer, Strände, Sehenswürdigkeiten sind eher statisch) und das Bedürfnis, diese Individualität auch über soziale Netzwerke zu teilen. Über allem steht das Bedürfnis der Kunden nach Selbstverwirklichung (Collect Moments, not Things), verstärkt durch die Pandemie.
Vorteil: Erlebnisse emotionalisieren visuell mehr als statische Strand- und Hotelbilder und sind dadurch vor allem digital einfacher zu vermarkten.

Worin unterscheidet sich vivido konkret von klassischen Reiseveranstaltern oder reinen Erlebnisplattformen?

Unterscheidung von Erlebnisplattformen:

Alle Leistungen sind bei vivido inklusive. Es ist bereits durchdacht, wie der Reisende schnell und möglichst preiswert zu seinem Erlebnis kommt. Dabei sind auch wichtige Faktoren berücksichtigt, wie in welcher Unterkunft er übernachtet, wie lange er bleibt, was er vor Ort noch erleben kann und wie er bei Bedarf noch seinem zusätzlichen Bedürfnis nach Entspannung nachkommen kann. Alle diese Punkte muss jemand (zeitintensiv) in seine Planung einbeziehen, wenn er seine Reise individuell plant und über Erlebnisplattformen bucht.

Unterscheidung von klassischen Reiseveranstaltern:

Klassische Reiseveranstalter fokussieren sich vor allem auf die Komponenten Flug & Hotel. Erlebnisse werden – wenn überhaupt – als Zusatz verkauft. Für vivido sind die Erlebnisse ein integrierter Bestandteil der Pauschalreise und werden sinnvoll in die Reisepakete einbezogen. So hat der Kunde nicht nur die Möglichkeit, nach den Erlebnissen inklusive Flug und Unterkunft zu suchen oder sich inspirieren zu lassen, für ihn wichtige Reisebestandteile anzupassen, er erhält auch gleich die volle Transparenz über den Gesamtpreis aller Reisebestandteile hinweg. Das alles ist einfach und online buchbar.

Welche Rolle spielen Technologie und Travel Expertise bei der dynamischen Kuratierung eurer Reisen?


Beides ist von großer Bedeutung. Für den Kunden sieht die Webseite von vivido einfach aus, aber hinter den Kulissen steckt viel Komplexität. Zunächst einmal braucht es fundiertes touristisches Verständnis und Erfahrung bei der Veranstaltung von Reisen mit mehreren Bestandteilen, da auf der gesamten Customer Journey mit hoher emotionaler Erwartungshaltung seitens der Reisenden die Qualität über alle Bestandteile gleichermaßen gesichert werden muss.

Technologisch müssen die Erlebnisse dabei gleichberechtigt zu Flug und Hotel betrachtet und passend in den Reiseablauf integriert werden, denn sie sind den Reisenden mindestens genauso wichtig. Diese Gleichberechtigung ist eine große Herausforderung für klassische dynamische Paketierungs-Technologien der etablierten Reiseveranstalter mit reinem Flug/Hotel-Fokus. Deshalb setzt vivido auf eine eigene, speziell auf den Erlebnisreise-Markt zugeschnittene Technologie, die es unseren erfahrenen Travel Experten ermöglicht, beliebige Reisekombinationen zu kuratieren und mit dynamischen Preisen online zu stellen. Perspektivisch kann dieser Part komplett automatisiert werden mit Hilfe von KI. Dabei werden täglich Millionen verschiedene Datenpunkte sinnvoll verknüpft und aktualisiert.

Mit welchen Herausforderungen seid ihr beim Aufbau von vivido konfrontiert und wie geht ihr damit um?

Wir haben in einer schwierigen Zeit für Travel Startups gegründet. Die Zahl der Investments in unserer Branche ist seit 2021 um fast 70% gesunken. Zwar wächst unser Marktsegment signifikant und unsere KPIs sind von Beginn an überzeugend, jedoch steht der Finanzmarkt unserer Branche generell skeptisch gegenüber. Daher müssen wir mit relativ wenig Funding unseren technologischen USP weiter vorantreiben, uns im kompetitiven Wettbewerbsumfeld bei der Kundenakquise durchsetzen und gleichzeitig eine ganze Reiseveranstalter-Infrastruktur aufbauen. Aufgrund dieser Herausforderungen haben wir uns eine schlanke Kostenstruktur zugelegt und finanzieren uns hauptsächlich mit der Unterstützung von Business Angels und Branchenexperten, die von unserer Vision überzeugt sind. Der frühe Break-Even ist bei unseren derzeitigen strategischen Planungen eher im Fokus, als es das vor ein paar Jahren noch gewesen wäre.

Was bedeutet der Einstieg von SevenVentures strategisch für die Weiterentwicklung des Unternehmens?

Die Werbung im TV ist für unser Wachstum und den Aufbau der Marke strategisch wichtig und hilft uns, in kürzester Zeit ein Millionenpublikum zu Hause zu erreichen. Unsere Kunden vertrauen uns ihre wichtigsten Momente im Jahr sowie ein beträchtliches Reisebudget an. Der TV-Kanal steigert nicht nur unsere Bekanntheit, sondern schafft notwendiges Vertrauen beim Kunden. Zudem bringt das Investment-Team von SevenVentures neben Media-Leistungen wertvolle Expertise und Netzwerk ein.

Wie soll sich vivido in den kommenden Jahren weiterentwickeln und welche nächsten Schritte sind geplant?


Seit unserem Start in 2023 sind wir konstant gewachsen und planen eine Fortsetzung dieses Wachstums mit Profitabilitäts-Ziel noch innerhalb der ersten vier Jahre nach Livegang. Der Erlebnisreisemarkt birgt national wie international viel Potenzial und wir stehen bei unserer Entwicklung erst am Anfang. Im Produktbereich gibt es noch viele begeisternde Reiseziele und Reisekombinationen, die wir unseren Kunden auf gewohnt einfache Art und Weise zugänglich machen werden. Der Bedarf nach Individualisierung in kombinierter Vorab-Planung ist auch in anderen Reise-Segmenten extrem stark, wir denken da an Ferienhäuser, Fähren, und Kreuzfahrt. Im Vertrieb und Marketing werden wir unsere bestehenden Online-Partnerschaften ausbauen, aber auch vermehrt mit klassischen Reisebüros zusammenarbeiten und unsere Markenbekanntheit weiter durch verschiedene Kooperationen steigern.

Welche drei Ratschläge würdet ihr Gründerinnen und Gründern geben, die in einem stark umkämpften Markt ein neues Modell etablieren wollen?


Grundsätzlich sind wir keine Freunde von allgemeinen Ratschlägen, da jedes Marktumfeld, jedes Modell und jedes Team einzigartig sind. Wir versuchen es aber mal hiermit:

Vorbereitung und Recherche – Tauscht euch früh mit potenziellen Kunden und Branchenexperten über eure Idee aus und entwickelt sie weiter. Die Differenzierung im Markt ist alles entscheidend. Nehmt euch ausreichend Zeit für diesen Teil und seid in dieser Phase stets offen für Feedback. 

Vorsprung durch Technologie – Macht euch Gedanken, welches Kundenproblem ihr technologisch löst und wie einfach es vom Wettbewerb zu kopieren ist. Fragt euch, welche Barrieren selbst ein versierter Wettbewerber durchbrechen muss, um euer Modell anzugreifen. 

Finanzierbarkeit – Prüft bereits in einer frühen Phase, welchen Kapitalbedarf ihr für die Umsetzung eures Modells habt und ob eure Vorstellungen realistisch sind. Tauscht euch hierzu mit potenziellen Investoren aus und besteht auf ehrliches Feedback.

Bildcredits: @privat

Wir bedanken uns bei Karl B. Bock für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

10 Jahre The Founder Summit

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Bild Robin Söder @ Entrepreneur University. The Founder Summit feiert Jubiläum 10 Jahre Business Festival

10 Jahre The Founder Summit Deutschlands größtes Business Festival wird zum epischen Treffpunkt für Visionäre

Ein Jahrzehnt voller Visionen Wachstum und unternehmerischer Erfolgsgeschichten. 2026 feiert The Founder Summit sein zehnjähriges Jubiläum und setzt damit einen Meilenstein in der deutschsprachigen Business Szene.

Was 2016 als ambitionierte Idee zweier junger Gründer begann hat sich heute zum größten Business Festival Deutschlands entwickelt. Zum Jubiläum öffnet der Veranstalter Entrepreneur University am 11. und 12. April 2026 erneut die Tore des RheinMain CongressCenter Wiesbaden. Erwartet werden über 17.000 Besucher an zwei Event Tagen mit Innovationen visionären Impulsen und einem Programm das die Highlights der vergangenen Jahre nicht nur fortführt sondern übertrifft.

Ein Jahrzehnt You Can und ein Jubiläum das neue Standards definiert

Zehn Jahre in denen internationale Ikonen Wirtschaftsgrößen und Impulsgeber die Bühnen des Founder Summit geprägt haben. Zehn Jahre voller Durchbrüche Mut Inspiration und echter Erfolgsstories aus der Community.

2026 schlägt das Business Festival gemeinsam mit seinem Partner der ersten Stunde der Deutschen Vermögensberatung das nächste Kapitel auf. Noch größer noch mutiger noch wegweisender.

Hochkarätige Headliner für das Jubiläumsjahr

Als Headliner sind bereits bestätigt Christian Lindner Wolfgang Grupp Sara Al Madani Shi Heng Yi Christian Wulff Jochen Schweizer Saygin Yalcin Philip Hopf Salim Samatou Omid Mouazzen Shayan Garcia und Hermann Scherer.

Die weiteren Headliner des Jubiläumsjahres werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben. Schon jetzt steht fest dass das Line up das stärkste der Eventgeschichte wird und an eine Tradition anknüpft die bereits Persönlichkeiten wie Mike Tyson Sir Richard Branson Jason Derulo Shirin David MontanaBlack Lena Gercke oder Jürgen Klopp auf die Bühnen des Summit brachte.

16 Bühnen 120 Speaker ein gemeinsames Ziel

The Founder Summit 2026 erweitert das Angebot auf 16 Bühnen und öffnet damit auch den inhaltlichen Fokus. Ob Sales Marketing künstliche Intelligenz Immobilien Finance oder Mindset zahlreiche Themenstages bieten praxisnahe Einblicke reale Erfolgsrezepte und exklusive Learnings direkt von den führenden Köpfen ihrer Branchen.

Teilnehmer profitieren von einer kuratierten Auswahl nationaler und internationaler Experten sowie von einem Jubiläumsprogramm mit neuen Bühnenformaten Masterclasses und interaktiven Lern Erlebnissen.

Expo Area und Networking auf neuem Niveau

Mehr als 175 Aussteller Start ups und etablierte Unternehmen präsentieren in der Expo Area ihre Produkte Technologien und Services. Networking war schon immer ein Markenzeichen des Events und wird 2026 durch die weiterentwickelte Matchmaking Funktion der Event App nochmals verstärkt.

Gründer Investoren und Unternehmer können sich direkt auf dem Founder Summit vernetzen treffen wertvolle Kontakte knüpfen und mögliche Kooperationen initiieren.

Entrepreneur University CEO Robin Söder beschreibt den Founder Summit als einen Ort an dem Visionen Realität werden und Begegnungen entstehen die Unternehmen für die nächsten Jahrzehnte prägen werden.

Start up Stadium als besonderes Jubiläums Special

Das legendäre Start up Stadium geht 2026 in die dritte Runde. Noch nie standen die Chancen besser mit einer Idee richtig durchzustarten. Vor tausenden Zuschauern pitchen Gründer ihre Geschäftsmodelle und präsentieren ihre Konzepte live auf der Mainstage.

Das Jubiläum verspricht hohe Investmentsummen starke Partner und einen Pitch auf internationalem Niveau.

Ein Jahrzehnt eine Community ein Erlebnis das bleibt

The Founder Summit ist mehr als ein Event. Es ist ein Ort an dem Menschen wachsen persönlich wie unternehmerisch. 2026 verbindet das Jubiläum die Wurzeln der vergangenen Jahre mit einer klaren Vision für die Zukunft. Eine Plattform die Gründer Innovatoren und Weltveränderer zusammenbringt.

Auch 2026 endet der Tag nicht ohne gemeinsames Feiern. Ein besonderer Jubiläums Act dessen Name bald verkündet wird sorgt beim Aftershow Konzert für Stimmung und bildet gemeinsam mit der Aftershow Party den krönenden Abschluss.

Tickets und weitere Informationen

The Founder Summit 2026 findet am 11. und 12. April 2026 im RheinMain CongressCenter Wiesbaden statt.
Tickets und Updates zum Line up gibt es unter www.thefoundersummit.de

Bild Robin Söder @ Entrepreneur University

Quelle Entrepreneur University

Startup Factory SouthwestX startet operative Programme

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SouthwestX startet als Startup-Factory für Deep Tech 26-02-05 Southwestx Team Bildcredits/ Fotograf: David Hucker

Startup-Factory SouthwestX startet operativ und setzt Fokus auf Deep Tech sowie europäische Kooperation

Die Startup-Factory SouthwestX startet 2026 in die operative Umsetzung ihrer Programme. In den kommenden Monaten beginnen bereits erste Startup-Batches, Kooperations- und Pilotprojekte mit Industriepartnern sowie das Programm „Green Transformation Innovation“, das nachhaltige Deep-Tech-Ansätze gezielt in industrielle Anwendungen überführt.

SouthwestX ist als grenzüberschreitend ausgerichtete Startup-Factory konzipiert und verbindet wissenschaftliche Exzellenz, unternehmerische Umsetzungskraft und industrielle Anwendung. Die Struktur verknüpft Akteurinnen und Akteure aus der Region Saarland – Rheinland-Pfalz – Luxemburg – Frankreich mit Partnern aus dem europäischen Innovationsumfeld und schafft damit einen verlässlichen Rahmen für technologiegetriebene Gründungen und Innovationsprojekte mit Skalierungsperspektive.

Kickoff bringt europäisches Innovationsnetzwerk zusammen

Zum operativen Start der Programme kamen in Saarbrücken über 300 Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Startups, Unternehmertum, Industrie und Investment zusammen. Die Veranstaltung markierte bewusst den Übergang von der Aufbauphase in die Umsetzung und stand unter dem Leitmotiv „Beam me up Europe“ – als Sinnbild für Beschleunigung, europäische Zusammenarbeit und den Anspruch, technologische Innovation schneller in wirtschaftliche Wirkung zu überführen.

In Panels und thematischen Deep-Dive-Sessions wurden zentrale Fragestellungen der Skalierung technologiegetriebener Innovationen diskutiert. Im Fokus standen unter anderem Künstliche Intelligenz als industrieller Produktivitäts- und Skalierungstreiber, Frankreich als strategischer Startup- und Innovationspartner, Green Transformation als wirtschaftlich tragfähiges Geschäftsmodell sowie die Rolle von Angel-Investing für erfolgreiche Frühphasenfinanzierung.

Impulse lieferten viele ausgewiesene Expertinnen und Experten, darunter Prof. Dr. Dries Faems (WHU – Otto Beisheim School of Management), Prof. Dr. Marc Gruber (École Polytechnique Fédérale de Lausanne) und Prof. Dr. Antonio Krüger (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz).

Umsetzung im Jahr 2026

Mit dem operativen Start setzt SouthwestX mehrere Programme parallel um. Die Startup Journey begleitet Gründungsteams von der frühen Ideenphase bis zur Skalierung. Die Innovation Journey bringt Startups und etablierte Unternehmen in konkrete Kooperations- und Pilotprojekte. Das Programm Green Transformation Innovation (GTI) fokussiert die industrielle Umsetzung nachhaltiger Deep-Tech-Lösungen.

Ergänzend werden erste Formate des Startup Leaders Programms vorbereitet, das sich an Scale-ups und High-Potential Founder mit deutsch-französischem und europäischem Fokus richtet. Ziel ist es, unternehmerische Exzellenz, Internationalisierung und europäische Sichtbarkeit systematisch zu stärken. In den kommenden Monaten werden erste Kohorten begleitet, konkrete Pilotprojekte und Gründungsvorhaben umgesetzt und die europäische Vernetzung weiter vertieft – mit dem Anspruch, wissenschaftliche Exzellenz konsequent in unternehmerische und industrielle Wirkung zu überführen.

Stimmen

„Heute ist ein guter Tag für den Innovationsstandort Saarland, die Großregion und darüber hinaus. Mit dem operativen Start von SouthwestX beginnt die Umsetzung einer Startup-Factory, die Forschung, Startups und Unternehmen systematisch zusammenbringt. Dafür setzen wir auf starken Transfer und kurze Wege, um Innovationen schneller in wirtschaftliche Wirkung zu überführen.“
Jürgen Barke, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes

„SouthwestX ist angetreten, um Deep-Tech in Europa skalierbar zu machen. Wir bauen eine Struktur, in der aus wissenschaftlicher Exzellenz unternehmerische Dynamik entsteht – schnell, vernetzt und mit klarem Fokus auf industrielle und gesellschaftliche Wirkung.“
Ralf Zastrau, CO-CEO SouthwestX

„Die WHU als Mitgesellschafter bringt unternehmerische Exzellenz, internationale Skalierungserfahrung und ein starkes Gründer- und Investoren-Netzwerk gezielt in SouthwestX ein.“
Michael Welz, Mitglied der Geschäftsleitung SouthwestX

Bild 26-02-05 Southwestx Team Bildcredits/ Fotograf: David Huckert

Quelle The SWX Innovators GmbH

Halbzeit im Wettbewerb mit neuem Businessplan-Rekord

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Bild Im Planspiel „Start-up Simulator“ lernen Jugendliche spielerisch und praxisnah, wie sie ein Unternehmen nachhaltig zum Erfolg führen können Bildcredits: „Jugend gründet" JUGEND GRÜNDET startet ins Unternehmensplanspiel

Auf in Phase zwei! JUGEND GRÜNDET startet ins Unternehmensplanspiel

Halbzeit im Wettbewerb mit neuem Businessplan-Rekord

Mit dem Februar startet der Online-Wettbewerb JUGEND GRÜNDET in die zweite Wettbewerbsphase. Nach einem neuen Businessplan-Rekord beginnt für die Schülerinnen und Schüler nun das Unternehmensplanspiel.

Auf Marktveränderungen reagieren, Krisen durchstehen und die virtuelle Konkurrenz in Schach halten: In der Planspiel-Phase von JUGEND GRÜNDET sind echte Management-Fähigkeiten gefragt. Die Unternehmenssimulation erlaubt es Schülerinnen und Schülern, ein virtuelles Start-up durch die ersten Geschäftsjahre zu navigieren und unternehmerische Entscheidungen unter realistischen Bedingungen zu treffen.

Start-up führen, Chancen nutzen, Krisen meistern

Ganz wie im echten Leben hängt der Erfolg im „Start-up Simulator“ von einer Vielzahl von Faktoren ab: Investiere ich in Personal, Forschung, Marketing oder Materialqualität? Welcher Standort ist sinnvoll und welche Marktstrategie? Der Erfolg bemisst sich dabei nicht allein am Gewinn, sondern auch am Impact des Start-ups. Von den Jugendlichen sind nachhaltige, unternehmerisch verantwortungsvolle Entscheidungen gefragt.

Einstieg ins Planspiel weiterhin möglich

In der Planspiel-Phase stehen den Schülerinnen und Schülern insgesamt fünf Versuche zur Verfügung. In jedem Versuch werden acht Geschäftsjahre simuliert. So können die Teams verschiedene Strategien testen und unternehmerisches Denken intensiv üben. Ein Einstieg in die Planspiel-Phase ist bis zum Stichtag am 4. Mai 2026 jederzeit möglich. Interessierte Schülerinnen und Schüler müssen sich dazu nur auf der Website registrieren und können dann im Login-Bereich auf den „Start-up Simulator“ zugreifen.

Sonderpreis für bestes Planspiel-Team

Das Team mit dem besten Planspiel-Ergebnis erwartet ein besonderer Preis: Auf Einladung der Volkswagen AG dürfen die Jugendlichen nach Wolfsburg reisen, um das Headquarter und die Autostadt zu erkunden. Volkswagen unterstützt den Wettbewerb bereits seit vielen Jahren als Sponsor. Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen, ist dem Konzern ein wichtiges Anliegen.

Halbzeit mit neuem Businessplan-Rekord

Die erste große Herausforderung des Wettbewerbsjahres haben die Jugendlichen bereits abgeschlossen: In der Businessplan-Phase entwickelten sie eigene innovative Geschäftsideen und erarbeiteten dazu Businesspläne. Im Wettbewerbsjahr 2025/2026 wurden 1.461 Businesspläne eingereicht – ein weiterer Rekord für den Wettbewerb und ein starkes Zeichen in Richtung Zukunft. Die Teams mit den besten Businessplänen werden ihre Ideen bei drei Pitch Events im März in München, Münster oder Berlin präsentieren.

Mit Ideen die Zukunft gestalten – das ist „Jugend gründet“

Aus Problemen Lösungen entwickeln und mit innovativen Ideen die Zukunft gestalten, das ist der Kerngedanke von „Jugend gründet“. Der bundesweite Schülerwettbewerb will Jugendliche fürs Gründen begeistern und ihre Gründungskompetenzen stärken. Jedes Jahr nehmen mehrere tausend Schülerinnen und Schüler teil.

Im Online-Wettbewerb schlüpfen die Teilnehmenden ein Schuljahr lang in die Rolle von Gründerinnen und Gründern.

Businessplan-Phase (September – Januar): Entwicklung einer eigenen Geschäftsidee und Erstellung des Businessplans.
Planspiel-Phase (Februar – Mai): Führung eines virtuellen Unternehmens im „Start-up-Simulator“.

Die besten Teams der Businessplan-Phase präsentieren ihre Ideen bei den Pitch Events im Frühjahr. Beim Bundesfinale im Juni entscheidet sich schließlich, wer den Bundessieg erreicht – und damit eine geführte Reise ins Silicon Valley/USA gewinnt. Außerdem werden verschiedene thematische Sonderpreise vergeben.

Sponsoren & Förderer

„Jugend gründet“ wird seit 2003 vom Bundesbildungsministerium gefördert. Die Teilnahme wird von der Kultusministerkonferenz der Länder empfohlen. Renommierter Partner unterstützten den Wettbewerb bei Preisen und Events. Hauptsponsor ist die Porsche AG.

Weitere Informationen auf

Bild Im Planspiel „Start-up Simulator“ lernen Jugendliche spielerisch und praxisnah, wie sie ein Unternehmen nachhaltig zum Erfolg führen können Bildcredits: „Jugend gründet“

Quelle JUGEND GRÜNDET

 

NRW.BANK beteiligt sich an Agrar-KI-Start-up Pheno-Inspect

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Pheno-Inspect: NRW.BANK investiert in KI-Software Foto/Quelle: stock.adobe.com – IDOL’foto

Finanzierung unterstützt KI-Software für mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft ­

Die NRW.BANK beteiligt sich im Rahmen einer Finanzierungsrunde an dem Start-up Pheno-Inspect. Dafür hat sie Wandeldarlehen in Höhe von 500.000 Euro in eine Beteiligung umgewandelt. Das Start-up aus Mülheim an der Ruhr entwickelt eine KI-gestützte Software, die Drohnenbilder von Ackerflächen automatisiert analysiert und Landwirte beim effizienten und nachhaltigen Pflanzenbau unterstützt.

„Pheno-Inspect zeigt, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen kann: datenbasiert, ressourcenschonend und effizient“, sagt Johanna Antonie Tjaden-Schulte, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Mit unserer Beteiligung unterstützen wir ein innovatives Start-up aus Nordrhein-Westfalen, das den Wandel hin zu einer klimafreundlichen Agrarwirtschaft aktiv mitgestaltet und so zur nachhaltigen Entwicklung unseres Landes beiträgt.“

Künstliche Intelligenz für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

Die Software von Pheno-Inspect liefert Landwirten präzise Informationen zum Zustand ihrer Felder. Dafür reicht der Einsatz einer handelsüblichen Drohne. Die KI-Software zählt Pflanzen, erkennt Unkraut und Krankheiten. So lassen sich Dünger und Pflanzenschutz gezielter einsetzen. Das spart Kosten und schont die Umwelt.

Pheno-Inspect wurde 2020 als Ausgründung der Universität Bonn gegründet. Mit Hilfe von zwei Wandeldarlehen der NRW.BANK konnte das Start-up die Entwicklung seiner Technologie von der Forschung bis hin zur Marktreife maßgeblich vorantreiben.

So nutzte das Unternehmen eine flexible Finanzierungsmöglichkeit, ohne in der frühen Phase Anteile abzugeben.

Weitere Investoren unterstützen Seed-Finanzierungsrunde

Im Rahmen der aktuellen Seed-Finanzierungsrunde konnte Pheno-Inspect nun weiteres Kapital einwerben. Damit plant das Start-up, sein Team auszubauen und seine KI-Technologie weiterzuentwickeln. Neben der NRW.BANK beteiligen sich mehrere private Investoren über das Business Angel Netzwerk Companisto sowie das Landtechnikunternehmen CLAAS als strategischer Partner.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – IDOL’foto

Quelle NRW.BANK

Das analoge Backup im digitalen Zeitalter: warum Gründergeist und Goldwerte eine Allianz bilden

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Gold als Absicherung für Startups und Sachwerte bildquelle pexels pixabay

Wer heute ein Unternehmen gründet, lebt meistens in der Zukunft. Es geht um Cloud-Lösungen, skalierbare Software und digitale Marktplätze, die in Lichtgeschwindigkeit wachsen. In dieser Welt der Bits und Bytes fühlt sich alles leicht, flüchtig und grenzenlos an. Doch gerade diese Schnelllebigkeit birgt eine Gefahr, die viele Entrepreneure erst bemerken, wenn der Wind am Markt dreht: Die völlige Abhängigkeit von digitalen Infrastrukturen.

Erfolgreiches Unternehmertum bedeutet nicht nur, mutig Visionen zu verfolgen, sondern auch, die Basis abzusichern. Es ist ein wenig wie beim Hochhausbau – je höher man hinaus will, desto tiefer und massiver muss das Fundament im Boden verankert sein. In einem wirtschaftlichen Umfeld, das von volatilen Kryptowährungen und rasanten Zinswenden geprägt ist, suchen Gründer daher zunehmend nach einem analogen Gegenpol.

Dabei geht es nicht um einen Rückschritt in die Vergangenheit, sondern um ein kluges Risikomanagement. Sachwerte sind das „Hardware-Backup“ für ein Vermögen, das sonst nur in Tabellen und Apps existiert. Es ist die Erkenntnis, dass wahre finanzielle Freiheit dort beginnt, wo ein Wert keine Internetverbindung und keinen Stromanspruch benötigt, um zu existieren.

Risikomanagement für Grenzgänger

Wer ein Startup aufbaut, geht täglich kalkulierte Risiken ein. Doch kluge Gründer wissen, dass man an der Front nur dann mutig agieren kann, wenn der Rückhalt absolut stabil ist. Gold übernimmt hier die Rolle der ultimativen Liquiditätsreserve. Es ist das einzige Asset, das in Krisenzeiten nicht mit den Aktienmärkten korreliert und somit das Gesamtrisiko im Portfolio massiv senkt.

Dabei hat sich der Zugang zu diesem klassischen Wert längst dem Tempo der Startup-Szene angepasst. Niemand muss mehr schwere Kisten schleppen, um sein Vermögen zu schützen. Wer seine Strategie agil halten und Bestände unkompliziert umschichten möchte, greift auf spezialisierte Plattformen wie Goldbrief.de zurück. Hier zeigt sich, dass traditionelle Sachwerte und digitale Effizienz perfekt harmonieren.

Solche modernen Schnittstellen ermöglichen es, Goldbestände so professionell zu managen, wie man es von anderen Fintech-Tools gewohnt ist. Der Fokus liegt dabei auf Transparenz und Geschwindigkeit. Für Unternehmer bedeutet das: Die Sicherheit eines physischen Werts bleibt erhalten, während die Abwicklung so schlank bleibt wie ein gut programmierter Code. So wird das Gold zum strategischen Werkzeug, das im Hintergrund für die nötige Ruhe sorgt, während man vorne die Welt verändert.

Psychologie der Unabhängigkeit

Startups hängen oft von einem seidenen Faden ab: dem nächsten Investment, der Stabilität der Hausbank oder der Funktionsfähigkeit globaler Zahlungsdienstleister. Diese Abhängigkeit kann nachts den Schlaf rauben. Physisches Gold ist hier das einzige Asset, das keinem Gegenparteirisiko unterliegt. Es schuldet niemandem etwas.

Diese Unabhängigkeit hat eine enorme psychologische Komponente. Ein Unternehmer, der weiß, dass ein Teil seines Erfolgs autark von IT-Systemen und Bankenbilanzen existiert, trifft mutigere Entscheidungen. Es ist das beruhigende Gefühl, ein „analoges Backup“ zu besitzen, das im Extremfall sofortige Handlungsfähigkeit garantiert. Wer physischen Besitz hält, agiert aus einer Position der Stärke, nicht aus der Bittsteller-Rolle.

Wertspeicher vs. Währung: Die zeitlose Technologie

Man kann Gold als eine Art „Hardware-Lösung“ des Geldsystems betrachten. Während Software-Trends kommen und gehen und ganze Geschäftsmodelle innerhalb von Monaten obsolet werden, bleibt die chemische Struktur von Gold unverändert. Es braucht kein Update, keine Wartung und keine neue Version, um seinen Dienst als Wertspeicher zu erfüllen.

Es geht hier nicht um kurzfristige Renditejagd. In einem diversifizierten Portfolio dient das Edelmetall eher als Versicherungspolice gegen Währungsverfall und systemische Schocks. Für Gründer, deren gesamtes Humankapital und Vermögen oft in einer hochriskanten Unternehmung steckt, ist dieser zeitlose Wert der nötige Ballast, der das Schiff in stürmischer See auf Kurs hält.

Fazit: Die kluge Mischung macht den Champion

Wahre Innovation bedeutet heute auch, die Fehler der Vergangenheit zu kennen. Wer nur auf digitale Trends setzt, ignoriert die Lektionen der Finanzgeschichte. Die erfolgreichsten Entrepreneure der Zukunft werden jene sein, die die Agilität der digitalen Welt mit der Substanz der analogen Welt verbinden.

Sachwerte sind kein Misstrauensvotum gegen den Fortschritt. Sie sind das Sicherheitsnetz, das es erst ermöglicht, ohne Angst in die Höhe zu klettern. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen visionärem Wachstum und bewährter Absicherung ist kein Widerspruch – es ist die intelligenteste Form der modernen Strategie.

Bild pexels.com

Autor Maria Kock

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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