Montag, Oktober 26, 2026
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NICAMA präsentiert winterliche Geschenkideen für die festliche Jahreszeit

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Haut und Pflege: Winterlicher Duft für die Sinne

Mit dem Winter beginnt eine Zeit der Gemütlichkeit, der Besinnung und der besonderen Geschenke. NICAMA, bekannt für hochwertige und nachhaltige Naturkosmetik, präsentiert ausgewählte Produkte, die Haut und Sinne gleichermaßen verwöhnen. Ob als Geschenk zu Weihnachten oder als wohltuende Begleitung durch die kalte Jahreszeit, diese nachhaltigen Pflegehighlights stehen für bewusste Momente und natürliche Pflege.

NICAMA stellt fünf Naturkosmetik-Geschenkprodukte vor:

Winterseife Minze-Kiefer

Gönnen Sie sich oder Ihren Liebsten einen besonderen Pflegemoment in der kalten Jahreszeit. Der frische Duft von Minze, kombiniert mit der waldigen Tiefe der Kiefer und der nährenden Pflege von Bio-Sheabutter, umhüllt die Haut und sorgt für ein Gefühl von Klarheit und Geborgenheit. Die Winterseife Minze-Kiefer ist eine liebevolle Geschenkidee für den Winter und reinigt Hände, Körper und Gesicht sanft, ohne auszutrocknen.

www.ecco-verde.de
100 g für 8,99 €

Bio-Sheacreme Rosmarin-Orange

Die Bio-Sheacreme Rosmarin-Orange ist eine reichhaltige Pflege für Körper und Gesicht, die deine Haut intensiv verwöhnt und ihr ein geschütztes, gepflegtes Gefühl schenkt. Ein besonderes Highlight ist der natürliche Duft aus ätherischem Bio-Rosmarinöl und Bio-Orangenöl. Rosmarin verleiht der Creme eine klare, belebende Note, die die Sinne sanft aktiviert. Die fruchtige Frische der Orange bringt eine warme Leichtigkeit mit sich und sorgt für ein harmonisches Dufterlebnis.

Die zart duftende Creme schmilzt bei Hautkontakt sanft, lässt sich mühelos auftragen und zieht schnell ein. Durch ihre wasserfreie Formulierung ist sie besonders ergiebig und begleitet dich lange in deiner täglichen Pflegeroutine.

www.bio-naturel.de
50 ml für 9,95 €

Q10 Bio-Sheacreme Lemon-Lavendel

Das enthaltene Coenzym Q10 in der Q10 Bio-Sheacreme Lemon-Lavendel macht diese Creme zum wahren Zell-Aktivator. Q10 schützt die Zellen vor oxidativem Stress und unterstützt den Energiestoffwechsel der Haut. Eine High-Performance-Pflege für ein vitales Hautbild und natürlichen Schutz vor vorzeitiger Hautalterung.

Die frisch duftende Creme schmilzt bei Hautkontakt sanft, lässt sich mühelos auftragen und zieht schnell ein. Durch ihre wasserfreie Formulierung ist sie besonders ergiebig und begleitet dich lange in deiner täglichen Pflegeroutine.

www.das-zierwerk.de
50 ml für 15,00 €

Weihnachtsseife Zimt-Kakao

Gönnen Sie sich und Ihren Liebsten eine Auszeit in der kalten Jahreszeit. Der wärmende Duft von Zimt, kombiniert mit der sanften Pflege von Bio-Kakao und ätherischen Ölen, umhüllt Sie und lässt den Stress des Alltags abfallen. Diese Special-Edition-Seife ist das ideale Geschenk und perfekt für die Entspannung von Körper und Geist.

www.avocadostore.de
100 g für 8,95 €

Winterliches Gesichtsöl Vanille-Limette

Dieses Gesichtsöl kombiniert pflegende Eigenschaften mit einem vitalisierenden Duft. Erlesene Pflanzenöle werden mit Auszügen aus Kamille vereint, um die Haut zu nähren und mit Feuchtigkeit zu versorgen. Das besondere Highlight ist die festliche Verpackung, die das Gesichtsöl zum idealen Geschenk in der Weihnachtszeit macht.

www.ecco-verde.de
50 ml für 19,99 €

Alle Produkte sind ebenfalls auf www.nicama.de erhältlich.

Bildcredits NICAMA GmbH

Quelle NICAMA GmbH

Naturally Naughty: Sexual Wellness in Die Höhle der Löwen

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Naturally Naughty: Die Höhle der Löwen & Sexual Wellness. Ingwer Sörensen präsentiert mit „Naturally Naughty“ Ingwerbasierte Produkte für mehr Sinnlichkeit. Er erhofft sich ein Investment von 75.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile. Micaela Schäfer unterstützt ihn bei dem Pitch. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Naturally Naughty verbindet natürliche Inhaltsstoffe mit Sexual Wellness und wird am 7. September 2026 bei Die Höhle der Löwen pitchen.

Wie ist die Idee entstanden, wer steht hinter Naturally Naughty und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?

Ingwer Soerensen und ich (Ina Neumann) kennen uns seit der Schulzeit – entsprechend direkt war auch unser erstes Gespräch über Naturally Naughty. Ingwer hat die gleichnamige Knolle schon immer geliebt und irgendwann entdeckt, dass sie nicht nur in der Küche spannende Anwendungsmöglichkeiten bietet. Aus dieser Neugier entstand die erste Produktidee. Ich sah sofort das Potenzial, daraus eine moderne Sexual-Wellness-Marke zu entwickeln, und stieg gemeinsam mit Steffen Schwab und unserer Business-Development-Agentur not yet normal in Strategie, Geschäftsmodell und Markteinführung ein. So wurde aus einer Idee unter alten Schulfreunden eine gemeinsame Gründung.

In welcher Branche seid ihr tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell eures Startups aus?

Wir sind im Sexual-Wellness-Markt aktiv, der 2026 weltweit auf rund 46,5 Milliarden US Dollar geschätzt wird und in dem es in den USA bereits sehr wertvolle Brands gibt. Die Kategorie entwickelt sich derzeit aus der Nische zum selbstverständlichen Teil im Leben der Menschen. Wir verkaufen direkt über unseren Onlineshop und schrittweise über den Handel. Unser Produktversprechen – rein natürliche Inhaltsstoffe mit spürbarem Effekt – lässt sich auf ein sehr breites Portfolio ausbauen.

Welches konkrete Problem löst ihr und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?

Viele klassische Intimprodukte sind klebrig, riechen künstlich oder sehen aus, als wären sie aus den Neunzigerjahren. Gleichzeitig bleiben vermeintlich natürliche Alternativen beim Effekt häufig sehr zurückhaltend. Naturally Naughty verbindet beides: eine reduzierte, natürliche Rezeptur und eine tatsächlich spürbare Wirkung. Und das mit einem Auftritt, den man nicht in der Nachttischschublade verstecken muss.

Warum habt ihr euch für die Teilnahme an Die Höhle der Löwen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Naturally Naughty ist in der Kink- und sexpositiven Szene gewachsen und dort bereits etabliert. Der nächste Schritt führt in die Mitte der Gesellschaft – und dafür gibt es kaum eine bessere Bühne als „Die Höhle der Löwen“. Wer vom Szeneshop ins Drogerieregal möchte, kann sehr dankbar sein, diese Bühne zu nutzen.

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe bei Die Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?

Ehrlich gesagt hatten wir zwei. Ralf Dümmel weiß wie kaum ein anderer, wie man aus einem guten Produkt einen Handelserfolg macht. Dazu kommt eine norddeutsche Direktheit, die kulturell sehr gut zu uns passt. Judith Williams wiederum hat die Kosmetikbranche mit neuen Vertriebswegen, starker Inszenierung und viel Kundennähe verändert. Sie versteht vermutlich direkt, warum Naturally Naughty optisch eher ins Beauty-Regal als in die Schmuddelecke gehört.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren bei Die Höhle der Löwen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?

Vor allem Reichweite, Vertrauen und Türen, die sich zum Handel öffnen. Sexual Wellness lässt sich auf vielen Plattformen bis heute nicht einfach mit Mediabudget bewerben. Umso wertvoller ist Aufmerksamkeit, die das Thema normalisiert und Menschen erreicht, die uns bislang noch nicht kannten. Kapital beschleunigt – Sichtbarkeit verändert eine Kategorie.

Welche nächsten Schritte sind nach eurem Auftritt bei Die Höhle der Löwen geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen von Naturally Naughty?

Mit Micaela Schäfer beginnt für uns die nächste Wachstumsphase. Sie wird Naturally Naughty als Testimonial im E-Commerce, am Point of Sale und auf Creator-Plattformen sichtbar machen. Die augenzwinkernde Rolle als „Chief Orgasmus Officer“ steht dabei vor allem für Kundenzentrierung: Was wünschen sich Frauen, wie sprechen wir neue Zielgruppen an und welche Produkte fehlen noch? Parallel bauen wir die Präsenz im Handel und das Portfolio weiter aus.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg als besonders wertvoll erwiesen?

Produkt, Marke und Vertrieb darf man nicht nacheinander denken. Wir haben deshalb früh Apotheker, Sexual-Wellness-Expertinnen, Designer, E-Commerce-Spezialisten und Handelspartner eingebunden. Aus meiner Arbeit mit not yet normal weiß ich: Für jede Wachstumsphase braucht es die passende Kombination von Menschen – nicht zwingend das größte Team. Unterschiedliche Fachgebiete, Geschlechter und Lebensrealitäten sind gerade bei Sexual Wellness keine Kür, sondern Produktkompetenz.

Naturally Naughty: Die Höhle der Löwen & Sexual Wellness
Ina Neumann

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen leiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Groß denken, klein anfangen und schnell herausfinden, was wirklich trägt. Unser früherer StartupValley-Tipp von Ingwer Soerensen gilt noch immer: auf den Bauch hören, die Beine in die Hand nehmen und genug Sitzfleisch mitbringen. Eine große Vision ist wichtig – aber am Montagmorgen braucht sie einen konkreten nächsten Schritt.

Was unterscheidet euer Produkt im Supermarktregal oder im Online-Shop optisch und inhaltlich von der Konkurrenz?

Optisch nutzt Naturally Naughty die Codes hochwertiger Kosmetik statt klassischer Erotikprodukte: reduziert, modern und im Regal sofort verständlich. Inhaltlich steckt der Unterschied bereits im Namen: „Naturally“ steht für wenige, rein natürliche Zutaten, „Naughty“ für den spürbar wärmenden und prickelnden Effekt. Diese Verbindung aus Clean Label, hochwertigem Design und echter Wirkung hebt uns von der Konkurrenz ab.

Wie bereitet ihr eure Lieferkette und euren Online-Shop auf den enormen Nachfrage-Ansturm am Abend der Ausstrahlung von Die Höhle der Löwen vor?

Wir planen den Peak, statt nur auf ihn zu hoffen. Mit Unterstützung unserer Investoren Mathias Muther und Christian Jäger haben wir Ware vorproduziert, arbeiten mit einem skalierbaren Fulfillment-Center und haben den Shop auf hohe Zugriffszahlen vorbereitet. Danach beginnt die eigentliche Arbeit: Mit Performance Marketing und gezielter Kundenansprache machen wir aus einem großen Fernsehabend möglichst viele langfristige Kundenbeziehungen.

Sehen Sie Naturally Naughty am 07. September 2026 in der Höhle der Löwen

Bild Ingwer Sörensen präsentiert mit Naturally Naughty Ingwerbasierte Produkte für mehr Sinnlichkeit. Er erhofft sich ein Investment von 75.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile. Micaela Schäfer unterstützt ihn bei dem Pitch.  Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Ina Neumann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

NeuralTrust: Wie das Startup Unternehmen vor den Risiken autonomer KI-Agenten schützt

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NeuralTrust: KI-Agenten sicher einsetzen Bild Founder v.l.nr. Victor Garcia, Joan Vendrell und Alejandro Domingo Salvador Bildcredits NeuralTrust

NeuralTrust entwickelt eine Plattform für die Absicherung von KI-Agenten und unterstützt Unternehmen dabei, Sicherheit, Transparenz und Kontrolle beim Einsatz künstlicher Intelligenz zu gewährleisten

Wie entstand die Idee zu NeuralTrust, und welches Problem im Bereich KI-Sicherheit wollten Sie von Anfang an lösen?

Die Veröffentlichung von ChatGPT war ein Wendepunkt. Wie alle anderen haben auch wir das enorme Potenzial erkannt. Aber wir haben auch etwas gesehen, worüber die meisten Menschen noch nicht gesprochen haben. Die Mensch-Computer-Interaktion veränderte sich grundlegend. Natürliche Sprache wurde zur neuen Schnittstelle, und dieser Wandel schuf eine völlig neue Angriffsfläche, für deren Bewältigung bestehende Tools nicht ausgerüstet waren. Herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen waren auf strukturierte Eingaben, bekannte Protokolle und deterministisches Verhalten ausgelegt. Natürliche Sprache ist nichts davon. Niemand baute die Infrastruktur auf, um diese neue Welt zu sichern. Das ist das Problem, das wir lösen wollten: Unternehmen vollständige Transparenz, Sicherheit und Kontrolle über ihre KI-Nutzung zu geben.

Wie würden Sie NeuralTrust jemandem erklären, der sich bisher nur wenig mit KI-Sicherheit beschäftigt hat?

Mitarbeiter in allen Abteilungen nutzen KI-Tools und -Agenten, die autonom in ihrem Namen handeln: E-Mails lesen, Datenbanken abfragen, Entscheidungen treffen. Die meisten Unternehmen haben keine Ahnung, was diese Agenten tun, auf welche Daten sie zugreifen oder ob sie manipuliert werden können. NeuralTrust ist die Plattform, die diese Lücke schließt.

Mit welcher Vision wurde NeuralTrust gegründet, und welche Rolle möchten Sie künftig im KI-Ökosystem einnehmen?

Jedes Unternehmen, das KI einsetzt, sollte dies sicher und mit vollem Vertrauen tun können. Nicht, indem die Einführung verlangsamt wird, sondern indem Sicherheit zu einem selbstverständlichen Bestandteil der Entwicklung und des Betriebs von KI wird. KI wird ebenso grundlegend sein wie die Cloud oder das Internet, und genau wie diese Veränderungen neue Kategorien der Sicherheit geschaffen haben, wird dies auch hier der Fall sein. Wir möchten, dass NeuralTrust die Vertrauensschicht ist, über die jeder KI-Einsatz läuft.

Warum wird das Thema Sicherheit bei generativer KI und KI-Agenten aus Ihrer Sicht immer wichtiger?

Weil die Risiken rapide zunehmen. Frühe Anwendungsfälle der KI beschränkten sich meist auf Frage-Antwort-Systeme. Die Risikofläche war begrenzt. KI-Agenten sind jedoch eine ganz andere Kategorie. Sie ergreifen Maßnahmen, agieren autonom, verbinden sich mit internen Systemen und verarbeiten sensible Daten. Wenn etwas schiefgeht, ist das nicht nur eine falsche Antwort. Es kann zu einer Datenpanne, einem Compliance-Verstoß oder einem aus dem Ruder laufenden Geschäftsprozess kommen, ohne dass es jemand bemerkt. Und natürliche Sprache als Schnittstelle führt Angriffsvektoren ein, auf die herkömmliche Sicherheitstools keine Antwort haben. Man kann eine Eingabeaufforderung nicht hinter einer Firewall abschirmen. Man kann eine Unterhaltung nicht auf Signaturen scannen. Sicherheit ist in dieser Welt kein Luxus, sondern unverzichtbar.

An welche Unternehmen richtet sich NeuralTrust besonders, und welche Anforderungen stehen dabei im Mittelpunkt?

Wir konzentrieren uns auf große Unternehmen in stark regulierten Branchen: Banken, Versicherungsgesellschaften, Energieversorger, Fluggesellschaften. Sie zeigen keinerlei Toleranz gegenüber den Risiken, die eine unkontrollierte KI mit sich bringen kann, gehören aber gleichzeitig zu den eifrigsten Anwendern von KI, da die Vorteile zu bedeutend sind, um sie zu ignorieren. Genau in diesem Spannungsfeld sind wir zu Hause. Am wichtigsten sind für sie Transparenz, Compliance und Kontrolle. Sie müssen jederzeit wissen, was ihre KI-Systeme tun, dies gegenüber den Aufsichtsbehörden nachweisen können und in der Lage sein, einzugreifen, wenn etwas schiefgeht.

Welche Herausforderungen beobachten Sie bei Unternehmen, die KI-Anwendungen produktiv einsetzen möchten?

Das häufigste Missverständnis ist, dass die Herausforderung erst dann beginnt, wenn ein Unternehmen beschließt, KI einzusetzen. In Wirklichkeit ist KI zu diesem Zeitpunkt bereits überall im Unternehmen präsent. Die Mitarbeiter nutzen sie bereits seit Monaten – ohne Genehmigung, ohne Wissen der IT-Abteilung und ohne jegliche Sicherheitsüberprüfung. Doch selbst wenn Unternehmen zu formellen Implementierungen übergehen, verschwinden die Herausforderungen nicht, sondern verlagern sich lediglich. Wie lassen sich KI-Agenten sicher in bestehende Systeme integrieren? Wie stellt man ein konsistentes Verhalten innerhalb definierter Grenzen sicher? Wie gewährleistet man die Einhaltung von Vorschriften, ohne den angestrebten geschäftlichen Nutzen zu beeinträchtigen? Unternehmen, die diesen Prozess gut meistern, betrachten Sicherheit nicht als eine Hürde am Ende, sondern als etwas, das von Anfang an integriert ist.

NeuralTrust schützt KI-Systeme vor Risiken wie Datenlecks oder Prompt-Injection-Angriffen. Welche Bedrohungen werden aktuell noch unterschätzt?

Indirekte Prompt-Injection. Die meisten Menschen stellen sich Prompt-Injection so vor, dass ein Nutzer eine böswillige Anweisung in eine Chat-Oberfläche eingibt. Die gefährlichere Variante verbirgt sich jedoch in Daten, die der Agent während des normalen Betriebs liest: eine Webseite, die er aufruft, eine E-Mail im Posteingang, ein Kommentar im CRM, ein Dokument, das er zusammenfassen soll. Der Agent verarbeitet diese Inhalte und führt unwissentlich die Anweisungen des Angreifers aus. Ein Agent mit Zugriff auf E-Mails, Kalender und internen Tools kann durch eine einzige bösartige E-Mail vollständig gekapert werden. Kombiniert man dies mit der Autonomie, über die moderne Agenten verfügen, können die Folgen schwerwiegend sein.

Was unterscheidet NeuralTrust von anderen Anbietern im Bereich Cybersecurity und KI-Sicherheit?

Die meisten Cybersicherheitsanbieter passen bestehende Tools an eine Welt an, für die sie ursprünglich nicht konzipiert wurden. Das funktioniert bis zu einem gewissen Grad, geht aber nicht auf den Kern des Problems ein. NeuralTrust wurde von Anfang an auf der Prämisse aufgebaut, dass natürliche Sprache die neue Angriffsfläche und Agenten die neue Perimeterverteidigung sind. Das zweite Unterscheidungsmerkmal ist Breite ohne Fragmentierung. Unsere Kunden können es sich nicht leisten, fünf Anbieter miteinander zu kombinieren, um eine einzige KI-Implementierung zu sichern. Wir decken den gesamten Lebenszyklus ab: Sicherheitsstatus, Laufzeitschutz und Red-Teaming – alles auf einer einzigen Plattform. Und drittens: Wir wurden in Europa gegründet. Wir verstehen, was Compliance in der Praxis für eine Bank oder einen Versicherer bedeutet, und bieten private, luftisolierte Implementierungen für Unternehmen an, die dies benötigen.

Wie gelingt der Spagat zwischen hohen Sicherheitsanforderungen und einer möglichst einfachen Nutzung von KI-Systemen?

Gute Sicherheit sollte für den Endnutzer weitgehend unsichtbar sein. Die Kontrollen, die Überwachung, die Durchsetzung von Richtlinien: All das sollte im Hintergrund ablaufen, ohne dass jemand seine Arbeitsweise ändern muss. Die Last liegt bei der Plattform, nicht beim Nutzer. Sicherheit sollte die Einführung von KI ermöglichen, nicht behindern.

Welche Rolle spielen Compliance und regulatorische Vorgaben bei der Weiterentwicklung Ihrer Plattform?

KI-Agenten verarbeiten äußerst sensible Daten: das kritische Wissen eines Unternehmens, seine internen Systeme und die Informationen seiner Kunden. Die darüber liegende Sicherheitsplattform darf keine Blackbox sein, über die der Kunde keine Kontrolle hat. Deshalb bieten wir mehrere Bereitstellungsoptionen an, darunter auch die vollständige On-Premise-Bereitstellung. Darüber hinaus verlangen die Aufsichtsbehörden zunehmend von Unternehmen, dass sie einen vollständigen Überblick über ihren Agentenbestand führen: welche Agenten laufen, auf was sie zugreifen und wie sie sich verhalten. Genau dieses Problem löst NeuralTrust.

Wie wird sich die Sicherheit von KI-Agenten in den kommenden Jahren verändern, und wie bereitet sich NeuralTrust darauf vor?

Die Schnittstelle, über die Menschen mit KI interagieren, verändert sich ständig, und mit jeder Veränderung vergrößert sich der Bereich, der gesichert werden muss. Es begann im Internet, verlagerte sich dann auf den Desktop, und mittlerweile ist KI in die Tools integriert, die Menschen täglich nutzen: Slack, E-Mail, CRMs. KI-Agenten sind nicht mehr auf eine spezielle Schnittstelle beschränkt. Sie sind überall, und die Sicherheit muss ihnen dorthin folgen. Eine Plattform, die nur einen Bereich abdeckt, wird immer unvollständig sein. Genau dafür entwickeln wir unsere Lösung.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die innovative Technologien in einem schnell wachsenden Markt entwickeln?

Erstens: Holt die Zustimmung eurer Kunden ein, bevor ihr etwas entwickelt. Das Wertversprechen, das Verkaufsargument, die Preisgestaltung – testet alles auf Herz und Nieren, bevor ihre euch festlegt.

Zweitens: ICP und GTM-Strategie müssen schnell eingegrenzt werden. Ihr könnt nicht gleichzeitig Großunternehmen, KMUs und Prosumer bedienen, und ihr könnt nicht gleichzeitig verkaufs- und produktorientierte Strategien verfolgen. Entscheidet euch.

Drittens: Seid ehrgeizig, mutig und schnell. Das richtige Markt-Timing ist genauso entscheidend wie die Umsetzung.

Bild Founder v.l.nr. Victor Garcia, Joan Vendrell und Alejandro Domingo Salvador Bildcredits NeuralTrust

Wir bedanken uns bei Joan Vendrell für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: NeuralTrust

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Kontakt:

NeuralTrust, S.L.
Llacuna 161
08018 Barcelona
Spain

https://neuraltrust.ai
Agent Security
rodrigo.fernandez@neuraltrust.ai

Ansprechpartner: Rodrigo Fernandez

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DPP-Flash: Wie die KI-Plattform Unternehmen beim digitalen Produktpass hilft

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DPP-Flash: Unternehmen und digitalen Produktpass verbinden

DPP-Flash unterstützt Unternehmen dabei, den digitalen Produktpass mithilfe einer automatisierten Softwarelösung einfacher und schneller umzusetzen

Können Sie DPP-Flash kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für die Plattform entstanden ist?

DPP-Flash ist eine B2B-Softwareplattform, die mittelständischen Unternehmen die Umsetzung des digitalen Produktpasses so einfach wie möglich macht. Die Idee entstand, als Mitgründer Julian Gräfen auf die anstehenden EU-Regulierungen aufmerksam wurde und das enorme Problem erkannte, vor dem der Mittelstand bald stehen würde. Er suchte nach einem passenden Co-Founder, wir haben uns kurzgeschlossen und schnell realisiert, welches Potenzial in der automatisierten Lösung steckt. Aus dieser gemeinsamen Vision ist DPP-Flash entstanden.

Wer steht hinter DPP-Flash, und welche Erfahrungen bringen Sie als Gründerteam in das Unternehmen ein?

Hinter DPP-Flash stehen Julian Gräfen und Nico Bergstreiser. Julian ist als operativer Kopf für den Aufbau und die technische Infrastruktur der Plattform verantwortlich. Nico deckt als Co-Founder die Bereiche Marketing und Vertrieb ab. Durch diese Aufteilung verbinden wir technische Produktentwicklung mit einer zielgerichteten Go-to-Market-Strategie, um den Mittelstand direkt anzusprechen.

Ab 2027 wird der Digitale Produktpass für Unternehmen zunehmend relevant. Welche Herausforderungen entstehen dadurch insbesondere für den Mittelstand?

Große Konzerne haben ganze Abteilungen und enorme IT-Budgets, um Transparenzpflichten umzusetzen. Der Mittelstand steht hingegen vor einer riesigen bürokratischen und vor allem technischen Hürde. Es fehlen oft die Ressourcen, um Daten manuell aus hunderten Dokumenten zusammenzusuchen, Lieferanten nachzutelefonieren und komplexe Compliance-Vorgaben einzuhalten. Ohne spezialisierte Software droht hier ein enormer Zeit- und Kostenaufwand.

Viele mittelständische Unternehmen verfügen nicht über die notwendige eigene IT-Infrastruktur. Wie setzt DPP-Flash genau an diesem Punkt an?

Unternehmen brauchen für DPP-Flash keine eigene, komplexe IT-Infrastruktur und müssen keine teuren IT-Projekte finanzieren. Wir wollen den digitalen Produktpass für jedes Unternehmen zugänglich machen – ganz ohne hohe Investitionskosten oder langwierige Integrationen. Unsere Plattform funktioniert out-of-the-box und ist sofort einsatzbereit.

Ihre Software nutzt KI, um relevante Produktinformationen aus vorhandenen Dokumenten zu extrahieren. Wie verändert das den bisherigen Aufwand für Unternehmen?

Der Aufwand schrumpft von Stunden auf wenige Sekunden. Unsere KI liest unstrukturierte Daten aus PDFs, Datenblättern oder Zertifikaten automatisch aus und bringt sie in das geforderte Format. Der Clou dabei: Fehlen wichtige Dokumente, kontaktiert die KI auf Wunsch sogar automatisiert die Lieferanten und fordert die Unterlagen nach. Erst wenn alles vollständig vorliegt, wird der Pass anschließend generiert. Das nimmt den Teams in den Unternehmen extrem viel manuelle Arbeit ab.

DPP-Flash verspricht eine einfache und rechtssichere Umsetzung. Wie schaffen Sie es, komplexe regulatorische Anforderungen möglichst unkompliziert abzubilden?

Wir machen die juristischen und technischen Anforderungen der EU im Hintergrund einfach verständlich und übersetzen sie in eine benutzerfreundliche Oberfläche. Der Kunde muss sich nicht mit einzelnen Paragrafen oder komplizierten Datenformaten beschäftigen, sondern wird Schritt für Schritt durch den Prozess geführt. Dabei stellt die Plattform sicher, dass alle relevanten Vorgaben eingehalten werden, ohne den Nutzer mit unnötigem Fachjargon zu überfordern.

Der Digitale Produktpass wird zunächst häufig als zusätzliche Pflicht wahrgenommen. Wie kann daraus für Unternehmen ein Wettbewerbsvorteil entstehen?

Wer frühzeitig volle Transparenz über seine Lieferketten und Materialien bieten kann, baut Vertrauen bei Kunden und Geschäftspartnern auf. Mittelständler, die ihren digitalen Produktpass sauber und schnell bereitstellen, zeigen Innovationskraft und Nachhaltigkeit. Aus einer reinen Pflichtaufgabe wird so ein echtes Qualitätsmerkmal im Vertrieb.

Regulatorische Vorgaben können sich verändern und weiterentwickeln. Welche Herausforderung bedeutet das für den Aufbau Ihrer Plattform?

Für uns bedeutet das, dass wir die Infrastruktur von DPP-Flash von Anfang an extrem modular und flexibel gestalten müssen. Neue Richtlinien oder erweiterte Datenfelder der EU lassen sich zentral in unserer Software aktualisieren, sodass die Pässe unserer Kunden automatisch auf dem neuesten Stand bleiben, ohne dass diese selbst aktiv werden müssen.

Transparenz und Nachhaltigkeit werden für Hersteller zunehmend wichtiger. Welche zusätzlichen Möglichkeiten entstehen durch strukturierte Produktdaten?

Strukturierte Daten schaffen Klarheit im eigenen Betrieb. Unternehmen erkennen zum ersten Mal auf einen Blick, wo Schwachstellen in der Lieferkette liegen oder welche Materialien optimiert werden können. Das erleichtert nicht nur die Kreislaufwirtschaft, sondern spart langfristig auch Eindeckungs- und Materialkosten.

Was unterscheidet DPP-Flash von anderen Lösungen rund um Digitale Produktpässe?

Uns unterscheidet vor allem das unkomplizierte Setup, die schnelle Geschwindigkeit und die Automatisierung durch KI. Während andere Lösungen oft komplexe enterprise-level Softwareprojekte erfordern, erstellen wir digitale Produktpässe in Sekunden statt Stunden. Unser Fokus liegt zu 100 % auf der Praxistauglichkeit für den Mittelstand – erschwinglich, schnell und ohne IT-Hürden.

Welche Vision verfolgen Sie mit DPP-Flash, und wie möchten Sie die Plattform in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Unsere Vision ist es, bis 2027 zur führenden B2B-Datenplattform und zum führenden Anbieter für digitale Produktpässe im DACH-Raum und anschließend in der gesamten EU zu werden. Wir wollen der Standard sein, auf den KMUs vertrauen, wenn es um produktbezogene Transparenz und Compliance geht.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die aus neuen regulatorischen Anforderungen ein Geschäftsmodell entwickeln möchten?

Erstens: Das echte Problem verstehen. Hört den Betroffenen genau zu und findet heraus, wo der größte Schmerz bei der Umsetzung der Regulierung liegt.

Zweitens: Einfachheit. Baut keine überladene Software, sondern eine Lösung, die dem Kunden die Komplexität der Gesetze mit wenigen Klicks komplett abnimmt.

Drittens: Geschwindigkeit vor Perfektionismus. Regulierungen haben strenge Deadline-Vorgaben – wer früh am Markt ist und eine funktionierende Lösung bietet, sichert sich entscheidende Wettbewerbsvorteile.

Fotocredits: privat

Wir bedanken uns bei Nico Bergstreiser für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Zeit AI erhält 5 Millionen Euro für die intelligente Daten-Schaltzentrale

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Daten: Zeit AI setzt auf Palantir-Erfahrung

Zeit AI erhält 5 Millionen für die intelligente Schaltzentrale der europäischen Wirtschaft

Y Combinator, der Oxford Seed Fund und Hasso Plattner VC, der Fonds des SAP-Gründers, investieren in das Münchner Datenunternehmen Zeit AI

Das Münchner Unternehmen Zeit AI hat eine Finanzierungsrunde über 5M abgeschlossen. Zeit AI wurde 2024 von den ehemaligen Palantir-Managern Leopold von Waldthausen und Marvin Bornstein gegründet und machte schon im ersten Jahr einen siebenstelligen Umsatz, mit nur sechs Mitarbeitern. An der Runde beteiligen sich Y Combinator, der Seed Fund der Universität Oxford, der Sequoia Capital Scout Fund, ACE Ventures sowie Hasso Plattner VC, der Investmentfonds des SAP-Gründers. Als Business Angels sind unter anderem der ehemalige Bundesfinanzminister Christian Lindner, Weltmeister Mario Götze, Meta-Verwaltungsrat Charlie Songhurst, Martin Schoeller (Schoeller Group) und Helsing-CTO Robert Fink dabei.

ZeitMind automatisiert Analysen und Anwendungen

Europäische Unternehmen haben viele Daten, können sie aber nicht voll nutzen. Alles, was das ERP oder Controlling-System nicht abbildet, landet in Excel: Workarounds, die schnell zehn Arbeitstage im Monat kosten und nie verschwinden. Mit ZeitMind beschreibt ein Controller, was er braucht, und das Agentensystem liefert eine Automatisierung, Analyse oder vollständige Applikation noch am selben Nachmittag.

„Europas Industrie darf ihre wichtigsten Entscheidungen nicht von außereuropäischer Software abhängig machen. Zeit AI gehört zu den wenigen Unternehmen, die souveräne Infrastruktur zum Standard machen und nicht zum Kompromiss“, sagt Jens Schmidt-Sceery, Partner bei Hasso Plattner VC.

Erfahrung aus Palantir fließt in Zeit AI ein

Die schwierigsten Datenprobleme der Industrie zu lösen, lernten die Gründer bei Palantir. Leopold von Waldthausen verantwortete das Bestandsgeschäft in der DACH-Region. Marvin Bornstein leitete das Engineering-Team, das die ersten produktiven KI-Anwendungen umsetzte. Aus diesen Anwendungen entstand später Palantirs KI-Plattform “AIP”. Gemeinsam erwirtschafteten sie mehr als 50 Millionen Euro an neuem Projektumsatz.

Heute besteht das Zeit AI Team aus zwölf Personen, darunter Engineering Manager und Senior Consultants, die ihre Stellen bei Palantir, BCG und McKinsey aufgegeben haben um Teil davon zu sein.

Kunden aus Industrie, Logistik und Luftfahrt

Zu den Kunden zählen der Technologiekonzern Kolbenschmidt, der Landmaschinenhersteller Horsch, das Familienunternehmen Allgaier Agrarhandel, das Logistikunternehmen Wahl & Co, die Münchner Beratung Stern Stewart & Co sowie das luxemburgische Luftfahrtunternehmen Jetfly Aviation.

„Ich habe mein Geschäft lange nach Bauchgefühl geführt. Heute habe ich präzise Analysen, pünktlich und auf den Punkt. Das war früher undenkbar, und zehn Leute dafür einstellen kann ich nicht“, sagt Karl Allgaier, Geschäftsführer von Allgaier Agrarhandel.

„Zeit AI schafft in kritischen Bereichen enorm effektiv Klarheit und unterstützt uns dabei, präzise Entscheidungen zu treffen“, sagt Claus von Heydebreck, Präsident von Kolbenschmidt Pistons Brazil.

„Wir haben heute mehr Flugzeuge für unsere Flüge verfügbar als je zuvor“, sagt Maxime Bouchard, Geschäftsführer von Jetfly Aviation.

Neues Kapital fließt in Vertrieb und Engineering

Zeit AI hat gezeigt, dass es die schwierigen Datenprobleme seiner Kunden lösen kann. Das neue Kapital fließt in die Skalierung des Vertriebs und in die Ingenieure, die den Agenten bei Kunden zum Einsatz bringen. Gelingt der Plan, wird künftig keine wichtige Geschäftsentscheidung mehr ohne ZeitMind getroffen.

Bild: Teambild Credits Zeit AI GmbH

Quelle Zeit AI GmbH

Akka.app lanciert KI-Assistent Daniel für Private Markets

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Daniel: KI-Assistent für Private-Market-Investments Thomas Rebaud akka

FinTech-Startup Akka.app startet „Daniel“: KI-Assistent erklärt Private-Market-Investments für Anleger:innen

Daniel beantwortet für jedes aktuelle Investmentangebot Fragen zu Bewertungen, Benchmarks und Deal-Konditionen und sorgt damit für mehr Transparenz.

Berlin / Paris: 3. September 2026: Das französische Fintech-Startup Akka.app ist seit 2026 auch in Deutschland und Österreich aktiv. Mit Daniel führt es den ersten KI-Assistenten für Private-Market-Investments ein. Über die mobile App erhalten Privatanleger:innen direkten Zugang zu kuratierten Beteiligungen an privaten Technologieunternehmen. Daniel beantwortet ihre Fragen zu jedem Startup- oder Pre-IPO-Deal – wie etwa zu Bewertungen, Multiples, Benchmarks oder zur Technologie des Unternehmens. Die verständlichen Antworten stehen innerhalb weniger Sekunden bereit.

„Der Zugang war lange die größte Hürde bei Private-Market-Investments. Ist diese überwunden, folgt die nächste: wirklich zu verstehen, was man vor sich hat“, sagt Thomas Rebaud, CEO von Akka. „Daniel ist wie ein Analyst in der Hosentasche. Er erklärt jeden Deal von Grund auf und hilft Anlegerinnen, ihn vor einer Investitionsentscheidung fundiert zu verstehen.“*

KI-Assistent ordnet Chancen und Risiken ein

Daniel beantwortet nicht nur Fragen. Der KI-Assistent zeigt auch, wie sich ein Deal einordnen lässt, und stellt Chancen und Risiken gegenüber. So können Einsteigerinnen ebenso gut informiert sein wie erfahrene Investorinnen. Bislang hielt vor allem der fehlende Zugang Private Markets exklusiv. Seit zwei Jahren baut Akka diese Hürde ab. Das Fintech wählt Investmentmöglichkeiten aus, strukturiert die Beteiligungen und übernimmt die operative Abwicklung. Daniel ergänzt diesen Zugang nun um verständliche Einordnung und Investmentwissen.

Akka-Mitglieder haben in mehr als 30 Unternehmen investiert

Akka-Mitglieder haben bereits in mehr als 30 Unternehmen investiert, darunter Anthropic, Perplexity und Aalo Atomics. Bei Anthropic wurde kürzlich ein Exit mit einem Netto-Multiple von 4,0x erzielt.

Bildcredits Akka Europe

Quelle TIVAA Communications

„Ein Führungsproblem, kein Generationenproblem“: Zenjobs Gen-Z-Studie räumt mit dem Klischee auf

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Gen Z: KI verändert die Erwartungen an Arbeitgeber

58 % der Gen Z haben sich bei der Arbeit schon einmal ausgenutzt oder schlecht behandelt gefühlt, 30 % davon mehrfach

  • Ehrliche Kommunikation liegt in der Prioritätenliste vor Flexibilität, Jobsicherheit und Anerkennung
  • 88 % nutzen KI-Tools wöchentlich oder häufiger, gelernt haben den Umgang damit die meisten selbst

Homeoffice, Vier-Tage-Woche, Sinnhaftigkeit: Wer über Gen Z am Arbeitsplatz spricht, landet meistens bei denselben drei Stichworten. Die neue Gen-Z-Studie 2026 der Berliner Flex-Staffing-Plattform Zenjob zeichnet ein anderes Bild. Für die Erhebung wurden im April über 1200 aktive Zenjobber:innen aus allen Städten befragt, was ihnen am Arbeitsplatz wichtig ist, wie sie KI im Alltag nutzen und was sie mit Blick auf ihre Zukunft am meisten beunruhigt. Das Ergebnis ist unbequemer als der übliche Diskurs.

Gehalt vor Sinn, aber Ehrlichkeit dicht dahinter

Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen wettbewerbsfähiges Gehalt und Karrierechancen, wenig überraschend angesichts der Inflation und steigender Lebenshaltungskosten. Auf Platz drei folgt aber ehrliche Kommunikation, noch vor Work-Life-Balance (Platz 5) und deutlich vor Flexibilität und Remote-Arbeit (Platz 7). Sinnhaftigkeit landet auf Platz 9, Firmenevents sind das Schlusslicht.

Gen Z will also nicht in erster Linie flexibel arbeiten. Sie will fair bezahlt und wie ein Erwachsener behandelt werden.

Fast 6 von 10 fühlten sich schon ausgenutzt

Die unbequemste Zahl der Studie: 58 % der Befragten haben sich am Arbeitsplatz schon mindestens einmal ausgenutzt oder schlecht behandelt gefühlt, 30 % davon mehrfach. Gefragt nach der Art der Mistreatment, nennen 72 % fehlenden Respekt vom Management, deutlich vor Diskriminierung (34 %) und rein top-down organisierter Kommunikation (32 %).

Zenjob-CEO und Co-Founder Fritz Trott ordnet das ein: „Das ist ein Führungsproblem, kein Generationenproblem. Wer glaubt, diese Zahlen kämen daher, dass junge Menschen heute empfindlicher sind, hat nicht verstanden, was da eigentlich berichtet wird.“

Stress ist der Normalzustand

86 % der Befragten fühlen sich zumindest gelegentlich mental belastet, jede fünfte Person fast täglich. Entsprechend hoch ist der Anspruch an Arbeitgeber: 78 % sagen, dass psychische Gesundheitsunterstützung für sie wichtig ist. Wer das nur als Recruiting-Versprechen behandelt statt als echte Verpflichtung, wird den Unterschied merken, auch wenn er sich schwer beziffern lässt.

Gen Z kann KI, jetzt sind die Arbeitgeber dran

88 % der Befragten nutzen KI-Tools wöchentlich oder häufiger, vor allem zum Erklären komplexer Themen, zum Brainstorming und für Ideenfindung. 71 % fühlen sich für eine KI-geprägte Arbeitswelt bereit, allerdings vor allem, weil sie es sich selbst beigebracht haben. Universitäten und Arbeitgeber haben hier bislang kaum Führung übernommen.

Bei der Bewertung von KI zeigt sich ein pragmatischer Blick: 63 % sehen sie als Mischung aus Chance und wachsender Konkurrenz, nur 9 % als reine Bedrohung. Was sich die Befragten von Hochschulen und Arbeitgebern wünschen, ist deutlich konkreter als der übliche KI-Enthusiasmus: praxisnahe Workshops, klare Regeln, was erlaubt ist, und kostenlose Lizenzen für Premium-Tools.

Geld, nicht Weltpolitik, ist die größte Sorge

Was junge Menschen am meisten beunruhigt, wenn sie an ihre Zukunft denken, ist nicht in erster Linie KI oder globale Konflikte, sondern die eigene finanzielle Absicherung. 62 % nennen finanzielle Unsicherheit als größten Stressfaktor, deutlich vor anhaltenden Konflikten (42 %) und gesellschaftlicher Instabilität (40 %). Passend dazu geben 75 % an, ihre Einnahmen vor allem für Lebensmittel und Haushaltskosten auszugeben, 64 % für Miete und Studienkosten.

Nach dem Studium wollen 45 % in Deutschland bleiben. Wer auswandern will, nennt vor allem niedrigere Steuern, die politische Lage und eine bessere Work-Life-Balance als Gründe.

Was am Ende bleibt

„Diese Generation sucht keine Sonderbehandlung“, sagt Trott. „Sie sucht faire Bezahlung, echte Entwicklungsmöglichkeiten, respektvolle Führung und ehrliche Kommunikation. So war es eigentlich schon immer.“

Die vollständige Gen-Z-Studie 2026 geht unter anderem darauf ein, warum die klassische 5-Tage-Woche für viele junge Arbeitnehmer:innen ausgedient hat und welche Branchen sie trotz KI-Boom als besonders krisensicher einschätzen.

Quelle Bild und Text: Zenjob

sauberdropz in „Die Höhle der Löwen“: Neue Lösung für Trinkflaschen

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sauberdropz: Die Höhle der Löwen und Trinkflaschen Bild (v.li.) Andreas Berger und Fabian Berger, Gründer von sauberdropz aus A-Weiler Foto: RTL

sauberdropz will die Reinigung von Trinkflaschen einfacher machen und wird am 7. September 2026 in Die Höhle der Löwen pitchen.

Wie ist die Idee entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?

Die Idee zu sauberdropz entstand aus einem ganz alltäglichen Ärgernis und eigentlich nur für den Eigengebrauch. Andreas ist leidenschaftlicher Tüftler und hat sich immer wieder darüber geärgert, wie mühsam es ist, Trinkflaschen und Shaker gründlich zu reinigen, vor allem die engen Stellen und schwer zugänglichen Bereiche. Irgendwann kam dann der Gedanke: Das muss doch einfacher, schneller und vor allem ohne ständiges Schrubben funktionieren. Aus diesem Frust entstand die Vision für sauberdropz und erste Prototypen in der Garage. Im Kern treiben wir – Fabian und Andreas – das Startup gemeinsam voran. Gleichzeitig ist sauberdropz von Anfang an ein echtes Familienprojekt: Unsere gesamte Familie steht hinter uns, unterstützt uns und hält uns gerade in den intensiven Phasen den Rücken frei.

In welcher Branche seid ihr tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell eures Startups aus?

Wir sind in der Konsumgüter- und Hygienebranche, also im Fast-Moving Consumer Goods -Bereich, tätig. Mit sauberdropz bieten wir eine einfache und nachhaltige Lösung für ein Problem, das Millionen Menschen kennen: stinkende Trinkflaschen und Shaker. Unser sauberdropz ermöglicht eine schnelle Reinigung ohne aufwendiges Schrubben. Unser Geschäftsmodell basiert dabei auf mehreren starken Säulen. Wir verbinden unseren eigenen D2C-Onlineshop mit dem gezielten Ausbau unserer Präsenz im stationären Einzelhandel und wollen unsere Kunden dadurch sowohl online als auch direkt am Point of Sale erreichen. Gleichzeitig handelt es sich bei unserem Produkt um einen Verbrauchsartikel mit regelmäßigem Nachkaufpotenzial. Ergänzt wird das Ganze durch unsere Social-Media- und Viral-Marketing-Strategie, denn der sichtbare Vorher-Nachher-Effekt macht sauberdropz zu einem Produkt, das sich hervorragend über Social Media demonstrieren und verbreiten lässt.

Welches konkrete Problem löst ihr und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?

Trinkflaschen, Thermoskannen und Proteinshaker können sich im Alltag schnell zu echten Geruchs- und Hygieneproblemen entwickeln diese gehören regelmäßig gereinigt nicht erst wenn etwas sichtbar wird. Gerade in Ecken – Ja, wir wissen Flaschen haben keine Ecken – (lacht) und schwer zugänglichen Bereichen können sich Rückstände ansammeln, die mit normalem Spülen nur schwer zu entfernen sind. Die klassische Lösung ist meist die Bürste – und genau das wollten wir einfacher machen. sauberdropz schließt die Lücke zwischen mühsamem Handspülen und herkömmlichen Reinigungsmitteln. Unser Anspruch ist eine schnelle und unkomplizierte Reinigung: Wasser einfüllen, Tab dazugeben, kurz schütteln und fertig. Damit wollen wir hygienische Sauberkeit so einfach machen, dass sie sich problemlos in den Alltag integrieren lässt – zu Hause, im Fitnessstudio oder unterwegs.

Warum habt ihr euch für die Teilnahme an „Die Höhle der Löwen“ entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Wir haben uns aus zwei Hauptgründen für „Die Höhle der Löwen“ entschieden. Zum einen wollen wir unser Produkt vor erfahrenen Investoren präsentieren und ehrliches Feedback aus erster Hand bekommen. Für uns ist es unglaublich wertvoll, wenn Menschen mit jahrelanger Erfahrung im Aufbau von Marken und Unternehmen unser Produkt kritisch hinterfragen und auf sein Marktpotenzial prüfen. Zum anderen sehen wir in der Sendung eine enorme Chance für den Aufbau unserer Marke und insbesondere für den stationären Handel. Ein Produkt flächendeckend in Supermärkte, Drogerien und Sportgeschäfte zu bringen, erfordert nicht nur Kapital, sondern vor allem die richtigen Kontakte, Strukturen und Erfahrungen. Genau diese Kombination aus Kapital, Know-how und Netzwerk war für uns ein entscheidender Grund für die Teilnahme.

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe bei „Die Höhle der Löwen“ und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?

Ralf Dümmel wäre für uns auf jeden Fall ein sehr spannender Löwe. Seine Erfahrung im Konsumgüterbereich und besonders im stationären Handel passt sehr gut zu dem Weg, den wir uns für sauberdropz vorstellen. Gleichzeitig sind wir total gespannt, wie unser Produkt überhaupt bei den Löwen ankommt. Vielleicht begeistert sich Ralf dafür, vielleicht überrascht uns aber auch ein ganz anderer Löwe. Genau das macht den Gang in die Höhle für uns so aufregend.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren bei „Die Höhle der Löwen“ erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?

Neben dem Kapital ist für uns vor allem das Netzwerk und die operative Erfahrung des Investors entscheidend. Wir möchten sauberdropz möglichst schnell und professionell im stationären Handel etablieren und dabei von bestehenden Händlerkontakten und Vertriebsstrukturen profitieren. Gleichzeitig ist eine skalierbare Supply Chain für uns enorm wichtig, denn ein erfolgreicher TV-Auftritt kann innerhalb kürzester Zeit eine sehr hohe Nachfrage auslösen. Hier möchten wir auf professionelle Strukturen in Beschaffung, Warenwirtschaft, Logistik und Distribution zurückgreifen können. Darüber hinaus wünschen wir uns einen erfahrenen Sparringspartner, mit dem wir strategische Entscheidungen auf Augenhöhe diskutieren können – von Verpackungsdesign und Preisgestaltung über neue Produkt- und Nachfüllformate bis hin zur weiteren Internationalisierung.

Welche nächsten Schritte sind nach eurem Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Unser klarer Fokus liegt zunächst auf dem weiteren Ausbau in Deutschland und Österreich und das wir vermitteln können das die Flaschenreinigung eine Rutine sein sollte wie Duschen oder Zähneputzen. Wir wollen sauberdropz im stationären Einzelhandel etablieren und die Präsenz in Supermärkten, Drogerien und Sportgeschäften Schritt für Schritt ausbauen. Gleichzeitig möchten wir die zusätzliche Reichweite durch „Die Höhle der Löwen“ nutzen, um unseren D2C-Onlineshop und insbesondere unsere Social-Commerce-Aktivitäten weiter zu skalieren. Dabei geht es uns nicht nur um kurzfristiges Wachstum, sondern darum, eine langfristig starke Marke aufzubauen. Parallel arbeiten wir natürlich daran, unser Produktportfolio sinnvoll weiterzuentwickeln und zusätzliche Formate und Lösungen rund um die Reinigung von Trinkflaschen, Shakern und ähnlichen Produkten zu entwickeln.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg als besonders wertvoll erwiesen?

Eine der wichtigsten Erkenntnisse für uns ist, dass ein Produkt dann besonders stark ist, wenn es ein echtes Alltagsproblem schnell und verständlich löst. Genau das versuchen wir mit sauberdropz. Gleichzeitig haben wir gelernt, wie wichtig Fokus ist. Gerade als junges Unternehmen gibt es unzählige Möglichkeiten und Ideen, aber man kann nicht alles gleichzeitig umsetzen. Deshalb konzentrieren wir uns auf unser Kernprodukt und die Kanäle, in denen wir das größte Potenzial sehen. Eine weitere entscheidende Erfahrung ist für uns der Rückhalt als Team und als Familie. Eine Gründung bringt Höhen und Tiefen mit sich, und gerade in schwierigen Phasen ist es unglaublich wertvoll, Menschen an seiner Seite zu haben, die bedingungslos hinter der gemeinsamen Vision stehen.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen für andere Gründerinnen und Gründer ableiten?

Unser wichtigster Rat ist: Löst ein echtes Problem. Ein Produkt sollte nicht einfach nur „ganz nett“ sein, sondern idealerweise ein konkretes Problem lösen, das Menschen tatsächlich haben. Außerdem sollte man zu 100 Prozent hinter seiner Idee und seinem Produkt stehen. Gerade in der Gründungsphase wird es immer wieder Rückschläge und kritische Stimmen geben – deshalb braucht es die eigene Überzeugung und Leidenschaft, um dranzubleiben. Gleichzeitig sollte man sich mit den richtigen Menschen umgeben. Ein starkes Team, ein gutes Netzwerk und familiärer Rückhalt können in schwierigen Phasen entscheidend sein. Und zuletzt: Holt euch ehrliches Feedback. Kritik von erfahrenen Menschen kann manchmal unbequem sein, aber sie hilft dabei, Fehler früh zu erkennen und nicht unnötig Zeit und Ressourcen in die falsche Richtung zu investieren.

Was unterscheidet euer Produkt im Supermarktregal oder im Online-Shop optisch und inhaltlich von der Konkurrenz?

sauberdropz verbindet eine einfache Anwendung mit einem modernen Lifestyle-Ansatz. Unser Anspruch ist, Reinigung nicht wie ein klassisches Haushaltsprodukt wirken zu lassen, sondern als unkomplizierte Lösung für einen aktiven und modernen Alltag. Besonders unterscheidet uns die schnelle Anwendung: Statt langer Einwirkzeiten soll die Reinigung mit sauberdropz in kurzer Zeit erledigt sein. Gleichzeitig verzichten wir auf klassische Reinigungslösungen wie lose Edelstahlkugeln, die anschließend wieder eingesammelt, gereinigt und getrocknet werden müssen. Auch optisch setzen wir bewusst auf ein modernes und dynamisches Design, das sich eher an Sport, Fitness und Lifestyle orientiert als an klassischen Haushaltsreinigern. Dadurch wollen wir sowohl online als auch im Regal sofort Aufmerksamkeit erzeugen.

Wie bereitet ihr eure Lieferkette und euren Online-Shop auf den enormen Nachfrage-Ansturm am Abend der Ausstrahlung von „Die Höhle der Löwen“ vor?

Ein TV-Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ kann innerhalb kürzester Zeit eine enorme Nachfrage auslösen. Deshalb haben wir uns frühzeitig mit dem Thema Skalierung beschäftigt und setzen dabei auf professionelle Strukturen. Im Bereich Fulfillment und Logistik arbeiten wir mit erfahrenen Partnern zusammen, die uns dabei unterstützen, auch größere Bestellvolumen zuverlässig abzuwickeln. Auch technisch bereiten wir unseren Online-Shop auf deutlich höhere Zugriffszahlen vor und setzen auf eine leistungsfähige Cloud-Infrastruktur. Unser Ziel ist es, dass die Kunden den TV-Effekt nicht nur im Fernsehen erleben, sondern anschließend auch ein reibungsloses Einkaufserlebnis bekommen.

Sehen Sie sauberdropz am 07. September 2026 in der Höhle der Löwen

Bild (v.li.) Andreas Berger und Fabian Berger, Gründer von sauberdropz aus A-Weiler Foto: RTL

Wir bedanken uns bei Andreas und Fabian Berger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

LEVANA: Wie eine neue Plattform Beingesundheit und den Kompressionsstrumpf digitalisiert

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LEVANA: Beingesundheit und Kompressionsstrumpf digital Stefan Rascher

LEVANA will die Beingesundheit digital neu denken und Menschen rund um den Kompressionsstrumpf sowie bei Beschwerden im Alltag unterstützen

Können Sie LEVANA kurz vorstellen und erzählen, wie aus Ihrer persönlichen Erfahrung die Idee für die Plattform entstanden ist?

LEVANA ist der digitale Begleiter für gesunde Beine und für Menschen, die bereits unter schweren, müden oder geschwollenen Beinen sowie chronischen Beschwerden leiden.

Die Idee ist sehr persönlich entstanden.Ich habe mein ganzes Leben Erfahrungen rund um das Thema Beingesundheit sammeln dürfen, als Betroffener, als Patient und damit auch als jemand, der die verschiedenen Stationen unseres Gesundheitssystems aus eigener Perspektive kennt. Dabei habe ich erfahren, wie wichtig eine gute medizinische Versorgung ist. Gleichzeitig habe ich erlebt, wie viele Fragen im Alltag danach offenbleiben.

Heute möchte ich diese Erfahrungen zurückgeben und daraus etwas schaffen, das vielen Betroffenen hilft. Gleichzeitig bringe ich meine berufliche Erfahrung aus Management, Technologie und Digitalisierung ein. Mein Ziel ist es, nicht nur einen einzelnen Prozess zu verbessern, sondern das gesamte Thema Beingesundheit digital neu zu denken.

LEVANA soll Betroffene im Alltag begleiten und gleichzeitig Ärzte, Therapeuten, Sanitätshäuser, Hersteller und weitere Partner digital miteinander verbinden. Meine Vision ist eine Plattform, auf der erstmals alle relevanten Stakeholder rund um die Beingesundheit zusammenkommen.

Wer steht hinter LEVANA und der Health First GmbH, und welche Kompetenzen bringen Sie in den Aufbau des Unternehmens ein?

Hinter LEVANA steht die Health First GmbH mit einem interdisziplinären Team aus Technologie, Medizin, Therapie, Produktentwicklung und Unternehmertum.

Ich selbst bringe viele Jahre Management und Digitalisierungserfahrung mit und beschäftige mich gleichzeitig seit sehr langer Zeit aus persönlicher Perspektive mit dem Thema Beingesundheit. Diese Kombination ist für mich entscheidend. Wir betrachten LEVANA nicht ausschließlich als Gesundheitsprodukt und auch nicht ausschließlich als Technologieplattform.

Technologisch werden wir insbesondere durch unsere Kompetenz in den Bereichen Software und künstliche Intelligenz geprägt. Gleichzeitig arbeiten wir eng mit Ärzten, Therapeuten und medizinischen Experten zusammen. Gerade im Gesundheitsmarkt kann Innovation nur funktionieren, wenn medizinisches Wissen, Technologie und die tatsächlichen Bedürfnisse der Betroffenen zusammengeführt werden.

Schwere, müde oder geschwollene Beine betreffen viele Personen. Welche Versorgungslücke möchten Sie mit LEVANA konkret schließen?

Das zentrale Problem ist aus unserer Sicht die fehlende kontinuierliche Begleitung.

Betroffene haben einen Arzttermin, erhalten eine Diagnose, bekommen möglicherweise einen Kompressionsstrumpf oder eine Therapie und danach beginnt der Alltag. Genau dort entstehen die meisten Fragen: Was kann ich selbst tun? Wie viel Bewegung ist sinnvoll? Wie ziehe ich meinen Kompressionsstrumpf richtig an? Welche Rolle spielen Gewicht, Ernährung oder Regeneration? Wann sollte ich wieder zum Arzt?

Heute sind viele dieser Informationen auf unterschiedliche Ärzte, Therapeuten, Sanitätshäuser, Webseiten und Anwendungen verteilt.

LEVANA möchte diese Lücke zwischen den einzelnen Versorgungspunkten schließen. Wir wollen Menschen nicht nur punktuell, sondern kontinuierlich begleiten und ihnen helfen, ihre Beingesundheit aktiv selbst zu managen.

Ihre Plattform verbindet Bewegung, Ernährung, Psyche, Regeneration, Hilfsmittel sowie Alltag und Umfeld. Warum ist dieser ganzheitliche Ansatz für die Beingesundheit wichtig?

Weil Beingesundheit nicht isoliert betrachtet werden kann.

Ein Kompressionsstrumpf kann beispielsweise ein sehr wichtiges Hilfsmittel sein. Seine Wirkung im Alltag wird aber durch viele weitere Faktoren beeinflusst. Bewegung aktiviert die Muskelpumpe, Gewicht und Ernährung können die Belastung der Beine beeinflussen, Regeneration spielt eine Rolle und chronische Erkrankungen haben häufig auch psychische Auswirkungen.

Genau deshalb betrachten wir sechs zentrale Bereiche: Bewegung, Ernährung, Psyche, Regeneration, Hilfsmittel sowie Alltag und Umfeld.

Unser Grundgedanke lautet: Chronische Erkrankungen können wir nicht ausschließlich in einzelnen Arztterminen managen. Wir müssen Betroffene dabei unterstützen, täglich die richtigen Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen.

Der digitale Leg Check soll eine erste Orientierung ermöglichen. Welche Rolle spielt er innerhalb des gesamten LEVANA Konzepts?

Der Leg Check ist ein zentraler Bestandteil unserer Produktvision und perspektivisch einer der wichtigsten Einstiegspunkte in die LEVANA Plattform.

Unser Ziel ist, dass Nutzer ihre Beschwerden strukturiert erfassen und auf dieser Basis eine erste gesundheitliche Orientierung erhalten können. Für eine solche medizinische Funktion ist jedoch eine entsprechende Zertifizierung als Medical Device erforderlich. An diesem regulatorischen Weg arbeiten wir aktuell.

Bis dahin achten wir sehr klar auf die Abgrenzung zwischen allgemeiner Gesundheitsinformation und medizinischer Bewertung. Der Leg Check ersetzt keine ärztliche Diagnose.

Perspektivisch soll er der Beginn einer durchgängigen digitalen Customer Journey sein: von der ersten strukturierten Erfassung über die medizinische Orientierung und das Selbstmanagement bis hin zur passenden professionellen Versorgung.

Gerade darin sehen wir einen wesentlichen Hebel von LEVANA. Menschen früher abzuholen, ihnen Orientierung zu geben und sie anschließend gezielt durch die weiteren Schritte ihrer Versorgung zu begleiten.

Chronische Beschwerden begleiten Betroffene auch zwischen Arzt und Therapieterminen. Wie möchten Sie genau in dieser Zeit unterstützen?

Genau diese Zeit ist für uns entscheidend.

Ein Mensch mit chronischen Beschwerden lebt nicht nur während eines Arzttermins mit seiner Erkrankung, sondern 24 Stunden am Tag. Deshalb wollen wir LEVANA zum täglichen Begleiter machen.

Die Plattform soll praktische Unterstützung bieten: verständliches Wissen, konkrete Übungen, Unterstützung beim Selbstmanagement, Tagespläne, Dokumentation sowie Hilfestellungen rund um Kompression und den Umgang mit Beschwerden im Alltag.

Dabei verfolgen wir einen einfachen Gedanken: Medizinische Fachkräfte bleiben unverzichtbar. Aber zwischen den Behandlungsterminen können digitale Lösungen einen erheblichen Beitrag dazu leisten, dass Menschen ihre Therapie besser verstehen, konsequenter umsetzen und mehr Eigenverantwortung übernehmen können.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Kompressionsversorgung. Wo sehen Sie bei den heutigen Abläufen die größten Probleme?

Die Kompressionsversorgung ist medizinisch etabliert, der Prozess ist aus Kundensicht aber häufig noch sehr analog und fragmentiert.

Viele Betroffene wissen zunächst nicht, welcher Strumpf zu ihrer Situation passt, wie dieser korrekt getragen wird oder wie sie mit Schwierigkeiten beim Anziehen umgehen sollen. Hinzu kommen Rezept, Vermessung, Produktauswahl, Bestellung, Nachversorgung und gegebenenfalls die Kommunikation mit Arzt oder Sanitätshaus.

Unser Ziel ist deshalb nicht, den Kompressionsstrumpf neu zu erfinden. Wir wollen den Weg zum Kompressionsstrumpf und den täglichen Umgang damit deutlich einfacher machen.

Der Strumpf ist für uns ein Produkt. Die eigentliche Innovation liegt in der digitalen Customer Journey darum herum.

Digitale Vermessung, Strumpffinder und KI gestützte Gesundheitsorientierung sind perspektivisch geplant. Wie soll dadurch der Weg zur passenden Versorgung einfacher werden?

Heute bestehen zwischen dem ersten Symptom und einer passenden Versorgung häufig viele einzelne Schritte.

Unsere Vision ist eine möglichst durchgängige digitale Journey: Orientierung, gegebenenfalls ärztliche Abklärung, Auswahl der Versorgung, Vermessung, Bestellung, Dokumentation und anschließende Begleitung.

Digitale Vermessung kann Prozesse vereinfachen und standardisieren. Ein Strumpffinder kann helfen, die große Anzahl unterschiedlicher Produkte verständlicher zu strukturieren. KI kann perspektivisch dabei unterstützen, Informationen zu ordnen und Nutzer gezielter durch Prozesse zu führen.

Entscheidend ist dabei für uns: Technologie soll medizinische Kompetenz nicht ersetzen. Sie soll den Zugang vereinfachen, Prozesse effizienter machen und Fachkräfte dort unterstützen, wo digitale Lösungen einen echten Mehrwert bieten können.

LEVANA möchte mehr als eine klassische Gesundheits App sein. Was unterscheidet Ihren Ansatz von einzelnen Gesundheitskursen oder digitalen Anwendungen?

Wir denken nicht von einer einzelnen Funktion aus, sondern von der gesamten Versorgungskette.

Ein Kurs kann Bewegung vermitteln. Eine App kann Gesundheitsdaten dokumentieren. Ein Shop kann Hilfsmittel verkaufen. Ein Sanitätshaus kann einen Kompressionsstrumpf anpassen. Jede dieser Leistungen hat ihren Wert. Bislang stehen sie aber häufig nebeneinander.

LEVANA möchte diese Bereiche miteinander verbinden.

Unser langfristiges Ziel ist ein digitales Ökosystem für Beingesundheit, von Prävention und erster Orientierung über Selbstmanagement bis zur medizinischen Versorgung und zu passenden Hilfsmitteln.

Der entscheidende Unterschied ist deshalb die Plattformidee. Wir wollen nicht noch eine weitere isolierte Anwendung schaffen, sondern die verschiedenen Bausteine einer bisher fragmentierten Versorgung miteinander verbinden.

Gesundheitsdaten und KI erfordern besonderes Vertrauen. Welche Herausforderungen sehen Sie beim Aufbau einer digitalen Plattform in diesem sensiblen Bereich?

Vertrauen ist im Gesundheitsmarkt eine Grundvoraussetzung.

Dazu gehören Datenschutz und Datensicherheit genauso wie medizinische Qualität, Transparenz und regulatorische Anforderungen. Gerade beim Einsatz von künstlicher Intelligenz müssen Nutzer verstehen können, welche Aufgabe eine Technologie übernimmt und wo ihre Grenzen liegen.

Für uns gilt deshalb ein klarer Grundsatz: Wir wollen KI dort einsetzen, wo sie einen konkreten Nutzen schafft und nicht, weil KI gerade ein Trendthema ist.

Gleichzeitig muss sehr sauber zwischen allgemeiner Gesundheitsorientierung, Prävention und medizinischen Anwendungen unterschieden werden. Sobald Technologie medizinische Entscheidungen beeinflusst, entstehen entsprechende regulatorische Anforderungen.

Wir bauen LEVANA deshalb schrittweise auf und betrachten Datenschutz, medizinische Qualität und regulatorische Anforderungen als Bestandteil des Produkts und nicht als nachträgliche Aufgabe.

Ihre Vision ist eine zentrale digitale Anlaufstelle für Beingesundheit. Welche Entwicklungsschritte sind notwendig, um dieses Ziel zu erreichen?

Wir gehen bewusst Schritt für Schritt vor.

Zunächst geht es darum, eine starke Nutzerbasis aufzubauen und zu zeigen, dass wir Betroffenen im Alltag einen konkreten Mehrwert bieten können. Parallel bauen wir das Thema Kompressionsversorgung aus und verbinden digitale Begleitung zunehmend mit realen Produkten und Dienstleistungen.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die regulatorische Entwicklung. Perspektivisch wollen wir einzelne medizinische Funktionen entsprechend den Anforderungen der Medical Device Regulation entwickeln und zertifizieren.

Hinzu kommen Partnerschaften mit Ärzten, Therapeuten, Sanitätshäusern, Herstellern und weiteren Akteuren des Gesundheitswesens.

Unsere langfristige Vision ist klar: Wenn jemand eine Frage zu seinen Beinen hat, Beschwerden feststellt, Unterstützung im Alltag benötigt oder eine Versorgung sucht, soll LEVANA die zentrale digitale Anlaufstelle sein.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die aus eigener Betroffenheit eine Lösung für den Gesundheitsmarkt entwickeln möchten?

Erstens: Die eigene Geschichte als Ausgangspunkt nutzen, aber nicht mit dem Markt verwechseln.

Persönliche Betroffenheit schafft ein sehr tiefes Verständnis für ein Problem. Trotzdem muss man früh mit vielen anderen Betroffenen und medizinischen Experten sprechen und überprüfen, ob das eigene Problem tatsächlich ein relevantes Marktproblem ist.

Zweitens: Im Gesundheitsmarkt früh mit den richtigen Experten arbeiten.

Medizin, Datenschutz, regulatorische Anforderungen und Erstattung sind komplex. Man kann als Gründer nicht alles selbst wissen. Ein gutes Netzwerk aus Medizinern, Therapeuten, Technologieexperten und regulatorischen Spezialisten spart später enorm viel Zeit.

Drittens: Nicht versuchen, sofort die gesamte Vision umzusetzen.

Unsere Vision für LEVANA ist groß. Trotzdem müssen wir beweisen, dass jeder einzelne Schritt funktioniert. Deshalb würde ich immer empfehlen: klein starten, mit echten Nutzern testen, aus dem Feedback lernen und anschließend konsequent skalieren.

Gerade als selbst Betroffener hat man häufig den Wunsch, möglichst schnell sehr viel zu verändern. Unternehmertum bedeutet aber auch, diese persönliche Motivation in ein tragfähiges und skalierbares Geschäftsmodell zu übersetzen.

Fotocredits: Health First/LEVANA

Wir bedanken uns bei Stefan Rascher für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Denta1: Wie eine moderne Klinik die Zahnmedizin revolutioniert

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Denta1: Klinik denkt Zahnmedizin unternehmerisch neu Stefan Helka Credit: Denta1 Clinic

Denta1 will mit einer modernen Klinik zeigen, wie sich Zahnmedizin patientenzentriert, transparent und unternehmerisch neu denken lässt.

Können Sie Denta1 kurz vorstellen und erzählen, mit welcher unternehmerischen Idee Sie 2020 gestartet sind?

Denta1 ist heute die größte Zahnklinik in Nordrhein-Westfalen und eine der modernsten in Deutschland. Wir haben in Herne auf rund 3.500 Quadratmetern eine Klinik errichtet, die bewusst anders funktioniert als eine klassische Zahnarztpraxis – das betrifft sowohl den Umgang mit Patienten als auch die Räumlichkeiten selbst. Die Idee dahinter geht aber darüber hinaus. Zahnarztbesuche sind für die meisten Menschen unangenehm, und viele verstehen gar nicht richtig, was mit ihnen passiert und aus welchem Grund. Genau das wollte ich ändern: Patienten sollen nachvollziehen können, welche Behandlung erfolgt und welche Kosten damit verbunden sind. Diese Offenheit ist für mich Teil guter Medizin. Mein Ziel ist, dass Denta1 zeigt, wie eine transparentere, patientenzentrierte Zahnmedizin aussehen kann und auf diese Weise zur Blaupause für eine ganze Branche wird.

Aus einer Zahnarztpraxis ist eine Firmengruppe mit fünf Gesellschaften und mehr als 100 Mitarbeitern entstanden. Was waren die entscheidenden Schritte auf diesem Weg?

2014 habe ich die Praxis meiner Mutter übernommen. Ab 2018 kam ein zweiter Standort hinzu und mir wurde bewusst, dass ich unternehmerisch und nicht ausschließlich medizinisch denken muss. 2020 habe ich mit Denta1 in Herne den Schritt zur Firmengruppe gemacht, 2024 wurde der Klinikneubau fertiggestellt. Parallel entstanden das Dentallabor, die Denta1 Media sowie das Coaching-Geschäft – jeweils als Antwort auf ein konkretes Problem, das sich im Zuge unseres Wachstums gezeigt hat. Heute beschäftigen wir über 135 Mitarbeitende in fünf Gesellschaften.

Sie führen Denta1 nach eigenen Angaben eher wie ein Startup als wie eine klassische Zahnarztpraxis. Was bedeutet das im Arbeitsalltag konkret?

Ich behandle inzwischen nur noch an drei Tagen in der Woche selbst, die übrige Zeit nutze ich gezielt für Führungsaufgaben. In den meisten Praxen hängt alles am Inhaber – morgens am Behandlungsstuhl, abends in der Buchhaltung, zwischendurch ein Personalthema. Das funktioniert eine gewisse Zeit, wird jedoch ab einer bestimmten Größe zum Risiko. Bei uns verfügt jeder Bereich über einen Verantwortlichen, wir arbeiten mit festen Meeting-Strukturen und einem Betriebssystem, das Strategie, Personal und Budgets sauber voneinander trennt. Auch im Content-Bereich messen wir konsequent, was funktioniert, und haben für die Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit ein eigenes NPS-System entwickelt, anstatt auf teure Standardsoftware zu warten.

Die Startup-Mentalität zeigt sich vor allem darin, dass wir schnell lernen, Ergebnisse messen und Prozesse aufbauen – und akzeptieren, dass dabei auch einmal etwas nicht funktioniert, um dann umgehend nachzusteuern.

Welche Vision verfolgen Sie mit Denta1, und wie weit lässt sich eine medizinische Einrichtung überhaupt skalieren?

In der Medizin skaliert man nicht in derselben Weise wie beispielsweise in der Softwarebranche. Bei uns stellt der Mensch den limitierenden Faktor dar: qualifizierte Behandler, qualifizierte Assistenzkräfte, qualifiziertes Führungspersonal. Skalieren lassen sich hingegen Diagnostik, Onboarding, Abrechnung, Kommunikation, Wissensaufbau und Entscheidungsprozesse. Genau an diesem Punkt setzen wir an. Unser Ziel ist es, bis 2035 ein Unternehmen mit mindestens fünf Standorten, einer starken Arbeitgebermarke und einem Umsatz von 100 Millionen Euro aufzubauen. Dabei wachsen wir bewusst in die schwarze Null: Ein erheblicher Teil der Rendite fließt zurück in Klinik, Personal, Prozesse und die weitere Expansion.

Neben der Klinik haben Sie ein Dentallabor, eine Media Firma, eine Event Sparte und ein Coaching Business aufgebaut. Warum setzen Sie auf diese unterschiedlichen Geschäftsfelder?

Weil die Klinik allein irgendwann an ihre Grenzen stößt. Bei über 2.000 Implantationen pro Jahr würden wir ohne ein eigenes Labor an Geschwindigkeit und Qualität einbüßen. Durch unseren Content auf Social Media entstehen mittlerweile 60 bis 70 Prozent unseres Neupatienten-Umsatzes. Das ist der Effekt von Denta1 Media. Aus unserer Education-Sparte heraus haben wir zudem ein eigenes Business-Intelligence-Tool entwickelt, das anderen Praxen dabei hilft, ihr Wachstum datenbasiert zu steuern. Entscheidend ist, dass jeder Bereich entweder die Klinik verbessert oder Wissen aus der Klinik sinnvoll weitergibt. Erfüllt ein Geschäftsfeld diese Voraussetzung nicht, hat es bei uns keine Daseinsberechtigung.

Welche Rolle spielen standardisierte Prozesse beim Wachstum von Denta1, und wo stößt Standardisierung in der Zahnmedizin an Grenzen?

Standards ermöglichen erst echtes Wachstum über den Inhaber hinaus. Alles, was sich sinnvoll standardisieren lässt, halten wir in schriftlichen Prozessen fest, die für alle gelten, auch für mich. Ist ein Standard etabliert, werden Abläufe einfacher, und es entsteht ein Markengefühl, das unverwechselbar „Denta1“ ist. Da wir jedoch nach wie vor ein People Business sind, wird es immer Abweichungen von diesen Standards geben. Das ist auch richtig so, denn niemand möchte am Telefon nach einem starren Leitfaden abgefertigt werden. Unsere Systeme sollen menschliche Schwächen ausgleichen, ohne die Stärken einzuschränken.

Ein weiterer Baustein ist, das gesamte Unternehmenswissen strukturiert zu dokumentieren, statt es in den Köpfen Einzelner zu belassen. Das ist aufwändig, doch ohne diesen Schritt bleibt man von wenigen Schlüsselpersonen abhängig und verschenkt zudem das Potenzial, dieses Wissen über eine lokale KI nutzbar zu machen. Deshalb haben wir den Aufbau eines smarten Wissensspeichers als eine von fünf strategischen Top-Prioritäten festgelegt und verankern ihn zunehmend in Workflows und Unternehmenskultur.

Eine starke Personal Brand gehört ebenfalls zu Ihrer Strategie. Wie wichtig ist die Person Stefan Helka für den wirtschaftlichen Erfolg der Firmengruppe?

Meine Personal Brand öffnet Türen bei Patienten, Bewerbern, Partnern und Medien. Gerade in der Medizin vertrauen Menschen nicht ausschließlich einer Leistung, sondern dem Menschen dahinter. Intern ist das System jedoch längst nicht mehr an mir aufgehängt: Die Mehrheit unserer Patienten kommt nicht zu mir persönlich, sondern in die Klinik als Ganzes. Auch unsere Inhalte werden mittlerweile von vielen Mitarbeitenden getragen, während die Marke „Denta1“ Schritt für Schritt in den Vordergrund rückt. Wirtschaftlich betrachtet unterstützt meine Sichtbarkeit vor allem das Recruiting neuer Mitarbeitenden und die Positionierung der Marke – den operativen Erfolg im Tagesgeschäft muss jedoch unabhängig davon die gesamte Organisation tragen. Mein Anspruch ist, dass die Gruppe auch dann weiter wächst, wenn ich einen Monat lang nicht anwesend bin.

Mit dem Dental Village verbinden Sie Arbeiten, Training und Wohnen an einem Ort. Welche Idee steckt hinter diesem ungewöhnlichen Konzept?

Wir wollten keine normale Praxis bauen, sondern einen Ort, an dem sich Patienten und Mitarbeiter wirklich wohlfühlen. Es gibt zahlreiche offene Bereiche, in denen wir auch Informationsveranstaltungen und Events ausrichten, und Patienten von außerhalb haben die Möglichkeit, bei uns zu übernachten. Alles spielt sich unter einem Dach ab: Im Untergeschoss haben wir ein Gym, wo meine Mitarbeitenden und ich regelmäßig trainieren. Mein Ziel war es, die Wege kurz zu halten, um möglichst viel Zeit zu sparen. Meine Frau und ich wohnen im Obergeschoss – ich lebe und arbeite also an einem Ort und muss manchmal tagelang das Gelände nicht verlassen. Für mich ist das ein sehr effizientes Konzept.

Sie beschäftigen sich intensiv mit Longevity und Leistungsoptimierung. Wie beeinflusst dieser persönliche Ansatz Ihre Rolle als Unternehmer und Führungskraft?

Longevity bedeutet für mich, meinen Körper genauso systematisch zu optimieren wie mein Unternehmen: Schlaf, Training, Blutwerte und gezielte Nahrungsergänzung tracke ich mit derselben Konsequenz wie unsere Praxiskennzahlen. Im Vordergrund stehen dabei Klarheit und Struktur, die meine Leistungsfähigkeit langfristig erhalten. Nur dadurch lässt sich meine 70- bis 80-Stunden-Woche bewältigen. Und da wir unser Konzept zunehmend in Richtung ganzheitliche Medizin und Prävention weiterentwickeln möchten, ist es mir wichtig, hierbei mitsprechen zu können, da ich diesen Ansatz selbst praktiziere.

Mehr als 100 Mitarbeiter bedeuten auch neue Herausforderungen in Führung und Unternehmenskultur. Was haben Sie beim Aufbau einer solchen Organisation gelernt?

Kultur ist letztlich nicht das, was unter „Core Values“ an der Wand hängt, sondern das, was tagtäglich durch unsere Führungskräfte und Mitarbeitenden tatsächlich gelebt wird. Bei unserer heutigen Größe ist es als Inhaber nicht mehr möglich, sämtliche Mitarbeitenden persönlich zu führen. Wer das versucht, wird zum Flaschenhals im eigenen Unternehmen. Aus diesem Grund kommt der zweiten Führungsebene inzwischen eine essenzielle Bedeutung zu: Sie repräsentiert unsere Werte und Verhaltensweisen und trägt sie in die gesamte Organisation. Jedem wachsenden Unternehmen rate ich daher, frühzeitig in qualifizierte Führungskräfte zu investieren, damit die Unternehmenskultur im Wachstum nicht verwässert wird.

Welche nächsten Wachstumsschritte planen Sie für Denta1 und Ihre Firmengruppe?

Unser nächster wesentlicher Meilenstein besteht darin, die Klinik in Herne mit deutlich über 20 Ärzten in die Vollauslastung zu bringen. Im Anschluss daran können wir uns vorstellen, das Konzept auch in andere große Städte in Deutschland zu bringen. Parallel beschäftigen wir uns mit Longevity und Prävention im Verhältnis zur klassischen Zahnmedizin, da ich davon überzeugt bin, dass Medizin in den kommenden Jahren zunehmend ganzheitlicher und personalisierter wird. Darüber hinaus bauen wir unseren B2B-Bereich weiter aus: Über unsere Produkte und Dienstleistungen möchten wir Zahnärztinnen und Zahnärzte dabei unterstützen, bessere Unternehmer zu werden.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein klassisches Geschäftsmodell unternehmerisch neu denken und skalieren möchten?

Erstens: Begeistern Sie die besten Köpfe für Ihre Vision und treten Sie selbst einen Schritt zurück. Solange alles über Sie als Gründer läuft, verfügen Sie über kein skalierbares Modell. Zweitens: Bauen Sie belastbare Systeme und Prozesse auf – ohne klare Prozesse entsteht auf Dauer nur Chaos. Wir konnten unser Wachstum nur deshalb bewältigen, weil die Datenbasis und die Abläufe standen. Drittens, und das ist mir besonders wichtig: Lassen Sie sich nicht vorschreiben, was möglich ist und was nicht. Allerdings gilt auch: Je weiter man sich vom Standard entfernt, desto mehr ist man auf sich selbst gestellt. Wer an der Spitze steht, hat keine Orientierung mehr durch andere. Das ist der Preis für Innovation und gleichzeitig die Chance, etwas zu schaffen, das vor einem kaum jemand geschafft hat.

Bild Stefan Helka Credit: Denta1 Clinic

Wir bedanken uns bei Stefan Helka für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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