Mittwoch, Mai 27, 2026
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Was macht Kaffee wirklich aromatisch?

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MyHomeRoast Kaffee frisch rösten zu Hause erleben MyHomeRoast 2 Minuten 2 Millionen Bildcredits/ Fotograf PULS 4 / Gerry Frank

MyHomeRoast bringt Kaffee frisch geröstet direkt nach Hause und zeigt am 31. März bei 2 Minuten 2 Millionen, wie einfach Rösten heute sein kann

Wie ist MyHomeRoast entstanden und wer sind die Köpfe hinter dem Startup?

2021, die Gründer des Unternehmens, Stefan Metzenleitner, Thomas Pickhard und Gerald Steger, alle über 30 Jahre in verschiedensten Positionen, Vertrieb, Technik und Geschäftsführung der Kaffeebranche tätig.

Wir – ein Team von leidenschaftlichen Kaffee-Profis – bringen zusammen mittlerweile über 90 Jahre Erfahrung aus der internationalen Kaffeebranche mit. In all den Jahren ist uns eines immer klarer geworden: Kaffee ist mehr als nur ein Getränk. Er ist ein Kulturgut, ein tägliches Ritual – und vor allem ein echtes natürliches Be-Lebensmittel. Unsere Vision: Wir wollen Gutes noch besser machen: Kaffee in seiner gesündesten, frischesten Form die möglich ist. „The freshness makes the difference“ war unser erster Slogan. Ein Heimröstvollautomat, der erste auf dem Europäischen Markt, ist entstanden, der es wirklich allen ermöglicht, Kaffee selbst zu rösten ohne spezifische Vorkenntnisse – auf Knopfdruck, perfekt abgestimmt auf die besten Kaffees der Welt. Und endlich Kaffee in Papierpackungen statt im Plastik, Alu und Verbundstoffen. Auch eine möglichst schonende Niedrigtemperaturröstung war uns von Anfang an wichtig, damit die wertvollen Inhaltsstoffe bestmöglich erhalten bleiben.

Bei Hochtemperatur Röstungen, langen Liefer- und Lagerzeiten geht vieles davon verloren. Frisch geröstet zu Hause, weil kein Aroma intensiver, ehrlicher und gesünder ist als das, das jeder selbst entstehen lässt. In weiterer Folge sahen wir bei unseren ersten Messeauftritten wie gut die frisch gerösteten Kakao Bohnen ankamen. Aber es gab leider kein brauchbares Gerät für Bean2Cup Kakao, Zusatzprodukte wie heißes Kakaogetränk ohne Zucker und Zusatzstoffe vor allem für Kinder. Wir freuen uns nun, dass unsere Produktfamilie demnächst komplett sein wird. Gesunde Snacks wie Haselnüsse und Mandeln abgestimmt auf die Röstprogramme runden das Sortiment ab und werden stetig erweitert.

Was hat Sie dazu motiviert, das Thema Kaffeeröstung neu zu denken und direkt in die Haushalte zu bringen?

Unsere Motivation war klar: Wir wollten Kaffee wieder auf sein bestes Niveau bringen – frisch, ehrlich und nachhaltig. In den letzten Jahren ist das Qualitätsbewusstsein stark gestiegen, doch ein zentrales Problem blieb ungelöst: Kaffee verliert bereits kurz nach der Röstung kontinuierlich an Aroma – oft noch bevor er überhaupt konsumiert wird.
Mit MyHomeRoast drehen wir diesen Prozess um. Wir ermöglichen es erstmals, Kaffee direkt in der eigenen Küche auf Knopfdruck frisch zu rösten – genau dann, wenn er gebraucht wird. So entsteht maximaler Geschmack ohne Aromaverlust. Gleichzeitig vermeiden wir unnötigen Verpackungsmüll, indem wir Rohkaffee in Papier statt in Kunststoff- oder Verbundmaterialien liefern.
Unser Anspruch geht dabei über Kaffee hinaus: Wir machen guten Kaffee noch besser und bringen auch Kakao und Snacks zurück zu echten Superfoods – frisch geröstet, ohne Zusatzstoffe und mit transparenter Herkunft. Kurz gesagt: Wir bringen Qualität, Frische und Nachhaltigkeit dorthin, wo sie hingehören – direkt nach Hause.

MyHomeRoast wird am 31. März 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu sehen sein. Mit welchen Erwartungen gehen Sie in den Pitch?

Auf Grund der sehr guten Reaktionen in der Sendung und der Aussage von Herrn Jäger erwarten eine Zusammenarbeit mit einem der Investoren – Christian Jäger – weiters hoffen
Wir unseren Bekanntheitsgrad durch die Ausstrahlung der Sendung zu erweitern und mögliche Partner und Lizenzpartner wie auch Kunden zu erreichen.

Wie bereiten Sie sich aktuell auf Ihren Auftritt bei 2 Minuten 2 Millionen vor?

Wir bereiten uns aktuell sehr intensiv und strukturiert auf unseren Auftritt vor. Im Mittelpunkt steht dabei die präzise Planung unseres gesamten Auftrittsstandes – von der Auswahl und Anordnung unserer Produkte bis hin zur klaren visuellen Darstellung unserer Marke MyHomeRoast.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Ausarbeitung unseres Pitch-Textes. Da die Zeit im Format bewusst sehr knapp gehalten ist, arbeiten wir gezielt daran, unsere Idee in wenigen Sekunden verständlich, greifbar und gleichzeitig emotional (wie auch unser Produkt) zu vermitteln. Unser Anspruch ist es, die Besonderheit von MyHomeRoast – insbesondere die Kombination aus frisch geröstetem Kaffee, zuckerfreiem Kakao und gesunden Snack-Alternativen – einfach, klar und einprägsam auf den Punkt zu bringen.

Parallel dazu feilen wir an der Story hinter unserem Unternehmen, um nicht nur das Produkt, sondern auch unsere Motivation und Vision authentisch zu transportieren. Ziel ist es, die Jury innerhalb kürzester Zeit sowohl fachlich als auch emotional zu überzeugen.
Zusammengefasst: Unsere Vorbereitung ist eine Mischung aus strategischer Planung, inhaltlicher Verdichtung und klarer Kommunikation, damit MyHomeRoast in der kurzen verfügbaren Zeit maximal verständlich und wirkungsvoll präsentiert wird.

Welche zentrale Botschaft möchten Sie mit MyHomeRoast vor den Investorinnen und Investoren vermitteln?

Unsere zentrale Botschaft an Investorinnen und Investoren ist: MyHomeRoast steht vor dem nächsten logischen Schritt – die technologische Entwicklung und Plattform sind vollständig abgeschlossen und ausfinanziert, jetzt beginnt die skalierbare Wachstumsphase.
Mit dem Markteintritt unseres europaweit ersten haushaltsgeeigneten Röstvollautomatensystems schaffen wir eine völlig neue Kategorie: frisch gerösteter Kaffee direkt aus der eigenen Küche – einfach auf Knopfdruck. „The freshness makes the difference“ ist dabei nicht nur ein Slogan, sondern ein echter Mehrwert für Konsument:innen.
Das Investment fließt gezielt in den Vertriebsaufbau in Deutschland und Österreich sowie in Marketingmaßnahmen zur schnellen Marktdurchdringung. Gleichzeitig setzen wir auf ein fokussiertes, effizientes Produktportfolio mit ergänzenden Handelsprodukten zur Stärkung des Direktvertriebs.
Kurz gesagt: Wir verbinden Innovation, Nachhaltigkeit und ein riesiges Marktpotenzial – und machen aus Kaffee wieder das, was er sein sollte: frisch, hochwertig und ein echtes Be-Lebensmittel.

Was wäre für Sie ein persönlicher Erfolg nach der Teilnahme an 2 Minuten 2 Millionen?

eine Zusammenarbeit mit einem der Investoren – Christian Jäger –
Wir unseren Bekanntheitsgrad durch die Ausstrahlung der Sendung zu erweitern und mögliche Partner und Lizenzpartner wie auch Kunden zu erreichen.

Welche Vision verfolgen Sie mit MyHomeRoast für die Zukunft des Kaffeekonsums?

Unsere Vision mit MyHomeRoast ist es, den Kaffeekonsum grundlegend zu verändern – hin zu maximaler Frische, Transparenz und Nachhaltigkeit. Kaffee soll nicht mehr ein lange gelagertes Industrieprodukt sein, sondern ein frisch zubereitetes Naturprodukt, das direkt in der eigenen Küche entsteht, ganz einfach auf Knopfdruck..

Gleichzeitig denken wir Genuss ganzheitlich neu: Neben Kaffee bringen wir auch 100% puren Naturkakao ohne Zucker und Zusatzstoffe sowie gesunde Snacks ohne jegliche Zusatzstoffe zurück in den Alltag – NATUR PUR. Alles basiert auf dem gleichen Prinzip: echte Rohstoffe, schonend verarbeitet und so frisch wie möglich.
Wir möchten, dass jede und jeder die Möglichkeit hat, diese Produkte in ihrer besten Form zu genießen – sortenrein, transparent in der Herkunft und frei von unnötiger Verarbeitung. Damit schaffen wir ein neues Bewusstsein für Qualität und den Wert natürlicher Lebensmittel.
Langfristig sehen wir Kaffee, Kakao und Snacks nicht nur als Konsumprodukte, sondern als echte Be-Lebensmittel – ein tägliches Ritual, das Genuss, Gesundheit und Nachhaltigkeit vereint. MyHomeRoast steht für eine neue Generation des Konsums: frisch, bewusst und kompromisslos natürlich.

Wie ermöglicht Ihre Lösung es Nutzerinnen und Nutzern, Kaffee individuell und frisch zu Hause zu rösten?

Unsere Lösung macht es erstmals möglich, Kaffee und Kakao ganz einfach zu Hause selbst herzustellen – frisch, individuell und auf Knopfdruck. Mit dem MyHomeRoast Röstvollautomatensystem können Nutzerinnen und Nutzer ohne Vorkenntnisse hochwertige Rohkaffees exakt nach Bedarf rösten und so stets maximales Aroma genießen.
Gleichzeitig erweitern wir dieses Prinzip auf 100% puren Naturkakao: Kakaobohnen werden frisch geröstet und können anschließend mit dem speziell entwickelten Blender in nur rund 1,5 Minuten zu einem heißen, unverfälschten Kakaogetränk verarbeitet werden – ganz ohne Zucker oder Zusatzstoffe. Dieser MyHomeRoast Blender ist auch als herkömmlicher Mixer für Smoothies, Crashed Ice und weitere Mixprodukte verwendbar.
Ergänzt wird das Konzept durch frische, gesunde Snacks ohne Zusatzstoffe, ideal für Sport, Schule, Büro oder entspannte Momente zu Hause.
So entsteht ein ganzheitliches, einfaches System für natürlichen Genuss: frisch, individuell und jederzeit direkt aus der eigenen Küche und das einfachst ohne Vorkenntnisse auf Knopfdruck.

Welche Rolle spielen Qualität, Herkunft und Auswahl der Rohbohnen in Ihrem Konzept?

Qualität, Herkunft und Auswahl der Rohbohnen spielen in unserem Konzept eine zentrale Schlüsselrolle. Wir setzen konsequent auf oberste Topqualität, teilweise mit besonders innovativen Aufbereitungsweisen, und achten gleichzeitig auf faire, leistbare Preise.
Alle Rohprodukte sind optimal auf den Röstvorgang abgestimmt, sodass Nutzerinnen und Nutzer jederzeit auf Knopfdruck ein perfektes Ergebnis erzielen – einfach, zuverlässig und reproduzierbar. Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist dabei ebenso essenziell wie die sorgfältige Auswahl sortenreiner Kaffees und hochwertiger Kakaobohnen und Nusskernen.
Gleichzeitig bauen wir unsere Produktvielfalt kontinuierlich aus, um auch künftig eine kuratierte Auswahl der besten Rohstoffe weltweit für den Einsatz zu Hause zugänglich zu machen.

Wie stellen Sie sicher, dass auch Einsteiger ohne Vorkenntnisse optimale Röstergebnisse erzielen?

Wir stellen optimale Röstergebnisse durch die Kombination aus intelligenter Technologie und persönlicher Begleitung sicher. Unser Röstvollautomat ist so entwickelt, dass der gesamte Prozess vollautomatisch und perfekt auf die jeweiligen Rohbohnen abgestimmt ist – damit gelingt das Rösten auf Knopfdruck, ganz ohne Vorkenntnisse.
Ergänzend setzen wir bewusst auf Direktvertrieb: Wir erklären unsere Produkte direkt bei den Kundinnen und Kunden zu Hause, oft im Rahmen von „Kaffee-Partys“, und schaffen so ein einfaches, verständliches Einstiegserlebnis.
Zusätzlich stellen wir laufend erweiterte Röstprofile und Anleitungen auf unserer Website zum Download bereit. So kombinieren wir Technologie, persönliche Beratung und kontinuierliche Unterstützung – für konstant perfekte Ergebnisse von Anfang an.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit MyHomeRoast besonders an und welche Probleme lösen Sie im Alltag konkret?

MyHomeRoast richtet sich an alle, die Kaffee lieben und Wert auf Qualität, Frische und natürliche Lebensmittel legen – von Genussmenschen und Hobbyköch:innen bis hin zu Kakao-Liebhabern und gesundheitsbewussten Konsument:innen, die Herkunft und Inhaltsstoffe bewusst wählen.
Im Alltag lösen wir zwei zentrale Probleme: Erstens verliert Kaffee durch lange Lagerung nach der Röstung erheblich an Aroma. Zweitens erfordert herkömmlicher Kaffee aufwendige Verpackungen aus Plastik und Verbundstoffen, die unnötigen Müll verursachen.
Unsere Lösung bringt beides auf den Punkt: Mit unserem Röstvollautomatensystem wird Kaffee einfach auf Knopfdruck zu Hause frisch geröstet – genau nach Bedarf und ohne Vorkenntnisse. So entsteht maximaler Geschmack bei minimalem Verpackungsaufwand. Ergänzt durch Naturkakao und gesunde Snacks ohne Zusatzstoffe bieten wir ein ganzheitliches Konzept für frischen, bewussten Genuss im Alltag.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen beim Aufbau eines Produkts, das Hardware, Genuss und Vertriebssystem vereint?

Der Aufbau von MyHomeRoast vereint bewusst mehrere komplexe Bereiche – Hardware, Genuss und Vertrieb – und bringt damit besondere Herausforderungen mit sich.
Im Zentrum stand zunächst die Entwicklung eines vollautomatischen Röstsystems, das Kaffee, Kakao und Nüsse ohne jegliche Vorkenntnisse auf Knopfdruck perfekt verarbeitet. Ebenso entscheidend war die Entwicklung eines einzigartigen, wartungsfreien und energieeffizienten MyHomeRoast Rauchabsorbersystems, das den Einsatz erstmals wirklich küchentauglich macht.
Parallel dazu erfordert die kontinuierliche Weiterentwicklung – etwa bei Sensorik, Röstkurven und Produktergänzungen – eine enge Abstimmung mit der Produktion sowie die Sicherung von Schutzrechten. Externe Faktoren wie das veränderte Konsumklima und steigende Energiepreise haben zusätzliche Anforderungen geschaffen, denen wir mit einer konsequent energieoptimierten Lösung begegnet sind.
Nicht zuletzt ist der Aufbau eines skalierbaren Direktvertriebsnetzwerks sowie einer integrierten IT-, Shop- und Logistikplattform zeit- investitions- und ressourcenintensiv. Genau diese Kombination bildet jedoch die Grundlage für ein langfristig differenziertes und wachstumsfähiges Geschäftsmodell.

Was unterscheidet MyHomeRoast von klassischen Kaffeemarken oder bestehenden Heimröstlösungen am Markt?

MyHomeRoast unterscheidet sich grundlegend von klassischen Kaffeemarken und bestehenden Heimröstlösungen, weil wir den gesamten Prozess vom Industrieprodukt einfach zurück in den Haushalt bringen – einfach, FRISCH NATÜRLICH NACHVOLLZIEHBAR und alltagstauglich.
Während klassische Marken bereits gerösteten Kaffee mit unvermeidbarem Aromaverlust und industriellen Röstungen liefern, ermöglichen wir erstmals das frische Rösten zu Hause auf Knopfdruck. Im Unterschied zu bestehenden Heimröstgeräten, die oft komplex, schwer zu bedienen sind und durch starke Rauch- und Geruchsbelastung kaum wohnungstauglich, bieten wir ein vollautomatisches, küchentaugliches System mit integriertem, wartungsfreiem Rauchabsorber (Energie- und Servicekosten sparend) – aktuell einzigartig am Markt.
Damit schaffen wir eine neue Kategorie: maximal frischer Kaffee, Naturkakao und Snacks direkt aus der eigenen Küche – einfach, sauber und ohne Vorkenntnisse.

Welche Bedeutung hat das Thema Nachhaltigkeit und Transparenz in Ihrer Lieferkette?

Nachhaltigkeit, Transparenz und soziale Verantwortung sind zentrale Bestandteile unseres gesamten Konzepts. Wir setzen bewusst auf nachvollziehbare Herkunft – von der Plantage bis in die Küche – und arbeiten mit hochwertigen, oft bio- und fair gehandelten Rohkaffees und Kakaobohnen.
Durch die Lieferung von Rohprodukten in Papierverpackungen sowie das Rösten direkt zu Hause reduzieren wir Verpackungsmüll und vermeiden unnötige Verarbeitungsschritte. Gleichzeitig schaffen wir durch faire Preise entlang der Wertschöpfungskette und den Aufbau eines Direktvertriebsmodells zusätzliche Einkommensmöglichkeiten.
Ein wichtiger Teil unserer sozialen Verantwortung ist zudem die Partnerschaft mit BAND und GLOBAL FAMILY, mit denen wir gezielt soziale Projekte und nachhaltige Initiativen unterstützen.
So verbinden wir ökologische Verantwortung, Transparenz und soziale Nachhaltigkeit – und ermöglichen bewussten Genuss mit echtem Mehrwert für alle Beteiligten.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Mut und Ausdauer sind entscheidend: Trauen Sie sich, neue Wege zu gehen – aber unterschätzen Sie nicht die Länge und Intensität des Weges. Unternehmertum ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Durchhaltevermögen und die Bereitschaft, auch Rückschläge zu meistern, sind essenziell.
Professionell denken und die richtigen Partner wählen: Von Anfang an strukturiert und marktorientiert arbeiten. Besonders wichtig ist die sorgfältige Auswahl von Mitgründer:innen und Partnern – sie prägen die Entwicklung maßgeblich.
Den Markt verstehen und nah am Kunden bleiben: Kontinuierliche Recherche, ein wacher Blick auf den Markt und ein tiefes Verständnis dafür, welche Zielgruppen echten Bedarf haben, sind entscheidend. Wer seine Kund:innen wirklich kennt, entwickelt Lösungen mit langfristigem Erfolgspotenzial.

Sehen Sie MyHomeRoast am 31. März 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Bild: MyHomeRoast 2 Minuten 2 Millionen Bildcredits/ Fotograf PULS 4 / Gerry Frank

Wir bedanken uns bei Stefan Metzenleitner und Thomas Pickhard für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ein Pitch sorgt für Gänsehaut und stellt alles auf den Kopf

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6. April 2026 Die Höhle der Löwen Startups Bild Investorin Judith Williams nimmt „Tanera Skin“, die Hautpflege gegen Reibeisenhaut (Keratosis Pilaris), genau unter die Lupe und macht den Praxistest. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

6. April 2026 zeigt Startups in Die Höhle der Löwen die niemand erwartet

Am 6. April 2026 wird eine neue Folge von Die Höhle der Löwen ausgestrahlt, die bereits im Vorfeld für Aufmerksamkeit sorgt. Die Kombination aus emotionalen Geschichten, überraschenden Momenten und ambitionierten Startups deutet darauf hin, dass diese Episode mehr ist als nur eine weitere Pitch Runde. Stattdessen zeigt sie, wie vielfältig Unternehmertum heute gedacht wird und welche Rolle persönliche Erfahrungen bei der Entwicklung innovativer Ideen spielen.

Schon die Vorschau macht deutlich, dass mehrere Gründerinnen und Gründer nicht nur mit starken Produkten antreten, sondern auch mit Geschichten, die weit über das reine Geschäftsmodell hinausgehen. Genau diese Mischung aus Innovation, Persönlichkeit und Unterhaltung ist es, die Die Höhle der Löwen seit Jahren zu einer der wichtigsten Plattformen für Startups im deutschsprachigen Raum macht.

6. April 2026 zeigt wie Startups in Die Höhle der Löwen echte Probleme lösen

Ein besonders eindrückliches Beispiel liefert Tanera Skin aus Berlin. Gründerin Isabelle Stortz (28) widmet sich einem Thema, das viele betrifft, aber selten offen angesprochen wird: Keratosis Pilaris, auch bekannt als Reibeisenhaut. Schätzungen zufolge sind 30 bis 40 Prozent der Menschen davon betroffen.

Isabelle Stortz kennt die Herausforderung aus eigener Erfahrung. Jahrelang suchte sie nach passenden Lösungen und entschied sich schließlich, selbst aktiv zu werden. Mit Tanera Skin entwickelt sie eine spezialisierte Hautpflegemarke, die gezielt auf dieses Hautbild eingeht. Ihr erstes Produkt ist ein Peeling Handschuh aus biologisch abbaubarer Viskose, dessen Material sich bei Kontakt mit Wasser verändert und abgestorbene Hautzellen besonders schonend entfernen soll.

In Die Höhle der Löwen bietet sie 200.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile an. Während Judith Williams das Produkt direkt testet, entwickelt sich eine Dynamik, mit der selbst die Gründerin nicht gerechnet hat. Auch Carsten Maschmeyer zeigt Interesse, was den Pitch zusätzlich an Spannung gewinnen lässt.

Die Höhle der Löwen macht aus Startups emotionale Erlebnisse

Neben funktionalen Lösungen sorgt diese Folge auch für emotionale Höhepunkte. Drum Revolution aus Berlin bringt nicht nur ein Produkt, sondern auch eine persönliche Geschichte mit in die Höhle. Gründer Andreas Schneid (44) verbindet Musik und Gaming auf eine Weise, die Lernen neu interpretiert.

Das Konzept basiert darauf, dass Nutzer mit echten Drumsticks auf einem elektronischen Schlagzeug spielen und so ein Computerspiel steuern. Wer die richtigen Trommeln trifft, kommt im Spiel weiter und lernt gleichzeitig Schlagzeug. Besonders für Einsteiger oder Kinder soll dieser spielerische Ansatz den Zugang zur Musik erleichtern.

Für Ralf Dümmel wird dieser Pitch zu einem besonderen Moment. Sein Kindheitstraum, Schlagzeug zu spielen, bekommt in der Höhle eine zweite Chance. Genau solche Situationen zeigen, dass Die Höhle der Löwen nicht nur eine Investoren Show ist, sondern auch Raum für persönliche Geschichten bietet.

Andreas Schneid fordert 150.000 Euro für acht Prozent der Firmenanteile, um die Entwicklung seines Produkts weiter voranzutreiben und neue Zielgruppen zu erreichen.

Startups treten im direkten Duell in Die Höhle der Löwen an

Ein weiteres Highlight ist der Battle Pitch, bei dem zwei Startups direkt gegeneinander antreten. Innerhalb von nur 60 Sekunden müssen sie die Löwen von ihrer Idee überzeugen.

BOGGL aus Dortmund, gegründet von Julia Davids (42) und Cornelia Puffer (46), trifft auf Davy Barkmo aus Winnenden von David Tenné (29) und Morice Ziegler (28). Beide Teams präsentieren innovative Lösungen für Hundehalter, die Futteraufnahme und Beschäftigung miteinander kombinieren.

Der Wettbewerb erhöht den Druck erheblich. Nur eines der beiden Startups bekommt die Chance, seinen Pitch fortzusetzen und möglicherweise einen Deal zu sichern. Diese direkte Konfrontation sorgt nicht nur für Spannung, sondern zeigt auch, wie entscheidend Präsentation und Strategie im Investmentprozess sind.

Die Höhle der Löwen zeigt wie Startups Gesundheit neu denken

Auch das Thema Gesundheit spielt in dieser Folge eine wichtige Rolle. VENTICROSS aus Stuttgart, gegründet von Ignasi Selga (46), Carolin Abraham (44) und Heidi Depner (40), widmet sich der Verbesserung der Nasenatmung.

Ihr Produkt ist ein kleiner Nasendilatator aus medizinischem Silikon, der direkt in die Nasenöffnungen eingesetzt wird. Ziel ist es, die Luftzufuhr zu erhöhen und so Schlafqualität und Wohlbefinden zu verbessern. Die Idee entstand aus eigener Betroffenheit und adressiert ein Problem, das viele Menschen im Alltag unterschätzen.

Für 50.000 Euro bieten die Gründer 15 Prozent ihrer Firmenanteile an. Die Frage wird sein, ob die Investoren das Marktpotenzial ebenso erkennen wie das Gründerteam selbst.

6. April 2026 bringt Startups die Erlebnis und Wettbewerb neu definieren

Mit Boller Battle aus Hamburg wird die Höhle schließlich zur interaktiven Spielarena. Die Gründer Philip (36) und Caroline Kirchhof (38) präsentieren ein Konzept, das klassische Bollerwagentouren neu interpretiert.

Ihr umgebauter Bollerwagen ist mit Kühlstation, Spielmodulen und einer ausziehbaren Theke ausgestattet. Gruppen können während einer Tour verschiedene Spiele gegeneinander antreten und so ein gemeinsames Erlebnis schaffen. Das Angebot richtet sich unter anderem an Junggesellenabschiede, Geburtstage oder Teamevents.

Das Geschäftsmodell kombiniert eigene Standorte mit einem Lizenzsystem, wodurch das Konzept skalierbar wird. Für 200.000 Euro bieten die Gründer 15 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Die Investoren müssen das Konzept direkt testen und liefern sich ein überraschend intensives Duell. Dabei zeigt sich, dass auch erfahrene Unternehmer ihren Wettbewerbsgeist nicht verlieren.

Fazit

Die Folge von Die Höhle der Löwen am 6. April 2026 macht deutlich, wie facettenreich die Welt der Startups geworden ist. Von persönlichen Problemlösungen über innovative Lernansätze bis hin zu neuen Freizeitkonzepten zeigt sich, dass erfolgreiche Gründungen heute oft dort entstehen, wo Leidenschaft auf konkrete Bedürfnisse trifft.

Gleichzeitig wird klar, dass es nicht nur um Zahlen und Bewertungen geht. Emotionen, Authentizität und die Fähigkeit, Menschen zu begeistern, spielen eine immer größere Rolle. Genau diese Mischung macht die Sendung weiterhin zu einer der spannendsten Plattformen für Startups und zu einem festen Bestandteil der deutschen Gründerszene.

Bild Investorin Judith Williams nimmt „Tanera Skin“, die Hautpflege gegen Reibeisenhaut (Keratosis Pilaris), genau unter die Lupe und macht den Praxistest. Bildcredits/Fotograf:
RTL / Bernd-Michael Maurer

Warum scheitert gutes Training oft an genau diesem Detail?

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EVRVEST Gewichtsweste Training Performance Pitch 2 Minuten 2 Millionen Bildcredits/Fotograf : PULS 4/ Gerry Frank

EVRVEST entwickelt eine innovative Gewichtsweste für effektives Training und wird am 31. März 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen

Wie ist EVRVEST entstanden und wer sind die Köpfe hinter dem Startup?

EVRVEST ist aus meiner eigenen Trainingspraxis entstanden. Ich bin Fabian, Gründer von EVRVEST. Die Idee dazu ist schon 2019 entstanden.

Sport war für mich immer ein großer Teil meines Lebens. Ich komme ursprünglich aus der IT, arbeite dort auch heute noch und habe mich parallel viel mit Training beschäftigt. Ohne klassische Trainerlaufbahn, sondern einfach aus eigener Erfahrung und Leidenschaft heraus.

Gerade im Ausdauersport/Athletiktraining, vor allem bei Ultratrails, hat mich immer das Extreme gereizt. Und genau dort bin ich auch immer wieder mit Gewichtswesten in Kontakt gekommen. Dabei ist mir über die Zeit immer stärker aufgefallen, dass die bestehenden Lösungen einfach nicht das liefern, was man im Training eigentlich braucht.

Mein bester Freund Max hat mich von Anfang an begleitet und unterstützt. Wir haben viel gemeinsam getestet, hinterfragt und weiterentwickelt. Wir haben beide regelmäßig mit Gewichtswesten trainiert und immer wieder gemerkt, dass sie uns eher einschränken als unterstützen. Irgendwann war dann mal klar: Das geht doch besser.

Was hat Sie dazu motiviert, das Thema funktionelles Training und Gewichtswesten neu zu denken?

Funktionelles Training lebt davon, dass sich der Körper frei bewegen kann. Und genau das hat bei vielen bestehenden Westen nicht gepasst. Zu viel Bewegung im System, zu wenig Kontrolle.

Das hat uns ehrlich gesagt einfach gestört, weil man sich im Training auf die Bewegung konzentrieren will und nicht auf die Ausrüstung.

EVRVEST wird am 31. März 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu sehen sein. Mit welchen Erwartungen gehen Sie in den Pitch?

Wir gehen da relativ offen rein. Natürlich wäre es stark, Partner zu finden, die das Thema verstehen und uns beim nächsten Schritt unterstützen. Aber für uns ist es genauso wichtig, einfach zu zeigen, woran wir die letzten Jahre gearbeitet haben.

Wie bereiten Sie sich aktuell auf Ihren Auftritt vor?

Wir versuchen vor allem, das Produkt so klar wie möglich zu erklären. Nicht kompliziert, sondern so, dass man sofort versteht, wo das Problem liegt und was wir anders machen. Und wir testen natürlich weiter im Training, das ist für uns nach wie vor das wichtigste Feedback.

Welche zentrale Botschaft möchten Sie vermitteln?

Dass gutes Equipment im Training unterstützen sollte und nicht stören. Und dass oft genau die kleinen Details entscheiden, ob etwas wirklich funktioniert oder nicht.

Was wäre für Sie ein persönlicher Erfolg nach der Teilnahme?

Wenn Menschen das Produkt sehen und sich denken: Wow – Das macht Sinn. Und wenn sich daraus neue Möglichkeiten ergeben, egal ob Partnerschaften, Kontakte oder Feedback.

Welche Vision verfolgen Sie mit EVRVEST?

Wir wollen ein Trainingsprodukt aufbauen, das langfristig Sinn macht. Wenn Leute an eine Gewichtsweste denken, sollte ihnen als erstes EVRVEST durch den Kopf gehen. Und das nicht als Trend, sondern als Trainingsgerät, das man in verschiedene Trainingsformen integrieren kann.

Wie unterstützt Ihre Gewichtsweste konkret die Performance?

Vor allem durch Stabilität. Wenn das Gewicht ruhig am Körper bleibt, kann man sich besser auf die Bewegung konzentrieren und genau das wirkt sich direkt auf die Qualität des Trainings aus.

Welche Rolle spielen Design, Ergonomie und Materialwahl?

Eine sehr große. Design trifft hier auf Funktion. Wenn die Passform nicht stimmt, funktioniert alles andere auch nicht. Deshalb haben wir viel Zeit in Details investiert, wie das Gewicht sitzt, wie es verteilt wird, wie sich die Gewichtsplatten anpassen und wie sich das Material anfühlt.

Wie stellen Sie sicher, dass sowohl Einsteiger als auch erfahrene Athleten optimal trainieren können?

Durch die Anpassbarkeit. Man kann mit wenig Gewicht starten und sich Schritt für Schritt steigern. Das System bleibt gleich, nur die Intensität verändert sich.

Welche Zielgruppe sprechen Sie besonders an und welche Probleme lösen Sie im Trainingsalltag?

Wir sprechen alle an, die mit Zusatzgewicht trainieren. Das Problem ist meist ähnlich: Bewegung fühlt sich instabil an, die Weste sitzt nicht sauber, wackelt und man wird im Training eher gestört. Genau das wollten wir lösen.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Entwicklung eines Produkts, das hohe Performance, Komfort und Funktionalität vereint?

Die größte Herausforderung war die Kombination dieser Faktoren. Stabilität, Komfort und Bewegungsfreiheit gleichzeitig umzusetzen, ist nicht trivial. Am Ende sind es viele kleine Details, die den Unterschied machen.

Was unterscheidet EVRVEST von klassischen Gewichtswesten oder anderen Fitnesslösungen?

Viele Athleten kennen die gleichen Probleme. Sobald Gewicht ins Spiel kommt, fühlt sich Bewegung oft instabil an, gerade bei dynamischen Übungen fehlt die Kontrolle. Dazu kommen große Gewichtssprünge, die Progression unnötig schwer machen und Systeme, die die natürliche Bewegung eher einschränken.

Am Ende ist es oft der Sitz, der alles entscheidet. Wenn die Weste sich bewegt, verliert man sofort den Fokus. Genau hier setzen wir an. Das Gewicht bleibt stabil am Körper, auch bei Bewegung. Man kann in kleinen Schritten steigern und die Belastung sauber kontrollieren. Und die Last verteilt sich gleichmäßig, sodass sich das Ganze natürlicher anfühlt.

Unser Ziel war im Grunde einfach: Eine Weste zu bauen, die sich mit dem Körper bewegt, nicht gegen ihn arbeitet.

Welche Bedeutung hat das Thema Community und Markenaufbau für Ihr Wachstum?

Eine große. Gerade im Sport basiert viel auf Vertrauen und Erfahrung. Wenn jemand ein Produkt nutzt und davon überzeugt ist, ist das mehr wert als jede klassische Werbung.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

An einem echten Problem arbeiten. Die Lösung so einfach wie möglich halten. Und ganz wichtig: nie aufgeben. Ich hatte so manche Tiefs, bei denen ich alles über den Haufen werfen wollte. Es läuft nicht immer alles nach Plan. Das gehört einfach dazu. Du musst eine Vision haben, daran glauben und dein Ding durchziehen, egal was andere sagen.

Sehen Sie EVRVEST am 31. März 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Bildcredits/Fotograf: PULS 4/ Gerry Frank

Wir bedanken uns bei Fabian Lutz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: EVRVEST

Kontakt:

EVRVEST®
A brand of EVRACTIVE Sports e.U.
Quadernstr. 17
6824 Schlins
Österreich

www.evrvest.com
fabian@evrvest.com
+43 699 109 85 931

Ansprechpartner: Fabian Lutz

Social Media:
Instagram
Facebook
TikTok
LinkedIn

Warum sprechen so viele nicht darüber, obwohl es jedes sechste Paar betrifft?

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VILAVIT Kinderwunsch Fruchtbarkeit 2 Minuten 2 Millionen VILAVIT Claudia Gessler-Zwickl

VILAVIT entwickelt wissenschaftlich fundierte Lösungen für Kinderwunsch und Fruchtbarkeit und wird am 31. März 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen

Wie ist VILAVIT entstanden und wer sind die Köpfe hinter dem Startup?

VILAVIT ist aus einer zutiefst persönlichen Motivation heraus entstanden. Die Gründerin Claudia Gessler-Zwickl erhielt selbst die Diagnose „Unfruchtbarkeit!. Anstatt sich damit abzufinden, entschied sie sich bewusst, führende Kinderwunschexperten herauszufordern und „out of the box“ denken.

Die Erkenntnis war rasch klar: Gezielte Mikronährstoffe verbessern die weibliche und männliche Fruchtbarkeit, das ist wissenschaftlich bewiesen. Allerdings gab es kein Produkt am Markt, das überzeugte. Die Idee von VILAVIT war entstanden.

Gemeinsam mit führenden Reproduktionsmediziner:innen wurde VILAVIT entwickelt: Gezielt abgestimmte Kinderwunschpräparate zur Förderung der Eizell- und Spermienqualität. Die Präparate basieren auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, sind optimal dosiert und enthalten bioverfügbare Wirkstoffe, damit sie echte Wirkung erzeugen.

Was hat Sie dazu motiviert, sich auf das Thema Fruchtbarkeit und Mikronährstoffe zu spezialisieren?

Unsere Motivation geht weit über die Entwicklung rein wissenschaftlicher Lösungen hinaus. VILAVIT verfolgt das Ziel, Paare in einer oft sehr herausfordernden Phase ganzheitlich zu unterstützen, sowohl durch gezielte Kinderwunschpräparate als auch durch Aufklärung, Information und emotionale Begleitung.

Unerfüllter Kinderwunsch ist nach wie vor ein Tabuthema, über das häufig nur im Verborgenen gesprochen wird. Und dennoch ist jedes 6. Paar betroffen. Genau hier möchten wir ansetzen: Wir wollen dieses Schweigen durchbrechen und Raum für Offenheit schaffen. Denn nur durch einen offenen Umgang können wir Betroffenen Mut, Hoffnung und Zuversicht geben.

VILAVIT wird am 31. März 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu sehen sein. Mit welchen Erwartungen gehen Sie in den Pitch?

Unser Ziel ist es, die Plattform zu nutzen, um ein wichtiges gesellschaftliches Thema sichtbar zu machen. Unerfüllter Kinderwunsch ist noch immer ein Tabu obwohl rund jedes sechste Paar betroffen ist.

Wir möchten Aufmerksamkeit dafür schaffen, dass niemand auf dieser Reise allein ist, und gleichzeitig zeigen, dass es heute wissenschaftlich fundierte Möglichkeiten gibt, die weibliche und die männliche Fruchtbarkeit gezielt zu unterstützen.

Wenn es uns gelingt, das Thema zu enttabuisieren, Betroffenen Mut zu machen und Vertrauen in evidenzbasierte Lösungen zu stärken, dann ist das für uns bereits ein großer Erfolg.

Wie bereiten Sie sich aktuell auf Ihren Auftritt bei 2 Minuten 2 Millionen vor?

Die Vorbereitung ist sehr intensiv und umfasst mehr als den reinen Pitch. Neben einer klaren Storyline fokussieren wir uns insbesondere auf belastbare Kennzahlen, Marktpotenzial und Unit Economics für ein skalierbares Geschäftsmodell.

Gleichzeitig ist uns wichtig, authentisch zu bleiben und unsere persönliche Motivation spürbar zu machen, denn genau das macht VILAVIT aus.

Welche zentrale Botschaft möchten Sie mit VILAVIT vor den Investorinnen und Investoren vermitteln?

Unerfüllter Kinderwunsch ist kein Randthema, sondern ein wachsendes gesellschaftliches Problem. Frauen bekommen zunehmend später Kinder, während gleichzeitig die Eizellqualität altersbedingt abnimmt. Parallel dazu ist die Spermienkonzentration seit den 1970er Jahren um mehr als 500% zurückgegangen.

Unsere zentrale Botschaft ist daher klar: Fruchtbarkeit ist weit mehr als ein wachsender Gesundheitsmarkt, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung mit tiefgreifendem Einfluss auf das Leben von Millionen Menschen.

Was wäre für Sie ein persönlicher Erfolg nach der Teilnahme an 2 Minuten 2 Millionen?

Ein persönlicher Erfolg wäre es für uns, möglichst viele Menschen auf ihrer Reise zu erreichen und ihnen zu zeigen: Ihr seid nicht allein. Unerfüllter Kinderwunsch betrifft so viele auch wenn oft nicht darüber gesprochen wird.

Wenn wir es schaffen, Betroffenen Mut und Hoffnung zu geben und gleichzeitig einen Beitrag dazu leisten, das Thema zu enttabuisieren und eine offene gesellschaftliche Diskussion anzustoßen, haben wir bereits viel erreicht, unabhängig davon, ob daraus direkt ein Investment entsteht.

Welche Vision verfolgen Sie mit VILAVIT für die Zukunft der reproduktiven Gesundheit?

Unsere Vision ist es, die führende wissenschaftlich fundierte Fertility & Women’s Health Care Brand im DACH-Raum aufzubauen und langfristig neue Standards in Prävention, Aufklärung und persönlicher Begleitung zu setzen.

Wie unterstützen Ihre Produkte Paare konkret auf dem Weg zum Wunschkind?

Unsere Produkte fördern gezielt die Qualität der Eizellen und Spermien, um die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft zu erhöhen.

Sie wirken antioxidativ und schützen die Zellen vor oxidativem Stress, unterstützen die mitochondriale Funktion als zentrale Energiequelle für Eizellen und Spermien, verbessern die Insulinsensitivität und helfen, entzündliche Prozesse im Körper zu regulieren.

Welche Rolle spielen wissenschaftliche Studien und Daten bei der Entwicklung Ihrer Produkte?

Wissenschaft ist die Basis von VILAVIT. Unsere Präparate basieren auf aktuellen Studien und werden gemeinsam mit führenden Kinderwunschexpert:innen entwickelt. Unser Anspruch ist es, nur Inhaltsstoffe einzusetzen, deren Wirkung evidenzbasiert nachvollziehbar ist.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Wirkstoffe optimal aufeinander abgestimmt und wirksam sind?

Wir setzen auf bioverfügbare Mikronährstoffe, die in ihrer Kombination gezielt auf die Bedürfnisse des Körpers abgestimmt sind. Dabei achten wir besonders auf Synergien zwischen den Wirkstoffen sowie auf höchste Qualitäts- und Produktionsstandards.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit VILAVIT besonders an und welche Probleme lösen Sie im Alltag konkret?

Unsere Hauptzielgruppe sind alle Paare mit Kinderwunsch sowohl in einer frühen Planungsphase als auch bereits in medizinischer Behandlung.

Wir adressieren ein zentrales gesellschaftliches Problem: die steigende Unfruchtbarkeit. VILAVIT unterstützt gezielt die Qualität von Eizellen und Spermien auf zellulärer Ebene und schafft gleichzeitig Orientierung in einem oft unübersichtlichen Umfeld.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen im sensiblen Bereich der Fruchtbarkeit und Gesundheit?

Die zentrale Herausforderung liegt darin, Vertrauen aufzubauen insbesondere in einem emotional sehr sensiblen Umfeld wie dem Kinderwunsch.

Gerade deshalb ist es entscheidend, konsequent auf wissenschaftlich fundierte Lösungen zu setzen und diese transparent und verständlich zu kommunizieren.

Was unterscheidet VILAVIT von klassischen Nahrungsergänzungsmitteln oder anderen Kinderwunsch-Produkten am Markt?

VILAVIT setzt gezielt auf die Unterstützung der Fruchtbarkeit auf zellulärer Ebene und geht damit deutlich über klassische Nahrungsergänzung hinaus.

Unsere Präparate basieren auf klar differenzierten, wissenschaftlich untersuchten Wirkstoffen, die in optimaler Dosierung und hoher Bioverfügbarkeit eingesetzt werden. Statt standardisierter Vitaminmischungen verfolgen wir einen evidenzbasierten Ansatz, der gezielt auf die Verbesserung der Eizell- und Spermienqualität abzielt.

Zudem wurden unsere Produkte in enger Zusammenarbeit mit führenden Reproduktionsmediziner:innen entwickelt und stehen für höchste Qualität und Wirksamkeit.

Welche Bedeutung hat das Thema Aufklärung und Transparenz für Ihre Kundinnen und Kunden?

Aufklärung ist ein zentraler Bestandteil unserer Marke. Wir setzen bewusst auf Education, um Vertrauen aufzubauen und nachhaltige Entscheidungen zu ermöglichen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Ich würde drei Dinge mitgeben: Entscheidend ist, ein echtes Problem zu lösen. Gleichzeitig sollte man immer nah an seinen Kund:innen bleiben, denn sie liefern die wertvollsten Insights. Und nicht zuletzt braucht es Resilienz, denn Unternehmertum ist kein Sprint, sondern ein Marathon.

Sehen Sie VILAVIT am 31. März 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Bildcredits/Fotograf: Fotostudio Wetzikon Yannik Scrugli

Wir bedanken uns bei Claudia Gessler-Zwickl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Rollentausch im TV: Gründer übernimmt plötzlich die Macht im Studio

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31. März 2026 Gesundheit Prävention im Fokus Bild EVRVEST 2 Minuten 2 Millionen Bildcredits/Fotograf PULS 4 / Gerry Frank

31. März 2026 Gesundheit Prävention 2 Minuten 2 Millionen mit überraschender Wendung

Der 31. März 2026 bringt bei 2 Minuten 2 Millionen nicht nur neue Start-ups auf die Bühne, sondern auch Momente, die so noch nie zu sehen waren. Zwischen Gesundheit, Prävention und außergewöhnlichen Pitches zeigt sich, wie vielfältig und überraschend die österreichische Gründerszene aktuell ist. Doch eine Szene sorgt besonders für Gesprächsstoff und stellt das gewohnte Machtgefüge im Studio komplett auf den Kopf.

31. März 2026 Gesundheit Prävention 2 Minuten 2 Millionen mit historischem Moment

Was als klassischer Pitch beginnt, entwickelt sich schnell zu einer echten Premiere: Egon Wolf aus Weiz betritt mit seinen Easy Reitsporen die Bühne – und bringt nicht nur eine Innovation, sondern auch Pferd Olaf mit ins Studio. Damit sorgt er von Beginn an für Aufmerksamkeit.

Sein Produkt basiert auf einer persönlichen Erfahrung. Nach einem Unfall im Reitsport entwickelte Wolf ein System, das Sicherheit neu definieren soll. Die Easy Reitsporen werden direkt im Stiefelabsatz fixiert, verzichten vollständig auf Bügel oder Lederriemen und lösen sich im Notfall automatisch.

Doch der eigentliche Wendepunkt kommt unerwartet. Investor Alexander Schütz verlässt während des Pitches das Studio. Eine Situation, die so noch nie vorgekommen ist. Kurzerhand wird Egon Wolf selbst auf den Investorenstuhl gebeten und wechselt damit die Perspektive.

Dieser Moment zeigt eindrucksvoll, wie flexibel und dynamisch das Format geworden ist. Gleichzeitig wirft er eine spannende Frage auf: Wie verändert sich die Sicht auf ein Geschäftsmodell, wenn Gründer plötzlich selbst in die Rolle der Investor:innen schlüpfen?

31. März 2026 Gesundheit Prävention 2 Minuten 2 Millionen wird körperlich

Neben dieser außergewöhnlichen Szene bringt ein weiteres Start-up Bewegung ins Studio. EVRVEST aus Feldkirch setzt auf eine völlig andere Art der Präsentation – nämlich durch direkte körperliche Erfahrung.

Die Gründer Fabian Lutz und Max Schnetzer präsentieren eine modulare Trainingsweste, die sich individuell an den Körper anpasst und speziell für dynamische Bewegungen entwickelt wurde. Das Besondere: Die Weste wurde unter realen Bedingungen mit Athlet:innen getestet und soll sowohl im Leistungs- als auch im Alltagstraining eingesetzt werden können.

Im Studio bleibt es nicht bei theoretischen Erklärungen. Investorin Eveline Steinberger probiert die zehn Kilogramm schwere Weste selbst aus. Auch Mathias Muther lässt sich auf den Test ein. Schnell wird klar: Dieses Produkt muss man erleben, um es zu verstehen.

Hier zeigt sich ein klarer Trend in Richtung erlebbare Innovationen. Gerade in den Bereichen Gesundheit und Prävention gewinnen Produkte an Bedeutung, die unmittelbar spürbar machen, welchen Mehrwert sie bieten.

31. März 2026 Gesundheit Prävention 2 Minuten 2 Millionen zeigt neue Markttrends

Neben den auffälligen Präsentationen stehen auch zwei Wiener Start-ups im Fokus, die mit inhaltlicher Tiefe überzeugen wollen.

VILAVIT adressiert ein Thema, das oft im Verborgenen bleibt, aber zunehmend gesellschaftliche Relevanz erhält: Fruchtbarkeit. Das Unternehmen entwickelt Präparate für Frauen und Männer und setzt dabei auf wissenschaftlich fundierte Ansätze. Im Kontext von Gesundheit und Prävention trifft das auf eine wachsende Nachfrage, da immer mehr Menschen ihre Lebensplanung aktiv gestalten wollen.

MyHomeRoast hingegen bringt Innovation in den Alltag. Mit einem vollautomatischen Haushaltsröster für Kaffee, Kakao und Nüsse ermöglicht das Start-up, Produktionsprozesse nach Hause zu holen. Individualisierung und Kontrolle über die eigene Ernährung stehen hier im Mittelpunkt.

Diese Bandbreite zeigt, wie unterschiedlich Geschäftsmodelle heute gedacht werden – von hochsensiblen Gesundheitsthemen bis hin zu Lifestyle und Genuss.

31. März 2026 Gesundheit Prävention 2 Minuten 2 Millionen als Spiegel der Startup Szene

Die Folge am 31. März 2026 macht deutlich, dass es längst nicht mehr nur um klassische Produktpräsentationen geht. Vielmehr stehen Geschichten, persönliche Motivation und echte Problemlösungen im Mittelpunkt.

Der ungewöhnliche Rollentausch von Egon Wolf, die körperliche Erfahrung mit Evrvest und die thematische Tiefe bei Vilavit zeigen, wie vielfältig Unternehmertum heute interpretiert wird. Gesundheit und Prävention bilden dabei einen roten Faden, der sich durch mehrere Geschäftsmodelle zieht.

Gleichzeitig wird sichtbar, wie wichtig Authentizität geworden ist. Gründer:innen überzeugen nicht mehr nur durch Zahlen, sondern durch nachvollziehbare Beweggründe und klare Visionen.

2 Minuten 2 Millionen entwickelt sich damit immer stärker zu einer Plattform, die nicht nur Investments vermittelt, sondern auch gesellschaftliche Trends sichtbar macht. Der 31. März 2026 liefert dafür ein besonders eindrückliches Beispiel.

Und am Ende bleibt genau die Frage hängen, die diese Folge so spannend macht: Was passiert, wenn sich Perspektiven verschieben und plötzlich die Regeln neu geschrieben werden? Genau darin liegt die besondere Dynamik, die Formate wie 2 Minuten 2 Millionen so relevant für die Startup Szene macht.

Bild EVRVEST 2 Minuten 2 Millionen Bildcredits/Fotograf PULS 4 / Gerry Frank

Was passiert mit all dem Wissen, wenn plötzlich niemand mehr da ist?

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wingmaite Wissen in Unternehmen sichern Oliver Diekmann wingmaite ceo Bildrechte Viktor Strasse

wingmaite sichert Wissen in Unternehmen mit KI und macht Erfahrungswissen langfristig digital nutzbar

Wie ist wingmaite entstanden? Wer steht hinter dem Unternehmen und welche Rollen habt ihr im Team übernommen?

Als Gründer und Angel Investor habe ich immer wieder erlebt, wie viel Wissen verloren geht, wenn Schlüsselpersonen ein Unternehmen verlassen. Der Auslöser für die Gründung waren dann aber die Fortschritte in Sachen KI. 2025 habe ich gemeinsam mit Christian Zacharias wingmaite gestartet. Christian verantwortet als Co-Founder die technologische Seite, ich kümmere mich als CEO um Strategie, Positionierung und Vertrieb. Inzwischen sind wir ein Team von 15 Leuten, verteilt über Deutschland und Portugal, vollständig remote.

Welche Erfahrungen aus euren bisherigen Stationen haben euch zur Gründung von wingmaite geführt?

Ich habe Unternehmen aufgebaut, abgegeben und neu aufgebaut. In meiner Zeit als Gründer mehrerer Unternehmen, wie z. B. dem heutigen JobRad Loop habe ich hautnah erlebt, wie abhängig Organisationen von einzelnen Menschen und ihrem Wissen sind. Wenn diese Menschen gehen, geht nicht nur Fachwissen verloren, sondern auch Kontext, Beziehungen und gelebte Erfahrung. Das hat mich nie losgelassen. Als ich dann als Investor gesehen habe, wie oft Unternehmensübernahmen genau an diesem Punkt scheitern, war klar: Hier braucht es eine Lösung.

Welche Vision verfolgt wingmaite für den Umgang mit Wissen in Unternehmen. Wie soll sich dieser langfristig verändern?

Wir glauben, dass Wissen der entscheidende Standortfaktor für die deutsche und europäische Wirtschaft ist – und dieses Wissen ist in Gefahr: In den kommenden fünf Jahren gehen mehr als 6 Millionen Babyboomer in Rente, 190.000 Familienunternehmen suchen eine Nachfolge. In dem Zusammenhang ist unser Ziel, dass kein Unternehmen mehr kritisches Wissen verliert, nur weil Menschen in Rente gehen, kündigen oder ein Unternehmen übergeben wird. Langfristig soll jedes Unternehmen über ein lebendiges digitales Gedächtnis verfügen, das Erfahrungswissen bewahrt und für alle Mitarbeitenden und KI nutzbar macht.

Wie wollt ihr diese Vision konkret erreichen. Welche Schritte sind dafür entscheidend?

Zuerst müssen wir Bewusstsein schaffen. Viele Unternehmen wissen gar nicht, wie viel ihres Wissens ausschließlich in den Köpfen der einzelnen Mitarbeitenden steckt. Man schätzt, dass das rund 70 Prozent ausmacht. Dann setzen wir technologisch an: Unsere KI-basierte Plattform erfasst dieses implizite Wissen niedrigschwellig und macht es durchsuchbar und nutzbar. Wir starten zunächst dort, wo der Handlungsdruck am größten ist, nämlich bei Unternehmensnachfolgen und dem bevorstehenden Ausscheiden der Babyboomer-Generation.

Welche Zielgruppen adressiert wingmaite aktuell. Welche konkreten Probleme löst ihr für diese Unternehmen im Alltag?

Wir richten uns an kleine und mittlere Unternehmen im deutschsprachigen Raum, insbesondere an solche vor oder in einer Unternehmensnachfolge. Gleichzeitig arbeiten wir eng mit professionellen Käufern aus dem Private-Equity- und Search-Fund-Umfeld, die bei Übernahmen sicherstellen müssen, dass das Wissen im Unternehmen bleibt. Im Alltag lösen wir ein ganz konkretes Problem: Wissen, das bisher nur in den Köpfen einzelner Personen existiert hat, wird gesichert, strukturiert und für das gesamte Team und KI zugänglich gemacht.

Warum scheitert Wissensmanagement in vielen Unternehmen noch immer. Wo setzt ihr mit eurer Lösung an?

Ich würde nicht sagen, dass Wissensmanagement gescheitert ist – aber manche bisherigen Lösungen haben nicht so richtig zu den Menschen gepasst. Man hat versucht, Mitarbeitende in starre Strukturen und Eingabemasken zu pressen. Das hat oft nicht funktioniert, weil niemand nach einem langen Arbeitstag noch Formulare ausfüllen möchte. Durch KI können wir das erstmals anders lösen. Wir passen uns der Arbeitsweise der Menschen an, nicht umgekehrt.

Was macht wingmaite im Vergleich zu anderen Lösungen im Bereich Wissensmanagement wirklich besonders?

Wir bauen den Kontext-Layer eines Unternehmens, erfassen also nicht nur explizites Wissen aus Dokumenten und Datenbanken, sondern gezielt auch das implizite Wissen, also Erfahrungswerte, Routinen und Zusammenhänge, die nirgendwo aufgeschrieben sind. Unsere Plattform macht dieses Wissen für Mensch und KI gleichermaßen nutzbar. Kontext ist das neue Gold, und genau darauf konzentrieren wir uns.

Wie gelingt es euch, auch implizites Wissen aus den Köpfen von Mitarbeitenden zugänglich zu machen?

Der Schlüssel liegt in der Niedrigschwelligkeit. Wir nutzen unter anderem Voice-to-Voice-Technologie. Mitarbeitende können ihr Wissen einfach aussprechen, im Gespräch, beiläufig, ohne extra Zeit einplanen zu müssen. Unsere KI verarbeitet das im Hintergrund, strukturiert es und macht es durchsuchbar. Es fühlt sich nicht nach Dokumentation an, sondern passiert fast nebenbei. Das ist der große Unterschied zu allem, was es vorher gab.

Mit welchen Herausforderungen seid ihr beim Aufbau von wingmaite konfrontiert. Wie geht ihr damit um?

Die größte Herausforderung ist natürlich Vertrauen. Unternehmen vertrauen uns ihr sensibelstes Asset an: ihr Wissen. Das erfordert Überzeugungsarbeit, wobei die Gespräche bisher alle ausgesprochen aufgeschlossen und positiv waren. Gleichzeitig bewegen wir uns auch in einem KI-Markt, der gleichzeitig überhitzt und übersättigt ist. Wir reden deshalb nicht über Technologie, sondern über das Problem. Wenn Entscheider:innen verstehen, was für sie auf dem Spiel steht, öffnen sich Türen.

Wie entwickelt ihr eure Plattform weiter. Welche Funktionen oder Ansätze stehen aktuell im Fokus?

Wir konzentrieren uns voll darauf, unsere Plattform so zugänglich für unsere Nutzenden zu machen wie nur möglich. Zusätzlich arbeiten wir an vielen weiteren Features, die den Value für unsere Nutzer:innen erhöhen – aber das lasse ich mal so als Cliffhanger stehen.

Wohin soll sich wingmaite in den nächsten Jahren entwickeln. Welche Rolle wollt ihr im Markt einnehmen?

Wir wollen die führende Wissensinfrastruktur für den europäischen Mittelstand werden – als unverzichtbare Grundlage, auf der Unternehmen ihre KI-Strategie aufbauen. Kurzfristig starten wir im DACH-Raum mit dem Fokus auf Unternehmensnachfolge. Mittelfristig wollen wir überall dort sein, wo Unternehmen vor der Herausforderung stehen, ihr Wissen zu bewahren und weiterzuentwickeln.

Welche drei konkreten Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Fangt beim Warum an. Wenn ihr nicht erklären könnt, warum es euch geben muss, wird es schwer, andere zu überzeugen. Zweitens: Hört nie auf, mit euren Kund:innen zu sprechen. Die besten Produkte entstehen nicht im stillen Kämmerlein, sondern im echten Austausch mit den Menschen, für die ihr baut. Drittens, wenn mal was nicht so läuft wie geplant: Mund abwischen und weitermachen. Es wird Rückschläge geben. Das gehört dazu. Entscheidend ist, dass ihr daraus lernt und morgen besser seid als heute.

Bildrechte/Fotograf: Viktor Strasse

Wir bedanken uns bei Oliver Diekmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie entstehen aus Innovationen in Logistik und Handel echte Marktlösungen?

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de:hub Hamburg Logistik Startups Innovationen Julian Kakarott

Der de:hub Hamburg vernetzt Unternehmen und Innovationstreiber, um Startups und neue Technologien gezielt in Lösungen für die Logistik zu überführen

Können Sie den de:hub Hamburg kurz vorstellen und erläutern, welche Rolle er innerhalb der bundesweiten de:hub Initiative einnimmt?

Der de:hub Hamburg ist Teil der bundesweiten Digital Hub Initiative. Unser klarer Schwerpunkt liegt auf Open Innovation und Venture Clienting. Wir arbeiten eng mit Corporate Partnern aus Logistik und Commerce zusammen. Ziel ist es, Innovationsbedarfe aus der Industrie aufzunehmen und gezielt mit passenden Scale-ups oder Startups zu lösen. So treten wir als treibende Kraft für marktorientierte Umsetzung auf.

Warum ist Hamburg aus Ihrer Sicht der ideale Standort für einen Digital Hub mit dem Schwerpunkt Logistik und Commerce und wo genau ist der Hub angesiedelt?

Hamburg ist einer der wichtigsten Logistik- und Handelsstandorte Europas. Der Hafen, internationale Handelsbeziehungen und starke Industrie prägen die Stadt. Das hanseatische Denken steht für Verlässlichkeit, Pragmatismus und langfristige Partnerschaften. Genau das passt zu unserem Ansatz. Zudem befindet sich der Hub zentral in der Hamburger Speicherstadt.

Welche thematischen Schwerpunkte und technologischen Spezialisierungen prägen die Arbeit des Hubs besonders?

Im Zentrum stehen Open Innovation und Venture Clienting. Wir fokussieren uns auf marktreife Technologien und reale Anwendungsfälle. Themen sind unter anderem künstliche Intelligenz, datengetriebene Geschäftsmodelle, Automatisierung und nachhaltige Lösungen. Entscheidend ist nicht die Technologie an sich, sondern ihr konkreter Mehrwert für Unternehmen.

Wie unterstützt der de:hub Hamburg konkret Startups bei der Entwicklung und Skalierung ihrer Geschäftsmodelle?

Wir bringen Startups direkt mit zahlenden Unternehmenskunden zusammen. Co-Creation spielt dabei eine zentrale Rolle. Produkte werden gemeinsam mit Corporates entwickelt und weitergedacht. Zusätzlich haben wir 20026 eine eigene Scale-up-Mitgliedschaft eingeführt. Sie adressiert gezielt organisatorische und strukturelle Skalierungsfragen. Ziel ist nachhaltiges Wachstum statt kurzfristiger Pilotprojekte.

Welche Rolle spielen etablierte Unternehmen, Mittelstand und Forschungseinrichtungen im Ökosystem des Hubs?

Etablierte Unternehmen spielen eine zentrale Rolle. Sie liefern den Market Pull aus der Branche. Ihre Herausforderungen bilden den Ausgangspunkt für Innovation. Der Mittelstand profitiert von neuen Lösungen und schneller Umsetzung. Forschungseinrichtungen sind aktuell weniger im Fokus als die direkte Marktperspektive.

Wie fördern Sie den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Startups und Industriepartnern in der Praxis?

Wir arbeiten mit klaren Connect-Formaten. Dazu gehört der HubDay, Match Days und themenspezifische Workshops. Entscheidend ist der persönliche Austausch. Vertrauen entsteht durch direkte Begegnung und gemeinsames Arbeiten. Unser Ziel ist nachhaltige Zusammenarbeit statt punktueller Kontakte.

Im vergangenen Jahr stand die Umsetzung konkreter KI-Projekte im Mittelpunkt. KI ist inzwischen allgegenwärtig und ein zentraler Hebel, um Effizienzpotenziale zu realisieren und operative Herausforderungen zu adressieren. Smart-Admin-Ansätze reduzieren Overhead und administrative Aufwände, während Bilderkennung das Verifizieren, Identifizieren und Klassifizieren von Waren automatisiert. Entsprechende Use Cases sind insbesondere im Retourenmanagement, bei Abnahmeprozessen und in der Inventur fest etabliert.

Auch Robotics in Kombination mit KI gewinnt weiter an Relevanz – nicht zuletzt als Antwort auf den Fachkräftemangel im Lager.

Während humanoide Roboter aktuell noch auf belastbare Business Cases geprüft werden, liefern pragmatische Zwischenlösungen bereits konkrete Mehrwerte: Halbhumanoide Systeme oder Greifarme auf autonomen Plattformen, kombiniert mit KI-gestützter Bild- und QR-Code-Analyse, steigern Effizienzen im Lager.

Im Handel entwickelt sich „Agentic Commerce“ zu einem zentralen Zukunftsfeld. Insbesondere im B2C-Bereich treten Startups mit KI-basierten Geschäftsmodellen als Herausforderer etablierter Vertriebsstrukturen auf.

Die Handlungsfelder von Handel und Logistik überschneiden sich: Robotics im Shopfloor, Echtzeitdaten für Produkt- und Preissteuerung, Transparenz durch Mitarbeiter-Apps in globalen Vertriebseinheiten sowie Experience-driven Shopping mit digitalen Touchpoints wie Smart Windows.

Insgesamt zeigt sich in diesem Jahr eine stärkere Fokussierung: Unternehmen priorisieren Lösungen mit unmittelbarem Impact, klaren Kosteneinsparungen und schneller Implementierbarkeit. Geschwindigkeit wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor und Scale-ups gewinnen als Umsetzungspartner weiter an Bedeutung.

Woran messen Sie den Erfolg des Hubs und welchen Mehrwert schafft er für die Region Hamburg?

Erfolg messen wir an wirtschaftlicher Wirkung. Etablierte Unternehmen müssen zukunftsfähiger werden. Startups müssen wiederkehrende Umsätze aufbauen. Beides stärkt den Standort Hamburg nachhaltig. Gleichzeitig fördern wir den Dialog mit Politik und Verwaltung. So entsteht ein belastbares Innovationsökosystem.

Wie ist der de:hub Hamburg mit anderen Digital Hubs in Deutschland vernetzt und welchen Nutzen haben Startups von diesem Netzwerk?

Die de:hub Initiative ist unser strategischer Vorteil für die Community in Logistik und Handel. Sie ermöglicht Corporates, Startups und Scale-ups den Zugang zu branchenübergreifenden Lösungen für komplexe Problemstellungen.

Hubs wie Dresden (Smart Systems), Jena (Jena Photonics & Digital Experience Hub) oder Lübeck (Erneuerbare Energien) erschließen Innovationsfelder mit hoher Relevanz für Logistik und Commerce, die nicht immer durch rein branchenfokussierte Startups und Scale-ups adressiert werden.

Unsere Rolle ist es, Potenziale zwischen Branchen zu erkennen, zu übersetzen und marktfähige Cross-Industry-Anwendungen zu ermöglichen.

Durch die enge Vernetzung im de:hub Netzwerk erweitern wir den Lösungsraum für Corporates und schaffen zusätzliche Markt- und Wachstumsmöglichkeiten für Startups – bei gleichzeitig gesteigerter internationaler Sichtbarkeit.

Abschließend gefragt: Welche Ziele verfolgen Sie mit dem de:hub Hamburg in den kommenden Jahren und wie soll sich der Standort weiterentwickeln?

Wir wollen die führende Plattform für Logistik und Commerce werden. Unser Fokus liegt klar auf Open Innovation und Venture Clienting. Ziel ist es, starke Unternehmen und skalierbare Startups aufzubauen. Der de:hub Hamburg soll als Umsetzungsplattform international sichtbar sein. Wirkung steht dabei immer vor Reichweite.

Bildrechte: de:hub Logistics & Commerce

Wir bedanken uns bei Julian Kakarott für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nutze KI so, dass sie feministische Ziele umsetzt

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Dr. Eva Gengler: KI und Daten auf der herCAREER Bild Dr. Eva Gengler Wirtschaftsinformatikerin und intersektional-feministische Forscherin zu Macht und Künstlicher Intelligenz Co-Founderin der feminist AI Community und enableYou © Helena Henkel

Dr. Eva Gengler ist Wissenschaftlerin mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz, Gründerin – und Feministin. Noch ist KI weit davon entfernt, feministisch zu sein.  Deshalb setzt sich Eva Gengler für Aufklärung und Selbstbestimmung im Umgang mit KI ein. herCAREER spricht mit der Expertin über ihr Buch „Feministische KI“ und darüber, wie wir alle dazu beitragen können, dass die Zukunft mithilfe von KI gerechter wird.

„Nur in einer gerechten Welt wäre KI gerechter.“

herCAREER: In deinem Buch schreibst du, dass KI unsere Welt massiv ungerechter machen wird. Was meinst du damit konkret?

Dr. Eva Gengler: Insbesondere Large-Language-Modelle (LLM) wie ChatGPT oder generative KI wie Dall·E lernen Muster aus bestehenden Daten. Sie reproduzieren und verstärken also, was ist. Wer in der analogen Welt benachteiligt ist, wird also auch digital benachteiligt, teils sogar stärker. KI lernt zudem vor allem von einer recht kleinen, homogenen und privilegierten Gruppe von Menschen, deren Perspektive nicht für die gesamte Gesellschaft, schon gar nicht für die ganze Welt stehen kann.

herCAREER: Was wäre ein Beispiel dafür?

Dr. Eva Gengler: Ich habe kürzlich das Prompt „Create an image of a doctor and nurses“ getestet. Das Ergebnis: ein Bild mit einem weißen männlichen Arzt und mehreren weiblichen, fast ausschließlich nicht-weißen Pflegekräften. Oder nehmen wir eine Firma, die in der Vergangenheit für eine bestimmte Rolle selten Frauen eingestellt hat – vielleicht, weil die Position aufgrund mangelnder Flexibilität für Mütter nicht geeignet war. Eine KI, die mit diesen Daten trainiert wird, „schließt“ womöglich daraus, dass Männer besser geeignet sind – und verstärkt damit ein altes Muster, ohne die Ursachen zu verstehen oder zu verdeutlichen.

herCAREER: Wenn es keinen Gender Data Gap gäbe, wäre KI dann gerechter?

Dr. Eva Gengler: Nicht unbedingt. Nur in einer gerechten Welt wäre KI gerechter. Die Qualität der Daten ist wichtig, aber sie sind niemals neutral. Selbst wenn wir mit ausgewogeneren Datensätzen trainieren, können Stereotype und menschliche Bias in Entwicklung und Nutzung einfließen.

herCAREER: Wie können wir trotzdem ausgewogenere, intersektionalere Daten erheben?

Dr. Eva Gengler: Daten sind nur so lange abstrakte, neutrale Einheiten, bis wir deren Machtgefüge hinterfragen. Erst wenn wir fragen, warum und von wem Daten gesammelt werden, verstehen wir ihre weißen Flecken. Ein Beispiel: In der Medizin haben Männer entschieden, dass es sich nicht lohnt, den weiblichen Körper mit seinen hormonellen Zyklen genau zu erforschen – er galt als zu komplex. Darum fehlen uns bis jetzt wichtige gendermedizinische Daten, mit gravierenden Folgen für Forschung und Behandlung. Die Qualität unserer Daten und die gerechte Funktionsweise von KI hängen also davon ab, wer die (richtigen) Fragen stellt und wer Entscheidungen trifft.

herCAREER: Besorgniserregend, wenn wir bedenken, dass die größten Player in der KI-Entwicklung und die großen Social-Media-Kanäle von MAGA-affinen Männern geleitet werden, oder?

Dr. Eva Gengler: Ja. Im Buch schreibe ich: „Macht prägt KI und KI reproduziert Macht.“ Es ist gefährlich, wenn einzelne Personen so viel Macht haben, denn sie bestimmen buchstäblich, was eine KI oder ein Algorithmus tut. Sie entscheiden über deren zugrundliegenden Werte.
Ein Beispiel ist Grok: Ich weiß nicht, ob Elon Musk sich die sogenannte „Spicy-Funktion“ selbst gewünscht hat. Aber er hat offensichtlich mindestens gebilligt, dass damit zutiefst sexualisierte Bilder auf der Basis von Fotos von Frauen, weiblich gelesenen Personen und Kindern erstellt und auf X geteilt wurden. Das war am Ende sogar gut fürs Geschäft. In anderen Fällen hat Grok antisemitische sowie rassistische Inhalte verbreitet. Das Problem ist: Solche sexistischen, rassistischen und antisemitischen Botschaften wirken oft subtil – bei Grok sind sie allerdings in der Regel sehr plakativ und offensichtlich. Aber gerade subtile stereotype Bilder und diskriminierende Sprache können diskriminierendes Gedankengut in der Mitte der Gesellschaft normalisieren.

herCAREER: Die Algorithmen sozialer Medien sind genauso manipulierbar, oder?

Dr. Eva Gengler: Ja. Experimente auf YouTube und TikTok haben immer wieder gezeigt, dass neu eröffnete, neutrale Profile systematisch auf rechtsextremen und frauenfeindlichen Content gelenkt werden.

herCAREER: Warum ist das so? Denn diese Inhalte spiegeln ja erwiesenermaßen nicht die Haltung des Großteils der Gesellschaft …

Dr. Eva Gengler: Es ist das Geschäftsmodell. Das Ziel dieser Social-Media-Plattformen ist, die Nutzerinnen und Nutzer länger auf der Plattform zu halten – und genau das bringt Werbeeinnahmen. Und extremer Content wird mehr geklickt. Polarisierung und Meinungsmanipulation sind also kein Zufall, sondern Teil des Geschäftsmodells. Die Entscheider:innen hinter den Plattformen nehmen in Kauf, dass damit Extremismus, Hass und eine konkrete Gefahr für die Demokratie einhergehen.

herCAREER: Kaum jemand kann heute sagen: „Ich boykottiere KI.” Dafür ist sie zu tief im (Arbeits-)Alltag verankert. Haben wir also zu wenig Regulierung in Deutschland und Europa?

Dr. Eva Gengler: Ich bin überrascht, wie viele Stimmen – auch unsere Wirtschaftsministerin – sich für Deregulierung einsetzen. Demokratie bedeutet, das friedliche Zusammenleben aller zu schützen, nicht die Wirtschaft um jeden Preis zu fördern. Natürlich brauchen wir wirtschaftlichen Aufschwung, aber nicht auf Kosten der Menschenrechte! Insofern: Ja, wir brauchen unbedingt Regulierung, denn es ist offensichtlich, dass gerechte KI ohne sie nicht realisierbar ist.

herCAREER: Wie effektiv ist der EU-AI-Act deiner Einschätzung nach?

Dr. Eva Gengler: Für mich geht die Regulierung nicht weit genug. Das liegt unter anderem daran, dass sehr viele Firmen in die Ausarbeitung eingebunden waren, die Lobby für weniger strenge Auflagen für KI gemacht haben. In Sachen Diversität, Barrierefreiheit, Zugang und Teilhabe sowie ökologische Nachhaltigkeit geht die Regulierung nicht weit genug. Aber sie ist ein wichtiger Anfang – gerade mit Blick auf Deregulierung in den USA.

herCAREER: Die Entwicklung des AI-Acts hat acht Jahre gedauert. Eine im Januar entwickelte Software kann jedoch bereits im Juli veraltet sein. Wie soll so effektive Regulierung möglich sein?

Dr. Eva Gengler: Gesetze arbeiten mit Generalisierungen, um flexibel zu bleiben. Ich glaube beispielsweise nicht, dass KI-Agenten explizit in der Regulierung erwähnt sind, weil sie damals noch keine große Rolle gespielt haben. Aufgrund ihrer Einsatzfelder und Nutzung würde ich dennoch sagen, dass sie unter die KI-Regulierung fallen. Es wird aber tatsächlich schwierig bleiben, die technologische Geschwindigkeit politisch und juristisch abzudecken.

herCAREER: Schwierig auch dahingehend, dass viele Nationen – auch Deutschland – sich nicht immer an multilaterale Abkommen halten. Enthält das Papier auch echte Sanktionen oder ist es mehr als freiwillige Selbstkontrolle zu betrachten?

Dr. Eva Gengler: Laut dem Abkommen sollen das EU-AI-Office der Europäischen Kommission und die nationalen KI-Aufsichtsbehörden die Einhaltung kontrollieren. Bei Verstößen sind finanzielle Strafen vorgesehen. Ob die finanziellen und personellen Ressourcen für die Überwachung allerdings ausreichen, wird sich zeigen.

herCAREER: So wie Sexismus kein Frauen-, sondern ein Männerproblem ist, sind Diskriminierung und Polarisierung durch KI kein technisches Problem, sondern ein menschliches. Wo müssen wir also ansetzen?

Dr. Eva Gengler: Ein wichtiger Bereich ist die Bildung. Wir müssen Kompetenzen früh vermitteln – schon in der Schule. Und zwar nicht nur in der Nutzung, sondern im verantwortungsvollen Umgang mit KI. Kinder sollten lernen, wie Machtstrukturen und Hierarchien wirken und dass Technologie darum nie neutral ist. Jedes Ergebnis muss hinterfragt werden.

herCAREER: Welche Frage ist die erste, die man sich stellen sollte?

Dr. Eva Gengler: Die Frage nach dem Zweck: Warum?

herCAREER: Warum spielt Simon Sineks Konzept „Start with Why“ eine Rolle im Kontext feministischer KI?

Dr. Eva Gengler: Simon Sinek sagt: Wenn wir als Organisation nicht wissen, warum wir etwas tun, dann können wir es auch nicht richtig tun. Das gilt besonders für KI. Wer Systeme entwickelt oder einsetzt, sollte verstehen, welchem Ziel sie dienen. Heute geht es meist um Effizienz oder Kostensenkung. Wenn das Ziel jedoch Gerechtigkeit oder Vielfalt im Recruiting ist, dürfen wir uns nicht (nur) auf alte Datensätze stützen, die Ungerechtigkeit widerspiegeln. Wir sollten mit KI den Prozess neu und gerechter denken.
Im Recruiting gibt es da zum Beispiel Chemistree, die ein KI-gestütztes Matching im Personalwesen anbieten. Statt Stellenbeschreibungen und schier unerreichbaren Anforderungslisten – zumindest aus Sicht von vielen Frauen – matcht die KI konkrete Anforderungen und Vorstellungen eines Unternehmens mit den Kompetenzen und Präferenzen der Talente. Das kann dazu führen, dass sich Frauen letztendlich für eine Stelle bewerben, auf die sie sich ohne das Matching nicht beworben hätten.

herCAREER: Es ist interessant: Im Innovationskontext verteufeln wir die Aussage „Das haben wir schon immer so gemacht“ – und das zu Recht. Beim Thema KI verlassen wir uns jedoch ausschließlich auf bestehende Muster und verschließen uns so systematisch echten Innovationen. Wie können IT-Unternehmen dazu beitragen, ethische und feministische Innovationen zu entwickeln?

Dr. Eva Gengler: Indem sie nach dem Warum fragen. Jede Person, die an einer KI-Entwicklung arbeitet, sollte sich bewusst sein, welchen Zweck die Anwendung hat. Aber die wirkliche Verantwortung liegt im Management. Sie setzen die Rahmen, sie bestimmen über Budgets, sie tragen die Verantwortung dafür, wo, wie und vor allem warum KI eingesetzt wird.

herCAREER: Gibt es Prozesse, die dabei helfen können?

Dr. Eva Gengler: KI-Governance und Tests! Wir sollten unsere Systeme im gesamten Prozess immer wieder testen, mit diversen Daten und durch diverse Personen. Denn erst dann fallen Probleme oft auf. Und das sollten wir von Anfang an machen!

herCAREER: Transdisziplinäre und intersektionale Testgruppen?

Dr. Eva Gengler: Genau. So kann selbst ein Entwickler:innen-Team, das vorwiegend aus weißen, sozioökonomisch ähnlichen Umfeldern kommt, wichtige weiße Flecken aufdecken. In der Praxis ist das oft nicht leicht umzusetzen – zumindest wird es viel zu selten getan.

herCAREER: Wie kann jede*r von uns KI feministisch nutzen?

Dr. Eva Gengler: Ihr könnt euch fragen, wie ihr eine KI so nutzt, dass sie feministische Ziele umsetzt. Ihr könnt LLM nutzen, um feministische Texte zu schreiben – aber bitte immer den Inhalt selbst bestimmen, KI darf nur ein Werkzeug zur Unterstützung sein. Schon beim Formulieren eines Prompts könnt ihr entscheiden, welche Perspektive ihr einfordert, könnt gezielt Expertinnen oder LGBTQIA-Personen als Quellen verlangen – und generell Quellenvielfalt – ebenso wie genderneutrale Sprache. So prägt ihr KI auch Stück für Stück ein bisschen mit.

herCAREER: Das hat dann meine konkrete Anfrage feministisch geprägt – aber habe ich damit einen Einfluss auf die KI selbst?

Dr. Eva Gengler: Wir haben bereits mehrfach beobachtet, dass KI-Unternehmen auf Druck der Öffentlichkeit nachgebessert haben. Also finde ich es gut, wenn wir problematische Inhalte, die eine KI generiert hat, teilen und sichtbar machen. Das kann Druck ausüben, wenn es viele von uns tun – wie auch im Fall von Grok auf X zu beobachten war. Wir wissen nicht mit Sicherheit, wie groß der Einfluss von unserem Nutzer:innen-Feedback auf LLMs ist, aber ich würde trotzdem sagen, dass es gut ist, wenn wir auch das System kritisieren und hoffen, dass es Stück für Stück dazulernen wird. Am Ende sollten wir uns beim Prompten immer fragen: Was wollen wir mit KI erreichen – einen Teil der Realität abbilden oder sie verändern?

herCAREER: Wenn KI ein Abbild unserer Gesellschaft ist, müssen wir im analogen und im digitalen Raum möglichst feministisch agieren. Du schreibst, wir sollen anderen (KI-)Expertinnen eine Plattform bieten.

Dr. Eva Gengler: Genau. KI lernt von digitalem Content. Das bedeutet: Je öfter ich Expertinnen an die Medien empfehle und je mehr Panels ausschließlich mit Frauen oder paritätisch mit Frauen besetzt sind, desto öfter werden sie auch erwähnt und eingeladen werden. Das ist in unserer analogen Welt so, aber das wird durch digitale Berichterstattung und Präsenz auch in die Datengrundlage einfließen und die nächste Generation von KI mitprägen.

Dr. Eva Gengler wird ihr Buch „Feministische KI” und ihre Forschungserfahrungen im Rahmen des Authors-MeetUp auf der herCAREER Expo 2026 am 22.+ 23. Oktober 2026 in München vorstellen.

Das Interview führte herCAREER-Redakteurin Kristina Appel.

Bild Dr. Eva Gengler Wirtschaftsinformatikerin und intersektional-feministische Forscherin zu Macht und Künstlicher Intelligenz Co-Founderin der feminist AI Community und enableYou © Helena Henkel

Quelle messe.rocks GmbH

Warum wird Compliance plötzlich zum Problem?

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Secfix Security Compliance Plattform für Unternehmen Secfix Team Bild

Secfix ist eine KI native Plattform für Security und Compliance die Unternehmen dabei unterstützt regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen und langfristig zu managen

Was genau macht Secfix heute als KI native End to End Plattform für Security Compliance und wie hat sich Ihr Angebot seit den Anfängen als GRC Automatisierungstool entwickelt?

Secfix hat ursprünglich als GRC-Automatisierungstool begonnen, das Unternehmen dabei geholfen hat, Zertifizierungen wie ISO 27001 oder SOC 2 schneller und mit weniger manuellem Aufwand zu erreichen. Mit der Zeit hat sich jedoch heraus gestellt, dass die Zertifizierung nur der erste Schritt ist und viele Unternehmen danach mit steigenden Anforderungen an Security und Compliance konfrontiert sind. Heute positioniert sich Secfix daher als KI-native End-to-End-Plattform für Security Compliance, die Automatisierung mit einem CISO-as-a-Service-Modell kombiniert. Die Plattform begleitet Unternehmen kontinuierlich über die reine Zertifizierung hinaus und deckt zentrale Bereiche wie Monitoring, Incident Management und Security-Fragebögen sowie übergreifende Security-Führung und Betreuung ab. Damit entwickelt sich Secfix von einem reinen GRC tool hin zu einem ganzheitlichen Partner, der die gesamte Security- und Compliance-Reise von Unternehmen langfristig unterstützt.

Wer sind die Köpfe hinter Secfix und welche Erfahrungen aus Cybersecurity und Compliance haben die strategische Ausrichtung des Unternehmens geprägt?

Secfix wurde 2021 von drei Münchner Gründern aufgebaut, die aus eigener Erfahrung ineffiziente Compliance-Prozesse lösen wollten. Fabiola Munguia (CEO) bringt Erfahrung in B2B-Sales, Wachstum sowie mehrere Jahre in Cybersecurity und Compliance-Automatisierung mit. Grigory Emelianov (CTO) ergänzt dies durch Produkt- und Technologieexpertise, insbesondere im Aufbau skalierbarer B2B-SaaS-Lösungen. Branko Džakula (CISO) verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Informationssicherheit und hat hunderten von KMU und Mittelständischen Unternehmen durch relevante Zertifizierungen wie ISO 27001, SOC 2, NIS2 und GDPR begleitet. Die Kombination aus Vertrieb, Technologie und tiefgehender Compliance-Praxis prägt die strategische Ausrichtung von Secfix.

Secfix hat eine Series A Finanzierung über 12 Millionen US Dollar abgeschlossen. Welche Rolle spielt dieses Kapital für Ihre Expansion in Europa und den weiteren Plattformausbau?

Das Kapital wird genutzt, um die Expansion in Europa über die DACH-Region hinaus zu beschleunigen und gleichzeitig die Plattform weiter auszubauen. Im Fokus stehen dabei der Ausbau der KI-nativen Automatisierung von Compliance-Prozessen, die Skalierung der Security-Plattform inklusive CISO-as-a-Service sowie die Erweiterung um zusätzliche regulatorische Frameworks wie den EU AI Act, CRA und ISO 42001. Dadurch stärkt Secfix seine Position als europaweiter End-to-End-Anbieter für Security Compliance.

Welche Vision verfolgen Sie mit Secfix im Hinblick auf die steigenden regulatorischen Anforderungen wie ISO 27001, NIS2, DORA oder EU AI Act?

Die Vision von Secfix ist es, sich als führende End-to-End-Plattform für Security Compliance in Europa zu etablieren, die Unternehmen entlang ihrer gesamten Compliance-Reise begleitet. Angesichts zunehmender regulatorischer Anforderungen wie ISO 27001, NIS2, DORA oder dem EU AI Act verfolgt Secfix den Ansatz, diese Komplexität durch eine Kombination aus Automatisierung und KI sowie kontinuierlicher Betreuung zu reduzieren. Ziel ist es, Unternehmen nicht nur punktuell bei der Zertifizierung zu unterstützen, sondern ihnen eine skalierbare Lösung bereitzustellen, die mit ihren Anforderungen wächst und sie langfristig durch alle regulatorischen Entwicklungen begleitet.

Wie unterstützt Secfix konkret KMU und Mid Market Unternehmen dabei, Zertifizierungen deutlich schneller zu erreichen und dauerhaft aufrechtzuerhalten?

Secfix unterstützt KMU und Mid-Market-Unternehmen, indem der Compliance-Prozess umfassend automatisiert und gleichzeitig kontinuierliche sowie individuelle Betreuung gewährleistet wird. Secfix stellt sicher, dass Compliance kein einmaliges Projekt bleibt: Durch kontinuierliches Monitoring, regelmäßige Prüfungen, Incident Management und laufende Anpassungen an neue Anforderungen hilft die Plattform, Unternehmen dauerhaft compliant zu bleiben. Ergänzt wird dies durch das CISO-as-a-Service-Modell, das operative Security-Expertise bereitstellt und es ermöglicht, Themen wie Security-Fragebögen vollständig auszulagern und dadurch erheblich Zeit und Kosten zu sparen.

Viele Unternehmen sehen Compliance als notwendiges Übel. Wie gelingt es Ihnen, mit Secfix aus reiner Checkbox Compliance eine nachhaltige Sicherheitskultur zu entwickeln?

Viele Unternehmen empfinden Compliance als trocken und aufwendig, weil sie stark manuell und reaktiv organisiert ist. Secfix dreht das um, indem die Prozesse klar strukturiert, automatisiert und über eine benutzerfreundliche Oberfläche einfach steuerbar werden. Gleichzeitig sorgt die enge Zusammenarbeit mit erfahrenen und jederzeit erreichbaren Security Experten dafür, dass Kunden nicht allein durch Anforderungen navigieren müssen.

Was unterscheidet Secfix von klassischen Beratungen oder reinen Software Tools im Bereich Security und Compliance?

Secfix kombiniert ein modernes, fortschrittliches Tool mit individueller, praxisnaher Unterstützung. Während klassische Beratungen oft stark manuell und projektbasiert arbeiten und reine Softwarelösungen Kunden allein lassen, verbindet Secfix beides zu einem integrierten Ansatz. Der Fokus liegt nicht auf schneller „Checkbox-Compliance“, sondern darauf, Unternehmen nachhaltig und strukturiert entlang ihrer gesamten Security- und Compliance-Reise zu begleiten.

Mit dem Ausbau von CISO as a Service geht Secfix über reine Automatisierung hinaus. Warum war dieser Schritt strategisch wichtig?

Mit wachsender Unternehmensgröße steigen Anforderungen, regulatorische Standards und die Komplexität im Compliance-Bereich deutlich an. Secfix unterstützt daher zunehmend größere Unternehmen mit umfangreicheren Anforderungen und einer steigenden Anzahl relevanter Standards. Gleichzeitig ist bei vielen Kunden der Wunsch gewachsen, operative Aufgaben an erfahrene Experten auszulagern. Mit CISO-as-a-Service ergänzt Secfix die Plattform gezielt um strategische und operative Expertise. Kunden können so nicht nur Prozesse automatisieren, sondern erhalten klare Orientierung und geben zentrale Teile ihrer Security- und Compliance-Arbeit effizient an Secfix ab.

Welche Herausforderungen erleben Sie aktuell im europäischen Markt, insbesondere angesichts wachsender Regulierung und unterschiedlicher nationaler Rahmenbedingungen?

Viele Unternehmen sind aktuell durch die wirtschaftliche Lage und die gleichzeitig steigenden regulatorischen Anforderungen verunsichert. Standards wie NIS2, CRA oder der EU AI Act erhöhen den Druck zusätzlich und machen Compliance deutlich komplexer. Viele stoßen mit Confluence oder Excel an ihre Grenzen. Es entsteht ein klarer Bedarf nach einem erfahrenen Compliance-Partner sowie einer integrierten All-in-One-Plattform, mit der sich Compliance strukturiert, effizient und nachhaltig managen lässt.

Sie betreuen bereits Hunderte Kunden in über 15 europäischen Ländern. Welche Branchen oder Unternehmensgrößen profitieren besonders stark von Ihrer Plattform?

Das lässt sich nicht pauschal auf eine Branche eingrenzen, da unsere Kunden aus sehr unterschiedlichen Bereichen kommen. Stark vertreten sind jedoch Softwareentwicklungsunternehmen, da dort Themen wie Security und Compliance von Beginn an geschäftskritisch sind.

Wo sehen Sie Secfix in den kommenden Jahren, wenn es um KI gestützte Automatisierung, kontinuierliches Monitoring und strategische Security Führung geht?

Unsere Engineering-Teams arbeiten mit hoher Geschwindigkeit an der Weiterentwicklung der Plattform, und es sind bereits einige spannende Neuerungen geplant, zu denen wir aktuell noch keine Details teilen können. Klar ist jedoch, dass KI eine immer größere Rolle spielen wird und wir diese konsequent weiter in unsere Plattform integrieren, insbesondere im Bereich Automatisierung und kontinuierliches Monitoring. Gleichzeitig bleibt für uns der menschliche Faktor zentral. Wir legen großen Wert auf enge Zusammenarbeit, persönliche Betreuung und einen aktiven Austausch, um Security und Compliance nicht nur technologisch, sondern auch strategisch optimal zu begleiten.

Wenn Sie auf Ihren Weg mit Secfix zurückblicken, welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern im B2B Tech Umfeld mitgeben?

Erstens: Sprich immer mit deinen Kunden. Die wichtigsten Produktentscheidungen entstehen nicht intern, sondern aus echtem Feedback und konkreten Problemen im Markt.

Zweitens: Nicht jeder Hype ist gerechtfertigt. Ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen erfordert Ausdauer, Fokus und die Bereitschaft, langfristig zu denken.

Drittens: Baue nicht nur ein Produkt, sondern ein echtes Wertversprechen. Gerade im B2B-Bereich kaufen Kunden keine Features, sondern Lösungen für kritische Geschäftsprobleme.

Bildcredits @ Secfix

Wir bedanken uns bei Fabiola Munguia für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


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Iron Mindset in Zeiten von KI – warum der Mensch jetzt stärker werden muss

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Iron Mindset KI Menschen Technologie Führung Stärke Slatco

Iron Mindset KI Menschen zeigt, wie Technologie Führung und Stärke neu definiert bei Herrn Sterzenbach

Herr Sterzenbach, Ihr neues Buch „Iron Mindset“ ist direkt auf der Spiegel-Bestsellerliste gelandet. Warum trifft dieses Thema gerade jetzt einen Nerv der Zeit?

Wir erleben gerade eine Phase, in der sich sehr viele Menschen fragen, wie ihre Rolle in einer Welt mit künstlicher Intelligenz eigentlich noch aussieht. Die Diskussion dreht sich meist um Jobs: Welche Berufe verschwinden, welche entstehen neu. Aber aus meiner Sicht greift diese Perspektive zu kurz.

Die entscheidende Veränderung findet nicht nur auf dem Arbeitsmarkt statt, sondern im Menschen selbst. KI übernimmt immer mehr kognitive Aufgaben. Sie schreibt Texte, analysiert Daten, entwickelt Strategien. Das verändert unsere Beziehung zum Denken.

Und genau hier liegt der Kern von Iron Mindset. In einer Welt, in der Maschinen immer intelligenter werden, wird der Mensch nicht automatisch überflüssig. Aber er darf stärker werden – mental, emotional und auch körperlich. Denn Technologie verstärkt immer die Qualität der Person, die sie nutzt.

Viele Debatten drehen sich darum, welche Jobs KI ersetzen wird. Sie sagen, das sei die falsche Frage. Warum?

Weil Technologie historisch selten einfach Menschen ersetzt. Sie verschiebt vielmehr die Anforderungen an den Menschen.

Das sehen wir schon heute: KI kann in Sekunden Präsentationen erstellen, Analysen formulieren oder komplexe Sachverhalte zusammenfassen. Das ist beeindruckend. Aber diese Fähigkeit ersetzt nicht das eigentliche Denken.

Denken bedeutet Prioritäten zu setzen. Unsicherheit auszuhalten. Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen.

Eine KI kann Optionen liefern. Aber sie übernimmt keine Verantwortung für die Konsequenzen. Und genau deshalb wird die Qualität menschlicher Entscheidungen in Zukunft sogar wichtiger.

Sie sprechen davon, dass KI Unterschiede zwischen Menschen verstärkt statt sie auszugleichen. Was meinen Sie damit konkret?

Technologie war schon immer ein Verstärker.

Ein klar denkender Mensch wird mit KI extrem produktiv. Er kann Ideen schneller testen, Informationen schneller analysieren und bessere Entscheidungen vorbereiten.

Ein unklar denkender Mensch hingegen produziert mit KI einfach schneller mehr Chaos.

Das bedeutet: KI nivelliert Leistung nicht – sie macht Leistungsunterschiede sichtbarer. Wer strukturiert denkt, wird enorm profitieren. Wer ohne Klarheit arbeitet, wird sich im Informationsüberfluss verlieren.

Bedeutet das, dass körperliche Leistungsfähigkeit in Zukunft sogar wichtiger wird?

Ja, und zwar aus einem einfachen Grund: Der Mensch trifft seine Entscheidungen nicht im Kopf allein, sondern als ganzes System.

Ein Körper, der chronisch müde ist, überlastet ist oder permanent unter Stress steht, produziert auch keine klaren Gedanken.

In meiner Arbeit mit Unternehmern und Führungskräften sehe ich das immer wieder. Menschen mit hoher körperlicher Leistungsfähigkeit sind in der Regel auch mental stabiler. Sie treffen schnellere Entscheidungen, bleiben ruhiger unter Druck und können Krisen besser bewältigen.

Gerade in einer digitalen Welt wird deshalb etwas Paradoxes passieren: Je technologischer unsere Arbeitswelt wird, desto wichtiger werden menschliche Grundlagen wie Energie, Fokus und Resilienz.

In Ihrem Buch sprechen Sie von fünf Schlüsselkompetenzen der Zukunft. Welche Fähigkeiten werden entscheidend?

Die erste ist Fokus. Wir leben in einer Zeit des Informationsüberflusses. Die Fähigkeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, wird zu einem enormen Wettbewerbsvorteil.

Die zweite ist Disziplin. Technologien werden immer schneller. Aber Disziplin bleibt zeitlos. Sie entscheidet darüber, ob jemand langfristig Ergebnisse produziert oder nur kurzfristige Erfolge.

Die dritte Kompetenz ist Energie. Produktivität entsteht nicht aus Zeitmanagement, sondern aus Energiemanagement.

Die vierte Fähigkeit ist Entscheidungsstärke. KI wird immer mehr Optionen liefern. Aber Entscheidungen unter Unsicherheit müssen weiterhin Menschen treffen.

Und schließlich Selbstführung. Wer seine eigene Aufmerksamkeit, seine Emotionen und seine Energie steuern kann, wird auch Organisationen führen können.

Was bedeutet das konkret für Führungskräfte und Unternehmer?

Führung wird sich deutlich verändern.

Früher bestand Führung oft darin, Wissen zu besitzen und dieses Wissen weiterzugeben. Heute hat jeder Mitarbeiter Zugriff auf nahezu unbegrenzte Informationen.

Die Rolle von Führung wird deshalb weniger Wissensvermittlung sein und mehr Orientierung. Menschen brauchen jemanden, der Prioritäten setzt, Entscheidungen trifft und Verantwortung übernimmt.

Und genau dafür braucht es innere Stabilität. Führung beginnt immer bei der Fähigkeit, sich selbst zu führen.

Sie arbeiten seit vielen Jahren mit Spitzensportlern und Unternehmern. Sehen Sie Parallelen zwischen Sport und moderner Arbeitswelt?

Sehr viele sogar.

Im Spitzensport entscheidet selten Talent allein. Entscheidend ist die Fähigkeit, über lange Zeiträume konstant Leistung abzurufen – auch unter Druck.

Genau dasselbe passiert heute in der Wirtschaft. Märkte verändern sich schneller, Entscheidungen müssen unter Unsicherheit getroffen werden und der Druck ist permanent hoch.

Die Menschen, die damit am besten umgehen, sind nicht unbedingt die Intelligentesten. Es sind die stabilsten.

Was genau meinen Sie mit dem Begriff „Iron Mindset“?

Ein Iron Mindset beschreibt eine innere Haltung.

Es bedeutet, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, unabhängig von äußeren Umständen. Es bedeutet, Disziplin zu entwickeln, auch wenn es unbequem ist. Und es bedeutet, Stabilität zu bewahren, wenn die Welt um einen herum unsicher wird.

Gerade in Zeiten schneller technologischer Veränderung brauchen Menschen ein inneres Fundament. Technologie verändert sich ständig. Haltung nicht.

Wenn Sie die Entwicklung der nächsten zehn Jahre betrachten – was wird die zentrale Frage für Unternehmen und Führungskräfte sein?

Die meisten Menschen stellen derzeit die Frage: Wie intelligent werden Maschinen?

Ich glaube, die entscheidendere Frage lautet: Wie stark bleibt der Mensch?

Technologie kann Prozesse optimieren, Analysen liefern und Abläufe automatisieren. Aber sie kann keine Haltung entwickeln.

Und genau diese Haltung wird darüber entscheiden, wer Technologie wirklich führen kann.

Wenn Sie das alles auf einen Gedanken reduzieren müssten – was ist Ihre wichtigste Botschaft?

Die Zukunft gehört nicht nur den technologisch besten Unternehmen.

Sie gehört den Menschen, die stark genug sind, diese Technologie zu führen.

KI wird unser Leben enorm erleichtern. Aber sie wird auch eine neue Art von Wettbewerb schaffen: einen Wettbewerb um Klarheit, Disziplin und Selbstführung.

Und genau dafür braucht es ein Iron Mindset.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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