Sonntag, November 30, 2025
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Frauen mit AD(H)S: Weil sie weniger auffallen, erhalten sie seltener eine Diagnose

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ADHS bei Frauen: Diagnose, Symptome und Herausforderungen Dr. med. Astrid Neuy-Lobkowicz Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie Mitglied im Vorstand des Bundesverband ADHS-Deutschland © Klett Verlag

„Modeerscheinung“ oder „Erfindung der Pharmaindustrie“ – das sind nur zwei der gängigen Vorurteile gegenüber der Aufmerksamkeitsstörung AD(H)S. Wie komplex, individuell und vielschichtig die Diagnose und Erkrankung tatsächlich sind, weiß Dr. med. Astrid Neuy-Lobkowicz, Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie. Mit herCAREER spricht sie über die wichtige Rolle einer fachärztlichen Diagnose und die Erfahrungen, die viele Frauen machen, bis sie diese erhalten.

„Viele kommen zu uns und sagen, sie hätten eine Demenz – dabei sind sie eigentlich durch ihre AD(H)S-Symptome ausgebrannt.“

AD(H)S ist eine sogenannte Neurodivergenz. Divergenz beschreibt eine Abweichung von der Norm. Manche framen sie als Superkraft. Sie verwenden immer wieder den Begriff „neurologische Besonderheit”. Wie ist AD(H)S zu betrachten?

Dr. Astrid Neuy-Lobkowisz: AD(H)S ist eine Spektrumerkrankung. Das bedeutet, es gibt sie in der Normvariante, mit der die Betroffenen gut zurechtkommen können, aber auch als schwere Erkrankung. AD(H)S-Betroffene haben andere Stärken- und Schwächen-Profile als neurotypische Menschen. Ich arbeite ressourcenorientiert und spreche deshalb gerne über die positiven Eigenschaften: Die Menschen sind kreativer, oft intuitiv und mutig. Ich sage immer: Jede Firma braucht AD(H)Sler:innen, nur nicht zu viele.

Die Vielfalt macht also den Unterschied?

Dr. Astrid Neuy-Lobkowisz: Genau. Im Sinne der Menschheitsentwicklung ist Neurodiversität sinnvoll. Wir ticken unterschiedlich und bringen individuelle Stärken mit, die uns in verschiedenen Situationen einsatzfähig machen.

Wenn auch neurologische Unterschiede wichtig und richtig sind: Warum ist es für Betroffene entscheidend, eine offizielle Diagnose zu erhalten? Was ändert sich durch dieses Wissen?

Dr. Astrid Neuy-Lobkowisz: Oft hilft es bei der Selbstakzeptanz. Mit AD(H)S tickt man anders. Man nimmt Informationen anders auf, verarbeitet sie anders, reagiert anders. Menschen mit AD(H)S haben ein anderes Tempo, sind oft hypersensitiv und können sich schlecht organisieren. Sie sind auch leicht ablenkbar und haben Probleme damit, Arbeiten rechtzeitig anzufangen. Mit der Diagnose können sie ihre Stärken erkennen, annehmen und zielgerichtete Strategien für ihre Schwächen entwickeln. Eine Diagnose gibt auch dem Umfeld eine „Gebrauchsanweisung“ – sei es für Partner:innen, Kolleg:innen oder Führungskräfte. Diese Aufklärung, die wir Psychoedukation nennen, hat einen hohen Stellenwert in der Entwicklung von Menschen mit AD(H)S. Sie können Scham- und Schuldgefühle über das gefühlte eigene Versagen ablegen. Wenn sie beispielsweise schlecht im Großraumbüro arbeiten, schnell abgelenkt sind oder oft prokrastinieren, wird mit der Diagnose klar, dass sie nicht etwa faul oder unfähig sind, sondern dass der Botenstoff Dopamin bei ihnen zu schnell abgebaut wird.

Warum wird AD(H)S bei Frauen so viel seltener und so viel später im Leben diagnostiziert als bei Männern?

Dr. Astrid Neuy-Lobkowisz: Das liegt unter anderem daran, dass Frauen häufiger den “unaufmerksamen” Typ ADS haben und somit unauffälliger sind. Mädchen, die in der Schule schüchtern, träumerisch oder still sind, fallen eben weniger auf als Jungs, die laut und ungestüm sind und nicht stillsitzen können. Außerdem haben Mädchen und Frauen ein größeres Interesse daran, prosoziales Verhalten zu zeigen. Sie möchten weder auffallen noch zugeben, dass sie langsam oder leicht ablenkbar sind. Sie strengen sich sehr an, damit niemand ihre Probleme bemerkt, und arbeiten oft heimlich, um ihr Arbeitspensum zu schaffen. Hinzu kommt, dass die zur Diagnostik genutzten Fragebögen auf hyperaktive Jungs ausgelegt sind. Wenn Mädchen dann noch intelligent sind und durch ihr Elternhaus gut gefördert werden, arbeiten sie fleißig und machen oft ein gutes Abitur. Dadurch fallen sie durchs Raster und erhalten, wenn überhaupt, erst im Erwachsenenalter eine Diagnose.

In Forschung und Medizin heißt es oft, Frauen seien aufgrund ihres Zyklus so kompliziert. Wie wirken sich Menstruation, Schwangerschaft oder Pubertät auf AD(H)Slerinnen aus?

Dr. Astrid Neuy-Lobkowisz: AD(H)S geht mit einer höheren Vulnerabilität einher. So können selbst kleine hormonelle Veränderungen eine enorme Auswirkung auf AD(H)S-Betroffene haben: PMS (Prämenstruelles Syndrom) kommt häufiger vor, das Klimakterium verläuft schwieriger. Die Rate depressiver Phasen während der Pubertät und Schwangerschaft, genauso wie die Rate postpartaler Depressionen, ist höher.

Nehmen wir an, ich stelle als erwachsene Frau bei mir Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit und Antriebsschwäche fest. Woher weiß ich, dass ich nicht einfach hypersensibel bin – oder dass mein Brain Fog kein Anzeichen der Perimenopause ist?

Dr. Astrid Neuy-Lobkowisz: Tatsächlich diagnostizieren wir bei einem Teil der gut adaptierten, hochfunktionalen AD(H)S-Frauen die Neurodivergenz erst in der (Peri-)Menopause. Das liegt daran, dass die Östrogen- und Gestagenwerte dann abfallen und sich die Beschwerden dadurch verschlimmern können. Ich arbeite derzeit an einem Buch mit, das sich dem Thema AD(H)S in der zweiten Lebenshälfte widmet. Die Rate von Erschöpfung und Vergesslichkeit ist so hoch, dass viele zu uns kommen und sagen, sie hätten eine Demenz, dabei sind sie eigentlich durch ihre AD(H)S-Symptome ausgebrannt.

Was bedeutet das für Betroffene? Wie bekommen sie Klärung und gegebenenfalls eine Diagnose?

Dr. Astrid Neuy-Lobkowisz: Man kommt mit AD(H)S auf die Welt. Darum muss für eine Diagnose die Symptomatik im Laufe des Lebens dargestellt werden. Frauen, insbesondere intelligente, werden durch die Standardtests nicht erfasst. Wir sehen viele Frauen, die lange erfolgreich kompensieren konnten, weil sie viel Potenzial mitbringen und in einem zu ihnen passenden Aufgabengebiet arbeiten. Also nicht als Buchhalterin oder Sachbearbeiterin, sondern beispielsweise als Ersthelferin oder als Journalistin, wo viel Abwechslung herrscht. Für eine offizielle AD(H)S-Diagnose muss man zu Fachleuten gehen, die sich gut auskennen und genau nachfragen. Welche Symptome sind schon vorher aufgetreten? Beispielsweise, dass man sich nie gut organisieren konnte, vieles auf den letzten Drücker erledigt und Aufgaben nicht zu Ende führt. Oder dass man schon immer vergesslich war und eine kurze Konzentrationsspanne hatte. Neigt man zu Stimmungsschwankungen und ist schnell gekränkt?

Was bedeutet das für Frauen, die glauben, betroffen zu sein? Müssen sie sich auf eine intensive Suche nach gut geschulten Expert:innen gefasst machen?

Dr. Astrid Neuy-Lobkowisz: Ja, und es ist sehr schwierig, jemanden zu finden. Im ADHS-Zentrum München haben wir etwa 50 Anmeldungen am Tag, die wir nicht bewältigen können, weil es zu wenig Spezialist:innen gibt. In einer AD(H)S-Ambulanz an der Uniklinik gerät man oft an unerfahrene Assistenzärzt:innen, und da fallen Frauen wieder durchs Raster, weil ihre Zeugnisse meist keine Auffälligkeiten zeigen. Zudem wurden die standardisierten Tests für Jungen und Männer mit ADHS entwickelt.

Welche Folgen kann das für die Lebensqualität der betroffenen Frauen haben?

Dr. Astrid Neuy-Lobkowisz: AD(H)S geht sehr häufig mit Begleiterkrankungen einher. Am häufigsten sind Depressionen oder Angststörungen. 50 Prozent aller weiblichen Betroffenen entwickeln eine solche im Laufe des Lebens – was natürlich auch der Symptomatik geschuldet ist. Wir sehen eine höhere Rate von Suchterkrankungen, aber auch eine ganze Menge psychosomatischer Erkrankungen, die häufiger sind: Dazu zählen chronische Schmerzen, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes und Essstörungen. Eine neue Studie aus England besagt, dass die Lebenserwartung von Frauen mit unbehandeltem AD(H)S um bis zu 9 Jahre geringer ist. Oft würden sie unter einer Medikation nicht nur psychisch, sondern auch bei somatischen Erkrankungen eine deutliche Besserung erfahren, da sie unter einer richtig eingestellten Medikation weniger Stress haben.

Das heißt, wenn Menschen von einem Trend und Hype um AD(H)S sprechen …

Dr. Astrid Neuy-Lobkowisz: Dann werde ich ärgerlich. AD(H)S ist eine neurobiologische Erkrankung, die im ICD (International Statistical Classification of Diseases) als international klassifizierte Krankheit aufgeführt ist. Wenn jemand AD(H)S für eine Trenddiagnose oder „Gedöns“ hält, ist das Fortbildungsverweigerung. Es herrscht die Annahme, dass Psychotherapie allen helfen kann, doch das stimmt in diesem Fall nicht. AD(H)S ist die einzige psychiatrische Erkrankung, die nicht zuerst psychotherapeutisch, sondern medikamentös behandelt wird, weil es sich um ein neurobiologisches Problem handelt.

Das Dopamin wird zu schnell abgebaut und muss daher erhöht werden. Zur Erinnerung: AD(H)S entsteht nicht in der Kindheit, auch nicht durch einen Konflikt. Im ICD-11, der aktuellsten Version der amtlichen Klassifikation, wird die Erkrankung als neurogene Entwicklungsstörung bewertet. Das heißt, sie ist weder eine Trenderscheinung, noch ist sie veränderbar! Und gleichzeitig sage ich immer wieder: Es ist das dankbarste Krankheitsbild in der Psychiatrie, weil die wichtige Diagnose, die richtige Aufklärung und die richtige Medikation für ADHS-Betroffene schnell enorm hilfreich sind.

Wie meinen Sie das?

Dr. Astrid Neuy-Lobkowisz: Bei keinem anderen psychiatrischen Krankheitsbild können die Fachleute Patient:innen schneller helfen, als wenn sie eine richtige AD(H)S-Diagnose stellen und die Betroffenen leitliniengerecht medikamentös behandeln. Einige stehen auf wie Phönix aus der Asche. Eine Verhaltenstherapie kann im Alltag unterstützend wirken, aber tiefenpsychologische Therapien und vor allem Psychoanalyse sind bei AD(H)S kontraindiziert.

Das Gespräch führte herCAREER Redakteurin Kristina Appel.

Über die Person
Dr. med. Astrid Neuy-Lobkowicz ist Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie und Mitglied im Vorstand des Bundesverband ADHS-Deutschland. Nach dem Studium der Humanmedizin in Mainz und Heidelberg folgte die Facharztausbildung am Zentralinstitut für seelische Gesundheit an der Uniklinik Mannheim. Sie ist Mitbegründerin des seit 2007 bestehenden ADHS-Zentrums München. Seit 1988 ist sie niedergelassene Fachärztin in eigener Praxis in Aschaffenburg und seit 2007 betreibt sie zusätzlich eine Privatpraxis in München mit Schwerpunkt auf AD(H)S bei Erwachsenen. Als Expertin mit 25-jähriger Erfahrung zum Thema AD(H)S tritt Dr. med. Neuy-Lobkowicz immer wieder in den Medien auf. Sie hat zahlreiche Artikel und Bücher veröffentlicht und ist Dozentin für Fachärztinnen und Psychotherapeutinnen zu diesem Thema.

Am 9. Oktober 2025 wird Dr. Astrid Neuy-Lobkowisz beim Podcast-MeetUp auf der herCAREER Expo auf konkrete Herausforderungen und pragmatische Lösungsansätze für AD(H)Sler:innen in Berufs- und Privatleben eingehen. Sie beantwortet auch Fragen aus dem Publikum.

Bild: Dr. med. Astrid Neuy-Lobkowicz Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie
Mitglied im Vorstand des Bundesverband ADHS-Deutschland © Klett Verlag

Quelle messe.rocks GmbH

Ist das die Antwort auf lange Nächte und stressige Tage?

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hydro lion Getränk für Regeneration nach Sport & Party

hydro lion bietet ein trinkfertiges Elektrolytgetränk, das Regeneration einfach, lecker und jederzeit verfügbar macht

Was ist die Entstehungsgeschichte von hydro lion und welche Persönlichkeiten stehen hinter dem Unternehmen?

Die Idee entstand spontan bei unserer Weihnachtsfeier Ende letzten Jahres. Wir hatten vergessen, das bekannte Elektrolytpulver aus der Apotheke zu besorgen. Dabei fragten wir uns: Warum gibt es eigentlich kein trinkfertiges Elektrolytgetränk fürs Nachtleben? Kurzerhand beschlossen wir, genau das auf den Markt zu bringen.

Wir – das sind Lars, Controlling-Leiter bei einem deutschen Industriekonzern, und Sebastian, Unternehmensberater bei einer Münchner Strategieberatung. Wir sind komplett selbstfinanziert und haben keine Investoren an Board.

Was hat euch motiviert, ein Elektrolytgetränk zu entwickeln, das komplett ohne Pulver auskommt?

Wir wollten ein funktionales Getränk kreieren, das man spontan und ohne Vorbereitung konsumieren kann – ganz ohne Anrühren. Einfach Dose auf und genießen. Der Geschmack erinnert an eine frische Limonade anstatt die klassische Pulverlösung aus der Apotheke.

Welche Vision verfolgt ihr mit hydro lion und wie soll sie im Alltag der Menschen spürbar werden?

Wir sehen hydro lion als das Getränk für Regeneration. Unser Ziel ist es, dass sich jeder im Alltag mehr Gedanken über die eigene Regeneration macht, und dazu wollen wir einen Beitrag leisten. Während andere Produkte aktivieren, sorgt hydro lion für den Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich – ob nach dem Sport, während einer Partynacht oder am Morgen danach. Beim Feiern kann man es als smartere Alternative zum „Zwischenwasser“, als Softdrink und auch als Mixer für Longdrinks mit Vodka etc. nutzen. Damit bieten wir auch eine spannende Alternative zum klassischen Vodka Soda.

Inwiefern unterscheidet sich euer Produktkonzept von klassischen Sport- oder Nahrungsergänzungsgetränken?

Klassische Sportgetränke enthalten meist viel Zucker und wenig Funktion. Wir setzen gezielt auf eine balancierte Elektrolytformel mit Natrium, Chlorid, Magnesium und Kalium – und nur so viel Zucker, wie für die optimale Aufnahme im Dünndarm nötig ist. Unser Getränk ist isotonisch und kalorienarm und frei von künstlichen Aromen und Konservierungsstoffen. Somit bietet hydro lion die nötige Funktion eines effektiven Elektrolytgetränks und schmeckt (uns) viel besser als etablierte Alternativen.

Wie definiert ihr eure Zielgruppe – und welche Bedürfnisse möchtet ihr mit hydro lion konkret erfüllen?

Unsere Zielgruppe sind Menschen mit einem aktiven und erlebnisorientierten Lebensstil – also nicht die klassische Couch-Potato.
Wir sprechen alle an, die rausgehen, etwas erleben und aktiv am Leben teilnehmen: beim Sport, beim Ausgehen oder auf Veranstaltungen wie Festivals, Hochzeiten oder Firmenfeiern.
hydro lion unterstützt dabei gezielt die Regeneration nach körperlicher Belastung oder langen Nächten.

Welche Rolle spielt das Thema Gesundheit und Convenience in eurer Produktentwicklung?

Für uns, Sebastian und Lars, spielt Gesundheit eine wichtige Rolle. Wir treiben gerne Sport und ernähren uns überwiegend gesund. Trotzdem machen auch wir Ausnahmen beim Essen, Trinken und Feiern. Unsere Jobs können oft stressig werden, weshalb Lifestyle Produkte für uns praktikabel und einfach sein müssen. Somit standen Gesundheit und Convenience von Anfang an im Zentrum. Das Getränk sollte wirken, richtig gut schmecken und einfach überall funktionieren – von der Bar bis zur Sporttasche. Mit der 250ml-Dose inklusive Kohlensäure setzen wir bewusst auf eine neue Form im Bereich funktionaler Getränke, der derzeit von 500ml Plastikflaschen ohne Kohlensäure dominiert ist.

Was war besonders herausfordernd beim Übergang von der Idee zur marktreifen Umsetzung?

Neben der Produktentwicklung war die Bürokratie rund um das Pfandsystem eine echte Herausforderung. Insbesondere die Anmeldung bei der Deutschen Pfandgesellschaft. Ein formeller langwieriger Akt, der oft unterschätzt wird.

Wie wichtig war euch die Teilnahme an Wettbewerben oder Accelerator-Programmen für eure Entwicklung?

Bisher haben wir an keinen teilgenommen, aber wir schließen es nicht aus. Derzeit liegt unser Fokus klar auf Produkt-Launch, Vertrieb und Marketing.

Wie stellt ihr bei HydroLion sicher, dass euer Produkt nicht nur funktional, sondern auch geschmacklich überzeugt?

Wir haben mit einem erfahrenen Lebensmittellabor zusammengearbeitet, das auf innovative Getränke spezialisiert ist. Mehrere Verkostungsrunden mit Fokusgruppen halfen uns dabei, den optimalen Geschmack, Geruch, Farbe und Konsistenz zu entwickeln – eine spannende und sehr lehrreiche Phase. Jetzt schmeckt hydro lion nach frischer, prickelnder Limette – eine super Erfrischung.

Was macht euer Getränk zu einem zeitgemäßen Begleiter im stressigen Alltag?

hydro lion verbindet Funktionalität, Geschmack und Convenience. Egal ob im Büro, nach dem Workout oder beim Ausgehen – es gibt dem Körper zurück, was er bei Aktivität verliert. Und das in einer Form, die alltagstauglich und ansprechend ist.

Wie sehen eure nächsten Schritte aus – plant ihr neue Sorten, Vertriebskanäle oder Märkte?

Momentan liegt unser Fokus auf dem Launch, der Ende August in München sowie deutschlandweit über unseren Online-Shop startet. Parallel dazu bauen wir unsere Präsenz auf Instagram & TikTok (@hydro.lion) aus, also an alle Leser: folgt uns gerne, wenn ihr unsere Reise live verfolgen möchtet.

Welche Rückmeldungen oder Aha-Momente aus dem Alltag mit Kund:innen haben euch besonders geprägt?

Viele Gastronom:innen sind begeistert und haben bereits Vorbestellungen aufgegeben. Von Endkund:innen hören wir oft: „So einfach und so gut – warum gibt’s das eigentlich noch nicht?“ – Solche Reaktionen motivieren uns enorm.

Welche drei Ratschläge gebt ihr jungen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg, die noch am Anfang stehen?

  1. Frühzeitiger Kundenkontakt – echte Insights schlagen jede Annahme.
  2. Schnelles Testen statt Perfektion – ein Produkt entwickelt sich mit dem Markt.
  3. Offene Kommunikation über eure Idee – wertvolle Kontakte sind oft näher, als man denkt.

Bild: Teambild

Wir bedanken uns bei Sebastian Oelighoff für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Hydro Lion

hydro lion logo schwarz weiss

Kontakt:

Hydro Lion GmbH
Elektrastrasse 15
D-81925 München

www.hydro-lion.com
hello@hydro-lion.com

Ansprechpartner: Sebastian Oelighoff

Social Media:
Instagram
Tiktok
LinkedIn

Fermentierte Suppenwunder für den stressigen Alltag

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Suppenwunder: Gesunde Convenience von Miss Mineva’s Minever Zevker präsentiert den "Löwen" mit „Miss Mineva´s“ fermentierte Tütensuppen. Sie erhofft sich ein Investment von 200.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile. @ RTL / Bernd-Michael Maurer

Gründerin Minever Zevker präsentiert am 1. September 2025 um 20:15 Uhr in der Höhle der Löwen die fermentierten Suppen- und Cup Wunder von Miss Mineva’s.

Wie ist das Startup entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Die Idee zu Miss Mineva’s entstand in meiner eigenen Küche: Als Working Mum war ich oft müde, gestresst und griff regelmäßig zu Fertigprodukten – immer mit einem schlechten Gewissen.
Eine Freundin brachte mir dann aus dem Urlaub „Tarhana“ mit, ein traditionelles fermentiertes Suppenpulver, und plötzlich machte es Klick. Ich begann zu experimentieren, entwickelte erste Rezepte und merkte schnell: Das ist mehr als nur eine Suppe – das ist ein echtes Suppenwunder.

Hinter Miss Mineva’s stehe ich, Minever Zevker, als Gründerin. Mit an Board sind meine beiden großartigen Co-Founder Christoph Meyer und Tobias Schwarte, sowie starke regionale Partner:innen, die gemeinsam mit uns an unserer Vision arbeiten.

In welcher Branche ist das Unternehmen tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Miss Mineva’s ist in der Lebensmittelbranche tätig. Unser Geschäftsmodell verbindet Innovation und Tradition: Fermentierte Rezepte treffen auf moderne Convenience-Produkte. Mit unseren Suppen- und Cup Wundern bringen wir Fermentation in den Alltag – gesund, lecker und ohne schlechtes Gewissen.

Wir setzen dabei auf eine lokale Produktion in Deutschland, enge Partnerschaften und höchste Qualität – und haben damit eine starke Basis geschaffen, die unser Konzept von Anfang an skalierbar macht.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Am Anfang stand die Frage: Warum gibt es eigentlich keine schnellen Fertiggerichte, die gesund, natürlich und wirklich gut für die ganze Familie sind? Und dabei vielleicht auch noch Extra-Benefits fürs Wohlbefinden und die Darmgesundheit bieten?

Die Inspiration für unsere Produkte kam dann durch die Entdeckung von „Tarhana“ – einem traditionellen fermentierten Suppenpulver aus Südeuropa – und führte zu unserer Mission: Fermentierte Mahlzeiten alltagstauglich zu machen.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Unsere Superpower sind natürliche Rezepturen in Verbindung mit Fermentation. Sie sorgen für besonderen Geschmack, natürliche Haltbarkeit und zusätzliche gesundheitliche Benefits – ganz ohne Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker oder Industriezucker. Mit 100 % natürlichen Zutaten, einem hohen Anteil an Hülsenfrüchten und Gemüse sowie einer veganen Rezeptur schaffen wir Gerichte, die im Convenience-Bereich einzigartig sind und durch einen besonders hohen Protein- und Ballaststoffgehalt überzeugen.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Unsere Suppen- und Cup Wunder sind gesund, sättigend, schnell zubereitet und schmecken dabei auch richtig gut. Im Gegensatz zu klassischen Tütensuppen und Instantgerichten verzichten wir komplett auf künstliche Zusätze, Palmfett, Weizenmehl oder Industriezucker.

Damit sind unsere Suppen- und Cup Wunder die perfekte Kombination aus Convenience, Geschmack und Gesundheit – schnell und ohne schlechtes Gewissen. Und dank der Fermentation sogar mit echten Benefits für Darmgesundheit und Wohlbefinden – also perfekt für den stressigen Alltag.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Die ersten Rezepte entstanden über Monate hinweg in meiner Küche. Gemeinsam mit der TH Lemgo und einem regionalen Fermentationsexperten haben wir sie über drei Jahre hinweg weiterentwickelt, getestet und optimiert. Die größte Herausforderung lag darin, Geschmack und Konsistenz perfekt abzustimmen.

Um unser Konzept zu prüfen, haben wir die Produkte in 22 Supermärkten in Ostwestfalen-Lippe mit Unterstützung lokaler Händler von REWE, EDEKA und Marktkauf getestet. Neben unseren Verkaufsdisplays waren wir mit Verkostungen direkt auf der Fläche präsent und haben wertvolles Kundenfeedback eingesammelt. Auch auf der Grünen Woche, dem Food Innovation Camp, dem Markant Handelsforum und der REWE Süd Start-up Lounge konnten wir weitere Rückmeldungen gewinnen. Die Resonanz war überwältigend positiv und bestätigte uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Wir stehen noch ganz am Anfang. Nicht einmal ein Jahr nach dem Launch unserer Suppenwunder bringen wir im September unsere Cup Wunder in drei leckeren Geschmacksrichtungen auf den Markt – und damit die ersten fermentierten Instantgerichte mit einem sehr hohem Protein- und Ballaststoffgehalt, die zudem auch noch vegan sind.

Unsere Vision: Als First Mover diese neue Kategorie zu etablieren und Miss Mineva’s zu einer Love Brand für gesunde Convenience-Produkte zu machen. Neue Produkte stehen schon in den Startlöchern – die Reise hat gerade erst begonnen.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei „Höhle der Löwen“ zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Ich wurde angesprochen – und als riesiger Fan der Sendung war ich natürlich sofort begeistert. Die Bühne bei „Die Höhle der Löwen“ ist eine einzigartige Chance, unsere Produkte und unsere Mission einem breiten Publikum vorzustellen. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit, auf erfahrene Löwinnen und Löwen zu treffen, die uns mit ihrem Know-how und ihrem Netzwerk dabei helfen können, unsere Vision noch schneller und größer umzusetzen.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an „Höhle der Löwen“ angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Wir wünschen uns starke Partner:innen an unserer Seite, die uns nicht nur finanziell unterstützen, sondern vor allem ihr Netzwerk, Know-how und ihre Erfahrung in Vertrieb und Marketing einbringen. Gemeinsam wollen wir Miss Mineva’s groß machen und fermentierte Convenience-Produkte in die Regale und Küchen ganz Deutschlands – und darüber hinaus – bringen.

Welche nächsten Schritte sind nach „Höhle der Löwen“ geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Wir stehen bereits im Austausch mit LEH-Zentralen und Drogerieketten. Bei der REWE Süd Start-up Lounge haben wir den 1. Preis gewonnen und es ins Finale der REWE National Start-up Lounge geschafft. Perspektivisch wollen wir auch im B2B-Bereich mit Großküchen und Food Services Fuß fassen – ein wichtiger Baustein unserer Wachstumsstrategie. Parallel entwickeln wir auch neue Produkte, um unser Portfolio bald weiter zu verbreitern.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Wir haben gelernt, dass ein starkes Netzwerk entscheidend ist – ohne die richtigen Menschen an der Seite ist es schwer, große Schritte zu gehen. Ebenso wichtig: Einfach machen! Ideen schnell ausprobieren, Feedback einholen, anpassen, erneut testen.

Besonders wertvoll war der direkte Austausch mit unseren Kund:innen: Ihr ehrliches Feedback hat uns geholfen, unsere Produkte zu verbessern und unsere Marke klar zu positionieren. Auch der Kontakt zu anderen Gründer:innen und Partner:innen in der Food-Branche hat uns gezeigt, wie wichtig gegenseitige Unterstützung ist.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Gründen bedeutet Herzblut, Durchhaltevermögen und eine klare Vision. Wer an seine Idee glaubt, muss dranbleiben, sich Unterstützung holen und bereit sein, immer wieder Neues auszuprobieren.

Und ganz wichtig: Wenn man für etwas brennt und Spaß hat, passieren großartige Dinge. Oder, um es in den Worten von Rumi zu sagen: „As you start to walk on the way, the way appears.“

Sehen Sie Miss Mineva´s am 1. September 2025 um 20:15 Uhr in der Höhle der Löwen

Bild: Minever Zevker präsentiert den „Löwen“ mit „Miss Mineva´s“ fermentierte Tütensuppen. Sie erhofft sich ein Investment von 200.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile. @ RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Minever Zevker für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Ist das die Zukunft, wie Unternehmen ihre passenden KI-Partner finden?

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KI-Workspace: Plattform für Unternehmen und KI-Dienstleister peter Duliba

KI-Workspace ist eine B2B-Plattform, die Unternehmen mit passenden KI-Dienstleistern verbindet

Wie ist KI-Workspace entstanden und wer sind die Gründer, die hinter der Plattform stehen?

Die B2B KI-Plattform „ki-workspace“ ist aus einem tiefen Verständnis für die Herausforderungen und die Komplexität des KI-Marktes entstanden. Unternehmen und Berater finden aktuell einen stark wachsenden und fragmentierten KI-Dienstleistermarkt vor. Genau hier entfaltet unsere Plattform ki-workspace in drei Schritten ihren maximalen Nutzen: Angemeldete User können im ersten Schritt mittels des integrierten KI-Readiness-Checks den Bedarf für Ihr Unternehmen identifizieren und erkennen, ob Ihr Unternehmen KI-Projektbereit ist. Im zweiten Schritt basierend auf dem identifizierten Bedarf und mittels semantischer Suche erfolgt das Matching mit den passenden KI-Partnern und die Verwaltung des Portfolios im eigenem Projekt. Abgerundet wird der Prozess durch die Verbindung mit den Anbietern und dem direkten Kontakt.

Wir sind ein interdisziplinäres Team aus fünf Personen. Gründer von ki-workspace ist Peter Duliba. Peter ist Spezialist für digitale Transformation und verantwortet den Aufbau strategischer Prozesse, das Veränderungsmanagement und die Entwicklung neuer Geschäftsfelder.

Welche Vision verfolgen Sie mit KI-Workspace, wenn es um die Vernetzung von Unternehmen mit passenden KI-Anbietern geht?

Unser Ziel hinter ki-workspace ist es, Unternehmen zu befähigen ihre digitale Transformation durch den strategischen Einsatz von künstlicher Intelligenz erfolgreich zu beschleunigen. Dies erreichen wir, indem wir eine smarte und transparente Plattform bereitstellen, die mittels künstliche Intelligenz und unserer Expertise eine Zeit- und Kostensparende Vernetzung zwischen suchenden Unternehmen / Beratern und KI-Dienstleistern bietet. Wir schaffen einen Raum für Wachstum, Innovation und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Für welche Branchen und Unternehmensgrößen ist Ihre Plattform besonders interessant und wie decken Sie deren spezifische Anforderungen ab?

ki-workspace ist besonders interessant für zwei Adressatengruppen:

Für Unternehmen oder Berater die nach passenden KI-Partnern suchen. Mittels semantischer Suche greift der Nutzer auf eine kuratierte Datenbank von ca.1200 KI-Innovatoren zu (wir wachsen stetig).

Für KI-Dienstleister bietet ki-workspace einen Raum zum Netzwerken und Wachstum.

Wie funktioniert die semantische Suche genau und welchen Vorteil bringt sie im Vergleich zu herkömmlichen Suchmethoden?

Herkömmliche Suchmethoden sind reine Stichwortsuchen. Wenn Sie „Partner für Chatbot“ eingeben, bekommen Sie jeden angezeigt, der diese Wörter auf seinem Profil hat. Das Ergebnis ist oft eine lange, ungenaue Liste, die Sie manuell durcharbeiten müssen.

Unsere semantische Suche funktioniert anders – sie versteht Ihre Absicht.

Stellen Sie sich vor, Sie geben ein:

„Wir suchen eine Firma aus Deutschland mit Erfahrung bei Chatbots für die Finanzbranche.“

Die semantische Suche agiert wie ein intelligenter Assistent und versteht, was Sie wirklich brauchen. Sie übersetzt Ihre Anfrage automatisch in präzise Filter:

DIENSTLEISTUNG: Chatbot-Implementierung

STANDORT: Deutschland

BRANCHEN-FOKUS: Finanzwesen

Ihr Vorteil ist einfach und direkt: Sie arbeiten Zeit- und Suchkostenoptimiert. Anstatt eine unübersichtliche Liste zu durchforsten, erhalten Sie sofort eine hochrelevante Auswahl an potenziellen Partnern, die exakt zu den Anforderungen Ihres Projekts passen.

Was war die größte technische oder organisatorische Herausforderung seit dem Start von KI-Workspace und wie sind Sie damit umgegangen?

Die größte Herausforderung war, in kurzer Zeit eine Vielzahl relevanter Datensätze zu identifizieren und diese effizient in ein strukturiertes Format zu überführen. Gelöst haben wir dies mittels unseres auf künstlicher Intelligenz basierten Workflows: prüfen, identifizieren und strukturieren.

Welche Rolle spielt der KI-Readiness-Check in Ihrer Strategie, um Unternehmen optimal auf den Einsatz von KI vorzubereiten?

Der KI-Readiness-Check dient als unkomplizierter und wertvoller erster Schritt für jedes Unternehmen. Statt sich direkt in die Anbietersuche zu stürzen, können Unternehmen mit diesem Check ihren aktuellen Stand in Sachen KI-Strategie und -Kompetenz ermitteln. Das Ergebnis hilft ihnen, ihren konkreten Bedarf besser zu verstehen und anschließend zielgerichtet auf der Plattform nach den passenden Dienstleistern zu suchen.

Was macht Ihr Angebot in der DACH-Region einzigartig im Vergleich zu internationalen Plattformen?

Unsere B2B-Plattform ist in ihrer Art einzigartig. Es existieren Plattformen speziell für Tool-Anbieter, jedoch eine Aggregation von B2B KI-Dienstleistern (Unternehmen) ist uns in der Form nicht bekannt.

Wie planen Sie, Ihre Plattform in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln und welche neuen Funktionen dürfen Nutzer erwarten?

Zur Vernetzung im Kontext der künstlichen Intelligenz „ai-workspace goes world“.

Wie wichtig ist Ihnen bei KI-Workspace der Aspekt Datenschutz und wie setzen Sie das in der Praxis um?

Datenschutz ist für uns bei der B2B Plattform ki-workspace nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern ein zentraler Bestandteil unseres Markenversprechens. Da es auf unserer Plattform um vertrauensvolle B2B-Partnerschaften geht, hat Datenschutz höchste Priorität. Wir setzen das in der Praxis um, indem wir strenge Richtlinien zur Datensparsamkeit verfolgen und sicherstellen, dass alle personenbezogenen Daten der Nutzer sicher gespeichert und ausschließlich für den von ihnen gewünschten Zweck – die Vernetzung – verwendet werden. Wir arbeiten konsequent unter Einhaltung der Vorgaben.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründern geben, die eine Plattform im Technologiebereich aufbauen wollen?

Konzentriert euch auf konkrete Ideen.

Nutzt agentische Workflows.

Feedbackschleifen radikal verkürzen.

Wo sehen Sie KI-Workspace in fünf Jahren und welchen Beitrag wollen Sie dann zur KI-Landschaft in der DACH-Region leisten?

Wir schaffen mit der B2B-Plattform ki-workspace einen Raum für Wachstum, Innovation und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Titelbild Peter Duliba @ KI-Managementsolutions

Wir bedanken uns bei Peter Duliba für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: KI-Workspace

ki-workspace logo

Kontakt:

KI-Managementsolutions GmbH
Dorf 3
6123 Geiss
CH-Schweiz

www.ki-workspace.com
peter.duliba@ki-workspace.com

Ansprechpartner: Peter Duliba

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Kann ein Alltagsproblem so einfach gelöst werden?

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capsello zahnbürste mundhygiene Battle "Capsello" (l.) vs. „Radanker“ Beim Battle treten "Capsello“ mit Gründer Christian Flasch (r.) gegen „Radanker“ mit den Gründern Gerd Christner (l.) und Achim Christner an. Wer kann die „Löwen“ mit ihrer Geschäftsidee überzeugen und darf weiter pitchen ? @ RTL / Bernd-Michael Maurer

Beim neuen Battle-Format von Die Höhle der Löwen treten Capsello mit Gründer Christian Flasch (r.) gegen Radanker mit den Gründern Gerd Christner (l.) und Achim Christner an. Nur eine Geschäftsidee überzeugt die Löwen und erhält die Chance auf einen ausführlichen Pitch. Am 1. September 2025 um 20:15 Uhr bei VOX zeigt sich, ob CAPSELLO mit seinem innovativen Hygienekonzept überzeugen kann.

Jetzt das Interview mit Christian Flasch, Gründer von CAPSELLO, lesen:

Wie ist das Startup entstanden und welche Personen stehen dahinter?

CAPSELLO ist aus einem ganz persönlichen Moment entstanden: Im Familienurlaub fiel die Zahnbürste meiner Kinder von der viel zu kleinen Ablage im Badezimmer auf den Boden des Hotelbadezimmers – ein Aha-Erlebnis. Als Zahnarzt war mir sofort klar, dass hier eine hygienische Lösung fehlt. Ich habe die Idee selbst entwickelt und gemeinsam mit meiner Familie über 8 Jahre hinweg verfeinert. Kein klassisches Gründerteam, sondern ein praxisnaher, familiärer Weg mit viel Herzblut.

In welcher Branche ist das Unternehmen tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Wir bewegen uns im Bereich der Mundhygiene und Alltagsprodukte. Unser Geschäftsmodell basiert auf einem hochwertigen, multifunktionalen Produkt, das sowohl Endverbraucher, Zahnarztpraxen und Zahnbürstenhersteller anspricht. CAPSELLO vereint Design, Hygiene und Funktionalität – und ist als langlebiges Qualitätsprodukt konzipiert.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Der Anstoß zu dieser Entwicklung war eine persönliche Erfahrung während eines Familienurlaubs, in dessen Verlauf die Zahnbürste einer meiner Söhne von der viel zu kleinen Ablage auf den Badezimmerboden fiel. Zurückgekehrt stellte ich fest, dass es keine adäquate, hygienische Lösung für die Aufbewahrung von Zahnbürsten sowohl zu Hause als auch auf Reisen gibt. Die handelsüblichen Etuis lassen die Zahnbürste oft in Feuchtigkeit und Zahnpastaresten liegen, was die Hygiene beeinträchtigt, und Alternativen wie das Einwickeln der Zahnbürste in Waschlappen oder das lose Transportieren im Kulturbeutel neben Haarbürste oder Rasierer bergen ähnliche Probleme.

Weiterhin stellten wir fest, dass wir beim Ausspülen entweder aus der Hand trinken oder uns unter die Armatur beugen müssen, da unsere Zahnputzbecher zum Trocknen der Zahnbürsten genutzt werden und deshalb nicht zur Verfügung stehen. Ferner werden auf Reisen die Hotelmundspülgläser gerne gemieden. Aus zahnärztlicher Sicht wurde deutlich, dass hier Optimierungsbedarf besteht. Daraus entstand schließlich CAPSELLO – als Antwort auf ein alltägliches Problem mit dem Ziel, eine verbesserte Lösung anzubieten.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

CAPSELLO ist ein 5-in-1-Hygieneprodukt: Zahnbürstenhalter, Mundspülbecher, Reiseetui, Zahnbox und Desinfektionshilfe in einem.
Mit durchdachtem Design und einer Funktionalität, die den Alltag wirklich erleichtert und hygienisch verbessert.
Das Belüftungssystem sorgt für bessere Trocknung der Zahnbürste unterwegs. Das patentierte Touch-Protektion-Konzept verhindert die ungewollte Berührung der Zahnbürste und des Mundspülbechers durch zum Beispiel Hotelpersonal auf Reisen. Die Zahnbürste steht aufrecht und einzeln, wie es seit Jahren von zahnärztlichen Fachgesellschaften empfohlen wird.
Und das Ganze: Made in Germany, spülmaschinenfest und zahnärztlich durchdacht.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

CAPSELLO erleichtert den Alltag: hygienische Zahnbürstenaufbewahrung, kein muffiger Becher, kein Mundausspülen mit der hohlen Hand. Es passt in jedes Reisegepäck, ist leicht, robust und vielseitig. Anders als herkömmliche Etuis bietet es echte Mehrwerte – für zu Hause und unterwegs.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Die Entwicklung dauerte rund acht Jahre – mit zahlreichen Prototypen, Tests und Optimierungen. Das Feedback von Patientinnen, Reisenden und Fachkolleginnen war durchweg positiv. Besonders gelobt wurden die Hygienevorteile und die Alltagstauglichkeit. Besonders stolz waren wir – neben weiteren Prämierungen – auf unser deutsches Patent und die Auszeichnung mit einer Silbermedaille auf der internationalen Erfindermesse 2024 in Nürnberg (iENA2024) unter mehr als 500 internationalen Erfindungen.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Meine Vision: Zahnbürstenhygiene soll selbstverständlich werden – nicht nur im Badezimmer, sondern überall- denn Mundhygiene beginnt nicht mit der Zahnhygiene, sondern bereits mit der Zahnbürstenhygiene. CAPSELLO soll europaweit etabliert sein, mit einem erweiterten Portfolio rund um Mundhygiene. Kooperationen mit Zahnbürstenherstellern, Kliniken und dem Einzelhandel sind angestrebt.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Die VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ bietet eine Bühne für echte Innovationen. Ich wollte CAPSELLO sichtbar machen – und zeigen, dass aus einem kleinen Alltagsproblem ein durchdachtes Produkt entstehen kann. Die Reichweite und das Format sind ideal, um Menschen zu erreichen und zu begeistern, die bislang keine Lösung für ihre Zahnbürstenaufbewahrung hatten.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Mir geht es um strategische Unterstützung – in Vertrieb, Skalierung und Markenaufbau. Eine Zusammenarbeit bei einem Deal sollte helfen, CAPSELLO in den Markt zu bringen, Prozesse zu optimieren und das Produkt bekannt zu machen. Es geht um mehr als Kapital: um Know-how und Netzwerk.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Der Webshop soll optimiert werden und das Marketing neu aufgestellt werden. Wir hoffen natürlich auf einen Deal, um dann die Produktion hochfahren zu können. Unser Ziel ist es, CAPSELLO in den Handel zu bringen und sichtbar werden zu lassen, Partnerschaften zu knüpfen und das Produkt weiterzuentwickeln – basierend auf Kundenfeedback und Markterfahrung.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Geduld und Beharrlichkeit. Die Entwicklung hat 8 Jahre gedauert – aber jeder Schritt war wichtig. Auch das Feedback aus der Praxis war entscheidend: Nur wer zuhört, kann wirklich verbessern. Und: Authentizität zahlt sich aus…

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Bleib bei deiner Idee – aber sei offen für Kritik. Teste früh, verbessere stetig und verliere nie den Blick für den Nutzer. Und: Bereite dich gut vor, wenn du dein Produkt präsentierst. Leidenschaft ist wichtig – aber Struktur bringt dich weiter.

Sehen Sie CAPSELLO am 1. September 2025 um 20:15 Uhr in der Höhle der Löwen

Bild: Battle „Capsello“ (l.) vs. „Radanker“
Beim Battle treten „Capsello“ mit Gründer Christian Flasch (r.) gegen „Radanker“ mit den Gründern Gerd Christner (l.) und Achim Christner an. Wer kann die „Löwen“ mit ihrer Geschäftsidee überzeugen und darf weiter pitchen ? @ RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Christian Flasch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Neue Innovationen und starke Geschichten

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1. September 2025 Die Höhle der Löwen VOX Yemi Desalegn (r.) und Bahleby Tewelde präsentieren den "Löwen" (v.l.) Frank Thelen, Ralf Dümmel, Janna Ensthaler und Carsten Maschmeyer mit „Mamaye“ Eritreisches Essen aus dem Glas.

Die Höhle der Löwen am 1. September 2025 bei VOX: Gründerideen voller Emotion und Innovation

Wenn am 1. September 2025 die zweite Folge der beliebten Gründershow Die Höhle der Löwen um 20:15 Uhr bei VOX ausgestrahlt wird – und bereits ab dem 25. August vorab im Stream auf RTL+ verfügbar ist – dürfen sich Zuschauerinnen und Zuschauer auf eine spannende Mischung aus innovativen Produkten, emotionalen Gründerstorys und neuen Formaten freuen. Erstmals wird in dieser Staffel das sogenannte Battle eingeführt, das die Spannung zusätzlich erhöht.

Miss Mineva´s aus Bielefeld überzeugt am 1. September 2025 mit gesunder Fertigsuppe

Ein besonderer Auftritt erwartet die Löwen mit Minever Zevker (42) aus Bielefeld. Mit ihrem Startup Miss Mineva´s präsentiert sie eine moderne Interpretation der klassischen Fertigsuppe. Ihre fermentierten, protein- und ballaststoffreichen Suppenpulver basieren auf Hülsenfrüchten, Gemüse, Kräutern und Gewürzen – ganz ohne künstliche Zusätze, dafür in wenigen Minuten servierfertig.

Die Inspiration kommt aus der traditionellen Tarhana-Suppe, die in der Türkei, in Griechenland und auf dem Balkan als nährstoffreiches Hausmittel gilt. Minever bietet derzeit drei Sorten an: „Kürbis Garam Masala“, „Tomate, Paprika, Kräuter“ und „Erbse, Minze, Kokos“. Ihr Pitch richtet sich an alle, die schnelle, gesunde Mahlzeiten schätzen. Mit einem Angebot von 200.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile möchte sie die Löwen überzeugen. Ob Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel oder Frank Thelen bei Die Höhle der Löwen einsteigen, bleibt spannend.

Das neue Battle-Format bei Die Höhle der Löwen auf VOX

In Folge 2 am 1. September 2025 gibt es das sogenannte Battle. Zwei Startups treten in einem direkten Duell gegeneinander an. Sie haben jeweils nur 60 Sekunden Zeit, um das Löwenrudel von ihrer Idee zu überzeugen. Nur wer dieses Kurzduell gewinnt, darf in die nächste Runde und erhält weitere Minuten für einen detaillierten Pitch.

Zum Auftakt stehen sich zwei Gründerteams gegenüber. Capsello aus Schmelz präsentiert eine hygienische Zahnbürstenbox mit integriertem Mundspülbecher und fordert 80.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Die Brüder Gerd und Achim Christner aus Engstingen stellen dagegen ihren Radanker vor, eine clevere Aufstellmöglichkeit für Fahrräder ohne Ständer. Sie möchten 70.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile erhalten. Beide Ideen haben Potenzial, doch nur ein Team wird den Löwen für eine zweite Runde gegenüberstehen.

hey mela aus Hannover stellt bei Die Höhle der Löwen am 1. September 2025 vegane Tests vor

Ein besonders emotionaler und zugleich wissenschaftlich relevanter Pitch kommt von hey mela. Das Gründerteam aus Hannover besteht aus Stephanie Pfeil-Coenen, Dr. Alina Eilers und Stanislaus Hans. Sie haben eine Lösung für Antikörpertests entwickelt, die ganz ohne Tierleid auskommt. Normalerweise werden für solche Tests, zu denen auch Schwangerschaftstests zählen, Tiere eingesetzt. Mit Hilfe von Kieselalgen, die lediglich Salzwasser, Licht und moderate Temperaturen benötigen, lassen sich die Antikörper jedoch vegan herstellen.

Das erste Produkt von hey mela ist ein veganer Schwangerschaftstest, der einfach in der Anwendung und zuverlässig im Ergebnis ist. Das Angebot an die Löwen lautet 200.000 Euro für zwei Prozent Firmenanteile. Während die Idee großes Interesse weckt, polarisiert die hohe Bewertung. Ob Janna Ensthaler, Frank Thelen, Carsten Maschmeyer oder Ralf Dümmel in das Startup investieren, entscheidet sich in der Sendung.

Plantsalt will die Ernährung revolutionieren und tritt am 1. September 2025 bei VOX auf

Die Gründer Lucia Scheffner, Daniel Siebert und Dr. Karl Schlumbach haben mit Plantsalt ein Produkt entwickelt, das auf ein globales Gesundheitsproblem reagiert: den übermäßigen Konsum von Natriumchlorid. Ihr pflanzenbasiertes Mineralsalz BettaSalt enthält bis zu 50 Prozent weniger Natrium als klassisches Tafelsalz und ist mit wertvollen Mineralien wie Kalium, Magnesium, Zink und Jod angereichert.

Die Basis bilden salzliebende Pflanzen wie Queller und Algen. Geschmacklich überzeugt das Produkt, doch die Bewertung von 350.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile sorgt für Diskussionen. Ob die Löwen einen Deal eingehen, bleibt eine der spannendsten Fragen des Abends.

Mamaye bringt am 1. September 2025 ostafrikanische Küche in Die Höhle der Löwen

Ebenfalls am 1. September stellen Yemi Desalegn und Bahleby Tewelde ihr Startup Mamaye vor. Mit fertig gewürzten veganen Gerichten in Bio-Qualität wollen sie die deutsche Küche bereichern. Ihre Speisen, inspiriert von äthiopischer und eritreischer Küche, tragen Namen wie „Ades“ (pikante Linse), „Misir“ (milde Linse) und „Silsi“ (pikante Tomate).

Gewürzt mit traditionellen Mischungen wie Berbere verbinden sie Authentizität mit moderner Convenience. Der Name Mamaye bedeutet „meine Mutter“ und ehrt die Rolle starker Frauen, die Rezepte und Kultur über Generationen hinweg bewahren. Mit einem Angebot von 150.000 Euro für zehn Prozent Firmenanteile hoffen die Gründer, die Löwen bei Die Höhle der Löwen auf VOX zu überzeugen.

Fazit: Die Höhle der Löwen am 1. September 2025 verspricht Innovation und Emotion

Die zweite Folge am 1. September 2025 zeigt eindrucksvoll, welche Vielfalt an Ideen in der Gründerszene steckt. Von gesunder Alltagsküche über medizinische Innovationen bis hin zu nachhaltigen Produkten – die Bandbreite der Pitches bei Die Höhle der Löwen ist groß. Mit dem neuen Battle-Format auf VOX wird die Spannung zusätzlich gesteigert.

Ob Miss Mineva´s mit ihren fermentierten Suppen, hey mela mit veganen Tests oder Plantsalt mit einem innovativen Mineralsalz – jede Idee setzt Trends, die unsere Ernährung, Gesundheit und unseren Alltag nachhaltig beeinflussen könnten. Welche Deals tatsächlich zustande kommen, erfahren die Zuschauerinnen und Zuschauer am Montagabend auf VOX.

Bild: Yemi Desalegn (r.) und Bahleby Tewelde präsentieren den „Löwen“ (v.l.) Frank Thelen, Ralf Dümmel, Janna Ensthaler und Carsten Maschmeyer mit „Mamaye“ Eritreisches Essen aus dem Glas. Credit RTL BERND-MICHAEL MAURER 

Könnte diese einfache Idee dein Fahrradfahren komplett verändern?

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DRIK 17 Carrier – Smarte Bike-Lösung für Tools und Trinkflasche

DRIK 17 entwickelt innovative Lösungen für Radfahrer:innen, um Werkzeuge und Trinkflasche smart in einem Produkt zu vereinen

Wie ist die Idee zum DRIK 17 Carrier entstanden und was war der Auslöser, daraus ein Startup zu machen?

Bei unseren gemeinsamen Bike Rides haben wir immer nach einer Lösung gesucht, um unser Repair Equipment einfach und schön zu verstauen. Wir waren beide nie Fans von Satteltaschen und die Tools im Trikot zu verstauen ist weder komfortabel noch eine sichere Alternative. Nachdem wir dann beide oft gegambelt haben und keine Tools dabei hatten, hat so mancher Ride mit einem Platten und der Rückfahrt in der S-Bahn geendet. Daher kam die Idee ein Produkt zu entwickeln, dass es uns ermöglicht unsere Tools einfach, sicher und ästhetisch ansprechend zu transportieren. Herausgekommen ist dabei der DRIK17 Carrier, eine hybride Fahrradtrinkflasche mit zusätzlichem Stauraum für Reparatur-Equipment. Um den auch wirklich auf die Straße zu kriegen, startet ab 01.09.25 unsere Crowdfunding Kampagne über die Plattform Kickstarter. Alle die hier teilnehmen, werden damit die ersten sein, die einen DRIK 17 Carrier bekommen. Also am besten direkt zuschlagen und dabei sein!

Was hat euch dazu motiviert, ausgerechnet eine Kombination aus Trinkflasche und Stauraum zu entwickeln?

Wir haben überlegt, wie können wir Vorhandenes am Bike nutzen und unsere Tools verstauen, ohne weiteres Equipment oder Lösungen montieren zu müssen und kamen auf die Flasche. Ein Standardflaschenhalter ist an jedem sportlichen Bike verbaut, sodass unsere Lösung, der DRIK 17 Carrier, keine weitere Montagelösung benötigt.

Welche Herausforderungen habt ihr bei der Produktentwicklung gemeistert – technisch, gestalterisch oder unternehmerisch?

Herausforderungen gibt es bei der Entwicklung eines Hardware Produkts natürlich viele, aber in erster Linie würde ich sagen, war es die technische Herausforderung. Ein solches Produkt gibt es auf dem Markt bislang nicht und die herkömmlichen Produktionsverfahren von Radtrinkflaschen lassen eine simple Adaption unsere Idee nicht ohne weiteres zu. Nach vielen Prototypen und Entwicklungsschleifen mit unserem Partner konnten wir jedoch eine Lösung entwickeln, die wir im Frühling 2025 zum Patent eingereicht haben.

Wie unterscheidet sich der DRIK 17 Carrier von anderen Lösungen, die es bisher im Radsportbereich gibt?

Der DRIK 17 Carrier ist die einzige Radtrinkflasche auf dem Markt, die sowohl Trinkvolumen, als auch ein Compartment für Tools bereitstellt und damit auch die einzige Lösung, die weder extra montiert werden muss (wie eine Satteltasche), noch den Radfahrer vor die Entscheidung zwischen Trinken oder Tools stellt.

Was macht euer Produkt besonders für Gravel- und Rennradfahrer:innen attraktiv?

Gerade im Gravel- oder Rennradsport werden kaum zusätzlichen Taschen an den Bikes genutzt. Oft geht es hier um kürzere Feierabend- oder Tagestouren, bei denen man keine zusätzlichen Stauraum benötigt. Anders als beispielsweise beim Mountainbiken oder Bikepacking. Daher ist es vor allem hier wichtig eine smarte und einfache Lösung zu haben, die das Mitführen der wichtigsten Repair Tools ermöglicht.

Warum habt ihr euch für eine Kickstarter-Kampagne entschieden – und was erhofft ihr euch davon?

Die Produktion eines Hardware Produkts ist oft -wie in unserem Fall auch – mit einer hohen Vorabinvestition verbunden. Durch die Crowdfunding Kampagne wollen wir die Produktions- und Entwicklungskosten finanzieren, die bei Hardware Produkten traditionell die größte Markteintrittsbarriere darstellen. Zudem wollen wir die Kampange nutzen um das Interesse des Marktes zu validieren. Crowdfunding ist dafür ein super Instrument, da man direkt die Kaufbereitschaft der Zielgruppe testen kann. Letztlich ist es die Community, die das Produkt entscheidend mitgestaltet hat und gemeinsam mit ihr wollen wir nun auch den ersten Schritt in Richtung Serienproduktion gehen.

Wie sieht die Produktion in Deutschland konkret aus – arbeitet ihr mit Partnern oder fertigt ihr selbst?

Wir arbeiten hierbei mit einem Entwicklungs- und Produktionspartner aus dem Allgäu. Unser Partner hat langjährige Erfahrung in technisch anspruchsvollen Entwicklungen von Blasform- und Spritzgussverfahren und den entsprechenden Produkten. Die Produktion werden wir ebenfalls in Zusammenarbeit mit diesem Partner angehen. Wir haben uns bewusst für eine Produktion in Deutschland entschieden, um zum einen bei Bedarf direkt vor Ort sein zu können und Herausforderungen so schnell lösen zu können. Zum anderen spielt der Nachhaltigkeitsgedanke dabei für uns eine große Rolle. Gerade Flaschen sind sehr großvolumige Teile, die bei einem Transport aus Übersee viel Platz in Containern wegnehmen. Es wird einfach viel Luft über große Strecken transportiert. Das wollten wir unbedingt vermeiden.

Wie habt ihr die Bedürfnisse der Community in die Produktentwicklung eingebunden?

Wir haben zahlreiche Interviews durchgeführt und uns immer wieder mit der Community abgestimmt, um den Problem-Solution-Fit sicherzustellen. Letztlich war es deren Feedback, die das heutige Produkt so geformt und entscheiden bestimmt hat.

Was sind eure nächsten Schritte nach dem Crowdfunding – wird es weitere Produkte geben?

Natürlich haben wir bereits zukünftige Ideen im Kopf. Der DRIK 17 Carrier ist modular aufgebaut und soll auch durch zukünftige Produkte weiter ausbaubar sein. Hier wollen wir noch nicht zu viel verraten, doch man darf sich sicher sein, dass der DRIK 17 Carrier die Basis unseres Projekts ist und weitere Lösungen immer kompatibel sein werden.

Was bedeutet euch München als Standort für euer Startup – gerade im Hinblick auf Outdoor- und Radsportkultur?

Die Kultur hier vor Ort ist natürlich maßgeblich für die Entwicklung des Produkts entscheidend. Wir sind hier gut vernetzt und konnten immer auf das Feedback der Community zurückgreifen und wollen auch weiterhin mit der vorhandenen Cyclingkultur hier in München wachsen.

Was würdet ihr anderen Gründer:innen raten, die ebenfalls mit einem physischen Produkt in den Markt starten wollen?

Lasst euch nicht abschrecken von der Entwicklung eines Hardware Produkts, doch seid euch gleichzeitig im Klaren, wie viel Zeit und Entwicklungsschleifen eine solche Entwicklung in Anspruch nimmt. Hinterfragt jedes “Nein” wenn es um die Umsetzbarkeit geht, denn nur weil es ein Produkt in solcher Form bislang nicht gibt, heißt das nicht, dass es nicht möglich ist.

Bild: Ralph Seel-Mayer und Emma Ehrenberg @ DRIK 17

Wir bedanken uns bei Emma Ehrenberg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: DRIK 17

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Kontakt:

Ralph Seel-Mayer, Emma Ehrenberg GbR
Ernest-Weinrauch-Strasse 27
D-86609 Donauwörth

https://www.drik17.com/
emma@drik17.com

Ansprechpartner: Emma Ehrenberg

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Intime Gesundheit neu gedacht: Innovation aus Leidenschaft

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anuux produkt darm Marius Baumgärtel präsentiert mit „anuxx“ ein pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel für einen sauberen Enddarm. Er erhofft sich ein Investment von 100.000 Euro für 12,5 Prozent der Firmenanteile. RTL / Bernd-Michael Maurer

anuux wird am 25. August um 20:15 in der Höhle der Löwen pitchen und dabei sein innovatives Produkt für mehr Intimsicherheit und natürliche Unterstützung der Verdauung vorstellen.

Wie ist das Startup entstanden und welche Personen stehen dahinter?

An der Idee hat Marius Baumgärtel (33) bereits 2018 gearbeitet. Seite 2021 gibt es das Produkt im Verkauf. Marius ist alleiniger Inhaber und Ideengeber, begleitet wird er von Andrada Predescu und Jens Roeske, die beim Tagesgeschäft, Online-Shop und den handverpackten Bestellungen unterstützen.

In welcher Branche ist anuux tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Nahrungsergänzungsmittel, wir sind spezialisiert auf die Menschen, die Verdauungsprobleme durch Antibiotika oder HIV-Medikamente oder haben. Generell richtet sich das Produkt an Menschen, die gern mit der Hintertür ihr Liebesspiel betreiben. Dazu zählen zunehmend auch immer mehr Frauen, die ihren Partnern diese Spielart der Liebe ermöglichen wollen und bei der Vorbereitung mehr Selbstsicherheit wünschen.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Marius ist selbst Leidensgenosse und saß zwei Jahre auf der Toilette. Hinzu kam, dass er Menschen beobachtete, die sehr verkrampft beim Thema Darmspülen sind und sich bis zu zwei Stunden im Bad einsperrten, bevor sie bereit waren mit auf die Piste zu gehen.
anuux hilft auf natürliche Weise den Enddarm für das Liebesspiel sauber zu halten, sodass vor dem Abenteuer kein Besuch im Badezimmer mehr nötig ist.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Einfache Einnahme, keine Zusätze, alles pflanzlich und vegan. Es ist ein Produkt, dass auf das Wesentliche reduziert wurde, ganz ohne Schnickschnack.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Kein Blähbauch, besserer Stuhlgang, sauberer Enddarm, bessere Ernährung des Mikrobioms im Darm.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Wir haben viele Feedbacks aus den ersten drei Jahren und darauf basierend unser Produkt stetig weiterentwickelt.

Welche Vision verfolgt anuux? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

BIO Zertifizierung (gerade vor einer Woche erhalten) und die Umstellung darauf. als sozialer Betrieb legen wir Wert auf echte Verantwortung in den Lieferketten.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Ganz klar: Dagmar Wöhrl davon zu begeistern!

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

100.000 Euro für 12,5 Prozent der Firmenanteile und Unterstützung im Vertrieb.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Mehr Apotheken, vor Ort Shops und Ausweitung auf Frankreich, Italien und Spanien.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Den Menschen zuhören, mit denen wir arbeiten und die unser Produkt nutzen.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Entwickle dein Produkt MIT deinen Kunden und nicht im Labor am Kunden vorbei.

Sehen Sie anuxx am 25. August 2025 um 20:15 Uhr in der Höhle der Löwen

Bild: Marius Baumgärtel präsentiert mit anuxx ein pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel für einen sauberen Enddarm. Er erhofft sich ein Investment von 100.000 Euro für 12,5 Prozent der Firmenanteile. RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Marius Baumgärtel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Warum schaut plötzlich alle Welt in die Wüste?

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Qubite International Rechenzentren Solarenergie Abu Dhabi

Qubite International betreibt nachhaltige Hochleistungsrechenzentren in der Wüste von Abu Dhabi und verbindet dabei europäische Standards mit emiratischer Infrastruktur

Wie kam die Idee zu Qubite International zustande?

Die Idee entstand ursprünglich aus eigener Erfahrung: Ich hatte mir selbst mehrere Krypto-Miner angeschafft, die in einem Rechenzentrum in Abu Dhabi betrieben werden.
Vor Ort konnte ich mir ein genaues Bild machen: Die moderne Infrastruktur und professionelle Umsetzung haben mich nachhaltig beeindruckt. Daraus entwickelte sich der Gedanke, das zugrunde liegende Geschäftsmodell weiterzudenken und auf andere Hochleistungsanwendungen auszuweiten. Angesichts des wachsenden Bedarfs an Rechenleistung – gerade im Kontext von Künstlicher Intelligenz und datenintensiven Anwendungen – lag dieser Schritt nahe. Durch meine frühere Tätigkeit im Bereich erneuerbarer Energien war für mich schnell klar: Der Schlüssel liegt in der Kombination beider Welten. So entstand das Konzept, nachhaltige Rechenzentren für GPU-Colocation anzubieten – speziell ausgerichtet auf europäische Unternehmen, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach leistungsstarker und zugleich klimafreundlicher Infrastruktur suchen.

Welche Herausforderungen sehen Sie derzeit in der klassischen Rechenzentrumsinfrastruktur – insbesondere in Europa?

In Europa sehe ich insbesondere drei große Herausforderungen, wenn es um den Aufbau moderner Rechenzentren geht: Kosten, Geschwindigkeit und Nachhaltigkeit. Zum einen sind die Investitions- und Betriebskosten vergleichsweise hoch – nicht zuletzt durch steigende Energiepreise und strengere regulatorische Vorgaben. Zum anderen erweist sich die Umsetzung oft als langwierig, etwa aufgrund komplexer Genehmigungsprozesse oder infrastruktureller Engpässe. Und schließlich rückt das Thema Nachhaltigkeit zunehmend in den Fokus, sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich. Unternehmen stehen heute stärker denn je unter Druck, ihre IT-Infrastruktur umweltbewusst zu gestalten. Diese drei Faktoren zusammengenommen machen es schwierig, in Europa wettbewerbsfähige Rechenzentren schnell und ressourcenschonend zu realisieren. Genau hier setzen wir mit unserem Modell an – mit einer klaren Vision für effiziente, skalierbare und nachhaltige Lösungen außerhalb der klassischen Märkte.

Warum fiel die Wahl des Standorts auf die Vereinigten Arabischen Emirate – und konkret auf die Wüste vor Abu Dhabi?

Ein wesentlicher Vorteil der Vereinigten Arabischen Emirate liegt in der nahezu konstanten Sonneneinstrahlung: Mit durchschnittlich 365 Sonnentagen im Jahr verfügen wir über ideale Voraussetzungen für die Nutzung von Solarenergie. Diese ermöglicht es uns, unsere Rechenzentren nachhaltig und ressourcenschonend zu betreiben. Ein zentraler Aspekt unseres Anspruchs an zukunftsfähige IT-Infrastruktur.
Gleichzeitig profitieren wir von einer hervorragend ausgebauten technischen Basis: Die Rechenzentren sind nach Tier III- und Tier IV-Standards zertifiziert, verfügen über redundante Stromversorgung sowie über hochmoderne Kühlsysteme, die für maximale Betriebssicherheit und Energieeffizienz sorgen.

Qubite spricht von einem „Green Compute made in Abu Dhabi“. Was bedeutet dieser Ansatz in der Praxis?

„Green Compute made in Abu Dhabi“ beschreibt ein tatsächlich umgesetztes Modell für die klimafreundliche Zukunft des High Performance Computings (HPC) – wirtschaftlich, zertifiziert, versichert und technologisch führend.

Welche Rolle spielt Solarenergie konkret bei Ihren Rechenzentren – wie hoch ist der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtstrommix?

Derzeit stammt bereits über 50 Prozent unseres Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen – insbesondere aus lokal erzeugtem Solarstrom. Unser klares Ziel ist es jedoch, diesen Anteil in den kommenden Jahren weiter auszubauen und unsere Rechenzentren perspektivisch vollständig mit nachhaltiger Energie zu betreiben. Die geografischen und klimatischen Bedingungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten bieten dafür ideale Voraussetzungen, die wir gezielt nutzen, um höchste Rechenleistung mit größtmöglicher Umweltverantwortung zu verbinden.

Inwiefern profitieren Ihre Kunden von bis zu 80 Prozent Kostenvorteil? Können Sie das anhand eines Beispiels veranschaulichen?

Unsere Kunden profitieren von erheblichen Kostenvorteilen, die sich insbesondere durch die niedrigeren Strompreise an unserem Standort in Abu Dhabi ergeben. Um dies zu veranschaulichen, nehmen wir an, ein Unternehmen betreibt einen Server, der jährlich rund 10.000 Kilowattstunden (kWh) Strom verbraucht. In Europa liegen die Strompreise für Rechenzentren häufig zwischen 0,17 und 0,43 US-Dollar pro kWh. Das bedeutet, dass die jährlichen Stromkosten für diesen Server in Europa zwischen 1.700 und 4.300 US-Dollar liegen können. Im Vergleich dazu sind die Stromkosten an unserem Standort in Abu Dhabi deutlich günstiger – zwischen 0,04 und 0,09 US-Dollar pro kWh. Daraus resultieren jährliche Stromkosten von nur 400 bis 900 US-Dollar. Dies entspricht einer Einsparung von rund 75 bis 80 Prozent im Vergleich zu vergleichbaren Hosting-Lösungen in Europa. Diese Differenz ist vor allem auf langfristig gesicherte, kostengünstige Stromverträge sowie den Einsatz lokal erzeugter Solarenergie zurückzuführen.

Wie gelingt es, hohe Energieeffizienz mit leistungsstarker IT-Infrastruktur zu verbinden – besonders unter extremen klimatischen Bedingungen?

Wir setzen bewusst auf innovative State-of-the-Art-Technologie, um nachhaltige Rechenleistung mit maximaler Energieeffizienz zu verbinden. Ergänzt wird der zentrale Baustein Solarenergie durch modulare Kühlsysteme, die sich dynamisch an die jeweilige Auslastung anpassen. Auf diese Weise vermeiden wir unnötigen Energieverbrauch und optimieren den Betrieb sowohl ökologisch als auch ökonomisch.
Darüber hinaus investieren wir kontinuierlich in neue Technologien, die über den klassischen IT-Betrieb hinausgehen. Aktuell entwickeln wir beispielsweise im Rahmen eines Pilotprojekts ein System zur Trinkwassergewinnung aus Serverabwärme – ein innovativer Ansatz, der die Ressourceneffizienz unserer Infrastruktur zusätzlich verbessert und zugleich einen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung von Energieüberschüssen in heißen Klimazonen leistet.

Ihre Geschäftsführerin Melina Kiesslich bringt bereits langjährige Erfahrung in der Region mit. Welche Bedeutung hat diese Expertise für den operativen Erfolg?

Melina verfügt über ein tiefgehendes Verständnis der regionalen Gegebenheiten und bringt gleichzeitig ein breit gefächertes Netzwerk an etablierten Kooperationspartnern mit, das sie über viele Jahre hinweg gezielt aufgebaut hat. Dieses Netzwerk ist für uns ein entscheidender Erfolgsfaktor, sei es bei strategischen Partnerschaften, operativer Umsetzung vor Ort oder dem Zugang zu lokalen Ressourcen und Entscheidern. 

Qubite International agiert in einem Joint Venture mit lokalen und internationalen Partnern. Wie wichtig ist dieses Netzwerk für Ihr Geschäftsmodell?

Das Netzwerk aus lokalen und internationalen Partnern ist ein zentraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Als Unternehmen mit europäischem Ursprung, das in den Vereinigten Arabischen Emiraten operiert, profitieren wir enorm von unserer Joint-Venture-Struktur: Sie ermöglicht uns nicht nur einen reibungslosen Marktzugang, sondern auch ein hohes Maß an kulturellem, regulatorischem und operativem Verständnis.
Insbesondere unsere regional verankerten Partner spielen eine Schlüsselrolle. Sie schaffen Verbindungen zu Entscheidungsträgern, Technologieanbietern und Behörden und eröffnen uns so den Zugang zu Ressourcen und Strukturen, die für den nachhaltigen und erfolgreichen Aufbau unserer Rechenzentrumsinfrastruktur unerlässlich sind.

Die deutsche Qubite GmbH dient als lokaler Ansprechpartner. Wie gelingt Ihnen die Balance zwischen globalem Denken und lokalem Handeln?

Die Qubite Deutschland GmbH fungiert als lokaler Ansprechpartner für unsere europäischen Kunden und ist zugleich Bindeglied zu unserer Infrastruktur in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Als erste Anlaufstelle verknüpft Qubite Deutschland Kundschaft aus Europa mit dem emiratischen Standort, welcher dann die Abwicklung und Installation übernimmt. Während des gesamten Prozesses steht Qubite Deutschland als Kontakt für Fragen bereit, das Hauptgeschäft spielt sich aber in den Emiraten ab. Diese Aufstellung erlaubt es uns, globale Perspektiven mit lokalem Verständnis zu vereinen. Wir kennen die hohen Anforderungen europäischer Unternehmen – etwa in Bezug auf Datenschutz, Transparenz, Effizienz und Nachhaltigkeit. Gleichzeitig profitieren wir von unserer internationalen Ausrichtung und wissen, wo und wie sich Prozesse global optimieren lassen. 

Der Begriff „unternehmerische Souveränität“ fällt mehrfach. Wie definieren Sie diese in Bezug auf nachhaltige Digitalinfrastruktur?

Der Begriff „unternehmerische Souveränität“ bedeutet für uns vor allem die Freiheit und Fähigkeit, strategische Entscheidungen unabhängig und visionär zu treffen – sei es bei der Auswahl internationaler Standorte oder der Zusammenarbeit mit passenden Partnern. Einzig müssen dafür die Voraussetzungen geschaffen sein, beispielsweise in rechtlicher Hinsicht oder in sicherheitstechnischen Fragen. All das können wir bieten.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Dienstleistungen auch den strengen Anforderungen der EU-Richtlinien entsprechen – gerade bei sensiblen Themen wie Datenschutz oder Compliance?

Bei Qubite legen wir größten Wert auf Datenschutz, Compliance und die Einhaltung internationaler gesetzlicher Vorgaben.  Für Märkte außerhalb der EU, etwa die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), prüfen wir vorab die regulatorischen Rahmenbedingungen sorgfältig. Seit dem 2. Januar 2022 gilt dort mit dem „Personal Data Protection Law“ ein Datenschutzgesetz, das im Hinblick auf den Schutz vor unbefugten Zugriff, der Verwendung und Offenlegung der Daten viele Parallelen zur DSGVO aufweist. Für Qubite ist das ein positiver Indikator, dass europäische und internationale Standards auch in diesem Markt zunehmend zum Tragen kommen. Unsere internen Datenschutzrichtlinien sind so gestaltet, dass sie zentrale Grundsätze wie Integrität, Vertraulichkeit, Speicherbegrenzung und Rechenschaftspflicht auch außerhalb der EU sicherstellen.

Qubite positioniert sich als Alternative für datenintensive Anwendungen wie KI oder Krypto Mining. Welche Branchen sprechen Sie vorrangig an?

Qubite richtet sich vorrangig an Branchen mit hohem Bedarf an skalierbarer, nachhaltiger und datenschutzkonformer Rechenleistung. Dazu zählen insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Machine Learning, Blockchain und Krypto-Mining, Software- und Systemhäuser sowie Cloud-Infrastruktur-Anbieter. Ebenso zählen Forschungseinrichtungen, Finanzdienstleister, Web3-Startups, medizinische Forschung und telemedizinische Plattformen zum Zielmarkt – überall dort, wo GPU-Power, regulatorische Sicherheit und ESG-Kriterien eine zentrale Rolle spielen.

Wo sehen Sie Qubite International in fünf Jahren – sowohl technologisch als auch geografisch?

In fünf Jahren sehen wir Qubite International geografisch als fest etablierten Akteur in der gesamten GCC-Region. Unser Ziel ist es, in allen relevanten Märkten in diesem Areal präsent zu sein und dort nachhaltige Kundenbeziehungen aufzubauen.
Technologisch streben wir eine führende Rolle im Bereich der Datenverarbeitung an. Wir möchten durch innovative Produktlösungen Maßstäbe setzen, die unseren Kunden helfen, ihre Daten effizienter zu nutzen, bessere Entscheidungen zu treffen und Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Dabei steht für uns die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Technologien ebenso im Fokus wie die gezielte Anpassung an die Bedürfnisse unserer Zielmärkte.

Wie beurteilen Sie aktuell das Zusammenspiel von Digitalisierung und Klimaschutz? Ist Green Tech im Rechenzentrum-Sektor Ihrer Meinung nach bereits Mainstream oder noch Pionierarbeit?

Zwar ist das Thema in Teilen bereits im Mainstream angekommen, doch das Entwicklungspotenzial ist längst nicht ausgeschöpft, etwa bei innovativen Ansätzen wie der Nutzung von Abwärme zur Trinkwasseraufbereitung, die wir derzeit in einem Pilotprojekt erproben. Auch im Bereich der erneuerbaren Energien sehe ich weiterhin Luft nach oben.

Was raten Sie Gründerinnen und Gründern, die Nachhaltigkeit nicht nur als Schlagwort, sondern als echten Unternehmenswert etablieren wollen?

Ich empfehle Gründerinnen und Gründern, sich zunächst mit einer klaren Definition von Nachhaltigkeit im eigenen unternehmerischen Kontext auseinanderzusetzen. Welche Werte und Ziele verbinde ich persönlich und geschäftlich mit nachhaltigem Handeln? Und anhand welcher konkreten Parameter messe ich diese?
Nachhaltigkeit ist kein pauschales Konzept, sondern verlangt differenzierte Betrachtung und belastbare Daten. Ein Beispiel: Outsourcing mag auf den ersten Blick aufgrund zusätzlicher Transportwege und damit verbundener CO2-Emissionen nicht nachhaltig erscheinen. Doch wenn man die gesamte Umweltbilanz objektiv analysiert – etwa im Vergleich zum Energieverbrauch eines lokal betriebenen Rechenzentrums – kann sich ein ganz anderes Bild ergeben. Es geht also darum, fundierte Entscheidungen zu treffen, statt sich allein von gängigen Narrativen leiten zu lassen.

Titelbild Teambild Fotograf: Damian Wiegand

Wir bedanken uns bei Luisa Haxel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


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Grüner Wandel durch smarte Pflanzentechnologie

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FYTA Pflanzen Sensoren Claudia Nassif und Alexander Schmitt präsentieren „FYTA“, den „Fitnesstracker“ für Pflanzen. Sie erhoffen sich ein Investment von 500.000 Euro für 5 Prozent der Firmenanteile. RTL / Bernd-Michael Maurer

FYTA wird am 25. August um 20:15 in der Höhle der Löwen pitchen und dabei seine innovative Pflanzen-Technologie vorstellen.

Wie ist das Start-up entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Bevor ich, Claudia Nassif, FYTA gründete, arbeitete ich als leitende Volkswirtin und Programmleiterin bei der Weltbank. Zur selben Zeit entstand meine Leidenschaft für Pflanzen. Aus dieser persönlichen Faszination entwickelte sich schnell eine systemische Frage: Warum sind wir in einer Welt, in der wir nahezu alles in Echtzeit messen können, ausgerechnet bei unserer Lebensgrundlage Pflanzen noch immer auf Mutmaßungen statt auf Daten angewiesen? Wie kann es sein, dass wir alles mit Sensoren ausstatten, nur nicht unsere grüne Infrastruktur?

Angetrieben von diesem Impuls gründete ich 2018 gemeinsam mit Alexander Schmitt das Start-up FYTA. Alexander bringt einen Hintergrund in Elektro- und industrieller Messtechnik mit und hat sein Fachwissen entscheidend in Produktdesign, Hardwareentwicklung und den Aufbau unseres B2B-Geschäfts eingebracht. Mein Umfeld reagierte erst skeptisch, nicht zuletzt wegen der besonderen Herausforderungen und Risiken beim Aufbau eines Hardware-Start-ups. Aber ich ließ mich nicht beirren und finanzierte die Anfangsphase vollständig aus eigenen Mitteln.

In welcher Branche ist das Unternehmen tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

FYTA ist im Bereich Smart Gardening und Pflanzen-Technologie tätig, an der Schnittstelle von IoT, Datenanalyse und nachhaltiger Pflanzenpflege. Unser Geschäftsmodell basiert auf einer Kombination aus Hardware, Software und Services: Wir entwickeln Sensoren, die den Gesundheitszustand von Pflanzen in Echtzeit messen und verbinden diese Daten mit einem KI-gestützen Datenmodell und einer App, die präzise Pflegeempfehlungen gibt.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Das Besondere an FYTA ist, dass wir Pflanzensensoren massentauglich machen: Wir lösen drei Schwachstellen bisheriger Messgeräte – zu teuer, zu kompliziert, Daten ohne Aussagekraft. Jede Pflanze ist ja anders und hat spezifische Bedürfnisse, die sich mit der Zeit auch ändern. Mit den Messwerten, die man von herkömmlichen Geräten erhält, können die allermeisten Menschen nicht viel anfangen.
Unsere Sensoren sind günstig, weil wir sie extrem kompakt entwickeln und in großen Stückzahlen produzieren. Sie sind kinderleicht zu nutzen dank Anbindung an unsere intutitive App, die klare Analysen und pflanzenspezifische Handlungsanweisungen liefert.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

FYTA gibt Pflanzen eine Stimme. Unsere Sensoren messen alles, was wichtig ist und übersetzen diese Daten in klare Analysen und umsetzbare Pflegehinweise. Genauso wie ein Fitnesstracker. Nutzer*innen müssen nicht mehr raten, warum eine Pflanze kränkelt. Sie wissen es und können aktiv gegensteuern.
Der entscheidende Unterschied zum Wettbewerb: Wir bieten wissenschaftlich fundierte Analysen, kombiniert mit einer intuitiven App und einem systemischen Ansatz, der von der Zimmerpflanze bis zur urbanen Landwirtschaft funktioniert. Das spart Zeit, Ressourcen und Frust. Und sorgt für gesündere, langlebige Pflanzen.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Das Produkt haben wir selber mit unserem Team in Berlin entwickelt. Wir haben unser erstes Projekt in einem Verbundprojekt mit der HU in Berlin ausgiebig, vor dem Markteintritt getestet. Aber am Ende hat so ein Produkt immer 100 Schwächen, die man in der Entwicklung & im Testing nicht gesehen hat. Wir haben daher von Anfang an einen großen Schwerpunkt auf Kundensupport gelegt, und nehmen das Feedback unserer Kunden fortlaufend in die Entwicklung mit ein. So ist dann auch die neue Produktgeneration entstanden, die im Oktober herauskommt.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Langfristig verfolgen wir eine klare Vision: Wir haben das Ziel, die weltweit größte Pflanzendatenbank aufzubauen, in der ausnahmslos jede Pflanze erfasst wird. Millionen Sensoren werden so kontinuierlich Daten zu Umweltbedingungen, Pflanzenstress und Pflegeverhalten sammeln. Dieses Wissen wird nicht nur den Nutzerinnen zugänglich gemacht, sondern auch der Forschung zur Verfügung gestellt. Für dieses Jahr planen wir die Erschließung des B2B-Markts mit einer Kombination aus Hardware und B2B-Subscriptions, die professionelle Nutzerinnen mit präziser Umweltintelligenz versorgen und gleichzeitig den Datensatz weiter ausbauen. Zukünftig nutzen wir den umfassenden Datenpool, zum Beispiel für das Benchmarking, wissenschaftliche Forschung oder zur Bewertung grüner Vermögenswerte im Rahmen von CO₂-Zertifikaten.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Der Sender hat in der Vergangenheit mehrmals angefragt. Aber irgendwie hat der Zeitpunkt immer nicht gepasst. Wir fühlten uns nicht “ready”. Und irgendwann dachten wir, jetzt ist es zu spät – unser Finanzierungsvolumen und Unternehmensbewertung liegen ja bereits über dem Durchschnitt von dem, was in der Sendung herkömmlich präsentiert wird. Aber dann hat uns einer unserer tollen Investoren, Carsten Kraus, der mit seinem eigenen Start-up Casablanca in der Staffel 15 aufgetreten ist, uns dazu ermutigt.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Wir pitchten FYTA mit einem Investmentbedarf von 500.000 Euro für fünf Prozent der Firmenanteile. Neben der Finanzierung, ging es uns auch darum, Unterstützung für den Aufbau unseres B2B Segmentes und perspektivisch den Eintritt in neue Märkte zu erhalten.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Nach Die Höhle der Löwen möchten wir den Schwung gezielt für Wachstum und Produktausbau nutzen. Ab Oktober 2025 erweitern wir unser Sortiment um gleich vier neue Sensorlösungen: den FYTA Beam 2.0 mit leistungsfähigerer Messung, viermal mehr Datenerfassung und verbesserter Stromversorgung, den FYTA Mini als kompakte, erschwingliche Version für Feuchtigkeits- und Nährstoffmessung in Topfpflanzen, den FYTA Sphere für präzise Licht- und Klimamessungen in variabler Umgebung sowie den FYTA Terra, unseren wetterfesten Sensor für Gärten und Hochbeete mit WiFi- und optionaler LTE-M-Anbindung.
Mit dieser Produktfamilie können wir erstmals alle relevanten Anwendungsbereiche abdecken, vom Wohnzimmer bis zu Anwendung in kleinen Betrieben. Parallel hierzu bauen wir unsere B2B-Partnerschaften aus, um FYTA als Standard für intelligente Pflanzenpflege zu etablieren.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Eine der wertvollsten Erfahrungen war für mich, dass Vision und Durchhaltevermögen stärker wiegen als perfekte Startbedingungen. Der Aufbau eines Hardware-Start-ups erfordert Geduld, technisches Detailverständnis und die Bereitschaft, Rückschläge als Lernschritte zu sehen. Man braucht schon sehr viel Resilienz.
Und ich habe gelernt, wie entscheidend ein interdisziplinäres Team ist. Wie entscheidend die Zusammenarbeit mit Menschen ist, die technisches, wissenschaftliches und unternehmerisches Know-how vereinen. Genauso wichtig: früh mit Nutzer*innen in den Dialog zu treten, um Produkte zu entwickeln, die echte Probleme lösen. Und vielleicht die wichtigste Erkenntnis: Innovation braucht viel Mut. Manchmal sogar den Mut, die eigene Wohnung zu verkaufen, um den nächsten Schritt zu finanzieren.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Zuallererst: Fangt früh an, mit echten Nutzer*innen zu sprechen. Ihre Rückmeldungen sind oft wertvoller als jede Marktstudie. Rechnet außerdem mit Rückschlägen und plant Puffer ein: Zeit, Geld und Nerven. Alles dauert länger und kostet mehr als man denkt. Immer! Ich halte es für nahezu unmöglich, ein Start-up im Consumer Electronic Segement aufzubauen, wenn man nicht ausreichend Unterstützung hat oder eigene Mittel mitbringt. Und last but not least: Sucht euch ein Team, das eure eigenen Stärken ergänzt. Niemand kann alles können und in einem Start-up zählt jede Kompetenz.

Sehen Sie FYTA am 25. August 2025 um 20:15 Uhr in der Höhle der Löwen

Bild: Claudia Nassif und Alexander Schmitt präsentieren „FYTA“, den „Fitnesstracker“ für Pflanzen. Sie erhoffen sich ein Investment von 500.000 Euro für 5 Prozent der Firmenanteile. 
RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Claudia Nassif für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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