Mittwoch, April 8, 2026
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Halbzeit im Wettbewerb mit neuem Businessplan-Rekord

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Bild Im Planspiel „Start-up Simulator“ lernen Jugendliche spielerisch und praxisnah, wie sie ein Unternehmen nachhaltig zum Erfolg führen können Bildcredits: „Jugend gründet" JUGEND GRÜNDET startet ins Unternehmensplanspiel

Auf in Phase zwei! JUGEND GRÜNDET startet ins Unternehmensplanspiel

Halbzeit im Wettbewerb mit neuem Businessplan-Rekord

Mit dem Februar startet der Online-Wettbewerb JUGEND GRÜNDET in die zweite Wettbewerbsphase. Nach einem neuen Businessplan-Rekord beginnt für die Schülerinnen und Schüler nun das Unternehmensplanspiel.

Auf Marktveränderungen reagieren, Krisen durchstehen und die virtuelle Konkurrenz in Schach halten: In der Planspiel-Phase von JUGEND GRÜNDET sind echte Management-Fähigkeiten gefragt. Die Unternehmenssimulation erlaubt es Schülerinnen und Schülern, ein virtuelles Start-up durch die ersten Geschäftsjahre zu navigieren und unternehmerische Entscheidungen unter realistischen Bedingungen zu treffen.

Start-up führen, Chancen nutzen, Krisen meistern

Ganz wie im echten Leben hängt der Erfolg im „Start-up Simulator“ von einer Vielzahl von Faktoren ab: Investiere ich in Personal, Forschung, Marketing oder Materialqualität? Welcher Standort ist sinnvoll und welche Marktstrategie? Der Erfolg bemisst sich dabei nicht allein am Gewinn, sondern auch am Impact des Start-ups. Von den Jugendlichen sind nachhaltige, unternehmerisch verantwortungsvolle Entscheidungen gefragt.

Einstieg ins Planspiel weiterhin möglich

In der Planspiel-Phase stehen den Schülerinnen und Schülern insgesamt fünf Versuche zur Verfügung. In jedem Versuch werden acht Geschäftsjahre simuliert. So können die Teams verschiedene Strategien testen und unternehmerisches Denken intensiv üben. Ein Einstieg in die Planspiel-Phase ist bis zum Stichtag am 4. Mai 2026 jederzeit möglich. Interessierte Schülerinnen und Schüler müssen sich dazu nur auf der Website registrieren und können dann im Login-Bereich auf den „Start-up Simulator“ zugreifen.

Sonderpreis für bestes Planspiel-Team

Das Team mit dem besten Planspiel-Ergebnis erwartet ein besonderer Preis: Auf Einladung der Volkswagen AG dürfen die Jugendlichen nach Wolfsburg reisen, um das Headquarter und die Autostadt zu erkunden. Volkswagen unterstützt den Wettbewerb bereits seit vielen Jahren als Sponsor. Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen, ist dem Konzern ein wichtiges Anliegen.

Halbzeit mit neuem Businessplan-Rekord

Die erste große Herausforderung des Wettbewerbsjahres haben die Jugendlichen bereits abgeschlossen: In der Businessplan-Phase entwickelten sie eigene innovative Geschäftsideen und erarbeiteten dazu Businesspläne. Im Wettbewerbsjahr 2025/2026 wurden 1.461 Businesspläne eingereicht – ein weiterer Rekord für den Wettbewerb und ein starkes Zeichen in Richtung Zukunft. Die Teams mit den besten Businessplänen werden ihre Ideen bei drei Pitch Events im März in München, Münster oder Berlin präsentieren.

Mit Ideen die Zukunft gestalten – das ist „Jugend gründet“

Aus Problemen Lösungen entwickeln und mit innovativen Ideen die Zukunft gestalten, das ist der Kerngedanke von „Jugend gründet“. Der bundesweite Schülerwettbewerb will Jugendliche fürs Gründen begeistern und ihre Gründungskompetenzen stärken. Jedes Jahr nehmen mehrere tausend Schülerinnen und Schüler teil.

Im Online-Wettbewerb schlüpfen die Teilnehmenden ein Schuljahr lang in die Rolle von Gründerinnen und Gründern.

Businessplan-Phase (September – Januar): Entwicklung einer eigenen Geschäftsidee und Erstellung des Businessplans.
Planspiel-Phase (Februar – Mai): Führung eines virtuellen Unternehmens im „Start-up-Simulator“.

Die besten Teams der Businessplan-Phase präsentieren ihre Ideen bei den Pitch Events im Frühjahr. Beim Bundesfinale im Juni entscheidet sich schließlich, wer den Bundessieg erreicht – und damit eine geführte Reise ins Silicon Valley/USA gewinnt. Außerdem werden verschiedene thematische Sonderpreise vergeben.

Sponsoren & Förderer

„Jugend gründet“ wird seit 2003 vom Bundesbildungsministerium gefördert. Die Teilnahme wird von der Kultusministerkonferenz der Länder empfohlen. Renommierter Partner unterstützten den Wettbewerb bei Preisen und Events. Hauptsponsor ist die Porsche AG.

Weitere Informationen auf

Bild Im Planspiel „Start-up Simulator“ lernen Jugendliche spielerisch und praxisnah, wie sie ein Unternehmen nachhaltig zum Erfolg führen können Bildcredits: „Jugend gründet“

Quelle JUGEND GRÜNDET

 

NRW.BANK beteiligt sich an Agrar-KI-Start-up Pheno-Inspect

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Pheno-Inspect: NRW.BANK investiert in KI-Software Foto/Quelle: stock.adobe.com – IDOL’foto

Finanzierung unterstützt KI-Software für mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft ­

Die NRW.BANK beteiligt sich im Rahmen einer Finanzierungsrunde an dem Start-up Pheno-Inspect. Dafür hat sie Wandeldarlehen in Höhe von 500.000 Euro in eine Beteiligung umgewandelt. Das Start-up aus Mülheim an der Ruhr entwickelt eine KI-gestützte Software, die Drohnenbilder von Ackerflächen automatisiert analysiert und Landwirte beim effizienten und nachhaltigen Pflanzenbau unterstützt.

„Pheno-Inspect zeigt, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen kann: datenbasiert, ressourcenschonend und effizient“, sagt Johanna Antonie Tjaden-Schulte, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Mit unserer Beteiligung unterstützen wir ein innovatives Start-up aus Nordrhein-Westfalen, das den Wandel hin zu einer klimafreundlichen Agrarwirtschaft aktiv mitgestaltet und so zur nachhaltigen Entwicklung unseres Landes beiträgt.“

Künstliche Intelligenz für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

Die Software von Pheno-Inspect liefert Landwirten präzise Informationen zum Zustand ihrer Felder. Dafür reicht der Einsatz einer handelsüblichen Drohne. Die KI-Software zählt Pflanzen, erkennt Unkraut und Krankheiten. So lassen sich Dünger und Pflanzenschutz gezielter einsetzen. Das spart Kosten und schont die Umwelt.

Pheno-Inspect wurde 2020 als Ausgründung der Universität Bonn gegründet. Mit Hilfe von zwei Wandeldarlehen der NRW.BANK konnte das Start-up die Entwicklung seiner Technologie von der Forschung bis hin zur Marktreife maßgeblich vorantreiben.

So nutzte das Unternehmen eine flexible Finanzierungsmöglichkeit, ohne in der frühen Phase Anteile abzugeben.

Weitere Investoren unterstützen Seed-Finanzierungsrunde

Im Rahmen der aktuellen Seed-Finanzierungsrunde konnte Pheno-Inspect nun weiteres Kapital einwerben. Damit plant das Start-up, sein Team auszubauen und seine KI-Technologie weiterzuentwickeln. Neben der NRW.BANK beteiligen sich mehrere private Investoren über das Business Angel Netzwerk Companisto sowie das Landtechnikunternehmen CLAAS als strategischer Partner.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – IDOL’foto

Quelle NRW.BANK

Das analoge Backup im digitalen Zeitalter: warum Gründergeist und Goldwerte eine Allianz bilden

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Gold als Absicherung für Startups und Sachwerte bildquelle pexels pixabay

Wer heute ein Unternehmen gründet, lebt meistens in der Zukunft. Es geht um Cloud-Lösungen, skalierbare Software und digitale Marktplätze, die in Lichtgeschwindigkeit wachsen. In dieser Welt der Bits und Bytes fühlt sich alles leicht, flüchtig und grenzenlos an. Doch gerade diese Schnelllebigkeit birgt eine Gefahr, die viele Entrepreneure erst bemerken, wenn der Wind am Markt dreht: Die völlige Abhängigkeit von digitalen Infrastrukturen.

Erfolgreiches Unternehmertum bedeutet nicht nur, mutig Visionen zu verfolgen, sondern auch, die Basis abzusichern. Es ist ein wenig wie beim Hochhausbau – je höher man hinaus will, desto tiefer und massiver muss das Fundament im Boden verankert sein. In einem wirtschaftlichen Umfeld, das von volatilen Kryptowährungen und rasanten Zinswenden geprägt ist, suchen Gründer daher zunehmend nach einem analogen Gegenpol.

Dabei geht es nicht um einen Rückschritt in die Vergangenheit, sondern um ein kluges Risikomanagement. Sachwerte sind das „Hardware-Backup“ für ein Vermögen, das sonst nur in Tabellen und Apps existiert. Es ist die Erkenntnis, dass wahre finanzielle Freiheit dort beginnt, wo ein Wert keine Internetverbindung und keinen Stromanspruch benötigt, um zu existieren.

Risikomanagement für Grenzgänger

Wer ein Startup aufbaut, geht täglich kalkulierte Risiken ein. Doch kluge Gründer wissen, dass man an der Front nur dann mutig agieren kann, wenn der Rückhalt absolut stabil ist. Gold übernimmt hier die Rolle der ultimativen Liquiditätsreserve. Es ist das einzige Asset, das in Krisenzeiten nicht mit den Aktienmärkten korreliert und somit das Gesamtrisiko im Portfolio massiv senkt.

Dabei hat sich der Zugang zu diesem klassischen Wert längst dem Tempo der Startup-Szene angepasst. Niemand muss mehr schwere Kisten schleppen, um sein Vermögen zu schützen. Wer seine Strategie agil halten und Bestände unkompliziert umschichten möchte, greift auf spezialisierte Plattformen wie Goldbrief.de zurück. Hier zeigt sich, dass traditionelle Sachwerte und digitale Effizienz perfekt harmonieren.

Solche modernen Schnittstellen ermöglichen es, Goldbestände so professionell zu managen, wie man es von anderen Fintech-Tools gewohnt ist. Der Fokus liegt dabei auf Transparenz und Geschwindigkeit. Für Unternehmer bedeutet das: Die Sicherheit eines physischen Werts bleibt erhalten, während die Abwicklung so schlank bleibt wie ein gut programmierter Code. So wird das Gold zum strategischen Werkzeug, das im Hintergrund für die nötige Ruhe sorgt, während man vorne die Welt verändert.

Psychologie der Unabhängigkeit

Startups hängen oft von einem seidenen Faden ab: dem nächsten Investment, der Stabilität der Hausbank oder der Funktionsfähigkeit globaler Zahlungsdienstleister. Diese Abhängigkeit kann nachts den Schlaf rauben. Physisches Gold ist hier das einzige Asset, das keinem Gegenparteirisiko unterliegt. Es schuldet niemandem etwas.

Diese Unabhängigkeit hat eine enorme psychologische Komponente. Ein Unternehmer, der weiß, dass ein Teil seines Erfolgs autark von IT-Systemen und Bankenbilanzen existiert, trifft mutigere Entscheidungen. Es ist das beruhigende Gefühl, ein „analoges Backup“ zu besitzen, das im Extremfall sofortige Handlungsfähigkeit garantiert. Wer physischen Besitz hält, agiert aus einer Position der Stärke, nicht aus der Bittsteller-Rolle.

Wertspeicher vs. Währung: Die zeitlose Technologie

Man kann Gold als eine Art „Hardware-Lösung“ des Geldsystems betrachten. Während Software-Trends kommen und gehen und ganze Geschäftsmodelle innerhalb von Monaten obsolet werden, bleibt die chemische Struktur von Gold unverändert. Es braucht kein Update, keine Wartung und keine neue Version, um seinen Dienst als Wertspeicher zu erfüllen.

Es geht hier nicht um kurzfristige Renditejagd. In einem diversifizierten Portfolio dient das Edelmetall eher als Versicherungspolice gegen Währungsverfall und systemische Schocks. Für Gründer, deren gesamtes Humankapital und Vermögen oft in einer hochriskanten Unternehmung steckt, ist dieser zeitlose Wert der nötige Ballast, der das Schiff in stürmischer See auf Kurs hält.

Fazit: Die kluge Mischung macht den Champion

Wahre Innovation bedeutet heute auch, die Fehler der Vergangenheit zu kennen. Wer nur auf digitale Trends setzt, ignoriert die Lektionen der Finanzgeschichte. Die erfolgreichsten Entrepreneure der Zukunft werden jene sein, die die Agilität der digitalen Welt mit der Substanz der analogen Welt verbinden.

Sachwerte sind kein Misstrauensvotum gegen den Fortschritt. Sie sind das Sicherheitsnetz, das es erst ermöglicht, ohne Angst in die Höhe zu klettern. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen visionärem Wachstum und bewährter Absicherung ist kein Widerspruch – es ist die intelligenteste Form der modernen Strategie.

Bild pexels.com

Autor Maria Kock

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

20 Millionen Euro für den nächsten Skalierungsschritt

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R3 Robotics automatisierte Demontage von Elektrofahrzeugsystemen R3 Gründer

R3 Robotics erhält 20 Mio. € zur Skalierung der automatisierten Demontage von Elektrofahrzeugsystemen

Das deutsch-luxemburgische Robotikunternehmen schließt eine Series-A-Finanzierung über 14 Mio. € ab und erhält weitere 6 Mio. € an öffentlichen Fördermitteln, um die KI-gestützte Demontage von elektrischen Fahrzeugen angesichts steigender End-of-Life-Volumina zu industrialisieren.

R3 Robotics (ehemals Circu Li-ion) gibt eine neue Finanzierung von insgesamt 20 Mio. € bekannt, um die automatisierte Demontage von Elektrofahrzeugsystemen im industriellen Maßstab voranzutreiben. Das Unternehmen hat im Rahmen der Finanzierung 14 Mio. € mittels eines Series-A-Investments eingeworben, das gemeinsam von HG Ventures und Suma Capital angeführt wird. Zu den weiteren Investoren zählen Oetker Collection KG, der European Innovation Council Fund (EIC Fund) sowie die bestehenden Gesellschafter BONVENTURE, FlixFounders und EIT Urban Mobility. Ergänzt wird die Investmentrunde durch 6 Mio. € an europäischen Fördermitteln.

Die Finanzierung fällt mit der Umbenennung des Unternehmens von Circu Li-ion zu R3 Robotics zusammen und markiert eine klare Erweiterung des bisherigen Geschäftsbereichs: von der Demontage und dem Recycling von Batterien hin zur automatisierten Zerlegung kompletter Elektrofahrzeugsysteme, einschließlich E-Antriebe, Leistungselektronik und weiterer hochwertiger Komponenten. Das langfristige Ziel ist die vollautomatisierte Demontage ganzer Fahrzeugsysteme. Der neue Name spiegelt dabei den industriellen Fokus des Unternehmens wider – Repair, Reuse, Recycle – angetrieben durch Robotik.

Skalierbare Demontage für den industriellen Einsatz

Mit der zunehmenden Elektrifizierung von Mobilitäts- und Energiesystemen wird im Recyclingmarkt ein deutlicher Anstieg der End-of-Life-Volumina komplexer elektrifizierter Komponenten erwartet. Die manuelle Zerlegung solcher Systeme bleibt arbeitsintensiv, kostspielig und lässt sich nur schwer mit einem hohen Maß an Sicherheit für das eingesetzte Personal skalieren. R3 Robotics begegnet dieser Herausforderung mit einer KI-gestützten Demontageplattform, die für den Einsatz in industriellen Umgebungen mit einem hohen Durchsatz konzipiert ist.

Die europäische Politik verstärkt diesen Wandel zusätzlich. Der 2024 in Kraft getretene Critical Raw Materials Act unterstreicht die Notwendigkeit, sichere und widerstandsfähige inländische Lieferketten für kritische Rohstoffe aufzubauen. Parallel dazu führt die EU-Batterieverordnung schrittweise strengere Effizienzziele für das Recycling ein, darunter ein 70%-Ziel für Lithium-Batterien bis 2030, sowie Anforderungen an die Materialrückgewinnung und den Anteil von recycelten Komponenten. Zusammen mit der Altfahrzeug-Richtlinie gestalten diese politischen Rahmen die industrielle Recyclinginfrastruktur neu.

„Der Engpass im aktuellen Wirtschaftskreislauf liegt nicht in der Recyclingtechnologie, sondern in der Beschaffung sortenreiner Rohstoffe, und somit in der sicheren und kostengünstigen Demontage komplexer elektrifizierter Systeme im industriellen Maßstab“, so Antoine Welter, CEO und Mitbegründer von R3 Robotics. „Wir bauen eine Demontageplattform, die End-of-Life-Systeme in eine strategische Quelle für kritische Materialien und wiederverwendbare Komponenten für fortschrittliche Industriegesellschaften verwandelt.“

Die Technologie von R3 Robotics

Die Demontageplattform von R3 Robotics kombiniert Computer Vision, künstliche Intelligenz (KI) und spezialisierte Roboterwerkzeuge zur automatisierten Zerlegung von Lithium-Ionen-Batteriepacks, E-Motoren, Leistungselektronik und weiteren hochwertigen elektrifizierten Komponenten. Das System minimiert die Gefährdung von Personal durch Hochspannung und bietet die Kosteneffizienz und Zuverlässigkeit für den industriellen Einsatz.

R3 Robotics arbeitet mit Fortum Battery Recycling zusammen, einem führenden integrierten Recyclingunternehmen, das in verschiedenen Bereichen der europäischen Wertschöpfungskette für Batterierecycling – von der Sammlung und Vorbehandlung bis zur Materialveredelung – aktiv ist, um seine automatisierte Demontagetechnologie im industriellen Maßstab einzusetzen. Über die Zusammenarbeit mit Recyclingpartnern hinaus arbeitet R3 Robotics direkt mit Automobil-OEM-Kunden zusammen und verarbeitet End-of-Life-Batteriesysteme über seine zentrale Demontageinfrastruktur, um kritische Rohstoffe zurückzugewinnen und deren sichere Beschaffung zu unterstützen.

„R3 Robotics adressiert einen kritischen industriellen Engpass in der Versorgung mit strategischen Rohstoffen“, betont John Glushik von HG Ventures. „Skalierbare Demontage-Infrastruktur ist unerlässlich, um die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten zu stärken und den Zugang zu kritischen Input-Materialien zu sichern.“

“Lighthouse Facility” & strategische Märkte

Die Ankündigung der neuen Finanzierungsrunde markiert zudem die Erweiterung der Recyclinganlage von R3 Robotics in Karlsruhe, Deutschland, die konzipiert wurde, um industrielle Leistungsfähigkeit zu demonstrieren und als Referenzstandort (“Lighthouse Facility”) zu dienen. Für das weitere Wachstum betrachtet R3 Robotics Deutschland und Frankreich als zentrale europäische Märkte angesichts ihrer starken Automobil- und Industrieökosysteme, der zunehmenden Elektrifizierung der Wirtschaft und der lokalen Konzentration von Recycling- und Remanufacturing-Partnern.

„R3 Robotics verbindet starke industrielle Umsetzungskompetenz mit einem skalierbaren Ansatz zur Demontage komplexer elektrifizierter Systeme“, sagt Natalia Ruiz, Partnerin bei Suma Capital. „Diese Fähigkeit ist entscheidend, um Materialien und Komponenten im großen Maßstab zu erschließen.“

Mittelverwendung und Wachstumsstrategie

R3 Robotics plant, die Series-A-Finanzierung und neuen europäischen Fördermittel für die folgenden Ziele einzusetzen:

Ausbau der Technologie und des Teams: Recruiting in den Bereichen Engineering, KI, Software und Operations
Skalierung im europäischen Markt: Einsatz der eigenen Demontageplattform bei industriellen Recyclern und Partnern der Automobilindustrie
Erweiterung der eigenen Recyclinganlagen: Erhöhung der Kapazitäten an den Standorten des Unternehmens in Karlsruhe und Luxemburg
US-Markteintritt: Kommerzielle Vorbereitungen und Aufbau strategischer Partnerschaften für einen Rollout in den USA in 2026

Zur weiteren Stärkung seiner strategischen Entwicklung hat R3 Robotics zudem Peter Mohnen, ehemaliger CEO von KUKA, in den Beirat berufen.

„Die automatisierte Demontage auf hohem Komplexitätsniveau stellt eine der schwierigsten Herausforderungen in der Industrie-Robotik dar“, sagt Peter Mohnen, ehemaliger CEO von KUKA und Beiratsmitglied von R3 Robotics. „Der Ansatz von R3 demonstriert die Tiefe der Automatisierungsexpertise, die erforderlich ist, um Variabilität, Sicherheit und Durchsatz im großen Maßstab gleichzeitig zu managen.“

Bildcredits R3 Robotics

Quelle noted

Warum wird Mentoring gerade zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor?

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Mentessa Mentoring Lernkultur im Unternehmen Tina Ruseva

Mentessa zeigt, wie Mentoring und Lernkultur Unternehmen dabei helfen, Wissen zu vernetzen und Leistung nachhaltig zu steigern.

Wie würden Sie Mentessa und das Team dahinter vorstellen?

Wir sind die „Mentoringprofis“! Wir helfen Unternehmen dabei, Mentoring als festen Bestandteil einer modernen Lernkultur zu etablieren – als wirksamen Hebel für Leistung und Performance, unterstützt durch unsere Plattform und ein praxiserprobtes Framework.

Welche Motivation stand hinter der Gründung von Mentessa und wie prägt sie Ihre heutige Ausrichtung?

Die Motivation zur Gründung von Mentessa entstand aus einer persönlichen Erfahrung. Nach mehreren Jahren als erfolgreiche Gründerin habe ich bewusst eine Pause eingelegt und fünf Jahre in einem Konzern gearbeitet. Dort hat mich überrascht, wie wenig sich Mitarbeitende untereinander austauschen und voneinander lernen.
Als Gründerin wusste ich jedoch: Genau dieser Austausch ist die Grundlage für Innovation. Und Innovation ist heute eine zentrale Voraussetzung für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Daraus wurde für mich klar, dass Unternehmen eine funktionierende Mentoring- und Lernkultur brauchen.
Die bestehenden Lösungen waren damals stark auf klassische Mentoringprogramme begrenzt. Mentoring wurde als HR-Maßnahme gedacht – nicht als strategische Infrastruktur für Leistung, Lernen und Innovation. Mentessa ist genau aus dieser Lücke heraus entstanden und prägt bis heute unsere Ausrichtung.

Für welche Unternehmen ist Ihre Plattform besonders geeignet und wie unterstützen Sie diese bei Mentoring und Skill-Entwicklung?

Unsere Plattform richtet sich an Unternehmen, die auf Wissensarbeit und Innovation setzen – nicht nur auf Effizienz. Das sind Organisationen mit einer starken HR-Funktion, in denen Mitarbeiterentwicklung, Kompetenzaufbau und Bindung eine zentrale Rolle spielen.
Typischerweise arbeiten dort mehrere Hundert bis mehrere Tausend Mitarbeitende, oft verteilt auf verschiedene Standorte oder räumlich getrennt durch Homeoffice-Modelle. Für diese Unternehmen ist es entscheidend, vorhandenes Wissen besser zu vernetzen, um die Zusammenarbeit zu fördern.

Ihre Lösung steuert Matching, Onboarding und Administration. Wo sehen Sie darin den größten Mehrwert für Ihre Kundinnen und Kunden?

Der größte Mehrwert liegt darin, dass unsere Lösung Lernkultur im Arbeitsalltag verankert – nicht als abstrakter Anspruch, sondern als gelebte Praxis. In einer Zeit permanenter Veränderung ist Lernen zu einem zentralen Faktor für Leistung geworden. Unsere Kundinnen und Kunden erwarten sich davon mehr Performance und Wettbewerbsfähigkeit – und genau das wird möglich, wenn Wissen im Unternehmen gezielt vernetzt wird.
Gleichzeitig profitieren die Mitarbeitenden: Der Wissensaustausch wird einfacher, Zusammenarbeit selbstverständlicher und Expertise sichtbarer. Menschen erleben, dass ihr Wissen gebraucht wird und Wirkung entfaltet. Das steigert Produktivität ebenso wie Engagement und Bindung. Gerade angesichts der Geschwindigkeit heutiger Veränderungen ist soziales Lernen wirksamer als klassische Weiterbildungsformate – Mentoring wird so zu einem zentralen Hebel für Skill-Entwicklung und Performance.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Einführung von Mentoring- und Learning-Programmen in Organisationen und wie gehen Sie damit um?

Die größte Herausforderung ist nicht die Technologie, sondern die Unternehmenskultur. Gerade beim Teilen von Wissen und in der teamübergreifenden Zusammenarbeit gibt es noch Vorbehalte aus der alten Arbeitswelt.
Deshalb reicht es nicht, einfach ein Tool einzuführen. Mentoring braucht klare Modelle und Begleitung. Genau hier setzt unser Framework an: Es verbindet Technologie mit Change-Expertise und verankert Mentoring als Hebel für eine Lernkultur.

Was macht Mentessa einzigartig im Vergleich zu anderen Tools für Mentoring und Peer-Learning?

Unsere Plattform ist mehrfach wegen ihrer Nutzerfreundlichkeit ausgezeichnet, weil sie für Mitarbeitende intuitiv nutzbar ist und Zusammenarbeit im Alltag effizient unterstützt.
Dafür basiert unsere Lösung auf vier Prinzipien: Synergien, Offenheit, Fairness und Technologie. Dadurch kann Mentoring mehr sein als ein Programm. Neben klassischen Mentoringformaten lassen sich auch moderne, niedrigschwellige Ansätze organisieren – von Hospitationen bis zu Peer-Formaten. So wird Mentoring breiter zugänglich und im Alltag wirksam.

Viele Unternehmen wollen Wissen sichtbarer machen. Wie hilft Mentessa konkret dabei, versteckte Kompetenzen im Unternehmen zu erkennen und zu nutzen?

Drei Dinge sind für uns zentral. Erstens geben wir Menschen einen echten Anreiz, ihre Kompetenzen zu teilen – etwa, indem sie hierfür gezielt konsultiert werden können.
Zweitens verstehen wir Kompetenzen nicht als etwas, das man einmal gelernt hat, sondern als etwas, das man tut. Wer regelmäßig Kolleginnen und Kollegen zu einem Thema berät, baut diese Kompetenz real auf – mehr, als wenn sie nur im Profil steht.
Drittens unterstützen wir das mit einem KI-Agenten, der über kurze Challenges kontinuierlich nach Skills fragt. So entsteht ein lebendiges, aktuelles Bild von Fähigkeiten – denn diese ändern sich auch stetig.

Wie entwickeln Sie Ihr Produkt weiter und welche neuen Funktionen oder Schwerpunkte stehen in Zukunft auf Ihrer Roadmap?

Mentessa entwickeln wir kontinuierlich weiter. Künftig geht es dabei nicht nur um das Matching von Menschen, sondern auch um das Matching von Jobs und Inhalten, sodass Lernen, Zusammenarbeit und Entwicklung enger miteinander verbunden werden.
Dafür haben wir einen „Mentor bei der Arbeit“ in Produktion, der personalisierte Impulse zur Weiterentwicklung gibt. So wird es erstmals möglich, Mitarbeitende individuell zu fördern – kontinuierlich und eingebettet in den Arbeitsalltag.

Wie verändert sich die Arbeitswelt aus Ihrer Sicht und welche Rolle wird Mentessa in diesen Entwicklungen spielen?

Lernen ist heute schon das neue Arbeiten (Artikel anbei). Mentessa deswegen zentrale Infrastruktur der modernen Orgganisation.

Was bedeutet es für euch, dass Mentessa Teil des de:hub Netzwerks ist und welche Vorteile ergeben sich daraus für eure Weiterentwicklung?

Wir haben vielfach profitiert: von Vernetzung, Sichtbarkeit, von den Messeangeboten. Ob auf dem Web Summit zu sprechen, politische Entscheider zu treffen oder sich ganz unkompliziert mit anderen Gründerinnen und Gründern auszutauschen – das de:hub Netzwerk eröffnet viele wertvolle Begegnungen.

Würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern empfehlen, ihr Startup ebenfalls im Umfeld des de:hub anzusiedeln und welche Erfahrungen haben Sie selbst gemacht?

Das versteht sich von selbst! Denn auch für Startups ist Vernetzung und Wissensaustausch der Schlüssel für Innovationen.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründerinnen und Gründern mitgeben, die heute im Bereich People Development oder Future of Work starten möchten?

Ich gebe einen, aber den wichtigsten: Auch wenn unsere Herzen als Informatikerinnen, Ingenieure oder Forscher für Technologie schlagen und wir neuen Entwicklungen mit Neugier nacheifern – Projekte im Bereich People sind nie nur Tech-Projekte, sondern eben People-Projekte.
Beispiel: Wir setzen bei Mentessa bereits seit 2019 auf KI. Trotzdem hören wir nie, dass die Matches besonders schnell oder besonders smart waren. Wofür wir als Lob ernten, sind die Begegnungen: Menschen, die sich sonst nie getroffen hätten. Perspektiven, die sich verändert haben. Haltungen, die gewachsen sind.
Je stärker Arbeit und Personalarbeit von Technologie geprägt werden, desto wichtiger werden genau diese weichen Faktoren – Vertrauen, Offenheit und echte Verbindung. Das gilt im Inneren von Organisationen genauso wie in der Zusammenarbeit mit Kundinnen und Kunden.

Bild@ Mentessa GmbH

Wir bedanken uns bei Dr. Tina Ruseva für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Investment unterstreicht das Potenzial dieses HealthTech-Startups

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Gardia Series-A-Finanzierung für mobiles Notrufsystem Michael Hummels und Marlon Besuch

8,5 Millionen Euro Series-A-Finanzierung: HealthTech-Startup Gardia skaliert mobiles Notrufsystem für Senioren

Gardia schließt eine Series-A-Finanzierungsrunde ab, angeführt von Peak, mit Beteiligung von amberra und butterfly & elephant sowie bestehenden Investoren und Business Angels.
Das mobile Notrufsystem von Gardia erkennt Stürze automatisch und funktioniert ohne Smartphone. Damit begegnet es einem der größten Gesundheitsrisiken für Senioren.
Das Kapital fließt in Wachstum und Skalierung im DACH-Raum sowie in den Ausbau des B2B-Geschäfts.

Das HealthTech-Startup Gardia hat erfolgreich eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 8,5 Millionen Euro für sein mobiles Notrufsystem abgeschlossen. Die Runde wird vom europäischen Venture-Capital-Investor Peak angeführt, mit Beteiligung von amberra, dem Corporate Venturing Studio der genossenschaftlichen FinanzGruppe sowie butterfly & elephant, der Accelerator von GS1 Germany. Auch die bestehenden Investoren BONVENTURE, Dieter von Holtzbrinck Ventures (DvH Ventures) und Beurer sowie Business Angels beteiligen sich erneut.

Notruf neu gedacht: mobil, alltagstauglich und ohne Stigmatisierung

Gardia hat ein mobiles Notrufsystem entwickelt, das speziell auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten ist. Kern der Lösung ist ein Notrufarmband mit automatischer Sturzerkennung, das sowohl zu Hause als auch unterwegs funktioniert, unabhängig von einem Smartphone. Hardware, Software, App und KI-Algorithmus stammen vollständig aus eigener Entwicklung.
„Zuverlässige Sturzerkennung erfordert eine technologisch hochkomplexe und präzise Entwicklung“, sagt Marlon Besuch, Mitgründer und CEO von Gardia. „Gleichzeitig sehen wir, dass viele bestehende Notrufsysteme im Alltag nicht genutzt werden, weil sie stigmatisierend wirken oder zu kompliziert sind. Unser Anspruch war es daher, eine technisch exzellente Lösung zu entwickeln, die Menschen gerne tragen und die im Ernstfall verlässlich hilft.“

Gardia hat im DACH-Raum eine fünfstellige Zahl aktiver Nutzer erreicht und eine führende Position im Markt für mobile Notrufsysteme aufgebaut. Treiber des Wachstums sind die hohe Nutzerbindung sowie die vollständige Erstattungsfähigkeit durch deutsche Krankenkassen.

„Gardia adressiert ein wachsendes gesellschaftliches Problem mit einem Produkt, das zuverlässig funktioniert und im Alltag akzeptiert wird“, sagt David Zwagemaker, Partner bei Peak. „Überzeugt hat uns, dass Gardia Technologie, Design und Nutzerakzeptanz von Beginn an zusammendenkt und damit eine skalierbare Lösung schafft, die Senioren ein sicheres und selbstbestimmtes Leben ermöglicht.“

Demografischer Wandel verschärft Versorgungslücke im Alter

Der demografische Wandel führt zu einem steigenden Bedarf an entsprechenden Lösungen. In der EU wird die Zahl der Menschen über 65 Jahren in den nächsten zehn Jahren von heute 97 Millionen auf über 110 Millionen steigen. In Deutschland, wo 96 Prozent der Senioren in privaten Haushalten leben, spitzt sich der Fachkräftemangel in der Pflege weiter zu.

Jährlich ereignen sich etwa 5,7 Millionen Stürze bei Senioren über 65 Jahren, wobei viele nicht selbstständig aufstehen oder Hilfe rufen können. Verzögerte Hilfe erhöht das Risiko für schwere Folgeschäden und Pflegebedürftigkeit. Ein verlässliches Sicherheitsnetz für selbstständig lebende Menschen wird entscheidend sein, um das Gesundheitssystem zu entlasten.

Starke Partnerschaften und klare Ausbaupläne

Mit dem Kapital aus der Series-A plant Gardia im DACH-Raum weiter zu wachsen, international zu expandieren und sein B2B-Geschäft im Pflege- und Gesundheitssektor auszubauen. Das Wachstum wird durch eine Partnerschaft mit Bosch gestützt, die eine maßgeschneiderte 24/7-Notrufbetreuung durch geschulte Fachkräfte sicherstellt. Diese bearbeiten Notfälle nach individuell definierten Prozessen, einschließlich klarer Eskalations- und Kontaktketten.

Durch die Zusammenarbeit mit Beurer, einem international führenden Unternehmen für Produkte rund um einen gesunden Lebensstil mit einem Distributionsnetz in mehr als 100 Ländern, ist Gardia zudem über etablierte Online- und stationäre Vertriebskanäle verfügbar und damit in vertrauten Einkaufsumfeldern für Familien präsent. Parallel arbeitet das Unternehmen an der nächsten Generation seines Notrufsystems.

Bild Michael Hummels und Marlon Besuch

Quelle STUDIO GHOST

Pitch perfect? Wirkung entscheidet, nicht PowerPoint

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Gründerinnen und Gründer überzeugen Investoren mit Präsenz Laura Wällnitz Fotografin Kerstin Bergmann

Warum bei Investoren nicht die Folien, sondern Gründerinnen und Gründer selbst überzeugen – mit Stimme, Haltung und Präsenz

Pitches sind Prüfungen auf offener Bühne. Ob vor Investorinnen und Investoren, auf Kongressen, bei Förderinstitutionen oder Bankgesprächen: In diesen Momenten entscheidet sich, ob aus einer Idee ein Geschäftsmodell mit Zukunft wird. Und auch wenn Businesspläne, Marktanalysen und überzeugende Decks unverzichtbar sind: der alles entscheidende Faktor bleibt der persönliche Auftritt.

Denn die zentrale Frage, die sich jedes Gegenüber stellt, lautet selten: Ist das Produkt vollständig durchdacht? Sondern: Traue ich dieser Gründerin, diesem Gründer zu, das durchzuziehen?

Diese Einschätzung erfolgt meist nicht über Zahlen oder Folien, sondern über Wirkung. Und die zeigt sich in Stimme, Körpersprache, innerer Klarheit. Kurz: in Präsenz.

Der Moment vor dem Mikro

Viele Gründerinnen und Gründer investieren Wochen in ihre Unterlagen, feilen an Formulierungen, polieren Zahlen und Abläufe. Was jedoch häufig zu kurz kommt: die Vorbereitung auf die eigene Wirkung. Wie jemand den Raum betritt, sich auf die Bühne stellt, spricht, atmet – all das sendet Botschaften, noch bevor der erste Satz gefallen ist.

Gerade in Panels oder One-on-One-Gesprächen entsteht der erste Eindruck nicht durch Inhalt, sondern durch Haltung. Wer gehetzt auftritt, unruhig wirkt oder den Blick senkt, wird unbewusst als unsicher wahrgenommen, unabhängig von der Qualität der Idee.

Stimme schlägt Skript

Die Stimme verrät in Sekundenbruchteilen, ob jemand innerlich gefestigt oder angespannt ist. In Stresssituationen rutscht sie oft nach oben, wird schneller, gepresster. Das klingt nervös, selbst wenn der Inhalt sitzt.

Gründerinnen und Gründer, die ihre Atmung bewusst einsetzen, in ihrem natürlichen Sprechtempo bleiben und sich Pausen erlauben, strahlen dagegen Ruhe und Souveränität aus. Nicht Lautstärke zählt, sondern Klarheit. Eine ruhige Stimme mit klarer Botschaft wirkt überzeugender als jede PowerPoint.

Wer wirkt, bleibt im Gedächtnis

Bei Kongressen oder Pitch-Wettbewerben zählt nicht nur das Geschäftsmodell. Wenn zehn Startups nacheinander präsentieren, verschwimmen oft die Inhalte. Was bleibt, ist der Eindruck der Person: War sie klar? Überzeugt? Führungsstark?

Gründerinnen und Gründer, die präsent auftreten, wirken nachhaltiger. Sie sprechen nicht lauter, aber deutlicher. Sie präsentieren nicht nur Daten, sondern stehen für eine Haltung. Präsenz bedeutet, sich nicht hinter den Slides zu verstecken, sondern sichtbar zu werden. Mit Blickkontakt, Stimme, Ruhe.

Der Pitch ist immer auch ein Persönlichkeitstest

Kapitalgeberinnen, Banken oder Förderinstitutionen bewerten nicht nur Ideen, sondern Persönlichkeiten. Die Frage lautet oft: Wie reagiert diese Person auf Druck? Bleibt sie ruhig bei Rückfragen? Strahlt sie Führung aus?

Wer in Pitchsituationen hektisch wird, schnell ins Rechtfertigen gerät oder auf Fragen unsicher reagiert, signalisiert unbewusst: Ich bin nicht stabil. Wer hingegen Rückfragen annimmt, ruhig antwortet und auch in kritischen Momenten seine Stimme behält, wirkt belastbar. Das schafft Vertrauen. Micht weil alles perfekt ist, sondern weil innere Standfestigkeit spürbar wird.

Fazit: Die beste Idee braucht Präsenz

Wirkung in Pitches ist kein Zufallsprodukt, sondern ein strategischer Faktor. Gründerinnen und Gründer, die lernen, sich selbst genauso gut vorzubereiten wie ihre Unterlagen, sind im Vorteil. Denn was am Ende überzeugt, ist nicht nur der Plan, sondern der Mensch, der ihn trägt.

Wer sichtbar wirkt, wird gehört. Wer gehört wird, bekommt Kapital. Und wer Kapital will, sollte nicht nur an seinem Geschäftsmodell arbeiten, sondern an der eigenen Präsenz.

Bild Laura Wällnitz Fotografin/Bildcredits Kerstin Bergmann

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Ehemalige Stripe-Manager skalieren Identitätsplattform

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Duna skaliert KI-gestützte Identitätsplattform Duna Founders Duco van Lanschot und David Schreiber

Duna sichert sich €30 Mio zur Skalierung seiner KI-gestützten B2B-Identitätsplattform

Das deutsch-niederländische Fintech Duna gibt heute den erfolgreichen Abschluss seiner Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 30 Millionen Euro bekannt. Die Runde wird von CapitalG, dem unabhängigen Wachstumskapitalfonds von Alphabet, angeführt. Auch Bestandsinvestoren wie Index Ventures, Puzzle Ventures sowie Frank Slootman, Chairman von Snowflake, beteiligten sich erneut.

Duna wurde 2023 von Duco van Lanschot und David Schreiber gegründet, zwei ehemaligen Führungskräften von Stripe. Van Lanschot verantwortete drei Jahre lang das Geschäft in Benelux und der DACH-Region. Schreiber leitete unter anderem die größte Geschäftseinheit des Unternehmens mit Fokus auf die Zahlungsinfrastruktur. Im Mai 2025 hatte Duna bereits eine Seed-Runde in Höhe von €10,7 Mio. unter der Leitung von Index Ventures abgeschlossen. Mit dem neuen Kapital erhöht sich das gesamte Finanzierungsvolumen auf über €40 Mio.

Digitale Identitäten für Unternehmen – schneller, sicherer, global

Dunas Ziel ist es, eine digitale Vertrauensinfrastruktur für die Identifizierung, Prüfung und Freigabe von Unternehmen zu etablieren – in Form eines „digitalen Reisepasses“. Daraus entsteht langfristig ein Netzwerk, über das geprüfte Identitätsdaten zwischen Unternehmen geteilt und für One-Click-Onboarding genutzt werden können. Die KI-native Plattform wird bereits von großen Banken, Fintechs und Finanzinstitutionen eingesetzt. Zu den Kunden zählen unter anderem Plaid, CCV (Fiserv), Moss, Bol und die SVEA Bank. Diese berichten von einer durchschnittlich 10,6-fach schnelleren Kunden-Onboarding-Zeit und einem gesamtheitlichen 4,8-fachen Produktivitätsgewinn.

Automatisierung statt Kostenfalle: Compliance als Wachstumstreiber

Laut Mitgründer Duco van Lanschot verursachen Identitätsprüfung und Compliance heute bis zu 20 % der Gesamtkosten bei Banken – ein immenser Posten, der durch manuelle und veraltete Systeme nicht nur teuer, sondern auch riskant ist. Milliardenverluste durch Betrug, hohe regulatorische Strafen und Friktion beim Kundenzugang sind die Folge. „Das macht Identität zu einem idealen Anwendungsfall für KI-gesteuerte Automatisierung“, so Van Lanschot.

Das frische Kapital soll in den Ausbau der Plattform für Unternehmenskunden fließen. Duna plant, seine KI-Lösungen weiterzuentwickeln, dabei höchste Auditierbarkeit zu gewährleisten und die regulatorischen Anforderungen großer Finanzinstitutionen einzuhalten. Die Vision: Eine universelle, sichere Identitätslösung für die digitale Wirtschaft – mit einem Klick.

„One-Click“-Identität: Die Zukunft der B2B-Onboarding-Prozesse

Alex Nichols, General Partner bei CapitalG und früherer Investor bei Stripe, kommentiert: „Duna baut die fehlende Identitätsschicht des Internets. Heute beginnt jede neue Geschäftsbeziehung mit einem umständlichen und fehleranfälligen Dokumentenprozess – ein versteckter Kostenfaktor für die gesamte B2B-Wirtschaft. Duco und David sind die idealen Gründer, um dieses Problem zu lösen. Sie bringen tiefes Marktverständnis und die Führungsstärke mit, um eine kulturstarke, technikgetriebene Organisation aufzubauen.“

Bild Duna Gründer @ Duna

Quelle COHORT GmbH

Millioneninvestment für Münchner Energie-Startup

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TWAICE erhält Millionenfinanzierung für Batterieanalytik TWAICE CEO Dr Stephan Rohr

Vorausschauende Batterieanalytik für schnellere Energiewende

Europäische Investitionsbank investiert 24 Millionen Euro in TWAICE

TWAICE, ein führender Anbieter von Batteriespeicheranalytik, hat sich eine Finanzierung in Höhe von 24 Millionen Euro von der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Form eines langfristigen Darlehens und unterstützt durch das InvestEU-Programm gesichert. Die Finanzierung soll das Wachstum von TWAICE beschleunigen.

Wachsende Nachfrage nach prädiktiver Batterieanalytik

Die fortschreitende Elektrifizierung treibt die Märkte für Batteriespeichersysteme (BESS) und Elektrofahrzeuge (EV) stark voran und damit auch die Nachfrage nach prädiktiver Analytik und fundierter Batterie-Expertise. Mithilfe prädiktiver Analytik können Batterieentwickler Degradation frühzeitig erkennen, die Leistung optimieren und die Lebensdauer verlängern, was für zuverlässige, sichere und kosteneffiziente elektrische Speicherlösungen entscheidend ist. Durch die Auswertung umfangreicher Echtzeit- und historischer Daten werden Innovationen in den Bereichen Zelldesign, Steuerungssoftware und Ressourcennutzung beschleunigt, sodass bessere Batterien schneller und zu niedrigeren Gesamtbetriebskosten auf den Markt gebracht werden können.

EIB-Finanzierung als Wachstumstreiber für TWAICE

Ein Bild, das Kleidung, Person, Im Haus, Wand enthält.
KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.

„Die langfristige Finanzierung durch die EIB hilft uns, unser Wachstum, das wir bereits sehen, weiter zu beschleunigen“, sagt Dr. Stephan Rohr, Co-CEO von TWAICE, und führt fort: „Wenn Speicherbetreiber ihre Flotten vergrößern, benötigen sie einen Betrieb, der genauso mitwächst. Auf Basis tiefer Batterie-Expertise unterstützen wir Teams dabei, Performance und Profitabilität zu steigern, bei deutlich weniger manuellem Aufwand.“

Batterien als Schlüssel für Europas Energiezukunft

„Batterien sind das Herzstück von Europas umweltfreundlicher Energiezukunft. Sie treiben die Elektromobilität an, stabilisieren die Netze mit erneuerbarer Energie und machen unsere Versorgungsnetze widerstandsfähiger. Mit der Unterstützung von TWAICE stärken wir nicht nur die technologische Führungsrolle Europas in der modernen Batterieanalytik, sondern fördern auch Innovationen, die eine intelligentere und effizientere Nutzung umweltfreundlicher Energie in der gesamten Wirtschaft ermöglichen. Diese Investition ist Teil des umfassenderen Engagements der EIB, bahnbrechende Technologien zu beschleunigen, die die Dekarbonisierung vorantreiben, die Energieunabhängigkeit stärken und dazu beitragen, hochleistungsfähige Batterielösungen in Europa und weltweit zu verbreiten“, so Nicola Beer, Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank.

Operative Herausforderungen im BESS-Betrieb

Mit dem steigenden Anteil von Solar- und Windenergie wächst der Bedarf an Batteriespeichern. Doch mit dieser Entwicklung entstehen neue operative Herausforderungen: Teams müssen mehr Anlagen mit gleichbleibenden Ressourcen betreiben und dabei Sicherheit, Verfügbarkeit und Erträge absichern. Laut den Ergebnissen der neuen TWAICE-Umfrage unter BESS-Profis erleben 45 % der Betreiber mindestens einmal im Monat unerwartete Probleme vor Ort. TWAICE unterstützt Betreiber daher mit betriebstauglicher Analytik für Echtzeitentscheidungen, vorausschauender Wartung und die Automatisierung von Arbeitsabläufen.

Zusammenarbeit mit Batterieherstellern und EV-OEMs

Neben dem BESS-Geschäft arbeitet der Geschäftsbereich TWAICE Battery Experts eng mit führenden Batterieunternehmen und EV-OEMs zusammen. Unternehmen binden Batterieinformationen in ihre Produkte ein, von der Analyse auf Zellebene bis zu Leistungskennzahlen während des Betriebs.

Skalierung des internationalen Geschäfts

Die EIB-Finanzierung unterstützt TWAICE dabei, die Produktentwicklung zu beschleunigen und den internationalen Kundenstamm auszubauen. Betreiber wollen zunehmend weg von reaktiver Fehlerbehebung hin zu einem proaktiven, datengetriebenen Betrieb. Das BESS-Geschäft von TWAICE hat sich im Jahr 2025 fast verdreifacht, ein deutliches Zeichen für die wachsende Nachfrage nach operativen Lösungen, mit denen Betreiber ihre Flotten sicher und effizient skalieren können. Für BESS-Betreiber zeigt sich der Nutzen in der verfügbaren Speicherleistung und der Arbeitsbelastung. Durchschnittlich konnten Kunden mithilfe von TWAICE ihre verfügbare Speicherleistung um 5 % verbessern. Gleichzeitig sorgen automatisierte Reports und Arbeitsabläufe für 80–90 % weniger Analysezeit pro Anlage.

Bild TWAICE Co-CEO Dr. Stephan Rohr @TWAICE

Quelle PR13

Wie kann unser Umgang mit Lebensmitteln im Alltag bewusster werden?

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Seal it! Lebensmittel Nachhaltigkeit im Alltag Teambild

Seal it! entwickelt nachhaltige Küchengeräte, mit denen Lebensmittel länger frisch bleiben und bewusster genutzt werden können

Was ist Seal it! und wer sind die Menschen hinter dem Startup?

Seal it! ist ein Online-Shop für innovative, nachhaltige Küchengeräte, den ich im Herbst 2024 gemeinsam mit zwei guten Freunden gegründet habe. Wir entwickeln Geräte, die praktisch, klein und hochqualitativ sind und als durchdachtes Ökosystem zusammenpassen, statt ein zufälliges Sammelsurium an Küchengeräten zu sein.

Wie ist die Idee entstanden, mit Seal it! eine Lösung gegen Lebensmittelverschwendung zu entwickeln?

Die Idee ist während einer gemeinsamen Höhlenexpedition in Vietnam entstanden, wo wir fünf Tage ohne Tageslicht und Internet viel Zeit zum Nachdenken hatten. Dort wurde der Wunsch konkret, zusammen ein Unternehmen zu gründen, und kurz danach haben wir erkannt, wie viel Spielraum es bei Küchengeräten für echte Verbesserungen gibt. Das war der Grundstein für Seal it! und unseren Fokus auf weniger Lebensmittelverschwendung.

Welche persönliche Motivation treibt euch an, Frische und Nachhaltigkeit im Haushalt neu zu denken?

Uns treibt vor allem Nachhaltigkeit an, weil wir Lebensmittel länger genießbar machen möchten, statt sie wegzuwerfen. Unsere Produkte sollen Frische alltagstauglich verlängern und damit bewusstes Konsumverhalten erleichtern, und zusätzlich spenden wir pro Bestellung für die Säuberung der Weltmeere und konnten so bereits über 500.000 m² Meeresfläche mitreinigen.

An wen richtet sich Seal it! konkret und welche Probleme im Küchenalltag wollt ihr damit lösen?

sealit.shop richtet sich im Grunde an sehr viele Haushalte, weil die Einsatzgebiete breit sind und sich an unterschiedliche Lebenssituationen anpassen. Wir lösen typische Küchenprobleme wie zu kurze Haltbarkeit, unpraktische Aufbewahrung, Platzmangel und unnötigen Verpackungsmüll. Vom Aufbewahren geöffneter Babynahrung über Pflanzenmilch im Kühlschrank bis hin zur trockenen Lagerung von Ernte aus dem Garten.

Wie sorgt euer Vakuumierkonzept dafür, dass Lebensmittel länger haltbar bleiben und einfacher aufbewahrt werden?

Unser Konzept funktioniert, indem der Sauerstoff aus dem Glas entfernt wird, wodurch Oxidation deutlich reduziert wird und Lebensmittel länger frisch bleiben. Gleichzeitig entsteht eine sehr trockene Umgebung im Glas, was besonders bei Trockenlagerung hilft, und durch die Aufbewahrung im Glas wird das Handling im Alltag einfacher und ordentlicher.

Was unterscheidet Seal it! von klassischen Aufbewahrungslösungen oder anderen Vakuumierprodukten am Markt?

Der größte Unterschied ist, dass wir im Glas vakuumieren statt in Plastikbeuteln, was mehrere praktische Vorteile bringt. Es geht schneller, weil keine Beutel vorbereitet werden müssen, es ist wiederverwendbar, flüssige Lebensmittel wie Suppen lassen sich problemlos vakuumieren, und das System ist insgesamt platzsparender und nachhaltiger als viele klassische Vakuumierlösungen.

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und bewusster Konsum in eurer Produktentwicklung?

Nachhaltigkeit ist bei uns kein Zusatz, sondern das zentrale Kriterium bei jeder Produktentscheidung. Wir entwickeln Produkte so, dass sie wiederverwendbar sind, Abfall reduzieren und in ein stimmiges Ökosystem passen. Aktuell arbeiten wir an Adaptern und Deckeln, damit möglichst viele Gläser – auch die, die Kundinnen und Kunden bereits zuhause haben – mit dem EcoSeal Pro kompatibel werden.

seal it! produktbild gruppe Seal it! Lebensmittel Nachhaltigkeit im Alltag

Mit welchen Herausforderungen seid ihr als Startup bisher konfrontiert gewesen und wie geht Seal it! damit um?

Am Anfang hatten wir typische Startup-Hürden wie wenig Startkapital, wenig Branchenerfahrung und viele rechtliche Anforderungen. Weil wir von Buchhaltung über Produktentwicklung und IT bis Marketing vieles selbst gemacht haben, sind Fehler passiert, die auch Geld gekostet haben, aber genau dadurch war die Lernkurve extrem steil und wir konnten Prozesse schnell verbessern und professionalisieren.

Wie wollt ihr eure Vision in den kommenden Jahren weiter vorantreiben und welche Entwicklungen sind geplant?

Wir wollen unser Ökosystem konsequent ausbauen und weitere Geräte entwickeln, die zu den bestehenden Produkten passen und echte Probleme im Alltag lösen. Als nächster großer Schritt kommt der Yog it! ab Ende März. Ein moderner Inkubator, der mit unseren Gläsern kompatibel ist und mit Starterkulturen mit nur rund zwei Minuten Vorbereitung eigen erzeugtes Joghurt ermöglicht.

Welche Rückmeldungen aus eurer Community haben euch bislang besonders geprägt?

Besonders geprägt hat uns, wie stark Kundinnen und Kunden unseren Support hervorheben und wie sehr das die gesamte Kauf-Experience verbessert. Dieses Feedback bestätigt uns darin, bewusst Zeit und Budget in Kundensupport zu investieren, weil Vertrauen, Hilfe bei Fragen und ein gutes Gefühl nach dem Kauf langfristig den größten Unterschied machen.

Welche drei Ratschläge würdet ihr Gründerinnen und Gründern geben, die ein nachhaltiges Produkt auf den Markt bringen möchten?

Erstens sollte man Kundinnen und Kunden nicht als Einmalkäufer betrachten, denn die Zeit nach dem Kauf entscheidet, ob Menschen weiterempfehlen und eine Marke wachsen kann. Zweitens muss man Steuern und Cashflow sehr genau steuern, weil gerade die Umsatzsteuer bei starkem Wachstum schnell zu gefährlichen Zahlungslücken führen kann. Drittens lohnt es sich, am Anfang möglichst viel selbst zu machen, weil man so in jedem Bereich Grundverständnis aufbaut, das später bei Hiring, Outsourcing und strategischen Entscheidungen enorm hilft.

Bildcredits: @privat

Wir bedanken uns bei Philip Jeschek für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Seal it!

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