Donnerstag, Oktober 22, 2026
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PetPlanner: Wie die Plattform Tierbesitzer und Dienstleister zusammenbringt

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PetPlanner: Dienstleister für Tierbesitzer finden Bild: v.l.n.r. Marc Dierichsweiler (Gründer), Louisa Reschenberg (Marketing Managerin), Vivien Dierichsweiler (Gründerin und Geschäftsführerin), Alexander Vinnai (Gründer). Bildcredits/Fotograf: Julius Dierichsweiler

PetPlanner bringt Dienstleister und Tierbesitzer zusammen und ermöglicht die digitale Buchung, Bezahlung und Verwaltung von Terminen.

Können Sie PetPlanner kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für die Plattform entstanden ist?

PetPlanner ist eine Buchungsplattform für Tierdienstleistungen. Tierbesitzern ermöglicht die Plattform passende Dienstleister in ihrer Nähe zu finden und direkt online zu buchen, inklusive Bezahlung. Für Dienstleister ist die Plattform eine Business-Management Lösung, das bedeutet, von der Kundenakquise über Terminorganisation bis hin zu Zahlung und Abrechnung deckt sie die administrativen Prozesse des selbstständigen Alltages ab. Die Idee stammt aus meinen Erfahrungen als Tierbesitzerin und Tierdienstleisterin.

Sie kommen selbst aus der Tierbranche. Welche Erfahrungen haben Sie dazu bewegt, PetPlanner zu gründen?

Ich habe mich mit 18 Jahren als Pferdetrainerin selbstständig gemacht und schnell festgestellt, dass die Suche nach passenden Experten, wie Hufbearbeitern oder Pferdephysiotherapeuten eine sehr zeitintensive Aufgabe ist, die für Tierbesitzer einen großen Aufwand darstellt. Gleichzeitig habe ich in meiner Selbstständigkeit erfahren, dass ich einen großen Teil der Zeit, die ich eigentlich mit der Arbeit mit Menschen und Pferden verbringen wollte, am Schreibtisch verbrachte. Terminorganisation, Kundenkommunikation und Rechnungsstellung bescherten mir lange Nächte. Doch gerade für diese Branche, die ihre Zeit lieber aktiv mit Tieren, statt am Schreibtisch verbringt, schien es keine passende Softwarelösung zu geben. Daraus entstand die Idee, dieses Problem selbst zu lösen.

Welche Vision verfolgen Sie mit PetPlanner, und was möchten Sie in der Tierdienstleistungsbranche langfristig verändern?

Meine Vision ist, eine zentrale Anlaufstelle für Tierbesitzer zu schaffen, auf der sie schnell und sicher passende Experten buchen können. Für Tierdienstleister in ganz Deutschland und langfristig auch international möchte ich ein effizientes Tool etablieren, dass ihnen Zeit am Tier zurückgibt und ihnen zu mehr Professionalität in ihrer Selbstständigkeit verhilft.

Ihre Plattform verbindet Business-Software und Marktplatz. Warum war Ihnen diese Kombination von Anfang an wichtig?

Verzeichnisse gibt es viele, doch damit bleibt die Arbeit auf beiden Seiten am Benutzer hängen. Sowohl für Besitzer als auch Dienstleister braucht es verschiedenste Programme und Prozesse, um so etwas Simples, wie die Buchung eines Physiotherapietermins, abzuwickeln. Es war schnell klar, dass PetPlanner nur dann einen nachhaltigen Mehrwert bietet, wenn wir von der Kundenakquise bis zur Abrechnung alle Prozesse abbilden und sich Dienstleister damit auf eine Plattform verlassen können. Auch haben wir aus Gesprächen mit unserer Zielgruppe klar herausgehört, dass beide Seiten der Anwendung, Marktplatz und Business-Software, benötigt werden, also lag auf der Hand, die Aspekte in einer Plattform zusammenzuführen.

Welche organisatorischen Herausforderungen beschäftigen selbstständige Tierdienstleister besonders, und wie setzt PetPlanner dort an?

Es ergaben sich vor allem zwei Kernprobleme im Status-quo für Dienstleister:

Zum einen verbringen Tierdienstleister viel Zeit damit, Termine zu organisieren und sich dahingehend mit Kunden abzustimmen. Vor allem bei mobil arbeitenden Anbietern kann dies sehr komplex und zeitaufwendig sein, da nicht nur Verfügbarkeit, sondern auch Fahrtzeiten mitberücksichtigt werden müssen.

PetPlanner startet bei der Terminierung immer beim Kunden. Wir kennen Arbeitszeiten, Arbeitsort und Mobilitätsradius der Dienstleister und unterbreiten dem Kunden auf dieser Basis Terminvorschläge, die für den Kalender des Anbieters optimiert sind. Dienstleister können die Terminanfrage dann annehmen, ablehnen oder direkt Gegenvorschläge senden.

Zum anderen sind Zahlungsausfälle für Solo-Selbstständige ein großes Problem. Es kommt immer wieder vor, dass Kunden entweder kurzfristig absagen oder zum Termin unentschuldigt fehlen. In diesen Fällen haben Anbieter kaum eine Handhabe, trotzdem an ihr Geld zu kommen. Die meisten Dienstleister haben keine Vorabzahlung, sondern arbeiten auf Rechnung oder mit Bargeld. Selbst wenn der Kunde kommt und der Termin stattfindet, ist es meist Vertrauenssache, dass die Forderung rechtzeitig beglichen wird.

Bei PetPlanner wird das Geld bereits bei Buchung des Kunden eingezogen und nach dem Termin durch die Rechnungsstellung mit einem Klick an den Dienstleister freigegeben. Im Falle einer Stornierung greifen automatisch die durch den Dienstleister hinterlegten Stornierungsbedingungen. Damit geht das Risiko von Zahlungsausfällen gegen null.

Tierbesitzer können über die App passende Experten in ihrer Nähe finden und buchen. Welche Kriterien sind für Vertrauen und Qualität besonders wichtig?

Die Qualität der Angebote hat für uns einen besonderen Stellenwert. Dienstleister müssen eine Gewerbeanmeldung hochladen. Außerdem fordern wir für geschützte Berufe Zertifikate oder Genehmigungen. Hundetrainer zum Beispiel benötigen eine Ausbildung und eine Genehmigung vom Veterinäramt, um ihren Beruf ausüben zu dürfen. Ein solcher Nachweis muss bei uns hochgeladen werden und wird durch uns geprüft, bevor es dem Anbieter möglich ist, in diesem Bereich Services anzulegen.

PetPlanner begleitet Dienstleister von der Kundenakquise bis zur Abrechnung. Was unterscheidet Ihre Lösung von klassischen Buchungs- und Verwaltungstools?

Es sind vor allem zwei Aspekte, die uns von anderen Produkten unterscheiden. PetPlanner ist eine Lösung, die die beiden Seiten, Marktplatz und Business-Software vereint. Dadurch können Tierbesitzer Termine direkt online buchen und müssen nicht, wie bei bestehenden Verzeichnissen, alle Schritte ab der Kontaktaufnahme mit dem Anbieter manuell durchführen. Außerdem ist die Plattform für Dienstleister eine Komplettlösung, gerade der Zahlungsaspekt unterscheidet uns von anderen Buchungsplattformen. Die allgemeine Ausrichtung für Dienstleistungen verschiedenster Berufe und für alle Haustiere ermöglicht es Anbietern auch, die Anwendung zu nutzen, wenn sie unterschiedliche Berufe ausüben, zum Beispiel Sattlerei und Physiotherapie oder Hundetraining und Maulkorbberatung. Dieser Aspekt ist für viele Anbieter relevant, die bei bestehenden in einzelnen Berufsfeldern verbreiteten Anwendungen aufgrund ihres vielfältigen Angebotes keinen Platz finden.

Ein Marktplatz muss gleichzeitig für Anbieter und Kunden attraktiv sein. Wie meistern Sie diese Herausforderung beim Aufbau von PetPlanner?

Das Cold Start Problem ist unter Startup Gründern bekannt und definitiv eine Herausforderung – auch für uns. Wir setzen in diesem frühen Stadium vor allem auf Kooperationen. Affiliate Partner, Tierschutzorganisationen oder auch Fachverbände sind für uns ein entscheidender Wachstumsmotor. Gleichzeitig sind wir viel auf Messen unterwegs, um persönlich mit unseren Zielgruppen ins Gespräch zu kommen, auch das hat sich als sehr effektiver Vertriebskanal erwiesen.

Und zu guter Letzt setzten wir gerade hier Lokal um Mainz auf Ausprobieren: Von Blumensträußen oder Pralinen zu Valentinstag über klassischer PR-Arbeit bis hin zu einem mobilen Fotostand in der Innenstadt bringen wir unsere Marke in die Köpfe. Und es funktioniert: Gerade hier bei uns ist unser Wachstum am stärksten und zeigt damit das Potential, dass dem Punkt näherkommen, an dem Netzwerk Effekte greifen und sich unser organisches Wachstum hier in der Region verschnellert.

Nur vier Monate nach Veröffentlichung wurde Ihre App zweimal mit Gold bei den German Stevie Awards ausgezeichnet. Was bedeutet diese frühe Anerkennung für Sie?

Vor allem ehrt und das Juryfeedback und die Auszeichnung sehr. Für uns bedeutet es, dass wir das richtige Ziel haben und die Prioritäten bei der Produktentwicklung passend gesetzt haben. Gleichzeitig unterstreicht die Auszeichnung noch einmal, wie entscheidend jetzt unser Wachstum und die Richtige Umsetzung aller Marketingaktivitäten ist, denn eine gute Idee ohne passende Exekution ist nichts wert.

User Experience wurde bei den German Stevie Awards besonders ausgezeichnet. Welche Rolle spielt einfache Bedienbarkeit bei der Entwicklung Ihrer Plattform?

Gerade der Gewinn in der Kategorie „User Experience“ bestätigt uns darin, bei der Entwicklung die richtigen Prioritäten gesetzt zu haben. Für das UI/UX Design haben wir uns eine professionelle Agentur an Bord geholt, die uns die App von vorne bis hinten auf Basis unserer Prozesse durchkonzipiert hat. Der Qualitätsanspruch von Verbrauchern an Apps ist in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich gestiegen und eine intuitive Oberfläche kann den Unterschied zwischen Erfolg und Untergang machen. Gerade im Angesicht unserer umfangreichen Prozesse und der vielen Individualisierungsmöglichkeiten muss die Benutzung der App simpel bleiben, sonst werden Nutzer frustriert und springen ab.

Dass die German Stevie® Awards diesen Aspekt und unsere Umsetzung gewürdigt haben, ist sehr motivierend.

PetPlanner wurde 2025 in Mainz gegründet. Welche nächsten Wachstums- und Entwicklungsschritte haben Sie für das Unternehmen geplant?

Für dieses Jahr stehen klar Marktangang und Produktverbesserung mit Kundenfeedback auf dem Programm. Im kommenden Jahr wollen wir den Break-Even-Point erreichen und uns in Deutschland als führende Plattform etabliert haben. Auch der Zugang für Österreich und Schweiz steht 2027 an. Und dann heißt es: Wachsen. Vor allem unser strategisches Partnernetzwerk möchten wir erweitern.

Auch die Plattform selbst wird sich weiterentwickeln. In den kommenden Monaten folgt der App die Webversion und wir werden stetig Kundenfeedback einarbeiten und die Prozesse noch weiter für Individualisierungen und Branchenspezifische Anforderungen erweitern.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die aus eigenen Branchenerfahrungen ein digitales Geschäftsmodell entwickeln möchten?

Als erstes ganz klar: Marketing ist fast alles. Egal wie gut dein Produkt ist, solange deine Zielgruppe dich nicht kennt und nicht einsieht, dass sie ihr Problem tatsächlich hat, bleibt es sehr einsam. Metawerbung und „ein bisschen Social Media“ sind bei weitem nicht die entscheidenden Faktoren. Am Ende geht es immer um Vertrauen und das bekommt man am besten durch das Netzwerk dritter.

Der zweite Ratschlag geht in die Richtung Lean Startup. Ja, wir leben nicht mehr in der .com Blase, man kann nicht mehr alles auf den Markt werfen und sich später um Qualität kümmern, aber gerade als Gründer und Ideengeber steht man sich doch recht gern mit seinem eigenen Anspruch im Weg. Die Liste der „Absolut essenziellen Features“ die wir noch überhaupt nicht gebaut haben ist lang und ehrlich gesagt, hat sich noch niemand beschwert. Also heißt die Devise „weglassen“ und erstmal an den Markt gehen, die Kunden sagen einem schnell, was sie wirklich brauchen und was nicht.

Der dritte Punkt bezieht sich auf die aktuellen KI-Entwicklungen. KI ist ein wahnsinnig mächtiges Tool – wenn man es einzusetzen weiß. Aktuell sehe ich in der App-Szene aber den Trend, dass wahnsinnig viele mit KI zusammengeschusterte Lösungen auf den Markt geworfen werden, deren Internetauftritt und Social Media meistens auch vollständig KI-generiert sind. Sie machen den Anschein, Unternehmertum wäre plötzlich ganz leicht, weil ja die KI alles kann. Das ist aber ein Irrglaube. Ja, KI ist ein enormer Booster in der Softwareentwicklung und kann bei gewissen Marketingaufgaben auch als Hilfsmittel dienen, wer aber das eigene Produkt prozessual und UX-technisch nicht ausgearbeitet und die eigene Marketingstrategie nicht vollumfänglich konzeptioniert und verstanden hat, fliegt schnell auf die Nase. Am Ende hilft KI auch nur dort wirklich weiter, wo der Unternehmer selbst Kompetenzen besitzt.

Bild: v.l.n.r. Marc Dierichsweiler (Gründer), Louisa Reschenberg (Marketing Managerin), Vivien Dierichsweiler (Gründerin und Geschäftsführerin), Alexander Vinnai (Gründer). Bildcredits/Fotograf: Julius Dierichsweiler

Wir bedanken uns bei Vivien Dierichsweiler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

DURVAG: Wie das Startup per Kickstarter die vollmobile Zapfanlage baut

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DURVAG: Zapfanlage startet auf Kickstarter

DURVAG entwickelt eine mobile, akkubetriebene Zapfanlage und setzt für den Weg zur Serienproduktion auf eine Kickstarter-Kampagne.

Können Sie DURVAG kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für eine vollständig mobile Zapfanlage entstanden ist?

DURVAG ist eigentlich aus einer ganz einfachen Idee entstanden. Wir gehen mit Freunden oft angeln und trinken natürlich auch gerne ein Bier. Aber Flaschenbier draußen richtig kalt zu bekommen, ist ziemlich schwierig, und eine ganze Kiste Bier ist außerdem ordentlich schwer. Wer Fassbier möchte, muss normalerweise Zapfanlage, Generator, Kabel, CO2 und weiteres Zubehör mitschleppen. Deshalb wollten wir ein einziges Gerät entwickeln, das man zu Hause auflädt, zusammen mit einem Fass mitnimmt und mit dem man überall kaltes Bier zapfen kann. Ursprünglich wollten wir die Zapfanlage nur für uns und unsere Freunde bauen. Doch nach und nach wurde das Projekt immer größer, bis wir beschlossen haben, DURVAG in die Welt zu bringen.

Wer steht hinter dem familiengeführten Startup, und wie teilen Sie die Aufgaben bei Entwicklung und Unternehmensaufbau auf?

Robert Jr.
Robert kümmert sich bei DURVAG vor allem um Konstruktion, Marketing und die Kommunikation mit unserer Community. Statt Bier schließt er an DURVAG lieber Limonade an – dafür haben wir zumindest immer jemanden, der fahren kann.

Matyáš
Matyáš ist für die Programmierung verantwortlich und hat DURVAG sozusagen zum Leben erweckt. Ohne ihn würden weder die Steuerung noch die gesamte Logik funktionieren. Er war es auch, der ursprünglich die Idee hatte.

Robert Sr.
Robert Senior kümmert sich im Team um die Produktionsseite. Er organisiert die Fertigung der Kunststoffteile, koordiniert Kooperationen und kümmert sich um die einzelnen Komponenten, die wir für die Markteinführung von DURVAG benötigen.

Kryštof
Kryštof ist unsere rechte Hand. Er ist jederzeit zur Stelle, wenn wir Technik, Material oder neue Ideen für Videos brauchen. Von uns allen ist Kryštof der größte Stammgast – über warmes Bier sollte man mit ihm lieber keine Witze machen.

Roman
Roman ist unser Elektrotechniker. Er ist für sämtliche Schaltungen, die Batterien und die komplette Verkabelung verantwortlich. Ohne ihn hätte der Prototyp keine Chance gehabt, überhaupt zu entstehen.

Rund zwei Jahre haben Sie an DURVAG gearbeitet. Welche technischen Herausforderungen waren bei der Entwicklung besonders anspruchsvoll?

Eine herkömmliche Zapfanlage hat einen großen Nachteil: Sie braucht einen Stromanschluss. Für uns als Angler kam das nicht infrage. Natürlich gibt es auf dem Markt verschiedene Lösungen mit Eis, Kühlung für 5-Liter-Fässer und Ähnlichem. Aber keine davon bietet die Möglichkeiten einer vollwertigen Zapfanlage, an die sich ein klassisches Fass wie in der Gastronomie anschließen lässt. Deshalb haben wir begonnen, DURVAG zu entwickeln.

Kühlung und Druckversorgung sind in einem akkubetriebenen Gerät vereint. Was unterscheidet DURVAG damit von klassischen mobilen Zapflösungen?

Das gesamte Konzept ist natürlich völlig neu. Eine herkömmliche Zapfanlage arbeitet mit Trockenkühlung, die zwar schnell und effizient ist, aber sehr viel Leistung benötigt. Wir mussten dafür sorgen, dass das Bier in der Anlage schnell heruntergekühlt wird und die Kälte gleichzeitig möglichst lange erhalten bleibt. Eine Lösung zu finden, mit der sich das Bier zuverlässig kühlen lässt und das Gerät trotzdem den ganzen Tag betrieben werden kann, war wahrscheinlich die größte Herausforderung.

Für welche Zielgruppen haben Sie DURVAG entwickelt, und in welchen Situationen sehen Sie den größten Nutzen?

DURVAG ist für alle Bierliebhaber gedacht, die frisch gezapftes Bier überall draußen genießen möchten – zum Beispiel beim Camping, Angeln oder auf einer Gartenparty. Man muss sich weder um Kabel noch um einen Stromanschluss oder andere Dinge kümmern. Die Zapfanlage überwacht Temperatur und Druck selbstständig und zeigt außerdem an, wie viel Bier noch im Fass ist.

Das stärkste Interesse kommt bislang aus Deutschland und anderen deutschsprachigen Ländern. Wie erklären Sie sich diese Resonanz?

Das hat uns selbst ziemlich überrascht. Allerdings ist die Camping- und Outdoor-Kultur in den deutschsprachigen Ländern stärker ausgeprägt als in Tschechien. Daher ist es gut möglich, dass die Idee einer Zapfanlage, die man überallhin mit in die Natur nehmen kann, in der deutschsprachigen Community noch etwas stärker ankommt.

Am 1. September startet Ihre Kickstarter-Kampagne. Warum haben Sie sich für Crowdfunding entschieden, um den Produktionsstart zu finanzieren?

Im Laufe der Entwicklung haben wir festgestellt, dass es alles andere als günstig ist, ein so großes technisches Gerät bis zur Serienreife zu bringen. Allein die erforderlichen Zertifizierungen kosten mehrere zehntausend Euro. Deshalb hoffen wir, über Kickstarter möglichst viel Unterstützung zu erhalten, damit DURVAG in der bestmöglichen Form realisiert werden kann.

Kickstarter hat DURVAG bereits vor dem Kampagnenstart als „Project We Love“ ausgewählt. Welche Bedeutung hat diese Auszeichnung für Sie?

Das ist für uns natürlich eine große Ehre. Nur ein sehr kleiner Teil der Projekte auf Kickstarter erhält die Auszeichnung „Project We Love“. Wenn ein Projekt diese Auszeichnung sogar schon vor dem Start der Kampagne bekommt, ist das ein umso schöneres Gefühl. Es zeigt, dass DURVAG auch dem Kickstarter-Team so gut gefällt, dass es das Projekt prominent präsentieren möchte. Für uns ist das außerdem ein erstes starkes Zeichen dafür, dass Interesse an DURVAG besteht.

Für die finale Entwicklungsphase arbeiten Sie mit der Westböhmischen Universität in Pilsen zusammen. Welche Aufgaben stehen dabei im Mittelpunkt?

Die Westböhmische Universität wird im Grunde den gesamten professionellen Teil der Weiterentwicklung und die Vorbereitung des Geräts für die Produktion übernehmen. Dazu gehören unter anderem die Optimierung der Kühlleistung, Messungen und Belastungstests. Wir haben zwar zwei Jahre an DURVAG gearbeitet, allerdings eher unter „Garagenbedingungen“. Die Westböhmische Universität verfügt für die Entwicklung über deutlich bessere Ausstattung und umfassendes Know-how. Deshalb möchten wir diese Phase nun in ihre Hände geben.

Sie möchten die technische Weiterentwicklung langfristig in Tschechien halten. Warum ist Ihnen dieser Standort für DURVAG wichtig?

Wir sind ein tschechisches Team und lieben tschechisches Bier. Auch wenn DURVAG gerade in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf großes Interesse stößt, möchten wir, dass das Produkt bei uns zu Hause in Tschechien entsteht.

Welche nächsten Schritte stehen nach einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne auf dem Weg zur Produktion an?

Im ersten Schritt übergeben wir sämtliche bisherigen Entwicklungsunterlagen an die Westböhmische Universität. Dort wird das gesamte System weiter optimiert und zur Produktionsreife gebracht. Auf dieser Grundlage können wir anschließend die Fertigung der Spritzgussformen, Leiterplatten, Batterien und weiterer benötigter Komponenten in Auftrag geben. Der Weg wird sicher nicht einfach, aber darauf sind wir vorbereitet.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein Hardwareprodukt von der ersten Idee bis zur Marktreife entwickeln möchten?

  • Das Wichtigste, was wir während der Entwicklung gelernt haben, ist: Man sollte sich nicht scheuen, nach dem zu fragen, was man braucht. In den zwei Jahren sind wir auf Dutzende Probleme gestoßen, die wir entweder mühsam selbst hätten lösen können – oder indem wir einfach jemanden um Hilfe gebeten haben.
  • Rechnet alles gründlich durch. Wir selbst waren sehr überrascht, wie teuer es ist, überhaupt ein Produkt bis zur Produktion zu bringen.
  • Dokumentiert alles. Wenn ihr auf Kickstarter oder eine ähnliche Plattform wollt, werdet ihr im Nachhinein für jedes Foto und jedes Video dankbar sein, das während der Entwicklung entstanden ist. Je mehr Material, desto besser. Und zumindest bleiben euch schöne Erinnerungen.

Fotocredits: © DURVAG, LLC

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Female Longevity: epigenics rückt das Altern von Frauen in den Fokus

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Muskelgesundheit: epigenics setzt auf Creatin

Female Longevity: Warum Frauen anders altern

Das Berliner Health-Unternehmen epigenics rückt die besonderen biologischen Voraussetzungen von Frauen beim gesunden Altern in den Fokus und bringt mit Creatin Power ein neues Produkt für Muskelgesundheit und Leistungsfähigkeit auf den Markt.

Frauen und Männer altern nicht unter den gleichen biologischen Voraussetzungen. Dennoch werden Empfehlungen für ein langes und gesundes Leben häufig geschlechtsneutral formuliert. Dabei verändern sich Hormone, Stoffwechsel, Körperzusammensetzung und Muskelmasse über die Lebensspanne unterschiedlich. Gerade für Frauen gewinnt die Muskelgesundheit mit zunehmendem Alter an Bedeutung: Rund um die Menopause können Muskelmasse und Kraft verstärkt abnehmen. Wer frühzeitig gegensteuert, schafft damit eine wichtige Grundlage für langfristige Mobilität, körperliche Leistungsfähigkeit und Selbstständigkeit.

„Longevity wird häufig sehr allgemein diskutiert. Dabei beginnt Healthy Aging nicht erst im hohen Alter“, sagt Dr. Maria von der Wettern, Co-Founderin und Geschäftsführerin von epigenics. „Wir sollten früher darüber sprechen, welche Rolle Bewegung, Muskelgesundheit, Ernährung, Schlaf und Stress für Frauen spielen und dabei die jeweilige Lebensphase stärker berücksichtigen.“

Creatin: vom Fitnessstudio zum Healthy Aging

Mit Creatin Power bringt epigenics einen klassischen Wirkstoff aus der Sporternährung in einen breiteren Healthy-Aging-Kontext. Eine Tagesportion kombiniert 3 Gramm Creatin-Monohydrat mit 8 Gramm pflanzlichem Erbsenprotein sowie Magnesium, Citicolin und den Vitaminen B6, D3 und C. Das vegane Pulver wird in Wasser aufgelöst und ist mit Grapefruit, Ingwer und Rosmarin aromatisiert.

Creatin ist vor allem aus dem Kraftsport bekannt und spielt eine wichtige Rolle bei der Energiebereitstellung in den Muskelzellen. Frauen haben im Durchschnitt geringere körpereigene Creatinspeicher als Männer – ein Unterschied, der Creatin für die Forschung zur weiblichen Muskelgesundheit besonders relevant macht.

„Muskelgesundheit wird häufig erst dann zum Thema, wenn bereits Muskelmasse verloren gegangen ist“, sagt von der Wettern. „Dabei entscheidet Kraft ganz wesentlich darüber, wie mobil und selbstbestimmt wir im Alter bleiben. Wir sollten deshalb deutlich früher anfangen, Muskelgesundheit als Teil der Vorsorge zu verstehen.“

Wissenschaft als Grundlage der Produktentwicklung

Das 2022 in Berlin gegründete Unternehmen entwickelt seine Produkte auf Grundlage aktueller Erkenntnisse aus der Longevity-, Präventions- und Ernährungsforschung. Mit research.epigenics.eu hat epigenics eine eigene KI-gestützte Forschungsplattform entwickelt, die inzwischen mehr als 211.000 wissenschaftliche Studien zu Longevity, Nährstoffen und Lebensstil erfasst. Eine automatisierte Pipeline durchsucht laufend neu veröffentlichte Forschung und ordnet die Ergebnisse nach Evidenzstufen, von Zellstudien über klinische Untersuchungen bis hin zu Meta-Analysen: „Die Herausforderung ist heute weniger, wissenschaftliche Informationen zu finden. Entscheidend ist, ihre Qualität einzuordnen, Widersprüche sichtbar zu machen und daraus abzuleiten, was wir tatsächlich wissen und was noch nicht“, sagt von der Wettern.

Mehr als 500 wissenschaftliche Publikationen wurden bislang für die Entwicklung und Bewertung der epigenics-Formulierungen berücksichtigt. Die Produkte werden in Deutschland entwickelt, in der EU hergestellt und chargenweise von unabhängigen Laboren in Deutschland auf Reinheit und den deklarierten Wirkstoffgehalt geprüft. Mit Creatin Power erweitert epigenics seinen Ansatz für Female Longevity um einen konkreten Fokus auf Muskelgesundheit und Leistungsfähigkeit und übersetzt wissenschaftliche Erkenntnisse in eine alltagstaugliche Gesundheitsroutine.

Bildcredits epigenics

Quelle Christine Veauthier, PR & Kommunikation

INLEAP Photonics sammelt 20 Mio. € für die laserbasierte Drohnenabwehr ein

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INLEAP Photonics: Drohnenabwehr erhält Finanzierung C-Level Team INLEAP Photonics 01 - Copyright Cyber Innovation Hub der Bundeswehr
  • UVC Partners führt die Seed-Finanzierungsrunde an
  • Mittel fließen aufgrund der hohen Nachfrage in den Aufbau der Serienfertigung sowie in die internationale Expansion
  • Finanzierung stärkt Position als europäischer Anbieter für laserbasierte Drohnenabwehr

Das deutsche Deep-Tech-Unternehmen INLEAP Photonics hat unter Führung von UVC Partners eine Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen und damit insgesamt rund 20 Millionen Euro für die laserbasierte Drohnenabwehr gesichert. Weitere Investoren aus Deutschland und Europa sind unter anderem HTGF (DE), Balnord (PL), Sentris (EE) und Scale Capital (DK).

Die Finanzierungsrunde fällt in eine Zeit wachsender Dringlichkeit: Jüngste Vorfälle, darunter der Drohnenangriff am Flughafen Leipzig/Halle, verdeutlichen, wie real und unmittelbar die Bedrohung durch unbemannte Luftfahrzeuge für kritische Infrastruktur geworden ist. Der Bedarf an effektiven, sicheren und souveränen Abwehrsystemen ist so hoch wie nie.

INLEAP Photonics bedient diesen Bedarf mit effizienten und sicheren Lösungen zur laserbasierten Drohnenabwehr und arbeitet bereits mit Kunden wie dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) und dem Cyber Innovation Hub der Bundeswehr zusammen. Auch die kürzlich geschlossene strategische Partnerschaft mit STARK Defence unterstreicht die wachsende Nachfrage nach souveränen, einsatzerprobten C-UAS-Lösungen (Counter-Unmanned Aircraft Systems) aus Deutschland.

Mit dem neuen Kapital erweitert INLEAP Photonics aufgrund der hohen Nachfrage seine Fertigungs- und Testkapazitäten und baut die Belegschaft weiter aus.

„Unsere Technologie ist im Markt angekommen und verzeichnet einen starken Auftragseingang. Jetzt investieren wir in Fertigung, Qualitätssicherung, Sales und Service, damit wir die Nachfrage bedienen und unsere Systeme in größeren Stückzahlen liefern können“, sagt Dr.-Ing. Marius Lammers, CEO und Gründer von INLEAP Photonics. „Wir werden INLEAP Photonics als zentralen europäischen Anbieter für Laser-Effektoren etablieren.“

UVC Partners führt die Seed-Finanzierungsrunde an

Lead-Investor der neuen Finanzierungsrunde ist UVC Partners. Ergänzt wird der Investorenkreis durch neue Kapitalgeber wie Balnord, Scale Capital und Sentris, die zusätzliche Erfahrung und Kontakte für den Ausbau in Europa einbringen.

„Drohnenabwehr ist längst kein rein militärisches Thema mehr. Flughäfen, Energieanlagen und Rechenzentren brauchen denselben Schutz wie Verteidigungseinrichtungen. INLEAP Photonics ist das einzige Team, dessen Technologie beiden Welten gerecht wird: augensicher im zivilen Umfeld und robust genug für den Einsatz in Konfliktzonen. Genau diese Dual-Use-Fähigkeit ist für uns der entscheidende Hebel für Skalierung“, sagt Amanda Birkenholz, Partnerin bei UVC Partners.

Finanzierung fließt in Serienfertigung, Entwicklung und Marktausbau

Mit den Mitteln aus der Seed-Runde treibt INLEAP Photonics die Skalierung seiner Technologie für Anwendungen im Verteidigungs- und Infrastrukturschutz voran. „Der Schritt in die Serienfertigung erfordert mehr als nur zusätzliche Kapazitäten. Jede Einheit muss unter denselben Bedingungen gefertigt, geprüft und abgenommen werden können. Deshalb investieren wir in standardisierte Montage- und Testprozesse, eine konsequente Qualitätssicherung und verlässliche Lieferketten“, sagt Dr.-Ing. Felix Wellmann, CTO und Gründer von INLEAP Photonics.

Konkret fließt das Kapital in folgende Bereiche:

  • Skalierung der Serienproduktion: Aufbau und Standardisierung von Fertigungs- und Prüfprozessen für INLEAP® FASTLIGHT® HELD und INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD®
  • Forschung und Entwicklung: Weiterentwicklung der Kerntechnologie – insbesondere der augensicheren Wirkweise, die den Einsatz von INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD® auch in urbanen und sicherheitssensiblen Umgebungen ermöglicht und das System von allen anderen Lösungen am Markt unterscheidet.
  • Vertrieb und Service: Ausbau von Vertrieb, Kundenbetreuung und Marktpräsenz in Deutschland und Europa. Geplant sind weitere Standorte in Deutschland und im europäischen Ausland, um die Zusammenarbeit mit öffentlichen Auftraggebern und sicherheitsrelevanten Organisationen wie der Bundeswehr zu intensivieren und potenzielle Kunden schneller zu erreichen.
  • Qualitätssicherung und Zertifizierungen: Entwicklung und Umsetzung der erforderlichen Prozesse, Nachweise und Zertifizierungen für den zuverlässigen Einsatz in industriellen und sicherheitsrelevanten Bereichen.

Lasersystemtechnik für verschiedene Einsatzszenarien

INLEAP Photonics entwickelt und vertreibt hochpräzise und ultraschnelle Laserstrahllenksysteme. INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD® wurde für die kontrollierte und augensichere Drohnenabwehr entwickelt. Der Laser-Effektor neutralisiert Drohnen innerhalb von Sekundenbruchteilen gezielt an identifizierten Schwachstellen. Das System ist für militärische Anwendungen sowie für zivile und KRITIS-Einsatzumgebungen vorgesehen.

INLEAP® FASTLIGHT® HELD (High Energy Laser Drone) ist ein System zur laserbasierten Drohnenabwehr auf einer unbemannten Bodenplattform und erweitert die Einsatzmöglichkeiten für mobile C-UAS-Szenarien. Es basiert auf derselben technologischen Grundlage und kombiniert den Laser-Effektor mit einer kompakten, geländegängigen UGV-Plattform (Unmanned Ground Vehicle) sowie einer C-UAS-Softwareplattform.

Mit der Seed-Finanzierung baut INLEAP Photonics beide Produktlinien weiter aus.

Bild C-Level Team INLEAP Photonics 01 – Copyright Cyber Innovation Hub der Bundeswehr

Quelle PIABO PR GmbH

21energy stellt Ofen 3 vor: Neue Heizgeräte-Serie verdient Bitcoin

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Ofen 3: Bitcoin-Heizung von 21energy 21energy Co Founder Maximilian Obwexer and Lukas Waldner

Dritte Generation, erstes Flaggschiff: 21energy macht aus Einzelgeräten eine Produktlinie

Das Innsbrucker Hardware-Unternehmen verkauft ab sofort vier Heizgeräte, die Wohnräume wärmen und dabei Bitcoin verdienen. Neue Front, ein Drittel weniger Gerätegewicht, vier Preisstufen von 1.990 bis 3.990 Euro. Die gesamte Serie entsteht dabei aus nur zwei Gehäusen.

Innsbruck, 1. September 2026. Die 21energy GmbH stellt heute ihre dritte Gerätegeneration vor. Die Ofen 3 Serie umfasst vier Modelle in vier Preisstufen von 1.990 bis 3.990 Euro und ist ab sofort direkt beim Hersteller unter https://21energy.com/de bestellbar. Die Geräte des Innsbrucker Unternehmens heizen Wohn- und Arbeitsräume elektrisch, erzeugen die Wärme dabei aber nicht in einem Heizstab, sondern in Computerchips, die das Bitcoin-Netzwerk absichern und dafür vergütet werden: Der eingesetzte Strom heizt vollständig und wird zusätzlich in Bitcoin vergütet. Neu an der Spitze der Serie steht das erste Flaggschiff des Unternehmens, der Ofen 3 Pro XL. Entwicklung und Fertigung finden in Österreich statt, die Auslieferung beginnt im Oktober 2026.

Vom Einzelgerät zur Produktlinie

Bisher verkaufte 21energy einzelne Geräte, künftig eine Linie mit zwei Leistungsklassen. An der Spitze steht die erstmals angebotene XL-Klasse: Diese Geräte arbeiten mit zwei Rechenmodulen statt einem und verdoppeln damit exakt jeden Wert des jeweiligen Grundmodells, also Heizleistung, Rechenleistung und Raumgröße. Der Ofen 3 Pro XL (3.990 Euro) heizt Räumlichkeiten bis 110 Quadratmeter, der Ofen 3 Base XL (2.890 Euro) bis 100 und damit auch große offene Wohnbereiche, Werkstätten oder kleine Gewerbeflächen. Darunter liegen der Ofen 3 Pro (2.790 Euro) mit bis zu 55 Quadratmetern und der Ofen 3 Base (1.990 Euro) mit bis zu 50. Die Rechenleistung wird in Terahash pro Sekunde gemessen. Ein Terahash entspricht dabei einer Billion Berechnungen in der Sekunde.

XL verdoppelt alles. Ofen 3 Pro XL gegenüber Ofen 3 Pro: bis zu 120 statt 60 TH/s, bis zu 2,2 statt 1,1 kW, 110 statt 55 m². Ofen 3 Base XL gegenüber Ofen 3 Base: bis zu 80 statt 40 TH/s, bis zu 2,0 statt 1,0 kW, 100 statt 50 m². Kein Wert ist aufgerundet.

Wichtiger als die Zahl der Modelle ist für das Unternehmen die Struktur dahinter: Kundinnen und Kunden ordnen sich künftig nach zwei Kriterien ein, nach der Größe des Raums und nach dem Budget. Der Einstieg fällt dabei erstmals unter die Schwelle von 2.000 Euro, ohne dass 21energy dafür rabattiert.

Vier Modelle aus zwei Gehäusen

Die vier Geräte entstehen aus nur zwei Gehäusevarianten, einer für Ofen 3 Base und Ofen 3 Pro und einer für die beiden XL-Modelle. Für ein Hardwareunternehmen dieser Größe ist das eine der wichtigeren Entscheidungen im Projekt: Weniger Varianten bedeuten weniger gebundenes Kapital im Lager, kürzere Wege in der Montage und eine Ersatzteilversorgung, die über Jahre planbar bleibt. Aus derselben Logik heraus ist auch die Zahl der Verpackungen und der Baugruppen reduziert worden. Ein Ergebnis davon ist der Liefertermin: Die ersten Geräte werden bereits im Oktober 2026 ausgeliefert, die XL-Modelle ab November 2026.

Neue Front, ein Drittel weniger Gewicht

Die Front ist neugestaltet, das übrige Gehäuse der kleinen Geräte entspricht dem des Ofen 2. Die Gewichtsersparnis stammt nicht aus der Optik, sondern aus dem vollständig neu konstruierten Innenleben: Die neuen Geräte wiegen acht Kilogramm und damit rund ein Drittel weniger als ihre Vorgänger. Am Geräuschniveau ändert sich nichts, auch nicht bei den XL-Modellen: Alle vier Geräte bleiben so leise wie die Vorgängergeneration, die in der niedrigsten Stufe unter 35 Dezibel liegt. Die doppelte Heizleistung der XL-Klasse entsteht in einer eigenen, größeren Baugröße mit entsprechend ausgelegter Kühlung, nicht in einem stärker belasteten Standardgehäuse. Eingerichtet werden die Geräte per Bluetooth über die 21energy App, in der WLAN-Zugang und Pool-Adresse hinterlegt werden. Gesteuert werden sie anschließend ebenfalls über die App. Der USB-C-Anschluss dient dem Anschluss eines LAN-Adapters, wenn statt WLAN eine Kabelverbindung gewünscht ist. Jedes Modell ist in Schwarz und in Weiß erhältlich.

Statements

„Bei Hardware gilt es als Naturgesetz, dass jede Generation teurer wird. Wir halten das für ein Alibi. Der Ofen 3 Base ist ein Drittel leichter als sein Vorgänger, innen komplett neu konstruiert, und er kostet 1.990 Euro, hundert weniger als die zweite Generation. Wenn ein Produkt reift und nur der Preis wächst, hat die Entwicklung dekoriert statt konstruiert. Das neue Flaggschiff zeigt, was in der Technologie steckt. Entschieden wird die Kategorie bei 1.990 Euro, weil Menschen unter zwei Tausendern anders kaufen.“

Maximilian Obwexer, Gründer und CEO der 21energy GmbH

„Die wichtigste Entscheidung in diesem Projekt war eine Weglass-Entscheidung. Wir hatten für die Serie mehr Gehäusevarianten auf dem Tisch und sind bei zwei gelandet, bei gleichzeitig mehr Modellen. Das klingt nach einem Detail für die Fertigung, entscheidet aber darüber, wie schnell wir liefern und wie lange wir Ersatzteile garantieren können. Dazu haben wir das Innenleben komplett neu konstruiert und dem Gerät acht Kilogramm abgenommen, ein Drittel weniger. Die ersten Geräte sind dadurch schon im Oktober lieferbar.“

Lukas Waldner, COO der 21energy GmbH

Zum Hintergrund: Wie aus Heizen Bitcoin wird

Eine elektrische Heizung wandelt Strom in Wärme um. Ein Bitcoin-Miner tut das ebenfalls, nur nimmt der Strom bei ihm den Umweg über Rechenchips, die Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk verarbeiten und dafür vergütet werden. Physikalisch macht dieser Umweg für die Wärmeausbeute keinen Unterschied: Am Ende steht dieselbe Wärme im Raum. Wer heizt, bezahlt den Strom ohnehin. Neu ist, dass ein Teil davon in Bitcoin zurückkommt. Die Gutschrift ist deshalb kein Nebenverdienst, sondern eine niedrigere Heizrechnung. Das Flaggschiff schafft dabei bis zu 120 Billionen Berechnungen in der Sekunde, das Einstiegsmodell bis zu 40 Billionen.

Verfügbarkeit und Preise

Alle vier Modelle sind ab dem 1. September 2026 direkt bei 21energy unter https://21energy.com/de/products/ofen-3 bestellbar, eine Übersicht der Serie findet sich unter https://21energy.com/de/pages/ofen-3. Der Verkauf läuft über den eigenen Onlineshop des Unternehmens. Ofen 3 Base und Ofen 3 Pro werden ab Oktober 2026 ausgeliefert, Ofen 3 Base XL und Ofen 3 Pro XL ab November 2026. Jedes Modell ist in Schwarz und in Weiß erhältlich. Der Versand innerhalb der EU ist kostenfrei, es gilt ein 30-tägiges Rückgaberecht.

ModellRechenleistungHeizleistungRaumgrößeUVP bruttoGutschrift je Heizsaison
Ofen 3 Pro XLbis 120 TH/sbis 2,2 kWbis 110 m²3.990 €bis zu 1.274 €
Ofen 3 Base XLbis 80 TH/sbis 2,0 kWbis 100 m²2.890 €bis zu 881 €
Ofen 3 Probis 60 TH/sbis 1,1 kWbis 55 m²2.790 €bis zu 637 €
Ofen 3 Basebis 40 TH/sbis 1,0 kWbis 50 m²1.990 €bis zu 441 €

Ein Terahash pro Sekunde (TH/s) entspricht einer Billion Berechnungen in der Sekunde. Leistungsangaben sind Maximalwerte, Wattangaben gerundet. Preise brutto inklusive 20 Prozent Umsatzsteuer. Gutschriften auf Basis des Vierjahresdurchschnitts des Bitcoin-Kurses, Stand August 2026, bei 180 Tagen Dauerbetrieb à 24 Stunden. Die tatsächliche Gutschrift hängt von Kurs, Netzwerkschwierigkeit und Laufzeit ab und ist nicht garantiert.

Bild 21energy Co Founder Maximilian Obwexer and Lukas Waldner

Quelle 21energy GmbH

xorlab: 5 Millionen Euro für europäische E-Mail Security Plattform

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E-Mail: xorlab stärkt Cybersicherheit in Europa teambild

xorlab sammelt 5 Millionen Euro ein, um Europas führende souveräne E-Mail-Security-Plattform aufzubauen

xorlab genießt das Vertrauen europäischer Organisationen aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, kritische Infrastruktur, Gesundheitswesen und öffentlicher Sektor. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Wunsches europäischer Unternehmen, ihre Abhängigkeit von US-kontrollierter Infrastruktur zu reduzieren, wächst das Unternehmen stark.

xorlab, die europäische E-Mail-Sicherheitsplattform, gab heute bekannt, dass sie in einer Series A+ Finanzierungsrunde 5 Millionen EUR abgeschlossen hat. Die Runde wird vom bestehenden Investor Spicehaus Partners angeführt und von den Investoren Grapha Holding, EquityPitcher Ventures und ZKB Start-up Finance unterstützt. Das Kapital wird die Expansion von xorlab in ganz Europa vorantreiben, mit Schwerpunkt auf der DACH-Region, den Benelux-Ländern und den Nordics. Die Finanzierung erfolgt vor dem Hintergrund einer rasch wachsenden Nachfrage von europäischen Organisationen, die ihre Abhängigkeit von US-amerikanischen IT-Sicherheitsanbietern reduzieren möchten.

Cyberangriffe und Regulierung erhöhen den Druck

Europäische Organisationen stehen vor einer schwierigen Gleichung. E-Mail ist nach wie vor das Einfallstor, das für die überwiegende Mehrheit an Cyberangriffen genutzt wird. Diese Angriffe werden immer ausgefeilter, da Angreifer KI nutzen, um überzeugende Phishing-Kampagnen in großem Stil zu kreieren. Gleichzeitig haben geopolitische Spannungen bei Vorständen und Aufsichtsbehörden wachsende Bedenken ausgelöst, vollständig von US-kontrollierter Infrastruktur und Sicherheitsanbietern abhängig zu sein.

Vorschriften wie DORA und NIS2 erhöhen den Druck zusätzlich, indem sie Finanzinstitute und Betreiber kritischer Infrastrukturen direkt für die Widerstandsfähigkeit und Souveränität ihrer digitalen Lieferketten verantwortlich machen.

xorlab setzt auf europäische E-Mail-Sicherheit

xorlab bietet europäischen Organisationen erstklassigen Schutz vor den fortschrittlichsten E-Mail-Angriffen, ohne dabei die Kontrolle über ihre Daten, ihre Infrastruktur oder ihre digitale Souveränität aufzugeben. Diese Nachfrage spiegelt sich auch im Wachstum des Unternehmens wider. xorlab hat 2025 das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Geschichte abgeschlossen. Und 2026 hat sich die Nachfrage europäischer Unternehmen bereits wieder verdoppelt.

„Europa braucht seine eigenen Champions im Bereich der Cybersicherheit für Unternehmen. Keine europäischen Kopien etablierter US-Anbieter, sondern Unternehmen, die in der Lage sind, die nächste Generation der Unternehmenssicherheit zu prägen“, sagte Antonio Barresi, CEO und Mitbegründer von xorlab. „E-Mail bleibt eine der kritischsten Angriffsflächen, und KI verändert die Bedrohungslandschaft grundlegend. Europäische Organisationen benötigen Sicherheitslösungen, die erstklassigen Schutz mit Kontrolle über ihre Daten und Infrastruktur verbinden. Es gibt keinen besseren Ort, um den Marktführer im Bereich der E-Mail-Sicherheit aufzubauen, als im Herzen Europas.“

KI erkennt verdächtige E-Mail-Kommunikation

xorlab hilft Sicherheitsteams, die neue Generation von E-Mail-Angriffen zu stoppen: KI-gesteuerte Phishing- und Business Email Compromise (BEC)-Kampagnen, die keine Malware enthalten, keine bekannte Signatur aufweisen und wie legitime Nachrichten aussehen, die oft unbemerkt von Microsoft 365 und traditionellen Filtern in die Posteingänge der Mitarbeitenden gelangen.

Da diese Angriffe isoliert betrachtet normal erscheinen, bewertet xorlab jede Nachricht im Kontext: Die verhaltensbasierte KI versteht, wie legitime Kommunikation für jede Organisation aussieht, und erkennt, was nicht dazu passt – ein ungewöhnlicher Absender, eine von der Norm abweichende Anfrage, eine erstmalige Zahlungsanweisung – bevor jemand klicken kann.

Investoren sehen großes Potenzial für Cybersicherheit aus Europa

„xorlab hat etwas Seltenes geschaffen: eine differenzierte Technologie, die ein geschäftskritisches Problem löst und von einigen der anspruchsvollsten Unternehmenskunden Europas bestätigt wurde“, sagte Daniel Andres, Gründungspartner bei Spicehaus Partners. „Wir sind fest davon überzeugt, dass die Kombination aus KI-getriebenen Bedrohungen, zunehmendem regulatorischem Druck und Europas Streben nach digitaler Souveränität eine generationenprägende Chance im Bereich Cybersicherheit schafft. xorlab verfügt über die Technologie, das Vertrauen seiner Kunden und die Marktposition, um einen europäischen Marktführer in dieser Kategorie aufzubauen – und wir verstärken unser Engagement für dieses Ziel.“

Flexible Bereitstellung für regulierte Branchen

Und weil die Risikobereitschaft und die regulatorischen Anforderungen jeder Organisation unterschiedlich sind, entscheiden die Kunden, wie xorlab betrieben wird: vollständig On-Premises mit lokaler Verarbeitung und Speicherung, hybrid oder in der Cloud, wobei europäische Rechenzentren und europäische Mitarbeiter den gesamten Betrieb abwickeln.

Die Plattform ist DORA-, NIS2- und DSGVO-konform und bedient Finanzinstitute, Gesundheitsorganisationen, Betreiber kritischer Infrastrukturen und Organisationen des öffentlichen Sektors. xorlab genießt das Vertrauen von Organisationen mit Belegschaften von 500 bis über 37.000 Mitarbeitenden – darunter Julius Bär, Swisscom, G+D Netcetera, Vontobel und CERN.

Bildcredits xorlab

Quelle Laika Communications GmbH

Jack Kayil und pure.lyte: Zwei Berliner auf Augenhöhe in neuer Kampagne

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Jack Kayil: pure.lyte Markenbotschafter in Berlin Bild Auf Augenhöhe, notfalls mit Leiter Bildcredits pure.lyte GmbH

Deutscher Meister mit gerade einmal 20 Jahren. Von den New York Knicks für die NBA ausgewählt und ab sofort im Team pure.lyte.

Basketball-Profi Jack Kayil wird neues Gesicht der Berliner Elektrolyt-Marke

Das Berliner Getränke-Startup pure.lyte gewinnt sein nächstes Gesicht: Jack Kayil, 20 Jahre alt, gebürtiger Berliner, deutscher Meister mit ALBA Berlin und beim NBA-Draft 2026 in der zweiten Runde ausgewählt. Seine NBA-Rechte liegen bei den New York Knicks, gespielt wird die kommenden Jahre in Berlin. Ab sofort ist er Markenbotschafter von pure.lyte. Nach Nazan Eckes ist er das zweite Gesicht der jungen Marke, und wieder eines, das aus echter Überzeugung dabei ist.

Manche Menschen brauchen ein ganzes Leben für das, was Jack Kayil mit 20 schon geschafft hat.

Im Juni wurde er mit ALBA Berlin deutscher Meister, nach einem Comeback im Finale, über das die ganze Stadt gesprochen hat. Fünf Tage später fiel sein Name beim NBA-Draft. Ausgewählt an 39. Stelle, seine Rechte gingen an die New York Knicks, den Klub, der 2026 zum ersten Mal seit 53 Jahren NBA-Champion geworden ist.

Im August folgte die Entscheidung, die viele überrascht hat: Kayil unterschrieb bei ALBA Berlin bis 2031. Fünf Jahre in seiner Heimatstadt. New York behält seine Rechte, im Basketball nennt man das Draft-and-Stash.

Was die beiden verbindet, ist mehr als die gemeinsame Heimatstadt. Mit Jack hat pure.lyte jemanden gefunden, der genau weiß, was es heißt, sich etwas hart zu erarbeiten. Genau das tut Gründerin Vanessa Klawitter mit ihrem bootstrapped Unternehmen pure.lyte auch jeden Tag. Aus diesem gegenseitigen Respekt ist schnell mehr geworden.

Nazan Eckes und Jack Kayil könnten auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein. Aber sie teilen genau das, worauf es pure.lyte ankommt: Sie sind dabei, weil sie beide ein aktives Leben führen und weil das Produkt und die Menschen hinter pure.lyte sie überzeugt haben.

„Ich mag, dass hinter pure.lyte eine coole Berliner Marke steckt, die die gleiche Vision teilt wie ich. Blaubeere-Kirsche ist mein absoluter Favorit. Ich freu mich einfach drauf, uns zusammen wachsen zu sehen“, sagt Jack Kayil.

Jack Kayil: pure.lyte Markenbotschafter in Berlin Bild  Auf Augenhöhe, notfalls mit Leiter Bildcredits pure.lyte GmbH

Für Gründerin Vanessa Klawitter ist die Partnerschaft mehr als eine Kooperation: „Ich baue pure.lyte bootstrapped aus Berlin auf. Was uns verbindet, ist eine Vision, die hier in Berlin begonnen hat und die wir beide nach draußen tragen wollen. Dass Jack diesen Weg mit uns geht, bedeutet mir unfassbar viel.“

Die Kampagne: Zwei Berliner auf Augenhöhe

Die gemeinsame Kampagne läuft unter dem Claim „Zwei Berliner auf Augenhöhe“. Gemeint ist die Haltung, nicht die Körpergröße, denn die geht deutlich auseinander. Kayil ist 1,91 Meter groß und damit einen Kopf größer als Klawitter. Beim Fotoshooting stand die Gründerin für mehrere Motive kurzerhand auf einer Leiter.

Warum ein Elektrolyt-Drink zu einem Basketballer passt

Elektrolyte sind Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Natrium, die der Körper täglich braucht. Wer einen aktiven Lebensstil hat und viel schwitzt, verliert Elektrolyte, und genau die füllt pure.lyte wieder auf. Für einen Profisportler wie Jack gehört das zum Alltag.

pure.lyte bietet drei fruchtige Sorten:

Apfel-Birne, Blaubeere-Kirsche und Aprikose-Pfirsich. Die Drinks kommen ohne Zuckerzusatz aus, sind koffeinfrei und vegan. Natürlich im Geschmack, ohne Farbstoffe und ohne künstliche Aromen. Sie überzeugen mit einem hohen Elektrolytgehalt von über 1.100 mg pro Drink. Die Getränke gibt es im pfandfreien TetraPak mit pflanzenbasiertem Verschluss.

Bild Auf Augenhöhe, notfalls mit Leiter Bildcredits pure.lyte GmbH

Quelle pure.lyte GmbH

AMARIK: Die neue Plattform für stilvolle Begleitung zu jedem Anlass

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AMARIK: Begleitung über eine Plattform buchen im Loft Hotel Sandra Haas Gründerin

AMARIK entwickelt eine Plattform, über die passende Begleitung für private und geschäftliche Anlässe verlässlich gebucht werden kann.

Können Sie AMARIK kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für eine Plattform für buchbare Begleitung entstanden ist?

AMARIK® ist eine Plattform für geprüfte, stilvolle Begleitung zu konkreten Anlässen, privat wie geschäftlich. Es geht nicht um Dating und nicht um Escort, sondern um Menschen, die für ein Dinner, ein Event, eine Geschäftsreise, einen kulturellen Abend, einen Kurztrip oder eine gemeinsame Aktivität passende Begleitung suchen und diese verlässlich buchen möchten.

Die Idee entstand 2025 in einer Phase, in der ich selbst sehr bewusst darüber nachgedacht habe, wie sich unser gesellschaftliches Leben verändert. Viele Menschen sind beruflich stark eingebunden, leben allein, sind viel unterwegs oder möchten bestimmte Erlebnisse schlicht nicht allein wahrnehmen. Gleichzeitig gibt es für genau diesen Bedarf kaum ein Angebot, das professionell, digital und klar positioniert ist.

Aus dieser Beobachtung entstand AMARIK®. Anfangs war es eine Idee, sehr schnell wurde daraus ein konkretes Plattformmodell. Heute bauen wir damit nicht nur ein Unternehmen auf, sondern arbeiten an einer neuen Kategorie rund um buchbare persönliche Begleitung.

Wer steht hinter AMARIK, und welche Erfahrungen bringen Sie in den Aufbau des Unternehmens ein?

Hinter AMARIK® stehe ich als Gründerin gemeinsam mit einem kleinen, sehr operativen Team aus Entwicklung, Backoffice und regionalen City Leads, die unsere dezentrale Skalierung unterstützen.

Ich bin seit 1999 selbstständig und AMARIK® ist bereits mein drittes Softwareunternehmen. Zwei Unternehmen habe ich zuvor aufgebaut und später verkauft. Dadurch bringe ich viel Erfahrung aus Produktentwicklung, Digitalisierung, Prozessaufbau und Unternehmensführung mit, aber auch die Erfahrung, dass Wachstum nur funktioniert, wenn ein Geschäftsmodell nicht nur technisch, sondern vor allem operativ tragfähig ist.

Bei AMARIK® bin ich deshalb sehr nah an allen Bereichen: Produkt, Prozesse, Marketing, Community-Aufbau, Partnergewinnung und Expansion. Gerade in einer frühen Phase halte ich diese Nähe für wichtig, weil man nur so wirklich versteht, was Nutzerinnen und Nutzer brauchen und an welchen Stellen ein neuer Markt noch erklärt werden muss.

Sie sprechen von einer „Companionship Economy“. Welche Vision verbinden Sie mit diesem neuen Markt?

Mit der Companionship Economy beschreiben wir einen Markt, der aus unserer Sicht gerade erst sichtbar wird: Menschen investieren zunehmend nicht nur in Produkte oder digitale Services, sondern ganz bewusst in gemeinsame Zeit, reale Erlebnisse und persönliche Begleitung.

Dabei geht es nicht um Partnersuche und auch nicht um sexuelle Dienstleistungen. Es geht um konkrete Situationen, in denen Menschen nicht allein sein möchten oder sich ganz bewusst passende Gesellschaft wünschen, etwa bei einem Dinner, einer Veranstaltung, auf Reisen, bei kulturellen Aktivitäten oder im geschäftlichen Umfeld.

Unsere Vision ist, daraus eine eigenständige, professionelle und gesellschaftlich akzeptierte Kategorie zu entwickeln. Persönliche Begleitung soll genauso selbstverständlich planbar und buchbar werden wie andere Dienstleistungen auch, mit klaren Standards, transparenten Rahmenbedingungen und einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit.

AMARIK® möchte diesen Markt nicht nur bedienen, sondern aktiv mit definieren und in Europa mit aufbauen.

AMARIK grenzt sich bewusst von Dating- und Escort-Plattformen ab. Wie vermitteln Sie diesen Unterschied klar nach außen?

Der wichtigste Unterschied ist der Anlass. Bei AMARIK® steht nicht die Partnersuche im Mittelpunkt und auch keine sexuelle Dienstleistung, sondern eine konkrete gemeinsame Aktivität.

Unsere Nutzerinnen und Nutzer buchen Begleitung für ein Dinner, ein Event, eine Reise, Kultur, Freizeit oder einen geschäftlichen Anlass. Ort, Zeit, Interessen und der jeweilige Anlass stehen damit von Beginn an fest. Genau das unterscheidet AMARIK® von klassischen Dating-Plattformen, bei denen zunächst der persönliche Kontakt und die Suche nach einer Beziehung oder einem Date im Vordergrund stehen.

Vom Escort grenzen wir uns ebenso klar ab. Sexuelle Dienstleistungen sind bei AMARIK® ausgeschlossen. Wir kommunizieren diese Linie konsequent in unserer Außendarstellung, in unseren Prozessen und innerhalb der Plattform.

Diese Abgrenzung ist für uns zentral, weil wir eine eigene Kategorie etablieren wollen: professionelle, buchbare Begleitung für reale Anlässe.

Für welche Zielgruppen und Anlässe ist das Angebot besonders interessant?

AMARIK® richtet sich an Menschen, die für einen konkreten Anlass passende Begleitung suchen und dabei Wert auf Verlässlichkeit, Niveau und eine klare Buchbarkeit legen.

Ich kenne diesen Bedarf auch aus eigener Erfahrung: Ich war beruflich auf einer Messe in Hamburg und wollte abends ins Theater. Genau in solchen Situationen stellt sich eine sehr einfache Frage: Gehe ich allein oder gibt es eine unkomplizierte Möglichkeit, für genau diesen Abend passende Gesellschaft zu finden? Klassische Datingplattformen sind dafür aus meiner Sicht kaum geeignet, weil dort weder der konkrete Anlass noch die zeitliche Planbarkeit im Mittelpunkt stehen.

Bei AMARIK® geht es deshalb immer um eine konkrete Situation. Typische Anlässe sind zum Beispiel ein Dinner oder Geschäftsessen, Theater, Oper, Konzert, Ausstellung oder Vernissage, eine Messe, ein Networking-Event oder eine Firmenveranstaltung. Ebenso gehören Geschäftsreisen, Kurztrips, Städtereisen, Sportveranstaltungen, Freizeitaktivitäten, Ausflüge oder ein besonderer Abend dazu.

Interessant ist das Angebot für Geschäftsreisende genauso wie für Menschen, die beruflich stark eingebunden sind, viel unterwegs sind oder bewusst unabhängig leben und bestimmte Erlebnisse trotzdem nicht allein wahrnehmen möchten.

Entscheidend ist für uns deshalb weniger das Alter oder ein bestimmtes Lebensmodell. Entscheidend ist: Es gibt einen Anlass, einen Zeitpunkt und den Wunsch nach passender Begleitung. Genau dafür schafft AMARIK® eine planbare Lösung.

Persönliche Begleitung basiert stark auf Vertrauen. Wie stellen Sie Sicherheit und Qualität auf beiden Seiten der Plattform sicher?

Vertrauen ist für AMARIK® einer der zentralen Faktoren. Deshalb setzen wir auf klare Prozesse statt auf anonyme Profile und möglichst wenig Kontrolle.

Begleiterinnen und Begleiter werden vor der Aktivierung geprüft. Dazu gehört unter anderem eine Identitätsprüfung. Ausweise verwenden wir ausschließlich für diese einmalige Prüfung und löschen die Bilder danach direkt wieder. Zusätzlich prüfen wir Profile auf Qualität, Vollständigkeit und eine stimmige Außendarstellung.

Anfragen, aus persönlichen oder anderen Gründen auf die Verifizierung zu verzichten, lehnen wir bewusst ab. Für uns ist Sicherheit nur dann glaubwürdig, wenn die definierten Standards für alle gleichermaßen gelten und nicht individuell aufgeweicht werden.

Auch während und nach einer Buchung gibt es klare Standards. Dazu gehören verbindliche Verhaltensregeln, ein Bewertungssystem sowie Support- und Sicherheitsfunktionen innerhalb der Plattform. Persönliche Grenzen sind dabei klar definiert und müssen von beiden Seiten respektiert werden.

Für uns bedeutet Qualität aber nicht nur Sicherheit. Es geht genauso um Verlässlichkeit, Pünktlichkeit, Auftreten, Kommunikation und darum, dass eine Begleitung tatsächlich zum Anlass passt.

Wie funktioniert das Matching bei AMARIK, und welche Faktoren entscheiden darüber, welche Begleitung vorgeschlagen wird?

Das Matching bei AMARIK® beginnt nicht mit endlosem Schreiben, sondern mit dem konkreten Anlass. Entscheidend sind unter anderem Ort, Zeitpunkt, gewünschte Aktivität, Interessen und persönliche Vorstellungen.

Unsere Nutzerinnen und Nutzer sehen passende Profile und können gezielt auswählen, wer zu ihrem Anlass passt. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Kontakte herzustellen, sondern eine möglichst stimmige Verbindung für eine konkrete gemeinsame Zeit zu schaffen.

Genau deshalb ist für uns auch die Qualität der Profile so wichtig. Je klarer Interessen, Persönlichkeit, Auftreten und bevorzugte Aktivitäten erkennbar sind, desto besser kann eingeschätzt werden, ob die Begleitung tatsächlich zum jeweiligen Anlass passt.

Unser Grundgedanke ist dabei sehr einfach: weniger beliebiges Swipen, mehr Relevanz für den konkreten Moment.

Gemeinsame Zeit wird bei Ihnen zu einer buchbaren Dienstleistung. Was macht dieses Geschäftsmodell aus Ihrer Sicht besonders?

Besonders ist für mich, dass wir etwas sehr Menschliches in einen klaren, professionellen Rahmen bringen. Gemeinsame Zeit bleibt persönlich, wird aber gleichzeitig planbar, transparent und verbindlich buchbar.

Der Wert entsteht nicht durch ein physisches Produkt, sondern durch die Qualität der Begegnung und dadurch, dass zwei Menschen für einen konkreten Anlass passend zusammengebracht werden. Genau darin liegt für mich auch die Stärke des Modells: Es verbindet digitale Plattformlogik mit einem sehr realen Bedürfnis nach Gesellschaft, Austausch und gemeinsamen Erlebnissen.

Gleichzeitig ist AMARIK® stark skalierbar. Viele Prozesse innerhalb der Plattform sind automatisiert, während wir regional bewusst dezentral wachsen. Dafür haben wir unser City-Lead-Modell aufgebaut: City Leads entwickeln ihre Regionen vor Ort, bauen Netzwerke auf und begleiten den lokalen Markteintritt, ohne dass dafür in jeder Stadt eine eigene zentrale Struktur entstehen muss.

Diese Kombination aus Automatisierung, zentralen Standards und dezentralem Wachstum ermöglicht es uns, neue Städte vergleichsweise schlank zu erschließen und das Modell perspektivisch auch über Deutschland hinaus zu skalieren.

Ein Marktplatz muss gleichzeitig genügend Begleiter und Nutzer gewinnen. Wie gehen Sie mit dieser Herausforderung beim Wachstum um?

Das ist tatsächlich eine der zentralen Herausforderungen jedes Marktplatzmodells. Ich vergleiche es gern mit einem Kühlschrank: Bevor ich Gäste einlade, sollte er gefüllt sein. Genau deshalb bauen wir in neuen Regionen zunächst ein attraktives und qualitativ gutes Angebot an Begleiterinnen und Begleitern auf und erhöhen anschließend gezielt die Sichtbarkeit auf der Nutzerseite.

Unser City-Lead-Modell hilft uns dabei, weil wir regionale Verantwortung mit einer zentral gesteuerten Plattform verbinden. So können wir neue Städte strukturiert entwickeln, ohne überall eigene zentrale Strukturen aufbauen zu müssen.

Wichtig ist für uns außerdem, nicht einfach möglichst viele Profile zu sammeln. Entscheidend ist, dass Profile vollständig, qualitativ gut und tatsächlich buchbar sind. Qualität und Aktivierung sind für uns wichtiger als reine Registrierungszahlen.

Beim Wachstum testen wir sehr datenbasiert, welche Städte, Zielgruppen und Botschaften funktionieren. So setzen wir Marketingbudgets dort ein, wo wir echte Resonanz sehen und können Angebot und Nachfrage Schritt für Schritt zusammenführen.

AMARIK ist bereits in mehreren deutschen Städten aktiv. Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, welche Regionen als Nächstes hinzukommen?

Wir entscheiden nicht nur nach Einwohnerzahl. Für uns ist entscheidend, ob eine Region wirtschaftlich interessant ist, ob es dort eine relevante Zielgruppe gibt und ob wir auf der Angebotsseite genügend Potenzial für gute Begleiterinnen und Begleiter sehen.

Ein wichtiger Faktor sind inzwischen auch unsere eigenen Reichweiten- und Performancedaten. Unsere Instagram-Inhalte haben inzwischen fast eine Million Aufrufe erreicht. Wir werten sehr genau aus, aus welchen Regionen und Metropolen Views, Klicks, Registrierungen und konkrete Reaktionen kommen. Dadurch sehen wir früh, wo unsere Botschaft auf Resonanz trifft und wo sich ein regionaler Markteintritt besonders anbietet.

Hinzu kommen praktische Faktoren wie Erreichbarkeit, regionale Netzwerke und die Frage, ob wir einen passenden City Lead für die Region aufbauen können. Genau dieses dezentrale Modell erlaubt es uns, Städte nicht nach einem starren Plan, sondern nach tatsächlichem Marktpotenzial zu entwickeln.

Unser Ziel ist nicht, möglichst schnell überall einen Punkt auf der Landkarte zu setzen. Wir wollen Regionen so aufbauen, dass dort auch wirklich ein funktionierender Marktplatz entsteht.

Welche langfristigen Pläne verfolgen Sie mit AMARIK, und welche Rolle spielt dabei die Expansion im DACH-Raum?

Unser kurzfristiger Fokus liegt klar auf dem DACH-Raum. Deutschland ist unser Kernmarkt, gleichzeitig bauen wir Österreich und die Schweiz gezielt mit auf. Dabei geht es uns nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Länder zu nennen, sondern das Modell zunächst in vergleichbaren Märkten sauber zu etablieren.

Technisch ist AMARIK® bereits einen Schritt weiter: Die Plattform ist schon heute auch auf Englisch verfügbar. Das ist für uns wichtig, weil AMARIK® von Beginn an europäisch gedacht ist und wir die Voraussetzungen für die nächste Expansionsstufe nicht erst später schaffen wollen.

Unser Plattformmodell, die automatisierten Prozesse und das dezentrale City-Lead-Modell sind darauf ausgelegt, neue Regionen strukturiert zu erschließen. Wenn wir in DACH zeigen, dass sich Angebot, Nachfrage, Qualität und regionale Strukturen reproduzierbar aufbauen lassen, können wir gezielt weitere europäische Metropolen entwickeln.

Unsere Vision ist deshalb größer als der Aufbau einer einzelnen Plattform in Deutschland. Wir wollen AMARIK® als führende Marke innerhalb der Companionship Economy in Europa etablieren und diesen Markt aktiv mitprägen. Eine starke Basis dafür haben wir bereits geschaffen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die einen neuen Markt mit einem erklärungsbedürftigen Geschäftsmodell aufbauen möchten?

Erstens: Nicht in Schönheit sterben. Ich glaube nicht daran, ein Produkt monatelang bis zur vermeintlichen Perfektion zu entwickeln und erst dann in den Markt zu gehen. Gerade bei einem neuen, erklärungsbedürftigen Geschäftsmodell muss man früh sichtbar werden, Werbung schalten, testen und mit echten Reaktionen arbeiten. Das Produkt darf sich weiterentwickeln. Entscheidend ist, dass man überhaupt herausfindet, was der Markt versteht und worauf er reagiert.

Zweitens: Eine klare Linie behalten. Sobald man mit einem neuen Modell sichtbar wird, hat plötzlich jeder eine Meinung dazu und meistens auch eine Vorstellung davon, wie man es besser machen sollte. Zuhören ist wichtig, aber man darf sich nicht nach jeder Meinung strecken. Sonst verliert man Fokus, Geschwindigkeit und irgendwann das eigene Konzept.

Und drittens: Ausdauer, Ausdauer, Ausdauer. Einen neuen Markt aufzubauen bedeutet viele schlaflose Nächte, Rückschläge und Phasen, in denen man sich fragt, ob man komplett verrückt ist. Trotzdem muss man dranbleiben. Gleichzeitig sollte man sich Menschen suchen, die einen emotional oder ganz praktisch unterstützen und zusätzliche Manpower bringen.

Und man muss rausgehen und netzwerken. Sichtbarkeit entsteht nicht von allein. LinkedIn ist für uns zum Beispiel ein wichtiger Kanal geworden, genauso wie jetzt StartupValley. Gerade bei einem erklärungsbedürftigen Produkt braucht es solche Plattformen, um die eigene Idee immer wieder zu erklären, einzuordnen und Schritt für Schritt breiter bekannt zu machen.

Fotocredits: © Sandra Haas

Wir bedanken uns bei Sandra Haas für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: AMARIK

AMARIK: Begleitung über eine Plattform buchen Logo gold ohne zeichenfläche

Kontakt:

AMARIK®
Londonerstraße 1
70173 Stuttgart
Deutschland

amarik.de
Info@amarik.de
Sandra.haas@amarik.de

Ansprechpartnerin: Sandra Haas
Gründerin

Social Media:
Instagram
LinkedIn Sandra Haas

Baubeweis: Wie Handwerker die Baustelle in Sekunden per Sprachnachricht dokumentieren

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Baubeweis: Baustelle digital für Handwerker Matthias Pötschke Baubeweis Fotocredits: Baubeweis

Baubeweis erleichtert die Dokumentation auf der Baustelle und soll Handwerker dabei unterstützen, Informationen schnell und direkt während der Arbeit festzuhalten.

Können Sie Baubeweis kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für die digitale Baustellendokumentation entstanden ist?

Baubeweis ist eine einfache Lösung für Baustellendokumentation im Handwerk. Der Grundgedanke ist ziemlich simpel: Foto aufnehmen, kurz sprechen, fertig. Aus den Informationen entsteht ein strukturierter Baustelleneintrag, mit dem der Betrieb weiterarbeiten kann.

Die Idee ist entstanden, weil ich gesehen habe, wie viel Zeit nach Feierabend noch für Dinge draufgeht, die eigentlich längst auf der Baustelle passiert sind. Fotos zusammensuchen, überlegen, was genau besprochen wurde, Zusatzleistungen rekonstruieren, Berichte schreiben.

Gleichzeitig gibt es bereits sehr mächtige Softwarelösungen. Viele davon können unglaublich viel. Aber genau da habe ich angefangen, anders darüber nachzudenken.

Ich glaube an den Werkzeugkoffer statt das Schweizer Taschenmesser.

Wenn ich ein Loch bohren will, brauche ich einen guten Bohrer. Kein Werkzeug, das gleichzeitig bohrt, streicht, meine Buchhaltung macht und noch zwanzig andere Dinge kann.

Genau so sehe ich Software.

Und für mich steht und fällt Digitalisierung auf der Baustelle mit einer Sache: Nehmen die Mitarbeiter draußen das Werkzeug wirklich an?

Wenn die Software ihren Arbeitsablauf gravierend stört, sie erstmal geschult werden müssen oder das Gefühl entsteht, dass sie damit kontrolliert werden sollen, habe ich meiner Meinung nach schon verloren.

Deshalb kam für mich die entscheidende Frage:

Wie wenig Zusatzaufwand muss ich einem Handwerker zumuten, damit am Ende trotzdem alles Wichtige dokumentiert ist?

Die Antwort darauf wurde Baubeweis.

Foto. Sprechen. Fertig.

Wer steht hinter Baubeweis, und welche Erfahrungen haben Sie in die Entwicklung der Lösung eingebracht?

Hinter Baubeweis stehe zunächst einmal ich, Matthias Pötschke.

Ich komme nicht aus einer klassischen Software-Startup-Blase. Während Schule und Studium habe ich selbst auf Baustellen bei einem Fliesenleger gearbeitet und dadurch früh gesehen, wie anders Prozesse draußen funktionieren als am Schreibtisch.

Beruflich arbeite ich heute bei einem der weltweit führenden Landmaschinenhersteller im Umfeld von Finanz- und Softwarelösungen. Dort erlebe ich die andere Seite: komplexe Systeme, Prozesse und die Frage, wie man Technik so übersetzt, dass sie für den Anwender tatsächlich einen Nutzen hat.

Bei Baubeweis treffen diese beiden Erfahrungen ziemlich direkt aufeinander.

Ich kenne die Baustelle zumindest gut genug, um zu wissen, dass eine Lösung dort nicht deshalb funktioniert, weil sie technisch beeindruckend ist. Sie funktioniert dann, wenn der Mitarbeiter sie schnell versteht, akzeptiert und sie seinen Arbeitsablauf nicht unnötig stört.

Mein Grundsatz ist deshalb:

Die Komplexität darf im System stecken. Aber sie darf nicht beim Handwerker draußen landen.

Welche Probleme bei der Dokumentation auf Baustellen möchten Sie mit Baubeweis konkret lösen?

Vor allem das doppelte Arbeiten.

Auf der Baustelle passiert etwas. Jemand macht vielleicht ein Foto. Eine Absprache wird getroffen. Es entsteht Zusatzaufwand. Am Abend oder sogar Tage später versucht jemand, daraus wieder einen vollständigen Vorgang zu machen.

Dann beginnt die Sucherei.

Welches Foto gehörte dazu? Wer war dabei? Was wurde genau gesagt? Warum wurde etwas anders ausgeführt? WhatsApp-Videos werden angeschaut, pausiert, daraus Screenshots gemacht und das, was dort gesagt wurde, nochmal abgetippt.

Genau diese zweite Arbeit möchte ich vermeiden.

Ich möchte, dass Informationen direkt dort entstehen, wo auch die Arbeit passiert.

Was draußen passiert, sollte möglichst auch draußen erledigt sein.

Mein größtes Ziel ist aber noch etwas anderes:

Ich möchte den Leuten, die abends nach der Baustelle ihre zweite Schicht anfangen, ein Stück Feierabend zurückgeben.

Wenn das am Ende 20 oder 30 Minuten am Tag sind, die jemand früher bei seiner Familie ist oder sich mit Freunden zum Spiel treffen kann, ohne die erste Halbzeit zu verpassen, dann haben wir etwas richtig gemacht.

Für mich ist Zeitersparnis deshalb nicht nur eine Zahl. Sie ist Lebenszeit.

Foto aufnehmen und die Situation per Sprache erklären. Warum war Ihnen eine möglichst einfache Bedienung besonders wichtig?

Weil der Handwerker nicht auf der Baustelle ist, um Software zu bedienen.

Das klingt banal, wird bei Software aber erstaunlich oft vergessen.

Der Mitarbeiter hat Werkzeug in der Hand, arbeitet unter Zeitdruck und soll seinen eigentlichen Ablauf möglichst nicht unterbrechen.

Deshalb habe ich mich nicht gefragt:

„Welche Funktionen können wir noch einbauen?“

Sondern:

„Was kann ich alles weglassen, um Zeit zu sparen und trotzdem genug Informationen zu erfassen?“

Foto aufnehmen. Kurz sagen, was passiert ist. Fertig.

Was danach technisch im Hintergrund passiert, kann durchaus komplex sein. Aber das ist mein Problem.

Nicht das des Handwerkers.

Ich möchte nicht, dass der Handwerker für unsere Software arbeitet.

Unsere Software soll für den Handwerker arbeiten.

Baubeweis richtet sich gezielt an Handwerksbetriebe. Welche Anforderungen dieser Zielgruppe werden von bestehenden digitalen Lösungen aus Ihrer Sicht noch nicht ausreichend erfüllt?

Ich habe meine Sicht darauf ja schon beschrieben: Ich glaube eher an fokussierte Werkzeuge als an die eierlegende Wollmilchsau.

Für mich ist deshalb weniger entscheidend, wie viele Funktionen eine Software hat, sondern wie gut sie in den echten Arbeitsalltag eines Handwerksbetriebs passt.

Draußen gelten andere Bedingungen als am Schreibtisch. Zeitdruck, Lärm, Handschuhe, wechselnde Baustellen, teilweise schlechtes Netz und vor allem Mitarbeiter, die ihre eigentliche Arbeit machen wollen.

Eine Lösung muss sich daran anpassen.

Sie muss schnell funktionieren, darf den Arbeitsablauf nicht unnötig unterbrechen und sollte dem Mitarbeiter nicht das Gefühl geben, dass Digitalisierung vor allem mehr Kontrolle bedeutet.

Wenn die Leute draußen das Werkzeug nicht annehmen, kann die Software im Büro noch so gut aussehen. Dann funktioniert die Digitalisierung am Ende trotzdem nicht.

Genau da sehe ich noch viel Potenzial: nicht unbedingt noch mehr Funktionen, sondern Lösungen, die konsequenter aus der Realität der Menschen gebaut werden, die sie jeden Tag benutzen.

Zusatzleistungen führen auf Baustellen häufig zu späteren Diskussionen. Wie hilft Baubeweis dabei, solche Leistungen nachvollziehbar festzuhalten und abzurechnen?

Der wichtigste Punkt ist für mich, dass die Zusatzleistung direkt festgehalten wird, wenn sie entsteht oder besprochen wird.

Wenn der Kunde zum Beispiel zusätzliche Arbeiten möchte, kann der Mitarbeiter einfach kurz einsprechen, was gewünscht ist. Wenn es sinnvoll ist, kann er zusätzlich ein Foto machen. Aber er muss natürlich nichts fotografieren, was noch gar nicht ausgeführt wurde.

Der Chef bekommt die Information direkt und kann anschließend eine Freigabe durch den Kunden anfordern. Dabei ist es egal, ob der Kunde gerade vor Ort ist oder die Anfrage später über einen Link bestätigt.

Damit muss der Betrieb nicht Tage später aus Erinnerung, WhatsApp-Nachrichten und einzelnen Fotos zusammensuchen, was eigentlich besprochen oder zusätzlich beauftragt wurde.

Und wir gehen bewusst noch einen Schritt weiter: Die erfassten Zusatzleistungen können für die spätere Abrechnung vorbereitet und exportiert werden.

Baubeweis ersetzt damit keine vollständige kaufmännische Abrechnungslösung. Aber die Informationen, die dafür gebraucht werden, liegen bereits strukturiert vor und müssen nicht erst wieder zusammengesucht werden.

Mein Grundsatz ist:

Nicht später erinnern. Direkt festhalten.

Was unterscheidet Baubeweis von einem klassischen digitalen Bautagebuch oder der Dokumentation über Fotos und Messenger?

Ein Foto allein ist erstmal nur ein Foto.

Und Messenger lösen das Problem meiner Meinung nach auch nur teilweise. Dann liegt die Information zwar digital vor, aber irgendwo zwischen privaten Bildern, Gruppenchats und fünfzig anderen Nachrichten.

Baubeweis ist davon komplett losgelöst.

Die Baustellendokumentation landet nicht in der privaten Fotogalerie und nicht zwischen normalen Messenger-Chats, sondern direkt im richtigen Projekt und im richtigen Baustellenkontext.

Dort gehören Foto, Beschreibung und weitere Informationen zusammen.

Und genau da geht Baubeweis für mich über ein klassisches digitales Bautagebuch hinaus.

Je nachdem, was der Betrieb benötigt, werden aus diesen Informationen Berichte automatisch erstellt und können direkt im richtigen Ordner in Google Drive landen, wo sie weiterverarbeitet werden.

Im Idealfall passiert das, während derjenige längst im Auto auf dem Heimweg sitzt.

Ohne dass er sich abends nochmal hinsetzen und irgendetwas zusammensuchen muss.

Der Unterschied ist deshalb für mich nicht einfach nur „digital statt analog“.

Es geht darum, aus einzelnen Baustelleninformationen einen durchgängigen Prozess zu machen.

Erfassen, strukturieren, Bericht erstellen, ablegen, weiterarbeiten.

Der Handwerker draußen soll möglichst wenig eingeben müssen, und der Chef drinnen möglichst wenig nacharbeiten.

Verlässliche Nachweise sind auf Baustellen entscheidend. Wie stellen Sie sicher, dass dokumentierte Informationen später nachvollziehbar bleiben?

Bei dem Thema bin ich bewusst vorsichtig.

Ich verwende zum Beispiel nicht den Begriff „rechtssicher“. Wer verspricht, mit seiner Software sei etwas zu hundert Prozent rechtssicher, lehnt sich nach meinem Empfinden ziemlich weit aus dem Fenster.

Eine hundertprozentige Rechtssicherheit kann meiner Meinung nach niemand seriös garantieren.

Vielleicht mache ich es mir damit im Marketing sogar etwas schwerer. „Rechtssicher“ klingt natürlich gut und ist wahrscheinlich für viele ein Kaufargument.

Aber ich bin lieber ehrlich.

Ich kann niemandem versprechen, dass es nie Streit gibt oder dass ein Eintrag automatisch entscheidet, wer Recht bekommt.

Mein Anspruch ist ein anderer: Die Situation möglichst genau dann festzuhalten, wenn sie entsteht, und nicht erst abends oder Tage später aus der Erinnerung heraus.

Bei Baubeweis entsteht die Dokumentation direkt auf der Baustelle. Fotos werden direkt in Baubeweis aufgenommen. Es können nicht einfach irgendwelche Bilder aus der privaten Galerie hochgeladen werden, die vielleicht schon mehrere Tage alt sind und bei denen später niemand mehr genau weiß, wann und in welchem Zusammenhang sie entstanden sind.

Die Dokumentation entsteht live.

Foto, Zeitpunkt, Beschreibung und Baustellenbezug gehören direkt zusammen. Auch Vorschäden können so unmittelbar dokumentiert werden, bevor später überhaupt die Frage entsteht, wann ein Schaden vorhanden war oder entstanden ist.

Wenn der Chef es für sinnvoll hält, kann er zusätzlich eine Bestätigung durch den Kunden anfordern, ähnlich wie bei Zusatzleistungen. Ob er das möchte, entscheidet der Betrieb selbst.

Und auch danach ist die Nachvollziehbarkeit wichtig: Ein abgeschlossener Eintrag kann nicht einfach nachträglich verändert oder gelöscht werden.

Damit steht später im Zweifel nicht nur die Erinnerung des einen gegen die Erinnerung des anderen. Es gibt einen direkt auf der Baustelle entstandenen Eintrag mit Zeitpunkt, Baustellenbezug, Beschreibung und gegebenenfalls Foto oder Kundenbestätigung.

Mein Anspruch ist, aus einem möglichen „Aussage gegen Aussage“ eine möglichst gut nachvollziehbar dokumentierte Situation zu machen.

Nicht später rekonstruieren, was vielleicht gewesen ist.

Sondern direkt festhalten, was in diesem Moment auf der Baustelle passiert ist.

Viele Handwerker möchten möglichst wenig Zeit mit Büroarbeit verbringen. Wie überzeugen Sie Betriebe davon, einen weiteren digitalen Prozess in ihren Arbeitsalltag zu integrieren?

Indem es sich möglichst nicht wie ein weiterer digitaler Prozess anfühlt.

Wenn ich einem Handwerker sage:

„Du hast jetzt noch eine App, hier sind zwölf Menüs und nächste Woche machen wir erstmal eine Schulung“,

dann habe ich das Problem wahrscheinlich nur verlagert.

Baubeweis soll nicht noch eine zusätzliche Aufgabe schaffen. Es soll Arbeit ersetzen, die heute sowieso gemacht werden muss. Nur schneller und im besten Fall ganz ohne zusätzliches Zutun.

Der Mitarbeiter hält die Information direkt auf der Baustelle fest, spricht kurz ein, was passiert ist, und arbeitet weiter.

Und das spart nicht nur dem Chef später Zeit.

Auch für den Mitarbeiter draußen kann schlechte oder unvollständige Dokumentation zusätzliche Arbeit bedeuten. Wenn der Chef abends noch Rückfragen hat, weil der Rundgang nicht vollständig verständlich war oder wichtige Infos fehlen, muss der Mitarbeiter wieder ans Handy, Dinge erklären oder nochmal nachdenken, was genau passiert ist.

Genau diese Schleifen möchte ich vermeiden.

Wenn Informationen direkt verständlich und vollständig genug erfasst werden, haben am Ende beide Seiten weniger Arbeit: der Handwerker draußen und der Chef im Büro.

Digitalisierung darf Papierkram nicht einfach digital machen.

Sie muss Arbeit verschwinden lassen.

Welche Rückmeldungen aus dem Handwerk beeinflussen die Weiterentwicklung von Baubeweis besonders?

Am wertvollsten ist für mich Feedback aus der echten Nutzung.

Ich bin Fußballer und habe selbst auf Baustellen gearbeitet. Ich arbeite am besten mit Leuten, die roh, direkt und ehrlich sagen, was Sache ist. Ohne Umwege.

Also nicht:

„Theoretisch wäre Funktion XY noch ganz interessant.“

Sondern eher:

„Der Prozess geht mir auf den Sack. Das muss einfacher gehen.“

Oder:

„Hier verliere ich jedes Mal Zeit.“

„Warum muss ich das zweimal machen?“

„Da muss ich einmal zu viel drücken.“

„Das versteht draußen keiner.“

Oder eben auch:

„Genau das erspart mir heute Abend Arbeit.“

Mit genau so einem Feedback kann ich arbeiten.

Ich will Baubeweis nicht am Schreibtisch perfektionieren und anschließend erklären, dass die Nutzer sich daran gewöhnen müssen.

Wenn ein Prozess draußen nicht funktioniert, müssen wir ihn besser machen.

Nicht der Handwerker.

Das ist eigentlich genau die Art von Rückmeldung, die ich mir wünsche: klar, direkt, ehrlich. Dann weiß ich, wo wir ranmüssen.

Welche Vision verfolgen Sie mit Baubeweis, und welche weiteren Entwicklungsschritte planen Sie für die Plattform?

Baubeweis soll vor allem eines bleiben: fokussiert und simpel.

Ich möchte daraus nicht irgendwann ein riesiges System machen, nur weil man technisch noch zwanzig weitere Funktionen hineinbauen könnte.

Natürlich werden wir Baubeweis weiter verbessern und gemeinsam mit den Betrieben schauen, wo noch unnötige Arbeit verschwinden kann.

Die größere Vision dahinter geht für mich aber über Baubeweis hinaus.

Ich glaube wie gesagt an einen Werkzeugkoffer aus einfachen, spezialisierten Werkzeugen, die jeweils einen echten Arbeitsprozess richtig lösen und dort zusammenspielen können, wo es sinnvoll ist.

Und jeder Betrieb nimmt sich aus diesem Werkzeugkoffer genau das, was zu ihm passt.

Nicht mehr. Nicht weniger.

Ich halte wenig davon, Software künstlich über Tarife zu deckeln und dem Nutzer trotzdem permanent alle Funktionen und Menüs zu zeigen, von denen er die Hälfte gar nicht verwenden kann.

Wenn ein Betrieb ein Werkzeug nicht braucht, dann muss es ihm auch nicht ständig im Weg stehen.

Einfach heißt für mich nicht, dass im Hintergrund wenig passiert. Einfach heißt, dass der Nutzer nur das sieht und benutzt, was er wirklich braucht.

Baubeweis ist für mich das erste Werkzeug nach diesem Prinzip.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die eine digitale Lösung für eine traditionelle Branche entwickeln möchten?

Erstens: Geh dahin, wo die Arbeit wirklich passiert.

Nicht nur am Schreibtisch überlegen, wie ein Prozess theoretisch aussehen könnte. Schau dir an, wie die Menschen tatsächlich arbeiten. Wo verlieren sie Zeit? Was nervt sie? Wo wird improvisiert?

Zweitens: Verlieb dich ins Problem, nicht in deine Funktionen.

Nur weil du etwas technisch bauen kannst, heißt das noch lange nicht, dass der Nutzer es braucht.

Manchmal ist die beste neue Funktion die, die du gar nicht einbaust.

Und drittens: Mach es dem Nutzer nicht schwerer, nur weil es für dich technisch einfacher ist.

Die Komplexität darf hinten liegen.

Vorne muss das Werkzeug funktionieren.

Gerade in traditionellen Branchen gewinnt meiner Meinung nach nicht unbedingt die Lösung mit den meisten Funktionen.

Es gewinnt die, die sich am besten in die echte Arbeit einfügt und den Menschen möglichst wenig im Weg steht.

Fotocredits: Baubeweis

Wir bedanken uns bei Matthias Pötschke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

VREY: Wie das Startup Solarstrom im Mehrfamilienhaus für Mieter und Eigentümer nutzbar macht

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VREY: Solarstrom im Mehrfamilienhaus neu gedacht Julius Pahmeier

VREY macht das Mehrfamilienhaus zum aktiven Teil der Energiewende und ermöglicht Eigentümern, selbst erzeugten Solarstrom direkt an ihre Mieter zu verkaufen.

Können Sie VREY kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee zur Gründung des Unternehmens entstanden ist?

Bei VREY bauen wir das EnergyOS für Mehrfamilienhäuser: die integrierte Plattform für die Energieversorgung. Wir ermöglichen Eigentümern von Mehrfamilienhäusern erstmals, ihren selbst erzeugten Solarstrom direkt an ihre Mieter zu verkaufen, ohne selbst zum Energieversorger zu werden. Für die Eigentümer bedeutet das Mehreinnahmen und eine Wertsteigerung der Immobilie, für die Mieter eine niedrigere Stromrechnung. Messung und Abrechnung übernehmen wir vollständig – dank eines integrierten Angebots aus Smart Metering und eigener Software.

Wir haben nicht mit einem Produkt angefangen, sondern mit der Frage, wo in der europäischen Energiewende die größte unbearbeitete Lücke liegt. Die Antwort war eindeutig: Mehrfamilienhäuser sind weiterhin das schwarze Loch der Energiewende. Unter ein Prozent Solardurchdringung, unter zwei Prozent Smart Metering, kaum Flexibilität oder intelligentes Energiemanagement. Gleichzeitig lebt über die Hälfte der Menschen in Deutschland in diesen Gebäuden. Unsere Einschätzung: Was fehlt, ist nicht die Technik, sondern ein System, das diesen Wandel wirtschaftlich und operativ beherrschbar macht. Das ändern wir jetzt.

Herr Pahmeier, Sie haben nach Ihrem Master in Innovation & Entrepreneurship an der ESADE VREY gegründet. Welche Erfahrungen aus dieser Zeit haben Sie auf Ihrem Gründungsweg besonders geprägt?

Die Hürde für Entrepreneurship ist in Europa für Menschen in ihren Zwanzigern weiterhin hoch. Aus meiner Sicht ist sie jedoch weniger fachlich als mental: Wir haben viele brillante, sehr gut ausgebildete Leute. Es braucht allerdings ein erhebliches Maß an Mut, den Schritt in die Selbstständigkeit tatsächlich zu gehen, statt ihn auf später zu verschieben.

Für mich war zu Studienbeginn nicht die Frage, ob ich gründe, sondern wann. Was das MIE-Programm dazu beigetragen hat, war weniger Wissen als Mut. Im täglichen Austausch mit anderen Gründern und im Zuspruch der Professoren – viele von ihnen selbst Business Angels – wirkte die Selbstständigkeit nicht mehr wie ein unkalkulierbares Risiko, sondern wie der Weg mit dem größten persönlichen Wachstum. Wenn man in zehn Jahren der bestmögliche Entrepreneur sein möchte, ist der einzig richtige Schritt: heute anfangen. Daher habe ich mir an der ESADE das schriftlich gegeben: einen Vertrag mit mir selbst, dass ich mich nach dem Master selbstständig mache. Komme, was wolle.

Welche Vision verfolgen Sie mit VREY, und wie möchten Sie die Energiewende im Bereich der Mehrfamilienhäuser vorantreiben?

Für unsere Gesellschaft ist es elementar, dass wir möglichst schnell günstige und saubere Energie bereitstellen. Sie ist das Fundament für unsere Klimaziele; aber auch für ein wirtschaftlich starkes Europa und für das KI-Zeitalter, das ohne bezahlbaren Strom nicht stattfinden wird.

Mehrfamilienhäuser werden dabei bis heute kaum mitgedacht, obwohl dort enorme Kapazitäten liegen: Dachflächen für die Erzeugung und eine rasant wachsende Flexibilität in den Haushalten durch Elektromobilität, Speicher und Wärmepumpen. Beides bleibt aktuell fast vollständig ungenutzt.

Genau hier setzt unsere Vision an. VREY liefert sowohl die Infrastruktur – Messtechnik und Steuerboxen – als auch die Software, um Schritt für Schritt die notwendige Intelligenz in diese Gebäude zu bringen und sie in ein integriertes Stromsystem einzubinden. Das Ziel ist ein Verbrauch, der sich, wo möglich, an der erneuerbaren Erzeugung orientiert. Das ist es, was wir mit dem EnergyOS für das Mehrfamilienhaus meinen.

Warum galten Mehrfamilienhäuser lange als einer der schwierigsten Bereiche der Solarwende, und welche Probleme löst VREY konkret?

Die häufigste Reaktion war jahrelang: „Das ist mir zu komplex.“ Und das war nachvollziehbar. Im bisherigen Betriebsmodell, dem klassischen Mieterstrom, wird der Eigentümer zum Vollversorger seiner Mieter. Damit übernimmt er umfassende Lieferantenpflichten – Meldepflichten, Haftung, die Beschaffung des Reststroms. Das ist für niemanden attraktiv, der eigentlich Immobilien bewirtschaftet. Hinzu kommt: Vollversorgung bedeutet für die Mieter einen Lieferantenwechsel. Entsprechend fallen Teilnahmequoten und Akzeptanz im klassischen Mieterstrom oft gering aus.

Wir haben uns deshalb auf das neue Modell spezialisiert: die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung nach §42b EnWG. Dort entfallen die Vollversorgerpflichten ausdrücklich. Der Reststrom – wenn keine Sonne scheint oder der Speicher leer ist – kommt weiterhin vom bestehenden Stromlieferanten, den die Mieter frei wählen. Das macht das Modell für alle Beteiligten transparent: Eigentümer verkaufen ihren Solarstrom zu einem festen Preis an die Mieter, zum Beispiel 20 Prozent unter dem üblichen Strompreis, und refinanzieren damit die Anlage. Die Mieter sparen mit der ersten Kilowattstunde Solarstrom Geld.

Die Regulierung hat damit die eine zentrale Hürde beseitigt. Jedoch bleibt ohne VREY die operative Komplexität. Es muss viertelstündlich für jede einzelne Wohneinheit ermittelt werden, welcher Anteil des Stroms vom Dach kommt und welcher aus dem Netz. Das ist ohne Smart Metering und eigene Software nicht abbildbar. Mehrere Dienstleister schaffen aber Komplexität und unnötige Kosten. Genau das ist unsere Aufgabe: Wir übernehmen Messung, Visualisierung und Abrechnung vollständig, sodass für den Eigentümer eine Lösung aus einer Hand bleibt.

An welche Zielgruppen richtet sich VREY hauptsächlich, und welche Vorteile bietet Ihre Lösung für Eigentümer sowie für Mieter?

VREY richtet sich an Eigentümer von Mehrfamilienhäusern: von der privaten Vermieterin bis zum börsennotierten Immobilienunternehmen. Die Motive unterscheiden sich dabei deutlich. Größere Bestandshalter und Projektentwickler handeln oft aufgrund ordnungspolitischer Vorgaben, etwa der in mehreren Bundesländern geltenden Pflicht zur Installation von Photovoltaik bei einer Dachsanierung. Wohnungsbaugenossenschaften wollen vor allem günstigen Solarstrom für ihre Mitglieder bereitstellen. Private Vermieter wollen das Renditepotenzial ihrer Gebäude ausschöpfen.

Für alle Gruppen entsteht derselbe wirtschaftliche Nutzen: zusätzliche Einnahmen aus dem Solarstromverkauf, und das bei minimalem eigenen Aufwand. Bei einem klassischen Mehrparteienhaus mit acht bis zehn Wohneinheiten ist nach Abzug aller Kosten mit 5.000 bis 6.000 Euro zusätzlichem Cashflow pro Jahr zu rechnen. Bei den aktuell attraktiven Preisen für Photovoltaik und Speicher liegt die Eigenkapitalrendite in der Regel im zweistelligen Prozentbereich. Hinzu kommt der zweite Effekt: Modernisierung und höherer freier Cashflow steigern nach dem Ertragswertverfahren den Wert der Immobilie selbst.

Die Mieter beziehen den Solarstrom etwa 20 Prozent unter dem üblichen Strompreis – ohne eigene Investition und ohne Verpflichtung. Die Teilnahme ist freiwillig, und für den Reststrom wählen sie ihren Anbieter weiterhin frei. Es ist eines der wenigen Modelle, in dem Eigentümer und Mieter gleichzeitig profitieren..

VREY begleitet den gesamten Prozess von der Planung bis zur Abrechnung. Was macht dieses integrierte Modell aus Ihrer Sicht besonders?

Der sichtbare Teil eines Projekts ist die Solaranlage auf dem Dach. Der schwierige Teil kommt im Mehrfamilienhaus jedoch oft danach.

Die Kernherausforderung liegt in der Messinfrastruktur und im laufenden Betrieb: Der Strom einer einzigen Solaranlage muss auf teilweise über 30 Wohneinheiten aufgeteilt werden. Das erfordert hochkomplexe operative Prozesse, insbesondere im Messstellenbetrieb. Üblicherweise sind mehrere Unternehmen pro Projekt involviert: Installationsbetrieb, Messstellenbetreiber, Abrechnungsdienstleister. Die Schnittstellen zwischen den Parteien erzeugen schnell Probleme, unklare Verantwortlichkeiten und hohe Kosten.

Entscheidend ist deshalb, wer den Messstellenbetrieb übernimmt, denn dort entstehen die Energiedaten. Weil wir selbst zertifizierter Messstellenbetreiber sind, liegen diese Daten bei uns. Wir nutzen sie direkt für die Abrechnung – und zeitnah auch für die Optimierung innerhalb des Gebäudes. Es gibt keine unnötigen Übergaben an Dritte, kein Warten auf fremde Messwerte, keine Abweichungen zwischen Messung und Rechnung.

Für den Kunden ist das Ergebnis eine vollständige Lösung aus einer Hand: minimaler eigener Aufwand und, dank dieser Synergien, das wirtschaftlich attraktivste Gesamtpaket. Zusätzlich können wir Projekte beschleunigen, weil wir als Messstellenbetreiber direkt mit den Verteilnetzbetreibern und Lieferanten in den Austausch gehen. Genau darauf kommt es an: Unsere Kunden wollen eine profitable Lösung, die die nächsten 20 bis 30 Jahre möglichst geräuschlos durchläuft.

Neue gesetzliche Rahmenbedingungen eröffnen neue Möglichkeiten für gemeinschaftlich genutzten Solarstrom. Welche Bedeutung haben diese Veränderungen für Ihr Geschäftsmodell?

Die Einführung der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung im Jahr 2024 war für unser Segment die entscheidende Veränderung – sie hat den Markt in dieser Form überhaupt erst geschaffen. Eigentümer können ihren Solarstrom seitdem bürokratiearm an ihre Mieter verkaufen, weil die Lieferanten- und regulatorischen Haftungspflichten größtenteils entfallen.

Genauso wichtig ist aber die übergreifende Dynamik dahinter. Neben der GGV kommen der verpflichtende Smart-Meter-Rollout, die Steuerbarkeit von Wärmepumpen und Wallboxen nach §14a EnWG und dynamische Stromtarife. Für uns ist das kein Risiko, sondern der Kern unserer Strategie: Wer Messinfrastruktur und Software selbst betreibt, kann jede dieser Änderungen im bestehenden Gebäudebestand abbilden. Wir sind der Partner für Kunden, welcher die attraktivsten Geschäftsmodelle ermöglicht und regulatorische Kopfschmerzen fernhält.

Am Horizont ist Energy Sharing besonders vielversprechend, weil es den Verkauf von Energie über die Gebäudegrenze hinaus ermöglicht (also auch an Nachbarn). Hier sind allerdings noch einige prozessuale und regulatorische Fragen zu klären, bevor das Modell für den Massenmarkt taugt. Wir beobachten das sehr genau und prüfen erste Piloten.

VREY ist bereits in mehr als 200 Gebäuden in allen 16 Bundesländern aktiv. Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Skalierung eines ClimateTech-Unternehmens?

Unsere Lösung – typisch für ClimateTech – skaliert nicht wie ein klassisches SaaS-Unternehmen. Jedes Gebäude ist ein physisches Projekt mit eigenem Zählerschrank, eigener Netzanmeldung und eigener Mieterstruktur. Drei Dinge sind dabei die eigentliche Arbeit:

Erstens die föderale Struktur: In Deutschland gibt es über 800 Verteilnetzbetreiber, jeder mit eigenen Anforderungen, Formularen, Fristen und Auslegungen. In allen 16 Bundesländern aktiv zu sein bedeutet deshalb hunderte zu beachtende Varianten. Die Aufgabe ist, trotz dieser Varianz zu standardisieren.

Zweitens der Hardware-Rollout: Damit möglichst viele Haushalte schnell und effizient mit der erforderlichen Smart-Meter-Messtechnik ausgestattet werden, arbeiten wir intensiv an internen digitalen Anwendungen. Der zertifizierte Messstellenbetrieb ist operativ der anspruchsvollste Teil unseres Geschäfts – und gleichzeitig derjenige, der über unsere Geschwindigkeit entscheidet. Für VREY und den Smart-Meter-Rollout im Mehrfamilienhaus.

Drittens die Softwaretiefe: Die viertelstündliche Zuordnung von Solar- und Netzstrom für jede einzelne Wohneinheit ist hochkomplex und erst der Anfang. Der regulatorische Rahmen verändert sich fortlaufend, und jede Änderung muss im gesamten Bestand abgebildet werden. Das erfordert eine kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Software.

Vor Kurzem haben Sie eine Seed-Finanzierungsrunde über 3,3 Millionen Euro abgeschlossen. Welche nächsten Entwicklungsschritte und Wachstumsziele möchten Sie mit diesem Kapital umsetzen?

Wir erfahren derzeit eine sehr starke Nachfrage nach unserem Produkt; das Modell nimmt gerade deutlich Fahrt auf. Entsprechend geht es jetzt darum, die Systeme und Prozesse zu schaffen, um in den nächsten zwölf Monaten auf über 10.000 Einheiten zu wachsen.

Der Hebel und strategische Fokus liegt daher auf unserem Operational Excellence Modell. Das bedeutet konkret: Automatisierungen und AI, wo sinnvoll. Digitale Prozesse im Messstellenbetrieb und im laufenden Betrieb sind entscheidend dafür, dass jedes zusätzliche Gebäude uns weniger Aufwand kostet als das vorherige. Parallel bauen wir das Team gezielt mit ausgezeichneten Leuten in den Bereichen Commercial, Energy Operations und Produkt aus.

Der zweite Teil ist die Produktentwicklung. Wie angesprochen stehen viele regulatorische Änderungen an: Steuerbarkeit von Wärmepumpen und Wallboxen nach §14a EnWG, Direktvermarktung und die Einbindung von dynamischen Stromtarifen. Diese Themen hängen unmittelbar zusammen, und wir setzen strategisch bewusst auf diese Abhängigkeiten: Als zertifizierter Messstellenbetreiber stellen wir mit Smart Metern und CLS-Steuerboxen genau die Infrastruktur bereit, die für all diese Anwendungsfälle die Voraussetzung ist. Der nächste logische Schritt ist die Intelligenz: ein umfassendes Energiemanagement dediziert für das Mehrfamilienhaus.

Welche Rolle spielen europäische Hochschulen und Entrepreneurship-Programme heute bei der Entstehung innovativer Startups, und wie hat Sie die ESADE auf die Gründung vorbereitet?

Hochschulen schaffen vor allem Ökosysteme: Zugang zu Investoren, Sparringspartner, erste Mitarbeitende – und Klarheit im Denken. Für mich war der letzte Punkt der wichtigste.

Die Entrepreneurship-Kurse an der ESADE haben mir geholfen, stringent über Geschäftsmodelle und die konkrete Value Proposition nachzudenken und den Prozess der Ideenfindung systematisch anzugehen. Das war elementar, denn in dieser Phase sterben weiterhin die meisten Startups. Sie arbeiten an einer Lösung für ein Problem, für das niemand bereit ist zu zahlen. Durch viel Exploration schon während dem Studium an der ESADE konnte ich diesen Fallstrick mit VREY vermeiden.

Wie sehen Sie die Zukunft der dezentralen Energieversorgung, und welche Rolle soll VREY dabei langfristig übernehmen?

Das Energiesystem verschiebt sich von einer zentralen Struktur mit wenigen großen Kraftwerken zu einer dezentralen aus Millionen kleiner, steuerbarer Einheiten. Die meisten davon stehen in Wohngebäuden.

Jedes Mehrfamilienhaus wird eine Solaranlage haben, eine Wärmepumpe und mehrere E-Autos, deren Batterien zugleich Speicher sind. Das ist nur eine Frage der Zeit. Unsere Infrastruktur ist auf diesen Schritt aber noch nicht ausgelegt.

Entweder man baut das Netz aus – teuer und langsam – oder man verschiebt Lasten intelligent. Steuerbarkeit wird deshalb zur Voraussetzung dafür, dass E-Mobilität und Wärmepumpen im Mehrfamilienhaus überhaupt funktionieren.

Genau da sehen wir unsere Rolle. Wir sind mit Messtechnik und Abrechnung ohnehin im Gebäude -die Intelligenz obendrauf ist der nächste logische Schritt. Das ist das EnergyOS: die sinnvolle Orchestrierung aller Strom- und Geldflüsse im Mehrfamilienhaus.

Wofür das Ganze: Europa braucht Energie im Überfluss. Für KI-Rechenzentren, für eine wettbewerbsfähige Industrie, für unsere Klimaziele.

Und ein erheblicher Teil davon wird in den Häusern entstehen, in denen Menschen ohnehin wohnen. Millionen Gebäude, die heute nichts davon tun. Wir arbeiten sehr hart daran, dass sich das schnell ändert.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die mit innovativen Lösungen einen Beitrag zur Energiewende leisten möchten?

  1. Finde ein Kundenproblem und fang früh an zu verkaufen: Bevor man teure Ressourcen bindet – Entwickler, aber vor allem Gründerzeit – muss man sich sicher sein, dass das Problem real ist. Diese Sicherheit bekommt man nur an einer Stelle: im Verkaufsgespräch. Wer ständig verkauft, hört, was die Kunden wirklich beschäftigt. Das ist das A und O.
  2. Es ist ein People Business: Mein Co-Founder Cedric und ich sind selbst die größten Engpässe im Unternehmen, ohne das zu wollen. Deshalb brauchen wir herausragende Leute, um unserer Ambition auch nur ansatzweise gerecht zu werden. Eine Kultur, in der man sich blind vertrauen kann, weil alle stark sind, ist gleichzeitig das Beste für die persönliche Entwicklung, macht am meisten Spaß und maximiert die Erfolgsaussichten.
  3. Baue dein Entscheidungsmodell, der Rest ist „learning by doing“: Man braucht sauberes First-Principle-Denken und einige grundlegende Mechanismen, um schnell gute Entscheidungen zu treffen. Alles andere ist zu 95 Prozent Learning by Doing: Probleme identifizieren, priorisieren, pragmatisch lösen.

Fotocredits: VREY

Wir bedanken uns bei Julius Pahmeier für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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