Freitag, Juli 17, 2026
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Was passiert mit Kleidung, die niemand mehr trägt?

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Sacred Valley Tech mit KI für Kreislaufwirtschaft Founder Foto

Sacred Valley Tech entwickelt mit KI und Kreislaufwirtschaft eine Plattform, die Kleidung länger nutzbar macht und nachhaltige Mode neu denkt

Wie ist die Idee zu Sacred Valley Tech entstanden und wer steckt hinter dem Unternehmen?

Sacred Valley Tech entstand aus einer Erkenntnis, die mein Mitgründer Luca und ich gewannen, als wir eine nachhaltige Alpaka-Modemarke mit Ursprung in Peru aufbauten. Wir erkannten schnell, dass eine weitere „nachhaltige Marke“ nichts Grundlegendes verändern würde. Die eigentliche Chance – und die eigentliche Verantwortung – lag darin, die Infrastruktur zu schaffen, die bestehenden Modemarken den Weg in die Kreislaufwirtschaft ermöglicht. Statt das Problem zu vergrößern, wollten wir das System selbst reparieren.

Paolo, welche Erfahrungen aus der Arbeit in Textilfabriken haben eure Sicht auf die Modeindustrie besonders geprägt?

Die schiere Menge an Abfall, die in der Produktion anfällt, war für mich ein Wendepunkt – nicht nur Textilabfälle, sondern auch Plastiktüten, Etiketten und kleine Metallteile, alles in großem Maßstab entsorgt. Was mich am meisten getroffen hat: Das waren vergleichsweise regulierte Fabriken. Der Gedanke, was in weniger regulierten Produktionsstätten im Globalen Süden passiert, ließ das Ausmaß des Problems unübersehbar werden. Und er machte eines glasklar: Es gibt bereits mehr als genug Kleidung auf der Welt. Das Problem ist nicht die Produktion – es ist die Zirkulation.

Warum war euch wichtig, mit Sacred Valley Tech nicht neue Kleidung, sondern die längere Nutzung bestehender Kleidung in den Fokus zu stellen?

Wir sind überzeugt: Das nachhaltigste Kleidungsstück ist schlicht das, das am längsten hält. Die Kleiderschränke, Lagerhäuser und Ladenregale der Welt sind bereits voll. Wir können das Kaufverhalten der Menschen vielleicht nicht von heute auf morgen ändern – aber wir können ihnen helfen, das Maximum aus dem herauszuholen, was sie bereits besitzen. Und wenn ein Kleidungsstück sein Leben als tragbares Objekt wirklich beendet hat, soll es als Rohstoff in die Kreislaufwirtschaft zurückfließen – und nicht auf der Deponie landen.

Wie funktioniert Sally konkret und welche Rolle spielt künstliche Intelligenz dabei?

Sally ist eine All-in-One-Plattform, die Verbraucherinnen und Verbrauchern alle Wege der Kreislaufwirtschaft für ihre Kleidungsstücke eröffnet – Tauschen, Weiterverkaufen, Reparieren, Upcycling, Recycling oder Spenden. Unsere KI macht diesen Prozess schnell und reibungslos: Sie analysiert Kleidungsstücke, füllt automatisch Inseratdaten aus, erstellt Stilvorschläge und gibt personalisierte Empfehlungen basierend auf den Bedürfnissen der Nutzenden. Wir starten mit dem Fokus auf die Tauschfunktion und werden nach und nach alle weiteren Kreislauf-Services einführen.

Welche Probleme der Modeindustrie wollt ihr mit eurem Ansatz langfristig lösen?

Wir wollen Kreislaufwirtschaft mühelos für Konsumentinnen und Konsumenten machen – und profitabel für Marken. Denn beides ist sie aktuell nicht. Nachhaltigkeit in der Mode scheitert, weil sie zu viel von Menschen verlangt: Sie ist langsam, kompliziert und wenig intuitiv. Gleichzeitig haben Marken kaum einen Anreiz zur Veränderung, da ihr Geschäftsmodell vollständig auf dem Erstverkauf basiert. Unsere Vision ist es, After-Sales-Services als echten Umsatzkanal für Marken zu erschließen – sodass langlebige Produkte nicht nur die ethische, sondern auch die wirtschaftlich rationale Wahl werden. Wenn Nachhaltigkeit geschäftlich Sinn ergibt, verändert sich die gesamte Branche.

An welche Zielgruppen richtet sich eure Plattform aktuell besonders?

Wir starten mit Menschen, die bereits nachhaltigkeitsorientiert handeln – Secondhand-Käuferinnen und -Käufer, Vintage-Liebhaber, Menschen mit einer Reparatur- und Tauschkultur. Sie sind unsere Early Adopters und der Kern unserer Community. Unser langfristiges Ziel ist es, in der Breite anzukommen: eine Plattform zu bauen, die so bequem und attraktiv ist, dass nachhaltige Entscheidungen zur Selbstverständlichkeit werden – nicht nur für die bereits Überzeugten.

Was unterscheidet Sacred Valley Tech von anderen Circular-Fashion- oder Secondhand-Plattformen?

Drei Dinge: unser hyperlokaler Ansatz, unser Community-first-Design und die Tatsache, dass wir die einzige All-in-One-Plattform aufbauen, die alle Kreislaufwege abdeckt. Das Ökosystem der Kreislaufmode ist heute stark fragmentiert – Marktplätze, Altkleidercontainer, Reparaturwerkstätten, Tauschveranstaltungen und Recyclinganlagen funktionieren alle isoliert voneinander. Sally verbindet all das an einem Ort und macht die Kreislaufwirtschaft damit erstmals wirklich zugänglich.

Wie schwierig ist es, Menschen dazu zu bewegen, Kleidung bewusster weiterzugeben, zu reparieren oder zu recyceln?

Es ist schwierig, wenn Menschen keinen klaren persönlichen Nutzen erkennen. „Das Richtige zu tun“ motiviert manche – aber es reicht nicht aus, um einen echten Wandel im Massenverhalten auszulösen. Unsere These ist einfach: Wenn die nachhaltige Option genauso einfach, schnell und befriedigend ist wie die nicht-nachhaltige, wird sie zur naheliegenden Wahl. Wir verlangen von den Menschen nicht, Komfort für ihr Gewissen zu opfern – wir bauen ein Produkt, bei dem beides dasselbe ist.

Welche Erfahrungen macht ihr aktuell mit den ersten Beta-Nutzern in Köln?

Die wichtigste Erkenntnis aus unserem Beta-Test in Köln ist, wie viel Reibung zwischen guten Absichten und tatsächlichem Handeln steckt. Die Menschen wollen etwas mit ihrer ungenutzten Kleidung tun – aber sobald es sich nach Arbeit anfühlt, tun sie es nicht. Was wir beobachten: Kleine, KI-gestützte Vereinfachungen – wie die automatische Analyse eines Kleidungsstücks und das automatische Ausfüllen der Inseratdaten – verändern diese Gleichung spürbar. Nutzende, die eine Jacke sonst in einen Spendencontainer geworfen hätten, tauschen sie stattdessen über Sally – weil das der Weg des geringsten Widerstands ist. Es sind noch frühe Tage, aber es bestätigt bereits unsere Kernüberzeugung: Wenn Kreislaufwirtschaft mühelos ist, entscheiden sich Menschen dafür.

Welche Bedeutung haben digitale Produktpässe und KI aus eurer Sicht für die Zukunft der Modebranche?

Digitale Produktpässe sind aus unserer Sicht die transformativste Innovation, die auf die Modeindustrie zukommt. Die Möglichkeit, die vollständige Geschichte eines Kleidungsstücks – Materialien, Herkunft, Reparaturen, Besitzverhältnisse – in einem digitalen Zwilling zu speichern, der über den gesamten Lebenszyklus hinweg nachverfolgt und aktualisiert werden kann, wird völlig neue Geschäftsmodelle, Technologien und regulatorische Möglichkeiten eröffnen, die bisher schlicht nicht realisierbar waren. KI beweist unterdessen bereits ihren Wert bei konkreten operativen Herausforderungen: Größengenauigkeit, Recycling-Sortierung und Bestandsmanagement. Gemeinsam werden diese beiden Technologien grundlegend verändern, wie die Modeindustrie funktioniert.

Gab es einen Moment, in dem euch klar wurde, dass aus eurer Idee ein skalierbares Unternehmen entstehen könnte?

Als wir feststellten, dass nahezu alle Menschen, mit denen wir sprachen – unabhängig von Hintergrund oder Alter – exakt dasselbe Problem hatten: Kleidungsstücke im Schrank, die sie kaum oder gar nicht mehr tragen, ohne einen offensichtlichen oder bequemen Weg, etwas Sinnvolles damit anzufangen. Dieser nahezu universelle Schmerzpunkt, verbunden mit der konstanten Frustration über bestehende Wiederverkaufsplattformen und Spendenoptionen, die sich wie Aufwand anfühlen, bestätigte unsere Hypothese. Nachhaltigkeit scheiterte nicht daran, dass Menschen es nicht wollten – sondern daran, dass die Erfahrung kaputt war. Das ist ein lösbares Problem. Und ein großes.

Welche nächsten Schritte plant ihr nach dem offiziellen Launch von Sacred Valley Tech?

Nach dem Launch werden wir uns darauf konzentrieren, Sallys vollständiges Feature-Set fertigzustellen, damit sie ihr All-in-One-Versprechen wirklich einlöst. Parallel dazu beginnen wir mit dem Aufbau unserer Infrastruktur für Digitale Produktpässe – damit Modemarken direkt auf unserer Plattform partizipieren, After-Sales-Services monetarisieren und über den gesamten Lebenszyklus eines Kleidungsstücks hinweg eine tiefere Beziehung zu ihren Kundinnen und Kunden aufbauen können.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Die Nutzerin, der Nutzer ist alles. Hört konstant zu, beobachtet genau und baut das, was Menschen wirklich brauchen – nicht das, was ihr annehmt, dass sie brauchen. Zweitens: Habt keine Angst vor dem Pivot. Die eigene Idee zu verfeinern oder grundlegend zu verändern ist kein Scheitern – es ist der Weg zum richtigen Fit. Wir haben es selbst erlebt. Drittens: Ablehnung gehört dazu. Von hundert Gesprächen werdet ihr neunundneunzig Mal Nein hören – von Menschen, die nicht an euer Produkt, eure Vision oder euer Potenzial glauben. Das ist in Ordnung. Es braucht nur ein einziges Ja, um in die nächste Phase zu kommen – und irgendwann etwas zu bauen, das wirklich zählt.

Bildrechte: Paint the Town Studios in Düsseldorf

Wir bedanken uns bei Paolo Coda Rivera und Luca Elias Urlacher für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wer entscheidet künftig schneller über Milliardenmärkte?

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Datasphere Analytics mit KI für Rohstoffmärkte Fotocredit Viktor Strasse

Datasphere Analytics entwickelt KI für Rohstoffmärkte und unterstützt Industrieunternehmen bei datenbasierten Entscheidungen

Wer steckt hinter Datasphere Analytics und welche Erfahrungen bringen die Gründerinnen und Gründer im Bereich Datenanalyse und Märkte mit?

Hinter Datasphere Analytics steht ein dreiköpfiges Gründerteam mit langjähriger Erfahrung in KI, Datenanalyse und industriellen Märkten. Ich, Lukas Haemisch, bin Geschäftsführer und vertrete das Unternehmen nach außen, aber was wir aufgebaut haben, ist eine echte Teamleistung. Unser CDO Patrick Petter ist der technologische Kopf hinter unserer KI-Architektur. Prof. Dr. Reiner Kurzhals ist als Experte für KI & Industrie die tragende Säule im Bereich Kunden und Netzwerk. Als Professor bringt er die wissenschaftliche Tiefe in unsere Methodik.

Gemeinsam haben wir in unterschiedlichen industriellen Kontexten datenintensive KI-Anwendungen entwickelt, von Forecasting-Systemen bis hin zu Entscheidungsmodellen für komplexe Märkte. Dieses Wissen übertragen wir jetzt auf Rohstoff- und Beschaffungsentscheidungen.

Wie ist die Idee zu Datasphere Analytics entstanden und welches konkrete Problem wolltet ihr lösen?

Meine Mitgründer und ich haben in den vergangenen Jahren viele KI-Projekte umgesetzt und dabei gelernt, wie man aus komplexen Daten echte Entscheidungsgrundlagen macht. Im Einkauf haben wir dann ein erstaunlich analoges Muster gesehen: Obwohl Märkte heute globaler, volatiler und schneller sind als je zuvor, arbeiten viele Unternehmen dort noch mit Prozessen und Tools, die damit zunehmend nicht mehr umgehen können. Datasphere Analytics ist aus der Frage entstanden, warum man den Markt nicht direkt befragbar macht: also Nachrichten, Daten und Ereignisse so zusammenführt, dass Einkäufer mit diesen interagieren können, um so fundierter und schneller entscheiden zu können.

Welche Vision verfolgt Datasphere Analytics im Umgang mit datengetriebenen Entscheidungen?

Unsere Vision geht über Prognosen hinaus. Es geht darum, wie Unternehmen in Zukunft Entscheidungen treffen können: fundierter, schneller, erklär- und auditierbar.

Wir digitalisieren Industriewissen und machen es zugänglich, indem wir globale Daten, Nachrichten, Preise und Lieferketten so verbinden, dass Unternehmen verstehen, warum Märkte sich bewegen – nicht erst, wenn es sich im Preis zeigt. Rohstoffmärkte direkt befragbar zu machen bedeutet für uns: Was passiert gerade und warum? Was bedeutet das für die nächste Entscheidung, nachvollziehbar und auditierbar?

Langfristig wollen wir die zentrale Entscheidungsplattform für industrielle Rohstoffbeschaffung werden.

An welche Zielgruppen richtet sich eure Plattform und welche Herausforderungen haben diese im Alltag?

Wir richten uns an Industrieunternehmen, die stark von Rohstoffpreisen abhängen, beispielsweise aus der Chemie, dem Maschinenbau, der Baubranche oder dem Energiesektor. Konkret sprechen wir Menschen in Einkauf, Trading, Risikomanagement und Supply Chain an. Ihre gemeinsame Herausforderung ist es, unter Zeitdruck fundierte Entscheidungen zu treffen, während die ausschlaggebenden Signale über hunderte Quellen verstreut sind. Gleichzeitig arbeiten sie oft noch mit Methoden wie vor 30 Jahren, die den komplexen Anforderungen heutzutage nicht mehr gewachsen sind.

Wie unterstützt ihr Unternehmen konkret dabei, bessere Entscheidungen im Trading und Risikomanagement zu treffen?

Unser Ansatz ist: Jede Nachricht ist ein Signal. Rohstoffmärkte bewegen sich, weil irgendwo auf der Welt etwas passiert. Darüber wird in Nachrichten berichtet, bevor es sich im Preis niederschlägt. Wir analysieren diese Nachrichtenströme weltweit und leiten daraus ab, wie sich Rohstoffpreise voraussichtlich entwickeln. Wer das versteht, kann Einkaufszeitpunkte besser wählen, Risiken früher erkennen und Entscheidungen intern besser vertreten.

Was unterscheidet Datasphere Analytics von klassischen Analyse-Tools oder Beratungsansätzen?

Unser größter Konkurrent ist kein einzelnes Unternehmen, es ist der Status quo: Excel-basierte Ansätze, traditionelle Beratungen sowie die Erfahrung von Analysten und Einkäufern. Im weiteren Sinne konkurrieren wir mit allen Tools und Dienstleistern, die heute Marktinformationen, Analysen oder Prognosen liefern, diese aber meist nicht in einer integrierten und erklärbaren Entscheidungslogik zusammenführen.

Der Unterschied liegt in der Architektur unseres Ansatzes: Wir liefern kein statisches Reporting, sondern ein lernendes, interaktives System. Durch die Analyse globaler Nachrichtendaten erkennen wir Muster und Anomalien fortlaufend und können erklären, warum sich ein Preis bewegt, nicht nur wohin. Was klassische Anbieter in wochenlanger manueller Analyse erarbeiten, schaffen wir in einem Bruchteil der Zeit.

Welche Rolle spielen Echtzeitdaten und KI in eurem Produkt?

Wir arbeiten an Live-Updates, die sind aber nur in seltenen Fällen – etwa beim Intraday Trading – wirklich relevant. Für den industriellen Einkauf reicht der tägliche Rhythmus: Die meisten Entscheidungen drehen sich darum, wie sich ein Preis langfristig entwickelt, wann man einen Liefervertrag fixiert – oder noch wartet.

Unser Ansatz verbindet menschliche Intuition mit Technologie. Wir ersetzen nicht die Erfahrung eines guten Einkäufers – wir geben eine bessere Grundlage und reichern sie mit Daten an. KI-Systeme, die lernen, wie Märkte auf globale Ereignisse reagieren, übersetzen Signale aus tausenden Quellen in umsetzbare Prognosen.

Mit welchen Herausforderungen seid ihr beim Aufbau von Datasphere Analytics konfrontiert und wie geht ihr damit um?

Die größte Herausforderung ist das Mindset in vielen Unternehmen und das fehlende Vertrauen in die Chancen von Digitalisierung und KI.

Aber stell dir mal vor: Du bist Einkäufer in einem Mittelständler und entscheidest über einen dreistelligen Millionenbetrag im Rohstoffeinkauf. Gleichzeitig sollst du CBAM-Berichte – verpflichtende Quartalsberichte für EU-Importeure von emissionsintensiven Gütern – aufsetzen, Lieferkettensorgfaltspflichten an deine Kunden zurückspielen, Scope-3-Daten, also Treibhausgasemissionen, bei Lieferanten einsammeln und nebenbei die Prognose fürs nächste Quartal abgeben, damit Vertrieb und Produktion planen können. Ach so und dann bitte auch noch KI einführen, damit das alles schneller geht.

Unter diesem Zeit- und Kostendruck, unter dem Einkäufer in Deutschland heute stehen, bleibt schlicht kein Platz für Transformation. Genau da wollen wir helfen – nicht als Tool-Anbieter, sondern als Wegbegleiter. Als Sparringspartner bauen wir mit unseren Kunden ein Schweizer Taschenmesser, das die Arbeit erleichtert, wo es eben geht.

So bekommen Einkäufer Zeit zurück – für Lieferantengespräche, strategische Themen, die Dinge, die ihre Erfahrung wirklich brauchen.

Wie wichtig sind Szenarioanalysen für eure Kunden und wie werden diese eingesetzt?

Sehr wichtig. Unsere Kunden wollen nicht nur wissen, wohin ein Preis gehen könnte. Sie wollen verstehen, was passiert, wenn ein Streik ausbricht, neue Handelszölle in Kraft treten oder ein Extremwetterereignis eine wichtige Lieferkette unterbricht. Für genau solche Fragen haben wir ein Simulationsmodul entwickelt. Wer in Ausnahmesituationen bereits durchgespielt hat, was auf ihn zukommt, trifft bessere und schnellere Entscheidungen.

Wie entwickelt ihr eure Plattform weiter, um mit dynamischen Märkten Schritt zu halten?

Wir bauen entlang echter Kundenprozesse: mehr Rohstoffklassen, bessere Event-Erkennung und mehr interaktive Entscheidungsunterstützung. Autonome Systeme, die selbstständig Informationen suchen, einordnen und zusammenführen, bieten dabei gerade enorme Möglichkeiten. Die Plattform soll sich für Nutzer irgendwann so anfühlen wie ein Kollege, der immer auf dem neuesten Stand ist und proaktiv auf das hinweist, was gerade relevant wird.

Welche nächsten Schritte plant ihr für Datasphere Analytics in den kommenden Jahren?

Unser Ziel für die nächsten Jahre ist es, die führende Commodity-AI-Intelligence-Plattform für Industrie, Procurement und Risikomanagement in Deutschland zu sein. Wir wollen die Commodity Intelligence Platform weiter skalieren, zusätzliche Märkte und Rohstoffklassen abdecken und den Weg vom Forecasting hin zu vollständiger KI-gestützter Entscheidungsunterstützung konsequent ausbauen. Gleichzeitig glauben wir, dass unsere Event Intelligence auch weit über den Einkauf hinaus relevant werden kann – etwa für Medien- oder Analysehäuser, die Nachrichten auswerten und Reaktionen besser antizipieren wollen.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Erst genau zu- und hinhören, dann erklären. Die besten Gespräche, die ich je geführt habe, waren die, in denen ich kaum geredet habe. Was Kunden wirklich beschäftigt, findet sich selten auf der Agenda oder in einem Sales-Pitch.

Zweitens: Geht dahin, wo es schwierig ist. Ich bin kein klassischer Rohstoffexperte und genau das ist mein Vorteil. Wer einen Markt nicht von innen kennt, trägt keine kontextuellen Scheuklappen und stellt ganz andere Fragen.

Drittens: Baut für Profitabilität, nicht für die nächste Runde. Wir wachsen aus eigener Kraft. Das zwingt uns, jeden Schritt gegenüber unseren Kunden zu rechtfertigen, nicht gegenüber Investoren.

Bild Lukas Haemisch Fotocredit: Viktor Strasse

Wir bedanken uns bei Lukas Haemisch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Isomorphic Labs sammelt Milliarden für KI in der Medikamentenentwicklung ein

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Finanzierungsrunde Isomorphic Labs bringt 2,1 Milliarden Dollar für KI-gestützte Medikamentenentwicklung und neue Partnerschaften.

Key Takeaways

  • Isomorphic Labs erhält 2,1 Milliarden US-Dollar, um KI-gestützte Arzneimittelforschung voranzutreiben und die Effizienz in der Medikamentenentwicklung zu steigern.
  • Investoren wie Alphabet und Temasek setzen auf KI, um explodierende Forschungskosten in der Pharmaindustrie zu senken.
  • Alphabets Demis Hassabis und die enge Zusammenarbeit mit Pharmakonzernen wie Novartis und Johnson & Johnson positionieren Isomorphic Labs strategisch in einem wettbewerbsintensiven Markt.
  • Die Technologie von Isomorphic Labs muss sich als mehr als nur ein Forschungsprojekt beweisen, da bisher kein vollständig KI-entworfenes Medikament alle klinischen Phasen erfolgreich durchlaufen hat.
  • Investoren sehen in der Biotechnologie und KI einen potenziellen Wendepunkt für die gesamte Industrie, was Kapitalströme in Anwendungen für Gesundheit und globale Wertschöpfungsketten anzieht.

Während der Hype um generative KI-Chatbots erste Ermüdungserscheinungen zeigt, verlagert sich das Kapital der großen Tech-Investoren zunehmend in die Biotechnologie. Mit einer Finanzierungsrunde über 2,1 Milliarden US-Dollar steigt Isomorphic Labs zu einem der wertvollsten KI-Unternehmen im Gesundheitssektor auf. Hinter dem Deal steckt weit mehr als nur eine weitere Wette auf künstliche Intelligenz. Es geht um die Zukunft der globalen Medikamentenentwicklung.

Das Londoner Unternehmen, das aus dem DeepMind-Umfeld hervorgegangen ist, entwickelt KI-Systeme für die Wirkstoffforschung. Ziel ist es, Medikamente schneller, günstiger und präziser zu entwickeln. Investoren wie Alphabet, Thrive Capital, Temasek und der Staatsfonds MGX aus Abu Dhabi setzen darauf, dass sich damit ein zentrales Problem der Pharmaindustrie lösen lässt: explodierende Forschungskosten bei sinkender Effizienz.

Die Milliarden-Wette gegen das Effizienz-Dilemma

Die Finanzierungsrunde Isomorphic Labs umfasst 2,1 Milliarden Dollar und gehört zu den größten Investments weltweit im Bereich KI-gestützter Arzneimittelforschung. Neben Thrive Capital beteiligen sich Alphabet, GV, CapitalG, MGX, Temasek sowie der britische Sovereign AI Fund.

Die Zusammensetzung der Investoren ist dabei bemerkenswert. Während Alphabet seine strategische Nähe zu Isomorphic Labs weiter ausbaut, signalisiert insbesondere der Einstieg staatlich unterstützter Fonds eine neue geopolitische Dimension. KI-Wirkstoffforschung entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Wettbewerbsfeld zwischen Staaten, Technologiekonzernen und Pharmariesen.

Vor allem MGX aus Abu Dhabi investiert gezielt in KI-Infrastruktur und Zukunftstechnologien. Der Fonds gilt als zentraler Bestandteil der emiratischen Strategie, sich unabhängiger von Öl- und Gasgeschäften zu machen. Auch Großbritannien positioniert sich über den Sovereign AI Fund offensiv im internationalen KI-Wettbewerb.

Im Zentrum der neuen Investitionen steht die firmeneigene Plattform IsoDDE. Das System analysiert biologische Prozesse, simuliert potenzielle Molekülstrukturen und soll Wirkstoffkandidaten deutlich schneller identifizieren als klassische Laborverfahren.

Der wirtschaftliche Druck auf die Branche ist enorm. Seit Jahren kämpft die Pharmaindustrie mit dem sogenannten „Eroom’schen Gesetz“. Gemeint ist der Trend, dass Forschungsausgaben steigen, während die Produktivität neuer Medikamentenentwicklungen sinkt. Viele Konzerne benötigen inzwischen mehr als zehn Jahre und Milliardenbeträge, um ein neues Medikament bis zur Marktreife zu bringen.

Genau an diesem Punkt setzt das Geschäftsmodell von Isomorphic Labs an. KI soll frühe Fehler in der Wirkstoffentwicklung erkennen, klinische Risiken besser vorhersagen und teure Fehlschläge reduzieren.

Finanzierungsrunde Isomorphic Labs Alphabets Angriff auf die klassische Pharmabranche

Hinter Isomorphic Labs steht mit Demis Hassabis einer der bekanntesten KI-Forscher Europas. Der DeepMind-Mitgründer spielte eine Schlüsselrolle bei AlphaFold, jener KI-Technologie, die die Vorhersage von Proteinstrukturen massiv beschleunigte.

Für Alphabet ist die aktuelle Entwicklung mehr als ein einzelnes Beteiligungsinvestment. Der Konzern versucht zunehmend, seine KI-Kompetenz in wirtschaftlich hochrelevante Industrien zu übertragen. Gesundheitsdaten, Arzneimittelforschung und KI-gestützte Diagnostik gelten intern als langfristige Wachstumsmärkte.

Ruth Porat, Präsidentin und Chief Investment Officer von Alphabet und Google, bezeichnete die Fortschritte von Isomorphic Labs als wichtigen Schritt für die Beschleunigung medizinischer Innovationen. Der Konzern sieht in der Technologie offenbar nicht nur wissenschaftliches Potenzial, sondern auch ein zukünftiges Milliardenbusiness.

Der Markt ist allerdings hart umkämpft. Unternehmen wie Schrödinger, Recursion oder Exscientia arbeiten ebenfalls an KI-gestützter Wirkstoffforschung. Viele dieser Firmen kombinieren maschinelles Lernen mit biologischen Datenbanken und Simulationstechnologien.

Isomorphic Labs versucht sich vor allem über die enge Verzahnung von KI-Modellen, biologischer Forschung und Partnerschaften mit Pharmakonzernen zu differenzieren. Kooperationen mit Novartis, Lilly und Johnson & Johnson verschaffen dem Unternehmen Zugang zu klinischer Expertise und kommerzieller Infrastruktur.

Für die Pharmabranche sind solche Allianzen attraktiv. Viele Hersteller stehen unter Druck, neue Umsatztreiber zu entwickeln, während Patente auf bestehende Medikamente auslaufen. Gleichzeitig steigen regulatorische Anforderungen und Entwicklungskosten.

Finanzierungsrunde Isomorphic Labs Geopolitisches Wettrüsten um die Wirkstoff-Hoheit

Trotz der Milliardenbewertung bleibt das Geschäftsmodell mit erheblichen Risiken verbunden. Bisher hat weltweit noch kein vollständig KI-entworfenes Medikament erfolgreich alle klinischen Phasen bis zur finalen Marktzulassung durchlaufen.

Damit steht auch Isomorphic Labs vor einem entscheidenden Proof of Concept. Das Unternehmen muss zeigen, dass seine Technologieplattform mehr ist als ein wissenschaftlich beeindruckendes Forschungsprojekt. Während Wettbewerber wie Exscientia oder Recursion bereits erste KI-entwickelte Wirkstoffe in klinischen Studien testen, muss Isomorphic nun beweisen, dass die enorme Rechenleistung und Datenbasis des Alphabet-Ökosystems auch praktische medizinische Durchbrüche ermöglicht.

Gerade in der Arzneimittelentwicklung gelten hohe regulatorische Hürden. Selbst wenn KI potenzielle Wirkstoffe schneller identifiziert, müssen diese in langwierigen Studien ihre Sicherheit und Wirksamkeit beweisen.

Hinzu kommt die Frage nach Transparenz und Nachvollziehbarkeit. KI-Modelle arbeiten oft wie Black Boxes. Für Gesundheitsbehörden und Pharmaunternehmen wird deshalb entscheidend sein, wie belastbar und reproduzierbar die Ergebnisse tatsächlich sind.

Trotzdem wächst die Dynamik im Markt. Investoren betrachten KI in der Biotechnologie zunehmend als möglichen Wendepunkt für die gesamte Industrie. Während viele KI-Startups auf kurzfristige Softwareerlöse setzen, verfolgen Unternehmen wie Isomorphic Labs ein langfristiges Infrastrukturmodell mit potenziell enormer Marktmacht.

Für Gründer und Investoren liefert der Fall Isomorphic Labs deshalb mehrere Signale zugleich: Kapital fließt weiterhin massiv in KI-Unternehmen mit wissenschaftlicher Glaubwürdigkeit, strategische Staatsfonds mischen zunehmend mit und Big Tech versucht, sich neue Schlüsselindustrien zu sichern.

Die Finanzierungsrunde Isomorphic Labs könnte damit zum Symbol einer neuen Phase im KI-Markt werden. Nicht mehr Chatbots oder Produktivitätstools stehen im Mittelpunkt, sondern Anwendungen mit direktem Einfluss auf Gesundheit, Industrie und globale Wertschöpfungsketten.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – frank29052515

Wird die Bikebranche bei Frauen noch immer unterschätzt?

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RaphRoxs: Mountainbike Bekleidung für Frauen Titelbild: Raphaela Franke @ Desire Lines

RaphRoxs entwickelt Mountainbike Bekleidung für Frauen mit Fokus auf Passform, Funktionalität und Community

Wer steckt hinter RaphRoxs und welche Hintergründe bringen die Gründerinnen und Gründer mit?

Hinter RaphRoxs stehe ich, Raphaela Franke – als leidenschaftliche Mountainbikerin, Produktdesignerin und Gründerin aus Augsburg. Ich arbeite seit 2018 in der Outdoor- und Textilbranche und habe dort technische funktionale Bekleidung und Konzepte entwickelt. Ursprünglich komme ich aber aus dem technischen Bereich und habe davor eine Ausbildung zur Elektronikerin für Geräte und Systeme gemacht. Diese Mischung aus technischem Verständnis, Kreativität und echter Leidenschaft für den Mountainbike-Sport prägt heute die gesamte Marke.

Wie ist die Idee zu RaphRoxs entstanden und welcher persönliche Antrieb steckt dahinter?

Die Idee entstand aus meiner eigenen Erfahrung auf dem Bike. Ich habe über Jahre gemerkt, dass viele Mountainbike-Produkte für Frauen nicht wirklich für Frauen entwickelt werden. Vor allem bei Bikehosen gab es immer dieselben Probleme: schlechte Passformen, unbequeme Schnitte, große Logos, und Produkte, die oft einfach nur verkleinerte Männermodelle sind. Gleichzeitig hat mich die Frauen-Community im Mountainbike unglaublich inspiriert. Genau daraus entstand der Wunsch, eine Marke zu entwickeln, die Frauen wirklich versteht und ihnen Produkte bietet, die funktionieren, empowern und Spaß machen.

Welche Vision verfolgt ihr mit RaphRoxs und wie soll sich das Unternehmen langfristig entwickeln?

Meine Vision ist es, Mountainbike-Bekleidung für Frauen neu zu denken. Damit möchte ich Frauen sichtbarer machen und Produkte entwickeln, die sich an echten Bedürfnissen orientieren. Langfristig soll RaphRoxs zu einer starken Community-Brand wachsen, die Funktion, Design und Female Empowerment verbindet. Dabei geht es nicht nur um Bekleidung, sondern auch darum, mehr Frauen für den Sport zu begeistern und ein Umdenken in der Branche anzustoßen.

An welche Zielgruppe richtet sich RaphRoxs konkret und welche Probleme löst ihr für sie?

RaphRoxs richtet sich an Mountainbikerinnen, die Wert auf Passform, Funktionalität und Design legen. Besonders Frauen, die bisher Schwierigkeiten hatten, passende MTB-Bekleidung zu finden. Wir möchten, dass sich auf dem Bike jede Frau wohlfühlt. Unsere Produkte lösen klassische Passformprobleme wie zu enge Hüften, zu weite Taillen oder unbequeme Bundlösungen. Gleichzeitig schaffen wir Produkte, die speziell auf weibliche Körperformen und Bedürfnisse abgestimmt sind.

Warum wird gerade im Bereich Mountainbike-Bekleidung für Frauen noch so viel Potenzial gesehen?

Die Bikebranche ist bis heute stark männlich geprägt. Viele Produkte werden immer noch aus bestehenden Herrenschnitten entwickelt. Gleichzeitig wächst die Zahl der Frauen im Mountainbike-Sport enorm und die Anforderungen verändern sich. Frauen möchten heute funktionale Produkte, die technisch durchdacht sind aber dabei noch gut aussehen und wirklich passen. Genau darin sehen wir enormes Potenzial.

Welche Herausforderungen begegnen euch beim Aufbau von RaphRoxs in einer stark männlich geprägten Branche?

Eine der größten Herausforderungen ist tatsächlich, als junge Gründerin und neue Marke ernst genommen zu werden. Gerade in traditionellen Strukturen wird man oft unterschätzt, oder als Frau belächelt. Gleichzeitig ist der Aufbau einer eigenen Marke im Textilbereich sehr kapital- und zeitintensiv. Produktion, Lieferketten und Produktentwicklung bringen viele Herausforderungen mit sich. Umso wichtiger ist es, an die eigene Vision zu glauben und flexibel zu bleiben.

Wie fließt das Feedback eurer Community konkret in die Produktentwicklung ein?

Die Community ist ein zentraler Bestandteil von RaphRoxs. Wir arbeiten von Anfang an sehr eng mit Mountainbikerinnen zusammen. Über Social Media, WhatsApp-Gruppen, Ride-Outs und Testevents sammeln wir regelmäßig Feedback zu Passformen, Stoffen, Farben und Features. Auch unsere Prototypen wurden direkt mit der Community entwickelt,getestet und optimiert. Dadurch entstehen Produkte, die wirklich aus der MTB- Szene von Frauen für Frauen heraus entwickelt werden.

RaphRoxs: Mountainbike Bekleidung für Frauen Frauen Gruppe
Bildrechte Raphaela Franke

Was macht RaphRoxs im Vergleich zu anderen Bike-Bekleidungsmarken wirklich einzigartig?

RaphRoxs wurde von Grund auf für Frauen entwickelt – nicht aus bestehenden Herrenschnitten abgeleitet. Es wird sehr nah mit den Bike-Mädls zusammengearbeitet um die Produkte genau für uns Mountainbikerinnen zu entwickeln. Die Schnitte werden von RaphRoxs entwickelt und die Prototypen im LAB in Augsburg genäht und direkt auf den Hometrails getestet. Somit liegt das Know-How voll und ganz bei RaphRoxs. Unsere Produkte verbinden technische Funktion, moderne Ästhetik und echte Community-Power. Besonders wichtig ist uns die Kombination aus perfekter Passform für Frauen, Komfort und einem modernen, cleanen Design. Gleichzeitig stehen hinter der Marke eine sehr persönliche Geschichte und eine starke Vision.

Welche Rolle spielen Passform und Vielfalt bei euren Produkten?

Die Passform der Mountainbikebekleidung ist einer der wichtigsten Faktoren unserer gesamten Entwicklung. Frauenkörper sind unterschiedlich und genau darauf möchten wir eingehen. Deshalb bieten wir unsere MTB-Hosen in 14 Größen an – von Größe 34 bis 46, jeweils in Kurz- und Langgrößen. Unser Ziel ist es, dass sich möglichst viele Frauen auf dem Bike wohlfühlen und passende Produkte für nen coolen „Raphen Trailtag“ finden.

Wie wollt ihr RaphRoxs in Zukunft weiter ausbauen und welche nächsten Schritte sind geplant?

Nachdem erfolgreichem Launch Ende April, liegt der Fokus auf der ersten Kollektion und dem weiteren Aufbau der Community. In Zukunft soll auch das Sortiment noch erweitert, neue Produkte entwickeln und die Marke weiter etablieren werden. Außerdem plant RaphRoxs verstärkt Events, Ride-Outs und Community-Projekte rund um Women in Mountainbike. RaphRoxs ist unteranderem schon als Partner bei den Women Bike Camp am Reschensee und Women Bike Camp in Paganella mit dabei und das freut mich sehr ne coole Zeit mit den Mädls zu haben.

Was habt ihr auf eurem bisherigen Weg als Gründerteam über Unternehmertum gelernt?

Dass Unternehmertum extrem viel mit Mut, Durchhaltevermögen und Flexibilität zu tun hat. Nicht alles läuft nach Plan und oft muss man schnelle Lösungen finden. (Aber auch das kann Spaß machen.) Gleichzeitig haben wir gelernt, wie wichtig ein starkes Netzwerk und ehrliches Feedback sind. Gerade eine gute Community und Support machen in schwierigen Phasen einen riesigen Unterschied, denn manchmal steht man sich selbst am stärksten im Weg.

Welche drei Ratschläge gebt ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg?

Als Perfektionistin kann ich sagen, es ist wirklich nicht leicht zur verstehen aber einfach anfangen und nicht warten, bis alles perfekt ist.

Sich ein ehrliches Netzwerk aufbauen und Feedback zulassen.

Und vor allem: für etwas gründen, für das man wirklich brennt – denn Leidenschaft trägt einen auch durch schwierige Phasen.

Titelbild: Raphaela Franke Copyright Desire Lines

Wir bedanken uns bei Raphaela Franke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up:RaphRoxs

Kontakt:

RaphRoxs
Raphaela Franke
Hammerschmiedweg 85
86169 Augsburg

www.raphroxs.com
contact@raphroxs.com

Ansprechpartner: Raphaela Franke

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Ausgebremste Demokratie: Warum sich Deutschland nicht mehr sicher anfühlt

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Sicherheit, Politik und Menschen im Wandel. Bild Prof. Dr. Ursula Münch Direktorin der Akademie für Politische Bildung u.a. Mitglied im Kuratorium der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. und Wissenschaftlichen Beirat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) © Akademie für Politische Bildung Tutzing

Wie sicher fühlst du dich in deinem Leben? Auf der Straße, im Internet oder in deinem aktuellen Beruf? Prof. Dr. Ursula Münch, die Direktorin der Akademie für Politische Bildung, spricht mit herCAREER über die Gefahren, die mit Ohnmacht einhergehen, und die Notwendigkeit, mutiger zu werden. Nur so können Parteien, Regierungen und wir als Bürger:innen unsere Handlungsspielräume wieder erweitern.

„Mir ist wichtig, dass wir nicht nur den Zeigefinger auf ‚die da oben‘ richten, sondern uns immer wieder fragen: Welchen Beitrag kann ich eigentlich selbst leisten?“

herCAREER: Viele Frauen in meinem Umfeld erzählen, dass sie sich im öffentlichen Raum und in der Gesellschaft zunehmend unsicher fühlen – das erstreckt sich von Themen wie körperlicher Unversehrtheit bis zu finanzieller Unabhängigkeit. Wie ordnen Sie das ein?

Prof. Ursula Münch: Für mich beschreibt das ein Gefühl des Kontrollverlusts. Und das betrifft nicht nur Frauen, sondern alle Menschen, die nicht wissen, ob sie sich nächstes Jahr ihr Leben oder ihre Wohnung noch leisten können. In früheren Phasen gab uns unser Umfeld mehr Sicherheit, als das heute der Fall ist: Wir lebten im Wissen, dass sich Fleiß und Anstrengung auszahlen, oder wir vertrauten auf die gute Chance, dass es den eigenen Kindern einmal besser gehen wird als uns selbst. Diese Gegebenheiten existieren nicht mehr. Das verunsichert viele, besonders jene in der (unteren) Mittelschicht. Kombiniert mit der Wahrnehmung, dass unsere Regierung zunehmend an Gestaltungsmöglichkeiten verliert, breitet sich bei vielen Menschen ein Gefühl der Ohnmacht aus.

herCAREER: Was macht diesen Machtverlust aus?

Prof. Ursula Münch: Deutschland ist ein starker Nationalstaat, gleichzeitig hat die Bundesrepublik viele Kompetenzen an die Europäische Union abgegeben. Unser Handlungsspielraum in Europa ist daher nicht mehr so groß wie früher, das bedeutet, die Bundesregierung steht stark unter Druck durch wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, die sie nur begrenzt beeinflussen kann. Wir könnten lokal die Bürokratie verringern und die Innovation fördern, aber die europäischen und internationalen Lieferketten, Logistik und Energiepreise sind kurzfristig durch uns nicht beeinflussbar. Wir erleben direkte Auswirkungen zum Beispiel geopolitischer und geoökomischer Faktoren auf unsere Wirtschafts-, Finanz- und Innenpolitik, ohne dass unsere Regierung einen direkten Einfluss auf die Situation nehmen kann.

herCAREER: Welche Folgen hat das für unsere innenpolitische Sicherheit?

Prof. Ursula Münch: Wenn sich Menschen mit ihren Sorgen ins Private zurückziehen, suchen und finden sie online Gleichgesinnte, die ähnliche Ohnmachtsgefühle teilen. Populistische und teils extremistische Parteien nutzen den wachsenden Vertrauensverlust gezielt aus und schüren ihn weiter. Der Schuldige ist schnell gefunden: die Etablierten, die wohlhabende Elite, die Politiker:innen, die bisher Verantwortung trugen. Das führt zu einem sogenannten „entgrenzten Misstrauen“ bei vielen Bürger:innen. Sie stellen – auch ohne konkrete Vorkommnisse oder gar Skandale – die staatlichen Institutionen, die klassischen Medien und die wissenschaftliche Expert:innen immer häufiger infrage.

herCAREER: Misstrauen und Spaltung sind potente Werkzeuge im Arsenal populistischer Parteien wie der AD. Sie nannten es in einem Interview „Disruption“ – ein Begriff, der in der Wirtschaft oft positiv besetzt ist. Warum gefährdet die Disruption der AD unsere Sicherheit?

Prof. Ursula Münch: Es lohnt sich, Disruption auch im Start-up-Kontext genauer betrachten. Denn disruptive Umbrüche sind meist nur für wenige Beteiligte wirklich erstrebenswert und profitabel. Zum Beispiel war Airbnb disruptiv im Tourismus, aber die Menschen in meinem Viertel haben sicher nicht von Airbnb geträumt – schließlich kämpfen sie jetzt mit überteuerten Mieten. Für sie ist diese Innovation keine Verbesserung, sondern eine massive Belastung. Ähnlich verhält es sich in der Politik. Dort träumen vor allem die Akteur:innen von Disruption, die sich davon Macht und Profit erhoffen. Für den Rest, für den sich alles auf den Kopf stellt, verstärkt sie das Gefühl von Unsicherheit. Schauen wir auf die A*D oder die MAGA-Bewegung in den USA: Beide werben mit dem Versprechen, das Leben ihrer Anhängerschaft zu verbessern. Dabei ersetzen sie das alte Establishment nur durch ein neues, eigenes. Für mich ist das Etikettenschwindel.

herCAREER: Der Machtkampf spielt sich nicht nur an den Rändern der Parteienlandschaft ab, sondern vor allem in der sogenannten Mitte. Blockiert dieses Gerangel nicht notwendige – auch sicherheitspolitische – Reformen?

Prof. Ursula Münch: In vielen europäischen Ländern, besonders in Deutschland, bröckelt die Basis der gemäßigten Parteien. Sie stecken mangels starker parlamentarischer Mehrheiten in lagerübergreifenden Koalitionen fest – gelähmt und ohne Handlungsspielraum. Kaum eine Konstellation im gemäßigten Lager ist überhaupt noch möglich. Schon in ökonomisch guten Zeiten wäre das für Politiker:innen keine erstrebenswerte Situation. Doch wir stecken in einer Polykrise: enormer Reformdruck, eine schwierige demografische Lage und hohe Schulden belasten und lähmen uns zusätzlich. Hinzu kommt eine EU, die sich nicht reformieren kann, weil sie am selbst auferlegten Einstimmigkeitsprinzip scheitert.

herCAREER: Heißt das, wir sind in einer Patt-Situation?

Prof. Ursula Münch: Es bedeutet, dass nur noch winzige Schritte möglich sind, nur kleine Lösungen für einzelne Dinge. Aber das reicht vielen Bürger:innen nicht aus. Und genau hier wird die Bevölkerung zum Teil des Problems.

herCAREER: Inwiefern?

Prof. Ursula Münch: Zunächst sind wir sehr irrational. Wir verlangen Reformen, aber wir lehnen es ab, dass der eigene Geldbeutel, der eigene Urlaub oder der Anspruch, im Krankheitsfall vom ersten Tag an bezahlt zu werden, tangiert werden. So wird das mit Veränderung nicht klappen. Natürlich kann man argumentieren, dass auch früher niemand gern auf sozialstaatliche Verbürgungen verzichtet hat, aber jetzt haben wir eine Situation, die es früher eben nicht gab. Wir haben jetzt einige Parteien, die behaupten: „Wir müssen uns nicht einschränken. Das können wir alles finanzieren. Wir müssen nur die Flüchtlinge aus dem Land schmeißen, uns mit den Russen wieder versöhnen und aufhören, die Ukraine zu unterstützen.“ Und von solchen vermeintlichen Alternativen lassen sich viele Menschen leicht verführen.

herCAREER: Sie haben mal gesagt – ich paraphrasiere: „Nur in Autokratien ist Sicherheit einfach zu gewährleisten. Wir haben uns als Gesellschaft bewusst für die Demokratie und damit den mühsamen Weg entschieden.“ Jetzt hat der mühsame Weg aber fast zum Stillstand geführt … Wo finden wir Ansatzpunkte zur strukturellen Veränderung?

Prof. Ursula Münch: In der Bundesrepublik ist kaum etwas so umstritten wie das Wahlsystem. Es gibt Überlegungen zu einem rechtsstaatlich zulässigen und demokratischen Wahlsystem, das die Regierung handlungsfähiger macht, aber sie alle bieten einen schmalen Grat. Modelle mit Verstärkermechanismen können gefährlich werden, wenn Autokraten sie einsetzen. Sogenannte Präferenzwahlsysteme sind komplex und anspruchsvoll für die Wählerschaft. In jedem Fall bleibt ein grundlegendes Problem bestehen: Es fehlt derzeit die Mehrheit, um eine Änderung des Wahlsystems durchzuführen.

Zum Vergleich: 1972 sind über 90 Prozent der Wahlberechtigten wählen gegangen, von denen wiederum 90 Prozent die SPD oder die Union wählten. Damals konnte man auch in unserem aus guten Gründen stark gewaltenteilenden System noch gestalten. Heute gibt es vor allem fruchtlose gegenseitige Appelle von Koalitionspartner:innen. Insofern habe ich keine einfache Antwort auf Ihre Frage. Wir werden uns weiterhin darauf beschränken müssen, mit kleinen Schritten voranzugehen. Was wir für diesen Weg dringend brauchen, ist ein Funken Zuversicht, der nicht gleich wieder erlischt, sondern sich weiterträgt.

herCAREER: Stichwort Zuversicht: Gibt es etwas, das Ihnen derzeit Hoffnung macht?

Prof. Ursula Münch: Hoffnung macht mir, dass wir in Deutschland keine Mehrheit für autoritäres Denken haben; und wir dürfen uns auch nicht einreden lassen, dass Mäßigung nicht mehr gefragt sei – das Gegenteil ist der Fall. Ich halte viele Vorträge, und es macht mir Hoffnung, wie viele junge und auch ältere Menschen daran teilnehmen. Das sind Menschen, die anerkennen, dass wir viele Probleme haben, die sich aber nicht mit Populismus und Extremismus lösen lassen, sondern vor allem durch Gemeinschaft und durch Beharrlichkeit. Ich glaube, dass Menschen sehr wohl bereit sind, gemeinsam anzupacken, wenn man ihnen die richtigen Anknüpfungspunkte bietet. Davon brauchen wir mehr – und vorzugsweise nicht nur in Form von Social Media.

herCAREER: Weil Social Media, Algorithmen und die Digitalisierung des Alltags auch eine Sicherheitsbedrohung darstellen?

Prof. Ursula Münch: Natürlich sehe ich alle Vorteile des Digitalen und nicht nur das Bedrohungspotenzial. Aber jeden Tag werden Unternehmen angegriffen, KI macht ganze Berufsgruppen überflüssig … Wir können die digitale Revolution nicht zurückdrehen, also hoffe ich, dass die Menschen sich selbst ermächtigen und nicht durch Tech-Giganten ohnmächtig und manipulierbar machen lassen – als Manövriermasse in deren Geschäftsmodell.

herCAREER: Der digitale Raum bietet für Frauen und marginalisierte Personen immer weniger Sicherheit gegen Hass, Gewalt und Einschränkung der körperlichen Selbstbestimmung. Die EU arbeitet an der Regulierung von KI, die Bundesregierung an Gesetzen zum Schutz gegen Gewalt. Aber selbst wenn diese oft noch sehr lückenhaften Regelungen in Kraft treten, haben wir überhaupt die Ressourcen, um sie auch umzusetzen?

Prof. Ursula Münch: Es stimmt, wir brauchen viel Geld für diese Reformen. Geld, das wir haben, denn die Bundesrepublik ist die drittstärkste Wirtschaftsmacht weltweit. Wir haben ein hohes Steueraufkommen und haben zusätzlich Schulden aufgenommen. Es fehlt in der Regel auch nicht an Analysen und Erkenntnissen. Für viele Themen brauchen wir nicht in erster Linie Geld und Daten, sondern vor allem Mut. Aber solange Politiker:innen die Sorge haben müssen, für Reformen unmittelbar medial abgestraft oder sogar abgewählt zu werden, werden sie diesen Mut nicht entwickeln.

herCAREER: Die Wählerschaft sollte also Ihrer Ansicht nach weniger hart mit Politiker:innen ins Gericht gehen?

Prof. Ursula Münch: Warum gibt es so viele Kommissionen? Die kosten alle wahnsinnig viel Zeit und natürlich auch Geld. Statt ihre Position zu nutzen, um Entscheidungen zu treffen und Zukunft zu gestalten, berufen Politiker:innen eine Kommission ein, um Verantwortung auszulagern. Sie haben Angst vor uns als Wähler:innen, vor unserem strafenden Zeigefinger und unserem Kreuz in der Wahlkabine. Da müssen wir Bürger:innen uns auch an die eigene Nase fassen. Wir können nicht ewig umverteilen – das mag früher funktioniert haben, heute tut es das nicht mehr.

Eine Steuererhöhung, die Schließung eines Krankenhauses, eine Schule, die nicht renoviert wird – wir sollten verstehen und akzeptieren, dass wir ohne Zugeständnisse und Kompromisse nicht weiterkommen. Auch wenn uns das von gewissen Akteur:innen weisgemacht wird.

herCAREER: Bleibt die Frage: Was kann ich als Einzelperson aktiv tun, um zu Sicherheit und Stabilität beizutragen? Abgesehen natürlich von: wählen gehen.

Prof. Ursula Münch: Ich glaube, jede:r sollte sich vergegenwärtigen, dass wir alle Teil dieser aktuellen Situation sind. Wir leben in diesem Rechtsstaat, sind Teil davon und profitieren davon – als Privatpersonen, als Personen des öffentlichen Lebens und als Unternehmer:innen, Angestellte usw. Mir ist wichtig, dass wir nicht nur den Zeigefinger auf „die da oben” richten, sondern uns immer wieder fragen: Welchen Beitrag kann ich eigentlich selbst leisten, außer immer alles besser zu wissen? Wie kann ich zu mehr Zuversicht und Optimismus beitragen – und damit auch dazu, dass die Politik die Mehrheiten erhält, die sie benötigt, um eine neue Zukunftsfähigkeit zu gestalten?

Das Interview führte herCAREER-Redakteurin Kristina Appel.

Bild Prof. Dr. Ursula Münch Direktorin der Akademie für Politische Bildung u.a. Mitglied im Kuratorium der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. und Wissenschaftlichen Beirat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) © Akademie für Politische Bildung Tutzing

Quelle messe.rocks GmbH

Genug Buzzword: Venture Clienting ist kein Fortschritt, sondern eine bequeme Ausrede

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Innovation: Wie Startups Unternehmen voranbringen Nicoli Droll

Wenn Startups und etablierte Unternehmen über eine Zusammenarbeit sprechen, fallen schnell Begriffe wie Pilotprojekt, Kooperation oder Venture Clienting. Das klingt modern, strukturiert und leicht umsetzbar. In der Realität verdecken diese Buzzwords jedoch oft den Kern des Problems. Denn am Ende geht es nicht um teure Berater-Programme oder Labels von Innovationshubs, sondern um zwei sehr grundlegende Fragen: Wie kommen Startups an zahlende Kunden? Und wie schaffen es Unternehmen, dauerhaft innovativ zu bleiben?

Venture Clienting wird häufig als Wunderlösung verkauft. Dahinter steckt meist die einfach präsentierte Idee für etablierte Unternehmen, endlich innovativer zu werden, ohne viele Risiken einzugehen und mit hippen Startups zusammenzuarbeiten. Was dabei oft verloren geht, ist der eigentliche Kern von Unternehmertum. Ein Startup existiert nicht, um Teil eines Innovationsprozesses zu sein, sondern um reale Probleme zu lösen und dafür Kunden zu gewinnen. Innovation lässt sich nicht einfach bestellen.

Innovation ist kein klassischer Einkaufsprozess

Kein Unternehmen der Welt kann über Jahre hinweg erfolgreich sein, ohne neue Impulse aufzunehmen. Märkte verändern sich, neue Technologien entstehen und bestehende Geschäftsmodelle geraten unter Druck. Klassische interne Entwicklung und Forschung reicht dafür oft nicht mehr aus. Genau hier wird Open Innovation relevant.

Open Innovation bedeutet vor allem, sich bewusst nach außen zu öffnen und externe Perspektiven ernsthaft einzubinden. Nicht als Alibi, sondern als echten Bestandteil der eigenen Weiterentwicklung. Startups bringen dafür ideale Voraussetzungen mit. Sie arbeiten nah am Markt und mit neuen Technologien, sind fokussiert und denken selten in bestehenden Strukturen.

Problematisch wird es dann, wenn diese Offenheit durch Prozesse ersetzt wird. Wenn Innovation formalisiert wird, bevor sie verstanden wurde. Viele Venture Clienting Ansätze reduzieren Zusammenarbeit auf ein Einkaufsverhältnis. Das mag effizient wirken, verhindert aber genau das, was eigentlich entstehen soll: neues Denken.

Die Begegnung vor dem Business Case

In der Praxis treffen Startups und Unternehmen häufig in einem klassischen Verkäufer Käufer Modus aufeinander. Das Startup pitcht. Das Unternehmen bewertet. Anforderungen, Budgets und Entscheidungsprozesse stehen früh im Raum. Was fehlt, ist eine echte Begegnungsebene.

Die eigentliche Magic entsteht dort, wo beide Seiten zuerst verstehen wollen. Wie tickt der andere? Welche Zwänge gibt es? Welche Erwartungen, welche Ängste, welche Ziele? Diese Phase braucht Zeit und Offenheit. Sie lässt sich nicht durch einen Pitch oder ein Briefing ersetzen.

Zuhören ist hier wichtiger als Präsentieren. Es geht nicht darum, sofort Lösungen zu verkaufen oder Entscheidungen zu treffen. Es geht darum, gemeinsam Probleme zu benennen und offen über Herausforderungen zu sprechen. Erst dann entsteht Raum für kreative Ansätze. Vertrauen ist dabei der zentrale Faktor. Ohne Vertrauen bleibt jede Zusammenarbeit rein transaktional.

Ein weiterer Punkt wird häufig unterschätzt: Unternehmensgröße verändert alles. Startups agieren schnell, treffen Entscheidungen im kleinen Kreis und sind an kurze Feedbackzyklen gewöhnt. Etablierte Unternehmen funktionieren anders. Hier gibt es Hierarchien, Verantwortlichkeiten und komplexe Entscheidungsbäume.

Mit wachsender Unternehmensgröße verändern sich nicht nur Umsatzpotenziale, sondern auch Entscheidungsdauer, Risikoabwägung und interner Abstimmungsbedarf. Der Schritt von kleinen Kunden hin zu sehr großen Organisationen ist kein linearer Fortschritt, sondern ein qualitativer Sprung.

Für Startups stellt sich daher eine ehrliche Frage: Können sie diese Dynamik aushalten? Lange Entscheidungszyklen, wechselnde Ansprechpartner und interne Prioritäten sind kein Ausnahmefall, sondern Normalität. Wer das ignoriert, unterschätzt die Belastung erheblich.

Venture Clienting als bequemes Missverständnis

Es existieren zahlreiche einfach klingende Venture Clienting Modelle. In vielen Fällen verbirgt sich dahinter jedoch ein klassisches Prozess oder Beratungsmodell, lediglich neu verpackt. Workshops werden durchgeführt, Roadmaps erstellt und Innovation simuliert, ohne dass ein konkreter Mehrwert entsteht.

Am Ende zählt jedoch immer nur eines: Löst die Lösung ein reales Problem? Schafft sie messbaren Nutzen? Alles andere ist Beschäftigungstherapie. Innovation ohne Mehrwert ist kein Experiment, sondern Zeitverlust.

Wenn ein Unternehmen diesen Nutzen nicht klar benennen kann, liegt das Problem nicht beim Startup. Dann fehlt intern die Klarheit. In solchen Fällen braucht es zuerst Selbstreflexion. Welche Herausforderungen sind wirklich relevant? Wo besteht echter Handlungsdruck? Welche Probleme verdienen Aufmerksamkeit?

Innovation scheitert intern, nicht extern

In der Praxis scheitert die Zusammenarbeit mit Startups nur selten an fehlenden Ideen oder Technologien. Sie scheitert an internen Strukturen. An falsch ausgewählten Ansprechpartnern. An mangelnder oder überhaupt regelmäßiger Abstimmung zwischen Fachbereichen. Oder an fehlender Rückendeckung aus dem Management.

Besonders kritisch sind isolierte Innovationseinheiten ohne engen Bezug zum Kerngeschäft. Eine stand alone Innovation Unit mag gut klingen, bleibt aber oft wirkungslos. Innovation darf kein Paralleluniversum sein. Sie muss dort stattfinden, wo Verantwortung getragen und Entscheidungen getroffen werden.

Nur wenn Fachabteilungen aktiv eingebunden sind, entstehen tragfähige Use Cases. Nur dann können Lösungen skaliert werden. Und nur dann lohnt sich der Aufwand für beide Seiten.

Zusammenarbeit braucht Haltung

Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Startups und Unternehmen entsteht nicht durch Buzzwords oder schön klingende Programme. Sie entsteht durch Haltung. Durch Offenheit, Geduld und die Bereitschaft, den klassischen Kauf und Verkaufsmodus zu verlassen.

Weniger Venture Clienting als Buzzword. Mehr echtes Interesse. Weniger Prozesse, mehr Gespräche. Wer bereit ist, zuerst zuzuhören und gemeinsam zu denken, schafft die Grundlage für Innovation mit Substanz. Und genau darum sollte es gehen.

Bildcredits@privat

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Human-Centered Design im Modern Workplace: „Transformation gelingt nur gemeinsam“

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Human-Centered Design im Modern Workplace: „Transformation gelingt nur gemeinsam“

Frau Stüve, wie verlief Ihr beruflicher Weg bis zu Ihrer heutigen Rolle – und was waren prägende Stationen auf diesem Weg?

Ich habe in einem dualen Studium BWL studiert – in einem Großkonzern. Damit fing alles an. Die Arbeit im Konzern war sicher prägend. Und dann hatte ich die Möglichkeit, im Rahmen meiner Diplomarbeit ein erstes Servicecenter zu entwickeln. Also viele Menschen in einer Tätigkeit, die – das war damals die prägende Idee – die Taktung und Teilung der industriellen Fertigung auf Wissensarbeit übertragen hat. Aber Menschen ticken anders als Maschinen – das war für mich eine frühe und sehr prägende Erfahrung, die später mein Interesse an Themen wie Human-Centered Design im Modern Workplace geweckt hat. Mir ging es darum herauszufinden, was Menschen brauchen, was Menschen motiviert und wie Menschen Sinn auch in dieser Tätigkeit erfahren. Also eine ganz frühe Berührung mit dem Thema New Work, die sich dann aber in den Jahren danach konkretisiert hat.

Gab es einen bestimmten Moment oder eine Erfahrung, die Ihr Interesse für Human-Centered Design und moderne Arbeitswelten besonders geprägt hat?

Ja, meine Zeit in Dänemark. Geteilte Führung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das aufeinander Achten – im Job unter Kollegen wie durch die Führungskräfte. Das hat mich stark geprägt. Und natürlich ist dabei auch eine gewisse Begeisterung für eine skandinavische, klare Designsprache entstanden. Insofern haben die Monate, die ich – noch in Diensten des Konzerns – in Dänemark verbringen durfte, meine Sicht auf die Arbeit und das Miteinander von Menschen bei der Arbeit ganz maßgeblich beeinflusst und geprägt.

Welche Kompetenzen oder Perspektiven aus früheren beruflichen Stationen helfen Ihnen heute besonders bei der Gestaltung eines Human-Centered Design Modern Workplace?

Ich habe in den 1990er-Jahren nach Ende des Studiums und einer kleinen Karriere in einem Kundendialog-Unternehmen im Ruhrgebiet selbst ein Servicecenter gegründet und als Gesellschafterin geführt. Ich kenne das Geschäft dialogstarker Teams also von A bis Z, habe es von der Pike auf gelernt und das hilft mir natürlich heute, Organisationen in ihrer Entwicklung zu begleiten.

Vor einem Konzeptionsworkshop steht bei uns die Bestandsaufnahme auf dem Plan. Klingt nüchtern, ist es aber nur für den Immobilienbestand, wo es um viele Fakten, Maße und Details geht. Von der Seite der Organisation tauche ich gerne wirklich in das Geschehen ein, arbeite einen kompletten Tag mit in den Teams, lerne Abläufe und handelnde Personen kennen, atme das Betriebsklima ein und spüre gerne, wie die Teams ticken, die Führungskräfte arbeiten und das Miteinander gelingt. Das ist also weit mehr, als das Organigramm hergibt.

Wie hat sich Ihr Verständnis von „guter Arbeit“ im Laufe Ihrer Karriere verändert?

Im Kern gar nicht. Das Verständnis, dass Arbeit Sinn stiften muss, damit man sie gut macht, das Verständnis, dass Menschen wertgeschätzt werden wollen in dem, was sie tun, das hatte ich schon immer. Gute Arbeit braucht Sinn, Wertschätzung und Klarheit.

Das Verständnis ist präziser geworden, operationalisierbarer und verändert sich natürlich in Nuancen mit jedem Projekt ein Stück weit. Aber das ist eher eine Schärfung des Blicks als eine Neuorientierung. Neu ist heute eher die Dringlichkeit: Arbeitswelt verändert sich schneller denn je – durch Technologie, Fachkräftemangel und neue Erwartungen an Führung.

Wenn Sie Ihren beruflichen Werdegang in drei Schlagworten beschreiben müssten – welche wären das und warum?

Wertschätzend. Wirtschaftlich. Visionär.

Das ist die Quintessenz dessen, was ich über die Jahre gelernt habe, wie wir Arbeit und Arbeitsorte heute und in der Zukunft gestalten müssen. Wertschätzend im Umgang miteinander und den Mitarbeitenden gegenüber. Darüber haben wir ja schon gesprochen. Wirtschaftlich, weil wir in einem System leben und arbeiten, bei dem es immer darauf ankommt, dass am Ende ein Euro mehr übrig bleibt. Und visionär, weil wir das große Ganze im Blick behalten müssen: Wie arbeiten wir in der Zukunft und in welchen Räumen an welchen Orten machen wir das?

Wer heute investiert, schafft Arbeitsorte für das nächste Jahrzehnt. Und angesichts der rasanten technologischen Entwicklung durch Automatisierung und KI müssen wir stark darauf achten, Entwicklungen zu antizipieren und die Zukunft heute schon in der Arbeitswelt abzubilden.

Human-Centered Design wird häufig als Buzzword verwendet. Was bedeutet Human-Centered Design im Modern Workplace für Sie ganz konkret?

Der Mensch steht im Mittelpunkt. Als Mitarbeiter, als Führungskraft. Darum geht’s. Für diese Menschen schaffen wir Arbeitsorte. Für uns heißt Human-Centered Design: Erst Arbeit verstehen. Dann Raum entwickeln. Wir verbinden Organisation, Führung, Prozesse, Technik und Gestaltung zu einem funktionierenden Ganzen.

Warum scheitern Ihrer Erfahrung nach viele Transformationsprojekte im Bereich New Work oder digitale Arbeitswelten?

Da gibt es zwei Gründe: Konzept ohne Umsetzung. Und Umsetzung ohne Konzept.

Was meine ich damit? Die einen investieren in fancy Mobiliar, streichen die Wände bunt und stellen ein Bällebad ins Büro. Das ist sichtbar. Das ist anfassbar und das geht schnell. Hat aber mit New Work nichts zu tun. Die anderen schaffen Task Forces und Think Tanks, machen Workshops und bleiben dann auf der Meta-Ebene stecken.

Wer New Work will, muss beides tun: Auf der Erfahrung dessen, was funktioniert – und wir sind ja längst über das Prototypen-Stadium hinaus – Arbeit so organisieren, dass sie bestmöglich organisiert ist. Und Arbeitsorte schaffen, die für genau diese Arbeit und die Menschen gemacht sind. Transformation gelingt erst dann, wenn Organisation und Raum gemeinsam gedacht werden.

Wie kann Human-Centered Design dabei helfen, Mitarbeitende nicht nur „mitzunehmen“, sondern aktiv zu Beteiligten der Transformation zu machen?

Indem wir sie fragen. Indem wir ihre Antworten ernst nehmen. Und indem wir versuchen, aus diesen Antworten eine gute Planung für ein gutes Büro zu machen.

Nicht jeder Wunsch kann umgesetzt werden, aber meist haben diese Wünsche ja eine wichtige Basis – für Einzelne oder für das ganze Team. Ein Beispiel: Norddeutschland. Neuplanung eines Arbeitsortes für viele Menschen, die aus dem Umland kommen und in einer neuen Zentrale zusammengezogen werden.

Da kam in einer Townhall die Frage auf, wo man denn die nassen Fahrradklamotten trocknen könnte. Das war ein valider Punkt und eine ganz konkrete Anforderung. Und sowas ist – wenn man es rechtzeitig weiß und berücksichtigt – auch ohne großen Aufwand umsetzbar, zum Beispiel mit belüfteten Trockenschränken. Das meine ich mit Zuhören und Ernstnehmen.

Welche Rolle spielen Führungskräfte bei der Gestaltung eines menschenzentrierten Arbeitsumfelds?

Natürlich eine zentrale. Führungskräfte prägen Kultur stärker als jedes Leitbild. Sie leben vor, ob es ein offenes Miteinander oder eine straffe Hierarchie gibt.

Eine modern wirkende Duz-Kultur, die von oben verordnet wird, läuft ins Leere, wenn sich die Vorstandsebene trotzdem im obersten Stockwerk in Einzelbüros hinter dicken Türen abschottet. Wenn Führungskräfte in der Fläche sitzen und Rückzugsbereiche in direkter Nähe für vertrauliche Telefonate oder Meetings haben, sind sie ganz nah dran am Geschehen. Das ist nur ein Beispiel, wie Führung wirkt. Da hätte ich noch viele weitere.

Wie verändert Künstliche Intelligenz aktuell den Human-Centered Design Modern Workplace?

KI wird viele einfache Arbeiten sehr schnell übernehmen. Immer dann, wenn ein Vorgang ein hohes Volumen hat, lohnt es sich wirtschaftlich, diesen Vorgang mit oder ohne KI zu automatisieren.

Die speziellen Einzelfälle werden allerdings noch eine ganze Weile die volle Aufmerksamkeit des Menschen benötigen. Das heißt konkret für die Arbeitsplätze, dass sie solche Tätigkeiten unterstützen müssen.

Wir werden künftig weniger Orte für Routinetätigkeiten brauchen – und mehr Orte für Austausch, Konzentration, Lernen und kreative Problemlösung. Gerade deshalb wird der physische Arbeitsort wichtiger: als Ort für das, was Technologie nicht ersetzen kann.

Welche typischen Fehler beobachten Sie bei Unternehmen, die ihre Arbeitskultur modernisieren wollen?

Konzept ohne Umsetzung und Umsetzung ohne Konzept. Das haben wir ja schon besprochen: Viele investieren punktuell statt strategisch. Neue Technik hier, neue Möbel dort – aber ohne klares Zielbild.

Es reicht nicht, Konzepte zu schreiben, ohne dann den Mut zur Umsetzung aufzubringen. Und es hilft auch nichts, sich durch vermeintlich tolle Angebote der Hersteller von IT-, Medientechnik oder Mobiliar schnell ein paar neue Gadgets ins Büro zu stellen.

Und das ist aus meiner Sicht auch der größere Fehler: Da investiert man hier und da ein paar Tausend Euro und dann wundert man sich, dass sich an der Kultur und an der Zusammenarbeit nichts positiv verändert.

Wie lässt sich messen, ob ein Modern-Workplace-Konzept tatsächlich funktioniert?

In Euro und Cent natürlich. Wie lange bleiben Mitarbeiter beim Unternehmen? Wie hoch ist der Krankenstand? Und in vielen stark operativen Bereichen lässt sich auch die Arbeitsleistung am Output messen.

Natürlich können wir auch den Flächenbedarf, Mieten und Ausbaukosten ins Verhältnis setzen und klare Return-on-Invest-Berechnungen aufstellen. Das ist nämlich das, was ich mit wirtschaftlich gemeint habe: Kein Unternehmen investiert gern, ohne die Sicherheit zu haben, dass sich das hinten raus rechnet.

Und dazu müssen wir in der Lage sein. Und dazu sind wir in der Lage, wenn wir Konzept und Umsetzung zusammenführen – im Übrigen unterscheidet das unser Vorgehen von diesen vermeintlich fancy Insellösungen.

Remote Work, hybride Modelle, flexible Strukturen: Was bleibt – und was wird Ihrer Meinung nach überschätzt?

Alles bleibt. Alles hat seine Berechtigung. Letztlich muss jedes Unternehmen für sich selbst herausfinden, wie Arbeit organisiert wird. Das ist der partizipative Prozess, den wir ja schon besprochen haben.

Es gibt Strukturen, die funktionieren ganz hervorragend vollständig remote. Viele Start-ups leben damit sehr gut. Es gibt Strukturen, die funktionieren hybrid sehr gut, und es gibt solche, bei denen ein hohes Maß an Anwesenheit von allen Seiten gewünscht ist.

Wenn man allerdings durch die Büroflächen läuft und die meisten Plätze unbesetzt sind, dann weiß man sofort, dass irgendetwas nicht stimmt. Problematisch wird es immer dann, wenn Modell, Führung und Fläche nicht zusammenpassen. Leere Büros sind nämlich kein Immobilienproblem, sondern ein Organisationsproblem.

Welche konkreten Methoden oder Tools aus dem Human-Centered Design empfehlen Sie Unternehmen für den Einstieg?

Wir verfolgen zur Umsetzung einen methodisch sehr strukturierten Ansatz, der sich an unserer HCD-Matrix orientiert – von der Flächenauswahl bis zur Übergabe der neuen Arbeitsorte und dem anschließenden Begleiten der Mitarbeitenden bei der Eingewöhnung.

Aber an den Anfang jedes Projekts gehören Bestandsaufnahme, Prozessanalyse und das Formulieren der Anforderungen an den Arbeitsort. Wir arbeiten dabei in klassischen und sehr modernen Workshopformaten, binden gezielt Menschen in diesen Prozess ein und schaffen zunächst ein gemeinsames Verständnis von der Aufgabe, die vor uns liegt.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Wie sähe der Arbeitsplatz der Zukunft im Jahr 2030 aus?

Richtig, schön und einzigartig.

Richtig, weil er perfekt zu den Aufgaben passt, die dort bearbeitet werden. Schön, weil er Menschen abholt und ihnen einen Wohlfühlplatz gibt. Und einzigartig, weil er eben nicht von der Stange ist, sondern zu Mensch, Unternehmen und Prozessen passt.

Sie sprechen 2026 auf der New Work Evolution und der LEARNTEC. Worauf dürfen sich die Besucherinnen und Besucher in Ihrem Vortrag besonders freuen?

In unseren Vorträgen zeigen wir ganz praktisch, wie man konkret wird. Wir erklären, worauf es ankommt, wenn man Arbeitsorte schaffen oder verändern will. Kein Buzzword-Bingo, sondern Know-how aus unseren Projekten, bei denen wir viele Tausend Arbeitsplätze geplant, gestaltet und gebaut haben.

Welche konkreten Impulse oder praxisnahen Beispiele werden Sie dem Publikum mitgeben?

Neben den Vorträgen, in denen wir ganz konkret zeigen, worauf es ankommt, wollen wir in kleinen Workshops quasi Mini-Konzeptionsworkshops durchführen. Hier kann jede:r das eigene Unternehmen oder das eigene Team hinterfragen und sich konzeptionell damit beschäftigen, was zu tun ist, um die Organisation zukunftsfähig aufzustellen.

Warum sind Veranstaltungen wie die New Work Evolution und LEARNTEC gerade jetzt so wichtig für Unternehmen?

Weil sie Licht ins Dunkel bringen können, indem sie eine Plattform bieten, auf der ich mit den Lotsen zusammenkommen kann, die mich durch das enge Fahrwasser der Veränderungen bringen können.

Und weil ich die Chance habe, jedes Angebot konkret zu hinterfragen und auf Herz und Nieren zu testen. Ich erwarte von der New Work Evolution, dass jeder Besucher danach vor falschen Investitionen gefeit ist.

Für wen lohnt sich ein Besuch dieser Events besonders – HR, Führungskräfte, IT oder Geschäftsführung?

Für alle, die gestalten wollen und können. Das kann in unserem Fall die Führungskraft sein, die aus Sicht der Fachseite erkennt, dass die eigenen Arbeitsorte noch keine echten Workplaces to BE für die Mitarbeitenden sind und das ändern will.

Das kann aber genauso der Workplace Strategist sein, der nicht nur Beratermeinungen hören will, sondern Projekterfahrung kennenlernen möchte. Oder die Geschäftsführung, die merkt, dass „Back-to-Office“-Appelle nicht fruchten und sich grundsätzlich damit beschäftigen will, wo, wie, wann und mit wem die Mitarbeitenden im eigenen Unternehmen künftig arbeiten werden.

Wenn Sie Entscheiderinnen und Entscheider noch überzeugen müssten: Warum sollte man 2026 unbedingt dabei sein?

Weil HCD dabei ist. Und weil wir konkret werden.

Mehr Mut im Verkauf zahlt sich aus

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Nein im Verkauf: Wie Verkäufer Kunden überzeugen oliver Schumacher Verkaufstrainer

Warum ein klares Nein den Weg zum Abschluss erleichtert

Viele Verkäufer wollen vor allem angenehm wirken. Sie bleiben freundlich, vermeiden Widerspruch und geben schnell nach. Doch diese Haltung ist nicht immer zielführend. Denn wer Konflikte meidet, verkauft sich und sein Angebot unter Wert.

Noch immer glauben viele Verkäufer, ein Nein gefährde den Abschluss. In der Praxis passiert oft das Gegenteil. Ein klares Nein bringt Struktur ins Gespräch. Es trennt ernsthafte Kaufabsichten von unverbindlichen Anfragen, Gespräche werden verbindlicher und klare Entscheidungen rücken näher.

Erfolgreiche Verkäufer wissen das, denn sie sagen zum richtigen Zeitpunkt ruhig und respektvoll Nein.

Warum vielen Verkäufern das Nein schwerfällt

Die größte Hürde sitzt im Kopf. Verkäufer fürchten, dass der Kunde abspringt. Sie haben Angst vor schlechter Stimmung und wollen gefallen. Viele Menschen lernen, Konflikte zu vermeiden und Harmonie zu sichern, oft schon in der Kindheit.

Im Verkauf führt das zu Problemen. Wer immer zustimmt, verliert an Klarheit. Wer sich ständig anpasst, verliert an Führung. Dazu kommt die Angst vor Ablehnung. Ein Nein provoziert eine Reaktion. Genau diese Spannung wollen viele vermeiden. Sie sagen Ja, obwohl sie Nein meinen. Kurz: Das Gespräch bleibt ruhig bzw. nett, aber das Ergebnis wird schlechter.

Die Folgen fehlender Grenzen

Wenn Verkäufer kein Nein aussprechen, entstehen schleichende Verluste. Rabatte werden zu früh gewährt, Entscheidungen werden verschoben und Gespräche ziehen sich in die Länge.

Gleichzeitig leidet die Autorität. Der Verkäufer passt sich an, statt zu führen. Das merken auch die Kunden. Sie testen weiter. Nicht aus Böswilligkeit, sondern weil sie sehen, dass noch Spielraum vorhanden ist.

Was noch geht, wird ausprobiert: Beim Preis, beim Leistungsumfang oder bei Terminen. Am Ende bleibt oft Frust. Nicht beim Kunden, sondern beim Verkäufer.

Ein Nein kann respektvoll sein

Ein Nein bedeutet keine Ablehnung der Person, sondern setzt Grenzen. Entscheidend ist die Formulierung. Wer ruhig und sachlich bleibt, wirkt professionell.

Zum Beispiel: „Ich verstehe Ihren Punkt. An dieser Stelle bleibt unser Angebot jedoch bestehen.“ Oder: „Das ist unser bestmöglicher Preis. Mehr Spielraum haben wir nicht.“

Diese Aussagen zeigen Verständnis und Standfestigkeit zugleich. Kunden respektieren diese Klarheit. Auch dann, wenn sie zunächst widersprechen.

Der richtige Moment entscheidet

Nicht jedes Nein wirkt gleich. Der Zeitpunkt ist entscheidend. Zu früh wirkt ein Nein starr und zu spät unsicher.

Aufmerksame Verkäufer hören genau zu. Sie erkennen, ob ein Einwand ernst gemeint ist oder nur getestet wird. Dann setzen sie ihr Nein bewusst ein, und zwar kurz, sachlich und ohne lange Rechtfertigung. So entsteht Struktur im Gespräch und der Kunde merkt, dass eine Grenze erreicht ist.

Rabatte gezielt einsetzen

Rabatte wirken wie Signale. Wer sie schnell gewährt, sendet Unsicherheit, aber wer sie bewusst einsetzt, zeigt Stärke.

Erfolgreiche Verkäufer argumentieren zuerst über Nutzen und Wert. Sie zeigen Unterschiede zu anderen Lösungen und zeigen auf, wofür der Preis steht.

Wenn ein Rabatt sinnvoll ist, dann nur mit Gegenleistung. Etwa bei höherer Menge, schnelleren Entscheidungen oder angepasstem Leistungsumfang. Ein klares Nein zu pauschalen Preisnachlässen wirkt oft stärker als ein vorschnelles Entgegenkommen.

Spannenderweise akzeptieren das Kunden oft eher als erwartet.

Das Nein als Gesprächsöffner

Ein Nein beendet kein Gespräch, sondern lenkt es in eine produktivere Richtung. Statt Zugeständnisse zu machen, stellen gute Verkäufer Fragen.

Was ist dem Kunden wirklich wichtig?

Wo liegt der Engpass?

Welche Alternative passt besser?

Solche Fragen führen weg vom Preis und hin zur Lösung. Verkäufer behalten so die Führung, Kunden gewinnen Orientierung und letztlich werden Entscheidungen leichter.

Mut führt zu besseren Ergebnissen

Verkäufer, die Grenzen setzen, verkaufen erfolgreicher. Ihr Nein schafft Klarheit. Ihr Auftreten wirkt souverän, so dass Kunden sie als kompetente Partner wahrnehmen.

Ein Nein bedeutet kein Risiko, es ist ein Werkzeug. Wer es gezielt einsetzt, führt Gespräche auf Augenhöhe, sorgt für stabile Preise und macht Verkaufsabschlüsse wahrscheinlicher.

Also: Mehr Mut im Verkauf zahlt sich aus. Wer klar Position bezieht, schafft Vertrauen. Und genau dieses Vertrauen entscheidet am Ende über den Auftrag.

Bildrechte: Oliver Schumacher

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Fühlt sich Gesundheit heute oft komplizierter an als nötig?

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Bee People: Gesundheit mit Bienenprodukten neu gedacht Founders Daniel Meyer und Marie So

Bee People entwickelt natürliche Gesundheitslösungen mit Bienenprodukten und verbindet wissenschaftlich fundierte Prävention mit verantwortungsvoller Imkerei.

Wie ist Bee People entstanden und wer steht hinter dem Startup?

Hinter Bee People stehen die Gründer Marie So und Daniel Meyer. Wir sind ein kleines Team aus Menschen und Bienen mit der Mission, das Leben von beiden nachhaltig zu verbessern. Unsere gemeinsame Reise begann 2015 mit der Gründung eines Startups im Bereich Elektromobilität, das wir bis 2021 aufgebaut und erfolgreich verkauft haben. So spannend diese Zeit auch war – sie war gleichzeitig sehr intensiv, und über Jahre hinweg stand unsere Gesundheit eher im Hintergrund. Das wollten wir bewusst ändern, insbesondere mit der Geburt unserer Tochter im Jahr 2023. Gleichzeitig verbindet uns seit unserer Kindheit eine große Faszination für Bienen. Wir sind mit Bienenprodukten aufgewachsen, arbeiten selbst als Imker und haben vor einigen Jahren die Imkerausbildung in der Schweiz abgeschlossen. So ist das Ganze Schritt für Schritt zusammengekommen. Aus unserem neuen Fokus auf Gesundheit und unserer Leidenschaft für Bienen ist Bee People entstanden.

Was hat euch dazu inspiriert, euch auf Bienenprodukte und natürliche Gesundheit zu fokussieren?

Unsere Inspiration kam aus dem Gefühl, dass viele Menschen heute ständig versuchen, sich zu optimieren und dabei oft eher gestresst und ausgelaugt sind. Wir haben uns deshalb gefragt, ob es nicht einen natürlicheren Weg gibt und sind dabei wieder bei den Bienen gelandet, die uns schon lange begleiten. So ist die Idee entstanden, uns intensiver mit Bienenprodukten und ihrem Potenzial für Gesundheit zu beschäftigen.

Welche Vision verfolgt Bee People im Bereich Prävention und Ernährung?

Schon unsere Großeltern haben uns Bienenprodukte gegeben wenn wir sie besucht haben, daher sind wir sehr früh damit in Kontakt gekommen. Generell sind wir seit je her Fans von natürlicher Gesundheit und dem Motto „Food is medicine“. Wir wollen führend sein für Gesundheitslösungen welche auf Bienenprodukten basieren – angetrieben von Wissenschaft und dafür geschätzt, das Leben von Menschen und Bienen auf natürliche und nachhaltige Weise zu verbessern.

Wie möchtet ihr diese Vision in den kommenden Jahren konkret umsetzen?

Working hard, buzzing like a bee!

Wer gehört zur Zielgruppe von Bee People und welche Bedürfnisse adressiert ihr konkret?

Unsere Zielgruppe sind Menschen, die großen Wert auf ihre Gesundheit legen, im Alltag aber stark gefordert sind und sich Ausfälle kaum leisten können, gleichzeitig jedoch bewusst in ihre langfristige Gesundheit investieren möchten. Darüber hinaus sprechen wir auch Menschen an, die sich in besonders fordernden Lebensphasen befinden, zum Beispiel Eltern, die sich um ihre Kinder kümmern, Führungskräfte oder Vielreisende.

Unsere Produkte sind so entwickelt, dass sie sich unkompliziert in den Alltag integrieren lassen und gleichzeitig einen klaren funktionalen Mehrwert bieten. Sie unterstützen das Immunsystem, können das Risiko von Ausfällen reduzieren und wirken sich positiv auf das Mikrobiom aus.

Wie stellt ihr sicher, dass eure Produkte wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig natürlich bleiben?

Eines muss das andere ja nicht ausschließen: es gibt einen Grund warum es Naturwissenschaften gibt Spaß beiseite: wir formulieren unsere Produkte so dass sie so nahe wie nur möglich an der Natur bleiben. Heißt es sind Clean Label-Produkte ohne unnötige Zusatzstoffe und wir verwenden wo wir auch nur können bio-zertifizierte Inhaltsstoffe. Dann standardisieren wir die Produkte, diese werden durch klinische Studien gestützt und wir testen diese rigoros in führenden Labors.

Was macht Bee People im Vergleich zu anderen Anbietern von Nahrungsergänzungsmitteln besonders?

Was uns besonders macht ist, dass wir die einzige Firma sind, die Nahrungsergänzungsmittel mit Bienenprodukten in den Schweizer Alpen herstellt. Auch unsere Honig- und Propolis-Blends sind in dieser Form sehr innovativ und aktuell einzigartig in der Schweiz. Grundsätzlich sehen wir, dass viele Marken entweder stark funktional oder sehr naturgetrieben sind. Wir verbinden bewusst beides und setzen dabei auf klare, reduzierte Formulierungen. Unser Anspruch ist es nicht, einfach ein weiteres Supplement zu sein, sondern eine Marke, die man versteht und der man vertraut.

Mit welchen Herausforderungen seid ihr als Health Startup konfrontiert und wie geht ihr damit um?

Gerade am Anfang steht man als neue Marke im Bereich Nahrungsergänzungsmittel vor der Herausforderung, dass einen erstmal niemand kennt und auch niemand auf einen gewartet hat. Entsprechend war es nicht nur wichtig, online sichtbar zu werden, sondern uns auch in verschiedenen Vertriebskanälen zu positionieren. Gelöst haben wir das ziemlich pragmatisch. Ich (Daniel) bin mit unseren Produkten unter dem Arm in genau die Apotheken gegangen, in denen wir präsent sein wollten, habe nach den Inhabern gefragt und unsere Produkte persönlich vorgestellt. Am Ende war es viel Groundwork, harte Arbeit und klassischer Vertrieb mit vielen direkten Gesprächen.

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Imkerei in eurem Geschäftsmodell?

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Marke und unser Mindset. Wir sind ja selber Imker und uns liegt am Herzen wie mit den Bienen gearbeitet wird. Nur verantwortungsvolle Imkerei wird diesen unglaublich wertvollen, komplexen und von den Bienen mit so viel harter Arbeit erzeugten Rohstoffen gerecht!

Welche nächsten Schritte und Entwicklungen plant Bee People aktuell?

Wir sind aktuell in der Schweiz gut etabliert, bauen aber unsere Distribution vor allem außerhalb des Großraums Zürich und des Engadins wo wir herkommen weiter aus. Die nächsten Schritte sind eine stärkere Internationalisierung wie unser Markteintritt in Deutschland und China sowie der Ausbau unseres Produktportfolios. Wir haben mehrere neue, spannende Produkte in der Pipeline.

Welche Bedeutung hat Aufklärung über Prävention und Gesundheit für eure Marke?

Aufklärung ist für uns ein zentraler Bestandteil der Marke. Wir sind überzeugt, dass Prävention nur dann wirklich funktioniert, wenn Menschen verstehen, was sie tun und warum. Deshalb sehen wir unsere Rolle nicht nur darin, Produkte zu entwickeln, sondern auch komplexe Gesundheitsthemen verständlich zu machen und Orientierung zu geben. So entsteht Vertrauen – und genau das ist langfristig entscheidend.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mitgeben?

Drei sind wohl zu wenig, hier sind meine 5 wichtigsten:

Großartige Produkte entwickeln

Agil bleiben, d. h. schnell Prototypen entwickeln, den Markt testen und daraus lernen und sich anpassen

Durchhaltevermögen und harte Arbeit zahlt sich immer aus

Ein starkes Team aufbauen, das die gleiche Vision teilt

Der eigenen Leidenschaft treu bleiben

Bild Bildcredits @ Bee People 

Wir bedanken uns bei Daniel Meyer und Marie So für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Bee People

Kontakt:

Bee People AG
Piazza da Scoula 12
CH-7500 St. Moritz
Switzerland

https://beepeople.com/
charlotte@blackbirdberlin.com

Ansprechpartner: Charlotte Serbruch

Social Media:
Instagram
LinkedIn

Brad Pitt wird Markenbotschafter von Trade Republic

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Brad Pitt startet Kampagne mit Trade Republic Brad Pitt mit karte

Brad Pitt Trade Republic steht im Mittelpunkt der größten internationalen Kampagne des Fintechs. Mit der europaweiten Werbung hebt das Unternehmen 2 Prozent Zinsen, ein kostenloses Konto und Investieren ab einem Euro hervor.

Trade Republic ernennt Brad Pitt zum Markenbotschafter.

Trade Republic startet mit Brad Pitt als Markenbotschafter die größte internationale Kampagne der Unternehmensgeschichte.

Die Kampagne stellt die besten Konditionen bei Trade Republic in den Mittelpunkt: Kostenloses Konto mit Karte, 2 Prozent Zinsen, Investieren ab einem Euro. Viele Kunden zahlen in Europa zu hohe Gebühren für zu wenig Leistung von ihrer Bank. Trade Republic bringt dies einfach auf den Punkt und fragt: „Was bietet deine Bank?”

Der Spot läuft ab sofort im Fernsehen, auf Streaming Plattformen sowie auf allen relevanten digitalen Kanälen. Die Kampagne markiert die nächste Wachstumsphase des Unternehmens.

Brad Pitt Trade Republic startet europaweite Kampagne

Berlin, 12. Mai 2026 – Trade Republic startet die größte Kampagne der Unternehmensgeschichte. Das Gesicht der Kampagne ist Brad Pitt, zweifacher Oscar Preisträger und einer der weltweit bekanntesten und am meisten geschätzten Schauspieler.

Gemeinsam mit Brad Pitt bringt das Unternehmen seine Produktvorteile mit einem bewusst einfachen Kreativkonzept zu den Menschen in ganz Europa. Zudem setzt Trade Republic nach dem Ausbau des persönlichen 24/7 Kundenservices den nächsten Meilenstein.

Brad Pitt Trade Republic setzt auf klare Botschaften

Der neue Spot folgt einem radikal einfachen Prinzip. Brad Pitt betritt einen leeren schwarzen Raum, blickt direkt in die Kamera und sagt kein Wort.

Statt großer Inszenierung stellt eine Erzählstimme drei klare Vorteile in den Mittelpunkt: kostenloses Konto mit Karte, 2 Prozent Zinsen und Investieren ab einem Euro. Die Kampagne endet mit einer direkten Frage an den Zuschauer: Was bietet deine Bank?

„Die meisten Menschen in Europa sind heute noch bei einer Bank mit zu hohen Gebühren und zu niedrigen Zinsen. Wir bieten den Menschen heute mehr für ihr Geld. Genau das wollen wir so einfach und klar wie möglich zeigen”, sagt Christian Hecker, Co Founder von Trade Republic.

„Keine leeren Versprechen, keine komplizierten Botschaften, sondern starke Produktvorteile, die Millionen Menschen sofort verstehen und sie dazu bringen, ihre bisherige Bank zu hinterfragen.“

Brad Pitt Trade Republic stärkt Wachstum in Europa

Mehr als 10 Millionen Kunden in Europa vertrauen bereits auf Trade Republic. Mit kostenfreien Sparplänen, einem kostenlosen Konto mit Karte, 2 Prozent Zinsen, Investieren ab einem Euro und persönlichem Kundenservice rund um die Uhr positioniert sich das Unternehmen als moderne Alternative zu traditionellen Banken.

Wie alle Kampagnen von Trade Republic wurde auch diese intern entwickelt. Der Spot startet ab sofort europaweit im Fernsehen, auf Streaming Plattformen sowie auf allen relevanten digitalen Kanälen.

Bildcredits Trade Republic

Quelle Trade Republic – PR Solution

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