Donnerstag, April 3, 2025
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herCAREER Expo 2024

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herCAREER Expo 2023 Authors-MeetUp zum Buch „Frauen des Jahres“ © herCAREER – Franz Pfluegl

herCAREER Expo 2024: Europas führendes Karriere- und Netzwerkevent für Frauen setzt auf Themenvielfalt

Die herCAREER Expo, Europas größte Plattform für Karriere, Netzwerken und Weiterbildung von Frauen, öffnet am 17. und 18. Oktober ihre Türen im MOC München. Die Veranstalter:innen erwarten mehr als 6.500 Besucher:innen aus dem In- und Ausland. Sie können sich mit 272 Aussteller:innen und Partner:innen vernetzen und von rund 450 Expert:innen, Role Models und Buchautor:innen lernen.

Die herCAREER Expo steht für offenen Austausch auf Augenhöhe. Sie bietet Frauen aller Karrierestufen – von Berufseinsteiger:innen bis hin zu erfahrenen Führungskräften und Gründer:innen – eine einmalige Gelegenheit zur Weiterentwicklung und Inspiration. „Hier kommen Menschen zusammen, die bereit sind, voneinander zu lernen und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln“, betont die Gründerin und Geschäftsführerin von messe.rocks Natascha Hoffner.

Die Messe bewegt sich mit 271 Aussteller:innen und Partner:innen erneut auf dem hohen Vorjahresniveau. „Unternehmen können und wollen nicht auf das Potential von Frauen verzichten“, so Natascha Hoffner.

Mehr als 60 Vorträge und 350 Meet-Ups

Das Programm umfasst über 60 Vorträge, mehr als 350 Meet-Ups und Talks sowie Live-Podcasts und liefert Karriere- und Fachwissen sowie persönliche Einblicke. Rund 450 Expert:innen, Role Models und Buchautor:innen berichten von ihren Werdegängen, geben Karrieretipps oder teilen ihre Expertise.
Es geht um alle Themen, die Frauen im Berufsleben interessieren: die Suche nach dem passenden Job, Führungsfragen, Möglichkeiten zum Quereinstieg, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Equal Pay und diskriminierungsfreie Technologien. Teilnehmer:innen treffen auf Vorständ:innen, Aufsichtsrät:innen, Unternehmer:innen, Geschäftsführer:innen, Gründer:innen, Business Angels, Politiker:innen und Experten:innen – auf der herCAREER Expo oder bei der Netzwerkveranstaltung herCAREER@Night am ersten Messeabend.

Mehr Politik wagen

Welche Rahmenbedingungen Frauen am Arbeitsplatz vorfinden, hängt zu einem großen Maß von der Politik ab. Deshalb melden sich Frauen zu Wort, wenn es um die Zukunft von Deutschland und Europa geht – auch auf der herCAREER Expo. So zum Beispiel in der Podiumsdiskussion „Quo vadis Europa – worauf es jetzt ankommt, wenn wir unsere freiheitliche Demokratie nicht den Populisten überlassen wollen“. Annette von Wedel (Vorständin, female.vision e.V.), Sophie Pornschlegel (Politikwissenschaftlerin und Publizistin), Yasemin Efiloğlu (Co-Vorsitzende der Partei Volt, Berlin), Fabienne Sand (Deutsches Institut für Gutes Leben) und Sabine Klisch (Director Brand & Communications, Jenoptik AG) sprechen darüber, wie man eine pluralistische Gesellschaftsordnung schützen kann.

Welche Verantwortung Unternehmen dabei tragen, beleuchtet das Panel „Wirtschaft gegen Rechts“. Inga Karten (Co-Gründerin, de’ge’pol W), Lisa Neubert (Vorsitzende der Jugendvertretung VW Zwickau), Sabine Gillessen (Gillessen Digital Strategies) und Charlotte van Randenborgh (Sprecherin für politische Themen, Bayer AG) setzen sich unter anderem mit der Frage auseinander, ob der Einsatz gegen Rechtsextremismus ein wirtschaftliches Risiko oder sogar gut fürs Geschäft ist.

Eine symbolische Polit-Aktion erwartet die Besucher:innen bereits am Eingang: Eine leere Wiege weist auf die Gesetzesinitiative „Gestaffelter Mutterschutz“ hin, die von der Autorin und Aktivistin Natascha Sagorski ins Leben gerufen wurde. Damit möchte sie die Bedeutung eines zeitgemäßen Mutterschutzes betonen und eine Brücke zur Wirtschaft schlagen.

Vielfalt heißt auch Themenvielfalt

Die Inhalte der herCAREER Expo spiegeln den Facettenreichtum von Diversity-Themen am Arbeitsplatz wider. Dieser umfasst auch Machtfragen, Klassismus, Sexismus, Rassismus sowie Gesundheitsthemen und Künstliche Intelligenz.
Die Zukunft der Arbeit mit Künstlicher Intelligenz sorgt etwa in einer Podiumsdiskussion mit Berenike Beschle (Moderatorin, Bayerischer Rundfunk), Ulrike Scharf (Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales), Prof. Dr. Yasmin Weiß (Aufsichtsrätin und Gründerin) und Eva Gengler (feministische KI-Expertin) für Gesprächsstoff.

In der Diskussionsrunde „Er hat dich noch nicht mal angefasst“ bringt unter anderem Franziska Saxler (Research Assistant, Universität Bern) Fakten zu sexualisierter Belästigung und Schutzmöglichkeiten im Arbeitsalltag ein. Prof. Dr. Francis Seeck (Professor*in für Soziale Arbeit, Technische Hochschule Nürnberg) beteiligt sich an einem Programmpunkt zu Wegen in eine sozial gerechte Gesellschaft.

Wie wir uns Rassismus beibringen“ – damit beschäftigten sich Gilda Sahebi (freie Journalistin) und Anna-Lena von Hodenberg (GF von HateAid).
Welchen Einfluss die Wechseljahre am Arbeitsplatz haben, untersucht die Studie „MenoSupport“ von Prof. Dr. Andrea Rumler (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin), die ebenfalls als Speakerin in München dabei ist. Das MeetUp wird moderiert von Silke Burmester (Palais F*luxx).
Präsentation des Buchs „Frauen des Jahres“

Ein besonderes Highlight der Expo ist die Veröffentlichung der zweiten Ausgabe des Buchs „Frauen des Jahres“, das die Journalistin Kristina Appel auf Initiative der herCAREER verfasst hat. In dem Jahrbuch porträtiert sie 31 herausragende Frauen und Mentorinnen, die mit konstruktiven Ideen, modernem Führungsstil und viel Leidenschaft ihr Berufsleben gestalten. Auf einem Panel am 17. Oktober 2024 wird die Autorin gemeinsam mit einigen der Protagonistinnen über ihre Erfahrungen und beruflichen Visionen sprechen.

Eine Übersicht des gesamten Programms ist hier zu finden. Unter dem Link www.her-career.com/expo gibt es alle weiteren Infos und Tickets.

Bild herCAREER Expo 2023 Authors-MeetUp zum Buch „Frauen des Jahres“ © herCAREER – Franz Pfluegl

Quelle messe.rocks GmbH

Wie verändert diese Plattform die Entwicklung von Zukunftskompetenzen?

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ONESTOPTRANSFORMATION AG Julian Knorr, Gründer und CEO ONESTOPTRANSFORMATION AG

ONESTOPTRANSFORMATION unterstützt Unternehmen dabei, zukunftsrelevante Kompetenzen aufzubauen und individuelle Lernerlebnisse durch eine innovative Diagnostik- und Lernplattform zu ermöglichen.

Könnten Sie uns einen Überblick über ONESTOPTRANSFORMATION geben und die Personen vorstellen, die hinter diesem Unternehmen stehen?

ONESTOPTRANSFORMATION unterstützt Unternehmen und Mitarbeiter*innen dabei, heute schon die Kompetenzen aufzubauen, die morgen die Welt bewegen. Hierfür haben wir die Mindset Navigator Plattform entwickelt, die Zukunftskompetenzen wissenschaftlich valide analysiert und entwickelt. Wir kombinieren damit Diagnostik mit einer digitalen Lernplattform und schaffen somit individualisierte Lernerlebnisse. Gegründet wurde ONESTOPTRANSFORMATION im Januar 2018 von Julian Knorr

Was war die ursprüngliche Vision von ONESTOPTRANSFORMATION, und welche Strategien setzen Sie ein, um diese Vision zu verwirklichen?

Die ursprüngliche Vision war digitales Mindset messbar zu machen, um damit im Recruiting ein besseres Matching zwischen Kandidat*innen und Jobs herzustellen und auf der anderen Seite Personalentwicklung mit Diagnostik besser zu individualisieren. Heute ist unsere Vision umfassender: Wir befähigen Menschen heute schon für morgen und sichern damit ihre Beschäftigungsfähigkeit und die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. 

Um diese Vision erfüllen zu können, kombinieren wir verschiedene Fachrichtungen bei uns im Team: Tech, Psychologie, Didaktik.

Welche Zielgruppe spricht ONESTOPTRANSFORMATION an, und wie stellen Sie sicher, dass deren spezifische Bedürfnisse optimal erfüllt werden?

Wir sind rein im B2B Markt und sprechen Unternehmen vom Mittelstand bis hin zu Großkonzernen an, unabhängig von der Branche. Denn die Entwicklung von Zukunftskompetenzen ist für alle Unternehmen die entscheidende Herausforderung, um in Zeiten schneller Veränderung und Fachkräftemangel erfolgreich in die Zukunft zu kommen. Bis 2027 werden sich laut des World Economic Forum 44% der Kernkompetenzen bestehender Jobs verändern und hierfür haben wir die perfekte Antwort: Ein individualisiertes und nachhaltiges Lernkonzept für das gesamte Unternehmen.

Mit welchen größten Herausforderungen sehen Sie sich bei ONESTOPTRANSFORMATION konfrontiert, und wie gehen Sie und Ihr Team mit diesen Herausforderungen um?

Die größten Herausforderungen sind aktuell marktseitig die sehr volatilen wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland und Europa und damit ein z.T. kurzfristiges Denken und Entscheiden bei Unternehmen. Die Entwicklung von Zukunftskompetenzen ist aber nichts, was sich von heute auf morgen direkt in der Bilanz ablesen lässt, sondern dauert einige Monate. Wenn jedoch nicht in Zukunftskompetenzen investiert rächt sich das mittel- und langfristig doppelt und kann z.T. nicht mehr aufgeholt werden. 

Wir gehen mit viel Markt- und Kundenkommunikation mit dieser Herausforderung um und haben den großen Vorteil, dass unsere Plattform kostenmäßig sehr attraktiv ist und damit ökonomisch einfach darstellbar ist.

Was unterscheidet ONESTOPTRANSFORMATION von anderen Unternehmen im selben Bereich, und was würden Sie als Ihren einzigartigen Wettbewerbsvorteil beschreiben?

Unser einzigartiger Wettbewerbsvorteil ist die Übersetzung von Diagnostik in Lernpfade. Damit schaffen wir ein individualisiertes Lernerlebnis für alle Mitarbeiter*innen im Unternehmen. Dies erhöht die Lerneffizienz, die Lernmotivation, den Lerntransfer und ist kostensparend für Unternehmen. Man kann die Mindset Navigator Plattform auch als Navigationsgerät für Zukunftskompetenzen beschreiben: Erst wird der Standort analysiert (Diagnostik) und dann die Route zum Ziel berechnet (individueller Lernpfad).

Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung von ONESTOPTRANSFORMATION, und welche neuen Projekte oder Dienstleistungen planen Sie in den kommenden Jahren?

Die Plattform und unser Portfolio wird sich immer weiter entwickeln. Aktuell haben wir ein neues Modul für die Entwicklung von KI-Kompetenzen auf der Plattform. Dieses wird die nächsten Jahre noch weiter ausgebaut werden, da es einer der langfristig großen Trends ist. Zudem werden wir das Thema Nachhaltigkeit als Teil von Zukunftskompetenzen mit aufnehmen und damit vor dem Hintergrund des ESG Reportings noch eine spannende Möglichkeit zur Messung und Qualifikation bieten. 

Welche Rolle spielt Innovation bei ONESTOPTRANSFORMATION, und wie bleiben Sie in einem sich schnell verändernden Markt relevant?

Innovation spielt eine sehr große Rolle und wir müssen mit unserer Lösung immer vorne dranbleiben, um Unternehmen weiterhin begeistern zu können. Deshalb machen wir kontinuierlich ein Technologie- und Marktscreening und sprechen sehr viel mit unseren Kunden. Eine meiner Hauptaufgaben als Gründer ist Kundenbedürfnisse wirklich im Detail und an der Wurzel zu verstehen und dann gemeinsam mit unserem tollen Team zu bearbeiten und Lösungen zu schaffen.

Könnten Sie uns Einblicke in die Unternehmenskultur von ONESTOPTRANSFORMATION geben und wie diese zur Erreichung Ihrer Unternehmensziele beiträgt?

Wir sind ein hybrides Team mit unterschiedlichen Erfahrungshintergründen und das macht uns stark. D.h. eine gewisse Reibung ist dauerhaft vorhanden und wir versuchen diese über eine aktive und uneingeschränkte Feedbackkultur zu fördern. Wir arbeiten sehr stark hybrid zusammen, sodass sehr viel in der digitalen Welt stattfindet und wir dabei viele unterschiedliche Formate immer wieder ausprobieren und verwerfen. Dieser Dreiklang aus Offenheit, Digitaler Neugier und Test/Error ist auch für die Produktentwicklung und die Umsetzung von Kundenbedürfnissen elementar, somit geht die Kultur mit den Unternehmenszielen Hand in Hand.

Wie sammeln Sie Feedback von Ihren Kunden, und wie beeinflusst dieses Feedback die Weiterentwicklung von ONESTOPTRANSFORMATION?

Über ganz viele Kundengespräche, um qualitatives Feedback zu erhalten, zudem über standardisierte Nutzerumfragen und Datenauswertungen des Nutzerverhalten. Diese Datenpunkte kombinieren wir und lassen wir – gepaart mit Trend-Research – in die Weiterentwicklung einfließen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ebenfalls ein erfolgreiches Startup aufbauen möchten?

Mutig sein und bewusst smarte Risiken eingehen.

Eine hohe Widerstandsfähigkeit bei Rückschlägen mitbringen, da die Gründung eines Startups dem Ritt auf einem Löwen gleicht.

Spaß haben, denn ohne Freude am Thema wird der Elan nicht reichen. Die Gründung ist schließlich ein Marathon und kein Sprint.

Welche Werte stehen im Mittelpunkt von ONESTOPTRANSFORMATION. Wie spiegeln sich diese in Ihrer täglichen Arbeit und im Umgang mit Kunden wider?

Wir haben im Team gemeinsam 5 Werte definiert, die uns in unserem Handeln leiten und den Umgang mit Kunden und die interne Zusammenarbeit prägen: Uneingeschränkte Offenheit, Kundenfokus, Ownership, Weiterentwicklung, Gemeinsam

Wie sehen Sie den Einfluss von ONESTOPTRANSFORMATION auf die Branche und den Markt. Welche langfristigen Ziele haben Sie für das Unternehmen?

Wir haben mit unserer Plattform eine neue Kategorie geschaffen: Die Schnittstelle zwischen Diagnostik und Lernen. Diese Kategorie besetzen wir heute stark und wollen unseren Markt nun konsequent im DACH-Raum und langfristig international erschließen. Der Fokus der Markterschließung wird auf dem Mittelstand liegen. Dies erfordert viel Kommunikation und den Aufbau von Sichtbarkeit.

Bild Julian Knorr, Gründer und CEO Bildcredits: ONESTOPTRANSFORMATION AG

Wir bedanken uns bei Julian Knorr für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie kann diese KI die Kommunikation in Ihrer Branche auf den Kopf stellen?

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Laura Paskowski Co-Founderin, Chief Sales Officer Vaibrant GmbH Bildcredits privat

Vaibrant entwickelt innovative KI-basierte Konversationsagenten, die die Kommunikation in verschiedenen Branchen effizienter und zugänglicher gestalten.

Wie ist die Idee zu Vaibrant entstanden und welche Vision verfolgen Sie mit Ihrer Arbeit im Bereich KI-Lösungen?

Die Idee zu Vaibrant entstand aus dem Wunsch heraus, Technologie sinnvoll einzusetzen, um positive Veränderungen zu bewirken. Wir glauben fest daran, dass Künstliche Intelligenz, wenn sie verantwortungsbewusst und menschenzentriert entwickelt wird, enorme Unterstützung in vielen Lebensbereichen bieten kann. Unsere Vision ist es, langfristig einen positiven Einfluss zu schaffen, indem wir KI-Lösungen entwickeln, die nicht nur effizient und innovativ sind, sondern auch den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Mit unseren Technologien wollen wir die Art und Weise, wie Unternehmen und Institutionen arbeiten und kommunizieren, nachhaltig verbessern und dabei stets ethische Standards und den Nutzen für den Menschen im Blick behalten.

Sie entwickeln KI-basierte Konversationsagenten für verschiedene Branchen. Können Sie uns genauer erklären, wie diese Technologie die Kommunikation und Effizienz in den jeweiligen Bereichen verbessert?

Unsere KI-basierten Konversationsagenten sind darauf ausgelegt, die Kommunikation in verschiedenen Branchen maßgeblich zu verbessern, indem sie personalisierte, menschenähnliche Interaktionen ermöglichen. Durch den Einsatz fortschrittlicher Technologien der Künstlichen Intelligenz können unsere Agenten in Echtzeit auf Anfragen reagieren und relevante Informationen bereitstellen. Ein weiteres spannendes Merkmal unserer Agenten ist ihre Verfügbarkeit rund um die Uhr (24/7), die es Unternehmen und Institutionen ermöglicht, jederzeit auf Kundenanfragen zu reagieren, unabhängig von der Tageszeit. Darüber hinaus fördern wir die Barrierefreiheit, indem wir über 80 Sprachen unterstützen und einfache Sprache anbieten. Die Integration von Spracheingabe und Sprachausgabe in Audioform gewährleistet, dass alle Nutzer, einschließlich Menschen mit Beeinträchtigungen, kommunizieren können. Diese Kombination von Technologien verbessert nicht nur die Nutzererfahrung, sondern sorgt auch dafür, dass Informationen für ein breites Publikum zugänglich gemacht werden.

Die Implementierung unserer KI-basierten Konversationsagenten führt zu einer signifikanten Effizienzsteigerung in den jeweiligen Bereichen. Durch die Automatisierung der Kommunikation können Unternehmen und Institutionen Routineanfragen und häufig gestellte Fragen ohne menschliches Eingreifen bearbeiten. Dies reduziert die Wartezeiten für Kunden erheblich und ermöglicht es den Mitarbeitenden, sich auf komplexere und wertschöpfende Aufgaben zu konzentrieren. Zudem sorgt die Fähigkeit, relevante Informationen in Echtzeit bereitzustellen, für eine verbesserte Nutzererfahrung.

In welchen spezifischen Anwendungsfällen, etwa in Hochschulen oder der Hotellerie, sehen Sie den größten Mehrwert Ihrer Lösungen?

Unsere KI-basierten Konversationsagenten bieten in verschiedenen Anwendungsbereichen, unter anderem in Hochschulen und der Hotellerie, einen erheblichen Mehrwert.

In Hochschulen können unsere Agenten als digitale Ansprechpartner für Studierende und Interessierte fungieren. Sie bieten rund um die Uhr Unterstützung bei Fragen zu Studiengängen, Bewerbungsprozessen, Stipendien und allgemeinen Informationen zur Hochschule. Dies unterstützt die Studienberatung und ermöglicht es den Mitarbeitenden, sich auf individuelle Beratungsgespräche zu konzentrieren. Darüber hinaus können die Agenten spezifische Informationen zu Veranstaltungen, Fristen und Campus-Ressourcen bereitstellen, was die Informationsvermittlung effizienter gestaltet und die Zufriedenheit der Studierenden erhöht.

In der Hotellerie ermöglichen unsere Konversationsagenten einen durchgängigen Gästeservice. Sie können Buchungsanfragen entgegennehmen, Informationen zu Zimmern und Preisen bereitstellen und den Gästen bei der Planung ihrer Aufenthalte helfen. Durch die Automatisierung dieser Prozesse werden Wartezeiten reduziert, und das Personal wird von Routineanfragen entlastet, sodass es sich auf die persönliche Betreuung der Gäste konzentrieren kann. Zudem kann der Agent Mehrsprachigkeit und einfache Sprache nutzen, um internationale Gäste effektiv zu bedienen und Barrieren abzubauen.

Welche Herausforderungen haben Sie bei der Entwicklung und Implementierung Ihrer KI-Technologien erlebt, und wie sind Sie damit umgegangen?

Die Entwicklung unserer KI-basierten Konversationsagenten brachte verschiedene Herausforderungen mit sich. Eine der größten war die Identifizierung und Auswahl der besten „State of the Art“-Technologien aus der Vielzahl verfügbarer KI-Lösungen. Wir mussten diese Technologien so kombinieren, dass wir einen Konversationsagenten mit der höchsten Antwortqualität gewährleisten konnten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Durchführung umfangreicher Tests, um die Benutzerfreundlichkeit und Effektivität unserer Lösung sicherzustellen. Durch Feedbackschleifen mit unseren Kunden konnten wir deren Anforderungen besser verstehen und Anpassungen vornehmen, die zu einer höheren Kundenzufriedenheit führten. Diese Herausforderungen haben uns wertvolle Erkenntnisse geliefert und unsere technologischen Fähigkeiten weiterentwickelt.

Wie gehen Sie sicher, dass Vaibrant die individuellen Bedürfnisse der verschiedenen Branchen optimal erfüllt?

Um sicherzustellen, dass Vaibrant die individuellen Bedürfnisse der verschiedenen Branchen optimal erfüllt, führen wir umfangreiche Analysen durch und stehen im engen Austausch mit unseren Kunden. Wir sammeln kontinuierlich Feedback und analysieren spezifische Anforderungen, um maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln. Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht es uns, unsere KI-basierten Konversationsagenten kontinuierlich zu optimieren und an die einzigartigen Herausforderungen jeder Branche anzupassen.

Sie legen großen Wert auf die Förderung von Frauen in der Tech- und Startup-Szene. Was treibt Sie persönlich an, dieses Thema aktiv zu unterstützen?

Ich lege großen Wert auf die Förderung von Frauen in der Tech- und Startup-Szene, weil ich leidenschaftlich gerne in dieser dynamischen Branche arbeite. Es begeistert mich, Teil eines Umfelds zu sein, das von Innovation und Kreativität geprägt ist. Ich möchte mehr Frauen dazu ermutigen, in diese spannende Branche einzutreten und ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Ich möchte anderen Frauen zeigen, dass sie erfolgreich sein können und ihre Ideen und Fähigkeiten in die Tech-Welt einbringen sollten, indem ich als Vorbild und Mentor helfe. Gemeinsam können wir eine vielfältigere Branche schaffen.

Wie sieht die Zukunft von Vaibrant aus? Welche neuen Entwicklungen und Technologien dürfen wir von Ihnen erwarten?

Die Zukunft von Vaibrant sieht vielversprechend aus, da wir uns darauf konzentrieren, unsere KI-Konversationsagenten weiterzuentwickeln und die Kommunikation in verschiedenen Branchen zu revolutionieren. Unser aktueller Fokus liegt darauf, die Funktionalitäten und Einsatzmöglichkeiten unserer Agenten auszubauen, um den individuellen Bedürfnissen unserer Kunden noch besser gerecht zu werden.

Darüber hinaus sind wir stets auf der Suche nach neuen Technologien und innovativen Lösungen, die unser Produktportfolio erweitern können. Wir investieren kontinuierlich in Forschung und Entwicklung, um an der Spitze der technologischen Fortschritte zu bleiben.

Welche Rolle spielt Ethik bei der Entwicklung von KI-Lösungen, insbesondere im Hinblick auf den Datenschutz und die Interaktion mit Kunden?

Ethik spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung unserer KI-Lösungen, insbesondere wenn es um den Datenschutz und die Interaktion mit unseren Kunden geht. Wir sind uns bewusst, dass der Umgang mit sensiblen Daten das Vertrauen unserer Nutzer beeinflusst. Daher verpflichten wir uns zu höchsten Standards im Datenschutz und in der Datensicherheit.

Unsere Technologien sind so konzipiert, dass sie die Privatsphäre der Benutzer respektieren und persönliche Informationen nur mit ausdrücklicher Zustimmung erfassen und verwenden. Wir implementieren strenge Sicherheitsmaßnahmen, um die Daten unserer Kunden zu schützen und sicherzustellen, dass alle gesetzlichen Anforderungen und Richtlinien eingehalten werden.

Darüber hinaus legen wir großen Wert darauf, dass unsere KI-Lösungen transparent und nachvollziehbar sind. Wir möchten, dass unsere Nutzer verstehen, wie ihre Daten verwendet werden und welche Entscheidungen die KI trifft. Durch Workshops fördern wir das Bewusstsein für ethische Fragestellungen in der Technologie.

Was unterscheidet Vaibrant von anderen Anbietern im Bereich KI-basierter Kommunikationstools? Was macht Ihre Lösungen einzigartig?

Vaibrant hebt sich durch die Kombination der besten State-of-the-Art Technologien in der KI-gestützten Kommunikation ab. Wir setzen auf die besten verfügbaren Technologien, um eine optimale Antwortgenerierung zu gewährleisten. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist unser stark ausgeprägter Fokus auf Barrierefreiheit. Wir setzen auf Mehrsprachigkeit und die Nutzung einfacher Sprache, um sicherzustellen, dass unsere Lösungen für alle Nutzergruppen zugänglich sind. Darüber hinaus ermöglichen Funktionen wie Spracheingabe und Sprachausgabe, dass auch Menschen mit unterschiedlichen Kommunikationsbedürfnissen problemlos mit unseren Agenten interagieren können.

Unsere einzigartige Kombination aus technologischer Exzellenz und einem klaren Bekenntnis zur Barrierefreiheit stellt sicher, dass wir nicht nur den aktuellen Anforderungen der verschiedenen Branchen gerecht werden, sondern auch zukunftssichere Lösungen entwickeln, die den Benutzern ein Höchstmaß an Komfort und Effizienz bieten.

Wie hat Ihre persönliche Erfahrung als Gründerin Sie auf Ihrer Reise beeinflusst, und welche Lektionen haben Sie dabei gelernt?

Meine persönliche Erfahrung als Gründerin hat mich in vielerlei Hinsicht geprägt und gelehrt, wie wichtig Durchhaltevermögen und Flexibilität sind. Auf dieser Reise habe ich gelernt, dass es unvermeidlich ist, Herausforderungen zu begegnen, aber auch, dass in jedem Hindernis eine Chance steckt, kreativere und bessere Lösungen zu finden. Die Verantwortung, Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig ein Team zu führen, hat mir gezeigt, wie wertvoll Zusammenarbeit und Vertrauen sind. Eine der wichtigsten Lektionen war auch, auf mein Bauchgefühl zu hören, aber dabei die Meinungen und Ideen anderer nicht zu unterschätzen. Der Weg als Gründerin hat mir beigebracht, dass Wachstum immer mit Lernen verbunden ist – sei es durch Erfolge oder Rückschläge. Und am Ende des Tages sind Leidenschaft und Begeisterung für das, was man tut, der stärkste Antrieb, der einem hilft, auch die schwierigsten Phasen zu meistern.

Welche drei wesentlichen Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein Startup im Technologie- oder KI-Bereich aufbauen möchten?

Drei wesentliche Ratschläge, die ich Gründerinnen und Gründern im Technologie- oder KI-Bereich geben würde, sind:

Schnelligkeit ist entscheidend: Der Tech- und besonders der KI-Bereich entwickelt sich rasant. Es ist wichtig, schnell auf Marktveränderungen und technologische Innovationen zu reagieren. Agilität in den Prozessen und schnelle Entscheidungsfähigkeit sind der Schlüssel, um konkurrenzfähig zu bleiben und Chancen rechtzeitig zu nutzen.

Fokussiert bleiben, aber flexibel sein: Es ist wichtig, eine klare Vision zu haben und fokussiert an den eigenen Zielen zu arbeiten. Gleichzeitig sollten Gründerinnen und Gründer flexibel genug sein, um sich an neue Gegebenheiten anzupassen, sei es durch veränderte Marktanforderungen oder neue technologische Möglichkeiten.

Baue ein starkes Netzwerk auf: Niemand kann alles alleine schaffen. Besonders in der dynamischen Tech-Welt ist ein gutes Netzwerk aus Mentoren, Experten und Gleichgesinnten wertvoll. Der Austausch mit anderen kann nicht nur wertvolle Einblicke liefern, sondern auch Türen zu neuen Möglichkeiten öffnen.

Wie unterstützen Ihre KI-Lösungen Unternehmen dabei, nicht nur effizienter zu arbeiten, sondern auch nachhaltig zu wachsen?

Langfristig helfen unsere Lösungen dabei, Ressourcen optimal einzusetzen, indem Prozesse schlanker und digitaler gestaltet werden. Unternehmen können schneller auf Kundenbedürfnisse reagieren und datenbasierte Entscheidungen treffen, was zu nachhaltigem Wachstum und einer besseren Anpassung an zukünftige Herausforderungen führt.

Bild: Laura Paskowski Co-Founderin, Chief Sales Officer Vaibrant GmbH Bildcredits privat

Wir bedanken uns bei Laura Paskowski für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Über Geld spricht man nicht, aber ich tue es

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Geld Sarah Lindner, Autorin von "Über Geld spricht man nicht – Frau schon!

Wie ich zur Millionärin wurde und wie du es auch schaffen kannst

Darf man sagen, dass man Millionärin ist? Ja, das darf man und frau. Ich bin Millionärin mit 37 Wohneinheiten, die mir ein systematisches Einkommen ermöglichen. Eigentlich müsste ich gar nicht mehr arbeiten, doch ich tue es weiter, weil es meine Mission ist, anderen zu zeigen, wie auch sie finanzielle Freiheit erreichen können.

Über Geld zu sprechen, ist für viele immer noch ein Tabu. Es löst oft negative Reaktionen aus. Manche glauben, dass Geld nicht so wichtig ist wie andere Dinge im Leben. Aber ich lebe nicht im „Entweder-Oder“. Ich möchte gesund, glücklich, wohlhabend und spirituell zugleich sein. Du kannst das auch erreichen, wenn du bereit bist, einige notwenidge Schritte zu gehen.

Geld ist für mich Energie und ein Werkzeug, mit dem ich meine Werte leben kann – wie zum Beispiel Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. Die Art, wie du Geld betrachtest, bestimmt, wie du damit umgehst. “Wahrnehmung wird Wirklichkeit” habe ich schon damals, als ich noch beim Fernsehen gearbeitet habe, gemerkt. Ob dich Geld unter Druck setzt oder dir Freiheit gibt, liegt allein an deiner Sichtweise (Mindset, Einstellung). Und das kannst du ändern. Ich tue es immer wieder mit meinen Mentees.

“Mit 80.000 Euro zur Millionärin”

Schritt 1: Der erste Schritt in Richtung finanzieller Freiheit ist, deine Beziehung zu Geld zu überdenken. Wenn du Geld als etwas Unwichtiges oder Negatives betrachtest, wird es schwer sein, dass es in dein Leben kommt und bleibt. Wer Geld als etwas Abstoßendes sieht, hat meist wenig davon.

Schritt 2: Bewusstes Wahrnehmen: Wenn du dich selbst dabei ertappst, dass du arbeitest, nur um Geld zu verdienen, dann beherrscht Geld dich. Wenn du jedoch das tust, was du liebst, und gleichzeitig damit anderen dienst und gut entlohnt wirst, bist du auf dem Weg zur Selbstbestimmung. Die inneren Überzeugungen über Geld zu ändern, ist nicht immer leicht, da Sichtweisen tief verwurzelt sein können, aber sie zu erkennen und aufzulösen ist der erste Schritt in Richtung Freiheit.

Selbstbestimmt leben – warum das beim Geld anfängt

Schritt 3: Selbst lernen, wie du investieren kannst! Viele Frauen träumen von einem selbstbestimmten Leben, doch wenn sie in einer Partnerschaft sind oder Kinder bekommen, fällt die Verantwortung für die Finanzen oft auf den Mann zurück. Doch jede Frau hat das Potenzial, finanziell unabhängig zu sein. Einige Frauen lernen gern in Kleingruppen, wie sie ihr Geld gut investieren können. Ich möchte mehr Frauen zu Investorinnen machen. Das geht auch nebenbei, neben Kind, Job, etc. Es ist letztendlich egal, welchen Weg zu genau gehst, solange du anfängst!

Im Inneren anfangen, im Äußeren gewinnen

Schritt 4: Durchhalten! Der Weg zur finanziellen Freiheit ist nicht immer einfach. Ängste, Zweifel und fehlendes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sind Hürden, die viele zurückhalten. Besonders Frauen haben oft Respekt vor großen finanziellen Entscheidungen, wie Investitionen oder dem Aufnehmen eines Kredits. Und dann hat die Freundin doch letztens noch diese negative Schlagzeile über Immobilien gelesen… Bedenken sind verständlich, besonders wenn man solche Entscheidungen noch nie getroffen hat. Doch genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen.

Die größten Hindernisse auf dem Weg zum Vermögensaufbau

Schritt 5: Ein großes Hindernis ist, Dinge zu tun, die nur wenige tun. Es erfordert Mut, anders zu handeln als das eigene Umfeld, gerade wenn es um Investitionen oder finanzielle Entscheidungen geht. Frauen neigen dazu, sich auf die Meinung anderer zu verlassen, doch das kann sie oft davon abhalten, ihre eigenen finanziellen Ziele zu verfolgen.

Wenn du eine erfolgreiche Frau siehst, was denkst du? Viele Frauen sehen andere erfolgreiche Frauen kritisch. Interessanterweise erhalten erfolgreiche Frauen oft mehr Unterstützung von Männern als von anderen Frauen. Lass uns das ändern!

Klarheit über deine Ziele

Für mich war es nie das Materielle, das mich antrieb. Es ging um das Gefühl wahrer Freiheit – mental, emotional und finanziell. Mein Wunsch ist, als Mutter nicht mehr arbeiten zu müssen, um viel Zeit mit meinem Kind verbringen zu können. Nicht, weil mein Mann alles bezahlt, sondern weil ich selbst finanziell unabhängig bin.

Dieser Wunsch trieb mich an, mich neben meinem Job beim Fernsehen mit Themen wie Selbstständigkeit, Geschäftsaufbau, Investieren und Immobilien zu beschäftigen. Ich besuchte Seminare. Mein Umfeld konnte damit wenig anfangen, manche fanden es sogar befremdlich. Aber ich ließ mich nicht beirren und verfolgte konsequent meinen Weg.

Was DU jetzt tun kannst

Wenn du finanzielle Freiheit erreichen willst, darfst du dir klar werden, was du willst. Ich rate dir, direkt nach dem Lesen dieses Textes einen Schritt zu tun. Denn sonst verschiebst du das Thema wieder. Übernimm das Ruder selbst, lass dich weniger von Meinungen beeinflussen. Es ist nie zu spät, damit anzufangen.

Finanzielle Freiheit ist möglich, und ich bin der lebende Beweis dafür. Wenn ich das schaffen kann, kannst du das auch! Nutze das Wissen, das ich hier teile, und setze es für dich um. Du bist nur ein paar Entscheidungen von deiner eigenen finanziellen Unabhängigkeit entfernt.

Autor:

Sarah Lindner, Autorin von „Über Geld spricht man nicht – Frau schon!“, zeigt Frauen, wie sie finanzielle und emotionale Unabhängigkeit erreichen. Als Investorin und Mentorin unterstützt sie entschlossene Frauen beim Vermögensaufbau. Mehr unter sarahlindner.com/ 

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wir müssen erkennen, dass Armut kein individuelles Schicksal ist, sondern ein systemisches Problem

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Sirkka Jendis Sirkka Jendis ist Geschäftsführerin der Tafel Deutschland, dem Dachverband von über 970 Tafeln in Deutschland

Wir müssen erkennen, dass Armut kein individuelles Schicksal ist, sondern ein systemisches Problem

Armut hat viele Gesichter und Ursachen, aber in den seltensten Fällen ist sie selbst verschuldet, weiß Sirkka Jendis, Geschäftsführerin der Tafel Deutschland. Im Gegenteil: „Armut hat System“, sagt die Autorin des gleichnamigen Buches. Es ist ein Gespräch über Vorurteile gegenüber Armutsbetroffenen und über Fehler im System – und ein Plädoyer für ein neues Menschenbild.

„Armut ist viel mehr als der Mangel an Geld und Lebensmitteln. Sie bedeutet auch einen Mangel an Chancen und gesellschaftlicher Teilhabe.“

herCAREER: Sirkka Jendis, was sind die häufigsten Mythen und Annahmen über Armut in Deutschland?

Sirkka Jendis: Eine Annahme, die ich oft höre, ist: „Hier muss doch niemand hungern“. Und das stimmt natürlich im globalen Vergleich – Armut und Hunger sehen zum Beispiel in afrikanischen Ländern ganz anders aus. Aber es ist wichtig – und das hat auch die Europäische Union so formuliert –, dass Armut in dem Kontext definiert wird, in dem Menschen leben. Wenn hier am Ende des Monats der Kühlschrank leer ist und man zur Tafel gehen muss, dann sprechen wir von existenziellen Sorgen. Darüber hinaus lässt sich Armut nicht auf Geld reduzieren.

herCAREER: Sondern?

Armut ist viel mehr als der Mangel an Geld und Lebensmitteln. Sie bedeutet auch einen Mangel an Chancen und gesellschaftlicher Teilhabe.

herCAREER: Welche weiteren Vorurteile gibt es?

Eines, das immer wieder zu hören ist, ist das Narrativ von der selbstverschuldeten Armut. Dem versuche ich mit meinem Buch entgegenzuwirken. Schon der Titel „Armut hat System“ sagt es: Wenn sich Leistung bei uns immer lohnen würde, wären nicht ganze Bevölkerungsgruppen häufiger von Armut betroffen oder armutsgefährdet. Die beste Versicherung gegen Armut ist immer noch, in eine vermögende Familie hineingeboren zu werden.

herCAREER: In deinem Buch gehst du näher auf die Lebensrealität dieser besonders von Armut betroffenen Bevölkerungsgruppen ein. Wie wirkt sich Armut zum Beispiel auf das Leben von Kindern aus?

Mir ist es wichtig, immer wieder zu betonen: Es gibt eigentlich keine armen Kinder. Es gibt nur Kinder von armutsbetroffenen Erwachsenen. Politiker:innen sind sich immer sehr einig, dass wir die Kinder unterstützen müssen – aber um Kinder zu unterstützen, müssen wir die Eltern unterstützen. Und obwohl sich auch hier hartnäckige Mythen halten, zeigen Studien, dass arme Eltern ebenso das Beste für ihre Kinder wollen wie wohlhabendere Menschen. Nur haben arme Kinder von allem weniger.

herCAREER: Wovon, zum Beispiel?

Beengte Wohnverhältnisse, wenig Ruhe für die Hausaufgaben, keine Ressourcen für die Teilnahme am Vereinsleben. Weniger Bewegung, ungesündere Ernährung, vielleicht wird zu Hause nicht Deutsch gesprochen – all das kann sich auf die schulischen Leistungen und die Psyche auswirken. Diese Kinder lernen früh, dass sie nicht die gleichen Chancen haben wie andere Kinder.

herCAREER: Frauen sind von Altersarmut besonders betroffen, das wissen wir. Aber wie sieht es bei Frauen im erwerbsfähigen Alter aus?

Frauen sind in allen Armutsgruppen überrepräsentiert – bei Senior:innen, Migrant:innen, Arbeitslosen. Das ist ein Ergebnis, das ich für sehr besorgniserregend halte und ein Zeichen dafür, dass wir in Sachen Chancengerechtigkeit noch viel Arbeit vor uns haben. Alle Probleme, die durch mangelnde Gleichberechtigung in Deutschland entstehen oder bestehen, potenzieren sich bei Menschen, die von Armut betroffen sind.

herCAREER: Viele Menschen können von ihrer Rente nicht leben. Wie sieht Altersarmut aus?

Senior:innen sind eine der Gruppen, in denen wir bei den Tafeln Zuwächse feststellen. Es kommen Senior:innen zur Tafel, die ihr Leben lang gearbeitet haben, sei es in Form von Erwerbsarbeit oder unbezahlter Sorge- und Pflegearbeit, und bei denen jetzt die Rente nicht ausreicht. Zudem gehen Alter und besonders Altersarmut mit zunehmenden körperlichen Einschränkungen und nachlassender Gesundheit einher. Vertraute Menschen verlassen einen, die Einsamkeit wächst und mit ihr das Gefühl, in einer Leistungsgesellschaft keinen Beitrag mehr stiften zu können. Wenn man dann noch im letzten Lebensdrittel jeden Cent zweimal umdrehen muss, ist das kein Altern in Würde. Das kann nicht der Anspruch eines reichen Landes wie Deutschland sein.

herCAREER: In einem Gespräch mit der Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, habe ich gelernt: Armut macht krank und Krankheit macht arm. Wie kommt das?

Wer schwer oder chronisch krank ist, hat verständlicherweise Schwierigkeiten, Geld zu verdienen. Umgekehrt erkranken arme Menschen häufiger an Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das liegt unter anderem an Stress und ungesunder Ernährung, am Leben in beengten Wohnverhältnissen in Gegenden mit mehr Lärm und Feinstaubbelastung. Arme Menschen haben dazu weniger Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen.

herCAREER: Ist davon auszugehen, dass Menschen in Armut auch psychisch stark belastet sind?

Um psychisch gesund zu bleiben, brauchen Menschen Chancen, Gesellschaft und soziale Teilhabe. Armutsbetroffene Menschen dagegen haben mit Scham und Stigmatisierung zu kämpfen. Viele von ihnen leiden unter enormen psychischen Belastungen. Ein Grund mehr, schon aus volkswirtschaftlicher Sicht dafür zu sorgen, dass weniger Menschen von Armut betroffen sind. Denn das zahlt sich für den Staat auf vielen Ebenen finanziell aus.

herCAREER: Menschen, die Bürgergeld oder Sozialhilfe beziehen, werden im öffentlichen Diskurs oft heftig kritisiert. Ist diese Kritik berechtigt?

Unser Arbeitsminister Hubertus Heil sagt immer: „Der wichtigste Schutz vor Armut ist Arbeit“. Aber ich möchte hinzufügen: Arbeit, von der man auch leben kann! Und wenn die FDP dafür plädiert, Überstunden steuerfrei zu machen, „weil sich Leistung wieder lohnen soll“, dann grenzt sie Menschen strukturell aus. Eine alleinerziehende Mutter kann keine bezahlten Überstunden machen. Und wer im Niedriglohnsektor arbeitet, verdient zu wenig. Viele kommen zur Tafel, weil ihr Lohn nicht zum Leben reicht. Leistung lohnt sich eben nicht für alle.

herCAREER: An welchen Stellschrauben muss deiner Meinung nach gedreht werden?

Ein großes Thema ist der Bürokratieabbau. Ich wünsche mir Politiker:innen, die eine Vision für Bildung, Arbeit und Infrastruktur haben. Alles hängt zusammen: Wenn der öffentliche Verkehr nicht ausgebaut wird, ist es für Armutsbetroffene schwieriger, zur Arbeit zu kommen. Ohne flächendeckende Kinderbetreuung können Mütter weder in Teilzeit noch Vollzeit arbeiten. Wenn wir keine Rahmenbedingungen schaffen, damit Abschlüsse zugewanderter Fachkräfte anerkannt werden, bleiben viele qualifizierte Arbeitskräfte arbeitslos. Je mehr wir Menschen befähigen, für sich selbst zu sorgen, desto weniger Ausgaben hat der Staat. Ich wünsche mir Visionen seitens der Politik, aus denen Menschen Hoffnung schöpfen können.

herCAREER: Also eher eine Frage des Wollens als des Könnens?

Deutschland ist im Dezember vom Europarat gerügt worden, weil es hier eine soziale Ungleichheit gibt, die in keinem Verhältnis zu diesem reichen Land steht. Deutschland hat eine sehr ungleiche Vermögensverteilung. Außerdem wird der Zugang zu Bildung und Chancen überproportional vom Elternhaus bestimmt. Das muss sich ändern! Wir versäumen es, Menschen zu fördern, die so viel für unser Land tun könnten. Ich habe es schon einmal gesagt: Die beste Versicherung gegen Armut ist, mit Vermögen ins Leben zu starten. Aber

herCAREER: Armut hat viele Gesichter, das macht dein Buch deutlich. In der Begegnung mit anderen Menschen kann sie Unbehagen und Ablehnung hervorrufen. Was kann ich als Einzelner tun, um meine Haltung bewusst zu verändern?

Ich glaube, das fängt bei unserem Menschenbild an. Mit meinem Buch lade ich dazu ein, die eigenen Annahmen über Armut und die eigenen Privilegien zu hinterfragen. Zu erkennen, dass Armut kein individuelles Schicksal ist, sondern ein systemisches Problem. Zu verstehen, dass Menschen, die von Armut betroffen sind, nicht faul sind, sondern im Gegenteil sehr, sehr hart arbeiten, um ihren Alltag zu bewältigen.

Das Gespräch führte herCAREER-Redakteurin Kristina Appel.

Über die Person

Sirkka Jendis ist Geschäftsführerin der Tafel Deutschland, dem Dachverband von über 970 Tafeln in Deutschland. Zuvor war die studierte Kommunikationswissenschaftlerin Vorständin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Dozentin und in leitender Funktion in der ZEIT-Verlagsgruppe tätig. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Berlin.

Auf der herCAREER Expo spricht Sirkka Jendis beim Podcast-MeetUp am 17. Oktober 2024 mit der Journalistin und herCAREER-Redakteurin Kristina Appel über ihre Arbeit und ihr Buch „Armut hat System“. Ort und Zeitpunkt finden Sie im Programm.

Bild Sirkka Jendis ist Geschäftsführerin der Tafel Deutschland, dem Dachverband von über 970 Tafeln in Deutschland

Quelle messe.rocks GmbH

Wie finden Sie den besten Service für Ihre Bedürfnisse?

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trustlocal

Trustlocal ist ein moderner Marktplatz, der Kunden mit den besten lokalen Dienstleistern verbindet – einfach, transparent und effizient.

Wie würden Sie Trustlocal in Ihren eigenen Worten beschreiben und was motivierte Sie und Ihr Team, dieses Unternehmen zu gründen?

Trustlocal ist ein moderner Marktplatz für lokale Dienstleistungen, bei dem Qualität, Transparenz und unkomplizierte Transaktionen im Mittelpunkt stehen. Bei uns finden Kunden nicht irgendeinen Anbieter, sondern den am besten geeigneten – und das perspektivisch aus allen relevanten Branchen. Unser Ziel ist ein Happy Match zwischen Anfragesteller und Dienstleister. Dazu gehört auch, dass unsere Partner nur pro Anfrage zahlen und keine fixen oder versteckten monatlichen Kosten haben. Dafür übernehmen wir die Kundenvermittlung und den Vertrauensaufbau als Kerninstrumente des Marketings für Dienstleistende. 

Welche Vision verfolgt Trustlocal und welche konkreten Schritte unternehmen Sie, um diese Vision zu verwirklichen?

Unsere Vision ist klar: Be the trusted Matchmaker! Wir bieten eine Plattform, auf der jeder den besten und zuverlässigsten Dienstleister für das individuelle Anliegen findet. Sukzessive erweitern wir unsere Dienstleistungskategorien und stellen mit dem Trustlocal-Check die Qualität des Dienstleisters sicher. Unser Angebot ist ein transparenter und vertrauenswürdiger Marktplatz, der die erste Anlaufstelle für jeden ist, der Dienstleistungen sucht – von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten bis Hochzeitsfotograf:innen.

Wie stellen Sie sicher, dass Trustlocal die Bedürfnisse seiner Zielgruppe, sowohl der Dienstleister als auch der Verbraucher, optimal erfüllt?

Wir entwickeln unseren Marktplatz im Hinblick auf das ultimative Ziel kontinuierlich weiter: Eine Plattform zu schaffen, die perfekt auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten ist und die sie guten Gewissens ihren Freunden weiterempfehlen würden. Das ermöglichen wir etwa durch den von uns entwickelten Partner-Panel, bei dem Partner unserer Plattform neue Funktionen im Vorfeld testen und uns mit ihrem Fachwissen in qualitativen Interviews wichtigen Input geben. 

Inwiefern unterscheidet sich der Trustlocal-Score von anderen Bewertungsmechanismen auf dem Markt und wie wird er erstellt?

Der Trustlocal-Score ergibt sich aus dem Durchschnitt aller Online-Bewertungen und berücksichtigt auch andere Faktoren wie Know-how und Profilbewertungen, um ein möglichst faires Bild eines Unternehmens zu zeichnen. Der wichtigste Unterschied ist, dass es eben nicht nur um reine Online-Bewertungen geht, sondern vielmehr um Berufserfahrung und Qualifikationen. 

Welche großen Herausforderungen haben Sie bei der Digitalisierung des Dienstleistungsmarktes in Deutschland bisher erlebt und wie haben Sie diese bewältigt?

Wir übernehmen den Großteil der Digitalisierung bei der Kundenvermittlung für unsere Dienstleister. Sofern bereits eine Website besteht, kann unser System das Profil auf unserer Plattform zu 80 Prozent gezielt vorausfüllen. Für unsere Partner ist das ein großer Vorteil, so müssen nicht stundenlang Informationen zusammengetragen, Bilder ausgesucht und Formulare ausgefüllt werden.

Was glauben Sie, macht Trustlocal zu einem einzigartigen Angebot auf dem Markt der Branchenverzeichnisse?

Wir sind transparent und kein Black-Box-Modell. Wir geben unseren Partner-Unternehmen die Möglichkeit, sich selbst in einem eigenen Profil zu präsentieren, bei dem sie die Qualifikationen und Besonderheiten herausarbeiten können. Optimale Voraussetzungen für Kunden, um selbst zu entscheiden, welche Firma sie auswählen oder wer der beste Partner für den Auftrag ist. Hinzu kommt: Unsere Partner zahlen nur pro Anfrage und haben keine fixen oder versteckten monatlichen Kosten. Es gibt keine festen Laufzeiten und unser Service ist monatlich kündbar. 

Wie in allen anderen Bereichen kommen auch Handwerksbetriebe und lokale Dienstleistungsanbieter nicht um die Digitalisierung herum. Gerade in Zeiten von Personalmangel braucht es Plattformen, die den Anbietern viel abnehmen, etwa beim Marketing, der Unternehmenspräsentation und der Kundenvermittlung, damit sich die Mitarbeiter auf die eigentliche Arbeit fokussieren können. Immer wichtiger wird die Reputation, vor allem online. 

Online-Rezensionen sind bereits und werden weiterhin ein wichtiger Gradmesser und große Entscheidungshilfe bei der Wahl des richtigen Anbieters sein. So beobachten wir etwa, dass unsere Anbieter mit optimierten Profilen und zahlreichen Rezensionen weitaus mehr Anfragen erhalten. Ein weiterer Aspekt ist die einfache und schnelle Kommunikation zwischen Anbieter und Kunde. Oft muss es schnell gehen – wir unterstützen zum Beispiel mit der automatischen Generierung eines Angebots. Kunden wollen nicht für jede Dienstleistung lange auf Google Maps oder in individuellen Branchenverzeichnissen recherchieren, sondern brauchen einen Marktplatz, der eine breite Auswahl an Dienstleistungen abbildet.

Wie gehen Sie bei Trustlocal mit dem wachsenden Wettbewerb im Online-Verzeichnis-Sektor um?

Wir reagieren auf den Wettbewerb mit optimierten technischen Lösungen, etwa Machine Learning und dem Einsatz von KI. Und wir automatisieren Prozesse, um neue Kapazitäten im Entwicklerteam zu schaffen, damit sie die Erfahrung für unsere Dienstleister und deren Kundinnen und Kunden stetig verbessern können. 

Können Sie uns mehr über die geplanten Entwicklungen von Trustlocal in den kommenden Jahren erzählen? Welche neuen Features oder Services dürfen wir erwarten?

Als Tech-Unternehmen fokussieren wir unsere Entwicklung auf zwei Schwerpunkte: Wir arbeiten daran, die Anzahl der Kategorien stetig zu erweitern. Unser Ziel ist es, bis zu 60 verschiedene Dienstleistungen abdecken zu können – von Anwalt/Anwältin bis Maler:in. So können Kunden alle Gewerke für ein Projekt auf unserem Marktplatz finden. Für eine Renovierung etwa oder einen Umzug müssen auf diese Weise die einzelnen Dienstleister nicht mühsam aus verschiedenen Branchenverzeichnissen zusammengetragen werden. Des Weiteren ist es unser erklärtes Ziel, den Kontakt zwischen Angebot und Nachfrage innerhalb der Kategorien zu verbessern. Wir automatisieren etwa die Angebotserstellung, Reklamationen und Terminvereinbarung. 

Was war der bislang größte Erfolg von Trustlocal seit dem Markteintritt und wie haben Sie ihn erreicht?

Eindeutig die Kategorie der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte. Hier besteht ein großer Bedarf für einen qualifizierten Marktplatz, sowohl für Rechtsanwälte als auch für deren potenziellen Mandanten. Das wissen wir aus den vielen positiven Rückmeldungen und Rezensionen.

Welchen Rat würden Sie anderen Gründern geben, die ebenfalls ein Startup im digitalen Dienstleistungsbereich aufbauen wollen?

Wir arbeiten nach dem iterativen Ansatz, das heißt, wir prüfen und testen jede noch so kleine Entwicklung direkt auf Feedback der Kunden. Nichts ist schlimmer, als neue Funktionen lange zu entwickeln, viel Zeit, Liebe und Geld zu investieren und dann geht das Produkt völlig am Bedarf der Kunden vorbei. So können wir schnell adaptieren und im Zweifel die Idee sogar komplett verwerfen. Für mich am allerwichtigsten ist das Team – wir legen großen Wert auf den gemeinsamen Antrieb, sodass wir motiviert die Projekte zusammen voranbringen können. Das bedeutet auch, dass die Geschäftsführer ihr Ego hintanstellen.

Zum Abschluss: Wenn Sie drei wesentliche Tipps an andere Gründer weitergeben könnten, welche wären das?

Für mich ist der erste Schritt immer der in Richtung der Kunden. Nur wenn ein echter Mehrwert generiert wird, kann das Unternehmen bestehen. Auch die Teammitglieder sollten nach dieser Vision arbeiten. Im Recruiting hat sich für mich bewährt, zuerst die zu besetzende Rolle bzw. Position mit einer Sedcard genau zu definieren. Was soll der oder die Kandidat:in an Wissen, Erfahrung und Persönlichkeit mitbringen – was brauchen wir ganz konkret im Team? Erst danach starte ich den Hiring-Prozess. Was dann aber ebenfalls dazu gehört ist dem Perfect Fit auch Ownership und Freiheit über den eigenen Bereich zu geben. 

Dies setzt nicht nur die Kreativität und die Intelligenz jedes Einzelnen im Team frei, sondern ist für viele Menschen auch die beste Motivation: Sie sehen, dass sie die Kontrolle über ihre Arbeit und einen echten Platz am Tisch haben. Wichtig ist zudem der Culture Fit! Die Teammitglieder müssen zu deiner gewünschten Unternehmenskultur passen. Die Kultur ist unheimlich wichtig und wird leider gerne mal vernachlässigt. Und mein Tipp in Richtung Gründer:innen: Nehmt euch auch selbst Auszeiten – reist, treibt Sport und macht, was immer euch guttut! Das Team muss von eurer Energie, Leidenschaft und Überzeugung zehren können. Wenn du ausgebrannt und schlecht gelaunt bist, wird sich das sehr schnell ins Team übertragen.

Bild: Manuel Eiteljörge, Country Lead Deutschland von Trustlocal

Wir bedanken uns bei Manuel Eiteljörge für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Trustlocal

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Rosenthaler Str. 43-45
10178 Berlin
Deutschland

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Ansprechpartner: Manuel Eiteljörge, Country Lead Deutschland von Trustlocal

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Welcher Ort könnte dein nächster Geheimtipp werden?

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Wheretogo teambild

Wheretogo ist eine innovative App, die Empfehlungen für Restaurants, Bars und Cafés basierend auf authentischen Bewertungen aus dem eigenen sozialen Umfeld bietet

Können Sie uns eine kurze Vorstellung von Wheretogo und den Personen, die hinter dem Unternehmen stehen, geben?

Wheretogo ist eine innovative App, die die Vorteile von Bewertungsplattformen und sozialen Netzwerken kombiniert. Sie bietet Nutzern authentische Empfehlungen für Restaurants, Cafés und Bars – von Menschen aus ihrem eigenen sozialen Umfeld.

Ich Richard, der Gründer von Wheretogo, bringe über 13 Jahre Erfahrung in der Gastronomie mit und bin der Gründer von Jamy’s Burger. Yogesh, unser CTO, sorgt als technisches Mastermind für die einwandfreie Entwicklung der App. Laura und Lea aus dem Marketing-Team kümmern sich um die kreative Kommunikation und den erfolgreichen Auftritt von Wheretogo in der Öffentlichkeit.

Was hat Sie dazu inspiriert, Wheretogo zu gründen, und wie haben Sie das Team zusammengestellt?

Die Idee für Wheretogo ist aus persönlichen Erfahrungen entstanden, die sich alle mit der Frage beschäftigten „Wo gehen wir hin?“ und das trotz der Vielzahl an Restaurants, Bars und Cafés. Andere Bewertungsplattformen bieten zwar Infos, doch anonyme Bewertungen von Menschen unterschiedlichen Alters, Interessen und Vorlieben sind nicht vertrauenswürdig. Wir wollten mit Wheretogo eine Lösung schaffen die authentische Empfehlungen von Menschen aus dem eigenen Umfeld bietet.

Für die Entwicklung holte ich Yogesh an Board, einen talentierten CTO mit umfassendem technischen Know-how. Gemeinsam setzen wir unsere Vision in die Tat um. Mit Laura und Lea im Marketing fand unser Team zwei kreative Köpfe, die die App durch strategische Kommunikation und innovative Kampagnen bekannt machen. Wir vier teilen die gemeinsame Leidenschaft für gutes Essen und innovative Lösungen – und diese Synergie hat unser Team geformt.

Wie würden Sie die Vision von Wheretogo beschreiben, und welche Schritte unternehmen Sie, um diese Vision zu verwirklichen?

Die Vision von Wheretogo ist es, die Art und Weise, wie Menschen neue Restaurants, Bars, Cafés und Clubs entdecken, grundlegend zu verändern. Empfehlungen für Restaurants, Bars, Cafés und Clubs sollen nicht mehr auf anonymen, unzuverlässigen Bewertungen basieren, sondern auf authentischen Erfahrungen aus dem eignen sozialen Umfeld. 

Um die Vision zu verwirklichen, setzen wir auf eine intuitive und benutzerfreundliche App, die soziale Netzwerke mit einer Bewertungsplattform vereint. Ein wichtiger Schritt ist auch die ständige Weiterentwicklung unserer Technologie, um die Nutzererfahrung stetig zu verbessern. Zudem arbeiten wir intensiv mit Gastronomiebetrieben und Influencern zusammen, um die Reichweite unserer App zu erhöhen.

Welche Zielgruppe spricht Wheretogo hauptsächlich an, und wie stellen Sie sicher, dass die Bedürfnisse dieser Gruppe erfüllt werden?

Wheretogo spricht eine vielfältige Zielgruppe an, die von jungen Menschen, die auf der Suche nach neuen Clubs und Bars sind, bis hin zu älteren Nutzern reicht, die Restaurants und Cafés erkunden möchten. Unsere Hauptzielgruppe liegt im Alter von 18 bis 45 Jahren. Jüngere Nutzer interessieren sich mehr für angesagte Locations wie Clubs und Bars, während ältere Nutzer nach gehobenen Restaurants und gemütlichen Cafés suchen.

Um die Bedürfnisse dieser unterschiedlichen Gruppen zu erfüllen, setzen wir auf Künstliche Intelligenz (AI), die unseren Entdecken-Feed optimiert. Mit AI analysieren wir die Vorlieben und das Verhalten unserer Nutzer und schlagen basierend darauf personalisierte Locations vor. Dadurch sorgen wir dafür, dass jeder Nutzer genau die Orte entdeckt, die seinen Interessen entsprechen.

Welche Herausforderungen haben Sie bisher in der Entwicklung von Wheretogo erlebt, und wie sind Sie damit umgegangen?

Bisher standen wir bei der Entwicklung von Wheretogo vor keiner Herausforderung, die wir nicht erfolgreich gemeistert haben. Die Leidenschaft und unser klarer Glaube an den Mehrwert von Wheretogo haben uns dabei geholfen, jede Situation mit einem lösungsorientierten Ansatz anzugehen.

Was unterscheidet Wheretogo von anderen Bewertungsplattformen, und was sind Ihre Unique Selling Points?

Wheretogo unterscheidet sich von anderen Bewertungsplattformen durch drei wesentliche Merkmale:

Die App verbindet Nutzer direkt mit ihrem sozialen Umfeld, sodass sie sofort sehen können, welche Freunde bereits eine Location besucht und bewertet haben. Dies schafft eine persönliche und vertrauenswürdige Empfehlungsebene.

Zudem bietet Wheretogo ein innovatives Bewertungssystem mit einer Swipe-Funktion, bei der sechs vordefinierte Fragen beantwortet werden – schnell, unterhaltsam und immer mit einem Bild. So entsteht eine visuell ansprechende und authentische Bewertung.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die Verifizierung der Bewertungen: Nutzer können vor Ort bewerten, was durch Geodaten überprüft wird, oder später ihre gespeicherten Eindrücke teilen. Dies garantiert, dass alle Bewertungen auf echten Besuchen basieren, und schützt vor Fake-Bewertungen, was in der heutigen Zeit besonders wichtig ist.

Wie planen Sie, das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen und die Authentizität der Bewertungen auf Wheretogo zu gewährleisten?

Um das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen und die Authentizität der Bewertungen auf Wheretogo zu gewährleisten, setzen wir auf unser System der „verifizierten Bewertungen“. Eine Bewertung gilt als verifiziert, wenn sie direkt vor Ort abgegeben wird, was durch die Geodaten des Nutzers bestätigt wird. So stellen wir sicher, dass die Bewertung tatsächlich auf einem Besuch basiert. Nutzer haben auch die Möglichkeit, eine Location für eine spätere Bewertung zu speichern. Auch diese spätere Bewertung ist als verifiziert gekennzeichnet, da der Besuch vor Ort zuvor bestätigt wurde. Zusätzlich muss jede Bewertung mindestens ein Bild enthalten, um die Authentizität weiter zu untermauern. Diese Maßnahmen sorgen dafür, dass die Nutzer auf echte, vertrauenswürdige Bewertungen zugreifen können, die ihnen bei der Auswahl neuer Locations verlässlich helfen.

Können Sie uns einen Einblick in Ihre zukünftigen Pläne und Entwicklungen für Wheretogo geben?

Unsere Vision für Wheretogo ist es, eine umfassende Plattform zu schaffen, die den gesamten Entscheidungsprozess abdeckt – von der Inspiration über die Information bis hin zur Reservierung. Wir möchten, dass unsere Nutzer nicht nur neue Restaurants, Bars und Cafés entdecken, sondern auch alle relevanten Informationen wie Öffnungszeiten, Bewertungen und Empfehlungen von Freunden und Gleichgesinnten auf einen Blick erhalten. Langfristig planen wir, ein eigenes Reservierungssystem zu integrieren, sodass Nutzer direkt über Wheretogo ihre Besuche planen und reservieren können. Unser Ziel ist es, den kompletten Customer Journey auf einer einzigen Plattform abzubilden, um eine nahtlose und inspirierende Erfahrung zu bieten, die von der ersten Idee bis zur Reservierung reicht.

Entscheidende Trends und Technologien für die Weiterentwicklung von Wheretogo sind vor allem Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning, die es uns ermöglichen, personalisierte Empfehlungen zu generieren und Nutzerverhalten besser zu verstehen. Diese Technologien helfen dabei, die Plattform intelligent und individuell auf die Bedürfnisse jedes Nutzers anzupassen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ein eigenes Startup starten möchten?

Für angehende Gründer gibt es einige wertvolle Lektionen, die wir aus unserer eigenen Erfahrung mit Wheretogo weitergeben können:

Glaube an deine Vision: Der wichtigste Erfolgsfaktor ist, fest an die eigene Idee zu glauben. Es werden immer Herausforderungen und Zweifel aufkommen, aber die Überzeugung für das, was du schaffen willst, wird dich durch schwierige Phasen tragen

Hol dir ein starkes Team an Board: Niemand kann alles alleine schaffen. Surround dich mit Leuten, die deine Vision teilen und ergänzende Fähigkeiten haben. Ein engagiertes und vielseitiges Team ist entscheidend, um dein Startup auf das nächste Level zu bringen

Lerne aus Feedback und sei flexibel: Bleib offen für Kritik und passe dein Produkt an, wenn es nötig ist. Flexibilität und die Fähigkeit, auf das Feedback von Nutzern zu hören, können den entscheidenden Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen

Wie sehen Sie den Einfluss von Wheretogo auf die Art und Weise, wie Menschen neue Orte entdecken und bewerten?

Wheretogo verändert die Art und Weise, wie Menschen neue Orte entdecken und bewerten, indem es den Prozess deutlich vereinfacht und angenehmer gestaltet. Anstatt sich durch eine Vielzahl anonymer Bewertungen zu kämpfen, bekommen Nutzer personalisierte Empfehlungen basierend auf ihren Vorlieben und den Erfahrungen ihres sozialen Umfelds. Das macht die Suche nach neuen Restaurants, Bars oder Cafés effizienter und sorgt dafür, dass Entscheidungen schneller und sicherer getroffen werden können. Wir reduzieren den Aufwand für Nutzer, indem wir relevante Informationen und verlässliche Empfehlungen an einem Ort bündeln. So wird das Erkunden neuer Orte zu einer inspirierenden und mühelosen Erfahrung.

Gibt es etwas, das Sie unseren Lesern über Wheretogo mitteilen möchten, das bisher noch nicht angesprochen wurde?

Wheretogo steckt noch in den Anfängen unserer Vision, die Art und Weise zu verändern, wie Menschen ihre Stadt oder neue Orte entdecken. Wir wollen nicht nur eine Plattform sein, sondern eine Community aufbauen, die zusammenwächst und sich gegenseitig inspiriert. Jede Bewertung, jedes Feedback und jede Empfehlung hilft uns, die App weiterzuentwickeln und noch mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, neue Lieblingsorte zu entdecken. Wir laden alle ein, Teil dieser Reise zu sein und gemeinsam mit uns die Zukunft der Entdeckung und Bewertung zu gestalten.

Bildcredits: Wheretogo GmbH

Wir bedanken uns bei Richard Georgescu für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie kann dieses KI-Tool ESG-Teams den entscheidenden Vorteil verschaffen?

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Briink Founder vlnr Samuel King und Tomas van der Heijden Fotograf/Bildcredits: (c)Tim Steppich

Briink nutzt KI-Technologie, um ESG-Teams bei der Analyse, Verifizierung und Auditierung von Nachhaltigkeitsdaten effizienter und präziser zu unterstützen

Könnten Sie uns zu Beginn einen kurzen Überblick über Briink und die Gründer geben, die hinter dem Unternehmen stehen?

Briink ist ein B2B-SaaS-Unternehmen, das sich darauf konzentriert, ESG-Dokumentenanalyse-, Verifizierungs- und Audit-Prozesse mithilfe von KI-Technologie zu transformieren. Briink wurde von Tomas van der Heijden und Samuel King gegründet. Tomas hat zuvor als Anwalt gearbeitet und KI-Tools entwickelt, um die Lücke beim Zugang zum amerikanischen Recht zu schließen. Samuel King ist KI-Datenwissenschaftler mit jahrelanger Erfahrung in der Entwicklung von KI-Produkten für Wirtschaftsprüfer und Kernmitglied von Climate Change AI. Das Startup befasst sich mit den Herausforderungen, denen ESG-Teams bei der Verwaltung fragmentierter Daten und der Gewährleistung von Transparenz gegenüberstehen.

Was war die ursprüngliche Motivation, Briink zu gründen, und welche Vision verfolgen Sie mit Ihrem Unternehmen?

Wir haben Briink aus der Erkenntnis heraus gegründet, dass KI- und LLM-Technologien die Wissensarbeit in allen Branchen revolutionieren und zwar von der Rechtswissenschaft bis zur Wirtschaftsprüfung, und dass ESG und Nachhaltigkeit die nächste entscheidende Wissensökonomie sein werden. ESG ist für den Klimawandel von entscheidender Bedeutung, doch die Teams waren mit fragmentierten Daten und mangelhafter Transparenz überfordert. Briink wurde gegründet, um diese Herausforderung zu bewältigen, indem es die Extraktion, Verifizierung und Prüfung von ESG-Daten automatisiert. Unternehmen wird es dadurch ermöglicht, effizienter zu arbeiten und die Einhaltung von Vorschriften in eine Chance für Innovation und Nachhaltigkeit zu verwandeln.

Unsere Vision für Briink ist es, die KI durch den Einsatz von KI-Agenten, die ganze ESG-Workflows automatisieren können, noch weiter zu nutzen, damit sich Nachhaltigkeitsmanager auf strategischere Initiativen konzentrieren können. Wir sind davon überzeugt, dass KI die Kosten für Intelligenz in allen Branchen drastisch senken wird. Im Bereich ESG bedeutet dies, dass die Kosten für nicht-finanzielle Analysen gegen Null gehen werden. Dadurch werden ESG-Bewertungen in Echtzeit und in großem Maßstab für alle Unternehmen möglich. Gleichzeitig verhindert es Greenwashing, die Fachleute können optimale Entscheidungen zu nichtfinanziellen Themen treffen und es wird eine solide Grundlage für ehrgeizige und robuste Vorschriften geschaffen. Genau diese Vision ist es, die uns antreibt und unsere jüngste Finanzierung ermöglicht es uns, zu skalieren und die Wirkung zu erzielen, die wir uns immer vorgestellt haben – indem wir KI nutzen, um die Art und Weise zu verändern, wie Unternehmen Nachhaltigkeit angehen.

Wie unterscheidet sich Briink von anderen Unternehmen im Bereich der KI-gestützten Lösungen, und was macht Ihr Angebot einzigartig?

Während generische KI-Tools wie ChatGPT oder Microsoft Co-Pilot umfassende Lösungen bieten, geht Briink auf die spezifischen Herausforderungen von ESG-Teams ein. Unsere Plattform wurde speziell für die Analyse, Verifizierung und Prüfung von ESG-Dokumenten entwickelt. Sie konzentriert sich auf die komplexen, fragmentierten Daten und regulatorischen Anforderungen, mit denen ESG-Teams täglich konfrontiert sind.

Was Briink von anderen Anbietern unterscheidet, sind unsere vier proprietären Innovationen, die uns eine Genauigkeit von über 90 % bei der Verarbeitung von ESG-Daten ermöglichen. Das ist zu allererst unsere auf ESG-Dokumente zugeschnittene Datenvorverarbeitung, die es uns erlaubt, komplexe, unstrukturierte Daten effizient zu strukturieren und zu bereinigen. Zweitens verwendet unser Prompt-Engineering komplexe Ketten und KI-Agenten, die speziell für ESG-Workflows entwickelt wurden, um eine genaue Datenextraktion und -analyse zu gewährleisten. Drittens reichert die ESG-spezifische Feinabstimmung unsere Modelle mit tiefgreifendem Wissen über Nachhaltigkeit an, was sie für reale Anwendungen äußerst zuverlässig und kontextbewusst macht. Schließlich integriert unsere Benutzeroberfläche für ESG-Workflows eine Human-in-the-Loop-Funktionalität, die es den Nutzern ermöglicht, die von der KI generierten Erkenntnisse auf Satzebene zu überprüfen und zu verfeinern.

Wer gehört zur Zielgruppe von Briink, und wie stellen Sie sicher, dass die spezifischen Bedürfnisse dieser Kunden optimal erfüllt werden?

Die Zielgruppe von Briink sind in erster Linie ESG-Beratungs-, Audit-, Zertifizierungs- und Verifizierungsteams, die bei der Verwaltung fragmentierter ESG-Daten und der Einhaltung immer komplexerer Vorschriften vor großen Herausforderungen stehen. Unsere Plattform geht diese Herausforderungen an, indem sie sich auf qualitativ hochwertige Ergebnisse, klare Prüfpfade und den Aufbau einer dynamischen Benutzeroberfläche konzentriert, die flexible Eingaben und Ausgaben ermöglicht. ESG-Teams können dadurch ihre Arbeitsabläufe an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen.

Mit welchen Herausforderungen wurden Sie bei der Gründung von Briink konfrontiert, und wie haben Sie diese erfolgreich gemeistert?

Als wir Briink gegründet haben, bestand eine der größten Herausforderungen darin, sich in der sich schnell entwickelnden und fragmentierten Landschaft der ESG-Vorschriften und -Rahmenwerke zurechtzufinden. ESG-Daten stammen aus verschiedenen Quellen, von denen jede ihre eigenen Unstimmigkeiten aufweist. Das macht es für Unternehmen schwierig, diese Daten effizient zu verwalten und gleichzeitig die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen. Wir erkannten, dass Unternehmen dringend eine flexible, skalierbare Lösung benötigen, um die Komplexität von ESG-Daten über verschiedene Branchen und Rahmenbedingungen hinweg bewältigen zu können.

Wie sehen Sie die Rolle von Künstlicher Intelligenz in der Zukunft und welche Innovationen plant Briink, um hier eine führende Rolle zu übernehmen?

Das größte Potenzial in der Weiterentwicklung von KI sehen wir in der Automatisierung, und zwar nicht einzelner Aufgaben, sondern ganzer Arbeitsabläufe. Dadurch können sich Fachleute auf strategische, wichtige Aktivitäten konzentrieren. 

Bei Briink planen wir, eine führende Rolle beim Ausbau unserer KI-Innovationen zu übernehmen, insbesondere bei der Entwicklung von KI-Agenten, die ESG-Workflows von der Datenerfassung bis zur Berichterstattung vollständig automatisieren können. Diese Agenten werden ganze Rollen innerhalb von ESG-Teams übernehmen und komplexe Datenextraktionen, Dokumentenüberprüfungen und Analysen in verschiedenen Rahmenwerken durchführen. Auf diese Weise werden wir nicht nur die Einhaltung von Vorschriften optimieren, sondern auch Unternehmen in die Lage versetzen, Datenerkenntnisse effektiver in umsetzbare Maßnahmen umzuwandeln.

Wie gewährleisten Sie bei Briink, dass die ethischen Standards beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz eingehalten werden?

Bei Briink stellen wir sicher, dass ethische Standards bei der Nutzung von KI eingehalten werden, indem wir Transparenz, Rechenschaftspflicht und Verantwortung in jeden Aspekt unserer Plattform einbetten. Als B-Corp-zertifiziertes Unternehmen fühlen wir uns verpflichtet, Technologien zu entwickeln, die den höchsten ethischen und sozialen Verantwortungsstandards entsprechen. Alles, was wir entwickeln, unterliegt unseren Richtlinien zur verantwortungsvollen Nutzung von KI, die sicherstellen, dass unsere Technologie in einer Weise genutzt wird, die sowohl Unternehmen als auch der Gesellschaft zugute kommt.

Um Vertrauen und Transparenz aufrechtzuerhalten, verwenden wir Quellenreferenzen auf Satzebene, die es den Nutzern ermöglichen, jede von der KI generierte Erkenntnis bis zur ursprünglichen Datenquelle zurückzuverfolgen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Schlussfolgerungen überprüfbar sind und auf genauen Informationen beruhen. Unsere KI-Modelle werden auch auf ESG-spezifische Aufgaben abgestimmt und verwenden hochwertige, relevante Daten, um Verzerrungen zu minimieren und die Zuverlässigkeit zu maximieren.

Darüber hinaus integrieren wir Arbeitsabläufe, an denen Menschen beteiligt sind, um sicherzustellen, dass menschliches Fachwissen ein wichtiger Bestandteil des Entscheidungsprozesses bleibt. Die Benutzer können die Ergebnisse der KI überprüfen, anpassen und verfeinern und so die Automatisierung mit der Kontrolle verbinden, um sicherzustellen, dass die KI verantwortungsvoll und ethisch korrekt arbeitet.

In welche Richtung möchten Sie Briink in den kommenden Jahren entwickeln, und welche wichtigen Meilensteine haben Sie sich gesetzt?

In den kommenden Jahren wollen wir Briink zur führenden Plattform für die Automatisierung von ESG-Datenanalyse-, Verifizierungs- und Audit-Prozessen mithilfe von KI entwickeln.

Ein wichtiger Meilenstein für uns ist die Erweiterung der Fähigkeiten unserer KI-Agenten, um noch komplexere ESG-Aufgaben zu bewältigen – von der Datenextraktion in Echtzeit bis zur Berichterstellung. Wir planen außerdem, unsere Reichweite über verschiedene Branchen hinweg zu vergrößern, um sicherzustellen, dass unsere Plattform an neue und sich entwickelnde ESG-Vorschriften weltweit angepasst werden kann.

Langfristig wollen wir die Kosten für ESG-Analysen deutlich senken und Unternehmen aller Größenordnungen Zugang zu detaillierten Echtzeitbewertungen ermöglichen. Dies wird dazu beitragen, Greenwashing zu verhindern und die Einhaltung von Vorschriften zu verbessern, während gleichzeitig wirksame Nachhaltigkeitsbemühungen gefördert werden.

Was war der wichtigste Moment in der bisherigen Geschichte von Briink, der Ihre Strategie nachhaltig geprägt hat?

Der wichtigste Moment in der bisherigen Geschichte von Briink war die Vertragsunterzeichnung mit unserem ersten großen Audit-Kunden, der einer vollständigen Einführung unserer Lösungen zustimmte. Dies war besonders einschneidend, weil sich der Kunde für Briink entschied, obwohl er bereits Microsoft Co-Pilot verwendete. Ausschlaggebend für die Entscheidung war die außergewöhnliche Qualität und Präzision unserer Plattform bei der Verarbeitung komplexer ESG-Daten, die allgemeinere KI-Lösungen übertraf.

In den kommenden Jahren erwarten wir große Veränderungen im ESG-Sektor, insbesondere mit dem Inkrafttreten der Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD). Mehr als 50.000 Unternehmen werden dazu verpflichtet, ihre ESG-Daten ab 2025 zu überprüfen. Mit der Verschärfung der Vorschriften wird die Nachfrage nach transparenten, überprüften ESG-Daten steigen, so dass es für Unternehmen unerlässlich ist, die Genauigkeit und Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten. Gleichzeitig werden die Unternehmen Schwierigkeiten haben, spezialisierte Fachkräfte zu finden, die die zunehmende Komplexität der ESG-Berichterstattung und -Überprüfung bewältigen können. Dies führt zu einem Dilemma, in dem KI-gestützte Lösungen, wie die von Briink, entscheidend werden.

Welche drei Ratschläge würden Sie angehenden Gründern geben, die ebenfalls im Technologie- oder KI-Sektor Fuß fassen möchten?

Für angehende Gründer in der Technologie- oder KI-Branche habe ich drei wichtige Ratschläge:

1. Baue nicht das, was OpenAI oder andere LLM-Anbieter bauen werden: Nutze die Fortschritte der größeren KI-Plattformen, anstatt zu versuchen, mit ihnen zu konkurrieren. Konzentriere dich auf die Lösung branchenspezifischer Probleme, die von allgemeinen KI-Tools nicht angegangen werden. 

2. Fokussiere dich auf Flexibilität im Techstack: Stelle sicher, dass die Plattform anpassungsfähig ist und mit anderen Tools integriert werden kann, da sich die technische Landschaft schnell verändert. Achte auf Flexibilität, um sich mit zukünftigen Technologien und Marktveränderungen weiterentwickeln zu können.

3. Bleibe schlank und fokussiert: Es ist leicht, sich von zu vielen Funktionen oder Möglichkeiten ablenken zu lassen. Besser ist es, sich auf die Lösung eines Kernproblems zu konzentrieren und schlank in der Ausführung zu bleiben. 

Wie sieht für Sie ein nachhaltiges Wachstum bei Briink aus, und welche Faktoren sind entscheidend, um dies zu erreichen?

Nachhaltiges Wachstum bei Briink bedeutet, dass wir unsere Plattform skalieren und gleichzeitig unserer Mission treu bleiben, nämlich Transparenz, Verantwortlichkeit und Effizienz in das ESG-Datenmanagement zu bringen. Für uns geht es nicht nur darum, unseren Kundenstamm zu vergrößern. Wir wollen sicherstellen, dass unsere KI-Lösungen weiterhin einen echten Mehrwert bieten für Unternehmen, die die Komplexität der ESG-Berichterstattung, -Verifizierung und -Auditierung bewältigen müssen. 

Wir bei Briink sehen KI als ein leistungsfähiges Werkzeug nicht nur zur Verbesserung von Prozessen, sondern auch zur Veränderung der Art und Weise, wie Unternehmen ihre Rolle beim Aufbau einer nachhaltigen Zukunft angehen.

Bild: Briink Founder vlnr Samuel King und Tomas van der Heijden Fotograf/Bildcredits: (c)Tim Steppich

Wir bedanken uns bei Tomas van der Heijden für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Kosten einer privaten Krankenversicherung

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Die private Krankenversicherung kann einige Vorteile bieten. Zum Beispiel erhalten Privatversicherte Einzelzimmer im Krankenhaus und müssen nicht lange auf einen Termin beim Facharzt warten. Lebenslang ist so ein Zugang zu einer hochwertigen medizinischen Versorgung gewährleistet. 

Doch was versteht man unter der PKV? Wie teuer fällt die private Krankenversicherung aus und was sollten Versicherte unbedingt berücksichtigen? Dieser Ratgeber liefert Antworten! 

Was ist eine private Krankenversicherung?

Die private Krankenversicherung (PKV) ist das Pendant zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Sie basiert auf dem Äquivalenzprinzip. Das bedeutet, dass die Prämienhöhe der PKV im Vergleich zur GKV von den versicherten Leistungen und dem individuellen Risiko abhängt. Privat Versicherte müssen Kosten für Arzneimittel und Co. außerdem zunächst selbst bezahlen und können sich diese dann rückwirkend erstatten lassen. 

Wer von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln möchte, sollte sich umfassend informieren. Denn der Wechsel ist nur bestimmten Personengruppen vorbehalten. So können sich beispielsweise Selbstständige, Beamte und Arbeitnehmer über der Versicherungspflichtgrenze privat versichern lassen. 

Deswegen sind auch lediglich 10 Prozent der Deutschen privat versichert, während der Großteil der Menschen in Deutschland die Leistungen der GKV nutzt. Da die Vertragsfreiheit greift, dürfen sich Versicherte frei für einen Versicherer entscheiden. 

Allerdings können Versicherungsunternehmen Anträge auch ablehnen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Antragsteller Vorerkrankungen aufweist, die hohe Kosten auslösen. Auch ein fortgeschrittenes Alter kann dazu führen, dass Versicherungsunternehmen den Antragsteller nicht aufnehmen – oder einen satten Risikozuschlag verlangen. 

Übrigens gilt: Wer die PKV nutzt, muss die private Pflege-Pflichtversicherung abschließen. Hier greift nämlich eine Versicherungspflicht. Gesetzlich Versicherte dagegen profitieren von der sozialen Pflegeversicherung. 

Die private Krankenversicherung Kosten fallen individuell aus. Denn zur Berechnung des monatlichen Beitrags werden das Alter, der Gesundheitszustand und das gesundheitliche Risiko des einzelnen Antragstellers herangezogen. 

Wie viel kostet eine private Krankenversicherung?

Im Durchschnitt zahlen Privatversicherte in Deutschland einen monatlichen Beitrag in Höhe von 579 Euro an ihre Krankenversicherung. Beamte zahlen durchschnittlich 256 Euro pro Monat. Dies ergab eine Untersuchung des Verbandes der privaten Krankenversicherungen. 

Jedoch sind die Kosten stets im Einzelfall zu berechnen. Sie orientieren sich beispielsweise an dem Gesundheitszustand des Antragstellers bei Vertragsabschluss. Dafür müssen Antragsteller Gesundheitsfragen beantworten und bestehende Beschwerden und Erkrankungen wie Allergien angeben. Je mehr Vorerkrankungen vorliegen und desto kostspieliger die Behandlung ausfällt, desto teurer kann der monatliche Beitrag der PKV sein. 

Selbstständige zahlen die höchsten Beiträge. Denn sie tragen diese allein. Im Vergleich: Beamte profitieren als Angestellte von den niedrigsten Beitragshöhen, weil diese einen Arbeitgeberzuschuss in Höhe von mindestens 50 Prozent erhalten. 

Wer die private Krankenversicherung nutzen möchte, sollte sein individuelles Budget berechnen. Denn die Beiträge müssen über viele Jahre hinweg beglichen werden. Deswegen ist es von Bedeutung, auszurechnen, ob der Einzelne die Kosten auf Dauer tragen kann. 

Dass ein Tarif günstig ist, bedeutet auch nicht, dass dieser günstig bleibt. Insbesondere Billigtarife erweisen sich auf lange Sicht als teuer – und bieten mitunter sogar weniger als die Standardleistungen für Kassenpatienten. In diesem Fall stellt die PKV eine schlechtere Option dar als die GKV. 

Ist die PKV im Alter noch bezahlbar?

Viele Menschen fürchten sich davor, ihre monatlichen Krankenkassenbeitrage als Privatversicherte im Alter nicht mehr begleichen zu können. Sie sorgen sich, die Hilfe Dritter in Anspruch nehmen zu müssen. Einige entscheiden sich deshalb gegen die PKV und verbleiben bei der GKV. 

Die gute Nachricht: Auch im Alter bleibt die PKV bezahlbar, wenn ein vorteilhafter Tarif ausgewählt wurde. Hier ist es notwenig, Tarife stetig zu vergleichen und bei Bedarf zu wechseln. So können die Kosten angepasst werden. 

Grundsätzlich führt ein höheres Alter immer zu höheren Beiträgen. Denn die Lebenserwartung steigt. Wer bereits vor dem Renteneintritt Krankheiten entwickelt, zahlt ferner höhere Beiträge als gesunde Versicherte. 

Wer im Alter erkrankt, muss ebenfalls mit höheren Beiträgen rechnen – wenngleich lediglich eine Pension erzielt wird. Mit dem Eintritt der Rente fällt auch der Arbeitgeberzuschuss weg. Andererseits muss das Krankentagegeld nicht mehr gezahlt werden. Beitragsentlastungstarife können die Kosten ebenfalls senken. 

Zudem kann es sich lohnen, rechtzeitig eine Altersrückstellung zu nutzen. So können die Kosten im Alter minimiert werden. Wer noch jung ist und in die PKV eintritt, kann dazuzahlen. So können sich Versicherte gegen hohe Beiträge und Erhöhungen durch das Versicherungsunternehmen absichern. 

Das bedeutet: Junge Versicherte zahlen etwas mehr als den monatlichen Beitrag. Der Überschuss reduziert die Beitragskosten im Alter. Der Betrag wird auf Basis der durchschnittlich zu erwartenden Kosten im Alter berechnet. 

Doch aufgepasst! Wer die Versicherung wechselt, sollte sicherstellen, dass die Altersrückstellungen in die neue Versicherung übernommen werden. Dies ist zwar nicht bei allen Rückstellungen möglich, sollte aber unbedingt genutzt werden, wenn der Übernahme nichts im Wege steht. 

Wer trägt die Kosten für die private Krankenversicherung bei Altersrente?

Privatversicherte tragen die Kosten ihrer Krankenversicherung auch im Alter selbst. Deswegen ist es zu empfehlen, während der Erwerbstätigkeit Rücklagen zu bilden, auf die Versicherte ab dem Renteneintritt zurückgreifen können. Eine finanzielle Entlastung bietet auch der Wechsel zu einem günstigen Tarif innerhalb der privaten Krankenversicherung. 

Wer nach dem Renteneintritt feststellt, dass er die Krankenversicherungsbeiträge nicht mehr bezahlen kann, sollte sich zunächst mit seiner Versicherung in Verbindung setzen. Je eher dies geschieht, desto schneller können die Angestellten reagieren und günstigere Tarife anbieten. 

Wann verliert man die private Krankenversicherung?

Es ist wie verzwickt: Als Solo-Selbstständige verzeichnen Versicherte ein unregelmäßiges Einkommen. Finanzielle Engpässe bereiten regelmäßig Sorgen. Liegen keine Rücklagen vor, droht ein Ausschluss aus der Krankenversicherung. 

Damit dies nicht passiert, ist es wichtig, sicherzustellen, dass die Krankenkassenbeiträge beglichen werden können – und zwar unabhängig von der wirtschaftlichen Lage des eigenen Unternehmens. Denn wer die Beiträge wiederholt nicht bezahlt, kann die private Krankenversicherung verlieren. Der Versicherungsschutz greift erst wieder, wenn die entstandenen Schulden beglichen wurden.

In einigen Fällen kann in diesem Fall ein Wechsel zur GKV realisiert werden. Dies ist jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. 

Kann ich zurück in die GKV?

Manchmal kann es verlockend erscheinen, in die gesetzliche Krankenversicherung zurückzukehren. Dies ist sogar in fortgeschrittenem Alter möglich. Hier sind jedoch einige wichtige Aspekte zu berücksichtigen, damit der Wechsel problemlos erfolgen kann. 

So ist ein Wechsel nur dann realisierbar, wenn Versicherte mindestens 90 Prozent der zweiten Hälfte des Erwerbslebens in der gesetzlichen Versicherung versichert waren. Andernfalls ist ein Wechsel ab dem 55 Lebensjahr nicht möglich. 

Ein Tipp: Häufig kann sich hier der Wechsel des Tarifs innerhalb der privaten Krankenversicherung lohnen. 

Lohnt sich ein Versicherungsmakler?

Es kann sich als ratsam erweisen, einen Versicherungsmakler einzubeziehen. Dieser kann Interessierte professionell beraten und dazu beitragen, dass diese den für sie passenden Tarif ausfindig machen. Er berücksichtigt außerdem die individuelle Krankengeschichte und kann die Kosten für diverse Tarife berechnen. 

Ein seriöser Makler verfügt über Berufserfahrung und das notwendige Fachwissen. Er zeichnet sich durch Menschenkenntnis aus und handelt stets im Sinne des Kunden. 

Das Fazit – So hoch fallen die Beiträge bei der GKV aus 

Im Durchschnitt zahlen Versicherte in einer privaten Krankenversicherung einen monatlichen Beitrag in Höhe von 579 Euro. Wer von der GKV in die PKV wechseln möchte, sollte einen Versicherungsmakler heranziehen. Dieser kann berechnen, wie hoch der Beitrag im Hinblick auf den Gesundheitszustand und das Alter ausfallen kann und passende Tarife vorschlagen. 

Beamte profitieren von einem Arbeitgeberzuschuss in Höhe von mindestens 50 Prozent. Selbstständige dagegen tragen die gesamten Kosten selbst. Ist ein Beitrag aufgrund eines finanziellen Engpasses nicht leistbar, sollten sich Betroffene umgehend mit ihrer Versicherung in Kontakt setzen. Gegebenenfalls kann ein Wechsel zu einem günstigeren Tarif vollzogen werden, bevor Versicherte zu stark mit ihren Zahlungen in Verzug geraten. 

Bild: Hush Naidoo Jade Photography auf unsplash.com: Schwarzes und graues Stethoskop Foto – Kostenloses Bild zum Thema Medizinisch auf Unsplash

Autor:  Vanessa Assi

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Tauche ein in die Zukunft der Freizeitgestaltung!

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Sebastian Kreutz (M.) und Oliver Eberlei präsentieren mit „Holocafé“ ein Virtual Reality Café. Stuntman Yasin Kamat (l.) demonstriert warum es zuhause gefährlich sein kann mit VR-Brille zu zocken. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Holocafé, gegründet von Oliver Eberlei und Sebastian Kreutz, ist am 07. Oktober in der „Höhle der Löwen“, wo sie ihr innovatives Konzept für Virtual Reality-Cafés zeigen, das immersive Gruppenerlebnisse in einer neuen Dimension der Freizeitgestaltung ermöglicht

Kannst du uns eine kurze Einführung in dein Startup geben? Wer seid ihr als Gründer?

Wir sind Oliver Eberlei und Sebastian Kreutz und sind beide seit vielen Jahren in der Games-Branche tätig, z.B. bei Ubisoft und Crytek. Wir haben früher bereits eigene Indie-Studios ausgegründet und an Projekten zusammengearbeitet, bevor wir die gemeinsame Gründung angegangen sind. Mitgründerin war auch unsere damalige Gamedesign-Kommilitonin Jessica Hagedorn, die sich aber vor einiger Zeit aus der Geschäftsführung zurückgezogen hat.

In welcher Branche ist euer Startup tätig und was ist euer Kernprodukt oder eure Kern-Dienstleistung?

Wir sind in der Freizeitbranche tätig und entwickeln Virtual Reality Cafés im Franchise-Modell. Damit machen wir immersive Spielewelten für alle erlebbar, für die daheim der Platz für eine VR-Spielfläche nicht reicht. So lassen sich als Gruppenaktivität familienfreundliche Partyspiele, actionreiche oder gruselige Spielwelten gemeinsam bestreiten oder Escape Games lösen.

Wie und wann ist die Idee für euer Startup entstanden? Gab es ein spezifisches Problem oder eine Marktlücke, die ihr adressieren wolltet?

Die Idee kam 2015 auf, als gerade die ersten Prototypen für massentaugliche VR-Headsets veröffentlicht wurden. Mein Mitgründer Oliver brachte von einer Veranstaltung das erste Developer Kit der HTC Vive zurück, welche damals das erste Gerät mit Motion Controllern für die Hände war und uns sofort begeistert hat. Während er einen Launch-Titel auf der digitalen Distributionsplattform Steam für das Gerät entwickelte, reifte bei mir die Überzeugung, dass das Medium deutlich mehr Platz und weniger technische Komplexität braucht, als daheim möglich ist. Und so entstand die Idee, das Konzept der Internetcafés mit zeitgemäßer Virtual Reality Unterhaltung zu kombinieren. Wir waren davon überzeugt, dass der eher kleiner werdende Wohnraum dem Medium VR nur ein Nischendasein ermöglichen würde, während wir mit physischen Locations ein viel breiteres Publikum erreichen können. 

Zu dieser Zeit war aber fast der gesamte Markt auf Home Entertainment ausgerichtet. Zwar gab es Plattformen, die eine Lizenzierung von Spielen für kommerzielle Zwecke ermöglichten, aber all diese Spiele waren auf den Konsumenten zuhause ausgerichtet: Die meisten Games waren reine Einzelspieler-Erlebnisse und wenn man Multiplayer wollte, dann ging das nur über das Internet, wo man sich gegenseitig erst mal finden musste, selbst wenn man im VR Café direkt nebeneinander stand.

Daher nutzten wir unseren Hintergrund als Spieleentwickler und entwickelten von Anfang an eigene, exklusive Inhalte für das Holocafé und damit waren wir 2016 das erste VR Café in Deutschland an den Markt gebracht, das eigens entwickelte Mehrspieler-Titel anbot.  

Was macht euer Produkt oder eure Dienstleistung im Vergleich zu bestehenden Lösungen einzigartig? Welche innovativen Technologien oder Ansätze verwendet ihr?

Für uns stand immer ein möglichst inklusives Konzept im Fokus. Das Holocafé sollte nicht nur ein Angebot an Core Gamer sein, sondern sich an alle richten, selbst wenn sie in ihrem Leben noch nie ein Computerspiel angerührt haben. Daher entwickeln wir unsere Spiele mit einem Höchstmaß an Zugänglichkeit, ohne dass unsere Gäste Vorerfahrungen im Gaming dafür benötigen. Dementsprechend liegt die Altersspanne unserer Gäste zwischen 8 – 82 Jahren. Und in dem Punkt unterscheiden wir uns fundamental von vielen Wettbewerbern: Die meisten frei lizenzierbaren Spiele werden im Ausland produziert und die Hersteller sind mit den Besonderheiten des deutschen Marktes nicht vertraut. Denn hierzulande müssen alle Spiele durch die USK geprüft und mit einer Alterseinstufung versehen werden, ansonsten dürfen sie erst ab 18 Jahren angeboten werden. Damit sind die meisten am Markt verfügbaren Spiele z.B. bei Kindergeburtstagen schon raus.

Etwa zeitgleich mit uns entstanden in Honk Kong und Australien ein Ansatz, der sich „Free-Roaming VR“ nennt.

Dabei werden Hallen in der Größenordnung von Lasertag bespielt, wobei die Spieler sich in VR genau dort sehen, wo sie auch in der physischen Welt sind. Dieses Konzept ist nicht nur sehr kapitalintensiv, auch lässt es sich nicht überall ansiedeln. Daher haben wir ein kompakteres Free-Roam Konzept entwickelt, welches sich bereits auf 30 m² mit bis zu vier Spielern nutzen lässt. Dadurch haben wir das gleiche Präsenzerlebnis bei viel höherer Flächeneffizienz, was es uns erlaubt, uns auch in Stadtzentren anzusiedeln und damit auch Community-Anlaufpunkt für Gamer, Brettspieler, Geeks und Cosplayer zu sein.

Besonders wird von unseren Franchisepartnern aber unser ganzheitlicher Ansatz geschätzt: Wir sind kein reiner Spiele- oder Plattformhersteller, sondern unterstützen unsere Partner durch den gesamten Prozess: Von behördlichen Themen über die Ausbauplanung, Unterstützung bei der Businessplanung und Finanzierung bis zur Personal- und Systemschulung helfen wir ihnen, alle typischen Stolpersteine zu umgehen. Und auch nach der Eröffnung bieten wir mit „Warpdrive“ eine One-Stop-Plattform für das Onlineticketing, Buchungsmanagement, Content-Pflege, Betriebs-Automatisierung, Customer Retention und vieles mehr. Dafür wurde Warpdrive auch vom Deutschen Computerspielpreis als beste Innovation und Technologie ausgezeichnet.

Was ist die langfristige Vision eures Startups? Welche spezifischen Ziele wollt ihr in den nächsten 1-5 Jahren erreichen?

Für uns steht nach den schweren Corona-Jahren zunächst der Ausbau neuer Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, gefolgt vom näheren EU-Raum an. Wir haben aber natürlich auch Großbritannien, Nordamerika und den ostasiatischen Raum im Visier. Nachdem die Pandemie praktisch über Nacht den kompletten internationalen Lizenzmarkt gekillt hat, gehen wir es diesmal aber etwas fokussierter zunächst auf unsere lokalen Märkte an. Hier sind wir durch unsere gewachsene Expertise mit den regulatorischen Rahmenbedingungen schneller darin, neue Standorte zu erschließen. Außerdem wächst bei einem Franchise jeder Fehler oder jede Schwäche im System mit. Daher ist ein kontrolliertes Wachstum perspektivisch gesünder, als zu viele Regionen gleichzeitig besetzen zu wollen.

Warum habt ihr euch entschieden, bei „Die Höhle der Löwen“ zu pitchen? Welche Aspekte eures Startups möchtet ihr besonders hervorheben, um die Investoren zu überzeugen?

Bereits 2016 besuchten uns Redakteure der Sendung in unserem ersten Pop-Up Store und empfahlen uns die Bewerbung. Damals war es uns aber noch zu früh, erst sollte ein permanenter Flagship Store und erste Franchise-Locations stehen, bevor mehr „Druck auf dem Kessel“ gemacht wird. Als Auswirkungen der Pandemie haben die Banken bis ins letzte Jahr noch gemauert und vielversprechende Franchisees erhielten keine Finanzierung für den Ladenbau. Dieser Knoten hat sich 2024 endlich gelöst, so dass für uns nun der richtige Zeitpunkt ist, auf Investoren zuzugehen. Wir möchten besonders unser ganzheitliches und breit aufgestelltes Konzept vermitteln, da es ein wesentliches Abgrenzungsmerkmal ist, das uns als einen der wenigen Anbieter durch die Pandemie getragen hat mit einer sehr loyalen und begeisterten Kundschaft.

Welche Art von Unterstützung oder Investition erhofft ihr euch durch die Show? Wie plant ihr, die Investition oder die Expertise der Löwen zu nutzen?

Mit Janna Ensthaler gibt es eine Löwin, die bereits sehr konkrete Erfahrungen in der Gastronomie hat, da ist eine gewisse Nähe zum Freizeitsektor natürlich vorhanden. Sie hat selbst bereits mehrere Filialen hochgezogen und wäre mit ihrer Expertise daher unsere Wunschlöwin. Besonders da wir zwar gute Produktentwickler sind, aber nicht gerade die geborenen Verkäufer, ist Vertriebsexpertise etwas, das wir uns noch an Bord holen möchten. Durch die Krisen der letzten Jahre ist bei uns natürlich auch die Produktentwicklung ins Stocken geraten und mit einer Investition soll hier wieder der Nachbrenner gezündet werden, um unsere Technologie, Content und Vertriebsstrukturen auf die nächste Stufe zu heben.

Wie sieht euer Fahrplan für die Entwicklung des Startups nach „Die Höhle der Löwen“ aus? Gibt es bereits konkrete Pläne für Expansion, Skalierung oder neue Produkte/Dienstleistungen?

Am Tag nach der Aufzeichnung hatten wir einen Franchise-Interessenten aus Winterberg kennen gelernt. Mit diesem stehen wir inzwischen kurz vor der Eröffnung. Parallel dazu plant unser Kölner Partner gerade eine Vergrößerung seiner Fläche in Lukas Podolskis Straßenkicker-Base. Momentan laufen Anbahnungsgespräche für die nächsten Standorte in Sachsen, Bayern und Hessen, während unser Entwicklerteam an zwei neuen Spielen arbeitet und wir ein Projekt für einen Freizeitpark umsetzen.

Was sind die wichtigsten Lektionen, die ihr auf eurem Weg als Gründer gelernt habt?

Auch wenn man jede Menge Herzblut, Zeit und Engagement in sein „Baby“ schüttet, braucht es doch eine gehörige Portion Gelassenheit und Resilienz, denn Erfolg und Misserfolg können sich sehr schnell abwechseln. Ende 2019 waren wir nach unserer ersten Saison mit permanentem Flagship Store gerade auf Expansionskurs mit Lizenznehmern in Nordamerika und in verschiedenen EU-Ländern, als durch Corona alles über uns zusammenbrach. Für die nächsten drei Jahre war dann praktisch kein unternehmerisches Handeln mehr möglich, weil man nur noch auf sich zweiwöchentlich ändernde regulatorische Eingriffe reagieren konnte. Spätestens hier wurde uns klar: Du kannst dir noch so viel Mühe geben, manche Dinge kontrollierst du einfach nicht. Und wenn du dann zu verbissen agierst, machst du dich selbst psychisch kaputt. 

Uns hatten eingangs vor allem von Investorenseite viele von unserem ganzheitlichen Ansatz abgeraten. „Ihr verhebt euch damit“ war der Tenor. Tatsächlich haben unsere breite Technologiebasis und Flexibilität uns aber durch die Pandemie gerettet. Mit MixUp entstand eine digitale Eventplattform, als keine physischen Events mehr stattfinden konnten. Dadurch konnten wir unser Entwicklerteam halten. Retrospektiv denke ich darüber: Manchmal ist es gut, auf sein Gespür als Gründer zu hören und einfach seinen Weg weiter zu gehen, selbst wenn es einem alle ausreden möchten.

Welche Tipps würdet ihr anderen Gründern geben, die in der Startup-Welt Fuß fassen möchten?

Versucht früh in euch hinein zu spüren, wie es euch ergehen würde, wenn – verschuldet oder unverschuldet – euer ganzes Vorhaben unter euch zusammenbricht. Die Krisen dieses Jahrzehnts haben vor allem eines gezeigt: Der beste Businessplan und das größte Engagement schützen euch nicht vor Dingen, die ihr nicht kontrollieren könnt. So sehr euer Herzblut euer Startup trägt, so sehr kann es mental zum Bumerang werden. Mit wem könnt ihr offen reden, wenn es euch schlecht geht, wer stützt euch emotional? Wie weit könnt ihr konditionell durch eine Krise gehen? Rückblickend halte ich das für genauso wichtig wie die eigentliche Ausführung der Geschäftsführung, denn am Ende seid ihr es, die das Team stützen.

Bild: Sebastian Kreutz (M.) und Oliver Eberlei präsentieren mit „Holocafé“ ein Virtual Reality Café. Stuntman Yasin Kamat (l.) demonstriert warum es zuhause gefährlich sein kann mit VR-Brille zu zocken.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Holocafé am 07. Oktober 2024 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Sebastian Kreutz und Oliver Eberlei für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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