Freitag, Juni 5, 2026
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Warum wächst dein Superfood nicht einfach bei dir?

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MySpirulina Spirulina und Algen für zuhause Bild: Sara Farzaneh und Ben Schwedhelm präsentieren mit „MySpirulina“ eine autarke Spirulina-Farm. Sie erhoffen sich ein Investment von 200.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile. Bildrechte/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

MySpirulina bringt Spirulina und Algen direkt nach Hause und pitcht am 30. März 2026 in der Höhle der Löwen

Wie ist das Startup MySpirulina entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Hinter dem Startup stehen Sara und Ben, die eine gemeinsame Geschichte verbindet, die weit vor das Studium zurückreicht:
Die Wurzeln von MySpirulina liegen im Bio-Leistungskurs: Die Geschäftsidee entstand nicht erst im Studium, sondern bereits in der gemeinsamen Schulzeit. Ben lebte von Anfang 2015 bis Dezember 2016 zwei Jahre in Südkorea und entdeckte dort Algen als zukunftsweisendes Nahrungsmittel. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wollte er weiterhin frische Algen konsumieren, fand auf dem Markt jedoch nur hochverarbeitete Pulver oder Tabletten. Dies motivierte ihn, selbst Spirulina zu Hause anzubauen und frisch zu ernten. Sara war von dieser Idee sofort begeistert, und so nahm das Konzept bereits lange vor der eigentlichen Gründung Gestalt an.

Rollenteilung:
Ben: Als Biologe ist er der wissenschaftliche Kopf und für die Produktentwicklung sowie die biologischen Prozesse der Algenfarmen verantwortlich.
Sara: Sie ist die Mitgründerin und treibende Kraft hinter Marketing und Strategie. Sie sorgt dafür, dass das komplexe biologische Thema verständlich und attraktiv für den Endverbraucher kommuniziert wird.

In welcher Branche ist das Unternehmen MySpirulina tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

MySpirulina bewegt sich an der Schnittstelle von zwei wachsenden Märkten:
Food-Tech: Die Nutzung biologischer Prozesse zur direkten Herstellung von Nahrungsmitteln.
Urban Gardening / Home Farming: Der Trend, gesunde Lebensmittel direkt in der eigenen Wohnung auf der Fensterbank oder in der Küche anzubauen, um maximale Frische zu garantieren.
MySpirulina verkauft zum einen die Hardware also die Farm mit der die Kundinnen direkt zuhause Spirulina anbauen können. Das wird in einem Spirulina Starter-Kit verkauft was alles beinhaltet damit man zuhause frische Spirulina ohne weiteren Aufwand anbauen kann.
Dazu wird dann alle 3 Monate das benötigte Nährsalz an unsere Kund
innen geliefert, was dafür sorgt, dass die Spirulina im Leitungswasser schnell und gut wachsen können und so die Kund*innen regelmäßig selbst angebaute frische Spirulina ernten und konsumieren können.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung von MySpirulina? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Die Initialzündung für die Gründung war die Beobachtung, dass Spirulina in Europa fast ausschließlich als stark verarbeitetes, oft fischig schmeckendes Pulver oder in Tablettenform erhältlich ist. Durch die industrielle Trocknung und lange Transportwege gehen jedoch viele wertvolle Enzyme und Nährstoffe verloren, was eine erhebliche Marktlücke für frische, lebendige Algen hinterließ.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Die MySpirulina-Farm regelt den gesamten Prozess der Kultivierung vollautomatisch, sodass man kein biologisches Fachwissen benötigt. Ein intelligentes System im Deckel überwacht kontinuierlich die Lichtverhältnisse und steuert die automatisierte Intervall-Lüftung: Alle 30 Minuten sorgt ein 30-sekündiges Blubbern dafür, dass die Algen in Bewegung bleiben, nicht absinken und optimal mit Sonnenlicht sowie CO₂ versorgt werden.
Dank der integrierten Solartechnik arbeitet das Gerät zudem hochgradig energieeffizient und autark, während ein Nachtmodus sicherstellt, dass das System in den späten Stunden lautlos pausiert.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Die Vorteile des MySpirulina Systems
Wir haben ein System entwickelt, das den Anbau von frischer Spirulina direkt nach Hause bringt. Einfach Wasser hinzufügen und alle zwei Wochen ernten für maximale Frische ohne Kompromisse:
Maximale Nährstoff Power: Der Fokus liegt auf Lebendigkeit statt industrieller Trocknung. So bleiben 100 Prozent der Vitamine und Enzyme erhalten, die in herkömmlichem Pulver verloren gehen.
Neutraler Geschmack: Schluss mit fischigem Beigeschmack. Die frische Alge ist absolut geschmacksneutral und lässt sich perfekt in jedes Gericht mischen.
Volle Kontrolle und Transparenz: Als geschlossenes System garantiert es Reinheit garantiert frei von Pestiziden, Mikroplastik oder langen Transportwegen aus Asien.
Alles aus einer Hand: Wir liefern das komplette Setup. Der Prozess ist so optimiert, dass lediglich Wasser hinzugefügt werden muss, um den Kreislauf zu starten.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen bei MySpirulina?

Alles begann mit einfachen Experimenten in einem Limonadenglas, die im Laufe der Zeit durch mehrere technische Prototypen professionalisiert wurden. In intensiven Testphasen sammelte das Team wertvolles Feedback, wodurch Details wie die Lautstärke der Belüftung und die einfache Handhabung bei der Ernte optimiert werden konnten. Nach diesem langjährigen Feinschliff ist das Produkt nun voll ausgereift und bereit für den offiziellen Launch im Mai.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Die Vision von MySpirulina ist es, frische Spirulina in jeden Haushalt zu bringen und die Alge als nachhaltiges, transparentes Superfood im Alltag zu etablieren. Sara und Ben möchten zeigen, was Algen wirklich können und Menschen dazu inspirieren, ihre Nährstoffe unkompliziert und frisch in der eigenen Küche zu kultivieren. In den nächsten Jahren soll die eigene Algenfarm so selbstverständlich zur Küchenausstattung gehören wie eine Kaffeemaschine, um eine gesunde Ernährung für jeden zugänglich zu machen.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Der Entschluss, MySpirulina in der Sendung vorzustellen, war ein bewusster Schritt. Es wurde nicht nur nach einem Investment für Wachstum gesucht, sondern vor allem nach Mentoring.
Das Ziel war es, von der Marktexpertise und dem Netzwerk der Löwen zu profitieren, um die Vision vom heimischen Anbau im eigenen System auf das nächste Level zu heben.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Der Weg zur Höhle der Löwen war vor allem die Chance, MySpirulina aus der Prototypen Phase herauszuheben. Es ging darum, die Marktreife durch erfahrene Perspektiven von außen abzusichern. Statt reiner Finanzierung stand der Austausch im Vordergrund, um komplexe Prozesse in Handel und Marketing schneller zu verstehen. Die Erfahrung der Löwen sollte dabei helfen, das System effizienter zu skalieren und den Weg von der Werkstatt direkt in die Haushalte zu finden. Für die eigene Entwicklung als Gründer war dieser Schritt eine wertvolle Erfahrung, um die Vision mit professioneller Unterstützung auf ein solides Fundament zu stellen.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Nach dem Auftritt steht der Launch des ersten Serienprodukts im Mittelpunkt. Die technologische Basis, insbesondere das Monitoring System, wurde bereits erfolgreich getestet.
Das Ziel ist es nun, die Produktion zu skalieren und den Zugang zu frischer, selbst angebauter Spirulina für eine breite Basis zu ermöglichen. Es geht darum, das Bewusstsein für gesunde Ernährung nachhaltig zu prägen und den Eigenanbau als festen Bestandteil eines modernen Lebensstils zu etablieren.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Gründen bedeutet, sich in kürzester Zeit in eine enorme Bandbreite an Themen einarbeiten zu müssen. Es gilt, parallel weitreichende Entscheidungen zu treffen und dabei ständig Neuland zu betreten. Diese Phase ist durch die Herausforderung geprägt, viele Dinge zum ersten Mal zu tun ein Prozess, der ebenso intensiv wie spannend ist. Dabei hat sich gezeigt, dass ein starkes Netzwerk das wertvollste Fundament bildet. Der Austausch mit erfahrenen Mentoren und Personen, die diesen Weg bereits erfolgreich gegangen sind, hilft dabei, die ersten großen Hürden professionell zu meistern.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Unser wichtigster Rat: Habt keine Scheu, nach Hilfe zu fragen. Geht offen mit euren Herausforderungen und Problemen um. Nur wer seine Hürden klar benennt, findet Menschen, die genau diese Hindernisse schon einmal überwunden haben und bereit sind, ihr Wissen zu teilen. Ein offener Austausch ist oft der schnellste Weg zum Erfolg.

Sehen Sie MySpirulina am 30. März 2026 in der Höhle der Löwen

Bild: Sara Farzaneh und Ben Schwedhelm präsentieren mit „MySpirulina“ eine autarke Spirulina-Farm. Sie erhoffen sich ein Investment von 200.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile. Bildrechte/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Sara Farzaneh und Ben Schwedhelm für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum bleibt dein Parfum nie so lange, wie du es willst?

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SCHARFENSTEIN Duft-T-Shirts Mikroverkapselung Kai Sven Brehmer-Scharfenstein (l.) und Tim Scharfenstein präsentieren mit „SCHARFENSTEIN“ Textilien mit einzigartiger Mikroverkapselung die Duft speichern und freisetzen. Sie erhoffen sich ein Investment von 100.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile. Bildrechte/Fotograf RTL / Bernd-Michael Maurer

SCHARFENSTEIN entwickelt Duft-T-Shirts mit Mikroverkapselung und pitcht am 30. März 2026 in der Höhle der Löwen

Wie ist das Startup SCHARFENSTEIN entstanden und welche Personen stehen dahinter?

„Unser Startup entstand aus einer Idee, die ganz entspannt auf der Couch abends geboren wurde. Tim Scharfenstein, 24, und ich, Kai Brehmer-Scharfenstein, 30, wollten schon immer etwas Eigenes aufbauen. Tim bringt seine Erfahrung aus der Pharmabranche ein, ich habe als Medizinstudent die wissenschaftliche Expertise.
Wir haben uns gefragt: Warum gibt es eigentlich keine Möglichkeit, Duft dauerhaft in Kleidung zu integrieren? Die Idee war geboren – ein T-Shirt, das den Lieblingsduft über den Tag verteilt abgibt. Nach langer Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern haben wir unsere Technologie entwickelt: Mikroverkapselungen, die direkt in die Fasern des Textils eingebracht werden und jederzeit durch das Aufsprühen des eigenen Parfums wieder aufgeladen werden können.

Das ersetzt nicht die Wäsche, sondern sorgt dafür, dass man sich den ganzen Tag über wohlfühlt und der Duft anhält – ein Problem, das wohl jeder kennt, der sein Parfum morgens aufträgt und nach ein paar Stunden nichts mehr davon merkt. Unsere Technologie macht genau das möglich und sorgt dafür, dass man sich den ganzen Tag angenehm riechend fühlt.“

In welcher Branche ist das Unternehmen SCHARFENSTEIN tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

„Ursprünglich haben wir mit unseren Duft-T-Shirts gearbeitet und die Technologie vor allem im B2B-Bereich lizenziert. Dabei konnten Unternehmen die Mikroverkapselung in eigenen Produkten nutzen, zusätzlich wurden die T-Shirts auch direkt an Endkunden verkauft.
Nach vielen Gesprächen und Feedback haben wir uns entschieden, diesen Bereich einzustellen und uns auf unsere eigentliche Leidenschaft zu konzentrieren: evidenzbasierte Nahrungsergänzungsmittel im Longevity-Markt. Unser Fokus liegt auf wissenschaftlich fundierten Mikronährstoffen, die Alterungsprozesse unterstützen und sich einfach in den Alltag integrieren lassen.“

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung von SCHARFENSTEIN? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

„Am Anfang stand ein sehr alltägliches Problem: Wer kennt es nicht – man sprüht sein Parfum morgens auf, doch nach ein paar Stunden ist der Duft kaum noch wahrnehmbar. Wir wollten eine Lösung schaffen, mit der der Lieblingsduft den ganzen Tag anhält.
Daraus entstand die Idee für unsere Duft-T-Shirts mit Mikroverkapselung – eine Technologie, die den Duft direkt in die Fasern integriert und ihn über Reibung und Wärme wieder abgibt. Das war eine echte Marktlücke, denn so etwas gab es bisher noch nicht.
Diese Idee hat uns zunächst angetrieben und uns bis zu Die Höhle der Löwen gebracht. Gleichzeitig hat uns die Reise gezeigt, welche Themen uns wirklich begeistern – und so sind wir heute im Bereich Longevity aktiv.“

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

„Unsere Technologie basiert auf einer speziellen Mikroverkapselung, die direkt in die Fasern des Textils eingebracht wird. Im Gegensatz zu herkömmlichen Mikrokapseln, die nach einmaliger Nutzung zerstört werden, können unsere Kapseln wieder aufgeladen werden – einfach durch das Aufsprühen des eigenen Parfums.
Die Kapseln reagieren auf Wärme und Reibung und geben den Duft über den ganzen Tag kontrolliert ab. So bleibt das Shirt angenehm riechend, ohne dass man ständig nachsprühen muss.
Was unser Konzept wirklich besonders macht, ist die Kombination aus Langlebigkeit, Personalisierung und Alltagstauglichkeit: Jeder kann seinen Lieblingsduft auftragen, das Shirt speichert ihn und setzt ihn über Stunden frei. Das war vorher so auf dem Markt nicht möglich und zeigt, wie innovative Materialtechnologie und ein praktischer Nutzen Hand in Hand gehen.“

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

„Mit unseren Duft-T-Shirts hatten die Nutzerinnen und Nutzer den klaren Vorteil, dass ihr Lieblingsduft den ganzen Tag über anhielt – ohne dass sie ständig nachsprühen mussten. Das Shirt reagierte auf Wärme und Bewegung und gab den Duft kontrolliert ab, was im Alltag wirklich praktisch war.
Auch wenn wir dieses Produkt inzwischen eingestellt haben, war die Erfahrung unglaublich wertvoll: Wir haben gelernt, wie man innovative Technologien für den Alltag nutzbar macht und echte Probleme löst. Diese Expertise fließt jetzt in unsere aktuelle Mission ein – die Entwicklung von evidenzbasierten Nahrungsergänzungsmitteln im Longevity-Bereich, die Menschen langfristig und einfach unterstützen.“

Welche Vision verfolgt das Unternehmen? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

„Wir sind der festen Überzeugung: Gesundheit ist kein Zufall. Prävention wird in Deutschland viel zu klein geschrieben – genau da möchten wir ansetzen. Unsere Vision ist es, Prävention für jeden zugänglich zu machen und wissenschaftlich fundierte Unterstützung für ein gesundes Altern in den Alltag zu bringen.
Mit unserem ALL-IN-ONE Longevity Zellkomplex haben wir bereits einen ersten Schritt gemacht. In den kommenden Jahren wollen wir unsere Produktpalette weiter ausbauen, weitere wissenschaftlich fundierte Mikronährstoff-Kombinationen entwickeln und unsere Reichweite national und international vergrößern. Unsere Mission ist klar: Menschen dabei zu unterstützen, länger gesund, und selbstbestimmt zu leben – und dafür nutzen wir jetzt unsere Aufmerksamkeit, Erfahrung und Expertise.“

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

„Wir haben uns entschieden, bei Die Höhle der Löwen mitzumachen, weil es eine einmalige Chance war, unsere Idee vor Millionen von Menschen zu präsentieren. Unsere Duft-T-Shirts standen für ein Produkt, hinter dem wir mit viel Herzblut standen. Wir hatten eine Technologie entwickelt, die es so bisher noch nicht gab – Mikroverkapselungen, die den Lieblingsduft den ganzen Tag über abgaben und sogar wieder aufgeladen werden konnten.
Für uns ging es dabei nicht nur um ein Investment, sondern vor allem darum, unsere Vision und Innovation sichtbar zu machen. Wir wollten ehrliches Feedback bekommen, neue Perspektiven kennenlernen und potenzielle Partner finden, die uns halfen, die Technologie weiterzuentwickeln und zu verbreiten.

Es war eine Gelegenheit, zu zeigen, dass man alltägliche Probleme kreativ lösen kann, und gleichzeitig die Menschen mitzunehmen auf unsere Reise. Die Höhle der Löwen bot uns genau diese Bühne – und wir waren überzeugt, dass unsere Leidenschaft, unser Know-how und unsere Idee dort die Aufmerksamkeit bekommen würden, die sie verdient.“

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

„Auf unserem bisherigen Weg haben wir unglaublich viel gelernt – sowohl über Produkte als auch über uns selbst als Gründer. Mit den Duft-T-Shirts haben wir eine völlig neue Technologie entwickelt und erlebt, wie wichtig es ist, dass Innovation nicht nur clever, sondern auch alltagstauglich sein muss.
Die Teilnahme bei Die Höhle der Löwen hat uns gezeigt, wie wertvoll ehrliches Feedback ist. Wir haben gelernt, unsere Idee klar zu kommunizieren, Perspektiven von Experten einzuholen und kritisch zu hinterfragen, welche Produkte und Märkte wirklich zu unserer Mission passen.
Vor allem aber wurde uns bewusst, dass unsere eigentliche Leidenschaft in der Wissenschaft und Medizin liegt. Diese Erkenntnis hat uns dazu gebracht, den Fokus zu wechseln und unsere Expertise nun auf den Longevity-Bereich zu richten – mit Nahrungsergänzungsmitteln, die wissenschaftlich fundiert, praktisch im Alltag einsetzbar sind.“

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

„Unser wichtigster Rat an andere Gründerinnen und Gründer ist: Gebt niemals auf, auch wenn es Rückschläge gibt. Wer eine Vision hat, darf groß denken und sollte sich voll und ganz darauf einlassen. Gleichzeitig ist es wichtig, den Markt zu beobachten und regelmäßig zu reflektieren, um die Idee anzupassen, ohne vom eigentlichen Gedanken abzukommen.
Und eines möchten wir besonders betonen: Auch wenn man mal hinfällt, ist das kein Versagen. Fehler und Rückschläge gehören zum Gründerleben dazu – man kann immer weitermachen, lernen und stärker werden. Unsere Erfahrung zeigt: Leidenschaft, Ausdauer und Reflektion sind die Schlüssel, um eine Vision erfolgreich umzusetzen.“

Sehen Sie SCHARFENSTEIN am 30. März 2026 in der Höhle der Löwen

Bild: Kai Sven Brehmer-Scharfenstein (l.) und Tim Scharfenstein präsentieren mit „SCHARFENSTEIN“ Textilien mit einzigartiger Mikroverkapselung die Duft speichern und freisetzen. Sie erhoffen sich ein Investment von 100.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile. Bildrechte/Fotograf RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Kai Sven Brehmer-Scharfenstein und Tim Scharfenstein für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mentale Gesundheit am Arbeitsplatz

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Mitarbeitende stärken mit OpenUp für mentales Wohlbefinden Gijs Coppens

OpenUp sichert sich 20 Millionen und will europäischer Champion werden

Die europäische Mental Wellbeing Plattform OpenUp erhält ein Investment von 20 Millionen Euro. Angeführt wird die Runde mit 18 Millionen vom belgischen Venture Capital Fonds Smartfin. Bestandsinvestor Rubio Impact Ventures aus den Niederlanden beteiligt sich mit zwei Millionen.

OpenUp ist derzeit in den Niederlanden, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Belgien aktiv und betreut mehr als 2.000 Unternehmen mit insgesamt 600.000 Mitarbeitenden und deren Angehörigen. Das frische Kapital soll das Wachstum auf dem deutschen Markt stärken sowie eine mögliche Expansion in neue europäische Märkte vorbereiten auf Basis eines bereits profitablen und validierten Geschäftsmodells.

Hoher Bedarf trifft auf überlastetes Gesundheitssystem

Rund 30 Prozent der Beschäftigten in der EU berichten von Stress, Depressionen oder Angstsymptomen. Hinzu kommt ein struktureller Wandel durch KI und geopolitische Unsicherheiten, der den Druck auf Mitarbeitende weiter erhöht. Doch die hohe Nachfrage nach psychologischer Betreuung kollidiert vielerorts mit überlasteten Versorgungsstrukturen des öffentlichen Gesundheitssystems. Die Problematik wirkt sich dadurch stärker auf die Unternehmen aus, die für jeden Beschäftigten, der unter mentalen Gesundheitsproblemen leidet, Kosten von durchschnittlich 2.300 Euro aufgrund von Krankheitstagen tragen müssen.

OpenUp bietet Unternehmen eine Plattform, über die Mitarbeitende unkompliziert Zugang zu Psycholog:innen, Lifestyle Coaches und Finanzexpert:innen erhalten ohne Wartelisten, anonym und in über 35 Sprachen. In Deutschland zählen STRABAG, Statista und Decathlon zu den größten Kunden.

„Arbeitgeber übernehmen eine immer größere Verantwortung für das mentale Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden. Gleichzeitig verändert KI grundlegend die Art, wie wir arbeiten. Unternehmen sollten sich damit auseinandersetzen, wie sie ihre Mitarbeitenden bei dieser Transformation bestmöglich begleiten genau dabei unterstützen wir“, sagt Gründer Gijs Coppens. Der ausgebildete Psychologe und ehemalige Ingenieur ist überzeugt: „Niederschwellige professionelle Beratung für Mitarbeitende sollte in jedem Unternehmen Normalität sein.“

Investor sieht Skalierbarkeit mit Menschlichkeit und KI

Jürgen Ingels, Gründer von Smartfin, begründet das Investment:

„OpenUp verbindet von Anfang an menschliche Nähe mit Technologie. Wir sind überzeugt, dass dieser Ansatz kombiniert mit dem verantwortungsvollen Einsatz von KI mentale Unterstützung zugänglich und skalierbar macht.“

Das Kapital soll OpenUps europäische Expansionsstrategie stärken sowie den Ausbau des Produkt und Expert:innenportfolios vorantreiben.

Bild Gijs Coppens Bildcredits: OpenUp

Quelle getpress GmbH

 

MatheBuddy gewinnt und zieht ins Finale ein

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Start up BW Elevator Pitch MatheBuddy gewinnt Bildcredits/Fotograf: Sinem Ertürk - green bee design

Bühne frei für Innovation Viktor Becker gewinnt den Regional Cup Böblingen des Start up BW Elevator Pitch 2025 26

Mit dem Gründungswettbewerb Start up BW Elevator Pitch sucht das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden Württemberg in der neuen Wettbewerbsrunde 2025 26 wieder nach den besten Geschäftsideen und engagiertesten Gründerinnen und Gründern im Land. In ganz Baden Württemberg finden dazu Cups statt, die von engagierten Partnern vor Ort organisiert werden und als Vorentscheide für das Landesfinale dienen.

Der Regional Cup Böblingen fand am 19.03.2026 in Böblingen statt. Viktor Becker mit MatheBuddy setzte sich mit seiner Geschäftsidee einer digitalen 1 zu 1 Mathe Lernbegleitung für zuhause gegen die Konkurrenz durch und sicherte sich damit das Ticket für das Landesfinale.

Dr. Nicole Hoffmeister Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus: „Ich freue mich, dass der Landkreis Böblingen Gründerinnen und Gründern mit dem Vorentscheid eine Bühne für ihre innovativen Ideen bietet. Formate wie der Start up BW Elevator Pitch zeigen, wie viel Kreativität und Unternehmergeist in Baden Württemberg stecken.“

Glückwünsche der Wirtschaftsministerin

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister Kraut gratuliert dem Siegerteam:
„Herzlichen Glückwunsch an Viktor Becker von MatheBuddy Ich freue mich, dass der Landkreis Böblingen Gründerinnen und Gründern mit dem Vorentscheid die Möglichkeit bietet, ihre innovativen Geschäftsideen einem breiten Publikum zu zeigen. Gründerinnen und Gründer prägen mit ihren Ideen die Zukunft unserer Wirtschaft. Mit unserer Landeskampagne Start up BW möchten wir sie dabei bestmöglich unterstützen von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Geschäftsmodell.

Der Start up BW Elevator Pitch schafft dafür eine ideale Plattform Hier können junge Unternehmen ihre Konzepte frühzeitig präsentieren Feedback erhalten und wertvolle Kontakte für ihre weitere Entwicklung knüpfen.“

Zehn Teams präsentieren ihre Ideen

Beim Regional Cup Böblingen präsentierten 10 Teams ihre Geschäftsideen vor einer Fachjury und dem Publikum.

Zum Start up BW Elevator Pitch

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden Württemberg richtet den Wettbewerb Start up BW Elevator Pitch seit 2013 als Teil der Landeskampagne Start up BW aus. Die Teilnehmenden haben wenige Minuten Zeit Jury und Publikum von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Die Gewinnerinnen und Gewinner der Regional Cups qualifizieren sich für das Landesfinale das einmal jährlich stattfindet.

Kriterien für die Teilnahme am Landesfinale

Mindestalter 18 Jahre am Tag des Vorentscheids
Aktive Arbeit an der Geschäftsidee nicht länger als fünf Jahre
Reale Geschäftsidee keine fiktive Gründung
Standort des Unternehmens in Baden Württemberg
Teilnahme mit einer neuen Idee

Weitere Informationen

www.startupbw.de/elevatorpitch

Bildcredits/Fotograf: Sinem Ertürk – green bee design

Quelle Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus

INCIRT will Europas Chipindustrie neu definieren

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Chiparchitektur von INCIRT für neue Datenwandler Gründer und CEO Dr. Oner Hana Copyright INCIRT

INCIRT schließt Finanzierungsrunde über 4,8 Millionen Euro ab

Das Aachener Deep Tech Unternehmen INCIRT hat eine Finanzierungsrunde über 4,8 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen. Angeführt wurde die Runde von Early Stage VC Fonds Lifeline Ventures; beteiligt ist zudem der High Tech Gründerfonds.

Mit dieser Finanzierung sichert sich INCIRT den Weg zur Kommerzialisierung seiner neuartigen Chiparchitektur, die einen entscheidenden Beitrag zur digitalen Souveränität Europas leisten könnte.

Neue Chiparchitektur überwindet bisherige Grenzen

INCIRT entwickelt eine neue Generation von Datenwandlern, die eine bis zu 100 mal schnellere Datenwandlung ermöglicht als bisherige Ansätze. Die Technologie überwindet damit zentrale technische Grenzen der Halbleiterindustrie, ohne auf immer kleinere und teurere Fertigungsstrukturen angewiesen zu sein.

Datenwandler sind ein Schlüsselbaustein moderner Kommunikations und Sensorsysteme. Sie bestimmen, wie schnell, effizient und zuverlässig Daten zwischen der digitalen Welt und realen Anwendungen übertragen werden. INCIRT hat diesen Baustein grundlegend neu gedacht und eine Systemarchitektur entwickelt, die nicht auf Optimierung bestehender Technik setzt, sondern auf intelligente Parallelisierung.

Chipproduktion in Europa als strategischer Vorteil

Ein wesentlicher Unterschied zu etablierten Lösungen liegt in der Fertigung. INCIRT hat die Technologie erfolgreich als funktionsfähigen Silizium Chip umgesetzt. Die Chips werden auf 22 Nanometer Technologie in Europa gefertigt und ermöglichen damit leistungsfähige Halbleiterproduktion ohne Abhängigkeit von hochskalierter, außereuropäischer Fertigung. Statt immer kleinerer Strukturen steht bessere Architektur im Mittelpunkt.

Dieser Ansatz stärkt die europäische Wertschöpfungskette für kritische Infrastrukturanwendungen wie Satelliten und Mobilfunkkommunikation.

Enabler für Satelliten und Telekommunikationsinfrastruktur

Die Technologie von INCIRT adressiert Daten und energieintensive Märkte wie Satellitenkommunikation und Mobilfunkinfrastruktur.

In Satelliten ermöglicht die Architektur deutlich höhere Datenraten bei geringerem Energieverbrauch. Das schafft Spielraum im begrenzten Power Budget, erlaubt mehr Antennen pro Satellit, mehr Daten pro Orbit und eine längere Missionsdauer bei sinkenden Kosten pro übertragenem Bit.

In einem weiteren Anwendungsfeld, der Telekommunikation, eröffnet INCIRT neue Funk und Systemarchitekturen. Netzbetreiber profitieren von höherer Kapazität bei gleichem Energieverbrauch, niedrigeren Betriebskosten und zukunftsfähigen Plattformen für die Weiterentwicklung von 5G und darüber hinaus.

Kapital für den nächsten Entwicklungsschritt

Die Finanzierung treibt Produktentwicklung und Industrialisierung voran. Sie ermöglicht die Weiterentwicklung der Technologie, ihre Validierung sowie die Vorbereitung erster Kundenprojekte und den Markteintritt.

„Unsere Architektur ermöglicht Leistungssteigerungen, die mit klassischer Halbleiterentwicklung kaum noch erreichbar sind“, sagt Oner Hanay, Mitgründer und CEO von INCIRT. „Gleichzeitig zeigen wir, dass Hochleistungschips auch mit europäischer Fertigungstechnologie realisierbar sind. Das ist technologisch wie strategisch ein entscheidender Schritt in Richtung digitaler Souveränität Europas. Ein Ziel ist beispielsweise, dass in zehn Jahren alle europäische Satellitenkonstellationen wir sprechen von 5.000 bis 10.000 Stück mit INCIRT Technologie ausgerüstet sein werden.“

Petteri Koponen, Gründungspartner bei Lifeline Ventures, fügt hinzu:

„Wir freuen uns, INCIRT bei der Vermarktung seiner Technologie zu unterstützen. Die Technologie behebt kritische Engpässe in der Kommunikation und Infrastruktur und bietet erhebliches Wachstumspotenzial auf den globalen Märkten. Dies macht INCIRT zu einem attraktiven Partner für führende Technologieunternehmen aus verschiedenen Branchen weltweit.“

Bild Gründer und CEO Dr. Oner Hana Copyright INCIRT

Quelle DEDERICHS REINECKE & PARTNER

SOUS sichert sich 4 Mio Euro und will Restaurants mit KI komplett neu erfinden

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Restaurants Wachstum mit KI durch SOUS Bild: SOUS Founder Team v.l.n.r Devon Scoulelis, Thomas Scholte und William Hurst Bildcredits/Fotograf: Krijn Van Der Lugt

SOUS sammelt 4 Mio Euro in der Seed Runde ein, um KI gestützte Wachstumssoftware für Restaurants zu entwickeln

SOUS, die KI gestützte Wachstumsplattform für unabhängige Gastronomiebetriebe, die den gesamten Prozess von der Kundengewinnung über die Transaktion bis hin zur Kundenbindung abdeckt, gibt heute seine Seed Runde in Höhe von 4 Mio. Euro bekannt. Gegründet von Devon Scoulelis und Thomas Scholte sowie dem später hinzugekommenen Mitbegründer William Hurst als CTO, baut SOUS die digitale Wachstumsinfrastruktur für unabhängige Restaurants auf und hilft Betreibern dabei, ihre Online Sichtbarkeit zu erhöhen, direkt an Kunden zu verkaufen und stärkere langfristige Beziehungen zu ihren Gästen aufzubauen.

Die Runde wurde von seed + speed Ventures angeführt, unter Beteiligung des bestehenden Investors PeakBridge sowie von āltitude, Gekko Capital und einer Gruppe erfahrener Angel Investoren. Die Finanzierung wird den Ausbau der Produkt und Engineering Teams von SOUS unterstützen, genauso wie die Weiterentwicklung der KI gestützten Plattform und die voranschreitende internationale Expansion in ganz Europa, zunächst mit Fokus auf Deutschland.

KI Agenten für das Wachstum von Restaurants

SOUS ist als ganzheitliche Wachstumsplattform konzipiert, die Restaurants dabei hilft, sichtbarer zu werden, diese Sichtbarkeit direkt in Umsätze zu verwandeln und die Beziehungen zu ihren Gästen dauerhaft aufzubauen. Heute ist dieser gesamte Prozess unterbrochen. Die Gastronomiebranche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, da die Kundenakquise zunehmend online stattfindet über Suchmaschinen, Karten, soziale Plattformen und nun auch KI Assistenten. Gleichzeitig sind Restaurants oft auf fragmentierte Technologie Tools und Plattformen von Drittanbietern angewiesen, die wertvolle Kundendaten erfassen und hohe Provisionen verlangen.

SOUS entwickelt eine neue Art von Software, die diese Herausforderung angeht: KI Agenten, die kontinuierlich im Hintergrund arbeiten, um Restaurants beim Wachstum zu unterstützen.

Diese KI gestützten Systeme helfen Restaurants dabei:

ihre Sichtbarkeit auf neuen KI Plattformen, Suchmaschinen und Karten zu verbessern
Besucherzahlen zu steigern und diese in direkte Bestellungen und Gästebindung umzuwandeln
Marketing, Markenpräsenz und Kundenkommunikation zu automatisieren

„Ein Restaurant zu führen bedeutet, ein digitales Unternehmen zu führen. Der lokale Unternehmer hat nicht das Budget für einen CMO, CFO und CTO. Wir entwickeln einen KI Agenten, der einen Teil dieser Arbeit übernimmt, sodass die lokale Pizzeria über dieselben Ressourcen und Werkzeuge verfügt wie große Akteure wie Domino’s mit ihren vielen Mitarbeitern und ihrem Budget.“ — Thomas Scholte, Co Founder und CCO, SOUS

Neue Einnahmequellen für Restaurants erschließen

Über die Plattform können Restaurants ihre digitale Sichtbarkeit verbessern, online direkt an Kunden verkaufen und neue Vertriebskanäle wie Take away, Einzelhandelsprodukte, Erlebnisse und Abonnements erschließen. Das Restaurant El Puente in Eindhoven NL steigerte seinen Online Umsatz seit der Einführung von SOUS von 30.000 € auf 177.000 € ohne zusätzliche Marketingausgaben und bei Halbierung der Betriebskosten.

Dank der Plattform behalten Restaurants das Eigentumsrecht ihrer Kundendaten, anstatt diese an Drittanbieter Marktplätze weiterzugeben. SOUS lässt sich zudem in die Tools integrieren, die Restaurants bereits nutzen darunter Zenchef, eines der führenden Reservierungssysteme Europas und positioniert sich damit als Wachstumsschicht des bestehenden Restaurant Technologie Stacks. SOUS ist auf dem besten Weg, für Händler in der gesamten EU und ausgewählten internationalen Märkten ein neues Transaktionsvolumen von über 200 Millionen Euro zu erschließen.

Strategische Partnerschaften beschleunigen die Verbreitung

SOUS geht Partnerschaften mit wichtigen Akteuren im gesamten Ökosystem der Restauranttechnologie ein, um die Verbreitung seiner Plattform zu beschleunigen. Zu diesen gehört Zenchef, eines der führenden Restaurantreservierungssysteme Europas. Durch diese Zusammenarbeit erhalten Restaurants, die Zenchef nutzen, Zugang zu den SOUS Tools, die darauf ausgelegt sind, die Sichtbarkeit zu erhöhen und zusätzliche Umsätze zu generieren.

Durch diese Partnerschaft lenkt SOUS mehr Gäste auf Restaurant Websites und Buchungsseiten, indem es die Sichtbarkeit in Suchmaschinen und durch KI verbessert. Dadurch steigt das Reservierungsvolumen über Zenchef, und Restaurants können einen größeren Teil dieses Traffics in bestätigte Buchungen umwandeln. Das Ergebnis ist ein Gewinn für die gesamte Wertschöpfungskette: Restaurants füllen mehr Plätze, Gäste entdecken bessere Optionen und Plattformen wie Zenchef verzeichnen über ihre bestehende Infrastruktur ein höheres Buchungsvolumen. Durch die Integration in die Software, die Restaurants bereits nutzen, strebt SOUS an, die Wachstumsebene des Restaurant Technologie Stacks zu werden.

Expansion in Deutschland und Europa

Mit der Finanzierungsrunde in Höhe von 4 Millionen Euro plant SOUS, seine Produkt, KI Entwicklungs und Vertriebsteams zu vergrößern und gleichzeitig seine Präsenz auf den europäischen Märkten zu stärken. Deutschland steht dabei im Mittelpunkt der Expansion des Unternehmens, wo das Team ein wachsendes Netzwerk aus Restaurantpartnern und Technologieintegrationen aufbaut. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass die Chancen weit über einen einzelnen Markt hinausreichen, da Restaurants in ganz Europa vor ähnlichen Herausforderungen bei der digitalen Sichtbarkeit, der Kundenbindung und dem Umsatzwachstum stehen.

„Wir glauben, dass wir erst am Anfang eines massiven Wandels in der Arbeitsweise von Restaurants stehen. Restaurants treten in eine Ära ein, in der KI aktiv für sie arbeitet, ihre Sichtbarkeit verwaltet, Gäste anzieht und ihnen hilft, ihren Umsatz zu steigern. Unser Ziel ist es, den digitalen Wachstumsmotor zu entwickeln, den jedes Restaurant benötigt, um von diesem Wandel zu profitieren.“ — Devon Scoulelis, Co Founder und CEO, SOUS

„Immer mehr Restaurants erzielen Umsatz nicht mehr nur am Tisch, sondern zunehmend über zusätzliche Produkte und Dienstleistungen. SOUS verbindet bessere Sichtbarkeit über digitale Plattformen hinweg, nachhaltige Gästebindung und zusätzliches Direktgeschäft in einer Lösung. Damit hilft das Unternehmen Restaurants, unabhängiger von Drittplattformen und den Grenzen ihres stationären Geschäfts zu werden. SOUS eröffnet Restaurants neue Umsatzquellen und hat damit das Potenzial, sich zur führenden Wachstumsplattform für Gastronomiebetriebe in Europa zu entwickeln.“ — Alexander Kölpin, Managing Partner bei seed + speed Ventures.

Bild: SOUS Founder Team v.l.n.r Devon Scoulelis, Thomas Scholte und William Hurst Bildcredits/Fotograf: Krijn Van Der Lugt 

Quelle Maschmeyer Group/ MM Support GmbH

Endlich ein Hemd, das wirklich passt?

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LE CHEMISEUR® Hemden perfekte Passform online

LE CHEMISEUR® entwickelt Hemden mit perfekter Passform durch datenbasierte Maßanfertigung

Wie ist LE CHEMISEUR® entstanden und wer sind die Menschen hinter dem Unternehmen?

Ich bin Jan Schütte, Deutscher, Ingenieur, Absolvent der École Centrale Paris. Nach sechs Jahren bei Toyota Europe in der Supply Chain — wo ich gelernt habe, Verschwendung systematisch zu eliminieren — habe ich 2014 in Paris LE CHEMISEUR® gegründet. Die Frage, die mich angetrieben hat: Warum passen die meisten Hemden nicht richtig, obwohl man das Problem mit Daten lösen könnte? Heute sind wir ein kleines Team in Paris — Entwickler, Passform-Experten, Kundenberater. Unsere Hemden werden in einem Partneratelier in Tunesien genäht, mit dem wir seit 2015 zusammenarbeiten. Über 70 Festangestellte, überwiegend Frauen.

Was hat euch dazu bewogen, den klassischen Maßhemdenmarkt mit einer digitalen Lösung neu zu denken?

Wer regelmäßig Hemden trägt, kennt das Problem: Die Ärmel sind zu lang oder zu kurz, der Kragen drückt, zwischen den Größen fällt man durch. Hemden von der Stange passen den wenigsten Männern wirklich gut. Klassische Maßschneidereien lösen das zwar, sind aber teuer und umständlich. Online-Anbieter verlangen oft ein Maßband und viele Körpermaße — fehleranfällig und abschreckend. Wir wollten einen dritten Weg: Hemden, die wirklich passen, online bestellt, ohne Maßband, zu einem fairen Preis.

Welche Vision verfolgt LE CHEMISEUR® und wie wollt ihr den Bestellprozess für Kleidung langfristig verändern?

Unsere Vision: Jeder Mann soll in wenigen Klicks ein Hemd bekommen, das perfekt sitzt. Schluss mit Zwischengrößen und Kompromissen. Langfristig wollen wir das Modell auf weitere Kleidungsstücke ausweiten. Maßhosen ab 180 Euro sind bereits verfügbar. Das Prinzip bleibt: KI-gestützte Passformberechnung, Fertigung auf Bestellung, null Überproduktion.

Welche Zielgruppen sprecht ihr gezielt an und welche Probleme löst ihr für diese im Alltag?

Unsere Kunden sind Männer, die im Beruf regelmäßig Hemden tragen. Viele kommen zu uns, weil sie ein konkretes Passformproblem haben: zu lange Ärmel, enger Kragen, breite Schultern, Bauchansatz — oder sie fallen einfach zwischen zwei Konfektionsgrößen. Für diese Männer ist Konfektionsware ein täglicher Kompromiss. Aber etwa zwei Drittel unserer Kunden hätten theoretisch auch Hemden von der Stange kaufen können. Sie wollen einfach etwas Besseres: ein Hemd, das wirklich sitzt, aus hochwertigen europäischen Stoffen, zu einem Preis ab 99 Euro.

Wie schafft ihr es, mit wenigen Angaben eine passende Hemdgröße zu berechnen und Vertrauen bei den Kunden aufzubauen?

Der Kunde beantwortet sechs kurze Fragen — darunter Gewicht, Größe und Alter. Es besteht ein klarer Zusammenhang zwischen diesen Werten und der Körperform: Die Größe liefert Hinweise auf Ärmel- und Rückenlänge, das Gewicht beeinflusst Schulterbreite und Brustumfang, das Alter hilft, typische Veränderungen in der Gewichtsverteilung zu berücksichtigen. Unser datenbasiertes, KI-gestütztes Modell, entwickelt in Frankreich auf Basis von über 50.000 realen Kundenprofilen, berechnet daraus die individuelle Passform. Die KI berücksichtigt auch die Elastizität und das Einlaufverhalten jedes einzelnen Stoffs. Vertrauen schaffen wir durch unsere 100-Tage-Passform-Garantie: Wenn etwas nicht sitzt, korrigiert unser Expertenteam in Paris die Maße. In der Regel muss der Kunde das Hemd nicht einmal zurückschicken. Und dann gibt es den Passform-Schlüssel — einen patentierten, fünfstelligen Code, der in jedes Hemd eingedruckt wird. Er speichert die Maße und ermöglicht Nachbestellungen in einem Klick.

Was unterscheidet euer Konzept von traditionellen Schneidereien oder anderen Online-Anbietern für Maßhemden?

Drei Dinge. Erstens: Unser KI-gestütztes Modell. Kein Maßband, keine komplizierten Eingaben — sechs kurze Fragen reichen. Das senkt die Einstiegshürde massiv. Unsere Retourenquote liegt bei 5 Prozent, während der Mode-E-Commerce im Schnitt bei 20 bis 30 Prozent liegt. Zweitens: Der Passform-Schlüssel. Ein patentiertes System, das Nachbestellungen trivial macht. Unsere Wiederkaufrate liegt bei 63 Prozent innerhalb von sechs Monaten — ohne Rabatte oder Promotions. Drittens: Das Preismodell. Hemden ab 99 Euro, Bestseller aus französischer Popeline für 129 Euro. Vergleichbar mit hochwertigem Prêt-à-porter, aber eben mit individueller Passform.

Welche Herausforderungen begegnen euch bei der Verbindung von Mode und Technologie?

Die größte Herausforderung ist das Vertrauen. Der Kunde muss glauben, dass ein datenbasiertes Modell seine Passform besser berechnen kann als er selbst mit einem Maßband. Dieses Vertrauen baut man nur durch Ergebnisse auf — und durch eine kompromisslose Garantie. Die zweite Herausforderung: Stoffe verhalten sich unterschiedlich. Unser Modell muss die spezifische Elastizität und das Einlaufverhalten jedes Stoffs berücksichtigen. Das erfordert kontinuierliche Datenarbeit. Jede Retouche — selbst eine Korrektur von 1 bis 2 Zentimetern — verbessert das Modell.

Wie geht ihr mit dem Thema Retouren oder Passformoptimierung um?

Unsere Retourenquote liegt bei 5 Prozent — ein Bruchteil des Branchendurchschnitts. Trotzdem machen wir Retouren so einfach wie möglich und ermutigen unsere Kunden sogar dazu, wenn etwas nicht perfekt sitzt. Warum? Weil wir langfristig denken. Ein Kunde, dessen Passform beim zweiten Hemd perfekt sitzt, bleibt ein Leben lang. Unsere Wiederkaufrate von 63 Prozent in sechs Monaten zeigt, dass das funktioniert. Und jede Retoure macht unser KI-Modell besser — jede Korrektur von 1 bis 2 Zentimetern fließt direkt in die Optimierung der Algorithmen ein. Die 100-Tage-Passform-Garantie gilt ab der ersten Bestellung, und wir senden bei Bedarf ein vorfrankiertes Retourenlabel.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit bei eurem On-Demand-Produktionsmodell?

Nachhaltigkeit ist kein Marketing-Add-on — sie ist im Geschäftsmodell verankert. Wir produzieren ausschließlich auf Bestellung. Null Lagerbestand, null Überproduktion, keine Schlussverkäufe. Unsere CO₂-Bilanz liegt 43 Prozent unter dem Durchschnitt im Mode-E-Commerce. Seit 2024 sind wir B-Corp-zertifiziert mit einem Score von 95,3 (Schwelle: 80). Unsere Stoffe kommen aus Europa — von italienischen und französischen Webereien, darunter Verne & Clet bei Lyon, gegründet 1955. Wir liefern per LKW und Schiff, nie per Flugzeug. Die Verpackung ist plastikfrei: Seidenpapier und Kraftkarton.

Wie entwickelt ihr LE CHEMISEUR® weiter und welche neuen Funktionen oder Produkte sind geplant?

2026 ist für uns ein Expansionsjahr. Wir starten den DACH-Markt — die Website ist bereits auf Deutsch verfügbar, inklusive der KI-gestützten Passformberechnung. Die Finanzierung haben wir über mehrere Runden mit Business Angels gestemmt (1,8 Mio. Euro insgesamt), und die Marke ist inzwischen profitabel und autofinanziert. Parallel erweitern wir das Produktangebot: Maßhosen ab 180 Euro sind verfügbar. Und wir entwickeln unser KI-Modell kontinuierlich weiter — mit jedem neuen Kunden wird die Vorhersage präziser.

Wie verändert sich aus eurer Sicht das Kaufverhalten im Modebereich durch digitale Lösungen?

Die Kunden werden anspruchsvoller. Viele Männer akzeptieren es nicht mehr, dass ein Hemd „schon irgendwie passt“. Sie erwarten Personalisierung, Transparenz und Qualität — gleichzeitig. Digitale Lösungen ermöglichen das erstmals: ein Hemd, das wirklich zur eigenen Körperform passt, online bestellt, zu einem fairen Preis, nachhaltig produziert. Wer regelmäßig Hemden trägt und einmal erlebt hat, wie ein perfekt sitzendes Hemd den Unterschied macht, geht selten zurück zur Konfektionsware.

Welche drei Ratschläge würdet ihr Gründerinnen und Gründern geben, die ein technologiegetriebenes Produkt aufbauen wollen?

Erstens: Löse ein echtes Problem. Nicht ein technisches — ein menschliches. Bei uns ist es die Frustration von Millionen Männern mit schlecht sitzenden Hemden. Zu kurze Ärmel, enger Kragen, zu viel Stoff am Bauch. Die Technologie ist das Mittel, nicht der Zweck.

Zweitens: Bau einen Mechanismus, der Kunden bindet — ohne Rabatte. Bei uns ist das der Passform-Schlüssel: ein patentierter, fünfstelliger Code, der in jedes Hemd eingedruckt wird und alle Maße des Kunden speichert. Damit bestellt er sein nächstes Hemd in einem Klick, ohne irgendetwas neu einzugeben. Das Ergebnis: 63 Prozent Wiederkaufrate in sechs Monaten — ohne eine einzige Promotion. Wenn dein Produkt mit jeder Bestellung besser und einfacher wird, entsteht ein Schwungrad, das schwer zu kopieren ist.

Drittens: Sei kompromisslos bei der Qualität, aber pragmatisch bei allem anderen. Wir verwenden europäische Premium-Stoffe und deutsche Knopfgarne — daran sparen wir nie. Aber wir haben nicht versucht, alles gleichzeitig zu machen. Erst Hemden perfektionieren, dann Hosen, dann neue Märkte.

Bild: Teambild Bildcredits : LE CHEMISEUR®

Wir bedanken uns bei Jan Schütte für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: LE CHEMISEUR®

Kontakt:

LE CHEMISEUR
22 Rue Notre-Dame de Nazareth
75003 Paris
France

https://lechemiseur.fr/de/masshemden
lecontact@lechemiseur.fr

Ansprechpartner: Jan Schütte, Gründer & CEO
jan.schutte@lechemiseur.fr

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Warum verschwinden Schmerzen oft nicht obwohl man alles ausprobiert hat?

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Bild: Eversion Gruenderteam v.l.n.r. Lucas Heitele Timon Sutter Wolfgang Triebstein Julia Zimmermann Maximilian Starkmann Bildcredits : EVERSION Technologies GmbH

Eversion Technologies analysiert Schmerzen durch Ganganalyse und entwickelt individuelle Lösungen für nachhaltige Beschwerdefreiheit

Wie ist Eversion Technologies entstanden und wer sind die Menschen hinter dem Unternehmen?

EVERSION ist aus einem echten Problem heraus entstanden. Wolfgang Triebstein ist Orthopädieschuhtechnikmeister mit über 40 Jahren Erfahrung. In seinem Ganganalyselabor hat er über Jahrzehnte beobachtet, dass klassische Einlagen kurzfristig helfen, die Beschwerden aber wiederkommen. Seine Erkenntnis: Nicht der Fuß allein ist das Problem. Der Schuh verändert die Fußposition so, dass der gesamte Bewegungsapparat belastet wird. Ich selbst kam als Patientin zu Wolfgang. Monatelang hatte ich Hüftschmerzen, kein Arzt fand eine Ursache. Sein Ansatz brachte mir eine Erklärung und Linderung. Das hat mich überzeugt, mit ihm gemeinsam seine Idee weiterzuverfolgen und in ein digitales Produkt zu übersetzen.
Ende 2023 haben wir EVERSION gegründet, zu fünft: Wolfgang als Erfinder der Technologie, Timon Sutter als Product Owner, Lucas Heitele als Mathematiker und Max Starkmann als Sportwissenschaftler und ich. Heute sind wir zwölf Mitarbeitende.

Was hat euch dazu bewegt, euch auf Bewegungsanalyse und Schmerzursachen zu fokussieren?

85 Prozent aller Rückenschmerzen gelten als unspezifisch, d.h. es kann keine Ursache gefunden werden. Für Betroffene heißt das: jahrelange Arztbesuche und Therapieversuche. Gegen diese sehr große Versorgungslücke wollten wir etwas unternehmen.

Welche Vision verfolgt Eversion Technologies im Bereich Prävention und Gesundheit?

So vielen Menschen wie möglich helfen! Genauer: Ursachen für Funktionelle Beschwerden per Analyse erkennen und mit den 0°-Sohlen nachhaltig lösen. Unser Ziel: ein neues Konzept der funktionellen Schmerztherapie zu etablieren.

Welche Zielgruppen sprecht ihr mit eurer Lösung konkret an und welche Probleme löst ihr für sie?

Menschen mit Schmerzen in Knie, Hüfte, Rücken oder Nacken, für die keine klare Ursache gefunden wird. Büroangestellte, Sportler, ältere Menschen. Daneben Therapeuten und Orthopäden, die das System in ihrer Praxis einsetzen. Großes Potenzial sehen wir in der betrieblichen Gesundheitsförderung. Über einen zertifizierten Präventionskurs können gesetzlich Versicherte die Ganganalyse kostenlos über ihre Krankenkasse erhalten.

Wie funktioniert euer Ansatz mit Sensorsohlen und Datenanalyse im Alltag der Nutzer?

Man bestellt das 2-in-1-Paket über unseren Webshop und lädt die Eversion-App herunter. Dort macht man einen Fußscan und füllt einen kurzen Fragebogen zu seinen Beschwerden aus. Dann kommen die Sensorsohlen per Post. Man legt sie in seine Alltagsschuhe und verbindet sie per Bluetooth mit der App. Dann trägt man sie bis zu 14 Tage ganz normal. Die Sensoren messen in dieser Zeit das Gangbild: wie man auftritt, wie lang die Schritte sind und wie stark der Schuh den Fuß zur Seite kippen lässt.

Nach dem Messzeitraum sendet man die Sensorsohlen an uns zurück. In der App sieht man anschließend seine persönlichen Gangparameter und ein Körpermodell. Darauf wird sichtbar, welche Muskelketten durch die Fehlstellung verkürzt oder verlängert sind und wie das mit den eigenen Beschwerden zusammenhängt. Auf Basis dieser Daten fertigen wir die individuellen 0°-Sohlen. Die Korrektur passiert über die Unterseite. Die Oberseite bleibt flach. Der Fuß wird nicht passiv gestützt, sondern arbeitet frei und kräftigt sich.

Was unterscheidet Eversion Technologies von klassischen Einlagen oder herkömmlichen Therapieansätzen?

Klassische Einlagen basieren auf dem Barfuß-Abdruck, ohne die getragenen Schuhe und die Bewegung zu analysieren. Der Schuh selbst wird nicht berücksichtigt, obwohl er die Fußposition massiv verändert. Wir messen erstmals die Fußposition im Schuh unter Alltagsbedingungen. Statt passiv zu stützen, bringen unsere 0°-Sohlen den Fuß in eine neutrale Position bei natürlicher Muskelaktivierung. Das Ergebnis unserer randomisierten, kontrollierten Studie: im Mittel eine 27 Prozent höhere Schmerzreduktion gegenüber klassischen Einlagen.

Welche Herausforderungen begegnen euch an der Schnittstelle von Medizin, Technologie und Alltagstauglichkeit?

Technisch gab es einige Herausforderungen, da die Hardware einerseits sehr klein aber enorm leistungsfähig sein muss.
Außerdem war die CE-Zertifizierung als Medizinprodukt ein großer Meilenstein im September 2025.
Und der wichtigste Teil: wissenschaftliche Präzision bei maximaler Einfachheit für den Nutzer. Das hat viele Iterationen und Testungen gebraucht.

Wie schafft ihr es, komplexe biomechanische Daten verständlich und nutzbar für eure Kunden aufzubereiten?

Nach der Auswertung sieht der Nutzer in der App ein 3D-Körpermodell. Darauf wird sichtbar, welche Muskelketten durch die Fehlstellung überlastet werden.
Schmerzpunkte können in Zusammenhang damit gebracht werden und es gibt eine Erklärung wie und ob die Fehlstellung optimiert werden kann. Das Feedback unserer Kunden zeigt: Genau dieses Sichtbarmachen ist der Aha-Moment.

Welche Rolle spielt Individualisierung bei euren Lösungen und Produkten?

Individualisierung ist der Kern von allem, was wir tun. Jede Sohle entsteht aus den individuell gemessenen Daten des Nutzers, erfasst in den eigenen Schuhen unter realen Alltagsbedingungen. Da der Eversionswinkel je nach Schuhtyp unterschiedlich ausfallen kann, fertigen wir bei Bedarf verschiedene Sohlen für verschiedene Schuhe.

Wie entwickelt ihr Eversion Technologies weiter und welche nächsten Schritte plant ihr?

Aktuell erweitern wir unsere laufende Studie an der Universität Konstanz auf 100 Probanden. Weitere Studien mit klinischen Partnern sind bereits in Planung. Gleichzeitig bauen wir unsere Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten, Orthopäden und Unternehmen im Bereich betriebliche Gesundheitsförderung aus. Und wir entwickeln unsere Analyseplattform weiter, zum Beispiel für den Einsatz in der Rehabilitation.

Wie verändert sich aus eurer Sicht der Umgang mit Prävention und körperlicher Gesundheit?

Bisher ist Prävention aus meiner Sicht noch nicht im Alltag der Menschen angekommen. Hier gibt es viel Nachholbedarf von allen Seiten. Dennoch steigt das Bewusstsein und der Weg von Symptombehandlung, hin zur Ursachensuche wird immer relevanter.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern im HealthTech-Bereich geben?

Baut auf einem echten Problem auf, nicht auf einer Technologie-Idee. EVERSION wäre ohne Wolfgangs 40 Jahre Praxis nie entstanden. Die Technologie ist das Werkzeug, nicht die Lösung.
Unterschätzt die Regulatorik nicht, aber lasst euch nicht lähmen und holt euch Unterstützung, wenn ihr es nicht alleine schafft.
Baut ein Team mit den wichtigsten Kompetenzen auf und unterschiedlichen Perspektiven. Ein gutes Team ist das A und O.

Bild: Eversion Gruenderteam v.l.n.r. Lucas Heitele Timon Sutter Wolfgang Triebstein Julia Zimmermann Maximilian Starkmann Bildcredits : EVERSION Technologies GmbH

Wir bedanken uns bei Julia Zimmermann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum kämpfen selbst Top Entwickler täglich mit ihren eigenen Daten?

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Factor House Echtzeitdaten Kafka verstehen Derek Troy-West

Factor House entwickelt Tools für Echtzeitdaten und vereinfacht den Umgang mit Kafka für Entwicklerteams weltweit

Wie ist Factor House entstanden und wer steht hinter der Gründung des Unternehmens?

Die ersten fünfzehn Jahre meiner Karriere entwickelte ich als technischer Berater Echtzeit-Datenplattformen für Finanzinstitute. Meine Kunden waren Investmentbanken, Versicherungsgesellschaften und Fintech-Start-ups. Ich war ihr Ansprechpartner, wenn Systeme benötigt wurden, die unter keinen Umständen ausfallen durften. Ich erinnere mich an Anrufe zu jeder Tages- und Nachtzeit von Händlern in Hongkong, die keine zusätzliche Latenz von auch nur einer Millisekunde bei ihren Transaktionen akzeptierten. Diese Erfahrung hat meine gesamte Herangehensweise an die Softwareentwicklung geprägt.

Meine Frau Kylie und ich haben Ende 2019 gemeinsam Factor House gegründet. Sie bringt über zwanzig Jahre operative Erfahrung in den Bereichen Technologie- und Kunstmanagement mit und war von Anfang an maßgeblich am Aufbau des Unternehmens beteiligt. 2020 kam unser Gründungsingenieur Tom Crowley hinzu. Die ersten Schritte des Unternehmens unternahmen wir tatsächlich während der Corona-Lockdowns in Melbourne von unserer Wohnung aus, neben dem Homeschooling unserer beiden kleinen Kinder. Es war eine intensive Zeit, aber wir hatten die unerschütterliche Überzeugung, dass wir etwas aufbauten, das Ingenieure wirklich brauchten.

Was war die ursprüngliche Idee und welches Problem in der Welt der Streaming Daten wollten Sie damit lösen?

Aufgrund unserer jahrelangen Erfahrung mit dem Aufbau von Datenplattformen in den Bereichen Banken, Versicherungen und Fintech haben wir die enorme Leistungsfähigkeit von Apache Kafka für die Verarbeitung von Echtzeitdaten in großem Maßstab entdeckt. Doch wir stellten auch eine riesige Lücke fest: Es gab keine unternehmensgerechten Werkzeuge, die Kafka für alltägliche Entwicklerteams praktisch nutzbar machten. Ingenieure waren auf die Kommandozeile angewiesen, kämpften mit der Komplexität und verbrachten Zeit mit operativen Aufgaben, anstatt die Systeme zu entwickeln, die ihre Unternehmen benötigten.

Wir machten uns daran, diese Lücke zu schließen. Unsere ursprüngliche Idee war einfach: Wir wollten Ingenieuren schöne, leistungsstarke und unternehmensreife Tools an die Hand geben, die die Arbeit mit Streaming-Daten intuitiv, schnell und sicher machen. Den Anfang machte Kpow, unser Toolset für Apache Kafka, das eine umfassende Benutzeroberfläche und eine API zur Überwachung, Verwaltung und Steuerung von Kafka-Clustern bietet. Die Resonanz der Ingenieure bestätigte unsere These sofort – sie sehnten sich nach solchen Tools.

Wir sind ein Team aus Ingenieuren, das Produkte für Ingenieure entwickelt. Unsere Rolle in diesem Ökosystem ist klar: Wir erleichtern Ingenieuren das Leben, damit sie den wahren Wert ihrer Daten ausschöpfen können.

80 Prozent der Fortune-100-Unternehmen nutzen bereits Kafka. Die Verbreitung von Flink nimmt rapide zu. Doch die Tools, die Ingenieuren, die mit diesen Technologien arbeiten, zur Verfügung stehen, haben mit der Komplexität der von ihnen verwalteten Umgebungen nicht Schritt gehalten. Wir wollen der Standard dafür sein, wie Ingenieure mit ihrer Echtzeit-Dateninfrastruktur interagieren, diese überwachen und steuern. Mit unserer Factor Platform bauen wir die weltweit erste einheitliche Kommandozentrale für Kafka und Flink auf. Sie bietet Teams eine einzige, sichere und unternehmensgerechte Schnittstelle für ihr gesamtes Streaming-Ökosystem. Langfristig wird Factor House auch bei der Einführung neuer Streaming-Technologien präsent sein und diese einheitliche, zentrale Sicht auf den gesamten Datenweg bieten.

An welche Zielgruppen richtet sich Factor House besonders. Welche Herausforderungen haben diese Teams im Alltag mit Datenplattformen?

Zu unseren Kunden zählen Unternehmen, die in großem Umfang Echtzeitdaten generieren und verarbeiten. Dazu zählen Finanzinstitute, Einzelhändler, Transport- und Logistikunternehmen sowie Technologieunternehmen. Unsere Nutzer sind Plattform-Ingenieure, Dateningenieure und DevOps-Experten. Sie sind dafür verantwortlich, dass diese Streaming-Systeme zuverlässig und sicher laufen.

Die Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen, sind erheblich. Diese Teams verwalten oft Tausende von Datenströmen über mehrere Cluster, Cloud-Umgebungen und Teams hinweg. Bei Störungen müssen sie bestimmte Nachrichten in Milliarden von Datensätzen finden. Sie müssen kontrollieren, welche der Hunderte oder sogar Tausende von Ingenieuren auf sensible Daten zugreifen dürfen. All dies müssen sie tun, ohne das Entwicklungstempo zu verlangsamen. Genau diese operative Belastung lösen wir.

Wie helfen Ihre Lösungen dabei, komplexe Streaming Dateninfrastrukturen transparenter und besser steuerbar zu machen?

Es gibt drei Dinge, die besonders hervorstechen. Erstens bieten wir Ingenieuren eine leistungsfähige und intuitive Benutzeroberfläche. Dadurch können sie sich von der Befehlszeile lösen und auf eine deutlich intuitivere und visuell ansprechendere Art mit ihren Daten interagieren. Das allein verändert die tägliche Arbeitsweise von Teams.

Zweitens ermöglichen wir die blitzschnelle Suche in riesigen Datenmengen. Wenn Sie eine Bank sind und eine fehlende Transaktion in Milliarden von Nachrichten finden müssen, um den Fehler zu beheben, ist Geschwindigkeit entscheidend. Diese Anforderungen erfüllt unsere Plattform zuverlässig.

Drittens ist Komplexität für uns kein Problem. Wir arbeiten mit einigen der weltweit größten Unternehmen zusammen, das heißt mit Organisationen, die Zehntausende Ingenieure beschäftigen und bei denen viele Teams Zugriff auf Daten benötigen. Unser System bewältigt die Maskierung sensibler Daten und eine fein abgestufte Zugriffskontrolle nahtlos und in einem Umfang, den sonst niemand bieten kann. Kombiniert man diese drei Fähigkeiten, erhält man eine Plattform, die eine früher undurchsichtige und schwer zu verwaltende Infrastruktur transparent, durchsuchbar und kontrollierbar macht.

Was unterscheidet Euch von anderen Anbietern im Bereich Datenplattform Tools und Entwicklerlösungen?

Einige Dinge. Wir sind völlig herstellerunabhängig. Ganz gleich, ob Sie selbstbetriebenes Kafka, AWS MSK, Confluent Cloud, Redpanda, Aiven oder einen anderen Anbieter nutzen – Factor House bietet Ihnen eine zentrale Übersicht über all diese Lösungen. Da viele unserer Kunden mehrere Anbieter gleichzeitig einsetzen, sind wir das einzige Tool, das diese Erfahrung vereinheitlicht.

Ein weiteres wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist unsere Leistungsfähigkeit bei hoher Skalierung. Unsere Benutzeroberfläche kann mühelos Milliarden von Nachrichten verarbeiten. Einige unserer Wettbewerber haben Probleme mit großen Umgebungen, doch Factor House wurde von Grund auf für diese entwickelt.

Und letztlich wurde Factor House von Ingenieuren für Ingenieure entwickelt. Wir verstehen die alltägliche Realität der Arbeit mit diesen Systemen, und das zeigt sich in jeder unserer Designentscheidungen. Wie einer unserer Kunden von Airwallex es formulierte, ist Factor House mehr als ein Produkt: Es ist eine Philosophie, die von Ingenieuren für Ingenieure mit einer tiefen Wertschätzung für ihr Handwerk entwickelt wurde.

Technologien entwickeln sich kontinuierlich weiter. Wenn man ein Unternehmen auf spezifischen Technologien aufbaut, muss man sich deshalb gut überlegen, wie man sich langfristig positioniert. Wir haben gelernt, uns an neue Technologien anzupassen, und diese Anpassungsfähigkeit ist zu einer unserer größten Stärken geworden. Deshalb unterstützt unsere Plattform sowohl Kafka als auch Flink, statt auf eine einzige Technologie zu setzen. Zudem ist unsere einheitliche Factor-Plattform so konzipiert, dass sie auch die Streaming-Technologien von morgen unterstützt.

Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass es sich um hochtechnische Produkte handelt, die an anspruchsvolle Käufer verkauft werden. Man kann sich in Gesprächen mit leitenden Ingenieuren eines Fortune-500-Unternehmens nicht durch oberflächliche Argumente behaupten. Die Messlatte für Qualität, Leistung und Zuverlässigkeit liegt extrem hoch. Hier kommt uns unsere technische Tradition zugute, denn wir sprechen dieselbe Sprache wie unsere Kunden, da wir selbst schon in ihrer Lage waren.

Welche Rückmeldungen erhalten Sie von Entwicklerteams und Data Engineers, die mit Lösungen von Factor House arbeiten?

Das Feedback, das wir erhalten, dreht sich durchweg um die Zeitersparnis und die Fähigkeit, Komplexität im großem Maßstab zu bewältigen. Unsere Fallstudie mit der NORD/LB, einer deutschen Bank, zeigt beispielsweise, wie Kpow den Zeitaufwand der Teams für Kafka-Operationen deutlich, und zwar um 30 Prozent, reduziert hat. Dadurch gewinnen sie jede Woche Stunden zurück, die sie für wertschöpfendere Aufgaben nutzen können.

Ein weiteres gutes Beispiel ist ein globales Bekleidungsunternehmen mit rund vierhundert Ingenieurteams, die über die ganze Welt verteilt sind. Zuvor hatten sie eine Wettbewerbslösung genutzt, entschieden sich aber aufgrund unserer Fähigkeit, Komplexität in großem Maßstab zu bewältigen, für einen Wechsel zu Factor House. Die Einführung schlossen sie innerhalb eines einzigen Monats ab. Wenn ein Unternehmen dieser Größe mit so vielen Teams unser Produkt innerhalb von dreißig Tagen weltweit bereitstellen kann, spricht das für die Qualität und Einfachheit des Produkts.

Das schönste Feedback ist jedoch, wenn Ingenieure uns sagen, dass Kpow eines der besten Tools ist, das sie in ihrer Karriere je verwendet haben. Darauf optimieren wir.

Welche Vision verfolgt Factor House für die Zukunft und welche Rolle werden Echtzeitdaten dabei spielen?

Die Menge an Echtzeitdaten wird weiter zunehmen. Jede Interaktion, jede Transaktion, jeder Sensorwert: Die Welt generiert mehr Streaming-Daten als je zuvor – und dieser Trend beschleunigt sich. Unternehmen, die sich auf den Weg der KI begeben, stellen fest, dass sie schnellen, sicheren und kontrollierten Zugriff auf ihre Echtzeitdaten benötigen, um Mehrwert zu schaffen. Dabei helfen wir.

Unsere Vision ist es, dass Factor House mit der Weiterentwicklung dieser Technologien und dem Aufkommen neuer Technologien eine einheitliche, zentrale Übersicht über den gesamten Datenpfad bietet. Wir wollen die Plattform sein, der Ingenieure und Unternehmen vertrauen, um ihre Echtzeitdaten zu verstehen, zu kontrollieren und darauf zu reagieren – unabhängig von den zugrunde liegenden Technologien. Die Zukunft gehört Unternehmen, die Entscheidungen in Echtzeit treffen können – und wir entwickeln die entsprechenden Tools.

Welche Weiterentwicklungen oder neuen Funktionen plant Factor House für seine Plattform und Produkte?

Wir entwickeln derzeit einige spannende Funktionen zur Datenherkunft (Lineage). Diese werden einen noch umfassenderen Kontext zu den von einem Unternehmen generierten Daten liefern. Die Datenherkunft gibt Aufschluss darüber, woher die Daten stammen, wie sie transformiert wurden und wohin sie gelangen. Dies wird für Unternehmen von entscheidender Bedeutung sein, um ihre Daten für KI-Projekte, zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und für die Systemzuverlässigkeit vollständig zu verstehen und zu nutzen.

Darüber hinaus vertiefen wir durch unsere weltweit einzigartige Factor Platform eine einheitliche Nutzererfahrung über Kafka und Flink hinweg. Zudem investieren wir stark in unsere API, damit Teams die Funktionen von Factor House direkt in ihre eigenen Tools und Workflows integrieren können. Unser Ziel ist dabei stets dasselbe: Ingenieuren dabei zu helfen, mit Echtzeitdaten ihre beste Arbeit zu leisten.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ein Startup im Bereich Entwickler Tools oder Dateninfrastruktur aufbauen möchten?

Erstens: Bringen Sie Ihr Produkt so schnell wie möglich zu den Entwicklern. In unserem Bereich hängt die Akzeptanz davon ab, dass Ingenieure die Tools auswählen, die sie nutzen möchten. Sie können die beste Strategie der Welt haben, aber wenn die Ingenieure Ihr Produkt nicht nutzen, ist alles andere irrelevant. Wir hatten das Glück, dass unsere ersten Kunden ganz natürlich zu uns kamen, weil unser Produkt ein echtes Problem löste.

Zweitens: Hören Sie Ihren Kunden zu. Hören Sie wirklich zu. Das Feedback von Ingenieuren ist direkt und ehrlich. Wenn Sie genau hinhören, werden sie Ihnen sagen, was Sie als Nächstes entwickeln sollten. Einige unserer besten Funktionen sind direkt aus Gesprächen mit Nutzern entstanden, die uns mitteilten, was sie benötigten.

Drittens: Konzentrieren Sie sich auf das Kernproblem. Gerade in der Anfangsphase ist die Versuchung groß, in alle Richtungen zu expandieren. Wir haben Jahre damit verbracht, uns darauf zu konzentrieren, ein Problem außergewöhnlich gut zu lösen: nämlich Kafka für Enterprise-Engineering-Teams praxistauglich zu machen. Diese Disziplin hat es uns ermöglicht, ein Produkt zu entwickeln, das von den Nutzern lobend beschrieben wird. Tiefe schlägt Breite, besonders am Anfang.

Bildcredits/Fotograf: Factor House

Wir bedanken uns bei Derek Troy-West für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum dieses Produkt bald in keinem Auto mehr fehlen könnte

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Easy Exit Card Rettungskarte Sicherheit Auto V.l.: Stephan Pannhorst, Bernd Lüke und Sylvain Victor präsentieren mit „Easy Exit Card“ einen Nothammer im Kartenformat. Sie erhoffen sich ein Investment von 100.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile. Bildrechte/FotografRTL / Bernd-Michael Maurer

Easy Exit Card entwickelt kompakte Rettungskarte für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und moderne Sicherheitslösungen und wird am 30. März 2026 in der Höhle der Löwen pitchen

Wie ist die Easy Exit Card entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Die Easy Exit Card ist kein klassisches Startup, sondern ein Produkt der Cairon Group GmbH. Hinter dem Unternehmen stehen drei Gesellschafter: Bernd Lüke mit technischem Hintergrund, Stephan Pannhorst mit betriebswirtschaftlichem Schwerpunkt sowie Sylvain Victor mit internationaler Ausrichtung. Die Idee zur Easy Exit Card entstand aus dem gemeinsamen Arbeitsalltag in der Chipkarten- und Sicherheitsbranche. Seit 2005 arbeiten die drei zusammen und entwickeln das Produkt seit 2019 kontinuierlich weiter.

In welcher Branche ist die Easy Exit Card tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Die Cairon Group GmbH ist in der Sicherheits- und Telekommunikationsbranche tätig. Das Geschäftsmodell der Easy Exit Card basiert dabei auf zwei zentralen Säulen: Im B2C-Bereich richtet sich das Angebot an Autofahrerinnen und Autofahrer, LKW-Fahrerinnen und -Fahrer sowie allgemein an sicherheitsbewusste Verkehrsteilnehmende. Im B2B-Bereich stehen individuelle Branding-Optionen für Geschäftskunden im Fokus, ergänzt durch Kooperationen mit Automobilherstellern, Fahrzeugflottenbetreibern, Versicherungen, Fahrschulen, Tankstellenbetreibern sowie Herstellern von Erste-Hilfe-Ausstattungen und dem Werbemittelhandel. Das Produkt selbst ist eine Rettungskarte, die als kompakte Alternative zum klassischen Nothammer dient und sich durch kundenspezifische Anpassungen auch als Werbemittel einsetzen lässt.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Die Inspiration kam aus dem täglichen Umgang mit Sicherheitslösungen im Bankkarten-Format. Wir haben erkannt, dass klassische Nothämmer oft unpraktisch und für ungeübte Nutzerinnen und Nutzer schwer handhabbar sind. Das fehlende Angebot auf dem Markt bestand in einer kompakten, einfachen und universell einsetzbaren Rettungslösung, die sowohl im Privat- als auch im Geschäftsbereich genutzt werden kann.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Die Easy Exit Card überzeugt durch mehrere zentrale Vorteile: Durch ihr platzsparendes Design kann sie hinter der Sonnenblende aufbewahrt werden und ist dadurch jederzeit griffbereit. Die einfache Handhabung macht sie insbesondere für ungeübte Nutzerinnen und Nutzer sicherer als klassische Nothämmer. Zudem ist sie vielseitig einsetzbar und funktioniert sowohl von innen als auch von außen am Fahrzeug. Für Geschäftskunden bietet sie darüber hinaus die Möglichkeit zur individuellen Gestaltung, etwa durch personalisierte Verpackungen und Branding. In der Hülle ist außerdem ein Gurtschneider integriert. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die deutlich reduzierte Fremd- und Eigengefährdung, da die Anwendung mit einer von der Scheibe abgewandten Bewegung erfolgt.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Die Vision ist es, die Easy Exit Card in den kommenden fünf Jahren als selbstverständlichen Bestandteil der Fahrzeugsicherheit zu etablieren – vergleichbar mit Warnweste oder Warndreieck. Um dieses Ziel zu erreichen, sind mehrere Meilensteine definiert: Dazu zählt die Etablierung in mehreren europäischen Ländern ebenso wie das Erreichen eines Marktanteils von bis zu 25 Prozent im Bereich Rettungsgeräte und Nothämmer. Darüber hinaus ist geplant, die Easy Exit Card in bestehende Sicherheitssets, beispielsweise in Erste-Hilfe-Sets, zu integrieren.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei „Die Höhle der Löwen“ zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Im Fokus standen die Suche nach einem starken Vertriebspartner für den Markteintritt sowie den Endkundenvertrieb und die Nutzung der Sendung, um die Reichweite zu erhöhen und für das Thema Fahrzeugsicherheit zu sensibilisieren. Gleichzeitig sollte die Easy Exit Card einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Darüber hinaus war von Anfang an das Ziel, eine langfristige Partnerschaft aufzubauen, die über einen einmaligen Auftritt hinausgeht.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an der Show angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Durch die Teilnahme an der Sendung wird insbesondere Unterstützung im Endkundenvertrieb sowie in der Logistik angestrebt, um effiziente Vertriebsstrukturen aufzubauen und die Lieferketten optimal zu gestalten. Darüber hinaus geht es um den erleichterten Marktzugang, insbesondere bei der Positionierung und Skalierung des Produkts in relevanten Märkten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die langfristige Zusammenarbeit zur Sortimentserweiterung, etwa durch die gemeinsame Entwicklung weiterer innovativer Sicherheitsprodukte.

Welche nächsten Schritte sind nach der Show geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Der Fokus liegt zunächst auf der Markteinführung, insbesondere dem Start des regulären Verkaufs über den eigenen Onlineshop sowie über Vertriebspartner. Darauf aufbauend folgt die Skalierung durch den Ausbau der Präsenz in Europa und durch Kooperationen mit Multiplikatoren wie Autoclubs, Versicherungen und dem Werbemittelhandel. Parallel dazu wird die Produktweiterentwicklung vorangetrieben, insbesondere durch die Integration der Karte in bestehende Sicherheitssets und ganzheitliche Sicherheitskonzepte.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Für eine erfolgreiche Teilnahme ist eine fundierte fachliche Vorbereitung entscheidend: Dazu gehören ein detailliertes Produkt- und Marktwissen sowie eine klare und überzeugende Argumentation. Ebenso wichtig ist Authentizität, denn die Investoren reagieren besonders positiv auf ehrliche und transparente Präsentationen. Darüber hinaus bietet die Show die Möglichkeit, ein wertvolles Netzwerk aufzubauen und Zugang zu wichtigen Kontakten und potenziellen Partnern zu erhalten.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Entscheidend ist, zu 100 Prozent hinter dem eigenen Produkt zu stehen und dies mit einem nachhaltigen Konzept sowie echter Leidenschaft zu vermitteln, um die Investoren zu überzeugen. Ebenso gilt: Vorbereitung ist alles – sowohl fachlich als auch mental sollte man bestens vorbereitet sein. Darüber hinaus sind Fairness und Transparenz auf Augenhöhe essenziell, insbesondere in der Kommunikation mit allen Beteiligten, auch im Hinblick auf mögliche vertragliche Vereinbarungen.

Sehen Sie Easy Exit Card am 30. März 2026 in der Höhle der Löwen

Bild: V.l.: Stephan Pannhorst, Bernd Lüke und Sylvain Victor präsentieren mit „Easy Exit Card“ einen Nothammer im Kartenformat. Sie erhoffen sich ein Investment von 100.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile.
Bildrechte/FotografRTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Stephan Pannhorst, Bernd Lüke und Sylvain Victor für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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