Montag, Juni 8, 2026
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Rollentausch im TV: Gründer übernimmt plötzlich die Macht im Studio

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31. März 2026 Gesundheit Prävention im Fokus Bild EVRVEST 2 Minuten 2 Millionen Bildcredits/Fotograf PULS 4 / Gerry Frank

31. März 2026 Gesundheit Prävention 2 Minuten 2 Millionen mit überraschender Wendung

Der 31. März 2026 bringt bei 2 Minuten 2 Millionen nicht nur neue Start-ups auf die Bühne, sondern auch Momente, die so noch nie zu sehen waren. Zwischen Gesundheit, Prävention und außergewöhnlichen Pitches zeigt sich, wie vielfältig und überraschend die österreichische Gründerszene aktuell ist. Doch eine Szene sorgt besonders für Gesprächsstoff und stellt das gewohnte Machtgefüge im Studio komplett auf den Kopf.

31. März 2026 Gesundheit Prävention 2 Minuten 2 Millionen mit historischem Moment

Was als klassischer Pitch beginnt, entwickelt sich schnell zu einer echten Premiere: Egon Wolf aus Weiz betritt mit seinen Easy Reitsporen die Bühne – und bringt nicht nur eine Innovation, sondern auch Pferd Olaf mit ins Studio. Damit sorgt er von Beginn an für Aufmerksamkeit.

Sein Produkt basiert auf einer persönlichen Erfahrung. Nach einem Unfall im Reitsport entwickelte Wolf ein System, das Sicherheit neu definieren soll. Die Easy Reitsporen werden direkt im Stiefelabsatz fixiert, verzichten vollständig auf Bügel oder Lederriemen und lösen sich im Notfall automatisch.

Doch der eigentliche Wendepunkt kommt unerwartet. Investor Alexander Schütz verlässt während des Pitches das Studio. Eine Situation, die so noch nie vorgekommen ist. Kurzerhand wird Egon Wolf selbst auf den Investorenstuhl gebeten und wechselt damit die Perspektive.

Dieser Moment zeigt eindrucksvoll, wie flexibel und dynamisch das Format geworden ist. Gleichzeitig wirft er eine spannende Frage auf: Wie verändert sich die Sicht auf ein Geschäftsmodell, wenn Gründer plötzlich selbst in die Rolle der Investor:innen schlüpfen?

31. März 2026 Gesundheit Prävention 2 Minuten 2 Millionen wird körperlich

Neben dieser außergewöhnlichen Szene bringt ein weiteres Start-up Bewegung ins Studio. EVRVEST aus Feldkirch setzt auf eine völlig andere Art der Präsentation – nämlich durch direkte körperliche Erfahrung.

Die Gründer Fabian Lutz und Max Schnetzer präsentieren eine modulare Trainingsweste, die sich individuell an den Körper anpasst und speziell für dynamische Bewegungen entwickelt wurde. Das Besondere: Die Weste wurde unter realen Bedingungen mit Athlet:innen getestet und soll sowohl im Leistungs- als auch im Alltagstraining eingesetzt werden können.

Im Studio bleibt es nicht bei theoretischen Erklärungen. Investorin Eveline Steinberger probiert die zehn Kilogramm schwere Weste selbst aus. Auch Mathias Muther lässt sich auf den Test ein. Schnell wird klar: Dieses Produkt muss man erleben, um es zu verstehen.

Hier zeigt sich ein klarer Trend in Richtung erlebbare Innovationen. Gerade in den Bereichen Gesundheit und Prävention gewinnen Produkte an Bedeutung, die unmittelbar spürbar machen, welchen Mehrwert sie bieten.

31. März 2026 Gesundheit Prävention 2 Minuten 2 Millionen zeigt neue Markttrends

Neben den auffälligen Präsentationen stehen auch zwei Wiener Start-ups im Fokus, die mit inhaltlicher Tiefe überzeugen wollen.

VILAVIT adressiert ein Thema, das oft im Verborgenen bleibt, aber zunehmend gesellschaftliche Relevanz erhält: Fruchtbarkeit. Das Unternehmen entwickelt Präparate für Frauen und Männer und setzt dabei auf wissenschaftlich fundierte Ansätze. Im Kontext von Gesundheit und Prävention trifft das auf eine wachsende Nachfrage, da immer mehr Menschen ihre Lebensplanung aktiv gestalten wollen.

MyHomeRoast hingegen bringt Innovation in den Alltag. Mit einem vollautomatischen Haushaltsröster für Kaffee, Kakao und Nüsse ermöglicht das Start-up, Produktionsprozesse nach Hause zu holen. Individualisierung und Kontrolle über die eigene Ernährung stehen hier im Mittelpunkt.

Diese Bandbreite zeigt, wie unterschiedlich Geschäftsmodelle heute gedacht werden – von hochsensiblen Gesundheitsthemen bis hin zu Lifestyle und Genuss.

31. März 2026 Gesundheit Prävention 2 Minuten 2 Millionen als Spiegel der Startup Szene

Die Folge am 31. März 2026 macht deutlich, dass es längst nicht mehr nur um klassische Produktpräsentationen geht. Vielmehr stehen Geschichten, persönliche Motivation und echte Problemlösungen im Mittelpunkt.

Der ungewöhnliche Rollentausch von Egon Wolf, die körperliche Erfahrung mit Evrvest und die thematische Tiefe bei Vilavit zeigen, wie vielfältig Unternehmertum heute interpretiert wird. Gesundheit und Prävention bilden dabei einen roten Faden, der sich durch mehrere Geschäftsmodelle zieht.

Gleichzeitig wird sichtbar, wie wichtig Authentizität geworden ist. Gründer:innen überzeugen nicht mehr nur durch Zahlen, sondern durch nachvollziehbare Beweggründe und klare Visionen.

2 Minuten 2 Millionen entwickelt sich damit immer stärker zu einer Plattform, die nicht nur Investments vermittelt, sondern auch gesellschaftliche Trends sichtbar macht. Der 31. März 2026 liefert dafür ein besonders eindrückliches Beispiel.

Und am Ende bleibt genau die Frage hängen, die diese Folge so spannend macht: Was passiert, wenn sich Perspektiven verschieben und plötzlich die Regeln neu geschrieben werden? Genau darin liegt die besondere Dynamik, die Formate wie 2 Minuten 2 Millionen so relevant für die Startup Szene macht.

Bild EVRVEST 2 Minuten 2 Millionen Bildcredits/Fotograf PULS 4 / Gerry Frank

Was passiert mit all dem Wissen, wenn plötzlich niemand mehr da ist?

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wingmaite Wissen in Unternehmen sichern Oliver Diekmann wingmaite ceo Bildrechte Viktor Strasse

wingmaite sichert Wissen in Unternehmen mit KI und macht Erfahrungswissen langfristig digital nutzbar

Wie ist wingmaite entstanden? Wer steht hinter dem Unternehmen und welche Rollen habt ihr im Team übernommen?

Als Gründer und Angel Investor habe ich immer wieder erlebt, wie viel Wissen verloren geht, wenn Schlüsselpersonen ein Unternehmen verlassen. Der Auslöser für die Gründung waren dann aber die Fortschritte in Sachen KI. 2025 habe ich gemeinsam mit Christian Zacharias wingmaite gestartet. Christian verantwortet als Co-Founder die technologische Seite, ich kümmere mich als CEO um Strategie, Positionierung und Vertrieb. Inzwischen sind wir ein Team von 15 Leuten, verteilt über Deutschland und Portugal, vollständig remote.

Welche Erfahrungen aus euren bisherigen Stationen haben euch zur Gründung von wingmaite geführt?

Ich habe Unternehmen aufgebaut, abgegeben und neu aufgebaut. In meiner Zeit als Gründer mehrerer Unternehmen, wie z. B. dem heutigen JobRad Loop habe ich hautnah erlebt, wie abhängig Organisationen von einzelnen Menschen und ihrem Wissen sind. Wenn diese Menschen gehen, geht nicht nur Fachwissen verloren, sondern auch Kontext, Beziehungen und gelebte Erfahrung. Das hat mich nie losgelassen. Als ich dann als Investor gesehen habe, wie oft Unternehmensübernahmen genau an diesem Punkt scheitern, war klar: Hier braucht es eine Lösung.

Welche Vision verfolgt wingmaite für den Umgang mit Wissen in Unternehmen. Wie soll sich dieser langfristig verändern?

Wir glauben, dass Wissen der entscheidende Standortfaktor für die deutsche und europäische Wirtschaft ist – und dieses Wissen ist in Gefahr: In den kommenden fünf Jahren gehen mehr als 6 Millionen Babyboomer in Rente, 190.000 Familienunternehmen suchen eine Nachfolge. In dem Zusammenhang ist unser Ziel, dass kein Unternehmen mehr kritisches Wissen verliert, nur weil Menschen in Rente gehen, kündigen oder ein Unternehmen übergeben wird. Langfristig soll jedes Unternehmen über ein lebendiges digitales Gedächtnis verfügen, das Erfahrungswissen bewahrt und für alle Mitarbeitenden und KI nutzbar macht.

Wie wollt ihr diese Vision konkret erreichen. Welche Schritte sind dafür entscheidend?

Zuerst müssen wir Bewusstsein schaffen. Viele Unternehmen wissen gar nicht, wie viel ihres Wissens ausschließlich in den Köpfen der einzelnen Mitarbeitenden steckt. Man schätzt, dass das rund 70 Prozent ausmacht. Dann setzen wir technologisch an: Unsere KI-basierte Plattform erfasst dieses implizite Wissen niedrigschwellig und macht es durchsuchbar und nutzbar. Wir starten zunächst dort, wo der Handlungsdruck am größten ist, nämlich bei Unternehmensnachfolgen und dem bevorstehenden Ausscheiden der Babyboomer-Generation.

Welche Zielgruppen adressiert wingmaite aktuell. Welche konkreten Probleme löst ihr für diese Unternehmen im Alltag?

Wir richten uns an kleine und mittlere Unternehmen im deutschsprachigen Raum, insbesondere an solche vor oder in einer Unternehmensnachfolge. Gleichzeitig arbeiten wir eng mit professionellen Käufern aus dem Private-Equity- und Search-Fund-Umfeld, die bei Übernahmen sicherstellen müssen, dass das Wissen im Unternehmen bleibt. Im Alltag lösen wir ein ganz konkretes Problem: Wissen, das bisher nur in den Köpfen einzelner Personen existiert hat, wird gesichert, strukturiert und für das gesamte Team und KI zugänglich gemacht.

Warum scheitert Wissensmanagement in vielen Unternehmen noch immer. Wo setzt ihr mit eurer Lösung an?

Ich würde nicht sagen, dass Wissensmanagement gescheitert ist – aber manche bisherigen Lösungen haben nicht so richtig zu den Menschen gepasst. Man hat versucht, Mitarbeitende in starre Strukturen und Eingabemasken zu pressen. Das hat oft nicht funktioniert, weil niemand nach einem langen Arbeitstag noch Formulare ausfüllen möchte. Durch KI können wir das erstmals anders lösen. Wir passen uns der Arbeitsweise der Menschen an, nicht umgekehrt.

Was macht wingmaite im Vergleich zu anderen Lösungen im Bereich Wissensmanagement wirklich besonders?

Wir bauen den Kontext-Layer eines Unternehmens, erfassen also nicht nur explizites Wissen aus Dokumenten und Datenbanken, sondern gezielt auch das implizite Wissen, also Erfahrungswerte, Routinen und Zusammenhänge, die nirgendwo aufgeschrieben sind. Unsere Plattform macht dieses Wissen für Mensch und KI gleichermaßen nutzbar. Kontext ist das neue Gold, und genau darauf konzentrieren wir uns.

Wie gelingt es euch, auch implizites Wissen aus den Köpfen von Mitarbeitenden zugänglich zu machen?

Der Schlüssel liegt in der Niedrigschwelligkeit. Wir nutzen unter anderem Voice-to-Voice-Technologie. Mitarbeitende können ihr Wissen einfach aussprechen, im Gespräch, beiläufig, ohne extra Zeit einplanen zu müssen. Unsere KI verarbeitet das im Hintergrund, strukturiert es und macht es durchsuchbar. Es fühlt sich nicht nach Dokumentation an, sondern passiert fast nebenbei. Das ist der große Unterschied zu allem, was es vorher gab.

Mit welchen Herausforderungen seid ihr beim Aufbau von wingmaite konfrontiert. Wie geht ihr damit um?

Die größte Herausforderung ist natürlich Vertrauen. Unternehmen vertrauen uns ihr sensibelstes Asset an: ihr Wissen. Das erfordert Überzeugungsarbeit, wobei die Gespräche bisher alle ausgesprochen aufgeschlossen und positiv waren. Gleichzeitig bewegen wir uns auch in einem KI-Markt, der gleichzeitig überhitzt und übersättigt ist. Wir reden deshalb nicht über Technologie, sondern über das Problem. Wenn Entscheider:innen verstehen, was für sie auf dem Spiel steht, öffnen sich Türen.

Wie entwickelt ihr eure Plattform weiter. Welche Funktionen oder Ansätze stehen aktuell im Fokus?

Wir konzentrieren uns voll darauf, unsere Plattform so zugänglich für unsere Nutzenden zu machen wie nur möglich. Zusätzlich arbeiten wir an vielen weiteren Features, die den Value für unsere Nutzer:innen erhöhen – aber das lasse ich mal so als Cliffhanger stehen.

Wohin soll sich wingmaite in den nächsten Jahren entwickeln. Welche Rolle wollt ihr im Markt einnehmen?

Wir wollen die führende Wissensinfrastruktur für den europäischen Mittelstand werden – als unverzichtbare Grundlage, auf der Unternehmen ihre KI-Strategie aufbauen. Kurzfristig starten wir im DACH-Raum mit dem Fokus auf Unternehmensnachfolge. Mittelfristig wollen wir überall dort sein, wo Unternehmen vor der Herausforderung stehen, ihr Wissen zu bewahren und weiterzuentwickeln.

Welche drei konkreten Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Fangt beim Warum an. Wenn ihr nicht erklären könnt, warum es euch geben muss, wird es schwer, andere zu überzeugen. Zweitens: Hört nie auf, mit euren Kund:innen zu sprechen. Die besten Produkte entstehen nicht im stillen Kämmerlein, sondern im echten Austausch mit den Menschen, für die ihr baut. Drittens, wenn mal was nicht so läuft wie geplant: Mund abwischen und weitermachen. Es wird Rückschläge geben. Das gehört dazu. Entscheidend ist, dass ihr daraus lernt und morgen besser seid als heute.

Bildrechte/Fotograf: Viktor Strasse

Wir bedanken uns bei Oliver Diekmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie entstehen aus Innovationen in Logistik und Handel echte Marktlösungen?

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de:hub Hamburg Logistik Startups Innovationen Julian Kakarott

Der de:hub Hamburg vernetzt Unternehmen und Innovationstreiber, um Startups und neue Technologien gezielt in Lösungen für die Logistik zu überführen

Können Sie den de:hub Hamburg kurz vorstellen und erläutern, welche Rolle er innerhalb der bundesweiten de:hub Initiative einnimmt?

Der de:hub Hamburg ist Teil der bundesweiten Digital Hub Initiative. Unser klarer Schwerpunkt liegt auf Open Innovation und Venture Clienting. Wir arbeiten eng mit Corporate Partnern aus Logistik und Commerce zusammen. Ziel ist es, Innovationsbedarfe aus der Industrie aufzunehmen und gezielt mit passenden Scale-ups oder Startups zu lösen. So treten wir als treibende Kraft für marktorientierte Umsetzung auf.

Warum ist Hamburg aus Ihrer Sicht der ideale Standort für einen Digital Hub mit dem Schwerpunkt Logistik und Commerce und wo genau ist der Hub angesiedelt?

Hamburg ist einer der wichtigsten Logistik- und Handelsstandorte Europas. Der Hafen, internationale Handelsbeziehungen und starke Industrie prägen die Stadt. Das hanseatische Denken steht für Verlässlichkeit, Pragmatismus und langfristige Partnerschaften. Genau das passt zu unserem Ansatz. Zudem befindet sich der Hub zentral in der Hamburger Speicherstadt.

Welche thematischen Schwerpunkte und technologischen Spezialisierungen prägen die Arbeit des Hubs besonders?

Im Zentrum stehen Open Innovation und Venture Clienting. Wir fokussieren uns auf marktreife Technologien und reale Anwendungsfälle. Themen sind unter anderem künstliche Intelligenz, datengetriebene Geschäftsmodelle, Automatisierung und nachhaltige Lösungen. Entscheidend ist nicht die Technologie an sich, sondern ihr konkreter Mehrwert für Unternehmen.

Wie unterstützt der de:hub Hamburg konkret Startups bei der Entwicklung und Skalierung ihrer Geschäftsmodelle?

Wir bringen Startups direkt mit zahlenden Unternehmenskunden zusammen. Co-Creation spielt dabei eine zentrale Rolle. Produkte werden gemeinsam mit Corporates entwickelt und weitergedacht. Zusätzlich haben wir 20026 eine eigene Scale-up-Mitgliedschaft eingeführt. Sie adressiert gezielt organisatorische und strukturelle Skalierungsfragen. Ziel ist nachhaltiges Wachstum statt kurzfristiger Pilotprojekte.

Welche Rolle spielen etablierte Unternehmen, Mittelstand und Forschungseinrichtungen im Ökosystem des Hubs?

Etablierte Unternehmen spielen eine zentrale Rolle. Sie liefern den Market Pull aus der Branche. Ihre Herausforderungen bilden den Ausgangspunkt für Innovation. Der Mittelstand profitiert von neuen Lösungen und schneller Umsetzung. Forschungseinrichtungen sind aktuell weniger im Fokus als die direkte Marktperspektive.

Wie fördern Sie den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Startups und Industriepartnern in der Praxis?

Wir arbeiten mit klaren Connect-Formaten. Dazu gehört der HubDay, Match Days und themenspezifische Workshops. Entscheidend ist der persönliche Austausch. Vertrauen entsteht durch direkte Begegnung und gemeinsames Arbeiten. Unser Ziel ist nachhaltige Zusammenarbeit statt punktueller Kontakte.

Im vergangenen Jahr stand die Umsetzung konkreter KI-Projekte im Mittelpunkt. KI ist inzwischen allgegenwärtig und ein zentraler Hebel, um Effizienzpotenziale zu realisieren und operative Herausforderungen zu adressieren. Smart-Admin-Ansätze reduzieren Overhead und administrative Aufwände, während Bilderkennung das Verifizieren, Identifizieren und Klassifizieren von Waren automatisiert. Entsprechende Use Cases sind insbesondere im Retourenmanagement, bei Abnahmeprozessen und in der Inventur fest etabliert.

Auch Robotics in Kombination mit KI gewinnt weiter an Relevanz – nicht zuletzt als Antwort auf den Fachkräftemangel im Lager.

Während humanoide Roboter aktuell noch auf belastbare Business Cases geprüft werden, liefern pragmatische Zwischenlösungen bereits konkrete Mehrwerte: Halbhumanoide Systeme oder Greifarme auf autonomen Plattformen, kombiniert mit KI-gestützter Bild- und QR-Code-Analyse, steigern Effizienzen im Lager.

Im Handel entwickelt sich „Agentic Commerce“ zu einem zentralen Zukunftsfeld. Insbesondere im B2C-Bereich treten Startups mit KI-basierten Geschäftsmodellen als Herausforderer etablierter Vertriebsstrukturen auf.

Die Handlungsfelder von Handel und Logistik überschneiden sich: Robotics im Shopfloor, Echtzeitdaten für Produkt- und Preissteuerung, Transparenz durch Mitarbeiter-Apps in globalen Vertriebseinheiten sowie Experience-driven Shopping mit digitalen Touchpoints wie Smart Windows.

Insgesamt zeigt sich in diesem Jahr eine stärkere Fokussierung: Unternehmen priorisieren Lösungen mit unmittelbarem Impact, klaren Kosteneinsparungen und schneller Implementierbarkeit. Geschwindigkeit wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor und Scale-ups gewinnen als Umsetzungspartner weiter an Bedeutung.

Woran messen Sie den Erfolg des Hubs und welchen Mehrwert schafft er für die Region Hamburg?

Erfolg messen wir an wirtschaftlicher Wirkung. Etablierte Unternehmen müssen zukunftsfähiger werden. Startups müssen wiederkehrende Umsätze aufbauen. Beides stärkt den Standort Hamburg nachhaltig. Gleichzeitig fördern wir den Dialog mit Politik und Verwaltung. So entsteht ein belastbares Innovationsökosystem.

Wie ist der de:hub Hamburg mit anderen Digital Hubs in Deutschland vernetzt und welchen Nutzen haben Startups von diesem Netzwerk?

Die de:hub Initiative ist unser strategischer Vorteil für die Community in Logistik und Handel. Sie ermöglicht Corporates, Startups und Scale-ups den Zugang zu branchenübergreifenden Lösungen für komplexe Problemstellungen.

Hubs wie Dresden (Smart Systems), Jena (Jena Photonics & Digital Experience Hub) oder Lübeck (Erneuerbare Energien) erschließen Innovationsfelder mit hoher Relevanz für Logistik und Commerce, die nicht immer durch rein branchenfokussierte Startups und Scale-ups adressiert werden.

Unsere Rolle ist es, Potenziale zwischen Branchen zu erkennen, zu übersetzen und marktfähige Cross-Industry-Anwendungen zu ermöglichen.

Durch die enge Vernetzung im de:hub Netzwerk erweitern wir den Lösungsraum für Corporates und schaffen zusätzliche Markt- und Wachstumsmöglichkeiten für Startups – bei gleichzeitig gesteigerter internationaler Sichtbarkeit.

Abschließend gefragt: Welche Ziele verfolgen Sie mit dem de:hub Hamburg in den kommenden Jahren und wie soll sich der Standort weiterentwickeln?

Wir wollen die führende Plattform für Logistik und Commerce werden. Unser Fokus liegt klar auf Open Innovation und Venture Clienting. Ziel ist es, starke Unternehmen und skalierbare Startups aufzubauen. Der de:hub Hamburg soll als Umsetzungsplattform international sichtbar sein. Wirkung steht dabei immer vor Reichweite.

Bildrechte: de:hub Logistics & Commerce

Wir bedanken uns bei Julian Kakarott für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nutze KI so, dass sie feministische Ziele umsetzt

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Dr. Eva Gengler: KI und Daten auf der herCAREER Bild Dr. Eva Gengler Wirtschaftsinformatikerin und intersektional-feministische Forscherin zu Macht und Künstlicher Intelligenz Co-Founderin der feminist AI Community und enableYou © Helena Henkel

Dr. Eva Gengler ist Wissenschaftlerin mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz, Gründerin – und Feministin. Noch ist KI weit davon entfernt, feministisch zu sein.  Deshalb setzt sich Eva Gengler für Aufklärung und Selbstbestimmung im Umgang mit KI ein. herCAREER spricht mit der Expertin über ihr Buch „Feministische KI“ und darüber, wie wir alle dazu beitragen können, dass die Zukunft mithilfe von KI gerechter wird.

„Nur in einer gerechten Welt wäre KI gerechter.“

herCAREER: In deinem Buch schreibst du, dass KI unsere Welt massiv ungerechter machen wird. Was meinst du damit konkret?

Dr. Eva Gengler: Insbesondere Large-Language-Modelle (LLM) wie ChatGPT oder generative KI wie Dall·E lernen Muster aus bestehenden Daten. Sie reproduzieren und verstärken also, was ist. Wer in der analogen Welt benachteiligt ist, wird also auch digital benachteiligt, teils sogar stärker. KI lernt zudem vor allem von einer recht kleinen, homogenen und privilegierten Gruppe von Menschen, deren Perspektive nicht für die gesamte Gesellschaft, schon gar nicht für die ganze Welt stehen kann.

herCAREER: Was wäre ein Beispiel dafür?

Dr. Eva Gengler: Ich habe kürzlich das Prompt „Create an image of a doctor and nurses“ getestet. Das Ergebnis: ein Bild mit einem weißen männlichen Arzt und mehreren weiblichen, fast ausschließlich nicht-weißen Pflegekräften. Oder nehmen wir eine Firma, die in der Vergangenheit für eine bestimmte Rolle selten Frauen eingestellt hat – vielleicht, weil die Position aufgrund mangelnder Flexibilität für Mütter nicht geeignet war. Eine KI, die mit diesen Daten trainiert wird, „schließt“ womöglich daraus, dass Männer besser geeignet sind – und verstärkt damit ein altes Muster, ohne die Ursachen zu verstehen oder zu verdeutlichen.

herCAREER: Wenn es keinen Gender Data Gap gäbe, wäre KI dann gerechter?

Dr. Eva Gengler: Nicht unbedingt. Nur in einer gerechten Welt wäre KI gerechter. Die Qualität der Daten ist wichtig, aber sie sind niemals neutral. Selbst wenn wir mit ausgewogeneren Datensätzen trainieren, können Stereotype und menschliche Bias in Entwicklung und Nutzung einfließen.

herCAREER: Wie können wir trotzdem ausgewogenere, intersektionalere Daten erheben?

Dr. Eva Gengler: Daten sind nur so lange abstrakte, neutrale Einheiten, bis wir deren Machtgefüge hinterfragen. Erst wenn wir fragen, warum und von wem Daten gesammelt werden, verstehen wir ihre weißen Flecken. Ein Beispiel: In der Medizin haben Männer entschieden, dass es sich nicht lohnt, den weiblichen Körper mit seinen hormonellen Zyklen genau zu erforschen – er galt als zu komplex. Darum fehlen uns bis jetzt wichtige gendermedizinische Daten, mit gravierenden Folgen für Forschung und Behandlung. Die Qualität unserer Daten und die gerechte Funktionsweise von KI hängen also davon ab, wer die (richtigen) Fragen stellt und wer Entscheidungen trifft.

herCAREER: Besorgniserregend, wenn wir bedenken, dass die größten Player in der KI-Entwicklung und die großen Social-Media-Kanäle von MAGA-affinen Männern geleitet werden, oder?

Dr. Eva Gengler: Ja. Im Buch schreibe ich: „Macht prägt KI und KI reproduziert Macht.“ Es ist gefährlich, wenn einzelne Personen so viel Macht haben, denn sie bestimmen buchstäblich, was eine KI oder ein Algorithmus tut. Sie entscheiden über deren zugrundliegenden Werte.
Ein Beispiel ist Grok: Ich weiß nicht, ob Elon Musk sich die sogenannte „Spicy-Funktion“ selbst gewünscht hat. Aber er hat offensichtlich mindestens gebilligt, dass damit zutiefst sexualisierte Bilder auf der Basis von Fotos von Frauen, weiblich gelesenen Personen und Kindern erstellt und auf X geteilt wurden. Das war am Ende sogar gut fürs Geschäft. In anderen Fällen hat Grok antisemitische sowie rassistische Inhalte verbreitet. Das Problem ist: Solche sexistischen, rassistischen und antisemitischen Botschaften wirken oft subtil – bei Grok sind sie allerdings in der Regel sehr plakativ und offensichtlich. Aber gerade subtile stereotype Bilder und diskriminierende Sprache können diskriminierendes Gedankengut in der Mitte der Gesellschaft normalisieren.

herCAREER: Die Algorithmen sozialer Medien sind genauso manipulierbar, oder?

Dr. Eva Gengler: Ja. Experimente auf YouTube und TikTok haben immer wieder gezeigt, dass neu eröffnete, neutrale Profile systematisch auf rechtsextremen und frauenfeindlichen Content gelenkt werden.

herCAREER: Warum ist das so? Denn diese Inhalte spiegeln ja erwiesenermaßen nicht die Haltung des Großteils der Gesellschaft …

Dr. Eva Gengler: Es ist das Geschäftsmodell. Das Ziel dieser Social-Media-Plattformen ist, die Nutzerinnen und Nutzer länger auf der Plattform zu halten – und genau das bringt Werbeeinnahmen. Und extremer Content wird mehr geklickt. Polarisierung und Meinungsmanipulation sind also kein Zufall, sondern Teil des Geschäftsmodells. Die Entscheider:innen hinter den Plattformen nehmen in Kauf, dass damit Extremismus, Hass und eine konkrete Gefahr für die Demokratie einhergehen.

herCAREER: Kaum jemand kann heute sagen: „Ich boykottiere KI.” Dafür ist sie zu tief im (Arbeits-)Alltag verankert. Haben wir also zu wenig Regulierung in Deutschland und Europa?

Dr. Eva Gengler: Ich bin überrascht, wie viele Stimmen – auch unsere Wirtschaftsministerin – sich für Deregulierung einsetzen. Demokratie bedeutet, das friedliche Zusammenleben aller zu schützen, nicht die Wirtschaft um jeden Preis zu fördern. Natürlich brauchen wir wirtschaftlichen Aufschwung, aber nicht auf Kosten der Menschenrechte! Insofern: Ja, wir brauchen unbedingt Regulierung, denn es ist offensichtlich, dass gerechte KI ohne sie nicht realisierbar ist.

herCAREER: Wie effektiv ist der EU-AI-Act deiner Einschätzung nach?

Dr. Eva Gengler: Für mich geht die Regulierung nicht weit genug. Das liegt unter anderem daran, dass sehr viele Firmen in die Ausarbeitung eingebunden waren, die Lobby für weniger strenge Auflagen für KI gemacht haben. In Sachen Diversität, Barrierefreiheit, Zugang und Teilhabe sowie ökologische Nachhaltigkeit geht die Regulierung nicht weit genug. Aber sie ist ein wichtiger Anfang – gerade mit Blick auf Deregulierung in den USA.

herCAREER: Die Entwicklung des AI-Acts hat acht Jahre gedauert. Eine im Januar entwickelte Software kann jedoch bereits im Juli veraltet sein. Wie soll so effektive Regulierung möglich sein?

Dr. Eva Gengler: Gesetze arbeiten mit Generalisierungen, um flexibel zu bleiben. Ich glaube beispielsweise nicht, dass KI-Agenten explizit in der Regulierung erwähnt sind, weil sie damals noch keine große Rolle gespielt haben. Aufgrund ihrer Einsatzfelder und Nutzung würde ich dennoch sagen, dass sie unter die KI-Regulierung fallen. Es wird aber tatsächlich schwierig bleiben, die technologische Geschwindigkeit politisch und juristisch abzudecken.

herCAREER: Schwierig auch dahingehend, dass viele Nationen – auch Deutschland – sich nicht immer an multilaterale Abkommen halten. Enthält das Papier auch echte Sanktionen oder ist es mehr als freiwillige Selbstkontrolle zu betrachten?

Dr. Eva Gengler: Laut dem Abkommen sollen das EU-AI-Office der Europäischen Kommission und die nationalen KI-Aufsichtsbehörden die Einhaltung kontrollieren. Bei Verstößen sind finanzielle Strafen vorgesehen. Ob die finanziellen und personellen Ressourcen für die Überwachung allerdings ausreichen, wird sich zeigen.

herCAREER: So wie Sexismus kein Frauen-, sondern ein Männerproblem ist, sind Diskriminierung und Polarisierung durch KI kein technisches Problem, sondern ein menschliches. Wo müssen wir also ansetzen?

Dr. Eva Gengler: Ein wichtiger Bereich ist die Bildung. Wir müssen Kompetenzen früh vermitteln – schon in der Schule. Und zwar nicht nur in der Nutzung, sondern im verantwortungsvollen Umgang mit KI. Kinder sollten lernen, wie Machtstrukturen und Hierarchien wirken und dass Technologie darum nie neutral ist. Jedes Ergebnis muss hinterfragt werden.

herCAREER: Welche Frage ist die erste, die man sich stellen sollte?

Dr. Eva Gengler: Die Frage nach dem Zweck: Warum?

herCAREER: Warum spielt Simon Sineks Konzept „Start with Why“ eine Rolle im Kontext feministischer KI?

Dr. Eva Gengler: Simon Sinek sagt: Wenn wir als Organisation nicht wissen, warum wir etwas tun, dann können wir es auch nicht richtig tun. Das gilt besonders für KI. Wer Systeme entwickelt oder einsetzt, sollte verstehen, welchem Ziel sie dienen. Heute geht es meist um Effizienz oder Kostensenkung. Wenn das Ziel jedoch Gerechtigkeit oder Vielfalt im Recruiting ist, dürfen wir uns nicht (nur) auf alte Datensätze stützen, die Ungerechtigkeit widerspiegeln. Wir sollten mit KI den Prozess neu und gerechter denken.
Im Recruiting gibt es da zum Beispiel Chemistree, die ein KI-gestütztes Matching im Personalwesen anbieten. Statt Stellenbeschreibungen und schier unerreichbaren Anforderungslisten – zumindest aus Sicht von vielen Frauen – matcht die KI konkrete Anforderungen und Vorstellungen eines Unternehmens mit den Kompetenzen und Präferenzen der Talente. Das kann dazu führen, dass sich Frauen letztendlich für eine Stelle bewerben, auf die sie sich ohne das Matching nicht beworben hätten.

herCAREER: Es ist interessant: Im Innovationskontext verteufeln wir die Aussage „Das haben wir schon immer so gemacht“ – und das zu Recht. Beim Thema KI verlassen wir uns jedoch ausschließlich auf bestehende Muster und verschließen uns so systematisch echten Innovationen. Wie können IT-Unternehmen dazu beitragen, ethische und feministische Innovationen zu entwickeln?

Dr. Eva Gengler: Indem sie nach dem Warum fragen. Jede Person, die an einer KI-Entwicklung arbeitet, sollte sich bewusst sein, welchen Zweck die Anwendung hat. Aber die wirkliche Verantwortung liegt im Management. Sie setzen die Rahmen, sie bestimmen über Budgets, sie tragen die Verantwortung dafür, wo, wie und vor allem warum KI eingesetzt wird.

herCAREER: Gibt es Prozesse, die dabei helfen können?

Dr. Eva Gengler: KI-Governance und Tests! Wir sollten unsere Systeme im gesamten Prozess immer wieder testen, mit diversen Daten und durch diverse Personen. Denn erst dann fallen Probleme oft auf. Und das sollten wir von Anfang an machen!

herCAREER: Transdisziplinäre und intersektionale Testgruppen?

Dr. Eva Gengler: Genau. So kann selbst ein Entwickler:innen-Team, das vorwiegend aus weißen, sozioökonomisch ähnlichen Umfeldern kommt, wichtige weiße Flecken aufdecken. In der Praxis ist das oft nicht leicht umzusetzen – zumindest wird es viel zu selten getan.

herCAREER: Wie kann jede*r von uns KI feministisch nutzen?

Dr. Eva Gengler: Ihr könnt euch fragen, wie ihr eine KI so nutzt, dass sie feministische Ziele umsetzt. Ihr könnt LLM nutzen, um feministische Texte zu schreiben – aber bitte immer den Inhalt selbst bestimmen, KI darf nur ein Werkzeug zur Unterstützung sein. Schon beim Formulieren eines Prompts könnt ihr entscheiden, welche Perspektive ihr einfordert, könnt gezielt Expertinnen oder LGBTQIA-Personen als Quellen verlangen – und generell Quellenvielfalt – ebenso wie genderneutrale Sprache. So prägt ihr KI auch Stück für Stück ein bisschen mit.

herCAREER: Das hat dann meine konkrete Anfrage feministisch geprägt – aber habe ich damit einen Einfluss auf die KI selbst?

Dr. Eva Gengler: Wir haben bereits mehrfach beobachtet, dass KI-Unternehmen auf Druck der Öffentlichkeit nachgebessert haben. Also finde ich es gut, wenn wir problematische Inhalte, die eine KI generiert hat, teilen und sichtbar machen. Das kann Druck ausüben, wenn es viele von uns tun – wie auch im Fall von Grok auf X zu beobachten war. Wir wissen nicht mit Sicherheit, wie groß der Einfluss von unserem Nutzer:innen-Feedback auf LLMs ist, aber ich würde trotzdem sagen, dass es gut ist, wenn wir auch das System kritisieren und hoffen, dass es Stück für Stück dazulernen wird. Am Ende sollten wir uns beim Prompten immer fragen: Was wollen wir mit KI erreichen – einen Teil der Realität abbilden oder sie verändern?

herCAREER: Wenn KI ein Abbild unserer Gesellschaft ist, müssen wir im analogen und im digitalen Raum möglichst feministisch agieren. Du schreibst, wir sollen anderen (KI-)Expertinnen eine Plattform bieten.

Dr. Eva Gengler: Genau. KI lernt von digitalem Content. Das bedeutet: Je öfter ich Expertinnen an die Medien empfehle und je mehr Panels ausschließlich mit Frauen oder paritätisch mit Frauen besetzt sind, desto öfter werden sie auch erwähnt und eingeladen werden. Das ist in unserer analogen Welt so, aber das wird durch digitale Berichterstattung und Präsenz auch in die Datengrundlage einfließen und die nächste Generation von KI mitprägen.

Dr. Eva Gengler wird ihr Buch „Feministische KI” und ihre Forschungserfahrungen im Rahmen des Authors-MeetUp auf der herCAREER Expo 2026 am 22.+ 23. Oktober 2026 in München vorstellen.

Das Interview führte herCAREER-Redakteurin Kristina Appel.

Bild Dr. Eva Gengler Wirtschaftsinformatikerin und intersektional-feministische Forscherin zu Macht und Künstlicher Intelligenz Co-Founderin der feminist AI Community und enableYou © Helena Henkel

Quelle messe.rocks GmbH

Warum wird Compliance plötzlich zum Problem?

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Secfix Security Compliance Plattform für Unternehmen Secfix Team Bild

Secfix ist eine KI native Plattform für Security und Compliance die Unternehmen dabei unterstützt regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen und langfristig zu managen

Was genau macht Secfix heute als KI native End to End Plattform für Security Compliance und wie hat sich Ihr Angebot seit den Anfängen als GRC Automatisierungstool entwickelt?

Secfix hat ursprünglich als GRC-Automatisierungstool begonnen, das Unternehmen dabei geholfen hat, Zertifizierungen wie ISO 27001 oder SOC 2 schneller und mit weniger manuellem Aufwand zu erreichen. Mit der Zeit hat sich jedoch heraus gestellt, dass die Zertifizierung nur der erste Schritt ist und viele Unternehmen danach mit steigenden Anforderungen an Security und Compliance konfrontiert sind. Heute positioniert sich Secfix daher als KI-native End-to-End-Plattform für Security Compliance, die Automatisierung mit einem CISO-as-a-Service-Modell kombiniert. Die Plattform begleitet Unternehmen kontinuierlich über die reine Zertifizierung hinaus und deckt zentrale Bereiche wie Monitoring, Incident Management und Security-Fragebögen sowie übergreifende Security-Führung und Betreuung ab. Damit entwickelt sich Secfix von einem reinen GRC tool hin zu einem ganzheitlichen Partner, der die gesamte Security- und Compliance-Reise von Unternehmen langfristig unterstützt.

Wer sind die Köpfe hinter Secfix und welche Erfahrungen aus Cybersecurity und Compliance haben die strategische Ausrichtung des Unternehmens geprägt?

Secfix wurde 2021 von drei Münchner Gründern aufgebaut, die aus eigener Erfahrung ineffiziente Compliance-Prozesse lösen wollten. Fabiola Munguia (CEO) bringt Erfahrung in B2B-Sales, Wachstum sowie mehrere Jahre in Cybersecurity und Compliance-Automatisierung mit. Grigory Emelianov (CTO) ergänzt dies durch Produkt- und Technologieexpertise, insbesondere im Aufbau skalierbarer B2B-SaaS-Lösungen. Branko Džakula (CISO) verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Informationssicherheit und hat hunderten von KMU und Mittelständischen Unternehmen durch relevante Zertifizierungen wie ISO 27001, SOC 2, NIS2 und GDPR begleitet. Die Kombination aus Vertrieb, Technologie und tiefgehender Compliance-Praxis prägt die strategische Ausrichtung von Secfix.

Secfix hat eine Series A Finanzierung über 12 Millionen US Dollar abgeschlossen. Welche Rolle spielt dieses Kapital für Ihre Expansion in Europa und den weiteren Plattformausbau?

Das Kapital wird genutzt, um die Expansion in Europa über die DACH-Region hinaus zu beschleunigen und gleichzeitig die Plattform weiter auszubauen. Im Fokus stehen dabei der Ausbau der KI-nativen Automatisierung von Compliance-Prozessen, die Skalierung der Security-Plattform inklusive CISO-as-a-Service sowie die Erweiterung um zusätzliche regulatorische Frameworks wie den EU AI Act, CRA und ISO 42001. Dadurch stärkt Secfix seine Position als europaweiter End-to-End-Anbieter für Security Compliance.

Welche Vision verfolgen Sie mit Secfix im Hinblick auf die steigenden regulatorischen Anforderungen wie ISO 27001, NIS2, DORA oder EU AI Act?

Die Vision von Secfix ist es, sich als führende End-to-End-Plattform für Security Compliance in Europa zu etablieren, die Unternehmen entlang ihrer gesamten Compliance-Reise begleitet. Angesichts zunehmender regulatorischer Anforderungen wie ISO 27001, NIS2, DORA oder dem EU AI Act verfolgt Secfix den Ansatz, diese Komplexität durch eine Kombination aus Automatisierung und KI sowie kontinuierlicher Betreuung zu reduzieren. Ziel ist es, Unternehmen nicht nur punktuell bei der Zertifizierung zu unterstützen, sondern ihnen eine skalierbare Lösung bereitzustellen, die mit ihren Anforderungen wächst und sie langfristig durch alle regulatorischen Entwicklungen begleitet.

Wie unterstützt Secfix konkret KMU und Mid Market Unternehmen dabei, Zertifizierungen deutlich schneller zu erreichen und dauerhaft aufrechtzuerhalten?

Secfix unterstützt KMU und Mid-Market-Unternehmen, indem der Compliance-Prozess umfassend automatisiert und gleichzeitig kontinuierliche sowie individuelle Betreuung gewährleistet wird. Secfix stellt sicher, dass Compliance kein einmaliges Projekt bleibt: Durch kontinuierliches Monitoring, regelmäßige Prüfungen, Incident Management und laufende Anpassungen an neue Anforderungen hilft die Plattform, Unternehmen dauerhaft compliant zu bleiben. Ergänzt wird dies durch das CISO-as-a-Service-Modell, das operative Security-Expertise bereitstellt und es ermöglicht, Themen wie Security-Fragebögen vollständig auszulagern und dadurch erheblich Zeit und Kosten zu sparen.

Viele Unternehmen sehen Compliance als notwendiges Übel. Wie gelingt es Ihnen, mit Secfix aus reiner Checkbox Compliance eine nachhaltige Sicherheitskultur zu entwickeln?

Viele Unternehmen empfinden Compliance als trocken und aufwendig, weil sie stark manuell und reaktiv organisiert ist. Secfix dreht das um, indem die Prozesse klar strukturiert, automatisiert und über eine benutzerfreundliche Oberfläche einfach steuerbar werden. Gleichzeitig sorgt die enge Zusammenarbeit mit erfahrenen und jederzeit erreichbaren Security Experten dafür, dass Kunden nicht allein durch Anforderungen navigieren müssen.

Was unterscheidet Secfix von klassischen Beratungen oder reinen Software Tools im Bereich Security und Compliance?

Secfix kombiniert ein modernes, fortschrittliches Tool mit individueller, praxisnaher Unterstützung. Während klassische Beratungen oft stark manuell und projektbasiert arbeiten und reine Softwarelösungen Kunden allein lassen, verbindet Secfix beides zu einem integrierten Ansatz. Der Fokus liegt nicht auf schneller „Checkbox-Compliance“, sondern darauf, Unternehmen nachhaltig und strukturiert entlang ihrer gesamten Security- und Compliance-Reise zu begleiten.

Mit dem Ausbau von CISO as a Service geht Secfix über reine Automatisierung hinaus. Warum war dieser Schritt strategisch wichtig?

Mit wachsender Unternehmensgröße steigen Anforderungen, regulatorische Standards und die Komplexität im Compliance-Bereich deutlich an. Secfix unterstützt daher zunehmend größere Unternehmen mit umfangreicheren Anforderungen und einer steigenden Anzahl relevanter Standards. Gleichzeitig ist bei vielen Kunden der Wunsch gewachsen, operative Aufgaben an erfahrene Experten auszulagern. Mit CISO-as-a-Service ergänzt Secfix die Plattform gezielt um strategische und operative Expertise. Kunden können so nicht nur Prozesse automatisieren, sondern erhalten klare Orientierung und geben zentrale Teile ihrer Security- und Compliance-Arbeit effizient an Secfix ab.

Welche Herausforderungen erleben Sie aktuell im europäischen Markt, insbesondere angesichts wachsender Regulierung und unterschiedlicher nationaler Rahmenbedingungen?

Viele Unternehmen sind aktuell durch die wirtschaftliche Lage und die gleichzeitig steigenden regulatorischen Anforderungen verunsichert. Standards wie NIS2, CRA oder der EU AI Act erhöhen den Druck zusätzlich und machen Compliance deutlich komplexer. Viele stoßen mit Confluence oder Excel an ihre Grenzen. Es entsteht ein klarer Bedarf nach einem erfahrenen Compliance-Partner sowie einer integrierten All-in-One-Plattform, mit der sich Compliance strukturiert, effizient und nachhaltig managen lässt.

Sie betreuen bereits Hunderte Kunden in über 15 europäischen Ländern. Welche Branchen oder Unternehmensgrößen profitieren besonders stark von Ihrer Plattform?

Das lässt sich nicht pauschal auf eine Branche eingrenzen, da unsere Kunden aus sehr unterschiedlichen Bereichen kommen. Stark vertreten sind jedoch Softwareentwicklungsunternehmen, da dort Themen wie Security und Compliance von Beginn an geschäftskritisch sind.

Wo sehen Sie Secfix in den kommenden Jahren, wenn es um KI gestützte Automatisierung, kontinuierliches Monitoring und strategische Security Führung geht?

Unsere Engineering-Teams arbeiten mit hoher Geschwindigkeit an der Weiterentwicklung der Plattform, und es sind bereits einige spannende Neuerungen geplant, zu denen wir aktuell noch keine Details teilen können. Klar ist jedoch, dass KI eine immer größere Rolle spielen wird und wir diese konsequent weiter in unsere Plattform integrieren, insbesondere im Bereich Automatisierung und kontinuierliches Monitoring. Gleichzeitig bleibt für uns der menschliche Faktor zentral. Wir legen großen Wert auf enge Zusammenarbeit, persönliche Betreuung und einen aktiven Austausch, um Security und Compliance nicht nur technologisch, sondern auch strategisch optimal zu begleiten.

Wenn Sie auf Ihren Weg mit Secfix zurückblicken, welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern im B2B Tech Umfeld mitgeben?

Erstens: Sprich immer mit deinen Kunden. Die wichtigsten Produktentscheidungen entstehen nicht intern, sondern aus echtem Feedback und konkreten Problemen im Markt.

Zweitens: Nicht jeder Hype ist gerechtfertigt. Ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen erfordert Ausdauer, Fokus und die Bereitschaft, langfristig zu denken.

Drittens: Baue nicht nur ein Produkt, sondern ein echtes Wertversprechen. Gerade im B2B-Bereich kaufen Kunden keine Features, sondern Lösungen für kritische Geschäftsprobleme.

Bildcredits @ Secfix

Wir bedanken uns bei Fabiola Munguia für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


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Iron Mindset in Zeiten von KI – warum der Mensch jetzt stärker werden muss

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Iron Mindset KI Menschen Technologie Führung Stärke Slatco

Iron Mindset KI Menschen zeigt, wie Technologie Führung und Stärke neu definiert bei Herrn Sterzenbach

Herr Sterzenbach, Ihr neues Buch „Iron Mindset“ ist direkt auf der Spiegel-Bestsellerliste gelandet. Warum trifft dieses Thema gerade jetzt einen Nerv der Zeit?

Wir erleben gerade eine Phase, in der sich sehr viele Menschen fragen, wie ihre Rolle in einer Welt mit künstlicher Intelligenz eigentlich noch aussieht. Die Diskussion dreht sich meist um Jobs: Welche Berufe verschwinden, welche entstehen neu. Aber aus meiner Sicht greift diese Perspektive zu kurz.

Die entscheidende Veränderung findet nicht nur auf dem Arbeitsmarkt statt, sondern im Menschen selbst. KI übernimmt immer mehr kognitive Aufgaben. Sie schreibt Texte, analysiert Daten, entwickelt Strategien. Das verändert unsere Beziehung zum Denken.

Und genau hier liegt der Kern von Iron Mindset. In einer Welt, in der Maschinen immer intelligenter werden, wird der Mensch nicht automatisch überflüssig. Aber er darf stärker werden – mental, emotional und auch körperlich. Denn Technologie verstärkt immer die Qualität der Person, die sie nutzt.

Viele Debatten drehen sich darum, welche Jobs KI ersetzen wird. Sie sagen, das sei die falsche Frage. Warum?

Weil Technologie historisch selten einfach Menschen ersetzt. Sie verschiebt vielmehr die Anforderungen an den Menschen.

Das sehen wir schon heute: KI kann in Sekunden Präsentationen erstellen, Analysen formulieren oder komplexe Sachverhalte zusammenfassen. Das ist beeindruckend. Aber diese Fähigkeit ersetzt nicht das eigentliche Denken.

Denken bedeutet Prioritäten zu setzen. Unsicherheit auszuhalten. Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen.

Eine KI kann Optionen liefern. Aber sie übernimmt keine Verantwortung für die Konsequenzen. Und genau deshalb wird die Qualität menschlicher Entscheidungen in Zukunft sogar wichtiger.

Sie sprechen davon, dass KI Unterschiede zwischen Menschen verstärkt statt sie auszugleichen. Was meinen Sie damit konkret?

Technologie war schon immer ein Verstärker.

Ein klar denkender Mensch wird mit KI extrem produktiv. Er kann Ideen schneller testen, Informationen schneller analysieren und bessere Entscheidungen vorbereiten.

Ein unklar denkender Mensch hingegen produziert mit KI einfach schneller mehr Chaos.

Das bedeutet: KI nivelliert Leistung nicht – sie macht Leistungsunterschiede sichtbarer. Wer strukturiert denkt, wird enorm profitieren. Wer ohne Klarheit arbeitet, wird sich im Informationsüberfluss verlieren.

Bedeutet das, dass körperliche Leistungsfähigkeit in Zukunft sogar wichtiger wird?

Ja, und zwar aus einem einfachen Grund: Der Mensch trifft seine Entscheidungen nicht im Kopf allein, sondern als ganzes System.

Ein Körper, der chronisch müde ist, überlastet ist oder permanent unter Stress steht, produziert auch keine klaren Gedanken.

In meiner Arbeit mit Unternehmern und Führungskräften sehe ich das immer wieder. Menschen mit hoher körperlicher Leistungsfähigkeit sind in der Regel auch mental stabiler. Sie treffen schnellere Entscheidungen, bleiben ruhiger unter Druck und können Krisen besser bewältigen.

Gerade in einer digitalen Welt wird deshalb etwas Paradoxes passieren: Je technologischer unsere Arbeitswelt wird, desto wichtiger werden menschliche Grundlagen wie Energie, Fokus und Resilienz.

In Ihrem Buch sprechen Sie von fünf Schlüsselkompetenzen der Zukunft. Welche Fähigkeiten werden entscheidend?

Die erste ist Fokus. Wir leben in einer Zeit des Informationsüberflusses. Die Fähigkeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, wird zu einem enormen Wettbewerbsvorteil.

Die zweite ist Disziplin. Technologien werden immer schneller. Aber Disziplin bleibt zeitlos. Sie entscheidet darüber, ob jemand langfristig Ergebnisse produziert oder nur kurzfristige Erfolge.

Die dritte Kompetenz ist Energie. Produktivität entsteht nicht aus Zeitmanagement, sondern aus Energiemanagement.

Die vierte Fähigkeit ist Entscheidungsstärke. KI wird immer mehr Optionen liefern. Aber Entscheidungen unter Unsicherheit müssen weiterhin Menschen treffen.

Und schließlich Selbstführung. Wer seine eigene Aufmerksamkeit, seine Emotionen und seine Energie steuern kann, wird auch Organisationen führen können.

Was bedeutet das konkret für Führungskräfte und Unternehmer?

Führung wird sich deutlich verändern.

Früher bestand Führung oft darin, Wissen zu besitzen und dieses Wissen weiterzugeben. Heute hat jeder Mitarbeiter Zugriff auf nahezu unbegrenzte Informationen.

Die Rolle von Führung wird deshalb weniger Wissensvermittlung sein und mehr Orientierung. Menschen brauchen jemanden, der Prioritäten setzt, Entscheidungen trifft und Verantwortung übernimmt.

Und genau dafür braucht es innere Stabilität. Führung beginnt immer bei der Fähigkeit, sich selbst zu führen.

Sie arbeiten seit vielen Jahren mit Spitzensportlern und Unternehmern. Sehen Sie Parallelen zwischen Sport und moderner Arbeitswelt?

Sehr viele sogar.

Im Spitzensport entscheidet selten Talent allein. Entscheidend ist die Fähigkeit, über lange Zeiträume konstant Leistung abzurufen – auch unter Druck.

Genau dasselbe passiert heute in der Wirtschaft. Märkte verändern sich schneller, Entscheidungen müssen unter Unsicherheit getroffen werden und der Druck ist permanent hoch.

Die Menschen, die damit am besten umgehen, sind nicht unbedingt die Intelligentesten. Es sind die stabilsten.

Was genau meinen Sie mit dem Begriff „Iron Mindset“?

Ein Iron Mindset beschreibt eine innere Haltung.

Es bedeutet, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, unabhängig von äußeren Umständen. Es bedeutet, Disziplin zu entwickeln, auch wenn es unbequem ist. Und es bedeutet, Stabilität zu bewahren, wenn die Welt um einen herum unsicher wird.

Gerade in Zeiten schneller technologischer Veränderung brauchen Menschen ein inneres Fundament. Technologie verändert sich ständig. Haltung nicht.

Wenn Sie die Entwicklung der nächsten zehn Jahre betrachten – was wird die zentrale Frage für Unternehmen und Führungskräfte sein?

Die meisten Menschen stellen derzeit die Frage: Wie intelligent werden Maschinen?

Ich glaube, die entscheidendere Frage lautet: Wie stark bleibt der Mensch?

Technologie kann Prozesse optimieren, Analysen liefern und Abläufe automatisieren. Aber sie kann keine Haltung entwickeln.

Und genau diese Haltung wird darüber entscheiden, wer Technologie wirklich führen kann.

Wenn Sie das alles auf einen Gedanken reduzieren müssten – was ist Ihre wichtigste Botschaft?

Die Zukunft gehört nicht nur den technologisch besten Unternehmen.

Sie gehört den Menschen, die stark genug sind, diese Technologie zu führen.

KI wird unser Leben enorm erleichtern. Aber sie wird auch eine neue Art von Wettbewerb schaffen: einen Wettbewerb um Klarheit, Disziplin und Selbstführung.

Und genau dafür braucht es ein Iron Mindset.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum bleibt eine ganze Generation beim Investieren außen vor?

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Piece Immobilieninvestments für Anleger:innen Piece Kentaro Sohara

Piece ermöglicht Immobilieninvestments für Anleger:innen durch digitale, zugängliche Investmentlösungen

Wie ist Piece entstanden und wer sind die Menschen hinter dem Startup, die die Idee zu einer Plattform für Immobilieninvestments vorangetrieben haben?

Als ich nach Europa kam, fiel mir eine deutliche Marktlücke auf: Anders als in vielen entwickelten Märkten wie den USA, Kanada, Japan, Australien, Singapur, Großbritannien, Frankreich oder Spanien spielen börsennotierte REITs in Deutschland und Italien kaum eine Rolle.
In vielen Ländern ermöglichen börsennotierte REITs Privatanleger:innen einen einfachen Zugang zu Immobilieninvestments – mit vergleichsweise kleinen Beträgen und einer gewissen Liquidität über öffentliche Märkte. In Deutschland und Italien ist dieser Zugang jedoch stark eingeschränkt. Als wir den Markt als Gründerteam näher analysierten, wurde deutlich, dass sich deutsche G-REITs und italienische SIIQs aus historischen und strukturellen Gründen nicht als breite Lösung für Entwickler oder Privatanleger etabliert haben.
Genau aus dieser Lücke heraus entstand Piece: Die Plattform soll kleinere, handelbare und immobilienbesicherte Investmentmöglichkeiten für eine breitere Anlegerbasis schaffen.

Welche Vision verfolgt Piece mit der Idee, Immobilieninvestments digital und in kleineren Anteilen zugänglich zu machen?

Unsere Vision ist es, Immobilieninvestments für eine deutlich breitere Generation von Anleger:innen zugänglich zu machen, die bisher weitgehend vom Markt ausgeschlossen war.
In vielen Ländern können Privatanleger bereits über börsennotierte REITs in Immobilien investieren. In Deutschland und Italien ist diese Möglichkeit jedoch kaum entwickelt. Gerade Millennials und junge Berufstätige hatten bislang nur wenige praktikable Wege, ohne hohen Kapitaleinsatz in Immobilien zu investieren.
Piece wurde genau aus diesem Grund entwickelt: Wir wollen Immobilieninvestments einfacher zugänglich machen – über digitale Wertpapiere, die an einzelne Immobilien gekoppelt sind. So können Menschen bereits mit kleineren Beträgen investieren, ihr Kapital breiter streuen und Immobilien ähnlich flexibel in ihre Anlagestrategie einbinden, wie es moderne Anleger heute auch bei anderen Anlageklassen tun.

Wie funktioniert das Modell von Piece konkret für Menschen, die erstmals in Immobilien investieren möchten?

Wir haben Piece so entwickelt, dass der Einstieg möglichst einfach und intuitiv ist.
Nutzer:innen können auf der Plattform einzelne Immobilien ansehen, die wichtigsten Informationen prüfen und bereits mit kleineren Beträgen investieren. Statt eine ganze Wohnung zu kaufen, investieren sie in ein tokenisiertes Wertpapier, das an eine konkrete Immobilie gekoppelt ist.
Dadurch partizipieren sie an der wirtschaftlichen Entwicklung der Immobilie, ohne sich selbst um Verwaltung oder operative Themen kümmern zu müssen.
Die Immobilien werden vorab ausgewählt und strukturiert. Im Fokus stehen Objekte, die bereits laufende Erträge generieren. Anleger:innen können somit potenziell sowohl von Mieteinnahmen als auch von langfristiger Wertentwicklung profitieren.

Welche Zielgruppe möchte Piece besonders erreichen und welche Bedürfnisse dieser neuen Generation von Investorinnen und Investoren stehen im Mittelpunkt?

Eine zentrale Zielgruppe sind Anleger:innen, die Immobilien in ihr Portfolio aufnehmen möchten, aber keinen Zugang zu klassischen Wegen haben.
Dazu gehören insbesondere Millennials und junge Berufstätige, die diversifizieren möchten, jedoch häufig weder direkte Immobilienkäufe finanzieren können noch passende lokale Investmentangebote finden.
Das zentrale Bedürfnis ist Zugang: kleinere Tickets, mehr Flexibilität, klare Transparenz und eine moderne Form des Investierens.

Immobilien gelten oft als komplexe Anlageform. Wie schafft Piece es, diesen Zugang einfacher und verständlicher zu gestalten?

Immobilien sind komplex, weil Investor:innen sich normalerweise gleichzeitig mit Ankauf, Recht, Verwaltung, Steuern und Finanzierung beschäftigen müssen.
Piece reduziert diese Komplexität auf einen strukturierten digitalen Prozess. Jede Investmentmöglichkeit wird standardisiert dargestellt – mit klaren Informationen zur Immobilie, zur wirtschaftlichen Struktur, zur rechtlichen Ausgestaltung und zu den Risiken.
Mit Piece investieren Anleger:innen nicht in eine Black Box, sondern sehen genau, welches Asset hinter dem Investment steht.

Welche Herausforderungen begegnen euch beim Aufbau einer Plattform für Immobilieninvestments und wie geht ihr damit um?

Die größte Herausforderung liegt an der Schnittstelle von Immobilien, Finanzmarkt und Regulierung.
Wir begegnen dem mit einer klar strukturierten rechtlichen und operativen Architektur: regulierte Partner, robuste Due-Diligence-Prozesse und eine Produktarchitektur, die auf Transparenz und Anlegerschutz ausgelegt ist.

Was unterscheidet Piece aus eurer Sicht von klassischen Immobilieninvestments oder anderen digitalen Investmentplattformen?

Piece verbindet direkten Objektbezug, digitale Zugänglichkeit und regulierte Finanzinfrastruktur.
Im Unterschied zu klassischen Immobilieninvestments ist der Kapitaleinsatz deutlich geringer, der gesamte Prozess digital und es entfällt die operative Verwaltung.
Im Unterschied zu vielen Crowdfunding-Modellen liegt der Fokus auf bestehenden, ertragsgenerierenden Immobilien – nicht auf Entwicklungsrisiken.

Welche Rolle spielen Vertrauen, Transparenz und Regulierung in eurem Geschäftsmodell?

Sie sind sehr zentral.
Piece Germany GmbH ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht registriert. Das Modell basiert auf einem MiFID-II-konformen Finanzinstrument innerhalb eines europäischen Regulierungsrahmens.
Transparenz bedeutet für uns: Anleger:innen müssen verstehen, was sie kaufen, wie Erträge entstehen, welche Risiken bestehen und wie die Struktur funktioniert.

Wie möchtet ihr Piece in den kommenden Jahren weiterentwickeln und welche nächsten Schritte stehen aktuell im Fokus?

Kurzfristig konzentrieren wir uns darauf, das Angebot kontinuierlich auszubauen, die Nutzererfahrung weiter zu optimieren und eine stabile operative Basis in den Zielmärkten sicherzustellen.
Aktuell liegt unser Fokus auf Wohnimmobilien in ausgewählten europäischen Städten.

Welche Entwicklungen im Bereich FinTech und PropTech könnten eurer Meinung nach die Zukunft von Immobilieninvestments besonders prägen?

Tokenisierte Wertpapiere entwickeln sich international zu einem wichtigen Trend.
In Japan etwa erreichte die Emission tokenisierter Immobilien-Wertpapiere zuletzt rund ein Drittel des Volumens neu emittierter REIT-Produkte.
Wir glauben, dass diese Entwicklung nun auch Europa erreicht.

Welche Erfahrungen aus der Gründungsphase von Piece waren für euch besonders prägend?

Ein Unternehmen in Europa aufzubauen war trotz früherer Gründungserfahrung in Tokio eine große Herausforderung.
Seit der ersten Idee im Jahr 2022 war unser Weg geprägt von intensiven Investorengesprächen, dem Lernen regulatorischer Rahmenbedingungen, dem Aufbau eines starken Teams und der Schaffung der rechtlichen Struktur.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern geben, die eine Plattform im Finanz oder Investmentbereich aufbauen möchten?

Für mich lassen sich drei zentrale Punkte hervorheben: sich nicht zu sehr von bestehendem Denken oder lokalen Marktgewohnheiten einschränken zu lassen; bei regulierten Geschäftsmodellen offen zu bleiben und aktiv von Branchenexpert:innen sowie qualifizierten Berater:innen zu lernen; und die Bedürfnisse der Nutzer:innen konsequent ernst zu nehmen.

Bild Piece Kentaro Sohara Bildrechte Piece

Wir bedanken uns bei Kentaro Sohara für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum Wettbewerbsdaten ein echter Gamechanger für CRM-Kampagnen sind

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Kampagnen im Markt und CRM richtig steuern Gastautor Heiko Guksch

Planung von CRM Kampagnen im Marktumfeld

CRM-Kampagnen werden oft weit im Voraus geplant. Newsletter und Push-Nachrichten folgen festen Kalendern, Aktionen werden abgestimmt und Inhalte vorbereitet. Im Mittelpunkt stehen dabei häufig Themen, Versandzeitpunkte und Zielgruppen.
Was dabei oft unterschätzt wird, ist der Einfluss des Marktes auf genau diese Entscheidungen.

Kampagnen finden nie ohne den Kontext des Marktes statt. Während ein Unternehmen eine Aktion kommuniziert, laufen parallel zahlreiche andere Kampagnen. Wettbewerber senden Newsletter, spielen Push-Kampagnen aus und setzen gezielt Incentives wie Rabatte, Gutscheine oder zeitlich begrenzte Angebote.
Diese Aktivitäten beeinflussen direkt, wie die eigene Kampagne wahrgenommen wird.

Warum Performance immer relativ ist

Öffnungsraten, Klicks und Conversions werden häufig isoliert betrachtet. Dabei hängen diese Kennzahlen stark davon ab, welche Angebote Nutzer gleichzeitig sehen.
Ein typisches Beispiel: Ein Newsletter mit 20 Prozent Rabatt kann solide performen. Wenn jedoch mehrere Wettbewerber parallel mit 30 Prozent oder zusätzlichen Gutscheinen werben, verändert sich die Erwartungshaltung. Das eigene Angebot wirkt schwächer, obwohl es intern unverändert ist.

Das gleiche gilt für Push-Kampagnen. Wenn Nutzer mehrere Angebote mit ähnlichen oder besseren Incentives erhalten, sinkt die Aufmerksamkeit.
Ohne Sicht auf diese Dynamik werden falsche Schlüsse gezogen. Kampagnen werden angepasst, obwohl das eigentliche Problem im Marktumfeld liegt.

Warum Benchmarking im CRM entscheidend ist

Viele Entscheidungen rund um Promotions basieren auf Erfahrungswerten. Wie hoch sollte ein Rabatt sein? Wann lohnt sich ein zusätzlicher Gutschein? Welche Mechaniken funktionieren aktuell?
Ohne externe Referenzpunkte bleiben diese Fragen unscharf.

Wettbewerbsdaten liefern genau diese Orientierung. Sie zeigen, welches Rabattniveau im Markt üblich ist, welche Incentives eingesetzt werden und wie häufig solche Aktionen kommuniziert werden.
Dadurch entstehen realistische Benchmarks. Teams können besser einschätzen, ob sie unter-, auf- oder über Markt agieren. Entscheidungen zu Rabatten, Gutscheinen oder Kampagnenmechaniken werden fundierter getroffen.

Warum Timing oft wichtiger ist als die Aktion selbst

Im CRM wird Timing häufig unterschätzt. Kampagnen werden nach internen Plänen versendet, ohne zu berücksichtigen, was parallel im Markt passiert.
Dabei entscheidet der Zeitpunkt oft darüber, wie stark eine Kampagne wirkt. Wenn mehrere Wettbewerber gleichzeitig große Rabattaktionen oder Gutschein-Kampagnen fahren, steigt die Konkurrenz um Aufmerksamkeit. Selbst gute Angebote können in solchen Phasen untergehen.

Gleichzeitig entstehen Chancen in ruhigeren Zeitfenstern. Wenn weniger Aktionen im Markt laufen, fallen Kampagnen stärker auf und erzielen mehr Wirkung.
Erfolgreiche Teams vermeiden bewusst solche Überschneidungen. Sie nutzen Zeitfenster, in denen weniger Wettbewerbsdruck herrscht, oder reagieren gezielt auf Marktbewegungen.

Der richtige Zeitpunkt kann eine durchschnittliche Kampagne deutlich verbessern. Schlechter Zeitpunkt kann eine gute Aktion abschwächen.

Wettbewerb als Quelle für Themen und Mechaniken

Wettbewerbsaktivitäten zeigen nicht nur, wann Kampagnen laufen, sondern auch, welche Inhalte und Mechaniken im Markt funktionieren.
Welche Produkte werden gepusht? Welche Rabattmodelle werden genutzt? Und welche Themen stehen im Fokus? Wenn mehrere Unternehmen ähnliche Ansätze verfolgen, deutet das auf zugrunde liegende Muster hin.

Das können saisonale Effekte, Events oder verändertes Nutzerverhalten sein. Diese Signale helfen dabei, Kampagnen besser einzuordnen und gezielter zu planen.
Viele erfolgreiche Kampagnen entstehen nicht aus dem Nichts. Sie greifen bestehende Marktbewegungen auf und übersetzen sie in eigene Aktionen.

Warum Reaktionsfähigkeit im CRM zum Vorteil wird

CRM-Kanäle wie Newsletter und Push bieten einen entscheidenden Vorteil: Geschwindigkeit. Kampagnen lassen sich vergleichsweise schnell anpassen oder neu aufsetzen.
Das ermöglicht es, auf Wettbewerbsaktionen zu reagieren. Startet ein Wettbewerber eine aggressive Rabattkampagne, kann es sinnvoll sein, die eigene Kommunikation anzupassen. Entstehen Lücken im Markt, können diese gezielt genutzt werden.

Marketing wird dadurch dynamischer. Entscheidungen orientieren sich stärker an der aktuellen Situation und weniger an starren Plänen.

Warum Kontext den Unterschied macht

Einzelne Wettbewerbsaktionen sind hilfreich. Ihren vollen Wert entfalten sie jedoch erst im richtigen Kontext.
Erst in Kombination mit Faktoren wie Saisonalität, Events oder allgemeinen Marktbewegungen entsteht ein vollständiges Bild. Es wird sichtbar, warum bestimmte Kampagnen zu einem bestimmten Zeitpunkt stattfinden und welche Dynamiken dahinterstecken.

Für Marketingteams bedeutet das: CRM-Kampagnen sind nicht nur ein Kanal zur Ausspielung, sondern Teil eines größeren Marktgeschehens.

Die zentrale Erkenntnis ist klar:
Die Wirkung von Kampagnen wird nicht nur intern bestimmt. Sie wird maßgeblich durch das beeinflusst, was gleichzeitig im Markt passiert.

Wer diese Dynamiken versteht und systematisch in seine Planung integriert, trifft bessere Entscheidungen und steigert langfristig die Wirkung seiner Kampagnen.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum verlieren selbst starke Marken die Kontrolle über ihren Content?

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Open Wonder KI für Marke und Content im Einsatz Bild V.l.n.r. Johannes Ritzel, Tim Herzog und Marcel Schulz. Fotograf: Manuel Gutjahr

Open Wonder entwickelt KI Lösungen für Marke und Content und bringt Struktur in skalierbare Markenprozesse

Wer steckt hinter Open Wonder und welche Kompetenzen bringen die Gründerinnen und Gründer in das Unternehmen ein?

Hinter unserem Unternehmen stecken drei Gründer, die jeweils eine der Disziplinen abdecken, ohne die ein Produkt wie Open Wonder nicht funktioniert: Technologie, Design und Unternehmensführung.

Marcel Schulz verantwortet als CTO Technologie und Produkt. Er hat AI gestützte Bildgenerierung, automatisierte Anzeigenproduktion und AI SEO erfolgreich in Plattformen mit Millionen von Nutzern integriert. Marcel versteht, wie man AI Systeme baut, die unter realen Bedingungen in großen Organisationen zuverlässig funktionieren.

Johannes Ritzel ist als Chief Creative Partner für Brand und Design verantwortlich. Master in Branding and Identity an der University of the Arts London, Stationen bei AKQA, Strichpunkt, DesignStudio und Ragged Edge. Johannes bringt ein systematisches Verständnis davon mit, wie Markenidentität operativ und strukturell funktioniert.

Ich selbst habe seit 2010 mehrere Unternehmen aufgebaut und skaliert. Bei Open Wonder verantworte ich als CEO die Strategie, den Vertrieb und den Unternehmensaufbau.

Was uns verbindet, ist, dass keiner von uns zum ersten Mal gründet. Und wir haben das Problem, das wir lösen, über Jahre aus unterschiedlichen Perspektiven erlebt.

Wie ist die Idee zu Open Wonder entstanden und welches Problem im Marken- und Marketingumfeld wollten Sie konkret lösen?

Wir kommen aus über 15 Jahren Markenarbeit. Dabei haben wir gesehen, dass Marken strategisch sauber definiert sind, aber in der operativen Umsetzung scheitern.

Mit dem Aufkommen von AI hat sich dieses Problem verstärkt: Ohne belastbares Markenfundament skaliert man vor allem Inkonsistenz.

Die zentrale Frage war daher, wie sich Markenwissen aus statischen Guidelines in ein operatives System überführen lässt.

Open Wonder positioniert sich als KI-gestützter Branding-Assistent. Wie genau funktioniert Ihr Ansatz, um markenkonforme visuelle Inhalte automatisiert zu erzeugen?

Im Kern übersetzen wir Markenwissen in eine strukturierte, maschinenlesbare Form und machen es damit für generative Systeme nutzbar.

Dafür wird eine Marke nicht nur über einzelne Parameter wie Farben oder Schriften beschrieben, sondern als zusammenhängendes System, etwa in Bezug auf Bildsprache, Komposition, Tonalität und gestalterische Prinzipien. Diese Informationen werden in einem sogenannten Brand Layer gebündelt.

Auf dieser Basis trainieren wir für jede Marke eigene Modelle, die diese visuelle Logik lernen. Wenn ein Nutzer anschließend einen Input gibt, wird dieser automatisch mit dem entsprechenden Markenkontext angereichert. Die Generierung erfolgt also nicht isoliert, sondern immer innerhalb der definierten Markenstruktur.

Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass das System nicht versucht, generische Inhalte nachträglich anzupassen, sondern von Beginn an markenkonform erzeugt. Dadurch entstehen Ergebnisse, die konsistent wirken und sich in bestehende Design- und Marketingprozesse integrieren lassen.

Welche Vision verfolgen Sie mit Open Wonder in Bezug auf die Zukunft von Markenführung und Content-Produktion?

Unsere Vision ist eine agentische Brand Operating Platform – ein System, in dem Markenwissen nicht dokumentiert, sondern ausgeführt wird. Die visuelle Content-Generierung ist der Einstiegspunkt.

Der Brand Agent soll Markenkontext verstehen, Aufgaben erfassen und eigenständig markenkonformen Content erstellen. Teams sollen dort interagieren, wo sie bereits arbeiten, etwa in Slack.

Langfristig arbeitet der Agent proaktiv, monitort Kanäle, erkennt Inkonsistenzen und schlägt Optimierungen vor. Die Marke wird so zu einem operativen System, das aktiv steuert und lernt.

An welche Zielgruppen richtet sich Open Wonder vor allem, und welche typischen Herausforderungen dieser Unternehmen adressieren Sie?

Wir richten uns an internationale Unternehmen mit hoher Content-Frequenz und dem Anspruch, Markenkonsistenz operativ zu sichern.

Erstens: Unternehmen mit starken Marken, die international unter ihrem Niveau kommunizieren, weil Skalierung über Märkte und Kanäle zu langsam, zu teuer und fragmentiert ist.

Zweitens: globale Organisationen mit 30 oder mehr Märkten, bei denen die Markenkonsistenz mit jedem zusätzlichen Kanal abnimmt.

Viele Unternehmen kämpfen mit inkonsistenter Markenkommunikation. Wie stellt Ihre Plattform sicher, dass neue Assets wirklich zum bestehenden Look and Feel passen?

Durch eine maschinenlesbare Repräsentation der Marke, die tiefer geht als klassische Brand-Management-Tools.

Unser Brand Layer erfasst eine Marke über acht Dimensionen und übersetzt das Urteilsvermögen eines Brand Designers in operative Infrastruktur. Für jede Marke trainieren wir eigene Modelle auf die spezifische visuelle Sprache.

Jeder Input wird mit Markenkontext angereichert. Die Asset Library baut ein semantisches Gedächtnis auf, wodurch das System mit der Zeit präziser wird.

Das Brand Team definiert die Richtlinien zentral, während andere Teams innerhalb dieser Leitplanken autonom arbeiten. Konsistenz entsteht durch Infrastruktur, nicht durch Kontrollschleifen.

Was unterscheidet Open Wonder von klassischen Design-Tools oder generativen KI-Bildgeneratoren?

Ein Bildgenerator erzeugt Bilder. Open Wonder erzeugt markenkonforme Inhalte innerhalb bestehender Unternehmensprozesse.

Tools wie Midjourney, DALL-E oder Flora lösen kreative Aufgaben für Einzelpersonen, Canva AI demokratisiert Gestaltung. Markenkonsistenz im Enterprise-Kontext adressieren sie nicht.

Open Wonder ist von der Marke her gedacht, nicht von der Technologie. Das System ist Foundation-Model-agnostisch, DSGVO-konform, nutzt EU-Infrastruktur in Frankfurt und integriert sich in bestehende Enterprise-Systeme.

Mit welchen technologischen oder organisatorischen Hürden waren Sie beim Aufbau Ihres KI-Modells konfrontiert, und wie sind Sie damit umgegangen?

Die zentrale Herausforderung war, implizites Expertenwissen zu formalisieren. Ein Designer erkennt sofort, ob etwas zur Marke passt, kann dies aber selten als Regel formulieren. Dieses Wissen in eine maschinenlesbare Struktur zu überführen, ohne Nuancen zu verlieren, erforderte iterative Arbeit zwischen Markenexpertise und technischer Modellierung.

Zudem entwickelt sich die KI-Welt schnell. Deshalb ist das System nicht an ein Modell gebunden: Das Markenverständnis bleibt konstant, während im Hintergrund jeweils das beste Modell genutzt wird.

Wie planen Sie, Open Wonder in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln? Welche Funktionen oder Märkte stehen im Fokus?

Unser Ziel ist es, vom visuellen Einstiegspunkt zur vollständigen Brand Operating Platform zu werden.

Kurzfristig: Character Consistency, also wiederverwendbare Marken-Charaktere über Szenen und Formate hinweg. Image to Video. Ausbau der Integrations-Landschaft in Richtung Microsoft Teams, E-Mail-Kanal, weitere DAM- und CMS-Anbindungen.

Mittelfristig: Agent-Plattform mit neuen Skills wie Copywriting, Kampagnenplanung und automatisierter Markenprüfung bestehender Inhalte. Output-Integrationen in die gesamte Content-Wertschöpfungskette.

Langfristig: Europäische Expansion. EU-Infrastruktur und lokale Präsenz sind in unserem Kundensegment ein echtes Differenzierungsmerkmal gegenüber US-Anbietern. Dazu ein Partner-Modell, in dem Agenturen und Beratungen Open Wonder als Execution-Infrastruktur für ihre Kunden einsetzen.

Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit zwischen Marketing, Design und anderen Teams in Ihrem Produktkonzept?

Sie ist die Grundlage des Produkts. In vielen Organisationen arbeiten Marketing, Design und Brand Management in getrennten Systemen, was Inkonsistenzen und Freigabeschleifen erzeugt.

Open Wonder löst das architektonisch: Das Brand Team definiert die Richtlinien zentral, andere Teams arbeiten innerhalb dieses Rahmens autonom, während die Infrastruktur Markenkonformität sicherstellt.

Wenn Sie auf Ihre eigene Gründungsreise blicken, welche drei konkreten Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mitgeben?

Erstens: Löst ein Problem, das ihr selbst operativ erlebt habt. Wir haben über 15 Jahre Markensysteme für Unternehmen gebaut und das Problem, das Open Wonder adressiert, in nahezu jeder Organisation gesehen. Dieses Domänenwissen lässt sich nicht abkürzen.

Zweitens: Seid bereit, euer eigenes Geschäftsmodell zu hinterfragen. Wir haben als Dienstleister ein Produkt gebaut, das Dienstleistungsarbeit automatisiert. Wenn eine Branche sich fundamental verändert, ist es besser, die Veränderung selbst zu gestalten. Die Glaubwürdigkeit, die aus dieser Selbstdisruption entsteht, ist nicht replizierbar.

Drittens: Baut europäisch. Es gibt einen substanziellen Bedarf an Enterprise-Lösungen, die europäische Anforderungen nicht als Compliance-Pflicht behandeln, sondern als Produktmerkmal. Im Enterprise-Segment sind Datenschutz, Datenresidenz und Nähe keine Einschränkungen. Es sind die Gründe, warum Kunden euch gegenüber US-Anbietern den Vorzug geben.

Bild V.l.n.r. Johannes Ritzel, Tim Herzog und Marcel Schulz Bildcredits/ Fotograf: Manuel Gutjahr

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Warum warten so viele Frauen jahrelang auf eine Diagnose?

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LipoCheck Lipödem Patientinnen Diagnose digital lösen Bild: Anina Langhans (l.), Dr. Stefan Rapprich und Helena Rapprich präsentieren den "Löwen" mit „LipoCheck“ die Gesundheitsapp für Lipödem Erkrankte. Sie erhoffen sich ein Investment von 300.000 Euro für 5 Prozent der Firmenanteile. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

LipoCheck bietet digitale Lösungen für Lipödem und Patientinnen und wird am 30. März 2026 in der Höhle der Löwen pitchen

Wie ist LipoCheck entstanden und welche Personen stehen dahinter?

LipoCheck: LipoCheck ist ein Familienunternehmen – gegründet von Dr. Stefan Rapprich und seinen beiden Töchtern Helena Biber (geb. Rapprich) und Anina Langhans. Unser Vater ist seit über 30 Jahren auf Lipödem spezialisierter Facharzt und Co-Autor der deutschen Lipödem-Leitlinien. In seiner Praxis erlebte er täglich, wie Patientinnen bis zu zwei Jahre auf einen Termin warten mussten – obwohl sie dringend Orientierung, Diagnose und Begleitung gebraucht hätten. Als Töchter haben wir gesagt: Wir helfen ihm, das zu lösen. Anina bringt das technische und konzeptionelle Know-how mit, ich verantworte Strategie, Business Development und Partnerschaften. Aus dieser Kombination – medizinische Tiefe, technologische Umsetzung und unternehmerisches Denken – ist LipoCheck entstanden.

In welcher Branche ist LipoCheck tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

LipoCheck: Wir sind im digitalen Gesundheitsbereich tätig und begleiten Lipödem-Patientinnen sowie behandelnde Ärzte entlang der gesamten Versorgungskette – von der ersten Symptomorientierung bis zur Therapiebegleitung. Unser Geschäftsmodell verbindet zwei Kernprodukte: die LipoCheck-App für Patientinnen mit dem DocReport, unserer Telediagnostik-Lösung – auch für Fachärzte. Ergänzt wird das durch LipoAlly, unser digitales Versorgungsprogramm für Lipödem-Patientinnen. Refinanziert wird das Modell unter anderem über Partnerkrankenkassen. Aktuell arbeiten wir mit vier Krankenkassen und -versicherungen zusammen.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

LipoCheck: Das Problem ist gravierend: Lipödem betrifft rund zehn Prozent der weiblichen Bevölkerung – und dennoch dauert es im Durchschnitt über 10 Jahre, bis eine korrekte Diagnose gestellt wird. Viele Betroffene werden jahrelang fehldiagnostiziert, als übergewichtig abgestempelt oder gar nicht ernst genommen. Unser Vater hat das täglich in seiner Praxis erlebt. Die Inspiration war denkbar direkt: Wir haben einfach angefangen, ihm zu helfen – und gemerkt, dass dieser Bedarf riesig und die Versorgungslücke in der Frauengesundheit in diesem Bereich nahezu unbesetzt ist.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

LipoCheck: Was uns besonders macht, ist die Verbindung von echter medizinischer Expertise mit digitaler Skalierbarkeit. Unsere fachärztliche Telediagnostik DocReport ermöglicht es Patientinnen, ihre Symptome strukturiert digital zu dokumentieren, die dann von spezialisierten Fachärzten telediagnostisch ausgewertet werden. Das spart Wartezeit und überbrückt regionale Versorgungslücken. LipoAlly als digitales Versorgungsprogramm geht noch einen Schritt weiter und begleitet Patientinnen aktiv und strukturiert durch ihre gesamte Therapie und unterstützt im Selbstmanagement. Wir sind nicht nur eine Informationsplattform, sondern ein klinisch validierter Begleiter – entwickelt mit und für Fachärztinnen, Fachärzte und Patientinnen.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

LipoCheck: Für Patientinnen bedeutet LipoCheck vor allem eines: Endlich gehört werden. Statt monatelanger Recherche im Internet oder jahrelanger Irrwege durch das Gesundheitssystem bekommen sie schnell eine fundierte Einschätzung – von echten Fachärzten, digital und niedrigschwellig. Für Ärzte wiederum vereinfacht der DocReport die Dokumentation und ermöglicht eine strukturierte Fallbearbeitung, die auch für die Abrechnung relevant ist. Was uns vom Wettbewerb abhebt: Wir sind tief in der Fachgemeinschaft verankert, wissenschaftlich fundiert und bieten einen ganzheitlichen Ansatz – von der ersten Orientierung über die Diagnose bis zur Therapiebegleitung. Unser Vater und Mitgründer hat an der deutschen Lipödem-Leitlinie mitgeschrieben – das ist eine wissenschaftliche Basis und ein Vertrauen, das man nicht einfach aufbauen kann.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

LipoCheck: Die Entwicklung war von Anfang an eng mit der Praxis verzahnt. Unser Vater und sein Netzwerk an Fachärzten haben die Produkte von Beginn an getestet und mitgestaltet. Patientinnen haben uns früh sehr deutlich gespiegelt, wie groß der Bedarf ist – die emotionalen Rückmeldungen waren oft bewegend. Heute zählen wir über 30.000 aktive Nutzerinnen auf unserer Plattform und mehrere Tausend Fälle wurden mittels unserer Telediagnostik DocReport von spezialisierten Fachärztinnen und Fachärzten befundet. Über 100 weitere Ärzte und Kliniken gehören zu unserem Expertenkreis.

Welche Vision verfolgt LipoCheck? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

LipoCheck: Unsere Vision ist eine Welt, in der keine Frau mit Lipödem jahrelang auf eine korrekte Diagnose warten muss und einfachen Zugang zu Gesundheitsleistungen bekommt. Wir wollen mit Innovation die Versorgungslücke in der Frauengesundheit schließen – und sehen Lipödem dabei als Anfang, nicht als Ende. Mittelfristig können wir uns gut vorstellen, unser Modell auf weitere chronische Erkrankungen auszuweiten, bei denen Frauen ähnlich unterversorgt sind. Konkrete nächste Meilensteine sind der signifikante Ausbau unseres Arzt-Netzwerks, die Vertiefung unserer Krankenkassenpartnerschaften und die Internationalisierung.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren?

LipoCheck: Weil Lipödem endlich die Aufmerksamkeit verdient, die es braucht – und Höhle der Löwen eine Bühne ist, um genau das zu zeigen. Für uns stand im Vordergrund: Wir wollen zeigen, wie relevant das Thema Frauengesundheit und speziell Lipödem ist – gesellschaftlich, medizinisch und wirtschaftlich. Gleichzeitig suchen wir Partnerinnen und Partner, die unsere Mission wirklich verstehen und mit uns gemeinsam etwas bewegen wollen.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt?

LipoCheck: Wir suchen einen Investor oder eine Investorin, die nicht nur Kapital mitbringt, sondern Türen öffnen kann – insbesondere im Bereich Krankenkassen und -versicherungen, Klinikpartnerschaften und dem niedergelassenen Ärztenetzwerk. Unser Fokus liegt darauf, neue Partnerschaften zu erschließen und mehr Menschen international zu erreichen. Wachstum bei LipoCheck bedeutet immer auch: mehr Patientinnen, die schneller die richtige Diagnose und Versorgung bekommen.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant?

LipoCheck: Der Ausbau des Arzt-Netzwerks steht an, neue Krankenkassenpartnerschaften und die ersten Schritte zur Internationalisierung im Fokus. Und wir arbeiten bereits daran, unser Versorgungsmodell auf weitere Erkrankungen auszuweiten – denn die Versorgungslücke in der Frauengesundheit ist größer als Lipödem allein.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

LipoCheck: Zwei Erkenntnisse haben uns früh geprägt: Erstens lässt sich die echte medizinische Expertise nicht ersetzen – wer Ärztinnen und Ärzte überzeugen will, braucht Glaubwürdigkeit, kein Versprechen. Zweitens wollen Patientinnen kein perfektes Produkt. Sie wollen gehört, ernst genommen und unterstützt werden. Beide Einsichten haben geformt, was LipoCheck heute ist.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

LipoCheck: Unser wichtigster Ratschlag: Wartet nicht auf das perfekte Produkt. Wir dachten lange, wir müssen alles fertig und fehlerfrei haben, bevor wir rausgehen. Aber das stimmt nicht. Viel wichtiger ist es, früh Marktfeedback einzuholen – auch mit einer Lösung, die noch nicht vollständig ist, aber ein echtes Problem adressiert. Wir haben unsere App und unsere Services sukzessive, Schritt für Schritt, gemeinsam mit unserer Community entwickelt – mit den Betroffenen selbst. Das war unser größter Lernmoment. Darüber hinaus: Löst ein Problem, das ihr wirklich versteht, und sucht Mitgründerinnen oder Mitgründer, die eure Schwächen ergänzen.

Sehen Sie LipoCheck am 30. März 2026 in der Höhle der Löwen

Bild: Anina Langhans (l.), Dr. Stefan Rapprich und Helena Rapprich präsentieren den „Löwen“ mit „LipoCheck“ die Gesundheitsapp für Lipödem Erkrankte. Sie erhoffen sich ein Investment von 300.000 Euro für 5 Prozent der Firmenanteile. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Anina Langhans, Dr. Stefan Rapprich und Helena Rapprich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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