Donnerstag, April 3, 2025
Start Blog Seite 31

Was treibt Gründer wirklich an, ihre Komfortzone zu verlassen?

0
Procfit founder margot königshofer c_Daniel_Hinterramskogler

ProcFit unterstützt Startups, junge Unternehmen und Online-Händler dabei, effiziente Lieferketten aufzubauen und ihre Beschaffungsprozesse zu optimieren – mit Fokus auf Europa-Sourcing.

Könnten Sie uns ProcFit und die Personen hinter dem Unternehmen kurz vorstellen?

Procfit macht Einkauf & Supply Chain Management für Startups, junge Unternehmen, Online Händler, FBA/Amazon Seller – für jede Branche, unabhängig davon ob es um Lebensmittel, Konsumentenprodukte, Mode, Elektronikkomponenten, Möbel, Kunststoffteile oder andere Themen geht, auch die Auflage spielt keine Rolle. Unser Fokus: Europa Sourcing.

Egal ob du am Beginn deiner Produktentwicklung oder bereits am Markt etabliert bist, Procfit hat für dich die passende Unterstützung.

Procfit hat Marktzugang zu 70.000 Herstellern, weltweit – Büros in Österreich und den USA sowie flexible Preis- und Finanzierungsmodelle.

Was war der zentrale Antrieb zur Gründung von ProcFit, und welche Vision verfolgen Sie langfristig?

Ich liebe Freiheit und Selbstbestimmung, das war meine Grundmotivation für die Gründung. Bevor ich Procfit gegründet habe, habe ich jahrelang in internationalen Konzernen gearbeitet – ich sehnte mich nach Veränderung. Ich wollte das Wissen, das ich mir im Laufe der Jahre im Bereich Supply Chain Management angeeignet hatte, weitergeben. Außerdem wurde ich vor 8 Jahren zum ersten Mal Mutter, was mich irgendwie dazu brachte, Procfit zu gründen. Wenn man eine Familie hat, ist es sehr wertvoll, sich seine Zeit selbst einteilen zu können. Außerdem hatte ich den Markt für Start-ups und Jungunternehmer schon seit einiger Zeit beobachtet, es gab viele Anbieter/Dienstleister, aber letztlich niemanden, der genau für diese Zielgruppe Lieferketten aufbaute oder optimierte.

Meine Vision ist es, dynamisch zu bleiben: „If you think your training is finished you are not trained but maybe finished.“ Ich entwickle mein Unternehmen alle paar Monate neu, drehe an verschiedenen Schrauben, füge Öl hinzu und ziehe manchmal die Bremse. Ich möchte ein Unternehmen haben, das nicht statisch ist, sondern eines, das sich bewegt, das unruhig ist, wenn es auf der Stelle tritt.

Das Hauptziel unserer Kunden ist es, den perfekten Hersteller für ihr Produkt oder ihre Produktidee zu finden, zum besten Einkaufspreis, der die beste Qualität liefert. Um dies für unsere Kunden zu gewährleisten, haben wir in den letzten Jahren ein globales Lieferantennetz mit über 70.000 Herstellern aufgebaut. Die Lieferketten verändern sich wie nie zuvor. Die Lieferzeiten verlängern sich, die Zeiträume für Preisangebote werden kürzer. Und genau hier setzen wir an – beim Aufbau und der Optimierung von Lieferketten mit Fokus Europa Sourcing.

Wie genau hilft ProcFit Unternehmen, ihre Beschaffungsprozesse zu optimieren, und welche Probleme lösen Sie dabei?

Mit unserer Dienstleistung „Fabrik für Jedermann“ www.procfit.at/fabrikfuerjedermann ermöglichen wir es Tüftlern oder Startups, ihre Produktideen in rund 10 Wochen unkompliziert in Serienproduktion zu bringen. Wir sind in der Lage, nahezu jede Produktidee herzustellen. Beispielsweise ging es um einen Kartoffelturm, der es Verbrauchern ermöglicht, Kartoffel platzschonend auf engem Raum wie Balkons anpflanzen zu können. Margot Königshofer (CEO/Founder Procfit):

Wir machen damit Jedermann zum Hersteller, ohne dass diese eine Fabrik besitzen. Da fast alle Abstimmungsprozesse digital erfolgen, spielt es auch keine große Rolle, in welchem Land unser Kunde sitzt.“

Wie es funktioniert?

Unsere Kunden bekommen alles rund um ihr Produkt aus einer Hand: Die Fabrik für Jedermann beschafft alle nötigen Lieferanten für die gesamte Lieferkette des Produktes von den Einzelteilen über den Zusammenbau und die Verpackung bis hin zur Logistik. Statt hunderter Lieferanten erhält unser Kunde nur noch einen Hauptlieferanten als Ansprechpartner für seine Lieferkette. Die oft mühevolle monatelange Suche und Qualifizierung der Lieferanten entfällt. Und die Unternehmensgründer/Inhaber sparen wertvolle Zeit beim Lieferanten-Management, sodass sie sich auf ihre Produkte und ihre Kunden konzentrieren können. Märkte lassen sich so schneller erobern.

Wer gehört zu Ihrer Hauptzielgruppe, und wie stellen Sie sicher, dass die spezifischen Bedürfnisse dieser Unternehmen erfüllt werden?

Unsere Hauptzielgruppe sind Startups, junge Unternehmen, Online Händler, FBA/Amazon Seller in der D-A-CH Region.

Anhang einer detaillierten Checkliste, welche wir bei jedem Projekt kick off zum Einsatz bringen, stellen wir sicher, dass unsere Kunden genau die Lieferkette bekommen, die nachhaltig funktioniert. Außerdem schließen wir mit sämtlichen Lieferanten Vertraulichkeitsdokumente ab, kurz NDA genannt. Das ist ein Vertrag, bei dem sich die verschiedenen Parteien bzw. Vertragspartner zu einem streng vertraulichen Umgang mit allen Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen, Informationen, Verhandlungen und Unterlagen verpflichten. 

Welche Herausforderungen sind Ihnen während der Entwicklung von ProcFit begegnet, und wie haben Sie diese gemeistert?

Ein Unternehmen zum ersten Mal zu gründen, ist wahrscheinlich wie ein Hausbau zum ersten Mal. Man macht viele Dinge falsch, und wenn man es noch einmal machen würde, würde man vieles anders machen.

Die größte Herausforderung war, dass ich keine Pause von der Leitung der Einkaufsabteilung bei Nestlé, der Geburt meines ersten Kindes und der Gründung eines Unternehmens hatte. Viele Menschen nehmen sich Monate Zeit, machen einen „Break“, um sich perfekt auf die Gründung eines Unternehmens vorzubereiten. Für mich war es ein nahtloser Übergang.

Eine Firma zu leiten, zu managen hat viel mit Marktbeobachtung und Instinkt zu tun. Vor drei Jahren habe ich beschlossen, dass sich meine Beschaffungsagentur auf die europäische Beschaffung konzentrieren und spezialisieren sollte. Corona, Kriege, ja, einfach der globale Markt und die weltweite Entwicklung verändern die Lieferketten und stellen alles in Frage, was bisher als selbstverständlich galt. Vor 8 Jahren, als ich das Unternehmen gründete, wollte jeder eine Lieferkette in Asien, jetzt will jeder eine Lieferkette in Europa, mit kurzen Lieferwegen und optimalem Cashflow. Wir bedienen genau diese Nachfrage.

Was unterscheidet ProcFit von anderen Anbietern im Bereich des Beschaffungsmanagements?

Wir sind tatsächlich eine der wenigen Sourcing Agenturen, die sich auf Europa Sourcing spezialisiert hat.

Bei mir im Team gibt es nur Experts, keine junioren Einkäufer…

Wie sichern Sie die Qualität und Effizienz der Lösungen, die Sie Ihren Kunden anbieten?

Beschaffung und Supply Chain Management muss man lernen, jahrelang. In meinem Team gibt es nur Projektleiter, die über jahrelange Einkaufserfahrung verfügen. Nur so kann man mit den Lieferanten auf Augenhöhe verhandeln und hat das entsprechende Fachwissen. Außerdem haben wir eine sehr niedrige Fluktuationsrate im Unternehmen, was dazu beiträgt, den Wissensschatz und den Teamgeist hoch zu halten. Wir nehmen regelmäßig an verschiedenen internationalen Messen teil, lassen uns von KI unterstützen und entwerfen für jedes einzelne Projekt eine einzigartige Lieferkette. Jedes Produkt ist anders (Zertifikate, Herkunftsland, Verfügbarkeit, etc.). Jeder Kunde ist anders (Early-Bird-Startup, skalierendes Startup, fba/amazon-Händler, usw.).

In welche Richtung entwickelt sich ProcFit in den nächsten Jahren, und welche neuen Projekte oder Innovationen sind geplant?

Wir bedienen die D-A-CH Region (Österreich/Deutschland/Schweiz) schon seit Jahren sehr erfolgreich. Wir hatten schon immer gelegentlich Kunden aus den nordischen Ländern, Großbritannien usw. Im Jahr 2025 streben wir eine komplette Internationalisierung an, wir wollen Kunden aus der ganzen Welt bedienen, darauf freue ich mich sehr.

Wie wichtig ist die Integration neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz oder Automatisierung für die zukünftige Ausrichtung von ProcFit?

Wir nutzen KI (Software) zusätzlich zu unserem Lieferanten-Scouting-Team, um weltweit geeignete Lieferanten zu finden.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ebenfalls ein technologieorientiertes Startup im B2B-Bereich gründen möchten?

Einen Ratschlag möchte ich schnell loswerden:

Alles wird gut. Manches sogar ausgezeichnet, wenn man konstant vieles besser macht.

Gibt es eine Erfolgsgeschichte eines Kunden, die die positiven Auswirkungen von ProcFit besonders gut veranschaulicht?

Natürlich. Ein schönes Beispiel ist unser Kunde C-Rope in Köln/Deutschland: www.c-rope.de

Lukas Elbers CEO/Founder von C-Rope hat uns beauftragt seine Lieferkette von Asien nach Europa zu verlagern, das ist das Ergebnis:

Wie sehen Sie die Zukunft des Beschaffungsmanagements, und wie wird sich ProcFit langfristig in diesem Bereich positionieren?

Der Einkauf befindet sich an einem kritischen Punkt, an dem er mit neuen Herausforderungen und Chancen konfrontiert ist. Eine Krise nach der anderen hat gezeigt, dass eine robuste Einkaufsstruktur, die sich flexibel an neue Gegebenheiten anpassen kann, der Schlüssel zum Erfolg des gesamten Unternehmens ist. 

Es gibt meiner Meinung nach 3 Megatrends, die Procfit für sich und für seine Kunden zum Einsatz bringt:
  1. Glokalisierung. Wir haben uns auf Europa Sourcing spezialisiert. Das ist für viele unserer Kunden ein USP. Es geht hier ganz stark um Authentizität, Qualität und schnelle Lieferzeiten im Vergleich zu Asien.
  2. Digitale Disruption. Wir benutzen im Unternehmen unterstützend eine KI Software, um rasch passende Hersteller für unsere Kunden zu finden.
  3. Nachhaltigkeit: Egal ob wir Verpackung, Lebensmittel, Kosmetik etc. sourcen, Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette spielt eine große Rolle. Beispielsweise FSC zertifizierter Karton, clean label, COSMOS-Standard etc.

Bildcredits: Daniel Hinterramskogler

Wir bedanken uns bei Margot Königshofer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Premium Start-up: Procfit

Kontakt:

Procfit GmbH
Giesselsdorf 108
A-8354 Sankt Anna am Aigen

www.procfit.at
m.koenigshofer@procfit.at

Ansprechpartner: Margot Königshofer CEO/Founder Procfit

Social Media:

LinkedIn Margot
LinkedIn
Facebook
Instagram

Das Werkzeug, das dein DIY-Erlebnis für immer verändern wird!

0
Dübelix Gründer Robert Sobolewski (r.) und Markus Beck präsentieren den Dübel-Entferner „Dübelix“. Sie erhoffen sich ein Investment von 30.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Dübelix, das Startup von Robert Sobolewski, Markus Beck und Jürgen Schuster, stellt am 23. September in der Höhle der Löwen ein innovatives Werkzeug vor, das das sichere und beschädigungsfreie Entfernen von Dübeln aus Wänden ermöglicht

Kannst du uns eine kurze Einführung in dein Startup geben? Wer seid ihr als Gründer?

Wir sind das Team hinter dem Dübelix: Robert Sobolewski, Markus Beck und Jürgen Schuster. Ich, Robert, habe eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik gemacht und umfangreiche Erfahrungen in der Logistikbranche gesammelt. Markus ist gelernter Maschinentechniker und Schlossermeister, während Jürgen einen Hintergrund in Politikwissenschaft hat und sich im E-Commerce etabliert hat. Gemeinsam tüfteln wir an innovativen Lösungen für alltägliche Probleme.

In welcher Branche ist euer Startup tätig und was ist euer Kernprodukt?

Unser Startup ist im DIY- und Heimwerkerbereich tätig. Unser Kernprodukt ist der Dübelix, ein Werkzeug, das speziell für das sichere und effiziente Entfernen von Dübeln aus Wänden entwickelt wurde, ohne die Wand zu beschädigen.

Wie und wann ist die Idee für euer Startup entstanden? Gab es ein spezifisches Problem oder eine Marktlücke, die ihr adressieren wolltet?

Die Idee zu Dübelix entstand, als ich (Robert) ein weiteres Fitnessgerät für meinen Keller erwarb und feststellte, dass es nicht richtig passte. Ein Umbau des Raumes war erforderlich, darunter auch das Umhängen von Spiegeln, die mit mehreren Dübeln befestigt waren. Also musste ich die Dübel auf die herkömmliche Art herausziehen – Schraube reindrehen und so fest mit der Zange ziehen wie möglich. Dabei rutschte ich bei einem Dübel ab und prallte mit meiner rechten Hand gegen ein Fitnessgerät. Die Hand begann zu bluten und schwoll an. In diesem Moment wurde mir klar: „Ich brauche einen sicheren und effizienten Dübelentferner.“ Da es jedoch kein solches Werkzeug am Markt gab, entwickelten wir den Dübelix.

Was macht euer Produkt im Vergleich zu bestehenden Lösungen einzigartig? Welche innovativen Technologien oderAnsätze verwendet ihr? 

Der Dübelix unterscheidet sich von herkömmlichen Methoden dadurch, dass er das einzige Werkzeug ist, das speziell für das sichere und effiziente Entfernen von Dübeln aus Wänden entwickelt wurde, ohne die Wand zu beschädigen. Aus meiner eigenen schmerzhaften Erfahrung heraus entstanden, bietet der Dübelix eine Lösung, die Verletzungen vermeidet und sicherstellt, dass die Wand intakt bleibt. Dies macht den Dübelix zu einem unverzichtbaren Werkzeug nicht nur für Heimwerker, sondern für jeden, der ohne Schäden an der Wand, Dübel einfach und schnell entfernen möchte.

Was ist die langfristige Vision eures Startups? Welche spezifischen Ziele wollt ihr in den nächsten 1-5 Jahren erreichen?

In 1-5 Jahren sehen wir uns als festen Bestandteil der DIY- und Heimwerker-Szene. Unser Hauptziel ist es, den Dübelix in Baumärkten und Discountern zu platzieren und ihn als unverzichtbares Werkzeug in jedem Werkzeugkasten und Bohrerset zu etablieren. Wir möchten, dass der Dübelix für Heimwerker und DIY-Enthusiasten gleichermaßen zur Standardausrüstung gehört. Zusätzlich haben wir bereits weitere innovative Produkte in der Entwicklung, die den Alltag unserer Kunden noch weiter erleichtern sollen. Auch wenn wir an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten möchten, können wir versprechen, dass wir unsere Vision, durch praktische Lösungen bestehende Probleme zu lösen, konsequent weiterverfolgen werden. Die Zukunft hält viele spannende Projekte bereit, und wir freuen uns darauf, diese gemeinsam mit unserem engagierten Team umzusetzen.

Warum habt ihr euch entschieden, bei „Die Höhle der Löwen“ zu pitchen? Welche Aspekte eures Startups möchtet ihr besonders hervorheben, um die Investoren zu überzeugen? 

Es war immer unser größter Traum, einmal bei „Die Höhle der Löwen“ dabei zu sein. Wir haben uns beworben und den intensiven Bewerbungsprozess durchlaufen, weil wir wussten, dass die Show die perfekte Plattform ist, um unser Produkt einem breiten Publikum vorzustellen. Wir möchten besonders die Einzigartigkeit und die Sicherheitsvorteile des Dübelix hervorheben. Der Dübelix bietet eine einfache, sichere und effiziente Lösung für das Entfernen von Dübeln, ohne die Wand zu beschädigen, was ihn von allen anderen Methoden abhebt. Diese Aspekte wollen wir den Investoren verdeutlichen, um sie von unserem Produkt und seiner Marktpotenzial zu überzeugen.

Welche Art von Unterstützung oder Investition erhofft ihr euch durch die Show? Wie plant ihr, die Investition oder die Expertise der Löwen zu nutzen? 

Wir erhoffen uns eine Investition, um unsere Produktion zu skalieren und unsere Vertriebskanäle zu erweitern. Die Expertise und das Netzwerk der Löwen würden uns helfen, den Dübelix in Baumärkten und Online-Shops zu etablieren und unser Marketing zu stärken. Wir planen, die Investition gezielt für die Weiterentwicklung und Vermarktung unseres Produkts zu nutzen.

Wie sieht euer Fahrplan für die Entwicklung des Startups nach „Die Höhle der Löwen“ aus? Gibt es bereits konkrete Pläne für Expansion, Skalierung oder neue Produkte/Dienstleistungen?

Nach der Teilnahme bei „Die Höhle der Löwen“ planen wir, den Dübelix weiter im Markt zu etablieren und unsere Produktionskapazitäten zu erhöhen. Wir arbeiten bereits an weiteren innovativen Produkten, die den Heimwerker- und DIY-Bereich bereichern sollen. Die nächsten Schritte umfassen die Markteinführung dieser neuen Produkte und den Ausbau unserer Marktpräsenz.

Was sind die wichtigsten Lektionen, die ihr auf eurem Weg als Gründergelernt habt? 

Eine der wichtigsten Lektionen, die wir gelernt haben, ist die Bedeutung von Ausdauer und Flexibilität. Herausforderungen und Rückschläge gehören zum Gründungsprozess dazu, aber mit einer klaren Vision und einem starken Team lassen sich diese überwinden. Außerdem haben wir gelernt, wie wichtig es ist, offen für Feedback zu sein und kontinuierlich an der Verbesserung unseres Produkts zu arbeiten.

Welche Tipps würdet ihr anderen Gründern geben, die in der Startup-Welt Fuß fassen möchten? 

Bereitet euch gründlich vor und bleibt authentisch. Es ist wichtig, eure Vision und euer Produkt in- und auswendig zu kennen und stets offen für Feedback zu sein. Netzwerkt so viel wie möglich und sucht euch Mentoren, die euch mit ihrer Erfahrung unterstützen können. Und vor allem: Gebt nicht auf, auch wenn es schwierig wird.

Bild: Dübelix Gründer Robert Sobolewski (r.) und Markus Beck präsentieren den Dübel-Entferner „Dübelix“. Sie erhoffen sich ein Investment von 30.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Dübelix am 23. September 2024 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Markus Beck und Robert Sobolewski für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie ebnete ein mutiger Schritt den Weg für Drohnenlogistik?

0
Third Element Aviation. Gründer links Marius Schröder, rechts Benjamin Wiens mit Drohne Auriol

Third Element Aviation entwickelt und vermarktet innovative Industriedrohnen für maßgeschneiderte Logistiklösungen und schnelle, effiziente Transporte

Könnten Sie uns Third Element Aviation und die Personen hinter dem Unternehmen, Marius Schröder und Benjamin Wiens, kurz vorstellen?

Third Element Aviation gibt es schon seit 2017 in Bielefeld, wo das Unternehmen seitdem Industriedrohnen entwickelt, herstellt und vermarktet. Dahinter stehen die beiden Gründer Marius Schröder (40) und Benjamin Wiens (41), die sich bei ihrem vorherigen Arbeitgeber kennengelernt haben, der ebenfalls Drohnenhersteller war. Als der Standort hier in der Region Anfang 2017 geschlossen wurde, beschlossen die beiden mit weiteren Mitgliedern des alten Teams, das eigene Unternehmen zu gründen.

Was war Ihre ursprüngliche Motivation, Third Element Aviation zu gründen, und welche Vision verfolgen Sie mit der Einführung von Drohnenlogistik?

Zentral war zunächst der Gedanke, dass nach der Schließung beim alten Arbeitgeber noch nicht Schluss sein kann. Gleichzeitig war schon damals die Vision bei den beiden Gründern vorhanden, sich eher auf spezifische Anwendungen im Industriebereich zu konzentrieren statt auf den Massenmarkt – individuell und Made in OWL war und ist die Devise. Dazu gehörte auch seit Anfang an der Logistik Usecase mit dem Ziel, dass durch Drohnen ein Teil der Lieferungen in die Luft verlegt wird. Konkret heißt das, dass vor allem dringende Lieferungen sich dorthin verschieben werden: egal, ob es sich um ein dringend benötigtes Ersatzteil für eine Maschine handelt, einen Defibrillator oder eilende medizinische Proben.

Wie haben Sie es geschafft, als erstes Unternehmen in Deutschland eine SAIL III Genehmigung für kommerzielle Logistikflüge zu erhalten, und was bedeutet diese Genehmigung konkret für Ihr Geschäft?

Durch ein kleines bisschen Wahnsinn, viel Beharrlichkeit, aber vor allem einen tollen Partner mit Koerschulte, mit dem wir hier ganz klar Pionierarbeit geleistet haben und durch hervorragende Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtbundesamt (LBA), der ausstellenden Behörde. Für unseren Partner, der mit der Genehmigung jetzt den Drohnenbetrieb durchführen darf, bedeutet das in erster Instanz, dass sie ihre eigenen B2B Kunden trotz der misslichen Infrastruktur im Sauerland (Stichwort: gesprengte Rahmedetalbrücke) regelmäßig beliefern können. Zweitens bedeutet das neue Geschäftsfelder in die Richtung Drones-as-a-Service, die hier entstehen.

Und für uns bedeutet das nicht zuletzt, dass wir jetzt die Blaupause für einen erfolgreichen und effizienten Genehmigungsprozess in der Hand halten, um auch anderen diese neue Wege zu eröffnen – und zwar deutlich schneller als bisher.

Wer gehört zu Ihrer Zielgruppe, und welche Bedürfnisse oder Probleme möchten Sie mit Ihrer Drohnenlogistik besonders adressieren?

Tatsächlich sind die Probleme, die damit angegangen werden sollen, wohl so zahlreich wie die möglichen Zielgruppen: Logistikunternehmen, Krankenhäuser, Rettungsdienste, B2B Händler.

Der Gedanke ist dabei, auf einige der größten aktuellen Probleme in der Logistikbranche zu reagieren. Dazu gehören marode Infrastrukturen, Personalmangel aber auch Fragen der Nachhaltigkeit. Drohnen können Staus und gesprengte Autobahnbrücken problemlos überfliegen. Da sie außerdem zum Großteil automatisiert fliegen, können menschliche Operator*innen gleich mehrere Flüge simultan im Blick behalten. Und unsere Systeme fliegen mit Hilfe von Akkus – am besten natürlich geladen mit Ökostrom. Selbst im Vergleich zu vollständig elektrisierten Fahrzeugflotten, z.B. in der Expresslogistik, hätten Drohnen einen deutlich geringeren CO2-Ausstoß.

Welche Herausforderungen mussten Sie während der Gründungsphase und dem Erlangen der Fluggenehmigungen bewältigen, und wie haben Sie diese gemeistert?

Von Anfang an war uns klar, dass nur ein langfristig sicherer Rechts- und Regulierungsrahmen auch nachhaltige Erfolge bedeuten kann. Und so stand neben technischen Entwicklungen und ausgereiften Produkten auch immer ein Ohr am Markt und am Stand der Regulierung im Fokus. Die Phase zwischen der ersten Veröffentlichung eines europäischen Rechtsrahmens und der ersten Umsetzungen hiermit war anstrengend. Aber gleichzeitig hat dieser Schritt auch nachhaltige Sicherheit für uns und unsere Kunden gebracht – und wir haben lange genug durchgehalten.

Was unterscheidet Third Element Aviation von anderen Unternehmen, die ebenfalls in der Drohnentechnologie und -logistik tätig sind, insbesondere im Vergleich zu globalen Akteuren wie Amazon und Google?

Allgemein unterscheidet uns der Fokus auf individuell angepasste Ansätze für unsere Kunden. Wir machen keine Lösungen von der Stange, sondern integrieren diese individuell passend für unsere Kunden. Außerdem kommt bei uns nahezu alles aus einer Hand: von der Hard- und Software bis hin zur Beratung bei der ersten Idee und der Begleitung des Genehmigungsprozesses bis zum erfolgreichen Flugbetrieb.

Im Vergleich zu großen Playern unterscheidet uns dann vor allem auch noch der starke Fokus auf B2B. Viele träumen zwar schon von einer flächendeckenden B2C Logistik, aber die Herausforderungen für diesen Bereich sind aktuell noch nicht weiträumig zu bewältigen.

Wie sehen Sie die Zukunft der Drohnenlogistik in Deutschland, und welche Rolle wird Third Element Aviation dabei spielen?

Wir wollen hier natürlich unsere aktuelle Vorreiterrolle beibehalten. Der Markt wird sich stetig weiterentwickeln und die Akzeptanz wird durch immer bessere und sicherere Technik, klare Regulierung und nicht zuletzt Best-Practice-Beispiele steigen. Daher sind uns Partner wie unser Kunde Koerschulte in Lüdenscheid oder die HHLA Sky enorm wichtig, die diesen Innovationswillen mit uns teilen und mutig kommerzielle Cases umsetzen – und das mit Erfolg!

In welchen Bereichen sehen Sie das größte Potenzial für den Einsatz Ihrer Drohnen – sei es in der Bauindustrie, Medizinlogistik oder anderen Sektoren?

Auch mit vollautomatisierten Drohnen wird Lufttransport vor allem da interessant, wo es um Geschwindigkeit und wertvolle Güter geht. Dabei ist es sowohl der Technik, als auch der Regulatorik letztlich „egal“, was transportiert wird. Entscheidend sind ein verlässlicher, sicherer und möglichst automatischer Betrieb. 

Vor dem Hintergrund sehen wir zunächst vor allem prozesskritische Transporte im B2B als Fokus. Dazu gehören Laborproben, die schneller analysiert werden sollen genau so, wie dringliche Ersatzteile, die Stillstände in der Produktion vermeiden. 

Können Sie uns einen Einblick geben, wie Unternehmen in unter 100 Tagen ihre eigene Drohnenlogistik mit Ihrer Unterstützung aufbauen können?

Mit unseren Erfahrungen in Regulatorik und Technik können wir Interessenten aus einer Hand versorgen. Da diese Komponenten aufeinander abgestimmt sind, kommen wir schneller und effizienter zu einer Genehmigung und können parallel bereits die technische Umsetzung bauen. So sorgen wir in enger Zusammenarbeit mit Behörden, Partnern und Kunden für eine so schnelle Umsetzung vom Projektstart bis zum ersten regulären Flug.

Welche neuen Projekte oder Märkte sind in der nahen Zukunft für Third Element Aviation geplant, und wie möchten Sie Ihre Dienstleistungen deutschlandweit oder international ausweiten?

Wir waren immer und sind auch aktuell laufend in Forschungsprojekten tätig. Dazu gehören aktuell auch zwei, die sich tiefer mit Drohnenlogistik befassen in Bezug auf effiziente Umsetzung solcher Konzepte, vollautomatische Lösungen und der Unterstützung durch KI. Gleichzeitig sind wir im Kopf durchaus schon bei der Genehmigung der nächst höheren Risikoklasse: SAIL IV.

Als Märkte wollen wir im Weiteren auch die Medizin- und Notfalllogistik anstreben. Erste Pilotprojekte haben auch hier schon gezeigt, welchen Mehrwert Drohnen bringen können: z.B. wenn Drohnen einen dringend benötigten Defibrillator zu Patient*innen bringen können.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ebenfalls innovative Lösungen in stark regulierten Branchen einführen möchten?

  1. Kenne deinen Markt – letztlich wird jede Innovation nur dann eine Existenzberechtigung haben, wenn sie eine Lösung für deine Kunden darstellt. Und dabei ist technischer Fortschritt wichtig, aber bei Weitem nicht alles. Und manchmal sind altbewährte Lösungen auch in Ordnung und nicht jedes Rad muss neu erfunden werden.
  2. Engagiere dich in der Regulierung und Standardisierung – hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten über europäische Behörden, Branchenverbände oder den DIN. Wir nutzen diese Möglichkeiten und gestalten so aktiv Lösungen mit, statt ihnen nur hinterherzulaufen. 
  3. Denke in Schritten – der Weg zur vollautomatisierten Logistik-Lösung war nicht von 0 auf 100. Wir haben Projekte und Entwicklungen in Etappen durchgeführt, die in sich schon kommerzialisierbare Lösungen darstellen. Manchmal ist es nicht „all or nothing“, sondern eher Schritte in die richtige Richtung.

Gab es einen bestimmten Moment oder Use Case, bei dem Sie gemerkt haben, dass Sie mit Third Element Aviation auf dem richtigen Weg sind?

Für den Logistik Usecase allerspätestens natürlich, als wir Anfang Februar diesen Jahres den Jungfernflug gemacht haben. Nicht nur, weil man dann wortwörtlich die Früchte seiner Arbeit hat abheben sehen, sondern weil die Aufmerksamkeit so groß war. Das haben wir uns natürlich gewünscht, aber in dem Umfang nicht erwartet. Und: es wurde rundum äußerst positiv aufgenommen. Das zeigt wohl vor allem eins: wir treffen mit unseren Anstrengungen den Zeitgeist. Drohnen sind jetzt ein Thema und zwar im großen Stil. Deswegen gilt es auch jetzt sich zu platzieren und dabei zu sein.

Wie reagieren Sie auf die Bedenken in Bezug auf Sicherheit und Umweltaspekte im Zusammenhang mit Drohnenlogistik, und wie gehen Sie mit diesen Themen um?

Wir nehmen alle Bedenken grundsätzlich immer sehr ernst. Das Thema Sicherheit ist für uns an absolut oberster Stelle und wird in jedem Schritt mitgedacht. Das wird auch in Zukunft immer so sein. Gleiches gilt für andere Bedenken. Wir setzen uns mit diesen auseinander und versuchen zu optimieren, wo dies möglich ist.

Trotzdem kann man mit Sicherheit vermuten, dass manche Bedenken vor allem deswegen aufkommen, weil Drohnen als Technologie einfach noch nicht so etabliert sind wie andere, wo gleiche oder ähnliche Bedenken längst durchgespielt und akzeptiert bzw. gelöst sind.

Gründer links Marius Schröder, rechts Benjamin Wiens mit Drohne Auriol Bildcredits: Third Element Aviation

Wir bedanken uns bei Marius Schröder und Benjamin Wiens für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wo Menschen sind, werden Fehler gemacht. Und Cybercrime lebt von Fehlern

0
Jana RingwaldAutorin & Oberstaatsanwältin Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main

Cyberkriminalität, was geht mich das an? Alles, – denn laut Jana Ringwald, Cyber-Staatsanwältin und Autorin des Buches „Digital. Kriminell. Menschlich.“, gibt es keine rein analoge Straftat mehr. Das Leben findet immer auch im Internet statt. Jede*r hinterlässt Datenspuren, die uns zu potenziellen Opfern machen. Datenlecks, Hackerangriffe, Darknet-Marktplätze: Cyberkriminalität boomt, doch Strafverfolgung und Justiz arbeiten auf veralteten Grundlagen, User*innen und Unternehmen tragen Scheuklappen. Schluss mit der Bequemlichkeit! Jana Ringwald fordert mehr Transparenz, mehr Eigenverantwortung und deutlich mehr Mut bei der Bekämpfung dieser Kriminalität.

„Je digitaler unser Leben wird, desto menschlicher müssen unsere Problemlösungen sein“

herCAREER: Jana Ringwald, warum hast du ein Buch über deine Arbeit geschrieben?

Jana Ringwald: In den ersten Jahren als Cyber-Staatsanwältin habe ich gemerkt, dass ich an einem neuralgischen Punkt sitze: Ich schaue wie durch ein Brennglas auf die digitale Transformation der Gesellschaft. Ich habe einen einzigartigen Einblick in die Phänomene, die im Umgang mit dem Internet entstehen, und den möchte ich teilen. Eine zweite Motivation war, dass Straftaten und ‑ prozesse schon immer viele Menschen fasziniert haben – kein Buchgenre ist beliebter als der Krimi. Ein weiterer Impuls war: Ich sehe und glaube, dass je digitaler unser Leben wird, desto menschlicher müssen unsere Problemlösungen sein.

herCAREER: Im Buch beschreibst du die Arbeit deines Dezernats als juristisches Neuland. Was bedeutet das?

Die Justiz ist ein sehr konventionelles System – das muss sie zum Teil auch sein. Einerseits darf sie sich nicht von jedem neuen Trend aufscheuchen lassen, andererseits muss sie sich sehr elastisch an das anpassen, was geschieht. Es sind nicht die Gesetze oder etablierten Strukturen, die uns neue Herausforderungen meistern lassen. Notwendig sind dafür neue, datenbasierte Ermittlungsmethoden, pfiffige Tools zur Zentralisierung und Beschleunigung von Prozessen und unsere international beachteten Takedowns in der Underground Economy. Sie sind auf das Engagement einzelner Personen zurückzuführen, auf ihre Kreativität, ihre gedankliche Flexibilität, ihre Bereitschaft, mehr zu tun als sie verpflichtet sind zu tun, und auf ihren Mut.

herCAREER: Du schreibst: „Je besser die Teamarbeit und je bescheidener die Staatsanwältin, desto höher die Aufklärungsquote.” Wie passen Bescheidenheit und Erfolg hier zusammen?

Jurist*innen sind meistens mit einem guten Selbstbewusstsein ausgestattet. Wir vergessen gerne, dass Jura eine Hilfswissenschaft ist. Aber als eine der ersten Cyber-Staatsanwältinnen hatte ich keine andere Wahl, als mich hinten anzustellen – das Fachwissen hatten die anderen! Ich habe den Techniker*innen und Cyberanalyst*innen gespiegelt, dass ich sie brauche, um meine Arbeit gut zu machen. Sie brauchen mich für alle wesentlichen Entscheidungen, für den Umgang mit den Gerichten und weil die Staatsanwaltschaft die rechtliche Verantwortung für Ermittlungsverfahren trägt. Das gilt auch im Internet.

herCAREER: Ein Beispiel für moderne und konstruktive Teamarbeit?

Unbedingt. Und für mich die schönste Art der Zusammenarbeit, denn diese massive gegenseitige Wertschätzung führt dazu, dass die Leute gerne miteinander und für die Sache arbeiten. Es ist keine Schwäche zu sagen: „Das habe ich nicht verstanden, bitte erkläre es noch einmal.“ Mit dieser Führungskultur gebe ich den Menschen nicht nur Handlungsspielraum, sondern stelle auch sicher, dass ich die Sachverhalte dann im Namen des Teams verständlich an die Richter*innen und – wenn erforderlich – auch an die Öffentlichkeit herantragen kann.

herCAREER: Du beschreibst einen fast symbiotischen Effekt zwischen Ermittler*innen und Täter*innen. Sie lernen voneinander, sie wachsen zusammen. Wie hat das deine eigene Wahrnehmung beeinflusst?

Ein Muster, das ich schnell abgelegt habe, obwohl es Staatsanwält*innen zugeschrieben wird, ist das Denken in Gut und Böse. Im Bereich der Programmierung – sei es Malware oder Software – gibt es beeindruckende Leistungen. Diese anzuerkennen, ist wichtig für unsere Lernkultur. Anders formuliert: Cyberkriminelle bringen uns durchaus etwas bei. Wenn wir uns nicht trauen, dorthin zu gehen, wo wir aus einem Verbrechen etwas lernen können, dann laufen wir mit Scheuklappen herum. Ich muss den Mut haben, eine Situation zunächst objektiv zu betrachten und erst dann wertende oder moralische Entscheidungen zu treffen.

herCAREER: Wie geht dein Dezernat mit Fehlern um?

Wo Menschen sind, werden Fehler gemacht. Und Cybercrime lebt von Fehlern: Beide Seiten warten permanent darauf, dass die andere einen Fehltritt hinlegt. Eine gute Cybersicherheitsstrategie plant Fehler ein, denn sie werden geschehen. Das nicht zu tun und dann entsetzt auf einen begangenen Fehler zu schauen, ist so wenig nachhaltig wie zielführend. Menschen müssen entspannt arbeiten können, um gute Arbeit zu erbringen. Die Angst, eines Tages einen Fehler zu machen und sich der Konsequenzen ungewiss zu sein, steht dem im Wege.

Die Fehlerkultur in Deutschland ist in meinen Augen miserabel – immer muss jemand zurücktreten, immer muss Schuld zugewiesen werden. Das löst kein einziges Problem und untergräbt Vertrauen. Und wenn wir in einem System arbeiten, das nicht auf Vertrauen basiert, begünstigt das weitere Fehler und Intransparenz.

herCAREER: Wenn wir also nicht über Fehler sprechen, können wir auch nicht daraus lernen und Lücken schließen – verstehe ich das richtig?

Mehr noch, es führt zu einer Angst vor mutigen Entscheidungen. Das Rechtssystem mit seinen Beschwerde-, Berufungs- und Revisionsmöglichkeiten ist ja formal so aufgebaut, dass es mit Fehlern rechnet und auch darauf vorbereitet ist, sie zu korrigieren. Aber sind es auch die Menschen in diesem System? Ich kenne niemanden bei der Staatsanwaltschaft oder bei Gericht, der es wirklich entspannt sieht, wenn die eigene Entscheidung aufgehoben wird, weil sie falsch ist. Und das führt dazu, dass Entscheidungsträger in Polizei und Justiz versuchen, sichere Wege einzuschlagen, damit am Ende niemand sagen kann: „Das war eine Fehlentscheidung.“

herCAREER: Was bedeutet das für deine Arbeit?

Wenn Menschen nicht den Rückhalt für mutige Entscheidungen spüren, ist das ein Problem für den Fortschritt. Nehmen wir zum Beispiel Kryptowährungen: Die Blockchain ist das Gegenstück zum Zentralbanksystem. Wenn wir hier erfolgreich ermitteln und urteilen wollen, müssen wir neue Wege gehen. Jemand muss neue Entscheidungen treffen, wie man mit Providern umgeht, denn auch die Technologie an sich passt nicht genau in unser Rechtsgefüge. Das Recht muss sich fortbilden, und das tut es nicht von allein, sondern durch Entscheidungen von Menschen. Wenn es aber als Fehler angesehen wird, wenn eine Entscheidung in der nächsten Instanz wieder aufgehoben wird, dann wird niemand mutige Entscheidungen treffen wollen. Bei uns gibt es den Spruch: „Ich bin schon befördert und kann mich das trauen, mir kann nichts mehr passieren.“ Das ist in meinen Augen eine traurige Realität.

herCAREER: Mehr Mut also von Staat und Justiz – was wünschst du dir von Einzelpersonen und Unternehmen?

Mehr Transparenz. Es ist keine Schande, angegriffen zu werden! Jeden Tag werden private Accounts und Unternehmen angegriffen. Wichtig wäre, damit offen umzugehen. Es gibt zum Beispiel einen bekannten Supermarkt, der nach einem Angriff die Kunden offen informiert hat: „Wir haben diese Woche keine Milch wegen eines Cyberangriffs.“ Und was ist passiert? Eine Welle der Solidarität – weil die Menschen sich informiert fühlten und mitgefiebert haben. Ihnen wurde etwas erklärt, das relevant für ihren Alltag ist: Nur so wird das dunkle Internet zur Realität. Menschen sehen, dass es nicht um abstrakte Nullen und Einsen geht, sondern um ihr eigenes Leben. Wir alle haben schützenswerte Güter. Ein offener und transparenter Umgang mit dem Thema Cyberkriminalität würde die Menschen motivieren, sich auch eigenverantwortlich abzusichern.

herCAREER: Der letzte Satz deines Buches lautet: „Daten, Tools und technische Lösungen müssen uns dienen und nicht wir ihnen.“ Was steckt in diesem Appell?

Es ist ein Appell an die Eigenverantwortung. Denn worum geht es uns? Wir wollen ein gutes, ein sicheres Leben führen, in dem wir uns zurechtfinden und unsere Werte leben können. Und was geschieht gerade? Wir fragen uns, ob KI der Teufel oder eine gute Lösung ist. Das wird uns die KI aber niemals beantworten – das können nur wir selbst beantworten. Viele Menschen glauben, sie seien längst abgehängt und sie könnten sich der Digitalisierung nur noch fügen. Das ist nicht richtig. Eine aktive Teilhabe erfordert jedoch, dass Expert*innen, die neue digitale Phänomene vermitteln, stets die Eigenverantwortung der Nutzer*innen in den Vordergrund stellen. Daten und Datenprozesse haben die Aufgabe, unser Leben zu vereinfachen. Wir haben nicht die Aufgabe, uns an sie anzupassen.

Das Gespräch führte herCAREER-Redakteurin Kristina Appel.

Über die Person

Jana Ringwald ist Oberstaatsanwältin bei der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und war an zahlreichen international beachteten Takedowns von Darknet-Marktplätzen beteiligt. Mit ihrem Team ermittelt sie im Falle von Cyberattacken gegen deutsche Unternehmen und stellte illegal erlangte Kryptowährungen in dreistelliger Millionenhöhe sicher. Sie ist Kolumnistin beim »Tagesspiegel Background Cybersecurity«, eine gefragte Keynote-Speakerin und vertritt das Bundesministerium der Justiz im European Judicial Cybercrime Network bei Eurojust in Den Haag. Im November 2023 erhielt sie den EMOTION Award in der Kategorie »Frauen in Digitalisierung«. Am 20. August erschien ihr erstes Buch „Digital. Kriminell. Menschlich. Eine Staatsanwältin ermittelt“ im Murmann Verlag.

Am 17. Oktober spricht Jana Ringwald auf der herCAREER 2024 beim Podcast-MeetUp mit der Fernseh- und Radiomoderatorin Ilka Petersen (NDR) über ihr Buch: “Digital. Kriminell. Menschlich.: Eine Cyberstaatsanwältin ermittelt.“

Bild Jana RingwaldAutorin & Oberstaatsanwältin Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main

Quelle messe.rocks GmbH

Verpasst Ihr Unternehmen diese Gesundheitsrevolution?

0
wellabe michale theodossiou

wellabe ist ein HealthTech-Startup, das Unternehmen mit mobilen Gesundheits-Check-ups und digitalen Präventionsprogrammen dabei unterstützt, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter nachhaltig zu fördern

Könnten Sie uns einen kurzen Überblick über wellabe geben und die Gründer vorstellen, die hinter diesem Gesundheits-Startup stehen?

wellabe ist ein innovatives HealthTech-Start-up, das 2018 in Deutschland gegründet wurde. Wir spezialisieren uns auf betriebliche Gesundheitsförderung und bieten umfassenden Zugang zu Gesundheitsdaten sowie personalisierte, digitale Präventionsprogramme. Unser Ziel ist es, präventive Gesundheitsmaßnahmen direkt am Arbeitsplatz zu integrieren und Menschen zu unterstützen, nachhaltige gesunde Gewohnheiten zu entwickeln.

Wir haben das Unternehmen mit der Vision gegründet, Prävention effizienter und zugänglicher zu gestalten. Wir setzen uns dafür ein, den Zugang zu Gesundheitsangeboten so einfach wie möglich zu machen und gleichzeitig Arbeitgeber bei der Förderung einer gesunden Arbeitsumgebung zu unterstützen.

Was war die ursprüngliche Vision von wellabe und wie haben Sie diese Vision in den letzten Jahren weiterentwickelt?

Die Vision bei wellabe war von Anfang an, das Gesundheitswesen grundlegend zu verändern. Wir wollten weg von der reinen Krankheitsbehandlung hin zu einer echten Gesundheitsförderung. Unser Ziel war es, Menschen dabei zu unterstützen, gesund zu bleiben und ihnen die nötigen Werkzeuge und Informationen zu geben, um ihre Gesundheit aktiv zu managen. Wir haben uns darauf konzentriert, den Zugang zu wichtigen Gesundheitsdaten zu erleichtern und eine offene, verständliche Kommunikation zu fördern. Es ging uns darum, dass Menschen informierte Entscheidungen treffen können und motiviert werden, individuelle Schritte in Richtung Gesundheit zu gehen, bevor Krankheiten überhaupt entstehen.

Durch die Übernahme durch Mavie und unsere Partnerschaft mit Sana haben wir unsere Vision entscheidend erweitert. Mavie bringt uns eine umfassende Expertise in der psychischen Gesundheit und positioniert uns als einen der einflussreichsten Anbieter im Bereich Corporate Health in Europa. Sana, als bedeutender Player in der Gesundheitsversorgung, ergänzt unser Angebot perfekt. Gemeinsam schlagen wir die Brücke zwischen Prävention und Versorgung. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es uns, integrierte Gesundheitslösungen zu schaffen, die den gesamten Gesundheitsbedarf abdecken. So bieten wir nicht nur präventive Maßnahmen, sondern auch gezielte Unterstützung im Versorgungsbereich – und schaffen damit einen echten Mehrwert für alle Beteiligten.

Welche spezifische Zielgruppe spricht wellabe an, und wie stellen Sie sicher, dass deren Bedürfnisse im Bereich Gesundheitsvorsorge optimal erfüllt werden?

wellabe richtet sich an Unternehmen und deren Mitarbeiter, insbesondere in anspruchsvollen Arbeitsumfeldern. Wir erfüllen deren Bedürfnisse durch maßgeschneiderte mobile Gesundheits-Check-ups und personalisierte digitale Präventionsprogramme. Unsere Partnerschaft mit Mavie ermöglicht zusätzlich umfassende Unterstützung in der psychischen Gesundheit, um sowohl körperliche als auch mentale Gesundheitsbedürfnisse optimal abzudecken.

Welche besonderen Herausforderungen haben Sie beim Aufbau von wellabe erlebt und welche Strategien haben Ihnen geholfen, diese zu bewältigen?

Beim Aufbau von wellabe standen wir vor der Herausforderung, den richtigen Product-Market-Fit zu finden. Es ging darum, genau zu verstehen, welches Problem wir lösen und wie groß der tatsächliche Bedarf ist. Unser Ziel war es, von einem „Nice-to-Have“ zu einem „Corporate Health Essential“ zu werden. Dabei stellten wir fest, dass die Begeisterung der Mitarbeiter für unsere Angebote für Unternehmen wichtiger war als die aggregierten Gesundheits-KPIs. Zusätzlich hatten wir mit der Entwicklung eines tragfähigen Geschäftsmodells zu kämpfen. Die hohen operativen Kosten machten uns zu schaffen. Die Skalierung war folglich eine große Herausforderung, die wir durch einen regionalen Ansatz und die effiziente Nutzung regionaler Hubs erfolgreich bewältigen konnten. In einem komplexen Markt mit zahlreichen Stakeholdern – darunter Arbeitgeber, Mitarbeiter, Versicherer und strategische Partner – mussten wir durch enge Zusammenarbeit und klare Kommunikation die unterschiedlichen Bedürfnisse berücksichtigen.

Was macht wellabe einzigartig im Vergleich zu anderen Unternehmen in der Gesundheitsbranche?

Unser hybrider Ansatz von Gesundheits-Check-ups vor Ort und digitalen Gesundheitsangeboten, die sofortiges Feedback ermöglichen, ist besonders. Unsere Empfehlungen an Folgeangeboten basieren auf den persönlichen erhobenen Gesundheitsdaten und sind daher besonders zielführend und nachhaltig – und das kommt an: Wir erreichen überdurchschnittlich hohe Aktivierungsraten über alle Altersgruppen und Geschlechter hinweg, was auch zu einer sehr hohen Zufriedenheit auf Kundenseite führt. Zudem ergänzt die Erfahrung von Mavie im psychischen Gesundheitsbereich, vor allem im Bereich Employee Assistance Program (EAP), unser Angebot umfassend und mit den Sana Kliniken können wir auch die medizinische Versorgung abdecken. 

Welche Rolle spielt Technologie in der Umsetzung Ihrer Unternehmensziele und wie setzt wellabe diese ein, um sich von der Konkurrenz abzuheben?

Unsere Technologie und Kundenzentriertheit stehen im Mittelpunkt unseres Angebots und treiben unsere Unternehmensziele voran. Mit unserem mobilen Labor können wir Gesundheitsdaten schnell und direkt vor Ort erfassen und dem Nutzer in Echtzeit zur Verfügung stellen. Diese unmittelbare Datenerhebung ermöglicht es uns, Gesundheitsvorsorge nahtlos in den Arbeitsalltag zu integrieren und schafft einen klaren Vorteil gegenüber traditionellen Ansätzen.

Durch fortschrittliche Datenanalysen sind wir in der Lage, hochgradig personalisierte Gesundheitsempfehlungen zu entwickeln, die direkt auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt sind. Auf Basis dieser Daten können wir zudem wirkungsvolle digitale Folgeinterventionen entwickeln und somit die Gesundheit unserer Nutzer langfristig und nachhaltig verbessern. Diese Kombination aus technologischer Innovation und maßgeschneiderten Lösungen hebt uns deutlich von der Konkurrenz ab.

Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung von wellabe? Gibt es neue Dienstleistungen oder Märkte, die Sie anstreben?

Mit Mavie an unserer Seite werden wir unsere Dienstleistungen weiter diversifizieren und unsere Marktposition zunächst in der DACH-Region ausbauen. Unser Ziel ist klar definiert: Wir wollen einer der führenden Anbieter für betriebliche Gesundheitsförderung in Europa werden. Dazu werden wir ein ganzheitliches Ökosystem aufbauen und weitere Services integrieren, um unseren Nutzern das bestmögliche Angebot liefern zu können, die eigene Gesundheit zu stärken. 

Wie integrieren Sie Kundenfeedback in die Weiterentwicklung der wellabe Angebote, und welchen Einfluss hat dieses Feedback auf Ihre Innovationsstrategie?

Das Feedback unserer Kunden und Teilnehmer ist seit Tag eins essentiell für uns. Wir hören genau zu, denn ihr Feedback ist für uns von größter Bedeutung. Durch regelmäßige Feedback-Schleifen und Umfragen stellen wir sicher, dass wir die Bedürfnisse unserer Kunden und Nutzer genau treffen. So stellen Kunden- und Nutzerinterviews immer den ersten Schritt für uns dar, wenn wir in die Entwicklung neuer Produkte gehen. Zudem sind die Bewertungen zu unseren Produkten für unsere Mitarbeiter jederzeit zugänglich und sorgen für zusätzliche Motivation.

Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um sicherzustellen, dass das Team hinter wellabe stets motiviert und innovativ bleibt?

Wir setzen auf eine Unternehmenskultur, die von unserer Mission getragen wird: Menschen dabei zu helfen, gesund zu bleiben. Wir arbeiten an etwas, das echten Impact hat, und das vereint uns als Team. Jeder bei uns weiß, dass seine Arbeit zur Verbesserung der Gesundheit beiträgt, und das motiviert enorm.

Wir fördern offene Kommunikation, geben Raum für eigene Ideen und unterstützen die persönliche Weiterentwicklung. Flexible Arbeitsmodelle und ein starker Teamgeist tragen dazu bei, dass unsere Mitarbeiter nicht nur motiviert, sondern auch begeistert hinter der gemeinsamen Vision stehen, Menschen zu unterstützen und nachhaltig etwas zu bewegen.

Gibt es eine Entscheidung in der Geschichte von wellabe, die sich als besonders wertvoll herausgestellt hat, und was haben Sie daraus gelernt?

Eine der wertvollsten Entscheidungen in der Geschichte von wellabe war, früh auf strategische Partner zuzugehen, die nicht nur Kapital, sondern auch Expertise, Netzwerke und eine gemeinsame Vision mitbrachten. Statt uns allein auf finanzielle Investoren zu verlassen, haben wir uns bewusst für Partner entschieden, die unser Geschäftsmodell strategisch unterstützen und weiterentwickeln können.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ein Startup im Gesundheitsbereich aufbauen möchten?

  1. Löse ein echtes Problem: Finde einen klaren Bedarf und entwickle Lösungen, die über ein „Nice-to-Have“ hinausgehen. Konzentriere dich auf die Bedürfnisse deiner Nutzer und teste dein Produkt frühzeitig.
  2. Verstehe den Multi-Stakeholder-Markt: In der Gesundheitsbranche musst du die Interessen aller Beteiligten – von Nutzern über Unternehmen bis hin zu Versicherern – verstehen und ein Geschäftsmodell entwickeln, das für jeden funktioniert. Kommunikation und Partnerschaften sind entscheidend.
  3. Gründe in einem Bereich, der dich begeistert: Erfolg entsteht aus Leidenschaft. Wenn du für das Thema brennst, bist du eher bereit, die unvermeidlichen Herausforderungen durchzustehen und kreative Lösungen zu finden.

Wie stellen Sie sicher, dass wellabe nicht nur technologisch, sondern auch ethisch führend in der Branche bleibt?

Ethik hat im Healthtech-Bereich eine zentrale Bedeutung, und das ist uns bei wellabe sehr bewusst. Unser oberstes Ziel ist es, die Gesundheit und das Wohl der Menschen zu schützen und das Vertrauen in technologische Lösungen im Gesundheitssektor zu stärken. Deshalb legen wir großen Wert auf hohe ethische Standards, insbesondere im Datenschutz. Wir halten uns strikt an alle gesetzlichen Bestimmungen und gehen sogar darüber hinaus, indem wir sicherstellen, dass personenbezogene Daten nur dann erhoben werden, wenn sie für das Wohl der Nutzer wirklich notwendig sind und sicher sowie transparent verarbeitet werden.

Darüber hinaus konzentrieren wir uns ausschließlich auf sinnvolle Screenings und gezielte Folgeinterventionen, die einen echten Mehrwert für die Gesundheit unserer Nutzer bieten. Für uns steht immer der Outcome im Vordergrund: Nur Maßnahmen, die das Leben und die Gesundheit unserer Nutzer wirklich verbessern, kommen zum Einsatz. Diese klare Ausrichtung hilft uns, sowohl technologisch als auch ethisch führend in der Branche zu bleiben.

Bildcredits: wellabe GmbH

Wir bedanken uns bei Michael Theodossiou für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: wellabe GmbH

Kontakt:

wellabe GmbH
Agnes-Pockels-Bogen 1
D-80992 München

www.wellabe.de
hallo@wellabe.de

Ansprechpartner: Kathrin Eich

Social Media:
LinkedIn

Die Lösung für leerstehende Immobilien?

0
leerstandslotsen interviewpartner philipp ellrich

Leerstandslotsen vernetzt leerstehende Immobilien mit passenden Nutzungskonzepten durch eine smarte digitale Plattform, um Städte effizient und nachhaltig wiederzubeleben.

Könnten Sie uns einen Einblick in die Gründungsgeschichte von Leerstandslotsen geben und wer die Köpfe hinter dem Unternehmen sind?

Die Geschichte hinter den Leerstandslotsen ist eng mit einem Problem verbunden, das viele Städte und Kommunen plagt: leerstehende Immobilien und der schwierige Prozess, passende Nutzungen zu finden. 2021 haben wir erkannt, dass es an einer digitalen Lösung fehlt, die das effizient und smart löst, völlig anders als bekannte Immobilienportale. Was als Teil eines Förderprojekts des BMWK begann, haben wir 2022 in ein eigenständiges PropTech überführt.

Unser Team besteht aus der Geschäftsführung (Philipp Ellrich und Bo Nintzel) und aus leidenschaftlichen Profis, die gemeinsam die Leerstandslotsen-Plattform entwickelt haben. So werden Leerstände mit maßgeschneiderten Nutzungskonzepten zusammengeführt – in Rekordzeit und mit minimalem Aufwand für alle Beteiligten. Heute sind wir nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich aktiv, und unser Matching-Algorithmus setzt neue Maßstäbe im Ansiedlungsmanagement. Zielgerichtet und mit ganzheitlichem, dialogorientiertem Ansatz.

Wie definieren Sie die Vision Ihres Unternehmens, und welche Schritte unternehmen Sie, um diese zu erreichen?

Trading-Down und Verödung, der demografische Wandel, die Digitalisierung, das veränderte Konsumverhalten, Filialisierung, steigende Mieten – es gibt viele Gründe, warum unsere Stadtzentren von Leerständen geprägt sind. Diese Situation betrifft uns alle, daher haben wir die Vision und Mission, unsere Innenstädte und Handelszentren wiederzubeleben. Es gilt, unsere Mitte neu zu planen und die Bürger wieder in die City zu holen. Mit unserer Matching-Plattform arbeiten wir aktiv und nachhaltig an der Reduzierung des Leerstands und der Revitalisierung unserer Innenstädte durch die Vermittlung vielfältiger und innovativer Nutzungskonzepte. Das macht das Stadtleben attraktiv – für jedermann. 

Welche Zielgruppe spricht Leerstandslotsen gezielt an, und wie stellen Sie sicher, dass deren Bedürfnisse optimal erfüllt werden?

Die Matching-Plattform spricht die gesamte Immobilienwirtschaft an – Expansionsabteilungen, Makler, Kommunen, Wirtschaftsförderungen, Eigentümer, Verwalter, Centerbetreiber. Durch individuelle Beratungen, Bedarfsanalysen, Feedback-Mechanismen und dem Aufbau eines starken Netzwerkes stellen wir Leerstandslotsen sicher, dass wir den spezifischen Bedürfnissen unserer Zielgruppen gerecht werden und somit einen wertvollen Beitrag zur Reduzierung von Leerständen leisten können. Ganz besonders für Städte und Gemeinden ist die Plattform mittlerweile ein unerlässliches Werkzeug für eine zukunftsweisende und effektive Ansiedlungssteuerung geworden. 

Mit welchen Herausforderungen hatten Sie bisher in der Gründungsphase zu kämpfen, und wie haben Sie diese gemeistert?

Die fehlenden Kapazitäten der Entwickler:innen haben uns zeitlich zurückgeworfen – so konnten wir uns allerdings mehr Gedanken über die optimale Bedienerfreundlichkeit der Plattform machen. Auch die langsameren Entscheidungswege in den Kommunen haben eine schnelle Markteinführung etwas verzögert. Die Immobilienwirtschaft hingegen nimmt uns sehr schnell an, da unsere Kosten für sie sehr überschaubar und die Entscheidungsprozesse in den Unternehmen kürzer sind. Alles in allem können wir uns wirklich nicht beschweren. 

Was ist Ihrer Meinung nach der einzigartige Vorteil Ihres Unternehmens gegenüber anderen in Ihrer Branche?

Wir haben die digitale Matching-Plattform für die Immobilienwirtschaft entwickelt. Durch einen automatisierten Algorithmus werden so leerstehende Ladenflächen in den Innenstädten schneller und passgenauer vermittelt. Das smarte Tool ist datengeschützt und ermöglicht den Nutzer:innen, schnell und einfach einen Überblick über den Markt zu erhalten und unkompliziert in den Direktkontakt mit ihrem passenden Match zu treten. In der dynamischen Plattform finden Nachnutzungskonzepte aus 15 Ländern – von klassisch bis außergewöhnlich – sowie über 100 bunte Nutzungsarten ihre passende Fläche.

Diese Plattform bietet Flächenanbieter:innen, also Eigentümer:innen von leerfallenden und leerstehenden Ladenflächen, die Möglichkeit, ihre Räumlichkeiten nach ihren Anforderungen zu matchen, passgenaue Nutzungskonzepte der Flächensuchenden einzusehen und in den direkten Austausch zu gehen – und das über eine eigenkontrollierte Suche und ohne, dass die Fläche öffentlich einsehbar ist, was in der Form einzigartig ist. Für flächensuchende Einzelhändler:innen, Gastronom:innen, Dienstleister:innen und Kunstschaffende bietet das smarte Tool die Möglichkeit, ihre Ideen für die Nachnutzung von Leerständen kostenlos und standortunabhängig einzustellen und das – dank der passiven Suche – mit geringem initialen Aufwand. 

Können Sie uns verraten, welche neuen Produkte oder Dienstleistungen Leerstandslotsen in naher Zukunft plant?

Neben ständigen Updates und neuen Leistungspaketen ist eine baldige Fokussierung auf die Special Interest Sparte mit spannenden Zwischennutzungen, Pop-Up-Konzepten, Kaufhausflächen und Coworking geplant. Außerdem geht gerade unser neuer Marktplatz live, der noch mehr Raum für die Umnutzung gewerblicher Immobilien schafft. Jeder der möchte, erhält von uns eine persönliche Live-Demo, in der wir alle Features und Funktionalitäten der Plattform erläutern. 

Welcher Teil des bisherigen Wachstums erfüllt Sie persönlich am meisten?

Die Expansion unserer Matching-Plattform nach Österreich in diesem Jahr, der Gewinn neuer Investoren und die Auszeichnung beim PropTech Germany Award 2024 in der Kategorie „Konzepte und Services für Mieter und Nutzer“ zählt zu meinen persönlichen Meilensteinen auf unserem Weg. Das zeigt, dass wir mit unserer Arbeit einen echten Mehrwert schaffen und ein wichtiger Partner für die Standortentwicklung von morgen sind. Aber am schönsten ist es, das Feedback zufriedener Kunden zu lesen – das erfüllt unser Team immer wieder mit Stolz. Ein paar dieser Zitate sind auf unserer Website zu sehen. 

Welche langfristigen Ziele streben Sie mit Ihrem Unternehmen an, und wie werden diese Ihre Branche beeinflussen?

Neben verschiedenen Features für die Plattform und einer Fokussierung auf die Special Interest Sparte mit kulturellen Zwischennutzungen, Pop-Up-Konzepten, Kaufhausflächen und Coworking ist eine weitere Markteinführung der Plattform über die deutschen Grenzen hinaus angedacht. Bisher haben wir in diesem Jahr (2024) unsere Plattform für den österreichischen Markt ausgebaut, aber weitere Expansionen stehen natürlich auf unserer Agenda für die nächsten fünf Jahre. Im Kampf gegen die Leerstandsproblematik setzen wir uns auch wieder in den nächsten Jahren mit vollem Tatendrang ein – für die Zukunft unserer Innenstädte und Zentren.

Wie stellen Sie sicher, dass Leerstandslotsen sich kontinuierlich weiterentwickelt und den sich ändernden Marktanforderungen gerecht wird?

Als Kernwerte für unser Unternehmen definieren wir Innovation, Anpassungsfähigkeit und Kundenzufriedenheit. Diese Werte veranlassen unsere Mitarbeiter, ständig nach neuen und effektiven Lösungen zu suchen, die zu einer optimalen Usability führen, sich den Veränderungen der schnelllebigen, digitalen Branche zügig und effizient anzupassen und erfolgreich zusammenzuarbeiten. 

Welche drei Ratschläge würden Sie aufstrebenden Gründern mit auf den Weg geben, basierend auf Ihren Erfahrungen?

Glaubt an Eure Idee! Nehmt Euch alle Zeit der Welt für die Entwicklung, bindet Kunden ein und konzentriert Euch auf neue, bessere Features. Versucht nicht alles und jeden zu bedienen, sondern fokussiert Euch auf Euer Kerngeschäft und perfektioniert es. 

Und vor allem: Habt Geduld – manchmal braucht Erfolg auch etwas Zeit! 

Was motiviert Sie und Ihr Team, täglich an der Weiterentwicklung Ihres Unternehmens zu arbeiten?

Was uns motiviert, ist die Leidenschaft für das, was wir tun, und der Wunsch, einen positiven Einfluss auf die Entwicklung unserer Innenstädte und die Gesellschaft zu haben. Alle reden über ESG – doch das „S“ (social) kommt noch immer viel zu kurz in der Immobilienbranche. Wir sind begeistert von der Möglichkeit, innovative Lösungen zu entwickeln und so dem Leerstand den Kampf anzusagen. Zudem inspiriert uns das Feedback unserer Nutzer, da wir sehen, welchen Mehrwert unsere Arbeit liefert. Diese Kombination motiviert uns, kontinuierlich an der Weiterentwicklung unseres Unternehmens und der Matching-Plattform zu arbeiten.

Wie sehen Sie die Zukunft Ihrer Branche, und welche Rolle wird Leerstandslotsen Ihrer Meinung nach darin spielen?

Die Zukunft der Immobilienbranche wird voraussichtlich von mehreren Faktoren geprägt sein, darunter technologische Innovationen, nachhaltige Entwicklung und sich verändernde Lebensstile. Die Digitalisierung wird eine zentrale Rolle spielen, indem sie Prozesse effizienter gestaltet und den Zugang zu Informationen erleichtert. In diesem Kontext werden auch wir Leerstandslotsen eine wichtige Rolle einnehmen. Wir sind dafür verantwortlich, leerstehende Immobilien und passende Nachmieter zu vernetzen, um Leerstände nachhaltig zu füllen. Durch unsere Expertise können wir dazu beitragen, Leerstände zu reduzieren, was nicht nur der Wirtschaft zugutekommt, sondern auch die Lebensqualität in Städten verbessert.

Darüber hinaus könnten die Leerstandslotsen als Vermittler zwischen Eigentümern und potenziellen Nutzern fungieren, um kreative Lösungen zu finden, die den Bedürfnissen der Gemeinschaft entsprechen. Ihre Fähigkeit, innovative Nutzungskonzepte zu entdecken und zu filtern, wird in einer sich wandelnden Branche von großer Bedeutung sein.

Insgesamt sehe ich die Rolle der Leerstandslotsen als entscheidend an, um die Herausforderungen der Branche zu meistern und unsere Zentren wiederzubeleben. Denn nur wenige Startups kombinieren wie wir Social Impact, Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Wer Teil unserer Reise werden möchte – wir freuen uns auf Euch!

Bildcredits:©LLASM Technology GmbH

Wir bedanken uns bei Philipp Ellrich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Eine Show voller Emotionen, Innovationen und Jubiläen

0
jubiläumsfolge Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Jochen Schweizer Die „Löwen“ (v.l.) Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Jochen Schweizer. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Manche Fernsehmomente schreibt man in die Geschichtsbücher. Am 23. September 2024 ist es wieder soweit: Eine Jubiläumsfolge der beliebten VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ verspricht besondere Momente, die Investoren-Legenden und überraschende Deals. Doch was genau erwartet die Zuschauer? Eins ist sicher: Diese Folge wird von langjährigen Fans der Sendung sehnsüchtig erwartet und sorgt für Aufregung in der Gründerszene.

Zehn Jahre „Die Höhle der Löwen“: Eine Reise durch Erfolg und Innovation

Seit dem Start der Show im Jahr 2014 hat „Die Höhle der Löwen“ nicht nur Start-ups bekannt gemacht, sondern auch echte Unternehmerträume verwirklicht. Anlässlich des zehnten Jubiläums kehren zwei besondere Investoren zurück: Frank Thelen und Jochen Schweizer, die in der ersten Staffel als Löwen dabei waren und sich über die Jahre als echte Schwergewichte in der deutschen Gründerszene etabliert haben.

Die beiden kehren gemeinsam mit den aktuellen Löwen Carsten Maschmeyer, Judith Williams und Ralf Dümmel in die Arena zurück. Diese Jubiläumsbesetzung verspricht nicht nur nostalgische Momente, sondern auch harte Verhandlungen und spannende Innovationen, die das Potenzial haben, unsere Zukunft zu verändern. Die Erwartungen an die Jubiläumsfolge sind hoch, und die Löwen wissen, dass das zehnjährige Bestehen der Sendung eine besondere Gelegenheit ist, große Deals zu machen.

Die Kandidaten: Sechs Gründerteams, sechs Visionen

In der Jubiläumsfolge treten sechs Teams vor die Löwen, um ihre innovativen Ideen und Produkte vorzustellen. Es geht um große Visionen, einzigartige Technologien und hoffnungsvolle Geschäftsmodelle. Doch nur die besten werden mit einem Deal nach Hause gehen.

Diamazing Beauty Serum – Brigitte Steinmeyers zweiter Versuch

Schon 2018 wagte Brigitte Steinmeyer den Schritt in die „Höhle der Löwen“. Ihr Diamant Blader konnte damals keinen Investor überzeugen. Doch die Beauty-Expertin gibt nicht auf. Dieses Mal präsentiert sie das Diamazing Beauty Serum, ein Diamant-Hyaluron-Komplex, der tief in die Haut eindringen und das Hautbild verfeinern soll. Für 100.000 Euro bietet sie 10 Prozent ihrer Firma. Wird sie bei ihrem zweiten Versuch in der Jubiläumsfolge einen Löwen von ihrer Idee überzeugen können?

DogScan – Lungenkrebs durch Hundeschnüffeln erkennen

Alexander Maßen und sein Team haben eine beeindruckende Innovation mitgebracht: DogScan. Ihr Ziel ist es, mithilfe speziell trainierter Hunde Lungenkrebs im Frühstadium zu erkennen. Die emotionale Präsentation bewegt besonders Löwin Judith Williams zutiefst, da ihre eigene Mutter an Krebs litt. Doch wird die Jury bereit sein, 500.000 Euro für 10 Prozent des Unternehmens zu investieren?

Dübelix – Der Handwerkertraum wird wahr

Markus Beck und Robert Sobolewski präsentieren mit Dübelix ein handwerkliches Problem, das viele kennen: das Entfernen von Dübeln aus der Wand. Mit ihrem innovativen Aufsatz für Akkuschrauber soll das nun kinderleicht und ohne Beschädigungen funktionieren. Sie hoffen, für 30.000 Euro 25 Prozent ihrer Firmenanteile an einen Löwen zu verkaufen und ihr Produkt zum Handwerkerliebling zu machen.

LYKAIA – Funktionale Pilze für Körper und Geist

Jana Baltscheit bringt mit LYKAIA ein besonders faszinierendes Konzept in die Höhle. Ihre Superfood-Produkte auf Basis funktionaler Pilze sollen den Körper auf natürliche Weise beleben und entspannen. Während ihr Waldkaffee den Tag belebt, beruhigt der Waldkakao den Abend. Ob Jochen Schweizer, der selbst für außergewöhnliche Erlebnisse steht, ihr Angebot von 100.000 Euro für 15 Prozent ihrer Firma annehmen wird?

RocketTutor – Die KI für bessere Mathe-Noten

Das Gründerteam hinter RocketTutor hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schülerinnen und Schüler mit einer KI-basierten Mathe-Nachhilfe-App zu unterstützen. Mit beeindruckenden Resultaten in Bayern suchen sie nun nach Investoren, um ihre KI deutschlandweit auszurollen. Vor allem Tech-Experte Frank Thelen zeigt großes Interesse. Doch wird er bereit sein, 400.000 Euro für 4,2 Prozent der Firma zu investieren?

Ein emotionale und spannende Jubiläumsfolge

Diese besondere Jubiläumsfolge von „Die Höhle der Löwen“ wird nicht nur durch die Rückkehr von Frank Thelen und Jochen Schweizer besonders. Auch die Kandidaten bringen mit ihren Ideen Innovation, Emotion und das Potenzial, die Welt ein kleines Stückchen zu verändern. Ob in der Medizin, der Schönheit oder dem Handwerk – jede Idee hat das Zeug, Großes zu bewegen. Doch am Ende bleibt nur die Frage: Wer wird den Deal seines Lebens machen?

Freuen Sie sich auf große Emotionen, zähe Verhandlungen und die Rückkehr zweier Investoren-Ikonen, die die „Höhle der Löwen“ geprägt haben. Diese Jubiläumsfolge verspricht alles, was die Zuschauer seit zehn Jahren lieben: spannende Gründer, kritische Löwen und vielleicht sogar die eine oder andere Überraschung.

Bild: V.l.: Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Jochen Schweizer Die „Löwen“ (v.l.) Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Jochen Schweizer. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Können diese Fragen Unternehmen erfolgreicher machen?

0
pec consulting gründerin Linda Theurer

PEC Consulting unterstützt Unternehmen dabei, durch Bewusstseinsentwicklung und innovative Organisationsmodelle ihre Teams effizienter, zufriedener und erfolgreicher zu machen.

Könnten Sie uns einen kurzen Überblick über PEC Consulting und die Gründer geben? Was hat Sie dazu inspiriert, dieses Unternehmen zu gründen?

Alles ist in Veränderung und muss sich verändern, ganz besonders in unseren Unternehmen. Das jedoch macht vielen Menschen schreckliche Angst, was zu Stress, Unzufriedenheit, burnout, Aggression und Boykott in den Unternehmen führt. Der jahrelange Kampf zwischen „oben“ und „unten“ im Change-Management ließ mich auf die Suche nach wirkungsvolleren Wegen gehen. Diese habe ich in der Organisationsentwicklung durch Bewussstseinsentwicklung gefunden. Denn erst wenn sich der Mensch in seinem Inneren bewusst wird, wenn er weiß, wer er ist, was er braucht und welchen Mehrwert er persönlich hat, dann ist er bereit Neues auszuprobieren. Im Grunde bringen wir Klarheit und dadurch Glück in die Teams. Glückliche Menschen sind gesünder, effizienter, kreativer und erfolgreicher. Unser Fokus liegt nicht auf der Veränderung selbst, sondern auf der Bewusstwerdung des Individuums sowie der kritischen Betrachtung der Organisationsstruktur. Die Struktur und das Stellen von Fragen schafft den Rahmen für die intrinsische Teamentwicklung.

Das zu erkennen war ein langer Prozess. Die Inspiration zur Gründung lag bei mir, wie bei vielen, in dem banalen Grund, aus der Corporate World auszusteigen und „mein eigenes Ding“ zu machen.

Wie sieht die Vision von PEC Consulting aus und welche konkreten Schritte unternehmen Sie, um diese Vision zu verwirklichen?

Unsere Vision sind Gesichter, die am Montagmorgen auf dem Weg zur Arbeit ebenso glücklich aussehen, wie am Freitagnachmittag auf dem Weg zurück. Wir möchten, dass der Mensch gestärkt und erfüllt von seiner Arbeit nach Hause kommt. Durch unser Tun stärken wir den Frieden auf der Welt. – Das ist unsere Hauptmotivation.

Indem wir unsere Reichweite erhöhen, uns zeigen und klar unsere Message kommunizieren, geben wir Menschen den Impuls nachzudenken, umzudenken und wenn nötig, uns als Fragensteller und Begleiter zu nutzen. Seit Jahren laden wir Führungspersönlichkeiten zu unsren Seminaren ein, damit sie das Thema Führung hinterfragen, ihre Haltung kennenlernen und erweitern und sich mit zeitgemäßen Führungsmodellen wie servant leadership und Selbstführung im Team auseinandersetzen.

Welche Zielgruppe spricht PEC Consulting an und wie stellen Sie sicher, dass die Bedürfnisse dieser Kunden optimal erfüllt werden?

Immer dort, wo Mensch auf Mensch trifft, gilt es sich zu organisieren, sich auszurichten, sich zu strukturieren, sich zu einigen. Darum sprechen wir alle Organisationen an. Die Basis von allen Verbindungen ist die Kommunikation und die darunter liegende Haltung. Wir von PEC schaffen und halten den Raum zur Entwicklung und dienen mit Methoden und Impulsen.

Damit wir die Kundenbedürfnisse schnell wirkungsvoll umsetzen können arbeiten wir seit Jahren mit Sprints. Jeder Sprint hat ein vom Team gewähltes Thema, hat ein klares Ziel, wird auf den Ebenen Individuum, Team und Führung begleitet und dauert ca. 4 Wochen lang. Diese klare Struktur und Transparenz gibt uns die Freiheit, individuell auf den Kunde einzugehen, uns an seinem Entwicklungsstand, seinem Tempo, seinen Themen, seiner Vorarbeit und seiner Struktur anzupassen.

Was unterscheidet PEC Consulting von anderen Beratungsunternehmen auf dem Markt? Was ist Ihr Unique Selling Point?

Anders als andere Beraterunternehmen beraten wir nicht, wir lehren nicht, wir trainieren nicht, wir geben keine Antworten. Alles was wir tun, ist das Stellen von Fragen und Anbieten von Impulsen. Der Experte sitzt uns immer gegenüber. Wir sehen uns als servant leader. Die Antworten sind immer alle schon da, sie wurden bisher nur noch nicht gefunden oder die Zeit danach zu suchen wurde nicht genommen. Unser Fokus ist die intrinsische Organisationsentwicklung. Das Ziel ist unsere schnellstmögliche Erübrigung. Das ist zeitgemäß, agil und kundenfreundlich. So wie wir können und dürfen wirtschaftlich orientierte Beratungen nicht denken und arbeiten immer noch mit langen Beraterverträgen. Ihr Fokus gilt der Unterschrift unter dem Vertrag, was immer mehr agil orientierte Unternehmen abschreckt.

Mit welchen größten Herausforderungen sieht sich PEC Consulting derzeit konfrontiert und wie gehen Sie und Ihr Team damit um?

Wir hinterfragen das Modell Arbeitgeber/Arbeitnehmer und arbeiten sehr erfolgreich in freien Kooperationen. Gleichzeitig würden wir gerne vielen Menschen die Möglichkeit und Sicherheit bieten, fest mit uns zusammen zu arbeiten, jedoch ohne angestellt zu sein. Hierin fehlt uns noch die Erfahrung oder rechtliche Klarheit. So prüfen wir derzeit verschiedene Modelle probieren sie aus um dann eines für uns zu schaffen das sich für alle richtig anfühlt, sich aber auch weiter entwickeln darf. Wir sind in Kontakt mit älteren erfolgreichen Beratungsunternehmen und lernen von ihnen.

In welchen Bereichen sehen Sie das größte Wachstumspotenzial für PEC Consulting in den kommenden Jahren?

Sobald wir ein passendes Organisationsmodell für uns gefunden haben, geht es darum, unsere Kunden zukünftig tiefer, weiter und digitaler zu begleiten. Tiefer, indem wir unsere Methoden noch mehr schärfen, um in kürzerer Zeit noch effektiver begleiten zu können. Weiter, indem wir unser Angebot auf Englisch anbieten, und somit mehr Menschen, Länder und Unternehmen erreichen. Digitaler, indem wir unseren Kunden eine Vielzahl an digitalen Möglichkeiten anbieten, die sie nebst unserer Begleitung nach Bedarf nutzen können.

Wie entwickeln Sie Ihre Dienstleistungen weiter, um auch in Zukunft den Anforderungen Ihrer Kunden gerecht zu werden?

Wir fragen nach. Die Kunden bestimmen die Zukunft der Unternehmen. Sie sind es die, wenn man fragt und zuhört, viele Ideen und Verbesserungen haben. Wir wünschen uns wiederkehrende Kunden, die uns weiterempfehlen.

Wir halten einen engen Kontakt zu unseren Mitbewerbern. Es ist für uns spannend zu sehen, welche Methoden bei ihnen wirken und welche nicht. Ein enger Austausch mit unseren Kollegen ist essenziell. 

Wir bilden uns weiter, lesen viel, schauen über den Tellerrand. Besonders gerne orientieren wir uns an den skandinavischen Ländern, die uns in Sachen Haltung zur Umwelt und der Ressource Mensch weit voraus sind.

Welche Werte und Prinzipien sind Ihnen bei der Führung von PEC Consulting besonders wichtig und wie spiegeln sie sich in Ihrem Arbeitsalltag wider?

Wir leben Frieden, Freiheit, Selbstbestimmtheit und Wertschätzung. Wir bringen diese Werte in die Unternehmen und wir leben sie untereinander – täglich. Durch regelmäßige Reflektion und dem Austausch mit Kunden und Kooperationspartner, werden wir uns unserer Werte immer bewusster und finden „gaps“ die es zu schließen gilt. Sobald sich etwas harzig und anstrengend anfühlt, sind wir auf dem falschen Weg. Transformation ist immer einfach und leicht.

Auch sehen wir uns in ständiger Veränderung. Wichtig ist nicht, was wir anbieten, sondern was der Kunde braucht. Somit ist unsere Begleitung viel mehr eine Zusammenarbeit in der beide Parteien einen Entwicklungs-Gewinn haben.

Wir probieren gerne Neues, machen Fehler und lernen aus ihnen, gehen unkonventionelle Wege und haben Spaß dabei.

Gibt es spezifische Entwicklungen oder Innovationen, die Sie in naher Zukunft bei PEC Consulting planen?

Wir möchten unsere Entwicklungs-Impulse digitalisieren und sie unseren Teams in Form von digitalen Spielen anbieten. Das Thema Gamification in der Organisationsentwicklung ist ein Projekt, das wir mit verschiedenen Unis und Spezialisten seit einigen Monaten recherchieren, entwickeln und testen. Unsere Kredos „Hilfe zur Selbsthilfe“ und „Entwicklung mit Spaß“ soll dadurch gestärkt werden. Machen wir alles richtig, braucht es uns immer weniger und Wiederholungen in der Beratung können vermieden werden.

Was war bisher die größte Lektion, die Sie als Gründer von PEC Consulting gelernt haben, und wie hat sie Ihre Arbeitsweise beeinflusst?

Ich habe viele Unternehmensberatungen und Coaches kommen und gehen sehen. Sie alle waren Experten in ihrem Gebiet und höchst begabt. Jedoch viele von ihnen haben sich falsch eingeschätzt und sind zu große Schritte gegangen. Zu schnell haben sie viele Mitarbeiter eingestellt, Gelder aufgenommen und investiert und groß geträumt, dabei aber vergessen, was ihre eigentliche Motivation ist. In einer Welt wo mehr Schein als Sein gelebt wird, ist das eigentliche Warum schnell vergessen. Ich habe gelernt meinen Fokus immer wieder auf meine Vision „Frieden auf Erden“ und mein inneres Warum zu lenken, was die Bescheidenheit, die Bodenhaftung und die dienende Haltung gegenüber Mitbewerber und Kunden stärkt. Der selbstauferlegte Leistungsdruck wird so minimiert, was die Freude, die Leichtigkeit und dadurch den Erfolg in der Beratung stärkt. Denn die Kunden merken das.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die sich in der Anfangsphase ihres Unternehmens befinden?

Mache dir immer wieder dein Warum bewusst. Warum stehst du morgens auf? Warum sollte irgendjemand bei dir kaufen wollen? Und warum sollte irgendjemand für dich arbeiten wollen? Warum sollte es irgendjemanden interessieren, dass es dein Unternehmen gibt? Ohne klares Warum, gibt es kein klares Wie und Was.

Investiere in dich und deine Netzwerk- und Kommunikationsskills, das ist das beste Investment das du in dein Business machen kannst. Du kannst der größte Experte in deiner Branche sein, wenn du nicht verkaufst/begeisterst, nützt dir alle Expertise nichts.

Setze dich schon jetzt mit dem Wachstum deines Unternehmens auseinander. Die Pyramide als Organisationsstruktur funktioniert nicht mehr. Wenn dein Unternehmen erfolgreich wachsen soll, solltest du dir schon jetzt alternative Strukturen anschauen und dich mit Führungsthemen auseinandersetzen. Ein starkes Haus steht auf einem starken Fundament.

Wie schaffen Sie es, als Team zusammenzuwachsen und gleichzeitig die Innovationskraft von PEC Consulting zu fördern?

Teamspirit und Innovationskraft sind eng miteinander verzahnt und befruchten sich gegenseitig. Im Team pflegen wir einen offenen und regelmäßigen Austausch. Jede Idee, jeder Vorschlag und jeder Kritikpunkt ist willkommen – es gibt keine dummen Ideen. Alle Ideen sind gleich viel wert und sammeln wir in unserm Ideen-Pool. Gemeinsam gehen wir diesen immer wieder durch und setzen Punkte davon um. Da wir als Wert Freiheit leben, ist es uns wichtig, dass jedes Teammitglied seine eigenen Erfahrungen in seinen Beratungen macht. Jeder darf, ja soll sich ausprobieren. Der Austausch, das Teilen dieser Erfahrungen, das gemeinsame Überlegen, wie könnte es noch besser laufen, das befruchtet uns gegenseitig, verbindet, stärkt und schafft ein Team, das nicht von Abhängigkeiten sondern von Synergien lebt.

Bildcredits:  Главная страница | Fotografin Elena Tash (te-art.com)

Wir bedanken uns bei Linda Marianne Theurer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: PEC Consulting

Kontakt:

PEC Consulting
Rolandstraße 38
D-76135 Karlsruhe

linda@pec-consulting.com
www.pec-consulting.com

Ansprechpartner:

Social Media:
Instagram
LinkedIn
Twitter
Facebook
Xing

Wie hilft diese Plattform Expertinnen zu mehr Erfolg und Einkommen?

0
femindex gründerin katrin turvey
Evoto

FemIndex vernetzt hochqualifizierte, selbstständige Frauen mit Unternehmen, um Expertise und Innovation gezielt zu fördern

Könnten Sie uns einen Überblick über Femindex und die Personen, die hinter dem Unternehmen stehen, geben?

Katrin Turvey ist die Gründerin und die Geschäftsführerin von FemIndex. Als Vorständin eines großen französischen Unternehmens sammelt sie täglich viel Erfahrung, die sie auch als Geschäftsführerin von FemIndex in die Plattform einbringt. Sie wird von ihrer Familie unterstützt. Vater Detlev Tucholski ist der Prokurist von FemIndex, ihre Mutter und ihre Schwester sind Gesellschafterinnen. 

Was ist die Vision von Femindex, und welche Schritte unternehmen Sie, um diese Vision zu realisieren?

Die Vision von FemIndex ist außergewöhnliche Frauen zu mehr Wertschätzung zu verhelfen – in Form von einem angemessenerem Einkommen. FemIndex bringt Expertinnen (also nur selbständige Frauen) mit Führungskräften (Frauen und Männern) zusammen – Expertinnen sind hochausgebildete Kleinunternehmerinnen, die nicht für Unternehmen im Standard-Angestellten-System verfügbar sind. Unternehmen und deren Führungskräfte haben gleichzeitig einen Mangel an Diversität, Ressourcen und eine schnell verändernde Wirtschaftssituation, in der Knowhow und Innovation unablässig sind. FemIndex schafft einen sicheren Raum für den Austausch zwischen diesen Gruppen – zu beiderseitigem Vorteil.

Was bietet FemIndex: 

Kontinuierliches Mentoring: Die Kundinnen profitieren von maßgeschneidertem Mentoring in Führung und Vertrieb – persönlich begleitet von Katrin Turvey sowie von handverlesenen Expertinnen im Bereich Vertrieb, Marketing, Strategie und HR.

Direkte Expertise für die Unternehmen: Als besonderes Angebot ermöglicht FemIndex es, die favorisierten Expertinnen direkt in das Unternehmen zu integrieren, um das Team zu stärken und den unternehmerischen Erfolg zu maximieren.

Welche spezifischen Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe haben Sie identifiziert, und wie stellt Femindex sicher, dass diese Bedürfnisse optimal erfüllt werden?

Das Einkommen von Frauen ist immer noch 20% unterhalb dem der männlichen Arbeitnehmer in Deutschland, Vertrieb ist eine besondere Hürde für Expertinnen. 
Gleichzeitig haben Führungskräfte oft viel Druck, aber wenig Unterstützung im Unternehmen echte Veränderung und Wachstum zu generieren. Das Netzwerk der Einkäufer ist oft ähnlich männlich dominiert wie das der Mitarbeiter. Das bedeutet einen Mangel an Perspektiven und Kreativität.

Das können wir innerhalb der geschlossenen Plattform gemeinsam effektiv lösen.

Mit welchen besonderen Herausforderungen ist Femindex bisher konfrontiert worden, und wie haben Sie diese gemeistert?

Finanzierung ist, wie bei vielen Gründungen, ein großes Problem und die Anfragen, die wir bei Banken und Finanzförderungen gestellt haben, erzielten oft bizarre Antworten oder immer wieder neue Hürden. Wir finanzieren uns jetzt selbst.

Was unterscheidet Femindex von anderen Unternehmen im gleichen Bereich? Was ist Ihr einzigartiges Verkaufsargument?

Wir helfen nicht nur beim Lernen, also teilen Videos und Vorlagen, sondern helfen durch mehrere Live-Sprechstunden im Monat direkt im täglichen Leben. Echte Entscheidungshilfe, Erfahrungsaustausch und nicht nur konsumieren von Informationen unterscheidet FemIndex von vergleichbaren Anbietern.

Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung von Femindex, und welche Innovationen oder neuen Projekte sind geplant?

Wir haben gerade einen neuen Matchingsprozess gelauncht, der die Möglichkeit bietet,  Unternehmen nach Zielen und Werten zu „matchen“ – damit die Unternehmen noch schneller ihr Ziel erreichen. Die Auswahl von Partnern wird oft unterschätzt und selten bestmöglichst genutzt, um die Ergebnisse zu optimieren.

Langfristig möchten wir viel mehr Expertinnen auf diese Matching-Datenbank bringen, um schneller mehr Unternehmen beim Benchmarking und Netzwerkaufbau zu helfen. 

Um unsere Sichtbarkeit zu erhöhen, haben wir ein großes Event in Köln am 2.10.24 ab 18 Uhr geplant – bei dem wir live Expertinnen und Führungskräfte zusammen bringen – in einer exklusiven Umgebung.

Welche Bedeutung messen Sie dem Feedback Ihrer Kunden bei, und wie beeinflusst es die Weiterentwicklung von Femindex?

Wir sind jetzt zu dieser Leadership Allianz gekommen, weil wir in den letzten zwei Jahren sehr viel ausprobiert haben, um kosteneffektive Lösungen anbieten zu können.

Auch jetzt fragen wir nach jedem Video auf der Plattform nach Feedback und erhalten natürlich in den Live-Calls auch direkte Rückmeldungen von unseren Kunden.

Wenn Sie an die nächsten fünf Jahre denken, wo möchten Sie Femindex sehen, und was ist Ihr größter Wunsch für die Zukunft des Unternehmens?

Das wir eine robuste Anlaufstelle für viele Führungskräfte (100s) sind, die wirkliche Veränderung schaffen wollen, und bieten einem großen Netzwerk von Expertinnen (100s) die Sichtbarkeit, die sie verdienen.

Wie definieren Sie Erfolg bei Femindex, und welche Metriken oder Ziele nutzen Sie, um diesen zu messen?

Wir sind kein Wohltätigkeitsverein. Wir möchten Einkommen erzielen – für uns, die Expertinnen und die Führungskräfte, die durch uns bessere Entscheidungen treffen. Das ist unser Ziel und lässt sich relativ einfach messen.

Was waren die größten Hürden bei der Gründung von Femindex, und wie haben Sie diese überwunden?

Neben der Finanzierung auch Prioritäten setzen –wir auf jeden Fall viel Zeit mit Sachen verbracht, die zum Schluss gar nicht wichtig waren.

Gibt es spezielle Partnerschaften oder Kooperationen, die Sie in naher Zukunft anstreben, um die Mission von Femindex zu unterstützen?

Ja, wir würden gerne Kooperationen eingehen mit Organisationen, denen moderne Führung wichtig sind, und die weibliche Expertise schätzen. Wir haben schon aktive Kooperationen z.B. mit 2030.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die am Anfang ihrer Reise stehen?

Erstmal auf den Cashflow konzentrieren und weniger auf das perfekte Produkt oder die perfekte Website.

Fotocredits/ Fotograf: FemIndex

Wir bedanken uns bei Katrin Turvey für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie wurde aus einer spontanen Idee ein globaler Erfolg?

0
HopfenHöhle Gründer: Dennis Krasemann, Jürgen Krasemann jun. und Christoph Bölting

HopfenHöhle entwickelt innovative Bierkühlsysteme für den Garten, die umweltfreundliche Kühlung mit praktischem Design verbinden

Wie ist die Idee zu HopfenHöhle entstanden, und wer sind die Personen hinter diesem Unternehmen?

Die Idee, eine HopfenHöhle zu bauen stammt von unserem Geschäftsführer Dennis Krasemann. Eigentlich sollte die erste HopfenHöhle nur eine Geburtstagsüberraschung für einen guten Kumpel sein. Doch das damals noch einfache Rohr mit handgefrästem Flaschenhalter und einfachem Deckel kam so gut an, dass Dennis begann, die HopfenHöhle auch auf Ebay anzubieten. Der weitere Erfolg war nicht aufzuhalten. Aktuell arbeiten bis zu 5 Personen Vollzeit für HopfenHöhle, in Produktion und Versand, Marketing und als Sales Manager. Inzwischen verkaufen wir HopfenHöhle weltweit und haben unsere Produkte stetig weiterentwickelt und verbessert!

Welche langfristige Vision verfolgen Sie mit Ihrem Unternehmen, und wie planen Sie, diese zu realisieren?

Unsere Vision ist, dass jeder in seinem Garten auf klimaneutrale Kühlung umsteigt. Wofür einen extra Kühlschrank anschaffen, wenn man die Kühle im Erdreich nutzen kann, um seine Getränk stets frisch gekühlt griffbereit zu haben? Hinzu kommt, dass wir weiter im Export expandieren möchten. Zurzeit verhandeln wir unter anderem mit einem Großhändler in den USA, der unsere Produkte auch dort anbieten möchte.

Wer gehört zu Ihrer Hauptzielgruppe, und wie stellen Sie sicher, dass deren Bedürfnisse bestmöglich erfüllt werden?

Unsere Hauptzielgruppe sind Männer mit Haus und Garten, denn der Garten ist ja nun mal Grundvoraussetzung für eine HopfenHöhle. Dies berücksichtigen wir vor allem in unserer Werbung auf verschiedenen Social-Media-Kanälen, aber natürlich auch im Design auf unserer Webseite. Für technikaffine Männer bieten wir unsere HopfenHöhle LIFT mit automatischem Hebesystem an. Da fährt einem das kühle Bier automatisch entgegen. Eben ein echtes Männergadget!

Welche Herausforderungen haben Sie in der bisherigen Unternehmensentwicklung erlebt, und wie haben Sie darauf reagiert?

Eine Herausforderung war natürlich die Pandemie! Denn einige von uns mussten von heute auf morgen im Homeoffice arbeiten und das war alles neu für uns. Auch Kundenbesuche bei unseren Händlern waren plötzlich nicht mehr möglich, was eine Herausforderung ist, denn unsere Produkte überzeugen auch durch ihre hohe Qualität, und die kann man am besten vor Ort erleben anstatt über Teams Meetings. Seither konnten wir die Zusammenarbeit aber gut neu strukturieren und auch neue Arten der Arbeit entwickeln. 

Was unterscheidet Ihr Produkt von anderen ähnlichen Angeboten auf dem Markt?

Insbesondere das Design und die Qualität. Wir produzieren alle Produkte bei uns vor Ort in Rhede, NRW. Wir verwenden hochwertige Materialien und z.B. auch recycelten Kunststoff, denn auch Nachhaltigkeit ist für uns ein großes Thema. Neben der Qualität setzen wir uns aber auch von ähnlichen Produkten ab, weil wir der einzige Anbieter sind, der einen Bierkühler mit automatischem Hebesystem anbietet. Das war und ist bisher einzigartig: Die HopfenHöhle LIFT!

Welche neuen Produkte oder Innovationen können wir in der Zukunft erwarten?

Wir werden weiterhin daran arbeiten, unsere Produkte auf neuestem Stand umweltfreundlich zu produzieren und coole Erweiterungen anzubieten, um noch mehr Spaß in die Gärten unserer Kunden zu bringen. Konkreter möchten wir hier aber noch nichts verraten!

Wie bleiben Sie in einem wettbewerbsintensiven Markt konkurrenzfähig?

Vor allem durch unsere schnelle und zuverlässige Lieferung und unseren persönlichen Kundenservice. Beides war für uns von Anfang besonders wichtig und zeichnet uns aus! Heute bestellt ist die HopfenHöhle in der Regel innerhalb von 1-3 Tagen bei unseren Kunden zu Hause. Sollte es mal Fragen, Wünsche oder Probleme geben, können unsere Kunden direkt mit unseren Mitarbeitern sprechen, da gibt es keine externe Hotline oder digitalen Chat, nur persönliche Kontakte! Ein weiterer Punkt ist natürlich die Tatsache, dass wir selbst produzieren und so jederzeit auf neue Trends reagieren können und so wettbewerbsfähig bleiben.

Inwiefern beeinflusst das Feedback Ihrer Kunden die Weiterentwicklung Ihrer Produkte?

Unsere Kunden haben uns in den letzten Jahren immer die Richtung gewiesen. Wir freuen uns über Anregungen und Vorschläge und nehmen diese, wenn möglich, auch mit in die Weiterentwicklung unserer Produkte auf. So konnten wir unsere Produkte in den letzten Jahren stetig verbessern.

Welchen Erfolg in Ihrer bisherigen Unternehmensgeschichte würden Sie als besonders bedeutsam hervorheben?

Das ist wohl vor allem der Schritt nach außen: Unsere eigene Homepage, der Eintrag der eigenen Marke und der weltweite Verkauf von HopfenHöhle. So konnten wir uns gegen Konkurrenten durchsetzen, weil unsere Qualität überzeugt! Auch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit großen Discountern war für uns ein Meilenstein.

Welche langfristigen Ziele haben Sie für Ihr Unternehmen, und welche Meilensteine möchten Sie in den nächsten Jahren erreichen?

Langfristig wird unser Unternehmen sich vor allem durch eine moderne und nachhaltige Arbeitsweise auszeichnen, wir suchen bereits neue Kollegen für unser Team um dies umzusetzen. Zudem planen wir bereits neue Vertriebswege und Zusatzprodukte, um auch unseren Händlern immer etwas Neues aus dem Hause HopfenHöhle zu bieten.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern auf ihrem Weg mitgeben?

Glaube an Deine Idee, geh‘ es in Ruhe an, denke groß!

Was motiviert Sie persönlich, Ihr Unternehmen immer weiter voranzubringen und neue Ideen zu entwickeln?

Unsere Motivation ist auf jeden Fall unser cooles Team!

Bild: HopfenHöhle Gründer: Dennis Krasemann, Jürgen Krasemann jun. und Christoph Bölting

Wir bedanken uns bei Dennis Krasemann, Jürgen Krasemann jun. und Christoph Bölting für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: HopfenHöhle

Kontakt:

KRASO GmbH & Co. KG
Baumannweg 1
D-46414 Rhede

info@hopfenhoehle.de
www.hopfenhöhle.de

Ansprechpartner: Ruth Schäfer

Social Media:
Facebook
Instagram

Neueste Beiträge

hate Blocker Thaddäus Leutzendorff Gründer hateBlocker faires Leben

Wer schützt uns, wenn Worte zur Waffe werden?

0
hateBlocker bietet eine digitale Lösung, um sich wirksam gegen Hass im Netz zu wehren – einfach, rechtssicher und mit echten Konsequenzen für Täter*innen.