Dienstag, April 14, 2026
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cocowork- Vereinbarkeit Beratung Unternehmen

cocowork unterstützt als B2B-Beratung Unternehmen dabei, eine lebensphasenorientierte Personalpolitik umzusetzen – Vereinbarkeit für alle

Stellen Sie sich und das Startup cocowork doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Katrin Dzimiera, Wiebke Reuter und Alexandra Höllwarth von cocowork. Wir kommen aus der Nähe von Karlsruhe und haben voriges Jahr, am 11.11.2021, unsere strategische Unternehmensberatung cocowork UG in Straubenhardt gegründet.

Mit unserer B2B-Beratung unterstützen wir Unternehmen dabei, eine lebensphasenorientierte Personalpolitik umzusetzen, indem wir zum Beispiel individuelle Vereinbarkeitskonzepte erarbeiten und diese zusammen mit Unternehmen und Mitarbeiter:innen realisieren.

Unser Motto lautet „Vereinbarkeit für alle“, denn jede:r hat etwas zu vereinbaren. Bei uns sind es insgesamt sechs Kinder, zwei zu pflegende Angehörige, ein gemeinsames Unternehmen, Familie, Freunde und Hobbys. Das in Kombination mit unserer Berufserfahrung gibt uns die Expertise für unser Tun.  

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Als Akademikerinnen und Mütter haben wir alle unsere persönlichen Erfahrungen bezüglich Vereinbarkeit von Job und Familie gemacht und gemerkt, dass hier noch viel Verbesserungspotenzial schlummert. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels war und ist es uns Anliegen und echte Herzensangelegenheit, auf Vereinbarkeit aufmerksam zu machen. Wir müssen und möchten dieses Thema stärker nach außen tragen – und zwar über die Elternschaft hinaus! Denn es betrifft wirklich jeden, vom Young Professional, der mehr Zeit in sein Hobby investieren möchte, über den Senior Director, der sich wünscht, als Familienvater stärker am Leben seiner Kinder teilzunehmen, bis zur Teil- oder Vollzeitkraft, die eine oder einen Angehörige:n pflegen. Hier lässt sich einiges zum Positiven verändern. Daran arbeiten wir mit voller Überzeugung.

Was war bei der Gründung von cocowork die größte Herausforderung?

Sicherlich die Zeit und das Kapital. Wir arbeiten alle in unterschiedlichen und individuellen Arbeitsmodellen. Damit fallen wir jedoch auch aus allen gängigen Förderungen raus, das war frustrierend. Wir haben unseren Weg gefunden – die positive Resonanz auf unser Geschäftsmodell motiviert uns und wir wissen, dass wir das Richtige tun.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Natürlich! Wir haben einige Male unser Modell verworfen, neu gedacht, nochmal neu bewertet, analysiert und erweitert. Aber wenn die Idee gut ist, lohnt es sich auf jeden Fall, am Ball zu bleiben und daran zu feilen.

Welche Vision steckt hinter cocowork?

Unsere Vision ist es, Deutschlands führende Beratung für Vereinbarkeit zu sein und dieses Thema gesellschaftlich zu positionieren und weiter sichtbar zu machen.

Wer ist die Zielgruppe von cocowork?

Wir richten uns direkt an Unternehmen und sehen, dass gerade der Mittelstand mit diesen Herausforderungen zu kämpfen hat: Fachkräfte gewinnen und langfristig binden. Familienfreundlichkeit ist mittlerweile ein harter Standort- und Wettbewerbsfaktor und kann den Kampf um Talente entscheiden. Arbeitgeber:innen müssen sich also entsprechend positionieren und fernab von Obstkorb und Sneakers Vereinbarkeit als DAS Must-Have einsetzen. 

Wie funktioniert cocowork? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir analysieren Unternehmenskultur, Kommunikation, Leadership, Diversität, Inklusion oder bereits umgesetzte Lösungen der Unternehmen. Diese passen wir dann bedarfsgerecht an und implementieren individuelle Maßnahmen für und zusammen mit den Mitarbeiter:innen. Oft sind es nur kleine Stellschrauben, die man drehen muss. Damit stellen sich Unternehmen zukunftsfähig und sozial nachhaltig auf. Wir beraten Frauen bzw. Mütter, Berufseinsteiger bis hin zum Berufsaussteiger – mit diesem ganzheitlichen Ansatz sind wir in Deutschland noch weitestgehend allein.

In verschiedenen Studien des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und auch von großen Beratungshäusern wie Roland Berger wird deutlich, dass es beim Thema Vereinbarkeit ein 40-prozentiges Renditepotenzial gibt, beispielsweise durch geringeren Krankenstand oder Verkürzung von Elternzeiten. Darüber hinaus leben wir unser Modell auch nach innen mit unseren eigenen Vereinbarkeitsmodellen, die wir so auch beim Kunden kommunizieren. 

cocowork, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wie erwähnt, Familienfreundlichkeit ist ein harter Standort- und Wettbewerbsfaktor, der Fachkräftemangel wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Gerade Firmen im ländlichen Raum stehen hier vor großen Herausforderungen und benötigen externe Unterstützung; hier kommen dann wir ins Spiel. Ein weiteres wesentliches Thema und eine der Herausforderungen der Zukunft ist die Pflege von Angehörigen. Es wird erwartet, dass sieben von zehn Erwerbstätigen ein Familienmitglied zu Hause pflegen. Vereinbarkeitsthemen treffen also den Nerv der Zeit und geben uns die Chance, das Bewusstsein in der Gesellschaft weiter zu schärfen und als cocowork weiter langfristig zu wachsen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

1.     Ganz wichtig: Nutzt euer Netzwerk bzw. arbeitet daran!

2.     Es benötigt einen großen Willen und Durchhaltevermögen, denn Rückschläge wird es geben. Kalkuliert das mit ein. Eine Gründung ist eine Berg- und Talfahrt.

3.     Und zu guter Letzt: Habt Spaß und tut das, was ihr wirklich, wirklich wollt!   

Wir bedanken uns bei Katrin Dzimiera, Wiebke Reuter und Alexandra Höllwarth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: cocowork

Kontakt:

cocowork UG
Römerstraße 54/3
75334 Straubenhardt

www.cocowork.de
hello@cocowork.de

Ansprechpartner: Alexandra Höllwarth

Social Media:
Instagram
LinkedIn

Brenne für Deine Idee! 

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the oater hafermilch

The Oater: Maschine zur Herstellung von frischer Hafermilch ohne Zusatz von Zucker oder Süßungsmitteln

Stellen Sie sich und das Startup The Oater doch kurz unseren Lesern vor!

The Oater ist ein junges, innovatives Startup aus Aachen, welches es sich zum Ziel gesetzt hat, frische Hafermilch, mit Hilfe einer eigens entwickelten Maschine lokal zu produzieren. So können wir Verpackungsmüll vermeiden, der bei der klassischen Tetrapak-Milch anfällt. Zudem können so Transport(-emissionen) gespart werden, da Hafermilch aus 90% Wasser besteht, dass nun nicht mehr von der Fabrik zum Konsumenten transportiert werden muss.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Alles fing an damit, dass unserer Gründerin Sarah, die bereits seit 6 Jahren überzeugte Veganerin ist, sich über die Menge des Verpackungsmülls geärgert hat, die ihre WG wöchentlich mit ihrem Hafermilchkonsum produziert hat. Sie dachte sich, dass das doch besser gehen muss! 

Mit ihrem Maschinenbau-Hintergrund konnte Sarah schnell ein Konzept für eine verpackungsfreie Hafermilchmaschine entwickeln und Mitgründer für ihr Projekt begeistern. Mit der Fertigstellung des ersten Proof of Concept sowie den ersten Vorbestellungen, beschlossen wir dann im Oktober, die GmbH mit dem Geld aus einer vorherigen Unternehmung zu gründen.

Und der Zeitpunkt könnte nicht besser sein: Der Hafermilchmarkt boomt in Europa. Gleichzeitig wird er von wenigen großen Herstellern dominiert, welche zwar geschmacklich ansprechende Hafermilch anbieten, aber nicht den Nachhaltigkeitsansprüche des heutigen Konsumenten gerecht werden. Wir sehen hier eine Lücke, die wir mit The Oater schließen wollen.

Welche Vision steckt hinter The Oater?

Die Vision ist klar: Wir wollen mit unseren B2B Partnern ein Hafermilch Ökosystem aufbauen – mit frischer und lokaler Hafermilch im Mittelpunkt. Wir sagen NEIN zu überflüssigem Verpackungsmüll und Wassertransport und JA zu einem nachhaltigen Genusserlebnis für Konsumenten. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine der größten Herausforderungen war auf jeden Fall eine Idee in ein realistisches Konzept mit Business Case umzuwandeln. Wir mussten uns und unsere Idee in diesem Prozess wirklich viel kritisch hinterfragen, Ansätze über den Haufen werfen und die eine oder andere Sinnkrise überstehen. Zudem haben wir eine Hardware-Komponente die wir entwickeln müssen – das kommt mit einer eigenen Liste an Herausforderungen und Fragestellungen. Wie finanzieren wir den Prototypen-Bau? Welche Experten müssen wir hierfür mit an Bord nehmen und wie viel können wir selbst übernehmen?

Privat werden unsere Gründer durch das NRW Gründerstipendium finanziert. Als Unternehmen konnten wir erfreulicherweise bereits frühzeitig Business Angels als Investoren gewinnen. Gleichzeitig haben wir durch das Gewinnen von Pitch Competitions ebenfalls neue Einkommensquellen sichern können und lernen dadurch zudem laufend neue spannende und hilfreiche Menschen kennen, die wir dann zum Teil als Investoren, Experten oder Mentoren aufnehmen. Nun sind wir bereits in die nächste Finanzierungsrunde gestartet, um weiter wachsen zu können und unserer Vision den nötigen Antrieb zu geben.

Wer ist die Zielgruppe von The Oater?

Ganz grundsätzlich, jeder, der Hafermilch trinkt, aber insbesondere Menschen, die Wert auf Nachhaltigkeit, Regionalität und Frische in ihrem Konsum legen.

Vorerst wird The Oater mit unserer Maschine allerdings ein B2B Produkt sein – unsere primäre Zielgruppe sind also im engeren Sinne Cafés, Gastronomie- & Hotelbetriebe, Unverpacktläden, der Lebensmitteleinzelhandel und mehr. Wir richten unser Produkt zunächst auf den B2B Markt aus, da wir überzeugt sind, dadurch den größten Impact erzielen zu können – sowohl aufgrund der Mengen an Hafermilch die dort verwendet werden und aufgrund des Interesses, dem wir begegnet sind.

Wie funktioniert The Oater? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Im Kern besteht unser Produkt aus zwei Elementen: einer Hafermilch Maschine und einem Subscription Model von Zutatenpacks für die Milchherstellung in der Maschine. Unsere B2B Partner bekommen die Maschine geliehen und erhalten eine automatisierte und personalisierte Lieferung von Zutatenpacks für die sie einen ökonomischen Literpreis zahlen. 

Für unsere B2B Partner bedeutet das ein niedriges Adoptionsrisiko, weniger Verpackungsmüll, ein nachhaltiges Image und die Chance Kunden ein einzigartiges Erlebnis anzubieten. Für The Oater bedeutet dieses Model konstante Revenuestreams, einen großen Umwelt Impact, engen Kontakt zu unseren Partnern und die Möglichkeit zusammen die Maschine weiterzuentwickeln. Und für den Endkonsumenten schafft The Oater ein besonderes Konsumerlebnis, dass von Frische, Nachhaltigkeit und Neuheit geprägt ist.

Im Vergleich zu anderen Anbietern von Hafermilch Maschinen sind wir die einzigen, die eine Fermentation des Hafers im Prozess vorsehen, die der Hafermilch ohne Zusatz von Zucker oder Süßungsmitteln eine natürliche Süße verleiht. Zudem sind wir die einzigen Anbieter, die Hafermilch weiter als die Hardware denken und durch unser Subscription Model der Zutatenpacks und dem kostenfreien Verleih der Maschine, ein Hafermilch Ökosystem schaffen.

Was uns von traditioneller Hafermilch im Tetrapak unterscheidet? Die Frische, die Verpackungsmenge, die Transportwege, die Regionalität des Hafers, das Erlebnis und vieles mehr! Im Grunde genommen alles außer dem Geschmack und der Schäumbarkeit, die mit den beliebtesten Hafermilch-Marken mithalten können.

The Oater, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren werden wir den Hafermilch Markt in der DACH Region, so wie in weiteren Europäischen Ländern revolutioniert haben. Unsere Hafermilch findet sich in Cafés und Supermärkten des Vertrauens, kann aber auch online über einen Q-Commerce Lieferservice direkt nach Hause bestellt werden. Unsere Maschine für den Heimgebrauch steht in den Startlöchern und ist bereits sehnlich von Konsumenten erwartet, denn unsere Marke und unsere Hafermilch ist bei Konsumenten bekannt und beliebt. Hafermilch im Tetrapak? Längst ein Trend der Vergangenheit. Die Gegenwart und die Zukunft gehören der frischen, lokal-produzierten Hafermilch!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Tipp 1: Sucht Euch ein diverses Gründerteam! Verschiedene Kompetenzen aber auch Perspektiven sind unglaublich wichtig im Gründungsprozess und darüber hinaus. Ein Startup ist vielfältig in seinen Aufgaben und Herausforderungen, da braucht es verschiedene Köpfe um diese zu lösen.

Tipp 2: Dran bleiben! So simpel das auch klingen mag, ein Startup zu gründen ist eine Achterbahn mit vielen Höhen und Tiefen. Wichtig ist Beharrlichkeit, Durchhaltevermögen und Konsistenz. Und das Feiern von Erfolgen, wenn sie eintreten!

Tipp 3: Ein gutes Netzwerk ist Gold wert! Nutzt Startup Hubs, Events, bestehende Kontakte und Social Media Plattformen wie LinkedIn. Wir haben durch unser Netzwerk bereits so viele Chancen bekommen, unter anderem den Kontakt zu unserem ersten Investor und Prototypenherstellern.

Bonus Tipp: Brenne für Deine Idee! Wir glauben fest an unsere Vision und geben alles um diese umzusetzen. Leidenschaft und Spaß sind nicht nur immens wichtig um sich den Herausforderungen der Gründung zu stellen, sondern sind auch ansteckend! Wenn Du Leidenschaft für deine Vision zeigst, zeigen das andere auch.

Wir bedanken uns bei Suely Grimm Clees für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Der erste Schritt zu einer erfolgreichen Gründung beginnt in der Ideenfindung

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COR-OMA Desinfektion Handgel Aloe Vera Gel

COR-OMA Desinfektion Handgel enthält zusätzlich pures Aloe Vera Gel, welches der Haut Feuchtigkeit spendet sie pflegt und schützt

Stellen Sie sich und das Startup COR-OMA doch kurz unseren Lesern vor!

COR-OMA ist Marke und Familienunternehmen zugleich, und wurde von meiner Frau Judith Pontow, Oma Ingrid und mir Markus Pontow im Jahr 2021 gegründet.
Während der Pandemie haben wir aus der Not heraus und mit Oma’s Hilfe (Chemielaborantin) selbst Desinfektionsmittel hergestellt. Wir vermarkten aufgrund des großen Interesses, insbesondere an den Düften die wir für unser Desinfektion Handgel verwenden, online und stationär. Bei der Herstellung verzichten wir auf Ethanol-Zusatzstoffe (sog. Vergällungsmittel) und verwenden naturbasierte Inhaltsstoffe (Aloe Vera, ätherische Öle), wenn möglich von regionalen Lieferanten.

Was bedeutet der Name „COR-OMA“ eigentlich?

Das Wort „Cor“ stammt aus dem lateinischen und bedeutet ins Deutsche übersetzt „Herz“. Unser Produktname meint also „Oma mit Herz“ und ist unserer Oma, der Erschafferin von „COR-OMA“ gewidmet

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Unser Produkt ist aus der Not heraus entstanden während der aktuellen Corona Pandemie. Natürlich haben wir alles Erdenkliche unternommen, um uns, unsere Freunde, Arbeitskollegen sowie alle anderen Mitmenschen vor einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2 Virus zu schützen. So stand neben dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit, auch das empfohlene regelmäßige Händewaschen mit Seife und Wasser an der Tagesordnung.

Für unterwegs hatten wir immer ein Fläschchen Hand-Desinfektionsmitteln in der Tasche.

Irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem in den Regalen der gängigen Desinfektionsprodukte eine gähnende Leere herrschte. Was nun? Als wir unserer Oma unser Leid am Telefon klagten, wusste diese wie immer sofort Rat. „Seid nicht besorgt, ich stelle uns unser eigenes Hand-Desinfektionsmittel her!“ Gesagt, getan. Man muss dazu sagen, dass Oma in ihrem Vor-Oma-Leben Chemielaborantin war und daher bestens weiß, welche Inhaltsstoffe in welchen Mengen und Konzentrationen wie angereichert und hergestellt werden.

Zusätzlich war es ihr ein Anliegen, den von uns allen beklagten, typischen sterilen Desinfektionsmittel- Geruch und das Austrocknen der Hände anzugehen. So besorgte sie die Zutaten, analysierte, recherchierte und experimentierte so lange in Heimarbeit, bis das für sie perfekte Hand-Desinfektionsgel geschaffen war. Sie übergab uns stolz eine kleine, braune Apothekerflasche mit einem Pipettenverschluß zum Testen. Auf dem weißen Klebeetikett stand mit schwarzen Großbuchstaben „COR-OMA“ geschrieben. So wurde „COR-OMA“ zu unserem täglichen Begleiter.

Wir sind absolut überzeugt von Omas entwickeltem Desinfektion Handgel und möchten nun damit gerne unseren Teil zu einer besseren Handhygiene beitragen; natürlich nicht nur während der aktuell anhaltenden Pandemie, sondern weit darüber hinaus.

Welche Vision steckt hinter COR-OMA?

Bei unserem COR-OMA Hand-Desinfektionsmittel (Hergestellt in Deutschland) , setzten wir ausschließlich auf hochwertige, naturreine Inhaltsstoffe zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt. Unser Desinfektions-Handgel soll für jeden täglicher Begleiter werden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Von der Idee bis zur Umsetzung hat es fast ein ganzes Jahr gedauert, bis das Produkt erfolgreich behördlich zugelassen, getestet und angemeldet worden war, dabei wurde alles ausschließlich privat finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von COR-OMA?

Frauen im Alter 30 – 65 Jahren mit Familie, die Wert auf Gesundheit und Qualität und Nachhaltigkeit legen

Was ist das Besondere an den Produkten?

COR-OMA ist ein angenehm duftendes, feuchtigkeitsspendendes, schnell einziehendes und nicht klebendes Premium Desinfektionsmittel, welches ohne die Verwendung von Wasser und Seife auskommt. Optimale Größe für Zuhause und unterwegs. COR-OMA Desinfektion Handgel ermöglicht mit einem hohen Alkoholgehalt von 69% Vol. einen hochwirksamen Schutz gegen Viren, Bakterien und Pilze und wirkt zudem hautschonend durch die Verwendung von unvergälltem Ethylalkohol (Naturalkohol).

COR-OMA Desinfektion Handgel enthält zusätzlich pures Aloe Vera Gel, welches der Haut Feuchtigkeit spendet sie pflegt und schützt. Die enthaltenen 100% naturreinen, ätherischen Ölen sorgen für ein sensationelles Duftaroma. Bei unserem COR-OMA Hand-Desinfektionsmittel (Hergestellt in Deutschland) , setzten wir ausschließlich auf hochwertige, naturreine Inhaltsstoffe zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt.

Wo liegen die Vorteile?

Wir verwenden für die Herstellung unser Produkte ausschließlich unvergällten Ethanol, welches wesentlich Hautverträglicher ist als der handelsübliche eingesetzte vergällte Ethanol (1%MEK ). Zusätzlich verbreitet „COR-OMA“ einen angenehmen Duft und wirkt pflegend und feuchtigkeitsspendend für die Hände durch die Zugabe von 100% purem Aloe Vera Gel. Somit ist endlich Schluss mit dem sterilen Desinfektionsmittel-Geruch und ausgetrockneten Händen!

COR-OMA“ Desinfektion-Handgel bietet:

einen hochwirksamen 3-fach-Schutz gegen Viren, Bakterien und Pilze, entsprechend der Empfehlung der WHO.

eine desinfizierende Wirkung durch die Verwendung von 69%igem unvergällten Ethylalkohol aus landwirtschaftlichem Ursprung.

ein angenehmes Duftaroma durch die Beigabe von 100% naturreinen ätherischen Ölen.

eine Pflegende Wirkung für die Hände durch die Zugabe von 100 % purem Aloe Vera Gel.

kein Kleben an den Händen.

eine Anwendung ohne Wasser und Seife.

mit einer Verpackungseinheit von 100 ml die optimale Größe für unterwegs.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Es gibt mittlerweile unzählige Hand-Desinfektionsmitteln auf dem Markt zu erwerben. Gerade in den letzten zwei Jahren, als Desinfektionsmittel zur Mangelware wurde, ist die Anbieterzahl stark angestiegen. Allerdings unterscheidet sich unser COR-OMA Desinfektion-Handgel maßgeblich von den meisten Mitbewerber-Produkten.COR-OMA wird nämlich mit unvergällten Alkohol hergestellt und verströmt eben nicht den typisch beißenden Desinfektionsmittelgeruch. 

Ebensowenig trocknet es bei regelmäßiger Anwendung die Hände aus. Normalerweise enthalten Desinfektionsmittel Isopropanol-Alkohol (2-Propanol) oder vergällten Alkohol (Alcohol denat). Isopropanol-Alkohol wird in einem chemischen Syntheseverfahren gewonnen. Vergällter Alkohol entsteht, wenn Ethylalkohol (Trinkalkohol) mit einem Ethanol-Zusatzstoff wie z.B. Methylethylketon ungenießbar gemacht wird. Viele dieser zur Vergällung eingesetzten Mittel oder die chemisch hergestellten Substanzen, schaden der Haut und können Auslöser von Allergien sein. Auch können sie Reizungen wie trockene, juckende und rissige Haut hervorrufen oder zu Ekzembildungen führen. 

Darüber hinaus kann vergällter Alkohol die Hautbarriere schädigen und so das Auftreten von Entzündungen, Infektionen und Hauterkrankungen, wie beispielsweise Neurodermitis, begünstigen. Weil uns die Gesundheit und das Wohl der Menschheit am Herzen liegt, verzichten wir auf den Einsatz von Ethanol-Zusatzstoffen und verwenden zur Herstellung unserer Produkte, wie bereits weiter oben schon erwähnt, ausschließlich unvergällten Ethylalkohol aus landwirtschaftlichem Ursprung.

Da Nachhaltigkeit und Umweltschutz für uns nicht bloß ein aktueller Trend sind, sondern eine große Herzensangelegenheit, geben wir als COR-OMA tagtäglich unser bestmögliches, um zur Erhaltung von Rohstoffem, der Reduzierung von Müll und dem Klimaschutz beizutragen.

Wir glauben an eine nachhaltige Zukunft und arbeiten jeden Tag sukzessive daran uns zu verbessern, um unseren Planeten Erde als lebenswerten Ort erhalten zu können. So setzen wir beispielsweise bei der Herstellung unseres Desinfektion Handgels, ausschließlich auf die Verwendung von biologisch angebauten Rohstoffen. Ebenso verzichten wir auf unnötige Umverpackungen und füllen unser Hand-Desinfektionsmittel in rPET-Flaschen (=recyceltes PET) ab, anstelle in die oftmals typisch genutzten PET-Flaschen. (PET= Polyethylenterephthalat). So bietet COR-OMA durch die Verwendung von natürlichen Inhaltsstoffen, eine angenehm duftende, pflegende und hautschonende Alternative zu anderen Hand-Desinfektionsmitteln.

COR-OMA, wo geht der Weg hin?

Ziel ist es, in naher Zukunft mit unsren pflegenden und duftenden Handgel im stationären Handel ( wie z.B. LEH, Apotheken ) und im Bereich E-Commerce ( COR-OMA Online-Shop www.cor-oma.de / Amazon / Ebay usw.) zu wachsen und zu expandieren, und die Unternehmensgründung in einer GmbH.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir von COR-OMA interessieren uns leidenschaftlich für die Weiterentwicklung im Bereich der Körperhygiene. Wir sind daran interessiert, unsere eigenen Fähigkeiten und die Prozesse im Startup ständig zu verbessern. Hoher Qualitätsanspruch ist uns sehr wichtig. In den nächsten Jahren möchten wir einen eigenen Beitrag zur Entwicklung von Körperhygieneartikeln/ Desinfektionsmittel geleistet haben, und setzten deshalb auch in Zukunft auf hochwertige, naturreine Inhaltsstoffe zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Der Grundstein erfolgreicher Start-ups ist eine innovative Geschäftsidee die gleichzeitig ein Problem lösen kann, und hinter der ein Bedarf steht. Der erste Schritt zu einer erfolgreichen Gründung beginnt also in der Ideenfindung. Dann ist das Team bei der Gründung eines Start-ups enorm wichtig.

Netzwerk aufbauen und Bekanntheitsgrad steigern. Branchenkenntnisse sind wichtig, und sollten ständig erweitern und ausgebaut werden.

Wir bedanken uns bei Markus Pontow für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: COR-OMA

Kontakt:

COR-OMA
Im Niederfeld 11
47259 Duisburg

www.cor-oma.de
info@cor-oma.de

Ansprechpartner: Markus Pontow

Social Media:
Facebook
Instagram

Ego und Befindlichkeiten immer hinten anstellen! 

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Lucas Bechtle im Interview über den Startup Inkubator DF Growth Partners, der hauptsächlich Start-ups aus dem HR-Tech-Sektor fördert

Lucas Bechtle im Interview über den Inkubator DF Growth Partners, der Start-ups aus dem HR-Tech-Sektor fördert

Stellen Sie sich doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Lucas Bechtle, Geschäftsführer von Digital Future aus München. Von der Ausbildung her bin ich studierter Rechtswissenschaftler und BWLer mit Schwerpunkt Internationales Management und Marketing Management. Nach Stationen bei einem bekannten Inkubator und bei unterschiedlichen Headhuntern und Personalberatungen habe ich im Jahr 2016 zusammen mit Nikolas Hoche die Executive Search Boutique Digital Future gegründet. Wir haben uns darauf  spezialisiert, digitale Führungskräfte auf Top-Management-Ebene zu vermitteln. Denn uns war früh klar, dass die digitale Transformation zwar von allen Unternehmen gewollt wird, dass aber zu oft das Know-how fehlt, die nötigen Kompetenzen zukunftsweisend einschätzen zu können.

Stellen Sie uns und unseren Lesern den Inkubator DF Growth Partners kurz vor!

Zusätzlich zu unserer Executive Search Tätigkeit haben wir Anfang des Jahres den Inkubator DF Growth Partners gegründet, um hauptsächlich Start-ups aus dem HR-Tech-Sektor zu fördern. Grundsätzlich sind wir aber allen Tech-Start-ups gegenüber aufgeschlossen. DF Growth Partners will Start-ups von der Seed- bis zur Serie-A-Finanzierung mit einem Investmentbedarf von bis zu 1 Million Euro unterstützen. Wir sehen uns dabei als unabhängigen Partner der Start-ups und verfolgen keine institutionellen Investorenziele.

Neben der finanziellen Starthilfe unterstützen wir Portfolio-Unternehmen aktiv bei der Besetzung von C-Level und Schlüsselpositionen und ermöglichen Zugang zu einem aktiven und breiten Feld an Gründerinnen und Gründern sowie High-level-Executives, die die Herausforderungen der einzelnen Wachstumsphasen bestens kennen. Wir als Personen sehen uns mittlerweile für die Start-ups auch als Mentoren – wir begleiten unsere Start-ups gerne durch alle Phasen und helfen dabei, dass sie die bestmöglichen Startvoraussetzungen haben. 

Wie können sich Start-ups bewerben? 

Der Bewerbungsprozess ist ganz klassisch strukturiert. Interessierte Start-ups können sich ganz einfach mit ihrem Pitch-Deck über unsere Webseite bewerben. Wir screenen de Unterlagen intern und treffen eine erste Auswahl. Dann kommt der wichtigste Teil: Das direkte Gespräch mit den Gründerinnen und Gründern. Denn so können wir mit den richtigen Fragen herausfinden, ob wir uns engagieren möchten, wie wir am am besten helfen können und was die nächsten Schritte sind. 

Was unterscheidet Sie von anderen Inkubatoren?

Unser Leistungspaket fokussiert sich voll und ganz auf die Themen People und  Wachstum – das unterscheidet uns aus unserer Sicht am meisten von anderen Inkubatoren. Schlussendlich sind es immer die Menschen, die die Ideen haben und die Teams, die sie umsetzen. Wachstum beinhaltet sowohl das personelle Wachstum und die Skalierung des Geschäftsmodells sowie die persönliche Weiterentwicklung der Gründer:innen und dem Leadership-Team.

Wir helfen beispielsweise von Beginn an bei der Implementierung von Diversity-Strategien, um langfristig ausgeglichene Teams zu schaffen. Diversity im Führungsteam ist essenziell, um nachhaltig erfolgreiche Start-ups aufzubauen. Leider ist der Status Quo auch im Start-up-Umfeld noch immer nicht zufriedenstellend. Ein weiterer USP von uns: Wir geben Support beim Aufbau von Beirats- und Mentorengremien und stellen Kontakt zu Vorständen und Aufsichtsräten von namhaften DAX-Konzernen sowie zu erfolgreichen Multi-Millionen Gründern her. Sie kennen das Business, geben wertvolle Insights und nehmen ihre Aufgabe als Ratgeber ernst.

Gibt es den richtigen Zeitpunkt, um ein Start-up zu gründen?

Den richtigen Zeitpunkt gibt es wohl nicht, denn es bleibt immer ein Risiko. Es gibt einfach zu viele Parameter, die den richtigen Zeitpunkt ausmachen. Bei der Gründung eines Unternehmens ist die Geschäftsidee der Schlüssel zum Erfolg und noch viel wichtiger als der Zeitpunkt ist allerdings: Hat man die richtigen Partner, die einen ergänzen, unterstützen und fördern? Löst das Produkt ein wirkliches Problem? Und gibt es für das Produkt einen Markt, der groß genug ist, um ein wirkliches Geschäft hochzuziehen.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von Lucas Bechtle  aus?

Morgens lese ich als erstes die Nachrichten, um aktuelle Trends im Markt zu verstehen und einzuordnen.  Vormittags stehen dann meisten Gespräche/Interviews mit Vorständen, anderen Investoren, sowie spannenden Kandidaten auf der Agenda. Nach dem Mittagessen tausche ich mich mit den Teams aus und habe Mitarbeitergespräche. Am Abend steht dann die Sichtung von Pitch-Decks an und ich beantworte jede Menge E-Mails. 

Wie sehen Sie die deutsche Start-up Szene?

Ich nehme die deutsche Start-up Szene als stark aufblühend und mit sehr viel Potenzial wahr. Gefühlt  schießen immer mehr Einhörner aus dem Boden – mit richtig guten Ideen. Durch die starke deutsche Industrie, gibt es hier nicht nur viele Investorengelder sondern auch extrem spannende Konzerne und Mittelständler für potenzielle Wachstumspartnerschaften. Die Rahmenbedingungen sind also ideal, schaut man einmal aus der Hubschrauberperspektive auf das Land.

Welches sind die größten Fehler junger Gründer?

Meist machen Gründerinnen und  Gründer strategische Fehler: Die Idee ist gut, die Umsetzung auch, doch oft sind sie zu produktverliebt und schenken dem Marketing zu wenig Beachtung. Darin liegt eine Gefahr, denn Investoren und Talente schauen erst einmal auf die Homepage, die Profile und das Medienecho. Wer hier zu stark auf das Produkt schaut, fällt bei Marketing, insbesondere bei der Kommunikation ab. Die Kommunikation ist der Weg, der schlussendlich die wichtigen nächsten Türen öffnet, sei es durch das Einwerben von Geldern, dem Eingehen von Kooperationen oder dem Einstellen von Talents und Profis. Zweites halten sie zu lange an der CEO/CFO-Rollen fest. Sie scheuen sich, diese Rollen an erfahrene Manager abgeben. Das bindet wertvolle Zeit, die die Gründerinnen und Gründer viel besser, sinnvoller und strategischer nutzen können – im Sinne der nächsten Produktentwicklungsschritte, des Designs, der Services oder der Sortimentsbreite und -tiefe. 

Welche drei Tipps haben Sie für Gründer?

Meine drei Tipps für Gründerinnen und Gründer lauten: 

1. Versuche, von Anfang an saubere Prozesse zu installieren – hol Dir dazu Rat bei Mentoren und Experten. 

2. Augen auf bei der Wahl des Gründungspartners – hierbei ist besonders wichtig: Ego und Befindlichkeiten immer hinten anstellen! 

3. Nicht zu produktverliebt sein und früh genug erfahrene Expertise und Know-how ins Boot holen – das zahlt sich langfristig aus.

Wir bedanken uns bei Lucas Bechtle für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Kompetenzen im Team verteilen

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CoA Academy Führungskräfte Ziele Leichtigkeit

CoA Academy unterstützt Führungskräfte ihre Ziele mit mehr Leichtigkeit zu erreichen

Stellen Sie sich und das Startup CoA Academy doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Leonie Schulze Bölling, CEO der CoA Academy. Wir unterstützen Führungskräfte in schnell wachsenden Firmen dabei, ihre Ziele mit mehr Leichtigkeit zu erreichen. Wir nennen es das Prinzip der “entspannten Produktivität”. In unserem Remote Leadership Programm bieten wir eine Plattform zum gemeinsamen voneinander Lernen. Erfolgreiche Business Leader teilen ihre Erfahrungen und ihre eigene pragmatische, geheime Toolbox. Gemeinsam diskutieren unsere Teilnehmer unter Gleichgesinnten ihre täglichen Herausforderungen und finden zusammen Lösungen. So entwickeln sie sich in ihrer Leadership-Persönlichkeit weiter, verändern ihr Verhalten im Alltag und wachsen über sich hinaus.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Meine beiden Mitgründer Michael Portz und Christian Kohlhof hatten im Rahmen der Pandemie all ihr Wissen und Nicht-Wissen ihrer letzten 20 Jahre Führungserfahrung zusammengetragen und in ein Programmkonzept gegossen. Dies kam schon beim allerersten Launch total gut in unserer Zielgruppe an. Es war ein erfolgreicher Proof of Concept. Daher haben wir zu Dritt beschlossen, es als Basis zu nehmen und ein erfolgreiches Unternehmen daraus zu machen, um Führungskräften auf der ganzen Welt zu helfen, einfacher erfolgreich zu sein. Uns drei verbindet ein gemeinsamer Purpose, die Arbeitswelt zu einer besseren zu machen. Wir haben schon vorher zusammengearbeitet und auch gesehen, dass wir ein gleiches Mindset und eine gleiche Wertebasis haben. Es gab einfach keinen Grund, es nicht zu tun.

Was war bei der Gründung von CoA Academy die größte Herausforderung?

Die größte Challenge waren der Zeitpunkt und die Organisation der Gründung: Wir sind eine 100% Remote Company, die mitten in einer globalen Pandemie entstanden ist. Meine beiden Mitgründer und ich haben uns zu Beginn der Krise nur virtuell kennengelernt. Wir waren von unserer gemeinsamen Vision überzeugt und wollten loslegen. Allerdings leben wir in drei verschiedenen Städten und mussten also den gesamten Papierkram asynchron erledigen. Jeder von uns ist zu einem anderen Notar gegangen. Die Verträge wurden zig mal durch die Republik geschickt. Am Ende hat zum Glück alles funktioniert. Unser erstes Treffen in persona hat erst stattgefunden, als schon alles unter Dach und Fach war. Zum Glück hat uns das erste Treffen nur noch mehr bestärkt, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen wollen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Na klar. Wenn nicht, würde nie jemand mit einer Idee starten, oder? Wann ist schon alles perfekt? Ich komme aus der agilen Innovationsentwicklung. Je früher ich echtes Kundenfeedback erhalte, desto bedürfnisgerechter kann ich das Produkt weiterentwickeln. Schnell ins Tun zu kommen, ist aus meiner Sicht der Erfolgsgarant für gute Ideen, Produkte und Services.

Welche Vision steckt hinter CoA Academy?

In den nächsten 3 Jahren wollen wir die #1 Marke für Leadership Development bei multinationalen Startups werden, also Wachstumsfirmen, die Mitarbeiter in verschiedenen Ländern haben. Es ist unser Purpose, Führungskräften auf der ganzen Welt zu helfen, mit mehr Leichtigkeit erfolgreich zu sein. Wenn wir dies schaffen, wird unsere Arbeitswelt zu einer sehr viel besseren. So wollen wir dafür sorgen, dass die vielen grandiosen Visionen von innovativen Firmen, die ebenfalls einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten, auch tatsächlich Erfolg haben. Wir wollen verhindern, dass sie, wie leider oft, am Thema Führung scheitern. Viele gravierenden Fehler im Management können früher verhindert werden. Gründerinnen, Führungskräfte und deren Teams sparen durch unser Programm sehr viel Zeit, Energie und Geld.

Wer ist die Zielgruppe von CoA Academy?

Grundsätzlich richten wir uns an alle Führungskräfte dieser Welt, die als wahre Leader agieren wollen, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Einen besonderen Mehrwert leisten wir zudem für multinationale Startups und Wachstumsfirmen. Also Firmen, die sehr hohe Ziele haben, wo Teamaufbau ein entscheidender Erfolgsfaktor ist und deren Mitarbeiter an verschiedenen Orten dieser Welt leben. Bei diesen Unternehmen passt das Mindset sehr gut zu unserem: Austausch auf Augenhöhe und Offenheit für andere Perspektiven. Unser Programm ist mehrsprachig verfügbar. Unsere Coaches bedienen aktuell 5 verschiedene Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Russisch.

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet euch von anderen Anbietern?

Ich würde sagen, es ist unsere Art. Unsere Art und Weise, wie wir Inhalte vermitteln, wie wir mit unseren Teilnehmerinnen interagieren und die Art, wie wir sind. Die Atmosphäre in unserer Community und unseren Sessions ist sehr entspannt, vertraulich und familiär. Wir alle – unabhängig von Alter, Herkunft, Erfahrung – agieren immer auf Augenhöhe und tauschen sehr persönliche Erfahrungen miteinander aus. Unsere Art ist manchmal etwas unkonventionell, wir nehmen uns nicht immer so ernst.

Gleichzeitig ist uns Professionalität sehr wichtig. Das spiegelt sich alles auch in der technologischen Basis unseres Programms wieder. Die verschiedenen Lernformate sorgen dafür, dass unsere Mitglieder nicht nur Input vermittelt bekommen, sondern sie in ihrem Alltag wirklich etwas verändern. Sie verändern sich und ihren Führungsstil. Das ist uns wichtig und macht für die Menschen und Firmen den Unterschied. Daher ist unser Programm bewusst nicht als Inhouse-Training konzipiert, wie es viele andere anbieten. Für uns ist der Austausch mit Menschen aus anderen Firmen und der Blick über den Tellerrand entscheidend.

CoA Academy, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wenn alles richtig, richtig gut läuft, haben wir in fünf Jahren unsere Vision erreicht. Es werden bis dahin definitiv weitere Lerninhalte und Formate entstehen. Noch stärker softwarebasiert und mit einer außergewöhnlichen Lernerfahrung verknüpft. Wenn ich mir anschaue, welche Innovationen sich in der gesamten EdTech Branche entwickeln, bin ich sicher, wird uns das Lebenslange Lernen und über uns Hinauswachsen zunehmend leichter gemacht. Das werden auch wir für unsere Kunden erreichen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Erstens: Einfach machen. Wenn du schon drüber nachdenkst, ist der richtige Zeitpunkt.

Zweitens: Austausch mit anderen suchen. Und gleichzeitig auf sich selbst vertrauen. Hole dir Input von anderen und stehe zu deinen eigenen Entscheidungen.

Drittens: Kompetenzen im Team verteilen. Wir alle wirken dann am besten, wenn wir das tun, was wir gerne tun und gut können. Es gibt für nahezu jede notwendige Aufgabe jemanden, der sie gerne übernimmt. So wird die Aufgabe von demjenigen erledigt, die sie auch am besten kann und der Erfolg ist vorprogrammiert.

Wir bedanken uns bei Leonie Schulze Bölling für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: CoA Academy

Kontakt:

CoA Academy GmbH
Leonie Schulze Bölling
Sudermanplatz 1
D-50670

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Lieber natürlich wachsen als versuchen, alles zu kontrollieren

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Urban Hochbeet macht Heimgärtnern mit Komplettpaketen

Urban Hochbeet macht Heimgärtnern mit Komplettpaketen einfach

Stellen Sie sich und das Startup Urban Hochbeet doch kurz unseren Lesern vor!

Christian und ich, zwei Freiburger Studenten, konnten einfach keine grauen Balkone mit vertrockneten Basilikumpflanzen mehr sehen. Wir fragten uns, warum sich gerade in unser heutigen Zeit wenige mit dem Eigenanbau beschäftigen. Gerade jetzt, wo eine vegane und nachhaltige Ernährung wichtiger denn je ist. Da wir passenderweise Nachbarn sind, konnten wir schon seit längerer Zeit auf Chris’ Stadtbalkon anbauen und hatten eine Menge Spaß und eine noch größere Ernte. 

Urban Hochbeet soll diese nachhaltige Freude einfach und unkompliziert allen Interessierten ermöglichen, insbesondere denjenigen mit begrenztem Platz, zwei braunen Daumen oder anderen Sorgen. Dies erreichen wir mit unserem Kernkonzept, dem Komplettpaket. In diesem ist alles enthalten, was die Kundin für den Start in die Heimgärtnerei braucht. Ein Hochbeet, ein erwachsenes Pflanzenset nach Wahl, angepasste Erdsorten, Dünger und eine Pflegeanleitung. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Da wir keine andere Lösung auf dem Markt fanden, welche den Einstieg in die Heimgärtnerei wirklich einfach macht, entschieden wir uns, es selbst in die Hand zu nehmen. Vor der Gründung fragten wir in unserem Freundes- und Bekanntenkreis nach den größten Sorgen und Hürden, die einem städtischen Balkongarten im Weg stehen. Dabei erhielten wir Antworten wie den “braunen” Daumen, fehlende Expertise, oder einfach die Zeit, um zum Baumarkt zu fahren. All diesen Problemen wollen wir mit der Gründung von Urban Hochbeet begegnen. 

Welche Vision steckt hinter Urban Hochbeet?

Da wir alle Probleme des eigenen kleinen Stadtgartens aus dem Weg räumen möchten, lautet unsere Vision knapp und simpel: Wir machen Heimgärtnern einfach. Mit Urban Hochbeet wollen wir den Bewohnern der Stadt es selbst ermöglichen, ihre Stadt zur “Green City” zu verändern. Der Start in die Heimgärtnerei bringt nämlich nicht nur ein eigenes Ernteerlebnis, sondern setzt auch einen ersten Schritt in Richtung der modernen Stadt. Das Stadtklima wird durch mehr Pflanzen verbessert, die Bienen freuen sich über mehr Blüten, und die Nachbarn erfreuen sich beim Anblick der grünen Balkonreihen.

Von der Idee bis zum Start: was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Unser anfänglich größtes Problem war das Produkt als solches. Es ist schließlich nicht allzu einfach, einen perfekten Minigarten im Paket zu entwerfen. Gewichtsprobleme, Platzprobleme und auch einige biologische Faktoren standen im Weg. In Kooperation mit unserer Partnergärtnerei konnten wir diese aber lösen. 

Beim Marketing bleibt die zielgruppenspezifische Ansprache ein Problem. Da wir Kunden von jung bis alt haben, fällt es uns manchmal schwer, der Marke treu zu bleiben und gleichzeitig die eher älteren Kundinnen passend anzusprechen. 

Auch die starke Saisonalität unseres Geschäfts ist von Natur aus gegeben. Mit dem Winter gehen manche Pflanzen ein und andere wachsen langsamer. Nichtsdestotrotz haben wir auch spezielle Wintersets für das Heimgärtnern in der grauen Jahreszeit konzipiert, sodass man für ein eigenes Hochbeet nicht zwangsläufig den Frühling abwarten muss.

Finanziert haben wir uns zu 100% aus privaten Ersparnissen. Da wir vor jeder Saison aber einen größeren Einkauf tätigen müssen, steht diese Finanzierungsform einer schnellen Skalierung im Weg. Da müssen wir nach der Saison 2022 einen anderen Weg finden.

Wer ist die Zielgruppe von Urban Hochbeet?

Unsere Zielgruppe sind in erster Linie all diejenigen, die in urbanen Ballungsräumen leben und sich trotzdem für Natur und Pflanzen interessieren. Unsere Kunden kommen daher meistens aus den Großstädten. Außerdem haben wir beobachtet, dass insbesondere jüngere Frauen bei uns bestellen. Sie legen einen großen Wert auf einen gesunden Lebensstil legen und fokussieren sich auf eine möglichst nachhaltige und lokale Ernährung. Überraschenderweise findet unser Produkt auch großen Anklang bei Frauen mittleren Alters, welche sich hauptsächlich wegen der Bequemlichkeit für unser Produkt entscheiden. 

Wie funktioniert Urban Hochbeet? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Konzept in dieser Form ist in Deutschland tatsächlich einzigartig. Ein Komplettpaket, in dem ein ganzer Minigarten steckt, gibt es höchstens in Form von Growboxen. Diese werfen lediglich mal ein paar Kräuter oder Tomätchen ab. Mit unseren Balkonhochbeeten kann jedoch richtiges Gemüse wie Gurken, Zucchini und Auberginen geerntet werden. Außerdem sehen wir uns als aktive Begleiter in der Gartenreise unserer Kundinnen. Deswegen bieten wir neben großzügigen Garantien auch einen schnellen Kundenservice vor und nach dem Kauf an.

Urban Hochbeet, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Hauptziel ist es das führende Unternehmen für alle Stadtgarteninteressierten und Neugierigen zu werden. Dafür wollen wir mit unserer Marke den Eigenanbau “entstauben” und lifestyle-tauglich machen. In den nächsten fünf Jahren wollen wir daran arbeiten, auch international zu verkaufen. Dafür hören wir uns bereits nach Partnergärtnereien im europäischen Ausland um. Außerdem wollen wir unser Geschäftsfeld auch um eine Sparte für das “Bürogärtnern” erweitern, also Nutzgärten mit Rundum-Service für innerstädtische Büros. Eine grüne Atmossphäre verschönert immerhin nicht nur die eigenen vier Wände, sondern auch das Arbeitsumfeld – wir beiden Gründer merken das jeden Tag aufs Neue.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Der wichtigste (und gleichzeitig einfachste) Tipp zuerst: anfangen! Eine Idee kann nur wachsen, wenn man sie in die Tat umsetzt. Vor Fehlern sollte man währenddessen keine Angst haben, sie passieren sowieso. Zweitens ist ein gutes Zeitmanagement ratsam. Vor allem wenn man nebenher noch arbeitet oder studiert (oder beides zusammen) ist es wichtig, seinen Tagesplan gut zu strukturieren. Da muss ab und an auch mal ein Wochenende für die Arbeit geopfert werden. Drittens muss man bei aller Arbeit aber auch gelassen bleiben, denn wenn man versucht, alles zu kontrollieren, geht der Spaß an der Sache schnell verloren. Wir sehen an unseren Pflanzen, wie die Natur ihren eigenen Willen hat und man sich oft nach ihr richten muss. Deshalb auch unser Tipp: lieber natürlich wachsen als versuchen, alles zu kontrollieren.

Wir bedanken uns bei Christian Allié und Leon Hensler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Urban Hochbeet

Kontakt

Urban Hochbeet GbR
Gerberau 8
79098 Freiburg im Breisgau

www.urbanhochbeet.de
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Ansprechpartner: Christian Allié

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Carevallo pferdefütterung 2 minuten 2 millionen

Isabel Atzinger Gründerin Carevallo, bedarfsgerechten Pferdefütterung, war in der PULS 4 Gründershow 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup Carevallo doch kurz vor!

Carevallo ist eine junge Marke, mit der wir es uns zum Ziel gesetzt haben, die Pferdefütterung für Reiter einfacher, die Pferde gesünder und die Umwelt nachhaltiger zu gestalten. Wir, das sind mein Partner Benjamin Knaus und ich, Isabel Atzinger. 

Mein Partner bringt das technische Know How mit, das wir vor allem in unserer eigenen Produktion benötigen und kümmert sich außerdem um dem Bereich der strategischen Finanzen. Da wir bei unserem Geschäftsmodell stark auf Digitalisierung setzen, leitet er zudem unsere IT-Projekte, die wir gemeinsam mit externen Partnern umsetzen. Den Bezug zu Pferden hatte Benjamin schon seit Kindesbeinen an. Seine Eltern sind beide begeisterte Reiter und haben Jahrzentelang eine eigene Reitschule geführt. So kam es, dass auch Benjamin das Reiten erlernt hat und auch wenn er heute lieber am Boden bleibt, die Liebe zum Pferd ist ihm geblieben. 

Ich selbst reite seit meinem 5. Lebensjahr, war über 25 Jahre Pferdebesitzerin, bin geprüfte Trainerin und Ernährungsberaterin für Pferde. Neben all meinem Fachwissen und Erfahrungen im Bereich der Pferdehaltung, habe ich außerdem ein Studium im Bereich Wirtschaft & Management abgeschlossen, sodass ich die nötigen Kenntnisse der Unternehmensführung mitbringe. Ursprünglich tätig im Tourismus, anschließend im Marketing war mir schnell klar, mein Herz schlägt für die Pferde und ihre Gesunderhaltung. Mit Carevallo konnte ich mich genau in diesem Bereich selbständig machen. 

Mit Carevallo sind wir der einzige Futtermittelhersteller am Markt der eine individuelle, bedarfsgerechte All-in-One Futterlösung für das Pferd bietet.

Wie genau unterscheiden wir uns von anderen Futtermittelherstellern? Bisher musste der Pferdebesitzer verschiedene Komponenten wählen um sein Pferd in Ergänzung zum Heu, Gras zu versorgen. Der Markt ist unüberschaubar groß und bietet eine Vielzahl an Müslis, Einzelfuttermitteln, Mineralfutter und etliche Ergänzungsfuttermittel. Das Problem daran ist, dass der durchschnittliche Pferdebesitzer kaum Fachwissen im Bereich der Pferdefütterung besitzt und die Versorgung dementsprechend in den meistn Fällen nicht optimal passt. Es gab bisher zwar die Möglichkeit einen Futterberater vor Ort zu beauftragen, allerdings war das Ergebnis für den Pferdebesitzer ein Ähnliches – er kennt zwar den Nährstoffbedarf seines Pferdes, nicht aber welche Produkte perfekt passen. Wenn er Produkte empfohlen bekommt, muss er dennoch täglich im stall die Ration mischen. 

Bei Carevallo erhält der Kunde zu Beginn eine ausführliche Futterberatung in Form eines Ernährungsplans, basierend auf einem digitalen Pferdeprofil, das er auf unserer Website ausfüllt. Die Leistungeserbringung erfolgt digital, sodass wir alle Pferdebesitzer ortsunabhängig unterstützen können. Im nächsten Schritt kann der Kunde die optimale Futtermischung für sein Pferd, die allen Bedürfnissen entspricht und den gesamten Nährstoffbedarf in Ergänzung zu Heu, Gras etc. deckt über uns beziehen. Das bedeutet, der Pferdebesitzre hat künftig nur noch einen Ansprechpartner in Sachen Fütterung und nur noch ein Futter. Das erleichtert die tägliche Fütterung, spart Zeit und Geld. Möglich wird das erst durch unsere Investitionen in eine eigene Software, Webshop etc. Unser Unternehmen ist also stark Tech-lastig, auch wenn wir ein produzierender Betrieb sind und jeden Futtersack in unserer eigenen Manufaktur in Tirol zubereiten. 

Neben unserem großen Anliegen, die Fütterung für den Pferdebesitzer zu vereinfachen und die Pferdegesundheit zu fördern ist die Nachhaltigkeit unser großes persönliches Anliegen. Wir achten sehr auf einen ressourcenschonenden Umgang, verwenden ausschließlich Papierverpackungen und haben mittlerweile sogar ein eigenes Aufforstungsprojekt im Stubaital gestartet. 

Wie ist die Idee zu Carevallo entstanden?

Bildquelle @photosarti.at

Die Idee zu Carevallo ist klassisch aus dem eigenen Bedarf heraus entstanden – meine Irish Tinker Stute Mandy hatte sich vor über 10 Jahren am ganzen Körper wund gescheuert. Zahlreiche Allergietests, Blutanalysen, Futterzusätze und Lotionen brachten keine Ergebnisse und kaum Erleichterung. Als Pferdebesitzerin war ich jedoch bestrebt, meiner Stute – einem Familienmitglied – langfristig Linderung zu verschaffen. Daher war ich stets darum bemüht, die Ursache für den Juckreiz zu finden, auch wenn es aussichtslos erschien. Nach Jahren der Verzweiflung, habe ich schließlich durch meine Recherchetätigkeiten im Bereich der Pferdefütterung, meiner Weiterbildung die Ursache für das Leiden meiner Stute gefunden. Die Nährstoffversorgung und damit die Gestaltung der täglichen Futterration war nicht optimal auf meine Stute abgestimmt. Nach einigen Versuchen, etlichen Stunden der Recherche nach passenden Futtermitteln am Markt konnte ich meiner Stute schlußendlich durch eine optimale Futterration helfen und ihr den Juckreiz nehmen. 

Die Zusammenstellung der täglichen Futterration war allerdings sehr aufwändig. Ich musste zig Futtermittel kaufen, täglich abwiegen und mischen. War ich mal nicht da, war es für meinen Partner eine Herausforderung, alle Komponenten richtig zu mischen, um unsere Stute optimal zu versorgen. Als nach einigen Jahren dann auch noch eine Futterkomponente vom Hersteller nicht mehr vertrieben wurde, begann die Recherche nach einer perfekten Ergänzung erneut. Nach unzähligen Stunden, ging ich schließlich zu meinem Partner und beklagte mich, „Warum gibt es nicht das eine perfekt passende Futter für mein Pferd?“. Und er meinte nur so „Dann machen wir es doch einfach selbst.“ Gesagt getan, begannen wir ab diesem Zeitpunkt am Aufbau eines Geschäftsmodells zu arbeiten, einen Proof of Concept zu starten etc.

So kam es dann 2018 zur Gründung unseres Unternehmens ThinkA GmbH und der Marke Carevallo. 

Welche Vision steckt hinter Carevallo?

Wir wollen mit Hilfe der Digitalisierung die Pferdefütterung auf ein neues Level heben und DER Ansprechpartner im Bereich der bedarfsgerechten Pferdefütterung werden. Damit können wir aktiv zur Gesunderhaltung der Pferde beitragen. 

Wer ist die Zielgruppe von Carevallo?

Unsere Zielgruppe sind Pferdebesitzer/innen zwischen 25 und 55 Jahren, die ihr Pferd als Familienmitglied und Partner sehen. Außerdem legen unsere Kunden sehr viel Wert auf höchste Qualität, sei es in Hinblick auf unsere Expertise im Bereich Pferdefütterung als auch in Hinblick auf die verwendeten Rohstoffe im Pferdefutter.  

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Als Gründer kennt man die Show aus dem TV und verfolgt sie auch immer wieder mit Spannung. Da liegt es Nahe, sich auch selbst dafür zu bewerben, wenn man offen für ein Investment ist und Unterstützung sucht. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Um uns optimal zu präsentieren und die Chance auf ein Investment zu erhöhen, haben wir viel Zeit in die Erstellung unseres Pitchtextes und die dazugehörige Produktpräsentation gesteckt. Wir haben an einem Pitchtraining teilgenommen und den Pitchtext in mehreren Bearbeitungsschlaufen immer weiter optimiert. Als der Text fixiert war gings natürlich ums auswändig lernen. Warum auswändig? Weil man in den 2 Minuten alle wichtigen USP’s unterbringen möchte und natürlich Ziel immer die Einhaltung der Zeit ist. Parallel dazu hatten wir ja passend zum Text auch im Studio gezeigt, wie bisherige Pferdefütterung aussieht und wie einfach es mit Carevallo ist. Das war in Hinblick auf die Zeit auch eine Herausforderung in der Vorbereitung. 

Neben dem Pitch an sich haben wir natürlich sämtliche Unternehmenskennzahlen aufbereitet, zusammengetragen und uns um die Deko im Studio gekümmert. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Wir haben uns wirklich sehr über die Teilnahme gefreut! Es motiviert uns als Team natürlich sehr, dass wir gemeinsam solche Schritte schaffen und erfolgreich meistern. Neben der Motivation bringt es auch eine Herausforderung mit sich, aber Herausforderungen dieser Art nehmen wir im Team immer mit viel Freude an. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Carevallo aufmerksam werden?

Wir haben in der medialen Aufmerksamkeit eine große Chance gesehen und haben auch mediale Aufmerksamkeit erhalten. Leider war es für uns sehr schade, dass die Sendung nicht in Deutschland ausgestrahlt wurde, weil wir in Deutschland bereits gut vertreten sind und zugleich noch sehr großes Potential haben. Außerdem ist Deutschland vielmehr Reiter-Nation als wir Österreicher es sind. Die mediale Aufmerksamkeit seitens pferdeorientierter Medien war leider sehr gering. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Da unser Unternehmen viel stärker im Tech-Bereich verankert ist, als man auf den ersten Blick meinen möchte, hatten wir Herrn Ohswald im Blick. Er hätte das nötige digitale Know How gehabt um uns im IT-Bereich unterstützen und fördern zu können. Herr Maderthanner wäre auch ein interessanter Partner gewesen, von dem wir uns Expertise im Bereich Sales & Marketing erhofft hatten – nachdem er in der Show aber offen gesagt hatte, dass er null Berührungspunkte mit Pferde bisher hatte, war eine Zusammenarbeit für uns dann doch nicht erstrebenswert. (Wir hatten ja von Herrn Maderthanner ein Angebot erhalten).

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Die Zugriffszahlen unserer Website sind während der Ausstrahlung natürlich extrem angestiegen. Nach der Sendung haben wir einen deutlichen Anstieg an Anfragen seitens potentieller Kunden, Medien und potentieller Kooperationspartner verzeichnet.

Carevallo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen nachhaltig wachsen und unser Unternehmen im DACH Raum bekannter machen, unseren Marktanteil erhöhen. Außerdem wollen wir weiterhin auf innovative Ideen und Digitalisierung setzen um unseren Innovationsvorsprung im Bereich der Pferdefütterung zu halten. In diesem Bereich wird es immer wieder Neuigkeiten von uns geben.

Unser Ziel ist es, DER Ansprechpartner für bedarfsgerechte Pferdefütterung in Europa zu sein. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Brenne für deine Idee und setze sie um, wenn du es aus vollem Herzen tust – dann wirst du erfolgreich sein

2. Umgib dich mit Personen, die auch den Unternehmer-Spirit in sich tragen, die Freude an Veränderungen haben. Das gibt dir Rückenwind! 

3. Such dir ein starkes Team – denn im Team ist vieles leichter, erfolgreicher und macht mehr Spaß!  

Titelbild:Bildquelle/Fotograf @Tobias Knaus

Wir bedanken uns bei Isabel Atzinger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Fressnapf Gruppe gründet neue Einheit fnx

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fnx

Die Fressnapf Gruppe, Europas führende Fachhandelskette für Heimtierbedarf forciert den Aufbau eines kanalübergreifenden Ökosystems für Tierhalter:innen von Dänemark bis nach Italien. Unter dem Namen „fnx“ (www.fnx.pet) wird nun auf diesem Weg ein neuer Bereich für das Dienstleistungsgeschäft um innovative Geschäftsmodelle und Services außerhalb des Kerngeschäfts aufgebaut. Hier kann es sich sowohl um eigene Angebote der Fressnapf Gruppe, als auch um mögliche Partnerschaften mit Startups handeln. Standort der stark wachsenden Einheit ist der Fressnapf Standort im Medienhafen in Düsseldorf. Ziel von fnx ist es, Tierfreund:innen in Europa Orientierung und Unterstützung bei allen Themen zu bieten, die sie mit Ihrem Haustier beschäftigen.

In dem neuen Bereich arbeiten Mitarbeitende mit Tech-, Innovations- und Startup-Hintergrund an bestehenden Lösungen wie dem digitalen Tierarzt „Dr. Fressnapf“, dem Fressnapf GPS-Tracker, der Fressnapf Trainings- Plattform aber auch physischen Angeboten wie dem Tierfriseur „Fressnapf Salon“ und den „Activet“ Tierarztpraxen. Zusätzlich arbeitet das Team auch an neuen Themen wie Tierversicherungen oder einer Wunschtierberatung bzw. -vermittlung. „In Zukunft wird die Fressnapf Gruppe ein integriertes Angebot für alle Tierfreund:innen anbieten – online wie offline, in Deutschland und Europa“, sagt Fressnapf Geschäftsführer Dr. Johannes Steegmann.

Die Leitung von fnx übernimmt Dr. Jens Pippig, der seit November 2021 Teil der Geschäftsleitung der Fressnapf Gruppe ist.

Zuvor war er unter anderem CEO von SevenVentures und dem ProSiebenSat.1 Accelerator und gilt innerhalb der Tech- und Startup-Branche als sehr gut vernetzt. Ziel ist es „ein anerkannter Partner in der Startup- Szene zu werden und Anlaufstelle für Kooperationen und Venture-Investitionen zu sein“, so Pippig.

Für die neue Einheit in Düsseldorf werden neue Mitarbeitende und Start-ups, die mit ihren Ideen – sei es physisch oder digital – das Leben von Heimtierhalter:innen einfacher, besser und glücklicher machen, stets gesucht.

Quelle Fressnapf Holding SE

Lernen, die Unsicherheit zur Komfortzone zu machen

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Anna Mahlodji Happy Plates 2 Minuten 2 Millionen rezeptplattform

Anna Mahlodji und Simon Jacko, die Gründer der Rezeptplattform Happy Plates, waren in der PULS 4 Gründershow 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup Happy Plates doch kurz vor!

Happy Plates ist eine Rezeptplattform, die es einfach macht, regelmäßig frisch zu kochen. Auf unserer Website finden Kochinteressierte zahlreiche Rezepte für jeden Geschmack und Ernährungsstil. Das Besondere ist, dass die User*innen die Rezeptzutaten mit wenigen Klicks direkt bei ihrem Lieblings-Supermarkt bestellen können – und zwar ohne Aufpreis, Zusatzkosten oder Abo. Derzeit arbeiten wir in Österreich mit Billa, Interspar und Gurkerl zusammen.

Wie ist die Idee zu Happy Plates entstanden?

Ich, Simon, hab mir früher sehr gerne Kochshows von Jamie Oliver angeschaut. Danach war ich zwar hochmotiviert, die Gerichte nachzukochen, stand aber immer vor der Frage, wo ich die passenden Zutaten dafür kaufen kann. Damals hab ich mir gedacht: Warum ist das so? Warum muss ich mir alles mühsam zusammensuchen und kann nicht einfach nach Rezepten einkaufen? Happy Plates ist eine zeitgemäße, einfache Lösung für dieses Problem.

Welche Vision steckt hinter Happy Plates?

Wir wollen das Kochen und Einkaufen so bequem wie möglich machen! Und damit allen ermöglichen, regelmäßig frisch und gesund zu kochen, auch wenn im stressigen Alltag oft die Zeit und die Inspiration fehlt.

Wer ist die Zielgruppe von Happy Plates?

Im Grund jeder, aber im Besonderen sprechen wir Menschen an, die frisch kochen und gut essen wollen, denen aber im Alltag die Zeit fehlt, stundenlang Kochbücher zu wälzen, Einkaufslisten zu schreiben und diese Schritt für Schritt abzuarbeiten.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich für die Sendung “2 Minuten 2 Millionen” zu bewerben?

Es war schon lange unser Wunsch, an der Show teilzunehmen. Wir kennen die Sendung natürlich und für uns war klar: Sobald wir mit Happy Plates auf dem Markt sind, wollen wir uns bewerben, um unser Produkt zu pitchen. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben uns mit Pitch-Coach Nikola Vodicka auf den Auftritt vorbereitet – und können sie aus vollstem Herzen weiterempfehlen!

Sie sind eines der wenigen Start-up-Unternehmen, das es in die Sendung „2 Minuten Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Sehr motivierend. Der Auftritt in der Sendung war eine schöne Bestätigung, dass das, was wir machen, großes Potenzial hat. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Happy Plates aufmerksam werden?

Wir sind überzeugt von unserem Produkt und konnten es kaum erwarten, Happy Plates den Investor*innen und dem Fernsehpublikum vorzustellen. Das positive Feedback hat uns bestärkt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir hatten vor allem Felix Ohswald im Fokus, der vorgemacht hat, wie man ein Start-up international skaliert. Außerdem hat Ohswald 2018 selbst an “2M2M” teilgenommen.

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Wir haben viele spannende Kooperationsanfragen bekommen und durften uns – wie von Stefan Piëch in der Sendung versprochen – beim MIT Bootcamp bewerben. 

Happy Plates, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, die erste internationale Rezeptplattform zu werden und Menschen weltweit zum frischen Kochen zu motivieren. In fünf Jahren? Wir denken, dass wir bis dahin mehrere neue Märkte erschlossen und eine starke internationale Brand und Community aufgebaut haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Flexibel auf äußere Umstände zu reagieren, aber trotzdem das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. 

2. Zu lernen, die Unsicherheit zur Komfortzone zu machen. 

3. Dranbleiben! Such dir ein Team, das genauso wie du an die Vision glaubt und das sich immer wieder gegenseitig motiviert. Die Idee ist zwar das Fundament, aber die Umsetzung macht 99% des Erfolges aus. 

Wir bedanken uns bei Anna Mahlodji und Simon Jacko für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Happy Plates

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Happy Plates GmbH
Fillgradergasse 8
1060 Wien
Österreich

www.happyplates.com
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Ansprechpartner: Anna Mahlodji

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Unternehmerisches Denken

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Merula Merula Cup One-Size Menstruationstasse 2 Minuten 2 Millionen frauen

Die Gründer von Merula, Merula Cup One-Size Menstruationstasse, waren in der PULS 4 Gründershow 2 Minuten 2 Millionen

Wie ist die Idee zu Merula entstanden?

Meine Mitgründerin Merle fand die Idee hinter der Menstruationstasse damals sehr praktisch, allerdings gab es zu viele verschiedene Modelle und Größen, die es einem erschwert haben, die passende Menstruationstasse zu finden. Also hat sie intensiv an einer „one-size“-Variante getüftelt und nach einem Jahr Entwicklungszeit ist hierbei der Merula Cup herausgekommen.

Welche Vision steckt hinter Merula?

Wir möchten den Personen, die monatlich menstruieren, die Periode erleichtern. Sei es, dass sie von bisherigen Einwegartikeln, wie Tampons oder Binden, auf Menstruationstassen umsteigen oder ihnen die Wahl der passenden Menstruationstasse leichter fällt. Zudem möchten wir mit unserem Unternehmen auch einen Beitrag zur Müllreduktion leisten. In Deutschland und Österreich landen jährlich allein etwa 78.000 Tonnen an Einweg-Periodenprodukten im Müll, das ist der absolute Wahnsinn.

Wer ist die Zielgruppe von Merula?

Alle Menstruierenden. Das sind überwiegend Frauen im Alter von etwa 12 bis 50 Jahren. Aber es gibt auch Menschen, die ihre Periode haben, sich jedoch nicht als Frau fühlen oder definieren. Von daher sprechen wir nicht nur von Frauen sondern allgemeiner von Menstruierenden. Die Kernzielgruppe liegt allerdings zwischen 25-40 Jahren, da in dem Alter oftmals schon ein intensiveres Körperbewusstsein existiert. Wobei die Neugier, Offenheit und Nachfrage bei Teenagern immer weiter steigt.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Wir möchten auf dem österreichischen Markt mehr Fuß fassen und haben uns seinerzeit überlegt, wie wir das angehen können. Dabei kam uns „2 Minuten 2 Millionen“ in den Sinn, das viele in Deutschland gar nicht kennen, ihnen ist meist nur „Die Höhle der Löwen“ bekannt. Aber wir hatten schon mitbekommen, dass auch andere Startups aus Deutschland dort ihr Glück versucht hatten. Also dachten wir uns ‚Warum nicht auch wir?‘, denn wir wollten explizit vor das Österreichische Publikum treten und einen Investoren finden, der auf genau diesem Markt zu Hause ist.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Intensiv! (lacht) Jeder, der schon einmal ein solches Format gesehen hat, egal ob „2 Minuten 2 Millionen“, „Die Höhle der Löwen“ oder „Sharktank“ hat bei manchen Startups nur mit dem Kopf geschüttelt. Entweder wussten sie nicht genau, wer vor ihnen sitzt oder noch schlimmer, sie hatten nicht mal die betriebswirtschaftlichen Zahlen auf dem Schirm oder konnten detaillierte Fragen zu ihrem Unternehmen beantworten. Die Vorbereitung ist das A&O, mal ganz davon abgesehen, dass man gewisse Dinge über sein Unternehmen einfach im Schlaf wissen und können muss, denn das ist ein Indiz dafür, dass man als Unternehmer für sein Unternehmen lebt. Zweifelsohne darf man mal haspeln oder aus der Nervosität heraus etwas sagen, wo man sich im Nachhinein sagt ‚Ohje, das hätte ich besser beantworten können‘. Schließlich ist das eine außergewöhnliche Situation vor so bekannten Investoren und einer Vielzahl von Kameras im TV-Studio zu stehen.

Wir haben bei uns in der Firma ein Team gebildet, in dem jeder seine Aufgaben bekam:

Die Recherche mit Informationen über die Investoren, Recherchearbeiten zu Fakten, die wir in unserem Pitch ansprachen und natürlich auch belegen wollten. Gleichfalls wurde am Bühnenbild gearbeitet. Wir steckten in mehreren Meetings unsere Köpfe zusammen und präsentierten die Ergebnisse gegenseitig. Außerdem veranstalteten wir „2 Minuten 2 Millionen“-Abende, an denen Nina und ich gemeinsam vor Mitarbeitern und auch externen pitchten und eine anschließende Fragerunde durchführten, genau so wie in der Sendung abläuft.

Dazwischen gab es immer wieder Feedback und so entwickelte sich nach und nach der perfekte Pitch. Hierbei erhielten wir auch in der Anfangszeit Unterstützung vom „Pitch-Doktor“ Dr. Florian Kandler, der auf Wunsch allen 2M2M-Teilnehmern zur Seite gestellt wird. Nach unseren Pitch- und Feedback-Runden schauten wir dann gemeinsam die aktuellen Folgen von „2 Minuten 2 Millionen“, damit wir alle ein noch besseres Gefühl von der Show und den Investoren bekommen. Selbst am Abend vor der Aufzeichnung haben wir noch mal im Hotel gepitched, vor unserer Social-Media-Mitarbeiterin Anita und unserem Freund Dominik, die uns nach Wien begleiteten. Wir wollten, dass die ersten zwei Minuten absolut sitzen und gleichzeitig auf jegliche Fragen vorbereitet sein.


Natürlich ist das eine Menge Arbeit, aber nur wer die Sache auch wirklich ernst nimmt, kann sich später entsprechend präsentieren. Ob uns das gelungen ist, können dann die Zuschauer am Dienstagabend entscheiden… (lacht)

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Der betriebene Aufwand spricht sicherlich schon eine deutliche Sprache, wie motivierend das für uns gewesen ist. Als der Anruf von der Produktionsgesellschaft kam, dass wir dabei sind, wurde erst einmal laut gejubelt und dann mit einem Kurzen angestoßen. Das durfte dann auch mal während der Arbeitszeit sein. (lacht) Aber kaum stand das fest, gingen auch schon direkt die Vorbereitungen los.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Merula aufmerksam werden?

Presse und Aufmerksamkeit der Medien, sofern diese überwiegend positiv ist, schadet sicherlich keinem Unternehmen. Es erhöht die Bekanntheit und stärkt damit zugleich auch die Marke. Außerdem bereichert es den eigenen Horizont, weil man viele neue interessante Persönlichkeiten kennenlernt und gleichfalls auch im Team weiter zusammenwächst. Welche Dynamik sich im Team während den Vorbereitungen entwickelte und wie viel Lust alle zusammen darauf hatten, das erlebst du nicht im alltäglichen Arbeitsleben. Es war für alle etwas Besonderes. Der Abend der Ausstrahlung und die Tage sowie Wochen danach sehen wir als „on top“-Erlebnis. Wir sind gespannt, was noch kommen wird.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Katharina Schneider, Martin Rohla und Alexander Schütz standen für uns im Fokus. Letzterer war leider bei unserem Pitch nicht dabei. Aber auch bei Philipp Maderthaner und Felix Ohswald war es unklar. Philipp war sehr neu dabei und bei Felix wussten wir nicht, ob er nicht vielleicht auch völlig neue Wege gehen wollte. Lediglich bei Leo Hillinger und Hans Peter Haselsteiner schienen wir uns im Vorfeld sicher zu sein, dass unser Unternehmen nicht in ihr Portfolio passen würde. Aber wer weiß, wie es am Ende ausgegangen ist… (schmunzelt)

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Dazu müssen wir erst einmal die Ausstrahlung abwarten, gern können wir uns darüber dann noch mal in einem Jahr unterhalten.

Merula, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wie bei jedem Unternehmen hoffen wir natürlich auch, dass die Kurve weiter nach oben zeigt. Wir weiterhin gute Ideen haben, mit dem wir die Endverbraucher:innen begeistern und uns von der Masse abheben können. Wir möchten weiter wachsen und die Marke Merula zu einer wichtigen Brand in der Hygieneartikelwelt werden lassen. Das sind ambitionierte Ziele, zweifelsohne, aber wer sich mit dem Heute zufrieden gibt, hat morgen schon verloren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Unternehmerisches Denken:

Es ist wichtig, das Wohl des Unternehmens vor das eigene Wohl zu stellen. Gerade in der Anfangszeit ist es unheimlich wichtig, die eigenen Wünsche hinten anzustellen. Sei dies bei der Zeit, die man aufbringen muss, aber vor allen Dingen bei den Finanzen. Wer sich zu schnell zu viel Geld aus dem Unternehmen holt und in die eigene Tasche steckt, fährt das Unternehmen schneller an die Wand, als ihm lieb ist. Ich habe über sechs Monate zu meinem parallel verlaufenden Job täglich etwa 6 Stunden zusätzlich gearbeitet ohne mir dafür nur einen Euro auszubezahlen. Nur wer diesen Willen an den Tag legt, kann auch etwas erreichen und daran scheitern leider schon die meisten.

Geduld:

Und damit geht auch schon automatisch der nächste Tipp einher. Es wird nicht alles immer gleich funktionieren oder aber es kommen Probleme auf, mit denen man zuvor nicht gerechnet hat. Man wächst mit seinen Aufgaben und das trifft in diesem Fall absolut zu. Das ist nicht immer leicht und kostet viel Nerven. In diesem Moment ist es wichtig, wenn man ein gutes Team oder einen Mitgründer an seiner Seite hat. So kann man sich gegenseitig pushen, auch wenn es mal wieder ein unerwartetes Tief geben sollte.

Eigenverantwortung:

Dies ist auf mehrere Bereiche aufzuteilen, z.B. die Warenphilosophie: Ich bin kein Freund von Outsourcing und möchte meine Ware lieber bei mir vor Ort haben. So habe ich jederzeit Zugriff darauf und eine bessere Qualitätskontrolle. Andererseits die Mitarbeiterphilosophie: Gerade als Gründer und Geschäftsführer ist es wichtig, Dinge abgeben zu können. Zum einen, um sich selbst zu entlasten und zum anderen, den Mitarbeitern eine Wertschätzung zu zeigen. Lasst eure Mitarbeiter in Eigenverantwortung Dinge erledigen und ihr werdet in den meisten Fällen sehen, dass es sich absolut lohnt.

Bild: Nina Dankert (Assistentin der Geschäftsleitung) und André Eichhorn (Mitgründer und Geschäftsführender Gesellschafter) ©PULS 4/Gerry Frank

Wir bedanken uns bei André Eichhorn für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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