Donnerstag, Juli 2, 2026
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Umgib dich mit den richtigen Leuten

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amberoad amberAtlas ambeRis

ambeRoad Search Technologie mit künstlicher Intelligenz: amberAtlas und ambeRise

Stellen Sie sich und das Startup ambeRoad doch kurz unseren Lesern vor!

Kurz gesagt: ambeRoad hat sich auf Search Technologies mit Hilfe von künstlicher Intelligenz spezialisiert.

Mittlerweile bieten wir zwei Tools an, den amberAtlas und ambeRise. Der amberAtlas ist ein Leadgenerierungstool, welches automatisiert nach bestimmten Randbedingungen öffentlich zugängliche und unstrukturierte Daten aus dem Internet sucht und in Listen strukturiert. ambeRise ist ein Enterprise Search Engine, welcher alle Informationen eines Unternehmens als eine Art „unternehmensinternes Google“ zugänglich macht. Für den amberAtlas haben wir Suchalgorithmen entwickelt, die das Internet nach Daten absucht. Für ambeRise haben wir diese Algorithmen weiterentwickelt, so dass diese nun auch in unternehmensinternen Dokumenten suchen können.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir wollten, um ehrlich zu sein, einfach mal etwas anderes machen als die Meisten und haben uns dann als Gründer ausprobiert. Es gab zum Gründungszeitpunkt noch gar nicht die große Vision, das hat sich erst danach entwickelt.

Welche Vision steckt hinter ambeRoad?

Unsere erste Vision hat sich dann nach der Gründung entwickelt: Wir wollten gerne klimaneutrale Rucksäcke verkaufen, um unsere Umwelt zu schützen. Über die Zeit haben wir uns als Start Up verändert, von einem grünen Rucksack Start Up hin zu einem höchstinnovativen Tech Start Up. Unsere heutige Vision würde ich folgendermaßen definieren:

Wir möchten, dass Mitarbeiter nicht mehr stundenlang nach Informationen in großen Server- und Ordnerstrukturen suchen müssen, sondern dass Informationen nur eine Suchanfrage entfernt sind.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Da gab es eine Menge…. Als wir 2017 gegründet haben, wollten wir etwas für unsere Umwelt machen und haben Rucksäcke aus Kork designed, produzieren lassen und auf Amazon verkauft. Die Hürde war hier, überhaupt erstmal die richtigen Ansprechpartner zu finden. Wir waren schließlich alle drei junge Aachener Studenten ohne echte Berufserfahrung.

Eigentlich lief das Rucksackding auch immer ganz gut, wir hatten irgendwann einen gut gefüllte Kundendatenbank. Und da wir alle an der RWTH Aachen studiert haben, haben wir uns gedacht, dass wir mit diesen Daten mehr anfangen müssen. Also haben wir uns hingesetzt und versucht unsere Daten mit geografischen Trends zu kombinieren. Die Herausforderung war das sinnvolle verknüpfen der Daten. Man muss ziemlich aufpassen, dass man keine falschen Korrelationen herleitet.

Letztes Jahr haben wir das Tool zum bereits angesprochenen amberAtlas weiterentwickelt. Doch dann kam Corona und Unternehmen hatten von heute auf Morgen andere Sorgen, als sich mit unserem amberAtlas zu beschäftigen.

Den Moment haben wir genutzt, um uns erneut neu auszurichten. Wir haben mit unserem Partner, der RAG, einen Enterprise Business Search Engine, ambeRise, nach dem neuesten technologischem Stand gebaut. Dieser basiert auf Natural Language Processing und findet somit auch bei ungenauen Suchanfragen die richtigen Informationen.

Wer ist die Zielgruppe von ambeRoad?

Zielgruppe sind vorerst mittlere bis große Unternehmen, die mindestens 50 Mitarbeiter haben und über große Datenmengen verfügen. Die große Stärke von ambeRise spielt sich vor allen Dingen dann aus, wenn die Unternehmen verschiedene Dateimanagementsysteme oder Datenquellen haben. Mit uns können die Unternehmen ihr Wissen ihren Mitarbeitern nach dem neuesten Stand der Technik verfügbar machen möchten.

Wie funktioniert ambeRoad? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser Produkt ambeRise nutzt Natural Language Processing, das bedeutet, dass hinter der Nutzerfläche ein individuell für jeden Kunden trainiertes Sprachmodell liegt. Das Sprachmodell ermöglicht es uns in jeder Branche den Kontext und Fachbegriffe richtig zu verstehen und einzuordnen. So präsentieren wir dem User nur wirklich sinnvolle Ergebnisse. Als weiteres Feature erweitern wir die Search Query mit Synonymen, was dazu führt, dass wir auch die richtigen Informationen finden, wenn der User nicht genau weiß, nach welchem Begriff er sucht.

Die Kombination aus der intelligenten Search Query Erweiterung, der branchenindividuellen Anpassung des Sprachmodells und zu guter Letzt des Ergebnisrankings machen unser Software zur stärksten Suchsoftware im Enterprise Search Markt.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Bei uns hat sich vor allen Dingen das Miteinander stark verändert. Vor Corona hat unser Team sehr viel Zeit miteinander verbracht. Auch wir mussten auf das Home Office umstellen und unsere Prozesse ändern. Des Weiteren war unser Produkt deutlich weniger nachgefragt. Jedoch hatten wir das Glück, dass wir flexibel reagieren und stattdessen ambeRise entwickeln konnten.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Als Kommunikationstool haben wir gather.town eingeführt. Das ermöglicht uns unkompliziertes Schreiben und Skypen mit genau den richtigen Leuten wenn wir es benötigen. Außerdem haben wir vermehrt Möglichkeiten geschaffen, damit unsere Teammitglieder von zu Hause aus arbeiten können.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

In der heutigen Zeit überlebt mehr denn je derjenige, der flexibel ist und der sich dem Markt anpassen kann. Gerade als Start Up haben wir jetzt die Chance durch unsere flexiblen Strukturen den Größeren einen Teil des Kuchens streitig zu machen.

Als etablierteres Unternehmen sollte man die Zeit nutzen, um sich jetzt, gerade in digitaler Hinsicht, so aufzustellen, dass man sobald es wieder „los geht“, aus allen Rohren feuern kann. Wenn das gelingt, dann können sowohl große als auch kleine Unternehmen in der Krise auch eine Chance sehen.

ambeRoad, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren möchten wir gerne weltweit tätig sein. Für Mitarbeiter soll es der Standard sein, dass Informationen nur eine Suchanfrage entfernt sind und diese auch direkt zugreifbar sind. Der nächste Standard soll dann werden, dass die Informationen mit unserer Software die Nutzer zur richtigen Zeit finden. Und wir glauben auch, dass wir das hinbekommen!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Sei flexibel: wenn man einen potenziellen Kunden hat, dann richte dich danach, was er möchte und versteife dich nicht auf das, was du ihm gerne verkaufen möchtest.
  2. Einfach machen: Es wird schon irgendwie klappen
  3. Die richtigen Leute: Umgib dich mit den richtigen Leute, die dir wiederum helfen, die richtigen Leute kennen zu lernen.

Wir bedanken uns bei Philipp Reissel, Bastian Maiworm, Julian Johannes Reinauer und Igli Manaj für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Verfolge deinen Traum

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GassiSchick Textilien handgefertigte Halsbänder Leinen Hund

GassiSchick: Textilien für den Mensch, handgefertigte Halsbänder und Leinen für den Hund

Stellen Sie sich und das Startup GassiSchick doch kurz unseren Lesern vor!

GassiSchick hat es sich zur Aufgabe gemacht Hundebesitzer und ihre Fellnasen perfekt auszustatten. Gegründet wurde das Unternehmen, weil es nur wenige Anbieter gibt, die sowohl stylische, als auch funktionelle Kleidung für Hundebesitzer im Sortiment führen. Bei uns sollen Hundebesitzer alles für den perfekten Partnerlook finden.

GassiSchick startete im Dezember 2019 mit einigen wenigen Produkten für Hundebesitzer. Mittlerweile umfasst das Produktportfolio zahlreiche Textilien für den Mensch, Halsbänder und Leinen für den Hund und zahlreiche Accessoires, wie Modeschmuck oder Leckerliebeutel. Das Sortiment an Textilien umfasst von Sportkleidung, über Hoodies und Shirts, bis hin zu Winterjacken und Mützen alles.  Unser zweiköpfiges Team besteht aus Theresa Merzendorfer, der Inhaberin von GassiSchick und ihrer Teampartnerin Andrea Eisenberger, die sich um den visuellen Auftritt der Marke kümmert und die selbstdesignten Halsbänder und Leinen in sorgfältiger Handarbeit anfertigt. 

Neben der Arbeit bei GassiSchick studiert Theresa Journalismus, Andrea ist als Grafikdesignerin tätig. 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Ich war oft auf der Suche nach Kleidung, die meine Liebe zu Hunden ausdrückt. Leider war die Auswahl sehr gering und man konnte sich nur zwischen kitschigen Motiv-Pullovern oder sehr schlichter Funktionsmode entscheiden. Mit GassiSchick wollte ich Funktionalität und schlichten Style vereinen. Außerdem war es mir schon immer sehr wichtig auch meinen Hund perfekt auszustatten. Jeder Hundebesitzer hat eine ganz besondere Verbindung zu seinem Hund, die auch gerne gezeigt wird. Mit GassiSchick wollen wir Hundebesitzern die Möglichkeit geben ihre Hunde mit einzigartigen oder personalisierten Produkten auszustatten oder sogar einen passenden Look zum Besitzer ermöglichen. Mit Andrea, die in sorgfältiger Handarbeit Leinen und Halsbänder anfertigt war der Schritt zu einem umfangreichen Sortiment möglich. 

Was war bei der Gründung von GassiSchick die größte Herausforderung?

Das ist eine schwierige Frage, weil es tatsächlich recht viele Herausforderungen gab. Die Idee zu einem Unternehmen im eigenen Umfeld zu etablieren war sehr schwierig. Von einem müden Lächeln bis hin zu großer Begeisterung war alles dabei. Leider überwiegen bei manchen Menschen negative Reaktionen und mir wurde oftmals nahegelegt, dass so ein Projekt nicht glücken könne. In vielen Momenten wurde ich von den Zweifeln angesteckt und fragte mich oft, ob es die ganze Arbeit wert sei. Heute, ein Jahr nach dem Start von GassiSchick kann ich sagen, dass es die Mühe wert war und ich den Menschen, die mich ins Zweifeln brachten fast dankbar bin. Gegenwind und konstruktive Kritik haben mich nur dazu angeregt meine Idee auf jeden Fall und jetzt sogar noch besser umzusetzen. 

Abgesehen davon habe ich mir anfangs mit bürokratischen Dingen sehr schwer getan. Ich habe kein BWL-Studium und leider auch in meiner schulischen Laufbahn nie erlernt, wie man eine Steuererklärung macht. Als ich das erste Mal dazu aufgefordert wurde, hatte ich wirklich Schwierigkeiten. Ich persönlich finde es sehr schade, dass man weder in der Schule, noch im Studium wichtige Themen, wie Steuern behandelt. Dass ich die komplette Evolution vom Urknall, über Selektionstheorien bis hin zu allen Vertretern der Gattung „Homo“ kenne ist zwar mit Sicherheit nicht falsch, die Steuererklärung kann ich damit aber leider nicht ausfüllen.  

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ich denke das muss man sogar. Wir Menschen befinden uns ein Leben lang in einem Prozess des (Dazu-) Lernens. Die perfekte Idee gibt es meiner Meinung nach nicht, weil nie alles für jeden perfekt sein kann. Man kann nicht an alles denken und gerade in einer Branche, in der man von anderen Menschen lebt, muss man sich erst einfinden. Es gibt Produkte, die toll ankommen und andere die nicht so erfolgreich sind, obwohl wir dachten, es wäre „das“ Produkt. Je länger man seine Kunden kennt, desto besser kann man seine Zielgruppe definieren und verstehen. Das kann man aber leider nicht bevor das Projekt eigenes Unternehmen überhaupt gestartet ist. Bestimmte Voraussetzungen, wie die Finanzierung müssen definitiv vor dem Start geklärt sein, trotzdem wird vieles anders kommen als erwartet. 

Welche Vision steckt hinter GassiSchick?

Mit unserer Dog- und Streetwear wollen wir unseren Kunden ein Gefühl der Zufriedenheit und Akzeptanz geben. Wir arbeiten getreu dem Motto „Happiness is not a size“ und bieten deswegen alle Produkte in Sondergrößen an. Kundenwünsche und die Individualität des Menschen, der unsere Produkte trägt sind uns sehr wichtig und werden wann immer möglich umgesetzt. 

Außerdem möchten wir uns für den Tierschutz stark machen und generell eine größere Akzeptanz für Hundebesitzer und ihre Fellnasen schaffen. 

Es kann nicht sein, dass unzählige Hundebesitzer Angst vor einem Umzug haben müssen, weil ein Großteil von Vermietern keine Hunde erlaubt. Wir befinden uns in einem Wandel, was Haustiere angeht. Unzählige Menschen zählen einen Hund zu ihrer Familie. Natürlich befinden wir uns bereits auf einem guten Weg, was Hundefreundlichkeit angeht, trotzdem muss daran noch gearbeitet und vor allem auf das Thema aufmerksam gemacht werden. 

Wer ist die Zielgruppe von GassiSchick?

Primär zählen zu unserer Zielgruppe natürlich Hundebesitzer. Was erstmal als Nische erscheinen mag ist mittlerweile eine große Menge an Menschen. Im Jahr 2019 lag die Anzahl von Haustieren in deutschen Haushalten bei circa 34 Millionen Tieren, davon sind 10 Millionen Hunde. Der Großteil an Hundebesitzern möchte seinen Liebling gut ausstatten und auch seiner Umwelt seine Liebe zu den Tieren zeigen. Aktuell führen wir bereits eine Hoodiekollektion für Tierliebhaber im Sortiment, um alle Menschen, die Tiere mögen anzusprechen. Für die Zukunft möchten wir neben den Hundemenschen natürlich auch Katzenmenschen, Pferdemenschen und andere Tierliebhaber ausstatten. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Auch wenn so manche BWL´er die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würden, sind wir primär nicht nur gewinnorientiert. Hunde sind etwas ganz persönliches und für viele Menschen ein Seelentröster. Wir wollen unseren Kunden ermöglichen ihre Hunde individuell und besonders auszustatten. Die Hundebesitzer können ihre Passion durch unsere Textilien ausdrücken. Wir bieten hochwertige Produkte zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis an, um jedem Kunden die Möglichkeit zu geben, ein Hundemensch zu sein. 

Der Mensch und sein geliebtes Tier stehen bei uns im Vordergrund. Kleidergrößen oder Schönheitsideale sind bei uns irrelevant. Jeder Mensch ist schön, weswegen wir unsere Produkte ausschließlich an Kunden oder Bekannten und nicht an professionellen Models zeigen. Uns verbinden innere Schönheit und die Liebe zu Hunden mit unseren Kunden. 

Zudem engagieren wir uns sowohl privat, als auch mit GassiSchick für den Tierschutz. Charity Produkte und regelmäßige Spendenaktionen gehören bei uns dazu. Die letzte Charity Aktion war ein handgenähter und befüllter Adventskalender, dessen kompletter Erlös genutzt wurde, um eine Spende im vierstelligen Bereich an eine Tierschutzorganisation zu übergeben. Das Team arbeitete für den Kalender mehr als hundert Stunden unentgeltlich. 

GassiSchick hat außerdem eine wachsende Social Media Präsenz, die wir nicht nur für das Anpreisen unserer Produkte nutzen. Eine wachsende Anzahl an Followern bringt Verantwortlichkeit mit sich. Ernste Themen, wie Tierschutz oder Body Positivity werden daher auf unseren Kanälen erklärt und den Menschen nah gebracht. Ein enger Kontakt zu Kunden und die ständige Bereitschaft Kunden zu beraten unterscheiden uns von anderen Onlineshops.

GassiSchick, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der große Traum ist ein eigener Laden für unsere Textilien und den Tierbedarf. Um unserem Traum näher zu kommen, arbeiten wir aktuell an einer Zusammenarbeit mit Ladengeschäften, um unsere Produkte dort auszustellen. 

Abgesehen davon wollen wir unseren Kunden in der Zukunft eine Plattform bieten, bei der alles Nötige für den Hund gekauft werden kann. Da wir unseren Kunden nur das Beste anbieten möchten, testen wir alle Produkte ausgiebig und steuern deshalb langsam auf unser Ziel zu. Die Erweiterung des Produktportfolios begleitet uns deshalb stetig und wird Hauptbestandteil unserer Arbeit in den nächsten fünf Jahren sein. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Spontan würde ich sagen: „Einfach machen“. Wenn du eine tolle Idee hast, die dir wichtig erscheint, würde ich es auf jeden Fall probieren. Informiere dich über den relevanten bürokratischen Aufwand und halte dich an diese Vorgaben. Lass dich nicht von anderen entmutigen, viele Menschen sind einfach frustriert, weil sie ihre eigene Idee nicht umsetzen können. Sofern kein großes Startkapital in deinem Start Up steckt kannst du nur gewinnen. Klar ist es traurig, wenn ein Herzensprojekt scheitert, dieses Risiko besteht jedoch immer. Trotzdem wirst du viele Dinge für dein Leben lernen.

Es werden Sachen passieren, die du nicht hervorsehen konntest und es wird ziemlich sicher bald Konkurrenz geben. Das alles sollte dich aber nur dazu motivieren weiter zu machen und nie aufzugeben. Verfolge deinen Traum. 

Wir bedanken uns bei Theresa Merzendorfer und Andrea Eisenberger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einfach mal anfangen, ausprobieren und lernen!

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Jemand müsste mal...! sichere Plattform Christian Preis

Jemand müsste mal…! sichere Plattform bringt Umsetzer*innen zusammen, um daraus Innovation und Zukunftsfähigkeit ermöglichen

Stellen Sie sich und das Startup Jemand müsste mal…! doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Christian Preis, ich bin 32 und Gründer der Ideenplattform „Jemand müsste mal…!“. „Jemand müsste mal…!“ ist wortwörtlich gemeint: Als Ort für Jemand müsste mal-Gedanken die viel zu oft ungenutzt bleiben. Für Probleme über Ideen bis hin zu Patenten ist Jemand müsste mal…! eine sichere Plattform (dank Blockchain), um Ideen mit Umsetzer*innen zusammenzubringen und Innovation entstehen zu lassen!

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Es gab natürlich schon vor Jemand müsste mal…! Ideenplattformen, Innovationsberatungen und Agenturen auf dem Markt, aber eben nichts was meinen eigenen Vorstellungen als Erfinder entsprochen hätte. Zum einen konnte man ungelöste Probleme nirgends einreichen, damit daraus etwas entstehen kann und zum anderen fehlte mir der Schutz meiner Ideen.  Genau deswegen verschwinden richtig gute Ideen oft lieber in irgendwelchen Schubläden (das übrigens auch in Unternehmen!), als dass jemand die Chance bekommt sie umzusetzen. Neben dem Innovationspotenzial das dadurch ungenutzt bleibt, geht vielen Erfinder*innen (und Unternehmen) auch der mögliche Zugewinn aus den Ideen verloren.

Das ist der Grund warum ich Jemand müsste mal…! gegründet habe: Ich möchte Ideen eine sichere Plattform bieten, sie mit Umsetzer*innen zusammenbringen und daraus Innovation und Zukunftsfähigkeit ermöglichen.

Welche Vision steckt hinter Jemand müsste mal…!?

Mein Kopf ist voller Ideen, die Zeit und das Know-how, alle umzusetzen, habe ich nicht. Genauso geht es vielen anderen Menschen. Mit Hilfe modernster Technologie (Blockchainzertifikat, KI) bringt die Ideenplattform Jemand müsste mal…! in einem geschützten Rahmen Ideengeber*innen mit den richtigen Partnern aus Industrie und Wirtschaft zusammen. Damit ist auch kleineren Unternehmen geholfen, die Impulse und Ideen für neue Produkte und Dienstleistungen passend zu ihrem Geschäftsmodell suchen. Ideen nutzbar machen, Zukunft aktiv gestalten!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Das Problem kennen bestimmt sehr viele: Als kreativer Betriebswirt ohne Programmierkenntnisse eine Onlineplattform mit Blockchain und KI bauen ist schwierig. Eine große Herausforderung war es daher das richtige Team zu finden. Gefolgt von der Frage „Wie bekommen wir Ideen auf die Plattform, ohne die Ideennehmer*innen nicht kommen? Und wie bekommen wir Ideennehmer*innen auf die Plattform, ohne die Ideengeber*innen nicht kommen?“ Henne-Ei.

Zur Finanzierung: Jemand müsste mal…! ist bis heute gebootstrapped!

Wer ist die Zielgruppe von Jemand müsste mal?

Auf Seiten der Ideengeber*innen wirklich alle, die Ideen haben oder Probleme identifizieren. Das können Tüftler*innen und Heimwerker*innen sein, das kann aus dem Haushalt oder aus Unternehmer sein. Jemand müsste mal…! ist auch perfekt dafür geeignet, bislang ungenutzte Ideen aus Unternehmen umzusetzen. So wird aus Erfindungen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, plötzlich ein zusätzlicher Umsatzzweig! 

Auf Seiten der Ideennehmer wollen wir vor allem kleine und mittelständische Unternehmen ansprechen, die Lust darauf haben, Neues umzusetzen oder die Innovation für die eigene Zukunft suchen. 

Wie funktioniert Jemand müsste mal? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Vier Punkte zeichnen Jemand müsste mal…! ganz besonders aus:

  1. Jedes Problem, jede Idee die bei uns hochgeladen wird bekommt einen fälschungssicheren und beweismittelgeeigneten Zeit-/Datumsstemple via Blockchain, durch den wir sicher nachweisen, wer welche Idee wann hatte!
  2. Unser Ideenpool ist so konzipiert, dass Ideen zwar im Ideenpool stehen können, dadurch aber nicht ihre Patentierbarkeit verlieren!
  3. Jede*r Ideennehmer*in stimmt zu, dass die Ideengeber*innen adäquat am Erfolg ihrer Idee beteiligt werden!
  4. Wir dokumentieren jede Interaktion im Ideenpool via Blockchain, um bei Ideenklau den Ideengeber*innen möglichst viel Beweismaterial an die Hand geben zu können!

Jemand müsste mal…!, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren ist Jemand müsste mal…! 

  • etabliert als sicherer Umschlagplatz für Ideen, 
  • bekannt dafür, dass es Unternehmen jeder Größe (besonders aber kleinsten, kleinen und mittelständischen Unternehmen) hilft, neue Ideen zu generieren
  • die Plattform, die Unternehmen und Privatpersonen mit ihren bislang ungenutzten Ideen hilft, zusätzliches Einkommen zu generieren
  • als firmeninterne- sowie externe Ideenplattform etabliert und schlägt die Brücke zwischen allen Quellen innovativer Ideen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Einfach mal anfangen, ausprobieren und lernen!
  2. Scheitern kann auch als Erfolg gesehen werden: Du weißt jetzt wie es nicht geht! Das ist ein echter Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen (vorausgesetzt du bist bereit daraus zu lernen)!
  3. Sprich über das was du tust, was dich bewegt und welche Probleme du hast! Nur dann kann dir dein Umfeld, dein Netzwerk helfen deine Probleme zu lösen! 

Wir bedanken uns bei Christian Preis für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Überlegt euch gut mit wem ihr gründet

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EntwicklerHeld

EntwicklerHeld Coding-Plattform für Softwarentwickler und IT-Unternehmen

Stellen Sie sich und das Startup EntwicklerHeld kurz unseren Lesern vor! 

Mein Name ist Felix Hanspach. Ich bin CEO und einer der fünf Gründer von EntwicklerHeld. Wie fast alle unserer Gründer, habe ich Informatik an der TU Dresden studiert. EntwicklerHeld ist eine Coding-Plattform für Softwarentwickler und IT-Unternehmen. Entwickler können über unsere Plattform Coding-Aufgaben (Challenges) lösen und dabei regionale Unternehmen kennenlernen. Dafür bekommen die Entwickler Erfahrungspunkte, steigen Level auf und erhalten virtuelle Coins, die gegen echte Gutscheine eingetauscht werden können. 

Unternehmen finden auf EntwicklerHeld Entwickler, die sie über die Plattform kontaktieren können, um ihnen beispielsweise Jobangebote zu übermitteln. Die Entwickler bleiben dabei komplett anonym – die Firmen sehen nur die Lösung der Coding Challenge und die Region des Entwicklers. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

Wir hätten als Entwickler selbst gerne unsere Plattform genutzt und hätten uns gefreut, wenn es so etwas schon gegeben hätte. Die Vision einer Plattform umzusetzen, auf der man als Programmierer Technologien und Unternehmen kennenlernt, herausgefordert wird und spielerisch lernt, Spaß hat und dabei auch noch seinen Traumjob findet, ist unser größter Wunsch. Wir haben uns schon in einer sehr frühen Phase Feedback von Entwicklern und Firmen geholt, um herauszufinden ob der Bedarf tatsächlich da ist und alle waren begeistert. Also gab es keine Ausrede mehr und wir sind die Umsetzung der Plattform angegangen. 

Welche Vision steckt hinter EntwicklerHeld? 

Wir sind davon überzeugt, dass es für jeden Softwareentwickler und Entwicklerin den perfekten Job gibt. Alles was es dafür braucht sind kompetente Unternehmen, spannende Aufgaben und ansprechende Auszeichnung. Aus diesem Grund haben wir EntwicklerHeld gegründet. Wir wollen Unternehmen und SoftwareentwicklerInnen auf Augenhöhe miteinander vernetzen. Die Zeiten von Whiteboard Interviews und unpassenden Headhunteranfragen gehören damit der Vergangenheit an. Mit EntwicklerHeld können Entwickler und EntwicklerInnen durch ihre Fähigkeiten und nicht durch ihre Herkunft oder ihr Geschlecht hervorstechen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Eine der größten Herausforderungen, denen wir uns stellen mussten war es, den Fokus der Gründungsidee nicht zu verlieren. Insbesondere in der Anfangszeit einer Startup-Gründung (vor allem bei einem großen Gründungsteam wie unserem) ist es schwer genügend Geld zu erwirtschaften, um allen ein Gehalt auszahlen zu können, mit dem man einigermaßen über die Runden kommt. Für uns lag es auf der Hand, einfach einen Teil unserer Entwickler-Power in Dienstleistungsprojekte fließen zu lassen. Allerdings jagte dann eine Kundenprojekt Deadline die andere und schnell war das komplette Team damit beschäftigt und die eigentliche Gründungsidee blieb auf der Strecke. Erst als wir mit Unterstützung eines EXIST-Gründerstipendiums, des Technologiegründerstipendiums der Sächsischen Aufbaubank und später mit unserem Investor die Möglichkeit hatten uns komplett der Gründungsidee zu verschreiben, ging es richtig gut voran. 

Als ersten Investor würden wir Gründern empfehlen, jemanden zu suchen, der ebenfalls Gründungserfahrung hat und als Smart-Money-Investor einsteigt. Den Mehrwert, den ein guter Investor in ein Unternehmen einbringen kann, geht weit über das reine Kapital hinaus. Außerdem sollte man sich bewusst machen, dass Geldgeber in einer (Pre-)Seed Finanzierungsrunde keine Millionenbeträge investieren werden, solange man nicht gezeigt hat, dass die Idee funktioniert. Das bedeutet in den meisten Fällen, dass auch entsprechende Umsätze erwartet werden. Sollten diese noch nicht vorhanden sein, ist das Risiko des Investors deutlich größer und die Runde entsprechend teurer für das Gründerteam – das benötigte Kapital sollte also gut berechnet sein. 

Wer ist die Zielgruppe von EntwicklerHeld? 

Die eine Zielgruppe gibt es für uns nicht. EntwicklerHeld soll eine Spielwiese für Entwickler jeglichen Erfahrungsstandes sein. Von Quereinsteigern, die Programmieren wollen, über Studenten die ihre Skills verbessern wollen, bis hin zu erfahrenen Programmierern, die auch in ihrer Freizeit Spaß daran haben an Programmierchallenges zu knobeln. In unserer Community finden sich die unterschiedlichsten Werdegänge. Darum geht es letztendlich. Allen die programmieren wollen einen Raum zu schaffen und damit Karrierechancen zu eröffnen. 

Wir wollen zwischen Unternehmen und EntwicklerInnen vermitteln. Das heißt Zielgruppe sind auch, alle Firmen die Entwickler suchen. Die Digitalisierung schreitet voran und wurde durch die Pandemie noch verstärkt. Viele Unternehmen haben also Bedarf. Der Fachkräftemangel erschwert vielen Firmen die Suche. Hier wollen wir Unternehmen unterstützen und helfen EntwicklerInnen dort zu erreichen, wo sie aktiv sind. 

Wie funktioniert EntwicklerHeld? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? Wie ist das Feedback? 

Wir unterstützen Unternehmen beim IT-Recruiting mittels Gamification und Employer-Branding. Mit einer programmatischen Coding-Plattform werden Entwickler und lokale Unternehmen aufeinander aufmerksam gemacht. Das funktioniert so: 

Entwickler können ihre Fertigkeiten mit Coding-Challenges ausbauen und in der Community präsentieren. Für jede gelöste Challenge erhalten die Teilnehmer virtuelles Guthaben und Erfahrungspunkte. Aus Achievements auf der Plattform und selbst eingetragenen Informationen, lässt sich so einen Lebenslauf bauen der das Können des Nutzers widerspiegelt. Wenn sich EntwicklerInnen für eine Stelle interessieren, dürfen sie per Chat von Firmen kontaktiert werden und den Lebenslauf als Referenz nutzen. So können sich Nutzer spielerisch weiterentwickeln und nebenbei den perfekten Job finden, über eine anonymisierte Plattformidentität frei von Vorurteilen. 

Unternehmen finden auf EntwicklerHeld die Möglichkeit zum Employer Branding der besonderen Art. Über ein eigenes Profil können sie Firmenwerte und Arbeitsphilosophie präsentieren und Stellenausschreibungen schalten. Das Besondere ist, die Möglichkeit für Arbeitgeber selbst Challenges einzustellen und zu sponsern, wodurch Nutzer Problemstellungen nah an der Arbeitsrealität bearbeiten können. Die Unternehmen haben Einblick in die Lösungswege der Entwickler und deren Region. 

Wir pflegen einen engen Kontakt zur Community und haben gerade einen riesigen Meilenstein erreicht. Über 20 000 EntwicklerHeldInnen sind jetzt auf unserer Plattform aktiv! Das Feedback ist in der Regel sehr positiv, aber wir arbeiten stetig daran die Plattform zu verbessern und nutzen dafür unseren engen Draht zur Community. Immer mehr Unternehmen suchen nach neuen Wegen um EntwicklerInnen zu erreichen. Wir konnten bereits viele kleine und mittelständische Unternehmen, aber auch Konzerne wie ARAG, ProSiebenSat.1 Media oder Roche als Kunden gewinnen. 

EntwicklerHeld, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Wenn wir zurückblicken und schauen was sich in den letzten zwei Jahren alles verändert hat, können wir uns kaum ausmalen wie es in fünf Jahren aussieht. Unser Ziel ist es, die perfekte “Spielwiese für Softwareentwickler” zu bauen und gleichzeitig die Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen und das auch über den deutschsprachigen Raum hinaus. Unternehmen möchten wir den besten Kanal bieten, um einerseits Sichtbarkeit und einen größtmöglichen Bekanntheitsgrad unter Softwareentwicklern zu erhalten und ihnen gleichzeitig die beste Möglichkeit schaffen, um qualifizierte Softwareentwickler zu finden. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Jede Gründung ist sehr individuell, da sind 3 allgemeingültige Tipps schwierig. Meiner Meinung nach ist das Team das absolut wichtigste bei einer Gründung. Wir hatten das unwahrscheinliche Glück, in einem Team aus besten Freunden zu gründen und gleichzeitig die wichtigsten Kompetenzen abgedeckt zu haben. Man durchlebt als Gründer viele positive Dinge, aber erlebt auch wahnsinnig viele Rückschläge. Dann ist es besonders wichtig ein Team zu haben, dem man vertraut und das jedem einzelnen Rückhalt gibt. Also überlegt euch gut mit wem ihr ein Unternehmen aufbauen wollt! 

Wir bedanken uns bei Felix Hanspach für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Press Kit & Media Kit: Was kann es & wem nützt es?

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Press Kit Media Kit Startup-Kommunikation Annett Oeding Pimp My Startup

Press Kit vs. Media Kit sind zwei Fachbegriffe, die für Euch relevant sind. Dahinter verbergen sich aber unterschiedliche Inhalt und verschiedene Ziele. Wenn Du verstehst, was der Unterschied ist, weißt Du sofort, was Du damit machen kannst und wie Du es am besten für Dich und Dein Startup nutzen kannst. 

Was Press Kit und Media Kit gemeinsam haben: Es ist die Basis für eine Zusammenarbeit mit Dir für mehr Bekanntheit, Sichtbarkeit und wirtschaftlichen Erfolg Deines Startups. 

Press Kit – wer braucht es und was ist drin?

Mit dem Press Kit bietest Du passiv und immer verfügbar auf Deiner Website Informationen und Abbildungen über Dich und Dein Startup an. Interessent*innen / Zielgruppen für das Press Kit sind für Journalist*innen, Redakteur*innen und Medienvertreter*innen. Du teilst hier alle Basisinformationen mit, die Externe über Dich wissen sollen. Wenn also jemand zu einem Thema, in einer Branche oder in einer Region recherchiert und bei Dir landet, findet er/sie alles, um sich ein Bild von Dir und Deinem Unternehmen zu machen. Und hoffentlich interessiert zu sein.

Das Press Kit ist ein Service für Journalist*innen, nicht für Dich selbst und keine Verkaufsveranstaltung. Stelle also die Texte sachlich und nicht werblich formuliert zu Deinem Unternehmen, den Gründer*innen und Deinem Produkt oder Service zur Verfügung. Ergänze Abbildungen zu Dir, Deinem Unternehmen und dem was Du anbietest. Je serviceorientierter inkl. Downloadoptionen, umso begeisterter sind die Journalist*innen.

Media Kit – welche Infos bietest Du & was willst Du?

Mit dem Media Kit willst Du etwas verkaufen. Du bist Blogger*in, Influencer*in oder hast eine Plattform? Mit dem Media Kit stellst Du jedem die Ergebnisse Deiner guten Arbeit zur Verfügung. So kann ein potentieller Kooperationspartner oder Agentur feststellen, ob Du der/die richtige Vermarktungspartner*in bist. 

Was sollte drin sein: Deine Themen, Deine Reichweite, Deine Follower, Deine Interaktionsrate, Informationen zu Geschlecht, Beruf und Bildung Deiner Follower, Kooperationsmöglichkeiten und Preise. 

Das Media Kit ist aber keine Andeutung eines Angebots, sondern eine transparente Formulierung Deiner Leistung und Deines Kooperationsangebotes verbunden Performance, Fakten, Referenzen und Cases.

Meine Tipps für mehr Erfolg in Deiner Startup Kommunikation.

Bereite die Informationen passend zu Deiner Zielgruppe auf. 

Damit Du Deine Entscheidung für Press Kit oder Media Kit treffen kannst, schau Dir Deine Zielgruppe an und verstehe, was sie braucht und sucht.

Formuliere Deine Ziele und sorge für Klarheit. 

Definiere für Dich, was Du mit Deinem Kit erreichen willst und wie viel Kommunikationsservice in Deinem Unternehmer*innen-Alltag machbar ist. Ein Kit kann auch Entlastung aber auch Akquise-Unterstützung sein.

Biete immer den Dialog an. 

Nutze also Dein Kit als Anfang eines Dialogs. Biete einen echten Ansprechpartner*in auf Deiner Website für Presse- oder Kooperationsanfragen mit Bild, Telefon und Email. 

Mein Fazit

Kommunikation ist ein Service. Sowohl Media Kit als auch Press Kit heben Deine Startup Kommunikation dafür auf ein professionelles Level. Sie zeigen allen Betrachter*innen, dass Du weißt, was das Gegenüber braucht. Mit dem richtigen Gespür für die Bedürfnisse des/der Anderen, erreichst Du schneller Dein Ziel. Gehe aber Schritt für Schritt vor und lerne durch die Erkenntnisse. So wirst Du immer besser und viele Aufgaben, die heute noch riesig erscheinen, werden kleiner und selbstverständlicher in Deinem Unternehmer*innen-Alltag.

Weitere Beiträge von Annett Oeding finden Sie hier

Bild: pixabay

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bleibe authentisch und verfolge die Themen, die dir wichtig sind!

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plusX Freitzeitgutscheine Freizeit Freizeitaktivitäten

plusX: Freitzeitgutscheine mit denen finanziell benachteiligte Menschen die Möglichkeit bekommen Freizeitaktivitäten zu nutzen

Stellen Sie sich und das Startup plusX doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Felix und habe im April 2020 mit plusX mein zweites Startup gegründet. Neu ist, dass es diesmal ein Social-Startup ist und dass ich zunächst allein gegründet habe. Zum Glück werde ich mittlerweile von Anuschaa, Olga und Daniel unterstützt.

Mit den Freizeitgutscheinen von plusX ermöglichen wir Menschen, die finanziell benachteiligt sind, den Zugang zu Freizeitaktivitäten. Wir sind der Überzeugung, dass die Teilhabe an Freizeitaktivitäten gerade für Kinder- und Jugendliche ein zentraler Bestandteil des Aufwachsens ist und einen Beitrag zur Chancengleichheit – auch in anderen Bereichen – leistet. Deswegen haben wir mit plusX eine Plattform geschaffen, auf der finanziell benachteiligte Menschen die Freiheit bekommen, ihre Freizeit selbst zu gestalten.

„Menschen, die finanziell benachteiligt sind“ mag für viele sehr abstrakt klingen, aber tatsächlich wächst in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut auf. Man muss also nicht in die weite Welt schauen, Armut gibt es auch direkt vor der eigenen Haustür.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

In meinem vorherigen Job in einem deutschen Großkonzern habe ich zunächst viele positive Lernerfahrungen sammeln können. Nach einer gewissen Zeit und mit zunehmender Verantwortung wuchs in mir die Unzufriedenheit mit den Gegebenheiten des Umfelds und ich entschied mich dazu zu kündigen. So begann eine Phase geprägt von vielen Fragen:

Wofür mache ich meine Arbeit hier eigentlich? Wofür setze ich meine Fähigkeiten ein, die ich über die Jahre gesammelt habe? Was möchte ich erreichen und welchen Zweck soll meine Arbeit erfüllen? Warum bist du auf dieser Welt?

Mir ist klar geworden, dass ich einen gesellschaftlichen Mehrwert mit meiner Arbeit leisten will. Klar, streng volkswirtschaftlich genommen liefert jede Arbeit einen gesellschaftlichen Mehrwert, aber ich möchte einen kleinen Beitrag zu dieser Welt leisten, der in meinem Einflussbereich liegt.

Es macht mir Spaß Dinge zu bauen, die Probleme lösen und die anderen oder auch mir selbst eine Freude machen. Ich habe in meinem ersten Startup gemerkt, dass es großartig ist zu sehen wie die eigene Idee zum Leben erweckt wird und von Nutzern angenommen wird.

Wie ich aufgewachsen bin, welche Erfahrungen ich gemacht habe, unsere Wertegemeinschaft und die Chance alle möglichen Dinge auszuprobieren haben mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Dafür bin ich sehr dankbar und ich bin der Überzeugung, dass jeder diese Möglichkeiten haben sollte!

Mit plusX möchte ich genau dort ansetzen und jedem die Möglichkeit geben sich als Teil der Gesellschaft zu fühlen und Dinge auszuprobieren.

Welche Vision steckt hinter plusX?

Unsere Vision ist es einen Beitrag dazu zu leisten, die Schere zwischen Arm und Reich zu verkleinern.

Wir sind der Überzeugung, dass die Teilhabe an Freizeitaktivitäten gerade für Kinder- und Jugendliche ein zentraler Bestandteil des Aufwachsens ist und einen Beitrag zur Chancengleichheit – auch in anderen Bereichen – leistet. Wer beim Freibadbesuch im Sommer mit den Klassenkameraden dabei sein kann, hat auch bessere Chancen erfolgreich in der Schule zu sein, weitere soziale Kontakte zu knüpfen und sich selbst als Teil einer Gemeinschaft zu sehen. Nicht an solchen Aktivitäten teilzunehmen hat erhebliche Folgen für Aufwachsen, Wohlbefinden, Bildung und Zukunftschancen der Kinder.

Jeder sollte die Möglichkeit haben seine Freizeit aktiv und selbstbestimmt zu gestalten. Bei plusX legen wir Wert darauf, dass finanziell benachteiligte Menschen sich selbst aussuchen können, welche Gutscheine sie in Anspruch nehmen – so wie es auch derjenige tut, der es sich leisten kann.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Ganz am Anfang war die größte Herausforderung sich dauerhaft allein zu motivieren. In einem Team schafft man es sich gegenseitig zu motivieren und mit zu ziehen. Darüber hinaus war es schwierig alle Schritte allein durchzudenken und niemanden dabei zu haben, der im Thema steckt und als Sparrings-Partner dient. Glücklicherweise habe ich jetzt ein großartiges Team, mit dem ich mich zu allen Fragestellungen austauschen kann und in dem viele Entscheidungen gemeinsam getroffen werden. Ohne finanzielle Mittel war es gar nicht leicht, ein Team aufzubauen, was uns zum nächsten Problem bringt: die Finanzierung

plusX ist eine gemeinnützige Organisation und damit für klassische Investoren relativ uninteressant. So blieb uns nichts anderes übrig, als uns aus der eigenen Tasche zu finanzieren. plusX ist komplett aus Eigenleistung entstanden. Aus meiner Sicht ist das Thema Finanzierung ein besonderes Problem für Social-Startups und ich würde mir wünschen, dass die Politik die gute Idee von Social Impact Bonds weniger bürokratisch gestaltet, Einstiegshürden beseitigt und damit auch Social-Startups für Investoren interessant macht.

Aktuell ist die Corona-Pandemie eine besondere Herausforderung für uns. Unsere Freizeitanbieter kämpfen zum Teil ums Überleben, potenzielle neue Anbieter haben anderen Sorgen als Teil eines gemeinnützigen Projektes zu werden und wiederum andere sind aufgrund der Auflagen und der einhergehenden beschränkten Kapazität bis Ende nächsten Jahres ausgebucht. Da aktuell keine Freizeitgutscheine eingelöst werden können, arbeiten wir mit Hochdruck daran Online‑Angebote auf unserer Plattform zu integrieren.

Wer ist die Zielgruppe von plusX?

Grundsätzlich richtet sich plusX an alle finanziell benachteiligten Menschen. Noch sind wir nur in Köln aktiv, aber planen unser Angebot auf weitere Städte auszuweiten.

Unser Angebot wird bisher vor allem von alleinerziehenden Müttern angenommen. Oftmals sind diese berufstätig, aber verdienen nicht genügend Geld, um ihren Kindern beispielsweise den Besuch in der Kletterhalle zu ermöglichen. Wir freuen uns mit den Familien und unseren Spendern gemeinsam über jeden Gutschein, der genau solche Erlebnisse ermöglicht.

Wie funktioniert plusX? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

plusX funktioniert besonders einfach in drei Schritten:

  1. Ein Spender spendet online oder vor Ort einen freien Betrag oder eine spezifische Aktivität (z.B. Kinderkletterkurs)
  2. Ein bedürftiger Mitmensch registriert sich online unter Vorlage seines Sozialpasses und reserviert einen Gutschein
  3. Dieser Empfänger löst seinen Gutschein vor Ort beim Freizeitanbieter ein und im gleichen Moment bekommt der Spender die Nachricht, dass seine Spende angekommen ist

Bezogen auf den Spender unterscheiden wir uns von anderen Spendenorganisationen in drei Punkten. Der prägnanteste ist vermutlich das Live-Feedback über die Wirkung der eigenen Spende, denn ich bekomme als Spender sofort mit, wenn meine Spende genutzt wird. plusX ist zudem so transparent wie keine andere Organisation. Im persönlichen Dashboard kann jederzeit exakt nachverfolgt werden welche Gutscheine von einer Spende gekauft und eingelöst wurden. Eine weitere Besonderheit liegt darin, dass wir unsere Verwaltungskosten nicht über den Spender finanzieren. 100% der Spende kommen dem Zweck zugute. Ob man einem Kind 10€ für das Kino in die Hand drückt oder online auf plusX einen Gutschein für 10€ spendet, kommt auf das Gleiche hinaus.

Für Bedürftige ist plusX ebenfalls eine Neuheit. Im Gegensatz zu bisherigen Vergünstigungen durch Sozialpässe, sind die Gutscheine von plusX kostenlos. Das ist wichtig, denn oftmals kann sich die Zielgruppe nicht einmal den Bus zur Veranstaltungsstätte leisten. Abgesehen davon ist die Zielgruppe nicht darauf angewiesen, dass eine Organisation etwas für sie organisiert und anbietet, sondern kann auf der Plattform selbstbestimmt entscheiden wie die persönliche Freizeitgestaltung aussehen soll. Das Einlösen der Gutscheine erfolgt dabei anonym, so dass Bedürftige nicht wie Bittsteller wirken. Das bedeutet, dass der Empfänger vor Ort nicht nochmal seinen Sozialpass zeigen muss, in dem viele persönliche Angaben stehen wie, der Wohnort, Dauer der Bedürftigkeit oder Alter.

plusX, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Im Unterschied zu anderen Startups wäre es für uns eigentlich am besten, wenn es uns in 5 Jahren nicht mehr geben müsste, weil das Problem von Armut beseitigt ist. Da diese Entwicklung weder abzusehen noch innerhalb von 5 Jahren realistisch zu erreichen ist, wünschen wir uns bis zu diesem Zeitpunkt in vielen deutschen und vielleicht auch weiteren europäischen Städten einen Beitrag zu mehr Chancengleichheit zu leisten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Suche die Unterstützung von anderen. Gemeinsam lässt sich oft mehr bewegen!
  2. Hole dir früh Feedback zu deiner Idee ein und versuche dabei vor allem kritische Stimmen einzuholen, um deine Idee weiter zu schärfen
  3. Bleibe authentisch und verfolge die Themen, die dir wichtig sind!

Wir bedanken uns bei Felix Jakob Meuer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Das richtige Mindset aneignen

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ActiveVikings: Onlineshop für Gymnastik, Fitness und Training

ActiveVikings: Onlineshop für Gymnastik, Fitness und Training

Stellen Sie sich und das Startup ActiveVikings doch kurz unseren Lesern vor!

Wir Daniel, Rafael und Igor sind die drei Gründer der Fitnessmarke ActiveVikings und kommen alle aus dem schönen Rheinlandpfalz. Gemeinsam hatten wir uns 2017 entschieden, den Fitnessmarkt mit einer neuen Brand zu revolutionieren und eine neue Trendlinie zu schaffen. In den letzten 3 Jahren haben wir unser Unternehmen und unsere Marke enorm ausbauen können und sind somit zu einem Mittelständigen Unternehmen geworden.

ActiveVikings ist mittlerweile eine Marke die sich in dem hart umkämpften Online und Offline Markt durchgesetzt und etabliert hat.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Einfaches Training war uns zu langweilig! Eine neue, aufregende und Energie geladene Fitnessmarke musste her, das war die Geburtsstunde von ActiveVikings. Wir lieben sportliche Herausforderungen, vom einfachen joggen im Wald über Kampfsport bis zum harten Fitnesstraining im Gym, das ist unsere Leidenschaft. Was gibt es schöneres mit seinen Freunden eine eigene Fitnessmarke auf hoher Basis aufzubauen und gleichzeitig anderen Sportlern damit zu helfen! Natürlich liegt auch eins der Zielsetzungen in der finanzellen Freiheit.

Welche Vision steckt hinter ActiveVikings?

ActiveVikings soll als Marke, weltweit neue Trends festlegen und dadurch Menschen zum Sport inspirieren und gleichzeitig auch motivieren.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Einer unserer größten Herausforderungen waren unsere Ängste vor dem ungewissen und dem Scheitern. Uns hatte damals die richtige Sichtweise und das Mindset gefehlt, mittlerweile sieht das natürlich anders aus. Wir gehen mit den alltäglichen Problemen die man als Unternehmer hat, ganz anders um und können daher effektiver arbeiten und voran kommen. Wir haben bis heute alles selbst finanziert und sind somit unabhängig und stabil. Ob wir in Zukunft auf Fremdkapital zugreifen werden, um einen Wachstumsschub zu fördern, wissen wir noch nicht.

Wer ist die Zielgruppe von ActiveVikings?

Unsere Kunden sind praktisch alle die sich sportlich bewegen wollen oder müssen! Von Jung bis Alt, denn unsere Fitnessprodukte können im Schulsport, Turnvereine, Fitnessstudios und bei Rehabilitation in Krankenhäuser oder Altersheimen eingesetzt werden.

Also praktisch alle!

Wie funktioniert ActiveVikings? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

ActiveVikings bietet Spitzenqualität. Tolle Preise. Geniales Einkaufserlebnis in der Welt von ActiveVikings. Wir sagen immer “ Bring dein Workout auf ein NEXT LEVEL „

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Unser Unternehmen ist hauptsächlich auf den Onlinehandel spezialisiert und somit war dies ein Vorteil für uns.  Jedoch haben wir, wie viele andere Handelsunternehmen auch, Logistik Probleme bekommen.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben darauf hin unsere Problematik und Strukturen analysiert und unsere Prozesse etwas optimiert.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Durch die Krise schließen sich leider einige Türen, jedoch öffnen sich auch neue. Es werden neue Geschäftsfelder frei, sowohl Online als auch Offline.

ActiveVikings, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es in den kommenden 5 Jahren das Unternehmen so zu etablieren und zu stabilisieren, dass wir Deutschland weit unter den Marktführern sind.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das richtige Mindset aneignen. An die Idee glauben und fokussiert arbeiten. Nicht auf das Umfeld hören. Ganz wichtig – Nie Schwachsinnig handeln!

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Beharrlich sein!

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Podigee Podcast Hosting Analytics

Podigee: Podcast, Hosting und Analytics auf einer Plattform

Stellen Sie sich und das Startup Podigee doch kurz unseren Lesern vor!

Podigee ist ein rasch wachsendes Berliner Startup, welches sich auf Podcast Hosting & Analytics fokussiert. Wenn man sich bei Podigee anmeldet, kann man seinen aufgenommenen Podcast per Mausklick auf allen großen Podcast Plattformen wie zum Beispiel Apple Podcast oder Spotify den Hörern verfügbar machen. Unsere Analytics helfen den Publishern, ihre Zielgruppen besser zu verstehen und den Podcast so erfolgreicher zu machen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Im Jahre 2013 war Podcasting noch eine absolute Nische. Das Hosting musste damals weitgehend von den Publisher selbst organisiert werden, so dass nur technisch affine Menschen einen Podcast starten konnten. Nebenberuflich haben mein Co-Founder Ben und ich eine Hosting Lösung entwickelt, um allen Menschen das Podcasten zu ermöglichen.

Welche Vision steckt hinter Podigee?

Podigee möchte Menschen ermöglichen, durch einen Podcast andere Menschen rund um die Welt zu informieren, zu inspirieren und zu unterhalten. Podigee stellt dafür die nötige technische Grundlage bereit.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Am schwierigsten war sicherlich, eine 100% verlässliche Lösung zu entwickeln, die den Ansprüchen vom kleinsten Podcast bis hin zum größten Medienhaus wirklich genügt. Zum Glück sind diese Anfangsjahre lange vorbei und wir sind seit einigen Jahren mit großem Abstand Marktführer in DACH. Seit Beginn haben wir uns ausschließlich über die monatlichen Abogebühren finanziert, die unsere Kunden für das Produkt zahlen. Zu keiner Zeit haben wir bisher externes Kapital aufgenommen.

Wer ist die Zielgruppe von Podigee?

Wir haben drei Kern-Zielgruppen. Zum einen bieten wir mit unserem Basic Paket jedem die Möglichkeit, seinen Podcast auf alle Plattformen zu bringen. In diesem Paket sind lediglich die Anzahl der Downloads/Streams und die Analytics Möglichkeiten begrenzt. Wenn man als Influencer mehr Downloads/Streams hat oder den Podcast als Marketing Tool als Selbstständige(r) oder kleines Unternehmen einsetzt und daher ausführlichere Analytics benötigt, bietet das Advanced Paket alles, was man dafür braucht. Für Großunternehmen und Medienhäuser ist das Professional Paket gedacht. Hier hat man die ausführlichsten Analytics, Planbarkeit von Service & Kosten bei sehr großen Reichweiten und bekommt auch die für moderne Podcast Monetarisierung unerlässliche Schnittstelle zu Audio Ad Servern an (Dynamic Ad Insertion).

Wie funktioniert Podigee? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Man kann Podigee kostenfrei testen und seinen Podcast sofort auf alle Plattformen bringen und den Erfolg klar messen. Damit gibt es keine technischen Hürden rund um Hosting & Analytics mehr und ich kann mit meinem Podcast Hörer überall erreichen. Während inzwischen viele Anbieter das Hosting gut machen, bieten wir eine extrem große Verlässlichkeit des Services, was für professionelle Nutzer unumgänglich ist. Unsere Analytics folgen dem IAB 2.0 Standard und sind die besten, die man im deutschsprachigen Raum bekommen kann.

Darüber hinaus haben wir von Anfang extrem auf den Datenschutz geachtet und bietet damit allen Unternehmen Rechtssicherheit, was für fast alle Anbieter ähnlicher Services außerhalb der EU und für die überwiegende Anzahl der Anbieter innerhalb der EU nicht gegeben ist. Aber auch unser Business Modell unterscheidet sich: Während die meisten Hosting Anbieter mit günstigem oder gar kostenfreiem Hosting werben und dann Ads in den Podcast schalten und so monetarisieren, zahlen bei uns unsere Kunden mehr. Dafür haben sie völlige Freiheit der Vermarktung und können selbst entscheiden, ob, und falls ja, welche Werbung in ihren Podcasts läuft. Dies schätzen alle unsere Kunden sehr.

Podigee, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Zur Zeit wächst Podigee noch viel stärker als der sich rapide entwickelnde Podcast Markt insgesamt. Mit unserem eindeutigen Fokus auf den Bedürfnissen der Publisher und einer darauf angepassten Produktentwicklung planen wir, in 5 Jahren nicht nur in DACH, sondern auch weltweit als führender Dienstleister rund um das Podcasting zu agieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das wichtigste bei einem SaaS ist Product/Marketing fit. Gute Produkte verkaufen sich (beinah) von selbst. Anstatt früh auf Marketing und Sales zu fokussieren, rate ich dringend dazu, anfangs alle Energie in die Produkt Entwicklung zu stecken. Der zweite Rat ist, beharrlich zu sein. Der dritte Rat ist, sich A Player ins Team zu holen, sobald der Product/Marketing fit gegeben ist. A Player kosten mindestens 30% mehr als B Player, liefern aber 4x-8x mehr Resultate.

Wir bedanken uns Mati Sojka für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Verbiegt euch niemals

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J.Kinski: Bio Brühen, Suppen und Saucen

J.Kinski: Brühen, Suppen und Saucen aus natürlichen Zutaten, ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern und in bester Bio-Qualität.

Stellen Sie sich und das Startup J. Kinski doch kurz unseren Lesern vor!

Kurzgefasst: Wir sind ein Produzent von Gründen, Gründen zu kochen. Wir stellen die Basis für unzählige Gerichte her, die normalerweise in Zeitaufwand und Qualität derart aufwendig sind, dass es zuhause schnell stressig werden kann. Alles aus natürlichen Zutaten, ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern und in bester Bio-Qualität.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Das war eigentlich keine Entscheidung, die mit unserem jetzigen Unternehmen zu tun hat. Wir haben vor viel zu vielen Jahren die Lohnarbeit abgewählt und in der Gastronomie, der Veranstaltungsbranche, mit Streetfood und mit Tee – kein Witz – unseren Lebensunterhalt verdient. Jeder Selbstständige weiß, dass das unfassbar viel Zeit beansprucht und oft nicht immer lustig ist. Aber wir wollten tun, was wir lieben und uns dabei nicht verbiegen – und das konnten wir jede Minute in unserer Selbstständigkeit umsetzen.

Welche Vision steckt hinter J. Kinski?

Vision ist sicher etwas hochgegriffen. Wir sind ja keine Raketenwissenschaftler. Aber unser Anspruch ist es, das herzustellen, was wir selbst gerne essen würden. Und das gab es so bisher nicht auf dem Markt. Dabei sind unsere Grundsätze das, was uns Grenzen aber auch Profil gibt. Wir kennen all unsere Lieferanten und setzen auf biologische Landwirtschaft. Aber eben nicht á la Discounter-Bio, sondern in Verbindung mit Nachhaltigkeit und Regionalität, unbedingtem Tierwohl und überragender Qualität. Die Politik ist sehr zögerlich, wir und unsere Kunden sind es nicht.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Gute Frage, wo sollen wir da anfangen? Am Anfang standen wie immer die Idee, ein Konzept und erste Kontakte. Dann haben wir als Startup natürlich nach Risikokapitalgebern gesucht. Gar nicht so leicht, denn in unserem Fall hieß es zur Bank zu gehen und nach ein paar hunderttausend Euro für Brühe zu fragen. Da kam es nicht selten vor, dass man eher ausgelacht als ernstgenommen wurde. Die Antwort: „Gibt’s schon, kennen sie Maggi?“ war da nur eine der Standard-Abfuhren. Letztendlich hat uns aber sicher auch unser großes Netzwerk aus der Streetfood-Zeit geholfen, die richtigen Finanzierungs- und Förderpartner zu finden, die an uns geglaubt und investiert haben. 

Natürlich sind auch wir beim Start auf die ganz klassischen Probleme wie Versandschwierigkeiten mit zahlreichen Anbietern, Kommunikationsstrukturen, defekte Maschinen und Gegenwind der „Großen“ im Einzelhandel etc. gestoßen. Nichts, davon hat uns überrascht hat, jedoch ging es teilweise zu sehr um unnötige/lösbare Probleme und zu wenig um das eigentliche Produkt. Ein Learning, das wir uns bewusst abgewöhnen mussten.

Wer ist die Zielgruppe von J. Kinski?

Jeder, der gerne, gut isst. Unsere Produkte sollten in einer perfekten Welt eigentlich genau dort stehen, wo bei den meisten die Brühwürfel liegen. Es ist nichts Verwerfliches daran, fertig hergestellte Produkte zu verwenden. Allerdings sind viele der verwendeten Inhaltsstoffe gerade aus gesundheitlichen Gründen nicht wirklich „cool“ und heutzutage auch nicht mehr zeitgemäß. Uns ist natürlich bewusst, dass der Preis unserer Produkte auf den ersten Blick vielleicht eine bestimmte Klientel anspricht. Wer jedoch ganz generell seinen Konsum verändern und bewusster leben und genießen will, der wird auch unabhängig vom Budget gute Brühen verwenden, um Soßen, Suppen etc. zu kochen. Es ist also vielmehr eine Frage der Einstellung zu guten Zutaten und zu gutem Essen insgesamt.

Wie funktioniert J. Kinski? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Scheinbar hat es viel mit Geschmack, Qualität und ehrlicherweise auch modernem Marketing zu tun. Aber letztlich sind auch wir Gründer, die jeden Tag lernen. Wir lernen, dass auch ein scheinbar unbedeutender Social Media-Account gehackt werden kann, das Maschinen eben nicht ohne Menschen funktionieren, das Kinder wichtiger sind als alles andere und man sie trotzdem manchmal zurückstellen muss. Das einem dabei das Herz bricht aber ohne Geld eben nichts funktioniert. Wir lernen, dass man sich am besten vorerst auf sich selbst verlässt und dass das Universum einen fiesen aber verlässlichen Plan hat.

Dabei unterscheidet uns die absolute und strikte, beinahe ideologische Einstellung zu unseren Produkten. Keine Kompromisse, bestmögliche Rohstoffe, Hände die arbeiten, um ein ehrliches Erzeugnis zu erschaffen – denn gerade Ehrlichkeit scheint in diesen Zeiten ein rares Gut zu sein. Die Menschen können über Geschmäcker streiten aber Qualität ist skalierbar. Daran messen wir jede Flasche, die unsere Manufaktur verlässt. Und das ist der Grund, warum J. Kinksi funktioniert. 

J. Kinski, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die beste Frage beinahe zum Schluss. Wir leben auf einem Bauernhof im Weimarer Land, arbeiten etwas weniger und kaufen uns von all dem Reichtum goldene Schuhlöffel. Spaß bei Seite: ein Hof wäre fantastisch, Tiere, Familie und ein kleines bisschen mehr Regelmäßigkeit. Glückliche Angestellte, ein funktionierendes und stabiles Unternehmen und die Gewissheit, dass wir ein kleines bisschen dazu beigetragen haben, einen Wandel in der Lebensmittelindustrie zu realisieren und voranzutreiben. Naja, und wenn wir in diesen fünf Jahren auch nocht ganz viel Brühe verkaufen, wäre das natürlich auch nicht schlecht 😉 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Tipp 1: Schnappt euch einen sicheren Beamtenjob, kauft euch ein Haus und kümmert euch um die Häppchen, die ihr eurem Chef serviert, wenn er am Samstag zum Essen kommt.

Tipp 2: Wenn ihr die Vorstellung genauso gruselig findet wie wir, denkt nach. Sucht euch Verbündete, sammelt gemeinsam Ideen, spinnt ein bisschen herum und brainstormt, was das Zeug hält. Filtert die guten von den bescheuerten Ideen. Die paar guten knüllt ihr dann zusammen und schmeißt sie in den Müll. Das macht ihr so lange, bis euch irgendwas so brutal ins Gesicht springt, dass es nur funktionieren kann.

Tipp 3: Verbiegt euch niemals, für niemanden. Egal was ihr tut, tut es zu 100 Prozent. Essentielle Kompromisse sind der erste Schritt zum persönlichen Scheitern. Das muss kein wirtschaftliches Scheitern bedeuten, vor allem nicht heutzutage. Aber was nützt das tollste Unternehmen, wenn man beim Blick in den Spiegel erstmal 20min Rechtfertigung braucht, bevor man schlafen kann.

Tipp 4: Lasst euch von keinem vorschreiben, was ihr tun sollt oder wie viele Tipps ihr geben dürft!

Fotograf: ©Nicky Hellfritsch

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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Vinted Secondhand-Mode

Vinted kostenlose C2C Online-Handelsplattform für Secondhand-Mode

Stellen Sie sich und das Startup Vinted doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Milda Mitkuté. 2008 habe ich gemeinsam mit Justas Janauskas Vinted gegründet, eine kostenlose C2C Online-Handelsplattform für Secondhand-Mode. Die Idee war damals eher persönlich motiviert und nicht wirklich unternehmerisch. Ich hätte mir niemals erträumt, dass aus Vinted etwas Großes wird. Doch scheinbar trafen wir mit der Idee auf einen Nerv: Heute ist Vinted mit einer wachsenden Community von über 34 Millionen Mitgliedern in zwölf Ländern, 11 davon in Europa, die größte Online-C2C-Community in ganz Europa, die sich Secondhand-Mode widmet. Aktiv sind unsere Mitglieder in Spanien, Frankreich, Luxemburg, Belgien, den Niederlanden, Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen, Litauen, Großbritannien und den USA. In Deutschland wurden wir ab 2009 als Kleiderkreisel und ab 2012 mit Mamikreisel bekannt. Seit damals hat sich viel getan. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee zu Vinted kam mir 2008, als ich umziehen und aus Platzgründen meine eigene Garderobe ausdünnen musste. Ich dachte mir: Wäre es nicht großartig, wenn meine Freundinnen meinen Kleiderschrank online ansehen könnten und andersrum? Ich könnte meine überschüssigen Klamotten loswerden und im Schrank anderer etwas Interessantes finden. Ich war damals 21 und Studentin. Ich hätte mir niemals erträumt, dass aus diesem Gedanken etwas so Großes wird – aber scheinbar war ich nicht der einzige Mensch mit einem völlig überfüllten Kleiderschrank.

Welche Vision steckt hinter Vinted?

Hinter Vinted steckt zum einen die Liebe zur Mode und zum anderen das Bedürfnis bewusst und nachhaltig zu konsumieren. Vinted verfolgt die Mission, Secondhand Fashion weltweit zur ersten Wahl zu machen. Unsere Mitglieder interagieren und kommunizieren auch untereinander. Dadurch entsteht ein digitales wie soziales Shopping-Erlebnis. Wir profitieren dabei von einem gesellschaftlichen Wandel zu zirkulärem und verantwortungsbewusstem Konsum. Einen Trend hin zur Kreislaufwirtschaft in der Modewelt haben auch interne Analysen bestätigt. Second-Hand-Mode ist im Mainstream angekommen. Die große Mehrheit der Menschen hat bereits Second-Hand gekauft. Bei Vinted stellen wir die technologischen Weichen, um diesen neuen Bedürfnissen gerecht zu werden. Abwechslung  im Kleiderschrank und dabei gleichzeitig verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen? Diesen Zwiespalt lösen wir mit unserer einfachen und intuitiven Plattform.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Thomas: Um mich an dieser Stelle einzuklinken: 2016 kam ich zu Vinted. Insight Venture Partners fragte mich damals, ob ich nach Vilnius fliegen könne, um einem Unternehmen zu helfen, in das sie investiert hatten und das sich in sehr schwierigen Zeiten und finanziellen Nöten befand. Vinted hatte einen sehr erfolgreichen Start erlebt, aber das Geschäftsmodell war nicht mehr tragfähig, das Unternehmen nicht mehr allzu lange liquide. Ursprünglich hatte ich geplant, für fünf Wochen zu bleiben, aber am Ende flog ich nie wieder zurück nach New York. Ich beschloss, in diesen herausfordernden Zeiten und bei einem drastischen Strategiewechsel beim Vinted-Team zu bleiben.

Wichtige Schritte waren damals Änderungen vorzunehmen, das Geschäftsmodell umzugestalten, die Anzahl der Mitarbeiter zu reduzieren und auf flächendeckendes Marketing zu setzen. Seit 2016 erhebt Vinted keine Gebühren mehr für die Listung und den Verkauf, was bedeutet, dass die Verkäufer immer 100 Prozent ihrer Einnahmen behalten können. Auf der anderen Seite haben wir unseren Käufern die Möglichkeit geboten, von einer sicheren Plattform, besseren Versandpreisen und engagierten Kundenservice-Teams zu profitieren, und zwar über eine kleine Gebühr für den Käuferschutz, die 5 Prozent des Artikelpreises und einen Festbetrag von 0,70 Euro beträgt. Damals war dies ein sehr ungewöhnlicher Ansatz unter den C2C-Plattformen und ein Risiko, das man eingehen musste. Aber es hat sich ausgezahlt. Heutzutage sind wir Europas führende C2C-Plattform für Second-Hand-Mode.

Wer ist die Zielgruppe von Vinted?

Thomas: Vinted ist wirklich für jeden. Ob jung oder alt, ob männlich, weiblich. Auch wenn die meisten unserer Nutzer*innen weiblich und zwischen 18 und 35 Jahre alt sind, wachsen die Kategorien für Kinder und Männer stetig – unsere Mitglieder*innen sind völlig divers. Vor allem für Eltern eignet sich Secondhand-Shopping, da die Kleinsten besonders schnell aus ihrer Kleidung herauswachsen. Unsere Mitglieder*innen verfolgen dabei zwei parallele Ziele: Durch den Kauf von Second-hand Produkten lässt sich nicht nur Geld sparen, sondern auch ganz einfach bewusster und oftmals kostengünstiger shoppen und die Lebensdauer von  Kleidung verlängern.

Wie funktioniert Vinted? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Thomas: Auf Vinted zu verkaufen und zu kaufen ist ganz einfach: Man lädt sich die kostenlose App herunter, fotografiert den Artikel, beschreibt ihn kurz und legt einen Preis fest. Handeln ist nach der Kontaktaufnahme von VerkauferIn und KäuferIn auch möglich. Sobald der Artikel verkauft wurde, ist er nur noch zu verpacken und innerhalb der nächsten fünf Tage mit der gewählten Versandart des Käufers zu versenden. Auf den Verkauf gibt es keine Gebühren, man erhält 100 Prozent des festgelegten Preises. 

Ein optionales Tool, der während des Kaufprozesses in Anspruch genommen werden kann, ist der Käuferschutz für eine kleine Gebühr. Dadurch profitiert der Käufer von zusätzlichen Services: Dazu gehören ein integriertes Bezahlsystem mit verschiedenen Bezahlmethoden, besondere Versandangebote und die Option das Paket mit bestimmten Anbietern zu tracken sowie ein engagierter Kundensupport.

Vinted, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Thomas: Unsere Mission ist, Secondhand Mode weltweit zur ersten Shopping-Wahl zu machen. In den folgenden Jahren wollen wir weiter expandieren und unser Angebot für unsere Member stetig weiter entwickeln, wie wir es beispielsweise aktuell durch den Zusammenschluss von Kleiderkreisel und Mamikreisel zu einer gemeinsamen deutschen Vinted Community getan haben. Deutschland ist mit über 8,5 Millionen Nutzer*innen unser zweitgrößter Markt. Unsere Member profitieren durch den Zusammenschluss von einer noch größeren Produktvielfalt ohne die Plattformen wechseln zu müssen und haben bessere Chancen schneller zu verkaufen oder besondere Schnäppchen zu finden. Außerdem haben wir erst kürzlich unser neues Headquarter in Litauen eröffnet. In den nächsten Monaten wollen wir weitere  100 MitarbeiterInnen zusätzlich zu den aktuell 500 einstellen. Es tut sich also ganz schön viel.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Milda: Erstens, Aufgaben abgeben: Es ist wichtig zu lernen, Dinge auch mal abzugeben, auch um andere Menschen zu fördern und zu motivieren.
Zweitens, ein Teamplayer zu sein: Konzentriere dich als Gründer*in auf deine Stärken und scheue dich nicht auch mal um Hilfe zu bitten. Es ist viel einfacher, gemeinsam groß herauszukommen, wenn man sich gegenseitig unterstützt.
Und drittens empfehle ich Meditation oder alternativ z.B. zwei Stunden im Wald spazieren zu gehen und das Telefon einfach mal auszuschalten. Dort kann man sich sammeln und auch mal auf Pause drücken.

Wir bedanken uns Milda Mitkuté und Thomas Plantenga für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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