Mittwoch, Februar 28, 2024
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Nutze die richtigen Ressourcen für jede Phase

TalentBait aus Hamburg modernisiert die Personalbeschaffung durch KI-basiertes Social Media Recruiting, um proaktiv Talente zu gewinnen

Stellen Sie sich und das Startup TalentBait doch kurz unseren Lesern vor!

Moin aus dem Herzen Hamburgs! Wir sind TalentBait, das HR-Tech Startup, das sich fragt: Warum warten, bis die perfekten Kandidat:innen an unsere Tür klopfen, wenn wir sie direkt über Social Media ansprechen können? Wir haben uns darauf spezialisiert, Unternehmen zu helfen, ihre Vakanzen mit KI-gestütztem Social Media Recruiting zu besetzen. Unser Clou? Wir finden auch Talente, die noch gar nicht wissen, dass sie nach einem neuen Job suchen – ein bisschen wie ein moderner Job-Amor!

Zusammen mit meinem Mitgründer Nils und unserem vielseitigen Team von 25 Talenten in Hamburg und Barcelona haben wir TalentBait zu dem gemacht, was es heute ist: Eine Brücke zwischen Unternehmen und potenziellen Kandidat:innen, die ihre nächste berufliche Herausforderung vielleicht noch gar nicht suchen!

Dabei sind wir keine traditionelle Agentur, sondern bieten eine innovative Software, die Personalverantwortliche mühelos in die Welt des Personalmarketings einführt – einfach, effektiv und voll automatisiert. Heute sind wir stolz darauf, der größte Anbieter im deutschen Markt zu sein.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Die Gründung von TalentBait war für Nils und mich ein natürlicher Schritt auf unserem gemeinsamen Weg. Wir lernten uns während des Informatikstudiums kennen und entdeckten schnell unsere gemeinsame Leidenschaft für das Entwickeln von Produkten. Nach unserem Studium zog es uns beide in die USA. Dort, im Silicon Valley, beobachteten wir, wie sich der Trend zu digitalem und Social Media-basiertem Recruiting abzeichnete. Diese Erfahrungen prägten unsere Sichtweise und bestärkten unseren Entschluss, ein Unternehmen zu gründen. Als klassische Tech-Gründer haben wir zunächst eine Reihe kleiner Produkte entwickelt und experimentiert, bis wir mit TalentBait den richtigen Nerv getroffen haben. Die Pandemie hat diese Herausforderung noch verstärkt, da sie deutlich machte, wie wichtig digitale und flexible Recruiting-Methoden sind.

Unsere Gründung basierte also nicht nur auf unserer Faszination für Technologie und Produktentwicklung, sondern auch auf der Erkenntnis, dass es einen besseren Weg geben muss, um den Fachkräftemangel zu adressieren.

Was war bei der Gründung von TalentBait die größte Herausforderung?

Bei der Gründung von TalentBait standen wir vor einigen kniffligen Herausforderungen – wie bei einem guten Puzzle, bei dem man erst die Ecken und dann das komplette Bild zusammensetzen muss. Eines der größten Puzzleteile war, den deutschen HR-Markt zu verstehen, der sich doch sehr von einem bunten Hippie-Markt im Silicon Valley unterscheidet. Wir lernten schnell: Deutschland ist ein Agentur-Land, und das mussten wir in unser Business-Modell einbauen.

Unser erster Kunde, eine Agentur, war wie der erfahrene Lehrer, der uns die Augen für die Eigenarten und Bedürfnisse des deutschen Marktes öffnete. Diese Zusammenarbeit ermöglichte es uns, TalentBait nicht nur als ein weiteres Social Media Tool zu positionieren, sondern als eine maßgeschneiderte Lösung in einem Markt, der sein eigenes Tempo und seine eigenen Regeln hat.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Auf jeden Fall! Perfektion ist bei der Gründung eines Startups nicht der beste Freund. Es geht darum, herauszufinden, ob eine Idee wirklich einen Mehrwert bietet und ein bestehendes Problem löst. In der Welt der Gründer:innen gibt es das Sprichwort: „Wenn es nicht weh tut, dann ist es zu spät“. Das bedeutet, dass man schnell handeln und sein Produkt auf den Markt bringen sollte, auch wenn es noch nicht perfekt ist. Das Feedback der Kund:innen ist entscheidend, um das Produkt weiterzuentwickeln und anzupassen.

Bei TalentBait haben wir genau das gemacht. Wir starteten mit der Idee, Infografiken für Stellenanzeigen anzubieten. Aber anstatt uns in endlosen Verbesserungszyklen zu verlieren, brachten wir das Produkt auf den Markt und lernten aus dem Feedback unserer Nutzer:innen. Dieser Prozess führte uns zur Entwicklung einer umfassenden Social Recruiting Software. Es war ein Lernweg, der uns zeigte, dass die besten Erkenntnisse oft aus realen Anwendungsfällen kommen und nicht aus einem perfektionistischen Plan.

Welche Vision steckt hinter TalentBait?

Die Vision von TalentBait ist es, jedes beliebte Social Media-Netzwerk zu einer Recruiting-Plattform zu machen. Wir glauben, dass sich gute Talente überall verstecken. Und wir wissen genau, wie man sie anspricht. Deshalb streben wir an, die Zukunft des Recruitings weiterzuentwickeln und durch innovative Technologien den Prozess für Unternehmen und Bewerber:innen gleichermaßen attraktiver, effizienter und erfolgreicher zu gestalten. Langfristig sollen Unternehmen aber nicht nur Recruiting über TalentBait abbilden, sondern gleichzeitig auch ihre Arbeitgebermarke auf den sozialen Medien aufbauen und stärken können.

Wer ist die Zielgruppe von TalentBait?

TalentBait richtet sich an alle Recruiter:innen, CEOs, Personaldienstleister:innen und Co., die bei der Besetzung von Vakanzen Unterstützung benötigen und neue Wege im Recruiting gehen möchten. Unsere Recruiting Software kann dabei branchenübergreifend für alle Unternehmen eingesetzt werden, egal ob großer Konzern, mittelständisches Unternehmen oder der kleine Handwerksbetrieb von nebenan. Mittlerweile setzen über 1.000 Kund:innen auf TalentBait, darunter auch bekannte wie Edeka, Allianz, das Deutsche Rote Kreuz und viele mehr!

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Von Instagram und Spotify bis hin zu TikTok, Snapchat, Pinterest und Co.: mit über 15 Social-Media-Netzwerken im Portfolio bietet TalentBait die größte Kanalauswahl im deutschen Markt. Durch unser gezieltes Targeting erreichen die Anzeigen dabei nur Personen, die anhand von Demografie, Qualifikation und Interessen zur jeweiligen Stelle passen. Innerhalb unserer Software können wir mittels KI-Technologie, Machine Learning und datengetriebener Arbeit unseren Nutzer:innen einzigartige Funktionen anbieten – u.a. die Berechnung des optimalen Kanalmixes, KI-generierte Anzeigentexte, die Bereitstellung von Lizenzbildmaterial und detaillierte Performance-Reports. Die gesamte Candidate Journey ist dabei spezifisch auf passive Bewerber:innen angepasst.

TalentBait, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die Recruiting Landschaft ist im Wandel und wird zunehmend individualisierter und auf passive Kandidaten ausgerichtet. Damit haben klassische Jobbörsen alleine einfach keine Zukunft mehr. Wer sich im berüchtigten “War for Talent” gegenüber der Konkurrenz durchsetzen möchte, muss zukünftig auf innovative Technologien zurückgreifen. Nur so können Recruiting-Budgets effizient eingesetzt, Kampagnen attraktiv gestaltet und Top-Talente gewonnen werden.

Unser Ziel ist es, das Gesicht von Social Media Recruiting zu verändern. Wir möchten uns in den nächsten Jahren – auch über die Grenzen des DACH-Raums hinaus – als einer der führenden Anbieter in den Bereichen Social Recruiting, Personalmarketing und Employer Branding positionieren und in einer Vorreiterrolle die technologische Entwicklung vorantreiben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nutze die richtigen Ressourcen für jede Phase: Als First-time Gründer:in ist es essentiell zu wissen, in welcher Phase sich das Startup befindet. Für jede dieser Phasen gibt es passende Bücher, Podcasts und Frameworks. Nutze diese Ressourcen weise, um zu lernen, zu wachsen und deine Strategie entsprechend anzupassen.

Beharrlichkeit zahlt sich aus: Es wird Zeiten geben, in denen alles aussichtslos erscheint. Aber genau dann ist es wichtig, dranzubleiben. Steh auf, arbeite an deiner Idee, telefoniere mit Kund:innen und Partner:innen, forsche und experimentiere weiter. Die Motivation kehrt zurück, oft gerade dann, wenn man sie am wenigsten erwartet.

Gründe nicht alleine: Die Reise eines Startups kann herausfordernd sein, deshalb ist es wichtig, sie nicht alleine anzutreten. Finde eine:n Partner:in, der oder die deine Idee, Vision und Leidenschaft teilt. Gemeinsam könnt ihr die Herausforderungen besser meistern und die Erfolge umso mehr genießen. Es macht den gesamten Prozess nicht nur einfacher, sondern auch erfüllender.

Wir bedanken uns bei Diana Basso für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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