Donnerstag, Februar 2, 2023
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Verfehlte Wirkung von Werbetexten – Profi erklärt 7 häufig gemachte Fehler

Für viele war es schon in der Schule eine große Herausforderung, wenn sie einen überzeugenden Text schreiben sollten. Das ist jedoch eine Gabe, die Unternehmer benötigen, um Menschen von seinen Angeboten zu begeistern. Ein Mittel, um Produkte und Dienstleistungen in Szene zu setzen, ist die Textform.

Werbung muss auf die Bedürfnisse des Kunden abzielen. Das gilt auch für gute Werbetexte. In der Praxis sind sie häufig viel zu lang und haben keine für den Kunden relevante Aussage. Zudem sind sie zu theoretisch gehalten, bemängelt Julius Kemnitzer. Er kennt die Merkmale eines guten Textes und versorgt seit Jahren Onlinemarketing-Agenturen in ganz Deutschland mit Werbetexten.

Vielen Unternehmen gelingt es nicht, ihre Zielgruppe zu fesseln. Die 7 größten Fehler beim Erstellen von mitreißenden Werbetexten verrät der Experte in diesem Artikel.

1. Der Fokus liegt nicht auf der Zielgruppe

Gerade Experten und Dienstleister neigen dazu, über sich und ihre Fähigkeiten zu sprechen. Sie verkaufen sich, statt ihr Produkt. Auf den Kunden wirkt diese Vorgehensweise sehr bedürftig. Dazu kommt, dass ihn das gar nicht interessiert. Für Leser eines Werbetextes geht es um die Lösung ihres Problems oder die Erfüllung ihres Bedürfnisses. Wer eine Anzeige oder einen Text liest, hat vor allem die eigenen Belange im Kopf. Es geht um die Frage, welchen Nutzen ein Leser aus dem Angebot ziehen kann.

Stattdessen erklären Experten ihre Dienstleistungen in epischer Breite und erklären, wie sie funktioniert und warum sie so einzigartig ist. Dabei vergessen sie zu ergründen, was eigentlich der Schmerz der Zielgruppe ist. Dies ist jedoch das Wichtigste. Deshalb müssen Autoren sich intensiv mit der Zielgruppe befassen. Der Text muss den Leser auf eine Reise vom Ist- zum Soll-Zustand mitnehmen. Dafür ist es wichtig, die Ängste und Wünsche der Kunden zu kennen. Von dort müssen sie abgeholt und zur Lösung geführt werden. Erst danach wird die Dienstleistung beschrieben.

2. Fehlende oder mangelhafte Recherche

Um das Bedürfnis eines Kunden zu ergründen, benötigt der Autor eine gute Recherche. Eine detaillierte Zielgruppenanalyse macht 80 Prozent eines erfolgreichen Werbetextes aus. Herausgefunden werden muss, welche Ängste und Sorgen, aber auch welche Träume potenzielle Kunden haben. Wie ticken sie und welche Probleme müssen sie lösen? Eine Lösung kann die Führung eines Interviews sein.

Wer einfach drauflos schreibt, ohne sich mit der Zielgruppe befasst zu haben, wird keinen Erfolg haben. Gute Quellen für die Recherche sind Foren, in denen sich potenzielle Kunden austauschen. Übrigens, wer sich mit der Zielgruppe umfassend beschäftigt hat, vermeidet Schreibblockaden. Man weiß dann, welche Knöpfe zu drücken sind, um den Leser abzuholen.

3. Nichtssagende Floskeln verwenden

Eine generische Schreibweise, ist für den Leser schwer zu fassen. Er weiß nicht, was mit „dynamisch“ oder „innovativ“ konkret gemeint ist. Diese Floskeln werden so inflationär verwendet, dass sie ihre ursprüngliche Wirkung komplett verloren haben. Ähnlich ist es mit der Zusicherung eines „exzellenten Service“. Auch hier ist schwer vorstellbar, was das genau heißen soll. Besser ist eine Aussage, wie „Wir sind 24 Stunden am Tag für Sie da!“. Dann weiß der Kunde, dass er eine schnelle Hilfe erhält und nicht ewig in der Warteschleife zubringen muss. Beim Texten muss sich der Autor auf den Nutzen für den Leser konzentrieren.

4. Wortwitze haben im Werbetext nichts verloren

Clevere Wortspiele haben noch nie die Aufmerksamkeit eines Kunden auf ein Produkt oder eine Dienstleistung gelenkt. Im Marketing geht es nicht darum, clever zu sein. Leser kaufen etwas, weil sie es verstanden haben. Deshalb ist Klarheit das oberste Gebot. Texter müssen sich darauf konzentrieren, Vertrauen aufzubauen und zeigen, dass sie den Kunden verstehen und ihm eine Lösung bieten können. 

5. Überzogene Formulierungen

Formulierungen wie „extrem billig“ oder “brandneu” kommen beim Kunden sehr unseriös an und erzeugen keine Neugier auf das Produkt. Solche Begriffe sollten vermieden werden. Eine Neugierde wird erzeugt, indem der Kunde beim Lesen des Textes seine Bedürfnisse erkennt. Das erreichen Autoren, indem sie ein hohes Zielgruppenverständnis zeigen. Marktschreierische Elemente wirken dagegen aufdringlich.

6. Schachtelsätze sind ein No-Go

Sie werden auch Bandwurmsätze genannt und zeichnen sich durch zahlreiche Kommas aus. Selbst ein gehobenes Publikum verliert bei Monstersätzen über mehrere Zeilen den Faden und die Lust am Lesen. Marketing darf und soll einfach sein. Die Sätze sollen kurz und knackig gestaltet werden. Dazu gehört, auf übertrieben viele Adjektive zu verzichten. Ziel ist es, die Botschaft auf den Punkt zu bringen. Schachtelsätze, auch wenn sie noch so gehoben klingen, sind kontraproduktiv. Geschrieben werden muss so, dass die Leser den Text leicht konsumieren können.

7. Die Tonalität der Zielgruppe nicht kennen

Auch wenn die Sätze einfach aufgebaut sein sollten, heißt dies nicht, dass die Sprache plump klingen darf. Es müssen Wörter verwendet werden, die von der Zielgruppe gesprochen werden. Wer Professoren ansprechen möchte, muss das mit der entsprechenden gehobenen Wortwahl tun. Es geht darum, potenzielle Kunden mit ihrer Sprache abzuholen. Jede Zielgruppe hat einen bestimmten Jargon, den es herauszufinden gilt. Hilfe bieten Foren und Magazine, in denen sich die entsprechenden Begrifflichkeiten finden lassen.

Autor:

Julius Kemnitzer ist Copywriter und Experte für verkaufsstarke Werbetexte. Er unterstützt Agenturen und Dienstleister dabei, durch professionelles Copywriting die Performance ihrer Werbemaßnahmen zu steigern. Durch seine strategisch konzipierten Texte sorgt er dafür, dass Leser gefesselt werden und letztendlich zu Kunden konvertieren. Mehr Informationen dazu unter: https://www.juliuskemnitzer.de/

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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