Freitag, Februar 27, 2026
StartInterviewsWo entstehen die Technologien, die morgen den Markt prägen?

Wo entstehen die Technologien, die morgen den Markt prägen?

de:hub Berlin – DeepTech unterstützt Startups im Bereich Deep Tech mit Infrastruktur, Industrieanbindung und Programmen zur Skalierung technologischer Innovationen

Wie positioniert sich der de:hub Berlin – DeepTech innerhalb des deutschen Digital Hub Netzwerks? Welche Rolle spielt der Hub für DeepTech und Hardtech Innovationen in Deutschland?

Als Teil der de:hub-Initiative ist der Deep Tech Hub bei MotionLab.Berlin angesiedelt und baut auf unserem Fokus auf Hardware, Prototyping und industrielle Innovation auf. Innerhalb der de:hub-Initiative sind wir der zentrale Ansprechpartner für technologiegetriebene Startups, die physische Produkte und skalierbare industrielle Lösungen entwickeln.
Unsere Rolle ist es, die praktische Anwendung von Deep Tech-Innovationen zu beschleunigen, indem wir Zugang zu Infrastruktur, Industriepartnern, dem Mittelstand und Kapital bieten. So stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität Deutschlands ganz konkret aus Berlin heraus.

Der de:hub Berlin – DeepTech richtet sich gezielt an Hardtech Startups. Welche besonderen infrastrukturellen Angebote machen den Hub für diese Zielgruppe attraktiv?

Wir unterstützen Unternehmen in allen Bereichen von Deep Tech, aber unsere Wurzeln im Hardware-Bereich geben uns besondere Expertise in der Zusammenarbeit mit Hardtech-Startups.
Hardtech-Startups brauchen mehr als nur Büroflächen – sie brauchen Werkstätten, Maschinen, Testumgebungen und direkten Zugang zu Industrie-Know-how. Genau das bieten wir bei MotionLab.Berlin: professionelle Prototyping-Infrastruktur, Maschinenwerkstätten mit über 30 verschienden 3D-Drucker, Laser Cuttern, voll ausgestatterter Holz- und Metallwerkstääten und, eine Elektronikwerkstatt – 24 Stunden 7 Tage die Woche zugänglich. Im Zentrum davon – eine Community aus Makers, Ingenieur:innen, Industrieexpert:innen und Fertigungspartnern.
Ergänzt wird das durch gezieltes Matchmaking mit Mittelstand, Corporates und Investor:innen. So schaffen wir ein Umfeld, in dem Hardware- und Deep-Tech-Startups ihre Technologien nicht nur entwickeln, sondern auch schneller validieren und skalieren können.

Wie unterstützt der Hub Hardtech Startups bei der Entwicklung, dem Prototyping und der Industrialisierung ihrer Technologien?

Wir unterstützen Hardtech-Startups entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der ersten Idee bis zur Industrialisierung. Bei MotionLab.Berlin stellen wir Prototyping-Infrastruktur, Werkstätten, technisches Fachwissen und Zugang zu Industriepartnern bereit, um Technologien effizienter zu entwickeln und zu testen. Zudem ermöglichen wir Pilotprojekte mit Mittelstand und Corporates, gezieltes Matchmaking sowie Kontakte zu Investor:innen, Fertigungspartner, Materiallieferanten und Maschinenhersteller, sodass Startups ihre Entwicklungszyklen verkürzen und schneller marktreif werden können.
Unsere Programme richten sich an Deep Tech- und hardwarefokussierte Unternehmen in unterschiedlichen Phasen – von frühen Berliner Startups bis zu fortgeschrittenen Scale-ups und Mittelstandsunternehmen.

So konzentriert sich zum Beispiel der Hardtech Innovation Accelerator auf die Erreichung des Product-Market-Fit, ein entscheidender Schritt für Startups mit transformativen Technologien. Aus den letzten Kohorten konnten sich zahlreiche Startups – bspw. NeoCarbon, ENGEL Systems und CIYANO – EXIST-Gründerstipendien sichern oder erfolgreich Seed Investments aufnehmen, die ihnen zusätzliche Unterstützung für die nächste Wachstumsphase bieten.Weiterhin haben Startups aus.

Wir unterstützen unsere Scale-ups auch in unserem Tech Talent Program. So werde bspw. Ucaneo oder alcemy im Rahmen des Programms dabei unterstützt, junge Talente aus der Berliner Hochschullandschaft zu gewinnen, um bei der weiteren Produktentwicklung zu unterstützen.
Für fortgeschrittene Deep Tech-Unternehmen unterstützt das Deep Tech Global Program die internationale Expansion, indem es Kontakte und Investitionsmöglichkeiten im Ausland vermittelt. Im vergangenen Jahr organisierten wir Delegationsreisen nach New York und Japan, und in diesem Jahr bereiten wir einen Call für Berliner Deep Tech-Unternehmen vor, um sie zur Teilnahme an einer neuen Runde von Reisen nach Amsterdam und New York einzuladen.

Welche Rolle spielen Testlabore, Werkstätten, Pilotprojekte oder Produktionspartner für den Erfolg von DeepTech Gründungen?

Testlabore, Werkstätten, Pilotprojekte und Produktionspartner sind für Deep Tech-Startups entscheidend, weil sie die Lücke zwischen der Idee und einem marktfähigen Produkt schließen. Sie ermöglichen frühes Prototyping, iterative Tests und die Validierung unter realen Bedingungen.
Nur mit dieser Infrastruktur können Deep Tech-Startups ihre Technologien zuverlässig skalieren, Produktionsprozesse optimieren und Marktreife erreichen – ohne sie würde die Entwicklung deutlich länger dauern und risikoreicher sein.

Wie fördert der de:hub Berlin – DeepTech die Zusammenarbeit zwischen Startups, Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Investoren?

Als Deutschlands Deep Tech Hub im Rahmen der de:hub-Initiative bringen wir Menschen durch Formate wie Workshops, Pilotprojekte, Matchmaking- und Networking-Events sowie gemeinsame Innovationsprogramme zusammen. Unser Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Startups, Industrie, Forschung und Investor:innen einfacher und wirkungsvoller zu gestalten – damit Ideen schneller aus der Entwicklung in die Anwendung kommen. So geben wir unseren Startups die Gelegenheit, an zahlreichen nationalen und internationalen Veranstaltungen teilzunehmen und sich vor Ort zu präsentieren.

Eine Initiative, die wir im vergangenen Jahr gestartet haben, ist das Meetup-Format Berlin Deep Tech Nexus. Die Idee dahinter ist bewusst einfach: Gründer:innen, Forschende, Investor:innen, Studierende und Deep-Tech-Interessierte auf Augenhöhe zusammenzubringen und einen offenen Austausch zu ermöglichen. Jede Ausgabe umfasst sechs Speaker auf der Bühne, während das Publikum aktiv in die Diskussion eingebunden ist. Das erste Meetup fand im MotionLab.Berlin statt, seitdem ist das Format organisch gewachsen – mit wechselnden Gastgebern und Partnern, die ihre Perspektiven, Räume und Unterstützung einbringen.

Innerhalb eines Jahres hat Deep Tech Nexus bereits über 1.000 Teilnehmende zusammengebracht. Die Ausgabe im Dezember etwa wurde von zwei besonderen Gästen geprägt: Katrin Robeck, CEO von IBB Ventures, und Philipp Buddemeier, General Partner beim Marvelous DeepTech Fund. Beide gaben praxisnahe Einblicke in den Zugang zu Kapital und zeigten auf, wie dieser für Deep-Tech-Gründer:innen konkret aussehen kann.

Welche Herausforderungen begegnen Hardtech Startups besonders häufig und wie hilft der Hub dabei, lange Entwicklungszyklen und hohe Kapitalbedarfe zu bewältigen?

Hardtech-Startups stehen oft vor langen Entwicklungszyklen, hohen Produktions- und Materialkosten sowie dem Zugang zu spezialisierter Infrastruktur und Industriepartnern.
Wir bieten gezielte Unterstützung durch Prototyping-Infrastruktur, Werkstätten, technisches Know-how sowie Netzwerke zu Industrie und Investor:innen. So können Startups schneller testen, iterieren und Pilotprojekte realisieren—und sowohl den Kapitalbedarf als auch die Entwicklungszeiten deutlich reduzieren. Auf der anderen Seite unterstzützen wir ebenfalls bei der Suche nach den richtigen Investoren und Förderprogrammen.

Welche Bedeutung haben Themen wie Skalierung, Serienfertigung und Markteintritt für DeepTech Unternehmen und wie werden diese im Hub adressiert?

Für Deep-Tech-Unternehmen sind Skalierung, Serienfertigung und Markteintritt entscheidende Erfolgsfaktoren. Ohne die Fähigkeit, Technologien zuverlässig in Serie zu produzieren und auf den Markt zu bringen, entfalten selbst die vielversprechendsten Innovationen keine Wirkung.
Als Deep Tech Hub ermöglichen wir Startups den Zugang zu Produktionspartnern, Pilotprojekten und Industrieexpertise bei MotionLab.Berlin. Wir unterstützen sie bei Prozessoptimierung, Validierung und Markteintritt – so können Startups ihre Prototypen schneller zu marktfähigen Produkten entwickeln.
Wir messen den Erfolg auf mehreren Ebenen. Für Startups zählen Fortschritte in der Technologieentwicklung, abgeschlossene Pilotprojekte, Finanzierungserfolge und Markteintritte als zentrale Indikatoren.
Für den Standort Berlin erfassen wir die Anzahl neu gegründeter Hardtech-Startups, geschaffene Arbeitsplätze, Industriekooperationen sowie die Sichtbarkeit Berlins als führender Deep Tech Hub in Deutschland und Europa. Anhand dieser Kennzahlen entwickeln wir kontinuierlich unsere Infrastruktur, Programme und Netzwerke weiter.

Welche Ziele verfolgt der de:hub Berlin – DeepTech in den kommenden Jahren, um Deutschland als führenden Standort für DeepTech Innovationen weiter zu stärken?

Wir wollen dies erreichen, indem wir den Technologietransfer weiter beschleunigen, Startups bei Skalierung und Industrialisierung unterstützen und internationale Kooperationen ausbauen.
Bei MotionLab.Berlin liegt der Fokus darauf, Infrastruktur, Expertise und Netzwerke weiterzuentwickeln, Pilotprojekte mit Industriepartnern zu fördern und Talente sowie Investor:innen eng mit Startups zu vernetzen – so entsteht gemeinsam ein nachhaltiges, innovationsstarkes Ökosystem.

Bild René Giese de:hub Berlin Bildrechte Janosch Weiss

Wir bedanken uns bei René Giese für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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