Inhaltsverzeichnis
- Capital for Innovation Summit bringt Investoren und Startup Factories zusammen
- Venture Capital als strategische Assetklasse etablieren
- Professionelle Strukturen für Innovationen schaffen
- Öffentliche und private Investoren enger vernetzen
- Kapitalmarkt als Wachstumsmotor stärken
- KfW sieht Venture Capital als Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit
- Politik fordert bessere Rahmenbedingungen
- UnternehmerTUM und Futury setzen auf Partnerschaften
Capital for Innovation Summit bringt Investoren und Startup Factories zusammen
Frankfurt am Main, 25. Juni 2026 – Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit entscheidet sich zunehmend daran, wie erfolgreich Innovationen in skalierbare Unternehmen übersetzt werden. Eine zentrale Voraussetzung dafür ist ausreichendes Wachstumskapital. Vor diesem Hintergrund kamen beim Capital for Innovation Summit in Frankfurt erstmals rund 150 führende Akteure aus Family Offices, Stiftungen, Venture-Capital-Fonds, Unternehmen, Politik und Wissenschaft zusammen.
Gemeinsam mit Vertretern aller zehn nationalen Startup Factories diskutierten sie, wie Venture Capital in Deutschland als strategische Assetklasse weiterentwickelt und mehr langfristiges Kapital für Startups mobilisiert werden kann. Ausgerichtet wurde der Summit von Futury, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und UnternehmerTUM.
Venture Capital als strategische Assetklasse etablieren
Im Mittelpunkt der Vorträge, Diskussionen und Workshops standen vier zentrale Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen.
Institutionelle Investoren wie Stiftungen, Family Offices, Versicherungen und Versorgungswerke verfügen über erhebliches Potenzial, ihre Investitionen in Venture Capital auszubauen. Dafür braucht es mehr Transparenz, gezielte Weiterbildungsangebote sowie vereinfachte Governance- und Entscheidungsstrukturen.
Ein Beispiel dafür ist der gemeinsam von KfW Capital, der Frankfurt School of Finance & Management und Futury entwickelte Zertifikatsstudiengang Certified Venture Capital Expert, der institutionellen Investoren praxisnahes Wissen über Venture Capital vermittelt.
Professionelle Strukturen für Innovationen schaffen
Kapital allein reicht nach Ansicht der Teilnehmer nicht aus. Entscheidend sind professionelle Strukturen, der Zugang zu Netzwerken sowie die Fähigkeit, Innovationen erfolgreich zu skalieren.
Genau für diesen Austausch zwischen Investoren, Startups, Unternehmen und Wissenschaft wurden Futury sowie die weiteren Startup Factories ins Leben gerufen.
Öffentliche und private Investoren enger vernetzen
Ein weiterer Schwerpunkt war die stärkere Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Kapitalgebern.
Als wichtige Bausteine für mehr Wachstumsfinanzierung wurden unter anderem die WIN-Initiative, der High-Tech Gründerfonds (HTGF), der Wachstumsfonds II, Finanzierungsinstrumente des Deutschlandfonds sowie Programme gemeinsam mit KfW Capital und dem Europäischen Investitionsfonds genannt.
Kapitalmarkt als Wachstumsmotor stärken
Neben Venture-Capital-Fonds und Direktinvestitionen spielen funktionierende Exit- und IPO-Möglichkeiten eine entscheidende Rolle für ein leistungsfähiges Innovationsökosystem.
Kapitalmarktinstrumente sollen deshalb gezielt weiterentwickelt werden, um mehr Wachstumskapital für innovative Unternehmen in Deutschland bereitzustellen.
KfW sieht Venture Capital als Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit
Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe, betonte:
„Deutschland verfügt über ein starkes Fundament aus Innovation, Forschung sowie Industrie und Mittelstand – aber wir müssen diese Stärken in eine größere wirtschaftliche Dynamik übersetzen. Hierfür braucht es vor allem auch ein leistungsfähiges Venture-Capital-Ökosystem, gezielte Investitionen und eine Kultur, die Wandel als Chance begreift. Der Deutschlandfonds und die WIN-Initiative setzen wichtige Impulse für mehr Wachstums- und Innovationskapital aus Deutschland und fördern damit Wachstum und Wohlstand in unserem Land.“
Politik fordert bessere Rahmenbedingungen
Dr. Janina Jänsch, Abteilungsleiterin Mittelstand, Zukunftstechnologien und Startups im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, erklärte:
„Der Capital for Innovation Summit hat gezeigt: Der Wille, Venture Capital in Deutschland als strategische Anlageklasse zu verankern, ist vorhanden – quer durch Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Jetzt gilt es, die Rahmenbedingungen zu verbessern, um privates und institutionelles Kapital stärker für unsere hochinnovativen Startups und Scale-ups zu mobilisieren.“
UnternehmerTUM und Futury setzen auf Partnerschaften
Prof. Dr. Helmut Schönenberger, CEO von UnternehmerTUM, sagte:
„Technologiegetriebene Startups sind ein zentraler Hebel für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Entscheidend ist, dass mehr institutionelle Investoren den Mut haben, frühzeitig in diese Zukunftstechnologien zu investieren.“
Melissa Ott, Managing Director von Futury, ergänzte:
„Innovation entsteht nicht isoliert. Sie braucht Kapital, Unternehmertum und starke Netzwerke. Mit dem Capital for Innovation Summit haben wir erstmals alle zentralen Akteure der Assetklasse Startup an einen Tisch gebracht. Das ist ein entscheidender Schritt zu einem besseren Finanzierungsumfeld für dringend benötigte Innovationen in Deutschland. Unser Ziel ist es, mithilfe des Summits konkrete Partnerschaften und Investitionen zu bewirken.“
Bild Fotocredit: Futury | Markus Laubvogel
Quelle Futury GmbH





















