paddy entwickelt eine KI Plattform für Lehrkräfte im Unterricht und wird am 13. April in der Sendung Die Höhle der Löwen pitchen.
Das Unternehmen bringt künstliche Intelligenz in den Schulalltag und unterstützt Lehrkräfte dabei, ihren Unterricht effizienter, individueller und zeitgemäßer zu gestalten.
Wie ist das Startup entstanden und welche Personen stehen dahinter?
Die Idee zu paddy ist sehr direkt aus der Praxis entstanden. Gegründet wurde paddy von Lukas Portmann, Tobias Schröder und Matty Frommann.
Wir sind selbst Lehrerkinder und haben schon früh gesehen, wie überfordert viele Lehrkräfte im Alltag sind, gerade wenn es um Digitalisierung geht.
Während der Corona-Zeit haben wir dann angefangen, Schulen zu unterstützen und Fortbildungen für Lehrkräfte zu geben. Damals noch als Schüler. Wir hatten die Idee und haben einfach gemacht.
Wir standen mit 17 mit unseren Eltern im Amtsgericht und haben die erste Firma gegründet. Über die Zeit haben wir tausende Lehrkräfte begleitet und extrem viel Feedback gesammelt.
2024 ist daraus dann die Idee für paddy entstanden, eine KI-Plattform, die genau die Probleme löst, die wir in hunderten Fortbildungen immer wieder gesehen haben.
In welcher Branche ist paddy tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?
paddy ist im Bereich EdTech tätig und ermöglicht das volle Potenzial von KI im Bildungsbereich. Das Geschäftsmodell basiert darauf, Lehrkräfte, Schulen und Schulträger mit einer skalierbaren Plattform auszustatten, die den gesamten Unterrichtsworkflow unterstützt.
Dabei kombinieren wir Software, Inhalte und KI zu einer All-in-One-Lösung für den Schulalltag.
Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung von paddy? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?
Wir haben in über 500 Fortbildungen den Bedarf direkt gesehen und live miterlebt, wie überlastet Lehrkräfte im Alltag sind und wie wenig Potenzial von KI tatsächlich genutzt wird.
Gleichzeitig gibt es viele Tools, die entweder nicht datenschutzkonform sind, nicht auf Schule zugeschnitten oder schlicht zu teuer.
Die Inspiration kam direkt aus dem Lehrerzimmer. Genau hier setzen wir an und bringen ein Tool, das leistungsstark, datenschutzkonform und wirklich auf den Schulalltag abgestimmt ist.
Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?
Das Besondere an paddy ist, dass alles in einem einzigen Chat passiert.
Lehrkräfte können einfach schreiben oder per Sprachnachricht mit paddy interagieren und bekommen direkt passende Ergebnisse.
Im Hintergrund arbeitet ein KI-Agent, der speziell für den Schulkontext entwickelt wurde und verschiedene Inhalte und Formate intelligent kombiniert.
Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?
Die Herausforderungen werden immer größer: Lehrkräfte können nicht mehr unterrichten wie vor 10 Jahren. Differenzieren, individueller unterrichten und zeitgemäße Materialien erstellen – all das wird erwartet. Mit paddy geht das schnell und einfach, in einem einzigen Chat. Statt mehrere Tools zu nutzen, läuft alles über einen einzigen Zugang.
Der größte Unterschied ist die Einfachheit und der direkte Mehrwert im Alltag. Lehrkräfte bekommen sofort Ergebnisse, die sie wirklich nutzen können.
Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?
Das Produkt wurde sehr eng mit Lehrkräften entwickelt. Wir bilden jede Woche über 100 Lehrkräfte weiter und bekommen dadurch kontinuierlich direktes, ungefiltertes Feedback aus der Praxis. Unsere Entwickler sind regelmäßig selbst in diesen Fortbildungen dabei, sprechen mit Lehrkräften vor Ort und erleben die Herausforderungen live. Diese Nähe zur Zielgruppe ist in dieser Form einzigartig.
So konnten wir paddy kontinuierlich weiterentwickeln und sicherstellen, dass jede Funktion wirklich aus dem Schulalltag heraus entsteht.
Welche Vision verfolgt paddy? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?
Die Vision ist klar: paddy soll das Standard-Tool für Lehrkräfte werden.Dabei soll paddy nicht nur in der Unterrichtsvorbereitung unterstützen, sondern ein fester Bestandteil des gesamten Unterrichts werden, von der Planung über die Durchführung bis hin zur Auswertung.
Gerade Themen wie Differenzierung, individuelle Förderung und datenbasierte Lernstandsanalyse werden immer wichtiger. Genau hier setzt paddy an und integriert sich tiefer in den Unterrichtsalltag.
Ein zentraler Fokus liegt zudem auf der Zusammenarbeit mit Schulträgern, um einheitliche Lösungen für mehrere Schulen zu schaffen und paddy systematisch in die Fläche zu bringen.
Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?
Die Teilnahme ist für uns eine große Chance, das Thema KI im Schulalltag in die breite Öffentlichkeit zu bringen. Viele sprechen über KI – aber nur wenige verstehen, was das konkret für Lehrkräfte bedeutet. Genau das wollen wir zeigen. Gleichzeitig geht es uns darum, die richtigen Partner zu finden, um paddy schneller in die Schulen zu bringen.
Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?
Neben Kapital geht es vor allem um Reichweite und strategische Unterstützung. Die Löwen haben einige spannenden Investments in andere Bildungsunternehmen. Daraus können wertvolle Synergien entstehen.
Eine Zusammenarbeit kann helfen, schneller zu wachsen und paddy in mehr Schulen zu bringen.
Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?
Unser Ziel ist es, paddy nicht nur als Tool zu etablieren, sondern als festen Bestandteil des modernen Unterrichts. Paddy soll an möglichst vielen Schulen etabliert werden. Der nächste Schritt ist die Zusammenarbeit mit Schulträgern, um die Plattform systematisch auszurollen.
Parallel wird der Bildungscontent erweitert, um die Qualität weiter zu steigern.
Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?
Das wichtigste Learning war, einfach zu starten.
Wir haben am Anfang einfach gemacht, manchmal vielleicht auch etwas naiv. Als ChatGPT rauskam, haben wir uns sofort reingefuchst und innerhalb kürzester Zeit erste Schulungen dazu angeboten. Da war bei weitem nicht alles perfekt, aber genau dadurch haben wir extrem schnell gelernt.
Durch dieses Vorgehen haben wir kontinuierlich wertvolles Feedback bekommen und ein viel besseres Verständnis für die echten Probleme entwickelt. Natürlich bekommt man dabei auch mal auf die Nase, es läuft nicht immer alles glatt und es geht ständig auf und ab.
Aber genau das gehört dazu. Perfektion ist am Anfang weniger wichtig als Geschwindigkeit, Nähe zum Nutzer und die Bereitschaft, Dinge einfach umzusetzen und daraus zu lernen.
Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?
Wartet nicht auf den perfekten Moment.
Geht früh zu euren Nutzern und versteht ihre Probleme wirklich.
Und baut ein Team, das für die Sache brennt, denn ein Startup ist immer ein Auf und Ab.
Sehen Sie paddy am 13. April 2026 um 20:15 in der Höhle der Löwen
Bild: Lukas Portmann, Tobias Schröder und Matty Frommann bei der TV Sendung „Die Höhle der Löwen“ Bildcredits/Fotograf: VOX, Foto: RTL / Stefan Gregorowius
Wir bedanken uns bei Matty Frommann, Lukas Portmann und Tobias Schröder für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder
























