forpeople entwickelt wasserfreie Hautpflege für trockene und beanspruchte Haut. Mit konzentrierten Formulierungen und der Teilnahme an der The Green Deal Show macht das Startup auf nachhaltige Kosmetik aufmerksam
Wie entstand die Idee zu forpeople und was hat euch an herkömmlicher Hautpflege besonders gestört?
Die Idee zu forpeople entstand aus einem sehr konkreten Problem: stark beanspruchte Haut im Klettersport. Die Hände unseres Mitgründers waren durch Chalk, Reibung und Belastung ständig trocken, rissig und offen. Trotz vieler ausprobierter Produkte hat nichts nachhaltig geholfen. Was uns dabei gestört hat: Viele herkömmliche Cremes bestehen zum Großteil aus Wasser, ziehen schnell ein, haben aber kaum langfristige Wirkung. Also haben wir angefangen, selbst eine Lösung zu entwickeln – mit wenigen, konzentrierten Inhaltsstoffen, die wirklich funktionieren.
Was war eure Vision hinter forpeople, als ihr das Unternehmen gegründet habt?
Unsere Vision war von Anfang an, Pflege einfacher, ehrlicher und wirksamer zu machen. Statt komplexer Formulierungen wollten wir Produkte entwickeln, die sich auf das Wesentliche konzentrieren und ein echtes Problem lösen. Gleichzeitig wollten wir zeigen, dass Kosmetik nicht nur „weniger schlecht“, sondern auch regenerativ sein kann – für Haut und Natur.
forpeople setzt auf wasserfreie Hautpflege. Warum ist dieser Ansatz aus eurer Sicht nachhaltiger?
Wir verzichten bewusst auf Wasser in unseren Formulierungen. Dadurch entstehen zwei Vorteile: Zum einen sind unsere Produkte deutlich konzentrierter und ergiebiger. Zum anderen vermeiden wir unnötige Transportwege, da kein Wasser „mittransportiert“ wird. Das reduziert den CO₂-Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Für uns geht es dabei nicht darum zu sagen, dass Wasser grundsätzlich schlecht ist – sondern dass es für unsere Art von Pflege keinen Mehrwert bringt.
Welche Zielgruppe möchtet ihr mit euren Produkten besonders ansprechen?
Unsere Produkte richten sich an Menschen mit trockener und beanspruchter Haut – egal ob im Alltag, im Job oder beim Sport. Viele unserer Kund sind aktiv, viel draußen oder haben einfach Haut, die mit klassischer Pflege nicht gut zurechtkommt. Gleichzeitig sprechen wir eine Zielgruppe an, die Wert auf ehrliche Produkte, reduzierte Inhaltsstoffe und nachhaltige Lösungen legt.
Was unterscheidet forpeople aus eurer Sicht von klassischen Naturkosmetik Marken?
Viele Naturkosmetik-Marken fokussieren sich auf Inhaltsstoffe oder Zertifizierungen – wir starten beim Problem. Unsere Produkte sind nicht aus einem Trend entstanden, sondern aus einem konkreten Anwendungsfall. Daraus ergibt sich auch unser Ansatz: wasserfrei, minimalistische Rezepturen und klarer Fokus auf Funktion. Wir versuchen nicht, alles abzudecken, sondern Dinge besonders gut zu machen.
Welche Herausforderungen bringt es mit sich, nachhaltige Kosmetikprodukte am Markt zu etablieren?
Nachhaltigkeit allein reicht heute nicht mehr als Differenzierung. Die größte Herausforderung ist es, gleichzeitig wirksam, verständlich und attraktiv zu sein. Viele Konsument sind skeptisch geworden – zu Recht. Deshalb müssen wir nicht nur gute Produkte entwickeln, sondern auch klar und ehrlich kommunizieren, was sie können und was nicht.
Ihr wart am 05. Juni 2026 in der dritten Folge von The Green Deal Show zu sehen. Wie habt ihr die Teilnahme erlebt?
Die Teilnahme war intensiv und gleichzeitig extrem lehrreich. In sehr kurzer Zeit mussten wir unsere Marke und unsere Produkte auf den Punkt bringen. Besonders spannend war das Unboxing, weil sofort sichtbar wurde, ob unser Produkt intuitiv verstanden wird oder nicht.
Mit welchen Erwartungen seid ihr damals in The Green Deal Show gegangen?
Wir sind mit der Erwartung reingegangen, unsere Marke sichtbarer zu machen und ehrliches Feedback zu bekommen. Uns war wichtig, zu sehen, wie Menschen außerhalb unserer Bubble auf das Produkt reagieren und wo wir noch klarer werden müssen.
Gab es nach der Ausstrahlung neue Chancen, Kooperationen oder Reaktionen auf forpeople?
Ja, wir haben deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommen – sowohl von Kund als auch von potenziellen Partnern. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass viele Menschen sich intensiver mit unseren Produkten auseinandersetzen, wenn sie den Kontext dazu verstehen.
Konnte forpeople durch The Green Deal Show einen Deal abschließen oder wichtige Kontakte gewinnen?
Die Show war definitiv ein Türöffner für Gespräche und Kontakte. Am Ende haben wir einen Deal mit Marie Nasemann bekommen und haben uns darüber sehr gefreut, da Sie unsere Wunsch Creatorin war. Gleichzeitig führen wir auch noch weitere Gespräche mit wichtigen Kontakten die wir durch die Green Deal Show knüpfen konnten und sind gespannt was daraus noch alles entsteht!
Wie ging es nach der Sendung für euch weiter und welche Entwicklungen haben sich seitdem ergeben?
Nach der Sendung haben wir vor allem an unserer Kommunikation gearbeitet und viele Learnings integriert. Wir haben unsere Positionierung geschärft, unsere Produkte klarer eingeordnet und uns stärker auf unsere Kernzielgruppe fokussiert.
forpeople hat in den vergangenen Jahren auch schwierige Phasen erlebt. Was habt ihr aus dieser Zeit gelernt?
Die schwierigsten Phasen waren gleichzeitig die wichtigsten. Wir haben gelernt, dass Klarheit, Fokus und ehrliche Kommunikation entscheidend sind. Außerdem haben wir verstanden, dass man sich nicht an allem orientieren darf, was der Markt gerade macht – sondern an dem, was man selbst wirklich gut kann.
Welche Ziele verfolgt forpeople in den kommenden Jahren?
Wir wollen unsere Produktlinie gezielt weiterentwickeln – vor allem im Bereich Repair-, Sonnen- und SOS-Pflege. Gleichzeitig möchten wir unsere regenerative Vision weiter ausbauen und zeigen, dass Pflege mehr kann als nur „neutral“ zu sein. Langfristig geht es darum, eine Marke aufzubauen, der Menschen vertrauen.
Würdet ihr anderen nachhaltigen Startups empfehlen, bei The Green Deal Show teilzunehmen?
Ja, definitiv. Die Show zwingt einen dazu, die eigene Idee wirklich zu durchdenken und verständlich zu machen. Gleichzeitig bekommt man ehrliches Feedback, das enorm wertvoll ist – egal, ob man einen Deal abschließt oder nicht.
Welche drei Tipps würdet ihr Gründer geben, die heute eine nachhaltige Marke aufbauen möchten?
Startet beim Problem, nicht beim Produkt – nur so entsteht echte Relevanz
Seid ehrlich in eurer Kommunikation – auch über Grenzen und Schwächen
Macht Dinge lieber klar und einfach, statt komplex und perfekt
Bildcredits: forpeople skincare GmbH
Wir bedanken uns bei Marc Seipel für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


























