Samstag, Juni 6, 2026
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Steht nachhaltige Diagnostik vor dem nächsten Entwicklungsschritt?

hey mela entwickelt den weltweit ersten veganen Schwangerschaftstest auf Basis tierfreier Antikörper und macht durch die Teilnahme an der The Green Deal Show auf nachhaltige Diagnostik aufmerksam

Wie entstand die Idee zu hey mela und was hat euch dazu bewegt, einen veganen Schwangerschaftstest zu entwickeln?

Die Idee entstand aus unserer Forschung an tierfreien Antikörpern. Dabei haben wir festgestellt, dass nahezu alle heute verfügbaren Schwangerschaftstests auf tierischen Komponenten basieren. Mit hey mela wollten wir zeigen, dass zuverlässige Diagnostik auch ohne tierische Bestandteile möglich ist. Das Ergebnis ist der weltweit erste tierfreie Schwangerschaftstest.

Was war eure Vision hinter hey mela, als ihr das Startup gegründet habt?

Unsere Vision war nie nur ein Schwangerschaftstest. Wir möchten die Diagnostikbranche nachhaltiger gestalten und eine Plattform für tierfreie diagnostische Antikörper aufbauen. hey mela ist dabei der erste Beweis, dass unsere Technologie funktioniert und marktfähig ist.

hey mela verbindet Biotechnologie mit Nachhaltigkeit. Warum war euch dieser Ansatz besonders wichtig?

Wir sind überzeugt, dass technologische Innovation und Nachhaltigkeit zusammengehören. Gerade in der Biotechnologie gibt es noch viele etablierte Prozesse, die auf tierischen Rohstoffen basieren. Wir möchten zeigen, dass moderne Diagnostik auch nachhaltiger, ressourcenschonender und ethischer gestaltet werden kann.

Welche Zielgruppe möchtet ihr mit hey mela besonders ansprechen?

Wir richten uns an Menschen, die Wert auf zuverlässige Diagnostik, Nachhaltigkeit und Transparenz legen. Besonders sprechen wir Frauen an, die bewusst konsumieren und sich für innovative Gesundheitsprodukte interessieren.

Was unterscheidet hey mela aus eurer Sicht von klassischen Schwangerschaftstests?

hey mela ist der weltweit erste Schwangerschaftstest, der vollständig ohne tierische Antikörper und andere tierische Komponenten hergestellt wird. Gleichzeitig ist er ein echtes Made-in-Germany-Produkt: Von der Entwicklung über die Produktion bis hin zur Verpackung und Gebrauchsanweisung stammt alles aus Deutschland. Zudem setzen wir auf Biokunststoffe und nachhaltigere Materialien. Diese Kombination aus tierfreier Biotechnologie, Nachhaltigkeit und regionaler Produktion gibt es in dieser Form bislang weltweit nicht.

Wie reagieren Kund auf das Thema nachhaltige und tierfreie Diagnostik?

Viele Menschen sind überrascht, dass klassische Diagnostikprodukte überhaupt tierische Bestandteile enthalten. Sobald wir unsere Technologie erklären, erhalten wir sehr positives Feedback. Das Interesse an nachhaltigen Alternativen wächst stetig.

Welche Herausforderungen bringt es mit sich, ein Medizinprodukt nachhaltig und gleichzeitig zuverlässig zu entwickeln?

Im Bereich der Diagnostik steht die Zuverlässigkeit immer an erster Stelle. Die größte Herausforderung bestand darin, eine tierfreie Alternative zu entwickeln, die dieselbe Leistungsfähigkeit bietet wie bestehende Verfahren. Dafür waren viele Jahre Forschung und Entwicklung notwendig.

Ihr wart am 05. Juni 2026 in der dritten Folge von The Green Deal Show zu sehen. Wie habt ihr die Teilnahme erlebt?

Die Teilnahme war eine spannende Erfahrung. Es war eine großartige Gelegenheit, unsere Technologie einem breiteren Publikum vorzustellen und zu zeigen, welches Potenzial nachhaltige Biotechnologie für die Zukunft der Diagnostik hat.

Mit welchen Erwartungen seid ihr damals in The Green Deal Show gegangen?

Unser Ziel war es, Aufmerksamkeit für das Thema tierfreie Diagnostik zu schaffen und Menschen für nachhaltige Innovationen im Gesundheitsbereich zu begeistern. Gleichzeitig wollten wir wertvolle Kontakte zu potenziellen Partnern und Multiplikator knüpfen.

Gab es nach der Ausstrahlung neue Gespräche, Kooperationen oder Reaktionen auf hey mela?

Ja, die Teilnahme hat direkt zu neuen Gesprächen und Kooperationen geführt. Wir konnten eine Zusammenarbeit mit einer Influencerin vereinbaren. Darüber hinaus hat sich eine weitere Influencerin bei uns gemeldet, die von unserem Produkt und unserer Mission überzeugt ist und hey mela gerne mit ihrer Community teilen möchte. Für uns ist Sichtbarkeit besonders wichtig, da viele Menschen bisher gar nicht wissen, dass herkömmliche Diagnostikprodukte auf tierischen Antikörpern basieren. Genau hier hilft uns die mediale Aufmerksamkeit enorm.

Konnte hey mela durch The Green Deal Show einen Deal abschließen oder wichtige Kontakte gewinnen?

Ja, die Teilnahme hat uns wertvolle Kontakte und neue Kooperationsmöglichkeiten eröffnet. Besonders freuen wir uns über die Influencer-Kooperationen, die direkt aus der erhöhten Sichtbarkeit entstanden sind. Für ein junges Unternehmen wie unseres ist es entscheidend, Menschen für die Themen nachhaltige Diagnostik und tierfreie Biotechnologie zu sensibilisieren. Die Reichweite und Aufmerksamkeit durch die Sendung waren daher für uns sehr wertvoll.

Wie ging es nach der Sendung für euch weiter und welche Entwicklungen haben sich seitdem ergeben?

Wir haben unsere Gespräche mit Industriepartnern weiter ausgebaut, neue White-Label-Projekte vorbereitet und den Markteintritt in Österreich geschafft. Gleichzeitig arbeiten wir daran, unsere Plattform für tierfreie Antikörper weiter zu skalieren.

Plant ihr, die Technologie von hey mela künftig auch für weitere Diagnostiktests einzusetzen?

Ja, definitiv. Schwangerschaftstests sind für uns erst der Anfang. Aktuell arbeiten wir bereits an der Entwicklung weiterer Produkte im Bereich Women’s Health, darunter ein Ovulations- und ein Menopausentest.

Darüber hinaus nutzen wir unsere Technologie bereits für die Entwicklung und Produktion tierfreier Antikörper für Diagnostikunternehmen. Diese Antikörper kommen beispielsweise in Laboren, Arztpraxen und diagnostischen Anwendungen zum Einsatz. Hier arbeiten wir bereits mit deutschen und europäischen Unternehmen zusammen.

Langfristig sehen wir das größte Potenzial darin, herkömmliche Antikörper durch unsere tierfreien Alternativen zu ersetzen. Neben den Nachhaltigkeitsvorteilen bieten wir eine hohe und reproduzierbare Qualität sowie langfristig auch wirtschaftliche Vorteile. Unser Ziel ist es, tierfreie Antikörper als neuen Standard in der Diagnostik zu etablieren.

Würdet ihr anderen nachhaltigen Startups empfehlen, bei The Green Deal Show teilzunehmen?

Ja. Die Show bietet eine hervorragende Möglichkeit, innovative Ideen sichtbar zu machen, Feedback zu erhalten und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Besonders für Startups mit nachhaltigen Lösungen kann dies ein wichtiger Schritt sein.

Welche drei Tipps würdet ihr Gründer geben, die heute ein Startup im Bereich Health oder Biotech aufbauen möchten?

  1. Habt Geduld. Entwicklungen im Gesundheitsbereich brauchen Zeit und Ausdauer.
  2. Sprecht früh mit potenziellen Kund und Partnern, um echte Marktbedürfnisse zu verstehen.
  3. Baut ein starkes Team auf. Die besten Ideen entstehen durch unterschiedliche Perspektiven und Kompetenzen.

Fotograf: Kevin Münkel

Wir bedanken uns bei Stephanie Pfeil-Coenen und Dr. Alina Eilers für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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