LUKE entwickelt ein Gerät und eine App, die Pflegeetiketten sauber entfernen und digital nutzbar machen, und pitcht am 28. April in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen
Wie ist LUKE entstanden und wer sind die Gründer hinter dem Startup?
LUKE entstand aus einer Alltagsfrustration: Pflegeetiketten kratzen oder hängen unschön aus der Kleidung. Mit einer Schere lassen sich die Dinger aber nur unbefriedigend entfernen. Wir beide (die Brüder Stefan & Christoph) hatten dann die Vision von einem Haushaltstool, das die Etiketten rückstandslos beseitigt.
Welches Problem aus dem Alltag hat euch dazu inspiriert, eine Lösung für störende Pflegeetiketten in Kleidung zu entwickeln?
Die Idee kam beim Zusammenlegen der Wäsche, wo bei allen rausgeschnittenen Etiketten der Rest ausgefranst heraushing oder Löcher in den Textilien waren. Mit LUKE haben wir eine patentierte Schnitttechnologie entwickelt, die mit einem Heissdraht das Etikett entfernt und den Rest gleichzeitig versiegelt.
LUKE wird am 28. April 2026 in der finalen Folge der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu sehen sein. Mit welchen Erwartungen geht ihr in diesen Pitch?
Mit Vorfreude und einem klaren Kopf. Wir wissen, was LUKE kann. Jetzt geht es darum, das in zwei Minuten rüberzubringen. Eine Investition wäre schön, aber die Bühne selbst ist bereits ein Gewinn. Die Reichweite der Sendung ist super für uns.
Wie bereitet ihr euch aktuell auf euren Auftritt in der finalen Folge von 2 Minuten 2 Millionen vor?
Pitch schärfen, Demo-Gerät perfektionieren und die Geschäftszahlen im Griff haben. Und ehrlich gesagt: immer wieder laut sprechen, damit die zwei Minuten sich anfühlen wie zwei Minuten – und nicht wie zwanzig.
Welche zentrale Botschaft möchtet ihr mit LUKE vor den Investorinnen und Investoren vermitteln?
Dass ein kleines Problem im Kleiderschrank eine grosse Marktchance sein kann. LUKE ist ein kleines patentiertes Hardware-Tool mit internationalem Potenzial. Und wenn man es einmal benutzt hat, wird man nie mehr darauf verzichten wollen.
Was wäre für euch ein persönlicher Erfolg nach der Teilnahme an der finalen Folge von 2 Minuten 2 Millionen?
Wenn Menschen nach der Sendung sagen: «Das Problem kenne ich – warum gibt es das Gerät erst jetzt?» Und wenn sich die erste Bestellwelle ankündigt, bevor wir die Bühne verlassen haben.
Welche Vision verfolgt ihr mit LUKE für die Zukunft von Kleidung, Textilpflege und digitalem Kleiderschrank?
Langfristig ist LUKE mehr als ein Etikettenentferner. Wir entwickeln bei LUKE auch einen digitalen Kleiderschrank, der die Infos auf den Pflegeetiketten enthält. Mit der App erhalten Nutzer Zugriff auf alle relevanten Themen rund um einen nachhaltigen Umgang mit Kleidern: Pflegetipps, Möglichkeiten zum Weiterverkaufen, Reparieren, Outfit-Vorschläge und Vieles mehr.
Was macht eure Lösung aus Gerät und App besonders und welchen Mehrwert bietet sie im Vergleich zu herkömmlichen Methoden, Pflegeetiketten zu entfernen?
Eine Schere löst das Problem nicht wirklich – sie hinterlässt immer einen Rest. LUKE entfernt das Etikett vollständig, ohne den Stoff zu beschädigen. Die App wird dann die Schnittstelle zwischen physischen Kleidern und digitalem Kleiderschrank sein.
Welche Rolle spielt die Kombination aus Hardware und digitaler Anwendung für euer Geschäftsmodell?
Das Gerät ist der Einstieg. Es löst ein unmittelbares Problem und schafft Vertrauen. Die App ist der langfristige Wert: für den Nutzer als persönlicher Kleiderschranks-Assistent, für uns als Plattform mit echtem Potenzial für Partnerschaften mit Marken und Handel.
Welche Vorteile bietet LUKE im Alltag für Nutzerinnen und Nutzer, insbesondere in Bezug auf Komfort, Pflege und Nachhaltigkeit?
Komfort liegt auf der Hand, denn mit LUKE gibt es kein Kratzen mehr. Nachhaltigkeit kommt dann über die App dazu: Wer seine Kleidung kennt und richtig pflegt, trägt sie länger. LUKE hilft dabei, weil die Pflegeinfos nicht mehr weggeworfen werden, wenn das Etikett weg ist. Sie wandern in die App und unterstützen im Alltag.
Welche Zielgruppe sprecht ihr mit LUKE besonders an und welche konkreten Probleme löst ihr für diese?
Im Kern sind es Menschen, die viel Wert auf das legen, was sie tragen: bewusste Käufer, Eltern, die empfindliche Kinder anziehen, Menschen mit sensibler Haut – aber eigentlich alle, die auf Etiketten verzichten können. Das ist keine Nische. Das sind ziemlich viele potenzielle Kunden.
Welche Herausforderungen begegnen euch bei der Entwicklung eines Produkts, das sowohl physisch als auch digital funktioniert?
Die Hardware muss absolut zuverlässig funktionieren – an verschiedenen Stoffen, verschiedenen Etiketten, in verschiedenen Händen. Das erfordert sehr genaue Fertigung. Gleichzeitig muss die App intuitiv genug sein und wirklich einen Mehrwert stiften. Beides auf einmal zu entwickeln, ist anspruchsvoll. Deshalb starten wir auch erst mit dem Gerät und legen dann mit der App nach.
Was unterscheidet LUKE von anderen Lösungen oder Ansätzen im Bereich Textilpflege und Smart Wardrobe?
Es gibt App-Lösungen für den digitalen Kleiderschrank, aber bislang werden die wichtigen Infos auf den Etiketten nicht berücksichtigt. Bald werden unsere Kleider noch ein weiteres Etikett für den „Digital Product Passport“ haben, über den man viele Informationen zum Kleidungsstück abrufen kann. Auch diese werden dann in der LUKE App enthalten sein.
Welche Bedeutung haben Qualität, Benutzerfreundlichkeit und Nachhaltigkeit für eure Marke?
LUKE ist eine anspruchsvolle Konstruktion mit vielen technischen Bauteilen, die alle sehr präzise miteinander arbeiten müssen. Das geht nur mit einem hohen Qualitätsstandard. Auch soll das Gerät möglichst lange funktionieren. Gleichzeitig soll es einfach zu bedienen sein. Wir haben alles darangesetzt, dass es so intuitiv wie möglich ist. Wir fertigen LUKE in der EU, um möglichst wenig Emissionen durch Transport zu erzeugen. Daneben wird der nachhaltige Umgang mit Kleidern dann ein Hauptmerkmal der LUKE App sein.
Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?
Erstens: Löst ein Problem, das ihr selbst habt. Dann wisst ihr wirklich, ob die Lösung funktioniert. Zweitens: Hört auf das Feedback eurer ersten Nutzer, nicht auf das eurer Familie. Drittens: Traut euch, auch Ideen mit Hardware-Komponenten und ohne KI zu machen. Die haben Potenzial und die Entwicklung ist eine sehr spannende Reise.
Bild: @ LUKE
Sehen Sie LUKE am 27. April 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen
Wir bedanken uns bei Stefan Papst für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder
Premium Start-up: LUKE

Kontakt:
Luke AG
Ringlikerstrasse 80
8142 Uitikon Waldegg
Schweiz
Ansprechpartner: Stefan Pabst

























