Clemens Ressel spricht im Interview über Investorensuche, Verantwortung und Risiken für Start-ups
Warum sprichst du dieses Thema gerade jetzt so deutlich an?
Clemens Ressel: Weil gerade extrem viele Start-ups Zeit, Geld und Fokus verlieren, wenn sie sich bei der Investorensuche auf die falschen Partner verlassen. Wir selbst haben gerade erlebt, wie schnell aus Hoffnung ein echter finanzieller Schaden werden kann.
Was genau ist das Problem an diesen „Investor-Connectoren“?
Clemens Ressel: Es gibt einen wachsenden Markt von Dienstleistern, die dir versprechen, dich mit den richtigen Investoren zu verbinden – ihr Geschäftsmodell basiert aber oft auf Vertrauen und starken Storys, nicht auf messbarer Leistung. Ein Kontakt ist nichts wert, wenn er am Ende nicht konvertiert und kein echtes Investment daraus entsteht.
Du kommst aus dem Spitzensport. Welche Parallelen siehst du zur Investorensuche?
Clemens Ressel: Im Spitzensport zählt am Ende nur Leistung, nicht die Erzählung drum herum. Im Unternehmertum ist das genauso: Performance schlägt Narrative, immer.
Wo liegt aus deiner Sicht das Kernproblem?
Clemens Ressel: Der Markt für Investor-Connectoren ist weitgehend unreguliert. Jeder kann behaupten, er habe ein großes Netzwerk und Top-Zugänge, ohne einen belastbaren Track Record vorlegen zu müssen. Genau diese Intransparenz macht es für Start-ups gefährlich.
Woran erkennt ein Start-up, dass etwas nicht stimmt?
Clemens Ressel: Der wichtigste Warnhinweis ist ein fehlender oder nicht sauber nachweisbarer Track Record. Wenn jemand viele Versprechen macht, aber keine klar benennbaren und überprüfbaren Deals zeigen kann, sollte sofort Vorsicht einsetzen.
Welche Rolle spielen Retainer-Gebühren dabei?
Clemens Ressel: Retainer sind nicht automatisch falsch, aber sie werden oft genutzt, um das Risiko vollständig auf das Start-up zu verschieben. Kritisch wird es immer dann, wenn hohe Vorabzahlungen verlangt werden, ohne dass Leistung, Meilensteine und Ergebnisse klar definiert sind.
Was rätst du Gründerinnen und Gründern ganz konkret, bevor sie etwas unterschreiben?
Clemens Ressel: Keine Retainer ohne klar definierte Leistung, messbare Meilensteine und eine nachvollziehbare Exit-Klausel. Referenzen müssen aktiv geprüft werden, und es muss klar sein, ob wirklich ein direkter Zugang zu Investoren besteht.
Welche typischen Fehler siehst du bei Start-ups in dieser Situation?
Clemens Ressel: Viele Start-ups handeln aus Druck, Hoffnung und Zeitnot. Genau in diesem Moment wird oft zu wenig geprüft und zu viel geglaubt. Profis prüfen, Amateure hoffen – und dieser Unterschied kostet im Zweifel sehr viel Geld.
Wenn du das Ganze auf eine Kernaussage verdichtest – wie lautet sie?
Clemens Ressel: Wenn Leistung nicht messbar ist, ist sie meistens nicht vorhanden. Wer das bei der Investorensuche ignoriert, bezahlt oft mit Geld, Zeit und Vertrauen.
Was ist dein Appell an die Start-up-Szene?
Clemens Ressel: Lies solche Warnungen nicht nur nebenbei und geh dann wieder zum Alltag über. Nimm deine Verträge heute in die Hand, prüfe sie professionell und stoppe jeden Deal, bei dem du keine echten Nachweise bekommst. Sonst wirfst du am Ende genau wie wir schnell mal 10.000 CHF oder mehr an die Wand.
Clemens, wenn eine Gründerin oder ein Gründer dieses Interview liest und sich denkt „Das könnte mir auch passieren“ – was ist der einfachste nächste Schritt, um sich konkret zu schützen, statt nur betroffen zu nicken?
Wenn du bis hierher gelesen hast, dann ahnst du wahrscheinlich, wie dünn die Linie ist zwischen „smarter Investorensuche“ und „teurem Lehrgeld“. Genau deshalb musst du aus diesem Interview mehr mitnehmen als ein kurzes „stimmt schon“ im Kopf.
Wenn du in Zukunft weiser handeln willst, mach es dir einfach:
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Kein Betrug, kein Last Minute Deal, kein Upsell. Nur eine klare Checkliste, die dir hilft, beim nächsten Investor-Connector nicht blind zu vertrauen, sondern professionell zu prüfen. Was du danach daraus machst, ist deine Entscheidung – aber du wirst sie auf einer deutlich besseren Grundlage treffen.
Bildcredits/Fotograf: Fotostudio Wetzikon Yannik Scrugli
Wir bedanken uns bei Clemens Ressel für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

























