Bund fördert deutsche Videotechnologie: Rund eine Million Euro Forschungszulage für alugha
Mannheim, 6. Juli 2026 – Die alugha GmbH erhält für die Entwicklung ihrer mehrsprachigen Videoplattform eine Forschungszulage des Bundes in Höhe von rund einer Million Euro. Die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt beauftragte Bescheinigungsstelle Forschungszulage hat das Vorhaben nach dem Forschungszulagengesetz anerkannt und förderfähige Aufwendungen von insgesamt 4,74 Millionen Euro bestätigt.
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Gegenstand der geprüften Forschungsarbeit ist eine vollautomatisierte Echtzeit-Dubbing-Lösung, die Videotranskription, Übersetzung, Stimmenklonung, Emotionsübertragung und Postproduktion erstmals in einem durchgängigen Prozess vereint. Das Entwicklungsvorhaben läuft seit Januar 2020 und wird im Oktober 2026 abgeschlossen. Die Zulage wird rückwirkend für bereits geleistete Entwicklungsaufwendungen gewährt.
Eine europäische Antwort auf die Dominanz der US-Plattformen
Der Markt für professionelle Videotechnologie wird international von US-Anbietern geprägt. In Mannheim entsteht seit mehreren Jahren eine europäische Alternative: alugha bündelt KI-gestützt in einer einzigen Plattform, wofür Unternehmen bislang mehrere, meist außereuropäische Dienstleister benötigten. Videos werden in beliebige Sprachen übersetzt und mit authentischen sowie geklonten Stimmen neu vertont – vollautomatisch und innerhalb von Sekunden.
Angepasst wird dabei dank Segmentierung ausschließlich der Ton; das Videomaterial selbst bleibt unverändert, was ein entscheidender Vorteil für den Datenschutz ist. Der gesamte alugha-Stack ist europäisch, vom Server bis zur KI: Anders als bei den Angeboten großer US-Konzerne verlassen die Daten Europa nicht.
Für Unternehmen in regulierten Branchen, von Finanzdienstleistern über die Industrie bis zum Gesundheitswesen, ist das mehr als eine Komfortfrage. Wer Schulungs-, Produkt- oder Kundenvideos mehrsprachig anbieten will, musste bislang entweder die Kontrolle über Inhalte und Daten an außereuropäische Anbieter abgeben oder auf Reichweite verzichten. alugha löst diesen Widerspruch auf.
Minuten statt Stunden: Rund 90 Prozent geringere Kosten
Der wirtschaftliche Nutzen ist für Anwender unmittelbar messbar. Produktionszeiten für mehrsprachige Videos, die bislang Stunden oder Tage beanspruchten, verkürzen sich auf wenige Minuten. Synchronstudios, externe Übersetzungsdienstleister und manuelle Nachbearbeitung entfallen weitgehend. Nach statistischen Erhebungen sinken die Produktionskosten dadurch um rund 90 Prozent.
Datenhoheit, Urheberrechte und ein einheitlicher Markenauftritt bleiben zugleich unter europäischer Kontrolle. Angesichts des EU AI Act und wachsender regulatorischer Anforderungen an den Umgang mit Unternehmensdaten wird genau das zunehmend geschäftsentscheidend.
Rückenwind für den Technologiestandort Deutschland
Die Forschungszulage ist für alugha mehr als eine Anerkennung – sie ist die Grundlage für die weitere Expansion. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, eine der führenden europäischen Infrastrukturen für mehrsprachige Videokommunikation im B2B-Bereich zu sein. Gründer und Geschäftsführer Bernd Korz engagiert sich zudem in der Bundesfachkommission Künstliche Intelligenz und Wertschöpfung 4.0 des Wirtschaftsrats der CDU und bringt dort die Perspektive deutscher Technologieunternehmen in die Debatte um europäische KI-Souveränität ein.
„Dass der Bund unser Vorhaben als förderfähig anerkennt, ist ein starkes Signal – nicht nur für uns, sondern für den gesamten deutschen Technologiestandort. Wir zeigen, dass Europa Weltklasse-Technologie im Bereich Video und Künstliche Intelligenz entwickeln kann, mit dem entscheidenden Unterschied, dass unsere Kundinnen und Kunden die volle Kontrolle über ihre Daten behalten. Und wir haben noch einiges vor.“
— Bernd Korz, Gründer und CEO der alugha GmbH
Abschluss des Vorhabens für Oktober 2026 geplant
Die Ergebnisse des Entwicklungsvorhabens fließen in neue und wesentlich verbesserte Produkte ein und bilden die Basis für den weiteren Ausbau der Plattform. Schon heute nutzen Unternehmen aus Industrie, Medien und Bildung die alugha-Infrastruktur, um ihre Inhalte international skalierbar zu machen, ohne ihre digitale Souveränität aus der Hand zu geben.
Die Förderung im Überblick
- Förderinstrument: Forschungszulage nach dem Forschungszulagengesetz (FZulG)
- Fördervolumen: Rund eine Million Euro
- Geprüfte FuE-Aufwendungen: 4,74 Millionen Euro
- Vorhaben: Vollautomatisierte Echtzeit-Dubbing-Lösung mit integriertem End-to-End-Workflow
- Laufzeit: Januar 2020 bis Oktober 2026 (Förderung auch rückwirkend gewährt)
Bild Bernd Korz CEO
Quelle Alugha GmbH













