Förderbank investiert in Drohnenabwehrsystem von Skylance
Die NRW.BANK beteiligt sich erstmals an einem Defence-Start-up und investiert im Rahmen einer Finanzierungsrunde 500.000 Euro in Skylance aus Hürth bei Köln. Dazu wandelt die Förderbank ein Wandeldarlehen in eine Beteiligung um und stellt zusätzliches Kapital bereit. Insgesamt sammelte das Start-up in der Finanzierungsrunde mehr als eine Million Euro von Investoren ein. Skylance entwickelt mit dem „DroneHammer“ ein Drohnenabwehrsystem, das aktuell gemeinsam mit der Bundeswehr erprobt und weiterentwickelt wird.
„Start-ups können mit neuen Technologien einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Resilienz unseres Landes leisten“, sagt Gabriela Pantring, Vorsitzende des Vorstands der NRW.BANK. „Damit aus solchen Ideen marktfähige Lösungen werden, brauchen junge Unternehmen ausreichend Kapital. Mit unserer Beteiligung an Skylance schaffen wir dafür die nötige finanzielle Grundlage.“
Drohnenabwehr gewinnt an Bedeutung
Die Bedrohung durch Drohnen ist in Deutschland deutlich gewachsen. Das Bundeskriminalamt erfasste 2025 mehr als 1.000 verdächtige Drohnenflüge. Wie konkret das Risiko ist, zeigte sich erst jüngst am Flughafen Leipzig/Halle, wo eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt wurde. Entsprechend wächst der Bedarf an Technologien, die Drohnen schnell und kosteneffizient abwehren können.
Kosteneffiziente Technologie zur Drohnenabwehr
An einer solchen Lösung arbeitet Skylance. Das Start-up, das 2025 von Philipp Bohne, Dr. Tobias de Taillez und Dr. Olaf Wollersheim gegründet wurde, entwickelt Technologien zur Drohnenabwehr. Kernprodukt ist der „Dronehammer“, ein lasergesteuerter Lenkflugkörper, der kleinere Drohnen zerstören kann.
Der rund 700 Gramm schwere Flugkörper erreicht eine Geschwindigkeit von mehr als 600 Kilometern pro Stunde. Bei der Zielerfassung und -verfolgung setzt Skylance auf eine Kombination aus Laserenergie, Softwarealgorithmen und Bildverarbeitung. Der Stückpreis für den Dronehammer liegt bei weniger als 3.000 Euro und damit nach Angaben des Unternehmens deutlich unter dem Preis herkömmlicher Systeme. Damit soll auch die Abwehr günstiger Drohnen kosteneffizienter als bislang möglich sein.
Kapital für die weitere Entwicklung
Die NRW.BANK hat Skylance mit einem Wandeldarlehen über 200.000 Euro unterstützt, das nun in eine Beteiligung an dem Unternehmen gewandelt wird. Darüber hinaus investiert sie im Zuge der Finanzierungsrunde 300.000 Euro zusätzliches Kapital. Neben der NRW.BANK beteiligt sich ein Konsortium aus erfahrenen Unternehmern und Investoren aus dem Investment Advisory Club Düsseldorf „IACD e.V.“.
Skylance erprobt und entwickelt die Technologie aktuell gemeinsam mit der Bundeswehr weiter. Das neue Kapital soll vor allem dazu dienen, diese Entwicklung zu beschleunigen und die nächsten Schritte in Richtung Industrialisierung und Serienfertigung vorzubereiten.
Bild Image by Gerd Altmann from Pixabay
Quelle NRW.BANK















