Montag, August 31, 2026
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AMARIK: Die neue Plattform für stilvolle Begleitung zu jedem Anlass

AMARIK entwickelt eine Plattform, über die passende Begleitung für private und geschäftliche Anlässe verlässlich gebucht werden kann.

Können Sie AMARIK kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für eine Plattform für buchbare Begleitung entstanden ist?

AMARIK® ist eine Plattform für geprüfte, stilvolle Begleitung zu konkreten Anlässen, privat wie geschäftlich. Es geht nicht um Dating und nicht um Escort, sondern um Menschen, die für ein Dinner, ein Event, eine Geschäftsreise, einen kulturellen Abend, einen Kurztrip oder eine gemeinsame Aktivität passende Begleitung suchen und diese verlässlich buchen möchten.

Die Idee entstand 2025 in einer Phase, in der ich selbst sehr bewusst darüber nachgedacht habe, wie sich unser gesellschaftliches Leben verändert. Viele Menschen sind beruflich stark eingebunden, leben allein, sind viel unterwegs oder möchten bestimmte Erlebnisse schlicht nicht allein wahrnehmen. Gleichzeitig gibt es für genau diesen Bedarf kaum ein Angebot, das professionell, digital und klar positioniert ist.

Aus dieser Beobachtung entstand AMARIK®. Anfangs war es eine Idee, sehr schnell wurde daraus ein konkretes Plattformmodell. Heute bauen wir damit nicht nur ein Unternehmen auf, sondern arbeiten an einer neuen Kategorie rund um buchbare persönliche Begleitung.

Wer steht hinter AMARIK, und welche Erfahrungen bringen Sie in den Aufbau des Unternehmens ein?

Hinter AMARIK® stehe ich als Gründerin gemeinsam mit einem kleinen, sehr operativen Team aus Entwicklung, Backoffice und regionalen City Leads, die unsere dezentrale Skalierung unterstützen.

Ich bin seit 1999 selbstständig und AMARIK® ist bereits mein drittes Softwareunternehmen. Zwei Unternehmen habe ich zuvor aufgebaut und später verkauft. Dadurch bringe ich viel Erfahrung aus Produktentwicklung, Digitalisierung, Prozessaufbau und Unternehmensführung mit, aber auch die Erfahrung, dass Wachstum nur funktioniert, wenn ein Geschäftsmodell nicht nur technisch, sondern vor allem operativ tragfähig ist.

Bei AMARIK® bin ich deshalb sehr nah an allen Bereichen: Produkt, Prozesse, Marketing, Community-Aufbau, Partnergewinnung und Expansion. Gerade in einer frühen Phase halte ich diese Nähe für wichtig, weil man nur so wirklich versteht, was Nutzerinnen und Nutzer brauchen und an welchen Stellen ein neuer Markt noch erklärt werden muss.

Sie sprechen von einer „Companionship Economy“. Welche Vision verbinden Sie mit diesem neuen Markt?

Mit der Companionship Economy beschreiben wir einen Markt, der aus unserer Sicht gerade erst sichtbar wird: Menschen investieren zunehmend nicht nur in Produkte oder digitale Services, sondern ganz bewusst in gemeinsame Zeit, reale Erlebnisse und persönliche Begleitung.

Dabei geht es nicht um Partnersuche und auch nicht um sexuelle Dienstleistungen. Es geht um konkrete Situationen, in denen Menschen nicht allein sein möchten oder sich ganz bewusst passende Gesellschaft wünschen, etwa bei einem Dinner, einer Veranstaltung, auf Reisen, bei kulturellen Aktivitäten oder im geschäftlichen Umfeld.

Unsere Vision ist, daraus eine eigenständige, professionelle und gesellschaftlich akzeptierte Kategorie zu entwickeln. Persönliche Begleitung soll genauso selbstverständlich planbar und buchbar werden wie andere Dienstleistungen auch, mit klaren Standards, transparenten Rahmenbedingungen und einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit.

AMARIK® möchte diesen Markt nicht nur bedienen, sondern aktiv mit definieren und in Europa mit aufbauen.

AMARIK grenzt sich bewusst von Dating- und Escort-Plattformen ab. Wie vermitteln Sie diesen Unterschied klar nach außen?

Der wichtigste Unterschied ist der Anlass. Bei AMARIK® steht nicht die Partnersuche im Mittelpunkt und auch keine sexuelle Dienstleistung, sondern eine konkrete gemeinsame Aktivität.

Unsere Nutzerinnen und Nutzer buchen Begleitung für ein Dinner, ein Event, eine Reise, Kultur, Freizeit oder einen geschäftlichen Anlass. Ort, Zeit, Interessen und der jeweilige Anlass stehen damit von Beginn an fest. Genau das unterscheidet AMARIK® von klassischen Dating-Plattformen, bei denen zunächst der persönliche Kontakt und die Suche nach einer Beziehung oder einem Date im Vordergrund stehen.

Vom Escort grenzen wir uns ebenso klar ab. Sexuelle Dienstleistungen sind bei AMARIK® ausgeschlossen. Wir kommunizieren diese Linie konsequent in unserer Außendarstellung, in unseren Prozessen und innerhalb der Plattform.

Diese Abgrenzung ist für uns zentral, weil wir eine eigene Kategorie etablieren wollen: professionelle, buchbare Begleitung für reale Anlässe.

Für welche Zielgruppen und Anlässe ist das Angebot besonders interessant?

AMARIK® richtet sich an Menschen, die für einen konkreten Anlass passende Begleitung suchen und dabei Wert auf Verlässlichkeit, Niveau und eine klare Buchbarkeit legen.

Ich kenne diesen Bedarf auch aus eigener Erfahrung: Ich war beruflich auf einer Messe in Hamburg und wollte abends ins Theater. Genau in solchen Situationen stellt sich eine sehr einfache Frage: Gehe ich allein oder gibt es eine unkomplizierte Möglichkeit, für genau diesen Abend passende Gesellschaft zu finden? Klassische Datingplattformen sind dafür aus meiner Sicht kaum geeignet, weil dort weder der konkrete Anlass noch die zeitliche Planbarkeit im Mittelpunkt stehen.

Bei AMARIK® geht es deshalb immer um eine konkrete Situation. Typische Anlässe sind zum Beispiel ein Dinner oder Geschäftsessen, Theater, Oper, Konzert, Ausstellung oder Vernissage, eine Messe, ein Networking-Event oder eine Firmenveranstaltung. Ebenso gehören Geschäftsreisen, Kurztrips, Städtereisen, Sportveranstaltungen, Freizeitaktivitäten, Ausflüge oder ein besonderer Abend dazu.

Interessant ist das Angebot für Geschäftsreisende genauso wie für Menschen, die beruflich stark eingebunden sind, viel unterwegs sind oder bewusst unabhängig leben und bestimmte Erlebnisse trotzdem nicht allein wahrnehmen möchten.

Entscheidend ist für uns deshalb weniger das Alter oder ein bestimmtes Lebensmodell. Entscheidend ist: Es gibt einen Anlass, einen Zeitpunkt und den Wunsch nach passender Begleitung. Genau dafür schafft AMARIK® eine planbare Lösung.

Persönliche Begleitung basiert stark auf Vertrauen. Wie stellen Sie Sicherheit und Qualität auf beiden Seiten der Plattform sicher?

Vertrauen ist für AMARIK® einer der zentralen Faktoren. Deshalb setzen wir auf klare Prozesse statt auf anonyme Profile und möglichst wenig Kontrolle.

Begleiterinnen und Begleiter werden vor der Aktivierung geprüft. Dazu gehört unter anderem eine Identitätsprüfung. Ausweise verwenden wir ausschließlich für diese einmalige Prüfung und löschen die Bilder danach direkt wieder. Zusätzlich prüfen wir Profile auf Qualität, Vollständigkeit und eine stimmige Außendarstellung.

Anfragen, aus persönlichen oder anderen Gründen auf die Verifizierung zu verzichten, lehnen wir bewusst ab. Für uns ist Sicherheit nur dann glaubwürdig, wenn die definierten Standards für alle gleichermaßen gelten und nicht individuell aufgeweicht werden.

Auch während und nach einer Buchung gibt es klare Standards. Dazu gehören verbindliche Verhaltensregeln, ein Bewertungssystem sowie Support- und Sicherheitsfunktionen innerhalb der Plattform. Persönliche Grenzen sind dabei klar definiert und müssen von beiden Seiten respektiert werden.

Für uns bedeutet Qualität aber nicht nur Sicherheit. Es geht genauso um Verlässlichkeit, Pünktlichkeit, Auftreten, Kommunikation und darum, dass eine Begleitung tatsächlich zum Anlass passt.

Wie funktioniert das Matching bei AMARIK, und welche Faktoren entscheiden darüber, welche Begleitung vorgeschlagen wird?

Das Matching bei AMARIK® beginnt nicht mit endlosem Schreiben, sondern mit dem konkreten Anlass. Entscheidend sind unter anderem Ort, Zeitpunkt, gewünschte Aktivität, Interessen und persönliche Vorstellungen.

Unsere Nutzerinnen und Nutzer sehen passende Profile und können gezielt auswählen, wer zu ihrem Anlass passt. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Kontakte herzustellen, sondern eine möglichst stimmige Verbindung für eine konkrete gemeinsame Zeit zu schaffen.

Genau deshalb ist für uns auch die Qualität der Profile so wichtig. Je klarer Interessen, Persönlichkeit, Auftreten und bevorzugte Aktivitäten erkennbar sind, desto besser kann eingeschätzt werden, ob die Begleitung tatsächlich zum jeweiligen Anlass passt.

Unser Grundgedanke ist dabei sehr einfach: weniger beliebiges Swipen, mehr Relevanz für den konkreten Moment.

Gemeinsame Zeit wird bei Ihnen zu einer buchbaren Dienstleistung. Was macht dieses Geschäftsmodell aus Ihrer Sicht besonders?

Besonders ist für mich, dass wir etwas sehr Menschliches in einen klaren, professionellen Rahmen bringen. Gemeinsame Zeit bleibt persönlich, wird aber gleichzeitig planbar, transparent und verbindlich buchbar.

Der Wert entsteht nicht durch ein physisches Produkt, sondern durch die Qualität der Begegnung und dadurch, dass zwei Menschen für einen konkreten Anlass passend zusammengebracht werden. Genau darin liegt für mich auch die Stärke des Modells: Es verbindet digitale Plattformlogik mit einem sehr realen Bedürfnis nach Gesellschaft, Austausch und gemeinsamen Erlebnissen.

Gleichzeitig ist AMARIK® stark skalierbar. Viele Prozesse innerhalb der Plattform sind automatisiert, während wir regional bewusst dezentral wachsen. Dafür haben wir unser City-Lead-Modell aufgebaut: City Leads entwickeln ihre Regionen vor Ort, bauen Netzwerke auf und begleiten den lokalen Markteintritt, ohne dass dafür in jeder Stadt eine eigene zentrale Struktur entstehen muss.

Diese Kombination aus Automatisierung, zentralen Standards und dezentralem Wachstum ermöglicht es uns, neue Städte vergleichsweise schlank zu erschließen und das Modell perspektivisch auch über Deutschland hinaus zu skalieren.

Ein Marktplatz muss gleichzeitig genügend Begleiter und Nutzer gewinnen. Wie gehen Sie mit dieser Herausforderung beim Wachstum um?

Das ist tatsächlich eine der zentralen Herausforderungen jedes Marktplatzmodells. Ich vergleiche es gern mit einem Kühlschrank: Bevor ich Gäste einlade, sollte er gefüllt sein. Genau deshalb bauen wir in neuen Regionen zunächst ein attraktives und qualitativ gutes Angebot an Begleiterinnen und Begleitern auf und erhöhen anschließend gezielt die Sichtbarkeit auf der Nutzerseite.

Unser City-Lead-Modell hilft uns dabei, weil wir regionale Verantwortung mit einer zentral gesteuerten Plattform verbinden. So können wir neue Städte strukturiert entwickeln, ohne überall eigene zentrale Strukturen aufbauen zu müssen.

Wichtig ist für uns außerdem, nicht einfach möglichst viele Profile zu sammeln. Entscheidend ist, dass Profile vollständig, qualitativ gut und tatsächlich buchbar sind. Qualität und Aktivierung sind für uns wichtiger als reine Registrierungszahlen.

Beim Wachstum testen wir sehr datenbasiert, welche Städte, Zielgruppen und Botschaften funktionieren. So setzen wir Marketingbudgets dort ein, wo wir echte Resonanz sehen und können Angebot und Nachfrage Schritt für Schritt zusammenführen.

AMARIK ist bereits in mehreren deutschen Städten aktiv. Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, welche Regionen als Nächstes hinzukommen?

Wir entscheiden nicht nur nach Einwohnerzahl. Für uns ist entscheidend, ob eine Region wirtschaftlich interessant ist, ob es dort eine relevante Zielgruppe gibt und ob wir auf der Angebotsseite genügend Potenzial für gute Begleiterinnen und Begleiter sehen.

Ein wichtiger Faktor sind inzwischen auch unsere eigenen Reichweiten- und Performancedaten. Unsere Instagram-Inhalte haben inzwischen fast eine Million Aufrufe erreicht. Wir werten sehr genau aus, aus welchen Regionen und Metropolen Views, Klicks, Registrierungen und konkrete Reaktionen kommen. Dadurch sehen wir früh, wo unsere Botschaft auf Resonanz trifft und wo sich ein regionaler Markteintritt besonders anbietet.

Hinzu kommen praktische Faktoren wie Erreichbarkeit, regionale Netzwerke und die Frage, ob wir einen passenden City Lead für die Region aufbauen können. Genau dieses dezentrale Modell erlaubt es uns, Städte nicht nach einem starren Plan, sondern nach tatsächlichem Marktpotenzial zu entwickeln.

Unser Ziel ist nicht, möglichst schnell überall einen Punkt auf der Landkarte zu setzen. Wir wollen Regionen so aufbauen, dass dort auch wirklich ein funktionierender Marktplatz entsteht.

Welche langfristigen Pläne verfolgen Sie mit AMARIK, und welche Rolle spielt dabei die Expansion im DACH-Raum?

Unser kurzfristiger Fokus liegt klar auf dem DACH-Raum. Deutschland ist unser Kernmarkt, gleichzeitig bauen wir Österreich und die Schweiz gezielt mit auf. Dabei geht es uns nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Länder zu nennen, sondern das Modell zunächst in vergleichbaren Märkten sauber zu etablieren.

Technisch ist AMARIK® bereits einen Schritt weiter: Die Plattform ist schon heute auch auf Englisch verfügbar. Das ist für uns wichtig, weil AMARIK® von Beginn an europäisch gedacht ist und wir die Voraussetzungen für die nächste Expansionsstufe nicht erst später schaffen wollen.

Unser Plattformmodell, die automatisierten Prozesse und das dezentrale City-Lead-Modell sind darauf ausgelegt, neue Regionen strukturiert zu erschließen. Wenn wir in DACH zeigen, dass sich Angebot, Nachfrage, Qualität und regionale Strukturen reproduzierbar aufbauen lassen, können wir gezielt weitere europäische Metropolen entwickeln.

Unsere Vision ist deshalb größer als der Aufbau einer einzelnen Plattform in Deutschland. Wir wollen AMARIK® als führende Marke innerhalb der Companionship Economy in Europa etablieren und diesen Markt aktiv mitprägen. Eine starke Basis dafür haben wir bereits geschaffen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die einen neuen Markt mit einem erklärungsbedürftigen Geschäftsmodell aufbauen möchten?

Erstens: Nicht in Schönheit sterben. Ich glaube nicht daran, ein Produkt monatelang bis zur vermeintlichen Perfektion zu entwickeln und erst dann in den Markt zu gehen. Gerade bei einem neuen, erklärungsbedürftigen Geschäftsmodell muss man früh sichtbar werden, Werbung schalten, testen und mit echten Reaktionen arbeiten. Das Produkt darf sich weiterentwickeln. Entscheidend ist, dass man überhaupt herausfindet, was der Markt versteht und worauf er reagiert.

Zweitens: Eine klare Linie behalten. Sobald man mit einem neuen Modell sichtbar wird, hat plötzlich jeder eine Meinung dazu und meistens auch eine Vorstellung davon, wie man es besser machen sollte. Zuhören ist wichtig, aber man darf sich nicht nach jeder Meinung strecken. Sonst verliert man Fokus, Geschwindigkeit und irgendwann das eigene Konzept.

Und drittens: Ausdauer, Ausdauer, Ausdauer. Einen neuen Markt aufzubauen bedeutet viele schlaflose Nächte, Rückschläge und Phasen, in denen man sich fragt, ob man komplett verrückt ist. Trotzdem muss man dranbleiben. Gleichzeitig sollte man sich Menschen suchen, die einen emotional oder ganz praktisch unterstützen und zusätzliche Manpower bringen.

Und man muss rausgehen und netzwerken. Sichtbarkeit entsteht nicht von allein. LinkedIn ist für uns zum Beispiel ein wichtiger Kanal geworden, genauso wie jetzt StartupValley. Gerade bei einem erklärungsbedürftigen Produkt braucht es solche Plattformen, um die eigene Idee immer wieder zu erklären, einzuordnen und Schritt für Schritt breiter bekannt zu machen.

Fotocredits: © Sandra Haas

Wir bedanken uns bei Sandra Haas für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


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Ansprechpartnerin: Sandra Haas
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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer
Sabine Elsaesser is an experienced entrepreneur and media/startup expert. Since 2016, she has served as the Chief Editor and CEO of StartupValley Media & Publishing. In this role, she is responsible for managing the company and providing strategic direction for its media and publishing activities. Sabine Elsaesser takes great pleasure in assisting individuals and businesses in reaching their full potential. Her expertise in establishing sales organizations and her passion for innovation make her a valuable advocate for startups and entrepreneurs.

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