Dienstag, September 15, 2026
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Exein sichert sich 270 Millionen US-Dollar für Sicherheitsarchitektur von Physical AI

Das römische Cybersecurity-Unternehmen Exein hat 270 Millionen US-Dollar eingesammelt. Der Investor Headline führt die Runde an. Die Bewertung steigt auf 1,7 Milliarden US-Dollar. Damit wird Exein zum Unicorn – und zu einem der wertvollsten Cybersecurity-Start-ups Europas. Das Geld fließt in den Ausbau der USA- und Asien-Geschäfte sowie in die Sicherheitstechnik für Physical AI.

270 Millionen US-Dollar auf einen Blick

  • Finanzierungssumme: 270 Millionen US-Dollar
  • Bewertung: 1,7 Milliarden US-Dollar (30-fache Steigerung in zwei Jahren)
  • Lead-Investor: Headline
  • Weitere neue Investoren: Sofina, Goldman Sachs, European Investment Bank Group (über die European Tech Champions Initiative), Wachstumsfonds Deutschland (beraten durch KfW Capital), T.Capital (Deutsche Telekom)
  • Bestandsinvestoren mit an Bord: Balderton, HV, Intrepid Growth Partners, 33N Ventures, Lakestar, Supernova Invest, Blue Cloud Ventures, Geodesic Capital
  • Kreditlinie: J.P. Morgan stockt die bestehende Kreditlinie auf, KfW steigt neu als Kreditgeber ein
  • Gründung: 2018 in Rom, durch Gianni Cuozzo
  • Sitz: Rom, mit deutscher Niederlassung in Karlsruhe

Wie Exein Maschinen schützt

Exein schützt Maschinen, die selbst Entscheidungen treffen und handeln – zum Beispiel Roboter, Drohnen und autonome Fahrzeuge. Die Basis dafür bildet Photon: eine Sicherheitsarchitektur, die Exein Anfang 2026 vorgestellt hat. Photon arbeitet auf Kernel-Ebene und stoppt schädlichen Code, bevor ein Angriff beginnt. Dieser Ansatz passt zu autonomen Systemen, die in Sekundenbruchteilen reagieren müssen.

Parallel baut Exein seit zwei Jahren ein eigenes KI-Modell für die Sicherheit von Physical AI. Das Modell lernt aus echten Maschinendaten – nicht aus menschengemachten Texten wie andere KI-Modelle. Diese Daten stammen von über zwei Milliarden vernetzten Geräten, auf denen Exeins Technik bereits läuft. Später soll das Modell autonome Sicherheits-Agenten steuern. Diese Agenten sollen Systeme selbstständig prüfen und schützen – ganz ohne Menschen.

„KI verlagert sich aus der Cloud in die physische Welt. Das ist der Übergang, für den Exein gegründet wurde“, sagt Gründer und CEO Gianni Cuozzo. „Angriffe erfolgen heute in Maschinengeschwindigkeit – also muss auch die Abwehr entsprechend schnell reagieren.“

Ende 2026 will Exein die neue Sicherheitsarchitektur vorstellen. Die KI-Modelle sollen im ersten Quartal 2027 folgen.

Warum jetzt so viel Geld fließt

Exein wächst gerade sehr schnell. Der wiederkehrende Jahresumsatz lag im ersten Halbjahr 2026 viermal so hoch wie im Vorjahr. Auch die Bewertung ist stark gestiegen: in zwei Jahren um das 30-Fache. Gleichzeitig nehmen die Bedrohungen zu: Exein zählt inzwischen rund 5.000 neue Angriffe pro Woche in seinem Netzwerk – fünfmal so viele wie vor einem Jahr. Der Grund dafür: KI macht Angriffe schneller und einfacher. Deshalb muss auch die Abwehr schneller werden.

Die neuen Investoren begründen ihr Engagement genau damit. Headline-Partner Clarey Zhu sieht im Schutz der physischen Welt „eine der wichtigsten Cybersecurity-Herausforderungen des kommenden Jahrzehnts“. Deutsche-Telekom-IoT-Chef Christian Schwalbe verweist auf die wachsende Zahl vernetzter Geräte, die zunehmend geschäftskritische Aufgaben übernehmen: „Eine zuverlässige Geräte- und Firmware-Sicherheit wird entscheidend sein.“

Die nächsten Schritte

Exein will sein US-Team in den nächsten zwei Jahren vergrößern. Dazu kommen mehr Kunden und Partner in den USA. Ein neues Büro soll in der San Francisco Bay Area entstehen. Rund die Hälfte des Umsatzes kommt schon heute aus Asien-Pazifik. Dort hat Exein seit der letzten Finanzierungsrunde im Dezember 2025 einen neuen Hauptsitz in Taiwan eröffnet. Außerdem prüft das Unternehmen mögliche Zukäufe, um Technik und Präsenz weiter auszubauen.

FAQ

Wie viel Kapital hat Exein eingesammelt?
Exein hat 270 Millionen US-Dollar eingesammelt, bei einer Bewertung von 1,7 Milliarden US-Dollar.

Wer sind die Investoren von Exein?
Headline führt die Runde an. Weitere neue Investoren sind Sofina, Goldman Sachs, die European Investment Bank Group, der Wachstumsfonds Deutschland (KfW Capital) und T.Capital (Deutsche Telekom). Bestandsinvestoren wie Balderton, HV und Lakestar sind wieder dabei.

Was macht Exein?
Exein baut Sicherheitstechnik für Physical AI – für Maschinen, die mit KI selbst entscheiden und handeln, etwa Roboter, Drohnen und autonome Fahrzeuge.

Wann wurde Exein gegründet?
Gianni Cuozzo hat Exein 2018 in Rom gegründet.

Wofür nutzt Exein das Geld?
Für den Ausbau der USA- und Asien-Geschäfte und für die Weiterentwicklung der Sicherheitsarchitektur, inklusive eines eigenen KI-Modells.

Bild Exein left to right, Gerardo Gagliardo, CFO & Co-Founder; Gianni Cuozzo, CEO & Founder; Giovanni Alberto Falcione, CTO & Co-Founder

Quelle PIABO Communications Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell recherchiert und geprüft von der StartupValley-Redaktion.

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