Arveum überträgt Plattformprinzip auf Arbeitsmarkt und verbindet Unternehmen und Talente in einem System
München, 22.10.2026 – Das Start-up Arveum Intelligence bringt seine KI-Recruiterin Tilda für Unternehmen auf den Markt und stellt ihr mit dem KI-Coach Theo ein Pendant für Talente zur Seite. Gemeinsam sollen die beiden KI-gestützte Entscheidungen im Recruiting nachvollziehbar machen. Langfristig will Arveum Unternehmen und Talente auf einer gemeinsamen Plattform zusammenbringen. Die Gründer Philipp Montgelas und Albrecht Senden haben bereits in leitenden Positionen zweiseitige digitale Plattformen aufgebaut und skaliert, darunter lastminute.com, Readly, Tipico oder gutefrage.net.
Herausforderungen im Recruiting für Unternehmen und Bewerbende
Unternehmen erhalten heute fast doppelt so viele Bewerbungen pro Neueinstellung wie vor vier Jahren, halten aber fast drei von vier für ungeeignet (IAB-Stellenerhebung). Bewerbende wiederum warten oft vergeblich: Knapp zwei Drittel haben im vergangenen Jahr auf mindestens eine Bewerbung gar keine Antwort bekommen (Indeed/Appinio). Für die Gründer liegt das Problem deshalb nicht allein in der Masse der Bewerbungen, sondern darin, wie unter diesem Druck entschieden wird und wie wenig davon für die andere Seite nachvollziehbar ist.
KI-Recruiterin Tilda unterstützt Unternehmen bei der Personalauswahl
Arveum setzt an beiden Enden an. Bei Unternehmen mit hohem Bewerbungsaufkommen übernimmt die KI-Recruiterin Tilda die Erstauswahl. Sie erstellt die Stellenausschreibung, prüft Lebensläufe auf Anforderungen, Fähigkeiten und Lücken, ordnet die Rolle ins passende Job-Level ein und führt das erste Interview. Am Ende erhalten Personalabteilung und Fachbereich ein übersichtliches Dossier mit Fit-Score und individuellen Fragen für das persönliche Gespräch. Dabei legt Tilda offen, wie sie zu ihrer Einschätzung kommt – bis hin zu den einzelnen Antworten aus dem Interview. Die Entscheidung bleibt beim Menschen.
KI-Coach Theo begleitet Talente durch ihre Karriere
Für Talente entwickelt Arveum die App Theo, die sich derzeit in der Testphase befindet. Die App soll Bewerber:innen kostenlos dabei unterstützen, ihre Bewerbungsunterlagen zu optimieren, sich auf Vorstellungsgespräche vorzubereiten und ihre Fähigkeiten zu verifizieren. Theo ist als langfristiger Begleiter gedacht – nicht nur bis zum nächsten Job, sondern durch die ganze Karriere.
Eine gemeinsame Plattform für Unternehmen und Talente
Das Ziel ist die Verbindung beider Seiten. Wer bei Tilda für eine Stelle nicht zum Zug kommt, soll über Theo im Spiel bleiben und wieder sichtbar werden, wenn die passende Stelle frei wird. Unternehmen sollen auf Talente zurückgreifen können, die sie bereits kennen, statt bei jeder Stelle von vorn zu beginnen.
„Wo immer wir bisher zwei Seiten zusammengebracht haben, hing am Ende alles daran, dass beide Seiten verstehen, woran sie sind. Im Recruiting ist das die Ausnahme: Unternehmen entscheiden unter hohem Zeitdruck und Bewerbende erfahren selten, warum es nicht geklappt hat. Wir wollen beiden eine belastbare Grundlage geben: Unternehmen für ihre Entscheidung, Bewerbenden für ihren nächsten Schritt“, sagt Philipp Montgelas, Gründer und Geschäftsführer von Arveum.
Transparenz und EU AI Act als Herausforderung für KI im Recruiting
Mit KI verschärft sich das Problem. In einer Umfrage von softgarden unter knapp 7.000 Bewerbenden befürchten mehr als vier von fünf Fehlentscheidungen durch KI im Recruiting. KI-Systeme zur Auswahl von Bewerbenden gelten nach dem EU AI Act in der Regel als Hochrisiko-Anwendungen.
„KI wird Personalentscheidungen prägen, ob wir wollen oder nicht. Die Frage ist, ob sich diese Entscheidungen nachvollziehen lassen“, ergänzt Albrecht Senden, Gründer und Geschäftsführer von Arveum. „Ein weiteres Tool oder ein simpler Score ohne Begründung hilft keinem Unternehmen weiter.“
Geschäftsmodell und erste Partnerschaften
Arveum setzt auf ein Hybridmodell: Abonnements für Tilda, künftig ergänzt um Vermittlungsprovisionen über Theo. Mit der WESTPRESS Agency Group hat Arveum einen erfahrenen Partner gewonnen, der Tilda bereits kurzfristig in verschiedenen Recruiting-Projekten und bei einer großen Zahl von Stellenanzeigen zum Einsatz bringen will. Mit weiteren Unternehmen führt Arveum fortgeschrittene Gespräche.
Bild Philipp Montgelas und Albrecht Senden Bildcredits Arveum
Quelle Ardisson & Sass GbR















