Blookery wird am 28. September 2026 mit seinem Blind Booking Konzept in der Höhle der Löwen pitchen und möchte Überraschungsreisen aus der Nische in neue Märkte bringen.
Wie ist die Idee für Blookery entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?
Wir wollten als Freundesgruppe einfach mal zusammen weg – konnten uns aber nicht entscheiden, wohin. Irgendwann hab ich gesagt: „Überweist mir jeder mal 500 €, ich buche und überrasche euch.“ Also habe ich das Zepter in die Hand genommen und eine Überraschungsreise organisiert. Meine Freunde haben erst am Flughafen erfahren, wohin es geht. Es wurde ein richtig cooler Städtetrip nach Rom. Wieder zuhause dachte ich mir: Wieso konnte ich das nirgendwo so buchen? Zwei Tage später war www.blookery.de live. 🙂
In welcher Branche seid ihr mit Blookery tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell eures Startups aus?
Wir sind in der Reisebranche unterwegs. Das Besondere an unserem Konzept ist zum einen die Überraschung – und zum anderen, dass du dir die langwierige, nervige Recherche komplett sparst. Keine hundert Angebote vergleichen, kein mühseliges Durchklicken durch Flug- und Hotelkombinationen. Du nennst uns einfach deine Wünsche, wir machen den Rest.
Welches konkrete Problem löst Blookery und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?
Laut Umfragen dauert die Suche nach dem richtigen Urlaub 10 bis 30 Stunden. Das sind 2 bis 5 Urlaubstage – nur um Urlaub zu suchen. Bei uns nennst du uns deine Wünsche in 2 Minuten. Den Rest erledigen wir.
Warum habt ihr euch mit Blookery für die Teilnahme an Die Höhle der Löwen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?
Ehrlich gesagt: Wir bewerben uns seit der Gründung immer wieder – dieses Jahr hat es endlich geklappt. Im Vordergrund stand für uns, einen Partner zu finden, der mit uns den nächsten Schritt geht: raus aus der Nische und rein in neue Märkte. Genau dafür sitzen dort die richtigen Leute mit Erfahrung und Netzwerk.
Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe in der Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?
Als wir erfahren haben, dass Johannes Kliesch neu als Löwe dabei ist, war für uns sofort klar: Das ist unser Wunschlöwe. Das Verrückte: Dass er dabei ist, haben wir selbst erst kurz vor der Aufzeichnung erfahren. Mit Snocks hat er gezeigt, wie man übers Internet im großen Stil Socken verkauft – er ist im E-Commerce und Marketing komplett zuhause. Und genau diese Mischung brauchen wir: erst mehr Bekanntheit für Blind Booking, dann Schritt für Schritt raus aus der Nische und rein in neue Märkte.
Welche Form der Unterstützung durch die Investoren in der Höhle der Löwen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?
Dass wir wirklich zusammen am Tisch sitzen, gemeinsam am Projekt arbeiten und jemand mit anpackt. Nicht jemanden, der nur Kapital gibt und sich einmal im Jahr zum Zahlencheck meldet – sondern eine echte Partnerschaft.
Welche nächsten Schritte sind nach eurem Auftritt in der Höhle der Löwen für Blookery geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?
Zwei Dinge: Erstens wollen wir im Marketing aufs nächste Level – neue Kanäle testen und Überraschungsreisen aus der Nische holen. Zweitens die Internationalisierung: Blind Booking funktioniert überall dort, wo Menschen von der Urlaubssuche überfordert sind – also so ziemlich überall. Die Reiseziele haben wir bereits im Angebot, es ändert sich vor allem die Abflugseite. Deshalb wollen wir unser Modell Schritt für Schritt in weitere europäische Märkte bringen.
Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg mit Blookery als besonders wertvoll erwiesen?
Dass man kein perfektes Produkt braucht, um zu starten. Wir sind komplett gebootstrapped und haben super klein angefangen: eine einfache Website, ein Formular und unsere ersten Angebote gingen ganz normal per Mail raus – mit einem PayPal.me-Link, weil es noch gar keinen Checkout gab. Wir haben also erst das Problem gelöst und dann die Technik gebaut, nicht umgekehrt. Automatisiert haben wir Stück für Stück immer genau das, was gerade am meisten Zeit gefressen hat.
Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?
Baut nicht monatelang an einem Produkt, um dann festzustellen, dass es niemand kauft. Eine Mail mit PayPal-Link reicht völlig, um herauszufinden, ob Leute für eure Lösung Geld ausgeben. Und: Dranbleiben lohnt sich – wir haben uns seit der Gründung immer wieder bei der Höhle der Löwen beworben, und jetzt, zehn Jahre später, stehen wir tatsächlich dort. Manche Dinge brauchen einfach mehrere Anläufe.
Sehen sie blookery am 28. September 2026 in der Höhle der Löwen
Bild Jannis Jäger und Kevin Kiesewetter, Gründer von blookery (v.li.) Foto: RTL
Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.















