Samstag, Juni 20, 2026
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Warum dein Kampagnenkalender ohne externe Signale unvollständig ist

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Kampagnen: Kampagnenkalender und externe Signale Heiko Guksch

Kampagnenkalender gehören zum Standard in Marketingteams. Newsletter, Push-Nachrichten und Promotions werden Wochen oder Monate im Voraus geplant. Inhalte werden abgestimmt, Timings festgelegt und Aktionen strukturiert vorbereitet.

Auf den ersten Blick wirkt alles durchdacht. Doch in der Praxis zeigt sich oft ein Problem: Der Kalender bildet nur die interne Planung ab, nicht das, was im Markt passiert.

Und genau das macht ihn unvollständig.

Der blinde Fleck vieler Kampagnenkalender

Kampagnen entstehen in vielen Unternehmen aus internen Prozessen. Ziele werden definiert, Aktionen festgelegt und in einen Kalender übertragen. Dieser Plan dient als zentrale Orientierung für alle Beteiligten.

Was dabei häufig fehlt, ist die Einordnung in den Markt. Während intern geplant wird, verändert sich das Umfeld kontinuierlich. Wettbewerber starten Kampagnen, setzen neue Rabattaktionen auf oder verändern ihre Kommunikationsfrequenz. Gleichzeitig entstehen Trends, Events oder saisonale Effekte, die das Verhalten von Kunden beeinflussen.

Diese Faktoren sind in klassischen Kampagnenkalendern meist nicht sichtbar.

Das führt dazu, dass Kampagnen zwar gut geplant sind, aber nicht optimal zum aktuellen Marktumfeld passen.

Welche Signale wirklich zählen

Um Kampagnen realistisch zu planen, müssen externe Einflüsse berücksichtigt werden. Dabei geht es nicht um einzelne Beobachtungen, sondern um wiederkehrende Muster.

Ein zentraler Faktor sind Wettbewerbsaktionen. Welche Promotions laufen aktuell im Markt? Welche Rabattniveaus werden gespielt? Wie häufig kommunizieren andere Unternehmen über Newsletter oder Push?

Ebenso relevant sind saisonale Effekte und Events. Feiertage, Schulferien oder wiederkehrende Anlässe beeinflussen, wann Nutzer besonders empfänglich für bestimmte Angebote sind.

Hinzu kommen Trends und kulturelle Momente. Themen, die kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugen, können Kampagnen verstärken oder komplett überlagern.

Erst durch die Kombination dieser Signale entsteht ein vollständiges Bild.

Timing ist mehr als ein Versanddatum

Viele Marketingteams betrachten Timing vor allem als organisatorische Aufgabe. Wann soll ein Newsletter versendet werden? Wann startet eine Rabattaktion? Und wann geht eine Push-Nachricht live?

In der Realität entscheidet Timing oft über den Erfolg einer Kampagne.

Wenn mehrere Wettbewerber gleichzeitig große Rabattaktionen, Gutscheincodes oder Sales kommunizieren, steigt die Konkurrenz um Aufmerksamkeit. Selbst starke Kampagnen können in solchen Phasen an Wirkung verlieren.

Gleichzeitig entstehen Chancen in ruhigeren Zeitfenstern. Wenn weniger Kommunikation im Markt stattfindet, werden Kampagnen stärker wahrgenommen und erzielen häufig bessere Ergebnisse.

Der richtige Zeitpunkt kann eine durchschnittliche Kampagne deutlich verbessern. Umgekehrt kann schlechtes Timing eine starke Kampagne abschwächen.

Planung und Reaktion gehören zusammen

Viele Teams sehen Planung und Reaktion als Gegensätze. Entweder wird langfristig geplant oder kurzfristig reagiert.

In der Praxis braucht es beides.

Ein klarer Kampagnenplan schafft Struktur und Orientierung. Gleichzeitig muss genügend Flexibilität vorhanden sein, um auf externe Signale zu reagieren.

Das kann bedeuten, Kampagnen zu verschieben, Incentives anzupassen oder zusätzliche Aktionen einzubauen. Gerade Kanäle wie Newsletter und Push bieten hier einen entscheidenden Vorteil, weil Anpassungen vergleichsweise schnell umgesetzt werden können.

Erfolgreiche Teams verstehen ihren Kampagnenkalender deshalb nicht als starres Dokument, sondern als dynamisches Steuerungsinstrument.

Der Unterschied zwischen Daten und Kontext

Einzelne Kampagnen lassen sich nur schwer bewerten, wenn der Kontext fehlt. Gute oder schlechte Performance ist selten isoliert erklärbar.

Ein Rabatt von 20 Prozent kann hervorragend funktionieren. Wenn jedoch mehrere Wettbewerber gleichzeitig mit 30 Prozent oder zusätzlichen Gutscheinen werben, verändert sich die Wahrnehmung der Kunden.

Ohne diesen Kontext werden oft die falschen Schlüsse gezogen. Kampagnen werden angepasst, obwohl die eigentliche Ursache außerhalb des eigenen Unternehmens liegt.

Erst wenn sichtbar wird, welche Aktivitäten parallel im Markt stattfinden, lassen sich Ergebnisse richtig einordnen und bewerten.

Warum externe Signale künftig noch wichtiger werden

Marketing verändert sich gerade grundlegend. Lange Zeit basierten Kampagnenentscheidungen vor allem auf internen Daten. Teams analysierten Öffnungsraten, Klicks, Conversions oder vergangene Kampagnenergebnisse und leiteten daraus ihre nächsten Maßnahmen ab.

Diese Informationen bleiben wichtig. Gleichzeitig reicht der Blick nach innen immer seltener aus.

Kunden bewegen sich in einem Umfeld, das von Wettbewerbern, Trends, Events, saisonalen Effekten und kulturellen Entwicklungen geprägt wird. Wer dieses Umfeld ignoriert, arbeitet mit einem unvollständigen Bild.

Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Immer mehr Entscheidungen werden künftig automatisiert getroffen oder von KI-Systemen unterstützt. Die Qualität dieser Entscheidungen hängt unmittelbar von den verfügbaren Informationen ab.

Dabei gilt ein einfaches Prinzip: Bessere Entscheidungen entstehen durch besseren Kontext.

Wenn Systeme künftig Kampagnen planen, Versandzeitpunkte empfehlen oder Incentives vorschlagen sollen, benötigen sie mehr als historische Unternehmensdaten. Sie müssen verstehen, was außerhalb des Unternehmens passiert.

Die Bedeutung externer Signale wird dadurch nicht kleiner, sondern größer.

Die zentrale Erkenntnis

Ein Kampagnenkalender zeigt, was geplant ist.

Externe Signale zeigen, was im Markt passiert.

Erst die Verbindung aus beidem schafft die Grundlage für fundierte Kampagnenentscheidungen. Wer interne Daten mit Markt-, Wettbewerbs- und Kontextinformationen kombiniert, plant nicht nur strukturierter, sondern langfristig auch erfolgreicher.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Gehört Pro-Aging bald zum neuen Beauty-Standard?

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glow25 Pro-Aging Kollagen für Frauen Steven mattwig glow25

Glow25 entwickelt Kollagen-Produkte mit Fokus auf Pro-Aging, Community und moderne Beauty-Routinen für Frauen.

Wie ist die Idee zu Glow25 entstanden und wer steckt heute hinter der Marke?

Glow25 ist aus einer konkreten Problemstellung entstanden: Das Gründerteam von Primal State hat früh gemerkt, dass immer mehr Frauen Kollagen in ihre tägliche Routine integrieren möchten, jedoch war der von unklarem Qualitätsversprechen, mäßigem Geschmack und „Anti-Aging“-Marketing, das sich für viele schlicht falsch angefühlt hat.

Die Idee war deshalb von Anfang an: Wir wollen Frauen stärken, nicht „reparieren” und dafür brauchte es das bestmögliche Produkt mit hoher Bioverfügbarkeit, transparenten Dosierungen und natürlich einem guten Geschmack.

Heute steckt hinter Glow25 ein großes Team aus Produktentwicklung, Customer Care,CRM/Retention, Brand & Content, Performance Marketing, Marketplace- und Retail-Expert. Dazu kommt ein starkes Netzwerk von Partner aus Qualitätssicherung, Produktion und Logistik. Aber auch die Community, mit der wir unsere Produkte gemeinsam entwickeln und verbessern möchten.

Warum verfolgt Glow25 bewusst einen Pro-Aging-Ansatz statt klassischer Anti-Aging-Botschaften?

Weil „Anti-Aging“ zu einem Kampfbegriff verkommen ist. Frauen werden im Beauty-Markt seit Jahrzehnten auf ein einziges Ziel reduziert, nämlich jünger zu wirken. Das ist weder zeitgemäß noch respektvoll.

Mit Glow25 stehen wir für Ageless Confidence. Es geht uns also um das Gefühl, im eigenen Körper zuhause zu sein, und zwar in jedem Alter.

Pro-Aging bedeutet für uns, dass wir das Älterwerden nicht als Defizit sehen, sondern als die natürlichste Entwicklung der Welt, die man nicht mit irgendwelchen Wunder-Versprechen weg zaubert. Wir konzentrieren uns auf echte Wirkung auf das Wohlbefinden im Alter, nicht die Unsicherheit, die mit vermeintlichen Alters-Makeln einhergeht.

Diese Haltung schafft Vertrauen. Wer sich gesehen fühlt, bleibt.

Steven, was hat Sie daran gereizt, Glow25 als externer CEO zu übernehmen?

Glow25 war für mich die seltene Kombination aus starker Category-Leadership und einer Mission, die sich richtig anfühlt. Ausschlaggebend war für mich zunächst der Market Fit: Wiederkäufer, gute Reviews und viele Weiterempfehlungen konstituieren für mich die härteste Währung in unserer Branche. Dazu kommt die Zielgruppe der Frauen zwischen 35 und 65, die jahrelang unterschätzt wurde, aber jetzt nach und nach in den kulturellen Fokus rückt. Wer in unsere Kategorie glaubwürdig führt, kann kulturelle Trends setzen.

Ebenfalls brenne ich als Manager natürlich auch darauf, die operative Exzellenz weiter auszubauen: Systeme, Prozesse, Internationalisierung, bessere Margen, bessere Produkte. Glow25 bietet dafür für mich die perfekte Plattform.

Warum wird die Zielgruppe der Frauen 50+ aus Ihrer Sicht im Beauty-Markt noch immer unterschätzt?

Weil viele Marken nach einem veralteten Drehbuch arbeiten. Dabei wird an Frauen vorbei kommuniziert, statt mit ihnen: Mit Bildern, Sprache und Versprechen, die dieser Zielgruppe gar nicht gerecht werden. Wenn Frauen über 50 überhaupt sichtbar sind, dann oft nur als Ausnahme, fast wie ein Statement. Das ist absurd, wenn man sich anschaut, wer in Deutschland tatsächlich Beauty-Produkte kauft.

Was dabei ebenfalls völlig unterschätzt wird, ist ihre Kaufkraft und Loyalität. Eine Frau Mitte 50 weiß in der Regel sehr genau, was sie will. Sie kauft bewusster, bleibt einer Marke länger treu und lässt sich seltener von hippen Buzzwords überzeugen. Es reicht nicht, ein Produkt mit „Anti-Aging” zu labeln und sich auf eine schicke Kampagne zu verlassen.

Für mich ist die Sache deshalb ziemlich einfach: Wer diese Zielgruppe ernst nimmt – inhaltlich, visuell und in der gesamten Ansprache –, der gewinnt nicht nur Umsatz, sondern auch Glaubwürdigkeit, die im Markt gerade viel wertvoller ist.

Wie schafft es glow25, eine Markenwelt aufzubauen, in der sich Frauen langfristig wiederfinden?

Ehrlich gesagt machen wir das Gegenteil von dem, was die meisten Beauty-Marken tun. Weniger Kampagnen-Hype, keine glatten Versprechen, viel eher Rituale, Ergebnisse und Beziehungen. Das ist vielleicht unspektakulär, aber genau das ist der Punkt.

Konkret bedeutet das für uns vier Dinge. Education kommt vor allem anderen. Wir erklären, wie ein Wirkstoff dosiert ist, wie er funktioniert und wann man Ergebnisse erwarten kann. Keine „Magie”, eher Klarheit. Das erwarten unsere Kundinnen schlicht. Wir zeigen echte Frauen, echte Altersgruppen und echte Ergebnisse. Keine retuschierten 25-Jährigen, die angeblich Wechseljahresprodukte testen. Dann Konsistenz: die gleiche Haltung über alle Touchpoints hinweg – vom Packaging bis zum Customer Care. Und schließlich: Community. Unsere Kundinnen sollen sich nicht „angesprochen” fühlen, das ist mir zu wenig. Sie sollen sich zugehörig fühlen.

Eine Marke bleibt nur dann langfristig relevant, wenn sie im Alltag funktioniert und emotional Sinn ergibt. Alles andere ist Marketing-Theater.

Was unterscheidet Glow25 von anderen Kollagen- und Beauty-Marken?

Für viele Kundinnen ist Glow25 nicht „auch Kollagen”, sondern das Kollagen. Diesen Unterschied haben wir uns hart erarbeitet: durch Fokus, durch Konsistenz und durch echte Proof-Points statt Marketing-Versprechen.

Was uns zusätzlich auszeichnet, ist die Art und Weise, wie wir mit Wissenschaft umgehen. Wir sind wissenschaftlich fundiert, aber nicht klinisch. Transparente Dosierungen, klare Zeitpläne, verständliche Mechanismen. Am Ende soll eine Kundin verstehen, was sie da eigentlich täglich trinkt und warum es Sinn ergibt – für mich ist das eine Bringschuld der Marke.

Und dann gibt es einen Punkt, der intern bei uns fast wichtiger ist als alles andere. Retention. Viele Marken optimieren auf den ersten Kauf. Wir hingegen optimieren darauf, dass eine Frau nach drei, sechs oder zwölf Monaten sagt: „Das gehört zu mir.” Genau dort entscheidet sich, ob eine Marke wirklich relevant ist oder nur kurzfristig Aufmerksamkeit erhält.

Welche Rolle spielen Community und Kundennähe für euren Erfolg?

Unsere Community ist Feedback-System, Innovationsmotor und Vertrauensanker in einem. Wir hören zu, wir testen schneller, wir lernen schneller. Das spiegelt sich in jedem Produkt wider, das wir launchen.

Bei uns wird Kundennähe sehr konkret. Reviews lesen wir nicht als Social Proof fürs Marketing. Für uns sind sie ein echtes Produktbriefing. Wenn an einer Stelle immer wieder die gleiche Frage auftaucht, gehen wir dem nach. Customer Care ist bei uns auch kein Ticket-Handling. Da entscheidet sich für uns, ob eine Kundin bleibt oder geht. Inhalte bauen wir konsequent aus echten Fragen: Dosierung, Verträglichkeit, Routine, Erwartungen. Nichts Theoretisches, nichts aus dem Marketing-Lehrbuch.

Das Ergebnis ist eigentlich ganz logisch: mehr Vertrauen, bessere Produkte, höhere Wiederkäufe. Eine Community, die sich gehört fühlt, gibt einer Marke einen Vorsprung, den man mit Performance-Budget nicht kaufen kann.

Wie wichtig sind datengetriebenes Marketing und Subscription-Modelle für eure Wachstumsstrategie?

Datengetriebenes Performance Marketing hat uns stark gemacht. Subscription- und Loyalitätsmodelle sind heute zentrale Wachstumstreiber für uns. Das passt auch logisch zusammen: Kollagen funktioniert über Konsequenz und genau dafür sind Subscriptions gemacht. Weniger Reibung, mehr Routine, stabilere Planung für beide Seiten.

Datengetrieben bedeutet für uns vor allem drei Dinge. Wir optimieren entlang der gesamten Customer Journey, nicht nur auf ROAS im Kurzfristfenster. Der Customer Lifetime Value ist für uns mindestens genauso wichtig. Wir testen Creatives, Messages und Offers systematisch. Und CRM ist bei uns Wachstumstreiber, keine „Newsletter-Abteilung“, wie man das in vielen Unternehmen immer noch sieht.

Am Ende ist das Ziel nicht „mehr Ads“. Das Ziel ist mehr Kundenerfolg und daraus folgt Wachstum für uns fast von alleine.

Welche Herausforderungen bringt die Internationalisierung einer D2C-Beauty-Marke mit sich?

Internationalisierung ist keine reine Übersetzung von Kampagnen, eher ein Neuaufbau von Relevanz im jeweiligen Markt. Wer das unterschätzt, verbrennt viel Geld in kurzer Zeit.

Die größten Herausforderungen liegen für uns in vier Bereichen. Erstens die kulturellen Codes. Was in Deutschland „seriös“ wirkt, wird in Frankreich oder Italien völlig anders gelesen. Bildsprache, Tonalität und sogar Produktnamen funktionieren in jedem Markt anders. Zweitens Regulatorik und Claims. Beauty und Supplements sind anspruchsvolle Kategorien. Da muss man von Anfang an sehr sauber arbeiten, sonst hat man später ein echtes Problem. Drittens Supply Chain und Service-Level. Lieferung, Retouren, Customer Care in Landessprache. Das sind Themen, die intern oft unterschätzt werden und nach außen massiv über die Markenwahrnehmung entscheiden. Und viertens der Channel-Mix. Marktplätze, Retail, D2C. Jeder Markt hat eine eigene Dynamik und ein eigenes Setup, das funktioniert.

Unser Ansatz ist deshalb klar: erst Validierung, dann Skalierung. Wir gehen in einen Markt nicht rein, weil er auf der Landkarte gut aussieht. Wir gehen rein, wenn wir wissen, dass das Produkt dort wirklich Relevanz hat. Immer mit lokalem Verständnis und nicht aus der Zentrale heraus diktiert.

Was haben Sie in den vergangenen zwölf Monaten als CEO von Glow25 besonders gelernt?

Man muss ganz gezielt an Blueprints arbeiten, die so stark sind, dass sie in mehreren Ländern oder verschiedenen Produkten funktionieren und wiederholbaren Erfolg bringen. Es braucht ein starkes Team mit der richtigen Attitude, um außergewöhnliche Erfolge zu erzielen.

Warum war der Aufbau einer eigenen Produktion in Berlin für Glow25 ein wichtiger Schritt?

Mit einer eigenen Produktion legen wir das strategische Fundament für die nächste Wachstumsphase. Operativ allein lässt sich dieser Schritt jedoch nicht erklären.

Wir verkürzen die Time-to-Market, da wir schneller testen und iterieren können. Die Wirtschaftlichkeit wird planbarer und mittelfristig verbessern sich die Margen spürbar. Bei der Qualitätssicherung haben wir die Standards weiter angehoben: volle Transparenz und Reproduzierbarkeit. Das ist in unserer Kategorie ein echter Hebel. Für Partnerschaften, vor allem im Einzelhandel und bei der internationalen Expansion, ist Verlässlichkeit auf Produktionsseite entscheidend. Ohne die geht keine Partnerschaft auf Augenhöhe.

Berlin als Standort war für uns dabei auch ein bewusstes Statement. Wir bauen hier etwas auf, das langfristig trägt und in Deutschland substanziell ist.

Wie blickt Glow25 auf die Zukunft des Pro-Aging-Marktes?

Pro-Aging wird zum neuen Standard, daran führt aus meiner Sicht kein Weg mehr vorbei. Der Markt verschiebt sich gerade spürbar weg von dieser klassischen Symptom-Kosmetik hin zu Wellness-Routinen, die Körpergefühl, Energie, Bewegung und Haut zusammen denken. Das ist eine ganz andere Logik als noch vor fünf Jahren.

Für die nächsten Jahre sehe ich drei klare Trends. Evidence gewinnt. Kundinnen wollen Belege, keine Buzzwords mehr. Wer das nicht liefert, wird unglaubwürdig. Ritualisierung wird zum entscheidenden Faktor. Die Produkte, die sich durchsetzen, sind die, die tägliche Gewohnheiten erleichtern statt zusätzlichen Aufwand zu erzeugen. Und Community Brands gewinnen weiter an Boden, weil Vertrauen heute über Menschen entsteht und nicht über Werbeclaims.

Für Glow25 heißt das ganz konkret: Wir investieren weiter in Studienarbeit, in unsere Produktion in Berlin und in den direkten Austausch mit unseren Kundinnen. Genau dort entscheidet sich, wer den Markt in den nächsten Jahren prägt.

Welche nächsten Entwicklungen und Ziele plant ihr aktuell?

Wir entwickeln Glow25 gerade von der Nummer eins in den Kategorien Haut, Haare und Nägel nach Umsatz in der DACH-Region zur führenden internationalen Pro-Aging-Marke. Das ist ein großer Schritt, aber wir haben dafür ein klares Playbook.

Auf der Produktseite erweitern wir unser Portfolio entlang der echten Bedürfnisse unserer Zielgruppe, ohne dabei den Fokus zu verlieren. Beliebigkeit ist das Ende jeder starken Marke – und davor haben wir mehr Respekt als vor schnellem Wachstum. Parallel dazu internationalisieren wir mit einem wiederholbaren Modell: Markteintritt, PMF-Validierung, dann Skalierung. Im Vertrieb bleibt D2C unser Herzstück, während wir Retail und Marktplätze als Skalierungshebel nutzen. Auf der operativen Seite vertikalisieren wir weiter und investieren gezielt in Produktion, Logistik und Forschung. Hinzu kommt der Ausbau unserer Community-Programme mit mehr Bildungsangeboten und Formaten, die echte Verbindungen schaffen.

Mein übergeordnetes Ziel bleibt klar: eine Marke aufzubauen, in der sich Frauen langfristig gesehen gut aufgehoben fühlen und die im Alltag Ergebnisse liefert, die sie wirklich spüren.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Ich mache es mir einfach und sage dreimal das gleiche Wort: Fokus, Fokus, Fokus. Klingt nach schlechtem Gründer-Bingo, ist aber tatsächlich das Wichtigste.

Fokus auf eine Zielgruppe. Wer am Anfang versucht, es allen recht zu machen, baut am Ende eine Marke, die niemanden wirklich erreicht. Fokus auf einen skalierbaren Vertriebs- oder Marketingkanal. Lieber einen richtig beherrschen als fünf parallel halbgar bespielen. Und Fokus auf eine Produktgruppe. Tiefe schlägt Breite, gerade in einem überfüllten Markt.

In der Realität ist das überraschend schwer durchzuhalten. Es geht jedes Mal darum, Sachen wegzulassen, die gerade spannend aussehen, aber nicht auf das eigentliche Ziel einzahlen. Genau da entscheidet sich am Ende, ob eine Marke wächst oder im Mittelmaß stecken bleibt.

Bildcredits: Glow25

Wir bedanken uns bei Steven Mattwig für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Glow25

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Kontakt:

Primal State Performance GmbH
Pappelallee 78/79
10437 Berlin
Deutschland

https://glow25.de/de-de
heidi.thole@glow25.com

Ansprechpartner: Heidi Thole
PR & Communications Manager, Glow25

Social Media:
Facebook
Instagram

Steht die Lebensmittelbranche vor ihrem nächsten großen Umbruch?

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Creovias: Future Food Technology für die Lebensmittelbranche Stefan FAk Creovias Bildrechte Christine Fiedler

Creovias ist eine Beteiligungs- und Beratungsholding für die Lebensmittelbranche und spricht über Future Food Technology, die Zukunft der Lebensmittelbranche und nachhaltige Innovationen

Wie entstand die Idee zu Creovias und welche persönlichen Erfahrungen haben das Unternehmen geprägt?

2010 habe ich mein Bio-Unternehmen gegründet – aus einer Reise ins Mekong-Delta und der Überzeugung, dass hochwertige Bio-Spezialreisvarianten ihren Platz im deutschen Markt finden. 15 Jahre später hat sich das bewahrheitet. Nach dem Verkauf des Unternehmens Ende 2025 stand ich vor der Frage: Was treibt mich als nächstes an? Die Antwort war nicht schwer zu finden. Die Frage, wie die Lebensmittel von morgen entstehen – und wo gerade Milliarden in die falschen Richtungen investiert werden – lässt mich nicht los. Die Holding Creovias ist die Konsequenz daraus.

Wer steckt hinter Creovias und wie ergänzen sich die unterschiedlichen Kompetenzen im Team?

Im Kern bin ich das – mit über 15 Jahren operativer Erfahrung im Food-Bereich, Vertrieb, Markenaufbau und Geschäftsentwicklung. Im Bereich Future Food Technology arbeite ich eng mit Jenny Rädecke zusammen, einer ausgewiesenen Food-Expertin mit tiefem Wissen über neue Rohstoffe und Herstellungsverfahren. Wir ergänzen uns gut: unternehmerische Praxis auf der einen Seite, wissenschaftlich-technologische Einordnung auf der anderen.

Welche Vision verfolgt Creovias für die Zukunft der Lebensmittelbranche?

Ich glaube, dass wir in den nächsten zehn Jahren eine fundamentale Verschiebung erleben werden – wie Rohstoffe produziert, verarbeitet und konsumiert werden. Die Holding Creovias will dabei kein Zuschauer sein. Wir wollen die Unternehmen und Projekte begleiten, die diesen Wandel ernsthaft und nachhaltig gestalten – mit unternehmerischer Erfahrung, klarem Blick und ohne Hype.

Warum braucht es aus Ihrer Sicht neue Ansätze im Bereich Future Food und nachhaltige Ernährung?

Weil die alten Ansätze an ihre Grenzen stoßen. Globale Lieferketten sind fragiler als gedacht, der Klimawandel macht etablierte Rohstoffquellen unzuverlässiger, und das Vertrauen der Konsumenten in hochverarbeitete Lebensmittel schwindet. Gleichzeitig entstehen durch Biotechnologie und KI völlig neue Möglichkeiten. Das Problem ist nicht fehlendes Wissen – es ist fehlendes Urteilsvermögen darüber, was wirklich trägt und was nur gut klingt.

Welche Zielgruppen möchten Sie mit Creovias besonders erreichen?

Unternehmen und Gründerinnen und Gründer, die in der Lebensmittel- und Agrifood-Branche etwas bewegen wollen – und dabei nicht nur eine Beratung suchen, die Folien produziert, sondern jemanden, der mitdenkt und mitgestaltet. Dazu Investoren und Medien, die Orientierung in einem Markt brauchen, der gerade von Hype und echten Innovationen gleichermaßen geprägt wird.

Wie unterstützt Creovias Startups und Unternehmen konkret bei der Entwicklung neuer Food-Innovationen?

Konkret bedeutet bei mir: Ich setze mich an den Tisch, schaue mir das Geschäftsmodell an, frage unbequeme Fragen und helfe, die richtigen Prioritäten zu setzen. In der Beratung geht es meist um Vertrieb, Marktentwicklung und strategische Positionierung. Bei Beteiligungen bringe ich darüber hinaus Netzwerk, Branchenwissen und langfristige Perspektive ein. Keine großen Projektteams, keine anonymen Analysen – sondern direkte, operative Zusammenarbeit.

Was unterscheidet Creovias von klassischen Unternehmensberatungen im Food-Bereich?

Ich habe selbst gebaut, verkauft, Fehler gemacht und daraus gelernt. Das ist ein anderes Fundament als eine Karriere in der Beratung. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn der Einkäufer eines großen Händlers Nein sagt – und was man daraus macht. Diese Erfahrung ist nicht lehrbar, aber sie ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen aktuell beim Thema nachhaltige Ernährung und Innovation?

Die größte Herausforderung ist die Glaubwürdigkeitslücke. Nachhaltige Ernährung ist im Mainstream angekommen – aber damit auch Greenwashing, überhöhte Versprechen und enttäuschte Konsumenten. Wer heute in diesem Markt arbeitet, muss mehr liefern als ein gutes Gefühl. Substanz, Transparenz und echte Wirkung werden immer wichtiger.

Wie reagieren Unternehmen auf neue Lebensmittelkonzepte und alternative Ernährungsformen?

Gespalten. Die Aufgeschlossenen sehen Chancen und investieren. Die Zögerlichen warten auf Marktsignale, die andere bereits nutzen. Und manche verschließen sich dem Wandel, bis er sie einholt. Was mich interessiert, sind die ersten – jene, die bereit sind, echte Veränderungen anzugehen, bevor es alle anderen tun.

Welche Entwicklungen und Projekte stehen bei Creovias in den kommenden Monaten im Fokus?

Die Beteiligung an spannenden Unternehmen, aber auch der Aufbau von Future Food Technology als eigenständiges Beteiligungsunternehmen stehen ganz oben. Dazu der weitere Ausbau des Podcasts Food Fak(t) als Forum für relevante Stimmen aus der Branche. Und einige Beratungs- und Beteiligungsprojekte, über die ich zu gegebener Zeit berichten werde.

Wie sehen Sie die Zukunft von pflanzenbasierten und nachhaltigen Lebensmitteln in Europa?

Pflanzenbasiert hat eine Zukunft – aber nicht so, wie es vor ein paar Jahren verkauft wurde. Der erste Hype ist vorbei, und das ist gut so. Was jetzt kommt, muss wirklich schmecken, wirklich gesünder sein und wirklich zu fairen Preisen verfügbar sein. Die Technologien dafür – Präzisionsfermentation, Zellkultivierung, neue pflanzliche Rohstoffe – entwickeln sich schnell. Wer jetzt die richtigen Weichen stellt, wird in zehn Jahren relevante Marktanteile haben.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Kenne deinen Kunden besser als er sich selbst kennt – und verkaufe ihm nicht, was du hast, sondern was er braucht. Zweitens: Baue langsamer, aber stabiler. Wachstum um jeden Preis klingt gut, bis es nicht mehr gut klingt. Drittens: Such dir Mitgründer, Berater und Investoren, mit denen du auch in schwierigen Momenten ehrlich reden kannst. Alles andere rächt sich früher oder später.

Bild: Bildrechte: Christine Fiedler

Wir bedanken uns bei Stefan Fak für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Schließt dieser Wettbewerb eine der größten Lücken für europäische Start-ups?

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Deel: The Pitch und Berlin als Sprungbrett für Start-ups

Welche Ziele verfolgt Deel mit dem Wettbewerb „The Pitch“ und warum liegt der Fokus speziell auf Start-ups in der Seed-Phase?

“The Pitch” wurde von Deels CEO Alex Bouaziz als persönlicher Beitrag zur Förderung der nächsten Generation von Gründern ins Leben gerufen. Ziel ist es, die innovativsten Entrepreneure weltweit zu finden, unabhängig von ihrer Herkunft. Dabei erhalten sie Zugang zu passenden Experten und dem Kapital, das sie für ihren nächsten Entwicklungsschritt brauchen. Der Fokus auf die Seed Phase ist bewusst gewählt. Gerade in dieser frühen Phase ist Kapital weltweit besonders ungleich verteilt. Viele starke Ideen scheitern nicht an fehlendem Potenzial, sondern daran, an welchem Ort ein Startup gegründet wird und welche Kontakte bereits vorhanden sind. Deel kann hier gezielt unterstützen. Als globale Employer-of-Record- und HR-Plattform verfügt das Unternehmen über Renommee und ein Netzwerk in mehr als 150 Ländern.

Wie bewerten Sie die Rolle von Wettbewerben wie „The Pitch“ für die Frühphasenfinanzierung von Start-ups in Europa?

“The Pitch” schließt eine strukturelle Lücke im europäischen Startup-Ökosystem. Die Frühphasenfinanzierung konzentriert sich in Europa bisher auf wenige Städte wie London, Paris, Berlin oder Stockholm. Gründer außerhalb dieser Zentren oder ohne die richtigen Kontakte sind dadurch oft im Nachteil. “The Pitch“ schafft hier eine Alternative, indem es Startups einen strukturierten und öffentlich zugänglichen Weg zu Kapital eröffnet, bei dem Leistung im Mittelpunkt steht. Die Investition von 50.000 US Dollar für jeden regionalen Gewinner hat dabei auch Signalwirkung und kann den Startups helfen, weitere Türen zu öffnen. Auch die Zusammensetzung der Jury spielt dabei eine wichtige Rolle. Mit General Catalyst, Speedinvest, Visionaries Club oder Plug & Play in Berlin erhalten die Gewinner Zugang zu und Glaubwürdigkeit bei institutionellen Investoren.

Nach welchen Kriterien wurden die zwölf Gewinner des Berliner Finales ausgewählt?

Beim “The Pitch” Live-Event wurden die Startups, die vor der Jury gepitcht haben, nach verschiedenen Kriterien bewertet: Umsetzungsstärke, Ambition, Stringenz des Geschäftsmodells, sowie langfristiges Potenzial. Am Ende wählte die Jury die Gewinner rein leistungsbasiert aus.

Mit Blick auf das Berliner Finale zeigt sich ein klares Bild: Themen wie KI-Agenten und KI-Infrastruktur dominierten und die Jury interessierte sich offenbar vor allem für KI-Lösungen, die über Chatbots hinausgehen, wie zum Beispiel Mav9 Technologies. Im Fokus standen insgesamt Anwendungen, die komplexe Workflows eigenständig ausführen können. Auch das Thema Cybersecurity für KMUs war stark vertreten. Im Bereich Klima und Nachhaltigkeit stach Grale hervor. Das Unternehmen entwickelt eine patentierte Technologie, die pflanzliche Abfälle in eine Plastikalternative verwandelt. Mit Grant Tech war zudem ein sehr europäisches Thema vertreten. “Granter”, ein KI-Berater für EU-Fördermittel, adressiert die jährlichen EU-Fördermittel in Höhe von 285 Milliarden Euro, die bislang nicht vollständig genutzt werden.

Welche konkreten Vorteile ergeben sich für die Gewinner über das Preisgeld hinaus, insbesondere im Hinblick auf Netzwerk, Sichtbarkeit und internationale Expansion?

Jeder regionale Gewinner erhält neben dem SAFE Investment von Deel Ventures in Höhe von 50.000 US-Dollar automatisch eine Einladung zum Grand Finale in Paris. Hinzu kommt der Zugang zum “Investor Breakfast”, einem exklusiven Event mit 20 bis 25 Investoren, sowie zum Jury-Netzwerk. Dadurch entstehen direkte Kontakte zu GPs von General Catalyst, Speedinvest, Visionaries Club, a16z und weiteren Investoren. Außerdem profitieren die Gewinner von Presse und Medienpräsenz, unterstützt durch Deels Kommunikationsteam. Zusätzlich erhalten sie Sichtbarkeit im Deel-Ökosystem, von denen viele genau die passenden potenziellen Kunden oder Partner dieser Startups sind. Für die Gewinner des Grand Finales kommt als weiterer Vorteil hinzu, dass sie Zugang zum gesamten VC Partnernetzwerk von Deel erhalten. Zudem ist eine Folgeinvestition von bis zu 1 Million US-Dollar möglich.

Wie unterscheidet sich die deutsche Start-up-Szene im internationalen Vergleich innerhalb des Wettbewerbs?

Die Berliner Finalisten-Unternehmen zeigen sehr gut, wo Deutschlands Stärken liegen. Dazu zählen eine starke Deep-Tech-Präsenz, etwa mit Grale, Validproof und Hyphen Global, anspruchsvolle Enterprise-Software wie GetClaro und Nooxit sowie Cybersecurity-Infrastruktur wie Cybee. Gleichzeitig zog das Berliner Event nicht nur deutsche Unternehmen an, sondern auch Startups aus Schweden, Irland und Portugal. Das unterstreicht Berlins Rolle als europäischen Tech-Hub. Im Vergleich zu Paris, wo der Fokus stärker auf Consumer AI und Fintech lag, und Tel Aviv mit einem stärkeren Schwerpunkt auf Defence und Deep Tech, spiegelt das Berliner Event die klassischen Stärken der DACH-Region wider: B2B, industrielle Anwendungen und Infrastrukturlösungen.

Welche Rolle spielen Partner wie J.P. Morgan, Google oder Stripe für den Erfolg und die Skalierung des Programms?

J.P. Morgan ist der Hauptsponsor und stellt sowohl die Logistik als auch die institutionelle Glaubwürdigkeit bereit. So fanden die Investoren-Frühstücke in Berlin, London, New York und Tel Aviv jeweils in den Büros von J.P. Morgan statt. Das öffnet Startups die Möglichkeit, von Private Banking-Kunden und institutionellenInvestoren wahrgenommen zu werden. Auch Google und AWS unterstützten mit Veranstaltungsorten. Durch die Einbindung von Google entsteht für Startups zudem der Zugang zu “Google Cloud Credits”, zu den Programmen “Google for Startups” sowie zu möglichen Enterprise-Kontakten. Und auch Stripe bringt Glaubwürdigkeit im Bereich Payment-Infrastruktur sowie den Zugang zu seinem Startup-Netzwerk ein.

Wie wichtig ist die internationale Vernetzung für Start-ups in einer so frühen Phase ihrer Entwicklung?

Gründer in der Seed-Phase treffen grundlegende Entscheidungen zu Märkten, Hiring und Cap Tables. Die Beziehungen, die in dieser frühen Phase entstehen, bleiben oft langfristig bestehen. Genau darauf ist auch “The Pitch” ausgelegt. Das Investoren-Frühstück mit 20 bis 25 Investoren, das exklusiv für die Gewinner nach jedem regionalen Finale stattfindet, soll gezielt persönliche Gespräche in kleiner Runde ermöglichen, die bei klassischen Networking Events oft zu kurz kommen.

Gab es während des Berliner Finales besondere Momente oder Pitches, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?

Grale, ein schwedisches Deep Tech Unternehmen, das aus pflanzlichen Abfällen Alternativen zu Plastik entwickelt, fiel besonders auf: 5 Millionen US Dollar ARR und 105 Prozent Wachstum pro Quartal sind für ein materialbasiertes Deep-Tech-Unternehmen außergewöhnlich stark, da solche Geschäftsmodelle meist langsamer skalieren als Software. Und Cybees Versprechen, Enterprise Security „in fünf Minuten einsatzbereit“ zu machen, stieß bei der Jury ebenfalls auf großes Interesse. Gerade für KMU ist Cybersicherheit ein wachsendes Thema. Auch Granters Positionierung rund um jährlich 285 Milliarden Euro an ungenutzten EU-Fördermitteln ist genau die Art von Marktpotenzial, die bei Pitches Aufmerksamkeit erzeugt.

Wie stellen Sie sicher, dass auch weniger sichtbare, aber innovative Start-ups eine faire Chance im Wettbewerb erhalten?

Die Bewerbung läuft zentral und global, ohne dass Gründer dafür Empfehlungen oder persönliche Kontakte brauchen. Zunächst werden die Bewerbungen anhand klarer Kriterien wie ARR, Wachstum, Erfahrung des Teams und Qualität des Pitchdecks vorausgewählt. Außerdem ist die Jury je nach Region unterschiedlich besetzt. So fließt in jedes Finale lokales Marktverständnis ein, anstatt alle Entscheidungen einem zentralen Panel zu überlassen.

Bild: Bildrechte: Boldie

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Manuel Neuer steigt bei happybrush als strategischer Partner ein

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Manuel Neuer steigt bei happybrush ein happybrush Manuel Neuer @happybrush

Manuel Neuer wird strategischer Partner und neues Markengesicht von happybrush. Gemeinsam mit SevenVentures will das Münchner Unternehmen seine Reichweite ausbauen und die nächste Wachstumsphase einleiten.

Manuel Neuer wird Partner von happybrush

Unterföhring, 01.06.2026. SevenVentures, der Investment-Arm der ProSiebenSat.1 Media SE, beteiligt sich mit einem Brutto-Mediavolumen in mittlerer einstelliger Millionenhöhe an happybrush. Das Münchner Unternehmen entwickelt Oral-Care-Produkte mit dem Ziel, Mundpflege hochwertig, zeitgemäß und nachhaltig zu gestalten. Mit dem Investment will happybrush die nächste Skalierungsstufe erreichen. Im Zuge dessen steigt Rekord-Nationaltorhüter Manuel Neuer als strategischer Partner in das Unternehmen ein und wird das neue Markengesicht. Begleitet wird die Zusammenarbeit von einer crossmedialen Kampagne, die auch einen TV-Spot auf den Sendern der ProSiebenSat.1-Gruppe umfasst.

SevenVentures investiert in das Wachstum von happybrush

Seit ihrer Gründung im Jahr 2016 entwickelt die happybrush GmbH Mundpflegeprodukte, die Qualität, Design und Verantwortung in sich vereinen. Das mehrfach ausgezeichnete Produktportfolio deckt dabei sämtliche Kundenbedürfnisse ab und reicht von elektrischen Zahnbürsten für Erwachsene und Kinder über Zahnpasta bis hin zu Zahnseide, Mundspülungen und Interdentalbürsten. Das Unternehmen konnte bereits 25 Millionen Produkte verkaufen und strebt nun den nächsten Schritt in Richtung Massenmarkt an.

Das Media-Investment von SevenVentures garantiert dem Startup langfristig hohe Sichtbarkeit auf den linearen und digitalen Kanälen der ProSiebenSat.1-Gruppe. Dies ermöglicht es happybrush, neue Zielgruppen zu erschließen, die Marktpräsenz auszubauen und nachhaltiges Vertrauen zu etablieren.

Manuel Neuer soll die Markenbekanntheit stärken

Mit Manuel Neuer als Testimonial steht strategisch die Schärfung des Markenprofils von happybrush im Fokus: Der Weltmeister wird nicht nur das Gesicht der anstehenden Kampagne, sondern entwickelt gemeinsam mit happybrush neue Produkt- und Markenkonzepte. Verlängert wird die Kampagne darüber hinaus am Point of Sale, online und über Social Media.

Stimmen zur Partnerschaft von Manuel Neuer und happybrush

Manuel Neuer, DFB-Nationaltorhüter: „Als Profisportler lege ich großen Wert auf Gesundheit, Qualität und konsequente Routinen im Alltag. Dabei spielt auch die Mundgesundheit eine wichtige Rolle. happybrush verbindet effektive Technologie, modernes Design und Nachhaltigkeit auf eine Weise, die mich sofort überzeugt hat – ebenso wie die zahlreichen Auszeichnungen der Produkte. Ich freue mich sehr darauf, die Weiterentwicklung der Marke und zukünftige Produkte aktiv mitzugestalten.“

Stefan Walter, Co-Founder happybrush: „Besonders wertvoll ist für uns, dass Manuel Neuer sich nicht nur als Markenbotschafter engagiert, sondern happybrush auch strategisch mitgestaltet. Und zusammen mit SevenVentures als starkem Medienpartner schaffen wir die mediale Reichweite, um das Unternehmen auf das nächste Level zu heben.“

Florian Hirschberger, CEO SevenVentures: „Durch die große Reichweite von ProSiebenSat.1 wollen wir happybrush helfen, die Markenbekanntheit des Unternehmens in einem breiten Markt weiter zu steigern. Mit Manuel Neuer hat happybrush einen außergewöhnlich starken Markenbotschafter gewonnen. Wir freuen uns sehr über diese Partnerschaft und auf unsere gemeinsame Kampagne.“

Bild Copyright: happybrush

Quelle ProSiebenSat.1 Media SE

BMW und Mistral AI treiben KI in der Crashsimulation voran

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BMW und Mistral AI entwickeln KI in der Crashsimulation weiter. Ziel sind schnellere, präzisere und effizientere Fahrzeugentwicklungen

Key Takeaways

  • KI in der Crashsimulation gewinnt für die Automobilindustrie an Bedeutung, insbesondere durch die Partnerschaft zwischen BMW Group und Mistral AI.
  • Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Verbesserung von Qualität, Genauigkeit und Geschwindigkeit in der Fahrzeugentwicklung.
  • Die BMW Group nutzt enorme Mengen an Engineering-Daten, die eine Grundlage für das Training von spezialisierten KI-Modellen bilden.
  • Large Industry Models (LIM) integrieren branchenspezifisches Wissen und werden auf spezifische Ingenieur- und Simulationsdaten trainiert.
  • Die Partnerschaft stärken das KI- und Innovationsökosystem der BMW Group in der Crashsimulation.

KI in der Crashsimulation gewinnt für die Automobilindustrie zunehmend an Bedeutung. Die BMW Group und Mistral AI bündeln ihre Kompetenzen, um mithilfe spezialisierter künstlicher Intelligenz die Qualität, Geschwindigkeit und Präzision von Entwicklungsprozessen zu steigern. Die Partnerschaft gilt als wichtiger Schritt für den Einsatz industrieller KI in der Fahrzeugentwicklung und entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

BMW und Mistral AI entwickeln die Crashsimulation weiter

Die BMW Group und Mistral AI gehen eine Partnerschaft ein, um den Einsatz von KI in der Crashsimulation weiterzuentwickeln. Ziel ist es, Qualität, Genauigkeit und Geschwindigkeit komplexer Entwicklungsaufgaben zu verbessern. KI-Technologien, die für Crashsimulation zum Einsatz kommen, besitzen enormes Potenzial. Die Zusammenarbeit ist ein erster Schritt, um anwendungsspezifische KI auf weitere Bereiche der Fahrzeugentwicklung und entlang der Wertschöpfungskette der BMW Group zu skalieren.

„Für die BMW Group ist die Nutzung industrieller Daten ein zentraler Faktor, um künstliche Intelligenz in Wertschöpfung zu übersetzen“, sagt Dr. Franz Decker, CIO und Senior Vice President der BMW Group. „Durch die Kombination unserer Engineering-Datensätze mit den Trainingsfähigkeiten von Mistral AI entwickeln wir spezialisierte KI, die komplexe Entwicklungsaufgaben unterstützt und insbesondere Crashsimulation mit KI revolutioniert.“

KI in der Crashsimulation nutzt enorme Mengen an Engineering-Daten

Der Umfang und die Komplexität der Crashsimulation bei der BMW Group unterstreichen den Bedarf an anwendungsspezifischer KI. Während KI in der Crashsimulation immer wichtiger wird, führt das Unternehmen jede Woche tausende virtuelle Crashsimulationen durch und erzeugt dabei große Mengen an Engineering-Daten. Über die Zeit ist so ein historischer Datensatz von mehr als einem Petabyte entstanden. Dieser enthält hochdetaillierte Informationen über Fahrzeugstrukturen und Materialverhalten und bildet eine einzigartige Grundlage für das Training eines industriellen KI-Modells.

„Industrielle KI gewinnt für Unternehmen zunehmend an Bedeutung und wir sind stolz, mit der BMW Group zusammenzuarbeiten“, sagt Marjorie Janiewicz, Chief Revenue Officer von Mistral AI. Diese Kooperation zeigt den Weg, wie KI speziell in der Crashsimulation zur Bewältigung komplexer technischer Herausforderungen genutzt werden kann.“

Large Industry Models skalieren KI in der Crashsimulation und Fahrzeugentwicklung

Für die Skalierung setzt die BMW Group auf sogenannte Large Industry Models (LIM). Diese KI-Systeme werden auf branchenspezifischen Engineering- und Simulationsdaten aus Fahrzeugentwicklung und Sicherheitstests trainiert. Dabei hat die KI in der Crashsimulation dank LIMs eine einzigartige Chance, von domänenspezifischem Wissen zu profitieren. Im Unterschied zu generischen KI-Systemen integrieren LIMs Domänenwissen direkt in das Modell. Dafür sind neben industriellen Daten auch tiefgehende Expertise sowie technische Umgebungen erforderlich, in denen KI-Systeme direkt aus Entwicklungsprozessen lernen können.

Die Partnerschaft unterstreicht die Bedeutung industrieller Daten für die nächste Phase datengetriebener Wertschöpfung. Außerdem birgt die Verbindung von KI und Crashsimulation neue Innovationsmöglichkeiten für die BMW Group.

Foto/Quelle: BMW AG

Oura Ring 5 ist der kleinste Smart Ring der Welt

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Oura Ring 5 startet als kleinster Smart Ring

Oura Ring 5 setzt auf kompakteres Design

Mit dem Oura Ring 5 präsentiert ŌURA den kleinsten Smart Ring der Welt. Das neue Wearable verbindet ein kompakteres Design mit neuen Funktionen für Gesundheit, Aktivität und Frauengesundheit. Außerdem setzt ŌURA stärker auf Datenschutz, präzisere Sensoren und persönliche Gesundheitsdaten.

ŌURA launcht Oura Ring 5:
Den kleinsten Smart Ring der Welt!

Berlin, 28. Mai – ŌURA, Hersteller des weltweit führenden Smart Rings, hat heute Oura Ring 5 vorgestellt – den kleinsten Smart Ring der Welt. Basierend auf mehr als zwölf Jahren Erfahrung bietet ŌURA seine bisher fortschrittlichsten Gesundheitsmessungen und Erkenntnisse in einer kleineren und komfortableren Form. Oura Ring 5 besteht aus leichtem, hypoallergenem Titan. Zudem kombiniert der Ring neue Hardware mit neuer Software. Dadurch erhalten Mitglieder tiefere und praxisnahe Einblicke in ihre Gesundheit. Gleichzeitig bringt ŌURA neue Funktionen für Frauengesundheit und Aktivität auf den Markt.

„Oura Ring 5 ist ein großer Schritt hin zu unserer Vision, jedem Körper eine Stimme zu verleihen“, sagt Tom Hale, Chief Executive Officer bei ŌURA. „Wir haben Oura Ring 5 komplett neu entwickelt. Dadurch ist er kleiner und angenehmer zu tragen. Gleichzeitig verbinden wir ihn mit unserer bisher fortschrittlichsten Software. So können noch mehr Menschen Oura täglich tragen und von personalisierten Gesundheitseinblicken profitieren.“

Seit mehr als zehn Jahren prägt ŌURA die Kategorie der Smart Rings. Das Unternehmen zeigt außerdem, dass der Finger ein besonders geeigneter Ort ist, um Gesundheitssignale zu messen. Die Arterien im Finger liefern optischen Sensoren ein deutlich stärkeres Pulssignal als das Handgelenk. Dadurch kann ŌURA biometrische Daten präziser erfassen und genauere Werte liefern als viele klassische Wearables.

Neue Sensorik für genauere Messwerte

ŌURA präsentiert Oura Ring 5 als bislang kleinsten Smart Ring des Unternehmens. Das neue Modell ist 40 Prozent kleiner als Oura Ring 4. Dafür entwickelte ŌURA die mechanische, elektrische und optische Architektur komplett neu. Auch Akku, Sensoren und Geometrie wurden überarbeitet. Dadurch entstand ein dünnerer und leichterer Ring mit einer sanften Wölbung für ein natürlicheres Tragegefühl.

„Oura Ring 5 ist der bedeutendste Sprung in der Geschichte der Smart Rings. Um ein Produkt um 40 Prozent kleiner zu machen, ohne Genauigkeit zu verlieren, mussten wir jede Annahme neu denken“, sagt Holly Shelton, Chief Product Officer bei ŌURA. „Das Ergebnis ist unser leistungsfähigstes Wearable. Gleichzeitig fügt es sich nahtlos in den Alltag ein.“

Die neue Signalarchitektur nutzt flache Sensordomes für besseren Hautkontakt. Außerdem kommen stärkere LEDs und zwölf neue Signalpfade zum Einsatz. Dadurch verbessert sich die Genauigkeit bei unterschiedlichen Fingertypen und Hauttönen.

Oura Ring 5 bringt neue Designs

Oura Ring 5 erscheint in den Größen 6 bis 13. Zusätzlich bietet ŌURA neue Farbvarianten an. Dazu gehören ein neu gestaltetes Gold sowie Deep Rose in Kupfer Roségold. Der Ring wurde für den Alltag entwickelt. Deshalb setzt ŌURA auf eine besonders widerstandsfähige PVD Beschichtung gegen Kratzer. Außerdem ist der Ring staub und wasserdicht bis 100 Meter.

ŌURA erweitert Funktionen für Alltag und Aktivität

Laden für ein Leben in Bewegung: Das Oura Ring 5 Charging Case

Mit dem Oura Ring 5 Charging Case bietet ŌURA eine mobile Ladelösung für den Alltag und für Reisen. Das kompakte Aluminiumgehäuse liefert bis zu einen Monat zusätzliche Akkulaufzeit. Zudem unterstützt es kabelloses Laden. Über eine Aktionstaste können Mitglieder den Ladestatus einfach prüfen und Geräte koppeln. Außerdem lassen sich Ring und Charging Case direkt in der Oura App verwalten.

ŌURA führt zusätzlich die Funktion „Locate“ ein. Damit können Mitglieder ihren Oura Ring oder das Ladecase schneller wiederfinden. Außerdem unterstützt Locate mehrere Geräte gleichzeitig.

Live Aktivitätserfassung in Echtzeit

ŌURA erweitert seine Funktionen für Sport und Bewegung. Mitglieder können nun Workouts direkt starten und wichtige Kennzahlen live auf dem Smartphone verfolgen. Dazu gehören Tempo, Distanz und Herzfrequenz. Unterstützt werden unter anderem Laufen, Radfahren und Krafttraining.

Zusätzlich lassen sich Geräte von Drittanbietern koppeln. Dadurch können Nutzer ihre Herzfrequenz in Echtzeit sehen. ŌURA verbessert außerdem die automatische Aktivitätserkennung. Besonders bei ruhigeren Aktivitäten wie Pilates soll die Genauigkeit steigen.

ŌURA erweitert Funktionen für Frauengesundheit

Updates zur Frauengesundheit

Menopause Insights

Mit „Menopause Insights“ erweitert ŌURA seine Funktionen rund um Frauengesundheit. Herzstück ist die Menopause Impact Scale. Dabei handelt es sich um einen neuen klinischen Fragebogen, den ŌURA gemeinsam mit wissenschaftlichen Teams entwickelt hat.

Der Fragebogen beschäftigt sich unter anderem mit Schlaf, Stimmung und Alltagsfunktionen. Mitglieder erhalten dadurch einen besseren Überblick darüber, wie sich die Perimenopause auf ihren Alltag auswirkt.

Persönliche Einblicke und langfristige Analyse

Nach der Auswertung erhalten Mitglieder ein persönliches Dashboard. Dort sehen sie, wie stark einzelne Symptome ihren Alltag beeinflussen. Zusätzlich können sie Entwicklungen langfristig beobachten. Veränderungen durch Stress, Lebensstil oder Behandlungen werden ebenfalls sichtbar.

Außerdem lassen sich Ergebnisse speichern und mit Ärzt teilen. Dadurch sollen Gespräche besser vorbereitet werden.

Neue Funktionen für hormonelle Verhütung

ŌURA erweitert außerdem „Cycle Insights“ für Nutzerinnen hormoneller Verhütung. Die Funktion berücksichtigt unter anderem Pille, Pflaster oder Spirale. Ziel ist es, Veränderungen der persönlichen Baseline besser sichtbar zu machen.

Dadurch erhalten Nutzerinnen neue Einblicke in die Verbindung zwischen ihrem Körpergefühl und physiologischen Daten.

Datenschutz und Datenkontrolle im Fokus

ŌURA erweitert seine Datenschutzfunktionen um eine zeitbasierte Datenlöschung. Mitglieder können damit Daten aus bestimmten Zeiträumen löschen, ohne ihre komplette Historie zu verlieren.

Außerdem betont ŌURA seinen datenschutzorientierten Ansatz. Das Unternehmen verkauft keine Mitgliedsdaten. Stattdessen investiert ŌURA in Sicherheitsarchitekturen und transparente Datenkontrolle. Mitglieder entscheiden selbst, welche Daten geteilt werden.

Oura Ring 5 soll neue Standards setzen

Mit Oura Ring 5 möchte ŌURA die Kategorie der Smart Rings weiterentwickeln. Das Unternehmen verbindet neue Hardware mit erweiterten Software Funktionen und setzt damit auf personalisierte Gesundheitsdaten, Alltagstauglichkeit und präzisere Messungen.

Dank seines weltweiten Wachstums sieht sich ŌURA gut positioniert, um noch mehr Menschen proaktive Gesundheitseinblicke zu bieten und Smart Rings als wichtige Form moderner Wearables zu etablieren.

Bild ŌURA

Quelle Schröder+Schömbs PR

Digitales Pfandsystem für Mehrwegbecher erhält Investment

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Digitales Pfandsystem für Stadien wächst butterfly & elephant Managing Director Benjamin Birker – Bildrechte: GS1 Germany

Das Startup Borro erhält Unterstützung von butterfly & elephant, der Beteiligungsgesellschaft von GS1 Germany. Gemeinsam wollen die Partner ein digitales Pfandsystem für Mehrwegbecher in Stadien und Eventlocations weiter ausbauen. Ziel ist es, Rückgabeprozesse schneller, einfacher und wirtschaftlicher zu machen.

Digitales Pfandsystem für Stadien und Eventlocations

butterfly & elephant, die Beteiligungsgesellschaft von GS1 Germany, investiert in Borro. Das Brüsseler Startup entwickelte eine patentierte digitale Pfandinfrastruktur für Mehrwegbecher in stark besuchten Umgebungen wie Stadien und Eventlocations. Damit sollen Rückgabeprozesse einfacher, wirtschaftlicher und für Besucher deutlich reibungsloser ablaufen.

Borro digitalisiert die Rückgabe von Mehrwegbechern

Digitales Pfand für Hochfrequenzumgebungen

Borros Lösung nutzt einen softwarebasierten Ansatz und kombiniert 2D-Codes mit kamerabasierter Rückgabetechnologie. Am Point of Sale registriert das System jeden Mehrwegbecher über einen unsichtbaren 2D-Code direkt beim Bezahlvorgang. Bei der Rückgabe erkennt ein intelligenter Rückgabepunkt den Becher per Kameratechnologie auch im gestapelten Zustand. Danach erfolgt die Rückerstattung automatisch innerhalb weniger Sekunden.

Für Besucher entstehen dadurch schnellere Rückgabeprozesse ohne App und ohne lange Warteschlangen. Gleichzeitig sinken für Veranstaltungsorte der Personalaufwand, die Betriebskosten und das Risiko von Betrug. Dass dieser Ansatz auch bei großem Besucheraufkommen funktioniert, zeigt der Einsatz beim belgischen Fußballverein Club Brugge. Dort verarbeitet das System pro Heimspiel mehr als 45.000 Becher. Zudem liegt die durchschnittliche Rückgabequote bei 93 Prozent.

„Wir haben gezeigt, dass digitales Pfand sogar dort funktioniert, wo viele Menschen in kurzer Zeit bedient werden müssen“, sagt Co-Founder Glenn Verhaege, der Borro gemeinsam mit Kasper Albers und Niels Willems gegründet hat. „Der nächste Schritt ist, Borro über einzelne Venues und Märkte hinaus weiterzuentwickeln. Genau deshalb ist der Schulterschluss mit butterfly & elephant für uns so wichtig. So können wir auf global etablierte Standards setzen.“

Standards stärken das digitale Pfandsystem

Standards für den nächsten Wachstumsschritt

Mit der Ausweitung auf weitere Märkte und Einsatzfelder steigen auch die Anforderungen an die Interoperabilität. Sobald digitale Pfandsysteme nicht mehr nur in einzelnen Stadien oder Eventlocations laufen, sondern in größeren vernetzten Ökosystemen, braucht es eine gemeinsame Sprache für den Datenaustausch.

Borro setzt deshalb in der nächsten Wachstumsphase auf GS1 Digital Link und Electronic Product Code Information Services, kurz EPCIS. GS1 Digital Link ermöglicht die eindeutige Identifikation über digitale Touchpoints hinweg. Gleichzeitig schafft EPCIS die Grundlage, Rückgabe und Bewegungsdaten standardisiert zwischen verschiedenen Systemen auszutauschen.

Dadurch kann Borro seine digitale Pfandinfrastruktur über einzelne Einsatzorte hinaus erweitern. Außerdem muss das Startup nicht für jeden Partner und jeden Markt eigene Datenmodelle entwickeln.

„Borro zeigt, wie sich ein vertrauter Mechanismus in eine digitale Hochfrequenzanwendung übersetzen lässt. Für uns ist das besonders relevant, weil hier ein realer Use Case auf die nächste Stufe der Standardisierung trifft. Genau solche Verbindungen brauchen wir, damit aus Innovationen belastbare Lösungen für größere Märkte entstehen“, kommentiert Benjamin Birker, Managing Director bei butterfly & elephant.

Bild butterfly & elephant Managing Director Benjamin Birker – Bildrechte: GS1 Germany

Quelle GS1 Germany GmbH

Arbeitsplatz-KI in der Finanzbranche: Studie zeigt Hürden und Chancen im Arbeitsalltag

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Studie der Universität Paderborn zeigt, warum Arbeitsplatz-KI trotz großer Potenziale im Arbeitsalltag oft ungenutzt bleibt.
Foto: Universitaet Paderborn/Besim Mazhiqi

Key Takeaways

  • Arbeitsplatz-KI verändert den Büroalltag, jedoch stehen Unternehmen vor Herausforderungen bei der Integration.
  • Studien zeigen, dass viele Potenziale von Arbeitsplatz-KI ungenutzt bleiben, weil strategische Ansätze fehlen.
  • Mitarbeitende testen oft selbstständig neue Technologien, bevor Führungskräfte sie strategisch einordnen.
  • Unternehmen sollten ihre Prozesse und Rollen überdenken, um das volle Potenzial von Arbeitsplatz-KI zu nutzen.
  • Der richtige Ansatz ist: Zuerst nutzen, dann strategisch steuern, um nachhaltige Wertschöpfung zu erreichen.

Arbeitsplatz-KI verändert zunehmend den Büroalltag in Unternehmen und der Finanzbranche. Anwendungen wie ChatGPT oder Microsoft 365 Copilot versprechen enorme Produktivitätsgewinne, doch viele Organisationen stehen weiterhin vor Herausforderungen bei der nachhaltigen Integration von KI im Arbeitsalltag. Eine aktuelle Untersuchung der Universität Paderborn zeigt nun, welche Hürden Unternehmen überwinden müssen und welche Strategien für den erfolgreichen Einsatz von Arbeitsplatz-KI entscheidend sind.

Arbeitsplatz-KI im Arbeitsalltag: Warum viele Potenziale ungenutzt bleiben

Arbeitsplatz-KI in der Finanzbranche: Analyse zeigt Hürden bei der Nutzung im Arbeitsalltag auf

Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) im Arbeitsalltag, sogenannter Arbeitsplatz-KI (AP-KI), versprechen sich viele Unternehmen enorme Produktivitätsgewinne, insbesondere in wissensintensiven Bereichen wie Beratung, Verwaltung, Risikoanalyse, Marktforschung aber auch Kundenakquise. Anwendungen wie ChatGPT oder Microsoft 365 Copilot sind zwar im Büroalltag angekommen, doch ihr Potenzial bleibt in der Praxis häufig ungenutzt. Die Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Franz Strich und Prof. Dr. Simon Thanh-Nam Trang von der Universität Paderborn haben in elf Sparkassen die erfolgreiche Implementierung von AP-KI systematisch untersucht. Die Ergebnisse der Befragung zeigen neben den erhofften Produktivitätsgewinnen auch verschiedene Entwicklungspotenziale in der Verzahnung von Technologie, Mitarbeitenden, Prozessen und Strategie. Als Antwort auf diese Lücke haben die Paderborner Wissenschaftler ein neues Einführungsmodell mit zwölf konkreten Handlungsfeldern entwickelt, das Unternehmen dabei unterstützt, AP-KI nachhaltig im Arbeitsalltag zu verankern.

Arbeitsplatz-KI verändert Rollenbilder und Prozesse in Unternehmen

Vom Ausprobieren zur täglichen Nutzung

Im Fokus der Untersuchung stand insbesondere der sogenannte „S-KIPilot“, eine eigens für die Sparkassen entwickelte AP-KI. Dabei zeigt sich ein interessantes Phänomen: Mehrwert und Innovation durch AP-KI beginnt zuerst im Arbeitsalltag der Mitarbeitenden. Sie testen, adaptieren und integrieren die Technologie zunächst eigenständig in ihre täglichen Aufgaben – häufig noch bevor eine übergreifende strategische Einordnung durch die Führungsebene erfolgt. Entgegen der bisherigen Annahmen zur Implementierung neuer Technologien sind die strategischen Leitplanken der AP-KI für viele Mitarbeitende weniger wichtig. „Arbeitsplatz-KI verändert die Art, wie Arbeit organisiert ist. Für Mitarbeitende verschiebt sich der Fokus vom reinen Systemnutzer hin zum aktiven Architekten. Dafür benötigen sie aber auch die entsprechenden Fähigkeiten, zum Beispiel um KI-Ergebnisse kritisch zu prüfen“, so Prof. Strich. Unternehmen sollten deshalb ihre Steuerungslogik, ihre Prozesse und ihre Rollenbilder grundlegend überdenken. Dazu gehöre unter anderem, Beschäftigte gezielt zu qualifizieren, klare Einsatzszenarien zu definieren und den Mitarbeitenden Räume für die systematische Integration von AP-KI zu bieten.

Andernfalls drohe ein Produktivitätsparadoxon: „Produktivitätsgewinne durch die Nutzung von Arbeitsplatz-KI werden durch erhöhte Kontrollbedarfe oder fehlende kulturelle Einbettung wieder aufgezehrt. Dabei werden Faktoren wie etwa die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz oder die spürbar wachsende digitale Spaltung innerhalb der Belegschaft besonders sichtbar“, führt Prof. Strich weiter aus.

Prof. Dr. Franz Strich, Wirt­schaftsinformatik an der Universität Paderborn

KI als Grundlage für nachhaltige Wertschöpfung

Von der Nutzung zur nachhaltigen Wertschöpfung

„Der größte Fehler ist, Arbeitsplatz-KI zuerst durchzuplanen. KI funktioniert genau andersherum: einführen, nutzen und erst danach strategisch steuern“, so Prof. Trang. Die Einführung von AP-KI folgt damit einem neuen Ablauf: Zunächst erproben Mitarbeitende die Technologie im Arbeitsalltag („Run“) und entwickeln eigene Anwendungsfälle („Build“). Erst im dritten Schritt erfolgt die strategische Steuerung („Plan“). Dieses von bisherigen Implementierungsstrategien abweichende Vorgehen bei der Einführung neuer digitaler Technologien stellt viele Unternehmen vor relevante Herausforderungen.

Während Unternehmen bewusst Raum für praktisches Ausprobieren schaffen, wird in der strategischen Phase gleichzeitig eine zentrale Aufgabe sichtbar: Organisationen müssen transparent machen, wo KI tatsächlich zur Wertschöpfung beiträgt – und wo nicht. „Nur die systematische Erfassung und Steuerung dieser Effekte ermöglicht es Unternehmen, langfristig vom Experimentieren mit KI zu einer strategischen Wertschöpfung zu gelangen“, so Prof. Trang.

Foto/Quelle: Vorschaubild Universität Paderborn, Besim Mazhiqi und Bild unten Universität Paderborn, Simon Heindl

Das Whitepaper steht allen Interessierten kostenlos zur Verfügung.

Verliert digitales Kreativchaos langsam die Kontrolle?

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emborado: Stickdateien und KI im DIY Bereich emborado Fotograf Saskia Minic Stoff im Kopf Accelerator

emborado entwickelt eine Plattform für Stickdateien und KI gestützte Dateisuche und baut die Lösung im Stoff im Kopf Accelerator weiter aus

Wie entstand die Idee zu emborado und wer steckt hinter dem Startup?

Die Idee ist aus einem Hochschulprojekt zum Thema Computer Vision entstanden. Hinter emborado stehen Max Heimsath und Linus Pöppelmann, zwei Masterabsolventen des Fachs Wirtschaftsinformatik der FH Münster, sowie Prof. Dr.-Ing. Claus Grewe als fachlicher und technischer Unterstützer.

Welches Problem im DIY und Textilbereich möchte emborado konkret lösen?

emborado löst das Problem unübersichtlicher digitaler Dateisammlungen. Gerade im Bereich Maschinenstickerei sammeln sich über die Jahre sehr viele Dateien aus unterschiedlichsten Quellen an. Auf dem eigenen Rechner sieht man nur den Dateinamen und den Speicherort. Vorschaubilder und weiterführende Informationen zum Motiv fehlen, dadurch wird die Suche nach der richtigen Datei zeitaufwendig und frustrierend. Es kommt vor, dass Nutzerinnen und Nutzer Dateien doppelt kaufen, weil sie ein bereits vorhandenes Motiv nicht wiederfinden.

Warum stoßen klassische Betriebssysteme bei großen digitalen Dateisammlungen an ihre Grenzen?

Stickdateiformate werden von Betriebssystemen wie Windows oder macOS nicht nativ unterstützt. Das bedeutet, dass Nutzerinnen und Nutzer keine Vorschau sehen und auch keine inhaltlichen Informationen direkt durchsuchen können. Bei ein paar Dutzend Dateien lässt sich das noch über Ordner lösen. Bei mehreren tausend oder sogar mehreren hunderttausend Dateien reicht eine reine Dateinamen- und Ordnerlogik aber nicht mehr aus.

Wie funktioniert die KI gestützte Analyse der Dateien bei emborado?

emborado analysiert hochgeladene Stickdateien automatisiert. Zunächst erzeugen wir aus den Dateien Vorschaubilder und lesen technische Informationen aus, zum Beispiel Stichzahl, Motivgröße oder Farbanzahl.

Anschließend nutzen wir KI-Modelle, um die Motive inhaltlich einzuordnen. Die KI erkennt, was auf einem Motiv zu sehen ist, macht diese Inhalte durchsuchbar und erstellt passende Schlagworte. Nutzerinnen und Nutzer müssen also nicht mehr wissen, wie eine Datei heißt. Sie können nach dem suchen, was sie sehen oder verwenden möchten.

Welche Vorteile bietet die semantische Suche gegenüber herkömmlichen Ordnerstrukturen?

Eine herkömmliche Ordnerstruktur setzt voraus, dass man beim Speichern schon genau weiß, wonach man später suchen wird. In der Praxis funktioniert das bei kreativen Sammlungen nur begrenzt. Ein Motiv kann gleichzeitig zu mehreren Kategorien passen, zum Beispiel „Blume“, „Frühling“, „Geschenk“, „Kinderkleidung“ oder „Geburtstag“.

Die semantische Suche ermöglicht es, Dateien über ihren Inhalt wiederzufinden. Wenn ich ein Motiv suche, muss ich nicht mehr den exakten Dateinamen oder Speicherort kennen. Es reicht eine beschreibende Sucheingabe, zum Beispiel „drei Weihnachtsgnome, die an einer Lichterkette baumeln“. emborado zeigt dann passende Motive aus der eigenen Sammlung an.

Für welche Nutzergruppen wurde emborado besonders entwickelt?

emborado richtet sich zunächst besonders an Hobbystickerinnen und Hobbysticker sowie an kleine Textilveredelungsbetriebe, die regelmäßig mit digitalen Stickdateien arbeiten.

Langfristig denken wir emborado aber breiter. Viele Probleme, die wir bei Stickdateien sehen, gibt es auch bei Schnittmustern, Plotterdateien oder anderen digitalen DIY-Dateien. Unsere Vision ist deshalb eine Verwaltungsplattform für digitale DIY-Dateien insgesamt.

Welche Herausforderungen bringt die Arbeit mit proprietären Dateiformaten mit sich?

Proprietäre Dateiformate sind oft schlecht dokumentiert, herstellerabhängig und technisch sehr unterschiedlich aufgebaut.

Für uns als Plattform bedeutet es, dass wir viele Formate einzeln verstehen, auslesen und zuverlässig verarbeiten müssen. Gleichzeitig liegt genau darin ein großer Mehrwert von emborado: Wir wollen diese technische Komplexität für die Nutzerinnen und Nutzer unsichtbar machen und ihnen eine einfache, einheitliche Oberfläche bieten.

Wie wichtig ist das Thema Zeitersparnis für eure Kundinnen und Kunden?

Zeitersparnis ist einer der zentralen Gründe, warum emborado überhaupt relevant ist. Viele unserer Nutzerinnen und Nutzer sticken nicht, weil sie Dateien sortieren möchten. Sie möchten kreativ arbeiten. Wenn die Suche nach einer Datei mehrere Minuten dauert, entsteht Frust. Für gewerbliche Nutzerinnen und Nutzer kommt hinzu, dass Suchzeit direkte Arbeitszeit ist.

Welche Rolle spielt die Teilnahme am Stoff im Kopf Accelerator für die Entwicklung von emborado?

Der Stoff im Kopf Accelerator ist für uns sehr wertvoll. Durch das Programm bekommen wir Zugang zu Feedback, Netzwerk, Sparring und Sichtbarkeit in einem Umfeld, das gut zu unserer Idee passt. Wir kommen ursprünglich aus der Softwareentwicklung. Durch das Programm konnten wir unser Verständnis für die Textil- und DIY-Branche deutlich vertiefen.

Was unterscheidet emborado aus eurer Sicht von anderen Datei oder Cloudlösungen?

Klassische Cloudlösungen speichern Dateien, verstehen sie aber nicht. emborado geht einen Schritt weiter. Unsere Plattform analysiert die Dateien, erzeugt Vorschaubilder, liest technische Informationen aus und ergänzt nutzer- und KI-generierte Metadaten. Wir bauen keine allgemeine Dateiablage, sondern eine Lösung für ein spezifisches Problem.

Wie reagiert die DIY und Textilbranche bislang auf eure Plattform?

Die bisherigen Reaktionen sind sehr ermutigend. Viele Menschen aus der Stick-, Näh- und DIY Community erkennen das Problem sofort wieder. Häufig hören wir Aussagen wie: „Genau das brauche ich“. Das zeigt uns, dass wir nicht nur ein technisches Nischenproblem lösen, sondern ein echtes Organisationsproblem adressieren. Gleichzeitig bekommen wir viel konkretes Feedback, das direkt in die Weiterentwicklung der Plattform einfließt.

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz für die zukünftige Entwicklung von emborado?

Künstliche Intelligenz ist für emborado ein zentraler Baustein, aber kein Selbstzweck. Uns geht es nicht darum, KI als Schlagwort zu nutzen, sondern konkrete Probleme im Alltag unserer Nutzerinnen und Nutzer zu lösen.

Welche drei Tipps würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern im SaaS oder KI Bereich geben?

Erstens: Validiert das identifizierte Problem, bevor ihr zu viel baut. Sprecht mit so vielen potenziellen Nutzerinnen und Nutzern wie möglich. Das spart Zeit und liefert wertvollen Input für die Produktentwicklung.

Zweitens: Sucht früh Unterstützung und Austausch, zum Beispiel in Gründungszentren, mit anderen Gründerinnen und Gründern oder in Programmen wie dem Stoff im Kopf Accelerator. Viele Herausforderungen hatten andere bereits vor euch. Davon kann man enorm profitieren.

Drittens: Baut kein KI-Produkt um der KI willen. Es zählt am Ende nicht, wie komplex die Technologie ist, sondern ob sie ein echtes Problem besser löst als bestehende Alternativen.

Bild: Max Heimsath und Linus Pöppelmann Bildcredit/Fotograf: Saška Minić

Wir bedanken uns bei Max Heimsath für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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