Montag, Oktober 12, 2026
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Warum gute Produkte schlechte Pitches nicht überleben

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Pitch: Gründer überzeugen Investoren mit ihrem Auftritt

Acht Minuten, ein Publikum, das nebenher Nachrichten liest, und danach eine Entscheidung. So sieht die Situation aus, in der über Geld gesprochen wird. Das Produkt kann gut sein, der Markt kann stimmen, die Zahlen können tragen. Wenn der Vortrag nicht funktioniert, wird das alles nicht geprüft.

Die Fehler, die dabei passieren, haben selten etwas mit den Zahlen zu tun. Sie liegen davor.

Zu lange beim Problem

Der häufigste Fehler ist die Verteilung der Zeit. Viele Gründer verbringen die Hälfte ihres Auftritts damit, ein Problem zu erklären, das im Raum längst bekannt ist. Wer vor Investoren spricht, die auf dieses Feld spezialisiert sind, muss ihnen den Markt nicht beibringen.

Zwei Sätze zum Problem reichen fast immer. Danach gehört die Zeit der Lösung, dem Beleg, dass sie funktioniert, und der Frage, warum ausgerechnet dieses Team sie umsetzt. Wer diese Verteilung dreht, verliert die interessanten Minuten an eine Einleitung.

Die Stimme verrät die Unsicherheit

Der zweite Fehler ist unbewusst und deshalb hartnäckig. Bei vielen geht die Stimme am Ende jedes Satzes nach oben. Aus einer Aussage wird damit eine Frage, aus einer Zahl eine Bitte um Zustimmung. Der Inhalt ändert sich nicht, die Wirkung schon.

Das lässt sich hören, sobald man sich einmal aufnimmt, und es lässt sich in wenigen Tagen ändern. Bewusst am Satzende die Stimme senken, an drei markierten Stellen im Vortrag, mehr braucht es zu Beginn nicht. Es klingt nach einer Kleinigkeit, verändert aber, wie ein Publikum die Sicherheit des Vortragenden einschätzt.

Zahlen wie eine Entschuldigung

Der dritte Fehler betrifft den Umgang mit den eigenen Zahlen. Wer eine Marktzahl oder einen Umsatz vorträgt und dabei schneller wird, leiser oder beides, signalisiert, dass er sie selbst für zu klein hält. Investoren registrieren das sofort.

Die Regel dagegen ist unspektakulär. Eine Zahl wird langsam gesagt, danach kommt eine Pause. Die Pause ist der Teil, den fast niemand aushält, und genau sie macht den Unterschied. Wer die Zahl in einen Nebensatz packt, hat sie faktisch nicht genannt.

Der Punkt, an dem der Vortrag kippt

Es gibt in fast jedem Pitch eine Stelle, an der die Aufmerksamkeit im Raum wegbricht. Meist liegt sie zwischen der Lösung und dem Geschäftsmodell, dort, wo der Vortrag von der Erzählung in die Aufzählung wechselt.

Wer das kennt, kann es vorbereiten. An dieser Stelle hilft ein konkretes Beispiel, ein einzelner Kunde, ein Satz aus einem echten Gespräch, irgendetwas, das nicht nach Folie klingt. Danach lässt sich die Aufzählung wieder aufnehmen, und sie wird gehört.

Die Fragerunde gehört zum Auftritt

Fast alle bereiten den Vortrag vor und niemand die Fragen danach. Dabei entscheidet sich dort oft mehr, weil die Antworten nicht geprobt klingen können und deshalb ehrlicher wirken.

Zwei Dinge helfen. Erstens eine Liste der fünf Fragen, die man selbst am wenigsten gern beantwortet, mit je einer ausformulierten Antwort. Diese Fragen kommen erfahrungsgemäß, und wer sie zum ersten Mal auf der Bühne hört, weicht aus. Zweitens die Bereitschaft, etwas nicht zu wissen. Ein klares „Das haben wir noch nicht entschieden, wir prüfen es gerade“ ist stärker als eine Antwort, die im Raum als improvisiert erkannt wird.

Was sich in einer Woche ändern lässt

Nicht alles ist kurzfristig zu beheben, manches schon.

In einer Woche änderbar sind die Zeitverteilung, die Stimme am Satzende, der Umgang mit Zahlen und der Einstieg. Der Einstieg besonders: Die ersten zwanzig Sekunden entscheiden darüber, ob das Publikum zuhört oder das Gerät in der Hand wieder wichtig wird. Ein Vortrag, der mit dem Firmennamen und dem Gründungsjahr beginnt, verschenkt sie.

Nicht in einer Woche änderbar ist alles, was mit Nervosität zu tun hat. Sie verschwindet nicht durch Vorbereitung, sie wird nur handhabbar. Wer damit rechnet, dass die ersten zwei Minuten unangenehm sind, überlebt sie besser als jemand, der sich vorgenommen hat, ruhig zu sein.

Warum das Üben unbeliebt ist

Gründer bereiten ihre Zahlen sorgfältig vor und ihren Auftritt fast nie. Dahinter steckt eine verbreitete Annahme: dass Reden entweder liegt oder nicht.

Das stimmt nicht. Was auf einer Bühne wirkt, ist zu einem großen Teil handwerklich und damit lernbar. Der Unterschied zwischen einem Vortrag, der überzeugt, und einem, der es nicht tut, liegt selten in der Persönlichkeit und meistens in Vorbereitung, die niemand sieht.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Schweizer Startup Bee People holt 1,3 Millionen Franken

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Bee People: Propolis im Zentrum neuer Finanzierungsrunde Die Gründer Marie So und Daniel Meyer

Bee People sichert sich CHF 1,3 Millionen in neuer Finanzierungsrunde

Das Schweizer Gesundheitsunternehmen Bee People hat eine Seed-Finanzierungsrunde über CHF 1,3 Millionen erfolgreich abgeschlossen. Die Investitionszusagen überstiegen das angestrebte Finanzierungsvolumen um mehr als 30 Prozent.

Bee People entwickelt wissenschaftlich fundierte Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Propolis und weiteren Inhaltsstoffen aus dem Bienenstock. Das Unternehmen verbindet die natürlichen Schutzmechanismen der Bienen mit moderner Forschung, Produktentwicklung und Schweizer Qualitätsstandards. Das bestehende Produktsortiment wird derzeit deutlich ausgebaut und kontinuierlich um neue Anwendungen ergänzt.

Erfahrenes Gründerteam erhält erneut Unterstützung von Investoren

Die Gründer Marie So und Daniel Meyer haben bereits das Schweizer E-Mobility-Unternehmen EGO Movement aufgebaut, international expandiert und erfolgreich an die indische TVS Motor Group veräußert. Mehrere Investoren aus dieser Zeit unterstützen das Team nun erneut bei Bee People.

Zu den Kapitalgebern zählen mehrere bekannte Schweizer Unternehmer und Investoren. Hinzu kommen anerkannte Mediziner und Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen sowie erfahrene Persönlichkeiten, die für die Expansion von Bee People in Asien von strategischer Bedeutung sind.

„Daß uns mehrere Investoren zum zweiten Mal unterstützen, ist ein starkes Zeichen des Vertrauens. Sie kennen unsere Arbeitsweise und unsere Ambition, Unternehmen langfristig und international aufzubauen“, sagen Marie und Daniel.

Bee People baut Präsenz in der Schweiz und Asien aus

Seit dem Marktstart baut Bee People seine Präsenz in Schweizer Apotheken sowie Drogerien, im Fachhandel und auf E-Commerce-Plattformen aus. Auch im asiatischen Markt hat das Unternehmen bereits Fuß gefasst.

Traditionelle und natürliche Gesundheitsprodukte sind dort stark verankert, und Propolis ist als Inhaltsstoff deutlich bekannter als in vielen europäischen Märkten.

Deutschland wird Teil der europäischen Wachstumsstrategie

Die DACH-Region spielt in der europäischen Wachstumsstrategie von Bee People eine zentrale Rolle. Das Unternehmen sieht hier großes Potenzial, Propolis aus seiner bisherigen Nische zu holen und als zeitgemäßen Inhaltsstoff für die tägliche Gesundheitsvorsorge zu positionieren. Der Markteintritt in Deutschland erfolgt im September 2026 über den eigenen Onlinehandel.

„Propolis ist in der Schweiz, Österreich und Deutschland zwar bereits vertreten, doch häufig fehlt es an einheitlichen Qualitätsstandards und wissenschaftlicher Fundierung. Genau hier setzen wir an: Mit Produkten, in die die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung einfließen, und mit Schweizer Qualität wollen wir Propolis auf ein neues Niveau heben.“, erklären die Gründer.

Neues Kapital für Forschung, Vertrieb und internationale Expansion

Das neue Kapital fließt in Forschung und Entwicklung, den Ausbau des Vertriebs und die internationale Expansion. Neben Deutschland plant Bee People die Erschließung weiterer Märkte in Europa und Asien.

„Bienen haben über Millionen von Jahren hochentwickelte Mechanismen entwickelt, um ihren Stock zu schützen. Dieses Wissen möchten wir für moderne Gesundheitsprodukte nutzbar machen. Unsere Ambition ist der Aufbau einer globalen Schweizer Gesundheitsmarke an der Schnittstelle von Natur und Wissenschaft“, so die Gründer.

Wer ist Bee People?

Bee People ist ein Schweizer Gesundheitsunternehmen, das wissenschaftlich fundierte Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Propolis und weiteren Inhaltsstoffen aus dem Bienenstock entwickelt.

Wie hoch ist die neue Finanzierungsrunde von Bee People?

Bee People hat eine Seed-Finanzierungsrunde über CHF 1,3 Millionen abgeschlossen. Die Investitionszusagen lagen nach Unternehmensangaben mehr als 30 Prozent über dem angestrebten Finanzierungsvolumen.

Wofür will Bee People das neue Kapital einsetzen?

Das Unternehmen will das Kapital für Forschung und Entwicklung, den Ausbau des Vertriebs sowie die internationale Expansion nutzen. Neben Deutschland sollen weitere Märkte in Europa und Asien erschlossen werden.

Bild Bildcredits @ Bee People

Quelle blackbird/berlin Agency for Public Relations, Marketing and Events

Schluss mit dem Duschkopf-Trick: So revolutioniert SchaumPo das Schaumbad

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SchaumPo: Schaumbad für Die Höhle der Löwen Bild Sebastian Wild präsentiert Investorin Janna Ensthaler seinen Plug and Play Badespaß „SchaumPo“. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

SchaumPo will das Schaumbad neu denken und wird am 28. September 2026 in der Höhle der Löwen pitchen

Wie ist die Idee zu SchaumPo entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?

Die Idee zu SchaumPo ist tatsächlich in der Badewanne entstanden. Beim Baden meiner drei Töchter wollte ich eigentlich nur eines: möglichst viel richtig guten Schaum. So, wie Kinder sich ein perfektes Schaumbad eben vorstellen, so wie ich es mir selber immer als Kind gewünscht habe: dieses richtige Schaumbad wie im Film oder Fernsehen, mit dichtem, langanhaltendem Schaum, der die ganze Badewanne bedeckt. Genau so, wie es auf den Produktbildern meistens versprochen wird – und in der Realität dann erstaunlich selten so aussieht.

In der eigenen Badewanne war das Ergebnis aber schwer bis unmöglich reproduzierbar.

Mal entstand viel Schaum, mal kaum welcher. Es hing davon ab, wie das Wasser einlief, wie viel Schaummittel man schlussendlich verwendete und wie kräftig u d motiviert man anschließend noch selbst nachhalf.

Irgendwann entstand daraus die ganz simple Frage: Warum gibt es eigentlich kein Gerät, das genau diesen Job übernimmt und zuverlässig richtig viel Schaum erzeugt – so wie die Feuerwehr eins hat?

Damit begann die Entwicklung von SchaumPo.

Je tiefer ich mich anschließend mit dem Thema beschäftigte, desto mehr fiel mir auf, dass das Problem noch größer ist als gedacht. Schon bei der Dosierung der Schaummittel gibt es kaum eine einheitliche Logik: Bei einem Produkt heißt es beispielsweise ein oder zwei Kappen, bei einem anderen zwei bis drei kräftige Spritzer. Aber was ist eigentlich ein „kräftiger Spritzer“ … und wie viel Produkt braucht man tatsächlich für ein bestimmtes Schaumergebnis?

Aus der ursprünglichen Frage nach maximalem Schaum wurde damit zunehmend eine technische Frage nach kontrollierter Dosierung, reproduzierbarer und kinderleichter Schaumerzeugung und effizientem Produkteinsatz.

Und spätestens an diesem Punkt meldete sich dann wohl auch mein schwäbisches Erbgut. Ich bin gebürtiger Schwabe aus Ulm und ein altschwäbisches Sprichwort besagt: „sparen ist keine Schande“.

Wenn ein Gerät sehr genau steuern kann, wie viel Schaummittel tatsächlich benötigt wird, stellt sich irgendwann zwangsläufig die nächste Frage: Warum transportieren, lagern und verpacken wir große Mengen fertiger Flüssigkeit, wenn das Wasser beim Kunden ohnehin aus dem Hahn kommt?

Daraus entstand die nächste Ebene unseres Konzepts: ein langlebiges, wasserdruckbetriebenes Gerät kombiniert mit kompakten, trockenen Refills, die erst beim Kunden mit Wasser zum eigentlichen Schaumbad werden.

Aus dem Versuch, meinen Kindern einfach das bestmögliche Schaumbad zu bauen, ist so Schritt für Schritt ein Consumer-Hardware-Projekt mit eigenem Refill-System, funktionierenden Prototypen, österreichischen Entwicklungspartnern und einer zum Patent angemeldeten Technologie entstanden.

In welcher Branche seid ihr mit SchaumPo tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell eures Startups aus?

Wir bewegen uns im Bereich Consumer Hardware an der Schnittstelle von Bath & Personal Care, Selfcare und Home & Lifestyle – und irgendwie auch Sanitärtechnik.

SchaumPo ist ein wasserdruckbetriebener Schaumbadgenerator, oder international gesprochen ein „Bubble Bath Maker“. Das Gerät wird an einen handelsüblichen Badewannenschlauch angeschlossen und nutzt den vorhandenen Wasserdruck, um Wasser, Luft und Schaummittel zu einem kontinuierlichen Schaumstrom zu verbinden. Es benötigt dafür weder Akku noch Strom noch Motor – lediglich Wasserdruck.

Das Geschäftsmodell dahinter besteht aus zwei miteinander verbundenen Ebenen: Hardware und wiederkehrenden Verbrauchsprodukten.

Mit dem Gerät schaffen wir zunächst eine installierte Basis beim Kunden. Darauf bauen wir ein proprietäres Refill-System auf, das langfristig einen wesentlichen Teil unseres Geschäftsmodells bilden soll. Geplant sind unter anderem kompakte, trockene Nachfüllprodukte, die erst beim Kunden mit Wasser zum eigentlichen Schaumbad werden.

Das ist für uns aus mehreren Gründen spannend: Es schafft wiederkehrende Umsätze, ermöglicht unterschiedliche Düfte, Anwendungen und Markenkooperationen und kann gleichzeitig die Supply Chain effizienter machen. Anstatt große Mengen fertiger Flüssigkeit zu transportieren, zu lagern und zu verpacken, wollen wir perspektivisch vor allem das liefern, was der Kunde zuhause noch nicht hat – das Wasser samt Druck kommt schließlich bereits aus der Leitung.

Langfristig lässt sich daraus auch ein sehr einfaches Convenience-Modell entwickeln: beispielsweise ein Schaumbad-Abonnement, bei dem neue Refills, Düfte oder saisonale Editionen regelmäßig direkt in den Briefkasten kommen. Der einmalige Hardwarekauf wird damit zur Basis für eine dauerhafte Kundenbeziehung mit wiederkehrenden Umsätzen.

Für den Markteintritt setzen wir zunächst auf Direct-to-Consumer. Damit können wir Nachfrage, Conversion, Nutzung, Kundenfeedback und später auch Wiederkaufsraten sehr direkt messen. Anschließend sehen wir erhebliches Skalierungspotenzial über Retail, internationale Vertriebspartner sowie perspektivisch Hospitality, Licensing, Spielzeug und Brand Collaborations.

SchaumPo betrachten wir deshalb nicht nur als einzelnes Produkt: Unser Ziel ist eine skalierbare Produkt- und Markenplattform aus Consumer Hardware, proprietären Verbrauchsprodukten, Technologie und IP rund um das Thema Schaumerzeugung im Badezimmer.

Welches konkrete Problem löst SchaumPo und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?

Wer Schaumbad kauft, kauft zunächst eine Flüssigkeit. Was der Kunde eigentlich haben möchte, ist aber etwas völlig anderes: eine Badewanne voller dichtem, langanhaltendem Schaum, eben dieses „Schaumbad wie im Film“.

Genau zwischen dem gekauften Produkt und dem gewünschten Ergebnis sehen wir die eigentliche Marktlücke.

Bislang hängt das Schaumergebnis von erstaunlich vielen Variablen ab: Wasserdruck und Durchfluss, Art des Wassereinlaufs, Dosierung, Viskosität des Schaummittels, Luftzufuhr und häufig auch davon, wie kräftig und motiviert der Nutzer anschließend selbst noch nachhilft.

Hinzu kommt ein Dosierungsproblem. Je nach Hersteller findet man Angaben wie eine oder zwei Kappen oder „zwei bis drei kräftige Spritzer“.

Solche Angaben helfen zwar bei einer groben Dosierung, sagen aber wenig darüber aus, wie viel Produkt tatsächlich nötig ist, um ein bestimmtes Schaumergebnis zu erzielen.

SchaumPo versucht deshalb nicht einfach, einen weiteren Badezusatz auf den Markt zu bringen. Wir verlagern die eigentliche Schaumerzeugung in ein dafür entwickeltes Gerät.

Der vorhandene Wasserdruck treibt den Prozess an, Luft und Schaummittel werden kontrolliert zusammengeführt und aus einem bislang stark variablen Vorgang soll ein möglichst reproduzierbares Ergebnis entstehen: viel dichter Schaum bei kontrolliertem Produkteinsatz.

Unternehmerisch ist genau das für uns besonders interessant. Wir konkurrieren damit nicht einfach um die nächste Rezeptur im Schaumbadregal, sondern versuchen, eine neue Hardware-Ebene in einem etablierten Markt zu schaffen.

Und diese Hardware eröffnet wiederum eine zweite Ebene: Wenn Dosierung und Schaumerzeugung kontrolliert werden können, lässt sich auch der Badezusatz neu denken, etwa über hochkonzentrierte oder trockene Refills, die leichter zu transportieren, kompakter zu lagern und erst zuhause mit Wasser zu verwenden sind.

Aus einem zunächst sehr einfachen Consumer Problem entsteht damit potenziell eine neue Produktkategorie mit eigenem Gerät, proprietären Verbrauchsprodukten und einem wiederkehrenden Geschäftsmodell.

Warum habt ihr euch mit SchaumPo für die Teilnahme an Die Höhle der Löwen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Für uns war Die Höhle der Löwen nie ausschließlich eine Frage des Kapitals.

Natürlich ist Finanzierung für ein Hardware-Startup wichtig. Aber mindestens genauso wertvoll ist in dieser Phase das, was man gerne als „Smart Money“ bezeichnet: Erfahrung, Netzwerk und Geschwindigkeit.

Zwischen einem funktionierenden Prototyp und einem Produkt, das irgendwann in größeren Stückzahlen zuverlässig produziert, ausgeliefert und im Handel verkauft werden kann, liegen sehr unterschiedliche Disziplinen: Industrialisierung, Werkzeugbau, Einkauf, Qualitätssicherung, Logistik, Markenaufbau, Vertrieb und Working Capital. Ein strategischer Investor, der diese Strecke bereits mehrfach gegangen ist, kann einem jungen Unternehmen Jahre an Trial-and-Error ersparen.

Genau deshalb ist Die Höhle der Löwen für uns spannend. Dort sitzen Unternehmerinnen und Unternehmer, die nicht nur Kapital investieren, sondern funktionierende Strukturen, Netzwerke und sehr konkrete operative Erfahrung mitbringen.

Dazu kommt, dass SchaumPo ein extrem visuelles Produkt ist. Man kann lange über Schaumerzeugung, Wasserdruck oder unsere Technologie sprechen, oder man dreht das Wasser auf und versteht innerhalb weniger Sekunden, worum es geht.

Die Reichweite der Sendung ist für uns deshalb gleichzeitig eine außergewöhnliche Möglichkeit zur Marktvalidierung.

Wie reagieren Menschen auf ein Produkt, das sie vorher noch nie gesehen haben?

Verstehen sie die Idee?

Bleibt die Marke hängen?

Besuchen sie anschließend unsere Website – und sind sie am Ende tatsächlich bereit, dafür zu bezahlen?

Damit ist Die Höhle der Löwen für uns weit mehr als eine reine Investorensuche: Investmentgespräch, Markttest, Brand-Awareness und Demand Validation auf einer einzigen Bühne.

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe in der Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?

Unser absoluter Wunschlöwe war Ralf Dümmel.

Der Grund dafür ist eigentlich ziemlich pragmatisch: Bei SchaumPo liegt ein großer Teil der kommenden Herausforderung nicht mehr darin, zu beweisen, dass das physikalische Prinzip funktioniert. Die entscheidende Aufgabe ist jetzt, daraus ein skalierbares Consumer Product zu machen.

Und genau dafür bringt Ralf Dümmel eine Kombination mit, die für uns ausgesprochen interessant ist: Erfahrung mit physischen Produkten, Produktion, Einkauf, Logistik und Distribution und vor allem auch ein enormes, über viele Jahre aufgebautes Netzwerk in den Einzelhandel.

Für ein Produkt wie SchaumPo ist dieser Zugang besonders wertvoll. Wir wollen langfristig nicht nur einen erfolgreichen Online-Shop betreiben, sondern eine neue Produktkategorie etablieren. Wenn Menschen irgendwann im Handel vor einem SchaumPo stehen und sofort verstehen: „Ah – das ist der Schaumbadgenerator“, dann beginnt aus unserer Sicht die wirklich spannende Skalierung.

Wir bringen Technologie, IP, Produktvision und Marke mit. Ralf Dümmel bringt genau die Erfahrung und Infrastruktur mit, die dabei helfen kann, ein physisches Consumer Product möglichst schnell und professionell vom Produkt zur breiten Distribution zu entwickeln. Strategisch passt das ausgesprochen gut zusammen.

Sehr spannend ist für uns auch Andreas Herb. Bei ihm reizen uns vor allem seine Erfahrung mit Consumer Brands und sein Gespür für Markenkommunikation. SchaumPo soll langfristig eben nicht nur ein funktionales Badezimmergerät sein. Wir wollen eine Marke aufbauen, die Spaß macht, emotional funktioniert und international verstanden wird.

Denn am Ende verkaufen wir nicht einfach Kunststoff, Wasser und ein bisschen Physik.

Wir verkaufen das Schaumbad wie im Film – und wir verkaufen ein neues Ritual.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren in der Höhle der Löwen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?

Vor allem eines: Geschwindigkeit durch Erfahrung.

Kapital allein löst bei einem Hardware-Startup erstaunlich wenige Probleme. Man kann damit Werkzeuge bezahlen, Ware bestellen und Marketing finanzieren – aber Geld sagt einem nicht, welches Werkzeug man zu früh bestellt, welcher Produktionspartner wirklich skalieren kann oder welche Entscheidung sechs Monate später zum Problem wird.

Genau deshalb erhoffen wir uns von einem strategischen Investor vor allem operatives Know-how.

Zwischen unserem heutigen Prototypen und einem SchaumPo, der zunächst zehntausend-, später hunderttausendfach zuverlässig bei Kunden im Badezimmer hängt, liegt eine ganze Kette unterschiedlicher Disziplinen: Industrialisierung, Werkzeugbau, Materialauswahl, Einkauf, Qualitätssicherung, Verpackung, Logistik und Working Capital. Wenn das Produkt europaweit funktioniert, sprechen wir langfristig potenziell nicht mehr über Tausende – sondern über einen Markt für Millionen Geräte.

Und genau auf diese Größenordnung muss man Produktion und Supply Chain vorbereiten können, ohne dabei Qualität, Marge oder Lieferfähigkeit zu verlieren.

Ein erfahrener strategischer Investor kann diese Lernkurve enorm verkürzen. Besonders wertvoll sind für uns deshalb Kontakte zu Produktion und Handel, Erfahrung mit Consumer Hardware, Unterstützung beim Aufbau belastbarer Lieferketten sowie Zugang zu internationalen Distributions- und Retail-Strukturen.

Und dann gibt es noch etwas, das man schwer in Excel abbilden kann: gutes Sparring.

Als Gründer verbringt man viel Zeit damit, Entscheidungen unter Unsicherheit zu treffen. Ein erfahrener Unternehmer, der einem gelegentlich sagt „Das haben schon hundert andere versucht… mach es anders“ oder umgekehrt „Genau da musst du jetzt Gas geben“, kann manchmal wertvoller sein als der nächste Finanzierungsscheck.

Deshalb suchen wir nicht einfach Kapital.

Wir suchen Partner, die uns dabei helfen können, aus einer funktionierenden Erfindung ein skalierbares Consumer-Unternehmen und aus SchaumPo langfristig eine internationale Produktkategorie zu bauen.

Welche nächsten Schritte sind nach eurem Auftritt in der Höhle der Löwen mit SchaumPo geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Der nächste große Schritt ist sehr konkret: aus SchaumPo ein serienreifes und anschließend skalierbares Produkt machen.

Zum Marktstart bieten wir über schaumpo.at zunächst eine auf 3.333 Stück limitierte Founder Edition zum Preis von 29,90 Euro an. Die Auslieferung ist für das erste Quartal 2027 geplant.

Diese erste Serie ist für uns bewusst mehr als nur ein Verkaufsstart. Sie ist gleichzeitig der nächste große Validierungsschritt.

Bislang konnten wir Technologie, Prototypen und grundsätzliches Kundeninteresse testen.

Mit der Founder Edition können wir erstmals unter realen Marktbedingungen messen, was für den Aufbau eines skalierbaren Consumer-Unternehmens entscheidend wird:

Wie hoch ist die tatsächliche Zahlungsbereitschaft?

Welche Zielgruppen konvertieren?

Wie nutzen Kunden das Produkt?

Wie hoch ist die Zufriedenheit?

Welche Refills werden bevorzugt – und wie entwickelt sich später die Wiederkaufsrate?

Mit anderen Worten: Aus Aufmerksamkeit werden Daten.

Parallel läuft die Industrialisierung des Geräts.

Gemeinsam mit unseren Entwicklungspartnern optimieren wir Geometrien, Materialien, Fertigungsverfahren und die Reproduzierbarkeit der Schaumerzeugung.

Unser Anspruch ist nicht, möglichst schnell irgendeine Serienversion auf den Markt zu werfen, sondern eine technische Plattform zu schaffen, die sich von einigen Tausend Stück auf Zehntausende, Hunderttausende und – bei entsprechendem Markterfolg – perspektivisch auch auf europäische und internationale Stückzahlen im Millionenbereich skalieren lässt.

Dabei wollen wir möglichst viel relevantes Prozess-Know-how und IP im Unternehmen halten. Denn Skalierbarkeit bedeutet für uns nicht nur, mehr Kunststoffteile fertigen zu können. Entscheidend ist, dass Funktion, Schaumqualität, Dosierung und Nutzererlebnis auch bei sehr großen Stückzahlen reproduzierbar bleiben.

Gleichzeitig entwickeln wir unser proprietäres Refill-System weiter. Besonders spannend finden wir dabei kompakte, trockene Nachfüllprodukte, die erst beim Kunden mit Wasser zum eigentlichen Schaumbad werden.

Langfristig eröffnet das weit mehr als nur verschiedene Düfte.

Denkbar sind unterschiedliche Schaumeigenschaften, Selfcare-Varianten, saisonale Editionen, Kooperationen mit bestehenden Marken oder auch ein Schaumbad-Abonnement, bei dem regelmäßig neue Refills direkt im Briefkasten landen.

Dadurch entsteht aus einem einmaligen Hardwareverkauf perspektivisch ein wiederkehrendes Geschäftsmodell.

Beim Wachstum verfolgen wir bewusst eine gestufte Strategie: Die Founder Edition dient zunächst als kontrollierter Markteintritt und Demand Validation. Danach wollen wir Direct-to-Consumer im DACH-Raum skalieren, Produkt, Zielgruppen und Unit Economics möglichst nah am Kunden verstehen und darauf aufbauend Retail-Partnerschaften und weitere europäische Märkte erschließen.

Auch Hospitality ist langfristig interessant – etwa Hotelketten, Resorts und andere Orte, an denen ein außergewöhnliches markenbasiertes Badeerlebnis einen konkreten „neuen“ Mehrwert schafft.

International denken wir SchaumPo von Beginn an. Der deutsche Name darf dabei gerne seinen Charme behalten; technologisch und unternehmerisch ist unser Anspruch deutlich größer als ein einzelnes Produkt für den deutschsprachigen Markt.

Unser langfristiges Ziel ist deshalb nicht einfach, möglichst viele SchaumPos zu verkaufen.

Wir wollen rund um die Technologie eine neue Produktkategorie etablieren, mit Hardware, proprietären Refills, IP, Marke und wiederkehrenden Umsätzen und diese Kategorie perspektivisch europaweit und darüber hinaus skalieren.

Oder etwas weniger nach Businessplan formuliert:

Wir möchten, dass irgendwann niemand mehr mit dem Duschkopf in der Badewanne kunstvoll herumwedeln muss, um ein Schaumbad einfach hinzubekommen.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg mit SchaumPo als besonders wertvoll erwiesen?

Eine der wichtigsten Erkenntnisse war für mich, dass man als Gründer permanent zwischen Vision und subjektiven Annahmen und Beweis am Markt unterscheiden muss.

Eine große Vision ist wichtig, aber sie ersetzt keine Validierung.

Deshalb versuchen wir inzwischen, möglichst viele Annahmen einzeln j d möglichst früh mit der Realität zu konfrontieren:

Funktioniert die Physik?

Funktioniert sie reproduzierbar?

Lässt sich das Produkt wirtschaftlich fertigen?

Verstehen Menschen innerhalb weniger Sekunden, was SchaumPo macht?

Sind sie bereit, dafür zu bezahlen?

Verwenden sie es tatsächlich regelmäßig?

Und entsteht daraus am Ende ein Geschäftsmodell, das sich skalieren und wiederholen lässt?

Gerade bei SchaumPo habe ich außerdem gelernt, wie viel technische Komplexität häufig nötig ist, damit etwas für den Kunden am Ende ganz einfach aussieht.

Der Nutzer soll später idealerweise nur Schaummittel beziehungsweise einen Refill einsetzen, das Wasser aufdrehen und bekommt ein Schaumbad – so wie er es noch nie hatte. Und das immer wieder.

Damit das zuverlässig funktioniert, beschäftigen wir uns im Hintergrund mit allerlei physikalischen Gesetzmäßigkeiten… Von Strömungslehre, Materialwissenschaften und Physik bis hin zur Chemie.

Einfachheit für den Kunden ist häufig das Ergebnis ziemlich krasser Komplexität auf der Entwicklerseite.

Und vielleicht die wertvollste Lektion: Präsentationen sind geduldig. Physik, Kunden und Märkte sind es nicht.

Man sollte eine Idee deshalb möglichst früh mit allen drei konfrontieren.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

So früh wie möglich herausfinden, welche subjektiven Annahmen das eigene Unternehmen überhaupt tragen.

Fast jedes Startup beginnt mit einer Reihe von Hypothesen: Gründer haben eine wage Idee, der Kunde hat dieses Problem – oder könnte es vielleicht haben.

Unsere Lösung ist vielleicht besser.

Er versteht sie. Tut er wirklich?

Er ist bereit, dafür zu bezahlen.

Wir können sie wirtschaftlich produzieren.

Wir können Kunden effizient erreichen.

Und im besten Fall kommen sie anschließend wieder.

Je früher man diese Annahmen einzeln testet, desto günstiger werden Fehler.

Ich würde deshalb immer möglichst früh etwas bauen, das echte Menschen mal benutzen können.

Ein funktionierender, hässlicher Prototyp kann zigfach wertvoller sein als ein wunderschönes fertiges Produkt, das noch nie jemand ausprobiert hat – oder vielleicht gar nicht braucht.

Gleichzeitig sollte man lernen, Kritik am aktuellen Produkt von Kritik an der eigentlichen Idee zu unterscheiden.

Ein schlechter erster Prototyp beweist nicht zwangsläufig, dass die Idee schlecht ist!

Er zeigt zunächst einmal sehr präzise, was funktioniert und was Version zwei dann besser machen muss.

Und man sollte Aufmerksamkeit, Show, echte Nachfrage und Geschäftsmodell nicht miteinander verwechseln.

Viele Menschen können etwas lustig finden. Viele können darüber sprechen. Und viele können auf eine Website klicken.

„Real“ wird es erst, wenn jemand seine Kreditkarte herausnimmt.

Und noch spannender wird es, wenn der Kunde später wiederkommt.

Was unterscheidet SchaumPo im Online-Shop optisch und inhaltlich von der Konkurrenz?

Der vielleicht größte Unterschied ist, dass wir uns gar nicht mit dem nächsten Schaumbad zwischen bestehende Schaumbäder stellen wollen.

SchaumPo ist Consumer Hardware.

Wir ergänzen einen Markt, der bislang fast ausschließlich aus Verbrauchsprodukten besteht, um ein eigenes Gerät zur Schaumerzeugung.

Das schafft schon visuell eine völlig andere Situation.

Man muss nicht lange erklären, warum unsere Flüssigkeit etwas anders formuliert ist als die Flasche daneben. Man sieht SchaumPo in Aktion – Wasser an, Schaum kommt heraus – und versteht innerhalb weniger Sekunden, was das Produkt macht.

Genau diese Demonstrierbarkeit ist für uns auch ein wichtiger Bestandteil der Marke und unseres Marketings.

Dazu kommt ein Name, den man vermutlich nicht so schnell vergisst. „SchaumPo“ darf ruhig ein bisschen frech sein.

Wir wollen technische Funktionalität nicht in eine sterile Engineering-Marke verpacken, sondern eine Consumer Brand schaffen, die Humor, Selfcare und dieses fast kindliche Vergnügen an einer komplett eingeschäumten Badewanne miteinander verbindet.

Denn das eigentliche Versprechen bleibt sehr einfach: Schaumbad wie im Film.

Inhaltlich geht die Differenzierung aber deutlich tiefer. Hinter dem Gerät steht eine zum Patent angemeldete Technologie, und auf der Hardware soll unser proprietäres Refill-System aufbauen.

Damit entsteht perspektivisch ein eigenes Ökosystem: Gerät, unterschiedliche Refills, Düfte, saisonale Editionen, mögliche Markenkooperationen und später vielleicht sogar das Schaumbad-Abo, das regelmäßig kompakte Nachfüllungen direkt in den Briefkasten bringt.

Das verändert auch die Rolle des Badezusatzes: Statt immer wieder große Flaschen fertiger Flüssigkeit zu kaufen, wollen wir langfristig möglichst konzentriert nur das liefern, was zuhause tatsächlich noch fehlt.

Das Wasser hat der Kunde schließlich schon.

Wie bereitet ihr SchaumPo und euren Online-Shop auf den enormen Nachfrage-Ansturm am Abend der Ausstrahlung von Die Höhle der Löwen vor?

Wir haben uns ganz bewusst gegen die Illusion entschieden, zum Zeitpunkt der Ausstrahlung bereits unbegrenzt serienreife, perfekte Ware auf Lager zu haben.

Stattdessen starten wir mit einer auf 3.333 Stück limitierten Founder Edition für 29,90 Euro, die über schaumpo.at vorbestellt werden kann. Die geplante Auslieferung erfolgt früh im ersten Quartal 2027.

Diese Begrenzung ist für uns nicht nur Marketing, sondern Teil unserer Skalierungsstrategie.

Aus einem theoretisch unbegrenzten Nachfragerisiko wird damit eine klar definierte erste Produktionsmenge. Wir können reale Nachfrage messen, ohne auf Verdacht riesige Stückzahlen zu produzieren, Kapital in Lagerbestände zu binden und anschließend zu hoffen, dass unsere Prognosen stimmen.

Gerade nach einer TV-Ausstrahlung können Reichweite und Nachfrage innerhalb kürzester Zeit extrem schwanken. Für uns ist es deshalb sinnvoller, die Aufmerksamkeit zunächst in belastbare Daten zu übersetzen.

Wie viele Menschen besuchen schaumpo.at?

Und wie viele verstehen das Produkt?

Wie viele bestellen tatsächlich?

Woher kommen sie?

Welche Zielgruppen reagieren besonders stark?

Aus Aufmerksamkeit werden Daten – und aus diesen Daten können wir die nächste Produktionsstufe planen.

Parallel arbeiten wir mit unseren Entwicklungspartnern an Industrialisierung, Fertigungsprozessen und einer Supply Chain, die nicht nur einige Tausend Geräte abbilden kann, sondern perspektivisch auf Zehntausende, Hunderttausende und bei entsprechender internationaler Nachfrage noch deutlich größere Stückzahlen skalierbar ist.

Dabei ist Transparenz für uns entscheidend. Wer die Founder Edition bestellt, soll wissen, dass es sich um eine Vorbestellung handelt und die Auslieferung für das erste Quartal 2027 vorgesehen ist.

Lieber kommunizieren wir heute klar, wo wir stehen, als kurzfristig Lieferfähigkeit zu suggerieren, die ein junges Hardware-Unternehmen in dieser Phase noch nicht seriös garantieren kann.

Und genau darin liegt für uns auch der Sinn der Founder Edition:

Nicht erst hunderttausend Geräte produzieren und danach hoffen, dass jemand sie möchte.

Sondern zuerst beweisen, dass Menschen SchaumPo wirklich haben wollen – und anschließend kontrolliert skalieren.

Sehen sie SchaumPo am 28. September 2026 in der Höhle der Löwen

Bild Sebastian Wild präsentiert Investorin Janna Ensthaler seinen Plug and Play Badespaß „SchaumPo“. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Sebastian Wild für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Am Montag in Höhle der Löwen: Wie ein Golfball die Sauberkugel erfand

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SAUBERKUGEL: Saubergeist in Die Höhle der Löwen Bild Susanne und Bernd Schmekel, Gründer von Sauberkugel Foto: RTL

SAUBERKUGEL wird gemeinsam mit dem Saubergeist am 28. September 2026 in der Höhle der Löwen pitchen und will mit wiederverwendbaren Reinigungslösungen weiter wachsen.

Wie ist die Idee zur SAUBERKUGEL entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?

Hinter der SAUBERKUGEL und der No Crumbs GmbH stehen wir, Susanne und Bernd Schmekel. Die Idee entstand tatsächlich aus einem ganz alltäglichen Problem heraus: den Krümeln und Fusseln in der Handtasche.

Susanne hatte die Idee dazu während einer U-Bahn-Fahrt. Es müsste doch etwas geben, das den Schmutz in einer Tasche ganz automatisch aufsammelt. Der allererste Prototyp war denkbar einfach: ein Golfball, umwickelt mit Doppelklebeband. Der sammelte zwar zuverlässig den Schmutz ein – blieb allerdings auch am Innenfutter der Tasche kleben.

Die Idee ließ uns trotzdem nicht los. Gemeinsam entwickelten wir sie weiter und fanden schließlich die Lösung: Die klebrige Innenkugel musste von einer löchrigen Außenhülle umgeben sein, damit sie den Schmutz aufnehmen kann, ohne selbst an der Tasche festzukleben.

Der entscheidende Moment kam für uns auf einem Weihnachtsmarkt. Eigentlich wollten wir dort nur testen, wie die Menschen auf unser Produkt reagieren – doch plötzlich wollten die Besucher unsere Prototypen direkt kaufen. Da wussten wir: Aus unserer Idee kann wirklich etwas werden. Die ersten über 1.000 Stück haben wir noch selbst zu Hause produziert und am Küchentisch verpackt.

In welcher Branche seid ihr tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell von SAUBERKUGEL aus?

Wir sind im Bereich Taschenaccessoires und innovative Reinigungsprodukte tätig. Mit der Sauberkugel und dem Saubergeist haben wir Alltagsprobleme aufgegriffen und daraus einfache, wiederverwendbare Produkte entwickelt.

Unser Geschäftsmodell verbindet den Direktvertrieb über unseren eigenen Online-Shop mit dem stationären Einzelhandel. Gleichzeitig sehen wir großes Potenzial darin, unsere Produktwelt künftig um weitere innovative Reinigungslösungen zu erweitern.

Welches konkrete Problem löst die SAUBERKUGEL und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?

Fast jeder kennt das Problem: In Handtaschen, Rucksäcken oder anderen Taschen und im Auto sammeln sich mit der Zeit Krümel, Fusseln und kleiner Schmutz. Das regelmäßige Ausräumen und Aussaugen ist umständlich – und genau hier setzt die SAUBERKUGEL an.

Die Sauberkugel liegt einfach in der Tasche und sammelt beim normalen Tragen Krümel und Fusseln auf. Damit haben wir eine unkomplizierte und wiederverwendbare Lösung für ein alltägliches Problem geschaffen, für das es in dieser Form zuvor kein entsprechendes Produkt gab.

Der Saubergeist findet hauptsächlich im Auto und im Haushalt seinen Einsatz. Überall wo lose Krümel sind, kann mit tupfenden oder rollenden Bewegungen, die Oberfläche säubern.

Warum habt ihr euch mit SAUBERKUGEL für die Teilnahme an Die Höhle der Löwen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Für uns ist „Die Höhle der Löwen“ eine große Chance, die Marke SAUBERKUGEL auf die nächste Stufe zu bringen. Im Vordergrund stehen für uns vor allem Unterstützung bei der weiteren Expansion sowie Wachstumskapital.

Wir haben bereits bewiesen, dass unsere Produkte Sauberkugel und Saubergeist funktionieren und bei den Kunden ankommen. Jetzt geht es darum, die Marke weiterzuentwickeln, neue Vertriebskanäle zu erschließen und unser Wachstum deutlich zu beschleunigen.

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe in der Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?

Unser Wunschlöwe war von Anfang an Ralf Dümmel. Als „Mr. Regal“ verfügt er über enorme Erfahrung im Handel und ein starkes Netzwerk im stationären Vertrieb.

Genau darin sehen wir für unsere Produkte noch großes Potenzial. Unser Ziel ist es, in weiteren Einzelhandelsmärkten und auf noch mehr Verkaufsflächen präsent zu sein. Ralf Dümmels Erfahrung und Vertriebsstärke passen deshalb sehr gut zu unserer Vision, SAUBERKUGEL noch bekannter und breiter verfügbar zu machen.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren in der Höhle der Löwen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?

Neben dem Kapital wünschen wir uns vor allem unternehmerische Erfahrung und Unterstützung beim Aufbau der nächsten Wachstumsphase. Dazu gehören für uns insbesondere der Aufbau und die Weiterentwicklung unseres Teams sowie die Entwicklung und Herstellung weiterer Produkte.

Wir möchten aus der SAUBERKUGEL langfristig eine noch größere Produktwelt entwickeln. Ein erfahrener Partner, der bereits weiß, wie man innovative Konsumgüter erfolgreich skaliert und in den Handel bringt, kann dabei enorm wertvoll sein.

Welche nächsten Schritte sind nach eurem Auftritt in der Höhle der Löwen für SAUBERKUGEL geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Wir möchten nicht bei der Sauberkugel und dem Saubergeist stehen bleiben. Ein konkretes nächstes Produkt ist bereits geplant: Wir wollen unser spezielles Material, das seine Klebekraft dauerhaft behält und sich immer wieder reinigen lässt, für ein neues Produkt einsetzen.

Damit übertragen wir das Prinzip unserer zwei Produkte auf einen weiteren alltäglichen Anwendungsbereich. Gleichzeitig möchten wir unsere Marke weiter ausbauen, zusätzliche Vertriebskanäle erschließen und weitere Produkte rund um unsere Material- und Reinigungskompetenz entwickeln.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg als besonders wertvoll erwiesen?

Eine unserer wichtigsten Erkenntnisse lautet: einfach anfangen. Natürlich sollte man sich Gedanken machen und Risiken abwägen. Aber wenn man sich vor dem Start mit jedem möglichen „Was wäre, wenn …?“ beschäftigt, kommt man irgendwann überhaupt nicht mehr ins Handeln.

Viele Dinge kann man erst herausfinden, wenn man sie tatsächlich ausprobiert. Auch unsere Sauberkugel ist nicht am Schreibtisch als perfektes Produkt entstanden. Vom mit Doppelklebeband umwickelten Golfball bis zum heutigen Produkt waren viele Versuche, Fehler und Verbesserungen notwendig.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Fragen, recherchieren und ausprobieren! Statt sich davon abschrecken zu lassen, dass man etwas noch nicht weiß, sollte man sich fragen: Wie könnte es funktionieren? Wer kennt sich damit aus? Wen kann ich fragen?

Als Gründer muss man nicht von Anfang an alles können oder wissen. Viel wichtiger ist die Bereitschaft, sich in neue Themen einzuarbeiten, die richtigen Menschen um Rat zu fragen und Lösungen zu suchen. Und vor allem: irgendwann den ersten Schritt machen.

Was unterscheidet die SAUBERKUGEL im Supermarktregal oder im Online-Shop optisch und inhaltlich von der Konkurrenz?

Die Sauberkugel ist nicht einfach eine weitere Variante eines bestehenden Produkts, sondern tatsächlich eine eigene Erfindung. Genau deshalb konnten wir unsere Lösung auch patentieren.

Das Produkt erklärt sich zudem sehr schnell: Die Kugel kommt in die Tasche und sammelt dort Krümel und Fusseln auf. Die klebrige Innenkugel lässt sich anschließend reinigen und immer wieder verwenden. Durch die besondere Form und das einfache Funktionsprinzip hebt sich die Sauberkugel sowohl optisch als auch funktional deutlich von klassischen Reinigungsprodukten ab.

Der Saubergeist ist als Auto-Innenraum-Reiniger das 1 Produkt das sich abwaschen lässt und somit immer wieder verwendbar ist.

Wie bereitet ihr euch bei SAUBERKUGEL auf den enormen Nachfrage-Ansturm am Abend der Ausstrahlung von Die Höhle der Löwen vor?

Vor allem mit sehr viel Vorbereitung – und sehr viel Einsatz! Gemeinsam mit unseren Produktionspartnern und unserem unterstützenden Familienunternehmen geben wir in der Produktion Vollgas, damit ausreichend Ware verfügbar ist.

Uns ist bewusst, dass eine Ausstrahlung bei „Die Höhle der Löwen“ innerhalb kürzester Zeit eine enorme Nachfrage auslösen kann. Deshalb bereiten wir sowohl Produktion und Lager als auch unseren Online-Shop bestmöglich auf diesen Moment vor. Wenn es dann losgeht, heißt es für uns und alle Beteiligten: Ärmel hochkrempeln und gemeinsam Vollgas geben!

Sehen sie SAUBERKUGEL am 28. September 2026 in der Höhle der Löwen

Bild Susanne und Bernd Schmekel, Gründer von SAUBERKUGEL Foto: RTL

Wir bedanken uns bei Susanne und Bernd Schmekel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Essbar & Alu-frei: PURE SOUL erfindet die Deocreme neu

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PURE SOUL: Naturkosmetik trifft Nachhaltigkeit Melanie Zeitlmair Lang Gründerin

PURE SOUL entwickelt Naturkosmetik aus natürlichen Inhaltsstoffen und verbindet dabei Wirksamkeit, Qualität und Nachhaltigkeit mit eigener Herstellung in Deutschland

Können Sie PURE SOUL kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für die nachhaltige Naturkosmetik Marke entstanden ist?

Angefangen hat eigentlich alles mit einer Erfahrung aus dem persönlichen Beauty-Alltag. Mein damals verwendetes Deo hat einfach tagsüber nicht lange genug durchgehalten. Und so entstand die Idee vielleicht mal ein eigenes Deo zu entwickeln, das sich von bestehenden Produkten im Markt unterscheidet. Wichtig war mir, neben der langen Wirkungszeit, auch ein Deo zu kreieren, das weder Aluminium noch andere endokrine Disruptoren – also hormonbeeinflussende Inhaltsstoffe – verwendet.

Etwa zeitgleich erhielt ich einen weiteren Impuls eines guten Freundes. Der hatte mich mehrtägig besucht und zufälligerweise sein Deo vergessen. Und da habe ich ihm einfach mal mit der ersten selbst entwickelten und probeweise produzierten Deocreme ausgeholfen. Die hat er dann im Glas abgefüllt auch noch mit nach Hause genommen und einfach mal länger ausprobiert. Im Ergebnis war er sehr begeistert, denn zuvor hatte nichts annähernd so gut und wohltuend funktioniert. Sein O-Ton: diese Entwicklung darfs Du der Menschheit nicht vorenthalten und musst eine eigene Naturkosmetik Marke entwickeln.

Und genau so habe ich es dann gemacht. Heute ist mein Unternehmen spezialisiert auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von BIO Naturkosmetik Produkten für Haut und Haare. Unter der Marke PURE SOUL sind aktuell Deocreme, Seife und festes Shampoo im Angebot. Ergänzt wird das Portfolio durch Räucherprodukte und Accessoires.

Wer steht hinter PURE SOUL, und wie ergänzen Sie sich beim Aufbau und der Weiterentwicklung des Unternehmens?

Aktuell besteht PURE SOUL aus einem sechsköpfigen Team. Das bin ich, mein Mann, der mich tatkräftig unterstützt und vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sowohl in der Logistik als auch für Social Media aktiv sind. In einem gut funktionierenden Team ist es wichtig die Stärken zu kennen und diese bestmöglich bei allen anfallenden Aufgaben einzubringen. Bei uns sind kurze Wege und eine offene Kultur wichtige Bausteine. Darüber hinaus gibt es bei Bedarf auch externe Unterstützung in anderen Disziplinen, um PURE SOUL und die Naturkosmetik Marke langfristig weiter erfolgreich auszubauen.

Welche Vision verfolgen Sie mit PURE SOUL, und welche Rolle spielt Nachhaltigkeit dabei?

Meine Vision ist aufzuzeigen, dass es möglich ist Naturkosmetik Produkte zu entwickeln, die trotz ihrer Natürlichkeit ein wunderbares Kunden- und Produkterlebnis bieten. Eine nachhaltige Deocreme muss kein Nischenprodukt mehr sein. Die PURE SOUL Deocreme lenkt die Aufmerksamkeit bewusst auf rein natürliche Inhaltsstoffe. Sie ermöglichen es auf besondere Art und Weise Gerüche zu verhindern bevor sie überhaupt entstehen. Und genau das ist ein wichtiger Vorteil bei der Wirkung und Funktionsweise im Vergleich zu konventionellen Deodorants im Markt.

Ihre Deo Cremes bilden einen Schwerpunkt des Sortiments. Was war Ihnen bei deren Entwicklung besonders wichtig?

Mir war wichtig, dass nur Inhaltsstoffe in die Dose kommen, die man auch essen könnte. Denn was man auf die Haut aufträgt, könnte am Ende auch in den Körper oder in die Blutlaufbahn gelangen. Daher habe ich bei der Entwicklung darauf geachtet, dass die natürlichen Inhaltsstoffe auch aus biologischer Landwirtschaft stammen und zudem, keineunnötigen Füllstoffe enthalten sind.

Diesen Nachhaltigkeitsaspekt habe parallel auch gleich auf das Gefäß übertragen und mich für eine Abfüllung in eine Dose aus Weißblech entschieden.

Das hat gleich mehrere Gründe. Die Deocreme selbst ist frei von Aluminium, also muss es auch die Dose sein. Ein weiterer Vorteil ist das geringe Gewicht. So fällt zum Beispiel im Vergleich zu einem Glastiegel beim Transport weniger Energie und Co2 an. Auch kommt weniger Füll- und Polstermaterial zum Einsatz, dass beim Glasbehälter notwendig wäre, um diesen vor dem Zerbrechen zu schützen. Und zu guter Letzt punktet Weißblech noch beim Recyceln, denn es ist ohne Qualitätsverlust unendlich wiederverwendbar. Betrachtet man auch noch den Recyclingprozess, zum Beispiel mit dem von Aluminium, überrascht der Werkstoff erneut. Denn im Vergleich zu Alu ist Weißblech magnetisch. So ist es leicht von anderen Materialien trennbar und erfordert keine speziellen Sortieranlagen.

Ein weiterer Wunsch war, auch eine facettenreiche Duftvielfalt anzubieten. Viele Düfte im Markt sind zum Teil neutral, wirken künstlich, austauschbar und erfüllen nicht immer alle Kundenvorstellungen. Mein Produktsortiment sollte anders sein. Es umfasst ein großes Spektrum an außergewöhnlichen Kompositionen für nahezu jede Zielgruppe. Anstelle synthetischer Duftstoffe kommen nur natürliche, ätherische Öle zum Einsatz.

An welche Kundinnen und Kunden richten sich Ihre Produkte, und welche Bedürfnisse stehen für diese besonders im Mittelpunkt?

Grundsätzlich sind alle Kundinnen und Kunden angesprochen, die etwas Neues ausprobieren möchten, auf ihre Gesundheit achten und Freude am besonderen Lebensstil und an der Naturkosmetik haben.

Seit der Markteinführung der Produkte binden wir unsere Kunden zudem regelmäßig ein, um die Deocreme bestmöglich auf die Bedürfnisse anzupassen. Was unseren Kunden zum wiederholten Male wichtig ist, zeigen die Ergebnisse der letzten Umfrage: ganz vorne auf der Beliebtheitsskala liegen Wirksamkeit, Qualität, reine und gesunde Inhaltsstoffe, gefolgt von plastikfreier Verpackung, Herstellung in Deutschland, Preis-Leistungsverhältnis, Duft sowie der vegane Aspekt.

Naturkosmetik ist ein stark umkämpfter Markt. Was unterscheidet PURE SOUL aus Ihrer Sicht von anderen nachhaltigen Kosmetikmarken?

Hinter PURE SOUL steht ein authentisches Start-up Unternehmen aus Deutschland. Wir legen viel Wert auf Natürlichkeit und Nachhaltigkeit – mit Herzblut, Detailliebe, Kundennähe und Verantwortungsübernahme für unser Produktversprechen.

Vegane Inhaltsstoffe und plastikfreie Verpackungen gehören zu Ihrem Konzept. Welche Herausforderungen bringt dieser Anspruch im Unternehmensalltag mit sich?

Zweifelsohne ist es viel einfacher und zudem günstiger ein normales und austauschbares Massenprodukt herzustellen und in den Markt zu bringen, ohne jeden Anspruch an Natürlichkeit und Nachhaltigkeit. PURE SOUL geht aber bewusst von Beginn an einen anderen Weg. Mit unserer Naturkosmetik möchten wir die Kraft der Natur nutzen und neben Aspekten wie Gesundheit, Wohlbefinden und Natürlichkeit, auch einen wichtigen Beitrag zu mehr Ökologie und Umweltfreundlichkeit leisten. Und das bringt einen auch immer wieder an Grenzen, durch einzuhaltende Vorgaben, Gesetzte, Dokumentationspflichten und vieles mehr – auf nationaler und Europäischer Ebene. Unter all diesen Rahmenbedingungen hochwertige Produkte immer wieder neu zu gestalten und zu konzipieren ist vor allem auch sehr kostenintensiv. Und das bringt kleinere Unternehmen immer wieder an das Limit des Machbaren, da für solche Maßnehmen oft nur große Volumen und Stückzahlen in Frage kommen. An neuen Ideen und Kreativität mangelt es uns jedenfalls nicht.

Sie setzen auf eine Herstellung in Deutschland. Welche Bedeutung hat die eigene beziehungsweise lokale Produktion für Ihre Marke?

In unserer eigenen Manufaktur in Deutschland zu produzieren hat eine große Bedeutung für uns. Wir würden uns wünschen, dass die Entwicklung immer mehr Aktivitäten ins Ausland zu verlagern sich bald vielleicht einmal ein Stück umkehrt. Zum einen ist es für uns sehr vorteilhaft durch die inländische Aktivität ein Höchstmaß an Qualität liefern zu können und die Kontrolle über die Produktionsvorgänge zu haben. Zum anderen möchten wir aber auch über alle Bereiche der Wertschöpfungskette positiv auf die wirtschaftliche Stärke in Deutschland und Europa einzahlen.

PURE SOUL Deocreme Mojito

Das Sortiment geht inzwischen über Deo Cremes hinaus. Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, welche neuen Produkte zu PURE SOUL passen?

Am Ende müssen neue Produkte auf jeden Fall immer bestmöglich zu unserer eigene DNA passen und die bestehende Produktpalette sinnvoll ergänzen. Auch in diesen Prozess binden wir unsere Kunden regelmäßig ein und lassen sie im Rahmen von Umfragen mitentscheiden, welche Düfte spannend sein könnten oder welche Produkte zukünftig mit in das Portfolio aufgenommen werden.

Wie gelingt es Ihnen, Nachhaltigkeit, Produktqualität und wirtschaftliches Wachstum miteinander zu verbinden?

Das ist nicht immer einfach, ohne Zweifel. Aber unsere positive Entwicklung zeigt, dass es kein Widerspruch sein muss ökologische und ökonomische Ziele gleichermaßen zu verfolgen und zu erreichen.

Welche nächsten Schritte planen Sie für PURE SOUL, und wie möchten Sie die Marke langfristig weiterentwickeln?

Zur PURE SOUL-Weiterentwicklung gehört auf jeden Fall die Konzeption und Einführung neuer Produkte. Daran arbeiten wir ständig und sind auf einem guten Weg dem Markt erneut zu überraschen.

Ein weiterer Schritt unserer Unternehmensstrategie ist der Ausbau der Vertriebskanäle. Neben der bisherigen Fokussierung auf das Online-Geschäft, möchten wir auch den Einzelhandel stärker einbinden. Hierbei gibt es noch zahlreiche Möglichkeiten und Potential. Beispiele sind Conceptstores, Sportgeschäfte, Tee- und Geschenke-Läden, Gärtnereien, Kloster- und Hofläden sowie auch größere Ketten des Lebensmitteleinzelhandels. Aber auch für Unternehmen sind die Produkte interessant, zum Beispiel in Form von besonderen Firmengeschenken.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die eine nachhaltige Produktmarke aufbauen möchten?

  1. Sich mit dem Thema im Vorfeld auf jeden Fall gut auseinanderzusetzten und mit anderen zu sprechen, die diesen Lernpfad schon hinter sich haben. Denn eine Produktmarke zu entwickeln ist schon schwer genug. Diese noch nachhaltig auszurichten, ist ein weiterer großer Kraftakt.
  2. Wenn es mal nicht weiter geht, darf man nicht gleich aufgeben. Lieber wieder einen kleinen Schritt zurückgehen, durchatmen, entspannen und mit neuer Kraft und neuen Ideen wieder durchstarten.
  3. Jede Herausforderung ist grundsätzlich lösbar, auch wenn es manchmal etwas länger dauert.

Bildcredits: PURE SOUL

Wir bedanken uns bei Melanie Zeitlmair-Lang für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: PURE SOUL

Kontakt:

PURE SOUL Naturkosmetik
Inh.: Melanie Zeitlmair-Lang
Martinistraße 23
86179 Augsburg
Deutschland

www.pure-soul-shop.de
naturkosmetik@pure-soul.de

Ansprechpartnerin: Melanie Zeitlmair-Lang

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Höhle der Löwen: Loume bringt Einschlaflicht an die Zimmerdecke

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Loume: Schlaf trifft Die Höhle der Löwen Gründer Viktor Dik und Markus Schnauer (v.li.), Loume Foto: RTL

Loume will mit Licht und Atemübungen den Schlaf verbessern und wird am 28. September 2026 in der Höhle der Löwen pitchen.

Wie ist die Idee für Loume entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?

Hinter Loume stehen Markus Schnauer und ich, Viktor Dik, beide aus Hamburg. Ich hatte mein erstes Unternehmen verkauft und wollte eigentlich mal in Ruhe durchatmen. Ironischerweise ist genau daraus die nächste Firma entstanden. Der Moment war ziemlich banal: Uns ist aufgefallen, dass gefühlt die halbe Republik abends im Bett liegt und aufs Handy starrt, obwohl jeder weiß, dass genau das der Grund ist, warum man nicht einschläft. Da dachten wir: Wenn die Leute schon irgendwo hinstarren, dann doch bitte auf etwas, das beim Einschlafen hilft. So kam das Licht an die Decke. Aus der Idee wurde ein Prototyp, aus dem Prototyp ein Produkt, und inzwischen steht Loume in knapp 10.000 Schlafzimmern.

In welcher Branche seid ihr mit Loume tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell eures Startups aus?

Wir sind im Bereich Sleep Tech unterwegs, irgendwo zwischen Wellness und Consumer Electronics. Loume ist ein Gerät für den Nachttisch, das einen sanften Lichtkreis an die Zimmerdecke wirft. Das Licht wird im Atemrhythmus heller und dunkler, man atmet einfach mit und der Kopf fährt runter. Dazu gibt es unsere App mit über 100 Meditationen, Einschlafgeschichten und Atemübungen. Das Besondere am Geschäftsmodell: Man kauft Loume einmal und das war es. Kein Abo, keine versteckten Kosten, keine monatliche Überraschung auf der Kreditkartenabrechnung. Verkauft wird über unseren eigenen Onlineshop, über Amazon sowie bei MediaMarkt und Saturn, in Deutschland und seit Juni auch in Österreich.

Welches konkrete Problem löst Loume und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?

Einschlafprobleme sind eine Art Volkssport, nur leider ein ziemlich unbeliebter. Jeder kennt das Gedankenkarussell: Man ist todmüde, aber der Kopf macht noch Überstunden. Bisher hatte man grob zwei Optionen: Tabletten oder Schlafapps, bei denen man weiter aufs Handy starrt. Loume schließt genau diese Lücke. Eine Einschlafhilfe ohne Tabletten, ohne Bildschirm vor der Nase und ohne dass man sich irgendwas an den Körper schnallen muss. Man legt sich hin, schaut an die Decke und atmet mit. Klingt simpel, ist es auch. Genau das ist der Punkt.

Warum habt ihr euch mit Loume für die Teilnahme an Die Höhle der Löwen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Ganz ehrlich: Reichweite. Die Menschen, denen Loume helfen kann, sitzen abends vor dem Fernseher, und wo könnte man ein Einschlafprodukt besser zeigen als kurz vor der Schlafenszeit? Genauso wichtig war uns aber der Realitätscheck. Wenn fünf Menschen, die tausende Pitches gesehen haben, dein Produkt bewerten, lernst du mehr als in einem halben Jahr.

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe in der Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?

Frank Thelen. Er kennt sich mit Tech aus wie kaum ein anderer, und sein erster großer Erfolg war ebenfalls Consumer Tech. Auch als Investor hat er bei Consumer Themen immer wieder ein ziemlich gutes Näschen bewiesen, von myTaxi bis Wunderlist. Einen Löwen mit so einer Trefferquote auf seiner Seite zu haben, wäre für uns ein verdammt gutes Omen.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren in der Höhle der Löwen erhofft ihr euch für Loume neben dem Kapital am meisten?

Erfahrung beim Skalieren. Loume ist unser erstes Hardware Business, und eine Frage stellen wir uns ständig: Wie kommen wir von 10.000 verkauften Geräten auf 100.000? Genau da können die Löwen helfen, weil sie diesen Weg schon oft gegangen sind und wissen, wo die Stolpersteine liegen, bevor wir drüberfallen.

Welche nächsten Schritte sind nach eurem Auftritt in der Höhle der Löwen für Loume geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Wir haben unglaublich viel Kundenfeedback in die Weiterentwicklung von Loume einfließen lassen, und das Produkt ist dadurch nochmal ein ganzes Stück besser geworden. Außerdem launchen wir unser zweites Produkt: die Dream Dots, unsere Schlafkopfhörer.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg mit Loume als besonders wertvoll erwiesen?

Man sagt nicht umsonst: „Hardware is hard.“ Wir dachten am Anfang ehrlich gesagt, wir entwickeln das Gerät und die App, und dann sind wir fertig. Aber auch wenn es nur ein einziges Produkt ist, muss man kontinuierlich daran weiterarbeiten. Unsere App hat seit dem Launch knapp 30 Updates bekommen, und auch das Gerät haben wir nochmal überarbeitet. Ein Produkt ist nie fertig, es wird nur immer besser.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Hört euren Kunden zu, nicht eurem Ego. Wenn etwas im Kern nicht funktioniert, baut es lieber einmal neu, statt es ewig zu flicken. Plant Cash und Saisonalität konservativ, das Leben hält sich selten an den Businessplan. Sucht euch einen Mitgründer, mit dem ihr auch nach dem dritten Rückschlag noch gemeinsam lachen könnt. Und ganz wichtig: Schlaft genug.

Was unterscheidet Loume im Online-Shop optisch und inhaltlich von der Konkurrenz?

Optisch ist Loume kein weiteres schwarzes Plastikgadget mit blinkender LED, sondern sieht eher aus wie ein Wohnaccessoire: heller Stoff, warmer Karamellton obendrauf, steht auf dem Nachttisch, als hätte es der Innenarchitekt ausgesucht. Inhaltlich trägt man nichts am Körper, schaut auf keinen Bildschirm und schließt kein Abo ab. Die Technologie ist zum Patent angemeldet.

Wie bereitet ihr bei Loume eure Lieferkette und euren Online-Shop auf den enormen Nachfrage-Ansturm am Abend der Ausstrahlung von Die Höhle der Löwen vor?

Wir haben unsere Lagerbestände rechtzeitig aufgestockt und die Abläufe mit unseren Logistikpartnern vorher durchgespielt, damit jede Bestellung schnell rausgeht, egal ob über unseren Shop oder Amazon. Der Shop ist auf hohe Zugriffszahlen vorbereitet und unser Kundenservice ist für den Abend und die Tage danach verstärkt. Die einzige Ironie an der Sache: Ausgerechnet in der Nacht der Ausstrahlung wird bei einem Einschlafprodukt im Team garantiert niemand schlafen.

Sehen sie Loume am 28. September 2026 in der Höhle der Löwen

Bild Gründer Viktor Dik und Markus Schnauer (v.li.), Loume Foto: RTL

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

In der Höhle der Löwen: blookery spart 30 Stunden Urlaubssuche

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Blookery: Die Höhle der Löwen trifft Blind Booking Bild Jannis Jäger und Kevin Kiesewetter, Gründer von blookery (v.li.) Foto: RTL

Blookery wird am 28. September 2026 mit seinem Blind Booking Konzept in der Höhle der Löwen pitchen und möchte Überraschungsreisen aus der Nische in neue Märkte bringen.

Wie ist die Idee für Blookery entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?

Wir wollten als Freundesgruppe einfach mal zusammen weg – konnten uns aber nicht entscheiden, wohin. Irgendwann hab ich gesagt: „Überweist mir jeder mal 500 €, ich buche und überrasche euch.“ Also habe ich das Zepter in die Hand genommen und eine Überraschungsreise organisiert. Meine Freunde haben erst am Flughafen erfahren, wohin es geht. Es wurde ein richtig cooler Städtetrip nach Rom. Wieder zuhause dachte ich mir: Wieso konnte ich das nirgendwo so buchen? Zwei Tage später war www.blookery.de live. 🙂

In welcher Branche seid ihr mit Blookery tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell eures Startups aus?

Wir sind in der Reisebranche unterwegs. Das Besondere an unserem Konzept ist zum einen die Überraschung – und zum anderen, dass du dir die langwierige, nervige Recherche komplett sparst. Keine hundert Angebote vergleichen, kein mühseliges Durchklicken durch Flug- und Hotelkombinationen. Du nennst uns einfach deine Wünsche, wir machen den Rest.

Welches konkrete Problem löst Blookery und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?

Laut Umfragen dauert die Suche nach dem richtigen Urlaub 10 bis 30 Stunden. Das sind 2 bis 5 Urlaubstage – nur um Urlaub zu suchen. Bei uns nennst du uns deine Wünsche in 2 Minuten. Den Rest erledigen wir.

Warum habt ihr euch mit Blookery für die Teilnahme an Die Höhle der Löwen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Ehrlich gesagt: Wir bewerben uns seit der Gründung immer wieder – dieses Jahr hat es endlich geklappt. Im Vordergrund stand für uns, einen Partner zu finden, der mit uns den nächsten Schritt geht: raus aus der Nische und rein in neue Märkte. Genau dafür sitzen dort die richtigen Leute mit Erfahrung und Netzwerk.

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe in der Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?

Als wir erfahren haben, dass Johannes Kliesch neu als Löwe dabei ist, war für uns sofort klar: Das ist unser Wunschlöwe. Das Verrückte: Dass er dabei ist, haben wir selbst erst kurz vor der Aufzeichnung erfahren. Mit Snocks hat er gezeigt, wie man übers Internet im großen Stil Socken verkauft – er ist im E-Commerce und Marketing komplett zuhause. Und genau diese Mischung brauchen wir: erst mehr Bekanntheit für Blind Booking, dann Schritt für Schritt raus aus der Nische und rein in neue Märkte.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren in der Höhle der Löwen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?

Dass wir wirklich zusammen am Tisch sitzen, gemeinsam am Projekt arbeiten und jemand mit anpackt. Nicht jemanden, der nur Kapital gibt und sich einmal im Jahr zum Zahlencheck meldet – sondern eine echte Partnerschaft.

Welche nächsten Schritte sind nach eurem Auftritt in der Höhle der Löwen für Blookery geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Zwei Dinge: Erstens wollen wir im Marketing aufs nächste Level – neue Kanäle testen und Überraschungsreisen aus der Nische holen. Zweitens die Internationalisierung: Blind Booking funktioniert überall dort, wo Menschen von der Urlaubssuche überfordert sind – also so ziemlich überall. Die Reiseziele haben wir bereits im Angebot, es ändert sich vor allem die Abflugseite. Deshalb wollen wir unser Modell Schritt für Schritt in weitere europäische Märkte bringen.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg mit Blookery als besonders wertvoll erwiesen?

Dass man kein perfektes Produkt braucht, um zu starten. Wir sind komplett gebootstrapped und haben super klein angefangen: eine einfache Website, ein Formular und unsere ersten Angebote gingen ganz normal per Mail raus – mit einem PayPal.me-Link, weil es noch gar keinen Checkout gab. Wir haben also erst das Problem gelöst und dann die Technik gebaut, nicht umgekehrt. Automatisiert haben wir Stück für Stück immer genau das, was gerade am meisten Zeit gefressen hat.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Baut nicht monatelang an einem Produkt, um dann festzustellen, dass es niemand kauft. Eine Mail mit PayPal-Link reicht völlig, um herauszufinden, ob Leute für eure Lösung Geld ausgeben. Und: Dranbleiben lohnt sich – wir haben uns seit der Gründung immer wieder bei der Höhle der Löwen beworben, und jetzt, zehn Jahre später, stehen wir tatsächlich dort. Manche Dinge brauchen einfach mehrere Anläufe.

Sehen sie blookery am 28. September 2026 in der Höhle der Löwen

Bild Jannis Jäger und Kevin Kiesewetter, Gründer von blookery (v.li.) Foto: RTL

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

6 Millionen Euro für mika: Wie das Berliner KI-Startup das Steuerbüro überflüssig macht

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mika: KI für Buchhaltung erhält sechs Millionen Euro co founders stehend

KI-Alternative zum Steuerbüro: mika sammelt sechs Millionen Euro ein und macht das Steuerbüro für kleine Unternehmen optional

  • Der europäische Investor Smedvig Ventures führt die Seed-Runde des Berliner Start-ups an.
  • Mehr als 750 Firmen nutzen mika bereits für ihre Buchhaltung und Steuern.
  • Im Juli knackte das Unternehmen die Umsatzmarke von einer Million Euro.

Berlin, 23. September 2026 – Das Berliner vertikale KI-Startup mika sammelt sechs Millionen Euro ein. Statt das klassische Steuerbüro zu digitalisieren, baut mika Buchhaltung, Steuern und Finanzen als KI-native Infrastruktur für KMU von Grund auf neu. Für kleine Kapitalgesellschaften übernimmt mika die laufende Buchhaltung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss und Steuererklärungen. Die Seed-Runde führt der europäische VC Smedvig Ventures an. Beteiligt sind außerdem das Basler Family Office Wecken & Cie. (Care4 AG) sowie die studiVZ-Mitgründer Dennis Bemmann und Michael Brehm, limango-Gründer Johannes Ditterich und Martina Pfeifer (encourageventures). Die Bestandsinvestoren Keen Venture Partners und Dutch Founders Fund stocken ihre Anteile auf. Das frische Kapital dient dem Wachstum und der Weiterentwicklung des KI-Systems.

Gründer:innen sollen gründen, nicht Belege sortieren

In Deutschland gibt es fast eine Million kleine Kapitalgesellschaften. Für sie sind Buchführung, Umsatzsteuervoranmeldungen und Jahresabschluss gesetzlich vorgeschrieben. Theoretisch darf die Geschäftsführung das alles selbst erledigen, praktisch tut es kaum jemand: zu hohes Risiko, zu verstreutes Wissen. So zahlen kleine Unternehmen jedes Jahr tausende Euro allein dafür, um ihre Grundpflichten zu erfüllen.

Agnieszka Walorska kennt das Problem. Sie ist ohne unternehmerische Vorbilder aufgewachsen und konnte bei ihrer ersten Gründung nicht auf die finanzielle Starthilfe von Family-and-Friends zählen. Genau dann wird die deutsche Bürokratie zur Eintrittsbarriere: Mehrere tausend Euro im Jahr für einen Steuerberater, nur um gesetzliche Pflichten zu erfüllen, halten vor allem die vom Gründen ab, die nicht auf Rücklagen oder ein Umfeld mit Erfahrung zurückgreifen können.

„Sobald du in Deutschland eine GmbH gründest, heißt es: Du brauchst einen Steuerberater. Das geht so weit, dass manche Unternehmer:innen glauben, das wäre eine gesetzliche Pflicht. Für mich ist klar, das kann und darf so nicht sein“, so Agnieszka Walorska, Gründerin und CEO von mika. „Bei mika schaffen wir mit KI bessere Zugangsmöglichkeiten, damit nicht mehr der Geldbeutel oder das Elternhaus und Netzwerk darüber entscheidet, wer ein Unternehmen gründen kann.“

Agnieszka Walorska führt mika gemeinsam mit Luke Linnekuhle (CFO) und Henry Müssemann (CTO). Linnekuhle hat den Finanzbereich der Activewear-Marke Oceansapart mit aufgebaut. Müssemann war zuvor Head of Engineering bei Freezingdata, einem Softwareanbieter für digitale Forensik, den er bis zum Exit geführt hat.

„In keinem anderen Land Europas sind Buchhaltung und Steuern für kleine Unternehmen so komplex und teuer wie in Deutschland, wo beides so eng verzahnt ist, dass ein einziger Fehler direkt auf die Steuerlast durchschlägt. Deshalb haben selbst die großen internationalen Anbieter hier nie Fuß gefasst“, sagt Freddie Kalfayan, Principal bei Smedvig Ventures. „mika ist die Erste, die dieser Komplexität von Grund auf gerecht wird, und ihre Kunden zeigen eine Begeisterung, wie wir sie in unserem Portfolio nur selten erlebt haben.“

KI und Buchhalter:innen, in Symbiose

Das Herzstück von mika ist ein KI-natives Hauptbuch (General Ledger): die Künstliche Intelligenz versteht jeden Beleg und jede Zahlung. Je nach Aufgabe arbeiten dabei unterschiedliche KI-Modelle, eingebettet in Fachwissen und Regeln, die mika selbst entwickelt hat.

mikas KI-Buchhaltungslösung ordnet zu, bucht und erklärt Nutzer:innen, was das bedeutet, in den meisten Fällen vollständig ohne manuelles Eingreifen. Ausgebildete Buchhalter:innen im Haus prüfen die Ergebnisse und übernehmen dort, wo die Komplexität menschliche Mitarbeit verlangt. Dazu kommt etwas, das ein Steuerbüro nicht anbietet: Man kann mit den eigenen Zahlen reden – entweder direkt in mika oder über eine standardisierte KI-Schnittstelle, das Model Context Protocol (MCP) in KI-Assistenten wie ChatGPT oder Claude.

Auch im Alltag nimmt mika die Reibung heraus: Ein unverständlicher Brief vom Finanzamt wird hochgeladen und direkt erklärt, samt dem, was zu tun ist. Fragen zur eigenen Buchhaltung und Finanzen beantwortet der KI-Chat sofort, auch am Sonntagabend. Eine individuelle steuerliche Beratung ist bislang noch kein Teil des Angebots. Hierfür kooperiert mika mit zugelassenen Steuerberater:innen aus dem Netzwerk.

Umsatz wächst über 20 Prozent pro Monat

Zu Jahresbeginn nutzten rund 400 GmbHs und UGs mika, inzwischen sind es mehr als 750. Angefangen hat mika bei digitalisierten Dienstleistern wie Agenturen und Beratungen. Inzwischen kommen die Kund:innen auch aus SaaS, Immobilien und E-Commerce, zuletzt kamen Einzelhandel und Handwerk dazu. Das Unternehmen wächst umsatzseitig seit Monaten um über 20 Prozent monatlich und überschritt im Juli 2026 bereits eine Million Euro Jahresumsatz.

„Als wir 2024 investiert haben, galt das Modell ‚KI plus Mensch‘ als eine Nische, vielen war das zu viel Service und zu wenig Software“, sagt Djoni de Vos, Principal bei Keen Venture Partners. „Heute beschreiben viele Investoren genau dieses Modell als die nächste große Kategorie: Service as Software. mika hat die Tragfähigkeit bewiesen, bevor es den Namen dafür gab.“

Bild Agnieszka Walorska (Gründerin und CEO) Luke Linnekuhle (CFO) Henry Müssemann (CTO) Credits Get Mika GmbH

Quelle Breforth Communications GmbH für Get Mika GmbH

Mit Eis rein, ohne raus: Der ungewöhnliche Höhle der Löwen-Deal für Poppys

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Poppys: Eis trifft Die Höhle der Löwen Bild Alena Leeb, Gründerin von Poppy`s Eis Foto: RTL

Poppys hat am 21. September 2026 mit seinem Eis in der Höhle der Löwen gepitcht und ein Investment von Johannes Kliesch und Carsten Maschmeyer erhalten.

Wie ist die Idee für Poppys entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat dich zur Gründung inspiriert?

Die Idee ist entstanden in einer schwierigen Lebensphase von mir, als ich einen Traum hatte von einer Eisfabrik, die gesundes Kindereis verkauft hat. Ich liebe Kinder und ich liebe Essen und daher dachte ich mir, als ich aufgewacht bin, ok das möchte ich machen. Und so habe ich Poppys gegründet.

In welcher Branche ist Poppys tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell des Startups aus?

Ich bin in der Lebensmittelbranche tätig und habe das Potential gesehen in einem Eis, dass nur auf Frucht- und Gemüsemusbasis besteht. Mir war wichtig auf den natürlichen Geschmack und diesen Kindern näher zu bringen.

Welches konkrete Problem löst Poppys und welche Marktlücke hast du damit geschlossen?

Auf dem Markt gibt es vor allem sehr zuckerhaltiges Eis, dass auf Wasserbasis besteht und künstliche Zusätze enthalten. Ich habe bewusst einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Auch was die Verpackung betrifft.

Warum hast du dich mit Poppys für die Teilnahme an Die Höhle der Löwen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Für mich war ein Deal entscheidend. Ohne zusätzliches Geld hätte ich Poppys wieder schließen müssen, obwohl die Nachfrage hoch war. Das Problem war, dass ich alles Gesparte schon für den Start investiert hatte. Um günstiger produzieren zu können, hätte ich aber in zusätzliche Arbeitskraft und Maschinenn investieren müssen. Mir war also klar ich brauche einen Investor und da ich schon immer Fan von die Höhle der Löwen war, ist für mich schnell klar gewesen, dass ich mich bewerben möchte.

Wer war von Anfang an dein absoluter Wunschlöwe in der Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu deiner Vision?

Meine Wunschlöwin war Judith Williams, weil ich einfach ein Fan dieser Frau bin. Als ich aber hörte, dass Johannes mit dabei sein wird war ich schon Feuer und Flamme ihn zu überbeugen, weil er technisch es drauf hat und ich leider nicht. ☺ Ich dachte das würde sich gut ergänzen.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren in der Höhle der Löwen hast du dir neben dem Kapital am meisten erhofft?

Ich wollte kein reines Geldinvestment. Da ich alleinige Gründerin bin wollte ich vor allem Austausch und einen strategischen Partner. Im Glücksfall, der mir mit Kontakten Türen öffnen kann.

Welche nächsten Schritte sind nach deinem Auftritt in der Höhle der Löwen für Poppys geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Nach der Ausstrahlung möchte ich vor allem Community Building zu machen. Ich liebe es auf Social Media in den Austausch zu gehen und das möchte ich gerne ausbauen. Und an Skalierung in andere Länder denke ich noch gar nicht darüber nach. Ich möchte zuerst die Prozesse in Deutschland und Österreich optimieren und meine Unternehmen etablieren. Grundsätzlich möchte ich aber eine gesunde Food Snack Brand für Kinder aufbauen und es werden bestimmt andere Produkte folgen.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf deinem bisherigen Gründerweg mit Poppys als besonders wertvoll erwiesen?

Auf das Bauchgefühl hören. Klingt so einfach ist es aber nicht. Egal wenn man seine Businessidee pitcht hat seine Meinung dazu und die sollte man sich auch unbedingt anhören. Allerdings muss man dann aber einen Weg finden sich selbst nicht zu verlieren und sich den Meinungen anderer anzupassen auch wenn die in diesem Gebiet vlt auch Experte sind. Keiner kennt dein Produkt und deine Kunden so gut wie du und daher hör mehr was dein Gefühl sagt.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Wie bei einer Baustelle immer mehr Zeit und Geld einplanen wie gedacht. Auf dein Bauchgefühl hören. Eine Kundenmeinung zählt erst, wenn es ein zahlender Kunde ist, der dich nicht vorher kannte. Also wenn die Oma und der Onkel sagen es ist ne gute Businessidee und sie versprechen zu kaufen ist kein wirkliches Kundenfeedback. Fragt euch auch immer, wo tatsächlich eine Nachfrage da ist. Wenn ihr anfängt mit Babyflaschen, weil ihr denkt ihr könnt ne bessere Babyflasche, als es schon gibt, entwickeln, dann ist das der falsche Ansatz. Es sollte ein wirklicher Need da sein und diesen Pain zu lösen sollte eure Motivation sein und nicht weil er einfach gründen wollt.

Was unterscheidet das Produkt von Poppys im Supermarktregal oder im Online-Shop optisch und inhaltlich von der Konkurrenz?

Ich muss dazu erklären, dass ich mit Eis in die Höhle gegangen und ohne Produkt wieder rausgekommen bin. Das Investment war damit gekoppelt, dass ich neue Produkte, die versandfähig sind, entwickle. So ist das jetzige Produkt: gefriergetrocknetes Fruchtpulver entstanden. Mit dem Pulver koche und backe ich schon seit Jahren für meine Kinder, weil es einfach so vielseitig einsetzbar ist und ich das Potential im Produkt gesehen habe, weil es nicht viele kennen.

Wie bereitet ihr bei Poppys die Lieferkette und den Online-Shop auf den Nachfrage-Ansturm am Abend der Ausstrahlung von Die Höhle der Löwen vor?

Da habe ich einfach sehr viel Glück mit meinem Investor, weil dieser sich im E-Commerce sehr gut auskennt und ich darauf vertrauen kann, dass alles glatt läuft. Wir haben gemeinsam aber sehr viel Zeit und Fleiß in den Shop gesteckt, dass er so aussieht, wie er jetzt aussieht.

Poppys war  am 21. September 2026 in der Höhle der Löwen

Bild Alena Leeb, Gründerin von Poppy`s Eis Foto: RTL

Wir bedanken uns bei Alena Leeb für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Rollenwechsel bei Höhle der Löwen: Warum Diana zur Löwen jetzt selbst pitcht

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Die Höhle der Löwen: 28. September 2026 mit Diana zur Löwen Die Höhle der Löwen, 28. September 2026 und Diana zur Löwen Bild: Die Löwen Andreas W. Herb, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Judith Williams und Janna Ensthaler Fotocredits RTL

Vom Investorenstuhl zurück auf die Pitch-Bühne: Diese Folge dreht die Rollen um

Die Höhle der Löwen bringt am 28. September 2026 nicht nur fünf neue Geschäftsideen ins Fernsehen. Mit Diana zur Löwen kehrt auch eine Unternehmerin zurück, die die Sendung bereits von der anderen Seite des Verhandlungstisches kennt. Dazu treffen etablierte Produkte auf neue Konzepte, ungewöhnliche Alltagslösungen auf digitale Geschäftsmodelle und Gründer auf einen Investor, der eines der präsentierten Produkte bereits selbst nutzt.

Die Höhle der Löwen am 28. September 2026 mit besonderer Rückkehr

Am 28. September 2026 geht die 20. Staffel von Die Höhle der Löwen um 20:15 Uhr bei VOX weiter. Die Jubiläumsstaffel ist mit einem auf acht Investoren erweiterten Löwenrudel gestartet. Neben Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl, Carsten Maschmeyer und Janna Ensthaler gehören auch Johannes Kliesch und Andreas W. Herb zum Investorenkreis.

Die neue Folge zeigt erneut, wie unterschiedlich die Ausgangslagen in der Höhle sein können. Während einige Gründer noch vor dem nächsten großen Wachstumsschritt stehen, können andere bereits beachtliche Umsätze und Verkaufszahlen vorweisen. Ein Investment wird dadurch nicht automatisch leichter. Schließlich geht es neben der Idee auch um Bewertung, Skalierbarkeit, Marktposition und die Frage, welchen zusätzlichen Wert ein Löwe überhaupt noch einbringen kann.

Besonders ungewöhnlich ist diesmal die Rückkehr von Diana zur Löwen. Bereits 2022 war sie als Gast-Investorin Teil der Sendung. In der aktuellen Jubiläumsstaffel hatte VOX ihre erneute Teilnahme bereits angekündigt. Nun steht sie jedoch nicht auf der Seite der Kapitalgeber, sondern präsentiert gemeinsam mit Rebecca Linneweber und Zahnärztin Julia von Wolff ein eigenes Geschäftskonzept.

Diana zur Löwen wechselt in der Höhle die Seite

Der Perspektivwechsel dürfte zu den interessantesten Momenten der Folge gehören. Diana zur Löwen kennt das Prinzip der Sendung, weiß, welche Fragen Investoren stellen können, und verfügt selbst über Investmenterfahrung. Dieses Wissen schützt allerdings nicht vor der besonderen Situation eines eigenen Pitches.

Gemeinsam mit ihren Mitgründerinnen präsentiert sie artem oral care. Das Konzept verbindet Zahnpflege mit Themen wie Mundgesundheit, Mikrobiom und Ästhetik. Im Zentrum stehen unterschiedliche Produkte für die Morgen- und Abendroutine.

Auch erste Geschäftszahlen bringt das Team mit. Nach Angaben der Gründerinnen wurden mit zunächst einem Produkt innerhalb der ersten sechs Monate rund 196.000 Euro Umsatz erzielt. Inzwischen wurde das Sortiment erweitert. Für zehn Prozent der Firmenanteile werden 300.000 Euro angeboten. Daraus ergibt sich auf Basis des Angebots eine Unternehmensbewertung von drei Millionen Euro.

Gerade deshalb dürfte der Pitch über die Produktvorstellung hinausgehen. Entscheidend wird sein, welche Wachstumsperspektive das Team vermitteln kann und welchen strategischen Beitrag ein Investor zum weiteren Markenaufbau leisten könnte.

Vom Schaumbad bis zum Schlafcoach

Deutlich technischer beginnt die Geschichte von SchaumPo. Sebastian Wild aus Kapfenberg hat einen wasserdruckbetriebenen und wiederbefüllbaren Schaumbadgenerator entwickelt. Das Gerät wird am Duschschlauch befestigt und soll beim Einlassen des Wassers direkt dichten Badeschaum erzeugen. Strom oder Akku sind dafür nicht erforderlich.

Wild bietet 20 Prozent der Firmenanteile für 200.000 Euro an. Damit trifft eine vergleichsweise leicht verständliche Produktidee auf eine der klassischen Fragen in Die Höhle der Löwen: Lässt sich aus einer Lösung für ein alltägliches Problem ein Produkt mit großem Markt entwickeln?

Einen anderen Ansatz verfolgen Viktor Dik und Markus Schnauer mit Loume. Ihr Gerät soll als persönlicher Schlafcoach dienen. Schlafmeditationen, rotes Licht und ein an die Decke projizierter Atemring sollen die abendliche Routine unterstützen. Am Morgen simuliert das Gerät einen Sonnenaufgang.

Eine Besonderheit wartet bereits im Investorenstuhl: Johannes Kliesch kennt das Produkt aus eigener Nutzung. Damit entsteht eine seltene Situation. Die Gründer müssen einem potenziellen Investor ihr Produkt nicht erst vollständig erklären – dafür könnte dessen persönliche Erfahrung zu besonders konkreten Fragen führen. Für zehn Prozent der Firmenanteile suchen die Gründer 350.000 Euro.

Sauberkugel kommt mit Millionenumsatz in Die Höhle der Löwen

Susanne und Bernd Schmekel treten dagegen mit einem Produkt an, das seine Marktfähigkeit bereits unter Beweis gestellt hat. Ihre Sauberkugel nimmt durch die Bewegung in Taschen Krümel, Sand und Staub auf und lässt sich anschließend reinigen und erneut verwenden.

Nach Angaben der Gründer wurden bereits mehr als 1,5 Millionen Exemplare verkauft und rund acht Millionen Euro Umsatz erzielt. Zudem ist das Produkt nicht nur in Deutschland erhältlich, sondern unter anderem auch in den USA, Japan, Taiwan und Korea.

Mit dem Saubergeist wurde das Prinzip inzwischen auf schwer erreichbare Stellen übertragen. Für zehn Prozent der Firmenanteile möchten die Gründer 250.000 Euro erhalten.

Damit verschiebt sich die zentrale Frage des Pitches. Statt erst beweisen zu müssen, ob Kunden das Produkt überhaupt kaufen, dürfte es stärker darum gehen, wie sich das bestehende Geschäft weiter ausbauen lässt und welche Rolle ein Löwe dabei spielen könnte.

Überraschungsreisen treffen auf einen Millionenumsatz

Auch bei blookery steht kein Geschäftsmodell ganz am Anfang. Kevin Kiesewetter und Jannis Jäger schicken ihre Kunden auf Überraschungsreisen. Reisende geben unter anderem Abflughafen, Zeitraum, Budget und persönliche Vorlieben an. Flug und Hotel werden passend zusammengestellt, während das eigentliche Reiseziel zunächst geheim bleibt.

Nach Angaben der Gründer erzielte das Unternehmen im vergangenen Jahr rund eine Million Euro Umsatz und organisierte Reisen für etwa 10.000 Personen. Für zwölf Prozent der Firmenanteile werden 500.000 Euro gesucht.

Das Angebot entspricht rechnerisch einer Bewertung von gut 4,17 Millionen Euro. Entsprechend dürfte nicht nur die Idee selbst eine Rolle spielen. Relevant sind auch Kundenakquise, Margen, Wiederbuchungen und die Frage, wie weit sich das Modell skalieren lässt.

28. September 2026 bringt fünf sehr unterschiedliche Ausgangslagen

Gerade die Mischung macht diese Ausgabe von Die Höhle der Löwen interessant. Ein Gründer präsentiert eine technische Lösung für die Badewanne. Ein anderes Team beschäftigt sich mit Schlafroutinen. Ein bereits millionenfach verkauftes Produkt sucht weiteres Wachstum, während ein Reiseanbieter das Überraschungsmoment zum Geschäftsmodell gemacht hat.

Und dann ist da Diana zur Löwen, die diesmal selbst vor den Investoren steht. Ihr Auftritt verändert die gewohnte Rollenverteilung und zeigt zugleich einen zentralen Bestandteil der Gründershow: Erfahrung auf der Investorenseite bedeutet nicht automatisch, dass ein eigener Pitch einfacher wird.

Am Ende müssen alle Teams dieselben grundlegenden Fragen beantworten. Wie groß ist der Markt? Wie tragfähig ist das Geschäftsmodell? Ist die Bewertung nachvollziehbar? Und vor allem: Welcher Löwe kann mehr beitragen als Kapital?

Die Antworten darauf gibt es am 28. September 2026 um 20:15 Uhr bei VOX. Die 20. Staffel von Die Höhle der Löwen ist außerdem über RTL+ verfügbar; die Folgen werden dort bereits vor ihrer linearen TV-Ausstrahlung angeboten.

Bild: Die Löwen Andreas W. Herb, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Judith Williams und Janna Ensthaler Fotocredits RTL

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