Mittwoch, Juni 24, 2026
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Reicht gutes Design heute überhaupt noch aus?

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JB Intentions über Marken, Identität und Sichtbarkeit Joana Blotni Gründerin

JB Intentions entwickelt Markenidentitäten für Unternehmen und Persönlichkeiten und zeigt, wie Marken durch Identität und Sichtbarkeit langfristig wiedererkennbar werden.

Wie entstand die Idee hinter JB Intentions und warum fiel die Wahl auf die Verbindung aus Fashion, Design und Social Media?

Mode ist für mich kein Ausdruck, sondern ein System. Ich komme aus einer Disziplin, in der jede Entscheidung Konsequenz hat: Schnittführung, Material, Proportion. Im Fashion Design entsteht nichts intuitiv im luftleeren Raum – alles ist konstruiert, getestet, korrigiert. Genau diese Denkweise prägt JB Intentions bis heute.

Über die Jahre in der internationalen Mode- und Produktionswelt wurde klar, wie streng die Logik hinter guter Gestaltung ist: Ein Produkt funktioniert nur, wenn Idee, Umsetzung und Realität deckungsgleich sind.

Mit der Verschiebung in digitale Räume hat sich diese Logik nicht aufgelöst, sondern verlagert. Social Media hat Mode nicht ersetzt, sondern ihre Wirkungsebene erweitert. Kleidung endet nicht mehr am Körper, sondern setzt sich im digitalen Raum fort.

JB Intentions entsteht genau aus dieser Erweiterung: als Übersetzung von Fashion-Struktur in digitale Identitätssysteme.

Was fasziniert Sie besonders daran, Marken visuell sichtbar zu machen?

Es ist nicht das Design. Es ist der Moment, in dem eine Identität erstmals sichtbar wird. Wenn mein/e Kunde/Kundin seine/ihre Marke sieht und nicht mehr erklären muss, wer er/sie ist – weil er/sie es erkennt.

Das ist der Punkt, an dem Branding aufhört, Dienstleistung zu sein und beginnt, emotional zu werden. Ich komme aus einer Welt, in der Stoff Gewicht hat, Nähte Bedeutung haben und jede Linie eine Entscheidung ist.

Dieses Denken übertrage ich in digitale Räume: Jede Marke braucht Struktur. Jede Struktur braucht Haltung. Jede Haltung braucht Sichtbarkeit.

Welche Bedeutung hat ein starker Social Media Auftritt heute für junge Marken?

Social Media ist kein Kanal mehr. Es ist ein Wahrnehmungsraum. Für junge Marken ist er oft der erste Kontaktpunkt – und damit der erste Beweis von Existenz, Haltung und Relevanz.

Gleichzeitig entsteht hier ein Missverständnis: Sichtbarkeit wird häufig mit Substanz verwechselt. Doch Reichweite ist nur der Einstieg. Wirkung entsteht erst, wenn dahinter Handwerk, Klarheit und emotionale Tiefe stehen. Die stärksten Marken kombinieren beides:

digitale Präsenz + echte Qualität + charakterliche Konsequenz.

Alles andere bleibt Oberfläche.

Wie schafft es JB Intentions, kreative Ideen in eine klare Markenidentität zu übersetzen?

Nicht das Kleid ist der Fokus, sondern die Passform einer Identität auf eine Person oder Marke. Ich arbeite wie im Atelier – nur dass das Material nicht Stoff ist.

Es sind Menschen, Visionen, Spannungen. Am Anfang steht nie Design. Am Anfang steht eine Frage: Identität oder Wunschbild?

Aus dieser Differenz entsteht alles. Dann wird reduziert, geschärft, verdichtet – bis nur noch das übrig bleibt, was unverwechselbar ist. Wie bei einer Kollektion: Alles Überflüssige wird entfernt, bis die Silhouette spricht.

Mit welchen Herausforderungen kämpfen Unternehmen häufig im Bereich Branding und Content?

Die größte Herausforderung ist nicht Design. Es ist Sichtbarkeit der Person hinter der Marke. Viele Marken sind visuell stark – aber emotional entkoppelt.

Es entstehen perfekte Inhalte ohne echte Präsenz und genau dadurch fehlt Vertrauen.

Denn Menschen verbinden sich heute nicht mit Logos, sondern mit Menschen.

Wenn diese Ebene fehlt, bleibt Branding immer unvollständig.

Warum reicht gutes Design allein heute oft nicht mehr aus?

Weil gutes Design nur die erste Schicht ist. Wie ein perfekt geschnittener Stoff ohne Körper.

In der Mode gilt: Ein perfektes Kleid funktioniert nur, wenn es getragen wird – nicht wenn es im Showroom hängt. Genauso existiert eine Marke erst im Verhalten: Ohne Verkörperung bleibt Design Fläche. Mit Verkörperung wird es Bedeutung.

Welche Rolle spielt die Fashion Branche für die kreative Ausrichtung von JB Intentions?

Fashion hat mir Disziplin beigebracht: Identität ist nichts Zufälliges – sie ist konstruiert und konsequent geführt.

Social Media hat diese Logik erweitert: aus der Kollektion wird ein permanenter Markenfluss. Die zentrale Erkenntnis bleibt gleich: Sichtbarkeit entsteht durch Aktualität. Wiedererkennung entsteht durch Charakter.

Was unterscheidet JB Intentions von klassischen Social Media oder Designagenturen?

JB Intentions denkt nicht in Kampagnen/Content, sondern in Identitätssystemen.

Mein Hintergrund liegt nicht im klassischen Marketing, sondern in der Entwicklung von Produkten – von der ersten Skizze bis zur finalen Produktion. Ich kenne den Moment, in dem aus einer Idee Realität wird und ich kenne die Realität dahinter: Qualität, Skalierung, Verantwortung.

Diese Perspektive verändert Branding fundamental. Ich entwickle keine Inhalte, um sichtbar zu sein. Ich entwickle Marken, die wiedererkennbar bleiben.

Wie wichtig ist Authentizität geworden, wenn Marken online sichtbar sein wollen?

Authentizität ist kein Stilmittel. Wenn ein Look auf dem Runway eine klare Linie hat, aber im Campaign-Shooting anders interpretiert wird, verliert er seine Identität.

Genauso passiert es bei Marken online. Sobald Sprache, Verhalten und visuelle Darstellung nicht mehr übereinstimmen, entsteht Reibung – und diese Reibung wird vom Publikum sofort gelesen.

Ich sehe zwei parallele Entwicklungen. Einerseits werden visuelle Standards immer glatter und schneller reproduzierbar – durch Tools, Templates und KI.

Andererseits wächst der Wert von Handschrift. Ein Beispiel: Inhalte, die nicht perfekt sind, aber eine klare Perspektive haben, erzeugen oft mehr Resonanz als technisch makellose, aber austauschbare Ästhetik.

Das bedeutet: Qualität verschiebt sich von Perfektion zu Identität.

Wohin soll sich JB Intentions in den kommenden Jahren entwickeln?

Nicht in Richtung Größe —> Sondern in Richtung Bedeutung.

JB Intentions soll ein Raum bleiben, in dem Fashion-Denken auf digitale Identität trifft – ohne seine emotionale Tiefe zu verlieren. Es geht nicht um Expansion um jeden Preis, sondern um Projekte, die sich richtig anfühlen. Für Menschen, für Marken, für den Moment.

Welche drei Tipps würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die ihre Marke sichtbar machen möchten?

Erstens: Setzt euch intensiv mit eurer Marke auseinander – nicht oberflächlich, sondern wirklich tief. Versteht, wie ihr wahrgenommen werden wollt, und versucht nicht, das theoretisch auswendig zu lernen, sondern lebt diese Haltung im Alltag. Sichtbarkeit entsteht nicht durch perfekte Kommunikation, sondern durch gelebte Klarheit.

Zweitens: Habt keine Angst vor der Realität von Zusammenarbeit. Nicht jede Kooperation wird finanziell perfekt sein, nicht jede wird kreativ maximal erfüllen – und manche dienen primär dem Image oder der Erfahrung. Wichtig ist, jedes dieser Projekte als Teil eines größeren Lernprozesses zu sehen. Wachstum entsteht genau in dieser Vielfalt.

Und drittens: Akzeptiert, dass nicht alles ein Volltreffer sein wird. Sichtbarkeit ist kein linearer Erfolgspfad. Es gibt Treffer, Umwege und Experimente. Entscheidend ist, dranzubleiben, daraus zu lernen und den eigenen Weg konsequent weiterzugehen – auch wenn nicht alles sofort aufgeht.

Wir bedanken uns bei Joana Blotni für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was bedeutet bewusster Konsum in einer globalen Modewelt?

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Alpaca MGO: Alpakafaser und Mode aus Peru Gründerin Maggie Garcia mit Alpakas im Hintergrund

Alpaca MGO entwickelt Mode aus Alpakafaser und verbindet nachhaltige Werte mit zeitlosen Designs. Durch den Stoff im Kopf Accelerator treibt das Unternehmen zudem neue Ansätze für Kreislaufwirtschaft und innovative Materiallösungen voran

Wie entstand die Idee zu Alpaca MGO und wer steckt hinter dem Startup?

Die Geschichte von Alpaca MGO begann lange, bevor die Marke entstand. Während meines Studiums der Tierhaltung in Peru hatte ich die Möglichkeit, viele ländliche Regionen zu bereisen und eng mit Kleinbauern und Viehhaltern zusammenzuarbeiten. Dabei wurde mir bewusst, wie stark diese Gemeinschaften zur Wertschöpfungskette der Lebensmittel- und Textilindustrie beitragen und gleichzeitig oft wenig Anerkennung für ihre Arbeit erhalten. Diese Erfahrungen weckten in mir den Wunsch, Wege zu finden, mehr Bewusstsein für den Wert ihrer Arbeit zu schaffen.

Gleichzeitig hatte ich schon als Kind eine besondere Verbindung zu Alpakas. Mein Großvater lebte in einem kleinen Ort in den peruanischen Anden und hielt selbst Alpakas, Schafe, Pferde usw. Seine Geschichten über die Tiere und das Leben auf dem Land haben mich nachhaltig geprägt. Jahre später führte mich mein Studium direkt in die Welt der Alpakazucht und ihrer Fasern. Dort lernte ich nicht nur die besonderen Eigenschaften der Alpakafaser kennen, sondern auch die Menschen und das Wissen dahinter.

Schon immer interessierte ich mich außerdem für Mode und nachhaltigen Konsum. Die Verbindung aus hochwertiger Naturfaser, kulturellem Erbe und verantwortungsvollem Unternehmertum inspirierte mich dazu, Alpaca MGO mitzugestalten. Gemeinsam mit meinem damaligen Partner, der das Projekt ursprünglich ins Leben gerufen hatte, entwickelten wir die Marke und die ersten Kollektionen für den deutschen Markt weiter.

Der Name Alpaca MGO setzt sich aus den Initialen unserer Namen zusammen und begleitet die Marke bis heute.

Heute führe ich Alpaca MGO als kleines Unternehmen neben meiner akademischen Entwicklung weiter. Mein Ziel ist es, die Marke kontinuierlich weiterzuentwickeln und dabei regenerative Denkansätze stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Alpaca MGO soll sich von einer saisonalen Marke zu einer ganzjährig relevanten Marke entwickeln, die Mode als Ausdruck von Identität, Verbundenheit und bewusster Fürsorge versteht.

Mit unseren Kollektionen möchten wir peruanische Wurzeln, traditionelles Handwerk und nachhaltige Werte mit zeitlosen, vielseitigen und inklusiven Designs verbinden. Dabei geht es uns nicht nur um hochwertige Produkte, sondern auch darum, einen positiven Beitrag für Menschen, Kultur und Umwelt zu leisten.

Welche persönliche Bedeutung hat nachhaltige Mode für das Team von Alpaca MGO?

Nachhaltige Mode bedeutet für mich vor allem Bewusstsein und Verantwortung in jedem einzelnen Schritt des Gestaltungsprozesses. Es geht darum, nicht nur das Endprodukt zu sehen, sondern die Entscheidungen dahinter von der Materialwahl bis hin zur Frage, wie und warum etwas überhaupt produziert wird.

Für mich ist sie eng mit meinen persönlichen Werten verbunden: Respekt gegenüber Ressourcen, Wertschätzung für Handwerk und der Anspruch, Dinge zu schaffen, die langfristig Bestand haben. Diese Haltung beeinflusst, wie ich entwerfe, auswähle und unternehmerische Entscheidungen treffe.

Am Ende ist nachhaltige Mode für mich weniger ein Trend oder eine Kategorie, sondern eine Art, bewusst mit Gestaltung und Wirkung umzugehen.

Warum fiel die Entscheidung bewusst auf Alpakafaser und Produktion in Peru?

Die Entscheidung für Alpakafaser und die Produktion in Peru basieren auf einer Kombination aus Qualität, Herkunft und Verantwortung. Alpakafaser ist eine außergewöhnliche Naturfaser: Sie ist langlebig, temperaturregulierend, weich und gleichzeitig ressourcenschonend im Vergleich zu vielen synthetischen oder konventionellen Materialien.

Gleichzeitig hat sie eine tiefe kulturelle Bedeutung in Peru und ist eng mit traditionellen Handwerkspraktiken und ländlichen Lebensrealitäten verbunden. Für mich war es wichtig, nicht nur mit einem hochwertigen Material zu arbeiten, sondern auch mit einem, dessen Ursprung klar verankert ist.

Die Produktion in Peru ermöglicht es außerdem, näher an der Quelle zu bleiben und mit lokalen Strukturen zu arbeiten, anstatt Wertschöpfung zu entkoppeln. So entsteht ein direkterer Bezug zwischen Material, Menschen und Produkt und eine transparentere, verantwortungsvollere Lieferkette.

Für Alpaca MGO ist diese Kombination aus Naturfaser und Herkunft kein Zufall, sondern eine bewusste Grundlage des gesamten Markenverständnisses.

Wie arbeitet Alpaca MGO mit lokalen Gemeinschaften und Handwerksbetrieben zusammen?

Als das Projekt gestartet war, wurde zunächst eine kleine Produktionsstruktur in einem freien Raum im Haus meines damaligen Partners aufgebaut. Unsere ersten Strickerinnen und Stricker waren Nachbarinnen und Verwandte, die bereits Erfahrung im Stricken mit Handmaschinen oder Stricknadeln hatten.

Im Laufe der Zeit haben wir die Zusammenarbeit erweitert und weitere Kontakte zu Alpaka-Farmern sowie zu lokalen Netzwerken aufgebaut, unter anderem zu einer NGO namens Ruwasunchis, die ebenfalls mit Strickgruppen arbeitet und einige Produkte für uns gefertigt hat. Einige dieser Frauen arbeiten bis heute mit uns zusammen.

In unserem Atelier in Lima arbeiten überwiegend Frauen aus einkommensschwachen Familien, daneben auch einige Männer. Es ist für mich sehr wertvoll zu sehen, dass wir durch diese Arbeit Einkommensmöglichkeiten schaffen und handwerkliche Fähigkeiten gezielt einbinden und fördern können.

Mit dem Wachstum von Alpaca MGO hat sich auch unsere Produktionsweise weiterentwickelt. Da viele unserer Designs auf Handstrickmaschinen basieren, haben wir zusätzlich ein kleines Netzwerk von Partnern mit industriellen Strickmaschinen aufgebaut, um komplexere und feinere Produkte umzusetzen. Auch hier arbeiten wir auf Basis von Vertrauen und langfristigen Beziehungen.

Welche Werte möchte Alpaca MGO mit seinen Designs und Produkten vermitteln?

Mit Alpaca MGO möchte ich Werte wie Bewusstsein, Langlebigkeit und Respekt in den Mittelpunkt stellen. Unsere Designs sollen Menschen dazu einladen, Mode nicht als kurzfristigen Konsum zu sehen, sondern als etwas, das mit Bedeutung, Identität und Sorgfalt verbunden ist.

Ein zentraler Wert ist Zeitlosigkeit, sowohl im Design als auch im Gedanken dahinter. Wir möchten Stücke schaffen, die über Trends hinaus funktionieren und über Jahre hinweg getragen werden können.

Gleichzeitig geht es um Wertschätzung: für Materialien, für Handwerk und für die Menschen, die hinter jedem Produkt stehen. Peruanische Herkunft, traditionelle Techniken und nachhaltige Materialien sind dabei keine Dekoration, sondern die Grundlage unserer Arbeit.

Am Ende soll Alpaca MGO Mode als etwas vermitteln, das Kultur, Menschen und Alltag verbindet, und dabei einen bewussteren Umgang mit Kleidung fördern.

Für welche Zielgruppe entwickelt Alpaca MGO seine genderneutralen Kollektionen?

Alpaca MGO entwickelt seine Kollektionen für Menschen, die vielseitige, zeitlose und bewusst gestaltete Kleidung suchen, unabhängig von Geschlecht oder saisonalen Trends. Unsere Designs sind bewusst reduziert, klar geschnitten und darauf ausgelegt, sich unterschiedlichen Körpern und Lebensstilen anzupassen.

Zu Beginn haben wir uns auf eine reduzierte Anzahl von Größen konzentriert. Dadurch ist ein Designansatz entstanden, der stärker auf Oversized- und flexible Silhouetten setzt. Interessanterweise hat sich dieser Ansatz gut mit dem Trend in Deutschland verbunden, Kleidung lockerer und vielseitiger zu tragen, was unsere Richtung zusätzlich bestätigt hat.

Auch im Design lag der Fokus früh auf Neutralität und Vielseitigkeit. Besonders Accessoires haben sich als guter Einstieg gezeigt, da sie universeller tragbar sind. Diese Denkweise hat sich auch auf unsere Kleidungsstücke übertragen: einfache Farben, klare Linien und Schnitte, die für verschiedene Körperformen und Geschlechter funktionieren.

Gleichzeitig entwickeln wir auch weiterhin ausgewählte Stücke mit einem stärkeren Fokus auf feminine Designs, da wir unterschiedliche Bedürfnisse und Kaufentscheidungen innerhalb unserer Kundschaft berücksichtigen möchten.

Welche Herausforderungen bringt der Aufbau einer nachhaltigen Modemarke heute mit sich?

Eine der größten Herausforderungen ist die Verbindung von Nachhaltigkeit, Qualität und wirtschaftlicher Realität. Hochwertige Materialien, faire Produktion und handwerkliche Prozesse erfordern deutlich höhere Investitionen als konventionelle Produktionsmodelle.

Als kleines Unternehmen ist zudem der Zugang zu Technologie und Infrastruktur begrenzt. Viele der notwendigen Maschinen oder spezialisierten Prozesse, insbesondere im Bereich zirkulärer Produktion, sind kostenintensiv und können nicht immer eigenständig umgesetzt werden. Dadurch entsteht die Notwendigkeit, mit externen Partnern zu arbeiten, was wiederum neue Herausforderungen mit sich bringt.

Eine weitere Schwierigkeit liegt in der Struktur der Finanzierungslandschaft. Klassische Förderungen und Investitionen konzentrieren sich häufig stark auf technologiegetriebene Start-ups, während kleinere, materialbasierte oder handwerklich orientierte Marken es oft schwerer haben, Zugang zu entsprechender Unterstützung zu erhalten. Dadurch basiert vieles zunächst auf eigenen Mitteln und einem persönlichen Unterstützungsnetzwerk.

Im Bereich zirkulärer Prozesse zeigt sich zusätzlich ein praktisches Spannungsfeld: Produktionspartner sind oft nicht lokal verfügbar. Das führt zu logistischen Wegen, die im Widerspruch zum Ziel stehen können, Emissionen möglichst gering zu halten. Diese Balance zwischen Machbarkeit, Nachhaltigkeit und Infrastruktur gehört aktuell zu den zentralen Herausforderungen in der Entwicklung der Marke.

Wie schafft es Alpaca MGO, traditionelle Handwerkskunst mit modernen Ansprüchen an Mode zu verbinden?

Bei Alpaca MGO arbeiten wir weniger über traditionelle Muster im klassischen Sinne, sondern stärker über die Art und Weise der Herstellung selbst. Wir nutzen traditionelles Wissen vor allem in Prozessen wie dem Färben der Fasern sowie in verschiedenen Stricktechniken, die in den Anden seit Generationen weitergegeben werden.

Gleichzeitig verbinden wir diese handwerklichen Grundlagen mit einem zeitlosen, reduzierten Designansatz. Traditionelle Elemente oder Muster werden, wenn sie verwendet werden, oft subtil interpretiert und in eine moderne, minimalistische Formensprache übersetzt.

Ein Beispiel dafür ist unser Crochet Bucket Hat “Kumpu”, bei dem die Faser mit der traditionellen „Puschka“ (einem andinen Spinnwerkzeug) von Hand verarbeitet wird. Dadurch entsteht eine bewusst etwas unregelmäßigere, organische Struktur, die die handwerkliche Herstellung sichtbar macht.

Wichtig ist für mich auch, dass Handwerkskunst bei uns nicht nur im Design, sondern im gesamten Produktionsprozess verankert ist. Während viele Menschen bei Alpaka-basierten Marken sofort an klassische Produkte wie den „Chullo“ denken, liegt unser Fokus weniger auf diesen ikonischen Formen, sondern auf der Weiterentwicklung der Prozesse und Materialien.

Ein zentraler Teil unserer Arbeit ist außerdem die kreative Freiheit der Strickerinnen. Wir geben technische Vorgaben und Designparameter vor, lassen aber bewusst Raum für individuelle Entscheidungen bei Mustern, Details oder Farbakzenten. Diese kleinen Variationen machen jedes Stück einzigartig und schaffen genau die Art von Individualität, die unsere Kundinnen und Kunden sehr schätzen.

Welche Rolle spielt die Teilnahme am Stoff im Kopf-Accelerator für die Entwicklung von Alpaca MGO?

Die Teilnahme am Stoff-im-Kopf-Accelerator spielt für mich eine sehr wichtige Rolle, da ich dadurch tiefer in die textile Welt eintauchen konnte, die mich schon lange fasziniert. Besonders wertvoll ist für mich der Zugang zu Netzwerken und Expertinnen und Experten aus der Industrie, mit denen ich meine Ideen konkret testen und weiterentwickeln kann.

Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit Groz-Beckert, mit der ich aktuell Möglichkeiten teste, Filzprozesse aus Post-Consumer-Alpaka-Textilien zu entwickeln und neue Materialanwendungen zu erforschen. Viele dieser Ideen hatte ich bereits seit längerer Zeit, aber erst durch den Accelerator wurden sie greifbar und testbar.

Sehr hilfreich ist auch das Coaching, das mir dabei hilft, meine vielen Ideen zu strukturieren und Prioritäten zu setzen. Als Gründerin habe ich oft sehr viele Gedanken und Ansätze gleichzeitig, und diese Unterstützung hilft mir, Klarheit zu gewinnen und fokussierter zu arbeiten.

Gleichzeitig bietet das Programm die Möglichkeit, Alpaca MGO auch als kleines Unternehmen strukturell weiterzudenken und weiterzuentwickeln. Dabei bleibt Raum für Experimentieren, nicht nur mit Alpakafaser, sondern auch mit möglichen Materialmischungen und neuen innovativen Ansätzen.

Besonders wertvoll ist außerdem der Austausch mit anderen Gründerinnen und Gründern. Man erweitert sein Netzwerk, bekommt neue Perspektiven und weiß nie genau, wann daraus zukünftige Kooperationen, Partnerschaften oder neue Möglichkeiten entstehen können.

Alpaca MGO: Alpakafaser und Mode aus Peru
Bildcredits Aplaca MGO

Was unterscheidet Alpaca MGO aus eurer Sicht von anderen nachhaltigen Fashion-Labels?

Was Alpaca MGO aus meiner Sicht besonders macht, ist die Kombination aus persönlicher Herkunft, handwerklichem Prozess und einem sehr nah am Material entwickelten, experimentellen Ansatz.

Ich versuche dabei bewusst, Mode aus zwei Perspektiven zu betrachten: als Gründerin und gleichzeitig als Konsumentin. Dadurch geht es mir nicht nur darum, ein Produkt zu schaffen, sondern auch darum, eine konkrete Lösung anzubieten – zum Beispiel Kleidung, die warm hält, langlebig ist und eine Alternative zu Materialien bietet, die langfristig Mikroplastik in der Umwelt hinterlassen können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist für mich die Rolle von Kleidung im Alltag. Unsere Designs sollen Menschen nicht einschränken, sondern ihnen Raum geben, sich selbst auszudrücken. Statt kurzfristigen Trends zu folgen, liegt der Fokus auf Zeitlosigkeit, Vielseitigkeit und in manchen Fällen auch Multifunktionalität.

Gleichzeitig bleibt Alpaca MGO bewusst klein und flexibel strukturiert. Dadurch können wir sehr nah am Prozess arbeiten, testen und uns kontinuierlich weiterentwickeln, anstatt in standardisierte Produktionslogiken zu fallen.

Für mich entsteht daraus eine Marke, die nicht nur Produkte anbietet, sondern bewusst über Funktion, Identität und Verantwortung im Umgang mit Kleidung nachdenkt.

Welche nächsten Schritte und Entwicklungen plant Alpaca MGO in den kommenden Monaten?

In den kommenden Monaten liegt mein Fokus darauf, Alpaca MGO sowohl konzeptionell als auch strukturell weiterzuentwickeln und dabei insbesondere den nächsten Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft zu testen.

Ein zentrales Projekt ist dabei „Alpaka Loop“. Hierbei geht es mir nicht um neue Materialien, sondern um die Frage, wie wir bereits bestehende Alpaka-Textilien, insbesondere Post-Consumer-Produkte, wieder in den Produktionskreislauf integrieren können. Gemeinsam mit verschiedenen Institutionen und Partnern teste ich aktuell die technische und praktische Machbarkeit dieses Ansatzes, um daraus langfristig anwendbare Lösungen zu entwickeln.

Parallel dazu arbeite ich an der Weiterentwicklung unserer digitalen Präsenz, insbesondere am Aufbau einer eigenen Website. Durch die erhöhte Sichtbarkeit im Rahmen von „Stoff im Kopf“ entsteht für mich gerade die Möglichkeit, den Übergang von einer stark direkten, physischen Präsenz hin zu einer ergänzenden Online-Struktur bewusst zu gestalten.

Insgesamt geht es mir darum, Alpaca MGO Schritt für Schritt weiter zu strukturieren und gleichzeitig neue Wege zu finden, wie bestehende Materialien sinnvoll weiterverwendet werden können.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Fang an, auch wenn noch nicht alles perfekt ist. Viele Dinge versteht man erst wirklich, wenn man sie in der Praxis ausprobiert und nicht nur plant.

Zweitens: Bleibt nah an eurem „Warum“. Gerade in schwierigen Phasen hilft es enorm, sich daran zu erinnern, weshalb man angefangen hat und welches Problem man eigentlich lösen möchte.

Drittens: Sucht aktiv Austausch und baut euch ein Netzwerk auf. Viele Entwicklungen entstehen nicht im Alleingang, sondern durch Gespräche, Kooperationen und den Zugang zu unterschiedlichen Perspektiven.

Und darüber hinaus: Macht aus eurer Leidenschaft eine Idee. Wenn ihr wirklich für etwas brennt, bekommt eure Arbeit automatisch Bedeutung und Tiefe. Leidenschaft gibt euch die Energie und Orientierung, auch wenn der Weg schwierig wird.

Habt außerdem keine Angst vor Risiken oder Fehlern. Scheitern ist nichts Endgültiges, sondern ein Teil des Lernens, Verlernens und erneuten Lernens auf dem Weg.

Bildcredits Alpaca MGO

Wir bedanken uns bei Maggie Garcia für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wo entsteht die nächste Generation digitaler Medien?

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MediaTech Hub Potsdam: Startups in Babelsberg Bild Team Bild MediaTech Hub Potsdam Fotograf: Beate Wätzel

MediaTech Hub Potsdam fördert Startups in Babelsberg und vernetzt Medien, Forschung und Technologie, um digitale Innovationen schneller in die Praxis zu bringen

Wie positioniert sich der de Potsdam innerhalb des deutschen Digital Hub Netzwerks? Welche Rolle übernimmt der Hub für die digitale Transformation in Brandenburg und darüber hinaus?

Innerhalb der de Initiative steht der MediaTech Hub Potsdam für ein sehr klares Profil: Wir sind Deutschlands einziger Digital Hub mit Fokus auf Medientechnologien. Damit bringen wir die Perspektive einer Branche in das Netzwerk ein, in der digitale Transformation besonders konkret sichtbar wird. Es geht um Film, Fernsehen, Streaming, KI-gestützte Produktion, virtuelle Produktionsumgebungen, immersive Medien und neue datenbasierte Geschäftsmodelle.

Unsere Aufgabe ist es, diese Entwicklungen nicht nur zu beobachten, sondern in Anwendung zu bringen. Wir unterstützen Startups, vernetzen sie mit Industrie, Forschung und Investor und schaffen Räume für Wissenstransfer, Kooperation und konkrete Erprobung.

Für Brandenburg bedeutet das: Wir entwickeln Babelsberg als Innovationsstandort gezielt weiter. Mit dem neuen Standort auf dem Gelände von Studio Babelsberg, dem strategischen Standortmanagement für die Medienstadt Babelsberg und der Kooperation mit Studio Babelsberg bringen wir Startup-Ökosystem, Medienproduktion und Technologieentwicklung strukturell näher zusammen. So können neue Lösungen dort entstehen, wo sie später auch gebraucht werden: im Umfeld realer Film-, Serien- und Medienproduktion.

Damit verbinden wir die besondere Medienkompetenz der Region mit nationalen und internationalen Netzwerken. Unser Ziel ist ein Ökosystem, das Innovation schneller in Anwendung bringt und über die Medienbranche hinaus Wirkung entfaltet.

Potsdam steht für starke Kompetenzen in Medien, KI und Data. Welche Standortvorteile nutzt der de Potsdam, um Innovationen in diesen Bereichen gezielt zu fördern?

Der große Vorteil von Potsdam und Babelsberg ist die außergewöhnliche Nähe von Medienproduktion, Technologieentwicklung, Forschung und kreativem Talent. Hier treffen Studios, Produktionsunternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Startups und etablierte Medienakteure direkt aufeinander.

Mit unserem neuen Standort auf dem Gelände von Studio Babelsberg wird diese Nähe noch konkreter. Innovation entsteht hier nicht abstrakt, sondern im Umfeld realer Produktionsprozesse. Startups können ihre Lösungen nah an tatsächlichen Bedarfen entwickeln. Unternehmen bekommen früh Zugang zu neuen Technologien und können diese gemeinsam mit jungen Teams erproben.

Genau darin liegt die Stärke des Standorts. Babelsberg verbindet kreative Exzellenz mit technologischer Anwendung. Der MediaTech Hub Potsdam schafft dafür die Struktur: durch Programme, Veranstaltungen, Netzwerkformate, Standortmanagement und direkte Vermittlung zwischen den Akteuren.

Welche technologischen Schwerpunkte setzt der de Potsdam aktuell? Warum sind diese Themen für die digitale Zukunft besonders relevant?

Aktuell sehen wir besonders starke Entwicklungen in drei Bereichen: Künstliche Intelligenz sowohl im Bereich der generativen KI (also dem Erzeugen von Geschichten, Bildern, Bewegtbild und Audio mit KI) als auch im Bereich der agentischen KI für Produktionsprozesse. Hinzu kommt die Nutzung von MediaTech für neue Geschäftsmodelle, nutzerzentrierte Angebote und Virtual Production, wobei wir letzteres als größeres Spielfeld als nur LED verstehen: von PreViz über Photogrammetrie, volumetrisches Video, Gaussian Splatting bis hin zur Visualisierung von Produktionsprozessen.

Für uns ist wichtig, diese Technologien nicht als Hype zu betrachten. Entscheidend ist, wo sie konkrete Probleme lösen, neue Geschäftsmodelle ermöglichen und kreative Arbeit sinnvoll erweitern. Genau an dieser Schnittstelle setzt der MediaTech Hub Potsdam an, da er die Perspektiven verschiedener Akteure zusammenbringt.

Wie unterstützt der Hub Startups und Unternehmen bei der Entwicklung, Validierung und Skalierung ihrer Geschäftsmodelle?

Als offizielles Startup-Zentrum Brandenburg begleiten wir Startups bei der Entwicklung marktfähiger Geschäftsmodelle. Mit dem MTH Accelerator unterstützen wir seit 2019 Early-Stage-Teams an der Schnittstelle von Medien, Technologie und Wirtschaft. Seit der Gründung wurden von Jahr zu Jahr zunehmend und inzwischen mehr als 100 Startups durch den Accelerator begleitet. 2026 werden es allein mehr als 30 Startups sein.

Unser Angebot richtet sich bewusst an unterschiedliche Wachstumspfade von Startups. Mit dem „Bootstrap Seedstrap Programm“ unterstützen wir Gründer, die kapital-effizient und nachhaltig wachsen wollen. Mit dem „Investment Readiness Programm“ bereiten wir Teams gezielt auf Angel-, Pre-Seed- oder Seed-Finanzierungen vor. Beide Programme sind anteilsfrei und bieten Zugang zu Coaching, Mentoring, Netzwerken und internationalen Märkten.

Gleichzeitig ist unser Standort ein wichtiger Hebel. Durch die Nähe zu etablierten Medienunternehmen, Produktion, Forschung und Investor können Startups ihre Lösungen schneller validieren. Unternehmen wiederum erhalten Zugang zu jungen Technologien und neuen Partnern für konkrete Pilotprojekte.

Welche Rolle spielen etablierte Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen im Ökosystem des de Potsdam?

Sie spielen eine zentrale Rolle. Innovation entsteht selten in einem geschlossenen System. Sie entsteht dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen.

Etablierte Unternehmen bringen Marktkenntnis, reale Anwendungsfälle und Branchenzugang ein. Hochschulen und Forschungseinrichtungen liefern technologische Tiefe, wissenschaftliche Kompetenz und Talente. Startups bringen Geschwindigkeit, unternehmerischen Mut und neue Lösungsansätze. Der MediaTech Hub Potsdam verbindet diese Perspektiven.

Diese Verbindung ist auch historisch Teil unserer DNA. Der Hub wurde aus dem Babelsberger Medien- und Innovationsumfeld heraus aufgebaut und wird bis heute von starken Partnern wie der Universität Potsdam, dem Hasso-Plattner-Institut und der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF unterstützt. Unsere Aufgabe ist es, aus dieser Nähe konkrete Zusammenarbeit entstehen zu lassen: Pilotprojekte, Wissenstransfer, neue Geschäftsmodelle und langfristige Partnerschaften.

Wie adressiert der Hub aktuelle Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Internationalisierung oder den Transfer von Forschung in marktfähige Produkte?

Diese Herausforderungen hängen eng zusammen. Wer Fachkräfte gewinnen will, braucht ein sichtbares, attraktives und dynamisches Ökosystem. Wer Forschung in den Markt bringen will, braucht Unternehmer, Anwendungspartner und Zugang zu Kapital. Und wer international wachsen will, braucht Netzwerke und Sichtbarkeit über den eigenen Standort hinaus.

Der MediaTech Hub Potsdam setzt genau dort an. Wir schaffen Formate, in denen Talente, Startups, Unternehmen und Forschungseinrichtungen miteinander in Kontakt kommen. Über den MTH Accelerator begleiten wir Teams beim Schritt von der Idee oder Technologie hin zu einem skalierbaren Geschäftsmodell. Über die de Initiative, internationale Events und die MediaTech Hub Conference bringen wir den Standort in überregionale und internationale Netzwerke.

Besonders wichtig ist für uns der Transfer. Forschung und Technologie entfalten ihren Wert erst dann, wenn daraus Anwendungen entstehen, die in der Praxis funktionieren. Diese Übersetzung von Wissen in marktfähige Produkte ist ein Kern unseres Auftrags.

Welche Bedeutung haben Daten, KI und digitale Plattformen für die Innovationsstrategie des Hubs?

Daten, KI und digitale Plattformen sind zentrale Bausteine der nächsten Innovationsphase in der Medienbranche. Sie verändern die gesamte Wertschöpfungskette und ganze Berufsbilder. Inhalte werden anders geplant, produziert, ausgewertet, verteilt und genutzt.

Für den MediaTech Hub Potsdam sind diese Technologien deshalb strategisch relevant. Sie eröffnen neue Möglichkeiten für effizientere Produktionsprozesse, personalisierte und auch interaktivere Nutzererlebnisse, bessere Rechte- und Metadatenstrukturen, automatisierte Workflows und neue Geschäftsmodelle.

Gleichzeitig braucht es einen verantwortungsvollen und anwendungsnahen Umgang. Die entscheidende Frage ist nicht, welche Technologie gerade am meisten Aufmerksamkeit bekommt. Die entscheidende Frage ist, welche Lösung einen echten Mehrwert für Kreative, Unternehmen, Nutzer und den Markt schafft. Genau darum arbeiten wir eng mit Startups und Partnern im Ökosystem wie dem Studio Babelsberg.

Wie fördert der de Potsdam die Zusammenarbeit zwischen Startups, Mittelstand, Wissenschaft und öffentlicher Hand?

Wir verstehen den MediaTech Hub Potsdam als Plattform für Zusammenarbeit. Unsere Aufgabe ist es, die richtigen Menschen, Themen und Organisationen zusammenzubringen, damit daraus konkrete Projekte entstehen.

Das passiert über unterschiedliche Formate. Der MTH Accelerator bringt Startups mit Mentor, Unternehmen, Investor und Forschungspartnern zusammen. Die MediaTech Hub Conference, die dieses Jahr vom 29. bis 30. September stattfindet, schafft internationale Sichtbarkeit und fachlichen Austausch. Mit unseren Formaten wie „Die Grüne Couch: MediaTech meets…“, KI-Workshops oder Challenge-Formaten bringen wir konkrete Fragestellungen aus der Praxis mit innovativen Lösungsansätzen zusammen.

Auch die öffentliche Hand spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie schafft Rahmenbedingungen, unterstützt Standortentwicklung und ermöglicht strategische Projekte. Unser neuer Auftrag des Standortmanagements für die Medienstadt Babelsberg ist dafür ein gutes Beispiel. Er hilft uns, Kooperationen am Standort gezielter aufzubauen und Babelsberg gemeinsam mit allen Akteuren als Kompetenzzentrum für Medientechnologien weiterzuentwickeln.

Wie messen Sie den Erfolg Ihrer Aktivitäten – sowohl für die beteiligten Startups als auch für den Innovationsstandort Potsdam?

Für Startups messen wir Erfolg nicht nur an einer einzelnen Kennzahl. Natürlich sind Wachstum, Finanzierungen, Kundengewinnung und Markteintritt wichtig. Genauso wichtig ist aber, ob ein Team nach dem Programm ein geschärftes Geschäftsmodell, klare nächste Schritte und Zugang zu den richtigen Partnern hat.

Von den seit 2019 durch den MTH Accelerator begleiteten Startups sind mehr als 70% nach wie vor aktiv. Für uns ist das nicht nur eine Zahl. Dahinter stehen Gründer, die neue Technologien in konkrete Anwendungen übersetzen und damit die Medienbranche und angrenzende Märkte weiterentwickeln.

Für den Standort betrachten wir Erfolg auf einer zweiten Ebene. Hier geht es um Kooperationen, Sichtbarkeit, Wissenstransfer und wirtschaftliche Wirkung. Wenn Startups, Unternehmen, Forschung und Produktion häufiger und konkreter zusammenarbeiten, stärkt das den gesamten Standort. Unser Ziel ist, dass Babelsberg nicht nur als traditionsreicher Medienstandort wahrgenommen wird, sondern als Ort, an dem die Zukunft der Medienproduktion aktiv entsteht.

Welche Ziele verfolgt der de Potsdam in den kommenden Jahren, um die digitale Transformation aktiv mitzugestalten?

Unser Ziel ist es, Babelsberg und Potsdam als führenden Standort für medientechnologische Innovation weiter auszubauen. Der neue Standort auf dem Gelände von Studio Babelsberg und die strategische Partnerschaft mit Studio Babelsberg sind dafür wichtige Schritte.

In den kommenden Jahren wollen wir noch mehr Startups anziehen, Kooperationen zwischen Produktion, Technologie und Forschung vertiefen und neue Technologien schneller in reale Anwendungen bringen. Themen wie KI, Virtual Production, Extended Reality, datengetriebene Workflows und digitale Plattformen werden dabei weiter an Bedeutung gewinnen.

Gleichzeitig wollen wir den Hub als physischen und inhaltlichen Treffpunkt stärken. Transformation entsteht nicht nur durch Technologie, sondern durch Begegnung, Vertrauen und gemeinsame Projekte. Unser Anspruch ist, ein Ort zu sein, an dem aus Austausch konkrete Innovation wird. Für Babelsberg, für Brandenburg und für die Medienbranche darüber hinaus.

Bild Team Bild MediaTech Hub Potsdam Fotograf: Beate Wätzel

Wir bedanken uns bei Peter Effenberg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

NEOH MILKY CHOC bringt Milchschokoladen Genuss ohne Zuckerzusatz

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NEOH MILKY CHOC ohne Zuckerzusatz

Mit NEOH MILKY CHOC präsentiert das österreichische Food Tech Unternehmen einen neuen Schokoriegel ohne Zuckerzusatz. Der Snack verbindet cremigen Milchgeschmack mit moderner Ernährung und richtet sich an Menschen, die Genuss und bewussten Konsum miteinander verbinden möchten.

Neu im NEOH-Universum:

BELIEBTER GESCHMACK, OHNE ZUGESETZTEN ZUCKER: NEOH präsentiert den neuen MILKY CHOC

NEOH MILKY CHOC setzt auf Genuss ohne Zuckerzusatz

Wien, am 01.06.2026 – NEOH erweitert sein Sortiment um eine echte Lifestyle-Innovation: MILKY CHOC. Der neue Riegel vereint cremigen Milchgenuss mit zarter Textur – und das ganz ohne zugesetzten Zucker. Mit etwa 50 kcal pro Riegel und gleichzeitig hohem Ballaststoffgehalt setzt NEOH erneut neue Maßstäbe für bewussten Genuss.

Jeder liebt diesen Geschmack – MILKY CHOC trifft den Nerv einer Generation, die sich zwischen Genuss und bewusster Ernährung nicht mehr entscheiden möchte. Inspiriert von ikonischen Milchschokoladen-Klassikern, interpretiert NEOH das Konzept neu: viel Milchcreme, kein Zusatz von Zucker – und das ohne Kompromisse im Geschmack.

„Mit MILKY CHOC bringen wir ein Produkt auf den Markt, das Kindheitserinnerungen weckt und gleichzeitig perfekt in einen modernen, bewussten Lifestyle passt. Unser Anspruch war klar: maximaler Genuss, ZERO added sugar– und genau das haben wir geschafft“, so Manuel Zeller, CEO und Gründer von NEOH.

Die Vorteile von NEOH MILKY CHOC im Überblick

Die Highlights auf einen Blick:

ZERO Added Sugar – ohne zugesetzten Zucker

Hoher Ballaststoffgehalt

Nur etwa 50 kCal pro Riegel

NEOH MILKY CHOC für bewusste Ernährung

MILKY CHOC ist in zwei Varianten erhältlich:

4er-Pack UVP 1,49 AT/DE

8er-Pack UVP 2,59 DE / 2,99 AT

NEOH bleibt seiner Mission treu: Produkte zu entwickeln, die bekannten Genuss neu definieren – ohne Zuckerzusatz, aber mit vollem Geschmack.

NEOH setzt auf innovative Zuckerersatz Technologien

Über NEOH:

NEOH ist ein österreichisches Food-Tech-Unternehmen, das sich auf Produkte ohne zugesetzten Zucker und innovative Zuckerersatz-Technologien spezialisiert hat. Herzstück ist die firmeneigene ZERO+ Formel, die Zucker vollständig in fast allen Produkten ersetzen kann und dabei Geschmack, Textur und industrielle Verarbeitbarkeit erhält. ZERO+ wird in allen NEOH-Produkten eingesetzt und findet zunehmend Anwendung in der Lebensmittelindustrie.

Bild NEOH by Alpha Republic GmbH

Quelle NEOH by Alpha Republic GmbH

Digitale Souveränität durch Partnernetzwerk und Start-up-Förderung

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Digitale Souveränität mit Schwarz Digits

Digitale Souveränität für Behörden und öffentliche Einrichtungen

Digitale Souveränität für den Staat

Im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung von GovTech Deutschland wurde STACKIT, der Cloud-Provider von Schwarz Digits, als Teil des Multi-Cloud-Portfolios der beauftragten Bechtle AG ausgewählt. Die Lösung kommt bei der „Deutschlandplattform“ sowie bei der Gesundheitsplattform MEDI zum Einsatz. Der Rahmenvertrag hat ein Volumen von bis zu 250 Millionen Euro. Dadurch erhalten Behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene einen standardisierten und zugleich souveränen Zugang zu Infrastruktur- und KI-Leistungen.

Auch bei der KI-Plattform des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung ist Schwarz Digits Teil eines Konsortiums mit Zuschlag. Das BMDS hat das von der SVA System Vertrieb Alexander GmbH geführte Konsortium ausgewählt. Gemeinsam mit Codesphere und Schwarz Digits entsteht eine souveräne Umgebung für Fachverfahren und KI-Anwendungen. Dadurch sollen Dokumentenverarbeitung sowie Planungs- und Genehmigungsverfahren schneller und effizienter werden.

Das Konsortium bietet eine KI-Plattform, die vollständig in deutscher Hand liegt. Gleichzeitig stärkt sie Deutschlands Rolle als Wertschöpfer im KI-Ökosystem. Die Einführung auf Bundes- und Landesebene erfolgt unter anderem über GovDigital. Dabei handelt es sich um die bundesweite Genossenschaft für die Integration souveräner IT-Lösungen im öffentlichen Sektor.

Digitale Souveränität durch Förderung von Start-ups

Schwarz Digits fördert die Gestalter der digitalen Zukunft Europas

Um den Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa weiter zu stärken, investiert Schwarz Digits bereits gezielt in vielversprechende Unternehmen. Jetzt startet das Unternehmen zusätzlich ein Programm für ambitionierte Start-ups. Damit unterstützt Schwarz Digits junge Unternehmen bei der Skalierung ihrer Innovationen. Gleichzeitig baut das Unternehmen sein Ökosystem weiter aus.

Die Förderung stärkt digitale Souveränität durch mehr Wahlfreiheit, Wettbewerb und Innovationskraft. Bewerben können sich Software-Unternehmen mit Hauptsitz in Europa. Zudem müssen sie jünger als fünf Jahre sein und ein digitales Geschäftsmodell verfolgen. Die Bewerbungen prüft eine interne Jury.

„Ein starkes digitales Ökosystem lebt von Zusammenarbeit auf Augenhöhe und innovativen Impulsen. Mit unseren strategischen Partnerschaften und dem neuen Start-up-Programm schlagen wir genau diese Brücke. Wir bieten ambitionierten Gründern eine souveräne und sichere Basis, um ihre Innovationen zu skalieren“, betont Rolf Schumann, Co-CEO von Schwarz Digits auf der TECH. „Indem wir junge Tech-Unternehmen gezielt fördern und zugleich in unser Netzwerk aufnehmen, beschleunigen wir den Weg von der Idee bis zur Marktreife. Außerdem stärken wir nachhaltig die digitale Zukunft Europas.“

Start-up-Programm stärkt digitale Souveränität in Europa

Das Start-up-Programm bietet abhängig vom Entwicklungsstand und der technischen Komplexität Cloud-Credits für das gesamte STACKIT-Service-Portfolio. Zusätzlich profitieren die Start-ups von individueller Beratung. Dabei erhalten sie Unterstützung in den Bereichen Business Development, KI, Cybersecurity und Cloud.

Die ausgewählten Unternehmen können zudem das Ökosystem der Unternehmen der Schwarz Gruppe kennenlernen. Außerdem erhalten sie Zugang zu wertvollen Kontakten innerhalb der Start-up-Szene.

Ziel des Programms ist es, zukunftsweisende Lösungen „Made in Europe“ auf dem Weg in den Realbetrieb zu begleiten. Gleichzeitig hilft die souveräne Infrastruktur dabei, versteckte IT-Kosten zu reduzieren. Zudem lassen sich langwierige Vertriebsprozesse und Vendor-Lock-in-Effekte frühzeitig vermeiden.

Bildcredits Schwarz Digits KG

Quelle Schwarz Digits KG

Factorial Finanzierung hebt Bewertung auf 2,5 Milliarden Dollar

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Factorial Finanzierung erreicht 2,5 Mrd. Dollar Bild l. Bernat Farrero, Gründer und Co-CEO / r. Jordi Romero, Gründer u. Co-CEO Bildcredits Factorial

Die Factorial Finanzierung markiert einen wichtigen Schritt für eines der am schnellsten wachsenden KI-Scale-ups Europas. Mit 150 Millionen US-Dollar frischem Kapital und einer Bewertung von 2,5 Milliarden US-Dollar baut das Unternehmen seine KI-Plattform weiter aus. Gleichzeitig verstärkt Factorial seine Investitionen in Deutschland sowie in weiteren europäischen Märkten.

Factorial Finanzierung stärkt Europas KI Wachstum

Factorial erhält 150 Mio. US-Dollar in Series-D-Finanzierung und erreicht Bewertung von 2,5 Mrd. US-Dollar – eines der wertvollsten KI-Scale-ups Europas

General Catalyst führt das 150-Mio.-US-Dollar-Eigenkapitalinvestment an, übernimmt im Rahmen der Series-D-Runde erstmals einen direkten Anteil an Factorial und bewertet das Unternehmen mit über 2,5 Mrd. US-Dollar. Factorial wird damit zu einem der wertvollsten KI-Scale-ups Europas.

General Catalyst stellt gleichzeitig weitere 540 Mio. US-Dollar über seinen Customer Value Fund bereit, um Factorials Vertriebs- und Marketinginvestitionen ohne zusätzliche Verwässerung zu finanzieren. So kann das Unternehmen nachhaltig wachsen und zugleich Cash Burn vermeiden.

Die Finanzierung beschleunigt Factorials Wandel vom SaaS-Unternehmen zur KI-basierten Workforce-Operations-Plattform. Zudem wird der Ausbau in europäischen Märkten vertieft, wobei Deutschland besonders im Fokus steht.

Factorial, Europas führende KI-basierte Workforce-Operations-Plattform, gibt heute den Abschluss einer Series-D-Finanzierungsrunde über 150 Mio. US-Dollar bei einer Bewertung von 2,5 Mrd. US-Dollar bekannt. Damit zählt Factorial zu den wertvollsten spanischen und europäischen Scale-ups. Angeführt wird die Runde von General Catalyst, das erstmals direkt in Factorial investiert. Weitere Investoren sind unter anderem Atomico und Four Rivers. Parallel zur Eigenkapitalrunde baut General Catalyst sein bisheriges Engagement aus und stellt über den Customer Value Fund bis zu weitere 540 Mio. US-Dollar bereit. Damit steigt das insgesamt zugesagte Kapital auf über 700 Mio. US-Dollar und sichert Factorials Wachstum in den kommenden Jahren.

Factorial Finanzierung macht das Unternehmen zu einem Top Scale-up

Eines der wertvollsten Scale-ups Europas

Mit dieser Runde überschreitet Factorial die Bewertungsmarke von 2,5 Mrd. US-Dollar, überholt viele spanische Scale-ups und zählt nun zu den Top 20 innerhalb der Europäischen Union. Der Meilenstein spiegelt zehn Jahre starkes Wachstum, einen loyalen und zugleich wachsenden Kundenstamm von über 16.000 Unternehmen in mehr als 90 Ländern sowie eine Produktstrategie wider, die in wettbewerbsintensiven europäischen Märkten überzeugt. Factorial ist außerdem das einzige Unternehmen seiner Kategorie, dem eine erfolgreiche Internationalisierung über diese Märkte hinweg gelungen ist.

Jordi Romero, CEO und Co-Gründer von Factorial, sagt: „Vor zehn Jahren haben wir Factorial als SaaS-Unternehmen aufgebaut. Heute sind wir ein AI-first-Unternehmen, das Agenten für seine Kunden entwickelt – und das für über 16.000 Unternehmen. Wir haben das Produkt, die Architektur und die Art und Weise, wie unsere Kunden ihre Arbeit rund um KI-Agenten organisieren, neu ausgerichtet. Die Partnerschaft mit General Catalyst gibt uns die Überzeugung und das Kapital, diesen Neustart in ein kategoriedefinierendes Unternehmen zu übersetzen. Diese Runde schließt kein Kapitel. Sie eröffnet das Kapitel, auf das es ankommt.“

General Catalyst baut Beteiligung an Factorial aus

General Catalyst erwirbt erstmals direkten Anteil an Factorial

Das Eigenkapitalinvestment von General Catalyst markiert den ersten direkten Eigentumsanteil des Investors an Factorial, nachdem die Firma zuvor bereits über ihren Customer Value Fund mit Factorial verbunden war. Die starke Entwicklung der Unit Economics hat General Catalyst in seiner langfristigen Überzeugung von Factorial bestärkt. Dabei spielen Produktinnovation, finanzielle Disziplin sowie die europäische Marktführerschaft eine wichtige Rolle. Zudem fällt das Investment in eine Phase, in der Factorial sein Geschäftsmodell vom SaaS-Unternehmen zu einer menschenzentrierten KI-basierten Workforce-Operations-Plattform transformiert hat.

Pranav Singhvi, Partner bei General Catalyst, sagt: „Das nächste Jahrzehnt der Unternehmenssoftware wird den Unternehmen gehören, die sich rund um KI neu aufstellen – nicht denen, die KI nur ergänzend anbauen. Genau das tut Factorial. Und zwar mit einer Produktbreite sowie einem ambitionierten Wachstum auf Skalierungsebene, die weltweit selten sind. Deshalb vertiefen wir unsere Partnerschaft sowohl über Eigenkapital als auch über unseren Customer Value Fund.“

„Bei General Catalyst ist es unser Ziel, für die ambitioniertesten Unternehmen der Welt die erste und letzte Kapitalquelle zu sein. Factorial ist dafür das perfekte Beispiel“, ergänzt Hemant Taneja, CEO von General Catalyst.

Factorial Finanzierung unterstützt neue Wachstumsstrategie

Ein neues Wachstumsmodell: 700 Mio. US-Dollar über General Catalysts Customer Value Fund

Zusätzlich zur Eigenkapitalrunde stellt General Catalyst bis zu weitere 540 Mio. US-Dollar über seinen Customer Value Fund bereit. Damit steigt das insgesamt zugesagte Kapital auf über 700 Mio. US-Dollar und sichert Factorials Wachstum in den kommenden Jahren. In dieser Struktur sind die Renditen von General Catalyst ausschließlich an den durch diesen Mitteleinsatz geschaffenen Kundenwert gebunden. Gleichzeitig sind sie auf einen festen Betrag begrenzt. Dadurch erhält Factorial die finanzielle Schlagkraft für weiteres Wachstum in Europa und schont zugleich die Eigenkapitalbasis.

Factorial Finanzierung treibt die KI Plattform voran

Vom SaaS-Unternehmen zur KI-basierten Workforce-Operations-Plattform

Die Investition kommt in einem entscheidenden Moment der Produktentwicklung von Factorial. Nach zehn Jahren hat das Unternehmen sein Produkt rund um KI neu ausgerichtet. Statt einer festen Abfolge von Screens und Workflows entsteht eine agentengesteuerte Plattform, die die Richtlinien jedes Kunden lernt, ausführt und sich zugleich an Veränderungen anpasst.

Factorial One steht im Zentrum der Plattform

Im Zentrum dieser Architektur steht Factorial One, der einheitliche Workspace der Plattform. Ein Agent repräsentiert die Organisation und wendet die Richtlinien an, die ein Unternehmen über HR, Finance und IT hinweg definiert. Der andere Agent repräsentiert die Mitarbeitenden. Er erweitert deren Handlungsspielraum, macht relevante Informationen sichtbar und führt Aufgaben im Auftrag der jeweiligen Person aus.

Während viele Anbieter auf Hunderte oder Tausende spezialisierte Agenten setzen, verfolgt Factorial einen anderen Ansatz. Das Unternehmen geht davon aus, dass Firmen weniger Agenten, klarere Verantwortlichkeit und eine zentrale Grundlage für ihre Prozesse benötigen. Dadurch positioniert sich Factorial für einen deutlich größeren Anteil am Markt für Business-Operations-Software.

Factorial Finanzierung stärkt den Ausbau in Deutschland

Deutschland im Fokus – neues Münchner Büro und ambitionierter Marktausbau

Ein signifikanter Teil des neuen Kapitals wird in Deutschland eingesetzt, das Factorial als wichtigsten internationalen Wachstumsmarkt bezeichnet. Das Unternehmen eröffnet ein neues Büro in München, um seine Präsenz in Deutschland zu verankern sowie näher an Kunden, Partner und Talente heranzurücken.

In den nächsten zwölf Monaten wird Factorial in Deutschland stark einstellen, darunter in Sales, Customer Success, Product, Marketing und Engineering. Gleichzeitig will das Unternehmen weitere Marktanteile gewinnen. Deutschland zählt bereits heute zu Factorials am schnellsten wachsenden Kundenbasen. Zudem soll das neue Kapital die lokale Produktkompetenz stärken und den Ausbau des Teams beschleunigen.

„Deutschland ist unser wichtigster Markt in Europa – und er wurde zu lange nicht ausreichend bedient. Wir stellen unser Team, unser Kapital und unsere Produkt-Roadmap dahinter. München ist erst der Anfang“, sagt Jordi Romero, CEO und Co-Gründer von Factorial.

Über Deutschland hinaus wird Factorial sein Wachstum in Frankreich, Italien und Portugal weiter beschleunigen. Gleichzeitig baut das Unternehmen sein Team weltweit mit bis zu 50 Neueinstellungen pro Woche aus.

Bild l. Bernat Farrero, Gründer und Co-CEO / r. Jordi Romero, Gründer u. Co-CEO Bildcredits Factorial

Quelle Redgert

Mönchsfrucht Innovation treibt Wachstum bei Oatsome voran

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Mönchsfrucht Innovation treibt Oatsome Wachstum Gründer Tim Horn und Philipp Reif

Die Mönchsfrucht Innovation von Oatsome markiert den nächsten Schritt auf dem Wachstumskurs des Unternehmens. Gleichzeitig hat die Crowd-Kampagne das Finanzierungsziel bereits vorzeitig erreicht. Damit verbindet Oatsome Produktentwicklung und Wachstum auf besondere Weise. Zudem zeigt die Entwicklung, dass das Interesse an neuen Ernährungslösungen weiter steigt.

Mönchsfrucht Innovation stößt auf großes Interesse

Oatsome bringt Mönchsfrucht-Innovation in den Handel – Crowd-Kampagne bereits überzeichnet

Mit einer Produktinnovation auf Basis von Mönchsfrucht und einer bereits überzeichneten Crowd-Kampagne setzt Oatsome seinen Wachstumskurs fort. Das Frankfurter Unternehmen hat das ursprüngliche Finanzierungsziel von 500.000 Euro vorzeitig erreicht.

Dresden, 03. Juni 2026. Das Better-for-You-Food-Unternehmen Oatsome hat im Rahmen seiner Crowdinvesting-Kampagne auf OneCrowd das ursprünglich angestrebte Finanzierungsziel von 500.000 Euro bereits vorzeitig erreicht. Damit ist die Finanzierungsrunde offiziell überzeichnet. Investitionen sind noch bis zum 12. Juni 2026 möglich, und insgesamt kann bis zu einem maximalen Emissionsvolumen von 800.000 Euro investiert werden.

Die erfolgreiche Finanzierungsrunde unterstreicht das Interesse der Crowd an Unternehmen, die von langfristigen Ernährungstrends wie natürlicher Ernährung, Zuckerreduktion und funktionalen Lebensmitteln profitieren möchten. Gleichzeitig arbeitet Oatsome bereits an der nächsten Produktinnovation und treibt die Entwicklung weiterer Produkte voran.

Mönchsfrucht Innovation bringt neue Produktgeneration

Mönchsfrucht statt künstlicher Süße: Oatsome entwickelt nächste innovative Produktgeneration

Mit der neuen „Lovely Caramel Creme“ bringt Oatsome einen pflanzlichen Bio-Aufstrich auf den Markt, der nach Unternehmensangaben 84 Prozent weniger Zucker als vergleichbare Produkte enthält und dabei vollständig auf künstliche Süßungsmittel verzichtet. Möglich wird dies durch den Einsatz von Mönchsfrucht, einer in Europa bislang wenig verbreiteten natürlichen Zutat, deren Süßkraft deutlich über der von Zucker liegt. Die Markteinführung bei einer großen Drogeriekette in Deutschland und Österreich ist für Juli geplant.

„Mit Mönchsfrucht erschließen wir einen völlig neuen Weg der natürlichen Zuckerreduktion. Solche Innovationen benötigen Zeit, Entwicklungsaufwand und Investitionen. Die Unterstützung der Crowd ermöglicht es uns, genau diese Produkte in den Markt zu bringen“, so Tim Horn, Gründer von Oatsome.

Oatsome wächst und baut den Handel weiter aus

Wachstum während der laufenden Finanzierungsrunde

Auch während der Crowdinvesting-Kampagne konnte Oatsome wichtige Fortschritte erzielen. Dazu zählen unter anderem zusätzliche Handelslistungen, die erfolgreiche Einführung einer neuen Produktkategorie sowie die Ausweitung bestehender Produkte auf weitere Filialen großer Handelspartner. Zudem entwickelte sich Oatsome nach Unternehmensangaben im ersten Quartal 2026 profitabel und zweistellig wachsend.

Beteiligung an Oatsome noch bis Juni möglich

Beteiligung noch bis 12. Juni möglich

Privatanlegerinnen und Privatanleger können sich noch bis zum 12. Juni 2026 an Oatsome beteiligen. Angeboten wird eine nicht nachrangige digitale Anleihe in Form eines elektronischen Wertpapiers. Die Anleihe läuft bis zum 31.12.2028 und bietet einen festen Zinssatz von 8 Prozent p. a. mit jährlicher Ausschüttung.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit eines einmaligen erfolgsabhängigen Bonus von bis zu 30 Prozent der Investmentsumme. Die Höhe des Bonus orientiert sich an der Anzahl der von Oatsome erreichten Listungspunkte zum Stichtag 31. Dezember 2028. Ein Listungspunkt entsteht, wenn ein Produkt in einer Verkaufsstelle dauerhaft gelistet und verkauft wird. Vier Produkte in 2.000 Filialen entsprechen beispielsweise 8.000 Listungspunkten.

Bild Oatsome Gründer Tim Horn und Philipp Reif Bildcredits Oatsaome

Quelle OneCrowd GmbH

Inno KI erreicht 1 Million Euro ARR ohne Investoren

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KI Startup Inno KI erreicht 1 Million Euro ohne Investoren Maurice Brumund, Co-Founder und CEO (Copyright: moin media)

Die Inno KI GmbH aus Vechta hat innerhalb von zwei Jahren die Marke von einer Million Euro ARR erreicht. Gleichzeitig investiert das Unternehmen konsequent in den Ausbau seiner Plattform innoGPT und setzt auf nachhaltiges Wachstum. Zudem zeigt die Entwicklung, dass profitables Wachstum auch ohne Risikokapital möglich ist.

KI Startup Inno KI erreicht wichtigen Meilenstein

KI Startup Inno KI erreicht 1 Million Euro Annual Recurring Revenue – ohne einen einzigen Investor

Zwei Jahre nach der Gründung erreicht die Inno KI GmbH aus Vechta im Mai 2026 die Marke von einer Million Euro Annual Recurring Revenue (ARR). Dieser Meilenstein wurde aus eigenem Startkapital und ohne externe Investoren oder weiteres Wachstumskapital aufgebaut. Einnahmen aus KI-Consulting und Schulungen fließen in die Weiterentwicklung der KI-Plattform innoGPT, die derzeit mit rund 30 Prozent pro Monat wächst. Gleichzeitig zeigt das Unternehmen, dass profitables Wachstum im deutschen KI-Markt auch ohne Risikokapital möglich ist.

Maurice Brumund, Geschäftsführer der Inno KI GmbH sagt dazu: „Wir hätten Geld aufnehmen können, haben aber jedes Mal abgelehnt. Der Großteil der wachstumsstarken KI-Startups sind venture-finanziert und auf externe Kapitalgeber angewiesen. Allerdings haben diese Unternehmen fast immer einen Exit im Hinterkopf. Wir nicht. Deshalb sind wir der stabilere Partner für Kunden, die sich langfristig auf ihr KI-Tool verlassen wollen.“

KI Startup Inno KI setzt auf Unabhängigkeit

Bewusste Entscheidung gegen Wachstumskapital

Der Verzicht auf externe Kapitalgeber sichert die unternehmerische Unabhängigkeit von Quartalsvorgaben externer Geldgeber und schafft zugleich den Spielraum, Entscheidungen im Sinne der Kunden zu treffen. Als Beispiel nennt Brumund das „Change-Management“, das inzwischen Teil des operativen Angebots ist. „Das haben wir anfangs unterschätzt: KI einzuführen heißt, Arbeitsweisen zu verändern. Deshalb ist diese Begleitung heute ein fester Bestandteil unserer Leistung.“

innoGPT treibt das Wachstum voran

innoGPT bündelt alle führenden KI-Modelle, darunter OpenAI, Anthropic, Google, Meta und Mistral, auf einer DSGVO-konformen Plattform mit Serverstandort in Deutschland. Über 1.000 Unternehmen und mehr als 600 Professionals nutzen die Plattform täglich. Dazu zählen Kunden wie Böckmann Fahrzeugwerke, GC Gruppe, Hansa-Flex, PwC und paneuropa.

Bild Maurice Brumund, Co-Founder und CEO (Copyright: moin media)

Quelle comcepta GmbH

TECH 2026 bringt Europas digitale Zukunft nach Heilbronn

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TECH 2026 setzt Zeichen für Europas Zukunft Presserundgang mit Brigl, Häussermann, Bayer-Schiller, Andrea Wasmuth, Dale Rickert, Strobl, Harry Mergel, Gerd Chrzanowski, Petra Olschowski, Christian Müller und Cem Özdemir

Die TECH 2026 hat Heilbronn erneut zum Treffpunkt für Wirtschaft, Politik und Technologie gemacht. Mehr als 2.000 Teilnehmende diskutierten über digitale Souveränität, Innovation und Europas Zukunft. Gleichzeitig entstanden neue Partnerschaften, und zudem wurden wichtige Projekte für die digitale Entwicklung Europas angestoßen. Damit setzte die Veranstaltung ein starkes Zeichen für Zusammenarbeit, Innovation und Europas Zukunft.

TECH 2026 bringt Europa zusammen und fördert Austausch

TECH 2026 setzt Zeichen für Europas digitale Souveränität – Deutschland und Estland schließen Innovationspartnerschaft

Mehr als 2.000 Teilnehmer und über 300 Redner diskutierten Europas digitale Zukunft in Heilbronn

Deutschland und Estland schließen Innovationspartnerschaft für schnellere digitale Verwaltung

Neue Formate und Themenbereiche fördern gezielt Austausch, Innovation und Vernetzung innerhalb der TECH Community

Die TECH 2026 ist nach drei Tagen intensiven Austauschs, eines umfangreichen Bühnenprogramms und zahlreicher hochkarätiger Begegnungen erfolgreich zu Ende gegangen. Vom 31. Mai bis zum 2. Juni brachte die Veranstaltung unter dem Motto „We believe in Europe, Do you?“ mehr als 2.000 Besucher zusammen. Auf vier Bühnen sprachen über 300 Redner – darunter 75 CEOs, knapp 100 C Level Manager und 40 Gründer.

TECH 2026 stärkt Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Estland

Politische Impulse und internationale Zusammenarbeit

In diesem Jahr setzte die TECH einen besonderen Schwerpunkt auf den Schulterschluss zwischen Technologie, Wirtschaft und Politik. Hochrangige Vertreter aus Deutschland und Europa nutzten die Plattform, um konkrete Initiativen zur digitalen Transformation voranzutreiben und neue Partnerschaften anzustoßen.

Im Rahmen der Veranstaltung unterzeichneten Karsten Wildberger, Minister für Digitales und Staatsmodernisierung, und seine estnische Amtskollegin Liisa-Ly Pakosta eine Innovationspartnerschaft. Ziel ist es, die digitale Zusammenarbeit beider Länder zu vertiefen sowie Verwaltungsleistungen effizienter, sicherer und bürgerfreundlicher zu gestalten. Dadurch soll der digitale Wandel in Deutschland und Estland schneller vorankommen.

Ein weiterer politischer Höhepunkt war der Besuch des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Cem Özdemir. In seiner Ansprache skizzierte er, wie Deutschland seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit stärken kann und zugleich seine Innovationskraft in den kommenden Jahren weiter ausbauen sollte.

Andrea Wasmuth, CEO der Handelsblatt Media Group resümiert: „Wir wollten mit der TECH einen Ort schaffen, an dem Ideen nicht nur entstehen, sondern sich auch entfalten können. Dass wir bereits zum zweiten Mal erleben, wie aus ersten Gesprächen konkrete Umsetzungen werden, zeigt, welches Potenzial in diesem Format liegt. Für mich ist genau das der Kern: offen sein, Neues zulassen, Verbindungen schaffen und die Zukunft aktiv gestalten. Mein besonderer Dank gilt allen, die diese besondere Atmosphäre auf, vor und hinter den Bühnen möglich gemacht haben.“

TECH 2026 rückt Zukunftstechnologien in den Fokus

Fokus auf zentrale Zukunftstechnologien

Das Konferenzprogramm der TECH 2026 bündelte zentrale Zukunftsthemen. Dazu gehörten Künstliche Intelligenz, europäische Souveränität, Sicherheit und Verteidigung, Robotics, SpaceTech sowie DeepTech. Zu den Redner zählten CEOs führender deutscher und europäischer Unternehmen, Akademiker und Politiker sowie Gründer von Start-ups und Unicorns, darunter:

Donya Florence Amer – CIO und CHRO, Hapag Lloyd

Anna Maria Braun – CEO, B. Braun

Gerd Chrzanowski – General Partner, Schwarz Gruppe

Gernot Döllner – CEO, Audi

Aidan Gomez – Co-Gründer und CEO, Cohere

Timotheus Höttges – CEO, Deutsche Telekom

Max Junestrand – CEO, Legora

Stefan Paul – CEO, Kuehne + Nagel International

David Reger – Gründer und CEO, Neura Robotics

Robin Rombach – Gründer und CEO, Black Forest Labs

Hauke Stars – Mitglied des Vorstands für IT und Digitalisierung, Volkswagen Gruppe

Weitere Höhepunkte auf der Bühne waren das Roboter-Dance-Battle zwischen Mensch und Maschine, die SWR Big Band sowie der Cyborg-Künstler Neil Harbisson.

„Auf der TECH verbinden wir die Menschen miteinander, die Europa voranbringen wollen. Auf der Bühne stellen wir die Fragen, die jetzt zählen. Was die TECH für mich besonders macht: Es bleibt nicht bei der Diskussion über Antworten, sondern aus den Gesprächen entstehen im Anschluss schon die ersten Projekte“, sagt Larissa Holzki, Editorial Head der TECH.

TECH 2026 schafft Raum für Vernetzung und neue Ideen

Rahmenprogramm und Themenhäuser

Neben dem Bühnenprogramm bot die TECH 2026 zahlreiche Möglichkeiten zum Networking und zugleich zum Austausch innerhalb der TECH Community. Ein besonderes Highlight war das „THE LÄND“-Riesenrad, das als exklusiver und zugleich intimer Meetingbereich genutzt wurde. Bereits beim Betreten des Geländes begrüßte die Teilnehmenden die HyImpulse SR75 Rakete, die vor dem Eingang ausgestellt war.

Erstmals wurden in diesem Jahr zwei neue thematische Bereiche geschaffen: das House of Defense und das House of Startups. Neben einer eigenen Bühne bot das House of Defense auch Präsentationsflächen für Aussteller aus den Bereichen Sicherheit und Verteidigung. Im House of Startups – organisiert von den Campus Founders – kamen Gründer und Investor zusammen, um sich zu vernetzen sowie neue Kooperationen anzustoßen.

Im TECH Forum präsentierten unter anderem die Initiatoren der TECH – die Boston Consulting Group, SAP und UniCredit – ihre Innovationen und Lösungen hautnah. Als strategischer Partner begleitet Christ & Company die TECH und trägt mit seiner Expertise aktiv zum Netzwerk sowie zur Weiterentwicklung zentraler Themen bei.

TECH 2026 setzt Zeichen für Europas Zukunft Theresienwiese Heilbronn Germany
TECH Conference 2026, May 31 – June 2, 2026, Theresienwiese, Heilbronn, Germany

TECH 2026 zeigt Lösungen für digitale Souveränität

Einblicke in digitale Souveränität

Das House of Schwarz Digits gewährte exklusive Einblicke in die Technologie- und Digitalstrategie eines der größten Handelsunternehmen weltweit. Im Fokus standen maßgeschneiderte Lösungen aus den Bereichen Cloud, Cybersecurity, Data & AI, Communication und Workspace.

„Die diesjährige TECH hat eindrucksvoll bewiesen, dass Europa im globalen Technologierennen längst die Defensive verlassen hat. Das enorme Interesse an souveränen IT- und KI-Lösungen zeigt: Digitale Unabhängigkeit ist der zentrale Treiber für die Zukunft unserer Wirtschaft. Wer hier auf der TECH dabei war, hat gespürt, dass wir die digitale Zukunft selbstbestimmt gestalten werden“, betont Rolf Schumann, Co-CEO von Schwarz Digits auf der TECH.

Christian Müller, Co-CEO von Schwarz Digits hebt auf der TECH hervor: „Echte Innovation entsteht nicht im Silo, sondern durch mutige Zusammenarbeit. Die TECH hat erneut die wichtigsten Entscheider zusammengebracht, um digitale Souveränität von der Theorie in die Praxis zu bringen. Dieser Austausch bildet die Basis für starke Partnerschaften und zugleich für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Nur gemeinsam können wir die technologische Spitzenleistung entwickeln, die Europa braucht, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben.“

TECH Community trifft sich 2027 erneut in Heilbronn

Im kommenden Jahr wird sich die TECH Community erneut in Heilbronn versammeln. Die dritte Ausgabe der Technology Experience Convention Heilbronn findet vom 6. bis 8. Juni 2027 auf der Theresienwiese statt.

Titelbild: Presserundgang mit Brigl, Häussermann, Bayer-Schiller, Andrea Wasmuth, Dale Rickert, Strobl, Harry Mergel, Gerd Chrzanowski, Petra Olschowski, Christian Müller und Cem Özdemir Bildcredits TECH by HANDELSBLATT MEDIA GROUP GmbH

Quelle TECH by HANDELSBLATT MEDIA GROUP GmbH

Frauen gründen in Deutschland immer häufiger und CoCo begleitet den Trend

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Frauen gründen in Deutschland immer häufiger Foto (v.l.n.r.) Kerstin Rücker, Gabriele Möhlke Vorstandsvorsitzende Berufswege für Frauen & Social Business Woman e.V., Prof. Mohamed Yunus, Friedensnobelpreisträger.

Frauen gründen in Deutschland immer häufiger, und der KfW-Gründungsmonitor 2026 bestätigt diese Entwicklung. Gleichzeitig zeigt das Programm CoCo – Frauen gründen, wie gezielte Unterstützung Frauen auf dem Weg in die Selbständigkeit begleitet. Zudem machen die aktuellen Zahlen deutlich, dass das Interesse an einer eigenen Gründung weiter wächst.

Immer mehr Frauen gründen in Deutschland

KfW-Gründungsmonitor 2026: Immer mehr Frauen gründen in Deutschland

BerufsWege für Frauen & Social Business Women e.V. begleitet mit CoCo bereits 708 Frauen erfolgreich in die Selbständigkeit

Die aktuellen Ergebnisse des KfW-Gründungsmonitors 2026 bestätigen einen Trend, den das bundesweite Gründungsprogramm CoCo – Frauen gründen seit Jahren beobachtet: Immer mehr Frauen interessieren sich für den Weg in die Selbständigkeit. Seit Programmstart haben sich 1.745 Frauen für CoCo beworben, 1.193 Teilnehmerinnen wurden begleitet und bereits 708 Gründungen erfolgreich umgesetzt. Das von BerufsWege für Frauen & Social Business Women e.V. gemeinsam mit Unterstützung der KfW Stiftung durchgeführte Programm zeigt, wie gezielte Gründungsförderung weibliches Unternehmertum nachhaltig stärkt.

Frauen wollen gründen wenn die Rahmenbedingungen stimmen

Mit rund 690.000 Existenzgründungen im Jahr 2025 verzeichnet Deutschland laut KfW-Gründungsmonitor einen deutlichen Anstieg des Gründungsgeschehens. Besonders Frauen entdecken die Selbständigkeit zunehmend als attraktive berufliche Perspektive. Flexible Arbeitsmodelle, digitale Geschäftsmodelle und der Wunsch nach mehr Selbstbestimmung schaffen neue Chancen für unternehmerisches Handeln.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch bei CoCo wider. Die Nachfrage wächst kontinuierlich:

Pilotdurchgang: 374 Bewerbungen, 259 Teilnehmerinnen, 155 Gründungen

Jahrgang 2024/2025: 537 Bewerbungen, 426 Teilnehmerinnen, 220 Gründungen

Aktueller Jahrgang: 834 Bewerbungen, 508 Teilnehmerinnen, 333 Gründungen

Insgesamt wurden bereits 708 Gründungen erfolgreich begleitet.

Warum spezielle Gründungsförderung für Frauen wichtig bleibt

Trotz positiver Entwicklungen sind Frauen in der deutschen Gründungslandschaft weiterhin unterrepräsentiert. Viele Gründerinnen stoßen auf Hürden wie fehlenden Zugang zu Kapital, eingeschränkte Netzwerke oder die Herausforderung, Selbständigkeit mit Care-Arbeit und familiären Verpflichtungen zu vereinbaren.

CoCo setzt genau hier an. Das digitale Programm begleitet Frauen über zwölf Monate hinweg von der ersten Geschäftsidee bis zur tragfähigen Gründung und ermöglicht eine Teilnahme unabhängig von Wohnort, Lebenssituation oder beruflichem Hintergrund.

Bundesweit digital und praxisnah

Ein besonderer Erfolgsfaktor von CoCo ist die bundesweite und digitale Ausrichtung. Insbesondere Frauen aus strukturschwachen Regionen erhalten dadurch Zugang zu Wissen, Coaching und unternehmerischen Netzwerken.

„Die steigenden Bewerbungszahlen zeigen deutlich, dass Frauen gründen wollen. Was häufig fehlt, sind Zugang zu Wissen, Netzwerken und die passende Begleitung. Genau hier setzt CoCo an. Wir schaffen Rahmenbedingungen, die es Frauen ermöglichen, ihre Ideen erfolgreich in die Umsetzung zu bringen“, erklärt Hannah Radloff, Projektleiterin von CoCo – Frauen gründen.

Die Geschäftsideen der Teilnehmerinnen spiegeln aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wider. Besonders häufig gründen Frauen in den Bereichen Bildung, E-Commerce, Gesundheit und Pflege, soziale Unternehmen, Konsumgüter, Gastronomie sowie digitale und KI-gestützte Dienstleistungen.

Unternehmerinnen als Zukunftsfaktor

Die Ergebnisse des KfW-Gründungsmonitors und die Entwicklung von CoCo verdeutlichen das große wirtschaftliche Potenzial weiblichen Unternehmertums. Werden bestehende Hürden abgebaut und passende Unterstützungsangebote geschaffen, entstehen neue Unternehmen, innovative Geschäftsmodelle und nachhaltige Impulse für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Über CoCo Frauen gründen

CoCo – Frauen gründen ist ein bundesweites digitales Gründungsprogramm von BerufsWege für Frauen & Social Business Women e.V. Das durch die KfW Stiftung geförderte Programm begleitet Frauen zwölf Monate lang auf ihrem Weg in die Selbständigkeit. Die Trägerorganisation engagiert sich seit 1989 in der beruflichen Frauenförderung. Das Projektteam, bestehend aus 12 Mitarbeiterinnen wird unterstützt von mehr als 40 Referentinnen sowie über 35 Gründungscoaches. Schirmherr des Programms ist Friedensnobelpreisträger Prof. Muhammad Yunus.

Bild Foto (v.l.n.r.) Kerstin Rücker, Gabriele Möhlke Vorstandsvorsitzende Berufswege für Frauen & Social Business Woman e.V., Prof. Mohamed Yunus, Friedensnobelpreisträger.

Quelle BerufsWege für Frauen & Social Business Women e.V.

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