Donnerstag, Juni 4, 2026
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Pitch Deck 2026: Inhalte, Struktur und Investor Readiness

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Pitch Deck 2026: Welche Inhalte Investoren 2026 erwarten und warum Profitabilität, KI-Moat und Unit Economics entscheidend sind.

Key Takeaways

  • Die Anforderungen an Startup-Präsentationen haben sich verschärft; Investoren erwarten belastbare Geschäftsmodelle und realistische Finanzierungspläne.
  • Ein modernes Pitch Deck 2026 muss sich auf Unit Economics, Burn Rate und den Path to Profitability konzentrieren.
  • Regulatorische Faktoren wie ESG-Kriterien und der AI Act gewinnen an Bedeutung für die Due Diligence.
  • Ein professionelles Pitch Deck 2026 sollte klare Marktanalysen und nachvollziehbare Umsatzprognosen enthalten.
  • Investoren achten auf technologische Defensibility, insbesondere bei KI-Startups, um langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Die Anforderungen an Startup-Präsentationen haben sich deutlich verändert. In einem Umfeld aus höheren Zinsen, vorsichtiger Kapitalvergabe und wachsendem Fokus auf Profitabilität erwarten Investoren heute belastbare Geschäftsmodelle statt reiner Wachstumsvisionen. Ein modernes Pitch Deck 2026 dient deshalb nicht mehr nur der Unternehmenspräsentation. Es wird zum strategischen Dokument für Investor Readiness.

Besonders in frühen Finanzierungsrunden prüfen Kapitalgeber deutlich genauer, ob ein Startup wirtschaftlich tragfähig werden kann. Themen wie Unit Economics, Burn Rate und Runway stehen häufig früher im Mittelpunkt als Produktdetails oder Designfragen.

Auch regulatorische Entwicklungen beeinflussen die Bewertung. ESG-Kriterien, Datenschutz und der europäische AI Act gehören inzwischen in vielen Branchen zur Standardprüfung während der Due Diligence. Gleichzeitig gewinnt die Frage nach technologischer Defensibility an Bedeutung. Gerade KI-Startups müssen erklären, warum ihr Geschäftsmodell langfristig verteidigbar bleibt.

Pitch Deck 2026: Was Investoren heute erwarten

Die Zeit des „Growth at all Costs“ gilt in vielen Bereichen als beendet. Investoren achten stärker auf operative Effizienz und den sogenannten Path to Profitability. Ein professionelles Pitch Deck 2026 muss deshalb nachvollziehbar erklären, wann ein Unternehmen profitabel arbeiten kann und wie hoch der Kapitalbedarf bis zu diesem Punkt ausfällt.

Besonders relevant sind heute folgende Faktoren:

  • belastbare Unit Economics
  • realistischer Kapitalbedarf
  • klare Marktsegmentierung
  • nachweisbare Nachfrage
  • operative Skalierbarkeit
  • erfahrene Gründerteams

Im Fokus stehen vor allem Kennzahlen wie CAC, Churn Rate und Customer Lifetime Value. Viele Fonds erwarten bereits in frühen Phasen erste Daten aus Pilotprojekten oder Testmärkten. Letter of Intents und zahlende Pilotkunden gewinnen ebenfalls an Bedeutung.

Zudem prüfen Investoren die Burn Rate deutlich kritischer als noch vor einigen Jahren. Entscheidend ist, wie lange die vorhandene Finanzierung reicht und welche Meilensteine innerhalb dieser Zeit erreichbar sind. Der verfügbare Runway gilt deshalb häufig als zentrale Kennzahl in Seed-Runden.

Auch das Team-Slide hat sich verändert. Akademische Titel allein reichen selten aus. Entscheidend ist der Founder-Market-Fit. Investoren möchten erkennen, warum genau dieses Team das Problem besser lösen kann als andere Marktteilnehmer.

Im Bereich künstliche Intelligenz achten Kapitalgeber außerdem auf den technologischen Burggraben. Ein überzeugendes Pitch Deck 2026 sollte klar darstellen, ob das Unternehmen lediglich bestehende Large Language Models integriert oder über proprietäre Daten, eigene Modelle oder besondere Infrastruktur verfügt. Genau diese Defensibility entscheidet häufig über langfristige Wettbewerbsvorteile.

Pitch Deck 2026: Aufbau und Struktur der Präsentation

Der grundsätzliche Aufbau eines Startup-Decks bleibt erhalten. Allerdings hat sich die Gewichtung einzelner Inhalte verschoben. Ein professionelles Pitch Deck 2026 konzentriert sich stärker auf wirtschaftliche Tragfähigkeit und Marktvalidierung.

Der Industriestandard umfasst meist zehn bis fünfzehn Folien. Häufig orientieren sich Gründer an etablierten VC-Modellen aus den USA, passen diese jedoch an die aktuellen Anforderungen europäischer Investoren an.

Wichtige Bestandteile sind:

  1. Problem und wirtschaftlicher Schmerz
  2. Lösung und Produkt
  3. Marktpotenzial
  4. Geschäftsmodell
  5. Wettbewerb und Defensibility
  6. Go-to-Market-Strategie
  7. Traktion und Kennzahlen
  8. Team und Founder-Market-Fit
  9. Finanzplanung
  10. Kapitalbedarf und Mittelverwendung

Besonders wichtig ist die Frage „Why Now?“. Investoren erwarten eine klare Erklärung, warum gerade jetzt ein günstiger Zeitpunkt für das Geschäftsmodell besteht. Das kann durch regulatorische Veränderungen, technologische Entwicklungen oder Marktverschiebungen begründet werden.

Auch die Marktanalyse verändert sich. Statt unrealistisch großer Milliardenmärkte achten viele Kapitalgeber inzwischen stärker auf den tatsächlich erreichbaren SOM, also den Serviceable Obtainable Market. Ein kleiner, klar definierter Markt wirkt oft glaubwürdiger als überdimensionierte Globalprognosen.

Die Finanzplanung erhält ebenfalls deutlich mehr Aufmerksamkeit. Umsatzannahmen müssen nachvollziehbar sein und zu den vorhandenen Ressourcen passen. Ein gutes Pitch Deck 2026 zeigt deshalb nicht nur Wachstumsziele, sondern auch Kostenstruktur, Margenentwicklung und Liquiditätsplanung.

Visuell dominieren klare und reduzierte Designs. Überladene Animationen oder dekorative Grafiken verlieren an Bedeutung. Gleichzeitig erwarten Investoren professionelle Datenvisualisierungen, sofern diese einen echten Informationswert bieten.

Pitch Deck 2026: Häufige Fehler und neue Risiken

Viele Startup-Präsentationen scheitern weiterhin an denselben Schwächen. Besonders kritisch wirken unrealistische Wachstumsannahmen oder fehlende Marktvalidierung. Ein überzeugendes Pitch Deck 2026 benötigt belastbare Daten statt allgemeiner Visionen.

Häufig problematisch sind:

  • unpräzise Marktdefinitionen
  • fehlende Wettbewerbsanalyse
  • zu optimistische Umsatzprognosen
  • fehlende Angaben zu Burn Rate und Runway
  • unklare Eigentümerstrukturen
  • fehlende regulatorische Einordnung

Vor allem im KI-Bereich reagieren Investoren sensibel auf austauschbare Geschäftsmodelle. Viele Startups basieren technisch auf denselben externen Modellen und APIs. Ohne proprietäre Datenbasis oder klar erkennbare Defensibility sinkt die Wahrscheinlichkeit für langfristige Wettbewerbsvorteile erheblich.

Auch regulatorische Risiken spielen eine größere Rolle. Der europäische AI Act sowie strengere ESG-Vorgaben beeinflussen inzwischen zahlreiche Finanzierungsentscheidungen. Ein professionelles Pitch Deck 2026 sollte deshalb zeigen, wie Datenschutz, Compliance und Nachhaltigkeitsanforderungen umgesetzt werden.

Zudem prüfen Kapitalgeber Geschäftsmodelle heute deutlich genauer als noch vor wenigen Jahren. Besonders im Venture-Capital-Umfeld stehen operative Stabilität und effizientes Wachstum im Vordergrund. Ein modernes Pitch Deck 2026 muss daher nachvollziehbar erklären, wie Wachstum finanziert werden soll und wann ein Unternehmen unabhängig von externem Kapital arbeiten kann.

Fazit

Die Anforderungen an Startup-Präsentationen sind 2026 deutlich anspruchsvoller geworden. Investoren erwarten keine reinen Zukunftsvisionen mehr, sondern belastbare Geschäftsmodelle mit realistischer Finanzplanung und klarer Marktvalidierung.

Profitabilität, Defensibility und operative Effizienz stehen im Mittelpunkt vieler Finanzierungsrunden. Besonders wichtig bleiben transparente Kennzahlen, ein plausibler Path to Profitability und nachvollziehbare Wettbewerbsvorteile.

Ein Pitchdeck ist 2026 deshalb kein reines Design-Projekt mehr. Es ist ein strategisches Dokument zur Bewertung der Investitionsreife eines Unternehmens.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – DC Studio

INDIA DESK Germany offiziell in Berlin gestartet

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INDIA DESK Germany stärkt Markteintritt INDIA DESK Germany Launch GIIC NLND Launch Group Photo Berlin 06May2026

Neue Plattform stärkt deutsch-indische Innovationszusammenarbeit und Markteintritt in Deutschland

Initiative von GIIC und NLND Berlin, unterstützt von Berlin Partner, bietet indischen Startups, Scale-ups und innovationsgetriebenen Unternehmen strukturierten Zugang zum deutschen Markt und zum Berliner Innovationsökosystem

Der GIIC e.V. German Indian Innovation Corridor und NLND Berlin haben heute mit Unterstützung von Berlin Partner offiziell INDIA DESK Germany in Berlin gestartet. Die neue Plattform soll indische Startups, Scale-ups und innovationsgetriebene Unternehmen beim Markteintritt in Deutschland unterstützen und ihnen Zugang zu physischer Ansiedlungsinfrastruktur, strukturierten Markteintrittsprogrammen, Prototyping-Möglichkeiten sowie zum Berliner Innovationsökosystem bieten.

Der Launch fand bei NLND Neuland, Neuköllnische Allee 80, 12057 Berlin, statt und brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Industrie, Innovationsökosystemen, Unternehmen und grenzüberschreitenden Netzwerken zusammen.

Strukturierter Zugang zum deutschen und europäischen Markt

INDIA DESK Germany schafft einen strukturierten Einstiegspunkt für indische Unternehmen, die den deutschen und europäischen Markt erschließen, validieren und skalieren möchten. Die Plattform verbindet die physische Innovationsinfrastruktur von NLND Berlin, die kuratierte Pipeline aus Indien und die Markteintrittsprogramme von GIIC sowie die Unterstützung von Berlin Partner in den Bereichen öffentliche Wirtschaftsförderung, Ansiedlung, Fachkräftegewinnung, Workforce Integration sowie Zugang zu öffentlichen Förder- und Finanzierungsinstrumenten.

Hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft beim Launch

Die offizielle Eröffnung umfasste Redebeiträge von Franziska Giffey, Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin für Wirtschaft, Abhishek Dubey, Deputy Chief of Mission, Embassy of India sowie Dr. Jochen Neumeyer, stellvertretender Leiter des Referats Indien, Bhutan, Regionalorganisationen Südasien im Auswärtigen Amt.

Vorgestellt wurde INDIA DESK Germany von Martin Eyerer, General Lead NLND und CEO von Green City Development Berlin, Jobst Schumacher, Manager Strategic Projects and Public Affairs bei Philip Morris GmbH (PMI) und Siddharth Bhasin, Managing Director, GIIC e.V. German Indian Innovation Corridor.

Fokus auf Innovationszusammenarbeit und industrielle Transformation

Im Rahmen einer Paneldiskussion wurden Chancen der deutsch-indischen Innovationszusammenarbeit, industrielle Transformation, Markteintrittsstrategien sowie Partnerschaften zwischen Startups und etablierten Unternehmen diskutiert. An der Diskussion nahmen Upen Barve, GIIC, Martin Eyerer, NLND, Dr. Stefan Franzke, CEO Berlin Partner, und Dr. Şilan Hun, Head of Startup Partnering bei Siemens Mobility, teil. Die Schlussworte hielten Jan Lachenmayer, Chair of the Executive Board GIIC, und Jobst Schumacher, PMI.

„INDIA DESK Berlin ist mehr als eine Launch-Plattform – es ist eine langfristige Brücke für bilaterale Geschäftsbeziehungen, Handel und Innovation zwischen Indien und Deutschland. Unser Ziel ist es, INDIA DESK Berlin zur ersten Anlaufstelle für indische Unternehmen zu machen, die in den deutschen Markt eintreten möchten – ebenso wie für deutsche Unternehmen und Institutionen, die eine substanzielle Zusammenarbeit mit Indiens Innovationsökosystem suchen.“

Siddharth Bhasin, GIIC e.V. German Indian Innovation Corridor

„Indien ist aktuell eine der größten Chancen für Deutschland und kann in den kommenden Jahren zu einem entscheidenden strategischen Partner werden. Nach meiner Teilnahme an der Delegationsreise von Berlin Partner nach Indien im vergangenen Jahr wurde mir schnell klar, dass NLND perfekt als Landing Pad für Unternehmen und Talente positioniert ist, die sich zwischen Europa und Indien bewegen. GIIC ist dafür der richtige Partner: Unser Campus-Angebot und unsere physische Infrastruktur ergänzen ihr starkes Industrie- und Innovationsnetzwerk ideal.“

Martin Eyerer, General Lead NLND und CEO GCD Berlin

Drei Ebenen für erfolgreichen Markteintritt

Das Angebot von INDIA DESK Germany basiert auf drei zentralen Ebenen. Die Soft-Landing-Ebene umfasst Arbeitsflächen, Onboarding, erste Unterstützung bei der Geschäftsentwicklung sowie gezielte Orientierung im Berliner Ökosystem. Die Markteintrittsebene bietet ein einmonatiges, strukturiertes Kohortenprogramm mit Zugang zu Unternehmen, Partnern und Pilotmöglichkeiten. Die Prototyping- und Build-Ebene eröffnet Zugang zu Makerspace-Angeboten, Laboren und Pilotentwicklungen bei NLND Berlin.

Gemeinsam sollen diese Ebenen Unternehmen dabei unterstützen, den Weg von der Ankunft in Deutschland bis zur ersten Marktdynamik zu gehen. Von der Ansiedlung über Prototyping und Partnerzugang bis hin zu Pilotprojekten und Marktvalidierung.

Ausbau der deutsch-indischen Innovationszusammenarbeit geplant

Nach dem offiziellen Launch wird INDIA DESK Germany indische Unternehmen, Corporate-Partner, Ökosystemakteure und institutionelle Partner ansprechen, die an Markteintritt, Pilotentwicklung und deutsch-indischer Innovationszusammenarbeit interessiert sind.

Bild INDIA DESK Germany Launch GIIC NLND Launch Group Photo Berlin 06May2026

Quelle GIIC e.V. German Indian Innovation Corridor

Mannheimer Team baut europäische Alternative zu US-Videoplattformen

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alugha erhält Forschungszulage für Videoplattform Bernd Korz CEO at alugha

Bund fördert deutsche Videotechnologie: Rund eine Million Euro Forschungszulage für alugha

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert die Mannheimer alugha GmbH mit einer Forschungszulage von rund einer Million Euro. Anerkannt wurden die Arbeiten an einer mehrsprachigen Videoplattform, die Videotranskription, Übersetzung, Stimmenklonung, Emotionsübertragung und Postproduktion in einem automatisierten Prozess bündelt – und Unternehmen damit eine souveräne europäische Alternative zu US-Anbietern liefert. Das Entwicklungsvorhaben läuft seit Januar 2020 und soll bis Oktober 2026 abgeschlossen sein. Das Prüfverfahren nach dem Forschungszulagengesetz bestätigte förderfähige Aufwendungen in Höhe von insgesamt 4,74 Millionen Euro.

Eine europäische Antwort auf die Dominanz der US-Plattformen

Während international vor allem US-Anbieter den Markt für professionelle Videotechnologie prägen, entsteht in Mannheim seit mehreren Jahren eine europäische Alternative. alugha bündelt in einer einzigen Plattform, wofür Unternehmen bislang mehrere, meist amerikanische Dienstleister einsetzen mussten. Videos werden in beliebige Sprachen übersetzt, mit authentisch klingenden Stimmen neu vertont und lippensynchron angepasst – in einem durchgängigen, automatisierten Prozess und innerhalb von Sekunden. Anders als bei Angeboten von Google, Amazon oder spezialisierten US-Dienstleistern verlassen die Daten dabei Europa nicht.

Für Unternehmen in regulierten Branchen – von Finanzdienstleistern über die Industrie bis zum Gesundheitswesen – ist das weit mehr als eine Komfortfrage. Wer Schulungs-, Produkt- oder Kundenvideos in mehreren Sprachen anbieten will, steht heute regelmäßig vor der Wahl: entweder die Kontrolle über Inhalte und Daten an außereuropäische Anbieter abgeben oder auf Reichweite verzichten. alugha zeigt, dass dieser Widerspruch auflösbar ist.

Minuten statt Stunden, bei rund 90 Prozent geringeren Kosten

Der wirtschaftliche Nutzen ist für Anwender unmittelbar greifbar. Produktionszeiten für mehrsprachige Videos, die bislang Stunden oder Tage in Anspruch nahmen, verkürzen sich auf wenige Minuten. Aufwendige Synchronstudios, externe Übersetzungsdienstleister und manuelle Nachbearbeitung entfallen weitgehend. Nach Unternehmensangaben reduzieren sich die Produktionskosten dadurch um rund 90 Prozent. Datenhoheit, Urheberrechte und der einheitliche Markenauftritt bleiben dabei unter europäischer Kontrolle – ein Aspekt, der angesichts des EU AI Act und verschärfter regulatorischer Anforderungen an den Umgang mit Unternehmensdaten zunehmend geschäftsentscheidend wird. Zumal der Datenabfluss in die USA – wie die letzten Nachrichtenanlässe rund um Google, Microsoft, Perplexity, OpenAI und Anthropic zeigen – mehr und mehr zum geopolitischen Problem wird.

Ambitionierte Agenda für den Technologiestandort Deutschland

Die Forschungszulage ist für alugha mehr als eine Anerkennung – sie ist Rückenwind für eine Expansion. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, zu einer der führenden europäischen Infrastrukturen für mehrsprachige Videokommunikation im B2B-Bereich zu werden. Gründer und Geschäftsführer Bernd Korz engagiert sich zudem in der Bundesfachkommission Künstliche Intelligenz des Wirtschaftsrats der CDU und bringt dort die Perspektive deutscher Technologieunternehmen in die Debatte um europäische KI-Souveränität ein.

„Dass der Bund unser Vorhaben als förderfähig anerkennt, ist ein starkes Signal – nicht nur für uns, sondern für den gesamten deutschen Technologiestandort. Wir zeigen, dass Europa Weltklasse-Technologie im Bereich Video und Künstliche Intelligenz entwickeln kann – mit dem entscheidenden Unterschied, dass unsere Kundinnen und Kunden die volle Kontrolle über ihre Daten behalten.

Wir haben in den vergangenen Jahren eine Plattform aufgebaut, die technologisch mit den großen US-Anbietern mithält und gleichzeitig europäische Werte in ihrer DNA trägt. Und wir haben noch einiges vor.“

Bernd Korz, Gründer und CEO der alugha GmbH

Abschluss des Vorhabens für 2026 geplant

Das geprüfte Entwicklungsvorhaben soll bis Oktober 2026 abgeschlossen werden. Die Ergebnisse fließen in neue und wesentlich verbesserte Produkte des Unternehmens ein und bilden die Grundlage für den weiteren Ausbau der Plattform. Schon heute nutzen Unternehmen aus Industrie, Medien und dem Bildungssektor die alugha-Infrastruktur, um ihre Inhalte international skalierbar zu machen. Ohne ihre digitale Souveränität aus der Hand zu geben.

Bild Bernd Korz @alugha

Quelle Primus Inter Pares GmbH

Was passiert, wenn ein Tabu plötzlich ganz normal wird?

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Amorana Sexual Wellness Produkte Markt Wachstum Sebastian Schleef amorana

Amorana gestaltet den Markt für Sexual Wellness und entwickelt hochwertige Produkte für mehr Lebensqualität und Wohlbefinden

Wie ist Amorana entstanden und wer sind die Gründer hinter dem Unternehmen?

Amorana entstand 2014 aus einer einfachen aber unbequemen Beobachtung: Der Markt für Sexual Wellness war entweder billig und unseriös — oder so medizinisch-klinisch, dass er die Menschen eher abgeschreckt als eingeladen hat. Lukas Speiser und Alan Frei wollten genau das ändern.

Die Vision war klar: Ein „Apple Store für das Liebesleben“ — hochwertig, ästhetisch, zugänglich. Ein Ort wo man sich wohlfühlt statt schämt. Das war 2014 in der Schweiz ein echter Tabubruch — und genau dort, wo Reibung ist, entstehen die grössten Marktlücken.
Was als Zürcher Startup begann, hat sich schrittweise zu einer ganzheitlichen Sexual Wellness Plattform entwickelt. 2020 folgte der nächste entscheidende Schritt: die Integration in die globale Lovehoney Group — den weltweiten Marktführer im Sexual Wellness Bereich. Damit kombinierten wir erstmals regionale Nähe und Schweizer Qualitätsanspruch mit globaler Innovationskraft und dem Hersteller-Know-how hinter Marken wie Womanizer, We-Vibe und Arcwave.

Heute verkaufen wir nicht mehr nur Produkte — wir verkaufen Wohlbefinden und Lebensqualität. Und wir sind dabei, dieses Modell auf die gesamte DACH-Region auszurollen.

Mit welcher Vision ist Amorana gestartet und wie hat sich diese im Laufe der Zeit weiterentwickelt?

Die ursprüngliche Vision war fokussiert: Das Liebesleben von Paaren in der Schweiz bereichern — mit einem Angebot das Qualität und Ästhetik in den Vordergrund stellt statt Scham und Stigma. Was sich verändert hat, ist die Dimension. Aus dem Schweizer Fokus wurde ein DACH-Anspruch. Aus dem reinen Händler wurde ein Hybrid: Retailer und Hersteller in einem. Und aus dem Ziel, ein gutes Einkaufserlebnis zu bieten, wurde eine echte Mission — Sexual Wellness als selbstverständlichen Teil von Self-Care und Lebensqualität in der Gesellschaft zu verankern.

Der entscheidende Katalysator war der Zusammenschluss mit der Lovehoney Group 2020. Plötzlich hatten wir nicht mehr nur ein kuratiertes Sortiment — wir waren direkt mit den Erfindern hinter Womanizer, We-Vibe und Arcwave verbunden. Das hat unser Selbstverständnis fundamental verändert: Wir vermitteln Innovationen die das Leben von Menschen konkret verbessern. Was die DACH-Expansion dabei so logisch macht: Unsere Kundinnen und Kunden in der Region teilen denselben Medienraum. Dieselben Zeitungen, Podcasts, Influencer und Plattformen. Das bedeutet: Ein Schritt nach Deutschland ist kein Sprung ins Unbekannte — er öffnet Marketingmöglichkeiten und Kooperationen die uns als reiner Schweizer Player verschlossen waren. Die Grenzen im Markt sind durchlässiger als sie auf der Landkarte aussehen.

Was unterscheidet Amorana von klassischen Online-Shops im Bereich Sexual Wellness?

Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Sortiment — er liegt in der Struktur.
Klassische Online-Shops im Sexual Wellness Bereich sind Händler. Sie kaufen ein, listen auf und konkurrieren primär über den Preis. Wir sind anders aufgestellt: Als Teil der Lovehoney Group sind wir direkt mit den Herstellern hinter Womanizer, We-Vibe und Arcwave verbunden. Wer bei uns kauft, kauft nicht bei einem Zwischenhändler — er kauft direkt an der Quelle.

Das hat konkrete Konsequenzen. Erstens bei der Exklusivität: Unser erotischer Adventskalender — der einzige seiner Art der einen echten Womanizer enthält — ist ein Produkt das kein Wettbewerber replizieren kann. Zweitens beim Vertrauen: Unsere 100-Tage-Garantie gilt für alle Sextoys in unserem Sortiment — eine Aussage die wir uns leisten können weil wir die Qualität hinter den Produkten aus erster Hand kennen.
Und drittens — und das ist vielleicht der nachhaltigste Vorteil — das Know-how. Als globaler Player haben wir Kundentouchpoints in den USA, UK, Australien, Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Diese globale Datenbasis nutzen wir aktiv um unser Sortiment präzise am Kundenbedürfnis zu kuratieren. Kein regionaler Mitbewerber hat diesen Einblick. Das ist der Unterschied zwischen einem guten Sortiment und dem richtigen Sortiment.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit Amorana an und wie gehen Sie auf deren Bedürfnisse ein?

Amorana ist im Mainstream angekommen — aber mit einem klaren Profil.
Der typische Amorana-Kunde legt Wert auf Qualität, ein kuratiertes Sortiment und weiss was er will. Das zeigt sich auch quantitativ: Unsere Kundschaft hat im Schnitt 4,5 Toys im Nachttisch. Das ist kein Gelegenheitskäufer — das ist jemand der Sexual Wellness als festen Teil des Alltags versteht.

Was viele überrascht: Unsere Kundschaft ist 50/50 Männer und Frauen. Aber rund 80% des Umsatzes entfallen auf Frauentoys. Männer kaufen bei uns primär hochwertige Produkte für ihre Partnerinnen. Das ist ein starker Verhaltensindikator: Das Thema ist gesellschaftlich so weit normalisiert, dass es als selbstverständlicher Geschenkentscheid funktioniert.
Wie wir auf die Bedürfnisse dieser Kundschaft eingehen, zeigt sich auch im Wandel der Kaufmotive: Früher war diskrete Verpackung der wichtigste Kauftreiber. Heute ist es Produktqualität — Materialsicherheit, bodysafe Standards, technologische Innovation. Wer offen über Qualität nachdenkt, schämt sich nicht mehr für den Kauf. Diesen Mentalitätswandel haben wir aktiv mitgestaltet — und unser Sortiment konsequent darauf ausgerichtet.

Welche Rolle spielen Aufklärung und Inhalte neben dem eigentlichen Produktverkauf bei Amorana?

Aufklärung ist nicht Beiwerk — es ist der Kern unserer Unternehmung.
Viele Menschen sprechen nicht über Lust, Bedürfnisse und Sexualität. Nicht mit dem Partner, nicht mit Freunden. Das Thema existiert, aber es bleibt unausgesprochen. Was wir bei Amorana beobachten: Allein die Auseinandersetzung mit unserer Plattform und unseren Produktmarken ist für viele Menschen ein erster Türöffner. Ein Moment wo das Thema plötzlich besprechbar wird.

Und das verändert etwas. Denn wer anfängt über Bedürfnisse zu sprechen — auch und gerade beim Thema Sexualität — verbessert damit häufig sein Sexleben. Nicht durch das Produkt allein, sondern durch die Kommunikation die es auslöst. Bedürfnisse zu verbalisieren ist der erste Schritt. Immer.
Das ist ein grosser Teil des Warums hinter Amorana. Wir schaffen einen Raum in dem Menschen anfangen, dieses Thema für sich zu öffnen. Der Film „Pour Le Plaisir“ über die Entstehungsgeschichte von Womanizer ist ein gutes Beispiel: Er macht Technologie emotional zugänglich — und senkt damit die Schwelle für ein Gespräch das viele lange nicht geführt haben.

Wie gelingt es Ihnen, ein sensibles Thema wie Sexualität modern und zugänglich zu vermitteln?

Der Beweis dass wir das Thema zugänglich gemacht haben, liegt im Vertriebskanal.
Früher kaufte man Toys in schmuddeligen, abgedunkelten Shops. Man bekam eine schwarze, ungebrandete Tüte und schlich sich schnell und verschämt zur Tür hinaus. Das war die Realität — und sie spiegelte das gesellschaftliche Stigma perfekt wider.
Heute ist das anders. Man kauft Toys offen im Drogeriemarkt. Man informiert sich auf Galaxus oder Amazon. Und man entdeckt Produkte über Instagram, Podcasts oder eine Kooperation mit einer Brand die man bereits liebt. Dieser Wandel ist kein Zufall — er ist das Ergebnis einer konsequenten Multichannel-Strategie. Wir verkaufen und informieren da wo die Kunden sind: online und offline, im Mainstream und im stationären Retail.

Parallel dazu hat sich unser Marketing-Mix fundamental verändert — im Gleichschritt mit dem gesellschaftlichen Medienkonsum. Früher dominierten TV-Werbung und Out-of-Home-Kampagnen unser ATL-Budget. Heute konzentrieren wir uns auf Social Media, Foren und Kollaborationen mit Brands und Influencern die bereits das Vertrauen unserer Zielgruppe haben. Nicht weil TV tot ist — sondern weil unsere Kunden dort sind wo Gespräche stattfinden. Und genau dort wollen wir sein.

Mit welchen Herausforderungen war Amorana beim Aufbau der Marke in einem tabuisierten Markt konfrontiert?

Die gesellschaftliche Herausforderung war real — aber die praktischen Hürden waren oft noch konkreter. Der Mentalitätswandel den wir angestrebt haben, zeigt sich heute deutlich: Früher war diskrete Verpackung der wichtigste Kauftreiber. Heute ist es Produktqualität — Materialsicherheit, bodysafe Standards, technologische Innovation. Das ist ein fundamentaler Wandel, den wir aktiv mitgestaltet haben.

Aber parallel dazu kämpfen wir täglich gegen strukturelle Barrieren. Google Safe Search, Magazine und Partner die nicht mit uns arbeiten wollen, Payment-Provider die zögern. Und das obwohl wir inhaltlich kaum weiter von einem Pornoanbieter entfernt sein könnten — wer sich Womanizer.com ansieht, versteht sofort was ich meine. Trotzdem werden wir noch immer in dieselbe Schublade gesteckt. Das ist frustrierend — und es zeigt wie tief das Stigma sitzt.

Was uns antreibt: Wir haben in über zehn Jahren enorm viel erreicht. Sexual Wellness ist in den Mainstream gewandert. Aber wir sind noch nicht am Ziel. Solange Qualitätsmarken wie unsere dieselben Restriktionen bekommen wie explizite Inhalte, gibt es noch Arbeit zu tun. Diese Arbeit machen wir gerne.

Wie stellen Sie sicher, dass Kundinnen und Kunden ein diskretes und vertrauensvolles Einkaufserlebnis haben?

Vertrauen ist bei uns kein Feature — es ist die Geschäftsgrundlage.
Es beginnt beim Offensichtlichen: diskreter Versand, transparente Rückgaberegeln, eine 100-Tage-Garantie auf alle Sextoys in unserem Sortiment. Das sind die Hygienefaktoren. Aber Vertrauen geht bei uns tiefer. Als Teil der Lovehoney Group kennen wir die Produkte die wir verkaufen aus erster Hand — ihre Materialien, ihre Qualitätsstandards, ihre Entwicklungsgeschichte. Diese Beratungstiefe ist für einen reinen Händler nicht replizierbar.

Was uns aber am meisten unterscheidet: Wir bauen die Produkte die unsere Kunden wollen — nicht umgekehrt. Dafür arbeiten wir mit einem grossen Netzwerk aus Testerinnen und Testern zusammen. Echte Menschen, echtes Feedback, direkt in die Produktentwicklung eingespeist. Das ist der Unterschied zwischen einem Sortiment das gut aussieht — und einem Sortiment das wirklich funktioniert.

Welche Faktoren sind entscheidend für den Erfolg im E-Commerce im Bereich Sexual Wellness?

Erfolg im Sexual Wellness E-Commerce hat vier Säulen — und alle vier bedingen einander.
Erstens Kundendaten und Feedback als Ausgangspunkt für Produktentwicklung. Nicht Bauchgefühl, nicht Trends — sondern echtes Input von echten Nutzern. Wer die richtigen Produkte entwickelt, gewinnt. Wer versucht dem Kunden etwas zu verkaufen was er nicht will, verliert — egal wie gut das Marketing ist.

Zweitens ein tiefes Eigenmarken-Portfolio. Eigenmarken schützen Margen, ermöglichen Exklusivität und machen unabhängig vom reinen Preiswettbewerb. Womanizer, We-Vibe, Arcwave — das sind Marken mit echter technologischer Differenzierung die kein reiner Händler replizieren kann.

Drittens Multichannel als Reichweitenhebel. Online und offline, Marktplätze und eigener Shop, Social Media und stationärer Retail. Wer nur auf einen Kanal setzt, überlässt dem Wettbewerber den Kunden dort wo er gerade ist.
Und viertens — Geschichten und Kooperationen die zeigen dass Sexualität in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Niemand muss sich dafür schämen. Popkultur normalisiert was Marketing alleine nicht schafft. Diesen Rückenwind aktiv zu nutzen ist ein echter Wachstumshebel.

In welche Richtung möchten Sie Amorana künftig weiterentwickeln?

Der unmittelbare Fokus ist klar: DACH. Deutschland und Österreich sind erschlossen, jetzt geht es darum Amorana dort als die führende Adresse für Sexual Wellness zu etablieren — mit demselben Vertrauen das wir uns in der Schweiz über zehn Jahre aufgebaut haben.
Aber die längerfristige Vision geht weiter. Wir wollen Sexualität weiter enttabuisieren — nicht nur durch Produkte, sondern aktiv durch Sex Education. Wissen, Kontext, Aufklärung. Der erste Schritt ist oft der schwerste — wir wollen ihn für so viele Menschen wie möglich leichter machen.

Parallel dazu erschliessen wir neue Konsumenten-Touchpoints über neue Produktkategorien die sich an ganz neue Kundensegmente wenden. Was genau dahintersteckt? Dazu kann ich heute noch nichts sagen. Aber ich kann sagen: Es wird die Art wie wir über Sexual Wellness denken nochmals grundlegend verschieben.
Sie dürfen gespannt bleiben.

Der übergeordnete Trend ist klar: Sexual Wellness wird ein fester Bestandteil eines ganzheitlichen gesunden Lebensstils.
Das ist keine Nischenbeobachtung — das ist ein Megatrend. Longevity und Health dominieren den gesellschaftlichen Diskurs. Menschen investieren bewusst in ihre physische und mentale Gesundheit. Eine gesunde Sexualität gehört integral dazu — auch wenn das in der öffentlichen Debatte noch zu wenig anerkannt wird. Hier haben wir als Branche noch Aufklärungsarbeit vor uns. Und wir machen sie gerne.

Auf Produktebene sehen wir einen steigenden Anspruch an Technologie und Innovation. Kunden vergleichen nicht mehr nur Preise — sie suchen gezielt nach patentierten Lösungen wie der Pleasure Air Technology von Womanizer oder der Stimulationstechnologie hinter Arcwave. Das ist eine Professionalisierung des Kaufverhaltens die uns als Hersteller direkt zugutekommt.

Ein spannender regionaler Datenpunkt: Die Schweiz ist in Europa ein klarer Vorreiter bei Male Toys. Männer sind hier offener gegenüber entsprechenden Produkten als in den meisten anderen Märkten. Das ist ein früher Indikator für eine Entwicklung die wir europaweit erwarten — die Enttabuisierung von Sexual Wellness ist kein rein weibliches Thema mehr. Sie ist ein gesellschaftliches.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Sucht die Reibung. Wo ein Thema tabuisiert, stigmatisiert oder gesellschaftlich unbequem ist, entstehen oft die grössten Marktlücken. Amorana ist der Beweis. Der Erotikmarkt war 2014 entweder billig-unseriös oder medizinisch-klinisch — genau diese Lücke haben wir gefüllt. Habt keine Angst vor Märkten die andere meiden. Genau dort wartet oft die grösste Chance.

Zweitens: Plant viele Iterationen für den Product-Market-Fit ein — und nehmt euch die Zeit die es braucht. Wir arbeiten mit einem grossen Netzwerk aus Testerinnen und Testern zusammen um sicherzustellen dass wir die Produkte bauen die unsere Kunden wirklich wollen — nicht die Produkte die wir für richtig halten. Dieser Unterschied klingt klein, ist aber fundamental. Erst wenn ihr sicher seid dass euer Produkt ein echtes Bedürfnis löst, solltet ihr euch voll und ganz in die Skalierung stürzen. Zu früh zu skalieren ist einer der teuersten Fehler den Gründer machen.

Drittens: Erzählt eine Geschichte — keine Produktbeschreibung. Menschen kaufen kein Funktionsblatt, sie kaufen ein besseres Lebensgefühl. Der Film „Pour Le Plaisir“ über die Entstehung von Womanizer ist dafür das perfekte Beispiel: Er macht eine technologische Innovation emotional zugänglich und öffnet Türen die reines Marketing nie öffnen könnte. Findet die Geschichte hinter eurem Produkt — und erzählt sie überall.

Bild: Sebastian Schleef Copyright amorana

Wir bedanken uns bei Sebastian Schleef für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Amorana

Kontakt:

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miriam.otero@lovehoneygroup.com

Ansprechpartner: Miriam Otero

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Was, wenn Gebäude mehr können, als nur Energie zu verbrauchen?

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stroya Mieterstrom Energie Plattform Immobilien Roman Ginzburg und Arne Reuter @amberra

stroya entwickelt eine digitale Plattform für Mieterstrom und ermöglicht es, Energie direkt im Gebäude zu erzeugen, zu nutzen und so die Energiewende für Eigentümer und Mieter einfacher und effizienter umzusetzen

Wie ist stroya entstanden und wer steckt hinter dem Unternehmen?

stroya ist aus der Praxis heraus entstanden. Die Wurzeln liegen bei der Volksbank Haselünne, die bereits 2022 mit dem Tochterunternehmen Mieterstrom Hasetal eigene Mieterstromprojekte umgesetzt und dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt hat. Gemeinsam mit amberra, dem Corporate Venturing Studio der genossenschaftlichen FinanzGruppe, wurde dieses Modell weiterentwickelt, strukturiert und digitalisiert.
In enger Zusammenarbeit mit weiteren Partnerbanken ist daraus eine skalierbare Lösung entstanden. Heute steht stroya als eigenständiges Unternehmen für die Verbindung aus regionaler Verankerung, energiewirtschaftlicher Expertise und digitaler Plattform.

Was war der Auslöser, sich mit stroya auf Mieterstrom und lokale Energieversorgung zu konzentrieren?

Der Auslöser war ein sehr konkretes Problem: Obwohl auf vielen Gebäuden bereits Photovoltaik installiert ist, profitieren Mieterinnen und Mieter oft nicht direkt davon. Gleichzeitig bleibt ein großes Potenzial für lokale Energieversorgung ungenutzt.
Mieterstrom ist eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten, die Energiewende in die Fläche zu bringen – war bisher aber durch regulatorische und operative Hürden schwer umzusetzen. Genau hier setzt stroya an.

Welche Vision verfolgt stroya für die Energiewende im Immobilienbereich?

Unsere Vision ist es, Gebäude zu aktiven Bestandteilen der Energiewende zu machen. Immobilien sollen nicht nur Energie verbrauchen, sondern selbst zu lokalen Energiequellen werden.
Wir wollen erreichen, dass lokal erzeugter Strom dort genutzt wird, wo er entsteht – direkt im Gebäude. Das schafft mehr Unabhängigkeit, reduziert Kosten und stärkt regionale Wertschöpfung.

Wie möchtet ihr erreichen, dass mehr Gebäude zu lokalen Energiequellen werden?

Der Schlüssel liegt in der Vereinfachung. Wir machen Mieterstrom digital, wirtschaftlich und operativ umsetzbar.
Durch unsere Plattform bündeln wir Planung, Umsetzung und Betrieb und schaffen so einen klaren, standardisierten Prozess. Gleichzeitig arbeiten wir eng mit regionalen Partnern zusammen, um die Umsetzung vor Ort sicherzustellen.

Welche Zielgruppen stehen bei euch im Fokus und welche konkreten Probleme löst ihr für Eigentümer und Mieter?

Im Fokus stehen Eigentümer von Mehrfamilienhäusern sowie institutionelle Bestandshalter. Für sie lösen wir vor allem die Komplexität und übernehmen die Tätigkeiten rund um die Umsetzung und Verwaltung von Mieterstromprojekten.
Für Mieterinnen und Mieter schaffen wir Zugang zu lokal erzeugtem, günstigerem Strom – ohne zusätzlichen Aufwand. Gleichzeitig leisten sie einen direkten Beitrag zur Energiewende.

Warum ist das Thema Mieterstrom bisher so komplex und wie vereinfacht stroya diesen Prozess?

Mieterstrom bringt verschiedene Welten zusammen: Energiewirtschaft, Regulierung, Abrechnung und operative Umsetzung. Diese Schnittstellen machen Projekte oft aufwendig und für einzelne Vermieter schwer skalierbar.
stroya reduziert diese Komplexität, indem wir relevante Prozesse digital abbilden und standardisieren. Von der Projektplanung über die Umsetzung bis hin zur Abrechnung bieten wir eine integrierte Lösung.

Was macht euren Ansatz im Vergleich zu klassischen Energieversorgern oder anderen Anbietern besonders?

Unser Ansatz verbindet digitale Skalierbarkeit mit regionaler Umsetzung. Wir denken Mieterstrom aus dem Gebäude und der Region heraus, zentralisieren aber dennoch wiederkehrende Prozesse und automatisieren diese.
Durch die enge Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort und die Einbettung in ein starkes Netzwerk innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe können wir Lösungen nicht nur entwickeln, sondern auch nachhaltig in die Fläche bringen.

Welche Rolle spielt die digitale Plattform bei Planung, Betrieb und Abrechnung?

Unsere best of breed Plattform ist das zentrale Element unseres Modells. Sie bildet die Prozesse entlang des gesamten Lebenszyklus eines Mieterstromprojekts ab – von der ersten Planung über die operative Steuerung bis hin zur Abrechnung.
Dadurch schaffen wir Transparenz, Effizienz und Skalierbarkeit. Gleichzeitig ermöglichen wir es unseren Partnern, sich auf ihre jeweilige Fachexpertise zu fokussieren und Projekte deutlich einfacher umzusetzen.

Mit welchen regulatorischen oder operativen Herausforderungen seid ihr im Alltag konfrontiert?

Der regulatorische Rahmen für Mieterstrom ist komplex und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Das erfordert ein tiefes Verständnis und die Fähigkeit, schnell auf Veränderungen zu reagieren.
Operativ liegt die Herausforderung vor allem in der Verzahnung verschiedenster Akteure, vom Vermieter, dem Solateur und Elektriker, über den Verteilnetzbetreiber, Messtellenbetreiber und Reststromlieferanten bis zu Mieter und Mieterin. Und dass alles entlang der gesamten Projektlebensphase, also von der Planung, über die technische Umsetzung und bis zum laufenden Betrieb. Genau hier setzen wir mit unserem integrierten Ansatz an.

Wie stellt ihr sicher, dass eure Lösungen wirtschaftlich und gleichzeitig nachhaltig sind?

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit gehen bei uns Hand in Hand. Durch standardisierte Prozesse und digitale Unterstützung senken wir die Kosten pro Projekt und erhöhen die Skalierbarkeit.
Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass lokal erzeugte erneuerbare Energie direkt vor Ort genutzt wird – was sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll ist.

Welche nächsten Schritte plant ihr für stroya. Gibt es neue Märkte oder Erweiterungen eures Angebots?

Ein zentraler Fokus liegt aktuell auf der bundesweiten Skalierung innerhalb und außerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Wir arbeiten daran, weitere Projekte umzusetzen und zusätzliche Partner zu gewinnen.
Darüber hinaus entwickeln wir unsere Plattform kontinuierlich weiter, um zusätzliche Funktionen und Anwendungsfälle abzubilden – immer mit dem Ziel, Mieterstrom noch einfacher und breiter zugänglich zu machen.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründern mit auf den Weg geben?

Nah an der Praxis entwickeln: Die besten Lösungen entstehen aus realen Problemen – nicht aus theoretischen Annahmen.
Komplexität reduzieren: Erfolg entsteht oft dadurch, Dinge einfacher und zugänglicher zu machen.
Die richtigen Partner wählen: Skalierung gelingt nur im Zusammenspiel mit starken Partnern und Netzwerken.

Bildcredits: amberra

Wir bedanken uns bei Roman Ginzburg und Arne Reuter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Laserbasierte Drohnenabwehr von INLEAP Photonics im Bundeswehr Test

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Laserbasierte Drohnenabwehr für die Bundeswehr Dr.-Ing. Marius Lammers (CEO INLEAP Photonics GmbH) und Robert Hoffmann (Projektleiter beim Cyber Innovation Hub) im Shelter der Bedienzentrale. © INLEAP Photonics

Die laserbasierte Drohnenabwehr von INLEAP Photonics wird im Innovationsvorhaben „Laserdome“ erstmals gemeinsam mit der Bundeswehr unter realen Einsatzbedingungen getestet. Ziel ist die präzise Abwehr von Drohnenschwärmen zum Schutz kritischer Einrichtungen.

Laserbasierte Drohnenabwehr im Praxistest

INLEAP Photonics und der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr starten ab April eine sechsmonatige Testphase zur laserbasierten Drohnenabwehr.

Im Fokus steht INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD, eine Komplettlösung zur präzisen, effizienten und augensicheren Abwehr von Drohnenschwärmen.

Die Tests finden auf Übungsplätzen der Bundeswehr statt und sollen die Grundlage für einen zukünftigen Einsatz zum Schutz mobiler Einrichtungen und Hochwertziele schaffen.

Hannover, 07.05.2026 – INLEAP Photonics und der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr testen gemeinsam die Leistungsfähigkeit von INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD unter realen Einsatzbedingungen.

Die sechsmonatige Erprobung wird von Soldatinnen und Soldaten begleitet. Neben Funktionstests sind auch Anpassungen des Systems geplant. Ziel ist der Nachweis einer effektiven Drohnenabwehr und die Vorbereitung eines möglichen Einsatzes bei der Bundeswehr.

Laserbasierte Drohnenabwehr gegen Drohnenschwärme

Neue Maßstäbe in der laserbasierten Drohnenabwehr

Drohnen stellen für Streitkräfte und sicherheitsrelevante Bereiche eine wachsende Herausforderung dar. Bestehende Lösungen sind häufig kostenintensiv, schwer skalierbar oder für sensible Umgebungen ungeeignet. INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD basiert auf einer ultraschnellen, präzisen Laserstrahllenktechnologie aus der Industrie und ermöglicht eine kontrollierte Abwehr von Drohnen bei gleichzeitig hoher Betriebssicherheit und niedrigen Kosten.

„Für uns ist die Versuchsreihe ein wichtiger Schritt, um unsere Technologie im sicherheitsrelevanten Kontext unter Beweis zu stellen“, sagt Dr.-Ing. Marius Lammers, Co-Gründer und CEO von INLEAP Photonics. „Wir haben unsere Technologie auf Basis von über 10 Jahren Erfahrung industrieller Lasersystemtechnik entwickelt. Jetzt zeigen wir, dass sie auch im sicherheitsrelevanten Einsatz präzise, zuverlässig und verantwortungsvoll wirkt – insbesondere dort, wo Soldatinnen und Soldaten, ziviles Leben sowie kritische Infrastrukturen geschützt werden müssen.“

Laserbasierte Drohnenabwehr für kritische Infrastrukturen

Robert Hoffmann, Projektleiter beim Cyber Innovation Hub der Bundeswehr, ergänzt: „Im Innovationsvorhaben ‚Laserdome‘ geht es um die Nutzung von mobilen Lasern zum Schutz von Hochwertzielen. Wir suchen gezielt nach innovativen Lösungen, die reale operative Herausforderungen adressieren. Die Zusammenarbeit mit INLEAP Photonics ermöglicht es uns, eine vielversprechende Technologie praxisnah zu erproben und ihr Potenzial für die Truppe fundiert zu bewerten.“

Die Versuchsreihe startet im April 2026. Im Rahmen der Projektphase ist eine Systemdemonstration geplant, bei der Vertreterinnen und Vertreter der Bundeswehr die Ergebnisse vor Ort begutachten können.

Bild Dr.-Ing. Marius Lammers (CEO INLEAP Photonics GmbH) und Robert Hoffmann (Projektleiter beim Cyber Innovation Hub) im Shelter der Bedienzentrale. © INLEAP Photonics

Quelle PIABO PR GmbH

3Bears Frühstücksmarke feiert 10 Jahre Wachstum

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3Bears Frühstücksmarke feiert 10 Jahre Sally Özcan und Caroline Nichols

Die 3Bears Frühstücksmarke steht exemplarisch für den erfolgreichen Aufbau eines Food Startups in Europa. In nur zehn Jahren entwickelte sich das Unternehmen vom selbstgemachten Porridge zur etablierten Marke im internationalen Handel.

3Bears Frühstücksmarke und die Anfänge

10 Jahre 3Bears
Vom Porridge aus der eigenen Küche zur internationalen Frühstücksmarke

München, Mai 2026 – Was 2015 mit selbstgemachtem Porridge in der eigenen Küche begann, ist heute eine etablierte Marke im europäischen Handel: 3Bears feiert sein zehnjähriges Bestehen.

Das Münchner Unternehmen rund um die Gründer Caroline und Tim Nichols steht für Haferprodukte ohne Industriezucker und hat sich in nur einem Jahrzehnt vom Start-up zur internationalen Frühstücksmarke entwickelt.

Die Idee entstand aus einer einfachen Beobachtung: Gute Porridge-Produkte waren im Handel kaum zu finden.

„Viele Produkte waren entweder voller Industriezucker oder haben geschmacklich nicht überzeugt. Also haben wir angefangen, unser eigenes Porridge zu entwickeln“, sagt Gründerin Caroline Nichols.

Die ersten Rezepturen entstanden zuhause, die Gründer verkauften ihre Produkte zunächst selbst und präsentierten sie auf Messen. Bereits 2016 ging der eigene Online-Shop live, erste Handelspartner folgten. Einen entscheidenden Wachstumsschub brachte 2017 der Auftritt in der TV-Show Höhle der Löwen, bei dem Investoren einstiegen und die Marke einem breiten Publikum bekannt wurde.

3Bears Frühstücksmarke feiert 10 Jahre ONOXL

3Bears Frühstücksmarke wächst international

Heute blickt 3Bears auf eine erfolgreiche Entwicklung: Weit über 30 Millionen Haferprodukte wurden seit der Gründung verkauft.

Die Marke ist mittlerweile in mehreren europäischen Ländern im Handel vertreten, darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie die Niederlande und Belgien.

Inhaltlich hat sich 3Bears dabei kontinuierlich weiterentwickelt. Als einer der ersten Anbieter im deutschen Markt setzte das Unternehmen früh auf den Trend rund um Overnight Oats und prägte diesen maßgeblich mit. Heute zählen sie zu den wichtigsten Wachstumstreibern und stehen für ein modernes, unkompliziertes Frühstück.

Auch auf strategischer Ebene hat 3Bears wichtige Impulse gesetzt:

So stieg 2024 der englische Fußballprofi Harry Kane als Gesellschafter und Markenbotschafter ein und unterstreicht damit die wachsende internationale Relevanz der Marke.

Zudem konnte 3Bears mit Sally Özcan eine der bekanntesten Food-Unternehmerinnen Deutschlands als Investorin gewinnen – ihr erstes Investment in eine externe Marke. Gemeinsam mit Gründerin Caroline Nichols trat sie außerdem auf der OMR Festival auf und sprach über Unternehmertum, Markenaufbau und die Zukunft der Food-Branche.

Seit 2022 ist 3Bears zudem als B Corp zertifiziert und verpflichtet sich damit zu hohen sozialen und ökologischen Standards.

3Bears Frühstücksmarke setzt auf Zukunft

„Unser Ziel war von Anfang an, ein Frühstück zu entwickeln, das genau richtig ist – für Geschmack, Zutaten und Alltag“, sagt Gründer Tim Nichols.

„Dass daraus eine internationale Marke geworden ist, macht uns unglaublich stolz.“

Auch in Zukunft bleibt Hafer im Mittelpunkt: 3Bears plant weiteres Wachstum, neue Produktinnovationen und den Ausbau seiner internationalen Präsenz.

Bild @ 3Bears Foods GmbH

Quelle 3Bears Foods GmbH

waterdrop Finanzierung bringt über 100 Millionen Euro

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waterdrop Finanzierung über 100 Millionen Euro Funding Round waterdrop Founder

Die waterdrop Finanzierung über mehr als 100 Millionen Euro markiert einen neuen Meilenstein für die globale Hydration Brand aus Wien. Mit neuen strategischen Partnern will waterdrop seine internationale Expansion und die Weiterentwicklung der Microdrink Kategorie beschleunigen.

waterdrop Finanzierung stärkt globale Expansion

waterdrop® schließt eine wegweisende Finanzierungsrunde von über 100 Millionen Euro ab. Zudem begrüßt das Unternehmen Aspeya, Atlantic Grupa und Aleksander Aamodt Kilde als Partner für die nächste Phase des globalen Wachstums.

Die globale Hydration-Brand gibt damit ihre bislang größte Kapitalaufnahme bekannt. Gleichzeitig stärkt sie ihre Position als kategoriedefinierender Marktführer im Bereich geschmacksbasierter, funktionaler Hydration.

Wien, 6. Mai 2026 – waterdrop®, die schnell wachsende globale Hydration-Brand, hat sich mehr als 100 Millionen Euro an Finanzierung gesichert. Das Kapital stammt von Aspeya, Atlantic Grupa und dem alpinen Ski-Weltcup-Champion Aleksander Aamodt Kilde.

Die drei Partner schließen sich einer bereits renommierten Gesellschafterbasis an. Dazu gehören Temasek, Döhler und Bitburger sowie zahlreiche weltweit führende Athlet:innen. Gleichzeitig besteht weiterhin die uneingeschränkte Unterstützung des bestehenden waterdrop®-Boards unter dem Vorsitz von Hikmet Ersek. Die Finanzierungsrunde markiert den bedeutendsten Meilenstein in der Unternehmensgeschichte: ein profitables, wachsendes Unternehmen, das jetzt weiter an Tempo gewinnt.

waterdrop® wurde 2016 in Wien mit einer klaren Mission gegründet:

Menschen dabei zu helfen, mehr Wasser auf gesündere und nachhaltigere Weise zu trinken. Dafür entwickelte das Unternehmen den Microdrink. Dabei handelt es sich um einen kompakten, zuckerfreien Würfel aus echten Frucht- und Pflanzenextrakten. Er kommt ohne künstliche Konservierungsstoffe aus, löst sich in Wasser auf und bietet Geschmack sowie funktionalen Nutzen.

Ein Jahrzehnt später ist daraus ein umfassendes Hydration-Ökosystem entstanden. Dazu gehören Getränkewürfel in zahlreichen Geschmacksrichtungen, ergänzt um Microenergy für einen zusätzlichen Koffein-Boost und Microlyte zur Elektrolytversorgung.

Ergänzt wird das Angebot durch designorientierte Trinkflaschen und Wasserfiltersysteme. Diese orientieren sich am tatsächlichen Alltag der Menschen.

Heute betreut waterdrop® weltweit mehr als 5 Millionen Online-Kund:innen. Das Unternehmen erzielt Umsätze von rund 150 Millionen Euro, arbeitet profitabel und ist in über 20.000 Verkaufsstellen vertreten. Hinzu kommen rund 50 eigene Stores in Europa, den USA, Japan und Australien.

waterdrop® hat damit eine eigene Kategorie geschaffen und baut nun die Infrastruktur auf, um diese weltweit anzuführen.

waterdrop Finanzierung treibt Hydration Innovation voran

Dieser Schritt erfolgt in einem besonderen Jahr. 2026 markiert zehn Jahre waterdrop®: Ein Jahrzehnt, in dem die Microdrink-Kategorie geprägt, international expandiert und bewiesen wurde, dass eine Marke, die auf Geschmack, Funktionalität und Convenience basiert, zu einer echten globalen Kraft wachsen kann. waterdrop® ist offizieller Bottle Partner der Australian Open, Gold Partner der ATP Tour und während der gesamten Saison auf den prestigeträchtigsten Tennisbühnen der Welt präsent. Dieses Engagement im Spitzensport ist nicht nur eine Sponsoringstrategie. waterdrop® zählt Weltklasse-Athlet:innen sowohl zu seiner Community als auch zu seinen Gesellschafter:innen. Menschen, die auf höchstem Niveau performen und waterdrop® als festen Bestandteil ihres Trainings, ihrer Wettkämpfe und ihrer Regeneration nutzen. Aleksander Aamodt Kilde, einer der erfolgreichsten alpinen Skifahrer seiner Generation und überzeugter waterdrop®-Nutzer, beteiligt sich in dieser Runde als Markenbotschafter und Investor und ergänzt damit ein wachsendes Netzwerk von Athlet:innen, die an die Vision der Marke glauben.

„Wir haben zehn Jahre lang etwas aufgebaut, von dem wir wirklich überzeugt sind: eine Marke, die es Menschen einfacher und angenehmer macht, mehr Wasser zu trinken, und ein Unternehmen, das sich sein Wachstum verdient hat“, sagt Gründer und CEO Martin Murray. „Aspeya und Atlantic Grupa bringen die strategische Tiefe, die Vertriebskraft und die langfristige Überzeugung mit, die dieses nächste Kapitel erfordert. Wir sind profitabel, wir wachsen, und mit diesen Partnern an unserer Seite sind wir bereit, schneller voranzugehen. Und weiter zu kommen, als je zuvor.“

Aspeya, das eine Pipeline von Wellness-Produkten und -Marken entwickelt und vermarktet, erwirbt eine Minderheitsbeteiligung im Rahmen seiner Strategie, Unternehmen zu unterstützen, die die Zukunft des Consumer-Wellness-Bereichs gestalten.

„waterdrop® hat etwas Seltenes geschafft: Es hat eine Kategorie geschaffen, einen loyalen globalen Kund:innenstamm aufgebaut und Profitabilität erreicht, ohne seine Mission zu kompromittieren“, sagt Michael Kunst, CEO von Aspeya. „Aspeya wurde gegründet, um Unternehmen zu unterstützen, die die Zukunft des Consumer-Wellness-Bereichs aktiv prägen. waterdrop® gehört zu den überzeugendsten, die wir gesehen haben. Wir sind stolz, Teil des nächsten Kapitels zu sein.“

waterdrop Finanzierung unterstützt internationale Skalierung

Atlantic Grupa bringt eine Dimension mit, die genauso wertvoll ist wie das Kapital selbst. Als eine der etabliertesten Lebensmittel- und Getränkegruppen in Süd- und Osteuropa und bereits als Distributionspartner von waterdrop® in Österreich, Kroatien, Serbien und Slowenien vertieft Atlantic Grupa sein Engagement mit einer zweistelligen Millionen-Euro-Investition und einem Sitz im Investitionsausschuss. „Wir haben waterdrop® aus nächster Nähe wachsen sehen. Die Marke trifft bei europäischen Verbraucher:innen einen Nerv und spiegelt gemeinsame Trends und Ziele wider: Premiumisierung, funktionale Hydration und ein kompromissloser Qualitätsanspruch beim Geschmack. Diese Investition ist Ausdruck unserer Überzeugung in das langfristige Potenzial von waterdrop® und unseres Engagements, es gemeinsam in Europa und darüber hinaus weiterzuentwickeln“, sagt Lada Tedeschi Fiorio, Group Vice President Corporate Strategy and Investments bei Atlantic Grupa.

Die Investition wird gezielt eingesetzt.

Im Fokus steht zunächst die Expansion in Europa: der Ausbau des Retail-Geschäfts, die Stärkung lokaler Teams und die Skalierung der Direct-to-Consumer-Aktivitäten in zentralen Märkten. Parallel dazu wird die Produktentwicklung mit der nächsten Generation an Innovation vorangetrieben. Die Partnerschaft mit Ricola zur gemeinsamen Entwicklung einer Kräuter-Hydration-Range, die zwei ikonische Marken mit einem gemeinsamen Anspruch an funktionale und geschmacklich überzeugende Produkte vereint, zeigt die Art von Kooperationen, die waterdrop® künftig in größerem Maßstab umsetzen kann.

Was als Nächstes kommt, ist ebenso ambitioniert wie alles, was die Marke bisher umgesetzt hat. Die Hydration-Saison hat begonnen und mit ihr die umfassendste Marketingkampagne in der Geschichte von waterdrop®. Eine vollständig integrierte Kampagne über Out-of-Home, digitale Kanäle und Live-Aktivierungen läuft in den wichtigsten europäischen Märkten. Getragen wird sie von der Präsenz bei der ATP Tour in diesem Sommer und verstärkt durch Athlet:innen, die waterdrop® zu ihrer bevorzugten Hydration gemacht haben. Neue Geschmacksrichtungen und Produktinnovationen werden in den kommenden Monaten ebenfalls eingeführt. Lokale Teams werden europaweit weiter aufgebaut und gestärkt. Die von waterdrop® geschaffene Kategorie wächst und die Marke, die sie geschaffen hat, will sie anführen.

Bild Funding Round waterdrop Founder Shot @waterdrop

Quelle AVANTGARDE Gesellschaft für Kommunikation mbH

Weibliche Macht: „Sei die große Schwester, die Verantwortung übernimmt”

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Macht für Frauen und Verantwortung neu denken Eva Thöne Autorin Leitet das Kulturressort von DER SPIEGEL © Asja Caspari

Die Welt hat unzählige Helden, aber nur wenige Heldinnen. Warum sind Macht, Einfluss und Stärke immer noch so stark männlich geprägt? Mit dieser Frage setzt sich die Journalistin Eva Thöne in ihrem Buch „Weibliche Macht neu denken” auseinander. Im Interview erklärt sie, warum wir Macht als Zustand und nicht als Besitz betrachten sollten und warum die große Schwester vielleicht die am meisten erstrebenswerte Machtrolle ist, die es gibt.

„Ein Mann wird für seine Inhalte oder Fehler kritisiert. Macht eine Frau in Führungsposition Fehler, steht sie zudem als Person und als Frau an sich in der Kritik.“

herCAREER: Eva, warum brauchen wir einen neuen Machtbegriff?

Eva Thöne: Unser traditioneller und stark individualisierter Machtbegriff neigt dazu, charismatischen und selbstbewussten Persönlichkeitstypen, die über eine große Überzeugungskraft verfügen – meist Männern –, Macht zu verleihen. Im Moment sehen wir, wie sehr sich Menschen nach einer starken Führungspersönlichkeit sehnen und wie leicht sie dadurch manipulierbar und korrumpierbar werden. Betrachtet man Demokratie als Macht der Vielen, dann steht diese personalisierte Form der Macht dem diametral gegenüber.

herCAREER: Der klassische, machiavellistische Machtbegriff betrachtet Macht als Besitz, den es zu erwerben und zu verteidigen gilt. Du schlägst dagegen vor, Macht vielmehr als Zustand zu betrachten. Warum?

Eva Thöne: Weil das eher demokratischen Werten entspricht. Wir wählen für einen bestimmten Zeitraum Menschen, die unsere Interessen vertreten und ihre Macht nutzen, um etwas zu gestalten. Aber nach vier Jahren werden diese Menschen abgelöst. Was in meinen Augen auch sehr entlastend für alle Beteiligten sein kann. Wenn wir Macht individualisieren und an einzelne Persönlichkeiten binden, dann werden diese sehr kränkbar, sobald ihre Macht infrage gestellt wird. Entmachtete Männer sind immer auch entmännlichte Männer. Frauen scheint es leichter zu fallen, Macht abzugeben.

herCAREER: Du beginnst dein Buch mit der Idee des Helden – einer Figur, der traditionell viel Macht zugesprochen wird. Warum gibt es so viele männliche, aber so wenige weibliche Held:innen in unserer Gesellschaft?

Eva Thöne: In der klassischen Heldenfigur steckt immer ein Mann, der aufgrund seines Muts und seiner Tapferkeit handelt. Er gestaltet die Welt im (oft unausgesprochenen) Auftrag aller – das macht ihn verführerisch und manchmal auch gefährlich: Wir dürfen jegliche Verantwortung an ihn abgeben. Solche Helden müssen inhaltlich gar nicht kompetent sein: Ihre Macht liegt oft im Motto „Move fast, break stuff“. Ihr disruptives Verhalten zementiert ihre Macht. Wir sehen das an der Figur Donald Trump, der für seine MAGA-Follower:innen sicherlich ein Held ist.

herCAREER: Was zeichnet dagegen weibliche Heldenfiguren aus?

Eva Thöne: Sie sind häufig moralische Heldinnen, die gegen das Establishment vorgehen. Luisa Neubauer ist das Gesicht der Klimabewegung in Deutschland und Gisèle Pelicot die Speerspitze im Kampf gegen sexualisierte Gewalt gegen Frauen. Heldinnen gestalten selten proaktiv, sondern wollen oft Fehler rückgängig machen und Ungerechtigkeiten bekämpfen. Für einige Frauen ist das eine komfortablere Machtrolle.

herCAREER: Vermeintlich komfortabler. Bekommen diese Frauen nicht auch massiven Gegenwind?

Eva Thöne: Ja, die Rolle der Widerstandskämpferin macht Frauen angreifbar. Während Männer als Individuen heldenhaft und schier unverwundbar sind, stehen Frauen in unserer Wahrnehmung kraft ihrer Person für ganze Bewegungen. Hier schwingt oft auch das Klischee mit, dass Frauen das »moralische Geschlecht« sind – und deshalb knallhart an Moral gemessen werden. Wenn eine Klimaschützerin mit einem Wegwerfbecher fotografiert wird, verliert sie schnell an Glaubwürdigkeit und Einfluss. Mit Männern sind wir viel großzügiger.

herCAREER: Ein Phänomen, das auch im Unternehmenskontext oft zu beobachten ist …

Eva Thöne: Ein Mann wird für seine Inhalte oder Fehler kritisiert. Macht eine Frau in Führungsposition Fehler, steht sie zudem als Person und als Frau an sich in der Kritik.

herCAREER: So kommt es auch zum Phänomen der gläsernen Klippe. Sind mehrere Männer an einer Aufgabe gescheitert, schickt man gerne eine Frau los, um die Situation zu retten. Scheitert sie ebenfalls, reißt man ihr schnell den Boden unter den Füßen weg.

Eva Thöne: Das kann man gerade an der Personalie Marie Louise Eta, der ersten Cheftrainerin einer Bundesliga Fußballmannschaft, beobachten. Sie wirkt wie eine Trümmerfrau, die aufräumen soll, was mehreren männlichen Cheftrainern zuvor nicht gelungen ist. Jetzt hat sie fünf Spiele Zeit, um sich zu beweisen, bevor sie mit großer Wahrscheinlichkeit wieder durch einen Mann ersetzt wird. Natürlich liegt darin auch eine Chance. Man kann viel neu aufbauen, wenn alles in Trümmern liegt. Aber man muss dafür auch verdammt gut sein. Und manchmal ist es schlicht nicht möglich – was dann aber oft nicht an der Frau selbst liegt.

herCAREER: Die einzige machtvolle Rolle, die Frauen uneingeschränkt zugestanden wird, ist die der Mutter. Eine Mutter darf Einfluss nehmen, gestalten, sogar wütend werden – solange sie für ihre Kinder eintritt. Warum darf eine Mutter außerhalb der Familie nicht genauso machtvoll agieren?

Eva Thöne: Für einen Großteil der Menschen ist die Mutterrolle das, was Frausein im Kern ausmacht. Das mag reaktionär und biologisch überhöht wirken, dennoch ist diese Vorstellung immer noch stark verankert. Wie paradox, dass wir seit einigen Jahren über Führungswerte sprechen, die als „weibliche“ Eigenschaften bezeichnet werden können: kümmern, fördern, befähigen.

Natürlich gibt es Führungspersönlichkeiten, die das anders handhaben, aber es ist ein schmaler Grat, wenn man als Frau keinen patriarchalen Führungsstil übernehmen möchte. Angela Merkel ist ein Beispiel für eine Frau, die sich trotz der Zuschreibung „Mutti“ nie in diese Rolle hat drängen lassen und sich ebenso wenig mit männlichen Machtposen profiliert hat.

herCAREER: Das vermeintlich Mütterliche, das man an Angela Merkel, aber auch an anderen machtvollen und einflussreichen Frauen wie Beyoncé oder Luisa Neubauer beobachten kann, ist, dass sie sich schützend vor „ihre Leute“ stellen. Sie verstehen, dass es um die Bevölkerung, um Women of Color oder um Klimagerechtigkeit geht – und nicht um ihr Ego. Ist das die neue weibliche Macht, von der du in deinem Buch sprichst?

Eva Thöne: Für mich impliziert der Buchtitel „Weibliche Macht neu denken“, dass wir den Machtbegriff inklusiver gestalten, aber perspektivisch auch über starre Genderrollen hinaus weiter aufbrechen müssen. Ich plädiere für eine bessere Verteilung von Macht, für Macht als vorübergehenden Zustand und für Macht nicht in Form der Übermutter, sondern eher der großen Schwester.

herCAREER: Sisterhood ist ein fundamentales Element des feministischen Gedankens.

Eva Thöne: Und dennoch wird diese große Forderung des Feminismus ständig durch patriarchale Strukturen unterlaufen, da wir uns in bestehenden Machtgefügen bewegen müssen, um überhaupt Einfluss zu nehmen. Die große Schwester ist eine Person, die Verantwortung übernimmt. Im Gegensatz zu Führung ist Verantwortung ein Machtwert, den ich für zukunftsfähig halte.

herCAREER: Inwiefern?

Eva Thöne: Die große Schwester übernimmt Verantwortung, allerdings nicht für das buchstäbliche Überleben ihrer kleinen Geschwister, sondern für Gespräche, Unterstützung und Erfahrungsaustausch. Die Rolle der großen Schwester ist freiwillig, nicht ständig gefragt und weniger belastend als die der Mutter. Außerdem kann man mehrere große Schwestern haben, aber immer nur eine Mutter. Darum finde ich diese Idee im politischen und unternehmerischen Führungskontext sehr passend.

herCAREER: Es gibt eine neue Währung, die Macht und Einfluss garantiert: die digitale Reichweite. Wie beurteilst du diese Entwicklung?

Eva Thöne: Ich bin der Meinung, dass wir als Gesellschaft den Fehler gemacht haben, Sichtbarkeit mit Macht gleichzusetzen. Denn digitale Reichweite ist vor allem ein Selbstzweck, sie bedeutet nicht automatisch echte Gestaltungsmacht. Dafür muss man sich außerhalb der sozialen Medien zusammenschließen, sich in zivilgesellschaftliche Organisationen einbringen und Lobbyarbeit leisten. Darum plädiere ich dafür, unsere Energie und unsere Leidenschaft umzulenken – weg von individuellen Personen hin zu Inhalten, die wir wirklich verändern und beeinflussen wollen.

herCAREER: Aber wie lenken wir den Fokus auf die Inhalte?

Eva Thöne: Vielleicht müssen wir bei uns selbst beginnen und besser reflektieren: Warum fahre ich eigentlich so auf Robert Habeck oder Heidi Reichinnek ab? Ein Stück zurücktreten und uns fragen, ob wir wirklich eine Leidenschaft für ihre Inhalte haben oder vor allem für ihren Sympathiefaktor und ihr heldenhaftes Image.

herCAREER: Es beginnt also mit dem Bewusstsein, dass wir ein neues Machtverständnis auch aktiv mitgestalten können und müssen?

Eva Thöne: Zum Ende des Buches zitiere ich die Philosophin Bini Adamczak. Sie sagt, dass wir beim Gedanken an Veränderung oft an einem „Revolutions Umsturzfetisch“ festhalten, der ebenfalls patriarchal geprägt ist. Wir werden aber nicht plötzlich nach einem Umsturz in der Utopie einer gleichberechtigten Welt leben. Eine Revolution findet nicht zu einem konkreten Zeitpunkt statt, sondern ist etwas, das wir jeden Tag ein wenig umsetzen. Vielleicht ist es revolutionär, wenn eine Führungskraft den Geburtstagstisch einer Praktikantin dekoriert. Vielleicht ist es revolutionär, wenn ein Mann eine Beförderung verweigert und sagt: „Ich kümmere mich um die Kinder, meine Frau macht jetzt ihren nächsten Karriereschritt.“ Oder es ist machtvoll, zu sagen: „Nein, ich muss nicht alle fremden Erwartungen an mich erfüllen.“

herCAREER: Die Macht liegt also vor allem im „Nein“?

Eva Thöne: Ja! Nein Sagen kann sehr empowern. Gerade dann, wenn Frauen ihrem Umfeld, das sie für ständig verfügbar hält, Grenzen aufzeigen.

Das Interview führte herCAREER Redakteurin Kristina Appel.

Bild: Eva Thöne Autorin Leitet das Kulturressort von DER SPIEGEL © Asja Caspari

Quelle messe.rocks GmbH

Die dunkle Seite der Investorensuche – warum du aufhören musst, an Geschichten zu glauben

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Investorensuche bei Start-ups braucht Verantwortung Bildcredits/Fotograf: Fotostudio Wetzikon Yannik Scrugli

Clemens Ressel spricht im Interview über Investorensuche, Verantwortung und Risiken für Start-ups

Warum sprichst du dieses Thema gerade jetzt so deutlich an?

Clemens Ressel: Weil gerade extrem viele Start-ups Zeit, Geld und Fokus verlieren, wenn sie sich bei der Investorensuche auf die falschen Partner verlassen. Wir selbst haben gerade erlebt, wie schnell aus Hoffnung ein echter finanzieller Schaden werden kann.

Was genau ist das Problem an diesen „Investor-Connectoren“?

Clemens Ressel: Es gibt einen wachsenden Markt von Dienstleistern, die dir versprechen, dich mit den richtigen Investoren zu verbinden – ihr Geschäftsmodell basiert aber oft auf Vertrauen und starken Storys, nicht auf messbarer Leistung. Ein Kontakt ist nichts wert, wenn er am Ende nicht konvertiert und kein echtes Investment daraus entsteht.

Du kommst aus dem Spitzensport. Welche Parallelen siehst du zur Investorensuche?

Clemens Ressel: Im Spitzensport zählt am Ende nur Leistung, nicht die Erzählung drum herum. Im Unternehmertum ist das genauso: Performance schlägt Narrative, immer.

Wo liegt aus deiner Sicht das Kernproblem?

Clemens Ressel: Der Markt für Investor-Connectoren ist weitgehend unreguliert. Jeder kann behaupten, er habe ein großes Netzwerk und Top-Zugänge, ohne einen belastbaren Track Record vorlegen zu müssen. Genau diese Intransparenz macht es für Start-ups gefährlich.

Woran erkennt ein Start-up, dass etwas nicht stimmt?

Clemens Ressel: Der wichtigste Warnhinweis ist ein fehlender oder nicht sauber nachweisbarer Track Record. Wenn jemand viele Versprechen macht, aber keine klar benennbaren und überprüfbaren Deals zeigen kann, sollte sofort Vorsicht einsetzen.

Welche Rolle spielen Retainer-Gebühren dabei?

Clemens Ressel: Retainer sind nicht automatisch falsch, aber sie werden oft genutzt, um das Risiko vollständig auf das Start-up zu verschieben. Kritisch wird es immer dann, wenn hohe Vorabzahlungen verlangt werden, ohne dass Leistung, Meilensteine und Ergebnisse klar definiert sind.

Was rätst du Gründerinnen und Gründern ganz konkret, bevor sie etwas unterschreiben?

Clemens Ressel: Keine Retainer ohne klar definierte Leistung, messbare Meilensteine und eine nachvollziehbare Exit-Klausel. Referenzen müssen aktiv geprüft werden, und es muss klar sein, ob wirklich ein direkter Zugang zu Investoren besteht.

Welche typischen Fehler siehst du bei Start-ups in dieser Situation?

Clemens Ressel: Viele Start-ups handeln aus Druck, Hoffnung und Zeitnot. Genau in diesem Moment wird oft zu wenig geprüft und zu viel geglaubt. Profis prüfen, Amateure hoffen – und dieser Unterschied kostet im Zweifel sehr viel Geld.

Wenn du das Ganze auf eine Kernaussage verdichtest – wie lautet sie?

Clemens Ressel: Wenn Leistung nicht messbar ist, ist sie meistens nicht vorhanden. Wer das bei der Investorensuche ignoriert, bezahlt oft mit Geld, Zeit und Vertrauen.

Was ist dein Appell an die Start-up-Szene?

Clemens Ressel: Lies solche Warnungen nicht nur nebenbei und geh dann wieder zum Alltag über. Nimm deine Verträge heute in die Hand, prüfe sie professionell und stoppe jeden Deal, bei dem du keine echten Nachweise bekommst. Sonst wirfst du am Ende genau wie wir schnell mal 10.000 CHF oder mehr an die Wand.

Clemens, wenn eine Gründerin oder ein Gründer dieses Interview liest und sich denkt „Das könnte mir auch passieren“ – was ist der einfachste nächste Schritt, um sich konkret zu schützen, statt nur betroffen zu nicken?

Wenn du bis hierher gelesen hast, dann ahnst du wahrscheinlich, wie dünn die Linie ist zwischen „smarter Investorensuche“ und „teurem Lehrgeld“. Genau deshalb musst du aus diesem Interview mehr mitnehmen als ein kurzes „stimmt schon“ im Kopf.

Wenn du in Zukunft weiser handeln willst, mach es dir einfach:

Geh auf mein LinkedIn-Profil: Clemens Ressel – Ehemaliger Profisportler | Co-Founder eines grossartigen Schweizer Start-ups

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Ich schicke dir das PDF mit der Checkliste – ohne Sales Pitch, ohne „letzte Chance“-Angebote, einfach als Werkzeug, damit du bessere Entscheidungen triffst.

Kein Betrug, kein Last Minute Deal, kein Upsell. Nur eine klare Checkliste, die dir hilft, beim nächsten Investor-Connector nicht blind zu vertrauen, sondern professionell zu prüfen. Was du danach daraus machst, ist deine Entscheidung – aber du wirst sie auf einer deutlich besseren Grundlage treffen.

Bildcredits/Fotograf: Fotostudio Wetzikon Yannik Scrugli

Wir bedanken uns bei Clemens Ressel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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