Dienstag, April 28, 2026
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Sitzt die Zukunft des Grillens direkt am Tisch?

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FESTÁVOLO Grilltisch Gartentisch Gasgrill Höhle der Löwen Nils Dethloff Gründer FESTÁVOLO Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

FESTÁVOLO entwickelt innovative Grilltisch Konzepte als Gartentisch mit integriertem Gasgrill und wird am 13. April in der Sendung Höhle der Löwen pitchen

Wie ist FESTÁVOLO entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Die Idee des Grilltisches bestand schon einige Jahre bevor wir ihn verwirklicht haben. Ich habe einen ähnlichen Tisch in Kalifornien entdeckt, dessen technische Umsetzung und Bauweise mir allerdings minderwertig erschienen. Schon damals dachte ich: „Coole Idee, das kannst Du aber besser machen“. Ich war schon damals Unternehmer und betrieb ein Holzverarbeitungswerk in Russland mit einem verkaufsbüro in Deutschland. Als dann meine Firma wegen der EU-Sanktionen gegen Russland plötzlich vor dem Aus stand, musste ich blitzschnell entscheiden, wie es weitergeht. Da ich die Idee und die ersten Zeichnungen bzgl. des Grilltisches bereits in der Schublade hatte, war schnell klar, in welche Richtung wir uns nun bewegen würden.

Hinter der Firma FESTÁVOLO stehe ich gemeinsam mit meiner Frau Zhanna. Bei diesem neuen Projekt war ihre Hilfe in allen Ebenen (Design, Produktentwicklung, Marketing, Social Media und auch im Bereich Finanzen) von unschätzbarem Wert. Wir haben inzwischen ein super Team im Vertrieb und Produktion aufgebaut, das es uns erlaubt in anderen Größenordnungen zu denken.

In welcher Branche ist FESTÁVOLO tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Unser Kernprodukt ist ein Gartentisch mit integriertem Gasgrill. Es handelt sich also um eine Mischung zweier Branchen, Gartenmöbel und Gasgrill. Gerade diese Kombination aus zwei Bereichen ist absolut neu und zeichnet uns aus. Zum Grilltisch fertigen wir passende Outdoor-Möbel, wie Stühle, Regale und Pflanzkästen, wie auch Grillzubehör, wie Pizzaöfen, Planchas und passende Grillzangen.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Die Grundidee war die Inspiration aus Kalifornien, aber zunächst nicht als Geschäftsidee, sondern für den eigenen Gebrauch. Mir hat das Konzept, am Grill zu stehen und für andere Steaks und Würstchen zuzubereiten, nie gefallen. Man selbst bekommt erst als letzter etwas zu essen, wenn der Salat meist schon weg ist. Dabei ist man verantwortlich für alle individuellen Wünsche. An den Gesprächen die währenddessen laufen, kann man auch nicht teilnehmen. Der Grilltisch war meine perfekte Lösung!

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Ganz klar die Kombination aus Tisch und hochwertigem Gasgrill. Dazu kommt die technische Umsetzung, die es erlaubt, alle schmutzigen Edelstahlteile ohne Werkzeug zu entnehmen und im Geschirrspüler zu reinigen. Wird gerade nicht gegrillt, können die Grillflächen abgedeckt werden. Die Abdeckplatten sind dabei bündig mit der Tischplatte und man hat einen vollwertigen Gartentisch. Der nicht eingeweihte Besucher erkennt oft nicht, dass er an einem Grill sitzt.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Grillen wird bequemer, geselliger und noch einfacher. Der abseitsstehende Grill, der zusätzlichen Platz benötigt, wird überflüssig. Vorbei auch die Zeit, in der der Grillmeister alle bedient und selbst nicht am Geschehen teilnehmen kann. Nun sitzen alle am Tisch, jeder grillt selbst und es entsteht wie von selbst eine aktive und familiäre Atmosphäre. Darüber hinaus ist FESTÁVOLO ein Konzept. Die gesamte Terrassengestaltung wird einheitlich gestaltet, mit dem Grilltisch als Zentrum.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Inzwischen wurden bereits hunderte Tische verkauft. Von jeder Serie haben wir zunächst fast 20 Prototypen bauen müssen, bis wir zufrieden waren mit dem Gesamtergebnis. Gerade in die Entwicklung der neuesten Serie FORTE sind viele Wünsche und Resonanzen von Kunden eingeflossen, wie z.B. das bündige Schließen der Tischplatte, extrem resistentes Plattenmaterial und eine vollständige Montage im Werk, sodass der Kunde lediglich noch die Beine anschrauben muss.

Welche Vision verfolgt FESTÁVOLO? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Wir sind davon überzeugt, ein Produkt erschaffen zu haben, dass sich langfristig einen zweistelligen Anteil im Grillsortiment sichern kann. Wir merken allerdings auch, wie zurückhaltend der deutschsprachige Markt ist. Deshalb ist unser nächster großer Schritt der Einstieg in den US-Markt noch in diesem Jahr. Über unser Social Media Marketing haben wir bereits sehr viele Anfragen von Privatkunden, Händlern und Designern bekommen, die darauf drängen, dass wir den Grilltisch dort anbieten.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Durch das plötzliche Aus des bisherigen Kerngeschäftes, war die finanzielle Lage angespannt. Mit dem Grilltisch betreten wir einen bisher unbekannten Markt mit einer komplett neuen Produktgattung. Diese muss dem Markt und der breiten Öffentlichkeit erst noch vorgestellt werden. Dafür benötigten wir starke Partner und sahen diese bei den Investoren der „Höhle der Löwen“.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Man muss erst mal einige hundert Tische ausgeliefert haben und die Kundenreaktionen abwarten, um wirklich sicher sein zu können, dass man auf dem richtigen Weg ist oder ggf. anpassen muss. Der dauerhafte Einsatz und das Feedback von Kunden und Händlern bringt wertvolle Rückmeldungen. Diese führen zu ständigen Verbesserungen und bringen das Produkt wirklich voran.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Es ist unfassbar schwer, ein neuartiges Produkt auf den Markt zu bringen. Selbst wenn man von allen Seiten nur positive Reaktionen bekommt, ist das noch kein finanzieller Erfolg. Gerade in heutigen, wirtschaftlich sehr schwachen Zeiten ist es nochmals schwieriger. Man muss daher 100% vom Produkt überzeugt sein und eine starke Familie als Rückhalt haben. Ansonsten würde ich die Finger davonlassen.

Sehen Sie FESTÁVOLO am 13. April 2026 um 20:15 in der Höhle der Löwen

Bild: Nils Dethloff Gründer FESTÁVOLO Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Nils Dethloff für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wieso bleibt so viel Potenzial im Schulalltag ungenutzt?

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paddy Lehrkräfte Unterricht KI Höhle der Löwen Lukas, Tobias und Matty bei der TV Sendung "Die Höhle der Löwen" Bildcredits/Fotograf: VOX, Foto: RTL / Stefan Gregorowius
Lukas, Tobias und Matty bei der TV Sendung "Die Höhle der Löwen" Bildcredits/Fotograf: VOX, Foto: RTL / Stefan Gregorowius

paddy entwickelt eine KI Plattform für Lehrkräfte im Unterricht und wird am 13. April in der Sendung Die Höhle der Löwen pitchen.
Das Unternehmen bringt künstliche Intelligenz in den Schulalltag und unterstützt Lehrkräfte dabei, ihren Unterricht effizienter, individueller und zeitgemäßer zu gestalten.

Wie ist das Startup entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Die Idee zu paddy ist sehr direkt aus der Praxis entstanden. Gegründet wurde paddy von Lukas Portmann, Tobias Schröder und Matty Frommann.
Wir sind selbst Lehrerkinder und haben schon früh gesehen, wie überfordert viele Lehrkräfte im Alltag sind, gerade wenn es um Digitalisierung geht.
Während der Corona-Zeit haben wir dann angefangen, Schulen zu unterstützen und Fortbildungen für Lehrkräfte zu geben. Damals noch als Schüler. Wir hatten die Idee und haben einfach gemacht.
Wir standen mit 17 mit unseren Eltern im Amtsgericht und haben die erste Firma gegründet. Über die Zeit haben wir tausende Lehrkräfte begleitet und extrem viel Feedback gesammelt.
2024 ist daraus dann die Idee für paddy entstanden, eine KI-Plattform, die genau die Probleme löst, die wir in hunderten Fortbildungen immer wieder gesehen haben.

In welcher Branche ist paddy tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

paddy ist im Bereich EdTech tätig und ermöglicht das volle Potenzial von KI im Bildungsbereich. Das Geschäftsmodell basiert darauf, Lehrkräfte, Schulen und Schulträger mit einer skalierbaren Plattform auszustatten, die den gesamten Unterrichtsworkflow unterstützt.
Dabei kombinieren wir Software, Inhalte und KI zu einer All-in-One-Lösung für den Schulalltag.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung von paddy? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Wir haben in über 500 Fortbildungen den Bedarf direkt gesehen und live miterlebt, wie überlastet Lehrkräfte im Alltag sind und wie wenig Potenzial von KI tatsächlich genutzt wird.
Gleichzeitig gibt es viele Tools, die entweder nicht datenschutzkonform sind, nicht auf Schule zugeschnitten oder schlicht zu teuer.
Die Inspiration kam direkt aus dem Lehrerzimmer. Genau hier setzen wir an und bringen ein Tool, das leistungsstark, datenschutzkonform und wirklich auf den Schulalltag abgestimmt ist.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Das Besondere an paddy ist, dass alles in einem einzigen Chat passiert.
Lehrkräfte können einfach schreiben oder per Sprachnachricht mit paddy interagieren und bekommen direkt passende Ergebnisse.
Im Hintergrund arbeitet ein KI-Agent, der speziell für den Schulkontext entwickelt wurde und verschiedene Inhalte und Formate intelligent kombiniert.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Die Herausforderungen werden immer größer: Lehrkräfte können nicht mehr unterrichten wie vor 10 Jahren. Differenzieren, individueller unterrichten und zeitgemäße Materialien erstellen – all das wird erwartet. Mit paddy geht das schnell und einfach, in einem einzigen Chat. Statt mehrere Tools zu nutzen, läuft alles über einen einzigen Zugang.

Der größte Unterschied ist die Einfachheit und der direkte Mehrwert im Alltag. Lehrkräfte bekommen sofort Ergebnisse, die sie wirklich nutzen können.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Das Produkt wurde sehr eng mit Lehrkräften entwickelt. Wir bilden jede Woche über 100 Lehrkräfte weiter und bekommen dadurch kontinuierlich direktes, ungefiltertes Feedback aus der Praxis. Unsere Entwickler sind regelmäßig selbst in diesen Fortbildungen dabei, sprechen mit Lehrkräften vor Ort und erleben die Herausforderungen live. Diese Nähe zur Zielgruppe ist in dieser Form einzigartig.

So konnten wir paddy kontinuierlich weiterentwickeln und sicherstellen, dass jede Funktion wirklich aus dem Schulalltag heraus entsteht.

Welche Vision verfolgt paddy? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Die Vision ist klar: paddy soll das Standard-Tool für Lehrkräfte werden.Dabei soll paddy nicht nur in der Unterrichtsvorbereitung unterstützen, sondern ein fester Bestandteil des gesamten Unterrichts werden, von der Planung über die Durchführung bis hin zur Auswertung.

Gerade Themen wie Differenzierung, individuelle Förderung und datenbasierte Lernstandsanalyse werden immer wichtiger. Genau hier setzt paddy an und integriert sich tiefer in den Unterrichtsalltag.

Ein zentraler Fokus liegt zudem auf der Zusammenarbeit mit Schulträgern, um einheitliche Lösungen für mehrere Schulen zu schaffen und paddy systematisch in die Fläche zu bringen.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Die Teilnahme ist für uns eine große Chance, das Thema KI im Schulalltag in die breite Öffentlichkeit zu bringen. Viele sprechen über KI – aber nur wenige verstehen, was das konkret für Lehrkräfte bedeutet. Genau das wollen wir zeigen. Gleichzeitig geht es uns darum, die richtigen Partner zu finden, um paddy schneller in die Schulen zu bringen.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Neben Kapital geht es vor allem um Reichweite und strategische Unterstützung. Die Löwen haben einige spannenden Investments in andere Bildungsunternehmen. Daraus können wertvolle Synergien entstehen.

Eine Zusammenarbeit kann helfen, schneller zu wachsen und paddy in mehr Schulen zu bringen.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Unser Ziel ist es, paddy nicht nur als Tool zu etablieren, sondern als festen Bestandteil des modernen Unterrichts. Paddy soll an möglichst vielen Schulen etabliert werden. Der nächste Schritt ist die Zusammenarbeit mit Schulträgern, um die Plattform systematisch auszurollen.

Parallel wird der Bildungscontent erweitert, um die Qualität weiter zu steigern.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Das wichtigste Learning war, einfach zu starten.

Wir haben am Anfang einfach gemacht, manchmal vielleicht auch etwas naiv. Als ChatGPT rauskam, haben wir uns sofort reingefuchst und innerhalb kürzester Zeit erste Schulungen dazu angeboten. Da war bei weitem nicht alles perfekt, aber genau dadurch haben wir extrem schnell gelernt.

Durch dieses Vorgehen haben wir kontinuierlich wertvolles Feedback bekommen und ein viel besseres Verständnis für die echten Probleme entwickelt. Natürlich bekommt man dabei auch mal auf die Nase, es läuft nicht immer alles glatt und es geht ständig auf und ab.

Aber genau das gehört dazu. Perfektion ist am Anfang weniger wichtig als Geschwindigkeit, Nähe zum Nutzer und die Bereitschaft, Dinge einfach umzusetzen und daraus zu lernen.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Wartet nicht auf den perfekten Moment.

Geht früh zu euren Nutzern und versteht ihre Probleme wirklich.

Und baut ein Team, das für die Sache brennt, denn ein Startup ist immer ein Auf und Ab.

Sehen Sie paddy am 13. April 2026 um 20:15 in der Höhle der Löwen

Bild: Lukas Portmann, Tobias Schröder und Matty Frommann bei der TV Sendung „Die Höhle der Löwen“ Bildcredits/Fotograf: VOX, Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Wir bedanken uns bei Matty FrommannLukas Portmann und Tobias Schröder  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Der Longevity Loop für Start-ups 

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Altern Longevity Sense-Omics Gesundheit Forschung. Bild: Ernennung der Botschafter:in der Oberpfalz 2023 Oberpfalz Marketing e. V. Regierung der Oberpfalz Emmeramsplatz Bildcredtis/Fotograf: altrofoto.de

Wie wir durch Sense-Omics den Code des Alterns neu programmieren

Ein Paradigmenwechsel in der Medizin: Altern ist kein Verschleiß, sondern ein Verlust biologischer Information – und damit grundsätzlich beeinflussbar. Für Start-ups, Gründer und Entrepreneure eröffnet sich hier sowohl ein Wachstumsmarkt als auch ein gesellschaftlich und persönlich relevantes Feld.

Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Ära der Gesundheit. Die klassische Sichtweise behandelte den Körper wie eine Maschine: Wenn ein Teil kaputtgeht, wird es repariert oder ersetzt. Diese reaktive Medizin hat zwar die Lebenszeit verlängert, aber häufig um den Preis chronischer Erkrankungen im Alter. Die moderne Longevity-Forschung denkt anders. Unser Körper ist kein Auto, das verschleißt. Er ist ein kybernetisches System, das auf Signale reagiert.

Das Modell des „Longevity Loop“ verbindet Chronobiologie, Molekularbiologie und Umweltpsychologie zu einem zyklischen Ansatz. Im Zentrum steht das Konzept der „Sense-Omics“: sensorische Reize wie Licht, Temperatur, Nahrung oder Klang wirken als epigenetische Befehle, die unsere Zellgesundheit steuern.

Der Systemfehler: Warum die Verschleiß-Theorie nicht ausreicht

Stellen wir uns das Jahr 2040 vor: 78 Jahre chronologisches Alter, aber ein biologisches Alter von 42 – gemessen an Mitochondrienfunktion, Telomerlänge und Gefäßelastizität. Was heute visionär klingt, ist das erklärte Ziel der Rejuvenation-Forschung.

Physikalisch betrachtet ist Altern Entropie: Ordnung zerfällt ohne Energiezufuhr. Biologisch ist es jedoch vor allem Informationsverlust. In jeder Zelle liegt derselbe DNA-Bauplan. Dass eine Hautzelle Haut bleibt, entscheidet die Epigenetik – chemische Markierungen, die Gene regulieren.

Der Harvard-Genetiker David Sinclair vergleicht diesen Prozess mit einer zerkratzten CD: Die Musik – unser genetischer Code – ist noch vorhanden, aber das Abspielen wird durch „epigenetisches Rauschen“ gestört. Zellen verlieren ihre Identität, werden seneszent oder arbeiten fehlerhaft. Ziel des Longevity Loop ist es, dieses Signal wieder zu klären.

Die Biologie der Zeit: Die vier Kräfte des Verfalls

Die sogenannten „Hallmarks of Aging“ lassen sich in vier fundamentale Wirkkräfte bündeln. Bauplan (Instabilität): Genomische Instabilität, Telomerverkürzung und epigenetische Veränderungen schwächen die zelluläre Identität. Antrieb (Energieverlust): Mitochondriale Dysfunktion reduziert die ATP-Produktion und erhöht oxidativen Stress. Reinigung (Müll & Stagnation): Verlust der Proteostase, verlangsamte Autophagie und seneszente „Zombie-Zellen“ führen zu Entzündungsprozessen. Netzwerk (Kommunikationsausfall): Chronisches Inflammaging, Dysbiose des Mikrobioms und eine versteifende extrazelluläre Matrix beeinträchtigen die Systemkommunikation.

Die entscheidende Erkenntnis: Der Körper verfügt über Reparaturmechanismen für all diese Prozesse. Doch in einer Welt permanenter Komfortzonen werden sie zu selten aktiviert. Doch wie wecken wir diese Reparaturmechanismen? Nicht durch Zufall, sondern durch Rhythmus.

Das Betriebssystem: Der Longevity Loop

Das Leben ist oszillierend. Herzschlag, Atmung, Schlaf-Wach-Rhythmus – alles verläuft in Wellen. Wer in der Mitte starr verharrt (Stagnation), stirbt biologisch. Der Longevity Loop basiert auf dem Wechsel zwischen zwei funktionalen Zuständen, die wir täglich durchlaufen müssen:

Phase A (Aktivierung/Tag/Katabolismus) ist die Phase der Leistung und des Energieverbrauchs. Dominante Hormone sind Cortisol, Dopamin und Adrenalin. Ziel ist die Hormesis (Widerstandskraft durch Stress), d. h. wir setzen uns Reizen aus, die dem Körper signalisieren: „Werde stärker.“ Hier darf und soll Verschleiß stattfinden (Mikrotraumata beim Sport, oxidative Last durch Stoffwechsel).

Phase B (Regeneration/Nacht/Anabolismus) ist die Phase der Reparatur und des Aufbaus. Dominante Hormone sind Melatonin, Wachstumshormon (HGH) und GABA. Ziel ist die Wiederherstellung der Homöostase durch den Prozess der Autophagie, DNA-Reparatur und glymphatischen Reinigung. Hier werden die Schäden des Tages behoben.

Das Problem der Moderne ist, dass wir diese Phasen vermischen. Wir haben abends Stress (Cortisol statt Melatonin) und sitzen tagsüber (keine Hormesis). Der Loop stockt. Wir müssen ihn wieder ins Schwingen bringen. Und wie signalisieren wir dem Körper, welche Phase aktiv ist? Über unsere Sinne. Sense-Omics beschreibt die Übersetzung physikalischer Reize in biochemische Prozesse.

Sense-Omics: Die Tastatur unserer Biologie

Licht steuert unseren zirkadianen Rhythmus über melanopsin-sensitive Zellen. Temperaturreize aktivieren Mitochondrien und braunes Fettgewebe. Nahrung und Fasten beeinflussen Sirtuine und andere Langlebigkeits-Gene. Wir sind also keine Opfer unserer Gene. Wir sind Dirigenten, die über Lebensstil entscheiden, welche genetischen Programme aktiv sind.

Daten, Mindset und Sinn

Die Vermessung des Selbst – biologisches Alter, Herzfrequenzvariabilität oder Glukoseverläufe – ermöglicht eine präzisere Steuerung des eigenen Systems. Doch Biologie ist nicht nur Biochemie. Die Nobelpreisträgerin Elizabeth Blackburn zeigt in ihrer Forschung zum Telomer-Effekt, wie stark psychologische Faktoren die chromosomale Gesundheit beeinflussen. Auch Studien von Alia Crum belegen, dass Erwartungshaltungen den Stoffwechsel messbar verändern.

Sinn, Resilienz und soziale Verbundenheit sind keine weichen Faktoren, sondern biologische Einflussgrößen. Einsamkeit erhöht Entzündungsmarker signifikant – Gemeinschaft und Oxytocin wirken dagegen regulierend. Gerade für Entrepreneure, die häufig unter chronischem Stress stehen, wird klar: Mentale Haltung und soziales Umfeld sind Teil jeder Longevity-Strategie.

Fazit: Homo Regenerativus

Der Longevity Loop ist kein starres Regelwerk, er ist eine Anleitung zur Selbstermächtigung. Wer Aktivierung und Regeneration bewusst taktet und Umweltreize gezielt einsetzt, wird vom passiven Patienten zum aktiven Gestalter des biologischen Systems. Altern ist kein unabwendbares Schicksal, sondern zunehmend eine gestaltbare Variable. Für Start-ups und Gründer liegt darin nicht nur persönliches Potenzial, sondern auch ein Zukunftsmarkt mit enormer Relevanz.

Bild: Ernennung der Botschafter:in der Oberpfalz 2023 Oberpfalz Marketing e. V. Regierung der Oberpfalz Emmeramsplatz Bildcredtis/Fotograf: altrofoto.de

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wer entscheidet morgen, welche Innovationen wirklich gewinnen?

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GHARAGE Ventures Start-ups Venture Capital Lennard Niemann von GHARAGE Ventures

Im Interview mit Lennard Niemann von GHARAGE Ventures dreht sich alles um Start-ups, Venture Capital und die Dynamik im Travel Retail Markt

Wie hat dein Weg von der ersten Begeisterung für Start-ups bis zur Rolle als Managing Partner bei GHARAGE Ventures konkret ausgesehen – und welche Entscheidungen waren dabei wirklich richtungsweisend?

Lennard Niemann: Ich komme aus dem Venture Building und habe bereits während meines ersten Studiums erste Performance-Equity-Deals mit Start-ups umgesetzt. Damals ging es vor allem um Branding, Strategie und ein wenig Business Modelling. Nach einigen Jahren in der Agentur- und Beratungswelt sowie diversen internationalen Projekten und Stationen habe ich anschließend den GHARAGE Vision Hub für Gebr. Heinemann aufgebaut: ein Venture-Building- und Venture-Capital-Vehikel im Bereich Travel Retail. Venture Capital und die Zusammenarbeit mit Kunden waren in diesem Kontext sehr erfolgreich, sodass Partnerunternehmen von Gebr. Heinemann angefragt haben, ob sie sich beteiligen könnten. Das war der initiale Impuls, einen Multi-LP-Fonds aufzusetzen. Kurz gesagt: Das eine hat zum anderen geführt.

Du warst zuvor in der Strategie bei Gebr. Heinemann tätig – also in einem sehr etablierten Konzernumfeld. Wie schwierig war es für dich persönlich, diese „Sicherheit“ gegen das Risiko eines eigenen, unabhängigen Fonds einzutauschen?

Lennard Niemann: Das ist nur halb richtig. Ich war nie direkt im Konzern tätig, allerdings in einem Tochterunternehmen, das ich selbst konzipiert habe. Mein Team und ich hatten in dieser Subsidiary wirklich viele Freiheiten und haben enorm viele spannende Dinge gebaut und getestet. Gleichzeitig haben wir den Mutterkonzern auch bei maßgeblichen strategischen Fragestellungen unterstützt. Trotz aller Freiheit war es natürlich ein anderes Maß an Sicherheit, aber so habe ich es nie gesehen. Ich habe schon immer so gearbeitet, als wäre es mein eigenes Business, egal ob als Junior-Stratege oder als Managing Director verschiedener Tochterunternehmen.

Als Berater hast du lange für die großen Automobilunternehmen gearbeitet, was hat dich an dem Travel Retail kosmos gereizt?

Lennard Niemann: Als Berater habe ich mich auf die Automobilbranche konzentriert, weil diese damals die größten Etats hatte. Mit den größten Etats misst man sich automatisch mit den Besten der Welt. Dieses Kompetitive, das Pitchen und das Gewinnen, hat mir in gewisser Weise Spaß gemacht. Aus einer Innovations- und Venture-Capital-Perspektive ist die kleinere und tendenziell geschlossene Industrie des Travel Retail jedoch deutlich spannender. Es gibt hier viele Möglichkeiten, Dinge neu zu denken, und gleichzeitig klare regulatorische und operative Rahmenbedingungen, in denen man sich perfektionieren kann. Für uns als Fonds ist der Zugang zu dieser Industrie ein starker Mehrwert, denn er bietet Start-ups Zugang zu einem Markt, der ohne uns nur sehr schwer erschließbar ist.

Gab es eine Person, ein Projekt oder auch ein Scheitern, das dein Verständnis von Venture Capital nachhaltig geprägt hat?

Lennard Niemann: Es war nicht der eine Moment oder das eine Projekt, sondern viele kleine entlang des Weges. Wobei man sagen kann, dass der Prozess von einem CVC zu einem Multi-LP-Fonds deutlich herausfordernder war als ursprünglich erwartet. Ähnlich verhält es sich mit Menschen. Ich werde täglich von meinem Team geprägt, von jedem Einzelnen. Alle bringen unterschiedliche Skills mit, und im Zusammenspiel werden wir mit jedem Tag, gewissermaßen mit jedem Training, ein Stück besser. Wir wachsen aneinander und prägen uns gegenseitig.

Wenn du heute zurückblickst: Was würdest du deinem jüngeren Ich zu Beginn deiner Karriere im Start-up-Umfeld raten?

Lennard Niemann: Setze Ideen (noch) schneller um.

GHARAGE ist ursprünglich als Vision-Hub von Gebr. Heinemann gestartet und tritt heute mit einem eigenen 40-Millionen-Euro-Fonds deutlich unabhängiger auf. Wie hat sich eure Rolle in dieser Transformation verändert?

Lennard Niemann: Mit Fonds I haben wir den Schritt von einem innovationsgetriebenen Setup hin zu einer unabhängigen Venture-Capital-Plattform vollzogen. Gleichzeitig öffnen wir uns gezielt für weitere strategische Investoren aus den Bereichen Travel und Retail und bauen GHARAGE als globale Plattform weiter aus.

Wie würdest du GHARAGE Ventures heute in drei prägnanten Sätzen beschreiben – und warum habt ihr euch bewusst auf die Schnittstelle von Travel und Retail fokussiert?

Lennard Niemann: GHARAGE Ventures ist eine unabhängige VC-Plattform für Early-Stage-Start-ups im globalen Reise- und Handelsökosystem. Wir investieren in Technologien, die Effizienz, digitale Infrastruktur und Traveller-Experience neu definieren. Unser Fokus liegt auf einer Branche, die stark wächst – und gleichzeitig noch massiv unterdigitalisiert ist.

Ihr positioniert euch als Brücke zwischen Konzernen und Start-ups. Viele Corporate-Programme scheitern genau daran und landen im „Innovation Theater“. Was macht ihr konkret anders?

Lennard Niemann: Wir entkoppeln Innovation und Investment von Beginn an. Investments sollen die fonds-typische Profitabilität liefern, während die technologische Resilienz unserer LPs aus dem Dealflow entsteht und nicht aus den Investments selbst. Man kann sich das wie folgt vorstellen: Angenommen, wir sehen 1.000 Start-ups pro Jahr. Davon sind nur etwa 1 % für ein Investment geeignet, während rund 20 bis 25 % spannend für eine Zusammenarbeit mit unseren LPs sind.

Was ist für euch ein klares Signal, dass ein Start-up perfekt zu GHARAGE Ventures passt – gibt es so etwas wie einen typischen „GHARAGE-Moment“?

Lennard Niemann: Wir suchen Start-ups, die konkrete Innovationen im Reise- und Handelsökosystem vorantreiben – insbesondere in Bereichen wie Automatisierung, KI-gestützten Workflows, Dateninfrastruktur oder Logistik. Entscheidend ist, dass die Lösungen reale Effizienz- und Skalierungspotenziale schaffen. Ein Beispiel dafür ist file.ai, eines der wenigen Unternehmen, in die wir investiert sind und das mit unserem Anchor-LP Heinemann im Bereich Sales beziehungsweise Supply-Chain-Reconciliation zusammenarbeitet.

Was sind die häufigsten Missverständnisse, die Start-ups über Corporate VCs haben – speziell bei euch?

Lennard Niemann: Dass sie versuchen, strategischen Einfluss zu nehmen, was wahrscheinlich nicht einmal ein Missverständnis ist, sondern in vielen Fällen tatsächlich so zutrifft.

Ihr habt kürzlich einen 40-Millionen-Euro-Fonds gestartet. Wie sieht eure konkrete Investmentstrategie aus – insbesondere in Bezug auf Phasen (Pre-Seed, Seed, Series A)?

Lennard Niemann: Unser Fonds hat ein Volumen von 40 Millionen Euro und fokussiert sich auf Early-Stage-Investments von Seed bis Series A. Insgesamt planen wir rund 30 Beteiligungen entlang der Wertschöpfungskette im Reise- und Handelsumfeld.

Seht ihr euch eher als Investor mit strategischem Mehrwert oder als strategischer Partner mit Kapital – und wie lebt ihr diese Rolle konkret im Alltag?

Lennard Niemann: Corporate Venture Capital ist für unsere LPs eine Art Absicherung, denn seien wir ehrlich: Forschung und Entwicklung ist in der Regel zu langsam, und M&A ist zu teuer. Während Konzerne Technologien in einem logarithmischen Tempo adaptieren, bewegen sich Start-ups exponentiell. Genau hier entfaltet Corporate Venture Capital seine Stärke.

Lennard Niemann: Das knüpft gut an die vorherige Frage an. VC fungiert als strategisches Radar: eine Möglichkeit, neue Verhaltensweisen früh zu erkennen, Zugang zu Technologien zu erhalten, bevor sie den Mainstream erreichen, und mit Agilität sowie minimalem Risiko zu testen und zu lernen. In diesem Kontext, insbesondere im Bereich Handel, sind derzeit KI sowie Automatisierungs- und Robotics-Ansätze die dominierenden Themen.

Gibt es ein Thema, bei dem ihr sagt: Das wird aktuell im VC-Markt überschätzt?

Lennard Niemann: Ich glaube, dass nahezu jedes Thema hier und da vom VC-Markt überschätzt wird, und das ist gut so, denn so gewinnen diese Themen an Geschwindigkeit.

Viele SaaS-Gründer denken bei Travel vor allem an Plattformen wie Booking oder Airlines. Wie erklärst du ihnen das Potenzial von Ökosystemen wie Airports, Duty-Free oder Kreuzfahrten?

Lennard Niemann: Im Jahr 2025 gab es rund 5 Milliarden Flugreisende weltweit. Für das Jahr 2040 prognostizieren konservative Schätzungen etwa 8 Milliarden. In meinen Augen sprechen diese Zahlen für sich.

Welches Geschäftsmodell oder welche Produktidee wird in eurem Segment aktuell unterschätzt – obwohl dort enormes Potenzial liegt?

Lennard Niemann: Leider ein sehr klassisches Thema: Retail Media ist nach wie vor ein gutes Beispiel für einen unterschätzten Revenue-Stream an Flughäfen und entlang der gesamten Traveller Journey.

Airports, Kreuzfahrtschiffe und Duty-Free-Flächen sind stark kontrollierte, geschlossene Ökosysteme. Wie müssen Start-ups ihr Geschäftsmodell konkret anpassen, um in diesen „Closed Environments“ überhaupt skalieren zu können?

Lennard Niemann: Das ist einer der Gründe, warum wir glauben, dass wir als Multi-LP-Fonds noch stärkere Synergien heben können, denn so können sich mehrere Marktteilnehmer auf eine Lösung konzentrieren. Mein Ziel ist es, neue Standards zu schaffen.

Hyper-Personalisierung gilt als einer der größten Hebel im Travel-Bereich – gleichzeitig liegt die Datenhoheit oft bei wenigen großen Playern. Wie können Start-ups in diesem Umfeld überhaupt relevante Datenzugänge aufbauen, ohne abhängig zu werden?

Lennard Niemann: Hyperpersonalisierung ist ohne Frage einer der größten Hebel im Travel-Bereich, aber die eigentliche Frage ist weniger, wer die Daten besitzt, sondern wer den Zugang zum Kunden orchestriert. Genau hier verschiebt sich gerade die Macht. Wir sehen aktuell, dass sich Discovery und zunehmend auch Transaktionen in Richtung LLM-Interfaces verlagern. Das bedeutet, dass Plattformen wie OpenAI, Google oder andere zur neuen Schnittstelle zwischen Nutzer und Angebot werden. Retailer und Marken werden dadurch nicht ersetzt, aber sie werden zunehmend ausgewählt. Und genau diese Logik lässt sich auch auf Travel übertragen. Damit verschiebt sich die Abhängigkeit, weg von klassischen Plattformen hin zu neuen Gatekeepern. Genau dort können sich Start-ups strategisch positionieren.

Wenn du in fünf Jahren auf GHARAGE Ventures zurückblickst: Woran würdest du konkret messen, dass euer Ansatz wirklich funktioniert hat?

Lennard Niemann: Dass wir als profitabler Fonds neue Technologiestandards in der Industrie gesetzt haben.

Welche Rolle spielen Corporate VCs wie GHARAGE künftig im europäischen Start-up-Ökosystem – Ergänzung zu klassischen VCs oder echte Konkurrenz?

Lennard Niemann: VCs mit Corporate LPs bieten deutlich mehr als nur Kapital, nämlich Zugang zur Industrie und in unserem Fall sogar Synergien über mehrere Marktteilnehmer hinweg.

Bildcredit Gharage Ventures

Wir bedanken uns bei Lennard Niemann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie entstehen neue Technologien genau dort, wo Forschung auf Praxis trifft?

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Photonik Startups Digitalisierung Innovation Technologie Bild von links nach rechts: Dr. Robert Kammel (Fraunhofer IOF), Christian Grötsch (Vorstand Jena Digital), Nora Kirsten (OptoNet e. V.), Viktoriya Demchyk (Jena Digital e. V.), Domenique Dölz (Jena Digital e. V.), Anke Siegmund (OptoNet e. V.), Dr. Sebastian Händschke (Fraunhofer IOF), Hans Elstner (Vorstand Jena Digital) Credits: de:Hub Jena

Photonik, Startups und Digitalisierung stehen im Zentrum des dehub Jena und treiben die Entwicklung neuer Technologien und Geschäftsmodelle voran.

Wie würden Sie den de:hub Jena unseren Leserinnen und Lesern vorstellen und welche zentrale Funktion nimmt der Hub im digitalen Innovationsnetzwerk Deutschlands ein?

Der de:hub Jena – Photonics & Digital Experience Platforms – verbindet zwei Stärken, die in Thüringen besonders ausgeprägt sind: weltweit führende Photonik-Forschung und eine wachsende Digitalwirtschaft. Diese beiden Stärken bringen wir in das de:hub-Netzwerk ein. Daneben stärken wir die Schnittstelle im Sinne von “Photonics Enabling Digital Experience Platforms (PDXP)”. Das bedeutet: Technologien aus Optik und Photonik werden gezielt mit digitalen Plattformtechnologien, Künstlicher Intelligenz oder Extended Reality-Ansätzen kombiniert, um neue Produkte und Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Der Hub wird gemeinsam von Jena Digital e. V., dem Photonik-Cluster OptoNet e. V. und dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF mit dem Digital Innovation Hub Photonics (DIHP) getragen. Zusammen repräsentieren diese Netzwerke rund 200 Unternehmen, Startups und Forschungseinrichtungen. Damit ist der de:hub Jena ein zentraler Knotenpunkt im deutschen Digital-Hub-Netzwerk für Deep-Tech-Innovation an der Schnittstelle von Photonik und digitalen Plattformen.

Jena ist bekannt für eine starke Verknüpfung von Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft. Was macht die Region als Standort für einen Digital Hub besonders vielversprechend und welche Alleinstellungsmerkmale zeichnet das lokale Ökosystem aus?

Jena ist seit mehr als 150 Jahren ein High-Tech-Standort. Unternehmen wie ZEISS, SCHOTT oder Jenoptik sind hier entstanden und prägen bis heute die globale Photonik-Industrie. Gleichzeitig hat sich rund um diese Industrien ein außergewöhnlich dichtes Forschungs- und Innovationsökosystem entwickelt.

Mit Einrichtungen wie der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, dem Fraunhofer IOF, dem Leibniz-IPHT, mehreren Max-Planck-Instituten, dem Helmholtz-Institut Jena und dem DLR-Institut für Datenwissenschaften verfügt die Region über eine der höchsten Dichten an wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland. Verbunden mit der geographischen Tallage und den kurzen Wegen im Thüringer Innovationsraum entsteht hier so der typische Valley-Charakter. Diese Innovationsleistung zeigt sich u. a. in den Patentanmeldungen: Im Jahr 2022 kamen in Jena rund 261 Patentanmeldungen auf 100.000 Einwohner – deutlich mehr als der deutsche Durchschnitt von etwa 45.

Der de:hub Jena adressiert spezifische Technologiefelder und gesellschaftliche Herausforderungen. Auf welche Themen oder Branchen legen Sie den Fokus und wie spiegeln diese den Charakter des Standorts wider?

Der Hub konzentriert sich auf Technologien, die besonders stark aus der regionalen Forschungs- und Industrielandschaft hervorgehen. Dazu gehört vor allem Photonik – also Technologien rund um Licht, optische Systeme, Sensorik oder Laser.
Diese Technologien sind zentrale Enabler für viele Zukunftsfelder, etwa Mikroelektronik, Medizintechnik, Raumfahrt, Quantenkommunikation oder autonome Systeme. Gleichzeitig werden sie zunehmend mit digitalen Technologien kombiniert. Deshalb spielen im Hub auch Künstliche Intelligenz, datengetriebene Plattformen, Machine Vision, IoT oder XR-Technologien eine wichtige Rolle.

Gerade diese Verbindung von Deep Tech und digitaler Kompetenz spiegelt die Stärke des Standorts Jena wider. Sie baut auf einer starken technologischen „Heritage“ auf – also auf über 150 Jahre gewachsenem Wissen und industrieller Erfahrung insbesondere in Optik, Photonik und auch im Bereich digitaler Geschäftsmodelle, etwa im E-Commerce. Hier entstehen Innovationen, bei denen hochpräzise photonische Systeme mit Software, Datenanalyse und KI zusammenarbeiten.
Gleichzeitig verstehen wir Photonik und Digital Experience Platforms bewusst als Querschnittstechnologien und Enabler für viele traditionelle Branchen. Unternehmen aus Bereichen wie Maschinenbau, Automotive, Energie, Landwirtschaft, Logistik, Raumfahrt oder Defense nutzen zunehmend Lösungen aus Photonik, Datenplattformen und KI, um ihre Produkte und Prozesse zu digitalisieren. Der de:hub Jena versteht sich daher nicht nur als Plattform für neue Startups, sondern auch als Impulsgeber für die digitale Transformation etablierter Industrien.

In welcher Form begleitet der de:hub Jena Startups bei der Entwicklung ihrer Ideen – von der ersten Validierung bis hin zur Markteinführung und späteren Skalierung?

Ein zentrales Instrument ist der Digital Innovation Hub Photonics (DIHP). Über dieses Programm können Startups direkt mit führenden Forschungseinrichtungen aus der Photonik zusammenarbeiten. Besonders wichtig sind dabei die sogenannten DIHP-Pitches. Hier erhalten ausgewählte Teams Forschungsbudgets in Form mehrerer Personenmonate an den beteiligten Instituten. Dadurch können Startups ihre Ideen gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weiterentwickeln. Diese Zusammenarbeit ermöglicht Startups Zugang zu einzigartiger Forschungsinfrastruktur und hochspezialisiertem Know-how.
Ergänzend profitieren Startups vom Netzwerk der Industriepartner, etwa aus der Photonik-Industrie, der Digitalwirtschaft oder der Medizintechnik. Dadurch entstehen Pilotprojekte, erste Kundenbeziehungen und Möglichkeiten zur Skalierung.

Welche Rolle spielen anwendungsnahe Kooperationen innerhalb des Hubs – etwa mit Forschungseinrichtungen, mittelständischen Unternehmen oder Technologieführern?

Anwendungsnahe Kooperationen sind das Herzstück unseres Innovationsmodells. Deep-Tech-Innovationen entstehen selten isoliert in einem Startup oder einem Institut. Sie entstehen an der Schnittstelle von Forschung, Industrie und Unternehmertum.
Im Thüringer Ökosystem ist diese Zusammenarbeit besonders eng. Forschungseinrichtungen, mittelständische Hidden Champions und internationale Technologiekonzerne arbeiten regelmäßig gemeinsam an Projekten. Der Hub unterstützt diese Kooperationen aktiv, zum Beispiel durch Matching-Formate oder gemeinsame Innovationsprojekte.
Gerade für Startups ist diese Struktur ein großer Vorteil. Sie können ihre Technologien früh mit Industriepartnern testen und schneller in marktfähige Anwendungen überführen.

Welche Initiativen, Formate oder Programme bieten Sie an, um Gründerinnen und Gründern konkrete Impulse zu geben, Netzwerke aufzubauen oder Partner für gemeinsame Projekte zu finden?

Neben dem DIHP gibt es im Thüringer Ökosystem eine Reihe von Formaten, die gezielt auf Startups ausgerichtet sind. Dazu gehört insbesondere der iHUB am Leistungszentrum für Intelligente Signalanalyse und Assistenzsystem (InSignA) in Ilmenau. Der iHUB ist das Schwesterprogramm des DIHP, nur dass der iHUB hauptsächlich Sensorikthemen adressiert. Zudem gibt es das Programm “getstarted2gether” der wirtschaftsnahen Forschungsinstitute in Thüringen. Alle werden vom Freistaat Thüringen finanziert. Zusätzlich gibt es die Investor Days Thüringen oder das Thüringer Regionale Innovationsprogramm für Start-ups (TRIP) der Stiftung für Innovation, Forschung und Technologie (STIFT).

Darüber hinaus organisiert der Hub regelmäßig Hackathons, Meetups, Fachveranstaltungen sowie Mitteldeutschlands erstes KI-Barcamp. In unseren Fachgruppen sowie Meetups bringen wir regelmäßig Entwicklerinnen, Forschende und Gründer zusammen.
Auch internationale Programme spielen eine Rolle. Über Initiativen wie den DIHP, der auch offen ist für internationale Bewerbungen, den International Startup Campus oder internationale Photonik-Netzwerke entstehen Kontakte zu internationalen Gründerteams, Investoren und Technologiepartnern.

Jena ist geprägt von Branchen wie Optik, Photonik, Medizintechnik und Life Sciences. Welche Chancen sehen Sie in der Verbindung dieser klassischen Industriesektoren mit digitalen Geschäftsmodellen und wie unterstützt der Hub dabei?

Photonik ist eine der zentralen Schlüsseltechnologien der digitalen Transformation. Ohne optische Technologien gäbe es viele digitale Anwendungen nicht – von der Halbleiterfertigung bis zur Glasfaserkommunikation.
Wenn diese Technologien mit KI, Softwareplattformen oder Datenanalyse kombiniert werden, entstehen völlig neue Geschäftsmodelle. Beispiele sind KI-gestützte Bildgebung in der Medizintechnik, intelligente Sensorsysteme für Industrieanlagen oder datenbasierte Plattformen für industrielle Anwendungen.
Der Hub unterstützt diese Entwicklung, indem er gezielt Kooperationen zwischen Deep-Tech-Industrien, digitalen Startups und traditionellen Branchen fördert. Ziel ist es, photonische Technologien, KI und Plattformlösungen als Enabler für industrielle Innovation nutzbar zu machen. So entstehen Lösungen für intelligente Produktion im Maschinenbau, datenbasierte Systeme im Energiesektor, autonome Logistikprozesse oder neue Anwendungen in Raumfahrt und Defense. Dadurch entstehen Innovationen, die sowohl technologische Tiefe als auch digitale Skalierbarkeit besitzen und gleichzeitig zur Digitalisierung der Wirtschaft beitragen.

Wie messen Sie den Einfluss und Erfolg Ihrer Aktivitäten – sowohl mit Blick auf die Startups, die Sie begleiten, als auch auf die Entwicklung des regionalen Innovationsstandorts insgesamt?

Der Erfolg eines Innovationsökosystems lässt sich nicht nur an einer Kennzahl messen. Wir betrachten mehrere Faktoren. Dazu gehören die Anzahl neuer Ausgründungen aus Forschungseinrichtungen, Investitionen in Startups oder erfolgreiche Kooperationen zwischen Startups und Industrie.
Auch internationale Förderprogramme sind ein wichtiger Indikator. Startups aus dem Umfeld des Hubs konnten beispielsweise Förderungen aus Programmen wie dem EIC Accelerator oder SPRIND gewinnen.
Darüber hinaus beobachten wir langfristige Effekte: neue Arbeitsplätze im High-Tech-Sektor, internationale Partnerschaften oder erfolgreiche Scale-ups aus der Region.

Digitale Innovation funktioniert zunehmend über Grenzen hinweg. Wie profitieren Startups im de:hub Jena vom Austausch mit anderen de:hub Standorten sowie internationalen Netzwerken und Clustern?

Als Teil der deutschen de:hub Initiative ist Jena mit mehr als 20 Innovationsstandorten in Deutschland verbunden. Dadurch können Startups aus Thüringen sehr schnell Kontakte zu Unternehmen, Investoren oder Forschungseinrichtungen in anderen Technologieregionen knüpfen.
Ein Beispiel sind Kooperationen mit anderen Hubs, etwa in Hamburg. Hier entstehen gemeinsame Innovationsprojekte oder Pilotanwendungen mit großen Industriepartnern, die uns hier in Thüringen zum Teil fehlen.
Darüber hinaus ist der Standort über Netzwerke wie die Global Photonics Alliance international vernetzt. Diese Partnerschaften eröffnen Startups Zugang zu internationalen Märkten, Forschungskooperationen und Investoren.

In welche Richtung soll sich der de:hub Jena mittelfristig weiterentwickeln und welche strategischen Ziele haben Sie für die kommenden Jahre – insbesondere, um die Innovationskraft der Region noch stärker zu entfalten?

Der de:hub Jena nutzt die besondere Kompetenz und technologische „Heritage“ des Standorts in Photonik und Digitalisierung, um daraus neue Deep-Tech-Startups und Innovationen für Deutschland und Europa zu entwickeln. Unser Ziel ist es, Jena als europäischen Deep-Tech-Innovationsraum an der Schnittstelle von Photonik und digitalen Technologien zu positionieren.

Dafür setzen wir auf drei Kernpunkte. Erstens stärken wir gezielt die Verbindung von Photonik und digitalen Technologien. Photonik ist eine Schlüsseltechnologie für Zukunftsfelder wie KI-gestützte Produktion, Medizintechnik, Quantentechnologien oder Raumfahrt. Wenn diese Technologien mit Software, Daten, Künstlicher Intelligenz und Plattformökonomien zusammenkommen, entstehen völlig neue Anwendungen und Geschäftsmodelle.

Zweitens arbeiten wir am Standort an der Stärkung von Gründungs- und Skalierungsstrukturen.

Jena verfügt über exzellente Forschung und starke Industriepartner. Entscheidend wird sein, diese Kompetenz noch stärker zu Ausgründungen zu führen und daraus international erfolgreiche Startups zu entwickeln. Dazu benötigen wir mehr Strukturen an der Schnittstelle von Wirtschaft, Wissenschaft und Gründungen – etwa besseren Zugang zu Kapital, Pilotkunden und internationalen Märkten sowie gemeinsam mit der Wirtschaft entwickelte, hochspezialisierte Begleitprogramme für Startups.
Drittens wollen wir die internationale Sichtbarkeit des Standorts weiter ausbauen. Jena hat weltweit anerkannte Photonik- und Digital-Kompetenz. Der de:hub kann dazu beitragen, diese Stärke international sichtbarer zu machen und neue Partnerschaften mit Innovationshubs, Technologieclustern und globalen Industriepartnern aufzubauen.
Unser Ziel ist klar: Aus der starken Forschungs- und Industriekompetenz des Standorts sollen mehr international erfolgreiche Digital- und Deep-Tech-Startups entstehen.

Bild von links nach rechts: Dr. Robert Kammel (Fraunhofer IOF), Christian Grötsch (Vorstand Jena Digital), Nora Kirsten (OptoNet e. V.), Viktoriya Demchyk (Jena Digital e. V.), Domenique Dölz (Jena Digital e. V.), Anke Siegmund (OptoNet e. V.), Dr. Sebastian Händschke (Fraunhofer IOF), Hans Elstner (Vorstand Jena Digital) Credits: de:Hub Jena

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was macht gute Führung wirklich aus, wenn es darauf ankommt?

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BETTERTRUST Team Führung PR Beratung Wachstum Lukas Knochel BETTERTRUST

BETTERTRUST ist eine PR Boutique, die mit starkem Fokus auf Team und Führung Unternehmen strategisch sichtbar macht

Wie hat sich Ihr persönlicher Weg vom Einstieg in die Agenturwelt bis zur Rolle als CEO von BETTERTRUST entwickelt?

„Ich wusste schon früh, dass ich den Drang in mir trage, Teams zu führen und gemeinsam mit Menschen etwas bewegen zu wollen. Deswegen bin ich zu Bettertrust gekommen. PR und Kommunikationsberatung hat mich fasziniert, also hab ich versucht, schnell von allen Kolleginnen und Kollegen zu lernen.

Dann kamen erste richtige Führungsaufgaben in kleinen Teams mit Werkstudenten und Praktikanten dazu, ehe ich erst die Hälfte und dann das gesamte PR-Team als Führungskraft übernahm. Seit meiner Funktion als Prokurist habe ich parallel die übergeordneten Themen, das Wachstum und die strategische Ausrichtung unserer Agentur zusammen mit unseren Co-CEOs Dr. Christopher Runge und Allan Grap lenken können.“

Was hat Sie in der Anfangsphase 2021, mitten in der Coronazeit, dazu motiviert, Verantwortung zu übernehmen und den Aufbau aktiv mitzugestalten?

„Es gab die Chance, bei Bettertrust eine neue Sparte aufzubauen und bei guter Arbeit ein Team dabei zu formen. Das war meine größte Motivation. Endlich mehr Verantwortung übernehmen, mich beweisen und etwas aufbauen zu dürfen.

Bettertrust war damals noch sehr anders als heute. Jung, dynamisch, wild und auch etwas chaotisch. Da wollte ich dabei sein und im Best Case auch etwas Struktur und Entwicklung reinbringen. Jung, dynamisch und wild sind wir zwar immernoch. Dafür aber ein ordentliches Stück strukturierter.“

Welche entscheidenden Wendepunkte haben BETTERTRUST in den vergangenen fünf Jahren geprägt?

„Wendepunkte per se gab es eher wenige. Viel mehr war es Mut. Mut neue Wege zu gehen. Mut Menschen und Ideen eine Chance zu geben. Das in Verbindung mit dem stetigen Drive hier, sich nie zufriedenzugeben, sondern immer ein Stückchen besser zu werden, sind seit meiner ersten Sekunde hier prägend!“

Was unterscheidet BETTERTRUST heute als Full Service PR Boutique von anderen Agenturen im Markt?

„Wir wollen uns unmittelbar und direkt an Ergebnissen messen lassen. Positive, zielgerichtete Sichtbarkeit ist das, was wir leisten wollen und mit unseren Kompetenzen, unserem Team und unserem stetig wachsenden, facettenreichen Produktportfolio Tag für Tag umsetzen. Für mich persönlich ist die Kombination aus kompetenter Beratung und dem anschließenden direkten Anpacken und Umsetzen dieser Strategien und Ideen unschlagbar.“

Wie gehen Sie als CEO mit den Spannungsfeldern zwischen wirtschaftlichem Druck, Teamführung und unternehmerischer Verantwortung um?

„Wirtschaftlicher Druck kann nur begrenzt beeinflusst werden. In erster Linie verspüre ich Verantwortung dem Team und der Agentur gegenüber dafür zu sorgen, dass wir ein Umfeld und eine Struktur schaffen und wahren, die nachhaltiges Wachstum ermöglicht. Nicht nur im wirtschaftlichen Sinn, sondern auch im persönlichen Wachstum von jeder einzelnen Person bei uns im Team. Gemeinschaft in Verbindung mit Eigenverantwortung ist dabei ein ganz wesentlicher Punkt. Wenn man zusammen Erfolge feiert, aber dabei selbst für sich immer etwas Neues mitnimmt, wird das langfristig zu positivem Wachstum und Zufriedenheit führen.“

Der Alltag als Geschäftsführer bringt Licht und Schatten mit sich. Welche Situationen fordern Sie persönlich am meisten?

„Die richtige Mischung aus Empathie und Klarheit zu finden. Klare, transparente Kommunikation muss der Grundstein sein. Egal, ob es in der internen Kommunikation oder der Kundenkommunikation ist. Hierbei aus Empathie oder Fürsorge manchmal die auch mal unangenehme Wahrheit abzuschwächen oder zu umgehen, steht dem im Weg.“

Wie gelingt es Ihnen, ein Team aus introvertierten und extrovertierten Persönlichkeiten gleichermaßen zu führen und zu motivieren?

„Ob es mir immer gelingt, müssen andere bewerten und sehen sicherlich auch nicht alle gleich. Im Grunde versuche ich die einzelnen Personen auch als solche wahrzunehmen und zu verstehen. Jeder hat andere Bedürfnisse, die gleichermaßen erstmal zu respektieren sind. Ich versuche vor allem klarzumachen, dass das Wichtigste ist, die Sicherheit zu haben, sich zu trauen. Auf eigene Instinkte hören, sich ausprobieren, voneinander lernen aber auch von sich und auch den eigenen Fehlern, die passieren, lernen. Das ist es, was ich allen bei uns mitgeben und vorleben möchte.“

Welche konkreten Strategien helfen Ihnen dabei, in einem zunehmend angespannten PR-Umfeld nachhaltig erfolgreich zu bleiben?

„Beratung und das Verstehen der unternehmerischen Herausforderungen unserer Kunden ist das A und O. Dabei darf auch nicht zu kurz kommen, warum Strategien empfohlen, Maßnahmen umgesetzt oder Themen vorgeschlagen werden. Wenn man dies damit verbindet, dass man trotzdem immer echte, greifbare Ergebnisse im Blick hat und auch erreicht, hat man eine Mischung geschaffen, die jedem Unternehmen hilft.“

Was sind Ihre wichtigsten Learnings aus fünf Jahren Führung in einer besonders dynamischen und fordernden Branche?

„Man darf nie unterschätzen, wie wichtig es ist, sich Zeit zur Reflektion zu geben. Besonders wenn man gerade auf verschiedenen Baustellen Erfolg haben möchte. Frag dich immer selbst erstmal: Habe ich alles getan, damit wir als Team erfolgreich sein können? Schiebe in schweren Phasen nicht die Verantwortung auf andere, sondern fang bei dir selbst an.“

Welche drei Ratschläge würden Sie jungen Führungskräften geben, die in stressintensiven Branchen Verantwortung übernehmen möchten?

„Du bist in den seltensten Fällen die wichtigste Person.

Lerne zu verstehen, welche Stärken Menschen um dich herum einbringen können und gib ihnen den Raum diese einzusetzen und selbst zu wachsen. Ziehe eigene Anerkennung und Motivation aus dem Erfolg deiner Kolleginnen und Kollegen.

Es ist nicht deine eigene Leistung, die dich zur guten Führungskraft machen, sondern deine Fähigkeit Menschen in deinem Team ein Umfeld zu bieten, in dem sie sich selbst weiterentwickeln und entfalten können.“

Bildcredits BETTERTRUST

Wir bedanken uns bei Lukas Knochel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Fast unsichtbar, spürbar freier

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Nasenatmung verbessern mit VENTICROSS Nasenspreizer Bild:VentiCross v.l.Carolin Abraham,Ralf Dümmel, Heidi Depner, Ignasi Selga Bildcredits/Fotograf: RTL Bernd-Michael Maurer

VENTICROSS erleichtert die Nasenatmung

Millionen Menschen in Deutschland kämpfen mit Atemproblemen, viele davon mit einer eingeschränkten Nasenatmung, ob dauerhaft oder situativ. Wer schlecht durch die Nase Luft bekommt, kennt die Folgen: unruhiger Schlaf, mehr Mundatmung, ein trockener Rachen am Morgen und tagsüber oft das Gefühl, nicht richtig „durchzuatmen“. Genau hier setzt VentiCross an: ein Nasenspreizer (Nasendilatator) aus flexiblem Silikon, der die Nasenflügel sanft erweitert und so die Nasenatmung erleichtern kann. Das Besondere: VENTICROSS ist so konzipiert, dass er im Alltag kaum auffällt. Tagsüber im Büro, unterwegs oder beim Sport, genauso wie nachts.

Die Idee hinter VENTICROSS

Die Idee entstand aus persönlicher Betroffenheit und technischem Ehrgeiz. Ignasi Selga Marti (46), Maschinenbauingenieur und seit über zehn Jahren in einer Führungsposition als Entwicklungsingenieur tätig, nutzt seit mehr als 15 Jahren Nasenspreizer, besonders in der Pollensaison. Während der Corona Zeit im Homeoffice trug er sie erstmals auch tagsüber und merkte, wie stark sich eine bessere Sauerstoffzufuhr auf Konzentration und Leistungsfähigkeit auswirken kann. Gleichzeitig störte ihn, dass viele Lösungen sichtbar sind, einen auffälligen Steg haben oder im Alltag schlicht unpraktisch wirken. Also begann er zu tüfteln, bis aus dem Wunsch nach mehr Luft und weniger Sichtbarkeit ein Produkt wurde.

Medizinische Expertise und starkes Team

Ein zentraler Baustein im Gründerteam ist Dr. med. Carolin Abraham (44): promovierte Fachärztin für Unfallchirurgie und Orthopädie, leidenschaftliche Medizinerin und zudem mit Erfahrung aus einem Labor für Schlafmedizin und Schnarch Therapie, in dem sie während ihres Studiums gearbeitet hat. Sie kennt daher die negativen Auswirkungen von Mundatmung und Schnarchen auf die Gesundheit. Denn: Mehr Nasenatmung statt Mundatmung wird nicht nur von vielen als angenehmer empfunden, sondern hat in vielerlei Hinsicht positive Effekte auf die langfristige Gesundheit. Ergänzt wird das Team durch Heidi Depner (41), die seit über 20 Jahren in der Automobilindustrie tätig ist und als Mitgründerin unter anderem Markenauftritt, Website, Packaging und eine Crowdfunding Kampagne mit aufgebaut hat.

Produkt und Anwendung im Alltag

Produktseitig setzt VENTICROSS auf ein klares Unterscheidungsmerkmal: Der Nasenspreizer kommt ohne sichtbaren Verbindungssteg aus, wie man ihn bei vielen Konkurrenzprodukten sieht. Stattdessen besteht er aus zwei separaten, ergonomisch geformten Silikoneinsätzen, die unauffällig in den Nasenöffnungen sitzen und das Produkt nahezu unsichtbar machen. VENTICROSS gibt es im Multi Size Set, damit Kundinnen und Kunden die passende Größe testen können, inklusive praktischer Aufbewahrungsbox. Anwendbar ist das Produkt Tag und Nacht bis zu 12 Stunden maximale Tragedauer ohne Unterbrechung. Zudem kann VENTICROSS helfen, Schnarchgeräusche zu verringern, insbesondere wenn verengte Nasengänge die Ursache sind.

Auftritt in der Höhle der Löwen

Mit dieser Mischung aus technischer Entwicklung, medizinischer Einordnung und klarer Alltagstauglichkeit trat das Team in der VOX Gründer Show Höhle der Löwen an und erlebte einen Pitch, der ihnen besonders in Erinnerung bleibt: Gleich zwei Löwen signalisierten Interesse. Am Ende entschied sich das Gründerteam für Ralf Dümmel als Partner und sicherte sich den Deal.

„VENTICROSS steht für etwas ganz Einfaches: freier durch die Nase atmen, ohne dass es im Alltag auffällt. Wir haben Technik, Medizin und Business bewusst zusammengebracht, um eine Lösung zu entwickeln, die angenehm zu tragen ist, nahezu unsichtbar bleibt und vielen Menschen Tag und Nacht spürbar helfen kann. Unser Anspruch ist klar: weniger Mundatmung, mehr Nasenatmung, mehr Lebensqualität.“

Ignasi Selga Marti, Dr. med. Carolin Abraham & Heidi Depner, Gründerteam VENTICROSS

Stimme des Investors

„Viele Menschen bekommen schlecht Luft durch die Nase. VENTICROSS ist eine nahezu unsichtbare Lösung, die die Nasenflügel sanft öffnet und damit die Nasenatmung erleichtern kann, tagsüber genauso wie nachts. Das ist ein Problemlöser, weil es so viele betrifft. Und mich hat nicht nur das VENTICROSS überzeugt, sondern das Team dahinter: Ignasi mit seiner Ingenieurs Power, Dr. med. Carolin Abraham mit der medizinischen Einordnung und Heidi mit dem klaren Blick fürs Business. Die drei haben gezeigt: Sie verstehen das Problem, sie haben die Lösung sauber entwickelt und jetzt kann vielen Menschen damit geholfen werden. Einfach stark.“

Ralf Dümmel
Investor und Gesellschafter der DS Gruppe

VENTICROSS ist aktuell unter www.venticross.com für 9,99€ und im Handel erhältlich.

Bild:VentiCross v.l.Carolin Abraham,Ralf Dümmel, Heidi Depner, Ignasi Selga Bildcredits/Fotograf: RTL Bernd-Michael Maurer

Ein Problem, das jeder kennt und trotzdem niemand löst

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NBH-Systems Produkte Techniker Arbeitsalltag Lösung founder team bild

NBH-Systems entwickelt Produkte für Techniker und verbessert den Arbeitsalltag im mobilen Einsatz

Wie ist NBH-Systems entstanden und wer steht hinter dem Unternehmen?

NBH-Systems ist direkt aus der Praxis entstanden. Mein Geschäftspartner Dorian Tobollik ist selbst Systemtechniker und hat mit dem MagFlex Pro eine Lösung entwickelt, weil er das Problem aus seinem eigenen Arbeitsalltag kennt. Von Servicetechniker für Servicetechniker. Ich kenne Dorian schon länger und habe mich mit meinem Fokus auf Marketing und Vertrieb eingebracht. Während er das Produkt entwickelt und produziert, kümmere ich mich um den Aufbau des Unternehmens und den Markt.

Welche konkreten Herausforderungen aus dem Arbeitsalltag von Technikern haben zur Gründung von NBH-Systems geführt?

Im Arbeitsalltag fehlt Technikern häufig ein stabiler Arbeitsplatz direkt am Einsatzort. Laptops werden abgelegt, gehalten oder improvisiert genutzt. Das führt zu ineffizientem Arbeiten, unnötigen Unterbrechungen und erhöhtem Risiko für Beschädigungen. Dieses Problem zeigt sich branchenübergreifend: bei Servicetechnikern im Außeneinsatz, in der Industrie und Instandhaltung direkt an Maschinen, im Schaltschrankbau, im IT-Service vor Ort, in der Prüf- und Messtechnik sowie in Werkstätten. Überall dort, wo mobil gearbeitet wird, fehlt oft eine einfache und praxistaugliche Lösung für den Laptop-Einsatz. Genau diese wiederkehrende Situation war der Auslöser für die Gründung von NBH-Systems.

Welche Vision verfolgt NBH-Systems und wie soll diese in den kommenden Jahren umgesetzt werden?

Unsere Vision ist es, den mobilen Arbeitsplatz im technischen Service grundlegend zu verbessern und in unseren Zielbranchen als verlässlicher Partner wahrgenommen zu werden. Mit dem MagFlex Pro wollen wir eine Lösung etablieren, die für Techniker im täglichen Einsatz selbstverständlich wird und regelmäßig genutzt wird. Dabei geht es uns nicht nur um ein einzelnes Produkt, sondern um einen klaren Standard für effizientes und professionelles Arbeiten direkt an Maschinen und Anlagen. Unser Ziel ist, dass Techniker sich auf eine einfache und funktionierende Lösung verlassen können. In den kommenden Jahren setzen wir darauf, unsere Produkte kontinuierlich aus der Praxis heraus weiterzuentwickeln, neue Einsatzbereiche zu erschließen und unsere Position als praxisorientierter Lösungsanbieter im technischen Umfeld auszubauen.

Welche Zielgruppe spricht NBH-Systems an und wie stellt ihr sicher, dass eure Produkte deren Anforderungen wirklich erfüllen?

Unsere Zielgruppe sind Servicetechniker, Instandhalter und technische Fachkräfte, die mobil an Maschinen, Anlagen oder im direkten Kundeneinsatz arbeiten. Dazu zählen unter anderem Bereiche wie Industrie und Instandhaltung, Schaltschrankbau, IT-Service, Prüf- und Messtechnik sowie Werkstätten. Entscheidend für uns ist die enge Nähe zur Praxis. Da das Produkt direkt aus dem Arbeitsalltag entstanden ist, kennen wir die Anforderungen sehr genau. Zusätzlich stehen wir im Austausch mit Anwendern aus verschiedenen Branchen und lassen deren Feedback direkt in die Weiterentwicklung einfließen.

So stellen wir sicher, dass unsere Lösungen nicht theoretisch gedacht sind, sondern im täglichen Einsatz wirklich funktionieren und einen spürbaren Mehrwert bieten. Wir arbeiten schon heute an der Weiterentwicklung und sind dankbar für jedes Feedback aus dem Arbeitsalltag.

Wie fließen praktische Erfahrungen aus dem Einsatz in die Weiterentwicklung eurer Lösungen ein?

Neben klassischen Referenzen, wie sie viele Anbieter haben, ist für uns vor allem der direkte Kontakt zu den Anwendern entscheidend. Das persönliche Feedback aus dem täglichen Einsatz hat für uns einen besonders hohen Stellenwert. Jede Branche und jeder Einsatzbereich bringt eigene Anforderungen mit sich. Deshalb ist es für uns wichtig, kontinuierlich zuzuhören und diese Rückmeldungen in die Weiterentwicklung unserer Produkte einfließen zu lassen. So stellen wir sicher, dass sich unsere Lösungen gemeinsam mit den Anforderungen im Markt weiterentwickeln und langfristig im Arbeitsalltag bestehen.

Was macht NBH-Systems im Vergleich zu anderen Anbietern in diesem Bereich besonders?

Wir lösen ein konkretes Praxisproblem und konzentrieren uns auf einfache, funktionale Lösungen, die im Arbeitsalltag zuverlässig funktionieren. Es gibt zwar unterschiedliche Ansätze am Markt, aber keine vergleichbare Lösung in dieser Form. Genau deshalb haben wir unsere Entwicklung auch patentieren lassen. Unser Anspruch ist es, eine eigenständige und durchdachte Lösung zu bieten, die sich klar von bestehenden Alternativen abhebt. Ein zentraler Punkt ist für uns Qualität und Produktion. Wir setzen bewusst auf „Made in Germany“, um eine hohe Verlässlichkeit und Langlebigkeit sicherzustellen. Das zeigt sich auch in der Praxis: Wir haben bisher rund 800 Produkte im Einsatz und bislang keine Reklamationen oder Retouren. Unser Fokus liegt darauf, dass das Produkt nicht nur gut aussieht, sondern im täglichen Einsatz überzeugt und von Technikern wirklich geschätzt wird.

Mit welchen Herausforderungen seid ihr beim Aufbau von NBH-Systems konfrontiert und wie geht ihr damit um?

Wie viele junge Unternehmen stehen auch wir vor den klassischen Herausforderungen in den Bereichen Aufbau, Struktur und Wachstum. Zusätzlich bringt ein Hardware-Produkt besondere Anforderungen in Produktion, Qualität und Vertrieb mit sich. Ein zentraler Punkt für uns ist der Vertrieb im B2B-Umfeld. Hier spielen Sichtbarkeit und Vertrauen eine entscheidende Rolle. Unser Produkt funktioniert im Einsatz zuverlässig und überzeugt in der Praxis, aber der Zugang zu Unternehmen und etablierten Strukturen ist oft mit hohen Hürden verbunden. Aktuell stehen wir im Austausch mit größeren Kunden, die unser Produkt testen und prüfen. Wir sehen darin eine große Chance für den nächsten Schritt und hoffen, dass sich daraus weitere Türen öffnen.

Was uns zusätzlich auszeichnet: Wir haben unsere bisherigen Verkäufe komplett ohne klassische Marketingmaßnahmen erreicht. Das zeigt uns, dass das Produkt über die Anwendung und Weiterempfehlung funktioniert. Deshalb gehen wir bewusst Schritt für Schritt vor, bauen Vertrauen über reale Einsätze auf und entwickeln uns eng am Markt weiter.

Welche Rolle spielen Effizienz und Praxistauglichkeit bei der Entwicklung eurer Produkte?

Effizienz und Praxistauglichkeit sind für uns die entscheidenden Faktoren in der Entwicklung. Unsere Produkte müssen im Arbeitsalltag sofort funktionieren, ohne zusätzliche Anpassungen oder komplizierte Handhabung. Gerade im technischen Service zählt jede Minute. Wenn ein Techniker an einer Maschine arbeitet, muss der Arbeitsplatz schnell verfügbar, stabil und zuverlässig sein. Genau darauf ist unser Produkt ausgelegt. Unser Anspruch ist es, Lösungen zu entwickeln, die nicht theoretisch gut sind, sondern im täglichen Einsatz einen klaren Mehrwert bieten und Arbeitsprozesse spürbar vereinfachen.

Warum ist euch der Fokus auf Qualität und Produktion besonders wichtig?

Unsere Produkte werden im täglichen Einsatz unter realen Bedingungen genutzt. Gerade im industriellen Umfeld müssen sie zuverlässig funktionieren und auch bei häufiger Nutzung bestehen. Qualität ist für uns deshalb kein Zusatz, sondern Voraussetzung. Ausfälle oder Probleme im Einsatz würden direkt den Arbeitsablauf stören. Genau das wollen wir vermeiden. Deshalb setzen wir bewusst auf eine hochwertige Produktion und „Made in Germany“. So stellen wir sicher, dass unsere Produkte langlebig, belastbar und im Alltag verlässlich sind.

Welche nächsten Schritte plant NBH-Systems und worauf liegt aktuell euer Fokus?

Aktuell liegt unser Fokus stark auf Sichtbarkeit und dem weiteren Markteintritt. Derzeit haben wir noch die Möglichkeit, mit nahezu jedem Kunden in den direkten Austausch zu gehen, Feedback zu sammeln und unsere Produkte kontinuierlich zu optimieren. Diese Nähe zur Praxis ist für uns ein großer Vorteil. Gleichzeitig ist unser Ziel, NBH-Systems wirtschaftlich weiterzuentwickeln. Aktuell arbeiten wir beide noch parallel in unseren Jobs und investieren Zeit und Ressourcen vollständig in das Unternehmen. Gewinne werden konsequent reinvestiert, um den nächsten Schritt zu ermöglichen. Langfristig möchten wir NBH-Systems so aufbauen, dass wir uns vollständig darauf konzentrieren können und das Unternehmen nachhaltig wächst und wirtschaftlich erfolgreich ist.

Welche Learnings habt ihr auf eurem bisherigen Weg gesammelt und was würdet ihr heute anders angehen?

Ein wichtiges Learning für uns ist, wie entscheidend eine gute Vorbereitung ist. Wir sind seit Ende Januar am Markt und haben im Vorfeld viele Dinge strukturiert geplant, was uns den Start deutlich erleichtert hat. Mir persönlich hat dabei auch meine eigene Erfahrung aus früheren Gründungen sowie die Begleitung anderer Gründer in meinem weiteren Unternehmen geholfen. Viele grundlegende Themen waren dadurch bereits klar und konnten von Anfang an sauber umgesetzt werden. Gleichzeitig haben wir gemerkt, dass es gerade im Bereich Bürokratie und formale Anforderungen immer wieder Hürden gibt, auf die man sich nur teilweise vorbereiten kann. Einige Themen hätten wir im Nachhinein früher angehen können, andere liegen außerhalb des eigenen Einflusses. Ein weiterer wichtiger Punkt ist für uns die Kombination aus Produkt und Vertrieb. Die Grundlage stimmt, jetzt liegt der Fokus klar darauf, Sichtbarkeit aufzubauen und zu skalieren.

Welche drei konkreten Tipps gebt ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg?

Ein echtes Problem lösen und nicht nur eine Idee verfolgen. Produkte, die aus der Praxis entstehen, haben die größte Chance auf Erfolg.

Frühzeitig an Sichtbarkeit und Vertrieb denken. Ein gutes Produkt allein reicht nicht, der Zugang zum Markt ist entscheidend.

Den Markt sauber analysieren, realistisch kalkulieren und strukturiert planen. Die Zahlen müssen von Anfang an passen, sonst wird es später schwierig.

Bildcredits @ NBH-Systems

Wir bedanken uns bei Timo Hartig für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Steht die Logistik vor einer Zukunft, in der KI die Entscheidungen trifft?

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de:hub Dortmund Logistics über Logistik und KI Logistikbude_Michael ten Hompel

de:hub Dortmund Logistics vernetzt Logistik, KI und Startups, um neue digitale Lösungen für moderne Lieferketten zu entwickeln

Wie würden Sie den de:hub Dortmund – Logistics unseren Leserinnen und Lesern vorstellen und welche Rolle spielt der Hub speziell beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Logistik?

Der Logistics Hub in Dortmund ist zentraler Teil eines einzigartigen Ökosystems, in dem Wissenschaft, Industrie, Start ups und offene Technologieinitiativen systematisch zusammenarbeiten. 2021 wurde Dortmund von der EU zur europäischen Innovationshauptstadt ernannt European Capital of Innovation Awards – damals wie heute folgen wir dem Paradigma: Dortmund Stadt der Nachbarn. Dies beschreibt den typischen Dortmunder Willen, unbedingt etwas gemeinsam auf den Weg zu bringen und das in dem im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlosen Vertrauen, gemeinsam die Welt ein Stück in die richtige Richtung zu bewegen. Wirft man einen Blick auf die unmittelbare Nachbarschaft des Logistics Hub in Dortmund, so wird das weltweit einmalige Ökosystem deutlich, in dem mehr als tausend Menschen an der Zukunft der Logistik arbeiten.

Digital Hub Management GmbH als Orchestrator des Innovationsökosystems Logistik + IT
Fraunhofer IML als größtes Logistikinstitut Europas
Fraunhofer ISST als weiterer Kompetenzträger im Bereich IT
TU Dortmund mit den Logistik Lehrstühlen und der bedeutenden Informatik Fakultät
Lamarr Institut für Maschinelles Lernen und KI mit internationaler Spitzenforschung
Open Logistics Foundation als Plattform für Open Source Standards in der Logistik
International Data Spaces Association als Initiative für souveränen Datenaustausch
Digital Hub Logistics e.V. als Netzwerkstruktur
Das EU Projekt European Digital Innovation Hub Dortmund EDIH DO, welches KMU bei der digitalen Transformation und KI Adoption unterstützt
Leistungszentrum Logistik + IT
Technologiezentrum Dortmund TZDO mit einer aktiven Start up Community und der Verortung von zahlreichen IT und Technologieunternehmen und einem neuen Gebäude als Zentrum für Logistik und IT
Centrum für Entrepreneurship und Transfer CET der TU Dortmund

Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass Logistik nur dann nachhaltig digitalisiert und gestaltet werden kann, wenn Forschung, technische Entwicklung und Unternehmertum an einem Ort stattfinden. Und das ist ein ganz entscheidender Faktor, denn Innovation entsteht heute in agilen Teams, deren Zusammensetzung sich im Laufe einer Entwicklung immer wieder ändert. Das Geheimnis des Erfolges ist es, viele Menschen mit unterschiedlichem Erfahrungshintergrund und aus verschiedenen Fachrichtungen zu finden, die der Wille eint, neue Technologien und Methoden zu gestalten, die die Welt ein wenig besser machen. Im Dortmunder Logistics Hub muss man keine fünf Minuten gehen, um mehr als tausend solcher Menschen zu finden.

Der Logistics Hub Dortmund bietet eine Fülle unterschiedlicher Formate, die bei der Suche nach geeigneten Fachleuten, Start ups oder Industriepartnern helfen. Zum Beispiel im Bereich der Künstlichen Intelligenz fungiert der Hub auch als Integrator: KI wird hier nicht isoliert betrachtet, sondern als Bestandteil eines digitalen Kontinuums – von autonomen Softwareagenten über Smart Contracting bis hin zu humanoider Robotik in Distributionszentren. Der Hub schafft die strukturellen Voraussetzungen, damit KI Lösungen nicht im Labor verbleiben, sondern in realen Supply Chains wirksam werden.

Künstliche Intelligenz gilt als Schlüsseltechnologie für effizientere und resilientere Lieferketten. Warum ist Dortmund aus Ihrer Sicht ein besonders geeigneter Standort, um KI basierte Logistiklösungen zu entwickeln und zu erproben?

Nützliche Künstliche Intelligenz entsteht nicht nur in der Logistik erst in ihrer Anwendung, wenn sie sich über Sensoren und Aktoren mit der jeweiligen Umgebung im Labor oder im Betrieb in Verbindung setzt und lernt. Das gilt für humanoide Roboter ebenso wie für die Software Agenten im Management. In Dortmund haben wir die einmalige Situation, dass wir an einem Ort einerseits die Forschung und Entwicklung von den Grundlagen im Lamarr Institut über die Anwendung im Fraunhofer IML und den Communities der Open Logistics Foundation bis zur betrieblichen Nutzung in Start ups, Start ins und in über hundert Firmenkooperationen im Digital Hub Verein, in Enterprise Labs und vielen Projekten aufgebaut haben.

Andererseits bilden wir die Logistik selbst vollständig ab: vom Sensor MotionMiners, 5G und 6G über den Ladungsträger Logistikbude, intelligente Tonne ITCpro, den Transport LoadRunner bis zum Supply Chain Management. Es gibt keine weißen Flecken in der logistischen Innovationslandkarte im Dortmunder Logistics Hub. So wird KI nicht nur entwickelt, sondern systemisch in Wertschöpfungsnetzwerke integriert.

In welchen Bereichen der Logistik sehen Sie aktuell den größten Hebel für KI Anwendungen, etwa in der Routenoptimierung, Nachfrageprognose, Lagerlogistik oder im Risikomanagement von Lieferketten?

In der Logistik geht es darum, Dinge vernünftig zu bewegen. Auf dem Shopfloor werden dazu schon heute Schwärme intelligenter, autonomer Roboter AMR eingesetzt. In naher Zukunft werden humanoide Roboter hinzukommen und den Menschen an vielen einfachen Arbeitsplätze in der Logistik ersetzen. Auf der Straße werden wiederum autonome Lkw fahren. Die Technik dafür halten wir in Händen und Elon Musk et al. haben für dieses Jahr Humanoide für Leasingraten weit unter dem deutschen Mindestlohn angekündigt.

Was die KI im Supply Chain Management betrifft, folge ich Roland Busch, Vorstandsvorsitzender von Siemens, der zur Eröffnung der Hannover Messe 2025 formulierte: Die nächste Generation von Managern wird ein Team aus Menschen und KI Agenten führen.

In diesem Sektor liegen die größten Hebel dort, wo Komplexität auf Dynamik trifft:
automatisierte Ausschreibungs und Verhandlungsprozesse RFQ,
Echtzeit Routenoptimierung,
Nachfrage und Kapazitätsprognosen,
Batch Optimierung in der Kommissionierung,
Risiko und Störungsmanagement in globalen Lieferketten,
um nur einige Beispiele im Supply Chain Management zu nennen.

Wie unterstützt der de:hub Dortmund – Logistics Startups dabei, KI Lösungen für reale logistische Herausforderungen zu entwickeln, zu testen und gemeinsam mit Industriepartnern in die Praxis zu bringen?

Startups profitieren von:
direktem Zugang zu Industriepartnern,
realen Testfeldern und den Enterprise Labs im Fraunhofer IML,
Open Source Daten und Standardisierungsinfrastruktur über International Data Spaces und Open Logistics Foundation,
wissenschaftliche Unterstützung durch das Lamarr Institut,
räumlicher Einbindung und Infrastruktur im TzDo,
und vor allem durch die systematische Vernetzung durch die Digital Hub Management GmbH.

Um der weiterhin wachsenden Nachfrage von Unternehmen gerecht zu werden, die sich vor Ort im Dortmunder Ökosystem engagieren wollen, hat das Technologiezentrum Dortmund TZDO jüngst das Zentrum für Logistik und IT ZLI gebaut Einweihung im Sommer 2026. Es liegt direkt gegenüber vom Fraunhofer IML und wird die Digital Hub Management Gesellschaft und bestehende und neue Start ups und Start ins ebenso aufnehmen wie Forschungs und Entwicklungsabteilungen. Es gibt über 8.500 m² Bruttogeschossflächen und eine Halle zum gemeinsamen Experimentieren. Damit rückt die ganze Innovationskette noch näher zusammen. Das ZLI ist eine Anlaufstelle für alle Unternehmen, die darüber nachdenken, wie sie sich an der aktuellen Entwicklung rund um Künstliche Intelligenz und Logistik beteiligen können.

Und diese Entwicklung verläuft exponentiell, denn KI programmiert zunehmend seine eigenen Anwendungen und am Ende sich selbst. Dauerte ein klassischer Innovationszyklus noch drei Jahre, so sprechen wir heute vielleicht von ein paar Monaten – manchmal nur noch von ein paar Wochen. Dieser Wandel ist fundamental und unumkehrbar. Wir werden niemals in die langsame Welt ohne KI zurückkehren. Immer mehr Unternehmen erkennen, dass sie dieser Dynamik nicht mehr allein gerecht werden können und kommen nach Dortmund.

Logistik ist stark datengetrieben. Welche Rolle spielen Datenverfügbarkeit, Datenqualität und Datensicherheit bei KI Projekten im Hub und wie helfen Sie Startups, mit diesen Anforderungen umzugehen?

Daten sind die Grundlage jeder KI Anwendung. Gleichzeitig ist Datensouveränität in der Logistik essenziell. Hier spielt die International Data Spaces Initiative eine Schlüsselrolle: Sie ermöglicht sicheren, kontrollierten Datenaustausch zwischen Partnern. Auch dieser Aspekt wird im Logistics Hub nicht nur mitgedacht, sondern konkret und Open Source umgesetzt.

Welche Formate oder Kooperationsmodelle nutzen Sie, um KI Startups mit etablierten Logistikunternehmen, Verladern oder Infrastrukturanbietern zusammenzubringen?

Wir arbeiten mit:
Venture Client Modellen,
Innovationspartnerschaften,
offenen Pilotprojekten,
Open Source Entwicklungsprojekten,
Co Creation Workshops zwischen Startups und Corporates.

Gerade im Zusammenspiel von Open Logistics Foundation und Digital Hub entsteht ein Umfeld, in dem neue Standards gemeinsam entwickelt werden können – statt proprietärer Insellösungen.

Nachhaltigkeit und Effizienz stehen zunehmend im Fokus der Branche. Wie kann KI aus Ihrer Sicht dazu beitragen, Emissionen zu reduzieren, Ressourcen besser zu nutzen und Logistikprozesse nachhaltiger zu gestalten?

KI kann:
Transportwege optimieren,
Leerfahrten reduzieren,
Energieverbräuche senken,
Lagerprozesse effizienter gestalten,
Ressourcenbedarfe präziser prognostizieren.

Insbesondere in Kombination mit IoT und Smart Contracts entstehen geschlossene Feedbacksysteme, die Emissionen systematisch reduzieren können.

Welche technologischen Entwicklungen im Bereich KI und Logistik beobachten Sie derzeit besonders aufmerksam und wo erwarten Sie in den kommenden Jahren die größten Veränderungen?

Drei Entwicklungen sind zentral:
Autonome KI Agenten,
Humanoide Robotik in der Intralogistik,
Semantische Schnittstellen für maschinelles Verhandeln.

Wir stehen am Übergang vom digitalen Prozess zur digitalen Handlungsfähigkeit.

Wie messen Sie den Erfolg von KI Innovationen im de:hub Dortmund – Logistics, sowohl in Bezug auf wirtschaftlichen Nutzen als auch auf die tatsächliche Verbesserung von Logistikprozessen?

Erfolg wird gemessen an:
realisierten Pilotprojekten,
Skalierung in industrielle Prozesse,
Produktivitätssteigerung,
Nachhaltigkeitskennzahlen,
Anzahl wachsender Startups,
Etablierung offener Standards.

Nicht Proof of Concept ist entscheidend, sondern Marktdurchdringung.

Welche Ziele verfolgen Sie für den weiteren Ausbau des de:hub Dortmund – Logistics im Bereich Künstliche Intelligenz und wie soll sich der Standort langfristig positionieren?

Langfristig soll Dortmund als europäisches Zentrum für KI basierte Logistikplattformen positioniert werden.

Ziel ist der Aufbau eines digitalen Kontinuums, in dem:
autonome Agenten handeln,
offene Standards dominieren,
Daten souverän geteilt werden,
Startups systemisch eingebunden sind,
und Management neue Formen der Steuerung entwickelt.

Dortmund entwickelt sich von einem Logistikinnovationsstandort zu einem Infrastrukturstandort für intelligente Wertschöpfungsnetzwerke.

Bild Logistikbude Michael ten Hompel Bildcredits/Fotograf: Logistikbude, Borderless

Wir bedanken uns bei Prof. Dr. Michael ten Hompel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Diese Gründer sorgen am 13. April 2026 für das spannendste Finale

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13. April 2026 Höhle der Löwen Finale Highlights. v.l.n.r. Frank Thelen, Dagmar Wöhrl, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Judith Williams und Janna Ensthaler Bildcredits/ Fotograf Foto: RTL / Boris Breuer

Am 13. April 2026 bringt das Höhle der Löwen Finale zahlreiche Innovationen im Alltag auf die große Bühne und sorgt für Spannung zur Primetime.

Das Staffelfinale der Höhle der Löwen verspricht am 13. April 2026 zur Primetime um 20:15 Uhr bei VOX ein besonderes Highlight zu werden. Folge 8 der aktuellen Staffel vereint noch einmal all das, was die Sendung seit Jahren so erfolgreich macht: mutige Gründerinnen und Gründer, innovative Produkte und emotionale Geschichten. Die Bandbreite der präsentierten Ideen reicht von praktischen Alltagslösungen über digitale Bildungsansätze bis hin zu hochwertigen Designkonzepten. Dabei wird deutlich, wie vielfältig unternehmerischer Geist im deutschsprachigen Raum heute ist.

13. April 2026 im Fokus der Innovationen im Alltag

Den Auftakt macht das junge Unternehmen Anirius aus Laupheim. Die Gründer Anil Kücük und Marius Müller präsentieren ein Produkt, das auf den ersten Blick simpel wirkt, aber ein alltägliches Problem elegant löst. Ihr doppelseitiges Messer kombiniert Schneiden und Streichen in einem Werkzeug. Während eine Seite mit grobem Schliff auch harte Brötchen mühelos durchtrennt, sorgt die feine Seite für gleichmäßiges Verstreichen von Butter oder Marmelade.

Die Entwicklung dieses Produkts dauerte rund drei Jahre. In dieser Zeit durchlief das Messer mehrere Prototypenphasen, bis schließlich ein marktreifes Edelstahlprodukt entstand. Mit bereits 1.300 verkauften Sets und rund 40.000 Euro Umsatz zeigt sich, dass die Idee auf Resonanz stößt. Doch Kücük und Müller suchen gezielt Unterstützung beim Markenaufbau und Vertrieb, um ihr Produkt weiter zu skalieren.

Höhle der Löwen Finale zeigt neue Wege in der Bildung

Einen völlig anderen Ansatz verfolgt das Team hinter paddy aus Bielefeld. Die Gründer Matty Frommann, Lukas Portmann und Tobias Schröder setzen auf künstliche Intelligenz im Bildungsbereich. Ihr KI Agent unterstützt Lehrkräfte im gesamten Schulalltag von der Unterrichtsplanung bis zur individuellen Lernanalyse.

Die Vision hinter paddy ist klar: Lehrkräfte sollen wieder mehr Zeit für die eigentliche Arbeit mit Schülerinnen und Schülern haben. Der Agent erstellt Unterrichtsmaterialien, gibt Feedback und liefert sogar kreative Inhalte wie Podcasts. Besonders bemerkenswert ist, dass die Gründer bereits während ihrer Schulzeit begonnen haben, Lehrkräfte im Bereich Digitalisierung zu unterstützen. Heute haben sie über 500 Schulen begleitet und wollen diesen Ansatz nun weiter ausbauen.

Der Pitch erhält zusätzlich eine persönliche Note, da zwei der Gründer ihren Geburtstag während des Auftritts feiern. Dennoch bleibt der Fokus klar auf ihrer Mission, das Bildungssystem effizienter und moderner zu gestalten.

Innovationen im Alltag treffen auf moderne Hautpflege

Mit Sun Matters betreten Stella Hinderer und Karla Emcke die Bühne mit einer klaren Mission: Sonnenschutz soll ein fester Bestandteil des Alltags werden. Ihre Sonnencreme setzt auf eine besonders leichte Textur und eine mikrobiomfreundliche Formel, die die Hautbarriere unterstützt.

Stella Hinderer bringt dabei umfassende Erfahrung aus der Beauty Branche und dem Venture Capital Umfeld mit. Karla Emcke ergänzt das Team mit ihrem Fokus auf Design und Markenwelt. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Sonnenpflege aus der klassischen Urlaubsnische zu lösen und in die tägliche Routine zu integrieren.

Ihr Ansatz zeigt, wie stark sich Konsumverhalten verändert hat. Produkte müssen heute nicht nur funktionieren, sondern auch in Lebensstile integriert werden können.

Höhle der Löwen Finale als Bühne für virale Produkterfolge

Ein echtes Social Media Phänomen bringen Benedikt Hartmann und Lukas Benkhoff mit ihrem frischluft Fensterbrett in die Sendung. Die mobile Fensterbank bewegt sich beim Öffnen des Fensters automatisch mit und erspart das lästige Abräumen von Pflanzen oder Gegenständen.

Was als einfache Idee begann, entwickelte sich schnell zum viralen Erfolg. Millionen Aufrufe und 160.000 Euro Umsatz in nur sechs Monaten sprechen für sich. Besonders beeindruckend ist, dass dieser Erfolg komplett ohne Marketingbudget erzielt wurde.

Im Pitch kommt es zu einem spannenden Bieterduell zwischen Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer. Beide erkennen das Potenzial des Produkts, wenn auch aus unterschiedlichen Perspektiven. Während Dümmel auf den Handel fokussiert ist, denkt Maschmeyer weiter in Richtung Skalierung und zukünftige Projekte.

13. April 2026 bringt emotionale Geschichten und große Visionen

Den Abschluss bildet FESTÁVOLO von Nils Dethloff. Sein Design Grilltisch verwandelt gemeinsames Essen in ein interaktives Erlebnis. Jeder Gast kann direkt am Tisch grillen, kochen oder backen.

Doch hinter dem Produkt steht eine bewegende persönliche Geschichte. Dethloff verlor durch geopolitische Entwicklungen seine wirtschaftliche Grundlage und musste komplett neu beginnen. Statt aufzugeben investierte er rund eine Million Euro in seine Idee.

Der Grilltisch steht dabei symbolisch für mehr als nur ein Produkt. Er repräsentiert Gemeinschaft, Austausch und Lebensqualität. Genau diese emotionale Komponente macht den Pitch besonders eindrucksvoll.

Höhle der Löwen Finale zeigt Vielfalt und Unternehmergeist

Das Staffelfinale am 13. April 2026 verdeutlicht eindrucksvoll, wie unterschiedlich unternehmerische Ideen sein können. Von praktischen Küchenhelfern über digitale Bildungslösungen bis hin zu Design und Lifestyle Produkten zeigt sich eine enorme Bandbreite.

Gleichzeitig wird deutlich, dass es nicht nur um Produkte geht. Es sind die Geschichten der Gründerinnen und Gründer, ihre Motivation und ihr Durchhaltevermögen, die den Kern der Sendung ausmachen. Die Höhle der Löwen bleibt damit eine Plattform, die Innovationen sichtbar macht und Unternehmergeist fördert.

Ob am Ende alle Gründer einen Deal erhalten, bleibt offen. Sicher ist jedoch, dass dieses Finale noch einmal zeigt, wie viel Kreativität, Mut und Leidenschaft in neuen Ideen steckt.

Bild: v.l.n.r. Frank Thelen, Dagmar Wöhrl, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Judith Williams und Janna Ensthaler Bildcredits/ Fotograf Foto: RTL / Boris Breuer

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