Donnerstag, Juli 23, 2026
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Was steckt hinter dem Wachstum von anny und der Rolle von KI im Buchungsalltag?

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anny: Buchungen und Ressourcen zentral verwalten Teambild

anny bietet eine Plattform für Buchungen und Ressourcen, mit der Organisationen Prozesse zentral verwalten und digitalisieren können

Wie entstand die Idee, eine Plattform zu entwickeln, mit der sich unterschiedlichste Ressourcen über ein zentrales System verwalten und buchen lassen?

Die Idee zu anny ist aus einem sehr konkreten Marktproblem entstanden: In vielen Organisationen bleiben Ressourcen ungenutzt oder werden unnötig kompliziert verwaltet. Das betrifft nicht nur Arbeitsplätze oder Meetingräume, sondern auch Seminarräume, Equipment, Termine, Kurse, Events oder Dienstleistungen.

Gleichzeitig haben wir gesehen, dass viele Buchungsprozesse zwar digital wirken, in der Praxis aber weiterhin stark von Excel-Listen, E-Mails, Telefonabsprachen und manueller Nacharbeit geprägt sind. Unser Ansatz war deshalb von Anfang an, nicht nur einen einzelnen Buchungsfall zu lösen, sondern eine Plattform zu entwickeln, mit der Organisationen alles buchbar machen können, was sie intern oder extern anbieten.

Welche Vision verfolgen Sie mit anny, und wie soll sich die Plattform in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Unsere Vision ist es, Buchungen und Ressourcenmanagement so einfach zu machen, dass Organisationen nicht mehr in Jahren, sondern in Monaten denken, wenn sie neue Prozesse aufsetzen oder bestehende Abläufe verbessern möchten. anny soll dabei nicht nur ein Buchungssystem sein, sondern die zentrale Infrastruktur, über die Verfügbarkeiten, Regeln, Genehmigungen, Zahlungen, Check-ins, Wartelisten, Kommunikation und Auswertungen zusammenlaufen.

KI wird dabei eine immer größere Rolle spielen. Wir sehen sie vor allem als neues Interface, das umfangreiche Software zugänglicher macht, die Einrichtung vereinfacht und Buchungen noch intuitiver durchführbar macht. Nach dem KI-Chat-Agenten und dem KI-Telefonassistenten ist der nächste Schritt ein Admin Copilot, der Organisationen bei der Einrichtung unterstützt und perspektivisch große Teile des Buchungsmanagements übernimmt.

An welche Zielgruppen richtet sich anny heute hauptsächlich, und welche Herausforderungen möchten Sie für diese Organisationen lösen?

anny richtet sich heute an Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Bildungseinrichtungen, Verwaltungen, Freizeit- und Sportanbieter, Coworking Spaces, Thermen, Eventanbieter und viele weitere Organisationen, die Ressourcen oder Angebote buchbar machen möchten. Bereits heute wird anny von über 1.000 Unternehmen genutzt.

Die Herausforderungen sind je nach Branche unterschiedlich, folgen aber oft demselben Muster: Ressourcen sollen besser ausgelastet werden, Buchungen müssen zuverlässig funktionieren, Teams sollen entlastet werden und Nutzer erwarten einfache digitale Prozesse. Gleichzeitig braucht jede Organisation eigene Regeln. Ein Arbeitsplatz wird anders gebucht als ein Beratungstermin, ein Kurs, ein Raum, ein Ticket oder ein Gerät. Genau diese Flexibilität möchten wir mit anny abbilden.

Was macht anny aus Ihrer Sicht besonders im Vergleich zu spezialisierten Einzelanwendungen für Raum-, Termin- oder Eventbuchungen?

Viele Einzellösungen funktionieren für einen bestimmten Anwendungsfall gut, stoßen aber schnell an Grenzen, sobald mehrere Buchungslogiken zusammenkommen. Dann entsteht ein Flickenteppich aus Tools: eines für Räume, eines für Termine, eines für Events, eines für Equipment und dazu oft noch manuelle Abstimmungen im Hintergrund.

anny ist anders gedacht. Unsere Plattform soll verschiedene Ressourcen und Buchungsprozesse in einem zentralen System zusammenführen. Organisationen können individuell festlegen, wer was zu welchen Bedingungen buchen darf. Dazu gehören zum Beispiel Verfügbarkeiten, Kontingente, Nutzergruppen, Genehmigungen, Zusatzleistungen, Zahlungen und Integrationen. Der Mehrwert liegt also nicht nur in der Digitalisierung eines einzelnen Prozesses, sondern in der zentralen Steuerung verschiedenster Buchungsmodelle.

Wie haben sich die Anforderungen von Unternehmen und Organisationen an digitale Buchungsprozesse in den vergangenen Jahren verändert?

Die Erwartungen sind deutlich gestiegen. Nutzer sind aus ihrem Alltag einfache digitale Buchungen gewohnt und erwarten diese Erfahrung inzwischen auch bei Unternehmen, Verwaltungen, Bildungseinrichtungen oder Freizeitanbietern.

Gleichzeitig sind die Anforderungen auf Organisationsseite komplexer geworden. Es reicht nicht mehr, einen Kalender online zu stellen. Unternehmen möchten Prozesse automatisieren, Ressourcen besser auslasten, No-Shows reduzieren, Zahlungen und Benachrichtigungen integrieren, Daten auswerten und verschiedene Kanäle miteinander verbinden. Hybrides Arbeiten, flexible Nutzungskonzepte und knappe personelle Ressourcen haben diesen Bedarf zusätzlich verstärkt.

Mit anny AI haben Sie kürzlich einen KI-Telefonassistenten vorgestellt. Welche Überlegungen standen hinter der Entwicklung dieser Lösung?

Der Telefonkanal ist in vielen Organisationen weiterhin ein zentraler Kontaktpunkt, wurde bei der Digitalisierung aber oft zu wenig berücksichtigt. Online-Buchungen sind zwar verfügbar, trotzdem rufen Kunden weiterhin an, fragen nach Verfügbarkeiten, möchten Termine ändern oder Buchungen vornehmen. Das betrifft externe Buchungen genauso wie interne Prozesse: Ein Kunde möchte zum Beispiel telefonisch einen Padelplatz buchen, während ein Mitarbeiter intern ein Firmenfahrzeug, einen Raum oder ein Gerät reservieren möchte. Wenn diese Anrufe nicht angenommen werden können, entstehen verpasste Buchungen, Rückruflisten und zusätzlicher Aufwand.

Mit anny AI wollten wir genau diesen Medienbruch schließen. Unser Ziel war kein klassischer Anrufbeantworter und auch kein einfacher Voicebot, sondern ein KI-Telefonassistent, der direkt mit dem Buchungssystem verbunden ist. Dadurch kann der Telefonkanal Teil des digitalen Buchungsprozesses werden und Verfügbarkeiten, Regeln und Buchungen in Echtzeit berücksichtigen.

Viele Betriebe kämpfen mit eingeschränkter Erreichbarkeit und personellen Ressourcen. Welchen konkreten Mehrwert bietet anny AI in diesem Zusammenhang?

anny AI kann Betriebe vor allem bei wiederkehrenden telefonischen Anfragen entlasten. Inzwischen wurde anny AI zudem um einen Chat ergänzt, der im Kern die gleichen Aufgaben übernimmt und Buchungen ebenfalls direkt im System anstoßen kann. Der Assistent kann Anrufe und Chat-Anfragen entgegennehmen, Fragen beantworten und Buchungen direkt im System erstellen, ändern oder stornieren. Wie greifbar dieser Mehrwert wird, zeigt zum Beispiel das Sportcentrum Nürnberg: Dort können Anfragen zu Verfügbarkeiten und Buchungen, etwa für Sportplätze oder Kurse, automatisiert aufgenommen und direkt in den Buchungsprozess überführt werden, statt später manuell nachbearbeitet werden zu müssen. Das reduziert manuelle Nacharbeit und sorgt dafür, dass Anfragen nicht liegen bleiben, nur weil gerade niemand ans Telefon gehen kann.

Das ist besonders relevant, weil 85 Prozent der Personen, die anrufen und niemanden erreichen, es nicht noch einmal versuchen. Der Mehrwert liegt in besserer Erreichbarkeit, weniger administrativem Aufwand und höherer Prozesssicherheit. Besonders für Organisationen mit vielen Anrufen, begrenztem Personal oder stark schwankender Nachfrage kann das entscheidend sein. Buchungen können auch außerhalb klassischer Öffnungszeiten oder bei parallelen Anrufen verarbeitet werden, ohne dass das Team jedes Anliegen manuell nachtragen muss.

Was unterscheidet anny AI von anderen telefonbasierten KI-Lösungen, die bereits am Markt verfügbar sind?

Der wichtigste Unterschied ist die direkte Verbindung zum Buchungssystem. Viele telefonbasierte KI-Lösungen nehmen Informationen auf, beantworten einfache Fragen oder erstellen Rückrufnotizen. anny AI ist dagegen operativ in den Buchungsprozess eingebunden. Der Assistent kann live auf Verfügbarkeiten, Öffnungszeiten, Buchungsregeln und bestehende Einstellungen zugreifen. Dadurch kann er nicht nur ein Gespräch führen, sondern konkrete Buchungsaktionen auslösen. Genau darin liegt der Unterschied: Es geht nicht nur um automatisierte Telefonie, sondern um die Verbindung von Gespräch, Daten und Buchung in einem System.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Entwicklung von KI-gestützten Buchungslösungen, die eigenständig handeln und Buchungen verwalten können?

Die größte Herausforderung ist Verlässlichkeit. Sobald eine KI nicht nur antwortet, sondern eigenständig Buchungen verwaltet, muss sie sehr präzise arbeiten. Sie muss Anfragen korrekt verstehen, Systemdaten richtig interpretieren und innerhalb klar definierter Regeln handeln. Dazu kommen Datenschutz, Transparenz und Kontrolle. Organisationen müssen nachvollziehen können, welche Buchung vorgenommen wurde, welche Informationen genutzt wurden und an welchen Stellen menschliche Kontrolle notwendig bleibt. Für uns ist deshalb entscheidend, KI nicht als Blackbox zu verstehen, sondern als kontrollierbare Erweiterung bestehender Prozesse.

Welche Rolle wird Künstliche Intelligenz künftig für die Weiterentwicklung von anny und digitalen Buchungsprozessen spielen?

KI wird Buchungsprozesse deutlich natürlicher und proaktiver machen. Heute funktionieren viele Systeme noch nach festen Eingabemasken. Nutzer wählen eine Ressource, einen Zeitpunkt und bestätigen die Buchung. Künftig können Systeme stärker unterstützen, passende Optionen vorschlagen, Anfragen automatisch strukturieren, Änderungen eigenständig vorbereiten und wiederkehrende Aufgaben übernehmen.

Für anny bedeutet das, dass KI nicht als isoliertes Zusatzfeature gedacht ist, sondern als Teil der Plattformlogik. Sie kann helfen, Buchungen über verschiedene Kanäle hinweg einfacher zu machen, Teams im Alltag zu entlasten und komplexe Prozesse für Nutzer verständlicher abzubilden. Entscheidend ist dabei immer, dass KI ein konkretes Problem löst und nicht nur Technologie um der Technologie willen eingesetzt wird.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die mit Software- und KI-Lösungen etablierte Prozesse neu denken möchten?

Erstens: Das Problem muss wichtiger sein als die Technologie. Gerade bei KI besteht die Gefahr, sich zuerst von den technischen Möglichkeiten leiten zu lassen. Erfolgreiche Lösungen entstehen aber dort, wo ein echter Prozess spürbar einfacher, schneller oder zuverlässiger wird.

Zweitens: Man sollte die Realität der Kunden ernst nehmen. Viele etablierte Prozesse wirken von außen ineffizient, haben aber historisch gewachsene Gründe. Wer diese Gründe versteht, baut bessere Software.

Drittens: Automatisierung braucht Vertrauen. Wenn Software oder KI eigenständig handelt, müssen Nutzer verstehen, was passiert und wo sie Kontrolle behalten. Gute KI-Lösungen ersetzen nicht einfach bestehende Prozesse, sondern machen sie transparenter, zuverlässiger und skalierbarer.

Bildcredits anny

Wir bedanken uns bei Lucian Holtwiesche für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Enginsight Partnertag 2026: Cybersecurity und Resilienz im Fokus

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Cybersecurity mit Enginsight für digitale Souveränität Bild Award Verleihung @ Enginsight GmbH

Rund 200 Partner, Kunden und Branchenexperten kamen zum 4. Enginsight Partnertag in Erfurt zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen im Cybersecurity Markt, neue Geschäftschancen und die Zukunft der digitalen Resilienz auszutauschen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die steigenden Anforderungen an Unternehmen durch Cyberangriffe, regulatorische Vorgaben und die zunehmende Verantwortung von Geschäftsführungen für die Sicherheit ihrer Organisationen.

Cybersecurity wird zur strategischen Managementaufgabe

Bereits zur Eröffnung machte das Führungsteam von Enginsight – Max Tarantik (COO), Eric Range (Geschäftsführer und CTO) und Mario Jandeck (CEO) – deutlich, dass Cybersecurity längst kein rein technisches Thema mehr ist. Neben der Absicherung von IT Systemen gewinnen Themen wie Compliance, Unternehmensresilienz und die Haftung bei Cybersecurity Vorfällen zunehmend an Bedeutung und rücken verstärkt in den Fokus von Entscheidern auf Geschäftsführungsebene.

„Unternehmen stehen unter wachsendem Druck: Die Bedrohung durch Cyberangriffe nimmt zu, gleichzeitig steigen die regulatorischen Anforderungen. Unsere Partner sind deshalb mehr als Reseller. Sie sind vertrauensvolle Berater, die ihre Kunden auf dem Weg zu mehr Sicherheit begleiten. Genau darin liegt auch eine große Chance für den Channel“, sagte Mario Jandeck, CEO von Enginsight.

Distributoren stärken das Partnernetzwerk

Eine wichtige Rolle für den Erfolg des Partnerökosystems spielen die Distributoren ALSO, ADN und TAROX, die den Enginsight Partnertag als Sponsoren unterstützten. Gemeinsam tragen sie dazu bei, Partner bei der Vermarktung, Qualifizierung und dem Ausbau ihrer Cybersecurity Kompetenzen zu unterstützen.

Durch Enablement Angebote, technische Expertise und vertriebliche Begleitung schaffen sie wichtige Voraussetzungen dafür, dass Systemhäuser neue Geschäftspotenziale im Sicherheitsmarkt erfolgreich erschließen können.

Künstliche Intelligenz verändert die Cybersecurity

Beim informellen Austausch zwischen Herstellern, Distributoren und Partnern spielte die Rolle von Künstlicher Intelligenz in der Cybersecurity eine wichtige Rolle. Diskutiert wurden sowohl die Chancen KI gestützter Sicherheitslösungen als auch die Risiken einer zunehmenden Automatisierung von Cyberangriffen.

Dabei stand insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie Unternehmen die Kontrolle über den Einsatz von KI behalten und diese verantwortungsvoll nutzen können. Die Diskussion griff damit eine zentrale Botschaft des Tages auf: „Die entscheidende Frage ist nicht ob, sondern wie KI eingesetzt wird, und wer dabei die Kontrolle behält.“

Digitale Souveränität gewinnt an Bedeutung

Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt bildete die Diskussion über digitale Souveränität, Unternehmensresilienz und die Rolle des Channels. Gemeinsam mit Branchenvertretern diskutierte Max Tarantik darüber, wie sich die Anforderungen an IT Dienstleister verändern.

Die Einigkeit auf dem Podium war groß: Unternehmen benötigen heute weit mehr als einzelne Sicherheitslösungen. Gefragt sind Partner, die Risiken bewerten, Strategien entwickeln und langfristig zur Stabilität und Zukunftsfähigkeit ihrer Kunden beitragen.

Dabei rückte auch die zunehmende Bedeutung digitaler Souveränität in den Fokus. Als vollständig in Deutschland entwickelte Cybersecurity Plattform bietet Enginsight Unternehmen eine Lösung Made in Germany, die hohen Anforderungen an Datenschutz, Compliance und regulatorische Sicherheit gerecht wird.

Daraus ergeben sich insbesondere für mittelständische Unternehmen, den öffentlichen Sektor und Betreiber kritischer Infrastrukturen wichtige Wettbewerbsvorteile, da Fragen nach Datenhoheit, Rechtsraum und technologischer Unabhängigkeit zunehmend strategische Bedeutung gewinnen.

Kooperation mit IONOS stärkt europäische Cybersecurity

Unterstrichen wird dieser Anspruch durch die im Mai 2026 bekannt gegebene Kooperation mit IONOS. Gemeinsam stellen beide Unternehmen eine souveräne, DSGVO konforme Cybersecurity Lösung bereit, die auf einer durchgängig europäischen Wertschöpfungskette basiert – von der Cloud Infrastruktur bis zur Sicherheitsplattform.

Ziel ist es, Abhängigkeiten von internationalen Hyperscalern zu reduzieren und Unternehmen sowie öffentlichen Einrichtungen eine selbstbestimmte Alternative zu bieten.

Partner Awards würdigen besondere Leistungen

Den Abschluss des Partnertags bildete die Verleihung von sechs Partner Awards, mit denen besondere Leistungen und eine erfolgreiche Zusammenarbeit ausgezeichnet wurden. Die Ehrungen unterstrichen die Bedeutug des Partnernetzwerks für die Weiterentwicklung von Enginsight und die erfolgreiche Positionierung von Cybersecurity Lösungen im Markt.

Bild Award Verleihung @ Enginsight GmbH 

Quelle Enginsight GmbH

Die K5 Konferenz 2026: “Do you play not to lose or do you play to win?”

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K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE im digitalen Handel Bild @K5 Konferenz 2026 Fotograf www.robinwulff.de

Am 23. und 24. Juni fand die jährliche K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE im ESTREL Berlin statt. 5.000 BesucherInnen nahmen an der K5 Konferenz 2026 teil und machten dieses Gipfeltreffen des digitalen Handels zur bislang erfolgreichsten K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE seit ihrem Bestehen.

Erfolgreichste K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE seit Bestehen

Die K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE 2026 brachte den Handel erneut in Berlin zusammen und setzte mit Besucherrekord, hochkarätigen SpeakerInnen und neuen Formaten ein starkes Zeichen für die Zukunft des digitalen Handels.

Motto „Into Action“ prägt die Konferenz

Auf insgesamt sechs Bühnen – darunter neben der Future Retail Stage und der Deep Dive Stage erstmals das AI Auditorium – gaben über 250 SpeakerInnen tiefe Einblicke in Strategien, Strukturen, Hürden und Erfolgsrezepte des Handels von heute und morgen. Nach dem vergangenen Jahr der Anpassung an neue Spielregeln drehte sich die K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE 2026 ganz um das Motto Into Action und die Frage, wann, wo und wie der Handel und die Menschen dahinter aktiv werden und mutig sein müssen, um in einer schnelllebigen und volatilen Branche unter neuen Vorzeichen bestehen und gewinnen zu können.

„Wir erleben gerade eine Zeit, in der uns Technologien mehr Möglichkeiten eröffnen als je zuvor. Die eigentliche Herausforderung ist deshalb nicht der Zugang zu Informationen, sondern die Fähigkeit, sich selbst zu führen, Orientierung zu finden und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Genau dafür bringt die K5 Menschen zusammen: für neue Perspektiven, ehrlichen Austausch und den Mut, ins Handeln zu kommen. Denn Klarheit entsteht nicht vor dem Handeln. Klarheit entsteht immer durch das Handeln“, sagt Verena Schlüpmann, Geschäftsführerin der K5.

Über 200 Aussteller präsentieren Innovationen

Über 200 AusstellerInnen und PartnerInnen waren in diesem Jahr Teil der K5 Konferenz und präsentierten auf 14.000 Quadratmetern ihre Innovationen, Tools und Lösungen für HändlerInnen und Brands. Besonderer Dank gilt den Platin und Premium Partnern Salesforce, Shopify, Akeneo, commercetools, SCAYLE, Mirakl, PayPal, Emporix und Reply für ihre Unterstützung.

#LearnFromTheBest

Nach der Begrüßung durch Sven Rittau und Verena Schlüpmann sorgten K5 Initiator Jochen Krisch mit „STORE: State of Online Retail 2026“ sowie die K5 Thesen 2026 für ein volles Haus. Mit dabei waren Kristina Mertens (everstox), Stefan Wenzel, Karo Junker de Neui (Etribes, Kassenzone), Alexander Graf (Kassenzone) und Nele Odzuck (TikTok).

Sie lieferten fundierte, pointierte und teilweise kontroverse Einschätzungen zum Status quo und zur Zukunft des Online und Offline Handels. Nele Odzuck sieht Persönlichkeit als neuen Wettbewerbsvorteil im Agentic Commerce, Stefan Wenzel betont, dass nicht Technologie, sondern zehn Prozent der Mitarbeitenden einhundert Prozent der Zukunft bauen, und Karo Junker de Neui bezeichnet Habit Control als KPI der Zukunft.

Hochkarätige Keynotes auf der Future Retail Stage

Auf der Future Retail Stage begeisterten namhafte Keynote SpeakerInnen und Panel Gäste wie Dr. Boris Ewenstein (OTTO), Ruth Oberrauch (Oberalp Gruppe), David Schröder (Zalando), Tobias Seemann (adidas) und Dr. Saskia Meier Andrae (eBay Deutschland) das Publikum und sorgten an beiden Konferenztagen für voll besetzte Reihen.

„Do you play not to lose or do you play to win?“ Diese Frage zog sich als Leitmotiv durch die K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE 2026.

„Mit welcher Ambition treten wir an – als Brand, Retailer, Hersteller, Plattform und Marktplatz? Und wie bleiben wir in einem hyperdynamischen Umfeld auch morgen noch relevant? Zwei Tage Berlin haben genau dafür Antworten gesucht – und vor allem die richtigen Fragen gefunden. Denn wer gewinnen will, hört auf, nur Fehler zu vermeiden, und fängt an, mutig nach vorne zu gestalten“, erklärt Sven Rittau, Geschäftsführer der K5.

Deep Dive Stage mit praxisnahen Einblicken

Zahlreiche Programmhighlights machten auch die Deep Dive Stage zu einem Besucherliebling. Moderiert und kuratiert unter anderem von Yara Molthan (Etribes), Marcel Brindöpke und Michael vom Sondern (Commerce Advisory Network) bot diese Bühne die perfekten Rahmenbedingungen für Keynotes, Fireside Chats und Panel Diskussionen von Transformation bis Mental Health.

SpeakerInnen wie Philip Clas (TEVEO), Matthias Wlaka (bonprix), Claudia Frese (momox) und Andrea Lederer (Weleda) lieferten praxisnahe Impulse.

Startup Pitches geben jungen Unternehmen eine Bühne

Die zehn Startup Pitches aus Retail Tech am ersten Konferenztag und D2C am zweiten Tag boten innovativen GründerInnen eine große Bühne. Zu den TeilnehmerInnen gehörten unter anderem Greta Garkisch (BiMA) und Andrea Schneller (koorvi).

Neben ihrer Präsentation erhielten die Startups fundiertes Feedback von der Jury mit Sherin Maruhn, Carsten Puschmann, Kristina Schreiner und Felix Harms.

AI Auditorium feiert erfolgreiche Premiere

Für große Aufmerksamkeit sorgte das erstmals veranstaltete AI Auditorium. Unter der Moderation von Esther Schwan (K5), Paul Krauss (Team One) und Verena Lindner (K5) stand Künstliche Intelligenz jenseits von Buzzwords im Mittelpunkt.

In Panel Gesprächen mit Katharina Bülowius (REWE), Vanessa Stützle (LUQOM), Jonas Rashedi (FALKE) und Marius Keckeisen (BLACKROLL) wurde die praktische Anwendung von KI im Handel diskutiert.

Über 70 Masterclasses mit Praxisfokus

In mehr als 70 Masterclasses konnten sich die BesucherInnen zu Themen wie Data Management, B2B, Marketing, Expansion und Omnichannel praxisnah weiterbilden. Der Fokus lag auf interaktiven Formaten und konkreten Use Cases aus dem digitalen Handel.

#MeetTheBest

Neben dem umfangreichen Bühnenprogramm stand auch das Networking im Mittelpunkt der K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE 2026. Speed Networking, Guided Tours, der Female Circle Aperó, die KickOff Night powered by Unzer, die K5 Connect Party powered by Novalnet, Tischtennisturniere powered by m.a.c IT Solutions sowie zahlreiche weitere Formate boten vielfältige Möglichkeiten zum Austausch, zur Vernetzung und zum Feiern.

#BelongToTheBest

Mit dem K5 COMMERCE AWARD, powered by Henning Heesen & Company, wurden bereits zum vierten Mal herausragende Leistungen im digitalen Handel ausgezeichnet. Unternehmen aus dem DACH Raum traten in zehn Kategorien gegeneinander an. Nach Public Voting und Juryentscheidung wurden die Gewinner am ersten Konferenzabend von Verena Schlüpmann und Bella Wondra ausgezeichnet.

Ausblick auf die K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE 2027

Die nächste K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE findet am 22. und 23. Juni 2027 erneut im ESTREL Berlin statt.

Zum Abschluss bedanken sich die Veranstalter herzlich bei allen PartnerInnen, Sponsoren, SpeakerInnen und TeilnehmerInnen für ihre Unterstützung, ihre Zeit, ihre Neugier und ihre Leidenschaft, die den Erfolg der Veranstaltung ermöglicht haben.

Bild @K5 Konferenz 2026 Fotograf: www.robinwulff.de

Quelle K5 GmbH

Investorensuche: Hör auf zu hoffen – fang an, unternehmerisch zu handeln

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Investorensuche: Founder führen Unternehmen klug Clemens Ressel Bildcredits/Fotograf: Fotostudio Wetzikon Yannik Scrugli

Wir reden viel über Risiken in der Investorensuche.
Wir reden viel über falsche Versprechen, langweilige Netzwerke. Reden üünfstellige Beträge, die einfach weg sind.
Ich weiß, wovon ich spreche – wir haben unser Lehrgeld selbst bezahlt.

Aber dieser Text hier ist kein Jammer-Artikel.

Das hier ist ein Weckruf.

Nicht für Opfer.

Für Gründer.

Niemand bewertet dich, weil du gerade klamm bist

Lass uns mit einem Missverständnis aufräumen:

Du bist als Founder nicht „schwach“, nur weil dein Runway knapp ist.
Du bist nicht „gescheitert“, weil du gerade um jeden Monat kämpfst.

Jeder, der selbst gegründet hat, kennt diese Phasen.
Konto am Limit, Zahlen eng, Kopf voll.

Niemand mit echter Unternehmer-Erfahrung bewertet dich dafür.

Was wirklich zählt, ist etwas anderes:

  • Wie ehrlich bist du mit deiner Situation?
  • Prüfst du, oder hoffst du?
  • Triffst du Entscheidungen, oder wartest du ab?

Kapitalengpass ist kein Makel.
Kapitalengpass ist ein Moment, in dem sichtbar wird,
wie ernst du es mit Verantwortung meinst.

Sprüche sind billig. Verantwortung ist teuer – und genau deshalb wertvoll.

Die Szene ist voll mit Sprüchen:

„Believe in yourself.“
„Trust the process.“
„Fake it till you make it.“

Alles nett.

Aber keiner dieser Sätze zahlt deine Rechnungen. Keiner verlängert dir deinen Runway. Dein Start-up lebt nicht von Sprüchen. Es lebt von Entscheidungen.

Deine Idee braucht kein Poster.
Deine Idee braucht klare, teilweise unbequeme Schritte.

Dazu gehört auch:
zu sagen: „Stopp. Wir brechen diesen Deal ab.“
zu sagen: „Nein. Diese Konditionen sind nicht akzeptabel.“
zu sagen: „Wir zahlen euch nicht dafür, dass ihr uns Hoffnung verkauft.“

Investor-Connectoren: Markt der Storys – und dein Job als Profi

Der Markt für Investor-Connectoren ist gewachsen.
Da draußen sind viele unterwegs, die dir folgendes versprechen:

  • „Wir haben ein riesiges Netzwerk.“
  • „Wir bringen euch vor Top-Fonds.“
  • „Wir machen Türen auf, an die ihr alleine nie rankommt.“

Kann alles stimmen.
Kann alles leer sein.

Der Punkt ist:
Das Problem ist nicht, dass es solche Anbieter gibt.
Das Problem ist, wenn du als Founder aufhörst, wie ein Profi zu prüfen.

Unternehmerisch handeln heißt:

  • Kein Retainer ohne klar definierte Leistung.
  • Keine Zusammenarbeit ohne nachvollziehbaren Track Record.
  • Kein Vertrag ohne Exit-Szenario, das dich nicht fesselt.

Profis prüfen.
Amateure hoffen.

Mensch, der Unterschied ist doch keine IQ-Frage.
Der Unterschied ist: Disziplin + Mut + Klarheit.

Aufbruchsstimmung statt Opferhaltung

Was ich gerade spüre, wenn ich mit Gründerinnen und Gründern spreche:

Es gibt wieder eine echte Aufbruchsstimmung.

Nicht dieses künstliche Hochglanz-Gejubel,
sondern ehrliche Sätze wie:

„Wir sind am Limit und wir machen trotzdem weiter.“
„Wir haben einen Fehler gemacht und korrigieren ihn jetzt.“
„Wir haben auf die falschen Versprechen gesetzt und stellen unser Setup um.“

Das sind die Momente, in denen Unternehmen entstehen, die später „über Nacht erfolgreich“ aussehen.

Die Nörgler haben Zeit, alles zu kommentieren. Du nicht !!!

Du bist damit beschäftigt, Lösungen zu suchen.
Du bist damit beschäftigt, dein Modell zu schärfen.
Du bist damit beschäftigt, deine Investorensuche ernst zu nehmen –
nicht als Hoffnung, sondern als Strategie.

Was heißt das ganz konkret für dich?

Wenn du gründest, baust du kein Märchen.
Du baust ein Unternehmen.

Das bedeutet:

  • Du sprichst offen über deine Zahlen – vor allem mit dir selbst.
  • Du gehst nicht zu Investoren, um gerettet zu werden,
    sondern um einen starken Partner zu finden.
  • Du gibst Verantwortung nicht ab, nur weil jemand „Netzwerk“ auf seine Website schreibt.

Stell dir eine simple Frage:

„Handele ich gerade wie jemand, der Kapital sucht oder wie jemand, der ein Unternehmen führt?“

Das ist ein Unterschied. Der eine hofft, dass jemand „Ja“ sagt. Der andere prüft, ob das „Ja“ überhaupt zu seinem Weg passt.

Dein Startpunkt: heute, nicht „nach der nächsten Runde“

Wenn du bis hier gelesen hast, dann bist du kein Tourist.
Dann bist du involviert.

Mach aus diesen Gedanken hier etwas Konkretes. Heute:

  1. Nimm dir deinen aktuell wichtigsten Investor- oder Connector-Deal vor.
  2. Schreib dir ehrlich auf:
    • Welche Leistung ist konkret definiert?
    • Welche Meilensteine sind messbar vereinbart?
    • Welches Exit-Szenario hast du, wenn es nicht funktioniert?
  3. Wenn du bei einer dieser Fragen keine klare Antwort hast:
    Stopp. Nachverhandeln. Prüfen. Oder beenden.

Nicht aus Drama. Aus Verantwortung.

Ja, es gibt eine dunkle Seite der Investorensuche.
Aber du musst dich nicht darin verlieren.

Du kannst dein eigenes Licht bauen, mit Klarheit, Verantwortung und dem Mut, auch unangenehme Entscheidungen zu treffen.

Deine Vision ist zu groß, um sie an Storys zu verschenken.
Behandle sie wie das, was sie ist:
ein echtes Asset – kein schönes Märchen.

Bildcredits/Fotograf: Fotostudio Wetzikon Yannik Scrugli

Wir bedanken uns bei Clemens Ressel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

KulturGilde fordert Creative Startup Voucher für Gründerland Bayern

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KulturGilde: Creative Startup Voucher für Bayern Image by StartupStockPhotos from Pixabay

Die KulturGilde begrüßt die Regierungserklärung von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zum Gründerland Bayern. Dass Firmengründerinnen, Firmengründer und Unternehmensübernehmer als Motor für Wohlstand, Beschäftigung und Zukunftsfähigkeit in den Mittelpunkt gestellt werden, sei ein wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort Bayern.

Kultur und Kreativwirtschaft als Erfolgsfaktor für Gründungen

Bayern ist bereits ein starkes Gründerland. Damit es noch stärker wird, sollte die Gründungs und Nachfolgepolitik künftig aber auch die Kultur und Kreativwirtschaft systematischer einbeziehen. Denn erfolgreiche Gründungen brauchen nicht nur Beratung, Finanzierung, Steuerwissen und weniger Bürokratie. Sie brauchen auch gutes Design, professionelle Kommunikation, digitale Sichtbarkeit, überzeugende Bilder, verständliche Erklärformate, Social Media, Markenentwicklung und eine überzeugende Darstellung ihres Angebots, damit Kundinnen und Kunden, Mitarbeitende, Banken, Investoren oder regionale Partner den Nutzen schnell erkennen.

KulturGilde schlägt Creative Startup Voucher vor

Die KulturGilde schlägt deshalb einen Creative Startup Voucher beziehungsweise einen Kreativwirtschafts Voucher für Gründung und Unternehmensnachfolge vor.

„Staatsminister Aiwanger hat völlig zu Recht darauf hingewiesen, dass nicht jeder Gründer der geborene Steuerberater ist. Genau dieser Gedanke lässt sich weiterführen: Nicht jeder Gründer ist automatisch Designer, Kameramann, Texter, Social Media Experte, UX Spezialist oder Markenstratege“, erklärt Roland Weiniger, Vorstandsvorsitzender der KulturGilde.

„Wenn wir Gründungen in Bayern noch erfolgreicher machen wollen, müssen wir auch dafür sorgen, dass gute Ideen professionell erklärt, gestaltet und sichtbar gemacht werden.“

Förderung für professionelle Kreativleistungen

Mit einem Creative Startup Voucher könnten Gründerinnen, Gründer und Unternehmensnachfolger unkompliziert professionelle Leistungen aus der Kultur und Kreativwirtschaft einkaufen. Förderfähig wären beispielsweise Corporate Design, Website, Fotografie, Video, Social Media, Pitch Unterlagen, Produktkommunikation, Verpackungsdesign, Storytelling, Messeauftritt, Employer Branding, UX, Prototypenkommunikation oder Markteintrittskampagnen.

Doppelter Nutzen für Wirtschaft und Kreativbranche

Der Voucher hätte nach Einschätzung der KulturGilde eine doppelte Wirkung: Er würde Gründungen, Startups, Unternehmensnachfolgen, Handwerksbetriebe und KMU professioneller aufstellen. Gleichzeitig würde er direkte Aufträge für Kreativunternehmen, Agenturen, Designer, Filmproduktionen, Fotografen, Texter, Games und UX Studios, Social Media Profis und andere Dienstleister der Kultur und Kreativwirtschaft auslösen.

„Ein gutes Produkt verkauft sich nicht von allein. Eine technische Innovation erklärt sich nicht automatisch. Eine Unternehmensnachfolge gelingt nicht nur über Zahlen, sondern auch über Vertrauen, Identität, Kommunikation und eine erkennbare Zukunftsperspektive“, so Weiniger.

„Genau hier kann die Kultur und Kreativwirtschaft einen konkreten wirtschaftlichen Beitrag leisten.“

Pilotprojekt für die Metropolregion Nürnberg

Die KulturGilde versteht den Vorschlag ausdrücklich als konstruktive Ergänzung zur bayerischen Gründungspolitik. Ein solcher Voucher sollte bewusst bürokratiearm ausgestaltet werden. Mit einfacher Antragstellung, klar definierten förderfähigen Leistungen, schnellen Bewilligungen, regionalen Anbieterpools und überschaubaren Nachweisen. Als Pilotregion bietet sich aus Sicht der KulturGilde die Metropolregion Nürnberg beziehungsweise Nordbayern an, die zu den boomenden Startup Regionen in Bayern zählt.

KulturGilde bietet Zusammenarbeit an

Die KulturGilde bietet dem Bayerischen Wirtschaftsministerium, Staatsminister Hubert Aiwanger, den Fraktionen im Bayerischen Landtag, Kommunen, Kammern, Wirtschaftsförderungen, Gründerzentren und regionalen Netzwerken an, ein solches Modell gemeinsam weiterzuentwickeln und als Pilotprojekt zu erproben.

Bild Image by StartupStockPhotos from Pixabay

Quelle KulturGilde Verband der Kultur- und Kreativwirtschaft Deutschland

Deep Tech Night in Hannover bringt Startups und Investoren zusammen

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Deep Tech Startups in Hannover vernetzen sich @ Deep Tech night

Erfolgreiches Warm-up am Pilotstandort der techfactory Hannover Nordstadt in der Hüttenstraße:

Sechs junge Startups aus dem Bereich Deep Tech haben sich auf Einladung der Region Hannover einem Pitch vor potenziellen Kunden und Geschäftspartnern gestellt. Die Veranstaltung mit rund hundert Gästen auf dem Gelände des soziokulturellen Zentrums Initiative Hüttenstraße e. V. lieferte einen eindrucksvollen Vorgeschmack auf die künftige Arbeit der techfactory Nordstadt als Plattform und Entwicklungsraum für technologieorientierte Startups an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Strukturwandel braucht innovative Startups

Ulf Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, eröffnete die in Kooperation mit dem Niedersächsischen Business Angel Netzwerk BANSON und dem Fraunhofer Venture Lab Silicon Allee aus Berlin organisierte Deep Tech Night mit Hinweis auf den Strukturwandel: Die ehemals starke Automobilregion habe mit zunehmenden Verlusten zu kämpfen.

„Neue Wirtschaftszweige müssen daher entstehen, um zukunftsfähig zu bleiben. Und Startups entscheiden über diese künftigen Strukturen“, betonte Franz.

Sechs Deep Tech Startups präsentieren ihre Innovationen

An klugen, innovativen und nachhaltigen Ideen zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts Deutschland mangelt es nicht, wie die sechs jungen Unternehmen mit ihren Präsentationen bewiesen.

Gaia Aerospace aus Braunschweig will buchstäblich hoch hinaus und mit ihrer wiederverwendbaren AirLaunch Rakete von Europa aus mithilfe von Trägerflugzeugen Kleinstsatelliten ins All bringen.

Invecorum, ebenfalls aus Braunschweig, hat eine KI für deutsches Steuerrecht entwickelt, mit der Steuerberatungskanzleien ihre Arbeitsprozesse verkürzen und optimieren können.

Anori Tech aus Hamburg ist auf Batteriemanagementsysteme spezialisiert, die nach dem Legobaukastenprinzip dabei helfen sollen, Batterien schneller und kostengünstiger auf den Markt zu bringen.

NovaCore Technology aus Göttingen nutzt Plasma als Plattformtechnologie, um Parasiten wie Kopfläuse sowie Pflanzenschädlinge chemiefrei und effizient zu bekämpfen.

Enerbeat, ein Braunschweiger Startup, entwickelt bedarfsgerecht geregelte Lüftungs und raumlufttechnische Anlagen für anspruchsvolle Industrie und Gewerbeumgebungen.

Ioncentric aus Heilbronn ist auf präzise Batteriediagnostik spezialisiert. Die Überprüfung von Kapazität, Zustand und Lebenszyklus von Batterien dient der Optimierung von Energiemanagement und Anlagenwartung.

Fortsetzung der Deep Tech Night bereits geplant

Nach der erfolgreichen Premiere der Deep Tech Night, die bisher nur in Berlin als regelmäßiges Event des Fraunhofer Venture Lab Silicon Allee stattfindet, soll es spätestens im kommenden Jahr eine weitere Ausgabe in Hannover geben. Dann in den Räumen der Hüttenstraße 22B.

Dort zieht demnächst eine Außenstelle der techfactory Nordstadt ein, die derzeit auf dem Gelände des Klinikums Region Hannover entsteht. Der Pilotstandort techfactory@Hüttenstraße dient als Reallabor, in dem Nutzungskonzepte und die technologische Ausstattung der künftigen techfactory erprobt werden.

Bildcredits: Deep Tech Night

Quelle hannover.contex 4.0

Was macht Weingut Story für kleine deutsche Weingüter so interessant?

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Weingut Story: Weingüter, Winzer und deutscher Wein Benjamin Bode Weingut Story Bildrechte: privat / Fotograf: Benjamin Bode

Weingut Story macht kleine Weingüter sichtbar und verbindet die Geschichten der Winzer mit verständlichem Wissen rund um deutschen Wein

Wer steckt hinter Weingut Story, und wie entstand die Idee, Winzergeschichten mit dem Weinverkauf auf einer Plattform zu verbinden?

Hinter Weingut Story stehe ich allein: Benjamin, Solo-Gründer aus Langenhagen bei Hannover, also aus einer Region ganz ohne Weinbau. Genau das ist der Kern: Ich war selbst lange der typische Supermarktwein-Käufer, der gar nicht wusste, wie gut deutscher Wein sein kann. Bei der Recherche stieß ich auf unzählige kleine, familiengeführte Weingüter, deren Weine es nie in den Handel schaffen, weil die Mengen zu klein sind; kaufbar sind sie nur direkt beim Winzer. Ich habe Entrepreneurship and Innovation Management studiert und mich bewusst gegen den klassischen VC-Weg und für ein eigenfinanziertes, langsam gewachsenes Projekt entschieden.

Mir war schnell klar: Ich will nicht plump Wein anpreisen, sondern die Geschichte hinter jedem Weingut erzählen. Deshalb verbinde ich die Story mit dem Weg zum Wein: Jeder Winzer empfiehlt im Interview drei Weine, die ich direkt in seinen eigenen Onlineshop verlinke. Wichtig zur Einordnung: Wir verkaufen aktuell selbst keinen Wein (ist geplant, kommt aber später), ich liefere die Geschichte und die Brücke zum Erzeuger.

Was ist die Vision von Weingut Story, und wie soll sich diese in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Meine Vision ist, kleine deutsche Weingüter sichtbar zu machen, die sonst zwischen Supermarktregal und Importwein untergehen, und damit zur deutschen Weinkultur beizutragen. Die Branche steckt in einer echten Krise, der Markt schrumpft und Betriebe müssen schließen. Dem will ich mit Reichweite und guten Geschichten ein Stück weit gegensteuern. Der Weg dahin ist bewusst in Stufen gedacht. Heute liegt der Fokus voll auf Reichweite und einem Publikum, das diesen Winzern wirklich zuhört. Mittelfristig kann ich mir eine faire Listing-Gebühr für gelistete Winzer vorstellen, sobald die Plattform genug Zugkraft hat. Und langfristig, ganz ehrlich noch Zukunftsmusik, könnte daraus eine eigene Verkaufsplattform werden, die den kleinen Gütern gemeinsam ein Gegengewicht zu den großen Händlern gibt. Ich gehe das Schritt für Schritt an, weil ich erst Vertrauen und Substanz aufbauen will, bevor ich über Verkauf nachdenke.

Welche Menschen möchten Sie mit Weingut Story besonders erreichen, und welche Bedürfnisse stehen dabei im Mittelpunkt?

Meine Zielgruppe ist bewusst breit: vom kompletten Einsteiger über Liebhaber und Kenner bis zu den Winzerinnen und Winzern selbst. Am stärksten am Herzen liegen mir Menschen wie ich früher: Leute aus Regionen ohne Weinbau, die im Supermarkt zum italienischen oder französischen Wein greifen und gar nicht ahnen, welche Welt kleiner deutscher Güter es daneben gibt. Deren Bedürfnis ist meist gar nicht das große Fachwissen, sondern Orientierung und Vertrauen: Wo fange ich an, wem kann ich glauben, was lohnt sich wirklich. Deshalb gehen bei mir zwei Dinge Hand in Hand: verständliches Weinwissen über Ratgeber zu Rebsorten, Säure, Verkostung und Lagerung, und echte Geschichten, die dem Wein ein Gesicht geben und ihn nahbar machen, statt einzuschüchtern. So senke ich die Hemmschwelle für alle, die deutschen Wein bislang einfach nicht auf dem Schirm hatten.

Warum ist es für Weinliebhaber wichtig, nicht nur den Wein, sondern auch die Geschichte hinter dem Weingut kennenzulernen?

Weil ein Wein ohne seine Geschichte nur eine Flasche im Regal ist, austauschbar und allein über den Preis vergleichbar. Bei den kleinen Gütern, über die ich schreibe, steckt oft die Arbeit mehrerer Generationen in einer einzigen Lage, und die bewusste Entscheidung, klein und in Handarbeit zu bleiben, schmeckt man im Glas. Wer das weiß, trinkt anders: aufmerksamer, wertschätzender, mit Bezug zu den Menschen dahinter. Gerade weil diese Weine nicht im Supermarkt stehen, ist die Geschichte oft der einzige Weg, überhaupt von ihnen zu erfahren und sie erklärt, warum so ein Wein existiert und etwas mehr kostet. Für Einsteiger senkt ein Name und ein Gesicht die Hürde enorm, sich auf einen unbekannten Wein einzulassen. Und für die Winzer ist genau diese Geschichte oft das Einzige, womit sie gegen die anonyme Masse im Handel überhaupt bestehen können. Deshalb stelle ich die Story bewusst nach vorne, statt einfach Wein anzupreisen.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Weingüter aus, die auf Weingut Story vorgestellt werden?

Erstes Kriterium ist die Größe: Es geht um kleine, familiengeführte Betriebe, deren Mengen oftmals zu klein für Supermarkt oder Fachhandel sind, sodass man direkt beim Winzer kauft. Das ist sozusagen die Eintrittskarte. Zweitens muss eine erzählbare Geschichte da sein: eine Familie, eine Generationenfolge, eine bewusste Entscheidung für Qualität statt Masse, eine echte Haltung. Drittens zählt die Person dahinter: Im Gespräch merke ich schnell, ob da Leidenschaft und Ehrlichkeit sind oder nur Verkaufsabsicht. Wichtig ist mir auch, dass das Weingut einen eigenen Onlineshop hat, damit ich die drei empfohlenen Weine sauber dorthin verlinken kann. Genau das ist ein zentrales Prinzip: Jede Winzerin und jeder Winzer darf im Interview genau drei Weine empfehlen, die sie selbst für besonders gelungen halten. Ich suche die Güter eigenständig heraus und gehe per Kaltakquise auf sie zu, das ist kein Pay-to-Play.

Was unterscheidet Weingut Story von klassischen Online Weinshops und anderen Weinplattformen?

Der entscheidende Unterschied: Weingut Story ist kein Weinshop, sondern ein Blog und Online-Magazin. Über Weingut Story wird kein Wein verkauft; ich verlinke die drei empfohlenen Weine jedes Winzers direkt in dessen eigenen Onlineshop, sodass die Wertschöpfung beim Erzeuger bleibt. Klassische Plattformen leben vom möglichst großen Sortiment; ich mache bewusst das Gegenteil und setze auf radikale Kuratierung. Mein Prinzip der drei Weine bringt das auf den Punkt: bewusste persönliche Empfehlungen statt endloser Listen. Dazu kommt der redaktionelle Teil mit rund 49 Blogbeiträgen und Dutzenden geführten Interviews, der Wissen und Geschichte verbindet. Und ich komme mit einem ehrlichen Außenblick: Ich bin kein Branchen-Insider, sondern selbst der typische Leser, der deutschen Wein erst entdecken musste, und das macht den Ton nahbar statt belehrend. Kurz: Andere verkaufen Flaschen, ich erzähle, warum diese Flaschen es wert sind, und führe Menschen überhaupt erst zu Winzern, die sie sonst nie gefunden hätten.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen beim Aufbau einer Plattform, die gleichzeitig Marktplatz und Storytelling Medium ist?

Hier möchte ich ehrlich einordnen: Heute ist Weingut Story vor allem ein Storytelling-Medium, das die empfohlenen Weine kuratiert bündelt und in die Winzershops verlinkt; ein echter eigener Marktplatz ist Zukunftsvision, kein Ist-Zustand. Genau diese Erwartung sauber einzuordnen ist schon die erste Herausforderung. Inhaltlich ist der Spagat zwischen guter Geschichte und konkretem Weg zum Kauf anspruchsvoll: Die Empfehlung darf nie ins plumpe Werben kippen, sondern muss redaktionell ehrlich bleiben. Dazu kommt die rechtliche Seite: Eigenen Weinverkauf habe ich bewusst zurückgestellt, weil ich das sauber aufsetzen will, bevor ich es überhaupt angehe.

Als Solo-Gründer ohne Investor ist außerdem Zeit die knappste Ressource: Recherche, Interviews, Schreiben und Technik liegen alle bei mir, und ich muss streng priorisieren. Und natürlich braucht jede Plattform erst einmal Reichweite, bevor sie für Winzer und Leser wirklich Wert schafft. Diese Spannung zwischen Substanz und späterer Monetarisierung sauber zu lösen, ist die eigentliche Aufgabe, deshalb baue ich Schritt für Schritt und nicht alles auf einmal.

Wie reagieren die Winzer auf das Konzept von Weingut Story, und welches Feedback hat Sie bisher besonders überrascht?

Die Reaktionen sind überwiegend sehr warm: Viele Winzer freuen sich spürbar, dass sich jemand für ihre Geschichte interessiert und nicht nur nach Preis und Menge fragt. Gerade kleine Betriebe haben oft niemanden, der ihre Arbeit nach außen erzählt, und genau diese Bühne nehmen sie dankbar an. Ich habe inzwischen Dutzende Interviews geführt, fast alle telefonisch oder per Zoom und merke immer wieder, wie offen und persönlich die Gespräche werden, wenn man echtes Interesse mitbringt. Aus geplanten kurzen Telefonaten werden oft lange Gespräche über die ehrlichen Themen: den Druck der Branche, das Ringen um den Nachwuchs, die Leidenschaft trotz allem. Überrascht hat mich, wie oft mein Außenblick als Nicht-Weinmensch als Vorteil empfunden wird, weil ich die Fragen stelle, die normale Kunden wirklich beschäftigen. Auch dass das Prinzip der drei Weine als Wertschätzung statt als Einschränkung ankommt, hat mich gefreut.

Welche Rolle spielen Authentizität und persönliche Geschichten für den Erfolg Ihres Geschäftsmodells?

Sie sind das Fundament, denn ohne Authentizität funktioniert nichts von dem, was ich tue. Mein Modell baut nicht auf dem billigsten Preis oder dem größten Sortiment, sondern auf Vertrauen, und Vertrauen entsteht nur über echte Geschichten. Gerade wenn ein Wein teurer ist als die Flasche aus dem Regal, kaufen Menschen nicht das Etikett, sondern die Geschichte und den Menschen dahinter. Deshalb erfinde ich nichts dazu und gebe Zitate so wieder, wie sie gefallen sind; weil die Interviews vertraulich entstehen, gehe ich sorgfältig damit um, was ich veröffentliche. Dass die Leser im Schnitt rund fünf bis sechs Minuten mit einem Artikel verbringen, zeigt mir, dass diese Ehrlichkeit trägt, und das gelingt nur, weil die Geschichten echt und nicht geschönt sind.

Auch mein eigener Hintergrund gehört dazu: dass ich aus einer Region ohne Weinbau komme und ehrlich aus der Perspektive der Zielgruppe schreibe, statt den großen Sommelier zu spielen. Authentizität ist hier kein Marketing-Wort, sondern schlicht die Geschäftsgrundlage.

An welchen neuen Ideen oder Entwicklungen arbeiten Sie aktuell, um Weingut Story weiter auszubauen?

Mein Schwerpunkt liegt aktuell klar auf Reichweite und Tiefe der Inhalte, denn das ist die Basis für alles Weitere. Konkret heißt das: mehr Winzer-Interviews führen und das Fundament aus rund 49 Blogbeiträgen zu Weinwissen ausbauen, weil gerade die Wissensartikel viele neue Leser bringen und die Interviews als Folgeseiten davon profitieren. Inhaltlich verzahne ich Ratgeber und Empfehlungen stärker, sodass jemand, der etwas über eine Rebsorte liest, direkt zum passenden Weingut findet. Parallel baue ich meinen YouTube-Kanal weiter aus, damit die Winzer auch im Bewegtbild ein Gesicht bekommen. Außerdem vernetze ich mich gerade gezielt mit den Veranstaltern von Weinmessen wie dem WEINsommer in Hannover, um dort direkt mit Winzerinnen und Winzern ins Gespräch zu kommen, neue Weingüter für Interviews zu gewinnen und in der Szene noch besser Fuß zu fassen.

Mittelfristig bereite ich das Listing-Modell für gelistete Winzer vor, das der nächste logische Schritt nach der Reichweite ist. Die eigene Verkaufsplattform bleibt am Horizont, treibe ich aber bewusst noch nicht aktiv voran, weil erst die Basis wirklich tragen muss.

Wenn Sie auf die bisherige Reise von Weingut Story blicken: Welche wichtige Erkenntnis würden Sie heute nicht mehr missen wollen?

Die wichtigste Erkenntnis ist, wie viel ein langsamer, eigenfinanzierter Weg wert ist und dass Geduld und Substanz Tempo und Lautstärke schlagen. Ich habe Entrepreneurship and Innovation Management studiert und mich danach bewusst gegen den klassischen VC-Weg entschieden: kein Investor, kein Druck, schnell zu skalieren. Das Projekt ist rein organisch von quasi null in rund einem Jahr auf mehrere hundert Leserinnen und Leser pro Woche gewachsen, und genau weil das ohne Investorendruck passiert ist, konnte ich der Qualität und der Mission treu bleiben. Besonders gefreut hat mich, dass die Leute lange auf den Artikeln bleiben, im Schnitt rund fünf bis sechs Minuten, weil das zeigt, dass Substanz tatsächlich gelesen wird. Hätte ich von Anfang an auf schnelles Wachstum optimiert, hätte ich vermutlich genau das verloren, was das Projekt ausmacht: die ehrliche, ruhige Erzählweise. Diese Haltung, auf den langen Weg zu setzen, würde ich heute nicht mehr missen wollen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Löse ein Problem, das du selbst kennst. Ich war meine eigene Zielgruppe, und dieser ehrliche Innenblick hat mir mehr geholfen als jede Marktanalyse, denn du spürst einfach, was die Leute wirklich brauchen, und bleibst bei jeder Entscheidung ehrlich.

Zweitens: Triff die Finanzierungsfrage bewusst und nicht aus Reflex. Der laute VC-Pfad ist nicht der einzige Weg; ein langsam gewachsenes, eigenfinanziertes Projekt gibt dir die Freiheit, deiner Mission treu zu bleiben. Was für dich richtig ist, hängt von deinem Vorhaben ab, aber entscheide es aktiv.

Drittens: Bau zuerst Substanz und Vertrauen, dann das Geschäftsmodell, und denke in Stufen. Reichweite, Vertrauen und ein tragfähiges Modell entstehen nicht über Nacht, sondern Schritt für Schritt. Das fühlt sich langsamer an, trägt aber länger und gewinnt am Ende die Menschen, die zählen.

Bildrechte: privat / Fotograf: Benjamin Bode

Wir bedanken uns bei Benjamin Bode für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Talentir erhält 4 Millionen Euro für globale Auszahlungen

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Bild Lukas Steiner und Johannes Kares Bildcredits Talentir

Talentir erhält €4 Millionen und löst das Auszahlungsproblem für Europas Plattformen

Talentir, das B2B-Fintech-Startup mit Payout-Technologie, schließt eine Seed-Finanzierungsrunde über 4 Millionen Euro ab.

Die Runde wird angeführt von Redstone VC, gemeinsam mit Inovia Capital, Shapers, Tenity, NewSchool, Noia Capital, BFC, Cambrena Capital und Mark Ransford. Das Kapital dient dem Ausbau der KI-nativen Payout-Infrastruktur und der internationalen Skalierung.

Das Wiener Fintech Talentir gibt den erfolgreichen Abschluss einer Seed-Finanzierungsrunde über 4 Millionen Euro bekannt. Die Runde wird von Redstone VC angeführt. Darüber hinaus beteiligen sich Inovia Capital, Shapers, Tenity, NewSchool, Noia Capital, BFC, Cambrena Capital sowie Mark Ransford. Mit der Finanzierung will Talentir die internationale Expansion beschleunigen und seine Technologieplattform für globale Auszahlungen weiter ausbauen.

Seed-Finanzierung für internationale Expansion

Während die Annahme von Zahlungen durch Anbieter wie Stripe heute weitgehend standardisiert ist, bleibt die Auszahlungsseite vieler Unternehmen kompliziert, teuer und stark manuell geprägt. Die Technologie wurde ursprünglich entwickelt, um komplexe Auszahlungen in der Creator- und Musikindustrie zu automatisieren, wo einzelne Umsätze häufig auf Dutzende Empfänger über verschiedene Länder, Währungen und regulatorische Anforderungen hinweg verteilt werden müssen.

Talentir hat dafür eine fortschrittliche Payout-Infrastruktur entwickelt. Die Plattform übernimmt den gesamten Auszahlungsprozess, von der Verarbeitung und Aufbereitung der Daten über Compliance- und Steueranforderungen bis hin zur eigentlichen Auszahlung.

KI und Stablecoin-Settlement als technologische Grundlage

Dabei kombiniert das Team Künstliche Intelligenz mit einer eigenen Stablecoin-basierten Settlement-Infrastruktur, um Auszahlungen schneller, günstiger und effizienter abzuwickeln und von einer Kostenstelle zu einem Zugewinn zu machen.

In der Vergangenheit gab es derartige Lösungen höchstens im Silicon Valley, heute sieht sich Talentir als Chance für die nächste große Finanzinfrastruktur Made in Europe. Das Unternehmen positioniert sich damit als europäische Antwort auf das ungelöste globale Payout-Problem.

„Die gesamte Finanzwelt nimmt es als gegeben hin, dass Auszahlungen Geld kosten. Wir haben das nie akzeptiert. Deshalb haben wir früh auf Stablecoin-Technologien in unserem Backend gesetzt, zu einem Zeitpunkt, als wir dafür noch belächelt wurden. Heute vereinen wir als einziger Anbieter Settlement in Sekunden, KI, die sicher in der IT-Umgebung des Kunden arbeitet, und die volle rechtliche Verantwortung als regulierter Merchant of Record. Diese Kombination macht Talentir zur technologisch fortschrittlichsten Payout-Infrastruktur der Welt“, sagt Lukas Steiner, CEO & Co-Founder bei Talentir.

Auszahlungen im siebenstelligen Bereich pro Tag

Bereits heute verarbeitet das Unternehmen mit einem sechsköpfigen Team pro Tag Auszahlungen im siebenstelligen Bereich. Das nächste Ziel ist ein Auszahlungsvolumen von jährlich 100 Millionen Euro.

„Payout-Infrastruktur ist eines der letzten großen ungelösten Probleme im B2B-Fintech. Was Talentir aufgebaut hat, die Kombination aus Stablecoin-Settlement, KI und voller regulatorischer Verantwortung als Merchant of Record, ist technologisch einzigartig“, sagt Richard Würl, Principal bei Redstone.

Merchant of Record für die Auszahlungsseite

Talentir verfolgt die Vision, Auszahlungen von einer operativen Kostenstelle zu einer strategischen Infrastruktur für Unternehmen zu entwickeln. Neben der eigentlichen Auszahlung adressiert die Plattform auch Themen wie Buchhaltung, Liquiditätsmanagement und internationale Währungsumrechnung.

Eine Besonderheit des Modells ist die Rolle als sogenannter Merchant of Record auf der Auszahlungsseite. Dadurch übernimmt das Unternehmen regulatorische Verpflichtungen wie Compliance, Steuerbehandlung und Empfänger-Onboarding, während Kunden die Kontrolle über ihre Marke, ihre Prozesse und ihre Empfängerbeziehungen behalten.

Ausbau der KI-nativen Payout-Plattform

Mit der Seed-Finanzierung plant Talentir insbesondere den Ausbau seiner KI-nativen Payout-Plattform, die Weiterentwicklung der Merchant-of-Record-Infrastruktur sowie die internationale Expansion. Langfristig will das Unternehmen die globale Standardlösung für Money-Out-Prozesse werden.

Bild Lukas Steiner und Johannes Kares Bildcredits Talentir

Quelle COHORT GmbH

CoTrainer erhält 1 Million Euro für die Digitalisierung im Amateurfußball

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Amateurfußball: CoTrainer und Fußballvereine im Fokus Bild Teamfoto Bildcredits: CoTrainer (Fussballetics GmbH)

CoTrainer (Fussballetics GmbH), Anbieter einer digitalen Plattform für Amateurfußballvereine, hat eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 1 Million Euro abgeschlossen. Lead-Investor ist kicker ventures. Zu den weiteren neuen Gesellschaftern zählen strategische Business Angels aus dem Sportbusiness, darunter Markan Karajica (CEO 7NXT/Gymondo), Teamgeist Capital (ehemals Vitafy), Dr. Sebastian Weil (Co-Founder PadelCity), Timo Skrzypski (Ex-CEO Alemannia Aachen) und Fußballprofi Maximilian Arnold sowie weitere strategische Investoren wie superangels und Comvest Digital AG.

Das Closing erfolgte Ende des ersten Quartals 2026. Mit dem frischen Kapital treibt CoTrainer die Produktentwicklung voran, vergrößert das Team und verfolgt das Ziel, führender Anbieter im Bereich der Amateurfußballförderung zu werden.

Digitale Unterstützung für den Vereinsalltag

Amateurfußballvereine organisieren ihren Alltag heute häufig über eine Mischung aus Messenger-Gruppen, Tabellen und Zuruf. Das bedeutet einen enormen Zeitaufwand für ehrenamtliche Trainerinnen, Trainer und Vereinsverantwortliche.

CoTrainer bündelt Vereinsorganisation, Trainingsplanung und Spielerentwicklung in einer Plattform. Das Versprechen des Unternehmens lautet: „Weniger Abstimmung. Mehr Fußball.“

Mehr als 150 Vereine nutzen die Plattform

Im Mittelpunkt der weiteren Entwicklung steht der Ausbau der Plattform. Der große Produkt-Relaunch ist für den Sommer 2026 geplant. Bereits vor dem Relaunch haben sich mehr als 150 Vereine für die Plattform entschieden.

Langfristig will CoTrainer die Marktführerschaft im Bereich Amateurfußballförderung übernehmen – getreu dem Leitmotiv „Dein Fußball. Dein Verein.“

Den technischen Ausbau verantwortet künftig Marco Giesen, der als Chief Technology Officer (CTO) zu CoTrainer stößt.

kicker ventures steigt als Lead-Investor ein

Mit kicker ventures gewinnt CoTrainer einen strategischen Partner mit tiefer Verankerung im deutschen Fußball über die traditionsreiche Sportmedienmarke kicker.

„Im Amateurfußball steckt enorm viel Herzblut und enorm viel Verwaltungsaufwand, der an Ehrenamtlichen hängen bleibt. Als Vorsitzender und Trainer eines Amateurvereins in Köln kenne ich diese Probleme. Wir bauen die Plattform, die Trainerinnen, Trainern und Vereinen diese Last abnimmt. Mit unseren Investoren haben wir jetzt die Mittel und die Partner, um CoTrainer zum Standard im Amateurfußball zu machen“, sagt Claudius Ludwig, CEO & Co-Founder von CoTrainer.

Unterstützung durch Netzwerk und Reichweite

„Mit CoTrainer haben wir ein Team gefunden, das eine große Herausforderung im Amateurfußball angeht, und zwar konsequent, produktgetrieben und nah an der Basis. Besonders freut uns, dass wir als kicker ventures neben Kapital, Sportdaten- und Skalierungsexpertise auch die Reichweite des kicker über verschiedene Maßnahmen einfließen lassen können. Denn: Über unsere Plattform erreichen wir täglich Millionen Fußballfans, vom Profi bis zur Kreisliga. Diese Nähe zum Fußball und unsere Erfahrung in der Skalierung digitaler Geschäftsmodelle wollen wir nun gemeinsam mit CoTrainer und unseren Co-Investoren nutzen“, sagt Tobias Offergeld, Head of Corporate Development & Strategy.

Weitere Initiative für den Amateurfußball angekündigt

Darüber hinaus kündigt CoTrainer für die Saison 2026/27 eine groß angelegte Initiative für den Amateurfußball an. Details werden in den kommenden Wochen gemeinsam mit einem bekannten Ausrüstungspartner vorgestellt.

Bild Teamfoto Bildcredits: CoTrainer (Fussballetics GmbH)

Quelle CoTrainer (Fussballetics GmbH)

FINN erreicht Unicorn-Status und sammelt 140 Millionen Euro ein

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FINN erreicht Unicorn-Status mit 140 Millionen Euro Teamfoto FINN 2026

FINN, Deutschlands führende Auto Abo Plattform, hat eine Series D Finanzierungsrunde über knapp 100 Millionen Euro Eigenkapital erfolgreich abgeschlossen. Zusätzlich erhält das Unternehmen mehr als 40 Millionen Euro Fremdkapital. Mit der neuen Finanzierung steigt die Unternehmensbewertung auf über eine Milliarde Euro. Damit erreicht FINN erstmals den Unicorn-Status.

Angeführt wurde die Finanzierungsrunde von Portage, einem internationalen Investor für Fintech und Mobility Unternehmen. Auch UVC Partners, Investor der ersten Stunde, erhöht sein Engagement deutlich. Weitere bestehende Investoren wie Planet First Partners, Korelya Capital, White Star Capital, HV Capital und Picus Capital beteiligen sich ebenfalls erneut. Zusätzlich stellen BC Partners Credit und Runway Growth Capital weiteres Wachstumskapital bereit. Über einen Media for Equity Deal beteiligt sich außerdem SevenVentures, der Investmentarm von ProSiebenSat.1.

Milliardenbewertung durch starkes Wachstum

Mit der Kombination aus Eigenkapital, Fremdkapital und strategischer Medienpartnerschaft verfügt FINN über zusätzliche Ressourcen für die nächste Wachstumsphase. Die Finanzierung bewertet das Unternehmen erstmals mit mehr als einer Milliarde Euro und macht FINN damit offiziell zu einem Unicorn.

Der Unicorn-Status unterstreicht die Entwicklung des Unternehmens, das sich innerhalb weniger Jahre von einem Münchner Startup zu einem der bedeutendsten Anbieter für flexible Mobilität in Deutschland entwickelt hat.

Ausbau der europäischen Wachstumsstrategie

Das frische Kapital soll vor allem in den Ausbau der Abo Flotte, die Weiterentwicklung der Technologieplattform und die operative Infrastruktur fließen. Bereits heute sind mehr als 50.000 FINN Abos auf den Straßen unterwegs. Das Unternehmen erzielt einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von über 300 Millionen Euro.

Mit der Unterstützung langfristig orientierter institutioneller Investoren will FINN seine Marktführerschaft in Deutschland weiter ausbauen und gleichzeitig die Expansion in Europa vorantreiben. Langfristiges Ziel bleibt der Aufbau der führenden europäischen Plattform für flexible Mobilität.

„Wir erleben einen grundlegenden Wandel in der Mobilitätsbranche: Flexibilität, digitale Nutzererlebnisse und einfacher Zugang gewinnen zunehmend an Bedeutung. Unsere Vision ist es, Mobilität so einfach wie möglich zugänglich zu machen. Die Unterstützung unserer Investoren gibt uns die Möglichkeit, diese Transformation weiter zu beschleunigen und die führende Plattform für moderne Mobilität in Europa aufzubauen“, sagt Maximilian Wühr, CEO und Co Founder von FINN.

Investoren sehen großes Potenzial im Auto Abo Markt

Auch die neuen Investoren zeigen sich von der Entwicklung des Unternehmens überzeugt. Devon Kirk, General Partner und Co Head bei Portage Capital Solutions, hebt insbesondere die Verbindung aus digitalem Kundenerlebnis und flexiblen Mobilitätsangeboten hervor.

Nach Einschätzung des Investors habe FINN bewiesen, dass sich ein Auto Abo Modell erfolgreich skalieren lässt, ohne dabei die Kundenzufriedenheit aus den Augen zu verlieren. Damit sei das Unternehmen hervorragend positioniert, die Mobilität der nächsten Generation aktiv mitzugestalten.

Vom Startup zum Marktführer für Auto Abos

Seit seiner Gründung im Jahr 2019 hat sich FINN zu Deutschlands führendem Anbieter für Auto Abos entwickelt. Kundinnen und Kunden können Fahrzeuge von mehr als 25 Marken vollständig digital abonnieren. Zum Angebot gehören unter anderem Modelle von BMW, Mercedes Benz, Cupra, Opel, Hyundai, MG und BYD.

Das Abo umfasst neben dem Fahrzeug auch Versicherung, Zulassung und Wartung. Mit diesem Rundum Sorglos Konzept hat sich FINN als Vorreiter eines Mobilitätsmodells etabliert, das Flexibilität, digitale Nutzererfahrung und transparente Kosten miteinander verbindet.

Bild FINN Teambild @ FINN GmH

Quelle FINN GmbH

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