Donnerstag, September 3, 2026
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Wenn wichtige Menschen verstummen: Was Ghosting mit Gründern macht

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Ghosting im Business: Selbstführung für Gründer Clemens Ressel Bildcredits/Fotograf: Fotostudio Wetzikon Yannik Scrugli

Ghosting ist nicht nur ein Dating-Phänomen. Auch Gründerinnen und Gründer erleben es: bei Kunden, Investoren, Geschäftspartnern und manchmal im engsten persönlichen Umfeld. Was dann hilft, ist keine weitere Nachricht. Sondern Selbstführung.

Es gibt Erfahrungen, auf die dich kein Businessplan vorbereitet.

Du kannst deine Idee bis ins Detail durchdacht haben. Du kannst voller Energie sein, ein Team aufbauen, Kundengespräche führen, Verantwortung tragen. Du kannst überzeugt sein, dass deine Vision einen Unterschied macht.

Und dann verstummt ein wichtiger Mensch.

Keine Erklärung. Keine ehrliche Auseinandersetzung. Und keine klare Aussage. Nachrichten bleiben unbeantwortet, Absprachen verlieren ihre Verbindlichkeit, Nähe wird durch Funkstille ersetzt.

Das nennen wir Ghosting.

Meist verbinden wir es mit Dating. Doch Ghosting findet längst auch im beruflichen Alltag statt: Ein Investor zeigt Interesse und meldet sich nie wieder. Ein potenzieller Kunde verspricht einen Rückruf und verschwindet. Ein Partner spricht über gemeinsame Ziele, zieht sich dann aber zurück, sobald es verbindlich wird.

Besonders schwer wird es, wenn diese Funkstille aus dem engsten Umfeld kommt. Wenn Menschen, die Teil der eigenen Geschichte, Familie oder Zukunft waren, emotional nicht mehr erreichbar sind. Dann trifft es nicht nur den Menschen privat. Es trifft auch die Kraft, mit der er morgens aufsteht und weiterbaut.

Die Stille erzeugt Fragen

Ghosting hinterlässt selten eine sachliche Lücke. Es hinterlässt einen inneren Raum voller Fragen.

Habe ich etwas falsch gemacht?
War ich zu viel? Zu direkt? Zu fordernd?
Hätte ich anders handeln müssen?

Diese Fragen sind verständlich. Doch sie können zerstörerisch werden, wenn wir sie zum Dauerzustand machen.

Denn Schweigen ist nicht automatisch ein Urteil über unseren Wert. Es sagt oft mehr darüber aus, wie der andere Mensch mit Konflikten, Überforderung oder Verantwortung umgeht, als über den Menschen, der zurückbleibt.

Das macht die Erfahrung nicht harmlos. Aber es verändert den Blick darauf.

Wer geghostet wird, hat ein Recht auf Verletzung. Auf Traurigkeit. Auch auf Wut. Was er nicht tun sollte: seinen Selbstwert an eine Antwort koppeln, die vielleicht niemals kommt.

Gründer brauchen eine andere Form von Stärke

Im Start-up-Kontext reden wir häufig über Resilienz. Das Wort ist inzwischen fast ein Pflichtbegriff. Doch echte Resilienz zeigt sich nicht auf einer Bühne und nicht in einem LinkedIn-Post.

Sie zeigt sich an den Tagen, an denen keine Antwort kommt.

Dann, wenn man merkt: Ich kann Kommunikation anbieten, aber nicht erzwingen. Ich kann Klarheit wünschen, aber nicht verlangen. Ich kann andere nicht dazu bringen, die Verantwortung zu übernehmen, die ich mir von ihnen wünschen würde.

Eine meiner wichtigsten geistigen Lehrerinnen, Vera F. Birkenbihl, brachte diese Haltung in einem einfachen Satz auf den Punkt:

„Es ist, wie es ist.“

Das ist keine Kapitulation. Es ist Realitätssinn.

Es ist, wie es ist, ist nicht, wie es fair wäre. Nicht, wie ich es mir vorgestellt habe. Nicht, wie ein erwachsener Mensch möglicherweise handeln sollte.

Akzeptanz bedeutet nicht Zustimmung. Sie bedeutet, aufzuhören, die eigene Energie gegen eine Tatsache einzusetzen, die sich im Moment nicht ändern lässt.

Und genau dort beginnt Selbstführung.

Aus der Funkstille zurück in die Handlung

Wer ein Unternehmen aufbaut, weiß: Energie ist eine begrenzte Ressource. Jede Stunde Grübeln fehlt bei Kunden, Produkt, Team oder Familie. Das bedeutet nicht, Gefühle wegzudrücken. Es bedeutet, ihnen einen Platz zu geben, aber nicht die Führung.

Drei Fragen helfen, aus der Ohnmacht zurück in die Bewegung zu kommen:

  1. Was liegt wirklich in meiner Verantwortung?
    Nicht das Verhalten anderer. Aber die eigene Klarheit, die eigene Haltung und die nächsten Schritte.
  2. Was brauche ich, um handlungsfähig zu bleiben?
    Ein Gespräch mit einer Vertrauensperson, Sport, Abstand, professionelle Begleitung oder schlicht eine Nacht Schlaf. Stärke beginnt oft mit Selbstfürsorge.
  3. Welche Kultur will ich selbst vorleben?
    Gerade Gründer prägen ihre Unternehmen. Wer Respekt, Verbindlichkeit und klare Kommunikation erwartet, muss sie selbst auch dann praktizieren, wenn Gespräche unbequem werden.

Kommunikation ist Führung

Nicht jede Beziehung muss fortgesetzt werden. Nicht jedes Projekt passt. Und nicht jede Partnerschaft trägt.

Aber Menschen verdienen Klarheit.

Ein „Ich brauche Abstand“ ist besser als eine offene Schleife. Ein „Ich kann das nicht weiterführen“ ist ehrlicher als monatelange Unverbindlichkeit. Ein respektvolles Nein ist reifer als vollständiges Abtauchen.

Das gilt im Privaten genauso wie im Business.

Eine gesunde Gründerkultur entsteht nicht nur durch Vision, Geschwindigkeit und Technologie. Sie entsteht durch die Art, wie wir mit Menschen umgehen, wenn es schwierig wird. Durch die Bereitschaft, Verantwortung nicht einfach im Schweigen verschwinden zu lassen.

Der Phoenix-Moment

Vielleicht besteht der eigentliche Phoenix-Moment nicht darin, niemals zu fallen.

Vielleicht besteht er darin, nach einem emotionalen Rückschlag nicht bitter zu werden.

Nicht jede Antwort wird kommen. Nicht jeder Mensch wird bleiben. Und nicht jede Verbindung lässt sich retten.

Aber die eigene Haltung bleibt eine Entscheidung.

Wer geghostet wird, darf traurig sein. Er darf sich zurückziehen, sortieren, Grenzen ziehen. Und dann darf er weitergehen: klarer, bewusster und mit dem Wissen, dass sein Wert nicht davon abhängt, ob jemand anderes antwortet.

Es ist, wie es ist.

Und von dort aus beginnt die nächste Entscheidung.

Über den Autor

Clemens Ressel schreibt über Selbstführung, mentale Stärke und die menschliche Seite des Unternehmertums. Seine Perspektive verbindet persönliche Erfahrung mit dem Anspruch, auch in Krisen handlungsfähig zu bleiben.

Bildcredits/Fotograf: Fotostudio Wetzikon Yannik Scrugli

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Aus ECR Tag wird ECR iN MOTiON: Neue B2B-Convention feiert Premiere in Bonn

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Anna-Katharina Kraus, Commercial Director Advanced Solutions & Business Development, YouGov Shopper ECR iN MOTiON: Neue B2B-Convention für den Handel in Bonn

Aus ECR Tag wird ECR iN MOTiON: Neue B2B-Convention feiert Premiere in Bonn

ECR iN MOTiON feiert Premiere am 16. und 17. September in Bonn. Aus dem ECR Tag wird nach fast drei Jahrzehnten eine neue B2B-Convention: Am 16. und 17. September treffen sich Industrie, Handel und Dienstleister im World Conference Center Bonn – mit Top-Keynotes, neuen Formaten und vielfältigen Möglichkeiten für Medienvertreter:innen.

Köln/Bonn, 11. August 2026. Der ECR Tag war viele Jahre einer der zentralen Treffpunkte der Konsumgüterwirtschaft. Nun kommt auch die Veranstaltung selbst in Bewegung: Unter dem Namen ECR iN MOTiON entwickelt GS1 Germany das etablierte Branchenevent grundlegend weiter. Es steht zugleich für Evolution und den Beginn einer neuen Ära – mit mehr Interaktion, mehr Praxiswissen und mehr Bewegung zwischen Themen, Formaten und Communitys.

Unter dem Leitgedanken „Collaboration for Shopper Value“ bringt ECR iN MOTiON am 16. und 17. September 2026 im World Conference Center Bonn Entscheider:innen und Expert:innen aus Industrie, Handel und Dienstleistung zusammen. Der Wesenskern kommt durch das neue Konzept mehr zum Tragen: von der Community für die Community.

Top-Keynotes mit Perspektiven auf Veränderungen

„Die Zukunft ist menschlich“, sagt Dominic von Proeck, Co-Founder von Leaders of AI. In seiner Keynote „Wie KI-Agenten Organisationen grundlegend verändern“ erklärt er, was damit gemeint ist. KI-Agenten automatisieren nicht mehr nur einzelne Aufgaben. Sie beeinflussen zunehmend Prozesse, Verantwortlichkeiten, Entscheidungen und die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Technologien. Der Vortrag richtet den Blick darauf, wie sich hybride Organisationen auf diese tiefgreifende Veränderung durch künstliche Intelligenz vorbereiten können.

Dass der Handel unverzichtbar ist, der Erfolg einzelner Handelsunternehmen jedoch keineswegs selbstverständlich, verdeutlicht Christoph Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung von dm-drogerie markt. Unter dem Titel „Retailing is essential, retailers are not“ geht er der Frage nach, was Unternehmen in einer von Unsicherheit und Veränderung geprägten Welt dauerhaft relevant macht – und welche Rolle Nähe zu den Menschen, Haltung sowie konsequente Kundenorientierung dabei spielen.

Eine Transformation ganz anderer Art hat Stefan Löcher, Geschäftsführer der Lanxess Arena, erlebt und gestaltet

In „Von der Krise zum Publikumsmagneten“ zeichnet er den Weg von schwierigen Anfangsjahren zu einer der erfolgreichsten Veranstaltungsarenen der Welt nach. Seine Geschichte zeigt, was sich mit Ausdauer, Veränderungsbereitschaft und einem starken gemeinsamen Ziel bewegen lässt und welche Erkenntnisse Unternehmen daraus für die eigene Entwicklung ableiten können.

Ob Unternehmen tatsächlich bereit für die Zukunft sind, fragt Paul Vetter, General Manager Henkel Consumer Brand, in seiner Keynote „Future? Ready! – Ready together“. Bereits der Titel gibt eine entscheidende Richtung vor: Zukunftsfähigkeit entsteht nicht im Alleingang. Sie braucht Zusammenarbeit, gemeinsame Verantwortung und die Bereitschaft, Wissen und Erfahrungen über Unternehmens- und Communitygrenzen hinweg zu teilen.

Den zweiten Veranstaltungstag eröffnet die Bestsellerautorin Prof. Dr. Maren Urner mit „Radikal hoffnungsvoll: Denn unser Gehirn gibt niemals auf“. Die Neurowissenschaftlerin der Fachhochschule Münster zeigt, warum Hoffnung weit mehr ist als positiver Zweckoptimismus. Sie kann Menschen dazu befähigen, den dauerhaften Krisenmodus zu verlassen, Lösungen wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken und Veränderung aktiv zu gestalten. Richtig eingesetzt versetzt sie unser Gehirn in einen legalen Rauschzustand.

Inspiration, Fachwissen und Begegnungen von Menschen

Die genannten Keynotes sind ein Auszug der vollständig neuen Veranstaltungsdramaturgie. Die Vorträge und Impulse der Speaker:innen bieten konkrete Best Practices, innovative Denkansätze und direkt umsetzbare Strategien.

Auf der MOTiON Stage geben Keynotes, Panels und frische Perspektiven individuelle Impulse für den nächsten Move. Die parallel bespielten MOTiON Studios schaffen Raum für Praxis, fachliche Tiefe und Wissenstransfer. In der MOTiON Hall treffen Inhalte und Menschen aufeinander – in kompakten Formaten. Thematisch reicht das Spektrum von KI und Automatisierung über Shopper Experience und Category Management bis zu Supply Chain, Resilienz, Datenqualität, Standards, Nachhaltigkeit und Innovation.

Mit „Inspire. Empower. Connect.“ kommt die Branche bei der zweitägigen B2B-Convention zusammen: Ungewöhnliche Aspekte regen zum Nachdenken an, greifbare Praxis-Insights gestaltender Unternehmen befähigen zum Handeln und verschiedene Begegnungsformate verbinden Menschen aus unterschiedlichen Communitys noch starker miteinander.

Dazu gehört auch Mut zum Experiment. Bei „Ooops! Beyond Mistakes“ stehen nicht nur Erfolge, sondern Fehler, Umwege und die daraus entstandenen Erkenntnisse im Mittelpunkt. „Auf einen Kaffee mit …“ ersetzt das klassische „Meet-the-Speaker-Format“ durch ein exklusives Gesprächsformat. Erstmals erhalten zudem Startups ihre eigene Bühne. Beim Live-Founders-Pitch vor Ort, im Innovation Panel und im unmittelbaren Miteinander treffen junge Ideen auf Erfahrung, konkrete Herausforderungen und potenzielle Partner aus der Konsumgüterwirtschaft. Sowohl dem Publikum als auch der Jury kommt eine tragende Rolle zu.

Bild Anna-Katharina Kraus, Commercial Director Advanced Solutions & Business Development, YouGov Shopper

Quelle GS1 Germany GmbH

ImmerRuf: KI-Telefonassistent für das Handwerk

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ImmerRuf: KI-Telefonassistent für das Handwerk yatin Arora Immerruf Founder

Wenn die Hände auf der Baustelle oder in der Werkstatt beschäftigt sind, bleibt das Telefon oft stumm – und potenzielle Kunden rufen beim Nächsten an. Gründer Yatin Arora erklärt im Gespräch, wie der KI-Telefonassistent ImmerRuf verpasste Anrufe abschafft, Termine direkt bucht und warum der Service bewusst ohne Selbstkonfigurator auskommt

Können Sie ImmerRuf kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee zur Gründung des Unternehmens entstanden ist?

ImmerRuf ist ein KI-Telefonassistent für Betriebe, die keinen Kunden mehr verlieren wollen. Er geht rund um die Uhr ans Telefon, nimmt den Anruf in natürlicher Sprache an, klärt das Anliegen und bucht den Termin direkt in den Kalender des Betriebs — tagsüber auf der Baustelle, abends nach Feierabend, nachts, am Wochenende und im Urlaub.

Die Idee kam nicht aus einer Marktanalyse. Bei uns im Haus war ein Handwerker bei der Arbeit. Sein Telefon klingelte, während er beide Hände im Einsatz hatte. Er sah kurz hin, ließ es klingeln und machte weiter. Wenig später passierte es noch einmal. Niemand hatte etwas falsch gemacht — er konnte einfach nicht an zwei Orten gleichzeitig sein.

Hängen geblieben ist bei mir, was das in Summe bedeutet. Hinter jedem dieser Anrufe stand jemand, der ihn brauchte und danach die nächste Nummer gewählt hat. Er wird es nie erfahren, denn ein verpasster Anruf hinterlässt keine Spur. Und die Anrufe, die er zurückgab, gab er abends zurück, zu Hause, in der Zeit, die eigentlich seiner Familie gehörte.

Ich baue KI-Systeme, und an diesem Nachmittag war mir klar, was gebaut werden müsste: etwas, das abnimmt, während seine Hände beschäftigt sind, ein echtes Gespräch mit dem Anrufer führt und den Termin in seinen Kalender einträgt. Er behält den Auftrag, und er behält seinen Feierabend.

Wer steht hinter ImmerRuf, und welche Erfahrungen haben die Entwicklung Ihres KI-Telefonassistenten geprägt?

ImmerRuf wird von einem Zweierteam gemacht. Ich, Yatin Arora, bin Gründer und Entwickler. Sebastian Höhne verantwortet den Vertrieb und den direkten Draht zu den Betrieben.

Ich habe KI- und Agentensysteme für Banken und Versicherer gebaut, wo ein System zuverlässig sein und einer Prüfung standhalten muss. Deshalb war der Datenschutz bei ImmerRuf von Tag eins Teil des Systems und nicht etwas, das später ergänzt wurde.

Welche Vision verfolgen Sie mit ImmerRuf, und wie möchten Sie den Telefonservice kleiner und mittelständischer Betriebe langfristig verändern?

Unsere Mission ist, den verpassten Anruf abzuschaffen — zu einem Preis, den ein Betrieb ohne Nachdenken zahlt, und mit einer Einrichtung, für die der Betrieb selbst nichts tun muss.

Langfristig soll ein Betrieb gar nicht mehr darüber nachdenken müssen, ob gerade jemand ans Telefon gehen kann. Heute ist Erreichbarkeit etwas, das man sich leisten können muss: eine eigene Kraft im Büro oder ein externer Telefonservice. Wir wollen, dass sie zur Grundausstattung gehört — so selbstverständlich wie eine Website.

An welche Zielgruppen richtet sich ImmerRuf hauptsächlich, und welche Herausforderungen lösen Sie für diese Unternehmen?

Vor allem Handwerk aller Gewerke — Elektro, Sanitär und Heizung, Dach, Maler, Schreiner, Garten- und Landschaftsbau — dazu Kfz-Werkstätten, Gastgewerbe und lokale Dienstleister.

Das Muster ist überall dasselbe: Die Arbeit findet nicht am Schreibtisch statt. Wer auf dem Dach steht oder die Hände im Motor hat, kann nicht ans Telefon. Für den Betrieb löst ImmerRuf damit zwei Dinge gleichzeitig. Erstens den entgangenen Auftrag. Und zweitens einen ständigen Druck: Niemand muss mehr mit einem Ohr am Telefon arbeiten, das Gerät mit auf die Baustelle nehmen oder abends prüfen, wer angerufen hat. Man macht seine Arbeit fertig und findet danach Termine im Kalender statt entgangener Anfragen.

Viele kleine Betriebe verpassen Anrufe im Arbeitsalltag. Warum sehen Sie hier so großes Potenzial für den Einsatz von KI?

Weil der verpasste Anruf ein Problem ist, das sich nicht durch mehr Disziplin lösen lässt. Der Betrieb macht nichts falsch — es ist in dem Moment schlicht niemand frei.

Alles, was es bisher dagegen gab, hat entweder nicht funktioniert oder war zu teuer — genau deshalb gibt es das Problem überhaupt noch. Sprach-KI ist der erste Ansatz, der beides zusammenbringt: ein echtes Gespräch statt einer Bandansage, und trotzdem ein Preis, über den ein Betrieb nicht lange nachdenken muss. Dazu kommt, dass Telefon in diesen Branchen nicht der Nebenkanal ist, sondern der Hauptkanal. Ein Kunde mit einem kaputten Heizkessel füllt kein Kontaktformular aus.

Was macht ImmerRuf aus Ihrer Sicht besonders im Vergleich zu klassischen Telefonservices oder anderen KI-Telefonassistenten?

Zwei Dinge.

Erstens: Wir richten alles selbst ein. Der Betrieb muss nichts konfigurieren. Ein Dachdecker will sich abends nicht auch noch durch Gesprächsabläufe klicken.

Zweitens: Der Assistent nimmt nicht nur Nachrichten auf. Er bucht Termine in jedem Tarif, ohne Aufpreis. Er beantwortet die Fragen, die ohnehin ständig kommen — Öffnungszeiten, Anfahrt, Leistungen, Ablauf. Und er kann dem Anrufer aktiv passende Leistungen des Betriebs vorschlagen, statt das Gespräch nur entgegenzunehmen. Aus einem verpassten Anruf wird so ein Termin im Kalender.

Gegenüber einem klassischen Telefonservice kommt dazu, dass der Assistent nicht nur zu Bürozeiten da ist. Ein Kunde, der um 22 Uhr anruft, bekommt seinen Termin — ohne dass jemand im Betrieb wach sein muss.

Sie übernehmen die komplette Einrichtung für Ihre Kunden. Warum haben Sie sich bewusst gegen einen klassischen Selbstkonfigurator entschieden?

Weil ein Konfigurator die Arbeit nur verschiebt. Er sieht im Vertrieb gut aus und liegt danach als Aufgabe bei jemandem, der abends um acht von der Baustelle kommt.

Das tragen wir lieber selbst. Wenn wir die Einrichtung übernehmen, ist das Produkt ab dem ersten Tag im Einsatz, statt ein Projekt zu sein, für das man erst einmal Zeit finden muss. Und der Aufwand liegt auf der Seite, die ihn besser stemmen kann: Wir kennen das System, der Betrieb kennt sein Handwerk.

Für uns hat das noch einen zweiten Effekt. Jede Einrichtung ist ein genauer Blick darauf, wie in einem Gewerk tatsächlich telefoniert wird — welche Fragen kommen, was ein Anrufer erwartet, wo ein Gespräch hakt. Genau das ist der Input, den wir brauchen, um das Produkt besser zu machen.

Der KI-Assistent kann Termine direkt buchen und Anrufe vorqualifizieren. Welche Vorteile ergeben sich dadurch für Betriebe und deren Kunden?

Für den Anrufer ist der Vorteil, dass sein Anliegen im selben Gespräch erledigt ist. Kein Rückruf, auf den er warten muss, keine Mailbox, kein zweiter Anlauf am nächsten Tag.

Für den Betrieb ändert sich die Art der Arbeit, die überhaupt liegen bleibt. Ohne Assistent besteht der Rückstand aus Rückrufen: eine Liste von Nummern, von denen einige nicht mehr abheben oder inzwischen woanders gebucht haben. Mit Assistent besteht er aus Terminen im Kalender und aus Anfragen, die bereits geklärt sind — worum es geht, wo es ist, wie dringend es ist.

Und die Vorqualifizierung sortiert auch aus. Nicht jeder Anruf ist ein Auftrag. Wenn das im Gespräch geklärt wird statt abends am Telefon, spart das genau die Zeit, die vorher niemand hatte.

Datenschutz spielt bei Telefon- und Kundendaten eine zentrale Rolle. Welche Bedeutung haben EU-Hosting und DSGVO-konforme Prozesse für ImmerRuf?

Für unsere Zielgruppe ist das kein Marketingpunkt, sondern die Voraussetzung dafür, ein solches System überhaupt ans Telefon zu lassen. Am Telefon landen Namen, Adressen und Terminwünsche echter Kunden — also genau die Daten, für die ein Betrieb geradesteht.

Deshalb behandeln wir Datenschutz als Teil des Produkts, nicht als Fußnote. ImmerRuf ist im Einklang mit der DSGVO, dem TDDDG und § 201 StGB aufgesetzt, und jede Frage, die ein Kunde dazu hat, beantworten wir ausführlich.

Sie haben ImmerRuf vollständig bootstrapped aufgebaut. Welche Herausforderungen mussten Sie dabei meistern, und welche Erkenntnisse nehmen Sie daraus mit?

Die größte Einschränkung ist nicht das Geld, sondern die Anzahl der Dinge, die gleichzeitig laufen können. Ohne Kapital gibt es keine parallelen Versuche. Jede Woche, die in ein Feature geht, geht nicht in ein Gespräch mit einem Betrieb.

Die zweite Herausforderung ist Geduld gegenüber der Zielgruppe. Handwerksbetriebe gewinnt man über Empfehlung und Vertrauen, und das braucht Zeit, die man mit Budget nicht abkürzen kann. Das ist ein langsamerer Weg, als ein Produkt mit Investoren im Rücken ihn gehen müsste, und man muss die Nerven dafür haben.

Was wir daraus mitnehmen: Bootstrapping hat uns vor der teuersten Sorte Fehler bewahrt — dem Feature, das gut klingt und nach dem niemand gefragt hat. Wenn jede Entscheidung Wochen der eigenen Arbeit kostet, fragt man vorher deutlich genauer nach.

Welche neuen Funktionen oder Weiterentwicklungen stehen bei ImmerRuf aktuell im Fokus?

Der Schwerpunkt liegt auf Anbindungen und auf Gesprächsqualität.

Anbindungen heißt: mehr Kalender- und Systemanbindungen, damit ein gebuchter Termin ohne Umweg dort landet, wo der Betrieb ohnehin arbeitet. Das ist unspektakulär, entscheidet aber darüber, ob der Assistent im Alltag wirklich Arbeit abnimmt.

Gesprächsqualität heißt: die Fälle abseits des Standards. Ein Anrufer, der mitten im Satz abbiegt, ein Notfall, der sofort an den Betrieb durchgestellt gehört, ein Anliegen, das gar keine Terminbuchung ist. Jedes echte Gespräch, das nicht sauber lief, sehen wir uns an und arbeiten daran.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die eine KI-Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen entwickeln möchten?

Erstens: Sucht eine echte Lücke. Keinen Markt, der auf einer Folie groß aussieht, sondern einen konkreten Moment, in dem jemand etwas verliert und keine gute Möglichkeit hat. Wer diesen Moment nicht genau benennen kann, baut eine Lösung und sucht das Problem hinterher.

Zweitens: Nicht in Panik geraten, wenn es mittendrin schiefgeht. Es wird schiefgehen. Etwas bricht, ein Kunde ist unzufrieden, ein Monat vergeht, in dem sich nichts bewegt. Genau das habe ich in einem früheren Vorhaben erlebt, und gelernt habe ich daraus, dass nichts davon der Notfall war, als der es sich damals anfühlte. Man hat die Antworten am Anfang nicht — man lernt sie unterwegs, und das ist kein Zeichen dafür, dass man es falsch macht.

Drittens: Denkt über die Distribution nach, bevor ihr baut. Diese Zielgruppe sucht nicht nach Software, liest keine Tech-Presse und klickt nicht auf Anzeigen, die üblichen Kanäle greifen hier also nicht. Arbeitet den konkreten Weg heraus, auf dem ein Kunde von euch erfährt — eine Innung, ein Partner, eine Empfehlung, jemand, der ohnehin schon in seinem Telefon steht. Diese Frage ist meist schwerer als die Technik, und sie entscheidet darüber, ob jemals jemand benutzt, was ihr gebaut habt.

Bildcredits  privat

Wir bedanken uns bei Yatin Arora für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

amsight: KI-Qualitätsmanagement im 3D-Druck

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amsight: KI-Qualitätsmanagement im 3D-Druck Raoul Simon Tim und Peter Founding Team

Qualitätsnachweise in der additiven Fertigung sind oft in unübersichtlichen Ordnern und Excel-Tabellen verstreut. Die Gründer von amsight erklären, wie ihre Software alle relevanten Prozess- und Materialdaten verbindet, um den industriellen 3D-Druck lückenlos nachvollziehbar und serienreif zu machen.

Können Sie amsight kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee zur Gründung des Unternehmens entstanden ist?

amsight entwickelt Software für das Qualitätsmanagement in der industriellen additiven Fertigung, also im professionellen 3D-Druck von Bauteilen. Vereinfacht gesagt, helfen wir Unternehmen dabei, alle qualitätsrelevanten Daten rund um ein Bauteil sauber zu dokumentieren und dadurch datenbasiert die Qualität nachweisbar zu machen.

Die Idee entstand aus einer sehr praktischen Beobachtung, die wir während unserer langjährigen Tätigkeit am Fraunhofer IAPT gesammelt haben: In der additiven Fertigung entstehen unglaublich viele Daten – Maschinendaten, Pulverdaten, Prüfberichte, CT-Scans, Freigaben und Prozessparameter. In vielen Unternehmen liegen diese Informationen aber in unterschiedlichen Systemen, Excel-Listen, PDFs oder Ordnerstrukturen. Spätestens wenn ein Audit, eine Kundenanfrage oder eine Fehleranalyse ansteht, beginnt dann die Suche.

Wir wollten eine Lösung schaffen, die diese Qualitätsnachweise nicht erst im Nachhinein zusammensucht, sondern während der Produktion strukturiert aufbaut. An dieser Stelle kommt amsight ins Spiel: als digitale Qualitätsbasis für additive Fertigung, mit Rückverfolgbarkeit auf Bauteilebene und auditfähiger Dokumentation.

Wer steht hinter amsight, und welche Erfahrungen aus der additiven Fertigung und Softwareentwicklung haben die Entstehung Ihres Unternehmens geprägt?

Gegründet wurde amsight von Tim Wischeropp, Peter Lindecke, Raoul Tietgen und Simon Schauß. Zusammen bringen wir langjährige praktische Erfahrung aus dem industriellen 3D-Druck (durch Tim und Peter) sowie aus der professionellen Softwareentwicklung (durch Raoul und Simon) mit. Diese Kombination war wichtig, weil amsight nicht als reine Softwareidee entstanden ist, sondern aus realen Problemen in der industriellen Fertigung.

Welche Vision verfolgen Sie mit amsight, und wie möchten Sie das Qualitätsmanagement in der additiven Fertigung langfristig verändern?

Unsere Vision ist, dass Qualitätsmanagement in der additiven Fertigung nicht mehr als nachgelagerte Dokumentationsaufgabe verstanden wird. Qualität sollte während des gesamten Produktionsprozesses digital mitlaufen.

Langfristig soll amsight dazu beitragen, additive Fertigung serienreifer und besser kontrollierbar zu machen. Denn für industrielle Anwendungen reicht es nicht, ein einzelnes gutes Bauteil zu fertigen. Unternehmen müssen nachweisen können, warum ein Bauteil gut ist und ob der Prozess stabil genug ist, um viele gute Bauteile wiederholbar herzustellen.

An welche Zielgruppen richtet sich amsight hauptsächlich, und welche Herausforderungen möchten Sie mit Ihrer Software lösen?

amsight richtet sich vor allem an Unternehmen, die additive Fertigung industriell einsetzen, insbesondere Fertigungsdienstleister für regulierte Branchen wie Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt, Verteidigung oder Halbleiterindustrie. Viele von ihnen kämpfen mit manueller Dokumentation und hohem Aufwand bei Rückverfolgbarkeit, Audits und Fehleranalysen. Mit amsight verbinden die relevanten Daten vom Ausgangsmaterial bis zum geprüften Bauteil und machen daraus strukturierte, nutzbare Daten.

Viele Unternehmen arbeiten noch mit unterschiedlichen Systemen und manueller Dokumentation. Wie hilft amsight dabei, mehr Transparenz und Rückverfolgbarkeit zu schaffen?

Der erste Schritt ist, die relevanten Informationen miteinander zu verbinden. In der additiven Fertigung reicht es nicht zu wissen, dass ein Bauteil geprüft wurde. Man muss auch wissen: Welches Pulver wurde verwendet? Auf welcher Maschine wurde es gebaut? Mit welchen Parametern? In welchem Build Job? Welche Nachbearbeitung hat stattgefunden? Welche Prüfergebnisse gehören genau zu diesem Teil?

amsight verknüpft diese Informationen auf Bauteilebene. Dadurch entsteht eine durchgängige Rückverfolgbarkeit, die nicht erst im Audit aufwendig rekonstruiert werden muss. Für Unternehmen bedeutet das weniger Suchen, weniger manuelle Nachweisführung und eine deutlich bessere Grundlage für Entscheidungen. Wenn ein Problem auftritt, kann man gezielter analysieren und den Prozess datenbasiert optimieren, damit der Fehler nicht wieder auftritt.

Was macht amsight aus Ihrer Sicht besonders im Vergleich zu anderen Lösungen für Qualitätsmanagement und Prozessüberwachung in der additiven Fertigung?

amsight ist bewusst nicht als generisches Tool gedacht, dass alle Funktionen von Einkauf, über Produktionssteuerung und Ressourcenplanung abdeckt. Wir fokussieren uns auf das Qualitätsmanagement im industriellen 3D- Druck – also darauf, wie Pulver-, Prozess-, Nachbearbeitungs- und Prüfdaten so verbunden werden, dass daraus belastbare Qualitätsnachweise entstehen.

Ves gibt viele Systeme, die Daten speichern. Das ist zwar wichtig, aber noch nicht genug. Entscheidend ist, ob die Daten auch im richtigen Zusammenhang stehen. Ein CT-Bericht, ein Pulverzeugnis oder ein Maschinenlog bringt wenig, wenn später niemand schnell nachvollziehen kann, zu welchem Bauteil, welchem Auftrag oder welchem Prozessschritt es gehört.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Digitalisierung hochkomplexer Fertigungsprozesse und wie gehen Sie damit um?

Die größte Herausforderung ist, dass additive Fertigung sehr datenreich, aber oft nicht einheitlich strukturiert ist – unter anderem auch deshalb, weil Standards fehlen. Das bedeutet, dass unterschiedliche Maschinen, unterschiedliche Dateiformate, verschiedene Prüfmethoden, manuelle Prozessschritte und kundenspezifische Anforderungen zusammenkommen und harmonisiert werden müssen.

Bei der Implementierung versuchen wir nicht, die Fertigung eines Unternehmens komplett neu zu erfinden. Stattdessen schauen wir uns an, welche Daten bereits vorhanden sind, welche Nachweise wirklich gebraucht werden und wo die größten manuellen Aufwände entstehen.

Die vollständige Rückverfolgbarkeit von Pulver-, Prozess- und Prüfdaten ist ein zentrales Merkmal Ihrer Lösung. Welche Vorteile ergeben sich daraus für Ihre Kunden?

Der größte Vorteil ist das Vertrauen in den eigenen Prozess. Wenn alle relevanten Daten miteinander verbunden sind, können Unternehmen schneller nachweisen, wie ein Bauteil entstanden ist und ob es die geforderten Qualitätskriterien erfüllt.

Das hilft unter anderem bei Audits, bei Kundenfreigaben, bei internen Qualitätsentscheidungen und bei der Ursachenanalyse, wenn etwas nicht wie erwartet läuft. Statt Daten aus verschiedenen Quellen zusammenzusuchen, können Teams gezielt auf die vollständige Bauteilhistorie zugreifen.

Ein weiterer Vorteil ist die langfristige Prozessverbesserung. Rückverfolgbarkeit zeigt zunächst, was passiert ist. Wenn diese Daten systematisch auswertbar sind, entsteht daraus die Grundlage, Prozesse stabiler zu machen, Abweichungen früher zu erkennen und Qualitätsentscheidungen stärker datenbasiert zu treffen.

Welche nächsten Entwicklungsschritte und Innovationen stehen bei amsight aktuell im Fokus?

Aktuell liegt unser Fokus darauf, die Nutzung von Qualitätsdaten noch einfacher und wirkungsvoller zu machen. Dazu gehören bessere Auswertungsmöglichkeiten, stärkere Unterstützung für auditfähige Reports und Funktionen, die Unternehmen bei der Bewertung von Prozessstabilität helfen, unter anderem mittels statistischer Prozesskontrolle – kurz SPC.

Ein wichtiges Thema ist außerdem die Integration in bestehende IT-Landschaften. Viele Unternehmen haben bereits MES-, ERP-, QMS- oder Maschinensysteme im Einsatz. amsight soll diese Systeme nicht ersetzen, sondern die qualitätsrelevanten AM-Daten sinnvoll verbinden. Aufgrund fehlender Standards ist jede Integration heute noch ein individuelles Projekt. Durch die Mitentwicklung von Standards wollen wir das vereinfachen.

Wo soll amsight in den kommenden Jahren stehen, und welche Rolle möchten Sie für die industrielle Serienfertigung im 3D-Druck einnehmen?

Wir möchten, dass amsight zu einer zentralen digitalen Qualitätslösung für industrielle additive Fertigung wird. Wenn Unternehmen AM-Bauteile in Serie fertigen, brauchen sie nicht nur produktive Maschinen, sondern auch belastbare Prozesse und nachvollziehbare Qualitätsdaten.

Langfristig soll amsight für AM-Teams der Standard für Qualitätsmanagement in der industriellen additiven Fertigung sein und Unternehmen dabei helfen, ihre Prozesse kontinuierlich und datenbasiert zu optimieren.

Sie nehmen am GS1 Germany Accelerator butterfly & elephant teil. Welche Erwartungen verbinden Sie mit dem Programm, und wie unterstützt es die Weiterentwicklung von amsight?

Ende 2025 haben wir uns bewusst für eine strategische Partnerschaft mit butterfly & elephant entschieden. Wir sehen in GS1 Germany einen starken Partner, mit dem wir Standards bezüglich Bauteilidentifikation und Rückverfolgbarkeit im industriellen 3D-Druck nicht nur entwickeln, sondern auch im Markt verbreiten können. Zusätzlich profitieren wir sehr von dem starken Netzwerk von GS1 Germany mit Zugang zu potenziellen Kunden, Partnern und möglichen zukünftigen Investoren.

Gab es durch die Zusammenarbeit mit butterfly & elephant bereits neue Impulse, Partnerschaften oder Erkenntnisse, die Ihr Unternehmen vorangebracht haben?

Ja, einige. Gerade beim Thema Entwicklung der genannten Standards, aber auch durch Kontakte zu Entwicklungspartnern und potenziellen Kunden. Besonders im Bereich der Verteidigungsindustrie gibt es aktuell einen großen Bedarf an Lösungen, die wir gemeinsam mit GS1 Germany anbieten können.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein technologiegetriebenes Unternehmen im industriellen Umfeld aufbauen möchten?

Erstens: Startet beim echten Problem, nicht bei der Technologie. Gerade im industriellen Umfeld gibt es viele spannende technische Möglichkeiten. Entscheidend ist aber, ob sie ein Problem lösen, für das Unternehmen wirklich Zeit und Geld aufbringen.

Zweitens: Sprecht früh mit den Menschen, die später täglich mit der Lösung arbeiten sollen und versucht diese eng in die Entwicklung eines ersten Prototyps einzubeziehen. Dadurch sieht man sehr schnell, ob eine Idee in der Praxis funktioniert und fokussiert sich auf die wirklich relevanten Features eines Produktes oder Angebots.

Drittens: Unterschätzt Vertrauen nicht, denn Industrieunternehmen kaufen keine Vision allein. Sie müssen verstehen, dass eine Lösung zuverlässig ist und langfristig Bestand hat. Deshalb sind Vertrauen und ein gutes Verständnis für industrielle Realität mindestens genauso wichtig wie die Technologie selbst.

Bildcredits amsight

Wir bedanken uns bei Tim Wischeropp für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

In unter 12 Monaten: fonio.ai knackt 10 Millionen Dollar ARR

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fonio.ai: Rekord-ARR, mehr Mitarbeiter & starkes Wachstum Bild Daniel Keinrath und Matthias Gruber Fotograf/Bildcredits: © NIKLAS STADLER | www.niklasstadler.at

fonio.ai überschreitet 10 Mio. Dollar ARR in unter 12 Monaten, wächst auf über 80 Mitarbeiter:Innen

Das Wiener KI-Startup erreicht einen jährlich wiederkehrenden Umsatz (ARR) von 10 Millionen Dollar in nur zwölf Monaten

Seit Anfang des Jahres wächst das Unternehmen im Schnitt um über 30 %

Das Team wuchs von der ersten Einstellung im Juni 2025 auf rund 80 Mitarbeiter:innen heute

fonio.ai, die europäische KI-Plattform für Kundenkommunikation, überschreitet die Marke von 10 Millionen Dollar an jährlich wiederkehrendem Umsatz (ARR). Das Unternehmen erreichte den Wert binnen zwölf Monaten und zählt damit zu den am schnellsten wachsenden KI-Start-ups Europas. Der Meilenstein folgt auf die Seed-Runde über 17 Millionen Dollar, die fonio.ai im Juni 2026 unter Führung von 20VC bei einer Bewertung von 140 Millionen Dollar abschloss.

„Ich bin unfassbar stolz auf dieses Team. Was diese Menschen in zwölf Monaten aufgebaut haben, schaffen die wenigsten, und sie tun es mit einer Energie, die mich jeden Tag umhaut“, sagt CEO und Mitgründer Daniel Keinrath. „Für mich ist das der beste Beweis, dass man mit dem richtigen Mindset, den richtigen Leuten und dem Mut, den Status quo herauszufordern, auch aus Österreich heraus etwas richtig Großes bauen kann. Wir bauen einen globalen Marktführer und wir bauen ihn aus Wien“, sagt Daniel Keinrath, Co-Founder & CEO von fonio.ai.

Im Februar 2026 stellte fonio.ai sein Geschäftsmodell von Prepaid auf ein vertraglich gebundenes Abo-Modell um. Seither wächst das Unternehmen mit über 30% pro Monat. Für das Jahresende peilt fonio.ai einen ARR im Bereich von 20 bis 30 Millionen Dollar an.

Wachstum getragen durch technologischen Vorsprung

Getragen wird das Wachstum von einem klaren technologischen Vorsprung und einer konsequent kundenzentrierten Produktentwicklung: fonio.ai bleibt eng an den Kund:innen, identifiziert laufend Painpoints und übersetzt sie in immer neue Funktionen. So entsteht ein Produkt, das sich in kurzen Zyklen weiterentwickelt.

Jüngste Beispiele sind eine neue Generation selbst produzierter Stimmen, die sich hyperrealistisch anfühlen und in zahlreichen Sprachen zu den besten am Markt zählen, KI-Agenten, die aus geführten Gesprächen selbstständig dazulernen sowie die automatische Erkennung wiederkehrender Anrufer:innen, sodass die KI den Kontext erfasst – etwa beim Namen grüßt oder bereits die Adresse kennt. Das Feature ist DSGVO-konform und muss von den Unternehmen aktiv freigeschaltet werden. Über die Plattform laufen monatlich mehrere Millionen Anrufe.

Teamwachstum

fonio.ai stellte im Juni 2025 seinen ersten Mitarbeiter ein. 14 Monate später zählt das Unternehmen bereits 81 Mitarbeiter:innen. Allein im vergangenen Monat kamen 17 neue Kolleg:innen hinzu, aktuell sind 52 weitere Positionen ausgeschrieben. Bis Jahresende soll das Team auf 130 bis 150 Personen wachsen.

Das Team verteilt sich mittlerweile über zehn Märkte. Herz des Unternehmens bleibt Österreich, gefolgt von Deutschland, Italien, Polen sowie eine wachsende Präsenz in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien, Brasilien und den USA.

Bild Daniel Keinrath und Matthias Gruber Fotograf/Bildcredits: © NIKLAS STADLER | www.niklasstadler.at

Quelle getpress GmbH

Die Höhle der Löwen: Staffel 20 startet mit zwei neuen Investoren

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Welche Gründer sichern sich in Staffel 20 die besten Deals? Bild v.o.l.: Andreas Herb, Johannes Kliesch, Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel. v.u.l.: Janna Ensthaler, Dagmar Wöhrl, Judith Williams und Frank Thelen. Foto: RTL / Boris Breuer

Zwei neue Löwen. Mehr Konkurrenz. Mehr Deals. Die Höhle feiert Jubiläum!

Es geht wieder aufwärts – mit neuen Ideen, mutigen Gründerinnen und Gründern, harten Verhandlungen und jeder Menge Löwen-Instinkt: Am 7. September startet bei VOX die 20. Staffel von „Die Höhle der Löwen“. Seit 2014 ist das Erfolgsformat die erste Adresse für Gründergeist, Innovationen und Investments im deutschen Fernsehen. Zum Jubiläum wird das Löwen-Rudel um zwei große Player erweitert: Mit Johannes Kliesch und Andreas W. Herb ziehen zwei der erfolgreichsten Gründerpersönlichkeiten Deutschlands in die Höhle ein. Beide haben aus eigenen Ideen Unternehmensgruppen mit dreistelligen Millionenumsätzen aufgebaut und zählen heute zu den prägenden Unternehmern ihrer Branchen. Gemeinsam mit Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Judith Williams, Ralf Dümmel, Carsten Maschmeyer und Frank Thelen kämpfen künftig acht Löwen um die besten Gründerinnen, Gründer und Deals.

Die beiden Neuzugänge bringen nicht nur neue Perspektiven, sondern auch enorme Investitionskraft, große Unternehmernetzwerke und frischen Wettbewerb in die Höhle.

Beide investieren weit über ihre Kernbranchen hinaus und wollen den etablierten Löwen die besten Deals streitig machen. Damit verschärft sich der Konkurrenzkampf im Rudel spürbar: Härtere Verhandlungen, neue Strategien und intensive Battles um die spannendsten Gründerinnen und Gründer sind dabei vorprogrammiert.

Johannes Kliesch gehört zu den erfolgreichsten deutschen Digitalunternehmern seiner Generation.

Der erst 31-jährige Gründer und Geschäftsführer der SNOCKS Group baute sein Unternehmen mit gerade einmal 4.000 Euro Startkapital aus dem Kinderzimmer heraus zu einer international erfolgreichen Unternehmensgruppe mit mehr als 130 Millionen Euro Jahresumsatz auf. Der Forbes-„30 Under 30“-Unternehmer gilt als einer der profiliertesten Experten für E-Commerce, Markenaufbau und Künstliche Intelligenz. Sein junges Auftreten täuscht: Hinter dem „Babyface“ steckt ein kompromissloser Unternehmer mit klaren Ansagen. Kliesch scheut weder außergewöhnliche Beteiligungsmodelle noch hohe Investments und wird in vielerlei Hinsicht mit bisherigen DHDL-Konventionen brechen. Johannes Kliesch: „Als Founder, der bei null angefangen hat, bringe ich eine ehrliche Perspektive mit, auf Augenhöhe und voller Leidenschaft für Brand Building und E-Commerce. Gründer:innen und Zuschauer:innen können von mir erwarten, konstruktives Feedback mit echter Erfahrung aus der Praxis zu verbinden.“

Andreas W. Herb bringt jahrzehntelange Erfahrung aus der deutschen Getränke- und Markenbranche in die Höhle ein.

Der Gründer der MBG Group machte Marken wie SALITOS, effect® Energy Drink, SCAVI & RAY und 9 MILE Vodka erfolgreich und baute sein Unternehmen zu einer der führenden Unternehmensgruppen der Branche mit rund 240 Millionen Euro Jahresumsatz aus. Der Selfmade-Unternehmer bringt seine direkte Ruhrpott-Schnauze ebenso mit wie jahrzehntelange Erfahrung im Markenaufbau und Vertrieb. Seine Investitionen werden sich längst nicht nur auf Getränke beschränken. Mit seinem Handelsnetzwerk, seinem Gespür für starke Marken und seiner Bereitschaft, auch bei großen Tickets mitzubieten, dürfte er Dümmel, Thelen & Co. Deals vor der Nase wegschnappen. Andreas W. Herb: „Ich liebe Menschen, die den Mut haben, groß zu denken und einfach anzufangen. Bei ‚Die Höhle der Löwen‘ suche ich keine perfekten Gründer, sondern Persönlichkeiten mit Leidenschaft, Ausdauer und einer Idee, die das Potenzial hat, etwas zu verändern. Wenn dieses Feuer da ist, kann daraus etwas richtig Großes entstehen.“

Auch inhaltlich verspricht die Jubiläumsstaffel außergewöhnliche Momente.

Mit Diana zur Löwen wagt eine prominente Gründerin den Gang in die Höhle. Zudem sind Johann Lafer, Micaela Schäfer und Steffen Baumgart als Markenbotschafter mit dabei. Dazu kommen spektakuläre Zukunftstechnologien, ungewöhnliche Erfindungen – darunter eine Fensterputz-Drohne –, emotionale Geschichten, überraschende Wendungen und neue Deal-Mechaniken. Einen Überblick über alle Highlights der 20. Staffel gibt es in der Pressemappe.

Sendezeiten und Produktion

„Die Höhle der Löwen“, 20. Staffel, acht Folgen ab 7. September immer montags um 20:15 Uhr bei VOX. Alle Folgen stehen jeweils sieben Tage vor der TV-Ausstrahlung auf RTL+ zum Abruf bereit.

Produziert wird „Die Höhle der Löwen“ von Endemol Shine Germany im Auftrag von VOX.

Bild v.o.l.: Andreas Herb, Johannes Kliesch, Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel. v.u.l.: Janna Ensthaler, Dagmar Wöhrl, Judith Williams und Frank Thelen. Foto: RTL / Boris Breuer

Quelle RTL Deutschland GmbH

Sisyphos Mac-App: Wie KI den Rohschnitt beschleunigt

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Sisyphos Mac-App: Wie KI den Rohschnitt beschleunigtChristoph Amort by Christoph Platzer

Der Rohschnitt kostet Filmemacher und Cutter oft unzählige Stunden. Der Gründer der Sisyphos Mac-App erklärt, wie seine Software Rohmaterial anhand gemessener Signale analysiert, Transparenz bei Auswahlentscheidungen schafft und warum das Tool bewusst ohne Abo-Modell auskommt.

Können Sie Sisyphos kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee entstanden ist, den Rohschnitt neu zu denken?

Sisyphos ist eine lokale Mac-App für den Schritt vor dem Schnitt. Sie sichtet Stunden Rohmaterial, findet die brauchbaren Momente und baut daraus einen ersten Rohschnitt, den man in DaVinci Resolve, Final Cut oder Premiere weiterbearbeitet. Zu jeder Auswahl steht da, warum, und zu jedem verworfenen Take auch. Die Idee kam aus der eigenen Arbeit. Ich kam von Drehs mit Stunden Material zurück und musste erst alles einmal durchsehen, bevor ich die erste kreative Entscheidung treffen konnte. Das war der längste und der am schlechtesten bezahlte Tag im ganzen Projekt. Genau diesen Tag nimmt Sisyphos ab.

Wer steht hinter Sisyphos, und welche Erfahrungen haben die Entwicklung der Software geprägt?

Sisyphos entsteht in Wien. Geprägt hat es die Praxis: eigene Drehs, eigene Sichtungstage und die Erfahrung, dass die bestehenden KI-Werkzeuge fast alle über das Transkript arbeiten. Das funktioniert im Interview und versagt bei einer Hochzeit, einem Rennen oder einem Konzert, also genau dort, wo die meiste Sichtungsarbeit anfällt. Daraus wurde die Grundentscheidung, ausschließlich an gemessenen Signalen zu arbeiten: Bewegung, Ton, Takt und Bildausschnitt.

Welche Vision verfolgen Sie mit Sisyphos, und wie möchten Sie die Postproduktion für Kreative langfristig verändern?

Der Rohschnitt soll aufhören, ein verlorener Tag zu sein. Nicht, indem eine Maschine den Film macht, sondern indem sie das Material vorbereitet und ihre Entscheidungen offenlegt. Langfristig soll Sisyphos das Werkzeug sein, das man vor dem eigentlichen Schnitt öffnet: sichten, sortieren, durchsuchen, verstehen. Die Erzählung bleibt beim Menschen. Was verschwindet, ist das stundenlange Durchspulen.

An welche Zielgruppen richtet sich Sisyphos hauptsächlich, und welche Herausforderungen lösen Sie für Filmemacher, Content Creator und Cutter?

Vor allem an alle, die deutlich mehr drehen, als sie verwenden: Hochzeitsfilm, Sport und Event, Imagefilm, Reise und Outdoor, Content-Produktion mit hohem Materialaufkommen. Ein Drehtag füllt Karten für einen Film von wenigen Minuten. Das Problem ist nicht der Schnitt, sondern die Sichtung davor. Sisyphos übernimmt diesen Durchgang und liefert einen ersten Rohschnitt mit Begründungen, statt eines fertigen Videos, das man nur annehmen oder verwerfen kann.

Viele KI-Tools erstellen automatisch fertige Videos. Warum verfolgt Sisyphos bewusst den Ansatz, den Editor zu unterstützen statt ihn zu ersetzen?

Weil die Auswahl der Momente der Film ist. Wer sie abgibt, gibt die Autorenschaft ab. Ein Editor, der einen fertigen Schnitt bekommt und nicht nachvollziehen kann, warum dieser Take gewonnen hat und der daneben nicht, kann das Ergebnis nicht verantworten. Sisyphos macht deshalb die Vorauswahl und legt sie offen. Die Entscheidung, was der Film erzählt, bleibt beim Menschen.

Was macht Sisyphos aus Ihrer Sicht besonders im Vergleich zu anderen KI-gestützten Schnittlösungen?

Drei Dinge. Erstens arbeitet es an gemessenen Signalen statt am Transkript, funktioniert also auch dort, wo niemand spricht. Zweitens begründet es jede Auswahl und jede Ablehnung in normaler Sprache. Drittens läuft die Analyse lokal auf dem eigenen Rechner. Dazu kommt die Wiederholbarkeit: gleiches Material und gleiche Einstellungen ergeben denselben Schnitt.

Ihre Software begründet jede Auswahl und jede Ablehnung eines Clips. Warum war Ihnen diese Transparenz bei der Entwicklung so wichtig?

Weil ein Werkzeug ohne Begründung nicht überprüfbar ist. Man kann ihm glauben oder es ignorieren, mehr nicht. Sisyphos bewertet jeden Moment auf getrennten Skalen, also was passiert, wie es wirkt, wie es fließt und wie es gefilmt ist, und rechnet diese nie zu einer einzigen Zahl zusammen. Gerade der Widerspruch zwischen den Skalen sagt etwas aus. Und die verworfenen Takes bleiben mit ihrem Grund in der Liste. Auf die Frage, warum ein Moment fehlt, gibt es eine Antwort.

Sisyphos analysiert Rohmaterial lokal auf dem Mac. Welche Bedeutung haben Datenschutz und die Kontrolle über das eigene Material für Ihre Nutzer?

Eine sehr große. Hochzeiten, Firmenmaterial, unveröffentlichte Produktionen: Vieles davon darf schlicht nicht auf einen fremden Server. Die gesamte Analyse läuft deshalb auf dem eigenen Rechner, das Rohmaterial verlässt die Maschine nicht. Ein einziger Schritt nutzt KI und schickt dafür Einzelbilder und Messwerte an die Gemini-API, über den eigenen API-Schlüssel des Nutzers.

Sie setzen auf eine Dauerlizenz statt auf ein Abo. Warum haben Sie sich bewusst für dieses Modell entschieden?

Weil derzeit ein regelrechter Abo-Wahnsinn herrscht. Im Kamerakoffer gehört einem alles, das Gehäuse, die Objektive, das Stativ, und ausgerechnet die Software ist gemietet, Monat für Monat, über alle Werkzeuge hinweg. Diesen Weg gehen wir bewusst nicht mit. Sisyphos läuft auf dem eigenen Rechner, also soll es auch dem Nutzer gehören. Einmal zahlen, zwölf Monate Updates inklusive, und die Version läuft danach weiter. Der Preis liegt bei 129 Euro in den ersten zwei Wochen ab Launch und danach bei 189 Euro. Kein Abo, keine Lizenz, die abläuft.

Windows steht bereits auf Ihrer Roadmap. Welche weiteren Funktionen oder Entwicklungen planen Sie für Sisyphos?

Geplant sind eine Transkript-Funktion, mit der man das Material nach Dialog durchsuchen kann, und darüber hinaus eine allgemeine Suche innerhalb des bereits analysierten Materials. Dazu kommen eine native Anbindung an Premiere und Final Cut, aktuell läuft der Weg dorthin über den FCPXML-Export, sowie ein reiner Sortiermodus, der langes Material nur zerlegt und gruppiert, ohne es inhaltlich zu bewerten.

Wo soll Sisyphos in den kommenden Jahren stehen, und welche Rolle möchten Sie im Bereich KI-gestützter Videoproduktion einnehmen?

Ich will nicht das Werkzeug bauen, das Filme macht. Ich will das Werkzeug bauen, das Editoren die Vorarbeit abnimmt und dabei nachvollziehbar bleibt. Ich will dass man als Editor schneller zum kreativen Teil der Arbeit kommt.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die eine spezialisierte Software mit KI entwickeln und erfolgreich am Markt etablieren möchten?

Erstens: Schreiben Sie den Leuten, für die Sie bauen, bevor das Produkt fertig ist. Meine wertvollsten Rückmeldungen kamen von Absagen, nicht von Zustimmung. Zweitens: KI ist ein Bauteil, kein Verkaufsargument. Was zählt, ist das Problem, das verschwindet. Drittens: Machen Sie die Entscheidungen Ihres Systems überprüfbar. Sobald Nutzer nachfragen können, warum etwas passiert ist, entsteht Vertrauen, und ohne dieses Vertrauen wird ein Werkzeug in einer kreativen Arbeit nicht verwendet.

Bildcredits/ Fotograf: Christoph Platzer

Wir bedanken uns bei Christoph Amort für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie Longevity moderne Führung verändert

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Wie Longevity moderne Führung verändert Felix Bertram

Die BG hat mir vor 30 Jahren Würde und Autonomie zurückgegeben, als ich u.a. nach einem Motorradunfall in der BG Klinik Hamburg Boberg lag. Ich verbinde nur gute Erfahrungen mit der BG und freue mich, dass sich heute der „Kreis schliesst“ und ich der BG und den vielen tollen Menschen die dort arbeiten, etwas zurück geben kann.

Im Rahmen der Jubiläumsfeier von BG prevent haben wir mit Felix Bertram ein Interview geführt

Was bedeutet es Ihnen persönlich, beim Jubiläumsevent von BG prevent über „Leadership & Longevity“ zu sprechen?

Die BG hat mir vor 30 Jahren Würde und Autonomie zurückgegeben, als ich u.a. nach einem Motorradunfall in der BG Klinik Hamburg Boberg lag. Ich verbinde nur gute Erfahrungen mit der BG und freue mich, dass sich heute der „Kreis schliesst“ und ich der BG und den vielen tollen Menschen die dort arbeiten, etwas zurück geben kann.

BG prevent beschäftigt sich intensiv mit Gesundheit, Prävention und nachhaltiger Leistungsfähigkeit. Warum passt das Thema Longevity aus Ihrer Sicht besonders gut zu dieser Veranstaltung?

Longevity ist ja nichts anderes als Prävention. Unser heutiges Gesundheitssystem setzt ja meistens erst dann an, wenn jemand eine Erkrankung hat. Viele Erkrankungen – vor allem die grossen Volkskrankheiten wie Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Diabetes – kann man verhindern, wenn man früh seine Risiken kennt und mit der richtigen Prävention dagegen vorgeht.

In Ihrem Vortrag stellen Sie die Frage, ob dauerhafte Spitzenleistung überhaupt möglich ist. Was ist Ihre persönliche Antwort darauf?

Wir verbinden Spitzenleistung heute oft mit Mindset, Disziplin oder mentaler Stärke. Aber das ist alles irrelevant, wenn dein System kollabiert, also dein Körper und deine Gesundheit. Deshalb ist Spitzenleistung – egal ob im Sport oder in Unternehmen – immer mit einem gesunden und fitten Körper und Geist verbunden.

Viele Menschen verbinden Selbstoptimierung mit ständigem Leistungsdruck. Wo liegt für Sie der Unterschied zwischen gesunder Leistungsfähigkeit und ungesunder Überforderung?

Selbstoptimierung ist so ein Trendbegriff, den ich unbrauchbar finde. Für mich geht es darum die Baseline zu erhöhen, damit ich ausreichend Kapazitäten habe, meine Ziele zu verfolgen. Damit meine ich spezifisch Bewegung, Schlaf, Stressregulation und Ernährung. Und das alles kann und muss sogar Spass machen und es darf auf keinen Fall wie ein zweiter Job werden.

Sie sprechen häufig über Longevity als ganzheitliches Konzept. Welche Rolle spielen dabei mentale Gesundheit, Schlaf und Regeneration?

Longevity fängt damit an, dass wir heute im Hier und Jetzt ein gutes Leben führen, dass es auch wert ist lange gelebt zu werden. Für mich ist das Gesundheit, gute Beziehungen und Sinn.

Schlaf, Regeneration und mentale Gesundheit sind die Basis, um überhaupt etwas vom Genannten aufzubauen.

Welche typischen Fehler machen Führungskräfte und Unternehmer, wenn sie dauerhaft leistungsfähig bleiben wollen?

Sie denken nicht wie Sportler! Sportler reizen Ihre Muskeln und regenerieren dann. Erst dadurch sind im Sport Spitzenleistungen möglich. In der Regenerationsphase passiert eigentlich mehr als während des Trainings. Führungskräfte und High Performer sind auch Sportler. Nicht mit den Muskeln, aber mental und mit dem autonomen Nervensystem. Und beides braucht eben auch Regeneration.

Sie haben selbst erlebt, wie sich hoher beruflicher Druck auf die Gesundheit auswirken kann. Welche Erkenntnisse haben Ihr eigenes Leben am stärksten verändert?

Die Wichtigkeit von Schlaf und Regeneration. Wir machen in unserem Unternehmen bewusst kurze Pausen, essen gemeinsam zu Mittag, versuchen Überstunden zu vermeiden und fördern, dass unsere Mitarbeiter die Freizeit auch zur Regeneration nutzen. Ich selber mache das sehr konsequent, meine Regenerationspausen und Blocker im Kalender haben dieselbe Wichtigkeit wie die Businesstermine und Meetings.

Wie wichtig ist Selbstführung, bevor man andere Menschen erfolgreich führen kann?

Die Frage beantwortet sich ja im Grunde von selbst. Ich kann andere nur führen, wenn ich eine gewisse Selbstreflexionsgabe und Selbstführung habe.

Viele Unternehmen beschäftigen sich aktuell mit Stress, Erschöpfung und steigenden Krankheitsausfällen. Welche Verantwortung tragen Führungskräfte dabei?

Es fängt immer ganz oben an. Diejenigen die das Unternehmen besitzen oder leiten, müssen das von oben in aller Klarheit vorgeben. Es muss dann aber auch im gesamten Unternehmen gelebt werden. Das fängt ja schon bei den Werten an, die meistens nett auf der Webseite stehen und kaum gelebt werden. Werte werden nämlich dann wichtig, wenn es kritisch wird, kriselt und Konfliktsituationen auftreten. Wir müssen wieder Arbeitsstätten schaffen, die Lebenszeit wertvoll gestalten. Das ist heute durchaus herausfordernd, aber es gibt Wege.

Was können Unternehmen konkret tun, um langfristige Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeitenden zu fördern statt kurzfristige Höchstleistungen zu verlangen?

Unternehmen müssen sich überlegen, wie sie Menschen binden, bevor sie Höchstleistung erwarten. In meinem Unternehmen ist es unser Ziel, dass jeder Mitarbeiter bzw. jede Mitarbeiterin einen platonischen Freund oder eine Freundin am Arbeitsplatz hat. Nichts bindet so sehr wie Menschen, die man gerne täglich sieht, mit denen man sich austauschen kann. Wir bei Skinmed haben ein Top Mitarbeiter Restaurant, was sogar mal 2 Michelin Sterne hatte. Das Essen ist gratis, aber nur wenn man es im Restaurant isst. So kommen mittags fast alle zusammen und das wollen wir ganz bewusst so.

Zusätzlich haben wir das eingeführt: Wenn fünf oder mehr Mitarbeiter sich in der Freizeit treffen, geht die Rechnung auf Skinmed. Wir möchten, dass unsere Mitarbeiter eine echte Community sind. Unsere Fluktuation liegt bei 2,8 Prozent, was weit unter dem Durchschnitt ist.

Welche Rolle spielen Routinen und Gewohnheiten für nachhaltigen Erfolg?

Ganz wichtig. Wir Menschen lieben Routinen und Muster, unser Körper noch viel mehr. Regelmässige Schlafzeiten und Aufwachzeiten, auch beim Essen liebt der Körper Muster. Übrigens gibt es Tricks, gewisse Gewohnheiten zu etablieren. Zum Beispiel etwas an eine bestehende Gewohnheit koppeln. 15 Liegestützen nach dem Zähneputzen. Weil Zähneputzen machen wir täglich.

Oder eine lästige Gewohnheit an etwas Positives koppeln. Ich mag zum Beispiel Krafttraining nicht so gerne. Dann habe ich mir selbst die Regel auferlegt, dass ich meinen Lieblingspodcast nur noch beim Krafttraining hören darf. So freue ich mich jetzt aufs Krafttraining.

Wie verändert sich Leadership aus Ihrer Sicht durch hybride Arbeit, Digitalisierung und künstliche Intelligenz?

Durch Digitalisierung und KI wird Führung fast noch wichtiger. Zum Beispiel, dass eine Führungskraft die Denkleistung in Teams herausfordert und nicht alles via KI erledigen lässt.

Eine Führungskraft muss heute mehr denn je Sinn und Gemeinschaft vorleben. Menschen folgen Menschen, nicht KI.

Von hybridem Arbeiten bin ich persönlich kein Fan und habe es in meinem Unternehmen nie zugelassen. Für mich ist der Arbeitsort etwas, wo Kreativität entsteht, wo Bindungen entstehen, wo sich Menschen weiterentwickeln können. Ich finde es gut, dass das Homeoffice, zumindest weitestgehend, rückabgewickelt wird.

Sie sprechen oft darüber, dass Longevity mehr bedeutet als nur ein langes Leben. Was gehört für Sie zu einem wirklich erfüllten und erfolgreichen Leben dazu?

Wir müssen uns vielleicht fragen, wie unser Leben aussehen soll, damit es auch Spass macht, es lange zu leben. Und dazu gehört eben nicht nur Gesundheit, sondern auch gute Beziehungen und ein Sinn im Leben. Menschen mit guten Beziehungen haben ein 50 Prozent geringeres Sterblichkeitsrisiko. Und Sinn im Leben hängt für viele Menschen eben auch mit dem Beruf zusammen. Wir verbringen ein Drittel unseres Lebens bei der Arbeit. Also lasst uns Sinn in dem finden, was wir da täglich tun.

Welche Bedeutung haben Beziehungen, Unternehmenskultur und zwischenmenschliche Kommunikation für langfristige Gesundheit und Leistungsfähigkeit?

Menschen mit guten Beziehungen haben ein 50 Prozent geringeres Sterblichkeitsrisiko. Das lässt sich messen. Gute Beziehungen wirken regulierend, senken Stress und Cortisol, halten Herzfrequenz und Blutdruck niedrig. Und noch etwas: Die schönsten Erlebnisse in unserem Leben teilen wir meistens mit Menschen. Diese Erinnerungen bleiben und sind das, woran wir am Lebensende zurückdenken.

Deshalb sind menschliche Beziehungen und eine Unternehmenskultur, die das fördert, ganz entscheidend für langfristige Leistungsfähigkeit.

Viele Führungskräfte funktionieren jahrelang im „Business Hamsterrad“. Warum erkennen viele Menschen gesundheitliche Warnsignale erst sehr spät?

Weil wir es einerseits nicht merken. Schlafmangel, Stress und ein ungesunder Lebensstil führen meistens nicht zu einem „Knall“, sondern sind ein schleichender Prozess. Wenn wir jeden Tag ein Prozent weniger werden, merken wir das nicht. Stress dämpft zudem den präfrontalen Kortex. Wir denken schlechter, entscheiden schlechter, führen schlechter.

Der zweite Grund ist noch immer einer Tendenz geschuldet, Stress und Schlafmangel zu heroisieren.

„Schlafen kannst Du, wenn Du tot bist“ habe ich mir als Arzt im Krankenhaus vor einigen Jahren noch anhören müssen.

Wie wichtig ist es, Leistungsfähigkeit neu zu definieren – weg von permanenter Verfügbarkeit hin zu nachhaltiger Energie?

Leistung hat ja nicht immer etwas mit permanentem Arbeiten und permanenter Verfügbarkeit zu tun. Im Gegenteil: Ich schaffe heute in vier Stunden mehr als früher in acht Stunden.

Performance definiere ich heute durch Regulation, Kapazität und Identität.

Regulation ist guter Schlaf und Stressregulation. Kapazität baue ich auf, um Reserven zu haben, durch Bewegung, die das Herz Kreislauf System trainiert, Muskeltraining, das wichtig für unseren Zuckerstoffwechsel, aber auch für Beweglichkeit und Agilität ist, sowie eine ausgewogene und gesunde Ernährung, die für eine gesunde Metabolik sorgt und chronische Erkrankungen verhindert.

Identität ist die Frage nach Sinn und wie ich mich definiere. Die wenigsten beschäftigen sich damit und rennen dann im Autopilotenmodus durchs Leben.

Welche Faktoren entscheiden Ihrer Meinung nach darüber, ob Teams dauerhaft erfolgreich und gesund zusammenarbeiten?

Gemeinschaft und Autonomie. Man muss Gestaltungsspielraum haben.

Framework – Training – Trust ist mein Motto. Wir als Unternehmen setzen den Rahmen, trainieren unsere Leute und bilden sie aus und vertrauen ihnen dann. Darüber hinaus sorgen wir für eine gute Gemeinschaft, in der Bindungen entstehen und ein Gefühl von Sinn.

Was möchten Sie den Gästen des BG prevent Events nach Ihrem Vortrag vor allem mit auf den Weg geben?

Macht den Arbeitsort wieder zu einem Ort mit Sinn, Gemeinschaft und Entwicklung. Das kann der Arbeitgeber nicht alleine, ihr müsst das mitgestalten.

Wenn Sie einen Wunsch für die zukünftige Arbeitswelt frei hätten: Wie müsste modernes Leadership im Jahr 2035 aussehen?

Menschen einen Raum schaffen, in dem sie sich entwickeln können. Und in dem gemeinsam etwas entwickelt wird. Flache Hierarchien, keine Egos, gemeinsam entwickeln, gemeinsam wachsen, gemeinsam gestalten.

Bildcredits Felix Bertram

Wir bedanken uns bei Felix Bertram für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

SchoolUP: Wie zwei 17-Jährige die KI-Nachhilfe revolutionieren

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SchoolUP: KI für Schulen und modernes Lernen Sven Hübner und Elias Esser

SchoolUP bringt KI direkt an Schulen und unterstützt Schülerinnen und Schüler mit personalisierten Lernhilfen auf Basis ihrer eigenen Unterrichtsmaterialien.

Können Sie SchoolUP kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee zur Gründung Ihrer KI Lernplattform entstanden ist?

SchoolUP ist eine KI gestützte Lernplattform, die Schülerinnen und Schülern dabei hilft, mit den echten Unterrichtsmaterialien ihrer eigenen Schule zu lernen. Über eine Anbindung an Moodle und Logineo NRW greift SchoolUP direkt auf die Inhalte zu, die Lehrkräfte bereitstellen, und arbeitet nach dem sokratischen Prinzip. Das bedeutet, die KI liefert nicht einfach Lösungen, sondern führt die Nutzer mit gezielten Fragen selbst zum Verständnis. So entsteht ein persönlicher digitaler Nachhilfelehrer, der wirklich zum eigenen Unterricht passt.

Die Idee dazu ist über eine längere Zeit gewachsen. Wir haben schon seit unseren jungen Jahren davon geträumt, gemeinsam eine eigene App zu entwickeln, und haben viele Konzepte ausprobiert, bevor wir auf das eigentliche Problem gestoßen sind. Im deutschen Schulsystem gibt es eine riesige Lücke bei der Nachhilfe. Sehr viele Schülerinnen und Schüler suchen aktiv danach, finden aber entweder keine passende Unterstützung oder nur sehr teure Angebote. Uns ist immer wieder aufgefallen, wie oft handgeschriebene „Suche Nachhilfe“ Zettel in Restaurants, an Schulen und in der Nachbarschaft hängen – ein sehr analoges Problem in einer digitalen Zeit. Das war für uns der Moment, in dem klar wurde, dass wir genau hier ansetzen müssen.

Wer steht hinter SchoolUP, und wie haben Sie es geschafft, bereits mit 17 Jahren und einem Budget von nur 1.000 Euro ein EdTech Startup aufzubauen?

Hinter SchoolUP stehen wir, Elias Eßer und Sean Hübner, beide 17 Jahre alt und aktuell in der Abiturphase. Wir sind seit vielen Jahren enge Freunde und haben schon lange das gemeinsame Ziel geteilt, irgendwann etwas Eigenes aufzubauen.

Mit einem Startbudget von rund 1.000 Euro war uns von Anfang an klar, dass wir vor allem mit Einsatz, Disziplin und cleveren Entscheidungen arbeiten müssen und nicht mit viel Kapital. Das bedeutete viele lange Nächte, unzählige Stunden Entwicklungsarbeit und die Bereitschaft, an vielen Stellen zu sparen, ohne bei der Qualität Kompromisse einzugehen. Mit diesem begrenzten Budget haben wir einen vollständig funktionierenden MVP entwickelt, also eine echte, einsatzfähige App und keinen bloßen Prototyp. Mittlerweile haben wir etwas mehr finanzielle Mittel zur Verfügung und suchen weiterhin aktiv nach Investoren und Sponsoren. Das aktuelle Budget erlaubt es uns bereits, eine vollständig funktionsfähige, stabile und datenschutzkonforme App bereitzustellen, mit der wir jetzt in den Pilotbetrieb starten.

Welche Vision verfolgen Sie mit SchoolUP, und wie möchten Sie den Schulalltag durch Künstliche Intelligenz langfristig verändern?

Unsere Vision ist es, dass eines Tages alle Schulen in Deutschland und langfristig auch international SchoolUP nutzen, um Schülerinnen und Schülern unabhängig von ihrer Lebenssituation echte Lernchancen zu ermöglichen. Bildungsgerechtigkeit ist für uns dabei der zentrale Antrieb. Nicht jede Familie kann sich private Nachhilfe leisten, aber jede Schülerin und jeder Schüler sollte Zugang zu guter Unterstützung haben. Gleichzeitig verfolgen wir das Ziel, einen Beitrag dazu zu leisten, dass Deutschland im Bereich Künstliche Intelligenz stärker vorankommt. Wir wollen mit SchoolUP zeigen, dass KI im Bildungsbereich kein Risiko ist, sondern eine große Chance, wenn man sie verantwortungsvoll, datenschutzkonform und pädagogisch sinnvoll einsetzt. SchoolUP soll ein Beispiel dafür sein, wie KI den Schulalltag nicht ersetzt, sondern sinnvoll ergänzt.

An welche Zielgruppen richtet sich SchoolUP hauptsächlich, und welche Herausforderungen lösen Sie für Schulen, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler?

Unsere Zielgruppe sind vor allem Schülerinnen und Schüler, die außerhalb des Unterrichts Unterstützung brauchen, sei es bei Hausaufgaben, offenen Fragen oder der Vorbereitung auf Klausuren. Für sie lösen wir das Problem, überhaupt passende und verlässliche Hilfe zu finden. Genau dort setzt SchoolUP an, mit einem digitalen Lernbegleiter, der jederzeit verfügbar ist.

Für Lehrkräfte entsteht ein direkter Mehrwert dadurch, dass die von ihnen bereitgestellten Materialien aktiv genutzt werden, um Schülerinnen und Schülern den Stoff richtig und im Sinne ihres eigenen Unterrichts zu vermitteln.

Für Schulen als Institution liegt der Nutzen darin, dass sie ihren Schülerinnen und Schülern durchgehend eine Lernmöglichkeit anbieten können, unabhängig von Uhrzeit, Wochentag oder Standort, und mit einem klaren, direkten Bezug zum tatsächlichen Unterrichtsinhalt.

Ihre Plattform arbeitet ausschließlich mit den echten Unterrichtsmaterialien einer Schule. Was macht diesen Ansatz aus Ihrer Sicht besonders?

Das ist tatsächlich einer der großen Unterschiede zwischen SchoolUP und bestehenden KI Nachhilfe Apps oder Schul Apps. Die meisten dieser Lösungen greifen ausschließlich auf allgemeine Inhalte und Themen aus dem Internet zurück. Für Schülerinnen und Schüler bedeutet das: Es fehlt der direkte Bezug zum eigenen Unterricht. In der Praxis führt das häufig dazu, dass falsche, veraltete oder einfach nicht relevante Inhalte gelernt werden, also Dinge, die im eigenen Unterricht so gar nicht behandelt wurden oder nicht der Herangehensweise der eigenen Lehrkraft entsprechen.

SchoolUP verfolgt hier einen ganz anderen Ansatz. Die Plattform arbeitet ausschließlich mit den echten, von der Schule bereitgestellten Unterrichtsmaterialien. Dadurch lernen Schülerinnen und Schüler genau das, was im Unterricht behandelt wurde, mit den richtigen Inhalten, in der richtigen Tiefe und im richtigen Kontext.

Wie wichtig war es Ihnen, dass SchoolUP von Anfang an DSGVO konform entwickelt wird, und welche Herausforderungen mussten Sie dabei bewältigen?

Datenschutz stand für uns von der ersten Minute an ganz oben auf der Prioritätenliste. Uns war von Anfang an bewusst, dass wir mit Schulen und damit mit Daten von zum Teil minderjährigen Nutzenden arbeiten, die genau deswegen besonders sensibel zu betrachten sind. Das ist ein Bereich, in dem Datenschutz keine Option ist, sondern eine Grundvoraussetzung.

Die Herausforderungen dabei waren groß. Die rechtlichen und technischen Anforderungen sind komplex und vielschichtig, und wir mussten die App immer wieder anpassen, überarbeiten und neu strukturieren, um sie vollständig DSGVO konform zu gestalten. Das betraf sowohl die technische Architektur als auch die rechtliche Dokumentation, zum Beispiel über Auftragsverarbeitungsverträge. Dieser Prozess hat uns viel Zeit gekostet, war aber unverzichtbar, um das Vertrauen von Schulen, Eltern und Datenschutzbeauftragten zu gewinnen.

Sie haben sich bewusst für Hosting in Deutschland entschieden. Welche Kriterien waren bei der Auswahl der passenden Infrastruktur für SchoolUP entscheidend?

Für uns stand von Beginn an fest, dass die gesamte Infrastruktur von SchoolUP höchsten deutschen und europäischen Datenschutzstandards entsprechen muss. Deshalb war die Entscheidung für Hosting in Deutschland für uns keine Option unter mehreren, sondern eine klare Notwendigkeit als Voraussetzung für alles Weitere.

Entscheidend bei der Auswahl waren für uns vor allem drei Dinge. Erstens die vollständige DSGVO Konformität und die Möglichkeit, rechtssichere Auftragsverarbeitungsverträge abzuschließen, wie sie Schulen und Schulträger zwingend voraussetzen. Zweitens die Serverstandorte selbst. Uns war wichtig, dass Schülerdaten ausschließlich innerhalb Deutschlands beziehungsweise der EU verarbeitet und gespeichert werden, ohne Umwege über Drittstaaten. Drittens die technische Zuverlässigkeit und Sicherheit der Infrastruktur, zum Beispiel durch verschlüsselte Verbindungen und ein durchdachtes Rechte und Rollenkonzept. Diese Kombination aus rechtlicher Sicherheit, geografischer Datenhoheit und technischer Robustheit war für uns die Grundlage, um überhaupt ernsthaft mit Schulen ins Gespräch gehen zu können. Mit STRATO haben wir einen erfahrenen Hosting Partner gefunden, der in Deutschland schon lange am Markt ist, diese Anforderungen erfüllt und uns die notwendige Sicherheit für den Betrieb von SchoolUP gewährleisten kann.

Wie ist es Ihnen gelungen, Schulleitungen und Datenschutzbeauftragte von Ihrer Lösung zu überzeugen?

Der Schlüssel war für uns, von Anfang an mit voller Transparenz und guter Vorbereitung aufzutreten. Statt allgemeine Versprechen zu machen, sind wir mit konkreten Unterlagen in die Gespräche gegangen, mit unserer Datenschutzdokumentation, einer klaren Erklärung unserer technischen Architektur und einem Auftragsverarbeitungsvertrag, der genau auf die Anforderungen von Schulen zugeschnitten ist. Zusätzlich hat es sehr geholfen, dass wir nicht als reine App Idee, sondern mit einem funktionierenden Produkt und einer klaren pädagogischen Logik aufgetreten sind, nämlich dem direkten Bezug zu den tatsächlichen Unterrichtsmaterialien der jeweiligen Schule.

SchoolUP startet aktuell an den ersten Schulen in den Pilotbetrieb. Welche Erkenntnisse und Rückmeldungen sind für die Weiterentwicklung Ihrer Plattform besonders wichtig?

In der Pilotphase ist für uns vor allem entscheidend, direktes Feedback aus der echten Anwendung zu sammeln, sowohl von Schülerinnen und Schülern als auch von Lehrkräften. Uns interessiert besonders, wie die Nutzung im Schulalltag tatsächlich funktioniert, wie gut SchoolUP die hochgeladenen Materialien versteht und verarbeitet und an welchen Stellen noch Reibungspunkte entstehen. Außerdem liegt auch ein großer Fokus darauf, neue Features zu entwickeln und daher sind Ideen und Vorschläge aus dem Lernalltag sehr wichtig für uns.

Welche Funktionen oder Entwicklungen stehen bei SchoolUP als Nächstes auf Ihrer Roadmap?

Ganz oben steht aktuell die Entwicklung einer Funktion, mit der auf Basis der Lehrermaterialien vollständige Probeklausuren erstellt werden können. Wir bieten bereits Testformate an, doch eine Probeklausur, die genau auf den jeweiligen Unterricht und die spezifischen Anforderungen der Schule zugeschnitten ist, wird für Schülerinnen und Schüler ein enormer zusätzlicher Mehrwert sein, gerade in der direkten Prüfungsvorbereitung. Parallel dazu bleibt die Gewinnung neuer Schulen für uns weiterhin oberste Priorität. Jede neue Partnerschule erweitert nicht nur unsere Reichweite, sondern liefert uns auch wertvolle zusätzliche Erkenntnisse, mit denen wir die Plattform stetig weiterentwickeln können.

Wo soll SchoolUP in den kommenden Jahren stehen, und welche Rolle möchten Sie im Bereich KI gestütztes Lernen einnehmen?

In den kommenden Jahren wollen wir SchoolUP an einer Vielzahl von Schulen in Deutschland etabliert haben, als Tool, das täglich und selbstverständlich genutzt wird. Unser Ziel ist es, uns als vertrauenswürdigen Namen im deutschen Bildungsbereich zu etablieren und jeder Schülerin und jedem Schüler die Möglichkeit zu geben, im eigenen Tempo und mit echtem Unterrichtsbezug zu lernen.

Langfristig sehen wir SchoolUP als festen Bestandteil der digitalen Grundausstattung von Schulen, als ein Tool, das jede Schule ihren Schülerinnen und Schülern selbstverständlich zur Verfügung stellt, so wie heute schon Lernplattformen wie Moodle.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen jungen Gründerinnen und Gründern geben, die bereits während ihrer Schulzeit ein Startup aufbauen möchten?

Der erste Ratschlag ist, niemals aufzugeben. Wir haben selbst verschiedenste Ideen ausprobiert und es hat lange gedauert, bis wir die richtige gefunden haben. Trotz vieler Höhen und Tiefen haben wir immer weitergemacht, und genau diese Phasen haben uns unglaublich viel beigebracht, was am Ende entscheidend für die Entstehung von SchoolUP war.

Der zweite Ratschlag ist, hart zu arbeiten. Es gibt keinen Weg um konsequenten und stetigen Einsatz herum. Wir investieren so viel Zeit und Energie wie möglich in SchoolUP.

Der dritte Ratschlag ist, sich klare Ziele zu setzen. Man sollte groß träumen, aber zu jedem großen Ziel gehört auch ein konkreter Plan, der Schritt für Schritt dorthin führt. Es hilft, sich immer wieder neue Ziele zu setzen, Prioritäten zu setzen und sich voll auf diese zu fokussieren.

Bild Sean Hübner und Elias Esser SchoolUP

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Mit dem Startup gescheitert. Und jetzt?

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Scheitern, Erfahrung, Gründung: Wege aus der Krise Mirjam Berle Fotocredit: Claudia Simchen

Julia ist 34 und Gründerin eines Health-Tech-Startups. Zwei Jahre lang hat sie an ihrer Vision gearbeitet. Dafür gab sie ihren gut bezahlten Job als Unternehmensberaterin auf, baute ein Team auf und überzeugte Familie und Freunde, in das Unternehmen zu investieren.

Dann platzt die erhoffte Finanzierungsrunde. Das Geld ist aufgebraucht. Julia muss ihr Unternehmen schließen und fünf Mitarbeitenden kündigen. Für sie bricht damit weit mehr als ein berufliches Projekt zusammen. Sie fühlt sich wie eine totale Versagerin. Weil Menschen aus ihrem persönlichen Umfeld Geld investiert haben, erlebt sie das Scheitern sogar als Verrat.

Sie kann kaum aus dem Haus gehen oder soziale Medien öffnen, ohne das Gefühl zu haben, andere würden über sie und ihr gescheitertes Unternehmen sprechen.

5 Schritte aus der Krise:

1. Das Scheitern von der eigenen Person trennen

Im ersten Schritt versucht Julia, die Fakten nüchtern zu betrachten. Das Produkt war technisch solide. Der Markt war jedoch noch nicht bereit. Die Coronapandemie verschlechterte das Timing zusätzlich. Auch konkurrierende Startups mit deutlich mehr Kapital mussten aufgeben.

Diese Betrachtung verändert ihre Perspektive. Sie erkennt, dass der Ausgang ihres Unternehmens viele Ursachen hatte. Eigene Entscheidungen spielten dabei ebenso eine Rolle wie äußere Bedingungen, auf die sie kaum Einfluss nehmen konnte.

Hinzu kommt: Ein sehr großer Teil aller Startups scheitert. Viele Gründerinnen und Gründer brauchen mehrere Anläufe, bis eine Idee wirtschaftlich trägt. Dieses Wissen lindert Julias Enttäuschung zunächst kaum. Es hilft ihr jedoch, den Misserfolg weniger persönlich zu nehmen.

Das Startup ist gescheitert. Ihre Fähigkeiten, ihre Erfahrungen und ihr beruflicher Wert bleiben bestehen.

2. Lernen statt sich zu verstecken

Julia trifft eine Entscheidung: Sie will sich durch den Rückschlag nicht dauerhaft zurückziehen oder in depressive Stimmung geraten. Stattdessen möchte sie aus den vergangenen zwei Jahren lernen, ohne sich dabei selbst zu zerstören.

Dazu gehört auch, die Beziehungen zu Familie und Freunden zu reparieren. Julia weiß, dass deren Geld verloren und viel Vertrauen angeschlagen ist. Sie kann den finanziellen Verlust nicht rückgängig machen. Sie kann jedoch offen über die Gründe sprechen, Verantwortung für ihre Entscheidungen übernehmen und zeigen, was sie aus der Erfahrung gelernt hat.

Gleichzeitig hält sie an ihrem Wunsch fest, wieder unternehmerisch tätig zu werden. Das nächste Unternehmen muss nicht sofort entstehen. Zunächst geht es darum, wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen und die vorhandenen Möglichkeiten realistisch zu betrachten.

3. Erfahrung als berufliches Kapital wahrnehmen

Julia besitzt nach der Schließung ihres Startups mehr Ressourcen, als sie anfangs wahrnimmt. Sie hat zwei Jahre intensive Startup-Erfahrung gesammelt und verfügt über tiefe Branchenkenntnisse. Sie hat sich ein Netzwerk in der Gründerszene aufgebaut und bewiesen, dass sie ein Team führen kann.

Auch finanziell hat sie Handlungsspielraum. Sie verfügt über Rücklagen und kann wieder als Beraterin arbeiten. Diese Möglichkeiten geben ihr Sicherheit und Zeit für die nächsten Schritte.

Vor allem weiß Julia nun, welche Entscheidungen sie bei einer weiteren Gründung anders treffen würde. Sie kennt die Risiken besser, kann Erwartungen realistischer einschätzen und Warnzeichen früher erkennen. Auch diese Erkenntnisse sind eine wichtige Ressource, auf die sie in Zukunft zurückgreifen kann. Scheitern bedeutet schließlich auch, Erfahrungen zu sammeln, die sich beim nächsten Versuch nutzen lassen.

4. Vom Scheitern erzählen

Julia beginnt, offen über das Ende ihres Startups zu sprechen. Zunächst erzählt sie engen Vertrauten davon. Später teilt sie ihre Erfahrungen auch in der Gründerszene.

Sie schreibt über das Scheitern und berichtet darüber, was sie aus den vergangenen zwei Jahren mitnimmt. Ihre Offenheit stößt auf Interesse. Julia wird zu Startup-Veranstaltungen eingeladen und spricht dort über ihre Erfahrungen.

Ein Investor sagt zu ihr: „Julia, du hast mehr Startup-Erfahrung als 90 Prozent derer, die zu mir kommen.“

Dieser Satz wird für sie zum Wendepunkt. Er stärkt ihr Selbstvertrauen und bestätigt eine Vermutung, die sich langsam entwickelt hat: Auch Scheitern muss man lernen. Entscheidend ist der Umgang damit.

5. Der nächste Anlauf

Julia schließt sich einer Beratung an. Dort kann sie ihre Erfahrungen aus der Gründung einbringen. Gleichzeitig sucht sie weiter aktiv nach Möglichkeiten, erneut ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Der Rückschlag war hart, hält sie aber nicht von ihren unternehmerischen Plänen ab.

18 Monate nach der Schließung arbeitet Julia als Startup-Beraterin und plant bereits ihr nächstes Unternehmen. Diesmal geht sie mit realistischeren Erwartungen an die Sache heran. Außerdem möchte sie ihre Risiken besser verteilen.

Was bleibt, ist eine schmerzhafte Erfahrung. Zugleich bleiben Fähigkeiten, Wissen und Kontakte, die Julia während der Gründung aufgebaut hat. Offen über den Misserfolg zu sprechen, eröffnet ihr neue Möglichkeiten und sorgt für Anerkennung.

Wer ein Unternehmen oder ein wichtiges Projekt aufgeben musste, kann deshalb vier Fragen prüfen: Welche konkreten Lehren lassen sich aus dem Scheitern ziehen? Welche Ursachen lagen im eigenen Einflussbereich und welche in äußeren Umständen? Wer könnte die gesammelte Erfahrung schätzen? Und welche Fähigkeiten sind durch das Projekt gewachsen?

Ein Rückschlag beendet ein Unternehmen. Die dabei gewonnene Erfahrung kann zum Ausgangspunkt für den nächsten Schritt werden.


Fotocredit: Claudia Simchen

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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