Dienstag, März 31, 2026
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Kann ein persönlicher Tutor für jedes Kind wirklich rund um die Uhr verfügbar sein?

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tutel KI Nachhilfe für Schüler im Interview Bild: ArchiTech AI UG Gründerteam bild Aidan Wagener & Ian De Jongh

tutel entwickelt eine KI Lernplattform für Schüler und bietet personalisierte digitale Nachhilfe in vielen Schulfächern, die individuelles Lernen rund um die Uhr ermöglicht

Wie ist die Idee zu tutel entstanden und wer sind die Menschen hinter dem Startup?

Wir sind Aidan Wagener und Ian De Jongh, zwei alte Schulfreunde aus Südafrika, die sich nach Jahren wiedergefunden haben. ArchiTech AI haben wir am 17. Februar 2026 gegründet. Wir beide sind in ländlichen Gegenden Südafrikas aufgewachsen — in einer Umgebung, in der individuelle Förderung nicht existierte und Bildung stark vom Elternhaus abhing. Ian hat das am eigenen Leib erlebt. Aidan ist später mit seiner deutschen Frau und seinen zwei Kindern nach Deutschland gezogen — und hat dasselbe Problem von einer anderen Seite gesehen: Lehrkräfte, die hoffnungslos überlastet sind, und Kinder, die im Unterricht nicht die individuelle Aufmerksamkeit bekommen, die sie brauchen.

Als wir uns wiedertrafen, war klar: Wir schauen auf dasselbe Problem — von entgegengesetzten Seiten. Uns verbindet die Überzeugung, dass Bildungsgerechtigkeit keine Frage des Geldbeutels sein darf. Als wir sahen, was moderne KI-Sprachmodelle leisten können, war die Idee geboren: ein persönlicher Tutor für jedes Kind, in jedem Fach, rund um die Uhr verfügbar.

Welches Problem im Bildungssystem möchte tutel konkret lösen?

Private Nachhilfe kostet in Deutschland zwischen 30 und 50 Euro pro Stunde. Für viele Familien ist das schlicht nicht tragbar, obwohl Studien zeigen, dass individuelles Tutoring den größten positiven Effekt auf den Lernerfolg hat. Gleichzeitig fehlen an vielen Schulen Lehrkräfte für ausreichende individuelle Förderung. Tutel schließt diese Lücke: personalisierte KI-Nachhilfe in 51 Fächern, angepasst an den Lernstand jedes einzelnen Schülers, für einen Bruchteil der Kosten klassischer Nachhilfe.

Welche Vision verfolgt tutel für die Zukunft des Lernens und wie soll diese Vision Schritt für Schritt erreicht werden?

Unsere Vision ist ein Bildungssystem, in dem jedes Kind Zugang zu exzellenter individueller Förderung hat, unabhängig von Herkunft oder Einkommen. Im ersten Schritt konzentrieren wir uns auf den deutschen Markt mit KMK-konformen Inhalten für die Klassen 5 bis 13. Als nächstes bauen wir Schulpartnerschaften auf, damit Lehrkräfte Tutel als Werkzeug im Unterricht und für die Hausaufgabenbetreuung einsetzen können. Langfristig wollen wir unseren Ansatz auf weitere europäische Bildungssysteme ausweiten.

An welche Zielgruppe richtet sich tutel besonders und welche Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern stehen dabei im Mittelpunkt?

Unsere Hauptzielgruppe sind Eltern von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I und II, die ihrem Kind individuelle Unterstützung ermöglichen möchten. Im Mittelpunkt steht das Bedürfnis nach verständlichen Erklärungen im eigenen Tempo. Viele Schüler trauen sich im Unterricht nicht, zum dritten Mal nachzufragen. Bei Tutel ist das egal. Der KI-Tutor erklärt so oft und auf so viele verschiedene Arten wie nötig, bis das Thema sitzt.

Viele Lernplattformen setzen inzwischen auf KI. Was macht den Ansatz von tutel dabei besonders?

Drei Dinge setzen uns ab. Erstens die Fächerbreite: 51 Fächer von Mathematik über Geschichte bis Chemie, alle nach KMK-Bildungsstandards. Zweitens unsere Diagnostik: Wir nutzen Item Response Theory, das psychometrische Verfahren hinter Studien wie PISA, um präzise zu messen, wo ein Schüler steht und welche Wissenslücken geschlossen werden müssen. Drittens der Datenschutz: Die gesamte KI-Verarbeitung läuft über Mistral AI in Frankreich. Kein einziges Schülerdatum verlässt die EU. Tutel ist von Grund auf DSGVO-konform gebaut, nicht nachträglich angepasst.

Welche Herausforderungen begegnen euch beim Aufbau eines KI gestützten Tutors für den Schulalltag?

Die größte Herausforderung ist pädagogische Qualität. Eine KI, die nur schnelle Antworten gibt, ersetzt Google, aber keinen guten Lehrer. Wir investieren viel Zeit in die Didaktik unserer KI-Tutoren: sokratisches Fragen, schrittweises Hinführen, altersgerechte Sprache. Dazu kommt die Lehrplanabdeckung. Deutschland hat 16 Bundesländer mit unterschiedlichen Curricula. Wir arbeiten auf Basis der KMK-Bildungsstandards als gemeinsamen Nenner und ergänzen länderspezifische Inhalte dort, wo es besonders zählt, etwa bei den ZP10-Prüfungen in NRW.

Wie stellt tutel sicher, dass KI nicht nur schnelle Antworten liefert, sondern wirklich beim Verstehen von Lerninhalten hilft?

Unser KI-Tutor gibt nie einfach die Lösung. Stattdessen arbeitet er mit sokratischer Methodik: Er stellt Gegenfragen, gibt Hinweise in kleinen Schritten und lässt den Schüler selbst auf die Antwort kommen. Dazu nutzen wir die Ergebnisse der Lernstandsdiagnostik. Der Tutor weiß, welche Grundlagen ein Schüler bereits beherrscht und wo noch Lücken bestehen. So kann er Erklärungen auf dem richtigen Niveau ansetzen, statt zu hoch oder zu niedrig einzusteigen.

Welche Rolle spielen Schulen, Eltern und Lehrkräfte für die Weiterentwicklung ?

Eine zentrale Rolle. Eltern sehen über unser Eltern-Dashboard transparent, woran ihr Kind arbeitet und wo es Fortschritte macht. Das schafft Vertrauen und ermöglicht gezielte Unterstützung zu Hause. Für Schulen bereiten wir ein Pilotprogramm vor, bei dem Lehrkräfte Tutel als ergänzendes Werkzeug einsetzen können. Das Feedback aus diesen Piloten fließt direkt in die Produktentwicklung ein. Langfristig sehen wir Tutel als Brücke zwischen Schule und Zuhause: Die Lehrkraft setzt den Rahmen, Tutel unterstützt individuell dort, wo der Unterricht nicht hinreicht.

Was unterscheidet tutel aus eurer Sicht von klassischer Nachhilfe oder anderen digitalen Lernplattformen?

Klassische Nachhilfe ist teuer, zeitlich begrenzt und oft auf ein oder zwei Fächer beschränkt. Tutel ist rund um die Uhr verfügbar, deckt 51 Fächer ab und kostet weniger als eine einzige Nachhilfestunde pro Monat. Von anderen digitalen Plattformen unterscheidet uns der Fokus auf echtes Verstehen statt reinem Üben. Außerdem ist Tutel von Anfang an für den deutschen Markt gebaut, nicht aus dem Englischen übersetzt. Und ein entscheidender Punkt für viele Eltern: Wir verarbeiten keine Schülerdaten auf US-Servern. Alles bleibt in der EU.

Woran arbeitet das Team von tutel aktuell und welche Entwicklungen dürfen Nutzerinnen und Nutzer in Zukunft erwarten?

Aktuell liegt unser Fokus auf der Prüfungsvorbereitung für die ZP10 in Nordrhein-Westfalen. Schüler können komplette Prüfungssimulationen durchlaufen und erhalten danach einen individuellen Lernplan für ihre schwächsten Bereiche. Als nächstes erweitern wir die Fragendatenbank und bauen die Abitur-Vorbereitung weiter aus. Parallel arbeiten wir an unserem Schulpilotprogramm, damit Lehrkräfte Tutel als Werkzeug im und neben dem Unterricht nutzen können.

Wie sieht eure langfristige Perspektive im Bildungsmarkt aus?

Deutschland hat rund 5,5 Millionen Schüler in den Klassen 5 bis 13 und der digitale Bildungsmarkt wächst rasant. Mit dem DigitalPakt 2.0 fließen in den kommenden Jahren Milliarden in Bildungstechnologie an Schulen. Wir sehen eine riesige Chance, DSGVO-konforme KI-Nachhilfe als festen Bestandteil des Schulalltags zu etablieren. Unsere langfristige Vision geht über Deutschland hinaus. Sobald wir hier das richtige Modell gefunden haben, wollen wir es auf weitere europäische Märkte übertragen.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein Startup im Bildungs oder KI Bereich aufbauen möchten

Erstens: Baut für echte Nutzer, nicht für Investoren. Im Bildungsbereich zählt am Ende nur, ob Schüler tatsächlich besser lernen. Wenn das Produkt funktioniert, kommt der Rest von selbst. Zweitens: Datenschutz von Tag eins an. Gerade im Bildungsbereich arbeitet ihr mit den sensibelsten Daten überhaupt: Kinderdaten. Das nachträglich reinzubauen ist zehnmal teurer als es von Anfang an richtig zu machen. Drittens: Habt Geduld. Schulen und Bildungsinstitutionen bewegen sich langsam. Das ist frustrierend, aber auch eine Chance. Wer durchhält, baut nachhaltigere Beziehungen als wer nur auf schnelles Wachstum setzt.

Bildcredits: @ArchiTech AI UG

Wir bedanken uns bei Aidan Wagener und Ian De Jongh für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie entstehen aus Finanzinnovation und Technologie neue Geschäftsmodelle?

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de:hub Frankfurt FinTech Startups Innovationen. Bildcredits/Fotograf: Maximilian Kafanke TechQuartier Teambild

Der de:hub Frankfurt vernetzt Startups, Corporates und Investor:innen, um Innovationen und neue Geschäftsmodelle im FinTech Umfeld zu entwickeln und zu skalieren

Können Sie unseren Leserinnen und Lesern den de:hub Frankfurt kurz vorstellen und erklären, welche Rolle dieser Hub innerhalb des deutschen Digital Hub Netzwerks einnimmt?

Das TechQuartier – der de:hub Frankfurt – ist der Innovation Hub im Rhein-Main-Gebiet mit Fokus auf FinTech und GreenTech. Wir bringen Start-ups, Corporates, Investor:innen und Talente zusammen, um gemeinsam an digitalen Geschäftsmodellen und neuen Technologien zu arbeiten. Im Digital Hub Netzwerk ist Frankfurt der offizielle FinTech Hub.

Was macht Frankfurt als Standort für einen Digital Hub besonders attraktiv und welche regionalen Stärken bringt die Metropolregion mit?

Frankfurt ist DIE Finanzmetropole. Hier sitzen die Vertretungen aller großen Banken und gleichzeitig ein Großteil der deutschen FinTechs. Die Rhein-Main-Region zählt zu den wirtschaftlich bedeutendsten Standorten in Deutschland und Europa. Sie ist ein zentraler Knotenpunkt für politische und unternehmerische Entscheidungsprozesse, beherbergt Regierungseinrichtungen und Unternehmenszentralen und prägt zugleich technologische, wissenschaftliche sowie soziokulturelle Innovationen.

Welche Angebote, Programme oder Matchmaking Formate bieten Sie Gründerinnen und Gründern, um echte Fortschritte zu erzielen?

Das TechQuartier bietet in den Schwerpunktfeldern FinTech, GreenTech, AgriFood und Mittelstand mehrere Innovationsprogramme an, in denen wir Start-ups mit Corporate Partnern direkt vernetzen. Konkret sind das unsere Programme: TQ Accelerator: Digital Finance, Transformation für den Mittelstand – Die Innovators Challenge, Hessen10, Impact Challenge, Fundraising Readiness und die Programme der Growth Alliance für AgriFood-Start-ups: Idea Camp, Bootcamp und Accelerator. Außerdem veranstalten wir das IMPACT FESTIVAL, Deutschlands größtes Event für nachhaltige Transformation, bei dem Gründer:innen und sich mit Unternehmen und Investor:innen vernetzen können.

Wie arbeiten Sie mit etablierten Unternehmen, Mittelstand und Forschungseinrichtungen zusammen und welche Synergien entstehen daraus?

Wir arbeiten sowohl im Rahmen unserer Innovationsprogramme als auch in TechFusions und gemeinsamen Events mit Unternehmen und Mittelstand zusammen. Daraus entstehen Kontakte und konkrete Matches mit anderen Unternehmen und potenziellen Lösungen.

Im FinTech-Bereich spielt dieses Jahr das Thema Payment eine große Rolle. Aus diesem Grund starten wir auch gemeinsam mit unseren Partnern im April unseren Payment-Roundtable, bei dem wir führende Expert:innen aus Handel, Zahlungsverkehr und FinTech zusammenbringen, um transparent und fundiert zu beleuchten, wo händlergetriebene Payments heute stehen.

Abschließend gefragt: Welche strategischen Ziele verfolgt der de:hub Frankfurt für die kommenden Jahre und wie soll sich der Hub weiterentwickeln?

Dieses Jahr feiert das TechQuartier 10-jähriges Bestehen, was wir im Sommer mit einer großen Party feiern. Dieses Jahr rufen wir das Tech & Data Lab ins Leben – das erste souveräne Reallabor für Finanzinnovationen in Deutschland. In Sprints werden Teams an realen Herausforderungen arbeiten, Lösungen anhand von Daten aus der Praxis testen und Innovationen in Pilotprojekte oder marktreife Anwendungen umsetzen.

Zudem planen wir in den nächsten Jahren weitere Industrie-Formate und den Ausbau unserer bestehenden Netzwerkarbeit für den Finanzplatz.

Bildcredits/Fotograf: Maximilian Kafanke

Wir bedanken uns bei Alice Rettig für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Spät gründen, besser gründen?

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Gründung, Erfahrung und Unternehmen erfolgreich aufbauen Yvonne Bechheim Bildcredits: Fotograf GM-Photography

Warum Teilzeitgründungen und Erfahrung für viele Unternehmer zum Vorteil werden

In der Startup Welt dominiert ein klares Narrativ: möglichst früh gründen, schnell skalieren, Risiken eingehen. Doch dieses Bild zeigt nur einen Teil der Realität. Viele erfolgreiche Unternehmen entstehen nicht aus einem frühen Karrieresprung heraus, sondern aus jahrzehntelanger Berufserfahrung und oft zunächst neben dem eigentlichen Beruf. Gerade in spezialisierten Branchen kann eine spätere Gründung sogar strategische Vorteile haben.

Erfahrung ersetzt viele Anfängerfehler

Wer mit Mitte 40 oder 50 gründet, bringt häufig etwas mit, das jungen Startups oft fehlt: ein tiefes Verständnis für Märkte, Kunden und Prozesse. Statt zuerst ein Problem zu suchen, kennen viele Gründerinnen und Gründer in dieser Lebensphase bereits die konkreten Herausforderungen ihrer Branche. So entstehen Geschäftsideen oft direkt aus der Praxis.

Auch meine eigene Gründung entstand nicht aus einem Businessplan, sondern aus einem konkreten Auftrag. Während meiner Arbeit im Gesundheits und Rehabilitationssport entwickelte ich ein Präventionskonzept für einen Kunden. Kurz darauf wollten weitere Anbieter dieses Konzept nutzen. Daraus entwickelte sich Schritt für Schritt ein Geschäftsmodell.

Nebenberuflich gründen senkt das Risiko

Ein weiterer Vorteil später Gründungen ist die Möglichkeit, zunächst neben dem bestehenden Beruf zu starten. Eine Teilzeitgründung reduziert finanziellen Druck erheblich. Gründer können ihr Konzept testen, ohne sofort ihre gesamte wirtschaftliche Existenz davon abhängig zu machen.

Auch in meinem Fall begann alles neben einem Vollzeitjob. Erst als klar wurde, dass die Nachfrage kontinuierlich wächst, entwickelte sich daraus ein eigenständiges Unternehmen. Dieses organische Wachstum ist in vielen Branchen stabiler als ein schneller investorengetriebener Start.

Netzwerke werden zum Marktbeschleuniger

Mit zunehmender Berufserfahrung wächst auch das berufliche Netzwerk. Kontakte zu Kunden, Partnern oder Institutionen können den Markteintritt erheblich erleichtern. Während junge Gründer diese Netzwerke oft erst aufbauen müssen, greifen spätere Gründer bereits auf bestehende Beziehungen zurück.

Viele Aufträge entstehen daher nicht über Marketingkampagnen, sondern über Empfehlungen und persönliche Kontakte.

Familienunternehmen und generationenübergreifende Modelle

Ein weiterer interessanter Aspekt später Gründungen ist die Möglichkeit, Unternehmen generationenübergreifend aufzubauen. In meinem eigenen Unternehmen war meine Tochter die erste Mitarbeiterin. Sie brachte neue Perspektiven und frische Ideen ein, während ich meine Branchenkenntnis und Erfahrung einbringen konnte.

Solche Konstellationen verbinden zwei wichtige Ressourcen: Erfahrung und neue Denkweisen.

Der unterschätzte Zeitpunkt

Spätere Gründungen werden oft unterschätzt. Dabei bieten sie eine Kombination aus Stabilität, Erfahrung und unternehmerischer Energie. Mit 50 stehen viele Menschen beruflich an einem Punkt, an dem sie ihre Expertise sehr genau kennen. Gleichzeitig liegen häufig noch viele aktive Berufsjahre vor ihnen.

Diese Kombination kann ein idealer Zeitpunkt sein, um ein eigenes Unternehmen aufzubauen.

Fazit

Nicht jede erfolgreiche Gründung entsteht in einer Garage mit Anfang zwanzig. Viele entstehen aus langjähriger Erfahrung, aus praktischen Lösungen für reale Probleme und aus dem Mut, eine Idee zunächst nebenbei auszuprobieren. Manchmal ist der beste Zeitpunkt zum Gründen eben nicht der früheste, sondern der richtige.

Bildcredits: Fotograf GM-Photography

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wild&Water begeistert bei Höhle der Löwen und erlebt Nachfrageboom

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Büros entdecken Wild&Water nach Höhle der Löwen Bild: Gründerinnen Christina Schwörbel und Madlen Baetzgen ©RTL / Bernd-Michael Maurer

Wild&Water TV-Auftritt sorgt für Ausverkauf und starke Nachfrage aus Büros

Große Bühne, große Wirkung: Das Getränke Startup Wild&Water präsentierte seinen natürlichen Wasserzusatz in der Höhle der Löwen. Der Geschmack kam bei den Löwen gut an und das Startup verzeichnet seit der Ausstrahlung eine außergewöhnlich hohe Nachfrage. Das Unternehmen rechnet mit einem vollständigen Ausverkauf der aktuellen Produktionscharge.

Vom Studio in die Wohnzimmer und Büros

Drei Wochen vor der Aufzeichnung erhielten die Gründerinnen Christina Schwörbel und Madlen Baetzgen die Zusage für die Teilnahme. „Der Moment, durch den Tunnel ins Studio zu gehen, war extrem intensiv“, sagt Baetzgen. „Wir waren bis in die Haarspitzen vorbereitet – aber die Situation vor Kameras und Investoren ist noch einmal eine ganz eigene Herausforderung.“

Die Löwen zeigten sich begeistert, vor allem vom natürlichen Geschmack, der unkomplizierten Anwendung und dem nachhaltigen Konzept.

Arbeitsplatz statt Supermarkt: Ein ungewöhnlicher Ansatz

Wild&Water geht bewusst einen anderen Weg als viele klassische Getränke Startups: Statt vor allem auf den Einzelhandel oder reines Online Geschäft zu setzen, konzentriert sich das Unternehmen auf Büros und Betriebe.

Denn genau dort wird besonders viel getrunken oder eben zu wenig. Über 60 Prozent der Mitarbeitenden geben an, im Arbeitsalltag nicht ausreichend zu trinken und sich dadurch häufiger unkonzentriert oder nicht richtig wohl zu fühlen. Gleichzeitig sind viele mit dem bestehenden Angebot vor Ort unzufrieden. Hier setzt Wild&Water an mit einer natürlichen und unkomplizierten Alternative für den Büroalltag.

„Wir wollen genau dort ansetzen, wo täglich konsumiert wird“, erklärt Baetzgen. „Wenn wir das Trinkverhalten im Büro verändern, haben wir den größten Hebel.“

Nachfrage übertrifft alle Erwartungen

Schon kurz nach der Ausstrahlung schnellten die Bestellungen im Online Shop nach oben. „Wir hatten Szenarien durchgerechnet – aber dass wir beim Fünffachen unseres Monatsumsatzes landen würden, hat selbst unsere Erwartungen übertroffen“, so Schwörbel.

Seit der Ausstrahlung melden sich immer mehr Unternehmen, die Wild&Water in ihren Büros anbieten möchten. Eine Dynamik, die ohne die Reichweite der Höhle der Löwen kaum so schnell möglich gewesen wäre.

Wachstum aus eigener Kraft

Ein Investment Deal kam in der Sendung nicht zustande, unter anderem weil Wild&Water bewusst auf den weniger klassischen Weg über den B2B Markt setzt. Für die Gründerinnen ist das jedoch kein Rückschlag.

Das Unternehmen ist vollständig durch Investorinnen und Investoren finanziert. Dazu gehört auch Berlin Food Week Ventures, und treibt seine Expansion unabhängig weiter voran. Der Fokus liegt auf dem weiteren Ausbau des Geschäfts mit Büros und Betrieben sowie dem schrittweisen Aufbau des Direktkundengeschäfts.

„Die Sendung war für uns ein enormer Markenmoment“, sagt Schwörbel. „Sie hat gezeigt, dass unser Konzept sowohl im Büro als auch zu Hause funktioniert.“

Berlin Food Week Ventures als strategischer Partner

Berlin Food Week Ventures ist der Investmentarm der Berlin Food Week und investiert gemeinsam mit Millennium Cuisine in innovative Food und Beverage Startups in der Frühphase. Zu den Portfolio Unternehmen gehört auch Wild&Water.

Berlin Food Week Ventures beteiligt sich gezielt an Konzepten, die aktuelle Konsumentenbedürfnisse adressieren und neue Impulse für die Lebensmittel und Getränkebranche setzen. Neben Kapital bringt das Team Branchenkenntnis, strategische Beratung und Zugang zu einem breiten Netzwerk aus Gastronomie, Industrie und Handel ein, um junge Unternehmen beim Wachstum zu unterstützen.

Bild: Gründerinnen Christina Schwörbel und Madlen Baetzgen ©RTL / Bernd-Michael Maurer

Quelle Schröder+Schömbs PR GmbH

Warum greifen wir ständig zum Smartphone obwohl wir es eigentlich gar nicht wollen?

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Amba hilft bewusste Smartphone Nutzung zu lernen Teambild Bastian Fischer und Yves Maurice Clever 

Amba entwickelt eine Lösung für bewusste Smartphone Nutzung und hilft Menschen, ihre digitale Nutzung im Alltag gezielt zu reduzieren

Was steckt hinter der Idee zu Amba und wer sind die Menschen, die das Startup gegründet haben?

Amba ist aus einer sehr persönlichen Beobachtung entstanden: Wir haben gemerkt, wie oft wir selbst unbewusst zum Handy greifen und wie schwer es ist, dieses Verhalten nur mit Disziplin oder App-Limits zu ändern. Gegründet wurde Amba von Bastian Fischer und mir, Yves Maurice Clever. Wir kommen beide aus dem digitalen Umfeld und haben jahrelang mit Plattformen gearbeitet, die auf maximale Aufmerksamkeit optimiert sind. Genau deshalb wollten wir eine Lösung entwickeln, die im Alltag wirklich funktioniert – nicht theoretisch, sondern praktisch.

Wie entstand der Ansatz, eine App zur Reduzierung digitaler Ablenkung mit einem physischen Tag zu kombinieren?

Wir haben früh gemerkt, dass reine Softwarelösungen selten nachhaltig greifen, weil sie sich jederzeit wegklicken lassen. Die Idee war deshalb, eine bewusste Handlung einzubauen: Mit dem physischen Tag muss man kurz innehalten, bevor man Apps freischaltet. Diese kleine Unterbrechung verändert den Moment entscheidend, aus einem impulsiven Reflex wird eine Entscheidung. Genau dort setzt Amba an.

Welche Vision verfolgt Amba im Bereich Digital Wellbeing und wie möchten Sie Menschen langfristig zu einem bewussteren Umgang mit dem Smartphone motivieren?

Unsere Vision ist nicht, Smartphones zu verteufeln, sondern ihren Einsatz wieder bewusster zu machen. Wir glauben, dass Technologie funktionieren kann, ohne permanent Aufmerksamkeit zu fordern. Langfristig wollen wir Amba als Werkzeug etablieren, das Menschen hilft, Routinen zu verändern, durch klare Strukturen, Feedback, Gamification-Ansätze und soziale Komponenten, die Motivation im Alltag aufrechterhalten.

An welche Zielgruppen richtet sich Amba besonders und welche alltäglichen Probleme dieser Nutzer wollen Sie konkret lösen?

Amba richtet sich an alle, die merken, dass sie zu viel Zeit auf Social Media verbringen – von Studierenden über Kreative bis hin zu Berufstätigen. Besonders stark sehen wir das Bedürfnis bei Menschen, die konzentriert arbeiten wollen, sich abends bewusst offline nehmen möchten oder generell weniger in automatisches Scrollen verfallen wollen. Unser Fokus liegt darauf, unbewusste Nutzung sichtbar zu machen und gezielt zu reduzieren.

Viele Apps versuchen bereits, Bildschirmzeit zu reduzieren. Was macht den Ansatz von Amba dabei besonders?

Der größte Unterschied liegt in der Kombination aus Software und physischer Interaktion. Während viele Lösungen rein digital bleiben, schafft Amba eine echte Verhaltensbarriere. Statt Limits nur zu sehen, muss man aktiv handeln, um sie zu überschreiten. Das macht die Nutzung greifbarer und deutlich wirksamer im Alltag.

Die Nutzung Ihres Produkts setzt eine bewusste Handlung voraus. Welche Rolle spielt diese „Hürde“ für eine nachhaltige Veränderung von Gewohnheiten?

Diese Hürde ist zentral. Gewohnheiten entstehen oft automatisiert, deshalb braucht es einen klaren Moment der Unterbrechung. Der physische Schritt zwingt dazu, kurz nachzudenken: Brauche ich das gerade wirklich? Genau dieser Moment sorgt langfristig für Veränderung.

Welche Herausforderungen begegnen einem Startup, das Menschen helfen will, weniger Zeit mit ihrem Smartphone zu verbringen?

Die größte Herausforderung ist, gegen Systeme anzutreten, die darauf ausgelegt sind, möglichst viel Aufmerksamkeit zu binden. Gleichzeitig muss man eine Lösung entwickeln, die konsequent ist, aber nicht frustriert. Die Balance zwischen Kontrolle und Flexibilität zu finden, ist einer der schwierigsten Punkte.

Wie reagieren Nutzer auf das Konzept von Amba, bei dem ein physischer Tag gescannt werden muss, um eine blockierte App zu öffnen?

Viele reagieren zunächst überrascht, weil es ungewohnt ist. Im Alltag wird genau das aber schnell zum Vorteil. Nutzer berichten häufig, dass sie Apps seltener öffnen, weil der zusätzliche Schritt sie zum Nachdenken bringt. Genau das bestätigt unseren Ansatz.

Welche Rolle spielt das Thema Produktivität und Konzentration für die Weiterentwicklung Ihrer Lösung?

Produktivität und Konzentration sind für uns eher ein positiver Nebeneffekt als der eigentliche Ausgangspunkt. Amba wurde nicht primär für mehr Output entwickelt, sondern um unbewusste Nutzung zu reduzieren. Gleichzeitig merken wir, dass viele Nutzer genau dadurch automatisch fokussierter arbeiten und sich leichter auf eine Sache einlassen können. Deshalb achten wir bei der Weiterentwicklung darauf, dass unsere Lösung Fokus unterstützt, ohne sich wie ein klassisches Produktivitätstool anzufühlen.

Wohin soll sich Amba in den kommenden Jahren entwickeln und welche Funktionen oder Erweiterungen planen Sie für die Zukunft?

Wir wollen Amba zu einer umfassenden Plattform für bewusste Smartphone-Nutzung ausbauen. Dazu gehören stärkere Community-Features, Gamification-Elemente sowie personalisierte Insights zur eigenen Nutzung. Gleichzeitig arbeiten wir daran, das Produkt technisch weiter zu skalieren und breiter zugänglich zu machen.

Welche Erfahrungen aus dem Aufbau von Amba würden Sie heute anders angehen, wenn Sie noch einmal ganz am Anfang stehen würden?

Wir würden noch früher mit echten Nutzern testen und schneller iterieren. Gerade bei Verhaltensprodukten lernt man am meisten aus realem Feedback. Außerdem würden wir manche Dinge weniger perfektionistisch angehen und stärker auf Geschwindigkeit setzen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein Produkt entwickeln möchten, das echte Verhaltensänderungen bewirken soll?

Erstens: So früh wie möglich mit echten Nutzern testen.
Zweitens: Lösungen einfach halten – Komplexität verhindert Veränderung.
Drittens: Den Alltag der Nutzer verstehen, nicht nur ihre Probleme beschreiben.

Bildcredits/Fotograf: Patrick Schönhofen

Wir bedanken uns bei Bastian Fischer und Yves Maurice Clever für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

heycare erhält 4 Millionen Euro für weiteres Wachstum

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heycare Gesundheit Employee Assistance Program EAP Finanzierung Bild heycare Bildrechte/Fotograf:© Tribunalova

heycare sichert sich rund 4 Millionen Euro für weiteres Wachstum

Münchner Scaleup gewinnt mit Scalehouse Capital und Swiss Post Ventures strategische Partner

Das Münchner Scaleup heycare hat seine Extended Seed Runde erfolgreich abgeschlossen. Angeführt von Scalehouse Capital als Lead Investor und Swiss Post Ventures als Co Investor, fließt dem Unternehmen frisches Kapital für das weitere Wachstum zu. Die Gründerinnen Anna Schneider und Julia Kahle investieren die Mittel in den Ausbau ihres Teams. Damit reagieren sie auf die gestiegene Nachfrage im Bereich operative Teams.

Zu den Kunden von heycare zählen bereits Branchengrößen wie Daimler Truck, Douglas, Vaillant und VW Retail.

„Wir freuen uns, mit Scalehouse Capital und der Swiss Post Ventures zwei strategisch versierte Partner an unserer Seite zu haben“, erklärt Julia Kahle, Co CEO und Gründerin von heycare. „Als bereits profitables Unternehmen war es uns wichtig, Investoren zu finden, die unsere Vision teilen. Wir haben bewusst selektiert und Partner gewählt, die uns bei der Skalierung unserer Plattform optimal unterstützen können.“

„Anna Schneider und Julia Kahle kombinieren eine klare Vision für die Zukunft von Employee Assistance mit beeindruckender Umsetzungsstärke. In kurzer Zeit haben sie mit heycare eine starke Kundenbasis aufgebaut und ein Produkt entwickelt, das bei Unternehmen echten Mehrwert schafft. Wir bei Scalehouse Capital freuen uns darauf, heycare als Lead Investor beim nächsten Wachstumsschritt begleiten zu dürfen!“, sagt Manuel Böhringer, Managing Partner bei Scalehouse Capital.

Ganzheitliche Gesundheit alles aus einer Hand

Gegründet im Jahr 2022 ehemals heynanny hat sich das Unternehmen aus Bayern innerhalb kurzer Zeit vom spezialisierten Care Anbieter zum umfassenden Gesundheitsdienstleister entwickelt. Heute bietet heycare eine digitale Plattform, die als ganzheitliches Employee Assistance Program EAP und Familienservices fungiert.

Die heycare App löst ein zentrales Problem der modernen Arbeitswelt: Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Durch die Vermittlung von Betreuungslösungen für Kinder, Pflegebedürftige und sogar Haustiere werden Mitarbeitende spürbar entlastet, was die Ausfallzeiten in Unternehmen nachweislich reduziert.

Zusätzlich setzt heycare auf Prävention im Bereich mentaler Gesundheit. Über Trainings, Webinare und anonyme 1:1 Beratungen mit Psycholog:innen wird die psychische Widerstandskraft gestärkt. Seit Anfang 2026 integriert die Plattform zudem das Sport und Wellness Netzwerk von Urban Sports Club, um Firmenkunden ein lückenloses Gesundheits Ökosystem zu bieten.

Bild Voller Kurs auf Wachstum: heycare-Gründerinnen Anna Schneider (links) und Julia Kahle (rechts) freuen sich über neue Investoren Scalehouse Capital und Swiss Post Ventures  Bildrechte/Fotograf:© heycare/Tribunalova

Quelle heynannyly GmbH

260 Glatzköpfe, 40 Tattoos und eine klare Botschaft

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BOLD INK DAY zeigt Selbstbewusstsein mit Glatze

Beim BOLD INK DAY setzt DHDL Glatzen Startup eine Botschaft

Ein Tattoostudio, 260 Glatzköpfe und eine Botschaft, die vielen unter die Haut ging: Beim BOLD INK DAY verwandelte die Glatzenpflegemarke BETTER BE BOLD das Berliner Tattoostudio Rose of No Man’s Land in eine Bühne für Selbstbewusstsein – und gegen ein hartnäckiges Klischee.

Denn noch immer werden Männer mit Glatze häufig mit negativen Stereotypen verbunden. Mit der Aktion wollte die Marke zeigen: Glatzenträger sind keine Rechtsradikalen.

40 Tattoos und über 200 Besucher

40 Tattoos wurden an diesem Tag kostenlos gestochen – exklusiv für Männer mit Glatze. Über 200 Besucher kamen ins Studio, um Teil des Events zu sein oder die besondere Atmosphäre mitzuerleben. Einige Teilnehmer reisten dafür quer durch den deutschsprachigen Raum an: aus Hamburg, Kassel, Wuppertal, Nürnberg und sogar aus Österreich.

„Viele Männer erleben Haarausfall immer noch als Unsicherheit oder Tabuthema“, sagt Dennis Baltzer, Gründer von BETTER BE BOLD. „Mit dem BOLD INK DAY wollten wir zeigen, dass eine Glatze heute genauso für Selbstbewusstsein, Stil und Persönlichkeit stehen kann.“

Gründer greift selbst zur Tätowiermaschine

Der Gründer stellte sich dabei selbst der Herausforderung: Baltzer ließ sich nicht nur selbst tätowieren, sondern griff erstmals auch selbst zur Tätowiermaschine – und durfte unter Anleitung ein Tattoo stechen.

Wie stark sich viele Teilnehmer mit der Aktion identifizierten, zeigte auch Jürgen aus Kassel. Er entschied sich spontan dafür, das BETTER BE BOLD Logo direkt auf seinen Hinterkopf tätowieren zu lassen.

Der BOLD INK DAY war damit weit mehr als ein Tattoo Event: Er war ein Statement gegen Vorurteile – und für mehr Selbstbewusstsein bei Männern mit Glatze.

Bild @ BETTER BE BOLD GmbH

Quelle BETTER BE BOLD GmbH

Löwenkind startet neues Kapitel

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Hunde Produktlinie von Löwenkind nach Höhle der Löwen Simone Gründerin Portrait Bild

Rückkauf der Anteile und neue Marke für Hunde

Löwenkind, bekannt aus der VOX-Gründershow Höhle der Löwen, vollzieht einen strategischen Schritt: Die Gründerfamilie hat die Anteile der bisherigen Investorin Dagmar Wöhrl, die über ihre Beteiligungsgesellschaft INTRO Verwaltungs GmbH in Löwenkind investiert war, zurückgekauft. Nach fünf Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit ist das Unternehmen damit wieder vollständig in Familienhand.

Gegründet wurde Löwenkind von Simone Hilble. Aus einer Idee entwickelte sich über die Jahre eine etablierte Marke im deutschsprachigen Raum. Zu den wichtigsten Meilensteinen der Zusammenarbeit mit Dagmar Wöhrl zählen die gezielte Sortimentsausweitung für den Handel, die Expansion in mehrere europäische Märkte sowie der Aufbau eines Experten und Hebammennetzwerks.

„Löwenkind hat sich in den vergangenen Jahren beeindruckend entwickelt. Simone Hilble hat aus einer starken Idee Schritt für Schritt eine Marke aufgebaut, die heute bei vielen Familien fest etabliert ist. Ich freue mich sehr über diesen Weg und bin stolz, ein Teil dieser Entwicklung gewesen zu sein. Für das nächste Kapitel wünsche ich dem gesamten Team weiterhin viel Erfolg“, sagt Investorin Dagmar Wöhrl.

Löwenkind Dogs Wenn die Community den Weg weist

Parallel zum Rückkauf der Anteile geht Löwenkind den nächsten Schritt in seiner strategischen Entwicklung. Mit Löwenkind Dogs bringt das Unternehmen erstmals eine eigenständige Produktlinie speziell für Hunde auf den Markt.

Der Impuls kam direkt aus dem Austausch mit der eigenen Community: Über Jahre berichteten immer wieder Hundebesitzer, dass sie die Löwenkind Produkte erfolgreich bei ihren Hunden im Einsatz hatten. Diese Rückmeldungen gaben schließlich den Ausschlag, die neue Produktlinie gezielt zu entwickeln.

Die Löwenkind Dogs Produkte unterstützen Hunde insbesondere in stressigen Situationen sowie bei Reiseübelkeit. Die neue Linie ist bewusst als eigene Marke positioniert und aktuell online erhältlich, unter anderem über Amazon sowie den eigenen Shop.

Etablierte Marke mit zunehmender Präsenz im Einzelhandel

Heute ist die Kernmarke Löwenkind nicht nur online präsent, sondern auch stationär breit aufgestellt. Die Produkte sind in Deutschland und Österreich bei führenden Drogerie und Einzelhandelsketten erhältlich, darunter dm, Müller, BIPA, BILLA und BabyOne. Diese Präsenz bildet die Grundlage für weitere Partnerschaften und unterstreicht die Relevanz der Marke auch für den Handel.

Der erneute TV Beitrag bei Höhle der Löwen am 16. März und vorab im Stream auf RTL+ zeigt den Weg von Löwenkind – von der Gründeridee zur etablierten Familienmarke.

Bildcredits Löwenkind GmbH

Quelle Löwenkind GmbH

Legora erhält 550 Mio. US‑Dollar

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Legora erhält 550 Mio Dollar für KI Expansion USA Max Junestrand, CEO und Mitgründer von Legora

Legora erhält 550 Mio. US Dollar in Series D Finanzierung für den US Marktausbau

Legora, die kollaborative KI Plattform für Juristinnen und Juristen, hat in einer Series D Finanzierungsrunde 550 Millionen US Dollar bei einer Bewertung von 5,55 Milliarden US Dollar eingesammelt, um die Expansion in den Vereinigten Staaten voranzutreiben. Die Runde wurde von Accel angeführt. Beteiligt waren auch die bestehenden Investoren Benchmark, Bessemer Venture Partners, General Catalyst, ICONIQ, Redpoint Ventures und Y Combinator sowie neue Investoren, darunter Alkeon Capital, Bain Capital, Firstmark Capital, Menlo Ventures, Salesforce Ventures, Sands Capital und Starwood Capital.

Die Finanzierungsrunde fällt mit dem ersten Jahrestag von Legora in den USA zusammen und folgt auf eine Reihe bedeutender Kundenabschlüsse und Partnerschaften, darunter White & Case, Cleary Gottlieb und Goodwin. Dies unterstreicht die Bedeutung des US Markts, in dem Rechtsabteilungen KI zunehmend breit in ihre Arbeitsprozesse integrieren.

CEO Max Junestrand zur Finanzierung und Expansion

Zum Funding und zur Expansion in den USA sagte Max Junestrand, CEO und Mitgründer von Legora:

„Im vergangenen Jahr hat das Einführungstempo in den USA unsere Erwartungen übertroffen. Führende Kanzleien und Rechtsabteilungen gehen inzwischen entschlossen den Schritt von ersten Tests hin zur umfassenden Integration von KI in ihre Organisationen. Diese Finanzierung ermöglicht es uns, unser Wachstum in den USA zu beschleunigen. Sie erlaubt uns, in Talente und Infrastruktur zu investieren, unsere Präsenz in wichtigen Märkten auszubauen und Kundinnen und Kunden vor Ort zu unterstützen, während sie KI in ihre zentralen Arbeitsprozesse integrieren.“

Neue Standorte in Houston und Chicago geplant

Weniger als ein Jahr nach Eröffnung des ersten US Standorts in New York im März 2025 erweitert Legora seine Präsenz um neue Büros in Houston und Chicago, zwei der bedeutendsten juristischen und wirtschaftlichen Zentren des Landes. Diese ergänzen die bestehenden Standorte in New York und Denver.

Das Unternehmen plant, weitere lokale Hubs zu eröffnen und bis Ende 2026 auf mehr als 300 Mitarbeitende in den US Büros zu wachsen.

Accel sieht Legora als Betriebssystem für KI in der Rechtsbranche

„Max und sein Team arbeiten mit unermüdlichem Fokus daran, das Betriebssystem für KI in der Rechtsbranche aufzubauen“, sagt Arun Mathew, Partner bei Accel.

„Wie in anderen Dienstleistungsbranchen verlagert sich die Arbeit zunehmend hin zu vollständig von Agenten gesteuerten Workflows und immer mehr davon findet auf Legora statt. Wir freuen uns, Legora in dieser nächsten Wachstumsphase zu begleiten.“

Getragen wird Legoras Wachstum von einem stark kollaborativen Ansatz bei der Entwicklung und Implementierung von KI. Das Unternehmen arbeitet eng mit seinen Kundinnen und Kunden zusammen, von den ersten Überlegungen bis zum umfassenden Rollout und der laufenden Optimierung.

So positioniert sich Legora als langfristiger Partner, wenn Kanzleien und Rechtsabteilungen KI in zentrale Arbeitsprozesse integrieren.

Starkes Wachstum und globale Präsenz

Im vergangenen Jahr ist Legora von 40 auf 400 Mitarbeitende gewachsen und an den Standorten Stockholm, London, New York, Denver, Sydney und Bengaluru vertreten.

Die Legora Plattform unterstützt täglich Zehntausende Juristinnen und Juristen bei 800 Kunden in mehr als 50 Märkten.

Max Junestrand, CEO und Mitgründer von Legora, sagt:

„Wir sind den Rechtsabteilungen, die uns bei einigen ihrer wichtigsten Aufgaben vertrauen, und den Investorinnen und Investoren, die unsere langfristige Vision unterstützen, außerordentlich dankbar. Ihre Unterstützung ermöglicht es uns, weiterhin Technologien zu entwickeln, die Juristinnen und Juristen durch nahtlose Zusammenarbeit von menschlicher Expertise und maschineller Intelligenz stärken.“

Bild Legora

Quelle Adel & Link Public Relations GmbH & Co. KG

Finperks erhält 4 Mio. USD Pre Seed Finanzierung

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Prepaid Infrastruktur finperks API Infrastruktur Finanzierung Bild finperks Team Bildcredits/Fotograf: Lina Retzlaf

finperks sichert sich 4 Mio. USD Pre Seed Finanzierung unter der Führung von Motive Partners und seed+speed Ventures mit dem Ziel das Stripe für Prepaid zu werden

Berliner Fintech baut API Infrastruktur für den globalen Prepaid Markt auf

finperks hat eine Pre Seed Finanzierungsrunde in Höhe von 4 Millionen US Dollar bekannt gegeben, angeführt von Motive Partners und seed+speed Ventures.

Das Berliner Unternehmen entwickelt die API Infrastrukturschicht für den globalen Prepaid Markt umfasst Geschenkkarten, eCash und Prepaid Karten einem Sektor, der bis 2035 ein Volumen von 4,24 Billionen US Dollar erreichen soll.

Während die Nachfrage nach digitalen Prämien, Cashback und Mitarbeiterbenefits auf Verbraucherseite stetig wächst, bleibt die zugrundeliegende Infrastruktur fragmentiert und veraltet. Banken, FinTechs und HR Plattformen, die heute Prepaid Produkte anbieten möchten, müssen mehrere Anbieter in den Bereichen Ausgabe, Markenbeziehungen, Abrechnung und Compliance integrieren mit der Folge langsamer, regional begrenzter Markteinführungen und schlechter Nutzererfahrung.

finperks ersetzt diese Komplexität durch eine einzige API. Über eine einzige Integration erhalten Partner Zugang zu mehr als 1.000 Marken in ganz Europa und können damit folgende Leistungen anbieten

Markenfinanziertes Cashback, das direkt auf Bankkonten ausgezahlt wird.

Digitale Mitarbeiterbenefits, wie den in Deutschland steuerfreien 50 Euro pro Monat Sachbezug.

Sofortige digitale Geschenkkarten, eingebettet in Finanzprodukte.

Das Gründerteam verfügt über umfangreiche Erfahrung im Aufbau von Finanzinfrastrukturen. Achim Bönsch, Sebastian Seifert und Andreas Veller haben zuvor Barzahlen viafintech aufgebaut, das größte bankenunabhängige Bargeldnetzwerk in Europa und den USA, das 2021 in einem neunstelligen Exit an den an der NYSE notierten Konzern Paysafe veräußert wurde.

Sechs Monate nach dem Launch ist finperks bereits auf mehreren Plattformen aktiv. Die Payment App Flizpay nutzt finperks, um markenfinanziertes Cashback von durchschnittlich 5 Prozent anzubieten, das zum Zeitpunkt des Kaufs sofort auf die Bankkonten der Nutzer ausgezahlt wird. Die HR Plattformen Recardy und Paylo setzen finperks ein, um die steuerfreien Mitarbeiterbenefits in Deutschland bereitzustellen, ohne eigene Infrastruktur aufbauen zu müssen.

„Banken brauchen Cashback, um Nutzer zu binden und zu begeistern. HR Plattformen brauchen Benefits als logische Erweiterung, um Kunden weiterzuentwickeln. Keiner von ihnen möchte Prepaid Infrastruktur selbst aufbauen. Sie wollen sich einfach einklinken“, sagt Sebastian Seifert, Co Founder und Co CEO.

„Achim, Sebastian und Andreas sind erfahrene Serienunternehmer, die seit den Anfängen des FinTech in der Branche tätig sind“, sagt Ramin Niroumand, Partner Investments und Head of Venture bei Motive Partners. „Ich kenne sie seit dieser Zeit und bin stets beeindruckt von ihrer klaren Vision und ihrer Umsetzungsstärke. Mit finperks adressieren sie einen großen Prepaid Markt, der nach wie vor auf veralteter Infrastruktur basiert und moderne API first Grundlagen vermissen lässt. Wir freuen uns darauf, sie beim Aufbau der nächsten Generation von Prepaid Rails zu unterstützen und diesen wichtigen Teil des Finanzökosystems zu modernisieren.“

„In der Prepaid Welt scheiterte die Skalierung von Cashback und Benefit Programmen bisher oft an der unübersichtlichen und komplexen Infrastruktur. Das finperks Team löst dieses Problem mit einem effizienten Ansatz, der uns sofort beeindruckt hat eine einzige Schnittstelle, über die Partner europaweit auf ein großes Markenangebot zugreifen und Programme schnell ausrollen können. Dass finperks kurz nach dem Launch bereits bei mehreren Plattformen live ist, zeigt die Umsetzungsstärke des erfahrenen Barzahlen viafintech Teams. Wir freuen uns, finperks als Investor dabei zu unterstützen, der neue globale Standard für Prepaid Infrastruktur zu werden“, sagt Alexander Kölpin, Managing Partner bei seed + speed Ventures.

Das frische Kapital wird eingesetzt, um das Engineering Team zu erweitern, Markenpartnerschaften zu vertiefen und den Betrieb auf weitere europäische Märkte auszudehnen.

Quelle Marktdaten
https://www.precedenceresearch.com/gift-cards-market

Bild finperks Team Bildcredits/Fotograf: Lina Retzlaf

Quelle Maschmeyer Group/ MM Support GmbH

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