Donnerstag, April 3, 2025
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Verändert diese Plattform, wie wir Innovationen entdecken?

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INSPIRED ist eine Social-Media-Plattform, die Innovatoren mit Investoren vernetzt und Lösungen für globale Herausforderungen sichtbar macht

Wie entstand die Idee zur Gründung von INSPIRED, und welche Personen stehen hinter diesem Unternehmen?

Während meiner Zeit im Private-Equity-Bereich habe ich oft beobachtet, wie brillante Ideen Schwierigkeiten hatten, die nötige Sichtbarkeit und die richtigen Kontakte zu bekommen, um sich zu entwickeln. Es gibt so viele impact-orientierte Ideen da draußen, aber keine spezielle Plattform, die Innovatoren mit Investoren zusammenbringt, die helfen können, diese Ideen zu verwirklichen.

Auch wenn ich der Gründer von INSPIRED bin, ist es keine One-Man-Show. Hinter mir steht ein großartiges Team aus zehn leidenschaftlichen Menschen. Gemeinsam arbeiten wir daran, einen Raum zu schaffen, in dem Innovatoren, die sich globalen Herausforderungen stellen und endlich die Sichtbarkeit bekommen, die sie verdienen.

Welche Vision verfolgt INSPIRED, und welche konkreten Schritte unternehmen Sie, um diese zu verwirklichen?

Unsere Vision ist es, die führende Social-Media-Plattform für Innovation zu werden – ein Ort, an dem jeder, der eine Lösung für ein globales Problem hat, Sichtbarkeit erlangen und sich mit Investoren vernetzen kann.

Um das zu erreichen, haben wir eine Plattform geschaffen, auf der Innovatoren ihre Ideen visuell und zielgerichtet präsentieren können. Egal, ob man Innovator, Investor, Kooperationspartner oder einfach nur Interessierter ist – INSPIRED soll dabei helfen, die richtigen Menschen zusammenzubringen, um gemeinsam etwas zu bewirken.

Auf welche Zielgruppen richtet sich Ihre Plattform, und wie stellen Sie sicher, dass deren spezifische Bedürfnisse erfüllt werden?

INSPIRED richtet sich an Innovatoren, Investoren, Kooperationspartner und Interessierte. Jede dieser Gruppen hat unterschiedliche Anforderungen, für die wir spezielle Funktionen entwickelt haben:

  • Innovatoren können ihre Projekte präsentieren und mehr Sichtbarkeit erlangen.
  • Investoren entdecken Projekte, die zu ihren Zielen passen, und können direkt mit den Innovatoren in Kontakt treten.
  • Kooperationspartner können sich vernetzen und impactorientierte Ansätze finden.
  • Interessierte erhalten inspirierende und unterhaltsame Inhalte in einem innovationsorientierten Umfeld.

Indem wir auf Qualität, Transparenz und Engagement setzen – zum Beispiel durch Verifizierungsprozesse und virtuelle Events – sorgen wir dafür, dass unsere Nutzer echten Mehrwert erleben.

Mit welchen Herausforderungen sehen Sie sich im Bereich der Förderung von Innovationen konfrontiert, und wie gehen Sie damit um?

Eine der größten Herausforderungen ist Sichtbarkeit. Viele Innovatoren haben Schwierigkeiten, ihre Ideen den richtigen Leuten vorzustellen. Häufig sind dafür kostspielige, große Präsenzveranstaltungen nötig, die nicht immer zu konkreten Kontakten oder Investitionen führen. Gute Ideen sollten jedoch nicht auf einen einzigen Raum oder ein Event beschränkt bleiben – sie brauchen Zugang zu einem globalen Publikum.

INSPIRED ändert das, indem wir einen globalen, digitalen Raum bieten, in dem Ideen in einem ansprechenden, leicht zugänglichen Format präsentiert und geteilt werden können. So können sie von lokalen Interessierten genauso entdeckt werden wie von Investoren im Silicon Valley. Indem wir diese Barrieren aufbrechen, machen wir es leichter, dass Ideen die Aufmerksamkeit und Unterstützung erhalten, die sie verdienen.

Was unterscheidet INSPIRED von anderen Social-Media-Plattformen, die sich ebenfalls mit Innovation beschäftigen?

INSPIRED ist anders, weil es auf sinnorientierte Zusammenarbeit ausgerichtet ist. Unser Schwerpunkt liegt auf globalen Herausforderungen und deren Lösungen – nicht nur auf Networking. Zwei Dinge stechen besonders hervor:

  • Unser visueller Ansatz, der Unterhaltung und Wertorientierung in einem kompakten, ansprechenden Format vereint.
  • Unser starker Fokus auf Nachhaltigkeit und messbaren langfristigen Mehrwert: Nutzer, die sich bei uns anmelden, müssen ihre Lösungen mindestens einem der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen zuordnen.

Diese Aspekte sind nicht nur „Features“, sondern Teil unserer DNA. INSPIRED ist darauf ausgelegt, Menschen zusammenzubringen, die sich für echte Veränderung einsetzen wollen.

Welche zukünftigen Entwicklungen und Erweiterungen planen Sie für INSPIRED, um die Plattform weiterzuentwickeln?

Wir denken ständig darüber nach, was als Nächstes kommt. Zu den Projekten, an denen wir derzeit arbeiten, gehören:

  • Direktinvestitionen über die Blockchain: Investoren sollen künftig schon mit kleinen Beträgen ab 10 Dollar in Projekte investieren können.
  • Virtuelle Unternehmensrundgänge und Live-Events: Innovatoren erhalten so immersive Möglichkeiten, ihre Arbeit zu präsentieren.
  • Nutzer-Wettbewerbe: Hier können Teilnehmer eigene Wettbewerbe mit Preisen starten und so noch mehr Zusammenarbeit und Innovation fördern.

Wir stehen erst am Anfang und freuen uns darauf, wie diese Funktionen noch mehr Möglichkeiten für unsere Community schaffen werden.

Wie gewährleisten Sie die Qualität und Relevanz der auf Ihrer Plattform geteilten Inhalte und Projekte?

Qualität ist für uns ein Kernwert. Wir gewährleisten sie durch:

  • Verifizierungsprozesse, um die Authentizität von Nutzern und Projekten zu sicherzustellen.
  • Klare Innovationskriterien, die mit unserer Mission übereinstimmen.
  • Community-Feedback, bei dem Nutzer Inhalte melden können, um ein transparentes und vertrauenswürdiges Umfeld zu erhalten.

Unsere jüngste „10.000 EUR Early Bird Innovators Challenge“ hat gezeigt, wie inspirierend die Projekte sind, die sich an den UN-Nachhaltigkeitszielen orientieren – und hat die Qualität und den Impact unserer Community unter Beweis gestellt.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung in Ihrem Geschäftsmodell, und wie nutzen Sie technologische Innovationen, um Ihre Ziele zu erreichen?

Die Digitalisierung ist das Herzstück unserer Arbeit. Heute kann jeder mit einem Smartphone eigene Inhalte erstellen und teilen. Wir sorgen dann dafür, dass auch Innovationen von dieser Zugänglichkeit profitieren. Durch den Einsatz neuester Technologien wird es einfacher denn je, dass Menschen sich vernetzen, zusammenarbeiten und großartige Ideen in die Tat umsetzen können.

Auch wenn es verlockend ist, jedem Trend hinterherzulaufen, konzentrieren wir uns darauf, die Trends so weiterzuentwickeln, dass sie echten Mehrwert schaffen. Wir haben wichtige Bereiche identifiziert, in denen sich aktuelle Entwicklungen mit unserer Mission überschneiden, und sie ausgebaut, um Wandel voranzutreiben:

  • Social Networking: Plattformen wie Instagram teilen sich zunehmend in spezialisierte Bereiche für bestimmte Zielgruppen auf, während Kurzformate immer beliebter werden. Bei INSPIRED können Nutzer Innovationen ebenso in einem kurzen, visuellen Format präsentieren, das fesselt und begeistert.
  • Innovationsbereich: Investoren wollen einen Mehrwert sofort erkennen. Unser visuelles, leicht zugängliches Format macht Innovationen einprägsam und sinnhaft.
  • Innovationsförderung: Physische Veranstaltungen nehmen zu, sind jedoch oft an Ort und Kapazitäten gebunden. INSPIRED überwindet diese Einschränkungen, indem wir einen globalen, virtuellen und somit quasi unbegrenzt zugänglichen Raum für engere und produktivere Interaktionen ohne geografische Hindernisse schaffen.

Unser Ziel ist es nicht nur, Trends zu folgen, sondern die Vorreiterrolle einzunehmen, wenn es darum geht, wie Social Media Innovation voranbringen kann.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ein eigenes Unternehmen im Bereich der sozialen Netzwerke oder Innovationsförderung starten möchten?

  1. Sieh Herausforderungen und Fehlschläge als Teil des Weges und nicht als Umwege. Hindernisse sind unvermeidbar, aber an ihrer Überwindung wächst man.
  2. Frage dich, wie du der Gesellschaft und ihrer Entwicklung am besten dienen kannst. Ein starker Sinn für den eigenen Zweck treibt voran.
  3. Einfach anfangen. Der erste Schritt ist der wichtigste – von dort führt fast immer ein Weg zum nächsten Schritt.

Bonustipp: Umgib dich mit einem Team, das deine Vision und Werte teilt – das macht die Reise nicht nur erfolgreicher, sondern auch erfüllender!

Bild: @ Avastra AG

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wenn Gründer traden – Worauf sollten sie achten?

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handel gründer und trading

Trading eröffnet Unternehmern eine zusätzliche Möglichkeit zur finanziellen Entwicklung neben ihrem Kerngeschäft. Eine strategische Herangehensweise ermöglicht es, Chancen zu nutzen und Risiken professionell zu managen.

Der Einstieg ins Trading erfordert nicht nur Kapital, sondern auch fundiertes Wissen, Disziplin und ein effektives Risikomanagement. Eine sorgfältige Vorbereitung, zum Beispiel auch mithilfe von trading.de, und kontinuierliche Weiterbildung sind unerlässlich, um langfristig erfolgreich zu sein und das Unternehmensvermögen zu schützen.

Handelsstrategien für Entrepreneur-Trader

Die Wahl einer geeigneten Handelsstrategie ist für Unternehmer von entscheidender Bedeutung. Langfristige Anlagekonzepte eignen sich besonders für zeitlich eingeschränkte Gründer, da sie minimale Marktbeobachtung erfordern.

Im Gegensatz dazu verlangt Intraday-Trading ständige Aufmerksamkeit und rasche Entscheidungsfähigkeit. Als Mittelweg bietet sich das Swing-Trading an, bei dem Positionen über mehrere Tage oder Wochen gehalten werden. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der konsequenten Anwendung einer strukturierten Methode, die präzise auf das individuelle Risikoprofil und Geschäftsmodell abgestimmt ist. Ergänzend hierzu empfiehlt es sich – wie so oft im Leben – auf seinen Instinkt zu vertrauen. Eine Garantie für Gewinne gibt es (leider) nicht.

Zeitmanagement zwischen Geschäft und Trading

Das Zeitmanagement zwischen Geschäftsaufbau und Handel stellt Gründer vor eine komplexe Herausforderung. Die Lösung liegt in der präzisen Strukturierung der verfügbaren Zeit. Dabei empfiehlt es sich, feste Zeitfenster für Handelsaktivitäten zu definieren und den Fokus auf ausgewählte Märkte zu richten.

Automatisierte Werkzeuge können die Marktbeobachtung erheblich vereinfachen und wertvolle Ressourcen schonen. Eine klare Priorisierung bleibt entscheidend: Das Kerngeschäft muss stets an erster Stelle stehen. Durch strategische Planung und konsequente Umsetzung lässt sich ein ausgewogenes Verhältnis zwischen unternehmerischer Tätigkeit und Trading erreichen.

Besonders wichtig: Ein grundlegendes Verständnis der finanziellen Risiken beim Trading

Der Handel mit Finanzinstrumenten birgt inhärente Risiken für das Geschäftsvermögen. Es empfiehlt sich, ausschließlich Kapital einzusetzen, dessen möglicher Verlust keine existenzielle Bedrohung darstellt. Zudem sollten diejenigen, die hier investieren, im Idealfall alles über Forex Trading wissen, bevor sie einsteigen. Weder Gewinne noch Verluste lassen sich mit Sicherheit prognostizieren – selbst erfahrene Händler können Einbußen verzeichnen.

Eine gründliche Analyse potenzieller Risiken bildet die Basis für ein effektives Risikomanagement. Durch umsichtige Abwägung und fundierte Entscheidungen lassen sich negative Auswirkungen auf die unternehmerische Tätigkeit reduzieren.

Effektives Risikomanagement für Unternehmer

Ein solides Risikomanagement bildet das Fundament für nachhaltigen Handelserfolg. Klar definierte Handelsregeln schaffen eine Struktur, die emotionale Entscheidungen minimiert. Essenziell ist die Festlegung individueller Verlustgrenzen und deren strikte Einhaltung.

Die strategische Risikostreuung durch Portfoliodiversifikation gleicht Schwankungen aus und stabilisiert die Gesamtperformance. Automatisierte Verkaufsaufträge wie Stopp-Verlust-Mechanismen bieten Schutz vor unerwarteten Kurseinbrüchen, indem sie Positionen bei definierten Schwellenwerten selbstständig schließen. Ein disziplinierter Ansatz ermöglicht die Kontrolle finanzieller Risiken und die langfristige Sicherung des Geschäftsvermögens, das dann vielleicht in mehr Nachhaltigkeit, zum Beispiel über die Installation eines Balkonkraftwerks, weiter vorangetrieben werden kann.  

Technologische Unterstützung beim Trading

Digitale Handelstools optimieren die Effizienz für Gründer erheblich. Intelligente Plattformen bieten Echtzeit-Marktanalysen und automatisierte Ausführungsfunktionen, die den Zeitaufwand drastisch reduzieren.

Risikomanagement-Algorithmen helfen, komplexe Portfolios präzise zu steuern. Bei der Auswahl solcher Systeme sind Benutzerfreundlichkeit, Datensicherheit und Anpassungsfähigkeit entscheidend. Eine sorgfältige Einarbeitung ermöglicht es, die technologischen Möglichkeiten vollständig auszuschöpfen und datenbasierte Handelsentscheidungen zu treffen.

Netzwerke und Communitys für Trader

Netzwerke und Communitys bieten Tradern eine dynamische Plattform zum gezielten Wissensaustausch. Sie ermöglichen nicht nur den Einblick in vielfältige Analyseperspektiven, sondern fördern auch den professionellen Kontaktaufbau.

Exklusive Schulungsmaterialien und kollegiale Unterstützung helfen, komplexe Herausforderungen im Trading effizienter zu bewältigen. Bei der Auswahl sollten qualitativ hochwertige Netzwerke im Fokus stehen, die einen echten Mehrwert bieten.

Erkennen von emotionalen Herausforderungen beim Trading

Egal, ob sich der DAX gerade im Höhenflug befindet oder auf Talfahrt ist: Psychologische und emotionale Herausforderungen beim Trading erfordern eine differenzierte Betrachtung. Nicht nur Angst und Gier, sondern komplexe innere Dynamiken prägen die Handelsentscheidungen.

Die Bewältigung dieser mentalen Prozesse gelingt durch gezielte Strategien wie achtsame Selbstbeobachtung und systematische Reflexion.

Atemtechniken und Meditationspraktiken helfen, emotionale Impulse zu regulieren und eine neutrale Perspektive zu entwickeln. Das Führen eines Handelstagebuchs ermöglicht eine objektive Analyse der eigenen Reaktionsmuster. Klare Handelsregeln schaffen zusätzlich einen strukturierten Rahmen, der irrationale Entscheidungen minimieren kann. 

Die Entwicklung einer stabilen inneren Haltung ist entscheidend. Eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und Grenzen bildet die Grundlage für emotionale Resilienz im herausfordernden Umfeld des Tradings im Unternehmensalltag.

Titelbild: Bild von TheInvestorPost auf Pixabay

Autor: Conny Wilhelm

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie entsteht Gesundheit, die von innen strahlt?

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Tante Tina Gründerin Gründerin Santina Giorianni

Tante Tina unterstützt Frauen mit Coaching-Programmen und natürlichen Produkten dabei, ihre körperliche und mentale Gesundheit nachhaltig zu stärken

Wie kam es zur Gründung von Tante Tina, und welche persönliche Motivation hat Sie dazu gebracht, sich auf die Themen Darmgesundheit, Hormonbalance und Frauengesundheit zu spezialisieren?

Tante Tina ist ein absolutes Herzensprojekt! Ich selbst war von jahrelangen Darm- und Hormonbeschwerden betroffen, mit welchen ich mich nicht länger abfinden wollte. Meine Mission ist es, so vielen Frauen wie möglich zu zeigen, dass wir ein riesiges Potenzial in uns hegen, wenn wir mit unserem Körper in Einklang leben.

Welche Bedeutung hat das 7-wöchige Gruppencoaching-Programm „Grow & Glow“ für Ihre Arbeit, und wie stellen Sie sicher, dass die Teilnehmerinnen nachhaltig von den Inhalten profitieren?

Grow & Glow ist das Programm, was ich mir damals für mich selbst gewünscht hätte. Es kombiniert nachhaltige Methoden für die Steigerung des eigenen körperlichen und mentalen Wohlbefindens und das Wissen über die Heilkräfte unserer Lebensmittel. Über online Live-Sessions, einer motivierenden Austauschgruppe und Dokumenten zum nach lesen kann ich meine Teilnehmerinnen vollumfänglich abholen.

Ihre Angebote wie Detox-Phasen, Energy Map Sessions und Breathwork sind sehr speziell. Wie wählen Sie die Methoden aus, und wie passen diese zu den Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe?

Ich wähle die Methoden so aus, dass ich Frauen in ihrer persönlichen Entwicklung stärken und ihnen helfen kann, wieder in ihre Balance zu finden. Die einzelnen Tools wurden von mir sorgfältig geprüft und teilweise über Jahre getestet. Sie sind leicht in den Alltag integrierbar und bieten genau das, was meine Zielgruppe braucht. Grow & Glow ist kein klassisches Ernährungscoaching-Programm- hier beginnt die Transformation in den Wurzeln.

Neben Coaching-Programmen bieten Sie auch Produkte wie Bio-Rosenwasser an. Wie fügt sich dieses Angebot in Ihre Mission ein, ganzheitliche Gesundheit zu fördern?

Unser Rosenwasser ist das beste Beispiel für unseren Slogan „Eat it. Drink it. Feel it.“. Bereits seit Jahrhunderten ist es für seine heilenden entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt. Auch auf die Psyche hat es eine wohltuende Wirkung. Einfach der perfekte Health-Allrounder für den Alltag und lässt sich spielend leicht in Getränke, Speisen und in die Pflegeroutine integrieren!

Welche Rückmeldungen erhalten Sie von den Teilnehmerinnen Ihrer Coaching-Programme, und wie fließen diese in die Weiterentwicklung von Tante Tina ein?

Bei Tante Tina ist mir eine individuelle und persönliche Betreuung sehr wichtig. Ich hole meine Teilnehmer dort ab, wo sie sich gerade befinden und kreiere gemeinsam mit ihnen gesundheitliche Ziele. Das Feedback ist durchaus positiv und spornt mich an, stetig mein Wissen und die Konzepte zu erweitern!

Wie definieren Sie bei Tante Tina den Begriff „ganzheitliche Gesundheit“, und welche Rolle spielt die Verbindung von Körper und Geist in Ihrer Arbeit?

Ganzheitlich gesund zu sein bedeutet, in seinem Traumkörper zu leben. Also in einem Körper zu wohnen, der es uns ermöglicht, unsere Träume zu leben! Lästige Symptome, wie Allergien, Blähbauch oder Zyklusbeschwerden senken nicht nur das Wohlbefinden, sondern sind zudem ein Ausdruck des Körpers von Dysbalancen. Eine Einladung für uns zum genauer hinschauen. 

Was waren die größten Herausforderungen bei der Etablierung von Tante Tina, insbesondere bei der Verbindung von Coaching und Produktangeboten?

Ich glaube, dass wenn wir in unserer eigenen Energy leben, sich der Weg unter den Füßen ebnet. Als „Ernährungstante“ mit über 8 Jahren Erfahrung liegt es mir am Herzen, meiner Community nur das Beste zu empfehlen. Als ich mein erstes Produkt gelauncht habe, waren dort bereits wundervolle Menschen, welche es kaum erwarten konnten, es endlich selbst in den Händen zu halten. Das hat mich sehr berührt!

Wie wichtig ist Ihnen die Wissenschaft hinter Ihren Methoden, und wie halten Sie Ihr Wissen über Darmgesundheit und Hormonbalance aktuell?

Ich halte die Wissenschaft für wichtig, vor allem in Hinsicht auf Befundanalysen (Blut, Stuhl, Speichel) und dem heranziehen von Studien im Bezug auf die Wirkung Vitalstoffen z.B.. Dennoch spielt ein naturheilkundlicher Ansatz eine zentrale Rolle, weshalb ich es bevorzuge, beides sinnvoll zu kombinieren. Um mein Wissen aktuell zu halten Besuche ich regelmäßig Weiterbildungen an diversen Akademien, besuche Kongresse und lese Fachbücher. Das meiste Wissen erlangt man zwischen den Zeilen.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit Tante Tina gezielt an, und wie schaffen Sie Vertrauen in einem sensiblen Bereich wie der Frauengesundheit?

Mit Tante Tina spreche ich die Frau an, welche Unwohlsein und Beschwerden gegen körperliche und mentale Freiheit eintauschen möchte. Meine Zielgruppe möchte nachhaltig anwendbares Wissen Erlangen und ist bereit, für die eigene Gesundheit Verantwortung zu übernehmen. Vertrauen ist bei Tante Tina das A und O, weshalb ich hier gerne mit meiner eigenen Story vorausgehe. Wir sitzen alle im selben Boot sozusagen!

Wenn Sie Ihre Vision in einem Satz beschreiben müssten, was möchten Sie mit Tante Tina langfristig erreichen?

Mit Tante Tina möchte ich mittels Coaching und Lifestyleprodukten Frauen helfen, nachhaltig ihre körperliche und mentale Gesundheit zu entfesseln. Lasst uns eine Revolution der Gesundheit und Selbstliebe starten!

Welche neuen Angebote oder Entwicklungen planen Sie für Tante Tina, um Ihre Mission weiter voranzutreiben?

Da darf ich mich nicht verquatschen, sonst gibts ärger mit meinem Team. Ich kann jedoch verraten, dass wir für dieses Jahr sehr wertvolle Produkte in der Pipeline haben, mit exklusiven Rezepturen für die Darmgesundheit. Auch was das das Coaching und erlernen von Wissen angeht, arbeiten wir an spannenden Projekten. 

Welchen Ratschlag würden Sie anderen Gründerinnen geben, die wie Sie in einem spezialisierten Bereich Fuß fassen möchten?

Ich kann jeder Gründerin wirklich ans Herz legen, das zu tun, was sie erfüllt und so sehr interessiert, dass es einem im positiven Sinne quasi den Verstand raubt. Wenn du DAS gefunden hast, vertraue dir und gehe All in. Alles beginnt mit einer Entscheidung!

Bild: Gründerin Santina Giorianni

Wir bedanken uns bei Santina Giorianni für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Tante Tina

Kontakt:

Tante Tina – The Health Company
Güterstrasse 11
4402 Frenekndorf
Schweiz

www.tante-tina.com
hello@tante-tina.com

Ansprechpartnerin: Santina Giorianni

Social Media:
Instagram

Im Schatten der Suchmaschinen: Wenn Algorithmen zum unsichtbaren Wettbewerb werden

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Algorithmen zum unsichtbaren Wettbewerb werden

Was früher teure Marketingkampagnen erforderte, übernehmen heute Suchmaschinen. Sie entscheiden darüber, welche Inhalte sichtbar sind und welche verschwinden. Algorithmen von Anbietern wie Google haben das Verhalten von Nutzern verändert und einen ständigen Wettbewerb zwischen Webseiten ausgelöst. Doch wer beeinflusst diese Mechanismen und welche Auswirkungen haben sie auf das tägliche Leben?

Algorithmen als entscheidender Wettbewerbsvorteil

Für Unternehmen, die weiterhin wachsen möchten, ist es ausschlaggebend, Algorithmen für sich zu nutzen. Sie sind ein zentraler Schlüssel zum Erfolg und beeinflussen, welche Inhalte den Nutzern angezeigt werden, basierend auf Relevanz, Suchintention und anderen Kriterien. Suchmaschinen wie Google bewerten mithilfe ihrer Algorithmen, welche Inhalte sichtbar sind und welche in der Masse untergehen. 

Gezielte Suchmaschinenoptimierung (SEO) spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Sie umfasst die Integration relevanter Keywords, technische Anpassungen und die Erstellung hochwertiger Inhalte, um die Sichtbarkeit zu maximieren. Zusätzlich können Start-ups mit Google Ads schnelle Ergebnisse erzielen und sich gezielt gegen die Konkurrenz positionieren.

Gerade in einem hart umkämpften Umfeld wie der digitalen Landschaft sind individuelle Strategien entscheidend. Unterstützung dabei bietet die renommierte Agentur Suchhelden,  die Unternehmen hilft, Algorithmen effektiv für ihren Erfolg zu nutzen. So können auch junge Unternehmen mit innovativen Ansätzen ihren Wettbewerbsvorteil ausbauen. Aufgrund der bereits dominierenden Digitalisierung ist es unerlässlich, genügend Zeit und Geld in diese Maßnahmen zu investieren. 

Welche Strategien setzen Unternehmen ein, um Algorithmen zu nutzen?

Unternehmen greifen auf verschiedene Taktiken zurück, um ihre Position in den Suchergebnissen zu verbessern:

  • Keyword-Optimierung: Identifizierung und Einsatz relevanter Schlüsselwörter im Inhalt.
  • Content-Marketing: Erstellung hochwertiger und nützlicher Inhalte, die Nutzer ansprechen.
  • Technische SEO: Verbesserung der Webseitenstruktur, Ladezeiten und mobilen Optimierung.
  • Backlink-Aufbau: Gewinnung von Links von vertrauenswürdigen Webseiten zur Steigerung der Autorität.

Diese Strategien erfordern ein tiefes Verständnis der Algorithmen und kontinuierliche Anpassungen an deren Veränderungen.

Wie beeinflussen Algorithmen den Wettbewerb zwischen Unternehmen?

In dem Unternehmen, das ständig seine Strategien anpassen muss, schaffen Algorithmen eine dynamische Wettbewerbsumgebung. Ein plötzliches Algorithmus-Update kann die Platzierungen drastisch verändern und den Wettbewerb neu entfachen. Unternehmen, die flexibel und gut informiert sind, können solche Veränderungen zu ihrem Vorteil nutzen, während andere möglicherweise Marktanteile verlieren. Dieser unsichtbare Wettbewerb fördert Innovation und Effizienz, da Firmen bestrebt sind, ihre Online-Präsenz kontinuierlich zu optimieren.

Ein Beispiel für ein solches Update ist das im Dezember 2024 eingeführte Core-Update, das zu erheblichen Schwankungen in den Suchergebnissen führte. Besonders betroffen waren Webseiten mit veraltetem oder oberflächlichem Inhalt. Unternehmen, die proaktiv ihre Inhalte aktualisierten und verbesserten, konnten hingegen profitieren.

Was sind die Herausforderungen im Umgang mit Suchalgorithmen?

Die ständige Weiterentwicklung der Automatisierungsprozesse stellt Unternehmen vor mehreren Hürden:

  • Nachvollziehbarkeit: Algorithmen sind oft undurchsichtig, was es schwierig macht, genaue Optimierungsstrategien zu entwickeln.
  • Ressourcenaufwand: Effektive SEO erfordert Zeit, Fachwissen und finanzielle Mittel.
  • Risiko von Abstrafungen: Fehlerhafte Optimierungen können zu Abstrafungen und einem drastischen Rückgang der Sichtbarkeit führen.
  • Wettbewerbsdruck: Die Konkurrenz um die besten Platzierungen ist intensiv und erfordert kontinuierliche Anstrengungen.

Diese Herausforderungen erfordern eine strategische Herangehensweise und die Unterstützung durch erfahrene Experten.

Die Zukunft des algorithmischen Wettbewerbs

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen werden die Weiterentwicklung von Algorithmen maßgeblich vorantreiben. Suchmaschinen wie Google oder Bing setzen zunehmend auf personalisierte und kontextbasierte Ansätze, um Nutzern individuell passende Ergebnisse zu liefern. Das bedeutet, dass SEO-Strategien künftig noch präziser und flexibler angepasst werden müssen, da Algorithmen immer komplexer und weniger vorhersehbar werden.

Gleichzeitig wird erwartet, dass neue Plattformen und Technologien auf den Markt kommen, die den bestehenden Wettbewerb erweitern oder sogar disruptiv verändern. Neben Suchmaschinen könnten etwa KI-gestützte Assistenzsysteme wie Chatbots und sprachgesteuerte Plattformen an Bedeutung gewinnen. Unternehmen, die schnell auf solche Veränderungen reagieren und innovative Ansätze umsetzen, werden langfristig einen klaren Vorteil haben.

Welche Rolle spielen Transparenz und Ethik im algorithmischen Wettbewerb?

Mit der wachsenden Bedeutung von digitalen Mustererkennungsverfahren steigt ebenso die Verantwortung hinsichtlich Transparenz und ethischem Umgang. Unternehmen und Suchmaschinenanbieter stehen vor der Aufgabe, faire und nachvollziehbare Prozesse zu gewährleisten. Transparente Algorithmen fördern das Vertrauen der Nutzer und reduzieren die Gefahr von Manipulationen. Zudem müssen ethische Überlegungen, wie der Schutz der Privatsphäre und die Vermeidung von Diskriminierung, in die Entwicklung und Anwendung von Algorithmen einfließen.

Darüber hinaus wird die Regulierung durch staatliche Institutionen und unabhängige Organisationen zunehmend wichtiger, um Missbrauch und Intransparenz entgegenzuwirken. Langfristig können nur Unternehmen erfolgreich sein, die nicht nur ihre wirtschaftlichen Ziele verfolgen, sondern auch Verantwortung für die gesellschaftlichen Auswirkungen ihrer Technologien übernehmen.

Strategien zur Behauptung im Algorithmus-Wettbewerb

Um deine Online-Erfahrungen aktiv zu gestalten, haben Nutzer diese Optionen:

  • Sich informieren: Verstehen, wie Suchmaschinen funktionieren und welche Faktoren die Suchergebnisse beeinflussen.
  • Kritisch bleiben: Angezeigte Ergebnisse hinterfragen und vielfältige Informationsquellen nutzen.
  • Daten schützen: Auf Privatsphäre achten und bewusst mit persönlichen Informationen umgehen.
  • Verschiedene Plattformen nutzen: Nicht ausschließlich auf eine Suchmaschine verlassen, um ein breiteres Spektrum an Informationen zu erhalten.

Durch diese Maßnahmen lassen sich die Auswirkungen der Algorithmen auf die Informationsbeschaffung besser steuern.

Welche Innovationen könnten den algorithmischen Wettbewerb verändern?

Innovationen wie Voice Search visuelle Suche und die Integration von Augmented Reality könnten den algorithmischen Wettbewerb revolutionieren. Diese Technologien erfordern neue Optimierungsansätze und bieten gleichzeitig Chancen für kreative Unternehmen. Zudem könnten Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz dazu führen, dass Algorithmen noch präziser und benutzerfreundlicher werden, was den Wettbewerb weiter verschärfen könnte. Unternehmen, die frühzeitig auf solche Innovationen setzen, könnten sich einen entscheidenden Vorteil sichern.

Personalisierte Suchergebnisse auf Basis von Echtzeitdaten oder die Verknüpfung von Algorithmen mit IoT (Internet of Things)-Technologien könnten ebenfalls neue Möglichkeiten schaffen. Diese Entwicklungen würden die Art der Suchmaschinenoptimierung verändern. Sie können neue Wege eröffnen, mit Kunden interagieren und individuelle Bedürfnisse besser erfüllen.

Algorithmen bestimmen den Weg

Der unsichtbare Wettbewerb der Algorithmen prägt die aktuelle Zeit tiefgreifend. Während Suchmaschinen weiterhin die Gatekeeper des Internets sind, eröffnen sich durch die zunehmende Komplexität der Algorithmen sowohl Herausforderungen als auch Chancen. Unternehmen müssen flexibel und innovativ bleiben, um in diesem dynamischen Umfeld erfolgreich zu sein. Gleichzeitig ist es für Nutzer wichtig, sich bewusst und informiert in der von Datenverarbeitungsprozessen geprägten Informationslandschaft zu bewegen. Die Zukunft wird zeigen, wie sich dieser Wettbewerb weiterentwickelt und welche neuen Akteure und Technologien das Spielfeld verändern werden. Eines ist sicher: Die Balance zwischen Technologie, Ethik und Nutzerinteressen wird entscheidend für den nachhaltigen Erfolg im digitalen Zeitalter sein.

Image by Gerd Altmann from Pixabay

Autor Marianne Schwarz

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie kann Licht mehr als nur Beleuchtung sein?

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NEONA – ein junges Startup, das Leuchten neu denkt. 

Zwischen Hightech und Design entwickeln die Unternehmens-Gründer Lichtlösungen, die mehr sind als nur Beleuchtung: pure emotionale Architektur für urbane Räume. Im exklusiven Interview mit StartupValley News enthüllt das Team, wie sie Licht zum Erlebnis machen und die Branche mit ihrem einzigartigen Konzept herausfordern.

Könnten Sie uns einen Einblick in die Gründungsgeschichte von NEONA geben und welche Personen hinter dem Unternehmen stehen?

Ich (Lea Wecken) habe schon immer eine Leidenschaft für Interior- und Beleuchtungslösungen gehabt. Auch meine Auffassung von Licht und dessen psychologische Wirkung auf unser Wohlbefinden hat mich schon immer fasziniert. Verschiedene Lichtfarben bedingen Unterschiede im Wohlbefinden: Während beispielsweise kaltweißes Licht die Konzentration fördert, schafft wiederum warmweißes Licht eine gemütliche Atmosphäre, welche wunderbar für entspannte Abendessen mit Freunden ist.

Egal welchen Raum ich betrete, ich achte als allererstes auf die Beleuchtung. Die Gründung von NEONA, im Jahr 2020, war also mehr oder weniger das Ergebnis meiner Passion und meinem Wunsch nach hochwertigen und optisch ansprechenden Leuchten – und diese zum fairen Preis. Ich bin der kreative Kopf hinter unseren Leuchten und entwickele zudem unsere Strategien der Öffentlichkeitsarbeit. Mein Co-Founder René Schröder kümmert sich um das Finanzmanagement, alle wirtschaftlichen Aspekte und bringt sein technisches Know-how in das Unternehmen ein, während unser dritter Firmengründer Gabriel Wittschier unser Experte für E-Commerce ist und unsere Marketingstrategien vorantreibt. Natürlich werden wir bei allem von unserem wunderbaren, stetig wachsenden Team unterstützt. Ohne ein gut funktionierendes Team wird selbst aus der besten Idee nichts. 

Was war die ursprüngliche Vision von NEONA und wie setzen Sie diese in Ihrem täglichen Geschäft um?

Unsere ursprüngliche Vision bei NEONA war es, hochwertige Designerleuchten zu erschwinglichen Preisen anzubieten, ohne dabei Kompromisse bei Nachhaltigkeit und Qualität einzugehen. Und diese Vision setzen wir auch weiterhin täglich um, indem wir ansprechende Beleuchtungslösungen entwickeln, die Räume verwandeln und Menschen begeistern können. Im Kern unserer Philosophie steht der Gedanke einer harmonischen Raumgestaltung. Wir verstehen, dass in einer von Stress und Hektik geprägten Welt das Zuhause als Rückzugsort immer wichtiger wird. Daher ist unser Ziel, durch Beleuchtung jedem Menschen zu ermöglichen, sich in seinen eigenen vier Wänden wirklich zu Hause und wohl zu fühlen. 

In unserem täglichen Geschäft leben wir diese Vision, indem wir uns ständig von neuen Ideen inspirieren lassen und die Wirkung unserer Designs intensiv untereinander diskutieren. Unsere Leidenschaft treibt uns an, Produkte zu schaffen, die nicht nur funktional sind, sondern auch die Lebensqualität unserer Kunden steigern.

Welche spezifischen Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe adressieren Sie mit Ihren minimalistischen Leuchtendesigns?

Unsere Zielgruppe ist vor allem modern und Design bewusst. Entsprechend verbinden wir bei unseren Leuchten-Designs besonders gern den sogenannten Japandi-Stil, welcher die skandinavische Gemütlichkeit und japanische Ästhetik der Reduktion harmonisch verschmilzt. Im Vordergrund stehen vor allem Funktionalität, hochwertige Materialien und eine ruhige Farbpalette.

Unser Ziel ist es, Leuchten-Designs zu entwickeln, die langfristig im Produktportfolio bestehen können. Dafür müssen unsere Kreationen nachhaltig auf Begeisterung stoßen. Mit Hilfe von kontinuierlichen Feedback-Schleifen stellen wir sicher, dass unsere Produkte den Bedürfnissen und Wünschen unserer Kunden entsprechen.

Wie identifizieren und integrieren Sie aktuelle Designtrends in Ihre Produktpalette?

Designtrends begegnet man durch eine Kombination aus Marktbeobachtung, Kundenfeedback und intuitiver Produktentwicklung. Im vergangenen Jahr 2024 zum Beispiel haben wir insbesondere den Chrom-Trend sowie die Rückkehr des Retro-Stils beobachtet und umgehend darauf reagiert, indem wir unser Sortiment mit einigen wunderschönen Chromfarbenen Leuchten erweitert haben. Unsere Pilzleuchte Lumio in Chrom war diesbezüglich unser persönliches Highlight. Zusätzlich haben wir kürzlich Retro-Produkte wie Olara und Iluma im Holz ähnlichen Design auf den Markt gebracht, um auch diesem Trend gerecht zu werden.

Bei der Integration von Farbtrends können wir grundsätzlich immer schnell reagieren, indem wir bestehende Produkte in neuen Farben launchen. Bei Formtrends, wie beispielsweise dem Pilzleuchten-Trend, ist der Prozess natürlich komplexer und zeitaufwändiger. Gelegentlich erhalten wir auch Feedback von Interior-Designern, was unsere Produktlinien auch beeinflusst.

Unserer Meinung nach ein Trend-Vorreiter ist aber unser neues ARCA Beleuchtungssystem mit magnetischen Click & Connect-Möglichkeiten für maximale Flexibilität. Das ermöglicht es Nutzern, ihr Lichtdesign individuell zu gestalten und jederzeit individuell anzupassen. Damit setzen wir neue Maßstäbe im Markt und bieten Lösungen, die unseres Wissens nach noch nicht oft angeboten werden.

Welche Herausforderungen haben Sie als Startup im Bereich Beleuchtungsdesign bisher erlebt und wie sind Sie diesen begegnet?

Die Einkaufsplanung für neue Produkte stellt eine konstante Herausforderung dar. Wir haben jedoch gelernt, dass Präzision hier entscheidend ist. Durch den Einsatz verschiedener Tools und unsere wachsende Erfahrung konnten bzw. können wir unsere Planungsprozesse kontinuierlich verbessern. Dennoch gibt es natürlich auch immer wieder unvorhersehbare Marktereignisse, die unsere Planung beeinflussen können.

Eine weitere Herausforderung ist die Finanzierung unseres Wachstums. Unsere konstante Produkterweiterung erfordert erhebliche finanzielle Mittel. Um diesen Bedarf zu decken, haben wir glücklicherweise unlängst zum ersten Mal eine Finanzierung durch einen privaten Geldgeber gesichert. Dies war ein wichtiger Schritt, um unser Wachstum weiter voranzutreiben

Unabhängig davon sind wir überzeugt, dass der Schlüssel, bei Herausforderungen jeglicher Art bzw. zu unserem Erfolg, in unserem Team liegt. Unsere Unternehmenskultur basiert auf Zusammenarbeit, gegenseitigem Respekt und kontinuierlichem Lernen. Diese Werte haben uns geholfen, alle bisherigen Herausforderungen gemeinsam zu meistern.

Was unterscheidet NEONA von anderen Anbietern auf dem Markt für Designerleuchten?

NEONA unterscheidet sich von anderen Anbietern durch eine einzigartige Kombination aus Design, Qualität und Erschwinglichkeit. Wir bieten kuratierte Designerleuchten zu fairen Preisen, die jedem ermöglichen, seinen persönlichen Raum stilvoll zu gestalten. Unsere Überzeugung und Selbstbewusstsein zeigt sich besonders in unserem 3-jährigen Garantie-Angebot, welches wir auf alle Produkte gewähren. Diese Garantie demonstriert unser unerschütterliches Vertrauen in die Qualität und Langlebigkeit unserer Leuchten. Bisher über 50.000 zufriedenen Kunden geben uns damit offensichtlich Recht. Wir denken, wir werden inzwischen als vertrauenswürdiger und kundenorientierter Anbieter in der Beleuchtungsbranche wahrgenommen. 

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Produkte sowohl ästhetisch ansprechend als auch funktional sind?

Wir legen großen Wert auf innovative Features wie z.B. einstellbare Farbtemperaturen, Dimmfunktionen und kabellos möglichen Einsatz – wie bei unseren Akku-Leuchten. Wir haben aber vor allem verstanden, dass Stil und Ästhetik in der Beleuchtung ein entscheidender Faktor sind. Unsere Designs sind elegant und setzen Trends. Aber wie schon gesagt; ein schönes Design allein reicht nicht aus. Nur wenn Form und Funktion perfekt harmonieren, entsteht wirklich herausragende Beleuchtung. Deshalb halten wir stets Ausschau nach Fortschritten und Möglichkeiten, um umweltschonende Aspekte in unsere Produktentwicklung zu integrieren. 

Welche neuen Produktentwicklungen oder Expansionen plant NEONA in naher Zukunft?

In Zukunft werden wir weiterhin die Konventionen des Marktes herausfordern, um innovative und zugängliche Beleuchtungslösungen anzubieten. Dabei behalten wir aktuelle Trends im Auge, während wir gleichzeitig nach neuen Wegen suchen, um weiterhin Nachhaltigkeit in unsere Designs zu integrieren. Wir wollen einfach mehr als nur funktionale Beleuchtung bieten. Wir streben danach, Produkte zu schaffen, die ein Statement setzen und eine emotionale Verbindung zum Zuhause herstellen. Unsere Leuchten sollen die Magie in alltäglichen Momenten entfachen und Räumen das gewisse Extra verleihen. 

Ohne spezifische Details zu kommenden Produkten preiszugeben, dürfen unsere Kunden gespannt sein, auf völlig neue Produktkategorien, welche wir im Laufe des kommenden Sommers launchen werden. 2025 hat ja gerade erst begonnen…

Wie integrieren Sie Nachhaltigkeit in Ihre Geschäftsstrategie und Produktentwicklung?

Nachhaltigkeit gilt für uns als Kernprinzip in unserer Geschäftsstrategie und Produktentwicklung. Unser Fokus liegt auf der Kombination von hochwertigem sowie langlebigem Design und umweltfreundlicher Technologie.

Wir setzen fast ausschließlich auf energieeffiziente LED-Beleuchtung, die bis zu 90% weniger Energie verbraucht als herkömmliche Glühlampen. Dies reduziert nicht nur den Stromverbrauch, sondern auch die damit verbundenen CO2-Emissionen erheblich. Unsere LED-Leuchten haben eine beeindruckende Lebensdauer von 30.000-50.000 Stunden, was deutlich länger ist als bei herkömmlichen Lichtquellen. Dies führt zu weniger Abfall und weniger Ersatzbedarf.

Die Nachhaltigkeit unserer Produkte wird durch zusätzliche Funktionen wie Dimmbarkeit verstärkt, was den Energieverbrauch weiter optimiert.Wir verwenden hochwertige, langlebige Materialien, um die Haltbarkeit unserer Produkte zu gewährleisten und Ressourcen zu schonen.

Unser Engagement für Nachhaltigkeit geht aber auch über die Produktebene hinaus. Wir streben danach, in allen Aspekten unseres Geschäfts umweltbewusst zu handeln, von der Produktion bis zur Verpackung. Diese ganzheitliche Herangehensweise an Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie und ein Schlüsselfaktor für unseren Erfolg bei umweltbewussten Kunden.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern im Bereich Design und Beleuchtung mit auf den Weg geben?

Unsere Ratschläge an andere Firmengründer generell: Selbstbewusstsein, klare Kommunikation und ein starkes Team sind entscheidend – immer mit Blick auf die eigene Vision. Diese Einstellung hat uns geholfen, trotz Herausforderungen auf Kurs zu bleiben und unser Unternehmen erfolgreich weiterzuentwickeln.

Wie reagieren Sie auf Kundenfeedback und inwiefern beeinflusst es Ihre Produktentwicklung?

Unsere Kunden haben sich z.B. verstärkt Leuchten gewünscht, die keinen Stromanschluss benötigen. Daraus entstanden dann unsere Akku-Leuchten, mit Fernbedienung und Bewegungssensor für maximale Flexibilität.

Wir integrieren grundsätzlich aktiv immer wieder Kundenfeedback in unseren Entwicklungsprozess. In wöchentlichen Evaluationen analysieren wir jede Kundenrückmeldung sorgfältig und suchen nach Möglichkeiten zur Umsetzung dieser. Bei spezifischen Wünschen, wie beispielsweise neuen Farboptionen, sammeln wir zunächst die Anfragen, um die Nachfrage zu quantifizieren. Zusätzlich führen wir regelmäßig Umfragen unter unseren Newsletter-Abonnenten durch, um Präferenzen bezüglich Farben und Designs zu ermitteln.

Welche Rolle spielt Technologie in der Weiterentwicklung Ihrer Leuchten und wie bleiben Sie in diesem Bereich innovativ?

Unsere momentanen Bemühungen zielen darauf ab, Leuchten zu entwickeln, die nicht nur funktional sind, sondern sich auch intelligent an Umgebungsbedingungen anpassen und das Wohlbefinden der Nutzer fördern. 

Wir wollen unsere energieeffizienten LED-Technologien weiter verfolgen und uns künftig auch verstärkt auf Innovationen wie smarte IoT-Systeme und Human Centric Lighting konzentrieren. 

Aktuell arbeiten wir zudem intensiv an neuen Smart-Home-Lösungen, um unsere Leuchten noch intelligenter und vernetzter zu gestalten. Ziel ist es, nahtlose Integration in bestehende Systeme und maximale Bedienfreundlichkeit zu ermöglichen, sodass unsere Kunden ein einzigartiges und personalisiertes Beleuchtungserlebnis genießen können

Bild: Gründerteambild @NEONA

Wir bedanken uns bei Lea Wecken für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


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Wie schafft man intelligente Lösungen für komplexe Herausforderungen?

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menlo79 management team bild Katrin Höhne (Head of Marketing & Communication), Fabian Stöffler (Co-Founder & CEO), Dominik Brun (CTO), Stefan Wagner (Co-Founder & CPO), Gerrit Koch to Krax (CRO)

Menlo79 entwickelt eine cloudbasierte Workforce-Management-Plattform, die komplexe Personalsteuerung in Branchen wie Schiene, Logistik und Healthcare effizienter und smarter gestaltet.

Wie würden Sie Menlo79 kurz vorstellen und was hat Sie dazu inspiriert, dieses Unternehmen zu gründen? 

Menlo79 ist ein SaaS-B2B-Startup. Wir bauen eine cloudbasierte Workforce-Management-Plattform zur intelligenten unternehmensübergreifenden Personalsteuerung in komplexen Bereichen wie Schiene, Logistik oder auch Healthcare. Inspiriert hat uns damals die unglaublich niedrige Personalproduktivität im Güterverkehr bei der Deutschen Bahn und die Erkenntnis, dass Personalsteuerung mit einer digitalen Lösung einfach besser gehen muss.

Welche Visionen verfolgen Sie mit Menlo79 und welche konkreten Schritte unternehmen Sie, um diese Visionen zu erreichen? 

Wir wollen für mehr als eine Million operativ tätige Menschen im Schienen- und Logistiksektor weltweit das Arbeitsumfeld nachhaltig verbessern. Wir haben im Sektor Schiene in  der DACH-Region begonnen, haben aber inzwischen auch Kunden in den Segmenten Bahnbau, Infrastruktur sowie Terminals gewinnen können. In 2025 werden wir uns deutlich internationaler aufstellen und auch in weitere Segmente wie den Healthcare Sektor vorstoßen.

Wir bauen aktuell unser Sales & Marketing Team weiter aus und investieren jedes Jahr siebenstellige Beträge, um die Software immer weiter zu verbessern.

Wer steht hinter Menlo79 und welche Erfahrungen oder Hintergründe bringen die Gründer mit? 

Menlo79 wurde 2019 von Führungskräften der Deutschen Bahn gegründet.

Der CEO Fabian Stöffler ist Wirtschaftsmathematiker und bringt mehr als 15 Jahre Führungserfahrung im Umfeld Schiene und Logistik mit. Er war lange Zeit der jüngste Projektleiter der Inhouse-Beratung der DB und hat vor der Gründung von Menlo79 drei Jahre das digitale Lab bei der DB Cargo aufgebaut und über 200 Millionen Euro in verschiedene Digitalisierungsprojekte investiert. 

CRO Gerrit Koch to Krax ist 2022 als Late-Founder zum Team gestoßen und bringt über 13 Jahre Erfahrung aus vielen Projekten im Sektor Schiene mit.

Stefan Wagner als zweiter Gründer und CPO, bringt vor allem IT-Hintergrund vom Fraunhofer-Institut und von Accenture mit und hat bei der DB die Flottensteuerung digitalisiert.

Gerrit Koch-to-Krax ist CRO und hat ebenfalls über 13 Jahre Bahnerfahrung in verschiedenen Positionen im Asset Management und vor allem mehrere Jahre Führungserfahrung in der Digitalisierung der Wagenflotte von DB Cargo. 

Dominik Bruhn als CTO mit bereits zwei erfolgreichen EXITS und umfassender Erfahrung aus der Berliner Startup-Szene und Katrin Höhne als Head of Marketing und Kommunikation komplettieren das aktuelle Management von Menlo79.

An welche Zielgruppe richtet sich Menlo79 und wie stellen Sie sicher, dass deren Bedürfnisse optimal erfüllt werden? 

Menlo79 richtet sich an Transportunternehmen im Schienensektor, Dienstleister, Bahnbauunternehmen, Terminalbetreiber und Instandhaltungsbetriebe, die mit komplexer Personalsteuerung arbeiten. Unsere Software hilft, diese Herausforderung zu meistern, indem sie moderne Personaldisposition mit den Bedürfnissen der Mitarbeiter und den wirtschaftlichen Zielen der Unternehmen kombiniert.

Mitarbeiter können ihre Präferenzen und Einsatzwünsche in einer digitalen App angeben und haben Zugriff auf ihren Schichtplan. Unternehmen profitieren von einer effizienten Personalsteuerung, die hohe Produktivität bei gleichzeitig geringerem Personalaufwand ermöglicht. Intelligente Algorithmen, unternehmensübergreifende Dispositionen und der Einsatz von KI zur Schichtzuweisung optimieren den gesamten Prozess.

Was unterscheidet Manon 79 von anderen Unternehmen in ihrer Branche?

In der klassischen Schienenbranche gibt es nicht viele Startups, die wirklich mit digitalen Lösungen an den Markt gehen. Das ist traditionell ein eher nischer Sektor. Insofern sind die Softwarelösungen, die man dort  in der Regel schon etwas älter und werden sehr langsam oder gar nicht weiterentwickelt. Wir kommen  mit einem frischen Ansatz rein: Wir sind ganz klar Software as a Service. 

Bei uns gibt es genau eine Plattform und wenn ein Kunde neue Features benötigt, dann bauen wir sie so, dass es für alle nutzbar ist. Wir bauen nicht nur eine Software. Wir schaffen quasi ein Erlebnis, eine Community rund um die Software. Mit diesem Ansatz sind wir da schon sehr einzigartig im Vergleich zu vielen Wettbewerbern, die auch Software anbieten.

Welche Herausforderungen haben Sie bisher als Gründer erlebt und wie haben Sie diese erfolgreich gemeistert?

Wir haben 2019 angefangen und seitdem natürlich eine ganze Menge Herausforderungen gehabt. Anfang 2020 hat direkt Corona begonnen. Wir waren gerade frisch dabei. Wir haben auch einen Bootstrapping Ansatz gewählt für unser Unternehmen. Das Geld, was wir verdient haben, wurde immer sofort in die Software investiert. 

Natürlich war es auch nicht einfach, als kleine junge Firma gestandene Unternehmen davon zu überzeugen, dass sie eine moderne Software in der Operations einsetzen, also im Herzstück des Unternehmens. Insbesondere, da der Sektor Schiene in Deutschland schon sehr konservativ ist, wenn es um Innovationen geht. Wir hatten viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Inzwischen sind wir bei 65 Kunden angekommen, sind stolz darauf und wollen weiter wachsen. 

Wie reagieren Sie auf… …die sich ständig verändernden Anforderungen der Zielgruppe?

Je mehr Kunden wir gewinnen können, je mehr Anforderungen gibt es auch an unsere Software.  Jede Zielgruppe hat im Kern die gleichen Anforderungen, aber am Ende sind dann immer noch bestimmte Dinge dabei, die sich ändern.

Wir haben den großen Vorteil, dass wir wirklich klassisch Software-as-a-Service alle zwei Wochen Releases machen. Zwei Teams entwickeln die Software weiter. Das heißt, wir können sehr schnell auf neue Anforderungen im Markt eingehen. Aktuell sehen wir zum Beispiel einen hohen Bedarf an Produktivitätssteigerung des Personals. Das ist für viele Unternehmen eine große Herausforderung. Nun können wir da mehr investieren als wir es zum Beispiel die letzten zwei Jahre gemacht haben.

Können Sie uns Einblicke in geplante Entwicklungen oder zukünftige Projekte von Menlo79 geben? 

Wir haben jetzt gerade eine Finanzierungsrunde abgeschlossen. Mit dem Kapital wollen wir in allen Bereichen noch besser werden. Die Software soll noch weitere Funktionen erhalten und die Bedienung noch einfacher und schneller werden. Um Beispiele zu nennen, ein ganz großer Pfad für uns ist der Ansatz, unternehmensübergreifend zu agieren. In diesem Bereich wollen wir weitere Funktionen entwickeln. Wir entwickeln unsere Software in Richtung eines Marktplatzes, auf dem Personalbedarfe direkt mit verfügbaren Ressourcen abgeglichen werden können. Später wird dies sogar durch KI-gestützte Matching-Algorithmen automatisiert. So können Unternehmen viel einfacher mit anderen Dienstleistern interagieren und ihre Personalressourcen besser steuern, denn der Bedarf an Dienstleistern wächst ständig und muss effizient gemanagt werden.

Es kommen viele spannende Projekte auf uns zu. Wir möchten auch international stärker vertreten sein und expandieren

Was ist Ihrer Meinung nach der größte Beitrag von Menlo79 für Ihre Branche?

Wenn ich zum Beispiel ein Restaurant betreibe und einen Schichtplan erstellen will, dann finde ich sofort 20 Lösungen und kann mir eine aussuchen. Und die sind alle mehr oder weniger gut und lösen mein Problem. Wenn ich aber in einem komplexen Umfeld bin, wie es zum Beispiel Transportunternehmen auf der Schiene kennen, mit Qualifikationsanforderungen, Arbeitszeitanforderungen oder Tarifanforderungen dann reicht das nicht aus.

Unser Beitrag ist, dass wir unsere gesamte Energie und ein motiviertes Team konstant dafür einsetzen, dieses große Problem nachhaltig zu lösen. Unternehmen sollen mit WILSON attraktiver für Nachwuchskräfte und  Mitarbeiter werden. Nicht zuletzt soll damit auch die Schiene als nachhaltiger Transportweg etabliert werden. 

Welche Werte und Prinzipien prägen die Unternehmenskultur bei Menlo 79?

Wir sind ein junges, motiviertes Team von 35 Personen und stehen für Kundenzentrierung, Neugierde, Kreativität und den Wunsch, Dinge anders zu machen als der Standard. Wir scheuen uns nicht, auch mal anzuecken und denken voraus. Ein Beispiel: Wir haben das unternehmensübergreifende Sharing früh in unsere Vision integriert, als viele noch sagten, das sei Quatsch. Heute wird es zunehmend akzeptiert.

Die meisten von uns sind in Berlin, aber wir sind auch deutschlandweit verstreut und haben auch ein paar internationale Kolleg*innen. Wir sind sehr divers aufgestellt und wir schätzen es einfach, in einem energiegeladenen Team große Herausforderungen zu lösen und das ist das, was uns, glaube ich, am meisten ausmacht.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die am Anfang ihrer Reise stehen? 

Wenn ich anderen Gründern drei Ratschläge geben sollte, die am Anfang ihrer Reise stehen, dann wären das:

Erstens: Fangt einfach an und handelt! Wartet nicht zu lange und überlegt nur theoretisch, sondern probiert aus. Das ist viel wichtiger, als den perfekten Plan zu haben.

Zweitens: Kennt euren Markt und eure Kunden ganz genau. Investiert eure Zeit in eine Lösung, die wirklich ein Problem löst. Das ist entscheidend für den Erfolg.

Drittens: Wisst genau, wie viel Kapital ihr braucht und findet Verbündete sowie Kunden, die bereit sind, frühzeitig in eure Idee zu investieren und den Weg gemeinsam mit euch zu gehen.

Wie definieren Sie Erfolg für Menlo79? Was bedeutet Erfolg für Sie persönlich? 

Bei Menlo79 ist der Erfolg für uns, zufriedene Kunden zu haben. Natürlich wollen wir wachsen und mehr Nutzer:innen gewinnen. Aktuell sind es 2.300 Nutzer:innen in 65 Unternehmen. Erfolg heißt für uns, eine Software zu schaffen, die nachhaltig ist und weiter wächst. Die 10.000 oder 15.000 Nutzer zu erreichen, das wäre unser Ziel. Wenn der Kunde sagt: „Cool, die neuen Features helfen uns echt weiter, das macht unser Leben einfacher“, dann wissen wir, dass wir Erfolg haben. Und dieses Lob führt dann auch zu wirtschaftlichem Erfolg für uns als Unternehmen.

Für mich persönlich geht es darum, etwas Nachhaltiges aufzubauen. Nicht einfach das nächste Unternehmen zu gründen, das gerade im Trend liegt, sondern etwas anders zu machen. Eine moderne Lösung für den Markt zu schaffen, die von den Kunden akzeptiert wird, echten Mehrwert bietet und die Produktivität steigert. Und das Ganze nicht alleine, sondern im Team. Denn am Ende muss die Reise Spaß machen. Wenn man zurückblickt, muss ich sagen können: „Das waren fünf, zehn, 15 wirklich tolle Jahre, die wir gemeinsam verbracht haben.“ Das ist für mich Erfolg.

Bild: Katrin Höhne (Head of Marketing & Communication), Fabian Stöffler (Co-Founder & CEO), Dominik Brun (CTO), Stefan Wagner (Co-Founder & CPO), Gerrit Koch to Krax (CRO) @ menlo79

Wir bedanken uns bei Fabian Stöffler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Kann Wohnen bezahlbar und nachhaltig zugleich sein?

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Mario Schmoltzi, Lisa Weise-Hoff, Sebastian Rademacher @ navou

navou verwandelt sanierungsbedürftige Bestandsimmobilien in nachhaltigen und bezahlbaren Wohnraum

Könnt ihr uns einen Überblick über die Gründungsgeschichte von navou geben und welche Personen hinter dem Unternehmen stehen?

Hinter navou stehen Mario Schmoltzi, Lisa Weise-Hoff und Sebastian Rademacher. Sebastian, saniert seit über 20 Jahren Bestandsgebäude und hat Mario bei dessen privatem Bauprojekt begleitet. Nachdem Mario mit seinem vorherigen Start-up enspired den Stromhandel automatisiert hat, haben sich die beiden dazu entschieden, gemeinsam die nächste Transformationsbranche anzugehen: Die Bau- & Immobilienwirtschaft. Lisa haben die beiden auf einem Event für Impact Start-ups kennengelernt und als dritte Co-Founderin ins Team geholt. Lisa bringt Know-How aus dem nachhaltigen Modulbau und der Personal- und Organisationsentwicklung mit.

Welche Vision verfolgt navou im Hinblick auf die Transformation der Baubranche, und welche Schritte unternehmt ihr, um diese Vision zu realisieren?

Das Ziel von navou ist es, flächendeckend grünen und bezahlbaren Wohnraum in Deutschland zu schaffen. Dazu kaufen wir stark sanierungsbedürftige Bestandsimmobilien und entwickeln diese mit unserem eigenen modularen Bausystem zu hochwertigen Mehrparteienhäusern nach energieeffizientem Neubaustandard. So bauen wir bis 2035 ein Immobilienportfolio mit 10.000 grünen Wohneinheiten auf, die wir bezahlbar vermieten.  

Wie identifiziert ihr geeignete Bestandsimmobilien für eure Sanierungsprojekte, und welche Kriterien sind dabei entscheidend?

Wir gehen nicht nur den Sanierungsprozess neu an, sondern auch den Ankauf der Immobilien. Anders als in der klassischen Projektentwicklung starten wir nicht bei der Immobilie. Wir haben zuerst das Bausystem entwickelt, das auf Kosteneffizienz und Geschwindigkeit für unseren Ziel-Immobilientyp optimiert ist, und kaufen nun genau die Immobilien, die zum System passen. Der Prozess wird vollständig parametrisch digitalisiert und automatisiert. 

Welche Zielgruppen sprecht ihr mit euren sanierten Wohnräumen an, und wie stellt ihr sicher, dass deren Bedürfnisse erfüllt werden?

Unsere Zielgruppe ist riesig, denn in Deutschland fehlen bald 1 Mio. Wohnungen, Tendenz rapide steigend. Unsere Angebot für Mieter:innen ist bezahlbarer, grüner Wohnraum in Neubauqualität – etwas, das fast überall gerade Mangelware ist. Konkret heißt das: bezahlbare Miete bei 10-14€/m² und geringe Betriebskosten, Beitrag zum Klimaschutz durch niedrige CO2-Bilanz über den gesamten Gebäudelebenszyklus, wohngesunde Luftqualität, moderne Grundrisse in verschiedenen Größen – auch barrierefrei.

Was unterscheidet das navou-Sanierungssystem von anderen Sanierungsansätzen auf dem Markt?

Wir fokussieren uns auf Bestand und insbesondere auch Leerstand. Dort schaffen wir zusätzlichen Wohnraum, statt bestehenden Wohnraum lediglich energetisch aufzuwerten. Durch die umfassende Standardisierung können wir kleinere Projekte realisieren, die für andere Akteur:innen am Markt nicht wirtschaftlich sind. Zudem verantworten wir als Bestandshalter die gesamte Wertschöpfungskette statt eine reine Serviceleistung oder Produktlösung anzubieten. Nur so können wir sicherstellen, dass wir unseren Beitrag für flächendeckend grünen, bezahlbaren Wohnraum langfristig erreichen. 

Mit welchen Herausforderungen seid ihr bei der Umsetzung eurer Projekte konfrontiert, insbesondere in Bezug auf Nachhaltigkeit und Bezahlbarkeit, und wie geht ihr damit um?

Die Bau- und Immobilienwirtschaft hat in vielen Bereichen einen riesigen Nachholbedarf: Von Projekt- und Qualitätsmanagement über Echtzeit-Datenverfügbarkeit und fehlendes Digitalisierungs-Know-How bis hin zur Einbeziehung aller drei Säulen der Nachhaltigkeit (ökonomisch, ökologisch, sozial) über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes – Hier liegt der Fokus noch zu stark auf der Betriebsenergie, was nur ein kleiner Teil der Gesamtgleichung ist. Wir leisten an vielen Stellen gleichzeitig Pionierarbeit. Das lohnt sich: Da wir unsere Bauprojekte von vorne bis hinten selbst umsetzen, können wir zusammenbringen was bisher noch zu selten gelingt: Baukosten senken und gleichzeitig nachhaltigere Ergebnisse erzielen. 

Wie trägt die serielle und modulare Fertigung zu einer schnelleren und kosteneffizienteren Sanierung bei?

Serielles Bauen muss sich in der Breite durchsetzen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Wir bauen bei navou rund 35% günstiger als Neubau und sind doppelt so schnell wie eine konventionelle Sanierung. Durch den hohen Vorfertigungsgrad produzieren wir wetterunabhängig und können unsere Fachkräfte viel effektiver einsetzen. Und wir verzetteln uns nicht im Projektgeschäft, sondern können effizient skalieren, da die Verantwortung für die gesamte Wertschöpfungskette bei uns liegt. 

Welche Rolle spielen digitale Technologien und datengetriebene Prozesse in eurem Sanierungssystem?

Digitalisierung ist für unser Bausystem zentral: Wir finden die Immobilien digital, indem wir Daten anreichern und auswerten, um die passenden Immobilien zu finden noch bevor jemand von uns das erste Mal vor Ort ist. Diesen Prozess werden wir zukünftig größtenteils automatisieren. Zudem nutzen wir parametrische BIM-Planung, um ein fortlaufend lernendes System zu entwickeln, das uns in Zukunft noch schneller macht. Und natürlich managen wir unsere Bauabläufe und Logistik digital. 

Wie profitieren Investoren von einer Beteiligung an navou, und welche Anreize bietet ihr ihnen?

Die zentrale Säule unseres Geschäftsmodells ist der Aufbau eines grünen Immobilienportfolios mit über 10.000 Wohneinheiten. Unsere Investor:innen sind hieran direkt beteiligt. Da wir die gesamte Wertschöpfungskette von Ankauf über Projektentwicklung bis Objektmanagement und Vermietung abdecken, ergeben sich hier natürlich große Chancen. An Produktivitätsgewinnen umfassend zu partizipieren ist hier nur ein Beispiel. Zukünftig werden wir für eine optimale Finanzierung auch Fremdkapital und Mezzanine-Instrumente nutzen. Dadurch können wir eine noch breitere Investor:innenbasis mit unterschiedlichen Risikoprofilen ansprechen. 

Welche zukünftigen Entwicklungen und Projekte plant navou, um weiterhin Vorreiter in der nachhaltigen Bestandssanierung zu bleiben?

Nachdem wir unser Bausystem an Immobilien mit bis zu 10 Wohneinheiten pilotiert und optimiert haben, werden wir weitere Gebäude- & Assetklassen erschließen, z.B. größere Mehrfamilienhäuser und Gewerbe-/Büroimmobilien, die wir zu Wohnraum umnutzen. Zudem werden wir von NRW ausgehend zunächst in Sachsen und dann deutschlandweit Bauprojekte angehen. 

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ein Unternehmen im Bereich nachhaltiges Bauen oder Sanieren gründen möchten?

  1. Fangt an. Der Bedarf ist riesig, die Herausforderungen vielfältig und wir brauchen mehr Köpfe, die es angehen. Der richtige Moment ist jetzt.
  2. Netzwerk first. Alleine ist die Bauwende nicht zu lösen. Sucht euch jede Unterstützung, die ihr bekommen könnt und schließt Partnerschaften mit etablierten Unternehmen. 
  3. Baut ein starkes Team auf, und achtet dabei besonders auf komplementäre Skills. Das Founderteam ist essenziell, sollte aber nicht zu lange isoliert agieren. Findet einen Weg, um weitere Mitglieder ins Team zu bringen, die eure Vision mittragen und euch umso mehr Geschwindigkeit verleihen. 

Wie fördert navou eine Unternehmenskultur, die auf Respekt, Begeisterung, Verantwortung und Zuversicht basiert, und wie spiegelt sich das in Ihren Projekten wider?

Mit einer Organisationsentwicklerin im Gründerteam haben wir bereits über Kultur und Werte gesprochen, bevor unser Geschäftsmodell stand – ein Grund übrigens, wieso wir so gut miteinander arbeiten. Unsere Unternehmenskultur bildet die Basis für unsere Zusammenarbeit, und auch für all unsere unternehmerischen Entscheidungen: Wen wir ins Team holen, wer unsere Shareholder sind, mit welchen Kooperationspartnern wir zusammenarbeiten, wie wir unser Geschäftsmodell und unser Bausystem aufbauen usw. Besonders wichtig sind uns z.B. eine Balance aus ökologischen und ökonomischen Entscheidungsparametern, strukturierte Feedbackprozesse und dass alle navou-Teammitglieder ihre gesamte authentische Persönlichkeit einbringen können. 

Bild:vlnr: Mario Schmoltzi, Lisa Weise-Hoff, Sebastian Rademacher @ navou

Wir bedanken uns bei Mario Schmoltzi, Lisa Weise-Hoff und Sebastian Rademacher für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Welche Erkenntnisse machen den Unterschied in der Lebensmittelbranche?

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Laurenz Hoffmann Alimentastic Food Innovation GmbH

Laurenz Hoffmann treibt mit der Alimentastic Food Innovation GmbH innovative Lösungen in der Lebensmittelbranche voran, um Startups bei der Marktreife und Internationalisierung zu unterstützen

Wie hat Ihre langjährige Erfahrung in der Lebensmittelbranche bei Unternehmen wie ALDI SÜD, Kaufland und dean&david Ihre Perspektive auf die Herausforderungen und Chancen in der Branche geprägt?

Laurenz Hoffmann: Meine langjährige Erfahrung in der Lebensmittelbranche bei Unternehmen wie ALDI SÜD, Kaufland und dean&david hat meine Perspektive auf die Herausforderungen und Chancen in der Branche nachhaltig geprägt und geschärft. 

ALDI SÜD: Effizienz und Eigenmarkenstrategie

Bei ALDI SÜD konnte ich eine fundierte Entwicklung erleben – vom Einstieg im Vertrieb bis hin zur Leitung des Internationalen Einkaufs als Geschäftsführer mit Fokus auf den Lebensmittelbereich. Diese Position ermöglichte es mir, die gesamte Wertschöpfungskette der Lebensmittelbranche intensiv zu verstehen, von der Landwirtschaft über die Entwicklung nachhaltiger Produkte bis hin zum Markenaufbau. Der Fokus auf Eigenmarken hat mir verdeutlicht, wie entscheidend Innovationen, Qualität, Kostenoptimierung und eine reibungslose Supply Chain für den Markterfolg sind. Gleichzeitig habe ich gelernt, wie unterschiedlich Kundenanforderungen in den internationalen Märkten sind: Während sich das Sortiment in Europa bereits erheblich zwischen Ländern wie Slowenien und der Schweiz unterscheidet, stellen Märkte wie die USA, China oder Australien nochmals völlig andere Anforderungen. Diese Vielfalt hat mein Verständnis für die Notwendigkeit lokaler Anpassungen in einer globalen Strategie geschärft.

Kaufland: Markenfokus und Komplexität des Hypermarktes

Die Zeit bei Kaufland als Bereichsvorstand hat mir gezeigt, wie anspruchsvoll der Einkauf für einen Hypermarkt mit über 80.000 Artikeln ist. Anders als ALDI, der stark auf Eigenmarken setzt, legt Kaufland einen größeren Fokus auf Markenprodukte. Dies brachte neue Herausforderungen mit sich, insbesondere in der Verhandlung mit Markenherstellern und der Ausbalancierung von Preis-Leistungs-Verhältnissen. Hinzu kamen die vielfältigen Anforderungen der osteuropäischen Märkte, die nicht nur andere Konsumgewohnheiten, sondern auch logistische und kulturelle Unterschiede mit sich bringen. Diese Erfahrungen haben mein Verständnis für die Komplexität eines breit gefächerten Sortiments und die Notwendigkeit einer flexiblen, marktspezifischen Einkaufsstrategie vertieft.

dean&david: Transformation und neue Vertriebskanäle

Als CEO der dean&david smartfood GmbH konnte ich schließlich eine ganz andere Facette der Branche kennenlernen: die Gastronomie und ihre Schnittstellen zum Handel und Großhandel. Besonders spannend war für mich die Transformation von frischen, gastronomischen Konzepten hin zu handelstauglichen Produkten, beispielsweise durch innovative Kooperationen wie die Zusammenarbeit mit der Lufthansa. Solche Projekte haben mir gezeigt, wie wichtig alternative Vertriebskanäle und strategische Partnerschaften sind, um neue Zielgruppen zu erschließen und die Marke erfolgreich zu positionieren.

Fazit: Breites Spektrum und ganzheitliche Perspektive

Durch diese verschiedenen Stationen habe ich ein breites Spektrum an Kompetenzen aufgebaut, von der Entwicklung internationaler Einkaufsstrategien über den Umgang mit unterschiedlichen Marktanforderungen bis hin zur erfolgreichen Transformation von Konzepten zwischen Gastronomie und Handel. Jede Station hat mich gelehrt, wie wichtig es ist, Trends frühzeitig zu erkennen, flexibel auf Marktanforderungen zu reagieren und dabei immer die gesamte Wertschöpfungskette im Blick zu behalten. Diese ganzheitliche Perspektive ist heute ein entscheidender Vorteil, um nachhaltig und innovativ in der Lebensmittelbranche erfolgreich zu sein. Wissen, das Startups hilft, skalierbare Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Der Aufbau internationaler Einkaufsstrukturen und das Verständnis für unterschiedliche Marktanforderungen ermöglichen mir, Startups bei ihrer Internationalisierung gezielt zu unterstützen. Durch meine Zeit bei dean&david verstehe ich zudem, wie Gastronomie- und Handelswelten miteinander verbunden werden können, was neue Vertriebskanäle und Partnerschaften fördert. Mein umfassendes Netzwerk im Handel und die Fähigkeit, zwischen Eigenmarken- und Markenstrategien zu navigieren, eröffnen Startups wertvolle Zugangsmöglichkeiten. Diese ganzheitliche Sichtweise erlaubt es mir, Startups strategisch und operativ optimal aufzustellen, um langfristig erfolgreiche Kooperationen mit dem Handel zu etablieren.

Welche Vision verfolgen Sie als CEO und Shareholder von Alimentastic Food Innovation GmbH, und wie setzen Sie diese in der Praxis um?

Laurenz Hoffmann: Als CEO und Shareholder der Alimentastic Food Innovation GmbH verfolge ich die Vision, durch innovative Lösungen einen nachhaltigen Mehrwert in der Lebensmittelbranche zu schaffen. Mainstream-Produkte erfüllen zwar grundlegende Bedürfnisse, doch sie tragen selten zur dringend notwendigen Transparenz, Nachhaltigkeit und Gesundheitsförderung bei. Unsere Mission ist es, diese Lücken zu schließen, indem wir Produkte und Konzepte fördern, die nicht nur den Konsumenten, sondern auch der Umwelt und der Gesellschaft zugutekommen. Wir unterstützen Startups dabei, ihre innovativen Ideen zur Marktreife zu bringen und schaffen gleichzeitig eine Brücke zu den großen Handelskonzernen, um Chancengleichheit und faire Partnerschaften zu fördern. In der Praxis setzen wir dies durch gezielte Beratung, Netzwerkaufbau und strategische Kooperationen um, die Startups befähigen, ihre Visionen in einem kompetitiven Umfeld erfolgreich zu realisieren.

Wie bewerten Sie die derzeitige Unterstützung von Food-Startups in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern wie den Niederlanden oder Israel, und welche konkreten Maßnahmen wären Ihrer Meinung nach notwendig, um hier aufzuholen?

Laurenz Hoffmann: „Österreich hat ohne Zweifel viele talentierte und innovative Food-Gründer:innen, die mit großartigen Ideen und einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit und Qualität beeindrucken. Doch im internationalen Vergleich fehlt es oft an den richtigen Rahmenbedingungen, um diese Startups nachhaltig wachsen zu lassen und ihnen echte Chancen im Wettbewerb zu bieten.

Während Länder wie die Niederlande oder Israel gezielt Programme auflegen – von umfangreichen Förderungen über steuerliche Anreize bis hin zu Innovations-Hubs –, sehen wir in Österreich nach wie vor große Defizite. Gründer:innen kämpfen mit hohen bürokratischen Hürden, einem schwerfälligen Zugang zu Fördermitteln und einem Mangel an Risikokapital. Auch die Exportförderung für Startups, die im Ausland oft eine wichtige Wachstumsstrategie darstellt, ist hierzulande unzureichend.

Aber es liegt nicht nur an der Politik. Auch die heimischen Handelsunternehmen müssen Verantwortung übernehmen. Viele Maßnahmen, die Startups unterstützen könnten, gehen oft nicht über reine Show(s) hinaus. Statt langfristige Partnerschaften mit innovativen Unternehmen aufzubauen oder Startups fair und nachhaltig in die Sortimente zu integrieren, werden häufig nur kurzfristige Aktionen inszeniert, die am Ende wenig Wirkung zeigen. Die Handelsunternehmen sollten sich ihrer Rolle als wichtige Partner in der Lebensmittelbranche bewusst werden und aktiv dazu beitragen, Innovationen eine Bühne zu geben – nicht nur als Marketingstrategie, sondern als Teil einer echten Transformation.

Die Alimentastic Food Innovation GmbH setzt genau hier an:

Wir unterstützen Startups vor allem strategisch, insbesondere beim Aufbau von Vertrieb und Exportstrukturen. Doch das reicht nicht aus. Es braucht ein Umdenken – sowohl seitens der Regierung als auch der großen Marktteilnehmer. Österreich hat das Potenzial, sich als Vorreiter im Bereich Food-Innovationen zu etablieren. Aber dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen, und alle Akteure müssen bereit sein, mehr in die Tiefe zu gehen. Halbherzige Ansätze bringen uns nicht weiter.“

Was macht Österreich zu einem besonderen Standort für Food-Gründer:innen, und wo sehen Sie die größten Potenziale für die Branche?

Laurenz Hoffmann: Die Herausforderungen, denen Food-Startups in Österreich gegenüberstehen, sind vielschichtig und reichen von Skalierungsnachteilen in der Lohnfertigung bis hin zu herausfordernden Handelsbeziehungen. Viele junge Unternehmen kämpfen mit deutlich höheren Produktionskosten, da ihnen meist der Absatz fehlt, um in großen Mengen zu produzieren. Dieser Skalierungsnachteil macht sie in Preisverhandlungen mit Handelskonzernen unattraktiv, die gewohnt sind, mit den Konditionen großer Anbieter zu arbeiten. Gleichzeitig müssen Startups in einem Markt, der von globalen Großkonzernen wie Nestle, Coca Cola, Unilever und Co. dominiert wird, überproportional hohe Summen in Marketing investieren, um überhaupt Sichtbarkeit und eine Konsumentennachfrage zu generieren.

Die Handelsbeziehungen stellen eine weitere Hürde dar. Obwohl viele Handelsketten Startup-Programme anbieten, behandeln sie junge Unternehmen oft wie etablierte Großkonzerne. In Preisverhandlungen werden dieselben hohen Anforderungen gestellt, während das Risiko überproportional auf die Startups abgewälzt wird. Wird die gewünschte Performance nicht erreicht, drohen schnell Auslistungen. Darüber hinaus werden Startup-Produkte oft suboptimal platziert, beispielsweise in Innovationsregalen, die weder in der Kategorie, noch prominent genug für die Aufmerksamkeit der Konsumenten positioniert sind – und in manchen Fällen sogar hinter der Kasse, wo kaum jemand nochmals den Weg zur Kassa sucht. 

Um diese Missstände zu beheben, bedarf es gezielter Maßnahmen.

Zunächst sind Partnerschaften mit klaren Verpflichtungen seitens der Handelskonzerne notwendig. Dazu gehören Mindestabnahmemengen und der Verzicht auf überproportionale Marketingzuschüsse, die junge Unternehmen finanziell überfordern. Eine faire und transparente Zusammenarbeit ist essenziell, um langfristigen Erfolg zu gewährleisten. Ebenso wichtig ist eine prominente Platzierung der Startup-Produkte in den Regalen der entsprechenden Kategorie, damit sie dort wahrgenommen werden, wo Konsumenten gezielt suchen. Subventionierte Produktions- und Infrastrukturzugänge könnten darüber hinaus helfen, Skalierungskosten zu senken und Startups den Einstieg in die Massenproduktion zu erleichtern.

Neben der operativen Unterstützung braucht es auch gezielte Marketingförderungen, die speziell auf Startups zugeschnitten sind, um Bekanntheit aufzubauen, ohne die Unternehmen finanziell zu überfordern. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Netzwerkbildung: Eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Startups, Handelskonzernen und staatlichen Institutionen könnte sicherstellen, dass junge Unternehmen Zugang zu den richtigen Partnern und Ressourcen haben, um auf Augenhöhe mit etablierten Playern agieren zu können.

Ein besonders entscheidender Hebel ist jedoch die Förderung des Exports.

Österreich ist für viele Startups schlicht zu klein, um die Skalierung zu erreichen, die für wirtschaftlichen Erfolg notwendig ist. Ohne gezielte Exportförderungen laufen wir Gefahr, von Startups aus größeren oder besser geförderten Ländern wie Deutschland, den Niederlanden oder Israel überrollt zu werden. Hier muss Österreich aktiv werden und Startups dabei unterstützen, ihre Produkte international zu platzieren und in größeren Märkten Fuß zu fassen.

Österreich hat zweifellos das Potenzial, eine dynamische und innovative Food-Startup-Szene zu entwickeln. Dafür braucht es jedoch ein klares Bekenntnis von allen Seiten – von der Politik, die durch gezielte Förderprogramme für Unternehmen, Investoren und den Export die Rahmenbedingungen schafft, bis hin zu den Handelskonzernen, die ihre Verantwortung wahrnehmen müssen, Startups nicht als kurzfristige Experimente zu betrachten, sondern als strategische Partner, die einen echten Mehrwert für die Branche und die Konsumenten bieten können. Nur durch ein solches Umdenken kann Österreich im internationalen Wettbewerb mithalten und eine führende Position in der Förderung von Food-Startups einnehmen.

Sie kritisieren bürokratische Hürden und mangelnde Exportförderung in Österreich. Welche spezifischen Reformen oder Programme würden Sie sich von der Politik wünschen, um Startups besser zu unterstützen?

Laurenz Hoffmann: Ich wünsche mir von der Politik klare, unbürokratische Maßnahmen, um die Unterstützung von Startups in Österreich nachhaltig zu verbessern. Dazu gehören vor allem staatliche Förderprogramme, die sowohl Startups als auch Investoren direkt adressieren. Investoren sollten verstärkt Anreize erhalten, in Startups zu investieren – beispielsweise durch steuerliche Vorteile oder staatliche Zuschüsse für Investitionen. Das würde Startups einen klaren Vorteil verschaffen, da sie so leichter an frisches Kapital kommen und ihre Innovationskraft entfalten können.

Darüber hinaus sollte es umfangreichere staatliche Förderprogramme geben, die Bankkredite absichern und damit das finanzielle Risiko für Gründerinnen und Gründer erheblich reduzieren. Dies würde nicht nur die Gründungsdynamik stärken, sondern auch das Vertrauen der Banken in die Finanzierung junger Unternehmen erhöhen. Wichtig dabei ist, dass all diese Förderprogramme ohne übermäßige Bürokratie gestaltet werden, damit Startups ihre Energie in die Entwicklung ihrer Produkte und Geschäftsideen investieren können, statt sie mit Verwaltungsaufwand zu vergeuden.

Eine Kombination aus gezielter Unterstützung für Investoren und staatlicher Absicherung für Bankkredite würde das österreichische Startup-Ökosystem deutlich stärken. Es wäre ein entscheidender Schritt, um Innovationen voranzutreiben und Österreich als attraktiven Standort für Gründerinnen und Gründer international zu positionieren.

Ein weiterer entscheidender Ansatz, um Startups in Österreich nachhaltig zu fördern, ist die gezielte Unterstützung von Unternehmen, die sich auf den Vertrieb und das Marketing von Startup-Produkten spezialisiert haben.

Solche Unternehmen spielen eine zentrale Rolle, da sie Startups den Zugang zu erfahrenen Marketing- und Vertriebsexperten ermöglichen, ohne dass diese selbst große Teams aufbauen und hohe Fixkosten tragen müssen. Insbesondere in den frühen Phasen eines Unternehmens ist es oft nicht realistisch, interne Expertenteams zu finanzieren. Gleichzeitig sind genau diese Kompetenzen essenziell, um sich in einem von Großkonzernen dominierten Markt erfolgreich zu positionieren.

Durch staatliche Förderprogramme könnte die Zusammenarbeit zwischen Startups und Vertriebs- oder Marketingprofis erleichtert und gefördert werden. Unternehmen, die Startups in diesen Bereichen unterstützen, sollten finanzielle Anreize erhalten, um ihre Dienstleistungen kosteneffizient und zugänglich anzubieten. Das würde nicht nur die Qualität und Professionalität der Marktauftritte von Startups verbessern, sondern auch dazu beitragen, Skalierungsnachteile und Markteintrittsbarrieren zu reduzieren.

Ein solches Modell würde beiden Seiten zugutekommen:

Startups könnten ihre Ressourcen gezielt auf ihre Kernkompetenzen – die Produktentwicklung und Innovation – konzentrieren, während Vertriebsspezialisten und Marketingagenturen eine klare Perspektive auf eine wachsende Zielgruppe erhalten. Letztlich würde dies dazu beitragen, die gesamte Startup-Landschaft zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Jungunternehmen sowohl national als auch international zu steigern.

Können Sie konkrete Beispiele für die Unterstützung nennen, die die Schmidbauer Management Holding Alimentastic Food Innovation GmbH Startups bietet, und wie diese zu deren Erfolg beitragen? 

Laurenz Hoffmann: Die Alimentastic Food Innovation GmbH bietet Startups eine umfassende Unterstützung, die auf einer einzigartigen Kombination aus Expertise, Netzwerk und Flexibilität basiert. Unser Team besteht aus Experten, die alle für Startups relevanten Bereiche abdecken, von Vertrieb, Logistik und Produktion über Nachhaltigkeit, Marketing und Export bis hin zu Finanzierung, Unternehmensführung und Strategieentwicklung. Diese Bandbreite ermöglicht es uns, Startups bei jedem Schritt ihrer Entwicklung gezielt zu unterstützen und ihnen Zugang zu Wissen und Ressourcen zu verschaffen, die sie sich eigenständig in dieser Qualität und Breite nicht leisten könnten.

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist unser großes Netzwerk an Händlern, mit denen wir eng zusammenarbeiten. Im deutschsprachigen Raum gibt es keinen relevanten Händler, den wir nicht mit Produkten beliefern oder innerhalb der letzten 12 Monate beliefert haben. Darüber hinaus sind wir bereits in vielen internationalen Märkten vertreten, bis hin nach Südkorea. Unsere starke Präsenz auf über 10 internationalen Messen pro Jahr – von den USA bis Japan, mit Schwerpunkt Europa – bietet unseren Partner-Startups eine außergewöhnliche Plattform, um ihre Produkte einem globalen Publikum zu präsentieren.

Wir wissen, dass jedes Startup unterschiedliche Bedürfnisse und Möglichkeiten hat.

Deshalb bieten wir maßgeschneiderte Modelle an, wie sie unsere Unterstützung in Anspruch nehmen können. Für Unternehmen, die keine Beteiligung oder Umsatzprovision abgeben möchten, gibt es die Möglichkeit einer monatlichen Pauschale. Andere bevorzugen ein Provisionsmodell auf den erzielten Umsatz, und wieder andere entscheiden sich dafür, uns als Mitgesellschafter an Bord zu holen, anstatt eine direkte Bezahlung zu leisten. Alle unsere Leistungen sind flexibel und mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten monatlich kündbar – wir setzen auf Leistung und nicht auf langfristige Verträge, um Startups an uns zu binden.

Unsere Stärke liegt nicht nur in unserer breiten Expertise, sondern auch in unserer Verfügbarkeit. Wir stehen unseren Partner-Startups nahezu rund um die Uhr für Fragen und Herausforderungen zur Verfügung. Diese Kombination aus fundiertem Wissen, einem umfassenden Netzwerk und individueller Betreuung macht uns zu einem starken Partner, der Startups hilft, ihre Ziele zu erreichen und langfristig erfolgreich zu sein – ohne dass sie von Anfang an hohe Fixkosten stemmen müssen.

Wie gehen Sie bei Alimentastic Food Innovation GmbH das Thema Nachhaltigkeit an, und welche Rolle spielt es in Ihren Marken und Konzepten?

Laurenz Hoffmann: Bei der Alimentastic Food Innovation GmbH steht Nachhaltigkeit im Mittelpunkt all unserer Aktivitäten und ist ein zentraler Bestandteil unserer Marken und Konzepte. Wir sind überzeugt, dass langfristiger Erfolg in der Lebensmittelbranche untrennbar mit einer nachhaltigen Ausrichtung verbunden ist – sei es in der Produktion, der Verpackung oder in den Lieferketten.

Unser Ansatz beginnt bereits bei der Auswahl der Produkte und Partner. Wir bevorzugen Startups und Produzenten, die nachhaltige Rohstoffe verwenden, ressourcenschonende Produktionsmethoden einsetzen und sich aktiv für ökologische und soziale Verantwortung engagieren. In der Verpackung achten wir darauf, dass möglichst wenig Plastik verwendet wird und greifen, wo immer möglich, auf recycelbare oder biologisch abbaubare Materialien zurück. Gleichzeitig unterstützen wir Startups bei der Umstellung auf nachhaltigere Alternativen, indem wir sie mit Experten vernetzen und in die richtigen Kanäle einführen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Optimierung der Lieferketten.

Wir arbeiten intensiv daran, Transportwege zu verkürzen und Emissionen zu reduzieren, indem wir regionale und effiziente Logistiklösungen fördern. Zudem helfen wir unseren Partnern, CO₂-Bilanzierungen vorzunehmen und Maßnahmen zur Kompensation zu ergreifen, um ihre Klimabilanz weiter zu verbessern.

In unseren Konzepten spielt Nachhaltigkeit auch eine zentrale Rolle in der Markenkommunikation. Verbraucher verlangen heute nicht nur Transparenz, sondern auch ein aktives Engagement für Umwelt und Gesellschaft. Wir helfen unseren Partnern, diese Werte glaubwürdig zu vermitteln und ihre Marken als nachhaltige Alternativen im Markt zu etablieren.

Nachhaltigkeit ist für uns kein kurzfristiger Trend, sondern eine langfristige Verpflichtung. Mit jedem Projekt, das wir unterstützen, tragen wir dazu bei, die Lebensmittelbranche verantwortungsvoller und zukunftsfähiger zu gestalten – und genau das macht den Kern unserer Arbeit aus.

Laurenz Hoffmann: Die Lebensmittelbranche steht in den kommenden Jahren vor großen Veränderungen, die durch globale Trends und spezifische Herausforderungen geprägt sein werden. Ein zentraler Trend ist die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit. Verbraucher fordern zunehmend Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Herkunft der Rohstoffe bis zur Verpackung. Marken, die keine glaubwürdigen Lösungen für Umwelt- und Klimafragen bieten, werden langfristig kaum bestehen können. Gleichzeitig müssen Unternehmen Wege finden, Nachhaltigkeit mit wirtschaftlicher Effizienz zu verbinden, was oft technologische Innovationen und Kooperationen erfordert.

Ein weiterer bedeutender Trend ist der wachsende Markt für pflanzenbasierte Produkte und alternative Proteinquellen wie Insekten, Zellkulturen oder fermentierte Proteine. Diese Entwicklungen stehen nicht nur für eine nachhaltigere Lebensmittelproduktion, sondern auch für eine neue Ära der Ernährung. Die Herausforderung wird sein, diese Produkte geschmacklich und preislich konkurrenzfähig zu machen und gleichzeitig breite Akzeptanz bei den Verbrauchern zu gewinnen.

Auch die Digitalisierung wird die Branche weiter revolutionieren.

Personalisierte Ernährung, smarte Verpackungen und KI-gestützte Analysen zur Optimierung der Lieferketten werden zunehmend an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig wird der Online-Handel mit Lebensmitteln weiter boomen, was von Unternehmen erfordert, ihre E-Commerce-Strategien zu perfektionieren. Dabei ist insbesondere die Logistik eine Herausforderung, vor allem bei frischen und gekühlten Produkten.

Der Trend zu gesundheitsbewusster Ernährung wird ebenfalls immer stärker. Verbraucher suchen gezielt nach Produkten, die funktionale Vorteile wie Probiotika, Immun-Boosting-Inhaltsstoffe oder individuelle Ernährungsansätze bieten. Functional Food spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Diese Lebensmittel, die gezielt mit Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen angereichert sind, können dazu beitragen, Defizite in der täglichen Ernährung auszugleichen. Gründe für solche Defizite liegen oft in der industriellen Verarbeitung von Lebensmitteln oder in der abnehmenden Nährstoffdichte ausgelaugter Böden. Die Herausforderung besteht darin, wissenschaftlich fundierte Lösungen zu entwickeln, die tatsächlich einen Mehrwert für die Gesundheit bieten, und sich gleichzeitig klar von überzogenen Gesundheitsversprechen zu differenzieren, die langfristig das Vertrauen der Verbraucher gefährden könnten. Functional Food hat das Potenzial, eine Lücke zwischen modernen Ernährungsgewohnheiten und den tatsächlichen Bedürfnissen des Körpers zu schließen, wenn es verantwortungsvoll umgesetzt wird.

Zudem wird die Branche weiterhin mit globalen Unsicherheiten wie Lieferkettenproblemen, geopolitischen Spannungen und steigenden Rohstoff- und Energiepreisen konfrontiert sein. Diese Faktoren zwingen Unternehmen, ihre Beschaffungsstrategien widerstandsfähiger und flexibler zu gestalten, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die nächsten Jahre von einer Kombination aus Innovation, Nachhaltigkeit und Anpassungsfähigkeit geprägt sein werden. Unternehmen, die sich schnell auf veränderte Verbraucherbedürfnisse und globale Herausforderungen einstellen, werden die größten Chancen haben, in diesem dynamischen Marktumfeld erfolgreich zu sein. Die Lebensmittelbranche wird sich weiter diversifizieren – und genau darin liegt ihre Stärke und Zukunft.

Wie schaffen Sie es, mit mehr als 20 Startup-Beteiligungen und zu vertretenden Marken den Überblick zu behalten und innovative Konzepte erfolgreich umzusetzen?

Laurenz Hoffmann: Der Schlüssel, um mit über 20 Startup-Beteiligungen und Marken den Überblick zu behalten und gleichzeitig innovative Konzepte erfolgreich umzusetzen, liegt in einer klaren Struktur, effizienten Prozessen und einem starken Team. Wir setzen auf spezialisierte Teammitglieder, die in den jeweiligen Fachbereichen wie Vertrieb, Marketing, Logistik, Produktion, Nachhaltigkeit und Strategieentwicklung tiefes Expertenwissen einbringen. Dadurch können wir uns auf die individuellen Anforderungen jedes Startups oder jeder Marke fokussieren und gleichzeitig Synergien innerhalb unseres Netzwerks optimal nutzen.

Ein entscheidender Vorteil ergibt sich aus den Learnings, die wir aus der Zusammenarbeit mit Startups und Handelspartnern gewinnen. Wenn ein Startup in einem bestimmten Bereich, wie etwa Marketing, Produktentwicklung oder Vertrieb, besonders erfolgreich ist, analysieren wir diese Ansätze genau. Diese Erkenntnisse lassen sich dann schnell auf andere Startups in unserem Netzwerk übertragen. So profitieren alle Beteiligungen voneinander, und wir können Innovationen und Best Practices effizient skalieren.

Welche drei Ratschläge würden Sie ambitionierten Food-Gründer:innen geben, die in der Branche Fuß fassen möchten?

Laurenz Hoffmann: Ambitionierten Food-Gründer:innen würde ich drei wesentliche Ratschläge geben, um in der Branche erfolgreich Fuß zu fassen:

Fokus auf ein klar definiertes Alleinstellungsmerkmal (USP)

Die Lebensmittelbranche ist hart umkämpft, und es ist entscheidend, dass ein Produkt aus der Masse heraussticht. Gründer:innen sollten sich fragen: Was macht mein Produkt einzigartig? Ob es eine nachhaltige Verpackung, eine spezielle Rezeptur oder ein gesundheitlicher Mehrwert ist – das Alleinstellungsmerkmal muss klar kommunizierbar und relevant für die Zielgruppe sein. Gleichzeitig ist es wichtig, den Markt genau zu analysieren und Trends sowie Verbraucherbedürfnisse frühzeitig zu erkennen.

Nachhaltige Beziehungen zu Handel und Partnern aufbauen

Der Einstieg in die Regale von Händlern ist eine große Hürde. Gründer:innen sollten sich darauf konzentrieren, langfristige Partnerschaften mit Händlern und Vertriebspartnern aufzubauen. Hierbei hilft es, die Erwartungen des Handels – etwa in Bezug auf Lieferfähigkeit, Qualität und Umsatzpotenzial – realistisch einzuschätzen und gezielt zu erfüllen. Eine gute Vorbereitung auf Verhandlungen, unterstützt durch Daten und eine klare Vision, kann entscheidend sein.

Skalierbarkeit von Anfang an im Blick behalten

Viele Startups scheitern daran, dass sie ihre Produktion oder Logistik nicht skalieren können, sobald die Nachfrage steigt. Deshalb sollten Gründer:innen frühzeitig über die Skalierbarkeit ihres Geschäftsmodells nachdenken. Dazu gehört, Produktionskapazitäten aufzubauen, die mit dem Wachstum mithalten können, und sich mit potenziellen Partnern für Logistik, Finanzierung oder Export zu vernetzen. Ebenso ist es wichtig, die Fixkosten niedrig zu halten und flexibel auf Herausforderungen reagieren zu können.

Zusammenfassend: Ein klarer USP, starke Partnerschaften und der Fokus auf Skalierbarkeit sind die Schlüssel, um in der Lebensmittelbranche erfolgreich zu starten und nachhaltig zu wachsen.

Bild: Laurenz Hoffmann @ Alimentastic

Wir bedanken uns bei Laurenz Hoffmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie bringt man Freude und Nachhaltigkeit zusammen?

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TanteTia Gründerin Christiane Niederreiter
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TanteTia gestaltet nachhaltige Papeterie, die mit liebevollen Designs Lebensfreude schenkt und besondere Momente feiert.

TanteTia steht für die Magie der Freude im Leben – wie ist die Idee zu Ihrem Unternehmen entstanden, und wer steckt hinter diesem Projekt?

Ich bin Christiane und Designerin von TanteTia. In der Vergangenheit habe ich überwiegend für andere gestaltet – von Webseiten über Corporate Identity, Logos und Broschüren bis hin zu Produktdesigns. Doch tief in mir schlummerte immer der Wunsch, die Magie der Freude in anderen Herzen zu erwecken. Mit TanteTia habe ich mir 2022 diesen Traum erfüllt. TanteTia ist ein echtes Familienprojekt. Mein Mann kümmert sich um Vertrieb, Buchhaltung, Messeplanung und Logistik. Gemeinsam machen wir TanteTia zu einer Marke, die für Liebe, Kreativität und Nachhaltigkeit steht.

Ihre Karten sind mehr als nur ein Produkt. Was ist die Vision hinter TanteTia, und wie möchten Sie diese Vision verwirklichen?

Die Vision von TanteTia ist es, mit unseren Karten und Papeterieprodukten mehr als nur eine Botschaft zu übermitteln – wir möchten kleine Fixsterne im Leben der Menschen sein und Wärme, Freude und Glück verbreiten und an die eigene Stärke zu erinnern.  Jede Karte ist ein Stück Lebensfreude, das dazu einlädt, besondere Momente zu feiern und festzuhalten. Nachhaltigkeit ist uns ein großes Anliegen. Wir gestalten unsere Produkte umweltbewusst, verwenden Recyclingpapier und Ökofarben auf Pflanzenölbasis und setzen auf regionale Produktion.

Wer gehört zu Ihrer Zielgruppe, und wie schaffen Sie es, deren Wünsche und Bedürfnisse mit Ihren Designs zu erfüllen?

In erster Linie sind es Frauen, die sich von meinen Designs angesprochen fühlen. Ich glaube, das liegt vor allem an der harmonischen Farbwelt und am Inhalt. Ich arbeite sehr gern mit zarten Pastelltönen, die Leichtigkeit und Wärme ausstrahlen. Natürlich sind es sind nicht nur die Farben: Meine Illustrationen erzählen Geschichten, die aus meinem Leben stammen. Sie spiegeln kleine, emotionale Momente wider, die viele Frauen aus ihrem eigenen Alltag kennen. Die Karten sollen bewusst auch Frauen in ihre eigene Kraft und Leichtigkeit bringen.  

Individuelle Gestaltung ist ein großes Thema in der Kartenbranche. Wie setzt TanteTia auf kreative Einzigartigkeit, um sich abzuheben?

Jede TanteTia Karte ist ein kleines, liebevolles Statement. Sie wird von mir von Hand illustriert. Ich glaube fest daran, dass man die „Liebe“, die in einem Design steckt, spüren kann – und genau das macht den besonderen Zauber von TanteTia aus. Jeder Mensch ist einzigartig und sieht die Welt durch seine Brille. So gesehen, zeigen die Karten meine Welt und ich wie ich den Menschen Liebe und Kraft schenken möchte. Dies macht jede meiner Karten zu etwas ganz Besonderem.  

Was waren bisher die größten Herausforderungen, mit denen Sie als Unternehmen konfrontiert waren, und wie sind Sie damit umgegangen? 

Als Mama von zwei Kindern ist es nicht immer einfach, den Spagat zwischen beruflichen Zielen und familiären Verpflichtungen zu meistern. Doch ich habe gelernt, dass es nicht darum geht, alles perfekt zu machen, sondern darum, flexibel zu bleiben und mich immer wieder neu zu sortieren. Eine weitere Herausforderung war es, mit meinen eigenen Produkten sichtbar zu werden. Fragen wie: Werden meine Produkte angenommen? Was sagen die Händler dazu? Werden sich meine Karten verkaufen? haben mich immer wieder beschäftigt. Es ist wichtig den ersten Schritt zu wagen, auch wenn nicht alles perfekt ist, und einfach zu vertrauen, dass der Rest sich mit der Zeit fügt. Und genau das habe ich mit TanteTia gemacht.

Der Markt für personalisierte Karten ist vielfältig. Was unterscheidet TanteTia von anderen Anbietern?

Aktuell bieten wir keine personalisierten Karten an – und das ganz bewusst. Unser Fokus liegt darauf, ein Portfolio zu schaffen, das mit einzigartigen Designs und liebevoller Gestaltung überzeugt. Dabei möchten wir Karten anbieten, die für sich sprechen und Menschen emotional berühren, ohne dass sie angepasst werden müssen. 

Für mich geht es nicht darum, jeden Trend mitzunehmen, sondern darum, etwas zu schaffen, das zeitlos berührt und den Menschen ein Lächeln schenkt. Bei TanteTia lasse ich mich in erster Linie von meinen eigenen Ideen leiten, es muss sich für mich stimmig anfühlen. Ich glaube daran, dass Authentizität stärker wirkt als das reine Folgen von Modeerscheinungen. Das Besondere an unserem Ansatz ist die Vielfalt innerhalb dieser Harmonie: Unsere Hunde- und Katzenmotive strahlen eine elegante Schlichtheit und Ruhe aus, während die Affirmationskarten verspielt und lebendig sind, inspiriert vom Leben selbst. Beide Welten ergänzen sich wunderbar und sprechen unterschiedliche Stimmungen und Momente an. 

Welche Bedeutung hat Nachhaltigkeit in Ihrem Geschäftsmodell, und welche Maßnahmen setzen Sie in diesem Bereich um?

Nachhaltigkeit ist in aller Munde – doch für uns bei TanteTia ist sie mehr als nur ein Trend. Sie ist ein Herzensanliegen und ein fester Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Eines unserer zentralen Themen ist es, so regional und ressourcenschonend wie möglich zu produzieren. Deshalb verwenden wir Recyclingpapier für unsere Produkte und setzen Farben auf Pflanzenölbasis ein, die umweltfreundlich und zugleich hochwertig sind. 

Blicken wir in die Zukunft: Welche Entwicklungen oder neuen Projekte dürfen Kund:innen in den nächsten Jahren von TanteTia erwarten?

Dieses Jahr wird wieder spannend. Neben der beliebten Hundekollektion bringen wir auch eine Katzenkollektion auf den Markt. Nun können sich auch Katzenliebhaber:innen an unseren liebevoll gestalteten Designs und den ansprechenden Texten erfreuen. Das ist erst der Anfang! Wir wollen unser Portfolio weiter ausbauen und noch vielfältiger gestalten. 

Welche Ratschläge würden Sie anderen Gründer:innen geben, die ein kreatives Business starten möchten?

Ich möchte alle ermutigen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen – es kann der Beginn einer wunderbaren Reise sein. Wenn möglich, starte aus einer sicheren Position heraus. Zum Beispiel kannst du deine Vollzeit-Festanstellung auf eine Vier-Tage-Woche reduzieren und den zusätzlichen Tag nutzen, um dein eigenes Business aufzubauen. So wächst du Schritt für Schritt in die Selbstständigkeit hinein. Der wichtigste Rat ist aber: Einfach machen! Warte nicht darauf, dass der perfekte Moment kommt oder jedes Detail perfekt ist. Starte – und finde unterwegs heraus, was funktioniert und was nicht. 

Wie wichtig ist Ihnen der direkte Austausch mit Ihren Kund:innen, und wie binden Sie deren Feedback in Ihre Arbeit ein?

Der direkte Austausch ist für mich sehr wichtig. So lerne ich, welche Wünsche bestehen und welche Motive oder Produkte besonders geschätzt werden. Jeder Kunde und jede Händlerin bringen eine eigene Perspektive mit. Ein Blumenladen benötigt oft andere Karten als ein Concept Store oder ein Schreibwarenhändler. Genau diese Vielfalt an Rückmeldungen hilft TanteTia, unser Angebot weiterzuentwickeln. 

Gibt es eine besondere Botschaft, die Sie mit Ihren Karten vermitteln möchten, und wie tragen Sie dazu bei, Momente unvergesslich zu machen?

Jede einzelne meiner Kreationen ist ein Ausdruck von Lebensfreude und Kraft, kleine Fixsterne, die den Alltag erhellen und den Menschen Kraft und Liebe schenken. Diese liebevoll gestaltete Papeterie ist eine Botschaft, die Herzen berührt. Ob es darum geht, besondere Momente zu feiern oder einfach ein Lächeln zu verschenken – unsere Produkte sind dafür gemacht, die kleinen und großen Freuden des Lebens zu teilen, Mut zu machen und bleibende Erinnerungen zu schaffen.

Wir bedanken uns bei Christiane Niederreiter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie schafft man es, bis zu 75% Energie zu sparen?

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Factor4Solutions Gründerteam von Factor4Solutions: Walther Hüls, Jan Albers und Stefan Petersen (v.l.n.r.) Copyrighthinweis: TU Berlin

Factor4Solutions entwickelt eine KI-gestützte Systemlösung, die Kälte- und Wärmeerzeugung effizienter macht und dabei bis zu 75 % Energie einspart

Stellen Sie sich und Factor4Solutions bitte kurz vor

Mein Name ist Stefan Petersen. Gemeinsam mit Walther Hüls und Jan Albers habe ich 2023 die Factor4Solutions als Spin-Off der TU Berlin gegründet. Wir kommen alle aus der Forschung und Entwicklung für energieeffiziente Kälte und Wärmeerzeugung, wo ich seit 20 Jahren in der Hardwareentwicklung als Entwickler, Konzeptionist, Team- und Projektleiter aktiv bin. Sozusagen am Vorabend der Gründung, mitten in der Corona Zeit wurden wir von der internationalen Energieagentur (IEA) für unsere hervorragende Forschungs- und Entwicklungsleistung ausgezeichnet. Mit der sogenannten digitalen Systemmanagerin – einer KI-gestützten Software – bringen wir eine vollautomatisierte Lösung für jede Art von Kälteerzeugung auf den Markt, die bis zu 75 Prozent der benötigten Jahresenergie an Strom spart. 

Die Lösung ist sofort einsetzbar, hersteller- und technologieoffen, problemlos skalierbar und lässt sich sowohl im Bestand als auch im Neubau einsetzen. Ein weiterer, großer Vorteil: Die Systemmanagerin funktioniert als stand-alone, offline-fähiges System und ist daher auch für kritische Infrastrukturen geeignet. Das Konzept der KI-gestützten Systemmanagerin ist aus mehr als zehnjähriger Forschungsarbeit an der TU Berlin hervorgegangen und wird mithilfe kontinuierlicher Forschung und Entwicklung sowie der langjährigen Verankerung des Teams in der wissenschaftlichen Community stetig ausgebaut.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee der intelligenten Systemmanagerin kam uns bei der letzten Pilotserie einer Kälteanlagenentwicklung, die wir zwischen Uppsala in Schweden, 16 Standorten in Deutschland und vieren in Jordanien betreuen durften. Als wir dann in einem Projekt der TU Berlin beweisen konnten, dass 40 Prozent und im Einzelfall sogar bis zu 75 Prozent an Effizienzsteigerung in Bestandssystemen möglich ist haben wir uns angesehen und gesagt: wer, wenn nicht wir, wann, wenn nicht jetzt. Die Auszeichnung der IEA war das i-Tüpfelchen.

Welche Vision steckt hinter Factor4Solutions?

Factor4Solutions bringt ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit zusammen. Wir schaffen es, Kälteerzeugungsanlagen und zukünftig auch Wärmeerzeugungsanlagen mit Wärmepumpen in der elektrischen Jahresarbeitszahl, also der Effizienz um 40 bis 75 Prozent zu steigern und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion des Energiebedarfs, Steigerung des Komforts, Erhöhung der Resilienz kritischer Infrastruktur. Wussten Sie das 40% der Lebensmittel in Afrika mangels Kühlung verderben oder 30% des Elektrobedarfs zentral europäischer Krankenhäuser für Kühlung benötigt werden? Jede kWh weniger Strombedarf muss gar nicht erst produziert werden, egal mit welcher Technologie – wir schaffen das.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen, und wie haben Sie sich finanziert?

Eine der größten Herausforderungen war sicher das Verlassen unser Komfortzone. Gemeinsam mit Walther Hüls bin ich ins kalte Wasser gesprungen – das erste Jahr war finanziell nicht einfach. Getragen haben uns der Gründergeist und viele tolle, enthusiastische Menschen, vor allem das Team vom Berlin Brandenburger Business Plan Wettbewerb 2023 sowie die ganze Community, unser Mentor an der TU Berlin, das Center für Entrepreneurship und so viele mehr. Wir konnten dann gemeinsam mit unserem Coach die Investitionsbank Berlin von unserem Projekt überzeugen und finanzieren uns aktuell zu einem kleinen Teil über erste Kunden und zum größeren Teil über eine Förderung zur weiteren Forschung und Entwicklung unseres Produktportfolios.

Wer ist die Zielgruppe von Factor4Solutions?

Wir unterschieden hier zwischen den Early Adoptern, das sind vor allem Kälteanwendungen zur Klimatisierung, Produktionskühlung in und um die Getränkeindustrie, aber auch im Mischgewerbe und allen Anwendungen, wo für die Kälteerzeugung ca. 150 MWh bis 2000 MWh im Jahr benötigt wird. Generell ist unsere Lösung in allen Anwendungen der technischen Kälteversorgung anwendbar. 

Was ist das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens?

Wir legen Wert auf Qualität und gehen mit höchsten Anforderungen an uns selbst in jedes Projekt. Unsere Kunden können von uns eine Potentialanalyse erhalten, um abzuschätzen, ob sich der weitere Weg und die möglichen Einsparungen für sie interessant darstellen. Kommen wir dann zusammen, dann ist unser Kerngeschäft der Betrieb der Systemmanagerin bei den Kunden, die die Hardware kaufen und die Software im Lizenzmodell nutzen. Die Erlöse für Factor4Solutions und damit die Kosten für die Kunden ergeben sich anteilig aus den erreichten Einsparungen. Zusätzliche Services wie Ingenieur-Leistungen aber auch Abo-Angebote, wie die Energieberichtserstellung komplettieren unser Angebot.

Wie funktioniert die Lösung von Factor4Solutions? 

Ein großes Problem bei der Kälteerzeugung ist, dass Rückkühlwerke und Pumpen unerkannt oft genauso viel Strom verbrauchen, wie die Kälteerzeuger selbst. Zudem findet die Optimierung des Strombedarfs häufig nur auf Komponenten-Ebene und genauso oft nur für einen, in der Planung definierten Betriebszustand statt, der typischerweise in weniger als drei Prozent aller Betriebsstunden vorliegt. Die Folge ist ein unnötiger Verbrauch an Elektroenergie von bis zu 90 Prozent in vielen Betriebsstunden.

Die intelligente Systemmanagerin von Factor4Solutions löst diese Herausforderung, indem sie den Betrieb aller für die Kältetechnik relevanten Komponenten und damit deren energetische Betriebsaufwendungen (Strom, Wärme, Wasser etc.) gemeinsam betrachtet. Dazu erstellt die Lösung einen digitalen Zwilling des jeweiligen Kältesystems, über den sich sowohl in Echtzeit bzw. parallel zum Betrieb als auch situativ errechnen lässt, wie sich die einzelnen Komponenten verhalten müssen, um die maximale Effizienz des Systems zu erzielen. 

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Kälteerzeuger sowie alle Hilfsaggregate werden mit unserer Lösung nicht mehr nach fester Reihenfolge (Grund- und Spitzenlast) eingesetzt, sondern effizienzbasiert, abhängig von den Witterungsbedingungen und der geforderten Leistung über standardisierte Protokolle von unserer Systemmanagement-Lösung freigegeben und geregelt. Damit erreicht die vollautomatisierte Systemmanagerin in jeder Lastsituation den effizientesten Systembetrieb. Die Anwender können dabei ihre gewünschte Zielgröße für die Optimierung individuell vorgeben – z.B. Kosten, Stromverbrauch oder CO2-Emissionsminderung. 

Ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit gehen bei uns Hand in Hand. Kunden profitieren von einer Reduzierung des Elektroenergieaufwands um bis zu 75 Prozent für die Kälteerzeugung bei gleichzeitiger Senkung der Betriebskosten in selber Höhe. Weitere Vorteile sind darüber hinaus eine Reduzierung ihres CO2-Fußabdrucks sowie die Minimierung der Auswirkungen von Preissteigerung bei Energieträgern und CO2-Abgaben. 

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Aktuell arbeiten wir an einer Adaption unserer Lösung, die dann auch Wärmeerzeugungsanlagen mit Wärmepumpen die gleichen Vorteile bietet. Generell wird Factor4Solutions den Markt für den Betrieb nachhaltiger, effizienzbasierter Kälte- und Wärmeversorgungssysteme entscheidend prägen. Viele spannende Start-Ups und auch bereits global aktive Unternehmen werden mitziehen. Unser Ziel ist es, auf diesem Weg voranzugehen und uns in fünf Jahren international etabliert zu haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg 

Wer Fehler macht, kann dazu lernen. Nur wer hinfällt, kann aufstehen.

Berater beraten, Gründerinnen und Gründer entscheiden – glaubt an euch, seid offen, selbstkritisch und selbstbewusst!

Wenn Träume und Visionen sich richtig anfühlen, worauf wartet ihr? Machen ist Adrenalin pur!

Bild: Gründerteam von Factor4Solutions: Walther Hüls, Jan Albers und Stefan Petersen (v.l.n.r.) Copyright: TU Berlin

Wir bedanken uns bei Walther Hüls, Jan Albers und Stefan Petersen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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