Donnerstag, Juli 16, 2026
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Cyberangriffe Mittelstand: 65 Prozent der Unternehmen bereits von KI-Angriffen betroffen

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65 % der Mittelständler in der DACH-Region waren bereits von KI-basierten Cyberangriffen betroffen. DXC zeigt Defizite bei der Cyberabwehr.

Cyberangriffe Mittelstand werden zunehmend zur strategischen Herausforderung für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eine aktuelle Sonderauswertung des DXC Digital Future Monitor 2026 zeigt, dass bereits 65 Prozent der befragten mittelständischen Unternehmen von KI-basierten Cyberangriffen betroffen waren. Gleichzeitig plant die Mehrheit der Unternehmen deutlich höhere Investitionen in Cybersicherheit und Datenschutz.

Cyberangriffe Mittelstand: KI verändert die Bedrohungslage

65 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz geben an, dass ihr Unternehmen bereits KI-basierten Cyberangriffen ausgesetzt ist. Drei von vier der befragten Entscheider bewerten Cyberkriminalität als wichtige bis sehr wichtige Herausforderung für ihre Wettbewerbsfähigkeit. Das zeigt die Sonderauswertung „Mittelstand“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus dem DXC Digital Future Monitor 2026, für den N=147 Geschäftsführer und IT-Entscheider mittelständischer Unternehmen befragt wurden.

„KI verändert die Bedrohungslage grundlegend — Angriffe werden schneller, zielgenauer und schwerer zu erkennen“, sagt Matthias Bauhammer, Titel DXC. „Dass der Mittelstand in der DACH-Region das ernst nimmt und Cybersicherheit zur Investitionspriorität macht, ist die richtige Reaktion.“

Cyberangriffe Mittelstand: Defizite bei Schulungen und Notfallplänen

Status Cyberabwehr im Mittelstand

Beim Blick auf grundlegende Maßnahmen der Cyberabwehr zeigen sich jedoch Lücken: 27 Prozent der Unternehmen bieten ihren Beschäftigten keine regelmäßigen Schulungen zur IT-Sicherheit an. Jedem vierten Mittelständler fehlt ein aktuelles Sicherheitslagebild über die eigenen Cyberrisiken. Gut jeder fünfte Mittelständler hat noch keinen Notfallplan für Hackerangriffe erstellt (22 Prozent).

Cyberangriffe Mittelstand werden zunehmend zur strategischen Herausforderung für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eine aktuelle Sonderauswertung des DXC Digital Future Monitor 2026 zeigt, dass bereits 65 Prozent der befragten mittelständischen Unternehmen von KI-basierten Cyberangriffen betroffen waren. Gleichzeitig plant die Mehrheit der Unternehmen deutlich höhere Investitionen in Cybersicherheit und Datenschutz.

Unternehmen erhöhen Investitionen in Cybersicherheit

Cybersicherheit bis 2029

59 Prozent der Mittelständler planen, mehr oder sehr viel mehr in Cybersicherheit und Datenschutz zu investieren — damit ist es das Technologiefeld mit dem höchsten Anteil an Unternehmen, die ihre Ausgaben deutlich steigern wollen. 29 Prozent wollen sehr viel mehr investieren, 30 Prozent mehr als bisher. Ein weiteres Drittel plant, auf dem aktuellen Ausgabenstand zu bleiben.

„Investitionsbereitschaft allein schützt kein Unternehmen. Wer Millionen in neue Technologien steckt, aber keinen Notfallplan in der Schublade hat, baut auf einem unsicheren Fundament. Die Grundlagen müssen stimmen — erst dann entfaltet auch die nächste Generation der Cyberabwehr ihre Wirkung“, sagt Matthias Bauhammer.

DXC Digital Future Monitor 2026 zu Cyberangriffen im Mittelstand

DXC Digital Future Monitor 2026

DXC Technology hat im März 2026 in Deutschland, Österreich und der Schweiz insgesamt N=147 Geschäftsführer und IT-Entscheider mittelständischer Unternehmen (250 bis 9.999 Beschäftigte) befragt, die über die digitale Transformation ihres Unternehmens entscheiden. Die Umfrage wurde von dem Marktforschungsinstitut Toluna auf Basis von Expertenpanels online durchgeführt.

Foto/Quelle: DXC Digital Future Monitor 2026.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – Indastial Max

Tsuga sammelt 35 Millionen US-Dollar für KI-Observability ein

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Observability für KI-Agenten: Tsuga erhält 35 Mio Teambild

Tsuga sammelt 35 Millionen US-Dollar in Series-A-Runde ein

Paris, 23. Juni 2026 – Tsuga, führender Anbieter für „AI-Native Resilient Observability“, hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde 35 Millionen US-Dollar eingesammelt. Angeführt wird die Runde vom Bestandsinvestor Singular; General Catalyst beteiligt sich ebenfalls erneut. Neu hinzu kommen DST Global Partners und Quantumlight. Weitere Investoren der Runde sind Picus und Databricks Ventures. Mit dem frischen Kapital will Tsuga sein internationales Wachstum beschleunigen und die Einführung seiner Plattform vorantreiben, die Unternehmen mehr Transparenz und Kontrolle über KI-Agenten, KI-Workloads und die zugrunde liegende Infrastruktur ermöglicht.

Warum klassische Observability-Lösungen im KI-Zeitalter an ihre Grenzen stoßen

Seit Jahrzehnten basiert die Observability-Branche auf demselben Geschäftsmodell: Telemetriedaten aus Anwendungen, Systemen und Cloud-Infrastrukturen werden erfasst, in einer externen Cloud gespeichert und mit wachsendem Datenvolumen zunehmend teurer. Über viele Jahre hinweg haben Kunden dies akzeptiert. Das Zeitalter der KI macht dies jedoch unhaltbar. Jeder Agent-Loop, jede autonome Bereitstellung und jede Interaktion mit Token generiert Observability-Daten in einem Umfang, für den ältere Plattformen nie ausgelegt waren. Die Erfassungskosten steigen dadurch exponentiell an. Die Stichprobenahme nimmt zu, da die Anbieter ihre eigene Infrastrukturauslastung verwalten müssen. Es entstehen Governance-Lücken, wenn sensible KI-Interaktionsdaten in Clouds von Drittanbietern fließen. Die Plattformen, die die letzte Ära dominierten, kämpfen nicht wegen fehlender Funktionen. Sie haben zu kämpfen, weil ihre gesamte Architektur auf einer Annahme beruhte, die das KI-Zeitalter überholt hat.

Tsuga setzt auf eine Plattform innerhalb der Cloud des Kunden

Tsuga stellt dieses Modell grundsätzlich in Frage. Die Plattform wird innerhalb des Cloud-Kontos des Kunden bereitgestellt – auf Microsoft Azure, AWS oder Google Cloud –, sodass die Telemetriedaten die Umgebung des Kunden nie verlassen. Integrierte Compliance-Funktionen gewährleisten die Einhaltung von Vorschriften zum Datenstandort, zum Umgang mit personenbezogenen Daten (PII) sowie regulatorischer Anforderungen einschließlich der DSGVO – ohne zusätzlichen Aufwand. Es fallen keine Infrastrukturgebühren an, keine Kosten durch doppelte Datenspeicherung und es sind keine Stichproben erforderlich. Die Preisgestaltung basiert auf einem einheitlichen, transparenten Tarif pro Gigabyte. Gleichzeitig sinken die Kosten im Laufe der Zeit, da die technischen Experten von Tsuga die Konfiguration und Datennutzung gemeinsam mit den Kunden kontinuierlich optimieren.

„Die etablierten Anbieter haben erfolgreiche Unternehmen auf einem Modell aufgebaut, das nicht mehr funktioniert. Die Übermittlung ihrer Telemetriedaten an die Cloud eines Anbieters war sinnvoll, als das Datenvolumen noch überschaubar war und KI ihren Code noch nicht selbst schrieb und bereitstellte. Beides trifft heute nicht mehr zu. Jeder Kunde, mit dem wir sprechen, zahlt heute mehr für Observability als noch vor zwei Jahren und erhält eine weniger zuverlässige Abdeckung. Wir haben Tsuga entwickelt, um dem ein Ende zu setzen“, sagt Gabriel-James Safar, Mitgründer und Geschäftsführer von Tsuga.

Mehr Transparenz und Kontrolle für KI-Agenten und KI-Workloads

Da die Telemetriedaten die Umgebung des Kunden nie verlassen, verbleibt auch die darauf aufbauende KI vollständig innerhalb dieser Umgebung. Tsuga bietet eine einheitliche Ansicht klassischer Anwendungs- und Infrastruktur-Traces sowie KI-Agenten-Traces. Darüber hinaus bietet die Plattform Transparenz über Prompts und Tokens, Konfidenzwerte sowie Agenten-Call-Graphs – und das vollständig innerhalb der Sicherheitsgrenzen des Kunden. Die automatisierte Ursachenanalyse basiert auf vollständigen Daten ohne Stichproben. Mithilfe des Tsuga-MCP-Servers und der CLI können Entwicklerteams eigene Agenten innerhalb ihrer Sicherheitsgrenzen entwickeln, ohne Daten an Orte zu senden, an die sie nicht gelangen sollten.

Software und Services als neues Modell für Observability

Tsuga verbindet Software und Dienstleistungen – das neue SaaS. Die Ingenieure arbeiten als Erweiterung der jeweiligen Kundenteams, optimieren kontinuierlich deren Observability-Umgebungen und identifizieren Potenziale, um das Volumen der verarbeiteten und gespeicherten Daten zu reduzieren.

„Weil Tsuga die Daten seiner Kunden nicht über eine eigene Plattform verarbeitet, entfallen die strukturellen Nachteile, auf denen viele bestehende Observability-Lösungen beruhen. Zusätzliche Infrastrukturaufschläge entfallen. Unternehmen müssen sich nicht länger zwischen Kostenkontrolle und vollständiger Transparenz entscheiden. Gleichzeitig behalten sie die volle Kontrolle über Daten und KI-Workloads in ihrer eigenen Umgebung. Übrig bleibt eine bessere Plattform zu geringeren Kosten – direkt in der Cloud-Umgebung des Kunden“, sagt Henri Tilloy, Partner bei Singular.

Millionenumsätze und namhafte Kunden nach der Stealth-Phase

Sechs Monate nach dem Ende der Stealth-Phase erzielt Tsuga bereits Umsätze von mehreren Millionen US-Dollar bei durchschnittlichen Vertragswerten im sechsstelligen Bereich. Zu den Kunden zählen Unternehmen wie Black Forest Labs, die moderne KI-Modelle entwickeln, sowie Unternehmenskunden wie Camunda, Le Monde und Buk.

Bild Tsuga Teambild@Tsuga

Quelle The PR Network

JUPUS erhält 13 Millionen Euro für KI in Kanzleien

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Kanzleien: JUPUS erhält 13 Millionen Euro für KI Bild: René Fergen, Mitgründer vom Kölner LegalTech-Start-up JUPUS © JUPUS

Das Kölner LegalTech Startup JUPUS hat 13 Millionen Euro in einer Series A Finanzierungsrunde eingesammelt. JUPUS entwickelte Europas erstes KI-Sekretariat speziell für Anwaltskanzleien. Das Unternehmen wächst rasant: Im Jahr 2025 vervierfachte es seinen wiederkehrenden Umsatz (ARR). Die Beschäftigtenzahl hat sich in diesem Zeitraum verdreifacht, die Zahl der Nutzer und verarbeiteten Fälle mehr als verdoppelt.

Semapa Next führt die Runde als Lead-Investor an, die NRW.BANK beteiligt sich über ihren Venture Capital Fonds NRW.Venture als Co-Investorin. Bestandsinvestoren Acton Capital und der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investieren erneut. Mit dem Kapital will das Unternehmen die juristische Arbeits-KI weiterentwickeln, im deutschen Markt skalieren und europaweit expandieren.

Ein KI-Kollege für die Kanzlei

In europäischen Anwaltskanzleien wächst eine Lücke, die keine Stellenanzeige schließen kann: Die Zahl neu ausgebildeter Rechtsanwaltsfachangestellter ist in den vergangenen 30 Jahren um über 70 Prozent eingebrochen, während die Zahl der Anwält sich verdreifacht hat. Gleichzeitig steigt die administrative Last weiter. Besonders kleine und mittelgroße Kanzleien, die 90 Prozent des europäischen Marktes ausmachen, stoßen zunehmend an Kapazitätsgrenzen. JUPUS richtet sich genau an sie.

Das LegalTech Startup definiert eine neue Generation von Arbeitswerkzeugen für die Rechtsbranche: KI, die nicht assistiert, sondern selbst arbeitet. Die künstliche Intelligenz nimmt Mandantäche an, strukturiert Anfragen, bereitet Fälle vor und erstellt juristische Dokumente. Kanzleien können mit der Lösung über 70 Stunden pro Monat sparen. Damit verändert sich, wofür Anwält ihre Zeit verwenden: weg von administrativer Last, hin zu Zeit für Mandant und kernjuristische Arbeit.

Über die JUPUS KI werden jeden Tag mehr als 2.000 neue Fälle bearbeitet. Mehr als 2.000 Anwält nutzen die Lösung bereits.

Investor sehen JUPUS als europäischen Pionier

Mit Semapa Next gewinnt JUPUS einen kapitalstarken, paneuropäisch ausgerichteten Investor, der umfassende Erfahrung darin mitbringt, wachstumsstarke Unternehmen bei der Skalierung über ihre Heimatmärkte hinaus in Europa zu unterstützen.

„Andere LegalTech Lösungen assistieren, während JUPUS arbeitet. Das ist der entscheidende Unterschied“, sagt Hugo Augusto, CEO von Semapa Next. „Der europäische Rechtsmarkt steht vor einem strukturellen Engpass in den Legal Operations, den viele Kanzleien bislang lediglich umgehen, statt ihn grundlegend zu lösen. Was uns an JUPUS überzeugt hat, ist die Tiefe der Integration, die Nutzungsdaten und ein Team, das bewiesen hat, dass es skalieren kann. Wir investieren in Unternehmen mit dem Potenzial, Marktführer in ihrer Kategorie zu werden und sind überzeugt, dass JUPUS genau dieses Potenzial mitbringt.“

Johanna Antonie Tjaden-Schulte, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK, ergänzt: „Künstliche Intelligenz kann dazu beitragen, Fachkräfte zu entlasten und Prozesse effizienter zu gestalten. JUPUS zeigt, wie innovative Technologie konkrete Herausforderungen einer Branche löst. Mit unserem Investment unterstützen wir das Wachstum eines jungen Unternehmens aus Nordrhein-Westfalen, das digitale Lösungen für den Legal-Markt entwickelt.“

Europa Expansion und Weiterentwicklung der KI

Diplom-Jurist René Fergen, Mitgründer von JUPUS, setzt sich für den Zugang aller zum deutschen Rechtssystem ein: „Recht ist eine der ältesten Branchen der Welt und steht vor ihrem größten Wandel. In den letzten 30 Jahren hat sich die Zahl der Anwält verdreifacht, während die der neu ausgebildeten Rechtsanwaltsfachangestellten um über 70 Prozent eingebrochen ist. Kanzleien stehen vor einer existenziellen Frage: Wer übernimmt die Arbeit, für die bald niemand mehr da ist? Mit JUPUS bauen wir die erste KI, die diese Aufgaben eigenständig erledigt. Damit leiten wir ein neues Verständnis der Kanzleiarbeit speziell für hunderttausende kleine und mittlere Kanzleien in Europa ein, die die Basis des Rechtsstaats bilden. Wir freuen uns, mit Semapa Next, der NRW.BANK, Acton Capital, dem HTGF und unseren Business Angels die Partner zu haben, die diese Ambition teilen.“

Mit dem frischen Kapital will JUPUS seine KI-Technologie weiter ausbauen, die Marktposition in Deutschland stärken und die Expansion in weitere europäische Märkte vorantreiben.

Marktbestätigung durch große KI Anbieter

Dass globale KI Anbieter inzwischen eigene Legal-Produkte ankündigen, wertet JUPUS als Bestätigung seiner Strategie.

René Fergen sagt: „Künstliche Intelligenz in der Kanzlei entwickelt sich vom Experiment zum Standard. Der Unterschied liegt in der Tiefe der Integration. Generische Sprachmodelle bieten Kanzleien Werkzeuge. JUPUS dagegen ist speziell auf die juristische Arbeit zugeschnitten und übernimmt ganze Prozesse mit dem Wissen aus Millionen von echten Fällen. Für kleine und mittlere Kanzleien in Deutschland und Europa, die unter berufsrechtlichen Anforderungen, DSGVO-Konformität und dem Mandatsgeheimnis operieren, ist das wesentlich.“

Bild: René Fergen, Mitgründer vom Kölner LegalTech-Start-up JUPUS © JUPUS

Quelle Cléo Public Relations UG

Kyrok erhält 3,1 Millionen Euro für KI-Betriebssystem in Pharma und Chemie

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ERP-Systeme: Kyrok bringt KI ins Supply-Chain-Management Bild Kyrok Gründer Daniel Hofinger und Lukas Bierfreund Bildcredits/ Fotograf Guido Schwarz

Kyrok legt sich ohne Systemmigration über bestehende ERP-Systeme und überwindet so gewachsene Daten-Silos

Das Berliner Industrie-KI-Startup Kyrok hat eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von 3,1 Millionen Euro abgeschlossen. Das Unternehmen entwickelt ein KI-Betriebssystem für das Supply-Chain-Management im europäischen Pharma- und Chemie-Mittelstand. Angeführt wurde die Finanzierungsrunde vom europäischen Venture-Capital-Investor Speedinvest.

Zu den weiteren Investoren zählen Arve Capital, das Family Office des Marktführers für aktive Pharmaverpackungen Sanner sowie renommierte Persönlichkeiten aus Industrie und Technologie. Mit dabei sind unter anderem Dr. Marcell Vollmer, ehemaliger Chief Procurement Officer von SAP, Dr. André Heeg, Managing Director & Partner Pharma & Healthcare bei BCG, Dr. Stephan Rohr, CEO von TWAICE, die Langdock-Gründer Jonas Beisswenger, Tobias Kemkes und Lennard Schmidt sowie Rodrigo Martinez über HelloWorld.

Kyrok wurde 2025 von Daniel Hofinger und Lukas Bierfreund gegründet. Das Unternehmen entwickelt das erste KI-Betriebssystem für Supply-Chain-Teams in der Pharma- und Chemieindustrie und möchte damit eine der größten Digitalisierungsherausforderungen des industriellen Mittelstands lösen.

Industrieunternehmen arbeiten häufig noch mit gewachsenen Systemlandschaften

Während in Europa über digitale Souveränität, KI-Standorte und resiliente Lieferketten diskutiert wird, basieren viele Prozesse in Pharma- und Chemieunternehmen weiterhin auf ERP-Systemen aus den 1990er Jahren, Excel-Tabellen und manuell gepflegtem Erfahrungswissen.

Gleichzeitig verschärfen Fachkräftemangel, demografischer Wandel und internationale Konkurrenz den Druck auf die Unternehmen. Besonders mittelständische Betriebe stehen vor der Herausforderung, wertvolles Prozesswissen zu sichern und ihre Produktivität zu steigern.

KI-Agenten unterstützen Mitarbeitende im Tagesgeschäft

Kyroks Betriebssystem wird als zusätzliche Anwendungsebene über bestehende ERP-Systeme gelegt. Unternehmen müssen ihre vorhandenen Systeme nicht austauschen oder aufwendig migrieren. Stattdessen verbindet die Lösung unterschiedliche Datenquellen und unterstützt dabei, gewachsene Daten-Silos aufzubrechen.

Supply-Chain-Teams arbeiten in einer modernen Benutzeroberfläche, in der spezialisierte KI-Agenten Routineaufgaben übernehmen und Mitarbeitende durch Prozesse führen. Die finale Entscheidung verbleibt dabei stets beim Menschen.

Mit jeder Interaktion lernt das System die individuellen Arbeitsweisen der Nutzer besser kennen. Auf diese Weise wird wertvolles Erfahrungswissen schrittweise digitalisiert und langfristig im Unternehmen verfügbar gemacht.

Schritt für Schritt soll das Betriebssystem sämtliche zentralen Bereiche des Supply-Chain-Managements abdecken. Den Anfang machen Kundenservice, Auftragserfassung und weitere branchenspezifische Workflows. Produktionsplanung, Materialplanung und Einkauf sollen folgen. Die Daten werden DSGVO-konform auf europäischer Infrastruktur in Frankfurt am Main verarbeitet.

„Wir sind in Produktionswerken, in denen Auftragslisten morgens ausgedruckt, in den nächsten Raum getragen und dort wieder eingetippt werden. Die Menschen dort leisten Erstaunliches und halten verschiedene Systeme manuell zusammen. Sie verdienen Werkzeuge aus diesem Jahrhundert“, sagt Daniel Hofinger, CEO und Mitgründer von Kyrok. „Mit unserer Lösung möchten wir gezielt einen Beitrag für einen wettbewerbsfähigen Mittelstand leisten.“

Pilotkunden berichten von hohem Zeitgewinn und geringerer Fehlerquote

Mehrere mittelständische Pharma- und Chemieunternehmen nutzen die Lösung bereits in der Pilotphase. Nach Angaben des Unternehmens werden mehr als 80 Prozent komplexer Aufträge fehlerfrei erfasst. Bei Routineaufgaben ergeben sich deutliche Zeitgewinne sowie eine spürbar reduzierte Fehlerquote.

Christoph Staub, CEO des Schweizer Pharmaunternehmens Konapharma, sieht insbesondere den Human-in-the-Loop-Ansatz als Vorteil: „Für uns bedeutet Kyrok eine massive Arbeitserleichterung. Wir gewinnen Zeit für die Themen, die für unsere Kunden wirklich zählen. Überzeugt hat mich, dass das System Vorschläge macht, die letzte Entscheidung aber beim Mitarbeiter bleibt, der die Verantwortung trägt.“

Mehr als 200 Gespräche mit der Branche vor dem Produktstart

Noch bevor die erste Zeile Code geschrieben wurde, führten Daniel Hofinger und Lukas Bierfreund nach eigenen Angaben mehr als 200 Interviews mit Entscheidern aus Pharma- und Chemieunternehmen. Ergänzt wurden diese Erkenntnisse durch Werksbesuche und Workshops in mittelständischen Betrieben.

„Kyrok liefert eine beeindruckende Branchentiefe. Ich habe in 14 Jahren bei SAP gesehen, wie selten Software-Teams diese wirklich erreichen. Was Daniel und sein Team in den ersten Monaten geliefert haben, zeigt ein enormes Potenzial für unseren Industriestandort in Europa“, sagt Dr. Marcell Vollmer.

Auch Frank Fürst, General Manager bei AnalytiChem, sieht großes Potenzial in dem Ansatz: „Während klassische ERP-Systeme vor allem Daten verwalten, ermöglicht Kyrok die intelligente Verknüpfung von Daten, Prozessen und Wissen. Dadurch wird wertvolles Erfahrungswissen aus den Köpfen der Mitarbeitenden in skalierbare und KI-gestützte Abläufe überführt.“

Frisches Kapital soll Wachstum und Produktentwicklung beschleunigen

Mit der Finanzierung will Kyrok die Entwicklung weiterer Module vorantreiben und das Berliner Team gezielt erweitern. Gleichzeitig soll das Betriebssystem um zusätzliche Funktionen für das Supply-Chain-Management ergänzt werden.

„Daniel und Lukas haben bereits bewiesen, dass sie Industrieunternehmen mit Technologie wettbewerbsfähiger machen. Mit Kyrok modernisieren sie eine ganze Branche, ohne sie für die Modernisierung stillzulegen. Das ist exakt der Hebel, den Europa braucht: für die Wettbewerbsfähigkeit seines Mittelstands und die Resilienz seiner Lieferketten in Pharma und Chemie“, sagt Florian Obst, Partner bei Speedinvest.

Bild Kyrok Gründer Daniel Hofinger und Lukas Bierfreund Bildcredits/ Fotograf Guido Schwarz

Quelle Breforth Communications

Timefold erhält 13 Millionen US-Dollar für KI-gestützte Planungssoftware

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Timefold Founders
Screenshot

Timefold, die Entwicklerplattform für APIs zur Routenplanung und Schichtplanung, hat den Abschluss einer Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 13 Millionen US-Dollar bekannt gegeben. Die Runde wurde von Alstin Capital angeführt, mit Kompas VC als Co-Investor sowie weiterer Unterstützung der bestehenden Investoren Lakestar und Smartfin. Das Unternehmen unterstützt Softwareteams dabei, Planungsoptimierung auf Unternehmensniveau in Außendienst- und Personalmanagementlösungen zu integrieren.

Die Finanzierungsrunde folgt auf ein Jahr mit starkem Wachstum. Im Jahr 2025 vervierfachte Timefold seinen jährlich wiederkehrenden Umsatz (ARR), da Unternehmen und Softwareanbieter die APIs des Unternehmens zunehmend in geschäftskritische Planungsprozesse integrierten.

Starkes Wachstum durch steigende Nachfrage nach Planungsoptimierung

Unternehmen wie NEC Software Solutions (NECSWS), CBRE, Lufthansa, Thales und Subaru setzen die Lösungen von Timefold bereits ein, um komplexe Planungsaufgaben effizienter zu gestalten. Die neue Finanzierung soll insbesondere die Expansion in den USA vorantreiben und die Weiterentwicklung der Plattform beschleunigen.

„Zeitpläne regieren die Welt“, sagt Maarten Vandenbroucke, CEO von Timefold. „Wir alle sind auf funktionierende Planung angewiesen. Das gilt besonders für Millionen von Frontline-Beschäftigten, deren Arbeitstag davon abhängt, dass Zeitpläne richtig funktionieren. Da Software zunehmend autonom wird, entwickelt sich Optimierung zu einer grundlegenden Infrastruktur. Die Timefold-Plattform gibt Softwareentwicklern die Möglichkeit, Entscheidungsintelligenz auf Unternehmensniveau in ihre Anwendungen einzubetten. Das führt gleichermaßen zu besseren Ergebnissen für Unternehmen, Mitarbeiter und Kunden.“

KI-Agenten benötigen verlässliche Planungslogik

Mit dem Aufstieg von KI-Agenten entsteht eine neue Generation von Software, die Anfragen verstehen und eigenständig Zeitpläne erstellen kann. Allerdings stoßen große Sprachmodelle bei komplexen Planungsaufgaben häufig an ihre Grenzen, da die erzeugten Ergebnisse nicht immer den praktischen Anforderungen entsprechen.

Timefold kombiniert KI mit deterministischen Optimierungsalgorithmen, um komplexe Terminplanungsprobleme zuverlässig zu lösen. Die Plattform unterstützt Unternehmen dabei, Entscheidungen wie die Zuweisung von Technikern zu Kunden, die Reaktion auf kurzfristige Ausfälle oder die Erstellung fairer und regelkonformer Schichtpläne zu automatisieren.

Außendienst und Personalplanung als zentrale Anwendungsfelder

Besonders im Außendienst zeigt sich die Bedeutung intelligenter Planung. Unternehmen müssen täglich Tausende Einsätze koordinieren und dabei Faktoren wie Qualifikationen, Service-Level-Vereinbarungen, arbeitsrechtliche Vorgaben, Fahrtzeiten, Kundenverfügbarkeiten und kurzfristige Änderungen berücksichtigen.

Timefold verarbeitet diese komplexen Rahmenbedingungen und optimiert die Planung in Echtzeit. Dadurch können Unternehmen operative Abläufe effizienter gestalten und Ressourcen besser einsetzen.

Messbare Ergebnisse für Unternehmenskunden

Die Plattform liefert bereits heute nachweisbare Effekte. Ein internationales Immobilienunternehmen konnte mithilfe der Routing-Lösung von Timefold die Fahrzeiten um bis zu 33 Prozent reduzieren, die gefahrenen Strecken um 43 Prozent verkürzen und Überstunden vollständig vermeiden. Ein großer US-Personaldienstleister für den Einzelhandel verkürzte einen zuvor zehn Wochen dauernden Planungsprozess auf lediglich zehn Minuten.

Zu den Kunden von Timefold zählen unter anderem NECSWS, CBRE, Orange Telecom, ADP und Lufthansa. Sie nutzen die Technologie, um Planungsprozesse zu optimieren, deren Effizienz direkten Einfluss auf Rentabilität, Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterproduktivität hat.

„Wir haben uns für Timefold entschieden, weil es uns einen praxistauglichen Weg eröffnet hat, fortschrittliche Planungs-KI in den realen Betrieb zu bringen, ohne die Lieferzeiten zu verlangsamen“, erklärt Kay Aston von NECSWS. „Ihre Technologie hat uns geholfen, schneller voranzukommen, einen klaren operativen Mehrwert zu schaffen und unsere Fähigkeit zu stärken, Optimierungslösungen für unsere Kunden bereitzustellen.“

Investoren sehen Optimierung als zentrale Infrastruktur der KI-Ära

Timefold verfolgt die Vision, zur Standardplattform für die Entwicklung, Bereitstellung und den Betrieb von Planungsoptimierungsmodellen zu werden. Das Unternehmen sieht Optimierungstechnologien als unverzichtbaren Bestandteil moderner Softwarearchitekturen.

„Was bei der Planung unternehmenskritischer Abläufe zählt, ist nicht Kreativität, sondern Korrektheit“, sagt Alexander Meyer-Scharenberg, Partner bei Alstin Capital. „Ein Schichtplan oder eine Fahrtroute muss jedes Mal korrekt, vorschriftsmäßig und reproduzierbar sein. Timefold hat eine praxiserprobte Open-Source-Optimierungs-Engine in modulare Produkte verwandelt, die Unternehmen ohne ein Team von Mathematikern einsetzen können. Wir sind überzeugt, dass das Unternehmen hervorragend positioniert ist, um diese Kategorie zu dominieren.“

Bild Timefold Founders

Quelle Cosmyc Partners

VivaTech 2026: Über 200.000 Besucher feiern Rekordjahr für Europas größte Startup Messe

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VivaTech 2026: Startups und Innovation in Paris

Mit der Anwesenheit des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und des indischen Premierministers Narendra Modi

Paris, 22. Juni 2026 – Vom 17. bis 20. Juni 2026 begrüßte VivaTech, Europas größte Veranstaltung für Innovation, Technologie und Start-ups, auf dem Messegelände Paris Porte de Versailles mehr als 200.000 Besucher aus 165 Ländern. Zum zehnjährigen Jubiläum wurde die Veranstaltung nochmals erweitert: mehr Fläche, mehr Innovationen und mehr Inspiration. Damit festigte VivaTech ihre Position als unverzichtbarer globaler Treffpunkt für Technologie und Innovation. Zu diesem Anlass übernahm VivaTech zudem am 14. Juni 2026 die Champs-Élysées.

Mehr als 15.000 Start-ups, 4.500 Aussteller, 1.155 Rednerinnen und Redner sowie eine kumulierte Reichweite von über fünf Milliarden Kontakten in sozialen Medien unterstreichen die Bedeutung des Events für die internationale Technologiebranche.

Das weltweit führende Technologie Event seit zehn Jahren

Die Jubiläumsausgabe bot ein umfangreiches Programm rund um die wichtigsten Zukunftsthemen:

Künstliche Intelligenz und Produktivität

Cybersicherheit und Verteidigung

GreenTech

Raumfahrt

DeepTech

Zu den prominenten Gästen gehörten unter anderem Jeff Bezos, Gründer von Amazon und Blue Origin sowie Co CEO von Prometheus, Dave Limp, CEO von Blue Origin, der ehemalige NASA Astronaut Mike Massimino, Yann LeCun von AMI Labs, Adobe CEO Shantanu Narayen, OpenAI Manager Thibault Sottiaux sowie Sir Tim Berners Lee, der Erfinder des World Wide Web.

Auch zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft waren vertreten. Deutschland trat als „Land des Jahres 2026“ mit einer hochrangigen Delegation auf, darunter Karsten Wildberger, Bundesminister für digitale Transformation und Staatsmodernisierung, sowie Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

Indien war als „AI Country Partner 2026“ präsent und wurde von Premierminister Narendra Modi vertreten.

VivaTech treibt Geschäftsentwicklung und Vernetzung voran

Mehr als 4.500 Unternehmen präsentierten ihre Innovationen auf der Messe, davon 61 Prozent aus dem Ausland. Erstmals waren auch Samsung, Envision, SAP und Adobe mit eigenen Auftritten vertreten.

Über 15.000 Start-ups nutzten die Veranstaltung, um Kontakte zu Unternehmen aus mehr als 30 Branchen zu knüpfen und neue Partnerschaften aufzubauen.

Neue Formate wie die „Business Plaza“ sowie die „Investors Office Hours“ sollten gezielt Geschäftsmöglichkeiten schaffen und den Austausch zwischen Start-ups, Investoren und Konzernen fördern.

Innovationen und Produktpremieren im Fokus

VivaTech hat sich in den vergangenen Jahren zu einer zentralen Bühne für technologische Innovationen entwickelt. Auch 2026 wurden zahlreiche neue Technologien und Produkte vorgestellt.

Zu den bemerkenswertesten Innovationen gehörten:

XPANCEO präsentierte intelligente Kontaktlinsen, die langfristig klassische Bildschirme ersetzen sollen.

Lifepods stellte eine autonome Schutzkapsel für Gefahrensituationen vor.

Lattice Medical entwickelt biologisch abbaubare 3D gedruckte Implantate für die Rekonstruktion von Weichgewebe.

Tetmet zeigte eine automatisierte Robotiklösung zur Herstellung von Edelstahlgewebe für die Automobil-, Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie.

Unitree x HABS präsentierte einen humanoiden Roboter, der über menschliche Gehirnaktivität gesteuert werden kann.

VivaTech x Bloomberg Awards zeichnen Technologie Pioniere aus

Im Rahmen der Veranstaltung wurden erstmals die VivaTech x Bloomberg Awards verliehen.

Ausgezeichnet wurden:

Visionary Award: Sir Tim Berners Lee

Leadership Award: Joe Tsai

Momentum Award: Yann LeCun

Breakthrough Award: Peter Steinberger

Investor Award: Jeannette zu Fürstenberg

Rising Star Award: May Habib

CitizenTech Award: Ukraine

Start-up Preise für Innovation und gesellschaftliche Wirkung

Auch gesellschaftlicher Nutzen und technologische Wirkung standen erneut im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Folgende Gründerinnen und Gründer wurden ausgezeichnet:

Female Founder Award: Liz Dennett (Endolith)

Tech for Change Award: Fanny Giannou (Alithea Biotechnology)

AfricaTech Award: Ahmed Yahia (Surgia)

Next Startupper Challenge: Sasha Ovalle (AssisTech Smart Shower)

Innovation of the Year: Karim Boussetta (Hodor)

Technologie für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht

Zum zehnjährigen Jubiläum öffnete sich VivaTech noch stärker für die breite Öffentlichkeit.

Bereits am 14. Juni verwandelte die Veranstaltung gemeinsam mit dem Comité Champs Élysées die berühmte Pariser Prachtstraße in eine große Open Air Plattform für Innovation und Technologie.

Am 20. Juni konnten Besucherinnen und Besucher die neuesten Entwicklungen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Robotik entdecken sowie an Karriere- und Bildungsangeboten teilnehmen. Zu den Gästen gehörte auch der französische ESA Astronaut Thomas Pesquet.

Veranstalter ziehen positives Fazit

„VivaTech macht Paris zur Welt Hauptstadt für Innovation, Technologie und Start-ups, indem sie all jene zusammenbringt, die die Zukunft gestalten. Besonders beeindruckt hat uns die Energie und die positive, konstruktive Stimmung aller Beteiligten. Wir danken unseren Partnern und allen Teams, die diese zehnjährige Entwicklung zu einem globalen Event von höchstem Niveau gemacht haben. Diese zehnte Ausgabe hat die zentrale Rolle der Veranstaltung erneut bestätigt: den Austausch zwischen internationalen Akteuren zu fördern, Innovationen sichtbar zu machen, die unsere Gesellschaft verändern, Verbindungen zwischen Start-ups und Investoren zu schaffen sowie französische und europäische Innovationen hervorzuheben. Dieses Jubiläum war nicht nur ein Rückblick auf die vergangenen neun Jahre, sondern der Beginn eines neuen, vielversprechenden Jahrzehnts der Innovation.“

Maurice Lévy, Co Präsident von VivaTech und Ehrenvorsitzender der Publicis Groupe, Michèle Benbunan, Co Präsidentin von VivaTech und CEO der Pressesparte von LVMH sowie François Bitouzet, Geschäftsführer von VivaTech.

VivaTech 2027 bereits terminiert

Die nächste Ausgabe der VivaTech findet vom 16. bis 19. Juni 2027 auf dem Messegelände Paris Expo Porte de Versailles statt. Damit setzt Europas größte Startup und Technologiemesse ihre Erfolgsgeschichte fort.

Bild @ VivaTech 2026

Quelle Red Lorry Yellow Lorry

bae treat: Wird Darmgesundheit zum nächsten großen Snacktrend?

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bae treat: Ballaststoffe für mehr Darmgesundheit Laura SChmidel und Lorena Unterrader Bildcredits/Fotograf: Maren Braust

bae treat entwickelt funktionelle Snacks mit Ballaststoffe und Fokus auf Darmgesundheit, um bewusste Ernährung und Genuss im Alltag miteinander zu verbinden

Frau Schmidel, Frau Unterrader, können Sie bae treat kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee zur Gründung entstanden ist?

Lorena und ich haben uns bereits im Alter von 13 und 14 Jahren in unserer Heimat Tirol kennengelernt. Seitdem teilen wir die Leidenschaft für gesunde und zugleich leckere Snacks.

Die Idee zur Gründung von bae treat entstand aus sehr persönlichen Beweggründen: Unser Ziel war es von Anfang an, Snacking neu zu denken und dabei die Darmgesundheit in den Mittelpunkt zu stellen – ohne Kompromisse bei Geschmack und Konsistenz.

Dabei war unser Anspruch klar: Produkte zu entwickeln, die eine bessere Wahl für den Darm sind – mit 40 % weniger Zucker, präbiotischen Ballaststoffen, hochwertigen Proteinen sowie 100 % Bio-Qualität und vegan. Und das alles, ohne beim Geschmack oder der Textur Abstriche zu machen.

Wie kamen Sie auf die Idee, Darmgesundheit und Snackprodukte miteinander zu verbinden?

Die Idee entstand aus persönlichen Beweggründen, die uns dazu gebracht haben, uns intensiv mit dem Thema Darmgesundheit auseinanderzusetzen. Dabei wurde uns schnell klar, wie groß der Einfluss des Darms auf das allgemeine Wohlbefinden ist.

Aus dieser Erkenntnis heraus entstand der Wunsch, Snacks nicht nur lecker, sondern auch funktional zu gestalten – also hochwertige, präbiotische Ballaststoffe gezielt in unsere Produkte zu integrieren. So können wir Genuss und einen echten Mehrwert für die Darmgesundheit miteinander verbinden.

Welche Vision verfolgen Sie mit bae treat, und wie möchten Sie diese in den kommenden Jahren verwirklichen?

Unsere Vision mit bae treat ist es, unsere Produkte möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen und gesünderes Snacking in den Alltag zu integrieren.

Unsere Mission ist es, die führende Brand für darmfreundlichere Snacks in Europa zu werden. Dafür arbeiten wir kontinuierlich an der Weiterentwicklung unseres Sortiments und an neuen, noch funktionaleren Produkten, die Genuss und einen echten Mehrwert für die Gesundheit vereinen.

In den kommenden Jahren möchten wir dieses Wachstum konsequent vorantreiben und unsere Vision Schritt für Schritt in den Alltag unserer Kund bringen.

An welche Zielgruppe richten sich Ihre Produkte hauptsächlich, und welche Bedürfnisse stehen dabei im Mittelpunkt?

Unsere Zielgruppe sind vor allem gesundheitsbewusste Menschen, die bewusst auf ihre Ernährung achten und mehr hochwertige Ballaststoffe unkompliziert in ihren Alltag integrieren möchten.

Im Markt für funktionelle Lebensmittel beobachten wir vor allem, dass das Bewusstsein für Darmgesundheit und ganzheitliches Wohlbefinden stark zunimmt. Konsument achten immer mehr auf transparente Inhaltsstoffe, weniger Zucker und funktionelle Mehrwerte, die über reine Sättigung hinausgehen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach natürlichen, clean-label Produkten, die Genuss und Gesundheit miteinander verbinden.

Der Markt für funktionelle Lebensmittel wächst stetig. Welche Entwicklungen beobachten Sie in diesem Bereich besonders aufmerksam?

Wir beobachten sehr deutlich, dass immer mehr Brands das Thema Ballaststoffe für sich entdecken. Besonders sichtbar wird das aktuell im Bereich der funktionellen Getränke, etwa durch Ballaststoff-Sodas, die dem Trend eine hohe Aufmerksamkeit gegeben haben.

Generell sehen wir, dass Ballaststoffe zunehmend als zentraler Bestandteil einer gesundheitsbewussten Ernährung verstanden werden und sich das Thema stark aus der Nische heraus in den Mainstream entwickelt.

Was macht bae treat aus Ihrer Sicht besonders im Vergleich zu anderen Snackmarken?

Was bae treat besonders macht, ist die enge Zusammenarbeit mit Ernährungswissenschaftler sowie unser klarer Fokus auf funktionelle Inhaltsstoffe.

Wir setzen bewusst auf eine hochwertige Ballaststoffmischung, die gezielt auf die Darmgesundheit abgestimmt ist. Gleichzeitig legen wir großen Wert darauf, dass unsere Produkte nicht nur einen funktionellen Mehrwert bieten, sondern auch geschmacklich überzeugen.

Diese Kombination aus wissenschaftlich fundierter Entwicklung, funktionellen Benefits und Genuss hebt uns klar von vielen anderen Snackmarken ab.

Wie gelingt es Ihnen, Themen wie Präbiotika und Ballaststoffe in Produkte zu integrieren, die gleichzeitig Genuss bieten sollen?

Die Integration von Präbiotika und Ballaststoffen in Produkte, die gleichzeitig Genuss bieten sollen, ist tatsächlich eine echte Herausforderung. Ballaststoffe beeinflussen beispielsweise die Textur und Konsistenz deutlich, was in der Produktentwicklung viel Feinarbeit erfordert.

Genau deshalb arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unserer Rezepturen, testen neue Ansätze und entwickeln unsere Produkte iterativ weiter. Unser Anspruch ist es, die funktionellen Vorteile so zu integrieren, dass sie geschmacklich und sensorisch nicht als Kompromiss wahrgenommen werden.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen beim Aufbau einer Marke im Bereich Darmgesundheit und Functional Food?

Eine der größten Herausforderungen ist es, sich in einem stark wachsenden und bereits gut besetzten Markt durchzusetzen – die Regale sind voll und es gibt viele großartige Mitbewerber.

Umso wichtiger ist es für uns, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln und klar zu differenzieren. Unser Fokus liegt darauf, unserer Community nicht nur Produkte, sondern einen echten Mehrwert zu bieten, sowohl funktional als auch geschmacklich.

Viele Verbraucher achten heute stärker auf Inhaltsstoffe und Zuckergehalt. Wie beeinflusst das Ihre Produktentwicklung?

Der steigende Fokus der Verbraucher auf Inhaltsstoffe und Zuckergehalt beeinflusst unsere Produktentwicklung sehr positiv. Er bestärkt unseren Ansatz, Zucker zu reduzieren und durch Ballaststoffsirups teilweise zu ersetzen.

Gleichzeitig bringt das auch Herausforderungen mit sich, da sich solche Anpassungen auf Konsistenz, Textur und teilweise auch auf die Haltbarkeit auswirken können. Genau deshalb arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unserer Rezepturen.

Insgesamt sehen wir diesen Trend aber als klaren Vorteil, da er unser Konzept von funktionellen, zuckerreduzierten und gleichzeitig genussvollen Snacks unterstützt.

Welche Erfahrungen haben Sie seit dem Rebranding und der Neuausrichtung von bae treat gesammelt?

Wir haben seit dem Rebranding sehr viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. Die Neuausrichtung war für uns ein wichtiger Schritt, um die Marke klarer zu positionieren und unser Produktverständnis weiter zu schärfen.

Besonders hilfreich war dabei, unsere Kund und ihr Kaufverhalten noch besser zu verstehen und unsere Produkte konsequent daran auszurichten. Dadurch konnten wir nicht nur unser Angebot weiterentwickeln, sondern auch die Bedürfnisse unserer Zielgruppe deutlich gezielter adressieren.

Welche nächsten Entwicklungsschritte und Wachstumspläne stehen bei bae treat aktuell im Fokus?

Für die Zukunft liegt unser Fokus darauf, weiter zu wachsen und noch mehr Menschen mit unseren Produkten zu erreichen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Distribution auszubauen und bae treat Schritt für Schritt in weiteren Märkten zu etablieren.

Gleichzeitig entwickeln wir unser Sortiment laufend weiter und arbeiten an neuen, noch funktionaleren Produkten, die unseren Anspruch an Genuss und Gesundheit weiter vorantreiben. Unser Ziel ist es, unsere Marke nachhaltig zu skalieren und unsere Vision von funktionellem Snacking weiter in den Alltag der Menschen zu bringen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein innovatives Food Startup aufbauen möchten?

Unser wichtigster Ratschlag wäre: lieber klein starten, statt zu lange auf Perfektion zu warten. Entscheidend ist, überhaupt ins Tun zu kommen und das Produkt in den Markt zu bringen.

Im zweiten Schritt ist es essenziell, möglichst viel Kundenfeedback einzuholen. Kund nehmen Produkte oft anders wahr, als man selbst es aus der Entwicklungsphase heraus erwartet – dieses Feedback ist unglaublich wertvoll für die Weiterentwicklung.

Und drittens lohnt es sich, frühzeitig nach passenden Förderungen und Unterstützungsprogrammen zu suchen. Gerade im Food-Bereich gibt es hier oft spannende Möglichkeiten, die beim Aufbau eines Startups sehr hilfreich sein können.

Bildcredits/Fotograf: Maren Braust

Wir bedanken uns bei Laura Schmidel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

emori: Gehen die wichtigsten Familiengeschichten verloren?

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emori: Familiengeschichten und Erinnerungen bewahren Gründerteam Ansgar Nanke und Sebastian Hartung

emori bewahrt Familiengeschichten und Erinnerungen digital, damit wertvolle Stimmen und persönliche Erlebnisse für kommende Generationen erhalten bleiben

Welche Idee stand am Anfang von emori und warum haben Sie sich entschieden, Familienerinnerungen in den Mittelpunkt Ihres Unternehmens zu stellen?

Am Anfang stand eine sehr persönliche Erfahrung. Ich bin jahrelang zu meinen Großeltern gefahren. Die wichtigsten Momente und Erinnerungen passierten beiläufig, auf der Couch im Wohnzimmer, nicht bei besonderen Anlässen. Heute ist mein Großvater verstorben, meine Großmutter leidet an Demenz. Ein großer Teil dieser Geschichten ist für immer verloren. Mir wurde klar: Fotos bewahren Bilder, aber nicht die Stimme und nicht das Gespräch. Genau deshalb stehen Familienerinnerungen im Mittelpunkt von emori. Das ist der ehrlichste Grund, warum es emori gibt.

Wie würden Sie emori in wenigen Sätzen jemandem erklären, der die Plattform noch nicht kennt?

Ich erkläre es meistens so: emori ist das Zuhause für eure Familiengeschichten. Ihr erlebt eure Erinnerungen wieder wie ein Gespräch, mit echten Stimmen. Besondere Momente sammelt ihr wie Stationen auf eurer gemeinsamen Familienkarte. Alles bleibt sicher und privat, nur in eurer Familie. Mitmachen können alle Generationen. So bleiben eure Geschichten lebendig, statt mit der Zeit verloren zu gehen.

Welche Vision verfolgen Sie mit emori und wie soll diese in den kommenden Jahren Realität werden?

Unsere Vision ist, dass keine Familie ihre wertvollen Geschichten mehr verliert und versteht was die Familie über die Jahrzehnte geprägt hat. Jede Familie soll einen sicheren Ort haben, an dem Stimmen und Erinnerungen über Generationen lebendig bleiben. In den kommenden Jahren möchte ich emori im gesamten deutschsprachigen Raum verankern und dann europäisch ausbauen. Wir bauen das Produkt Schritt für Schritt gemeinsam mit Familien weiter. Wichtig ist mir dabei: einfach für alle Generationen, sicher in Deutschland, und immer nah am echten Familienalltag.

Warum wird das Bewahren von Familiengeschichten und persönlichen Erinnerungen aus Ihrer Sicht immer wichtiger?

Aus meiner Sicht teilen wir heute viel, aber wenig bleibt. Nachrichten, Fotos und Videos liegen verstreut und verschwinden mit der Zeit. Gerade die Geschichten, die eine Familie zusammenhalten und geprägt haben, stehen in keinem Fotoalbum. Sie leben nur in den Köpfen derer, die sie erlebt haben. Generationen wohnen oft weit voneinander entfernt, und Krankheiten wie Demenz zeigen, wie schnell sich ein Zeitfenster schließt. Wer heute festhält, schenkt seiner Familie etwas, das für immer bleibt.

An welche Zielgruppen richtet sich emori besonders und welche Bedürfnisse möchten Sie dabei erfüllen?

emori ist für Familien gemacht, über alle Generationen hinweg. Besonders denke ich an die Menschen, die in der Familie den Anstoß geben. Das sind oft Töchter und Söhne um die 50, die die Geschichten ihrer Eltern sichern wollen, bevor es zu spät ist. Genauso wichtig sind mir die Großeltern, die endlich erzählen dürfen, und die jüngere Generation, die nachfragt. Auch Angehörige von Menschen mit Demenz liegen mir besonders am Herzen. Allen gemeinsam ist der Wunsch nach Nähe, nach Sinn und nach Sicherheit.

Viele Erinnerungen sind heute über verschiedene Apps und Geräte verstreut. Wie löst emori dieses Problem?

Bei emori hat eure Familie einen Ort statt vieler. Eure Erinnerungen liegen nicht mehr verstreut auf Handys, in Chats oder in der Cloud. Bei uns bekommen sie einen roten Faden: Ihr könnt sie sortieren, wiederfinden und gemeinsam erleben. Jeder in der Familie trägt bei, jede Generation. So entsteht aus einzelnen Schnipseln eine lebendige Familienchronik, die mit der Zeit wächst.

Was macht emori aus Ihrer Sicht einzigartig im Vergleich zu klassischen Cloud-Speichern oder sozialen Netzwerken?

Ein Cloud-Speicher lagert Dateien. emori macht Erinnerungen erlebbar. Aus einer Erinnerung wird bei uns ein Gespräch, mit echter Stimme, nicht eine Datei, die niemand mehr öffnet. Ihr könnt mit emori das Gespräch mit euren Liebsten immer wieder haben und bekommt die Antworten, die gegeben wurden – damit simulieren wir ein reales Gespräch mit den Erinnerungen und ihr könnt euren Liebsten beim Erzählen in die Augen schauen und ihre Mimik und gestik erleben. Anders als soziale Netzwerke haben wir keinen Feed, keine fremden Augen. Es gibt keine Likes und keine Follower. emori ist nur für eure Familie. Und wir setzen auf echte Stimmen, nicht auf künstliche Nachbildungen.

Datenschutz spielt bei persönlichen Familienerinnerungen eine zentrale Rolle. Welche Bedeutung hat dieses Thema für Ihr Unternehmen?

Für mich ist Datenschutz keine Zusatzfunktion, sondern das Fundament. emori ist von Grund auf so gebaut, dass die Daten der Familie gehören und nur ihr. Wir entwickeln und hosten emori in Deutschland und arbeiten vollständig nach der DSGVO. Für mich ist das auch eine Frage digitaler Souveränität: Familien sollen die Kontrolle über ihre Erinnerungen behalten und nicht von großen Anbietern aus anderen Ländern abhängig sein. Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig deutsche Lösungen sind, bei denen die Daten in vertrauenswürdiger Hand bleiben. Wir verkaufen keine Daten, wir geben nichts an Dritte weiter, und wir erstellen keine künstlichen Nachbildungen von Stimmen. Wer seine Familiengeschichten teilt, muss uns vertrauen können. Dieses Vertrauen ist für mich die wichtigste Aufgabe überhaupt.

emori ist Teil des Hub Potsdam. Welche Vorteile ergeben sich daraus für die Entwicklung Ihres Startups?

Wir wurden als Startup in das Programm des MediaTech Hub Potsdam aufgenommen, und darauf bin ich wirklich stolz. Der MediaTech Hub ist Deutschlands nationales Zentrum für Medientechnologien und ein offizielles Startup-Zentrum des Landes Brandenburg. Dass wir ausgewählt wurden, ist für mich auch eine Bestätigung, dass hinter emori eine starke Idee steht. Für mich als Gründer bedeutet die Aufnahme vor allem dreierlei. Wir bekommen Struktur und Begleitung, die uns schneller besser machen. Wir sind Teil eines starken Netzwerks aus Gründern, Partnern und Medienunternehmen. Und die Auswahl gibt uns Sichtbarkeit und Vertrauen nach außen. Gerade in der Aufbauphase hilft mir das enorm.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen, wenn es darum geht, Menschen für die langfristige digitale Sicherung ihrer Erinnerungen zu begeistern?

Die größte Herausforderung ist, dass viele das Thema für wichtig, aber nicht für dringend halten. Man schiebt es auf, bis es manchmal zu spät ist. Hinzu kommt: Gerade die prägendsten Geschichten gehen am leichtesten verloren. Die Wendepunkte, die schweren Entscheidungen, das, was einen Menschen wirklich geformt hat, danach fragen wir selten und halten es noch seltener fest. Genau diese Fragen macht emori selbstverständlich. Deshalb mache ich den Wert sofort spürbar: Schon die erste Geschichte fühlt sich wie ein kleiner Schatz an. Und ich zeige, wie einfach der Anfang ist, ganz ohne Technik-Kenntnisse. So wird aus einem guten Vorsatz ein echter Moment, der bleibt.

Welche Rolle spielt der Austausch mit anderen Gründerinnen und Gründern im Hub Potsdam für emori?

Für mich ist vor allem das Netzwerk entscheidend. Im Hub treffe ich viele andere Gründerinnen und Gründer. Die meisten richten sich an Unternehmen, wir mit emori dagegen direkt an Familien. Gerade dieser Unterschied macht andere Sichtweisen so wertvoll: Sie bringen mich auf Gedanken, die mir allein nicht kommen. Genauso wichtig sind die Kontakte, die daraus entstehen. Dieses Netzwerk und der Blick über den eigenen Tellerrand sind für mich essenziell, um erfolgreich zu sein.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die heute ein Startup mit gesellschaftlichem Mehrwert aufbauen möchten?

Ich würde drei Dinge mitgeben. Startet von einem echten Problem, das ihr selbst kennt, denn eine ehrliche Geschichte trägt weiter als jede clevere Idee. Macht eure Werte zur Grundlage, nicht zur Dekoration, bei uns ist Vertrauen und Datenschutz von Anfang an Teil der Technik und nicht nachträglich aufgesetzt. Und hört früh und oft euren Nutzern zu und sucht euch ein gutes Umfeld, denn gesellschaftlicher Mehrwert entsteht im Austausch und nicht allein am Schreibtisch.

Bildcredits emori

Wir bedanken uns bei Sebastian Hartung und Ansgar Nanke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

365 KI & Wirtschaftsforum 2026: Welche KI-Projekte überzeugten im Praxiseinsatz?

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365 KI & Wirtschaftsforum: Agenten und KI im Fokus Live-Event: 365 KI & Wirtschaftsforum: am 27.-28.04.2027 in Stuttgart im IBZ. Quelle: media science GmbH

Am 28. und 29. April 2026 trafen sich beim 365 KI & Wirtschaftsforum in Stuttgart Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, IT und Industrie, um konkrete Anwendungsfälle rund um Künstliche Intelligenz, Agenten und digitale Transformation zu diskutieren. Unternehmen wie Festo, EnBW und die Mediengruppe Pressedruck präsentierten dabei ihre Erfahrungen aus der Praxis.

Workplace im Wandel durch KI

Zum Auftakt der Veranstaltung sprach IT-Marktanalyst Andreas Stiehler über den KI-orientierten Arbeitsplatz der Zukunft. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Copilot-Lösungen und andere KI-Werkzeuge Arbeitsplätze verändern und welche neuen Anforderungen daraus für Unternehmen entstehen.

Mediengruppe Pressedruck setzt auf KI im Redaktionsalltag

Peter Graf von der Mediengruppe Pressedruck zeigte, wie Künstliche Intelligenz bei einem traditionellen Medienunternehmen zur Modernisierung von Arbeitsabläufen beiträgt. Anhand automatisierter redaktioneller Prozesse wurden bereits deutliche Effizienzsteigerungen erzielt. Dabei betonte er die Bedeutung von Befähigung, einer geeigneten Arbeitsumgebung und klaren Steuerungsmechanismen.

Festo baut eine unternehmensweite KI-Strategie auf

Sandra Schädle erläuterte, wie Festo den Einsatz von Künstlicher Intelligenz strategisch vorantreibt. Die Initiativen reichen von Assistenzsystemen auf Basis von Microsoft Copilot bis hin zu Agenten für komplexe Entscheidungsprozesse. Eine zentrale KI-Plattform bildet dabei die Grundlage für unternehmensspezifische Anwendungen.

EnBW automatisiert Workation-Prozesse mit Agenten

Dario Katic präsentierte ein Projekt zur Automatisierung von Workation-Anträgen bei EnBW. Durch den Einsatz von Agenten konnten bisher manuelle Genehmigungsprozesse vollständig digitalisiert werden. Während Anträge früher mehrere Wochen benötigten, können sie heute innerhalb einer Stunde bearbeitet werden.

Welche Rolle spielt die IT-Abteilung künftig?

Prof. Tobias Jordine von der Hochschule der Medien Stuttgart beschäftigte sich mit der Frage, welche Auswirkungen Künstliche Intelligenz auf IT-Abteilungen haben wird. Sein Fazit: Die IT bleibt unverzichtbar, ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten werden sich jedoch deutlich verändern.

Governance als Grundlage für sichere KI-Nutzung

Maximilian Götz von Rencore zeigte auf, wie Unternehmen den Einsatz von KI-Werkzeugen kontrollieren und steuern können. Themen wie Datensicherheit, Richtlinien und die Nutzung zugelassener Anwendungen standen dabei im Mittelpunkt.

Zusammenarbeit mit Microsoft Teams neu denken

Natalie Jeschner von Fokus 23 beleuchtete die Chancen und Grenzen von Künstlicher Intelligenz in der Zusammenarbeit. Anhand praktischer Beispiele zeigte sie, wie Microsoft Teams durch KI-Funktionen erweitert werden kann und welche Auswirkungen dies auf Kommunikation und Prozesse hat.

Multiprojektmanagement im Fokus

Stefan Schwärzler von Senzavi machte deutlich, dass erfolgreiche Projektsteuerung mehr erfordert als den Einsatz einzelner KI-Tools. Entscheidend sei eine übergreifende Transparenz über Projekte, Ressourcen und Budgets, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.

Nächster Termin steht bereits fest

Auch 2027 wird das 365 KI & Wirtschaftsforum wieder stattfinden. Die nächste Ausgabe ist für den 27. und 28. April 2027 im IBZ Stuttgart geplant.

Bild Live-Event: 365 KI & Wirtschaftsforum: am 27.-28.04.2027 in Stuttgart im IBZ. Quelle: media science GmbH

Quelle Ahrendt PR

Hamburg Innovation Summit 2026: Welche Startups überzeugten bei den Innovation Awards?

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Innovationen beim Hamburg Innovation Summit und Awards Fotocredit © Hamburg Innovation Summit / Andreas Schwarz Photography

Hamburg Innovation Summit 2026: Welche Startups überzeugten bei den Innovation Awards?

Mit mehr als 4.000 Anmeldungen hat der Hamburg Innovation Summit 2026 einen neuen Rekord aufgestellt. Das führende Innovationsevent Norddeutschlands brachte im Oberhafenquartier Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Startups und Gesellschaft zusammen. Gleichzeitig wurden die Hamburg Innovation Awards an vielversprechende Innovationen aus der Metropolregion verliehen.

Rekordbeteiligung beim Hamburg Innovation Summit 2026

Der Hamburg Innovation Summit (HHIS) hat erneut die Innovationskraft der Hansestadt und ihrer Metropolregion unter Beweis gestellt. Mehr als 4.000 Anmeldungen sorgten für einen neuen Besucherrekord. Mit 180 Speakerinnen und Speakern, über 80 Programmpunkten auf fünf Bühnen sowie zahlreichen interaktiven Formaten bot die Veranstaltung ein umfangreiches Programm rund um Zukunftstechnologien und Innovationen.

Auf rund 1.800 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentierten 65 Ausstellende Lösungen für aktuelle gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen. Im Mittelpunkt standen Themen wie Künstliche Intelligenz, Deep Tech, nachhaltige Transformation, Mobilität und Bildung.

Zukunftstechnologien standen im Fokus

Eröffnet wurde der HHIS 2026 von Hamburgs Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Technologie, Forschung und Wirtschaft diskutierte sie über Zukunftstechnologien mit großem gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Potenzial.

Dabei standen unter anderem neue Gentherapien zur Behandlung von HIV sowie die Chancen des Quantencomputings für Industrie, Datenverarbeitung und Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt.

Hamburg Innovation Awards zeichnen vielversprechende Ideen aus

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der Hamburg Innovation Awards. Die Auszeichnungen würdigen herausragende Talente und innovative Gründungsvorhaben aus der Metropolregion Hamburg.

Erstmals wurde dabei auch die neue Kategorie International vergeben. Sie richtet sich an Gründerinnen und Gründer mit Migrationsgeschichte und soll deren Beitrag zur Innovationskraft Hamburgs sichtbar machen.

Diese Startups gewannen die Hamburg Innovation Awards 2026

In der Kategorie Ideation setzte sich das Startup Visflo durch. Das Unternehmen entwickelt ein tragbares Sensorpatch, das das Stresshormon Cortisol über Schweiß misst und Stressbelastungen in Echtzeit sichtbar macht.

Den Hamburg Innovation Award in der Kategorie Start erhielt Aortex. Das Startup entwickelt individuell angepasste Stentgrafts für die minimalinvasive Behandlung von Aortenaneurysmen auf Basis von 3D-CT-Daten.

In der Kategorie International überzeugte GravNav mit einer GPS-unabhängigen Navigationstechnologie auf Basis von Gravitationsdaten. Die Lösung ermöglicht eine sichere und störungsresistente Positionsbestimmung für Schifffahrt, Luftfahrt und autonome Systeme.

Innovationen für die Zukunft Hamburgs

Neben den Awards standen zahlreiche Zukunftsthemen auf der Agenda. Vorträge und Diskussionen beschäftigten sich unter anderem mit nachhaltiger Transformation, Advanced Materials, Novel Food, Klima und Energie, Urban Development sowie Talentförderung und Entrepreneurship.

Interaktive Formate wie Masterclasses, Science Slams und Innovationsworkshops ermöglichten den Besucherinnen und Besuchern, Innovationen nicht nur kennenzulernen, sondern auch aktiv zu erleben.

Der Hamburg Innovation Summit 2026 machte damit erneut deutlich, dass Innovation vor allem durch Zusammenarbeit, Austausch und die Bereitschaft entsteht, neue Wege gemeinsam zu gehen.

Bild Fotocredit © Hamburg Innovation Summit / Andreas Schwarz Photography

Quelle Hamburg Innovation Summit c/o WILKENWERK GmbH

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