Freitag, Oktober 23, 2026
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30 Millionen Euro für Vates: Wie Open-Source-Virtualisierung den VMware-Umbruch nutzt

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Vates: 30 Mio. Euro Finanzierung für Virtualisierung Bild Teambild Copyright: Vates

Open-Source-Virtualisierung: Vates erhält 30 Millionen Euro von IRIS und Bpifrance

Der europäische Open-Source-Infrastruktur-Spezialist Vates hat eine Finanzierungsrunde über 30 Millionen Euro abgeschlossen. Das Kapital kommt vom Growth-Fonds des europäischen Tech-Investors IRIS sowie von Bpifrance über dessen Large-Venture-Fonds.

Vates ist seit 2016 profitabel und hat sich bislang aus eigenen Mitteln finanziert. Mehr als 1.000 Kunden in rund 100 Ländern nutzen bereits seine Lösungen. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen seine Technologieinvestitionen ausbauen und die internationale Expansion beschleunigen. Die Finanzierung fällt in eine Phase tiefgreifender Veränderungen im weltweiten Virtualisierungsmarkt.

Virtualisierungsmarkt im Umbruch

Die Übernahme von VMware durch Broadcom hat den Umbruch im Virtualisierungsmarkt weiter beschleunigt. Veränderte Lizenzmodelle, steigende Infrastrukturkosten und zunehmend komplexe Architekturen veranlassen viele Unternehmen und Organisationen dazu, ihre bisherigen Technologieentscheidungen zu überprüfen. Gefragt sind Plattformen, die hohe Leistung und Kostenkontrolle mit Interoperabilität und technologischer Souveränität verbinden. Ebenso wichtig ist die Möglichkeit, sich bei Bedarf für eine andere Lösung zu entscheiden und bestehende Systeme zu migrieren.

In diesem Umfeld setzt Vates auf eine Open-Source-Plattform, mit der Unternehmen die Kontrolle über ihre Infrastruktur behalten, technologische Abhängigkeiten reduzieren und ihre IT-Architektur frei gestalten können. Damit will sich Vates als einer der maßgeblichen Anbieter im neu geordneten Markt etablieren.

Vates wächst international und steigert Umsatz deutlich

2025 verzeichnete das Unternehmen ein Wachstum von mehr als 65 Prozent – bereits vor der aktuellen Finanzierungsrunde. Heute erwirtschaftet Vates 90 Prozent seines Umsatzes außerhalb Frankreichs. Auf Nordamerika entfällt knapp die Hälfte des Geschäfts.

2026 wurde das Unternehmen zudem erstmals in den Gartner Magic Quadrant für Virtualisierung aufgenommen. Dort ist Vates einer der wenigen europäischen Anbieter neben den großen internationalen Unternehmen der Branche.

„Mit dieser Finanzierung wollen wir unsere Strategie nicht ändern, sondern schneller umsetzen. Wir verfügen heute über die Technologie, die Teams, eine internationale Präsenz und die Anerkennung im Markt. Das neue Kapital ermöglicht uns, unsere Vorhaben deutlich schneller zu verwirklichen und in einer ganz anderen Größenordnung zu wachsen. Dabei halten wir an unserer Unabhängigkeit und den Open-Source-Prinzipien fest, auf denen unser Erfolg beruht“, sagt Olivier Lambert, CEO und Mitgründer von Vates.

Drei Schwerpunkte für die Investitionen

Vates wird das neue Kapital auf drei strategische Bereiche konzentrieren:

  • Technologieentwicklung: Ein Schwerpunkt liegt auf der nächsten Generation der Vates-Plattform. Die Investitionen fließen insbesondere in Performance, Storage, Sicherheit, Automatisierung und die Verwaltung großer Virtualisierungsinfrastrukturen. Dabei sollen auch veränderte Workloads und neue Anforderungen berücksichtigt werden, die durch den Einsatz von KI entstehen.
  • Internationale Expansion: Vates will vor allem in Nordamerika und seinen europäischen Kernmärkten wachsen. Dazu erweitert das Unternehmen seine Vertriebs- und Marketingkapazitäten, um seine Präsenz bei Großunternehmen, Einrichtungen des öffentlichen Sektors und Service Providern auszubauen.
  • Partnernetzwerk: Die Zusammenarbeit mit Distributoren, Integratoren, Service Providern und Technologiepartnern soll erweitert und gestärkt werden. Ziel ist es, die Verbreitung der Plattform zu beschleunigen und international auch zunehmend umfangreiche Transformations- und Migrationsprojekte zu unterstützen.

Mitgründer behalten die Mehrheit

Auch nach Abschluss der Transaktion bleiben die Mitgründer Mehrheitsgesellschafter von Vates. IRIS und Bpifrance unterstützen das Unternehmen dabei, seine Organisation auf weiteres Wachstum auszurichten. Die strategische Unabhängigkeit und die technologischen Grundprinzipien bleiben dabei erhalten.

Open Source bildet weiterhin den Kern des Geschäftsmodells. Vates wird auch künftig in offene Technologien investieren und an den Prinzipien festhalten, die seine Plattform seit Beginn prägen: Interoperabilität, die Möglichkeit zum Wechsel auf andere Lösungen und die freie Technologiewahl für Kunden.

Europäisches Kapital für globale Ambitionen

Mit IRIS und Bpifrance gewinnt Vates zwei Investoren mit internationaler Expertise und Erfahrung in der Begleitung schnell wachsender Unternehmen. Diese Partnerschaft entspricht den europäischen Wurzeln des Unternehmens und seinem Anspruch, strategisch unabhängig zu bleiben.

Die Ambitionen reichen über die aktuellen Marktveränderungen infolge der VMware-Übernahme hinaus: Vates will sich als einer der weltweit führenden Virtualisierungsanbieter etablieren und die Entwicklung des Marktes mitgestalten. Offenheit, die Freiheit zum Technologiewechsel und die Kontrolle über die eigene Infrastruktur sollen dabei entscheidende Wettbewerbsvorteile schaffen.

IRIS sieht großes Potenzial in Open Source und Virtualisierung

„Vates zeigt, dass Open Source auch höchste Marktanforderungen erfüllen kann. Die Virtualisierungsplattform wird weltweit von Organisationen jeder Größe eingesetzt. Dazu gehören auch Großunternehmen mit kritischen IT-Umgebungen und besonders hohen Sicherheitsanforderungen. Wir freuen uns, Olivier und sein Team in dieser neuen Entwicklungsphase zu begleiten und dazu beizutragen, Vates als bedeutenden Anbieter für Virtualisierung zu etablieren“, so Nicolas Herschtel, Partner bei IRIS.

Bpifrance setzt auf europäische Technologie mit globalem Potenzial

„Wir sind stolz darauf, Vates in dieser neuen Entwicklungsphase zu begleiten und seine internationale Expansion zu unterstützen. Überzeugt haben uns die Qualität der Teams, das tragfähige Open-Source-Modell und die strategische Bedeutung der Technologie für einen zentralen Bereich der digitalen Infrastruktur. Der Virtualisierungsmarkt verändert sich grundlegend. Vates bringt die Stärken mit, um sich dort zu etablieren. Mit dieser Investition unterstreichen wir unser Engagement für französische und europäische Technologieunternehmen mit globalem Potenzial. Sie stärken die digitale Souveränität Europas, sichern kritische Infrastrukturen ab und tragen zum Aufbau eines europäischen Industrieökosystems rund um strategisch wichtige Technologien bei“, sagt Cindy Ung, Investment Director, Large Venture, Bpifrance.

Was macht Vates?

Vates entwickelt eine Open-Source-Plattform für Virtualisierung. Unternehmen können damit ihre IT-Infrastruktur verwalten, technologische Abhängigkeiten reduzieren und ihre Virtualisierungsumgebungen flexibel gestalten.

Wer steckt hinter Vates?

Olivier Lambert ist CEO und Mitgründer von Vates. Auch nach der aktuellen Finanzierungsrunde bleiben die Mitgründer Mehrheitsgesellschafter und behalten damit die strategische Kontrolle über das Unternehmen.

Wie viele Kunden hat Vates?

Mehr als 1.000 Kunden in rund 100 Ländern nutzen die Lösungen von Vates. Das Unternehmen erwirtschaftet 90 Prozent seines Umsatzes außerhalb Frankreichs, wobei Nordamerika knapp die Hälfte des Geschäfts ausmacht.

Wie hoch ist die Finanzierung von Vates?

Vates hat eine Finanzierungsrunde über 30 Millionen Euro abgeschlossen. Das Kapital kommt vom europäischen Tech-Investor IRIS und von Bpifrance über dessen Large-Venture-Fonds.

Wofür verwendet Vates die 30 Millionen Euro?

Vates will die Finanzierung für die Weiterentwicklung seiner Technologie, die internationale Expansion und den Ausbau seines Partnernetzwerks einsetzen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Wachstum in Nordamerika und den europäischen Kernmärkten.

Bild Teambild Copyright: Vates

Quelle Element C GmbH

Göttlich cremig, irdisch pflanzlich

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Greek Style: vly Joghurtalternative mit Ackerbohnenprotein Das Berliner Foodtech-Unternehmen vly bringt eine Greek Style Joghurtalternative heraus. Copyright: vly

Berliner Food-Tech-Unternehmen vly bringt pflanzliche Greek Style Joghurtalternative auf den Markt

Das Berliner Food Scale-up vly erweitert sein Joghurtalternativen Sortiment um eine innovative neue Sorte. Ab Oktober 2026 ist der vly Greek Style national bei REWE erhältlich. Es ist die erste pflanzliche Greek Style Joghurtalternative auf Ackerbohnenproteinbasis in Deutschland. Sie enthält 18 Gramm Protein pro Becher, nur 0,6 Gramm Zucker pro 100 Gramm und ist besonders cremig. Damit bringt vly Griechenland pur ins Kühlregal.

Pflanzliche Joghurtalternative mit 18 Gramm Protein

Griechischer Joghurt ist seit Jahrhunderten ein Klassiker, der cremig, sättigend und vielseitig ist. vly hat es geschafft, dieses cremige Mundgefühl ins Pflanzliche zu übersetzen. Der vly Greek Style verbindet fermentierte vegane Joghurtkulturen mit Ackerbohnenprotein. Mit 0,6 Gramm Zucker pro 100 Gramm enthält er 45 Prozent weniger Zucker als vergleichbare pflanzliche Alternativen. Er ist frei von Soja, Laktose, Gluten und Nüssen.

vly feiert den Marktstart mit „Crazy vly Greek Wedding“

vly feiert den Start des Greek Style mit einer Kampagne rund um griechisch-göttlichen Geschmack und eine „Crazy vly Greek Wedding“. Am 11.10.2026 von 11–16 Uhr findet in Berlins veganem Griechen „The Crazy Little Greek“ (Koppenpl. 1, 10115 Berlin) ein Launch-Event für die Community statt.

vly will Geschmack, Cremigkeit und Nährwerte verbinden

„Griechischer Joghurt ist einer der meistgekauften Joghurt-Typen weltweit und trotzdem gab es bisher keine pflanzliche Version, die wirklich überzeugt – weder bei der Konsistenz, noch bei den Nährwerten, geschweige denn dem Geschmack. Wir haben dieses vollmundige Gefühl und die Textur, die griechischen Joghurt ausmacht, vermisst und wollten das mit vly ändern. Der Fermentationsprozess und die Kombination der Zutaten sind dabei der Schlüssel, mit dem wir eine Cremigkeit kreieren, die sich wie das Original anfühlt. Von Griechenland inspiriert haben wir eine Konsistenz kreiert, die es pflanzlich bisher so noch nicht gab. Mit dem Greek Style kommen wir auf 18 Gramm Protein und haben dabei 45 Prozent weniger Zucker als vergleichbare Alternativen. Das macht ihn für uns zu einem der stärksten Produkte, die wir bisher entwickelt haben“, sagt Nicolas Hartmann, Co-Gründer und CEO von vly.

Greek Style für Frühstück, Tzatziki und puren Genuss

Die vly Greek Style Joghurtalternative richtet sich an Menschen, die bewusst essen, aber auch genießen wollen. Cremiger Genuss und gute Nährwerte treffen hier aufeinander. Der vly Greek Style eignet sich als Frühstücksbowl, als Basis für Tzatziki oder einfach pur. Die Konsistenz ist dick genug zum Löffeln, cremig genug für Saucen und geschmacklich neutral. vly ist davon überzeugt, dass gesunde, pflanzliche Ernährung nicht kompliziert sein muss. Deshalb entwickelt das Unternehmen pflanzliche Produkte mit guten Nährwerten und kurzen Zutatenlisten.

Verfügbarkeit

Die vly Greek Style Joghurtalternative ist ab Oktober 2026 national bei REWE erhältlich. Weitere Supermärkte folgen.

Bild Das Berliner Foodtech-Unternehmen vly bringt eine Greek Style Joghurtalternative heraus. Copyright: vly

Quelle Cléo Public Relations

Longevity ohne Hype: Was uns wirklich gesund altern lässt

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Longevity: epigenics bringt Zell Reset auf den Markt

Weniger Anti-Aging-Versprechen, mehr Verständnis dafür, was unser Körper tatsächlich braucht: Das Berliner Longevity-Unternehmen epigenics setzt auf wissenschaftlich fundierte Nahrungsergänzung statt auf ewige Jugend. Mit dem neuen Zell Reset rückt die Marke jetzt das antioxidative System in den Fokus und die Frage, wie wir unseren Körper gerade dann gezielt unterstützen können, wenn wenig Schlaf, Reisen, Stress oder Umweltbelastungen ihn besonders fordern.

Longevity ist im Lifestyle angekommen: Supplements, Biohacking, Kältebäder und Beauty-Routinen versprechen, den Körper möglichst lange jung und gesund zu halten. Doch Altern lässt sich nicht einfach aufhalten. Entscheidend ist vielmehr, welche Faktoren wir beeinflussen können, um möglichst lange gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Genau damit beschäftigt sich epigenics. Das 2022 in Berlin gegründete Unternehmen übersetzt Erkenntnisse aus Longevity-, Präventions- und Ernährungsforschung in wissenschaftlich fundierte Nahrungsergänzung für Healthy Aging. Mit Zell Reset rückt epigenics jetzt das körpereigene antioxidative System in den Fokus. Die trinkfertige Formulierung kombiniert liposomales Glutathion und NAC mit Vitamin C und Vitamin B2, die dazu beitragen, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Entwickelt wurde Zell Reset für Phasen, in denen der Körper besonders gefordert sein kann, etwa bei wenig Schlaf, auf Reisen, in stressigen Zeiten oder bei Umweltbelastungen.

„Longevity bedeutet für mich nicht, das Altern aufzuhalten. Es geht darum zu verstehen, was sich tatsächlich beeinflussen lässt und an welchen Stellen wir unseren Körper sinnvoll unterstützen können“, sagt Dr. Maria von der Wettern, Mitgründerin von epigenics.

Anti-Aging, Lifespan, Healthspan: Was ist eigentlich was?

Anti-Aging kennen wir vor allem aus der Beauty-Welt: Im Mittelpunkt stehen meist sichtbare Zeichen des Alterns. Lifespan beschreibt dagegen die gesamte Lebensdauer, Healthspan die Jahre, die wir möglichst gesund, aktiv und selbstständig verbringen. Genau hier setzt Longevity an.

Die wichtigsten Stellschrauben dafür sind wenig glamourös: Bewegung, ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf gehören zu den Grundlagen gesunden Alterns. Nahrungsergänzung kann diese Basis ergänzen, aber nicht ersetzen.

„Schlaf, Ernährung und Bewegung bleiben die Basis. Spannend wird Nahrungsergänzung dort, wo wir gezielt unterstützen können und gleichzeitig transparent sagen, was wissenschaftlich belegt ist und was nicht“, erklärt Dr. Maria von der Wettern.

Antioxidantien: Warum mehr nicht automatisch besser ist

Ein wichtiger Aspekt, mit dem sich die Longevity-Forschung beschäftigt, ist oxidativer Stress. Dabei geraten reaktive Sauerstoffverbindungen und die antioxidativen Schutzmechanismen des Körpers aus dem Gleichgewicht. Die oft als „freie Radikale“ bezeichneten Moleküle sind jedoch nicht grundsätzlich schlecht: Sie dienen der Zelle als Signal. Beim Sport etwa lösen sie Anpassungsprozesse aus, die den Körper langfristig widerstandsfähiger machen. Studien deuten darauf hin, dass hoch dosierte Antioxidantien rund um das Training diesen Effekt abschwächen können. Mehr Antioxidantien bedeuten deshalb nicht automatisch mehr Zellschutz.

Anders sieht es aus, wenn der Körper mehr oxidativen Stress erlebt, als sein eigenes System ausgleichen kann: nach kurzen Nächten, auf Reisen, bei Jetlag, in belastenden Phasen oder bei hoher Umweltbelastung. Für solche Tage ist Zell Reset gedacht, bevorzugt an trainingsfreien Tagen und bewusst nicht als tägliches Anti-Aging-Must-have. Eine Portion enthält 250 mg reduziertes liposomales Glutathion und 150 mg NAC sowie Vitamin C und Vitamin B2. Glutathion ist Bestandteil des körpereigenen antioxidativen Systems, NAC dient dem Körper als Baustein für dessen Bildung.

„Bei Antioxidantien herrscht schnell die Vorstellung: viel hilft viel. So einfach funktioniert unser Körper nicht“, erklärt Dr. von der Wettern. „Mit Zell Reset wollten wir deshalb kein weiteres tägliches Longevity-Ritual schaffen, sondern eine Formulierung für Phasen, in denen man gezielt unterstützen möchte. Wer trainiert, sollte den Körper diesen Reiz auch spüren lassen. Zell Reset ist für die Tage gedacht, an denen der Stress nicht der gute ist.“

Wissenschaft statt Longevity-Versprechen

„Longevity ist gerade überall. Das ist gut, weil gesundes Altern endlich mehr Aufmerksamkeit bekommt. Gleichzeitig sollten wir kritisch werden, sobald einfache Produkte mit großen Versprechen verbunden werden. Gesundes Altern ist kein Hack, sondern das Zusammenspiel vieler Faktoren“, sagt Dr. von der Wettern.

Bei der Produktentwicklung legt epigenics deswegen bewusst Wert auf wissenschaftliche Evidenz der einzelnen Inhaltsstoffe. Alle Produkte werden in der EU hergestellt und jede Charge unabhängig in Deutschland getestet.

Zell Reset ist ab 49 Euro für zehn Portionen im Abonnement auf epigenics.eu erhältlich. Weitere Informationen zur wissenschaftlichen Grundlage des Produkts finden sich hier.

Bildcredits epigenics

Quelle Christine Veauthier, PR & Kommunikation

Tarifgut: Wie zwei Gründer mit mehrsprachigen Vergleichen auf TikTok durchstarten

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Tarifgut: Mobilfunk für eine starke Community Teambild

Tarifgut verbindet Mobilfunk mit einem persönlichen Community-Ansatz und will insbesondere mehrsprachigen Nutzern die Suche nach passenden Tarifen erleichtern.

Können Sie Tarifgut kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für eine eigene Vergleichsplattform für Mobilfunktarife entstanden ist?

tarifgut.de ist eine Vergleichsplattform für Mobilfunktarife. Wir erklären Mobilfunk verständlich und zeigen die günstigsten Verträge in Deutschland. Vorher sollte das eigentlich ein Blog für Finanzen sein und seperat ein TikTok Kanal für Schnäppchen. Was dann kam, hatten wir nicht geplant: Von allen Deals kamen die Tarife am besten an — und damit kannten wir uns ohnehin am besten aus. Im Freundes- und Familienkreis waren wir schon immer die, bei denen man nachfragt, ob ein Handyvertrag was taugt.

Also haben wir nachgeschärft: erst mehr Tarif-Deals, dann nur noch Tarife. Irgendwann war klar, dass wir das halbherzig machen oder richtig — und wir haben ein komplettes Rebranding gemacht.

Wer steht hinter Tarifgut, und wie teilen Sie als Zwei Personen Team die unterschiedlichen Aufgaben untereinander auf?

Auch wenn man es kaum glaubt: Wir sind zu zweit. Keine Investoren, keine Angestellten.

Die Aufgabenteilung ist simpel — jeder macht das, was er kann, wenn er kann. Was dem einen unangenehm ist, ist manchmal dem anderen angenehm. Das klingt unstrukturiert, funktioniert bei zwei Leuten aber ausgezeichnet.

Welche Vision verfolgen Sie mit Tarifgut, und wo möchten Sie sich langfristig im Vergleichsmarkt positionieren?

Unser Ziel ist, die Anlaufstelle für Menschen zu sein, die von den großen Portalen gar nicht erreicht werden. Russisch-, ukrainisch und persisch sprechende Menschen, die hier leben. Das sind Millionen — und sie werden schlicht nicht abgeholt. Und wer weis, ob in Zukunft nicht andere Sprachen folgen.

In den sprachlichen Feldern sind wir schon jetzt die Nummer eins. Da wollen wir es auch bleiben. Und in den nächsten zwei Jahren eines der größten Tarifportale werden.

Mit Check24 und Verivox treten Sie gegen Unternehmen mit erheblich größeren Ressourcen an. Wie können Sie sich in diesem Umfeld behaupten?

Eigentlich behaupten wir uns gar nicht — es gibt keinen Grund dazu. Wir spielen ein ganz anderes Spiel.

Wo wir spielen können sie gar nicht mitmachen. Wenn große Portale Videos drehen, sind das Werbevideos. Wir machen Inhalte für „Freunde“. Das ist ein anderes Publikum und eine andere Nähe.

Sie sind vor allem über TikTok statt über Google gewachsen. Warum hat dieser Weg für Tarifgut so gut funktioniert?

Weil ein Handyvertrag eine Vertrauensfrage ist. Nicht umsonst gehen Leute immer noch gern in den Laden und lassen sich beraten.

Nur ist dort das Problem: Ein Shop gehört zu einer Marke. Man muss dem Verkäufer gar nichts unterstellen — er will verkaufen, was er hat, egal ob es gerade das günstigste oder passendste ist. Wir haben Zugang zu allen Anbietern und können wirklich auswählen.

Und man sollte TikTok als Suchmaschine nicht unterschätzen. Das sind nicht nur Videos, die heute laufen und morgen weg sind. Vieles wird noch Monate später gefunden — und wir verwerten es auf den anderen Plattformen weiter.

Welche Rolle spielt Social Media für Ihr Geschäftsmodell, und was haben Sie über die Verbindung von Reichweite und Umsatz gelernt?

Wir haben drei Kanäle in drei Sprachen, und von dort kommt der größte Teil unserer Reichweite und unseres Umsatzes.

Was wir dabei gelernt haben: Reichweite und Umsatz haben weniger miteinander zu tun, als die meisten denken. Wenn man beim Publikum angekommen ist, reicht ein Video mit drei- bis fünfhundert Aufrufen für Verkäufe — weil TikTok es genau denen zeigt, die es interessiert.

Man kann natürlich auch viral gehen, und viele kennen inzwischen die Formel dafür. Aber darum geht es nicht. Es geht darum, die Leute zu erreichen, die es wirklich brauchen, und ihnen den Weg zum Abschluss so leicht wie möglich zu machen.

Sie richten sich auch an Menschen, die Dari, Farsi, Russisch oder Ukrainisch sprechen. Wie sind Sie auf diese bislang wenig adressierte Zielgruppe aufmerksam geworden?

Ganz simpel – weil wir die Sprachen sprechen.

Erstaunlicherweise war es gar nicht so leicht, darauf zu kommen. Irgendwann haben wir uns gefragt, warum wir unsere Sprachkenntnisse eigentlich nie genutzt haben. Ahmad hat ein Video auf Farsi gemacht und es kam hervorragend an. Also haben wir es auch direkt in meiner Muttersprache versucht, und auch das hat funktioniert.

Der Bedarf war sofort da — was im Rückblick logisch ist, denn in der Familie gab es diesen Bedarf schon immer.

Welche besonderen Bedürfnisse haben mehrsprachige Nutzer bei der Suche nach Mobilfunktarifen in Deutschland?

Teilweise dieselben wie bei allen anderen, nur muss man sie ausführlicher erklären. Und teilweise ganz andere.

Ein Beispiel: SIM-Karten als Router-Ersatz. Wer gerade erst hier ist, wohnt manchmal in einer Gemeinschaftsunterkunft, zieht häufig um oder hat schlicht nicht das Geld für einen festen Internetanschluss. Dann ist eine SIM-Karte mit viel Datenvolumen die praktische Lösung. Entsprechend wichtig sind hohes Volumen und schnelles Internet.

Dazu kommen Hürden beim Zugang: schlechte Bonität, kein Schufa-Score, Fragen rund um den Aufenthaltstitel. Was macht man, wenn man keinen Handyvertrag bekommt? Wie lädt man eine Prepaid-Karte auf? Mit welchen Tarifen telefoniert man günstig ins Ausland oder hat dort Internet, wenn man die Familie besucht?

Und ein Punkt, den man leicht unterschätzt: Viele Begriffe lassen sich kaum übersetzen. „Anschlusspreis“ klingt in anderen Sprachen nach etwas, das man am Ende zahlt. Dabei fällt er ganz am Anfang an.

Was unterscheidet Tarifgut aus Ihrer Sicht von den großen etablierten Vergleichsportalen?

Drei Sachen.

Die Rechnung. Wir rechnen aus, was ein Vertrag tatsächlich kostet — Im Vergleich dazu, das Gerät einzeln zu kaufen.

Die Auswahl. Wir haben nicht tausend Deals, sondern wenige ausgesuchte. Die schauen wir uns selbst an, vergleichen sie und suchen nach Wegen, noch mehr herauszuholen. Wenn ein Angebot mit Trade-in kommt, sagen wir auch mal: Verkauf dein altes Handy lieber woanders, das bringt dir mehr. Wir gehen deutlich tiefer in die Materie.

Wir sagen auch ab. Bei uns landet nicht alles als Banner auf der Seite, nur weil dafür Geld kommt. Wir schauen, ob es für unsere Community wirklich günstig ist — oder ob jemand etwas abschließt, das ihm wehtut. Wir fühlen da eine Verantwortung.

Und wir sind erreichbar. Wir sind nur zu zweit, aber wenn uns jemand auf TikTok eine Sprachnachricht schickt, kommt eine Sprachnachricht zurück. Wir schauen uns an, was schiefgelaufen ist. Bei großen Portalen sitzen da Systeme, die mit dem Menschen nichts zu tun haben — bei der Größe ist das natürlich aber auch nachvollziehbar.

Sie erzielen inzwischen einen fünfstelligen Monatsumsatz mit einem sehr kleinen Team. Welche Entscheidungen waren für dieses Wachstum besonders wichtig?

Enger werden statt breiter. Erst nur Deals, dann nur Sparen, dann nur Mobilfunk. Jede Verengung hat uns weitergebracht. Dann die Sprache.

Täglich Videos. Seit 2025 mindestens zwei pro Tag — weit über tausend im Jahr.

Dranbleiben an der Community und nur gute Angebote zeigen. Das hat sich ausgezahlt, auch bei den Partnern.

Das gemeinsame Büro. Mehr Nähe zu einander führte zu mehr Austausch. Der Wechsel vom Homeoffice in ein Büro war ein stärkerer Hebel, als wir dachten.

Und Systeme. Wir haben unsere Arbeitsprozesse so schlank wie möglich gebaut, mit Vorlagen und Automatismen. Das hat uns Zeit zurückgegeben — und ist der Grund, warum wir keine dreißig Mitarbeiter brauchen.

Was ist beim Aufbau von Tarifgut bisher nicht wie geplant gelaufen, und welche nächsten Entwicklungsschritte stehen für Sie an?

Einige Nebenprojekte sind nicht so gelaufen wie geplant. Unser Prämiensystem zum Beispiel, bei dem wir unsere Provision mit der Community teilen wollten — da haben nicht alle Partner mitgezogen.

Und man kann es als Umweg sehen, dass wir zuerst eine Finanzseite aufbauen wollten und heute eine Tarifseite sind. Wir sehen es eher als den Weg, auf dem wir gefunden haben, was wir wirklich können.

Als Nächstes steht an: eine bessere Nutzererfahrung, unsere Community noch besser durch den deutschen Markt zu führen, und die organische Suche zu erschließen — für deutschsprachige Nutzer genauso wie für unsere anderssprachige Community.

Und das größere Ziel: so groß und einflussreich zu werden, dass sich in der Mobilfunkwelt etwas verändert und die Anbieter anfangen, sich unserer Community anzupassen. Das passiert seit diesem Jahr langsam schon — unser Input wird gehört.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die mit begrenzten Ressourcen gegen deutlich größere Wettbewerber antreten?

Erstens: Beschäftigt euch mit KI. Richtig eingesetzt ersetzt sie komplette Teams. Ich meine damit nicht, eine E-Mail zu diktieren oder ein Bild zu generieren. Fast alles, was ein „nomaler“ Mitarbeiter kann, lässt sich abbilden, wenn man kreativ ist und sich reinnerdet.

Zweitens: Spielt nicht auf demselben Feld wie die Konkurrenz. Und wenn ihr eine Nische habt — geht es noch spitzer? Sucht das Kleinste vom Kleinsten und arbeitet euch von dort aus vor. Fangt an der Spitze der Pyramide an, nicht an der Basis.

Drittens: Macht nicht auf große Marke, wenn ihr klein seid. Klein sein ist euer Vorteil. Ihr seid persönlich, ihr seid echte Menschen, ihr dürft Fehler machen. Manchen seid ihr sympathisch, anderen nicht — und genau das kommt besser an als eine gesichtslose Riesenmarke.

Bildcredits Privat

Wir bedanken uns bei Eduard Sanne & Farhad Ahmad Zahir für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


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Tarifgut: Mobilfunk für eine starke Community Logo schwarz grün

Kontakt:

Eduard Sanne & Farhad Ahmad Zahir GbR
Klosterstraße 1a
77656 Offenburg
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Ansprechpartner: Eduard Sanne & Farhad Ahmad Zahir

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Aus der Forschung ins Krankenhaus: Wie die KI-Plattform calliora Kliniken vor der Prüfwelle 2027 rettet

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calliora: Krankenhäuser mit KI-Plattform wirtschaftlicher machen Gründerteam Bild  Dr. Frederik Träuble und Dr. Jonas Wildberger

calliora entwickelt eine KI-Plattform für Krankenhäuser, die administrative Prozesse vereinfachen, Abrechnungsfehler frühzeitig erkennen und den wirtschaftlichen Klinikbetrieb unterstützen soll.

Wer steckt hinter der KI-Plattform und wie ist die Idee entstanden, Technologie aus der Forschung für Krankenhäuser einzusetzen?

Frederik Träuble und Jonas Wildberger. Beide haben in Cambridge und Oxford studiert, am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in KI promoviert und in den KI-Teams von AWS und GSK gearbeitet. Was sie antreibt, ist ein Missstand, der nicht sein müsste: Zwei Drittel der Krankenhäuser in Deutschland haben 2024 Verluste gemacht. Das schadet dem ganzen Gesundheitssystem, und es ist kein Naturgesetz. Die Methoden, die das ändern können, gab es in der Forschung längst. Man musste sie nur ins Krankenhaus bringen.

Ihr kommt aus der KI-Forschung am Max-Planck-Institut. Was hat euch dazu bewegt, aus diesem Umfeld heraus ein Unternehmen zu gründen?

Wir hatten schon früh die Ambition, die KI-Algorithmen, an welchen wir während unserer Promotion gearbeitet haben, dort einzusetzen, wo sie am meisten helfen: Im Healthcare Bereich. . Viele unserer Kollegen bei Max-Planck sind entweder in die USA zu den bekannten Technologie-Konzernen gegangen oder haben selbst erfolgreiche KI-Unternehmen gegründet. Für uns war das also keine komplett neue Welt.

Eure Plattform erkennt mögliche Fehler, bevor Krankenhausrechnungen das Haus verlassen. Wie funktioniert dieser Prozess in der Praxis?

Wir ersetzen kein System im Haus. calliora setzt auf das auf, was da ist: Krankenhausinformationssystem, Archive, Dokumentation, Kodierung, Prüfverfahren. Und führt zusammen, was zu einem Fall gehört. Während der Fall läuft, schaut die Plattform: Ist eine Diagnose dokumentiert, aber nicht kodiert? Fehlt ein Nachweis, den der Medizinische Dienst verlangen würde? Dann sagt sie dem Team Bescheid, solange sich die Lücke in Minuten schließen lässt und nicht erst Wochen später in der Prüfung.

Die Entscheidung bleibt beim Fachpersonal. Sie prüfen, sie geben frei. Abgerechnet wird nur, was in der Akte steht. Das ist wie eine gute OP-Assistenz: Sie kennt den Eingriff, weiß, was als Nächstes kommt, und reicht das Instrument, bevor jemand fragt. Den Schnitt macht sie nicht.

Ab 2027 können bei Kliniken mit vielen beanstandeten Rechnungen deutlich mehr Abrechnungen geprüft werden. Welche Herausforderungen entstehen dadurch für Krankenhäuser?

Das im Juli beschlossene GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz koppelt die Prüfquote an die Qualität der Rechnungen. Beanstandet der Medizinische Dienst mehr als 35 Prozent der geprüften Rechnungen eines Hauses, dürfen die Kassen bis zu 40 Prozent prüfen lassen. Bei mehr als der Hälfte fällt die Grenze ganz: bis zu 100 Prozent. Bisher waren es höchstens 15.

Für ein Haus mit vielen Fehlern wird das zur Spirale. Jede Prüfung bindet Leute und kostet Rückzahlung und Aufschlag. Wer viele Fehler hat, hat ab 2027 weniger Geld und weniger Zeit, die Ursachen abzustellen. Das eigentliche Problem ist nicht die Prüfung. Es ist die Rechnung, bevor sie rausgeht. Und die entsteht im Betrieb, nicht im Controlling.

Euer Ansatz geht über die reine Rechnungsprüfung hinaus. Welche Probleme im Krankenhausbetrieb kann die Plattform zusätzlich sichtbar machen?

Die Rechnung ist nur der Ort, an dem ein Fehler auffällt. Entstanden ist er vorher, irgendwo im Betrieb. Weil wir den Fall von der Aufnahme bis zur Rechnung verfolgen, sehen wir, wo etwas aus dem Takt gerät, quer durch Abteilungen und Berufsgruppen. Uns geht es nicht um eine bessere Abrechnung. Uns geht es um Krankenhäuser, die wirtschaftlich auf stabilen Beinen stehen. Wie ein Monitor auf der Intensivstation: Der zeigt Abweichungen, bevor sie kritisch werden. Heute deckt calliora Kodierung, Fallprüfung, MD-Management und Controlling ab. Die Abrechnung ist der erste Hebel, nicht das Ziel.

Wie unterscheidet sich eure Lösung von bestehenden Software- und Abrechnungssystemen im Klinikbereich?

Die meisten Systeme im Krankenhaus sind für einen Schritt gebaut. Eines dokumentiert, eines kodiert, eines prüft, eines rechnet ab. Jedes für sich gut. Aber die Information läuft nicht mit dem Fall. In der Logistik reist der Lieferschein mit der Palette. Im Krankenhaus wird zusammengesucht, was die Rechnung braucht, oft erst, wenn der Patient längst zu Hause ist.

Wir ersetzen nichts, wir setzen obendrauf und führen zusammen. Wir arbeiten vor der Rechnung, und unterstützen auch danach. Und bei uns entscheidet der Mensch: Die Plattform legt vor, die Fachkraft gibt frei.

Die Plattform wird bereits in kommunalen, kirchlichen und privaten Krankenhäusern eingesetzt. Welche Erfahrungen habt ihr aus dem laufenden Betrieb bisher gesammelt?

Private, kirchliche und öffentliche Häuser in fünf Bundesländern arbeiten im Alltag mit calliora. Der Aufwand je Fall hat sich dort teilweise mehr als halbiert. Und die Teams schließen Lücken, die wir finden, bevor die Rechnung rausgeht.

Gerade im Gesundheitswesen sind Daten besonders sensibel. Wie stellt ihr Datenschutz, Datensicherheit und einen verantwortungsvollen KI-Einsatz sicher?

Alle Daten bleiben in zertifizierten Rechenzentren in der EU, nichts geht in Drittstaaten. Wir erfüllen alle relevanten Sicherheitsanforderungen und Zertifikationen. . Jeder Zugriff ist auf das Nötige beschränkt und wird protokolliert. Unabhängige Sicherheitsfirmen testen uns regelmäßig von außen.

Beim KI-Einsatz gilt: Die Plattform entscheidet nicht, sie schlägt vor. Menschen geben frei. Abgerechnet wird nur, was in der Akte steht, richtige Rechnungen, nicht höhere. Und alles ist nachvollziehbar: Wer wann was geprüft und freigegeben hat, steht im Protokoll.

Krankenhäuser stehen unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Welchen konkreten Beitrag kann eure Technologie leisten, ohne unrealistische Einsparversprechen zu machen?

Wir versprechen keine Einsparquote. Der Druck ist auch so groß genug. Ab 2027 kann ein Haus mit vielen beanstandeten Rechnungen von 15 auf 100 Prozent Prüfquote hochgestuft werden. Da rollt ein bürokratisches Monster auf die Krankenhäuser zu. Die Kassen müssen prüfen, die Häuser müssen liefern. Ein Verfahren, das heute schon kompliziert ist, wird noch komplizierter.

Mit unserer Technologie reduzieren wir die Aufwände und Fehler je Fall deutlich. Was das in Euro heißt, hängt vom Haus ab. Der Mechanismus ist überall gleich. Kliniken bekommen bezahlt, was sie geleistet haben. Sie werden seltener geprüft, weil ihre Rechnungen weniger Angriffsfläche bieten. Und Leute, die heute Daten von einem System ins nächste tippen, haben wieder Zeit für ihren eigentlichen Job.

Kein einzelnes Werkzeug holt zwei Drittel der Kliniken aus den roten Zahlen. Aber ein Haus, das seine Fälle versteht, kann rechtzeitig gegensteuern.

Ihr gebt jetzt eine neue Finanzierungsrunde bekannt. Wofür soll das zusätzliche Kapital eingesetzt werden und welche nächsten Wachstumsschritte sind geplant?

Mit den 6 Millionen US-Dollar bauen wir die Teams für KI, Engineering und Produkt in München aus und bringen die Plattform auf weitere Stationen des Fallverlaufs. Deutschland allein ist ein riesiger Markt. Aber wir denken europäisch: eine Plattform für Krankenhäuser, die sie wirtschaftlich besser macht. Dass BHI und redalpine die Runde anführen und Experten wie Ulrich Wandschneider, Sara Siegel, Peter Sarlin und Frank Hutter investieren, hilft dabei. Sieie kennen Klinikmanagement und KI von innen.

Welche langfristige Vision verfolgt ihr mit der Plattform und welche Rolle soll KI künftig im wirtschaftlichen und organisatorischen Klinikbetrieb spielen?

Krankenhausökonomie ist für uns kein Backoffice-Thema. Sie ist Teil der Infrastruktur, die Versorgung sichert. Ein Haus, das dauerhaft wirtschaftlich arbeitet, kann in Menschen, Technik und Betten investieren, in das, worauf Patienten angewiesen sind.

Unsere Vision: eine KI-Plattform, die den ganzen Fall kennt, von der Behandlung bis zur abgeschlossenen Akte. Sie übernimmt die Routine, zeigt Risiken und Potenziale und holt den Menschen dort dazu, wo sein Urteil den Unterschied macht. KI ersetzt im Krankenhaus niemanden. Sie sorgt dafür, dass nichts mehr übersehen wird, nur weil es in einem anderen System steckt.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Forschern geben, die aus wissenschaftlicher Arbeit ein Unternehmen aufbauen möchten?

  1. Versteht das Kernproblem, bevor ihr die Lösung baut.
  2. Das Feedback von Euren Kunden ist wertvoller als jeder abstrakte Benchmark, nutzt es.
  3. Holt euch Experten, die das Feld und Fallstricke kennen, die ihr nicht kennt.

Bildrechte: calliora

Wir bedanken uns bei Dr. Frederik Träuble und Dr. Jonas Wildberger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Personio übernimmt Ausgabenmanagement-Plattform Circula

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Personio übernimmt Circula: Ausgabenmanagement wächst. Hanno Renner, CEO und Mitbegründer von Personio, und Nikolai Skatchkov, CEO und Mitbegründer von Circula (v. l.). Foto: Laura Dicke

Die Übernahme macht Europas führende HR- und Payroll-Plattform zum einzigen europäischen Anbieter, der alle Geschäftsausgaben in einer Software verwalten kann.

Personio übernimmt Circula, Deutschlands führende Ausgabenmanagement-Plattform. Mehr als 3.000 europäische mittelständische Unternehmen vertrauen Circula bereits bei Auslagen, Reisekosten, Firmenkarten und Mitarbeiter-Benefits.

„Ausgabenmanagement gehört zu den Funktionen, die sich unsere Kunden am häufigsten wünschen. In Europa ist das nicht einfach zu lösen, denn genau wie bei der Lohn- und Gehaltsabrechnung sind die Regelungen in jedem Land anders. Circula hat diese Komplexität in den letzten neun Jahren unkompliziert und ausgereift gelöst“, so Hanno Renner, CEO und Mitgründer von Personio.

„Mit Circula an Bord bündelt Personio alles, was ein Unternehmen für seine Mitarbeitenden ausgibt, an einem Ort – vom Gehalt über Auslagen bis zu Benefits. Das ist eine Premiere in Europa und ein bedeutender Schritt dahin, dass Personio zu dem System wird, auf dem europäische Unternehmen künftig ihre gesamte Belegschaft managen.“

Personio und Circula vertiefen ihre Zusammenarbeit

Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit mehreren Jahren eng zusammen und betreuen gemeinsam viele der 16.000 europäischen Personio-Kunden. Die Übernahme verstetigt diese Partnerschaft und ermöglicht eine noch tiefere Verzahnung von Daten und Geschäftsprozessen.

Beide Produkte arbeiten an der Schnittstelle von Lohnabrechnung und Ausgabenmanagement: Auslagen fließen sowohl über DATEV als auch über Personio Payroll direkt in die Lohnabrechnung. Personio und Circula haben in ihrem jeweiligen Bereich tiefes Compliance- und Steuer-Know-how aufgebaut: Personio in der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Circula bei Auslagen und Benefits.

DATEV-Integrationen sollen weiter ausgebaut werden

Über die gemeinsame Kundenbasis und den Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen hinaus eint Circula und Personio auch der Anspruch, Steuerberatern die Arbeit zu erleichtern. Beide Unternehmen haben eine Community von mehreren hundert Steuerberatern aufgebaut und Funktionen entwickelt, die die Zusammenarbeit zwischen Steuerberatern und ihren Mandanten erleichtern.

Ein zentraler Baustein dieser Strategie sind tiefe DATEV-Integrationen, über die Daten direkt in DATEVs Lohn- und Finanzbuchhaltungssysteme übertragen werden. Sie werden weiter ausgebaut und wachsen mit der Zeit zu einer einzigen, nahtlosen Lösung zusammen.

„Circula hat den Abgleich von Mitarbeiterdaten zwischen Ausgabenmanagement und HR-Plattform bereits gelöst und hunderte gemeinsame Kunden nutzen diese Integration schon heute. Bisher wurde aber steuerliche Logik beim Ausgabenmanagement und bei Payroll immer von zwei unterschiedlichen Unternehmen gebaut“, so Nikolai Skatchkov, CEO und Mitgründer von Circula.

„Der Zusammenschluss mit Personio ändert das. Für unsere Kunden bleibt sowohl die DATEV-Integration als auch das Circula-Knowhow unverändert – aber HR, Auslagen und Payroll werden jetzt als gemeinsame Lösung gedacht.“

Gehalt, Benefits, Auslagen und Firmenkarten auf einer Plattform

Für Personio ist die Übernahme der natürliche nächste Schritt, nachdem das Unternehmen erfolgreich eine eigene Lohnabrechnung aufgebaut hat. Personio und Circula wollen gemeinsam sämtliche Ausgaben eines Unternehmens für seine Mitarbeitenden auf einer einzigen Plattform abbilden: Gehalt, Benefits, Auslagen und Firmenkarten.

Für HR bedeutet das weniger manuelle Arbeit und weniger Systeme, für die Finanzabteilung saubere Bücher und einen schnelleren Abschluss.

„Personio und Circula laufen bei Everphone seit über sechs Jahren parallel – eine bewusste Entscheidung für die jeweils stärksten Lösungen ihrer Kategorie, nahtlos miteinander verbunden. Von Anfang an waren Lohnabrechnung, Kostenstellen und Genehmigende synchronisiert, sodass sich die beiden Systeme nie wie getrennte Welten angefühlt haben“, sagt Veronika von Heise-Rotenburg, CFO von Everphone.

„Dass beide jetzt noch enger zusammenwachsen, ist genau der Schritt, auf den wir gewartet haben.“

Circula firmiert künftig als Circula by Personio

Circula firmiert ab dem 6. Oktober als Circula by Personio und das Team wechselt zu Personio. Für gemeinsame Kunden wird die Integration zu einer vollständig vernetzten Erfahrung ausgebaut.

Für Circula-Kunden, die Personio nicht nutzen, bleibt das Produkt weiterhin verfügbar und wird eigenständig weiterentwickelt.

Warum übernimmt Personio Circula?

Personio übernimmt Circula, um das Ausgabenmanagement stärker mit HR und Payroll zu verbinden. Künftig sollen Gehalt, Benefits, Auslagen und Firmenkarten auf einer gemeinsamen Plattform abgebildet werden.

Was ändert sich für bestehende Circula-Kunden?

Circula firmiert ab dem 6. Oktober als Circula by Personio. Kunden, die Personio nicht nutzen, können Circula weiterhin verwenden. Das Produkt soll auch eigenständig weiterentwickelt werden.

Welche Vorteile soll die Übernahme für Unternehmen bringen?

Durch die engere Verbindung von Personio und Circula sollen Daten und Geschäftsprozesse besser miteinander verzahnt werden. Unternehmen sollen dadurch weniger manuelle Arbeit haben und HR-, Payroll- sowie Ausgabenmanagement-Prozesse über weniger Systeme abwickeln können

Bild Hanno Renner, CEO und Mitbegründer von Personio, und Nikolai Skatchkov, CEO und Mitbegründer von Circula (v. l.). Foto: Laura Dicke

Quelle Maschmeyer Group/ MM Support GmbH

Prüfwelle ab 2027: KI-Start-up calliora erhält 6 Millionen US-Dollar für Klinik-Abrechnungen

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KI-Plattform: calliora stärkt Krankenhäuser mit 6 Millionen gründer team Jonas Wildberger und Frederik Träuber

Prüfwelle 2027: KI-Plattform calliora erhält 6 Millionen US-Dollar, damit Krankenhäuser dauerhaft wirtschaftlich arbeiten

Ab 2027 dürfen Krankenkassen bei Kliniken mit vielen beanstandeten Rechnungen bis zu 100 Prozent aller Rechnungen prüfen lassen, bisher 5 bis maximal 15 Prozent. Die KI-Plattform des Münchner Start-ups fängt solche Fehler ab, bevor die Rechnung das Krankenhaus verlässt, und zeigt darüber hinaus, wo im Klinikbetrieb etwas aus dem Takt gerät.

Auf einen Blick

Anlass: Ab 2027 koppelt das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz die Prüfquote an die Qualität der Klinikrechnungen. Bei vielen Beanstandungen dürfen die Kassen bis zu 100 Prozent aller Rechnungen prüfen lassen, bisher 5 bis maximal 15.

Produkt: KI-Plattform, die auf den vorhandenen Kliniksystemen aufsetzt. Sie meldet Lücken, bevor die Rechnung an die Kasse geht, und zeigt, wo im Krankenhausbetrieb etwas aus dem Takt gerät – von der Kodierung bis zum Controlling.

Beleg: Im Betrieb in privaten, öffentlichen und kirchlichen Häusern. Aufwand je Fall mehr als halbiert und die Beanstandungsquote des Medizinischen Dienstes entsprechend gesenkt.

Runde: 6 Millionen US-Dollar Pre-Seed, angeführt von Bertelsmann Healthcare Investments (BHI) und redalpine.

Gründer: Dr. Frederik Träuble und Dr. Jonas Wildberger, promovierte KI-Forscher vom Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme.

München, 6. Oktober 2026 – Ab 2027 bezahlen Krankenhäuser Abrechnungsfehler mit Prüfungen. Das im Juli beschlossene GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz koppelt die Prüfquote an die Qualität der Rechnungen. Beanstandet der Medizinische Dienst mehr als 35 Prozent der geprüften Rechnungen eines Hauses, dürfen die Kassen bis zu 40 Prozent seiner Rechnungen prüfen lassen. Bisher galten 5 bis maximal 15 Prozent. Beanstandet er mehr als die Hälfte, entfällt jede Obergrenze: Dann sind bis zu 100 Prozent möglich.

Das Münchner Start-up calliora hat eine KI-Plattform entwickelt, die solche Fehler abfängt, bevor die Rechnung an die Kasse geht, und die zeigt, wo im Krankenhausbetrieb etwas aus dem Takt gerät. Dafür hat es 6 Millionen US-Dollar erhalten, angeführt von Bertelsmann Healthcare Investments (BHI) und redalpine.

Die Information läuft nicht mit dem Fall

Die meisten Fehler entstehen lange vor der Rechnung. Ein Behandlungsfall geht durch viele Hände: Ärzte und Pflegekräfte dokumentieren, Kodierfachkräfte übersetzen Diagnosen in Abrechnungsschlüssel, das Medizincontrolling prüft, die Kasse lässt den Medizinischen Dienst kontrollieren. Fast jeder Schritt läuft in einer eigenen Software. In der Logistik reist der Lieferschein mit der Palette. Im Krankenhaus wird die Information für die Rechnung oft erst zusammengesucht, wenn der Patient längst entlassen ist.

Mit jeder Stufe wird ein Fehler teurer, und beide Seiten zahlen. Vor der Rechnung ist eine fehlende Angabe in Minuten ergänzt. In der Prüfung kostet sie Rückzahlung, Aufschlag und Stunden Arbeit bei Klinik, Kasse und Medizinischem Dienst. Fällt sie nie auf, bekommt die Klinik erbrachte Leistung nie bezahlt. Die Rechnung ist nur der Ort, an dem der Fehler sichtbar wird. Entstanden ist er im Betrieb. 2024 schrieben zwei Drittel der Allgemeinkrankenhäuser Verluste, ermittelte das Deutsche Krankenhausinstitut.

„Das Gesundheitssystem verliert jedes Jahr Milliarden an Verwaltung, die niemandem hilft: Software, die nicht zusammenpasst, und Regeln, die sich ständig ändern. Ab 2027 steigt der Preis für jeden Fehler noch einmal“, sagt Mira Kamp, Partnerin bei redalpine. „Frederik, Jonas und ihr Team verstehen nicht nur KI. Sie wissen, wie man im Krankenhaus Vertrauen gewinnt. Wir unterstützen sie dabei, dass Krankenhäuser dauerhaft wirtschaftlich arbeiten und ihre Fachkräfte die Zeit zurückbekommen, die heute zwischen den Systemen verloren geht: Zeit für Patienten.“

„Über wirtschaftliche Stabilität wird im Krankenhaus meist erst gesprochen, wenn sie fehlt“, sagt Dr. Ulrich Wandschneider, früherer CEO von Asklepios und Mediclin AG. „calliora sorgt dafür, dass sie jeden Tag intelligent mitgesteuert wird.“

Eine KI-Plattform für den ganzen Fallverlauf

calliora ersetzt keine der vorhandenen Anwendungen. Die KI-Plattform setzt darauf auf und führt zusammen, was zu einem Fall gehört: klinische Dokumentation, Daten aus dem Krankenhausinformationssystem, Kodierung und Prüfverfahren. Ist eine Diagnose dokumentiert, aber noch nicht kodiert, oder fehlt ein Nachweis, den ein Prüfer verlangen würde, meldet sie das dem zuständigen Team.

Die Abrechnung ist dabei eines von mehreren Feldern. Weil die Plattform den Fall von der Aufnahme bis zur Rechnung verfolgt, zeigt sie auch, wo im Krankenhausbetrieb etwas aus dem Takt gerät, und erlaubt, frühzeitig gegenzusteuern, ähnlich wie ein Patientenmonitor auf der Intensivstation Abweichungen erkennt, bevor sie kritisch werden. Heute deckt sie Kodierung, Fallprüfung, MD-Management und Controlling ab.

Die Entscheidung bleibt beim Menschen: Kodierfachkräfte und Medizincontroller prüfen und geben frei. Abgerechnet wird nur, was in der Patientenakte dokumentiert ist. Daten werden ausschließlich in Deutschland DSGVO-konform verarbeitet. calliora erfüllt schon heute höchste regulatorische Anforderungen für die Verarbeitung hochsensibler Informationen.

„Einige der am besten ausgebildeten Menschen im Krankenhaus verbringen einen großen Teil ihres Tages damit, Informationen von einem System ins nächste zu tragen“, sagt Dr. Frederik Träuble, Mitgründer und CEO von calliora. „Diese Arbeit sollte KI übernehmen, so wie eine gute OP-Assistenz arbeitet: Sie kennt den Eingriff, weiß, was als Nächstes kommt, und reicht das Instrument, bevor die Chirurgen danach fragen. calliora macht das für Kodierung und Medizincontrolling. Sie legt die fehlende Diagnose oder den fehlenden Nachweis genau dann vor, wenn er gebraucht wird. Den Schnitt setzt sie nicht. Das bleibt bei den Fachkräften.“

Läuft im Alltag, nicht im Pilot

Anders als die meisten KI-Projekte läuft calliora im Alltag. Private, kirchliche und öffentliche Krankenhäuser in fünf Bundesländern setzen calliora bereits ein. Dort sank der Aufwand je Fall um mehr als die Hälfte. Die Teams schließen mehr als 90 Prozent der Lücken, die calliora findet, vor der Rechnungsstellung. Die Beanstandungsquote des Medizinischen Dienstes kann damit nachhaltig reduziert werden.

Beide Seiten gewinnen

Kliniken bekommen bezahlt, was sie geleistet haben, und werden seltener geprüft. Kassen und Medizinischer Dienst verbringen weniger Zeit mit Streit über Rechnungen. calliora zielt auf richtige Rechnungen, nicht auf höhere. Die Abrechnung ist der erste Hebel, nicht das Ziel. Das Ziel ist ein Krankenhaus, das dauerhaft wirtschaftlich arbeitet. Krankenhausökonomie versteht calliora nicht als Backoffice-Optimierung, sondern als Teil der Infrastruktur, die Versorgung sichert.

Runde, Investoren, Team

Die Runde führen BHI und redalpine an. Dazu kommen Business Angels aus Klinikmanagement und KI, darunter Wandschneider, Sara Siegel (Deloitte), Peter Sarlin (PostScriptum, NestAI, Qutwo, Silo AI) und Frank Hutter (Prior Labs).

„In den USA setzt sich fehlerfreie Echtzeit-Abrechnung als Schlüssel zu mehr Wirtschaftlichkeit in Krankenhäusern durch. calliora bringt dieses Prinzip jetzt nach Europa und setzt direkt an der Quelle an, statt Fehler im Nachhinein zu korrigieren“, sagt Maximilian Boner, Europe Lead bei BHI. „Das Team verbindet das dafür nötige tiefe Krankenhausverständnis mit KI-Expertise auf Spitzenniveau.“

„Viele Systeme, die wir in Kliniken gesehen haben, verursachten mehr Aufwand, als sie einsparten. calliora ist endlich eines, bei dem die Bilanz stimmt. Die KI-Plattform erfasst die Bereiche, die über die Erlöse entscheiden“, sagt Dr. med. Andreas Stockmanns, Geschäftsführer von Kaysers Consilium und Berater von calliora.

Träuble und Wildberger haben am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Künstlicher Intelligenz promoviert, nach Studien in Cambridge und Oxford und Stationen in den KI-Abteilungen von AWS und GSK. calliora wurde 2023 gegründet und sitzt in München; Berater sind Prof. Dr. Bernhard Schölkopf (Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme) und Dr. med. Andreas Stockmanns (Geschäftsführer von Kaysers Consilium, mehr als 20 Jahre Erfahrung im Medizincontrolling und Krankenhausmanagement). Mit dem Kapital baut das Unternehmen die Teams für KI, Engineering und Produkt aus und weitet die KI-Plattform auf weitere Stationen des Fallverlaufs aus.

Was macht die KI-Plattform von calliora?

Die KI-Plattform von calliora unterstützt Krankenhäuser dabei, Lücken und mögliche Abrechnungsfehler frühzeitig zu erkennen. Dafür führt sie Informationen aus bestehenden Kliniksystemen zusammen und begleitet den Fall von der Aufnahme bis zur Rechnung.

Wie hoch ist die Finanzierung von calliora?

calliora erhält in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde 6 Millionen US-Dollar. Angeführt wird die Runde von Bertelsmann Healthcare Investments (BHI) und redalpine.

Warum wird die KI-Plattform für Krankenhäuser ab 2027 wichtiger?

Ab 2027 wird die Prüfquote stärker an die Qualität der Klinikrechnungen gekoppelt. Bei einer hohen Beanstandungsquote können Krankenkassen deutlich mehr Rechnungen prüfen lassen, in bestimmten Fällen sogar bis zu 100 Prozent.

Bildcredits calliora

Quelle calliora

Finmid sichert sich 17 Mio. € und startet E-Commerce-Finanzierungen

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finmid: Finanzierung für Plattformen mit 17 Mio. Euro Bild Alexander Talkanitsa und Max Schertel Bildcredits/Fotograf: Maurizio Sorvillo

finmid sichert sich 17 Millionen Euro und bietet mit Bolt und Skroutz erstmals Fahrzeugfinanzierungen und Händlerfinanzierungen im E-Commerce an

  • Seit dem Start hat die finmid-Gruppe in 30 europäischen Märkten Finanzierungsangebote im Gesamtwert von mehr als 4 Milliarden Euro unterbreitet. Mit dem zusätzlichen Kapital erschließt der Spezialist für integrierte Finanzierungslösungen weitere Produktarten und Plattformkategorien.
  • Mit Fahrzeugfinanzierungen über Bolt und Händlerkrediten auf Skroutz, deren Kapital der Marktplatz selbst bereitstellt, wendet finmid sein bewährtes Modell erstmals auf komplexere Finanzierungsbedürfnisse an.
  • Die Finanzierungsrunde wird von Big Pi Ventures angeführt, Mainset beteiligt sich als Co-Investor, Earlybird investiert erneut. Damit steigt die Gesamtfinanzierung von finmid auf 52 Millionen Euro.

finmid, der Berliner Embedded-Lending-Anbieter hinter den Finanzierungsprogrammen von Wolt, Delivery Hero und myPOS, hat eine Finanzierung über 17 Millionen Euro von Big Pi Ventures und Mainset erhalten; auch Earlybird beteiligt sich erneut. Zugleich startet finmid zwei seiner bislang wichtigsten Angebote: Fahrzeugfinanzierungen gemeinsam mit Bolt und ein Kreditprogramm für Händler im e-Commerce gemeinsam mit Skroutz.

Mit der jüngsten Finanzierung steigt die Gesamtfinanzierung von finmid auf 52 Millionen Euro. Das Kapital fließt in den Ausbau der Angebote für Asset-backed Lending, der Infrastruktur für die Refinanzierung aus unterschiedlichen Kapitalquellen sowie der Kreditprüfung. Zudem soll es die Expansion in weitere Plattformkategorien wie Mobilität und E-Commerce unterstützen.

Bolt Vehicle Solutions

Die Mobilitätsplattform Bolt und der Finanzierungsspezialist finmid haben eine Partnerschaft geschlossen, um Flottenunternehmen den Zugang zu Fahrzeugfinanzierungen zu erleichtern. Mit dem neuen Programm Bolt Vehicle Solutions erhalten Flottenbetreiber maßgeschneiderte Finanzierungsmöglichkeiten, die ihnen den Ausbau ihrer Fahrzeugflotten ermöglichen und ihnen den Erwerb eigener Fahrzeuge erleichtern.

Der europäische Ride-Hailing-Markt soll Prognosen zufolge bis 2034 auf ein Volumen von 157 Milliarden Euro wachsen. Doch während die Nachfrage nach Fahrdienstleistungen steigt, stoßen viele Flottenunternehmen bei der Finanzierung zusätzlicher Fahrzeuge an ihre Grenzen. Klassische Kreditgeber können die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Unternehmen häufig nur schwer einschätzen. Zugleich sind die Finanzierungsangebote der Fahrzeughersteller meist nicht auf die intensive gewerbliche Nutzung im Ride-Hailing ausgelegt.

Mit Bolt Vehicle Solutions wollen Bolt und finmid diese Finanzierungslücke schließen. Flottenunternehmen können direkt über die Bolt-Plattform verfügbare Fahrzeuge auswählen und sich anschließend an finmid vermitteln lassen, um ihre Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen und einen Antrag zu stellen. Die Finanzierung erfolgt zu festen monatlichen Raten. Mit Begleichung der letzten Rate geht das Fahrzeug vollständig in das Eigentum des Flottenbetreibers über. Damit werden aus laufenden Ausgaben für die Fahrzeugnutzung langfristige Investitionen in das eigene Unternehmen.

Skroutz Funding

Im Rahmen der Partnerschaft mit Skroutz, dem größten Online-Marktplatz Griechenlands, betreibt finmid das Programm Skroutz Funding. Damit kann der Marktplatz seinen rund 9.000 Händlern direkt Kredite gewähren: Die Skroutz Group stellt das Kapital bereit, finmid übernimmt Kreditprüfung, regulierte Kreditvergabe, Kreditverwaltung und Refinanzierung. Erstmals setzt finmid seine Kreditinfrastruktur damit direkt auf dem eigenen Kapital einer Plattform auf.

Auf Wachstumskurs

finmid wurde aus der Überzeugung heraus gegründet, dass sich Unternehmensfinanzierung zunehmend auf die Plattformen verlagert, die Unternehmen bereits nutzen und denen sie vertrauen. finmid entwickelt die Finanzierungsinfrastruktur, die das europaweit möglich macht: Über eine einzige Integration können Plattformen ihren Geschäftskunden Finanzierungen anbieten. finmid übernimmt dabei Kreditprüfung, regulierte Kreditvergabe und Kreditverwaltung; das Kapital stammt von der Plattform selbst, ihrer Partnerbank oder den Refinanzierungspartnern von finmid.

Seit Gründung hat finmid gemeinsam mit Partnern wie Wolt, Delivery Hero, myPOS und efood Unternehmen in 30 europäischen Märkten Finanzierungsangebote im Gesamtwert von mehr als 4 Milliarden Euro unterbreitet. Viele Unternehmen kehren zurück: Rund 85 % der Kreditnehmer nehmen eine weitere Finanzierung in Anspruch, und finanzierte Händler konnten ihren Umsatz auf den Partnerplattformen um bis zu 45 % steigern. Die beiden neuen Angebote und die aktuelle Finanzierungsrunde markieren die nächste Etappe: Nachdem finmid sein Modell mit Working Capital unter Beweis gestellt hat, überträgt das Unternehmen dieselbe Infrastruktur nun auf größere und komplexere Finanzierungsformen von Plattformen und den Unternehmen, die auf sie angewiesen sind.

Alexander Talkanitsa, Co-Founder von finmid:

„Vor zwei Jahren hieß Embedded Lending noch: ein Vorschuss für ein Restaurant. Heute ermöglicht dieselbe Infrastruktur mehrjährige Fahrzeugkredite und Kredite, die ein Marktplatz aus eigenen Mitteln vergibt. Und das ist erst der Anfang. Jede Plattform mit Geschäftskunden kann heute zu deren Finanzierungspartner werden, ohne selbst eine Bank sein zu müssen.“

Max Schertel, Co-Founder von finmid:

„Kleinen Unternehmen hat es nie an Ehrgeiz gefehlt, sondern an einem Kreditgeber, der sie wirklich sieht. Plattformen sehen in Echtzeit, wie das Geschäft ihrer Kunden läuft. Deshalb können sie diese Lücke schließen wie niemand sonst. finmid gibt es, um genau das möglich zu machen. Mit Bolt finanzieren wir die Fahrzeuge, mit denen Flotten unterwegs sind; bei Skroutz stellt der Marktplatz selbst seinen Händlern Kapital zur Verfügung. Unsere Aufgabe ist es, diese Kredite sicher, schnell und reguliert bereitzustellen – ganz gleich, wer das Geld gibt und wofür Unternehmen es brauchen.“

Joshua Okeleke, Europe Business Development Lead bei Bolt:

„Ohne unsere Flottenpartner wäre Ride-Hailing in seiner heutigen Form nicht möglich. Dennoch ist es für viele von ihnen nach wie vor schwierig, die Finanzierung für zusätzliche Fahrzeuge zu sichern und ihr Geschäft auszubauen. Genau hier setzen wir mit Bolt Vehicle Solutions an: Wir verbinden attraktive Konditionen beim Fahrzeugkauf mit einem unkomplizierteren Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten und der Perspektive, langfristig Eigentum an den Fahrzeugen zu erwerben. Damit geben wir unseren Flottenpartnern mehr Planungssicherheit und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass sie in ihr Unternehmen investieren, ihre Flotten erweitern und mit der steigenden Nachfrage nach Fahrdienstleistungen wachsen können.“

Nick Kalliagkopoulos, Partner bei Big Pi Ventures:

„In Plattformen integrierte Finanzierungen sind für Marktplätze heute unverzichtbar, und finmid ist genau darauf ausgerichtet. Das kapitalschonende Modell ermöglicht schnelles Wachstum. Dank seiner Lizenzen und seiner Präsenz in zahlreichen Märkten ist finmid ein Partner, den Marktplätze einmal anbinden und überall nutzen können. Der Erfolg in Südosteuropa – einer Region, die trotz ihrer Größe oft übersehen wird – zeigt, wie viel ungenutztes Potenzial es noch gibt.“

Was macht finmid?

finmid entwickelt eine Finanzierungsinfrastruktur, mit der Plattformen ihren Geschäftskunden direkt Finanzierungslösungen anbieten können. Das Unternehmen übernimmt dabei unter anderem Kreditprüfung, regulierte Kreditvergabe und Kreditverwaltung.

Wie hoch ist die aktuelle Finanzierung von finmid?

finmid hat eine weitere Finanzierung über 17 Millionen Euro erhalten. Die Runde wird von Big Pi Ventures angeführt, Mainset beteiligt sich als Co-Investor und Earlybird investiert erneut. Damit steigt die Gesamtfinanzierung von finmid auf 52 Millionen Euro.

Was plant finmid gemeinsam mit Bolt und Skroutz?

Mit Bolt bietet finmid über Bolt Vehicle Solutions Fahrzeugfinanzierungen für Flottenunternehmen an. Gemeinsam mit Skroutz betreibt finmid ein Kreditprogramm für Händler, bei dem der griechische Online-Marktplatz das Kapital selbst bereitstellt.

Bild Alexander Talkanitsa und Max Schertel Bildcredits/Fotograf: Maurizio Sorvillo

Quelle Burlington Public Relations Agency

Die Höhle der Löwen am 12. Oktober 2026: Alle Start-ups, ein Heiratsantrag und ein hartes Food-Battle

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Gründerideen: Die Höhle der Löwen am 12. Oktober 2026 v.o.l.: Anderes W. Herb, Johannes Kliesch, Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel. v.u.l.: Janna Ensthaler, Dagmar Wöhrl, Judith Williams und Frank Thelen. Foto: RTL / Boris Breuer

Große Gefühle, junge Talente und ein ungewöhnlicher Kampf um Kapital

Gründerideen aus Gesundheit, Fashion, Food und Beauty treffen am 12. Oktober 2026 in Die Höhle der Löwen auf erfahrene Investoren – und diesmal sorgen nicht nur Geschäftsmodelle und Bewertungen für Gesprächsstoff.

Gründerideen sorgen am 12. Oktober 2026 für Überraschungen

Am 12. Oktober 2026 öffnet sich um 20:15 Uhr bei VOX wieder Die Höhle der Löwen. In Folge 6 der aktuellen Staffel präsentieren Gründerinnen und Gründer sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle. Gesundheit trifft auf Mode, innovative Lebensmittel auf Kosmetik und wissenschaftliche Expertise auf neue Konsumprodukte.

Doch die Sendung geht diesmal weit über klassische Pitches, Unternehmensbewertungen und Beteiligungsangebote hinaus. Ein Heiratsantrag nach 33 Jahren Beziehung sorgt für einen außergewöhnlichen Moment. Gleichzeitig kämpfen zwei besonders junge Gründer mit großen Emotionen um ein Investment und zwei Food-Konzepte treten direkt gegeneinander an.

Damit zeigt Die Höhle der Löwen am 12. Oktober 2026 einmal mehr, wie unterschiedlich die Geschichten hinter neuen Unternehmen sein können.

Gründerideen treffen in Die Höhle der Löwen auf große Gefühle

Susan Schmidt und Simon Werner präsentieren einen Sport- und Therapiebogen, der Bewegung, Rhythmus und Übungen miteinander verbinden soll. Das Gerät wird teilweise mit Wasser gefüllt. Durch dessen Bewegung entstehen wechselnde Impulse, auf die der Körper reagieren muss.

Nach Angaben der Gründer sollen dadurch unter anderem Muskelketten im Schulter-, Nacken- und Rückenbereich sowie die Tiefenmuskulatur angesprochen werden. Rund 200 Übungsvideos gehören mittlerweile zum Konzept.

Für die Weiterentwicklung ihres Unternehmens suchen Schmidt und Werner 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.

Doch nach dem eigentlichen Pitch nimmt der Auftritt in Die Höhle der Löwen eine unerwartete Wendung. Simon Werner und Susan Schmidt sind seit 33 Jahren ein Paar. Vor den Investoren geht Werner schließlich auf die Knie und fragt seine langjährige Partnerin, ob sie ihn heiraten möchte.

Der 12. Oktober 2026 dürfte damit nicht nur wegen der präsentierten Geschäftsmodelle in Erinnerung bleiben. Plötzlich geht es nicht mehr um Unternehmensanteile oder Bewertungen, sondern um eine gemeinsame Zukunft abseits des Geschäfts.

Junge Gründerideen und eine starke Social-Media-Community

Mike Leon Lichtenberg und Charlotte Lieben bringen einen völlig anderen Ansatz in Die Höhle der Löwen. Ihr verstellbares Band soll Pullover, T-Shirts, Kleider und Blusen ohne Knoten oder Abschneiden auf die gewünschte Länge bringen.

Das Duo ist mit 24 und 20 Jahren ausgesprochen jung, verfügt jedoch bereits über eine beachtliche Reichweite. Gemeinsam erreichen die beiden rund 600.000 Follower in den sozialen Medien.

Gerade für junge Marken kann eine bestehende Community ein wichtiger Wettbewerbsvorteil sein. Produkte lassen sich unmittelbar präsentieren, Rückmeldungen schnell einholen und potenzielle Kunden direkt erreichen. Doch Reichweite allein garantiert noch keinen nachhaltigen Unternehmenserfolg.

Beim Pitch wird es emotional. Charlotte Lieben spricht darüber, wie viel die beiden bislang allein aufgebaut haben. Gleichzeitig entwickelt sich unter den Investoren ein Bieterduell.

Gründerideen kämpfen am 12. Oktober 2026 direkt gegeneinander

Auch ein Battle gehört zur Folge von Die Höhle der Löwen am 12. Oktober 2026. Zwei Food-Startups treten dabei unmittelbar gegeneinander an. Für beide gilt: 90 Sekunden Zeit, nur einer darf anschließend weiter um ein Investment kämpfen.

Die beiden Konzepte wollen mit neuen Food-Produkten frischen Wind in den Lebensmittelmarkt bringen. Dabei wird deutlich, wie anspruchsvoll gerade diese Branche für junge Unternehmen ist.

Geschmack und eine originelle Produktidee reichen selten aus. Produktionskosten, Verpackung, Handelsspannen, Logistik und Wiederkaufsraten entscheiden darüber, ob sich ein Produkt dauerhaft am Markt etablieren kann. Der direkte Vergleich macht deshalb sichtbar, dass Gründer nicht nur ihre Produkte, sondern auch ihr Geschäftsmodell überzeugend vermitteln müssen.

Gründerideen im sensiblen Beauty- und Gesundheitsmarkt

Ines Frey und Leonie Steinhauer stellen in Die Höhle der Löwen ein Kosmetikprodukt vor, dessen Entwicklung auf einer persönlichen Erfahrung basiert. Nach einer missglückten Lippenunterspritzung musste Leonie Steinhauer einen Arzt aufsuchen.

Das daraus entstandene Produkt soll nach Angaben der Gründerinnen unerwünschte Hautunregelmäßigkeiten nach Hyaluronbehandlungen optisch verbessern und zu Hause angewendet werden können.

Doch gerade Produkte an der Schnittstelle zwischen Beauty und Gesundheit müssen besonders kritischen Fragen standhalten. Die Investoren beschäftigen sich deshalb unter anderem mit Studienlage, Wirkung, Vermarktung und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Für ihr Unternehmen suchen Mutter und Tochter 250.000 Euro und bieten dafür 25,1 Prozent der Firmenanteile.

Wissenschaft als Grundlage neuer Gründerideen

Ebenfalls wissenschaftlich geprägt ist ein weiteres Konzept, das am 12. Oktober 2026 in Die Höhle der Löwen vorgestellt wird. Dr. Teresa Cramer, Franziska Kuenburg und Raphael Thurn und Taxis haben vier flüssige Shots entwickelt, die auf unterschiedliche Situationen im Alltag ausgerichtet sind.

Die Varianten sollen intensive Kopfarbeit, Energie, emotionale Balance beziehungsweise die Abendroutine unterstützen.

Das Team bringt dafür sehr unterschiedliche Kompetenzen zusammen. Dr. Teresa Cramer ist Neurowissenschaftlerin und forscht seit mehr als zehn Jahren am Gehirn. Franziska Kuenburg verfügt über Erfahrung aus Investmentbanking und Consulting, Raphael Thurn und Taxis kommt aus der Lebensmittelindustrie.

Für die weitere Entwicklung suchen die drei 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.

Gründerideen müssen mehr als Aufmerksamkeit erzeugen

Die Folge von Die Höhle der Löwen am 12. Oktober 2026 zeigt besonders deutlich, wie unterschiedlich der Ausgangspunkt einer Unternehmensgründung sein kann. Mal entsteht ein Produkt aus einem persönlichen Problem, mal aus wissenschaftlicher Forschung, einer Beobachtung im Alltag oder einer bestehenden Community.

Doch unabhängig vom Ursprung müssen Gründerideen irgendwann denselben Praxistest bestehen. Gibt es einen ausreichend großen Markt? Ist die Zielgruppe bereit, für das Produkt zu bezahlen? Kann das Unternehmen profitabel wachsen? Und ist die Bewertung gegenüber möglichen Investoren zu rechtfertigen?

Emotionen können Aufmerksamkeit erzeugen, eine große Social-Media-Community kann den Markteintritt erleichtern und wissenschaftliche Expertise Vertrauen schaffen. Dauerhafter unternehmerischer Erfolg entsteht jedoch erst, wenn Produkt, Nachfrage, Finanzierung und Geschäftsmodell zusammenpassen.

Genau diese Mischung macht die Ausgabe von Die Höhle der Löwen am 12. Oktober 2026 interessant: Zwischen Heiratsantrag, emotionalen Gründern, Food-Battle und kritischen Fragen müssen sich am Ende alle Konzepte an ihrer wirtschaftlichen Perspektive messen lassen.

Bild:v.o.l.: Anderes W. Herb, Johannes Kliesch, Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel. v.u.l.: Janna Ensthaler, Dagmar Wöhrl, Judith Williams und Frank Thelen. Foto: RTL / Boris Breuer

20 Millionen Euro Series A: Procuros treibt autonomen B2B-Handel voran

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Procuros: KI-Agenten und 20 Mio. Euro Finanzierung Patrick Thelen CEO Procuros

Procuros sichert sich €20 Millionen in Series-A-Runde und treibt autonomen B2B-Handel voran

  • Procuros, die Hamburger Infrastrukturplattform für autonomen Handel, hat eine Series-A-Finanzierungsrunde über €20 Millionen abgeschlossen.
  • Angeführt wird die Runde von XAnge. W23 Global steigt als neuer Investor ein; die bestehenden Investoren Point Nine, Creandum, b2venture und SquareOne beteiligen sich ebenfalls erneut.
  • Bereits über 300 Unternehmen nutzen Procuros, darunter Breuninger, Chefs Culinar, KoRo, flaconi, The Quality Group (ESN) und Hitschler. Über die Plattform läuft ein jährliches Bestellvolumen von mehr als €3 Milliarden.

Das Hamburger Softwareunternehmen Procuros gibt heute den erfolgreichen Abschluss einer Series-A-Finanzierungsrunde über €20 Millionen unter der Führung von XAnge bekannt. Die Bestandsinvestoren Point Nine, Creandum, b2venture und SquareOne beteiligen sich erneut, ebenso wie mehrere Business Angels. Procuros wird das frische Kapital nutzen, um den Ausbau seiner KI-nativen Supply-Chain-Konnektivitätsplattform zu beschleunigen, das Handelsnetzwerk international zu erweitern und dadurch das weitere Fundament für autonomen Handel zu legen.

Veraltete Infrastruktur bremst globale Lieferketten

Globale Lieferketten sind darauf angewiesen, dass täglich Millionen von Dokumenten zwischen Unternehmen ausgetauscht werden, von Bestellungen über Lieferavise bis hin zu Rechnungen. Doch ein Großteil der Infrastruktur, die diese Dokumente verarbeitet, stammt noch aus den 1980er-Jahren.

Klassische EDI-Systeme erfordern für jeden einzelnen Handelspartner eine separate technische Anbindung, während viele Transaktionen noch immer als PDF, Tabelle oder sogar per Fax eingehen. So entsteht eine fragmentierte Landschaft aus Einzelintegrationen und manuellen Abläufen.

Systeme bleiben isoliert und brauchen noch Teams als Bindeglied zwischen ihnen, die Daten erfassen, Dokumente nachfordern, Fehler korrigieren und Sonderfälle manuell bearbeiten. Ein einzelnes Integrationsprojekt dauert regelmäßig Monate und bindet auf beiden Seiten IT-Ressourcen. Die Folge sind langsameres Wachstum, höhere Kosten und entgangene Umsatzchancen.

Procuros schafft neue Infrastruktur für den B2B-Handel

Procuros ersetzt dieses veraltete Modell durch eine neue Infrastruktur für den B2B-Handel. Unternehmen verbinden sich einmalig mit der Plattform und können anschließend Daten mit all ihren Handelspartnern austauschen, unabhängig davon, welche Systeme und Formate diese nutzen.

Procuros prüft und harmonisiert die Daten automatisch, sodass für neue Handelspartner keine zusätzlichen Integrationen notwendig sind. So entsteht eine verlässliche, einheitliche Datenbasis, auf der auch KI-Agenten Transaktionen entlang der Lieferkette automatisieren können.

KI-Agenten sollen autonome Lieferketten ermöglichen

„KI entwickelt sich in rasantem Tempo weiter, während Lieferketten noch immer auf jahrzehntealter Infrastruktur basieren. Operations-Teams müssen täglich die Lücken zwischen Systemen schließen, die nicht miteinander kommunizieren. Genau das wollen wir mit Procuros ändern. Unsere Infrastruktur schafft die Verbindung und die verlässliche Datengrundlage, die Händler, Lieferanten und KI-Agenten brauchen, um Prozesse zu automatisieren und autonome Lieferketten möglich zu machen. Denn am Ende sind KI-Agenten nur so gut wie die Infrastruktur, auf der sie aufbauen“, sagt Patrick Thelen, CEO und Co-Gründer von Procuros.

XAnge sieht Potenzial für den globalen B2B-Handel

„Procuros zeigt, dass KI-Agenten den autonomen B2B-Handel schon heute Realität werden lassen können. Das Team hat die Infrastruktur geschaffen, die KI-Agenten benötigen, um über ganze Handelsnetzwerke hinweg zu arbeiten und bereits bewiesen, dass das Modell in der gesamten DACH-Region skaliert. Besonders begeistert uns die Chance, die jetzt vor uns liegt: das Ganze über den Heimatmarkt hinauszubringen und eine völlig neue Kategorie für den globalen B2B-Handel zu etablieren“, sagt Valerie Bures-Bönström, Partnerin und Managing Director DACH bei XAnge.

Procuros plant Expansion in Europa und den USA

Mit dem neuen Kapital will Procuros seine Mission beschleunigen, KI-native Supply-Chain-Konnektivität aufzubauen und die Expansion in Europa sowie in die USA vorantreiben.

Das Unternehmen will so die Grundlage dafür schaffen, dass KI-Agenten künftig immer mehr Prozesse entlang der Lieferkette automatisiert und über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg abwickeln können.

Bild Patrick Thelen

Quelle COHORT GmbH 

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nüchtern: Alkoholfreie Drinks in der Höhle der Löwen Isabella Steiner, Gründerin von nüchtern

Alkoholfreie Drink-Konzentrate: Berliner Startup nüchtern pitcht in Die Höhle der Löwen

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Gründerin Isabella Steiner wird am 26. Oktober 2026 mit ihrem Startup nüchtern in „Die Höhle der Löwen“ pitchen und alkoholfreie Drinks in 12-Milliliter-Portionen vorstellen. Nach dem Wandel vom alkoholfreien Späti zur eigenen Getränkemarke plant das Berliner Unternehmen sechs weitere Sorten und den Einstieg in den Einzelhandel.