Ex Europameister Kierspel bringt Revolution am Rodelhang
„2 Minuten 2 Millionen“ am Dienstag um 20:15 Uhr auf JOYN und PULS 4. Unzählige Rodelunfälle im Alpenraum und Björn Kierspels Start up, das genau dort ansetzt. Schafft Iron Brakes mit der Tiroler Erfindung den Sprung zum Investment? Außerdem versüßen österreichische Mehlspeisen in Pralinenform die Stimmung der Investoren.
Sicherheit am Berg mit Iron Brakes
„Wer bremst, gewinnt und kommt immer sicher ins Ziel.“ Mit diesem Motto präsentieren der ehemalige Rennrodler und Ex Europameister Björn Kierspel und Produktentwickler Alexander ihr Tiroler Start up Iron Brakes. Das Problem: Jährlich steigen bei rund 450.000 verkauften Rodeln allein im Alpenraum auch die Unfallzahlen stetig. Ihre Lösung sind patentierte Schuh Spikes. Kompakt, robust und handmade in Tirol greifen sie selbst auf vereisten Strecken verlässlich.
Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Modellen: Die Iron Brakes Spikes werden ausschließlich an der hinteren Fußsohle befestigt, um eine optimale Bremswirkung zu erzeugen.
Ob der ehemalige Europameister mit dieser Idee auch bei den Investor:innen punktet? Die Einstiegsbewertung sorgt jedenfalls für positive Reaktionen: 10 Prozent für 10.000 Euro.
„Was ich super sympathisch finde, ist, dass sie mit einer Bewertung kommen, wo man nicht lange überlegen muss“, meint Tiroler Investor Christian Jäger. Besonders beeindruckt der Sicherheitsaspekt. Wenn die Bremshilfen helfen können, „dass man nur ein paar Prozent von die schweren Unfälle wegkommt, dann ist schon gewaltig.“
Süße Innovation aus Gmunden
Danach wird es süß: Mehlspeis Moments aus Gmunden von Julia und Mathias Baumgartner begeistert mit einer neuen Interpretation österreichischer Mehlspeisen. Marillenknödel, Apfelstrudel oder Esterhazy Schnitte werden zu handgefertigten Pralinen und Likören mit Marillenmark, Butterbröseln nach Familienrezept und Apfelsaft vom Nachbarsbauern.
„Es schmeckt so gut“, schwärmt Eveline. „Gewaltig“, ergänzt Mathias. Die Investor:innen sehen Potenzial. „Absolut lässig, ich werde Kunde“, sagt Christian Jäger nach mehreren Kostproben. Und selbst Alexander Schütz, sonst zurückhaltend bei Food Start ups, zeigt plötzlich Interesse. „Ich investiere eigentlich nicht in Lebensmittel, aber …“ Wagt er einen Schritt in neues Terrain?
Weitere Start ups im Pitch
Außerdem mit dabei: zeitkapsl aus Wien, eine sichere europäische Cloud für Fotos und Videos mit Ende zu Ende Verschlüsselung, lokaler KI Suche und vollständiger DSGVO Konformität.
Ebenfalls im Pitch: MAXXI Sharp aus Arbing in Oberösterreich, ein patentiertes High Tech Textil, das Rasierklingen schärft, poliert und desinfiziert und so die Lebensdauer von Einwegrasierern um das bis zu 100 Fache verlängert.
Wer überzeugt die Investor:innen
Können die Start ups die Investor:innen Katharina Schneider, Eveline Steinberger, Christian Jäger, Erich Falkensteiner, Alexander Schütz, Mathias Muther und Charlotte Braunstorfer, die das Tchibo Start up Ticket vergibt, von sich überzeugen?
„2 Minuten 2 Millionen – Die PULS 4 Start up Show“ immer dienstags um 20:15 Uhr auf PULS 4 und JOYN
Bild: Iron Brakes 2 Minuten 2 Millionen Investoren testen Copyright PULS4 Fotograf Gerry Frank
Hayaway entwickelt präventive Lösungen gegen Pollenallergie und entfernt Pollen direkt aus dem Haar, um Allergiebelastung im Zuhause deutlich zu reduzieren.
Was ist Hayaway, und wer steht hinter dem Startup?
Hayaway ist ein Berliner Health-Startup mit präventivem Ansatz im Allergiemanagement. Wir entwickeln Lösungen, die Pollen dort entfernen, wo sie sich besonders hartnäckig festsetzen: im Haar. Hinter Hayaway steht ein interdisziplinäres Team. Gegründet wurde das Unternehmen 2024 – aus eigener Betroffenheit als langjähriger Pollenallergiker und mit dem Wunsch, das eigene Zuhause wieder pollenfrei zu machen.
Wie ist die Idee zu Hayaway aus Ihrer Allergie entstanden?
Schon im Kindesalter litt ich unter einer starken Pollenallergie. Als Jugendlicher folgten eine dreijährige Hyposensibilisierung sowie eine Eigenbluttherapie. Trotz klassischer Maßnahmen – wie Pollenschutzgittern, Luftreinigern und regelmäßiger Medikamenteneinnahme – wurden meine Symptome abends und nachts zu Hause nicht besser. Besonders der Schlafmangel war extrem belastend. Die Schlüsselfrage war: Warum hören die Beschwerden zu Hause nicht auf? Bei meiner Recherche wurde klar, dass Pollen tagsüber im Haar haften bleiben und unbemerkt ins Wohnzimmer, aufs Sofa und bis aufs Kopfkissen gelangen. Haarewaschen hilft zwar, ist aber im Alltag keine dauerhafte Lösung: Es ist zeitaufwendig, nervig und belastet Haare sowie Kopfhaut. So entstand die Idee, Pollen gezielt und schonend aus dem Haar zu entfernen – ohne Wasser, ohne Chemie und ohne Nebenwirkungen.
Welche Vision verfolgen Sie mit Hayaway?
Wir wollen den Umgang mit Pollenallergien verändern: weg vom reinen Reagieren auf Symptome, hin zur Expositionsreduktion im Alltag. Das Zuhause soll wieder ein echter Rückzugsort sein – besonders nachts. Unsere Analogie ist einfach: Nussallergie → Nüsse meiden. Pollenallergie → Pollen meiden.
Warum setzen Sie auf Prävention statt auf Medikamente?
Medikamente sind wichtig, wirken aber bei jedem unterschiedlich und können Nebenwirkungen haben. Sie unterdrücken Symptome, die bereits entstanden sind. Hayaway greift früher ein: bevor Pollen eingeatmet werden oder mit Augen und Schleimhäuten in Kontakt kommen. Unser Ziel ist es, ein möglichst pollenfreies Zuhause zu schaffen, damit Symptome idealerweise gar nicht erst entstehen.
An wen richtet sich Hayaway konkret?
An ganze Haushalte – nicht nur an Allergiker:innen. Pollen werden über die Haare von allen mit nach Hause gebracht, auch von Menschen ohne Allergie, etwa Eltern, Geschwistern oder Haustieren. Besonders relevant ist das in Familien mit allergischen Kindern. Wir adressieren eine konkrete Alltagssituation: den Übergang von draußen nach drinnen, vor allem abends und vor dem Schlafengehen.
Was unterscheidet Hayaway von Luftfiltern oder Medikamenten?
Luftfilter reinigen Räume, Medikamente behandeln Symptome. Hayaway schützt den Menschen direkt. Unsere mechanische Technologie entfernt Pollen in Sekunden aus dem Haar – laborgeprüft, trocken, ohne Wasser und ohne Nebenwirkungen. So gelangen deutlich weniger Allergene in Wohn- und Schlafräume.
Welche Rolle spielt wissenschaftliche Testung?
Eine zentrale. Unser Ansatz basiert auf allergologischen Erkenntnissen zur Pollenhaftung. Wir haben zahlreiche Materialien getestet und unsere Produkte in Laborprüfungen validiert, um Wirksamkeit und Sicherheit zu belegen. Ohne wissenschaftliche Grundlage gibt es bei uns kein Produkt.
Welche Herausforderungen gab es beim Markteintritt?
So ziemlich alle, die man sich bei einem Startup vorstellen kann – und einige mehr. Anfang 2025 war ich noch allein und für alles verantwortlich. In der Produktion kam es zu Verzögerungen von mehreren Wochen. Verpackungen waren fehlerhaft, sodass rund 6.000 Einheiten erneut geöffnet und nachbearbeitet werden mussten. Die Produkte erreichten uns schließlich Mitte Mai – die Frühblüher wie Hasel und Birke waren da bereits vorbei. Gleichzeitig gab es noch keine Bewertungen, und unsere Website wurde bei Google erst ab November 2025 richtig ausgespielt. Uns konnte schlicht niemand finden. Wir haben es trotzdem geschafft zu überleben. Und eines war danach klar: Ab jetzt kann es nur noch bergauf gehen.
Wie beeinflusst der Klimawandel Ihre Arbeit?
Die Pollensaison wird länger und intensiver – viele Menschen sind inzwischen fast ganzjährig betroffen. Prognosen zur Entwicklung von Allergien sehen düster aus: Es gibt immer mehr Betroffene, und die Allergene werden aggressiver, was die Symptome verstärkt. Das erhöht den Bedarf an Lösungen, die dauerhaft, schonend und ohne zusätzlichen Aufwand in den Alltag integrierbar sind.
Warum bewegt sich Hayaway zwischen Gesundheit und Lifestyle?
Prävention funktioniert nur, wenn sie einfach ist. Hayaway ist ein Gesundheitsprodukt, das als kurzes Alltagsritual genutzt wird – ohne Hürden, ohne medizinische Fachsprache und ohne Stress. Wir stehen im regelmäßigen Austausch mit unseren Kund:innen und sehen klar: Unsere Produkte treffen einen Sweet Spot zwischen Beauty und Healthcare. Besonders für Frauen mit langen oder gefärbten Haaren ist tägliches Haarewaschen keine Option. Gleichzeitig kaufen viele Eltern Hayaway für ihre Kinder, um diese nicht jeden Tag mit Medikamenten behandeln zu müssen.
Was planen Sie als Nächstes?
Wir entwickeln unsere Produkte konsequent weiter und arbeiten an neuen präventiven Lösungen für den Allergiealltag. Unser Leitsatz ist klar: Keep your home pollenfree. Langfristig wollen wir Hayaway als erste Anlaufstelle rund um Pollenallergie etablieren – perspektivisch auch international.
Welche drei Ratschläge geben Sie Gründer:innen?
Klarheit bewahren – die Schwere einer Situation entsteht oft im eigenen Denken. Team up – allein ist möglich, gemeinsam ist es schneller, leichter und macht mehr Freude. Der eigenen Intuition folgen – die besten Entscheidungen sind nicht immer rein rational.
IndustriAI Consulting entwickelt KI Lösungen für Unternehmen, die ihre Kundenkommunikation automatisieren und keine Anfragen mehr verpassen wollen
Wie ist IndustriAI Consulting entstanden und wer sind die Köpfe hinter dem Startup?
IndustriAI Consulting ist entstanden, weil ich bei vielen Unternehmen das gleiche Problem gesehen habe. Das Telefon klingelt, keiner geht ran. Auf der Website kommen Anfragen rein, aber es antwortet niemand sofort. Dadurch gehen jeden Tag Chancen verloren. Ich habe angefangen, mich intensiv mit KI-Lösungen zu beschäftigen und daraus ist schließlich IndustriAI entstanden. Gründer bin ich, Nico Bergstreiser.
Können Sie die Idee hinter IndustriAI Consulting in wenigen Sätzen erklären und schildern, welches Problem Sie für Unternehmen konkret lösen?
Wir helfen Unternehmen dabei, keine Kundenanfragen mehr zu verpassen. Unsere KI-Telefon- und Chat-Assistenten nehmen Anrufe und Website-Anfragen rund um die Uhr entgegen. Sie beantworten häufige Fragen, erfassen Daten oder leiten gezielt weiter. So sparen Unternehmen Zeit und verlieren weniger potenzielle Kunden.
Was hat Sie dazu bewegt, sich auf KI Telefon und Chat Assistenten zu spezialisieren?
Telefon und Website sind meistens der erste Kontaktpunkt. Genau dort entscheidet sich, ob aus einer Anfrage ein Kunde wird. Viele Lösungen setzen zu spät an. Ich wollte dort ansetzen, wo der größte Hebel ist.
Welche Vision verfolgt IndustriAI Consulting im Bereich automatisierte Kundenkommunikation?
Ich möchte, dass kleine und mittelständische Unternehmen genauso professionell erreichbar sind wie große Konzerne. KI soll nicht ersetzen, sondern unterstützen. Ziel ist es, Abläufe einfacher und effizienter zu machen.
An welche Zielgruppen richtet sich Ihr Angebot besonders und warum sind gerade kleine und mittelständische Unternehmen für IndustriAI Consulting relevant?
Unser Fokus liegt klar auf kleinen und mittelständischen Unternehmen. Dort fehlen oft die Kapazitäten für eine dauerhafte Erreichbarkeit. Gleichzeitig zählt jede einzelne Anfrage. Genau hier kann KI enorm helfen.
Wie stellen Sie sicher, dass Ihre KI Assistenten individuell zu den Abläufen eines Unternehmens passen und nicht wie eine Standardlösung wirken?
Wir schauen uns zuerst die bestehenden Prozesse an. Wie laufen Gespräche ab? Welche Fragen kommen häufig? Wie soll kommuniziert werden? Auf dieser Basis wird der Assistent individuell aufgebaut. Es gibt keine fertige Standardlösung, die einfach übergestülpt wird.
Was unterscheidet IndustriAI Consulting von anderen Anbietern im Bereich KI gestützter Kundenkommunikation?
Wir arbeiten sehr nah am Unternehmen. Es geht nicht nur um Technik, sondern um echte Abläufe. Außerdem legen wir großen Wert auf DSGVO-Konformität und eine saubere Integration in bestehende Systeme.
Mit welchen Herausforderungen sind Sie konfrontiert, wenn es darum geht, Vertrauen in KI basierte Telefonlösungen aufzubauen?
Viele denken bei KI am Telefon zuerst an unpersönliche Roboterstimmen. Diese Skepsis ist verständlich. Deshalb setzen wir auf natürliche Sprachführung und transparente Abläufe. Wenn Unternehmen sehen, wie gut die Systeme funktionieren, verschwindet die Skepsis schnell.
Wie reagieren Kunden typischerweise, wenn sie erstmals mit einem KI Assistenten von IndustriAI Consulting arbeiten?
Die meisten sind positiv überrascht. Vor allem davon, wie strukturiert und zuverlässig die Gespräche geführt werden. Oft merken Anrufer gar nicht sofort, dass sie mit einer KI sprechen.
Welche nächsten Entwicklungsschritte planen Sie für IndustriAI Consulting in den kommenden Jahren?
Wir möchten unsere Lösungen weiter ausbauen und stärker mit internen Prozessen verbinden. Zum Beispiel mit Terminbuchungen oder CRM-Systemen. Ziel ist es, Unternehmen ganzheitlich zu entlasten.
Wie möchten Sie Ihr Geschäftsmodell weiter skalieren und gleichzeitig die Qualität der individuellen Betreuung sichern?
Aktuell baue ich neben der operativen Arbeit ein eigenes Vertriebsteam auf. Den Vertrieb mache ich derzeit noch selbst, weil mir der direkte Kontakt zu Unternehmen wichtig ist. Parallel dazu entstehen klare Prozesse im Hintergrund. So können wir wachsen, ohne die individuelle Betreuung zu verlieren. Qualität steht für uns an erster Stelle, auch wenn wir skalieren.
Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein technologiegetriebenes Startup aufbauen möchten?
Erstens: Löst ein echtes Problem.
Zweitens: Sprecht mit euren Kunden, bevor ihr zu viel entwickelt.
Drittens: Bleibt dran, auch wenn es länger dauert als gedacht.
Der Kampf um Talente war nie einfach. Aber er verändert gerade seine Spielregeln und das grundlegend.
Denn heute entscheidet nicht mehr nur der Mensch, ob dein Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird. Immer häufiger trifft eine KI eine Vorauswahl. Sie analysiert, vergleicht, bewertet und gibt Empfehlungen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr: Sind wir ein guter Arbeitgeber? Sondern: Wird unser Unternehmen von KI Systemen als relevanter Arbeitgeber verstanden und empfohlen?
Die Jobsuche ist nicht mehr Google first
Viele Unternehmen denken noch in klassischen Suchmustern: Stellenportal, Google, Karriereseite. Doch das Verhalten der Nutzer kippt.
Ein großer Teil der Internetnutzer greift bereits regelmäßig auf KI gestützte Systeme wie ChatGPT zurück. Gleichzeitig integriert Google KI Antworten direkt in jede Suche.
Das bedeutet: Talente googeln nicht mehr nur, sie fragen eine KI.
Und diese KI liefert keine Liste mit zehn Links, sondern eine strukturierte Einordnung: Wer passt? Wer gilt als modern? Sowie wer bietet Entwicklung? Wer wirkt vertrauenswürdig?
Von SEO zu GEO: Der neue Wettbewerb um Sichtbarkeit
Bisher galt: Wer bei Google auf Seite eins steht, gewinnt. Heute gilt: Wer von KI Systemen als glaubwürdig eingeordnet wird, wird empfohlen.
Aus klassischer Suchmaschinenoptimierung SEO wird Generative Engine Optimization GEO.
Der Unterschied ist gravierend:
SEO optimiert für Keywords und Klicks. GEO optimiert für Kontext, Konsistenz und Vertrauen.
KI Systeme lesen nicht nur deine Karriereseite. Sie analysieren das gesamte Web: Fachartikel, Medienberichte, Bewertungsplattformen, Social Media, Mitarbeiterprofile, Interviews. Und sie erkennen Widersprüche.
Wenn du moderne Unternehmenskultur versprichst, aber Bewertungen oder öffentliche Aussagen etwas anderes zeigen, wird das sichtbar. Automatisch.
Employer Branding ist damit keine Imagearbeit mehr, sondern überprüfbare Realität.
Warum das für Startups besonders relevant ist
Große Konzerne profitieren von Markenbekanntheit. Startups leben von Klarheit, Geschwindigkeit und Positionierung.
Gerade wachstumsstarke Unternehmen unterschätzen, wie stark KI Systeme auf Konsistenz achten. Einzelne LinkedIn Posts reichen nicht. Einzelne Awards reichen nicht.
KI bevorzugt Unternehmen, die verständlich erklären, wofür sie stehen und wie sie arbeiten.
Das ist eine enorme Chance für Startups. Denn Sichtbarkeit ist nicht mehr nur eine Frage von Budget, sondern von strategischer Klarheit.
Employer Branding wirkt auch auf Investoren
Ein Aspekt wird oft übersehen: Employer Branding beeinflusst nicht nur Recruiting, sondern auch Fundraising.
In Due Diligence Prozessen werden Unternehmen heute digital durchleuchtet, häufig mithilfe von KI gestützten Recherchen. Dabei entsteht ein Gesamtbild aus Website, Medienberichten, LinkedIn Profilen, Bewertungen und öffentlicher Kommunikation.
Wirkt dieses Bild widersprüchlich, dünn oder beliebig, sendet das ein klares Signal: fehlende Positionierung, fehlende Kulturklarheit, fehlende Reife.
Eine konsistente, sichtbare Arbeitgebermarke hingegen zeigt Führungsstärke, Skalierungsfähigkeit und strategisches Denken.
Kurz gesagt: Wer Talente strukturiert anzieht, wirkt auch für Kapital attraktiver.
Mitarbeitende sind der stärkste Ranking Faktor
Der größte Hebel liegt nicht im Marketingbudget, sondern im Team.
Authentische Bewertungen, fachliche Beiträge auf LinkedIn, Einblicke in reale Projekte, all das sind starke Signale für KI Systeme.
Besonders wirkungsvoll sind zum Beispiel LinkedIn Profile, die klar formulieren:
Expertise | Fokus | Rolle im Unternehmen
So wird Kompetenz eindeutig zugeordnet, für Menschen und für Maschinen.
Employer Branding entsteht nicht durch Kampagnen. Es entsteht durch sichtbare Expertise.
Was Gründer jetzt konkret tun sollten
Statt große Employer Branding Kampagnen zu planen, braucht es klare, pragmatische Schritte:
Positionierung strukturieren. Beantworte auf deiner Website klar und verständlich, wofür ihr steht, wie ihr arbeitet und was euch unterscheidet.
Das Kernteam fachlich sichtbar machen. Nicht nur Titel kommunizieren, sondern Expertise und inhaltlichen Fokus.
BULA entwickelt eine nachhaltige Alternative zu Feuchttüchern und steht für umweltfreundliche Hygiene im Alltag. Das Startup präsentierte seine Lösung am 10. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen
Können Sie uns und unseren Lesern BULA kurz vorstellen und erklären, welches Problem Sie mit Ihrem Feuchttuch Ersatz lösen?
BULA ist aus einem ganz normalen Familienalltag entstanden. Als Eltern standen wir vor der Frage: Warum gibt es im Badezimmer entweder trockenes Toilettenpapier oder Feuchttücher voller Plastik und Chemie? Denn eines ist klar: Feucht zu reinigen ist deutlich gründlicher und hautschonender als trockenes Toilettenpapier – genau deshalb greifen so viele Haushalte zu Feuchttüchern. Das Problem ist nur: Die bisherigen Lösungen sind alles andere als nachhaltig. Unsere Lösung ist ein sanfter Feuchttuchschaum, der auf normales Toilettenpapier aufgetragen wird – sauber, hautfreundlich und ohne Müll im Abfluss. Ein kleines Produkt, das ein riesiges Alltagsproblem löst.
Was ist die Vision hinter BULA und was möchten Sie mit Ihrem Unternehmen langfristig verändern – sowohl für Verbraucher als auch für die Umwelt?
Unsere Vision ist es, Hygiene neu zu denken: alltagstauglich, verantwortungsbewusst und ohne schlechtes Gewissen. Wir möchten zeigen, dass nachhaltige Lösungen nicht kompliziert oder unbequem sein müssen. Langfristig wollen wir Millionen Feuchttücher überflüssig machen und damit Abfall, Mikroplastik und Kosten für Verbraucher und Kommunen reduzieren.
Wer ist Ihre Zielgruppe und warum ist gerade bei diesem Thema das Bewusstsein für nachhaltige Alternativen besonders hoch?
Unsere Zielgruppe sind umweltbewusste Haushalte, Familien, junge Eltern und Menschen mit sensibler Haut – also alle, die Hygiene ernst nehmen, aber Müll vermeiden wollen. Gerade wenn Kinder ins Spiel kommen, steigt das Bewusstsein enorm. Bei Babyhygiene und im Badezimmer ist das Bewusstsein stark gewachsen, weil viele inzwischen wissen, welche Folgen Feuchttücher für die Haut, Umwelt und Abwassersysteme haben. Das stille schlechte Gewissen spült man eben nicht einfach weg.
Warum haben Sie sich entschieden, BULA am 10. Februar in 2 Minuten 2 Millionen zu pitchen?
Als Gründer/Pitch-Team wollten wir unsere Familienidee sichtbar machen – für Menschen, die genau vor denselben Fragen stehen wie wir damals. 2 Minuten 2 Millionen bietet die Möglichkeit, ein Alltagsproblem offen anzusprechen und zu zeigen, dass auch einfache, pragmatische Ideen das Potenzial für ein skalierbares Start-up haben. Und natürlich wollten wir BULA einem Millionenpublikum vorstellen.
Mit welchen Erwartungen und Zielen sind Sie in die Sendung gegangen und gab es bestimmte Investoren, die Sie besonders überzeugen wollten?
Unser Ziel war es nicht nur, Investoren zu überzeugen, sondern Vertrauen aufzubauen – bei Familien, Handelspartnern und potenziellen Unterstützern. Natürlich hätten wir uns über ein Investment gefreut, aber mindestens genauso wichtig war es, BULA als ernstzunehmendes, nachhaltiges Familien-Start-up zu positionieren.
Wie haben Sie die Vorbereitung auf den Pitch erlebt und welche Aspekte Ihres Produkts oder Geschäftsmodells waren dabei besonders herausfordernd?
Die Vorbereitung war intensiv und emotional. Zwei Minuten zwingen einen dazu, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Warum gibt es uns, welches Problem lösen wir und warum sind wir die Richtigen dafür? Besonders herausfordernd war es, die Balance zwischen Familiengeschichte und Business-Case zu halten. Gleichzeitig mussten wir zeigen, dass hinter BULA nicht nur eine gute Idee, sondern ein skalierbares Geschäftsmodell steckt.
ProsiebenSat1Puls4 – @ Gerry-Frank
Wie war Ihre Erfahrung im Studio und gab es Reaktionen oder Fragen der Investoren, die Sie überrascht haben?
Die Atmosphäre im Studio war teilweise angespannt, aber immer fair und freundlich. Überraschend war, wie schnell die Investoren den Alltagsnutzen verstanden haben. Viele Fragen gingen weniger in Richtung „Warum braucht man das?“ und mehr in Richtung „Wie groß kann das werden“ bzw. waren die Investoren teilweise erstaunt wie erfolgreich wir bereits in so kurzer Zeit schon sind – ein tolles Signal. Einige Fragen waren hart bzw. nicht einfach vor laufender Kamera aus dem stehgreif zu beantworten, aber genau das macht das Format aus…
Welches Feedback haben Sie von den Investoren erhalten und welche Bedeutung hätte ein Investment für die weitere Skalierung von BULA?
Das Feedback war insgesamt sehr positiv: Besonders hervorgehoben wurden unser toller Pitch und das gezeigte Nachfüllmodell, der ökologische Hebel und die klare Positionierung. Ein Investment hätte uns ermöglicht, schneller zu skalieren, den Handel weiter auszubauen und in Aufklärung sowie Produktentwicklung zu investieren. Aber das erhaltene MediaShop-Ticket von Frau Schneider ist ein sehr tolles Angebot, welches uns auch mit Sicherheit einen großen Schritt weiter bringt.
Wie hat sich Ihr Startup seit dem Auftritt in der Sendung entwickelt und gab es bereits messbare Erfolge oder Veränderungen?
ERWARTUNGEN und hoffentlich eintreffend: Seit der Ausstrahlung haben wir einen deutlichen Anstieg an Bekanntheit, Nachfrage und Partnerschaftsanfragen erlebt. Auch die Community ist stark gewachsen – und das bestätigt uns, dass wir einen echten Nerv getroffen haben. BULA ist vom Nischenprodukt zum Gesprächsthema geworden.
Zum Abschluss gefragt: Welche nächsten Schritte planen Sie für BULA und wo sehen Sie Ihr Startup in fünf Jahren?
Kurzfristig fokussieren wir uns auf Wachstum, neue Vertriebskanäle, Produktvarianten und weitere Produkte für die nachhaltige, gesunde Körperhygiene. In fünf Jahren sehen wir BULA als festen Bestandteil nachhaltiger Badezimmer in ganz Europa – als Synonym für saubere Lösungen ohne Müll. Unser Ziel: Feuchttücher sollen die Ausnahme sein, nicht der Standard.
BULA war am 10. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen
Bildcredits @Anilex GmbH
Wir bedanken uns bei Thomas Kriz und Mathias Vierthaler für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
Premium Start-up: BULA
Kontakt:
Anilex GmbH
Allmannsweierer Str. 8
77974 Meißenheim
Der europäische Markt für Bildungsreisen erlebt derzeit eine signifikante Konsolidierung, angetrieben durch kapitalkräftige Investoren, die darauf abzielen, Marktführer in fragmentierten Nischenmärkten aufzubauen. Dies ist das Ergebnis der Fachtagung des Arbeitskreises gemeinnütziger Jugendaustausch (AJA), die im Januar in Berlin stattfand. Zwei Hauptakteure stehen im Fokus dieser Entwicklung: Waterland Private Equity und die WEP-Gruppe. Beide verfolgen aggressive „Buy-and-Build“-Strategien, um ihre geografische Reichweite und Marktposition zu stärken.
Der Vormarsch von Waterland Private Equity in Deutschland
Waterland Private Equity, ein für seine „Buy-and-Build“-Strategie bekannter Investor, hat begonnen, den deutschen Markt für Schüleraustauschprogramme durch gezielte Akquisitionen zu dominieren. Die Strategie wird über spezialisierte Beteiligungsvehikel gesteuert.
Die Rolle der StudExchange Ventures GmbH
Die StudExchange Ventures GmbH, gegründet im Jahr 2024, fungiert als zentrale Holding-Gesellschaft für die deutschen Aktivitäten von Waterland in diesem Sektor. Ihr expliziter Gesellschaftszweck ist das Halten und Verwalten von Beteiligungen im Bereich Organisation von Auslandsaufenthalten, was sie zum Sammelbecken für weitere Zukäufe prädestiniert.
Die Stepin-Akquisition und das Bindeglied Brandenberger
Im Zentrum der deutschen Strategie steht die Übernahme der Stepin GmbH (Student Travel and Education Programmes International), einem traditionsreichen Anbieter von High School-Programmen. Die StudExchange Ventures GmbH agiert als neue Gesellschafterin der Stepin GmbH, wodurch die Investoren die strategische Führung im Hintergrund übernehmen, während Stepin operativ unter seiner etablierten Marke vom Standort Bonn aus agiert. Das wesentliche Bindeglied dieser Struktur ist Laurents Brandenberger. Er ist als Investment Director bei Waterland Private Equity tätig und gleichzeitig eingetragener Geschäftsführer sowohl der StudExchange Ventures GmbH als auch der Stepin GmbH. Diese Personalie ist ein klassisches Vorgehen bei einer Private-Equity-Übernahme, um die Integration und strategische Neuausrichtung eng zu begleiten.
Die Kombination mit Kulturwerke Deutschland
Die Akquisition von Stepin folgte kurz nach der Übernahme der Kulturwerke Deutschland Sprachreisen GmbH durch Waterland, welche im Oktober 2024 stattfand. Mit der Zusammenführung dieser beiden Unternehmen formt Waterland in Rekordzeit einen neuen Branchenriesen.
Kulturwerke Deutschland ist bekannt für modernes Marketing und eine starke digitale Präsenz. Stepin bringt jahrzehntelange Erfahrung, ein breites Partnernetzwerk und eine etablierte Marke ein. Auch bei den Kulturwerken wurde Laurents Brandenberger am 17.09.2025 offiziell zum Geschäftsführer bestellt. Beide Unternehmen sind nun über einen Gewinnabführungsvertrag an die StudExchange Ventures GmbH gebunden, was die operative und strategische Verzahnung vollzieht. Durch diese Kombination kontrolliert Waterland nun einen signifikanten Anteil des deutschen Schüleraustauschmarktes, insbesondere für Destinationen wie die USA, Kanada und Australien.
Die Expansionsstrategie der WEP-Gruppe
Parallel zu Waterlands Aktivitäten in Deutschland verfolgt auch die belgische WEP-Gruppe (World Education Program) eine aggressive, global ausgerichtete Expansionsstrategie, ebenfalls nach dem „Buy-and-Build“-Ansatz.
Die Rolle der Discovery Holding
Die Discovery Holding SRL/BV fungiert als eine der Holding-Gesellschaften hinter der WEP-Gruppe. Sie ist das finanzielle Rückgrat der Zukäufe, mit einem Eigenkapital von über 12 Millionen Euro und einer Bilanzsumme von über 30 Millionen Euro (Stand Ende 2024). Thibaut Hardelay, CEO von WEP International, ist gleichzeitig einer der Geschäftsführer der Holding und steuert über dieses private Investment-Vehikel die WEP-Bildungsorganisation.
Jüngste Akquisitionen von WEP
Unter der Leitung von Thibaut Hardelay hat die WEP-Gruppe eine Serie gezielter Zukäufe getätigt: CLS (Spanien) wurde 2023 übernommen. MyEducation (England) sowie das Apollo Language Centre (Dublin, Irland) folgten 2024. Zainetto Verde (Italien) wurde Anfang 2025 übernommen. Die Integration von Camps International (Deutschland), einer 1984 gegründeten Austauschorganisation, wurde im Oktober 2025 bekanntgegeben.
Mit der Übernahme von Camps International erweitert WEP seine geografische Reichweite auf insgesamt zehn Länder: Australien, Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Norwegen, Polen, Spanien und Großbritannien. Dieses Wachstum stärkt WEPs Position als weltweit führender Anbieter von Bildungsreisen.
Branchenreaktionen und Marktdynamik
Die starke Konsolidierung, insbesondere in Deutschland durch die Übernahmen von Educatius (DFSR, Southern Cross, STS) sowie Kulturwerke (Stepin) und Camps (WEP), führt zu einer Marktveränderung. Branchenbeobachter bedauern den Verlust der Unabhängigkeit vieler Unternehmen, sehen aber auch Chancen für kleinere, unabhängige Unternehmen, sich abzuheben. Personelle Wechsel begleiten diese Umwälzungen. So war Markus Fiedler kurzzeitig Geschäftsführer bei Stepin nach seiner Zeit bei DFSR und Southern Cross, und Barbara Freiberg (Sim) wechselte ebenfalls von DFSR zu Stepin.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Markt durch kapitalkräftige Investoren neu geordnet wird. Der Fokus liegt auf Skaleneffekten, Digitalisierung und dem Aufbau marktbeherrschender Gruppen im DACH-Raum und international.
Bild Christian Orth Bildcredits: ICXchange Deutschland eV
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
Zuverlässige KI Agenten gegen Wissensverlust Blockbrain sichert Serie A Finanzierung über 17,5 Mio. Euro
Wissensmanagement neu gedacht Die Plattform macht kritisches Wissen effizient über KI Agenten systematisch nutzbar als auch automatisierbar und somit zum kalkulierbaren Wettbewerbsvorteil für Unternehmen
Starkes Marktfeedback Die Verfünffachung des Umsatzes im Jahr 2025 sowie die Zusammenarbeit mit branchenführenden Kunden bestätigen Nachfrage nach sicherer und vertrauenswürdiger Unternehmens KI
Serie A Finanzierung treibt nächste Wachstumsphase Blockbrain beschleunigt Produktentwicklung, Vertrieb und Skalierung in Europa und UK
Wenn erfahrene Mitarbeitende ein Unternehmen verlassen, geht oft mehr verloren als nur die Besetzung einer Position: Fachwissen, Entscheidungslogiken sowie eingespielte Prozesse verschwinden und müssen mühsam neu aufgebaut werden. Das Stuttgarter Tech Scale up Blockbrain bietet eine Plattformlösung, durch die sich dieses kritische Wissen mithilfe vertrauenswürdiger KI Agenten für Unternehmen dauerhaft verfügbar, augmentierbar und automatisierbar machen lässt. Nun sicherte sich Blockbrain eine Serie A Finanzierung über 17,5 Millionen Euro. Angeführt wird die Finanzierungsrunde von Alstin Capital und dem Londoner Technologie Investor 13books Capital.
Die Bestandsinvestoren Giesecke+Devrient Ventures, Landesbank Baden Württemberg Ventures und Mätch VC stocken ihr finanzielles Engagement weiter auf. Auch das Family Office von HARTING beteiligt sich an der Runde. Mit dem frischen Kapital investiert Blockbrain gezielt in den Ausbau von Sicherheit, Compliance, Governance und konsequenter Datensouveränität. Das bedeutet: Kundendaten werden bei Bedarf in hochsicheren, regionalen Cloud Umgebungen des jeweiligen Benutzers gespeichert. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Weiterentwicklung spezialisierter Wissens und KI Agenten voran. Auch der Ausbau von Vertrieb und Marktpräsenz in Europa und Großbritannien steht im Fokus.
Branchenführer setzen auf KI Agenten von Blockbrain
Mit der Plattformlösung von Blockbrain lassen sich digitale Wissenszwillinge bereits innerhalb weniger Wochen erstellen. Sie speichern Informationen von Experten und Fachkräften, bilden Denkweisen, Entscheidungslogiken und Methodenwissen ab und machen es nach Bedarf skalierbar. Diese sogenannten Knowledge Bots stellen das gespeicherte Erfahrungswissen dann über Teams und Standorte hinweg dauerhaft zur Verfügung. Bestandskunden wie Axel Frey, CEO der Seifert Logistics Group, bestätigen eine wöchentliche Zeitersparnis von bis zu 15 Prozent durch die Verwendung seines digitalen Zwillings. Halluzinationen und Fehlinformationen sind zudem aufgrund der technischen Architektur hinter den Agenten extrem reduziert. Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt die starke Marktresonanz: Über das Jahr 2025 verzeichnete Blockbrain eine Verfünffachung des Umsatzes. Ein Resultat aus erfolgreichen Kooperationen mit führenden Unternehmen aus wissensintensiven sowie regulierten Branchen, wie beispielsweise Roland Berger, Bosch & Bosch Rexroth, Kärcher, fischer, Harting, Eberspächer, Bardehle Pagenberg, CHG Meridian, Domcura oder Seifert Logistics.
Vertrauenswürdige KI Lösungen für sichere Datenflüsse in Unternehmen
Viele der derzeitigen KI Systeme bieten mangelnde Transparenz, unsichere Datenwege und fehlende Kontrolle über sensitives Wissen. Die Plattform von Blockbrain bildet hier einen Gegenpol und erfüllt höchste Anforderungen an Sicherheit, Governance und Compliance. Sie ist DSGVO konform, ISO 27001 zertifiziert und bereits vollständig EU AI Act ready. Durch eine Multi Model Architektur ohne Bindung an einen einzelnen Anbieter behalten Unternehmen zudem die volle Kontrolle über eingesetzte Modelle und sensible Daten. Die Qualität und Sicherheit der Plattform bestätigt ein unabhängiger Benchmark des Sicherheitsspezialisten Giesecke+Devrient. Blockbrain erzielte 92 von 105 möglichen Punkten und positioniert sich damit im Wettbewerb deutlich vor anderen etablierten Enterprise KI Lösungen. Der zweitplatzierte der sechs geprüften Anbieter erreichte lediglich 58 von 105 Punkten, was den Vorsprung der Blockbrain Lösung im direkten Vergleich weiter unterstreicht.
Skalierung durch Ausbau von Engineering und Produktentwicklung
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Serie A Finanzierung zündet Blockbrain die nächste Wachstumsphase. Das Unternehmen baut seine Präsenz in Europa und UK weiter aus und verstärkt sein Team mit sogenannten Forward Deployed AI Engineers, spezialisierten Experten, die Unternehmen bei der Einführung und Nutzung von KI Agenten und deren Anbindung an bestehende Systeme im Unternehmen remote oder vor Ort eng begleiten. Gleichzeitig fließen gezielte Investitionen in die Weiterentwicklung der Plattform und die Erforschung neuer Anwendungsfelder rund um KI gestütztes Wissensmanagement – darunter Funktionen wie ein vordefinierter Ersatz oder Ausweichprozess, der die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Antworten erhöht, sowie neue Agent und Research Workflows, mit denen sich Wissensaufbau und Rechercheprozesse automatisieren lassen. Blockbrain positioniert sich damit als einer der zentralen Ansprechpartner für Unternehmen, die Künstliche Intelligenz nicht als Experiment, sondern als verlässliches Werkzeug im Kerngeschäft nutzen wollen.
Stimmen zum Investment
„Unternehmen verlieren jeden Tag wertvolles Know how – nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil Wissen und komplexe Entscheidungslogiken bislang kaum systematisch gesichert werden. Mit Blockbrain machen wir Erfahrungswissen dauerhaft verfügbar und schaffen so eine belastbare Grundlage für Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Die erfolgreiche Serie A Finanzierung gibt uns den Rückenwind, diesen Ansatz europaweit zu skalieren.“ Antonius Gress, Mitgründer & CEO von Blockbrain
„Qualität und Verlässlichkeit entstehen bei Blockbrain nicht einfach durch die Wahl eines KI Agenten“, erklärt Mattias Protzmann, Mitgründer & CTO von Blockbrain. „Wir haben uns von Anfang an den Themen Sicherheit, Datensouveränität und Compliance gewidmet. Diese Strategie garantiert unseren Kunden Kontrolle durch volle Transparenz. Sich einfach auf Versprechungen und die Stärke eines Modells zu verlassen, ist im Unternehmenskontext aus unserer Sicht schlicht nicht genug.“ Mattias Protzmann, Mitgründer & CTO von Blockbrain
„In wissensintensiven und stark regulierten Branchen entscheidet Expertenwissen über Qualität und Geschwindigkeit. Geht es verloren, drohen kostspielige Produktivitätsverluste. Blockbrain macht internes Know how aus Dokumenten und dem Expertenwissen der Teams als Knowledge Bots schnell nutzbar, DSGVO konform und ohne aufwändige Programmierung. Team, Praxisnutzen und Feedback führender Industrie und Beratungsunternehmen haben uns überzeugt. Deshalb freuen wir uns sehr, als Lead Investor diese Runde anzuführen.“ Benjamin Kleinschnitz, Senior Investment Manager bei Alstin Capital
Bild Blockbrain Founder Antonius Gress, Mattias Protzmann, Nam Hai Ngo Bildcredits: Blockbrain
aiomics entwickelt eine Clinical Data Intelligence Platform, die medizinische Daten strukturiert aufbereitet und Kliniken dabei unterstützt, komplexe Informationen frühzeitig nutzbar zu machen und Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten
Wer steckt hinter aiomics und wie ist das Unternehmen entstanden aus der Perspektive von Gründer und CEO Dr. Sven Jungmann?
Die Idee entstand eigentlich aus purer Frustration. Ich habe selbst als Arzt in der Klinik gearbeitet und irgendwann gemerkt, dass ich mehr Zeit mit ineffizienten Prozessen verbringe als mit meinen Patienten. Als ich mich damals bei einem erfahrenen Kollegen beschwerte, gab er mir den Rat: „Bleib einfach lange genug dabei, dann gewöhnst du dich schon dran.“
Das war für mich der Wendepunkt. Ich wollte mich nicht an schlechte Zustände gewöhnen, ich wollte sie ändern. Ich habe mich jahrelang mit digitalen Lösungen beschäftigt, aber erst die jüngsten Sprünge in der künstlichen Intelligenz haben uns das Werkzeug in die Hand gegeben, um administrative Klinikprozesse wirklich fundamental neu zu denken.
Aber: Medizinische Daten verzeihen keine Fehler. Ein schneller Prototyp reicht hier nicht; man braucht extreme Robustheit und Datensicherheit. Deshalb habe ich nicht einfach damit angefangen, GPT-Wrapper zu Vibecoden, sondern gezielt mit einem Physiker als Datenexperten und einem Juristen für die regulatorische Tiefe. Wir haben im Oktober 2024 angefangen, monatelang ohne Gehalt gearbeitet und Ideen getestet, bis wir den Kern von aiomics gefunden hatten. Im April 2025 haben wir gegründet und konnten kurz darauf Top-Investoren (Norrsken Evolve, Vorwerk, Calm/Storm und renommierte Angels) überzeugen, die verstanden haben, dass wir hier dicke Bretter bohren.
Was bedeutet es für aiomics eine Clinical Data Intelligence Platform zu sein und warum geht dieser Ansatz über ein klassisches Dokumentationstool hinaus?
Es gibt derzeit einen großen Hype um Transkriptions-Software, die Arzt-Patienten-Gespräche aufzeichnet. Das ist technisch beeindruckend (es sei denn, es ist einfach Whispr oder ElevenLabs in neuer Verpackung), greift aber zu kurz. Kliniken können und wollen nicht überall Mikrofone installieren.
Zudem glauben viele Laien, dass das, was in alten Arztbriefen steht, immer korrekt ist. Die Realität ist: Dort schleichen sich Fehler ein, oder wichtige Informationen fehlen schlichtweg. Wenn ein Patient in die Klinik kommt, liegen oft Dutzende Vorbefunde vor. Es ist für einen Menschen fast unmöglich, diese Datenmengen in wenigen Minuten komplett zu durchdringen.
Genau hier setzen wir an. obwohl wir natürlich auch Spracheingaben und Transkriptionen demnächst ermöglichen werden, sind wir keine weitere Transkriptions-App, sondern eine Plattform, die Daten organisiert und zugänglich macht. Wir beginnen am frühesten Kontaktpunkt – oft noch bevor der Patient die Klinik betritt. Wir strukturieren die Informationen so vor, dass die Ärztin sofort den Überblick hat. Wie im echten Leben gilt auch bei medizinischen Daten: Ein gut strukturierter Anfang führt zu einem effizienteren Ablauf am Ende.
Welche konkrete Vision verfolgt aiomics mit dem Anspruch „Return to your calling“ und wie soll diese im Klinikalltag Realität werden?
Fast alle Ärztinnen und Ärzte haben Medizin studiert, weil sie Menschen helfen wollen. In der Klinikrealität werden sie dann zu hochbezahlten Datenerfassern degradiert. Viele junge Mediziner:innen haben darauf schlicht keine Lust mehr und verlassen den Beruf.
Wir steuern in Europa auf eine Lücke von über vier Millionen Fachkräften im Gesundheitswesen zu. Gleichzeitig lassen wir zu, dass das vorhandene Personal 40 Prozent seiner Arbeitszeit mit Aufgaben verschwendet, die keinen direkten Mehrwert für den Patienten bzw. die Patientin haben. Unsere Vision ist simpel: Wir halten Ärzt:innen, Pflegekräften und Therapeut:innen den Kopf frei. Wenn die Software die Fleißarbeit übernimmt, können sich die Menschen wieder auf ihre eigentliche Berufung konzentrieren: die Arbeit am Patienten.
Für welche medizinischen Einrichtungen und Berufsgruppen ist aiomics besonders relevant und welche Probleme löst die Plattform dort ganz konkret?
Gestartet sind wir mit Rehabilitationskliniken, aber das Interesse aus Akutkliniken war schnell so groß, dass wir dort jetzt ebenso aktiv sind. Inzwischen nutzen uns das Medizincontrolling, das Patientenmanagement und sogar ärztliche Fachgutachter. Auch in der funktionellen und präventiven Medizin, wo man sehr komplexe Datenpunkte übersichtlich zusammenführen muss, rennen wir offene Türen ein.
Im Grunde ist aiomics für jeden relevant, der Patient:innen behandelt und dabei große Datenmengen bewältigen muss. Wir helfen all jenen, die nicht mehr im Dokumentationssumpf steckenbleiben wollen und bereit sind, ihre Abläufe neu zu denken.
Wie hilft die Ingestion & Refinement Engine von aiomics dabei Ordnung in unstrukturierte medizinische Daten zu bringen?
Medizinische Daten sind oft chaotisch – ein Mix aus PDFs, handschriftliche Notizen, Fragebögen, Laborwerten und Fließtexten. Unsere Technologie fungiert hier als eine Art Übersetzer und Sortiermaschine. Sie liest diese unterschiedlichen Formate nicht nur, sondern bringt sie in eine einheitliche, nutzbare Struktur.
Das Entscheidende ist dabei die formale Qualitätsprüfung. Das System erkennt Datendiskrepanzen und weist darauf hin. So wird aus einem losen Haufen an Informationen eine vollständige Informationsgrundlage für die ärztliche Beurteilung. Wir machen die Daten „sprechfähig“, damit Ärzte nicht suchen müssen, sondern finden.
Warum setzt aiomics bewusst auf eine europäische Compliance-as-Infrastructure statt auf bestehende Off-the-Shelf-KI-Lösungen?
Weil Vertrauen im Gesundheitswesen keine Option, sondern die Basis ist. Wir können nicht einfach Daten auf amerikanische Server schieben und hoffen, dass es gut geht. Datenschutz muss das Fundament sein, nicht der Anstrich.
Indem wir auf eine streng europäische Infrastruktur setzen, geben wir Kliniken die Sicherheit, modernste KI nutzen zu können, ohne rechtliche Risiken einzugehen. Viele Kliniken wollen Innovation, trauen sich aber aus Sorge vor Datenschutzverletzungen nicht. Wir nehmen ihnen diese Sorge ab, indem wir die Compliance von Anfang an mitliefern.
Welche Rolle spielt der Human-in-the-Loop-Ansatz im Vertrauen medizinischer Fachkräfte in KI-gestützte Prozesse?
Eine zentrale. KI darf in der Medizin keine „Black Box“ sein, die Entscheidungen trifft, die niemand nachvollziehen kann. Bei uns bereitet das System Informationen vor, aber die Kontrolle und die finale Entscheidung liegen immer beim medizinischen Fachpersonal.
Das schafft Vertrauen. Die Nutzer merken schnell, dass die KI sie nicht ersetzt, sondern ihnen zuarbeitet wie ein extrem aufmerksamer Assistent. Diese Kombination aus maschineller Datenaufbereitung und menschlicher Urteilskraft ist weit mächtiger als jedes der beiden Elemente allein.
Welche Hürden begegnen Ihnen beim Verkauf an Krankenhäuser und wie ist es gelungen diesen Prozess deutlich zu beschleunigen?
Normalerweise dauern Verkaufszyklen im Krankenhaus 18 bis 24 Monate. Wir schaffen das derzeit in etwa sieben Monaten. Warum? Weil wir nicht versuchen, der Klinik eine starre Software aufzudrücken, an die sie sich anpassen muss. Wir kommen vom Prozess her und passen uns der Realität der Klinik an. Wenn wir Geschäftsführern zeigen können, dass sich der Einsatz unserer Plattform finanziell mehr als fünffach rentiert (ROI > 5x), ist die Begeisterung groß. Die größte Hürde ist oft gar nicht technischer Natur, sondern das alte Denken. Viele Kliniken versuchen, neue Technologie in alte Prozesse zu pressen. Das ist, als würde man einen Porsche nur im ersten Gang fahren, weil einem niemand die Gangschaltung erklärt hat. Deshalb investieren wir viel in Bildung. Zusammen mit STREAMED UP haben wir Fortbildungen zu KI entwickelt, um genau dieses Verständnis zu schaffen — und dafür breite Unterstützung u.a. vom Marburger Bund und der Deutschen Adipositas Gesellschaft erhalten.
Was unterscheidet aiomics aus Ihrer Sicht am stärksten von anderen KI-Lösungen im Gesundheitswesen?
Es ist die Kombination unserer DNA. Da unser CTO Physiker mit Medizintechnik- und Remote Patient Monitoring Hintergrund ist, haben wir ein extrem robustes System gebaut, das typische KI-Probleme wie „Halluzinationen“ – also das Erfinden von Fakten – auf ein absolutes Minimum reduziert.
Gleichzeitig sind wir ärztlich geführt. Ich verbringe einen Großteil meiner Zeit direkt in den Kliniken. Wir kommen nicht „von oben herab“ mit einer fertigen Lösung, sondern arbeiten eng mit Institutionen wie der Charité zusammen, die eine riesige Expertise in der Implementierung haben. Wir verstehen, dass gute Software sich den individuellen Bedürfnissen der Klinik anpassen muss, nicht umgekehrt.
Ein oft unterschätzter Aspekt ist dabei die Rechtssicherheit unserer Anwender. Im Gesundheitswesen wird kaum jemand darin ausgebildet, juristisch unanfechtbar zu dokumentieren – obwohl die Anforderungen hier enorm gestiegen sind. Und hier kommt unser Volljurist im Team ins Spiel: Wir sehen uns hier auch als Anwalt der Ärzte: Unsere Plattform achtet darauf, dass alle Inhalte nicht nur medizinisch korrekt, sondern auch formell und rechtlich belastbar sind. Das gibt den Behandelnden die Sicherheit, auch administrativ auf der sicheren Seite zu sein.
Welche nächsten Entwicklungsschritte und strategischen Ziele stehen für aiomics in den kommenden Jahren an?
Unsere Kunden entdecken ständig neue Anwendungsfälle für uns, das treibt die Entwicklung stark voran. Auf unserer unmittelbaren Roadmap stehen Funktionen wie ein Patientenmanagement-Tool im übersichtlichen Kanban-Stil und bessere Visualisierungen für Laborwerte, damit man Verläufe auf einen Blick erkennen kann.
Strategisch geht es jetzt in die Breite. Wir sind in Deutschland und Schweden aktiv, führen aber bereits erste Gespräche in Österreich und der Schweiz. Ziel ist es, dass aiomics im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus zum Standard für intelligente Datenverarbeitung wird.
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Welche persönlichen Erfahrungen aus Ihrer Zeit als Arzt prägen heute Ihre Entscheidungen als Gründer?
Ich habe oft erlebt, dass Software „anonym“ ist – man fragt sich, ob die Entwickler jemals einen echten Nutzer getroffen haben. Man muss seine Denkweise der Software unterordnen.
Durch meine Studien in Cambridge, Stanford und Harvard und meine Erfahrung in der digitalen Innovation habe ich eines gelernt: Wirklich gute Software ist unsichtbar. Sie fällt gar nicht auf, weil sich die Nutzung völlig natürlich anfühlt. Das ist mein Anspruch an aiomics. Es darf keine weitere Hürde sein, sondern muss sich anfühlen wie eine Erleichterung. Und ich will, dass die Menschen, die unsere Plattform nutzen, auch genau wissen, wer dahinter steckt und wofür wir stehen. Dass wir sie verstehen und ihnen helfen wollen, zurück zu ihrer Berufung zu finden.
Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mitgeben die im hochregulierten Gesundheitsmarkt starten wollen?
Erstens: Verbringe so viel Zeit wie möglich mit den Nutzern. Das klingt wie eine Binsenweisheit, wird aber oft ignoriert. Wir lernen immer noch ständig Neues, nur weil wir zuhören. Und man muss beweisen, dass man Feedback schnell umsetzt. Die meisten Anbieter im Gesundheitswesen sind träge – wer hier schnell und nah am Kunden ist, gewinnt massiv an Loyalität (und Geduld).
Zweitens: Ehrlichkeit gewinnt. Klinikmitarbeiter:innen sind mittlerweile allergisch gegen Hochglanz-PowerPoints, die nichts mit der Realität zu tun haben. Zu oft wurde ihnen das blaue vom Himmel versprochen und es gibt kaum Substanz dahinter. Das schafft Misstrauen. Wenn man offen kommuniziert, was das Produkt schon kann und was noch entwickelt wird, erntet man Respekt und Vertrauen.
Drittens: Werde zur Priorität. Wenn du nicht eines der Top-3-Probleme einer Klinik löst, wirst du ignoriert. Kliniken haben keine Kapazitäten für „nice-to-have“. Viele Gründer:innen treten belehrend auf und wollen erklären, was wichtig ist. Das funktioniert nicht. Man muss den echten Schmerz lindern – sei es Zeitmangel oder Geldnot – und sich den Realitäten anpassen, statt sie belehren zu wollen.
INLEAP Photonics entwickelt ein digitales Laserstrahllenksystem für die Industrie, das Produktivität steigert und mechanische Grenzen in der industriellen Fertigung überwindet.
Wie ist INLEAP Photonics entstanden und welche Rollen übernehmen die Personen hinter dem Unternehmen?
INLEAP Photonics ist aus dem Laser Zentrum Hannover entstanden. Felix und ich haben dort promoviert und als Gruppenleiter unterschiedlicher Fachbereiche gearbeitet. Während der Arbeit entstand damals die Idee für unser erstes Produkt: INLEAP® FASTLIGHT®, ein innovatives, ultraschnelles und pixelbasiertes Laserstrahllenksystem für industrielle Anwendungen. Anfang 2023 haben wir daraufhin die INLEAP Photonics GmbH gegründet und die Technologie im Rahmen eines EXIST-Forschungstransferprojektes entwickelt, erprobt und 2024 erstmalig verkauft. Ich verantworte heute als CEO das operative Geschäft und die strategische Ausrichtung. Felix ist als CTO für die technologische Entwicklung zuständig. Mit Katharina haben wir früh ein weiteres Gründungsmitglied ins Team geholt, die als CFO die betriebswirtschaftliche Perspektive, Finanzen und Marketing abdeckt.
Aus welchem technologischen oder industriellen Bedarf heraus habt ihr INLEAP Photonics gegründet?
Der ursprüngliche Bedarf kam ganz klar aus der Industrie. Klassische mechanische Laserstrahllenksysteme sind langsam und verursachen dadurch hohe Prozessnebenzeiten. Das begrenzt die Produktivität und treibt Produktionskosten in die Höhe. Wir wollten diese Grenzen aufbrechen und bis dahin noch ungenutzte Potenziale der Lasermaterialbearbeitung ausschöpfen. Deshalb haben wir ein digitales und pixelbasiertes Laserstrahllenksystem entwickelt, das ohne zu bewegende Bauteile, wie Spiegel, auskommt. Ziel war von Anfang an, industrielle Prozesse schneller, stabiler und effizienter zu machen. Nicht als Prototyp, sondern als echtes, industrietaugliches System.
Welche Vision verfolgt ihr mit eurer Laser-Strahllenktechnologie für die industrielle Fertigung?
Unsere Vision ist es, einen neuen Standard für Produktivität, Effizienz und Sicherheit in laserbasierten Anwendungen zu setzen – in der Industrie ebenso wie im Schutz kritischer Infrastrukturen. Wir wollen Laserstrahllenksysteme von den Limitierungen mechanischer Systeme befreien. Für die industrielle Fertigung heißt das konkret: mehr Durchsatz, stabilere Prozesse und reproduzierbare Qualität. Die Technologie soll sich nahtlos in bestehende Produktionslinien integrieren lassen. Für uns ist entscheidend, dass unsere Systeme im industriellen Alltag funktionieren.
Wie unterstützt eure Technologie konkret Unternehmen in der laserbasierten Materialbearbeitung?
Unsere INLEAP® FASTLIGHT® Technologie lenkt den Laser bis zu 2.500-mal schneller als klassische Systeme. Dadurch entfallen viele Nebenzeiten, die heute industrielle Prozesse ausbremsen. Unternehmen können ihre laserbasierten Anlagen mit unserer Technologie besser auslasten, Prozesse beschleunigen und Energie sparen.
An welche Branchen richtet sich euer Angebot besonders und warum gerade diese?
Heute liegt unser klarer Fokus auf sicherheitsrelevanten Anwendungen im Defence- und Security-Umfeld. Dazu zählen militärische Organisationen, Behörden sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen. Hier besteht eine klare Fähigkeitslücke bei der Drohnenabwehr, insbesondere in urbanen und sensiblen Umgebungen, in denen der Schutz von Menschen eine zentrale Rolle spielt. Parallel bleiben industrielle Anwendungen für uns ein zentraler Technologietreiber, etwa in der Additiven Fertigung oder Batteriezellenproduktion. Diese Anwendungen zeigen, dass unsere Technologie unter realen industriellen Bedingungen zuverlässig funktioniert.
Was unterscheidet INLEAP Photonics von klassischen mechanischen Scannerlösungen im Markt?
Der größte Unterschied ist, dass wir keine mechanischen, beweglichen Spiegel einsetzen. Unsere Laserstrahllenkung ist digital und pixelbasiert. Das macht uns extrem schnell, hochpräzise und deutlich stabiler im Betrieb. Es gibt keinen mechanischen Verschleiß, keine Nachjustierung und deutlich mehr Prozessstabilität. Das eröffnet Einsatzmöglichkeiten, die mit vielen bestehenden Systemen nicht realisierbar sind.
Welche Herausforderungen bringt es mit sich, eine Deep-Tech-Lösung aus der Forschung in die Industrie zu überführen?
Die größte Herausforderung ist, aus einer sensiblen Hochtechnologie ein robustes, industrietaugliches Produkt zu machen. Optik ist per se anspruchsvoll, gerade wenn sie in rauen Umgebungen eingesetzt wird. Man muss sehr früh lernen, industriell zu denken: Fertigung, Qualitätssicherung, Zuverlässigkeit über Jahre. Genau deshalb war es uns wichtig, möglichst früh aus dem Labor rauszugehen und unter realen Bedingungen zu testen. Unser Anspruch war von Anfang an klar: kein Forschungsprojekt, sondern ein industriell und operativ einsatzfähiges System zu schaffen.
Wie geht ihr mit den hohen Anforderungen an Präzision, Zuverlässigkeit und Integration in bestehende Produktionslinien um?
Wir entwickeln unsere Systeme modular und kompatibel zu bestehenden Anlagen. Kunden können ihre vorhandenen Laserstrahlquellen weiter nutzen. Die Präzision kommt aus unserer innovativen Technologie, die ultraschnelle, stabile und reproduzierbare Prozesse ermöglicht. Gleichzeitig testen wir unsere Systeme kontinuierlich unter realen Bedingungen. Gerade die Kombination aus Optik-Know-how und Maschinenbau-Erfahrung im Team hilft uns, Zuverlässigkeit nicht nur zu versprechen, sondern auch umzusetzen.
Welche Rolle spielen Effizienz und Nachhaltigkeit in eurer Produktentwicklung?
Effizienz ist einer unserer zentralen Leitwerte. In der Industrie bedeutet das höhere Ausbringung bei geringerem Energieeinsatz. In der Drohnenabwehr heißt Effizienz, dass wir ohne Munition arbeiten und pro Einsatz lediglich geringe Mengen elektrischer Energie benötigen.
Wohin soll sich INLEAP Photonics in den kommenden Jahren entwickeln und welche nächsten Schritte plant ihr?
Wir stehen aktuell am Beginn der nächsten Wachstumsphase. Unser Fokus liegt darauf, unser laserbasiertes Drohnenabwehrsystem INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD zu skalieren und im Defence- und Sicherheitsumfeld in den Markt zu bringen. Gleichzeitig bleibt unser industrielles Produkt ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens. In den kommenden Jahren wollen wir international wachsen, weitere Referenzprojekte aufbauen und unser Team gezielt erweitern. Unser Anspruch ist es, in beiden Anwendungsfeldern einen neuen technologischen Standard zu setzen.
Welche drei Ratschläge würdet ihr Gründerinnen und Gründern geben, die ein technologiegetriebenes Startup aufbauen wollen?
Baut keine Technologie um der Technologie willen, sondern löst ein echtes Problem. Denkt früh industriell und marktorientiert, nicht nur aus der Forschungsperspektive. Und: Stellt ein Team zusammen, das Technik und Business wirklich zusammenbringt. Am Ende zählt, dass etwas nicht nur auf dem Papier funktioniert, sondern vor allem beim Kunden in der Anwendung.
INLEAP Photonics positioniert sich als Defence Tech Unternehmen und stellt neue laserbasierte Drohnenabwehr vor
Marktreife Lösung für den Schutz kritischer Infrastrukturen
INLEAP Photonics positioniert sich als neues deutsches Defence Tech Unternehmen für laserbasierte Drohnenabwehr. Das Unternehmen bringt mit INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD eine marktreife, augensichere und kosteneffiziente Lösung auf den Markt, um Menschen, kritische Infrastrukturen, urbane Räume und sicherheitsrelevante Einrichtungen zuverlässig vor Drohnen zu schützen. Die Technologie adressiert eine der derzeit drängendsten physischen Bedrohungen für Gesellschaft, Wirtschaft und die staatliche Handlungsfähigkeit in Deutschland und Europa.
INLEAP Photonics entwickelt seine industrielle Hochpräzisions Technologie für sicherheitskritische Einsatzszenarien weiter. Die INLEAP® FASTLIGHT® Technologie von INLEAP Photonics lenkt Laserstrahlen bis zu 2500x schneller als herkömmliche Lösungen. Damit lassen sich industrielle laserbasierte Produktionsprozesse wie beispielsweise in der Additiven Fertigung und Batteriezellenproduktion signifikant beschleunigen. Auf Basis dieser Hochpräzisionstechnik wurde die Technologie kontinuierlich zu einem laserbasierten Gesamtsystem weiterentwickelt, das eine sichere, zuverlässige und effektive Drohnenabwehr ermöglicht.
Mit INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD adressiert das Unternehmen einen Wachstumsmarkt und schließt eine sicherheitskritische Fähigkeitslücke. Der hochpräzise und ultraschnelle Laser neutralisiert Drohnen innerhalb von Sekundenbruchteilen gezielt an identifizierten Schwachstellen. Dabei ist das System mobil, benötigt keine Munition und kann Menschen, Equipment und kritische Infrastrukturen schützen.
Finanzierung bestätigt Marktpotenzial
Eine im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossene Finanzierungsrunde unter Führung des High Tech Gründerfonds HTGF bestätigt das hohe Markt und Vertrauenspotenzial der Lösung. Die Finanzierungsrunde ermöglicht INLEAP Photonics, die Skalierung und den Markteintritt im Defence und Sicherheitsumfeld weiter voranzutreiben. An der Runde beteiligten sich zudem Ventis Capital sowie mehrere private Investoren.
Dr. Ing. Marius Lammers, Chief Executive Officer von INLEAP Photonics:
„Die sicherheitspolitischen und technischen Rahmenbedingungen sind herausfordernd. Drohnen stehen vergleichsweise kostengünstig zur Verfügung und sind leistungsfähige Flugobjekte, die sich für Spionage und als Waffen einsetzen lassen oder Schäden an Infrastrukturen wie Stromnetzen oder Störungen im Flugverkehr verursachen können. Eine effektive Drohnenabwehr ist deshalb essentiell für den Schutz von Menschen und kritischen Infrastrukturen. Unsere Technologie löst dabei zentrale operative Herausforderungen. Der Betrieb ist augensicher, das System aufgrund seiner kompakten Abmessungen mobil einsetzbar und zudem kostengünstig – perfekt geeignet für den Einsatz in urbanen und schwer zugänglichen Gebieten.“
Drohnenabwehr dank ultraschnellem Laserstrahl
INLEAP Photonics, das 2024 mit dem niedersächsischen Innovationspreis in der Kategorie Schlüsseltechnologien für seine industrielle Innovation ausgezeichnet wurde, setzt seine Laserexpertise gezielt für sicherheitskritische Anwendungen ein. INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD nutzt die innovative Laserstrahllenkung, um Drohnen effizient, verlässlich und sicher unschädlich zu machen. Ein punktgenauer extrem kleiner Lichtfleck mit hoher Energie trifft die Drohne an einer Schwachstelle, die zuvor mittels KI basierter Analyse identifiziert wurde.
Dr. Ing. Felix Wellmann, Chief Technology Officer von INLEAP Photonics:
„Die abgeschlossene Finanzierungsrunde markiert für uns einen wichtigen Meilenstein. Unsere Stärke liegt in der extrem schnellen und präzisen Laserstrahlführung, auch wenn die Umgebung anspruchsvoll und widrig ist. Diese Eigenschaften sind entscheidend, um Drohnen kontrolliert, effizient und ohne Risiken für das Umfeld zu neutralisieren. Die Investitionen erlauben es uns, die industrielle Skalierung sowie die Integration in operative Einsatzszenarien umzusetzen.“
Dr. Koen Geurts, Senior Investment Manager beim HTGF: „Wir vom High Tech Gründerfonds sehen in INLEAP Photonics ein Unternehmen mit klarer technologischer Differenzierung. INLEAP Photonics verbindet industrielle Laserexpertise mit einem hochaktuellen Anwendungsfeld. Das Team adressiert mit seiner Lösung einen stark wachsenden Markt und verfolgt dabei einen technologisch fundierten und skalierbaren Ansatz.“
Nächste Wachstumsphase und internationale Skalierung
INLEAP Photonics bereitet die nächste Wachstumsphase vor, um die internationale Skalierung weiter zu beschleunigen. Parallel dazu baut INLEAP Photonics sein Team weiter aus und plant, in den kommenden Monaten zusätzliche Fachkräfte einzustellen.
Beim BOLD INK DAY setzte BETTER BE BOLD in Berlin ein Zeichen für Selbstbewusstsein bei Männern mit Glatze. Das besondere Tattoo Event zog über 200 Besucher an und machte auf Vorurteile gegenüber Glatzenträgern aufmerksam.