Montag, Juni 1, 2026
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Gehen zu viele Patientinnen und Patienten unvorbereitet in große Operationen?

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Prep4Surg Prähabilitation Operationen Patienten Bild: Gründerfoto ©Capreolos GmbH

Prep4Surg ist Finalist für Frankfurt Forward Startup of the Year 2026! Interview – Capreolos GmbH / Prep4Surg

Stellt euch und euer Startup unseren Leserinnen und Lesern kurz vor. Wer und was steckt hinter Prep4Surg?

Hinter Prep4Surg steht die Capreolos GmbH aus Frankfurt am Main – ein Digital-Health-Startup, das 2021 als Spin-off der Goethe-Universität von drei aktiven Klinikärztinnen und -ärzten gegründet wurde. Unser Gründerteam besteht aus Prof. Andreas Schnitzbauer, Dr. Charlotte Detemble, Dr. Dora Zmuc und Mark Siller. Wir sind Mediziner mit chirurgischem Hintergrund und haben das Problem, das wir lösen wollen, tagtäglich am OP-Tisch erlebt.
Heute arbeiten bei Capreolos neben den Gründern unter anderem Qualitätsmanager, Softwareentwickler und ein klinisches Studienteam von 16 Ärztinnen und Ärzten zusammen.
Prep4Surg ist unsere App-basierte Plattform, die Patientinnen und Patienten mit einem individuellen, datenbasierten Trainingsprogramm optimal auf große Operationen vorbereitet – digitale Prähabilitation.

Was hat euch dazu motiviert, ein eigenes Unternehmen zu gründen? Gab es einen besonderen Moment oder Auslöser?

Als Chirurginnen und Chirurgen haben wir immer wieder gesehen, wie unterschiedlich Patienten auf große Eingriffe vorbereitet sind – und wie stark das den Heilungsverlauf beeinflusst. Weltweit werden jährlich über 310 Millionen große Operationen durchgeführt, rund 25 % der Patienten entwickeln Komplikationen, und bei Hochrisikopatienten liegt die Rate schwerer Komplikationen bei über 25 %. Gleichzeitig wussten wir aus der Forschung, dass gezielte Prähabilitation die Morbidität um bis zu 50 % senken und Kosten um bis zu 30 % reduzieren kann.
Das Problem war: Es gab keine skalierbare, evidenzbasierte digitale Lösung dafür. Die Idee, dieses Wissen in eine App zu übersetzen, die Patienten zu Hause nutzen können und die trotzdem ärztlich überwacht wird – das war der Auslöser. Bereits im September 2021 wurden wir dafür mit dem E-Health-Award des Landes Hessen ausgezeichnet.

Welche Vision verfolgt ihr mit Prep4Surg? Was wollt ihr langfristig verändern oder möglich machen?

Unsere Vision ist es, Prep4Surg zum Standard der chirurgischen Vorbereitung zu machen. Wir wollen, dass kein Patient mehr unvorbereitet in eine große Operation geht.
Langfristig entwickeln wir Prep4Surg zu einem KI-gesteuerten Gesundheitsprodukt weiter, das auf einer stetig wachsenden Patientendatenbasis personalisierte Prävention und Risikoanpassung ermöglicht. Dazu gehören erweiterte Anwendungsbereiche über die Chirurgie hinaus – etwa in der Onkologie oder bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes. Auch die Entwicklung von Algorithmen für den Einsatz in Consumer-Produkten großer Technologieunternehmen ist ein Ziel.
Letztlich wollen wir die Patientenautonomie stärken: Menschen sollen aktiv an ihrem Genesungsprozess teilhaben können.

Von der Idee bis heute: Was waren bisher eure größten Herausforderungen – und wie habt ihr eure Finanzierung aufgestellt?

Als Medizinprodukt unterliegen wir strengen regulatorischen Anforderungen. Wir haben in den letzten vier Jahren die App komplett entwickelt, ein DIN-ISO-13485-konformes Qualitätsmanagement aufgebaut, die C5-Zertifizierung für sicheres Cloud-Arbeiten erlangt und die Kompatibilität zu allen gängigen FHIR-Schnittstellen hergestellt – das alles als kleines, kosteneffizientes Team.
Die größte Herausforderung war, diese regulatorische Komplexität mit den begrenzten Ressourcen eines Startups in Einklang zu bringen.
Finanziert haben wir uns bisher über Fördermittel, Kooperationsprojekte mit akademischen Partnern und Gesellschafterbeiträge. Mit der neuen Finanzierungsrunde wollen wir den Weg bis zum Cash-Break-even absichern.

Für wen entwickelt ihr eure Lösungen? Wer zählt zu eurer wichtigsten Zielgruppe?

Unsere Lösung richtet sich an drei Zielgruppen gleichzeitig: Patientinnen und Patienten, die sich auf große Operationen vorbereiten; Ärztinnen und Ärzte, die bessere OP-Ergebnisse und weniger Komplikationen erreichen wollen; und Krankenhäuser, die Kosten senken, Liegedauern verkürzen und ihre Versorgungsqualität verbessern möchten.
Unser Vertriebsmodell ist B2B: Krankenhäuser erwerben Lizenzen – eine Lizenz pro Patient. Im erweiterten Ökosystem sind auch Versicherungen und Klinikketten wichtige Partner.

Wie funktioniert Prep4Surg ganz konkret? Und welche Vorteile bietet euer Ansatz im Vergleich zu bestehenden Lösungen?

Prep4Surg besteht aus zwei Komponenten: einer Arzt-App und einer Patienten-App. Beim Erstbesuch erfasst der Arzt über die Arzt-App die individuellen Risikodaten des Patienten mit wissenschaftlich fundierten Instrumenten. Daraus wird automatisch ein personalisiertes aerobes Intervalltraining berechnet.
Die Patienten-App setzt dann über drei bis sechs Wochen ein Trainingsprogramm um – mit einer bereitgestellten Smartwatch, Ernährungsunterstützung und Erfassung des mentalen Befindens. Die Patienten trainieren zu Hause, bleiben aber über die Plattform mit ihrem Behandlungsteam verbunden und erhalten Echtzeit-Feedback zur Einhaltung ihrer Therapieziele.
Im Vergleich zu bestehenden Lösungen ist Prep4Surg die erste digitale All-in-One-Lösung für individualisierte, datenbasierte Prähabilitation, die als Medizinprodukt nach MDR zugelassen wird. Anders als analoge Physiotherapie ist unser Ansatz skalierbar; anders als Fitness-Apps ist er evidenzbasiert und individualisiert; und anders als klinikeigene Insellösungen ist er standardisiert und übertragbar.
Wir bieten Echtzeit-Datentracking, präinterventionelle Risikobewertung und decken diverse Krankheitsbilder und OP-Typen ab – das kann keiner unserer Wettbewerber in dieser Kombination.

Ihr seid Finalist für das „Frankfurt Forward Startup of the Year 2026“. Was bedeutet das für euch – und wie geht es jetzt weiter?

Die Nominierung ist eine große Bestätigung für unser Team und unsere Arbeit. Als Spin-Off der Goethe-Universität sind wir tief mit dem Standort Frankfurt verwurzelt, und die Anerkennung durch Frankfurt Forward zeigt, dass unser Ansatz auch über die Medizin hinaus wahrgenommen wird.
Jetzt stehen entscheidende Meilensteine an: Wir schließen gerade unsere LUMOS-Zulassungsstudie ab, die an sieben deutschen Zentren rekrutiert. Die CE-Zertifizierung nach MDR planen wir für Q4 2026. Parallel bauen wir mit unser erstes klinisches Ökosystem auf und beginnen die Markterschließung.
Ab 2027 wollen wir mit einem wachsenden Team von bis zu 19 Mitarbeitern den Vertrieb an Krankenhäuser skalieren.

Wo soll die Reise hingehen? Wo seht ihr euch und Prep4Surg in fünf Jahren?

In fünf Jahren soll Prep4Surg als digitaler Standard in der chirurgischen Vorbereitung etabliert sein – zunächst in Deutschland, dann europaweit.
Wir planen, von aktuell 16 Zentren auf ein breites Kundennetzwerk zu wachsen und dabei von unseren Studienzentren und dem Knappschaft-Piloten aus zu skalieren. Bis 2029 wollen wir 30.000 Lizenzen pro Jahr verkaufen.
Inhaltlich werden wir die Plattform um weitere chirurgische Fachrichtungen und chronische Erkrankungen erweitern und KI-basierte Funktionen wie prädiktive Risikoanpassung und automatisierte Trainingsoptimierung einsetzen. Auch eine internationale Expansion mit Anpassung an unterschiedliche Gesundheitssysteme steht auf der Agenda.
Langfristig streben wir einen strategischen Partnering- oder Exit-Prozess an.

Zum Abschluss: Welche drei Tipps würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Gründet aus echtem Domänenwissen heraus. Wir haben Prep4Surg nicht am Schreibtisch erfunden, sondern aus jahrelanger klinischer Erfahrung entwickelt. Wer sein Problem wirklich versteht, baut die bessere Lösung.
Zweitens: Unterschätzt die Regulatorik nicht – aber lasst euch auch nicht von ihr lähmen. Gerade im Digital-Health-Bereich sind Zertifizierungen wie ISO 13485, C5 oder die MDR-Zulassung kein Hindernis, sondern ein echter Wettbewerbsvorteil, wenn man sie früh und konsequent angeht.
Drittens: Baut euer Netzwerk auf, bevor ihr es braucht. Unser hoher Vernetzungsgrad im komplexen Gesundheitsmarkt – von Universitätskliniken über Versicherungen bis zur Deutschen Gesellschaft für Chirurgie – ist ein Standalone-Vorteil, der sich nicht über Nacht aufbauen lässt.

Bild: Gründerfoto ©Capreolos GmbH

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Geht in Unternehmen wertvolles Wissen im Alltag verloren?

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Genow Wissen Unternehmen Wissensagenten Bild Genow-Gründerfoto ⓒGenow

Genow ist Finalist für Frankfurt Forward Startup of the Year 2026!

Stellt euch und euer Startup unseren Leserinnen und Lesern kurz vor. Wer und was steckt hinter Genow?

In vielen Unternehmen ist Wissen über zahlreiche Systeme verteilt, oft unstrukturiert und im Arbeitsalltag nur schwer zugänglich. Genau dieses Problem lösen wir mit Genow: Wir bereiten interne Daten KI-basiert auf, reichern sie mit Kontext an und machen sie über spezialisierte Wissensagenten hochpräzise nutzbar.
So können Mitarbeitende in Bereichen wie Service, Vertrieb, Engineering, HR oder Compliance jederzeit auf verlässliche Informationen zugreifen – unabhängig davon, wo diese ursprünglich gespeichert sind.
Das Darmstädter DeepTech-Startup Genow wurde 2023 von Dr. Timo Koppe, Adrian Glauben, Dr. Sara Jourdan und Prof. Peter Buxmann als Spin-off aus der TU Darmstadt heraus gegründet.

Was hat euch dazu motiviert, ein eigenes Unternehmen zu gründen? Gab es einen besonderen Moment oder Auslöser?

Motiviert hat uns vor allem der konkrete Bedarf, den wir in Unternehmen im Rahmen von Forschungsprojekten gesehen haben. In der Zusammenarbeit mit Praxispartnern wurde uns schnell klar, dass enormes Wissen vorhanden ist – dieses im Alltag aber kaum effizient genutzt werden kann, weil es über viele Systeme verteilt, unstrukturiert und schwer zugänglich ist oder nur in den Köpfen der Mitarbeitenden gespeichert liegt.
Gleichzeitig haben wir gesehen, dass bestehende Lösungen genau an dieser Stelle an ihre Grenzen stoßen und den fachlichen Kontext in Unternehmen oft nicht ausreichend berücksichtigen.
Der Auslöser für die Gründung war dann die Erkenntnis, dass große Sprachmodelle erstmals in der Lage sind, dieses Problem wirklich zu lösen. Für uns war klar: Das ist nicht nur ein spannendes Forschungsthema, sondern eine echte Chance, ein zentrales Problem vieler Unternehmen nachhaltig zu verbessern und damit für uns genau der richtige Zeitpunkt auszugründen.

Welche Vision verfolgt ihr mit Genow? Was wollt ihr langfristig verändern oder möglich machen?

Unsere Vision ist es, den Zugang zu internem Unternehmenswissen grundlegend zu verändern. Wissen soll nicht länger in einzelnen Systemen oder Köpfen verborgen sein, sondern jederzeit präzise, kontextbasiert und für alle relevanten Mitarbeitenden verfügbar werden.
Langfristig wollen wir erreichen, dass Unternehmen Wissen nicht nur verwalten, sondern aktiv nutzen – für bessere Entscheidungen, effizientere Prozesse und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI.
Genow soll dabei zum zentralen Zugangspunkt für Unternehmenswissen werden: eine Plattform, über die Organisationen ihre individuellen Wissensagenten betreiben und skalieren, anstatt auf isolierte Einzellösungen angewiesen zu sein.

Von der Idee bis heute: Was waren bisher eure größten Herausforderungen – und wie habt ihr eure Finanzierung aufgestellt?

Als Startup erlebt man jede Woche neue Herausforderungen. Rückblickend war für uns eine der größten Herausforderungen die Übergangsphase vom Bootstrapping hin zur ersten Finanzierungsrunde gewesen.
In den ersten eineinhalb Jahren haben wir Genow vollständig über Kundenprojekte aufgebaut und finanziert und dabei bereits ein Team von rund 17 Personen aufgebaut. Gleichzeitig haben wir früh mit großen Enterprise-Kunden gearbeitet, die sehr hohe Anforderungen an Qualität, Skalierbarkeit und Funktionalität gestellt haben.
Diese Phase war besonders anspruchsvoll, weil wir parallel mehrere Dinge stemmen mussten: anspruchsvolle Kundenprojekte umsetzen, das Produkt skalierbar weiterentwickeln, den Vertrieb aufbauen und gleichzeitig Investoren ansprechen – oft mit noch hoher Unsicherheit in vielen strategischen Entscheidungen.

2025 haben wir dann erfolgreich unsere Seed-Finanzierungsrunde unter Führung des High-Tech Gründerfonds abgeschlossen. Das gibt uns heute die Möglichkeit, deutlich strategischer zu investieren und unsere Weiterentwicklung gezielter voranzutreiben.
Was uns dabei dauerhaft begleitet, ist die Herausforderung, sehr nah am Markt und an unseren Kunden zu arbeiten und gleichzeitig aus einer Vielzahl an Anforderungen die richtigen Prioritäten für unsere Produkt-Roadmap abzuleiten.

Für wen entwickelt ihr eure Lösungen? Wer zählt zu eurer wichtigsten Zielgruppe?

Zu Beginn haben wir uns vor allem auf große Unternehmen konzentriert, die besonders hohe Anforderungen an Datensicherheit haben und mit sehr heterogenen, komplexen Informationslandschaften arbeiten. Gerade dort entsteht ein enormer Mehrwert, wenn Wissen systemübergreifend nutzbar gemacht wird.
Mittlerweile sehen wir jedoch, dass unser Produkt gerade im Mittelstand ein besonders großes Potenzial entfaltet. Wir arbeiten branchenübergreifend, aber insbesondere im produzierenden Mittelstand lassen sich viele wertstiftende Anwendungsfälle realisieren.
Das sind häufig Unternehmen mit komplexen Produkten oder Spezialanlagen, bei denen Prozesse in Vertrieb und Service sehr informationsintensiv sind – etwa bei der Angebotserstellung oder bei Rückfragen zu individuellen, oft jahrelang laufenden Kundenprojekten.
Genau hier kann Genow seine Stärken ausspielen: Wir machen historisches, projektspezifisches und verteiltes Wissen jederzeit zugänglich und ermöglichen es, auch für sehr spezifische Anfragen schnell präzise Antworten zu liefern.

Wie funktioniert Genow ganz konkret? Und welche Vorteile bietet euer Ansatz im Vergleich zu bestehenden Lösungen?

Genow verbindet sich flexibel mit den bestehenden Systemen eines Unternehmens, von Standardlösungen wie SharePoint, ServiceNow oder SAP bis hin zu individuellen oder auch älteren Legacy-Systemen, in denen oft besonders wertvolles Wissen liegt.
Darauf aufbauend kommt unsere proprietäre Context Engine zum Einsatz: Sie bereitet diese häufig unstrukturierten Daten auf, reichert sie mit Metadaten an und sorgt dafür, dass unsere Wissensagenten die Inhalte im jeweiligen fachlichen Kontext wirklich verstehen und interpretieren können.
Ein entscheidender Vorteil unseres Ansatzes ist, dass wir nicht nur Daten strukturieren, sondern auch die Nutzeranfragen intelligent verarbeiten. Unsere Wissensagenten zerlegen komplexe Fragen automatisch, ergänzen Kontext und liefern präzise Antworten, ohne dass Mitarbeitende selbst „Prompt Engineering“ betreiben müssen.

Gleichzeitig lernen unsere Systeme kontinuierlich mit: Bei jeder Anfrage entstehen wertvolle Insights darüber, wie Wissen genutzt wird, wo Lücken bestehen oder welche Themen besonders relevant sind. So können Unternehmen beispielsweise erkennen, welche Kundenanfragen häufig auftreten, wo Upsell-Potenziale liegen oder an welchen Stellen ihre Wissensbasis gezielt verbessert werden sollte.
So können wir auch auf sehr großen, komplexen Datenmengen skalieren und gleichzeitig schnelle, verlässliche Ergebnisse liefern, etwa für Servicetechniker im Feld oder im Vertrieb bei der Angebotserstellung.

Ihr seid Finalist für das „Frankfurt Forward Startup of the Year 2026“. Was bedeutet das für euch – und wie geht es jetzt weiter?

Wir fühlen uns sehr geehrt, als Finalist für das „Frankfurt Forward Startup of the Year 2026“ ausgewählt worden zu sein und freuen uns sehr auf die Veranstaltung im Herbst.
Für uns ist diese Auszeichnung vor allem eine große Wertschätzung für die Arbeit unseres Teams, das jeden Tag mit viel Einsatz an unserer Technologie und der erfolgreichen Umsetzung bei unseren Kunden arbeitet.
Gleichzeitig richten wir unseren Blick klar nach vorne: Unser Fokus liegt darauf, unsere Marktpräsenz weiter auszubauen, noch mehr konkrete Anwendungsfälle mit hohem Mehrwert für unsere Kunden zu entwickeln.
Besonders möchten wir dabei unseren Fokus auf den Mittelstand weiter intensivieren, wo wir aktuell großes Potenzial sehen. Das Feedback aus dem Wettbewerb und von der Jury war für uns dabei sehr wertvoll.

Wo soll die Reise hingehen? Wo seht ihr euch und Genow in fünf Jahren?

In fünf Jahren soll Genow der zentrale Zugangspunkt für internes Unternehmenswissen in Europa sein – und darüber hinaus zunehmend auch international. Unser Ziel ist, dass sich Mitarbeitende nicht mehr fragen müssen, wo Wissen liegt oder wer es hat, sondern jederzeit direkt darauf zugreifen können.
Wir sehen dabei eine starke Entwicklung hin zu deutlich autonomeren Wissensagenten, die auf einem Expertenniveau arbeiten und Unternehmen dabei unterstützen, ihr Wissen nicht nur zugänglich zu machen, sondern aktiv weiterzuentwickeln.
Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird es immer wichtiger, historisch gewachsenes Expertenwissen im Unternehmen zu halten. Genow soll genau das ermöglichen – als zentrale Plattform, über die Wissen langfristig erhalten, genutzt und weiterentwickelt wird.

Darüber hinaus wollen wir, dass unsere Kunden durch den Einsatz von Genow ihr eigenes Geschäftsmodell weiterentwickeln. Die Plattform soll es immer mehr Kunden ermöglichen, eigene KI-Services aufzubauen – etwa als Ergänzung zu bestehenden Dienstleistungen oder physischen Produkten – und sich so im Wettbewerb klar zu differenzieren.
Unser Anspruch ist es, dass Genow in fünf Jahren nicht nur Prozesse effizienter macht, sondern aktiv dazu beiträgt, wie Unternehmen Wertschöpfung generieren und neue digitale Services entwickeln.

Zum Abschluss: Welche drei Tipps würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Wenn sich Team und Idee richtig anfühlen, sollte man den Schritt wagen, auch wenn man sich noch nicht vollständig bereit fühlt. Wir haben selbst erlebt, dass man vieles erst auf dem Weg lernt.
Zweitens: Resilienz ist entscheidend. Gerade bei uns haben sich Höhen und Tiefen oft sehr schnell abgewechselt. In solchen Momenten ist es wichtig, dranzubleiben, handlungsfähig zu bleiben und den Blick nach vorne nicht zu verlieren.
Drittens: Die Reise bewusst genießen. Trotz aller Herausforderungen ist Gründen eine besondere Erfahrung. Wir haben gelernt, diese Dynamik, die besonderen Momente mit dem Team und die vielen Möglichkeiten, die sich ergeben, sehr wertzuschätzen.

Bild Genow-Gründerfoto ⓒGenow

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

„Found fast, fail fast“ – der EU-Entwurf zum 28. Regime und seine blinden Flecken im Insolvenzrecht

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Entwurf zum 28 Regime: Insolvenz und Gründer Jakob Krischer Bildcredits Kanzlei VOIGT SALUS

Am 18. März 2026 hat die Europäische Kommission ihren Entwurf für das sogenannte 28. Regime vorgelegt. Das Gesetzesvorhaben ist ambitioniert: Ein freiwilliger, vollständig digitaler europäischer Rechtsrahmen soll Unternehmensgründungen vereinfachen, grenzüberschreitende Tätigkeit erleichtern und die Skalierung innerhalb der EU beschleunigen. Herzstück ist die geplante „EU Inc.“ als einheitliche europäische Gesellschaftsform. Doch was taugt der Entwurf aus Sicht der Insolvenzpraxis?

Dass die Kommission mit ihrem 28. Regime auch das Insolvenzrecht adressiert hat, ist zu begrüßen. Denn die Attraktivität eines Standorts bemisst sich für Gründer nicht nur daran, wie einfach es ist ein Unternehmen zu starten, sondern auch daran, was im Fall des Scheiterns passiert. 

Gründersicht: Schnelles Scheitern ist möglich – aber die Rettung ist schwer

Der Entwurf setzt im Krisenfall auf ein vereinfachtes Abwicklungsverfahren, nicht auf Sanierung. Das ist problematisch, weil der Entwurf sich gezielt an „innovative Start-ups und Scale-ups“ richtet – also junge und schnell wachsende Unternehmen, deren Wert oft in Software, Daten, Technologie oder Know-how liegt. Genau diese Werte lassen sich häufig retten.

Dass dafür aber keine neuen Regelungen vorgesehen sind, sendet ein falsches Signal: Scheitern bedeutet vor allem Abwicklung. Für Gründer heißt das im Zweifel: Wer sein Unternehmen noch retten oder Teile davon erhalten will, muss weiterhin auf nationale Verfahren setzten, obwohl eigentlich ein einheitlicher EU-Rahmen geschaffen werden soll.

Kurze Verfahren mit Verlängerungsoption

Positiv ist hingegen die geplante kurze Verfahrensdauer. Unternehmer haben Interesse daran, das „Kapitel Insolvenz“ möglichst schnell zu beenden. Innerhalb von sechs Monaten soll das Verfahren abgeschlossen sein. Die Option, um sechs Monate zu verlängern, besteht aber ebenfalls. Dennoch bleibt nach dem Entwurf auch das Risiko, dass Verfahren deutlich länger dauern und in ein unbefristetes Verfahren übergehen.

Ein zentraler Punkt bleibt ebenfalls ungelöst: Die Haftung. Der Entwurf enthält keine Erleichterungen für Geschäftsführer. Für Gründer bedeutet das weiterhin ein ernsthaftes persönliches Risiko, insbesondere bei verspäteter Insolvenzantragsstellung. Eine Haftungserleichterung (außer bei Vorsatz) hätte sicherlich positive Auswirkungen auf die Bereitschaft gehabt, unternehmerisch Verantwortung zu übernehmen.

Investorensicht: Mehr Tempo, aber weniger Kontrolle

Für Investoren zählt im Insolvenzfall vor allem, ob ihre Rechte verlässlich durchgesetzt werden. Hier wird es kritisch: Der Entwurf sieht vor, unter bestimmten Voraussetzungen auf einen Insolvenzverwalter zu verzichten. In diesem Fall verwertet das Start-up/Scale-up sein Vermögen selbst. Das mag effizient wirken, ist aber riskant, gerade bei der Verwertung immaterieller Werte wie spezieller Software, Daten oder des Know-Hows.

Konkret heißt das: Es gibt weniger unabhängige Kontrolle. Gleichzeitig sind Interessenkonflikte vorprogrammiert, wenn Gründer über die Verwertung eigener Assets entscheiden. Für Investoren wäre es damit auch schwerer einschätzbar, ob im Insolvenzfall ihre Sicherheiten tatsächlich zum bestmöglichen Wert realisiert werden. 

Verlässliche und vergleichbare Regeln sind aber entscheidend, um Risiken zu bewerten und Kapital effizient einzusetzen. Entsprechend fordert auch der Bundesverband deutscher Banken europaweit konsistente Standards.

Fazit zum 28. Regime: Guter Ansatz – aber noch nicht gründerfreundlich

Alles in allem geht der Verordnungs-Entwurf in die richtige Richtung. Gründen und Abwickeln sollen damit schneller und einfacher werden.

Aber aus Perspektive der Insolvenzpraxis bleiben einige blinde Flecken:

  • Abwicklung wird beschleunigt, an Rettung aber kaum gedacht 
  • Haftungsrisiken bleiben hoch
  • Investoren haben nicht genug Sicherheit

Für Gründer und Investoren heißt das: Die insolvenzrechtlichen Regelungen verfolgen, wie der gesamte Entwurf das richtige Ziel. Gründen muss einfacher und effektiver werden. Gleiches gilt für die Abwicklung im Fall des Scheiterns. Es fehlen allerdings Vorschriften, welche die Interessen der Gründer und Investoren wirklich stärken. Wenn Europa mehr Start-ups will, braucht es also nicht nur ein „Fail fast“, sondern auch ein „Recover smart“.

Autor Jakob Krischer

Jakob Krischer ist Rechtsanwalt bei der Kanzlei VOIGT SALUS. Sein Schwerpunkt liegt in der Insolvenzverwaltung. Zudem berät er in Sanierungs- und Restrukturierungsfällen. 

Bildcredits Kanzlei VOIGT SALUS

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

eleQtron Series A Finanzierung über 57 Mio Euro

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eleQtron Series A Finanzierung 57 Mio Euro Bild: eleQtron Jan Henrik Leisse Michael Johanning ©sichtplan

Die eleQtron Series A Finanzierung markiert einen wichtigen Meilenstein für die europäische Quantencomputing-Industrie. Mit 57 Millionen Euro stärkt das Unternehmen seine Position im globalen Wettbewerb und treibt die Kommerzialisierung der Technologie voran.

eleQtron Series A Finanzierung im Überblick

Quantencomputing-Scale-up eleQtron schließt eine der weltweit größten Series-A-Finanzierungen über 57 Mio. Euro ab

● Eine der weltweit größten Series-A-Finanzierungen im Quantencomputing
● Unternehmen der Schwarz Gruppe führen die Runde als Lead-Investor an
● Weitere Beteiligungen neuer und bestehender Investoren, darunter Earlybird
● Mehr als 54 Mio. Euro Auftragsvolumen unterstreichen die kommerzielle Nachfrage

Siegen/Hamburg,5. Mai 2026 – Das Deep-Tech-Unternehmen eleQtron, führender Entwickler von Quantencomputern auf Ionenfallenbasis in Europa, hat eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 57 Mio. Euro abgeschlossen. Die Finanzierungsrunde markiert einen wichtigen Schritt für die industrielle Skalierung der Technologie von eleQtron und unterstreicht die wachsende Dynamik im globalen Wettbewerb um die Kommerzialisierung von Quantencomputing. Sie gehört zu den größten Series-A-Finanzierungen im Quantencomputing weltweit und positioniert eleQtron klar als einen der ambitioniertesten europäischen Anbieter im internationalen Wettbewerb.

eleQtron Series A Finanzierung treibt Skalierung

Lead-Investor ist Schwarz Digits, die IT- und Digitalsparte der Schwarz Gruppe, einer international führenden Unternehmensgruppe im Einzelhandel. Zu den zentralen Investoren und Geldgebern zählt zudem der EIC Fund des European Innovation Council.

Neben neuen Investoren beteiligen sich auch bestehende Investoren wie Earlybird an der Finanzierungsrunde. Zu den neuen Investoren der Finanzierungsrunde zählen die VC-Firma Ankaa Ventures aus Frankreich, der Laser-Ausrüstungs-Spezialist Precitec sowie die Förderbanken NRW.Bank aus Düsseldorf und IFB Hamburg. In den Finanzierungsmitteln ist außerdem eine Individualförderung enthalten.

eleQtron verfügt bereits über ein Auftragsvolumen von über 54 Mio. Euro. Das unterstreicht die wachsende kommerzielle Nachfrage und macht eleQtron zu einem der wenigen Quantencomputing-Unternehmen mit substanziellem Auftragsbestand.

Das frische Kapital fließt nun in den Aufbau skalierbarer Produktionskapazitäten, den Ausbau eines Cloud-basierten Zugangs zu den Systemen sowie in die Weiterentwicklung der Hardwareplattform.

eleQtron Series A Finanzierung stärkt Technologie

Darüber hinaus investiert eleQtron in die Weiterentwicklung seiner proprietären MAGIC-Technologie (Magnetic Gradient Induced Coupling). Sie ermöglicht die hochpräzise Steuerung gefangener Ionen mittels miniaturisierter Mikrowellentechnik und eröffnet damit einen klaren Weg zu skalierbaren Quantencomputern.

“Quantencomputing entwickelt sich derzeit von einer Forschungstechnologie zu einer industriell nutzbaren Infrastruktur. Mit dieser Finanzierung beschleunigen wir diesen Übergang und bauen Systeme, die konkrete Probleme für Industriekunden lösen werden.”, sagt Jan Henrik Leisse, CEO und Mitgründer von eleQtron.

TechnologischeSkalierung für industrielle Anwendung

eleQtron wurde 2020 gegründet und verbindet forschungsbasierte Technologieentwicklung mit einem klaren Fokus auf industrielle Skalierung und Kommerzialisierung. Quantencomputing wird zunehmend als Teil kritischer digitaler Infrastruktur verstanden–vergleichbar mit Rechenzentren, Netzen oder KI-Plattformen. Die Investitionsrunde stärkt die Position von eleQtron als Anbieter skalierbarer Quantencomputing-Systeme für industrielle Anwendungen. Mit dem Kapital des Konsortiums rund um die Unternehmen der Schwarz Gruppe als Lead Investor, wird die Kommerzialisierung des Produkts nun maßgeblich beschleunigt.

„Für uns und unsere Partner steht die digitale Souveränität an oberster Stelle. Nach unseren strategischen Weichenstellungen in den Bereichen Cloud und Künstliche Intelligenz ist die Beteiligung an eleQtron ein konsequenter Baustein. Wir wollen sicherstellen, dass wir bei Schlüsseltechnologien unabhängig bleiben und zukunftsweisende, sichere IT-Infrastrukturen direkt hier in Deutschland aktiv mitgestalten“, sagt Christian Müller, Co-CEO von Schwarz Digits.

„eleQtron verbindet eine klar differenzierte Technologie mit einem überzeugenden Ansatz zur Skalierung und Kommerzialisierung von Quantencomputing. Besonders die Kombination aus eigener Technologie und Cloud-basiertem Zugang zeigt, wie aus Forschung konkrete Anwendungen entstehen können. Wir freuen uns, die nächste Wachstumsphase als Investor weiter zu begleiten”, sagte Dr. Hendrik Brandis, Co-Founder & Partner von Earlybird.

„Quantencomputing tritt in eine entscheidende Phase der Industrialisierung ein. Unternehmen wie eleQtron, die wissenschaftliche Exzellenz mit einem klaren Fokus auf skalierbare Systeme verbinden, sind entscheidend, um Europas Stärken in global wettbewerbsfähige Technologien zu übersetzen“, unterstreichtSvetoslava Georgieva, Vorsitzende des Verwaltungsrats des EIC-Fonds.

Bild: eleQtron Jan Henrik Leisse Michael Johanning ©sichtplan

Quelle The Trailblazers

Telefoniert hier schon die nächste Generation im Hintergrund?

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malma.ai Telefonie KI automatisierte Kommunikation Marco Jülke, Leonhard Pöppel und Anton Kirchner Bildcredits malmachen GbR @malmachen GbR

malma.ai entwickelt KI für Telefonie und automatisiert Kundenkommunikation mit skalierbaren Lösungen

Wie ist malma.ai entstanden und wer sind die Köpfe hinter dem Unternehmen?

Wir sind ein Team aus drei Gründern und beschäftigen uns seit 2021 intensiv mit dem Thema Telefon-KI. Angefangen haben wir damals ganz klassisch im Dienstleistungsgeschäft. Über die Zusammenarbeit mit unseren Kunden haben wir sehr schnell gemerkt, wo die echten Herausforderungen in der Praxis liegen – und genau daraus sind nach und nach konkrete Use Cases entstanden. Diese Lösungen haben wir nicht nur theoretisch gedacht, sondern direkt im Markt umgesetzt, getestet und weiterentwickelt. Parallel dazu ist Schritt für Schritt eine umfassende Plattform entstanden, in der wir all diese Erfahrungen bündeln. So ist schließlich im Jahr 2025 malma.ai entstanden – als Ergebnis aus mehreren Jahren echter Marktarbeit und validierten Anwendungen.

Was war der entscheidende Moment, der euch gezeigt hat, dass KI-gestützte Telefonagenten ein relevantes Problem lösen?

Am Anfang stand für uns die zentrale Frage: Wie lässt sich künstliche Intelligenz überhaupt sinnvoll mit Telefonie verbinden? Gerade 2021 war das technisch alles andere als trivial, weil es schlichtweg noch keine ausgereiften Lösungen am Markt gab. Viele der Technologien, die heute selbstverständlich erscheinen, steckten damals noch in den Kinderschuhen. Genau da haben wir angesetzt. Wir haben früh erkannt, welches Potenzial darin steckt, und haben angefangen, eigene Ansätze zu entwickeln und zu testen. Rückblickend kann man sagen: Wir haben in diesem Bereich von Anfang an echte Pionierarbeit geleistet.

Welche Vision verfolgt malma.ai im Bereich automatisierter Telefonie und Kundenkommunikation?

Unsere Vision ist es, die Prozesse und Use Cases, die wir über die letzten Jahre gemeinsam mit unseren Kunden entwickelt und optimiert haben, für eine breite Masse zugänglich zu machen. Wir haben in einem halben Jahrzehnt extrem viel Erfahrung gesammelt – in Vertrieb, HR, Kundenservice und vielen weiteren Bereichen. Dieses Wissen soll nicht nur einzelnen Unternehmen vorbehalten bleiben, sondern für jeden nutzbar sein. Das bedeutet konkret: Wir wollen Unternehmen dabei helfen, ihre vertrieblichen und operativen Herausforderungen effizient zu lösen; unabhängig davon, ob es sich um ein kleines Unternehmen oder eine große Organisation handelt.

Wie stellt ihr sicher, dass eure KI-Telefonagenten natürlich wirken und von Nutzern akzeptiert werden?

Unsere Systeme entstehen nicht im Labor, sondern direkt im echten Einsatz. Alles, was wir bauen, basiert auf realen Gesprächen, echten Kundenanforderungen und kontinuierlichem Feedback aus dem Markt. Dadurch entwickeln sich unsere Lösungen iterativ weiter und werden Schritt für Schritt natürlicher und besser. Genau dieser praxisnahe Ansatz sorgt dafür, dass unsere KI nicht wie ein theoretisches Produkt wirkt, sondern wie eine echte Unterstützung im Alltag.

Welche Zielgruppen sprecht ihr konkret an und welche Herausforderungen dieser Unternehmen löst malma.ai besonders gut?

Unsere Zielgruppe ist im Grunde jedes Unternehmen, das telefonische Prozesse hat – egal ob Einzelunternehmer, Mittelständler oder Großkonzern. Wir lösen vor allem Herausforderungen wie schlechte oder eingeschränkte Erreichbarkeit, langsame oder ineffiziente Leadbearbeitung sowie fehlende Zeit für wichtige, aber oft liegenbleibende Prozesse (beispielsweise beim Nachtelefonieren von Angeboten oder Bestandskundenpflege). Sowohl im Vertrieb als auch im operativen Alltag sorgen wir dafür, dass genau diese Prozesse zuverlässig und schnell abgedeckt werden.

Was unterscheidet malma.ai von klassischen Callcenter-Lösungen oder anderen KI-Tools im Markt?

Der größte Unterschied ist unser Ursprung. Unsere Plattform ist nicht aus einer reinen Idee oder einem Funding heraus entstanden, sondern aus echten Kundenprojekten. Alles, was wir heute anbieten, wurde vorher im Markt getestet und validiert. Zusätzlich kombinieren wir zwei Welten: Zum einen bieten wir eine skalierbare SaaS-Lösung, die jeder eigenständig nutzen kann. Zum anderen begleiten wir weiterhin ausgewählte Kunden aktiv im Rahmen unserer Dienstleistung und bauen individuelle Systeme. Im Vergleich zu klassischen Callcentern bietet unsere KI klare Vorteile:
• konstant hohe Gesprächsqualität
• jederzeit verfügbar (auch abends oder am Wochenende)
• extrem schnelle Reaktionszeiten
• hohe Skalierbarkeit ohne Engpässe

Welche technologischen oder operativen Hürden begegnen euch aktuell und wie geht ihr damit um?

Die größte Herausforderung lag im Anfang: Es gab keine bestehenden Standards oder Lösungen, auf die man aufbauen konnte. Deshalb haben wir vieles selbst entwickelt, getestet und iterativ verbessert. Genau dieser Prozess hat uns aber auch den entscheidenden Vorteil gegeben, heute wirklich zu verstehen, was funktioniert und was nicht.

Wie integriert sich eure Lösung in bestehende Systeme wie CRM oder Vertriebstools?

Unsere Lösung lässt sich nahtlos in bestehende Systeme integrieren. Viele wichtige Anbindungen – insbesondere für Vertriebs- und Leadprozesse – sind bereits vorbereitet. Gleichzeitig bieten wir genug Flexibilität für Unternehmen oder Entwickler, die eigene Automationen und Workflows aufbauen möchten. Damit passt sich unsere Plattform an bestehende Prozesse an – und nicht umgekehrt.

Welche Rolle spielt Vertrauen, gerade wenn KI eigenständig mit Kunden telefoniert?

Vertrauen entsteht bei uns nicht durch Versprechen, sondern durch Ergebnisse. Unsere Kunden sehen sehr schnell, welchen Mehrwert die Systeme liefern, sei es durch Zeitersparnis, bessere Erreichbarkeit oder effizientere Prozesse. Genau diese Ergebnisse sorgen dafür, dass Unternehmen bereit sind, KI auch in der direkten Kommunikation mit ihren Kunden einzusetzen.

Wohin entwickelt sich malma.ai in den nächsten Jahren und welche neuen Funktionen oder Märkte sind geplant?

Wir werden unsere Plattform kontinuierlich weiterentwickeln und immer die bestmöglichen Technologien integrieren, die am Markt verfügbar sind. Gleichzeitig liegt ein großer Fokus darauf, die Lösung noch einfacher zugänglich zu machen und Unternehmen stärker dabei zu unterstützen, die richtigen Use Cases umzusetzen. Ein weiterer wichtiger Schritt ist der Aufbau eines Partner- und White-Label-Netzwerks. Damit ermöglichen wir es Agenturen und Partnern, unsere Technologie für ihre eigenen Kunden zu nutzen und eigenständig weiterzuführen.

Welche Learnings aus eurer bisherigen Reise würdet ihr anderen Gründern mitgeben?

Unsere wichtigste Erkenntnis: Echte Erfahrung schlägt jede Theorie. Viele Lösungen klingen auf dem Papier gut, funktionieren aber in der Praxis nicht. Deshalb ist es entscheidend, früh in den Markt zu gehen, zu testen und aus echten Anwendungen zu lernen. Außerdem gilt für uns ganz klar: Qualität schlägt Quantität. Ein funktionierender Use Case ist mehr wert als zehn halbfertige Ideen.

Wenn ihr heute drei konkrete Ratschläge an angehende Gründer geben würdet, welche wären das?

  1. Baut echte Lösungen und keine Präsentationen.
  2. Testet eure Ideen so früh wie möglich im Markt.
  3. Arbeitet eng mit echten Kunden zusammen und entwickelt eure Produkte aus deren Anforderungen heraus.

Bild:Marco Jülke, Leonhard Pöppel und Anton Kirchner Bildcredits malmachen GbR

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

David gegen Goliath: Wie junge Unternehmen ohne Markenmacht in KI-Systeme kommen 

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KI Systeme Sichtbarkeit Start ups Inhalte nutzen Magdalena Mues Bildcredits/Fotografin: Melanie Hauke

Im klassischen SEO gewinnen fast immer die Großen. Starke Domains, jahrelange Autorität, riesige Content-Teams – wer als junges Unternehmen gegen etablierte Konzerne antreten will, braucht viel Geduld und noch mehr Budget. Doch in KI-gestützten Suchsystemen wie ChatGPT, Perplexity oder Googles KI-Modus gelten andere Regeln. Und genau jetzt entsteht ein Zeitfenster, das Start-ups nutzen können.

Warum die alten Regeln nicht mehr gelten

Google bewertet, wie „stark“ eine Domain insgesamt ist – und zwar gemessen an Backlinks (wie viele andere Websites auf dich verlinken), Domain-Alter und technischer Qualität. Ein Konzern mit 20 Jahren Online-Präsenz und Tausenden Backlinks hat hier einen enormen Vorsprung. Wer als Newcomer mitspielen will, kämpft gegen einen fast uneinholbaren Vorsprung.

KI-Systeme funktionieren fundamental anders. Sie bewerten Inhalte nicht primär über Domainautorität, sondern über semantische Relevanz – also: Beantwortet dieser Inhalt die Frage präzise, verständlich und faktenbasiert? Gleichzeitig fließen externe Signale ein, die nichts mit klassischen Links zu tun haben. Wird eine Marke in Fachmedien erwähnt? Ist die Tonalität positiv? Sind die Botschaften über verschiedene Quellen hinweg konsistent? All das beeinflusst, ob eine KI ein Unternehmen als vertrauenswürdige Quelle einstuft – unabhängig von dessen Größe.

Das Zeitfenster ist jetzt

Die meisten Konzerne haben das Thema Generative Engine Optimization (GEO) noch nicht strategisch auf dem Radar. Ihre Marketing-Teams optimieren weiterhin für klassische Rankings, während KI-Systeme längst eigene Antworten generieren – mit eigenen Quellen, eigenen Auswahlmechanismen und eigenen Relevanzkriterien.

Für Start-ups bedeutet das: Wer heute versteht, wie KI-Systeme Inhalte auswählen und zitieren, kann sich mit vergleichsweise geringem Aufwand in den Antworten dieser Systeme positionieren. Ähnlich wie bei den frühen Tagen der Suchmaschinenoptimierung, als agile Unternehmen wie Zalando die Trägheit etablierter Händler nutzten, um überproportional zu wachsen.

Was Start-ups strukturell anders machen können

Junge Unternehmen haben in mehrfacher Hinsicht strukturelle Vorteile, wenn es um Sichtbarkeit in KI-Systemen geht:

Echte Expertise statt generischer Content

Anders als Menschen im Konzern stecken Gründer:innen selbst tief in ihrem Thema. Sie kennen die Probleme ihrer Zielgruppe aus erster Hand und haben eigene Erfahrungen, Meinungen sowie Daten. Das erzeugt Inhalte, die KI-Systeme als zitierwürdig einstufen. Denn sie sind einzigartig, erfahrungsbasiert und konkret.

Geschwindigkeit und Frequenz

Ein Großunternehmen braucht für einen Blogartikel oft: Briefing → Agentur → Entwurf → Abstimmungsschleifen → Freigabe. Das dauert Tage oder sogar Wochen.

Ein:e Start-up-Gründer:in setzt sich dagegen hin und schreibt, nimmt ein Video auf oder postet auf LinkedIn. Und zwar innerhalb weniger Stunden. Diese Geschwindigkeit ist wichtig, weil KI-Systeme aktuelle Inhalte bevorzugen. Wer regelmäßig und schnell publiziert, ist deshalb im Vorteil.

Fokus statt Breite

Ein Start-up besetzt häufig nur ein Thema oder eine klare Nische. Alle Inhalte kreisen darum. Genau dieser Fokus erzeugt das, was KI-Systeme suchen: thematische Tiefe und Konsistenz über verschiedene Quellen hinweg.

Persönlichkeit statt Corporate-Sprache

KI-Systeme können mittlerweile gut unterscheiden zwischen generischem „Wir sind der führende Anbieter für…“-Content und Inhalten mit einer echten menschlichen Stimme. Gründer:innen, die offen über Fehler, Learnings und Überzeugungen sprechen, produzieren schwer replizierbare Inhalte. Genau diese Art von Content kann ein Konzern nur selten liefern.

Sichtbarkeit entsteht nicht nur auf der eigenen Website

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass KI-Sichtbarkeit ausschließlich über die eigene Website funktioniert. Tatsächlich spielen externe Signale eine mindestens ebenso große Rolle. Dazu zählen Erwähnungen in Fachmedien, Beiträge auf Branchenplattformen, fundierte Gastbeiträge, Community-Engagement in Foren oder konsistente Thought-Leadership-Aktivitäten auf LinkedIn.

KI-Systeme aggregieren all diese Quellen, um sich ein Bild von einer Marke zu machen. Wer an vielen relevanten Stellen mit einer konsistenten Botschaft auftaucht, wird unabhängig von der Unternehmensgröße von der KI als vertrauenswürdige Quelle eingestuft.

Der Einstieg muss nicht kompliziert sein

Start-ups, die heute mit GEO beginnen wollen, brauchen keine riesigen Budgets. Drei Schritte reichen für den Anfang:

Den eigenen Status quo checken

Öffne ChatGPT, Perplexity und den Google KI-Modus. Gib Fragen ein, die deine potenziellen Kund:innen stellen würden, zum Beispiel: „Welche Anbieter gibt es für [dein Thema]?“. Taucht dein Name auf? Wenn ja, in welchem Kontext? Wenn nein – wer wird stattdessen genannt? Das dauert nur rund 30 Minuten und gibt dir ein klares Bild davon, wo du aktuell stehst.

Einen einzigen Inhalt richtig gut machen

Nicht zehn Blogartikel auf einmal, sondern ein einziger, wirklich guter Beitrag zu der einen Frage, für die du Expert:in bist. Konkret bedeutet das: klare Überschriften, ein Gedanke pro Absatz sowie eigene Erfahrungswerte statt allgemeiner Ratschläge. Außerdem helfen aktuelle Zahlen oder Beispiele. Denk beim Schreiben daran: Würde ich diese Antwort einer Kollegin genauso erklären?

Außerhalb der eigenen Website sichtbar werden

Ein LinkedIn-Post mit einem konkreten Learning aus deinem Fachgebiet kann bereits helfen. Gleiches gilt für einen Gastbeitrag in einem Fachmedium oder einen Kommentar in einem Branchenforum, der echten Mehrwert liefert. KI-Systeme bewerten nicht nur deine Website, sondern alles, was im Netz über dich zu finden ist. Je öfter dein Name im richtigen Kontext fällt und je konsistenter deine Botschaft ist, desto eher stuft die KI dich als relevante Quelle ein.

Wer früh versteht gewinnt

Die Spielregeln der digitalen Sichtbarkeit werden gerade neu geschrieben. Zum ersten Mal seit langer Zeit haben junge Unternehmen die Chance, neben den Großen genannt zu werden – nicht trotz ihrer Größe, sondern wegen ihrer Agilität, Fokussierung und Authentizität. Das Zeitfenster ist offen. Aber es wird sich schließen, sobald auch die Konzerne aufwachen.

Bildcredits/Fotografin: Melanie Hauke

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

ENVIOTECH Straßenbeleuchtung sichert sich über 1 Mio Euro

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ENVIOTECH Straßenbeleuchtung erhält Finanzierung founders LInh pham und adrian pham Bildcrdits Ivegnia Möbus

ENVIOTECH Straßenbeleuchtung steht im Zentrum einer neuen Finanzierungsrunde für intelligente urbane Infrastruktur. Das Frankfurter Startup entwickelt Lösungen, die bestehende Straßenlaternen effizient nachrüsten und Städte digital transformieren.

ENVIOTECH Straßenbeleuchtung und der Ursprung der Idee

Straßenlaternen statt Bankkarriere: Warum diese Gründer alles auf eine Karte setzten

ENVIOTECH sichert sich über 1 Mio. Euro Finanzierung für intelligente Straßenbeleuchtung

FRANKFURT AM MAIN – Als der beste Freund von Adrian Rhaese nach einem Fahrradunfall verletzt wurde, weil in einer deutschen Stadt aufgrund gestiegener Stromkosten Straßenlaternen abgeschaltet worden waren, ließ ihn ein Gedanke nicht mehr los: „Wie kann es sein, dass eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt noch immer auf veraltete öffentliche Infrastruktur angewiesen ist? Und warum zählt ausgerechnet Sicherheit zu den ersten Bereichen, an denen gespart wird, sobald der Kostendruck steigt?“

Was als persönlicher Wendepunkt begann, wurde zum Fundament von ENVIOTECH, einem Frankfurter Smart-City-Startup, das intelligente Nachrüstlösungen für Straßenbeleuchtung entwickelt.

Heute gibt ENVIOTECH den Abschluss einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von über 1 Mio. Euro bekannt. Angeführt wird die Runde von Jürgen Fitschen, ehemaliger Co-CEO der Deutschen Bank. Darüber hinaus beteiligen sich Joachim Drees, ehemaliger CEO von MAN, Alexander Eyhorn, Gründer von Bidirex, sowie Danilo Jovicic-Albrecht, Mitgründer von Vialytics.

ENVIOTECH Straßenbeleuchtung als Lösung für Städte

Für Adrian blieb es nicht bei der Frage nach dem Warum. Er entschied sich bewusst, den sicheren und angesehenen Karriereweg bei der Deutschen Bank hinter sich zu lassen, um ENVIOTECH aufzubauen. Auch Linh Pham entschied sich früh für das Unternehmertum: Bereits mit 15 gründete sie ihr erstes Unternehmen. Nach einer Station bei der Deutschen Bank kehrte sie bewusst in die Startup-Welt zurück und baut mit ENVIOTECH nun ihr zweites Unternehmen auf. Gemeinsam stehen sie für eine neue Generation von Gründerinnen und Gründern, die sich nicht von Komfort oder Konvention leiten lässt, sondern von dem Anspruch, reale Probleme mit spürbaren gesellschaftlichen Folgen zu lösen.

„Wir haben ENVIOTECH nicht gegründet, weil Smart City nach einem spannenden Trend klang“, sagt Adrian Rhaese. „Wir haben gegründet, weil wir aus nächster Nähe erlebt haben, was geschieht, wenn kritische Infrastruktur nicht intelligent genug gesteuert wird. Wenn Straßen dunkel werden, sind die Folgen unmittelbar spürbar – für Sicherheit, Lebensqualität und das Vertrauen in öffentliche Systeme. Genau dieses Problem lösen wir.“

ENVIOTECH ermöglicht es Städten, bestehende Straßenbeleuchtung intelligent nachzurüsten, anstatt sie kostenintensiv vollständig ersetzen zu müssen. Das Retrofit-System lässt sich in unter 15 Minuten in bestehende Infrastruktur integrieren und versetzt Kommunen in die Lage, Straßenleuchten bedarfsgerecht zu dimmen, zentral zu steuern und in Echtzeit zu überwachen. So können Energieverbräuche um bis zu 80 Prozent gesenkt, Kosten reduziert und gleichzeitig die öffentliche Sicherheit verbessert werden.

ENVIOTECH Straßenbeleuchtung treibt Wachstum voran

Eine frühe externe Bestätigung erhielt das Unternehmen zudem durch die Aufnahme in das EWOR Fellowship, das selektivste Founder Fellowship weltweit.

„Als Adrian mir erzählte, dass er die Deutsche Bank verlassen hat, um Straßenbeleuchtung zu verbessern, wusste ich sofort, mit welcher Art von Gründer ich es zu tun habe. Die besten Gründerinnen und Gründer, in die wir investieren, jagen keinen Trends hinterher. Sie verfolgen Probleme, die sonst niemand lösen will. Adrian und Linh sind genau solche Gründerpersönlichkeiten“, sagt Daniel Dippold, Gründer und CEO von EWOR.

Mit dem frischen Kapital will ENVIOTECH die Pilotprojekte und Rollouts mit Kommunen und Infrastrukturpartnern ausbauen, das eigene Produkt- und Technologieportfolio weiterentwickeln und die Grundlage für die nächste Wachstumsphase schaffen. Die Ambition ist klar: bestehende urbane Infrastruktur intelligenter, effizienter und einfacher steuerbar zu machen – beginnend mit der Straßenbeleuchtung.

Bild: Gründer Linh Pham und Adrian Rhaese Bildcredits  Ivegnia Möbus

Quelle ENVIOTECH GmbH

odacova Plattform Betriebskantinen erhält Investment von capacura

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odacova Plattform Betriebskantinen erhält Investment Bild: odacova Founder Team (Robin Wiebusch, li., Timo Sievernich, re.)

Die odacova Plattform Betriebskantinen steht im Fokus eines neuen Investments durch den Impact-Investor capacura. Das HealthTech-Startup will mit einer datenbasierten Lösung die Ernährung im Arbeitsalltag nachhaltig verbessern und digitalisieren.

odacova Plattform Betriebskantinen im Überblick

capacura investiert in das HealthTech-Startup odacova
Datenbasierte Plattform soll Ernährung in Betriebskantinen revolutionieren

Der Kölner Impact-Investor capacura GmbH beteiligt sich am HealthTech-Startup odacova. Das junge Unternehmen entwickelt eine datengestützte Plattform, die Mitarbeitende, betriebliches Gesundheitsmanagement und Catering-Anbieter datenbasiert miteinander vernetzt und so gesündere Ernährungsentscheidungen im Arbeitsalltag erleichtern soll. Mit dem Investment baut capacura sein Portfolio im Bereich innovativer digitaler Gesundheitslösungen weiter aus.

odacova Plattform Betriebskantinen löst Alltagsprobleme

Großer Hebel für Gesundheit im Arbeitsalltag

Allein in Deutschland essen an Werktagen mehrere Millionen Menschen in Kantinen, Betriebsrestaurants und Großküchen. Mit rund 8.000 Standorten und bis zu 17 Millionen ausgegebenen Mahlzeiten täglich stellt die betriebliche Gemeinschaftsverpflegung einen bedeutenden – bislang jedoch wenig digitalisierten – Einflussfaktor auf Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden von Mitarbeitenden dar.

Genau hier setzt odacova an: Die Plattform analysiert das Kantinenangebot und stellt Mitarbeitenden für jedes Gericht eine individuelle, wissenschaftlich fundierte Einordnung bereit. Grundlage ist ein personalisierter Gesundheits-Score, der Nährwerte, individuelle Präferenzen sowie mögliche Unverträglichkeiten berücksichtigt. Ziel ist es, gesündere Optionen sichtbar zu machen und so bessere Entscheidungen im Moment der Essenswahl zu ermöglichen.

Gesunde Ernährung scheitert im Arbeitsalltag häufig nicht am Wissen, sondern an der Umsetzung. Viele Mitarbeitende treffen ihre Essensentscheidungen unter Zeitdruck und ohne klare Orientierung. Gleichzeitig verursachen Krankheitstage für Unternehmen jedes Jahr Kosten in Milliardenhöhe. Ernährungsbedingte Faktoren können dabei eine wesentliche Rolle spielen.

odacova Plattform Betriebskantinen ermöglicht Skalierung

Digitale Lösung für die Betriebsgastronomie

odacova greift direkt im Moment der Essensauswahl ein. Statt abstrakter Ernährungsempfehlungen erhalten Mitarbeitende konkrete, personalisierte Informationen zu den angebotenen Gerichten. Die Plattform analysiert zudem kontinuierlich reale Auswahl- und Nutzungsdaten aus Kantinen und ermöglicht so eine datenbasierte Weiterentwicklung des Angebots.Das Geschäftsmodell basiert auf einer skalierbaren B2B SaaS-Lösung, darüber Catering-Partner in bestehende Kantinenstrukturen integriert wird. Unternehmen können die Plattform als Teil ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements einsetzen. Einnahmen generiert odacova über Lizenzmodelle pro Mitarbeiterrestaurant.

Frühe Partnerschaften ermöglichen schnelle Skalierung

Bereits in einer frühen Phase kooperiert das Startup mit Aramark, einem der weltweit führenden Catering-Dienstleister. Dadurch erhält odacova Zugang zu einer Vielzahl von Mitarbeiterrestaurants und kann seine Lösung in realen Betriebsgastronomie-Umgebungen einsetzen.

Der Markteintritt erfolgt in einem Umfeld mit starkem strukturellem Rückenwind: Der Markt für digitale Lösungen im Contract Catering wächst dynamisch, während gleichzeitig Themen wie personalisierte Ernährung, Corporate Health und datengetriebene Anwendungen zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Gründerteam mit technologischer und unternehmerischer Erfahrung

Gegründet wurde odacova von Timo Sievernich (CEO) und Robin Wiebusch (CTO). Beide verfügen über einen technischen Hintergrund mit Abschlüssen in Elektro- und Informationstechnik an der TU Dortmund und bringen Erfahrung im Aufbau datenbasierter Systeme mit.

Timo Sievernich beschäftigte sich bereits früh intensiv mit personalisierter Ernährung und war unter anderem wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe „Personalisierte Ernährung“ an der DHBW Heilbronn.

Robin Wiebusch verantwortet als CTO die technische Entwicklung von odacova und bringt umfassende Erfahrung in Fullstack-Entwicklung, Machine Learning und dem Aufbau skalierbarer Softwaresysteme mit.

Bereits vor odacova entwickelten sie mit FoodBrain eine B2C-Lösung im Bereich Ernährung und Gesundheit und sammelten dort wertvolle unternehmerische Erfahrungen in Produktentwicklung, Nutzerbedürfnisse und Go-to-Market, die sie für den Aufbau von odacova nutzen konnten.

Bild: odacova Founder Team (Robin Wiebusch, li., Timo Sievernich, re.)

Quelle capacura GmbH

Ferienhaustrends Nordsee Ostsee zeigen starke Saison

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Ferienhaustrends Nordsee Ostsee 2026 Bild Ferienhaus Nordsee Credit Holidu

Die Ferienhaustrends Nordsee Ostsee zeigen für 2026 eine klare Entwicklung im deutschen Reisemarkt. Frühbuchungen, stabile Preise und eine hohe Nachfrage prägen die Saison an den Küstenregionen.

Ferienhaustrends Nordsee Ostsee im Überblick

Ferienhaustrends an Nord- und Ostsee: Gäste buchen früh, Vermieter erwarten starke Saison

• 91 % der Gastgeber rechnen mit guter Auslastung
• Nordsee-Gäste buchen rund fünf Monate im Voraus, Ostsee-Gäste vier Monate
• Die Preise für Ferienunterkünfte bleiben überwiegend stabil
• Eine Woche Urlaub ist der Standard
• Parkplatz, Balkon oder Terrasse und WLAN besonders gefragt
• 68 % der Vermieter an den deutschen Küsten haben Stammgäste

Hamburg/München, April 2026 – Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage rückt Deutschland als Reiseziel stärker in den Fokus: Laut Deutschem Tourismusverband wollen 41 % der Deutschen, die in den nächsten Monaten verreisen, ihren Urlaub im eigenen Land verbringen, 15 % planen sogar zwei bis drei Inlandsreisen.

So zählen die ohnehin beliebten Küstenregionen zu den gefragtesten Regionen für einen Ferienhausurlaub in Deutschland. Das Ferienhaus-Portal Holidu (www.holidu.de) hat Suchdaten und Buchungen ausgewertet sowie Gastgeber in den Küstenregionen befragt. Das Ergebnis: Viele Vermieter erwarten eine starke Saison und die Preise bleiben überwiegend stabil. Besonders an der Nordsee planen Gäste ihren Urlaub früh.

Ferienhaustrends Nordsee Ostsee bei Buchung und Preisen

Gastgeber rechnen mit guter Auslastung

Laut einer von Holidu durchgeführten Umfrage deuten die Erwartungen der Gastgeber an der Nord- und Ostsee auf ein starkes Reisejahr hin. 91 % rechnen 2026 mit einer stabilen oder steigenden Belegung. Als Gründe nennen die Vermieter eine höhere Nachfrage in der Region, gefolgt von besserer Online-Sichtbarkeit auf mehr Buchungsplattformen.

Für Urlauber bedeutet das: Das Angebot bleibt groß, aber die Nachfrage ebenfalls. Wer auf bestimmte Regionen oder Ferienzeiten angewiesen ist, sollte früh buchen.

Gäste an der Nordsee buchen besonders früh

Nordsee-Reisende planen ihren Urlaub deutlich langfristiger als Gäste vieler anderer Regionen. Der durchschnittliche Buchungsvorlauf beträgt 142 Tage – also fast fünf Monate. Mehr als 40 % der Suchanfragen erfolgen drei bis sechs Monate vor Reisebeginn. Weitere 28 % suchen sechs bis zwölf Monate im Voraus.

An der Ostsee buchen Gäste im Schnitt 130 Tage im Voraus, das sind rund vier Monate. Zum Vergleich: Am Bodensee buchen Gäste im Schnitt erst 115 Tage vor Anreise.

Viele Gastgeber profitieren zudem von treuen Gästen: 68 % der befragten Gastgeber an Nord- und Ostsee berichten von Stammgästen, weitere 20 % erwarten auch in diesem Jahr wiederkehrende Urlauber.

Preise bleiben überwiegend stabil

Die meisten Ferienhausvermieter planen für 2026 keine oder nur geringe Preiserhöhungen. 63 % der Gastgeber wollen ihre Preise stabil halten, während 37 % eine Anpassung planen.

Wenn Preise steigen, fallen die Aufschläge meist moderat aus: Ein Drittel der Vermieter erhöht um bis zu 3 %, rund ein Viertel um 4 bis 5 %. Preissprünge von mehr als 10 % bleiben selten.

Der wichtigste Grund für Anpassungen sind steigende Kosten für Energie, Reinigung und Instandhaltung. 81 % der Vermieter nennen diese Faktoren als Hauptursache.

Preisauswertung der fünf meistgesuchten Ziele an Nord- und Ostsee

Die fünf meistgesuchten Ziele an der Nordsee Ferienhaustrends Nordsee Ostsee 2026
Die fünf meistgesuchten Ziele an der Ostsee Ferienhaustrends Nordsee Ostsee 2026

Eine Ferienunterkunft an der Nordsee kostet im Durchschnitt 233 Euro pro Nacht, an der Ostsee 166 Euro pro Nacht. Je nach Region unterscheiden sich die Preise jedoch deutlich.

An der Nordsee liegt Sylt mit durchschnittlich 349 Euro pro Nacht an der Spitze – sowohl beim Preis als auch bei der Beliebtheit. Auf Norderney zahlen Urlauber im Schnitt 185 Euro pro Nacht. Die günstigste Region unter den fünf meistgesuchten ist Ostfriesland mit durchschnittlich 131 Euro pro Nacht in der Hauptsaison.

An der Ostsee ist Usedom das meistgesuchte Ziel (170 Euro pro Nacht), gefolgt von Rügen (176 Euro). Ferienunterkünfte in Vorpommern kosten 167 Euro. Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst zahlen Urlauber durchschnittlich 175 Euro pro Nacht und Unterkunft.

Ferienhaustrends Nordsee Ostsee bei Ausstattung und Verhalten

Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des Deutschen Ferienhausverbands:
„Die tatsächlichen Preise hängen stark von Lage, Größe und Ausstattung der Unterkunft ab. Auch auf Sylt gibt es günstigere Angebote, etwa abseits der direkten Strandlage. Durchschnittspreise dienen Urlaubern dennoch als wichtige Orientierungshilfe: Sie zeigen, auf welchem Niveau sich eine Region insgesamt bewegt und helfen dabei, die besten Angebote herauszufiltern.“

Eine Woche Urlaub ist der Standard

Bei der Suche nach Ferienunterkünften an der Nord- und Ostsee zeigt sich ein klares Muster: Die meisten Suchanfragen entfallen auf Aufenthalte von sieben Nächten (32 %). Während der Sommerferien bleiben viele Familien länger. In der Hochsaison steigt die Aufenthaltsdauer häufig auf zwei Wochen. Viele Gäste suchen zudem nach kürzeren Aufenthalten von drei bis vier Tagen.

Auch bei den Anreisetagen gibt es Unterschiede zwischen Suche und Buchung: Samstag ist der meistgesuchte Anreisetag, Freitag ist der häufigste tatsächliche Anreisetag. Die häufigste Buchungskombination lautet Anreise Freitag und Abreise Sonntag.

Parkplatz, Balkon und WLAN besonders gefragt

Viele Gäste filtern ihre Suche gezielt nach Ausstattungsmerkmalen. Besonders häufig suchen Urlauber nach Parkplatz, Balkon oder Terrasse sowie WLAN. Auffällig: Sowohl Haustiere erlaubt als auch keine Haustiere gehören zu den meistgenutzten Filtern. Für Gastgeber lohnt es sich daher, diese Angaben eindeutig im Inserat anzugeben.


Methode:

Holidu hat zwischen dem 03. und 17. Februar 2026 insgesamt 1.023 Ferienhausvermieterinnen und -vermieter in Deutschland befragt. Davon waren 99 % private Vermieter und je 0,5 % Agenturen für Ferienvermietungen oder Immobilienverwalter. Bei einigen Fragen waren Mehrfachantworten möglich. In Frankreich wurden 614, in Spanien 513 und in Italien 369 Vermieter befragt.

Die Preise für diese Studie wurden am 13. Januar 2026 aus der Holidu-Datenbank erhoben. Ermittelt wurde der durchschnittliche Preis pro Nacht für eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus für zwei bis acht Personen im Zeitraum vom 01.06.2026 bis 01.09.2026.

Die Daten für das Such- und Buchungsverhalten der Gäste wurden am 20. Februar 2026 aus der Holidu-Host-Datenbank erhoben und beziehen sich auf den Zeitraum vom 01.01.2026 bis 18.04.2026.

Holidu verwaltet mehr als 55.000 Ferienhäuser und Ferienwohnungen in Europa und listet Millionen Unterkünfte weltweit. Die Website verzeichnet jährlich über 100 Millionen Besucher.

Die komplette Preis-Auswertung:
www.holidu.de/magazine/das-kosten-ferienhaeuser-und-ferienwohnungen-2026

Bild Ferienhaus Nordsee Credit Holidu

Quelle Holidu GmbH

Start-up BW Elevator Pitch Bodensee Oberschwaben Sieger gekürt

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Start-up BW Elevator Pitch Sieger Bodensee Bildcredits IHK/Photoart

Der BW Elevator Pitch Bodensee Oberschwaben bringt innovative Geschäftsideen aus Baden-Württemberg auf die Bühne. Beim Regional Cup sicherten sich Moritz Gloger und Nico Haas mit ihrer Idee KidsBox den Sieg und damit das Ticket für das Landesfinale.

Start-up BW Elevator Pitch Bodensee Oberschwaben im Überblick

Bühne frei für Innovation: Moritz Gloger und Nico Haas aus Uhldingen-Mühlhofen gewinnen den Regional Cup Bodensee-Oberschwaben des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichern sich das Ticket fürs Landesfinale

Mit dem Gründungswettbewerb Start-up BW Elevator Pitch sucht das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg in der neuen Wettbewerbsrunde 2025/26 wieder nach den besten Geschäftsideen und engagiertesten Gründerinnen und Gründern im Land. In ganz Baden-Württemberg finden dazu Cups statt, die von engagierten Partnern vor Ort organisiert werden und als Vorentscheide für das Landesfinale dienen.

Start-up BW Elevator Pitch Bodensee Oberschwaben zeigt Innovationen

Der Regional Cup Bodensee-Oberschwaben fand am 21.04.2026 in Weingarten im Rahmen des Gründer- und Jungunternehmertages statt. Das Team KidsBox, setzte sich mit seiner Geschäftsidee, einer bildschirmfreien, intelligenten und sprachgesteuerten Kinderspielzeugbox gegen die Konkurrenz durch und sicherte sich damit das Ticket für das Landesfinale.

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Ich freue mich, dass die IHK Bodensee-Oberschwaben Gründerinnen und Gründern mit dem Vorentscheid eine Bühne für ihre innovativen Ideen bietet. Formate wie der Start-up BW Elevator Pitch zeigen, wie viel Kreativität und Unternehmergeist in Baden-Württemberg stecken.“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut gratuliert dem Siegerteam:
„Herzlichen Glückwunsch an Moritz Gloger und Nico Haas! Ich freue mich, dass die IHK Bodensee-Oberschwaben Gründerinnen und Gründern mit dem Vorentscheid die Möglichkeit bietet, ihre innovativen Geschäftsideen einem breiten Publikum zu zeigen. Gründerinnen und Gründer prägen mit ihren Ideen die Zukunft unserer Wirtschaft. Mit unserer Landeskampagne Start-up BW möchten wir sie dabei bestmöglich unterstützen – von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Geschäftsmodell.

Der Start-up BW Elevator Pitch schafft dafür eine ideale Plattform: Hier können junge Unternehmen ihre Konzepte frühzeitig präsentieren, Feedback erhalten und wertvolle Kontakte für ihre weitere Entwicklung knüpfen.“

BW Elevator Pitch Bodensee Oberschwaben als Sprungbrett

Beim Regional Cup Bodensee-Oberschwaben präsentierten 9 Teams ihre Geschäftsideen vor einer Fachjury und dem Publikum.

Zum „Start-up BW Elevator Pitch“

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg richtet den Wettbewerb Start-up BW Elevator Pitch seit 2013 als Teil der Landeskampagne Start-up BW aus. Die Teilnehmenden haben wenige Minuten Zeit, Jury und Publikum von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Die Gewinnerinnen und Gewinner der Regional Cups qualifizieren sich für das Landesfinale, das einmal jährlich stattfindet.

Kriterien für die Teilnahme am Landesfinale:

  • Mindestalter 18 Jahre am Tag des Vorentscheids
  • Aktive Arbeit an der Geschäftsidee nicht länger als fünf Jahre
  • Reale Geschäftsidee, keine fiktive Gründung
  • Standort des Unternehmens in Baden-Württemberg
  • Teilnahme mit einer neuen Idee

Weitere Informationen:

www.startupbw.de/elevatorpitch

Bildcredits IHK/Photoart

Quelle Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus

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