Dienstag, April 14, 2026
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30 März 2026: Startups und Innovation in Die Höhle der Löwen

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Investorin Janna Ensthaler unterzieht den Nothammer im Kartenformat von „Easy Exit Card“ direkt dem Praxistest. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

30 März 2026: Startups und Innovation in Die Höhle der Löwen

30 März 2026, Die Höhle der Löwen und Startups stehen im Fokus dieser Folge, in der innovative Geschäftsideen, gesellschaftliche Lösungen und spannende Investorenentscheidungen aufeinandertreffen.

Am 30 März 2026 um 20:15 Uhr läuft Folge 6 von Die Höhle der Löwen bei VOX sowie vorab im Stream auf RTL+. Die Sendung bleibt eine zentrale Bühne für Startups im deutschsprachigen Raum und zeigt auch diesmal, wie unterschiedlich Innovation interpretiert werden kann. Von sicherheitsrelevanten Produkten über Gesundheitsplattformen bis hin zu nachhaltigen Ernährungslösungen reicht die Bandbreite der präsentierten Konzepte.

Startups und Innovation in Die Höhle der Löwen am 30 März 2026

Die Folge am 30 März 2026 verdeutlicht, wie vielseitig Startups heute aufgestellt sind. Ein Beispiel ist Easy Exit Card aus Paderborn. Die Gründer präsentieren ein kompaktes Rettungswerkzeug im Kreditkartenformat, das im Notfall Autoscheiben zerstören kann, um eingeschlossene Personen zu befreien. Die Idee basiert auf praktischer Erfahrung, insbesondere aus dem Feuerwehralltag, und adressiert eine konkrete Gefahrensituation im Straßenverkehr.

Ein ganz anderer Ansatz kommt von YOGITIER aus Mönchengladbach. Hier steht nicht Technik, sondern das Wohlbefinden von Kindern im Mittelpunkt. Die Gründerin entwickelt Yogamatten mit spielerischen Elementen, die Bewegung, Achtsamkeit und Ausgleich fördern sollen. Das Konzept verbindet Produktdesign mit pädagogischem Anspruch und greift ein gesellschaftlich relevantes Thema auf.

Beide Beispiele zeigen, dass Innovation im Startup Kontext nicht zwingend technologisch sein muss, sondern auch im sozialen oder gesundheitlichen Bereich entstehen kann.

Die Höhle der Löwen und Investorenentscheidungen am 30 März 2026

Wie in jeder Folge von Die Höhle der Löwen spielen auch am 30 März 2026 die Investorenentscheidungen eine zentrale Rolle. Startups müssen ihre Ideen innerhalb kurzer Zeit überzeugend präsentieren und gleichzeitig kritische Fragen beantworten.

Besonders im Fokus steht dabei die Skalierbarkeit der Geschäftsmodelle. Während Produkte wie die Easy Exit Card vor allem durch ihren praktischen Nutzen überzeugen sollen, müssen Konzepte wie YOGITIER zusätzlich ihre Marktchancen und Zielgruppenansprache klar darlegen.

Investoren achten nicht nur auf das Produkt selbst, sondern auch auf die Gründerpersönlichkeiten. Motivation, Hintergrund und Vision fließen maßgeblich in die Entscheidung ein. Gerade diese Kombination aus wirtschaftlicher Bewertung und persönlichem Eindruck macht Die Höhle der Löwen zu einem einzigartigen Format.

Startups im Gesundheits und Tech Bereich bei Die Höhle der Löwen am 30 März 2026

Ein weiterer Schwerpunkt der Folge liegt auf digitalen und gesundheitlichen Lösungen. LipoCheck aus Leipzig und München präsentiert eine Plattform zur Unterstützung von Patientinnen mit Lipödem. Ziel ist es, den oft langen Weg zur Diagnose zu verkürzen und Betroffenen schneller Zugang zu medizinischer Einschätzung zu ermöglichen.

Das Startup kombiniert medizinisches Fachwissen mit digitaler Technologie und adressiert damit eine Versorgungslücke im Gesundheitssystem. Die Plattform bietet neben der Diagnose auch langfristige Unterstützung durch individuelle Empfehlungen und Begleitung.

Im Bereich Ernährung und Nachhaltigkeit tritt MYSPIRULINA an. Das Startup entwickelt eine Lösung, mit der Nutzer Spirulina als Superfood direkt zuhause anbauen können. Die Idee verbindet Gesundheit, Nachhaltigkeit und Selbstversorgung und zeigt, wie stark der Trend zu bewusster Ernährung weiterhin ist.

Beide Startups stehen exemplarisch für eine Entwicklung, bei der Technologie gezielt eingesetzt wird, um konkrete Probleme im Alltag zu lösen.

Innovation und Konsumtrends bei Startups in Die Höhle der Löwen am 30 März 2026

Auch Konsumgüter und Lifestyle Produkte spielen in dieser Folge eine Rolle. Das Startup SCHARFENSTEIN aus Köln setzt auf eine spezielle Mikroverkapselungstechnologie, die Düfte in Textilien integriert. Durch Bewegung und Wärme werden diese freigesetzt, wodurch Kleidung länger frisch bleibt.

Das Konzept zeigt, wie Innovation auch in etablierten Branchen wie Mode stattfinden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass gerade in solchen Bereichen die Akzeptanz durch den Markt entscheidend ist.

Insgesamt spiegeln die vorgestellten Startups aktuelle Trends wider. Nachhaltigkeit, Gesundheit, Sicherheit und Individualisierung stehen im Mittelpunkt vieler Geschäftsmodelle. Die Vielfalt der Ideen unterstreicht, wie breit das Spektrum an Innovationen geworden ist.

Die Höhle der Löwen als Plattform für Startups am 30 März 2026

Die Folge am 30 März 2026 zeigt einmal mehr, welche Bedeutung Die Höhle der Löwen für die Startup Szene hat. Die Sendung bietet nicht nur Zugang zu Kapital, sondern auch Sichtbarkeit und wertvolles Feedback.

Startups wie Easy Exit Card, YOGITIER, LipoCheck, MYSPIRULINA und SCHARFENSTEIN nutzen diese Plattform, um ihre Ideen einem breiten Publikum vorzustellen und potenzielle Partner zu gewinnen. Gleichzeitig wird deutlich, wie anspruchsvoll der Weg zum Investment ist.

Die Höhle der Löwen bleibt damit ein wichtiges Format für Innovation und Unternehmertum. Die Ausgabe am 30 März 2026 verdeutlicht, wie unterschiedlich Startups aufgestellt sind und wie entscheidend es ist, mit einer klaren Vision und überzeugenden Strategie aufzutreten.

Bild: Investorin Janna Ensthaler unterzieht den Nothammer im Kartenformat von „Easy Exit Card“ direkt dem Praxistest.
Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Warum kaufen wir immer noch neu obwohl die bessere Alternative längst da ist?

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Neworn Secondhand Kinderkleidung einfach nutzen Caroline SChober Neworn Credits_LaurenzVavrovsky

Neworn vereinfacht Secondhand Kinderkleidung durch eine digitale Plattform und wird am 24 März 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen

Wie ist Neworn entstanden und wer sind die Menschen hinter dem Startup?

Neworn ist aus einer sehr persönlichen Beobachtung heraus entstanden. In meinem Umfeld wurden viele Babys geboren, und ich habe gesehen, wie schnell sich Kleidung ansammelt – oft kaum getragen und trotzdem neu gekauft. Gleichzeitig habe ich mich intensiv mit den Auswirkungen der Modeindustrie beschäftigt und war überrascht, wie wenig tatsächlich recycelt wird. Daraus ist die Idee entstanden, eine Lösung zu schaffen, die Secondhand so einfach und vertrauenswürdig macht wie den Neukauf. Hinter Neworn steht ein kleines, sehr engagiertes Team mit Erfahrung in Tech, Marketing und Plattformaufbau – vereint durch die Vision, Konsum nachhaltiger zu gestalten.

Was hat Sie dazu motiviert, mit Neworn eine Plattform für nachhaltige Kinderkleidung aufzubauen?

Mich hat vor allem die Diskrepanz motiviert: Kinderkleidung wird extrem kurz getragen, aber trotzdem zu über 90 % neu gekauft. Gleichzeitig verursacht die Textilindustrie enorme Umweltbelastungen. Ich wollte eine Lösung schaffen, die ökologisch sinnvoll ist, sich aber auch ökonomisch gut anfühlt und im Alltag funktioniert. Nachhaltigkeit darf kein Kompromiss sein – sie muss die einfachere und attraktivere Wahl werden.

Neworn wird am 24 März 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu sehen sein. Mit welchen Erwartungen gehen Sie in den Pitch?

Wir sind mit großer Vorfreude in den Pitch im November gegangen und sehen die Ausstrahlung jetzt als entscheidenden Moment. Für uns ist die Sendung eine einmalige Chance, das Thema nachhaltiger Konsum einem breiten Publikum näherzubringen und Neworn sichtbar zu machen. Natürlich freuen wir uns auch auf starke Partner, aber im Fokus steht vor allem die Reichweite und der Impact.

Wie bereiten Sie sich aktuell auf Ihren Auftritt bei 2 Minuten 2 Millionen vor?

Aktuell liegt unser voller Fokus darauf, optimal auf die Ausstrahlung vorbereitet zu sein. Das bedeutet konkret: Wir sorgen dafür, dass genügend hochwertige Ware auf der Plattform verfügbar ist, unsere Technologie stabil läuft und wir auch bei hoher Nachfrage ein reibungsloses Nutzererlebnis bieten können. Unser Ziel ist es, dass möglichst viele neue Nutzer:innen direkt eine positive Erfahrung mit Neworn machen.

Welche zentrale Botschaft möchten Sie mit Neworn vor den Investorinnen und Investoren vermitteln?

Unsere zentrale Botschaft ist: Neworn denkt Kinderkleidung neu – durch den intelligenten Einsatz von AI und die Integration von Secondhand und unverkaufter Neuware (B-Ware) in einer Plattform. So schaffen wir ein System, in dem hochwertige Kleidung länger im Umlauf bleibt und gleichzeitig so einfach und personalisiert verfügbar ist wie im klassischen Online-Handel. Unser Ziel ist es, nachhaltigen Konsum nicht nur möglich, sondern zur besten und bequemsten Option zu machen.

Was wäre für Sie persönlich ein Erfolg nach der Teilnahme an 2 Minuten 2 Millionen?

Ein persönlicher Erfolg wäre für mich, wenn wir es schaffen, die Wahrnehmung von Secondhand positiv zu verändern. Wenn mehr Eltern erkennen, dass gebrauchte Kleidung nicht nur sinnvoll, sondern auch hochwertig und stilvoll sein kann – und wenn wir dadurch einen echten Impact auf Ressourcenverbrauch und Abfall leisten.

Welche Vision verfolgen Sie mit Neworn im Bereich nachhaltiger Konsum und Kreislaufwirtschaft?

Unsere Vision ist es, den Standard für Kinderkleidung neu zu definieren. Wir möchten eine vollständig zirkuläre Infrastruktur schaffen, in der Kleidung so lange wie möglich im Umlauf bleibt – von Secondhand über B-Ware bis hin zu Upcycling. Langfristig soll nachhaltiger Konsum zur Norm werden, nicht zur Ausnahme.

Wie gelingt es Neworn, den Kauf und Verkauf von Secondhand Kinderkleidung so einfach und attraktiv wie möglich zu gestalten?

Wir setzen stark auf Einfachheit und Vertrauen. Durch smarte Technologie, Qualitätskontrollen und eine klare Nutzerführung reduzieren wir die Hürden beim Kauf und Verkauf. Unser Ziel ist es, dass sich die Nutzung von Neworn genauso intuitiv anfühlt wie das Shoppen in einem klassischen Online-Shop – nur nachhaltiger.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit Neworn besonders an und welche Bedürfnisse stehen dabei im Fokus?

Unsere Hauptzielgruppe sind Eltern, die Wert auf Qualität, Nachhaltigkeit und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis legen, aber gleichzeitig wenig Zeit haben. Wir lösen für sie vor allem zwei Probleme: den unkomplizierten Zugang zu hochwertiger Kleidung und eine einfache Möglichkeit, nicht mehr benötigte Stücke weiterzugeben.

Kinderkleidung wird oft nur kurz getragen. Wie nutzt Neworn dieses Potenzial nachhaltig und wirtschaftlich zugleich?

Genau diese kurze Nutzungsdauer sehen wir als Chance. Indem wir Kleidung mehrfach zirkulieren lassen, verlängern wir ihre Lebensdauer erheblich. Gleichzeitig schaffen wir einen wirtschaftlichen Anreiz für Eltern, Kleidung weiterzugeben und Secondhand zu kaufen – so entsteht ein funktionierender Kreislauf.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen beim Aufbau eines spezialisierten Marktplatzes und wie gehen Sie damit um?

Eine der größten Herausforderungen ist der Aufbau von Vertrauen und Liquidität auf der Plattform. Käufer möchten Auswahl und Qualität, Verkäufer Reichweite und einfache Prozesse. Wir begegnen dem mit einem klaren Fokus auf Nutzererlebnis, Community-Aufbau und gezielte Anreize, um Angebot und Nachfrage gleichzeitig zu stärken.

Was unterscheidet Neworn klar von anderen Secondhand Plattformen oder allgemeinen Marktplätzen?

Neworn ist kein klassischer Marktplatz, sondern eine kuratierte, technologiegetriebene Plattform. Wir kombinieren Secondhand mit unverkaufter Neuware nachhaltiger Marken, integrieren Qualitätschecks und schaffen durch Community-Elemente und Incentives ein Ökosystem, das über reinen Handel hinausgeht.

Welche Rolle spielen Technologie und Nutzererlebnis für die Weiterentwicklung von Neworn?

Technologie ist ein zentraler Hebel für uns. Sie ermöglicht personalisierte Empfehlungen, effiziente Prozesse und eine intuitive User Experience. Unser Anspruch ist es, die Komplexität im Hintergrund zu halten und für Nutzer:innen ein möglichst nahtloses Erlebnis zu schaffen.

Wohin soll sich Neworn in den kommenden Jahren entwickeln und welche nächsten Schritte sind geplant?

In den kommenden Jahren wollen wir Neworn als führende Plattform für zirkuläre Kinderkleidung im deutschsprachigen Raum etablieren. Der nächste Schritt ist es, unser Angebot weiter auszubauen, Partnerschaften mit nachhaltigen Marken zu stärken und unsere Technologie kontinuierlich zu optimieren.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Mein erster Rat ist, ein echtes Problem zu lösen – nicht nur eine Idee zu verfolgen. Zweitens: früh mit Nutzer:innen sprechen und Feedback ernst nehmen. Und drittens: Durchhaltevermögen. Der Aufbau eines Startups ist kein Sprint, sondern ein Marathon.

Sehen Sie Neworn am 24. März 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Bildcredits : Laurenz Vavrovsky

Wir bedanken uns bei Caroline Schober für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Startups und Innovation bei 2 Minuten 2 Millionen am 24 März 2026

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24 März 2026: Startups bei 2 Minuten 2 Millionen Bild: Social Cooling 2 Minuten 2 Millionen Bildcredits/Fotograf: Puls 4 Gerry Frank

Startups, 2 Minuten 2 Millionen und 24 März 2026 stehen im Mittelpunkt dieser Ausgabe, in der innovative Geschäftsideen, spannende Pitches und kritische Investorenentscheidungen aufeinandertreffen.

Am 24 März 2026 um 20:15 Uhr wird eine neue Folge von 2 Minuten 2 Millionen auf JOYN und PULS 4 ausgestrahlt. Die Sendung zählt zu den wichtigsten Plattformen für Startups im deutschsprachigen Raum und bringt regelmäßig vielversprechende Gründerinnen und Gründer vor ein breites Publikum. Auch diese Episode zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig die Startup Szene ist und wie entscheidend Innovation, Differenzierung und überzeugende Pitches für den Erfolg sind.

Startups und Innovation bei 2 Minuten 2 Millionen am 24 März 2026

Im Zentrum der Folge stehen mehrere Startups, die mit unterschiedlichen Ansätzen und Technologien um die Aufmerksamkeit der Investoren kämpfen. Besonders Social Cooling sorgt für Aufmerksamkeit. Das Startup präsentiert eine installationsfreie Klimaanlage, die ohne Außeneinheit oder Schlauch auskommt und gleichzeitig deutlich energieeffizienter arbeiten soll.

Gründer Philippe Schmit, ursprünglich Jurist, hat die Idee aus einem persönlichen Bedarf heraus entwickelt und sich bewusst für einen Neuanfang entschieden. Die Technologie basiert auf einer thermischen Speicherlösung, die Wärme aufnimmt und zeitversetzt abgibt. Erste Reaktionen im Studio sind positiv, auch ein Konsumententest bestätigt das Potenzial.

Doch genau hier zeigt sich eine typische Dynamik von 2 Minuten 2 Millionen: Innovation wird nicht nur gefeiert, sondern auch kritisch hinterfragt.

2 Minuten 2 Millionen und Investorenentscheidungen am 24 März 2026

Im weiteren Verlauf der Folge bringt Eveline Steinberger eine entscheidende Perspektive ein. Sie hat bereits in ein ähnliches Startup investiert und stellt die Einzigartigkeit von Social Cooling infrage. Diese Situation verdeutlicht, wie schnell sich die Stimmung in einem Pitch verändern kann.

Für Startups ist genau das eine der größten Herausforderungen: Nicht nur die eigene Innovation zählt, sondern auch die klare Abgrenzung vom Wettbewerb. Investoren achten bei 2 Minuten 2 Millionen besonders darauf, ob ein Geschäftsmodell tatsächlich neu ist oder sich bereits in einem gesättigten Markt bewegt.

Die Entscheidungen fallen dabei oft unter hohem Zeitdruck. Gründer müssen ihre Argumente präzise formulieren und gleichzeitig flexibel auf kritische Fragen reagieren. Genau diese Mischung macht die Sendung so spannend und relevant für die Startup Szene.

Wettbewerb und Differenzierung von Startups bei 2 Minuten 2 Millionen am 24 März 2026

Neben Social Cooling treten weitere Startups an, die zeigen, wie breit das Spektrum an Innovationen ist. Loxovet bringt Tierpflegeprodukte auf Basis hypochloriger Säure in die Sendung. Der Ansatz: effektive Reinigung und Regeneration der Haut ohne aggressive Inhaltsstoffe. Unterstützt wird der Pitch durch eine emotionale Komponente, denn Gründerin Valeria bringt ihre Hündin Cookie mit ins Studio.

Auch hier zeigt sich, wie wichtig neben dem Produkt die Persönlichkeit hinter dem Startup ist. Die Investoren reagieren positiv und würdigen sowohl die Idee als auch die Gründerin selbst.

Mit Neworn ist zudem ein Startup vertreten, das auf eine KI basierte Plattform für Secondhand und unverkaufte Kinderartikel setzt. Das Unternehmen greift damit gleich mehrere Trends auf: Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft. Ergänzt wird die Runde durch Agai Bodenpapst, das ein KI gestütztes Entscheidungs und Wissenssystem für Landwirte entwickelt und damit die Landwirtschaft digital unterstützt.

Diese Vielfalt macht deutlich, wie unterschiedlich Startups heute aufgestellt sind und wie wichtig es ist, sich klar im Markt zu positionieren.

Die Folge von 2 Minuten 2 Millionen am 24 März 2026 zeigt deutlich, welche Themen aktuell die Startup Szene prägen. Nachhaltige Technologien, künstliche Intelligenz und datengetriebene Geschäftsmodelle stehen weiterhin im Fokus.

Startups wie Social Cooling oder Neworn greifen genau diese Entwicklungen auf und verbinden sie mit konkreten Anwendungsfällen. Gleichzeitig wird klar, dass Investoren zunehmend Wert auf Skalierbarkeit und Marktreife legen.

Die Sendung fungiert damit nicht nur als Bühne für einzelne Startups, sondern auch als Spiegel aktueller Markttrends. Zuschauer erhalten einen Einblick in die Dynamik der Gründerszene und sehen, welche Ideen das Potenzial haben, sich langfristig durchzusetzen.

2 Minuten 2 Millionen als Plattform für Startups am 24 März 2026

Auch in dieser Ausgabe bestätigt 2 Minuten 2 Millionen seine Rolle als zentrale Plattform für Startups im deutschsprachigen Raum. Die Sendung verbindet Innovation mit kritischer Prüfung und bietet Gründerinnen und Gründern die Möglichkeit, ihre Ideen unter realen Bedingungen zu präsentieren.

Für Startups wie Social Cooling, Loxovet, Neworn oder Agai Bodenpapst geht es dabei nicht nur um ein mögliches Investment, sondern auch um Sichtbarkeit und Feedback. Gleichzeitig zeigt sich, wie anspruchsvoll der Weg von der Idee zum erfolgreichen Unternehmen ist.

Am 24 März 2026 wird erneut deutlich, dass sich nur die überzeugendsten Konzepte durchsetzen können. 2 Minuten 2 Millionen bleibt damit ein wichtiger Impulsgeber für die Startup Szene und ein spannendes Format für alle, die sich für Innovation, Unternehmertum und Investoren interessieren.

Bild: Social Cooling 2 Minuten 2 Millionen Bildcredits/Fotograf: Puls 4 Gerry Frank

Deine kleinsten Gefäße steuern Deine größte Energie – Warum Allergien Deine Karriere bremsen

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Mikrozirkulation Allergien Entzündung besser verstehen Heike Melzer

Was passiert eigentlich bei einer Allergie?

Stell Dir vor: Es ist ein herrlicher Frühlingstag. Die Bäume blühen, die Sonne scheint und die Vögel zwitschern. Die Pollensaison hat begonnen. Du spürst es sofort: verstopfte Nase mit Niesattacken im Wechsel, brennende Augen, die typische Müdigkeit, die sich wie Blei über Deinen Tag legt. Du kämpfst Dich durch Meetings, Deine Konzentration schwankt, und am Feierabend bist Du erschöpft, ohne wirklich viel geleistet zu haben. Klingt vertraut? Du bist nicht allein. In Deutschland leiden Millionen unter Allergien, die nicht nur das Privatleben, sondern auch die berufliche Leistungsfähigkeit massiv beeinträchtigen. Heute nehme ich Dich mit auf eine Reise ins Innere Deines Körpers. Genauer gesagt in Deine kleinsten Gefäße, die Mikrozirkulation. Hier liegt ein Schlüssel, um Deine Energie zurückzuerobern und fokussiert durch die Allergiezeit zu navigieren.

Dein Immunsystem ist wie ein überempfindlicher Wachhund: Es reagiert auf harmlose Stoffe, wie Pollen, Tierhaare oder Hausstaub mit einem Alarm, weil es meint, sie stellen eine Gefahr dar. Innerhalb von Minuten setzt es Histamin frei, das Entzündungen auslöst. Die Folge? Deine Schleimhäute schwellen an, Deine Augen tränen, Dein Atem wird schwer. Das ist die akute Phase. Bleibt der Kontakt über eine längere Zeit oder dauerhaft bestehen, werden die Beschwerden chronisch: Dein Körper ist in Daueralarmbereitschaft. Entzündungsmediatoren zirkulieren stunden- oder tagelang, was zu anhaltender Müdigkeit, Schlafstörungen und Konzentrationsschwächen führt. Studien zeigen: Allergiker haben mehr Fehltage und ihre Produktivität sinkt messbar in der Saison.

Welche Rolle spielt die Mikrozirkulation?

Jetzt kommt der entscheidende Punkt: Die Mikrozirkulation sind die winzigsten Gefäße in Deinem Körper mit einem Durchmesser kleiner 150 Mikrometer. Hier findet der eigentliche Austausch statt: Sauerstoff und Nährstoffe gelangen in Deine Zellen, Abfallprodukte und Entzündungsstoffe werden abtransportiert. Stell Dir die Mikrozirkulation als perfekten Liefer- und Entsorgungsdienst Deiner Zellen vor. Wenn er stockt, verhungern Deine Zellen quasi. Es steht weniger Energie zur Verfügung, die Regeneration ist schlechter und mehr Entzündungsstoffe sind im Körper vorhanden.

Wie hängen Allergien und Mikrozirkulation zusammen?

Bei einer allergischen Reaktion weiten sich die Kapillaren, werden durchlässiger und füllen sich mit Flüssigkeit. Das führt zu Schwellungen (rote Augen, verstopfte Nase) und Rötungen. Gleichzeitig verlangsamt sich der Fluss: Entzündungsstoffe werden nicht mehr effizient abtransportiert, sammeln sich an, verstärken die Reaktion. Es entsteht ein Teufelskreis: Allergie → Entzündung → gestörte Mikrozirkulation → längere Beschwerden → noch mehr Entzündung. Besonders perfide: Dieser Kreislauf raubt Dir Energie genau dann, wenn Du sie am meisten brauchst.

Welchen Einfluss hat Stress?

Der ultimative Verstärker. Als Führungskraft, Unternehmer, Unternehmerin oder Selbständige kennst Du das: Deadlines, Meetings, ständige Erreichbarkeit. Stresshormone wie Cortisol verengen Deine Gefäße, reduzieren die Mikrozirkulation weiter und setzen das Immunsystem unter Dauerdruck. Ergebnis: Deine Allergiesymptome werden heftiger, dauern länger, und Deine Resilienz schwindet. Du fühlst Dich nicht nur körperlich erschöpft, sondern auch mental ausgelaugt. Der perfekte Nährboden für Burnout-Risiken.

Wie kann ich gegensteuern?

Die gute Nachricht: Du hast den Hebel in der Hand. Kleine, alltagstaugliche Maßnahmen können Deine Mikrozirkulation spürbar verbessern und den Allergie-Teufelskreis durchbrechen. 
Beginne mit bewusster Atmung: 5 Minuten täglich tief Einatmen und länger Ausatmen als Einatmen. Das beruhigt Dein Nervensystem und optimiert den Sauerstofffluss. 
Bewegung im Alltag aktiviert die Muskelpumpe: Nimm Treppen statt Aufzug. Deine Kapillaren profitieren sofort. 
Flüssigkeitsbalance ist essenziell: 2 Liter Wasser täglich verdünnt Entzündungsmediatoren und hält den Fluss in Gang. 
Ergänze mit entzündungsarmer Ernährung: Weniger Zucker und Alkohol, mehr grünes Gemüse und Omega-3-reiche Lebensmittel. 
Beachte auch Deine Schlafhygiene: 7–8 Stunden erholsamer Schlaf regeneriert Deine Gefäße über Nacht.

Erfahrungen aus der Praxis

Eine Klientin, 45, Führungskraft, kam mit Heuschnupfen und chronischer Erschöpfung. Nach 3 Wochen konsequenter Atempausen, ausreichend Schlaf, Entspannungsübungen und Aktivierung der Mikrozirkulation berichtete sie: „Ich bin wieder klar im Kopf, Meetings laufen flüssiger, die Nase ist frei.“ Solche Erfolge zeigen: Kleine Anpassungen haben große Wirkung.

Allergien sind kein Schicksal, sondern ein Warnsignal Deines Körpers. Indem Du ihn verstehst und aktiv stärkst, holst Du Dir Deine Energie, Fokus und Resilienz zurück. Fang heute an: Mit einer 5-Minuten-Atemübung. Dein Körper wird es Dir danken und Dein Business auch.

Bildcredits: @Heike Melzer

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Digitale Souveränität statt Plattform-Abhängigkeit: Warum 2026 eine eigene Infrastruktur zählt

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Social Media digitale Souveränität Infrastruktur richtig nutzen Bild STRATO Digitale Souveränität

Social Media als einfacher Start mit begrenzter Kontrolle

Viele Startups beginnen mit Social Media – aus gutem Grund: Profile sind schnell erstellt, Inhalte lassen sich sofort veröffentlichen, erste Reaktionen kommen oft direkt. So lässt sich schnell eine Community als interessierten Followern aufbauen und aktivieren. Für den Start ist das praktisch. Sobald es aber um Wachstum geht, wird ein Punkt entscheidend: Plattformen sind nicht dein Besitz. Sichtbarkeit entsteht dort über Mechanismen, die du nur begrenzt beeinflussen kannst. Und Regeln, Formate sowie Reichweitenlogiken können sich ändern. Wer vor allem auf Social Media setzt, baut damit auf eine Infrastruktur, die anderen gehört. Und riskiert, die gerade mühsam aufgebauter Followerschaft im Zweifelsfall über Nacht abgeschnitten zu bekommen.

Digitale Souveränität als strategischer Wendepunkt

Spätestens dann stellt sich die strategische Frage: Wo liegt dein eigener, verlässlicher Steuerungspunkt – unabhängig davon, wie sich Plattformen entwickeln? Darum geht es bei digitaler Souveränität. Sie heißt nicht „weg von Social“, sondern: eine eigene Basis schaffen, auf der du Inhalte, Kontaktwege und Weiterentwicklung selbst steuerst – und das auch noch datengeschützt und rechtssicher. .

Reichweite ist Nutzung – Infrastruktur ist Eigentum

Plattformen können wertvolle Werkzeuge für Aufmerksamkeit, Community und schnellen Austausch sein. Aber sie bleiben „gemietete“ Räume: Layout, Funktionen, Ausspielung und Rahmenbedingungen werden vorgegeben. Das kann effizient sein, solange es um Reichweite und erste Touchpoints geht.
Eine eigene Domain dagegen ist Teil eines unternehmerischen Fundaments. Man entscheidet selbst, wie man sich präsentiert, welche Inhalte auf einer dazu erstellten Webpräsenz wo stehen, wie Nutzerinnen und Nutzer durch Inhalte geführt werden und wie man die Kommunikation aufbaut.

Was digitale Souveränität praktisch bedeutet

Für junge Unternehmen lässt sich digitale Souveränität sehr praktisch abbilden. Eine eigene Website ist die zentrale Anlaufstelle, Informationsraum und Vertrauensbasis. Hier kann man Leistungen und Angebote klar erklären, Orientierung geben, Fragen vorwegnehmen und Kontaktwege so gestalten, dass sie zum eigenen Geschäftsmodell passen. Anders als auf Plattformen ist man nicht an feste Vorgaben gebunden, sondern kann Struktur und Tonalität an der eigenen Marke ausrichten.

Eigene Kommunikation und Infrastruktur stärken

Dazu passt eine E-Mail-Adresse mit eigener Domain. Eine professionelle Absenderadresse wirkt im Geschäftsalltag professioneller als eine generische Freemail-Adresse und stärkt die Wiedererkennung. Gleichzeitig verankert sie Kommunikation in der eigenen Identität, statt sie an ein einzelnes Plattformprofil zu koppeln.
Zur Infrastruktur-Frage gehört außerdem, wo Daten verarbeitet werden und welchem Rechtsraum die eingesetzten Dienste unterliegen. Für Unternehmen ist ein europäischer Serverstandort ein Vorteil, weil sich Datenschutz- und Compliance-Anforderungen leichter einordnen und dokumentieren lassen – vor allem, wenn personenbezogene Daten oder geschäftskritische Kommunikation betroffen sind.

Newsletter und direkte Kanäle als unabhängige Verbindung

Ein Newsletter ergänzt die direkte Kommunikation als direkter Kanal zur Community. Mit E-Mail-Marketing-Tools und vermehrt auch KI-Unterstützung leicht erstellt, landen die gewählten Inhalte im Postfach der Abonnentinnen und Abonnenten – nicht in einem Feed, dessen Sichtbarkeit von externen Faktoren abhängt. So entsteht eine direktere Verbindung, weil Informationen planbar in einer selbstgewählten Frequenz ausgespielt werden und Beziehungen nicht nur über kurzfristige Reichweite entstehen. Auch die Rückmeldungen landen bei einem selbst, nicht auf einer Plattformstruktur, die vielleicht morgen die Zugriffsmöglichkeiten verändert.

Content als langfristiger Wachstumstreiber

Ein Blog oder eigene Inhalte können diese Basis zusätzlich stärken, weil sie über Suchmaschinen langfristig auffindbar sind und nicht der Logik von Klickbait-Beiträgen folgen müssen. Im Gegenteil: Hier ist der Ort, um Spezialwissen detaillierter aufzubereiten und vertrauensbildende Werthaltigkeit von Inhalten abzubilden – was bei KI-Suchen in die Bewertung von Inhalten einfließt. Während Social Media stark von Aktualität lebt, können detaillierte und erklärende Inhalte zudem über Monate oder Jahre hinweg relevant bleiben, Vertrauen aufbauen und wiederkehrend neue Kontakte bringen.

Infrastruktur schafft mehr Planbarkeit

Sobald ein Geschäftsmodell wachsen soll, wird Planbarkeit zur wichtigen Grundlage. Maßnahmen müssen wiederholbar sein, Kanäle vergleichbar, Ergebnisse nachvollziehbar. Eine eigene digitale Infrastruktur unterstützt genau das: Inhalte, Landingpages, Kontaktstrecken und E-Mail-Kommunikation lassen sich systematisch aufbauen, messen und schrittweise verbessern. Statt Reichweite nur zu „haben“, entstehen stabile Prozesse – vom ersten Kontakt bis zur Anfrage oder Anmeldung.

Gerade für junge Teams ist das ein Vorteil, weil Lernen schneller wird: Welche Botschaft funktioniert? Welche Inhalte werden gesucht? Welche Seiten führen zu Kontaktaufnahmen? Eine eigene Website mit klaren Wegen und direkte Kanäle wie E-Mail oder Newsletter schaffen dafür die nötige Struktur. So werden Marketing und Vertrieb weniger vom Zufall abhängig und stärker steuerbar.

Plattformen als Verstärker statt Fundament

Das bedeutet nicht, dass Social Media an Bedeutung verliert. . Der Unterschied liegt in der Rolle, die die entsprechenden Plattformen im eigenen System spielen:Wenn Social Media das Fundament bildet, hängt Wachstum stärker von externen Regeln ab. Wenn Plattformen dagegen als Verstärker genutzt werden, stärken sie eine Basis, die einem selbst gehört. In der Praxis heißt das: Social Posts und smartes Storytelling wecken Interesse und bringen Menschen in Kontakt mit deinem Thema. Die vertiefende Information, das konkrete Angebot und der Aufbau einer nachhaltigen Beziehung finden dann auf der eigenen Website oder über direkte Kanäle statt. So nutzt man Reichweite, ohne von ihr abhängig zu werden. Und du erhältst selbst weitere Daten, die dir bei der Kampagnensteuerung helfen können.

Fazit: Die richtige Balance entscheidet

Digitale Souveränität lässt sich am Ende an einer einfachen Frage prüfen: Was passiert, wenn sich die Spielregeln der Plattform ändern? Wenn die Antwort „kritisch fürs Geschäft“ lautet, gehört der nächste Ausbauschritt nicht in den Feed, sondern in die eigene Infrastruktur. Denn dort liegen die Voraussetzungen, die Wachstum planbar machen: klare Wege zur Kontaktaufnahme, Inhalte, die dauerhaft auffindbar bleiben, und direkte Kanäle, die nicht von einer externen Logik gefiltert werden.

Bild STRATO Digitale Souveränität

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bühne frei für Innovation

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Start up BW Elevator Pitch Fibryx GmbH Sieg Bildcopyright/Fotograf: Ann Kristin Fischer, Stadtverwaltung Winnenden

Fibryx GmbH aus Stuttgart Vaihingen gewinnt den Regional Cup START UP GROW REMS MURR des Start up BW Elevator Pitch 2025 26 und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale

Mit dem Gründungswettbewerb Start up BW Elevator Pitch sucht das Ministerium für Wirtschaft Arbeit und Tourismus Baden Württemberg in der neuen Wettbewerbsrunde 2025 26 wieder nach den besten Geschäftsideen und engagiertesten Gründerinnen und Gründern im Land. In ganz Baden Württemberg finden dazu Cups statt die von engagierten Partnern vor Ort organisiert werden und als Vorentscheide für das Landesfinale dienen.

Regional Cup in Waiblingen

Der Regional Cup START UP GROW REMS MURR fand am 18.03.2026 in Waiblingen statt. Das Team Fibryx GmbH setzte sich mit seiner Geschäftsidee nachhaltige Naturfaser Verbundwerkstoffe zu entwickeln zu produzieren und deren industrielle Anwendung zu ermöglichen gegen die Konkurrenz durch und sicherte sich damit das Ticket für das Landesfinale.

Stimmen aus der Politik

Dr. Nicole Hoffmeister Kraut Ministerin für Wirtschaft Arbeit und Tourismus erklärt: „Ich freue mich dass die Initiative START UP GROW REMS MURR Gründerinnen und Gründern mit dem Vorentscheid eine Bühne für ihre innovativen Ideen bietet. Formate wie der Start up BW Elevator Pitch zeigen wie viel Kreativität und Unternehmergeist in Baden Württemberg stecken.“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister Kraut gratuliert dem Siegerteam:
„Herzlichen Glückwunsch an die Fibryx GmbH Ich freue mich dass die Initiative START UP GROW REMS MURR Gründerinnen und Gründern mit dem Vorentscheid die Möglichkeit bietet ihre innovativen Geschäftsideen einem breiten Publikum zu zeigen. Gründerinnen und Gründer prägen mit ihren Ideen die Zukunft unserer Wirtschaft. Mit unserer Landeskampagne Start up BW möchten wir sie dabei bestmöglich unterstützen von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Geschäftsmodell.

Der Start up BW Elevator Pitch schafft dafür eine ideale Plattform Hier können junge Unternehmen ihre Konzepte frühzeitig präsentieren Feedback erhalten und wertvolle Kontakte für ihre weitere Entwicklung knüpfen.“

Wettbewerb mit elf Teams

Beim Regional Cup START UP GROW REMS MURR präsentierten elf Teams ihre Geschäftsideen vor einer Fachjury und dem Publikum.

Zum Start up BW Elevator Pitch

Das Ministerium für Wirtschaft Arbeit und Tourismus Baden Württemberg richtet den Wettbewerb Start up BW Elevator Pitch seit 2013 als Teil der Landeskampagne Start up BW aus. Die Teilnehmenden haben wenige Minuten Zeit Jury und Publikum von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Die Gewinnerinnen und Gewinner der Regional Cups qualifizieren sich für das Landesfinale das einmal jährlich stattfindet.

Kriterien für die Teilnahme am Landesfinale

Mindestalter 18 Jahre am Tag des Vorentscheids

Aktive Arbeit an der Geschäftsidee nicht länger als fünf Jahre

Reale Geschäftsidee keine fiktive Gründung

Standort des Unternehmens in Baden Württemberg

Teilnahme mit einer neuen Idee

Bild: Siegerehrung EP Vorentscheid STARTUP & GROW REMS-MURR 2026 Bildcopyright/Fotograf: Ann Kristin Fischer, Stadtverwaltung Winnenden

Quelle Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg

Zahlen Unternehmen längst für ihre eigene Abhängigkeit?

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bonster Reisekosten KI Abrechnung Ronald Bankowsky Bildcredits Foto-und Bilderwerk

bonster automatisiert Reisekosten mit KI und vereinfacht die digitale Abrechnung für Unternehmen und Selbstständige

Wie ist bonster entstanden und wer sind die Köpfe hinter dem Startup?

Im Zuge einer Mobilitätsbudget Software Entwicklung haben wir in jedem zweiten Interessenten Gespräch die Nachfrage erhalten: Bietet ihr auch Reisekosten an?

Somit war es naheliegend hier sich den Markt genauer anzuschauen und ein Produkt zu entwickeln, dass Marktpotenzial hat.

Die meisten Business-Software-Anbieter lösen kein Problem mehr. Sie verkaufen Abhängigkeit. Ich habe beschlossen, das anders zu machen.

Ich bin Ronald Bankowsky, Gründer von bonster und Geschäftsführer der fast2work GmbH aus Oldenburg. Unternehmen gründen ist für mich kein Ausnahmezustand, sondern eine Art Grundzustand. Mit mein-dienstrad.de und der Markenagentur Baron Trademarkting Sales GmbH habe ich zwei Unternehmen aufgebaut, die heute ohne mich laufen. Was mich nicht loslässt, ist die Ungeduld. Über Jahre habe ich beobachtet, wie Anbieter im Wettbewerb um Features immer weiter aufrüsten, obwohl das eigentliche Problem längst gelöst ist. Was dabei herauskommt, kennen viele aus eigener Erfahrung: steigende Abokosten, monatelange Implementierungsprojekte, Verträge, aus denen man kaum noch herauskommt. Irgendwann zahlt man nicht mehr für ein Tool, sondern für die Abhängigkeit von ihm. Das ist kein Zufall, das ist Strategie. Irgendwann habe ich aufgehört, das als Naturgesetz zu akzeptieren, und begonnen, darauf selbst eine Antwort zu bauen: einfach, gut und günstig, und wer keinen Vertrag will, nutzt Pay-per-Use.

Was war der konkrete Auslöser, eine KI-gestützte Lösung für die Reisekostenabrechnung zu entwickeln?

SaaS hat ein Versprechen gegeben, das viele Anbieter längst nicht mehr halten: Software, die das Leben einfacher macht. Was daraus geworden ist, kennt jeder, der ein mittelständisches Unternehmen führt: ein Flickenteppich aus Abonnements, Jahresverträgen und Tools, die sich gegenseitig voraussetzen. Ich habe über Jahre beobachtet, wie Anbieter im Wettbewerb um Features immer weiter aufrüsten, obwohl das eigentliche Problem längst gelöst ist. Was dabei herauskommt, kennen viele aus eigener Erfahrung: steigende Abokosten, monatelange Implementierungsprojekte, Verträge, aus denen man kaum noch herauskommt. Irgendwann zahlt man nicht mehr für ein Tool, sondern für die Abhängigkeit von ihm. Das ist kein Zufall, das ist Strategie. Irgendwann habe ich aufgehört, das als Naturgesetz zu akzeptieren, und begonnen, darauf selbst eine Antwort zu bauen.

Welche Vision verfolgt bonster im Hinblick auf die Digitalisierung von Geschäftsreisen und administrativen Prozessen?

Unsere Positionierung ist bewusst schmal: Wir digitalisieren nicht die Geschäftsreise als Ganzes, also keine Buchungsplattform, kein Reisemanagement, kein Concur-Klon. Wir übernehmen den Teil, der für die meisten Unternehmen der größte Zeitfresser ist: die Abrechnung selbst. Vom Foto des Belegs bis zum finanzamtskonformen Export, vollständig automatisiert, ohne manuelle Eingabe.

Was noch kommt: die native Mobile App mit Offline-Funktion für die Erfassung direkt unterwegs, und schrittweise die Integrationen, die unsere Nutzer tatsächlich anfragen. Kein Wunschkatalog, sondern eine Roadmap, die aus echtem Feedback entsteht. Wir folgen dabei dem Discounter-Prinzip: nicht alles anbieten, sondern das Wesentliche so gut machen, dass es keinen Grund gibt, woanders hinzugehen.

An welche Zielgruppe richtet sich bonster primär und welche typischen Probleme dieser Nutzer lösen Sie ganz konkret?

Primär sprechen wir Selbstständige, Freelancer und kleine bis mittelständische Teams an. Ich würde das aber nicht zu eng fassen: Auch in größeren Unternehmen gibt es Abteilungen, die ein schlankes Tool wollen, ohne ein IT-Projekt dafür starten zu müssen. Der gemeinsame Nenner ist nicht die Unternehmensgröße, sondern die Erwartung: Ich will das in fünf Minuten am Laufen haben, ohne Vertrag, ohne Schulung. Das konkrete Problem, das wir lösen: Beleg fotografieren, KI erkennt automatisch Datum, Betrag, Kategorie und Mehrwertsteuer, Kilometerpauschalen werden automatisch berechnet. Bewirtungsbelege werden mit allen Pflichtangaben korrekt erfasst, Belege lassen sich zur Weiterberechnung an Kunden markieren. Am Ende kommt ein finanzamtskonformer PDF-Export raus. Keine manuelle Eingabe, keine Zettelwirtschaft, direkt weiter an den Steuerberater oder die HR.

Viele Selbstständige arbeiten noch mit Excel oder Papierbelegen. Wie überzeugt bonster diese Zielgruppe vom Umstieg?

Gar nicht durch Überreden. Mein Ansatz ist: einfach ausprobieren lassen. Keine Vertragsbindung, keine Mindestnutzerzahl, kein Setup-Gespräch. Wer einmal sieht, dass eine Abrechnung in drei Minuten fertig ist statt in einer halben Stunde, braucht keine weiteren Argumente. Und wer es nicht mag, geht wieder, ohne Konsequenzen. Das klingt wie ein Risiko für uns. Es ist aber unser stärkstes Argument: Wir können uns keinen Lock-in leisten, also müssen wir einfach gut sein.

Was unterscheidet bonster von klassischen Reisekosten-Tools oder Buchhaltungslösungen am Markt?

Fokus und Freiheit. Fokus bedeutet: Wir lassen konsequent weg, was die meisten Nutzer nie brauchen werden. Freiheit bedeutet: kein Jahresvertrag, keine Mindestnutzerzahl, und ein Pay-per-Use-Modell, das es in dieser Form im deutschen Markt nicht gibt. Wer nur gelegentlich abrechnet, zahlt nur dann. Das ist ein grundlegend anderes Prinzip als das, was die meisten Wettbewerber verfolgen. Die bauen auf Abhängigkeit: tiefe Verankerung, teurer Ausstieg. Wir bauen auf Überzeugung: Wer bleibt, bleibt weil es funktioniert.

bonster screenshot smartphone app

Welche technologischen Herausforderungen bringt die automatisierte Belegerkennung mit sich?

Der schwierigste Beleg ist nicht das strukturierte Restaurant-PDF, sondern der zerknitterte Kassenzettel mit Thermopapier, der nach drei Tagen in der Jackentasche kaum noch lesbar ist. Dafür braucht man kein OCR, das Text erkennt, sondern KI, die Kontext versteht.

Die eigentliche Herausforderung liegt aber woanders: wann fragt man den Nutzer, wann korrigiert man stillschweigend. Zu viele Rückfragen kosten den Zeitvorteil, der das Produkt rechtfertigt. Zu wenige erzeugen Fehler, die spätestens beim Steuerberater auffallen. Diese Balance ist keine einmalige Entwicklungsleistung, sondern eine, die sich mit jedem neuen Belegtyp weiterentwickeln muss.

Wie stellen Sie sicher, dass bonster DSGVO- und GoBD-konform bleibt?

DSGVO-Konformität ist für uns als deutsches Unternehmen keine Kür. Wir haben unsere KI-Infrastruktur bewusst auf Server in Deutschland umgestellt, damit Nutzerdaten gar nicht erst das Land verlassen. GoBD bedeutet konkret: Alle steuerlich relevanten Pflichtangaben werden automatisch erfasst und revisionssicher dokumentiert. Der Nutzer muss gar nicht wissen, was GoBD bedeutet. Er muss nur wissen, dass er damit beim Finanzamt sicher ist.

Welche Rolle spielen Automatisierung und KI in der langfristigen Produktstrategie?

Das Ziel ist der vollständig digitale Ablauf: kein Mensch, der irgendwo eine Zahl einträgt, zwischen dem Moment, in dem ein Beleg entsteht, und dem Moment, in dem die Abrechnung fertig aufbereitet in der Buchhaltung oder bei der HR landet. KI ist das Werkzeug, das diese Lücke schließt. Langfristig denken wir das konsequent weiter: digitale Zahlung, automatische Auswertung, direkte Weiterberechnung an Buchhaltungssysteme wie DATEV. Nicht als Beiwerk, sondern weil es in den Kern einzahlt: den manuellen Eingriff vollständig eliminieren. Das Prinzip bleibt dabei immer dasselbe: Komplexität im Hintergrund, Einfachheit für den Nutzer.

Wie soll sich bonster in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Der nächste konkrete Schritt ist die native App für iOS und Android, mit Offline-Funktion für die Belegerfassung direkt unterwegs, also genau dort, wo Belege entstehen. Danach entwickeln wir schrittweise weiter, aber immer auf Basis dessen, was unsere Nutzer tatsächlich anfragen. Dafür haben wir den Club 500, unser Pilotprogramm für die ersten 500 Nutzer mit Lifetime-Rabatt und direktem Einfluss auf die Roadmap. Das ist kein Marketing-Gag, sondern unser Produktentwicklungsprozess.

Was haben Sie als Gründer bisher über den Aufbau eines Software-Startups gelernt?

Ich habe mit mein-dienstrad.de und Baron Trademarkting Sales GmbH beides erlebt: Märkte, in denen das Produkt fast von selbst läuft, und Märkte, in denen man jeden Schritt erkämpfen muss. Die wichtigste Erkenntnis daraus: Ein gutes Produkt reicht nicht, und harte Arbeit allein auch nicht. Was zählt, ist ob man die richtigen Menschen dazu bringt, die ersten drei Minuten zu investieren. Distribution ist mindestens so wichtig wie das Produkt. Bei bonster bauen wir beides von Anfang an parallel.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mitgeben?

Erstens: Entscheidet früh, was ihr bewusst nicht baut. Die Versuchung, jeden Nutzerwunsch umzusetzen, ist groß und gefährlich. Ein fokussiertes Produkt ist stärker als ein vollständiges. Das mussten wir bei der Fast2work mit dem Mobilitätsbudget selber erleben.

Zweitens: Macht den Einstieg so einfach, dass eine Ablehnung egal ist. Wer nichts riskiert, probiert euch aus. Wer sich erst committen muss, tut es meistens gar nicht.

Drittens: Geht immer „All-in“ mit den ganzen Ressourcen, die ihr habt: Zeit, Geld & verwertbare Assets wie „Haus & Hof“, etc. Es gibt keine Teilzeitgründungen und ihr könnt auch nicht Gründungen delegieren- habe ich selbst versucht und bin daran gescheitert.

Geht voran und zieht Interessenten & Mitarbeitende auf euren Weg, bietet Unterstützung bei steilen oder holprigen Wegen an. Was auch notwendig ist: Eine Portion Glück & gutes Timing für eure Gründung.

Bildcredits : Foto-und Bilderwerk

Wir bedanken uns bei Ronald Bankowsky für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


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Geht Stockbrot auch ganz ohne Lagerfeuer?

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Brot-Stöcki Stockbrot Backofen einfache Zubereitung Beim Battle präsentiert Christian Nowak mit „Brot Stöcki“ Stockbrot ohne Feuer. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Brot-Stöcki ermöglicht Stockbrot im Backofen und wird am 23. März 2026 in der Höhle der Löwen pitchen

Wie ist Brot-Stöcki entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Das noch zu gründende Startup ist in der Entstehung, weil mich meine Familie und sehr gute Freunde dazu ermutigt haben, an mich und meine Idee zu glauben. Alle, denen ich die Brot-Stöcki vorgestellt habe, waren davon überzeugt. Als ich nach langer Recherche kein vergleichbares Produkt gefunden habe bzw. keines, welches mein Problem hätte lösen können, war die Entscheidung gefallen. Wenn mein näheres Umfeld und sogar ich als perfektionistischer Mensch es gut findet, ist es gut und es lohnt sich, die Reise mit all den Hindernissen auf sich zu nehmen, auch wenn ich bis zum heutigen Tage alles allein bewältige. Natürlich schaut meine Frau nochmal drüber.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung von Brot-Stöcki? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Das Problem bestand darin, dass ich meiner großen Tochter ein Versprechen gegeben habe, nämlich samstags abends Stockbrot zu machen. Dieses konnte ich aber unter den gegebenen Bedingungen nicht einhalten, da meine Frau kurzfristig auswärts war. Mir war das Risiko zu groß, meine Tochter allein an einem Feuer sitzen zu lassen, falls die kleine Schwester aufwacht und ich sie wieder in den Schlaf bringen muss. Ein weiteres Problem liegt in der Zubereitung. Die meisten denken bei der Herstellung von Stockbrot an ein Lagerfeuer. Dieses ist auch ein schöner Gedanke, aber nicht ganz richtig. Das Feuer an sich ist nicht gut geeignet, um ein Brot zu backen. Im Grunde sollte es eine extra Glutstelle geben, damit das Brot durch indirekte Hitze gart und nicht über dem Feuer.

Denn durch die zu hohe Hitze des Feuers wird das Stockbrot von außen schwarz und innen bleibt es oft noch roh. Also heißt es, Feuer anzünden und warten bis genügend Glut vorhanden ist. Anschließend muss die Glut separiert werden, damit darüber das Stockbrot gart und man trotzdem noch ein Feuer genießen kann. Ein sehr großer Aufwand! Demensprechend hatte ich freitags eine schlaflose Nacht und überlegte, wie ich mein Versprechen einhalten konnte, um meine Tochter glücklich zu machen. Schlussendlich ist in dieser Nacht in meinem Kopf der Prototyp der Brot-Stöcki entstanden. Nachdem ich Samstagvormittag alle Materialien zusammen hatte, fertigte ich gemeinsam mit meiner Tochter den ersten Prototyp. Das Ergebnis war ein sehr glückliches Kind, das abends einen Film schauen durfte und nicht nach Rauch riechend, glücklich mit einem mit Bockwurst bestücktem Stockbrot auf der Couch gesessen hat.

Was macht das Konzept oder die Technologie von Brot-Stöcki besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Das besondere an der “Technologie“ ist, dass es kein ähnliches Produkt gibt, welches ein aufrechtes Backen eines Teigrohlings ermöglicht. Aus diesem Grund besitze ich ein eingetragenes Gebrauchsmuster und die Patentanmeldung für Deutschland sowie die PCT-Anmeldung sind eingereicht und befinden sich derzeit in Prüfung. Durch die Möglichkeit des aufrechten Backens ist es problemlos möglich, min. 18 große bzw. 24 kleine Stockbrote gleichzeitig im Backofen herzustellen. Da die Stöckis aus Holz gefertigt sind, wird die Wärme des Ofens in so einem Maß aufgenommen, dass der Teig im Inneren (der um den Stock gewickelt ist) gart und dabei schön locker bleibt. Wenn man ein gut leitendes Material, wie z.B. Metall benutzen würde, würde der Teig von innen zu schnell hohe Hitze abbekommen, sodass er nahezu die gleiche Krossheit der äußeren Struktur aufweisen würde. Ein von innen krosses Brot, das keine Soßen aufnehmen kann, möchte ich nicht haben.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt von Brot-Stöcki den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Konkret gibt es für mich mehrere große Vorteile.
Der erste Vorteil bezieht sich auf die Menschen, die keine Möglichkeit haben, ein Stockbrot zubereiten zu können. Oftmals ist es nicht erlaubt, ein Feuer zu machen oder man lebt in einer Umgebung ohne eigenem Garten (in der Stadt). Wenn dies der Fall ist, hat man nur eine schöne Erinnerung aus seiner Jugend, wenn man Glück hat. Ich habe aber in letzter Zeit auch viele Menschen kennengelernt, die mit dem Begriff Stockbrot nichts anfangen konnten und erst mit Mitte 40 ihr erstes Stockbrot durch mich genießen konnten.

Weitere Vorteile bestehen darin, dass man durch das Garen im Backofen immer ein nahezu perfektes Ergebnis erzielen kann. Auch kann man zu jeder Jahreszeit und jedem Wetter sein eigens kreiertes Brot genießen ohne großen Aufwand oder Küchenmaschinen. Egal, ob naturell oder beispielweise verfeinert mit Röstzwiebeln, getrockneten Tomaten oder als süße Leckerei mit einer Kruste aus braunem Zucker bzw. einer Füllung mit einer Nuss-Nougat-Creme. Ferner ist es möglich, die Grundplatten so zu kennzeichnen, dass man genau weiß, wem welches Brot gehört und man dadurch keine Bedenken haben muss. Stichwort Allergien, Unverträglichkeiten oder einfach nur die Gewissheit, dass man selbst nur sein eigens hergestelltes Produkt verzehrt.

Ein weiterer Vorteil bei der Art der Herstellung des Stockbrotes ist meiner Meinung nach die kindliche Förderung. Meine Kinder haben durch die Brot-Stöcki erstmals live und bewusst gesehen, wie ein Brotteig entsteht. Im Anschluss wird die Motorik gefördert, da die Kinder versuchen, den Teig schön und gleichmäßig auf den Stab zu wickeln. Das Schöne hierbei ist, dass selbst kleine Kinder mit geringer Unterstützung vom Anfang bis zum Ende den gesamten Ablauf fast selbstständig bewältigen können.
Durch die Einfachheit des Produktes ist der Einsatz nicht nur in privaten Haushalten vorstellbar. Mögliche Einsatzorte könnten aus den genannten Gründen auch Kitas, Berufs-/Schulen oder Seniorenresidenzen sein.

Wie wurde das Produkt von Brot-Stöcki entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Der Prototyp der Brot-Stöcki wurde von mir, mit tatkräftiger Unterstützung meiner großen Tochter, (durch Bohren und Sägen) in Kleinarbeit auf unserer Terrasse und Garage entwickelt. Den Feinschliff hat das Produkt schlussendlich durch viel Probieren, Recherche und schlaflose Nächte bekommen. Nachdem der erste, für mich gute, Prototyp fertiggestellt war, habe ich diesen meiner Familie, Freunden und Bekannten gezeigt und vorgeführt. Es gab durchweg nur sehr gutes Feedback. Keiner hatte bis zu diesem Zeitpunkt damit gerechnet, dass es möglich ist, das eine Person in so kurzer Zeit so viele Stockbrote herstellen kann (ca. 60 Stück in einer Stunde). Aus diesem Grund bin ich in die Details gegangen und konnte ein fertiges Produkt präsentieren.

Welche Vision verfolgt Brot-Stöcki? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Meine Vision ist es, dass jeder jederzeit sein eigenes und individuell gestaltetes Stockbrot genießen kann, ohne auf einen Garten, ein offenes Feuer oder das Wetter angewiesen zu sein.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Zu dieser Frage fällt mir ein das Sprichwort ein. Schuster, bleib bei deinen Leisten. Aus diesem Grund suche ich einen Investor/ Mentor, der mich und mein Produkt begleitet und mir die passenden Schuhe anfertigt, damit ich auf langfristige Sicht erfolgreich und sicher als Unternehmer bestehen kann.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Wie in der vorherigen Frage beschrieben, wünsche ich mir einen Mentor der Erfahrung, Wissen, Kontakte und Working Capital beisteuert. Dadurch würde mein Produkt einen Push bekommt, den ich alleine niemals erreichen könnte. Eine zündende Idee zu haben ist wertvoll, aber die Umsetzung muss auch stimmen.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Dranbleiben! Dranbleiben! Und dranbleiben!
Auch, wenn man eine sehr schwierige Zeit erlebt, niemals aufgeben und weiter an seinen Traum glauben. Niemand sollte sich jemals für andere verbiegen, auch dann nicht, wenn man durch seine offene und ehrliche Art von Firmen keine Angebote bekommt oder sogar den Räumlichkeiten verwiesen wird, weil man nicht der „typische Unternehmer“ ist. Es ist wichtig, sich Feedback von Familie, Freunden und neutralen Personen einzuholen, um sich z.B. nicht mit Fragen zu quälen, die ggf. nicht relevant sind. Sehr wertvoll ist es, vor allem in stressigen Zeiten, achtsam mit sich umzugehen und Pausen einzulegen und diese nicht als Schwäche anzusehen. Denn unsere Gesundheit ist unser höchstes Gut!

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Lasst euch nicht von eurer Vision abbringen. Glaubt an euch und geht achtsam mit euch um.

Sehen Sie Brot Stöcki am 23. März 2026 in der Höhle der Löwen

Bild: Beim Battle präsentiert Christian Nowak mit „Brot Stöcki“ Stockbrot ohne Feuer. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Christian Nowak für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Kann Kaffee auch ganz ohne Bohnen überzeugen?

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Rootery Kaffeekapseln Nachhaltigkeit Alternative Angelina Widmann präsentiert mit „Rootery Coffee“ Kaffeekapseln aus Wurzelgranulat. Sie erhofft sich ein Investment von 85.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Rootery entwickelt nachhaltige Kaffeekapseln und wird am 23. März 2026 in der Höhle der Löwen pitchen

Wie ist Rootery entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Die Idee für Rootery Coffee entstand, als ich mit etwa 15 Jahren von den sozialen und ökologischen Missständen in der Kaffeekapsel- und Kaffeeindustrie schockiert war und mir dachte: Wenn es Fleisch ohne Tier gibt, warum dann nicht Kaffeekapseln ohne Bohne? Ich habe nach Alternativen gesucht, keine gefunden und dann beschlossen, das selbst umzusetzen, weil mich das Start-Up Milieu immer schon interessiert hat und ich das Problem und die Lösung klar vor mir hatte. Bei der Recherche bin ich auf Zichorienwurzel gestoßen, eine Pflanze, die beim Rösten kaffeeähnliche Aromen entwickelt, und habe daraus Schritt für Schritt ein kapseltaugliches Produkt entwickelt.

Begonnen hat das in meinem Kinderzimmer, was ziemlich viele Gerätschaften wie eine Röstmaschine und Mühle erforderte und Chaos gestiftet hat. an einem Punkt wo klar war: „Das funktioniert“ habe ich dann Partner für die Produktion gesucht und gefunden. Meine Mutter war sehr erleichtert, dass das Experimentieren in der Wohnung ein Ende hatte. Als schockiertes Kind von damals bin ich mittlerweile 19 Jahre alt, studiere Jura und Bio und spiele American-und Flag Football. Rootery wird zur Zeit noch von mir alleine geführt.

In welcher Branche ist Rootery tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Rootery ist in der Food-/Getränkebranche tätig, konkret im Bereich Kaffee/Convenience (Kapseln) – mit starkem Fokus auf Nachhaltigkeit und Social Impact. Das Geschäftsmodell basiert auf dem Verkauf der Kapseln im B2C (v. a. über den eigenen Onlineshop, perspektivisch auch mehr Handel) und zusätzlich auf B2B-Absatz an Unternehmen wie Hotels oder Gastronomie. Ein zentrales Merkmal ist außerdem das 1:1-Impact-Prinzip: Pro verkaufter Packung wird eine Mahlzeit für ein Kind in Not finanziert.

Was macht das Konzept oder die Technologie von Rootery besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Innovativ ist vor allem die technische Umsetzung als kapseltaugliche Mischung, weil frühere Ansätze oft an verstopften Kapseln gescheitert sind.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das ganz konkret: unkomplizierter Kaffeegenuss auf Knopfdruck, aber ohne Bohnen, ohne Koffein und mit einem deutlich nachhaltigeren Gesamtpaket. Rootery ist gut verträglich und „good for the gut“, weil Zichorie traditionell auch als Heilpflanze bekannt ist und natürliche Inhaltsstoffe wie Inulin enthält. Im Alltag hebt es sich ab, weil man keine Kompromisse zwischen Convenience, Gesundheit/Verträglichkeit und Impact machen muss.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Die Produktentwicklung lief über viele Tests und Iterationen, vom Rohstoff über Röstung und Mischung bis zur Frage, ob die Kapsel zuverlässig durchläuft. Ein großer Meilenstein war der Moment, als es nach sehr vielen Versuchen (gefühlt 100+) endlich kapselgeeignet funktioniert hat, nachdem lange Zweifel da waren. Besonders prägend war auch das Feedback aus den ersten echten Verkäufen: Dass fremde Menschen (nicht aus dem eigenen Umfeld) kaufen und zufrieden sind, war ein starker „Proof“, dass es nicht nur eine Idee ist.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Die Vision ist, Kapselkaffee neu zu definieren: kompromisslos, nachhaltig, sozial wirksam und trotzdem massentauglich. In den nächsten Jahren soll Rootery im DACH-Raum und danach in weiteren europäischen Märkten im Handel verfügbar sein und als ernsthafte Alternative neben den etablierten Kapselmarken stehen. Parallel sollen durch Wachstum immer mehr Mahlzeiten finanziert werden und die Produktpalette (z. B. weitere Sorten und perspektivisch auch Varianten mit Koffein bzw. weitere Kaffee-Formate) erweitert werden. Außerdem ist es mir wichtig, als junge Gründerin zu zeigen, was möglich ist, und andere zu motivieren, ihre Ideen ernst zu nehmen.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Ich war und bin der Meinung, dass die Message von Rootery in die Welt hinaus muss und wollte auch unbedingt das ungeschönte Feedback der Löwen und im Idealfall ein Investment. Zwar nicht um jeden Preis, denn es war mir schon wichtig, ein Statement zu setzen, dass bezüglich Nachhaltigkeit und sozialem Impact keine Kompromisse gemacht werden. Auch war mir bewusst, dass ich mit einem Pitch in der Höhle Teenager und junge Menschen inspirieren kann, einen ähnlichen Weg zu gehen, auch wenn sie vielleicht nicht dem Klischeebild eines jungen Gründers/einer jungen Gründerin entsprechen.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Ich habe versucht, aus allen Hobbys und Lebensbereichen etwas in Rootery einzuarbeiten, von der Konsequenz aus dem American Football zur Produktfotografie aus meinen Foto-Nebenjobs. Sehr wertvoll war es auch, von Website über Verpackung alles selber zu designen, um Geld zu sparen. Anders hätte ich mir in dem Alter auch nichts aufbauen können.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Der wichtigste Rat an andere Gründer:innen ist: Wenn du eine Lücke siehst und sie dich nicht loslässt, fang an, aber rechne damit, dass es länger dauert, als du denkst, und dass du zig Versionen brauchst. An junge Gründer:innen: Jetzt ist das Alter, in dem man noch Fehler machen darf, die nach Studium und Co. eher nicht so leicht verziehen werden. Go for it. Der Erfahrungsschatz ist unglaublich wertvoll und die ungewohnte Perspektive ist eher eine Bereicherung als eine Schwäche. Und zögere nicht, erfahrene Personen zu kontaktieren, sei es über LinkedIn, auf Events oder sonstige Wege. Wenn die Erfahrung noch nicht da ist, ist Feedback das Wichtigste.

Sehen Sie Rootery Coffee am 23. März 2026 in der Höhle der Löwen

Bild: Angelina Widmann präsentiert mit „Rootery Coffee“ Kaffeekapseln aus Wurzelgranulat. Sie erhofft sich ein Investment von 85.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile.
Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Angelina Widmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was passiert, wenn Medikamente einfach vergessen werden?

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ANABOX Medikamenteneinnahme Angehörige MedTech Lösung Bild: Pitch "Anabox smart" V.l.: Robert Gühne, Chris Walter, Daniel Böber und Jürgen Burkert präsentieren den digitalen Medikamente Spender „Anabox smart“. Sie erhoffen sich ein Investment von 180.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile. Seniorin Jutta unterstützt sie bei dem Pitch und repräsentiert die Zielgruppe. Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

ANABOX unterstützt Medikamenteneinnahme für Angehörige und wird am 23. März 2026 in Die Höhle der Löwen pitchen

Wie ist ANABOX entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Die ANABOX smart ist aus einem sehr persönlichen Ausgangspunkt entstanden. Ich habe mich im Rahmen eines Uni-Projekts zum ersten Mal intensiver mit dem Thema Medikamenteneinnahme beschäftigt, weil ich aus der eigenen Familie gesehen habe, wie schwer das im Alltag werden kann.
Meine Oma hatte Parkinson und musste viele Medikamente einnehmen. Sie hat aber noch selbstständig gelebt.
Für uns als Angehörige war es oft nicht nachvollziehbar, ob sie ihre Medikamente zur richtigen Zeit eingenommen hat. Hinter dem Unternehmen stehen wir Gründer Robert Gühne, Chris Walter und Daniel Böber. Wir bringen Softwareentwicklung, Design, Maschinenbau, Elektronik und Produktentwicklung zusammen. Gemeinsam mit unserem Partner anmed konnten wir daraus Schritt für Schritt ein marktfähiges Medizinprodukt machen.

In welcher Branche ist ANABOX tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Wir sind im Bereich Digital Health beziehungsweise MedTech tätig. Unser Geschäftsmodell verbindet Hardware, Software und Service: also die smarte Medikamentenbox selbst, die dazugehörige App und die digitale Begleitung rund um Einrichtung, Medikationspläne und Benachrichtigungen. Uns war von Anfang an wichtig, kein technisches Gimmick zu bauen, sondern eine alltagstaugliche Lösung für Familien, pflegende Angehörige und perspektivisch auch professionelle Versorgungspartner.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung von ANABOX? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Am Anfang stand das Problem der regelmäßigen Medikamenteneinnahme. Wer mehrere Medikamente am Tag nehmen muss, weiß, wie schnell im Alltag etwas durcheinandergeraten kann. Für viele Angehörige ist das eine ständige Sorge. Genau da haben wir eine große Lücke gesehen: Es gab entweder klassische, analoge Lösungen oder komplizierte Technik, aber wenig, was bezahlbar und für ältere Menschen geeignet ist.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Besonders ist für mich, dass wir einen vertrauten Medikamentendosierer mit moderner Technologie verbinden, ohne ihn unnötig kompliziert zu machen. Die ANABOX smart funktioniert direkt nach dem Auspacken, ohne dass vor Ort ein WLAN benötigt wird (sie hat eine SIM-Karte). Sensoren erkennen die Entnahme, die App dokumentiert die Vorgänge in Echtzeit und Angehörige werden informiert, wenn Unterstützung nötig ist. Gleichzeitig achten wir darauf, dass die Technik im Alltag ruhig und verständlich bleibt, also eher unterstützt als überfordert.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Der größte Vorteil ist aus meiner Sicht die Selbstständigkeit der Nutzerinnen und Nutzer möglichst lange zu erhalten. Die Box erinnert optisch und akustisch an die Einnahme, der Becher leuchtet auf, und Angehörige sehen in Echtzeit, ob alles geklappt hat. Das nimmt auf beiden Seiten enorm viel Druck raus. Dazu kommt: Die Bedienung ist bewusst einfach gehalten, der Patient selbst soll von der digitalen Technik selbst möglichst wenig mitbekommen und die Becher sind groß und einfach greifbar.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Am Anfang war es nur ein Uniprojekt, inzwischen hat sich aber einiges verändert.
Besonders wertvoll war das Feedback von Seniorinnen und Angehörigen. Da ging es oft um scheinbar kleine Dinge wie Lichtsignale, Haptik oder die Frage, wie verständlich die App wirklich ist. Für uns war das hilfreich, weil wir das Produkt dadurch viel näher an den Alltag der Menschen bringen konnten.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Unser Ziel ist, dass Menschen trotz komplexer Medikation möglichst lange selbstbestimmt in ihrem gewohnten Umfeld leben können. Dafür wollen wir die ANABOX smart weiter verbreiten, die Zusammenarbeit mit Apotheken, Pflege und anderen Versorgungspartnern ausbauen und unsere Technologie konsequent weiterentwickeln. Neben Forschungsprojekten, die auch die Einnahme selbst erkennen sollten, ist vor allem ziemlich viel Bürokratie mit der Zusammenarbeit mit den Krankenkassen zu erledigen.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Die Höhle der Löwen ist für uns die Chance, auf ein Problem aufmerksam zu machen, das sehr viele Familien betrifft und über das trotzdem oft zu wenig gesprochen wird. Wir möchten zeigen, dass Medizintechnik nicht kompliziert oder abschreckend sein muss, sondern ganz konkret im Alltag helfen kann. Im Vordergrund stehen für uns Reichweite, Sichtbarkeit und die Möglichkeit, mit starken Partnerinnen und Partnern den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen, da uns vor allem als kleines Team die Erfahrung im Vertrieb fehlt.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Für uns ist Unterstützung mehr als Kapital. Natürlich würde uns eine Investition helfen, Produktion, Marktausbau und Weiterentwicklung zu beschleunigen. Mindestens genauso wichtig sind für uns aber Erfahrung, strategische Unterstützung und der Zugang zu relevanten Netzwerken im Gesundheits- und Pflegemarkt. Wenn wir dadurch schneller mehr Menschen erreichen und besser versorgen können, wäre das für uns ein riesiger Hebel.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Wir wollen die Bekanntheit der ANABOX smart weiter steigern, unsere Vertriebswege ausbauen und das Produkt kontinuierlich verbessern. Parallel arbeiten wir an zusätzlichen Funktionen und an neuen Entwicklungen rund um sichere und einfache Medikamenteneinnahme. Unser Ziel ist es, Schritt für Schritt eine Lösung aufzubauen, die Nutzerinnen und Nutzer, Angehörige und professionelle Versorgung besser miteinander verbindet.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Hardware-Entwicklung ist ein ganzes Stück komplexer als Software, gerade im Gesundheitsbereich. Außerdem haben wir gelernt, wie wertvoll frühes Nutzerfeedback ist und wie entscheidend starke Partner in Entwicklung, Produktion und Marktzugang sein können.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Mein wichtigster Rat wäre: Sprecht so früh wie möglich mit euren späteren Nutzerinnen und Nutzern und entwickelt nicht an ihren Bedürfnissen vorbei. Sucht euch Partner, die euch wirklich ergänzen, und habt keine Angst vor komplexen Themen wie Regulierung, Fertigung oder Marktzugang. Und vielleicht am wichtigsten: Gründet nicht nur, weil ein Markt spannend klingt, sondern weil euch das Problem wirklich berührt. Diese innere Motivation merkt man später in jeder Entscheidung. Ach ja, und achtet auf die Produktionskosten.

Sehen Sie ANABOX am 23. März 2026 in der Höhle der Löwen

Bild: Pitch „Anabox smart“
V.l.: Robert Gühne, Chris Walter, Daniel Böber und Jürgen Burkert präsentieren den digitalen Medikamente Spender „Anabox smart“. Sie erhoffen sich ein Investment von 180.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile. Seniorin Jutta unterstützt sie bei dem Pitch und repräsentiert die Zielgruppe.
Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Chris Walter, Robert Gühne, Daniel Böber und Jürgen Burkert für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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