Dienstag, Oktober 27, 2026
Start Blog Seite 10

Entscheiden unter Unsicherheit: Wie Dennis Besseler Unternehmern hilft, das Rätselraten zu beenden

0
Entscheidungen: Informationen bei Unsicherheit richtig nutzen Dennis Besseler

Entscheidungen unter Unsicherheit gehören zum Unternehmertum: Dennis Besseler erklärt, wie Informationen richtig eingeordnet werden und Gründer auch ohne vollständige Sicherheit handlungsfähig bleiben.

Dennis, können Sie sich unseren Leserinnen und Lesern zunächst kurz vorstellen und erzählen, welche Stationen Sie als Unternehmer besonders geprägt haben?

Ich bin Unternehmer, Autor und Coach für Entscheidungen unter Unsicherheit. Mich beschäftigt seit mehr als drei Jahrzehnten die Frage, wie Menschen handlungsfähig bleiben, wenn Informationen fehlen, Situationen unübersichtlich werden oder Entscheidungen nicht beliebig verschoben werden können.

Geprägt haben mich dabei sehr unterschiedliche Welten. Seit meiner Jugend reise ich in Regionen, in denen Planung allein häufig nicht ausreicht. Gleichzeitig habe ich mehrere unternehmerische Projekte aufgebaut und erlebt, wie unterschiedlich eine Idee auf dem Papier und ihre Realität im Markt sein können.

Eine wichtige Erfahrung war für mich deshalb: Unternehmertum besteht nicht darin, ständig die richtige Entscheidung vorherzusagen. Entscheidend ist, ein System zu entwickeln, mit dem man auch dann vernünftig entscheiden und anschließend reagieren kann, wenn die eigene Einschätzung falsch war.

Mit „Don’t Cry. Eat It!“ haben Sie sich unternehmerisch mit essbaren Insekten beschäftigt. Welche Erfahrungen aus dieser Zeit haben Ihren heutigen Blick auf unternehmerische Entscheidungen beeinflusst?

„Don’t Cry. Eat It!“ war für mich besonders lehrreich, weil es ein Markt war, bei dem Produkt, gesellschaftliche Wahrnehmung und tatsächliches Kundenverhalten weit auseinanderliegen konnten.

Menschen können beispielsweise sagen, dass sie Nachhaltigkeit wichtig finden und alternative Proteinquellen interessant finden. Das bedeutet noch lange nicht, dass sie an der Kasse tatsächlich ein Produkt mit Insekten kaufen.

Für Unternehmer ist genau diese Differenz wichtig: Interesse ist noch keine Nachfrage, Aufmerksamkeit noch kein Geschäftsmodell und Zustimmung noch keine Kaufentscheidung.

Ich habe daraus gelernt, Annahmen möglichst früh mit der Realität zu konfrontieren. Nicht endlos darüber diskutieren, was der Markt möglicherweise tun könnte, sondern kleine reale Tests durchführen und beobachten, was tatsächlich passiert.

Sie beschäftigen sich seit mehr als drei Jahrzehnten mit Entscheidungen unter Unsicherheit. Was unterscheidet aus Ihrer Sicht eine schwierige Entscheidung von einer Entscheidung, bei der schlicht wichtige Informationen fehlen?

Eine schwierige Entscheidung kann vollständig analysierbar sein. Ich kenne beispielsweise alle relevanten Zahlen, aber zwei Handlungsoptionen haben jeweils erhebliche Vor- und Nachteile.

Eine Entscheidung unter Unsicherheit ist anders. Ein Teil der Informationen existiert noch gar nicht. Niemand kann mir heute zuverlässig sagen, wie Kunden in zwölf Monaten reagieren, wie sich ein Markt entwickelt oder ob eine neue Strategie funktioniert.

Das ist ein entscheidender Unterschied. Wenn Informationen grundsätzlich beschaffbar sind, sollte ich sie beschaffen. Wenn die Information jedoch erst in der Zukunft entstehen wird, bringt weiteres Warten irgendwann keinen Erkenntnisgewinn mehr.

Dann muss entschieden werden.

Sie haben die Dennis-Navigationslogik entwickelt, die aus den vier Schritten Wahrnehmen, Einordnen, Entscheiden und Handeln besteht. Wie funktioniert dieses Modell konkret?

Der erste Schritt ist Wahrnehmen. Was ist tatsächlich passiert? Welche Informationen habe ich? Dabei versuche ich zunächst, Beobachtung und Interpretation voneinander zu trennen.

Danach kommt das Einordnen. Welche Informationen sind für meine Entscheidung relevant? Was weiß ich, was vermute ich und was kann ich momentan überhaupt nicht wissen?

Der dritte Schritt ist die Entscheidung. Ich bestimme eine Richtung auf Grundlage der verfügbaren Informationen. Nicht auf Grundlage der Informationen, die ich gerne hätte.

Der vierte Schritt ist Handeln. Eine Entscheidung, die keine Handlung verändert, bleibt letztlich nur eine Absicht.

Wichtig ist außerdem, dass das System zyklisch funktioniert. Nach dem Handeln entstehen neue Informationen. Diese werden wieder wahrgenommen und eingeordnet. Dann kann die Entscheidung bestätigt, angepasst oder verworfen werden.

Gerade Gründerinnen und Gründer wünschen sich häufig möglichst viele Daten, bevor sie eine wichtige Entscheidung treffen. Ab welchem Punkt wird zusätzliche Information nicht mehr hilfreich, sondern zum Hindernis?

Wenn neue Informationen die Entscheidung nicht mehr verändern würden.

Das ist für mich eine sehr praktische Grenze. Man kann sich fragen: Welche konkrete Information fehlt mir noch, und was würde ich anders machen, wenn ich sie hätte?

Wenn darauf keine klare Antwort kommt, wird Informationssuche schnell zur Verschiebung der eigentlichen Entscheidung.

Mehr Informationen vermitteln außerdem häufig ein Gefühl von Sicherheit, ohne tatsächlich mehr Sicherheit zu schaffen. Gerade bei strategischen Entscheidungen kann man hundert Marktanalysen lesen und trotzdem nicht wissen, wie der eigene Marktversuch ausgehen wird.

Irgendwann liefert nur das Handeln neue Informationen.

Markteintritt, Finanzierung oder eine neue strategische Ausrichtung können über die Zukunft eines Startups entscheiden. Wie lässt sich Ihre Navigationslogik auf solche Situationen übertragen?

Nehmen wir einen Markteintritt.

Wahrnehmen bedeutet zunächst: Welche Nachfrage existiert tatsächlich? Welche Wettbewerber gibt es? Welche Ressourcen stehen zur Verfügung?

Beim Einordnen trenne ich belastbare Erkenntnisse von Annahmen. Vielleicht kenne ich die Marktgröße, weiß aber noch nicht, ob Kunden mein konkretes Angebot kaufen werden.

Dann erfolgt die Entscheidung. Beispielsweise nicht sofort bundesweit zu starten, sondern einen begrenzten Markttest durchzuführen.

Das Handeln erzeugt anschließend reale Daten: Kaufverhalten, Rückfragen, Abbrüche, Preise, Reaktionen und Nutzung.

Auf dieser Grundlage beginnt der Prozess erneut.

Damit wird aus einer großen, abstrakten Entscheidung eine Folge überschaubarer Entscheidungen mit möglichst kurzen Lernschleifen.

Welche Rolle spielen Intuition und persönliche Erfahrung, wenn belastbare Zahlen oder eindeutige Fakten für eine Entscheidung fehlen?

Intuition ist für mich weder etwas Mystisches noch grundsätzlich zuverlässig. Häufig ist sie verdichtete Erfahrung.

Wer viele ähnliche Situationen erlebt hat, erkennt Muster manchmal schneller, als er sie sprachlich erklären kann. In einem bekannten Umfeld kann Intuition deshalb sehr wertvoll sein.

Problematisch wird sie, wenn wir Erfahrung aus einem Bereich auf eine völlig andere Situation übertragen.

Ein erfahrener Unternehmer kann beispielsweise ein gutes Gespür für Kundengespräche haben. Das bedeutet nicht automatisch, dass sein Bauchgefühl auch bei einer neuen Technologie oder einem völlig fremden Markt richtig liegt.

Ich nutze Intuition deshalb als Signal, nicht als Beweis.

Sie haben auch auf Expeditionen und Fernreisen Entscheidungen unter Zeitdruck und mit unvollständigen Informationen treffen müssen. Was lässt sich aus solchen Extremsituationen tatsächlich auf den Unternehmensalltag übertragen – und wo stößt dieser Vergleich an seine Grenzen?

Übertragen lässt sich vor allem die Struktur der Entscheidung.

Auch unterwegs kann ich nicht jede Entwicklung vorhersehen. Ich muss wahrnehmen, Veränderungen einordnen, eine Entscheidung treffen und anschließend beobachten, ob sie funktioniert.

Eine zweite wichtige Erfahrung ist die Bedeutung von Handlungsoptionen. Gute Entscheidungen bestehen nicht nur darin, einen perfekten Plan zu verfolgen. Sie sollten möglichst verhindern, dass man sich ohne Not alle Alternativen abschneidet.

Die Grenzen des Vergleichs sind aber ebenso wichtig. Eine Expedition ist kein Unternehmen. Risiken, Verantwortlichkeiten und Konsequenzen sind unterschiedlich.

Ich halte deshalb wenig davon, Abenteuererfahrungen romantisch auf Unternehmen zu übertragen. Relevant sind nicht die spektakulären Situationen selbst, sondern bestimmte Entscheidungsprinzipien, die sich darin besonders deutlich beobachten lassen.

Fehlentscheidungen gehören zum Unternehmertum. Woran erkennt man, ob man an einer einmal getroffenen Entscheidung festhalten oder seinen Kurs korrigieren sollte?

Man sollte vor einer wichtigen Entscheidung möglichst festlegen, woran man später erkennen möchte, ob sie funktioniert.

Das können Umsätze, Kundenzahlen, Zeiträume, Kosten oder andere konkrete Beobachtungen sein.

Schwierig wird es, wenn diese Kriterien erst nachträglich verändert werden, weil man sich von einer Entscheidung emotional nicht trennen möchte.

Die zentrale Frage lautet deshalb nicht: War meine damalige Entscheidung richtig?

Sie lautet: Ist diese Entscheidung auf Grundlage der Informationen, die ich heute habe, weiterhin sinnvoll?

Eine damals vernünftige Entscheidung kann heute falsch sein, weil sich die Situation verändert hat. Kurskorrektur bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die ursprüngliche Entscheidung schlecht war.

Besonders schwer fällt vielen Gründerinnen und Gründern die Entscheidung, ein Projekt, ein Produkt oder sogar ein Unternehmen zu beenden. Welche Kriterien können dabei helfen, Durchhaltevermögen von einem zu langen Festhalten zu unterscheiden?

Ich würde drei Dinge voneinander trennen: das Ziel, die Strategie und die bereits investierten Ressourcen.

Nur weil viel Zeit oder Geld in ein Projekt geflossen ist, entsteht daraus kein Grund, weiteres Geld oder weitere Zeit zu investieren. Vergangene Investitionen kommen durch zukünftige Investitionen nicht zurück.

Entscheidend ist deshalb die Zukunft: Würde ich mit meinem heutigen Wissen dieses Projekt noch einmal beginnen oder weiterfinanzieren?

Daneben muss man prüfen, ob lediglich die gewählte Strategie nicht funktioniert oder ob das eigentliche Ziel unrealistisch geworden ist.

Durchhaltevermögen bedeutet für mich, an einem sinnvollen Ziel festzuhalten und den Weg dorthin verändern zu können. Starrheit bedeutet, auch dann denselben Weg weiterzugehen, wenn die Realität längst dagegen spricht.

Welche typischen Fehler beobachten Sie bei Unternehmerinnen und Unternehmern, wenn wichtige Entscheidungen unter Zeitdruck getroffen werden müssen?

Ein Fehler ist, Geschwindigkeit mit Hektik zu verwechseln.

Unter Zeitdruck werden Informationen häufig nicht mehr sauber getrennt. Vermutungen werden plötzlich wie Fakten behandelt und der erste plausible Erklärungsansatz wird zur Wahrheit.

Ein zweiter Fehler ist, gleichzeitig zu viele Probleme lösen zu wollen.

Ich versuche stattdessen zu klären: Welche Entscheidung muss jetzt tatsächlich getroffen werden und welche kann warten?

Der dritte Fehler ist das Gegenteil: Aus Angst vor einer falschen Entscheidung wird gar nicht entschieden. Auch das ist eine Entscheidung, nur häufig eine unkontrollierte.

Wenn Sie Gründerinnen und Gründern drei Grundsätze für bessere Entscheidungen unter Unsicherheit mitgeben könnten: Welche wären das?

Erstens: Trennen Sie konsequent zwischen dem, was Sie wissen, dem, was Sie vermuten, und dem, was momentan nicht bekannt sein kann.

Zweitens: Warten Sie nicht auf Sicherheit, die grundsätzlich erst durch das Handeln entstehen kann. Treffen Sie stattdessen Entscheidungen so, dass Sie möglichst schnell neue belastbare Informationen erhalten.

Drittens: Verwechseln Sie Konsequenz nicht mit Starrheit. Eine Entscheidung gibt eine Richtung vor. Wenn neue Informationen zeigen, dass diese Richtung nicht mehr sinnvoll ist, ist eine Kurskorrektur kein Scheitern, sondern Teil eines funktionierenden Entscheidungsprozesses.

Bildcredits besseler

Wir bedanken uns bei Dennis Besseler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Daten statt Bauchgefühl: Diese Zahlen brauchen Start-ups für ihr Marketing-Budget

0
Deckungsbeitrag: ROAS und Budget richtig kalkulieren Katharina Vogt Bildcredits Paularina Fotografie

Im vierten Quartal steht in den meisten Start-ups die Budgetplanung für das kommende Jahr an. Dabei geht es fast immer um dieselbe Frage: Wie viel Geld fließt in Google Ads, wie viel in SEO, und woran lässt sich ablesen, ob es gut investiert ist? Die Antwort entsteht oft aus den Zahlen des Vorjahres, der Einschätzung der Agentur und dem Gefühl, dass es bisher ganz gut lief.

Wie teuer dieses Gefühl werden kann, zeigt ein Fall, der in der Praxis regelmäßig vorkommt: Ein Start-up gibt 15.000 Euro im Monat für Google Ads aus, die Agentur meldet einen ROAS von 3. Für jeden Euro Werbung kommen drei Euro Umsatz zurück, also erhöht das Gründerteam das Budget. Sechs Monate später ist die Liquidität knapper als geplant.

Der Grund steht in keinem Ads-Report: Nach Wareneinkauf, Versand, Zahlungsgebühren und Retouren bleiben von 100 Euro Umsatz 30 Euro Deckungsbeitrag. Bei einem ROAS von 3 kosten 100 Euro Umsatz aber 33 Euro Werbung. Das Unternehmen verliert an jeder über Anzeigen gewonnenen Bestellung Geld, während alle Dashboards grün leuchten.

Die Grenze steht in der eigenen Kalkulation

Die wichtigste Zahl im Suchmaschinen-Marketing steht nicht in Google Ads: Wie viel darf ein neuer Kunde kosten? Erst wenn diese Grenze feststeht, lässt sich jede Kampagne daran messen. Sechs Kennzahlen gehören deshalb vor jede Budgetentscheidung.

KennzahlWas sie beantwortetWoher sie kommt
Deckungsbeitrag pro BestellungWas bleibt nach allen variablen Kosten von einem Verkauf übrig?Warenwirtschaft, Buchhaltung
Customer Lifetime Value (Deckungsbeitrag über 12 bis 24 Monate)Was bringt ein Kunde über die gesamte Kundenbeziehung?Shop- oder CRM-Daten, Kohortenanalyse
Maximale Kundenakquisekosten (Ziel-CAC)Wie viel darf die Gewinnung eines Neukunden kosten?Abgeleitet aus Deckungsbeitrag und Customer Lifetime Value
Break-even-ROASAb welchem ROAS verdient eine Kampagne Geld?1 ÷ Deckungsbeitragsquote
Conversion-Rate je Kanal und LandingpageWie viele Besucher werden zu Kunden oder Leads?Google Analytics 4, Google Ads
Suchvolumen und SaisonalitätWie groß ist die Nachfrage und wann tritt sie auf?Google Keyword Planner, Google Trends, Search Console

So rechnen E-Commerce und B2B

Ein Beispiel aus dem E-Commerce: Ein Produkt kostet 80 Euro netto. Einkauf, Versand, Zahlungsgebühren und anteilige Retouren summieren sich auf 44 Euro. Es bleiben 36 Euro Deckungsbeitrag, eine Quote von 45 Prozent. Der Break-even-ROAS liegt damit bei 1 ÷ 0,45 = 2,2. Jede Kampagne darunter kostet Geld, sofern der Kunde nicht wiederkauft.

Im B2B-Geschäft rechnet man rückwärts vom Abschluss zum Lead. Bringt ein Neukunde im ersten Jahr 12.000 Euro Deckungsbeitrag und will das Start-up höchstens ein Viertel davon für die Akquise ausgeben, liegt der Ziel-CAC bei 3.000 Euro. Wird jeder zehnte Lead zum Kunden, darf ein Lead maximal 300 Euro kosten. Mit dieser Zahl lässt sich jede Kampagne bewerten, bevor der erste Euro fließt.

Junge Start-ups haben für den Customer Lifetime Value oft noch keine Historie. Dann gilt: konservativ mit dem Deckungsbeitrag des Erstkaufs planen und nach sechs Monaten anhand der ersten Kundenkohorten prüfen, wie viele wiederkaufen. Erst mit diesen Daten lässt sich ein höherer Ziel-CAC begründen.

Die Nachfrage setzt die Obergrenze

Liegt das relevante Suchvolumen bei 2.000 Anfragen im Monat, lässt sich ein Ads-Budget nicht beliebig skalieren. Mehr Budget bedeutet dann teurere Klicks auf Begriffe, die immer weniger zum Angebot passen. Wer vor der Planung das Suchvolumen der eigenen Kernbegriffe kennt, weiß, ab welchem Betrag zusätzliches Geld kaum noch Kunden bringt.

Vor der nächsten Budgetrunde lohnen sich deshalb drei Fragen: Kenne ich meinen Deckungsbeitrag pro Bestellung und damit meinen Break-even-ROAS? Weiß ich, wie viel ein Neukunde maximal kosten darf? Und wie groß ist die Nachfrage, die ich mit meinem Budget erreichen will? Wer diese Fragen mit Zahlen beantwortet, entscheidet über Budgets, statt sie nur zu verteilen.

Bildcredits Paularina Fotografie

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

2,8 Millionen Euro Seed-Kapital: KI-Plattform TODAY revolutioniert die Finanzberatung

0
TODAY: KI und Finanzierung über 2,8 Millionen Euro Today Gründer Artem Demchenkov und Michael Gackstatter

KI-Agenten für Finanz- und Versicherungsberater: TODAY sichert sich €2,8M Seed-Finanzierung

  • TODAY, die KI-Plattform für Finanz- und Versicherungsberater, sichert sich €2,8M in einer Seed-Finanzierungsrunde, angeführt von High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Insurtech Gateway. Seed X, Lucid Capital, der eh. HDI-CEO Herbert Rogenhofer und Tech11-Gründer Pierre Dubosq investieren ebenfalls.
  • 3.500 Berater von Versicherern, Vertrieben und Maklern nutzen TODAY bereits im Alltag, um Beratungen zu dokumentieren, Nacharbeit zu automatisieren und jedes Kundengespräch zu verbessern.
  • Die Runde fällt zusammen mit der Altersvorsorgereform, intensiver Marktkonsolidierung und steigender regulatorischer Last, die alle Berater dazu zwingt, mehr Kunden bei gleichen Ressourcen zu beraten.
  • Michael Gackstatter, TODAY Mitgründer und CEO: „Während KI die Finanzberatung neu sortiert, skalieren wir menschliche Empathie und beschleunigen unser Wachstum.“

TODAY erhält 2,8 Millionen Euro Seed-Finanzierung

Das KI-Startup UseToday ApS (TODAY) mit Sitz in Kopenhagen und Berlin hat erfolgreich eine €2,8M Seed-Finanzierung abgeschlossen. High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Insurtech Gateway führen die Runde gemeinsam an, während Seed X, Lucid Capital, eh. HDI-CEO Herbert Rogenhofer und Tech11-Gründer Pierre Dubosq ebenfalls investieren. Das Kapital fließt in die Skalierung im DACH-Raum und den Ausbau der agentischen Back- und Frontoffice-Automatisierung.

Berater, die die Plattform nutzen, realisieren bis zu 10% mehr Umsatz und sparen im Schnitt 5 Stunden pro Woche an administrativer Arbeit. Die Mitgründer Michael Gackstatter (CEO) und Artem Demchenkov (CTO) hatten zuvor Führungspositionen bei Fintechs und InsurTechs wie CLARK, Funding Circle und Billie inne.

KI-Agenten sollen Finanz- und Versicherungsberater entlasten

Während Endkunden KI-Tools zunehmend selbst einsetzen und anstehende Rentenreformen den Wettbewerb intensivieren, sind Berater in Versicherern, Banken, Vertrieben und Maklerhäusern unter Druck, ihre Geschäftsmodelle zu digitalisieren und automatisieren.

Bis dato bleiben existierende Lösungen hinter der technischen Entwicklung zurück, während gleichzeitig branchenspezifische Lösungen mit starker Compliance fehlen. TODAY schließt diese Lücke mit KI-Agenten, die „Compliance-first“ entwickelt wurden und Beratern echte Arbeit abnehmen.

Ihr Betriebssystem für Finanzvertrieb transkribiert Kundentermine, erledigt Routineaufgaben im Backoffice, coacht Berater vertrieblich und nimmt eingehende Telefonate entgegen. Im Ergebnis erhalten Berater durchschnittlich laut eigenen Angaben 50x mehr Einblicke in Kundentermine als zuvor.

Mehr als 3.500 Vermittler setzen bereits auf TODAY

Die abgeschlossene Finanzierung ist ein weiterer Meilenstein, nachdem führende Versicherer und Vertriebe mit über 3.500 Vermittlern auf TODAY setzen. Die Seed-Runde ermöglicht TODAY die Skalierung innerhalb des DACH-Raums und das gesamte Back- und Frontoffice agentisch zu transformieren.

TODAY CEO Michael Gackstatter: „Wir skalieren Empathie“

„Während KI die Finanzberatung neu ordnet, skalieren wir Empathie. Unsere Agenten übernehmen Administratives, sodass Berater ihre Zeit mit Kunden verbringen. Mit unseren starken Investoren an Bord bieten wir das jedem Beraterteam im DACH-Raum an.“

HTGF sieht Potenzial für Vertical AI im Finanzvertrieb

Tizian Hoppen, Senior Investment Manager beim HTGF:

„Michael und Artem kombinieren wertvolle Erfahrung in der Skalierung von Finanzdienstleistungsunternehmen mit einer herausragenden Umsetzungskompetenz. Während technologische und demografische Veränderungen den Finanzvertrieb zunehmend komplex und mühsam machen, glauben wir, dass TODAY’s Vertical AI-Lösung diese Ineffizienzen aus dem Alltag von Finanzberatern beseitigen wird.“

Insurtech Gateway setzt auf Effizienz und Compliance

Robert Lumley, Co-Founder bei Insurtech Gateway:

„Michael und Artem kombinieren tiefe Branchenerfahrung mit einem starken Track Record in der Umsetzung. Am meisten hat uns beeindruckt, wie eng das Team mit Beratern zusammenarbeitet, um Produkte zu entwickeln, die echte operative Herausforderungen lösen. TODAY adressiert einen klaren Bedarf nach höherer Effizienz, stärkerer Compliance und besseren Kundenergebnissen entlang des gesamten Beratungsprozesses. Indem TODAY Firmen hilft, Kunden effizienter zu gewinnen, behalten und betreuen – und gleichzeitig Beratern mehr Zeit für ihre Kunden zu schaffen – hat TODAY eine sehr attraktive Lösung entwickelt. Wir freuen uns sehr, Sie in der nächsten Phase ihres Wachstums zu unterstützen.“

Seed X sieht KI als Produktivitätstreiber für Berater

Mathias Jaeggi, Partner, Seed X:

„Die nächste Welle von KI bei Versicherern dreht sich nicht um Experimente; sondern darum, Intelligenz in die täglichen Prozesse jedes Beraters zu integrieren. Michael und Artem verstehen diese Industrie in- und auswendig und haben bewiesen, dass sie liefern. TODAY hat die Chance, KI in einen echten Produktivitätstreiber für Berater zu machen und wir von Seed X sind begeistert, das Team auf dieser Reise zu unterstützen.“

Was macht TODAY?

TODAY entwickelt eine KI-Plattform für Finanz- und Versicherungsberater. Die KI übernimmt administrative Aufgaben, transkribiert Kundengespräche und unterstützt Berater bei der Kundenbetreuung.

Wie hoch ist die Finanzierung von TODAY?

TODAY hat eine Seed-Finanzierung in Höhe von 2,8 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Finanzierungsrunde vom High-Tech Gründerfonds und Insurtech Gateway.

Wofür nutzt TODAY die neue Finanzierung?

TODAY will mit der Finanzierung seine KI weiterentwickeln, die Back- und Frontoffice-Automatisierung ausbauen und die Plattform im DACH-Raum skalieren.

Bild Today Gründer Artem Demchenkov und Michael Gackstatter Bildcredits Today

Quelle High-Tech Gründerfonds Management GmbH

2 Millionen Euro für Finches: KI-Frühwarnsystem sichert landwirtschaftliche Lieferketten

0
Finches Finanzierung: 2 Mio. Euro für sichere Lieferkette Gründerinnen Team Bild stehend

Finches erhält 2 Millionen Euro Pre-Seed für KI-Frühwarnsystem im Agrareinkauf

Klimaextreme und geopolitische Krisen bedrohen die Lebensmittelversorgung: Finches schützt Hersteller proaktiv vor Rohstoffausfällen und stillstehenden Fabriken.

Executive Summary

Das bayerische Startup Finches GmbH hat eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von 2 Millionen Euro abgeschlossen.

Angeführt wird die Runde vom High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Co-Lead Vanagon Ventures. Neu dabei ist zudem Bayern Kapital; Bestandsinvestor UnternehmerTUM Funding for Innovators sowie ein Kreis strategischer Business Angels aus der Industrie und Tech-Branche investieren erneut.

Finches macht Sourcing-Risiken dort sichtbar, wo sie beginnen: direkt auf dem Feld. Einkaufsteams erhalten Wochen vor einem Lieferengpass eine belastbare Frühwarnung und konkrete Handlungsalternativen.

Der Bedarf ist groß: Unternehmen, die Rohstoffe aus der Landwirtschaft beziehen, sind wachsender Volatilität durch Klima, Schädlinge und geopolitische Störungen ausgesetzt und suchen aktiv nach genau dieser Art von Frühwarnung.

Finches schließt Pre-Seed-Finanzierungsrunde über 2 Millionen Euro ab

Das Startup Finches hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 2 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Runde vom High-Tech Gründerfonds (HTGF), als Co-Lead beteiligt sich Vanagon Ventures. Neu eingestiegen ist ebenso Bayern Kapital; UnternehmerTUM Funding for Innovators und weitere Business Angels aus Industrie und Tech investieren im Rahmen eines Follow-ons erneut.

Finches führt unternehmensinterne Daten zu Lieferanten, Anbauflächen und Verträgen mit externen Informationsquellen zusammen, von Wetter- und Satellitenanalysen über lokale Nachrichten bis hin zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Berichten eigener Agronom vor Ort. Auf dieser Basis generiert die Plattform präzise Frühwarnungen. Sie identifiziert betroffene Regionen und Lieferketten und gibt dem Einkauf direkte Handlungsempfehlungen an die Hand. So sichern Einkaufsteams Menge, Qualität und Wirtschaftlichkeit ihrer Rohstoffe proaktiv ab, lange bevor Ernteausfälle oder Qualitätsprobleme die Produktion gefährden.

Klimawandel und geopolitische Krisen erhöhen die Risiken

Während die globale Landwirtschaft über Jahrtausende auf stabilen und verlässlichen klimatischen Zyklen basierte, haben der rasante Klimawandel, Extremwetter und geopolitische Krisen diese fundamentale Planbarkeit heute faktisch zerstört.

Unternehmen, die Rohstoffe aus der Landwirtschaft beziehen, sehen sich einer Volatilität ausgesetzt, für die klassische Lieferketten-Prozesse nicht gebaut sind. Engpässe entstehen im Feld, bereits Monate bevor der Rohstoff das Werkstor erreicht. Heute werden sie aber meist erst sichtbar, wenn es zu spät ist.

KI-Frühwarnsystem soll Lieferengpässe frühzeitig erkennen

Genau hier setzt Finches an: Die Plattform bündelt Feldbeobachtungen zu einer einheitlichen Datenbasis über Anbauregionen und Lieferantennetzwerke hinweg. Diese verknüpft sie mit externen Signalen wie Wetter-, Schädlings-, Satelliten- und Marktdaten sowie hyperlokalen Nachrichten.

Daraus entstehen belastbare Frühwarnungen für Unternehmen und deren Einkaufsteams mit zusätzlicher Vorlaufzeit. Finches Intelligence ist seit September 2026 live. Zu den ersten Kunden und Partnern zählen ein führender Hersteller von Bio-Babynahrung und ein nordamerikanischer Fortune-500-Lebensmittelkonzern.

Finanzierung soll Produkt und Vertrieb vorantreiben

Mit dem Kapital bauen die Gründerinnen Produkt und Vertrieb aus. Catharina van Delden (CEO) hat mit innosabi bereits ein Softwareunternehmen zum europäischen Marktführer für Innovationsmanagement aufgebaut und 2021 an Questel verkauft.

Dr. Stefanie Glenn (CTO) hat in Cambridge in Genetik promoviert und war danach unter anderem bei Google und BMW in Engineering- und Führungsrollen im Bereich Enterprise-KI tätig.

Alexandra Vázquez Bea (CFO/COO) kommt aus der Lebensmittelindustrie: Sie war CFO/COO bei Oetker Digital und hat den Börsengang der Veganz Group AG verantwortet.

Catharina van Delden: „Der Rohstoffeinkauf wird zur Frage der Versorgungssicherheit“

Catharina van Delden, CEO & Mitgründerin von Finches:

„Der Dürresommer 2026 hat gezeigt, dass sich Europas Lebensmittelhersteller nicht mehr darauf verlassen können, ihre Rohstoffe jedes Jahr in der Menge und Qualität zu bekommen, die sie brauchen. Damit wird der Rohstoffeinkauf zu einer Frage der Versorgungssicherheit. Die Warnsignale gibt es meist Wochen vorher, aber sie erreichen den Einkauf zu spät. Mit der Finanzierung bringen wir Finches zu mehr Unternehmen, damit sie rechtzeitig andere Herkünfte sichern, früher einkaufen oder ihre Produktion umplanen können.“

Dr. Stefanie Glenn: Datenströme zu klaren Handlungsoptionen verbinden

Dr. Stefanie Glenn, CTO & Mitgründerin von Finches:

„Die Einflussfaktoren auf die Landwirtschaft bilden ein hochkomplexes Gefüge. Das Problem: Die relevanten Daten lagen bislang nur fragmentiert vor. Finches führt diese isolierten Datenströme zusammen. Wir verbinden lokale Felddaten in Echtzeit mit geopolitischen Entwicklungen, Marktanalysen, globalen Klimamodellen und internen Unternehmensdaten wie Laborberichten. Damit übersetzen wir unübersichtliche Einflussfaktoren in klare Handlungsoptionen und machen die Komplexität der Lieferkette beherrschbar.“

Alexandra Vázquez Bea: Operative Resilienz wird zur finanziellen Notwendigkeit

Alexandra Vázquez Bea, CFO/COO & Mitgründerin von Finches:

„Die Zeiten vorhersehbarer Erträge und Kosten in der Lebensmittelindustrie sind lange vorbei. Wenn Unternehmen auf Engpässe in der Rohstoffbeschaffung erst reagieren, wenn die Lieferung ausfällt, schlägt dies sofort massiv auf das Ergebnis durch. Mit Finches drehen wir dieses Prinzip um: Wir übersetzen Klima-, Schädlings- und Risikosignale in konkrete Entscheidungen, lange bevor die Ware am Werkstor fehlt. Damit helfen wir, operative Resilienz zu sichern, die in unserer volatilen Welt eine harte finanzielle Notwendigkeit geworden ist.“

HTGF sieht zentrale Herausforderung für globale Agrarlieferketten

Anna Stetter, Investment Managerin beim HTGF:

„Finches adressiert eine zentrale Herausforderung unserer Zeit: resiliente globale Agrarlieferketten in einem Umfeld, das von Klimawandel und geopolitischen Veränderungen geprägt ist. Besonders beeindruckt hat uns, wie tief das Gründerinnenteam die Herausforderungen der Branche verstanden hat und wie schnell es daraus eine technologisch überzeugende Lösung entwickelt.“

Vanagon Ventures sieht großes Potenzial in der Technologie

Susanne Fromm, General Partner bei Vanagon Ventures:

„Finches adressiert ein riesiges Problem, das trotz seiner Tragweite meist noch unter der Oberfläche schwelt. Die Lebensmittelbranche sieht die Planbarkeit in der Lieferkette schwinden, hatte aber bisher keine Antwort darauf. Dabei sind die Signale für einen Engpass oft Monate vorher da, nur liegen sie verstreut über Wetterdaten, Feldberichte, Laborwerte und Marktdaten. Finches führt sie zusammen und verschafft Einkaufsteams damit wertvolle Zeit, in der sie noch handeln können.“

Was macht Finches?

Finches entwickelt ein KI-Frühwarnsystem für den Einkauf landwirtschaftlicher Rohstoffe. Die Plattform erkennt Risiken in der Lieferkette frühzeitig und liefert Einkaufsteams konkrete Handlungsempfehlungen.

Wie hoch ist die Finanzierung von Finches?

Finches hat eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von 2 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Finanzierungsrunde vom High-Tech Gründerfonds und Vanagon Ventures.

Wie hilft Finches Unternehmen bei der Lieferkette?

Finches verbindet unter anderem Feld-, Wetter-, Satelliten-, Markt- und Unternehmensdaten. Dadurch sollen mögliche Lieferengpässe und Rohstoffrisiken bereits Wochen oder Monate im Voraus erkannt werden.

Bildcredits Finches

Quelle High-Tech Gründerfonds Management GmbH

SproutWorld bringt MiniHouse auf den Markt

0
MiniHouse: SproutWorld erweitert den Pflanzbleistift

Bleistift, Topf und Erde als kompakter Markenartikel

Neues Komplettset macht aus dem Pflanzbleistift ein aufmerksamkeitsstarkes Werbemittel mit zusätzlicher Branding-Fläche

Der dänische Hersteller SproutWorld erweitert sein Sortiment um das Sprout MiniHouse. Das kompakte Pflanzset kombiniert einen Mini-Pflanzbleistift von SproutWorld mit einem Papiertopf und einem gepressten Anzuchtmedium. Das Produkt richtet sich insbesondere an Unternehmen, die nachhaltige Werbemittel für Messen, Events, Kampagnen, Onboarding oder als Kundengeschenke einsetzen möchten.

SproutWorld reagiert auf Nachfrage von Unternehmen

Die Produktidee entstand aus der Nachfrage von Unternehmen, die ihren Kundinnen und Kunden nicht nur einen Pflanzbleistift mitgeben, sondern auch den nächsten Schritt – das Pflanzen – möglichst einfach machen wollten.

„Wir haben zunehmend Anfragen von Unternehmen erhalten, die den Sprout-Bleistift direkt mit allem anbieten möchten, was man zum Pflanzen benötigt“, sagt Michael Stausholm, Gründer und CEO von SproutWorld. „Mit dem MiniHouse ist der komplette Vorgang in einem Produkt vereint. Der Empfänger muss weder einen Topf noch Erde besorgen – der Bleistift kann direkt nach Gebrauch eingepflanzt werden.“

Vom Werbeartikel zum kleinen Pflanzprojekt

Der Sprout-Bleistift wird in der EU aus zertifiziertem Holz hergestellt und verfügt anstelle eines Radiergummis über eine Samenkapsel. Wird der Bleistift zu kurz zum Schreiben, kann er in Erde gesteckt und – je nach gewählter Variante – zu Kräutern, Blumen oder Gemüse herangezogen werden.

Für Unternehmen entsteht damit ein Werbemittel, das über die klassische Nutzungsphase hinausgeht: Aus dem Markenartikel wird nach seiner Verwendung ein kleines Pflanzprojekt. Das MiniHouse verstärkt diesen Effekt und bietet gleichzeitig zusätzliche Möglichkeiten für die Markenkommunikation.

Individuelles Branding für Unternehmen und Kampagnen

So können sowohl das MiniHouse als auch der Bleistift mit Logo, Botschaft, Farben oder einem individuellen Design gestaltet werden. Die zusätzliche Fläche des Hauses schafft dabei mehr Raum für Kampagnenbotschaften und Gestaltung als der Bleistift allein.

Auch nach dem Einpflanzen bleibt das MiniHouse nutzbar: Es kann anschließend als Stiftehalter weiterverwendet werden.

Sprout MiniHouse im Überblick

MiniHouse: SproutWorld erweitert den Pflanzbleistift
  • Mini-Pflanzbleistift von SproutWorld
  • Papiertopf und gepresstes Anzuchtmedium inklusive
  • Kein zusätzlicher Topf oder Pflanzerde für den Empfänger erforderlich
  • Individuell mit Logo, Botschaft, Farben oder eigenem Design gestaltbar
  • MiniHouse aus FSC-zertifiziertem Karton
  • Nach dem Pflanzen als Stiftehalter wiederverwendbar
  • Maße: 6,4 × 11,5 × 6,4 cm
  • Geeignet für Messen, Konferenzen, Marketingkampagnen, Onboarding, Promotion-Aktionen, Retail und Zugaben zum Kauf

Weitere Informationen zu SproutWorld

Weitere Informationen: www.sproutworld.com

Bildcredits SproutWorld

Quelle Christine Maria Veauthier PR Professional

Wenn Sparen zur Sackgasse wird

0
Unternehmen: Führung statt reinem Cost-Cutting Bild Hagen Schoenfeld Bildquelle Masterpiece GmbH
Masterpiece: Hagen Schönfeld München, 12.11.2021 FOTO: FRANK BAUER

Cost-Cutting allein wird deutsche Unternehmen nicht aus der Krise führen

Führende Wirtschaftsforscher und das ifo Institut rechnen im Jahresdurchschnitt 2026 mit einem geringen Wachstum von 0,5 bis 0,8 Prozent. In vielen Unternehmen dürften diese Zahlen als düstere Bestätigung dessen gewertet werden, was sie längst im Alltag spüren: Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt, Investitionen werden genauer geprüft, Neueinstellungen vorsichtiger geplant und Stellenabbauprogramme nehmen Kontur an. Dabei ist die anhaltende Krisenstimmung nicht einfach nur eine Reaktion auf einen kurzfristigen konjunkturellen Einbruch. Zahlreiche Branchen stehen vor strukturellen Herausforderungen. Hohe Energiekosten, geopolitische Unsicherheiten, schwache Nachfrage, schleppende Reformen und der digitale Rückstand setzen Betriebe gleichzeitig unter Druck. Wer hier glaubt, allein mit klassischen Cost-Cutting-Programmen aus der Krise zu kommen, unterschätzt die eigentliche Dimension der Aufgabe. Unternehmen brauchen Führung, die Kosten, die Umsatzseite und das Geschäftsmodell gemeinsam weiterentwickelt.

Die Krise hinterlässt Spuren

Obwohl sich die Stimmung laut ifo Institut in den Firmen zuletzt leicht aufgehellt hat, sind sie mit ihren laufenden Geschäften etwas weniger zufrieden. Auch die Exporterwartungen verbesserten sich geringfügig. Von einer breiten Erholung kann dennoch keine Rede sein. Die Exportwirtschaft kommt weiterhin nicht richtig in Schwung und viele Unternehmen hoffen auf stärkere Impulse aus den internationalen Absatzmärkten. Besonders deutlich macht sich der Druck in der Industrie bemerkbar, wo Unternehmen mit schwacher Nachfrage, hohen Kosten und starkem internationalen Wettbewerb kämpfen. Auch der Handel spürt diese Schwäche unmittelbar. Vor allem im B2B-Geschäft führen geringere Produktion, weniger Materialverbrauch und verschobene Investitionen schnell zu weniger Nachbestellungen und sinkenden Umsätzen. Aber auch in anderen Branchen reicht die Krise tief in die Betriebe hinein. Kein Wunder also, dass Unternehmen defensiv reagieren und konsequent Kosten prüfen. Wer das nicht tut, verliert irgendwann Handlungsspielraum. Gefährlich wird Cost-Cutting allerdings, wenn Kostensenkung mit Wettbewerbsfähigkeit gleichgesetzt wird.

Wenn Cost-Cutting nicht mehr reicht

Klassische Sparprogramme können kurzfristig Wirkung zeigen. Werden Budgets reduziert, Investitionen verschoben, Positionen nicht nachbesetzt oder Strukturen verkleinert, lassen sich Kosten senken und Kennzahlen verbessern. Die entscheidende Frage lautet jedoch, ob sich damit auch die Ursachen der wirtschaftlichen Schwäche beseitigen lassen. Genau hier stoßen rein kostengetriebene Programme an ihre Grenzen. Sind Prozesse zu langsam, Verantwortlichkeiten unklar oder Strukturen zu komplex, steigert sich die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens nicht automatisch, nur weil es weniger ausgibt. Auch die Roland-Berger-Studie „Restrukturierung in der Transformation: Kosten im Griff, Zukunft im Blick“ wies bereits 2025 in diese Richtung. Lediglich 33 Prozent der befragten Führungskräfte halten rein kostengetriebene Programme für Erfolg versprechend. 56 Prozent gehen davon aus, dass Cost-Cutting in Zeiten, in denen Krisen und Ungewissheit zum Dauerbegleiter der Wirtschaft geworden sind und hohe qualitative Transformationsprozesse in Unternehmen anstehen, zu kurz greift.

Das heißt: Kosten dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Firmen müssen unterscheiden, welche Ausgaben tatsächliche unnötige Komplexität finanzieren und welche Ressourcen sie benötigen, um zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Transformation braucht Führung

Ein zentraler Ansatzpunkt liegt in der Organisation selbst. Zahlreiche Betriebe erkennen erst spät, dass ihre eigene Komplexität ein Problem geworden ist. Über Jahre gewachsene Strukturen resultieren allzu häufig in zusätzlichen Abstimmungsschleifen und unklaren Zuständigkeiten, sodass sich Entscheidungen verlangsamen und Ressourcen gebunden werden. Wie Vidgof, Wurm und Mendling (2023) zeigen, geht eine hohe Prozesskomplexität mit längeren Durchlaufzeiten einher, was auf einen starken Effizienzverlust hindeutet. Entsprechend sind Führungskräfte gefordert, operative Abläufe kritisch zu hinterfragen: Wie schnell werden Entscheidungen getroffen? Wie viele Schleifen braucht Verantwortung? Welche Ebene schafft wirklich Wert und welche beschäftigt sich vor allem selbst? Effizienz ist dabei ein wichtiger strategischer Hebel zur Zukunftssicherung, sollte aber nie ein Selbstzweck werden.

Entscheidend ist nicht, möglichst viel zu streichen, sondern die Organisation leistungsfähiger zu machen. Das kann bedeuten, Komplexität abzubauen, Verantwortlichkeiten klarer zu definieren oder Strukturen neu aufzusetzen. Führung muss dabei mehr leisten, als Einsparziele vorzugeben. Gefragt sind eher Leader, die die Fähigkeit besitzen, belastbare, leistungsfähige Systeme zu etablieren, ohne Organisationen zu überfordern oder Menschen zu demotivieren. Das heißt auch: eindeutige Erwartungen zu kommunizieren, Zuständigkeiten zu klären, Entscheidungsräume zu definieren, Zielbilder zu vermitteln, Fortschritte zu reflektieren und dabei Vertrauen zu stiften und den Zusammenhalt im Team zu fördern. Das braucht Mut, Fingerspitzengefühl und Timing, denn idealerweise stellen sich Unternehmen diese Fragen nicht erst, wenn die Zahlen schlecht sind. Vor die Welle zu kommen, heißt: handeln, bevor der Markt einen zwingt.

Bild Hagen Schoenfeld Bildquelle Masterpiece GmbH

Autor

Hagen Schönfeld ist Gründer und Geschäftsführer der Masterpiece GmbH – Executive Search Advisors. Seine Schwerpunkte liegen im industriellen Umfeld, mit Fokus auf technologische Innovation, Unternehmertum, Fertigungslösungen und Transformation im Lösungsgeschäft. 

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Für den perfekten Sitz: CROPSTA erobert in „Die Höhle der Löwen“ den Modemarkt

0
CROPSTA: Fashion in Die Höhle der Löwen Bild: Gründerpaar Charlotte Lieben und Mike Leon Lichtenberg Foto: RTL

CROPSTA verbindet Fashion mit einer einfachen Styling-Lösung und wird am 12. Oktober 2026 in der Höhle der Löwen pitchen

Wie ist die Idee entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?

Hinter CROPSTA stehen wir, Charlotte und Mike. Die Idee ist tatsächlich aus einem ganz alltäglichen Problem entstanden. Charlotte wollte ihre Oberteile kürzer tragen, ohne sie jedes Mal knoten, abschneiden oder irgendwie umständlich befestigen zu müssen. Irgendwann hat sie sich mit einem Gummiband aus einer alten Strumpfhose beholfen und genau da kam der Gedanke: Warum gibt es dafür eigentlich noch keine richtige Lösung? Aus diesem einfachen Moment ist nach und nach CROPSTA entstanden.

In welcher Branche seid ihr tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell eures Startups aus?

Wir bewegen uns im Fashion- und Accessoire-Bereich und sind gleichzeitig sehr stark im Social-Commerce zu Hause. CROPSTA ist ein simples Fashion-Tool, mit dem sich Oberteile innerhalb weniger Sekunden croppen und unterschiedlich stylen lassen. Unser Geschäftsmodell ist sehr digital aufgebaut. Wir verkaufen über unseren eigenen Onlineshop und Social-Commerce-Plattformen und arbeiten stark mit Creatorinnen und Creatorn zusammen. Dadurch entsteht viel unserer Markenbekanntheit direkt über Content und Empfehlungen aus der Community.

Welches konkrete Problem löst CROPSTA und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?

Viele kennen das: Ein Oberteil gefällt einem eigentlich, aber die Länge passt nicht zum Outfit. Bisher wird dann geknotet, das Shirt in den BH gesteckt, abgeschnitten oder mit Haargummis improvisiert. CROPSTA soll genau dafür eine einfache, verstellbare und wiederverwendbare Lösung bieten. Uns hat überrascht, dass es für ein so alltägliches Stylingproblem bislang kaum ein Produkt gab, das genau dafür entwickelt wurde.

Warum habt ihr euch für die Teilnahme an Die Höhle der Löwen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Für uns war „Die Höhle der Löwen“ immer eine riesige Chance. Natürlich geht es um Kapital, aber ehrlich gesagt war für uns das Know-how fast noch wichtiger. Wir haben CROPSTA sehr viel aus eigener Kraft aufgebaut und vieles einfach selbst gelernt und ausprobiert. Irgendwann kommt aber der Punkt, an dem man merkt: Wenn wir daraus wirklich eine große Marke machen wollen, brauchen wir Menschen an unserer Seite, die diese nächsten Schritte schon mehrfach gegangen sind. Genau deshalb wollten wir in die Höhle.

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe bei Die Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?

Wir haben uns natürlich vorher sehr genau Gedanken darüber gemacht, welcher Löwe für CROPSTA besonders spannend wäre. Ralf Dümmel war dabei definitiv ganz weit oben auf unserer Liste, weil er unglaublich viel Erfahrung mit physischen Produkten, Handel, Vertrieb und Skalierung hat. Für uns war aber genauso wichtig, im Pitch zu spüren, wer von den Löwen unser Produkt und unsere Vision wirklich versteht.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren bei Die Höhle der Löwen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?

Ganz klar Erfahrung, Netzwerk und vor allem Skalierung. Wir sind sehr stark in Social Media, Content und Community und kennen unsere Zielgruppe sehr gut. Gleichzeitig gibt es Bereiche wie Handel, Logistik, Produktion und große Vertriebsstrukturen, in denen ein erfahrener Partner extrem viel bewegen kann. Genau diese Kombination wäre für uns besonders wertvoll.

Welche nächsten Schritte sind für CROPSTA nach eurem Auftritt bei Die Höhle der Löwen geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Unser Ziel ist es, CROPSTA von einem einzelnen erfolgreichen Produkt zu einer echten Fashion-Accessoire-Marke weiterzuentwickeln. Dafür arbeiten wir an neuen Produkten und Varianten, bauen unsere Creator-Strukturen weiter aus und professionalisieren gleichzeitig Logistik, Shop und Produktion. Auch der stationäre Handel ist für uns perspektivisch sehr spannend. Wir denken bei CROPSTA inzwischen deutlich größer als noch zu Beginn.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg als besonders wertvoll erwiesen?

Dass man nicht darauf warten darf, bis alles perfekt ist. Wir haben am Anfang extrem viel selbst gemacht, Fehler gemacht, Dinge wieder verändert und daraus gelernt. Gerade über Social Media bekommt man sehr schnell ehrliches Feedback vom Markt. Eine der wichtigsten Erkenntnisse war deshalb für uns: zuhören, ausprobieren und schnell reagieren. Gleichzeitig darf man sich von Rückschlägen nicht sofort aus der Bahn werfen lassen.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen leiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Einfach anfangen. Man braucht am ersten Tag weder das perfekte Branding noch den perfekten Shop oder ein riesiges Budget. Viel wichtiger ist herauszufinden, ob Menschen das Produkt wirklich haben wollen. Und man sollte keine Angst davor haben, Dinge zu testen, die vielleicht nicht funktionieren. Wir haben auf unserem Weg unglaublich viel durch Fehler gelernt – wahrscheinlich sogar mehr als durch die Dinge, die direkt funktioniert haben.

Was unterscheidet CROPSTA im Supermarktregal oder im Online-Shop optisch und inhaltlich von der Konkurrenz?

CROPSTA ist ein Produkt, bei dem man innerhalb weniger Sekunden versteht, welchen Nutzen es hat. Gleichzeitig legen wir sehr viel Wert darauf, dass es nicht wie ein technisches Hilfsmittel aussieht, sondern wie ein richtiges Fashion-Accessoire. Auch unsere Verpackung und gesamte Markenwelt sind entsprechend aufgebaut. Entscheidend ist für uns aber vor allem der Vorher-Nachher-Effekt: Sobald man sieht, was man mit CROPSTA aus einem normalen Oberteil machen kann, erklärt sich das Produkt fast von selbst.

Wie bereitet ihr eure Lieferkette und euren Online-Shop auf den enormen Nachfrage-Ansturm am Abend der Ausstrahlung von Die Höhle der Löwen vor?

Das ist tatsächlich eines der größten Themen rund um die Ausstrahlung. Wir haben unsere Produktion deutlich hochgefahren, unsere Lager- und Fulfillment-Prozesse professionalisiert und unseren Onlineshop auf höhere Bestellmengen vorbereitet. Gleichzeitig haben wir uns sehr intensiv mit unseren Abläufen beschäftigt, damit vom Bestelleingang bis zum Versand möglichst alles automatisiert und skalierbar funktioniert. Ob man auf einen solchen Abend wirklich zu hundert Prozent vorbereitet sein kann, werden wir wahrscheinlich erst danach wissen, aber wir haben definitiv alles dafür getan.

Sehen Sie CROPSTA am 12. Oktober 2026 in der Höhle der Löwen

Bild: Gründerpaar Charlotte Lieben und Mike Leon Lichtenberg Foto: RTL

Wir bedanken uns bei Charlotte Lieben und Mike Leon Lichtenberg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Mehr als nur Werbung: Wie AdAutomation die digitale Kundengewinnung für Unternehmen vereinfacht

0
AdAutomation: Unternehmen vereinfachen Kundengewinnung Emre Cosmus Ad Automation

AdAutomation unterstützt Unternehmen dabei, ihre digitale Kundengewinnung mit Werbekampagnen, Landingpages und einer zentralen Verwaltung von Kundenanfragen zu vereinfachen.

Können Sie sich und AdAutomation kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee zur Gründung entstanden ist?

Mein Name ist Emre Cosmus, ich bin Gründer von AdAutomation und komme aus dem Performance Marketing. Ich beschäftige mich seit mehreren Jahren damit, wie Unternehmen über digitale Werbung neue Kunden gewinnen können. AdAutomation verbindet KI-gestützte Werbekampagnen, Landingpages und die Verwaltung von Kundenanfragen in einer Plattform.

Die Idee ist aus meiner praktischen Arbeit entstanden. Viele kleinere Unternehmen brauchen Unterstützung bei der Kundengewinnung, haben aber weder ein eigenes Marketingteam noch die Zeit, verschiedene Systeme selbst zu betreuen. Ich wollte die Abläufe, die dafür notwendig sind, einfacher zugänglich machen und in einer Software zusammenführen.

Sie kommen aus dem Performance Marketing. Welche Erfahrungen aus dieser Zeit haben Ihnen gezeigt, dass es eine Plattform wie AdAutomation braucht?

Eine zentrale Erfahrung war, dass eine gute Werbeanzeige allein noch keine erfolgreiche Kundengewinnung ausmacht. Nach dem Klick muss vieles zusammenpassen: die Landingpage, das Formular, die Erfassung der Anfrage und die anschließende Bearbeitung durch das Unternehmen.

Gerade an diesen Übergängen entstehen häufig Probleme. Kontakte werden in unterschiedlichen Systemen gespeichert, Rückmeldungen erfolgen zu spät oder es fehlt die Übersicht darüber, welche Anfragen bereits bearbeitet wurden. Für mich wurde dadurch deutlich, dass wir den gesamten Ablauf betrachten müssen. Nur die Anzeigen zu optimieren, greift zu kurz.

Welches konkrete Problem lösen Sie mit AdAutomation für kleine und mittlere Unternehmen?

Wir reduzieren den technischen und organisatorischen Aufwand, der mit digitaler Kundengewinnung verbunden ist. Viele Unternehmen müssen dafür mehrere Werkzeuge kombinieren und sich Wissen über Werbung, Landingpages und Kontaktverwaltung aneignen. Das kostet Zeit, die im Tagesgeschäft oft fehlt.

AdAutomation bündelt diese Aufgaben. Unternehmen können Kampagnen erstellen, Interessenten auf passende Landingpages führen und eingehende Anfragen zentral bearbeiten. Unser Ziel ist, dass sie schneller einen strukturierten Prozess aufbauen und sich stärker auf Beratung, Angebote und Kundenbeziehungen konzentrieren können.

AdAutomation verbindet Werbekampagnen, Landingpages und die Verwaltung eingehender Kundenanfragen. Wie funktioniert dieser Prozess in der Praxis?

Am Anfang stehen das Angebot des Unternehmens und die Zielgruppe. Darauf aufbauend werden Werbeanzeigen und eine passende Landingpage erstellt. Ein Interessent sieht beispielsweise eine Anzeige auf Facebook oder Instagram, gelangt auf die Landingpage und kann dort eine Anfrage stellen.

Die übermittelten Kontaktdaten werden im integrierten CRM erfasst. Das Unternehmen kann anschließend nachvollziehen, welche Anfragen neu sind, wer bereits kontaktiert wurde und welche nächsten Schritte anstehen. So entsteht ein zusammenhängender Ablauf von der Anzeige bis zur Bearbeitung des Kontakts. Das persönliche Gespräch und der Verkaufsabschluss bleiben dabei Aufgaben des Unternehmens.

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz innerhalb der Plattform und an welchen Stellen übernimmt sie Aufgaben, die bisher manuell erledigt werden mussten?

KI unterstützt vor allem bei der Erstellung von Anzeigentexten und statischen Werbemitteln. Sie hilft dabei, verschiedene Ansprachevarianten für ein Angebot zu entwickeln. Dadurch lassen sich Ideen schneller umsetzen und testen, als wenn jede Variante vollständig manuell erstellt werden müsste.

Dabei unterscheiden wir zwischen KI und klassischer Automatisierung. Die Übertragung einer Anfrage ins CRM ist beispielsweise ein automatisierter Prozess, benötigt aber nicht zwangsläufig KI. Uns geht es darum, die jeweils passende Technik einzusetzen. Angebot, inhaltliche Richtigkeit und die Bewertung der Ergebnisse brauchen weiterhin menschliche Aufmerksamkeit.

Viele Unternehmen werben derzeit mit KI. Wo schafft KI in der Kundengewinnung tatsächlich einen messbaren Mehrwert und wo stößt sie aus Ihrer Sicht an Grenzen?

Ein gut messbarer Mehrwert liegt zunächst im Zeitaufwand: Wie lange dauert es, eine Kampagne vorzubereiten oder neue Anzeigenvarianten zu erstellen? KI kann diese Arbeit beschleunigen und damit mehr Tests ermöglichen.

Ob daraus wirtschaftlich bessere Ergebnisse entstehen, muss anhand echter Zahlen beurteilt werden. Dazu gehören die Kosten pro qualifizierter Anfrage, die Terminquote und letztlich die gewonnenen Kunden. Mehr Klicks oder günstige Kontakte allein reichen nicht aus.

Grenzen sehe ich dort, wo Marktverständnis, Vertrauen und persönliche Beratung entscheidend sind. KI kann weder ein unattraktives Angebot ausgleichen noch einen guten Verkaufsprozess ersetzen. Außerdem können ihre Vorschläge ungenau oder austauschbar sein. Deshalb bleiben klare Vorgaben und die Prüfung der Inhalte wichtig.

An welche Unternehmen richtet sich AdAutomation besonders und welche Voraussetzungen sollten diese mitbringen, um die Plattform sinnvoll einsetzen zu können?

AdAutomation richtet sich grundsätzlich an alle Unternehmen und Selbstständigen, die online mehr Kundenanfragen generieren möchten – unabhängig von ihrer Branche oder Unternehmensgröße. Die Plattform eignet sich sowohl für Betriebe, die erstmals digitale Werbung einsetzen, als auch für Unternehmen, die ihre bestehende Kundengewinnung vereinfachen und automatisieren möchten.

Wichtige Voraussetzungen sind ein klares Angebot, ein Werbebudget und die Möglichkeit, eingehende Anfragen zeitnah zu bearbeiten. Umfangreiche Marketingkenntnisse oder ein eigenes Marketingteam sind dafür nicht erforderlich.

Der Markt für Marketing-Automatisierung und KI-basierte Werbelösungen wächst. Wodurch unterscheidet sich AdAutomation von bestehenden Plattformen und klassischen Marketing-Agenturen?

Unser Schwerpunkt liegt auf dem zusammenhängenden Ablauf aus Werbung, Landingpage und Anfrageverwaltung. Wir richten diesen Prozess besonders auf kleinere Unternehmen aus, die Kundenanfragen gewinnen möchten und keine eigene Marketingabteilung haben.

Gegenüber einer individuell betreuenden Agentur ist unser Ansatz stärker standardisiert und softwarebasiert. Dadurch lässt sich wiederkehrende Arbeit automatisieren. Eine Agentur kann bei komplexen Strategien oder besonderen Anforderungen weiterhin sinnvoll sein. Wir wollen vor allem Unternehmen erreichen, die einen überschaubaren Einstieg und einen zentralen Ort für ihre digitale Kundengewinnung suchen.

Welche Herausforderungen waren beim Aufbau von AdAutomation bislang am größten und was haben Sie daraus als Gründer gelernt?

Eine der größten Herausforderungen ist, komplexe Abläufe so zu vereinfachen, dass sie für den Anwender verständlich bleiben. Hinter einer scheinbar einfachen Kampagne stehen viele Details: Kontoverknüpfungen, Tracking, Formulare, Datenübertragung und unterschiedliche Anforderungen der Unternehmen.

Meine wichtigste Erkenntnis daraus ist, dass mehr Funktionen nicht automatisch ein besseres Produkt ergeben. Entscheidend ist, ob ein Kunde den Ablauf versteht und damit im Alltag arbeiten kann. Deshalb sind klare Prioritäten, zuverlässige Grundlagen und Rückmeldungen aus der Praxis für mich besonders wichtig.

Wie soll sich AdAutomation in den kommenden Jahren weiterentwickeln und welche Funktionen oder Märkte stehen dabei besonders im Mittelpunkt?

Ich möchte AdAutomation entlang des gesamten Weges von der ersten Anfrage bis zum Kunden weiterentwickeln. Im Mittelpunkt stehen eine noch einfachere Bedienung, bessere Auswertungen zur Qualität der Anfragen und weitere Unterstützung bei deren Bearbeitung. Auch branchenspezifische Vorlagen und Abläufe spielen dabei eine wichtige Rolle.

Geografisch sehe ich den Schwerpunkt zunächst im deutschsprachigen Raum. Mir ist wichtig, die Bedürfnisse unserer Zielgruppen gut zu verstehen und die bestehenden Prozesse zuverlässig weiterzuentwickeln. Welche Funktionen als Nächstes entstehen, soll sich vor allem danach richten, wo Kunden im Alltag den größten Bedarf haben.

Welche drei Tipps würden Sie anderen Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Sprechen Sie früh mit potenziellen Kunden. Finden Sie heraus, welches Problem regelmäßig auftritt, wie es bisher gelöst wird und ob jemand für eine bessere Lösung bezahlen würde.

Zweitens: Konzentrieren Sie sich auf einen klaren Anwendungsfall. Gerade am Anfang ist die Versuchung groß, für jede Zielgruppe eine weitere Funktion zu bauen. Ein verlässlich gelöstes Problem ist wertvoller als eine lange Funktionsliste.

Drittens: Lernen Sie den Vertrieb genauso ernsthaft wie die Produktentwicklung. Ein gutes Produkt braucht verständliche Kommunikation, persönliche Gespräche und konsequentes Nachfassen. Die Rückmeldungen aus diesen Gesprächen helfen gleichzeitig dabei, das Produkt besser zu machen.

Bildcredits privat

Wir bedanken uns bei Emre Cosmus für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: AdAutomation

adautomation 
Logo transparent

Kontakt:

Emre Cosmus
Josefstraße 113/4
3100 St. Pölten
Österreich

adautomation.io

Ansprechpartner: Emre Cosmus

Social Media:
Instagram
Facebook

Von der Ausbildung zur Top-Digitalagentur: Wie Esat Beluli mit Hypex Media SEO, GEO und KI verbindet

0
Hypex Media: GEO und SEO für digitale Sichtbarkeit Bildrechte / Quelle: Christian Beier / Solinger Tageblatt

Hypex Media verbindet SEO und GEO mit Webentwicklung, KI-Automatisierung und digitalem Marketing, um Unternehmen bei ihrer digitalen Sichtbarkeit zu unterstützen.

Wer steckt hinter Hypex Media und wie ist die Idee entstanden, bereits parallel zur Ausbildung eine eigene Digitalagentur aufzubauen?

Hinter Hypex Media stehen ich, Esat Beluli, als Inhaber und Gründer sowie mein Geschäftspartner Endrin Imeri als Mitgründer.

Die Idee ist eigentlich aus unseren eigenen Erfahrungen im Internet entstanden. Wir waren schon früh in verschiedenen digitalen Bereichen aktiv, unter anderem mit Dropshipping, Reselling und Online-Marketing. Für diese Projekte brauchten wir immer wieder eigene Websites, Landingpages und digitale Verkaufsprozesse, um unsere Produkte und Ideen professionell zu vermarkten.

Mit der Zeit haben wir uns immer tiefer in Webentwicklung und digitales Marketing eingearbeitet und irgendwann gemerkt, dass wir diese Leistungen inzwischen auf einem Niveau umsetzen konnten, mit dem wir auch anderen Unternehmen einen echten Mehrwert bieten können. Genau daraus entstand der Gedanke, warum wir das nur für unsere eigenen Projekte machen sollten.

Gleichzeitig war uns von Anfang an klar, dass wir keine klassische Agentur sein wollten, die nur Websites erstellt. Deshalb haben wir uns intensiv mit Themen wie SEO, GEO für generative Suchsysteme und KI-Automatisierung beschäftigt und uns diese Bereiche mit viel Sorgfalt und Praxis selbst aufgebaut. Aus dieser Kombination entstand schließlich Hypex Media als Digitalagentur.

Dass ich Hypex Media parallel zu meiner Ausbildung aufgebaut habe, war eine bewusste Entscheidung. Meine Ausbildung befindet sich inzwischen auf der Zielgeraden und mein Ziel ist es, mich danach vollständig auf die Selbstständigkeit und den weiteren Aufbau von Hypex Media zu konzentrieren. Die Zeit während der Ausbildung wollte ich deshalb nutzen, um nicht erst nach dem Abschluss bei null anzufangen, sondern bereits ein funktionierendes Unternehmen, Erfahrung und echte Kundenprojekte aufgebaut zu haben.

Esat, du hast Hypex Media sehr jung gemeinsam mit deinem Geschäftspartner aufgebaut. Wie habt ihr die Aufgaben untereinander verteilt und welche Kompetenzen bringt ihr jeweils ins Unternehmen ein?

Die Aufgaben haben sich bei uns relativ natürlich verteilt. Ich übernehme als Inhaber und Gründer vor allem die strategische Ausrichtung von Hypex Media, den Vertrieb, Kundenkontakt, SEO, GEO, Marketing und die Entwicklung neuer Leistungen und Geschäftsbereiche. Mir ist besonders wichtig, früh zu erkennen, welche digitalen Themen für Unternehmen künftig relevant werden und wie wir daraus konkrete Lösungen entwickeln können.

Endrin übernimmt als Mitgründer stärker den technischen Part. Dazu gehören vor allem die Umsetzung von Websites, technische Lösungen und generell der IT-Bereich. Zusätzlich ist er stark in die Projektsteuerung und Organisation eingebunden und sorgt dafür, dass Projekte sauber umgesetzt und Deadlines eingehalten werden.

Wir ergänzen uns dadurch sehr gut. Ich bin stärker auf Vertrieb, Wachstum, Sichtbarkeit und neue digitale Themen fokussiert, während Endrin einen stärkeren Schwerpunkt auf Technik, Umsetzung und Struktur legt. Genau diese Kombination hilft uns dabei, Projekte nicht nur gut zu verkaufen, sondern auch technisch sauber und zuverlässig umzusetzen.

Welche Vision verfolgt ihr mit Hypex Media und wo soll die Agentur in den kommenden Jahren stehen?

Unsere Vision ist klar. Wir wollen Hypex Media langfristig zu einer der führenden Digitalagenturen in Deutschland entwickeln, mit dem Anspruch, irgendwann die Nummer 1 zu sein.

Dafür möchten wir Unternehmen nicht nur bei einzelnen Maßnahmen unterstützen, sondern sie langfristig als strategischer Partner begleiten. Unser Fokus liegt darauf, Webentwicklung, SEO, GEO, KI-Automatisierung und digitales Marketing so miteinander zu verbinden, dass daraus messbare Ergebnisse entstehen.

In den kommenden Jahren wollen wir Hypex Media weiter professionalisieren, unser Leistungsportfolio gezielt ausbauen und zunehmend auch mit größeren Unternehmen zusammenarbeiten. Besonders GEO, KI-Automatisierung und digitale Sichtbarkeit werden dabei eine zentrale Rolle spielen.

Gleichzeitig wollen wir kontrolliert wachsen. Unser Anspruch ist nicht, möglichst schnell möglichst groß zu werden, sondern Qualität, Innovation und saubere Umsetzung beizubehalten. Wenn wir diesen Weg konsequent weitergehen, ist unser langfristiges Ziel, Hypex Media als eine der bekanntesten und stärksten Digitalagenturen Deutschlands zu etablieren.

Welche Unternehmen gehören zu eurer Zielgruppe und bei welchen konkreten Problemen kommen Kunden heute auf Hypex Media zu?

Unsere Zielgruppe sind vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, die digital professioneller auftreten, besser gefunden werden und interne Prozesse effizienter gestalten möchten. Dabei arbeiten wir branchenübergreifend, unter anderem mit Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich, lokalen Dienstleistungsunternehmen und anderen wachstumsorientierten Betrieben.

Viele Kunden kommen zu uns, weil ihre Website veraltet ist, sie bei Google nicht ausreichend sichtbar sind oder weil sie merken, dass klassische SEO allein künftig nicht mehr ausreicht. Genau dort setzen wir mit Themen wie GEO und KI-Sichtbarkeit an.

Ein weiterer großer Bereich ist Automatisierung. Viele Unternehmen verlieren heute noch sehr viel Zeit durch manuelle Abläufe, etwa bei Kundenanfragen, Terminprozessen, Support oder internen Workflows. Wir schauen uns diese Prozesse an und entwickeln Lösungen, mit denen sich Teile davon sinnvoll automatisieren lassen.

Unser Anspruch ist dabei nicht, einfach einzelne Leistungen zu verkaufen, sondern zuerst zu verstehen, wo beim Unternehmen konkret Potenzial verloren geht und welche digitale Lösung dort wirklich sinnvoll ist.

Ihr verbindet klassische Suchmaschinenoptimierung mit GEO für generative Suchsysteme. Was verändert sich durch ChatGPT, Google AI Overviews und andere KI-Systeme aus eurer Sicht gerade grundlegend bei der digitalen Sichtbarkeit von Unternehmen?

Aus unserer Sicht verändert sich vor allem, wo und wie Menschen heute nach Informationen suchen. Früher war der klassische Weg oft klar. Suchanfrage bei Google, mehrere Ergebnisse vergleichen und anschließend eine Website besuchen. Heute bekommen Nutzer Antworten zunehmend direkt über ChatGPT, Google AI Overviews oder andere KI-Systeme.

Für Unternehmen bedeutet das, dass es nicht mehr ausreicht, nur bei klassischen Google-Suchergebnissen gut zu ranken. Sie müssen auch so aufgestellt sein, dass generative Systeme ihre Inhalte verstehen, einordnen und im besten Fall als relevante Quelle berücksichtigen können.

Genau hier kommt GEO ins Spiel. Es geht darum, Inhalte, Strukturen und externe Signale so aufzubauen, dass eine Marke nicht nur für Suchmaschinen, sondern auch für KI-Systeme eindeutig und vertrauenswürdig wird. Dazu gehören unter anderem saubere Unternehmensinformationen, strukturierte Daten, klare Themenautorität und konsistente externe Erwähnungen.

Wir glauben deshalb, dass sich SEO und GEO künftig nicht gegenseitig ersetzen, sondern immer stärker ergänzen. Unternehmen, die heute schon anfangen, beide Bereiche zusammenzudenken, schaffen sich einen deutlichen Vorsprung bei ihrer digitalen Sichtbarkeit.

GEO wird derzeit von vielen Agenturen als neues Geschäftsfeld entdeckt. Was macht Hypex Media in diesem Bereich konkret und wie messt ihr, ob eure Maßnahmen tatsächlich erfolgreich sind?

Für uns ist GEO kein einzelner Trendbegriff, sondern eine Erweiterung klassischer SEO-Arbeit. Wir schauen uns zunächst an, für welche Themen, Leistungen und Suchintentionen ein Unternehmen in generativen Systemen sichtbar sein sollte und welche Quellen dort aktuell bevorzugt berücksichtigt werden.

Darauf aufbauend optimieren wir unter anderem Inhalte, Seitenstrukturen, Entity-Signale, strukturierte Daten und externe Erwähnungen. Wichtig ist uns dabei, dass Unternehmen nicht nur irgendwo genannt werden, sondern von KI-Systemen möglichst eindeutig verstanden und dem richtigen Themenfeld zugeordnet werden.

Den Erfolg messen wir deshalb nicht nur über klassische Kennzahlen wie Rankings, Klicks und Impressionen, sondern zunehmend auch darüber, ob ein Unternehmen in relevanten KI-Antworten genannt, korrekt beschrieben und als Quelle berücksichtigt wird. Zusätzlich vergleichen wir, wie sich klassische Google-Sichtbarkeit und Sichtbarkeit in generativen Systemen entwickeln.

Gerade weil GEO noch ein relativ junges Feld ist, legen wir großen Wert auf Tests, saubere Dokumentation und darauf, Maßnahmen nicht einfach als Erfolg zu verkaufen, nur weil sie neu klingen. Entscheidend ist für uns immer, ob sich die digitale Sichtbarkeit eines Kunden tatsächlich verbessert.

Neben SEO und GEO bietet Hypex Media auch KI-Automatisierung an. Welche Prozesse lassen sich aus eurer Erfahrung bereits sinnvoll automatisieren und wo stößt KI im Unternehmensalltag noch an Grenzen?

Besonders gut lassen sich heute wiederkehrende und klar strukturierte Prozesse automatisieren. Dazu gehören zum Beispiel erste Kundenanfragen, Terminprozesse, Support, Lead-Erfassung, interne Weiterleitungen oder bestimmte Abläufe im CRM. Gerade bei Unternehmen mit vielen wiederkehrenden Anfragen kann KI sehr viel Zeit sparen und Prozesse deutlich effizienter machen.

Wichtig ist uns aber, Automatisierung nicht um jeden Preis einzusetzen. Nicht jeder Prozess sollte vollständig von KI übernommen werden. Sobald es um komplexe Entscheidungen, sensible Situationen oder individuelle Beratung geht, ist der Mensch weiterhin entscheidend.

Deshalb setzen wir bei Hypex Media eher auf eine sinnvolle Kombination. KI übernimmt Aufgaben, die sich zuverlässig automatisieren lassen, und gibt an einen Menschen weiter, sobald persönliche Einschätzung oder Verantwortung gefragt ist.

Aus unserer Sicht liegt der größte Fehler aktuell darin, KI entweder komplett zu überschätzen oder komplett abzulehnen. Der eigentliche Mehrwert entsteht dort, wo man sehr genau versteht, welche Prozesse automatisierbar sind und wo menschliche Kontrolle unverzichtbar bleibt.

Der Agenturmarkt ist stark umkämpft. Wodurch unterscheidet sich Hypex Media von etablierten Digital- und SEO-Agenturen und warum entscheiden sich Kunden für euch?

Wir versuchen gar nicht, eine klassische Agentur einfach nur etwas moderner aussehen zu lassen. Unser Anspruch ist, Themen miteinander zu verbinden, die bei vielen Anbietern noch getrennt betrachtet werden, also Webentwicklung, SEO, GEO, KI-Automatisierung und digitales Marketing.

Dadurch können wir Unternehmen ganzheitlicher begleiten. Wenn wir zum Beispiel eine Website umsetzen, denken wir nicht nur an Design und Technik, sondern gleichzeitig an Sichtbarkeit, Nutzerführung, Suchmaschinen, generative Systeme und mögliche Automatisierungen.

Ein weiterer Punkt ist unsere Arbeitsweise. Wir sind sehr nah an unseren Kunden, reagieren schnell und schauen uns Projekte individuell an, anstatt nur feste Standardpakete abzuarbeiten. Gerade als junge Agentur müssen wir uns jeden Auftrag durch Qualität und Verlässlichkeit verdienen und genau das prägt unsere Arbeit.

Ich glaube, viele Kunden entscheiden sich für uns, weil sie merken, dass wir uns intensiv mit ihrem Unternehmen beschäftigen und nicht einfach irgendeine Lösung verkaufen wollen. Wir möchten verstehen, was wirklich gebraucht wird und daraus eine Lösung entwickeln, die langfristig funktioniert.

Wie sieht euer aktuelles Geschäftsmodell aus und welche Leistungen tragen derzeit den größten Teil zum Umsatz von Hypex Media bei?

Unser Geschäftsmodell basiert auf einer Mischung aus einmaligen Projektleistungen und wiederkehrenden monatlichen Leistungen. Einmalige Projekte sind vor allem individuelle Websites, Landingpages, technische Umsetzungen und größere digitale Projekte.

Gleichzeitig bauen wir bewusst wiederkehrende Leistungen aus, weil wir unsere Kunden nicht nur einmalig betreuen, sondern langfristig begleiten möchten. Dazu gehören vor allem SEO, GEO, laufende Optimierungen, Automatisierungen und digitales Marketing.

Aktuell machen insbesondere Webprojekte sowie SEO- und GEO-Leistungen einen großen Teil unseres Umsatzes aus. Gleichzeitig sehen wir sehr viel Wachstumspotenzial bei KI-Automatisierung, weil immer mehr Unternehmen erkennen, wie viel Zeit sich durch gut aufgebaute Prozesse sparen lässt.

Langfristig möchten wir den Anteil wiederkehrender Umsätze weiter erhöhen und Hypex Media dadurch noch stabiler und skalierbarer aufstellen.

Ihr sprecht von einem Team hinter Hypex Media. Wie groß ist dieses aktuell, arbeitet ihr mit Festangestellten, Freelancern oder Partnern und wie möchtet ihr das Unternehmen personell weiterentwickeln?

Aktuell ist Hypex Media bewusst noch schlank aufgebaut. Im Kern bestehen wir aus mir als Inhaber und Gründer sowie Endrin als Mitgründer. Zusätzlich arbeiten wir projektbezogen mit externen Partnern und Freelancern zusammen, wenn bestimmte Kompetenzen oder zusätzliche Kapazitäten benötigt werden.

Uns ist wichtig, nicht zu früh eine große feste Struktur aufzubauen, sondern zunächst mit einem flexiblen Modell zu wachsen. So können wir je nach Projekt gezielt die passenden Kompetenzen einbinden und gleichzeitig die Qualität kontrollieren.

Langfristig möchten wir Hypex Media natürlich personell weiter ausbauen. Besonders in den Bereichen Entwicklung, SEO und GEO, Automatisierung und Projektmanagement sehen wir perspektivisch Bedarf. Unser Ziel ist aber, das Team kontrolliert aufzubauen und nur dann zu vergrößern, wenn die Strukturen und das Auftragsvolumen dauerhaft dazu passen.

Was war bislang die schwierigste Phase beim Aufbau von Hypex Media und welche unternehmerische Entscheidung würdet ihr heute anders treffen?

Die schwierigste Phase war für uns wahrscheinlich der Übergang von einzelnen Projekten hin zu einem wirklich strukturierten Agenturgeschäft. Am Anfang macht man vieles gleichzeitig selbst, probiert unterschiedliche Leistungen aus und merkt erst mit der Zeit, welche Prozesse, Angebote und Kundentypen wirklich zu einem passen.

Eine der größten Herausforderungen war deshalb, nicht jedem Projekt und jeder Möglichkeit hinterherzulaufen, sondern klarer zu entscheiden, welche Leistungen wir langfristig anbieten wollen und wo wir wirklich stark sein können.

Rückblickend würden wir früher noch stärker auf klare Prozesse, wiederkehrende Abläufe und eine fokussierte Positionierung setzen. Gerade am Anfang denkt man oft, man müsse möglichst viel anbieten, um keine Chance zu verpassen. Heute wissen wir, dass es langfristig wichtiger ist, in den eigenen Kernbereichen wirklich sehr gut zu sein und dort einen klaren Mehrwert zu schaffen.

Gleichzeitig waren genau diese Erfahrungen wichtig, weil sie uns geholfen haben, Hypex Media strukturierter aufzubauen und Entscheidungen heute deutlich bewusster zu treffen.

Welche konkreten Ziele habt ihr für Hypex Media in den nächsten zwei bis drei Jahren und welchen Rat würdet ihr jungen Gründerinnen und Gründern geben, die bereits während ihrer Ausbildung oder ihres Studiums ein Unternehmen aufbauen möchten?

In den nächsten zwei bis drei Jahren möchten wir Hypex Media deutlich weiterentwickeln, unser Kundenportfolio ausbauen und uns vor allem in den Bereichen SEO, GEO, KI-Automatisierung und Webentwicklung weiter spezialisieren. Unser langfristiges Ziel ist es, Hypex Media zu einer der führenden Digitalagenturen in Deutschland aufzubauen.

Dabei wollen wir aber nicht einfach nur schnell wachsen. Uns ist wichtig, die Strukturen im Unternehmen Schritt für Schritt professioneller aufzubauen, weitere Kompetenzen ins Team zu holen und gleichzeitig die Qualität unserer Arbeit beizubehalten. Wir möchten künftig auch verstärkt mit größeren Unternehmen zusammenarbeiten, ohne dabei die persönliche Betreuung zu verlieren.

Jungen Gründerinnen und Gründern würde ich raten, nicht auf den perfekten Zeitpunkt zu warten. Gerade während einer Ausbildung oder eines Studiums kann man schon sehr viel ausprobieren, lernen und erste Erfahrungen sammeln. Ich finde, man sollte so früh wie möglich anfangen, Verantwortung zu übernehmen und echte Projekte umzusetzen.

Natürlich läuft dabei nicht alles direkt perfekt. Man macht Fehler, ändert seine Meinung und merkt mit der Zeit, welche Entscheidungen gut waren und welche nicht. Genau das gehört aber dazu. Wichtig ist aus meiner Sicht, konsequent weiterzumachen, sich ständig weiterzuentwickeln und nicht bei jeder Schwierigkeit direkt alles infrage zu stellen.

Wenn man früh anfängt und über mehrere Jahre wirklich dranbleibt, kann man sich einen sehr großen Vorsprung aufbauen.

Bildrechte / Quelle:Christian Beier / Solinger Tageblatt

Wir bedanken uns bei Esat Beluli für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Kaffee trifft Künstliche Intelligenz: Wie UNICUP-Chef Kyunghan Bae sein Café in Südkorea digitalisiert

0
UNICUP COMPANY: KI im Café sinnvoll einsetzen Kyunghan Bae Gründer

UNICUP COMPANY zeigt, wie KI im Café bei Menüideen, Postern und kreativen Aufgaben unterstützen kann, während die endgültigen Entscheidungen beim Betreiber bleiben.

Kyunghan, stell dich und UNICUP COMPANY bitte kurz vor. Wie bist du dazu gekommen, 2024 ein eigenes Café in Südkorea zu eröffnen?

Ich bin Kyunghan Bae, Geschäftsführer von UNICUP COMPANY. Seit 2024 betreibe ich ein Café in Südkorea; UNICUP Coffee betreiben wir im Busan International Finance Center. Die Idee hinter der Marke ist ein hochwertiges Kaffeeerlebnis zu einem vernünftigen Preis. Mich interessiert dabei auch die Gestaltung: wie ein Getränk präsentiert wird, welche Menüideen zur Marke passen und was ein Poster auf den ersten Blick erzählt. Diese Arbeit gehört für mich zum Unternehmertum genauso wie der Betrieb vor Ort.

Welche Herausforderungen im täglichen Cafébetrieb haben dich dazu gebracht, Künstliche Intelligenz einzusetzen?

Bei mir geht es vor allem um die kreative Arbeit: Poster gestalten und Menüs weiterentwickeln. Ein neues Angebot braucht eine visuelle Idee, die man schnell versteht. Dafür nutze ich KI, um verschiedene Richtungen auszuprobieren, bevor ich mich auf eine Gestaltung festlege. Ein Poster soll das Getränk und den Anlass der Aktion gut zeigen. Dafür möchte ich mehrere Entwürfe vergleichen können.

Du nutzt KI unter anderem für Menütexte, Aktionen und Antworten auf Kundenbewertungen. Wie sieht dieser Prozess im Alltag konkret aus?

Bei einem Poster ist für mich zuerst die Frage wichtig, was sofort ins Auge fallen soll: das Getränk, ein neues Menü oder eine Aktion. Mit KI kann ich unterschiedliche Bildideen und Anordnungen durchspielen. Text und Bild müssen anschließend zusammenpassen, damit Angebot und Preis schnell zu erkennen sind. Für den Menütext zählt, was das Getränk ausmacht. Bei einer Bewertung gehe ich vom Anliegen des Gastes aus und formuliere die Antwort dazu.

Welche Aufgaben kann KI in einem kleinen Geschäft bereits sinnvoll unterstützen und welche eignen sich aus deiner Erfahrung weniger dafür?

Bei der Menüentwicklung kann KI Vorschläge für neue Kombinationen liefern und helfen, eine Idee verständlich zu beschreiben. Auch für ein Poster lassen sich mehrere visuelle Richtungen vergleichen. Ob ein Getränk schmeckt, wie es sich zubereiten lässt und welche Zutatenkosten entstehen, entscheidet sich bei der Zubereitung und Kalkulation. Dort muss aus der Idee ein Produkt werden, das wir tatsächlich anbieten können.

Warum ist es dir wichtig, dass die endgültigen Entscheidungen trotz KI-Unterstützung beim Inhaber bleiben?

Ein überzeugendes Bild prägt die Vorstellung vom Produkt. Wenn das Getränk auf dem Poster üppiger aussieht als das, was wir anbieten, weckt es die falsche Erwartung. Ich entscheide deshalb, welches Motiv unser Angebot gut trifft. Dasselbe gilt für eine neue Menüidee: Ich kenne die Zutaten, die Zubereitung und den Preis, zu dem sie im Café funktionieren muss.

Gerade bei Antworten auf Kundenbewertungen spielt die persönliche Kommunikation eine wichtige Rolle. Wie stellst du sicher, dass diese trotz KI erhalten bleibt?

Ich möchte in einer Antwort den konkreten Punkt aufgreifen, den der Gast angesprochen hat. Wer etwa nach einem Getränk fragt, braucht eine Antwort zu diesem Getränk. Bei einer Beschwerde muss die Antwort auch zeigen, was wir zur Klärung beitragen können. Die Sprache soll so klingen, wie ich selbst mit dem Gast sprechen würde.

Welche Fehler oder unerwarteten Ergebnisse hast du beim Einsatz von KI bereits erlebt und was hast du daraus gelernt?

Früher fand ich die KI-Bilder für Menü- und Posterideen noch unnatürlich. Einige heutige Motive wirken auf mich inzwischen so realistisch, dass ich sie kaum von einem Foto unterscheiden kann. Für mich ist dadurch die Frage wichtiger geworden, ob das Bild das richtige Produkt zeigt und als Poster funktioniert. Bei der Auswahl achte ich darauf, dass das Motiv zu dem passt, was wir im Café anbieten.

Was unterscheidet den Einsatz von KI in einem kleinen Café von der Nutzung in größeren Unternehmen?

Im Café liegen Gestaltung und Umsetzung eng zusammen. Eine Idee für ein Poster muss zu einem Angebot passen, das vor Ort verkauft und zubereitet werden kann. Der Betreiber hat diese Fragen direkt vor sich. In größeren Unternehmen können Gestaltung, Produktentwicklung und Verkauf auf verschiedene Abteilungen verteilt sein. Im Café muss ich den Weg von der Bildidee zum angebotenen Getränk selbst überblicken können.

Welche Rückmeldungen bekommst du von deinen Kunden und Mitarbeitern zum Einsatz von KI im Caféalltag?

Mein eigener Eindruck ist vor allem, wie viel überzeugender die Bildqualität geworden ist. Manche Motive für Menü und Poster wirken heute auf mich nahezu wie fotografiert. Für die Gäste zählt anschließend, ob sie das Angebot sofort verstehen und das gezeigte Produkt wiedererkennen. Für die Arbeit im Café sollte aus dem Poster klar hervorgehen, welches Angebot gilt. Auf diese Punkte würde ich bei Rückmeldungen von Gästen und Mitarbeitern achten.

Wo siehst du die größten Grenzen von Künstlicher Intelligenz im direkten Kontakt mit Kunden?

Geschmack und persönliche Wünsche gehören für mich ins Gespräch. Wenn jemand ein Getränk weniger süß möchte, müssen wir wissen, ob und wie wir es anpassen können. Das entscheidet sich bei der Bestellung und der Zubereitung. Der Gast braucht eine konkrete Antwort und das entsprechend zubereitete Getränk.

Wie möchtest du den Einsatz von KI bei UNICUP COMPANY in Zukunft weiterentwickeln?

Ich möchte KI stärker nutzen, um neue Menüideen und ihre Präsentation gemeinsam zu entwickeln. Zu einer Idee für ein Getränk könnte ich verschiedene Posteransätze ausprobieren und sehen, welcher den Charakter am besten zeigt. Zubereitung und Kalkulation müssen zu dem Angebot passen. Die Poster sollen dabei erkennbar zu UNICUP Coffee gehören.

Welche drei Ratschläge würdest du anderen kleinen Unternehmern geben, die KI erstmals in ihren Geschäftsalltag integrieren möchten?

Erstens: An einer echten Aufgabe anfangen. Wer ein Poster für ein bestimmtes Getränk braucht, hat einen besseren Maßstab als bei einem beliebigen schönen Bild.

Zweitens: Varianten mit einer konkreten Frage vergleichen: Ist das Produkt erkennbar, und lässt sich das Angebot schnell erfassen?

Drittens: Die Idee bis zum fertigen Angebot denken. Ein Menüvorschlag muss sich mit verfügbaren Zutaten zubereiten und zu einem passenden Preis verkaufen lassen.

Bildcredits UNICUP COMPANY

Wir bedanken uns bei Kyunghan Bae für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Neueste Beiträge

PRIDIX: Liquiditätsplanung für Unternehmen Tim Neumeier

Vorausschauende Liquiditätsplanung: Wie das Startup PRIDIX Finanzdaten in bessere Unternehmensentscheidungen verwandelt

0
Mit PRIDIX entwickelt Gründer Tim Neumeier eine Financial-Intelligence-Plattform, die Unternehmen bei der vorausschauenden Liquiditätsplanung und Bewertung finanzieller Entscheidungen unterstützen soll. Zum geplanten Marktstart am 15. November 2026 richtet sich die Software insbesondere an mittelständische Unternehmen und Finanzverantwortliche.