Samstag, Juni 27, 2026
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Warum akzeptieren wir bei der Periode noch Lösungen von gestern?

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rayne Disc: Komfort und Innovation für die Periode Gründerin Ramona Schwarz. Joël Hunn

rayne entwickelt mit der rayne Disc ein wiederverwendbares Periodenprodukt, das mehr Komfort, Nachhaltigkeit und Sicherheit während der Periode ermöglichen soll

Wie ist die Idee zu rayne entstanden und wer steckt hinter dem Startup?

Ich bin Ramona, Gründerin von rayne, und komme ursprünglich aus dem Bereich Unterwäsche- und Lingerie-Design. Zehn Jahre lang habe ich mich mit dem weiblichen Körper, mit Materialien, Passform und Funktion beschäftigt. Irgendwann habe ich gemerkt: Bei Periodenprodukten hinkt die Innovation massiv hinterher. Die Idee zu rayne entstand aus echter Frustration – und dem Wunsch, es besser zu machen. Nicht nur funktional, sondern auch bei Design, Qualität und Kommunikation. rayne ist in Zürich entstanden, Swiss-made – und das ganz bewusst.

Heute wird rayne von einem starken Team getragen. Neben mir ist Désirée als Co-Founderin mit an Bord – sie bringt unternehmerische Erfahrung, Finanzierungs-Know-how und strategische Kompetenz mit. Uns verbindet die Überzeugung: Frauengesundheit verdient mehr Sichtbarkeit. Dieser Markt ist gesellschaftlich relevant und wirtschaftlich stark unterschätzt.

Warum war es euch wichtig, Menstruationsprodukte neu zu denken?

Weil die meisten Produkte auf dem Markt seit Jahrzehnten kaum verändert wurden, obwohl sich das Verständnis von Körper, Komfort und Nachhaltigkeit enorm weiterentwickelt hat. Mir war wichtig, ein Produkt zu entwickeln, das wirklich zum modernen Leben passt: langlebig, durchdacht, gut designt. Das Ziel war simpel – your most comfortable period. Ever.

Welche Erfahrungen aus dem Alltag vieler Frauen wolltet ihr mit rayne konkret verbessern?

Das ständige Wechseln, das Mitschleppen von Produkten, das Gefühl von Unsicherheit – gerade bei Sport, langen Arbeitstagen oder nachts. Ich wollte, dass man die Periode einfach vergessen kann. Nicht verdrängen – vergessen, weil man sich sicher und comfortable fühlt. Deshalb auch unser Claim: „Designed to be forgotten.“

Was unterscheidet die rayne disc von klassischen Periodenprodukten?

Die rayne Disc sitzt anders als Tampons oder Menstruationstassen: direkt unter dem Gebärmutterhals und nicht im empfindlichen Vaginalkanal. Das macht sie für viele Menschen deutlich komfortabler als Tampons. Sie bietet bis zu 12 Stunden Schutz – ohne Wechseln, ist wiederverwendbar, aus medizinischem Silikon und hat einen patentierten Finger-Tab, der die Entnahme einfacher und sicherer macht. Entwickelt und produziert in der Schweiz.

Welche Rolle spielen Design und Komfort bei der Entwicklung eurer Produkte?

Eine zentrale. Design ist bei rayne kein Zusatz — es ist Teil der Funktion. Der Finger-Tab ist ein gutes Beispiel: Er ist sowohl ästhetisch als auch funktional gedacht. Auch die Verpackung, die Kommunikation, das gesamte Markenerlebnis soll zeigen, dass Periodenprodukte nicht in eine Schmuddelecke gehören. Period Care kann schön sein.

Warum setzt rayne bewusst auf wiederverwendbare und nachhaltige Lösungen?

Weil Einwegprodukte auf Dauer weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll sind. Eine menstruierende Person verbraucht im Laufe ihres Lebens durchschnittlich 10’000 Tampons und Binden – viele davon mit Kunststoffanteilen, die Hunderte von Jahren brauchen, um sich abzubauen. Die rayne disc ersetzt das alles. Bei richtiger Pflege ist sie mehrere Jahre wiederverwendbar. Uns war dabei wichtig: Nachhaltigkeit soll sich nicht wie ein Kompromiss anfühlen. Die rayne disc soll nicht nur besser für die Umwelt sein – sondern auch komfortabler und praktischer als das, was man vorher kannte.

Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit Gynäkolog und Produktdesigner für eure Entwicklung?

Unverzichtbar. Die rayne disc wurde über zwei Jahre in enger Zusammenarbeit mit Gynäkologinnen und Produktdesignern entwickelt. Diese Kombination hat die Form, die Materialien und die Anwendung geprägt. Uns war dabei auch wichtig: Wer produziert das Produkt – und wie? Periodenprodukte unterliegen keiner Deklarationspflicht für Inhaltsstoffe. Wir haben uns bewusst für einen Schweizer Hersteller entschieden, der nach höchsten Qualitätsstandards produziert. Nicht weil wir müssen sondern weil wir wissen wollen, was in unserem Produkt steckt. Und weil unsere Kundinnen das verdienen.

An welche Zielgruppe richtet sich rayne besonders?

An alle, die menstruieren und bereit sind, umzudenken. Besonders spricht rayne Menschen an, die aktiv leben, hohe Ansprüche an Qualität haben und nicht zwischen Komfort und Verantwortung wählen wollen. Auch für Athletinnen ist die Disc ideal — kein String, kein Tampon, keine Einschränkung.

Welche Herausforderungen begegnen euch im FemTech-Markt aktuell?

Aufklärung ist nach wie vor eine der grössten. Die Disc ist vielen Menschen noch unbekannt – selbst im Vergleich zum Menstruationscup. Wir müssen gleichzeitig ein Produkt erklären und eine Marke aufbauen. Dazu kommt, dass Periodengesundheit in der Werbung und im Handel immer noch stiefmütterlich behandelt wird. Der Platz im Regal, die Sichtbarkeit in Medien – da ist noch viel Luft nach oben.

Wie geht ihr mit gesellschaftlichen Tabus rund um Menstruation und Frauengesundheit um?

Indem wir offen darüber sprechen – ohne Euphemismen, ohne Scham, aber auch ohne performativen Aktivismus. rayne nimmt die Periode ernst: als körperliche Realität, nicht als Problem. Unser Ton ist selbstbewusst, nicht laut. Zeitgemäss und selbstverständlich – das ist unsere Art, Normalisierung voranzutreiben.

Gab es einen Moment, in dem euch bewusst wurde, dass rayne mehr als nur ein Produkt werden könnte?

Ja, als die ersten Nutzerinnen begannen, uns zu schreiben. Nicht „danke, gutes Produkt“, sondern echte Nachrichten: dass sie sich endlich sicher fühlten beim Sport, beim Reisen, im Alltag. Da wurde klar: Das hier verändert etwas. Und das verpflichtet. Deshalb nehmen wir uns bewusst Zeit – nicht um das Sortiment zu erweitern, sondern um die gesamte Experience rund um die Periode weiterzudenken.

Welche nächsten Entwicklungen und Ziele plant ihr aktuell für rayne?

Wir expandieren gerade in weitere Märkte und arbeiten an der globalen Retail-Präsenz. Langfristig wollen wir nicht einfach wachsen — wir wollen die Art, wie Menschen ihre Periode erleben, nachhaltig verändern. rayne soll global die Referenzmarke für premium Period Care werden.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Wirklich ein Problem lösen – nicht nur ein Produkt entwickeln. Zweitens: Schnell testen, Feedback ernst nehmen und direkt von Kund lernen. Drittens: Nicht alles alleine machen. Ein starkes Netzwerk, gute Sparringspartner und Menschen, die Türen öffnen, sind unglaublich wertvoll.

Bildcredits/Fotograf: Joël Hunn

Wir bedanken uns bei Ramona Schwarz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wird Teilen zum neuen Haben?

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fainin Verleihapp für die Sharing Economy bei The Green Deal Show Maximilian Lehmann mit Laptop Bildcredits/Fotograf: Silvano Ballone

fainin ist eine Verleihapp für die Sharing Economy und ermöglicht das sichere Mieten und Vermieten von Gegenständen. Das Startup war am 22. Mai 2026 bei The Green Deal Show dabei und spricht im Interview über Vertrauen, nachhaltigen Konsum und die Zukunft des Teilens

Welche Idee steckt hinter fainin und wie entstand daraus eine Plattform für das sichere Mieten und Vermieten von Gegenständen?

Die Grundidee hinter fainin ist einfach: Nutzen ist immer wichtiger als Besitzen. In fast jedem Keller verstaubt hochwertiges Equipment, während andere Menschen genau diese Dinge für kurze Zeit teuer kaufen „müssen“ (jetzt nicht mehr). Wir haben mit fainin die sicherste App zum Leihen und Verleihen entwickelt. Mit der Verleihapp können alle teilnehmenden Nutzer clever Geld sparen, indem sie mieten statt kaufen, und gleichzeitig unkompliziert Geld verdienen, indem sie eigene Gegenstände sicher vermieten. Das Fundament für den Erfolg war die Beseitigung des größten Markthindernisses: dem Vertrauensdefizit. Aus dieser Vision haben wir eine technologische Plattform entwickelt, die das Teilen durch vollautomatisierte Verifikation, Vertragserstellung und maßgeschneiderte Absicherungen, jeden Verleih absolut risikofrei macht.

Wer sind die Menschen hinter fainin und wie ergänzen sich eure unterschiedlichen Stärken im Gründerteam?

Hinter fainin steht ein Drei-Personen-Gründerteam, das gemeinsam im Studium gegründet hat und technologische Exzellenz, strategischen B2B-Vertrieb und eine tiefe Leidenschaft für die Circular Economy (& die Veranstaltungs-, bzw. Content-Creation-Branche) vereint. Während unser CTO Kevin Mattutat unsere Tech-Abteilung leitet und unser Design-For-Trust in die technische Infrastrutkur integriert, fokussiert sich unser CPO Jan Seeberg auf die Suchmaschinenoptimierung und Inhaltserstellung. Unser CEO Maximilian Lehmann leitet gemeinsam mit Jan die Business-Seite und damit den strategischen Beziehungsaufbau im Enterprise-Bereich. Diese Symbiose ermöglicht es uns, nicht nur die intuitive Verleihapp fainin zu betreiben, sondern mit 2-SHARE.de gleichzeitig komplexe White-Label-PaaS-Lösungen für den Corporate-Markt bereitzustellen.

fainin war am 22. Mai Teil von „The Green Deal Show“. Mit welchen Erwartungen seid ihr in die neue YouTube Show gegangen?

Wir sind mit der klaren Erwartung angetreten, der breiten Masse und B2B-Partnern zu zeigen, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Profit keine Widersprüche sind. Da die Show eine exzellente Bühne für grüne Innovationen bietet, wollten wir beweisen, wie fainin als digitale Infrastruktur das Konsumverhalten radikal prägen kann. Unser Ziel war es, sowohl die Markenbekanntheit unserer Verleih-App zu stärken als auch das Interesse von Nachhaltigkeitsmanagern für unsere geschlossenen Unternehmens-Marktplätze zu wecken.

Das hat tatsächlich auch geklappt. Einige Kooperationen sind noch nicht spruchreif, aber viele tausende Nutzer sind durch den Aufruf auf die App gekommen und machen Teilen zum neuen Haben.

Wie habt ihr die Atmosphäre und den Austausch bei „The Green Deal Show“ erlebt?

Die Atmosphäre war extrem professionell, dynamisch und von echtem Pioniergeist geprägt. Der Austausch mit den Juroren und den anderen Teams hat gezeigt, wie hoch der Druck, aber auch die Motivation im Markt ist, skalierbare Kreislaufwirtschaft-Lösungen zu etablieren. Es war inspirierend zu sehen, wie fokussiert das gesamte Format darauf ausgelegt ist, echten Impact messbar und sichtbar zu machen.

Würdet ihr anderen Startups empfehlen, bei „The Green Deal Show“ mitzumachen, und warum?

Ja, absolut. Für jede Gründerin und jeden Gründer im Impact- und Climate-Tech-Bereich ist die Show ein mächtiger Hebel. Sie zwingt ein Startup dazu, die eigene Value Proposition messerscharf auf den Punkt zu bringen. Zudem bietet die mediale Reichweite eine unbezahlbare Validierung, die Türen bei Kunden, Investoren und strategischen Partnern öffnet.

Gab es für fainin einen Deal?

Wir haben die Bühne genutzt, um unsere führende Marktposition im Bereich digitaler Sharing-Infrastrukturen zu untermauern. Der wahre „Deal“ für uns ist das überwältigende Feedback im Nachgang der Show, das sowohl unsere Nutzerzahlen auf der Plattform als auch die Inbound-Anfragen von Großunternehmen für unsere Softwarelösung 2-SHARE.de massiv beflügelt hat.

Ob wir einen Deal am Ende mit einem Influencer mit nach Hause genommen haben? Das solltest Du am besten selbst herausfinden.

Viele Menschen besitzen Dinge, die nur selten genutzt werden. Wie möchte fainin das Thema Sharing im Alltag neu etablieren?

Im Grunde stoßen wir eine echte Verhaltensänderung an. Wir machen Schluss mit der Illusion, dass man alles besitzen muss, um es zu nutzen. Wir etablieren kollaborativen Konsum, indem wir ihn günstiger, bequemer und sicherer machen als den traditionellen Neukauf. fainin ist keine Nachhaltigkeits-Plattform, sondern ein Finanz- und Lifestyle-Tool für den Alltag. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und steigender Lebenshaltungskosten löst unsere Sharing Economy App zwei fundamentale Probleme gleichzeitig: Nutzer können massiv Geld sparen, indem sie Premium-Equipment wie Drohnen, Beamer, Event-Equipment oder Werkzeuge flexibel mieten, anstatt sie teuer neu zu kaufen. Auf der anderen Seite können Besitzer unkompliziert ein lukratives passives Einkommen generieren, indem sie ihre ungenutzten Gegenstände sicher vermieten. Wir verändern das Konsumverhalten nicht durch Verzicht, sondern durch finanziellen Mehrwert (= Geld sparen & verdienen per App). Und ganz nebenbei reduzieren wir die Scope-3-Emissionen unserer Gesellschaft.

Wie schafft es fainin, Vertrauen und Sicherheit zwischen Vermietern und Mietern aufzubauen?

Das größte Problem traditioneller P2P-Marktplätze war die psychologische Barriere. Manche nennen das das sogenannte „Stranger Danger“-Phänomen. Gerade wenn Budgets knapper werden, sind Menschen extrem protektiv mit ihrem Eigentum; niemand verleiht seine 1.000-Euro-Kamera an Fremde, wenn das Risiko von Diebstahl oder Beschädigungen im Raum stehen. Genau hier greift unsere „Design-for-Trust“-Architektur. Wir haben Vertrauen digitalisiert und in unserer Verleihapp automatisiert. Jedes Mitglied durchläuft vor der ersten Transaktion eine lückenlose, automatisierte Identitätsprüfung.

Das absolute Sicherheitsnetz ist jedoch unser integrierter Schutz: Jedes geteilte Objekt ist über unsere native Kooperation pro Transaktion bis zu einem Wert von 15.000 Euro vollumfänglich abgesichert. Dieses kompromisslose Versprechen nimmt den Nutzern die Angst und macht sicheres Mieten und Vermieten im Alltag überhaupt erst massentauglich. Dabei ist das Herzstück unserer Verleihapp ist das „Design-for-Trust“. Wenn etwas bei der Vermietung schief geht, greift unser System sofort. Dieses Versprechen nimmt den Nutzern jegliche Sorge und wird von hunderten Bewertungen auf Google & Trustpilot bei durchschnittlich 4,8 Sternen bestätigt.

Was unterscheidet fainin aus eurer Sicht von anderen Sharing oder Mietplattformen?

Klassische Peer-to-Peer-Plattformen bluten wirtschaftlich aus, weil die Kundenakquisitionskosten (CAC) im offenen Markt astronomisch hoch sind. Unser unfairer Wettbewerbsvorteil ist unsere zweigleisige Ökosystem-Strategie. Nachdem wir die extrem anspruchsvolle Vertrauens-Architektur im Endverbrauchermarkt perfektioniert haben, haben wir darauf aufbauend unser B2B-SaaS-Angebot 2-SHARE.de entwickelt. Mit dieser White-Label-Infrastruktur befähigen wir Großkonzerne (wie Sopra Steria, Tchibo, …) und Universitäten (wie die UHH, FUB, CAU Kiel, …), maßgeschneiderte, komplett geschlossene Sharing-Marktplätze für ihre eigenen Mitarbeitenden und Studierenden zu betreiben. Wir nutzen das bereits bestehende, tief verwurzelte institutionelle Vertrauen dieser Organisationen. So schaffen wir hyperlokale, hochaktive Sharing-Zellen und nennen sie „Atomic Networks“. Diese skalieren unsere Nutzerbasis bei nahezu gegen null gehenden Marketingkosten.

Welche Herausforderungen begegnen euch beim Aufbau einer Sharing Economy Plattform und wie geht ihr damit um?

Jeder zweiseitige digitale Marktplatz kämpft mit dem berüchtigten Henne-Ei-Problem: Ohne ein breites Angebot an Produkten gibt es keine Mieter, und ohne Mieter springen die Vermieter ab. Startups verbrennen meist Millionen, um künstlich Angebot und Nachfrage über bezahlte Werbeanzeigen zusammenzuhalten. Wir umgehen diesen Friedhof der Plattform-Ökonomie elegant durch unser B2B2C-Modell mit 2-SHARE.de. Wenn wir einen neuen Firmen-Marktplatz für ein Großunternehmen freischalten, aktivieren wir über Nacht ein geschlossenes, hochverdichtetes Netzwerk aus tausenden Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits vertrauen. Das erzeugt sofortige Liquidität im Ökosystem: Das Angebot an ungenutzten Alltagsgegenständen schnellt augenblicklich hoch, während die Nachfrage durch die interne Firmenkommunikation direkt gepusht wird. Diese lokale Marktplatz-Liquidität ist der Schlüssel zur globalen Skalierung.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Löst das härteste Problem zuerst. Im Plattform-Business ist das nicht die Technologie oder das Design, sondern das Vertrauen. Wer das Kundenproblem nicht systemisch adressiert, wird niemals organisch wachsen.

Zweitens: Hinterfragt klassische Marketing-Wege. Statt teure B2C-Werbung zu schalten, sucht nach Hebeln, um bestehende Zielgruppen-Cluster Partnerschaften geschlossen zu onboarden.

Drittens: Nutzt den regulatorischen Rückenwind. Durch Gesetzesänderungen wie die europäische CSRD-Berichterstattung stehen Großkonzerne unter massivem Druck. Wenn euer Startup ein echtes, datengetriebenes Problem für Kunden löst, verkauft sich euer Produkt fast von selbst.

So schafft ihr es, unverzichtbar für Eure Kunden und Partner zu sein – und damit auch für die ökonomische Nachhaltigkeit im Unternehmertum zu sorgen.

Bildcredits/Fotograf: Silvano Ballone

Wir bedanken uns bei Maximilian Lehmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

VivaTech 2026 verwandelt die Champs-Élysées in Europas größte Innovationsmeile

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VivaTech 2026 bringt Innovation auf die Champs-Élysées Paris

VivaTech 2026 verwandelt die Champs-Élysées in Europas größte Innovationsmeile

VivaTech 2026 feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einem außergewöhnlichen Open-Air-Event in Paris. Bereits vor dem offiziellen Messestart verwandelt Europas größte Startup- und Technologiemesse die Champs-Élysées in eine frei zugängliche Erlebniswelt rund um Innovation, Künstliche Intelligenz und Zukunftstechnologien.

Am Sonntag, 14. Juni 2026, können Besucher von 12:00 bis 18:00 Uhr zahlreiche Innovationen entdecken. Der Eintritt ist kostenlos und das Angebot richtet sich an Menschen jeden Alters.

VivaTech 2026 feiert zehn Jahre Innovation

Seit seiner Gründung im Jahr 2016 hat sich VivaTech zur führenden europäischen Plattform für Startups und Technologie entwickelt. Jedes Jahr bringt die Veranstaltung Unternehmer, Forschende, Investoren und internationale Entscheidungsträger zusammen.

Zugleich stärkt die Messe die Rolle Frankreichs als wichtigen Standort für Innovation. Zum Jubiläum lädt VivaTech gemeinsam mit dem Comité Champs-Élysées zu einem besonderen Erlebnis mitten in Paris ein.

Die Champs-Élysées werden zur Innovationsmeile

Noch vor dem offiziellen Beginn der Messe vom 17. bis 20. Juni 2026 erhalten Besucher einen exklusiven Einblick in die Technologien von morgen.

Für einen Tag verwandeln sich die Champs-Élysées in die größte Innovationsmeile Europas. Dabei können Gäste neue Entwicklungen nicht nur ansehen, sondern auch direkt erleben.

Acht Themenwelten zeigen die Technologien von morgen

Unter acht monumentalen Buchstaben des Namens VivaTech entstehen acht Themenwelten. Jede Station bietet interaktive Erlebnisse, Vorführungen und praktische Einblicke.

Die Themenbereiche umfassen:

  • Stadt und Mobilität
  • Nachhaltigkeit und Umwelt
  • Gesundheit und Wohlbefinden
  • Robotik und Weltraum
  • Künstliche Intelligenz
  • Arbeitswelt und Bildung
  • Kultur
  • Sport und Unterhaltung

Zusätzlich steht mit der Agora ein Ort für Diskussionen und Begegnungen zur Verfügung.

Innovationen zum Anfassen für alle Besucher

Die Besucher erleben zahlreiche Technologien aus nächster Nähe. Dadurch werden komplexe Entwicklungen verständlicher und greifbarer.

Zu den Highlights gehören:

  • Eine Stratosphärenkapsel mit Blick auf die Erde aus großer Höhe
  • Solarbetriebene Fahrzeuge mit integrierten Solarmodulen
  • Emissionsfreie Drohnen für Transport- und Inspektionsaufgaben
  • Humanoide Roboter und soziale Begleitroboter
  • Exoskelette zur Unterstützung menschlicher Bewegungen
  • Technologien zur Gewinnung von Trinkwasser aus der Luft
  • Konzepte für nachhaltige Städte und Ernährungssysteme

Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt von VivaTech 2026

Gemeinsam mit Google präsentiert VivaTech das Thema Künstliche Intelligenz auf interaktive Weise. Besucher können verschiedene Anwendungen selbst testen und deren Möglichkeiten besser verstehen.

Außerdem zeigt das Programm, wie KI bereits heute den Alltag verändert. Gleichzeitig werden Chancen und verantwortungsvolle Nutzung verständlich vermittelt.

Mehr als 35 Demonstrationen aus aller Welt

Insgesamt erwarten die Gäste mehr als 35 kostenlose Innovationsdemonstrationen. Startups, Technologiepartner und Experten aus zahlreichen Ländern präsentieren ihre Lösungen.

Dadurch erhalten Besucher einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Technologie, Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Wenn Geschichte und Innovation zusammenkommen

Am Sonntag, 14. Juni 2026, werden die Champs-Élysées erneut zum Schauplatz bedeutender Innovationen.

Bereits 1855 präsentierte Paris während der ersten Weltausstellung zahlreiche technische Neuerungen. VivaTech knüpft an diese Tradition an und macht die Innovationen des 21. Jahrhunderts für die breite Öffentlichkeit zugänglich.

Alle Informationen zu VivaTech 2026 auf einen Blick

Datum: Sonntag, 14. Juni 2026

Uhrzeit: 12:00 bis 18:00 Uhr

Ort: Champs-Élysées, Fußgängerzone zwischen Rue Arsène Houssaye und Rue de Berri

Eintritt: Kostenlos und für alle offen

Bildcredits: VivaTech

Was erzählen die Materialien unserer Kleidung?

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Shirin’s Bliss Mode aus Wolle mit zirkulärem Ansatz Natalie Shirin Nazemi Bildcredits/Fotograf: Björn Klein

Shirin’s Bliss entwickelt Mode aus regionaler Wolle und verbindet traditionelle Handwerkskunst mit zirkulären Konzepten. Das Startup ist Teil des Stoff im Kopf Accelerators und arbeitet an einer transparenten und ressourcenschonenden Zukunft der Mode

Wie entstand die Idee zu Shirin’s Bliss und wer steckt hinter dem Label?

Shirin’s Bliss entwickelt zirkuläre Mode aus regionalen Naturfasern und verbindet dabei Geschichten, traditionelle Handwerkstechniken und innovative Materialforschung.

Dahinter stehe ich, Natalie Shirin Nazemi – Textilkünstlerin und Kostümbildnerin mit deutsch-iranischen Wurzeln. Ich lebe und arbeite in Hannover.

Mich faszinieren die vielen kleinen Dinge, die uns im Alltag umgeben und oft übersehen werden. Schon als Kind habe ich überall Schönheit entdeckt und mich gewundert, wie wenig Aufmerksamkeit ihr manchmal geschenkt wird.

Zu meiner Einschulung in die Grundschule bekam ich einen Kastaniensetzling, der über viele Jahre mit mir gewachsen ist. Solche Bindungen wünsche ich mir auch für Kleidung. Wenn wir wissen, woher etwas kommt und welche Geschichte dahintersteht, entsteht Wertschätzung – und oft auch eine ganz andere Beziehung zu dem, was wir tragen.

Welche Rolle spielt deine deutsch iranische Herkunft für die kreative Ausrichtung von Shirin’s Bliss?

Meine deutsch-iranische Herkunft prägt Shirin’s Bliss vor allem durch die Verbindung zweier Kultur- und Handwerkstraditionen. In Halle habe ich während meines Masters an der Burg Giebichenstein das Weben gelernt und bin nun mit textilen Hubs wie VORN in Berlin vernetzt.

Im Iran habe ich erlebt, wie stark Kunst und Handwerk mit lokalen Geschichten, Pflanzen und Materialien verbunden sind. Während einer Residenz in Teheran lernte ich beispielsweise das Teppichknüpfen kennen. Diese Erfahrungen fließen heute in meine Arbeit mit Wolle, Naturfarben und regionalen Materialien ein.

Shirin’s Bliss versteht sich auch als kulturelle Brücke zwischen deutschen und iranischen Handwerkstraditionen und möchte Künstler und traditionelle Techniken aus dem Iran sichtbarer machen und in einen zeitgenössischen Kontext übersetzen.

Warum ist dir der Einsatz lokal geretteter Materialien so wichtig?

Ich liebe Materialien mit Charakter. Gleichzeitig sehe ich darin großes Potenzial: Rohstoffe, die heute oft als Abfall gelten, können zu hochwertigen Produkten mit klarer Herkunft werden.

Ein gutes Beispiel ist die Wolle des Rauwolligen Pommernschafs. Sie ist robust, einzigartig und wird dennoch häufig entsorgt, weil sie nicht den Erwartungen an besonders weiche Bekleidungswolle entspricht. Dabei besitzt sie viele wertvolle Eigenschaften – von Feuchtigkeitsregulation bis Wärmespeicherung – und eröffnet gestalterische Möglichkeiten, die weichere Wollarten nicht bieten.

Mich interessiert genau dieses Potenzial. Wenn ich mit solchen Materialien arbeite, werden die Geschichten des Tieres, des Ortes und der Menschen dahinter Teil des Kleidungsstücks. Ich mag es, wenn Materialien nicht anonym sind.

Wie kam es dazu, mit der Wolle des Rauwolligen Pommernschafs zu arbeiten?

Vor einiger Zeit traf mein Mann auf einen Schäfer im Norden Irans. Er erzählte ihm, dass der größte Teil seiner Wolle nicht genutzt wird. Als ich hörte, dass es in Deutschland ähnlich ist, hab ich mich auf den Weg zum Benther Berg bei mir in Hannover gemacht und habe dort Alexandra und Arno getroffen, die mir all ihre Rauwolligen Pommernschafe mit Namen vorgestellt haben. Ich war überrascht, dass dieses wertvolle Material kaum genutzt wird. Das inspirierte mich, damit zu experimentieren und seine besonderen Eigenschaften in Kleidung erlebbar zu machen.

Welche Bedeutung haben biologische Abbaubarkeit und zirkuläre Mode für deine Arbeit?

Ich glaube, für meine Großmütter in Toyserkan und Finkenwerder wäre dieser Ansatz selbstverständlich gewesen. Man nutzte, was die Natur zur Verfügung stellte, und respektierte ihre Kreisläufe, ohne dafür ein eigenes Wort zu brauchen.

Für mich liegt darin der Ursprung von Nachhaltigkeit: nicht als Trend oder Zertifikat, sondern als Haltung. Deshalb ist Zirkularität einer der Grundpfeiler von Shirin’s Bliss.

Biobasierte Materialien können am Ende ihres Lebenszyklus wieder in natürliche Kreisläufe zurückkehren. Im besten Fall wird aus einer Faser neue Fruchtbarkeit. Bei der Rauwolligen Pommernwolle kann das sogar bedeuten, dass sie nach der Kompostierung zur Verbesserung des Bodens beiträgt, auf dem neues Futter für die Schafe wächst.

Mir ist wichtig, diese Kreisläufe zu respektieren und sie in möglichst viele Entscheidungen innerhalb des Labels einfließen zu lassen.

Wie gelingt es Shirin’s Bliss, Nachhaltigkeit mit kreativen und fröhlichen Designs zu verbinden?

Etwas, das mich neben der Natur und den kleinen Geschichten, die mich umgeben am meisten inspiriert, sind Farben. Sie geben mir Energie und ich werde nie müde davon Farbkonstellationen während meiner Spaziergänge zu entdecken. Durch den Einsatz von natürlichen Farben und Erzählungen, die einen zum Schmunzeln bringen, möchte ich etwas Lebensfreude in die nachhaltige Mode bringen, die oft sehr fad und technisch anmutet.

Welche Geschichten sollen die Kleidungsstücke von Shirin’s Bliss erzählen?

Geschichten, die einen neugierig machen und im Herzen bleiben. Die Geschichten hinter den Pflanzen, Tieren und Menschen, die hinter dem Kleidungsstück stehen.

Für welche Menschen entwirfst du deine Kollektionen?

Für Menschen, die wissen möchten, woher ihre Kleidung kommt und die Freude daran haben, eine echte Beziehung zu Materialien, Handwerk und Geschichten zu entwickeln. Sie investieren lieber in wenige besondere Stücke, die Charakter und Herkunft spürbar machen.

Welche Herausforderungen begegnen dir beim Aufbau eines nachhaltigen Modelabels?

Die größte Herausforderung ist Zeit. Nachhaltige Lösungen brauchen oft mehr Recherche, mehr Abstimmung und mehr Sorgfalt – und Zeit kostet Geld.

Ich kann nicht einfach den nächstbesten Lieferanten wählen. Mir ist wichtig, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die ähnliche Werte teilen und bereit sind, neue Wege mitzugehen. Das macht Prozesse manchmal langsamer, schafft aber langfristig belastbare Strukturen.

Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass sich dieser Aufwand lohnt. Der Markt für zirkuläre Mode wächst stetig und zeigt, dass Transparenz, Herkunft und Ressourcenschonung zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Deshalb baue ich Shirin’s Bliss bewusst Schritt für Schritt auf. Mein Ziel ist nicht möglichst schnelles Wachstum, sondern ein solides Netzwerk aus Handwerker, Künstler, Schäfer und Forschungspartnern, das langfristig Bestand hat.

Welche Rolle spielt die Teilnahme am Stoff im Kopf Accelerator für die Entwicklung von Shirin’s Bliss?

Es hat mir vor allem die Möglichkeit gegeben mich zu vernetzen. Menschen kennenzulernen, die ähnliches vorhaben und mich auszutauschen. In Hannover, konnte ich mich mit dem fantastische kreHtiv Netzwerk austauschen, das mir eine persönliche Mentorin zur Seite gestellt hat. Ich habe durch Stoff im Kopf Menschen getroffen, die mit viel Herzblut ihre Start-Ups aufgebaut haben und konnte mich mit Expert austauschen, die sehr großzügig und mit viel Leidenschaft ihr Wissen geteilt haben. Man muss nicht bei Null beginnen. Der große Pool an Expert mit Masterclasses hat mir viel unternehmerische Struktur gegeben, um auch über Stoff im Kopf hinaus, kreative Ideen in tragfähige Geschäftsentscheidungen zu übersetzen.

Was unterscheidet Shirin’s Bliss aus deiner Sicht von anderen nachhaltigen Fashion Labels?

Erstens: Rückverfolgbare Geschichten statt anonymer Materialien. Jedes Stück ist mit einem konkreten Ort, einem Tier oder einem Menschen verbunden. Dadurch entstehen limitierte Kleidungsstücke aus regionalen Naturmaterialien, deren Herkunft vollständig nachvollziehbar ist.

Zweitens: Eine kulturelle Brücke zwischen zwei Handwerkstraditionen. Meine deutsch-iranische Perspektive verbindet Traditionen, die sonst selten in Dialog treten. Diese verbinde ich mit modernen Entwicklungen: In Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut NIG Magdeburg mache ich das natürliche Färben ressourcenschonender und skalierbarer. Für die Materialentwicklung teste ich aktuell die Zusammenarbeit mit Het Woolly Collectief und Hollands Wol Collectief B.V.,

Ein Kollektiv in Belgien und eins in Holland, die spezialisiert auf die Verarbeitung selten genutzter Wolle sind und Systeme entwickeln, um diese in zirkuläre Kreisläufe zu integrieren. Ergänzt wird das durch 3D-Technologie wie die Software CLO3D für ressourcensparende Produktionsformen.

Drittens: Serien statt Saisonen. Statt kurzlebiger Kollektionen entwickle ich Serien, die sich über Zeit entfalten — das steht bewusst gegen die Schnelllebigkeit der Modeindustrie.

Welche nächsten Projekte und Entwicklungen planst du für Shirin’s Bliss?

Die aktuelle Serie “The Sheep Salon”, wird sich über längere Zeit weiterentwickeln und Schafe und Farmen aus verschiedenen Regionen vorstellen und unterstützen.

Ich möchte eine weitere Serie rund um den deutschen Flachsanbau gestalten und stetig eine Bibliothek mit natürlichen Färberezepten ausbauen, die in den Geschichten ihrer Herkunftsorte verwurzelt sind. Die laufende Zusammenarbeit mit dem NIG Magdeburg zur Standardisierung des natürlichen Färbens und die Materialtests mit Het Woolly Collectief und Hollands Wol Collectief sind dabei wichtige strategische Schritte in Richtung Skalierbarkeit. Außerdem werden Workshops angeboten, die traditionelle Handwerkstechniken wie das Nadelfilzen und natürliche Färben für jeden zugänglich machen und gleichzeitig eine direkte Kundenbeziehung aufbauen, die wertvolles Feedback für die Weiterentwicklung des Labels liefert.

Welche drei Tipps würdest du anderen Gründerinnen und Gründern aus der nachhaltigen Modebranche geben?

Definiere klar, wofür dein Label steht und was dir langfristig Freude gibt.

Umgebe dich mit inspirierenden Menschen und nutze Expert für fundierte Entscheidungen.

Baue ein nachhaltiges Fundament, bevor du schnell skalierst – Qualität, Rückverfolgbarkeit und Storytelling zahlen sich langfristig aus.

Bild Natalie Shirin Nazemi Bildcredits/Fotograf: Björn Klein

Wir bedanken uns bei Natalie Shirin Nazemi für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was steckt wirklich in unserer täglichen Zahnpflege?

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teethlovers Zahnpulver für moderne Zahnpflege mit Deal. Bild Alexandra Petrikat teethlovers Bildcredit/Fotograf Christine Rogge

teethlovers entwickelt nachhaltiges Zahnpulver für moderne Zahnpflege und war am 22. Mai 2026 bei The Green Deal Show zu sehen. Dort überzeugte das Startup die Jury und sicherte sich einen Deal mit Dr. Whatson

Wie entstand die Idee zu teethlovers und was hat euch an klassischer Zahnpflege gestört?

Wir, Marie und ich, haben unser Bio-Zahnpulver entwickelt, weil wir schlicht das beste Zahnpflegemittel für den eigenen Alltag haben wollte – und mit dem, was vor zehn Jahren auf dem Markt war, wirklich unzufrieden waren. Die naturkosmetischen Alternativen haben mich nicht überzeugt. Und herkömmliche Zahncremes? Bestehen zu über 80 Prozent aus Zusatzstoffen, die nur der Konsistenz der Paste dienen, aber null positiven Effekt auf Zahn- oder Mundgesundheit haben. Dazu noch teils gesundheitsbedenkliche Inhaltsstoffe – und immer in Plastik. Das war uns einfach zu wenig.

Also haben wir in Zusammenarbeit mit Zahnärztinnen und Zahnärzten das für uns perfekte Produkt entwickelt. Es hat sich dann schnell im Freundeskreis, an der Uni und in unseren Familien als echte Alternative etabliert. Die Nachfrage ließ uns keine andere Wahl, wir mussten uns dann irgendwann entscheiden: illegale Pulverdealerinnen sein oder ein Unternehmen gründen.

Wer steckt hinter teethlovers und wie habt ihr euch als Gründerinnen zusammengefunden?

Hinter teethlovers steckt heute ein hoch motiviertes Team aus mehr als 15 Personen. Angefangen hat alles mit meiner Mitgründerin Marie und mir – wir haben uns vor über zehn Jahren im Studium kennengelernt. Marie hat damals schon versucht, so gut wie alle Produkte des täglichen Bedarfs selbst herzustellen, um Plastik zu vermeiden. Ich hatte einen ausgeprägten Hang zur Zahngesundheit und konnte mich mit den Produkten auf dem Markt einfach nicht zufriedengeben.

Als ich bei einem Lerntreffen in Maries Badezimmer stand und ihre Sammlung an selbstgemachten Zahnpflegemitteln sah, war es um mich geschehen – bei mir sah es nämlich genauso aus. Das war die Geburtsstunde von teethlovers. Wir haben uns zusammengetan und gemeinsam an den perfekten Rezepturen getüftelt. Heute führe ich teethlovers als Geschäftsführerin – und bin noch immer stolz, dass aus dieser Studien-Idee ein echtes Unternehmen geworden ist.

teethlovers war am 22. Mai Teil von „The Green Deal Show“. Wie habt ihr die neue YouTube Sendung erlebt?

Ich habe selten so viel bei einer Show gelacht – weder als Zuschauerin noch als Teilnehmerin. Die Kombination aus kreativen, neugierigen und gleichzeitig kritischen Creator auf der einen Seite und Startups mit hohen Nachhaltigkeitsansprüchen auf der anderen hat zu wirklich interessanten und unterhaltsamen Auseinandersetzungen geführt.

Mit welchen Erwartungen seid ihr in die Show gegangen und wie habt ihr euch auf den Auftritt vorbereitet?

Für mich ist der Bildungsauftrag in unserer Arbeit zentral – denn die tägliche Zahnpflege geht schlicht jeden etwas an. Ich habe die Show als perfektes Medium gesehen, um sowohl dem Publikum als auch den Creator die Relevanz ihrer Zahnpflegeroutine mitzugeben. Meine Erwartung, dass die Teilnehmenden danach informiertere Entscheidungen über ihre Zahnpflegeprodukte treffen können, ist voll aufgegangen.

Auf den Auftritt vorbereitet habe ich mich eigentlich schon zehn Jahre lang – als Zahnpflegeexpertin arbeite ich täglich mit demselben Bildungsauftrag wie bei The Green Deal Show.

Würdet ihr anderen nachhaltigen Startups empfehlen, an „The Green Deal Show“ teilzunehmen?

Absolut – vor allem, wenn man sein Herzensthema auf unterhaltsame Art in die Welt tragen möchte. Ich könnte mir kein passenderes Format vorstellen, als eine Jury mit so viel Reichweite von den eigenen Produkten zu überzeugen und sie anschließend als Katalysatoren an seiner Seite zu wissen.

Gab es für teethlovers einen Deal?

Ja, ich musste mich sogar zwischen zwei angebotenen Deals entscheiden – was gar nicht so leicht war, denn beide waren wirklich spannend. Letztendlich habe ich mich für den Deal mit Dr. Whatson entschieden, weil er unseren Bildungsauftrag optimal unterstützen kann.

Immer mehr Menschen achten auf nachhaltige Körperpflege. Wie verändert das die Nachfrage nach euren Produkten?

Tatsächlich verzeichnen wir seit eineinhalb Jahren sehr starkes Wachstum – getrieben von steigender Nachfrage und einer kritischeren Auseinandersetzung mit Inhaltsstoffen. Mittlerweile haben wir über 100.000 zufriedene Kundinnen und Kunden, von denen viele selbst zu Markenbotschafter geworden sind und die Nachfrage so weiter verstärken.

Was macht das Zahnpulver von teethlovers aus eurer Sicht besonders im Vergleich zu herkömmlicher Zahnpasta?

Herkömmliche Zahnpasta besteht zu 80 Prozent aus Zusatzstoffen, die lediglich der Konsistenz der Paste dienen – mit null positivem Effekt auf Zahn- oder Mundgesundheit. In unserem Zahnpulver stecken statt 20 Prozent ganze 100 Prozent Wirkstoffe, alle im Dienst der Zahn- und Mundpflege. Es reinigt dadurch hocheffizient, ist gleichzeitig sehr schonend und unterstützt die körpereigenen Remineralisierungsprozesse des Zahnschmelzes.

Wie wichtig sind Themen wie plastikfreie Verpackungen und Refill-Systeme für eure Unternehmensvision?

Wir möchten mit teethlovers die Zukunft aktiv mitgestalten und nachhaltige Alternativen etablieren, die ressourcenschonender sind und ein gutes Leben ermöglichen. Mit unserem Refill-Konzept haben wir allein letztes Jahr über 600.000 Zahnpastatuben ersetzt, dabei über 9 Tonnen Plastik gespart und 40 Tonnen unnötige Produktmasse vermieden. Und ganz nebenbei für strahlendere Lächeln gesorgt.

Genau das ist unser Anspruch – und wir entwickeln uns stetig weiter, mit neuen Erkenntnissen und Verpackungsoptionen. Perfekt sind wir noch lange nicht, aber wir geben uns wirklich größte Mühe, Teil der Lösung zu sein und nicht Teil des Problems.

Welche Herausforderungen begegnen euch beim Aufbau einer nachhaltigen Bio-Zahnpflegemarke?

Mit Zahnpflege haben wir uns wirklich eine der schwierigsten Kategorien für eine Marktrevolution ausgesucht. Wir bieten nicht nur eine Alternative zur herkömmlichen Zahnpasta – wir arbeiten gegen eine der stärksten Markenbindungen überhaupt: Deutsche sind ihren Zahnpflegeprodukten treuer als bei nahezu allen anderen Alltagsprodukten.

Um die eine Routine, die man von Kindesbeinen an hat, zu ändern, muss der Mehrwert des Umstiegs auf Zahnpulver richtig gut kommuniziert und ein relevanter Anreiz geschaffen werden. Das ist eine riesen Hemmschwelle, die wir durch Bildungsarbeit, Vertrauensaufbau und echte Erfahrungswerte überwinden. Ich bin wirklich stolz, dass wir das als kleines Startup im großen Zahnpflegemarkt bisher ziemlich erfolgreich schaffen.

Welche drei Ratschläge würdet ihr Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Bau dir dein Netzwerk auf – oder such dir eins, das wirklich zu dir passt und in dem auch du etwas einbringen kannst.
  2. Nicht alles ist Gold, was glänzt. Vergleich dich nicht mit Gründer, die ihre Erfolge lautstark nach außen tragen – als Messlatte taugt das nichts, weil die Ausgangssituationen selten vergleichbar sind. Die Meilensteine anderer als Inspiration nutzen? Super. Als Maßstab? Lieber nicht.
  3. Fokus auf das Wesentliche. Weniger, dafür besser.

Bild Alexandra Petrikat teethlovers Bildcredit/Fotograf Christine Rogge

Wir bedanken uns bei Alexandra Petrikat für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

DeepIP Patent KI Plattform wächst durch PatentMaker Übernahme

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DeepIP übernimmt PatentMaker für Patent KI Bild Foto: Mitgründer von DeepIP und PatentMaker  Von links nach rechts: Edouard d'Archimbaud, Mitgründer & CTO von DeepIP; Celia Jinlan Wei, Mitgründerin & Geschäftsführerin von PatentMaker; François-Xavier Leduc, Mitgründer & CEO von DeepIP; Dr. Matthias Hofmann, Mitgründer von PatentMaker.

Die DeepIP Patent KI Plattform baut ihre Präsenz in Europa weiter aus. Mit der Übernahme von PatentMaker entsteht eine umfassende Lösung für Patent Workflows, die internationale KI-Kompetenz mit lokaler Rechtsexpertise verbindet. Ziel ist es, einen neuen Standard für die digitale Patentarbeit in Europa zu schaffen.

DeepIP und PatentMaker bündeln ihre Kräfte und werden zur führenden KI-Plattform für Patente in Europa

DeepIP Patent KI Plattform stärkt den DACH Markt

Akquisition im Bereich Legal Tech: Das KI-Startup DeepIP übernimmt den deutschen Spezialisten PatentMaker, um die führende KI-Plattform für Patent-Workflows in Europa aufzubauen und einen neuen Branchenstandard zu setzen.

Die kombinierte Plattform vereint globale KI-Skalierbarkeit mit juristischer und lokaler Expertise. Außerdem deckt sie den gesamten Patentlebenszyklus ab. Bereits heute nutzen mehr als 400 Organisationen weltweit die Lösungen der Unternehmen. Dazu zählen fast die Hälfte der führenden deutschen IP-Kanzleien sowie einige der größten deutschen Patentanmelder.

München, 9. Juni 2026 – Das KI-Startup DeepIP mit Sitz in Paris und New York gibt heute die Übernahme des deutschen Spezialisten PatentMaker bekannt. Durch den Zusammenschluss entsteht ein neuer Category Leader für KI-gestützte Patent-Workflows in Europa. Gleichzeitig baut DeepIP seine Marktpräsenz im DACH-Raum deutlich aus.

DeepIP Patent KI Plattform setzt auf lokale Expertise

Die Partnerschaft basiert auf einer klaren Überzeugung: Patentarbeit ist von Natur aus lokal. Deshalb muss wirksame KI im Bereich des geistigen Eigentums die rechtlichen Vorgaben, Arbeitsweisen und Prozesse jeder Rechtsordnung berücksichtigen.

Die Vision von DeepIP ist klar. Das Unternehmen möchte in jeder Region die bestmögliche Lösung für die jeweilige Jurisdiktion anbieten.

PatentMaker steht genau für diesen Ansatz. Dr. Matthias Hofmann entwickelte die Plattform. Er ist deutscher und europäischer Patentanwalt sowie Equity-Partner der renommierten Patentrechtskanzlei Boehmert & Boehmert.

Die Software hat sich zu einer der vertrauenswürdigsten Lösungen in Deutschland und Europa entwickelt. Sie entstand aus der täglichen Praxis heraus und vereinfacht viele Routineaufgaben. Heute nutzen fast 50 Prozent der führenden deutschen IP-Kanzleien PatentMaker. Außerdem setzen Unternehmens-IP-Teams wie Infineon Technologies und Siemens AG auf die Lösung.

Die globale Entwicklung der DeepIP Patent KI Plattform

DeepIP hat sich schnell zu einer führenden KI-Plattform für Patentausarbeitung und Patentverfolgung in den USA und Europa entwickelt. Seit der Gründung sammelte das Unternehmen in weniger als neun Monaten mehr als 40 Millionen US-Dollar ein.

Heute nutzen mehr als 400 Anwaltskanzleien und Unternehmens-IP-Teams in 25 Jurisdiktionen auf fünf Kontinenten die Plattform. Darüber hinaus arbeitet DeepIP bereits mit mehr als der Hälfte der 50 führenden nordamerikanischen IP-Kanzleien zusammen.

Mehr als 25.000 Patentanmeldungen wurden bereits auf der Plattform ausgearbeitet. Dadurch entwickelte sich DeepIP zu einem wichtigen System für KI-gestützte Patentprozesse.

Eine Plattform für den gesamten Patentlebenszyklus

Durch die Verbindung der End-to-End-Plattform von DeepIP mit der starken Marktstellung von PatentMaker entsteht eine umfassende Lösung für Patentfachleute.

Die Plattform begleitet den gesamten Patentlebenszyklus. Sie unterstützt bei der Erfindungsoffenbarung, der Recherche zum Stand der Technik, der Ausarbeitung sowie bei Einreichung und Verfolgung. Zusätzlich deckt sie die Arbeit nach der Patenterteilung ab.

Alle Schritte laufen in einer integrierten, sicheren und zuverlässigen Umgebung zusammen. Dadurch verkürzen sich Bearbeitungszeiten. Gleichzeitig steigt die Qualität der Ergebnisse. Außerdem bleiben die Kosten besser kontrollierbar und die Zusammenarbeit wird einfacher.

DeepIP Patent KI Plattform treibt Innovation in Europa voran

Die Akquisition geht über das Produkt hinaus. Sie verbindet globale KI-Kompetenz mit lokaler Expertise. Dadurch wollen beide Unternehmen die nächste Generation von Patentprozessen in Europa gestalten.

Das Ziel ist eindeutig. DeepIP möchte KI als festen Bestandteil der Patentarbeit etablieren. Gleichzeitig soll ein neuer Standard für Patentfachleute in Europa entstehen.

Stimmen zur Zukunft der Patent KI Plattform

François-Xavier Leduc, CEO von DeepIP, sagt:

„Deutschland ist das Innovationszentrum Europas und zugleich ein Markt mit sehr hohen Anforderungen. Was uns an PatentMaker beeindruckt hat, ist die Tiefe der Integration in die täglichen Arbeitsabläufe der Praktiker. Die Lösung wurde von Praktikern für Praktiker entwickelt und entstand innerhalb der Strukturen von Boehmert & Boehmert. Das zeigt eine gemeinsame Vorstellung davon, wie sich Patentarbeit weiterentwickeln sollte. Nachdem wir bereits eine starke Marktposition in den USA und Frankreich aufgebaut haben, verankert uns die Übernahme von PatentMaker noch tiefer im EPO-Ökosystem. Gemeinsam entwickeln wir eine Plattform, die Patentfachleuten hilft, schneller zu arbeiten, besser zusammenzuarbeiten und sich stärker auf wertschöpfende Aufgaben zu konzentrieren.“

Dr. Matthias Hofmann, Gründer von PatentMaker, ergänzt:

„Der Gedanke hinter dieser Partnerschaft ist einfach. Wir vereinen die Stärken zweier bewährter Lösungen auf einer gemeinsamen Plattform. DeepIP bringt Ressourcen, Skalierbarkeit, Produkttiefe und internationale Dynamik mit. PatentMaker ergänzt dies durch praktische Rechtsexpertise und ein tiefes Verständnis für Patentprozesse in Deutschland und Europa. Gemeinsam schaffen wir die führende europäische KI-Lösung für Patentfachleute.“

Mit dieser Übernahme eröffnet DeepIP seine deutsche Niederlassung in München. Die neuen Räumlichkeiten befinden sich bei Boehmert & Boehmert.

Dadurch rückt DeepIP noch näher an die tägliche Praxis der Patentfachleute heran. Celia Wei, Geschäftsführerin von PatentMaker, verantwortet künftig den deutschen Markt bei DeepIP. Matthias Hofmann wird Mitbegründer von DeepIP und übernimmt die Verantwortung für Deutschland.

Boehmert und Boehmert begleitet den Wandel der Patentpraxis

Boehmert & Boehmert zählt zu den Vorreitern einer KI-gestützten Patentpraxis in Europa. Die Kanzlei gehört zu den führenden IP-Kanzleien Europas und setzt früh auf moderne Technologien für die Patentanmeldung.

Die Zusammenarbeit mit PatentMaker zeigte früh den Anspruch, die Standards moderner Patentarbeit aktiv mitzugestalten. Durch die Partnerschaft mit DeepIP bleibt die Kanzlei an der Spitze des technologischen Wandels. Gleichzeitig verbindet sie juristische Exzellenz mit modernen Werkzeugen und erzielt dadurch schnellere, konsistentere und hochwertigere Ergebnisse für ihre Mandanten.

Prof. Dr. Heinz Goddar, deutscher und europäischer Patentanwalt sowie Equity-Partner bei Boehmert & Boehmert, kommentiert:

„Die Verbindung von DeepIP und PatentMaker stärkt die Fähigkeit von DeepIP, Kunden bei der Suche nach den besten Wegen zum Schutz technischer Erfindungen zu unterstützen. Die globale Plattform bietet eine optimierte und lokal informierte Sicht auf Patentportfolios und Schutzrechte. Gleichzeitig hilft die Bündelung von Expertise und Daten dabei, fundierte Patent- und Betriebsgeheimnisarbeit zu leisten. So können die vielversprechendsten Ideen identifiziert, ausgewählt und weiterentwickelt werden.“

Bild Foto: Mitgründer von DeepIP und PatentMaker 
Von links nach rechts: Edouard d’Archimbaud, Mitgründer & CTO von DeepIP; Celia Jinlan Wei, Mitgründerin & Geschäftsführerin von PatentMaker; François-Xavier Leduc, Mitgründer & CEO von DeepIP; Dr. Matthias Hofmann, Mitgründer von PatentMaker.

Quelle PR for Tech

fonio.ai Seed Funding bringt 14,6 Millionen Euro für Expansion

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fonio.ai erhält 14,6 Mio. Euro Seed Funding die Gründer Daniel Keinratz und Matthias Grüber @ © NIKLAS STADLER | www.niklasstadler.at

Das fonio.ai Seed Funding zählt zu den größten europäischen Seed-Runden der vergangenen Jahre. Mit 14,6 Millionen Euro frischem Kapital und einer Bewertung von 120 Millionen Euro beschleunigt das Wiener Unternehmen den Ausbau seiner KI-Plattform für Kundenkommunikation. Gleichzeitig treibt fonio.ai die internationale Expansion in Europa und den USA voran.

fonio.ai sichert sich 14,6 Mio. Euro Seed-Funding bei 120 Mio. Euro Bewertung unter Führung von 20VC

fonio.ai Seed Funding zählt zu den größten europäischen Seed Runden

Das Start-up wird mit 120 Millionen Euro bewertet, die Finanzierungsrunde zählt zu den Top 1 % der europäischen Seed-Runden in den vergangenen zwei Jahren.

Mit der Entwicklung von einer Voice-AI zu einer KI-basierten Omnichannel-Plattform für die Kundenkommunikation geht fonio.ai den nächsten Schritt.

Mit neuen Standorten in New York, München, Mailand, Paris, London und Warschau treibt das Unternehmen seine Expansion weiter voran.

Wien, Sperrfrist: 9. Juni 2026, 9:00 Uhr MEZ — fonio.ai, die europäische KI-Plattform für Kundenkommunikation, hat eine Seed-Finanzierungsrunde über 14,6 Millionen Euro abgeschlossen. Die Runde wurde von 20VC angeführt. Außerdem beteiligten sich bestehende Investoren sowie Gründer und Führungskräfte von Synthesia, HubSpot und Revolut. Die Finanzierung folgt auf eine Angel-Runde über 3 Millionen Euro aus dem Dezember 2025. Daran waren unter anderem frühe Facebook- und Airbnb-Investoren beteiligt. Damit steigt das insgesamt eingeworbene Kapital auf mehr als 20 Millionen Euro.

„Wir freuen uns, 20VC als Lead-Investor begrüßen zu dürfen und sind unseren bestehenden Partnern dankbar für ihre fortgesetzte Unterstützung. Mit dieser Runde beschleunigen wir die Entwicklung unserer KI-basierten Omnichannel-Plattform. Außerdem treiben wir die Internationalisierung voran und bauen unser Team weiter aus. Wir wollen beweisen, dass wir aus Europa heraus zum globalen Marktführer werden“, sagt Daniel Keinrath, Co-Founder & CEO von fonio.ai.

fonio.ai Seed Funding beschleunigt den Ausbau der KI Plattform

KI-basierte End-to-End-Lösung für die Kundenkommunikation

fonio.ai entwickelt KI-Agenten für KMU, für die telefonische Erreichbarkeit geschäftskritisch ist. Gleichzeitig wächst das Unternehmen vom KI-Telefonassistenten zur vollständigen Kommunikationsplattform. Möglich macht das ein Orchestration-Layer. Dieser verbindet alle KI-Modelle in Echtzeit mit der Unternehmenssoftware. Dadurch entstehen Gespräche, die kaum von menschlichen Gesprächen zu unterscheiden sind. Bereits 90 % der Anfragen werden vollständig automatisiert gelöst. Nach weniger als zwei Jahren hat fonio.ai mehr als 7.000 Kunden gewonnen und ist Marktführer im DACH-Raum.

fonio.ai erweitert Kundenkommunikation auf mehrere Kanäle

Nun geht fonio.ai den nächsten Schritt in Richtung Omnichannel. Neben Telefonie ist WhatsApp bereits verfügbar. E-Mail- und Chatbot-Support folgen innerhalb der nächsten drei Monate. Parallel erweitert das Unternehmen seine KI-Tools. Dazu gehören ein eigener Kalender sowie ein CRM, das speziell für KI-gestützte Kundeninteraktionen entwickelt wurde. Der Marktstart ist bis Ende des dritten Quartals geplant.

Matthias Gruber, Co-Founder & CTO von fonio.ai:

„Damit KI ihr Versprechen für Unternehmen erfüllen kann, darf sie kein Zusatz sein, der auf bestehende Software aufgesetzt wird. Stattdessen muss sie im Kern der Lösung stehen. Mit diesem Investment bauen wir eine Full-Stack-Plattform auf KI-Basis auf. Sie ersetzt die vielen einzelnen Tools, mit denen KMU heute arbeiten.“

Paul Bonnet, General Partner bei 20VC:

„Jedes kleine und mittelständische Unternehmen kennt die Kosten eines verpassten Anrufs. Daniel, Matthias und ihr Team entwickeln ein KI-basiertes Betriebssystem für KMU. Die Plattform ersetzt zahlreiche Tools, die Unternehmen heute noch nutzen. Deshalb sind wir überzeugt, dass fonio.ai in diesem Markt zum führenden Anbieter werden kann.“

fonio.ai setzt auf internationales Wachstum

Expansion in neue Märkte

fonio.ai wird von Daniel Keinrath geführt, der 2024 mit Getnano einen erfolgreichen Exit im Ad-Tech-Bereich erzielte. An seiner Seite steht CTO Matthias Gruber, Vize-Europameister in Webentwicklung. Das 40-köpfige Team besteht mehrheitlich aus ehemaligen Gründern und Führungskräften. Allein im April gewann das Unternehmen 1 Million Euro ARR hinzu. Zudem strebt fonio.ai bis Jahresende eine Verfünffachung an.

Aktuell ist das Unternehmen in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Italien, Polen und Brasilien aktiv. Außerdem ist fonio.ai vor Kurzem in Großbritannien und den USA gestartet. Die Seed-Finanzierung ermöglicht den Aufbau einer stärkeren Präsenz in den wichtigsten Märkten. Bis Jahresende sollen größere Teams und neue Büros in New York, München, Mailand, Paris, London und Warschau entstehen.

Bild Daniel Keinrath und Matthias Gruber Fotograf/Bildcredits: © NIKLAS STADLER | www.niklasstadler.at

Quelle getpress GmbH

Startup-Marketing und Wettbewerbsrecht: Wo kreative Werbung Grenzen hat

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Marketing für Startups: Kampagnen rechtssicher gestalten Bild von rawpixel auf Pixabay

Startups müssen traditionell aus wenig viel machen: Das gilt umso mehr für ihr Marketing, denn in der Anfangsphase des Unternehmens sind die Etats klein, umfangreiche Skaleneffekte und Netzwerke hingegen Mangelware. Eine Menge Kreativität kann die Lücke in kleinen Marketingbudgets schließen, jedoch sollten mutige Claims und provokante Kampagnen nicht die Grenze in rechtlich unsichere Gewässer überschreiten.

Kreative Werbung als Wachstumstreiber für Startups

Kreativität wird im digitalen Zeitalter mehr denn je belohnt: Ist eine Kampagne kreativ, kann sie über soziale Netzwerke viral gehen und ihre Reichweite so vervielfachen. Ist die Kampagne zudem noch provokativ und zieht Aufmerksamkeit an, wird das zusätzlich mit hohen Interaktionsraten belohnt. Was sich einfach anhört, ist in der Praxis natürlich deutlich komplizierter, vor allem für Startups mit kleinen Teams und noch kleineren Budgets. Mutig können und sollen natürlich auch Startups sein: Zugespitzte Botschaften sowie prägnante Produktversprechen sind nicht verboten, aber aus rechtlicher Sicht gibt es eine klare Grenze zwischen „mutig und zulässig“ und „übermütig und unlauter“.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich Startups mitunter etwas zu stark von Mark Zuckerbergs „Move fast and break things“ inspirieren lassen: Kampagnen sollen schnell und plakativ publiziert werden, die gewünschte Aufmerksamkeit kann gar nicht groß genug sein, kommen dann noch ineffiziente Startup-Strukturen und mitunter fehlende Prüfungen nach dem Vier- oder Sechs-Augen-Prinzip hinzu, ergeben sich rechtliche Angriffsflächen.

Wo Marketing rechtlich angreifbar werden kann

Zu aggressives Marketing ist nicht zwangsläufig dem reinen Übermut geschuldet, wie eine Bitkom-Studie aus dem letzten Jahr offenlegt: Dort nannten 61 % der befragten Startup-Fachkräfte „Vertrieb und Kundengewinnung“ als die größte Herausforderung, quasi gleichauf mit bürokratischen Hürden (63 %). Das verdeutlicht gut, warum es überhaupt zu rechtlich unsicherer und gegebenenfalls unlauterer Werbung kommt: Der Druck, ständig neue Kunden zu akquirieren und der neu gegründeten Marke Sichtbarkeit zu verschaffen, ist konsequent hoch, für viele Startups der eigenen Einschätzung nach zu hoch.

Dabei gibt es nicht „die eine“ aggressive Werbung, vielmehr geht es um einzelne Bestandteile des Marketings und Marketing-Mixes: Produktversprechen, Nachhaltigkeitsaussagen, Preis- und Rabattaktionen sowie direkte oder indirekte Vergleiche mit Wettbewerbern – korrekt umgesetzt können sie eine Stärke und ein Indiz für gutes Marketing sein, fahrlässig umgesetzt können sie hingegen in rechtlichen Konsequenzen und sich daraus ergebenden Strafzahlungen resultieren. Kampagnen dürfen provokant sein, aber auch sehr offensive Kampagnen müssen auf einem rechtlich sicheren Fundament fußen. Genau das ist als erster Schritt sicherzustellen.

Interne Freigaben und richtiges Handeln im Ernstfall

Selbst bei kleinen Teams dürfen interne Prüfprozesse keine Option, sondern Notwendigkeit sein. Das gilt für Anzeigen, live geschaltete Landingpages und Social-Media-Posts gleichermaßen. Formulierungen, Nachweise für Behauptungen und Aktionsbedingungen sind intern leicht auffindbar abzulegen. Generell empfiehlt sich immer ein Vier- oder Sechs-Augen-Prinzip: Die Freigabe sollte einheitlich durch das erfahrenste und mit dieser Verantwortlichkeit vertraute Teammitglied erfolgen.

Fehlt es intern an rechtlichen Kompetenzen, muss man sich diese über externe Experten einkaufen, das ist immer noch günstiger als im Falle von Wettbewerbsverstößen hohe Strafzahlungen zu leisten. Des Weiteren lassen sich juristisch erteilte einstweilige Verfügungen oder kurzfristige Unterlassungen so proaktiv verhindern. Versucht es ein Wettbewerber dennoch, hat man zumindest eine Grundlage, um sich zur Wehr zu setzen.

Startups sind also definitiv auf ihren Mut und ihre Kreativität angewiesen, um mit kleinen Marketingbudgets die größtmögliche Wirkung zu erzielen: Aber die Kampagnen müssen rechtlich belegbar, transparent und sauber formuliert sein, denn das Wettbewerbsrecht kennt auch gegenüber kleinen und jungen Unternehmen keine Gnade.

Bild von rawpixel auf Pixabay

Autorin: Sandra May, Rechtsanwältin beim Händlerbund

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Dieselbe Sprache, andere Welten: Die Kommunikationsfalle im Gründerteam

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Gründerteam Kommunikation im Gründerteam Generationenkonflikt Ortrud Tornow helle Blätter

„Wir verstehen uns einfach nicht.“ – Diesen Satz hören wir in Beratungen mit gemischten Gründerteams beinahe jede Woche. Was als Generationenkonflikt erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen meist als etwas anderes: zwei unterschiedliche Kommunikationswelten, die im selben Slack-Channel aufeinandertreffen. Die gute Nachricht: Das lässt sich auflösen – wenn ihr wisst, wo ihr ansetzen müsst.

Dieselbe Sprache, andere Bedeutung

Eine Szene aus einem unserer Workshops: Ein 52-jähriger Mitgründer ist verärgert, weil seine 28-jährige Co-Founderin nicht auf seine Slack-Nachricht von Sonntagabend reagiert hat. Sie wiederum versteht nicht, warum er um 22 Uhr noch operative Themen schickt – „ist doch nicht dringend, sonst hätte er angerufen“. Beide haben recht. Und beide haben unrecht. Denn sie sprechen dieselbe Sprache mit unterschiedlichen Bedeutungen.

Für ihn ist Slack ein Werkzeug, das man asynchron bedient: „Lies, wenn du Zeit hast, antworte, wenn du kannst.“ Für sie ist Slack der Ort, an dem akute Dinge kurz geklärt werden – mit der unausgesprochenen Erwartung, dass das, was nicht akut ist, dort gar nicht erst landet. Wer in welchem Verständnis aufgewachsen ist, hat selten mit dem Geburtsjahr zu tun, aber sehr viel mit beruflicher Prägung.

Drei Kommunikationsmuster, die fast immer für Reibung sorgen

Aus über 30 Jahren Beratungs- und Trainingsarbeit kristallisieren sich drei Muster heraus, die in altersgemischten Gründerteams regelmäßig knirschen. Kein einziges davon hat mit „Generation“ zu tun. Alle drei haben mit unausgesprochenen Erwartungen zu tun.

1. Tempo: Wer als „schnell“ gilt – und wer als „nachlässig“

Schnelle Antworten gelten in jungen Teams oft als Engagement-Signal. Wer innerhalb von 30 Minuten zurückschreibt, zeigt: „Ich bin dran.“ Erfahrene Gründer lesen dasselbe Verhalten häufig anders – als Mangel an Tiefe, als reflexhafte Reaktion ohne durchdachtes Argument.

Beide haben einen Punkt. Was nicht hilft: jede Seite über die eigene Definition von „professionell“ belehren. Was hilft: einmal explizit verabreden, was bei euch eine sofortige Antwort erfordert (Kundenkrise, Pressanfrage, Investor) und was warten darf, bis jemand die Zeit für eine durchdachte Antwort hat.

2. Feedback: Direkt oder eingebettet?

Junge Teammitglieder erwarten von Feedback meistens, dass es eingebettet ist: zuerst, was gut läuft, dann der Verbesserungspunkt, am Ende ein Ausblick. Erfahrenere Gründer sind oft direkter sozialisiert: Sie kommen zum Punkt, weil sie davon ausgehen, dass jeder im Raum das aushält. Beides ist legitim. Beides erzeugt Verletzungen, wenn die andere Seite das eigene Muster als universellen Standard versteht.

Was hier hilft: nicht das Feedback ändern, sondern den Rahmen. Verabredet euch auf zwei klare Feedback-Settings – ein wöchentliches, in dem direkter Klartext erwartet wird, und ein monatliches, in dem Entwicklung und Anerkennung ihren Platz haben. So weiß jede, in welchem Modus gerade gesprochen wird.

3. Entscheidungsstil: Konsens oder klare Ansage?

Der dritte Klassiker: Wie wird im Team entschieden? Viele jüngere Gründer sind in Strukturen sozialisiert, in denen breit konsultiert wird, bevor eine Entscheidung fällt. Erfahrenere Mitgründer, vor allem mit Führungserfahrung aus etablierten Unternehmen, kennen das anders: Wer verantwortet, entscheidet – und holt sich gezielt Input, statt jede abzuholen.

Beide Stile funktionieren in unterschiedlichen Kontexten. Was nicht funktioniert: dass im selben Team unausgesprochen zwei Erwartungssysteme parallel laufen. Klärt einmal sauber, welche Entscheidungen wo getroffen werden – und vor allem, wer in welchem Format wirklich Stimme hat und wer informiert wird.

Was sich verändert, sobald ihr das einmal aussprecht

In unserer Beratungspraxis erleben wir immer wieder denselben Effekt: Sobald ein Team diese drei Muster einmal benennt – am besten in einem zweistündigen, moderierten Setting – verschwinden 70 bis 80 Prozent der „Generationenreibung“ innerhalb weniger Wochen. Nicht weil die Unterschiede weg sind, sondern weil sie aus dem Bereich der unausgesprochenen Erwartungen in den Bereich der verabredeten Spielregeln wandern.

Was bleibt, ist die produktive Reibung: die zwischen unterschiedlichen Erfahrungen, Risikoprofilen und Marktinstinkten. Genau die Reibung, wegen der ihr euch ursprünglich zusammengeschlossen habt.

Drei Schritte, mit denen du heute anfangen kannst

Inventur. Setzt euch zu zweit oder zu dritt hin und beschreibt eine konkrete Reibungssituation der letzten zwei Wochen. Nicht „der Konflikt mit Sven“, sondern: Welche Nachricht, welche Reaktion, welches Missverständnis?

Übersetzung. Ordnet die Situation einem der drei Muster zu: Tempo, Feedback, Entscheidung. In neun von zehn Fällen passt eines davon.

Spielregel. Formuliert eine einzige, konkrete Verabredung, mit der ihr ab morgen anders umgeht. Eine. Nicht zehn. Lieber klein und gehalten als groß und vergessen.

Generationen sind nicht das Problem

Gemischte Gründerteams sind keine Belastung. Sie sind ein Vorteil. Was sie für viele schwierig macht, ist nicht die Mischung selbst, sondern die unausgesprochenen Erwartungen, die wir mitbringen – und für selbstverständlich halten.

Wer diese Erwartungen einmal sauber auf den Tisch legt, gewinnt zweimal: weniger Konflikt im Alltag und ein Team, das sich genau dort ergänzt, wo es vorher gerieben hat.

Im zweiten Teil dieser Serie schauen wir konkret darauf, was Gen Z und erfahrene Gründer tatsächlich voneinander lernen – jenseits der üblichen Klischees.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Fehlt Outdoor Fans genau diese einfache Lösung unterwegs?

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PORSTI Outdoor Lösungen für Camping und Vanlife PORSTI BARTO

PORSTI entwickelt Outdoor Lösungen für Camping und Vanlife mit Fokus auf Ordnung, Komfort und hochwertiges Design

Wie ist die Idee zu BARTO konkret entstanden und wer steckt hinter dem Unternehmen?

Hinter PORSTI steht vor allem eines: der Anspruch, Dinge einfacher, besser, durchdachter und in einer überzeugenden Qualität zu machen. Gegründet wurde das Unternehmen von Steve Porstmann, einem Macher mit handwerklichem Hintergrund und einer klaren Leidenschaft dafür, praktische Lösungen selbst zu entwickeln, wenn der Markt sie nicht bietet.

Gab es einen bestimmten Moment draußen, der zur Entwicklung von BARTO geführt hat?

Die Idee zu BARTO ist – wie so oft – nicht am Schreibtisch entstanden. Sondern draußen. Unterwegs. Beim Campen. Ein typischer Moment: wenig Platz, alles irgendwie improvisiert. Getränke auf dem Boden. Schlüssel verschwinden. Keine richtige Ablagefläche. Genau da kam der Gedanke: Warum gibt es keinen kompakten, stabilen Tresen, den man einfach ans Fahrzeug „andocken“ und wieder entfernen kann, der zugleich hochwertig und stilvoll aussieht?

BARTO war geboren.

Was war die ursprüngliche Vision hinter BARTO und wie hat sie sich seitdem weiterentwickelt?

Die ursprüngliche Vision war simpel. Eine praktische Ablage für unterwegs. Schnell griffbereit. Stabil. Schön. Ohne Aufbau. Ohne Stress. Heute ist daraus deutlich mehr geworden. BARTO steht für Freiheit, Ordnung und Komfort im Outdoor-Leben. Ein kleines Produkt mit großem Impact.

Wie soll BARTO das Outdoor-Erlebnis für Camper, Vanlife-Fans und Reisende langfristig verbessern?

Langfristig soll BARTO das Outdoor-Erlebnis deutlich entspannter machen. Weniger Chaos. Mehr Struktur. Mehr Genuss. Egal ob beim Camping, im Vanlife oder beim spontanen Stopp am See.

Alles hat seinen Platz.

Welche Zielgruppe steht bei BARTO im Fokus und welche konkreten Alltagsprobleme werden gelöst?

Die Zielgruppe ist klar. Menschen, die unterwegs sind. Camper. Vanlife-Fans. Outdoor-Liebhaber. Aber auch Festivalbesucher, Angler oder einfach Leute, die draußen gerne gut organisiert sind. BARTO löst ein alltägliches Problem: fehlende Ablageflächen genau da, wo man sie braucht.

Was macht BARTO funktional so besonders. Wie gelingt die Verbindung aus Design, Stabilität und einfacher Anwendung?

Funktional überzeugt BARTO durch eine starke magnetische Befestigung. Kein Bohren. Kein Schrauben. Einfach anbringen. Fertig.

Warum fiel die Entscheidung auf Eichenholz und eine handgefertigte Produktion in Deutschland?

Dazu kommt die Kombination aus massivem Eichenholz und einer durchdachten Konstruktion. Die Magnete sind nahezu unsichtbar in das Holz eingearbeitet.

Stabilität trifft auf Design. Reduziert, aber hochwertig.

Die Entscheidung für Eichenholz war bewusst. Robust. Langlebig. Natürlich. Dazu die handgefertigte Produktion in Deutschland. Kurze Wege. Hohe Qualität. Und ein klares Statement für Wertigkeit.

Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe e.V. für das Unternehmen?

Ein besonderer Teil der Produktion entsteht in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe e.V. Das ist für uns mehr als nur ein Partner. Es ist ein bewusst gewählter Weg, soziale Verantwortung in unser Produkt zu integrieren. Wertschätzung und echte Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Mit welchen Herausforderungen wart ihr bei der Entwicklung der magnetischen Lösung konfrontiert?

Die Entwicklung der magnetischen Lösung war anspruchsvoll. Die richtige Balance zwischen Haftkraft und Flexibilität zu finden, hat Zeit gekostet. Unterschiedliche Oberflächen. Verschiedene Fahrzeugtypen. Am Ende musste es einfach immer funktionieren. Genau das war der Anspruch.

Was unterscheidet BARTO klar von anderen Outdoor-Produkten am Markt?

Was BARTO von anderen Outdoor-Produkten unterscheidet, ist die Kombination aus Einfachheit und Nutzen. Kein Gadget. Kein Spielzeug. Sondern ein echtes Tool für den Alltag unterwegs. Klarer Fokus. Sofort einsetzbar. Ohne Kompromisse.

Welche Bedeutung hat der Schutz durch das Deutsche Patent- und Markenamt für eure weitere Entwicklung?

Der Schutz durch das Deutsche Patent- und Markenamt gibt uns Sicherheit. Für unsere Idee. Für unsere Weiterentwicklung. Und für den klaren Aufbau einer starken Marke.

Welche nächsten Schritte sind geplant. Wird es weitere Produkte aus dem Hause BARTO geben?

Die nächsten Schritte sind bereits in Planung. BARTO ist erst der Anfang. Weitere Produkte, die das mobile Leben einfacher machen, sind in der Entwicklung. Immer mit dem gleichen Ansatz: praktisch, hochwertig, durchdacht.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründern mit auf den Weg geben?

Drei Dinge, die wir anderen Gründern mitgeben würden. Einfach machen. Nicht (zer)denken. Probleme wirklich verstehen. Und Lösungen bauen, die im echten Leben funktionieren. Und dranbleiben. Auch wenn es kompliziert wird.

Titelbild: @privat

Wir bedanken uns bei Steve Porstmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: PORSTI

Porsti Logo grill better together

Kontakt:

PORSTI-Grill
Steve Porstmann
Waldstraße 2
76694 Forst

www.porsti-grill.de
support@porsti-grill.de

Ansprechpartner: Steve Porstmann

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