Mittwoch, Mai 13, 2026
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Beast Health setzt mit innovativem Blender auf gesunde Ernährung

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Beast Health Blender Startup und Vision Ernährung Bild: Colin Sapire Gruender Beast Health Copyright Beast Health

Das Beast Health Blender Startup zeigt, wie innovative Küchentechnologie gesunde Ernährung einfacher in den Alltag integrieren kann.

Wie ist Beast Health entstanden und welche Erfahrungen haben euch dazu bewegt, ein Unternehmen rund um gesunde Ernährung und Küchentechnologie aufzubauen?

Ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit den Themen gesunde Ernährung und Personal Blending. Angefangen hat alles 2003 mit der Gründung von Magic Bullet* beziehungsweise NutriBullet*. Unser Ziel war damals, vollwertige Ernährung einfacher in den Alltag zu integrieren.

Der Anstoß kam aus meinem eigenen Leben. Als Marathonläufer habe ich nach einer besseren Möglichkeit gesucht, meinen Körper mit mehr natürlichen Lebensmitteln zu versorgen. Salate waren nie wirklich mein Ding, und die Mixer, die es am Markt gab, waren mir einfach zu groß und unpraktisch für einen schnellen Smoothie für mich allein. Genau daraus ist die Idee entstanden und letztlich auch eine ganz neue Produktkategorie, der Personal Blender.

Mit Beast setze ich diese Reise fort. Es geht mir weiterhin darum, den Zugang zu gesunder, vollwertiger Ernährung zu erleichtern, heute vor allem durch durchdachtes Design und innovative Technologie, die sich nahtlos in den Alltag einfügt.

*NutriBullet® ist eine eingetragene Marke von Capbran Holdings, LLC. Zwischen Beast Health, LLC und Capbran Holdings, LLC besteht keine Verbindung.

Wer steht hinter Beast Health und wie ergänzen sich eure Hintergründe im Aufbau der Marke?

Ich habe Beast Health 2021 gegründet und seitdem ein schlankes, aber hochmotiviertes Team aufgebaut, das umfassende Erfahrung in den Bereichen Operations, Marketing und Customer Experience mitbringt.

Meine über 20-jährige Erfahrung im Bereich Personal Blending, also der Entwicklung kompakter Mixer für den einfachen, täglichen Gebrauch, gibt dem Ganzen ein solides Fundament, aber das Team ist das eigentliche Herzstück.

Wir beschäftigen uns intensiv mit den Entwicklungen im Bereich Gesundheit, Ernährung und Lifestyle und haben ein feines Gespür für die Medienlandschaft und aktuelle Trends. Das gibt uns ein gutes Verständnis dafür, was unsere Zielgruppe bewegt, was sie braucht und wie wir sie am besten erreichen.

Welche Vision verfolgt Beast Health im Bereich gesunder Ernährung und wie wollt ihr diese langfristig erreichen?

Unsere Vision bei Beast Health ist es, gesunde Ernährung für jeden so einfach und zugänglich wie möglich zu machen. Wir sind überzeugt, dass eine ausgewogene Ernährung nur dann nachhaltig funktioniert, wenn sie sich mühelos in den Alltag integrieren lässt.

Mit unseren Produkten unterstützen wir Menschen dabei, mehr natürliche und vollwertige Lebensmittel in ihre tägliche Routine einzubauen – schnell, unkompliziert und ohne Kompromisse beim Geschmack.

Wie schafft ihr es, gesunde Ernährung mit euren Produkten einfacher und alltagstauglicher zu machen?

Unser Ansatz ist es, gesunde Ernährung so unkompliziert wie möglich in den Alltag zu integrieren. Deshalb haben wir den Beast Blender bewusst auf eine einfache und schnelle Nutzung ausgelegt. Der 60-Sekunden-Mixzyklus läuft automatisch, sodass man nicht ständig danebenstehen oder etwas nachjustieren muss.

Zusätzlich liefern wir jeden Mixer mit einem Trinkdeckel und einem Strohhalm-Deckel aus. So kann der Smoothie direkt im selben Behälter konsumiert oder mitgenommen werden. Das Umfüllen entfällt und auch der zusätzliche Abwasch wird reduziert.

Auch beim Design war es uns wichtig, ein Produkt zu entwickeln, das man gerne auf der Küchenarbeitsplatte stehen lässt. Dadurch ist der Mixer jederzeit griffbereit und dient gleichzeitig als visuelle Erinnerung, gesunde Routinen in den Alltag zu integrieren.

An welche Zielgruppe richtet ihr euch und welche Rolle spielen dabei Design, Funktionalität und Nutzererlebnis?

Unsere Zielgruppe ist bewusst breit gefasst, denn gesunde Ernährung mit mehr natürlichen und vollwertigen Lebensmitteln ist für Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensphasen relevant und spielt unabhängig vom Alter eine wichtige Rolle.

Unsere Produkte sind so konzipiert, dass sie in verschiedenen Situationen unterstützen können. Sie eignen sich für die Zubereitung von Brei für die Kleinsten, für Smoothies nach dem Training oder auch für schnelle und unkomplizierte Mahlzeiten für Studierende und Berufstätige. Gleichzeitig können sie eine hilfreiche Unterstützung für ältere Menschen sein, insbesondere wenn das Kauen schwerfällt.

Design, Funktionalität und Nutzererlebnis spielen dabei eine zentrale Rolle. Wir entwickeln unsere Produkte so, dass sie intuitiv zu bedienen sind und sich nahtlos in den Alltag integrieren lassen. So verbinden wir praktische Anwendung mit einem positiven Nutzungserlebnis und unterstützen Menschen dabei, gesunde Routinen langfristig beizubehalten.

Wie stellt ihr sicher, dass eure Produkte nicht nur technisch überzeugen, sondern auch tatsächlich im Alltag genutzt werden?

Wir stellen die tatsächliche Nutzung im Alltag in den Mittelpunkt unserer Produktentwicklung. Ein wichtiger Faktor ist dabei das Design. Wir haben den Beast Blender bewusst so gestaltet, dass er gerne sichtbar auf der Küchenarbeitsplatte stehen bleibt und nicht im Schrank verschwindet. Dadurch ist er jederzeit griffbereit und wird eher regelmäßig genutzt.

Gleichzeitig achten wir auf eine einfache, zuverlässige Funktionalität und ein intuitives Nutzungserlebnis. Nur wenn ein Produkt unkompliziert zu bedienen ist und sich nahtlos in bestehende Routinen einfügt, wird es langfristig auch tatsächlich verwendet.

Der Markt für Küchengeräte ist stark umkämpft. Was macht euren Ansatz besonders und wo seht ihr euren klaren Unterschied?

Als jemand, der seit über 20 Jahren in diesem Bereich tätig ist, habe ich viel gesehen – und all diese Erfahrung ist in den Beast Blender eingeflossen. Beim Entwickeln des Produkts haben wir bewusst alles umgesetzt, was einen Blender wirklich alltagstauglich macht und dabei unterstützt, gesündere Routinen langfristig in den Alltag zu integrieren.

Dabei standen Design, Funktionalität und Langlebigkeit im Mittelpunkt. Der Blender ist ästhetisch wie ein Designerobjekt, hochwertig verarbeitet und leistungsstark, sodass er regelmäßig genutzt wird und Freude bereitet.

Damit heben wir uns deutlich von vielen Mitbewerbern ab, die oft bei Material oder Performance sparen. Unser Ansatz verbindet Design, Qualität und Alltagstauglichkeit auf eine Weise, die im Ergebnis spürbar ist.

Welche Rolle spielt Content wie Rezepte oder Ernährungstipps für eure Marke und eure Kundenbindung?

Content spielt für uns eine zentrale Rolle, sowohl für die Marke als auch für die Bindung zu unseren Kundinnen und Kunden. Rezepte und Ernährungstipps gehören zu unseren wichtigsten Formaten, weil sie zeigen, wie unsere Produkte im Alltag wirklich genutzt werden können.

Viele denken zunächst nur an Smoothies, dabei kann der Beast Blender viel mehr: Salatdressings, Saucen, Dips und vieles andere lassen sich genauso einfach zubereiten. Mit unseren Inhalten wollen wir genau diese Vielseitigkeit zeigen, inspirieren und dazu beitragen, dass unsere Produkte regelmäßig genutzt werden und fest in die täglichen Routinen unserer Kundinnen und Kunden integriert werden.

Wie möchtet ihr Beast Health in den kommenden Jahren weiterentwickeln und welche Ziele habt ihr euch gesetzt?

Uns gehen die Ideen definitiv nicht aus – von neuen Produktentwicklungen bis hin zu spannenden, wissenschaftlich fundierten Marketingansätzen ist vieles geplant. Unser übergeordnetes Ziel ist nachhaltiges Wachstum. Wir möchten Beast in immer mehr Märkte bringen und 2026 werden wir in dieser Hinsicht besonders große Schritte nach vorne machen.

Wenn ihr auf eure Gründung blickt: Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mitgeben?

Erstens: Bau nur etwas auf, für das du wirklich brennst, denn ohne diese Leidenschaft wird es schwer. Zweitens: Rückschläge gehören dazu, aber mit Ausdauer und dem richtigen Mindset findet man seinen Weg. Und drittens: Hol dir Menschen ins Team, denen du vertraust und die deine Vision wirklich mittragen wollen. Leidenschaft, Durchhaltevermögen und Vertrauen – das sind für mich die drei Grundpfeiler erfolgreicher Gründungen.

Bild: Colin Sapire Gruender Beast Health Copyright Beast Health

Wir bedanken uns bei Colin Sapire für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Beast Health

Kontakt:

Summit Brands B.V.
Begijneweide 1
4891 TR Rijsbergen
The Netherlands

beasthealth.de
info@beasthhealth.de

Ansprechpartner: Friso Bosma, Marketing Manager Beast Health

Social Media:
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Decade Energy erhält 22 Millionen Euro für Elektrifizierung Logistikdepots in Europa

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Decade Energy: 22 Mio. für Elektrifizierung Logistikdepots

Elektrifizierung Logistikdepots als Wachstumsmarkt in Europa

Decade Energy sichert sich 22 Millionen Euro für den Ausbau der Energieinfrastruktur an Logistikdepots zur Elektrifizierung des Lkw-Verkehrs in Europa

Unterstützt von SET Ventures und Eiffel Investment Group positioniert diese Finanzierung Decade Energy an der Spitze des Ausbaus elektrifizierter Depots in Europa und ermöglicht dem Unternehmen, sowohl die Projektumsetzung als auch seine Plattform deutlich zu skalieren.

Paris, Frankreich, 23. April 2026 – Decade Energy, ein Unternehmen, das Energieinfrastruktur für Logistikdepots entwickelt, hat eine Finanzierungsrunde über 22 Millionen Euro abgeschlossen. Die Mittel fließen in den Ausbau des Frankreich-Geschäfts, die Erweiterung des Produktportfolios sowie die Expansion in neue internationale Märkte. Die Finanzierung wird von der Eiffel Investment Group und SET Ventures angeführt, gemeinsam mit den bestehenden Investoren.

Während die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs zunehmend an Fahrt gewinnt, schränken nicht mehr die Verfügbarkeit von Fahrzeugen den Betrieb ein, sondern der Zugang zu Energie. Netzengpässe, lange Anschlusszeiten und die Komplexität von Energiesystemen vor Ort bremsen den Ausbau an vielen Logistikstandorten.

Decade Energy treibt Elektrifizierung Logistikdepots mit neuer Finanzierung voran

Decade Energy löst dieses Problem, indem es die integrierte Energieinfrastruktur entwickelt, finanziert und betreibt, die an Depots für den Betrieb elektrischer Lkw-Flotten erforderlich ist. Dazu gehören neue Netzanschlüsse, Batteriespeichersysteme (BESS), Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, Solaranlagen sowie Software zur Optimierung des Energieverbrauchs. Mit einem CapEx-freien Ansatz unterstützt Decade Energy Eigentümer von Logistikimmobilien dabei, Stromkapazitäten zu sichern. Gleichzeitig schaffen sie planbare Mieteinnahmen sowie zusätzlichen Mehrwert durch die Teilnahme der Batteriespeicher an den Energiemärkten.

„Diese Finanzierung ermöglicht es uns, Decade Energy von einem reinen Umsetzungsmodell zu einer umfassenden Plattform für die Elektrifizierung von Depots weiterzuentwickeln. Wir bauen Software, Energieprodukte und Teams auf, um Logistikstandorte ganzheitlich zu bedienen und unser Modell in weitere europäische Märkte zu bringen. Wir verfügen nun über das Kapital und die Plattform, um Logistikdepots in die Energieinfrastruktur zu verwandeln, die der elektrische Straßengüterverkehr benötigt.“
— Casper Norden, CEO & Co-Founder, Decade Energy

Ein neues Modell für zukunftsfähige Depots

Der dezentrale Portfolio-Ansatz – der Ausbau an vielen Standorten statt an wenigen zentralisierten Anlagen – bereitet Depots auf elektrische Lkw-Flotten vor und steigert den langfristigen Vermögenswert. Damit wird Decade Energy zum Wegbereiter für eine neue Infrastruktur-Kategorie für den elektrischen Straßengüterverkehr: das mit Strom versorgte, flexible und zukunftsfähige Depot.

„Diese Finanzierungsrunde bestätigt sowohl unsere Strategie als auch die Stärke unseres Teams. Wir haben ein Modell entwickelt, das sich an den tatsächlichen Bedürfnissen von Depots orientiert: Zugang zu Energie, passende Infrastruktur und ein pragmatischer Weg zur Elektrifizierung. Nun können wir den Ausbau skalieren und mehr Kunden dabei unterstützen, ihre Standorte auf elektrische Flotten vorzubereiten.“

Alexandre Cleret, COO & Co-Founder, Decade Energy

Skalierung der Elektrifizierung Logistikdepots durch Infrastruktur und Software

Die bisherige Entwicklung von Decade Energy zeigt bereits eine starke Marktnachfrage. Bis heute hat das Unternehmen:

seit seiner Gründung mehr als 1.500 Machbarkeitsstudien zur Depot-Elektrifizierung in ganz Europa durchgeführt,
mehr als 100 Projekte mit einer Kapazität von über 500 MW in die Entwicklung gebracht und
eine Pipeline von 50 Projekten aufgebaut, deren Bau in diesem Jahr beginnen soll.

Die Finanzierungsrunde markiert Decade Energys Übergang von der Entwicklungsphase zur großangelegten Umsetzung.

Gemeinsam bringen die beiden neuen Investoren, die Eiffel Investment Group und SET Ventures, komplementäre Kompetenzen für die nächste Entwicklungsphase von Decade Energy ein.

Das Investment von 16 Millionen Euro der Eiffel Investment Group, das über den von ihr verwalteten Fonds Eiffel Transition Infrastructure eingebracht wird, ist für die Umsetzung der Projekte bestimmt. Ziel ist der Ausbau eines Portfolios von mindestens 100 MW an Batteriespeicherprojekten in ganz Frankreich bei einem Gesamtfinanzierungsvolumen von rund 50 Millionen Euro. Diese Projekte werden mehrere Megawatt an Stromkapazität hinzufügen und die Energieunabhängigkeit stärken.

Die restlichen Mittel, angeführt von SET Ventures – mit fortgesetzter Unterstützung durch die bestehenden Investoren Contrarian Ventures und Ananda Impact Ventures – sind der nächsten Phase der Produkt-Roadmap von Decade Energy gewidmet. Ziel ist es, die Software zur Energieoptimierung sowie neue Lade- und PV-Produkte für Lkw voranzutreiben und das Team in neue Märkte zu expandieren.

„Vor dem aktuellen geopolitischen Hintergrund war die Argumentation für den Ausbau von Batteriespeichern und die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen nie stärker. Decade Energy geht eines der kritischsten Nadelöhre der Energiewende an: die Netzrestriktionen an Logistikdepots. Das Team vereint tiefgreifende Transportexpertise mit starken Kompetenzen im Bereich der Energieinfrastruktur und kann beeindruckende frühe Erfolge vorweisen. Das hat uns überzeugt, dass Decade Energy in einer einzigartigen Position ist, eine führende Plattform aufzubauen, die Europas Energieresilienz nachhaltig beschleunigen kann.“

— Julia Padberg, Partner, SET Ventures

„Batteriespeicher sind keine Nischentechnologie mehr. Sie entwickeln sich zur Kerninfrastruktur und vereinen ein notwendiges Flexibilitätsinstrument für eine stärkere Integration erneuerbarer Energien mit dem Potenzial, Logistikdepots zu elektrifizieren. Der bewährte Infrastrukturausbau von Decade Energy verwandelt die fragmentierte Nachfrage auf Standortebene in ein skalierbares Modell und schafft langfristigen Mehrwert sowohl für Kunden als auch für das Stromsystem.“

— Laurent Coubret, Investment Director, Eiffel Investment Group

Wachstum auf europäischer Ebene

Frankreich war Decade Energys erster Kernmarkt und hat die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells unter Beweis gestellt. Die Lösung des Unternehmens ist jedoch nicht auf den französischen Markt beschränkt, sondern spiegelt einen gesamteuropäischen Trend wider. Decade Energy hat den Anspruch, Eigentümer von Logistikimmobilien in ganz Europa zu bedienen. Mit der aktuellen Finanzierungsrunde expandiert das Unternehmen nach Deutschland, in die nordischen Länder, nach Polen und andere europäische Länder und passt sein Modell dabei an die jeweiligen Marktgegebenheiten und Kundenbedürfnisse an.

Diese Expansion erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Regierungen die Elektrifizierung weiter vorantreiben, unter anderem durch neue Maßnahmen in Frankreich zur Unterstützung der Transformation von Flotten und Infrastruktur. Dies unterstreicht den steigenden Bedarf an skalierbaren Energielösungen für Logistikdepots.

Bild Leadership Decade Energy

Quelle Ballou PR

Round Finanzmanagement Automatisierung für Unternehmen

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Round automatisiert Finanzmanagement Bild Round Treasury Hayyaan Ahmad und Pac O´Shea Bildrechte Round Treasury

Round Finanzmanagement Automatisierung vereinfacht komplexe Finanzprozesse und entlastet moderne Finance Teams durch intelligente Systeme

Wie ist Round entstanden und wer sind die Köpfe hinter der Round Finanzmanagement Automatisierung?

Wir haben Round gegründet, nachdem wir uns bei Entrepreneur First kennengelernt hatten. Die Idee entstand, weil wir beide Seiten des Problems aus erster Hand kannten: etablierte Banken, die durch langsame Produktzyklen eingeschränkt sind, und moderne Unternehmen, die gezwungen sind, ihre Finanzen über fragmentierte Systeme hinweg zu verwalten. Auf der Grundlage unserer Erfahrungen in den Bereichen Fintech, Produktentwicklung und Infrastruktur machten wir uns daran, ein System zu entwickeln, das die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Finanzen verwalten und Geldbewegungen abwickeln, vereinheitlicht und automatisiert.

Welche konkrete Herausforderung im Finanz und Treasury Management wolltet ihr mit Round von Anfang an lösen?

Von Anfang an haben wir uns zum Ziel gesetzt, zwei zentrale Zielkonflikte im Finanzwesen zu lösen. Der erste betrifft das Spannungsfeld zwischen Vertrauen und Benutzerfreundlichkeit: Unternehmen vertrauen auf etablierte Banken, wenn es um Sicherheit geht, müssen dafür aber Abstriche bei der Benutzererfahrung und der Automatisierung machen. Der zweite betrifft das Spannungsfeld zwischen Liquidität und Rendite: Um Renditen zu erzielen, muss man in der Regel Geld binden oder den Betriebsablauf komplexer gestalten. Round wurde entwickelt, um beide Zielkonflikte zu beseitigen und Unternehmen eine Möglichkeit zu bieten, ihre Finanzen auf vertrauenswürdige und benutzerfreundliche Weise zu verwalten, während die Mittel gleichzeitig liquide und rentabel bleiben.

Anfangs haben wir uns auf zwei Zielkonflikte konzentriert, mit denen Finanzteams täglich konfrontiert sind.

Der erste ist Vertrauen versus Benutzerfreundlichkeit. Unternehmen verlassen sich aus Sicherheitsgründen auf etablierte Banken, doch das bedeutet in der Regel langsame Benutzeroberflächen, manuelle Arbeitsabläufe und nur sehr wenig Automatisierung.

Der zweite ist Liquidität versus Rendite. Wer Renditen erzielen will, muss in der Regel Geld binden oder den Betrieb komplexer gestalten, wofür die meisten Teams keine Zeit haben.

In der Praxis bedeutet dies, dass Finanzteams sich in mehrere Systeme einloggen, Geld manuell transferieren und ständig Salden überprüfen müssen, nur um den Überblick zu behalten. Round wurde entwickelt, um diese Kompromisse zu beseitigen und diesen gesamten Prozess automatisch ablaufen zu lassen.

Wie würdet ihr die Vision von Round beschreiben und welche Schritte sind entscheidend, um diese zu erreichen?

Unsere Vision ist es, dass Finanzvorgänge autonom ablaufen. Heute sind Unternehmen noch darauf angewiesen, dass sich Mitarbeiter in Systeme einloggen, Geld transferieren und Arbeitsabläufe über verschiedene Banken und Tools hinweg koordinieren. Wir glauben, dass sich dies hin zu KI Systemen verlagern wird, die Finanzvorgänge durchgängig verwalten und ausführen können.

Um dies zu erreichen, bauen wir sowohl die Infrastruktur als auch die Intelligenzebene auf. Das bedeutet, dass wir die Grundlagen für den Geldtransfer und die Geldverwahrung bereitstellen und gleichzeitig KI Systeme entwickeln, die darauf aufsetzen und nach klaren Regeln und Genehmigungen arbeiten. Kurzfristig konzentrieren wir uns auf die Automatisierung hochfrequenter Arbeitsabläufe in den Bereichen Treasury, Zahlungsverkehr und Gehaltsabrechnung. Im Laufe der Zeit entwickelt sich daraus ein System, in dem Finanzteams von der Ausführung der Arbeit zur Überwachung derselben übergehen.

An wen richtet sich eure Lösung konkret und welche Bedürfnisse dieser Zielgruppe stehen im Fokus?

Unsere Lösung richtet sich an moderne Finanzteams in wachstumsstarken Unternehmen. Diese Teams sind für die Abwicklung immer komplexerer Finanzvorgänge verantwortlich, verfügen jedoch nicht über die dafür erforderliche Personalstärke.

Wir konzentrieren uns darauf, die manuelle Arbeit zu eliminieren, die hinter Treasury, Zahlungsverkehr und Gehaltsabrechnung steckt, Dinge wie Geldtransfers zwischen Konten, die Finanzierung von Zahlungsläufen und systemübergreifende Abstimmungen. Das Ziel ist es, diesen Teams eine Möglichkeit zu geben, ihre Finanzen mit dem gleichen Maß an Kontrolle zu verwalten, jedoch ohne den operativen Aufwand.

Wie verändert die Round Finanzmanagement Automatisierung den Alltag von CFOs und Finance Teams?

Traditionell arbeiten Finanzvorstände und Finanzteams reaktiv und verbringen einen Großteil ihrer Zeit mit manuellen Aufgaben wie Geldtransfers, der Abwicklung von Zahlungen und dem Abgleich von Daten zwischen verschiedenen Systemen. Mit Round wird diese Arbeit automatisiert. Die Teams legen die Regeln und Genehmigungswege einmalig fest, und die Plattform übernimmt die Ausführung im Hintergrund.

Dadurch müssen sich die Finanzteams nicht mehr mit Verwaltungsaufgaben herumschlagen, sondern können proaktiv handeln. Sie konzentrieren sich auf Entscheidungsfindung, Planung und die Steuerung des Unternehmens, anstatt Prozesse abzuwickeln.

Was unterscheidet Round von traditionellen Banken und bestehenden Treasury Tools am deutlichsten?

Was Round auszeichnet, ist die Kombination von Finanzinfrastruktur und Ausführung. Traditionelle Banken bieten Treuhand und Verwahrungsdienste, lassen jedoch in puncto Benutzerfreundlichkeit und Automatisierung zu wünschen übrig. Tools bieten Transparenz und Einblicke, führen jedoch keine tatsächlichen Geldtransfers durch und verwalten auch keine Gelder.

Round vereint beides. Es fungiert als Schnittstelle zwischen Banken, Zahlungssystemen und Buchhaltungssystemen und zeigt nicht nur an, was gerade geschieht, sondern führt Workflows durchgängig aus. Es bewegt Gelder, wickelt Zahlungen ab und verwaltet die Liquidität automatisch. So können Finanzteams von einem einzigen System aus arbeiten, anstatt mehrere Tools miteinander zu verknüpfen.

Welche Rolle spielt Automatisierung im Produkt von Round und wie autonom kann Finanzmanagement heute werden?

Automatisierung ist ein zentraler Bestandteil unseres Produkts. Heute kann Round große Teile der Finanzverwaltung, des Zahlungsverkehrs und der Lohn und Gehaltsabrechnung automatisieren, Geldtransfers, Kontoauffüllungen und die Ausführung von Arbeitsabläufen auf der Grundlage von Regeln, die vom Finanzteam festgelegt wurden.

Allerdings ist das Finanzmanagement noch nicht vollständig autonom und das sollte es auch nicht sein. Die Rolle der Automatisierung besteht heute darin, die Ausführung zu übernehmen, während die Finanzteams die Regeln, Genehmigungen und Sicherheitsvorkehrungen festlegen. Mit der Zeit, wenn sich diese Systeme verbessern, kann ein größerer Teil des Workflows automatisiert werden, jedoch stets unter menschlicher Aufsicht.

Welche Herausforderungen begegnen euch aktuell beim Aufbau und der Skalierung von Round?

Eine der größten Herausforderungen besteht darin, sowohl die Infrastruktur als auch die intelligente Ebene gleichzeitig aufzubauen. Um Finanzabläufe durchgängig zu automatisieren, benötigt man zuverlässige Grundlagen für den Geldtransfer und die Geldverwahrung sowie Systeme, die darauf aufbauen können.

Hinzu kommt die Komponente des Vertrauens. Wir bitten Unternehmen, sich bei der Verwaltung kritischer Finanzvorgänge auf Software zu verlassen, daher sind Zuverlässigkeit, Sicherheit und Kontrolle unerlässlich. Während wir skalieren, liegt der Fokus darauf, dieses Vertrauen zu wahren und gleichzeitig das Produkt und seine Funktionen weiter auszubauen.

Wie geht ihr bei Round mit dem Thema Sicherheit und Vertrauen um?

Sicherheit und Vertrauen sind von grundlegender Bedeutung, insbesondere wenn es um Unternehmensgelder geht. Round verwahrt oder hält Kundengelder nicht direkt; die Vermögenswerte werden bei erstklassigen Finanzinstituten wie HSBC und BlackRock verwahrt. Dadurch profitieren Unternehmen vom Vertrauen und der Sicherheit etablierter Anbieter.

Auf der Produktseite wird KI eingesetzt, um Workflows aufzubauen und zu optimieren, doch die Ausführung erfolgt deterministisch. Sobald ein Workflow, der Geldbewegungen beinhaltet, genehmigt ist, läuft er auf kontrollierte und vorhersehbare Weise ab. In Kombination mit Genehmigungen, Berechtigungen und lückenlosen Prüfpfaden erhalten Finanzteams so jederzeit vollständige Transparenz und Kontrolle.

Welche Weiterentwicklungen oder neuen Funktionen plant ihr für Round in der Zukunft?

Wir setzen verstärkt auf unsere agentenbasierten Workflows und unseren Workflow Builder, damit Finanzteams leichter festlegen können, was geschehen soll, und das System dies dann ausführt. Das Ziel ist eine autonomere Finanzfunktion, bei der ein größerer Teil der täglichen Arbeit im Hintergrund abläuft.

Welche Rolle spielt Kapitaloptimierung für eure Kunden und warum wird dieses Thema immer wichtiger?

Kapitaloptimierung ist theoretisch eine zentrale Priorität, doch in der Praxis setzen die meisten Unternehmen sie nicht um. Der Grund dafür ist, dass sie einen hohen manuellen Aufwand für Geldtransfers, die Kontoverwaltung und die systemübergreifende Überwachung von Kontoständen erfordert.

Wir haben erkannt, dass Kapitaloptimierung nur dann wirklich funktioniert, wenn die zugrunde liegenden Arbeitsabläufe automatisiert sind. Indem wir die operativen Aufgaben rund um Liquidität und Geldbewegungen übernehmen, ermöglichen wir es Unternehmen, ihre Mittel produktiv einzusetzen, ohne die Komplexität zu erhöhen.

Welche drei konkreten Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Sprich mit deinen Kunden. Das ist die beste Investition deiner Zeit, die du als Gründer tätigen kannst.
  2. Entwickle Lösungen für die Aufgaben, die die Leute hassen, und nicht für das, womit sie angeblich Hilfe brauchen.
  3. Dein Produkt sollte einfach zu kaufen sein.

Bild Round Treasury Hayyaan Ahmad und Pac O´Shea Bildrechte Round Treasury

Wir bedanken uns bei Hayyaan Ahmad und Pac O´Shea für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

VinciFi KI Finanzanalyse im Interview: Bessere Entscheidungen an der Börse

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VinciFi KI Finanzanalyse im Interview Gründerteambild

Die VinciFi KI Finanzanalyse zeigt im Interview, wie datenbasierte Entscheidungen an der Börse für Privatanleger zugänglich werden

Wie ist VinciFi entstanden und wer sind die Köpfe hinter der VinciFi KI Finanzanalyse?

Der Auslöser war eine konkrete Beobachtung. Mitte 2024 erzählte uns unser Mitgründer Daniel Pasternak, dass bekannte Finfluencer in ihren Discord-Gruppen Short-Positionen teilten und vor Bärenmärkten warnten – mitten im KI-Boom und einem der stärksten Bullenmärkte der letzten Jahre. Angst verkauft sich eben gut. Das hat uns gezeigt, dass es nicht an Informationen fehlt, sondern an verlässlicher Einordnung.

Ich selbst habe zuvor in einem Family Office gearbeitet und dort täglich mit professionellen Datenquellen, Finanzmodellen und APIs gearbeitet. Schon vor 2022 haben wir Machine-Learning-Modelle entwickelt, um Finanzdaten besser auszuwerten. Als LLMs dann den nächsten Entwicklungssprung gemacht haben, war für uns klar: Wir wollen dieses institutionelle Know-how für Privatanleger zugänglich machen.

Mitte 2025 habe ich dann gemeinsam mit meinem besten Freund Luca Ziegler und Daniel Pasternak VinciFi gegründet. Unterstützt wurden wir zunächst von einem Business Angel, später auch von Felix Porsche und seinem Family Office.

Was hat Sie dazu motiviert, KI gezielt für die VinciFi KI Finanzanalyse von Aktien einzusetzen?

Die Motivation kam direkt aus der Praxis. In meiner Zeit im Family Office habe ich gesehen, wie stark datengetrieben professionelle Investmententscheidungen sind und wie groß die Lücke zu Privatanlegern ist.

Wir haben bereits früh Machine Learning eingesetzt, um Finanzdaten besser zu strukturieren und analysierbar zu machen. Mit den Fortschritten im Bereich generativer KI wurde dann klar, dass sich diese Prozesse nicht nur verbessern, sondern auch massiv skalieren lassen.

KI ermöglicht es, komplexe Analysen zu vereinfachen und so aufzubereiten, dass sie für deutlich mehr Menschen nutzbar werden. Genau dieses Potenzial wollten wir nutzen.

Welche Vision verfolgen Sie mit der VinciFi KI Finanzanalyse im Bereich Finanzbildung und Investmententscheidungen?

Unsere Vision ist es, evidenzbasierte Kapitalmarktinformationen für jeden zugänglich zu machen. Wir wollen dazu beitragen, dass sich das Verständnis von Aktien grundlegend verändert, also weg vom kurzfristigen Spekulationsobjekt und hin zu einem Werkzeug für langfristigen Vermögensaufbau und Altersvorsorge.

Langfristig möchten wir, dass VinciFi zur ersten Anlaufstelle wird, wenn sich jemand fundiert über Finanzmärkte informieren will.

Wie ermöglicht die VinciFi KI Finanzanalyse Privatanlegern Zugang zu professionellen Analysen?

Indem wir institutionelle Daten und Analysen in ein Format übersetzen, das verständlich und nutzbar ist. Statt komplexer Research-Reports arbeiten wir mit Scores, Visualisierungen und KI-Agenten, die Inhalte einordnen und erklären.

Ein wichtiger Punkt ist außerdem die Nutzerführung: Unsere Plattform hilft dabei, die richtigen Fragen zu stellen. Nutzer müssen also nicht mit Vorwissen starten, sondern werden strukturiert durch den Analyseprozess geführt.

Welche Zielgruppe spricht die VinciFi KI Finanzanalyse besonders an?

Unsere Hauptzielgruppe sind Privatanleger, die sich für den Kapitalmarkt interessieren, aber keinen Zugang zu professioneller Infrastruktur haben.

Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Bedürfnisse: der Zugang zu verlässlichen, fundierten Informationen und die Fähigkeit, diese Informationen auch wirklich zu verstehen und sinnvoll anzuwenden.

Wie unterstützt VinciFi Nutzer konkret dabei, bessere Entscheidungen an der Börse zu treffen?

Wir verbessern die Entscheidungsgrundlage. Dafür arbeiten wir mit Datenanbietern wie S&P Global sowie Medien- und alternativen Datenquellen zusammen, sodass unsere Nutzer auf institutionelle Daten zugreifen können.

Unsere spezialisierten KI-Agenten aggregieren Fundamentaldaten, Analystenschätzungen und Echtzeitnachrichten und bereiten diese je nach Analyseansatz unterschiedlich auf.

Zusätzlich integrieren wir alternative Daten, die über klassische Kennzahlen hinausgehen und eine tiefere Bewertung ermöglichen. So entsteht ein umfassenderes und fundierteres Gesamtbild eines Unternehmens.

Wie geht VinciFi mit der Verantwortung um, wenn KI Finanzanalyse Einfluss auf Investmententscheidungen hat?

Wir ziehen hier eine klare Grenze: VinciFi gibt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Unser Fokus liegt ausschließlich auf Information und Einordnung.

Die Entscheidung bleibt immer beim Nutzer. Unsere Aufgabe ist es, die Qualität dieser Entscheidung zu verbessern, nicht sie zu ersetzen.

Technologisch stellen wir das über unsere eigene, kuratierte Knowledge Base sicher. Unsere KI-Agenten arbeiten mit geprüften Daten und strukturierten Analysen, wodurch wir Qualität und Nachvollziehbarkeit deutlich besser kontrollieren können als bei generischen KI-Lösungen.

Was unterscheidet die KI Finanzanalyse von klassischen Börsen-Apps oder Analyse-Tools?

VinciFi ist weder Neobroker noch Robo Advisor. Während Neobroker den Handel optimieren und Robo Advisors Entscheidungen automatisieren, konzentrieren wir uns ausschließlich auf Research und Verständnis.

Der zentrale Unterschied liegt in unserem Multi-Agenten-System und der eigenen Knowledge Base. Dadurch können wir große Datenmengen nicht nur aggregieren, sondern auch strukturiert analysieren und verständlich aufbereiten – mit deutlich höherer Kontrolle über die Qualität der Ergebnisse.

Welche Rolle spielt die Verständlichkeit von Daten in der Finanzanalyse?

Eine entscheidende Rolle. Daten entfalten ihren Wert erst, wenn sie verstanden werden.

Deshalb legen wir großen Wert auf visuelle Aufbereitung, klare Strukturierung und erklärende Komponenten durch unsere KI-Agenten. Unser Ziel ist, dass Nutzer nicht nur Daten sehen, sondern deren Bedeutung und Relevanz wirklich nachvollziehen können.

In welche Richtung möchten Sie die VinciFi KI Finanzanalyse in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Kurzfristig erweitern wir die Plattform um zusätzliche Assetklassen wie Immobilien sowie weitere Analysebereiche, etwa technische Analyse und Optionsmärkte.

Parallel entwickeln wir unsere KI-Agenten kontinuierlich weiter, um noch individuellere und tiefere Analysen zu ermöglichen.

Langfristig planen wir auch eine Depotanbindung, um den Übergang von Information zu Handlung direkt in der Plattform abzubilden.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Nicht ständig nach links und rechts schauen. Zweitens: Investoren finden, die eure Vision teilen und mit denen ihr auf Augenhöhe zusammenarbeiten und wachsen könnt. Drittens: Mit guten Freunden zu gründen kann enorm helfen, schwierige Phasen zu überstehen. Ich bin sehr dankbar, diesen Weg mit meinem besten Freund Luca gehen zu dürfen. Außerdem habe ich ein großartiges Team und großartige Menschen um mich herum – allen voran unseren Kollegen und Freund Valon Rexhepi.

Photocredit: VinciFi

Wir bedanken uns bei Daniel Inselmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Odonata Drohnenplattform im Interview: Logistik neu gedacht

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Odonata Drohnenplattform im Interview Gruppenbild @ ODONATA

Die Odonata Drohnenplattform steht im Zentrum dieses Interviews über autonome Luftlogistik und neue Wege in der Versorgung kritischer Regionen

Wie ist ODONATA entstanden und wer sind die Köpfe hinter der Odonata Drohnenplattform?

ODONATA wurde 2021 gegründet und wurde schnell vom ESA Business Incubation Program unterstützt. Unser ursprünglicher Ansatz war ambitioniert: ein personentragendes eVTOL mit hybridem Wasserstoff-Antrieb, ein elektrisch vertikal startendes und landendes Fluggerät für den urbanen und regionalen Lufttransport. 2024 haben wir bewusst einen Pivot gemacht und aus dieser Systemarchitektur die unbemannte Multi-Mission-Plattform PANTALA abgeleitet.

Hinter ODONATA steht ein interdisziplinäres Gründerteam – in alphabetischer Reihenfolge:

Dr. Daniel Etter (CTO), Dennis Furchheim (CEO), Prof. Dr. Tobias Nickel (CMO), Kai Sondermann, Dominik Weigl (CFO)

Wir bringen Erfahrung aus Luft- und Raumfahrt, Elektronik und Antriebstechnik, Industrialisierung sowie aus Wirtschaft und Marketing mit – eine Kombination, die für ein Deep-Tech-Vorhaben wie unseres essenziell ist.

Welche konkreten Probleme in der Logistik lösen Sie?

Wir adressieren genau die Lücke zwischen Straße und Helikopter: zeitkritische Fracht an abgelegene Orte, Regionen mit schwacher Infrastruktur und Verbindungen, für die Lastwagen zu langsam und Helikopter zu teuer sind. Typische Anwendungsfelder sind militärische Transporte, die Versorgung und Wartung von Offshore-Windparks, kritische Infrastruktur in schwer zugänglichen Regionen sowie Middle-Mile-Logistik. PANTALA macht Logistik dort planbar, wo klassische Ketten an ihre Grenzen stoßen.

Was ist die Vision hinter der ODONATA im Bereich autonomer Lufttransporte?

Unsere Vision ist eine autonome, emissionsarme Luftlogistik, die schneller, direkter und unabhängiger ist als heutige Transportketten. Wir denken Logistik neu: Nicht Straße, Schiene oder Flughafen bestimmen die Route, sondern der Bedarf.

Wie funktioniert die ODONATA Drohnenplattform PANTALA und was unterscheidet sie von klassischen UAVs?

PANTALA ist ein hybrides VTOL-Flächenflugzeug ohne Pilot. Start und Landung erfolgen batterie-elektrisch wie ein Helikopter, der effiziente Reiseflug wie bei einem Flugzeug über einen Verbrennungsantrieb, der bereits hybrid ausgelegt ist. Das System hat eine Spannweite von knapp 8 Metern, ein maximales Abfluggewicht von 280 kg und transportiert bis zu 80 kg Nutzlast. Reichweite: mehr als 1.000 km, Flugzeit: über zehn Stunden.

Der entscheidende Unterschied zu klassischen UAVs liegt in der Kombination aus Ausdauer, Nutzlast und Multi-Mission-Fähigkeit. Klassische Drohnen sind meist entweder klein und agil oder groß und starr auf eine Mission ausgelegt. PANTALA deckt beides ab und kann logistische, aufklärende und perspektivisch auch defensive Missionen auf einer Plattform abbilden.

Für welche Zielgruppen ist die Drohnenplattform relevant?

Besonders relevant sind wir überall dort, wo Zeit, Zugänglichkeit oder Kosten in der heutigen Versorgung ein Problem sind:

Öffentliche Sicherheit und Verteidigung – Aufklärung, Grenzschutz, Lagebild.
Industrielle Middle-Mile-Logistik – planbare Verbindungen zwischen Werken, Häfen und Hubs.
Medizinische und pharmazeutische Logistik – z. B. Blut, Proben, zeitkritische Medikamente.
Offshore-Anwendungen – Wartung und Versorgung von Windparks und Plattformen.
Kritische Infrastruktur – Inspektion und Versorgung entlang von Strom- und Pipelinenetzen, Bahn- und Straßeninfrastruktur.

Welche Anforderungen haben Kunden an die ODONATA Drohnenplattform?

Unsere Kunden brauchen vor allem drei Dinge: Verlässlichkeit, Sicherheit und klare regulatorische Belastbarkeit. Das heißt konkret: wiederholbare Missionen, hohe Verfügbarkeit, nachvollziehbare Prozesse und Zulassungsfähigkeit im jeweiligen Einsatzraum. Wir arbeiten deshalb von Anfang an nach luftfahrtnahen Entwicklungsstandards, begleiten unsere Entwicklung mit SORA-konformen Risikoanalysen und binden Pilotkunden früh in Erprobung und Definition der Missionsprofile ein. So wird aus Technologie ein einsatzfähiges System.

Was macht die ODONATA Drohnenplattform technologisch einzigartig?

Wir haben eine ungewöhnliche Kombination aus Reichweite, Flugdauer und Nutzlast. Kaum jemand kann so lange in der Luft bleiben, so weit fliegen und so viel Gewicht mitnehmen.

Ein zum Patent angemeldetes Alleinstellungsmerkmal ist ein verschiebbarer Antriebsstrang: Wir können Teile des Powertrains entlang des Rumpfs verschieben und damit den Schwerpunkt aktiv an unterschiedliche Beladungszustände und Flugphasen anpassen. Das optimiert Aerodynamik, Effizienz und Stabilität – gerade bei variablen Nutzlasten ein echter Hebel.

Mit welchen regulatorischen und technologischen Herausforderungen arbeitet ODONATA?

Regulatorisch bewegen wir uns im Umfeld der EU-Drohnenverordnung und der Specific Category mit SORA-Verfahren. Das ist anspruchsvoll, aber planbar – wir haben früh gelernt, Regulatorik nicht als Hindernis, sondern als Teil des Produkts zu denken.

Technologisch sind die größten Herausforderungen die Industrialisierung und die Zertifizierung des Gesamtsystems. Unterschätzen sollte man auch das Kapitalmarktumfeld nicht: Als große Player im eVTOL-Markt strauchelten, hat das den gesamten Sektor verunsichert – auch wenn unser technologischer und marktlicher Fokus ein ganz anderer ist.

Wie geht das Team mit den Anforderungen in sicherheitskritischen Bereichen um?

Wir arbeiten mit einer Ingenieurskultur, die sich an Luftfahrtstandards orientiert: strukturierte Anforderungen, Redundanzkonzepte, frühzeitige Tests und enger Austausch mit Behörden und Erprobungsträgern. Den ersten Schwebeflug haben wir bewusst auf dem Bundeswehr-Flugplatz in Roth durchgeführt, in einem kontrollierten Umfeld mit klaren Sicherheitsrahmen. Sicherheit ist bei uns kein nachgelagertes Thema, sondern Teil jeder Designentscheidung.

Welche nächsten Entwicklungsschritte planen Sie für die Drohnenplattform?

Nach dem erfolgreichen ersten Hover-Test folgt eine erweiterte Flugtestkampagne, in der wir das Flugfenster schrittweise öffnen – vom Schweben bis zum vollständigen Übergang in den Flächenflug. Parallel bereiten wir erste Pilotprojekte mit Kunden vor, die wir ab 2027 in realen Einsatzszenarien fliegen wollen.

Welche langfristige Rolle soll die Drohnenplattform im Markt spielen?

Wir wollen ODONATA als europäischen Anbieter für autonome Multi-Mission-Plattformen etablieren – mit einer klaren Positionierung im Bereich zeitkritischer, sicherheitsrelevanter Logistik und Aufklärung. Langfristig sehen wir uns als Brücke zwischen heutigen UAS und einer zukünftigen, wasserstoffbasierten Luftmobilität. Unser Anspruch ist nicht, noch eine Drohne zu bauen, sondern eine Plattform, auf der sich neue Anwendungsfelder wirtschaftlich und regulatorisch sauber realisieren lassen.

Welche drei Ratschläge gibt ODONATA anderen Gründerinnen und Gründern?

Verliebt euch nicht in eure erste Lösung, sondern in das Problem, das ihr lösen wollt. Ein ehrlicher Pivot ist keine Niederlage, sondern oft die bessere Variante der ursprünglichen Idee.

Verwechselt Durchhaltevermögen nicht mit Starrsinn. In Deep Tech braucht es beides: Ausdauer und die Fähigkeit, Annahmen zu revidieren, wenn sich Markt oder Kapitalumfeld ändern.

Gute Technologie allein reicht nicht. Timing, Kapitaldisziplin und Fokus entscheiden mit darüber, ob aus einer Vision ein Produkt wird. Holt euch früh Menschen ins Team, die diese Dimensionen genauso ernst nehmen wie die Technik.

Photocredit: ODONATA

Wir bedanken uns bei bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum Innovation jetzt über den Erfolg entscheidet

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Innovation in Life Science und Bioökonomie Gruppenfoto Bildrechte angeben: TGZ Halle

Innovation, Life Science und Bioökonomie wachsen zunehmend zusammen und verändern die Spielregeln für nachhaltige Wertschöpfung grundlegend.

Wie positioniert sich der de:hub Life Science & Bioeconomy mit den Standorten Halle (Saale) und Blankenburg (Harz) innerhalb des deutschen Digital Hub Netzwerks? Welche Rolle spielt der Hub für die Transformation hin zu einer biobasierten Wirtschaft?

Unser de:hub positioniert sich als zentrale Plattform und Enabler für Life Science, Bioökonomie und digitale Innovation im deutschen Hub Netzwerk. Der Weinberg Campus und die Future Forest Initiative verbindet der Anspruch, Zukunftstechnologien in nachhaltige Wertschöpfung zu überführen. In der Strukturwandelregion Mitteldeutschland angesiedelt, treibt der Hub mit Themen wie nachhaltige Chemie, erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft und neue Materialien aktiv die Transformation hin zu einer biobasierten Wirtschaft voran.

Was zeichnet die Region als Standort für Life Science und Bioökonomie besonders aus? Welche strukturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Stärken fließen hier zusammen?

Die Region vereint exzellente Forschung, starke industrielle Infrastruktur und unternehmerische Dynamik. Hochschulen und Forschungseinrichtungen aller großen deutschen Forschungsorganisationen bilden die Basis für anwendungsnahe Innovation. Mittelstand und Industrie bringen Marktkompetenz ein. Kurze Wege sowie umfangreiche Investitionen in Infrastruktur schaffen ideale Bedingungen für Gründung und Wachstum von Technologieunternehmen.

Der Hub versteht sich als integriertes Transformationssystem entlang industrieller Wertschöpfungsketten. Wie funktioniert dieses Zusammenspiel aus Forschung, Entwicklung, Startup Förderung, Wirtschaft und Finanzierung konkret?

Wir vernetzen alle Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Forschung wird früh mit industriellen Bedarfen verknüpft. Startups und Scaleups erhalten Zugang zu Infrastruktur, Industriepartnern und Kapital. Der Hub moderiert diesen Prozess aktiv und sorgt für kontinuierlichen Wissens und Technologietransfer. So entsteht ein geschlossener Innovationskreislauf von der Idee bis zur industriellen Umsetzung.

Welche technologischen und thematischen Schwerpunkte stehen im Fokus des de:hub Life Science & Bioeconomy? Warum sind diese für nachhaltige industrielle Prozesse und Innovationen besonders relevant?

Im Fokus stehen Biotechnologie und Pharma, Biomedizin und Medizintechnik, grüne Chemie, Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit. Ergänzt werden diese durch Digitalisierung und Materialwissenschaften als zentrale Querschnittsthemen, die Innovationen beschleunigen und nachhaltige industrielle Prozesse ermöglichen.

Wie unterstützt der Hub Startups bei der Entwicklung, Validierung und Skalierung von Lösungen in den Bereichen Life Sciences, Bioökonomie und industrielle Biotechnologie?

Die Accelerator Programme des Weinberg Campus und der Future Forest Initiative verknüpfen Innovation früh mit Industrie, Infrastruktur und Kapital. Startups erhalten Zugang zu Laboren, Büros, Werkstätten, Pilotanlagen und starken Partnern. Mentoring, Coaching und der Austausch mit Experten begleiten die Entwicklung. Validierung erfolgt praxisnah und Skalierung wird von Anfang an mitgedacht.

Welche Rolle spielen Pilotanlagen, Testinfrastrukturen und industrielle Partner für den Transfer von Forschungsergebnissen in marktfähige Anwendungen?

Sie sind entscheidend. Pilotanlagen und Reallabore reduzieren technologische Risiken. Testinfrastrukturen ermöglichen schnelle Iterationen. Industrielle Partner sichern Praxisnähe und prüfen Lösungen früh unter realen Bedingungen. Das beschleunigt Markteintritt und Investitionsentscheidungen deutlich.

Wie fördert der de:hub die Zusammenarbeit zwischen Startups, etablierten Unternehmen und Investoren, um Innovationen schneller entlang der Wertschöpfungskette umzusetzen?

Wir schaffen strukturierte Kooperationsformate und gezielte Austauschformate. Matchmaking bringt passende Partner zusammen. Gemeinsame Projekte stärken Vertrauen. Investoren werden früh eingebunden. So entstehen belastbare Partnerschaften, die Innovationen schneller in die Anwendung bringen.

Welche Bedeutung haben Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft im Hub Alltag? Wie werden diese Themen strategisch vorangetrieben?

Nachhaltigkeit ist ein zentrales Leitprinzip. Projekte werden anhand klarer Wirkungsziele bewertet. Ressourceneffizienz ist fester Bestandteil der Entwicklung. Kreislaufansätze werden systematisch gefördert und durch strategische Partnerschaften weiter gestärkt.

Wie messen Sie den Erfolg Ihrer Aktivitäten sowohl mit Blick auf die unterstützten Startups als auch auf die industrielle und nachhaltige Entwicklung der Region?

Wir betrachten Skalierung, Markteintritte und Investitionen der Startups. Ergänzend analysieren wir industrielle Kooperationen, Nachhaltigkeitswirkungen und regionale Wertschöpfung. Daraus entsteht ein ganzheitliches Bild unseres Erfolgs.

Welche Ziele verfolgt der de:hub Life Science & Bioeconomy in den kommenden Jahren, um die Bioökonomie als zentralen Innovations und Wachstumstreiber weiter zu stärken?

Ziel ist es, Life Science und Bioökonomie als zentrale Innovations und Wachstumstreiber weiter zu etablieren. Als größter Technologiepark Mitteldeutschlands bauen wir ein sichtbares Innovationsökosystem auf, das Wissenschaft, Startups, Industrie und Investoren eng vernetzt. So stärken wir unsere Rolle als Standortentwickler und beschleunigen den Transfer von Innovationen in nachhaltiges Wachstum.

Photocredit:  TGZ Halle

Wir bedanken uns bei Doreen Müller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Jenseits von Social Ads: Warum E-Mail-Marketing der zuverlässigste Wachstumsmotor für Startups ist

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E-Mail Marketing für Startups gewinnt wieder an Kraft Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Startups jagen oft dem nächsten großen Plattform-Trend hinterher, investieren massiv in Social-Media-Reichweite und kämpfen mit steigenden Werbekosten. Doch in einem Umfeld volatiler Algorithmen und sinkender organischer Sichtbarkeit wird ein oft übersehener Kanal zur strategischen Notwendigkeit. E-Mail-Marketing erlebt eine Renaissance, nicht als veraltetes Werkzeug, sondern als hochmoderner, stabiler und effizienter Wachstumstreiber. Für Gründer, die nach planbarem Erfolg und echter Kundenbindung suchen, ist es die Antwort auf viele aktuelle Herausforderungen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema „Der unterschätzte Growth-Kanal: Warum E-Mail-Marketing für Startups wieder an Bedeutung gewinnt“ zeigt einen klaren Weg auf: weg von gemieteter Reichweite, hin zu einem eigenen, wertvollen Unternehmens-Asset.

Totgesagte leben länger: Warum E-Mail trotz Instagram & WhatsApp dominiert

In Zeiten von Reels, TikTok-Trends und WhatsApp-Marketing stellt sich für viele Gründer die Frage: „Ist die E-Mail nicht längst ein Relikt der Vergangenheit?“ Die Antwort der Daten ist eindeutig: Nein. Während Social-Media-Plattformen kommen und gehen, bleibt die E-Mail das fundamentale Identitätsmerkmal im Netz. Laut dem aktuellen Email Impact Report von Mailgun geben rund 75 % der Konsumenten an, dass die E-Mail ihr bevorzugter Kanal für die Kommunikation mit Marken ist – weit vor sozialen Medien oder Messengern. In einer Welt der ständigen Ablenkung bietet das Postfach einen geschützten Raum für tiefere Interaktion. Während WhatsApp oft als zu invasiv für die rein geschäftliche Kommunikation empfunden wird, ist die E-Mail das akzeptierte Medium für Transaktionen, tiefergehende Informationen und langfristigen Vertrauensaufbau. Für Startups bedeutet das: Wer die E-Mail ignoriert, ignoriert den Kanal mit der höchsten Konversionskraft.

Unabhängigkeit von Algorithmen: Der eigene, direkte Kommunikationskanal

Die größte Schwachstelle einer reinen Social-Media-Strategie ist die Abhängigkeit von Dritten. Ein Algorithmus-Update bei Meta oder Google kann die organische Reichweite über Nacht drastisch reduzieren und mühsam aufgebaute Communities unzugänglich machen. Startups agieren hier auf „gemietetem Grund“. Eine E-Mail-Liste hingegen ist ein „owned asset“ – ein eigener, direkter und uneingeschränkter Kommunikationskanal zum Kunden. Jeder Kontakt wurde mit Zustimmung gewonnen und gehört dem Unternehmen.

Diese Unabhängigkeit schafft eine stabile Basis für die Kundenkommunikation, die nicht von externen Plattformentscheidungen beeinflusst wird. Während Social-Media-Posts in einem überfüllten Feed untergehen, landet eine E-Mail direkt im persönlichen Posteingang des Nutzers. Um diesen wertvollen Kanal von Beginn an professionell aufzubauen, benötigen Startups eine zustellstarke E-Mail-Marketing-Software, die Skalierbarkeit, Sicherheit und eine hohe Zustellrate von Anfang an gewährleistet. So wird die E-Mail-Liste zu einem krisensicheren Rückgrat des Marketings.

„Unsere E-Mail-Liste ist unser wertvollstes Asset. Sie ist ein direkter Draht zu unseren Kunden, den uns kein Algorithmus nehmen kann.“

Maximale Effizienz: Automatisierung als Skalierungs-Booster

Für Startups sind Ressourcen wie Zeit und Personal knapp. E-Mail-Marketing entfaltet hier seine volle Stärke durch intelligente Automatisierung. Anstatt manuelle Kampagnen für jeden Anlass zu erstellen, können Gründer einmalig automatisierte Workflows einrichten, die personalisierte Kommunikation im großen Stil ermöglichen. Dies erlaubt es selbst kleinen Teams, eine professionelle und konsistente Customer Journey zu gestalten, die sonst nur mit großem Personalaufwand möglich wäre.

Solche automatisierten Strecken, sogenannte Drip-Kampagnen, reagieren auf spezifische Nutzeraktionen und begleiten den Kunden zur richtigen Zeit mit der richtigen Botschaft. Plattformen wie Mailjet bieten hierfür intuitive Automatisierungs-Workflows, die ohne Programmierkenntnisse erstellt werden können. 

Typische Beispiele für hocheffiziente Automatisierungen sind:

  • Willkommens-Serien: Begrüßen neue Abonnenten und stellen das Startup sowie seine Kernvorteile schrittweise vor.
  • Reaktivierungs-Kampagnen: Sprechen inaktive Nutzer gezielt an, um sie mit speziellen Angeboten zurückzugewinnen.
  • Warenkorb-Abbrecher-Mails: Erinnern potenzielle Kunden an nicht abgeschlossene Käufe und überwinden letzte Hürden.
  • Onboarding-Prozesse: Führen neue Nutzer durch die ersten Schritte mit einem Produkt oder einer Dienstleistung.

Präzise Steuerung im Funnel: Vom Lead zur Konversion

Anders als bei breit gestreuten Social-Media-Kampagnen ermöglicht E-Mail-Marketing eine granulare Steuerung der Nutzer entlang des gesamten Marketing-Funnels. Durch Segmentierung lassen sich Zielgruppen anhand ihres Verhaltens, ihrer Interessen oder ihrer demografischen Daten präzise einteilen. Ein Nutzer, der wiederholt eine bestimmte Produktkategorie besucht hat, erhält andere Inhalte als ein brandneuer Abonnent. Diese Relevanz steigert die Öffnungs- und Klickraten signifikant.

Diese Fähigkeit zur Personalisierung erlaubt es Startups, jeden Kontaktpunkt zu optimieren – von der ersten Lead-Generierung bis zur finalen Konversion und darüber hinaus zur Kundenbindung. Hat ein Nutzer beispielsweise eine Preisseite besucht, aber keinen Kauf getätigt, kann eine automatisierte E-Mail folgen, die häufige Fragen zum Preismodell beantwortet oder eine Demo anbietet. Diese präzise Kontrolle ist ein Kernelement von „Der unterschätzte Growth-Kanal: Warum E-Mail-Marketing für Startups wieder an Bedeutung gewinnt. Fokus auf Effizienz, Unabhängigkeit von Plattformalgorithmen und bessere Steuerbarkeit im Funnel.“

Messbarer ROI und datengetriebene Optimierung

Für wachstumsorientierte Startups ist die Messbarkeit von Marketing-Aktivitäten entscheidend. E-Mail-Marketing bietet hier eine unübertroffene Transparenz. Kennzahlen wie Öffnungsrate, Klickrate (CTR), Konversionsrate und Abmelderate sind direkt und eindeutig zuzuordnen. Dies ermöglicht eine klare Berechnung des Return on Investment (ROI) für jede einzelne Kampagne. Gründer können genau nachvollziehen, welche Inhalte funktionieren und welche nicht.

Durch A/B-Tests lassen sich einzelne Elemente wie Betreffzeilen, Call-to-Action-Buttons oder Bilder systematisch gegeneinander testen und optimieren. Dieser datengetriebene Ansatz führt zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Performance. Im Vergleich zu den oft vagen Attributionsmodellen im Social-Media-Bereich liefert E-Mail-Marketing harte Fakten, die als Grundlage für strategische Entscheidungen dienen.

MetrikE-Mail-MarketingSocial Media (Organic) 
Reichweite100% der Liste (theoretisch)1-5% der Follower
AttributionDirekt messbar (Klicks, Konversionen)Oft unklar, schwer zuzuordnen
Kosten pro KontaktSehr gering (nach Akquise)Steigend (Ad-Kosten) / Unvorhersehbar
KontrolleVollständige Kontrolle über Inhalt & TimingAbhängig von Algorithmen & Plattformregeln

Rechtssicherheit und Vertrauen: DSGVO-konformes Marketing

Seit der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist die rechtliche Konformität im Marketing unerlässlich. Was zunächst wie eine Hürde wirkt, ist für das E-Mail-Marketing tatsächlich ein Qualitätsmerkmal. Der Kanal basiert auf expliziter Zustimmung. Durch Verfahren wie das Double-Opt-in wird sichergestellt, dass nur wirklich interessierte Nutzer in den Verteiler aufgenommen werden. Dies führt nicht nur zu rechtlicher Sicherheit, sondern auch zu einer qualitativ hochwertigen und engagierten Empfängerliste.

Eine saubere, auf Einwilligung basierende Liste ist die Grundlage für hohe Öffnungsraten und geringe Spam-Beschwerden, was wiederum die Zustellbarkeit verbessert. Startups, die von Anfang an auf DSGVO-konformes E-Mail-Marketing setzen, bauen eine Vertrauensbasis bei ihren Kunden auf. Sie signalisieren, dass sie die Privatsphäre ihrer Nutzer respektieren. Professionelle E-Mail-Marketing-Plattformen stellen dabei sicher, dass alle technischen Anforderungen wie ein einfacher Abmeldelink oder die korrekte Verwaltung von Einwilligungen standardmäßig erfüllt sind.

Hohe Zustellbarkeit: Die Kunst, im Posteingang zu landen

Eine brillante E-Mail-Kampagne ist wertlos, wenn sie im Spam-Ordner landet. Die Zustellbarkeit – also die Fähigkeit, E-Mails erfolgreich in den primären Posteingang der Empfänger zu liefern – ist eine technische und strategische Disziplin. Internet Service Provider (ISPs) wie Google oder Microsoft bewerten jeden Absender anhand seiner Reputation. Faktoren wie die saubere Pflege der Kontaktliste, geringe Bounce-Raten und eine hohe Interaktion der Empfänger sind hier entscheidend.

Zusätzlich spielen technische Authentifizierungsverfahren wie SPF, DKIM und DMARC eine zentrale Rolle. Sie bestätigen den ISPs, dass der Absender legitim ist, und schützen vor Phishing. Für Startups ist es nahezu unmöglich, diese komplexe Infrastruktur selbst zu verwalten. Der Einsatz einer professionellen E-Mail-Plattform ist daher unerlässlich. Diese Anbieter investieren massiv in die Pflege ihrer IP-Adressen und pflegen Beziehungen zu ISPs, um eine maximale Zustellbarkeit für ihre Kunden zu gewährleisten und sicherzustellen, dass die Botschaft auch wirklich ankommt.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Autor Ben Petersen

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wird diese Zielgruppe endlich so gesehen, wie sie es verdient?

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Sara Nadja en barbara. SARA Magazin Frauen 50+ Print Geschichten

SARA ist ein Magazin für Frauen 50+, das mit klarem Fokus auf Print authentische Geschichten und eine oft übersehene Zielgruppe in den Mittelpunkt stellt

Wie ist das Magazin SARA aus dem niederländischen Erfolg von SAAR entstanden, und wer steckt hinter dem deutschen Launch?

Barbara: In den Niederlanden ist SAAR Magazine eines der wenigen wachsenden Magazine. Eine neue, frische, abenteuerlustige Frau 50+ ist aufgestanden. Wir sind fitter als je zuvor, fühlen uns jünger als je zuvor, aber in den traditionellen Medien taucht dieses Frauenbild nirgends auf. Genau diese Frau feiern wir in SAAR. Ich, die Gründerin Barbara van Erp, bin viel in Deutschland gewesen, und dort sehe ich seit Jahren genau dieselben tollen Frauen 50+ herumlaufen. Weil mein Unternehmen in den Niederlanden dank seines Erfolges finanzielle Reserven aufgebaut hat, dachte ich: Dann wagen wir jetzt eben den großen Schritt. Ich habe als deutsche Chefredakteurin die freie Journalistin Nadja Bossmann ins Boot geholt, die viel Erfahrung mit Frauenthemen hat. Jetzt geht die erste SARA in Druck. Sehr spannend!

Was hat euch dazu bewogen, mit SARA bewusst auf Print zu setzen, obwohl der Markt oft als gesättigt gilt?

SAAR in den Niederlanden hat als Online-Magazin angefangen. Aber unsere Leserinnen haben uns angerufen: Sie wollten ein gedrucktes Magazin. Das wurde ein riesiger Erfolg. Außerdem gilt: Um online Geld zu verdienen, braucht man viele Werbekunden – und Werbekunden haben als Zielgruppe die 25- bis 49-Jährigen. Für Frauen über 50 wollen sie kein Geld ausgeben. Deshalb haben wir uns für Papier entschieden und für eine Finanzierung, die allein über Abos und den Abverkauf läuft. So haben wir die Freiheit, Artikel zu veröffentlichen, die zu 100 Prozent für unsere Leserinnen gemacht sind. Bei uns gibt es keinen Umfeld-Content für Werbekunden.

Welche Vision verfolgt SARA für den deutschen Medienmarkt, und wie möchtet ihr diese erreichen?

Auch in Deutschland wollen wir so viele Abonnentinnen wie möglich gewinnen. Das erreichen wir derzeit durch Meta- und Google-Werbung. Im März haben wir mit unseren Anzeigen begonnen und bis jetzt bereits mehr als 1.000 Abonnentinnen gewonnen. Zudem sind wir im Einzelverkauf erhältlich, zu Anfang mit einer Auflage von 33.000 Exemplaren.

Warum steht bei SARA die Zielgruppe Frauen 50+ so klar im Mittelpunkt?

Alle traditionellen Medien werden von der Zielgruppe 50+ am Leben gehalten, aber niemand dort sagt laut, dass er ein Medium für 50+ macht. Denn dann bekommt man keine oder kaum Werbekunden. Genau deshalb machen wir das bei SAAR und SARA ganz ausdrücklich – ein ehrliches und authentisches ein Heft genau für diese Zielgruppe.

Welche Bedürfnisse und Erwartungen dieser Zielgruppe werden aktuell von anderen Medien zu wenig berücksichtigt?

Dass sie überhaupt sichtbar ist. ‚Die Frau 50+‘ gibt es nicht, und sie wird fast immer mit ganz anderen Gruppen in einen Topf geworfen, auch mit Achtzigjährigen. Dann werden wir plötzlich als ‚Seniorinnen‘ oder ‚Ältere‘ bezeichnet. Damit identifizieren wir uns leider überhaupt nicht.

Was macht SARA inhaltlich anders als klassische Frauenmagazine?

Wir haben nur wenige Geschichten, in denen Expert:innen erklären, wie es ist, in den Wechseljahren zu sein, eine Beziehungskrise zu führen oder gesund zu leben. Die meisten Geschichten in SARA sind Ich-Erzählungen interessanter Autorinnen – direkt aus deren Erfahrung und deren Herzen.

Warum funktionieren ehrliche Geschichten über das Älterwerden besser als klassische Lifestyle-Inhalte?

Weil es die authentischen Geschichten sind, die Leserinnen berühren, und nicht Geschichten, die dir von oben herab etwas beibringen wollen. Oder dir etwas erklären, was du längst weißt.

Welche Herausforderungen bringt es mit sich, ohne großen Verlag im Rücken eine neue Medienmarke wie SARA aufzubauen?

Das ist sehr, sehr spannend. Ich weiß noch gar nicht, auf welche Probleme wir in Deutschland stoßen werden, aber wir werden sie hoffentlich dank unserer Leserinnen meistern.

Welche Learnings aus dem niederländischen Magazin SAAR fließen konkret in den deutschen Markt ein?

Geh 100 Prozent auf Print und hör auf, herumzudoktern und online Geld verdienen zu wollen, denn niemand in der Magazinwelt weiß im Moment noch, wie das ohne Werbekunden funktionieren soll.

Wie wollt ihr SARA langfristig im deutschen Markt positionieren und weiterentwickeln?

In den Niederlanden sind wir eine Bewegung, mit Podcasts, Tanzabenden und Kursen. Das fände ich für Deutschland auch großartig. Aber wir bewegen uns mit dem, was der Markt von uns verlangen wird.

Welche Rolle spielt der Launch in Berlin für eure Markenstrategie?

Alle ‚echten‘ Magazine kommen aus Hamburg oder München. Und ehrlich gesagt: All diese Magazine haben, genau wie in den Niederlanden, ein gewisses Maß an Spießigkeit. Das liegt an den großen Verlagen, die dort sitzen. Ein Magazin wie SAAR in den Niederlanden hätte auch nie aus einem großen Unternehmen heraus entstehen können, denn dann gibt es immer Männer im Anzug, die sagen: Ihr dürft keine Schimpfwörter benutzen, ihr müsst immer höflich bleiben, ihr dürft nicht 50+ sein. Dann hätte es SAAR nie gegeben. Wenn man in Berlin sitzt, hat man automatisch Freelancer:innen, die nicht nach diesem Schema gestrickt sind. Wir suchen freie Geister, so wie unsere Chefredakteurin in Berlin, Nadja Bossmann, die für Frauenmagazine wie Brigitte und Cosmopolitan, aber auch für Die Zeit, Merian und internationale Zeitungen wie The New York Times gearbeitet hat.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern im Medienbereich mitgeben?

Setzt auf eure eigene Nische, vergesst die Werbekunden und habt den Mut, euch zu 100 Prozent auf eure Zielgruppe zu konzentrieren.

Bild Barbara von Erp und Nadja Bossmann Bildcredits: Privatarchiv

Wir bedanken uns bei Barbara von Erp für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: SARA

Kontakt:

SNIPPET MEDIA
Barbara van Erp
Bloemgracht 105 huis
1016 KJ Amsterdam
Niederlande

https://saramagazin.de/
barbara@snippetmedia.nl

Ansprechpartner: Barbara van Erp

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elektrische C-Klasse: Kann Mercedes Tesla und BMW schlagen?

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Mercedes elektrische C-Klasse
Der neue Mercedes-Benz C 400 4MATIC elektrisch.

Key Takeaways

  • Die elektrische C-Klasse positioniert sich stark im Wettbewerbsvergleich mit hoher Reichweite und schneller Ladeleistung.
  • Mercedes-Benz legt besonderen Wert auf Softwareintegration, darunter MB.OS und KI-Systeme von ChatGPT, Microsoft und Google.
  • Komfort, Effizienz und Alltagstauglichkeit stehen im Fokus, mit veganem Interieur als Teil der ESG-Strategie.
  • Marktchancen bestehen in der Übertragung von Qualität und Markenvertrauen, jedoch drohen hohe Preise und technologische Unsicherheiten.
  • Der Erfolg der elektrischen C-Klasse hängt von ihrer Leistung auf Langstrecken, im Stadtverkehr und von der Benutzerfreundlichkeit der Software ab.

Die Mittelklasse ist das Rückgrat der Autoindustrie. Hier werden keine Imageprojekte verkauft, sondern Stückzahlen gemacht. Genau deshalb ist der Start der elektrische C-Klasse mehr als nur eine Modellneuheit. Für Mercedes-Benz geht es um die Frage, ob sich das Premiumversprechen auch im Elektrozeitalter wirtschaftlich durchsetzen lässt.

Der Druck ist hoch. Wettbewerber wie Tesla und BMW haben ihre Angebote im Segment längst etabliert. Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Kunden. Ein modernes Elektroauto muss heute mehr können als lokal emissionsfrei fahren. Es soll effizient sein, schnell laden, intuitiv funktionieren und im Alltag überzeugen. Wer hier nicht liefert, verliert schnell an Relevanz.

Der neue Mercedes-Benz C 400 4MATIC elektrisch.

elektrische C-Klasse im Wettbewerbsvergleich

Mit Blick auf die Zahlen positioniert sich die elektrische C-Klasse bewusst an der Spitze des Segments. Die angegebene Reichweite von bis zu 762 Kilometern (WLTP) liegt über dem Niveau vieler direkter Konkurrenten. Ein Tesla Model 3 Long Range oder ein BMW i4 erreichen zwar ebenfalls hohe Werte, bleiben auf dem Papier aber darunter.

Noch wichtiger ist die Ladeleistung. Bis zu 325 Kilometer in zehn Minuten nachzuladen, ist ein klares Signal an Vielfahrer. Entscheidend wird allerdings sein, wie konstant diese Werte im Alltag erreicht werden. Ladeinfrastruktur, Temperatur und Fahrprofil spielen hier eine große Rolle.

Technisch setzt Mercedes-Benz auf Details, die im Wettbewerb herausstechen. Ein Zweigang-Getriebe soll sowohl starke Beschleunigung als auch Effizienz bei höheren Geschwindigkeiten ermöglichen. Das ist im Elektrosegment selten und adressiert ein bekanntes Problem: den steigenden Verbrauch auf der Autobahn.

Dazu kommen klassische Premium-Merkmale wie AIRMATIC und Hinterachslenkung. Letztere reduziert den Wendekreis auf rund 11,2 Meter. Das bringt ein Fahrzeug dieser Größe näher an die Handlichkeit kleinerer Modelle heran und ist besonders im Stadtverkehr ein spürbarer Vorteil.

Interieur der neuen elektrischen Mercedes-Benz C-Klasse, 2026.

elektrische C-Klasse und die neue Rolle von Software

Neben der Hardware rückt die Software immer stärker in den Mittelpunkt. Mit MB.OS verfolgt Mercedes-Benz das Ziel, die Kontrolle über zentrale Fahrzeugfunktionen selbst zu behalten und kontinuierlich zu erweitern.

Besonders auffällig ist die Integration mehrerer KI-Systeme. Erstmals kombiniert ein Fahrzeug Technologien von ChatGPT, Microsoft und Google. Das ist ein Novum in der Branche und zeigt, wie wichtig intelligente Assistenzsysteme geworden sind. Navigation, Sprachsteuerung und personalisierte Funktionen sollen dadurch deutlich leistungsfähiger werden.

Für den Konzern ist das auch wirtschaftlich relevant. Software ermöglicht neue Geschäftsmodelle über den Fahrzeugverkauf hinaus. Funktionen können nachträglich aktiviert oder erweitert werden. Gleichzeitig wächst die Skepsis bei Kunden, wenn grundlegende Features hinter Bezahlschranken verschwinden.

Hier entscheidet sich, ob Software als echter Mehrwert wahrgenommen wird oder als zusätzlicher Kostenfaktor.

elektrische C-Klasse: Mercedes setzt neue Maßstäbe
Interieur der neuen elektrischen Mercedes-Benz C-Klasse, 2026.

Komfort, Effizienz und Alltagstauglichkeit

Im Alltag will die elektrische C-Klasse vor allem durch Ausgewogenheit überzeugen. Mercedes-Benz setzt auf eine Kombination aus Komfort, Effizienz und praktischer Nutzbarkeit.

Die Wärmepumpe reduziert den Energiebedarf für Heizung und verbessert damit die reale Reichweite, besonders im Winter. Gleichzeitig sorgt ein leiser Innenraum für den klassischen C-Klasse-Komfort, den viele Bestandskunden erwarten.

Auch beim Platzangebot zeigt sich der Vorteil der Elektroplattform. Mehr Radstand bedeutet mehr Beinfreiheit, dazu kommen ein klassischer Kofferraum und ein zusätzlicher Stauraum vorne. Für viele Käufer ist genau diese Alltagstauglichkeit entscheidend.

Ein interessantes Detail ist das zertifizierte vegane Interieur. Für Mercedes-Benz ist das nicht nur eine Designentscheidung, sondern Teil einer größeren ESG-Strategie. Nachhaltigkeit wird zunehmend auch im Innenraum sichtbar und kann für bestimmte Kundengruppen kaufentscheidend sein.

Der neue Mercedes-Benz C 400 4MATIC elektrisch.

Marktchancen und Risiken

Die elektrische C-Klasse trifft auf einen Markt im Umbruch. Einerseits wächst die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen weiter. Andererseits verschärft sich der Wettbewerb, insbesondere durch neue Anbieter aus China.

Für Mercedes-Benz liegt die Chance darin, die eigenen Stärken zu übertragen: Qualität, Komfort und Markenvertrauen. Wenn es gelingt, diese Eigenschaften mit moderner Technologie zu verbinden, kann das Modell eine zentrale Rolle im Portfolio spielen.

Die Risiken sind jedoch ebenso klar. Hohe Preise könnten Kunden zu günstigeren Alternativen treiben. Gleichzeitig müssen reale Verbrauchswerte, Software-Stabilität und Ladeerlebnis überzeugen. Gerade im Flottengeschäft zählen nicht Versprechen, sondern belastbare Zahlen.

Ein weiterer Faktor ist der Restwert. Elektrofahrzeuge entwickeln sich technologisch schnell weiter, was die Wertstabilität beeinflussen kann. Hier muss Mercedes-Benz Vertrauen schaffen, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben.

elektrische C-Klasse: Mercedes setzt neue Maßstäbe
Der neue Mercedes-Benz C 400 4MATIC elektrisch.

Praxis: Wo sich das Modell beweisen muss

Im Alltag entscheidet sich der Erfolg der elektrische C-Klasse in drei zentralen Bereichen.

Erstens auf der Langstrecke. Hohe Reichweite und schnelles Laden müssen auch unter realen Bedingungen funktionieren. Nur dann wird das Fahrzeug für Vielfahrer attraktiv.

Zweitens im Stadtverkehr. Die Kombination aus Hinterachslenkung und kompaktem Wendekreis kann hier einen echten Unterschied machen. Gerade in engen Innenstädten ist das ein klarer Vorteil.

Drittens bei der Bedienung. Software wie MB.OS muss intuitiv funktionieren. Wenn Nutzer lange suchen oder Funktionen kompliziert sind, verliert selbst die beste Technik an Wert.

elektrische C-Klasse: Mercedes setzt neue Maßstäbe
Der neue Mercedes-Benz C 400 4MATIC elektrisch.

Fazit

Mit der elektrische C-Klasse steht Mercedes-Benz vor einer entscheidenden Phase. Das Modell soll zeigen, ob sich Premium, Elektromobilität und Software zu einem überzeugenden Gesamtprodukt verbinden lassen.

Die Voraussetzungen sind da: hohe Reichweite, moderne Plattform, starke Technik und ein klarer Fokus auf Komfort. Gleichzeitig bleibt die Herausforderung, diese Stärken im Alltag erlebbar zu machen und wirtschaftlich sinnvoll zu positionieren.

Für die Branche ist das Fahrzeug ein wichtiger Indikator. Es zeigt, wie sich die Mittelklasse im Elektrozeitalter entwickelt und welche Faktoren künftig über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

Foto/Quelle: Mercedes-Benz AG

Accounted Buchhaltung Österreich: Die App für EPU

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Accounted Buchhaltung Österreich App Accounted Jolene Lederer

Accounted Buchhaltung Österreich richtet sich gezielt an EPU und Freelancer, die eine einfache und rechtssichere Lösung suchen

Wie ist die Idee zu GetAccounted beziehungsweise der App Accounted Buchhaltung Österreich entstanden?

Ich betreibe seit drei Jahren eine Eventfotoproduktion für Maturabälle in der Steiermark (JL-Creative). Irgendwann war klar, dass ich eine ordentliche Buchhaltung brauche, die mit dem Wachstum mithält. Ich habe die gängigen Tools ausprobiert und bin jedes Mal am selben Problem gescheitert: Die sind nicht für Österreich gebaut. Also habe ich angefangen, mir selbst etwas zu bauen. Ich habe 2022 eine HAK abgeschlossen und hatte durch mein Fotobusiness schon vorher eigene interne Tools entwickelt, weil es in der Eventbranche kaum fertige Software gibt. Mit dem gleichen Ansatz ist dann Accounted entstanden.

Was war der konkrete Auslöser, eine Buchhaltungslösung speziell für Österreich zu entwickeln?

Ich habe sevDesk, Lexoffice und FreeFinance ausprobiert. Bei allen drei dasselbe Problem: Die Apps sind auf Deutschland ausgelegt, die UVA funktioniert anders, und die E1a-Beilage gibt es gar nicht. Die Apps nehmen einen in der Steuerwelt nicht bei der Hand und sagen einem, was man wirklich alles konkret beachten muss. Für mich war das der Punkt, an dem ich gesagt habe: Wenn es das nicht gibt, baue ich es selbst.

Welche Vision verfolgst du mit GetAccounted und wie soll sich die App langfristig entwickeln?

Accounted soll die Buchhaltungs-App sein, die österreichische EPU und Freelancer als erstes finden, wenn sie nach einer Lösung suchen, die wirklich für Österreich gemacht ist. Kein Zwanzig-Jahres-Plan, sondern konkrete nächste Schritte: Gerade arbeite ich am Kanzleimodus, damit Steuerberater direkt auf die Daten ihrer Mandanten zugreifen können. Danach stehen Bugfixes und UX-Verbesserungen an. Und langfristig möchte ich eine ELDA-Anbindung schaffen, damit auch Dienstgeber ihre Sozialversicherungsmeldungen direkt aus der App machen können.

Welche Zielgruppe steht bei Accounted Buchhaltung Österreich im Fokus und welche Probleme löst du konkret?

Die App ist für Ein-Personen-Unternehmen und Freelancer in Österreich gebaut, die eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung führen. Also Leute wie ich: Fotografen, Grafiker, Berater, Handwerker.

Warum stoßen viele bestehende Buchhaltungstools im DACH-Raum an ihre Grenzen beim österreichischen Steuerrecht?

Weil der DACH-Raum aus Softwaresicht meistens „D“ bedeutet und „A“ und „CH“ als Anhängsel mitlaufen. Die Steuergesetzgebung unterscheidet sich aber in vielen Details: Die Kleinunternehmergrenze liegt in Österreich bei 55.000 Euro und funktioniert anders als in Deutschland. Die E1a-Beilage zur Einkommensteuererklärung ist eine österreichische Besonderheit. USt-Sätze und Kategorisierungen sind teilweise unterschiedlich. Für die Hersteller lohnt es sich oft nicht, diese Unterschiede sauber einzubauen, weil der österreichische Markt im Vergleich zu Deutschland klein ist.

Was macht Accounted funktional besonders und wo liegt der größte Unterschied zu bestehenden Lösungen?

Man kann Belege am iPhone oder Mac einscannen, die werden automatisch erkannt und nach kurzer Kontrolle direkt eingebucht. Die App zeigt live, wo man mit der Einkommensteuererklärung steht, damit es am Jahresende keine Überraschungen gibt. Und es gibt 13 Branchenvorlagen, die EPU das Einrichten der richtigen Kategorien ersparen. Der größte Unterschied zu bestehenden Lösungen ist aber, dass Accounted nur auf Apple-Geräten funktioniert und Accounted keinerlei Zugriff auf die Unternehmensdaten hat, weil sich alles in der eigenen Apple ID des Benutzers abspielt.

Warum hast du dich bewusst für eine native App ohne eigenes Backend entschieden?

Ich wollte, dass die Daten der Nutzer bei ihnen bleiben und nicht auf irgendeinem Server liegen, den ich betreibe und absichern muss. Accounted nutzt CloudKit, das heißt, die Daten werden über das iCloud-Konto der Nutzer synchronisiert. Ich sehe sie nicht und habe keinen Zugriff darauf. Gleichzeitig wollte ich eine App, die sich auf Apple-Geräten wie eine echte App anfühlt und nicht wie ein Browser-Fenster mit Logo. Nativ in SwiftUI und SwiftData zu entwickeln war aufwändiger, aber das Ergebnis ist schneller, stabiler und braucht keine Internetverbindung zum Arbeiten.

Welche Rolle spielen Datenschutz und Datensouveränität bei GetAccounted?

Eine zentrale Rolle. Buchhaltungsdaten sind sensible Unternehmensdaten. Bei Accounted liegen diese Daten ausschließlich im iCloud-Konto der Nutzer, nicht auf meinen Servern. Das war eine bewusste Entscheidung, nicht nur aus Datenschutzgründen, sondern auch, weil ich als Ein-Personen-Unternehmen nicht die Verantwortung für die sichere Aufbewahrung fremder Finanzdaten übernehmen möchte.

Mit welchen Herausforderungen warst du als Ein-Personen-Unternehmen beim Aufbau von Accounted konfrontiert?

Zeit ist die größte Herausforderung. Ich arbeite Vollzeit und betreibe daneben eine Eventproduktion mit bis zu zehn Mitarbeitern. Accounted musste in den Stunden entstehen, die übrig geblieben sind. Dazu kommt, dass man als Solo-Entwicklerin alles selbst machen muss: Konzept, Design, Entwicklung, Testing, App-Store-Texte, Website, Marketing. Man kann sich nicht auf das konzentrieren, was man am besten kann, weil alles gleichzeitig fertig werden muss. Und Marketing ist ehrlich gesagt der Teil, der mir am schwersten fällt.

Wie hast du es geschafft, die App ohne Funding und Team umzusetzen?

Indem ich keine andere Wahl hatte. Ich hatte kein Budget für externe Entwickler und keinen Investor, der mir ein Team finanziert. Also habe ich alles selbst gelernt und selbst gebaut. Das geht, wenn man bereit ist, abends und am Wochenende zu arbeiten. Was mir geholfen hat, ist, dass ich vorher schon interne Tools für meine Eventproduktion programmiert hatte. Accounted war nicht mein erstes Software-Projekt, nur mein erstes, das im App Store gelandet ist.

Welche nächsten Schritte sind für GetAccounted geplant?

Wird es neue Funktionen oder Erweiterungen geben?
Als nächstes kommt der Kanzleimodus. Damit können Steuerberater direkt auf die Buchhaltungsdaten ihrer Mandanten zugreifen, ohne dass Daten exportiert und per Mail verschickt werden müssen. Danach stehen Bugfixes und UX-Verbesserungen an, weil ich aus dem Feedback der ersten Nutzer lerne, wo die App im Alltag noch hakt. Langfristig möchte ich eine ELDA-Anbindung umsetzen, damit EPU mit Dienstnehmern ihre Sozialversicherungsmeldungen direkt aus der App erledigen können.

Welche drei Ratschläge würdest du anderen Gründerinnen und Gründern geben, die alleine ein Softwareprodukt entwickeln?

Erstens: Bau etwas, das du selbst brauchst. Wenn du dein eigener erster Nutzer bist, weißt du immer, ob das Produkt funktioniert oder nicht. Ich habe Accounted gebaut, weil ich selbst keine Lösung gefunden habe, die für mich als österreichische EPU passt. Das ist ein anderer Antrieb, als eine Marktlücke auf dem Papier zu füllen. Zweitens: Fang an, bevor du bereit bist. Die App muss nicht perfekt sein, wenn sie im Store landet. Wichtiger ist, dass sie dort ist und echte Menschen sie benutzen und dir sagen, was fehlt. Drittens: Sei ehrlich darüber, was du nicht kannst. Ich bin keine Steuerexpertin und kein Marketing-Profi. Aber ich kann Probleme erkennen und Lösungen bauen. Den Rest lerne ich unterwegs.

Bildrechte: © bottleplus

Wir bedanken uns bei Jolene Lederer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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