Mittwoch, Februar 4, 2026
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Wie viel Leistungspotenzial geht im Trainingsalltag ungenutzt verloren?

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Athlete Labs Performance Ernährung im Profisport Philipp Majewski Founder Athlete Labs Photograph Nick Ibanez Wagner

Athlete Labs entwickelt eine KI-gestützte Plattform, die Coaches und Athleten dabei unterstützt, Ernährung, Trainingsbelastung und Performance datenbasiert zu steuern

Wie entstand die Idee zu Athlete Labs und wer sind die Menschen hinter der Plattform?

Die Idee zu Athlete Labs entstand direkt aus der Praxis unseres Gründerteams: Wir sind zwei Trainer und ein aktiver Sportler. Aus Athletensicht war der Aufwand, einen wirklich passenden Ernährungsplan zu erstellen, enorm. Ernährung musste täglich an Trainingsbelastung, Spieltage und individuelle Bedürfnisse angepasst werden – im Alltag war das zeitlich kaum realistisch und oft mit vielen Kompromissen verbunden.

Gleichzeitig standen die Trainer vor dem Problem, trotz Erfahrung und täglicher Beobachtung oft nicht genau zu wissen, wie ihre Spieler an einem bestimmten Tag wirklich „drauf sind“ und warum es zu Leistungseinbrüchen kommt. Belastung, Regeneration, Ernährung und subjektives Empfinden wurden selten gemeinsam betrachtet. Das ist auch im Leistungssport oftmals der traurige Alltag. Genau aus dieser Lücke heraus entstand Athlete Labs – mit dem Ziel, diese Bereiche systematisch zusammenzuführen.

Was ist die übergeordnete Vision von Athlete Labs und wie möchten Sie diese im professionellen Sportumfeld erreichen?

Unsere Vision ist es, den globalen Standard für evidenzbasierte Performance-Steuerung und intelligente Ernährungsoptimierung im Sport zu setzen. Ziel ist es, bessere Entscheidungen zu ermöglichen – nicht durch mehr Daten, sondern durch die richtigen Informationen zur richtigen Zeit. Im professionellen Umfeld erreichen wir das, indem wir bestehende Prozesse unterstützen, statt sie zu ersetzen. Athlete Labs übersetzt Trainings- und Belastungsdaten in konkrete Handlungsempfehlungen für Ernährung, Regeneration und Trainingssteuerung und fügt sich nahtlos in bestehende Arbeitsweisen ein. Das natürlich für verschiedene Sportarten.

Wie unterstützen Sie Coaches und Athleten konkret dabei, Ernährung, Performance und Trainingsbelastung smarter zu managen?

Athlete Labs verknüpft die wichtigsten Parameter in einem performance Hub. Coaches erhalten einen strukturierten Überblick über Spielerstatus, Belastungstrends und mögliche Risikosignale. Athleten bekommen klare Leitplanken für ihren Alltag – abgestimmt auf Training, Spieltage und individuelle Zielsetzungen. Dabei setzen wir bewusst auf Reduktion. Statt vieler isolierter Kennzahlen fokussieren wir uns auf die wissenschaftlich nachweisbaren und relevanten Parameter. Automatisierte Check-ins, Statusübersichten und strukturierte Workflows reduzieren manuellen Aufwand und sorgen für mehr Konsistenz im gesamten Staff.

Welche Zielgruppen sprechen Sie mit Ihrer KI-gestützten Lösung an und welche Bedürfnisse stehen dabei im Vordergrund?

Unsere primäre Zielgruppe sind aktuell leistungsorientierte Sportmannschaften an der Schnittstelle zum Leistungssport. Perspektivisch richten wir uns klar auf den Profisport. Gleichzeitigt unterstützen unsere Partnervereine dabei, dort hinzukommen.

Im Fokus stehen Zeitersparnis für Coaches, bessere Entscheidungsgrundlagen im Betreuerstab und eine klare, alltagstaugliche Orientierung für Athleten – insbesondere bei großen Kadern und begrenzten Ressourcen.

Was macht Athlete Labs einzigartig im Vergleich zu anderen Tools für Performance und Nutrition Management?

Athlete Labs verbindet Ernährung, Wellbeing und Trainingsbelastung in einem praxisnahen Workflow. Während viele Lösungen reine Tracking- oder Analyse-Tools sind, übersetzen wir Daten in konkrete Handlungsempfehlungen für den Trainingsalltag.

Unsere KI wird gezielt eingesetzt, um Informationen zu strukturieren, Empfehlungen zu personalisieren und manuelle Arbeit zu reduzieren – stets auf sport- und ernährungswissenschaftlicher Grundlage und mit klarem Fokus auf Umsetzbarkeit.

Mit welchen Herausforderungen sind Sie im Aufbau von Athlete Labs bislang konfrontiert gewesen und wie sind Sie damit umgegangen?

Eine zentrale Herausforderung war es, ein leistungsfähiges System zu entwickeln, das gleichzeitig einfach nutzbar bleibt. Trainerteams haben wenig Zeit und sehr unterschiedliche Arbeitsweisen. Deshalb setzen wir konsequent auf Pilotprojekte, kurze Feedbackschleifen und iterative Entwicklung mit realen Teams.

Auch der Umgang mit verschiedenen Datenquellen erfordert klare Priorisierung. Unser Ansatz ist es, aus vielen potenziellen Datenpunkten wenige robuste Kernparameter zu identifizieren, die tatsächlich Entscheidungsrelevanz besitzen.

Wie stellen Sie sicher, dass die Kombination aus Wellbeing Monitoring und Trainingsload-Management für Athleten wirklich alltagstauglich bleibt?

Alltagstauglichkeit ist ein zentrales Entwicklungsprinzip. Wir setzen auf kurze Routinen, schlanke Abfragen und klar strukturierte Auswertungen, die sich schnell erfassen lassen.

Zudem unterscheiden wir klar zwischen Athleten- und Coach-Perspektive. Athleten brauchen Einfachheit und Orientierung, Coaches Übersicht und Kontext. So vermeiden wir Überforderung und fördern langfristige Nutzung. Die Nutzer sollen keinen wöchentlichen Mehraufwand haben, sondern innerhalb von wenigen Minuten wissen, was Sache ist.

Welche Weiterentwicklungen planen Sie aktuell für Ihre Plattform. Welche Funktionen sind für die nächsten Monate besonders wichtig?

In den kommenden Monaten fokussieren wir uns auf drei Punkte: die Integration weiterer Datenquellen (GPS-/Wearabletrackern), den Ausbau der Coach-Dashboards und die Erweiterung des Staff-Zugriffs.

Künftig sollen auch Physiotherapeuten und Teamärzte gezielt eingebunden werden, um die vereinsinterne Kommunikation zu verbessern und Entscheidungen noch besser abzustimmen.

Wie möchten Sie langfristig dazu beitragen, die Arbeit von Coaches zu vereinfachen und das Leistungsniveau von Athleten zu steigern?

Langfristig wollen wir Coaches mehr Zeit für das Wesentliche geben: Training gestalten, Menschen führen und Leistung entwickeln. Athlete Labs automatisiert Routinen und bündelt Informationen.

Für Athleten bedeutet das mehr Konstanz, bessere Verfügbarkeit und individuell angepasste Abläufe. Im Leistungssport entscheidet nicht die einzelne Einheit, sondern die Summe vieler guter Wochen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein technologiebasiertes Produkt im Sportbereich entwickeln?

Erstens: Entwickelt für den Alltag, nicht für die Demo.
Zweitens: Daten müssen Entscheidungen verbessern, nicht nur gesammelt werden.
Drittens: Bindet Nutzer früh ein und iterieret konsequent.

Sie sind Teil des Pioneers Club. Wie hat Athlete Labs von dieser Mitgliedschaft bisher profitiert?

Der größte Mehrwert lag im intensiven Mentoren-Coaching. Das Feedback zu Produktfokus, Positionierung und Strategie hat uns stark vorangebracht.

Zusätzlich hat das Ranking- und Challenge-System einen positiven Leistungsdruck erzeugt, der unsere Umsetzung beschleunigt hat.

Welche Angebote des Pioneers Club nutzen Sie besonders häufig. Etwa Coworking, Weiterbildung, Community oder den Zugang zum Netzwerk?

Am intensivsten nutzen wir die Mentoring- und Coaching-Angebote. Die Qualität des Feedbacks war für unsere Entwicklung entscheidend. Ohne den Input wären wir nicht so weit, wie wir jetzt sind.

Wie unterstützt Sie die Atmosphäre des Pioneers Club dabei, Athlete Labs weiterzuentwickeln und neue Kooperationen zu knüpfen?

Die Atmosphäre, ähnlich wie im Sport sehr leistungsorientiert. Durch Challenges, ehrliches Feedback und Mentoren-Coaching entsteht ein Umfeld, das Umsetzung fördert und schnelle Fortschritte ermöglicht. Neid oder Negativität – Fehlanzeige. Ziel jedes Gründers, ist es, sich gegenseitig zu helfen, zu pushen und gemeinsam (über sich hinaus) zu wachsen.

Bild Philipp Majewski Founder Athlete Labs Bildcredits/ Fotograf: Photograph Nick Ibanez Wagner

Wir bedanken uns bei Philipp Majewski für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

2026 Zeit zum Resümieren und neu fokussieren

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2026 Gründerinnen und Gründer setzen Fokus genieriert mit ChatGPT Frau und Mann am Tisch sitzend

2026 als Moment der unternehmerischen Reflexion

Der Beginn des Jahres 2026 ist für viele Gründerinnen und Gründer weniger ein Startschuss als ein Innehalten. Nach einem fordernden Jahr entsteht Raum, um Abstand zu gewinnen und das eigene Handeln einzuordnen. Diese Phase der unternehmerischen Reflexion ist kein Zeichen von Stillstand, sondern eine notwendige Grundlage für bewusste Entscheidungen.

StartupValley beobachtet, dass der Jahresanfang zunehmend als Gelegenheit genutzt wird, um Fragen zu stellen, die im operativen Alltag oft zu kurz kommen. Was hat im vergangenen Jahr wirklich Wirkung entfaltet. Wo wurde Energie gebunden, ohne nachhaltigen Mehrwert zu schaffen. Und welche Annahmen verdienen eine ehrliche Neubewertung.

Rückblick als Grundlage für Gründerinnen und Gründer

Für Gründerinnen und Gründer ist der Blick zurück ein zentrales Instrument, um Klarheit zu gewinnen. Der Rückblick hilft dabei, Muster zu erkennen und Prioritäten zu überprüfen. Nicht jede Entscheidung war richtig, nicht jedes Projekt erfolgreich. Doch genau darin liegt der Wert dieser Phase.

Unternehmerische Reflexion bedeutet, Erfahrungen nicht zu bewerten, sondern zu nutzen. Viele Gründerinnen und Gründer stellen fest, dass zu viele parallele Vorhaben langfristig mehr schaden als nutzen. Der Jahresbeginn 2026 bietet die Chance, aus dieser Erkenntnis Konsequenzen zu ziehen.

Fokus setzen als bewusste Entscheidung im Jahr 2026

Aus der Reflexion entsteht der Wunsch, klarer zu arbeiten. Fokus setzen wird für viele Gründerinnen und Gründer zu einem zentralen Thema im Jahr 2026. Dabei geht es nicht um Verzicht, sondern um Konzentration auf das Wesentliche.

Welche Produkte tragen wirklich. Welche Zielgruppen sind relevant. Und welche Prozesse unterstützen langfristige Entwicklung. Fokus setzen heißt, Entscheidungen nicht länger aufzuschieben, sondern bewusst zu treffen. Diese Klarheit wirkt stabilisierend und schafft Orientierung für Teams wie für externe Partner.

Was Gründerinnen und Gründer bewusst anders machen wollen

Viele Gründerinnen und Gründer nutzen 2026, um gezielt Veränderungen vorzunehmen. Dabei geht es selten um radikale Neuanfänge, sondern um präzise Anpassungen. Kommunikation wird klarer, Entscheidungswege transparenter und Erwartungen realistischer formuliert.

Auch der Umgang mit Tempo wird reflektierter. Schnelligkeit bleibt wichtig, wird aber nicht mehr automatisch mit Fortschritt gleichgesetzt. Unternehmerische Reflexion führt dazu, dass Phasen der Entschleunigung als produktiv erkannt werden. Fokus setzen bedeutet hier, Energie gezielt einzusetzen, statt sie zu verteilen.

Unternehmerische Reflexion jenseits des operativen Drucks

Der Alltag vieler Startups ist geprägt von To-do-Listen, Deadlines und kurzfristigen Anforderungen. Gerade deshalb ist unternehmerische Reflexion ein bewusster Gegenpol. Sie schafft Raum für strategisches Denken und langfristige Perspektiven.

Gründerinnen und Gründer, die sich diese Zeit nehmen, berichten von größerer Klarheit in ihren Entscheidungen. Der Jahresbeginn 2026 bietet die seltene Gelegenheit, diesen Reflexionsraum bewusst zu nutzen und in den unternehmerischen Alltag zu integrieren.

Fokus setzen für nachhaltige Zusammenarbeit

Fokus wirkt nicht nur auf strategischer Ebene, sondern auch im Team. Klare Prioritäten erleichtern Zusammenarbeit und reduzieren Unsicherheit. Gründerinnen und Gründer erkennen zunehmend, dass Orientierung ein entscheidender Faktor für Motivation und Eigenverantwortung ist.

Fokus setzen bedeutet in diesem Zusammenhang auch, Verantwortung klar zu verteilen und Erwartungen transparent zu machen. Diese Klarheit stärkt die Zusammenarbeit und schafft Vertrauen.

Resümieren als Stärke für Gründerinnen und Gründer

Resümieren ist keine Schwäche, sondern eine unternehmerische Stärke. Der Jahresbeginn 2026 lädt dazu ein, innezuhalten und bewusst zu ordnen. Für Gründerinnen und Gründer ist dies ein Moment, um das eigene Handeln nicht nur fortzusetzen, sondern weiterzuentwickeln.

Unternehmerische Reflexion und Fokus setzen gehen dabei Hand in Hand. Wer weiß, was war, kann besser entscheiden, was kommt. 2026 beginnt für viele nicht mit großen Versprechen, sondern mit klaren Fragen. Genau darin liegt die Chance dieses Moments.

Bild mit ChatGPT generiert

Die Startup Szene 2025 Eine Standortbestimmung zwischen Realität und Reife

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Startup Szene 2025 Gründungen und Zukunft im RealitätscheckFoto/Quelle: stock.adobe.com – Vasyl

Ein Jahr der leisen Erkenntnisse für Gründer Investoren und das Ökosystem

Die Startup Szene blickt auf ein Jahr zurück, das weniger von Euphorie als von ehrlicher Selbstbeobachtung geprägt war. 2025 hat gezeigt, was trägt, was überdacht werden muss und welche Erwartungen sich nicht erfüllt haben.

Startup Szene 2025 Ein Jahr der leisen Erkenntnisse

2025 war für die Startup Szene kein Jahr der großen Versprechen, sondern eines der stilleren Erkenntnisse. Nach Jahren der Überhitzung folgte eine Phase der Nüchternheit, die vielen Beteiligten gutgetan hat. Gründerinnen und Gründer, Investoren und Beobachter mussten akzeptieren, dass Wachstum nicht um jeden Preis funktioniert und dass echte Innovation Zeit, Struktur und Durchhaltevermögen braucht.

Die Szene wirkte insgesamt erwachsener. Entscheidungen wurden vorsichtiger getroffen, Geschäftsmodelle kritischer auf ihre Tragfähigkeit geprüft und Visionen stärker mit der wirtschaftlichen Realität abgeglichen. Der Wunsch nach Skalierung blieb bestehen, verlor jedoch seinen Absolutheitsanspruch. Stattdessen rückten Substanz, Nachhaltigkeit und tatsächlicher Nutzen stärker in den Mittelpunkt.

Startup Szene 2025 Zwischen Reifeprozess und neuer Realität

Die Startup Szene 2025 befindet sich sichtbar in einem Übergang. Viele Narrative der vergangenen Jahre verloren an Bedeutung, während neue Maßstäbe entstanden. Nicht mehr die Geschwindigkeit allein entschied über Erfolg, sondern die Fähigkeit, sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen.

Diese neue Realität zeigte sich auch im Selbstverständnis vieler Gründerinnen und Gründer. Unternehmertum wurde weniger als Sprint verstanden, sondern als langfristige Aufgabe. Die Bereitschaft, Annahmen zu hinterfragen und Geschäftsmodelle anzupassen, wurde zu einer zentralen Kompetenz.

Gründungen 2025 Warum neue Unternehmen anders entstehen

Auch 2025 wurde gegründet, und das in bemerkenswerter Kontinuität. Doch die Motivation hinter vielen Gründungen hat sich verändert. Neue Unternehmen entstanden seltener aus dem Wunsch nach schnellem Exit oder maximaler Bewertung, sondern häufiger aus dem Bedürfnis, konkrete Probleme zu lösen.

Ob in der Digitalisierung von Arbeitsprozessen, in der Gesundheitsversorgung oder im Energiesektor viele Gründungen setzten auf pragmatische Anwendungen statt auf große Visionen. Das Bild des glamourösen Startup Lebens verlor weiter an Strahlkraft, während unternehmerische Verantwortung an Bedeutung gewann. Wer 2025 gründete, tat dies oft mit klaren Vorstellungen über Markt, Kunden und Finanzierung.

Startup Szene 2025 und Künstliche Intelligenz Vom Hype zur Anwendung

Künstliche Intelligenz blieb auch 2025 das dominierende Technologiethema innerhalb der Startup Szene. Doch der Umgang damit wurde selbstverständlicher. Die Frage lautete nicht mehr, ob KI eingesetzt wird, sondern wie sinnvoll und verantwortungsvoll ihr Einsatz gestaltet ist.

Ein Blick in die Praxis verdeutlicht diesen Wandel. Während früher Startups Aufmerksamkeit erhielten, die vor allem neue Benutzeroberflächen über bestehenden Modellen entwickelten, rückten 2025 spezialisierte Anwendungen in den Vordergrund. Lösungen für Logistik, Handwerk oder Industrie überzeugten durch Integration in bestehende Systeme und durch messbare Effizienzgewinne. Künstliche Intelligenz wurde damit vom Zukunftsversprechen zum Werkzeug des Alltags.

Gründungen und Finanzierung 2025 Ein neues Verständnis von Wachstum

Die Finanzierungslage blieb 2025 anspruchsvoll. Kapital war vorhanden, doch es floss gezielter und langsamer. Investorinnen und Investoren verlangten belastbare Zahlen, realistische Wachstumspläne und Teams mit echter Branchenexpertise.

Für viele Gründungen bedeutete dies längere Entscheidungsprozesse und eine stärkere Fokussierung auf Effizienz. Gleichzeitig stärkte diese Entwicklung jene Unternehmen, die wirtschaftlich solide aufgestellt waren. Die Startup Szene 2025 wurde dadurch weniger laut, aber stabiler in ihrer Substanz.

Startup Szene 2025 Erfolg jenseits von Unicorns

Auch ohne große Schlagzeilen war 2025 für viele Startups ein erfolgreiches Jahr. Unternehmen wuchsen organisch, festigten ihre Marktposition oder entwickelten sich zu verlässlichen Partnern für Mittelstand und Industrie.

Erfolg wurde neu definiert. Nicht jede Firma strebte nach symbolträchtigen Bewertungen oder internationaler Expansion. Stabilität, Kundenzufriedenheit und nachhaltige Entwicklung galten zunehmend als erstrebenswerte Ziele. Diese Verschiebung prägte das Selbstverständnis der Startup Szene 2025 nachhaltig.

Offene Fragen für Gründungen in Deutschland

Trotz der erkennbaren Reife blieben zentrale Herausforderungen bestehen. Der Zugang zu Kapital in frühen Phasen ist für viele Gründungen außerhalb großer Zentren weiterhin schwierig. Auch die Vielfalt in Teams und Führungspositionen entwickelt sich langsamer als erhofft.

Hinzu kommen regulatorische Anforderungen und komplexe Förderstrukturen, die junge Unternehmen ausbremsen. Diese Faktoren zeigen, dass Unternehmergeist allein nicht ausreicht, wenn strukturelle Rahmenbedingungen nicht Schritt halten.

Die Zukunft der Startup Szene nach 2025

Der Blick auf die Zukunft der Startup Szene ist vorsichtig optimistisch. 2025 hat gezeigt, dass Qualität vor Geschwindigkeit steht und dass nachhaltige Gründungen auf realistischen Annahmen basieren müssen.

Ob aus dieser neuen Nüchternheit dauerhaft stabile Unternehmen entstehen, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Klar ist jedoch, dass die Startup Szene aus 2025 mit mehr Erfahrung, größerer Klarheit und einem geschärften Blick auf die Zukunft hervorgeht.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – Vasyl

Warum Verkäufer öfter springen sollten statt abzuwarten

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Preiserhöhung im Verkauf Warum der Preis Mut brauchtOliver Schumacher Verkaufstrainer

Mut zur Preiserhöhung

In vielen Unternehmen gibt es diese eine Wahrheit, über die ungern gesprochen wird: Die Preise müssten längst rauf. Und zwar deutlich. Alle wissen es. Die Zahlen zeigen es. Die Kostenentwicklung sowieso. Trotzdem schieben viele Anbieter das Thema vor sich her. Erst ist der Kunde angeblich nicht bereit. Dann steht ein Projekt an. Dann scheint der Zeitpunkt unpassend. So rinnt Woche um Woche davon, und mit jeder Woche wächst der innere Druck. Denn die Erkenntnis ist ja da: Je länger die Erhöhung hinausgeschoben wird, desto unangenehmer wird das Gespräch.

Die eigentliche Bremse hat selten etwas mit Sachlichkeit zu tun. Es ist Angst. Angst vor Ärger. Angst vor Diskussionen. Angst, einen Kunden zu verlieren, den man nicht verlieren möchte. Darum wird aufgeschoben, geschoben, beruhigt. Man wartet auf den perfekten Moment. Doch der kommt nicht. Wer zu lange wartet, verliert nicht nur Marge, sondern auch ein Stück Selbstachtung. Denn am Ende geht es um die Frage: Steht der Vertriebsmitarbeiter zu seinem Wert, oder nicht?

Haltung zuerst Argumente danach

Wer über Preise sprechen will, braucht innere Klarheit. Ohne diese Klarheit wirkt jede Formulierung unsicher. Kunden merken das sofort. Man muss nicht erklären, man muss verstehen. Was genau hat sich verändert? Was ist heute besser? Welche Mehrwerte gab es im letzten Jahr, die der Kunde vielleicht gar nicht mehr bewusst wahrnimmt? Sobald diese Punkte für den Vertriebsmitarbeiter selbst klar sind, entsteht Ruhe. Und mit Ruhe kommt Souveränität.

Fakten wirken stärker als lange Reden

Viele Vertriebsmitarbeiter verlieren sich in endlosen Ausführungen. Sie möchten verständlich sein, werden aber dadurch schwerer. Kunden brauchen keine Vorlesung, sondern Orientierung. Kurze, ehrliche Sätze haben viel mehr Kraft. Zum Beispiel: „Unsere Kosten sind spürbar gestiegen. Wir haben Qualität und Leistung stabil gehalten. Darum brauchen wir eine Anpassung.“ Mehr braucht es oft nicht. Der Satz ist klar. Er ist nicht feindselig. Er sagt, was Sache ist. Fertig.

Information statt Entschuldigung

Viele Gespräche kippen schon im ersten Satz. „Ich muss Ihnen leider mitteilen …“ – und schon schrumpft der Vertriebsmitarbeiter vor sich selbst. Es klingt nach Bitte um Verständnis, nicht nach geschäftlicher Entscheidung. Eine andere Haltung entsteht, wenn die Botschaft neutral formuliert wird: „Ich informiere über unsere neuen Konditionen.“ Das ist weder hart noch weich. Es ist sachlich. Und danach: einen Moment warten. Aushalten. Der Kunde braucht diese Stille, um das Gehörte einzuordnen. Wer weiterredet, redet oft die eigene Aussage klein.

Wenn Einwände kommen

Einwände sind normal. Kein Kunde freut sich über höhere Preise. „Zu teuer.“ „Dann schaue ich mich woanders um.“ Gerade in diesen Momenten zeigt sich, wie stabil jemand steht. Kunden testen nicht aus Bosheit, sondern weil sie wissen wollen, ob der Vertriebsmitarbeiter selbst an die Erhöhung glaubt. Wenn das Fundament wackelt, bricht alles zusammen.

Ruhige, schlichte Antworten wirken in solchen Momenten am besten. „Ich verstehe, dass das eine Veränderung ist.“ oder „Wir geben nur weiter, was sich bei uns verändert hat.“ Kein Kampf. Kein Druck. Keine Verteidigung. Ein sachlicher Ton zeigt Verlässlichkeit. Und Verlässlichkeit ist oft wertvoller als ein Prozent Rabatt.

Die Angst vor dem großen Verlust

Fast jeder Vertriebler kennt diese innere Stimme. Sie sagt: „Wenn ich den Preis erhöhe, bin ich weg.“ Doch die Erfahrung zeigt etwas anderes. Die meisten Kunden bleiben. Nicht wegen der Höhe des Preises, sondern wegen der Zusammenarbeit. Weil Dinge funktionieren. Weil Vertrauen da ist. Wer nur Preis kauft, bleibt ohnehin nie lange. Wer Wert sieht, bleibt. Und wer sich fair behandelt fühlt, bleibt erst recht.

Nach der Preiserhöhung ist nicht Schluss

Viele atmen nach dem Gespräch auf, um dann erst einmal abzutauchen. Bloß keinen erneuten Kontakt. Bloß keine Reaktion abwarten. Doch gerade jetzt ist Präsenz wichtig. Wer sich nach einer Preiserhöhung zurückzieht, überlässt dem Kunden sein eigenes Kopfkino. Besser: aktiv bleiben. Kurz melden. Nutzen stiften. Zeigen, dass man die Zusammenarbeit nicht abgehakt sieht, sondern weiterhin ernst nimmt. Das stabilisiert die Beziehung.

Mut zur Preiserhöhung hat wenig mit Härte zu tun. Es ist eine Frage der inneren Haltung. Wer an seinen Wert glaubt, wirkt glaubwürdig. Wer glaubwürdig wirkt, findet Akzeptanz. Preissteigerungen sind Teil eines gesunden Geschäfts. Kunden akzeptieren das, wenn sie spüren: Hier spricht jemand, der weiß, was er tut. Und genau das trennt starke Verkäufer von jenen, die sich selbst zu klein machen.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Trade Republic erreicht 12,5 Milliarden Euro Bewertung

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Trade Republic erreicht 12,5 Milliarden Euro Bewertung

Trade Republic: Wie ein Berliner Fintech Europas Anlegerkultur neu definiert

Manchmal erzählt eine Zahl mehr als jede Pressemitteilung. 12,5 Milliarden Euro zum Beispiel. So hoch wird Trade Republic nach einer neuen Secondary-Transaktion bewertet. Und plötzlich wird klar: Hier geht es längst nicht mehr um eine schicke Trading-App für Millennials – sondern um nichts Geringeres als einen tiefgreifenden Wandel der europäischen Anlegerkultur.

Die Berliner Neobank hat in einer 1,2 Milliarden Euro schweren Secondary-Runde Anteile von Frühphaseninvestoren übernommen. Angeführt wurde die Transaktion von Founders Fund, flankiert von etablierten Tech-Investoren wie Sequoia, Accel, TCV und Thrive Capital. Neu an Bord sind globale Schwergewichte wie Wellington Management, GIC, Fidelity und Khosla Ventures – ergänzt durch Lingotto Innovation sowie Aglaé, die technologieorientierte Investmentfirma der Familie Arnault.

Ein Investorenkreis, der deutlich macht: Trade Republic ist im internationalen Finanz-Ökosystem angekommen – und wird dort sehr ernst genommen.

Ein Milliarden-Deal ohne Kapitalnot

Was diese Runde besonders macht, ist weniger ihre Größe als ihr Charakter. Trade Republic braucht das Kapital nicht. Das Unternehmen ist seit drei Jahren profitabel, wächst aus eigener Kraft und finanziert sich operativ selbst. Die aktuelle Transaktion ist eine klassische Secondary-Runde: Bestehende Investoren kaufen Anteile von frühen Geldgebern.

Für Startups gilt das als Zeichen von Reife – und als stilles Qualitätssiegel. „Diese Transaktion stärkt unsere langfristige Strategie, Europas führende digitale Sparplattform aufzubauen“, heißt es aus dem Unternehmen. Übersetzt: Trade Republic denkt nicht in Finanzierungszyklen, sondern in Dekaden.

Die neuen Investoren bringen vor allem eines mit: Geduld. Genau das passt zur Mission.

Vom Trading-Spielzeug zur Sparplattform für Millionen

Als Trade Republic 2019 an den Start ging, war das Versprechen bewusst niedrigschwellig: einfacher, günstiger Zugang zum Kapitalmarkt. Kein Filialbanking, keine komplizierten Produkte, keine versteckten Gebühren. Für viele junge Menschen war die App der erste Kontakt mit Aktien oder ETFs.

Sechs Jahre später ist aus diesem Einstieg ein Massenphänomen geworden.

Mehr als 10 Millionen Menschen nutzen inzwischen Trade Republic. 70 Prozent davon investieren erstmals überhaupt. Gemeinsam verwalten sie ein Vermögen von rund 150 Milliarden Euro – eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Für ein europäisches Fintech ist das eine neue Größenordnung.

Christian Hecker, Mitgründer und CEO, ordnet das selbstbewusst ein:

„Wir sind 2019 mit der Mission gestartet, dabei zu helfen, Europas Rentenlücke zu schließen. Heute ist diese Mission wichtiger denn je.“

Die Rentenlücke als unterschätzter Wachstumstreiber für Trade Republic

Was lange wie ein abstraktes Zukunftsproblem klang, wird zunehmend real. Europas Rentensysteme geraten unter Druck. Immer weniger Erwerbstätige müssen für immer mehr Ruheständler aufkommen. Die Folge: sinkende Rentenniveaus, steigende Beiträge – und ein wachsender Zwang zur privaten Vorsorge.

Genau hier setzt Trade Republic an. Die Plattform senkt Einstiegshürden, erklärt Finanzprodukte verständlich und macht Investieren alltagstauglich. Für viele Nutzer ist das der entscheidende Schritt weg vom Sparbuch – hin zu langfristigem Vermögensaufbau.

„Jeden Tag beginnen Tausende Menschen in ganz Europa mit Trade Republic Vermögen aufzubauen“, sagt Hecker. In den vergangenen 18 Monaten hat sich die Kundenbasis sogar verdoppelt. Das ist kein kurzfristiger Hype, sondern Ausdruck eines strukturellen Wandels.

Wachstum mit Substanz statt verbranntem Kapital

Während viele Fintechs jahrelang auf Wachstum um jeden Preis setzten, geht Trade Republic einen anderen Weg. Das Unternehmen wächst – profitabel. Seit dem Start verzeichnet es Jahr für Jahr steigende Nutzerzahlen, ohne massive Verluste zu schreiben.

Ein wichtiger Meilenstein war die Vollbanklizenz der Europäischen Zentralbank im Jahr 2023. Sie verschaffte regulatorische Tiefe, Vertrauen und neue strategische Spielräume.

Im laufenden Jahr 2025 weitete Trade Republic seine Präsenz massiv aus: Das Angebot wurde in Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden und Österreich lokalisiert. Gleichzeitig wuchs das Produktportfolio deutlich. Neben Aktien und ETFs kamen neue Anlageklassen hinzu – darunter Fixed Income, Private Markets, ein Crypto Wallet sowie ein Kinderdepot.

Die Botschaft ist klar: Trade Republic will nicht mehr nur Einstiegspunkt sein, sondern langfristige Finanzzentrale.

Warum jetzt bei Trade Republic die ganz großen Investoren einsteigen

Dass nun Investoren wie Wellington, GIC oder Fidelity zugreifen, ist kein Zufall. Diese Häuser verwalten Billionen und investieren bevorzugt in Geschäftsmodelle mit langfristigem Rückenwind. Trade Republic erfüllt genau dieses Profil: strukturelles Marktwachstum, regulatorische Tiefe, hohe Kundenbindung.

Die Bewertung von 12,5 Milliarden Euro spiegelt diese Perspektive wider. Sie basiert weniger auf kurzfristigen Kennzahlen als auf der Annahme, dass privates Investieren in Europa erst am Anfang steht.

Oder wie Hecker es formuliert:

„Der kulturelle Wandel hin zum privaten Investieren am Kapitalmarkt in Europa steht erst am Anfang – insbesondere, da Regierungen beginnen, Aktienbesitz als Teil der Altersvorsorge zu fördern.“

Mehr als ein Fintech – ein europäisches Projekt

Am Ende erzählt diese Finanzierungsrunde eine größere Geschichte. Sie handelt nicht nur von Bewertungen und Investoren, sondern von einem Kontinent im Umbruch. Von Menschen, die Verantwortung für ihre finanzielle Zukunft übernehmen müssen. Und von einem Unternehmen, das genau dafür die Infrastruktur baut.

Trade Republic ist längst mehr als ein Berliner Startup. Es ist ein europäisches Finanzprojekt – mit klarer Mission, wirtschaftlicher Reife und politischer Relevanz. Die 12,5 Milliarden Euro sind dabei weniger ein Ziel als ein Zwischenstand.

Die eigentliche Währung, die Trade Republic gerade einsammelt, ist Vertrauen. Und davon hat das Unternehmen inzwischen sehr viel.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – Trade Republic Bank GmbH

Wie kann aus digitaler Reichweite ein dauerhaft tragfähiges Geschäftsmodell entstehen?

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LikeTik Creator Reichweite als Geschäftsmodell? Deniz Seker Gründer LikeTik

LikeTik ist eine kostenlose Plattform und App, die den Verkauf über Creator vollständig automatisiert und Reichweite in einen planbaren Umsatzkanal übersetzt.

Wie würdest du LikeTik in wenigen Sätzen erklären und welche Rolle spielst du als Gründer Deniz Seker im Unternehmen?

LikeTik ist eine Plattform und kostenlose App, die die vollständige Automatisierung von Produktplatzierung und Verkauf für Creator und Influencer übernimmt. Unser Algorithmus stellt die Infrastruktur für planbaren Produktverkauf bereit, indem er passende Produkte automatisch mit der Reichweite der Creator verknüpft. Creator werden dadurch zu Verkäufern und Unternehmern, ohne sich um operative Prozesse kümmern zu müssen.

LikeTik übernimmt die komplette Abwicklung, von der Platzierung der Produkte im Shopsystem über Fulfillment bis hin zu Logistik und Abrechnung. Creator legen ihre Verkaufspreise selbst fest und konzentrieren sich weiterhin ausschließlich auf Content, während die LikeTik App diesen zusätzlichen wirtschaftlichen Zweig vollständig automatisiert betreibt.

Ich bin Gründer und Geschäftsführer von Axinity, dem Unternehmen hinter LikeTik. Meine Rolle ist die Übersetzung von Vision in ein funktionierendes, skalierbares Produkt, der Aufbau der technologischen Architektur sowie das Finden starker Partner und Unterstützer, die LikeTik langfristig tragen und beschleunigen.

Was war der persönliche Auslöser für die Gründung von LikeTik und wie haben dich frühe Erfolge und Rückschläge geprägt?

Ich war schon immer stark technikinteressiert, wollte aber nie eine KI entwickeln, die lediglich ein Buzzword innerhalb eines Unternehmens ist oder Teil einer kurzlebigen Blase bleibt. Mein Anspruch war es von Anfang an, Technologie zu bauen, die tatsächlich einen Markt verändert.

Meine Bachelorarbeit im Bereich KI im E-Commerce habe ich mit der Note 1,0 abgeschlossen. Mit heute 24 Jahren und rund acht Jahren praktischer Erfahrung im E-Commerce verfolge ich das klare Ziel, diesen Markt strukturell zu verändern. Genau dafür haben wir unsere KI entwickelt und sie in ein System eingebettet, das ihren echten Nutzen entfaltet: LikeTik.

Ich bin mehrfach gescheitert und wieder aufgestanden. Jeder Fehler hat mich stärker gemacht und mir gezeigt, wie entscheidend saubere Prozesse und nachhaltige Strukturen sind. Heute bin ich überzeugt, mit LikeTik ein hyperskalierendes Unicorn aufbauen zu können.

Welche Vision verfolgt LikeTik im Social Commerce und welche strukturelle Veränderung wollt ihr damit im Markt erreichen?

Wir automatisieren Absatz über Creator und machen aus Reichweite einen planbaren Verkaufskanal. Unser Algorithmus übernimmt die logische, ausgewertete Produktplatzierung anhand von Marktrelevanz und der tatsächlichen Eignung des jeweiligen Absatzkanals.

Jeder Creator wird dabei als eigenständiger Vertriebskanal gedacht. Produkte werden nicht zufällig beworben, sondern gezielt dort platziert, wo sie mit hoher Wahrscheinlichkeit funktionieren. Damit verschieben wir Social Commerce von einzelnen Aktionen hin zu einer dauerhaften, strukturierten Infrastruktur.

Wie funktioniert eure KI konkret im Hintergrund und warum macht sie klassisches Targeting und Werbekampagnen weitgehend überflüssig?

Unser Algorithmus analysiert Inhalte, Sprache, Interaktionen und Kaufreaktionen und ordnet diese den passenden Produkten zu. Statt klassischer Werbekampagnen gelangen Produkte direkt in die Shops der Creator, bei denen sie am sinnvollsten platziert sind.

Dieses System stellen wir Creatorn vollständig kostenlos zur Verfügung. Dadurch entfällt der klassische Werbedruck mit hohen Streuverlusten und wird durch einen effizienten, automatisierten Absatzkanal ersetzt.

An welche Zielgruppen richtet sich LikeTik heute und welches konkrete Problem löst ihr für Unternehmen und Creator?

LikeTik richtet sich an Creator, E-Commerce-Unternehmen und Agenturen. Wir erstellen keine Shops für diese Zielgruppen, sondern stellen ihnen die komplette Infrastruktur und das Produktsortiment für bestehende Shops bereit.

Creator erhalten ein vollständiges Monetarisierungssystem ohne Fixkosten und ohne operativen Aufwand. Zusätzlich ermöglichen wir es Creatorn, ohne Vorfinanzierung eigene Modemarken aufzubauen, über ein integriertes Print-on-Demand-Modul in Zusammenarbeit mit dem größten Anbieter Europas in diesem Bereich.

Agenturen erhalten eine skalierbare Plattform, um mehrere Creator gleichzeitig zu steuern und zu monetarisieren, ohne den sonst üblichen manuellen Aufwand.

Denzi Seker mit dem CarInfluencer Shmee150
Denzi Seker mit dem CarInfluencer Shmee150

Was bedeutet es für Influencer praktisch, über LikeTik ein komplettes Warenhaus ohne Vorfinanzierung und Logistik betreiben zu können?

Die Auswahl aus über 1,2 Millionen Produkten ist für Creator aufwendig und wenig effizient. Deshalb übernimmt unser Algorithmus eine conversion-optimierte Produktempfehlung aus unserem Sortiment und schlägt genau die Produkte vor, die für den jeweiligen Creator am sinnvollsten zu platzieren sind und mit hoher Wahrscheinlichkeit den höchsten Absatz erzielen.

Creator erhalten keinen festen Anteil, sondern legen ihren Verkaufspreis vollständig selbst fest. Die Marge bestimmen sie eigenständig. Der Einkaufspreis des Produkts wird erst nach dem Verkauf fällig, wodurch keinerlei Kapitalrisiko entsteht.

Worin unterscheidet sich LikeTik fundamental von bestehenden Influencer-Marketing- oder Social-Commerce-Modellen?

Durch diese Struktur ist LikeTik kein klassisches Influencer- oder Shop-Tool, sondern ein Betriebssystem für Creator und E-Commerce-Unternehmen. Die Plattform wird durch ihre Vorteile zu einer unerlässlichen Grundlage für effizienten Social Commerce, da sie Prozesse automatisiert, vereinfacht und skalierbar macht.

Welche Herausforderungen bringt es mit sich, ein neues Marktprinzip zu etablieren statt ein weiteres Tool zu bauen?

Die größte Herausforderung ist es zu vermitteln, dass LikeTik keine weitere Tool-Lösung ist, sondern eine neue infrastrukturelle Schicht. Zusätzlich erfordert dieser Ansatz höchste Anforderungen an Stabilität, Sicherheit und Verlässlichkeit. Genau darin liegt jedoch unsere langfristige Relevanz.

Welche Rolle spielt euer rund dreißigköpfiges Team und die Unterstützung durch erfahrene Executives?

Unser rund dreißigköpfiges Team vereint tiefe KI-, Backend- und Commerce-Expertise. Unterstützt werden wir von erfahrenen Executives aus großen Konzernen, die uns helfen, Skalierung, Governance und internationale Strukturen von Anfang an richtig aufzubauen.

Meine Aufgabe ist es, Technologie, Marktmechanik und Organisation so zu verbinden, dass aus Innovation ein dauerhaft tragfähiges Unternehmen entsteht.

Warum war es euch wichtig, LikeTik in Deutschland aufzubauen und europäisch zu denken?

Wir sind besonders in Deutschland sehr gut aufgestellt. Unser Produktangebot erfüllt hohe Qualitätsansprüche und ermöglicht kurze Lieferzeiten. Dadurch behalten wir aktuell die volle Kontrolle über Qualität, Zuverlässigkeit und Kundenzufriedenheit.

Unser Fokus liegt darauf, Lösungen für unsere Zielgruppe zu bauen, nicht auf unkontrolliertes Wachstum. Unser Anspruch ist ein hundertprozentig zufriedenstellendes Angebot, das die tatsächlichen Probleme des Marktes löst. Deshalb sind unsere Maßstäbe bei Produkten, Lieferzeiten und Verlässlichkeit bewusst sehr hoch, und diese Werte möchten wir nicht durch Übermut gefährden.

Wie sieht die nächste Entwicklungsstufe von LikeTik aus und in welche Richtung soll sich die Plattform weiterentwickeln?

Der Markt ist noch nicht vollständig automatisiert, und das Wertschöpfungspotenzial von Creatorn ist längst nicht ausgeschöpft. Unser Ziel ist es, Creator dabei zu unterstützen, dieses Potenzial zu heben, während ihre Hauptaufgabe weiterhin das Erstellen von Content bleibt.

LikeTik automatisiert sämtliche Monetarisierungsprozesse. Dadurch profitieren auch Unternehmen, da funktionierende Systeme effizienter sind als manuelle Abläufe. Agenturen reduzieren ihren operativen Aufwand erheblich und erhalten gleichzeitig klare KPIs mit echter Aussagekraft und minimalem Interpretationsspielraum.

Jeder Creator erhält über LikeTik einen individuellen KI-Assistenten, der ihn bei allen wirtschaftlichen Entscheidungen unterstützt.

Welche drei Ratschläge würdest du anderen Gründerinnen und Gründern geben, die einen Markt wirklich verändern wollen?

Erstens: System vor Story. Baue zuerst Prozesse und funktionierende Strukturen, dann erzähle die Vision.

Zweitens: Hole dir Menschen, die besser sind als du, und gib ihnen Verantwortung.

Drittens: Denke groß, liefere aber in kleinen, klaren Schritten.

Bildcredits @ privat

Wir bedanken uns bei Deniz Seker für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


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Warum scheitern so viele gute Ideen auf dem Weg in den Markt?

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HIGHEST Gründung und Transfer aus der Forschung Harald Holzer Fotocredit: HIGHEST/Benjamin Schenk

HIGHEST unterstützt Gründerinnen und Gründer dabei, wissenschaftliche Erkenntnisse frühzeitig in marktfähige Geschäftsmodelle und nachhaltige Unternehmen zu überführen

Wie wichtig ist aus Ihrer Sicht die enge Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft, um Innovationen in Deutschland zu fördern?

Sie ist zentral. Deutschland verfügt über exzellente Forschung – Innovation entsteht aber erst dann, wenn Wissen konsequent in Anwendungen, Produkte und Geschäftsmodelle überführt wird. Gerade bei Deep-Tech mit langen Entwicklungszyklen braucht es diese Verzahnung, um Relevanz zu sichern, Entwicklungszeiten zu verkürzen und Skalierung zu ermöglichen.

Welche Rolle spielt HIGHEST dabei, Forschungsergebnisse aus der TU Darmstadt in marktfähige Produkte und Geschäftsmodelle zu überführen?

HIGHEST versteht sich als Partner für Menschen. Wir kommen sehr früh mit potenziellen Gründerinnen und Gründern in Kontakt – oft bevor eine konkrete Idee oder ein Geschäftsmodell steht. In dieser Phase schärfen wir unternehmerisches Denken, prüfen Marktbedarfe und unterstützen beim Teamaufbau. Wenn Marktverständnis und Teamreife zusammenwachsen, entsteht die Grundlage für tragfähige Produkte und skalierbare Geschäftsmodelle.

Was motiviert Sie persönlich, sich für den Wissens- und Technologietransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft einzusetzen?

Wir wissen als Gesellschaft technologisch im Grunde alles – die Lösungen liegen auf dem Tisch. Was uns fehlt, ist der Mut und die Umsetzungskraft, daraus konsequent Unternehmen und neue Märkte zu schaffen. Als Mehrfachgründer habe ich erlebt, wie groß diese Lücke zwischen Wissen und Wirkung ist. Genau deshalb motiviert es mich, meine Erfahrung einzubringen und dabei zu helfen, Forschung in nachhaltige, international wettbewerbsfähige Unternehmen zu übersetzen.

Wie hat sich die Gründungs- und Innovationskultur an der TU Darmstadt in den vergangenen Jahren entwickelt?

Sie hat sich deutlich professionalisiert. Unternehmertum wird stärker als gleichwertige Option neben Wissenschaft und Industrie wahrgenommen. Durch den Ausbau von Partnerschaften und Kooperationen ist spürbar mehr Dynamik entstanden – mit Hochschulen, Industrie, Investoren und Initiativen wie Futury. Innovation wird dadurch weniger isoliert gedacht, sondern als gemeinschaftlicher Prozess im Ökosystem. Das erhöht Sichtbarkeit, Geschwindigkeit und Qualität von Gründungsvorhaben.

Was unterscheidet HIGHEST von anderen Gründungszentren in Deutschland?

Wir setzen bewusst sehr früh an. Während viele Angebote stark bei Businessplänen, Programmen oder Finanzierung starten, begleiten wir Menschen und Teams bereits vor der konkreten Gründungsidee. Statt standardisierter Formate arbeiten wir in dieser Phase individuell, passgenau und praxisnah – mit Fokus auf Team, Marktverständnis und unternehmerische Entwicklung. Kombiniert mit unserer Nähe zur TU Darmstadt und dem Schwerpunkt Deep Tech und Green Tech ergibt das einen Ansatz, der Gründungen nicht nur ermöglicht, sondern langfristig tragfähige Unternehmen aufbaut.

Welche Faktoren machen die Region Frankfurt-Rhein-Main/Neckar zu einem besonders attraktiven Standort für Deep-Tech- und Green-Tech-Startups?

Ein wesentlicher Faktor ist die Bündelung von Kräften. Mit der RheinMain Startup Factory FUTURY haben Hochschulen, Wirtschaft und Investoren Aktivitäten gebündelt, um Innovation in skalierbaren Strukturen voranzubringen. So entsteht eine kritische Masse an Talenten, Forschung und Partnern. Das beschleunigt den Weg von der Idee in den Markt – durch frühe Einbindung von Unternehmen, realistische Anwendungsfälle, Pilotprojekte und investierbare Spin-offs.

Wie unterstützt HIGHEST Gründerinnen und Gründer konkret auf ihrem Weg von der Idee zum erfolgreichen Unternehmen?

Wir begleiten Teams entlang der frühen und mittleren Phasen – mit Fokus auf die Menschen hinter der Idee. Konkret unterstützen wir bei der Schärfung von Problem- und Lösungsverständnis, bei Marktvalidierung und beim Aufbau eines performanten Gründerteams. Dazu kommen Beratung zu IP- und Transferfragen, Unterstützung beim Zugang zu Fördermitteln und Investoren sowie gezielte Vernetzung mit Industriepartnern und Pilotkunden. Ziel ist, Teams in die Lage zu versetzen, tragfähige und international wettbewerbsfähige Unternehmen aufzubauen.

Welche Rolle spielt das internationale Netzwerk von HIGHEST bei der Förderung von Innovationen?

Es ist ein wichtiger Beschleuniger. Über FUTURY und die europäische Hochschulallianz UNITE! ist HIGHEST in internationale Netzwerke eingebunden, die Forschung, Unternehmertum und Industrie verbinden. Das eröffnet Gründerinnen und Gründern Zugang zu Talenten, Märkten, Investoren und Partnern. Gerade Deep-Tech und Green-Tech müssen früh international gedacht und validiert werden.

Wie funktioniert das Modell „IP for Shares“ und welchen Mehrwert bietet es Startups und Forschenden?

In der Arbeit mit zahlreichen Start-ups sehen wir immer wieder, dass klassische IP-Transfermodelle für junge Unternehmen eine große Hürde darstellen. Lizenzgebühren oder IP-Käufe binden in einer sehr frühen Phase Liquidität und erschweren häufig den Zugang zu Investoren. Genau aus diesen Erfahrungen der Startups heraus wurde an der TU Darmstadt das Modell IP4Virtual Shares entwickelt: Das geistige Eigentum wird auf das Start-up übertragen, die Universität erhält im Gegenzug virtuelle Anteile. So liegt das IP vollständig im Unternehmen, es entstehen keine laufenden Zahlungen, und die Struktur bleibt investorenfähig. Gleichzeitig profitieren Universität und Forschende über eine faire Beteiligung am langfristigen Erfolg – ohne den Gründungsprozess auszubremsen.

Können Sie ein Beispiel nennen, bei dem HIGHEST eine wissenschaftliche Idee dabei unterstützt hat, in den Markt zu kommen?

Ein gutes Beispiel ist das Deep-Tech-Startup Illutherm, das aus der Forschung an der TU Darmstadt hervorgegangen ist und inzwischen offiziell mit dem TU-Darmstadt-Spin-off-Label ausgezeichnet wurde. Die zugrunde liegende Technologie basiert auf neuartigen keramischen Materialien mit hohem Potenzial für energieeffiziente Heiz- und Lichtanwendungen.
HIGHEST hat das Team bereits in einer sehr frühen Phase begleitet – noch vor einer formalen Gründung oder einem ausgearbeiteten Geschäftsmodell. Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der IP-Beratung und dem strukturierten Transfer der Forschungsergebnisse aus der Universität heraus.

Wie sehen Sie das Potenzial Deutschlands, im internationalen Vergleich mehr bahnbrechende Innovationen hervorzubringen?

Deutschland verfügt über exzellente Forschung und enormes Innovationspotenzial. Der Engpass liegt nicht im Wissen, sondern in der konsequenten Umsetzung. Dafür braucht es deutlich mehr Kapital für Gründungen sowie substanzielle, verlässliche Budgets für Transfer und Ausgründungen. Insbesondere Deep-Tech- und Green-Tech-Vorhaben benötigen längere Entwicklungszeiten und entsprechend ausgestattete Finanzierungsstrukturen.
Gleichzeitig müssen Wissenschaftseinrichtungen systematisch stärker auf Transfer und Xchange ausgerichtet werden. Das erfordert nicht nur kulturellen Wandel, sondern vor allem klare Priorisierung in der Mittelvergabe: Transfer darf kein Nebenprojekt sein, sondern muss mit eigenen Budgets, professionellen Strukturen und Entscheidungsspielräumen ausgestattet werden. Wenn Kapital, Budgets und Mut zu schnellen Entscheidungen zusammenkommen, hat Deutschland beste Voraussetzungen, international führende Technologieunternehmen hervorzubringen.

Welche Herausforderungen erleben Sie aktuell im Zusammenspiel von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik?

Eine zentrale Herausforderung ist aus meiner Sicht die fehlende Kompatibilität zwischen den Systemen. Wissenschaft, Wirtschaft und Politik verfolgen oft ähnliche Ziele, arbeiten jedoch mit unterschiedlichen Logiken, Zeitachsen und Instrumenten. Das zeigt sich besonders bei Förderprogrammen, die nicht ausreichend aufeinander abgestimmt sind und dadurch Brüche im Innovationsprozess erzeugen.
Für Gründungsteams bedeutet das hohen Koordinationsaufwand, lange Wartezeiten und Unsicherheit in entscheidenden Phasen. Gerade im Deep-Tech-Bereich, mit langen Entwicklungszyklen und hohem Kapitalbedarf, wirkt sich diese fehlende Kompatibilität besonders stark aus.
Was es braucht, sind klar verzahnte Förderpfade, schnellere Entscheidungen und eine stärkere strukturelle Verankerung von Transfer – inklusive eigener Budgets und echter Handlungsspielräume. Nur so kann aus exzellenter Forschung unternehmerische Wirkung entstehen.

Was wünschen Sie sich von der Politik, um den Innovationsstandort Deutschland langfristig zu stärken?

Klare Priorität für Innovation: weniger Bürokratie, schnellere Entscheidungen und bessere Bedingungen für Kapital und Skalierung – etwa durch stärkere Anreize für Wagniskapital und die Einbindung institutioneller Investoren. Dazu gehören verlässliche Rahmenbedingungen: digitale Infrastruktur, Fachkräftegewinnung und Räume, in denen neue Technologien regulierungssicher erprobt werden können.

Wie wird sich HIGHEST in den kommenden Jahren weiterentwickeln, um Gründerinnen, Forschende und Unternehmen noch besser zu vernetzen?

Wir fokussieren uns künftig noch stärker auf den Beginn der Startup Journey: Entrepreneurship früh sichtbar machen, Talente aus Wissenschaft und Studium aktivieren und Teams intensiv begleiten – oft noch bevor eine konkrete Idee steht. Parallel bauen wir den HIGHEST Company Builder im Deep-Tech-Bereich aus, um Teams in der frühen Phase strukturell und operativ noch stärker zu unterstützen.
Ab 2026 wird der Company Builder darüber hinaus auch die Möglichkeit haben, in ausgewählte Start-ups erste Investments zwischen 50.000 und 100.000 Euro zu tätigen. Damit stärken wir gezielt die frühe Phase und schließen eine zentrale Lücke zwischen Ideation, Gründung und Anschlussfinanzierung.

Welche Vision verfolgen Sie persönlich für die Zukunft von HIGHEST und den Innovationsstandort Deutschland?

Meine Vision ist, dass aus der TU Darmstadt regelmäßig neue Technologie-Champions entstehen – sichtbar, skalierbar und international wettbewerbsfähig. Gemeinsam mit FUTURY schaffen wir dafür die kritische Masse, um wissenschaftliche Innovationen nicht nur zu gründen, sondern erfolgreich zu skalieren.
Bis 2030 soll Gründen eine selbstverständliche Karriereoption sein, mit dem klaren Ziel: ein Startup pro Woche aus der TU Darmstadt.
HIGHEST fokussiert sich auf den Beginn der Startup Journey und den Aufbau unternehmerisch starker Teams, FUTURY übernimmt Skalierung, Kapital und Marktanschluss. So entsteht ein europäischer Leuchtturm für Deep-Tech-Innovation – regional verankert, global relevant.

Bild: Fotograf/ Bildcredits: @ Fotocredit: HIGHEST/Benjamin Schenk

Wir bedanken uns bei Harald Holzer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


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Technische Universität Darmstadt
HIGHEST – Innovations- und Gründungszentrum
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D-64283 Darmstadt

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: Harald Holzer

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Kann lokales Marketing heute wirklich einfach und skalierbar sein?

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Localyzer lokales Online-Marketing durch Automatisierung

Localyzer ist eine Softwareplattform für lokales Online-Marketing, mit der Unternehmen standortbasierte Werbekampagnen automatisiert, markenkonform und über mehrere digitale Kanäle hinweg steuern können.

Wie würden Sie Localyzer in wenigen Sätzen jemandem vorstellen, der das Unternehmen noch nicht kennt?

Localyzer ist die smarte Software-Lösung für lokales Online-Marketing. Unsere Plattform ermöglicht es Unternehmen, schnell und einfach personalisierte und markenkonforme Werbeanzeigen auf Kanälen wie Google, Facebook, Instagram, YouTube, ATV und vielen mehr zu schalten. Wir ermöglichen es Marken wie Vodafone, Canon, Mitsubishi oder Jeans Fritz, tausende standortbasierte Kampagnen automatisiert zu steuern. Bei Localyzer vereinfachen wir die sehr komplexe Welt des Online-Marketings für jeden, insbesondere für lokale Kund:innen – ohne Mindestbudgets und hohe Agenturkosten. Durch die Bereitstellung dieser Möglichkeit in Form einer benutzerfreundlichen Software haben unsere Kund:innen volle Transparenz und Kontrolle über ihre Aktivitäten.

Was hat Sie und Ihr Team dazu bewegt, Localyzer zu gründen – gab es einen bestimmten Moment oder Bedarf im Markt, der den Anstoß gegeben hat?

Auslöser waren der hohe Druck, unter dem Unternehmen mit lokalen Standorten aufgrund des E-Commerce und des „Innenstadtsterbens“ stehen, sowie die zunehmende Komplexität im Online-Marketing. Kleine Standortbudgets treffen auf immer mehr Kanäle, komplizierte Tools und Marketing-Fachjargon. Mit Localyzer lösen wir diese Komplexität für das Standortmarketing mit wenig Zeit und begrenztem Budget pro Standort. Wir ermöglichen Unternehmen mit vielen Standorten, personalisierte, markenkonforme Multi-Kanal-Kampagnen für alle Standorte mit einem einzigen Mausklick zu erzeugen. Ermöglicht wird dies durch Automatisierung und den zunehmenden Einsatz von KI.
Mit unserer neuen Marke Ctrl+A haben wir dieses Know-how auch in eine benutzerfreundliche All-in-one-SaaS-Lösung umgesetzt, die den gesamten Kampagnenprozess automatisiert. Sie ermöglicht es Kleinst-KMUs, Gründer:innen sowie Solo-Selbstständigen, maßgeschneiderte, automatisierte Kampagnen einfach und schnell zu erstellen und zu schalten.

Localyzer hilft Marken, lokale Online-Marketingkampagnen effizient umzusetzen. Was war die ursprüngliche Vision hinter dieser Idee, und wie hat sie sich seit der Gründung entwickelt?

Mit Localyzer haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, lokales Online-Marketing radikal zu vereinfachen. Mit wenigen Klicks kann man von der Idee zur standortbasierten Kampagne gelangen, und das unabhängig davon, ob ein Unternehmen zehn oder tausend Standorte hat. Gerade für Filialisten und mittelständische Unternehmen war es bisher kaum möglich, für jeden Standort individuelle, aber trotzdem skalierbare Kampagnen umzusetzen. Genau diese Lücke schließt Localyzer, indem wir hyperlokale, multikanalfähige Kampagnen zentral steuern, automatisieren und gleichzeitig pro Standort personalisieren.

Mit Ctrl+A entwickeln wir diese Idee konsequent weiter, aber für eine andere Zielgruppe: kleine Unternehmen, Soloselbstständige und Agenturen mit sehr begrenzten Ressourcen. Während Localyzer komplexe Marketingstrukturen im Mittelstand und größeren Organisationen bedient, übersetzt Ctrl+A dieselbe Logik in ein KI-basiertes All-in-one-Tool für den „Friseur um die Ecke“, den lokalen Shop oder die kleine Agentur. Unsere Vision dahinter: Online-Marketing soll für diese Zielgruppe so einfach sein wie das Schreiben einer E-Mail. Professionelle Kampagnen sollen ohne Fachwissen, ohne große Budgets und ohne Agentur möglich sein.

Welche Branchen oder Unternehmen profitieren besonders stark von Ihrer Plattform, und wie stellen Sie sicher, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse der Standorte berücksichtigt werden?

Zu den Kund:innen von Localyzer zählen vor allem Einzelhandels- und Franchiseketten, Banken, Automobilhersteller:innen und Handelsketten mit vielen Standorten. Jede Filiale erhält eigene Motive, Angebote und Botschaften, die automatisiert und selbstständig aus einer zentralen Schnittstelle bereitgestellt und bei Bedarf lokal angepasst werden können – etwa an regionale Preisaktionen, Services oder Zielgruppen. Zusätzlich richtet sich Ctrl+A ganz bewusst an kleine Betriebe, lokale Shops, Praxen und Agenturen, die oft vor der Frage stehen: Wie fange ich mit Online-Werbung überhaupt an und wie schaffe ich das ohne große Budgets und ohne eigene Marketingabteilung?

Wie gelingt es Ihnen, trotz Automatisierung die Individualität und Authentizität lokaler Kampagnen zu bewahren?

Wir automatisieren Prozesse, nicht die Persönlichkeit der Marke. Localyzer sorgt für die Skalierung, während die Inhalte pro Standort angepasst werden: andere Bilder, andere Preise, andere Aktionen. Die KI liest die Website aus, generiert individuelle Anzeigen und optimiert Budgets, bleibt dabei aber immer im definierten Markenrahmen. Gleichzeitig kann das zentrale Marketing im Unternehmen auf Templatebasis den Rahmen für Werbemittel festlegen. Diese werden dann durch unsere Software pro Standort an definierten Stellen personalisiert.

Was unterscheidet Localyzer Ihrer Meinung nach von anderen Marketingplattformen, die ebenfalls auf Lokalisierung setzen?

Wir sind kein generisches Marketing-Tool, sondern zu 100 Prozent auf lokales Online-Marketing spezialisiert. Localyzer kombiniert Massenkampagnen, Multi-Channel-Buchung und Standortpersonalisierung in einer einzigen Plattform. Ein Unternehmen mit hunderten Filialen kann damit beispielsweise eine Aktion in ganz Deutschland ausrollen und trotzdem jede Filiale mit eigenen Motiven, Preisen und Botschaften ausstatten. Alles wird zentral gesteuert, ist aber lokal relevant.
Viele andere Lösungen decken nur Teilbereiche ab, beispielsweise nur Social Ads, nur Feed-Management oder nur einen Kanal. Wettbewerber:innen bieten zwar einzelne Bausteine, jedoch keine durchgängige Systemlösung speziell für das lokale Marketing mit vielen Standorten.

Ctrl+A baut genau auf dieser Erfahrung auf, richtet sich aber an eine andere Zielgruppe. Hier übersetzen wir die Logik von Localyzer in ein KI-gesteuertes All-in-one-Tool für kleine Unternehmen, Selbstständige und Agenturen. Ein Friseursalon gibt seine Website ein. Die KI liest die Inhalte aus, erstellt Anzeigen, wählt Zielgruppen aus, verteilt das Budget und spielt die Kampagnen parallel auf Google, Facebook, Instagram, YouTube und Websites aus. Dass dieser Ansatz wirklich innovativ ist und nicht nur gut klingt, wurde sowohl durch die Forschungszulage als auch durch ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) bestätigt. Unsere Entwicklungsarbeit wurde 2024 und 2025 von den zuständigen Stellen geprüft und gefördert, auch für 2026+.

Welche technologischen oder organisatorischen Herausforderungen mussten Sie bisher überwinden, um die Plattform zu skalieren?

Technologisch war es eine Herausforderung, tausende Kampagnen gleichzeitig über verschiedene APIs stabil zu erstellen, zu optimieren und transparent auszuwerten. Hinzu kommt die Herausforderung, KI-Modelle so zu integrieren, dass sie echte Arbeit abnehmen, ohne die Nutzer:innen zu überfordern. Organisatorisch haben wir uns bewusst schlank aufgestellt. Jeder Beitrag zahlt direkt auf das Produkt ein, entweder in der Softwareentwicklung oder im Online-Marketing.

Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei Localyzer aus – eher datengetrieben oder kreativ geprägt?

Im Kern arbeiten bei uns zwei Profile zusammen: Softwareentwickler:innen und Online-Marketing-Expert:innen. Beide tragen direkt zur Wertschöpfung bei. Wir denken analytisch und strukturiert, testen konsequent und verbessern die Plattform Schritt für Schritt mit einer klaren MVP-Mentalität.
Gleichzeitig prägen unsere Werte den Alltag: Wir leben eine offene Fehlerkultur, erwarten Selbstständigkeit und rollenübergreifendes Denken. So verbinden wir datengetriebenes Arbeiten mit pragmatischer Kreativität – immer mit dem Ziel, lokales Online-Marketing für unsere Kund:innen einfacher und wirksamer zu machen.

Viele Startups kämpfen mit der Balance zwischen Wachstum und Markenidentität. Wie gelingt es Ihnen, beides in Einklang zu bringen?

Wir wachsen durch Fokus, nicht durch eine Sammlung von Features. Unser Kern ist das lokale Online-Marketing, sowohl bei Localyzer für Enterprise-Kund:innen als auch bei Ctrl+A für kleine Unternehmen. Unsere Werte sind Ehrlichkeit und Transparenz. Diese sind bewusst Teil des Produkts: klare Preise, kein Mindestbudget und eine nachvollziehbare Mechanik statt undurchsichtiger Marketingkomplexität.

Was sind die nächsten großen Ziele oder Entwicklungen, die Sie mit Localyzer anstreben?

Mit Localyzer wollen wir unsere Position als Technologieplattform für lokales Online-Marketing in der DACH-Region und darüber hinaus festigen und ausbauen. Ctrl+A soll sich parallel als Standardwerkzeug für kleine Unternehmen etablieren, die ohne Marketingabteilung professionell werben wollen. Unser Ziel ist es, dass niemand mehr sagt: „Online-Werbung ist für uns zu kompliziert.“

Einerseits gibt es den klaren Wandel von klassischer Handelswerbung hin zu messbaren, hyperlokalen Kampagnen über Suchmaschinen, soziale Medien, Videos und Display-Werbung – inklusive Retail Media und Addressable TV. Andererseits erleben wir den produktiven Einsatz von KI: weg von Buzzwords, hin zu Tools wie „Ctrl+A”, die tatsächlich Arbeit abnehmen und Prozesse automatisieren – von der Anzeigenerstellung bis zur Budgetverteilung. Das Ergebnis ist ein klarer ROI statt nur schöner Dashboards.

Wenn Sie drei Ratschläge an junge Gründerinnen und Gründer geben könnten, welche wären das?

Erstens: Baut für ein klares Problem und eine klare Zielgruppe, nicht für „alle“.
Zweitens: Holt euch echtes Feedback von echten Kunden, nicht nur von Pitch-Jurys.
Drittens: Nutzt Automatisierung und KI frühzeitig, aber nur dort, wo sie euren Kund:innen tatsächlich Zeit und Geld sparen.

Matthias Lange Bildcredits @ Localyzer

Wir bedanken uns bei Matthias Lange für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Localyzer

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Wie fair ist unser Rechtssystem wirklich im digitalen Alltag?

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Radarprotest® Bußgeldbescheid prüfen und Einspruch einlegen Founder Team Bild Anja & Marco Salmen

Was ist Radarprotest® und welche Idee stand am Anfang der Gründung?

Radarprotest® ist eine KI-basierte Legal-Tech-Plattform, die Menschen hilft, Bußgeldbescheide schnell, einfach und kostenlos prüfen zu lassen.
Die Grundidee entstand aus einer klaren Beobachtung: Viele Bescheide sind fehlerhaft, aber die wenigsten legen Einspruch ein – nicht aus Zustimmung, sondern aus Unsicherheit, Aufwand oder fehlendem Zugang zu rechtlicher Unterstützung.
Radarprotest® macht dieses Verfahren so leicht wie eine Online-Recherche:
Daten eingeben → KI prüft → Empfehlung erhalten → optional Einspruch einleiten.

Wer sind die Menschen hinter Radarprotest® und welche Erfahrungen bringen sie aus den Bereichen Recht und Technologie mit?

Hinter Radarprotest® steht ein Team aus Expertinnen und Experten aus Recht, Technologie und digitalem Produktdesign. Wir vereinen juristisches Know-how aus dem Verkehrsrecht mit jahrelanger Erfahrung im Aufbau automatisierter, datengestützter Systeme. Unser Team versteht sowohl die rechtliche Komplexität von Bußgeldbescheiden als auch die technologische Herausforderung, diese Prozesse intelligent und sicher zu automatisieren.

Welche Vision verfolgt Radarprotest® im Umgang mit Bußgeldbescheiden und rechtlicher Durchsetzung?

Unsere Vision ist es, rechtliche Durchsetzung radikal zu vereinfachen und für alle zugänglich zu machen. Wir glauben, dass digitalisierte, datenbasierte Verfahren fairer sind – für Betroffene, aber auch für die öffentliche Verwaltung. Langfristig soll Radarprotest® ein Ökosystem schaffen, in dem Menschen ihre Rechte mit wenigen Klicks durchsetzen können, statt sich überfordert oder allein gelassen zu fühlen.

An welche Zielgruppe richtet sich euer Angebot besonders und welche Probleme nehmt ihr den Nutzerinnen und Nutzern konkret ab?

Unsere Kernzielgruppe sind alle Verkehrsteilnehmenden, die einen Bußgeldbescheid erhalten – vom Pendler bis zum Fuhrparkbetreiber. Aber insbesondere die Personen, die existentiell auf Ihren Führerschein angewiesen sind. Radarprotest® nimmt ihnen vor allem drei Probleme ab:
Unsicherheit: „Lohnt sich Einspruch überhaupt?“
Zeit & Aufwand: Formulare, Fristen, Behördensprache.
Kostenrisiko: Die Prüfung ist kostenlos, der Einspruch digital und transparent.
Kurz gesagt: Wir bieten Klarheit, bevor Kosten oder unnötiger Aufwand entstehen.

Wie erleben Betroffene heute den Prozess rund um einen Bußgeldbescheid und wie verändert Radarprotest® diesen Ablauf?

Heute erleben Betroffene den Prozess als mühsam und intransparent: komplizierte Schreiben, juristische Fachsprache, unklare Erfolgsaussichten und die Frage, ob sich ein Einspruch überhaupt lohnt. Viele zahlen vorschnell, obwohl sich eine Prüfung in vielen Fällen lohnen könnte.
Radarprotest® verändert diesen Ablauf grundlegend. Wir digitalisieren die Ersteinschätzung, erklären jeden Schritt verständlich und ermöglichen mit wenigen Klicks den gesamten Einspruchsprozess – schnell, klar und ohne Bürokratie.
Ein wesentlicher Vorteil: Nutzerinnen und Nutzer müssen nicht erst selbst auf die Suche nach einer spezialisierten Kanzlei gehen. Radarprotest® stellt sofort einen erfahrenen Profi-Anwalt im Verkehrsrecht zur Seite – ohne Zusatzaufwand und ohne Unsicherheit, ob man die „richtige“ Anwaltswahl trifft. So wird aus einem stressigen Behördengang ein strukturierter, rechtssicherer und digitaler Prozess, der nur wenige Minuten dauert.

Was macht Radarprotest® im Vergleich zu klassischen Einspruchswegen oder Kanzleien besonders?

Radarprotest® verbindet die juristische Expertise einer Kanzlei mit der Effizienz moderner KI- und Automatisierungstechnologie.
Dadurch können wir:
Prüfungen in Sekunden durchführen
Kostenrisiken minimieren
die Erfolgswahrscheinlichkeit datenbasiert einschätzen
Abläufe intuitiv statt bürokratisch gestalten
Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das: schneller, transparenter, günstiger und zugänglicher als klassische Wege.

Welche Herausforderungen bringt der Einsatz von KI im rechtlichen Kontext mit sich und wie geht ihr damit um?

Wir arbeiten in einem sensiblen Bereich, in dem Zuverlässigkeit, Datenschutz und Transparenz höchste Priorität haben. Unsere KI unterstützt die Analyse, ersetzt aber kein rechtliches Urteil. Deshalb kombinieren wir automatisierte Prozesse mit juristischer Qualitätssicherung. Wir legen großen Wert auf:
nachvollziehbare Entscheidungen
verantwortungsvollen Umgang mit Daten
kontinuierliche Validierung der Modelle
KI ist bei uns ein Werkzeug – kein autonomer Entscheider.

Vertrauen spielt bei rechtlichen Themen eine große Rolle. Wie baut ihr dieses bei euren Nutzerinnen und Nutzern auf?

Durch Transparenz. Wir erklären klar, wie unsere Prüfung funktioniert, welche Daten wir nutzen und wie der Einspruchsprozess abläuft. Unser Service ist für Nutzer kostenlos, es gibt keine versteckten Kosten, keinen Risikoabzug, keine Abo-Fallen.
Außerdem arbeiten wir mit etablierten Rechtsdienstleistern und Kanzleien zusammen, was zusätzliche Sicherheit schafft.
Kurz: Wir machen den komplexen Prozess sichtbar und verständlich – Vertrauen entsteht aus Klarheit.

Welche Learnings habt ihr aus der bisherigen Entwicklung von Radarprotest® gezogen?

Die größte Erkenntnis: Menschen wollen ihre Rechte wahrnehmen – aber nur, wenn der Prozess barrierefrei und verständlich ist.
Ein weiteres Learning: Automatisierung beschleunigt juristische Abläufe enorm, aber sie muss sorgfältig und verantwortungsvoll implementiert werden.
Und: Nutzer schätzen Einfachheit mehr als alles andere. Gute Technologie ist die, die man kaum merkt – aber sofort spürt.

Wie soll sich Radarprotest® in den kommenden Jahren weiterentwickeln und wo seht ihr neue Anwendungsfelder?

Wir wollen Radarprotest® zur zentralen Plattform für digitale Rechtsdurchsetzung im Verkehrsbereich ausbauen – von Geschwindigkeitsverstößen bis zu komplexeren Verfahren.
Langfristig sehen wir Potenzial in weiteren Bereichen, in denen viele Menschen regelmäßig mit bürokratischen Verfahren konfrontiert sind: Unsere Vision: ein digitales Rechtsschutz-Ökosystem, das für alle zugänglich ist.

  1. Komplexes radikal vereinfachen.
    Erfolg hat, wer es schafft, juristische Abläufe auf Nutzerniveau herunterzubrechen.
  2. Technologie ist kein Selbstzweck.
    Sie muss echten Mehrwert bringen – Geschwindigkeit, Klarheit oder Zugang, nicht „Buzzwords“.
  3. Vertrauen zuerst.
    Gerade im rechtlichen Umfeld zählt Glaubwürdigkeit mehr als Features.
    Klare Kommunikation, Transparenz und Verantwortung sind entscheidend.

Bildcredits: @Radarprotest

Wir bedanken uns bei  Anja & Marco Salmen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Kann Unternehmertum heute schon mit 18 beginnen?

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Leonard Wolke CleverSmart Bricks eBay Titelbild: eBay Händler Awards 2025 Leonard Wolke CleverSmart Bricks Gründer des Jahres Bildcredits/Fotograf: © Patricia Kalisch

Im Interview erzählt Leonard Wolke, wie er bereits mit 18 Jahren unternehmerische Verantwortung übernommen hat, welche Rolle eBay beim Aufbau von CleverSmart Bricks spielt und warum Mut, Community und digitale Tools für ihn entscheidend sind.

Welche Bedeutung hat es für dich persönlich, dass du mit gerade einmal 18 Jahren zum „Gründer des Jahres“ ausgezeichnet wurdest – und zeigt das deiner Meinung nach eine Verschiebung im klassischen Bild von Unternehmertum?

Leonard Wolke: „Es ist eine riesige Ehre, als ‚Gründer des Jahres‘ von eBay mit einem Award ausgezeichnet zu werden! Für mich persönlich bedeutet das vor allem Anerkennung für die Arbeit, die ich in CleverSmart Bricks stecke – und es motiviert mich enorm, weiter Gas zu geben und mein Unternehmen professionell auszubauen. Gleichzeitig zeigt die Auszeichnung, dass sich das klassische Bild von Unternehmertum gerade stark verändert. Früher brauchte man viel Kapital, ein großes Netzwerk oder jahrelange Berufserfahrung. Heute zählt viel mehr die Idee, die Umsetzung und der Mut, einfach loszulegen. Alter ist da keine Eintrittsbarriere mehr. Dass jemand mit 18 ernst genommen und ausgezeichnet wird, macht deutlich, wie offen und digital die Gründungskultur geworden ist. Und ich hoffe, dass das auch andere junge Menschen ermutigt, ihre eigenen Projekte zu starten.“

Wie erklärst du dir deinen eigenen Mut und die Risikobereitschaft, schon in so jungem Alter unternehmerische Verantwortung zu übernehmen?

Leonard Wolke: „Ich glaube, mein Mut kam vor allem daher, dass ich am Anfang wirklich nichts zu verlieren hatte – nur die Chance, etwas dazu zu gewinnen. Hätte ich sofort hohe Summen investieren oder große Risiken eingehen müssen, wäre der Schritt sicherlich schwerer gewesen. Aber so konnte ich einfach anfangen und hatte das Gefühl, alles gut im Griff zu haben. Schon früh habe ich gemerkt, dass mir Verantwortung eher Sicherheit gibt, weil ich dann selbst entscheiden und Dinge aktiv gestalten kann. Ich habe nie versucht, alles perfekt zu planen, sondern bin bewusst den Weg des Ausprobierens gegangen: kleine Schritte, viel Lernen und schnelle Erfolgserlebnisse, die mich immer weiter motiviert haben.

Ein großer Faktor war auch die Unterstützung durch meine Community. Positive Rückmeldungen, Käuferbewertungen und direktes Feedback haben mir gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Das hat mein Selbstvertrauen enorm gestärkt und mir die Gewissheit gegeben, dass Unternehmertum auch in jungen Jahren funktionieren kann, wenn man dranbleibt und offen für Verbesserungen ist.“

Welche digitalen Werkzeuge und Plattformen waren für dich entscheidend, um CleverSmart Bricks aufzubauen? Welche Rolle spielt eBay dabei, Einstiegshürden für junge Gründer:innen zu senken?

Leonard Wolke: „Für mich war eBay von Anfang an die zentrale Plattform. Ich konnte dort sofort loslegen, ohne große Investitionen oder technisches Know-how zu brauchen. Wenn das Angebot stimmt, entsteht schnell Reichweite – und damit wächst automatisch auch die Kundschaft. Besonders hilfreich waren die integrierten Werkzeuge: das Verkäufer-Cockpit, die Auswertungen, die Bulk-Bearbeitung oder das KI-Tool für Artikelbeschreibungen. Damit konnte ich meine Abläufe von Anfang an professionell organisieren und meine Angebote schneller und hochwertiger einstellen. Ergänzend nutze ich digitale Hilfsmittel wie Text- und Titeloptimierungen über KI sowie Cloud-Lösungen für Buchhaltung und Automatisierung. Social Media setze ich gezielt ein, um zusätzliche Aufmerksamkeit zu erzeugen. Und trotz all der digitalen Unterstützung gehört natürlich auch Handarbeit dazu: Mein Vater hilft mir beim Packen und bringt die Pakete zur Post – ohne ihn wäre das alles deutlich schwieriger.“

Andreas Häntsch: „Genau darin liegt unsere Stärke: Wir nehmen jungen Gründerinnen viele Hürden ab, indem wir ihnen sofort Zugang zu Millionen potenzieller Käuferinnen ermöglichen und Tools an die Hand geben, die einen professionellen Auftritt erleichtern. Und mit Programmen wie unserem Durchstarter-Programm bieten wir zusätzliche Begleitung und Know-how. So können Gründer*innen wie Leonard nicht nur sehr schnell starten, sondern ihr Geschäft auch langfristig erfolgreich weiterentwickeln.“

Wie hat eBay konkret dazu beigetragen, dass CleverSmart Bricks so schnell Reichweite, Sichtbarkeit und Vertrauen aufbauen konnte?

Leonard Wolke: „eBay hat mir von Anfang an ermöglicht, als kompletter Newcomer sofort sichtbar zu werden – nicht nur für ein paar Interessierte, sondern für tausende potenzielle Käuferinnen. Dieser Vertrauensvorschuss war enorm wichtig. Durch die ersten Verkäufe und Bewertungen konnte ich sehr schnell Glaubwürdigkeit aufbauen, was mein Wachstum deutlich beschleunigt hat.
Die integrierten Verkäufer-Tools haben mir außerdem geholfen, meine Abläufe zu professionalisieren und mein Angebot zu erweitern, ohne direkt ein großes Team aufbauen zu müssen. Besonders die Möglichkeit, unkompliziert an Kundinnen im Ausland zu verkaufen, hat meinem Shop zusätzliche Reichweite verschafft, die ich allein niemals hätte erzielen können.
Seit meiner Teilnahme am eBay Durchstarter-Programm bekomme ich nun auch strategische Begleitung: Austausch, Tipps, fachliche Unterstützung – all das hilft mir, CleverSmart Bricks Stück für Stück noch professioneller und nachhaltiger weiterzuentwickeln.“

Was unterscheidet die Herangehensweise eines Gen-Z-Gründers wie Leonard Wolke von traditionellen Gründungswegen früherer Generationen?

Andreas Häntsch: “Gen-Z-Gründerinnen wie Leonard gehen Unternehmertum spürbar anders an als frühere Generationen. Während traditionelle Gründungen oft von Businessplänen, Netzwerken und Bankfinanzierungen bestimmt waren, bieten sich der Gen Z heute niedrigere Einstiegshürden und vielfältige digitale Möglichkeiten. Ein Business einfach auszuprobieren wird dadurch realistisch – „Be Bold“ und „Learning by Doing“ prägen ihre Gründermentalität. Im Alltag nutzen sie digitale Tools ganz selbstverständlich, schließlich sind sie damit aufgewachsen: von KI-gestützten Anwendungen bis zu Cloud-Lösungen. Sie denken stärker in Communities statt in Hierarchien, und Werte wie Nachhaltigkeit, Transparenz und gesellschaftlicher Impact sind für sie ebenso entscheidend wie wirtschaftlicher Erfolg. Das macht ihre Herangehensweise schneller, pragmatischer und zugleich werteorientierter. Genau hier setzt eBay an – mit niedrigschwelligen Einstiegsmöglichkeiten, großer Reichweite und Programmen, die junge Gründerinnen gezielt unterstützen.”

Andreas Häntsch, Senior Director Seller Engagement, eBay Deutschland
Andreas Häntsch, Senior Director Seller Engagement, eBay Deutschland

Welche Rolle spielt Community Building bei einem Nischenprodukt wie LEGO Sammlerartikeln – und wie hast du es geschafft, eine so hohe Bewertungsquote zu erzielen?

Leonard Wolke: „LEGO-Sammlerinnen sind extrem detailverliebt – und gerade deshalb spielt Vertrauen eine riesige Rolle. Wer seltene Steine oder Sets kauft, will sicher sein, dass Zustand, Vollständigkeit und Beschreibung wirklich stimmen. Deshalb lege ich viel Wert auf absolute Transparenz: Jede Bestellung wird sauber verpackt, klar beschrieben und Rückfragen beantworte ich so schnell wie möglich. Durch diese Verlässlichkeit entsteht mit der Zeit eine richtige Gemeinschaft rund um den Shop. Viele Kundinnen kommen wieder, empfehlen mich weiter oder schreiben Bewertungen, weil sie merken, dass ihnen jemand auf Augenhöhe begegnet. Meine hohe Bewertungsquote ist im Grunde das Ergebnis dieser Haltung: ehrlicher Service, faire Preise und ein respektvoller Umgang. So entsteht eine Community – nicht durch große Marketingaktionen, sondern durch konsequente Qualität und Vertrauen.“

Welche Programme bietet eBay generell für junge Gründer:innen?

Andreas Häntsch: „Mit dem Durchstarter-Programm unterstützen wir junge Gründerinnen gezielt – von individueller Beratung über Shop-Optimierung bis hin zu Best Practices. Dabei erhalten Gründerinnen von uns über vier Monate persönliche Beratung und einige weitere Vorteile. So schaffen wir ein Umfeld, in dem auch junge Unternehmer*innen schnell und nachhaltig wachsen können.“

Viele junge Unternehmer denken „Impact first“. Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung im eBay-Ökosystem – und wie unterstützt ihr Gründer:innen dabei?

Andreas Häntsch: „Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Trend für uns – sie gehört seit der ersten Stunde zur DNA von eBay. Wir sind als Second-Hand-Marktplatz gestartet und stehen seit jeher dafür, Produkten ein längeres Leben zu geben. Millionen Artikel, die sonst ungenutzt geblieben wären, finden bei uns neue Besitzerinnen. Das ist gelebte Kreislaufwirtschaft, und zwar im großen Maßstab. Gerade für junge Unternehmerinnen, die ‚Impact first‘ denken, ist das ein ideales Umfeld: Sie können nachhaltige Geschäftsmodelle sofort sichtbar machen, ohne große Einstiegshürden oder hohe Vorabinvestitionen. Unser Ziel ist es, ihnen nicht nur Reichweite zu geben, sondern eine Plattform, auf der verantwortungsvolles Wirtschaften von Anfang an selbstverständlich ist.“

Wie siehst du die Zukunft deines Unternehmens und welche nächsten Schritte planst du, um CleverSmart Bricks weiterzuentwickeln?

Leonard Wolke: „Für die Zukunft von CleverSmart Bricks habe ich klare Ziele: Ich möchte mein Sortiment im LEGO-Bereich weiter ausbauen – von Minifiguren über Sets bis hin zu Zubehör. Gleichzeitig arbeite ich daran, eine eigene Marke mit Wiedererkennungswert aufzubauen. Ein wichtiger Schritt wird auch die stärkere Automatisierung und effizientere Prozesse sein, damit ich noch professioneller arbeiten kann. Wenn das Wachstum anhält, plane ich, die ersten Mitarbeiter einzustellen. Dabei bleibt mein Fokus unverändert: höchste Qualität, eine starke Community und faire Preise.“

Andreas Häntsch: “Bei der Gen Z beobachten wir derzeit eine ganz eigene Dynamik im Onlinehandel. Ihr Konsumverhalten ist stark von Werten geprägt: Nachhaltigkeit, Transparenz und gesellschaftliche Verantwortung stehen für sie im Mittelpunkt. Der Kauf gebrauchter oder generalüberholter Produkte ist für diese Generation völlig selbstverständlich. Gleichzeitig erwarten junge Käuferinnen eine Form der personalisierten Ansprache, die ihre Privatsphäre respektiert. Sie wünschen sich relevante Angebote, möchten aber genau wissen, welche Daten sie dafür teilen – und behalten jederzeit die Möglichkeit, dem zu widersprechen. Dadurch gewinnen selbst bereitgestellte Angaben sowie eine offene, klar verständliche Kommunikation an Bedeutung.

Auch auf Seiten der Gründenden zeigt sich ein ausgeprägter Innovationsgeist. Viele junge Unternehmerinnen starten früh, pragmatisch und digital – oft mit kleinen Projekten, die sie zügig weiterentwickeln. Händlerinnen können von diesem Ansatz viel mitnehmen: den Mut, Neues auszuprobieren, den Aufbau echter Gemeinschaften rund um ihre Marke und die Fähigkeit, Werte wie Nachhaltigkeit und Fairness von Anfang an fest im Geschäftsmodell zu verankern. eBay unterstützt junge Gründerinnen dabei ganz konkret – etwa mit eigenen Starter-Events oder Formaten wie dem eBay for Business Discord Channel, der Raum für Austausch, Vernetzung und praxisnahes Lernen bietet.”

Welche Empfehlung würdest du anderen Jugendlichen geben, die überlegen zu gründen, sich aber noch nicht trauen?

Leonard Wolke: „Mein wichtigster Rat ist: einfach anfangen und nicht warten, bis alles perfekt ist. Startet mit einem kleinen, risikoarmen Projekt und nutzt Plattformen wie eBay, statt große Investitionen zu machen. So könnt ihr schnell lernen, viel ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Verantwortung solltet ihr nicht als Risiko sehen, sondern als Chance. Und ganz wichtig: Fehler gehören dazu – sie sind Teil des Prozesses und helfen euch, besser zu werden.“

Titelbild: eBay Händler Awards 2025 Leonard Wolke CleverSmart Bricks Gründer des Jahres Bildcredits/Fotograf: © Patricia Kalisch www.patriciakalisch.de

Wir bedanken uns bei Leonard Wolke und Andreas Häntsch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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