Défi $2 Monde will mit einer freiwilligen Zahlung von zwei US-Dollar pro Teilnehmer testen, wie weit sich eine transparente globale Challenge verbreiten kann.
Michael, kannst du Défi $2 Monde kurz vorstellen und erklären, welche Idee hinter der weltweiten Challenge steckt?
Défi $2 Monde ist ein bewusst einfaches globales Experiment: Kann eine sehr große Zahl von Menschen freiwillig an derselben transparenten Challenge teilnehmen? Die Regel lautet: eine Person, eine freiwillige Zahlung von 2 US-Dollar, eine verifizierte Teilnahme. Kein Abonnement, keine versteckten wiederkehrenden Kosten. Entscheidend ist nicht nur das eingesammelte Geld, sondern die Zahl der tatsächlich verifizierten, einzigartigen Teilnehmer.
Wie bist du auf die Idee gekommen, Menschen weltweit mit einer freiwilligen Zahlung von jeweils 2 US-Dollar zusammenzubringen?
Mich interessiert die Frage, wie weit sich eine extrem einfache Idee verbreiten kann, wenn die Einstiegshürde sehr niedrig ist und jeder sofort versteht, worum es geht. Statt ein kompliziertes Produkt zu erklären, wollte ich eine einzige klare Handlung testen: freiwillig 2 Dollar beitragen und damit als verifizierter Teilnehmer zählen.
Warum hast du dich ausgerechnet für 2 US-Dollar entschieden und welche Bedeutung hat dieser Betrag für das Konzept?
Zwei Dollar sind absichtlich ein kleiner, leicht verständlicher Betrag. Er ist groß genug, damit eine Zahlung eine bewusste Teilnahme darstellt, aber klein genug, damit das Experiment nicht auf einem hohen Kaufpreis basiert. Die 2 Dollar sind deshalb Teil der Mechanik des Experiments und nicht nur ein Preis.
Dein Ziel ist, bis zum 1. Januar 2027 insgesamt 51 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung zur Teilnahme zu bewegen. Warum hast du diese außergewöhnlich hohe Marke gewählt?
Weil das Ziel bewusst extrem sein soll. 51 Prozent bedeutet, dass eine Mehrheit erreicht werden müsste. Ich behaupte nicht, dass dieses Ziel erreicht wird. Gerade diese Unsicherheit ist Teil des Experiments. Der Erfolg darf nicht nach Reichweite oder theoretischen Kontakten behauptet werden: Für das 51-Prozent-Ziel zählen ausschließlich verifizierte einzigartige Teilnehmer.
Was passiert mit den eingenommenen 2 US-Dollar pro Teilnahme und wie transparent können Teilnehmer nachvollziehen, wofür die Gelder verwendet werden?
Die Zahlung ist eine Teilnahme am Projekt und keine versteckte Subscription. Einnahmen und Teilnehmerzahl werden getrennt betrachtet: Zwei Dollar Umsatz allein bedeuten nicht, dass das globale Ziel erreicht ist. Das Projekt soll seine Regeln, den verifizierten Teilnehmerzähler und die tatsächlich bestätigten Einnahmen klar voneinander ausweisen. Mittel können für Betrieb, technische Infrastruktur, Sicherheit und internationale Weiterentwicklung des Projekts eingesetzt werden. Es werden keine zusätzlichen oder wiederkehrenden Abbuchungen ohne ausdrückliche Zustimmung vorgenommen.
Wie stellst du technisch sicher, dass hinter jeder gezählten Teilnahme tatsächlich eine bestätigte Zahlung steht und der öffentliche Zähler nicht manipuliert werden kann?
Die Grundregel ist strikt: Der öffentliche Teilnehmerzähler darf nur nach einer bestätigten Zahlung steigen. Eine bloße Seitenansicht, ein Klick oder ein Zahlungsversuch zählt nicht. Zusätzlich muss verhindert werden, dass dieselbe Person mehrfach als neue Teilnahme gezählt wird. Deshalb trennen wir Reichweite, Antworten, bestätigte Zahlungen und verifizierte einzigartige Teilnehmer als unterschiedliche Kennzahlen.
Défi $2 Monde soll international funktionieren. Welche Herausforderungen entstehen durch unterschiedliche Währungen, Zahlungsmethoden und rechtliche Rahmenbedingungen?
Genau darin liegt eine der größten Herausforderungen. Zwei US-Dollar sind einfach zu erklären, aber Zahlungsanbieter, lokale Währungen, Gebühren, Datenschutz, Verbraucherschutz und rechtliche Anforderungen unterscheiden sich von Land zu Land. Deshalb soll die Expansion schrittweise erfolgen und keine technische oder rechtliche Möglichkeit behauptet werden, bevor sie tatsächlich verfügbar ist.
Bei der Verbreitung setzt du auch auf KI-gestützte Recherche und mehrsprachige Ansprache. Wie genau nutzt du Künstliche Intelligenz für das Projekt?
KI hilft bei Recherche, Übersetzung, internationaler Medienansprache, Strukturierung von Rückmeldungen und der Analyse, welche Regionen und Sprachen noch nicht ausreichend erreicht werden. Sie ersetzt aber keine menschliche Zustimmung und keine Zahlung. Ein KI-System darf niemals einen Teilnehmer erfinden oder einen nicht bestätigten Vorgang als Erfolg zählen.
Bei einem globalen Projekt, bei dem Geld eingesammelt wird, spielt Vertrauen eine wichtige Rolle. Wie möchtest du dieses Vertrauen aufbauen und mögliche Zweifel an der Seriosität ausräumen?
Durch überprüfbare Regeln und bewusst konservative Kennzahlen. Eine Antwort ist keine Zusage, eine Zusage ist keine Zahlung und eine Zahlung ist erst dann ein Teilnehmer, wenn sie bestätigt und als einzigartige Teilnahme verifiziert ist. Außerdem gibt es kein Abo und keine versteckte wiederkehrende Gebühr. Wenn eine Kennzahl null ist, muss sie auch als null veröffentlicht werden.
Welche Strategie verfolgst du, damit aus den ersten Teilnehmern tatsächlich eine internationale Bewegung entsteht?
Die Strategie kombiniert direkte internationale Medienansprache, mehrsprachige Kommunikation und freiwilliges Teilen von Mensch zu Mensch. Statt sofort Geld für Werbung auszugeben, teste ich zunächst, ob die Idee organisch Interesse erzeugt. Genau deshalb ist auch ein Interview wie dieses interessant: Es zeigt, ob Menschen die Idee verstehen, diskutieren und freiwillig weitertragen.
Du sagst selbst, dass das Ziel bewusst extrem gewählt ist und möglicherweise nicht erreicht wird. Wann wäre Défi $2 Monde für dich trotzdem ein Erfolg?
Wenn das Experiment belastbare Erkenntnisse darüber liefert, wie weit eine einfache globale Idee mit transparenter Messung und freiwilliger Beteiligung tatsächlich kommen kann. Das 51-Prozent-Ziel bleibt dabei binär: Entweder die erforderliche Zahl verifizierter einzigartiger Teilnehmer wird bis zum Stichtag erreicht oder nicht. Ein kleineres Ergebnis würde ich nicht nachträglich als Erreichen dieses Ziels umdeuten.
Welche drei Tipps würdest du Gründerinnen und Gründern geben, die eine ungewöhnliche Idee verfolgen und noch nicht wissen können, ob sie tatsächlich funktioniert?
Erstens: Testet die Realität so früh wie möglich und unterscheidet Interesse von echten Ergebnissen. Zweitens: Macht eure Regeln so klar, dass auch ein negatives Ergebnis glaubwürdig bleibt. Drittens: Beginnt mit den Ressourcen, die ihr tatsächlich habt, statt Fortschritt vorzutäuschen, den es noch nicht gibt.
Bildrechte: privat / Michael Miroulet
Wir bedanken uns bei Michael Miroulet für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
Das Wichtigste in Kürze: Bevor ein kleines Team Toner nachbestellt, lohnt ein Blick auf vier Punkte.
Bezugsquelle: Spezialisierte deutsche Fachhändler führen Original- und kompatible Toner, liefern schnell und sichern den Kauf über Garantie und Rückgaberecht ab.
Preis pro Seite: Nicht der Kartuschenpreis zählt, sondern der Preis pro gedruckter Seite — geprüfte kompatible Toner liegen hier oft unter der Hälfte des Originals.
Garantie-Rechtslage: Die Garantie erlischt durch kompatible Toner nicht automatisch; der Hersteller müsste nachweisen, dass die Kartusche einen Schaden verursacht hat. Die gesetzliche Gewährleistung bleibt ohnehin bestehen.
Firmware-Thema: Bei HP-Geräten mit Dynamic Security können Firmware-Updates zuvor funktionierende kompatible Kartuschen sperren. Je nach Modell können deaktivierte automatische Updates oder kompatible Kartuschen, die ausdrücklich für den vorhandenen Firmwarestand geeignet sind, helfen.
Warum ist Toner beim Originalhersteller so teuer?
Toner ist das Verbrauchsmaterial des Laserdruckers: ein feines Pulver aus Pigment und Kunststoff, das erhitzt auf das Papier aufgebracht wird. Wer einmal nachrechnet, was der Inhalt einer Kartusche im Verhältnis zum Gerät kostet, staunt — und genau dahinter steckt ein bewusstes Geschäftsmodell.
Das Geschäftsmodell hinter günstigen Druckern
Viele Laserdrucker werden nahe am Selbstkostenpreis verkauft, teils sogar darunter. Das Gerät ist der Türöffner; das eigentliche Geschäft läuft über die Verbrauchsmaterialien — ähnlich wie bei Rasierer und Klinge. Das einmalige Investment ist klein, die laufenden Käufe tragen den Ertrag. Aus Herstellersicht ist das legitim, für Käufer bedeutet es aber, dass ein vermeintlich günstiger Drucker über die Jahre ein Vielfaches seines Kaufpreises an Toner verschlingt.
Warum der Anschaffungspreis des Druckers wenig über die Kosten aussagt
Ein Gerät für 120 Euro kann über drei Jahre Betriebskosten von mehreren hundert Euro verursachen; ein teureres Modell mit günstigen Kartuschen dagegen deutlich weniger. Für die Beschaffung zählt deshalb der Preis pro gedruckter Seite, nicht der Preis auf dem Karton. Wer diesen Wert für das eigene Druckvolumen berechnet, trifft fast immer die bessere Entscheidung.
Wo bekommt man günstige Toner für den Laserdrucker?
Spezialisierte Online-Fachhändler sind für kleine Teams meist die beste Adresse: Sie führen Originalware und geprüfte kompatible Alternativen, liefern schnell und geben lange Garantien. Ein Beispiel ist der deutsche Händler Druckerpatronen.de, dessen Sortiment Original- und kompatible Ware für über ein Dutzend Druckermarken abdeckt — von HP über Brother und Canon bis zu Kyocera, Epson, Lexmark oder OKI, jeweils als Kompatibilitätsangabe zum eigenen Gerät. Wer günstige Toner für den Laserdrucker sucht, findet dort beide Welten in einem Shop und kann pro Kartusche frei zwischen Original und Alternative wählen.
Marktplätze punkten mit Auswahl, machen die Qualitätskontrolle aber schwerer, weil Händler und Ware stark variieren. Der Bürobedarf-Großhandel liefert bequem mit der nächsten Materialbestellung, ist bei Tonern aber selten die günstigste Option. Für den regulären Toner-Einkauf spricht daher vieles für den Fachhandel mit klarem Qualitätsversprechen.
Fachhändler, Marktplatz oder Bürobedarf-Großhandel — die Bezugswege im Überblick
Vier spezialisierte Anbieter stehen stellvertretend für den Online-Fachhandel. Entscheidend sind nicht nur die Preise, sondern auch Garantiedauer, Rückgabemöglichkeiten, Zahlungsarten und die Breite der Bewertungsbasis.
Bezugsquellen für Toner und Druckerpatronen im Vergleich
Anbieter
Preis-/Ersparnisangabe bei Alternativprodukten
Garantiedauer
Rückgabefrist
Zahlung auf Rechnung
Bewertungsbasis
Gesamteindruck
Druckerpatronen.de
Bis zu 95 % Ersparnis gegenüber Originalprodukten
3 Jahre auf alle Produkte
Bis zu 30 Tage
Ja, bereits ab der ersten Bestellung
Mehr als 84.000 ausgewiesene Kundenbewertungen
Starkes Gesamtpaket aus hoher beworbener Ersparnis, langer Garantie und unkompliziertem Rechnungskauf
TonerPartner.de
Bis zu 80 % Ersparnis laut Anbieterangaben
3 Jahre
14-tägiges Widerrufsrecht für Verbraucher
Ja
Rund 52.000 Bewertungen bei Trusted Shops
Etablierter Fachhändler mit breitem Sortiment und großer unabhängiger Bewertungsbasis
Prindo
Je nach Produkt unterschiedlich; bei einzelnen kompatiblen Tonerlinien werden bis zu 70 % Ersparnis beworben
5 Jahre auf Prindo-Produkte
60 Tage Rückgaberecht
Ja, vorbehaltlich Identitäts- und Bonitätsprüfung; bei Neukunden kann die Zahlungsart abgelehnt werden
Rund 55.000 Bewertungen bei Trusted Shops
Besonders stark bei Garantie und Rückgabefrist der eigenen Alternativprodukte
tintenmarkt.de
Je nach Produktlinie unterschiedlich; beim Klima-Toner werden bis zu 60 % gegenüber neuen Originalprodukten genannt
Produktabhängig; beispielsweise 3 Jahre beim Klima-Toner
14-tägiges Widerrufsrecht für Verbraucher; darüber hinaus sieht der Shop unter bestimmten Voraussetzungen eine Kulanzrücknahme vor
Ja; bei Firmen und Selbstständigen nach Legitimation und positiver Bonitätsprüfung
Rund 34.000 Bewertungen bei Trusted Shops
Etablierter Anbieter mit Original-, kompatiblen und wiederaufbereiteten Produkten
Hinweis: Preisvorteile beziehen sich auf Eigenangaben der jeweiligen Anbieter und gelten nicht zwangsläufig für das gesamte Sortiment. Garantie- und Rückgabebedingungen können ebenfalls von Produktlinie und Kundengruppe abhängen.
Im Gesamteindruck setzt sich Druckerpatronen.de durch: Drei Jahre Garantie auf alle Produkte, Kauf auf Rechnung ab der ersten Bestellung, bis zu 30 Tage Rückgaberecht und mehr als 84.000 Kundenbewertungen ergeben ein ausgewogenes Gesamtpaket. Erwähnenswert sind auch die vereinzelt starken Kategorien bei Prindo mit 5 Jahren Garantie auf die eigenen Alternativprodukte und 60 Tage Rückgaberecht.
Über alle betrachteten Kriterien hinweg überzeugt Druckerpatronen.de durch die Kombination aus hoher beworbener Ersparnis, einheitlicher Garantie, unkompliziertem Rechnungskauf und breiter Bewertungsbasis. Beim reinen Kartuschenpreis liegen die vier Anbieter im Alltag oft nah beieinander.
Sind kompatible Toner wirklich gut genug fürs Büro?
Geprüfte kompatible Ware liefert eine hohe Qualität bei deutlich niedrigerem Preis. Identisch mit dem Original ist sie nicht — für typische Bürodokumente ist der Unterschied im Alltag jedoch kaum sichtbar. Entscheidend ist, dass der Händler die Qualität prüft und dafür einsteht.
Wie Reichweite gemessen wird: ISO/IEC 19752 für Toner, ISO/IEC 24711 für Tinte
Für den Vergleich von Reichweiten gibt es standardisierte Messverfahren. Die ISO/IEC 19752 legt fest, wie die Seitenreichweite von Tonerkartuschen für monochrome elektrofotografische Drucksysteme unter definierten Bedingungen ermittelt wird. Für Tintenpatronen in Farbtintenstrahldruckern dient die ISO/IEC 24711 als entsprechendes Verfahren. Hersteller wie Brother erläutern die Ermittlung ihrer Tonerreichweiten zusätzlich in einer Erklärung zur Seitenreichweite nach ISO/IEC 19752.
Angaben wie „2.500 Seiten“ lassen sich vor allem dann sinnvoll gegenüberstellen, wenn sie auf demselben standardisierten Messverfahren beruhen. Die tatsächliche Reichweite im Büro kann je nach Seitendeckung, Druckaufträgen und Geräteeinstellungen davon abweichen. Wichtig ist außerdem: Die ISO-Verfahren messen die Seitenreichweite, nicht die Druckqualität oder Zuverlässigkeit einer Kartusche.
Kompatibel, refilled oder rebuilt — die Begriffe sauber getrennt
Drei Begriffe werden im Handel oft vermischt, meinen aber Unterschiedliches. Kompatibel heißt: Die Kartusche wurde komplett neu von einem Drittanbieter produziert, inklusive Gehäuse und Chip. Refilled bedeutet: Eine gebrauchte Kartusche wurde lediglich nachgefüllt — die Qualität hängt stark vom Anbieter ab. Rebuilt bezeichnet ein aufbereitetes Original-Leergehäuse, das gereinigt, neu befüllt und geprüft wird. Für die tägliche Büroarbeit sind neu produzierte kompatible Kartuschen geprüfter Anbieter meist die unkomplizierteste Wahl.
Wie rechnet man den echten Tonerpreis aus?
Preis pro Seite statt Preis pro Kartusche
Der Kartuschenpreis allein sagt wenig aus, weil Kartuschen unterschiedlich viel Toner enthalten. Die faire Vergleichsgröße ist der Preis pro Seite: Kartuschenpreis geteilt durch die Reichweite nach ISO-Norm. So funktioniert die Umrechnung in der Praxis:
Beispielrechnung: Preis pro Seite in drei Schritten (mit Beispielwerten)
Kartuschenpreis notieren: etwa 120 Euro für einen Originaltoner, 55 Euro für den geprüften kompatiblen Toner desselben Druckermodells.
Reichweite gegenüberstellen: 3.000 Seiten nach ISO/IEC 19752 beim Original, 2.850 Seiten beim kompatiblen Pendant.
Preis pro Seite teilen: 120 Euro durch 3.000 Seiten ergeben 4,0 Cent pro Seite; 55 Euro durch 2.850 Seiten nur 1,9 Cent. Auf 10.000 Seiten gerechnet spart die kompatible Variante rund 210 Euro — bei nahezu gleicher Reichweite.
Hohe Kapazität, Multipacks und Mengenrabatte als zusätzlicher Hebel
Drei Hebel senken den Seitenpreis weiter. Erstens Kartuschen mit hoher Kapazität, erkennbar an Zusätzen wie „XL“ oder „High Yield“: Sie kosten mehr in der Anschaffung, liefern aber eine höhere Reichweite und damit einen niedrigeren Seitenpreis. Zweitens Multipacks, etwa Schwarz plus die drei Farbkanäle im Bundle: Pro Kartusche sind sie fast immer günstiger als Einzelkäufe. Drittens Mengenrabatte: Bei Druckerpatronen.de greifen sie schon ab zwei gleichen Kartuschen, was sich gut mit der Lagerhaltung von Ersatzware verbinden lässt.
Bei Tintenpatronen hängt die Wirtschaftlichkeit zusätzlich von der richtigen Nutzung und Lagerung ab. Längere Druckpausen, hohe Temperaturen und trockene Luft können dazu beitragen, dass Druckerpatronen austrocknen. Regelmäßiges Drucken und eine kühle, geschützte Lagerung ungeöffneter Patronen helfen, dieses Risiko zu reduzieren. Bei Tonerkartuschen besteht dieses typische Eintrocknungsproblem dagegen nicht.
Erlischt die Druckergarantie, wenn man keine Originaltoner verwendet?
Nein, nicht automatisch. Die Nutzung kompatibler Toner lässt die Herstellergarantie nicht automatisch erlöschen. Schäden, die nachweislich durch eine Fremdkartusche verursacht wurden, können allerdings von der Garantieleistung ausgenommen sein. Die gesetzliche Gewährleistung gegenüber dem Verkäufer ist davon zu unterscheiden.
Garantie und Gewährleistung sind zwei verschiedene Dinge
Die gesetzliche Gewährleistung richtet sich gegen den Verkäufer: Er haftet dafür, dass der Drucker bei Übergabe mangelfrei war — die Rechte des Käufers bei Mängeln nach § 437 BGB gelten unabhängig davon, welche Kartusche im Gerät steckt. Für Verbraucher gilt zudem innerhalb der ersten zwölf Monate die Beweislastumkehr des § 477 BGB: Ein Mangel, der in dieser Zeit auftritt, wird vermutet, schon bei Übergabe vorgelegen zu haben.
Die freiwillige Herstellergarantie ist eine Zusatzleistung des Druckerherstellers und darf nicht pauschal abgelehnt werden: Streikt etwa der Papiereinzug, hat das mit der Tonerkartusche nichts zu tun, der Anspruch besteht weiter. Nur wenn der Hersteller im Einzelfall nachweist, dass genau diese kompatible Kartusche den konkreten Schaden verursacht hat, darf er die Leistung dafür verweigern. Die Beweislast liegt bei ihm, nicht beim Nutzer.
HP Dynamic Security — was dahintersteckt und was Teams dagegen tun können
Eine praktische Hürde ist HP Dynamic Security: Bestimmte HP-Drucker sind dafür ausgelegt, nur mit Kartuschen zu funktionieren, die einen neuen oder wiederverwendeten HP-Chip beziehungsweise entsprechende HP-Elektronik enthalten. Laut den Herstellerangaben zu Dynamic Security können Firmware-Updates dazu führen, dass zuvor funktionierende Kartuschen mit Nicht-HP-Chips anschließend nicht mehr akzeptiert werden. Das betrifft bestimmte HP-Geräte, nicht Laserdrucker anderer Hersteller generell. Welche Kartuschen ein konkretes Modell unterstützt, lässt sich den jeweiligen Herstellerunterlagen entnehmen, etwa der Nutzerinformation zum HP LaserJet Enterprise.
Für Teams kommen je nach Gerät mehrere Wege infrage: automatische Firmware-Updates können bei unterstützten Modellen deaktiviert werden, teilweise lässt sich eine frühere Firmware-Version wiederherstellen, und bei kompatiblen Tonern sollte ausdrücklich auf die Eignung für den vorhandenen Firmwarestand geachtet werden. Ein aktualisierter Chip kann die Kompatibilität verbessern, garantiert sie aber nicht für jedes Gerät und jede Firmware-Version. Deshalb lohnt es sich, vor dem Kauf die Kompatibilitätsangaben des Händlers genau zu prüfen.
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Welche Toner passen zu welchem Bedarfsprofil?
Die passende Kartusche hängt sowohl vom Druckermodell als auch vom Nutzungsprofil des Teams ab. Entscheidend sind Druckvolumen, gewünschte Reichweite, Farbbedarf und mögliche technische Einschränkungen des Geräts. Fünf typische Situationen im Überblick:
Welche Kartusche passt zu welchem Bedarfsprofil?
Nutzungsprofil
Empfohlene Wahl
Begründung
Sparpotenzial
Wenigdrucker mit unter 100 Seiten im Monat
Originaltoner in Standardkapazität
Bei geringem Druckvolumen fällt die absolute jährliche Ersparnis durch Alternativprodukte vergleichsweise klein aus.
Gering
Team mit hohem Schwarz-Weiß-Volumen
Geprüfter kompatibler Toner, bei Bedarf mit hoher Kapazität
Bei regelmäßigem Druckaufkommen wirkt sich ein niedrigerer Preis pro Seite besonders stark auf die laufenden Kosten aus.
Hoch, je nach Produkt bis zu 95 % gegenüber dem Original
Farbdrucke für Pitchdecks und Angebote
Kompatibles Farbset oder Multipack
Sets können gegenüber dem Einzelkauf günstiger sein und vereinfachen die Bevorratung mehrerer Farben.
Mittel bis hoch
Gerät mit HP Dynamic Security
Kompatible Ware, deren Eignung für Gerät und Firmwarestand ausdrücklich bestätigt wird
Bei bestimmten HP-Geräten können Firmware-Updates Kartuschen mit nicht unterstützten Chips blockieren. Deshalb sollte die Kompatibilität vor dem Kauf genau geprüft werden.
Je nach kompatibler Kartusche hoch
Gerät ohne verfügbare Originalware wegen Modellalters
Kompatible oder Rebuilt-Kartusche
Für ältere Druckermodelle können Alternativprodukte verfügbar bleiben, wenn Originalkartuschen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt angeboten werden. Rebuilt-Kartuschen nutzen dabei aufbereitete Original-Leergehäuse.
Mittel bis hoch
Für Teams mit regelmäßigem Druckaufkommen ist geprüfte kompatible Ware häufig die wirtschaftlichste Wahl, weil sich ein niedrigerer Preis pro Seite über viele Ausdrucke deutlich bemerkbar macht. Bei sehr geringem Druckvolumen kann dagegen auch ein Originaltoner sinnvoll sein, wenn der mögliche Preisvorteil einer Alternative im Jahresverlauf nur wenig ins Gewicht fällt.
Welche Fehler kosten beim Tonerkauf am meisten Geld?
Die teuersten Fehler entstehen selten bei der Auswahl der einzelnen Kartusche, sondern in der Beschaffungsroutine. Fünf typische Stolpersteine:
Nur auf den Kartuschenpreis schauen: Eine billige Kartusche mit niedriger Reichweite kostet pro Seite oft mehr als eine teurere mit hoher Kapazität — erst den Seitenpreis rechnen.
Keine Ersatzkartusche lagern: Wer erst bei leerem Toner bestellt, zahlt im Ernstfall Expresszuschläge. Ein bis zwei Ersatzkartuschen pro Gerät sind sinnvoll.
Den Nachbestellrhythmus ignorieren: Teams mit festem Druckaufkommen bestellen gebündelt und terminiert — das spart Versandkosten und nutzt Mengenrabatte.
Den Shop nur nach Preis wählen: Garantiedauer, Rückgabefrist, Kauf auf Rechnung, Lieferzeit, ein deutscher Firmensitz und eine breite, echte Bewertungsbasis — etwa über unabhängige Systeme wie Trusted Shops — trennen geprüfte Ware von riskanter Billigware.
Leere Kartuschen wegwerfen: Für leere Tonerkartuschen gibt es Rücknahme- und Sammelsysteme von Händlern und spezialisierten Aufbereitern. Geeignete Original-Leergehäuse können anschließend gereinigt, neu befüllt und als Rebuilt-Kartuschen wiederverwendet werden.
Wer diese fünf Punkte in einer kurzen Beschaffungsregel fixiert — Seitenpreis rechnen, Ersatzkartusche lagern, nur bei geprüften Shops kaufen —, vermeidet die teuersten Fehler dauerhaft.
Häufige Fragen zu günstigen Tonern und Druckerpatronen
Wo bekommt man günstige Toner für den Laserdrucker?
Bei spezialisierten Online-Händlern, die Original und kompatible Toner führen. Druckerpatronen.de deckt beide Welten ab und sichert den Kauf über drei Jahre Garantie sowie bis zu 30 Tage Rückgaberecht ab.
Sind kompatible Toner gut?
Bei geprüfter Ware ja. Die Reichweite wird nach denselben ISO-Verfahren gemessen wie beim Original, der Preis liegt deutlich darunter.
Was ist der Unterschied zwischen kompatiblen, refillten und rebuilt Kartuschen?
Kompatibel ist neu produziert, refilled ist nachgefüllt, rebuilt ist ein aufbereitetes und neu befülltes Original-Gehäuse.
Wie viele Seiten schafft eine Tonerkartusche?
Die Reichweite wird bei monochromen Tonerkartuschen häufig nach ISO/IEC 19752 ermittelt. Je nach Modell reicht sie von einigen hundert bis zu mehreren tausend Seiten; für faire Vergleiche sollten die Angaben auf demselben Messverfahren beruhen.
Lohnen sich Kartuschen mit hoher Kapazität?
Fast immer, weil der Preis pro Seite mit steigender Füllmenge sinkt. Voraussetzung ist ein regelmäßiges Druckaufkommen.
Erlischt die Garantie bei kompatiblen Tonern?
Nicht automatisch. Der Hersteller müsste nachweisen, dass genau diese Kartusche einen konkreten Schaden verursacht hat. Die gesetzliche Gewährleistung gegenüber dem Verkäufer bleibt ohnehin bestehen.
Was tun, wenn der HP-Drucker die Kartusche nach einem Firmware-Update nicht mehr erkennt?
Bei betroffenen HP-Geräten kann Dynamic Security die Ursache sein. Je nach Modell lassen sich automatische Updates deaktivieren; bei kompatiblen Tonern sollte die Eignung für den vorhandenen Firmwarestand geprüft werden.
Kann man Toner als Unternehmen auf Rechnung bestellen?
Ja, seriöse Fachhändler bieten das an. Bei Druckerpatronen.de ist der Kauf auf Rechnung schon ab der ersten Bestellung möglich, was die Beschaffung in kleinen Teams vereinfacht.
Woran erkennt man geprüfte Ware?
An genormten Reichweitenangaben, langer Garantie, klaren Rückgabebedingungen und einer breiten, echten Bewertungsbasis des Händlers.
Fazit: So kaufen Sie Toner ein, ohne zweimal zu zahlen
Der teuerste Toner ist nicht der mit dem höchsten Preis, sondern der mit dem schlechtesten Verhältnis aus Preis, Reichweite und Risiko. Wer den Preis pro Seite rechnet, auf genormte ISO-Angaben achtet und bei einem Händler mit langer Garantie, Rechnungskauf und echter Bewertungsbasis kauft, spart nachhaltig — ein Baustein, mit dem junge Unternehmen ihre laufenden Betriebskosten im Griff behalten.
Tinte und Toner bei Druckerpatronen.de gibt es als Original- und als kompatible Ware, mit drei Jahren Garantie auf alle Produkte und über 84.000 Kundenbewertungen. Für Teams mit regelmäßigem Druckbedarf zählt der Händler damit zu den empfehlenswerten Fachhändlern in Deutschland.
Titelbild Bild von Jakub Zerdzicki auf Pexels
Autor: Simon Peters
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
15 Start-ups und Scale-ups stehen für die Innovationskraft und Vielfalt des Gründungsstandorts Mannheim.
Bühne frei für die mutigsten und kreativsten Gründer*innen: Im Hangar des City Airport Mannheim wurde gestern Abend der Mannheimer Existenzgründungspreis (MEXI) 2026 verliehen. Die Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim vergab den renommierten Gründungspreis in Kooperation mit NEXT MANNHEIM. Vor mehr als 350 geladenen Gästen präsentierten sich 15 Start-ups und Scale-ups im Finale und zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig, innovativ und zukunftsorientiert Unternehmertum aus Mannheim und der Region ist.
Aus mehr als 100 Bewerbungen wurden in den fünf Kategorien Technologie, Dienstleistung, Impact, Textile und Scale Up jeweils die drei besten Gründungsideen von einer unabhängigen Jury ausgewählt und prämiert. Damit macht der MEXI sichtbar, was den Standort Mannheim auszeichnet: Menschen, die Verantwortung übernehmen, neue Wege gehen und aus ihren Ideen konkrete Lösungen für die Zukunft entwickeln.
„Mannheim ist ein Ort des Erfindergeists. Hier wurden Innovationen entwickelt, die heute selbstverständlich zu unserem Alltag gehören. Die vielen Bewerbungen um den Gründerpreis geben uns einen spannenden Blick in die Zukunft: Sie zeigen, welche Technologien und Geschäftsmodelle das Potenzial haben, die Wirtschaftskraft unserer Stadt weiter zu stärken. Als einer der führenden Innovationsstandorte schafft Mannheim dafür attraktive Rahmenbedingungen“, erklärte Oberbürgermeister Christian Specht.
„Hinter jedem erfolgreichen Unternehmen steht der Mut, einen ersten Schritt zu gehen. Wir sind stolz darauf, ein Gründungsstandort zu sein, der Menschen auf diesem Weg umfassend unterstützt. Der heutige Gründerpreis ist eine verdiente Anerkennung für unternehmerischen Einsatz und zugleich ein starkes Signal: Gute Ideen finden bei uns die besten Bedingungen, um zu wachsen und erfolgreich zu werden“, so Thorsten Riehle, Bürgermeister für Wirtschaft, Arbeit, Soziales und Kultur.
Fünf Kategorien zeigen die Breite des Mannheimer Gründungsgeschehens
Der MEXI zählt zu den bedeutendsten regionalen Gründungspreisen in Deutschland und wurde 2026 in insgesamt fünf Kategorien vergeben. Neu hinzugekommen ist die Kategorie Scale Up. Sie zeichnet innovative Unternehmen ab dem dritten Geschäftsjahr aus, die überdurchschnittliches Wachstum und besondere Zukunftsfähigkeit zeigen.
Die Kategorie Textile löste die bisherige Kategorie Fashion ab. Sie wurde erstmals überregional ausgeschrieben und richtete sich an Gründer*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Damit trägt der MEXI der Entwicklung Mannheims als Standort für innovative textile Konzepte, nachhaltige Materialien und neue Geschäftsmodelle in der Mode- und Textilwirtschaft Rechnung.
Über 50.000 Euro Sponsoren-Preisgeld und besondere Zusatzpreise
Die Erstplatzierten in den Kategorien Technologie, Dienstleistung, Impact und Scale Up erhielten jeweils 10.000 Euro Preisgeld. Gestiftet wurde das Preisgeld von den Sponsoren Roche Diagnostics GmbH, Sparkasse Rhein Neckar Nord, Essity GmbH und Zodiac Vermögens-Verwaltungs GmbH.
In der Kategorie Textile wurde ein Medienpreis in Höhe von 10.000 Euro sowie ein zusätzliches Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro durch das Fachmagazin „TextilWirtschaft“ der DFV-Mediengruppe vergeben. Für den ersten Platz gab es darüber hinaus ein kostenloses Atelier für drei Monate mit Zugang zu den hauseigenen Werkstätten im Mannheimer Gründungszentrum Textilerei sowie eine kostenfreie, teilmöblierte Wohnung in der Mannheimer Innenstadt.
Letztere wird von der Hildebrandt & Hees GmbH gesponsert. Alle drei Finalisten erhielten in dieser Kategorie außerdem eine Jahresmitgliedschaft im Fashion Council Germany e.V. sowie ein Jahres-Abonnement für das Fachmagazin TextilWirtschaft.
Experten-Jury wählte aus über 100 Bewerbungen
Mit mehr als 100 eingegangenen Bewerbungen wurde in diesem Jahr ein neuer Höchststand erreicht. Über die Vergabe der MEXI-Preise entschied eine hochkarätige Jury aus Vertreterinnen der IHK und HWK, erfahrenen Gründerinnen, ehemaligen MEXI-Gewinnerinnen, Business Angels, Investorinnen, Coaches sowie den Sponsor*innen der jeweiligen Kategorien.
Pro Kategorie wurden drei Finalist*innen ausgewählt. In 15-minütigen Pitch-Sessions traten sie um die Plätze eins bis drei gegeneinander an. Die Vorbereitung auf die Endrunde erfolgte durch einen Pitch-Workshop der Agentur dreivondrei, die den MEXI bereits zum dritten Mal begleitete.
Der MEXI ist damit weit mehr als eine Preisverleihung: Er bringt Gründerinnen, Investorinnen, Unternehmen, Fördernde und Partner*innen zusammen, schafft Sichtbarkeit für neue Geschäftsmodelle und stärkt die Verbindungen innerhalb des Mannheimer Start-up-Ökosystems. Der Abend im Hangar des City Airport Mannheim hat einmal mehr gezeigt, dass Innovation am Standort nicht nur in Ideen steckt, sondern in Menschen, die sie mit Mut, Ausdauer und viel Energie umsetzen.
NEOH Adventkalender 2026: 24 Tage, 24 Lieblingssnacks ohne zugesetzten Zucker
Wenn Vorfreude jeden Tag ein kleines bisschen anders schmeckt: Mit dem NEOH Adventkalender 2026 bringt die österreichische Food-Tech-Marke ihre beliebtesten Snacks in eine neue Form der Adventtradition. Hinter jedem Türchen wartet eine andere NEOH Überraschung – von bekannten Klassikern bis zu Produkten, die es neu zu entdecken gilt.
Für die Ausgabe 2026 hat NEOH das Konzept des Adventkalenders weiterentwickelt und dabei vor allem auf Rückmeldungen aus der Community gesetzt. Entstanden ist ein Kalender, der die Vielfalt des Sortiments stärker in den Mittelpunkt rückt und durch seine Zusammenstellung einen kleinen Querschnitt durch die NEOH Produktwelt bietet.
Ein Adventkalender, der das Sortiment entdecken lässt
24 Tage, 24 unterschiedliche Genussmomente: Der Kalender lädt dazu ein, sich im Dezember Stück für Stück durch das NEOH Sortiment zu probieren. Dabei geht es weniger um die klassische Frage, was hinter dem nächsten Türchen steckt, sondern vielmehr um die Möglichkeit, bekannte Favoriten wiederzuentdecken und neue Produkte kennenzulernen.
Gemeinsam ist allen enthaltenen Snacks ein zentraler Bestandteil der NEOH Produktphilosophie: Sie kommen ohne zugesetzten Zucker aus. Grundlage dafür ist die von NEOH entwickelte ZERO+ Technologie, mit der Zucker 1:1 ersetzt werden kann, ohne dabei auf Geschmack und typische Produkttexturen verzichten zu müssen.
Vom Adventskalender zum täglichen Entdeckungsmoment
Gerade in der Weihnachtszeit gehören süße Kleinigkeiten für viele Menschen zur täglichen Vorfreude. Der NEOH Adventkalender greift dieses Ritual auf, interpretiert es aber aus der Perspektive des modernen Snackens neu. Statt einer einzelnen Schokolade in 24 Variationen steht die Produktvielfalt im Vordergrund.
Damit eignet sich der Kalender gleichermaßen als Geschenk für NEOH Fans und als Möglichkeit, die Marke und ihre unterschiedlichen Produkte kennenzulernen. Und natürlich bleibt die wichtigste Adventsregel bestehen: Erst am richtigen Tag öffnen.
Der NEOH Adventkalender 2026 ist exklusiv im NEOH Webshop erhältlich und erscheint in limitierter Auflage.
Key Facts
NEOH Adventkalender 2026
24 unterschiedliche NEOH Überraschungen
Zusammenstellung aus beliebten Klassikern und weiteren Produkten des Sortiments
Alle enthaltenen Produkte ohne zugesetzten Zucker
Weiterentwickelte Ausgabe auf Basis von Kundenfeedback
Click A Tree-Gründer Chris Kaiser verbindet Nachhaltigkeit und Unternehmertum
Vom Aufforstungsprojekt zum Impact-Unternehmen: Am 24. Oktober unterstützt der Heidelberger Gründer einen Weltrekordversuch mit 67 Nationen.
Heidelberg, September 2026 – Bäume pflanzen und damit ein Unternehmen aufbauen? Für Chris Kaiser ist das kein Widerspruch. Mit Click A Tree verfolgt der Gründer einen Ansatz, der Nachhaltigkeit und Unternehmertum bewusst miteinander verbindet: Firmen integrieren ökologische Projekte in ihre Geschäftsprozesse und finanzieren damit unter anderem Aufforstung.
Am 24. Oktober 2026 bekommt diese Idee eine ungewöhnliche Bühne. Initiiert von der Waldfreunde gGmbH unterstützt Click A Tree einen Weltrekordversuch im hessischen Dietzenbach: Menschen aus mindestens 67 Nationen sollen gleichzeitig im Eulerwald Bäume pflanzen.
Der bestehende Weltrekord liegt bei 66 Nationalitäten und wurde 2021 in Katar aufgestellt.
Umweltschutz als Geschäftsmodell
Die Idee hinter Click A Tree entstand nicht am Schreibtisch. Kaiser verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Kamerun und Tansania und entwickelte früh eine enge Verbindung zu Natur und Umwelt. Später lebte und arbeitete er mehrere Jahre in Thailand, wo ihn die Folgen der Abholzung und der damit verbundene Verlust von Lebensraum für Elefanten zur Gründung von Click A Tree inspirierten.
Aus ersten Aufforstungsaktivitäten entwickelte sich schließlich Click A Tree.
Der entscheidende Gedanke: Ökologisches Engagement muss sich wirtschaftlich für Unternehmen rechnen. Bis heute hat das Unternehmen rund 300.000 Bäume gemeinsam mit renommierten Partnern wie der Best Western-Hotelgruppe oder den Marriot-Hotels gepflanzt.
„Damit wir ökologische Wirkung langfristig skalieren können, finden wir Wege, bei denen Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand arbeiten“, sagt Kaiser. „Unternehmen haben eine enorme Hebelwirkung. Genau diese wollen wir nutzen.“
Heute realisiert Click A Tree Projekte unter anderem in Ghana, Thailand, auf den Philippinen und in Deutschland. Das Unternehmen ist als B Corp zertifiziert und arbeitet mit Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen zusammen.
Von der Geschäftsidee zum Weltrekordversuch
Als Kaiser vom geplanten Rekordversuch der Waldfreunde erfuhr, sagte er spontan seine Unterstützung zu. Die gemeinnützige Organisation forstet geschädigte Wälder in Hessen auf, darunter den 2019 durch einen Sturm stark beschädigten Eulerwald.
Am 24. Oktober pflanzen dort Menschen unterschiedlichster Herkunft gemeinsam Setzlinge. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus etwa 20 Nationen haben sich bereits angemeldet. Benötigt werden mindestens 67 Nationalitäten.
„Im Wald spielt es keine Rolle, woher ein Mensch kommt, welcher Religion er angehört, welchem Kulturkreis er sich verbunden fühlt oder welche Sprache er spricht. Jeder Mensch besitzt die gleiche Würde. Wir stehen auf demselben Boden, pflanzen gemeinsam und übernehmen Verantwortung für dieselbe Zukunft“, erklärt Jürgen Graf, Geschäftsführer der Waldfreunde gGmbH.
„Keine Nation wird den Klimawandel alleine stoppen“, ergänzt Kaiser. „Dafür braucht es uns alle. Der Weltrekord macht genau diesen Gedanken auf eine sehr einfache und emotionale Weise sichtbar.“
Der Versuch wird nach den Kriterien des Rekord-Instituts für Deutschland durchgeführt und anschließend offiziell geprüft. Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Vorab-Anmeldung unter https://clickatree.com/weltrekordversuch-2026-gemeinsam-baeume-pflanzen/ wird von Seiten der Veranstalter zwecks genauerer Planbarkeit gebeten.
PrüfCheck ist eine Software, mit der kleine und mittelständische Betriebe Geräte, Prüfungen und Prüffristen zentral verwalten und dokumentieren können.
Können Sie PrüfCheck kurz vorstellen und erzählen, welches konkrete Problem Sie zur Entwicklung der Software gebracht hat?
PrüfCheck ist eine Software zur Verwaltung von Geräten, wiederkehrenden Prüfungen und Prüffristen. Die Idee war, eine einfache Lösung für kleine und mittelständische Betriebe zu entwickeln, die diese Themen heute noch mit Excel, Papier oder eigenen Erinnerungen organisieren. Je mehr Geräte und Standorte dazukommen, desto schwieriger wird es, den Überblick darüber zu behalten, was bereits geprüft wurde, was demnächst fällig ist und wo sich die entsprechende Dokumentation befindet. Ich wollte all das an einem Ort zusammenführen, ohne daraus ein kompliziertes System zu machen, das ein kleiner Betrieb erst wochenlang lernen muss.
Hinter PrüfCheck steht aktuell eine One-Man-Show. Was hat Sie dazu bewegt, Entwicklung, Website und Vertrieb zunächst komplett selbst zu übernehmen?
Am Anfang war es für mich am sinnvollsten, so viel wie möglich selbst zu machen. Dadurch habe ich die volle Kontrolle über das Produkt und kann Dinge schnell verändern, ohne lange Abstimmungen und hohe Kosten. Natürlich bedeutet das auch, dass ich an einem Tag an der Software arbeite, am nächsten an der Website und danach mit potenziellen Kunden spreche. Das ist nicht immer einfach, aber in dieser Phase hilft es mir sehr schnell zu lernen, was wirklich sinnvoll ist und was nicht.
Viele kleine und mittelständische Betriebe arbeiten bei Prüffristen noch mit Excel, Papier oder manuellen Erinnerungen. Warum hält sich diese Arbeitsweise so hartnäckig?
Weil sie bei einer kleinen Anzahl von Geräten oft tatsächlich gut funktioniert. Wenn ein Betrieb zehn oder zwanzig Geräte hat und eine Person genau weiß, wo sich was befindet, kann Excel völlig ausreichen. Das Problem entsteht meistens schrittweise, wenn die Zahl der Geräte wächst, verschiedene Standorte dazukommen, mehrere Prüfarten verwaltet werden müssen oder mehrere Personen mit den Daten arbeiten. Dann beginnt das, was vorher einfach war, immer mehr Zeit zu kosten und es wird leichter, etwas zu übersehen.
PrüfCheck soll Geräte, Prüfungen und anstehende Termine zentral zusammenführen. Welcher Teil des bisherigen Prozesses verursacht bei Ihren potenziellen Kunden den größten Aufwand?
Aus meiner Sicht ist häufig nicht die eigentliche Prüfung das größte Problem, sondern alles, was organisatorisch darum herum passiert. Man muss wissen, welches Gerät wann zuletzt geprüft wurde, wann der nächste Termin ansteht, wo sich das Gerät befindet und wo der passende Nachweis oder die Prüfhistorie zu finden ist. Bei einer größeren Anzahl von Geräten geht viel Zeit genau für das Suchen und Pflegen dieser Informationen verloren. PrüfCheck soll diesen administrativen Aufwand so weit wie möglich reduzieren.
Gerade kleinere Betriebe haben häufig wenig Zeit für die Einführung neuer Software. Wie einfach muss eine Lösung sein, damit sie im Arbeitsalltag tatsächlich genutzt wird?
Für mich muss eine Lösung so einfach sein, dass der Nutzer keine lange Einführung oder besondere Schulung benötigt. Wenn jemand zuerst ein 50-seitiges Handbuch lesen muss, um ein Gerät anzulegen und eine Prüfung zu dokumentieren, ist das Ziel verfehlt. Deshalb ist mir wichtig, dass Nutzer schnell starten können. Wenn bereits eine Excel-Liste vorhanden ist, soll diese möglichst einfach in PrüfCheck übernommen werden können. Software sollte Zeit sparen und nicht zusätzliche Arbeit verursachen.
Der Markt bietet bereits unterschiedliche Möglichkeiten zur digitalen Verwaltung von Betriebsmitteln. Was soll PrüfCheck für kleine und mittelständische Unternehmen besonders machen?
Ich versuche nicht, das größte oder komplizierteste System am Markt zu bauen. Der Fokus von PrüfCheck liegt darauf, die wichtigsten Dinge möglichst einfach zu machen: Geräte, Prüfungen, Fristen, Erinnerungen und Dokumentation. Gerade bei kleineren Betrieben halte ich es für wichtig, dass eine Software nicht mit Funktionen überladen ist, die im Alltag gar nicht benötigt werden. Mein Ziel ist, dass ein Nutzer PrüfCheck öffnet und direkt versteht, was zu tun ist.
Sie befinden sich aktuell in der Phase, erste Unternehmen auf PrüfCheck aufmerksam zu machen. Was ist beim Gewinnen der ersten Kunden die größte Herausforderung?
Die größte Herausforderung ist, die richtige Person zu erreichen und sie überhaupt dazu zu bringen, sich ein paar Minuten Zeit für ein neues Produkt zu nehmen. Viele Betriebe haben bereits ihre eigene Arbeitsweise, die vielleicht nicht ideal ist, aber funktioniert und an die sie sich gewöhnt haben. Deshalb reicht es nicht zu sagen, dass es eine neue Software gibt. Ich muss zeigen, dass der Umstieg nicht kompliziert sein muss und PrüfCheck im Alltag tatsächlich Zeit sparen kann. Deshalb biete ich interessierten Unternehmen auch Unterstützung beim Onboarding und bei der Übernahme bestehender Daten an.
Als alleiniger Gründer müssen Sie gleichzeitig das Produkt entwickeln und verkaufen. Wie entscheiden Sie, welche Aufgabe gerade Vorrang hat?
Das ist etwas, das ich ständig dazulerne. Es ist leicht, in die Falle zu geraten und immer neue Funktionen entwickeln zu wollen, weil es natürlich immer noch etwas gibt, das man verbessern könnte. Momentan versuche ich Aufgaben den Vorrang zu geben, die den praktischen Nutzen von PrüfCheck erhöhen oder den Vertrieb und die Weiterentwicklung des Unternehmens voranbringen. Wenn eine Funktion interessant klingt, aber aktuell keinen klaren Mehrwert bringt, kann sie auch warten.
Feedback der ersten Nutzer kann für ein junges Softwareprodukt entscheidend sein. Wie stark soll dieses Feedback die weitere Entwicklung von PrüfCheck beeinflussen?
Sehr stark. Ich kann natürlich meine eigene Vorstellung davon haben, wie ein bestimmter Prozess funktionieren sollte. Aber jemand, der täglich mit Geräten und Prüfungen arbeitet, kann sehr schnell zeigen, wo etwas unnötig kompliziert ist oder noch etwas fehlt. Ich möchte nicht jeden einzelnen Wunsch sofort umsetzen. Wenn aber mehrere Nutzer auf dasselbe Problem stoßen, ist das für mich ein sehr klares Signal, dass ich mir diesen Bereich genauer ansehen sollte.
Ein One-Man-Startup stößt mit zunehmendem Wachstum irgendwann an Grenzen. Wann wäre für Sie der Zeitpunkt gekommen, ein Team aufzubauen?
Wenn die Zahl der Nutzer und der Arbeitsaufwand einen Punkt erreichen, an dem ich Produktentwicklung, Kundensupport und Vertrieb nicht mehr gleichzeitig in der gewünschten Qualität abdecken kann. Ich möchte kein Team aufbauen, nur um sagen zu können, dass das Unternehmen Mitarbeiter hat. Solange ich die Dinge sinnvoll und zuverlässig selbst steuern kann, ist das für mich in Ordnung. Wenn das Wachstum aber darunter leidet, dass eine Person nicht mehr alles abdecken kann, wäre der richtige Zeitpunkt für den nächsten Schritt gekommen.
Welche Vision verfolgen Sie mit PrüfCheck, und wo soll das Unternehmen in den kommenden Jahren stehen?
Ich möchte, dass PrüfCheck zu einer bekannten und einfachen Lösung für kleine und mittelständische Betriebe wird, die ihre Prüfverwaltung nicht mehr mit Excel und Papier organisieren möchten. Mein erstes Ziel ist nicht, möglichst schnell ein riesiges Unternehmen aufzubauen, sondern ein Produkt zu schaffen, das Betriebe wirklich nutzen und für das sie bereit sind zu bezahlen, weil es ein konkretes Problem löst. Wenn das in Deutschland funktioniert, möchte ich PrüfCheck langfristig auch im gesamten DACH-Raum weiter aufbauen.
Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die allein mit einer B2B-Softwareidee in den Markt starten möchten?
Erstens sollte man von Anfang an klar definieren, welches konkrete Problem das Produkt löst und für wen es gedacht ist. Zweitens sollte man im engen Austausch mit den Nutzern bleiben, denn erst in der tatsächlichen Anwendung zeigt sich, was ihnen wirklich wichtig ist. Und drittens sollte man Vertrieb und Marketing nicht unterschätzen. Man kann ein gutes Produkt haben, aber man muss auch einen Weg finden, die richtigen Menschen zu erreichen und ihnen zu zeigen, warum die eigene Lösung für sie hilfreich sein kann.
Energie Süddeutschland verbindet Photovoltaik und Wärmepumpe zu ganzheitlichen Energielösungen für Eigenheime und setzt dabei auf moderne Technik und kurze Wege.
Können Sie Energie Süddeutschland kurz vorstellen und erzählen, wie aus Ihrem eigenen Hausbau schließlich die Geschäftsidee entstanden ist?
Energie Süddeutschland ist tatsächlich aus einer ganz persönlichen Erfahrung entstanden. 2021 wollte ich für mein eigenes Haus eine Photovoltaikanlage installieren lassen – genau zu einer Zeit, in der die Strompreise massiv gestiegen sind. Ich habe ungefähr sechs Monate auf ein Angebot gewartet. Anschließend wurde mir gesagt, dass die Anlage frühestens weitere zwölf Monate später installiert werden könne.
Damit waren wir bei einer realistischen Wartezeit von rund 18 Monaten. Für ein Thema, das zu diesem Zeitpunkt wirtschaftlich und gesellschaftlich enorm relevant war, war das für mich kaum nachvollziehbar.
Ich komme ursprünglich selbst aus dem Handwerk und beschäftige mich schon seit meinem 20. Lebensjahr intensiv mit Immobilien. Bei meiner ersten Neubauwohnung habe ich beispielsweise einen großen Teil des Innenausbaus selbst gemacht. Das technische und handwerkliche Thema lag mir deshalb ohnehin.
Ich habe mich daraufhin sehr intensiv in die Photovoltaik eingearbeitet. Das war keine Entscheidung von heute auf morgen, sondern das Ergebnis einer längeren Recherche und Vorbereitung. Irgendwann war für mich klar: Der Bedarf ist enorm, aber die Umsetzung muss schneller, einfacher und kundenorientierter funktionieren. Daraus entstand Solar Süddeutschland und letztlich das heutige Unternehmen Energie Süddeutschland.
Vom Industriemechaniker über die Allianz bis zum Gründer im Energiesektor. Welche Erfahrungen aus diesen unterschiedlichen Stationen helfen Ihnen heute besonders?
Die unterschiedlichen Stationen helfen mir heute gerade deshalb, weil sie sehr verschieden waren. Bei Schaeffler habe ich gelernt, strukturiert zu arbeiten und Dinge aus technischer Sicht pragmatisch zu lösen. Bei der Allianz kam dazu, komplexe Themen verständlich zu vermitteln und nah am Kunden zu arbeiten. Heute verbinde ich beides als Unternehmer: technisches Verständnis, Beratung auf Augenhöhe und den Aufbau von Strukturen, die Wachstum möglich machen.
Acht Monate Wartezeit auf die Umsetzung Ihrer eigenen Energietechnik waren der entscheidende Impuls. Wann wurde Ihnen klar, dass dahinter eine echte Marktlücke steckt?
Eigentlich in dem Moment, in dem ich verstanden habe, dass meine Erfahrung kein Einzelfall war. Gleichzeitig waren steigende Strompreise und der Wunsch nach mehr Energieunabhängigkeit überall präsent. Es gab also eine enorme Nachfrage, aber nicht genügend Kapazitäten und teilweise sehr langwierige Prozesse.
Je intensiver ich mich mit dem Markt beschäftigt habe, desto klarer wurde mir: Hier gibt es nicht nur kurzfristig einen Engpass, sondern einen langfristigen Bedarf. Das war letztlich der ausschlaggebende Punkt für die Gründung.
Sie haben sich zum Energieeffizienzberater weitergebildet und 2023 zunächst im Solargeschäft gegründet. Wie herausfordernd war der komplette Branchenwechsel?
Ich würde es weniger als kompletten Neuanfang betrachten, weil mich Handwerk, Technik und Immobilien schon sehr lange begleiten. Trotzdem musste ich mir natürlich sehr viel neues Wissen aneignen.
Gerade Energietechnik ist ein Bereich, in dem Technik, Gesetzgebung, Netzbetreiber, Förderungen und Wirtschaftlichkeit zusammenkommen. Deshalb habe ich mich intensiv weitergebildet und sehr viel Zeit in das Verständnis der einzelnen Prozesse investiert.
Entscheidend war für mich, nicht nur verkaufen zu können, sondern die Technik und die Zusammenhänge tatsächlich zu verstehen.
Aus dem ursprünglichen Solargeschäft ist ein Anbieter für die gesamte Energieversorgung von Eigenheimen geworden. Was hat diese Entwicklung angetrieben?
Vor allem der Kunde selbst. Wir haben sehr schnell gemerkt, dass Photovoltaik allein nur ein Teil der Lösung ist.
Der Kunde produziert Strom, möchte diesen aber möglichst sinnvoll selbst nutzen. Dann kommen Batteriespeicher, Wärmepumpe, Wallbox, Klimaanlage und das Energiemanagement dazu. Diese Komponenten funktionieren besonders gut, wenn sie nicht einzeln betrachtet, sondern miteinander verbunden werden. Unser Anspruch ist deshalb inzwischen, nicht einfach einzelne Produkte zu installieren, sondern eine komplette Energiezentrale für das Gebäude zu schaffen.
Dazu gehört für uns auch, technologisch frühzeitig neue Entwicklungen abzubilden. Wir verbauen beispielsweise bereits intelligente Messsysteme und arbeiten dafür mit einem Messstellenbetreiber zusammen. Dadurch können wir diese teilweise direkt im Zuge unserer Elektroinstallation mit umsetzen und reduzieren zusätzliche Wartezeiten.
Auch die Direktvermarktung von PV-Strom können wir unseren Kunden bereits heute technisch und softwareseitig anbieten. Unser Anspruch ist, Systeme so aufzubauen, dass sie auch auf zukünftige Änderungen vorbereitet sind.
Wärmepumpen machen inzwischen rund 60 bis 65 Prozent Ihres Geschäfts aus. Warum hat sich dieser Bereich so stark entwickelt?
Der Bedarf beim Heizungstausch ist enorm. Viele bestehende Heizungen kommen in ein Alter, in dem sich Eigentümer ohnehin mit einer Erneuerung beschäftigen müssen. Gleichzeitig hat sich die Wärmepumpentechnik in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt.
Wir haben früh entschieden, diesen Bereich nicht nur zusätzlich anzubieten, sondern eigene Kompetenzen und entsprechende Mitarbeiterstrukturen aufzubauen.
Dadurch können wir eine sehr hohe Nachfrage heute auch tatsächlich umsetzen. Gleichzeitig ergänzt sich die Wärmepumpe ideal mit Photovoltaik und Energiemanagement. Genau diese Kombination wird für viele Eigenheimbesitzer immer interessanter.
Welche Bedürfnisse haben Eigenheimbesitzer heute, wenn sie sich mit Wärmepumpe, Photovoltaik und moderner Energieversorgung beschäftigen?
Die Kunden wollen vor allem drei Dinge: Planbarkeit, Verständlichkeit und einen fairen Preis.
Photovoltaik, Wärmepumpe, Speicher und Energiemanagement wirken zunächst sehr komplex. Unser Job ist es, diese Komplexität herauszunehmen und dem Kunden verständlich zu zeigen, welche Lösung für sein Gebäude sinnvoll ist.
Gleichzeitig wünschen sich viele Kunden mehr Unabhängigkeit von zukünftigen Strom- und Energiekosten. Sie wollen aber kein System kaufen, das nach wenigen Jahren technisch überholt ist.
Deshalb achten wir darauf, Lösungen möglichst flexibel, erweiterbar und zukunftsfähig aufzubauen.
Energie Süddeutschland ist aus einem regionalen Installationsbetrieb heraus gewachsen. Was unterscheidet Ihren Ansatz von anderen Anbietern im Markt?
Wir versuchen nicht, uns ausschließlich über den niedrigsten Preis zu definieren. Entscheidend ist für uns der gesamte Prozess.
Wir beraten ausführlich, erklären komplexe Technik verständlich und haben unsere Montage- und Projektabläufe stark standardisiert. Dadurch können wir trotz hoher Qualitätsanforderungen vergleichsweise schnell umsetzen.
Ein sehr wichtiger Indikator dafür ist für mich die Weiterempfehlungsquote. Ein großer Teil unseres Erfolgs entsteht dadurch, dass zufriedene Kunden uns weiterempfehlen.
Gleichzeitig versuchen wir, technisch immer einen Schritt weiterzudenken, beispielsweise bei Energiemanagement, intelligenten Messsystemen oder Direktvermarktung.
Der Fachkräftemangel und begrenzte Installationskapazitäten waren Teil Ihrer eigenen Gründungsgeschichte. Wie begegnen Sie dieser Herausforderung heute als Unternehmer?
Das ist tatsächlich eine unserer größten Herausforderungen. Deshalb konzentrieren wir uns sehr stark auf den Aufbau eigener Mitarbeiter und Teams.
Dabei geht es für mich nicht nur darum, Menschen einzustellen. Wir möchten Mitarbeiter entwickeln und ihnen langfristige Perspektiven geben.
Ein gutes Beispiel ist einer unserer Mitarbeiter, der 2022 aus der Ukraine nach Deutschland gekommen ist. Er ist studierter Elektroingenieur, musste hier zunächst aber in einem völlig anderen Bereich am Band arbeiten. Über einen Zufall haben wir uns kennengelernt.
Wir haben ihn dabei unterstützt, seine Qualifikation in Deutschland anerkennen zu lassen. Heute darf er hier seinen Ingenieurstitel führen, bildet sich weiter und hat sich bei uns vom Mitarbeiter zum Teamleiter entwickelt.
Genau solche Entwicklungen machen für mich einen wesentlichen Teil von Unternehmertum aus.
Was war beim Wachstum von Energie Süddeutschland schwieriger als ursprünglich erwartet?
Die größte Herausforderung besteht darin, dass Wachstum nicht einfach nur bedeutet, mehr Aufträge anzunehmen. Vertrieb, Projektleitung, Backoffice, Elektro und SHK müssen gleichzeitig mitwachsen.
Gerade qualifizierte Handwerker und Projektverantwortliche lassen sich nicht beliebig schnell aufbauen.
Deshalb investieren wir stark in Prozesse und Automatisierung. Auch KI spielt dabei intern inzwischen eine wichtige Rolle. Unser Ziel ist ausdrücklich nicht, für 100 Prozent mehr Umsatz auch 100 Prozent mehr Mitarbeiter zu benötigen.
Nach unserer heutigen Planung können wir ungefähr eine Verdopplung der Leistung mit rund 50 Prozent zusätzlichem Personal abbilden. Das funktioniert aber nur, wenn Prozesse konsequent standardisiert und digitalisiert werden.
Welche Vision verfolgen Sie für Energie Süddeutschland, und wie möchten Sie das Unternehmen in den kommenden Jahren weiterentwickeln?
Wir wollen regional verwurzelt bleiben und gleichzeitig deutlich wachsen.
Für das kommende Jahr haben wir uns vorgenommen, unseren Umsatz ungefähr zu verdoppeln. Dazu bauen wir unter anderem unseren Vertrieb und unsere Installationskapazitäten weiter aus.
Dabei wollen wir aber nicht einfach nur größer werden. Entscheidend ist, produktiver und strukturierter zu werden. Umsatz und Mitarbeiterzahl sollen deshalb bewusst nicht im gleichen Verhältnis wachsen.
In den kommenden Jahren sehe ich Energie Süddeutschland mit einer deutlich größeren Mannschaft und einem noch umfassenderen Angebot rund um die Energieversorgung von Gebäuden.
Technologisch wird sich dieser Bereich enorm verändern. Energiemanagement, intelligente Messsysteme, Direktvermarktung, Wärmepumpen, Speicher, Ladeinfrastruktur und wahrscheinlich weitere neue Geschäftsmodelle werden immer stärker miteinander verschmelzen.
Unser Anspruch ist, diese Entwicklung nicht nur mitzumachen, sondern möglichst früh umzusetzen.
Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die aus einem selbst erlebten Problem ein Unternehmen aufbauen möchten?
Erstens: Prüft, ob euer eigenes Problem tatsächlich auch das Problem vieler anderer Menschen ist. Ein persönliches Ärgernis allein ist noch kein Geschäftsmodell.
Zweitens: Beschäftigt euch intensiver mit dem Thema als alle anderen. Ich habe nicht einfach entschieden, eine Solarfirma zu gründen, sondern mich lange vorbereitet, recherchiert und weitergebildet.
Drittens: Fangt an und akzeptiert, dass nicht von Beginn an alles perfekt sein wird. Ein Unternehmen verändert sich permanent. Unser Unternehmen sieht heute völlig anders aus als bei der Gründung, weil wir immer wieder auf Kunden, Markt und Technik reagiert haben.
Nachhaltig telefonieren heißt vor allem: weniger Hardware, längere Nutzungsdauer, kein unnötiger Gerätewechsel. Genau da liegt der Vorteil von Prepaid-Tarifen – sie koppeln keinen Neukauf an den Tarif, kommen als eSIM ohne Plastikkarte aus und lassen sich flexibel anpassen. Die EDEKA smart Tarife zeigen, wie das im Netz der Telekom mit eSIM und ohne Vertragsbindung funktioniert.
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Was macht einen Mobilfunktarif nachhaltig?
Ein Mobilfunktarif ist dann ressourcenschonend, wenn er keinen Gerätewechsel erzwingt, ohne unnötiges Verpackungsmaterial auskommt und sich an den tatsächlichen Bedarf anpassen lässt. Der Tarif selbst verbraucht kaum Ressourcen – entscheidend ist, welches Nutzungsverhalten er ermöglicht oder erzwingt.
Tarife ohne Gerätekopplung lassen das vorhandene Smartphone im Einsatz, solange es funktioniert. Modelle mit eSIM verzichten auf Plastikkarte, Kartenträger und Postversand. Und flexible Laufzeiten verhindern, dass Nutzer über Monate für Volumen zahlen, das sie gar nicht brauchen. Ein Beispiel für diese Kombination sind die Prepaid Tarife von EDEKA smart: Sie laufen im 5G-Netz der Telekom, kommen ohne Vertragsbindung aus und sind als eSIM erhältlich. Nach Angaben des Anbieters kommen außerdem eine recycelbare Verpackung aus Graspapier und ein halbierter SIM-Kartenträger zum Einsatz.
Warum ist das Gerät der größte Hebel – nicht der Tarif?
Der größte ökologische Hebel im Mobilfunk liegt beim Endgerät und seiner Nutzungsdauer – nicht beim Tarif. Wer nachhaltiger telefonieren will, beginnt deshalb bei der Hardware, nicht bei der Tarifsuche.
Nutzungsdauer schlägt Neukauf
Der überwiegende Teil der Umweltbelastung eines Smartphones entsteht vor dem ersten Einschalten: bei der Rohstoffgewinnung, in der Fertigung und auf dem Transportweg. Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb, Geräte so lange wie möglich zu nutzen, statt sie frühzeitig zu ersetzen. Jedes zusätzliche Nutzungsjahr verteilt die Herstellungsbelastung auf einen längeren Zeitraum. Wie lange ein Gerät alltagstauglich bleibt, hängt dabei weniger vom Modell ab als von Software-Updates, Akkuzustand und der Verfügbarkeit von Ersatzteilen.
Warum Gerätesubventionen im Vertrag den Austauschzyklus verkürzen
Klassische Laufzeitverträge koppeln Tarif und Gerät: Das vermeintlich günstige Smartphone ist im laufenden Entgelt mitfinanziert. Läuft der Vertrag aus, ist der Reflex da – ein neuer Vertrag, ein neues Gerät. So entsteht ein Austauschzyklus, der deutlich kürzer ist als die technische Lebensdauer der Hardware. Funktionierende Geräte landen in der Schublade oder im Elektroschrott, obwohl sie noch Jahre Dienst leisten würden. Wer diesen Mechanismus durchbrechen will, trennt Gerätekauf und Tarif voneinander.
Refurbished-Geräte und Reparierbarkeit als Alternative
Generalüberholte Geräte, sogenannte Refurbished-Modelle, verlängern den Lebenszyklus vorhandener Hardware und sind inzwischen eine etablierte Beschaffungsoption – auch für Unternehmen. Ergänzend lohnt der Blick auf die Reparierbarkeit: Lassen sich Akku und Display tauschen, gibt der Hersteller Ersatzteile und Update-Zusagen? Der Runde Tisch Reparatur und ähnliche Initiativen geben Orientierung, und einige Hersteller bauen inzwischen gezielt kreislauffähige Smartphones. Ein reparierbares oder generalüberholtes Gerät plus Tarif ohne Gerätezwang ist die derzeit konsequenteste Kombination.
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Warum ist die eSIM die ressourcenschonendere SIM?
Weil bei der eSIM Kartenkörper, Kartenträger, Verpackung und Versand komplett entfallen. Die eSIM ist fest im Gerät verbaut, das Tarifprofil wird digital aktiviert – per QR-Code oder direkt in der App des Anbieters. Der Standard wird von der GSMA, dem weltweiten Verband der Mobilfunkbranche, gepflegt und ist in den meisten aktuellen Smartphones verfügbar.
Kein Kartenkörper, keine Verpackung, kein Versand
Die klassische SIM-Karte steckt in einem Plastikträger im Kreditkartenformat – genutzt wird davon nur der winzige Chip, der Rest ist Abfall. Dazu kommen Umverpackung und Briefversand. Die eSIM ersetzt all das durch einen digitalen Vorgang und ist damit sofort startklar. Alle EDEKA smart Tarife sind als eSIM erhältlich; wer weiterhin eine physische Karte bevorzugt, bekommt sie nach Anbieterangaben mit halbiertem Kartenträger und in recycelbarer Verpackung aus Graspapier geliefert.
Was beim Gerätewechsel zu beachten ist
Beim Wechsel auf ein neues Smartphone wird das eSIM-Profil übertragen oder neu aktiviert – der genaue Ablauf hängt vom Anbieter ab und läuft meist über App oder Kundenservice. Vor dem Wechsel sollten Nutzer prüfen, ob das neue Gerät eSIM unterstützt, und das alte Profil nach erfolgreicher Übertragung löschen. Wer das Gerät verkauft oder weitergibt, entfernt das Profil vollständig, damit keine persönlichen Daten zurückbleiben.
Welche günstigen Prepaid-Tarife gibt es – und worin unterscheiden sie sich?
Günstige Prepaid-Tarife beginnen je nach Datenvolumen bei rund 10 € pro 4 Wochen. Im Kern stehen vier Tarifmodelle zur Wahl, die sich in Bindung, Gerätekopplung und Ressourcenbedarf deutlich unterscheiden:
Prepaid-Paket mit Allnet-Flat: kein Gerät enthalten, als SIM oder eSIM, keine Bindung, jederzeit anpassbar. Geringster Ressourcenbedarf, weil das vorhandene Gerät weitergenutzt wird.
Prepaid-Jahrespaket: Vorauszahlung für ein Jahr, umgerechnet meist günstiger, dafür weniger flexibel. Ebenfalls ohne Gerät – passend für Nutzer mit stabilem, geringem Bedarf.
SIM-only-Laufzeitvertrag: ohne Gerät, aber mit Mindestlaufzeit. Eine Anpassung ist meist erst zum Vertragsende möglich.
Laufzeitvertrag mit subventioniertem Gerät: Gerät inklusive, was den vorzeitigen Neukauf fördert. Höchster Ressourcenbedarf der vier Modelle.
Welcher Tariftyp passt, hängt vom Nutzungsprofil ab: Wenignutzer fahren mit einem kleinen Paket oder Jahrespaket am günstigsten, für eine Zweitnummer reicht ein schlankes Prepaid-Angebot, und Vielnutzer wählen ein größeres Datenpaket mit Allnet-Flat. Wichtigstes Auswahlkriterium bleibt dabei die Netzqualität am eigenen Standort – erst dann lohnt der Blick auf konkrete Angebote wie die Prepaid Tarife im Vergleich. Technische Standards wie VoLTE und WLAN-Call sollten bei allen Varianten enthalten sein.
Was bedeutet Ökostrom im Mobilfunknetz?
Damit ist gemeint, dass der Betreiber den Strom für den Netzbetrieb aus erneuerbaren Energien bezieht. Das senkt die Belastung, macht den Mobilfunk aber nicht emissionsfrei – und die Angaben dazu stammen von den Anbietern selbst.
Wo der Energieverbrauch im Mobilfunk tatsächlich anfällt
Der Stromverbrauch entsteht vor allem an den Basisstationen, in Rechenzentren und in der Übertragungstechnik – also dort, wo Daten rund um die Uhr bewegt werden. Hinzu kommt das Laden der Endgeräte auf Nutzerseite. Der Datenverkehr wächst kontinuierlich, gleichzeitig arbeiten moderne Netzgenerationen wie 5G effizienter pro übertragenem Datenvolumen. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht regelmäßig Daten zum Stand des Netzausbaus in Deutschland.
Wie Anbieterangaben einzuordnen sind
Ökostrom kann direkter Bezug aus erneuerbaren Anlagen bedeuten oder den Erwerb von Herkunftsnachweisen – beides ist nicht gleichwertig und von außen kaum zu prüfen. Deshalb gilt: Solche Angaben sind Anbieterangaben, keine unabhängig geprüfte Bilanz. EDEKA smart gibt beispielsweise an, dass das genutzte Netz mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben wird. Seriös ist, wer solche Angaben transparent macht, statt von klimaneutralem Mobilfunk zu sprechen – den gibt es nicht.
Warum sind Tarife ohne Vertragsbindung die flexiblere und sparsamere Wahl?
Weil sie sich jederzeit anpassen oder auslaufen lassen, ohne Kündigungsfristen und ohne Restlaufzeiten. Keine Vertragsbindung heißt dabei nicht, dass der Tarif automatisch ausläuft – er verlängert sich je Zeitraum, bis er gekündigt wird oder die Aufladung ausbleibt.
Kein Gerätezwang, kein Mindestlaufzeit-Reflex
Ohne Mindestlaufzeit entfällt der automatische Wechselimpuls zum Vertragsende. Es gibt kein subventioniertes Gerät, das „rausgeholt“ werden will, und keinen Anreiz, funktionierende Hardware zu ersetzen. Der Tarif bleibt so lange im Einsatz, wie er zum Bedarf passt – nicht so lange, wie es der Vertrag vorschreibt.
Bedarfsgerecht statt überdimensioniert
Prepaid-Nutzer zahlen nur für das, was sie tatsächlich brauchen, und wechseln bei geändertem Bedarf zwischen den Paketgrößen. Ist das Datenvolumen vorzeitig aufgebraucht, wird die Geschwindigkeit gedrosselt oder Volumen nachgebucht – automatische Zusatzkosten entstehen nicht. EU-Roaming ist in der Regel inklusive; ob einzelne Länder wie die Schweiz einbezogen sind, steht in den jeweiligen Tarifdetails.
Kostenkontrolle im 4-Wochen-Takt
Prepaid-Tarife werden in 4-Wochen-Zeiträumen abgerechnet, das ergibt 13 Abrechnungszeiträume pro Jahr. Pro Zeitraum wird das Paket entweder per Guthaben oder Abbuchung bezahlt – die Ausgaben bleiben damit jederzeit planbar und deckelbar. Die Tarife von EDEKA smart starten bei rund 10 € pro 4 Wochen; vom kombi M 5G über den kombi L 5G bis zum kombi XL 5G skaliert das Datenvolumen mit dem Bedarf, daneben gibt es Jahrespakete für Nutzer mit konstant geringem Verbrauch. Die aktuellen Konditionen stehen auf der Tarifseite des Anbieters.
Wie richten Gründerteams ihren Mobilfunk sinnvoll ein?
Am besten mit klaren Trennungen und flexiblen Karten: Mobilfunk ist für junge Unternehmen eine Beschaffungsentscheidung, die sich am tatsächlichen Bedarf und an der Liquidität orientiert – nicht an Vertragslogiken, die für Konzernstrukturen gedacht sind.
Zweitnummer statt Zweitgerät – privat und geschäftlich trennen
Die meisten aktuellen Smartphones beherrschen Dual-SIM, häufig als Kombination aus physischer Karte und eSIM. Damit laufen private und geschäftliche Nummer auf demselben Gerät: keine zweite Hardware, kein zweites Ladegerät, keine doppelte Anschaffung. Die berufliche Erreichbarkeit lässt sich über die SIM-Einstellungen steuern, Feierabend inklusive.
SIM-Karten für Werkstudenten, Praktika und saisonale Rollen
Für befristete Rollen sind Prepaid-Karten die sauberste Lösung: aktivieren, nutzen, bei Bedarf auslaufen lassen. Es entstehen keine Restlaufzeiten, wenn ein Praktikum endet oder eine Saisonkraft geht. Das Unternehmen beschafft exakt so viele Anschlüsse, wie es gerade braucht – und gibt sie genauso unkompliziert wieder ab.
Warum bei Prepaid keine Bonitätsprüfung nötig ist
Weil im Voraus gezahlt wird, entsteht für den Anbieter kein Kreditrisiko – eine Bonitätsprüfung entfällt. Das ist für junge Unternehmen ohne Geschäftshistorie ein praktischer Vorteil, denn frisch gegründete Gesellschaften scheitern bei Vertragsabschlüssen mitunter an genau dieser Prüfung. Unabhängig davon gilt die gesetzliche Identifikationspflicht: Die Freischaltung erfolgt per VideoIdent oder Postident, anonym ist Prepaid also nicht.
Planbare Fixkosten bei knapper Liquidität
In der Frühphase zählt jede planbare Ausgabe. Prepaid-Tarife liefern feste, niedrige Beträge pro 4 Wochen ohne Nachbelastungen und ohne Verhandlungsaufwand. Wächst das Team, kommen Karten hinzu; schrumpft es, laufen sie aus. Die Mobilfunkkosten skalieren damit eins zu eins mit der Unternehmensgröße – ein Luxus, den Laufzeitverträge nicht bieten.
Was zählt beim Thema Nachhaltigkeit in der Beschaffung?
Statt auf Siegel und Versprechen lohnt der Blick auf konkrete, prüfbare Kriterien. Fünf Fragen genügen für eine erste Einordnung:
Nutzungsdauer: Wie lange bleiben Geräte im Unternehmen im Einsatz – und was spricht gegen einen früheren Wechsel?
Reparierbarkeit: Gibt es Ersatzteile, Update-Zusagen und bezahlbare Reparaturwege?
Verpackung: Wie viel Material kommt mit Tarif und Hardware ins Haus – und aus was besteht es?
Rücknahme: Gibt es Wege, alte Geräte fachgerecht zurückzugeben oder recyceln zu lassen?
Transparenz: Kennzeichnet der Anbieter seine Nachhaltigkeitsangaben nachvollziehbar, statt pauschale Klimaversprechen zu machen?
Wer diese Punkte konsequent abfragt, trifft bessere Entscheidungen als mit jeder Siegel-Sammlung – und trennt belastbare Angaben von Marketing.
Nachhaltigkeitskriterien im Tarifvergleich
Ein sachlicher Blick auf vier verbreitete Prepaid-Angebote zeigt, wie unterschiedlich die Kombination aus Netz, SIM-Form und Transparenz ausfällt. Die Nachhaltigkeitsangaben stammen jeweils von den Anbietern und sind als solche zu lesen:
Anbieter
Genutztes Netz
eSIM verfügbar
Vertragsbindung
Nachhaltigkeitsangaben des Anbieters
EDEKA smart
Telekom-Netz (5G)
Ja, für alle Tarife
Keine
Nach Anbieterangaben: Graspapier-Verpackung, halbierter SIM-Kartenträger, Netzbetrieb mit Ökostrom, 1 € je verkauftem Startset für das WWF-Projekt „Urwald von morgen“ in der Uckermark
ALDI TALK
O2-Netz
Ja, nach Anbieterangaben
Keine
Keine vergleichbar konkreten tarifbezogenen Angaben
Lidl Connect
Vodafone-Netz
Ja, nach Anbieterangaben
Keine
Keine vergleichbar konkreten tarifbezogenen Angaben
congstar Prepaid
Telekom-Netz
Ja, nach Anbieterangaben
Keine
Keine vergleichbar konkreten tarifbezogenen Angaben
Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und bildet den Stand der jeweils öffentlich gemachten Angaben ab. Alle vier Angebote funktionieren ohne Vertragsbindung; die Unterschiede liegen im genutzten Netz und in der Transparenz der Nachhaltigkeitskommunikation. Wer Netzqualität, eSIM und Flexibilität zusammen sucht, findet bei EDEKA smart die passende Kombination – während andere Anbieter mit eigener Preisstruktur oder regionaler Netzabdeckung punkten können. Entscheidend bleibt der Empfang am eigenen Standort.
Checkliste: In sechs Schritten zum ressourcenschonenden Mobilfunk-Setup
Mit der folgenden Reihenfolge stellen Sie Ihren Mobilfunk – privat wie im Unternehmen – auf eine ressourcenschonende Basis:
Gerät prüfen, statt zu wechseln: Funktioniert das vorhandene Smartphone noch zuverlässig? Dann weiter nutzen.
Tarif ohne Gerätekopplung wählen: Trennen Sie Tarif und Hardware, damit kein Austauschzwang entsteht.
eSIM nutzen, wenn möglich: Unterstützt Ihr Gerät den Standard, entfallen Karte, Verpackung und Versand.
Tarifgröße am realen Verbrauch ausrichten: Prüfen Sie Ihren tatsächlichen Datenverbrauch, statt Volumen auf Vorrat zu kaufen.
Anbieterangaben einordnen: Lesen Sie Angaben zu Strom, Verpackung und Projekten als das, was sie sind – Selbstauskünfte des Anbieters.
Altgeräte fachgerecht abgeben: Geben Sie ausgediente Hardware zurück in den Handel, in die Reparatur oder ins Recycling – nicht in die Schublade.
Keiner dieser Schritte erfordert Aufwand im Alltag – zusammengenommen verändern sie die Bilanz spürbar.
Häufige Fragen zu nachhaltigem Mobilfunk und Prepaid-Tarifen
Was macht einen Mobilfunktarif nachhaltig?
Vor allem, dass er keinen Gerätewechsel erzwingt, ohne Plastikkarte auskommt und sich an den tatsächlichen Bedarf anpassen lässt. Der Tarif ist dabei der Hebel, das Gerät der größte Faktor.
Welche günstigen Prepaid-Tarife gibt es?
Üblich sind Allnet-Flat-Pakete im 4-Wochen-Takt und Jahrespakete mit Vorauszahlung. Bei EDEKA smart starten die kombi-Tarife bei rund 10 € pro 4 Wochen.
Welche Prepaid-Tarife gibt es als eSIM?
Alle EDEKA smart Tarife sind als eSIM erhältlich. Auch andere Anbieter wie ALDI TALK, Lidl Connect oder congstar führen eSIM-Optionen nach eigenen Angaben im Angebot.
Ist eine eSIM wirklich nachhaltiger als eine SIM-Karte?
Ja, denn es entfallen Kartenkörper, Verpackung und Versand. Die Aktivierung läuft digital per QR-Code oder App – die eSIM ist damit sofort startklar.
Ist Prepaid günstiger als ein Laufzeitvertrag?
Häufig ja, weil kein Gerätepreis mitfinanziert wird und nur der tatsächliche Bedarf bezahlt wird. Wer ohnehin ein vorhandenes Gerät nutzt, fährt mit Prepaid in der Regel günstiger.
Welches Netz nutzt EDEKA smart?
Das 5G-Netz der Telekom. EDEKA smart ist dabei kein eigener Netzbetreiber, sondern nutzt die Infrastruktur des D-Netzes.
Brauche ich für einen Prepaid-Tarif eine Bonitätsprüfung?
Nein. Da im Voraus gezahlt wird, entfällt die Prüfung. Die gesetzlich vorgeschriebene Identifikation per VideoIdent oder Postident ist davon unabhängig und bleibt Pflicht.
Lohnt sich eine Zweitnummer für Selbstständige?
Ja. Sie trennt Geschäftliches von Privatem auf demselben Gerät – per Dual-SIM oder eSIM, ohne dass ein zweites Smartphone nötig wird.
Wie funktioniert die Abrechnung bei Prepaid?
In 4-Wochen-Zeiträumen, was 13 Abrechnungszeiträume pro Jahr ergibt. Bezahlt wird pro Zeitraum per Guthaben oder Abbuchung – die Kosten bleiben jederzeit planbar.
Was passiert mit dem Tarif, wenn das Team wächst oder schrumpft?
Prepaid lässt sich jederzeit anpassen oder auslaufen lassen, ohne Kündigungsfristen. Neue Mitarbeitende bekommen einfach eine weitere Karte, frei werdende Anschlüsse laufen aus.
Fazit
Nachhaltiger Mobilfunk ist keine einzelne Entscheidung, sondern eine Reihenfolge: Erst das Gerät lange nutzen, dann Tarif und Hardware entkoppeln, dann auf die SIM-Form achten, zuletzt auf den Netzbetrieb. Prepaid-Tarife ohne Vertragsbindung passen in diese Logik, weil sie flexibel bleiben, Kosten deckeln und keinen Gerätewechsel erzwingen. Wer Netzqualität, eSIM und Flexibilität zusammen sucht, findet bei EDEKA smart die passende Kombination – mit Tarifen ab rund 10 € pro 4 Wochen im 5G-Netz der Telekom. Der Rest ist konsequente Nutzung: reparieren statt ersetzen, bedarfsgerecht statt überdimensioniert buchen.
Buzz Hive will die Stuhlmiete digitalisieren und damit in der Beauty-Branche freie Salonplätze einfacher mit selbstständigen Profis zusammenbringen.
Können Sie Buzz Hive kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für die Plattform entstanden ist?
Buzz Hive ist der Marktplatz für Stuhlmiete in der Beauty-Branche: Salons vermieten freie Stühle und Arbeitsplätze tageweise oder fest an selbstständige Beauty-Profis — mit Vertrag, Bezahlung und Beleg in einem. Die Idee entstand aus einer einfachen Beobachtung: In fast jedem Salon steht ein Stuhl leer und kostet Monat für Monat Geld, während gleichzeitig viele Friseurinnen, Kosmetikerinnen und Nageldesignerinnen händeringend einen bezahlbaren Platz suchen. Beide finden sich heute nur über Kleinanzeigen, Zuruf oder Zufall.
Der Anstoß kam beim Friseur bei uns auf dem Dorf — schon wieder einer, der aufgeben musste, und wie fast immer standen dort mehrere Stühle leer. Personal einstellen war für den Salon keine Lösung, das steht an ruhigen Tagen nur herum. Vermieten aber schon. Dazu kam eine eigene Erfahrung: Meine Hochzeitsfriseurin hat mir die Frisur in unserer Waschküche gemacht — schlechter Stuhl, schlechtes Licht, kein vernünftiger Spiegel. Sie hätte für den Tag einfach einen Platz im Salon mieten können, und der Salon hätte daran verdient. Als wir daraufhin recherchiert haben, war klar: Stuhlmiete gibt es längst, nur organisiert sie niemand.
Wer steht hinter Buzz Hive, und welche Erfahrungen bringen Sie in den Aufbau des Unternehmens ein?
Hinter Buzz Hive stehen wir als Familienunternehmen: mein Mitgründer Viktor Straile und ich.
Viktor hat Informatik studiert und arbeitet seit knapp sieben Jahren als Softwareentwickler. Plattform, Buchung und Zahlungsabwicklung hat er selbst gebaut — deshalb konnten wir überhaupt ohne fremdes Kapital anfangen.
Ich komme aus dem Einzelhandel: Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau, danach bei Triumph bis zur Filialleitung hochgearbeitet, zuletzt Storemanagerin bei einem internationalen Modeunternehmen. Fläche, Team, Umsatz, Kundschaft — ich weiß aus zehn Jahren Praxis, wie schnell aus einer ungenutzten Fläche ein Problem wird und wie viel Arbeit hinter einem Laden steckt, der läuft. Daneben stehe ich seit meiner Jugend als Musikerin auf der Bühne; bei Buzz Hive verantworte ich das Kreative, die Marke und die Kommunikation.
Wir bauen Buzz Hive bewusst ohne fremdes Kapital auf — das zwingt uns, vom ersten Tag an nah an den echten Problemen der Branche zu arbeiten statt an Pitchdecks.
Welche Vision verfolgen Sie mit Buzz Hive für die Beauty-Branche?
Wir wollen, dass Selbstständigkeit in der Beauty-Branche so einfach wird wie das Buchen eines Termins. Heute scheitern viele talentierte Profis nicht am Können, sondern an Startkapital, Jahresverträgen und rechtlicher Unsicherheit. Unsere Vision ist eine Branche, in der ein leerer Stuhl und ein motivierter Profi in Minuten zueinanderfinden — transparent, rechtssicher und ohne dass jemand dafür einen Kredit aufnehmen muss.
Sie bringen freie Salonplätze mit selbstständigen Beauty-Profis zusammen. Welches Problem möchten Sie damit auf beiden Seiten lösen?
Auf der Salonseite: Ein unbesetzter Stuhl verursacht laufende Kosten für Miete, Strom und Fläche, bringt aber nichts ein — und die Suche nach einem passenden Mieter ist mühsam, von der Kleinanzeige bis zur Vertragsfrage. Auf der Profiseite: Wer sich selbstständig machen will, steht vor hohen Hürden — Startkapital, lange Vertragsbindungen und die reale Gefahr, bei falsch aufgesetzter Stuhlmiete in die Scheinselbstständigkeit zu rutschen. Buzz Hive löst beides mit einem Standard: einheitliche Vertragsbasis, transparente Preise, abgesicherte Zahlung.
An welche Beauty-Profis richtet sich Ihr Angebot besonders, und welche Vorteile bietet ihnen die flexible Buchung gegenüber einem eigenen Salon?
An selbstständige Friseurinnen und Friseure — mit Meistertitel oder über Wege wie die Altgesellenregelung — sowie an Kosmetik, Nageldesign und Make-up, die zulassungsfrei arbeiten. Der Kernvorteil: Fixkosten, die mit der Auslastung wachsen statt vor ihr. Wer bei uns startet, mietet ein bis zwei Tage pro Woche statt eines ganzen Ladens, testet Standort und Zusammenarbeit und stockt auf, wenn der Kundenstamm wächst. Ein eigener Salon bedeutet Investitionen von oft 15.000 bis 80.000 Euro vor dem ersten Kunden — ein Stuhl bei uns bedeutet einen Tagessatz.
Salonbetreiber können ungenutzte Stühle oder Räume vermieten. Wie möchten Sie diese davon überzeugen, ihre freien Kapazitäten über Buzz Hive anzubieten?
Die Rechnung überzeugt schneller als jedes Verkaufsargument: Jede Woche Leerstand ist verschenktes Geld. Was Salonbetreiber bisher abhält, ist der Aufwand — Anzeigen schalten, Anfragen sortieren, Verträge aufsetzen, Zahlungen hinterherlaufen. Genau diese Arbeit nimmt Buzz Hive ab. Zusätzlich setzen wir zum Start ein klares Zeichen: Die ersten 50 Salons bilden unser Hive Squad und zahlen im ersten Jahr nur die halbe Provision — Frühzugang und direkter Draht zum Gründerteam inklusive.
Ein Marktplatz funktioniert nur, wenn Angebot und Nachfrage gleichzeitig wachsen. Wie wollen Sie diese Herausforderung beim Start lösen?
Wir starten Stadt für Stadt statt überall gleichzeitig — Dichte schlägt Reichweite. Und wir haben bewusst mit Wissen statt mit Software begonnen: Unsere Ratgeber zu Stuhlmiete, Verträgen und Steuern und unser kostenloser Mustervertrag werden bereits täglich über Google gefunden und bauen auf beiden Marktseiten Vertrauen auf, bevor die erste Buchung stattfindet. Die Warteliste führen wir nach Rollen getrennt, sodass wir pro Stadt genau sehen, wann Angebot und Nachfrage zusammenpassen — erst dann schalten wir frei.
Was unterscheidet Buzz Hive von klassischen Stuhlmietmodellen oder der direkten Vermietung zwischen Salon und Selbstständigen?
Die klassische Stuhlmiete läuft per Handschlag oder Kleinanzeige — und genau da entstehen die Probleme: mündliche Absprachen, unklare Kosten, Verträge aus dem Internet, die im Ernstfall nicht halten, und das Dauerthema Scheinselbstständigkeit. Bei Buzz Hive sind Vertrag, Preis und Stornobedingungen fester Bestandteil jeder Buchung. Ein Beispiel, auf das wir stolz sind: Einmal vereinbarte Stornobedingungen kann der Salon nachträglich nicht mehr zulasten des Mieters verschlechtern — was gebucht ist, gilt.
Buchung und Bezahlung sollen über die Plattform abgewickelt werden. Welche Rolle spielen Einfachheit und Vertrauen für Ihr Geschäftsmodell?
Sie sind das Geschäftsmodell. Zwischen zwei Selbstständigen, die sich noch nicht kennen, ist die größte Hürde nicht der Preis, sondern das Risiko: Kommt das Geld? Gilt die Absprache? Wer haftet? Deshalb läuft die Zahlung abgesichert über die Plattform, der Beleg entsteht automatisch, und die Konditionen stehen vor der Buchung fest. Einfachheit heißt für uns: Ein Profi bucht einen Stuhl so unkompliziert, wie Kundinnen bei ihm einen Termin buchen.
Buzz Hive möchte Stadt für Stadt wachsen. Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, wo die Plattform als Nächstes startet?
Nach Daten statt Bauchgefühl: Wir messen pro Stadt die Nachfrage über Suchvolumen und unsere Warteliste und das Angebot über aktive Inserate und Salondichte. Berlin führt in unserer Auswertung deutlich und ist deshalb die erste Zelle, Leipzig die zweite. Danach geht es dort weiter, wo beide Seiten der Warteliste zuerst die kritische Masse erreichen — lieber wenige Städte, in denen es wirklich funktioniert, als viele, in denen niemand jemanden findet.
Welche langfristige Entwicklung sehen Sie für Buzz Hive, und könnte das Modell die Selbstständigkeit in der Beauty-Branche verändern?
Davon sind wir überzeugt. Die Branche erlebt gerade denselben Wandel wie viele andere: weg von der Festanstellung als einzigem Weg, hin zu flexibler, selbstbestimmter Arbeit. Was fehlt, ist die Infrastruktur dafür — und genau die bauen wir. Langfristig soll Buzz Hive der Ort sein, an dem jede Form von Beauty-Arbeitsplatz gehandelt wird: vom einzelnen Stuhl über den Behandlungsraum bis zur Salonübernahme, wenn eine Inhaberin in den Ruhestand geht und keine Nachfolge findet.
Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die einen digitalen Marktplatz von Grund auf aufbauen möchten?
Erstens: Baut Vertrauen vor dem Produkt. Ein Marktplatz ohne Nutzer ist wertlos, aber Wissen, das die Zielgruppe wirklich braucht, wird vom ersten Tag an gefunden — und macht euch zur Anlaufstelle, bevor es etwas zu buchen gibt. Zweitens: Behandelt beide Marktseiten als eigene Produkte mit eigener Ansprache und eigenen Anreizen — was Salons überzeugt, ist nicht das, was Profis überzeugt. Drittens: Macht rechtliche Klarheit zum Feature statt zum Kleingedruckten. In Branchen mit echten Rechtsrisiken ist „bei uns bist du auf der sicheren Seite“ das stärkste Verkaufsargument überhaupt.
Foto Jennifer und Viktor Straile Bildcredits: privat (Buzz Core Holding GmbH)
Wir bedanken uns bei Jennifer und Viktor Straile für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
Premium Start-up: Buzz Hive
Kontakt:
Buzz Core Holding GmbH
Hallstedter Straße 8
27211 Bassum
Deutschland
Das 2021 in Münster gegründete PropTech-Unternehmen syte hat eine Series-A-Finanzierungsrunde über 9 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Runde von amberra, dem Venturing Studio der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken, neu mit an Bord ist die NRW.BANK. Mit dem Kapital will syte seine KI-gestützte Plattform für Grundstücks- und Immobilienanalysen über Deutschland hinaus in weitere europäische Märkte bringen.
amberra führt die Runde an, NRW.BANK steigt neu ein
Finanzierungssumme: 9 Millionen Euro
Runde: Series A
Lead-Investor: amberra, Venturing Studio der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken
Neuinvestor: NRW.BANK
Bestandsinvestoren: Schwarz Gruppe, High-Tech Gründerfonds (HTGF), vent.io, Vantage Value
syte bringt Grundstücks- und Immobiliendaten mit einer selbst entwickelten KI zusammen und macht sie für Projektentwickler, Banken und Makler nutzbar. Die Plattform prüft, was auf einem Grundstück gebaut werden darf, welche rechtlichen Vorgaben greifen und ob ein Bau- oder Sanierungsvorhaben wirtschaftlich tragfähig ist – Prüfschritte, die in der Praxis bislang Wochen dauern können, verkürzt syte nach eigenen Angaben auf Minuten.
Der Differenzierungsfaktor liegt in der Automatisierung der frühen Planungsphase: von der Einschätzung des Bebauungspotenzials über die Baurechtsprüfung bis zur Wirtschaftlichkeitsanalyse. syte ist deutschlandweit verfügbar und bildet nach eigenen Angaben mehr als 62 Millionen Grundstücke ab. Über 200 Kundinnen und Kunden nutzen die Plattform für Standortbewertungen, Investitionsentscheidungen und die Analyse von Bestandsimmobilien, etwa im Hinblick auf Sanierungsbedarf oder verfügbare Fördermittel. Der wiederkehrende Umsatz (ARR) hat sich laut Unternehmensangaben im Jahresvergleich verdoppelt.
„Wie Grundstücke und Bestandsobjekte bislang geprüft und bewertet werden, kostet die Immobilien- und Finanzbranche viel Zeit und Geld. Wer seine Prozesse hier digitalisiert, bestimmt mit darüber, was in Deutschland und Europa künftig noch gebaut wird“, sagt Matthias Zühlke, CEO von syte.
Genossenschaftliche FinanzGruppe setzt auf die Datenplattform
Für amberra ist die Beteiligung an syte das sechste Investment seit Auflegung des Fonds 2024 – und zugleich ein Einstieg in ein Netzwerk, das für die genossenschaftliche FinanzGruppe strategisch relevant ist: Mehrere Genossenschaftsbanken setzen syte bereits im Immobilienvertrieb ein. „Das Immobiliengeschäft hat eine hohe strategische Bedeutung für die genossenschaftliche FinanzGruppe. syte macht Potenziale von Grundstücken und Gebäuden auch mit Hilfe von KI frühzeitig sichtbar und ermöglicht es Banken, schneller und datenbasiert zu beraten“, sagt Björn Schmuck, Geschäftsführer von amberra.
Dass neben dem neuen Lead-Investor auch alle Bestandsinvestoren – von der Schwarz Gruppe bis zum HTGF – erneut investieren, deutet auf ein hohes Vertrauen in die bisherige Entwicklung des Unternehmens hin, das binnen weniger Jahre von einer Pre-Seed-Finanzierung über eine Seed-Runde zur Series A vorangeschritten ist.
Von Münster nach Europa: die nächsten Schritte
Mit dem frischen Kapital treibt syte zwei Dinge parallel voran: die technologische Weiterentwicklung der Plattform – insbesondere die konsequente Automatisierung der Planungsphasen – und den Schritt über den deutschen Markt hinaus nach Europa. Langfristig will das Unternehmen den gesamten Prozess vor dem eigentlichen Bau eines Objekts digital abbilden. „Mit amberra haben wir einen starken Investor an unserer Seite, der versteht, wie zentral verlässliche Daten im Immobiliengeschäft sind, und uns zugleich Zugang zu einem Netzwerk aus Hunderten Genossenschaftsbanken verschafft“, so Zühlke.
FAQ
Wie viel Kapital hat syte eingesammelt?
syte hat in seiner Series-A-Runde 9 Millionen Euro eingesammelt. Zuvor hatte das Unternehmen bereits eine Pre-Seed- (2,6 Mio. Euro) und eine Seed-Runde (5 Mio. Euro) abgeschlossen.
Wer sind die Investoren von syte?
Die Runde wird angeführt von amberra, dem Venturing Studio der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Neu beteiligt ist die NRW.BANK, zudem investieren die Bestandsinvestoren Schwarz Gruppe, High-Tech Gründerfonds (HTGF), vent.io und Vantage Value erneut.
Was macht syte?
syte ist eine KI-gestützte Plattform für Grundstücks- und Immobilienanalysen. Sie hilft Projektentwicklern, Banken und Maklern, frühzeitig zu prüfen, was auf einem Grundstück gebaut werden kann und ob ein Vorhaben wirtschaftlich tragfähig ist.
Wann wurde syte gegründet?
syte wurde 2021 in Münster gegründet.
Wofür wird das neue Kapital eingesetzt?
syte nutzt die Series-A-Finanzierung für die europäische Expansion sowie für den weiteren Ausbau der Automatisierung in der frühen Planungsphase von Bauprojekten.
Bild Die beiden Gründer David Nellessen (Gründer, CTO und Co-Geschäftsführer; links) und Matthias Zühlke (Gründer und Co-Geschäftsführer).
Quelle amberra GmbH Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell recherchiert und geprüft von der StartupValley-Redaktion.
Zeitmaker unterstützt Unternehmen dabei, die Forschungszulage einfacher und schneller zu beantragen. Dafür verbindet das Unternehmen eigene Software und KI mit persönlicher Beratung und einem erfolgsbasierten Geschäftsmodell.