Samstag, Juli 25, 2026
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Was macht SpotmyEnergy anders als klassische Energieversorger?

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SpotmyEnergy: Smart Meter für die Energiewende im Interview Jochen Schwill SpotmyEnergy

SpotmyEnergy bringt die Energiewende mit Smart Meter in private Haushalte und entwickelt intelligente Energielösungen, die Stromverbrauch automatisieren und Verbraucher aktiv in den Strommarkt der Zukunft einbinden

Herr Schwill, mit Next Kraftwerke haben Sie eines der größten virtuellen Kraftwerke Europas aufgebaut und später an Shell verkauft. Was hat Sie motiviert, mit SpotmyEnergy erneut ein Unternehmen im Energiesektor zu gründen?

Ich kann sagen, ich bin ein Gründer aus Leidenschaft. Mir macht es wirklich Spaß ein Unternehmen aufzubauen, mit dem ich von der Idee zum praktischen Erfolg komme. Zusammen mit einem hochmotivierten Team einen Beitrag für die Energiewende zu leisten, ist für mich ein echtes Privileg.

Viele Unternehmer würden sich nach einem Exit dieser Größenordnung zurückziehen. Warum haben Sie sich stattdessen für einen Neuanfang entschieden?

In der Zeit zwischen Next Kraftwerke und SpotmyEnergy habe ich gemerkt, wie sehr ich operative Arbeit brauche. Ich habe über die letzten Jahre einige Angel-Investments gemacht, aber das war für mich immer ein spannender Zusatz, nie ein Ersatz für Hands-on Arbeit. Seit der Gründung von SpotmyEnergy ist mein Alltag wieder viel operativer. Mir gibt es einfach immer Energie, mit dem Team zusammen im Büro zu sein und Ideen in die Tat umzusetzen.

Welche Erfahrungen aus Ihrer Zeit bei Next Kraftwerke prägen heute die Entwicklung von SpotmyEnergy?

Da gibt es eine ganze Menge. Was mir direkt einfällt: die Nähe zum Kunden. Auch die Geschäftsführung muss den Kunden wirklich verstehen. Was sind die Bedürfnisse und wie können wir uns als Unternehmen so positionieren, dass eine langfristige Beziehung aufgebaut werden kann? So ist auch unser Geschäftsmodell bei SpotmyEnergy aufgebaut.

SpotmyEnergy möchte die Energiewende in die eigenen vier Wände bringen. Was bedeutet das konkret für Verbraucherinnen und Verbraucher?

Die Energiewelt von morgen ist digitaler und flexibler. Konkret heißt das: In Zukunft werden wir zum Beispiel mit günstigeren Strompreisen belohnt, wenn wir Energie flexibler verbrauchen. Ob das E-Auto am Abend oder nachts geladen wird, macht für die meisten keinen Unterschied. Für den Strompreis aber sehr wohl, weil zum Beispiel nachts oft viel günstiger Strom aus Wind produziert wird, der aber weniger Abnehmer findet.

Unsere Systeme sorgen dafür, dass Haushalte von dieser neuen Energiewelt profitieren, ohne dass sie dafür mehr Aufwand haben – zum Beispiel, indem das Auto automatisch dann geladen wird, wenn der Strom besonders grün und günstig ist. SpotmyEnergy bietet Haushalten alles aus einer Hand an, was sie für diese Energiewende im eigenen Zuhause brauchen. Das reicht von der Installation eines intelligenten Stromzählers (Smart Meter) über ein Energiemanagementsystem bis hin zu einem dynamischen Stromtarif. Wir kooperieren mit über 300 Handwerksbetrieben, um Anlagen wie Heimspeicher oder Photovoltaik schon bei der Installation bereit für die neue Energiewelt zu machen.

Mit welcher Vision sind Sie bei SpotmyEnergy angetreten, und wie möchten Sie diese in den kommenden Jahren verwirklichen?

Meine Vision bei der Gründung war es, SpotmyEnergy zum Stromversorger der nächsten Generation zu machen. Und das ist sie auch heute, knapp zwei Jahre nach Gründung noch. Unser System optimiert den Stromverbrauch unserer Kunden automatisch. Die Stromversorgung wird dadurch super günstig und grün. Wir integrieren unsere Kunden in den Strommarkt. Sie wirken dann zusammen wie eine riesige virtuelle Batterie, indem alle Haushalte zusammen gesteuert werden können, um Schwankungen am Strommarkt auszugleichen. Die Haushalte müssen dafür nichts tun, außer die technischen Voraussetzungen – Smart Meter und Energiemanagementsystem – im Haus einzubauen.

Hat der erfolgreiche Exit von Next Kraftwerke, Herr Schwill, die Gespräche mit Investoren erleichtert oder die Erwartungen an Ihr neues Unternehmen sogar erhöht?

Die Erwartungen der Investoren an ein Unternehmen sind immer hoch – auch wenn ich schon einen erfolgreichen Exit hinter mir habe. Die Erwartung habe ich im Übrigen auch an mich selbst: SpotmyEnergy soll die nächste Erfolgsgeschichte in der dezentralen Energiewende werden. Aber natürlich hilft es, Finanzierungsrunden und Investorengespräche schon hinter sich zu haben, um durch diese Erfahrungen konkrete Tipps im Umgang mit Investoren zu sammeln und sie dann anwenden zu können.

SpotmyEnergy setzt auf die Zusammenarbeit mit Installateuren und Handwerksbetrieben. Warum ist dieser Ansatz für die Energiewende besonders wichtig?

Mehr als vier von fünf PV-Anlagen, Heimspeicher oder Wallboxen werden in Deutschland nicht von den großen Playern, sondern von kleinen bis mittelgroßen Handwerksbetrieben mit enormem Fachwissen installiert. Entsprechend liegt hier der größte Hebel, die Energiewende so schnell wie möglich in die Privathaushalte zu bringen. Von dieser Kooperation profitieren alle: Durch die Zusammenarbeit mit uns können auch kleinere Betriebe Komplettlösungen inklusive Stromvertrag, Smart Meter und Energiemanagementsystem anbieten – und die Haushalte bekommen einen Dienstleister vor Ort, der persönlich berät und bei der Umsetzung auf individuelle Bedürfnisse eingeht.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen aktuell beim Ausbau intelligenter Energielösungen in deutschen Haushalten?

Wenn ich hier eine Sache herausstellen möchte, ist das eindeutig der Smart-Meter-Rollout. Ende 2025 hatte gerade mal jeder 20. Haushalt in Deutschland einen intelligenten Zähler, der den Stromverbrauch mindestens viertelstündlich festhalten und automatisch übermitteln kann. Damit sind wir in Westeuropa einsames Schlusslicht. Smart Meter sind die Voraussetzung für dynamische Stromtarife, automatisches Laden von E-Autos in günstigen Zeitfenstern, eine bessere Vermarktung von Solarstrom nach Ende der EEG-Einspeisevergütung und noch vieles mehr. Auch deshalb haben wir uns entschieden, selbst zum wettbewerblichen Messstellenbetreiber zu werden. Das heißt im Klartext: Wir können bei unseren Kunden selbst einen neuen Stromzähler installieren.

Sie vertreten die Ansicht, dass private Haushalte auch ohne Subventionen von der Energiewende profitieren können. Warum wird dieses Potenzial Ihrer Meinung nach noch zu wenig diskutiert?

Was mir in Diskussionen immer wieder auffällt: Wir hängen gedanklich oft noch in der alten Stromwelt fest. Also in einer Welt, in der Haushalte einen Vertrag abschließen und einen festen Preis pro Kilowattstunde zahlen – völlig egal, wo oder wie der Strom produziert wird, den sie gerade nutzen. Als der Solarausbau in den 2000er Jahren begann, wurden Förderungen wie die Einspeisevergütung noch im Rahmen dieser alten Energiewelt gestaltet.

In Zukunft müssen wir Energie genau anders herum denken: Haushalte nutzen ihren überschüssigen Solarstrom, um die eigenen – übrigens immer günstiger werdenden – Batterien zu laden. Oder sie laden ihr E-Auto vollautomatisch dann, wenn die PV-Anlage gerade richtig viel Strom produziert. Die größten Ersparnisse bringt es also nicht, den Strom einzuspeisen, sondern flexibel viel mehr davon selbst zu verbrauchen. Dass das inzwischen nicht nur möglich ist, sondern auch mit minimalem Aufwand automatisiert werden kann, ist den meisten nicht bewusst. Deshalb diskutieren wir immer noch über Strom, als wären wir in den 1990er Jahren.

Was unterscheidet SpotmyEnergy von anderen Anbietern im Bereich Smart Metering und Energiemanagement?

Wir haben, wie schon erwähnt, eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Installateuren. Kunden werden für ihre Anlagen bei bekannten und vertrauten Betrieben in ihrer Region gut beraten. So kann ihnen der Installateur nicht nur Zugang zur PV-Anlage verschaffen, sondern auch zu allem, was zum Strom sparen gehört, wie zum Beispiel Smart Meter, Energiemanagementsystem und dynamischer Tarif. Und das Ganze ohne einen Mehraufwand für die Kunden. Wir bieten unseren Partnerbetrieben herstelleroffene Hard- und Software, um möglichst vielen Kunden eine individuell passende Energielösung zu bieten und dabei immer die innovativsten Angebote bereitzustellen. Das trägt auch dazu bei, dass kleinere Betriebe zukunftssicher aufgestellt sind.

Welche Rolle werden private Haushalte künftig spielen, wenn sie zunehmend selbst Strom erzeugen, speichern und flexibel nutzen?

Die rund 42 Millionen Privathaushalte in Deutschland verbrauchen etwas mehr als ein Viertel des produzierten Stroms. Bisher tun sie das sehr viel berechenbarer, als das den meisten wahrscheinlich bewusst ist: Morgens und abends wird besonders viel verbraucht und spät nachts ist der Verbrauch besonders niedrig. Gleichzeitig wird aber mittags besonders viel Solarstrom produziert, und der Wind bläst nachts, wenn die meisten Lichter aus sind. Diese Phasen hoher Produktion und niedrigen Verbrauchs können Privathaushalte in Zukunft nutzen, um ihren Strompreis signifikant zu senken. Ein E-Auto kann zum Beispiel nachts genau dann geladen werden, wenn der Strompreis durch geringe Nachfrage niedrig ist.

Morgens ist es dann geladen, wenn man zur Arbeit fährt. In der Energiewelt der Zukunft bekommen solche Großverbraucher ihren Strom also dann, wenn er besonders günstig ist – vollautomatisch durch ein Energiemanagementsystem. Was das ganze besonders elegant macht: Dadurch, dass sie flexibel auf ein Über- oder Unterangebot reagieren, entlasten Privathaushalte das gesamte Stromnetz, indem sie helfen, teure Lastspitzen zu vermeiden und dadurch den Netzausbau zu begrenzen. Das kommt langfristig allen zugute, auch Haushalten ohne PV-Anlage oder E-Auto.

Wenn Sie heute auf den deutschen Energiemarkt blicken, Herr Schwill: Welche politische oder regulatorische Veränderung würde die Energiewende am stärksten beschleunigen?

Ich hatte ja gerade schon den Smart-Meter-Rollout als große Bremse für die Energiewende erwähnt. Wenn wir den Rollout flächendeckend umsetzen würden, wäre das für mich einer der größten Hebel, um vollständig von erneuerbaren Energien zu profitieren – und das ist nun mal die günstigste Energiequelle, die uns zur Verfügung steht. Die Bundesregierung hat zwar gesetzliche Ziele für den Einbau bei Haushalten mit Großverbrauchern wie Wallboxen oder Wärmepumpen festgelegt. Trotzdem hatte Ende 2025 gerade mal gut einer von 20 Haushalten in Deutschland einen Smart Meter. Für uns war das das Signal, nicht auf die Netzbetreiber zu warten, damit unsere Kunden an Smart Meter kommen. Als wettbewerblicher Messstellenbetreiber bieten wir eine schnelle Alternative für Haushalte, die zu intelligenten, flexiblen Energiekunden werden wollen. Ich bin fest davon überzeugt: Wenn wir die richtigen Anreize mit klaren gesetzlichen Vorgaben kombinieren, sind die privaten Haushalte nicht mehr aus der Energiewende wegzudenken.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die in einem regulierten Markt ein Unternehmen aufbauen möchten?

Erstens: Wisst stets über die Regulatorik in eurem Markt Bescheid. Regulierungsveränderungen können für ein Unternehmen wie eine technische Innovation wirken. Der Markt wird dann geöffnet und beantwortet die berühmte Investorenfrage „Why now?”. Das zeigt mir immer, dass ein Verständnis über die Regulatorik bis in die Geschäftsführung da sein muss. Zweitens: Seid euch bewusst, dass Regulierung immer etwas Zeit braucht und Entscheidungen sowie die damit einhergehenden Veränderungen meistens länger als erwartet dauern. Kalkuliert das – so gut es geht – in eure Geschäftspläne mit ein. Und drittes: Meistens entwickelt sich die Regulierung in die Richtung einer volkswirtschaftlich sinnvollen Lösung. Ich würde also immer versuchen ein Geschäftsmodell aufzubauen, welches volkswirtschaftlich insgesamt sinnvoll ist und welches nicht nur auf eine aktuelle, vielleicht unsinnige, Gesetzeslücke hin optimiert.

Bildcredits SpotmyEnergy

Wir bedanken uns bei Jochen Schwill für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

demoDAY 2026: Neun Startups präsentieren Innovationen in Aachen

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demoDAY 2026: Startups beim digitalHUB Aachen ausgezeichnet Bild Teilnehmende Startups und Partner beim demoDAY 2026 / Bildcredits/ Fotograf digitalHUB Aacheb e.V., Timo Bergs

Neun Startups präsentieren Innovationen beim demoDAY im Mediahuis Aachen

Aachen, 26. Juni 2026 – Beim demoDAY des digitalHUB Aachen kamen am 26. Juni 2026 im Mediahuis der Aachener Zeitung Startups, Unternehmen, Investor, Mentor und Innovationsinteressierte zusammen. Neun Startups präsentierten ihre Lösungen, Fortschritte und Visionen für die Zukunft und gaben dem Publikum einen direkten Einblick in digitale Innovationen aus Themenfeldern wie Industrial AI, Smart Enterprise, Aviation und 3D-Druck.

Auf der Bühne standen jeweils die drei Top-Startups aus den Programmen aixLAB, aixBOOST und digitalACCELERATOR. Der Abend markierte den Abschluss der aktuellen Programmrunde und zeigte, wie vielfältig und anwendungsnah die Startup-Landschaft in der Region Aachen ist.

Ergänzt wurde das Bühnenprogramm durch eine interaktive Startup-Ausstellung, bei der die Besucher mit den Gründer ins Gespräch kamen, Fragen stellten und neue Ansätze für Kooperationen entdeckten. Beim anschließenden Networking mit DJ und Cocktailbar bot der demoDAY Raum für Austausch, neue Kontakte und konkrete Anknüpfungspunkte zwischen Startups, Unternehmen und Unterstützer des regionalen Innovationsökosystems.

„Der demoDAY zeigt, wie viel unternehmerische Kraft und digitale Innovationskompetenz in unserer Region steckt. Wenn Startups, Unternehmen, Investor und Mentor zusammenkommen, entstehen genau die Verbindungen, die Innovationen in den Markt bringen“, sagt Michael Minis, Vorstandsmitglied des digitalHUB Aachen e.V. und Gründer von MOQO.

Auszeichnungen für die besten Startup-Pitches

Ein Höhepunkt des demoDAY 2026 war die Prämierung der besten Pitches aus den drei Programmen des digitalHUB Aachen.

Den besten Pitch aus dem Inkubationsprogramm aixLAB gewann FCTRY CLD mit einer lokalen, echtzeitfähigen Cloud-Lösung für produzierende Unternehmen. Das Team erhielt ein Preisgeld von 1.000 Euro, gestiftet vom TechVision Fonds.

Im Programm aixBOOST setzte sich Sourcera AI mit einer KI-Plattform für den strategischen Einkauf durch. Das Startup wurde mit einem Preisgeld von 2.000 Euro ausgezeichnet, ebenfalls vergeben vom TechVision Fonds.

Den Sieg im Programm digitalACCELERATOR sicherte sich FairUp mit einer Plattform für Karriereevents. Das Team erhielt 2.000 Euro Preisgeld von Dr. Neumann, Schmeer + Partner.

Publikumspreis geht an H2ALL

Auch das Publikum stimmte über seinen Favoriten des Abends ab. Die meisten Stimmen erhielt H2ALL. Das Startup entwickelt eine digitale Plattform, die Planung, Genehmigung und den Betrieb von grünen Wasserstoffanlagen vereinfacht.

Für diese Leistung wurde H2ALL mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, der mit 1.000 Euro dotiert ist und ebenfalls von Dr. Neumann, Schmeer + Partner vergeben wurde.

„Der demoDAY war für uns eine großartige Gelegenheit, unsere Lösung einem starken Netzwerk aus Unternehmen, Investor und Innovationsinteressierten zu präsentieren. Die Auszeichnung ist für uns eine wertvolle Bestätigung und motiviert uns, die nächsten Schritte mit noch mehr Rückenwind anzugehen“, sagt Antonia Spicher, Co-Founder von H2ALL.

Neun HUB-Stipendien für vielversprechende Startups

Ein weiterer Programmpunkt war die Vergabe von neun HUB-Stipendien durch Partner und Sponsor des digitalHUB Aachen. Das Bistum Aachen, DRK KV Städteregion Aachen, Interactive Pioneers, KPMG, Manage Now GmbH, NetAachen, die Sparkasse, die STAWAG und Zoho Corporation GmbH übernahmen jeweils eine Patenschaft.

Das HUB-Stipendium umfasst eine einjährige Startup-Business-Mitgliedschaft im digitalHUB Aachen. Die geförderten Startups erhalten Zugang zum Netzwerk des digitalHUB, können CoWorking- und Meetingräume nutzen sowie kostenlos oder vergünstigt an Workshops und Seminaren teilnehmen. Ziel ist es, junge Unternehmen bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle, beim Aufbau neuer Kontakte und auf ihrem Wachstumskurs zu unterstützen.

Die Stipendien gingen an FairUp, FCTRY CLD, needseeq, Sourcera AI, AET, PICOSHAPE, H2ALL, ONTHEGO und cyflux.

digitalHUB Aachen begleitet Startups auf ihrem Wachstumskurs

Nach dem erfolgreichen Abschluss des demoDAY arbeiten die neun Startups nun daran, ihre Lösungen weiter in den Markt zu bringen, Pilotkund zu gewinnen und neue Kooperationen aufzubauen. Der digitalHUB Aachen unterstützt sie dabei weiterhin mit seinem Netzwerk aus Unternehmen, Investor, Mentor und Partnern.

Der demoDAY wurde von der NRW.Bank als Haupt-Event-Sponsor sowie vom DRK KV Städteregion Aachen, Interactive Pioneers, Manage Now und Zoho als Flagship-Event-Sponsoren unterstützt.

Bild Teilnehmende Startups und Partner beim demoDAY 2026 / Bildcredits/ Fotograf digitalHUB Aacheb e.V., Timo Bergs

Quelle digitalHUB Aachen e.V.

150 Investoren, ein Signal: Venture Capital als Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands

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Capital for Innovation Summit stärkt Venture Capital Fotocredit: Futury | Markus Laubvogel

Capital for Innovation Summit bringt Investoren und Startup Factories zusammen

Frankfurt am Main, 25. Juni 2026 – Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit entscheidet sich zunehmend daran, wie erfolgreich Innovationen in skalierbare Unternehmen übersetzt werden. Eine zentrale Voraussetzung dafür ist ausreichendes Wachstumskapital. Vor diesem Hintergrund kamen beim Capital for Innovation Summit in Frankfurt erstmals rund 150 führende Akteure aus Family Offices, Stiftungen, Venture-Capital-Fonds, Unternehmen, Politik und Wissenschaft zusammen.

Gemeinsam mit Vertretern aller zehn nationalen Startup Factories diskutierten sie, wie Venture Capital in Deutschland als strategische Assetklasse weiterentwickelt und mehr langfristiges Kapital für Startups mobilisiert werden kann. Ausgerichtet wurde der Summit von Futury, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und UnternehmerTUM.

Venture Capital als strategische Assetklasse etablieren

Im Mittelpunkt der Vorträge, Diskussionen und Workshops standen vier zentrale Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen.

Institutionelle Investoren wie Stiftungen, Family Offices, Versicherungen und Versorgungswerke verfügen über erhebliches Potenzial, ihre Investitionen in Venture Capital auszubauen. Dafür braucht es mehr Transparenz, gezielte Weiterbildungsangebote sowie vereinfachte Governance- und Entscheidungsstrukturen.

Ein Beispiel dafür ist der gemeinsam von KfW Capital, der Frankfurt School of Finance & Management und Futury entwickelte Zertifikatsstudiengang Certified Venture Capital Expert, der institutionellen Investoren praxisnahes Wissen über Venture Capital vermittelt.

Professionelle Strukturen für Innovationen schaffen

Kapital allein reicht nach Ansicht der Teilnehmer nicht aus. Entscheidend sind professionelle Strukturen, der Zugang zu Netzwerken sowie die Fähigkeit, Innovationen erfolgreich zu skalieren.

Genau für diesen Austausch zwischen Investoren, Startups, Unternehmen und Wissenschaft wurden Futury sowie die weiteren Startup Factories ins Leben gerufen.

Öffentliche und private Investoren enger vernetzen

Ein weiterer Schwerpunkt war die stärkere Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Kapitalgebern.

Als wichtige Bausteine für mehr Wachstumsfinanzierung wurden unter anderem die WIN-Initiative, der High-Tech Gründerfonds (HTGF), der Wachstumsfonds II, Finanzierungsinstrumente des Deutschlandfonds sowie Programme gemeinsam mit KfW Capital und dem Europäischen Investitionsfonds genannt.

Kapitalmarkt als Wachstumsmotor stärken

Neben Venture-Capital-Fonds und Direktinvestitionen spielen funktionierende Exit- und IPO-Möglichkeiten eine entscheidende Rolle für ein leistungsfähiges Innovationsökosystem.

Kapitalmarktinstrumente sollen deshalb gezielt weiterentwickelt werden, um mehr Wachstumskapital für innovative Unternehmen in Deutschland bereitzustellen.

KfW sieht Venture Capital als Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit

Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe, betonte:

„Deutschland verfügt über ein starkes Fundament aus Innovation, Forschung sowie Industrie und Mittelstand – aber wir müssen diese Stärken in eine größere wirtschaftliche Dynamik übersetzen. Hierfür braucht es vor allem auch ein leistungsfähiges Venture-Capital-Ökosystem, gezielte Investitionen und eine Kultur, die Wandel als Chance begreift. Der Deutschlandfonds und die WIN-Initiative setzen wichtige Impulse für mehr Wachstums- und Innovationskapital aus Deutschland und fördern damit Wachstum und Wohlstand in unserem Land.“

Politik fordert bessere Rahmenbedingungen

Dr. Janina Jänsch, Abteilungsleiterin Mittelstand, Zukunftstechnologien und Startups im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, erklärte:

„Der Capital for Innovation Summit hat gezeigt: Der Wille, Venture Capital in Deutschland als strategische Anlageklasse zu verankern, ist vorhanden – quer durch Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Jetzt gilt es, die Rahmenbedingungen zu verbessern, um privates und institutionelles Kapital stärker für unsere hochinnovativen Startups und Scale-ups zu mobilisieren.“

UnternehmerTUM und Futury setzen auf Partnerschaften

Prof. Dr. Helmut Schönenberger, CEO von UnternehmerTUM, sagte:

„Technologiegetriebene Startups sind ein zentraler Hebel für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Entscheidend ist, dass mehr institutionelle Investoren den Mut haben, frühzeitig in diese Zukunftstechnologien zu investieren.“

Melissa Ott, Managing Director von Futury, ergänzte:

„Innovation entsteht nicht isoliert. Sie braucht Kapital, Unternehmertum und starke Netzwerke. Mit dem Capital for Innovation Summit haben wir erstmals alle zentralen Akteure der Assetklasse Startup an einen Tisch gebracht. Das ist ein entscheidender Schritt zu einem besseren Finanzierungsumfeld für dringend benötigte Innovationen in Deutschland. Unser Ziel ist es, mithilfe des Summits konkrete Partnerschaften und Investitionen zu bewirken.“

Bild Fotocredit: Futury | Markus Laubvogel

Quelle Futury GmbH

Heuwind Lagertechnik gewinnt Bundesfinale mit Lagersystem für Heuballen

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Heuwind Lagertechnik gewinnt Bundesfinale mit Heu-Lagersystem Bild Platz 1 Heuwind Bildcredits JUGEND GRÜNDET

Heuwind Lagertechnik gewinnt Bundesfinale 2026

Leonie Lisa Dohn von der Handelslehranstalt Bruchsal gewinnt das Bundesfinale 2026 mit ihrer Geschäftsidee Heuwind Lagertechnik. Im Porsche Ausbildungszentrum in Stuttgart setzte sie sich gegen neun weitere Finalteams durch. Auch das Publikum überzeugte sie: In der Online-Abstimmung erhielt Heuwind Lagertechnik die meisten Stimmen.

Heuwind Lagertechnik ist ein modulares Lagersystem für Heuballen. Eine stabile Unterkonstruktion aus recyceltem Kunststoff soll klassische Holzpaletten ersetzen und Heu trocken, sauber und sicher lagern. Die Jury lobte vor allem, wie gründlich Leonie Lisa Dohn ihr Thema durchdrungen hat. Sie präsentierte ihre Idee klar, unternehmerisch und mit erkennbarem Blick für die Praxis.

Heu trocken lagern und Schimmel vermeiden

Heu muss trocken bleiben. Sonst leidet die Qualität, im schlimmsten Fall wird es unbrauchbar. Heuwind Lagertechnik setzt genau dort an: Die Unterkonstruktion soll Heuballen vom Boden fernhalten, Luft zirkulieren lassen und Feuchtigkeit vermeiden.

Die Idee ist bodenständig und praktisch. Sie löst kein abstraktes Zukunftsproblem, sondern eines, das in Ställen, Scheunen und landwirtschaftlichen Betrieben jeden Tag eine Rolle spielt.

Hauptpreis führt auf die Grand Tour Europe

Mit dem Bundessieg gewinnt Leonie Lisa Dohn den von der Porsche AG gestifteten Hauptpreis: die Grand Tour Europe, eine geführte Reise von Stuttgart über Paris nach London. Die Jugendlichen besuchen Innovationszentren wie den Pariser Start-up-Campus Station F, Entrepreneur First und den London AI Hub. Dort erleben sie Startups und KI-Innovationen aus nächster Nähe und erfahren, wie aus Ideen erfolgreiche Unternehmen entstehen.

„Rund 40 Prozent aller Gründungen kommen heute von Menschen unter 30 – so viele wie noch nie. Das ist stark. Und das macht Hoffnung“, sagte Vera Schalwig von der Porsche AG. „Wir brauchen Menschen, die anpacken. Die etwas bewegen wollen. Dinge besser machen wollen. Und genau deshalb sind wir hier als Hauptsponsor dabei – aus voller Überzeugung. Mit der Grand Tour Europe geben wir dem Siegerteam die Möglichkeit, Europas Startup-Szene aus nächster Nähe zu erleben.“

Platz zwei und drei gehen nach München und Stuttgart

Platz 2 erreichte Air2Growth aus München. Isabella Meerpohl, Benedikt Kammergruber, Felicia Kloss und Navika Bhardwaj entwickelten ein Gerät, das CO₂ direkt aus der Luft entziehen und mithilfe von Mikroalgen in Flüssigdünger umwandeln soll.

Die Jury lobte das kompetente Auftreten des Teams, den starken Pitch und das durchdachte Geschäftsmodell. Als Preis reisen die Jugendlichen in die Autostadt Wolfsburg und erhalten Einblicke hinter die Kulissen von Volkswagen.

Platz 3 ging an CLIPRO aus Stuttgart, das zusätzlich den Sonderpreis „Bester Businessplan“ erhielt. Julius Rudolf, Inocencio Maunz Manzano, Anton Schwarz und Pawel Karpowicz entwickelten mit OleoClip ein nachrüstbares Leckwarnsystem für ölführende Rohrleitungen in Industrieanlagen.

Sonderpreise für innovative Geschäftsideen

Beim Bundesfinale wurden außerdem mehrere Sonderpreise vergeben:

  • ALTANA Sonderpreis Chemie: TerraTin aus Oldenburg
  • Diversity-Sonderpreis: SkinToSkin aus Kelheim
  • Sonderpreis Social Start-up: Ninoxity aus Michelstadt
  • Planspiel-Sonderpreis: Future+ aus Bremerhaven
  • Sonderpreis Bester Businessplan: CLIPRO aus Stuttgart
  • Sonderpreis Künstliche Intelligenz: Press Green aus Büdingen und Schwäbisch Gmünd

Der Publikumspreis ging ebenfalls an Heuwind Lagertechnik aus Bruchsal.

Zehn Finalteams aus über 1.400 Businessplänen

Beim Bundesfinale am 24. und 25. Juni im Porsche Ausbildungszentrum in Stuttgart präsentierten die zehn besten Teams des Wettbewerbsjahres ihre Geschäftsideen. Ausgerichtet wurde das Finale von Hauptsponsor Porsche AG.

Der Weg ins Finale war anspruchsvoll: Im Wettbewerbsjahr 2025/2026 nahmen 6.519 Schülerinnen und Schüler teil und reichten insgesamt 1.461 Businesspläne ein.

Auf der Zukunftsideenmesse präsentierten die Finalteams ihre Projekte an eigenen Messeständen, pitchten vor der Bundesjury und beantworteten Fragen von Expertinnen und Experten.

Gründen muss Schule machen

„Gründen muss Schule machen“, sagt Projektleiterin Franziska Metzbaur. „Diese Finalteams zeigen, was möglich wird, wenn junge Menschen eigene Ideen entwickeln und ausprobieren dürfen. Im Sport fördern wir in der Breite – und daraus wachsen besondere Talente. So sollte es auch beim Gründen sein.“

JUGEND GRÜNDET fördert Unternehmergeist

Bei JUGEND GRÜNDET übernehmen Jugendliche für ein Schuljahr die Rolle von Gründerinnen und Gründern. Sie entwickeln zunächst eine eigene Geschäftsidee, erstellen einen Businessplan und führen anschließend in einem Planspiel virtuell ein Unternehmen. Die besten Teams qualifizieren sich für Pitch-Events und das Bundesfinale.

Der bundesweite Schülerwettbewerb wird seit 2003 vom Bundesbildungsministerium gefördert. Die Kultusministerkonferenz empfiehlt die Teilnahme und erkennt sie als besondere Lernleistung an. Hauptsponsor ist die Porsche AG.

Bild Platz 1 Heuwind Bildcredits JUGEND GRÜNDET

Quelle SIE – Steinbeis Innovation Education gGmbH

JUGEND GRÜNDET: Oldenburger Schülerinnen gewinnen Chemie-Sonderpreis

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TerraTin gewinnt bei JUGEND GRÜNDET den ALTANA Sonderpreis Bild ALTANA Sonderpreis Chemie Bildcredits JUGEND GRÜNDET

Oldenburger Schülerinnen gewinnen ALTANA Sonderpreis Chemie

Kaja Charlotte Hammels und Tue Minh Vu vom Alten Gymnasium Oldenburg haben mit ihrer Geschäftsidee TerraTin den ALTANA Sonderpreis Chemie beim Bundesfinale von JUGEND GRÜNDET 2026 in Stuttgart gewonnen.

Mit TerraTin entwickelten die beiden Schülerinnen biologisch abbaubare Einwegverpackungen aus Weizenstärke, die als Alternative zu herkömmlichen Kunststoffverpackungen dienen sollen. Die Auszeichnung würdigt innovative Geschäftsideen an der Schnittstelle von Chemie, Nachhaltigkeit und Unternehmertum.

TerraTin setzt auf Weizenstärke statt Kunststoff

Das Konzept von TerraTin verfolgt das Ziel, Plastikabfälle im Take-away-Bereich zu reduzieren. Statt erdölbasierter Kunststoffe setzen die Schülerinnen auf Weizenstärke als biologisch abbaubares Material.

Die Jury lobte insbesondere, dass TerraTin ein konkretes Umweltproblem mit chemischem Fachwissen und einer nachvollziehbaren Geschäftsidee verbindet.

„TerraTin setzt dort an, wo jeden Tag Müll entsteht: bei Einwegverpackungen. Kaja Charlotte Hammels und Tue Minh Vu zeigen, wie Chemie helfen kann, nachhaltige Lösungen für den Alltag zu ermöglichen“, sagte Dr. Kristina Keisers, Investment Managerin bei der ALTANA AG.

Sonderpreis beinhaltet Reise nach Portugal und Spanien

Mit dem ALTANA Sonderpreis Chemie ist eine Fachreise nach Porto in Portugal und Vigo in Spanien verbunden.

In Vigo besuchen die beiden Schülerinnen einen Labor- und Produktionsstandort des ALTANA Geschäftsbereichs ACTEGA und erhalten Einblicke in Forschung, Entwicklung und Produktion für Lebensmittel-, Getränke- und Metallverpackungen.

Dabei treffen sie unter anderem Geschäftsführerin Teresa Ramos und lernen moderne Lösungen für die internationale Verpackungsindustrie kennen. Ergänzt wird die Reise durch ein Rahmenprogramm in der galizischen Küstenregion.

Bundesfinale von JUGEND GRÜNDET in Stuttgart

Das Bundesfinale von JUGEND GRÜNDET fand am 24. und 25. Juni bei Hauptsponsor Porsche AG in Stuttgart statt.

Die zehn besten Teams des Wettbewerbsjahres präsentierten dort ihre Geschäftsideen. Die Konkurrenz war so groß wie nie zuvor: Insgesamt nahmen 6.519 Schülerinnen und Schüler teil und reichten 1.461 Businesspläne ein.

Den Bundessieg sicherte sich Heuwind Lagertechnik aus Bruchsal. Leonie Lisa Dohn überzeugte mit einem modularen Lagersystem für Heuballen und gewann damit auch die von der Porsche AG gestiftete Grand Tour Europe.

JUGEND GRÜNDET fördert Unternehmergeist

JUGEND GRÜNDET möchte Jugendliche für Unternehmertum begeistern und ihnen zeigen, wie aus Ideen tragfähige Geschäftsmodelle entstehen.

„Gründen muss Schule machen“, sagt Franziska Metzbaur, Projektleiterin von JUGEND GRÜNDET. „Wir können dabei vom Sport lernen: Dort suchen wir nicht nur die künftigen Weltmeister. Wir fördern viele junge Menschen und daraus wachsen besondere Talente. So sollte es auch beim Gründen sein. Wir müssen jungen Menschen Mut machen, Ideen zu entwickeln und auszuprobieren.“

Bild ALTANA Sonderpreis Chemie Bildcredits JUGEND GRÜNDET

Quelle SIE – Steinbeis Innovation Education gGmbH

Startup Teens zeichnet Deutschlands beste Schüler-Startups aus

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Startup Teens: Businessplan-Challenge für Schülerinnen und Schüler

Startup Teens zeichnet Deutschlands beste Schüler-Startups aus

Berlin, 26. Juni 2026. Beim Finale der Startup Teens Businessplan-Challenge präsentierten Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland ihre Geschäftsideen live vor einer hochkarätigen Jury und geladenen Gästen. Wie die Non-Profit-Initiative mitteilte, wurden in sieben Kategorien die besten Talente Deutschlands mit dem Startup Teens Award sowie jeweils 10.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet.

Der Wettbewerb zeigte erneut, wie viel Unternehmergeist, Kreativität und Zukunftsdenken in jungen Menschen steckt. Im Mittelpunkt standen innovative Lösungen, darunter eine KI-Software zur Erkennung von Telefonbetrug während eines laufenden Gesprächs oder eine App, die das Erlernen der Gebärdensprache ermöglicht und fehlerhafte Handhaltungen in Echtzeit korrigiert.

Künstliche Intelligenz prägt viele Geschäftsideen

Künstliche Intelligenz ist inzwischen fester Bestandteil vieler Geschäftsideen der Teilnehmenden.

„KI übt eine große Faszination auf junge Menschen aus. Aber nur, wenn wir das Potenzial und die Grenzen der Technologie verstehen, können wir verantwortungsvoll mit ihr umgehen“, sagt Magdalena Oehl, stellvertretende Vorsitzende des Startup Teens Netzwerk e.V. „Know-how und Wissenstransfer zu KI und unternehmerischer Bildung gehören für mich zusammen und müssen früh gefördert werden.“

Mehr als 6.600 Jugendliche nahmen teil

In diesem Jahr beteiligten sich mehr als 6.621 Schülerinnen und Schüler mit insgesamt 1.482 Projekten an der Challenge. Die Preisverleihung fand auf Einladung von BILD im Axel-Springer-Hochhaus in Berlin statt.

Sieben Kategorien mit innovativen Geschäftsideen

Jeweils drei Finalisten-Teams pitchten in den Kategorien Education, Health & Lifestyle, Consumer Products, Impact & Sustainability, KI & Robotics, Apps & Platforms sowie Business Solutions vor einer hochkarätigen Jury.

Die eingereichten Projekte spiegeln zentrale Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit, soziale Innovationen, moderne Bildung und den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz wider.

„Technologien entscheiden nicht allein über die Zukunft unseres Landes. Innovation entsteht dort, wo neue Perspektiven auf Mut treffen – genau das haben die jungen Finalistinnen und Finalisten heute eindrucksvoll gezeigt“, sagte Carolin Hulshoff Pol, CEO der BILD-Gruppe.

Sieger der Startup Teens Businessplan-Challenge 2026

In der Kategorie Education gewann KlausurBuddy mit einer App, die realistische Übungsklausuren im deutschen Schulformat erstellt.

Die Kategorie Health & Lifestyle entschied Openpulse mit einer modularen Biosensor-Plattform für sich.

Bei den Consumer Products setzte sich CamperGuard mit einem intelligenten Sicherheitssystem für Camper durch.

In der Kategorie Impact & Sustainability gewann Clevo Materials mit einem Lederersatz aus Pilzmyzel.

Die Kategorie KI & Robotics entschied die Fennec-Box für sich – ein KI-basiertes Schutzsystem gegen Telefonbetrug, das Telefongespräche in Echtzeit analysiert.

Bei Apps & Platforms überzeugte BonBuddy mit einer intelligenten Einkaufs-App.

Den Sieg in der Kategorie Business Solutions holte ACORA Safe Light mit einem intelligenten Lichtsystem, das Rauch erkennt und bei Gefahr visuell Alarm schlägt.

Startup Teens vergibt höchstdotierten Businessplan-Wettbewerb

Die Erstplatzierten aller sieben Kategorien erhielten jeweils ein Preisgeld von 10.000 Euro. Damit bleibt die Startup Teens Businessplan-Challenge der höchstdotierte Businessplan-Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 19 Jahren in Deutschland.

Unterstützt wird Startup Teens unter anderem von Axel Springer SE mit der BILD-Gruppe, Tengelmann, Commerzbank, Armira, Lobbe, UVentures, Kirchhoff-Group, FLIX, Feldhoff & Cie., Kienbaum, bfw tailormade und rehblau Events.

Role Model Awards für Persönlichkeiten aus der Wirtschaft

Neben den Finalistinnen und Finalisten wurden auch 25 Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft mit dem Role Model Award 2026 ausgezeichnet. Der Ehrenpreis ging an Verena Pausder, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Deutsche Startups e.V., für ihr besonderes Engagement.

Zu den ausgezeichneten Persönlichkeiten zählen unter anderem Thomas Bachem (CODE University), Sebastian Borek (High-Tech Gründerfonds), Daniel Khachab (Choco), Irene Klemm (Edurino), Elisabeth L’Orange (Deloitte), Philip Siefer (Einhorn), Vivien Wysocki (saint sass), Chanyu Xu (Her One), Oliver Trinchera (Kinexon), Saruul Krause-Jentsch (Spotify), Michael Mayer-Sonnenburg (REWE) sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Technologie und Unternehmertum.

Vorbilder für die nächste Gründergeneration

Mit den Role Model Awards zeichnet Startup Teens jedes Jahr Persönlichkeiten aus, die durch ihren beruflichen Werdegang, ihren unternehmerischen Erfolg und ihren gesellschaftlichen Beitrag als Vorbilder für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren gelten. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für Unternehmertum, Innovation und Eigenverantwortung zu begeistern.

Bildcredits STARTUP TEENS

Quelle STARTUP TEENS

HelloTwin präsentiert Digitale Autorität für Unternehmen

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Digitale Autorität von HelloTwin für Unternehmen Elizabeth Morgan und Kay Iversen @ HelloTwin

HelloTwin stellt die Digitale Autorität vor: eine KI, die Ergebnisse verantwortet, nicht nur Aufgaben erledigt

Einer der zehn Finalisten der Snowflake Startup Challenge präsentiert ein semantisches Betriebssystem, das jedem Team im Mittelstand einen verantwortlichen Twin an die Seite stellt: mit klarer Governance, lückenlos nachvollziehbar und ohne Halluzinationen. Ganz ohne eigenes Datenteam.

MENLO PARK, Kalifornien, 24. Juni 2026. Fast jedes Unternehmen will so schnell wie möglich Agenten einsetzen. Doch kaum eines kann eine einfache Frage beantworten: Wenn die Agenten ihre Arbeit erledigt haben, wer steht dann für das Ergebnis gerade? Heute ist HelloTwin gestartet, um genau diese Lücke zu schließen. Das Unternehmen stellt eine Digitale Autorität vor: eine KI, die ein Geschäftsziel übernimmt, auf Grundlage geprüfter Daten entscheidet und am Ende für die Zahl hinter dem Ergebnis einsteht.

Digitale Autorität statt klassischer KI Agenten

Im Kern steht ein zum Patent angemeldeter Compiler. Statt Antworten zu generieren, leitet er sie aus einem ständig aktualisierten Modell des Unternehmens ab. So ist die Digitale Autorität deterministisch und nachvollziehbar. Ihr können selbst geschäftskritische Entscheidungen anvertraut werden.

Unternehmen brauchen Verantwortung für KI Entscheidungen

Das Problem dahinter ist strukturell und betrifft praktisch jede Organisation. Überall entstehen Agenten, die Aufgaben abarbeiten, aber niemand verantwortet, was am Ende herauskommt. In jedem Tool stehen andere Zahlen. Zentrale Geschäftsbegriffe sind von System zu System unterschiedlich definiert. Die Verantwortung bleibt bei den Menschen, diese können aber nicht tausende Agenten im Unternehmen beaufsichtigen.

Semantischer digitaler Zwilling als Grundlage

HelloTwin setzt auf zwei Ebenen an. Die erste ist der semantische digitale Zwilling: ein lebendes, geprüftes Abbild des Unternehmens, das jede Definition, jede Kennzahl und jede Beziehung aus allen eingesetzten Systemen zu einer einzigen verlässlichen Datenbasis zusammenführt.

Darauf läuft die zweite Ebene, die Digitale Autorität: eine verantwortliche KI, die einer konkreten Unternehmensfunktion und einem konkreten Ziel zugeordnet ist. Sie trägt das Mandat, steuert die Agenten und verantwortet das Ergebnis. Ihre Antworten werden gegen das semantische Modell kompiliert, nicht frei generiert – deterministisch, nachvollziehbar und so gebaut, dass Halluzinationen bei wichtigen Entscheidungen ausgeschlossen sind.

„Agenten sind die Hände. Eine Digitale Autorität ist der Kopf“, sagt Kay Iversen, Mitgründer und CEO von HelloTwin. „Sie behält das Ziel im Blick, entscheidet auf Basis geprüfter Daten und führt Menschen wie Agenten innerhalb klar gesteckter Grenzen zum Ergebnis. Das ist die Instanz, an die man tatsächlich delegieren kann. Und genau die hat Unternehmen bislang gefehlt.“

Investoren sehen großes Potenzial

Ywes Israel, Principal bei bmp Ventures, ergänzt: „Wir investieren zum zweiten Mal mit den IBG Fonds in dieses Gründerteam. Alle bauen Agenten. Aber fragen Sie einen nach der Quartalsvorhersage, bekommen Sie fünf verschiedene Zahlen. HelloTwin liefert eine geprüfte Zahl, samt Quellen und Begründung, die auch in einer Vorstandssitzung ein halbes Jahr später noch Bestand hat. Das ist die Infrastruktur, die Agenten erst vertrauenswürdig macht, und fast niemand sonst hat sie.“

KI für Unternehmen ohne eigenes Datenteam

Iversen weiter: „Neunundneunzig Prozent der Unternehmen blieb dieses Fundament bislang verschlossen. Geschäftsontologien gibt es längst, aber nur dort, wo ein Datenteam und eine teure Einführung finanzierbar sind. HelloTwin ist für alle anderen gemacht. Eine Digitale Autorität ist in wenigen Minuten einsatzbereit und verbindet sich mit den Systemen, die ein Unternehmen ohnehin nutzt.“

Finalist der Snowflake Startup Challenge 2026

HelloTwin ist Teil des Snowflake Startup Accelerator Programms und gehört zu den zehn Finalisten 2026, die aus mehr als 1.000 Einreichungen der Snowflake Startup Challenge ausgewählt wurden.

Bild: Elizabeth P Morgan und Kay Iversen Bildcredits HelloTwin

Quelle bmp Ventures AG

ARX Industries startet Serienfertigung moderner UGV-Systeme für Europa und die Ukraine

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ARX Industries startet die industrielle Serienfertigung des UGV Rys Pro. Das Joint Venture von ARX Robotics und Roboneers stärkt Europas Verteidigung. Die Vereinbarung wurde auf der Ukraine Recovery Conference in Danzig im Beisein des stellvertretenden ukrainischen Verteidigungsminister Serhiy Boyev sowie von Ihor Fedirko, CEO des Ukrainian Council of Defence Industry, unterzeichnet.

Key Takeaways

  • ARX Industries ist ein Joint Venture von ARX Robotics und Roboneers zur industrialisierten Fertigung unbemannter Bodenfahrzeuge (UGV).
  • Das Unternehmen bündelt die Expertise beider Firmen und plant die Produktion des UGV-Systems Rys Pro in Deutschland und der Ukraine.
  • Ziel ist es, die ukrainischen Streitkräfte bis 2026 mit 50.000 UGVs auszustatten und die europäische Verteidigungsindustrie zu stärken.
  • Die Partnerschaft wird von den Regierungen der Ukraine und Deutschlands unterstützt und beschleunigt die Bereitstellung einsatzerprobter UGV-Systeme.
  • Operative Erkenntnisse fließen kontinuierlich in die Produktion ein, um die Effizienz und Reaktionsfähigkeit zu verbessern.

ARX Industries ist das neue Joint Venture von ARX Robotics und Roboneers und soll die industrielle Serienfertigung moderner unbemannter Bodenfahrzeuge (UGV) vorantreiben. Mit Produktionsstandorten in Deutschland und der Ukraine will das Unternehmen den steigenden Bedarf an softwaredefinierten Bodensystemen decken und gleichzeitig die europäische Verteidigungsindustrie stärken.

Die Vereinbarung wurde auf der Ukraine Recovery Conference in Danzig im Beisein des stellvertretenden ukrainischen Verteidigungsminister Serhiy Boyev sowie von Ihor Fedirko, CEO des Ukrainian Council of Defence Industry, unterzeichnet.

ARX Industries bündelt Entwicklung und industrielle Fertigung von UGV-Systemen

ARX Robotics und Roboneers haben heute die Gründung von ARX Industries bekannt gegeben, einem Joint Venture zur industriellen Serienfertigung unbemannter Bodenfahrzeuge (UGV). Das Unternehmen wird das UGV-System Rys Pro in großem Maßstab produzieren und dadurch den ukrainischen Streitkräften softwaredefinierte Fähigkeiten im Bereich unbemannter Bodensysteme bereitstellen.

Das Joint Venture bündelt die Expertise beider Unternehmen in der Entwicklung, industriellen Fertigung und dem operativen Einsatz von UGVs. Ziel ist es, die schnell wachsende Nachfrage nach unbemannten Bodensystemen auf dem modernen Gefechtsfeld zu bedienen und einen direkten Beitrag zum ukrainischen Vorhaben zu leisten, die Streitkräfte bis 2026 mit 50.000 UGVs auszustatten.

Der Rys Pro wird künftig in Deutschland und der Ukraine produziert

ARX Industries wird den Rys Pro an Standorten in Deutschland und der Ukraine produzieren und so industrielle Skalierbarkeit mit der Nähe zum Einsatzgeschehen vereinen. Bereits im ersten Betriebsjahr ist die Produktion von mehreren Tausend Systemen geplant. In den Folgejahren soll die jährliche Kapazität schrittweise auf einen fünfstelligen Bereich ausgebaut werden.

ARX Industries übernimmt dabei Fertigung, Instandhaltung und operative Unterstützung der Systeme und schafft damit eine langfristige industrielle Basis für souveräne UGV-Fähigkeiten in Europa. Das Joint Venture ist ein wichtiger Baustein für den Ausbau der europäischen Verteidigungsindustrie und stärkt die Fähigkeit europäischer Partner, kritische unbemannte Bodensysteme in großem Maßstab zu entwickeln, zu produzieren und einsatzbereit zu halten.

ARX Industries stärkt Europas Verteidigungsindustrie mit moderner Robotik

Die Kooperation wird von der ukrainischen und der deutschen Regierung unterstützt und unterstreicht die strategische Bedeutung des Vorhabens für die europäische Verteidigungssouveränität. Im Rahmen der Initiative „Build with Ukraine“ beschleunigt die Partnerschaft die Bereitstellung einsatzerprobter UGV-Systeme für die ukrainischen Streitkräfte und stärkt zugleich die europäische Verteidigungsfähigkeit.

Die Systeme kommen in missionskritischen Szenarien zum Einsatz, darunter Verwundetenevakuierung, Frontlogistik, Minenlege-, Minenräum- sowie Kampfunterstützungsmissionen. Operative Erkenntnisse aus dem Fronteinsatz fließen dabei kontinuierlich in die Produktion ein. Jede neue Fertigungscharge basiert auf den neuesten Erfahrungen aus dem Einsatzgeschehen – ein direkter Rückkopplungsprozess zwischen Einsatzraum und Produktion und ein wesentlicher Baustein der Zusammenarbeit.

Maximilian Wied, Mitgründer und CFO von ARX Robotics, erklärt:

„Jede Woche ohne die richtige Ausrüstung kostet Menschenleben auf dem Gefechtsfeld. ARX Industries ist unsere gemeinsame Antwort auf diese Dringlichkeit. Eine Produktionsplattform, die darauf ausgelegt ist, einsatzerprobte UGV-Systeme schneller und in einem Umfang bereitzustellen, der einen spürbaren Unterschied im Einsatz macht.“

Anton Skrypnyk, Executive Chairman von Roboneers, sagt:

„Die Ukraine hat gezeigt, dass Robotik auf dem Gefechtsfeld den Unterschied macht. Mit ARX Industries bringen ARX Robotics und Roboneers diese Fähigkeiten nun in den industriellen Maßstab und liefern einsatzerprobte UGV-Systeme schneller als je zuvor an die ukrainischen Streitkräfte. So wird ‚Build with Ukraine‘ in der Praxis umgesetzt.“

Foto/Quelle: ARX Robotics

Nordwærme bringt energieeffiziente Raumkühlung per Fußbodenheizung

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Fußbodenheizung von Nordwærme für Raumkühlung

Raumkühlung mit staatlicher Förderung – Startup mit cleverem Trick

Fußbodenheizung im Sommer?! Wie Flächenkühlung der Hitzewelle ein Schnippchen schlägt

Klimaanlagen gelten als teure und umweltschädliche Energiefresser. Das Startup Nordwærme Fußbodenheizungen denkt die Kühlung neu und schafft so die Möglichkeit für eine energieeffiziente, angenehme Raumkühlung – und das sogar mit staatlicher Förderung.

Fußbodenheizung sorgt auch im Sommer für angenehme Raumkühlung

Das Grundprinzip ist einfach: Moderne Wärmepumpen lassen sich flexibel und ressourcenschonend vom Heizmodus in den Kühlbetrieb umschalten. In Verbindung mit einer nachgerüsteten Fußbodenheizung von Nordwærme entstehen so angenehm temperierte Wohnräume – ohne teure Klimageräte, störendes Surren oder eiskalte Zugluft.

„Wir nutzen die Fußbodenheizung somit konsequent über das ganze Jahr hinweg – im Sommer zur Kühlung und im Winter als Wärmespender“, erläutert Sönke Löser, Mitgründer von Nordwaerme.de. „Besonders freut uns, dass wir unsere Lösung auch bei bestehenden Immobilien in kurzer Zeit nachrüsten können.“

Flächenkühlung ohne kalte Füße

Sorgen um Unterkühlung braucht dabei niemand zu haben. Da die Fußbodenheizung auf großer Fläche arbeitet, erreicht sie bereits mit minimaler Kühlung eine starke Wirkung auf den Raum. Der Boden entzieht der Raumluft langsam und gleichmäßig die stehende Hitze, ohne dass unterkühlte Füße zu befürchten sind.

Nachrüstung in wenigen Wochen abgeschlossen

Für die Nachrüstung wird zunächst der alte Bodenbelag entfernt. Anschließend fräst Nordwærme die Kanäle direkt in den Untergrund. Nach dem Verschließen der Kanäle und dem Verlegen eines neuen Bodenbelags gewinnen die Räume auch optisch.

Die Installation erfolgt in drei Schritten: Nach dem Entfernen des alten Bodenbelags fräst Nordwærme die Kanäle für die neue Fußbodenheizung direkt in den Estrich. Anschließend werden die Rohre verlegt und die Kanäle wieder verschlossen. Zum Abschluss übernimmt ein Bodenleger den neuen Bodenbelag.

Die Kosten für die Fußbodenheizung liegen – abhängig von Raumgröße und Boden – meist zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Die Arbeiten des Bodenlegers kommen zusätzlich hinzu. Nach zwei bis drei Wochen ist das Projekt abgeschlossen und das Gebäude für die kommende Kühl- und Heizsaison gerüstet.

Energieeffizient heizen und staatliche Förderung nutzen

„Der Clou ist, dass der Betrieb im Winter spürbar sparsamer ist“, ergänzt Sönke Löser. „Im Gegensatz zu klassischen Heizkörpern arbeitet die Fußbodenheizung deutlich effizienter. Das sorgt für eine gemütliche Wärme bei wesentlich geringerem Energieeinsatz.“

Da die Sanierung die energetische Bilanz eines Hauses verbessert, profitieren Eigentümer häufig von staatlichen Zuschüssen. Bei Einzelmaßnahmen werden in der Regel 20 Prozent der Kosten übernommen. Wird das System im Rahmen einer umfassenden energetischen Modernisierung zusammen mit einer neuen Wärmepumpe installiert, sind sogar Förderquoten von mehr als 50 Prozent möglich.

Wer bereits eine moderne Wärmepumpe nutzt, benötigt häufig nur noch das effiziente Verteilersystem unter dem Boden, um die Kühlfunktion zu aktivieren. Nordwærme spezialisiert sich dabei auf das fachgerechte Einfräsen der Bodenkanäle.

Soll zusätzlich eine neue Wärmepumpe installiert werden, stellt das Unternehmen gerne den Kontakt zu spezialisierten Fachbetrieben aus der jeweiligen Region her.

Kurz-FAQ zur Fußbodenkühlung

Geht das nicht auch mit klassischen Heizkörpern?

Nein. Herkömmliche Heizkörper besitzen eine zu kleine Oberfläche für eine effektive Raumkühlung. Zudem würde an den kalten Metallflächen Luftfeuchtigkeit kondensieren und Schäden verursachen. Die Fußbodenheizung nutzt dagegen ihre große Fläche und benötigt lediglich eine Wassertemperatur von etwa 18 bis 20 Grad, um Räume sanft und kondensatfrei zu kühlen.

Bekomme ich dabei nicht zu kalte Füße?

Nein. Es handelt sich um eine angenehme Flächenkühlung. Der Boden entzieht dem Raum lediglich die stehende Hitze. Das Raumgefühl ähnelt dem Aufenthalt in einer angenehm kühlen Kirche – ganz ohne Zugluft oder den typischen Erkältungseffekt klassischer Klimaanlagen.

Welche Leistungen sind bei Nordwærme inklusive?

Nordwærme konzentriert sich auf das Einfräsen der Kanäle in den Estrich, das Verlegen der Heizrohre sowie das Verschließen mit einem Zwei-Komponenten-System. Folgearbeiten wie Nivellierung, neuer Bodenbelag und der Anschluss an das Heizungssystem werden von regionalen Fachbetrieben übernommen.

Bildcredits Nordwærme

Quelle Nordwærme – Fußbodenheizung

PapierNest: Was steckt hinter dem Wachstumskurs des Unternehmens?

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PapierNest: Handel und Karten neu gedacht Burkhard Schepermann und Constantin von Braun CO-GRÜNDER UND GESCHÄFTSFÜHRER von PapierNest Copyright PapierNest

PapierNest entwickelt Konzepte für den Handel und zeigt, warum Karten weit mehr als Produkte sind und welche Rolle sie für moderne Sortimente spielen

Wie ist PapierNest entstanden und wer sind die Menschen hinter dem Unternehmen?

Burkhard Schepermann: Constantin und ich haben 2009 angefangen, mit dem Goldbek Verlag, in einem Markt, den alle für gesättigt hielten. Wir haben das anders gesehen. Uns hat von Anfang an angetrieben, dass eine Karte Emotionen und Wertschätzung transportiert, an die keine WhatsApp, E-Mail oder SMS je herankommt. Und wir waren überzeugt, dass der Markt das noch viel zu wenig einlöste. Das Design und die Konzepte hatten sich seit Jahren kaum bewegt. Das war für uns eine Einladung, keine Abschreckung. Außerdem haben wir den Anspruch kein weiterer Verlag zu sein, sondern ein System zu bauen, das dem Handel Komplexität abnimmt und die Kategorie strukturell verbessert.

2022 haben wir dann den Schweizer Verlag ABC übernommen, einen der traditionsreichsten Grußkartenverlage überhaupt, über 120 Jahre alt. Daraus ist PapierNest geworden. Constantin und ich führen das Unternehmen heute gemeinsam, mit rund 140 Kolleginnen und Kollegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Welche Idee stand am Anfang von PapierNest und wie hat sie sich bis heute weiterentwickelt?

Constantin von Braun: Die ursprüngliche Idee war eigentlich simpel: Grußkarten machen, die wirklich gut sind. Nicht beliebig, nicht Massenware, sondern Karten, die jemand gerne in die Hand nimmt, die man aufhebt, weil sie einem etwas bedeuten. Diese Überzeugung hat sich nicht verändert. Was sich verändert hat, ist der Maßstab. Wir denken heute nicht mehr nur in einzelnen Produkten, sondern in ganzen Sortimenten, Flächen, Handelspartnerschaften. Aus einem kleinen Hamburger Verlag ist eine Plattform geworden, die jährlich rund 25 Millionen Karten in fünf Sprachen entwickelt, produziert und vertreibt. Aber der Kern ist derselbe geblieben: Karten, die etwas bedeuten.

Was treibt euch an, den stationären Handel mit euren Konzepten neu zu denken?

Constantin von Braun: Der Handel kämpft. Flächen müssen sich rechnen, Sortimente müssen funktionieren, und der Aufwand für Einkauf und Warenpflege soll trotzdem überschaubar bleiben. Wenn ich sehe, wie viel Energie Händler in die Koordination vieler verschiedener Lieferanten stecken, da ist klar, dass das nicht die beste Nutzung ihrer Zeit ist. Wir wollen diese Komplexität abnehmen. Nicht als netter Zusatzservice, sondern als zentrales Versprechen: Ihr bekommt alles, was ihr im Kartensegment braucht, aus einer Hand, abgestimmt, sortiert, gut präsentiert.

Welche Vision verfolgt PapierNest für die Zukunft von Papeterie und Geschenkartikeln im Handel?

Constantin von Braun: Die Schweiz zeigt, wo die Reise hingeht. Dort sind wir bereits Marktführer, weil wir dort unseren Plattform Gedanken bereits konsequenter umsetzen können. Händler setzen auf uns, weil sie wissen: Wir liefern nicht einfach Karten. Wir denken mit. Wir übernehmen Verantwortung für die Fläche, für das Warenbild, für die Verfügbarkeit. Genau das wollen wir jetzt auch in Deutschland implementieren.

Wer gehört zu eurer zentralen Zielgruppe und wie unterstützt ihr Händler konkret im Alltag?

Burkhard Schepermann: Unser Herzstück ist der Facheinzelhandel, Papeterien, Buchhandlungen, Geschenkeläden. Dort liegt unsere Leidenschaft. Aber wir arbeiten natürlich auch mit größeren Ketten. Was uns unterscheidet: Wir kommen mit echtem Sortimentswissen in den Laden. Rund 65 Kolleginnen und Kollegen im Außendienst beraten Händler vor Ort, nicht nur bei der Bestellung, sondern beim Aufbau des gesamten Kartenbereichs. Parallel gibt es unseren B2B-Shop auf b2b.papiernest.de, über den Händler auch eigenständig und digital bestellen können. Beides zusammen: persönliche Betreuung und digitale Flexibilität.

Wie schafft ihr es, aus einzelnen Produkten emotionale und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreiche Sortimente zu entwickeln?

Burkhard Schepermann: Das klingt nach einem Widerspruch, ist es aber nicht. Eine Karte, die jemand berührt, die jemand wirklich verschenken will, die verkauft sich auch. Das Geheimnis ist, beides von Anfang an mitzudenken: Was erzählt diese Karte? Und wie verhält sie sich auf der Fläche neben den anderen? Wir haben klare Innovationszyklen, definierte Kriterien, konsequente Qualitätskontrolle. Und wir bringen jedes Jahr Hunderte von Neuheiten heraus, nicht um Regale zu füllen, sondern weil der Handel Rotation braucht und Kunden immer wieder etwas Neues entdecken wollen.

Was unterscheidet PapierNest von klassischen Lieferanten im Papeterie-Bereich?

Constantin von Braun: Ein klassischer Lieferant liefert. Wir denken an die Fläche. Das klingt wie ein Marketingsatz, aber dahinter steckt eine echte Haltung: Wir übernehmen Verantwortung dafür, dass das Sortiment auf der Verkaufsfläche funktioniert, als Gesamtbild, nicht als Ansammlung von Einzelartikeln. Welche Karten stehen nebeneinander? Wie führt die Präsentation den Kunden? Wann braucht ein Sortiment Rotation? Das denken wir mit. Das ist der Unterschied.

Welche Herausforderungen begegnen euch bei der Zusammenarbeit mit dem stationären Handel und wie geht ihr damit um?

Burkhard Schepermann: Händler haben wenig Zeit und viel auf dem Tisch. Unser Angebot muss also sofort einleuchten, es darf keine lange Erklärung brauchen. Was hilft: dass wir in der Schweiz beweisen können, wie das Modell in der Praxis funktioniert. Marktführerschaft ist ein gutes Argument. Und unsere Außendienstkolleginnen und -kollegen sind echte Grußkarten-Profis, keine Vertreter, die einen Katalog durchblättern, sondern Berater, die mitdenken.

Wie wichtig ist die Präsentation am Point of Sale für euren Erfolg und wie setzt ihr diese um?

Constantin von Braun: Entscheidend. Karten sind oft ein Impulskauf, wer nicht hinschaut, kauft nicht. Und wer hinschaut, aber kein klares Bild sieht, geht weiter. Deshalb ist für uns Präsentation kein Thema, das nach der Produktentwicklung kommt, es fängt schon dabei an. Welche Formate passen zusammen? Welche Serien ergänzen sich? Wie entsteht auf der Fläche ein Warenbild, das anzieht? Das alles bringt unser Außendienst mit, zusammen mit den passenden Aufstelllösungen für Wand und Drehsäule.

Welche Rolle spielt die Plattform papiernest-partner.de in eurem Geschäftsmodell?

Burkhard Schepermann: Es ist unser digitaler Kanal zum Handel und ein wichtiger Baustein unserer Plattform-Idee. Händler können dort ihr Sortiment selbst zusammenstellen, einzelne Motive oder komplette Lösungen bestellen, bequem und flexibel, auch außerhalb der Geschäftszeiten. Für uns ist der B2B-Shop kein Ersatz für den persönlichen Außendienst, sondern eine Ergänzung. Wer lieber selbst steuert, kann das. Wer Beratung möchte, bekommt sie. Beides zusammen macht die Partnerschaft mit PapierNest einfach in der Praxis.

Welche nächsten Schritte und Entwicklungen plant PapierNest für die kommenden Jahre?

Constantin von Braun: Wir bauen die Plattform weiter aus, mehr Marken, mehr Kooperationen, mehr Sortimentskompetenz für den deutschen Markt. Das Ziel ist klar: dasselbe erreichen wie in der Schweiz. Die Übernahme des Pictura-Vertriebs in Deutschland Anfang 2026 war ein erster sichtbarer Schritt, weitere werden folgen. Parallel bringen wir jedes Jahr Hunderte von Neuheiten auf den Markt und setzen von Zeit zu Zeit größere Impulse, die über einzelne Produkte hinausgehen. Der Anspruch bleibt dabei immer derselbe: wirtschaftliche Wirkung für den Handel und echte emotionale Relevanz für die Menschen, die unsere Karten verschenken.

Welche drei Ratschläge würdet ihr Gründerinnen und Gründern mitgeben, die im Handelsumfeld ein Unternehmen aufbauen möchten?

Burkhard Schepermann: Erstens: Versteht den Handel, bevor ihr ihm etwas verkauft. Wer nicht weiß, wie eine Fläche funktioniert, wie Rotation gedacht wird, wie Einkaufsentscheidungen fallen, der hat es schwer. Das ist kein Wissen, das man aus Büchern holt. Man muss rein in den Laden.

Constantin von Braun: Zweitens: Partnerschaft schlägt Transaktion. Wer nur liefert, ist irgendwann ersetzbar. Wer mitdenkt, berät und Verantwortung übernimmt, wird zum Partner. Das klingt weich, hat aber sehr konkrete Auswirkungen auf Loyalität, Wiederkauf und Weiterempfehlung.

Burkhard Schepermann: Drittens: Habt Geduld mit der Vision, aber keine Geduld mit der Umsetzung. Gute Ideen brauchen Zeit, um im Markt anzukommen. Aber wer wartet, bis alles perfekt ist, wartet zu lange. Anfangen, lernen, anpassen, das ist der einzige Weg.

Bild Burkhard Schepermann und Constantin von Braun CO-GRÜNDER UND GESCHÄFTSFÜHRER von PapierNest Copyright PapierNest

Wir bedanken uns bei Burkhard Schepermann und Constantin von Braun für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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