Dienstag, März 10, 2026
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Wie ein deutsches Deep-Tech-Startup 50 Millionen Euro einsammelt

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AMERIA AG sammelt 50 Millionen Euro über Companisto Albrecht Metter, CEO AMERIA AG

AMERIA AG sammelt mehr als 50 Millionen Euro über Companisto Business Angel Netzwerk von privaten Investoren ein

Mehr als 50 Millionen Euro Kapital, hunderte Business Angels und ein globaler Produktlaunch mit dem strategischen Partner SONY. Die AMERIA AG (AMERIA) aus Heidelberg zeigt, wie Deep-Tech und die dazugehörige Finanzierung in Deutschland auch jenseits klassischer Venture Capitals (VC) funktionieren kann.

Mehr als 50 Millionen Euro Finanzierung durch Business Angels

Die AMERIA AG hat über mehrere Finanzierungsrunden durch das Companisto Business Angel Netzwerk insgesamt mehr als 50 Millionen Euro eingeworben, davon mehr als elf Millionen Euro in einer kürzlich abgeschlossenen Runde. Dieser Erfolg beweist, dass Deep-Tech-Unternehmen auch in Deutschland jenseits klassischer VC-Strukturen und mit Hilfe von Business Angels skalierbar aufgebaut werden können.

Globaler Produktlaunch mit SONY

Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist der internationale Launch des ersten gemeinsamen Produkts von AMERIA und SONY am 3. Februar 2026. Das innovative „interactive Spatial Reality Displays“ (iSRD) ermöglicht die berührungslose Steuerung dreidimensionaler Inhalte ohne den Einsatz einer VR-Brille und setzt damit neue Maßstäbe für immersive Anwendungen.

Einsatzmöglichkeiten für das Gerät sieht das Heidelberger Unternehmen vor allem in der Medizin, Industrie, Architektur und Immobilien sowie im Konsum- und Luxusgüterhandel. Die Vorstellung erfolgt im Rahmen der Integrated Systems Europe (ISE) in Barcelona, die als zentrale internationale Plattform für digitale und immersive Technologien gilt.

Partnerschaft und Geschäftsmodell

SONY übernimmt im Rahmen der Partnerschaft den weltweiten Vertrieb des Produkts und bringt seine Displaytechnologie sowie sein internationales Vertriebsnetz ein. AMERIA verantwortet die Software für gestengesteuerte Interaktion, Content-Verarbeitung und das Cloud-Betriebssystem. Das Geschäftsmodell basiert auf Software- und Produktlizenzen. Erste kommerzielle Anwendungen befinden sich bereits in der Vorbereitung.

Stimmen aus dem Unternehmen

„Gemeinsam mit SONY bringen wir am 3. Februar unser erstes gemeinsames Produkt auf den Markt. Das ist ein Meilenstein, aber längst nicht das Ende unserer Entwicklung. Mit MAVERICKAI dem KI-Laptop geht es weiter. Damit nehmen wir gezielt den Wettbewerb mit den Big-Tech-Unternehmen auf. Unser Weg zeigt, dass sich auch aus Europa und Deutschland heraus skalierbare, international erfolgreiche Deep-Tech-Unternehmen jenseits klassischer VC-Strukturen aufbauen lassen. Das Vertrauen unserer Investoren, die schon früh an unsere Vision geglaubt haben, ist entscheidend für den Erfolg. Ohne die Unterstützung unseres Investitionspartners Companisto wäre diese Entwicklung nicht möglich gewesen“, sagt Albrecht Metter, Gründer und Vorstand der AMERIA AG.

Perspektive von Companisto

Aus Sicht von Companisto unterstreicht die Investitionsrunde die langfristige Entwicklung des Unternehmens und die Rolle des digitalen Business Angel Netzwerks bei der Begleitung technologieorientierter Wachstumsunternehmen.

„Die AMERIA AG ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie langfristig angelegte Partnerschaften im Companisto Business Angel Netzwerk echten strategischen Mehrwert schaffen. Seit vielen Jahren begleiten wir AMERIA als Investmentpartner und haben die technologische Entwicklung sowie den konsequenten DeepTech-Fokus eng mitverfolgt. Unser Business Angel Netzwerk bringt nicht nur Kapital, sondern unternehmerische Expertise, strategische Perspektiven und ein belastbares Investorenfundament ein. Gerade im Kontext der aktuellen Finanzierungsrunde und der Produktpartnerschaft mit Sony zeigt sich, wie wirkungsvoll diese Form der Zusammenarbeit für nachhaltiges Wachstum und internationale Skalierung ist“, so Sarah Buge, COO von Companisto.

Für Companisto ist die erneute erfolgreiche Finanzierungsrunde der AMERIA AG ein Beispiel, wie sich Unternehmen über mehrere Investmentphasen hinweg entwickeln können. Wiederholte Beteiligungen ermöglichen es privaten Business Angels, die Skalierung komplexer Technologien langfristig zu begleiten und an entscheidenden Entwicklungsschritten teilzuhaben.

Bild Albrecht Metter, CEO AMERIA AG

Quelle Companisto GmbH

Reichen zwei Minuten, um den Wintersport neu zu denken?

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Bischof Snowboards, Snowboards und Maßanfertigung Leo Bischof Gründer Bischof Snowboards

Bischof Snowboards fertigt maßgeschneiderte Snowboards und stellt seine Maßanfertigung am 10. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen vor.

Können Sie uns und unseren Lesern Bischof Snowboards kurz vorstellen und erklären, welches Problem Sie im Snowboardmarkt lösen?

Bischof Snowboards steht für das Ende der Kompromisse am Berg. Viele Rider kämpfen mit unpassender Massenware – das kostet Kraft, Fahrspaß und erhöht das Verletzungsrisiko. Wir lösen das durch 100% Maßanfertigung. Unser absoluter Gamechanger ist dabei der weltweit erste Echtzeit-Snowboard-Konfigurator: Er berechnet auf Basis biometrischer Daten und Fahrstil in Millisekunden den perfekten Shape und verkürzt die Fertigung auf wenige Tage. So verbinden wir traditionelles Handwerk mit High-Tech und machen maßgeschneiderte Unikate ohne monatelange Wartezeiten zugänglich.

Was ist die Vision hinter Bischof Snowboards und welches langfristige Ziel verfolgen Sie mit Ihrem Startup?

Unsere Vision ist es, dass jeder Snowboarder spürt, wie sich ein Brett anfühlt, das wirklich „ihm“ gehört. Wir wollen weg von der anonymen Massenware hin zu bewusstem Konsum und langlebiger Qualität. Langfristig möchten wir Bischof Snowboards als die erste Adresse für maßgefertigtes Wintersport-Equipment in Europa etablieren und beweisen, dass Individualität auch skalierbar ist.

An wen richtet sich Ihr Produkt konkret und warum sind individuell konfigurierbare Snowboards gerade für diese Zielgruppe besonders relevant?

Wir richten uns an Individualisten – vom ambitionierten Hobby-Rider bis zum Profi, für die Snowboarden kein bloßer Sport, sondern ein Lebensgefühl ist. Genau hier macht unser Konzept den Unterschied: Nuancen in Geometrie und Härte entscheiden darüber, ob ein Tag am Berg nur gut oder legendär wird. Doch Individualität endet bei uns nicht beim Fahrverhalten. Wir bieten auch visuell volle Freiheit: Mit Custom-Grafiken können unsere Kunden ihr Board selbst gestalten. So entsteht ein kompromissloses Unikat, das technisch perfekt performt und optisch zu 100 % den eigenen Stil ausdrückt.

Warum haben Sie sich entschieden, Ihr Startup am 10. Februar in 2 Minuten 2 Millionen zu pitchen?

Der entscheidende Impuls kam von meinen Mentoren Lukas und Julia Watzinger (Reeloq). Ich habe zwar etwas Zeit gebraucht, um diesen Rat tatsächlich in die Tat umzusetzen und mich zu bewerben, doch die wahre Tragweite dieses Schritts wurde uns erst während der intensiven Vorbereitung bewusst. „2 Minuten 2 Millionen“ ist die größte Bühne Österreichs. Wir nutzen diese Chance nicht nur für Kapital, sondern um zu beweisen, dass echte Innovation auch im traditionellen Wintersport möglich ist – und um uns dem Feedback der Top-Experten zu stellen.

Mit welchen Erwartungen und Zielen gehen Sie in die Sendung und gibt es bestimmte Investoren, die Sie besonders überzeugen möchten?

Unser primäres Ziel ist „Smart Money“. Wir suchen einen strategischen Partner, der nicht nur Kapital einbringt, sondern uns mit Netzwerk und Know-how im Markenaufbau und High-End Produktvertrieb voranbringt. Menschlich muss es passen: Wir brauchen jemanden mit dem Herz am rechten Fleck und echter Leidenschaft für den Sport. Ein besonderes Augenmerk haben wir dabei auf Erich Falkensteiner und Christian Jäger geworfen – beide wären für uns ideale Matches. Ob diese Strategie aufgegangen ist? Das sehen die Zuschauer am Dienstag!

Was war für Sie persönlich die größte Herausforderung bei der Vorbereitung auf den Pitch?

Die größte Herausforderung war die radikale Reduktion. Wir leben und atmen dieses Produkt, und es ist unglaublich schwer, jahrelange Entwicklungsarbeit und Herzblut in nur zwei Minuten zu komprimieren. Meine ersten Übungs-Pitches klangen tatsächlich eher wie Rap-Songs, weil ich der festen Überzeugung war, absolut jedes technische Detail unterbringen zu müssen. Ich musste erst lernen, striktes „Kill your darlings“ zu betreiben und mich voll auf die Kernbotschaft zu fokussieren – und das alles, während das Adrenalin so stark pumpt wie noch nie zuvor!

Bischof Snowboards, Snowboards und Maßanfertigung Leo Bischof Gründer Bischof Snowboards
Bildcredits CatchMe Agency

Welche Reaktionen oder Fragen der Investoren erwarten Sie und worauf sind Sie besonders gespannt?

Wir rechnen fest mit kritischen Fragen zur Skalierbarkeit, der Fertigungstiefe und natürlich zum Preispunkt – den klassischen Business-Mechaniken. Besonders gespannt sind wir aber auf die emotionale Resonanz: Springt der Funke über? Begreifen die Investoren, dass wir kein austauschbares Sportgerät verkaufen, sondern ein Erlebnis? Doch wir haben nichts dem Zufall überlassen: Wir haben die letzten vier Staffeln akribisch analysiert und alle jemals gestellten Fragen in einem 27-seitigen Dossier vorab beantwortet. Dazu kamen fünf gnadenlose „Investor-Hot-Seats“ mit Mentoren. Wir stellen uns den Investoren also bestens vorbereitet.

Welche Bedeutung hätte ein Investment für die Weiterentwicklung von Bischof Snowboards?

Ein Investment wäre der absolute Turbolader für unser Wachstum – um die Produktion hochzufahren, das Marketing zu skalieren und den Konfigurator technologisch weiter zu verfeinern. Doch fast noch wichtiger als das Geld ist uns das „Human Capital“: Wir freuen uns auf das Know-how, die Zeit und die Energie unserer Investoren. Wir suchen Partner, die uns blinde Flecken aufzeigen und uns helfen, in neue Geschäftsfelder vorzustoßen, die wir heute vielleicht noch gar nicht auf dem Radar haben.

Was sind die nächsten Schritte für Ihr Startup nach der Sendung und welche Meilensteine möchten Sie in den kommenden Monaten erreichen?

Die Ausstrahlung ist für uns der Startschuss. Oberste Priorität hat jetzt die Customer Experience: Wir wollen, dass jeder neue Kunde vom ersten Kontakt bis zum ersten Turn absolut begeistert ist. Doch wir ruhen uns nicht aus. Hinter den Kulissen bereiten wir bereits den nächsten großen Coup für die kommende Saison vor: Die Expansion in den Skimarkt. Wir übertragen unser Konfigurator-Know-how auf zwei Bretter. Unser Ziel ist es, den medialen Rückenwind voll zu nutzen, um uns endgültig als die Anlaufstelle für maßgefertigten Wintersport – egal ob Board oder Ski – zu etablieren

Abschließend gefragt: Welche Tipps würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die überlegen, ihr Startup in einer TV Startup Sendung zu präsentieren?

Bleibt zu 100 % authentisch. Investoren investieren in Persönlichkeiten – also spielt keine Rolle, sondern zeigt eure echte Begeisterung. Bereitet euch akribisch vor: Eure Zahlen müssen sitzen, aber verpackt sie in eine Geschichte, die berührt. Und vergesst nicht, den Moment zu genießen! Doch mein wichtigster Rat: Sucht euch großartige Mentoren! Ihr braucht Menschen, die euch den nötigen Tritt in den Hintern geben, wenn ihr zögert, und euch wieder aufbauen, wenn es mal nicht nach Plan läuft. Ein riesiges Danke an Lukas und Julia Watzinger von Reeloq – ohne ihren Support und ihre Hartnäckigkeit wäre ich heute gar nicht bei „2 Minuten 2 Millionen“

Bildcredits: André Fritz

Wir bedanken uns bei Leo Bischof für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Bischof Snowboards

Kontakt:

Bischof Snowboards
Sandgasse 36/4
8010 Graz
Österreich

bischof-snowboards.com
leo@bischof-snowboards.com

Ansprechpartner: Leo Bischof

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Warum wissen so viele Frauen so wenig über diese Lebensphase?

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MeNotPause Wechseljahre Community für Frauen Dr. Saskia Appelhoff Fotografin: Neda Jarabi

MeNotPause bietet fundiertes Wissen zu den Wechseljahren und stärkt Frauen durch eine aktive Community zur Selbstbestimmung

Wie ist MeNotPause entstanden und wer sind die Menschen, die das Unternehmen gegründet haben und heute prägen?

Ich habe MeNotPause gegründet, weil die Wechseljahre bis heute in einem gesellschaftlichen Vakuum stattfinden. Obwohl jede Frau betroffen ist, fehlt es an Verantwortung, Aufklärung und zeitgemäßen Angeboten – in der medizinischen Ausbildung, in der Politik und im Arbeitskontext. Genau diese Leerstelle wollte ich nicht länger akzeptieren.

Gleichzeitig wissen wir heute mehr über die Wechseljahre als je zuvor, doch dieses Wissen erreicht Frauen oft viel zu spät.

In meiner bisherigen Laufbahn war ich mehrfach früh bei Themen dabei, die zunächst unterschätzt wurden – etwa bei Zalando, als Online-Shopping noch in den Kinderschuhen steckte, oder bei Raisin, als grenzübergreifendes Fest- und Tagesgeld neu gedacht wurde. Genau diese Erfahrung prägt MeNotPause: ein relevantes Thema früh erkennen, klar positionieren und mutig sichtbar machen.

Deshalb setzen wir bewusst früher an und holen Frauen bereits ab Ende 30, Anfang 40 ab – in dem Moment, in dem erste hormonelle Veränderungen beginnen.

Welche persönliche oder gesellschaftliche Lücke wollten Sie mit MeNotPause schließen?

Mit MeNotPause wollten wir die Wechseljahre aus der Tabuzone holen und das Narrativ grundlegend verändern. Weg von Scham und Defizitdenken, hin zu Offenheit, Wissen und Selbstbestimmung. Gleichzeitig fehlte eine zeitgemäße Plattform, die diese Lebensphase modern, digital und generationsübergreifend abbildet. Unser Ziel ist es, Frauen zu empowern, informierte Entscheidungen zu treffen – und die Wechseljahre als das sichtbar zu machen, was sie sind: ein relevanter Übergang, der die ganze Gesellschaft betrifft.

Welche Vision verfolgt MeNotPause im Umgang mit den Wechseljahren und wie übersetzen Sie diese Vision konkret in Ihre Angebote?

Unsere Vision ist es, die Wechseljahre neu zu denken: offen, informiert und selbstbestimmt. Wir wollen, dass Frauen verstehen, was in ihrem Körper passiert, sich austauschen können und die Möglichkeit haben, aktiv Einfluss auf ihr Wohlbefinden zu nehmen.

Konkret übersetzen wir diese Vision in drei Ebenen: frei zugängliches, fundiertes Wissen für alle, eine starke Community für Austausch und gegenseitige Unterstützung und – für Frauen, die tiefer einsteigen möchten – unser Plus-Programm mit Masterclasses und Kursen. So schaffen wir Angebote, die informieren, verbinden und ins Handeln bringen.

An wen richtet sich MeNotPause in erster Linie und welche Bedürfnisse stehen bei Ihrer Zielgruppe besonders im Fokus?

MeNotPause richtet sich in erster Linie an Frauen zwischen 35 und 55 Jahren – von der Peri- bis zur Postmenopause. Viele erleben hormonelle Veränderungen deutlich früher, als sie erwarten, und stoßen dabei noch immer auf veraltete oder stigmatisierende Erzählungen. Wir setzen bewusst ein modernes Narrativ dagegen: informiert, offen und selbstbestimmt. Im Fokus stehen fundiertes Wissen, ehrlicher Austausch und Begegnung auf Augenhöhe – damit Frauen diese Lebensphase aktiv gestalten können, statt sie einfach „durchzustehen“.

Wie gelingt es MeNotPause, komplexe medizinische und gesundheitliche Themen verständlich und alltagstauglich aufzubereiten?

Indem wir medizinisches Wissen konsequent aus der Perspektive der Nutzerinnen denken. Unsere Inhalte entstehen in Zusammenarbeit mit Ärzt:innen und Expert:innen und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Gleichzeitig übersetzen wir komplexe Zusammenhänge in eine klare, verständliche Sprache und brechen sie in kurze, alltagstaugliche Formate herunter. So wird aus abstrakter Theorie praktisches Wissen, das Frauen wirklich hilft – im Alltag und bei wichtigen Entscheidungen.

Welche Rolle spielen Community und Austausch auf Ihrer Plattform für Frauen in den Wechseljahren?

Community ist das Herzstück unserer Plattform. Die Wechseljahre sind bis heute stark tabuisiert – viele Frauen fühlen sich in dieser Lebensphase allein, unverstanden oder schlicht übersehen. Genau hier setzen wir an. Wir schaffen einen geschützten Raum, in dem Frauen sich offen, ehrlich und auf Augenhöhe austauschen können. Bei uns werden Erfahrungen geteilt, Wissen weitergegeben und Perspektiven sichtbar gemacht. Das Gefühl, nicht allein zu sein, wirkt oft genauso kraftvoll wie jede Information.

Mit welchen Herausforderungen sind Sie als Startup in einem noch immer tabuisierten Gesundheitsbereich konfrontiert und wie gehen Sie damit um?

Die größte Herausforderung ist das Tabu selbst. Die Wechseljahre wurden jahrzehntelang ignoriert, verniedlicht oder problematisiert – mit der Folge, dass Frauen sich anpassen, aushalten oder schweigen sollen. Genau dagegen arbeiten wir. Wir warten nicht darauf, dass das Thema „reif“ ist, sondern machen es sichtbar. Laut, fundiert und ohne Entschuldigungen.

Als Startup in diesem Bereich braucht es Haltung und Ausdauer. Wir setzen bewusst auf Aufklärung, klare Positionierung und Community statt auf leise Kompromisse. Sichtbarkeit ist unbequem – aber sie ist notwendig, wenn man wirklich etwas verändern will.

Was unterscheidet MeNotPause aus Ihrer Sicht von anderen Informations oder Coachingangeboten rund um die Menopause?

MeNotPause ist kein klassisches Informations- oder Coachingangebot. Unser Kern ist eine starke Community – weil echte Veränderung dort entsteht, wo Frauen sich verbinden, Erfahrungen teilen und voneinander lernen. Austausch ist für uns kein Zusatz, sondern der Ausgangspunkt.

Gleichzeitig glauben wir nicht an One-size-fits-all-Lösungen. Deshalb haben wir einen modularen Zugang aufgebaut: kostenloses Wissen zur Orientierung, den MeNotPause Circle als Herzstück für Austausch und Verbindung und vertiefende Formate im Plus-Programm für Frauen, die weitergehen wollen.

Aus einer starken Community entsteht mehr als Information – sie wird zur Plattform für Wissen, Selbstbestimmung und langfristigen Impact. Genau dieses Potenzial heben wir Schritt für Schritt.

Wie stellen Sie sicher, dass die Inhalte und Programme von MeNotpPause wissenschaftlich fundiert und zugleich niedrigschwellig bleiben?

Unsere Inhalte entstehen in enger Zusammenarbeit mit einem großen Netzwerk aus Ärzt:innen und Expert:innen aus verschiedenen Fachrichtungen und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien sowie praktischer Erfahrung. Gleichzeitig hören wir sehr genau unserer Community zu. Die Fragen, Unsicherheiten und Lebensrealitäten der Nutzerinnen bestimmen, welche Themen wir aufgreifen und wie wir sie aufbereiten. Komplexes medizinisches Wissen übersetzen wir in eine klare, verständliche Sprache und machen es in kurzen, kompakten Formaten zugänglich – ohne zu vereinfachen, aber so, dass es wirklich hilft.

Welche nächsten Entwicklungsschritte planen Sie für MeNotPause und in welche Richtung soll sich das Unternehmen künftig weiterentwickeln?

Wir bauen MeNotPause konsequent als starken Raum für Verbindung, Wissen und gegenseitige Unterstützung weiter aus. Unsere Community soll nicht nur wachsen, sondern enger zusammenrücken. Mit dem neuen Format MeNotPause Circle schaffen wir bewusst Räume für tieferen Austausch, ehrliche Gespräche und kollektive Stärke unter Frauen.

Gleichzeitig holen wir die Community noch stärker ins echte Leben: Geplante Events ermöglichen persönlichen Austausch und echte Begegnungen – weil Verbindung offline genauso wichtig ist wie digital.

Neun Millionen Frauen befinden sich allein in Deutschland in den Wechseljahren. Das zeigt: Wir sind nicht in einer Nische, wir stehen am Anfang einer Bewegung. Unser Ziel ist es, die Wechseljahre sichtbar zu machen, neu zu erzählen und Frauen in dieser Phase nachhaltig zu stärken.

Wenn Sie auf Ihre bisherige Reise zurückblicken, welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Bleib dran, bau dir ein starkes Netzwerk und denk größer, als du dich traust – die meisten Grenzen existieren nur im Kopf.

Bild:Dr. Saskia Appelhoff Fotografin: Neda Jarabi

Wir bedanken uns bei Saskia Appelhoff für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Warum bleibt Erfahrung auf dem Arbeitsmarkt so oft ungenutzt?

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Silverjobs – erfahrene Fachkräfte über 50 Silverjobs Geschäftsführerin und Co-Founder Katharina Thölén

Silverjobs vernetzt erfahrene Fachkräfte über 50 gezielt mit Unternehmen und setzt dabei auf ein KI-basiertes Matching, das berufliche Erfahrung sichtbar macht und passgenau mit offenen Positionen zusammenbringt

Wie würden Sie Silverjobs jemandem vorstellen, der das Jobportal für erfahrene Fachkräfte noch nicht kennt?

Silverjobs ist ein Job-Portal, das gezielt erfahrene Fachkräfte über 50 und Firmen miteinander vernetzt. Das Angebot basiert auf einem neu entwickelten, KI-basierten Matching-Verfahren, das schnell und präzise Übereinstimmungen zwischen Bewerberinnen und Bewerbern und offenen Positionen findet.

Wer steht hinter Silverjobs und welche persönlichen Erfahrungen haben zur Gründung des Portals beigetragen?

Hinter Silverjobs steht die Best Ager UG mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen wurde 2024 von einem Team erfahrener Entrepreneurs und Management-Persönlichkeiten gegründet, vertreten durch die Geschäftsführerin Katharina Thölén. Die Gründer:innen verfügen nicht nur über tiefgreifende technologische Expertise, sondern auch über eigene langjährige Personalerfahrung. Dabei haben sie immer wieder festgestellt, dass Altersdiversität in Teams ein enormer Pluspunkt ist, sich aber ältere Arbeitnehmer:innen von aktuellen Stellenanzeigen nur selten angesprochen fühlen. Ab einem Alter von 50 kommt der Personalmarkt nahezu zum Erliegen und bei Neueinstellungen bleibt die Generation Erfahrung außen vor.

Welche Vision verfolgt Silverjobs und welches Problem möchten Sie damit langfristig lösen?

Silverjobs will Denkbarrieren im Personalmarkt aufbrechen und die Altersgrenze für berufliche Veränderungen und Neuanfänge aufheben. Mehr als ein Drittel der Beschäftigten in Deutschland ist bereits heute älter als 50 – und der Anteil dieser wirtschaftlich und gesellschaftlich relevanten Gruppe wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Aus der mit YouGov durchgeführten Silverjobs-Studie wissen wir, dass erfahrene Kräfte hohe Wertschätzung erfahren, dass aber trotzdem 22 Prozent der deutschen Unternehmen in den letzten zehn Jahren niemanden über 50 eingestellt haben. Genau hier setzt Silverjobs an.

Für welche Zielgruppen ist Silverjobs besonders relevant und wie erfüllen Sie die Bedürfnisse berufserfahrener Menschen über 50?

Silverjobs richtet sich an Job-Suchende mit langjähriger Erfahrung, bildet eine große Bandbreite beruflicher Möglichkeiten ab und integriert bewusst ganz verschiedene Qualifikationen und Lebensentwürfe von über 50-Jährigen. Das Job-Portal richtet sich gleichermaßen an Fach- und Führungskräfte auf der Suche nach beruflicher Veränderung als auch an Personen im Vorruhestand oder Ruhestand, die weiterhin aktiv am Arbeitsmarkt teilhaben wollen. Erfahrene Fachkräfte schrecken häufig vor der Nutzung herkömmlicher Stellenmarkt-Plattformen zurück, weil sie in den dort veröffentlichten Anzeigen nicht mitgedacht werden und die Suche mühsam und umständlich ist. Das niedrigschwellige Silverjobs-Angebot eröffnet dieser Zielgruppe jetzt einen völlig neuen Kanal mit einem passgenauen Zugang zu offenen Job-Positionen.

Was unterscheidet Silverjobs von klassischen Jobbörsen und worin liegt der besondere Mehrwert Ihrer Matching-Technologie?

Anders als klassische Job-Portale arbeitet Silverjobs mit einem innovativen, KI-basierten Matching-Verfahren, das schnell und präzise Übereinstimmungen zwischen Bewerber:innen und offenen Positionen findet. Statt tausende Stellenanzeigen mit Standard-Merkmalen filtern zu müssen, füllen Job-Suchende einfach einen kurzen Fragebogen aus. Unternehmen profitieren nicht nur von dieser präzisen Zuordnung, sondern auch von einer Plattform ohne versteckte Kosten und ohne Risiko. Sie zahlen pro gesuchter Position für 100 Tage einen transparenten Fixpreis und erhalten dafür ausschließlich Treffer mit garantiertem Interesse auf Seiten der Job-Suchenden. Findet Silverjobs während der Laufzeit kein solches Match, greift der Silverjobs-Cashback. Mit dieser Technologie und dem fairen Preismodell setzt Silverjobs neue Impulse im Personalmarkt, um gezielt erfahrene Fachkräfte und Firmen miteinander zu vernetzen.

Wie gelingt es Silverjobs, Unternehmen und Kandidaten so zu verbinden, dass Erfahrung und Stellenanforderungen optimal zueinanderpassen?

Der für Silverjobs entwickelte, KI-basierte Algorithmus analysiert die Informationen der Job-Suchenden und ordnet sie vorhandenen offenen Stellen zu. Je mehr über die Job-Interessen, Qualifikationen und Erfahrungen der Kandidat:innen bekannt ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für ein perfektes Match mit einem oder mehreren Job-Angeboten.

Wie stellen Sie sicher, dass das Matching zwischen Unternehmen und erfahrenen Bewerbern fair, transparent und wirksam bleibt?

Der Personalmarkt lebt von Vertrauen. Deshalb erfüllt Silverjobs grundsätzlich höchste Standards in punkto Datenschutz und Datensicherheit. Darüber hinaus gilt ein Match bei Silverjobs erst dann als erfolgreicher Treffer, wenn die Job-Suchenden auch tatsächlich Interesse an einer gefundenen Position zeigen. Weil der Umgang mit künstlicher Intelligenz besondere Sensibilität und Sorgfalt erfordert, lernt der Algorithmus durch die kontinuierliche Beobachtung und Beaufsichtigung durch das Silverjobs-Team ebenso dazu wie durch das Feedback von den Nutzer:innen auf Kandidaten- und Unternehmensseite.

Welche Entwicklungen planen Sie für die nächsten Jahre und in welche Richtung soll sich Silverjobs strategisch weiterentwickeln?

Wir planen die konsequente Weiterentwicklung von Angeboten, mit denen Unternehmen und erfahrene Fachkräfte zueinander finden. Das können auf Kandidatenseite beispielsweise zusätzliche Coachings oder Gesprächstrainings sein. Oder auf Unternehmensseite gezielte Weiterbildungsmaßnahmen, um die Zielgruppe älterer Arbeitnehmer:innen besser zu verstehen und in bestehende Teams zu integrieren, damit das Unternehmen in vollem Umfang von gelebter Altersdiversität profitieren kann. Silverjobs soll die selbstverständliche Plattform für den Personalmarkt ab 50 werden.

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz heute bei Silverjobs und welchen zusätzlichen Nutzen möchten Sie künftig ausbauen?

Das für Silverjobs entwickelte, einzigartige Matching-Verfahren basiert auf künstlicher Intelligenz. Die Technologie steht also im Zentrum des Silverjobs-Angebots und verspricht eine unkomplizierte, schnelle und präzise Zuordnung von Job-Suchenden zu passenden Job-Positionen. Eine völlig neue User Experience für Bewerber:innen und eine enorme Ersparnis von Zeit und Kosten für Unternehmen: Auf diese Benefits setzt Silverjobs und wird sie weiter ausbauen.

Was braucht es aus Ihrer Sicht, damit Menschen 50+ wieder mehr Vertrauen in ihre beruflichen Chancen gewinnen?

Das größte Vertrauen entsteht natürlich durch positive Erfahrungen, sprich: Job-Angebote. Dafür müssen Beschäftigte über 50 auf dem Arbeitsmarkt aber überhaupt stattfinden. Der auf junge Beschäftigte ausgerichtete Personalmarkt braucht dringend einen Strategiewechsel, damit die reellen beruflichen Chancen für Job-Suchende über 50 wachsen. Aktuell bleibt die wertvolle Ressource der Generation Erfahrung weitgehend ungenutzt – obwohl diese Gruppe unter den Erwerbstätigen zunehmend größer wird und Unternehmen diese Arbeitskräfte schätzen. Genau hier setzt Silverjobs an.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben, die ein digitales Angebot für gesellschaftliche Herausforderungen entwickeln möchten?

Im Umfeld gesellschaftlicher Herausforderungen geht es vor allem darum, möglichst nah an der Zielgruppe zu sein: Genau und aktiv zuhören, empathisch sein, dauerhaft im Gespräch bleiben. Das gilt für ein digitales Angebot ebenso wie für jedes analoge Angebot – auch wenn die Mittel der Kommunikation möglicherweise andere sind.

Titelbild Silverjobs Geschäftsführerin und Co-Founder Katharina Thölén

Wir bedanken uns bei Katharina Thölén für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Silverjobs

Kontakt:

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Weserstraße 39
10247 Berlin

www.silverjobs.de
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Ansprechpartner: Katharina Thölén

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40 Millionen Euro für den nächsten Schritt

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metiundo intelligente Messsysteme Smart Metering Felix Mücke und Dennis Nasrun (v.l.n.r.) Gründer von metiundo (© metiundo)

Energie- und Tech-Scale-up metiundo erhält 40 Millionen Euro von Octopus Energy Generation

Finanzierung beschleunigt den Rollout intelligenter Messsysteme und den Ausbau spartenübergreifender Lösungen für Energie und Wasser

• metiundo sichert sich 40 Millionen Euro vom Octopus Energy Generations Fondsmanagement
Business
• Mit dem Kapital treibt metiundo den Ausbau intelligenter Messsysteme voran und erweitert seine Softwareplattform für innovative, datengetriebene Lösungen in der Energie- und Wasserwirtschaft
• metiundo stärkt seine Position als unabhängiger, wettbewerblicher Messstellenbetreiber – mit bislang über 21.000 installierten Zählern

Das Berliner Energie- und Tech-Scale-up metiundo hat eine Finanzierungsrunde über 40 Millionen Euro aus Fonds von Octopus Energy Generation, dem führenden Investor für erneuerbare Energien und grüne Infrastruktur, gesichert. Mit dem frischen Kapital will metiundo den Rollout intelligenter Messsysteme deutlich beschleunigen und seine Softwareplattform gezielt weiterentwickeln. So sollen neue, datengetriebene Lösungen schneller in die Anwendung kommen – und die Energiewende im Gebäudesektor messbar voranbringen.

metiundo bietet „Smart Metering as a Service“ an und deckt dabei nahezu die gesamte Wertschöpfungskette intelligenter Messsysteme inhouse ab: von Planung und Installation über Betrieb und Marktkommunikation bis hin zur softwareseitigen Integration und Verarbeitung von spartenübergreifenden Messdaten. So entsteht erstmals ein Gesamtbild der Energie- und Wasserverbräuche einer Immobilie und damit eine zentrale Voraussetzung, um Verbrauch und Erzeugung sinnvoll zusammenzudenken, statt einzelne Sparten isoliert zu betrachten.

Mehr Installationen, mehr Software, mehr Tempo

Angesichts des hohen Umsetzungsdrucks beim bundesweiten Smart-Meter-Rollout müssen intelligente Messsysteme zügig in die Fläche gebracht werden. Wettbewerbliche Messstellenbetreiber sind dabei ein zentraler Hebel, um Tempo in den Ausbau zu bringen.

„Der Markt ist gerade deshalb so dynamisch, weil wettbewerbliche Messstellenbetreiber die Umsetzung vorantreiben. Von Anfang an haben wir konsequent in unsere eigene Software investiert und damit eine Qualität und Flexibilität erreicht, die uns vom Wettbewerb abhebt. Mit der neuen Finanzierung gehen wir jetzt entschlossen in die weitere Skalierung: mehr Installationen, höhere Qualität und noch mehr Geschwindigkeit beim Ausbau unserer Plattform.“, sagt Dennis Nasrun, Co-Founder und CEO von metiundo.

Eine All-in-one-Plattform für integriertes Metering über Energie und Wasser hinweg

„Der Gebäude- und Wärmesektor zählt zu den größten CO₂-Verursachern in Deutschland und ist für rund 30 % der energiebezogenen Emissionen verantwortlich. Gleichzeitig entwickelt sich die Messstellenbranche rasant weiter und denkt neu, wie wir Energiesysteme messen, steuern und verbinden. Wenn Lösungen wie die von metiundo skaliert werden, können Haushalte und Unternehmen in Deutschland grüner werden und Kosten senken, indem sie den Einsatz von Technologien wie Photovoltaik und Batteriespeichern vor Ort optimieren. Wir sind stolz, metiundo dabei zu unterstützen, diese dringend notwendige Transformation voranzutreiben.“, Alex Brierley, Co-Head des Fondsmanagement-Geschäfts von Octopus Energy Generation.

Die Finanzierung fließt in die Weiterentwicklung der Softwareplattform sowie in den Ausbau des Installations- und Montageteams. metiundo plant, gezielt zusätzliche Fachkräfte einzustellen – insbesondere in den Bereichen Softwareentwicklung, Installation und Betrieb. Ziel ist der Aufbau integrierter Smart-Meter-Netzwerke über mehrere Liegenschaften hinweg, um datenbasierte Zusatzlösungen für Kundinnen und Kunden zu ermöglichen.

Bild Felix Mücke und Dennis Nasrun (v.l.n.r.) Gründer von metiundo (© metiundo)

Quelle BETTERTRUST

Longevity: Biologisch sind Frauen für ein langes Leben bestens ausgestattet

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Prof. Dr. med. Sandra Eifert über Frauen und Longevity Bild Prof. Dr. med. Sandra Eifert Bildcredit/Fotograf: Michael Bader

40 ist das neue 30 – und Frauen leben so lange wie nie zuvor. Klar, dass sie mit steigender Lebenserwartung auch gesund bleiben möchten. Dr. med. Sandra Eifert ist Herzspezialistin und Autorin des Buches „Wie Frauen länger leben. Das Geheimnis weiblicher Longevity“. Sie weiß: Frauenkörper altern anders und sie erleben das Älterwerden anders. Wie kann der weibliche Alterungsprozess so ablaufen, dass Frauen ihr bestmögliches Leben führen?

„Wer sich damit beschäftigt, wie lange Frauen leben, muss die Frage stellen, wie Frauen leben – und zwar nicht nur im körperlichen, sondern auch im emotionalen Sinne.“

herCAREER: Wer „Zellalterung“ hört, denkt wohl zunächst an Beauty-Produkte, die den Alterungsprozess der Haut bremsen sollen. Sie sind Herzspezialistin: Was bedeutet Longevity aus allgemeinmedizinischer Sicht?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Wer sich damit beschäftigt, wie lange Frauen leben, muss die Frage stellen, wie Frauen leben – und zwar nicht nur im körperlichen, sondern auch im emotionalen Sinne. Das habe ich für dieses Buch getan. Während Männer sich vorrangig auf die körperlichen Komponenten ihres Wohlbefindens konzentrieren, beobachten Frauen auch ihren seelischen Zustand. Sie zerbrechen sich über alles Mögliche den Kopf.

herCAREER: Und das ist wichtig, weil …

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: … wir Frauen deutlich mehr Stress ausgesetzt sind. Stress ist schädlich für die (Herz-)Gesundheit und beschleunigt den Alterungsprozess. Frauen verarbeiten Stress anders als Männer, die dabei vom männlichen Geschlechtshormon Testosteron unterstützt werden.

herCAREER: Starten wir mit den guten Nachrichten: In Ihrem Buch schreiben Sie, dass Frauen sowohl genetisch als auch hormonell bestens für ein langes, gesundes Leben ausgestattet sind. Inwiefern?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Das stimmt, denn wir Frauen haben zwei X-Chromosomen, Männer hingegen nur eines. Auf dem X-Chromosom liegen Gene für Herz-, Hirn- und Immunfunktion. Das hat den enormen Vorteil, dass, wenn auf einem X-Chromosom etwas ausfällt, das andere einspringen kann. Hinzu kommt, dass die Schutzkappen der Chromosomen, die Telomere, bei Frauen deutlich länger sind. Das ist ein klarer biologischer Vorteil, denn die Nobelpreisträgerin Dr. Elizabeth Blackburn hat bewiesen, dass, je länger die Schutzkappen sind, desto länger das Leben ist. Hinzu kommen die weiblichen Geschlechtshormone, vornehmlich das Östrogen, die uns viele Jahre vor zahlreichen Erkrankungen schützen.

herCAREER: Und dann kommen die Wechseljahre und vieles kippt …

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Diese hormonelle Umwandlungsphase ist nicht zu unterschätzen. Mit dem Abfallen der weiblichen Geschlechtshormone fällt auch ihre Schutzfunktion weg. So erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Entzündungen, Knochen und Muskeln verlieren an Substanz und Stimmungsschwankungen verursachen emotionalen Stress.

herCAREER: Im Buch plädieren Sie dafür, mit dem eigenen Körper in den Dialog zu treten. Es ist also wichtig, ihn zu kennen und idealerweise auch zu verstehen. Wo kann ich beginnen?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: In Deutschland gibt es mittlerweile viele gute Vorsorgeuntersuchungen. Diese sollten Sie unbedingt wahrnehmen.

herCAREER: Am präsentesten sind wohl die Krebsvorsorge bei der Dermatolog:in und der Gynäkolog:in. Welche weiteren Untersuchungen sollten Frauen wahrnehmen?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Ab 50 gehört die Darmkrebsvorsorge dazu. Gehen Sie regelmäßig zum*zur Augenärzt:in und lassen sich dort den Augeninnendruck bestimmen. Außerdem ist eine Knochendichtemessung empfehlenswert, insbesondere für Patientinnen, die bereits eine Kortisontherapie erhalten haben oder unter ständigen Knochenschmerzen leiden.

herCAREER: Sie beschreiben im Buch sogenannte Biomarker, die dabei helfen, das biologische Alter von Menschen zu bestimmen. Die Marker Bauchumfang und Blutdruck können Frauen sehr gut selbst im Blick behalten. Welche weiteren Werte sollten wir bei Praxisbesuchen einfordern und warum?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Bleiben wir bei Frauen in der (Peri-)Menopause. Sie sollten ihre Blutfette überprüfen lassen, etwa die verschiedenen Cholesterin-Arten und das Lipoprotein (a). Letzteres ist ein Transporteiweiß im Fettstoffwechsel, das bei Frauen in der Menopause selten ansteigen kann. Neben den Fetten sollte man den Blutzuckerwert bestimmen lassen, sowohl den Nüchternblutzucker als auch die Langzeitblutzuckerwerte. Nach Schwangerschaftskomplikationen lohnt es sich auch, eine Insulinresistenz auszuschließen. Zudem kann man den Herzschwächewert bestimmen, der durch verschiedenste Arten von Stress erhöht sein kann. Ich empfehle grundsätzlich jeder Frau ab 50, ihr Herz untersuchen zu lassen, auch wenn es bis dato keine Auffälligkeiten gab. Das gilt besonders für Frauen mit chronischen entzündlichen Erkrankungen wie Endometriose.

herCAREER: Sie widmen Entzündungen ein ganzes Kapitel. Welche Rolle spielen sie im Alterungsprozess?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Entzündungen sind die Ursache vieler Alterserkrankungen, insbesondere rheumatische und Autoimmunerkrankungen. Sie können zu einer Verkürzung der Telomere, der Chromosomenkappen, führen. Stress, Schwangerschaftskomplikationen, die (Peri-)Menopause und Erkrankungen wie Endometriose können die entzündliche Aktivität im Körper erhöhen. In solchen Fällen kann eine antientzündliche Ernährung mit ausreichend Omega-3-Fettsäuren hilfreich sein; auch ein gesundes Darm-Mikrobiom stärkt das Immunsystem.

herCAREER: Damit sind wir bei der Prävention: Was kann frau tun, um beste Voraussetzungen für gesundes Altern zu schaffen?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Viel Sport treiben, sich gut und ausgewogen ernähren und den Blutdruck zu beobachten – das sind ideale Voraussetzungen. Falls Risikofaktoren vorliegen oder sich bereits eine Erkrankung entwickelt hat, sollten diese regelmäßig überwacht werden. Aber Bewegung ist wirklich das Allerwichtigste!

herCAREER: Es heißt, Griffkraft sei ein guter Referenzwert für Langlebigkeit, und alle reden über Krafttraining ab 40. Wie hängen Muskelkraft und Alter zusammen?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Mit dem Alter verlieren alle Menschen Muskelmasse. Nur: Frauen haben ohnehin weniger als Männer, da ihnen weniger Testosteron zur Verfügung steht. Mit dem Verlust des Östrogens in den Wechseljahren wird der Abbau noch verstärkt. Darum ist es wichtig, dass wir aktiv Muskeln aufbauen und unsere Ausdauer trainieren.

herCAREER: Eine tragende Rolle spielt auch das Skelett. Wie kümmert man sich um Knochengesundheit?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Neben dem Krafttraining ist eine nährstoffreiche Ernährung wichtig. Das heißt konkret: eine kalzium- und proteinreiche Ernährung sowie ausreichend Vitamin D. In der Perimenopause verlieren Frauen sehr viel Vitamin D und Eisen, die beide wichtig für die Knochendichte sind. Diese Werte sollten beobachtet werden. Darum lohnt sich eine Knochendichtemessung – im Prinzip eine Röntgenuntersuchung, die sehr aussagekräftig ist – allerdings muss sie ohne konkrete medizinische Indikation selbst bezahlt werden.

herCAREER: Aktuell ist „sehr dünn“ wieder sehr chic. Um aktiv Muskeln aufzubauen, ist es jedoch unbedingt notwendig, viel zu essen. Wo stehen Sie als Herzspezialistin zwischen Fasten und Essen, zwischen dünnen und wohlgenährten Körpern?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Ich fange mit dem dünnen Körper an: Mädchen und junge Frauen, die zu wenig essen oder magersüchtig werden, verlieren Knochendichte und bekommen oft im Laufe ihres Lebens Bluthochdruck, der schwer zu behandeln ist. Das Fasten betrachte ich hingegen anders, da Fastenkuren nicht dauerhaft sind. Für das Buch habe ich gemeinsam mit Silke Panten einige Frauen porträtiert, die 100 Jahre und älter geworden sind. Alle diese Frauen haben aufgrund von wirtschaftlichen Krisenzeiten oder schlechten Ernten phasenweise Nahrung entbehrt. Das scheint sich – wenngleich es paradox klingt – positiv auf ihre Langlebigkeit ausgewirkt zu haben. Ihre Geschichten bestätigen, dass Fasten den Stoffwechsel anregt und somit positiv auf den Organismus und die Stimmung wirken kann.

herCAREER: Ihre Porträts zeigen allerdings auch, dass die Frauen aus den Blauen Zonen, also den Regionen, wo Menschen überdurchschnittlich lange leben, die meiste Zeit ihres Lebens besonders gesund gegessen, in guter Gesellschaft und sicheren Gemeinschaften gelebt haben und geistig und körperlich sehr aktiv und flexibel waren.

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Richtig. Es fällt auf, dass sie darüber hinaus ein maßvolles, vielleicht sogar gemäßigtes Leben geführt und eine sinnvolle Aufgabe erfüllt haben.

herCAREER: Das heißt, sie haben ein verhältnismäßig stressfreies und sinnhaftes Leben geführt?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Ja, ich habe dazu einmal einen schönen Spruch gelesen: „Ich liebe, mit wem ich bin, wo ich lebe und was ich tue.“ Ich glaube, das bringt es auf den Punkt. Für uns Frauen scheint es entscheidend zu sein, dass wir sozial eingebunden sind und eine Aufgabe in der Gesellschaft oder innerhalb der Familie haben.

herCAREER: Regelmäßiger Sport, antientzündliche Ernährung, Vorsorgeuntersuchungen und eine gute Beziehung zum eigenen Körper – das sind hohe Erwartungen an eine Frau, die berufstätig ist und womöglich den Großteil der Care-Verantwortung trägt. Es fühlt sich zynisch an, dieser Frau zu sagen: „Reduzieren Sie Ihren Stress.“ Wie soll das gehen?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Ja, das ist leichter gesagt als getan. Es gibt Situationen, aus denen man nicht herauskommt: Das Kind ist krank. Der Großvater ist pflegebedürftig. Aber es ist eine Tatsache, dass die meisten Frauen sich zu wenig Zeit für sich selbst nehmen – für ein Hobby, Sport oder Meditation, aber auch für Wut und Aggressionsabbau.

herCAREER: Wut ablassen ist also gut für die Gesundheit?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: Sozusagen. Wut ist ein tabuisiertes Thema für uns Frauen. Ich bin Mitte 50 und Mädchen waren früher lieb, brav und nett, aber niemals wütend. Ich finde es gut, dass sich die soziale Entwicklung in dieser Hinsicht gerade verbessert.

herCAREER: Gendermedizin spielt eine immer größere Rolle, Medizin und Krankenkassen beginnen, Prävention neben Behandlung zu priorisieren. Das sind gute Entwicklungen. Und dennoch wird deutlich, dass Gesundheit und Longevity weiterhin eine Frage von Zeit und Geld sind. Was bleibt als guter Ratschlag für alle Frauen?

Prof. Dr. med. Sandra Eifert: In meinem Buch habe ich versucht, evidenzbasierte Medizin mit einem Blick auf körperliche und seelische Elemente zu verbinden. Leben Sie mit ganzem Herzen. Bleiben Sie informiert und verlassen Sie sich auf ihr Bauchgefühl, denn Gesundheit basiert auf Wissen, ihrem körperlichen Erinnerungsvermögen und Selbstfürsorge.

Das Gespräch führte herCAREER Redakteurin Kristina Appel.

Dr. med. Sandra Eifert wird am 22. oder 23. Oktober 2026 beim Authors-MeetUp live Fragen zu ihrem Buch „Wie Frauen länger leben. Das Geheimnis weiblicher Longevity“ beantworten.

Bild Prof. Dr. med. Sandra Eifert Bildcredit/Fotograf: Michael Bader

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was passiert, wenn eine Vision wichtiger ist als ein Beweis

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KI ohne Prototyp bei 2 Minuten 2 Millionen 2 Minuten 2 Millionen Investoren @PULS4 Fotograf Gerry Frank

Bieterschlacht ohne Prototyp für KI-Innovation | 2 Minuten 2 Millionen am Dienstag um 20:15 Uhr auf JOYN & PULS 4

Kein Prototyp, kein Geld. So glaubt man. Doch die KI-Revolution der Content-Produktion „Ontoworks“ schickt die Investoren um Christian Jäger und Mathias Muther schon zum Staffelauftakt in den Bieter-Ring.

KI-Startup Ontoworks sorgt für Aufsehen ohne Prototyp

„Geiler Name“, freut sich Selfmade-Millionär Christian Jäger. Die Euphorie gilt zu Beginn aber weniger dem Produkt als dem Namen des Start-Uppers selbst: Seán McFadden (Deutschland) zeigt mit Ontoworks ein System, das die Content-Produktion für Brands und Unternehmen revolutionieren soll. Die Plattform erstellt mithilfe von KI aus vorhandenem Videomaterial vollautomatisch professionelle, markenkonforme Kurzvideos – trainiert auf Brand-Guides, Templates und Archivmaterial. Die Vision ist groß, doch der Haken: McFadden tritt ohne Prototyp auf, zudem ist die Konkurrenz der KI-Giganten enorm.

Hitziger Schlagabtausch im Investorenring

Die anfängliche Skepsis wird binnen Sekunden zum hitzigen Schlagabtausch voller Risikofreude und spontaner Allianzen. Christian Jäger geht mit einem Angebot in den Ring. „Er kauft’s nur, weil er deinen Namen so geil findet“, stichelt Investor-Kollege Mathias Muther. Oder will er sein eigenes Angebot in den Vordergrund rücken? Nachdem weitere Investor:innen das Potenzial der KI-Innovation betonen, steigt auch Muther trotz vorheriger Absage ein. Jäger kontert: „Jetzt habt’s einen im Boot, der vorher noch gesagt hat, dass es ein Schas ist!“ Kommt es zu einem Deal?

Maßgeschneiderte Snowboards von Bischof sorgen für Tempo

Frischen Schwung bringt Bischof Snowboards: „Ich hab einen 27-seitigen Fragenkatalog ausgearbeitet – gesammelt aus den letzten Jahren der Show“, erzählt Student Leo Bischof (22 aus Graz, Steiermark), einer der jüngsten Gründer der Staffel. Er entwickelt vollautomatisiert maßgeschneiderte Snowboards, konfigurierbar über ein Online-Tool mit Echtzeit-3D-Vorschau. Körperdaten, Fahrstil und Design fließen direkt in die Produktion ein, ergänzt durch Features wie NeverRust, einen patentierten Rostschutz für Stahlkanten. „Man investiert in die Geschäftsidee, aber vor allem in die Menschen dahinter“, bringt Christian Jäger den Pitch auf den Punkt.

Weitere Startups im Pitch

Außerdem mit dabei: Dogtective aus Oberösterreich mit einer App, die eine Schnitzeljagd für Mensch und Hund bietet, sowie BULA aus Deutschland – die erste nachhaltige Alternative zu feuchtem Toilettenpapier. Können sie die Investor:innen Katharina Schneider, Eveline Steinberger, Christian Jäger, Erich Falkensteiner, Alexander Schütz, Mathias Muther und Charlotte Braunstorfer, die das Tchibo-Start-Up-Ticket vergibt, überzeugen?

2 Minuten 2 Millionen – Die PULS 4 Start-up-Show
Ab Dienstag, 10. Februar, um 20:15 Uhr auf PULS 4 und JOYN

Bild @PULS4 Fotograf Gerry Frank

Quelle ProSiebenSat.1 PULS 4

Wird Videoproduktion bald nur noch eine Frage der richtigen KI?

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Ontoworks KI Videoproduktion automatisierte Postproduktion teambild ontoworks

Ontoworks entwickelt KI für die Videoproduktion und automatisiert die Postproduktion von Video Content und wird am 10. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen

Können Sie uns und unseren Lesern Ontoworks kurz vorstellen und erklären, welches Problem Sie in der Videoproduktion mit Ihrer KI lösen?

Ontoworks ist ein KI-Startup, gegründet von Seán McFadden (Physik und Neurowissenschaft) und Kevin Berdux (Musikbusiness und Eventmanagement), um Software für die Videoproduktion zu entwickeln. Hierbei wird Produktionsfirmen und Medienteams die Postproduktion dadurch erleichtert, indem das manuelle Sichten und Zusammenschneiden von Videomaterial nun automatisch durch die KI geschieht.

Was ist die Vision hinter Ontoworks und wie soll sich die Arbeit mit Video Content durch Ihre Technologie langfristig verändern?

Langfristig ist es schon absehbar, dass die Postproduktion kaum noch komplett manuell geschehen wird. Gerade die Fleißarbeit des manuellen Durchforstens und Zusammenstellens wird es in dieser Form nicht mehr geben. Durch die zunehmende Größe der Datenspeicher und der sich verbessernden KI-Technologien sieht Ontoworks sich in der Rolle, diese Zukunft für die Videoproduktion zu ermöglichen.

Wer ist Ihre zentrale Zielgruppe und warum profitieren gerade diese Nutzer besonders von automatisierter Videoanalyse und -bearbeitung?

Ontoworks spricht vor allen Dingen zwei Gruppen an: interne Medienteams von Firmen und Vereinen, sowie Produktionsfirmen und Agenturen, die im Auftrag von Firmen Werbe- und Imagefilme produzieren. Während der Fokus aktuell auf solchen Videoprojekten aufgrund der kurzen Länge liegt, ist die Technologie grundsätzlich vielseitig und soll mittelfristig auch für längere Filmproduktionen im Fernsehen und Kino genutzt werden.

Warum haben Sie sich entschieden, Ontoworks am 10. Februar in 2 Minuten 2 Millionen zu pitchen?

Das Team von Ontoworks wollte schon länger unser Glück versuchen, zum einen ein größeres Publikum zu erreichen und zum anderen das Investorennetzwerk zu erweitern. Dazu ist gerade ein Fernsehsender viel in Video und Film involviert und hat dadurch natürlich gute Vernetzungen in die für Ontoworks relevante Industrie.

Mit welchen Erwartungen und Zielen gehen Sie in die Sendung und gibt es bestimmte Investoren, die Sie besonders ansprechen möchten?

Wir wollen in erster Linie Spaß haben, eine gute Show liefern, und selbstverständlich ein Investment sichern. Dabei sind die Investoren Christian Jäger, Evenline Steinberger und Alexander Schütz für uns interessant.

Wie intensiv war die Vorbereitung auf den Pitch und welche Aspekte Ihres Geschäftsmodells waren dabei besonders herausfordernd?

Die Vorbereitung bestand hauptsächlich aus vielen Üben und Coachings mit guten Freunden des Unternehmens. Das Schwierige am Pitch war die Tatsache, dass wir noch keinen Prototypen hatten und dadurch eine Live-Demo nicht möglich war.

Welche Fragen oder Reaktionen der Investoren erwarten Sie und worauf sind Sie im Studio besonders gespannt?

Wir erwarten eine lebhafte Debatte und kritische Fragen, vor allem bezüglich der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber US-amerikanischen Firmen. Wir sind besonders gespannt darauf, wie die Atmosphäre sein wird und ob man mit den Investoren auf einen geselligen Umgang kommt.

Welche Rolle würde ein Investment für die Weiterentwicklung Ihrer KI-Plattform spielen?

Ein Investment würde unsere Möglichkeiten, besonders in Sachen Personal und Entwicklungszeitraum, enorm erweitern. Dabei sind natürlich die genauen Bedingungen der Finanzierung inklusive der Möglichkeiten zur Anschlussfinanzierung relevant.

Was sind die nächsten strategischen Schritte für Ontoworks nach der Sendung und welche Meilensteine stehen als Nächstes an?

Die nächsten Schritte sind das Onboarding der ersten Testnutzer und Kunden und der Weg zum Markt. Geplant ist ein erster Launch zum Zeitpunkt der Ausstrahlung.

Welche Tipps würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die überlegen, mit einem technologiegetriebenen Startup in einer TV Startup Sendung aufzutreten?

Es ist wichtig, aufrichtig, kompetent und sympathisch zu sein. Jeder ist unterschiedlich weit und es spielt weniger eine Rolle, alle mit dem Unternehmen zu beeindrucken, sondern eher, dass man realistische Erwartungen hat und man weiß, wo man hin möchte.

Bild: Teambild Bildcredits Ontoworks

Wir bedanken uns bei Sean McFadden für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Ontoworks

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Kontakt:

Ontoworks GmbH
Weißenseestraße 10
81539 München

https://ontoworks.ai
kevin@ontoworks.ai

Ansprechpartner: Kevin Berdux (CMO)

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Warum planen immer mehr Reisende ihren Urlaub über Erlebnisse statt Orte?

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vivido Erlebnisse und Pauschalreise vivido teambild

vivido ist ein tech-basierter Reiseveranstalter, der Erlebnisse konsequent in eine moderne Pauschalreise integriert und digital buchbar macht

Was ist vivido und wer steckt hinter dem Startup?

Vivido ist ein tech-basierter Reiseveranstalter, der Reisen mit Fokus auf besondere Erlebnisse entwickelt und als dynamische, optimierte Pakete anbietet – also für alle, die keinen Standard-Pauschalurlaub wollen, aber auch nicht stundenlang Flüge, Hotels und Aktivitäten einzeln zusammensuchen möchten. Im Hintergrund arbeitet eine Technologie, die tagesaktuelle Preise und Verfügbarkeiten über Millionen Datensätze scannt, daraus passende Paketvorschläge (Transport, Unterkunft, Aktivitäten) zusammenstellt, das Preis-Leistungs-Verhältnis vergleicht und es Kund:innen ermöglicht, das Ergebnis mit wenigen Klicks zu individualisieren.
Hinter Vivido steht ein Team aus erfahrenen Travel- und Tech-Unternehmern: CEO Tobias Boese, der weekengo mit der Marke weekend.com mitgegründet und anschließend erfolgreich an trivago verkauft hat, COO Karl Bock (ehemals RUNA REISEN) sowie CTO Cristian Sandu, der über 10 Jahre auf ein eigenes IT-Business zurückblickt.

Wie ist die Idee entstanden, Reisen, Flüge und Erlebnisse erstmals in einem Buchungsmodell zusammenzuführen?

Die Idee ist nicht am Reißbrett entstanden, sondern aus konkreter Praxis. Schon zu weekend.com-Zeiten experimentierte das Team mit erlebnisbasierten Produkten und sah, wie stark Erlebnisse die Entscheidung für eine Reise treiben.

Mit der Pandemie hat sich dieser Trend noch einmal beschleunigt: Reisende suchen heute stärker nach inhaltlich „sinnvollen“ Trips, planen häufiger Multi-Stop-Routen und möchten mehr sehen als nur ein Hotel an einem Ort. Gleichzeitig ist das Bedürfnis nach Sicherheit, nach der Verlässlichkeit einer Pauschalreise, geblieben, nur eben kombiniert mit Individualität: Inspiration finden, Optionen vergleichen, Bausteine anpassen und am Ende alles online buchen.

Genau an dieser Schnittstelle haben wir eine Lücke im Markt erkannt: Reisen und Erlebnisse sind bislang zwei getrennte (Buchungs-)Welten bzw. Verticals. Genau diese Lücke schließt vivido. Wir verbinden erstmals Erlebnis, Flüge und Hotels zu vollwertigen, dynamisch kuratierten und paketierten Erlebnisreisen. Dabei fungieren wir als Reiseveranstalter und versichern auch die Erlebnisleistungen mit Sicherungsschein. Im Schnitt paketieren wir 3 Erlebnisse pro Reisebuchung (Flug, Hotel, Transfer, Erlebnis).

Welche Vision verfolgt vivido für die Reisebranche und wie wollt ihr diese Schritt für Schritt erreichen?

vivido will die Pauschalreise neu denken – weg von der klassischen Logik „Wo reise ich hin?“ hin zu der Frage: „Was kann ich erleben?“ Unsere Vision ist eine moderne, digitale Pauschalreise, bei der Erlebnisse nicht nur ein Add-on sind, sondern der Ausgangspunkt der Planung – ohne die Vorteile der Pauschalreise (Sicherheit, Convenience, verlässliche Gesamtbuchung) zu verlieren. vivido bietet genau dafür Inspiration und kuratierte Reisen quasi von der Haustür aus an – einfach online buchbar zum tagesaktuellen Bestpreis in der Zusammensetzung aller relevanten Reisekomponenten (Flüge, Hotels, Transporte, Erlebnisse).

Wir treffen damit den Nerv der Zeit: Menschen möchten sich beim Reisen zunehmend über bestimmte Erlebnisse selbst verwirklichen: Der Rückgang der „reinen“ Badeurlauber in der Reiseanalyse 2024 (FUR), zeigt: Entspannung bleibt wichtig, aber passives Liegen sinkt: Während früher über 60 % der Reisenden angaben, primär zum „Faulenzen/Sonne tanken“ zu verreisen, hat sich das Motiv verschoben. Heute geben über 70 % an, dass sie im Urlaub „etwas erleben“ oder „etwas für die persönliche Weiterbildung/Erfahrung tun“ wollen. Auch andere Studien bestätigen den Trend hin zu “Experience First” und sprechen vom “Bucketlist Effekt“. vivido hilft Reisenden dabei, einfach, sicher und zum Bestpreis mit dem Bedürfnis, etwas zu erleben, zu reisen.

An welche Zielgruppe richtet sich vivido und welche Bedürfnisse heutiger Reisender stehen dabei im Fokus?

Im Grunde gehen alle Altersgruppen und demografischen Gruppen ab einem gewissen Einkommen dem Bedürfnis nach Selbstverwirklichung nach. Jeder möchte besondere Erinnerungen schaffen. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist auch die Identifikation mit dem Erlebten: Gesprächsstoff bei Freunden und Familie und das Posten von außergewöhnlichem Content für das persönliche soziale Netzwerk.

Aktuell fokussiert sich vivido auf Reisende zu zweit, kleine (Pärchen-)Gruppen sowie auf Alleinreisende, es gibt aber auch ein immer größer werdendes Interesse von Familien an besonderen Erlebnissen – Stichwort Mehrgenerationenurlaub. Wir sprechen alle an, die außergewöhnlich reisen möchten, ohne zu viel Zeit in die Planung zu stecken und mit der Sicherheit einer Pauschalreise.

Was macht Erlebnisreisen aus eurer Sicht so attraktiv und warum gewinnen Experiences gerade so stark an Bedeutung?

Den Trend zu Erlebnissen gibt es bereits seit über 10 Jahren. Verstärkende Faktoren sind die Online-Verfügbarkeit und Sichtbarkeit der Erlebnisse, für die Plattformen wie GetYourGuide und Viator gesorgt haben. Zudem der gesellschaftliche Trend zur Individualisierung (Aktivitäten erlebt jeder anders – Hotelzimmer, Strände, Sehenswürdigkeiten sind eher statisch) und das Bedürfnis, diese Individualität auch über soziale Netzwerke zu teilen. Über allem steht das Bedürfnis der Kunden nach Selbstverwirklichung (Collect Moments, not Things), verstärkt durch die Pandemie.
Vorteil: Erlebnisse emotionalisieren visuell mehr als statische Strand- und Hotelbilder und sind dadurch vor allem digital einfacher zu vermarkten.

Worin unterscheidet sich vivido konkret von klassischen Reiseveranstaltern oder reinen Erlebnisplattformen?

Unterscheidung von Erlebnisplattformen:

Alle Leistungen sind bei vivido inklusive. Es ist bereits durchdacht, wie der Reisende schnell und möglichst preiswert zu seinem Erlebnis kommt. Dabei sind auch wichtige Faktoren berücksichtigt, wie in welcher Unterkunft er übernachtet, wie lange er bleibt, was er vor Ort noch erleben kann und wie er bei Bedarf noch seinem zusätzlichen Bedürfnis nach Entspannung nachkommen kann. Alle diese Punkte muss jemand (zeitintensiv) in seine Planung einbeziehen, wenn er seine Reise individuell plant und über Erlebnisplattformen bucht.

Unterscheidung von klassischen Reiseveranstaltern:

Klassische Reiseveranstalter fokussieren sich vor allem auf die Komponenten Flug & Hotel. Erlebnisse werden – wenn überhaupt – als Zusatz verkauft. Für vivido sind die Erlebnisse ein integrierter Bestandteil der Pauschalreise und werden sinnvoll in die Reisepakete einbezogen. So hat der Kunde nicht nur die Möglichkeit, nach den Erlebnissen inklusive Flug und Unterkunft zu suchen oder sich inspirieren zu lassen, für ihn wichtige Reisebestandteile anzupassen, er erhält auch gleich die volle Transparenz über den Gesamtpreis aller Reisebestandteile hinweg. Das alles ist einfach und online buchbar.

Welche Rolle spielen Technologie und Travel Expertise bei der dynamischen Kuratierung eurer Reisen?


Beides ist von großer Bedeutung. Für den Kunden sieht die Webseite von vivido einfach aus, aber hinter den Kulissen steckt viel Komplexität. Zunächst einmal braucht es fundiertes touristisches Verständnis und Erfahrung bei der Veranstaltung von Reisen mit mehreren Bestandteilen, da auf der gesamten Customer Journey mit hoher emotionaler Erwartungshaltung seitens der Reisenden die Qualität über alle Bestandteile gleichermaßen gesichert werden muss.

Technologisch müssen die Erlebnisse dabei gleichberechtigt zu Flug und Hotel betrachtet und passend in den Reiseablauf integriert werden, denn sie sind den Reisenden mindestens genauso wichtig. Diese Gleichberechtigung ist eine große Herausforderung für klassische dynamische Paketierungs-Technologien der etablierten Reiseveranstalter mit reinem Flug/Hotel-Fokus. Deshalb setzt vivido auf eine eigene, speziell auf den Erlebnisreise-Markt zugeschnittene Technologie, die es unseren erfahrenen Travel Experten ermöglicht, beliebige Reisekombinationen zu kuratieren und mit dynamischen Preisen online zu stellen. Perspektivisch kann dieser Part komplett automatisiert werden mit Hilfe von KI. Dabei werden täglich Millionen verschiedene Datenpunkte sinnvoll verknüpft und aktualisiert.

Mit welchen Herausforderungen seid ihr beim Aufbau von vivido konfrontiert und wie geht ihr damit um?

Wir haben in einer schwierigen Zeit für Travel Startups gegründet. Die Zahl der Investments in unserer Branche ist seit 2021 um fast 70% gesunken. Zwar wächst unser Marktsegment signifikant und unsere KPIs sind von Beginn an überzeugend, jedoch steht der Finanzmarkt unserer Branche generell skeptisch gegenüber. Daher müssen wir mit relativ wenig Funding unseren technologischen USP weiter vorantreiben, uns im kompetitiven Wettbewerbsumfeld bei der Kundenakquise durchsetzen und gleichzeitig eine ganze Reiseveranstalter-Infrastruktur aufbauen. Aufgrund dieser Herausforderungen haben wir uns eine schlanke Kostenstruktur zugelegt und finanzieren uns hauptsächlich mit der Unterstützung von Business Angels und Branchenexperten, die von unserer Vision überzeugt sind. Der frühe Break-Even ist bei unseren derzeitigen strategischen Planungen eher im Fokus, als es das vor ein paar Jahren noch gewesen wäre.

Was bedeutet der Einstieg von SevenVentures strategisch für die Weiterentwicklung des Unternehmens?

Die Werbung im TV ist für unser Wachstum und den Aufbau der Marke strategisch wichtig und hilft uns, in kürzester Zeit ein Millionenpublikum zu Hause zu erreichen. Unsere Kunden vertrauen uns ihre wichtigsten Momente im Jahr sowie ein beträchtliches Reisebudget an. Der TV-Kanal steigert nicht nur unsere Bekanntheit, sondern schafft notwendiges Vertrauen beim Kunden. Zudem bringt das Investment-Team von SevenVentures neben Media-Leistungen wertvolle Expertise und Netzwerk ein.

Wie soll sich vivido in den kommenden Jahren weiterentwickeln und welche nächsten Schritte sind geplant?


Seit unserem Start in 2023 sind wir konstant gewachsen und planen eine Fortsetzung dieses Wachstums mit Profitabilitäts-Ziel noch innerhalb der ersten vier Jahre nach Livegang. Der Erlebnisreisemarkt birgt national wie international viel Potenzial und wir stehen bei unserer Entwicklung erst am Anfang. Im Produktbereich gibt es noch viele begeisternde Reiseziele und Reisekombinationen, die wir unseren Kunden auf gewohnt einfache Art und Weise zugänglich machen werden. Der Bedarf nach Individualisierung in kombinierter Vorab-Planung ist auch in anderen Reise-Segmenten extrem stark, wir denken da an Ferienhäuser, Fähren, und Kreuzfahrt. Im Vertrieb und Marketing werden wir unsere bestehenden Online-Partnerschaften ausbauen, aber auch vermehrt mit klassischen Reisebüros zusammenarbeiten und unsere Markenbekanntheit weiter durch verschiedene Kooperationen steigern.

Welche drei Ratschläge würdet ihr Gründerinnen und Gründern geben, die in einem stark umkämpften Markt ein neues Modell etablieren wollen?


Grundsätzlich sind wir keine Freunde von allgemeinen Ratschlägen, da jedes Marktumfeld, jedes Modell und jedes Team einzigartig sind. Wir versuchen es aber mal hiermit:

Vorbereitung und Recherche – Tauscht euch früh mit potenziellen Kunden und Branchenexperten über eure Idee aus und entwickelt sie weiter. Die Differenzierung im Markt ist alles entscheidend. Nehmt euch ausreichend Zeit für diesen Teil und seid in dieser Phase stets offen für Feedback. 

Vorsprung durch Technologie – Macht euch Gedanken, welches Kundenproblem ihr technologisch löst und wie einfach es vom Wettbewerb zu kopieren ist. Fragt euch, welche Barrieren selbst ein versierter Wettbewerber durchbrechen muss, um euer Modell anzugreifen. 

Finanzierbarkeit – Prüft bereits in einer frühen Phase, welchen Kapitalbedarf ihr für die Umsetzung eures Modells habt und ob eure Vorstellungen realistisch sind. Tauscht euch hierzu mit potenziellen Investoren aus und besteht auf ehrliches Feedback.

Bildcredits: @privat

Wir bedanken uns bei Karl B. Bock für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

10 Jahre The Founder Summit

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Bild Robin Söder @ Entrepreneur University. The Founder Summit feiert Jubiläum 10 Jahre Business Festival

10 Jahre The Founder Summit Deutschlands größtes Business Festival wird zum epischen Treffpunkt für Visionäre

Ein Jahrzehnt voller Visionen Wachstum und unternehmerischer Erfolgsgeschichten. 2026 feiert The Founder Summit sein zehnjähriges Jubiläum und setzt damit einen Meilenstein in der deutschsprachigen Business Szene.

Was 2016 als ambitionierte Idee zweier junger Gründer begann hat sich heute zum größten Business Festival Deutschlands entwickelt. Zum Jubiläum öffnet der Veranstalter Entrepreneur University am 11. und 12. April 2026 erneut die Tore des RheinMain CongressCenter Wiesbaden. Erwartet werden über 17.000 Besucher an zwei Event Tagen mit Innovationen visionären Impulsen und einem Programm das die Highlights der vergangenen Jahre nicht nur fortführt sondern übertrifft.

Ein Jahrzehnt You Can und ein Jubiläum das neue Standards definiert

Zehn Jahre in denen internationale Ikonen Wirtschaftsgrößen und Impulsgeber die Bühnen des Founder Summit geprägt haben. Zehn Jahre voller Durchbrüche Mut Inspiration und echter Erfolgsstories aus der Community.

2026 schlägt das Business Festival gemeinsam mit seinem Partner der ersten Stunde der Deutschen Vermögensberatung das nächste Kapitel auf. Noch größer noch mutiger noch wegweisender.

Hochkarätige Headliner für das Jubiläumsjahr

Als Headliner sind bereits bestätigt Christian Lindner Wolfgang Grupp Sara Al Madani Shi Heng Yi Christian Wulff Jochen Schweizer Saygin Yalcin Philip Hopf Salim Samatou Omid Mouazzen Shayan Garcia und Hermann Scherer.

Die weiteren Headliner des Jubiläumsjahres werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben. Schon jetzt steht fest dass das Line up das stärkste der Eventgeschichte wird und an eine Tradition anknüpft die bereits Persönlichkeiten wie Mike Tyson Sir Richard Branson Jason Derulo Shirin David MontanaBlack Lena Gercke oder Jürgen Klopp auf die Bühnen des Summit brachte.

16 Bühnen 120 Speaker ein gemeinsames Ziel

The Founder Summit 2026 erweitert das Angebot auf 16 Bühnen und öffnet damit auch den inhaltlichen Fokus. Ob Sales Marketing künstliche Intelligenz Immobilien Finance oder Mindset zahlreiche Themenstages bieten praxisnahe Einblicke reale Erfolgsrezepte und exklusive Learnings direkt von den führenden Köpfen ihrer Branchen.

Teilnehmer profitieren von einer kuratierten Auswahl nationaler und internationaler Experten sowie von einem Jubiläumsprogramm mit neuen Bühnenformaten Masterclasses und interaktiven Lern Erlebnissen.

Expo Area und Networking auf neuem Niveau

Mehr als 175 Aussteller Start ups und etablierte Unternehmen präsentieren in der Expo Area ihre Produkte Technologien und Services. Networking war schon immer ein Markenzeichen des Events und wird 2026 durch die weiterentwickelte Matchmaking Funktion der Event App nochmals verstärkt.

Gründer Investoren und Unternehmer können sich direkt auf dem Founder Summit vernetzen treffen wertvolle Kontakte knüpfen und mögliche Kooperationen initiieren.

Entrepreneur University CEO Robin Söder beschreibt den Founder Summit als einen Ort an dem Visionen Realität werden und Begegnungen entstehen die Unternehmen für die nächsten Jahrzehnte prägen werden.

Start up Stadium als besonderes Jubiläums Special

Das legendäre Start up Stadium geht 2026 in die dritte Runde. Noch nie standen die Chancen besser mit einer Idee richtig durchzustarten. Vor tausenden Zuschauern pitchen Gründer ihre Geschäftsmodelle und präsentieren ihre Konzepte live auf der Mainstage.

Das Jubiläum verspricht hohe Investmentsummen starke Partner und einen Pitch auf internationalem Niveau.

Ein Jahrzehnt eine Community ein Erlebnis das bleibt

The Founder Summit ist mehr als ein Event. Es ist ein Ort an dem Menschen wachsen persönlich wie unternehmerisch. 2026 verbindet das Jubiläum die Wurzeln der vergangenen Jahre mit einer klaren Vision für die Zukunft. Eine Plattform die Gründer Innovatoren und Weltveränderer zusammenbringt.

Auch 2026 endet der Tag nicht ohne gemeinsames Feiern. Ein besonderer Jubiläums Act dessen Name bald verkündet wird sorgt beim Aftershow Konzert für Stimmung und bildet gemeinsam mit der Aftershow Party den krönenden Abschluss.

Tickets und weitere Informationen

The Founder Summit 2026 findet am 11. und 12. April 2026 im RheinMain CongressCenter Wiesbaden statt.
Tickets und Updates zum Line up gibt es unter www.thefoundersummit.de

Bild Robin Söder @ Entrepreneur University

Quelle Entrepreneur University

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