Dienstag, Juli 21, 2026
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Warum Startups auf Freelancer setzen sollten

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Freelancer für Startups: Zusammenarbeit erfolgreich Portrait Thomas Maas credit freelancermap

Gerade in der Anfangsphase stehen junge Unternehmen vor der Aufgabe, schnell zu wachsen und gleichzeitig handlungsfähig zu bleiben. Oft skalieren Startups aber schneller, als das Team nachziehen kann, beispielsweise wenn nach einer Finanzierungsrunde plötzlich mehr Features, mehr Support und mehr Tempo gefordert sind. Gleichzeitig fehlen oft Ressourcen und Erfahrung für einzelne Themen. Mal ist es Kapazität, mal tiefgreifendes Fachwissen. Für beide Herausforderungen können Freelancer die Lösung sein, denn sie sind eine hervorragende Möglichkeit, beides kurzfristig ins Team zu holen, ohne direkt neue Mitarbeiter fest einzustellen.

Freelancer sind kurzfristig verfügbar, lassen sich projektbezogen einsetzen und bringen spezialisiertes Know-how mit. Gerade in Wachstumsphasen, in denen Startups schnell auf neue Anforderungen reagieren müssen, macht genau das den Unterschied. Wer heute einen Entwickler für ein bestimmtes Feature braucht und morgen einen UX Designer für den nächsten Sprint, muss dafür keine Vollzeitstellen schaffen.

Laut dem Freelancer Kompass 2026, der größten Befragung unter Selbstständigen im deutschsprachigen Raum, liegt der durchschnittliche Stundensatz von Freelancern derzeit bei 103 Euro. Für Startups mit begrenztem Budget mag das hoch erscheinen. Im Vergleich zu einer Festanstellung deckt ein Freelancer Honorar in der Regel alle Kosten ab, die bei einer Festanstellung zusätzlich zum Gehalt anfallen: Sozialabgaben, Onboarding, Ausstattung. Bei Freelancern zahlen Gründer hingegen für die konkrete Leistung im Projekt. Viele Freelancer steigen mit tiefem Spezialwissen ein, dadurch fällt die Einarbeitung zudem oft deutlich kürzer aus.

Was die Zusammenarbeit wirklich kostet

Damit die Kosten planbar bleiben, braucht es von Anfang an klare Leitplanken. Freelancer rechnen in der Regel nach Stunden oder Tagessätzen ab. Entscheidend sind klare Leistungsbeschreibungen: Was wird geliefert? In welchem Zeitraum? Zu welchem Preis?

Der Fachkräftemangel macht klassisches Recruiting für Startups oft langwierig und teuer. Freelancer sind in der Regel kurzfristig verfügbar und lassen sich ohne langen Bewerbungsprozess einbinden. Startups können zudem mit kleineren Projektpaketen starten, bevor größere Aufträge vergeben werden. So lässt sich die Zusammenarbeit testen, ohne sich langfristig zu binden. Wer Profile, Referenzen und Verfügbarkeit sauber vergleicht, findet schneller die passende Unterstützung und kann direkt loslegen.

Scheinselbstständigkeit: Das sollten Gründer wissen

Scheinselbstständigkeit ist der Grund, warum viele Startups die Zusammenarbeit mit Freelancern meiden. Doch wer die Regeln kennt, kann das Risiko gut einschätzen und gezielt vermeiden. Das Problem entsteht, wenn Freelancer so eingesetzt werden, als wären sie Angestellte: feste Arbeitszeiten, enge Einbindung in die Unternehmensstruktur, kein Spielraum für andere Auftraggeber. In solchen Fällen kann die Zusammenarbeit rechtlich als Arbeitsverhältnis gelten. Dann drohen Nachzahlungen bei Sozialabgaben, im Extremfall auch strafrechtliche Folgen.

Der Freelancer Kompass 2026 zeigt, wie ernst das Thema genommen wird: Jeder Vierte berichtet, dass Projekte wegen dieses Risikos gar nicht erst zustande kamen. Deshalb sollten Verträge und Projektbeschreibungen sauber aufgesetzt sein. Außerdem müssen Freelancer sichtbar unternehmerisch arbeiten können, auch mit weiteren Auftraggebern. Im Zweifel lohnt sich eine Statusfeststellung bei der Deutschen Rentenversicherung, bevor die Zusammenarbeit beginnt.

Wachstumsphasen überbrücken

Startups wachsen selten linear. Laut dem Deutschen Startup Monitor 2025 beschäftigen sie im Schnitt nur 15,8 Mitarbeitende. Mit so einem kleinen Team lassen sich Wachstumsphasen kaum allein stemmen, etwa vor einem Launch, nach einer Finanzierungsrunde oder wenn ein neues Produkt entwickelt wird. Wer dann auf dem regulären Stellenmarkt sucht, verliert Zeit. Freelancer lassen sich in solchen Momenten schnell einbinden und ebenso schnell wieder loslösen, wenn der Bedarf sinkt. Das macht sie besonders wertvoll für Gründer, die noch nicht wissen, wie sich ihr Personalbedarf in den nächsten Monaten entwickelt.

Wie die Zusammenarbeit gelingt

Der Einstieg in die Zusammenarbeit mit Freelancern ist einfacher, als viele denken, wenn man diese einmal richtig aufsetzt. Ein klares Briefing, realistische Zeitpläne und offene Kommunikation über Budget und Erwartungen sorgen dafür, dass die richtigen Freelancer zeitnah loslegen können. Je präziser die Anforderungen, desto weniger Reibung und desto schneller liefert das erweiterte Team.

Bei der Auswahl selbst helfen Referenzen, bisherige Projekte und ein erstes Gespräch dabei, schnell ein Gefühl dafür zu bekommen, ob fachliche Kompetenz und Arbeitsweise zum Startup passen. Wer sich hier die nötige Zeit nimmt, legt den Grundstein für eine produktive Zusammenarbeit.

Ein Startup, das heute einen Backend Entwickler für drei Monate braucht und morgen einen Designer für den Launch Sprint, muss dafür keine Stelle ausschreiben. Wer die Zusammenarbeit einmal gut aufgesetzt hat, kann beim nächsten dringenden Projekt einfach loslegen. So entsteht ein Team, das genau dann wächst, wenn es gebraucht wird und damit letztendlich genau so arbeitet, wie moderne Skalierung heutzutage funktionieren sollte, nämlich flexibel und agil.

Bildcredits freelancermap GmbH

Autor Thomas Maas

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie Startups KI Agenten sinnvoll ins Marketing integrieren

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KI Agenten für Startups im Marketing richtig nutzen Lars Schulze Bildcredits whaaat.ai

Warum KI Agenten für Startups immer wichtiger werden

Viele Startups nutzen inzwischen künstliche Intelligenz im Marketing. Ein Textentwurf für LinkedIn, ein Newsletter Einstieg, ein paar SEO Ideen oder ein Skript für ein kurzes Video sind schnell erstellt. Auf den ersten Blick klingt das nach Produktivität. In der Praxis zeigt sich aber oft etwas anderes.

Denn mit jedem neuen Werkzeug wächst nicht automatisch die Effizienz. Häufig entsteht erst einmal Unübersichtlichkeit. Inhalte werden in einem Tool vorbereitet, in einem zweiten angepasst und in einem dritten weiterverarbeitet. Danach beginnt die eigentliche Arbeit: prüfen, kürzen, umformulieren, freigeben. Der erhoffte Zeitgewinn wird kleiner.

Genau hier wird das Thema KI-Agenten für Startups interessant. Es geht nicht mehr nur um einzelne Tools, die auf Zuruf Texte erstellen. Es geht um digitale Assistenten, die klar abgegrenzte Aufgaben übernehmen. Ein Agent bereitet Inhalte für LinkedIn vor. Ein anderer hilft bei SEO-Themen. Ein dritter erstellt PR-Material oder Newsletter-Vorlagen. Der Unterschied liegt nicht im Namen, sondern in der Arbeitsteilung.

Warum einzelne KI Tools oft nicht reichen

Allgemeine Chatbots sind nützlich, wenn es um erste Ideen, schnelle Entwürfe oder einfache Strukturen geht. Für Marketingteams reicht das aber oft nicht aus. Ein LinkedIn-Beitrag folgt anderen Regeln als ein Fachartikel und eine Presseinformation muss anders aufgebaut sein als ein Newsletter.

Wenn ein einziges Werkzeug all diese Aufgaben gleich behandelt, entstehen schnell austauschbare Ergebnisse. Die Texte klingen glatt, aber nicht zwingend passend. Sie berücksichtigen den Kanal nur oberflächlich. Sie treffen die Marke nicht genau. Oder sie müssen so stark nachbearbeitet werden, dass der Zeitgewinn kleiner ausfällt als erwartet.

Das ist kein Argument gegen KI. Aber Unternehmen sollten schauen, wie genau sie KI sinnvoll einsetzen.

Wie KI Agenten ins Team passen können

Startups sollten KI Agenten nicht als Ersatz für ein Marketingteam verstehen. Sinnvoller ist der Blick auf konkrete Aufgaben. Wo verliert das Team regelmäßig Zeit? Wo entstehen immer wieder ähnliche Briefings? Welche Inhalte müssen in mehreren Formaten aufbereitet werden? Welche Arbeiten bleiben liegen, weil im Alltag niemand dazu kommt?

Daraus ergeben sich typische Einsatzfelder. Ein KI Agent kann Themen für einen Redaktionsplan vorbereiten. Ein anderer kann aus einem Blogthema mehrere Social Media Varianten entwickeln. Ein weiterer kann aus Produktinformationen eine erste Presseunterlage strukturieren. Wieder ein anderer kann Keyword Ideen sammeln oder vorhandene Inhalte für einen bestimmten Kanal anpassen.

Der Nutzen entsteht vor allem dann, wenn die Agenten auf dieselben Grundlagen zugreifen. Dazu gehören Tonalität, Zielgruppen, zentrale Botschaften, Produktinformationen und Begriffe, die verwendet oder vermieden werden sollen. Sonst arbeitet jeder Agent für sich. Dann entsteht wieder das Problem, das eigentlich gelöst werden sollte: viele Einzelteile, aber kein stimmiges Gesamtbild.

Welche Marketingaufgaben sich gut automatisieren lassen

Gut geeignet sind Aufgaben, bei denen Struktur, Varianten und Vorbereitung eine große Rolle spielen. Dazu gehören Themenrecherche, erste Gliederungen, Content Kalender, Entwürfe für Social Media Beiträge, Newsletter Varianten, SEO Briefings, Zusammenfassungen oder die Anpassung eines vorhandenen Themas an unterschiedliche Kanäle.

Beispiel 1: Ein Startup veröffentlicht einen Fachbeitrag auf der Website. Daraus können ein LinkedIn Post, ein Newsletter, ein kurzer Pitch für die Presse und mehrere Themenideen für die kommenden Wochen entstehen. Früher musste das Team diese Ableitungen einzeln erstellen. Mit KI-Agenten lässt sich diese Vorarbeit besser verteilen.

Beispiel 2: Das Vertriebsteam hört immer wieder dieselben Fragen von Kunden. Aus diesen Fragen kann die KI FAQ-Texte, Blogideen, Newsletter-Themen oder kurze Social Media Beiträge erstellen. KI-Agenten können helfen, diese Rohinformationen in verwertbare Formate zu übersetzen.

Wo menschliche Expertise unverzichtbar bleibt

Je strategischer oder sensibler eine Aufgabe ist, desto wichtiger bleibt der Mensch. Positionierung, finale Tonalität, Krisenkommunikation, persönliche Medienkontakte und strategische Entscheidungen lassen sich nicht einfach abgeben.

KI kann Vorschläge machen, aber sie trägt keine Verantwortung. Sie kennt nicht jede Marktnuance. Sie spürt nicht, ob ein Satz zur Situation passt. Sie erkennt nicht zuverlässig, ob eine Aussage rechtlich, fachlich oder kommunikativ heikel ist. Deshalb braucht es weiterhin Redaktion, Prüfung und Freigabe.

Gerade Startups sollten hier vorsichtig sein. Eine junge Marke baut Vertrauen erst auf. Wer zu schnell zu viel automatisiert, riskiert einen beliebigen Auftritt. KI kann Inhalte beschleunigen. Sie ersetzt aber nicht die Entscheidung, wofür ein Unternehmen stehen will.

Erfolgreiche Einführung beginnt mit klaren Prozessen

Bevor ein Startup KI Agenten einführt, sollte es einfache Fragen klären. Welche Kanäle sind wirklich wichtig? Welche Inhalte werden regelmäßig gebraucht? Wer liefert Informationen? Wer prüft Ergebnisse? Welche Tonalität soll eingehalten werden? Was darf nie ohne menschliche Kontrolle veröffentlicht werden?

Erst danach lohnt sich die Auswahl der passenden Werkzeuge. Sonst wird aus KI Unterstützung schnell ein weiteres System, das gepflegt und erklärt werden muss.

Praktisch ist ein kleiner Start. Ein Team kann zunächst einen Bereich auswählen, etwa LinkedIn und Newsletter. Dann werden klare Vorgaben formuliert, vorhandene gute Texte als Beispiele gesammelt und ein einfacher Freigabeprozess festgelegt. Nach einigen Wochen lässt sich prüfen, ob wirklich Zeit gespart wird und ob die Qualität stimmt.

Warum KI Führung braucht

Der entscheidende Punkt ist nicht, ob KI-Agenten Menschen ersetzen. In vielen Teams verändern sie vor allem die Rollen. Menschen schreiben weniger erste Entwürfe, prüfen aber stärker. Sie formulieren bessere Briefings, wählen aus, korrigieren und entscheiden. Aus reiner Produktion wird mehr Redaktion.

Das ist für Startups eine Chance. Kleine Teams können professioneller arbeiten, ohne sofort eine große Marketingabteilung aufzubauen. Voraussetzung ist, dass KI nicht als Spielerei behandelt wird, sondern als Teil der Organisation.

Erst die Grundlagen schaffen, dann skalieren

KI-Agenten können Startups helfen, Marketingaufgaben besser zu verteilen. Sie bringen vor allem dort Nutzen, wo wiederkehrende Arbeiten, mehrere Kanäle und knappe Ressourcen zusammenkommen. Sie lösen aber keine strategischen Probleme.

Wer seine Zielgruppen, Botschaften und Abläufe kennt, kann mit KI schneller und konsistenter arbeiten. Wer diese Grundlagen nicht klärt, bekommt nur mehr Material. Der sinnvolle Weg liegt deshalb nicht in immer neuen Tools. Er liegt in klarer Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine.

Bildcredits Whaaat.ai

Autor Lars Schulze

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Zelara erhält 3 Millionen Euro für KI Plattform im Lifecycle Marketing

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Lifecycle Marketing: Zelara lernt aus Kundeninteraktionen Bild links: Nikolas Schriefer, rechts: Björn Heckel Bildcredits Zelara

Zelara, ein Berliner Startup, das eine KI Plattform für Lifecycle Marketing entwickelt, gibt heute den Abschluss einer Pre Seed Finanzierungsrunde in Höhe von 3 Millionen Euro bekannt. Die Runde wird von NAP angeführt, mit Beteiligung von Heartfelt und Angel Invest.

Gründer wollen Kundenkommunikation neu denken

Zelara wurde von Nikolas Schriefer und Björn Heckel gegründet, um ein Problem zu lösen, das ihnen im Laufe ihrer Karriere immer wieder begegnet ist: Trotz hoher Investitionen in CRM und Marketingtechnologien bleibt die Kundenkommunikation in vielen Unternehmen statisch, regelbasiert und wenig lernfähig.

Schriefer gründete und verkaufte zuvor ein AdTech Unternehmen und leitete KI Initiativen bei HelloFresh. Heckel verbrachte mehr als zwei Jahrzehnte damit, Technologieorganisationen für Kundenbindung, Wachstum und Personalisierung bei Uber, HelloFresh und Salesforce aufzubauen und zu führen.

KI lernt aus jeder Kundeninteraktion

Zelara ergänzt bestehende CRM und Customer Engagement Systeme und hilft Marken dabei, über statische Kampagnen und grobe Kundensegmente hinauszugehen. Die Plattform ermittelt kontinuierlich die passende Botschaft, den optimalen Kanal und den richtigen Zeitpunkt für jede einzelne Person.

Während Marketingteams Ziele und Rahmenbedingungen definieren, übernimmt Zelara die operative Aussteuerung und lernt fortlaufend aus den Ergebnissen.

Bei einer führenden europäischen Neobank steigerte Zelara die Kunden Aktivierung und Reaktivierung um 66 Prozent. Dafür waren weder ein Austausch des bestehenden CRM Stacks noch aufwendige Anpassungen der Customer Journey erforderlich.

Vom regelbasierten Marketing zur lernenden Plattform

Die meisten Unternehmen kommunizieren über vordefinierte Customer Journeys, Regeln und Segmente. Klassische CRM und Customer Engagement Plattformen dienen vor allem dazu, vorab definierte Kampagnen auszuführen. Solche Systeme skalieren zwar, passen sich jedoch nur begrenzt an verändertes Kundenverhalten an.

Zelara verfolgt einen anderen Ansatz: Jede Kundeninteraktion fließt in einen kontinuierlichen Lernkreislauf ein. Auf dieser Basis optimiert die Plattform fortlaufend Botschaften, Kanäle und Zeitpunkte für jeden einzelnen Kunden.

„Nachdem ich mehr als zwanzig Jahre lang Systeme entwickelt habe, mit denen Marketingteams Kunden ansprechen, ist mir immer wieder dasselbe aufgefallen: Die Technologie war auf Kampagnen, Journeys und Segmente ausgerichtet, aber nicht auf die Kunden selbst“, sagt Björn Heckel, Mitgründer von Zelara.

„Genau deshalb haben wir Zelara von Grund auf anders gedacht. Statt Kampagnen für Segmente zu optimieren, lernt die Plattform, wie jeder einzelne Kunde so angesprochen werden kann, dass sowohl für ihn als auch für das Unternehmen ein größerer Mehrwert entsteht.“

Kontinuierliches Lernen entlang der Customer Journey

„Jede Interaktion eines Kunden mit einer Marke ist wertvolles Feedback und die meisten Systeme lernen nicht daraus“, sagt Nikolas Schriefer, Mitgründer von Zelara.

„Zelara nutzt jedes Signal, um die Kommunikation mit jeder Person zu verbessern. Je mehr Interaktionen die Plattform verarbeitet, desto effektiver wird sie. Dadurch verbessert sich die Kundenansprache kontinuierlich entlang der gesamten Customer Journey – von der Aktivierung über die Kundenbindung bis hin zum Customer Lifetime Value.“

Investoren sehen großes Marktpotenzial

„Während KI Agenten zunehmend beeinflussen, wie Verbraucher Marken entdecken und mit ihnen interagieren, steigt der strategische Wert von First Party Daten erheblich. Gleichzeitig machen steigende Kosten für die Neukundengewinnung deren effektive Nutzung wichtiger denn je“, sagt Fabian Krautwurst, Partner bei NAP.

„Nik und Björn verfügen über einzigartige Erfahrung beim Aufbau und Betrieb von Customer Engagement Systemen im großen Maßstab und sind damit bestens positioniert, diese Marktchance zu nutzen und die neuen Möglichkeiten von KI voll auszuschöpfen.“

Finanzierung soll Technologie und Wachstum beschleunigen

Die Pre Seed Finanzierung soll vor allem zwei Bereiche vorantreiben. Erstens wird Zelara die Weiterentwicklung seiner KI Plattform für Lifecycle Marketing beschleunigen, um noch bessere Entscheidungen für einzelne Kunden zu treffen und zusätzliche Kundenkontaktpunkte abzudecken.

Zweitens will das Unternehmen sein Wachstum vorantreiben, indem es Partnerschaften mit führenden B2C Unternehmen ausbaut, sein Team erweitert und an die bisherigen Kundenerfolge anknüpft.

Bild links: Nikolas Schriefer, rechts: Björn Heckel Bildcredits Zelara

Quelle Studio Ghost GmbH

Deutschland stellt größte Sprecherdelegation bei GITEX AI EUROPE 2026

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GITEX AI EUROPE 2026: Deutschland setzt auf KI Bild: Die GITEX AI EUROPE 2026 ist Europas branchenübergreifendes Technologieevent und findet vom 30. Juni bis 1. Juli 2026 auf dem Gelände der Messe Berlin statt. Bildrechte: GITEX AI EUROPE

Deutschland prägt das Konferenzprogramm der GITEX AI EUROPE 2026. Dr. Karsten Wildberger, Führungskräfte von DeepL und OpenAI sowie deutsche Quantencomputing Pioniere bilden den Kern des internationalen Redner Lineups auf der Messe in Berlin.

Deutschland stellt die größte nationale Delegation im Speaker Programm der GITEX AI EUROPE 2026: Regierungsvertreter, Spitzenkräfte großer Technologiekonzerne und Scale ups, Quantencomputing Pioniere und Investor stehen im Zentrum, wenn die Messe Berlin nächste Woche ihre Pforten öffnet.

Deutsche Sprecher stellen 60 Prozent der mehr als 150 Expert, die aus 33 Ländern Europas, Nordamerikas, Asiens und Afrikas anreisen. Hinzu kommt eine umfassende Ausstellung mit mehr als 950 Unternehmen und Startups sowie über 600 Investor aus mehr als 80 Nationen. Sie sollen Investitionen im europäischen Technologiemarkt vorantreiben, der laut Forrester 2026 erstmals die Marke von 1,5 Billionen Euro überschreiten wird.

Die GITEX AI EUROPE findet vom 30. Juni bis 1. Juli 2026 statt. Das Konferenzprogramm gliedert sich in fünf Themenfelder: DeepTech & Critical Supply Chains, Compute & AI Stack, Secure Infra & Cyber Power, Capital & Scale Up Engine sowie Policy to Production.

Deutsche Sprecher prägen das Programm

Dreizehn deutsche Sprecher übernehmen die zentralen Sessions der Themenfelder, die von den regulatorischen und infrastrukturellen Grundlagen europäischer KI über die Unternehmensanwendung bis hin zum Kapital für künftige Investitionen reichen.

DeepTech und europäische Wettbewerbsfähigkeit

Am 30. Juni eröffnet Bundesminister für Digitales und staatliche Modernisierung Dr. Karsten Wildberger das Programm mit einem Fireside Gespräch auf der Main Stage. Sein Thema lautet „The Gigawatt Guarantee: Engineering Europe’s Industrial AI Supremacy“.

Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, diskutiert am 1. Juli auf der Intelligence Stage die Frage „Who Controls Computing When AI Outgrows Europe’s Grids and Networks?“ und beleuchtet damit die Umsetzung der europäischen KI Regulierung.

Unternehmen und KI Anwendungen im Fokus

Prof. Dr. Robert Mayr, CEO der DATEV eG, spricht über die praktische Transformation durch KI und die Bedeutung innovationsfreundlicher Rahmenbedingungen in Europa.

Dr. Jarek Kutylowski, CEO von DeepL, thematisiert Europas Chancen im globalen KI Wettbewerb. Gemeinsam mit Niklas Harzheim von OpenAI, Tomás Vocetka von Omio und Daniel Khachab von Choco wird zudem diskutiert, wie Foundation Models den Weg von Pilotprojekten in den breiten Unternehmenseinsatz finden.

Auch die Deutsche Telekom ist vertreten. Rickard Damm spricht über die Integration von KI auf Infrastrukturebene europäischer Netzbetreiber.

Quantencomputing als strategische Zukunftstechnologie

Mit Dr. Markus Pflitsch von Terra Quantum, Dr. Katrin Kobe von Bosch Quantum Sensing und Dr. Alexander Glätzle von planqc stehen drei führende deutsche Köpfe des Quantencomputings auf der Bühne.

Im Mittelpunkt stehen Fragen nach technologischer Souveränität, quantenresistenter Infrastruktur und Europas Rolle im internationalen Wettbewerb.

Finanzierung und Wachstum für Europas Startups

Stefan B. Wintels, CEO der KfW Bankengruppe, eröffnet das Themenfeld Capital & Scale Up Engine mit einem Vortrag über Deutschlands Fördermodelle als Vorbild für Europa.

Florian Heinemann von Project A diskutiert anschließend die Herausforderungen der Wachstumsfinanzierung europäischer DeepTech Unternehmen und die Frage, wie Europa Forschungserfolge in globale Marktführer verwandeln kann.

Internationale Plattform für KI und Innovation

Mit mehr als 950 Ausstellern, Startups und Technologieunternehmen sowie über 600 Investor aus mehr als 80 Ländern zählt die GITEX AI EUROPE 2026 zu den bedeutendsten Technologieveranstaltungen Europas. Die Messe bringt führende Köpfe aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Investment zusammen und positioniert Berlin als zentralen Treffpunkt der internationalen KI Branche.

Weitere Informationen unter: www.gitexeurope.com

Bild: Bild: Die GITEX AI EUROPE 2026 ist Europas branchenübergreifendes Technologieevent und findet vom 30. Juni bis 1. Juli 2026 auf dem Gelände der Messe Berlin statt. Bildrechte: GITEX AI EUROPE

Quelle news aktuell GmbH 

Wakeline: Steht Continuous Learning vor dem nächsten KI-Durchbruch?

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Wakeline: Continuous Learning und KI für die Praxis Tim Gülke CEO

Wakeline arbeitet an einer biologisch inspirierten KI-Architektur, die auf Continuous Learning setzt und sich im laufenden Betrieb an neue Bedingungen anpassen kann. Im Interview geht es um die Chancen dieser KI, technologische Souveränität und den Einsatz in dynamischen Umgebungen.

Können Sie Wakeline kurz vorstellen und erzählen, wer das Unternehmen gegründet hat?

Wakeline ist ein Deep-Tech-Unternehmen aus Düsseldorf, das eine neue Form künstlicher Intelligenz entwickelt. Im Kern steht eine biologisch inspirierte Architektur, die ohne Deep Learning auskommt und kontinuierlich im laufenden Betrieb lernt. Das ist deshalb relevant, weil viele Modelle nach dem Training weitgehend statisch operieren und mit jeder Veränderung der Welt an Genauigkeit verlieren, wenn sie nicht nachtrainiert werden. Unser System lernt laufend dazu und passt sich an. Gegründet haben wir Wakeline zu viert: Dr. Tim Gülke, Jan Böggering, Simon Sprünker und Dr. Merten Tiedemann.

Wie entstand die Idee, mit Wakeline einen anderen Weg als klassische LLM- und Deep-Learning-Ansätze einzuschlagen?

Entstanden ist die Idee aus dem First-Principles-Denken. Wir haben uns gefragt, wie es Lebewesen gelingt, mit sehr einfachen Nervensystemen komplexes Verhalten zu zeigen, und das ganz ohne Training und ohne Backpropagation. Welche Rolle spielt dabei ein einzelnes Neuron? Wie verarbeiten selbst einfachste Nervensysteme die großen Mengen an kontinuierlich auf sie einströmenden Daten, und das vor allem in analoger Form? Mit Deep Learning ist das so derzeit nur mit großem Aufwand lösbar. Die Natur hat insbesondere für das Lernen eine andere Lösung gefunden.

Genau dort setzen wir an. Die heutige KI bildet vor allem die beschreibende Seite der Intelligenz ab, also das Erkennen von Mustern in historischen Daten. Diese Seite ist beeindruckend, deckt aber nur eine Hälfte dessen ab, was Intelligenz ausmacht. Die andere Hälfte entsteht im Zusammenspiel mit einer Umgebung, die sich ständig verändert, und genau diese teilnehmende Seite fehlt den gängigen Ansätzen. Die Evolution hat ein Verfahren hervorgebracht, dass es Lebewesen ermöglicht, sich auf eine ständig verändernde Umgebung einzustellen.

Welche Vision verfolgen Sie mit Wakeline, und welche Rolle spielt dabei das Konzept des Continuous Learning?

Die Vision ist, eine allgemeinere Form von Intelligenz zu entwickeln, die nicht nur auf ihre Umgebung reagiert, sondern aktiv in ihr handelt und sie mitgestaltet. Eine Intelligenz, die versteht, wie komplexe Systeme funktionieren und selbstständig erkennt, was sich ändern muss, um darin effektiver zu werden. Kontinuierliches Lernen ist dafür unabdingbar: Weder wissen wir im Vorfeld, welchen Umgebungen eine KI begegnen wird, noch existiert für jede davon ausreichend Trainingsmaterial. Vor allem aber wäre das grundsätzlich ineffizient: Die KI muss selber herausfinden können, was wichtig ist und wie die Welt sich kontinuierlich verändert. Nur so skaliert KI wirklich, wenn wir das nicht ständig überwachen und die Machine Learning-Pipeline immer wiederholen müssen.

Wakeline hat kürzlich eine Pre-Seed-Finanzierung über 2,1 Millionen Euro abgeschlossen. Welche Bedeutung hat diese Finanzierung für die weitere Entwicklung des Unternehmens?

Eine sehr große! Es zeigt, dass wir mit unserer Technologie etwas auf der Spur sind, das andere so nicht abdecken. Die Tatsache, dass wir Investoren überzeugen konnten, dass die Technologie reif genug ist und Potential hat, unsere Vision umzusetzen, ist ein Meilenstein für uns. Wir können damit vor allem Menschen einstellen, die diverse Hintergründe in Neurowissenschaften, Physik, etc. haben und uns bei der Entwicklung den nächsten Sprung ermöglichen.

Viele KI-Systeme basieren auf historischen Daten und regelmäßigen Trainingszyklen. Welche Vorteile bietet der Ansatz von Wakeline, bei dem die Systeme im laufenden Betrieb lernen?

Der größte Vorteil ist Robustheit in der Realität: In vielen Anwendungen ändern sich Daten, Rahmenbedingungen und „Regime“ laufend – von Marktphasen im Energiesystem bis hin zu Änderungen in Industrieprozessen. Statt ein Modell in festen Zyklen neu zu trainieren, kann sich unser System fortlaufend an neue Situationen anpassen.

Das reduziert den operativen Aufwand und verkürzt Iterationszeiten: Wir müssen nicht jedes Mal eine komplette Trainingspipeline starten, sobald sich die Welt verändert. Gleichzeitig können wir auch dort Mehrwert liefern, wo nur wenige oder sehr individuelle Daten verfügbar sind, weil das Lernen nicht ausschließlich auf großen historischen Datensätzen basiert.

Wichtig ist dabei die Kontrolle: Continuous Learning heißt bei uns nicht „unkontrolliertes Selbstlernen“, sondern Lernen mit Leitplanken – mit Monitoring, Evaluierung und klaren Grenzen, damit sich das System sicher und nachvollziehbar weiterentwickelt.

Was macht Wakeline aus Ihrer Sicht besonders im Vergleich zu etablierten KI-Modellen und Plattformen?

Aus unserer Sicht sind es drei Dinge. Erstens: Wir bauen KI für dynamische, reale Umgebungen, nicht nur für statische Datensätze. Das System ist darauf ausgelegt, im Betrieb zu lernen und sich an Veränderungen anzupassen, statt nach dem Training weitgehend stehen zu bleiben.

Zweitens: Wir sind daten-effizient. Viele Industrieprobleme haben zu wenig Trainingsdaten, oder die Situationen sind zu individuell, um sie mit einem „one-size-fits-all“-Modell abzudecken. Unser Ansatz kann auch mit begrenzten, kontinuierlich einströmenden Daten arbeiten.

Drittens: Wir denken den Einsatz von Anfang an produktionsnah – mit klaren Mechanismen, wie Lernen beobachtet, bewertet und begrenzt wird. Jede Vorhersage, Erkenntnis und Entscheidung des Systems ist transparent und nachvollziehbar. Dadurch wird Continuous Learning für Unternehmen praktisch nutzbar: als robuste, nachvollziehbare Systeme, die in der echten Welt stabil bleiben und mit ihr mitlernen.

An welche Zielgruppen richten sich Ihre Lösungen aktuell, und welche Herausforderungen möchten Sie für diese Kunden lösen?

Wir schauen vor allem auf Industrien, die entweder mit sehr komplexen und sich schnell ändernden Umgebungen zu tun haben und auf solche, für die traditionelle KI-Ansätze nicht funktionieren, weil es etwa keine oder zu wenig Trainingsdaten gibt oder die zu lösenden Probleme zu individuell sind. Komplexe Industrien sind etwa die Energienetze, die sich insbesondere in Europa gerade massiv im Wandel befinden, oder industrielle Fertigungs-Umgebungen, die sehr individuell und ständiger Veränderung ausgesetzt sind. Aber wir beginnen gerade eine Forschungs-Kooperation im Bereich Parkinson: im Themenfeld personalized healthcare sind traditionelle KI-Ansätze nicht immer erfolgreich, da wir als Menschen sehr individuell sind und gerade auch im Bereich Neurologie die Varianzen zwischen Individuen es oftmals schwierig machen ein Modell trainiert mit generalisierten Trainingsdaten auf individuelle Patienten anzuwenden.

Mit Market Edge haben Sie eine erste Anwendung für den Energiemarkt entwickelt. Welche Erkenntnisse haben Sie aus diesem Einsatzgebiet gewonnen?

Der Energiemarkt ist ein hervorragendes Lernfeld, weil er sich schnell verändert und gleichzeitig sehr gut messbar ist. Eine zentrale Erkenntnis ist, dass die kontinuierliche Anpassung gerade in seltenen und extremen Marktphasen ihren Wert zeigt, also genau dann, wenn statische Verfahren oft an ihre Grenzen kommen. Unsere Einschätzung ist, dass die Schwankungen und unvorhergesehenen und unbekannten (und damit nicht in Trainingsmaterial enthaltenen) Einflüsse zunehmen werden und Verfahren, die schneller auf die veränderte Situation reagieren können, an Bedeutung gewinnen werden.

Wakeline verfolgt das Ziel, KI unabhängiger von US-amerikanischen Hyperscalern und proprietären Modellen zu machen. Warum ist dieses Thema aus Ihrer Sicht gerade für Europa von Bedeutung?

Das ist Risikomanagement: Wir tun das genauso bei industriellen Wertschöpfungsketten, warum nicht auch bei dieser? Ein großer Teil der heutigen KI-Wertschöpfung hängt an wenigen sehr großen Anbietern, überwiegend aus den USA. Wer seine KI auf deren proprietären Modellen und Infrastrukturen aufbaut, gibt einen Teil seiner Kontrolle und seiner Wertschöpfung ab. Um das Risiko auch tatsächlich minimieren zu können, sind Alternativen notwendig, die meiner Wertschöpfungskette dann auch die entsprechende Resilienz verleihen.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen beim Aufbau einer völlig neuen KI-Architektur, die sich bewusst von gängigen Ansätzen abgrenzt?

Die größte Herausforderung ist, dass wir vieles nicht von der Stange übernehmen können. Für gängige Deep-Learning-Ansätze gibt es ausgereifte Werkzeuge und eine große Community. Wer einen eigenen Weg geht, muss viele dieser Grundlagen selbst schaffen. Hinzu kommt die Kommunikation: Weil unser Ansatz von den verbreiteten Denkmustern abweicht, müssen wir Investoren und Kunden zuerst erklären, warum kontinuierliches Lernen den Aufwand wert ist. Das kostet Zeit, schafft aber zugleich eine klare Differenzierung. Intern brauchen wir Menschen, die bereit sind, etablierte Annahmen zu hinterfragen, und solche Profile sind selten.

In der Diskussion um KI-Souveränität wird Europa häufig als Nachzügler betrachtet. Welchen Beitrag könnte Wakeline leisten, um die technologische Unabhängigkeit Europas zu stärken?

Ich glaub fast jeder kennt das Wayne Gretzky-Zitat „Skate to where the puck is going, not where it has been“. Es ist deutlich kapital-effizienter, in das nächste Thema zu investieren statt zu versuchen, die riesigen Mengen an Kapital, Brainpower und Zeit aufzuwenden, die in die bekannten Modelle und Paradigmen geflossen sind. Wir bieten mit Wakeline einen radikalen neuen Ansatz, der in letzter Konsequenz das Potential bietet, Industrien einen Sprung nach vorn machen zu lassen. Das bietet für Europa die Chance, im Fahrersitz zu sitzen, statt wieder die Wertströme für die Nutzung solcher Modelle ins Ausland verschwinden zu sehen.

Welche nächsten Entwicklungsschritte und Meilensteine stehen bei Wakeline in den kommenden Jahren im Fokus?

Wir haben derzeit einen stabilen Stand der grundlegenden Architektur, welcher es uns ermöglicht, nun kommerzielle Anwendungsfälle zu verfolgen. Wir sind davon überzeugt, dass die KI sich nicht im Labor, sondern im realen Einsatz weiterentwickeln muss, da nur dort reale Herausforderungen auf uns warten, die gelöst werden müssen. Daher haben wir Market Edge entwickelt und beginnen gerade mit dem Einsatz in zusätzlichen Branchen, etwa die industrielle Produktion, wo wir bereits mit etablierten Softwareanbietern im Gespräch sind, sowie die Medizin. Mittelfristig wollen wir unser Lernsystem von starken ersten Anwendungsfällen zu einer Grundlage entwickeln, die universell in vielen Umgebungen eingesetzt werden kann. Parallel dazu setzen wir die Arbeit an der KI selbst fort, woraus sich dann wiederum neue, spannende Einsatzgebiete und Anwendungsfälle ergeben.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die mit einer technologischen Innovation bestehende Denkmuster infrage stellen möchten?

Erstens: Seien Sie bereit, sehr viel zu erklären. Wer ein etabliertes Denkmuster infrage stellt, muss seinen Ansatz immer wieder von Grund auf begründen, gegenüber Investoren ebenso wie im eigenen Team. Zweitens: Machen Sie den „blue ocean“ konkret: Was wird nicht evolutionär besser, sondern was ermöglicht Ihre Technologie, was vorher nicht möglich war? Das lässt andere an Ihrer Vision teilhaben. Drittens: Umgeben Sie sich mit Menschen unterschiedlichster Hintergründe, die Widerspruch aushalten und selbst Annahmen hinterfragen. Echte Innovation entsteht selten in einem Umfeld, das vor allem Bestätigung sucht.

Bildcredits Wakeline

Wir bedanken uns bei Tim Gülke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wakeline erhält 2,1 Millionen Euro für kontinuierlich lernende KI

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KI-Systeme: Wakeline setzt auf Continuous Learning Tim Gülke CEO

Wakeline erhält 2,1 Millionen Euro für kontinuierlich lernende KI

Das Düsseldorfer Deep-Tech-Startup Wakeline hat eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von 2,1 Millionen Euro abgeschlossen. An der Finanzierungsrunde beteiligen sich der TechVision Fonds (TVF) sowie neoteq ventures. Das 2025 gegründete Unternehmen entwickelt KI-Systeme, die nicht nur auf historischen Daten basieren, sondern im laufenden Betrieb weiterlernen und sich an veränderte Bedingungen anpassen können.

Wakeline arbeitet an einer neuartigen Architektur, die eine zentrale Herausforderung der KI-Entwicklung adressiert: Wie können Systeme lernen, während sie bereits im Einsatz sind? Das Unternehmen verfolgt dabei einen Ansatz, bei dem Lernen und Anwendung nicht voneinander getrennt sind, sondern gleichzeitig stattfinden.

Wakeline setzt auf KI, die im laufenden Betrieb weiterlernt

Die meisten heute eingesetzten KI-Modelle folgen einem ähnlichen Prinzip. Sie werden mit historischen Daten trainiert, anschließend ausgerollt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Nach Ansicht von Wakeline führt dieses Vorgehen dazu, dass KI-Systeme stets auf vergangenem Wissen basieren und sich nicht eigenständig an neue Situationen anpassen können.

Mit seinem Ansatz des Continuous Learning entwickelt das Startup Systeme, die während des laufenden Betriebs weiterlernen und mit ihrer Umgebung verbunden bleiben. Training und Anwendung greifen ineinander, statt in getrennten Phasen abzulaufen. Lernen wird damit zu einem Echtzeit-Prozess.

Biologisch inspirierte Architektur für adaptive KI

Die Technologie von Wakeline orientiert sich an biologischen Lernprozessen. Ziel ist es, KI-Systeme zu entwickeln, die Erfahrungen sammeln, daraus lernen und ihr Verhalten unmittelbar an neue Bedingungen anpassen können.

Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf eine Architektur, die ohne Abhängigkeit von US-amerikanischen Hyperscalern oder proprietären Modellen betrieben werden kann. Damit soll langfristig eine eigenständige europäische KI-Infrastruktur unterstützt werden.

Erste Anwendungen in Energiemärkten, Industrie und Forschung

Die erste produktive Anwendung der Technologie liegt in Echtzeit-Prognosen für europäische Energiemärkte. Die Systeme passen sich kontinuierlich an Marktveränderungen an und müssen nicht regelmäßig neu trainiert werden.

Darüber hinaus sieht Wakeline Einsatzmöglichkeiten in industriellen Produktionsumgebungen sowie in der neurologischen Forschung. Dort könnte die Technologie beispielsweise zur Früherkennung von Parkinson beitragen.

„Die meisten KI-Investitionen heute sind Wetten auf bessere Modelle innerhalb derselben Architektur. Wakeline stellt die Architektur selbst infrage und das ist der seltenere und interessantere Ansatz“, sagt Dr. Ansgar Schleicher, Managing Partner beim TechVision Fonds. „Kontinuierlich adaptive Systeme lösen ein Problem, das die Industrie bisher schlicht akzeptiert hat: dass KI immer einen Schritt hinter der Realität liegt.“

Investoren setzen auf die nächste Generation von KI-Systemen

Mit dem frischen Kapital will Wakeline die Weiterentwicklung seiner Plattform beschleunigen, den Go-to-Market intensivieren und das Team weiter ausbauen.

„Was uns überzeugt hat, ist die Kombination aus wissenschaftlicher Substanz und einem Team, das genau weiß, welches industrielle Problem es zuerst lösen will“, sagt Jan Jeske, Partner bei neoteq ventures. „Wir investieren, weil wir glauben, dass Europa in der nächsten KI-Generation eigene Architekturen braucht.“

Gründerteam entwickelt adaptive KI für unterschiedliche Branchen

Wakeline wurde 2025 von Dr. Tim Gülke, Jan Böggering, Simon Sprünker und Dr. Merten Tiedemann gegründet. Das Unternehmen entwickelt kontinuierlich adaptive KI-Systeme, die direkt aus ihrer Umgebung lernen und sich in Echtzeit an veränderte Bedingungen anpassen können.

Die Technologie ist branchenübergreifend einsetzbar. Aktuelle Anwendungsfelder liegen in der Echtzeit-Prognose dynamischer Märkte, in industriellen Produktionsumgebungen sowie in der neurologischen Forschung. Mit der aktuellen Finanzierung möchte Wakeline die technologische Entwicklung weiter vorantreiben und neue Einsatzgebiete erschließen.

Bild Tim Gülke

Quelle Ballou GmbH

Deutschland wird zum Vorbild für die Europa Expansion von waterdrop®

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Deutschland wird Vorbild für den Wachstumsansatz waterdrop® Mark Henning waterdrop

waterdrop®, die globale Hydration-Marke aus Wien, setzt künftig verstärkt auf lokale Marktstrukturen in Europa. Mit der Eröffnung eines neuen Standorts in Hamburg und der erstmaligen Besetzung einer General-Manager-Position in Deutschland startet das Unternehmen einen neuen Wachstumskurs. Deutschland übernimmt dabei eine Vorreiterrolle für die geplante Lokalisierung weiterer europäischer Schlüsselmärkte.

Strategischer Wachstumsmarkt

Deutschland zählt für waterdrop® zu den wichtigsten und dynamischsten Hydration-Märkten Europas. Mit dem neuen Hamburger Office, einem wachsenden lokalen Team und einer dedizierten Führungsposition vor Ort verabschiedet sich das Unternehmen teilweise von der rein zentralen Steuerung aus Wien.

Ziel ist eine noch stärkere lokale Verankerung und eine konsequent omni-channelorientierte Marktbearbeitung über den Lebensmittel- und Drogeriehandel, den Direct-to-Consumer-Bereich, eigene Stores sowie verschiedene Markenaktivitäten. Darüber hinaus soll die Verbindung zur deutschen Community und zu lokalen Partnern weiter ausgebaut werden.

Mark Henning übernimmt die Verantwortung für Deutschland

Die Leitung des Deutschlandgeschäfts übernimmt Mark Henning. Der erfahrene FMCG-Manager war bereits für waterdrop® tätig und bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der internationalen Konsumgüterbranche mit.

Zuletzt verantwortete er als Managing Director Germany und Commercial Leader Northern Europe bei General Mills die Märkte DACH, BeNeLux und Nordics. Weitere Stationen seiner Karriere waren unter anderem Danone, Unilever und die Campbell Soup Company.

Lokale Führung als Teil der Europa Strategie

Martin Murray, Founder und CEO von waterdrop®, sieht den Schritt als wichtigen Meilenstein für die weitere Entwicklung des Unternehmens:

„Wir bauen waterdrop® seit zehn Jahren als globale Marke aus Wien auf, mit einer klaren Mission und einem Produkt, das eine eigene Kategorie geschaffen hat. Was in den nächsten Jahren stärker spürbar wird, ist Nähe. Mit dem neuen Hamburger Office und der Ernennung von Mark gehen wir in einem unserer wichtigsten Märkte den entscheidenden nächsten Schritt: echte lokale Aufstellung, mit einem deutschen Team, deutscher Führung und einer noch stärkeren omni-channelorientierten Marktbearbeitung. Deutschland ist der Auftakt. Weitere Märkte folgen.“

Große Chancen im deutschen Hydration-Markt

Mark Henning blickt optimistisch auf seine neue Aufgabe:

„waterdrop® ist eine der wenigen Marken in Europa, die eine eigene Kategorie geschaffen und dabei eine außergewöhnliche Community aufgebaut hat. Ich bin ein großer Fan dieser Marke und durfte sie bereits aus dem Unternehmen heraus mitgestalten. Deutschland bietet enormes Potenzial für Hydration und Microdrinks. Wir haben jetzt die Chance, hier ganz neu zu denken: lokal verankert, dicht am Handel, dicht an unseren Kund und mit einer klaren Stimme, die zu diesem Markt passt. Auf diese Aufgabe freue ich mich sehr.“

Wachstumsschub im Jubiläumsjahr

Die Expansion fällt in eine Phase starken Wachstums für waterdrop®. Im April 2026 schloss das Unternehmen die bislang größte Finanzierungsrunde seiner Unternehmensgeschichte ab und sicherte sich mehr als 100 Millionen Euro.

Gleichzeitig feiert waterdrop® in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Begleitet wird das Jubiläum von der bislang größten Marketingkampagne des Unternehmens mit umfangreichen Out-of-Home-Maßnahmen, digitalen Aktivitäten und Live-Events.

Weitere europäische Märkte sollen folgen

Der neue lokale Wachstumsansatz in Deutschland dient als Blaupause für weitere europäische Märkte. Nach Angaben des Unternehmens sollen künftig auch andere Schlüsselmärkte stärker lokal organisiert und geführt werden, um näher an Kunden, Handelspartnern und regionalen Anforderungen zu sein.

Bild: Mark Henning @ waterdrop

Quelle AVANTGARDE Gesellschaft für Kommunikation mbH

Linq Photonic gewinnt Start-up BW Elevator Pitch der IHK Rhein-Neckar

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Linq Photonic gewinnt Start-up BW Elevator Pitch Bildcredits: Stephan Deuser, IHK Rhein-Neckar

Mit dem Gründungswettbewerb Start-up BW Elevator Pitch sucht das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg in der Wettbewerbsrunde 2025/26 erneut nach den besten Geschäftsideen und engagiertesten Gründerinnen und Gründern im Land. Die Regional Cups dienen dabei als Vorentscheide für das Landesfinale.

Beim Regional Cup der IHK Rhein-Neckar, der am 17. Juni 2026 in Mannheim stattfand, setzte sich das Heidelberger Startup Linq Photonic gegen acht weitere Teams durch und sicherte sich damit die Teilnahme am Landesfinale.

Linq Photonic überzeugt mit Technologie für Quantencomputer

Linq Photonic entwickelt eine Lösung für eine zentrale Herausforderung im Bereich der Quantencomputer. Das Startup adressiert die skalierbare Lichtsteuerung, die bislang als Hürde für den breiten Einsatz von Quantencomputern gilt.

Mit einem kompakten photonischen Chip will das Unternehmen die praktische Nutzung von Quantencomputern ermöglichen und deren Skalierung vorantreiben. Die Jury überzeugte dieser Ansatz und kürte das Team zum Sieger des Regional Cups.

Neun Teams präsentierten ihre Geschäftsideen

Insgesamt stellten neun Teams ihre Geschäftsideen vor einer Fachjury sowie dem Publikum vor.

Die Teilnehmenden hatten nur wenige Minuten Zeit, um ihre Konzepte zu präsentieren und die Jury von ihrem Innovationspotenzial, ihrer Umsetzbarkeit und ihren Marktchancen zu überzeugen.

Ministerin Hoffmeister-Kraut gratuliert dem Siegerteam

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut gratulierte dem Gewinnerteam und betonte die Bedeutung von Formaten wie dem Start-up BW Elevator Pitch für die Gründungskultur in Baden-Württemberg.

„Herzlichen Glückwunsch an Linq Photonic! Ich freue mich, dass die IHK Rhein-Neckar Gründerinnen und Gründern mit dem Vorentscheid die Möglichkeit bietet, ihre innovativen Geschäftsideen einem breiten Publikum zu zeigen. Gründerinnen und Gründer prägen mit ihren Ideen die Zukunft unserer Wirtschaft. Mit unserer Landeskampagne Start-up BW möchten wir sie dabei bestmöglich unterstützen – von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Geschäftsmodell.“

Plattform für junge Unternehmen

Der Start-up BW Elevator Pitch bietet jungen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Geschäftsideen frühzeitig vorzustellen, wertvolles Feedback zu erhalten und neue Kontakte zu Investoren, Unternehmen und Netzwerkpartnern zu knüpfen.

Die Gewinnerinnen und Gewinner der Regional Cups qualifizieren sich jeweils für das Landesfinale, das einmal jährlich stattfindet.

Start-up BW Elevator Pitch als Teil der Landeskampagne

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg veranstaltet den Wettbewerb seit 2013 im Rahmen der Landeskampagne Start-up BW.

Ziel ist es, innovative Geschäftsideen sichtbar zu machen und Gründerinnen und Gründer auf ihrem Weg zum erfolgreichen Unternehmen zu unterstützen.

Voraussetzungen für das Landesfinale

Für die Teilnahme am Landesfinale gelten verschiedene Kriterien. Die Teilnehmenden müssen mindestens 18 Jahre alt sein, dürfen maximal fünf Jahre an ihrer Geschäftsidee arbeiten und müssen eine reale Gründungsidee verfolgen.

Darüber hinaus muss sich der Unternehmensstandort in Baden-Württemberg befinden.

Weitere Informationen zum Wettbewerb sind unter www.startupbw.de/elevatorpitch verfügbar.

Bildcredits: Stephan Deuser, IHK Rhein-Neckar

Quelle Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus

Käpsele Innovation Festival bringt KI, Startups und Industrie nach Freiburg

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Käpsele Innovation Festival bringt Startups zusammen Bildcredits FWTM

Künstliche Intelligenz, digitale Souveränität, Resilienz, nachhaltige Innovation und die Zukunft des Industriestandorts Europa stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Käpsele Innovation Festivals. Unter dem Motto „Zukunft braucht Zündstoff“ treffen am 16. Juli in der Messe Freiburg Startups, Mittelstand, Industrie, Wissenschaft und Politik aufeinander, um konkrete Lösungen für die drängenden Herausforderungen der Zukunft zu diskutieren.

Startup Challenges bringen reale Probleme auf die Bühne

Ein besonderer Schwerpunkt des Festivals liegt auf den Startup Challenges. Unternehmen präsentieren reale Herausforderungen aus Bereichen wie Künstliche Intelligenz, GreenTech, Healthcare, Robotik sowie Sicherheit und Resilienz.

Startups stellen dazu ihre Lösungsansätze live vor Industrievertreterinnen und Industrievertretern, Investorinnen und Investoren sowie dem Mittelstand vor. Ziel ist es, Technologien sichtbar zu machen, die bereits heute in Unternehmen getestet und eingesetzt werden.

Zukunftsfragen Europas im Fokus

Auf den Bühnen diskutieren renommierte Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie über zentrale Zukunftsfragen Europas.

Im Mittelpunkt stehen Themen wie die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Geschäftsmodelle, die erfolgreiche Umsetzung neuer Technologien in die Praxis sowie die Wettbewerbsfähigkeit Europas als Innovationsstandort.

Zu den Speakerinnen und Speakern zählen unter anderem Joe Kaeser, Aya Jaff, Robin Rombach von Black Forest Labs, Christian Miele sowie Bonita Grupp von Trigema.

Handelsblatt Podcast Disrupt kommt nach Freiburg

Mit Disrupt gastiert auch eines der bekanntesten deutschen Wirtschafts- und Technologieformate auf dem Festival.

Moderatorin Larissa Holzki spricht mit Robin Rombach über den Aufstieg von Black Forest Labs, Europas Chancen im internationalen KI-Wettbewerb und die Zukunft einer Technologie, die Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig verändert.

Masterclasses erstmals an zwei Tagen

Erstmals finden die Masterclasses des Festivals an zwei Tagen statt.

In kleinen Gruppen arbeiten Expertinnen und Experten gemeinsam mit den Teilnehmenden an konkreten Fragestellungen rund um KI-Integration, Transformation, Resilienz und nachhaltige Innovation. Der Fokus liegt auf Methoden und Ansätzen, die sich direkt auf Unternehmen übertragen lassen.

Innovationen zum Anfassen

Technologie wird beim Käpsele Innovation Festival nicht nur diskutiert, sondern auch erlebbar gemacht.

An zahlreichen Erlebnisstationen präsentieren Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Startups aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Robotik, MedTech und GreenTech. Besucherinnen und Besucher erhalten dabei die Möglichkeit, direkt mit den Akteuren ins Gespräch zu kommen.

Trinationale Innovationsplattform wächst weiter

Das Festival entwickelt sich zunehmend zu einer internationalen Plattform für Innovationen.

Mit Gästen und Netzwerkpartnern aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz entsteht eine grenzüberschreitende Innovationsplattform, die unterschiedliche Märkte, Perspektiven und Innovationskulturen zusammenführt.

Internationale Speaker sowie englischsprachige Programmpunkte unterstreichen den europäischen Anspruch der Veranstaltung.

Innovationsökosystem im Dreiländereck

Das Käpsele Innovation Festival zeigt, wie sich das Dreiländereck zwischen Schwarzwald, Elsass und Nordwestschweiz zu einem sichtbaren Innovationsökosystem entwickelt.

Hier treffen Mittelstand, Technologieunternehmen, Startups und Forschungseinrichtungen aufeinander und schaffen neue Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft.

Landesfinale des Start-up BW Elevator Pitch

Ein weiterer Höhepunkt des Festivals ist das Landesfinale des Start-up BW Elevator Pitch 2026.

Die erfolgreichsten Gründerinnen und Gründer Baden-Württembergs präsentieren ihre Geschäftsideen und konkurrieren um den Landessieg sowie Preisgelder der L-Bank. Die Preisverleihung auf der Haufe Group Bühne bildet den Abschluss des Wettbewerbs und geht direkt in die Networking Party über.

Veranstalter und Termin

Das Käpsele Innovation Festival wird von der Haufe Group präsentiert und von der IHK Südlicher Oberrhein sowie der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH veranstaltet.

Termin: 16. Juli 2026

Ort: Messe Freiburg, SICK-Arena

Motto: Zukunft braucht Zündstoff

Bildcredits FWTM

Quelle IHK Südlicher Oberrhein

Zeekr 7GT startet in Europa mit bis zu 655 Kilometern Reichweite

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Zeekr 7GT startet in Europa mit 655 km Reichweite

Der neue Zeekr 7GT bringt die für Zeekr charakteristische Technologie, hochwertige Verarbeitung und starke Performance in das Segment der elektrischen Grand Tourer. Das Modell wurde speziell für Europa entwickelt und kombiniert eine GT-Karosserie mit moderner 800-Volt-Architektur, bis zu 655 Kilometern WLTP-Reichweite und bis zu 646 PS Leistung.

Der Zeekr 7GT wurde in Göteborg, Schweden, designt und entwickelt. Er ist das vierte europäische Modell von Zeekr innerhalb von drei Jahren. Die Marke ist inzwischen in 16 europäischen Märkten vertreten und verfolgt das Ziel, bis Ende 2026 rund 90 Prozent des europäischen Marktes abzudecken.

Seit seiner Premiere auf dem Brüsseler Autosalon im Januar 2026 wurden bereits mehr als 3.800 Kundenbestellungen verzeichnet.

Zeekr setzt Wachstum in Europa fort

Lothar Schupet, CEO von Zeekr Europe, betont die dynamische Entwicklung der Marke und die Kombination aus europäischem Design, lokaler Entwicklung und Technologiekompetenz der Geely Holding Group.

Nach Angaben des Unternehmens verkörpert der Zeekr 7GT die neue Generation von Premium-Fahrzeugen, bei denen Performance, Technologie und hochwertige Verarbeitung gleichermaßen im Mittelpunkt stehen.

Markantes GT Design mit europäischer Handschrift

Das äußere Erscheinungsbild des Zeekr 7GT wird von einem flachen GT-Profil geprägt. Dazu gehören ein kurzer vorderer Überhang, eine niedrige Motorhaube, eine weit hinten positionierte Kabine und eine markante Dachlinie, die in einen Heckspoiler übergeht.

Mit einem Radstand von 2.900 Millimetern und einer Fahrzeughöhe von lediglich 1.456 Millimetern soll der Grand Tourer bereits im Stand Dynamik vermitteln.

Matrix-LED-Scheinwerfer, integrierte Sensorik, rahmenlose Türen und ein Luftwiderstandsbeiwert von 0,25 unterstreichen den Fokus auf Effizienz und Design.

Hochwertiges Interieur mit Fahrerfokus

Im Innenraum setzt Zeekr auf eine konsequent fahrerorientierte Gestaltung. Ein 13-Zoll-Digitalinstrument, ein 15-Zoll-OLED-Zentraldisplay und individuell belegbare physische Bedienelemente bilden das Zentrum des Cockpits.

Elektrisch verstellbare Sitze mit Heiz-, Belüftungs- und Massagefunktion gehören ebenso zur Ausstattung wie kabellose Smartphone-Ladeflächen und zahlreiche USB-C-Anschlüsse.

Im Fond bietet das Fahrzeug laut Hersteller bis zu 953 Millimeter Beinfreiheit sowie elektrisch verstellbare Sitze mit Lounge-Charakter.

Viel Platz für Alltag und Reisen

Trotz seiner sportlichen Ausrichtung soll der Zeekr 7GT auch im Alltag überzeugen. Hinter der elektrisch öffnenden Heckklappe stehen bis zu 456 Liter Gepäckraumvolumen zur Verfügung.

Bei umgeklappten Rücksitzen wächst das Ladevolumen auf bis zu 1.390 Liter. Ergänzt wird das Raumangebot durch einen Frunk mit bis zu 65 Litern Stauraum unter der Fronthaube.

Digitale Technologien im Mittelpunkt

Im Zentrum der digitalen Architektur arbeitet ein Qualcomm Snapdragon 8295 Chip. Das System steuert das Infotainment, Fahrerassistenzfunktionen sowie die Fahrzeugbedienung.

Ein 35,5 Zoll großes Augmented-Reality-Head-up-Display projiziert Fahrinformationen direkt ins Sichtfeld des Fahrers.

Das Zeekr Entertainment System basiert auf Android Automotive OS und bietet Zugriff auf Streamingdienste, Live-TV und weitere digitale Inhalte.

Fahrerassistenz für den europäischen Markt

Mit dem Zeekr Assisted Drive System führt die Marke ein umfangreiches Paket an Fahrassistenzfunktionen ein. Dazu gehören unter anderem adaptive Geschwindigkeitsregelung, Spurzentrierung, Spurwechselassistenten und automatische Parkfunktionen.

Die Entwicklung und Erprobung erfolgte laut Zeekr auf mehr als 200.000 Kilometern in 15 europäischen Ländern.

Bis zu 655 Kilometer Reichweite

Der Zeekr 7GT basiert auf der 800-Volt-Sustainable Experience Architecture (SEA) und wird mit unterschiedlichen Batterievarianten angeboten.

Die Version mit 100-kWh-NMC-Batterie erreicht eine Reichweite von bis zu 655 Kilometern nach WLTP. Das Topmodell verfügt über zwei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 646 PS und 710 Nm Drehmoment.

Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 3,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 210 km/h.

Ultraschnelles Laden mit bis zu 450 kW

Die zweite Generation der Zeekr Golden Battery ermöglicht Ladeleistungen von bis zu 450 kW bei der LFP-Batterie. Die NMC-Variante unterstützt bis zu 420 kW.

An einer Wechselstrom-Ladestation kann der Zeekr 7GT mit bis zu 22 kW geladen werden.

Fahrdynamik im Fokus

Für die Fahrwerksabstimmung wurde der Zeekr 7GT speziell auf europäische Straßen ausgelegt. Eine Doppelquerlenker-Vorderachse, eine Fünflenker-Hinterachse sowie eine aktive Luftfederung sollen Komfort und Dynamik verbinden.

Vier Fahrmodi ermöglichen die Anpassung an unterschiedliche Einsatzbereiche – von komfortorientierten Langstrecken bis hin zu sportlicher Fahrweise.

Drei Modellvarianten zum Marktstart

Zum Marktstart bietet Zeekr den 7GT in drei Varianten an.

Das Basismodell verfügt über Hinterradantrieb, eine 75-kWh-Batterie und 421 PS Leistung.

Der Long Range RWD kombiniert denselben Antrieb mit einer größeren 100-kWh-Batterie und erreicht bis zu 655 Kilometer Reichweite.

Die Topversion Privilege AWD liefert 646 PS, Allradantrieb und aktive Luftfederung.

Preise und Verfügbarkeit

In Deutschland startet der Zeekr 7GT als Business Edition RWD bei 47.990 Euro.

Der neue elektrische Grand Tourer ist ab sofort konfigurierbar. Für bestimmte Launch-Editionen bietet Zeekr zum Marktstart einen Preisvorteil von bis zu 2.500 Euro.

Zeekr plant weitere Expansion

Fünf Jahre nach dem globalen Markenstart hat Zeekr weltweit bereits elf vollelektrische Premium-Modelle in mehr als 40 Märkten eingeführt und nach eigenen Angaben über 800.000 Kunden gewonnen.

Bis Ende 2026 soll die Marke rund 90 Prozent aller europäischen Märkte abdecken.

Garantie von bis zu zehn Jahren

Alle Zeekr Modelle werden mit einer Garantie von bis zu zehn Jahren beziehungsweise 200.000 Kilometern angeboten.

Für die Hochvoltbatterie gilt zusätzlich eine separate Garantie von acht Jahren oder 200.000 Kilometern.

Quelle Bild und Text Zeekr

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