Sonntag, März 8, 2026
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Wird Videoproduktion bald nur noch eine Frage der richtigen KI?

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Ontoworks KI Videoproduktion automatisierte Postproduktion teambild ontoworks

Ontoworks entwickelt KI für die Videoproduktion und automatisiert die Postproduktion von Video Content und wird am 10. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen

Können Sie uns und unseren Lesern Ontoworks kurz vorstellen und erklären, welches Problem Sie in der Videoproduktion mit Ihrer KI lösen?

Ontoworks ist ein KI-Startup, gegründet von Seán McFadden (Physik und Neurowissenschaft) und Kevin Berdux (Musikbusiness und Eventmanagement), um Software für die Videoproduktion zu entwickeln. Hierbei wird Produktionsfirmen und Medienteams die Postproduktion dadurch erleichtert, indem das manuelle Sichten und Zusammenschneiden von Videomaterial nun automatisch durch die KI geschieht.

Was ist die Vision hinter Ontoworks und wie soll sich die Arbeit mit Video Content durch Ihre Technologie langfristig verändern?

Langfristig ist es schon absehbar, dass die Postproduktion kaum noch komplett manuell geschehen wird. Gerade die Fleißarbeit des manuellen Durchforstens und Zusammenstellens wird es in dieser Form nicht mehr geben. Durch die zunehmende Größe der Datenspeicher und der sich verbessernden KI-Technologien sieht Ontoworks sich in der Rolle, diese Zukunft für die Videoproduktion zu ermöglichen.

Wer ist Ihre zentrale Zielgruppe und warum profitieren gerade diese Nutzer besonders von automatisierter Videoanalyse und -bearbeitung?

Ontoworks spricht vor allen Dingen zwei Gruppen an: interne Medienteams von Firmen und Vereinen, sowie Produktionsfirmen und Agenturen, die im Auftrag von Firmen Werbe- und Imagefilme produzieren. Während der Fokus aktuell auf solchen Videoprojekten aufgrund der kurzen Länge liegt, ist die Technologie grundsätzlich vielseitig und soll mittelfristig auch für längere Filmproduktionen im Fernsehen und Kino genutzt werden.

Warum haben Sie sich entschieden, Ontoworks am 10. Februar in 2 Minuten 2 Millionen zu pitchen?

Das Team von Ontoworks wollte schon länger unser Glück versuchen, zum einen ein größeres Publikum zu erreichen und zum anderen das Investorennetzwerk zu erweitern. Dazu ist gerade ein Fernsehsender viel in Video und Film involviert und hat dadurch natürlich gute Vernetzungen in die für Ontoworks relevante Industrie.

Mit welchen Erwartungen und Zielen gehen Sie in die Sendung und gibt es bestimmte Investoren, die Sie besonders ansprechen möchten?

Wir wollen in erster Linie Spaß haben, eine gute Show liefern, und selbstverständlich ein Investment sichern. Dabei sind die Investoren Christian Jäger, Evenline Steinberger und Alexander Schütz für uns interessant.

Wie intensiv war die Vorbereitung auf den Pitch und welche Aspekte Ihres Geschäftsmodells waren dabei besonders herausfordernd?

Die Vorbereitung bestand hauptsächlich aus vielen Üben und Coachings mit guten Freunden des Unternehmens. Das Schwierige am Pitch war die Tatsache, dass wir noch keinen Prototypen hatten und dadurch eine Live-Demo nicht möglich war.

Welche Fragen oder Reaktionen der Investoren erwarten Sie und worauf sind Sie im Studio besonders gespannt?

Wir erwarten eine lebhafte Debatte und kritische Fragen, vor allem bezüglich der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber US-amerikanischen Firmen. Wir sind besonders gespannt darauf, wie die Atmosphäre sein wird und ob man mit den Investoren auf einen geselligen Umgang kommt.

Welche Rolle würde ein Investment für die Weiterentwicklung Ihrer KI-Plattform spielen?

Ein Investment würde unsere Möglichkeiten, besonders in Sachen Personal und Entwicklungszeitraum, enorm erweitern. Dabei sind natürlich die genauen Bedingungen der Finanzierung inklusive der Möglichkeiten zur Anschlussfinanzierung relevant.

Was sind die nächsten strategischen Schritte für Ontoworks nach der Sendung und welche Meilensteine stehen als Nächstes an?

Die nächsten Schritte sind das Onboarding der ersten Testnutzer und Kunden und der Weg zum Markt. Geplant ist ein erster Launch zum Zeitpunkt der Ausstrahlung.

Welche Tipps würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die überlegen, mit einem technologiegetriebenen Startup in einer TV Startup Sendung aufzutreten?

Es ist wichtig, aufrichtig, kompetent und sympathisch zu sein. Jeder ist unterschiedlich weit und es spielt weniger eine Rolle, alle mit dem Unternehmen zu beeindrucken, sondern eher, dass man realistische Erwartungen hat und man weiß, wo man hin möchte.

Bild: Teambild Bildcredits Ontoworks

Wir bedanken uns bei Sean McFadden für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Ontoworks

ontoworks logo rot weiss

Kontakt:

Ontoworks GmbH
Weißenseestraße 10
81539 München

https://ontoworks.ai
kevin@ontoworks.ai

Ansprechpartner: Kevin Berdux (CMO)

Social Media:
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Warum planen immer mehr Reisende ihren Urlaub über Erlebnisse statt Orte?

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vivido Erlebnisse und Pauschalreise vivido teambild

vivido ist ein tech-basierter Reiseveranstalter, der Erlebnisse konsequent in eine moderne Pauschalreise integriert und digital buchbar macht

Was ist vivido und wer steckt hinter dem Startup?

Vivido ist ein tech-basierter Reiseveranstalter, der Reisen mit Fokus auf besondere Erlebnisse entwickelt und als dynamische, optimierte Pakete anbietet – also für alle, die keinen Standard-Pauschalurlaub wollen, aber auch nicht stundenlang Flüge, Hotels und Aktivitäten einzeln zusammensuchen möchten. Im Hintergrund arbeitet eine Technologie, die tagesaktuelle Preise und Verfügbarkeiten über Millionen Datensätze scannt, daraus passende Paketvorschläge (Transport, Unterkunft, Aktivitäten) zusammenstellt, das Preis-Leistungs-Verhältnis vergleicht und es Kund:innen ermöglicht, das Ergebnis mit wenigen Klicks zu individualisieren.
Hinter Vivido steht ein Team aus erfahrenen Travel- und Tech-Unternehmern: CEO Tobias Boese, der weekengo mit der Marke weekend.com mitgegründet und anschließend erfolgreich an trivago verkauft hat, COO Karl Bock (ehemals RUNA REISEN) sowie CTO Cristian Sandu, der über 10 Jahre auf ein eigenes IT-Business zurückblickt.

Wie ist die Idee entstanden, Reisen, Flüge und Erlebnisse erstmals in einem Buchungsmodell zusammenzuführen?

Die Idee ist nicht am Reißbrett entstanden, sondern aus konkreter Praxis. Schon zu weekend.com-Zeiten experimentierte das Team mit erlebnisbasierten Produkten und sah, wie stark Erlebnisse die Entscheidung für eine Reise treiben.

Mit der Pandemie hat sich dieser Trend noch einmal beschleunigt: Reisende suchen heute stärker nach inhaltlich „sinnvollen“ Trips, planen häufiger Multi-Stop-Routen und möchten mehr sehen als nur ein Hotel an einem Ort. Gleichzeitig ist das Bedürfnis nach Sicherheit, nach der Verlässlichkeit einer Pauschalreise, geblieben, nur eben kombiniert mit Individualität: Inspiration finden, Optionen vergleichen, Bausteine anpassen und am Ende alles online buchen.

Genau an dieser Schnittstelle haben wir eine Lücke im Markt erkannt: Reisen und Erlebnisse sind bislang zwei getrennte (Buchungs-)Welten bzw. Verticals. Genau diese Lücke schließt vivido. Wir verbinden erstmals Erlebnis, Flüge und Hotels zu vollwertigen, dynamisch kuratierten und paketierten Erlebnisreisen. Dabei fungieren wir als Reiseveranstalter und versichern auch die Erlebnisleistungen mit Sicherungsschein. Im Schnitt paketieren wir 3 Erlebnisse pro Reisebuchung (Flug, Hotel, Transfer, Erlebnis).

Welche Vision verfolgt vivido für die Reisebranche und wie wollt ihr diese Schritt für Schritt erreichen?

vivido will die Pauschalreise neu denken – weg von der klassischen Logik „Wo reise ich hin?“ hin zu der Frage: „Was kann ich erleben?“ Unsere Vision ist eine moderne, digitale Pauschalreise, bei der Erlebnisse nicht nur ein Add-on sind, sondern der Ausgangspunkt der Planung – ohne die Vorteile der Pauschalreise (Sicherheit, Convenience, verlässliche Gesamtbuchung) zu verlieren. vivido bietet genau dafür Inspiration und kuratierte Reisen quasi von der Haustür aus an – einfach online buchbar zum tagesaktuellen Bestpreis in der Zusammensetzung aller relevanten Reisekomponenten (Flüge, Hotels, Transporte, Erlebnisse).

Wir treffen damit den Nerv der Zeit: Menschen möchten sich beim Reisen zunehmend über bestimmte Erlebnisse selbst verwirklichen: Der Rückgang der „reinen“ Badeurlauber in der Reiseanalyse 2024 (FUR), zeigt: Entspannung bleibt wichtig, aber passives Liegen sinkt: Während früher über 60 % der Reisenden angaben, primär zum „Faulenzen/Sonne tanken“ zu verreisen, hat sich das Motiv verschoben. Heute geben über 70 % an, dass sie im Urlaub „etwas erleben“ oder „etwas für die persönliche Weiterbildung/Erfahrung tun“ wollen. Auch andere Studien bestätigen den Trend hin zu “Experience First” und sprechen vom “Bucketlist Effekt“. vivido hilft Reisenden dabei, einfach, sicher und zum Bestpreis mit dem Bedürfnis, etwas zu erleben, zu reisen.

An welche Zielgruppe richtet sich vivido und welche Bedürfnisse heutiger Reisender stehen dabei im Fokus?

Im Grunde gehen alle Altersgruppen und demografischen Gruppen ab einem gewissen Einkommen dem Bedürfnis nach Selbstverwirklichung nach. Jeder möchte besondere Erinnerungen schaffen. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist auch die Identifikation mit dem Erlebten: Gesprächsstoff bei Freunden und Familie und das Posten von außergewöhnlichem Content für das persönliche soziale Netzwerk.

Aktuell fokussiert sich vivido auf Reisende zu zweit, kleine (Pärchen-)Gruppen sowie auf Alleinreisende, es gibt aber auch ein immer größer werdendes Interesse von Familien an besonderen Erlebnissen – Stichwort Mehrgenerationenurlaub. Wir sprechen alle an, die außergewöhnlich reisen möchten, ohne zu viel Zeit in die Planung zu stecken und mit der Sicherheit einer Pauschalreise.

Was macht Erlebnisreisen aus eurer Sicht so attraktiv und warum gewinnen Experiences gerade so stark an Bedeutung?

Den Trend zu Erlebnissen gibt es bereits seit über 10 Jahren. Verstärkende Faktoren sind die Online-Verfügbarkeit und Sichtbarkeit der Erlebnisse, für die Plattformen wie GetYourGuide und Viator gesorgt haben. Zudem der gesellschaftliche Trend zur Individualisierung (Aktivitäten erlebt jeder anders – Hotelzimmer, Strände, Sehenswürdigkeiten sind eher statisch) und das Bedürfnis, diese Individualität auch über soziale Netzwerke zu teilen. Über allem steht das Bedürfnis der Kunden nach Selbstverwirklichung (Collect Moments, not Things), verstärkt durch die Pandemie.
Vorteil: Erlebnisse emotionalisieren visuell mehr als statische Strand- und Hotelbilder und sind dadurch vor allem digital einfacher zu vermarkten.

Worin unterscheidet sich vivido konkret von klassischen Reiseveranstaltern oder reinen Erlebnisplattformen?

Unterscheidung von Erlebnisplattformen:

Alle Leistungen sind bei vivido inklusive. Es ist bereits durchdacht, wie der Reisende schnell und möglichst preiswert zu seinem Erlebnis kommt. Dabei sind auch wichtige Faktoren berücksichtigt, wie in welcher Unterkunft er übernachtet, wie lange er bleibt, was er vor Ort noch erleben kann und wie er bei Bedarf noch seinem zusätzlichen Bedürfnis nach Entspannung nachkommen kann. Alle diese Punkte muss jemand (zeitintensiv) in seine Planung einbeziehen, wenn er seine Reise individuell plant und über Erlebnisplattformen bucht.

Unterscheidung von klassischen Reiseveranstaltern:

Klassische Reiseveranstalter fokussieren sich vor allem auf die Komponenten Flug & Hotel. Erlebnisse werden – wenn überhaupt – als Zusatz verkauft. Für vivido sind die Erlebnisse ein integrierter Bestandteil der Pauschalreise und werden sinnvoll in die Reisepakete einbezogen. So hat der Kunde nicht nur die Möglichkeit, nach den Erlebnissen inklusive Flug und Unterkunft zu suchen oder sich inspirieren zu lassen, für ihn wichtige Reisebestandteile anzupassen, er erhält auch gleich die volle Transparenz über den Gesamtpreis aller Reisebestandteile hinweg. Das alles ist einfach und online buchbar.

Welche Rolle spielen Technologie und Travel Expertise bei der dynamischen Kuratierung eurer Reisen?


Beides ist von großer Bedeutung. Für den Kunden sieht die Webseite von vivido einfach aus, aber hinter den Kulissen steckt viel Komplexität. Zunächst einmal braucht es fundiertes touristisches Verständnis und Erfahrung bei der Veranstaltung von Reisen mit mehreren Bestandteilen, da auf der gesamten Customer Journey mit hoher emotionaler Erwartungshaltung seitens der Reisenden die Qualität über alle Bestandteile gleichermaßen gesichert werden muss.

Technologisch müssen die Erlebnisse dabei gleichberechtigt zu Flug und Hotel betrachtet und passend in den Reiseablauf integriert werden, denn sie sind den Reisenden mindestens genauso wichtig. Diese Gleichberechtigung ist eine große Herausforderung für klassische dynamische Paketierungs-Technologien der etablierten Reiseveranstalter mit reinem Flug/Hotel-Fokus. Deshalb setzt vivido auf eine eigene, speziell auf den Erlebnisreise-Markt zugeschnittene Technologie, die es unseren erfahrenen Travel Experten ermöglicht, beliebige Reisekombinationen zu kuratieren und mit dynamischen Preisen online zu stellen. Perspektivisch kann dieser Part komplett automatisiert werden mit Hilfe von KI. Dabei werden täglich Millionen verschiedene Datenpunkte sinnvoll verknüpft und aktualisiert.

Mit welchen Herausforderungen seid ihr beim Aufbau von vivido konfrontiert und wie geht ihr damit um?

Wir haben in einer schwierigen Zeit für Travel Startups gegründet. Die Zahl der Investments in unserer Branche ist seit 2021 um fast 70% gesunken. Zwar wächst unser Marktsegment signifikant und unsere KPIs sind von Beginn an überzeugend, jedoch steht der Finanzmarkt unserer Branche generell skeptisch gegenüber. Daher müssen wir mit relativ wenig Funding unseren technologischen USP weiter vorantreiben, uns im kompetitiven Wettbewerbsumfeld bei der Kundenakquise durchsetzen und gleichzeitig eine ganze Reiseveranstalter-Infrastruktur aufbauen. Aufgrund dieser Herausforderungen haben wir uns eine schlanke Kostenstruktur zugelegt und finanzieren uns hauptsächlich mit der Unterstützung von Business Angels und Branchenexperten, die von unserer Vision überzeugt sind. Der frühe Break-Even ist bei unseren derzeitigen strategischen Planungen eher im Fokus, als es das vor ein paar Jahren noch gewesen wäre.

Was bedeutet der Einstieg von SevenVentures strategisch für die Weiterentwicklung des Unternehmens?

Die Werbung im TV ist für unser Wachstum und den Aufbau der Marke strategisch wichtig und hilft uns, in kürzester Zeit ein Millionenpublikum zu Hause zu erreichen. Unsere Kunden vertrauen uns ihre wichtigsten Momente im Jahr sowie ein beträchtliches Reisebudget an. Der TV-Kanal steigert nicht nur unsere Bekanntheit, sondern schafft notwendiges Vertrauen beim Kunden. Zudem bringt das Investment-Team von SevenVentures neben Media-Leistungen wertvolle Expertise und Netzwerk ein.

Wie soll sich vivido in den kommenden Jahren weiterentwickeln und welche nächsten Schritte sind geplant?


Seit unserem Start in 2023 sind wir konstant gewachsen und planen eine Fortsetzung dieses Wachstums mit Profitabilitäts-Ziel noch innerhalb der ersten vier Jahre nach Livegang. Der Erlebnisreisemarkt birgt national wie international viel Potenzial und wir stehen bei unserer Entwicklung erst am Anfang. Im Produktbereich gibt es noch viele begeisternde Reiseziele und Reisekombinationen, die wir unseren Kunden auf gewohnt einfache Art und Weise zugänglich machen werden. Der Bedarf nach Individualisierung in kombinierter Vorab-Planung ist auch in anderen Reise-Segmenten extrem stark, wir denken da an Ferienhäuser, Fähren, und Kreuzfahrt. Im Vertrieb und Marketing werden wir unsere bestehenden Online-Partnerschaften ausbauen, aber auch vermehrt mit klassischen Reisebüros zusammenarbeiten und unsere Markenbekanntheit weiter durch verschiedene Kooperationen steigern.

Welche drei Ratschläge würdet ihr Gründerinnen und Gründern geben, die in einem stark umkämpften Markt ein neues Modell etablieren wollen?


Grundsätzlich sind wir keine Freunde von allgemeinen Ratschlägen, da jedes Marktumfeld, jedes Modell und jedes Team einzigartig sind. Wir versuchen es aber mal hiermit:

Vorbereitung und Recherche – Tauscht euch früh mit potenziellen Kunden und Branchenexperten über eure Idee aus und entwickelt sie weiter. Die Differenzierung im Markt ist alles entscheidend. Nehmt euch ausreichend Zeit für diesen Teil und seid in dieser Phase stets offen für Feedback. 

Vorsprung durch Technologie – Macht euch Gedanken, welches Kundenproblem ihr technologisch löst und wie einfach es vom Wettbewerb zu kopieren ist. Fragt euch, welche Barrieren selbst ein versierter Wettbewerber durchbrechen muss, um euer Modell anzugreifen. 

Finanzierbarkeit – Prüft bereits in einer frühen Phase, welchen Kapitalbedarf ihr für die Umsetzung eures Modells habt und ob eure Vorstellungen realistisch sind. Tauscht euch hierzu mit potenziellen Investoren aus und besteht auf ehrliches Feedback.

Bildcredits: @privat

Wir bedanken uns bei Karl B. Bock für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

10 Jahre The Founder Summit

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Bild Robin Söder @ Entrepreneur University. The Founder Summit feiert Jubiläum 10 Jahre Business Festival

10 Jahre The Founder Summit Deutschlands größtes Business Festival wird zum epischen Treffpunkt für Visionäre

Ein Jahrzehnt voller Visionen Wachstum und unternehmerischer Erfolgsgeschichten. 2026 feiert The Founder Summit sein zehnjähriges Jubiläum und setzt damit einen Meilenstein in der deutschsprachigen Business Szene.

Was 2016 als ambitionierte Idee zweier junger Gründer begann hat sich heute zum größten Business Festival Deutschlands entwickelt. Zum Jubiläum öffnet der Veranstalter Entrepreneur University am 11. und 12. April 2026 erneut die Tore des RheinMain CongressCenter Wiesbaden. Erwartet werden über 17.000 Besucher an zwei Event Tagen mit Innovationen visionären Impulsen und einem Programm das die Highlights der vergangenen Jahre nicht nur fortführt sondern übertrifft.

Ein Jahrzehnt You Can und ein Jubiläum das neue Standards definiert

Zehn Jahre in denen internationale Ikonen Wirtschaftsgrößen und Impulsgeber die Bühnen des Founder Summit geprägt haben. Zehn Jahre voller Durchbrüche Mut Inspiration und echter Erfolgsstories aus der Community.

2026 schlägt das Business Festival gemeinsam mit seinem Partner der ersten Stunde der Deutschen Vermögensberatung das nächste Kapitel auf. Noch größer noch mutiger noch wegweisender.

Hochkarätige Headliner für das Jubiläumsjahr

Als Headliner sind bereits bestätigt Christian Lindner Wolfgang Grupp Sara Al Madani Shi Heng Yi Christian Wulff Jochen Schweizer Saygin Yalcin Philip Hopf Salim Samatou Omid Mouazzen Shayan Garcia und Hermann Scherer.

Die weiteren Headliner des Jubiläumsjahres werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben. Schon jetzt steht fest dass das Line up das stärkste der Eventgeschichte wird und an eine Tradition anknüpft die bereits Persönlichkeiten wie Mike Tyson Sir Richard Branson Jason Derulo Shirin David MontanaBlack Lena Gercke oder Jürgen Klopp auf die Bühnen des Summit brachte.

16 Bühnen 120 Speaker ein gemeinsames Ziel

The Founder Summit 2026 erweitert das Angebot auf 16 Bühnen und öffnet damit auch den inhaltlichen Fokus. Ob Sales Marketing künstliche Intelligenz Immobilien Finance oder Mindset zahlreiche Themenstages bieten praxisnahe Einblicke reale Erfolgsrezepte und exklusive Learnings direkt von den führenden Köpfen ihrer Branchen.

Teilnehmer profitieren von einer kuratierten Auswahl nationaler und internationaler Experten sowie von einem Jubiläumsprogramm mit neuen Bühnenformaten Masterclasses und interaktiven Lern Erlebnissen.

Expo Area und Networking auf neuem Niveau

Mehr als 175 Aussteller Start ups und etablierte Unternehmen präsentieren in der Expo Area ihre Produkte Technologien und Services. Networking war schon immer ein Markenzeichen des Events und wird 2026 durch die weiterentwickelte Matchmaking Funktion der Event App nochmals verstärkt.

Gründer Investoren und Unternehmer können sich direkt auf dem Founder Summit vernetzen treffen wertvolle Kontakte knüpfen und mögliche Kooperationen initiieren.

Entrepreneur University CEO Robin Söder beschreibt den Founder Summit als einen Ort an dem Visionen Realität werden und Begegnungen entstehen die Unternehmen für die nächsten Jahrzehnte prägen werden.

Start up Stadium als besonderes Jubiläums Special

Das legendäre Start up Stadium geht 2026 in die dritte Runde. Noch nie standen die Chancen besser mit einer Idee richtig durchzustarten. Vor tausenden Zuschauern pitchen Gründer ihre Geschäftsmodelle und präsentieren ihre Konzepte live auf der Mainstage.

Das Jubiläum verspricht hohe Investmentsummen starke Partner und einen Pitch auf internationalem Niveau.

Ein Jahrzehnt eine Community ein Erlebnis das bleibt

The Founder Summit ist mehr als ein Event. Es ist ein Ort an dem Menschen wachsen persönlich wie unternehmerisch. 2026 verbindet das Jubiläum die Wurzeln der vergangenen Jahre mit einer klaren Vision für die Zukunft. Eine Plattform die Gründer Innovatoren und Weltveränderer zusammenbringt.

Auch 2026 endet der Tag nicht ohne gemeinsames Feiern. Ein besonderer Jubiläums Act dessen Name bald verkündet wird sorgt beim Aftershow Konzert für Stimmung und bildet gemeinsam mit der Aftershow Party den krönenden Abschluss.

Tickets und weitere Informationen

The Founder Summit 2026 findet am 11. und 12. April 2026 im RheinMain CongressCenter Wiesbaden statt.
Tickets und Updates zum Line up gibt es unter www.thefoundersummit.de

Bild Robin Söder @ Entrepreneur University

Quelle Entrepreneur University

Startup Factory SouthwestX startet operative Programme

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SouthwestX startet als Startup-Factory für Deep Tech 26-02-05 Southwestx Team Bildcredits/ Fotograf: David Hucker

Startup-Factory SouthwestX startet operativ und setzt Fokus auf Deep Tech sowie europäische Kooperation

Die Startup-Factory SouthwestX startet 2026 in die operative Umsetzung ihrer Programme. In den kommenden Monaten beginnen bereits erste Startup-Batches, Kooperations- und Pilotprojekte mit Industriepartnern sowie das Programm „Green Transformation Innovation“, das nachhaltige Deep-Tech-Ansätze gezielt in industrielle Anwendungen überführt.

SouthwestX ist als grenzüberschreitend ausgerichtete Startup-Factory konzipiert und verbindet wissenschaftliche Exzellenz, unternehmerische Umsetzungskraft und industrielle Anwendung. Die Struktur verknüpft Akteurinnen und Akteure aus der Region Saarland – Rheinland-Pfalz – Luxemburg – Frankreich mit Partnern aus dem europäischen Innovationsumfeld und schafft damit einen verlässlichen Rahmen für technologiegetriebene Gründungen und Innovationsprojekte mit Skalierungsperspektive.

Kickoff bringt europäisches Innovationsnetzwerk zusammen

Zum operativen Start der Programme kamen in Saarbrücken über 300 Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Startups, Unternehmertum, Industrie und Investment zusammen. Die Veranstaltung markierte bewusst den Übergang von der Aufbauphase in die Umsetzung und stand unter dem Leitmotiv „Beam me up Europe“ – als Sinnbild für Beschleunigung, europäische Zusammenarbeit und den Anspruch, technologische Innovation schneller in wirtschaftliche Wirkung zu überführen.

In Panels und thematischen Deep-Dive-Sessions wurden zentrale Fragestellungen der Skalierung technologiegetriebener Innovationen diskutiert. Im Fokus standen unter anderem Künstliche Intelligenz als industrieller Produktivitäts- und Skalierungstreiber, Frankreich als strategischer Startup- und Innovationspartner, Green Transformation als wirtschaftlich tragfähiges Geschäftsmodell sowie die Rolle von Angel-Investing für erfolgreiche Frühphasenfinanzierung.

Impulse lieferten viele ausgewiesene Expertinnen und Experten, darunter Prof. Dr. Dries Faems (WHU – Otto Beisheim School of Management), Prof. Dr. Marc Gruber (École Polytechnique Fédérale de Lausanne) und Prof. Dr. Antonio Krüger (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz).

Umsetzung im Jahr 2026

Mit dem operativen Start setzt SouthwestX mehrere Programme parallel um. Die Startup Journey begleitet Gründungsteams von der frühen Ideenphase bis zur Skalierung. Die Innovation Journey bringt Startups und etablierte Unternehmen in konkrete Kooperations- und Pilotprojekte. Das Programm Green Transformation Innovation (GTI) fokussiert die industrielle Umsetzung nachhaltiger Deep-Tech-Lösungen.

Ergänzend werden erste Formate des Startup Leaders Programms vorbereitet, das sich an Scale-ups und High-Potential Founder mit deutsch-französischem und europäischem Fokus richtet. Ziel ist es, unternehmerische Exzellenz, Internationalisierung und europäische Sichtbarkeit systematisch zu stärken. In den kommenden Monaten werden erste Kohorten begleitet, konkrete Pilotprojekte und Gründungsvorhaben umgesetzt und die europäische Vernetzung weiter vertieft – mit dem Anspruch, wissenschaftliche Exzellenz konsequent in unternehmerische und industrielle Wirkung zu überführen.

Stimmen

„Heute ist ein guter Tag für den Innovationsstandort Saarland, die Großregion und darüber hinaus. Mit dem operativen Start von SouthwestX beginnt die Umsetzung einer Startup-Factory, die Forschung, Startups und Unternehmen systematisch zusammenbringt. Dafür setzen wir auf starken Transfer und kurze Wege, um Innovationen schneller in wirtschaftliche Wirkung zu überführen.“
Jürgen Barke, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes

„SouthwestX ist angetreten, um Deep-Tech in Europa skalierbar zu machen. Wir bauen eine Struktur, in der aus wissenschaftlicher Exzellenz unternehmerische Dynamik entsteht – schnell, vernetzt und mit klarem Fokus auf industrielle und gesellschaftliche Wirkung.“
Ralf Zastrau, CO-CEO SouthwestX

„Die WHU als Mitgesellschafter bringt unternehmerische Exzellenz, internationale Skalierungserfahrung und ein starkes Gründer- und Investoren-Netzwerk gezielt in SouthwestX ein.“
Michael Welz, Mitglied der Geschäftsleitung SouthwestX

Bild 26-02-05 Southwestx Team Bildcredits/ Fotograf: David Huckert

Quelle The SWX Innovators GmbH

Halbzeit im Wettbewerb mit neuem Businessplan-Rekord

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Bild Im Planspiel „Start-up Simulator“ lernen Jugendliche spielerisch und praxisnah, wie sie ein Unternehmen nachhaltig zum Erfolg führen können Bildcredits: „Jugend gründet" JUGEND GRÜNDET startet ins Unternehmensplanspiel

Auf in Phase zwei! JUGEND GRÜNDET startet ins Unternehmensplanspiel

Halbzeit im Wettbewerb mit neuem Businessplan-Rekord

Mit dem Februar startet der Online-Wettbewerb JUGEND GRÜNDET in die zweite Wettbewerbsphase. Nach einem neuen Businessplan-Rekord beginnt für die Schülerinnen und Schüler nun das Unternehmensplanspiel.

Auf Marktveränderungen reagieren, Krisen durchstehen und die virtuelle Konkurrenz in Schach halten: In der Planspiel-Phase von JUGEND GRÜNDET sind echte Management-Fähigkeiten gefragt. Die Unternehmenssimulation erlaubt es Schülerinnen und Schülern, ein virtuelles Start-up durch die ersten Geschäftsjahre zu navigieren und unternehmerische Entscheidungen unter realistischen Bedingungen zu treffen.

Start-up führen, Chancen nutzen, Krisen meistern

Ganz wie im echten Leben hängt der Erfolg im „Start-up Simulator“ von einer Vielzahl von Faktoren ab: Investiere ich in Personal, Forschung, Marketing oder Materialqualität? Welcher Standort ist sinnvoll und welche Marktstrategie? Der Erfolg bemisst sich dabei nicht allein am Gewinn, sondern auch am Impact des Start-ups. Von den Jugendlichen sind nachhaltige, unternehmerisch verantwortungsvolle Entscheidungen gefragt.

Einstieg ins Planspiel weiterhin möglich

In der Planspiel-Phase stehen den Schülerinnen und Schülern insgesamt fünf Versuche zur Verfügung. In jedem Versuch werden acht Geschäftsjahre simuliert. So können die Teams verschiedene Strategien testen und unternehmerisches Denken intensiv üben. Ein Einstieg in die Planspiel-Phase ist bis zum Stichtag am 4. Mai 2026 jederzeit möglich. Interessierte Schülerinnen und Schüler müssen sich dazu nur auf der Website registrieren und können dann im Login-Bereich auf den „Start-up Simulator“ zugreifen.

Sonderpreis für bestes Planspiel-Team

Das Team mit dem besten Planspiel-Ergebnis erwartet ein besonderer Preis: Auf Einladung der Volkswagen AG dürfen die Jugendlichen nach Wolfsburg reisen, um das Headquarter und die Autostadt zu erkunden. Volkswagen unterstützt den Wettbewerb bereits seit vielen Jahren als Sponsor. Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen, ist dem Konzern ein wichtiges Anliegen.

Halbzeit mit neuem Businessplan-Rekord

Die erste große Herausforderung des Wettbewerbsjahres haben die Jugendlichen bereits abgeschlossen: In der Businessplan-Phase entwickelten sie eigene innovative Geschäftsideen und erarbeiteten dazu Businesspläne. Im Wettbewerbsjahr 2025/2026 wurden 1.461 Businesspläne eingereicht – ein weiterer Rekord für den Wettbewerb und ein starkes Zeichen in Richtung Zukunft. Die Teams mit den besten Businessplänen werden ihre Ideen bei drei Pitch Events im März in München, Münster oder Berlin präsentieren.

Mit Ideen die Zukunft gestalten – das ist „Jugend gründet“

Aus Problemen Lösungen entwickeln und mit innovativen Ideen die Zukunft gestalten, das ist der Kerngedanke von „Jugend gründet“. Der bundesweite Schülerwettbewerb will Jugendliche fürs Gründen begeistern und ihre Gründungskompetenzen stärken. Jedes Jahr nehmen mehrere tausend Schülerinnen und Schüler teil.

Im Online-Wettbewerb schlüpfen die Teilnehmenden ein Schuljahr lang in die Rolle von Gründerinnen und Gründern.

Businessplan-Phase (September – Januar): Entwicklung einer eigenen Geschäftsidee und Erstellung des Businessplans.
Planspiel-Phase (Februar – Mai): Führung eines virtuellen Unternehmens im „Start-up-Simulator“.

Die besten Teams der Businessplan-Phase präsentieren ihre Ideen bei den Pitch Events im Frühjahr. Beim Bundesfinale im Juni entscheidet sich schließlich, wer den Bundessieg erreicht – und damit eine geführte Reise ins Silicon Valley/USA gewinnt. Außerdem werden verschiedene thematische Sonderpreise vergeben.

Sponsoren & Förderer

„Jugend gründet“ wird seit 2003 vom Bundesbildungsministerium gefördert. Die Teilnahme wird von der Kultusministerkonferenz der Länder empfohlen. Renommierter Partner unterstützten den Wettbewerb bei Preisen und Events. Hauptsponsor ist die Porsche AG.

Weitere Informationen auf

Bild Im Planspiel „Start-up Simulator“ lernen Jugendliche spielerisch und praxisnah, wie sie ein Unternehmen nachhaltig zum Erfolg führen können Bildcredits: „Jugend gründet“

Quelle JUGEND GRÜNDET

 

NRW.BANK beteiligt sich an Agrar-KI-Start-up Pheno-Inspect

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Pheno-Inspect: NRW.BANK investiert in KI-Software Foto/Quelle: stock.adobe.com – IDOL’foto

Finanzierung unterstützt KI-Software für mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft ­

Die NRW.BANK beteiligt sich im Rahmen einer Finanzierungsrunde an dem Start-up Pheno-Inspect. Dafür hat sie Wandeldarlehen in Höhe von 500.000 Euro in eine Beteiligung umgewandelt. Das Start-up aus Mülheim an der Ruhr entwickelt eine KI-gestützte Software, die Drohnenbilder von Ackerflächen automatisiert analysiert und Landwirte beim effizienten und nachhaltigen Pflanzenbau unterstützt.

„Pheno-Inspect zeigt, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen kann: datenbasiert, ressourcenschonend und effizient“, sagt Johanna Antonie Tjaden-Schulte, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Mit unserer Beteiligung unterstützen wir ein innovatives Start-up aus Nordrhein-Westfalen, das den Wandel hin zu einer klimafreundlichen Agrarwirtschaft aktiv mitgestaltet und so zur nachhaltigen Entwicklung unseres Landes beiträgt.“

Künstliche Intelligenz für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

Die Software von Pheno-Inspect liefert Landwirten präzise Informationen zum Zustand ihrer Felder. Dafür reicht der Einsatz einer handelsüblichen Drohne. Die KI-Software zählt Pflanzen, erkennt Unkraut und Krankheiten. So lassen sich Dünger und Pflanzenschutz gezielter einsetzen. Das spart Kosten und schont die Umwelt.

Pheno-Inspect wurde 2020 als Ausgründung der Universität Bonn gegründet. Mit Hilfe von zwei Wandeldarlehen der NRW.BANK konnte das Start-up die Entwicklung seiner Technologie von der Forschung bis hin zur Marktreife maßgeblich vorantreiben.

So nutzte das Unternehmen eine flexible Finanzierungsmöglichkeit, ohne in der frühen Phase Anteile abzugeben.

Weitere Investoren unterstützen Seed-Finanzierungsrunde

Im Rahmen der aktuellen Seed-Finanzierungsrunde konnte Pheno-Inspect nun weiteres Kapital einwerben. Damit plant das Start-up, sein Team auszubauen und seine KI-Technologie weiterzuentwickeln. Neben der NRW.BANK beteiligen sich mehrere private Investoren über das Business Angel Netzwerk Companisto sowie das Landtechnikunternehmen CLAAS als strategischer Partner.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – IDOL’foto

Quelle NRW.BANK

Das analoge Backup im digitalen Zeitalter: warum Gründergeist und Goldwerte eine Allianz bilden

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Gold als Absicherung für Startups und Sachwerte bildquelle pexels pixabay

Wer heute ein Unternehmen gründet, lebt meistens in der Zukunft. Es geht um Cloud-Lösungen, skalierbare Software und digitale Marktplätze, die in Lichtgeschwindigkeit wachsen. In dieser Welt der Bits und Bytes fühlt sich alles leicht, flüchtig und grenzenlos an. Doch gerade diese Schnelllebigkeit birgt eine Gefahr, die viele Entrepreneure erst bemerken, wenn der Wind am Markt dreht: Die völlige Abhängigkeit von digitalen Infrastrukturen.

Erfolgreiches Unternehmertum bedeutet nicht nur, mutig Visionen zu verfolgen, sondern auch, die Basis abzusichern. Es ist ein wenig wie beim Hochhausbau – je höher man hinaus will, desto tiefer und massiver muss das Fundament im Boden verankert sein. In einem wirtschaftlichen Umfeld, das von volatilen Kryptowährungen und rasanten Zinswenden geprägt ist, suchen Gründer daher zunehmend nach einem analogen Gegenpol.

Dabei geht es nicht um einen Rückschritt in die Vergangenheit, sondern um ein kluges Risikomanagement. Sachwerte sind das „Hardware-Backup“ für ein Vermögen, das sonst nur in Tabellen und Apps existiert. Es ist die Erkenntnis, dass wahre finanzielle Freiheit dort beginnt, wo ein Wert keine Internetverbindung und keinen Stromanspruch benötigt, um zu existieren.

Risikomanagement für Grenzgänger

Wer ein Startup aufbaut, geht täglich kalkulierte Risiken ein. Doch kluge Gründer wissen, dass man an der Front nur dann mutig agieren kann, wenn der Rückhalt absolut stabil ist. Gold übernimmt hier die Rolle der ultimativen Liquiditätsreserve. Es ist das einzige Asset, das in Krisenzeiten nicht mit den Aktienmärkten korreliert und somit das Gesamtrisiko im Portfolio massiv senkt.

Dabei hat sich der Zugang zu diesem klassischen Wert längst dem Tempo der Startup-Szene angepasst. Niemand muss mehr schwere Kisten schleppen, um sein Vermögen zu schützen. Wer seine Strategie agil halten und Bestände unkompliziert umschichten möchte, greift auf spezialisierte Plattformen wie Goldbrief.de zurück. Hier zeigt sich, dass traditionelle Sachwerte und digitale Effizienz perfekt harmonieren.

Solche modernen Schnittstellen ermöglichen es, Goldbestände so professionell zu managen, wie man es von anderen Fintech-Tools gewohnt ist. Der Fokus liegt dabei auf Transparenz und Geschwindigkeit. Für Unternehmer bedeutet das: Die Sicherheit eines physischen Werts bleibt erhalten, während die Abwicklung so schlank bleibt wie ein gut programmierter Code. So wird das Gold zum strategischen Werkzeug, das im Hintergrund für die nötige Ruhe sorgt, während man vorne die Welt verändert.

Psychologie der Unabhängigkeit

Startups hängen oft von einem seidenen Faden ab: dem nächsten Investment, der Stabilität der Hausbank oder der Funktionsfähigkeit globaler Zahlungsdienstleister. Diese Abhängigkeit kann nachts den Schlaf rauben. Physisches Gold ist hier das einzige Asset, das keinem Gegenparteirisiko unterliegt. Es schuldet niemandem etwas.

Diese Unabhängigkeit hat eine enorme psychologische Komponente. Ein Unternehmer, der weiß, dass ein Teil seines Erfolgs autark von IT-Systemen und Bankenbilanzen existiert, trifft mutigere Entscheidungen. Es ist das beruhigende Gefühl, ein „analoges Backup“ zu besitzen, das im Extremfall sofortige Handlungsfähigkeit garantiert. Wer physischen Besitz hält, agiert aus einer Position der Stärke, nicht aus der Bittsteller-Rolle.

Wertspeicher vs. Währung: Die zeitlose Technologie

Man kann Gold als eine Art „Hardware-Lösung“ des Geldsystems betrachten. Während Software-Trends kommen und gehen und ganze Geschäftsmodelle innerhalb von Monaten obsolet werden, bleibt die chemische Struktur von Gold unverändert. Es braucht kein Update, keine Wartung und keine neue Version, um seinen Dienst als Wertspeicher zu erfüllen.

Es geht hier nicht um kurzfristige Renditejagd. In einem diversifizierten Portfolio dient das Edelmetall eher als Versicherungspolice gegen Währungsverfall und systemische Schocks. Für Gründer, deren gesamtes Humankapital und Vermögen oft in einer hochriskanten Unternehmung steckt, ist dieser zeitlose Wert der nötige Ballast, der das Schiff in stürmischer See auf Kurs hält.

Fazit: Die kluge Mischung macht den Champion

Wahre Innovation bedeutet heute auch, die Fehler der Vergangenheit zu kennen. Wer nur auf digitale Trends setzt, ignoriert die Lektionen der Finanzgeschichte. Die erfolgreichsten Entrepreneure der Zukunft werden jene sein, die die Agilität der digitalen Welt mit der Substanz der analogen Welt verbinden.

Sachwerte sind kein Misstrauensvotum gegen den Fortschritt. Sie sind das Sicherheitsnetz, das es erst ermöglicht, ohne Angst in die Höhe zu klettern. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen visionärem Wachstum und bewährter Absicherung ist kein Widerspruch – es ist die intelligenteste Form der modernen Strategie.

Bild pexels.com

Autor Maria Kock

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

20 Millionen Euro für den nächsten Skalierungsschritt

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R3 Robotics automatisierte Demontage von Elektrofahrzeugsystemen R3 Gründer

R3 Robotics erhält 20 Mio. € zur Skalierung der automatisierten Demontage von Elektrofahrzeugsystemen

Das deutsch-luxemburgische Robotikunternehmen schließt eine Series-A-Finanzierung über 14 Mio. € ab und erhält weitere 6 Mio. € an öffentlichen Fördermitteln, um die KI-gestützte Demontage von elektrischen Fahrzeugen angesichts steigender End-of-Life-Volumina zu industrialisieren.

R3 Robotics (ehemals Circu Li-ion) gibt eine neue Finanzierung von insgesamt 20 Mio. € bekannt, um die automatisierte Demontage von Elektrofahrzeugsystemen im industriellen Maßstab voranzutreiben. Das Unternehmen hat im Rahmen der Finanzierung 14 Mio. € mittels eines Series-A-Investments eingeworben, das gemeinsam von HG Ventures und Suma Capital angeführt wird. Zu den weiteren Investoren zählen Oetker Collection KG, der European Innovation Council Fund (EIC Fund) sowie die bestehenden Gesellschafter BONVENTURE, FlixFounders und EIT Urban Mobility. Ergänzt wird die Investmentrunde durch 6 Mio. € an europäischen Fördermitteln.

Die Finanzierung fällt mit der Umbenennung des Unternehmens von Circu Li-ion zu R3 Robotics zusammen und markiert eine klare Erweiterung des bisherigen Geschäftsbereichs: von der Demontage und dem Recycling von Batterien hin zur automatisierten Zerlegung kompletter Elektrofahrzeugsysteme, einschließlich E-Antriebe, Leistungselektronik und weiterer hochwertiger Komponenten. Das langfristige Ziel ist die vollautomatisierte Demontage ganzer Fahrzeugsysteme. Der neue Name spiegelt dabei den industriellen Fokus des Unternehmens wider – Repair, Reuse, Recycle – angetrieben durch Robotik.

Skalierbare Demontage für den industriellen Einsatz

Mit der zunehmenden Elektrifizierung von Mobilitäts- und Energiesystemen wird im Recyclingmarkt ein deutlicher Anstieg der End-of-Life-Volumina komplexer elektrifizierter Komponenten erwartet. Die manuelle Zerlegung solcher Systeme bleibt arbeitsintensiv, kostspielig und lässt sich nur schwer mit einem hohen Maß an Sicherheit für das eingesetzte Personal skalieren. R3 Robotics begegnet dieser Herausforderung mit einer KI-gestützten Demontageplattform, die für den Einsatz in industriellen Umgebungen mit einem hohen Durchsatz konzipiert ist.

Die europäische Politik verstärkt diesen Wandel zusätzlich. Der 2024 in Kraft getretene Critical Raw Materials Act unterstreicht die Notwendigkeit, sichere und widerstandsfähige inländische Lieferketten für kritische Rohstoffe aufzubauen. Parallel dazu führt die EU-Batterieverordnung schrittweise strengere Effizienzziele für das Recycling ein, darunter ein 70%-Ziel für Lithium-Batterien bis 2030, sowie Anforderungen an die Materialrückgewinnung und den Anteil von recycelten Komponenten. Zusammen mit der Altfahrzeug-Richtlinie gestalten diese politischen Rahmen die industrielle Recyclinginfrastruktur neu.

„Der Engpass im aktuellen Wirtschaftskreislauf liegt nicht in der Recyclingtechnologie, sondern in der Beschaffung sortenreiner Rohstoffe, und somit in der sicheren und kostengünstigen Demontage komplexer elektrifizierter Systeme im industriellen Maßstab“, so Antoine Welter, CEO und Mitbegründer von R3 Robotics. „Wir bauen eine Demontageplattform, die End-of-Life-Systeme in eine strategische Quelle für kritische Materialien und wiederverwendbare Komponenten für fortschrittliche Industriegesellschaften verwandelt.“

Die Technologie von R3 Robotics

Die Demontageplattform von R3 Robotics kombiniert Computer Vision, künstliche Intelligenz (KI) und spezialisierte Roboterwerkzeuge zur automatisierten Zerlegung von Lithium-Ionen-Batteriepacks, E-Motoren, Leistungselektronik und weiteren hochwertigen elektrifizierten Komponenten. Das System minimiert die Gefährdung von Personal durch Hochspannung und bietet die Kosteneffizienz und Zuverlässigkeit für den industriellen Einsatz.

R3 Robotics arbeitet mit Fortum Battery Recycling zusammen, einem führenden integrierten Recyclingunternehmen, das in verschiedenen Bereichen der europäischen Wertschöpfungskette für Batterierecycling – von der Sammlung und Vorbehandlung bis zur Materialveredelung – aktiv ist, um seine automatisierte Demontagetechnologie im industriellen Maßstab einzusetzen. Über die Zusammenarbeit mit Recyclingpartnern hinaus arbeitet R3 Robotics direkt mit Automobil-OEM-Kunden zusammen und verarbeitet End-of-Life-Batteriesysteme über seine zentrale Demontageinfrastruktur, um kritische Rohstoffe zurückzugewinnen und deren sichere Beschaffung zu unterstützen.

„R3 Robotics adressiert einen kritischen industriellen Engpass in der Versorgung mit strategischen Rohstoffen“, betont John Glushik von HG Ventures. „Skalierbare Demontage-Infrastruktur ist unerlässlich, um die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten zu stärken und den Zugang zu kritischen Input-Materialien zu sichern.“

“Lighthouse Facility” & strategische Märkte

Die Ankündigung der neuen Finanzierungsrunde markiert zudem die Erweiterung der Recyclinganlage von R3 Robotics in Karlsruhe, Deutschland, die konzipiert wurde, um industrielle Leistungsfähigkeit zu demonstrieren und als Referenzstandort (“Lighthouse Facility”) zu dienen. Für das weitere Wachstum betrachtet R3 Robotics Deutschland und Frankreich als zentrale europäische Märkte angesichts ihrer starken Automobil- und Industrieökosysteme, der zunehmenden Elektrifizierung der Wirtschaft und der lokalen Konzentration von Recycling- und Remanufacturing-Partnern.

„R3 Robotics verbindet starke industrielle Umsetzungskompetenz mit einem skalierbaren Ansatz zur Demontage komplexer elektrifizierter Systeme“, sagt Natalia Ruiz, Partnerin bei Suma Capital. „Diese Fähigkeit ist entscheidend, um Materialien und Komponenten im großen Maßstab zu erschließen.“

Mittelverwendung und Wachstumsstrategie

R3 Robotics plant, die Series-A-Finanzierung und neuen europäischen Fördermittel für die folgenden Ziele einzusetzen:

Ausbau der Technologie und des Teams: Recruiting in den Bereichen Engineering, KI, Software und Operations
Skalierung im europäischen Markt: Einsatz der eigenen Demontageplattform bei industriellen Recyclern und Partnern der Automobilindustrie
Erweiterung der eigenen Recyclinganlagen: Erhöhung der Kapazitäten an den Standorten des Unternehmens in Karlsruhe und Luxemburg
US-Markteintritt: Kommerzielle Vorbereitungen und Aufbau strategischer Partnerschaften für einen Rollout in den USA in 2026

Zur weiteren Stärkung seiner strategischen Entwicklung hat R3 Robotics zudem Peter Mohnen, ehemaliger CEO von KUKA, in den Beirat berufen.

„Die automatisierte Demontage auf hohem Komplexitätsniveau stellt eine der schwierigsten Herausforderungen in der Industrie-Robotik dar“, sagt Peter Mohnen, ehemaliger CEO von KUKA und Beiratsmitglied von R3 Robotics. „Der Ansatz von R3 demonstriert die Tiefe der Automatisierungsexpertise, die erforderlich ist, um Variabilität, Sicherheit und Durchsatz im großen Maßstab gleichzeitig zu managen.“

Bildcredits R3 Robotics

Quelle noted

Warum wird Mentoring gerade zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor?

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Mentessa Mentoring Lernkultur im Unternehmen Tina Ruseva

Mentessa zeigt, wie Mentoring und Lernkultur Unternehmen dabei helfen, Wissen zu vernetzen und Leistung nachhaltig zu steigern.

Wie würden Sie Mentessa und das Team dahinter vorstellen?

Wir sind die „Mentoringprofis“! Wir helfen Unternehmen dabei, Mentoring als festen Bestandteil einer modernen Lernkultur zu etablieren – als wirksamen Hebel für Leistung und Performance, unterstützt durch unsere Plattform und ein praxiserprobtes Framework.

Welche Motivation stand hinter der Gründung von Mentessa und wie prägt sie Ihre heutige Ausrichtung?

Die Motivation zur Gründung von Mentessa entstand aus einer persönlichen Erfahrung. Nach mehreren Jahren als erfolgreiche Gründerin habe ich bewusst eine Pause eingelegt und fünf Jahre in einem Konzern gearbeitet. Dort hat mich überrascht, wie wenig sich Mitarbeitende untereinander austauschen und voneinander lernen.
Als Gründerin wusste ich jedoch: Genau dieser Austausch ist die Grundlage für Innovation. Und Innovation ist heute eine zentrale Voraussetzung für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Daraus wurde für mich klar, dass Unternehmen eine funktionierende Mentoring- und Lernkultur brauchen.
Die bestehenden Lösungen waren damals stark auf klassische Mentoringprogramme begrenzt. Mentoring wurde als HR-Maßnahme gedacht – nicht als strategische Infrastruktur für Leistung, Lernen und Innovation. Mentessa ist genau aus dieser Lücke heraus entstanden und prägt bis heute unsere Ausrichtung.

Für welche Unternehmen ist Ihre Plattform besonders geeignet und wie unterstützen Sie diese bei Mentoring und Skill-Entwicklung?

Unsere Plattform richtet sich an Unternehmen, die auf Wissensarbeit und Innovation setzen – nicht nur auf Effizienz. Das sind Organisationen mit einer starken HR-Funktion, in denen Mitarbeiterentwicklung, Kompetenzaufbau und Bindung eine zentrale Rolle spielen.
Typischerweise arbeiten dort mehrere Hundert bis mehrere Tausend Mitarbeitende, oft verteilt auf verschiedene Standorte oder räumlich getrennt durch Homeoffice-Modelle. Für diese Unternehmen ist es entscheidend, vorhandenes Wissen besser zu vernetzen, um die Zusammenarbeit zu fördern.

Ihre Lösung steuert Matching, Onboarding und Administration. Wo sehen Sie darin den größten Mehrwert für Ihre Kundinnen und Kunden?

Der größte Mehrwert liegt darin, dass unsere Lösung Lernkultur im Arbeitsalltag verankert – nicht als abstrakter Anspruch, sondern als gelebte Praxis. In einer Zeit permanenter Veränderung ist Lernen zu einem zentralen Faktor für Leistung geworden. Unsere Kundinnen und Kunden erwarten sich davon mehr Performance und Wettbewerbsfähigkeit – und genau das wird möglich, wenn Wissen im Unternehmen gezielt vernetzt wird.
Gleichzeitig profitieren die Mitarbeitenden: Der Wissensaustausch wird einfacher, Zusammenarbeit selbstverständlicher und Expertise sichtbarer. Menschen erleben, dass ihr Wissen gebraucht wird und Wirkung entfaltet. Das steigert Produktivität ebenso wie Engagement und Bindung. Gerade angesichts der Geschwindigkeit heutiger Veränderungen ist soziales Lernen wirksamer als klassische Weiterbildungsformate – Mentoring wird so zu einem zentralen Hebel für Skill-Entwicklung und Performance.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Einführung von Mentoring- und Learning-Programmen in Organisationen und wie gehen Sie damit um?

Die größte Herausforderung ist nicht die Technologie, sondern die Unternehmenskultur. Gerade beim Teilen von Wissen und in der teamübergreifenden Zusammenarbeit gibt es noch Vorbehalte aus der alten Arbeitswelt.
Deshalb reicht es nicht, einfach ein Tool einzuführen. Mentoring braucht klare Modelle und Begleitung. Genau hier setzt unser Framework an: Es verbindet Technologie mit Change-Expertise und verankert Mentoring als Hebel für eine Lernkultur.

Was macht Mentessa einzigartig im Vergleich zu anderen Tools für Mentoring und Peer-Learning?

Unsere Plattform ist mehrfach wegen ihrer Nutzerfreundlichkeit ausgezeichnet, weil sie für Mitarbeitende intuitiv nutzbar ist und Zusammenarbeit im Alltag effizient unterstützt.
Dafür basiert unsere Lösung auf vier Prinzipien: Synergien, Offenheit, Fairness und Technologie. Dadurch kann Mentoring mehr sein als ein Programm. Neben klassischen Mentoringformaten lassen sich auch moderne, niedrigschwellige Ansätze organisieren – von Hospitationen bis zu Peer-Formaten. So wird Mentoring breiter zugänglich und im Alltag wirksam.

Viele Unternehmen wollen Wissen sichtbarer machen. Wie hilft Mentessa konkret dabei, versteckte Kompetenzen im Unternehmen zu erkennen und zu nutzen?

Drei Dinge sind für uns zentral. Erstens geben wir Menschen einen echten Anreiz, ihre Kompetenzen zu teilen – etwa, indem sie hierfür gezielt konsultiert werden können.
Zweitens verstehen wir Kompetenzen nicht als etwas, das man einmal gelernt hat, sondern als etwas, das man tut. Wer regelmäßig Kolleginnen und Kollegen zu einem Thema berät, baut diese Kompetenz real auf – mehr, als wenn sie nur im Profil steht.
Drittens unterstützen wir das mit einem KI-Agenten, der über kurze Challenges kontinuierlich nach Skills fragt. So entsteht ein lebendiges, aktuelles Bild von Fähigkeiten – denn diese ändern sich auch stetig.

Wie entwickeln Sie Ihr Produkt weiter und welche neuen Funktionen oder Schwerpunkte stehen in Zukunft auf Ihrer Roadmap?

Mentessa entwickeln wir kontinuierlich weiter. Künftig geht es dabei nicht nur um das Matching von Menschen, sondern auch um das Matching von Jobs und Inhalten, sodass Lernen, Zusammenarbeit und Entwicklung enger miteinander verbunden werden.
Dafür haben wir einen „Mentor bei der Arbeit“ in Produktion, der personalisierte Impulse zur Weiterentwicklung gibt. So wird es erstmals möglich, Mitarbeitende individuell zu fördern – kontinuierlich und eingebettet in den Arbeitsalltag.

Wie verändert sich die Arbeitswelt aus Ihrer Sicht und welche Rolle wird Mentessa in diesen Entwicklungen spielen?

Lernen ist heute schon das neue Arbeiten (Artikel anbei). Mentessa deswegen zentrale Infrastruktur der modernen Orgganisation.

Was bedeutet es für euch, dass Mentessa Teil des de:hub Netzwerks ist und welche Vorteile ergeben sich daraus für eure Weiterentwicklung?

Wir haben vielfach profitiert: von Vernetzung, Sichtbarkeit, von den Messeangeboten. Ob auf dem Web Summit zu sprechen, politische Entscheider zu treffen oder sich ganz unkompliziert mit anderen Gründerinnen und Gründern auszutauschen – das de:hub Netzwerk eröffnet viele wertvolle Begegnungen.

Würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern empfehlen, ihr Startup ebenfalls im Umfeld des de:hub anzusiedeln und welche Erfahrungen haben Sie selbst gemacht?

Das versteht sich von selbst! Denn auch für Startups ist Vernetzung und Wissensaustausch der Schlüssel für Innovationen.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründerinnen und Gründern mitgeben, die heute im Bereich People Development oder Future of Work starten möchten?

Ich gebe einen, aber den wichtigsten: Auch wenn unsere Herzen als Informatikerinnen, Ingenieure oder Forscher für Technologie schlagen und wir neuen Entwicklungen mit Neugier nacheifern – Projekte im Bereich People sind nie nur Tech-Projekte, sondern eben People-Projekte.
Beispiel: Wir setzen bei Mentessa bereits seit 2019 auf KI. Trotzdem hören wir nie, dass die Matches besonders schnell oder besonders smart waren. Wofür wir als Lob ernten, sind die Begegnungen: Menschen, die sich sonst nie getroffen hätten. Perspektiven, die sich verändert haben. Haltungen, die gewachsen sind.
Je stärker Arbeit und Personalarbeit von Technologie geprägt werden, desto wichtiger werden genau diese weichen Faktoren – Vertrauen, Offenheit und echte Verbindung. Das gilt im Inneren von Organisationen genauso wie in der Zusammenarbeit mit Kundinnen und Kunden.

Bild@ Mentessa GmbH

Wir bedanken uns bei Dr. Tina Ruseva für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Investment unterstreicht das Potenzial dieses HealthTech-Startups

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Gardia Series-A-Finanzierung für mobiles Notrufsystem Michael Hummels und Marlon Besuch

8,5 Millionen Euro Series-A-Finanzierung: HealthTech-Startup Gardia skaliert mobiles Notrufsystem für Senioren

Gardia schließt eine Series-A-Finanzierungsrunde ab, angeführt von Peak, mit Beteiligung von amberra und butterfly & elephant sowie bestehenden Investoren und Business Angels.
Das mobile Notrufsystem von Gardia erkennt Stürze automatisch und funktioniert ohne Smartphone. Damit begegnet es einem der größten Gesundheitsrisiken für Senioren.
Das Kapital fließt in Wachstum und Skalierung im DACH-Raum sowie in den Ausbau des B2B-Geschäfts.

Das HealthTech-Startup Gardia hat erfolgreich eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 8,5 Millionen Euro für sein mobiles Notrufsystem abgeschlossen. Die Runde wird vom europäischen Venture-Capital-Investor Peak angeführt, mit Beteiligung von amberra, dem Corporate Venturing Studio der genossenschaftlichen FinanzGruppe sowie butterfly & elephant, der Accelerator von GS1 Germany. Auch die bestehenden Investoren BONVENTURE, Dieter von Holtzbrinck Ventures (DvH Ventures) und Beurer sowie Business Angels beteiligen sich erneut.

Notruf neu gedacht: mobil, alltagstauglich und ohne Stigmatisierung

Gardia hat ein mobiles Notrufsystem entwickelt, das speziell auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten ist. Kern der Lösung ist ein Notrufarmband mit automatischer Sturzerkennung, das sowohl zu Hause als auch unterwegs funktioniert, unabhängig von einem Smartphone. Hardware, Software, App und KI-Algorithmus stammen vollständig aus eigener Entwicklung.
„Zuverlässige Sturzerkennung erfordert eine technologisch hochkomplexe und präzise Entwicklung“, sagt Marlon Besuch, Mitgründer und CEO von Gardia. „Gleichzeitig sehen wir, dass viele bestehende Notrufsysteme im Alltag nicht genutzt werden, weil sie stigmatisierend wirken oder zu kompliziert sind. Unser Anspruch war es daher, eine technisch exzellente Lösung zu entwickeln, die Menschen gerne tragen und die im Ernstfall verlässlich hilft.“

Gardia hat im DACH-Raum eine fünfstellige Zahl aktiver Nutzer erreicht und eine führende Position im Markt für mobile Notrufsysteme aufgebaut. Treiber des Wachstums sind die hohe Nutzerbindung sowie die vollständige Erstattungsfähigkeit durch deutsche Krankenkassen.

„Gardia adressiert ein wachsendes gesellschaftliches Problem mit einem Produkt, das zuverlässig funktioniert und im Alltag akzeptiert wird“, sagt David Zwagemaker, Partner bei Peak. „Überzeugt hat uns, dass Gardia Technologie, Design und Nutzerakzeptanz von Beginn an zusammendenkt und damit eine skalierbare Lösung schafft, die Senioren ein sicheres und selbstbestimmtes Leben ermöglicht.“

Demografischer Wandel verschärft Versorgungslücke im Alter

Der demografische Wandel führt zu einem steigenden Bedarf an entsprechenden Lösungen. In der EU wird die Zahl der Menschen über 65 Jahren in den nächsten zehn Jahren von heute 97 Millionen auf über 110 Millionen steigen. In Deutschland, wo 96 Prozent der Senioren in privaten Haushalten leben, spitzt sich der Fachkräftemangel in der Pflege weiter zu.

Jährlich ereignen sich etwa 5,7 Millionen Stürze bei Senioren über 65 Jahren, wobei viele nicht selbstständig aufstehen oder Hilfe rufen können. Verzögerte Hilfe erhöht das Risiko für schwere Folgeschäden und Pflegebedürftigkeit. Ein verlässliches Sicherheitsnetz für selbstständig lebende Menschen wird entscheidend sein, um das Gesundheitssystem zu entlasten.

Starke Partnerschaften und klare Ausbaupläne

Mit dem Kapital aus der Series-A plant Gardia im DACH-Raum weiter zu wachsen, international zu expandieren und sein B2B-Geschäft im Pflege- und Gesundheitssektor auszubauen. Das Wachstum wird durch eine Partnerschaft mit Bosch gestützt, die eine maßgeschneiderte 24/7-Notrufbetreuung durch geschulte Fachkräfte sicherstellt. Diese bearbeiten Notfälle nach individuell definierten Prozessen, einschließlich klarer Eskalations- und Kontaktketten.

Durch die Zusammenarbeit mit Beurer, einem international führenden Unternehmen für Produkte rund um einen gesunden Lebensstil mit einem Distributionsnetz in mehr als 100 Ländern, ist Gardia zudem über etablierte Online- und stationäre Vertriebskanäle verfügbar und damit in vertrauten Einkaufsumfeldern für Familien präsent. Parallel arbeitet das Unternehmen an der nächsten Generation seines Notrufsystems.

Bild Michael Hummels und Marlon Besuch

Quelle STUDIO GHOST

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