Montag, Juni 29, 2026
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ShopAgentic Finanzierung bringt 1,9 Millionen Euro für Agentic Commerce

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ShopAgentic Finanzierung bringt 1,9 Millionen Euro für Agentic Commerce

ShopAgentic Finanzierung bringt 1,9 Millionen Euro für Agentic Commerce

Die ShopAgentic Finanzierung markiert einen wichtigen Schritt für die Zukunft des digitalen Handels. Das Startup aus Hannover hat 1,9 Millionen Euro in einer Pre-Seed-Runde eingesammelt und entwickelt eine Plattform, mit der Händler ihre Systeme auf autonome KI-Agenten vorbereiten können.

Hannover, 11. Juni 2026 – Das Hannoveraner Startup ShopAgentic hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über 1,9 Millionen Euro abgeschlossen. Die Runde führten May Ventures und Greenfield Capital an. Außerdem beteiligen sich mehrere internationale Business Angels sowie Experten aus der E-Commerce- und Softwarebranche.

ShopAgentic entwickelt eine Technologieplattform, mit der Händler und Marken ihre Systeme auf den Einsatz autonomer KI-Agenten vorbereiten können.

ShopAgentic Finanzierung treibt Wachstum voran

Laut einer Analyse von Deloitte werden bis 2030 rund 25 Prozent aller weltweiten E-Commerce-Umsätze durch KI-Agenten initiiert oder unterstützt. Deshalb verändern sich nicht nur die Einkaufserlebnisse der Verbraucher. Auch die technischen Anforderungen an Händler und Marken steigen deutlich.

„Der digitale Handel steht vor einem grundlegenden Wandel“, sagt Alexander Ringsdorff, CEO und Mitgründer von ShopAgentic.

„Wenn KI-Agenten künftig selbstständig Produkte auswählen und kaufen, müssen Händler ihre Systeme darauf ausrichten. Genau dafür bauen wir die technologische Infrastruktur.“

Agentic Commerce verändert den digitalen Handel

Im Gegensatz zu vielen allgemeinen KI-Lösungen verfolgt ShopAgentic einen arbeitsteiligen Ansatz. Jeder KI-Agent übernimmt eine klar definierte Aufgabe im Handelsprozess. Dazu zählen Produktdatenmanagement, Preisgestaltung, Kundenservice und Fulfillment.

Dadurch laufen viele operative Prozesse automatisch ab. Gleichzeitig behalten Händler die Kontrolle über Strategie, Prioritäten und Geschäftsergebnisse.

KI Agenten sollen Handelsprozesse automatisieren

Der Einsatz autonomer KI-Agenten eröffnet neue Möglichkeiten für Unternehmen. Händler können Prozesse effizienter gestalten und schneller auf Marktveränderungen reagieren.

Zugleich unterstützt die Plattform Unternehmen dabei, ihre bestehende Infrastruktur zukunftssicher auszurichten. Dadurch wird der Einstieg in Agentic Commerce deutlich einfacher.

Niedrige Einstiegshürden für Händler

Ein zentraler Vorteil der Lösung liegt in den geringen Einstiegshürden. ShopAgentic ergänzt bestehende Handelsplattformen oder wird als eigenständige Lösung eingesetzt.

Unternehmen müssen weder ihre Infrastruktur austauschen noch langjährige Transformationsprojekte starten. Besonders Händler mit eigenen E-Commerce-Systemen profitieren davon. Sie können sich auf autonome KI-Agenten vorbereiten, ohne ihre Technologielandschaft grundlegend zu verändern.

Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen die Produktentwicklung beschleunigen. Außerdem plant ShopAgentic weitere Integrationen mit relevanten Systemen im Handelsökosystem. Ebenso soll das Team wachsen und der breitere Marktstart vorbereitet werden.

Investoren setzen auf Agentic Commerce

Für die Investoren adressiert ShopAgentic einen Markt mit erheblichem Wachstumspotenzial.

„Die nächste Generation von Commerce-Software wird nicht nur für Menschen, sondern auch für KI-Agenten entwickelt werden müssen“, sagt Dominik Lohle, Managing Partner von May Ventures.

„ShopAgentic adressiert diese Entwicklung von Beginn an und schafft die dafür notwendige Infrastruktur.“

Neue Zahlungsmodelle für autonome Agenten

Auch Greenfield Capital investierte mit Blick auf die langfristige Entwicklung autonomer Agentensysteme und neuer Zahlungsinfrastrukturen.

Der Investor sieht insbesondere Agent-to-Agent-Payments als wichtigen Baustein der künftigen Handelsarchitektur. Dabei führen KI-Agenten Transaktionen direkt untereinander aus, ohne klassische Zahlungsnetzwerke zu nutzen.

„KI-Agenten kaufen nicht so ein wie Menschen, und schon bald werden sie auch nicht mehr so bezahlen wie Menschen“, sagt Claude Donzé, Principal bei Greenfield Capital.

„Stablecoins eignen sich ideal für Transaktionen zwischen Agenten. Sie ermöglichen eine sofortige Abwicklung, programmierbare Bedingungen und sind nicht auf für Menschen entwickelte Zahlungsnetzwerke angewiesen. ShopAgentic entwickelt die Händlerseite genau dieser zukünftigen Infrastruktur.“

Erfahrenes Gründerteam hinter ShopAgentic

Hinter ShopAgentic stehen Alexander Ringsdorff und Kai-Thomas Krause. Beide Gründer haben bereits mehrere technologische Veränderungen im Handel begleitet.

Im Jahr 2011 gründeten sie CouchCommerce, einen frühen Anbieter von Mobile-Commerce-Lösungen für Smartphones und Tablets. Später gehörten sie außerdem zum Gründerteam von NewStore. Die Softwareplattform wird heute von internationalen Marken für den Omnichannel-Handel genutzt.

Mit ShopAgentic konzentrieren sich die Gründer nun auf die nächste Entwicklungsstufe des digitalen Handels. Im Mittelpunkt steht der Einsatz autonomer KI-Agenten entlang der gesamten Customer Journey.

Das Unternehmen wurde im Dezember 2025 gegründet und hat seinen Sitz in Hannover.

Bild ShopAgentic Gründer Alexander Ringsdorff und Kai-Thomas Krause @ ShopAgentic

Quelle Vaubel Medienberatung GmbH

Women in Tech: „Wer sich jetzt einbringt, kann die Entwicklung aktiv mitprägen“

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Technologie, KI und Frauen in Tech: Karrierechancen Julia Koch Geschäftsführerin, Expertin für Innovation und Kundenzentrierung im Banking Finanz Informatik

Die Tech-Branche befindet sich in einem laufenden Umbruch – und genau darin liegt eine große Chance. Julia Koch, die bei Finanz Informatik (FI) digitale Banking-Lösungen für Millionen Menschen verantwortet, sagt: Die Strukturen sind noch nicht festgelegt, die Rollenbilder noch nicht zementiert. Wer jetzt mitmacht, prägt mit. Was das für sie als Führungskraft und für Frauen in Tech-Berufen konkret bedeutet, erzählt sie im Interview.

„Zukunft wird von denen gemacht, die sie aktiv gestalten.“

herCAREER: Julia, du sagst, die besten Karrieren für Frauen entstehen gerade jetzt in der Tech-Branche. Was macht diesen Moment so besonders?

Julia Koch: Wir erleben gerade einen echten Möglichkeitsmoment. Neue Karrieren in der Tech-Branche entstehen, weil wir heute viel mehr von Technologie erwarten als früher. Digitale Banking-Lösungen müssen heute intuitiv nutzbar und inklusiv sein. Sie müssen wirtschaftlich wirksam, regulatorisch compliant, sicher im Umgang mit Daten und nachhaltig im Ressourceneinsatz sein. Und vor allem müssen sie sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren und spürbare Mehrwerte für deren Alltag bringen. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird Technologie zunehmend zu einem gestaltenden Faktor für Geschäftsmodelle und Arbeitsweisen. Dadurch verändert sich auch, wer an Technologie arbeitet und welche Perspektiven dabei eine Rolle spielen.

Um relevante Lösungen zu entwickeln, brauchen Tech-Unternehmen neben technischen und wirtschaftlichen Perspektiven auch regulatorische, gesellschaftliche, ethische und nutzerzentrierte Sichtweisen. Diese Vielfalt an Perspektiven eröffnet enorme Chancen für neue Karrieren. Hinzu kommt der Generationenwechsel, der für viele Unternehmen natürlich eine Herausforderung ist. Er ist aber zugleich eine große Chance für alle Beteiligten. Für Unternehmen, um neue Skills und Talente gezielt aufzubauen. Und für Mitarbeitende und Quereinsteiger, als Potenzialträger erkannt und gefördert zu werden.

herCAREER: Und was macht diese Karrieren anders und besonders?

Julia Koch: Das Besondere an diesen Karrieren ist, dass sie sehr viel stärker gestaltend sind als früher. Es geht nicht mehr nur darum, einzelne Aufgaben in einem klar abgegrenzten Fachgebiet zu erfüllen, sondern darum, an den Schnittstellen zu arbeiten und crossfunktionalen Impact zu erzielen. Das sind Rollen, die Technologie mit Business, Strategie, Customer Experience, Regulierung und Nachhaltigkeit verbinden, dabei die Zusammenhänge verstehen und aktiv Einfluss auf die Entwicklung von Lösungen nehmen. Dadurch verändert sich auch die Qualität von Verantwortung. Man arbeitet nicht mehr nur an der Umsetzung, sondern prägt die Richtung mit. Das macht diese Karrieren anspruchsvoll, aber auch sehr attraktiv.

herCAREER: Du stellst deine Teams bewusst divers auf und setzt dich für Diversity und Women in Tech ein. Warum ist das für dich so wichtig?

Julia Koch: Wir entwickeln Lösungen für rund 50 Millionen Menschen. Eine Zielgruppe, so vielfältig wie die Gesellschaft selbst, kann man nur mit vielfältigen Teams wirklich nutzerzentriert adressieren. Vielfalt ist somit bei uns kein Kulturprogramm, sondern eine Voraussetzung für nachhaltige Innovation.

Entscheidend ist, dass diese Perspektiven im Alltag auch wirklich zusammengebracht werden durch Führung, die weniger im Detail vorgibt und stärker als Impulsgeber wirkt: mit klarem Rahmen, klarer Richtung und Raum für eigenständige Lösungsfindung. Wenn Teams erleben, dass ihre Lösungen dadurch besser werden, entsteht daraus Überzeugung.

herCAREER: Viele Branchen beklagen derzeit ein Nachwuchsproblem. Wie erlebst du das im FinTech-Bereich – insbesondere bei jungen Frauen?

Julia Koch: Der Fachkräftemangel in der IT ist seit Jahren spürbar und wird sich durch den demografischen Wandel weiter verstärken. Viele erfahrene Mitarbeitende werden in den kommenden Jahren aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden, und das in einer Phase, in der gleichzeitig der Bedarf an technologischer Kompetenz weiter steigt.

Wir sehen aber auch eine sehr positive Entwicklung. Immer mehr Frauen entscheiden sich für technische Ausbildungswege, und der Anteil von Frauen in technischen Teams wächst kontinuierlich. Das ist ein Trend, den wir aktiv unterstützen, beispielsweise durch Kooperationen mit Hochschulen, der Hacker School oder mit gezielten Förderprogrammen. Wenn Unternehmen mehr Frauen in Tech und Führung wollen, dann reicht es nicht, auf den Markt zu warten. Dann müssen sie gezielt Sichtbarkeit, Entwicklung und Vernetzung ermöglichen. Deshalb sind Mentoring-Programme, interne Netzwerke wie She@FI oder das Führungsnetzwerk der Sparkassen-Finanzgruppe „S-FiF-Frauen in Führung“ so wichtig.

Sie stärken nicht nur individuelle Karrieren, sondern schaffen auch die strukturellen Voraussetzungen dafür, dass mehr Frauen ihren Weg in gestaltende Rollen finden. Zudem ist Sichtbarkeit über Unternehmensgrenzen hinaus wichtig. Netzwerke und Plattformen wie herCAREER oder FEMWORX schaffen Räume, in denen Frauen Vorbilder erleben, Erfahrungen teilen und konkrete Zugänge in Technologie- und Führungsrollen finden. Diese Verbindung aus interner Förderung und externem Austausch macht aus individuellen Karrierewegen eine breitere Bewegung.

herCAREER: Transformation ist dein Alltag. KI verändert aktuell Prozesse, Rollen und Zusammenarbeit. Welche Aspekte dieser Transformation werden deiner Erfahrung nach am häufigsten unterschätzt?

Julia Koch: Ein Aspekt, der aus meiner Sicht häufig unterschätzt wird, ist, dass KI-Transformation in erster Linie ein Veränderungsprozess für Menschen ist. Technologie lässt sich vergleichsweise schnell bereitstellen. Entscheidend ist aber, ob sie im Alltag tatsächlich genutzt wird und dort messbaren Mehrwert schafft. Der Erfolg von Transformation hängt stark von Adoption ab. Es reicht nicht aus, neue Lösungen einzuführen. Man muss dafür sorgen, dass sie verstanden, akzeptiert und sinnvoll eingesetzt werden. Dafür sind Führung, Kommunikation und Befähigung zentrale Erfolgsfaktoren. Es geht darum, Orientierung zu geben, den Sinn von Veränderungen zu vermitteln und Mitarbeitende zu befähigen, neue Wege zu gehen. Deshalb verknüpfen wir Lernen sehr bewusst mit konkreten Use Cases und setzen damit direkt an der Wertschöpfung an. Beim Thema KI sind Formate wie unsere KI-Lernreisen oder die KI-Community nah an der Praxis, werden von den Teams mitgestaltet und schaffen genau diesen Transfer in den Arbeitsalltag.

Wenn man Transformation konsequent menschenzentriert denkt, verändert das auch den Blick auf die Art, wie wir Technologie bereitstellen und damit Lösungen gestalten. KI skaliert dort, wo Menschen befähigt werden, mit ihr zu arbeiten, neue Anwendungsfälle mitzugestalten und Lernen direkt in die Wertschöpfung zu übersetzen. Hierzu entwickeln wir eine KI-Plattform, die unseren Teams die Standardisierung und Wiederverwendung von Agentic-AI sukzessive über das gesamte Spektrum der Banking-Lösungen hinweg ermöglicht. Damit verschiebt sich Lösungsentwicklung von einer stark technologiegetriebenen Perspektive hin zu echter Business-Ownership.

herCAREER: Wenn sich beruflich alles ständig verändert – wie bleibst du als Mensch geerdet? Welche Routinen helfen dir?

Julia Koch: Schnelle Veränderung im Umfeld und im Inneren von Unternehmen hat mich beruflich von Anfang an begleitet. Ich empfinde es als spannend und reizvoll, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem sich Dinge bewegen und neu entstehen. Gleichzeitig habe ich gelernt, dass man in solchen Phasen sehr bewusst mit der eigenen Energie umgehen muss. Im beruflichen Kontext arbeite ich sehr fokussiert und mit einem klaren Zielbild. Umso wichtiger sind für mich Phasen, in denen ich wirklich abschalten kann und Abstand gewinne.

Reisen hilft mir dabei sehr. Meine Passion sind Fernreisen und Exkursionen in die Natur, weil ich dort tatsächlich aus dem Arbeitskontext herauskomme. Vor kurzem war ich zum Beispiel in Grönland. Das war wirklich sehr beeindruckend. Für die kleinen Auszeiten zwischendurch brauche ich gar nicht viel. Von Berlin aus fahre ich gerne nach Usedom. Am langen Strand entlangzulaufen, macht mir den Kopf frei und hilft mir, wieder Perspektive zu gewinnen. Diese bewussten Wechsel zwischen hoher Intensität und echtem Abschalten sind für mich wichtig, um langfristig wirksam und geerdet zu bleiben.

herCAREER: Wie führt man zukunftsorientierte KI-Dienstleistungen und Automatisierung mit einer traditionsreichen, kundenzentrierten Marke wie der Sparkasse zusammen?

Julia Koch: Für mich ist das kein Widerspruch, sondern eine konsequente Weiterentwicklung. Der Markenkern der Sparkassen war schon immer, allen Menschen in der Gesellschaft einen einfachen Zugang zu den in der jeweiligen Zeit modernen Finanzlösungen zu ermöglichen. Übertragen auf die heutige Zeit bedeutet das, digitale und zunehmend auch KI-gestützte Banking-Lösungen so zu gestalten, dass sie einen echten Mehrwert im Alltag bieten. Dabei bleiben Themen wie Sicherheit, Verlässlichkeit und verantwortungsvoller Umgang mit Daten enorm wichtig, denn gerade im Banking ist Vertrauen die zentrale Grundlage. Deshalb ist digitale Souveränität für uns eine operative Voraussetzung. Wir müssen jederzeit die Kontrolle über Daten, Systeme und Prozesse behalten, um Sicherheit, Stabilität und regulatorische Anforderungen langfristig gewährleisten zu können.

Die besondere Herausforderung liegt darin, diese technologischen Möglichkeiten mit der traditionellen Stärke der Sparkassen – der persönlichen Betreuung – zu verbinden.

Genau daran arbeiten wir: indem wir KI sowohl intern zur Unterstützung der Mitarbeitenden einsetzen als auch dort, wo sie für Kundinnen und Kunden einen spürbaren Nutzen bringt.

So entsteht ein Zusammenspiel aus technologischer Innovation und verlässlicher Infrastruktur mit dem Ziel, moderne Banking-Lösungen verantwortungsvoll und in der Breite der Gesellschaft wirksam zu machen.

herCAREER: Welche Fähigkeiten werden im KI-Zeitalter wichtiger und welche verlieren an Bedeutung?

Julia Koch: Im KI-Zeitalter verschiebt sich die Bedeutung von Fähigkeiten. Tiefgehendes technisches Spezialwissen bleibt wichtig, wird aber für weniger Rollen benötigt.

An Bedeutung gewinnen vor allem sogenannte Human Skills. Dazu gehören kritisches Denken, Kommunikationsfähigkeit und die Fähigkeit, in komplexen Zusammenhängen zu arbeiten.

Besonders wichtig ist aus meiner Sicht die Fähigkeit, kontinuierlich zu lernen. In einem Umfeld, das sich so schnell verändert, ist es weniger entscheidend, was man einmal gelernt hat, sondern wie schnell man sich auf neue Themen einstellen kann.

herCAREER: Bist du selbst eher Spezialistin oder Generalistin? Und wie wirkt sich das auf deinen Führungsstil aus?

Julia Koch: Ich sehe mich eher als Generalistin. Meine Stärke liegt darin, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und Zusammenhänge zu verstehen.

Das prägt auch meinen Führungsstil und insbesondere, wie ich meine Teams aufstelle. Ich glaube nicht, dass Führungskräfte alle fachlichen Details im Blick haben müssen. Ihre Aufgabe ist vielmehr, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit im Team die besten Lösungen entstehen können. So ist auch eine Führungskarriere ohne IT-nahe Ausbildung bei uns im Unternehmen sehr spannend und vielversprechend.

herCAREER: Woran bist du auf deinem bisherigen Karriereweg am meisten gewachsen?

Julia Koch: Am meisten gewachsen bin ich in Situationen, in denen ich neue Verantwortung übernommen habe, ohne schon alle Antworten zu kennen. Ich habe gelernt, Unsicherheit auszuhalten, trotzdem Entscheidungen zu treffen und mir immer wieder neue Fähigkeiten anzueignen. In einem Umfeld, das sich technologisch und organisatorisch ständig weiterentwickelt, ist kontinuierliches Lernen entscheidend. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das Wissen von gestern für die Aufgaben von morgen ausreicht. Eine wichtige Erkenntnis für mich war, wie wichtig es ist, Verantwortung zu teilen und auf die Stärke von Teams zu vertrauen. In komplexen Umfeldern kann man nicht alles selbst steuern oder lösen. Entscheidend ist, die richtigen Menschen zusammenzubringen, Orientierung zu geben und ihnen den Raum zu lassen, ihre Stärken wirksam einzubringen.

Das klingt einfacher, als es in der Praxis ist. Gerade wenn man sich selbst verantwortlich fühlt, braucht es Geduld und Offenheit dafür, dass es auch andere Lösungswege gibt als den, den man selbst wählen würde.

herCAREER: Welchen Ratschlag, welche Ermutigung möchtest du jungen Frauen mitgeben, die in der Technologie-Branche Karriere machen möchten?

Julia Koch: Mein wichtigster Rat ist: keine Angst vor Technologie. Technologie ist kein abstraktes Konstrukt, sondern etwas, das von Menschen gestaltet wird. Habt den Mut, Neues auszuprobieren und Dinge zu tun, auch wenn ihr noch nicht genau wisst, wie der Weg aussieht. Kaputtgehen kann immer etwas – unabhängig davon, ob man jung oder erfahren ist. Ich selbst bin oft eher aus Neugier in neue Aufgaben hineingestolpert und wusste selten im Vorfeld, was im Detail auf mich zukommt. In der Regel ist es gut gegangen. Jetzt ist eine Phase, in der sehr viel gestaltet werden kann. Strukturen und Rollenbilder sind noch nicht festgelegt. Wer sich jetzt einbringt, kann die Entwicklung aktiv mitprägen.

Im aktuellen Wandel werden Menschen gebraucht, die Zusammenhänge verstehen, Perspektiven verbinden und andere mitnehmen können. Das sind Fähigkeiten, die viele Frauen und auch viele Quereinsteigerinnen mitbringen. Es geht nicht darum, perfekt vorbereitet zu sein. Es geht darum, bereit zu sein und mitzuwirken. Zukunft wird von denen gemacht, die sie aktiv gestalten.

Die herCAREER Expo steht für: Austausch, Expertise und Inspiration.

Am 22. und 23. Oktober 2026 öffnet die herCAREER Expo ihre Türen im MOC München – ein Event, das Menschen anspricht, ganz gleich, ob sie aktiv auf Jobsuche sind oder einfach nach Inspiration und Netzwerk suchen.

Als Europas führende Plattform für weibliche* Karrieren schafft die herCAREER einen Raum für Begegnungen. Hier treffen Fach- und Führungskräfte, Nachwuchstalente sowie führende Köpfe aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft aufeinander, um voneinander zu lernen und gemeinsam eine gerechtere, inklusivere Arbeitswelt zu gestalten.

Bild Julia Koch Geschäftsführerin, Expertin für Innovation und Kundenzentrierung im Banking Finanz Informatik

Quelle messe.rocks GmbH

Werden alte Social Media Beiträge zum unterschätzten Risiko?

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copyrightchecker.de: Social Media und Musik in Reels Anja Polzer Copyright Social Media King GmbH

copyrightchecker.de analysiert Social Media Inhalte und identifiziert potenzielle Risiken bei der Nutzung von Musik in Reels, um Unternehmen, Agenturen und Creatorn mehr Transparenz und Übersicht zu ermöglichen

Wie ist copyrightchecker.de entstanden und wer steht hinter dem Startup?

Copyrightchecker.de entstand aus einer persönlichen Erfahrung mit Musik Urheberrechtsverletzungen im Social Media Bereich. Als Social Media Agentur betreuen wir täglich zahlreiche Accounts und wurden selbst mit einer urheberrechtlichen Forderung im Zusammenhang mit Musiknutzung in Reels konfrontiert.

Dabei wurde uns schnell bewusst, wie aufwendig und zeitintensiv die manuelle Prüfung großer Mengen an Content wirklich ist. Alte Reels mussten einzeln überprüft, Musiknutzungen nachvollzogen und potenzielle Risiken bewertet werden. Gleichzeitig verliert man beim manuellen Durchscrollen schnell den Überblick und ist sich am Ende oft trotzdem nicht sicher, ob wirklich alles geprüft wurde, zudem machte uns die Instagram app das Leben schwieriger da sie nach einem löschen oder archivieren uns wieder komplett zum Anfang der Reels gebracht hatte.

Genau daraus entstand die Idee zu copyrightchecker.de.

Hinter dem Projekt steht ein Team aus der Social Media King Agentur Anja Polzer & Alex Petropoulos. Wir arbeiten täglich mit Social Media Accounts und wollten deshalb ein Tool entwickeln, das nicht nur technisch funktioniert, sondern auch wirklich benutzerfreundlich ist.

Unser Ziel war von Anfang an klar: Unternehmen, Agenturen und Creatorn Zeit zu sparen, mehr Klarheit zu verschaffen und eine strukturierte Übersicht über potenziell relevante Musiknutzungen in Reels zu ermöglichen.

Welche persönliche Motivation hat Sie dazu bewegt, sich mit Urheberrechtsrisiken im Social Media Bereich zu beschäftigen?

Ein Teil unseres Teams bringt langjährige Erfahrung aus der Musikbranche mit. Alex Petropoulos war selbst über 20 Jahre als DJ und Produzent tätig und hatte dadurch früh Berührungspunkte mit Musikrechten, Labels, Lizenzmodellen und Rechteübertragungen.

Uns wurde in den vergangenen Jahren immer stärker bewusst, dass viele Unternehmen, Creator und Agenturen die Risiken rund um Musiknutzung auf Social Media unterschätzen oder sich damit erst beschäftigen, wenn bereits Probleme entstanden sind.

Unsere Motivation war deshalb nicht nur die Entwicklung eines technischen Tools, sondern auch die Sensibilisierung für dieses Thema.

Gleichzeitig war uns wichtig, Unternehmen und Creatorn mehr Klarheit und Zeitersparnis zu ermöglichen. Viele Nutzer berichten uns, dass sie durch die strukturierte Analyse erstmals einen echten Überblick über ihre Reels erhalten haben und dadurch fundiertere Entscheidungen treffen können.

Was genau macht copyrightchecker.de anders als klassische rechtliche Prüfungen oder Beratungen?

Copyrightchecker.de ersetzt keine Rechtsberatung und keine individuelle juristische Prüfung.

Der Unterschied liegt im technischen und operativen Ansatz. Während klassische Prüfungen häufig manuell und zeitintensiv sind, analysiert unser System automatisiert öffentlich zugängliche Instagram Reels und identifiziert potenziell relevante Musiknutzungen.

Dadurch erhalten Unternehmen, Agenturen und Creator eine strukturierte Übersicht darüber, welche Inhalte genauer geprüft werden sollten, bevor es teuer wird.

Die Ergebnisse dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine rechtliche Bewertung dar. Unser Ziel ist es, Transparenz zu schaffen, Zeit zu sparen und Unternehmen eine fundiertere Grundlage für interne Entscheidungen zu geben.

Viele Nutzer kombinieren die Analyse zusätzlich mit einer anwaltlichen Beratung. Dadurch erhält der Anwalt bereits eine strukturierte Übersicht der potenziell relevanten Inhalte und kann deutlich effizienter arbeiten.

Welche Vision verfolgen Sie mit copyrightchecker.de im Umgang mit Urheberrecht auf Plattformen wie Instagram oder TikTok?

Unsere Vision ist es, Unternehmen und Creatorn mehr Transparenz und Bewusstsein im Umgang mit Musiknutzung auf Social Media Plattformen zu ermöglichen.

Aktuell liegt unser Fokus auf Instagram, wo copyrightchecker.de bereits erfolgreich eingesetzt wird und sehr positives Feedback erhält.

Gleichzeitig arbeiten wir intensiv an der Weiterentwicklung für TikTok. Die technische Integration ist deutlich komplexer, da sich Plattformstrukturen und Audioverarbeitung stark unterscheiden. Dennoch ist TikTok ein wichtiger Bestandteil unserer Zukunftsstrategie.

Unser Ziel ist es, langfristig eine zentrale Plattform für die technische Analyse potenzieller Musik Urheberrechtsrisiken im Social Media Bereich aufzubauen, wir sind weltweit das erste Unternehmen die das so zur Verfügung stellt!

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Analysen für Unternehmen und Creator verständlich und praxisnah bleiben?

Unser Fokus liegt auf einer möglichst einfachen und verständlichen Nutzererfahrung.

Nutzer geben lediglich ihren öffentlichen Instagram Account an und erhalten nach der Analyse eine detaillierte Auswertung der Reels. Dabei arbeiten wir mit einem klaren Ampelsystem.

Grün bedeutet aktuell keine relevanten Risiken erkannt. Gelb signalisiert Inhalte, bei denen genauer geprüft werden sollte, ob entsprechende Nutzungsrechte oder Lizenzen vorliegen. Rot weist auf Inhalte hin, bei denen ein erhöhtes Risiko bestehen kann und eine genauere Prüfung empfohlen wird.

Zusätzlich erhalten Nutzer Direktlinks zu den jeweiligen Reels und sparen sich dadurch stundenlanges manuelles Suchen innerhalb ihres Accounts.

An welche Zielgruppen richtet sich Ihr Tool besonders und welche konkreten Probleme lösen Sie im Alltag dieser Nutzer?

copyrightchecker.de: Social Media und Musik in Reels- app

Unsere Hauptzielgruppen sind Unternehmen, Creator, Influencer und Social Media Agenturen.

Viele dieser Nutzer haben über Monate oder Jahre hinweg große Mengen an Reels veröffentlicht und verlieren mit der Zeit den Überblick über verwendete Musik und potenzielle Risiken.

Genau hier setzt copyrightchecker.de an. Das Tool schafft Klarheit, spart Zeit und liefert Unternehmen eine bessere Grundlage für interne Entscheidungen und Content Prüfungen.

Gerade Social Media Teams und Agenturen profitieren davon, Risiken strukturierter einordnen und problematische Inhalte schneller identifizieren zu können.

Welche typischen Fehler sehen Sie bei der Nutzung von Musik in Social Media und wie hilft Ihre Lösung dabei, diese zu vermeiden?

Viele Unternehmen und Creator gehen davon aus, dass Musik automatisch genutzt werden darf, nur weil sie auf einer Plattform verfügbar ist.

Gleichzeitig geraten ältere Reels oft in Vergessenheit, obwohl genau diese Inhalte später relevant werden können.

Ein weiterer häufiger Fehler ist die rein manuelle Prüfung großer Accounts. Dieser Prozess ist extrem zeitaufwendig und oft unübersichtlich.

Unsere Lösung hilft dabei, potenziell relevante Inhalte schneller sichtbar zu machen und Unternehmen stärker für das Thema Musikrechte im Social Media Bereich zu sensibilisieren.

Wie gelingt es Ihnen, große Mengen an Content automatisiert und gleichzeitig zuverlässig zu analysieren?

Im Hintergrund arbeiten automatisierte Analyseprozesse und Audio-Erkennungssysteme mit umfangreichen Musikdatenbanken zusammen.

Der Prozess lässt sich grob mit bekannten Musik-Erkennungsdiensten vergleichen. Die Musik innerhalb öffentlicher Reels wird analysiert und mit großen Datenbanken abgeglichen.

Dadurch können große Mengen an Reels effizient ausgewertet werden, ohne dass Unternehmen oder Agenturen jeden einzelnen Inhalt manuell prüfen müssen.

Was war bisher die größte Herausforderung beim Aufbau von copyrightchecker.de?

Eine der größten Herausforderungen war die Verbindung aus technischer Skalierung, Benutzerfreundlichkeit und Zuverlässigkeit.

Gerade bei großen Accounts mit vielen Reels mussten Systeme entwickelt werden, die auch unter hoher Auslastung stabil funktionieren.

Gleichzeitig war es uns wichtig, trotz komplexer Prozesse eine möglichst einfache Nutzererfahrung zu schaffen.

Da wir parallel weiterhin unsere Social Media Agentur betreiben, bedeutete der Aufbau von copyrightchecker.de zusätzlich viele intensive Entwicklungsphasen und lange Nächte.

Welche Rolle spielt Skalierung bei einem Tool, das ganze Social Media Accounts überprüft?

Skalierung spielt eine zentrale Rolle.

Viele Unternehmen veröffentlichen heute hunderte oder sogar tausende Inhalte pro Jahr. Damit solche Accounts effizient analysiert werden können, müssen technische Prozesse stabil, schnell und zuverlässig funktionieren.

Gerade in Wachstumsphasen war es wichtig, die Infrastruktur kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Plattform leistungsfähig auszubauen.

Wie soll sich copyrightchecker.de in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Wir möchten copyrightchecker.de technologisch kontinuierlich weiterentwickeln und langfristig weitere Plattformen integrieren.

Ein großer Fokus liegt aktuell auf der Erweiterung für TikTok sowie auf der weiteren Optimierung der Benutzerfreundlichkeit sowie die Integration mehrer Zahlungsmöglichkeiten.

Zusätzlich möchten wir Unternehmen und Creatorn künftig noch mehr Transparenz und Unterstützung im Umgang mit Musikrechten auf Social Media bieten.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Probleme lösen, die real existieren und Menschen tatsächlich helfen.

Zweitens: Früh echtes Nutzerfeedback einholen und Produkte kontinuierlich verbessern.

Drittens: Dranbleiben. Unternehmertum bedeutet nicht, dass alles geradlinig verläuft. Rückschläge gehören dazu. Wichtig ist, weiterzumachen, aus Herausforderungen zu lernen und Dinge konsequent umzusetzen.

Bild Anja Polzer Bildcredits: Copyrightchecker.de / Social Media King GmbH

Wir bedanken uns bei Anja Polzer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


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Ansprechpartner: Alex Petropoulos

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Website in 60 Minuten: Wie aus Präsenz Sichtbarkeit wird

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Website und Sichtbarkeit: So überzeugen Suchmaschinen Bild STRATO Website als zentrale Plattform eines Unternehmens @STRATO

Online sein ist nicht gleich sichtbar sein

Eine Website kann online sein und trotzdem wirkungslos bleiben. Sichtbarkeit entsteht erst, wenn Besucherinnen und Besucher in wenigen Sekunden verstehen, worum es geht, ob das Angebot zu ihnen passt und wie der nächste Schritt aussieht. Fehlt diese Orientierung, wirkt die Seite austauschbar und die Bounce-Rate ist hoch. Dazu kommt: Suchmaschinen brauchen klare Signale. Ohne saubere Seitentitel, verständliche Überschriften und thematischen Fokus ist eine Website für Suchmaschinen unattraktiv und bleibt dadurch häufig unsichtbar.

Genau an dieser Stelle zeigt sich auch, was vor dem Website-Launch vorhanden sein sollte. Wer erst beim Bauen nach Formulierungen sucht, verliert Zeit und landet schnell bei allgemeinen Floskeln oder unfertigen Gedanken. Der Start funktioniert besser, wenn vorher drei Dinge feststehen: ein Satz, der das Angebot erklärt; eine klare Vorstellung davon, wen die Seite ansprechen soll; und ein konkreter nächster Schritt, den Interessierte gehen können.

Was in 60 Minuten realistisch machbar ist

In einer Stunde kann mit dem richtigen Vorgehen und den passenden Tools problemlos ein Online-Auftritt entstehen. Zunächst muss man sich über Name, Angebot, Zielgruppe im Klaren sein. Dann wird die Domain gesichert und damit die digitale Identität festgezurrt. Danach folgt die Auswahl einer Vorlage, die eine schlanke Struktur mit wenigen Seiten enthält, darunter meist eine Startseite, ein klares Angebot, eine Sparte „Über mich/Über uns“, damit der Nutzende weiß, mit wem er es zu tun hat, und schließlich die Kontaktseite. Dieser Aufbau geht besonders schnell und unkompliziert mit passenden Website-Baukästen. Oftmals reichen wenige Stichworte, um eine passende Vorlage als Vorschlag zu bekommen.

Im Anschluss können auch schon die ersten Inhalte eingefügt werden. Hier können KI-Funktionen bei der Texterstellung unterstützen und den Start beschleunigen. Sie helfen dabei, einen tragenden Einstiegssatz zu formulieren, eine erste „Über mich“-Seite zu strukturieren, FAQ-Fragen zu generieren oder Vorschläge für Seitentitel zu entwickeln. Wichtig ist dabei: KI liefert Rohfassungen, die den eigenen Ton und die eigene Positionierung noch nicht kennen. Gutes Prompten und redaktionelles Nachschärfen bleiben unverzichtbar, doch die erste leere Seite ist schon einmal überwunden. Das Ergebnis ist eine veritable digitale Visitenkarte, die schnell online gehen kann.

Wo die typischen Lücken nach dem Schnellstart entstehen

Nach dem ersten Launch steht das Gerüst. Was oft fehlt, sind zusätzliche Bausteine, die Vertrauen und Wiedererkennbarkeit aufbauen. Wenn die Startseite zu vage bleibt, weil man beispielsweise sein Angebot möglichst breit aufstellen möchte, ist für Nutzende oft nicht klar, was konkret angeboten wird und was der USP ist. Besser ist es, seine Nische zu finden und sie konkret zu beschreiben. Ein weiterer Klassiker sind SEO-Basics. Die Website ist live, aber es fehlen die Signale, die Suchmaschinen einordnen können: klare Seitentitel, saubere Überschriften und ein thematischer Fokus pro Seite mit für die Branche oder Dienstleistung relevanten Keywords. Auch Alt-Texte und Metadescriptions sollten hier nicht vergessen werden.

Wichtig ist auch ein stimmiger und konsistenter Eindruck der Marke: Tonalität, Bildsprache und Struktur sollten zusammenpassen, über alle Unterseiten hinweg. Wer hier inkonsistent wirkt, verliert Vertrauen schon, bevor Inhalte überhaupt wirken können. Dazu kommen Pflichtangaben wie Impressum und Datenschutzerklärung. Sie werden gern vertagt, gehören aber zur Professionalität und sind für geschäftlich genutzte Websites rechtlich vorgeschrieben. Wer sie vergisst oder unvollständig einbindet, riskiert Abmahnungen, Bußgelder und Vertrauensverlust.

Ähnlich wichtig ist Erreichbarkeit. Eine professionelle E-Mail-Adresse, ein klarer Absendername und ein Postfach, das zuverlässig bearbeitet wird, sind kleine Details mit großer Wirkung. Häufig fehlt zudem ein sichtbarer nächster Schritt und ein kurzer Hinweis, was nach der Anfrage passiert. Wer häufig telefonisch kontaktiert wird, kann mit einem KI-Telefonassistenten erste Anfragen annehmen, Informationen bündeln und Rückrufe strukturieren, damit vor allem in der Startphase kein Gespräch im Tagesgeschäft untergeht.

Fazit: So wird aus 60 Minuten eine belastbare digitale Basis

Der 60-Minuten-Start funktioniert, wenn er als erste Version verstanden wird. Was danach kommt, entscheidet über die tatsächliche Wirkung. In den ersten Tagen lohnt ein schneller Nachschärfzyklus: offene Fragen aus Gesprächen einfließen lassen, Pflichtangaben ergänzen, technische Grundlagen sauber setzen. Langfristig gilt: Eine Website ist nie fertig, sie entwickelt sich mit dem Unternehmen. Neue Leistungen, veränderte Positionierung, gewachsene Erfahrung: All das gehört sichtbar gemacht. Wer das verinnerlicht, behandelt die Website nicht als einmalige Aufgabe, sondern als kontinuierlichen Teil der Unternehmenskommunikation.

Autor Renata Jaffé

Bild STRATO Website als zentrale Plattform eines Unternehmens @STRATO

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum akzeptieren wir bei der Periode noch Lösungen von gestern?

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rayne Disc: Komfort und Innovation für die Periode Gründerin Ramona Schwarz. Joël Hunn

rayne entwickelt mit der rayne Disc ein wiederverwendbares Periodenprodukt, das mehr Komfort, Nachhaltigkeit und Sicherheit während der Periode ermöglichen soll

Wie ist die Idee zu rayne entstanden und wer steckt hinter dem Startup?

Ich bin Ramona, Gründerin von rayne, und komme ursprünglich aus dem Bereich Unterwäsche- und Lingerie-Design. Zehn Jahre lang habe ich mich mit dem weiblichen Körper, mit Materialien, Passform und Funktion beschäftigt. Irgendwann habe ich gemerkt: Bei Periodenprodukten hinkt die Innovation massiv hinterher. Die Idee zu rayne entstand aus echter Frustration – und dem Wunsch, es besser zu machen. Nicht nur funktional, sondern auch bei Design, Qualität und Kommunikation. rayne ist in Zürich entstanden, Swiss-made – und das ganz bewusst.

Heute wird rayne von einem starken Team getragen. Neben mir ist Désirée als Co-Founderin mit an Bord – sie bringt unternehmerische Erfahrung, Finanzierungs-Know-how und strategische Kompetenz mit. Uns verbindet die Überzeugung: Frauengesundheit verdient mehr Sichtbarkeit. Dieser Markt ist gesellschaftlich relevant und wirtschaftlich stark unterschätzt.

Warum war es euch wichtig, Menstruationsprodukte neu zu denken?

Weil die meisten Produkte auf dem Markt seit Jahrzehnten kaum verändert wurden, obwohl sich das Verständnis von Körper, Komfort und Nachhaltigkeit enorm weiterentwickelt hat. Mir war wichtig, ein Produkt zu entwickeln, das wirklich zum modernen Leben passt: langlebig, durchdacht, gut designt. Das Ziel war simpel – your most comfortable period. Ever.

Welche Erfahrungen aus dem Alltag vieler Frauen wolltet ihr mit rayne konkret verbessern?

Das ständige Wechseln, das Mitschleppen von Produkten, das Gefühl von Unsicherheit – gerade bei Sport, langen Arbeitstagen oder nachts. Ich wollte, dass man die Periode einfach vergessen kann. Nicht verdrängen – vergessen, weil man sich sicher und comfortable fühlt. Deshalb auch unser Claim: „Designed to be forgotten.“

Was unterscheidet die rayne disc von klassischen Periodenprodukten?

Die rayne Disc sitzt anders als Tampons oder Menstruationstassen: direkt unter dem Gebärmutterhals und nicht im empfindlichen Vaginalkanal. Das macht sie für viele Menschen deutlich komfortabler als Tampons. Sie bietet bis zu 12 Stunden Schutz – ohne Wechseln, ist wiederverwendbar, aus medizinischem Silikon und hat einen patentierten Finger-Tab, der die Entnahme einfacher und sicherer macht. Entwickelt und produziert in der Schweiz.

Welche Rolle spielen Design und Komfort bei der Entwicklung eurer Produkte?

Eine zentrale. Design ist bei rayne kein Zusatz — es ist Teil der Funktion. Der Finger-Tab ist ein gutes Beispiel: Er ist sowohl ästhetisch als auch funktional gedacht. Auch die Verpackung, die Kommunikation, das gesamte Markenerlebnis soll zeigen, dass Periodenprodukte nicht in eine Schmuddelecke gehören. Period Care kann schön sein.

Warum setzt rayne bewusst auf wiederverwendbare und nachhaltige Lösungen?

Weil Einwegprodukte auf Dauer weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll sind. Eine menstruierende Person verbraucht im Laufe ihres Lebens durchschnittlich 10’000 Tampons und Binden – viele davon mit Kunststoffanteilen, die Hunderte von Jahren brauchen, um sich abzubauen. Die rayne disc ersetzt das alles. Bei richtiger Pflege ist sie mehrere Jahre wiederverwendbar. Uns war dabei wichtig: Nachhaltigkeit soll sich nicht wie ein Kompromiss anfühlen. Die rayne disc soll nicht nur besser für die Umwelt sein – sondern auch komfortabler und praktischer als das, was man vorher kannte.

Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit Gynäkolog und Produktdesigner für eure Entwicklung?

Unverzichtbar. Die rayne disc wurde über zwei Jahre in enger Zusammenarbeit mit Gynäkologinnen und Produktdesignern entwickelt. Diese Kombination hat die Form, die Materialien und die Anwendung geprägt. Uns war dabei auch wichtig: Wer produziert das Produkt – und wie? Periodenprodukte unterliegen keiner Deklarationspflicht für Inhaltsstoffe. Wir haben uns bewusst für einen Schweizer Hersteller entschieden, der nach höchsten Qualitätsstandards produziert. Nicht weil wir müssen sondern weil wir wissen wollen, was in unserem Produkt steckt. Und weil unsere Kundinnen das verdienen.

An welche Zielgruppe richtet sich rayne besonders?

An alle, die menstruieren und bereit sind, umzudenken. Besonders spricht rayne Menschen an, die aktiv leben, hohe Ansprüche an Qualität haben und nicht zwischen Komfort und Verantwortung wählen wollen. Auch für Athletinnen ist die Disc ideal — kein String, kein Tampon, keine Einschränkung.

Welche Herausforderungen begegnen euch im FemTech-Markt aktuell?

Aufklärung ist nach wie vor eine der grössten. Die Disc ist vielen Menschen noch unbekannt – selbst im Vergleich zum Menstruationscup. Wir müssen gleichzeitig ein Produkt erklären und eine Marke aufbauen. Dazu kommt, dass Periodengesundheit in der Werbung und im Handel immer noch stiefmütterlich behandelt wird. Der Platz im Regal, die Sichtbarkeit in Medien – da ist noch viel Luft nach oben.

Wie geht ihr mit gesellschaftlichen Tabus rund um Menstruation und Frauengesundheit um?

Indem wir offen darüber sprechen – ohne Euphemismen, ohne Scham, aber auch ohne performativen Aktivismus. rayne nimmt die Periode ernst: als körperliche Realität, nicht als Problem. Unser Ton ist selbstbewusst, nicht laut. Zeitgemäss und selbstverständlich – das ist unsere Art, Normalisierung voranzutreiben.

Gab es einen Moment, in dem euch bewusst wurde, dass rayne mehr als nur ein Produkt werden könnte?

Ja, als die ersten Nutzerinnen begannen, uns zu schreiben. Nicht „danke, gutes Produkt“, sondern echte Nachrichten: dass sie sich endlich sicher fühlten beim Sport, beim Reisen, im Alltag. Da wurde klar: Das hier verändert etwas. Und das verpflichtet. Deshalb nehmen wir uns bewusst Zeit – nicht um das Sortiment zu erweitern, sondern um die gesamte Experience rund um die Periode weiterzudenken.

Welche nächsten Entwicklungen und Ziele plant ihr aktuell für rayne?

Wir expandieren gerade in weitere Märkte und arbeiten an der globalen Retail-Präsenz. Langfristig wollen wir nicht einfach wachsen — wir wollen die Art, wie Menschen ihre Periode erleben, nachhaltig verändern. rayne soll global die Referenzmarke für premium Period Care werden.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Wirklich ein Problem lösen – nicht nur ein Produkt entwickeln. Zweitens: Schnell testen, Feedback ernst nehmen und direkt von Kund lernen. Drittens: Nicht alles alleine machen. Ein starkes Netzwerk, gute Sparringspartner und Menschen, die Türen öffnen, sind unglaublich wertvoll.

Bildcredits/Fotograf: Joël Hunn

Wir bedanken uns bei Ramona Schwarz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wird Teilen zum neuen Haben?

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fainin Verleihapp für die Sharing Economy bei The Green Deal Show Maximilian Lehmann mit Laptop Bildcredits/Fotograf: Silvano Ballone

fainin ist eine Verleihapp für die Sharing Economy und ermöglicht das sichere Mieten und Vermieten von Gegenständen. Das Startup war am 22. Mai 2026 bei The Green Deal Show dabei und spricht im Interview über Vertrauen, nachhaltigen Konsum und die Zukunft des Teilens

Welche Idee steckt hinter fainin und wie entstand daraus eine Plattform für das sichere Mieten und Vermieten von Gegenständen?

Die Grundidee hinter fainin ist einfach: Nutzen ist immer wichtiger als Besitzen. In fast jedem Keller verstaubt hochwertiges Equipment, während andere Menschen genau diese Dinge für kurze Zeit teuer kaufen „müssen“ (jetzt nicht mehr). Wir haben mit fainin die sicherste App zum Leihen und Verleihen entwickelt. Mit der Verleihapp können alle teilnehmenden Nutzer clever Geld sparen, indem sie mieten statt kaufen, und gleichzeitig unkompliziert Geld verdienen, indem sie eigene Gegenstände sicher vermieten. Das Fundament für den Erfolg war die Beseitigung des größten Markthindernisses: dem Vertrauensdefizit. Aus dieser Vision haben wir eine technologische Plattform entwickelt, die das Teilen durch vollautomatisierte Verifikation, Vertragserstellung und maßgeschneiderte Absicherungen, jeden Verleih absolut risikofrei macht.

Wer sind die Menschen hinter fainin und wie ergänzen sich eure unterschiedlichen Stärken im Gründerteam?

Hinter fainin steht ein Drei-Personen-Gründerteam, das gemeinsam im Studium gegründet hat und technologische Exzellenz, strategischen B2B-Vertrieb und eine tiefe Leidenschaft für die Circular Economy (& die Veranstaltungs-, bzw. Content-Creation-Branche) vereint. Während unser CTO Kevin Mattutat unsere Tech-Abteilung leitet und unser Design-For-Trust in die technische Infrastrutkur integriert, fokussiert sich unser CPO Jan Seeberg auf die Suchmaschinenoptimierung und Inhaltserstellung. Unser CEO Maximilian Lehmann leitet gemeinsam mit Jan die Business-Seite und damit den strategischen Beziehungsaufbau im Enterprise-Bereich. Diese Symbiose ermöglicht es uns, nicht nur die intuitive Verleihapp fainin zu betreiben, sondern mit 2-SHARE.de gleichzeitig komplexe White-Label-PaaS-Lösungen für den Corporate-Markt bereitzustellen.

fainin war am 22. Mai Teil von „The Green Deal Show“. Mit welchen Erwartungen seid ihr in die neue YouTube Show gegangen?

Wir sind mit der klaren Erwartung angetreten, der breiten Masse und B2B-Partnern zu zeigen, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Profit keine Widersprüche sind. Da die Show eine exzellente Bühne für grüne Innovationen bietet, wollten wir beweisen, wie fainin als digitale Infrastruktur das Konsumverhalten radikal prägen kann. Unser Ziel war es, sowohl die Markenbekanntheit unserer Verleih-App zu stärken als auch das Interesse von Nachhaltigkeitsmanagern für unsere geschlossenen Unternehmens-Marktplätze zu wecken.

Das hat tatsächlich auch geklappt. Einige Kooperationen sind noch nicht spruchreif, aber viele tausende Nutzer sind durch den Aufruf auf die App gekommen und machen Teilen zum neuen Haben.

Wie habt ihr die Atmosphäre und den Austausch bei „The Green Deal Show“ erlebt?

Die Atmosphäre war extrem professionell, dynamisch und von echtem Pioniergeist geprägt. Der Austausch mit den Juroren und den anderen Teams hat gezeigt, wie hoch der Druck, aber auch die Motivation im Markt ist, skalierbare Kreislaufwirtschaft-Lösungen zu etablieren. Es war inspirierend zu sehen, wie fokussiert das gesamte Format darauf ausgelegt ist, echten Impact messbar und sichtbar zu machen.

Würdet ihr anderen Startups empfehlen, bei „The Green Deal Show“ mitzumachen, und warum?

Ja, absolut. Für jede Gründerin und jeden Gründer im Impact- und Climate-Tech-Bereich ist die Show ein mächtiger Hebel. Sie zwingt ein Startup dazu, die eigene Value Proposition messerscharf auf den Punkt zu bringen. Zudem bietet die mediale Reichweite eine unbezahlbare Validierung, die Türen bei Kunden, Investoren und strategischen Partnern öffnet.

Gab es für fainin einen Deal?

Wir haben die Bühne genutzt, um unsere führende Marktposition im Bereich digitaler Sharing-Infrastrukturen zu untermauern. Der wahre „Deal“ für uns ist das überwältigende Feedback im Nachgang der Show, das sowohl unsere Nutzerzahlen auf der Plattform als auch die Inbound-Anfragen von Großunternehmen für unsere Softwarelösung 2-SHARE.de massiv beflügelt hat.

Ob wir einen Deal am Ende mit einem Influencer mit nach Hause genommen haben? Das solltest Du am besten selbst herausfinden.

Viele Menschen besitzen Dinge, die nur selten genutzt werden. Wie möchte fainin das Thema Sharing im Alltag neu etablieren?

Im Grunde stoßen wir eine echte Verhaltensänderung an. Wir machen Schluss mit der Illusion, dass man alles besitzen muss, um es zu nutzen. Wir etablieren kollaborativen Konsum, indem wir ihn günstiger, bequemer und sicherer machen als den traditionellen Neukauf. fainin ist keine Nachhaltigkeits-Plattform, sondern ein Finanz- und Lifestyle-Tool für den Alltag. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und steigender Lebenshaltungskosten löst unsere Sharing Economy App zwei fundamentale Probleme gleichzeitig: Nutzer können massiv Geld sparen, indem sie Premium-Equipment wie Drohnen, Beamer, Event-Equipment oder Werkzeuge flexibel mieten, anstatt sie teuer neu zu kaufen. Auf der anderen Seite können Besitzer unkompliziert ein lukratives passives Einkommen generieren, indem sie ihre ungenutzten Gegenstände sicher vermieten. Wir verändern das Konsumverhalten nicht durch Verzicht, sondern durch finanziellen Mehrwert (= Geld sparen & verdienen per App). Und ganz nebenbei reduzieren wir die Scope-3-Emissionen unserer Gesellschaft.

Wie schafft es fainin, Vertrauen und Sicherheit zwischen Vermietern und Mietern aufzubauen?

Das größte Problem traditioneller P2P-Marktplätze war die psychologische Barriere. Manche nennen das das sogenannte „Stranger Danger“-Phänomen. Gerade wenn Budgets knapper werden, sind Menschen extrem protektiv mit ihrem Eigentum; niemand verleiht seine 1.000-Euro-Kamera an Fremde, wenn das Risiko von Diebstahl oder Beschädigungen im Raum stehen. Genau hier greift unsere „Design-for-Trust“-Architektur. Wir haben Vertrauen digitalisiert und in unserer Verleihapp automatisiert. Jedes Mitglied durchläuft vor der ersten Transaktion eine lückenlose, automatisierte Identitätsprüfung.

Das absolute Sicherheitsnetz ist jedoch unser integrierter Schutz: Jedes geteilte Objekt ist über unsere native Kooperation pro Transaktion bis zu einem Wert von 15.000 Euro vollumfänglich abgesichert. Dieses kompromisslose Versprechen nimmt den Nutzern die Angst und macht sicheres Mieten und Vermieten im Alltag überhaupt erst massentauglich. Dabei ist das Herzstück unserer Verleihapp ist das „Design-for-Trust“. Wenn etwas bei der Vermietung schief geht, greift unser System sofort. Dieses Versprechen nimmt den Nutzern jegliche Sorge und wird von hunderten Bewertungen auf Google & Trustpilot bei durchschnittlich 4,8 Sternen bestätigt.

Was unterscheidet fainin aus eurer Sicht von anderen Sharing oder Mietplattformen?

Klassische Peer-to-Peer-Plattformen bluten wirtschaftlich aus, weil die Kundenakquisitionskosten (CAC) im offenen Markt astronomisch hoch sind. Unser unfairer Wettbewerbsvorteil ist unsere zweigleisige Ökosystem-Strategie. Nachdem wir die extrem anspruchsvolle Vertrauens-Architektur im Endverbrauchermarkt perfektioniert haben, haben wir darauf aufbauend unser B2B-SaaS-Angebot 2-SHARE.de entwickelt. Mit dieser White-Label-Infrastruktur befähigen wir Großkonzerne (wie Sopra Steria, Tchibo, …) und Universitäten (wie die UHH, FUB, CAU Kiel, …), maßgeschneiderte, komplett geschlossene Sharing-Marktplätze für ihre eigenen Mitarbeitenden und Studierenden zu betreiben. Wir nutzen das bereits bestehende, tief verwurzelte institutionelle Vertrauen dieser Organisationen. So schaffen wir hyperlokale, hochaktive Sharing-Zellen und nennen sie „Atomic Networks“. Diese skalieren unsere Nutzerbasis bei nahezu gegen null gehenden Marketingkosten.

Welche Herausforderungen begegnen euch beim Aufbau einer Sharing Economy Plattform und wie geht ihr damit um?

Jeder zweiseitige digitale Marktplatz kämpft mit dem berüchtigten Henne-Ei-Problem: Ohne ein breites Angebot an Produkten gibt es keine Mieter, und ohne Mieter springen die Vermieter ab. Startups verbrennen meist Millionen, um künstlich Angebot und Nachfrage über bezahlte Werbeanzeigen zusammenzuhalten. Wir umgehen diesen Friedhof der Plattform-Ökonomie elegant durch unser B2B2C-Modell mit 2-SHARE.de. Wenn wir einen neuen Firmen-Marktplatz für ein Großunternehmen freischalten, aktivieren wir über Nacht ein geschlossenes, hochverdichtetes Netzwerk aus tausenden Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits vertrauen. Das erzeugt sofortige Liquidität im Ökosystem: Das Angebot an ungenutzten Alltagsgegenständen schnellt augenblicklich hoch, während die Nachfrage durch die interne Firmenkommunikation direkt gepusht wird. Diese lokale Marktplatz-Liquidität ist der Schlüssel zur globalen Skalierung.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Löst das härteste Problem zuerst. Im Plattform-Business ist das nicht die Technologie oder das Design, sondern das Vertrauen. Wer das Kundenproblem nicht systemisch adressiert, wird niemals organisch wachsen.

Zweitens: Hinterfragt klassische Marketing-Wege. Statt teure B2C-Werbung zu schalten, sucht nach Hebeln, um bestehende Zielgruppen-Cluster Partnerschaften geschlossen zu onboarden.

Drittens: Nutzt den regulatorischen Rückenwind. Durch Gesetzesänderungen wie die europäische CSRD-Berichterstattung stehen Großkonzerne unter massivem Druck. Wenn euer Startup ein echtes, datengetriebenes Problem für Kunden löst, verkauft sich euer Produkt fast von selbst.

So schafft ihr es, unverzichtbar für Eure Kunden und Partner zu sein – und damit auch für die ökonomische Nachhaltigkeit im Unternehmertum zu sorgen.

Bildcredits/Fotograf: Silvano Ballone

Wir bedanken uns bei Maximilian Lehmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

VivaTech 2026 verwandelt die Champs-Élysées in Europas größte Innovationsmeile

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VivaTech 2026 bringt Innovation auf die Champs-Élysées Paris

VivaTech 2026 verwandelt die Champs-Élysées in Europas größte Innovationsmeile

VivaTech 2026 feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einem außergewöhnlichen Open-Air-Event in Paris. Bereits vor dem offiziellen Messestart verwandelt Europas größte Startup- und Technologiemesse die Champs-Élysées in eine frei zugängliche Erlebniswelt rund um Innovation, Künstliche Intelligenz und Zukunftstechnologien.

Am Sonntag, 14. Juni 2026, können Besucher von 12:00 bis 18:00 Uhr zahlreiche Innovationen entdecken. Der Eintritt ist kostenlos und das Angebot richtet sich an Menschen jeden Alters.

VivaTech 2026 feiert zehn Jahre Innovation

Seit seiner Gründung im Jahr 2016 hat sich VivaTech zur führenden europäischen Plattform für Startups und Technologie entwickelt. Jedes Jahr bringt die Veranstaltung Unternehmer, Forschende, Investoren und internationale Entscheidungsträger zusammen.

Zugleich stärkt die Messe die Rolle Frankreichs als wichtigen Standort für Innovation. Zum Jubiläum lädt VivaTech gemeinsam mit dem Comité Champs-Élysées zu einem besonderen Erlebnis mitten in Paris ein.

Die Champs-Élysées werden zur Innovationsmeile

Noch vor dem offiziellen Beginn der Messe vom 17. bis 20. Juni 2026 erhalten Besucher einen exklusiven Einblick in die Technologien von morgen.

Für einen Tag verwandeln sich die Champs-Élysées in die größte Innovationsmeile Europas. Dabei können Gäste neue Entwicklungen nicht nur ansehen, sondern auch direkt erleben.

Acht Themenwelten zeigen die Technologien von morgen

Unter acht monumentalen Buchstaben des Namens VivaTech entstehen acht Themenwelten. Jede Station bietet interaktive Erlebnisse, Vorführungen und praktische Einblicke.

Die Themenbereiche umfassen:

  • Stadt und Mobilität
  • Nachhaltigkeit und Umwelt
  • Gesundheit und Wohlbefinden
  • Robotik und Weltraum
  • Künstliche Intelligenz
  • Arbeitswelt und Bildung
  • Kultur
  • Sport und Unterhaltung

Zusätzlich steht mit der Agora ein Ort für Diskussionen und Begegnungen zur Verfügung.

Innovationen zum Anfassen für alle Besucher

Die Besucher erleben zahlreiche Technologien aus nächster Nähe. Dadurch werden komplexe Entwicklungen verständlicher und greifbarer.

Zu den Highlights gehören:

  • Eine Stratosphärenkapsel mit Blick auf die Erde aus großer Höhe
  • Solarbetriebene Fahrzeuge mit integrierten Solarmodulen
  • Emissionsfreie Drohnen für Transport- und Inspektionsaufgaben
  • Humanoide Roboter und soziale Begleitroboter
  • Exoskelette zur Unterstützung menschlicher Bewegungen
  • Technologien zur Gewinnung von Trinkwasser aus der Luft
  • Konzepte für nachhaltige Städte und Ernährungssysteme

Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt von VivaTech 2026

Gemeinsam mit Google präsentiert VivaTech das Thema Künstliche Intelligenz auf interaktive Weise. Besucher können verschiedene Anwendungen selbst testen und deren Möglichkeiten besser verstehen.

Außerdem zeigt das Programm, wie KI bereits heute den Alltag verändert. Gleichzeitig werden Chancen und verantwortungsvolle Nutzung verständlich vermittelt.

Mehr als 35 Demonstrationen aus aller Welt

Insgesamt erwarten die Gäste mehr als 35 kostenlose Innovationsdemonstrationen. Startups, Technologiepartner und Experten aus zahlreichen Ländern präsentieren ihre Lösungen.

Dadurch erhalten Besucher einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Technologie, Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Wenn Geschichte und Innovation zusammenkommen

Am Sonntag, 14. Juni 2026, werden die Champs-Élysées erneut zum Schauplatz bedeutender Innovationen.

Bereits 1855 präsentierte Paris während der ersten Weltausstellung zahlreiche technische Neuerungen. VivaTech knüpft an diese Tradition an und macht die Innovationen des 21. Jahrhunderts für die breite Öffentlichkeit zugänglich.

Alle Informationen zu VivaTech 2026 auf einen Blick

Datum: Sonntag, 14. Juni 2026

Uhrzeit: 12:00 bis 18:00 Uhr

Ort: Champs-Élysées, Fußgängerzone zwischen Rue Arsène Houssaye und Rue de Berri

Eintritt: Kostenlos und für alle offen

Bildcredits: VivaTech

Was erzählen die Materialien unserer Kleidung?

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Shirin’s Bliss Mode aus Wolle mit zirkulärem Ansatz Natalie Shirin Nazemi Bildcredits/Fotograf: Björn Klein

Shirin’s Bliss entwickelt Mode aus regionaler Wolle und verbindet traditionelle Handwerkskunst mit zirkulären Konzepten. Das Startup ist Teil des Stoff im Kopf Accelerators und arbeitet an einer transparenten und ressourcenschonenden Zukunft der Mode

Wie entstand die Idee zu Shirin’s Bliss und wer steckt hinter dem Label?

Shirin’s Bliss entwickelt zirkuläre Mode aus regionalen Naturfasern und verbindet dabei Geschichten, traditionelle Handwerkstechniken und innovative Materialforschung.

Dahinter stehe ich, Natalie Shirin Nazemi – Textilkünstlerin und Kostümbildnerin mit deutsch-iranischen Wurzeln. Ich lebe und arbeite in Hannover.

Mich faszinieren die vielen kleinen Dinge, die uns im Alltag umgeben und oft übersehen werden. Schon als Kind habe ich überall Schönheit entdeckt und mich gewundert, wie wenig Aufmerksamkeit ihr manchmal geschenkt wird.

Zu meiner Einschulung in die Grundschule bekam ich einen Kastaniensetzling, der über viele Jahre mit mir gewachsen ist. Solche Bindungen wünsche ich mir auch für Kleidung. Wenn wir wissen, woher etwas kommt und welche Geschichte dahintersteht, entsteht Wertschätzung – und oft auch eine ganz andere Beziehung zu dem, was wir tragen.

Welche Rolle spielt deine deutsch iranische Herkunft für die kreative Ausrichtung von Shirin’s Bliss?

Meine deutsch-iranische Herkunft prägt Shirin’s Bliss vor allem durch die Verbindung zweier Kultur- und Handwerkstraditionen. In Halle habe ich während meines Masters an der Burg Giebichenstein das Weben gelernt und bin nun mit textilen Hubs wie VORN in Berlin vernetzt.

Im Iran habe ich erlebt, wie stark Kunst und Handwerk mit lokalen Geschichten, Pflanzen und Materialien verbunden sind. Während einer Residenz in Teheran lernte ich beispielsweise das Teppichknüpfen kennen. Diese Erfahrungen fließen heute in meine Arbeit mit Wolle, Naturfarben und regionalen Materialien ein.

Shirin’s Bliss versteht sich auch als kulturelle Brücke zwischen deutschen und iranischen Handwerkstraditionen und möchte Künstler und traditionelle Techniken aus dem Iran sichtbarer machen und in einen zeitgenössischen Kontext übersetzen.

Warum ist dir der Einsatz lokal geretteter Materialien so wichtig?

Ich liebe Materialien mit Charakter. Gleichzeitig sehe ich darin großes Potenzial: Rohstoffe, die heute oft als Abfall gelten, können zu hochwertigen Produkten mit klarer Herkunft werden.

Ein gutes Beispiel ist die Wolle des Rauwolligen Pommernschafs. Sie ist robust, einzigartig und wird dennoch häufig entsorgt, weil sie nicht den Erwartungen an besonders weiche Bekleidungswolle entspricht. Dabei besitzt sie viele wertvolle Eigenschaften – von Feuchtigkeitsregulation bis Wärmespeicherung – und eröffnet gestalterische Möglichkeiten, die weichere Wollarten nicht bieten.

Mich interessiert genau dieses Potenzial. Wenn ich mit solchen Materialien arbeite, werden die Geschichten des Tieres, des Ortes und der Menschen dahinter Teil des Kleidungsstücks. Ich mag es, wenn Materialien nicht anonym sind.

Wie kam es dazu, mit der Wolle des Rauwolligen Pommernschafs zu arbeiten?

Vor einiger Zeit traf mein Mann auf einen Schäfer im Norden Irans. Er erzählte ihm, dass der größte Teil seiner Wolle nicht genutzt wird. Als ich hörte, dass es in Deutschland ähnlich ist, hab ich mich auf den Weg zum Benther Berg bei mir in Hannover gemacht und habe dort Alexandra und Arno getroffen, die mir all ihre Rauwolligen Pommernschafe mit Namen vorgestellt haben. Ich war überrascht, dass dieses wertvolle Material kaum genutzt wird. Das inspirierte mich, damit zu experimentieren und seine besonderen Eigenschaften in Kleidung erlebbar zu machen.

Welche Bedeutung haben biologische Abbaubarkeit und zirkuläre Mode für deine Arbeit?

Ich glaube, für meine Großmütter in Toyserkan und Finkenwerder wäre dieser Ansatz selbstverständlich gewesen. Man nutzte, was die Natur zur Verfügung stellte, und respektierte ihre Kreisläufe, ohne dafür ein eigenes Wort zu brauchen.

Für mich liegt darin der Ursprung von Nachhaltigkeit: nicht als Trend oder Zertifikat, sondern als Haltung. Deshalb ist Zirkularität einer der Grundpfeiler von Shirin’s Bliss.

Biobasierte Materialien können am Ende ihres Lebenszyklus wieder in natürliche Kreisläufe zurückkehren. Im besten Fall wird aus einer Faser neue Fruchtbarkeit. Bei der Rauwolligen Pommernwolle kann das sogar bedeuten, dass sie nach der Kompostierung zur Verbesserung des Bodens beiträgt, auf dem neues Futter für die Schafe wächst.

Mir ist wichtig, diese Kreisläufe zu respektieren und sie in möglichst viele Entscheidungen innerhalb des Labels einfließen zu lassen.

Wie gelingt es Shirin’s Bliss, Nachhaltigkeit mit kreativen und fröhlichen Designs zu verbinden?

Etwas, das mich neben der Natur und den kleinen Geschichten, die mich umgeben am meisten inspiriert, sind Farben. Sie geben mir Energie und ich werde nie müde davon Farbkonstellationen während meiner Spaziergänge zu entdecken. Durch den Einsatz von natürlichen Farben und Erzählungen, die einen zum Schmunzeln bringen, möchte ich etwas Lebensfreude in die nachhaltige Mode bringen, die oft sehr fad und technisch anmutet.

Welche Geschichten sollen die Kleidungsstücke von Shirin’s Bliss erzählen?

Geschichten, die einen neugierig machen und im Herzen bleiben. Die Geschichten hinter den Pflanzen, Tieren und Menschen, die hinter dem Kleidungsstück stehen.

Für welche Menschen entwirfst du deine Kollektionen?

Für Menschen, die wissen möchten, woher ihre Kleidung kommt und die Freude daran haben, eine echte Beziehung zu Materialien, Handwerk und Geschichten zu entwickeln. Sie investieren lieber in wenige besondere Stücke, die Charakter und Herkunft spürbar machen.

Welche Herausforderungen begegnen dir beim Aufbau eines nachhaltigen Modelabels?

Die größte Herausforderung ist Zeit. Nachhaltige Lösungen brauchen oft mehr Recherche, mehr Abstimmung und mehr Sorgfalt – und Zeit kostet Geld.

Ich kann nicht einfach den nächstbesten Lieferanten wählen. Mir ist wichtig, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die ähnliche Werte teilen und bereit sind, neue Wege mitzugehen. Das macht Prozesse manchmal langsamer, schafft aber langfristig belastbare Strukturen.

Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass sich dieser Aufwand lohnt. Der Markt für zirkuläre Mode wächst stetig und zeigt, dass Transparenz, Herkunft und Ressourcenschonung zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Deshalb baue ich Shirin’s Bliss bewusst Schritt für Schritt auf. Mein Ziel ist nicht möglichst schnelles Wachstum, sondern ein solides Netzwerk aus Handwerker, Künstler, Schäfer und Forschungspartnern, das langfristig Bestand hat.

Welche Rolle spielt die Teilnahme am Stoff im Kopf Accelerator für die Entwicklung von Shirin’s Bliss?

Es hat mir vor allem die Möglichkeit gegeben mich zu vernetzen. Menschen kennenzulernen, die ähnliches vorhaben und mich auszutauschen. In Hannover, konnte ich mich mit dem fantastische kreHtiv Netzwerk austauschen, das mir eine persönliche Mentorin zur Seite gestellt hat. Ich habe durch Stoff im Kopf Menschen getroffen, die mit viel Herzblut ihre Start-Ups aufgebaut haben und konnte mich mit Expert austauschen, die sehr großzügig und mit viel Leidenschaft ihr Wissen geteilt haben. Man muss nicht bei Null beginnen. Der große Pool an Expert mit Masterclasses hat mir viel unternehmerische Struktur gegeben, um auch über Stoff im Kopf hinaus, kreative Ideen in tragfähige Geschäftsentscheidungen zu übersetzen.

Was unterscheidet Shirin’s Bliss aus deiner Sicht von anderen nachhaltigen Fashion Labels?

Erstens: Rückverfolgbare Geschichten statt anonymer Materialien. Jedes Stück ist mit einem konkreten Ort, einem Tier oder einem Menschen verbunden. Dadurch entstehen limitierte Kleidungsstücke aus regionalen Naturmaterialien, deren Herkunft vollständig nachvollziehbar ist.

Zweitens: Eine kulturelle Brücke zwischen zwei Handwerkstraditionen. Meine deutsch-iranische Perspektive verbindet Traditionen, die sonst selten in Dialog treten. Diese verbinde ich mit modernen Entwicklungen: In Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut NIG Magdeburg mache ich das natürliche Färben ressourcenschonender und skalierbarer. Für die Materialentwicklung teste ich aktuell die Zusammenarbeit mit Het Woolly Collectief und Hollands Wol Collectief B.V.,

Ein Kollektiv in Belgien und eins in Holland, die spezialisiert auf die Verarbeitung selten genutzter Wolle sind und Systeme entwickeln, um diese in zirkuläre Kreisläufe zu integrieren. Ergänzt wird das durch 3D-Technologie wie die Software CLO3D für ressourcensparende Produktionsformen.

Drittens: Serien statt Saisonen. Statt kurzlebiger Kollektionen entwickle ich Serien, die sich über Zeit entfalten — das steht bewusst gegen die Schnelllebigkeit der Modeindustrie.

Welche nächsten Projekte und Entwicklungen planst du für Shirin’s Bliss?

Die aktuelle Serie “The Sheep Salon”, wird sich über längere Zeit weiterentwickeln und Schafe und Farmen aus verschiedenen Regionen vorstellen und unterstützen.

Ich möchte eine weitere Serie rund um den deutschen Flachsanbau gestalten und stetig eine Bibliothek mit natürlichen Färberezepten ausbauen, die in den Geschichten ihrer Herkunftsorte verwurzelt sind. Die laufende Zusammenarbeit mit dem NIG Magdeburg zur Standardisierung des natürlichen Färbens und die Materialtests mit Het Woolly Collectief und Hollands Wol Collectief sind dabei wichtige strategische Schritte in Richtung Skalierbarkeit. Außerdem werden Workshops angeboten, die traditionelle Handwerkstechniken wie das Nadelfilzen und natürliche Färben für jeden zugänglich machen und gleichzeitig eine direkte Kundenbeziehung aufbauen, die wertvolles Feedback für die Weiterentwicklung des Labels liefert.

Welche drei Tipps würdest du anderen Gründerinnen und Gründern aus der nachhaltigen Modebranche geben?

Definiere klar, wofür dein Label steht und was dir langfristig Freude gibt.

Umgebe dich mit inspirierenden Menschen und nutze Expert für fundierte Entscheidungen.

Baue ein nachhaltiges Fundament, bevor du schnell skalierst – Qualität, Rückverfolgbarkeit und Storytelling zahlen sich langfristig aus.

Bild Natalie Shirin Nazemi Bildcredits/Fotograf: Björn Klein

Wir bedanken uns bei Natalie Shirin Nazemi für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was steckt wirklich in unserer täglichen Zahnpflege?

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teethlovers Zahnpulver für moderne Zahnpflege mit Deal. Bild Alexandra Petrikat teethlovers Bildcredit/Fotograf Christine Rogge

teethlovers entwickelt nachhaltiges Zahnpulver für moderne Zahnpflege und war am 22. Mai 2026 bei The Green Deal Show zu sehen. Dort überzeugte das Startup die Jury und sicherte sich einen Deal mit Dr. Whatson

Wie entstand die Idee zu teethlovers und was hat euch an klassischer Zahnpflege gestört?

Wir, Marie und ich, haben unser Bio-Zahnpulver entwickelt, weil wir schlicht das beste Zahnpflegemittel für den eigenen Alltag haben wollte – und mit dem, was vor zehn Jahren auf dem Markt war, wirklich unzufrieden waren. Die naturkosmetischen Alternativen haben mich nicht überzeugt. Und herkömmliche Zahncremes? Bestehen zu über 80 Prozent aus Zusatzstoffen, die nur der Konsistenz der Paste dienen, aber null positiven Effekt auf Zahn- oder Mundgesundheit haben. Dazu noch teils gesundheitsbedenkliche Inhaltsstoffe – und immer in Plastik. Das war uns einfach zu wenig.

Also haben wir in Zusammenarbeit mit Zahnärztinnen und Zahnärzten das für uns perfekte Produkt entwickelt. Es hat sich dann schnell im Freundeskreis, an der Uni und in unseren Familien als echte Alternative etabliert. Die Nachfrage ließ uns keine andere Wahl, wir mussten uns dann irgendwann entscheiden: illegale Pulverdealerinnen sein oder ein Unternehmen gründen.

Wer steckt hinter teethlovers und wie habt ihr euch als Gründerinnen zusammengefunden?

Hinter teethlovers steckt heute ein hoch motiviertes Team aus mehr als 15 Personen. Angefangen hat alles mit meiner Mitgründerin Marie und mir – wir haben uns vor über zehn Jahren im Studium kennengelernt. Marie hat damals schon versucht, so gut wie alle Produkte des täglichen Bedarfs selbst herzustellen, um Plastik zu vermeiden. Ich hatte einen ausgeprägten Hang zur Zahngesundheit und konnte mich mit den Produkten auf dem Markt einfach nicht zufriedengeben.

Als ich bei einem Lerntreffen in Maries Badezimmer stand und ihre Sammlung an selbstgemachten Zahnpflegemitteln sah, war es um mich geschehen – bei mir sah es nämlich genauso aus. Das war die Geburtsstunde von teethlovers. Wir haben uns zusammengetan und gemeinsam an den perfekten Rezepturen getüftelt. Heute führe ich teethlovers als Geschäftsführerin – und bin noch immer stolz, dass aus dieser Studien-Idee ein echtes Unternehmen geworden ist.

teethlovers war am 22. Mai Teil von „The Green Deal Show“. Wie habt ihr die neue YouTube Sendung erlebt?

Ich habe selten so viel bei einer Show gelacht – weder als Zuschauerin noch als Teilnehmerin. Die Kombination aus kreativen, neugierigen und gleichzeitig kritischen Creator auf der einen Seite und Startups mit hohen Nachhaltigkeitsansprüchen auf der anderen hat zu wirklich interessanten und unterhaltsamen Auseinandersetzungen geführt.

Mit welchen Erwartungen seid ihr in die Show gegangen und wie habt ihr euch auf den Auftritt vorbereitet?

Für mich ist der Bildungsauftrag in unserer Arbeit zentral – denn die tägliche Zahnpflege geht schlicht jeden etwas an. Ich habe die Show als perfektes Medium gesehen, um sowohl dem Publikum als auch den Creator die Relevanz ihrer Zahnpflegeroutine mitzugeben. Meine Erwartung, dass die Teilnehmenden danach informiertere Entscheidungen über ihre Zahnpflegeprodukte treffen können, ist voll aufgegangen.

Auf den Auftritt vorbereitet habe ich mich eigentlich schon zehn Jahre lang – als Zahnpflegeexpertin arbeite ich täglich mit demselben Bildungsauftrag wie bei The Green Deal Show.

Würdet ihr anderen nachhaltigen Startups empfehlen, an „The Green Deal Show“ teilzunehmen?

Absolut – vor allem, wenn man sein Herzensthema auf unterhaltsame Art in die Welt tragen möchte. Ich könnte mir kein passenderes Format vorstellen, als eine Jury mit so viel Reichweite von den eigenen Produkten zu überzeugen und sie anschließend als Katalysatoren an seiner Seite zu wissen.

Gab es für teethlovers einen Deal?

Ja, ich musste mich sogar zwischen zwei angebotenen Deals entscheiden – was gar nicht so leicht war, denn beide waren wirklich spannend. Letztendlich habe ich mich für den Deal mit Dr. Whatson entschieden, weil er unseren Bildungsauftrag optimal unterstützen kann.

Immer mehr Menschen achten auf nachhaltige Körperpflege. Wie verändert das die Nachfrage nach euren Produkten?

Tatsächlich verzeichnen wir seit eineinhalb Jahren sehr starkes Wachstum – getrieben von steigender Nachfrage und einer kritischeren Auseinandersetzung mit Inhaltsstoffen. Mittlerweile haben wir über 100.000 zufriedene Kundinnen und Kunden, von denen viele selbst zu Markenbotschafter geworden sind und die Nachfrage so weiter verstärken.

Was macht das Zahnpulver von teethlovers aus eurer Sicht besonders im Vergleich zu herkömmlicher Zahnpasta?

Herkömmliche Zahnpasta besteht zu 80 Prozent aus Zusatzstoffen, die lediglich der Konsistenz der Paste dienen – mit null positivem Effekt auf Zahn- oder Mundgesundheit. In unserem Zahnpulver stecken statt 20 Prozent ganze 100 Prozent Wirkstoffe, alle im Dienst der Zahn- und Mundpflege. Es reinigt dadurch hocheffizient, ist gleichzeitig sehr schonend und unterstützt die körpereigenen Remineralisierungsprozesse des Zahnschmelzes.

Wie wichtig sind Themen wie plastikfreie Verpackungen und Refill-Systeme für eure Unternehmensvision?

Wir möchten mit teethlovers die Zukunft aktiv mitgestalten und nachhaltige Alternativen etablieren, die ressourcenschonender sind und ein gutes Leben ermöglichen. Mit unserem Refill-Konzept haben wir allein letztes Jahr über 600.000 Zahnpastatuben ersetzt, dabei über 9 Tonnen Plastik gespart und 40 Tonnen unnötige Produktmasse vermieden. Und ganz nebenbei für strahlendere Lächeln gesorgt.

Genau das ist unser Anspruch – und wir entwickeln uns stetig weiter, mit neuen Erkenntnissen und Verpackungsoptionen. Perfekt sind wir noch lange nicht, aber wir geben uns wirklich größte Mühe, Teil der Lösung zu sein und nicht Teil des Problems.

Welche Herausforderungen begegnen euch beim Aufbau einer nachhaltigen Bio-Zahnpflegemarke?

Mit Zahnpflege haben wir uns wirklich eine der schwierigsten Kategorien für eine Marktrevolution ausgesucht. Wir bieten nicht nur eine Alternative zur herkömmlichen Zahnpasta – wir arbeiten gegen eine der stärksten Markenbindungen überhaupt: Deutsche sind ihren Zahnpflegeprodukten treuer als bei nahezu allen anderen Alltagsprodukten.

Um die eine Routine, die man von Kindesbeinen an hat, zu ändern, muss der Mehrwert des Umstiegs auf Zahnpulver richtig gut kommuniziert und ein relevanter Anreiz geschaffen werden. Das ist eine riesen Hemmschwelle, die wir durch Bildungsarbeit, Vertrauensaufbau und echte Erfahrungswerte überwinden. Ich bin wirklich stolz, dass wir das als kleines Startup im großen Zahnpflegemarkt bisher ziemlich erfolgreich schaffen.

Welche drei Ratschläge würdet ihr Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Bau dir dein Netzwerk auf – oder such dir eins, das wirklich zu dir passt und in dem auch du etwas einbringen kannst.
  2. Nicht alles ist Gold, was glänzt. Vergleich dich nicht mit Gründer, die ihre Erfolge lautstark nach außen tragen – als Messlatte taugt das nichts, weil die Ausgangssituationen selten vergleichbar sind. Die Meilensteine anderer als Inspiration nutzen? Super. Als Maßstab? Lieber nicht.
  3. Fokus auf das Wesentliche. Weniger, dafür besser.

Bild Alexandra Petrikat teethlovers Bildcredit/Fotograf Christine Rogge

Wir bedanken uns bei Alexandra Petrikat für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

DeepIP Patent KI Plattform wächst durch PatentMaker Übernahme

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DeepIP übernimmt PatentMaker für Patent KI Bild Foto: Mitgründer von DeepIP und PatentMaker  Von links nach rechts: Edouard d'Archimbaud, Mitgründer & CTO von DeepIP; Celia Jinlan Wei, Mitgründerin & Geschäftsführerin von PatentMaker; François-Xavier Leduc, Mitgründer & CEO von DeepIP; Dr. Matthias Hofmann, Mitgründer von PatentMaker.

Die DeepIP Patent KI Plattform baut ihre Präsenz in Europa weiter aus. Mit der Übernahme von PatentMaker entsteht eine umfassende Lösung für Patent Workflows, die internationale KI-Kompetenz mit lokaler Rechtsexpertise verbindet. Ziel ist es, einen neuen Standard für die digitale Patentarbeit in Europa zu schaffen.

DeepIP und PatentMaker bündeln ihre Kräfte und werden zur führenden KI-Plattform für Patente in Europa

DeepIP Patent KI Plattform stärkt den DACH Markt

Akquisition im Bereich Legal Tech: Das KI-Startup DeepIP übernimmt den deutschen Spezialisten PatentMaker, um die führende KI-Plattform für Patent-Workflows in Europa aufzubauen und einen neuen Branchenstandard zu setzen.

Die kombinierte Plattform vereint globale KI-Skalierbarkeit mit juristischer und lokaler Expertise. Außerdem deckt sie den gesamten Patentlebenszyklus ab. Bereits heute nutzen mehr als 400 Organisationen weltweit die Lösungen der Unternehmen. Dazu zählen fast die Hälfte der führenden deutschen IP-Kanzleien sowie einige der größten deutschen Patentanmelder.

München, 9. Juni 2026 – Das KI-Startup DeepIP mit Sitz in Paris und New York gibt heute die Übernahme des deutschen Spezialisten PatentMaker bekannt. Durch den Zusammenschluss entsteht ein neuer Category Leader für KI-gestützte Patent-Workflows in Europa. Gleichzeitig baut DeepIP seine Marktpräsenz im DACH-Raum deutlich aus.

DeepIP Patent KI Plattform setzt auf lokale Expertise

Die Partnerschaft basiert auf einer klaren Überzeugung: Patentarbeit ist von Natur aus lokal. Deshalb muss wirksame KI im Bereich des geistigen Eigentums die rechtlichen Vorgaben, Arbeitsweisen und Prozesse jeder Rechtsordnung berücksichtigen.

Die Vision von DeepIP ist klar. Das Unternehmen möchte in jeder Region die bestmögliche Lösung für die jeweilige Jurisdiktion anbieten.

PatentMaker steht genau für diesen Ansatz. Dr. Matthias Hofmann entwickelte die Plattform. Er ist deutscher und europäischer Patentanwalt sowie Equity-Partner der renommierten Patentrechtskanzlei Boehmert & Boehmert.

Die Software hat sich zu einer der vertrauenswürdigsten Lösungen in Deutschland und Europa entwickelt. Sie entstand aus der täglichen Praxis heraus und vereinfacht viele Routineaufgaben. Heute nutzen fast 50 Prozent der führenden deutschen IP-Kanzleien PatentMaker. Außerdem setzen Unternehmens-IP-Teams wie Infineon Technologies und Siemens AG auf die Lösung.

Die globale Entwicklung der DeepIP Patent KI Plattform

DeepIP hat sich schnell zu einer führenden KI-Plattform für Patentausarbeitung und Patentverfolgung in den USA und Europa entwickelt. Seit der Gründung sammelte das Unternehmen in weniger als neun Monaten mehr als 40 Millionen US-Dollar ein.

Heute nutzen mehr als 400 Anwaltskanzleien und Unternehmens-IP-Teams in 25 Jurisdiktionen auf fünf Kontinenten die Plattform. Darüber hinaus arbeitet DeepIP bereits mit mehr als der Hälfte der 50 führenden nordamerikanischen IP-Kanzleien zusammen.

Mehr als 25.000 Patentanmeldungen wurden bereits auf der Plattform ausgearbeitet. Dadurch entwickelte sich DeepIP zu einem wichtigen System für KI-gestützte Patentprozesse.

Eine Plattform für den gesamten Patentlebenszyklus

Durch die Verbindung der End-to-End-Plattform von DeepIP mit der starken Marktstellung von PatentMaker entsteht eine umfassende Lösung für Patentfachleute.

Die Plattform begleitet den gesamten Patentlebenszyklus. Sie unterstützt bei der Erfindungsoffenbarung, der Recherche zum Stand der Technik, der Ausarbeitung sowie bei Einreichung und Verfolgung. Zusätzlich deckt sie die Arbeit nach der Patenterteilung ab.

Alle Schritte laufen in einer integrierten, sicheren und zuverlässigen Umgebung zusammen. Dadurch verkürzen sich Bearbeitungszeiten. Gleichzeitig steigt die Qualität der Ergebnisse. Außerdem bleiben die Kosten besser kontrollierbar und die Zusammenarbeit wird einfacher.

DeepIP Patent KI Plattform treibt Innovation in Europa voran

Die Akquisition geht über das Produkt hinaus. Sie verbindet globale KI-Kompetenz mit lokaler Expertise. Dadurch wollen beide Unternehmen die nächste Generation von Patentprozessen in Europa gestalten.

Das Ziel ist eindeutig. DeepIP möchte KI als festen Bestandteil der Patentarbeit etablieren. Gleichzeitig soll ein neuer Standard für Patentfachleute in Europa entstehen.

Stimmen zur Zukunft der Patent KI Plattform

François-Xavier Leduc, CEO von DeepIP, sagt:

„Deutschland ist das Innovationszentrum Europas und zugleich ein Markt mit sehr hohen Anforderungen. Was uns an PatentMaker beeindruckt hat, ist die Tiefe der Integration in die täglichen Arbeitsabläufe der Praktiker. Die Lösung wurde von Praktikern für Praktiker entwickelt und entstand innerhalb der Strukturen von Boehmert & Boehmert. Das zeigt eine gemeinsame Vorstellung davon, wie sich Patentarbeit weiterentwickeln sollte. Nachdem wir bereits eine starke Marktposition in den USA und Frankreich aufgebaut haben, verankert uns die Übernahme von PatentMaker noch tiefer im EPO-Ökosystem. Gemeinsam entwickeln wir eine Plattform, die Patentfachleuten hilft, schneller zu arbeiten, besser zusammenzuarbeiten und sich stärker auf wertschöpfende Aufgaben zu konzentrieren.“

Dr. Matthias Hofmann, Gründer von PatentMaker, ergänzt:

„Der Gedanke hinter dieser Partnerschaft ist einfach. Wir vereinen die Stärken zweier bewährter Lösungen auf einer gemeinsamen Plattform. DeepIP bringt Ressourcen, Skalierbarkeit, Produkttiefe und internationale Dynamik mit. PatentMaker ergänzt dies durch praktische Rechtsexpertise und ein tiefes Verständnis für Patentprozesse in Deutschland und Europa. Gemeinsam schaffen wir die führende europäische KI-Lösung für Patentfachleute.“

Mit dieser Übernahme eröffnet DeepIP seine deutsche Niederlassung in München. Die neuen Räumlichkeiten befinden sich bei Boehmert & Boehmert.

Dadurch rückt DeepIP noch näher an die tägliche Praxis der Patentfachleute heran. Celia Wei, Geschäftsführerin von PatentMaker, verantwortet künftig den deutschen Markt bei DeepIP. Matthias Hofmann wird Mitbegründer von DeepIP und übernimmt die Verantwortung für Deutschland.

Boehmert und Boehmert begleitet den Wandel der Patentpraxis

Boehmert & Boehmert zählt zu den Vorreitern einer KI-gestützten Patentpraxis in Europa. Die Kanzlei gehört zu den führenden IP-Kanzleien Europas und setzt früh auf moderne Technologien für die Patentanmeldung.

Die Zusammenarbeit mit PatentMaker zeigte früh den Anspruch, die Standards moderner Patentarbeit aktiv mitzugestalten. Durch die Partnerschaft mit DeepIP bleibt die Kanzlei an der Spitze des technologischen Wandels. Gleichzeitig verbindet sie juristische Exzellenz mit modernen Werkzeugen und erzielt dadurch schnellere, konsistentere und hochwertigere Ergebnisse für ihre Mandanten.

Prof. Dr. Heinz Goddar, deutscher und europäischer Patentanwalt sowie Equity-Partner bei Boehmert & Boehmert, kommentiert:

„Die Verbindung von DeepIP und PatentMaker stärkt die Fähigkeit von DeepIP, Kunden bei der Suche nach den besten Wegen zum Schutz technischer Erfindungen zu unterstützen. Die globale Plattform bietet eine optimierte und lokal informierte Sicht auf Patentportfolios und Schutzrechte. Gleichzeitig hilft die Bündelung von Expertise und Daten dabei, fundierte Patent- und Betriebsgeheimnisarbeit zu leisten. So können die vielversprechendsten Ideen identifiziert, ausgewählt und weiterentwickelt werden.“

Bild Foto: Mitgründer von DeepIP und PatentMaker 
Von links nach rechts: Edouard d’Archimbaud, Mitgründer & CTO von DeepIP; Celia Jinlan Wei, Mitgründerin & Geschäftsführerin von PatentMaker; François-Xavier Leduc, Mitgründer & CEO von DeepIP; Dr. Matthias Hofmann, Mitgründer von PatentMaker.

Quelle PR for Tech

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