Mittwoch, September 30, 2026
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sauberdropz: Trinkflaschen-Reiniger holt DHDL-Doppeldeal

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sauberdropz: Trinkflasche überzeugt Ralf Dümmel Höhle der Löwen sauberdropz Setbild v.l.Andreas Berger,Fabian Berger Credit RTL

sauberdropz rein, Schmutz raus! Flasche schütteln statt Flasche schrubben: sauberdropz reinigen Trinkflaschen in nur 40 Sekunden

  • kompakte Reinigungstabletten für wiederverwendbare Trinkflaschen, Thermoflaschen, Shaker, To-go-Becher und viele weitere Behälter
  • Schütteln statt schrubben: Einfach maximal 1 cm warmes Wasser und 14–15 sauberdropz in die Flasche geben, kräftig schütteln, ausspülen – fertig!
  • In nur rund 40 Sekunden zur sauberen Flasche, ganz ohne Bürste, Spülmaschine oder langes Einweichen
  • Entfernen Ablagerungen, Rückstände und Verfärbungen effektiv und gründlich
  • Erreichen auch schwer zugängliche Stellen und enge Flaschenhälse
  • Für Behälter aus Glas, Edelstahl oder Kunststoff geeignet
  • Praktisch für zu Hause, im Büro, beim Sport, Camping, Wandern oder auf Reisen
  • Besonders ergiebig: 180 sauberdropz im wiederverschließbaren Standbeutel reichen für bis zu 12 Reinigungen
  • Entwickelt von Vater und Sohn: Andreas und Fabian Berger aus Vorarlberg in Österreich
  • Deal in der VOX-Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ mit Ralf Dümmel und Frank Thelen

Deckel auf, einmal hineingeschaut und schnell wieder zugemacht: Wer seine Trinkflasche täglich benutzt, kennt Ablagerungen und Verfärbungen. Gerade bei schmalen Flaschenöffnungen wird die Reinigung schnell mühsam. Die Flaschenbürste erreicht nicht jede Stelle, die Spülmaschine ist nicht immer geeignet und langes Einweichen kostet Zeit.

Trinkflaschen in rund 40 Sekunden reinigen

Andreas und Fabian Berger lösen dieses Alltagsproblem mit sauberdropz: kleinen Reinigungstabletten, die Trinkflaschen in nur rund 40 Sekunden gründlich reinigen. Einfach warmes Wasser und je nach Größe und Verschmutzungsgrad 14 bis 15 sauberdropz in die Flasche geben, kräftig schütteln und anschließend mit klarem Wasser ausspülen. Dabei funktionieren sauberdropz mit besonders wenig Wasser am besten: Rund 60 ml bzw. etwa 1 cm Wasser in der Flasche reichen für den Reinigungsvorgang bereits aus. Ohne Bürste, ohne Spülmaschine und ohne langes Einweichen.

Aus einer schmutzigen Trinkflasche entstand die Idee

Die Idee entstand aus einer schmutzigen Trinkflasche. Da Vater und Sohn keine schnelle und zugleich gründliche Reinigungslösung fanden, entwickelten sie selbst eine. Mehr als zwei Jahre lang wurde getüftelt, getestet und optimiert. Andreas bringt dabei seine Erfahrung als leidenschaftlicher Tüftler ein, Fabian seine Stärken in Organisation, Vertrieb und Unternehmensaufbau.

Für Flaschen, Shaker, Becher und weitere Behälter

Die sauberdropz entfernen Ablagerungen, Rückstände und Verfärbungen und erreichen auch schwer zugängliche Stellen. Geeignet sind sie unter anderem für Trink-, Thermo- und Sportflaschen, Shaker, Wassersprudlerflaschen, To-go-Becher, Karaffen und Vasen aus Glas, Edelstahl oder Kunststoff.

Der wiederverschließbare Standbeutel enthält 180 sauberdropz und reicht bei einer Dosierung von 15 Tabletten für bis zu zwölf Reinigungsvorgänge.

Deal mit Ralf Dümmel und Frank Thelen

Nach ihrem Auftritt in der VOX-Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ möchten Andreas und Fabian Berger gemeinsam mit Ralf Dümmel und Frank Thelen den nächsten Schritt gehen und sauberdropz in viele Haushalte bringen. Ihr Ziel: die Reinigung wiederverwendbarer Flaschen so einfach zu machen wie ihre Anwendung selbst. Wasser rein, sauberdropz dazu, schütteln, ausspülen, fertig.

Andreas und Fabian Berger über sauberdropz

„Die Idee zu sauberdropz kam nicht am Schreibtisch, sondern beim Blick in eine schmutzige Trinkflasche. Wir wollten keine weitere Lösung, bei der man lange wartet, schrubbt oder mit einer Bürste trotzdem nicht jede Stelle erreicht. Also haben wir mehr als zwei Jahre lang getestet, verworfen und verbessert, bis aus unserer Idee ein Produkt wurde, das so einfach funktioniert, wie wir es uns selbst gewünscht hätten: Wasser rein, sauberdropz dazu, schütteln, ausspülen, fertig. Für uns als Vater und Sohn ist es etwas ganz Besonderes, gemeinsam aus einem kleinen Alltagsproblem ein echtes Produkt geschaffen zu haben.“

Andreas und Fabian Berger, Gründer von sauberdropz

Ralf Dümmel

„sauberdropz sind genau so ein Produkt, bei dem ich sofort denke: Warum gab es das nicht schon längst? Fast jeder kennt das Problem mit schwer zu reinigenden Trinkflaschen, und hier ist die Lösung so einfach wie genial: Wasser rein, sauberdropz dazu, schütteln, ausspülen, fertig. Genauso stark finde ich Andreas und Fabian als Vater-Sohn-Team. Andreas mit seinem Tüftlergeist, Fabian mit frischen Ideen und unternehmerischem Blick. Die beiden ergänzen sich perfekt, haben über zwei Jahre an ihrem Produkt gearbeitet und nie aufgegeben. Genau diese Kombination aus starkem Produkt, Ausdauer und Familienzusammenhalt hat mich überzeugt.“

Ralf Dümmel
Investor und Gesellschafter der DS Gruppe

Frank Thelen über die Zusammenarbeit

„Ralf und ich haben während der Aufzeichnung hart verhandelt, weil wir wirklich überzeugt sind. Mit air up haben wir gezeigt, wie man aus einer starken Produktidee eine D2C-Marke baut, die Millionen Menschen erreicht: Produkt, Branding, Skalierung. Genau dieses Playbook bringen wir jetzt bei Sauberdropz ein. Wir sind ein unschlagbares Team und ich freue mich riesig auf die Zusammenarbeit.“

Frank Thelen
Europäischer Seriengründer und Investor

sauberdropz ist aktuell unter www.sauberdropz.com ab 9,99 € und im Handel erhältlich.

Bild Höhle der Löwen Setbild v.l.Andreas Berger,Fabian Berger Credit RTL

Quelle sauberdropz GmbH/ DS Unternehmensgruppe

Zuschauer.io: Livestreaming-Alternative für Creator

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Zuschauer.io: Livestreaming für Creator Bildcredits privat

Zuschauer.io setzt auf Livestreaming mit niedriger Latenz und möchte Creator dabei unterstützen, direkt mit ihrer Community zu interagieren und eigene Reichweiten aufzubauen.

Können Sie Zuschauer.io kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für eine eigene Livestreaming-Plattform entstanden ist?

Zuschauer.io ist eine deutschsprachige Livestreaming-Plattform für Creator und Zuschauer, die für iOS und Android verfügbar ist. Creator können direkt live gehen, mit ihrer Community interagieren, Co-Hosts einladen, ihre Streams moderieren und über virtuelle Geschenke unterstützt werden.

Die Idee entstand aus der Frage, warum Livestreaming auf vielen großen Plattformen nur ein Teil eines wesentlich größeren Social-Media-Ökosystems ist. Ich wollte eine Plattform entwickeln, bei der Live-Content und die direkte Interaktion zwischen Menschen tatsächlich im Mittelpunkt stehen.

Dabei war mir von Anfang an wichtig, nicht einfach eine bestehende Plattform nachzubauen. Zuschauer.io soll eigene Schwerpunkte setzen – unter anderem bei niedriger Latenz, Creator-Kontrolle, Support, Monetarisierung und einer möglichst unkomplizierten Nutzung.

Wer steht hinter Zuschauer.io, und welche Erfahrungen bringen Sie in den Aufbau der Plattform ein?

Hinter Zuschauer.io stehe ich als Gründer und arbeite sehr nah an nahezu allen Bereichen der Plattform – von Produktentwicklung und Technik über Community und Support bis hin zu Marketing und Weiterentwicklung.

Dadurch bekomme ich unmittelbar mit, welche Funktionen Nutzer tatsächlich verwenden, wo Probleme entstehen und was Creator beziehungsweise Zuschauer benötigen. Gerade bei einer jungen Plattform sehe ich diesen direkten Kontakt als großen Vorteil. Entscheidungen müssen nicht erst durch viele verschiedene Ebenen laufen, sondern Nutzerfeedback kann sehr direkt in die Weiterentwicklung einfließen.

Ein großer Teil der Erfahrung entsteht außerdem durch den laufenden Betrieb selbst. Eine Livestreaming-Plattform unter realen Bedingungen zu betreiben, zeigt sehr schnell, welche Ideen funktionieren und welche Dinge technisch oder aus Sicht der Community anders gelöst werden müssen.

Der Livestreaming-Markt wird von internationalen Plattformen wie TikTok LIVE und Twitch geprägt. Warum sehen Sie dennoch Raum für einen deutschen Anbieter?

Gerade weil der Markt von sehr großen internationalen Plattformen geprägt wird, sehe ich Raum für kleinere und fokussiertere Angebote.

Große Plattformen müssen gleichzeitig sehr unterschiedliche Märkte, Zielgruppen und Produktbereiche bedienen. Zuschauer.io kann sich dagegen zunächst gezielt auf den deutschsprachigen Markt, Livestreaming und Community konzentrieren.

Dabei geht es nicht darum, TikTok oder Twitch eins zu eins zu kopieren. Wir möchten bewusst eigene Schwerpunkte setzen. Dazu gehören beispielsweise deutschsprachiger Support, eine sehr geringe Streaming-Latenz, mehr Kontrolle für Creator über ihre Streams, ein transparentes Auszahlungsmodell und eine werbefreie App, bei der Funktionen nicht erst kostenpflichtig freigeschaltet werden müssen.

Als kleinere Plattform können wir außerdem schneller reagieren. Wenn wir feststellen, dass eine Funktion nicht funktioniert oder Nutzer einen konkreten Wunsch haben, können wir wesentlich direkter darauf eingehen.

Mobile Livestreams, Live-Chat und Co-Hosts stehen im Mittelpunkt Ihrer App. Welche Bedürfnisse von Creatorn möchten Sie damit besonders erfüllen?

Livestreaming soll möglichst unkompliziert und unmittelbar sein. Creator sollen nicht erst ein großes technisches Setup benötigen, sondern schnell live gehen und direkt mit ihrer Community interagieren können.

Gerade diese direkte Interaktion ist für uns besonders wichtig. Zuschauer.io arbeitet deshalb mit sehr niedrigen Latenzzeiten. Unter geeigneten technischen Bedingungen liegen diese bei unter 100 Millisekunden. Dadurch können Gespräche zwischen Creator, Zuschauern und Co-Hosts nahezu in Echtzeit stattfinden.

Ein weiteres besonderes Feature sind unsere Verified-Only Streams. Vor dem Start kann ein Creator selbst entscheiden, ob grundsätzlich jeder Nutzer am Stream teilnehmen darf oder ausschließlich verifizierte Accounts. Damit geben wir Creatorn zusätzliche Kontrolle darüber, wie offen oder geschützt sie ihren Stream gestalten möchten.

Dazu kommen Live-Chat, Co-Hosts und Moderationsfunktionen. Unser Ziel ist, dass Creator nicht nur senden, sondern tatsächlich mit den Menschen im Stream interagieren und eine Community aufbauen können.

Eine neue Plattform braucht gleichzeitig attraktive Creator und aktive Zuschauer. Wie wollen Sie dieses klassische Marktplatzproblem lösen?

Das ist eine der größten Herausforderungen jeder neuen Social- oder Community-Plattform. Creator bleiben nur dauerhaft, wenn Zuschauer vorhanden sind, und Zuschauer kommen nur zurück, wenn sie interessante Creator und Streams finden.

Deshalb versuchen wir nicht, ausschließlich eine Seite aufzubauen. Wir sprechen gezielt Creator an und arbeiten gleichzeitig daran, bestehende Nutzer stärker zu aktivieren und Interaktion innerhalb der Plattform zu fördern.

Gerade am Anfang ist dabei nicht nur die Anzahl der Registrierungen entscheidend. Viel wichtiger ist, ob Nutzer tatsächlich wiederkommen, Streams starten, Streams anschauen und miteinander interagieren.

Ein Vorteil einer jungen Plattform besteht darin, dass auch kleinere Creator früh sichtbar werden können. Sie konkurrieren nicht automatisch mit Millionen bereits etablierter Accounts. Gleichzeitig müssen wir als Plattform dafür sorgen, dass Zuschauer möglichst regelmäßig etwas Interessantes entdecken können.

Dieses Gleichgewicht aufzubauen, ist keine Aufgabe, die man einmal löst. Es ist ein kontinuierlicher Prozess aus Creator-Gewinnung, Nutzeraktivierung, Produktentwicklung und Community-Aufbau.

Virtuelle Geschenke ermöglichen Creatorn, mit ihrer Community Einnahmen zu erzielen. Welche Rolle spielt Monetarisierung für Ihre Positionierung?

Monetarisierung ist ein wichtiger Bestandteil von Zuschauer.io, weil Creator Zeit und Energie in ihre Inhalte und den Aufbau ihrer Community investieren.

Bei Auszahlungen setzen wir auf ein transparentes Modell: 80 Prozent des für die Auszahlung relevanten Betrags gehen an den Creator, 20 Prozent verbleiben bei Zuschauer.io.

Uns ist wichtig, dass Creator möglichst klar nachvollziehen können, welcher Anteil bei ihnen ankommt. Bei anderen Plattformmodellen können durch unterschiedliche Plattformanteile, Umwandlungen oder Gebühren komplexere Strukturen entstehen. Wir möchten unser Modell bewusst einfach und nachvollziehbar halten.

Gleichzeitig soll Monetarisierung nicht dazu führen, dass die normale Nutzung der Plattform ständig eingeschränkt wird. Zuschauer.io ist werbefrei und Funktionen werden nicht hinter kostenpflichtigen Feature-Paketen oder Bezahlschranken versteckt.

Virtuelle Geschenke sollen deshalb eine freiwillige Möglichkeit sein, Creator zu unterstützen – nicht eine Voraussetzung dafür, die Plattform vollständig nutzen zu können.

Community lebt von möglichst viel Interaktion, benötigt aber gleichzeitig klare Regeln und Moderation. Wie schaffen Sie die Balance zwischen Offenheit und Sicherheit?

Eine offene Community funktioniert langfristig nur, wenn es gleichzeitig klare Regeln und Möglichkeiten gibt, auf problematisches Verhalten zu reagieren.

Deshalb setzen wir auf Community-Richtlinien und Moderationsfunktionen innerhalb von Streams. Creator können Unterstützung bei der Moderation erhalten und bei problematischem Verhalten entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Mit Verified-Only Streams geben wir ihnen zusätzlich schon vor dem Start eines Streams mehr Kontrolle. Ein Creator kann selbst entscheiden, ob der Stream für alle Nutzer offen sein soll oder ausschließlich verifizierte Accounts teilnehmen dürfen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist Support. Zuschauer.io bietet deutschsprachigen Support rund um die Uhr über mehrere Wege, unter anderem über Instagram, Discord und E-Mail. Gerade bei einer Community-Plattform halte ich es für wichtig, dass Nutzer bei Problemen nicht erst lange nach einem Ansprechpartner suchen müssen.

Unser Ziel ist nicht, jede Interaktion unnötig einzuschränken. Menschen sollen sich frei austauschen können. Gleichzeitig müssen klare Grenzen gelten, wenn es beispielsweise um Beleidigungen, Belästigungen oder anderes problematisches Verhalten geht.

Creator haben bereits auf etablierten Plattformen Reichweiten und Communities aufgebaut. Mit welchen Argumenten möchten Sie sie für Zuschauer.io gewinnen?

Wir erwarten nicht, dass Creator ihre bestehenden Plattformen von heute auf morgen verlassen. Zuschauer.io soll vielmehr eine zusätzliche Möglichkeit sein, früh auf einer wachsenden Plattform vertreten zu sein und sich dort eine weitere Community aufzubauen.

Gerade für kleinere oder neue Creator kann das interessant sein, weil sie nicht ausschließlich gegen Millionen bereits etablierter Accounts um Aufmerksamkeit konkurrieren.

Dazu kommen konkrete Vorteile: sehr geringe Streaming-Latenzen, Co-Hosts, Moderationsfunktionen, Verified-Only Streams, deutschsprachiger 24/7-Support und ein transparentes Auszahlungsmodell, bei dem 80 Prozent des relevanten Auszahlungsbetrags an den Creator gehen.

Außerdem enthält die App keine Werbung und Funktionen müssen nicht kostenpflichtig freigeschaltet werden.

Ein weiterer Vorteil ist die Nähe zwischen Plattform und Community. Wir können als kleinere Plattform deutlich direkter mit Creatorn sprechen, Feedback aufnehmen und neue Ideen schneller testen.

Unser Argument soll deshalb nicht sein: „Verlasst alle anderen Plattformen.“ Sondern: „Probiert etwas Neues zusätzlich aus und gestaltet eine junge Plattform früh mit.“

Eine eigene Livestreaming-Plattform technisch aufzubauen und zuverlässig zu betreiben, ist anspruchsvoll. Welche Herausforderungen beschäftigen Sie dabei besonders?

Livestreaming stellt technisch wesentlich höhere Anforderungen als viele klassische Social-Media-Funktionen.

Video und Audio müssen stabil und mit möglichst geringer Verzögerung übertragen werden. Gleichzeitig müssen unterschiedliche Smartphones, Betriebssystemversionen und Netzwerkbedingungen berücksichtigt werden.

Parallel dazu laufen Live-Chat, Co-Hosts, Moderation, Nutzerverwaltung, virtuelle Geschenke und weitere Echtzeitfunktionen.

Eine besondere Herausforderung besteht darin, sehr geringe Latenz und gleichzeitig eine stabile Übertragung zu gewährleisten. Eine Verzögerung von unter 100 Millisekunden ist technisch attraktiv, weil Interaktionen dadurch nahezu unmittelbar wirken – gleichzeitig muss die Plattform auch unter unterschiedlichen realen Bedingungen zuverlässig funktionieren.

Hinzu kommt die permanente Weiterentwicklung. Viele Probleme erkennt man erst dann, wenn echte Nutzer eine Funktion unter ganz unterschiedlichen Bedingungen verwenden.

Deshalb gehören Monitoring, Tests, Fehleranalyse und kontinuierliche Optimierungen genauso zum Aufbau der Plattform wie neue Funktionen.

Was muss Zuschauer.io langfristig anders oder besser machen, damit Nutzer nicht nur neugierig werden, sondern dauerhaft auf der Plattform bleiben?

Eine Installation oder Registrierung allein ist noch kein Erfolg. Entscheidend ist, ob ein Nutzer am nächsten Tag und auch Wochen später noch einen Grund hat, zurückzukommen.

Dafür müssen mehrere Dinge zusammenspielen: interessante Creator, aktive Communities, gute Discovery, zuverlässige Technik, geringe Latenz, einfache Bedienung, Moderation und erreichbarer Support.

Genauso wichtig finde ich, unnötige Hürden zu vermeiden. Deshalb verzichten wir beispielsweise auf Werbung innerhalb der App und darauf, normale Funktionen hinter kostenpflichtigen Freischaltungen zu verstecken.

Langfristig müssen Nutzer außerdem merken, dass ihr Feedback ernst genommen wird. Wenn eine Community immer wieder dieselben Probleme oder Wünsche äußert, muss eine junge Plattform bereit sein, darauf zu reagieren.

Ich glaube deshalb nicht, dass Nutzerbindung durch eine einzige große Funktion entsteht. Sie entsteht durch viele kleine Dinge, die zusammen dafür sorgen, dass sich Nutzer gerne auf einer Plattform aufhalten und das Gefühl haben, Teil ihrer Entwicklung zu sein.

Welche Vision verfolgen Sie mit Zuschauer.io, und welche nächsten Entwicklungen sind für die Plattform geplant?

Unsere Vision ist, Zuschauer.io langfristig als eigenständige Livestreaming-Community aufzubauen, die zunächst im deutschsprachigen Markt wächst und sowohl neuen als auch etablierten Creatorn Möglichkeiten bietet.

Dabei wollen wir nicht einfach möglichst viele Funktionen hinzufügen, sondern Livestreaming flexibler, direkter und einfacher machen.

Neben dem mobilen Streaming entwickeln wir die Möglichkeiten für Creator kontinuierlich weiter. Dazu gehört beispielsweise, Livestreaming auch über den PC und professionelle Streaming-Software wie OBS zugänglicher zu machen.

Gleichzeitig wollen wir bestehende Bereiche weiter verbessern – unter anderem Discovery, Community-Funktionen, Moderation, technische Stabilität und die Interaktion zwischen Creator und Zuschauer.

Langfristig soll Zuschauer.io eine Plattform sein, auf der sich Menschen nicht nur zufällig für einige Minuten in einem Livestream begegnen, sondern echte Communities entstehen können.

Unser Fokus liegt dabei zunächst klar auf dem deutschsprachigen Markt. Wenn dort eine stabile Community und ein starkes Produkt entstehen, kann man langfristig auch über weitere Märkte nachdenken.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die eine digitale Plattform in einem von internationalen Konzernen dominierten Markt aufbauen möchten?

Erstens: Nicht versuchen, einen großen Wettbewerber einfach zu kopieren. Wenn ein Unternehmen wesentlich größer ist, gewinnt man nicht dadurch, dass man dasselbe Produkt mit weniger Ressourcen baut. Man braucht eigene Gründe, warum Nutzer das Produkt ausprobieren und langfristig verwenden sollten.

Zweitens: So früh wie möglich mit echten Nutzern arbeiten. Auf dem Papier wirken viele Ideen logisch. Erst wenn Menschen das Produkt tatsächlich verwenden, zeigt sich, welche Funktionen wichtig sind, wo Nutzer abspringen und welche Probleme man vorher überhaupt nicht gesehen hat.

Drittens: Durchhalten und kontinuierlich verbessern. Gerade Plattformen und Communities wachsen selten über Nacht. Technik, Nutzergewinnung und Community-Aufbau benötigen Zeit. Viele Fortschritte entstehen nicht durch einen einzelnen großen Durchbruch, sondern durch sehr viele kleine Verbesserungen.

Bildcredits privat

Wir bedanken uns bei Zuschauer.io für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Serwas Technologies: GreenTech holt Pre-Seed für Server-Wärme

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Serwas: Rechenleistung und Wärme intelligent verbinden Teamfoto Serwas_(c) privat

Serwas Technologies sichert sich sechsstelliges Pre-Seed Investment

Innsbrucker GreenTech Startup verbindet Rechenleistung mit Wärmeversorgung und plant weiteres Closing im Oktober

Das Innsbrucker GreenTech Startup Serwas Technologies hat das erste Closing seiner Pre Seed Finanzierungsrunde über knapp 300.000 Euro erfolgreich abgeschlossen.

Angeführt wird die Finanzierungsrunde von Gateway Ventures als Lead Investor. Beteiligt sind zudem Business Angels aus dem Pioneers Club sowie das MCI Innsbruck. Im Rahmen eines für Oktober geplanten Second Closings soll die Runde gezielt um weitere Investoren erweitert und zusätzliches Kapital für den weiteren Ausbau aufgenommen werden.

Serwas betreibt dezentrale Serverinfrastruktur und stellt die darauf verfügbare Rechenleistung externen Unternehmen zur Verfügung. Die beim Betrieb entstehende Abwärme wird gleichzeitig zur Wärmeversorgung von Gebäuden genutzt. Mit dem eingesammelten Kapital sollen weitere Standorte erschlossen und der erste Standort in einem Innsbrucker Hallenbad weiter ausgebaut werden.

Rechenleistung und Wärmeversorgung miteinander verbinden

Serwas platziert seine Server direkt in Gebäuden mit konstant hohem Wärmebedarf, etwa Schwimmbädern, Hotels, Pflegeeinrichtungen und größeren Wohnanlagen. Eine eigens entwickelte Kühltechnologie ermöglicht es, die beim Betrieb entstehende Wärme direkt aus den Servern abzuführen und für Heizung und Warmwasserbereitung zu nutzen.

Serwas betreibt die Server selbst und übernimmt die Integration in die bestehende Wärmeinfrastruktur der Gebäude. Die erzeugte Rechenleistung wird externen Unternehmen zur Verfügung gestellt. Damit verbindet das Unternehmen zwei Bereiche, deren Bedeutung in den kommenden Jahren weiter zunehmen dürfte: den wachsenden Bedarf an Rechenleistung und die nachhaltige Wärmeversorgung von Gebäuden.

„Wir wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die dabei entstehende Wärme direkt gebraucht wird. Server sollen künftig nicht nur rechnen, sondern gleichzeitig Gebäude beheizen. Mit dem neuen Kapital wollen wir unseren ersten Standort weiter ausbauen und das Konzept auf weitere Gebäude übertragen“, sagt Timo Berkmann, Co Founder von Serwas Technologies.

„Serwas verbindet zwei Märkte, die in den kommenden Jahren massiv an Bedeutung gewinnen werden: Rechenleistung und nachhaltige Energieversorgung. Besonders überzeugt uns der dezentrale Ansatz, weil neue Rechenkapazitäten dort aufgebaut werden können, wo die entstehende Wärme unmittelbar genutzt wird. Wir sehen großes Potenzial in diesem Modell und freuen uns, Serwas als Lead Investor beim weiteren Wachstum zu begleiten“, sagt Markus Kainz, Gründer und CEO von Gateway Ventures.

Wachsender Bedarf an Rechenleistung

Insbesondere durch den zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz wächst der Bedarf an Rechenleistung stark. Gleichzeitig wird der Ausbau klassischer Rechenzentren durch hohe Anforderungen an Stromanschlüsse, begrenzte Netzkapazitäten und lange Planungszeiten zunehmend erschwert.

Serwas verfolgt deshalb einen dezentralen Ansatz und nutzt bestehende Gebäude als Standorte für Serverinfrastruktur. Dadurch können neue Rechenkapazitäten dort aufgebaut werden, wo bereits geeignete Infrastruktur und ein kontinuierlicher Wärmebedarf vorhanden sind. Das ermöglicht einen schnelleren Ausbau, ohne neue große Rechenzentren an wenigen zentralen Standorten errichten zu müssen.

Serverwärme für Heizung und Warmwasser

Ein weiterer Vorteil liegt in der Nutzung der beim Betrieb entstehenden Wärme. Während diese in klassischen Rechenzentren meist aufwendig abgeführt werden muss, wird sie bei Serwas direkt für Heizung und Warmwasserbereitung eingesetzt. Dadurch kann die eingesetzte Energie doppelt genutzt werden.

Für Gebäudebetreiber können so Heizkosten und CO₂ Emissionen reduziert werden. Gleichzeitig sinkt der zusätzliche Energiebedarf für die Kühlung der Server.

Weitere Standorte sollen erschlossen werden

Der erste Standort des Unternehmens befindet sich bereits in einem Innsbrucker Hallenbad. Mit dem Kapital aus dem ersten Closing soll dieser Standort weiter ausgebaut werden.

Parallel dazu will Serwas weitere geeignete Gebäude erschließen und das Modell schrittweise skalieren.

Serwas will Digitalisierung damit zu einem Teil der Energiewende machen: Rechenleistung soll dort entstehen, wo auch die dabei entstehende Wärme sinnvoll genutzt werden kann.

Teamfoto Serwas (c) privat

Quelle Serwas Technologies FlexCo

Der Auftritt nach dem Funding

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Gründer: Pitch und Team nach der Finanzierungsrunde Markus Czerner Speaker

Mit der Finanzierungsrunde ändert sich die Rolle, und zwar schneller, als den meisten lieb ist. Bis dahin sprach der Gründer mit Investoren, mit einzelnen Kunden und mit einem Team, das in einen Raum passt. Danach steht er vor der eigenen Belegschaft, auf Konferenzen und im Zweifel vor einer Kamera. Das sind drei verschiedene Aufgaben, und die meisten gehen sie mit demselben Foliensatz an, der beim Investor funktioniert hat.

Beim Investor funktioniert er, weil dort jemand sitzt, der ein Geschäftsmodell bewerten will. In den anderen Situationen sitzen Leute, die etwas anderes wissen wollen.

Die eigene Belegschaft ist die schwierigste Bühne

Nach außen wirkt eine Runde wie ein Erfolg, nach innen löst sie Fragen aus. Wird jetzt eingestellt, und wenn ja, über mir oder unter mir. Ändert sich, woran ich arbeite. Was passiert mit meinem Bereich, wenn das Geld in einen anderen fließt. Diese Fragen stellt niemand offen in der Runde, aber sie sind im Raum, und wer sie nicht beantwortet, hat trotzdem geantwortet.

Der häufigste Fehler ist eine Rede über Wachstum, Vision und die nächste Stufe. Sie ist nicht falsch, sie geht nur an der Sache vorbei. Was ein Team in dieser Situation hören muss, ist konkreter: was sich in den nächsten drei Monaten ändert, was gleich bleibt, und was noch nicht entschieden ist. Der letzte Punkt ist der wichtigste und wird fast immer weggelassen, weil offene Entscheidungen unangenehm klingen. Sie ehrlich zu benennen, wirkt aber verlässlicher als eine geschlossene Erzählung, an der nach vier Wochen sichtbar etwas nicht stimmt.

Auf Konferenzen zählt der Anlass, nicht das Produkt

Die zweite Bühne ist die Fachveranstaltung. Dort wird ein Gründer nicht eingeladen, damit er sein Produkt vorstellt, sondern weil er etwas erlebt hat, das andere interessiert. Wer trotzdem seinen Pitch hält, verliert das Publikum in der zweiten Minute.

Der Umbau ist weniger Aufwand, als es aussieht. Aus dem Pitch wird ein Vortrag, wenn er eine Frage beantwortet, die auch für jemanden gilt, der das Produkt nie kaufen wird. Wie wir in einem Markt ohne Vorbilder Preise gefunden haben. Was uns die ersten zwanzig Kunden über unsere eigenen Annahmen beigebracht haben. Was wir nach einem gescheiterten Start anders gemacht haben. Das Produkt kommt darin vor, es ist nur nicht das Thema.

Vor der Kamera zählt der erste Satz

Die dritte Situation ist die Presse. Journalisten haben in der Regel eine Frage, die sie beantwortet haben wollen, und wenig Zeit. Wer mit dem Gründungsjahr anfängt, verliert die Aufmerksamkeit, bevor er beim eigentlichen Punkt ankommt.

Hilfreich ist eine simple Vorbereitung. Drei Sätze aufschreiben, die man in jedem Fall gesagt haben will, und einen davon so formulieren, dass er ohne Kontext funktioniert. Wer das nicht tut, überlässt die Auswahl dem Schnitt.

Was in den ersten Wochen zu tun ist

Drei Dinge lohnen sich unmittelbar nach der Runde.

Erstens die interne Ansprache vorbereiten, bevor die Pressemitteilung draußen ist. Mitarbeiter, die von der Finanzierung aus den Nachrichten erfahren, ziehen daraus eine Information über ihren Stellenwert.

Zweitens den Vortrag vom Pitch trennen. Das sind zwei Formate mit unterschiedlichem Zweck, und wer sie mischt, macht beides schlechter.

Drittens sich selbst einmal zusehen. Eine Aufnahme von zehn Minuten reicht, und sie ist unangenehm. Die meisten entdecken dabei etwas, das ihnen nie jemand gesagt hat, weil es niemandem angenehm ist, so etwas zu sagen. Die Satzmelodie, die am Ende jedes Satzes nach oben geht und aus einer Aussage eine Frage macht. Das Füllwort, das dreißigmal vorkommt. Die Angewohnheit, den eigenen Punkt sofort abzuschwächen.

Der Grund, warum das zählt

In der Phase nach einer Runde entscheidet sich vieles über Vertrauen. Die Leute im Team fragen sich, ob die Person an der Spitze weiß, wohin es geht. Investoren fragen sich, ob der Gründer sein Unternehmen auch dann noch erklären kann, wenn es kompliziert wird. Beides wird an Auftritten abgelesen, nicht an Absichten.

Auftreten ist dabei kein Talent, sondern Handwerk. Wer eine Woche investiert, ändert mehr, als er glaubt. Es geht nicht darum, jemand anderes zu werden, sondern darum, verständlich zu sein, wenn es darauf ankommt.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Lagery: Neuer Marktplatz bringt Anbieter und freie Flächen zusammen

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Lagery: Marktplatz für Flächen und Anbieter Seckin Alkas Lagery

Lagery bringt Anbieter und Interessenten auf einem digitalen Marktplatz zusammen, um ungenutzte Flächen einfacher sichtbar, buchbar und wirtschaftlich nutzbar zu machen.

Können Sie Lagery kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für den digitalen Marktplatz für ungenutzte Flächen entstanden ist?

Lagery ist ein digitaler Marktplatz für Lager-, Abstell- und Parkflächen. Das Angebot reicht vom Kellerabteil über Garagen und Stellplätze bis zur gewerblichen Hallenfläche. Die Idee entstand aus einem eigenen Problem. Für unser damaliges Amazon-FBA-Geschäft hatten wir in Hilchenbach eine 142,5 Quadratmeter große Halle gemietet, obwohl wir weniger als die Hälfte davon benötigten. Kleinere oder teilbare Flächen waren auf den üblichen Portalen kaum zu finden. Gleichzeitig sahen wir überall ungenutzte Garagen, Scheunen und Gewerbeflächen. Statt weiter nach der passenden Halle zu suchen, begannen wir, die Plattform zu entwickeln, auf der solche Flächen sichtbar und buchbar werden.

Wer steht hinter Lagery, und welche Erfahrungen bringen Sie in den Aufbau der Plattform ein?

Hinter Lagery steht die BundS GmbH aus Kreuztal. Ich, Seckin Hikmet Alkas, verantworte als Geschäftsführer den Aufbau und die Weiterentwicklung von Lagery. Meine Erfahrungen stammen aus dem E-Commerce, dem Aufbau eigener digitaler Angebote sowie der praktischen Arbeit mit Lagerhaltung, Warenflüssen und digitalen Prozessen. Lagery wurde innerhalb der BundS GmbH von Grund auf selbst entwickelt und wird auch von uns betrieben. Dadurch verbinden wir kaufmännische Erfahrung mit technischer Produktentwicklung und einem direkten Verständnis für die Herausforderungen von Anbietern und Mietern.

Garagen, Stellplätze oder Lagerflächen bleiben vielerorts ungenutzt. Welches Potenzial sehen Sie darin, diese Kapazitäten digital verfügbar zu machen?

Das Potenzial liegt nicht nur in einzelnen großen Hallen, sondern in vielen dezentral verteilten Flächen. Eine freie Garage, ein Kellerraum oder ein ungenutzter Hallenbereich wirkt für sich genommen klein. Digital gebündelt entsteht daraus jedoch ein relevantes lokales Angebot. Anbieter können vorhandene Flächen wirtschaftlich nutzen, während Mieter näher an ihrem Wohn- oder Unternehmensstandort passenden Platz finden. Gleichzeitig wird bestehende Infrastruktur besser ausgelastet, anstatt für jeden zusätzlichen Bedarf neue Fläche schaffen zu müssen.

Welche Zielgruppen möchten Sie auf Anbieter- und Mieterseite besonders erreichen?

Auf Anbieterseite richten wir uns sowohl an Privatpersonen mit freien Garagen, Kellern, Dachböden oder Stellplätzen als auch an Unternehmen, Immobilienverwaltungen, landwirtschaftliche Betriebe und Logistikunternehmen mit ungenutzten Teilflächen oder mehreren Einheiten. Auf Mieterseite sprechen wir Menschen an, die beispielsweise wegen eines Umzugs, einer Renovierung oder saisonaler Gegenstände zusätzlichen Platz benötigen. Hinzu kommen Selbstständige und Unternehmen, die Lagerraum für Waren, Material, Werkzeuge, Retouren, Akten oder Fahrzeuge suchen.

Anbieter können ihre Flächen kostenlos inserieren. Warum haben Sie sich bewusst für eine möglichst niedrige Einstiegshürde entschieden?

Ein Marktplatz kann nur funktionieren, wenn ausreichend relevante Angebote sichtbar werden. Viele Eigentümer wissen jedoch noch nicht, ob es in ihrer Umgebung überhaupt Nachfrage nach ihrer Fläche gibt. Deshalb möchten wir ihnen ermöglichen, diese Nachfrage ohne Vorabkosten zu testen. Auch der Einstieg ist bewusst einfach gestaltet. Zunächst genügen wenige Angaben. Weitere Details und Zahlungsinformationen werden erst dann abgefragt, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Etwaige Gebühren werden im konkreten Buchungsprozess transparent ausgewiesen. Unser Modell soll an einer erfolgreichen Vermittlung ansetzen und nicht daran, dass jemand lediglich ein Inserat ausprobiert.

Von der Suche bis zur Zahlungsabwicklung läuft der Prozess über Lagery. Welche Vorteile bietet dieser Ansatz gegenüber einer klassischen Vermietung?

Bei einer klassischen Vermietung verteilen sich Inserat, E-Mails, Telefonate, Terminabsprachen, Überweisungen und Dokumente häufig auf verschiedene Kanäle. Lagery führt diese Schritte in einem nachvollziehbaren Prozess zusammen. Interessenten können Angebote strukturiert vergleichen, eine unverbindliche Anfrage senden oder, sofern angeboten, direkt buchen. Kommunikation, Buchungsstatus, Zahlung, Stornierung und Auszahlung bleiben für beide Seiten an einer Stelle einsehbar. Das reduziert den Abstimmungsaufwand und macht Vereinbarungen besser nachvollziehbar.

Garagen, Hallen und Container unterscheiden sich deutlich voneinander. Wie schaffen Sie es, diese unterschiedlichen Flächen auf einer Plattform sinnvoll abzubilden?

Wir arbeiten mit einem gemeinsamen Kern aus Standort, Größe, Preis, Verfügbarkeit und Buchungsart. Diesen ergänzen wir um Angaben, die für die jeweilige Fläche relevant sind. Dazu gehören beispielsweise Maße und Türbreiten, Zufahrtsmöglichkeiten, maximale Belastung, Zugangszeiten, Sicherheitsmerkmale, Klimatisierung, die Anzahl verfügbarer Einheiten und Regeln für erlaubte Gegenstände. Dadurch bleiben unterschiedliche Flächen vergleichbar, ohne ihre Besonderheiten in einem allgemeinen Beschreibungstext zu verstecken. Aktuell lassen sich unter anderem Keller, Garagen, Stellplätze, Dachböden, Zimmer, Schuppen, Container und Lagerhallen abbilden.

Ein Marktplatz funktioniert nur, wenn gleichzeitig genügend Anbieter und Interessenten vorhanden sind. Wie gehen Sie mit dieser Herausforderung beim Wachstum um?

Wir möchten nicht nur oberflächlich möglichst viele Orte abdecken, sondern in ausgewählten Regionen und Anwendungsfällen eine echte Angebotsdichte schaffen. Dafür sprechen wir Anbieter gezielt an und unterstützen sie bei Bedarf persönlich beim ersten Inserat. Gleichzeitig nutzen wir lokale Suchseiten, konkrete Kategorien und Suchbenachrichtigungen, um vorhandene Nachfrage sichtbar zu machen. Entscheidend ist, Angebot und Nachfrage in denselben Städten und Regionen aufzubauen. Suchanfragen ohne passendes Ergebnis zeigen uns außerdem, in welchen Orten und bei welchen Flächentypen wir als Nächstes weitere Anbieter gewinnen müssen.

Vertrauen spielt bei der Vermietung privater und gewerblicher Flächen eine wichtige Rolle. Wie möchten Sie dieses Vertrauen auf Lagery schaffen?

Vertrauen entsteht für uns nicht durch ein einzelnes Siegel, sondern durch mehrere nachvollziehbare Maßnahmen. Dazu gehören bestätigte E-Mail-Adressen, die klare Kennzeichnung privater und gewerblicher Anbieter sowie geprüfte Identitätsangaben, sofern diese bereits vorliegen. Inserate sollen mit Fotos, Maßen, Informationen zum Zugang, Regeln und Ausstattung möglichst konkret beschrieben werden. Gebühren werden vor der Zahlung angezeigt. Die Kommunikation bleibt der jeweiligen Buchung zugeordnet und Zahlungen werden über einen spezialisierten Zahlungsdienstleister abgewickelt. Bewertungen sind erst nach einer bezahlten Buchung möglich. Hinzu kommen Melde- und Supportwege sowie versionierte Rechtstexte, deren jeweiliger Stand einer Buchung zugeordnet wird.

Was unterscheidet Lagery von klassischen Immobilienportalen oder anderen Möglichkeiten, freie Lager- und Stellflächen zu vermieten?

Klassische Immobilienportale enden häufig bei der Kontaktvermittlung und sind überwiegend auf vollständige Immobilien oder langfristige Mietverhältnisse ausgelegt. Lagery konzentriert sich dagegen auf Lager-, Abstell- und Parkflächen. Dazu gehören auch kleine Teilflächen und Angebote mit mehreren verfügbaren Einheiten. Die relevanten Merkmale werden strukturiert erfasst und durch Suche, Karte und Filter vergleichbar gemacht. Nach dem ersten Kontakt geht der Prozess auf Lagery mit Anfrage oder Sofortbuchung, Kommunikation, Zahlung und Statusverwaltung weiter. Damit ist Lagery nicht nur ein digitales Schwarzes Brett, sondern eine auf diesen Markt spezialisierte Vermittlungsplattform.

Lagery befindet sich aktuell im weiteren Aufbau. Welche Vision verfolgen Sie, und welche nächsten Entwicklungsschritte sind geplant?

Unsere Vision ist, ungenutzte Flächen so einfach auffindbar und buchbar zu machen wie andere digitale Dienstleistungen. Jeder geeignete Quadratmeter soll die Chance bekommen, genau dort gefunden zu werden, wo jemand zusätzlichen Platz benötigt. In der nächsten Phase konzentrieren wir uns vor allem auf mehr Angebotsdichte in konkreten Regionen, einen noch einfacheren Einstieg für Anbieter und bessere Such- und Vermittlungsprozesse. Gleichzeitig entwickeln wir die Abläufe rund um Vertrauen, Zahlung und den technischen Betrieb kontinuierlich weiter. Für gewerbliche Anbieter möchten wir insbesondere die Verwaltung mehrerer Flächen und Einheiten weiter vereinfachen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die einen digitalen Marktplatz aufbauen möchten?

Erstens sollte man mit einem klar abgegrenzten Markt beginnen, in dem sich eine echte Balance zwischen Angebot und Nachfrage schaffen lässt. Viele Registrierungen helfen wenig, wenn beide Seiten nicht zueinanderpassen.

Zweitens sollte man von Beginn an intensiv mit beiden Marktseiten sprechen. Anbieter und Interessenten haben unterschiedliche Probleme und Erwartungen. Beide Perspektiven müssen separat verstanden werden.

Drittens sollte man Vertrauen und die operativen Abläufe früh mitdenken. Zahlung, Stornierung, Support und die Prüfung von Inhalten sind keine späteren Zusatzfunktionen, sondern ein wesentlicher Teil des Produkts. Entscheidend sind am Ende erfolgreiche Vermittlungen und eine wiederkehrende Nutzung, nicht die Länge der Funktionsliste.

Fotocredits: privat

Wir bedanken uns bei Seckin Hikmet Alkas für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


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Teydra Lab: Wie ein 14-Jähriger die KI-Technik für Websites revolutioniert

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Teydra Lab: KI und Technik für eigene Chatbots Stanislaus Hees

Teydra Lab verbindet KI und Technik, um kleineren Unternehmen einen individuell konfigurierbaren Chatbot für ihre Websites zu ermöglichen.

Können Sie Teydra Lab kurz vorstellen und erzählen, welches Problem Sie mit Ihrer KI Lösung lösen möchten?

Teydra Lab entwickelt einen konfigurierbaren AI-Chatbot-Builder für Websites. Betreiber sollen Design, Ton, Wissensquellen, Sprachverhalten und Modellwahl selbst festlegen können. Das Ziel ist, kleineren Unternehmen mehr Kontrolle und Flexibilität zu geben, statt sie vollständig von einer festen KI-Blackbox abhängig zu machen. Das Produkt befindet sich noch in aktiver Entwicklung.

Sie sind erst 14 Jahre alt. Wie wurde aus Ihrer frühen Begeisterung für Technik die Idee, ein eigenes Projekt aufzubauen?

Ich bin inzwischen 14½. Angefangen hat es mit meinem Interesse an Drohnen. Ich wollte Geld für Drohnen verdienen und dachte zunächst über eine externe Erklärplattform oder einen entsprechenden Dienst nach. Dann wurde mir klar, dass ich die Technik mit KI selbst bauen kann. Dadurch kann ich Dinge individueller gestalten und bin nicht darauf angewiesen, wie jemand anderes ein Produkt festlegt.

Vom Reparieren von Handys bis zur Beschäftigung mit Drohnen und Flugzeugen. Was haben Sie dabei über Technik und das Entwickeln eigener Lösungen gelernt?

Ich habe mit FPV-Drohnen, Drohnenteilen, 3D-Druckern, Handyreparaturen und weiteren technischen Projekten gearbeitet. Dabei habe ich gelernt, dass man nicht nur fertige Produkte verwenden, sondern die dahinterliegenden Systeme verstehen und verändern kann. Fehler und unfertige Versuche gehören dabei zum Entwickeln dazu.

Welche Vision verfolgen Sie mit Teydra Lab, und wo möchten Sie mit dem Projekt langfristig hin?

Teydra Lab soll ein nützliches und ehrliches Werkzeug für kleinere Unternehmen und Organisationen werden. Ich möchte, dass Nutzer:innen KI einsetzen können, ohne Kontrolle, Transparenz und die Grenzen des Systems aus den Augen zu verlieren.

An welche Unternehmen richtet sich Teydra Lab, und warum soll gerade für sie der Einstieg in KI Assistenten einfacher werden?

Der Ansatz richtet sich vor allem an kleinere Unternehmen und Organisationen, die eine KI für ihre Website nutzen möchten, aber nicht über große technische Teams verfügen. Sie sollen wichtige Eigenschaften selbst konfigurieren können, ohne für jede Änderung ein großes Entwicklerteam zu benötigen.

Was unterscheidet Ihren Ansatz von anderen Lösungen für KI Chatbots auf Unternehmenswebsites?

Der Schwerpunkt liegt auf Konfigurierbarkeit und Kontrolle. Teydra Lab soll nicht nur eine allgemeine Antwortmaschine sein. Betreiber sollen beeinflussen können, wie der Chatbot gestaltet ist, welches Wissen er verwendet, wie er kommuniziert und welches Modell eingesetzt wird. Ich möchte dabei bewusst keine Behauptung aufstellen, dass das Produkt bereits fertig oder jeder anderen Lösung überlegen ist.

Sie beschäftigen sich nicht nur mit Technologie, sondern hinterfragen auch den aktuellen KI Hype. Wo sehen Sie derzeit übertriebene Erwartungen an künstliche Intelligenz?

Viele Menschen erwarten, dass KI automatisch jedes Problem löst. Ich glaube, dass dabei oft unterschätzt wird, wie wichtig gute Daten, klare Ziele, menschliche Verantwortung und einfache Bedienung sind. KI kann einem einzelnen Menschen ermöglichen, Dinge zu bauen, für die früher sehr viele Mitarbeiter und viel Geld nötig gewesen wären. Das bedeutet aber nicht, dass jede KI-Antwort richtig ist oder dass ein Produkt keine Grenzen hat.

Wie gehen Sie beim Entwickeln damit um, eigene Ideen und Annahmen immer wieder kritisch zu überprüfen?

Ich versuche, nicht nur zu fragen, ob etwas technisch möglich ist, sondern auch, ob es für die Nutzer:innen wirklich einfach und nützlich ist. Eine wichtige Marketing-Erkenntnis war für mich, dass ein gutes Produkt nicht automatisch Aufmerksamkeit bekommt. Man muss die richtigen Hebel finden, zum Beispiel über passende Inhalte und Social Media, und zuerst echten Wert geben. Gleichzeitig wollen Kunden möglichst wenig Aufwand haben. Deshalb arbeite ich aktuell auch daran, Teydra einfacher zu erklären und einfacher nutzbar zu machen.

Welche besonderen Herausforderungen entstehen, wenn man bereits in so jungen Jahren ein eigenes Technologieprojekt aufbauen möchte?

Eine Herausforderung ist, dass manche Menschen einen entweder als Wunderkind darstellen oder automatisch unterschätzen. Beides hilft nicht wirklich. Man muss lernen, die eigene Arbeit verständlich zu erklären und gleichzeitig offen zu sagen, was noch nicht fertig ist.

Was haben Sie durch Teydra Lab bisher über Unternehmertum gelernt, das Sie zu Beginn nicht erwartet hätten?

Ich habe gelernt, dass Entwicklung, Produkt, Marketing und Aufmerksamkeit sehr stark zusammenhängen. Es reicht nicht, etwas technisch Interessantes zu bauen. Man muss auch verstehen, welches Problem für andere wirklich relevant ist und wie man den Nutzen möglichst einfach vermittelt.

Welche nächsten Entwicklungsschritte haben Sie für Teydra Lab geplant?

Ich arbeite weiter an der Vereinfachung des Produkts und der Nutzerführung. Außerdem entwickle ich weitere technische Ideen und ein offeneres Unterprojekt im Umfeld von Teydra Lab. Parallel beschäftige ich mich weiter mit KI, FPV-Drohnen, 3D-Druck und anderen technischen Projekten.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen jungen Menschen geben, die eine technische Idee haben und daraus ein eigenes Projekt entwickeln möchten?

Erstens: Fang klein an und baue etwas Echtes, statt nur über die Idee zu sprechen.

Zweitens: Hinterfrage deine eigenen Annahmen und sei bereit, deine Richtung zu ändern.

Drittens: Warte nicht darauf, dass du bereits alles weißt. Lerne Schritt für Schritt, aber sei ehrlich darüber, was du noch nicht kannst.

Fotografin: Bella Lieberberg Bildcredits: Salissa-Sarah Nehrke/sanora

Wir bedanken uns bei Stanislaus Hees für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Höhle der Löwen Investoren 2026: Zwei neue Löwen für die Jubiläumsstaffel

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Höhle der Löwen Investoren 2026v.o.l.: Anderes W. Herb, Johannes Kliesch, Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel. v.u.l.: Janna Ensthaler, Dagmar Wöhrl, Judith Williams und Frank Thelen.
v.o.l.: Anderes W. Herb, Johannes Kliesch, Carsten Maschmeyer und Ralf Duemmel. v.u.l.: Janna Ensthaler, Dagmar Woehrl, Judith Williams und Frank Thelen.

Am 7. September startet bei VOX die 20. Staffel von „Die Höhle der Löwen“ – und zum Jubiläum wird es voller im Rudel. Mit Johannes Kliesch und Andreas W. Herb ziehen zwei weitere Investoren in die Höhle ein und bringen die Zahl der Löwen auf acht. Wer bei der Jubiläumsstaffel 2026 zu den Höhle der Löwen Investoren zählt, sorgt für besonders viel Spannung. Seit 2014 gilt das Format als erste Adresse für Gründergeist, Innovationen und Investments im deutschen Fernsehen – die Jubiläumsstaffel soll diesem Ruf mit einem verschärften Konkurrenzkampf zwischen den Investoren gerecht werden.

Die Höhle der Löwen Investoren 2026 im Überblick

Insgesamt acht Löwinnen und Löwen kämpfen künftig um die besten Deals: Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Judith Williams, Ralf Dümmel, Carsten Maschmeyer und Frank Thelen werden durch die beiden Neuzugänge Johannes Kliesch und Andreas W. Herb ergänzt. Beide haben eigene Unternehmensgruppen mit dreistelligen Millionenumsätzen aufgebaut und gehören zu den prägenden Unternehmerpersönlichkeiten ihrer Branchen.

Die Neuzugänge bringen nicht nur frische Perspektiven mit, sondern auch beträchtliche Investitionskraft und große Unternehmernetzwerke. Da beide auch außerhalb ihrer Kernbranchen investieren, ist mit härteren Verhandlungen und intensiveren Bietergefechten um die spannendsten Start-ups zu rechnen.

Johannes Kliesch – der E-Commerce-Experte

Johannes Kliesch ist Gründer und CEO der Lifestyle-Marke SNOCKS. Mit gerade einmal 4.000 Euro Startkapital baute der heute 31-Jährige sein Unternehmen aus dem Kinderzimmer heraus zur SNOCKS Group auf – mit mehr als 150 Mitarbeitenden und über 130 Millionen Euro Jahresumsatz. Der Forbes-„30 Under 30“-Unternehmer gilt als gefragter Experte für E-Commerce, Markenaufbau und Künstliche Intelligenz und teilt seine Erfahrungen auch als Podcast-Host.

Zu seinem Einstieg sagt Kliesch: „Als Founder, der bei null angefangen hat, bringe ich eine ehrliche Perspektive mit, auf Augenhöhe und voller Leidenschaft für Brand Building und E-Commerce.“

Andreas W. Herb – der Marken- und Getränkeprofi

Andreas W. Herb, geboren 1970 in Trier, ist Gründer der MBG GROUP und seit über drei Jahrzehnten in der Entwicklung und Skalierung von Marken aus den Bereichen Getränke, Food und Konsumgüter aktiv. Aus einem nationalen Vertriebsunternehmen entstand eine international tätige Gruppe mit Aktivitäten in über 70 Ländern, mehr als 250 Mitarbeitenden und über 60.000 Kunden. Zu den bekanntesten Marken zählen SALITOS, effect Energy Drink, SCAVI & RAY und GOLDBERG.

Sein Anspruch an die neue Rolle: „Ich liebe Menschen, die den Mut haben, groß zu denken und einfach anzufangen. Bei ‚Die Höhle der Löwen‘ suche ich keine perfekten Gründer, sondern Persönlichkeiten mit Leidenschaft, Ausdauer und einer Idee, die das Potenzial hat, etwas zu verändern.“

Die etablierten Höhle der Löwen Investoren 2026

Neben den beiden Neuzugängen sitzen erneut sechs bekannte Gesichter im Rudel:

  • Ralf Dümmel – seit 2016 Investor, gilt mit den meisten abgeschlossenen Deals als Dealkönig der Show. Über seine DS Gruppe brachte er Start-ups wie Rokitta’s Rostschreck oder die Abfluss-Fee zu Handelsumsätzen im zweistelligen Millionenbereich.
  • Carsten Maschmeyer – seit 2016 in der Jury, investiert über mehrere Venture-Capital-Fonds in über 160 Technologie-Start-ups. Zu seinen bekanntesten Deals zählen Finanzguru und Presize, das später von Meta übernommen wurde.
  • Judith Williams – seit der ersten Staffel dabei, Gründerin von Judith Williams Cosmetics und aktuell unter anderem an Tallow Naturals und Pick’em beteiligt.
  • Dagmar Wöhrl – seit 2017 im Rudel, unterstützte unter anderem waterdrop und HappyPo und blickt auf mehr als 600 durch DHDL entstandene Arbeitsplätze zurück.
  • Janna Ensthaler – seit 2023 Investorin, Gründerin von Glossybox und EventInc, heute mit Fokus auf Zukunftstechnologien und Natural Health.
  • Frank Thelen – seit 2025 wieder dauerhaft dabei, Gründer und CEO von Freigeist Capital mit Investments in Start-ups wie RobCo, Xentral und YFood.

Was die Jubiläumsstaffel besonders macht

Zur 20. Staffel gibt es ein besonderes Wiedersehen: David Weyhe, Gründer von Mexican Tears, kehrt zurück in die Höhle – bereits in Staffel 1 hatte er mit seinen scharfen Soßen für einen legendären TV-Moment gesorgt. Auch prominente Gäste sind in dieser Staffel zahlreich vertreten, darunter Fußballtrainer Steffen Baumgart, Sternekoch Johann Lafer und Schauspieler Mike Leon Lichtenberg aus „Maxton Hall“. Erstmals pitcht zudem eine ehemalige Gastlöwin, Diana zur Löwen, mit ihrem eigenen Start-up vor dem Rudel.

Emotional wird es ebenfalls: Ein Gründer macht nach seinem Pitch seiner Partnerin einen Heiratsantrag mitten in der Höhle. Und zum ersten Mal dürfen Gründerinnen und Gründer die Löwen dazu einladen, sich ihre eigenen Dealkonditionen zu erspielen.

Rekorde aus 20 Staffeln

Zum Jubiläum blickt „Die Höhle der Löwen“ auch auf beeindruckende Zahlen zurück:

  • Mehr als 1.300 Gründerinnen und Gründer haben seit Staffel 1 vor den Löwen gepitcht, knapp 1.000 Pitches wurden aufgezeichnet.
  • Ralf Dümmel hält mit den meisten abgeschlossenen Deals den inoffiziellen Titel des Dealkönigs.
  • Der schnellste Deal der Sendungsgeschichte gelang dem Start-up „Topfi“: Nach nur 50 Sekunden Pitch und sieben Minuten Verhandlung stand die Einigung.
  • Der jüngste Gründer war erst 16 Jahre, fünf Monate und neun Tage alt (Philipp Hammerer, Staffel 19), die jüngste Gründerin Valeria Weingart war zum Zeitpunkt des Pitches 16 Jahre und sieben Monate alt.
  • Mit 98 Jahren war Heinz Schlechtingen der älteste Teilnehmer der Sendungsgeschichte, als er 2024 seinen Enkel beim Pitch unterstützte.

FAQ

Wann startet die 20. Staffel „Die Höhle der Löwen“?

Die Jubiläumsstaffel startet am 7. September bei VOX.

Welche neuen Investoren sind 2026 dabei?

Neu im Rudel sind Johannes Kliesch, Gründer der Lifestyle-Marke SNOCKS, und Andreas W. Herb, Gründer der MBG GROUP mit Marken wie SALITOS und effect Energy Drink.

Wie viele Löwen sitzen insgesamt in Staffel 20?

Insgesamt acht Investorinnen und Investoren: Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Judith Williams, Ralf Dümmel, Carsten Maschmeyer, Frank Thelen sowie die Neuzugänge Johannes Kliesch und Andreas W. Herb.

Wer produziert „Die Höhle der Löwen“?

Die Sendung wird von EndemolShine Germany im Auftrag von VOX produziert.

Fazit zu den Höhle der Löwen Investoren 2026

Mit acht Investorinnen und Investoren, prominenten Gästen und einem besonderen Wiedersehen startet „Die Höhle der Löwen“ ambitioniert in ihre 20. Staffel. Die beiden neuen Löwen Johannes Kliesch und Andreas W. Herb bringen frisches Kapital, neue Netzwerke und zusätzlichen Wettbewerbsdruck ins Rudel – für Gründerinnen und Gründer bedeutet das mehr Auswahl an Investoren, aber auch härtere Verhandlungen um die besten Deals. Ab 7. September zeigt sich bei VOX, wie sich das neu formierte Rudel schlägt.

Bild v.o.l.: Anderes W. Herb, Johannes Kliesch, Carsten Maschmeyer und Ralf Duemmel.
v.u.l.: Janna Ensthaler, Dagmar Woehrl, Judith Williams und Frank Thelen. Foto: RTL / Boris Breuer

Foto/Quelle: RTL / Boris Breuer

VisionAward 2026: cylib und decyte als Gewinner ausgezeichnet

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VisionAward: cylib und decyte gewinnen 2026 Julia Stachowiak und Hanna Roeschke von decyte © VisionAward

VisionAward2026: Zwei innovative Preisträger mit hohem gesellschaftlichen Nutzen ausgezeichnet

München, 4. September 2026 – Zwei Startups mit verheißungsvoller Zukunft wurden in diesem Jahr von der Jury des VisionAwards aus rund 50 Kandidaten ausgewählt. Die diesjährigen Gewinner eines VisionAward_26, eines der ältesten (seit 2006) Start-up-Preise in Deutschland, sind cylib und decyte.

cylib setzt auf ganzheitliches Batterierecycling

cylib ist ein deutsches Cleantech-Startup aus Aachen, das sich auf ganzheitliches Batterierecycling, also die Rückgewinnung aller Wertstoffe aus Lithium-Ionen-Batterien, spezialisiert hat. Die Rückgewinnung von Lithium und Graphit erfolgt wasserbasiert, wodurch deutlich weniger Säuren und Chemikalien nötig sind als bei herkömmlichen Verfahren. Derzeit entsteht im Chempark Dormagen bei Köln die erste Großfabrik, deren Inbetriebnahme für 2027 geplant ist, mit einer Reycling-Kapazität rund 60.000 Fahrzeugbatterien pro Jahr. Das Unternehmen wurde 2022 von Lilian Schwich, Paul Sabarny und Dr. Gideon Schwich in Aachen gegründet als Spin-off der RWTH Aachen. Überreicht wurde der VisionAward_26 an Daniel Dietz, CFO von cylib.

decyte entwickelt KI-gestützten Bluttest zur Krebsfrüherkennung

decyte ist ein junges Startup aus Göttingen im Bereich Health-Tech/KI-Diagnostik, gegründet von Julia Stachowiak und Hanna Roetschke. decyte entwickelt einen hochsensitiven, blutbasierten Test, der mithilfe künstlicher Intelligenz Krebs, insbesondere Darmkrebs, bereits in sehr frühen Stadien erkennen soll, indem subtile Signale des Immunsystems entschlüsselt werden – bevor Symptome auftreten, die zwar von Koloskopien, aber nicht von herkömmlichen blutbasierten Screeningtests erkannt werden.

Gesellschaftlicher Nutzen als wichtiges Auswahlkriterium

„2026 hatten wir zahlreiche Kandidaten für einen VisionAward, die K.I.-Anwendungen jeder Art widerspiegelten. Unsere Jury hat bei der Auswahl der Preisträger auch in diesem Jahr wieder besonderen Wert daraufgelegt, dass auch die Gewinner eines VisionAward_26 nicht nur technisch top sind und wirtschaftliche Perspektiven haben, sondern auch einen hohen gesellschaftlichen Nutzen erwarten lassen“, kommentiert Juryvorsitzender Ulrich Clef die Arbeit die Entscheidung der zwölf Jurymitglieder. „Wir wünschen den beiden Preisträgern, dass sie in die Fußstapfen einiger unserer erfolgreichen Preisträger der letzten zwanzig Jahre treten.“

Weitere Informationen sowie Anmeldung unter: www.visionaward.de. Dort sehen Sie auch die einzelnen Jurymitglieder.

Bild Julia Stachowiak und Hanna Roeschke von decyte © VisionAward

Quelle schoesslers GmbH

 

BIG UP Startup Summit 2026: GAIA Aerospace, Anori Tech und enerbeat siegen

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BIG UP bringt in Braunschweig Startups und Investoren zusammen Die Startups enerbeat aus Braunschweig (1.+2. von links, Sieger im Schwerpunkt Clean Tech und Green Mobility), Anori Tech aus Hamburg (Mitte, Sieger im Schwerpunkt High Tech und Deep Tech) sowie GAIA Aerospace aus Braunschweig (Sieger im Schwerpunkt Dual Use) durften sich über jeweils 5.000 Euro Preisgeld freuen. Fotos: Braunschweig Zukunft GmbH/Philipp Ziebart

BIG UP Startup Summit verdeutlicht die Rolle des Kapitalzugangs für erfolgreiche Gründungen

GAIA Aerospace, Anori Tech und enerbeat gewinnen den BIG UP Startup Summit 2026

Beim BIG UP Startup Summit am 2. September war Braunschweig erneut Treffpunkt der deutschen Startup- und Investorenszene. 17 junge Unternehmen präsentierten ihre Technologien und Geschäftsmodelle vor acht Investorinnen und Investoren aus ganz Deutschland – und vor rund 250 Gästen im Braunschweiger westand. Unter ihnen waren Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies und Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum, die unter anderem die Potenziale von Dual Use Technologien diskutierten. Drei Startups durften sich über ein Preisgeld von jeweils 5.000 Euro freuen.

Kapital und starke Standortfaktoren für erfolgreiche Startups

„Gute Ideen und gute Forschung sollen keine zeitlich begrenzten Projekte bleiben, sie sollen wachsen und im besten Fall Arbeitsplätze und neue Wertschöpfung hervorbringen“, so Ministerpräsident Olaf Lies, Schirmherr von BIG UP, das die Braunschweig Zukunft GmbH seit 2024 in Kooperation mit der CorpPearls GmbH aus Berlin ausrichtet. „Braunschweig und Niedersachsen können selbstbewusst die Forschungsstärke und industrielle Kompetenz herausstellen, die eine ideale Grundlage für Innovationen und erfolgreiche Startups bieten“, so Lies.

In der Diskussionsrunde mit dem Ministerpräsidenten, Oberbürgermeister Kornblum, Moderator Tobias Verlende von CorpPearls sowie der gebürtigen Braunschweigerin Christine Garburg von der Europäischen Investitionsbank (EIB), Moritz Pichler von Join Capital und Dirk Seewald von eCapital ging es auch um die Frage, welche Standortfaktoren erfolgreiche Startups benötigen.

„Ob Mobilität, Energie, Quantentechnologien, Digitale Produktion, Luft- und Raumfahrt, Sensorik oder Sicherheit – Braunschweig vereint Schlüsseltechnologien, die für die großen Herausforderungen unserer Zeit relevant sind. Startups brauchen darüber hinaus aber auch Kapital und erste Anwendungspartner – dafür schaffen wir mit den Unterstützungsangeboten der Wirtschaftsförderung, aktiver Netzwerkarbeit und einem deutschlandweit ausstrahlenden Event wie BIG UP das passende Umfeld“, so Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. „BIG UP beweist, welche Strahlkraft aus einem lebendigen Gründungsökosystem heraus entstehen kann. Dass neben vielen aufstrebenden Startups so viele renommierte Investorinnen und Investoren hier nach Braunschweig gekommen sind und dass Ministerpräsident Olaf Lies die Schirmherrschaft übernommen hat, ist eine Anerkennung der Arbeit hier am Standort.“

Investorinnen und Investoren geben Einblicke

Mit Felix Franke von World Fund, Gernot Berger vom High-Tech Gründerfonds, Lia Hruby von Futury Capital, Fares Agua von Leap4 und Ralf Borchers von der NBank Capital boten weitere Risikokapitalgeber in den Investor Talks Einblicke in ihre Investitionsentscheidungen und fühlten den Startups im Anschluss an die Pitches auf den Zahn. Gemeinsam mit dem Publikum bestimmten die Investorinnen und Investoren die Sieger in den drei Themenschwerpunkten.

GAIA Aerospace gewinnt im Bereich Dual Use

Im Themenschwerpunkt Dual Use hat das Braunschweiger Startup GAIA Aerospace mit seiner weltweit ersten wiederverwendbaren AirLaunch-Rakete überzeugt, die Kleinsatelliten innerhalb von 72 Stunden direkt von deutschen Flughäfen in den niedrigen Erdorbit transportieren soll.

Anori Tech überzeugt mit Batterie-Management-System

In der Kategorie High Tech und Deep Tech gewann Anori Tech aus Hamburg. Das Team entwickelt ein individuell konfigurierbares Batterie-Management-System, mit dem Batteriehersteller die Markteinführung neuer Batterien beschleunigen können.

enerbeat gewinnt in Clean Tech und Green Mobility

Den Preis in der Kategorie Clean Tech und Green Mobility, gesponsert von der Braunschweigischen Landessparkasse, erhielt das Startup enerbeat aus Braunschweig. Das Startup macht die Steuerung industrieller Lüftungsanlagen intelligenter und will mit seiner Technologie den Energieverbrauch um 20 bis 40 Prozent senken, während die Raumbedingungen stabil bleiben.

Alle drei Teams erhielten jeweils 5.000 Euro Preisgeld sowie eines der begehrten BIG UP Skateboards.

Weitere Infos zu den Startups und Investoren, die am BIG UP Startup Summit 2026 teilgenommen haben sowie Impressionen des Tages sind unter www.bigup.de zu finden.

Der BIG UP Startup Summit wurde gesponsert von:

Braunschweigische Landessparkasse |
BS|ENERGY |
Investitions- und Förderbank Niedersachsen – NBank |
PSD Bank Braunschweig eG

Die Startups enerbeat aus Braunschweig (1.+2. von links, Sieger im Schwerpunkt Clean Tech und Green Mobility), Anori Tech aus Hamburg (Mitte, Sieger im Schwerpunkt High Tech und Deep Tech) sowie GAIA Aerospace aus Braunschweig (Sieger im Schwerpunkt Dual Use) durften sich über jeweils 5.000 Euro Preisgeld freuen.

Fotos: Braunschweig Zukunft GmbH/Philipp Ziebart

Quelle Braunschweig Zukunft GmbH

Ding Dong Ping Pong: Indoor-Tischtennis in Die Höhle der Löwen

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Ding Dong Ping Pong: Tischtennis bei Die Höhle der Löwen Bild (v.li.) Kian Pariwar und Waldemar Zeiler, Gründer-Duo von Ding Dong Ping Pong aus Berlin. Foto: RTL

Ding Dong Ping Pong bringt Tischtennis in moderne Indoor-Clubs und wird am 7. September 2026 in Die Höhle der Löwen pitchen.

Wie ist die Idee entstanden, wer steht hinter Ding Dong Ping Pong und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?

Hinter Ding Dong Ping Pong stecken Kian und Waldemar, zwei langjährige Freunde. Wir sind beide Väter, leben in Berlin und kennen uns seit über 20 Jahren. Die Idee entstand aus einem ganz simplen Bedürfnis: Wir wollten einfach den ganzen Tag Tischtennis spielen. Nach über zehn Jahren, in denen vorallem Waldemar sprichwörtlich richtig dicke Bretter gebohrt und für eine neue Wirtschaft gekämpft hat, hatten beide eine extreme Sehnsucht nach Leichtigkeit. Eir wollten einen Ort in Nachbarschaft kreieren, an dem man einfach zusammenkommt und Spaß hat.

In welcher Branche seid ihr tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell eures Startups aus?

Wir bewegen uns im Bereich IRL Freizeit, Sport und Community-Building. Wir bauen moderne, 24/7 geöffnete Indoor-Tischtennis-Clubs. Das Geschäftsmodell ist super digitalisiert: Du buchst deinen Tisch einfach per App. Wir bieten absolute Top-Bedingungen mit Wettkampftischen, speziellem Sportboden und geiler Beleuchtung. Dazu kommen digitale Features wie automatische Punktezähler und Video-Replay-Buttons, mit denen du dir deine besten Ballwechsel direkt aufs Handy schicken lassen kannst. Wir verdienen an der Tischmiete, Memberships, Coaching-Vermittlung und Firmenevents.

Welches konkrete Problem löst ihr und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?

Wir lösen direkt zwei Probleme. Erstens: das Wetter und der Platzmangel. Es gibt in Deutschland zwar 15.000 Outdoor-Platten, aber kaum Möglichkeiten, drinnen zu spielen, wenn man nicht extra in einen klassischen Verein eintreten will. Bei uns heißt es: „Schmettern bei allen Wettern“.

Zweitens, und das ist noch viel wichtiger: Wir bekämpfen die Einsamkeit. Berlin ist die Hauptstadt der Einsamkeit, und Einsamkeit ist so ungesund, als würdest du 15 Zigaretten am Tag rauchen. Tischtennis ist der perfekte Eisbrecher, um Leute zusammenzubringen, völlig egal wie alt sie sind oder woher sie kommen.

Warum habt ihr euch für die Teilnahme an Die Höhle der Löwen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Wir haben in Berlin gezeigt, dass das Konzept extrem gut anläuft und die Leute den Laden lieben. Aber andere Nachbarschaften in ganz Deutschland sind schon neidisch. Um das Ganze groß zu machen und unser Franchise-Konzept, wir nennen es „Friendchise“, auszurollen, brauchen wir Reichweite und starkes Kapital. Die Höhle der Löwen ist der perfekte Ort, um ganz Deutschland zu zeigen, dass Tischtennis wieder richtig cool ist.

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe bei Die Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?

Frank Thelen, denn er liebt Tischtennis genauso wie wir! Und Dagmar Wöhrl, weil sie sich mit Real Estate und Einzelhandel auskennt.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren bei Die Höhle der Löwen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?

Ein starkes Netzwerk in der Immobilienbranche! Um Ding Dong Ping Pong in andere Städte zu bringen, brauchen wir geile, zentrale Locations mit großen Schaufenstern, idealerweise mitten in den lebendigsten Kiezen.

Welche nächsten Schritte sind nach eurem Auftritt bei Die Höhle der Löwen geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Wir denken ambitioniert: Deutschland verträgt locker mindestens 100 Ding Dong Ping Pong Standorte. Der Plan ist, in den nächsten ein bis zwei Jahren etwa zehn Clubs selbst zu eröffnen und den Rest über unser „Friendchise“-Modell mit Partnern auszurollen.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg als besonders wertvoll erwiesen?

Dass ein einfaches, analoges Produkt, das pure Freude auslöst, unfassbar mächtig ist. Bei meinen früheren Projekten wie Balkonkraftwerken musste ich den Leuten stundenlang erklären, wie das funktioniert. Wenn ich heute erzähle, dass ich einen Tischtennis-Club aufmache, gehen bei jedem sofort die Mundwinkel nach oben und die Leute haben ein Leuchten in den Augen. Über 70 Prozent der Deutschen kennen und können Tischtennis, das ist eine gigantische Basis.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen leiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Sucht nach Leichtigkeit und Dingen, die Menschen verbinden. In einer Zeit, in der alle nur noch auf Bildschirme starren und Vereinsamung ein echtes gesellschaftliches Problem ist, sind analoge Begegnungsstätten Gold wert. Ihr müsst nicht immer die komplexeste Tech-Innovation bauen. Manchmal reicht es, einen Raum zu schaffen, in dem Menschen zusammenkommen, schwitzen, lachen und einfach eine gute Zeit haben.

Sehen Sie Ding Dong Ping Pong am 07. September 2026 in der Höhle der Löwen

Bild (v.li.) Kian Pariwar und Waldemar Zeiler, Gründer-Duo von Ding Dong Ping Pong aus Berlin. Foto: RTL

Wir bedanken uns bei Kian Pariwar und Waldemar Zeiler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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