Mittwoch, Juni 10, 2026
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Wird echtes Feuer zum neuen Wohntrend?

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FEUERGLASKLAR Tischfeuer mit SAFE-LIQUID

FEUERGLASKLAR entwickelt sichere Tischfeuer mit SAFE-LIQUID und verbindet echtes Feuer mit Design, Atmosphäre und moderner Wohnkultur

Wie ist die Idee zum FEUERGLASKLAR Tischfeuer entstanden, und wer steckt hinter dem Konzept?

Günther Droste und Annabelle Droste-Stengel – Vater und Tochter, beide mit einem Sinn fürs Praktische, ästehtischebund einem Auge fürs Detail.
Wir teilen die Überzeugung, dass gute Produkte aus echtem Leben entstehen – aus dem Wunsch, Dinge einfacher, besser und angenehmer zu machen.

Die Idee kam ursprünglich von Anna, die sich ein echtes, sicheres und zugleich stilvolles Feuererlebnis für Zuhause wünschte. Günther war sofort überzeugt – vor allem, weil das Konzept auf Sicherheit und einfache Handhabung setzte.

Während herkömmliche Ethanol-Tischfeuer oft gefährlich und instabil sind, bietet das FEUERGLASKLAR Tischfeuer dank des eigens entwickelten Sicherheitsbrennstoffs SAFE-LIQUID eine sichere Alternative ohne Flammenrückschlag oder Brandgefahr, sollte es umfallen.

Gemeinsam haben Anna und Günther das Produkt mit der gleichen Leidenschaft entwickelt, mit der FEUERGLASKLAR schon seit Jahren Innovationen rund ums Feuer schafft.

Gab es ein persönliches Erlebnis, das euch dazu inspiriert hat, ein Tischfeuer zu entwickeln, das Feuer und Design so harmonisch verbindet?

Aus dem Wunsch heraus, das warme, beruhigende Gefühl eines echten Feuers auch ohne Kamin zu erleben, entstand das Tischfeuer.

Viele Menschen schätzen die Atmosphäre von Flammen – besonders gerne draussen auf der Terasse oder Balkon, oder in der dunklen Jahreszeit!

Meist scheuen Aufwand, Schmutz oder Sicherheitsrisiken klassischer Feuerstellen.

Dieses Bedürfnis aufzugreifen, war der Startschuss für die Entwicklung eines sicheren, dekorativen und sauberen Tischfeuers, das sich für Wohnzimmer, Balkon oder Terrasse gleichermaßen eignet.

Was motiviert euch, mit dem FEUERGLASKLAR Tischfeuer Wärme, Stimmung und Stil in den Alltag der Menschen zu bringen?

Für uns ist Feuer mehr als nur Licht und Wärme – es ist Emotion, Ruhe und Gemeinsamkeit. Mit dem Tischfeuer möchten wir genau dieses Gefühl greifbar machen, aber modern interpretiert: kein Rauch, kein Ruß, keine Sorge um Brennstoffe. Stattdessen bekommen Nutzer reines, echtes Feuer, das Sicherheit, Stil und Gemütlichkeit vereint – ein Stück Lagerfeueratmosphäre für jeden Tisch.

Welche Vision verfolgt ihr mit FEUERGLASKLAR – wohin soll sich das Tischfeuer und die Marke in den nächsten Jahren entwickeln?

Unsere Vision ist es, das Erlebnis von Feuer noch zugänglicher und nachhaltiger zu machen. FEUERGLASKLAR steht für durchdachte Produkte, die Menschen den Alltag verschönern – ob Kamin- oder Tischfeuerlösungen. Zukünftig wollen wir das Portfolio weiter ausbauen, etwa mit neuen Designs, Materialien und noch effizienteren Brenntechnologien. Sicherheit, Qualität und Made in Germany bleiben dabei feste Grundprinzipien.

Für wen habt ihr das Tischfeuer entwickelt – wer ist euer typischer Nutzer oder eure ideale Zielgruppe?

Das FEUERGLASKLAR Tischfeuer richtet sich an Menschen, die das echte Feuers lieben, aber keinen Kamin besitzen oder eine unkomplizierte Lösung suchen. Ob romantischer Abend zu zweit, entspannter Sommerabend mit Freunden oder gemütliche Stunden im Wohnzimmer: Das Tischfeuer schafft Atmosphäre, ohne Aufwand oder Risiko – für alle, die Wert auf Design und Sicherheit legen.

Wie schafft ihr es, das FEUERGLASKLAR Tischfeuer so einfach, sauber und sicher in der Anwendung zu gestalten?

Das Herzstück ist der Sicherheitsbrennstoff SAFE-LIQUID. Er unterscheidet sich von Ethanol grundlegend: Er ist nicht explosiv, geruchlos und kann sogar in eine brennende Flamme nachgefüllt werden. Dazu kommen robuste Materialien – ein stabiler Metallrahmen, hitzebeständige Glasscheiben und ein speziell entwickeltes Brennelement. Kein Schornstein, kein Ruß, kein Rauch – reine Handhabungsfreude.

Inwiefern unterscheidet sich euer Tischfeuer von herkömmlichen Deko- oder Ethanol-Feuern?

Der entscheidende Unterschied ist die Sicherheit und Qualität.

Während Ethanol-Feuerstellen Verbrennungs- und Verpuffungsrisiken bergen, arbeitet das FEUERGLASKLAR Tischfeuer mit SAFE-LIQUID auf einem völlig anderen Sicherheitsniveau.

Es entsteht keine Rauchentwicklung oder Rußbildung, was es auch für den Innenbereich ideal macht. Dazu überzeugt es durch zeitloses Design, einfache Bedienung und hochwertige Fertigung in Deutschland.

Mit welchen Herausforderungen hattet ihr bei der Entwicklung oder Markteinführung zu kämpfen – technisch, gestalterisch oder kommunikativ?

Die größte Herausforderung war es, Sicherheit und Emotion zusammenzubringen. Viele assoziieren offenes Feuer mit Risiko – deshalb war es uns wichtig, durch Materialwahl und Brennstofftechnologie Vertrauen zu schaffen. Außerdem sollte das Design edel, aber schlicht sein, damit es sich harmonisch in jedes Zuhause einfügt. Das Team hat intensiv getestet, um eine Lösung zu entwickeln, die technisch sicher, emotional ansprechend und langfristig haltbar ist.

Wie wichtig ist euch die Verbindung von Funktionalität und Atmosphäre – also zwischen praktischer Nutzung und emotionalem Erlebnis?

Sie ist der Kern unseres Denkens. Funktionalität, Sicherheit, Sauberkeit und einfache Bedienung. Atmosphäre bedeutet Ruhe, Harmonie und Wärme. Erst beides zusammen ergibt ein Produkt, das wirklich begeistert – etwas, das man gern nutzt, weil es wirklich Freude macht.

Welche Rolle spielt das Zusammenspiel der Materialien – etwa Glas, Edelstahl oder Brennstoff – für die Ästhetik und Qualität des Tischfeuers?

Das Zusammenspiel ist entscheidend: Glas schafft Transparenz und Schutz, Metall verleiht Stabilität und Eleganz, und SAFE-LIQUID sorgt für die ruhige, goldene Flamme. Nur durch das perfekte Zusammenspiel dieser Komponenten entsteht das typische FEUERGLASKLAR-Erlebnis – echtes Feuer mit Leichtigkeit und Stil. Es oll für jedes Ambiente passend sein.

Welche nächsten Produktideen oder Weiterentwicklungen plant ihr innerhalb der FEUERGLASKLAR-Reihe?

Wir arbeiten kontinuierlich daran, neue Varianten und Größen unseres Tischfeuers zu entwickeln – angepasst an unterschiedliche Wohnstile und Einsatzorte. Neue Ideen sind bereits in Arbeit..

Was würdet ihr Gründerinnen und Gründern raten, die ebenfalls aus einer einfachen Idee oder Alltagsbeobachtung ein Lifestyle-Produkt schaffen möchten?

Hört auf eure Intuition und bleibt nah am echten Leben. FEUERGLASKLAR entstand aus einem persönlichen Bedürfnis, nicht aus einer Marktlücke. Und: Verliert nie den Fokus auf Qualität. Ein Produkt, das Alltag und Emotion verbindet, braucht Leidenschaft, Ehrlichkeit und Geduld.

Bild: v.l.n.r.: Nikolai Jäger, Philipp Wagmann, Fabian Löhmer, Nikolaus Thomale und Moritz Vossenberg

Wir bedanken uns bei Annabelle Droste-Stengel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Welche Ideen setzen sich im globalen Startup-Wettbewerb wirklich durch?

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Gründerinnen beim Female Founder Award im Fokus Francois Bitouzet General Manager von VivaTech

Gründerinnen treiben weltweit immer stärker technologische Innovationen voran und setzen neue Impulse in Bereichen wie DeepTech, künstlicher Intelligenz und ClimateTech.

Welche Bedeutung hat der Female Founder Award von VivaTech für die Unterstützung von Gründerinnen im globalen Startup-Ökosystem?

Der Female Founder Award ist für uns weit mehr als eine symbolische Auszeichnung. Er ist ein gezieltes Instrument, um Gründerinnen international sichtbar zu machen und ihnen Zugang zu wichtigen Netzwerken zu verschaffen. In einem Ökosystem, in dem Frauen weiterhin unterrepräsentiert sind, möchten wir gezielt Strukturen stärken, die Reichweite, Kapitalzugang und Vernetzung ermöglichen. Genau darin liegt seine besondere Bedeutung.

Warum ist es trotz wachsender Aufmerksamkeit weiterhin so schwierig für von Frauen gegründete Startups, Venture Capital zu erhalten?

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Nur rund zwölf Prozent des weltweiten Venture Capitals fließen an Teams mit Gründerinnen. Das liegt weniger an der Qualität der Startups, sondern vielmehr an historisch gewachsenen Strukturen. Investitionsentscheidungen entstehen oft in Netzwerken, die über viele Jahre sehr homogen geblieben sind. Gleichzeitig erkennen immer mehr Investoren Vielfalt als Erfolgsfaktor. Trotzdem braucht dieser Wandel Zeit, um sich auch bei den Kapitalflüssen deutlich zu zeigen.

Welche Kriterien waren entscheidend bei der Auswahl der fünf Finalistinnen aus 444 Bewerbungen?

Die Auswahl basiert immer auf mehreren Faktoren. Besonders wichtig sind Innovationskraft, Skalierungspotenzial und die Relevanz für gesellschaftliche oder industrielle Herausforderungen. In diesem Jahr fiel außerdem auf, dass rund drei Viertel der Bewerberinnen bereits in aktiven Finanzierungsrunden waren. Das zeigt, wie reif und ambitioniert viele dieser Unternehmen bereits sind.

Wir sehen einen starken Fokus auf DeepTech, künstliche Intelligenz, Klima- und Energielösungen sowie HealthTech und GovTech. Besonders spannend ist dabei, dass diese Bereiche immer stärker miteinander verschmelzen. Technologie wird zunehmend genutzt, um komplexe gesellschaftliche Probleme datenbasiert zu lösen.

Inwiefern stehen Ark Climate und ExoMatter exemplarisch für diesen datengetriebenen Wandel?

Beide Unternehmen zeigen sehr gut, wohin sich Innovation entwickelt. Ark Climate entwickelt Software, mit der Städte Klimaschutzmaßnahmen datenbasiert planen und umsetzen können. Dadurch wird kommunaler Klimaschutz messbar und besser steuerbar.

ExoMatter verbindet Materialwissenschaft mit künstlicher Intelligenz. Das Unternehmen beschleunigt die Entwicklung neuer Materialien, indem digitale Methoden Leistung, Kosten und Nachhaltigkeit gleichzeitig optimieren. Beide Beispiele zeigen, wie wichtig Daten inzwischen für Innovation geworden sind.

Was bedeutet es für Deutschland, gleich zwei Finalplätze im Female Founder Award zu stellen?

Das ist ein starkes Signal. Zwei der fünf Finalistinnen kommen aus Deutschland, beide aus München und beide aus technologisch anspruchsvollen Bereichen. Das zeigt, dass Deutschland vor allem im Bereich DeepTech und nachhaltiger Technologien eine wichtige Rolle in Europa spielt. Gleichzeitig wird deutlich, wie stark einzelne Innovationsstandorte geworden sind.

Wie bewerten Sie die Rolle von Städten wie München als Innovationsstandorte?

München zeigt sehr gut, wie Wissenschaft, Industrie und Startups voneinander profitieren können. Die Nähe zu starken Forschungseinrichtungen und internationalen Unternehmen schafft ideale Bedingungen für DeepTech-Innovationen. Gerade bei Technologien mit langen Entwicklungszeiten ist diese Verbindung besonders wichtig.

Welche Chancen und Herausforderungen sehen Sie speziell für ClimateTech und Materialinnovation?

Die größte Chance liegt in der hohen gesellschaftlichen Relevanz. Klimaschutz und nachhaltige Industrieprozesse gehören weltweit zu den wichtigsten Themen. Dadurch wächst auch die Nachfrage nach neuen Lösungen. Gleichzeitig sind diese Bereiche technisch komplex und oft sehr kapitalintensiv. Deshalb benötigen sie lange Entwicklungszeiten und starke Partnerschaften mit Industrie und Investoren.

Welche Rolle spielt Europa im globalen Wettbewerb um technologische Innovation?

Europa positioniert sich immer stärker als Standort für verantwortungsvolle und nachhaltige Innovation. Veranstaltungen wie VivaTech zeigen, dass Europa über ein starkes internationales Netzwerk aus Startups, Investoren und Unternehmen verfügt. Gleichzeitig bleibt der globale Wettbewerb sehr intensiv, besonders bei Geschwindigkeit und Kapitalverfügbarkeit.

Wie trägt VivaTech konkret zur Sichtbarkeit und Vernetzung von Gründerinnen bei?

Wir bieten Gründerinnen eine internationale Plattform, auf der sie direkt mit Investoren, Medien und Unternehmen in Kontakt kommen können. Der Female Founder Award spielt dabei eine zentrale Rolle. Er verbindet öffentliche Sichtbarkeit mit dem Zugang zu wichtigen Netzwerken für Wachstum und Skalierung.

Welche konkreten Vorteile haben die Finalistinnen über die Auszeichnung hinaus?

Neben medialer Aufmerksamkeit erhalten die Finalistinnen Zugang zu Investoren, Mentoringprogrammen und internationaler Reichweite. Genau diese Faktoren entscheiden oft über die nächste Finanzierungsrunde oder den erfolgreichen Markteintritt.

Welche Rolle spielen Partner und Netzwerke im Rahmen des Awards?

Partner und Netzwerke spielen eine zentrale Rolle. Investorennetzwerke, Medienpartner und Industrieunternehmen schaffen die Infrastruktur, die Startups für Wachstum benötigen. Ohne dieses Ökosystem wäre die Wirkung eines solchen Awards deutlich geringer.

Wie wichtig ist Diversität für Innovation und wirtschaftlichen Erfolg?

Diversität ist weit mehr als ein „Nice-to-have“. Unterschiedliche Perspektiven führen häufig zu besseren Entscheidungen, neuen Ideen und stärkeren Geschäftsmodellen. Besonders in technologiegetriebenen Märkten ist Vielfalt ein wichtiger Faktor für langfristigen Erfolg.

Welche Entwicklungen erwarten Sie im Bereich Female Entrepreneurship in den kommenden Jahren?

Wir sehen bereits eine stärkere Internationalisierung und Professionalisierung. Immer mehr Gründerinnen bringen technologisch anspruchsvolle Geschäftsmodelle auf den Markt, vor allem in den Bereichen KI, ClimateTech und HealthTech. Gleichzeitig entstehen mehr Programme und Plattformen, die den Zugang zu Kapital und Netzwerken verbessern.

Zum Abschluss: Was war für Sie persönlich der prägendste Moment im diesjährigen Auswahlprozess?

Besonders beeindruckend waren die technologische Tiefe der Projekte und die Klarheit, mit der viele Gründerinnen globale Herausforderungen angehen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um einzelne Produkte, sondern um umfassende systemische Lösungen. Genau das zeigt, wie stark sich das globale Startup-Ökosystem verändert hat.

Bild Bildcredits @ Noreja

Wir bedanken uns bei Francois Bitouzet für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Invertix baut KI Workforce für den Energiesektor

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Invertix baut KI Workforce für Energie Team Bild

Invertix baut mit seiner neuen Invertix KI Workforce Energiesektor eine Plattform für autonome KI Mitarbeiter in der Energiebranche auf. Das Münchner Startup will damit Betreiber erneuerbarer Energien entlasten und zugleich die Energiewende beschleunigen.

Invertix KI Workforce Energiesektor unterstützt Betreiber erneuerbarer Anlagen

nvertix sichert sich 1,7 Millionen Euro für Europas erste KI-Workforce für den Energiesektor

Die Pre-Seed-Runde wird von Vireo Ventures geführt, mit Beteiligung des Italian Founders Fund. Das Startup managt bereits mehr als 1.8GW Solarkapazität mit Hilfe seiner KI-Agenten.

München, 19. Mai 2026 – Invertix, ein Münchner Startup, das autonome KI-Mitarbeiter für die Branche der erneuerbaren Energien entwickelt, hat sich 1,7 Millionen Euro in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde gesichert. Angeführt wurde die Runde von Vireo Ventures mit Beteiligung des Italian Founders Fund sowie eines Syndikats von Business Angels aus den Bereichen Energie und Künstliche Intelligenz.

Invertix wurde 2026 gegründet und ist bereits mit Standorten in Italien und Deutschland aktiv. Das Unternehmen entwickelt First-of-a-Kind (FOAK) autonome KI-Agenten, also sogenannte „KI-Mitarbeiter“, die operative, analytische und Compliance-Aufgaben im erneuerbaren Energie Bereich übernehmen. Das sind Aufgaben, die bislang fast ausschließlich von Mitarbeitenden erledigt werden.

Schon heute managt Invertix mit Hilfe seiner autonomen KI-Agenten mehr als 1,8 GW Solarkapazität. Die aktuelle kommerzielle Pipeline umfasst weitere Projekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 10 GW erneuerbarer Energie. Damit ist Invertix das weltweit erste Unternehmen, das KI-Agenten in diesem Maßstab im erneuerbaren Energie Bereich einsetzt.

Personalmangel bremst die Energiewende aus

Eine Personallücke hinter der Energiewende

Das Geschäftsmodell von Invertix basiert auf mehr als 5.000 Fachgesprächen, die das Gründerteam mit Energiebetreibenden, Asset Managern und unabhängigen Stromerzeugern (IPPs) in ganz Europa geführt hat. Das Ergebnis ist eindeutig: Solar- und Windanlagen werden europaweit so schnell ans Netz gebracht, dass die Betreiber mit der Einstellung und Ausbildung von Fachpersonal nicht Schritt halten können.

Aufgaben wie die Bewertung von Anlagenalarmen, die Erstellung von Leistungsberichten, die Koordination von Wartungseinsätzen und die Sicherstellung der regulatorischen Compliance bleiben deshalb immer häufiger liegen.

„Wir bauen keine KI, um Mitarbeitende zu ersetzen. Wir bauen sie, um eine Lücke zu schließen, die die Energiewende heute schon ausbremst“, sagt Joseph Perrotta, Mitgründer und CEO von Invertix.

„Europa nimmt Solar-, Wind- und Speicheranlagen schneller in Betrieb, als es Ingenieurinnen und Ingenieure einstellen und ausbilden kann. Qualifiziertes Betriebspersonal ist knapp und die Arbeitslast für die Teams wächst stetig. Die KI-Mitarbeiter von Invertix übernehmen die repetitiven operativen Aufgaben, so dass sich Mitarbeitenden auf die Entscheidungen konzentrieren können, die ein menschliches Urteil erfordern.“

KI Mitarbeiter übernehmen operative Aufgaben

Anders als klassische Monitoring- und Analysesoftwares setzt Invertix nicht auf „ein weiteres Dashboard“, sondern auf autonome KI-Mitarbeiter, die operative Tätigkeiten ausführen. Diese werden heute zum großen Teil noch manuell von Mitarbeitende erledigt.

Die Lösung von Invertix wird direkt in SCADA-, CMMS-, ERP- sowie Energie- und Wetterdatenplattformen integriert und ist innerhalb von rund 60 Tagen nach Vertragsabschluss vollständig einsatzbereit.

Invertix erweitert seine Plattform in Europa

Verwendung des Pre-Seed-Kapitals

Das frische Kapital fließt in die Weiterentwicklung der Plattform, in den Ausbau des Teams sowie in weitere Markteintritte in ganz Europa. Darüber hinaus plant Invertix, seine KI-Agenten über die Solarenergie hinaus im Bereich Windenergie, Batteriespeicher und Netzbetrieb einzusetzen.

„Der Sektor der erneuerbaren Energien braucht mehr als nur oberflächliche Software Optimierungen“, kommentiert Felix Krause, Managing Partner bei Vireo Ventures.

„Invertix geht diese Herausforderung mit einem Team an, das hungrig, ambitioniert und konsequent auf den Kundennutzen ausgerichtet ist und liefert bereits erste belastbare Ergebnisse. Genau deshalb haben wir investiert.“

Mit dem frischen Kapital stellt Invertix außerdem neue Leute in den Bereichen KI-Engineering, Software-Engineering, Produkt und Vertrieb ein. Der Großteil dieser Stellen entsteht in Italien, wo das Unternehmen sein technisches Herzstück aufbaut.

„Energie hat mittlerweile eine geopolitische, wirtschaftliche und strategische Bedeutung erreicht wie nie zuvor. Erneuerbare Assets auf Höchstleistung zu bringen, ist längst keine reine Effizienzfrage mehr, sondern eine existenzielle“, ergänzt Irene Mingozzi, Partnerin beim Italian Founders Fund.

„Invertix baut die Intelligenzschicht, um genau das möglich zu machen. Mit einem Gründerteam, das sowohl die Branchenerfahrungen als auch die KI-Tiefe mitbringt, um ein ein solches Unternehmen aufzubauen.“

Bild Teambild @ Invertix

Quelle Elevate2Impact

Lightyear erweitert Portfolio um Kryptowährungen

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Lightyear startet Krypto Handel in Europa

Mit Lightyear Kryptowährungen Portfolio erweitert die europäische Investmentplattform ihr Angebot um digitale Vermögenswerte. Anleger können Kryptowährungen jetzt gemeinsam mit Aktien, ETFs und Sparprodukten in einem einzigen Portfolio verwalten.

Lightyear Kryptowährungen Portfolio startet in Europa

LIGHTYEAR BRINGT KRYPTOWÄHRUNGEN INS PORTFOLIO: 12 COINS, EINE GEBÜHR, KEIN SPREAD

75 % der europäischen Lightyear-Nutzer haben direkten Krypto-Zugang auf der Plattform gefordert – ab sofort ist er verfügbar.

12 der meistgehandelten digitalen Währungen – darunter Bitcoin, Ethereum und Solana – mit einer einzigen Gebühr von 0,45 % pro Transaktion, ohne versteckten Spread.

Lightyear ist bereits MiCA-lizenziert und damit einer der wenigen regulierten Krypto-Anbieter in allen 24 EU-Märkten.

Berlin, 08:00 (CEST), 14. Mai 2026. Die europäische Investitionsplattform Lightyear bietet ab sofort direkten Zugang zu 12 Kryptowährungen, darunter Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Solana (SOL).

Anleger in allen 24 EU-Märkten können diese Vermögenswerte erstmals gemeinsam mit Aktien, ETFs und Sparprodukten in einem einzigen Portfolio verwalten.

Grundlage ist eine Umfrage unter 2.000 europäischen Nutzern¹. Sie zeigt, dass Kryptowährungen die meistgewünschte Anlageklasse auf der Plattform sind.

Anleger fordern transparenten Krypto Handel

Das Problem: zu teuer, zu intransparent, zu isoliert

Wer Kryptowährungen bisher in ein langfristiges Portfolio integrieren wollte, stand oft vor einer schwierigen Wahl. Viele Trading-Apps arbeiten mit versteckten Spreads oder lassen sich nicht sinnvoll mit anderen Vermögenswerten verbinden.

36 % der befragten Lightyear-Nutzer halten bereits Kryptowährungen. Das gilt auch für Anleger mit geringerer Risikobereitschaft.

Die Hälfte plant, diese Positionen länger als fünf Jahre zu halten. Die Nachfrage ist deshalb nicht nur spekulativ, sondern langfristig orientiert.

Lightyear kombiniert Krypto mit Aktien und ETFs

Das Angebot: 12 Coins, eine Gebühr, kein Spread

Die ausgewählten Assets decken etablierte Märkte und neue Protokolle ab:

Langfristige Kernanlagen: Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Solana (SOL)

Etablierte Namen: Cardano (ADA), Litecoin (LTC), XRP, Chainlink (LINK), Dogecoin (DOGE), Uniswap (UNI)

Emerging Layer-1 & DeFi-Protokolle: SUI, Bittensor (TAO), Hyperliquid (HYPE)

Alle Coins sind als Handelspaare in USD und EUR über Kraken erhältlich. Das gilt auch in volatilen Marktphasen und bei hohem Handelsvolumen.

Die Gebühr beträgt einheitlich 0,45 % pro Transaktion. Zusätzliche Spreads fallen nicht an.

Der Handel ist rund um die Uhr möglich. Außerdem stehen die KI-gestützten Analyse-Tools von Lightyear auch für Krypto-Positionen zur Verfügung.

„Europa hat 500 Millionen Menschen, aber nur ein Bruchteil davon investiert“, sagt Martin Sokk, CEO und Mitgründer von Lightyear.

„Das Interesse fehlt nicht. Viele Produkte waren bisher jedoch zu teuer, zu kompliziert oder falsch aufgebaut. Kryptowährungen gehören inzwischen zu langfristigen Portfolios. Was fehlte, war ein transparentes und reguliertes Angebot gemeinsam mit Aktien und ETFs. Genau das bieten wir jetzt.“

MiCA Regulierung stärkt Vertrauen in die Plattform

Regulierung: Lightyear ist bereits MiCA-konform

Lightyear besitzt bereits eine MiCA-Lizenz. Der neue EU-Regulierungsrahmen für Krypto-Asset-Dienstleister wird ab dem 1. Juli 2026 verpflichtend.

Nicht lizenzierte Anbieter müssen den Markt dann verlassen.

Für Nutzer bedeutet das dauerhaft regulierten und rechtssicheren Zugang zu Kryptowährungen.

Das Angebot steht Privat- und Geschäftskunden zur Verfügung. Geschäftskonten benötigen dafür einen LEI-Code.

Außerdem können Nutzer Kryptowährungen als Prämie in Empfehlungs- und Partnerprogrammen auswählen.

Bildcredits@ Lightyear

Quelle Lightyear

techfactory Hannover Garbsen startet als Innovationsstandort

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techfactory Hannover Garbsen startet

Mit der techfactory Hannover Garbsen entsteht ein neuer Innovationsstandort für Startups, Wissenschaft und Unternehmen in der Region Hannover. Direkt am Campus Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover soll ein modernes Ökosystem für Technologie, Forschung und Gründungen wachsen.

techfactory Hannover Garbsen wächst am ONE TechCampus

Startschuss für die techfactory Hannover-Garbsen – Neuer Technologie- und Start-Up-Hot-Spot entsteht

Die Region Hannover treibt den Aufbau eines neuen Innovationsstandorts weiter voran. Mit dem Abschluss eines Gewerbemietvertrags für die zukünftige techfactory am ONE TechCampus Garbsen nimmt der neue Technologie- und Startup-Hot-Spot konkrete Formen an.

Ziel ist es, ein modernes Ökosystem für Start-ups, Wissenschaft, High-Tech-Unternehmen und innovative Kooperationen zu schaffen. Der Standort entsteht direkt am Campus Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover.

Neue Räume für Startups und Forschung

Wichtiger Meilenstein für den Technologiepark

Die Technologiepark Region Hannover GmbH hat letzte Woche einen Mietvertrag über rund 4.600 Quadratmeter Fläche mit der ONE TechCampus Garbsen GmbH & Co. KG abgeschlossen.

„Die angemieteten Flächen werden Teil des entstehenden One TechCampus mit einer Fläche von insgesamt rund 62.000 Quadratmetern in sieben Gebäuden. Der Standort entsteht unmittelbar westlich des Campus Maschinenbau in Garbsen und soll künftig ein zentraler Ort für Innovation, Forschung und Unternehmensgründungen in der Region werden“, sagt Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover.

Die Technologiepark Region Hannover GmbH ist als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Region Hannover künftig Betreiberin der techfactory.

Ihre Aufgabe besteht darin, Räume und Angebote für Start-ups, Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und wirtschaftsfördernde Projekte bereitzustellen.

Geplant sind unter anderem:

Arbeits- und Entwicklungsräume für Start-ups und Scale-ups,
Projekträume für Kooperationen zwischen Studierenden und Unternehmen,
Flächen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte,
Werkstätten, Makerspaces und Experimental-Labore,
moderne Veranstaltungs- und Seminarräume.

Damit entsteht ein kreatives Umfeld für den Wissens- und Technologietransfer zwischen Hochschule, Wirtschaft und Gründungsszene. Gleichzeitig unterstützt das Projekt die sogenannte „Third Mission“ der Leibniz Universität Hannover. Gemeint ist damit der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Wirtschaft und Gesellschaft.

Region Hannover stärkt Innovation und Wirtschaft

Zur finanziellen Absicherung des Projekts stellt die Region Hannover der Technologiepark Region Hannover GmbH ab 2028 bis 2037 einen jährlichen Zuschuss von maximal 1,35 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Budget steht jeweils unter dem Vorbehalt der entsprechenden Haushaltsbeschlüsse.

Bereits in den vergangenen Jahren schuf die Region wichtige Grundlagen für das Projekt. Nach einem erfolgreichen Investorenauswahlverfahren wurde die ONE TechCampus Garbsen GmbH & Co. KG als Projektentwicklerin ausgewählt.

Zusätzlich gründete die Region die Technologiepark Region Hannover GmbH und stattete sie mit einer Kapitalrücklage von rund vier Millionen Euro aus.

Einzug in die techfactory Hannover Garbsen ab 2028

Der Einzug in die neuen Flächen ist für das dritte Quartal 2028 geplant.

Vorher werden die Räume umfangreich ausgestattet. Dazu gehören Möblierung sowie moderne Veranstaltungs- und Medientechnik. Außerdem beginnt bereits in diesem Jahr der Aufbau des notwendigen Personals.

Mit dem ONE TechCampus Garbsen entsteht ein neuer Innovationsstandort für die gesamte Region Hannover. Das Projekt verbindet Wissenschaft, Unternehmertum und Technologieentwicklung.

Gleichzeitig schafft der Standort attraktive Bedingungen für Forschung, Gründungen und wirtschaftlichen Erfolg durch kreative Zusammenarbeit.

Bild Carpsen Camp

Quelle hannover context.de

Lexroom baut KI Plattform für Europas Zivilrecht

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Lexroom erhält 50 Millionen Dollar v.l.: Andrea Lonza, Paolo Fois, Martina Domenicali

Lexroom entwickelt mit Lexroom KI Zivilrecht eine Plattform für europäische Kanzleien und Rechtsabteilungen. Das Startup will juristische Arbeit schneller, präziser und einfacher machen und expandiert nun weiter in Europa.

Lexroom KI Zivilrecht erweitert den europäischen Rechtsmarkt

Lexroom sichert sich 50 Millionen US-Dollar in Series B – KI für das europäische Zivilrecht

Die Runde wird von Left Lane Capital angeführt, gemeinsam mit Base10 Partners, Eurazeo, Acurio Ventures und weiteren Bestandsinvestoren. Sie folgt acht Monate auf die 19-Millionen-Series-A und finanziert die Expansion in den kontinentaleuropäischen Rechtsmarkt. Dort arbeitet die Mehrheit der über eine Million Anwälte Europas täglich.

Mailand, 19. Mai 2026 – Lexroom gibt heute den Abschluss einer Series-B-Finanzierungsrunde über 50 Millionen US-Dollar bekannt. Angeführt wird die Runde von Left Lane Capital. Außerdem beteiligen sich Base10 Partners, Eurazeo, Acurio Ventures sowie die Early Investors Entourage und View Different.

Die Finanzierung folgt acht Monate nach der Series A über 19 Millionen US-Dollar. Damit steigt das insgesamt eingeworbene Kapital auf mehr als 73 Millionen US-Dollar. Die Plattform zählt inzwischen mehr als 8.000 Anwaltskanzleien und Rechtsabteilungen zu ihren Nutzern.

Fehlerhafte KI Lösungen sorgen für Probleme in Kanzleien

Hinter der Finanzierung steht eine klare These: KI für Juristen funktioniert nur mit einer starken Datenbasis.

Viele Anbieter verfolgen aktuell einen anderen Ansatz. Sie passen allgemeine Sprachmodelle an juristische Inhalte an und kombinieren diese mit einer entsprechenden Oberfläche. Allerdings lassen sich die Ergebnisse oft weder prüfen noch sauber zitieren.

Deshalb verlieren viele Anwälte das Vertrauen in solche Systeme. Bereits mehr als 1.300 Gerichtseingaben mit KI-generierten Fehlern wurden dokumentiert. Dazu zählen erfundene Urteile, nicht existierende Paragraphen und falsch wiedergegebene Quellen.

Mehrere führende Kanzleien mussten sich deshalb bereits öffentlich bei Richtern entschuldigen.

Lexroom setzt auf verlässliche juristische Daten

„Als wir Lexroom gegründet haben, war uns von Anfang an klar: Anwälte brauchen bessere Werkzeuge, und Sprachmodelle können sie liefern“, sagt Paolo Fois, CEO und Mitgründer von Lexroom.

„Was bislang fehlte, war die Datengrundlage – aktuelle Gesetze, einschlägige Urteile und juristische Verfahren. Eine KI für das kontinentaleuropäische Recht muss zuerst in Daten denken. Genau das bauen wir jetzt gemeinsam mit Left Lane auf: das KI-Rückgrat der Rechtsbranche.“

Die Nutzungsdaten zeigen bereits deutliche Ergebnisse. Zwei Drittel der Lexroom-Anwender sind täglich aktiv. 94 Prozent nutzen die Plattform jede Woche. Solche Werte erreichen meist nur zentrale Arbeitswerkzeuge wie E-Mail oder Word.

Auch im Kanzleialltag zeigt sich der Effekt deutlich. Recherchen dauern heute oft nur noch Minuten statt Stunden. Schriftsätze entstehen in Stunden statt in Tagen.

Dadurch können Anwälte mehr Mandate gleichzeitig betreuen, ohne an Qualität zu verlieren.

Expansion nach Deutschland und Spanien startet

Die Auswirkungen reichen über einzelne Kanzleien hinaus. In Europa arbeiten mehr als eine Million Anwälte. Die meisten davon sind in Einzelkanzleien oder kleinen Sozietäten tätig.

Diese Kanzleien übernehmen einen großen Teil der juristischen Arbeit. Oft sind sie außerdem die erste Anlaufstelle für Bürger mit rechtlichen Fragen.

Schnellere Kanzleien bedeuten deshalb auch ein schnelleres Rechtssystem. Mandanten erhalten schneller fundierte Antworten und der Zugang zum Recht wird einfacher.

Die mehr als 8.000 Kanzleien auf der Plattform profitieren bereits davon. Mit der neuen Series B will Lexroom diesen Vorteil nun im gesamten europäischen Rechtsmarkt ausbauen.

„Paolo, Martina und Andrea haben etwas geschafft, das in diesem Markt selten ist“, sagt Paddy Dillon, VP bei Left Lane Capital.

„Lexroom hat ein B2B-Produkt entwickelt, das Nutzer wirklich begeistert und täglich verwenden. Gleichzeitig macht die Plattform Anwälte besser und nicht überflüssig. KI wird hier zum Partner und nicht zur Bedrohung.“

Den Anfang machte Italien. Das Land zählt rund 250.000 zugelassene Anwälte und gilt als eines der anspruchsvollsten Rechtssysteme Europas.

Mit der Series B startet Lexroom jetzt den Markteintritt in Spanien und Deutschland. Lokale Teams entwickeln dort gemeinsam mit Kanzleien neue Funktionen für die jeweiligen Rechtssysteme.

Bild v.l.: Andrea Lonza, Paolo Fois, Martina Domenicali@Lexroom

Quelle akima

GridCARE baut neue Kategorie für KI Energieversorgung

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GridCARE sichert 64 Millionen Dollar Gridcare founders picture

GridCARE entwickelt mit GridCARE Power Acceleration eine neue Lösung für die Energieversorgung von KI Rechenzentren. Das Startup will vorhandene Netzkapazitäten schneller nutzbar machen und damit die wachsende KI Infrastruktur unterstützen.

GridCARE Power Acceleration beschleunigt KI Infrastruktur

GridCARE sammelt 64 Millionen Dollar Series A Finanzierung ein, um eine neue Kategorie für KI Infrastruktur aufzubauen.

Die überzeichnete Finanzierungsrunde wurde von Sutter Hill Ventures und John Doerr angeführt. Beide investierten bereits früh in Unternehmen wie NVIDIA, Google und Amazon. Die Investoren sehen Energieversorgung heute als größten Engpass für die KI Branche.

REDWOOD CITY, Kalifornien — GridCARE gab den Abschluss einer überzeichneten Series A Finanzierung über 64 Millionen Dollar bekannt. Die Bewertung stieg damit deutlich gegenüber der vorherigen Finanzierungsrunde vor weniger als einem Jahr.

Die Runde wurde von Sutter Hill Ventures angeführt. Das Unternehmen zählt zu den bekanntesten Venture Capital Firmen im Silicon Valley. Frühere Investments umfassen NVIDIA, Snowflake und Astera Labs.

„Vor einem Jahr sprach kaum jemand über Stromversorgung als Engpass für KI. Heute ist sie der limitierende Faktor für die gesamte Branche“, sagte Vic Miller, Managing Director bei Sutter Hill Ventures.

„GridCARE löst genau dieses Problem mit einem starken Team, tiefem Branchenwissen und hoher Kundennachfrage. Stromversorgung bildet die Grundlage der gesamten KI Infrastruktur. Deshalb glauben wir, dass Power Acceleration eine zentrale Technologie für die Zukunft der KI Wirtschaft wird.“

Auch John Doerr beteiligte sich an der Finanzierungsrunde. Der bekannte Investor unterstützte bereits Unternehmen wie Amazon, Google und Netscape.

„KI beschleunigt Fortschritte in Medizin, Wissenschaft und Klimaschutz. Gleichzeitig bleibt Energieversorgung ein Engpass“, sagte John Doerr. „GridCARE schafft bezahlbare und nachhaltige Energie, indem bestehende Netzkapazitäten besser genutzt werden.“

Weitere Investoren sind National Grid Partners, Future Energy Ventures, Emerson Collective, die Stanford University sowie bestehende Investoren wie Xora, Aina Ventures, Overture, Acclimate Ventures und Clearvision Ventures.

Stromnetze bremsen den Ausbau von KI Rechenzentren

Eine Analyse der Stanford University zeigt, dass Stromnetze durchschnittlich nur zu rund 30 Prozent ausgelastet sind. Große Teile der vorhandenen Infrastruktur bleiben deshalb ungenutzt.

Trotzdem dauert die Stromversorgung neuer Großprojekte wie KI Rechenzentren oft sechs bis zehn Jahre. Zusätzlich entstehen Kosten in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar.

„Die Lücke zwischen Strombedarf und tatsächlicher Bereitstellung entwickelt sich zu einem der größten Wachstumshemmnisse für die KI Wirtschaft“, sagte Amit Narayan, Mitgründer und CEO von GridCARE.

„Wir nennen dieses Problem die Time to Energize Crisis. KI Fabriken warten auf Strom, obwohl sie Innovationen in Gesundheit, Bildung und Klimaschutz vorantreiben könnten.“

GridCARE nutzt bestehende Netzkapazitäten effizienter

Mit dem neuen Kapital baut GridCARE die neue Kategorie Power Acceleration weiter aus. Im Mittelpunkt steht die Plattform GridCARE Energize.

Die KI Plattform analysiert in Echtzeit Billionen möglicher Netzsituationen. Dabei berücksichtigt sie Netzengpässe, Ausfälle, Wetterdaten und schwankende Nachfrage gleichzeitig.

Dadurch erkennt GridCARE freie Kapazitäten, die klassische Netzprüfungen oft nicht sichtbar machen. Die Plattform verkürzt Netzanschlüsse von mehreren Jahren auf wenige Monate.

„Die größte neue Energiequelle für die KI Wirtschaft muss nicht erst gebaut werden“, sagte Ram Rajagopal, Mitgründer und CTO von GridCARE.

„Sie existiert bereits im Stromnetz. Unsere Aufgabe ist es, diese Kapazitäten sichtbar zu machen und innerhalb weniger Monate nutzbar zu machen.“

Neue Finanzierung unterstützt weiteres Wachstum

GridCARE arbeitet eng mit Energieversorgern zusammen. Das Unternehmen will bestehende Stromnetze effizienter nutzen und gleichzeitig Versorgungssicherheit gewährleisten.

„Der schnellste und günstigste Weg für mehr Netzkapazität besteht darin, bereits vorhandene Megawatt sichtbar zu machen“, sagte Steve Smith, President von National Grid Partners.

Ein gemeinsames Projekt mit Portland General Electric bestätigte diesen Ansatz bereits im Jahr 2025. Das Projekt erschloss mehr als 400 MW zusätzlicher Kapazität in Hillsboro im US Bundesstaat Oregon.

Die ersten 80 MW sollen bereits 2026 verfügbar sein.

GridCARE arbeitet inzwischen an Projekten in mehr als einem Dutzend Märkten. Zusammen umfassen diese Projekte mehr als 2 GW neue KI Rechenkapazität.

Zusätzlich plant das Unternehmen den ersten GridCARE Power Acceleration Summit im September 2026. Dort sollen führende Unternehmen aus KI und Energie gemeinsam neue Lösungen für die Energieversorgung der KI Wirtschaft entwickeln.

Bild GridCARE Teambild @GRIDCARE

Quelle Future Energy Ventures GmbH

Tokenize.it startet Agentic Fundraising mit KI

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Tokenize.it startet Agentic Fundraising Christoph Jentzsch,_Founder & CEO of Tokenize.it_(c)Tokenize.it

Tokenize.it erweitert seine Plattform um das neue Angebot Tokenize.it Agentic Fundraising. Durch die direkte Verbindung mit KI-Systemen wie Claude sollen Gründerinnen und Gründer Fundraising-Prozesse schneller, einfacher und effizienter umsetzen können.

Tokenize.it Agentic Fundraising verbindet KI und Startup Finanzierung

Tokenize.it startet Agentic-Fundraising

Claude und andere KI-Systeme sind aus der Startup-Szene nicht mehr wegzudenken. Das belegen auch die Zahlen hinsichtlich Neugründungen und dem KI-Anteil aus dem neuen Startupdetector Report. Um in diesem wachsenden KI-Umfeld das Fundraising noch einfacher zu machen, hat Tokenize.it einen eigenen MCP-Konnektor gelauncht, mit dem KI-Systeme wie etwa Claude direkt mit der Plattform verbunden werden können.

Das ermöglicht den Gründerinnen und Gründern direkt in Claude Private Offer zu erstellen oder Mitarbeiterbeteiligungen anzulegen. Darüber hinaus sind über eine Anbindung an den Datenprovider Dealroom und eigens erstellte Claude-Skills folgende Funktionen verfügbar:

KI Integration erleichtert Investorenansprache

Analyse des eigenen Startups und darauf aufbauend die Suche nach passenden Investoren in Dealroom (ein zusätzlicher Check auf mögliche warme Intros ist verfügbar), die anschließend als Leads in der Web-App von Tokenize.it angelegt werden können

Verwaltung des eigenen Unternehmensprofils und Erstellung eines Pitch-Decks basierend auf diesen Daten

Zusätzlich zur Erstellung von Private Offers kann auch ein Anschreiben per E-Mail als Draft in Gmail erstellt werden

„Mit unserer KI-Integration machen wir den Fundraising-Prozess von Gründerinnen und Gründern noch einfacher und schneller, indem wir nun auch bei der Suche und dem Outreach behilflich sind. Damit können sich die Founder ganz auf die Überzeugung der Investoren fokussieren und den Rest der Tokenize.it-Plattform überlassen“, kommentiert Christoph Jentzsch den Start.

Christoph Jentzsch steht auf Anfrage für Interviews zur Verfügung.

Tokenize.it baut digitale Fundraising Plattform weiter aus

Über Tokenize.it: Die Fundraising-Plattform ermöglicht Startups kontinuierliches Fundraising über den Invest-Now-Button. Die Innovation liegt dabei in speziell ausgestalteten Genussrechten, die Investoren wirtschaftlich mit Gesellschaftern gleichstellen. So können Startups jederzeit Investoren onboarden – komplett digital, ohne Notar und bereits ab 50 Euro.

Die Startups geben dabei keinerlei Kontrolle ab und bleiben ein VC-Investmentcase, da die Genussrechts-Investoren nicht Teil der Gesellschafterliste im Handelsregister werden.

Blockchain Technologie ermöglicht digitales Fundraising

Im Hintergrund sind die Genussrechte als Token auf der Blockchain abgebildet – dies ermöglicht die Handelbarkeit auf Sekundärmärkten. Neben Fundraising können auch Mitarbeiterbeteiligungen über die Plattform abgebildet werden und es existiert ein eigener Sekundärmarkt, über den die Genussrechte gehandelt werden können.

Die Tokenize.it GmbH ist ein vertraglich gebundener Vermittler im Sinne des § 3 Abs. 2 WpIG und wird bei der Anlagevermittlung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG ausschließlich auf Rechnung und unter Haftung der Concedus GmbH, Nürnberg, tätig

Bild Christoph Jentzsch,Founder & CEO of Tokenize.it Bildcredits: Tokenize.it

Quelle Maschmeyer Group MM Support GmbH

Wird Alleineigentum bei Ferienhäusern zum Auslaufmodell?

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MYNE Homes Co-Ownership für Ferienimmobilien Nikolaus Thomale Mallorca

MYNE Homes ist ein Anbieter für Managed Co-Ownership von Premium-Ferienimmobilien und zeigt, wie sich Co-Ownership als neue Lösung im Ferienimmobilienmarkt etabliert

Wie hat sich MYNE Homes seit dem ersten Interview konkret weiterentwickelt und was waren die wichtigsten Meilensteine auf diesem Weg?

Seit unserem letzten Gespräch bei StartupValley hat MYNE einen enormen Entwicklungssprung gemacht. 2022 waren wir noch ein junges Startup mit klarer Vision, aber überschaubarer Präsenz. Heute sind wir der führende Anbieter für Managed Co-Ownership von Premium-Ferienimmobilien in Europa – mit über 100 Objekten, mehr als 25 Destinationen in 9 Ländern und bald 1.000 Co-Ownern.

2024 haben wir mehr als 60 Millionen Euro an Eigen- und Fremdkapital von namhaften Investoren und Banken eingeworben. Das gibt uns die Mittel, das europäische Wachstum weiter zu beschleunigen und unsere Plattform auf ein nächstes Level zu heben.

Und wir sind nicht mehr nur in Deutschland und Österreich aktiv, sondern konnten mittlerweile Miteigentümer aus 30 Ländern überzeugen. Das zeigt: Das Modell funktioniert länderübergreifend.

Wenn Sie auf die letzten vier Jahre zurückblicken, welche Ihrer ursprünglichen Annahmen haben sich bestätigt und wo mussten Sie umdenken?

Was sich vollständig bestätigt hat:

Die fundamentale Annahme war richtig und das Problem ist sogar größer geworden als erwartet. Eine Ferienimmobilie steht im Schnitt 40 bis 45 Wochen im Jahr leer, während der Eigentümer 100 Prozent der Kosten trägt. Wir haben damals gesagt: Dieses strukturelle Missverhältnis wird nicht kleiner werden. Und genau das ist passiert. Steigende Kaufpreise, höhere Zinsen, wachsende Betriebskosten – der Druck auf klassisches Alleineigentum ist heute noch deutlicher als 2022.

Bestätigt hat sich auch: Rechtssicherheit ist nicht verhandelbar. Das war unsere Kernthese von Anfang an und wir haben früh entschieden, keine Abkürzungen zu nehmen. Nur echtes Miteigentum, abgesichert im Grundbuch, mit allen Rechten und Möglichkeiten, die dazu gehören. Unsere Co-Owner wollen keine zeitlich begrenzten Nutzungsrechte. Sie wollen smarte Eigentümer mit allen Rechten und Pflichten sein. Diese Entscheidung hat uns mehr als einmal Aufwand bereitet. Sie war trotzdem richtig.

Und bestätigt hat sich schließlich: Wiederholungskäufe als stärkster Qualitätsbeweis. Heute kauft jeder vierte Co-Owner einen zweiten oder dritten Anteil. 2021 war das eine Hypothese. Heute ist es eine Kennzahl und für uns das wichtigste Signal, dass das Modell wirklich funktioniert.

Wo wir umdenken mussten:

Umdenken mussten wir beim Thema KI – aber anders als erwartet. Die eigentliche Erkenntnis: KI ist keine Bedrohung für unser Geschäftsmodell, sondern ein Beschleuniger. Je digitaler und virtueller die Welt wird, desto mehr steigt der Wert realer Assets und echter Erlebnisse. Ferienimmobilien in Premium-Lagen, abgesichert im Grundbuch, werden nicht von Algorithmen verdrängt, sie gewinnen in einer zunehmend digitalen Welt an Bedeutung. Gleichzeitig profitiert unser Betriebsmodell massiv von KI-gestützten Prozessen: in der Verwaltung, im Co-Owner-Service, in der Plattformskalierung. KI macht uns effizienter, nicht überflüssig. Das macht Managed Co-Ownership auch zu einem strategisch interessanten Investment: ein realer, erlebnisbasierter Asset, der von der digitalen Transformation profitiert. MYNE ist der perfekte Hedge für jedes Tech-Portfolio.

Der Ferienimmobilienmarkt zeigt steigende Kosten bei gleichzeitig geringer Auslastung. Wie genau löst MYNE Homes dieses strukturelle Problem?

Das Grundproblem ist einfach beschrieben: Eine Ferienimmobilie steht durchschnittlich 40 bis 45 von 52 Wochen leer, aber der Eigentümer trägt 100 Prozent der Kosten. Das ist schlicht ineffizient, für den Eigentümer, für die Immobilie und für die Umgebung.

MYNE löst das mit Managed Co-Ownership. Zwei bis acht Co-Owner mit komplementären Nutzungsbedürfnissen erwerben gemeinsam eine Ferienimmobilie im Teileigentum. Sie teilen Kauf- und Unterhaltskosten anteilig, nutzen die Immobilie entsprechend ihres Anteils – bei einem Achtel-Anteil sind das 44 Nächte oder 6,5 Wochen im Jahr und profitieren gemeinsam von der Wertentwicklung.

Der entscheidende Punkt: Wir sprechen hier nicht von Timeshare. Unsere Co-Owner sind echte Teileigentümer, die Immobilien sind im Grundbuch eingetragen. Sie können ihren Anteil verkaufen, weitergeben oder vermieten. Und während sie die volle Kontrolle behalten, kümmert sich MYNE um alles Operative: Ankauf, Renovierung, Einrichtung, laufende Instandhaltung und Koordination.

Das Ergebnis: echtes Immobilieneigentum in Toplagen für einen Bruchteil der Kosten, ohne den üblichen Aufwand. Co-Owner kommen einfach an, schalten ab und genießen.

Co-Ownership hat sich inzwischen deutlich weiter etabliert. Wann haben Sie gemerkt, dass aus einer Idee eine ernstzunehmende Assetklasse wird?

Ein klares Signal war, als wir sahen, dass ein Viertel unserer Co-Owner erneut investiert, also nicht nur einen Anteil in einer Immobilie kauft, sondern einen zweiten, manchmal einen dritten Anteil einer MYNE-Ferienimmobilie erwirbt. Das ist kein Zufallskauf. Das ist bewusstes Portfolio-Denken. In diesem Moment wird aus einer Lifestyle-Entscheidung eine Assetklasse.

Ein weiteres Signal kam von der institutionellen Seite: Wenn führende europäische Investoren in unser Modell investieren und von einer einzigartigen Plattform sprechen, bestätigt das, dass hier echtes Kapital in eine neue Assetklasse fließt.

Und schließlich die Marktentwicklung selbst: Steigende Immobilienpreise, höhere Zinsen und wachsendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit haben dazu beigetragen, dass Co-Ownership als smarte Alternative zu Alleineigentum wahrgenommen wird – das sieht man an unserer stets steigenden Zahl an Co-Ownern deutlich.

Was unterscheidet MYNE Homes heute klar von klassischen Ferienimmobilienmodellen oder Plattformlösungen wie Airbnb?

Der fundamentale Unterschied: Unsere Co-Owner sind Miteigentümer, keine Mieter. Das klingt banal, aber es verändert alles.

Bei Airbnb buchen Sie einen Aufenthalt. Sie zahlen für den Zeitraum, haben keine Mitsprache über das Objekt und bauen kein Vermögen auf – Im Gegenteil, das sind reine Konsumausgaben. Bei MYNE kaufen Sie anteiliges Immobilieneigentum – abgesichert durch Grundbucheintrag und Eintrag ins deutsche Handelsregister. Sie partizipieren an der Wertsteigerung. Sie können Ihren Anteil jederzeit am Markt verkaufen oder auch vermieten.

Gegenüber dem klassischen Alleineigentum: Eine Ferienimmobilie wird im Schnitt nur 7 bis 10 Wochen im Jahr genutzt, der Eigentümer trägt dabei 100 Prozent der Kosten, 100 Prozent der Verantwortung und bindet 100 Prozent des Kapitals. Das ist ökonomisch schwer zu rechtfertigen. Mit einem Achtel-Anteil bei MYNE investieren Sie ab ca. 109.000 Euro in eine hochwertige Ferienimmobilie in Toplagen und nutzen diese 44 Nächte pro Jahr. Nur eben zu einem Bruchteil der Kosten. Die laufenden Betriebskosten und Instandhaltung werden anteilig geteilt. Alleineigentum bindet 100 Prozent des Kapitals in einem einzigen Objekt, das zu 80 Prozent leer steht. Co-Ownership bei MYNE öffnet stattdessen ein ganzes Netzwerk hochwertiger Ferienimmobilien in 9 Ländern und über 25 Destinationen.

Dazu kommt das Rundum-Sorglos-Paket: Beim Alleineigentum trägt man die gesamte Last der Immobilienverwaltung allein: von der Koordination von Handwerkern über Reinigung bis hin zu lokalen Behörden. MYNE übernimmt das vollständig: Buchungskoordination, Wartung, Reinigung, Serviceprovider, Concierge-Services. Unsere Co-Owner kommen an – und schalten ab.

Sie sprechen von Managed Co-Ownership als skalierbares Modell. Wo liegen die größten Herausforderungen bei der Skalierung in mehreren Ländern?

Skalierung in mehreren Ländern bedeutet: Man muss jedes Mal ein Stück weit neu denken. Rechtliche Strukturen, steuerliche Rahmenbedingungen, kulturelle Unterschiede in der Nutzung von Ferienimmobilien, regionale Marktkenntnis – das ist keine triviale Aufgabe.

Die grösste Herausforderung ist der Aufbau echter Marktexpertise in jedem neuen Land: Welche Destinationen sind wirklich wertstabil? Wo ist die Infrastruktur auch außerhalb der Hochsaison gut genug? Welche lokalen Partner brauchen wir für Property Management und Handwerk?

Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass das Erlebnis für den Co-Owner in Schweden dasselbe ist wie auf Mallorca. Das setzt eine starke Standardisierung unserer Prozesse, unserer App und unserer Service-Level voraus.

Was uns hilft: Wir haben MYNE von Anfang an als skalierbare Plattform gebaut. Die Technologie, unsere Co-Owner-App, unser Reservierungssystem, unsere internen Management-Tools, sind von Beginn an auf mehrere Märkte ausgelegt gewesen. Das ist ein echter struktureller Vorteil.

Was Skalierung heute zusätzlich massiv unterstützt: KI. Ob Objektbewertung, Co-Owner-Matching, Buchungsoptimierung oder Property Management – KI ist in all diesen Bereichen ein massiver Effizienzgewinn. Wir können mehr Märkte, mehr Objekte und mehr Co-Owner betreuen, ohne proportional mehr Overhead aufzubauen. Gleichzeitig verbessert KI das Produkterlebnis direkt: personalisierter Service, proaktive Kommunikation, besseres Matching. KI richtig genutzt ist ein struktureller Wettbewerbsvorteil, den wir aktiv ausbauen.

Mit 9 Ländern, über 25 Destinationen und mehr als 100 Objekten ist MYNE Homes stark gewachsen. Wie behalten Sie dabei Qualität und Standardisierung im Griff?

Qualität ist keine Frage des Zufalls, sondern des Prozesses. Wir haben von Anfang an klare Standards definiert: für die Lage, für die Bausubstanz, für die Ausstattung, für die Einrichtung und für den Service.

Jede MYNE-Ferienimmobilie erfüllt bestimmte Qualitätskriterien: ausnahmslos Top-Lage, hochwertige Ausstattung von Pool, Sauna oder Kamin je nach Destination – und ganzjährige Nutzbarkeit. Das ist nicht verhandelbar.

Gleichzeitig investieren wir stark in unsere Plattform. Die MYNE Co-Owner-App ist dabei ein zentrales Werkzeug: Über sie koordinieren unsere Co-Owner ihre Aufenthalte und kommunizieren mit dem Eigentümer- und Concierge-Service. Je besser unsere Plattform, desto konsistenter das Erlebnis – egal ob die Immobilie auf Rügen, auf Mallorca oder am Gardasee liegt.

Die hohe Auslastung Ihrer Immobilien ist ein zentraler Vorteil. Wie schaffen Sie es konkret, diese im Vergleich zu klassischen Modellen so deutlich zu steigern?

Die deutlich höhere Auslastung hat mehrere Ursachen, die zusammenwirken.

Wir matchen Co-Owner nach komplementären Nutzungsbedürfnissen. Familien mit schulpflichtigen Kindern aus verschiedenen Bundesländern werden mit kinderlosen Paaren und Menschen kombiniert, die nicht an Schulferien gebunden sind. So entstehen keine Nutzungsengpaesse in den begehrten Zeiträumen und gleichzeitig eine ganzjährige Nutzung.

Alle MYNE-Objekte sind für ganzjährige Nutzung konzipiert: Regionen mit guter Infrastruktur auch außerhalb der Hochsaison, ausgestattet mit Sauna, Kamin und Jacuzzi für den Winter und Pool für den Sommer.

Ungenutzte Zeiten können an Dritte vermietet werden. Das steigert die Gesamtauslastung und erzeugt Mieteinnahmen für die Co-Owner.

Ein Viertel Ihrer Co-Owner investiert erneut. Was sagt das über Ihr Produkt und die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe aus?

Diese Kennzahl ist für uns eine der aussagekräftigsten überhaupt und zwar nicht primär als Wachstumsmetrik, sondern als Qualitätssignal.

Wenn ein Viertel unserer Co-Owner einen zweiten oder dritten Anteil kauft, dann bedeutet das: Sie haben positive Erfahrung gemacht. Sie haben das Modell gelebt. Und sie sind so überzeugt, dass sie erneut investieren – oft in einer anderen Destination oder einem anderen Objekt-Typ. Das sagt dreierlei: Erstens funktioniert unser Produkt. Zweitens verstehen unsere Co-Owner den Wert von Co-Ownership als Teil ihres persönlichen Portfolios. Und drittens erreichen wir die richtige Zielgruppe: Menschen, die Qualität und Service schätzen und Immobilien als persönliches Asset betrachten.

Wie hat sich die Zielgruppe von MYNE Homes in den letzten Jahren verändert oder erweitert?

2022 hatten wir eine relativ klare Kernzielgruppe: gut verdienende Berufstätige ab 45, Familie, Interesse an Ferienimmobilien, aber Preis und Aufwand als Hürden. Diese Gruppe ist nach wie vor stark.

Was sich verändert hat: Die Zielgruppe ist deutlich breiter geworden. Wir sehen mehr Käufer in den 30ern, auch Single Professionals, die bewusst in ihr erstes Sachwertinvestment einsteigen. Gleichzeitig auch Mehrgenerationenfamilien, die das MYNE-Modell als Alternative zu Hotel- oder Airbnb-Aufenthalten sehen. Immer häufiger erleben wir, dass sich Menschen von ihrer privaten Ferienimmobilie trennen, um dann ein oder mehrere Anteile bei MYNE zu erwerben, da sie den Aufwand vom klassischen Alleineigentum nicht mehr tragen wollen und zeitgemäß finden.

Was alle verbindet: Der Wunsch nach echtem Eigentum, nach Qualität und ohne den Aufwand, der sonst beim Alleineigentum anfällt. Sie wollen nicht Hausmeister spielen, keine fremden Behörden navigieren. Sie wollen ankommen und genießen.

Mit über 60 Millionen Euro eingesammeltem Kapital wächst auch die Verantwortung. Wie gehen Sie mit diesem Druck als Unternehmen um?

60 Millionen Euro bedeuten Vertrauen. Das ist keine abstrakte Zahl, dahinter stehen Investoren und Partner, die auf unser Modell gesetzt haben. Dieses Vertrauen nehmen wir sehr ernst.

Konkret heißt das für uns: Kapital effizienter einsetzen, nicht einfach schneller wachsen. Wir investieren gezielt in Märkte, in denen wir echte Qualität liefern können – und lehnen es konsequent ab, um des Wachstums willen Standards zu senken. Ein schlechtes Erlebnis für einen Co-Owner schadet dem ganzen Modell.

Mit diesem Kapital haben wir die Grundlagen für nachhaltiges Wachstum geschaffen: Plattform, Prozesse, Team. Wir bauen kein Kartenhaus, sondern eine skalierbare europäische Infrastruktur für Managed Co-Ownership. Der Druck ist real, aber er ist ein guter Druck. Er hält uns fokussiert.

Wenn Sie heute noch einmal bei null starten würden, was würden Sie mit dem Wissen von heute anders machen?

Vieles würde ich genauso machen. Wir haben früh die richtigen grundlegenden Entscheidungen getroffen: echtes Eigentum statt Nutzungsrecht, Managed Service statt reiner Plattform, europäische Skalierung von Beginn an mitgedacht.

Aber wenn ich eine Sache nennen müsste: Ich wuerde noch konsequenter und noch früher auf künstliche Intelligenz setzen. KI hat in den letzten Jahren buchstäblich alles verändert. Wie wir Objekte identifizieren und bewerten, wie wir Co-Owner matchen, wie wir Buchungen und Property Management optimieren, wie wir mit unseren Kunden kommunizieren. KI ist in all diesen Bereichen ein massiver Hebel. Wer früher versteht, dass KI kein Nice-to-have ist, sondern ein fundamentaler Wettbewerbsvorteil, baut sich einen Vorsprung auf, den andere nur schwer aufholen können.

Welche nächsten Schritte planen Sie für MYNE Homes und wo sehen Sie das Unternehmen in den kommenden Jahren?

Der nächste konkrete Meilenstein: Wir werden noch in diesem Jahr die 1.000-Co-Owner-Marke erreichen. Das ist für uns nicht nur eine Zahl, es ist ein Beleg dafür, dass Managed Co-Ownership als Modell wirklich funktioniert und von einer wachsenden Gemeinschaft getragen wird.

Was uns dabei antreibt, sind echte Plattform-Netzwerkeffekte: Je mehr Ferienimmobilien wir haben, desto mehr Tauschoptionen entstehen über unsere Tauschbörse, desto attraktiver wird das Ökosystem für neue Co-Owner. Wachstum erzeugt bei uns mehr Wert – nicht mehr Komplexität.

Dazu kommt: Unsere Co-Owner sind unsere stärksten Botschafter. Die Wiederkaufsrate und die Weiterempfehlungsquote zeigen uns, dass wir ein Produkt gebaut haben, das hält, was es verspricht. Das ist die gesündeste Wachstumsbasis, die man sich vorstellen kann.

Mittelfristig prüfen wir aktiv weitere Märkte und Länder. Wir sind überzeugt, dass das Co-Ownership-Modell europaweit skaliert. Und langfristig wird Technologie, insbesondere KI, eine entscheidende Rolle spielen: Eine KI-gestützte Plattform wird unsere Effizienz und die Qualität des Co-Owner-Erlebnisses nochmals massiv steigern.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründern geben, die ein skalierbares Modell in einem traditionellen Markt aufbauen wollen?

Verstehe das Problem tiefer als alle anderen. Im Ferienimmobilienmarkt war das strukturelle Problem – Unternutzung bei gleichzeitig hohen Kosten – bekannt, aber niemand hatte es konsequent gelöst. Nicht weil das Problem schwer zu verstehen war, sondern weil die Lösung echte Komplexität erfordert: Recht, Immobilien, Technologie, Service, Skalierung. Wer das durchdringt, baut einen echten Graben gegenüber Nachahmern.

Skaliere Prozesse, nicht nur Umsatz. In traditionellen Märkten kann man kurzfristig mit Kraft und Charisma wachsen. Aber echte Skalierung kommt nur durch standardisierte, technologisch gestützte Prozesse. Baue die Plattform von Anfang an so, als ob man 10x so gross wäre. Das kostet am Anfang Nerven – zahlt sich aber massiv aus.

Kapital alleine reicht nicht. Was wirklich trägt, sind Co-Owner, die erneut investieren, Teams, die engagiert sind, und Märkte, die das Modell wirklich annehmen. Investiere in Vertrauen, das ist die härteste und wertvollste Währung.

Welche drei Tipps würdest du angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Löst ein echtes Problem, nicht ein vorgestelltes. Die meisten Gründer verlieben sich in ihre Lösung, nicht in das Problem. Redet mit Menschen, die den Schmerz wirklich kennen. Versteht das Problem besser als eure künftigen Kunden.

Habt die Geduld, das Modell zu testen, bevor ihr skaliert. Wir haben früh klein angefangen und wollten verstehen: Funktioniert das Matching? Sind die Co-Owner wirklich zufrieden? Stimmt der Service? Erst als wir sicher waren, dass das Produkt funktioniert, haben wir aufs Gas getreten. Diese Disziplin zahlt sich aus.

Baut ein Team, das euch herausfordert. Die besten Entscheidungen bei MYNE sind nicht in Momenten entstanden, in denen wir uns alle einig waren, sondern in Momenten, in denen jemand unbequeme Fragen gestellt hat. Umgebt euch mit Menschen, die besser sind als ihr – in ihren jeweiligen Bereichen – und die den Mut haben, euch zu widersprechen.

KI als absoluter Game Changer in sämtlichen Bereichen

Titelbild: Nikolaus Thomale @privat

Wir bedanken uns bei Nikolaus Thomale für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: MYNE Homes

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Was passiert mit Kleidung, die niemand mehr trägt?

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Sacred Valley Tech mit KI für Kreislaufwirtschaft Founder Foto

Sacred Valley Tech entwickelt mit KI und Kreislaufwirtschaft eine Plattform, die Kleidung länger nutzbar macht und nachhaltige Mode neu denkt

Wie ist die Idee zu Sacred Valley Tech entstanden und wer steckt hinter dem Unternehmen?

Sacred Valley Tech entstand aus einer Erkenntnis, die mein Mitgründer Luca und ich gewannen, als wir eine nachhaltige Alpaka-Modemarke mit Ursprung in Peru aufbauten. Wir erkannten schnell, dass eine weitere „nachhaltige Marke“ nichts Grundlegendes verändern würde. Die eigentliche Chance – und die eigentliche Verantwortung – lag darin, die Infrastruktur zu schaffen, die bestehenden Modemarken den Weg in die Kreislaufwirtschaft ermöglicht. Statt das Problem zu vergrößern, wollten wir das System selbst reparieren.

Paolo, welche Erfahrungen aus der Arbeit in Textilfabriken haben eure Sicht auf die Modeindustrie besonders geprägt?

Die schiere Menge an Abfall, die in der Produktion anfällt, war für mich ein Wendepunkt – nicht nur Textilabfälle, sondern auch Plastiktüten, Etiketten und kleine Metallteile, alles in großem Maßstab entsorgt. Was mich am meisten getroffen hat: Das waren vergleichsweise regulierte Fabriken. Der Gedanke, was in weniger regulierten Produktionsstätten im Globalen Süden passiert, ließ das Ausmaß des Problems unübersehbar werden. Und er machte eines glasklar: Es gibt bereits mehr als genug Kleidung auf der Welt. Das Problem ist nicht die Produktion – es ist die Zirkulation.

Warum war euch wichtig, mit Sacred Valley Tech nicht neue Kleidung, sondern die längere Nutzung bestehender Kleidung in den Fokus zu stellen?

Wir sind überzeugt: Das nachhaltigste Kleidungsstück ist schlicht das, das am längsten hält. Die Kleiderschränke, Lagerhäuser und Ladenregale der Welt sind bereits voll. Wir können das Kaufverhalten der Menschen vielleicht nicht von heute auf morgen ändern – aber wir können ihnen helfen, das Maximum aus dem herauszuholen, was sie bereits besitzen. Und wenn ein Kleidungsstück sein Leben als tragbares Objekt wirklich beendet hat, soll es als Rohstoff in die Kreislaufwirtschaft zurückfließen – und nicht auf der Deponie landen.

Wie funktioniert Sally konkret und welche Rolle spielt künstliche Intelligenz dabei?

Sally ist eine All-in-One-Plattform, die Verbraucherinnen und Verbrauchern alle Wege der Kreislaufwirtschaft für ihre Kleidungsstücke eröffnet – Tauschen, Weiterverkaufen, Reparieren, Upcycling, Recycling oder Spenden. Unsere KI macht diesen Prozess schnell und reibungslos: Sie analysiert Kleidungsstücke, füllt automatisch Inseratdaten aus, erstellt Stilvorschläge und gibt personalisierte Empfehlungen basierend auf den Bedürfnissen der Nutzenden. Wir starten mit dem Fokus auf die Tauschfunktion und werden nach und nach alle weiteren Kreislauf-Services einführen.

Welche Probleme der Modeindustrie wollt ihr mit eurem Ansatz langfristig lösen?

Wir wollen Kreislaufwirtschaft mühelos für Konsumentinnen und Konsumenten machen – und profitabel für Marken. Denn beides ist sie aktuell nicht. Nachhaltigkeit in der Mode scheitert, weil sie zu viel von Menschen verlangt: Sie ist langsam, kompliziert und wenig intuitiv. Gleichzeitig haben Marken kaum einen Anreiz zur Veränderung, da ihr Geschäftsmodell vollständig auf dem Erstverkauf basiert. Unsere Vision ist es, After-Sales-Services als echten Umsatzkanal für Marken zu erschließen – sodass langlebige Produkte nicht nur die ethische, sondern auch die wirtschaftlich rationale Wahl werden. Wenn Nachhaltigkeit geschäftlich Sinn ergibt, verändert sich die gesamte Branche.

An welche Zielgruppen richtet sich eure Plattform aktuell besonders?

Wir starten mit Menschen, die bereits nachhaltigkeitsorientiert handeln – Secondhand-Käuferinnen und -Käufer, Vintage-Liebhaber, Menschen mit einer Reparatur- und Tauschkultur. Sie sind unsere Early Adopters und der Kern unserer Community. Unser langfristiges Ziel ist es, in der Breite anzukommen: eine Plattform zu bauen, die so bequem und attraktiv ist, dass nachhaltige Entscheidungen zur Selbstverständlichkeit werden – nicht nur für die bereits Überzeugten.

Was unterscheidet Sacred Valley Tech von anderen Circular-Fashion- oder Secondhand-Plattformen?

Drei Dinge: unser hyperlokaler Ansatz, unser Community-first-Design und die Tatsache, dass wir die einzige All-in-One-Plattform aufbauen, die alle Kreislaufwege abdeckt. Das Ökosystem der Kreislaufmode ist heute stark fragmentiert – Marktplätze, Altkleidercontainer, Reparaturwerkstätten, Tauschveranstaltungen und Recyclinganlagen funktionieren alle isoliert voneinander. Sally verbindet all das an einem Ort und macht die Kreislaufwirtschaft damit erstmals wirklich zugänglich.

Wie schwierig ist es, Menschen dazu zu bewegen, Kleidung bewusster weiterzugeben, zu reparieren oder zu recyceln?

Es ist schwierig, wenn Menschen keinen klaren persönlichen Nutzen erkennen. „Das Richtige zu tun“ motiviert manche – aber es reicht nicht aus, um einen echten Wandel im Massenverhalten auszulösen. Unsere These ist einfach: Wenn die nachhaltige Option genauso einfach, schnell und befriedigend ist wie die nicht-nachhaltige, wird sie zur naheliegenden Wahl. Wir verlangen von den Menschen nicht, Komfort für ihr Gewissen zu opfern – wir bauen ein Produkt, bei dem beides dasselbe ist.

Welche Erfahrungen macht ihr aktuell mit den ersten Beta-Nutzern in Köln?

Die wichtigste Erkenntnis aus unserem Beta-Test in Köln ist, wie viel Reibung zwischen guten Absichten und tatsächlichem Handeln steckt. Die Menschen wollen etwas mit ihrer ungenutzten Kleidung tun – aber sobald es sich nach Arbeit anfühlt, tun sie es nicht. Was wir beobachten: Kleine, KI-gestützte Vereinfachungen – wie die automatische Analyse eines Kleidungsstücks und das automatische Ausfüllen der Inseratdaten – verändern diese Gleichung spürbar. Nutzende, die eine Jacke sonst in einen Spendencontainer geworfen hätten, tauschen sie stattdessen über Sally – weil das der Weg des geringsten Widerstands ist. Es sind noch frühe Tage, aber es bestätigt bereits unsere Kernüberzeugung: Wenn Kreislaufwirtschaft mühelos ist, entscheiden sich Menschen dafür.

Welche Bedeutung haben digitale Produktpässe und KI aus eurer Sicht für die Zukunft der Modebranche?

Digitale Produktpässe sind aus unserer Sicht die transformativste Innovation, die auf die Modeindustrie zukommt. Die Möglichkeit, die vollständige Geschichte eines Kleidungsstücks – Materialien, Herkunft, Reparaturen, Besitzverhältnisse – in einem digitalen Zwilling zu speichern, der über den gesamten Lebenszyklus hinweg nachverfolgt und aktualisiert werden kann, wird völlig neue Geschäftsmodelle, Technologien und regulatorische Möglichkeiten eröffnen, die bisher schlicht nicht realisierbar waren. KI beweist unterdessen bereits ihren Wert bei konkreten operativen Herausforderungen: Größengenauigkeit, Recycling-Sortierung und Bestandsmanagement. Gemeinsam werden diese beiden Technologien grundlegend verändern, wie die Modeindustrie funktioniert.

Gab es einen Moment, in dem euch klar wurde, dass aus eurer Idee ein skalierbares Unternehmen entstehen könnte?

Als wir feststellten, dass nahezu alle Menschen, mit denen wir sprachen – unabhängig von Hintergrund oder Alter – exakt dasselbe Problem hatten: Kleidungsstücke im Schrank, die sie kaum oder gar nicht mehr tragen, ohne einen offensichtlichen oder bequemen Weg, etwas Sinnvolles damit anzufangen. Dieser nahezu universelle Schmerzpunkt, verbunden mit der konstanten Frustration über bestehende Wiederverkaufsplattformen und Spendenoptionen, die sich wie Aufwand anfühlen, bestätigte unsere Hypothese. Nachhaltigkeit scheiterte nicht daran, dass Menschen es nicht wollten – sondern daran, dass die Erfahrung kaputt war. Das ist ein lösbares Problem. Und ein großes.

Welche nächsten Schritte plant ihr nach dem offiziellen Launch von Sacred Valley Tech?

Nach dem Launch werden wir uns darauf konzentrieren, Sallys vollständiges Feature-Set fertigzustellen, damit sie ihr All-in-One-Versprechen wirklich einlöst. Parallel dazu beginnen wir mit dem Aufbau unserer Infrastruktur für Digitale Produktpässe – damit Modemarken direkt auf unserer Plattform partizipieren, After-Sales-Services monetarisieren und über den gesamten Lebenszyklus eines Kleidungsstücks hinweg eine tiefere Beziehung zu ihren Kundinnen und Kunden aufbauen können.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Die Nutzerin, der Nutzer ist alles. Hört konstant zu, beobachtet genau und baut das, was Menschen wirklich brauchen – nicht das, was ihr annehmt, dass sie brauchen. Zweitens: Habt keine Angst vor dem Pivot. Die eigene Idee zu verfeinern oder grundlegend zu verändern ist kein Scheitern – es ist der Weg zum richtigen Fit. Wir haben es selbst erlebt. Drittens: Ablehnung gehört dazu. Von hundert Gesprächen werdet ihr neunundneunzig Mal Nein hören – von Menschen, die nicht an euer Produkt, eure Vision oder euer Potenzial glauben. Das ist in Ordnung. Es braucht nur ein einziges Ja, um in die nächste Phase zu kommen – und irgendwann etwas zu bauen, das wirklich zählt.

Bildrechte: Paint the Town Studios in Düsseldorf

Wir bedanken uns bei Paolo Coda Rivera und Luca Elias Urlacher für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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