Dienstag, Juni 30, 2026
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Founder Resilience ohne Motivationsfloskeln

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Resilienz im Startup: Gründer und Teams unter Druck Kevin Kwasniok

Warum Gründer unter Druck nicht härter, sondern klarer werden müssen

Resilienz klingt im Startup-Umfeld oft nach Durchhalten. Noch eine Nachtschicht. Noch ein Pitch. Und noch ein Versuch. Diese Haltung kann am Anfang helfen. Sie wird aber gefährlich, wenn sie Probleme verdeckt.

Ein junges Unternehmen braucht keine Gründerinnen und Gründer, die jede Krise mit einem motivierenden Satz überdecken. Es braucht Menschen, die unter Druck nüchtern bleiben. Die schlechte Nachrichten nicht beschönigen. Die Prioritäten setzen, wenn alles gleichzeitig wichtig wirkt.

Druck kommt selten dramatisch

In vielen Startups beginnt Druck nicht mit einem großen Knall. Er kommt leiser. Ein Pilotkunde meldet sich nicht mehr. Die Produktnutzung bleibt hinter den Erwartungen. Eine Finanzierungsrunde dauert länger als geplant. Im Team werden Meetings kürzer, aber die Slack-Nachrichten länger.

Genau in solchen Phasen entscheidet sich, ob ein Team wirklich belastbar ist. Nicht dann, wenn alle euphorisch sind. Sondern wenn niemand sicher weiß, ob der eingeschlagene Weg noch stimmt.

Resilienz bedeutet dann nicht, einfach weiterzurennen. Manchmal ist gerade das Gegenteil nötig: anhalten, sortieren, ehrlich aussprechen, was nicht funktioniert, und danach wieder ins Handeln kommen.

Werte müssen Entscheidungen erleichtern

Fast jedes Startup spricht über Werte. Mut, Transparenz, Verantwortung, Teamgeist. Das klingt gut, solange es keinen Zielkonflikt gibt. Unter Druck wird es konkret.

Transparenz bedeutet zum Beispiel nicht, das Team mit jeder Sorge zu überfluten. Sie bedeutet, die wichtigen Informationen rechtzeitig zu teilen. Verantwortung bedeutet nicht, keine Fehler zu machen. Sie bedeutet, Fehler nicht wegzuschieben. Teamgeist bedeutet nicht, immer freundlich zu bleiben. Er zeigt sich, wenn Kritik möglich ist, ohne dass sofort Lager entstehen.

Für Gründer ist das entscheidend. Werte sind keine Dekoration für die Karriereseite. Sie sind ein Entscheidungswerkzeug. Wenn sie im Alltag nicht helfen, helfen sie in der Krise erst recht nicht.

Vertrauen entsteht vor dem schlechten Quartal

Viele Gründer wünschen sich Vertrauen, sobald es schwierig wird. Doch Vertrauen lässt sich nicht kurzfristig bestellen. Es entsteht vorher.

Es entsteht, wenn Probleme früh angesprochen werden dürfen. Wenn ein verpasster Meilenstein nicht sofort zur Schuldfrage wird. Wenn Führung erklärt, warum etwas entschieden wurde. Oder wenn Menschen merken, dass Offenheit nicht bestraft wird.

Das klingt unspektakulär. Genau deshalb wird es oft unterschätzt. In einer echten Druckphase greifen Teams nicht auf das zurück, was einmal in einem Offsite besprochen wurde. Sie greifen auf das zurück, was sie wiederholt erlebt haben.

Wer in guten Zeiten ausweicht, wird in schlechten Zeiten nicht plötzlich glaubwürdig. Wer in kleinen Spannungen fair bleibt, hat in großen Spannungen mehr Kredit.

Führung heißt auch: weniger versprechen

In Krisen ist die Versuchung groß, Sicherheit zu inszenieren. Alles wird gut. Wir schaffen das. Der Markt kommt zurück. Der nächste Kunde ist fast sicher.

Manchmal braucht ein Team Zuversicht. Aber Zuversicht ist nicht dasselbe wie Beschwichtigung. Gute Führung sagt nicht mehr, als sie weiß. Sie trennt Fakten von Annahmen.

Hilfreich sind einfache Sätze:

Was wissen wir sicher?

Was wissen wir noch nicht?

Und was entscheiden wir diese Woche?

Was lassen wir bewusst liegen?

Solche Fragen wirken weniger groß als Motivationsreden. Aber sie bringen Teams zurück in die Realität. Und genau dort entsteht Handlungsfähigkeit.

Rückschläge sind kein Charaktertest

Wenn ein Produkt nicht funktioniert oder ein Kunde abspringt, wird das schnell persönlich. Gründer haben viel investiert. Zeit, Energie, Stolz. Deshalb fühlen sich Rückschläge oft wie ein Urteil über die eigene Person an.

Das macht Lernen schwer. Wer sich angegriffen fühlt, verteidigt sich. Wer Angst vor Schuld hat, verschweigt Probleme. Beides kostet Tempo.

Ein belastbares Team trennt Rückschläge von Identität. Es fragt nicht zuerst: Wer war schuld? Es fragt: Welche Annahme war falsch? Was haben wir zu spät gesehen? Was ändern wir jetzt konkret?

Das ist nicht weich. Es ist anspruchsvoll. Denn es verlangt Klarheit ohne Demütigung. Konsequenz ohne Theater. Und die Fähigkeit, unangenehme Erkenntnisse auszuhalten.

Resilienz ist keine Heldengeschichte

Founder Resilience wird oft als persönliche Stärke erzählt. Morgenroutine, Disziplin, mentale Härte. Das kann helfen. Aber ein Startup wird nicht dadurch stabil, dass eine Person alles trägt.

Im Gegenteil: Wenn alles an einer Gründerperson hängt, entsteht ein Risiko. Entscheidungen stauen sich. Unsicherheit wird versteckt. Das Team wartet auf Signale von oben.

Resilienz ist deshalb Teamarbeit. Klare Rollen, ehrliche Kommunikation, realistische Prioritäten und frühe Konfliktklärung machen ein Unternehmen robuster als jeder Durchhaltepost auf LinkedIn.

Was bleibt, wenn es eng wird

Gründer brauchen keine Motivationsfloskeln, wenn es schwierig wird. Sie brauchen ein Team, das der Realität standhält. Sie brauchen Werte, die Entscheidungen erleichtern. Und sie brauchen den Mut, weniger zu versprechen und klarer zu führen.

Resilienz zeigt sich nicht darin, dass ein Startup nie wackelt. Sie zeigt sich darin, wie schnell es wieder ehrlich auf die Lage schaut und handlungsfähig wird.

Das beginnt nicht in der Krise. Es beginnt im Alltag: in Meetings, bei Fehlern, in Kundengesprächen und in der Art, wie Prioritäten gesetzt werden.

Autor Kevin Kwasniok

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Steht die Elektronikbranche vor einem grundlegenden Umdenken?

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SHIFT: Smartphones, Nachhaltigkeit und The Green Deal Show

SHIFT entwickelt nachhaltige Smartphones mit Fokus auf Reparierbarkeit und Nachhaltigkeit. Im Interview spricht das Unternehmen über neue Entwicklungen und Erfahrungen nach der Teilnahme an der The Green Deal Show

Wie entstand die Idee zu SHIFT und was hat euch damals an der Elektronikbranche besonders gestört?

Die Idee zu SHIFT entstand aus der Überzeugung, dass Technik den Menschen dienen sollte – und nicht umgekehrt. Gleichzeitig haben wir beobachtet, wie Smartphones immer geschlossener wurden. Akkus ließen sich nicht mehr so einfach wechseln, Displays waren verklebt und selbst kleine Reparaturen wurden teuer oder unmöglich.

Dabei waren Smartphones längst zu einem unverzichtbaren Alltagsbegleiter geworden. Gerade deshalb haben wir uns gefragt: Warum gibt es eigentlich keine nachhaltige Alternative? Warum sollten Geräte, die uns täglich begleiten, nicht langlebig, reparierbar und fair produziert sein?

Auch aus dieser Frage heraus entstand SHIFT.

Wann wurde euch klar, dass nachhaltige Smartphones für viele Menschen ein wichtiges Thema werden könnten?

Relativ früh. Smartphones sind heute eines der wichtigsten Alltagsprodukte überhaupt. Fast jede Person besitzt eines und nutzt es täglich. Gleichzeitig wächst bei vielen Menschen das Bewusstsein dafür, welche Auswirkungen unser Konsum auf Umwelt und Gesellschaft hat.

Uns war deshalb schnell klar: Wenn Nachhaltigkeit in unserem Alltag eine Rolle spielen soll, dann muss sie auch bei Smartphones ankommen. Die Herausforderung bestand nicht darin, Menschen von der Bedeutung des Themas zu überzeugen, sondern eine echte Alternative anzubieten.

SHIFT setzt auf reparierbare und langlebige Geräte. Warum ist dieser Ansatz aus eurer Sicht so entscheidend?

Der größte Teil der Umweltbelastung eines Smartphones entsteht nicht bei der Nutzung, sondern bereits bei seiner Herstellung. Rohstoffe müssen gewonnen, Komponenten produziert und Geräte um die halbe Welt transportiert werden.

Deshalb ist die nachhaltigste Technik oft die, die man bereits besitzt. Je länger ein Gerät genutzt wird, desto besser verteilt sich dieser ökologische Rucksack über die Jahre. Reparierbarkeit ist dafür der Schlüssel. Ein gesprungenes Display oder ein schwächer werdender Akku sollten nicht dazu führen, dass ein komplettes Smartphone ersetzt werden muss. Stattdessen sollten einzelne Komponenten einfach austauschbar sein.

Genau deshalb entwickeln wir unsere Geräte modular und reparierbar.

Welche Herausforderungen begegnen euch bei fairer und nachhaltiger Elektronikproduktion am häufigsten?

Viele Prozesse in der Elektronikindustrie sind auf riesige Stückzahlen und maximale Kosteneffizienz ausgelegt. Wer Nachhaltigkeit, Reparierbarkeit und faire Arbeitsbedingungen konsequent mitdenkt, schwimmt häufig gegen den Strom.

Ein gutes Beispiel ist der Wasserschutz. Lange galt in der Branche die Annahme, dass sich hohe Reparierbarkeit und guter Schutz gegen Wasser kaum miteinander vereinbaren lassen. Mit dem SHIFTphone 8 konnten wir zeigen, dass beides möglich ist. Das Gerät verfügt über die Schutzklasse IP66 und bleibt dennoch modular aufgebaut. Für diesen Ansatz wurden wir unter anderem mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis und dem Bundespreis Ecodesign ausgezeichnet.

SHIFT: Smartphones, Nachhaltigkeit und The Green Deal Show smartphone in der hand

Wie schafft es SHIFT, Nachhaltigkeit, Technik und Alltagstauglichkeit miteinander zu verbinden?

Unser Ziel war nie, Menschen zu erklären, dass sie auf etwas verzichten müssen. Nachhaltige Technik muss im Alltag überzeugen. Deshalb entwickeln wir Produkte, die die Funktionen bieten, die Menschen wirklich brauchen, und gleichzeitig fairer, langlebiger und reparierbarer sind.

Wir glauben, dass Nachhaltigkeit dann erfolgreich ist, wenn sie nicht komplizierter, sondern besser wird. Genau daran arbeiten wir jeden Tag.

Ihr wart am 29. Mai 2026 in der zweiten Folge von The Green Deal Show zu sehen. Wie habt ihr die Teilnahme erlebt?

Die Teilnahme hat uns viel Spaß gemacht. Besonders beeindruckt hat uns die Energie vor Ort und die gemeinsame Überzeugung, dass nachhaltige Ideen mehr Sichtbarkeit verdienen.

Oft scheitern gute Lösungen nicht daran, dass sie nicht funktionieren, sondern daran, dass zu wenige Menschen von ihnen erfahren. Genau hier setzt das Format an. Die Green Deal Show bringt nachhaltige Innovationen auf eine große Bühne und zeigt, was heute bereits alles möglich ist. Teil davon zu sein, war für uns eine tolle Erfahrung.

Mit welchen Erwartungen seid ihr damals in The Green Deal Show gegangen?

Unser wichtigstes Ziel war Reichweite und Sichtbarkeit für unsere Mission. Wir wollten zeigen, dass nachhaltige Elektronik nicht nur eine Nische sein muss und dass auch aus Deutschland heraus innovative Hardware entwickelt werden kann.

Gleichzeitig waren wir gespannt auf die Gespräche mit den Creator und den anderen Unternehmen. Die Kombination aus Unternehmertum, Nachhaltigkeit und Reichweite fanden wir von Anfang an sehr spannend.

Gab es nach der Ausstrahlung neue Chancen, Partnerschaften oder Reaktionen aus der Community?

Absolut. Wir haben viele positive Rückmeldungen aus der Community erhalten und gemerkt, dass das Thema nachhaltige Elektronik bei vielen Menschen einen Nerv trifft.

Darüber hinaus haben sich zahlreiche spannende Gespräche ergeben – sowohl mit Creator als auch mit anderen Unternehmen aus dem Nachhaltigkeitsbereich.

Konnte SHIFT durch The Green Deal Show einen Deal abschließen oder wichtige Gespräche führen?

Ja, wir konnten einen Deal abschließen und auch sehr gute und vielversprechende Gespräche führen. Dem möchten wir aktuell aber noch nicht vorweggreifen. Ihr dürft also weiterhin gespannt sein.

Besonders schön daran ist, dass daraus nicht nur einzelne Posts oder kurzfristige Werbemaßnahmen entstanden sind, sondern eine langfristig angelegte Zusammenarbeit. Genau solche Partnerschaften wünschen wir uns: Kooperationen, die auf gemeinsamen Werten basieren und nachhaltige Themen über einen längeren Zeitraum sichtbar machen.

Wie ging es für euch nach der Sendung weiter und welche Entwicklungen haben sich seitdem ergeben?

Während der GreenDealShow wurde erstmalig offiziell und vor laufender Kamera das SHIFTed-Projekt bekanntgegeben. Carsten erwähnte in einem Nebensatz, dass wir ab jetzt nicht mehr nur noch SHIFTphones auf den Markt bringen und somit die Android-Welt mit nachhaltigen Geräten bedienen, sondern darüber hinaus auch iPhones SHIFTen werden, also nachhaltige Lösungen für die iOS-Welt ermöglichen. Das ist ein wichtiger Meilenstein in der SHIFT-Geschichte, der eng mit der Veröffentlichung der GreenDealShow verknüpft war. Jetzt sind wir sehr gespannt darauf, wie gut das Produkt angenommen wird und welche Schritte wir in naher Zukfunt im SHIFTed-Kosmos gehen können.

Was unterscheidet SHIFT aus eurer Sicht von klassischen Smartphone-Herstellern?

Der größte Unterschied beginnt bei der Frage, wofür ein Unternehmen eigentlich existiert.

Viele Hersteller sind darauf ausgerichtet, möglichst viele neue Geräte zu verkaufen. Unser Ziel ist es dagegen, Geräte zu entwickeln, die möglichst lange genutzt werden können. Deshalb setzen wir auf Reparierbarkeit, modulare Bauweisen und eine konsequente Kreislaufwirtschaft.

Mit dem SHIFTphone 8 konnten wir außerdem zeigen, dass sich Reparierbarkeit und Wasserschutz nicht ausschließen müssen.

Darüber hinaus verstehen wir uns als sinnorientiertes Unternehmen. Wirtschaftlicher Erfolg ist wichtig, aber nicht unser Selbstzweck. Unser Ziel ist es, positiven Wandel in der Elektronikbranche voranzutreiben und zu zeigen, dass Technologie auch fairer, nachhaltiger und transparenter gestaltet werden kann.

Würdet ihr anderen nachhaltigen Startups empfehlen, bei The Green Deal Show mitzumachen?

Definitiv.

Nachhaltige Startups stehen oft vor der Herausforderung, dass ihre Lösungen zwar relevant sind, aber zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Die Green Deal Show bietet die Möglichkeit, genau das zu ändern.

Das Format bringt Reichweite, spannende Persönlichkeiten und nachhaltige Innovationen zusammen. Gleichzeitig entstehen wertvolle Kontakte und neue Perspektiven. Für uns war die Teilnahme deshalb eine rundum positive Erfahrung.

Welche drei Tipps würdet ihr Gründer geben, die heute ein nachhaltiges Tech-Startup aufbauen möchten?

  1. Testet eure Idee früh mit echten Menschen.

Crowdfunding kann dafür ein hervorragendes Werkzeug sein. Man erhält ehrliches Feedback, baut eine Community auf und reduziert gleichzeitig das Risiko, an den Bedürfnissen der Nutzer vorbeizuentwickeln.

  1. Denkt in Kooperationen statt in Konkurrenz.

Gerade im Nachhaltigkeitsbereich sitzen viele Unternehmen letztlich im selben Boot. Wer Verbündete sucht statt Wettbewerber zu bekämpfen, kann oft deutlich mehr Wirkung erzielen.

  1. Denkt früh über die langfristige Ausrichtung eures Unternehmens nach.

Fragt euch, wem das Unternehmen gehören soll und wie ihr sicherstellt, dass die ursprüngliche Mission auch in zehn oder zwanzig Jahren noch Bestand hat. Nachhaltigkeit sollte nicht nur im Produkt stecken, sondern auch in der Struktur des Unternehmens selbst.

Bildcredits: Jérome Gerull

Wir bedanken uns bei Carsten Samuel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: SHIFT

shift logo  SHIFT: Smartphones, Nachhaltigkeit und The Green Deal Show

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SHIFT GmbH
Campus 7
34590 Falkenberg
Deutschland

https://www.shift.eco
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Mendo KI Adoption erhält Rückenwind durch Series A Finanzierung

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Mendo treibt KI Adoption in Unternehmen voran Team Foto

Die Mendo KI Adoption steht im Mittelpunkt einer neuen Finanzierungsrunde. Das französische Startup hat 12 Millionen Euro eingesammelt, um Unternehmen bei der Einführung generativer und agentischer KI zu unterstützen. Gleichzeitig will Mendo seine Position als führende Plattform für KI Adoption in Europa ausbauen.

Mendo, das auf die unternehmensweite Einführung generativer und agentischer KI spezialisierte Startup, hat eine Series-A-Finanzierung abgeschlossen. Die Runde umfasst 12 Millionen Euro und folgt auf eine Seed-Finanzierung über 3,5 Millionen Euro im Oktober 2024.

Ventech und Educapital führten die Runde an. Außerdem beteiligten sich Tomcat und OVNI. Mit dem frischen Kapital will Mendo den Roll-out seiner Plattform in großen europäischen Unternehmen beschleunigen.

Mendo KI Adoption gewinnt an Bedeutung

Seit seiner Gründung im Jahr 2021 verfolgt Mendo ein klares Ziel. Das Unternehmen will die Lücke zwischen leistungsfähigen KI-Lösungen und deren tatsächlicher Nutzung im Arbeitsalltag schließen.

Die Plattform integriert sich direkt in Anwendungen wie Microsoft 365 Copilot, ChatGPT, Gemini und Mistral AI. Dadurch unterstützt sie Mitarbeitende dabei, relevante Anwendungsfälle zu entdecken und KI sinnvoll einzusetzen.

Unternehmen können somit den Nutzen ihrer Investitionen besser ausschöpfen. Gleichzeitig bleibt der Mensch im Mittelpunkt der Einführung.

Warum viele KI Projekte scheitern

Laut Gartner erreichen rund 70 Prozent aller KI- und Agentik-Projekte nie den produktiven Einsatz. Allerdings liegt das Problem selten bei der Technologie selbst.

Viel häufiger fehlt die Akzeptanz innerhalb der Teams. Deshalb konzentriert sich Mendo gezielt auf die Einführung und Nutzung von KI im Arbeitsalltag.

Die Plattform hilft Unternehmen dabei, Mitarbeitende zu qualifizieren und die Nutzung langfristig zu verankern.

Agentische KI verändert Unternehmen

Mit agentischer KI beginnt eine neue Entwicklungsstufe für Unternehmen. Es geht nicht mehr nur darum, einzelne Aufgaben zu automatisieren.

Vielmehr entstehen robuste und sichere Dienste, die verschiedene KI-Modelle miteinander verbinden. Dadurch wird KI zunehmend zum operativen Rückgrat moderner Organisationen.

Sie unterstützt Prozesse, verknüpft Abteilungen und beeinflusst die Leistungsfähigkeit des gesamten Unternehmens. Dennoch bleibt die größte Herausforderung der Mensch. Unternehmen müssen neue Arbeitsweisen etablieren und ihre Teams aktiv mitnehmen.

Mendo begleitet den Wandel im Arbeitsalltag

Genau hier setzt Mendo an. Die Plattform hilft Unternehmen dabei, den tatsächlichen Mehrwert von KI zu erkennen.

Sie beantwortet zentrale Fragen: Wo entsteht echter Nutzen? Welche Prozesse sollten neu gedacht werden? Und an welchen Stellen lohnt sich der Einsatz von KI-Agenten?

„Mit der Agentik wechselt die KI ihren Status: Sie ist nicht länger ein Werkzeug, das ein paar Stunden pro Woche spart, sondern die Schicht, die sämtliche Abläufe eines Unternehmens orchestriert und steuert“, sagt Quentin Amaudry, CEO und Mitgründer von Mendo.

Er betont außerdem, dass kein Unternehmen diesen Wandel erfolgreich bewältigen wird, ohne seine Mitarbeitenden einzubeziehen und die Organisation weiterzuentwickeln.

Neue Finanzierung beschleunigt Wachstum

Die Finanzierungsrunde markiert den nächsten wichtigen Schritt für Mendo. Bereits heute nutzen mehr als 100 große Organisationen die Plattform. Dazu gehören unter anderem PwC, Novo Nordisk und Crédit Agricole.

Seit dem Start hat Mendo europaweit rund 100.000 Beschäftigte begleitet. Nun plant das Unternehmen die nächste Wachstumsphase.

Die neuen Mittel fließen in drei zentrale Bereiche:

  • Ausbau der Analysefunktionen zur Bewertung von KI-Nutzung und ROI
  • Verdopplung der Belegschaft von 50 auf 100 Mitarbeitende
  • Beschleunigung der Expansion in den wichtigsten europäischen Märkten

Darüber hinaus will Mendo die Einführung von KI-Agenten noch besser begleiten und deren Wirkung messbar machen.

Nach Angaben des Unternehmens erzielen Kunden bereits heute eine bis zu sechsmal höhere Adoption als bei herkömmlichen Methoden.

Investoren sehen großes Potenzial für KI Adoption

Die Investoren sehen in Mendo einen wichtigen Baustein für die Zukunft der Arbeitswelt.

Audrey Soussan, General Partner bei Ventech, betont, dass viele Unternehmen zwar in KI investieren, jedoch häufig Schwierigkeiten bei der praktischen Einführung haben.

Mendo löse genau dieses Problem. Die Plattform begleite Unternehmen von der Analyse bestehender Anwendungsfälle über die Weiterbildung der Teams bis hin zum Einsatz eigener KI-Agenten.

Auch Educapital sieht großes Potenzial. Litzie Maarek erklärt, dass agentische KI zunehmend die Zukunft der Arbeit prägt. Unternehmen müssten ihre Mitarbeitenden deshalb kontinuierlich befähigen, mit KI-Agenten zu arbeiten.

Mendo will europäische Referenz werden

Für Tomcat ist die Entwicklung vergleichbar mit dem Aufstieg des Internets vor 25 Jahren. KI werde zu einer unverzichtbaren Infrastruktur für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.

Patrice Thiry, Präsident von Tomcat, sieht den entscheidenden Wettbewerbsvorteil nicht in der Technologie selbst, sondern in ihrer erfolgreichen Nutzung durch Mitarbeitende.

Mendo habe früh erkannt, dass nachhaltige Wertschöpfung aus dem Zusammenspiel von künstlicher und menschlicher Intelligenz entsteht. Deshalb trauen die Investoren dem Unternehmen zu, zur europäischen Referenz für KI Adoption in Unternehmen zu werden.

Bild Teambild @ Mendo

Quelle Edifice Communication.com

Familie und Business skalieren: Die ungeschönte Wahrheit hinter dem Erfolg

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Business Skalierung mit Familie: Die ungeschönte Wahrheit Bildcredits/Fotograf: Diana Eismann Julia Bock Business Queen

Baby, Business und Skalierung, Schluss mit dem Strand-Mythos: Die ungeschönte Wahrheit über Familie und Business-Skalierung

Du kennst das Bild. Eine strahlende Gründerin sitzt am weißen Sandstrand. Der Laptop balanciert locker auf den Knien. Daneben schlummert das Baby selig im Schatten… Klingt zu gut, um wahr zu sein?

Die Realität sieht meistens anders aus. Du zerreißt dich täglich zwischen vollen Windeln, Teenager-Problemen, dem Alltag und dem Aufbau deines Unternehmens. Und genau in dem Moment, in dem der wichtigste Kunden-Call des Monats ansteht, geht in der Familie garantiert irgendetwas schief. Das ist kein persönliches Versagen. Das ist der ganz normale Wahnsinn. Wir müssen endlich mehr ungeschönte Realität wagen. Egal wie erfolgreich du bist oder wie lange du im Business stehst. Es gibt immer wieder Situationen, die dich an den Rand des Wahnsinns treiben. Es gibt Tage, da zweifelst du an deiner gesamten Existenz. Manchmal willst du den ganzen Scheiß einfach hinwerfen. Lass uns das bitte normalisieren. Erfolg bedeutet nicht, dass permanent goldene Millionen vom Himmel regnen, während du im Dauer-Zen-Modus bist. Dieses verzerrende Bild erzeugt einen brutalen Druck, besonders bei Anfängerinnen.

Die unsexy Basis-Arbeit statt Glitzerstaub

Viele Gründerinnen glauben, sie müssten nur fest genug meditieren oder das nächste glitzernde Marketing-Tool kaufen, um erfolgreich zu sein. Doch ein hochprofitables Unternehmen entsteht durch strategische, unsexy Basis-Arbeit. Natürlich spielt das Mindset eine große Rolle, aber ohne harte, strukturelle Arbeit bleibt dein Traum von einer erfolgreichen Selbständigkeit nur ein teures Hobby.

Das Spannende ist, die Zutaten für Erfolg bleiben oft gleich. Du musst sie nur je nach Wachstumsphase völlig neu zusammensetzen. Was dich auf fünfstellige Monatsumsätze bringt, bringt dich nicht automatisch auf dreißigtausend oder fünfzigtausend Euro im Monat. Hier setzt cleveres Skalieren an. Skalierung bedeutet nicht, dass du noch mehr schuftest und nachts am Schreibtisch kollabierst. Es bedeutet, dass deine Prozesse klüger werden. Du willst ein hochprofitables Unternehmen aufbauen, ohne dich permanent wie eine Rabenmutter zu fühlen. Das klappt nur mit Fokus und knallharten Regeln.

Harte Regeln für den Familienfrieden

Der größte Hebel für echte Vereinbarkeit sind klare Absprachen. Wenn du am Laptop sitzt, arbeitest du. Völlig egal, ob du im Homeoffice oder am Küchentisch sitzt. Arbeit ist echte Arbeit. In dieser Fokuszeit wirst du nicht gestört. Genau wie dein Partner feste Arbeitszeiten hat, brauchst du diese unumstößlichen Grenzen auch. Sobald du ein Reel drehst oder einen Text schreibst, bist du im Business-Modus.

Kommuniziere von Anfang an glasklar mit deinem Partner. Welche Unterstützung erwartest du und worauf legst du Wert. Das verhindert schwelende Konflikte im Alltag. Und um eins ganz offen zu sagen, am Anfang wirst du eventuell mehr Zeit investieren und weniger verdienen, aber das Ziel ist weniger arbeiten und mehr verdienen.

Als ich 2017 von offline zu online geswitcht bin, musste ich diese Grenzen sogar der erweiterten Familie beibringen. Da hieß es oft am Telefon: „Du bist doch eh zu Hause, du hast doch frei“. Meine Lösung war einfach und effektiv: Handy aus, Benachrichtigungen stummgeschaltet und Fokuszeit. Gleiches gilt heute übrigens für mein gesamtes Team.

Smarte Prozesse für wahre Vereinbarkeit

Viele Gründerinnen machen den Fehler, sofort ein riesiges Equipment und ein großes Team aufzubauen. Das ist ein klassischer Denkfehler. Am Anfang musst du die Dinge selbst im Kern verstehen. Du musst wissen, wie Marketing funktioniert. Du musst verkaufen lernen. Erst wenn die Umsätze stabil stehen, macht ein Team Sinn. Dank moderner Tools und KI muss dieses Team heute auch nicht mehr riesig sein. Künstliche Intelligenz kann dir zeitfressende Entwürfe oder administrative Aufgaben abnehmen. Das spart dir Stunden, die du für deine Kinder oder für dich nutzen kannst.

Für echte Vereinbarkeit brauchst du funktionierende Strukturen. Setze auf asynchrone Kommunikation. Du musst für deine Kunden nicht rund um die Uhr auf Abruf bereitstehen. Richte feste Zeitfenster für Nachrichten ein und nutze strikte Fokus-Blöcke. Zwei Stunden konzentriertes Arbeiten bringen dich weiter als sechs Stunden Ablenkung zwischen Kindergeschrei und Social-Media-Scrollen.

Wenn du Menschen einstellst, suche Experten, die in ihrem Bereich besser sind als du. Trotzdem darfst du unliebsame Aufgaben nicht einfach blind abgeben, sondern musst sie verstehen. Ich zum Beispiel hasse Buchhaltung. Sie ist jeden Monat meine persönliche Nemesis. Trotzdem verstehe ich die Grundlagen. Nur so kann ich Investitionen strategisch und intelligent steuern. Wer die Basics ignoriert, verliert die Kontrolle über sein Unternehmen.

Skalierung ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis von klugen Systemen und unsexy Strukturen, die dir am Ende die wahre Freiheit schenken.

Autor Julia Bock

Bildcredits/Fotograf: Diana Eismann

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

ShopAgentic Finanzierung bringt 1,9 Millionen Euro für Agentic Commerce

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ShopAgentic Finanzierung bringt 1,9 Millionen Euro für Agentic Commerce

ShopAgentic Finanzierung bringt 1,9 Millionen Euro für Agentic Commerce

Die ShopAgentic Finanzierung markiert einen wichtigen Schritt für die Zukunft des digitalen Handels. Das Startup aus Hannover hat 1,9 Millionen Euro in einer Pre-Seed-Runde eingesammelt und entwickelt eine Plattform, mit der Händler ihre Systeme auf autonome KI-Agenten vorbereiten können.

Hannover, 11. Juni 2026 – Das Hannoveraner Startup ShopAgentic hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über 1,9 Millionen Euro abgeschlossen. Die Runde führten May Ventures und Greenfield Capital an. Außerdem beteiligen sich mehrere internationale Business Angels sowie Experten aus der E-Commerce- und Softwarebranche.

ShopAgentic entwickelt eine Technologieplattform, mit der Händler und Marken ihre Systeme auf den Einsatz autonomer KI-Agenten vorbereiten können.

ShopAgentic Finanzierung treibt Wachstum voran

Laut einer Analyse von Deloitte werden bis 2030 rund 25 Prozent aller weltweiten E-Commerce-Umsätze durch KI-Agenten initiiert oder unterstützt. Deshalb verändern sich nicht nur die Einkaufserlebnisse der Verbraucher. Auch die technischen Anforderungen an Händler und Marken steigen deutlich.

„Der digitale Handel steht vor einem grundlegenden Wandel“, sagt Alexander Ringsdorff, CEO und Mitgründer von ShopAgentic.

„Wenn KI-Agenten künftig selbstständig Produkte auswählen und kaufen, müssen Händler ihre Systeme darauf ausrichten. Genau dafür bauen wir die technologische Infrastruktur.“

Agentic Commerce verändert den digitalen Handel

Im Gegensatz zu vielen allgemeinen KI-Lösungen verfolgt ShopAgentic einen arbeitsteiligen Ansatz. Jeder KI-Agent übernimmt eine klar definierte Aufgabe im Handelsprozess. Dazu zählen Produktdatenmanagement, Preisgestaltung, Kundenservice und Fulfillment.

Dadurch laufen viele operative Prozesse automatisch ab. Gleichzeitig behalten Händler die Kontrolle über Strategie, Prioritäten und Geschäftsergebnisse.

KI Agenten sollen Handelsprozesse automatisieren

Der Einsatz autonomer KI-Agenten eröffnet neue Möglichkeiten für Unternehmen. Händler können Prozesse effizienter gestalten und schneller auf Marktveränderungen reagieren.

Zugleich unterstützt die Plattform Unternehmen dabei, ihre bestehende Infrastruktur zukunftssicher auszurichten. Dadurch wird der Einstieg in Agentic Commerce deutlich einfacher.

Niedrige Einstiegshürden für Händler

Ein zentraler Vorteil der Lösung liegt in den geringen Einstiegshürden. ShopAgentic ergänzt bestehende Handelsplattformen oder wird als eigenständige Lösung eingesetzt.

Unternehmen müssen weder ihre Infrastruktur austauschen noch langjährige Transformationsprojekte starten. Besonders Händler mit eigenen E-Commerce-Systemen profitieren davon. Sie können sich auf autonome KI-Agenten vorbereiten, ohne ihre Technologielandschaft grundlegend zu verändern.

Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen die Produktentwicklung beschleunigen. Außerdem plant ShopAgentic weitere Integrationen mit relevanten Systemen im Handelsökosystem. Ebenso soll das Team wachsen und der breitere Marktstart vorbereitet werden.

Investoren setzen auf Agentic Commerce

Für die Investoren adressiert ShopAgentic einen Markt mit erheblichem Wachstumspotenzial.

„Die nächste Generation von Commerce-Software wird nicht nur für Menschen, sondern auch für KI-Agenten entwickelt werden müssen“, sagt Dominik Lohle, Managing Partner von May Ventures.

„ShopAgentic adressiert diese Entwicklung von Beginn an und schafft die dafür notwendige Infrastruktur.“

Neue Zahlungsmodelle für autonome Agenten

Auch Greenfield Capital investierte mit Blick auf die langfristige Entwicklung autonomer Agentensysteme und neuer Zahlungsinfrastrukturen.

Der Investor sieht insbesondere Agent-to-Agent-Payments als wichtigen Baustein der künftigen Handelsarchitektur. Dabei führen KI-Agenten Transaktionen direkt untereinander aus, ohne klassische Zahlungsnetzwerke zu nutzen.

„KI-Agenten kaufen nicht so ein wie Menschen, und schon bald werden sie auch nicht mehr so bezahlen wie Menschen“, sagt Claude Donzé, Principal bei Greenfield Capital.

„Stablecoins eignen sich ideal für Transaktionen zwischen Agenten. Sie ermöglichen eine sofortige Abwicklung, programmierbare Bedingungen und sind nicht auf für Menschen entwickelte Zahlungsnetzwerke angewiesen. ShopAgentic entwickelt die Händlerseite genau dieser zukünftigen Infrastruktur.“

Erfahrenes Gründerteam hinter ShopAgentic

Hinter ShopAgentic stehen Alexander Ringsdorff und Kai-Thomas Krause. Beide Gründer haben bereits mehrere technologische Veränderungen im Handel begleitet.

Im Jahr 2011 gründeten sie CouchCommerce, einen frühen Anbieter von Mobile-Commerce-Lösungen für Smartphones und Tablets. Später gehörten sie außerdem zum Gründerteam von NewStore. Die Softwareplattform wird heute von internationalen Marken für den Omnichannel-Handel genutzt.

Mit ShopAgentic konzentrieren sich die Gründer nun auf die nächste Entwicklungsstufe des digitalen Handels. Im Mittelpunkt steht der Einsatz autonomer KI-Agenten entlang der gesamten Customer Journey.

Das Unternehmen wurde im Dezember 2025 gegründet und hat seinen Sitz in Hannover.

Bild ShopAgentic Gründer Alexander Ringsdorff und Kai-Thomas Krause @ ShopAgentic

Quelle Vaubel Medienberatung GmbH

Women in Tech: „Wer sich jetzt einbringt, kann die Entwicklung aktiv mitprägen“

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Technologie, KI und Frauen in Tech: Karrierechancen Julia Koch Geschäftsführerin, Expertin für Innovation und Kundenzentrierung im Banking Finanz Informatik

Die Tech-Branche befindet sich in einem laufenden Umbruch – und genau darin liegt eine große Chance. Julia Koch, die bei Finanz Informatik (FI) digitale Banking-Lösungen für Millionen Menschen verantwortet, sagt: Die Strukturen sind noch nicht festgelegt, die Rollenbilder noch nicht zementiert. Wer jetzt mitmacht, prägt mit. Was das für sie als Führungskraft und für Frauen in Tech-Berufen konkret bedeutet, erzählt sie im Interview.

„Zukunft wird von denen gemacht, die sie aktiv gestalten.“

herCAREER: Julia, du sagst, die besten Karrieren für Frauen entstehen gerade jetzt in der Tech-Branche. Was macht diesen Moment so besonders?

Julia Koch: Wir erleben gerade einen echten Möglichkeitsmoment. Neue Karrieren in der Tech-Branche entstehen, weil wir heute viel mehr von Technologie erwarten als früher. Digitale Banking-Lösungen müssen heute intuitiv nutzbar und inklusiv sein. Sie müssen wirtschaftlich wirksam, regulatorisch compliant, sicher im Umgang mit Daten und nachhaltig im Ressourceneinsatz sein. Und vor allem müssen sie sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren und spürbare Mehrwerte für deren Alltag bringen. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird Technologie zunehmend zu einem gestaltenden Faktor für Geschäftsmodelle und Arbeitsweisen. Dadurch verändert sich auch, wer an Technologie arbeitet und welche Perspektiven dabei eine Rolle spielen.

Um relevante Lösungen zu entwickeln, brauchen Tech-Unternehmen neben technischen und wirtschaftlichen Perspektiven auch regulatorische, gesellschaftliche, ethische und nutzerzentrierte Sichtweisen. Diese Vielfalt an Perspektiven eröffnet enorme Chancen für neue Karrieren. Hinzu kommt der Generationenwechsel, der für viele Unternehmen natürlich eine Herausforderung ist. Er ist aber zugleich eine große Chance für alle Beteiligten. Für Unternehmen, um neue Skills und Talente gezielt aufzubauen. Und für Mitarbeitende und Quereinsteiger, als Potenzialträger erkannt und gefördert zu werden.

herCAREER: Und was macht diese Karrieren anders und besonders?

Julia Koch: Das Besondere an diesen Karrieren ist, dass sie sehr viel stärker gestaltend sind als früher. Es geht nicht mehr nur darum, einzelne Aufgaben in einem klar abgegrenzten Fachgebiet zu erfüllen, sondern darum, an den Schnittstellen zu arbeiten und crossfunktionalen Impact zu erzielen. Das sind Rollen, die Technologie mit Business, Strategie, Customer Experience, Regulierung und Nachhaltigkeit verbinden, dabei die Zusammenhänge verstehen und aktiv Einfluss auf die Entwicklung von Lösungen nehmen. Dadurch verändert sich auch die Qualität von Verantwortung. Man arbeitet nicht mehr nur an der Umsetzung, sondern prägt die Richtung mit. Das macht diese Karrieren anspruchsvoll, aber auch sehr attraktiv.

herCAREER: Du stellst deine Teams bewusst divers auf und setzt dich für Diversity und Women in Tech ein. Warum ist das für dich so wichtig?

Julia Koch: Wir entwickeln Lösungen für rund 50 Millionen Menschen. Eine Zielgruppe, so vielfältig wie die Gesellschaft selbst, kann man nur mit vielfältigen Teams wirklich nutzerzentriert adressieren. Vielfalt ist somit bei uns kein Kulturprogramm, sondern eine Voraussetzung für nachhaltige Innovation.

Entscheidend ist, dass diese Perspektiven im Alltag auch wirklich zusammengebracht werden durch Führung, die weniger im Detail vorgibt und stärker als Impulsgeber wirkt: mit klarem Rahmen, klarer Richtung und Raum für eigenständige Lösungsfindung. Wenn Teams erleben, dass ihre Lösungen dadurch besser werden, entsteht daraus Überzeugung.

herCAREER: Viele Branchen beklagen derzeit ein Nachwuchsproblem. Wie erlebst du das im FinTech-Bereich – insbesondere bei jungen Frauen?

Julia Koch: Der Fachkräftemangel in der IT ist seit Jahren spürbar und wird sich durch den demografischen Wandel weiter verstärken. Viele erfahrene Mitarbeitende werden in den kommenden Jahren aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden, und das in einer Phase, in der gleichzeitig der Bedarf an technologischer Kompetenz weiter steigt.

Wir sehen aber auch eine sehr positive Entwicklung. Immer mehr Frauen entscheiden sich für technische Ausbildungswege, und der Anteil von Frauen in technischen Teams wächst kontinuierlich. Das ist ein Trend, den wir aktiv unterstützen, beispielsweise durch Kooperationen mit Hochschulen, der Hacker School oder mit gezielten Förderprogrammen. Wenn Unternehmen mehr Frauen in Tech und Führung wollen, dann reicht es nicht, auf den Markt zu warten. Dann müssen sie gezielt Sichtbarkeit, Entwicklung und Vernetzung ermöglichen. Deshalb sind Mentoring-Programme, interne Netzwerke wie She@FI oder das Führungsnetzwerk der Sparkassen-Finanzgruppe „S-FiF-Frauen in Führung“ so wichtig.

Sie stärken nicht nur individuelle Karrieren, sondern schaffen auch die strukturellen Voraussetzungen dafür, dass mehr Frauen ihren Weg in gestaltende Rollen finden. Zudem ist Sichtbarkeit über Unternehmensgrenzen hinaus wichtig. Netzwerke und Plattformen wie herCAREER oder FEMWORX schaffen Räume, in denen Frauen Vorbilder erleben, Erfahrungen teilen und konkrete Zugänge in Technologie- und Führungsrollen finden. Diese Verbindung aus interner Förderung und externem Austausch macht aus individuellen Karrierewegen eine breitere Bewegung.

herCAREER: Transformation ist dein Alltag. KI verändert aktuell Prozesse, Rollen und Zusammenarbeit. Welche Aspekte dieser Transformation werden deiner Erfahrung nach am häufigsten unterschätzt?

Julia Koch: Ein Aspekt, der aus meiner Sicht häufig unterschätzt wird, ist, dass KI-Transformation in erster Linie ein Veränderungsprozess für Menschen ist. Technologie lässt sich vergleichsweise schnell bereitstellen. Entscheidend ist aber, ob sie im Alltag tatsächlich genutzt wird und dort messbaren Mehrwert schafft. Der Erfolg von Transformation hängt stark von Adoption ab. Es reicht nicht aus, neue Lösungen einzuführen. Man muss dafür sorgen, dass sie verstanden, akzeptiert und sinnvoll eingesetzt werden. Dafür sind Führung, Kommunikation und Befähigung zentrale Erfolgsfaktoren. Es geht darum, Orientierung zu geben, den Sinn von Veränderungen zu vermitteln und Mitarbeitende zu befähigen, neue Wege zu gehen. Deshalb verknüpfen wir Lernen sehr bewusst mit konkreten Use Cases und setzen damit direkt an der Wertschöpfung an. Beim Thema KI sind Formate wie unsere KI-Lernreisen oder die KI-Community nah an der Praxis, werden von den Teams mitgestaltet und schaffen genau diesen Transfer in den Arbeitsalltag.

Wenn man Transformation konsequent menschenzentriert denkt, verändert das auch den Blick auf die Art, wie wir Technologie bereitstellen und damit Lösungen gestalten. KI skaliert dort, wo Menschen befähigt werden, mit ihr zu arbeiten, neue Anwendungsfälle mitzugestalten und Lernen direkt in die Wertschöpfung zu übersetzen. Hierzu entwickeln wir eine KI-Plattform, die unseren Teams die Standardisierung und Wiederverwendung von Agentic-AI sukzessive über das gesamte Spektrum der Banking-Lösungen hinweg ermöglicht. Damit verschiebt sich Lösungsentwicklung von einer stark technologiegetriebenen Perspektive hin zu echter Business-Ownership.

herCAREER: Wenn sich beruflich alles ständig verändert – wie bleibst du als Mensch geerdet? Welche Routinen helfen dir?

Julia Koch: Schnelle Veränderung im Umfeld und im Inneren von Unternehmen hat mich beruflich von Anfang an begleitet. Ich empfinde es als spannend und reizvoll, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem sich Dinge bewegen und neu entstehen. Gleichzeitig habe ich gelernt, dass man in solchen Phasen sehr bewusst mit der eigenen Energie umgehen muss. Im beruflichen Kontext arbeite ich sehr fokussiert und mit einem klaren Zielbild. Umso wichtiger sind für mich Phasen, in denen ich wirklich abschalten kann und Abstand gewinne.

Reisen hilft mir dabei sehr. Meine Passion sind Fernreisen und Exkursionen in die Natur, weil ich dort tatsächlich aus dem Arbeitskontext herauskomme. Vor kurzem war ich zum Beispiel in Grönland. Das war wirklich sehr beeindruckend. Für die kleinen Auszeiten zwischendurch brauche ich gar nicht viel. Von Berlin aus fahre ich gerne nach Usedom. Am langen Strand entlangzulaufen, macht mir den Kopf frei und hilft mir, wieder Perspektive zu gewinnen. Diese bewussten Wechsel zwischen hoher Intensität und echtem Abschalten sind für mich wichtig, um langfristig wirksam und geerdet zu bleiben.

herCAREER: Wie führt man zukunftsorientierte KI-Dienstleistungen und Automatisierung mit einer traditionsreichen, kundenzentrierten Marke wie der Sparkasse zusammen?

Julia Koch: Für mich ist das kein Widerspruch, sondern eine konsequente Weiterentwicklung. Der Markenkern der Sparkassen war schon immer, allen Menschen in der Gesellschaft einen einfachen Zugang zu den in der jeweiligen Zeit modernen Finanzlösungen zu ermöglichen. Übertragen auf die heutige Zeit bedeutet das, digitale und zunehmend auch KI-gestützte Banking-Lösungen so zu gestalten, dass sie einen echten Mehrwert im Alltag bieten. Dabei bleiben Themen wie Sicherheit, Verlässlichkeit und verantwortungsvoller Umgang mit Daten enorm wichtig, denn gerade im Banking ist Vertrauen die zentrale Grundlage. Deshalb ist digitale Souveränität für uns eine operative Voraussetzung. Wir müssen jederzeit die Kontrolle über Daten, Systeme und Prozesse behalten, um Sicherheit, Stabilität und regulatorische Anforderungen langfristig gewährleisten zu können.

Die besondere Herausforderung liegt darin, diese technologischen Möglichkeiten mit der traditionellen Stärke der Sparkassen – der persönlichen Betreuung – zu verbinden.

Genau daran arbeiten wir: indem wir KI sowohl intern zur Unterstützung der Mitarbeitenden einsetzen als auch dort, wo sie für Kundinnen und Kunden einen spürbaren Nutzen bringt.

So entsteht ein Zusammenspiel aus technologischer Innovation und verlässlicher Infrastruktur mit dem Ziel, moderne Banking-Lösungen verantwortungsvoll und in der Breite der Gesellschaft wirksam zu machen.

herCAREER: Welche Fähigkeiten werden im KI-Zeitalter wichtiger und welche verlieren an Bedeutung?

Julia Koch: Im KI-Zeitalter verschiebt sich die Bedeutung von Fähigkeiten. Tiefgehendes technisches Spezialwissen bleibt wichtig, wird aber für weniger Rollen benötigt.

An Bedeutung gewinnen vor allem sogenannte Human Skills. Dazu gehören kritisches Denken, Kommunikationsfähigkeit und die Fähigkeit, in komplexen Zusammenhängen zu arbeiten.

Besonders wichtig ist aus meiner Sicht die Fähigkeit, kontinuierlich zu lernen. In einem Umfeld, das sich so schnell verändert, ist es weniger entscheidend, was man einmal gelernt hat, sondern wie schnell man sich auf neue Themen einstellen kann.

herCAREER: Bist du selbst eher Spezialistin oder Generalistin? Und wie wirkt sich das auf deinen Führungsstil aus?

Julia Koch: Ich sehe mich eher als Generalistin. Meine Stärke liegt darin, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und Zusammenhänge zu verstehen.

Das prägt auch meinen Führungsstil und insbesondere, wie ich meine Teams aufstelle. Ich glaube nicht, dass Führungskräfte alle fachlichen Details im Blick haben müssen. Ihre Aufgabe ist vielmehr, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit im Team die besten Lösungen entstehen können. So ist auch eine Führungskarriere ohne IT-nahe Ausbildung bei uns im Unternehmen sehr spannend und vielversprechend.

herCAREER: Woran bist du auf deinem bisherigen Karriereweg am meisten gewachsen?

Julia Koch: Am meisten gewachsen bin ich in Situationen, in denen ich neue Verantwortung übernommen habe, ohne schon alle Antworten zu kennen. Ich habe gelernt, Unsicherheit auszuhalten, trotzdem Entscheidungen zu treffen und mir immer wieder neue Fähigkeiten anzueignen. In einem Umfeld, das sich technologisch und organisatorisch ständig weiterentwickelt, ist kontinuierliches Lernen entscheidend. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das Wissen von gestern für die Aufgaben von morgen ausreicht. Eine wichtige Erkenntnis für mich war, wie wichtig es ist, Verantwortung zu teilen und auf die Stärke von Teams zu vertrauen. In komplexen Umfeldern kann man nicht alles selbst steuern oder lösen. Entscheidend ist, die richtigen Menschen zusammenzubringen, Orientierung zu geben und ihnen den Raum zu lassen, ihre Stärken wirksam einzubringen.

Das klingt einfacher, als es in der Praxis ist. Gerade wenn man sich selbst verantwortlich fühlt, braucht es Geduld und Offenheit dafür, dass es auch andere Lösungswege gibt als den, den man selbst wählen würde.

herCAREER: Welchen Ratschlag, welche Ermutigung möchtest du jungen Frauen mitgeben, die in der Technologie-Branche Karriere machen möchten?

Julia Koch: Mein wichtigster Rat ist: keine Angst vor Technologie. Technologie ist kein abstraktes Konstrukt, sondern etwas, das von Menschen gestaltet wird. Habt den Mut, Neues auszuprobieren und Dinge zu tun, auch wenn ihr noch nicht genau wisst, wie der Weg aussieht. Kaputtgehen kann immer etwas – unabhängig davon, ob man jung oder erfahren ist. Ich selbst bin oft eher aus Neugier in neue Aufgaben hineingestolpert und wusste selten im Vorfeld, was im Detail auf mich zukommt. In der Regel ist es gut gegangen. Jetzt ist eine Phase, in der sehr viel gestaltet werden kann. Strukturen und Rollenbilder sind noch nicht festgelegt. Wer sich jetzt einbringt, kann die Entwicklung aktiv mitprägen.

Im aktuellen Wandel werden Menschen gebraucht, die Zusammenhänge verstehen, Perspektiven verbinden und andere mitnehmen können. Das sind Fähigkeiten, die viele Frauen und auch viele Quereinsteigerinnen mitbringen. Es geht nicht darum, perfekt vorbereitet zu sein. Es geht darum, bereit zu sein und mitzuwirken. Zukunft wird von denen gemacht, die sie aktiv gestalten.

Die herCAREER Expo steht für: Austausch, Expertise und Inspiration.

Am 22. und 23. Oktober 2026 öffnet die herCAREER Expo ihre Türen im MOC München – ein Event, das Menschen anspricht, ganz gleich, ob sie aktiv auf Jobsuche sind oder einfach nach Inspiration und Netzwerk suchen.

Als Europas führende Plattform für weibliche* Karrieren schafft die herCAREER einen Raum für Begegnungen. Hier treffen Fach- und Führungskräfte, Nachwuchstalente sowie führende Köpfe aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft aufeinander, um voneinander zu lernen und gemeinsam eine gerechtere, inklusivere Arbeitswelt zu gestalten.

Bild Julia Koch Geschäftsführerin, Expertin für Innovation und Kundenzentrierung im Banking Finanz Informatik

Quelle messe.rocks GmbH

Werden alte Social Media Beiträge zum unterschätzten Risiko?

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copyrightchecker.de: Social Media und Musik in Reels Anja Polzer Copyright Social Media King GmbH

copyrightchecker.de analysiert Social Media Inhalte und identifiziert potenzielle Risiken bei der Nutzung von Musik in Reels, um Unternehmen, Agenturen und Creatorn mehr Transparenz und Übersicht zu ermöglichen

Wie ist copyrightchecker.de entstanden und wer steht hinter dem Startup?

Copyrightchecker.de entstand aus einer persönlichen Erfahrung mit Musik Urheberrechtsverletzungen im Social Media Bereich. Als Social Media Agentur betreuen wir täglich zahlreiche Accounts und wurden selbst mit einer urheberrechtlichen Forderung im Zusammenhang mit Musiknutzung in Reels konfrontiert.

Dabei wurde uns schnell bewusst, wie aufwendig und zeitintensiv die manuelle Prüfung großer Mengen an Content wirklich ist. Alte Reels mussten einzeln überprüft, Musiknutzungen nachvollzogen und potenzielle Risiken bewertet werden. Gleichzeitig verliert man beim manuellen Durchscrollen schnell den Überblick und ist sich am Ende oft trotzdem nicht sicher, ob wirklich alles geprüft wurde, zudem machte uns die Instagram app das Leben schwieriger da sie nach einem löschen oder archivieren uns wieder komplett zum Anfang der Reels gebracht hatte.

Genau daraus entstand die Idee zu copyrightchecker.de.

Hinter dem Projekt steht ein Team aus der Social Media King Agentur Anja Polzer & Alex Petropoulos. Wir arbeiten täglich mit Social Media Accounts und wollten deshalb ein Tool entwickeln, das nicht nur technisch funktioniert, sondern auch wirklich benutzerfreundlich ist.

Unser Ziel war von Anfang an klar: Unternehmen, Agenturen und Creatorn Zeit zu sparen, mehr Klarheit zu verschaffen und eine strukturierte Übersicht über potenziell relevante Musiknutzungen in Reels zu ermöglichen.

Welche persönliche Motivation hat Sie dazu bewegt, sich mit Urheberrechtsrisiken im Social Media Bereich zu beschäftigen?

Ein Teil unseres Teams bringt langjährige Erfahrung aus der Musikbranche mit. Alex Petropoulos war selbst über 20 Jahre als DJ und Produzent tätig und hatte dadurch früh Berührungspunkte mit Musikrechten, Labels, Lizenzmodellen und Rechteübertragungen.

Uns wurde in den vergangenen Jahren immer stärker bewusst, dass viele Unternehmen, Creator und Agenturen die Risiken rund um Musiknutzung auf Social Media unterschätzen oder sich damit erst beschäftigen, wenn bereits Probleme entstanden sind.

Unsere Motivation war deshalb nicht nur die Entwicklung eines technischen Tools, sondern auch die Sensibilisierung für dieses Thema.

Gleichzeitig war uns wichtig, Unternehmen und Creatorn mehr Klarheit und Zeitersparnis zu ermöglichen. Viele Nutzer berichten uns, dass sie durch die strukturierte Analyse erstmals einen echten Überblick über ihre Reels erhalten haben und dadurch fundiertere Entscheidungen treffen können.

Was genau macht copyrightchecker.de anders als klassische rechtliche Prüfungen oder Beratungen?

Copyrightchecker.de ersetzt keine Rechtsberatung und keine individuelle juristische Prüfung.

Der Unterschied liegt im technischen und operativen Ansatz. Während klassische Prüfungen häufig manuell und zeitintensiv sind, analysiert unser System automatisiert öffentlich zugängliche Instagram Reels und identifiziert potenziell relevante Musiknutzungen.

Dadurch erhalten Unternehmen, Agenturen und Creator eine strukturierte Übersicht darüber, welche Inhalte genauer geprüft werden sollten, bevor es teuer wird.

Die Ergebnisse dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine rechtliche Bewertung dar. Unser Ziel ist es, Transparenz zu schaffen, Zeit zu sparen und Unternehmen eine fundiertere Grundlage für interne Entscheidungen zu geben.

Viele Nutzer kombinieren die Analyse zusätzlich mit einer anwaltlichen Beratung. Dadurch erhält der Anwalt bereits eine strukturierte Übersicht der potenziell relevanten Inhalte und kann deutlich effizienter arbeiten.

Welche Vision verfolgen Sie mit copyrightchecker.de im Umgang mit Urheberrecht auf Plattformen wie Instagram oder TikTok?

Unsere Vision ist es, Unternehmen und Creatorn mehr Transparenz und Bewusstsein im Umgang mit Musiknutzung auf Social Media Plattformen zu ermöglichen.

Aktuell liegt unser Fokus auf Instagram, wo copyrightchecker.de bereits erfolgreich eingesetzt wird und sehr positives Feedback erhält.

Gleichzeitig arbeiten wir intensiv an der Weiterentwicklung für TikTok. Die technische Integration ist deutlich komplexer, da sich Plattformstrukturen und Audioverarbeitung stark unterscheiden. Dennoch ist TikTok ein wichtiger Bestandteil unserer Zukunftsstrategie.

Unser Ziel ist es, langfristig eine zentrale Plattform für die technische Analyse potenzieller Musik Urheberrechtsrisiken im Social Media Bereich aufzubauen, wir sind weltweit das erste Unternehmen die das so zur Verfügung stellt!

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Analysen für Unternehmen und Creator verständlich und praxisnah bleiben?

Unser Fokus liegt auf einer möglichst einfachen und verständlichen Nutzererfahrung.

Nutzer geben lediglich ihren öffentlichen Instagram Account an und erhalten nach der Analyse eine detaillierte Auswertung der Reels. Dabei arbeiten wir mit einem klaren Ampelsystem.

Grün bedeutet aktuell keine relevanten Risiken erkannt. Gelb signalisiert Inhalte, bei denen genauer geprüft werden sollte, ob entsprechende Nutzungsrechte oder Lizenzen vorliegen. Rot weist auf Inhalte hin, bei denen ein erhöhtes Risiko bestehen kann und eine genauere Prüfung empfohlen wird.

Zusätzlich erhalten Nutzer Direktlinks zu den jeweiligen Reels und sparen sich dadurch stundenlanges manuelles Suchen innerhalb ihres Accounts.

An welche Zielgruppen richtet sich Ihr Tool besonders und welche konkreten Probleme lösen Sie im Alltag dieser Nutzer?

copyrightchecker.de: Social Media und Musik in Reels- app

Unsere Hauptzielgruppen sind Unternehmen, Creator, Influencer und Social Media Agenturen.

Viele dieser Nutzer haben über Monate oder Jahre hinweg große Mengen an Reels veröffentlicht und verlieren mit der Zeit den Überblick über verwendete Musik und potenzielle Risiken.

Genau hier setzt copyrightchecker.de an. Das Tool schafft Klarheit, spart Zeit und liefert Unternehmen eine bessere Grundlage für interne Entscheidungen und Content Prüfungen.

Gerade Social Media Teams und Agenturen profitieren davon, Risiken strukturierter einordnen und problematische Inhalte schneller identifizieren zu können.

Welche typischen Fehler sehen Sie bei der Nutzung von Musik in Social Media und wie hilft Ihre Lösung dabei, diese zu vermeiden?

Viele Unternehmen und Creator gehen davon aus, dass Musik automatisch genutzt werden darf, nur weil sie auf einer Plattform verfügbar ist.

Gleichzeitig geraten ältere Reels oft in Vergessenheit, obwohl genau diese Inhalte später relevant werden können.

Ein weiterer häufiger Fehler ist die rein manuelle Prüfung großer Accounts. Dieser Prozess ist extrem zeitaufwendig und oft unübersichtlich.

Unsere Lösung hilft dabei, potenziell relevante Inhalte schneller sichtbar zu machen und Unternehmen stärker für das Thema Musikrechte im Social Media Bereich zu sensibilisieren.

Wie gelingt es Ihnen, große Mengen an Content automatisiert und gleichzeitig zuverlässig zu analysieren?

Im Hintergrund arbeiten automatisierte Analyseprozesse und Audio-Erkennungssysteme mit umfangreichen Musikdatenbanken zusammen.

Der Prozess lässt sich grob mit bekannten Musik-Erkennungsdiensten vergleichen. Die Musik innerhalb öffentlicher Reels wird analysiert und mit großen Datenbanken abgeglichen.

Dadurch können große Mengen an Reels effizient ausgewertet werden, ohne dass Unternehmen oder Agenturen jeden einzelnen Inhalt manuell prüfen müssen.

Was war bisher die größte Herausforderung beim Aufbau von copyrightchecker.de?

Eine der größten Herausforderungen war die Verbindung aus technischer Skalierung, Benutzerfreundlichkeit und Zuverlässigkeit.

Gerade bei großen Accounts mit vielen Reels mussten Systeme entwickelt werden, die auch unter hoher Auslastung stabil funktionieren.

Gleichzeitig war es uns wichtig, trotz komplexer Prozesse eine möglichst einfache Nutzererfahrung zu schaffen.

Da wir parallel weiterhin unsere Social Media Agentur betreiben, bedeutete der Aufbau von copyrightchecker.de zusätzlich viele intensive Entwicklungsphasen und lange Nächte.

Welche Rolle spielt Skalierung bei einem Tool, das ganze Social Media Accounts überprüft?

Skalierung spielt eine zentrale Rolle.

Viele Unternehmen veröffentlichen heute hunderte oder sogar tausende Inhalte pro Jahr. Damit solche Accounts effizient analysiert werden können, müssen technische Prozesse stabil, schnell und zuverlässig funktionieren.

Gerade in Wachstumsphasen war es wichtig, die Infrastruktur kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Plattform leistungsfähig auszubauen.

Wie soll sich copyrightchecker.de in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Wir möchten copyrightchecker.de technologisch kontinuierlich weiterentwickeln und langfristig weitere Plattformen integrieren.

Ein großer Fokus liegt aktuell auf der Erweiterung für TikTok sowie auf der weiteren Optimierung der Benutzerfreundlichkeit sowie die Integration mehrer Zahlungsmöglichkeiten.

Zusätzlich möchten wir Unternehmen und Creatorn künftig noch mehr Transparenz und Unterstützung im Umgang mit Musikrechten auf Social Media bieten.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Probleme lösen, die real existieren und Menschen tatsächlich helfen.

Zweitens: Früh echtes Nutzerfeedback einholen und Produkte kontinuierlich verbessern.

Drittens: Dranbleiben. Unternehmertum bedeutet nicht, dass alles geradlinig verläuft. Rückschläge gehören dazu. Wichtig ist, weiterzumachen, aus Herausforderungen zu lernen und Dinge konsequent umzusetzen.

Bild Anja Polzer Bildcredits: Copyrightchecker.de / Social Media King GmbH

Wir bedanken uns bei Anja Polzer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


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Ansprechpartner: Alex Petropoulos

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Website in 60 Minuten: Wie aus Präsenz Sichtbarkeit wird

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Website und Sichtbarkeit: So überzeugen Suchmaschinen Bild STRATO Website als zentrale Plattform eines Unternehmens @STRATO

Online sein ist nicht gleich sichtbar sein

Eine Website kann online sein und trotzdem wirkungslos bleiben. Sichtbarkeit entsteht erst, wenn Besucherinnen und Besucher in wenigen Sekunden verstehen, worum es geht, ob das Angebot zu ihnen passt und wie der nächste Schritt aussieht. Fehlt diese Orientierung, wirkt die Seite austauschbar und die Bounce-Rate ist hoch. Dazu kommt: Suchmaschinen brauchen klare Signale. Ohne saubere Seitentitel, verständliche Überschriften und thematischen Fokus ist eine Website für Suchmaschinen unattraktiv und bleibt dadurch häufig unsichtbar.

Genau an dieser Stelle zeigt sich auch, was vor dem Website-Launch vorhanden sein sollte. Wer erst beim Bauen nach Formulierungen sucht, verliert Zeit und landet schnell bei allgemeinen Floskeln oder unfertigen Gedanken. Der Start funktioniert besser, wenn vorher drei Dinge feststehen: ein Satz, der das Angebot erklärt; eine klare Vorstellung davon, wen die Seite ansprechen soll; und ein konkreter nächster Schritt, den Interessierte gehen können.

Was in 60 Minuten realistisch machbar ist

In einer Stunde kann mit dem richtigen Vorgehen und den passenden Tools problemlos ein Online-Auftritt entstehen. Zunächst muss man sich über Name, Angebot, Zielgruppe im Klaren sein. Dann wird die Domain gesichert und damit die digitale Identität festgezurrt. Danach folgt die Auswahl einer Vorlage, die eine schlanke Struktur mit wenigen Seiten enthält, darunter meist eine Startseite, ein klares Angebot, eine Sparte „Über mich/Über uns“, damit der Nutzende weiß, mit wem er es zu tun hat, und schließlich die Kontaktseite. Dieser Aufbau geht besonders schnell und unkompliziert mit passenden Website-Baukästen. Oftmals reichen wenige Stichworte, um eine passende Vorlage als Vorschlag zu bekommen.

Im Anschluss können auch schon die ersten Inhalte eingefügt werden. Hier können KI-Funktionen bei der Texterstellung unterstützen und den Start beschleunigen. Sie helfen dabei, einen tragenden Einstiegssatz zu formulieren, eine erste „Über mich“-Seite zu strukturieren, FAQ-Fragen zu generieren oder Vorschläge für Seitentitel zu entwickeln. Wichtig ist dabei: KI liefert Rohfassungen, die den eigenen Ton und die eigene Positionierung noch nicht kennen. Gutes Prompten und redaktionelles Nachschärfen bleiben unverzichtbar, doch die erste leere Seite ist schon einmal überwunden. Das Ergebnis ist eine veritable digitale Visitenkarte, die schnell online gehen kann.

Wo die typischen Lücken nach dem Schnellstart entstehen

Nach dem ersten Launch steht das Gerüst. Was oft fehlt, sind zusätzliche Bausteine, die Vertrauen und Wiedererkennbarkeit aufbauen. Wenn die Startseite zu vage bleibt, weil man beispielsweise sein Angebot möglichst breit aufstellen möchte, ist für Nutzende oft nicht klar, was konkret angeboten wird und was der USP ist. Besser ist es, seine Nische zu finden und sie konkret zu beschreiben. Ein weiterer Klassiker sind SEO-Basics. Die Website ist live, aber es fehlen die Signale, die Suchmaschinen einordnen können: klare Seitentitel, saubere Überschriften und ein thematischer Fokus pro Seite mit für die Branche oder Dienstleistung relevanten Keywords. Auch Alt-Texte und Metadescriptions sollten hier nicht vergessen werden.

Wichtig ist auch ein stimmiger und konsistenter Eindruck der Marke: Tonalität, Bildsprache und Struktur sollten zusammenpassen, über alle Unterseiten hinweg. Wer hier inkonsistent wirkt, verliert Vertrauen schon, bevor Inhalte überhaupt wirken können. Dazu kommen Pflichtangaben wie Impressum und Datenschutzerklärung. Sie werden gern vertagt, gehören aber zur Professionalität und sind für geschäftlich genutzte Websites rechtlich vorgeschrieben. Wer sie vergisst oder unvollständig einbindet, riskiert Abmahnungen, Bußgelder und Vertrauensverlust.

Ähnlich wichtig ist Erreichbarkeit. Eine professionelle E-Mail-Adresse, ein klarer Absendername und ein Postfach, das zuverlässig bearbeitet wird, sind kleine Details mit großer Wirkung. Häufig fehlt zudem ein sichtbarer nächster Schritt und ein kurzer Hinweis, was nach der Anfrage passiert. Wer häufig telefonisch kontaktiert wird, kann mit einem KI-Telefonassistenten erste Anfragen annehmen, Informationen bündeln und Rückrufe strukturieren, damit vor allem in der Startphase kein Gespräch im Tagesgeschäft untergeht.

Fazit: So wird aus 60 Minuten eine belastbare digitale Basis

Der 60-Minuten-Start funktioniert, wenn er als erste Version verstanden wird. Was danach kommt, entscheidet über die tatsächliche Wirkung. In den ersten Tagen lohnt ein schneller Nachschärfzyklus: offene Fragen aus Gesprächen einfließen lassen, Pflichtangaben ergänzen, technische Grundlagen sauber setzen. Langfristig gilt: Eine Website ist nie fertig, sie entwickelt sich mit dem Unternehmen. Neue Leistungen, veränderte Positionierung, gewachsene Erfahrung: All das gehört sichtbar gemacht. Wer das verinnerlicht, behandelt die Website nicht als einmalige Aufgabe, sondern als kontinuierlichen Teil der Unternehmenskommunikation.

Autor Renata Jaffé

Bild STRATO Website als zentrale Plattform eines Unternehmens @STRATO

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum akzeptieren wir bei der Periode noch Lösungen von gestern?

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rayne Disc: Komfort und Innovation für die Periode Gründerin Ramona Schwarz. Joël Hunn

rayne entwickelt mit der rayne Disc ein wiederverwendbares Periodenprodukt, das mehr Komfort, Nachhaltigkeit und Sicherheit während der Periode ermöglichen soll

Wie ist die Idee zu rayne entstanden und wer steckt hinter dem Startup?

Ich bin Ramona, Gründerin von rayne, und komme ursprünglich aus dem Bereich Unterwäsche- und Lingerie-Design. Zehn Jahre lang habe ich mich mit dem weiblichen Körper, mit Materialien, Passform und Funktion beschäftigt. Irgendwann habe ich gemerkt: Bei Periodenprodukten hinkt die Innovation massiv hinterher. Die Idee zu rayne entstand aus echter Frustration – und dem Wunsch, es besser zu machen. Nicht nur funktional, sondern auch bei Design, Qualität und Kommunikation. rayne ist in Zürich entstanden, Swiss-made – und das ganz bewusst.

Heute wird rayne von einem starken Team getragen. Neben mir ist Désirée als Co-Founderin mit an Bord – sie bringt unternehmerische Erfahrung, Finanzierungs-Know-how und strategische Kompetenz mit. Uns verbindet die Überzeugung: Frauengesundheit verdient mehr Sichtbarkeit. Dieser Markt ist gesellschaftlich relevant und wirtschaftlich stark unterschätzt.

Warum war es euch wichtig, Menstruationsprodukte neu zu denken?

Weil die meisten Produkte auf dem Markt seit Jahrzehnten kaum verändert wurden, obwohl sich das Verständnis von Körper, Komfort und Nachhaltigkeit enorm weiterentwickelt hat. Mir war wichtig, ein Produkt zu entwickeln, das wirklich zum modernen Leben passt: langlebig, durchdacht, gut designt. Das Ziel war simpel – your most comfortable period. Ever.

Welche Erfahrungen aus dem Alltag vieler Frauen wolltet ihr mit rayne konkret verbessern?

Das ständige Wechseln, das Mitschleppen von Produkten, das Gefühl von Unsicherheit – gerade bei Sport, langen Arbeitstagen oder nachts. Ich wollte, dass man die Periode einfach vergessen kann. Nicht verdrängen – vergessen, weil man sich sicher und comfortable fühlt. Deshalb auch unser Claim: „Designed to be forgotten.“

Was unterscheidet die rayne disc von klassischen Periodenprodukten?

Die rayne Disc sitzt anders als Tampons oder Menstruationstassen: direkt unter dem Gebärmutterhals und nicht im empfindlichen Vaginalkanal. Das macht sie für viele Menschen deutlich komfortabler als Tampons. Sie bietet bis zu 12 Stunden Schutz – ohne Wechseln, ist wiederverwendbar, aus medizinischem Silikon und hat einen patentierten Finger-Tab, der die Entnahme einfacher und sicherer macht. Entwickelt und produziert in der Schweiz.

Welche Rolle spielen Design und Komfort bei der Entwicklung eurer Produkte?

Eine zentrale. Design ist bei rayne kein Zusatz — es ist Teil der Funktion. Der Finger-Tab ist ein gutes Beispiel: Er ist sowohl ästhetisch als auch funktional gedacht. Auch die Verpackung, die Kommunikation, das gesamte Markenerlebnis soll zeigen, dass Periodenprodukte nicht in eine Schmuddelecke gehören. Period Care kann schön sein.

Warum setzt rayne bewusst auf wiederverwendbare und nachhaltige Lösungen?

Weil Einwegprodukte auf Dauer weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll sind. Eine menstruierende Person verbraucht im Laufe ihres Lebens durchschnittlich 10’000 Tampons und Binden – viele davon mit Kunststoffanteilen, die Hunderte von Jahren brauchen, um sich abzubauen. Die rayne disc ersetzt das alles. Bei richtiger Pflege ist sie mehrere Jahre wiederverwendbar. Uns war dabei wichtig: Nachhaltigkeit soll sich nicht wie ein Kompromiss anfühlen. Die rayne disc soll nicht nur besser für die Umwelt sein – sondern auch komfortabler und praktischer als das, was man vorher kannte.

Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit Gynäkolog und Produktdesigner für eure Entwicklung?

Unverzichtbar. Die rayne disc wurde über zwei Jahre in enger Zusammenarbeit mit Gynäkologinnen und Produktdesignern entwickelt. Diese Kombination hat die Form, die Materialien und die Anwendung geprägt. Uns war dabei auch wichtig: Wer produziert das Produkt – und wie? Periodenprodukte unterliegen keiner Deklarationspflicht für Inhaltsstoffe. Wir haben uns bewusst für einen Schweizer Hersteller entschieden, der nach höchsten Qualitätsstandards produziert. Nicht weil wir müssen sondern weil wir wissen wollen, was in unserem Produkt steckt. Und weil unsere Kundinnen das verdienen.

An welche Zielgruppe richtet sich rayne besonders?

An alle, die menstruieren und bereit sind, umzudenken. Besonders spricht rayne Menschen an, die aktiv leben, hohe Ansprüche an Qualität haben und nicht zwischen Komfort und Verantwortung wählen wollen. Auch für Athletinnen ist die Disc ideal — kein String, kein Tampon, keine Einschränkung.

Welche Herausforderungen begegnen euch im FemTech-Markt aktuell?

Aufklärung ist nach wie vor eine der grössten. Die Disc ist vielen Menschen noch unbekannt – selbst im Vergleich zum Menstruationscup. Wir müssen gleichzeitig ein Produkt erklären und eine Marke aufbauen. Dazu kommt, dass Periodengesundheit in der Werbung und im Handel immer noch stiefmütterlich behandelt wird. Der Platz im Regal, die Sichtbarkeit in Medien – da ist noch viel Luft nach oben.

Wie geht ihr mit gesellschaftlichen Tabus rund um Menstruation und Frauengesundheit um?

Indem wir offen darüber sprechen – ohne Euphemismen, ohne Scham, aber auch ohne performativen Aktivismus. rayne nimmt die Periode ernst: als körperliche Realität, nicht als Problem. Unser Ton ist selbstbewusst, nicht laut. Zeitgemäss und selbstverständlich – das ist unsere Art, Normalisierung voranzutreiben.

Gab es einen Moment, in dem euch bewusst wurde, dass rayne mehr als nur ein Produkt werden könnte?

Ja, als die ersten Nutzerinnen begannen, uns zu schreiben. Nicht „danke, gutes Produkt“, sondern echte Nachrichten: dass sie sich endlich sicher fühlten beim Sport, beim Reisen, im Alltag. Da wurde klar: Das hier verändert etwas. Und das verpflichtet. Deshalb nehmen wir uns bewusst Zeit – nicht um das Sortiment zu erweitern, sondern um die gesamte Experience rund um die Periode weiterzudenken.

Welche nächsten Entwicklungen und Ziele plant ihr aktuell für rayne?

Wir expandieren gerade in weitere Märkte und arbeiten an der globalen Retail-Präsenz. Langfristig wollen wir nicht einfach wachsen — wir wollen die Art, wie Menschen ihre Periode erleben, nachhaltig verändern. rayne soll global die Referenzmarke für premium Period Care werden.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Wirklich ein Problem lösen – nicht nur ein Produkt entwickeln. Zweitens: Schnell testen, Feedback ernst nehmen und direkt von Kund lernen. Drittens: Nicht alles alleine machen. Ein starkes Netzwerk, gute Sparringspartner und Menschen, die Türen öffnen, sind unglaublich wertvoll.

Bildcredits/Fotograf: Joël Hunn

Wir bedanken uns bei Ramona Schwarz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wird Teilen zum neuen Haben?

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fainin Verleihapp für die Sharing Economy bei The Green Deal Show Maximilian Lehmann mit Laptop Bildcredits/Fotograf: Silvano Ballone

fainin ist eine Verleihapp für die Sharing Economy und ermöglicht das sichere Mieten und Vermieten von Gegenständen. Das Startup war am 22. Mai 2026 bei The Green Deal Show dabei und spricht im Interview über Vertrauen, nachhaltigen Konsum und die Zukunft des Teilens

Welche Idee steckt hinter fainin und wie entstand daraus eine Plattform für das sichere Mieten und Vermieten von Gegenständen?

Die Grundidee hinter fainin ist einfach: Nutzen ist immer wichtiger als Besitzen. In fast jedem Keller verstaubt hochwertiges Equipment, während andere Menschen genau diese Dinge für kurze Zeit teuer kaufen „müssen“ (jetzt nicht mehr). Wir haben mit fainin die sicherste App zum Leihen und Verleihen entwickelt. Mit der Verleihapp können alle teilnehmenden Nutzer clever Geld sparen, indem sie mieten statt kaufen, und gleichzeitig unkompliziert Geld verdienen, indem sie eigene Gegenstände sicher vermieten. Das Fundament für den Erfolg war die Beseitigung des größten Markthindernisses: dem Vertrauensdefizit. Aus dieser Vision haben wir eine technologische Plattform entwickelt, die das Teilen durch vollautomatisierte Verifikation, Vertragserstellung und maßgeschneiderte Absicherungen, jeden Verleih absolut risikofrei macht.

Wer sind die Menschen hinter fainin und wie ergänzen sich eure unterschiedlichen Stärken im Gründerteam?

Hinter fainin steht ein Drei-Personen-Gründerteam, das gemeinsam im Studium gegründet hat und technologische Exzellenz, strategischen B2B-Vertrieb und eine tiefe Leidenschaft für die Circular Economy (& die Veranstaltungs-, bzw. Content-Creation-Branche) vereint. Während unser CTO Kevin Mattutat unsere Tech-Abteilung leitet und unser Design-For-Trust in die technische Infrastrutkur integriert, fokussiert sich unser CPO Jan Seeberg auf die Suchmaschinenoptimierung und Inhaltserstellung. Unser CEO Maximilian Lehmann leitet gemeinsam mit Jan die Business-Seite und damit den strategischen Beziehungsaufbau im Enterprise-Bereich. Diese Symbiose ermöglicht es uns, nicht nur die intuitive Verleihapp fainin zu betreiben, sondern mit 2-SHARE.de gleichzeitig komplexe White-Label-PaaS-Lösungen für den Corporate-Markt bereitzustellen.

fainin war am 22. Mai Teil von „The Green Deal Show“. Mit welchen Erwartungen seid ihr in die neue YouTube Show gegangen?

Wir sind mit der klaren Erwartung angetreten, der breiten Masse und B2B-Partnern zu zeigen, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Profit keine Widersprüche sind. Da die Show eine exzellente Bühne für grüne Innovationen bietet, wollten wir beweisen, wie fainin als digitale Infrastruktur das Konsumverhalten radikal prägen kann. Unser Ziel war es, sowohl die Markenbekanntheit unserer Verleih-App zu stärken als auch das Interesse von Nachhaltigkeitsmanagern für unsere geschlossenen Unternehmens-Marktplätze zu wecken.

Das hat tatsächlich auch geklappt. Einige Kooperationen sind noch nicht spruchreif, aber viele tausende Nutzer sind durch den Aufruf auf die App gekommen und machen Teilen zum neuen Haben.

Wie habt ihr die Atmosphäre und den Austausch bei „The Green Deal Show“ erlebt?

Die Atmosphäre war extrem professionell, dynamisch und von echtem Pioniergeist geprägt. Der Austausch mit den Juroren und den anderen Teams hat gezeigt, wie hoch der Druck, aber auch die Motivation im Markt ist, skalierbare Kreislaufwirtschaft-Lösungen zu etablieren. Es war inspirierend zu sehen, wie fokussiert das gesamte Format darauf ausgelegt ist, echten Impact messbar und sichtbar zu machen.

Würdet ihr anderen Startups empfehlen, bei „The Green Deal Show“ mitzumachen, und warum?

Ja, absolut. Für jede Gründerin und jeden Gründer im Impact- und Climate-Tech-Bereich ist die Show ein mächtiger Hebel. Sie zwingt ein Startup dazu, die eigene Value Proposition messerscharf auf den Punkt zu bringen. Zudem bietet die mediale Reichweite eine unbezahlbare Validierung, die Türen bei Kunden, Investoren und strategischen Partnern öffnet.

Gab es für fainin einen Deal?

Wir haben die Bühne genutzt, um unsere führende Marktposition im Bereich digitaler Sharing-Infrastrukturen zu untermauern. Der wahre „Deal“ für uns ist das überwältigende Feedback im Nachgang der Show, das sowohl unsere Nutzerzahlen auf der Plattform als auch die Inbound-Anfragen von Großunternehmen für unsere Softwarelösung 2-SHARE.de massiv beflügelt hat.

Ob wir einen Deal am Ende mit einem Influencer mit nach Hause genommen haben? Das solltest Du am besten selbst herausfinden.

Viele Menschen besitzen Dinge, die nur selten genutzt werden. Wie möchte fainin das Thema Sharing im Alltag neu etablieren?

Im Grunde stoßen wir eine echte Verhaltensänderung an. Wir machen Schluss mit der Illusion, dass man alles besitzen muss, um es zu nutzen. Wir etablieren kollaborativen Konsum, indem wir ihn günstiger, bequemer und sicherer machen als den traditionellen Neukauf. fainin ist keine Nachhaltigkeits-Plattform, sondern ein Finanz- und Lifestyle-Tool für den Alltag. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und steigender Lebenshaltungskosten löst unsere Sharing Economy App zwei fundamentale Probleme gleichzeitig: Nutzer können massiv Geld sparen, indem sie Premium-Equipment wie Drohnen, Beamer, Event-Equipment oder Werkzeuge flexibel mieten, anstatt sie teuer neu zu kaufen. Auf der anderen Seite können Besitzer unkompliziert ein lukratives passives Einkommen generieren, indem sie ihre ungenutzten Gegenstände sicher vermieten. Wir verändern das Konsumverhalten nicht durch Verzicht, sondern durch finanziellen Mehrwert (= Geld sparen & verdienen per App). Und ganz nebenbei reduzieren wir die Scope-3-Emissionen unserer Gesellschaft.

Wie schafft es fainin, Vertrauen und Sicherheit zwischen Vermietern und Mietern aufzubauen?

Das größte Problem traditioneller P2P-Marktplätze war die psychologische Barriere. Manche nennen das das sogenannte „Stranger Danger“-Phänomen. Gerade wenn Budgets knapper werden, sind Menschen extrem protektiv mit ihrem Eigentum; niemand verleiht seine 1.000-Euro-Kamera an Fremde, wenn das Risiko von Diebstahl oder Beschädigungen im Raum stehen. Genau hier greift unsere „Design-for-Trust“-Architektur. Wir haben Vertrauen digitalisiert und in unserer Verleihapp automatisiert. Jedes Mitglied durchläuft vor der ersten Transaktion eine lückenlose, automatisierte Identitätsprüfung.

Das absolute Sicherheitsnetz ist jedoch unser integrierter Schutz: Jedes geteilte Objekt ist über unsere native Kooperation pro Transaktion bis zu einem Wert von 15.000 Euro vollumfänglich abgesichert. Dieses kompromisslose Versprechen nimmt den Nutzern die Angst und macht sicheres Mieten und Vermieten im Alltag überhaupt erst massentauglich. Dabei ist das Herzstück unserer Verleihapp ist das „Design-for-Trust“. Wenn etwas bei der Vermietung schief geht, greift unser System sofort. Dieses Versprechen nimmt den Nutzern jegliche Sorge und wird von hunderten Bewertungen auf Google & Trustpilot bei durchschnittlich 4,8 Sternen bestätigt.

Was unterscheidet fainin aus eurer Sicht von anderen Sharing oder Mietplattformen?

Klassische Peer-to-Peer-Plattformen bluten wirtschaftlich aus, weil die Kundenakquisitionskosten (CAC) im offenen Markt astronomisch hoch sind. Unser unfairer Wettbewerbsvorteil ist unsere zweigleisige Ökosystem-Strategie. Nachdem wir die extrem anspruchsvolle Vertrauens-Architektur im Endverbrauchermarkt perfektioniert haben, haben wir darauf aufbauend unser B2B-SaaS-Angebot 2-SHARE.de entwickelt. Mit dieser White-Label-Infrastruktur befähigen wir Großkonzerne (wie Sopra Steria, Tchibo, …) und Universitäten (wie die UHH, FUB, CAU Kiel, …), maßgeschneiderte, komplett geschlossene Sharing-Marktplätze für ihre eigenen Mitarbeitenden und Studierenden zu betreiben. Wir nutzen das bereits bestehende, tief verwurzelte institutionelle Vertrauen dieser Organisationen. So schaffen wir hyperlokale, hochaktive Sharing-Zellen und nennen sie „Atomic Networks“. Diese skalieren unsere Nutzerbasis bei nahezu gegen null gehenden Marketingkosten.

Welche Herausforderungen begegnen euch beim Aufbau einer Sharing Economy Plattform und wie geht ihr damit um?

Jeder zweiseitige digitale Marktplatz kämpft mit dem berüchtigten Henne-Ei-Problem: Ohne ein breites Angebot an Produkten gibt es keine Mieter, und ohne Mieter springen die Vermieter ab. Startups verbrennen meist Millionen, um künstlich Angebot und Nachfrage über bezahlte Werbeanzeigen zusammenzuhalten. Wir umgehen diesen Friedhof der Plattform-Ökonomie elegant durch unser B2B2C-Modell mit 2-SHARE.de. Wenn wir einen neuen Firmen-Marktplatz für ein Großunternehmen freischalten, aktivieren wir über Nacht ein geschlossenes, hochverdichtetes Netzwerk aus tausenden Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits vertrauen. Das erzeugt sofortige Liquidität im Ökosystem: Das Angebot an ungenutzten Alltagsgegenständen schnellt augenblicklich hoch, während die Nachfrage durch die interne Firmenkommunikation direkt gepusht wird. Diese lokale Marktplatz-Liquidität ist der Schlüssel zur globalen Skalierung.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Löst das härteste Problem zuerst. Im Plattform-Business ist das nicht die Technologie oder das Design, sondern das Vertrauen. Wer das Kundenproblem nicht systemisch adressiert, wird niemals organisch wachsen.

Zweitens: Hinterfragt klassische Marketing-Wege. Statt teure B2C-Werbung zu schalten, sucht nach Hebeln, um bestehende Zielgruppen-Cluster Partnerschaften geschlossen zu onboarden.

Drittens: Nutzt den regulatorischen Rückenwind. Durch Gesetzesänderungen wie die europäische CSRD-Berichterstattung stehen Großkonzerne unter massivem Druck. Wenn euer Startup ein echtes, datengetriebenes Problem für Kunden löst, verkauft sich euer Produkt fast von selbst.

So schafft ihr es, unverzichtbar für Eure Kunden und Partner zu sein – und damit auch für die ökonomische Nachhaltigkeit im Unternehmertum zu sorgen.

Bildcredits/Fotograf: Silvano Ballone

Wir bedanken uns bei Maximilian Lehmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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