Mittwoch, Juli 22, 2026
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KulturGilde fordert Creative Startup Voucher für Gründerland Bayern

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KulturGilde: Creative Startup Voucher für Bayern Image by StartupStockPhotos from Pixabay

Die KulturGilde begrüßt die Regierungserklärung von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zum Gründerland Bayern. Dass Firmengründerinnen, Firmengründer und Unternehmensübernehmer als Motor für Wohlstand, Beschäftigung und Zukunftsfähigkeit in den Mittelpunkt gestellt werden, sei ein wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort Bayern.

Kultur und Kreativwirtschaft als Erfolgsfaktor für Gründungen

Bayern ist bereits ein starkes Gründerland. Damit es noch stärker wird, sollte die Gründungs und Nachfolgepolitik künftig aber auch die Kultur und Kreativwirtschaft systematischer einbeziehen. Denn erfolgreiche Gründungen brauchen nicht nur Beratung, Finanzierung, Steuerwissen und weniger Bürokratie. Sie brauchen auch gutes Design, professionelle Kommunikation, digitale Sichtbarkeit, überzeugende Bilder, verständliche Erklärformate, Social Media, Markenentwicklung und eine überzeugende Darstellung ihres Angebots, damit Kundinnen und Kunden, Mitarbeitende, Banken, Investoren oder regionale Partner den Nutzen schnell erkennen.

KulturGilde schlägt Creative Startup Voucher vor

Die KulturGilde schlägt deshalb einen Creative Startup Voucher beziehungsweise einen Kreativwirtschafts Voucher für Gründung und Unternehmensnachfolge vor.

„Staatsminister Aiwanger hat völlig zu Recht darauf hingewiesen, dass nicht jeder Gründer der geborene Steuerberater ist. Genau dieser Gedanke lässt sich weiterführen: Nicht jeder Gründer ist automatisch Designer, Kameramann, Texter, Social Media Experte, UX Spezialist oder Markenstratege“, erklärt Roland Weiniger, Vorstandsvorsitzender der KulturGilde.

„Wenn wir Gründungen in Bayern noch erfolgreicher machen wollen, müssen wir auch dafür sorgen, dass gute Ideen professionell erklärt, gestaltet und sichtbar gemacht werden.“

Förderung für professionelle Kreativleistungen

Mit einem Creative Startup Voucher könnten Gründerinnen, Gründer und Unternehmensnachfolger unkompliziert professionelle Leistungen aus der Kultur und Kreativwirtschaft einkaufen. Förderfähig wären beispielsweise Corporate Design, Website, Fotografie, Video, Social Media, Pitch Unterlagen, Produktkommunikation, Verpackungsdesign, Storytelling, Messeauftritt, Employer Branding, UX, Prototypenkommunikation oder Markteintrittskampagnen.

Doppelter Nutzen für Wirtschaft und Kreativbranche

Der Voucher hätte nach Einschätzung der KulturGilde eine doppelte Wirkung: Er würde Gründungen, Startups, Unternehmensnachfolgen, Handwerksbetriebe und KMU professioneller aufstellen. Gleichzeitig würde er direkte Aufträge für Kreativunternehmen, Agenturen, Designer, Filmproduktionen, Fotografen, Texter, Games und UX Studios, Social Media Profis und andere Dienstleister der Kultur und Kreativwirtschaft auslösen.

„Ein gutes Produkt verkauft sich nicht von allein. Eine technische Innovation erklärt sich nicht automatisch. Eine Unternehmensnachfolge gelingt nicht nur über Zahlen, sondern auch über Vertrauen, Identität, Kommunikation und eine erkennbare Zukunftsperspektive“, so Weiniger.

„Genau hier kann die Kultur und Kreativwirtschaft einen konkreten wirtschaftlichen Beitrag leisten.“

Pilotprojekt für die Metropolregion Nürnberg

Die KulturGilde versteht den Vorschlag ausdrücklich als konstruktive Ergänzung zur bayerischen Gründungspolitik. Ein solcher Voucher sollte bewusst bürokratiearm ausgestaltet werden. Mit einfacher Antragstellung, klar definierten förderfähigen Leistungen, schnellen Bewilligungen, regionalen Anbieterpools und überschaubaren Nachweisen. Als Pilotregion bietet sich aus Sicht der KulturGilde die Metropolregion Nürnberg beziehungsweise Nordbayern an, die zu den boomenden Startup Regionen in Bayern zählt.

KulturGilde bietet Zusammenarbeit an

Die KulturGilde bietet dem Bayerischen Wirtschaftsministerium, Staatsminister Hubert Aiwanger, den Fraktionen im Bayerischen Landtag, Kommunen, Kammern, Wirtschaftsförderungen, Gründerzentren und regionalen Netzwerken an, ein solches Modell gemeinsam weiterzuentwickeln und als Pilotprojekt zu erproben.

Bild Image by StartupStockPhotos from Pixabay

Quelle KulturGilde Verband der Kultur- und Kreativwirtschaft Deutschland

Deep Tech Night in Hannover bringt Startups und Investoren zusammen

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Deep Tech Startups in Hannover vernetzen sich @ Deep Tech night

Erfolgreiches Warm-up am Pilotstandort der techfactory Hannover Nordstadt in der Hüttenstraße:

Sechs junge Startups aus dem Bereich Deep Tech haben sich auf Einladung der Region Hannover einem Pitch vor potenziellen Kunden und Geschäftspartnern gestellt. Die Veranstaltung mit rund hundert Gästen auf dem Gelände des soziokulturellen Zentrums Initiative Hüttenstraße e. V. lieferte einen eindrucksvollen Vorgeschmack auf die künftige Arbeit der techfactory Nordstadt als Plattform und Entwicklungsraum für technologieorientierte Startups an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Strukturwandel braucht innovative Startups

Ulf Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, eröffnete die in Kooperation mit dem Niedersächsischen Business Angel Netzwerk BANSON und dem Fraunhofer Venture Lab Silicon Allee aus Berlin organisierte Deep Tech Night mit Hinweis auf den Strukturwandel: Die ehemals starke Automobilregion habe mit zunehmenden Verlusten zu kämpfen.

„Neue Wirtschaftszweige müssen daher entstehen, um zukunftsfähig zu bleiben. Und Startups entscheiden über diese künftigen Strukturen“, betonte Franz.

Sechs Deep Tech Startups präsentieren ihre Innovationen

An klugen, innovativen und nachhaltigen Ideen zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts Deutschland mangelt es nicht, wie die sechs jungen Unternehmen mit ihren Präsentationen bewiesen.

Gaia Aerospace aus Braunschweig will buchstäblich hoch hinaus und mit ihrer wiederverwendbaren AirLaunch Rakete von Europa aus mithilfe von Trägerflugzeugen Kleinstsatelliten ins All bringen.

Invecorum, ebenfalls aus Braunschweig, hat eine KI für deutsches Steuerrecht entwickelt, mit der Steuerberatungskanzleien ihre Arbeitsprozesse verkürzen und optimieren können.

Anori Tech aus Hamburg ist auf Batteriemanagementsysteme spezialisiert, die nach dem Legobaukastenprinzip dabei helfen sollen, Batterien schneller und kostengünstiger auf den Markt zu bringen.

NovaCore Technology aus Göttingen nutzt Plasma als Plattformtechnologie, um Parasiten wie Kopfläuse sowie Pflanzenschädlinge chemiefrei und effizient zu bekämpfen.

Enerbeat, ein Braunschweiger Startup, entwickelt bedarfsgerecht geregelte Lüftungs und raumlufttechnische Anlagen für anspruchsvolle Industrie und Gewerbeumgebungen.

Ioncentric aus Heilbronn ist auf präzise Batteriediagnostik spezialisiert. Die Überprüfung von Kapazität, Zustand und Lebenszyklus von Batterien dient der Optimierung von Energiemanagement und Anlagenwartung.

Fortsetzung der Deep Tech Night bereits geplant

Nach der erfolgreichen Premiere der Deep Tech Night, die bisher nur in Berlin als regelmäßiges Event des Fraunhofer Venture Lab Silicon Allee stattfindet, soll es spätestens im kommenden Jahr eine weitere Ausgabe in Hannover geben. Dann in den Räumen der Hüttenstraße 22B.

Dort zieht demnächst eine Außenstelle der techfactory Nordstadt ein, die derzeit auf dem Gelände des Klinikums Region Hannover entsteht. Der Pilotstandort techfactory@Hüttenstraße dient als Reallabor, in dem Nutzungskonzepte und die technologische Ausstattung der künftigen techfactory erprobt werden.

Bildcredits: Deep Tech Night

Quelle hannover.contex 4.0

Was macht Weingut Story für kleine deutsche Weingüter so interessant?

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Weingut Story: Weingüter, Winzer und deutscher Wein Benjamin Bode Weingut Story Bildrechte: privat / Fotograf: Benjamin Bode

Weingut Story macht kleine Weingüter sichtbar und verbindet die Geschichten der Winzer mit verständlichem Wissen rund um deutschen Wein

Wer steckt hinter Weingut Story, und wie entstand die Idee, Winzergeschichten mit dem Weinverkauf auf einer Plattform zu verbinden?

Hinter Weingut Story stehe ich allein: Benjamin, Solo-Gründer aus Langenhagen bei Hannover, also aus einer Region ganz ohne Weinbau. Genau das ist der Kern: Ich war selbst lange der typische Supermarktwein-Käufer, der gar nicht wusste, wie gut deutscher Wein sein kann. Bei der Recherche stieß ich auf unzählige kleine, familiengeführte Weingüter, deren Weine es nie in den Handel schaffen, weil die Mengen zu klein sind; kaufbar sind sie nur direkt beim Winzer. Ich habe Entrepreneurship and Innovation Management studiert und mich bewusst gegen den klassischen VC-Weg und für ein eigenfinanziertes, langsam gewachsenes Projekt entschieden.

Mir war schnell klar: Ich will nicht plump Wein anpreisen, sondern die Geschichte hinter jedem Weingut erzählen. Deshalb verbinde ich die Story mit dem Weg zum Wein: Jeder Winzer empfiehlt im Interview drei Weine, die ich direkt in seinen eigenen Onlineshop verlinke. Wichtig zur Einordnung: Wir verkaufen aktuell selbst keinen Wein (ist geplant, kommt aber später), ich liefere die Geschichte und die Brücke zum Erzeuger.

Was ist die Vision von Weingut Story, und wie soll sich diese in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Meine Vision ist, kleine deutsche Weingüter sichtbar zu machen, die sonst zwischen Supermarktregal und Importwein untergehen, und damit zur deutschen Weinkultur beizutragen. Die Branche steckt in einer echten Krise, der Markt schrumpft und Betriebe müssen schließen. Dem will ich mit Reichweite und guten Geschichten ein Stück weit gegensteuern. Der Weg dahin ist bewusst in Stufen gedacht. Heute liegt der Fokus voll auf Reichweite und einem Publikum, das diesen Winzern wirklich zuhört. Mittelfristig kann ich mir eine faire Listing-Gebühr für gelistete Winzer vorstellen, sobald die Plattform genug Zugkraft hat. Und langfristig, ganz ehrlich noch Zukunftsmusik, könnte daraus eine eigene Verkaufsplattform werden, die den kleinen Gütern gemeinsam ein Gegengewicht zu den großen Händlern gibt. Ich gehe das Schritt für Schritt an, weil ich erst Vertrauen und Substanz aufbauen will, bevor ich über Verkauf nachdenke.

Welche Menschen möchten Sie mit Weingut Story besonders erreichen, und welche Bedürfnisse stehen dabei im Mittelpunkt?

Meine Zielgruppe ist bewusst breit: vom kompletten Einsteiger über Liebhaber und Kenner bis zu den Winzerinnen und Winzern selbst. Am stärksten am Herzen liegen mir Menschen wie ich früher: Leute aus Regionen ohne Weinbau, die im Supermarkt zum italienischen oder französischen Wein greifen und gar nicht ahnen, welche Welt kleiner deutscher Güter es daneben gibt. Deren Bedürfnis ist meist gar nicht das große Fachwissen, sondern Orientierung und Vertrauen: Wo fange ich an, wem kann ich glauben, was lohnt sich wirklich. Deshalb gehen bei mir zwei Dinge Hand in Hand: verständliches Weinwissen über Ratgeber zu Rebsorten, Säure, Verkostung und Lagerung, und echte Geschichten, die dem Wein ein Gesicht geben und ihn nahbar machen, statt einzuschüchtern. So senke ich die Hemmschwelle für alle, die deutschen Wein bislang einfach nicht auf dem Schirm hatten.

Warum ist es für Weinliebhaber wichtig, nicht nur den Wein, sondern auch die Geschichte hinter dem Weingut kennenzulernen?

Weil ein Wein ohne seine Geschichte nur eine Flasche im Regal ist, austauschbar und allein über den Preis vergleichbar. Bei den kleinen Gütern, über die ich schreibe, steckt oft die Arbeit mehrerer Generationen in einer einzigen Lage, und die bewusste Entscheidung, klein und in Handarbeit zu bleiben, schmeckt man im Glas. Wer das weiß, trinkt anders: aufmerksamer, wertschätzender, mit Bezug zu den Menschen dahinter. Gerade weil diese Weine nicht im Supermarkt stehen, ist die Geschichte oft der einzige Weg, überhaupt von ihnen zu erfahren und sie erklärt, warum so ein Wein existiert und etwas mehr kostet. Für Einsteiger senkt ein Name und ein Gesicht die Hürde enorm, sich auf einen unbekannten Wein einzulassen. Und für die Winzer ist genau diese Geschichte oft das Einzige, womit sie gegen die anonyme Masse im Handel überhaupt bestehen können. Deshalb stelle ich die Story bewusst nach vorne, statt einfach Wein anzupreisen.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Weingüter aus, die auf Weingut Story vorgestellt werden?

Erstes Kriterium ist die Größe: Es geht um kleine, familiengeführte Betriebe, deren Mengen oftmals zu klein für Supermarkt oder Fachhandel sind, sodass man direkt beim Winzer kauft. Das ist sozusagen die Eintrittskarte. Zweitens muss eine erzählbare Geschichte da sein: eine Familie, eine Generationenfolge, eine bewusste Entscheidung für Qualität statt Masse, eine echte Haltung. Drittens zählt die Person dahinter: Im Gespräch merke ich schnell, ob da Leidenschaft und Ehrlichkeit sind oder nur Verkaufsabsicht. Wichtig ist mir auch, dass das Weingut einen eigenen Onlineshop hat, damit ich die drei empfohlenen Weine sauber dorthin verlinken kann. Genau das ist ein zentrales Prinzip: Jede Winzerin und jeder Winzer darf im Interview genau drei Weine empfehlen, die sie selbst für besonders gelungen halten. Ich suche die Güter eigenständig heraus und gehe per Kaltakquise auf sie zu, das ist kein Pay-to-Play.

Was unterscheidet Weingut Story von klassischen Online Weinshops und anderen Weinplattformen?

Der entscheidende Unterschied: Weingut Story ist kein Weinshop, sondern ein Blog und Online-Magazin. Über Weingut Story wird kein Wein verkauft; ich verlinke die drei empfohlenen Weine jedes Winzers direkt in dessen eigenen Onlineshop, sodass die Wertschöpfung beim Erzeuger bleibt. Klassische Plattformen leben vom möglichst großen Sortiment; ich mache bewusst das Gegenteil und setze auf radikale Kuratierung. Mein Prinzip der drei Weine bringt das auf den Punkt: bewusste persönliche Empfehlungen statt endloser Listen. Dazu kommt der redaktionelle Teil mit rund 49 Blogbeiträgen und Dutzenden geführten Interviews, der Wissen und Geschichte verbindet. Und ich komme mit einem ehrlichen Außenblick: Ich bin kein Branchen-Insider, sondern selbst der typische Leser, der deutschen Wein erst entdecken musste, und das macht den Ton nahbar statt belehrend. Kurz: Andere verkaufen Flaschen, ich erzähle, warum diese Flaschen es wert sind, und führe Menschen überhaupt erst zu Winzern, die sie sonst nie gefunden hätten.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen beim Aufbau einer Plattform, die gleichzeitig Marktplatz und Storytelling Medium ist?

Hier möchte ich ehrlich einordnen: Heute ist Weingut Story vor allem ein Storytelling-Medium, das die empfohlenen Weine kuratiert bündelt und in die Winzershops verlinkt; ein echter eigener Marktplatz ist Zukunftsvision, kein Ist-Zustand. Genau diese Erwartung sauber einzuordnen ist schon die erste Herausforderung. Inhaltlich ist der Spagat zwischen guter Geschichte und konkretem Weg zum Kauf anspruchsvoll: Die Empfehlung darf nie ins plumpe Werben kippen, sondern muss redaktionell ehrlich bleiben. Dazu kommt die rechtliche Seite: Eigenen Weinverkauf habe ich bewusst zurückgestellt, weil ich das sauber aufsetzen will, bevor ich es überhaupt angehe.

Als Solo-Gründer ohne Investor ist außerdem Zeit die knappste Ressource: Recherche, Interviews, Schreiben und Technik liegen alle bei mir, und ich muss streng priorisieren. Und natürlich braucht jede Plattform erst einmal Reichweite, bevor sie für Winzer und Leser wirklich Wert schafft. Diese Spannung zwischen Substanz und späterer Monetarisierung sauber zu lösen, ist die eigentliche Aufgabe, deshalb baue ich Schritt für Schritt und nicht alles auf einmal.

Wie reagieren die Winzer auf das Konzept von Weingut Story, und welches Feedback hat Sie bisher besonders überrascht?

Die Reaktionen sind überwiegend sehr warm: Viele Winzer freuen sich spürbar, dass sich jemand für ihre Geschichte interessiert und nicht nur nach Preis und Menge fragt. Gerade kleine Betriebe haben oft niemanden, der ihre Arbeit nach außen erzählt, und genau diese Bühne nehmen sie dankbar an. Ich habe inzwischen Dutzende Interviews geführt, fast alle telefonisch oder per Zoom und merke immer wieder, wie offen und persönlich die Gespräche werden, wenn man echtes Interesse mitbringt. Aus geplanten kurzen Telefonaten werden oft lange Gespräche über die ehrlichen Themen: den Druck der Branche, das Ringen um den Nachwuchs, die Leidenschaft trotz allem. Überrascht hat mich, wie oft mein Außenblick als Nicht-Weinmensch als Vorteil empfunden wird, weil ich die Fragen stelle, die normale Kunden wirklich beschäftigen. Auch dass das Prinzip der drei Weine als Wertschätzung statt als Einschränkung ankommt, hat mich gefreut.

Welche Rolle spielen Authentizität und persönliche Geschichten für den Erfolg Ihres Geschäftsmodells?

Sie sind das Fundament, denn ohne Authentizität funktioniert nichts von dem, was ich tue. Mein Modell baut nicht auf dem billigsten Preis oder dem größten Sortiment, sondern auf Vertrauen, und Vertrauen entsteht nur über echte Geschichten. Gerade wenn ein Wein teurer ist als die Flasche aus dem Regal, kaufen Menschen nicht das Etikett, sondern die Geschichte und den Menschen dahinter. Deshalb erfinde ich nichts dazu und gebe Zitate so wieder, wie sie gefallen sind; weil die Interviews vertraulich entstehen, gehe ich sorgfältig damit um, was ich veröffentliche. Dass die Leser im Schnitt rund fünf bis sechs Minuten mit einem Artikel verbringen, zeigt mir, dass diese Ehrlichkeit trägt, und das gelingt nur, weil die Geschichten echt und nicht geschönt sind.

Auch mein eigener Hintergrund gehört dazu: dass ich aus einer Region ohne Weinbau komme und ehrlich aus der Perspektive der Zielgruppe schreibe, statt den großen Sommelier zu spielen. Authentizität ist hier kein Marketing-Wort, sondern schlicht die Geschäftsgrundlage.

An welchen neuen Ideen oder Entwicklungen arbeiten Sie aktuell, um Weingut Story weiter auszubauen?

Mein Schwerpunkt liegt aktuell klar auf Reichweite und Tiefe der Inhalte, denn das ist die Basis für alles Weitere. Konkret heißt das: mehr Winzer-Interviews führen und das Fundament aus rund 49 Blogbeiträgen zu Weinwissen ausbauen, weil gerade die Wissensartikel viele neue Leser bringen und die Interviews als Folgeseiten davon profitieren. Inhaltlich verzahne ich Ratgeber und Empfehlungen stärker, sodass jemand, der etwas über eine Rebsorte liest, direkt zum passenden Weingut findet. Parallel baue ich meinen YouTube-Kanal weiter aus, damit die Winzer auch im Bewegtbild ein Gesicht bekommen. Außerdem vernetze ich mich gerade gezielt mit den Veranstaltern von Weinmessen wie dem WEINsommer in Hannover, um dort direkt mit Winzerinnen und Winzern ins Gespräch zu kommen, neue Weingüter für Interviews zu gewinnen und in der Szene noch besser Fuß zu fassen.

Mittelfristig bereite ich das Listing-Modell für gelistete Winzer vor, das der nächste logische Schritt nach der Reichweite ist. Die eigene Verkaufsplattform bleibt am Horizont, treibe ich aber bewusst noch nicht aktiv voran, weil erst die Basis wirklich tragen muss.

Wenn Sie auf die bisherige Reise von Weingut Story blicken: Welche wichtige Erkenntnis würden Sie heute nicht mehr missen wollen?

Die wichtigste Erkenntnis ist, wie viel ein langsamer, eigenfinanzierter Weg wert ist und dass Geduld und Substanz Tempo und Lautstärke schlagen. Ich habe Entrepreneurship and Innovation Management studiert und mich danach bewusst gegen den klassischen VC-Weg entschieden: kein Investor, kein Druck, schnell zu skalieren. Das Projekt ist rein organisch von quasi null in rund einem Jahr auf mehrere hundert Leserinnen und Leser pro Woche gewachsen, und genau weil das ohne Investorendruck passiert ist, konnte ich der Qualität und der Mission treu bleiben. Besonders gefreut hat mich, dass die Leute lange auf den Artikeln bleiben, im Schnitt rund fünf bis sechs Minuten, weil das zeigt, dass Substanz tatsächlich gelesen wird. Hätte ich von Anfang an auf schnelles Wachstum optimiert, hätte ich vermutlich genau das verloren, was das Projekt ausmacht: die ehrliche, ruhige Erzählweise. Diese Haltung, auf den langen Weg zu setzen, würde ich heute nicht mehr missen wollen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Löse ein Problem, das du selbst kennst. Ich war meine eigene Zielgruppe, und dieser ehrliche Innenblick hat mir mehr geholfen als jede Marktanalyse, denn du spürst einfach, was die Leute wirklich brauchen, und bleibst bei jeder Entscheidung ehrlich.

Zweitens: Triff die Finanzierungsfrage bewusst und nicht aus Reflex. Der laute VC-Pfad ist nicht der einzige Weg; ein langsam gewachsenes, eigenfinanziertes Projekt gibt dir die Freiheit, deiner Mission treu zu bleiben. Was für dich richtig ist, hängt von deinem Vorhaben ab, aber entscheide es aktiv.

Drittens: Bau zuerst Substanz und Vertrauen, dann das Geschäftsmodell, und denke in Stufen. Reichweite, Vertrauen und ein tragfähiges Modell entstehen nicht über Nacht, sondern Schritt für Schritt. Das fühlt sich langsamer an, trägt aber länger und gewinnt am Ende die Menschen, die zählen.

Bildrechte: privat / Fotograf: Benjamin Bode

Wir bedanken uns bei Benjamin Bode für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Talentir erhält 4 Millionen Euro für globale Auszahlungen

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Bild Lukas Steiner und Johannes Kares Bildcredits Talentir

Talentir erhält €4 Millionen und löst das Auszahlungsproblem für Europas Plattformen

Talentir, das B2B-Fintech-Startup mit Payout-Technologie, schließt eine Seed-Finanzierungsrunde über 4 Millionen Euro ab.

Die Runde wird angeführt von Redstone VC, gemeinsam mit Inovia Capital, Shapers, Tenity, NewSchool, Noia Capital, BFC, Cambrena Capital und Mark Ransford. Das Kapital dient dem Ausbau der KI-nativen Payout-Infrastruktur und der internationalen Skalierung.

Das Wiener Fintech Talentir gibt den erfolgreichen Abschluss einer Seed-Finanzierungsrunde über 4 Millionen Euro bekannt. Die Runde wird von Redstone VC angeführt. Darüber hinaus beteiligen sich Inovia Capital, Shapers, Tenity, NewSchool, Noia Capital, BFC, Cambrena Capital sowie Mark Ransford. Mit der Finanzierung will Talentir die internationale Expansion beschleunigen und seine Technologieplattform für globale Auszahlungen weiter ausbauen.

Seed-Finanzierung für internationale Expansion

Während die Annahme von Zahlungen durch Anbieter wie Stripe heute weitgehend standardisiert ist, bleibt die Auszahlungsseite vieler Unternehmen kompliziert, teuer und stark manuell geprägt. Die Technologie wurde ursprünglich entwickelt, um komplexe Auszahlungen in der Creator- und Musikindustrie zu automatisieren, wo einzelne Umsätze häufig auf Dutzende Empfänger über verschiedene Länder, Währungen und regulatorische Anforderungen hinweg verteilt werden müssen.

Talentir hat dafür eine fortschrittliche Payout-Infrastruktur entwickelt. Die Plattform übernimmt den gesamten Auszahlungsprozess, von der Verarbeitung und Aufbereitung der Daten über Compliance- und Steueranforderungen bis hin zur eigentlichen Auszahlung.

KI und Stablecoin-Settlement als technologische Grundlage

Dabei kombiniert das Team Künstliche Intelligenz mit einer eigenen Stablecoin-basierten Settlement-Infrastruktur, um Auszahlungen schneller, günstiger und effizienter abzuwickeln und von einer Kostenstelle zu einem Zugewinn zu machen.

In der Vergangenheit gab es derartige Lösungen höchstens im Silicon Valley, heute sieht sich Talentir als Chance für die nächste große Finanzinfrastruktur Made in Europe. Das Unternehmen positioniert sich damit als europäische Antwort auf das ungelöste globale Payout-Problem.

„Die gesamte Finanzwelt nimmt es als gegeben hin, dass Auszahlungen Geld kosten. Wir haben das nie akzeptiert. Deshalb haben wir früh auf Stablecoin-Technologien in unserem Backend gesetzt, zu einem Zeitpunkt, als wir dafür noch belächelt wurden. Heute vereinen wir als einziger Anbieter Settlement in Sekunden, KI, die sicher in der IT-Umgebung des Kunden arbeitet, und die volle rechtliche Verantwortung als regulierter Merchant of Record. Diese Kombination macht Talentir zur technologisch fortschrittlichsten Payout-Infrastruktur der Welt“, sagt Lukas Steiner, CEO & Co-Founder bei Talentir.

Auszahlungen im siebenstelligen Bereich pro Tag

Bereits heute verarbeitet das Unternehmen mit einem sechsköpfigen Team pro Tag Auszahlungen im siebenstelligen Bereich. Das nächste Ziel ist ein Auszahlungsvolumen von jährlich 100 Millionen Euro.

„Payout-Infrastruktur ist eines der letzten großen ungelösten Probleme im B2B-Fintech. Was Talentir aufgebaut hat, die Kombination aus Stablecoin-Settlement, KI und voller regulatorischer Verantwortung als Merchant of Record, ist technologisch einzigartig“, sagt Richard Würl, Principal bei Redstone.

Merchant of Record für die Auszahlungsseite

Talentir verfolgt die Vision, Auszahlungen von einer operativen Kostenstelle zu einer strategischen Infrastruktur für Unternehmen zu entwickeln. Neben der eigentlichen Auszahlung adressiert die Plattform auch Themen wie Buchhaltung, Liquiditätsmanagement und internationale Währungsumrechnung.

Eine Besonderheit des Modells ist die Rolle als sogenannter Merchant of Record auf der Auszahlungsseite. Dadurch übernimmt das Unternehmen regulatorische Verpflichtungen wie Compliance, Steuerbehandlung und Empfänger-Onboarding, während Kunden die Kontrolle über ihre Marke, ihre Prozesse und ihre Empfängerbeziehungen behalten.

Ausbau der KI-nativen Payout-Plattform

Mit der Seed-Finanzierung plant Talentir insbesondere den Ausbau seiner KI-nativen Payout-Plattform, die Weiterentwicklung der Merchant-of-Record-Infrastruktur sowie die internationale Expansion. Langfristig will das Unternehmen die globale Standardlösung für Money-Out-Prozesse werden.

Bild Lukas Steiner und Johannes Kares Bildcredits Talentir

Quelle COHORT GmbH

CoTrainer erhält 1 Million Euro für die Digitalisierung im Amateurfußball

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Amateurfußball: CoTrainer und Fußballvereine im Fokus Bild Teamfoto Bildcredits: CoTrainer (Fussballetics GmbH)

CoTrainer (Fussballetics GmbH), Anbieter einer digitalen Plattform für Amateurfußballvereine, hat eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 1 Million Euro abgeschlossen. Lead-Investor ist kicker ventures. Zu den weiteren neuen Gesellschaftern zählen strategische Business Angels aus dem Sportbusiness, darunter Markan Karajica (CEO 7NXT/Gymondo), Teamgeist Capital (ehemals Vitafy), Dr. Sebastian Weil (Co-Founder PadelCity), Timo Skrzypski (Ex-CEO Alemannia Aachen) und Fußballprofi Maximilian Arnold sowie weitere strategische Investoren wie superangels und Comvest Digital AG.

Das Closing erfolgte Ende des ersten Quartals 2026. Mit dem frischen Kapital treibt CoTrainer die Produktentwicklung voran, vergrößert das Team und verfolgt das Ziel, führender Anbieter im Bereich der Amateurfußballförderung zu werden.

Digitale Unterstützung für den Vereinsalltag

Amateurfußballvereine organisieren ihren Alltag heute häufig über eine Mischung aus Messenger-Gruppen, Tabellen und Zuruf. Das bedeutet einen enormen Zeitaufwand für ehrenamtliche Trainerinnen, Trainer und Vereinsverantwortliche.

CoTrainer bündelt Vereinsorganisation, Trainingsplanung und Spielerentwicklung in einer Plattform. Das Versprechen des Unternehmens lautet: „Weniger Abstimmung. Mehr Fußball.“

Mehr als 150 Vereine nutzen die Plattform

Im Mittelpunkt der weiteren Entwicklung steht der Ausbau der Plattform. Der große Produkt-Relaunch ist für den Sommer 2026 geplant. Bereits vor dem Relaunch haben sich mehr als 150 Vereine für die Plattform entschieden.

Langfristig will CoTrainer die Marktführerschaft im Bereich Amateurfußballförderung übernehmen – getreu dem Leitmotiv „Dein Fußball. Dein Verein.“

Den technischen Ausbau verantwortet künftig Marco Giesen, der als Chief Technology Officer (CTO) zu CoTrainer stößt.

kicker ventures steigt als Lead-Investor ein

Mit kicker ventures gewinnt CoTrainer einen strategischen Partner mit tiefer Verankerung im deutschen Fußball über die traditionsreiche Sportmedienmarke kicker.

„Im Amateurfußball steckt enorm viel Herzblut und enorm viel Verwaltungsaufwand, der an Ehrenamtlichen hängen bleibt. Als Vorsitzender und Trainer eines Amateurvereins in Köln kenne ich diese Probleme. Wir bauen die Plattform, die Trainerinnen, Trainern und Vereinen diese Last abnimmt. Mit unseren Investoren haben wir jetzt die Mittel und die Partner, um CoTrainer zum Standard im Amateurfußball zu machen“, sagt Claudius Ludwig, CEO & Co-Founder von CoTrainer.

Unterstützung durch Netzwerk und Reichweite

„Mit CoTrainer haben wir ein Team gefunden, das eine große Herausforderung im Amateurfußball angeht, und zwar konsequent, produktgetrieben und nah an der Basis. Besonders freut uns, dass wir als kicker ventures neben Kapital, Sportdaten- und Skalierungsexpertise auch die Reichweite des kicker über verschiedene Maßnahmen einfließen lassen können. Denn: Über unsere Plattform erreichen wir täglich Millionen Fußballfans, vom Profi bis zur Kreisliga. Diese Nähe zum Fußball und unsere Erfahrung in der Skalierung digitaler Geschäftsmodelle wollen wir nun gemeinsam mit CoTrainer und unseren Co-Investoren nutzen“, sagt Tobias Offergeld, Head of Corporate Development & Strategy.

Weitere Initiative für den Amateurfußball angekündigt

Darüber hinaus kündigt CoTrainer für die Saison 2026/27 eine groß angelegte Initiative für den Amateurfußball an. Details werden in den kommenden Wochen gemeinsam mit einem bekannten Ausrüstungspartner vorgestellt.

Bild Teamfoto Bildcredits: CoTrainer (Fussballetics GmbH)

Quelle CoTrainer (Fussballetics GmbH)

FINN erreicht Unicorn-Status und sammelt 140 Millionen Euro ein

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FINN erreicht Unicorn-Status mit 140 Millionen Euro Teamfoto FINN 2026

FINN, Deutschlands führende Auto Abo Plattform, hat eine Series D Finanzierungsrunde über knapp 100 Millionen Euro Eigenkapital erfolgreich abgeschlossen. Zusätzlich erhält das Unternehmen mehr als 40 Millionen Euro Fremdkapital. Mit der neuen Finanzierung steigt die Unternehmensbewertung auf über eine Milliarde Euro. Damit erreicht FINN erstmals den Unicorn-Status.

Angeführt wurde die Finanzierungsrunde von Portage, einem internationalen Investor für Fintech und Mobility Unternehmen. Auch UVC Partners, Investor der ersten Stunde, erhöht sein Engagement deutlich. Weitere bestehende Investoren wie Planet First Partners, Korelya Capital, White Star Capital, HV Capital und Picus Capital beteiligen sich ebenfalls erneut. Zusätzlich stellen BC Partners Credit und Runway Growth Capital weiteres Wachstumskapital bereit. Über einen Media for Equity Deal beteiligt sich außerdem SevenVentures, der Investmentarm von ProSiebenSat.1.

Milliardenbewertung durch starkes Wachstum

Mit der Kombination aus Eigenkapital, Fremdkapital und strategischer Medienpartnerschaft verfügt FINN über zusätzliche Ressourcen für die nächste Wachstumsphase. Die Finanzierung bewertet das Unternehmen erstmals mit mehr als einer Milliarde Euro und macht FINN damit offiziell zu einem Unicorn.

Der Unicorn-Status unterstreicht die Entwicklung des Unternehmens, das sich innerhalb weniger Jahre von einem Münchner Startup zu einem der bedeutendsten Anbieter für flexible Mobilität in Deutschland entwickelt hat.

Ausbau der europäischen Wachstumsstrategie

Das frische Kapital soll vor allem in den Ausbau der Abo Flotte, die Weiterentwicklung der Technologieplattform und die operative Infrastruktur fließen. Bereits heute sind mehr als 50.000 FINN Abos auf den Straßen unterwegs. Das Unternehmen erzielt einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von über 300 Millionen Euro.

Mit der Unterstützung langfristig orientierter institutioneller Investoren will FINN seine Marktführerschaft in Deutschland weiter ausbauen und gleichzeitig die Expansion in Europa vorantreiben. Langfristiges Ziel bleibt der Aufbau der führenden europäischen Plattform für flexible Mobilität.

„Wir erleben einen grundlegenden Wandel in der Mobilitätsbranche: Flexibilität, digitale Nutzererlebnisse und einfacher Zugang gewinnen zunehmend an Bedeutung. Unsere Vision ist es, Mobilität so einfach wie möglich zugänglich zu machen. Die Unterstützung unserer Investoren gibt uns die Möglichkeit, diese Transformation weiter zu beschleunigen und die führende Plattform für moderne Mobilität in Europa aufzubauen“, sagt Maximilian Wühr, CEO und Co Founder von FINN.

Investoren sehen großes Potenzial im Auto Abo Markt

Auch die neuen Investoren zeigen sich von der Entwicklung des Unternehmens überzeugt. Devon Kirk, General Partner und Co Head bei Portage Capital Solutions, hebt insbesondere die Verbindung aus digitalem Kundenerlebnis und flexiblen Mobilitätsangeboten hervor.

Nach Einschätzung des Investors habe FINN bewiesen, dass sich ein Auto Abo Modell erfolgreich skalieren lässt, ohne dabei die Kundenzufriedenheit aus den Augen zu verlieren. Damit sei das Unternehmen hervorragend positioniert, die Mobilität der nächsten Generation aktiv mitzugestalten.

Vom Startup zum Marktführer für Auto Abos

Seit seiner Gründung im Jahr 2019 hat sich FINN zu Deutschlands führendem Anbieter für Auto Abos entwickelt. Kundinnen und Kunden können Fahrzeuge von mehr als 25 Marken vollständig digital abonnieren. Zum Angebot gehören unter anderem Modelle von BMW, Mercedes Benz, Cupra, Opel, Hyundai, MG und BYD.

Das Abo umfasst neben dem Fahrzeug auch Versicherung, Zulassung und Wartung. Mit diesem Rundum Sorglos Konzept hat sich FINN als Vorreiter eines Mobilitätsmodells etabliert, das Flexibilität, digitale Nutzererfahrung und transparente Kosten miteinander verbindet.

Bild FINN Teambild @ FINN GmH

Quelle FINN GmbH

Warum Startups auf Freelancer setzen sollten

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Freelancer für Startups: Zusammenarbeit erfolgreich Portrait Thomas Maas credit freelancermap

Gerade in der Anfangsphase stehen junge Unternehmen vor der Aufgabe, schnell zu wachsen und gleichzeitig handlungsfähig zu bleiben. Oft skalieren Startups aber schneller, als das Team nachziehen kann, beispielsweise wenn nach einer Finanzierungsrunde plötzlich mehr Features, mehr Support und mehr Tempo gefordert sind. Gleichzeitig fehlen oft Ressourcen und Erfahrung für einzelne Themen. Mal ist es Kapazität, mal tiefgreifendes Fachwissen. Für beide Herausforderungen können Freelancer die Lösung sein, denn sie sind eine hervorragende Möglichkeit, beides kurzfristig ins Team zu holen, ohne direkt neue Mitarbeiter fest einzustellen.

Freelancer sind kurzfristig verfügbar, lassen sich projektbezogen einsetzen und bringen spezialisiertes Know-how mit. Gerade in Wachstumsphasen, in denen Startups schnell auf neue Anforderungen reagieren müssen, macht genau das den Unterschied. Wer heute einen Entwickler für ein bestimmtes Feature braucht und morgen einen UX Designer für den nächsten Sprint, muss dafür keine Vollzeitstellen schaffen.

Laut dem Freelancer Kompass 2026, der größten Befragung unter Selbstständigen im deutschsprachigen Raum, liegt der durchschnittliche Stundensatz von Freelancern derzeit bei 103 Euro. Für Startups mit begrenztem Budget mag das hoch erscheinen. Im Vergleich zu einer Festanstellung deckt ein Freelancer Honorar in der Regel alle Kosten ab, die bei einer Festanstellung zusätzlich zum Gehalt anfallen: Sozialabgaben, Onboarding, Ausstattung. Bei Freelancern zahlen Gründer hingegen für die konkrete Leistung im Projekt. Viele Freelancer steigen mit tiefem Spezialwissen ein, dadurch fällt die Einarbeitung zudem oft deutlich kürzer aus.

Was die Zusammenarbeit wirklich kostet

Damit die Kosten planbar bleiben, braucht es von Anfang an klare Leitplanken. Freelancer rechnen in der Regel nach Stunden oder Tagessätzen ab. Entscheidend sind klare Leistungsbeschreibungen: Was wird geliefert? In welchem Zeitraum? Zu welchem Preis?

Der Fachkräftemangel macht klassisches Recruiting für Startups oft langwierig und teuer. Freelancer sind in der Regel kurzfristig verfügbar und lassen sich ohne langen Bewerbungsprozess einbinden. Startups können zudem mit kleineren Projektpaketen starten, bevor größere Aufträge vergeben werden. So lässt sich die Zusammenarbeit testen, ohne sich langfristig zu binden. Wer Profile, Referenzen und Verfügbarkeit sauber vergleicht, findet schneller die passende Unterstützung und kann direkt loslegen.

Scheinselbstständigkeit: Das sollten Gründer wissen

Scheinselbstständigkeit ist der Grund, warum viele Startups die Zusammenarbeit mit Freelancern meiden. Doch wer die Regeln kennt, kann das Risiko gut einschätzen und gezielt vermeiden. Das Problem entsteht, wenn Freelancer so eingesetzt werden, als wären sie Angestellte: feste Arbeitszeiten, enge Einbindung in die Unternehmensstruktur, kein Spielraum für andere Auftraggeber. In solchen Fällen kann die Zusammenarbeit rechtlich als Arbeitsverhältnis gelten. Dann drohen Nachzahlungen bei Sozialabgaben, im Extremfall auch strafrechtliche Folgen.

Der Freelancer Kompass 2026 zeigt, wie ernst das Thema genommen wird: Jeder Vierte berichtet, dass Projekte wegen dieses Risikos gar nicht erst zustande kamen. Deshalb sollten Verträge und Projektbeschreibungen sauber aufgesetzt sein. Außerdem müssen Freelancer sichtbar unternehmerisch arbeiten können, auch mit weiteren Auftraggebern. Im Zweifel lohnt sich eine Statusfeststellung bei der Deutschen Rentenversicherung, bevor die Zusammenarbeit beginnt.

Wachstumsphasen überbrücken

Startups wachsen selten linear. Laut dem Deutschen Startup Monitor 2025 beschäftigen sie im Schnitt nur 15,8 Mitarbeitende. Mit so einem kleinen Team lassen sich Wachstumsphasen kaum allein stemmen, etwa vor einem Launch, nach einer Finanzierungsrunde oder wenn ein neues Produkt entwickelt wird. Wer dann auf dem regulären Stellenmarkt sucht, verliert Zeit. Freelancer lassen sich in solchen Momenten schnell einbinden und ebenso schnell wieder loslösen, wenn der Bedarf sinkt. Das macht sie besonders wertvoll für Gründer, die noch nicht wissen, wie sich ihr Personalbedarf in den nächsten Monaten entwickelt.

Wie die Zusammenarbeit gelingt

Der Einstieg in die Zusammenarbeit mit Freelancern ist einfacher, als viele denken, wenn man diese einmal richtig aufsetzt. Ein klares Briefing, realistische Zeitpläne und offene Kommunikation über Budget und Erwartungen sorgen dafür, dass die richtigen Freelancer zeitnah loslegen können. Je präziser die Anforderungen, desto weniger Reibung und desto schneller liefert das erweiterte Team.

Bei der Auswahl selbst helfen Referenzen, bisherige Projekte und ein erstes Gespräch dabei, schnell ein Gefühl dafür zu bekommen, ob fachliche Kompetenz und Arbeitsweise zum Startup passen. Wer sich hier die nötige Zeit nimmt, legt den Grundstein für eine produktive Zusammenarbeit.

Ein Startup, das heute einen Backend Entwickler für drei Monate braucht und morgen einen Designer für den Launch Sprint, muss dafür keine Stelle ausschreiben. Wer die Zusammenarbeit einmal gut aufgesetzt hat, kann beim nächsten dringenden Projekt einfach loslegen. So entsteht ein Team, das genau dann wächst, wenn es gebraucht wird und damit letztendlich genau so arbeitet, wie moderne Skalierung heutzutage funktionieren sollte, nämlich flexibel und agil.

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Autor Thomas Maas

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie Startups KI Agenten sinnvoll ins Marketing integrieren

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KI Agenten für Startups im Marketing richtig nutzen Lars Schulze Bildcredits whaaat.ai

Warum KI Agenten für Startups immer wichtiger werden

Viele Startups nutzen inzwischen künstliche Intelligenz im Marketing. Ein Textentwurf für LinkedIn, ein Newsletter Einstieg, ein paar SEO Ideen oder ein Skript für ein kurzes Video sind schnell erstellt. Auf den ersten Blick klingt das nach Produktivität. In der Praxis zeigt sich aber oft etwas anderes.

Denn mit jedem neuen Werkzeug wächst nicht automatisch die Effizienz. Häufig entsteht erst einmal Unübersichtlichkeit. Inhalte werden in einem Tool vorbereitet, in einem zweiten angepasst und in einem dritten weiterverarbeitet. Danach beginnt die eigentliche Arbeit: prüfen, kürzen, umformulieren, freigeben. Der erhoffte Zeitgewinn wird kleiner.

Genau hier wird das Thema KI-Agenten für Startups interessant. Es geht nicht mehr nur um einzelne Tools, die auf Zuruf Texte erstellen. Es geht um digitale Assistenten, die klar abgegrenzte Aufgaben übernehmen. Ein Agent bereitet Inhalte für LinkedIn vor. Ein anderer hilft bei SEO-Themen. Ein dritter erstellt PR-Material oder Newsletter-Vorlagen. Der Unterschied liegt nicht im Namen, sondern in der Arbeitsteilung.

Warum einzelne KI Tools oft nicht reichen

Allgemeine Chatbots sind nützlich, wenn es um erste Ideen, schnelle Entwürfe oder einfache Strukturen geht. Für Marketingteams reicht das aber oft nicht aus. Ein LinkedIn-Beitrag folgt anderen Regeln als ein Fachartikel und eine Presseinformation muss anders aufgebaut sein als ein Newsletter.

Wenn ein einziges Werkzeug all diese Aufgaben gleich behandelt, entstehen schnell austauschbare Ergebnisse. Die Texte klingen glatt, aber nicht zwingend passend. Sie berücksichtigen den Kanal nur oberflächlich. Sie treffen die Marke nicht genau. Oder sie müssen so stark nachbearbeitet werden, dass der Zeitgewinn kleiner ausfällt als erwartet.

Das ist kein Argument gegen KI. Aber Unternehmen sollten schauen, wie genau sie KI sinnvoll einsetzen.

Wie KI Agenten ins Team passen können

Startups sollten KI Agenten nicht als Ersatz für ein Marketingteam verstehen. Sinnvoller ist der Blick auf konkrete Aufgaben. Wo verliert das Team regelmäßig Zeit? Wo entstehen immer wieder ähnliche Briefings? Welche Inhalte müssen in mehreren Formaten aufbereitet werden? Welche Arbeiten bleiben liegen, weil im Alltag niemand dazu kommt?

Daraus ergeben sich typische Einsatzfelder. Ein KI Agent kann Themen für einen Redaktionsplan vorbereiten. Ein anderer kann aus einem Blogthema mehrere Social Media Varianten entwickeln. Ein weiterer kann aus Produktinformationen eine erste Presseunterlage strukturieren. Wieder ein anderer kann Keyword Ideen sammeln oder vorhandene Inhalte für einen bestimmten Kanal anpassen.

Der Nutzen entsteht vor allem dann, wenn die Agenten auf dieselben Grundlagen zugreifen. Dazu gehören Tonalität, Zielgruppen, zentrale Botschaften, Produktinformationen und Begriffe, die verwendet oder vermieden werden sollen. Sonst arbeitet jeder Agent für sich. Dann entsteht wieder das Problem, das eigentlich gelöst werden sollte: viele Einzelteile, aber kein stimmiges Gesamtbild.

Welche Marketingaufgaben sich gut automatisieren lassen

Gut geeignet sind Aufgaben, bei denen Struktur, Varianten und Vorbereitung eine große Rolle spielen. Dazu gehören Themenrecherche, erste Gliederungen, Content Kalender, Entwürfe für Social Media Beiträge, Newsletter Varianten, SEO Briefings, Zusammenfassungen oder die Anpassung eines vorhandenen Themas an unterschiedliche Kanäle.

Beispiel 1: Ein Startup veröffentlicht einen Fachbeitrag auf der Website. Daraus können ein LinkedIn Post, ein Newsletter, ein kurzer Pitch für die Presse und mehrere Themenideen für die kommenden Wochen entstehen. Früher musste das Team diese Ableitungen einzeln erstellen. Mit KI-Agenten lässt sich diese Vorarbeit besser verteilen.

Beispiel 2: Das Vertriebsteam hört immer wieder dieselben Fragen von Kunden. Aus diesen Fragen kann die KI FAQ-Texte, Blogideen, Newsletter-Themen oder kurze Social Media Beiträge erstellen. KI-Agenten können helfen, diese Rohinformationen in verwertbare Formate zu übersetzen.

Wo menschliche Expertise unverzichtbar bleibt

Je strategischer oder sensibler eine Aufgabe ist, desto wichtiger bleibt der Mensch. Positionierung, finale Tonalität, Krisenkommunikation, persönliche Medienkontakte und strategische Entscheidungen lassen sich nicht einfach abgeben.

KI kann Vorschläge machen, aber sie trägt keine Verantwortung. Sie kennt nicht jede Marktnuance. Sie spürt nicht, ob ein Satz zur Situation passt. Sie erkennt nicht zuverlässig, ob eine Aussage rechtlich, fachlich oder kommunikativ heikel ist. Deshalb braucht es weiterhin Redaktion, Prüfung und Freigabe.

Gerade Startups sollten hier vorsichtig sein. Eine junge Marke baut Vertrauen erst auf. Wer zu schnell zu viel automatisiert, riskiert einen beliebigen Auftritt. KI kann Inhalte beschleunigen. Sie ersetzt aber nicht die Entscheidung, wofür ein Unternehmen stehen will.

Erfolgreiche Einführung beginnt mit klaren Prozessen

Bevor ein Startup KI Agenten einführt, sollte es einfache Fragen klären. Welche Kanäle sind wirklich wichtig? Welche Inhalte werden regelmäßig gebraucht? Wer liefert Informationen? Wer prüft Ergebnisse? Welche Tonalität soll eingehalten werden? Was darf nie ohne menschliche Kontrolle veröffentlicht werden?

Erst danach lohnt sich die Auswahl der passenden Werkzeuge. Sonst wird aus KI Unterstützung schnell ein weiteres System, das gepflegt und erklärt werden muss.

Praktisch ist ein kleiner Start. Ein Team kann zunächst einen Bereich auswählen, etwa LinkedIn und Newsletter. Dann werden klare Vorgaben formuliert, vorhandene gute Texte als Beispiele gesammelt und ein einfacher Freigabeprozess festgelegt. Nach einigen Wochen lässt sich prüfen, ob wirklich Zeit gespart wird und ob die Qualität stimmt.

Warum KI Führung braucht

Der entscheidende Punkt ist nicht, ob KI-Agenten Menschen ersetzen. In vielen Teams verändern sie vor allem die Rollen. Menschen schreiben weniger erste Entwürfe, prüfen aber stärker. Sie formulieren bessere Briefings, wählen aus, korrigieren und entscheiden. Aus reiner Produktion wird mehr Redaktion.

Das ist für Startups eine Chance. Kleine Teams können professioneller arbeiten, ohne sofort eine große Marketingabteilung aufzubauen. Voraussetzung ist, dass KI nicht als Spielerei behandelt wird, sondern als Teil der Organisation.

Erst die Grundlagen schaffen, dann skalieren

KI-Agenten können Startups helfen, Marketingaufgaben besser zu verteilen. Sie bringen vor allem dort Nutzen, wo wiederkehrende Arbeiten, mehrere Kanäle und knappe Ressourcen zusammenkommen. Sie lösen aber keine strategischen Probleme.

Wer seine Zielgruppen, Botschaften und Abläufe kennt, kann mit KI schneller und konsistenter arbeiten. Wer diese Grundlagen nicht klärt, bekommt nur mehr Material. Der sinnvolle Weg liegt deshalb nicht in immer neuen Tools. Er liegt in klarer Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine.

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Autor Lars Schulze

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Zelara erhält 3 Millionen Euro für KI Plattform im Lifecycle Marketing

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Lifecycle Marketing: Zelara lernt aus Kundeninteraktionen Bild links: Nikolas Schriefer, rechts: Björn Heckel Bildcredits Zelara

Zelara, ein Berliner Startup, das eine KI Plattform für Lifecycle Marketing entwickelt, gibt heute den Abschluss einer Pre Seed Finanzierungsrunde in Höhe von 3 Millionen Euro bekannt. Die Runde wird von NAP angeführt, mit Beteiligung von Heartfelt und Angel Invest.

Gründer wollen Kundenkommunikation neu denken

Zelara wurde von Nikolas Schriefer und Björn Heckel gegründet, um ein Problem zu lösen, das ihnen im Laufe ihrer Karriere immer wieder begegnet ist: Trotz hoher Investitionen in CRM und Marketingtechnologien bleibt die Kundenkommunikation in vielen Unternehmen statisch, regelbasiert und wenig lernfähig.

Schriefer gründete und verkaufte zuvor ein AdTech Unternehmen und leitete KI Initiativen bei HelloFresh. Heckel verbrachte mehr als zwei Jahrzehnte damit, Technologieorganisationen für Kundenbindung, Wachstum und Personalisierung bei Uber, HelloFresh und Salesforce aufzubauen und zu führen.

KI lernt aus jeder Kundeninteraktion

Zelara ergänzt bestehende CRM und Customer Engagement Systeme und hilft Marken dabei, über statische Kampagnen und grobe Kundensegmente hinauszugehen. Die Plattform ermittelt kontinuierlich die passende Botschaft, den optimalen Kanal und den richtigen Zeitpunkt für jede einzelne Person.

Während Marketingteams Ziele und Rahmenbedingungen definieren, übernimmt Zelara die operative Aussteuerung und lernt fortlaufend aus den Ergebnissen.

Bei einer führenden europäischen Neobank steigerte Zelara die Kunden Aktivierung und Reaktivierung um 66 Prozent. Dafür waren weder ein Austausch des bestehenden CRM Stacks noch aufwendige Anpassungen der Customer Journey erforderlich.

Vom regelbasierten Marketing zur lernenden Plattform

Die meisten Unternehmen kommunizieren über vordefinierte Customer Journeys, Regeln und Segmente. Klassische CRM und Customer Engagement Plattformen dienen vor allem dazu, vorab definierte Kampagnen auszuführen. Solche Systeme skalieren zwar, passen sich jedoch nur begrenzt an verändertes Kundenverhalten an.

Zelara verfolgt einen anderen Ansatz: Jede Kundeninteraktion fließt in einen kontinuierlichen Lernkreislauf ein. Auf dieser Basis optimiert die Plattform fortlaufend Botschaften, Kanäle und Zeitpunkte für jeden einzelnen Kunden.

„Nachdem ich mehr als zwanzig Jahre lang Systeme entwickelt habe, mit denen Marketingteams Kunden ansprechen, ist mir immer wieder dasselbe aufgefallen: Die Technologie war auf Kampagnen, Journeys und Segmente ausgerichtet, aber nicht auf die Kunden selbst“, sagt Björn Heckel, Mitgründer von Zelara.

„Genau deshalb haben wir Zelara von Grund auf anders gedacht. Statt Kampagnen für Segmente zu optimieren, lernt die Plattform, wie jeder einzelne Kunde so angesprochen werden kann, dass sowohl für ihn als auch für das Unternehmen ein größerer Mehrwert entsteht.“

Kontinuierliches Lernen entlang der Customer Journey

„Jede Interaktion eines Kunden mit einer Marke ist wertvolles Feedback und die meisten Systeme lernen nicht daraus“, sagt Nikolas Schriefer, Mitgründer von Zelara.

„Zelara nutzt jedes Signal, um die Kommunikation mit jeder Person zu verbessern. Je mehr Interaktionen die Plattform verarbeitet, desto effektiver wird sie. Dadurch verbessert sich die Kundenansprache kontinuierlich entlang der gesamten Customer Journey – von der Aktivierung über die Kundenbindung bis hin zum Customer Lifetime Value.“

Investoren sehen großes Marktpotenzial

„Während KI Agenten zunehmend beeinflussen, wie Verbraucher Marken entdecken und mit ihnen interagieren, steigt der strategische Wert von First Party Daten erheblich. Gleichzeitig machen steigende Kosten für die Neukundengewinnung deren effektive Nutzung wichtiger denn je“, sagt Fabian Krautwurst, Partner bei NAP.

„Nik und Björn verfügen über einzigartige Erfahrung beim Aufbau und Betrieb von Customer Engagement Systemen im großen Maßstab und sind damit bestens positioniert, diese Marktchance zu nutzen und die neuen Möglichkeiten von KI voll auszuschöpfen.“

Finanzierung soll Technologie und Wachstum beschleunigen

Die Pre Seed Finanzierung soll vor allem zwei Bereiche vorantreiben. Erstens wird Zelara die Weiterentwicklung seiner KI Plattform für Lifecycle Marketing beschleunigen, um noch bessere Entscheidungen für einzelne Kunden zu treffen und zusätzliche Kundenkontaktpunkte abzudecken.

Zweitens will das Unternehmen sein Wachstum vorantreiben, indem es Partnerschaften mit führenden B2C Unternehmen ausbaut, sein Team erweitert und an die bisherigen Kundenerfolge anknüpft.

Bild links: Nikolas Schriefer, rechts: Björn Heckel Bildcredits Zelara

Quelle Studio Ghost GmbH

Deutschland stellt größte Sprecherdelegation bei GITEX AI EUROPE 2026

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GITEX AI EUROPE 2026: Deutschland setzt auf KI Bild: Die GITEX AI EUROPE 2026 ist Europas branchenübergreifendes Technologieevent und findet vom 30. Juni bis 1. Juli 2026 auf dem Gelände der Messe Berlin statt. Bildrechte: GITEX AI EUROPE

Deutschland prägt das Konferenzprogramm der GITEX AI EUROPE 2026. Dr. Karsten Wildberger, Führungskräfte von DeepL und OpenAI sowie deutsche Quantencomputing Pioniere bilden den Kern des internationalen Redner Lineups auf der Messe in Berlin.

Deutschland stellt die größte nationale Delegation im Speaker Programm der GITEX AI EUROPE 2026: Regierungsvertreter, Spitzenkräfte großer Technologiekonzerne und Scale ups, Quantencomputing Pioniere und Investor stehen im Zentrum, wenn die Messe Berlin nächste Woche ihre Pforten öffnet.

Deutsche Sprecher stellen 60 Prozent der mehr als 150 Expert, die aus 33 Ländern Europas, Nordamerikas, Asiens und Afrikas anreisen. Hinzu kommt eine umfassende Ausstellung mit mehr als 950 Unternehmen und Startups sowie über 600 Investor aus mehr als 80 Nationen. Sie sollen Investitionen im europäischen Technologiemarkt vorantreiben, der laut Forrester 2026 erstmals die Marke von 1,5 Billionen Euro überschreiten wird.

Die GITEX AI EUROPE findet vom 30. Juni bis 1. Juli 2026 statt. Das Konferenzprogramm gliedert sich in fünf Themenfelder: DeepTech & Critical Supply Chains, Compute & AI Stack, Secure Infra & Cyber Power, Capital & Scale Up Engine sowie Policy to Production.

Deutsche Sprecher prägen das Programm

Dreizehn deutsche Sprecher übernehmen die zentralen Sessions der Themenfelder, die von den regulatorischen und infrastrukturellen Grundlagen europäischer KI über die Unternehmensanwendung bis hin zum Kapital für künftige Investitionen reichen.

DeepTech und europäische Wettbewerbsfähigkeit

Am 30. Juni eröffnet Bundesminister für Digitales und staatliche Modernisierung Dr. Karsten Wildberger das Programm mit einem Fireside Gespräch auf der Main Stage. Sein Thema lautet „The Gigawatt Guarantee: Engineering Europe’s Industrial AI Supremacy“.

Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, diskutiert am 1. Juli auf der Intelligence Stage die Frage „Who Controls Computing When AI Outgrows Europe’s Grids and Networks?“ und beleuchtet damit die Umsetzung der europäischen KI Regulierung.

Unternehmen und KI Anwendungen im Fokus

Prof. Dr. Robert Mayr, CEO der DATEV eG, spricht über die praktische Transformation durch KI und die Bedeutung innovationsfreundlicher Rahmenbedingungen in Europa.

Dr. Jarek Kutylowski, CEO von DeepL, thematisiert Europas Chancen im globalen KI Wettbewerb. Gemeinsam mit Niklas Harzheim von OpenAI, Tomás Vocetka von Omio und Daniel Khachab von Choco wird zudem diskutiert, wie Foundation Models den Weg von Pilotprojekten in den breiten Unternehmenseinsatz finden.

Auch die Deutsche Telekom ist vertreten. Rickard Damm spricht über die Integration von KI auf Infrastrukturebene europäischer Netzbetreiber.

Quantencomputing als strategische Zukunftstechnologie

Mit Dr. Markus Pflitsch von Terra Quantum, Dr. Katrin Kobe von Bosch Quantum Sensing und Dr. Alexander Glätzle von planqc stehen drei führende deutsche Köpfe des Quantencomputings auf der Bühne.

Im Mittelpunkt stehen Fragen nach technologischer Souveränität, quantenresistenter Infrastruktur und Europas Rolle im internationalen Wettbewerb.

Finanzierung und Wachstum für Europas Startups

Stefan B. Wintels, CEO der KfW Bankengruppe, eröffnet das Themenfeld Capital & Scale Up Engine mit einem Vortrag über Deutschlands Fördermodelle als Vorbild für Europa.

Florian Heinemann von Project A diskutiert anschließend die Herausforderungen der Wachstumsfinanzierung europäischer DeepTech Unternehmen und die Frage, wie Europa Forschungserfolge in globale Marktführer verwandeln kann.

Internationale Plattform für KI und Innovation

Mit mehr als 950 Ausstellern, Startups und Technologieunternehmen sowie über 600 Investor aus mehr als 80 Ländern zählt die GITEX AI EUROPE 2026 zu den bedeutendsten Technologieveranstaltungen Europas. Die Messe bringt führende Köpfe aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Investment zusammen und positioniert Berlin als zentralen Treffpunkt der internationalen KI Branche.

Weitere Informationen unter: www.gitexeurope.com

Bild: Bild: Die GITEX AI EUROPE 2026 ist Europas branchenübergreifendes Technologieevent und findet vom 30. Juni bis 1. Juli 2026 auf dem Gelände der Messe Berlin statt. Bildrechte: GITEX AI EUROPE

Quelle news aktuell GmbH 

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