Donnerstag, Juni 25, 2026
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Verlernen Schüler das Rechnen, bevor sie es richtig beherrschen?

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ClcEasy stärkt Kopfrechnen und Mathe bei Schülern Ripudaman Singh und Gurleen Kaur Gründerteam ClcEasy

ClcEasy bringt Kopfrechnen zurück in den Schulalltag und unterstützt Schüler dabei, mehr Sicherheit in Mathe zu gewinnen

ClcEasy entwickelt eine Lernplattform für Kopfrechnen und zählt aktuell zu den Top 5 der StartupTeens Challenge 2026. Mit ihrer Verbindung aus vedischen Rechenmethoden, KI-Unterstützung und schulnahen Lerninhalten wollen die Gründer Schülern helfen, Mathe-Angst abzubauen – gleichzeitig freuen sie sich über Unterstützung beim laufenden StartupTeens Voting.

Wie ist die Idee zu ClcEasy entstanden, und was hat euch dazu motiviert, dieses Projekt bereits während der Schulzeit zu starten?

Die Idee entstand aus unserer eigenen Erfahrung im Unterricht. Wir haben täglich gesehen, wie sehr Mitschüler durch die ständige Taschenrechnernutzung an Sicherheit verlieren. Bei Aufgaben, die im Kopf gelöst werden müssten, entsteht oft unnötiger Druck und „Mathe-Angst“. Da wir selbst Wurzeln in Indien haben, kannten wir die vedischen Kopfrechenmethoden und sahen das enorme Potenzial, diese hocheffizienten Methoden mit dem deutschen Lehrplan zu verknüpfen. Wir wollten nicht warten, bis wir „fertig studiert“ haben, sondern das Problem jetzt lösen, weil wir wissen, wie relevant es für unsere Generation ist.

Bitte stellt euch und eure jeweiligen Aufgaben bei ClcEasy kurz vor.

Ripudaman Singh (Finanzen & Produktmanagement): Sein Fokus liegt auf dem strategischen Fundament. Durch seine Leistungskurse in Wirtschaft, Mathematik und Physik bringt er die nötigen analytischen Fähigkeiten mit, um komplexe Probleme effizient zu lösen. Er kümmert sich um die Finanzplanung, das Geschäftsmodell und ist unser zentraler Ansprechpartner für Gespräche mit Experten aus Bildung und Wirtschaft. Zudem setzt er sich seit zwei Jahren mit vedischen Kopfrechenmethoden auseinander, um diese didaktisch nutzbar zu machen.

Gurleen Kaur (Produktentwicklung & Marketing): Sie verantwortet das kreative Zentrum sowie die technische Umsetzung von ClcEasy. Sie hat den MVP unserer Web-App mittels ‘Vibe-Coding’-Tools programmiert und die KI-Integration maßgeblich vorangetrieben. Neben der technischen Entwicklung steuert sie unsere Marketing-Strategie, das Design unserer Präsentationen sowie die gesamte Kommunikation. Zudem sorgt sie mit ihrem Blick für Organisation und Abläufe für die nötige Struktur im Projekt.

Viele Schüler haben Schwierigkeiten beim Kopfrechnen. Warum wird dieses Problem aus eurer Sicht häufig unterschätzt?

Oft wird Kopfrechnen fälschlicherweise als eine ‚veraltete Fähigkeit‘ abgestempelt, die der Taschenrechner doch ohnehin übernimmt – aber genau das ist der Denkfehler. Wenn dieses intuitive Zahlengefühl als Basis fehlt, wird Mathe für Schüler unnötig komplex. Dazu kommt die Realität im Klassenzimmer: Im Unterricht bleibt meistens nicht die Zeit, Kopfrechnen gezielt zu trainieren, da die Lehrplanthemen straff durchgezogen werden müssen. Weil jeder Schüler ein anderes Leistungsniveau hat, ist es für Lehrkräfte zudem kaum möglich, jeden Einzelnen individuell zu fördern.

Dadurch entsteht eine Art Teufelskreis: Wer die Grundlagen nicht sicher im Kopf hat, verliert in Klassenarbeiten wertvolle Zeit und macht Flüchtigkeitsfehler bei eigentlich einfachen Schritten. Weil das mathematische Fundament fehlt, tippen viele Schüler blind Ergebnisse in den Rechner ein, statt die Logik hinter der Aufgabe zu verstehen. Diese Unsicherheit schleicht sich über die Jahre ein und senkt das Selbstvertrauen massiv.

Wir unterschätzen das Problem, weil wir oft den direkten Zusammenhang zwischen sicherem Kopfrechnen und langfristigem mathematischen Selbstvertrauen übersehen – dabei zeigen aktuelle Zahlen aus der Wirtschaft, dass die Folgen längst spürbar sind. Eine Umfrage der IHK Reutlingen unter rund 300 regionalen Betrieben belegt: Unternehmen beklagen bei Schulabgängern aller Schularten deutliche Defizite in grundlegenden Fertigkeiten. IHK-Präsident Johannes Schwörer bringt es auf den Punkt: Unseren Schulabgängern fehlt es teilweise an grundlegenden Fertigkeiten wie Rechnen ohne Taschenrechner. Das fehlende Kopfrechnen ist also kein schulisches Randproblem – es ist ein Defizit, das die Wirtschaft tagtäglich zu spüren bekommt. ( Stichpunkt: PISA Studie)

ClcEasy verbindet vedische Kopfrechenmethoden mit dem deutschen Lehrplan. Wie kam es zu diesem Ansatz?

Die vedische Mathematik ist faszinierend, weil sie auf Logik und Mustern basiert, nicht auf reinem Auswendiglernen. Wir wollten diese Methoden jedoch nicht als isolierte Tricks präsentieren. Deshalb haben wir sie direkt auf die Anforderungen des deutschen Bildungsplans – z.B. in Stochastik, Geometrie oder Prozentrechnung – zugeschnitten. Schüler lernen bei uns nicht nur, wie man rechnet, sondern warum es funktioniert, und können das direkt in der nächsten Mathearbeit anwenden.

Welche Vorteile bietet Kopfrechnen aus eurer Sicht über den Mathematikunterricht hinaus?

Kopfrechnen ist ein echtes Gehirntraining: Es stärkt Konzentrationsfähigkeit, logisches Denken, Arbeitsgedächtnis und mentale Flexibilität und hilft, Rechenwege schneller zu erkennen.

Im Alltag ermöglicht es schnelles Abschätzen von Preisen, Mengen und Zeitspannen, macht unabhängiger von technischen Hilfsmitteln und fördert Selbstständigkeit und Souveränität.

Im Beruf ist es besonders nützlich im Finanzwesen (schnelles Einschätzen von Beträgen, Zinsen, Budgets) und in der Gastronomie (Rechnungen, Trinkgeld, Mengen). Wer sicher im Kopf rechnet, arbeitet schneller, macht weniger Fehler und wirkt im Kundenkontakt professioneller.

Auch beim Berufseinstieg ist Kopfrechnen relevant: In vielen Auswahlverfahren und Assessments werden solche Aufgaben geprüft. In der Schule zeigt sich die Sicherheit im Umgang mit Zahlen in Klassenarbeiten ohne Taschenrechner und im Mathe-Abitur.

Kopfrechnen verbessert die Problemlösungsfähigkeit: Man kann komplexe Probleme schneller angehen und effektivere Lösungen finden. Zudem steigert es das Selbstvertrauen im Umgang mit Mathematik, kann Zahlenängste abbauen und ist eine wichtige Kernkompetenz für Schule, Studium, Beruf und Alltag.

Mit dem KI-Tutor Balu setzt ihr auf individuelle Unterstützung. Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz in eurem Lernkonzept?

Die KI fungiert als persönlicher Nachhilfelehrer, der genau dort ansetzt, wo das Verständnis gerade hakt. Die meisten Apps, die es auf dem Markt für Kopfrechnen gibt, haben keine KI, die bei Fehlern gezielt den strategischen Lösungsweg erklärt – stattdessen wird lediglich die richtige Antwort vorgegeben. Dadurch lernen Schüler weder die Methoden anzuwenden noch die Denkmuster zu entwickeln, die ihnen helfen, einfacher und schneller zu rechnen. Balu dient in unserem Konzept also nicht als ‚Lösungsmaschine‘, sondern als Unterstützung, bis zur richtigen Lösung zu kommen.

Schüler können zudem auch spezifische Rückfragen stellen, etwa ‚Warum muss ich hier diesen Schritt machen?‘, und bekommen eine Antwort, die ihre persönliche Wissenslücke schließt; aber nicht nur das: Balu hilft Schüler auch bei schulischen Themen gleichzeitig.

Was unterscheidet ClcEasy von anderen Lernapps und digitalen Matheangeboten?

Auf dem Bildungsmarkt gibt es bereits Lernapps, wie Anton App, im Überschuss, aber keiner dieser Lernapps fokussiert sich auf das systematische Beibringen von Kopfrechnen.

Während Anbieter, wie MentalMath, nur isolierte, trockene Zahlenreihen abfragen, vermitteln wir echte, hocheffiziente Rechenstrategien, die auf den deutschen Lehrplan abgestimmt sind. Schüler lernen mit ClcEasy nicht einfach nur für die App selbst, sie lernen für ihren Alltag, Beruf und natürlich auch die Schule: Ob Prozentrechnung, Stochastik oder Geometrie – ClcEasy macht Mathe endlich wieder durchschaubar und anwendbar.

Dazu kommt unsere einzigartige technologische Kombination: Wir verknüpfen eine intelligente, KI-gestützte Fehlererklärung – unseren Tutor ‚Balu‘ – mit echten Gamification-Elementen. Das macht Mathe von einer einsamen Pflichtaufgabe zu einer motivierenden Challenge, in der man sich in Klassen-Duellen mit Freunden messen kann.

Nicht zuletzt ist ClcEasy, im Gegensatz zu anderen Kopfrechenapps, von Anfang an für die Schule gemacht. Wir bieten nicht nur ein Tool, das motiviert, sondern eine Lernumgebung, die sicher ist und den hohen Anforderungen an den Datenschutz in Deutschland entspricht. Während viele Apps das eigene Nachdenken durch Technik ersetzen, wollen wir genau das Gegenteil: Wir fördern das eigene Zahlengefühl und machen die Schüler wieder unabhängig vom Taschenrechner. Genau diese Fähigkeit, Probleme ohne Technik im Kopf zu lösen, brauchen Schüler im Unterricht genauso wie später im Berufsleben.

Welche Erkenntnisse habt ihr aus der Testphase mit euren ersten Nutzern gewonnen?

Die Testphase war für uns der ultimative Beweis, dass unser Konzept genau den richtigen Nerv trifft. Die Zahlen sprechen für sich: Unsere Beta-User waren nach nur zwei Wochen intensiver Nutzung im Schnitt 50 % schneller beim Rechnen und haben 25 % weniger Fehler gemacht. Das zeigt uns, dass man durch gezieltes Training der Basis-Methoden extrem schnell aus dem ‚Mathe-Trott‘ ausbrechen kann.

Doch noch viel wichtiger als die Zahlen-Fakten war für uns der psychologische Effekt. Wir haben von den Schülern Rückmeldungen bekommen, die uns total motiviert haben: Viele sagten uns, dass Mathe für sie plötzlich nicht mehr diese lästige Pflichtaufgabe war, vor der sie Angst hatten, sondern eine Challenge, die sie meistern konnten.

Diese Erfahrung hat uns gezeigt, dass Mathe-Schwäche oft gar nicht an fehlender Intelligenz liegt, sondern an fehlender Sicherheit. Wenn ein Schüler merkt: ‚Hey, ich kann das ja doch im Kopf lösen!‘, fällt der ganze Druck ab. Genau dieses neu gewonnene Selbstvertrauen war der größte Erfolg der Testphase. Mathe wurde von einer Bedrohung zu einer Herausforderung, die plötzlich Spaß macht – und genau diese Begeisterung wollen wir mit dem Launch im August in alle Schulen bringen.

Vor welchen Herausforderungen steht ihr als Schüler und Gründer gleichzeitig?

Die größte Herausforderung ist definitiv das Zeitmanagement. Wenn man morgens in der Schule Leistungskurse in Mathe, Physik oder Wirtschaft hat und nachmittags an der Strategie für das eigene Startup arbeitet, verschwimmen die Grenzen zwischen ‚Lernen‘ und ‚Gründen‘ ständig. Das erfordert enorm viel Disziplin.

Dazu kommt die bürokratische Hürde: Als junges Team in das deutsche Bildungssystem einzudringen, ist nicht einfach. Die Abstimmung mit Schulen, die komplexen Datenschutzfragen und die Einholung von Genehmigungen kosten viel Geduld.

Eine der härtesten Erfahrungen war dabei die Suche nach finanzieller Unterstützung. Es ist für junge Gründer in Deutschland extrem schwer, ernst genommen zu werden. Wir haben unzählige Stiftungen und Institutionen angeschrieben – die Antwort war fast immer die gleiche: ‚Tut uns leid, wir können euch nicht unterstützen.‘

Aber anstatt aufzugeben, haben wir genau das als Ansporn genommen. Wir haben einfach weitergemacht, an unserem Konzept gefeilt und uns durchgebissen – und heute stehen wir unter den Top 5 der ‚Startup Teens‘ Challenge. Diese Bestätigung zeigt uns, dass man auch mit jungen Jahren und ohne großes Budget viel bewegen kann, wenn man von seiner Idee überzeugt ist. Genau diese Hartnäckigkeit ist heute unser größter Vorteil: Wir wissen genau, wo der Schuh drückt, weil wir die Probleme im Unterricht täglich selbst spüren. Wir entwickeln keine Theorie am grünen Tisch, sondern ein Produkt von Schülern für Schüler – und das merkt man.

Unser nächstes Ziel, das wir jetzt anstreben, ist es, in den TOP 3 zu kommen und den Sieg für Ludwigsburg bzw. Baden-Württemberg zu holen. Dabei kann uns jeder unterstützen, unabhängig vom Alter.

ClcEasy stärkt Kopfrechnen und Mathe bei Schülern  StartupTeens Voting ClcEasy poster

Das Voting dauert keine 30 Sekunden und bringt uns ein gutes Stück näher dran.

Man geht zuerst auf den Link oder scannt den QR-Code: https://www.startupteens.de/challenge-2026/voting/

Education Kategorie -> ClcEasy auswählen

Name + E-Mail eingeben, absenden

Bestätigungsmail im Postfach/Spam klicken, fertig

Wie wichtig ist die Unterstützung durch Lehrkräfte, Bildungsexperten und euer Netzwerk für die Weiterentwicklung von ClcEasy?

Diese Unterstützung ist für uns absolut essentiell – sie ist das Fundament, auf dem wir bauen. Wenn man als Schüler ein Startup gründet, hat man eine tolle Vision, aber man braucht erfahrene Köpfe, die einem zeigen, wie man diese Vision didaktisch und operativ auf das nächste Level hebt.

Bildungsexperten wie Prof. Dr. Christian Spannagel oder Melanie Borzi sind für uns weit mehr als nur Mentoren. Sie geben uns die Sicherheit, dass unsere Methoden nicht nur innovativ sind, sondern auch wissenschaftlich Hand und Fuß haben. Wenn man als Gründer das Feedback von solchen Bildungsexperten bekommt, weiß man: ‚Wir sind auf dem richtigen Weg.‘ Es validiert unsere Arbeit und gibt uns das nötige Vertrauen, um ClcEasy in den echten Schulalltag zu bringen.

Auch unser Netzwerk, wie zum Beispiel bei ‚Startup Teens‘, ist für uns Gold wert. Es sind diese erfahrenen Leute, die uns nicht nur Tipps geben, sondern uns auch Türen öffnen, die für uns als Schüler sonst mit sehr großer Wahrscheinlichkeit verschlossen geblieben wären. Sei es beim ehrlichen Feedback zur App oder wenn es darum geht, den ersten Kontakt zu einer Schule herzustellen – dieses Netzwerk ist unser Kompass, der uns zeigt, welche Schritte als Nächstes wichtig sind.

Es ist ein unglaublich motivierendes Gefühl zu merken, dass diese Profis an unsere Idee glauben, weil auch sie davon überzeugt sind, dass unser Bildungssystem ein Update braucht. Wir lernen jeden Tag etwas Neues dazu, und genau diese Kombination aus unserer eigenen Perspektive als Schüler und dem Know-how unserer Mentoren macht ClcEasy so stark.

Welche Ziele habt ihr euch für die Zeit nach dem offiziellen Launch im August 2026 gesetzt?

Nach dem Launch im August liegt unser Fokus zunächst voll auf dem direkten Weg zu den Schülern. Unser Ziel ist es, in Baden-Württemberg 5.000 Nutzer zu gewinnen und ihnen den Mathe-Alltag spürbar zu erleichtern. Dabei geht es uns nicht nur um Nutzerzahlen, sondern darum, 5.000 Schülerinnen und Schüler zu befähigen, ihre Unsicherheit in Mathe abzulegen.

Im Jahr 2028 schalten wir dann den nächsten Gang ein und starten mit dem B2B-Vertrieb an Schulen. Unser Ziel ist es, ClcEasy fest in den Schulalltag zu integrieren und als Standardwerkzeug gegen Mathe-Angst zu etablieren. Kurz gesagt: Wir wollen nicht nur eine App anbieten, sondern dafür sorgen, dass Mathe-Angst in Baden-Württemberg bald der Vergangenheit angehört – und wir fangen damit genau jetzt an.

Welche langfristige Vision verfolgt ihr mit ClcEasy?

Unsere Vision reicht weit über das hinaus, was eine klassische Lernapp heute leistet: Wir wollen das gesellschaftliche Bild, das wir in Deutschland von Mathematik haben, grundlegend verändern. Wir sind fest davon überzeugt, dass ein ‚mathe-begabt‘ oder ‚mathe-schwach‘ kein festes Schicksal ist, sondern eine Frage der richtigen Strategie und der individuellen Förderung. Unser Ziel ist es, diese starren Grenzen aufzubrechen und Mathe für jeden Schüler zugänglich zu machen – unabhängig von der Schulform oder dem Elternhaus.

Langfristig möchten wir ClcEasy als unverzichtbaren Bestandteil in die deutsche Bildungslandschaft integrieren. Wir sehen unsere App nicht als bloßen Ersatz für Lehrbücher, sondern als den digitalen Begleiter, der Schulen dabei unterstützt, den Unterricht moderner und effektiver zu gestalten. Dabei geht es uns um weit mehr als nur bessere Noten: Wir möchten Schülern eine Kompetenz vermitteln, die sie ihr ganzes Leben begleitet. Ob im hilfsmittelfreien Teil von Klassenarbeiten, bei schnellen Berechnungen im Alltag, im späteren Berufsleben oder bei anspruchsvollen Assessment-Centern – wer ein sicheres Zahlengefühl hat, handelt selbstbewusster und souveräner.

Am Ende unseres Weges soll ein Zustand stehen, in dem der Satz ‚Mathe kann ich nicht‘ aus dem Schulalltag verschwindet. Wir wollen, dass Mathe-Angst in Deutschland kein Thema mehr ist, weil jeder Schüler durch ClcEasy weiß, dass er die nötigen Methoden in der Hand hält, um jedes Problem – ganz ohne Taschenrechner – aus eigener Kraft zu lösen.

Wir bauen keine App für den Moment, sondern eine Lösung für die nächste Generation: Wir wollen, dass Mathematik kein Hindernis mehr auf dem Lebensweg ist, sondern eine Fähigkeit, mit der Schüler ihre Ziele selbstbewusst erreichen können.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen jungen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Auf Basis unserer bisherigen Erfahrung mit CalcEasy sind das die drei Dinge, die uns am meisten geholfen haben:

Baut euch früh ein Netzwerk auf.

Ein Startup allein zu stemmen ist extrem schwer. Schon früh den Austausch mit anderen suchen – ob Mentoren oder Leute, die schon weiter sind als man selbst – bringt einen unglaublich schnell weiter. Es geht gar nicht nur um Kontakte, sondern darum, dass man aus den Erfahrungen anderer lernen kann, anstatt jeden Fehler selbst machen zu müssen. Ein unterstützendes Umfeld ist Gold wert.

Teilt eure Idee, statt sie zu verstecken.

Am Anfang hatten wir auch kurz die Sorge, dass jemand unsere Idee ‚klauen‘ könnte, wenn wir zu viel verraten. Aber wir haben schnell gemerkt: Das ist Quatsch. Eine Idee ist nur so gut, wie man sie am Ende umsetzt. Wer seine Idee teilt und aktiv nach Feedback fragt, lernt extrem viel dazu. Wir haben durch das offene Feedback von Schülern und Lehrern gemerkt, welche Funktionen bei CalcEasy wirklich wichtig sind und wo wir nachbessern müssen.

Wartet nicht auf das perfekte Produkt – fangt einfach an.

Es bringt nichts, monatelang nur am Schreibtisch zu sitzen und an einem ‚perfekten‘ Plan zu feilen. Wir haben uns darauf konzentriert, schnell einen Prototyp zu bauen und den direkt von echten Nutzern testen zu lassen. Das hat uns den größten Fortschritt gebracht. Man merkt erst in der Anwendung, was wirklich funktioniert. Das Motto ‚Build, Measure, Learn‘ ist für uns der Schlüssel: Machen, ausprobieren, verbessern – und dann von vorn.

Bildcredits privat

Wir bedanken uns bei Ripudaman Singh und Gurleen Kaur für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Braucht gute Hautpflege wirklich weniger statt mehr?

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forpeople: Hautpflege und Pflege ohne Wasser Bildcredits: forpeople skincare 

forpeople entwickelt wasserfreie Hautpflege für trockene und beanspruchte Haut. Mit konzentrierten Formulierungen und der Teilnahme an der The Green Deal Show macht das Startup auf nachhaltige Kosmetik aufmerksam

Wie entstand die Idee zu forpeople und was hat euch an herkömmlicher Hautpflege besonders gestört?

Die Idee zu forpeople entstand aus einem sehr konkreten Problem: stark beanspruchte Haut im Klettersport. Die Hände unseres Mitgründers waren durch Chalk, Reibung und Belastung ständig trocken, rissig und offen. Trotz vieler ausprobierter Produkte hat nichts nachhaltig geholfen. Was uns dabei gestört hat: Viele herkömmliche Cremes bestehen zum Großteil aus Wasser, ziehen schnell ein, haben aber kaum langfristige Wirkung. Also haben wir angefangen, selbst eine Lösung zu entwickeln – mit wenigen, konzentrierten Inhaltsstoffen, die wirklich funktionieren.

Was war eure Vision hinter forpeople, als ihr das Unternehmen gegründet habt?

Unsere Vision war von Anfang an, Pflege einfacher, ehrlicher und wirksamer zu machen. Statt komplexer Formulierungen wollten wir Produkte entwickeln, die sich auf das Wesentliche konzentrieren und ein echtes Problem lösen. Gleichzeitig wollten wir zeigen, dass Kosmetik nicht nur „weniger schlecht“, sondern auch regenerativ sein kann – für Haut und Natur.

forpeople setzt auf wasserfreie Hautpflege. Warum ist dieser Ansatz aus eurer Sicht nachhaltiger?

Wir verzichten bewusst auf Wasser in unseren Formulierungen. Dadurch entstehen zwei Vorteile: Zum einen sind unsere Produkte deutlich konzentrierter und ergiebiger. Zum anderen vermeiden wir unnötige Transportwege, da kein Wasser „mittransportiert“ wird. Das reduziert den CO₂-Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Für uns geht es dabei nicht darum zu sagen, dass Wasser grundsätzlich schlecht ist – sondern dass es für unsere Art von Pflege keinen Mehrwert bringt.

Welche Zielgruppe möchtet ihr mit euren Produkten besonders ansprechen?

Unsere Produkte richten sich an Menschen mit trockener und beanspruchter Haut – egal ob im Alltag, im Job oder beim Sport. Viele unserer Kund sind aktiv, viel draußen oder haben einfach Haut, die mit klassischer Pflege nicht gut zurechtkommt. Gleichzeitig sprechen wir eine Zielgruppe an, die Wert auf ehrliche Produkte, reduzierte Inhaltsstoffe und nachhaltige Lösungen legt.

Was unterscheidet forpeople aus eurer Sicht von klassischen Naturkosmetik Marken?

Viele Naturkosmetik-Marken fokussieren sich auf Inhaltsstoffe oder Zertifizierungen – wir starten beim Problem. Unsere Produkte sind nicht aus einem Trend entstanden, sondern aus einem konkreten Anwendungsfall. Daraus ergibt sich auch unser Ansatz: wasserfrei, minimalistische Rezepturen und klarer Fokus auf Funktion. Wir versuchen nicht, alles abzudecken, sondern Dinge besonders gut zu machen.

Welche Herausforderungen bringt es mit sich, nachhaltige Kosmetikprodukte am Markt zu etablieren?

Nachhaltigkeit allein reicht heute nicht mehr als Differenzierung. Die größte Herausforderung ist es, gleichzeitig wirksam, verständlich und attraktiv zu sein. Viele Konsument sind skeptisch geworden – zu Recht. Deshalb müssen wir nicht nur gute Produkte entwickeln, sondern auch klar und ehrlich kommunizieren, was sie können und was nicht.

Ihr wart am 05. Juni 2026 in der dritten Folge von The Green Deal Show zu sehen. Wie habt ihr die Teilnahme erlebt?

Die Teilnahme war intensiv und gleichzeitig extrem lehrreich. In sehr kurzer Zeit mussten wir unsere Marke und unsere Produkte auf den Punkt bringen. Besonders spannend war das Unboxing, weil sofort sichtbar wurde, ob unser Produkt intuitiv verstanden wird oder nicht.

Mit welchen Erwartungen seid ihr damals in The Green Deal Show gegangen?

Wir sind mit der Erwartung reingegangen, unsere Marke sichtbarer zu machen und ehrliches Feedback zu bekommen. Uns war wichtig, zu sehen, wie Menschen außerhalb unserer Bubble auf das Produkt reagieren und wo wir noch klarer werden müssen.

Gab es nach der Ausstrahlung neue Chancen, Kooperationen oder Reaktionen auf forpeople?

Ja, wir haben deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommen – sowohl von Kund als auch von potenziellen Partnern. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass viele Menschen sich intensiver mit unseren Produkten auseinandersetzen, wenn sie den Kontext dazu verstehen.

Konnte forpeople durch The Green Deal Show einen Deal abschließen oder wichtige Kontakte gewinnen?

Die Show war definitiv ein Türöffner für Gespräche und Kontakte. Am Ende haben wir einen Deal mit Marie Nasemann bekommen und haben uns darüber sehr gefreut, da Sie unsere Wunsch Creatorin war. Gleichzeitig führen wir auch noch weitere Gespräche mit wichtigen Kontakten die wir durch die Green Deal Show knüpfen konnten und sind gespannt was daraus noch alles entsteht!

Wie ging es nach der Sendung für euch weiter und welche Entwicklungen haben sich seitdem ergeben?

Nach der Sendung haben wir vor allem an unserer Kommunikation gearbeitet und viele Learnings integriert. Wir haben unsere Positionierung geschärft, unsere Produkte klarer eingeordnet und uns stärker auf unsere Kernzielgruppe fokussiert.

forpeople hat in den vergangenen Jahren auch schwierige Phasen erlebt. Was habt ihr aus dieser Zeit gelernt?

Die schwierigsten Phasen waren gleichzeitig die wichtigsten. Wir haben gelernt, dass Klarheit, Fokus und ehrliche Kommunikation entscheidend sind. Außerdem haben wir verstanden, dass man sich nicht an allem orientieren darf, was der Markt gerade macht – sondern an dem, was man selbst wirklich gut kann.

Welche Ziele verfolgt forpeople in den kommenden Jahren?

Wir wollen unsere Produktlinie gezielt weiterentwickeln – vor allem im Bereich Repair-, Sonnen- und SOS-Pflege. Gleichzeitig möchten wir unsere regenerative Vision weiter ausbauen und zeigen, dass Pflege mehr kann als nur „neutral“ zu sein. Langfristig geht es darum, eine Marke aufzubauen, der Menschen vertrauen.

Würdet ihr anderen nachhaltigen Startups empfehlen, bei The Green Deal Show teilzunehmen?

Ja, definitiv. Die Show zwingt einen dazu, die eigene Idee wirklich zu durchdenken und verständlich zu machen. Gleichzeitig bekommt man ehrliches Feedback, das enorm wertvoll ist – egal, ob man einen Deal abschließt oder nicht.

Welche drei Tipps würdet ihr Gründer geben, die heute eine nachhaltige Marke aufbauen möchten?

Startet beim Problem, nicht beim Produkt – nur so entsteht echte Relevanz

Seid ehrlich in eurer Kommunikation – auch über Grenzen und Schwächen

Macht Dinge lieber klar und einfach, statt komplex und perfekt


Bildcredits: forpeople skincare GmbH

Wir bedanken uns bei Marc Seipel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Steht nachhaltige Diagnostik vor dem nächsten Entwicklungsschritt?

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hey mela: Veganer Schwangerschaftstest für mehr NachhaltigkeitPhaeosynt fotograf kevin münkel

hey mela entwickelt den weltweit ersten veganen Schwangerschaftstest auf Basis tierfreier Antikörper und macht durch die Teilnahme an der The Green Deal Show auf nachhaltige Diagnostik aufmerksam

Wie entstand die Idee zu hey mela und was hat euch dazu bewegt, einen veganen Schwangerschaftstest zu entwickeln?

Die Idee entstand aus unserer Forschung an tierfreien Antikörpern. Dabei haben wir festgestellt, dass nahezu alle heute verfügbaren Schwangerschaftstests auf tierischen Komponenten basieren. Mit hey mela wollten wir zeigen, dass zuverlässige Diagnostik auch ohne tierische Bestandteile möglich ist. Das Ergebnis ist der weltweit erste tierfreie Schwangerschaftstest.

Was war eure Vision hinter hey mela, als ihr das Startup gegründet habt?

Unsere Vision war nie nur ein Schwangerschaftstest. Wir möchten die Diagnostikbranche nachhaltiger gestalten und eine Plattform für tierfreie diagnostische Antikörper aufbauen. hey mela ist dabei der erste Beweis, dass unsere Technologie funktioniert und marktfähig ist.

hey mela verbindet Biotechnologie mit Nachhaltigkeit. Warum war euch dieser Ansatz besonders wichtig?

Wir sind überzeugt, dass technologische Innovation und Nachhaltigkeit zusammengehören. Gerade in der Biotechnologie gibt es noch viele etablierte Prozesse, die auf tierischen Rohstoffen basieren. Wir möchten zeigen, dass moderne Diagnostik auch nachhaltiger, ressourcenschonender und ethischer gestaltet werden kann.

Welche Zielgruppe möchtet ihr mit hey mela besonders ansprechen?

Wir richten uns an Menschen, die Wert auf zuverlässige Diagnostik, Nachhaltigkeit und Transparenz legen. Besonders sprechen wir Frauen an, die bewusst konsumieren und sich für innovative Gesundheitsprodukte interessieren.

Was unterscheidet hey mela aus eurer Sicht von klassischen Schwangerschaftstests?

hey mela ist der weltweit erste Schwangerschaftstest, der vollständig ohne tierische Antikörper und andere tierische Komponenten hergestellt wird. Gleichzeitig ist er ein echtes Made-in-Germany-Produkt: Von der Entwicklung über die Produktion bis hin zur Verpackung und Gebrauchsanweisung stammt alles aus Deutschland. Zudem setzen wir auf Biokunststoffe und nachhaltigere Materialien. Diese Kombination aus tierfreier Biotechnologie, Nachhaltigkeit und regionaler Produktion gibt es in dieser Form bislang weltweit nicht.

Wie reagieren Kund auf das Thema nachhaltige und tierfreie Diagnostik?

Viele Menschen sind überrascht, dass klassische Diagnostikprodukte überhaupt tierische Bestandteile enthalten. Sobald wir unsere Technologie erklären, erhalten wir sehr positives Feedback. Das Interesse an nachhaltigen Alternativen wächst stetig.

Welche Herausforderungen bringt es mit sich, ein Medizinprodukt nachhaltig und gleichzeitig zuverlässig zu entwickeln?

Im Bereich der Diagnostik steht die Zuverlässigkeit immer an erster Stelle. Die größte Herausforderung bestand darin, eine tierfreie Alternative zu entwickeln, die dieselbe Leistungsfähigkeit bietet wie bestehende Verfahren. Dafür waren viele Jahre Forschung und Entwicklung notwendig.

Ihr wart am 05. Juni 2026 in der dritten Folge von The Green Deal Show zu sehen. Wie habt ihr die Teilnahme erlebt?

Die Teilnahme war eine spannende Erfahrung. Es war eine großartige Gelegenheit, unsere Technologie einem breiteren Publikum vorzustellen und zu zeigen, welches Potenzial nachhaltige Biotechnologie für die Zukunft der Diagnostik hat.

Mit welchen Erwartungen seid ihr damals in The Green Deal Show gegangen?

Unser Ziel war es, Aufmerksamkeit für das Thema tierfreie Diagnostik zu schaffen und Menschen für nachhaltige Innovationen im Gesundheitsbereich zu begeistern. Gleichzeitig wollten wir wertvolle Kontakte zu potenziellen Partnern und Multiplikator knüpfen.

Gab es nach der Ausstrahlung neue Gespräche, Kooperationen oder Reaktionen auf hey mela?

Ja, die Teilnahme hat direkt zu neuen Gesprächen und Kooperationen geführt. Wir konnten eine Zusammenarbeit mit einer Influencerin vereinbaren. Darüber hinaus hat sich eine weitere Influencerin bei uns gemeldet, die von unserem Produkt und unserer Mission überzeugt ist und hey mela gerne mit ihrer Community teilen möchte. Für uns ist Sichtbarkeit besonders wichtig, da viele Menschen bisher gar nicht wissen, dass herkömmliche Diagnostikprodukte auf tierischen Antikörpern basieren. Genau hier hilft uns die mediale Aufmerksamkeit enorm.

Konnte hey mela durch The Green Deal Show einen Deal abschließen oder wichtige Kontakte gewinnen?

Ja, die Teilnahme hat uns wertvolle Kontakte und neue Kooperationsmöglichkeiten eröffnet. Besonders freuen wir uns über die Influencer-Kooperationen, die direkt aus der erhöhten Sichtbarkeit entstanden sind. Für ein junges Unternehmen wie unseres ist es entscheidend, Menschen für die Themen nachhaltige Diagnostik und tierfreie Biotechnologie zu sensibilisieren. Die Reichweite und Aufmerksamkeit durch die Sendung waren daher für uns sehr wertvoll.

Wie ging es nach der Sendung für euch weiter und welche Entwicklungen haben sich seitdem ergeben?

Wir haben unsere Gespräche mit Industriepartnern weiter ausgebaut, neue White-Label-Projekte vorbereitet und den Markteintritt in Österreich geschafft. Gleichzeitig arbeiten wir daran, unsere Plattform für tierfreie Antikörper weiter zu skalieren.

Plant ihr, die Technologie von hey mela künftig auch für weitere Diagnostiktests einzusetzen?

Ja, definitiv. Schwangerschaftstests sind für uns erst der Anfang. Aktuell arbeiten wir bereits an der Entwicklung weiterer Produkte im Bereich Women’s Health, darunter ein Ovulations- und ein Menopausentest.

Darüber hinaus nutzen wir unsere Technologie bereits für die Entwicklung und Produktion tierfreier Antikörper für Diagnostikunternehmen. Diese Antikörper kommen beispielsweise in Laboren, Arztpraxen und diagnostischen Anwendungen zum Einsatz. Hier arbeiten wir bereits mit deutschen und europäischen Unternehmen zusammen.

Langfristig sehen wir das größte Potenzial darin, herkömmliche Antikörper durch unsere tierfreien Alternativen zu ersetzen. Neben den Nachhaltigkeitsvorteilen bieten wir eine hohe und reproduzierbare Qualität sowie langfristig auch wirtschaftliche Vorteile. Unser Ziel ist es, tierfreie Antikörper als neuen Standard in der Diagnostik zu etablieren.

Würdet ihr anderen nachhaltigen Startups empfehlen, bei The Green Deal Show teilzunehmen?

Ja. Die Show bietet eine hervorragende Möglichkeit, innovative Ideen sichtbar zu machen, Feedback zu erhalten und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Besonders für Startups mit nachhaltigen Lösungen kann dies ein wichtiger Schritt sein.

Welche drei Tipps würdet ihr Gründer geben, die heute ein Startup im Bereich Health oder Biotech aufbauen möchten?

  1. Habt Geduld. Entwicklungen im Gesundheitsbereich brauchen Zeit und Ausdauer.
  2. Sprecht früh mit potenziellen Kund und Partnern, um echte Marktbedürfnisse zu verstehen.
  3. Baut ein starkes Team auf. Die besten Ideen entstehen durch unterschiedliche Perspektiven und Kompetenzen.

Fotograf: Kevin Münkel

Wir bedanken uns bei Stephanie Pfeil-Coenen und Dr. Alina Eilers für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Die Antwort auf „Ist Hacoo vertrauenswürdig?“: Ein Blick in die Architektur der neuen Lifestyle-Community

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Hacoo: Authentizität und Community als Erfolgsmodell Bild von Darwin Laganzon auf Pixabay

Ein Blick in die Architektur der neuen Lifestyle Community

In der digitalen Wirtschaft ist Vertrauen zu einem strategischen Wert geworden. Zielgruppen geben sich nicht länger mit übermäßig polierten Feeds, bearbeiteter Perfektion oder Inhalten zufrieden, die vom echten Leben losgelöst wirken.

Sie suchen praktische Einblicke, ehrliches Feedback und alltägliche Inspiration von Menschen, die tatsächlich erlebt haben, worüber sie sprechen. Bei der Analyse disruptiver Technologieunternehmen stellt sich daher die grundlegende Frage: „Was ist Hacoo?“

Die Antwort definiert die Creator Economy neu: Hacoo ist ein stark gesteuertes Content Ökosystem, das auf Authentizität, Transparenz und communitybasierter Lifestyle Entdeckung basiert.

Hacoo positioniert sich als authentische Lifestyle Community, in der Nutzer reale Erfahrungen, Empfehlungen und ehrliche Meinungen aus eigener Erfahrung teilen. Die Grundidee ist einfach, aber wirkungsvoll: Echte, unvollkommene und sogar kritische Perspektiven können langfristig mehr Wert schaffen als inszenierte Ästhetik.

Die Unfiltered Reality Philosophie

Traditionelle soziale Medien belohnen häufig Inhalte, die makellos, schnell konsumierbar und für Aufmerksamkeit optimiert sind. Hacoo geht einen anderen Weg. Die Plattformarchitektur basiert auf der Überzeugung, dass alltägliche Inspiration an Bedeutung gewinnt, wenn sie Nuancen zulässt.

Eine Lifestyle Empfehlung auf Hacoo muss nicht perfekt inszeniert sein, um wertvoll zu sein. Tatsächlich deutet der Ansatz der Plattform auf das Gegenteil hin: Ehrliches Feedback, einschließlich kritischer Beobachtungen, kann die Entdeckung innerhalb der Community nützlicher machen. Das ist besonders relevant in einem digitalen Umfeld, in dem Nutzer zunehmend vorsichtiger gegenüber übermäßig kuratierten Inhalten werden.

Hacoos Unfiltered Reality Modell zielt darauf ab, Authentizität in die Nutzererfahrung zu integrieren. Die Plattform ermutigt Menschen dazu, zu teilen, was funktioniert hat, was nützlich war und was möglicherweise nicht den Erwartungen entsprach. So entsteht eine fundiertere Form digitaler Validierung, bei der Community Mitglieder aus realen Perspektiven lernen können, statt nur inspirierende Inhalte zu sehen.

Ein duales Ökosystem für nachhaltiges Wachstum

Eine der wichtigsten strategischen Designentscheidungen von Hacoo als Startup ist sein duales Ökosystem. Die Plattform unterscheidet klar zwischen regulären Nutzern und professionellen Affiliate Partnern.

Reguläre Nutzer beteiligen sich, indem sie echte Lifestyle Inspiration ungezwungen teilen. Sie bringen persönliche Meinungen, praktische Empfehlungen und reale Beobachtungen ein, die die Community mitprägen. Diese Ebene verleiht Hacoo Offenheit und menschliche Nähe.

Die zweite Ebene besteht aus professionellen Affiliate Partnern. Über das Hacoo Affiliate Programm erhalten unabhängige Creator Zugang zu exklusiven Tracking Links und Backend Daten zu Content Reichweite und Engagement. Diese Infrastruktur ermöglicht es Creators, die Wirkung ihrer Inhalte transparenter und messbarer zu verstehen. Dadurch werden sie weniger als informelle Promoter verstanden, sondern eher als digitale Unternehmer mit nachvollziehbaren Performance Daten.

Authentizität monetarisieren ohne Vertrauen zu verlieren

Der Ausdruck „Authentizität monetarisieren“ mag widersprüchlich klingen, doch Hacoos Modell ist darauf ausgerichtet, dieses Gleichgewicht praktisch umsetzbar zu machen. Die Plattform ermutigt Creator nicht einfach nur dazu, Aufmerksamkeit zu generieren. Sie will vielmehr jene Art von Engagement belohnen, die aus Glaubwürdigkeit entsteht.

In der heutigen digitalen Wirtschaft werden anfängliche Suchanfragen wie „Ist Hacoo seriös“ mit konsequenter Transparenz beantwortet. Das Startup adressiert diese Vertrauensfragen, indem es ein striktes Progressive Penalty System durchsetzt. Diese Governance Struktur ist zentral für Hacoos Selbstverständnis: Hacoo versteht sich nicht als eine von künstlichem Hype getriebene Plattform, sondern als moderiertes Ökosystem, in dem authentische Teilnahme geschützt wird.

Für Affiliate Partner liegt der Wert nicht nur in Sichtbarkeit. Er liegt auch in der Fähigkeit, über die Zeit Vertrauen aufzubauen. Exklusive Tracking Links und Backend Einblicke in die Performance geben Creators die Werkzeuge, um Reichweite und Engagement zu bewerten, während die Community Standards der Plattform dazu beitragen, die Glaubwürdigkeit dieses Einflusses zu bewahren.

Der Critical Feedback Algorithmus

Ein zentraler Bestandteil von Hacoos Ansatz zur Marktveränderung ist der Umgang mit Feedback. Die Plattform belohnt aktiv Affiliate Partner, die ehrliches, kritisches Feedback geben, selbst wenn dieses auf praktische Schwächen von Lifestyle Trends hinweist.

Dies ist eine bedeutsame UX und algorithmische Designentscheidung. Auf vielen Plattformen stehen Creator unter Druck, immer positiv erscheinen zu müssen, da positive Inhalte oft schneller verbreitet werden. Hacoos Modell geht einen anderen Weg, indem es auf authentischen Traffic statt auf künstlichen Hype setzt.

Wenn Creator ermutigt werden, sowohl Vorteile als auch Einschränkungen zu teilen, wird die Community nützlicher. Nutzer können fundiertere Entscheidungen treffen, da sie nicht nur polierte Empfehlungsposts sehen, sondern auch Kontext, Abwägungen und praktische Details von Menschen, die echte Meinungen teilen.

In diesem Sinne baut Hacoo nicht nur eine Community zum Teilen von Inhalten auf, sondern auch eine vertrauensbasierte Informationsschicht für die Lifestyle Entdeckung.

Der Ecosystem Referee Ansatz

Hacoos Plattformarchitektur hängt auch von klaren Governance Strukturen ab. Eine Community, die offenes und ehrliches Feedback fördert, benötigt transparente Systeme, um diese Offenheit vor Missbrauch zu schützen. An dieser Stelle tritt Hacoos Ecosystem Referee Ansatz in den Vordergrund.

Statt sich auf Algorithmen zu verlassen, die viralen Spam fördern oder inauthentisches Engagement belohnen, strebt Hacoo danach, als kompromissloser Schiedsrichter zu agieren. Das Unternehmen investiert in ein Trust and Safety Framework, das darauf ausgelegt ist, irreführende Inhalte einzudämmen und die Integrität der Community Erfahrung zu schützen.

Dieses Framework wird durch ein Progressive Penalty System durchgesetzt, bei dem die Konsequenzen für Verstöße von anfänglichen Einschränkungen auf Inhaltebene bis hin zu stärkeren kontobezogenen Maßnahmen eskalieren können, einschließlich einer dauerhaften Deaktivierung des Kontos bei schwerwiegendem oder wiederholtem irreführendem Verhalten.

Warum Hacoos Community Modell wichtig ist

Hacoos größter strategischer Vorteil könnte in der Erkenntnis liegen, dass Authentizität gestaltet und nicht nur behauptet werden muss. Eine Plattform kann Nutzer nicht einfach auffordern, echt zu sein. Sie benötigt Werkzeuge, Anreize und Governance Systeme, die echte Teilnahme wertvoll machen.

Aus diesem Grund kombiniert Hacoos Modell drei zentrale Ebenen: eine ungefilterte Content Philosophie, eine Infrastruktur zur Monetarisierung von Content Creatorn und skalierbare Trust and Safety Strukturen. Zusammen helfen diese Ebenen der Plattform, eine Community für Lifestyle Entdeckung aufzubauen, in der ehrliches Feedback zu einem nachhaltigen Wettbewerbsvorteil werden kann.

Authentizität als Wettbewerbsvorteil

Hacoos Antwort auf das moderne Vertrauensproblem ist struktureller Natur. Sie vereint offene Community Teilnahme, professionelle Creator Tools, transparente Tracking Infrastruktur und ein Governance Modell, das darauf ausgelegt ist, irreführende Inhalte und inauthentisches Engagement zu reduzieren.

Indem ungefilterte Hacoo Erfahrungen und echte Hacoo Bewertungen aktiv verbreitet werden, zeigt die Plattform, dass authentische Community Validierung der entscheidende Wettbewerbsvorteil ist.

In einer digitalen Wirtschaft, in der Nutzer zunehmend Ehrlichkeit über Perfektion stellen, baut Hacoo eine neue Art von Lifestyle Discovery Community auf: eine, in der echte Stimmen, kritisches Feedback und transparente Creator Infrastruktur die nächste Phase des sozialen Engagements bestimmen.

Bild von Darwin Laganzon auf Pixabay

Autor: Hacoo

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Perk sichert sich private Finanzierung über 300 Millionen US-Dollar

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Perk erhält 300 Mio. Dollar private Finanzierung

Die Perk Finanzierung über 300 Millionen US-Dollar markiert den nächsten Wachstumsschritt des Unternehmens. Besonders bemerkenswert ist, dass es sich um eine private Finanzierung handelt. Damit unterstreichen führende Kreditgeber ihr Vertrauen in die KI-basierte Plattform. Gleichzeitig schafft Perk die Grundlage für weiteres internationales Wachstum.

Perk Finanzierung über 300 Millionen US-Dollar für weiteres Wachstum

Perk sichert sich private Finanzierung über 300 Millionen US-Dollar, um das globale Wachstum seiner KI-basierten Plattform zu beschleunigen

Der von führenden Kreditgebern bereitgestellte Finanzierungsrahmen unterstreicht das Vertrauen in Perks Vision, eine führende KI-basierte Plattform für Reise- und Ausgabenmanagement aufzubauen

Perk startet in die nächste Wachstumsphase – nach einem Umsatzwachstum von 48 Prozent im Jahr 2025, branchenführenden Bruttomargen und einer Plattform, die auf globale Skalierung ausgelegt ist

Die neue Finanzierungslinie erweitert und ersetzt Perks bisherigen Finanzierungsrahmen zu deutlich verbesserten Konditionen und erhöht den verfügbaren Kapitalrahmen, um die bereits starke Bilanz des Unternehmens weiter zu stärken

Perk Finanzierung stärkt die nächste Wachstumsphase

Boston und London, 3. Juni 2026: Perk (ehemals TravelPerk), die intelligente, KI-basierte Plattform für Reise- und Ausgabenmanagement, gibt heute den Abschluss einer privaten Finanzierung über 300 Millionen US-Dollar bekannt. Die Finanzierung wird von Neuberger Specialty Finance angeführt, gemeinsam mit Blue Owl Capital, Inc. (NYSE: OWL), Hercules Capital, Inc. (NYSE: HTGC) und Liquidity.

Die neue Finanzierungslinie erweitert und ersetzt Perks Finanzierungsvereinbarung aus dem Jahr 2024 zu deutlich verbesserten Konditionen. Gleichzeitig stärkt sie die finanzielle Basis des Unternehmens für die kommenden Jahre.

Umsatzwachstum schafft die Basis

Im Jahr 2025 überschritt Perk die Marke von 300 Millionen US-Dollar annualisiertem Umsatz und erzielte ein Umsatzwachstum von 48 Prozent. Damit ist Perk die am schnellsten wachsende globale Plattform für Reise- und Ausgabenmanagement.

Zugleich schaffen branchenführende Bruttomargen eine klare Grundlage für kurzfristige Profitabilität. Im November 2025 stellte Perk seine integrierte Plattform für Reise- und Ausgabenmanagement vor. Diese vereint Reisen, Ausgaben und Events in einer KI-basierten Produkterfahrung.

Private Finanzierung unterstreicht das Vertrauen

Die neue Finanzierung unterstreicht das Vertrauen der Finanzierungspartner in Perks Vision und Strategie. Gleichzeitig zählt sie zu den wenigen Private-Credit-Transaktionen dieser Größenordnung, die ein Technologieunternehmen im aktuellen Marktumfeld abschließen konnte.

Die Mittel sollen genutzt werden, um Investitionen in Produktentwicklung, Technologie und KI weiter zu beschleunigen. Zudem unterstützt die Finanzierung Perks nächste globale Wachstumsphase. Dazu gehört auch der bevorstehende US-Launch der integrierten Spend-Plattform.

KI als Wachstumstreiber bei Perk

„KI ist ein enormer Wachstumstreiber für Perk. Der Einsatz von KI in unserem Produkt hat es uns ermöglicht, unsere Bruttomargen innerhalb von drei Jahren von 40 Prozent auf Werte im mittleren 70-Prozentbereich zu steigern – und dabei gleichzeitig ein Kundenerlebnis auf höchstem Niveau zu gewährleisten. Neben unseren Investitionen in das Produkt wird der weitere KI-Rollout im gesamten Unternehmen dazu beitragen, schneller und effizienter zu skalieren. Wir freuen uns sehr, eine Gruppe führender Kreditgeber an unserer Seite zu haben, die das Potenzial der vor uns liegenden Marktchance erkennen und unsere nächste Wachstumsphase mit großer Überzeugung unterstützen“, sagt Roy Hefer, CFO von Perk.

Investoren setzen auf Perks Marktpotenzial

„Wir freuen uns, diese Finanzierung für Perk anzuführen – ein außergewöhnliches Unternehmen und ein klarer KI-basierter Marktführer in einem enormen Markt“, sagt Laura Johnson, Managing Director bei Neuberger Specialty Finance.

„Das wirtschaftlich robuste Geschäftsmodell, das erfahrene Managementteam und die nachweisliche Umsetzungskraft positionieren Perk hervorragend, um die große Marktchance zu nutzen und grundlegend zu verändern, wie Unternehmen Reisen und Ausgaben managen.“

Perk Finanzierung unterstützt die globale Expansion

„Wir freuen uns sehr, Perk erneut als Partner zu begleiten und Kapital für die nächste Wachstumsphase bereitzustellen“, sagt Kurt Tenenbaum, Senior Managing Director bei Blue Owl Capital.

„Das Unternehmen hat ein außergewöhnlich robustes Geschäftsmodell aufgebaut – mit erstklassigen KI-Fähigkeiten und starkem Wachstum, das in dieser Größenordnung selten ist. Nachdem wir diese Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren aus nächster Nähe verfolgen konnten, sind wir stolz darauf, das Team weiterhin bei der Beschleunigung seiner globalen Expansion zu unterstützen.“

Weitere Finanzierung für die nächste Wachstumsphase

„Perk hat eine der überzeugendsten KI-basierten Softwareplattformen aufgebaut und verbindet außergewöhnliches Wachstum mit einem wirtschaftlich robusten Geschäftsmodell und einem klaren Weg zu langfristiger Profitabilität“, sagt Ron Daniel, Co-Founder und CEO von Liquidity. „Wir freuen uns, das Unternehmen in seiner nächsten Wachstumsphase zu unterstützen.“

Bild Product Showcase Landscape

Quelle Maisberger GmbH

Warum werden medizinische Entscheidungen bei Frauen noch immer auf Standardmodellen getroffen?

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OvulaRing: Zyklusdiagnostik für mehr Frauengesundheit OvulaRing The Green Deal Show Quintus Studios GmbH / Michael Laver, Edit by Clemens Barth

OvulaRing entwickelt ein medizinisches Diagnostiksystem für die kontinuierliche Analyse des weiblichen Zyklus und setzt dabei auf datenbasierte Frauengesundheit sowie präzise Zyklusdiagnostik. In The Green Deal Show sprach das Unternehmen über Forschung, Kinderwunsch und die Herausforderungen im FemTech- und MedTech-Markt

Wie entstand die Idee zu OvulaRing und welche Vision steckt hinter dem Unternehmen?

Die Idee geht auf meinen Vater Prof. Dr. med. Henry Alexander zurück, ein Pionier der Reproduktionsmedizin in Deutschland. Bereits in den 1990er-Jahren erkannte er, dass der individuelle Zyklus medizinisch nicht in seiner Gesamtheit sichtbar war – und wichtige diagnostische Entscheidungen deshalb oft auf vereinfachten Standardmodellen beruhten. Daraus entstand die Vision, den Zyklus kontinuierlich und objektiv zu erfassen. Heute verfolgt VivoSensMedical das Ziel, Frauengesundheit präziser, individueller und datenbasiert zu gestalten und damit langfristig den Gender Health Gap zu verkleinern.

Was hat euch dazu bewegt, Frauengesundheit und Zyklusdiagnostik technologisch neu zu denken?

Der weibliche Zyklus ist bis heute unzureichend erforscht. Standardannahmen wie der 28-Tage-Zyklus mit Eisprung an Tag 14 treffen nur auf einen winzigen Teil der Frauen zu. Wir wollten deshalb weg von Schätzungen und Einzelmessungen und hin zu einer Diagnostik, die die tatsächliche biologische Individualität jeder Frau berücksichtigt.

OvulaRing richtet sich unter anderem an Frauen mit Kinderwunsch. Welche Bedürfnisse stehen dabei besonders im Fokus?

Frauen mit Kinderwunsch möchten vor allem wissen, wann ihre fruchtbaren Tage sind. Gerade bei unregelmäßigen Zyklen, PCOS, Endometriose oder trotz erfolgloser Kinderwunschbehandlungen liefert OvulaRing präzise Daten zum Eisprung und zur Zyklusgesundheit. Dadurch können Paare ihre Chancen auf eine Schwangerschaft verbessern und in vielen Fällen sogar physisch, psychisch und finanziell belastende IVF-Behandlungen vermeiden.

Was unterscheidet OvulaRing aus eurer Sicht von klassischen Zyklus Apps oder anderen Tracking Lösungen?

Die meisten Apps arbeiten mit Durchschnittswerten. OvulaRing misst im Gegensatz dazu kontinuierlich und hochpräzise die Körperkerntemperatur. Alle fünf Minuten wird ein Temperaturwert gespeichert – das ergibt 288 Messpunkte pro Tag. So entsteht ein vollständiges Bild des individuellen Zyklusverlaufs – ohne Zutun der Frau. Die Auswertung erfolgt über medizinisch validierte Algorithmen. OvulaRing ist zudem ein zertifiziertes Medizinprodukt und funktioniert gerade auch bei langen, kurzen oder unregelmäßigen Zyklen. Das haben nur wir in unabhängigen medizinischen Studien außerhalb des Standardzyklus beweisen können.

Welche Herausforderungen gibt es im FemTech und MedTech Bereich besonders häufig?

Eine große Herausforderung ist die Kombination aus hohem Forschungsaufwand und strengen regulatorischen Anforderungen. Innovationen müssen wissenschaftlich belegt und medizinisch zugelassen werden. Hinzu kommt, dass Frauengesundheit noch heute unterfinanziert ist und wissenschaftlich unterschätzt wird. Etablierte Denkmuster müssen erst aufgebrochen werden. Langsam, langsam tut sich da was. Aber zu langsam.

ovularing app mit produkt in der hand - OvulaRing: Zyklusdiagnostik für mehr Frauengesundheit
(c) VivoSensMedical

Wie wichtig sind medizinische Forschung und wissenschaftliche Daten für die Weiterentwicklung von OvulaRing?

Sie bilden die Grundlage unseres gesamten Geschäftsmodells. OvulaRing basiert auf jahrzehntelanger medizinischer Forschung. Die kontinuierlich erhobenen Daten helfen uns nicht nur bei der Verbesserung unserer Algorithmen, sondern liefern auch wichtige Erkenntnisse etwa zur Fruchtbarkeit, Menopause, zu Stress oder Sport in Zusammenhang mit dem Zyklus. Wir arbeiten dabei mit nationalen und internationalen Forschungspartnern zusammen.

Ihr wart am 29. Mai 2026 in der zweiten Folge von The Green Deal Show zu sehen. Wie habt ihr die Teilnahme erlebt?

Die Teilnahme war für uns eine wertvolle Gelegenheit, das Thema nachhaltige Frauengesundheit einem breiteren Publikum vorzustellen. Besonders spannend war der Austausch mit anderen Gründerinnen und Gründern sowie die Möglichkeit zu zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Thema für Energie oder Mobilität ist, sondern auch für Medizin und Diagnostik.

Mit welchen Erwartungen seid ihr damals in The Green Deal Show gegangen?

Unser Ziel war es, Aufmerksamkeit für die Themen Frauengesundheit, Zyklusdiagnostik und Gender Health Gap zu schaffen. Gleichzeitig wollten wir neue Kontakte zu potenziellen Kooperationspartnern, Multiplikatoren und Institutionen knüpfen, die unsere Vision einer ganz individuellen und gendersensiblen Medizin teilen.

Gab es nach der Ausstrahlung neue Gespräche, Kooperationen oder Reaktionen auf OvulaRing?

Wir haben uns sehr über die positive Resonanz direkt nach der Show vor Ort und nach der Ausstrahlung gefreut. Die Sendung hat zusätzliche Sichtbarkeit geschaffen und zahlreiche Gespräche ausgelöst, auch wenn die Ausstrahlung noch nicht lange her ist. Besonders positiv war das Interesse an unserem Ansatz, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Frauengesundheit miteinander zu verbinden. Durch die Show aber auch generell entwickeln wir neue Kooperationen, das ist ein fortlaufender Prozess.

Konnte OvulaRing durch The Green Deal Show einen Deal abschließen oder wichtige Kontakte gewinnen?

In der Show konnten wir die Creatorin Leo Schley von OvulaRing überzeugen, was uns sehr freut. Der größte Mehrwert dieses Formats liegt in den Kontakten und der Reichweite. Bereits das Publikum der Show war sehr interessiert und hat uns später viele Fragen gestellt. Die Teilnahme hat uns den Zugang zu neuen Gesprächspartnern eröffnet und unser Netzwerk erweitert. Gerade für ein spezialisiertes MedTech-Unternehmen sind solche Kontakte oft langfristig wertvoller als kurzfristige Abschlüsse.

Wie ging es nach der Sendung für euch weiter und welche Entwicklungen haben sich seitdem ergeben?

Wir arbeiten weiterhin an der Weiterentwicklung unserer Technologie, dem Ausbau von Forschungskooperationen und neuen Anwendungsfeldern der Zyklusdiagnostik. Parallel wächst unsere Datenbasis kontinuierlich, wodurch wir die wissenschaftliche Aussagekraft unseres Systems weiter verbessern können.

Welche Ziele verfolgt OvulaRing in den kommenden Jahren?

Wir möchten individualisierte Zyklusdiagnostik als festen Bestandteil der gynäkologischen Versorgung etablieren. Darüber hinaus wollen wir unsere Forschung noch weiter ausbauen, weitere medizinische Anwendungsfelder erschließen und dazu beitragen, den Gender Health Gap sowie den Gender Data Gap nachhaltig zu verkleinern.

Würdet ihr anderen Startups empfehlen, bei The Green Deal Show teilzunehmen und warum?

Ja, unbedingt. Die Show spricht durch das unterhaltsame Format eine breite Öffentlichkeit an und bietet eine gute Möglichkeit, innovative Ideen sichtbar zu machen, wertvolle Kontakte zu knüpfen und Feedback aus unterschiedlichen Perspektiven zu erhalten. Gerade für junge Unternehmen kann diese Reichweite ein wichtiger Impuls sein. Außerdem hat es uns sehr großen Spaß gemacht, die Bühne mit anderen Gründer zu teilen – das war ein spannendes Erlebnis.

Welche drei Tipps würdet ihr Gründer geben, die heute ein Startup im Gesundheitsbereich aufbauen möchten?

Erstens: Ein echtes Problem lösen und nicht nur einem Trend folgen. Zweitens: Wissenschaftliche Substanz und Glaubwürdigkeit von Anfang an mitdenken. Drittens: Geduld mitbringen, denn Entwicklung, Studien und Zulassungen benötigen Zeit – langfristiger Nutzen ist wichtiger als kurzfristiges Wachstum. Aber vor allem: Haltet an eure Vision fest. Denn echte Innovation im Gesundheitsbereich entsteht dort, wo man bereit ist, bestehende Standards zu hinterfragen – und lange genug dranbleibt, bis daraus schlussendlich eine bessere Versorgung wird.

Bild von links nach rechts: Anne Alexander und Annika Brasse Bildcredits: Quintus Studios GmbH / Michael Laver, Edit by Clemens Barth

Wir bedanken uns bei Anne Alexander für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: OvulaRing

Kontakt:

VivoSensMedical GmbH
Limburgerstr. 74C
04229 Leipzig
Germany

https://ovularing.com
anne.alexander@vivosensmedical.com
+49 341 355 878 95

Ansprechpartner: Anne Alexander

Social Media:
Instagram
TikTok

Reicht gutes Design heute überhaupt noch aus?

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JB Intentions über Marken, Identität und Sichtbarkeit Joana Blotni Gründerin

JB Intentions entwickelt Markenidentitäten für Unternehmen und Persönlichkeiten und zeigt, wie Marken durch Identität und Sichtbarkeit langfristig wiedererkennbar werden.

Wie entstand die Idee hinter JB Intentions und warum fiel die Wahl auf die Verbindung aus Fashion, Design und Social Media?

Mode ist für mich kein Ausdruck, sondern ein System. Ich komme aus einer Disziplin, in der jede Entscheidung Konsequenz hat: Schnittführung, Material, Proportion. Im Fashion Design entsteht nichts intuitiv im luftleeren Raum – alles ist konstruiert, getestet, korrigiert. Genau diese Denkweise prägt JB Intentions bis heute.

Über die Jahre in der internationalen Mode- und Produktionswelt wurde klar, wie streng die Logik hinter guter Gestaltung ist: Ein Produkt funktioniert nur, wenn Idee, Umsetzung und Realität deckungsgleich sind.

Mit der Verschiebung in digitale Räume hat sich diese Logik nicht aufgelöst, sondern verlagert. Social Media hat Mode nicht ersetzt, sondern ihre Wirkungsebene erweitert. Kleidung endet nicht mehr am Körper, sondern setzt sich im digitalen Raum fort.

JB Intentions entsteht genau aus dieser Erweiterung: als Übersetzung von Fashion-Struktur in digitale Identitätssysteme.

Was fasziniert Sie besonders daran, Marken visuell sichtbar zu machen?

Es ist nicht das Design. Es ist der Moment, in dem eine Identität erstmals sichtbar wird. Wenn mein/e Kunde/Kundin seine/ihre Marke sieht und nicht mehr erklären muss, wer er/sie ist – weil er/sie es erkennt.

Das ist der Punkt, an dem Branding aufhört, Dienstleistung zu sein und beginnt, emotional zu werden. Ich komme aus einer Welt, in der Stoff Gewicht hat, Nähte Bedeutung haben und jede Linie eine Entscheidung ist.

Dieses Denken übertrage ich in digitale Räume: Jede Marke braucht Struktur. Jede Struktur braucht Haltung. Jede Haltung braucht Sichtbarkeit.

Welche Bedeutung hat ein starker Social Media Auftritt heute für junge Marken?

Social Media ist kein Kanal mehr. Es ist ein Wahrnehmungsraum. Für junge Marken ist er oft der erste Kontaktpunkt – und damit der erste Beweis von Existenz, Haltung und Relevanz.

Gleichzeitig entsteht hier ein Missverständnis: Sichtbarkeit wird häufig mit Substanz verwechselt. Doch Reichweite ist nur der Einstieg. Wirkung entsteht erst, wenn dahinter Handwerk, Klarheit und emotionale Tiefe stehen. Die stärksten Marken kombinieren beides:

digitale Präsenz + echte Qualität + charakterliche Konsequenz.

Alles andere bleibt Oberfläche.

Wie schafft es JB Intentions, kreative Ideen in eine klare Markenidentität zu übersetzen?

Nicht das Kleid ist der Fokus, sondern die Passform einer Identität auf eine Person oder Marke. Ich arbeite wie im Atelier – nur dass das Material nicht Stoff ist.

Es sind Menschen, Visionen, Spannungen. Am Anfang steht nie Design. Am Anfang steht eine Frage: Identität oder Wunschbild?

Aus dieser Differenz entsteht alles. Dann wird reduziert, geschärft, verdichtet – bis nur noch das übrig bleibt, was unverwechselbar ist. Wie bei einer Kollektion: Alles Überflüssige wird entfernt, bis die Silhouette spricht.

Mit welchen Herausforderungen kämpfen Unternehmen häufig im Bereich Branding und Content?

Die größte Herausforderung ist nicht Design. Es ist Sichtbarkeit der Person hinter der Marke. Viele Marken sind visuell stark – aber emotional entkoppelt.

Es entstehen perfekte Inhalte ohne echte Präsenz und genau dadurch fehlt Vertrauen.

Denn Menschen verbinden sich heute nicht mit Logos, sondern mit Menschen.

Wenn diese Ebene fehlt, bleibt Branding immer unvollständig.

Warum reicht gutes Design allein heute oft nicht mehr aus?

Weil gutes Design nur die erste Schicht ist. Wie ein perfekt geschnittener Stoff ohne Körper.

In der Mode gilt: Ein perfektes Kleid funktioniert nur, wenn es getragen wird – nicht wenn es im Showroom hängt. Genauso existiert eine Marke erst im Verhalten: Ohne Verkörperung bleibt Design Fläche. Mit Verkörperung wird es Bedeutung.

Welche Rolle spielt die Fashion Branche für die kreative Ausrichtung von JB Intentions?

Fashion hat mir Disziplin beigebracht: Identität ist nichts Zufälliges – sie ist konstruiert und konsequent geführt.

Social Media hat diese Logik erweitert: aus der Kollektion wird ein permanenter Markenfluss. Die zentrale Erkenntnis bleibt gleich: Sichtbarkeit entsteht durch Aktualität. Wiedererkennung entsteht durch Charakter.

Was unterscheidet JB Intentions von klassischen Social Media oder Designagenturen?

JB Intentions denkt nicht in Kampagnen/Content, sondern in Identitätssystemen.

Mein Hintergrund liegt nicht im klassischen Marketing, sondern in der Entwicklung von Produkten – von der ersten Skizze bis zur finalen Produktion. Ich kenne den Moment, in dem aus einer Idee Realität wird und ich kenne die Realität dahinter: Qualität, Skalierung, Verantwortung.

Diese Perspektive verändert Branding fundamental. Ich entwickle keine Inhalte, um sichtbar zu sein. Ich entwickle Marken, die wiedererkennbar bleiben.

Wie wichtig ist Authentizität geworden, wenn Marken online sichtbar sein wollen?

Authentizität ist kein Stilmittel. Wenn ein Look auf dem Runway eine klare Linie hat, aber im Campaign-Shooting anders interpretiert wird, verliert er seine Identität.

Genauso passiert es bei Marken online. Sobald Sprache, Verhalten und visuelle Darstellung nicht mehr übereinstimmen, entsteht Reibung – und diese Reibung wird vom Publikum sofort gelesen.

Ich sehe zwei parallele Entwicklungen. Einerseits werden visuelle Standards immer glatter und schneller reproduzierbar – durch Tools, Templates und KI.

Andererseits wächst der Wert von Handschrift. Ein Beispiel: Inhalte, die nicht perfekt sind, aber eine klare Perspektive haben, erzeugen oft mehr Resonanz als technisch makellose, aber austauschbare Ästhetik.

Das bedeutet: Qualität verschiebt sich von Perfektion zu Identität.

Wohin soll sich JB Intentions in den kommenden Jahren entwickeln?

Nicht in Richtung Größe —> Sondern in Richtung Bedeutung.

JB Intentions soll ein Raum bleiben, in dem Fashion-Denken auf digitale Identität trifft – ohne seine emotionale Tiefe zu verlieren. Es geht nicht um Expansion um jeden Preis, sondern um Projekte, die sich richtig anfühlen. Für Menschen, für Marken, für den Moment.

Welche drei Tipps würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die ihre Marke sichtbar machen möchten?

Erstens: Setzt euch intensiv mit eurer Marke auseinander – nicht oberflächlich, sondern wirklich tief. Versteht, wie ihr wahrgenommen werden wollt, und versucht nicht, das theoretisch auswendig zu lernen, sondern lebt diese Haltung im Alltag. Sichtbarkeit entsteht nicht durch perfekte Kommunikation, sondern durch gelebte Klarheit.

Zweitens: Habt keine Angst vor der Realität von Zusammenarbeit. Nicht jede Kooperation wird finanziell perfekt sein, nicht jede wird kreativ maximal erfüllen – und manche dienen primär dem Image oder der Erfahrung. Wichtig ist, jedes dieser Projekte als Teil eines größeren Lernprozesses zu sehen. Wachstum entsteht genau in dieser Vielfalt.

Und drittens: Akzeptiert, dass nicht alles ein Volltreffer sein wird. Sichtbarkeit ist kein linearer Erfolgspfad. Es gibt Treffer, Umwege und Experimente. Entscheidend ist, dranzubleiben, daraus zu lernen und den eigenen Weg konsequent weiterzugehen – auch wenn nicht alles sofort aufgeht.

Wir bedanken uns bei Joana Blotni für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was bedeutet bewusster Konsum in einer globalen Modewelt?

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Alpaca MGO: Alpakafaser und Mode aus Peru Gründerin Maggie Garcia mit Alpakas im Hintergrund

Alpaca MGO entwickelt Mode aus Alpakafaser und verbindet nachhaltige Werte mit zeitlosen Designs. Durch den Stoff im Kopf Accelerator treibt das Unternehmen zudem neue Ansätze für Kreislaufwirtschaft und innovative Materiallösungen voran

Wie entstand die Idee zu Alpaca MGO und wer steckt hinter dem Startup?

Die Geschichte von Alpaca MGO begann lange, bevor die Marke entstand. Während meines Studiums der Tierhaltung in Peru hatte ich die Möglichkeit, viele ländliche Regionen zu bereisen und eng mit Kleinbauern und Viehhaltern zusammenzuarbeiten. Dabei wurde mir bewusst, wie stark diese Gemeinschaften zur Wertschöpfungskette der Lebensmittel- und Textilindustrie beitragen und gleichzeitig oft wenig Anerkennung für ihre Arbeit erhalten. Diese Erfahrungen weckten in mir den Wunsch, Wege zu finden, mehr Bewusstsein für den Wert ihrer Arbeit zu schaffen.

Gleichzeitig hatte ich schon als Kind eine besondere Verbindung zu Alpakas. Mein Großvater lebte in einem kleinen Ort in den peruanischen Anden und hielt selbst Alpakas, Schafe, Pferde usw. Seine Geschichten über die Tiere und das Leben auf dem Land haben mich nachhaltig geprägt. Jahre später führte mich mein Studium direkt in die Welt der Alpakazucht und ihrer Fasern. Dort lernte ich nicht nur die besonderen Eigenschaften der Alpakafaser kennen, sondern auch die Menschen und das Wissen dahinter.

Schon immer interessierte ich mich außerdem für Mode und nachhaltigen Konsum. Die Verbindung aus hochwertiger Naturfaser, kulturellem Erbe und verantwortungsvollem Unternehmertum inspirierte mich dazu, Alpaca MGO mitzugestalten. Gemeinsam mit meinem damaligen Partner, der das Projekt ursprünglich ins Leben gerufen hatte, entwickelten wir die Marke und die ersten Kollektionen für den deutschen Markt weiter.

Der Name Alpaca MGO setzt sich aus den Initialen unserer Namen zusammen und begleitet die Marke bis heute.

Heute führe ich Alpaca MGO als kleines Unternehmen neben meiner akademischen Entwicklung weiter. Mein Ziel ist es, die Marke kontinuierlich weiterzuentwickeln und dabei regenerative Denkansätze stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Alpaca MGO soll sich von einer saisonalen Marke zu einer ganzjährig relevanten Marke entwickeln, die Mode als Ausdruck von Identität, Verbundenheit und bewusster Fürsorge versteht.

Mit unseren Kollektionen möchten wir peruanische Wurzeln, traditionelles Handwerk und nachhaltige Werte mit zeitlosen, vielseitigen und inklusiven Designs verbinden. Dabei geht es uns nicht nur um hochwertige Produkte, sondern auch darum, einen positiven Beitrag für Menschen, Kultur und Umwelt zu leisten.

Welche persönliche Bedeutung hat nachhaltige Mode für das Team von Alpaca MGO?

Nachhaltige Mode bedeutet für mich vor allem Bewusstsein und Verantwortung in jedem einzelnen Schritt des Gestaltungsprozesses. Es geht darum, nicht nur das Endprodukt zu sehen, sondern die Entscheidungen dahinter von der Materialwahl bis hin zur Frage, wie und warum etwas überhaupt produziert wird.

Für mich ist sie eng mit meinen persönlichen Werten verbunden: Respekt gegenüber Ressourcen, Wertschätzung für Handwerk und der Anspruch, Dinge zu schaffen, die langfristig Bestand haben. Diese Haltung beeinflusst, wie ich entwerfe, auswähle und unternehmerische Entscheidungen treffe.

Am Ende ist nachhaltige Mode für mich weniger ein Trend oder eine Kategorie, sondern eine Art, bewusst mit Gestaltung und Wirkung umzugehen.

Warum fiel die Entscheidung bewusst auf Alpakafaser und Produktion in Peru?

Die Entscheidung für Alpakafaser und die Produktion in Peru basieren auf einer Kombination aus Qualität, Herkunft und Verantwortung. Alpakafaser ist eine außergewöhnliche Naturfaser: Sie ist langlebig, temperaturregulierend, weich und gleichzeitig ressourcenschonend im Vergleich zu vielen synthetischen oder konventionellen Materialien.

Gleichzeitig hat sie eine tiefe kulturelle Bedeutung in Peru und ist eng mit traditionellen Handwerkspraktiken und ländlichen Lebensrealitäten verbunden. Für mich war es wichtig, nicht nur mit einem hochwertigen Material zu arbeiten, sondern auch mit einem, dessen Ursprung klar verankert ist.

Die Produktion in Peru ermöglicht es außerdem, näher an der Quelle zu bleiben und mit lokalen Strukturen zu arbeiten, anstatt Wertschöpfung zu entkoppeln. So entsteht ein direkterer Bezug zwischen Material, Menschen und Produkt und eine transparentere, verantwortungsvollere Lieferkette.

Für Alpaca MGO ist diese Kombination aus Naturfaser und Herkunft kein Zufall, sondern eine bewusste Grundlage des gesamten Markenverständnisses.

Wie arbeitet Alpaca MGO mit lokalen Gemeinschaften und Handwerksbetrieben zusammen?

Als das Projekt gestartet war, wurde zunächst eine kleine Produktionsstruktur in einem freien Raum im Haus meines damaligen Partners aufgebaut. Unsere ersten Strickerinnen und Stricker waren Nachbarinnen und Verwandte, die bereits Erfahrung im Stricken mit Handmaschinen oder Stricknadeln hatten.

Im Laufe der Zeit haben wir die Zusammenarbeit erweitert und weitere Kontakte zu Alpaka-Farmern sowie zu lokalen Netzwerken aufgebaut, unter anderem zu einer NGO namens Ruwasunchis, die ebenfalls mit Strickgruppen arbeitet und einige Produkte für uns gefertigt hat. Einige dieser Frauen arbeiten bis heute mit uns zusammen.

In unserem Atelier in Lima arbeiten überwiegend Frauen aus einkommensschwachen Familien, daneben auch einige Männer. Es ist für mich sehr wertvoll zu sehen, dass wir durch diese Arbeit Einkommensmöglichkeiten schaffen und handwerkliche Fähigkeiten gezielt einbinden und fördern können.

Mit dem Wachstum von Alpaca MGO hat sich auch unsere Produktionsweise weiterentwickelt. Da viele unserer Designs auf Handstrickmaschinen basieren, haben wir zusätzlich ein kleines Netzwerk von Partnern mit industriellen Strickmaschinen aufgebaut, um komplexere und feinere Produkte umzusetzen. Auch hier arbeiten wir auf Basis von Vertrauen und langfristigen Beziehungen.

Welche Werte möchte Alpaca MGO mit seinen Designs und Produkten vermitteln?

Mit Alpaca MGO möchte ich Werte wie Bewusstsein, Langlebigkeit und Respekt in den Mittelpunkt stellen. Unsere Designs sollen Menschen dazu einladen, Mode nicht als kurzfristigen Konsum zu sehen, sondern als etwas, das mit Bedeutung, Identität und Sorgfalt verbunden ist.

Ein zentraler Wert ist Zeitlosigkeit, sowohl im Design als auch im Gedanken dahinter. Wir möchten Stücke schaffen, die über Trends hinaus funktionieren und über Jahre hinweg getragen werden können.

Gleichzeitig geht es um Wertschätzung: für Materialien, für Handwerk und für die Menschen, die hinter jedem Produkt stehen. Peruanische Herkunft, traditionelle Techniken und nachhaltige Materialien sind dabei keine Dekoration, sondern die Grundlage unserer Arbeit.

Am Ende soll Alpaca MGO Mode als etwas vermitteln, das Kultur, Menschen und Alltag verbindet, und dabei einen bewussteren Umgang mit Kleidung fördern.

Für welche Zielgruppe entwickelt Alpaca MGO seine genderneutralen Kollektionen?

Alpaca MGO entwickelt seine Kollektionen für Menschen, die vielseitige, zeitlose und bewusst gestaltete Kleidung suchen, unabhängig von Geschlecht oder saisonalen Trends. Unsere Designs sind bewusst reduziert, klar geschnitten und darauf ausgelegt, sich unterschiedlichen Körpern und Lebensstilen anzupassen.

Zu Beginn haben wir uns auf eine reduzierte Anzahl von Größen konzentriert. Dadurch ist ein Designansatz entstanden, der stärker auf Oversized- und flexible Silhouetten setzt. Interessanterweise hat sich dieser Ansatz gut mit dem Trend in Deutschland verbunden, Kleidung lockerer und vielseitiger zu tragen, was unsere Richtung zusätzlich bestätigt hat.

Auch im Design lag der Fokus früh auf Neutralität und Vielseitigkeit. Besonders Accessoires haben sich als guter Einstieg gezeigt, da sie universeller tragbar sind. Diese Denkweise hat sich auch auf unsere Kleidungsstücke übertragen: einfache Farben, klare Linien und Schnitte, die für verschiedene Körperformen und Geschlechter funktionieren.

Gleichzeitig entwickeln wir auch weiterhin ausgewählte Stücke mit einem stärkeren Fokus auf feminine Designs, da wir unterschiedliche Bedürfnisse und Kaufentscheidungen innerhalb unserer Kundschaft berücksichtigen möchten.

Welche Herausforderungen bringt der Aufbau einer nachhaltigen Modemarke heute mit sich?

Eine der größten Herausforderungen ist die Verbindung von Nachhaltigkeit, Qualität und wirtschaftlicher Realität. Hochwertige Materialien, faire Produktion und handwerkliche Prozesse erfordern deutlich höhere Investitionen als konventionelle Produktionsmodelle.

Als kleines Unternehmen ist zudem der Zugang zu Technologie und Infrastruktur begrenzt. Viele der notwendigen Maschinen oder spezialisierten Prozesse, insbesondere im Bereich zirkulärer Produktion, sind kostenintensiv und können nicht immer eigenständig umgesetzt werden. Dadurch entsteht die Notwendigkeit, mit externen Partnern zu arbeiten, was wiederum neue Herausforderungen mit sich bringt.

Eine weitere Schwierigkeit liegt in der Struktur der Finanzierungslandschaft. Klassische Förderungen und Investitionen konzentrieren sich häufig stark auf technologiegetriebene Start-ups, während kleinere, materialbasierte oder handwerklich orientierte Marken es oft schwerer haben, Zugang zu entsprechender Unterstützung zu erhalten. Dadurch basiert vieles zunächst auf eigenen Mitteln und einem persönlichen Unterstützungsnetzwerk.

Im Bereich zirkulärer Prozesse zeigt sich zusätzlich ein praktisches Spannungsfeld: Produktionspartner sind oft nicht lokal verfügbar. Das führt zu logistischen Wegen, die im Widerspruch zum Ziel stehen können, Emissionen möglichst gering zu halten. Diese Balance zwischen Machbarkeit, Nachhaltigkeit und Infrastruktur gehört aktuell zu den zentralen Herausforderungen in der Entwicklung der Marke.

Wie schafft es Alpaca MGO, traditionelle Handwerkskunst mit modernen Ansprüchen an Mode zu verbinden?

Bei Alpaca MGO arbeiten wir weniger über traditionelle Muster im klassischen Sinne, sondern stärker über die Art und Weise der Herstellung selbst. Wir nutzen traditionelles Wissen vor allem in Prozessen wie dem Färben der Fasern sowie in verschiedenen Stricktechniken, die in den Anden seit Generationen weitergegeben werden.

Gleichzeitig verbinden wir diese handwerklichen Grundlagen mit einem zeitlosen, reduzierten Designansatz. Traditionelle Elemente oder Muster werden, wenn sie verwendet werden, oft subtil interpretiert und in eine moderne, minimalistische Formensprache übersetzt.

Ein Beispiel dafür ist unser Crochet Bucket Hat “Kumpu”, bei dem die Faser mit der traditionellen „Puschka“ (einem andinen Spinnwerkzeug) von Hand verarbeitet wird. Dadurch entsteht eine bewusst etwas unregelmäßigere, organische Struktur, die die handwerkliche Herstellung sichtbar macht.

Wichtig ist für mich auch, dass Handwerkskunst bei uns nicht nur im Design, sondern im gesamten Produktionsprozess verankert ist. Während viele Menschen bei Alpaka-basierten Marken sofort an klassische Produkte wie den „Chullo“ denken, liegt unser Fokus weniger auf diesen ikonischen Formen, sondern auf der Weiterentwicklung der Prozesse und Materialien.

Ein zentraler Teil unserer Arbeit ist außerdem die kreative Freiheit der Strickerinnen. Wir geben technische Vorgaben und Designparameter vor, lassen aber bewusst Raum für individuelle Entscheidungen bei Mustern, Details oder Farbakzenten. Diese kleinen Variationen machen jedes Stück einzigartig und schaffen genau die Art von Individualität, die unsere Kundinnen und Kunden sehr schätzen.

Welche Rolle spielt die Teilnahme am Stoff im Kopf-Accelerator für die Entwicklung von Alpaca MGO?

Die Teilnahme am Stoff-im-Kopf-Accelerator spielt für mich eine sehr wichtige Rolle, da ich dadurch tiefer in die textile Welt eintauchen konnte, die mich schon lange fasziniert. Besonders wertvoll ist für mich der Zugang zu Netzwerken und Expertinnen und Experten aus der Industrie, mit denen ich meine Ideen konkret testen und weiterentwickeln kann.

Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit Groz-Beckert, mit der ich aktuell Möglichkeiten teste, Filzprozesse aus Post-Consumer-Alpaka-Textilien zu entwickeln und neue Materialanwendungen zu erforschen. Viele dieser Ideen hatte ich bereits seit längerer Zeit, aber erst durch den Accelerator wurden sie greifbar und testbar.

Sehr hilfreich ist auch das Coaching, das mir dabei hilft, meine vielen Ideen zu strukturieren und Prioritäten zu setzen. Als Gründerin habe ich oft sehr viele Gedanken und Ansätze gleichzeitig, und diese Unterstützung hilft mir, Klarheit zu gewinnen und fokussierter zu arbeiten.

Gleichzeitig bietet das Programm die Möglichkeit, Alpaca MGO auch als kleines Unternehmen strukturell weiterzudenken und weiterzuentwickeln. Dabei bleibt Raum für Experimentieren, nicht nur mit Alpakafaser, sondern auch mit möglichen Materialmischungen und neuen innovativen Ansätzen.

Besonders wertvoll ist außerdem der Austausch mit anderen Gründerinnen und Gründern. Man erweitert sein Netzwerk, bekommt neue Perspektiven und weiß nie genau, wann daraus zukünftige Kooperationen, Partnerschaften oder neue Möglichkeiten entstehen können.

Alpaca MGO: Alpakafaser und Mode aus Peru
Bildcredits Aplaca MGO

Was unterscheidet Alpaca MGO aus eurer Sicht von anderen nachhaltigen Fashion-Labels?

Was Alpaca MGO aus meiner Sicht besonders macht, ist die Kombination aus persönlicher Herkunft, handwerklichem Prozess und einem sehr nah am Material entwickelten, experimentellen Ansatz.

Ich versuche dabei bewusst, Mode aus zwei Perspektiven zu betrachten: als Gründerin und gleichzeitig als Konsumentin. Dadurch geht es mir nicht nur darum, ein Produkt zu schaffen, sondern auch darum, eine konkrete Lösung anzubieten – zum Beispiel Kleidung, die warm hält, langlebig ist und eine Alternative zu Materialien bietet, die langfristig Mikroplastik in der Umwelt hinterlassen können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist für mich die Rolle von Kleidung im Alltag. Unsere Designs sollen Menschen nicht einschränken, sondern ihnen Raum geben, sich selbst auszudrücken. Statt kurzfristigen Trends zu folgen, liegt der Fokus auf Zeitlosigkeit, Vielseitigkeit und in manchen Fällen auch Multifunktionalität.

Gleichzeitig bleibt Alpaca MGO bewusst klein und flexibel strukturiert. Dadurch können wir sehr nah am Prozess arbeiten, testen und uns kontinuierlich weiterentwickeln, anstatt in standardisierte Produktionslogiken zu fallen.

Für mich entsteht daraus eine Marke, die nicht nur Produkte anbietet, sondern bewusst über Funktion, Identität und Verantwortung im Umgang mit Kleidung nachdenkt.

Welche nächsten Schritte und Entwicklungen plant Alpaca MGO in den kommenden Monaten?

In den kommenden Monaten liegt mein Fokus darauf, Alpaca MGO sowohl konzeptionell als auch strukturell weiterzuentwickeln und dabei insbesondere den nächsten Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft zu testen.

Ein zentrales Projekt ist dabei „Alpaka Loop“. Hierbei geht es mir nicht um neue Materialien, sondern um die Frage, wie wir bereits bestehende Alpaka-Textilien, insbesondere Post-Consumer-Produkte, wieder in den Produktionskreislauf integrieren können. Gemeinsam mit verschiedenen Institutionen und Partnern teste ich aktuell die technische und praktische Machbarkeit dieses Ansatzes, um daraus langfristig anwendbare Lösungen zu entwickeln.

Parallel dazu arbeite ich an der Weiterentwicklung unserer digitalen Präsenz, insbesondere am Aufbau einer eigenen Website. Durch die erhöhte Sichtbarkeit im Rahmen von „Stoff im Kopf“ entsteht für mich gerade die Möglichkeit, den Übergang von einer stark direkten, physischen Präsenz hin zu einer ergänzenden Online-Struktur bewusst zu gestalten.

Insgesamt geht es mir darum, Alpaca MGO Schritt für Schritt weiter zu strukturieren und gleichzeitig neue Wege zu finden, wie bestehende Materialien sinnvoll weiterverwendet werden können.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Fang an, auch wenn noch nicht alles perfekt ist. Viele Dinge versteht man erst wirklich, wenn man sie in der Praxis ausprobiert und nicht nur plant.

Zweitens: Bleibt nah an eurem „Warum“. Gerade in schwierigen Phasen hilft es enorm, sich daran zu erinnern, weshalb man angefangen hat und welches Problem man eigentlich lösen möchte.

Drittens: Sucht aktiv Austausch und baut euch ein Netzwerk auf. Viele Entwicklungen entstehen nicht im Alleingang, sondern durch Gespräche, Kooperationen und den Zugang zu unterschiedlichen Perspektiven.

Und darüber hinaus: Macht aus eurer Leidenschaft eine Idee. Wenn ihr wirklich für etwas brennt, bekommt eure Arbeit automatisch Bedeutung und Tiefe. Leidenschaft gibt euch die Energie und Orientierung, auch wenn der Weg schwierig wird.

Habt außerdem keine Angst vor Risiken oder Fehlern. Scheitern ist nichts Endgültiges, sondern ein Teil des Lernens, Verlernens und erneuten Lernens auf dem Weg.

Bildcredits Alpaca MGO

Wir bedanken uns bei Maggie Garcia für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wo entsteht die nächste Generation digitaler Medien?

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MediaTech Hub Potsdam: Startups in Babelsberg Bild Team Bild MediaTech Hub Potsdam Fotograf: Beate Wätzel

MediaTech Hub Potsdam fördert Startups in Babelsberg und vernetzt Medien, Forschung und Technologie, um digitale Innovationen schneller in die Praxis zu bringen

Wie positioniert sich der de Potsdam innerhalb des deutschen Digital Hub Netzwerks? Welche Rolle übernimmt der Hub für die digitale Transformation in Brandenburg und darüber hinaus?

Innerhalb der de Initiative steht der MediaTech Hub Potsdam für ein sehr klares Profil: Wir sind Deutschlands einziger Digital Hub mit Fokus auf Medientechnologien. Damit bringen wir die Perspektive einer Branche in das Netzwerk ein, in der digitale Transformation besonders konkret sichtbar wird. Es geht um Film, Fernsehen, Streaming, KI-gestützte Produktion, virtuelle Produktionsumgebungen, immersive Medien und neue datenbasierte Geschäftsmodelle.

Unsere Aufgabe ist es, diese Entwicklungen nicht nur zu beobachten, sondern in Anwendung zu bringen. Wir unterstützen Startups, vernetzen sie mit Industrie, Forschung und Investor und schaffen Räume für Wissenstransfer, Kooperation und konkrete Erprobung.

Für Brandenburg bedeutet das: Wir entwickeln Babelsberg als Innovationsstandort gezielt weiter. Mit dem neuen Standort auf dem Gelände von Studio Babelsberg, dem strategischen Standortmanagement für die Medienstadt Babelsberg und der Kooperation mit Studio Babelsberg bringen wir Startup-Ökosystem, Medienproduktion und Technologieentwicklung strukturell näher zusammen. So können neue Lösungen dort entstehen, wo sie später auch gebraucht werden: im Umfeld realer Film-, Serien- und Medienproduktion.

Damit verbinden wir die besondere Medienkompetenz der Region mit nationalen und internationalen Netzwerken. Unser Ziel ist ein Ökosystem, das Innovation schneller in Anwendung bringt und über die Medienbranche hinaus Wirkung entfaltet.

Potsdam steht für starke Kompetenzen in Medien, KI und Data. Welche Standortvorteile nutzt der de Potsdam, um Innovationen in diesen Bereichen gezielt zu fördern?

Der große Vorteil von Potsdam und Babelsberg ist die außergewöhnliche Nähe von Medienproduktion, Technologieentwicklung, Forschung und kreativem Talent. Hier treffen Studios, Produktionsunternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Startups und etablierte Medienakteure direkt aufeinander.

Mit unserem neuen Standort auf dem Gelände von Studio Babelsberg wird diese Nähe noch konkreter. Innovation entsteht hier nicht abstrakt, sondern im Umfeld realer Produktionsprozesse. Startups können ihre Lösungen nah an tatsächlichen Bedarfen entwickeln. Unternehmen bekommen früh Zugang zu neuen Technologien und können diese gemeinsam mit jungen Teams erproben.

Genau darin liegt die Stärke des Standorts. Babelsberg verbindet kreative Exzellenz mit technologischer Anwendung. Der MediaTech Hub Potsdam schafft dafür die Struktur: durch Programme, Veranstaltungen, Netzwerkformate, Standortmanagement und direkte Vermittlung zwischen den Akteuren.

Welche technologischen Schwerpunkte setzt der de Potsdam aktuell? Warum sind diese Themen für die digitale Zukunft besonders relevant?

Aktuell sehen wir besonders starke Entwicklungen in drei Bereichen: Künstliche Intelligenz sowohl im Bereich der generativen KI (also dem Erzeugen von Geschichten, Bildern, Bewegtbild und Audio mit KI) als auch im Bereich der agentischen KI für Produktionsprozesse. Hinzu kommt die Nutzung von MediaTech für neue Geschäftsmodelle, nutzerzentrierte Angebote und Virtual Production, wobei wir letzteres als größeres Spielfeld als nur LED verstehen: von PreViz über Photogrammetrie, volumetrisches Video, Gaussian Splatting bis hin zur Visualisierung von Produktionsprozessen.

Für uns ist wichtig, diese Technologien nicht als Hype zu betrachten. Entscheidend ist, wo sie konkrete Probleme lösen, neue Geschäftsmodelle ermöglichen und kreative Arbeit sinnvoll erweitern. Genau an dieser Schnittstelle setzt der MediaTech Hub Potsdam an, da er die Perspektiven verschiedener Akteure zusammenbringt.

Wie unterstützt der Hub Startups und Unternehmen bei der Entwicklung, Validierung und Skalierung ihrer Geschäftsmodelle?

Als offizielles Startup-Zentrum Brandenburg begleiten wir Startups bei der Entwicklung marktfähiger Geschäftsmodelle. Mit dem MTH Accelerator unterstützen wir seit 2019 Early-Stage-Teams an der Schnittstelle von Medien, Technologie und Wirtschaft. Seit der Gründung wurden von Jahr zu Jahr zunehmend und inzwischen mehr als 100 Startups durch den Accelerator begleitet. 2026 werden es allein mehr als 30 Startups sein.

Unser Angebot richtet sich bewusst an unterschiedliche Wachstumspfade von Startups. Mit dem „Bootstrap Seedstrap Programm“ unterstützen wir Gründer, die kapital-effizient und nachhaltig wachsen wollen. Mit dem „Investment Readiness Programm“ bereiten wir Teams gezielt auf Angel-, Pre-Seed- oder Seed-Finanzierungen vor. Beide Programme sind anteilsfrei und bieten Zugang zu Coaching, Mentoring, Netzwerken und internationalen Märkten.

Gleichzeitig ist unser Standort ein wichtiger Hebel. Durch die Nähe zu etablierten Medienunternehmen, Produktion, Forschung und Investor können Startups ihre Lösungen schneller validieren. Unternehmen wiederum erhalten Zugang zu jungen Technologien und neuen Partnern für konkrete Pilotprojekte.

Welche Rolle spielen etablierte Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen im Ökosystem des de Potsdam?

Sie spielen eine zentrale Rolle. Innovation entsteht selten in einem geschlossenen System. Sie entsteht dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen.

Etablierte Unternehmen bringen Marktkenntnis, reale Anwendungsfälle und Branchenzugang ein. Hochschulen und Forschungseinrichtungen liefern technologische Tiefe, wissenschaftliche Kompetenz und Talente. Startups bringen Geschwindigkeit, unternehmerischen Mut und neue Lösungsansätze. Der MediaTech Hub Potsdam verbindet diese Perspektiven.

Diese Verbindung ist auch historisch Teil unserer DNA. Der Hub wurde aus dem Babelsberger Medien- und Innovationsumfeld heraus aufgebaut und wird bis heute von starken Partnern wie der Universität Potsdam, dem Hasso-Plattner-Institut und der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF unterstützt. Unsere Aufgabe ist es, aus dieser Nähe konkrete Zusammenarbeit entstehen zu lassen: Pilotprojekte, Wissenstransfer, neue Geschäftsmodelle und langfristige Partnerschaften.

Wie adressiert der Hub aktuelle Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Internationalisierung oder den Transfer von Forschung in marktfähige Produkte?

Diese Herausforderungen hängen eng zusammen. Wer Fachkräfte gewinnen will, braucht ein sichtbares, attraktives und dynamisches Ökosystem. Wer Forschung in den Markt bringen will, braucht Unternehmer, Anwendungspartner und Zugang zu Kapital. Und wer international wachsen will, braucht Netzwerke und Sichtbarkeit über den eigenen Standort hinaus.

Der MediaTech Hub Potsdam setzt genau dort an. Wir schaffen Formate, in denen Talente, Startups, Unternehmen und Forschungseinrichtungen miteinander in Kontakt kommen. Über den MTH Accelerator begleiten wir Teams beim Schritt von der Idee oder Technologie hin zu einem skalierbaren Geschäftsmodell. Über die de Initiative, internationale Events und die MediaTech Hub Conference bringen wir den Standort in überregionale und internationale Netzwerke.

Besonders wichtig ist für uns der Transfer. Forschung und Technologie entfalten ihren Wert erst dann, wenn daraus Anwendungen entstehen, die in der Praxis funktionieren. Diese Übersetzung von Wissen in marktfähige Produkte ist ein Kern unseres Auftrags.

Welche Bedeutung haben Daten, KI und digitale Plattformen für die Innovationsstrategie des Hubs?

Daten, KI und digitale Plattformen sind zentrale Bausteine der nächsten Innovationsphase in der Medienbranche. Sie verändern die gesamte Wertschöpfungskette und ganze Berufsbilder. Inhalte werden anders geplant, produziert, ausgewertet, verteilt und genutzt.

Für den MediaTech Hub Potsdam sind diese Technologien deshalb strategisch relevant. Sie eröffnen neue Möglichkeiten für effizientere Produktionsprozesse, personalisierte und auch interaktivere Nutzererlebnisse, bessere Rechte- und Metadatenstrukturen, automatisierte Workflows und neue Geschäftsmodelle.

Gleichzeitig braucht es einen verantwortungsvollen und anwendungsnahen Umgang. Die entscheidende Frage ist nicht, welche Technologie gerade am meisten Aufmerksamkeit bekommt. Die entscheidende Frage ist, welche Lösung einen echten Mehrwert für Kreative, Unternehmen, Nutzer und den Markt schafft. Genau darum arbeiten wir eng mit Startups und Partnern im Ökosystem wie dem Studio Babelsberg.

Wie fördert der de Potsdam die Zusammenarbeit zwischen Startups, Mittelstand, Wissenschaft und öffentlicher Hand?

Wir verstehen den MediaTech Hub Potsdam als Plattform für Zusammenarbeit. Unsere Aufgabe ist es, die richtigen Menschen, Themen und Organisationen zusammenzubringen, damit daraus konkrete Projekte entstehen.

Das passiert über unterschiedliche Formate. Der MTH Accelerator bringt Startups mit Mentor, Unternehmen, Investor und Forschungspartnern zusammen. Die MediaTech Hub Conference, die dieses Jahr vom 29. bis 30. September stattfindet, schafft internationale Sichtbarkeit und fachlichen Austausch. Mit unseren Formaten wie „Die Grüne Couch: MediaTech meets…“, KI-Workshops oder Challenge-Formaten bringen wir konkrete Fragestellungen aus der Praxis mit innovativen Lösungsansätzen zusammen.

Auch die öffentliche Hand spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie schafft Rahmenbedingungen, unterstützt Standortentwicklung und ermöglicht strategische Projekte. Unser neuer Auftrag des Standortmanagements für die Medienstadt Babelsberg ist dafür ein gutes Beispiel. Er hilft uns, Kooperationen am Standort gezielter aufzubauen und Babelsberg gemeinsam mit allen Akteuren als Kompetenzzentrum für Medientechnologien weiterzuentwickeln.

Wie messen Sie den Erfolg Ihrer Aktivitäten – sowohl für die beteiligten Startups als auch für den Innovationsstandort Potsdam?

Für Startups messen wir Erfolg nicht nur an einer einzelnen Kennzahl. Natürlich sind Wachstum, Finanzierungen, Kundengewinnung und Markteintritt wichtig. Genauso wichtig ist aber, ob ein Team nach dem Programm ein geschärftes Geschäftsmodell, klare nächste Schritte und Zugang zu den richtigen Partnern hat.

Von den seit 2019 durch den MTH Accelerator begleiteten Startups sind mehr als 70% nach wie vor aktiv. Für uns ist das nicht nur eine Zahl. Dahinter stehen Gründer, die neue Technologien in konkrete Anwendungen übersetzen und damit die Medienbranche und angrenzende Märkte weiterentwickeln.

Für den Standort betrachten wir Erfolg auf einer zweiten Ebene. Hier geht es um Kooperationen, Sichtbarkeit, Wissenstransfer und wirtschaftliche Wirkung. Wenn Startups, Unternehmen, Forschung und Produktion häufiger und konkreter zusammenarbeiten, stärkt das den gesamten Standort. Unser Ziel ist, dass Babelsberg nicht nur als traditionsreicher Medienstandort wahrgenommen wird, sondern als Ort, an dem die Zukunft der Medienproduktion aktiv entsteht.

Welche Ziele verfolgt der de Potsdam in den kommenden Jahren, um die digitale Transformation aktiv mitzugestalten?

Unser Ziel ist es, Babelsberg und Potsdam als führenden Standort für medientechnologische Innovation weiter auszubauen. Der neue Standort auf dem Gelände von Studio Babelsberg und die strategische Partnerschaft mit Studio Babelsberg sind dafür wichtige Schritte.

In den kommenden Jahren wollen wir noch mehr Startups anziehen, Kooperationen zwischen Produktion, Technologie und Forschung vertiefen und neue Technologien schneller in reale Anwendungen bringen. Themen wie KI, Virtual Production, Extended Reality, datengetriebene Workflows und digitale Plattformen werden dabei weiter an Bedeutung gewinnen.

Gleichzeitig wollen wir den Hub als physischen und inhaltlichen Treffpunkt stärken. Transformation entsteht nicht nur durch Technologie, sondern durch Begegnung, Vertrauen und gemeinsame Projekte. Unser Anspruch ist, ein Ort zu sein, an dem aus Austausch konkrete Innovation wird. Für Babelsberg, für Brandenburg und für die Medienbranche darüber hinaus.

Bild Team Bild MediaTech Hub Potsdam Fotograf: Beate Wätzel

Wir bedanken uns bei Peter Effenberg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

NEOH MILKY CHOC bringt Milchschokoladen Genuss ohne Zuckerzusatz

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NEOH MILKY CHOC ohne Zuckerzusatz

Mit NEOH MILKY CHOC präsentiert das österreichische Food Tech Unternehmen einen neuen Schokoriegel ohne Zuckerzusatz. Der Snack verbindet cremigen Milchgeschmack mit moderner Ernährung und richtet sich an Menschen, die Genuss und bewussten Konsum miteinander verbinden möchten.

Neu im NEOH-Universum:

BELIEBTER GESCHMACK, OHNE ZUGESETZTEN ZUCKER: NEOH präsentiert den neuen MILKY CHOC

NEOH MILKY CHOC setzt auf Genuss ohne Zuckerzusatz

Wien, am 01.06.2026 – NEOH erweitert sein Sortiment um eine echte Lifestyle-Innovation: MILKY CHOC. Der neue Riegel vereint cremigen Milchgenuss mit zarter Textur – und das ganz ohne zugesetzten Zucker. Mit etwa 50 kcal pro Riegel und gleichzeitig hohem Ballaststoffgehalt setzt NEOH erneut neue Maßstäbe für bewussten Genuss.

Jeder liebt diesen Geschmack – MILKY CHOC trifft den Nerv einer Generation, die sich zwischen Genuss und bewusster Ernährung nicht mehr entscheiden möchte. Inspiriert von ikonischen Milchschokoladen-Klassikern, interpretiert NEOH das Konzept neu: viel Milchcreme, kein Zusatz von Zucker – und das ohne Kompromisse im Geschmack.

„Mit MILKY CHOC bringen wir ein Produkt auf den Markt, das Kindheitserinnerungen weckt und gleichzeitig perfekt in einen modernen, bewussten Lifestyle passt. Unser Anspruch war klar: maximaler Genuss, ZERO added sugar– und genau das haben wir geschafft“, so Manuel Zeller, CEO und Gründer von NEOH.

Die Vorteile von NEOH MILKY CHOC im Überblick

Die Highlights auf einen Blick:

ZERO Added Sugar – ohne zugesetzten Zucker

Hoher Ballaststoffgehalt

Nur etwa 50 kCal pro Riegel

NEOH MILKY CHOC für bewusste Ernährung

MILKY CHOC ist in zwei Varianten erhältlich:

4er-Pack UVP 1,49 AT/DE

8er-Pack UVP 2,59 DE / 2,99 AT

NEOH bleibt seiner Mission treu: Produkte zu entwickeln, die bekannten Genuss neu definieren – ohne Zuckerzusatz, aber mit vollem Geschmack.

NEOH setzt auf innovative Zuckerersatz Technologien

Über NEOH:

NEOH ist ein österreichisches Food-Tech-Unternehmen, das sich auf Produkte ohne zugesetzten Zucker und innovative Zuckerersatz-Technologien spezialisiert hat. Herzstück ist die firmeneigene ZERO+ Formel, die Zucker vollständig in fast allen Produkten ersetzen kann und dabei Geschmack, Textur und industrielle Verarbeitbarkeit erhält. ZERO+ wird in allen NEOH-Produkten eingesetzt und findet zunehmend Anwendung in der Lebensmittelindustrie.

Bild NEOH by Alpha Republic GmbH

Quelle NEOH by Alpha Republic GmbH

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