Donnerstag, März 12, 2026
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Warum scheitern so viele Unternehmen an der Finanzierung?

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finmid integriert Finanzierung in B2B Plattformen finmid max schertel

finmid ermöglicht B2B Plattformen integrierte Finanzierungslösungen und verbindet Plattformen mit datenbasierter Finanzierung für KMUs in ganz Europa.

Wie würden Sie finmid heute beschreiben und wer sind die Menschen hinter dem Unternehmen?

finmid hat sich zum Haupt-Ansprechpartner für globale B2B-Plattformen entwickelt, die mehr bieten wollen. Mit unserer leicht integrierbaren Infrastruktur ermöglichen wir es diesen Plattformen, ohne dass sie im Bankengeschäft tätig sind, maßgeschneiderte Finanzierungsprodukte für ihre Kunden in 30 europäischen Märkten anzubieten. So haben wir schon das Vertrauen der führenden Plattformen Europas in den Bereichen Gastronomie, Zahlungsdienstleistung, E-Commerce und Mobilität, wie etwa Wolt oder FREENOW, gewonnen.

Alexander Talkanitsa, Co-Founder von finmid, und ich haben uns bei N26 kennengelernt, wo wir fünf Jahre lang eng im Bereich Business Operations zusammengearbeitet haben. Dann haben wir eine Chance gesehen, die Marktlücke in der Unternehmensfinanzierung zu schließen – indem wir Plattformen, die schon über die Daten und Beziehungen verfügen, mit dem nötigen Kapital verbinden, das Unternehmen brauchen. Heute haben wir ein Team von rund 45 Mitarbeitern aus 23 Nationen.

Welche Idee oder welches spezifische Marktproblem war der Ausgangspunkt für die Gründung von finmid?

Unsere Kernthese ist: Jedes Unternehmen braucht Geld. Hier besteht eine fundamentale Diskrepanz zwischen was der Markt braucht, und was er bedient: Millionen von KMUs benötigen Kapital, um zu wachsen, aber traditionelle Banken können ihnen dies nicht effizient verschaffen. Diese Finanzierungslücke wird auf 400 Milliarden Euro geschätzt.

Banken fehlen drei Dinge:
Vertrieb, um diese Unternehmen in großem Umfang zu erreichen,
Zugang zu Echtzeitdaten, und
Bestehende Vertrauensbeziehungen.

Plattformen hingegen verfügen bereits über alles drei: Sie haben Zugang zu Tausenden von Unternehmen, sitzen auf massig Transaktionsdaten und haben bereits Vertrauen im Rahmen ihrer bestehenden Geschäftsbeziehungen aufgebaut. Aufgrund der regulatorischen und operativen Komplexität wollen Plattformen jedoch nicht selbst zu Banken werden.

finmid wurde gegründet, um genau diese Lücke zu füllen: Wir stellen die Infrastrukturlösung, die es Plattformen ermöglicht, integriert Finanzierung anzubieten, während wir uns um die „unangenehmen“ Teile wie regulatorische Anforderungen, Underwriting und operative Abläufe kümmern.

Welche Vision verfolgt finmid im Bereich der KMU-Finanzierung und wie wollen Sie diese Schritt für Schritt umsetzen?

Wir wollen in den nächsten Jahren der Unternehmensfinanzierung und der europäischen Wirtschaft einen Aufschwung verleihen.

Unsere Mission ist es, der führende Embedded-Lending-Anbieter für B2B-Plattformen zu sein und 32 Millionen europäischen Unternehmen Zugang zu Wachstumskapital direkt über die Plattformen zu gewähren, die sie ohnehin täglich nutzen. Wir skalieren Schritt für Schritt und erweitern unser Modell über drei Dimensionen – auf weitere geografische Gebiete, Branchen und Finanzierungsformen.

Schon heute sind wir in 30 europäischen Märkten aktiv und arbeiten mit Plattformen aus Bereichen wie Payments, Hospitality und Commerce sowie mit Marktplätzen und SaaS-Plattformen zusammen. Zudem decken wir unterschiedliche Finanzierungsformen ab, etwa umsatzbasierte oder asset-basierte Modelle.

An wen richtet sich Ihr Angebot konkret und welche Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe stehen im Mittelpunkt?

Unsere Partner sind B2B-Plattformen Handelsmarktplätze, Zahlungsdienstleister, vertikale SaaS-Unternehmen, Mobilitätsdienstleister und andere. Ihre Prioritäten sind Wachstum, Kundenbindung und Kapitalvermittlung ohne weitere Umstände.

Am Ende der Wertschöpfungskette stehen die Unternehmen auf den Plattformen, die Kapital für kurzfristigen Cashflow und langfristiges Wachstum benötigen. Sie wollen Schnelligkeit und Komfort durch vorab-genehmigte Finanzierung, verfügbar über ihre bereits vertrauten Plattform-Anbieter.

Wie unterscheidet sich Ihr plattformbasierter Finanzierungsansatz von herkömmlichen Kreditlösungen?

Bei herkömmlichen Krediten müssen Unternehmen Finanzierungen suchen und unzählige Anträge ausfüllen, nur um wochenlang auf eine Genehmigung zu warten, die am Ende an Bonität oder Sicherheitsleistungen scheitert. Der Prozess ist bürokratisch, langsam und am Ende werden viele rentable Unternehmen abgelehnt.

Wir drehen dieses Modell um, indem wir direkt in die Plattformen integrieren, auf denen Unternehmen bereits tätig sind. Auf Grundlage der breiten auf der Plattform schon vorhandenen Datenmasse können wir kontinuierlich verfügbare Finanzierungsangebote für das individuelle Unternehmen konfigurieren, mit Geld das sofort bereitgestellt wird, wenn das Unternehmen Kapital benötigt. Und das alles ganz ohne langwierige Anträge oder Wartezeiten.

Dies hat drei Vorteile:
Distribution zu Grenzkosten von nahezu null.
Risk Assessment auf der Grundlage von Echtzeitdaten an Stelle von rein historischen Finanzdaten.
Weg von Unternehmen, die Kapital suchen müssen, hin zu sofortiger Verfügbarkeit von Kapital bei Bedarf.

Welche Rolle spielen Echtzeitdaten bei Ihren Finanzierungsentscheidungen und welchen Mehrwert schaffen sie für Unternehmen?

Echtzeitdaten sind für unser Modell von grundlegender Bedeutung. Wir betrachten das tägliche Transaktionsvolumen, den Bruttowarenwert, Kundenbewertungen und andere Kennzahlen.

Dies schafft Mehrwert in zweierlei Hinsicht:
Erstens ermöglicht es uns, Unternehmen zu finanzieren, die von traditionellen Banken abgelehnt würden. Wir können erkennen, dass ein Unternehmen gesund ist und wächst, auch wenn es nicht über umfangreiche Finanzdaten verfügt.

Zweitens ermöglichen sie eine präzisere Risikobewertung und schnellere Entscheidungen. Ein Unternehmen kann innerhalb weniger Minuten auf der Grundlage von Daten, die bereits über die Plattform vorliegen, für Finanzierung genehmigt werden. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie effizienter an Geld kommen, aber noch wichtiger ist, dass Kapitalzugang für zahlreiche Unternehmen geschaffen wird, für die dies über traditionelle Wege niemals möglich gewesen wäre.

Vor welchen Herausforderungen stehen Sie derzeit in dem stark regulierten Finanzumfeld?

Bereits innereuropäisch zu expandieren ist komplex. Die Rechtsordnungen weisen oft unterschiedliche regulatorische Nuancen auf. Aber genau das ist mittlerweile zu einem unserer wichtigsten Wertversprechen geworden: Wir haben die Infrastruktur aufgebaut, um diese Komplexität zu bewältigen, sodass die Plattformen dies nicht tun müssen.

Wir haben die notwendige regulatorische Struktur aufgebaut, um in unseren Zielmärkten europaweit agieren zu können, ohne von fragilen Drittanbieter-Strukturen oder externen Faktoren abhängig zu sein. Die Einhaltung der auch kontinuierlich Veränderungen unterliegenden Vorschriften in allen Märkten und die Verwaltung grenzüberschreitender Aktivitäten erfordern jedoch ständige Investitionen von Zeit und Geld.

Genau diese regulatorische Komplexität hindert Plattformen daran, dies selbst aufzubauen, und ist der Grund, warum sie stattdessen lieber mit uns zusammenarbeiten.

Was macht Finmid aus Ihrer Sicht für Plattformpartner besonders attraktiv?

Zwei Dinge: das vereinfachte Anbieten von Finanzierungslösungen und wirtschaftliche Anreize.

Wir nehmen Ihnen die gesamte regulatorische und operative Komplexität ab, die mit dem Betrieb eines Kapital-produkts einhergeht. Plattformen können in diesen Bereich mittels einer einzigen Integration vordringen, ohne selbst zu Banken zu werden.

Der Business Case ist ebenso überzeugend. Unsere Partner verzeichnen einen GMV-Anstieg um 20 %, erhöhte Kundenbindung durch um 70 % verringerte Abwanderung und 85 % erneute Inanspruchnahme von Finanzierung. Dies stärkt ihr Kerngeschäft und schafft zudem eine zusätzliche Einnahmequelle.

Wie entwickeln sich Nachfrage und Akzeptanz für Embedded Finance bei kleinen und mittleren Unternehmen?

Die Akzeptanz steigt rapide. KMUs erwarten zunehmend, dass Finanzdienstleistungen in Plattformen integriert sind, die sie bereits täglich nutzen. Diese Entwicklung spiegelt wider, was im Bereich Verbraucherfinanzierung mit Produkten wie „Buy Now, Pay Later” geschehen ist. Im B2B-Bereich ist dieser Trend jedoch noch stärker ausgeprägt, da die Datengrundlage umfangreicher ist Besonders starke Nachfrage sehen wir in Branchen mit hoher Cashflow-Volatilität: Lebensmittellieferung, Transport. 85 % unserer Händler nehmen nach dem ersten Mal weitere Finanzierungen in Anspruch. Dies zeigt deutlich, dass Unternehmen, sobald sie einmal vorab genehmigte, in bestehende Arbeitsabläufe integrierte Finanzierung erlebt haben, dies gegenüber traditionellen Wegen deutlich bevorzugen.

Die Chance ist enorm: Zum einen bedienen wir einen Bereich, der zuvor nicht bedient wurde, zum anderen erfüllen wir den Bedarf nach effizienterer Zurverfügungstellung von Kapital.

Was sind die nächsten Entwicklungsschritte oder strategischen Prioritäten für finmid?

Unser aktueller Fokus liegt auf dem Aufbau der Kerninfrastruktur und dem Ausbau von Partnerschaften. Wir erweitern unsere geografische Abdeckung, vertiefen unsere Kompetenzen in verschiedenen Finanzierungsprodukten, von Merchant Cash Advances bis hin zu befristeten Darlehen, und zeigen, dass unser Modell plattformübergreifend funktioniert.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben?

Erstens: Ein echtes Problem identifizieren und dies lösen. Wir haben finmid gegründet, weil Millionen von Unternehmen keinen Zugang zu dem Kapital haben, das sie für ihr Wachstum benötigen. Wenn man kein dringendes und wichtiges Problem löst, wird der Weg deutlich herausfordernder.

Zweitens: Etwas aufbauen, das komplex ist. Expansion in 30 Märkte ist nicht glamourös, schafft aber Markteintrittsbarrieren. Keine Scheu vor operativen Herausforderungen, wenn dies zu dauerhafter Wertschöpfung führt.

Drittens: Nicht aufgeben. Ein Infrastruktur-Layer für Finanzierungsvermittlung zu entwickeln ist kein Wachstums-Hack. Diese Arbeit hängt von vielen externen Faktoren, wie Regulierung und Beziehungen zu Kapitalgebern sowie Vertrauenswürdigkeit der Plattformen ab. Als Gründer muss man seine Überzeugung bewahren, auch wenn der Fortschritt schleppend scheint. Unternehmen, deren Gründung sich lohnt, starten selten vom ersten Tag an durch.

Bild Bildcredits/Fotograf: Maurizio Sorvillo

Wir bedanken uns bei Max Schertel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Hamburg Innovation Summit 2026

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Hamburg Innovation Summit 2026 stärkt Innovation Fotocredit ©Hamburg Innovation Summit / Andreas Schwarz Photography

Der Hamburg Innovation Summit HHIS kehrt am 18. Juni 2026 ins Oberhafenquartier zurück.

In der elften Ausgabe des HHIS kommen am 18. Juni 2026 im Oberhafenquartier in Hamburg einen Tag lang Menschen zusammen, die Innovation nicht nur denken, sondern aktiv gestalten wollen. Gründerinnen, Unternehmen, Vordenkerinnen sowie Vertreter*innen aus Gesellschaft, Politik und Wissenschaft. Der HHIS schafft Raum für Dialog, neue Perspektiven und konkrete Impulse für die Zukunft der Metropolregion und darüber hinaus.

Innovationsvielfalt auf über 1.800 Quadratmetern

Auf mehr als 1.800 Quadratmetern Ausstellungsfläche und mindestens fünf parallel bespielten Bühnen bietet der Hamburg Innovation Summit 2026 ein dichtes Programm aus Best Practices, Innovationen zum Erleben und Ausprobieren sowie inspirierenden Diskussionen. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Lösungen, marktfähige Innovationen und neue Denkansätze zu zentralen Zukunftsfeldern, die sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen KMUs sowie das Handwerk richten.

Thematisch reicht das Spektrum von Künstlicher Intelligenz und Data Science über Handwerk 4.0, Advanced Material und Social and Impact Innovation bis hin zu Mobilität, Klima und Energie, Gesundheit, Entrepreneurship sowie Talent und Bildung.

Botschafter*innen setzen Impulse für Innovationskultur

Der HHIS versteht sich auch 2026 als offene Plattform für alle Innovationsinteressierten, die die Zukunft aktiv mitgestalten und nachhaltigen Impact schaffen wollen. Ziel ist es, durch Vernetzung, Kollaboration und Mitgestaltung praxisnahe Lösungen für lokale Herausforderungen zu entwickeln und zugleich positive globale Impulse zu setzen. Hamburg unterstreicht mit dem Summit seine Rolle als Innovationshub mit internationaler Ausstrahlung und verbindet Visionen mit konkretem Praxisnutzen.

Begleitet wird der HHIS erneut von renommierten Stimmen der Innovationsszene als Botschafter*innen. Die Corporate Tech Influencerin und Voice for Innovation bei Deloitte, Lara Sophie Bothur, steht für das Thema Innovation groß denken. Die Professorin für Nachhaltiges Wirtschaften und Chief Sustainable Officer CSO der Universität Hamburg, Prof. Dr. Laura Marie Edinger Schons, repräsentiert eine mutige, wertebasierte Innovationskultur. Die Handwerksbrüder und Influencer Yannes und Laurin Bock, die sich mit ihren Instagram Kanälen dermoebelbock.official und derholzbock.official zu einem wichtigen Sprachrohr des Handwerks entwickelt haben, stehen für starkes Commitment und unternehmerische Haltung.

Die Teilnehmerinnen des Hamburg Innovation Summit 2026 dürfen sich unter anderem auf spannende Impulsvorträge der Botschafterinnen freuen.

Termin im Überblick

Datum Donnerstag, 18. Juni 2026
Uhrzeit ab 9:00 Uhr Einlass, ab 10:00 Uhr Programmstart
Ort Oberhafenquartier, Stockmeyerstraße 43, 20457 Hamburg

Eintritt frei mit vorheriger Anmeldung über
www.hamburg-innovation-summit.de

Bild Fotocredit ©Hamburg Innovation Summit / Andreas Schwarz Photography

Quelle Hamburg Innovation Summit c/o WILKENWERK GmbH

Video KI 2026: Markt, Tools und Regulierung

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Video KI 2026: Markt, Tools und Regulierung

Key Takeaways

  • Die Video KI 2026 revolutionieren Marketing und E-Learning durch Automatisierung und steigende Produktionseffizienz.
  • Markttreiber sind Faktoren wie Skalierungsdruck, technologische Reife und Zugang zu Cloud-GPU-Infrastruktur.
  • Fünf Plattformen bieten unterschiedliche Lösungen: HeyGen für Avatar-Produktion, Synthesia für Unternehmensvideos, Runway für kreative Umsetzungen, DeeVid für Social-Creator und Kling AI für fotorealistische Videos.
  • Mit dem EU AI Act 2026 benötigen Anbieter klare Kennzeichnung für KI-generierte Inhalte – Compliance wird zum Wettbewerbsfaktor.
  • Chancen liegen im wachsenden Bedarf an Videoproduktion, während Risiken in hohem Kapitalbedarf und regulatorischer Unsicherheit bestehen.

Ein Milliardenmarkt unter Beobachtung

Bewegtbild ist 2026 das dominierende Kommunikationsformat in Marketing, E-Learning und Unternehmenskommunikation. Gleichzeitig steigen Tempo und Produktionsvolumen. In diesem Zusammenhang gewinnt das Thema Video KI 2026 zunehmend an Bedeutung. Klassische Videoproduktion stößt hier wirtschaftlich an Grenzen.

Die Video KI 2026 schließen genau diese Lücke. Sie automatisieren Skript, Sprecher, Szenen und Schnitt – teils vollständig. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der globale Markt für KI-gestützte Videoproduktion inzwischen ein Volumen im Milliardenbereich erreicht hat.

Doch mit wachsender Verbreitung verschieben sich auch die regulatorischen Rahmenbedingungen. Produktion allein reicht nicht mehr – Compliance wird zum Wettbewerbsfaktor.

Markttreiber Video KI 2026: Effizienz trifft Infrastruktur

Die Dynamik hinter den Video KI 2026 basiert auf fünf klaren Faktoren:

  • Skalierungsdruck im Performance-Marketing
  • Globale Lokalisierung von Video-Content
  • Technologische Reife von Text-to-Video-Modellen
  • Breiter Zugang zu Cloud-GPU-Infrastruktur
  • Wachsende Akzeptanz synthetischer Sprecher im Business

Parallel steigt die Kapitalintensität des Marktes. Hochauflösende Modelle benötigen enorme Rechenleistung. Damit werden Finanzierung und Infrastruktur strategische Kernfragen.

Fünf Plattformen im Detail

HeyGen – Skalierbare Avatar-Produktion

HeyGen setzt auf digitale Sprecher und mehrsprachige Lokalisierung. Über 175 Sprachen sind möglich, die Produktion erfolgt kreditbasiert.

Preisstruktur:
Free-Version mit Wasserzeichen, Creator ab 29 Euro pro Monat, Enterprise ab etwa 149 Euro.

Positionierung:
B2B-orientiert, stark im Marketing- und Schulungsumfeld.

Chancen:
Wachsende Nachfrage nach international einsetzbaren Videoinhalten.

Risiken:
Austauschbarkeit von Avatar-Stilen, zunehmender Wettbewerb.

HeyGen steht exemplarisch für den funktionalen Ansatz vieler KI-Video-Tools.

Synthesia – Standardisierung für Unternehmen

Synthesia fokussiert sich klar auf strukturierte Business-Videos.

Preismodell:
Kostenloser Einstieg, Starter ab 16 Euro monatlich, Enterprise individuell.

Stärken:

  • Über 120 Sprachen
  • Corporate Templates
  • Screen-Recording

Strategische Rolle:
Im Kontext der Video KI 2026 verkörpert Synthesia den Effizienzgedanken im Unternehmensumfeld.

Risiken:
Begrenzte kreative Tiefe im Vergleich zu generativen High-End-Modellen.

Runway – Kreative Produktionsumgebung

Runway adressiert Kreativschaffende und Studios. Mit Gen-3-Technologie bietet das Unternehmen Text-to-Video auf hohem visuellen Niveau.

Preis:
Ab rund 12 Euro monatlich, skalierend nach Leistungsbedarf.

Besonderheiten:

  • 4K-Upscaling
  • Rotoscoping
  • Hohe Szenenkonsistenz

Runway ist kapitalstark finanziert und investiert stark in Forschung.

Im Wettbewerb der Video KI 2026 steht Runway für Qualität und professionelle Anwendungen.

DeeVid – Creator-zentrierte Integration

DeeVid kombiniert Video-, Bild- und Musikgenerierung in einer Oberfläche.

Modell:
Freemium mit Zusatzoptionen.

Zielgruppe:
Social-Media-Creator und kleinere Teams.

Stärken:
Schnelle Produktion, integrierter Musikgenerator.

Risiken:
Starke Konkurrenz, Differenzierung schwierig.

Kling AI – Fokus auf visuelle Präzision

Kling AI setzt auf fotorealistische 4K-Videoerstellung inklusive nativem Audio.

Funktionen:

  • Multi-Character-Support
  • Verschiedene Qualitätsmodi
  • Ausgeprägte VFX-Fähigkeiten

Im Premiumsegment der Video KI 2026 spielt Kling AI vor allem im Werbeumfeld eine Rolle.

Vergleich Video KI 2026 Plattformen

ToolFokusPreis abAuflösungZielgruppe
HeyGenAvatar & Lokalisierung29 €1080p/4KMarketing
SynthesiaBusiness-Videos16 €1080pHR & Corporate
RunwayKreativ & Film12 €bis 4KStudios
DeeVidAll-in-One CreatorFreeFull-HDSocial Creator
Kling AIFotorealistische Videosvariabelbis 4KWerbung

Regulatorischer Rahmen & Kennzeichnungspflicht Video KI 2026

Mit dem vollständigen Inkrafttreten des EU AI Act am 2. August 2026 verändern sich die Spielregeln für KI-gestützte Videoproduktion grundlegend.

Kennzeichnungspflicht (Art. 50 AI Act):
Anbieter und Betreiber müssen sicherstellen, dass KI-generierte oder manipulierte Videoinhalte eindeutig als solche gekennzeichnet sind.

Technische Umsetzung:

  • Sichtbare Hinweise (Wasserzeichen, Banner, Disclaimer)
  • Maschinenlesbare Metadaten
  • Kryptografische Herkunftsnachweise
  • Implementierung von C2PA-Standards

C2PA gilt branchenweit als technischer Referenzrahmen zur Sicherung von Herkunftsinformationen.

Ausnahmen:
Eine Kennzeichnung kann entfallen, wenn Inhalte signifikant redaktionell überarbeitet wurden oder klar satirisch/künstlerisch sind – dennoch bleibt Transparenz ratsam.

Sanktionen:
Bußgelder von bis zu 15 Millionen Euro oder bis zu 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

Urheberrecht:
Rein KI-generierte Inhalte ohne wesentliche menschliche Schöpfungshöhe genießen in der EU und den USA keinen urheberrechtlichen Schutz. Für Unternehmen entsteht hier ein erhebliches wirtschaftliches Risiko.

Journalistischer Merksatz:
2026 entscheidet nicht die Nutzung von KI über Wettbewerbsfähigkeit – sondern ihre rechtssichere Deklaration.

Gesamtanalyse

Die Video KI 2026 zeigen eine klare Segmentierung:

  1. Standardisierte Business-Lösungen
  2. Kreativ- und Premium-Modelle
  3. Integrierte Creator-Plattformen

Neu ist 2026 jedoch der regulatorische Druck. Compliance wird Teil der Produktarchitektur. Anbieter, die Transparenz technisch integrieren, verschaffen sich einen strategischen Vorteil.

Chancen und Risiken für Gründer und Investoren von Video KI 2026 Plattformen

Chancen:

  • Wachsender Bedarf an skalierbarer Videoproduktion
  • Neue Geschäftsmodelle im Lokalisierungsmarkt
  • Integration in bestehende Marketing-Stacks

Risiken:

  • Hoher Kapitalbedarf
  • Technologischer Wettbewerb
  • Regulatorische Unsicherheit
  • Fehlender Urheberrechtsschutz bei rein KI-generierten Inhalten

Für Investoren bleiben die Video KI 2026 attraktiv – allerdings nur bei klarer Positionierung und belastbarer Compliance-Strategie.

Fazit

Die Video KI 2026 stehen für einen strukturellen Wandel in der Medienproduktion. Rechenleistung ersetzt nicht Kreativität, verändert aber ihre ökonomischen Rahmenbedingungen.

Mit dem EU AI Act wird Transparenz zur Pflicht. Wer KI-Videos einsetzt, muss Herkunft, Kennzeichnung und Rechtefragen sauber klären.

Der Markt wächst – aber er professionalisiert sich zugleich. Für Unternehmen zählt 2026 nicht nur Innovationsgeschwindigkeit, sondern rechtliche und strategische Souveränität.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – Framestock

Wem gehören unsere privatesten Erinnerungen im digitalen Zeitalter wirklich?

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zeitkapsl schützt Kinderfotos mit Datenschutz Teambild

zeitkapsl bietet einen verschlüsselten Cloud Speicher für Kinderfotos mit Fokus auf Datenschutz und wird am 17. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen

Können Sie zeitkapsl kurz vorstellen und erläutern, welches Problem Sie im Umgang mit Fotos, Videos und digitalen Erinnerungen lösen möchten?

Wir schützen Fotos und Videos vor den neugierigen US Tech-Konzernen, mit einer sicheren europäischen Alternative zu Google Fotos oder iCloud.
Heute speichern die meisten Menschen ihre Erinnerungen bei großen Tech-Konzernen. Was für uns emotionale Momente sind, sind für Big-Tech-Unternehmen extrem wertvolle Datenquellen. Aus Fotos und Videos lassen sich mithilfe moderner KI sehr präzise Rückschlüsse auf den sozialen Hintergrund, die psychische Gesundheit, Kaufinteressen sowie politische oder religiöse Zugehörigkeiten ziehen.

Hinzu kommt, dass durch den US Cloud Act unter bestimmten Umständen auch US-Behörden Zugriff auf diese Daten erhalten können. Das bedeutet: Unsere privatesten Erinnerungen sind technisch und rechtlich nicht unter unserer vollständigen Kontrolle.
zeitkapsl verfolgt deshalb einen radikal anderen Ansatz:
Alle Bilder und Videos werden bereits auf dem Endgerät verschlüsselt – also bevor sie überhaupt hochgeladen werden. Dadurch wird garantiert, dass niemand außer den Nutzerinnen und Nutzern selbst auf die Inhalte zugreifen. Weder Tech-Konzerne, noch Hacker, noch KI-Systeme, auch wir als Anbieter nicht.

Welche Vision steht hinter Zeitkapsl und welches langfristige Ziel verfolgen Sie mit Ihrem Startup im Bereich Datenschutz und digitale Selbstbestimmung?

Wir möchten die Kontrolle über Fotos und Videos zurück in die Hände der Menschen holen – und bewusst zurück in die Europäische Union, wo Datenschutz ein Grundrecht ist und kein Geschäftsmodell.
Heute sind persönliche Bilder längst mehr als nur Erinnerungen. Sie sind hochsensible Datenquellen. Gleichzeitig sind viele Menschen faktisch abhängig von großen Cloud-Anbietern, bei denen sie weder technische noch rechtliche Kontrolle über ihre Inhalte haben. Echte Alternativen gab es bisher vor allem für Expert:innen, die ihre eigene Infrastruktur betreiben können.

Unser langfristiges Ziel ist es deshalb, digitale Selbstbestimmung radikal zu vereinfachen. Datenschutz darf kein Privileg für Technikaffine sein. Er muss alltagstauglich sein.
Besonders wichtig ist uns dabei der Schutz von Kinderfotos. Kinder können nicht selbst entscheiden, wo ihre Fotos gespeichert oder analysiert werden. Eltern tragen hier eine enorme Verantwortung. Und wir alle wissen: Was einmal im Netz landet, lässt sich nicht mehr vollständig zurückholen.
Digitale Selbstbestimmung soll kein Ideal bleiben, sondern gelebte Realität für jede Familie werden.

An wen richtet sich Ihr Produkt konkret und warum ist ein verschlüsselter, europäischer Cloud-Speicher für diese Zielgruppe besonders relevant?

zeitkapsl richtet sich an Jungfamilien im europäischen Raum.

Gerade Eltern speichern tausende Fotos und Videos ihrer Kinder – vom ersten Ultraschallbild bis zum Kindergartenalltag. Gleichzeitig sind genau diese Inhalte extrem sensibel. Kinder können nicht selbst entscheiden, wo ihre Bilder landen, wie sie analysiert werden oder ob sie möglicherweise in KI-Trainingsdaten einfließen.

Darüber hinaus bieten wir speziell für Kindergärten das „zeitkapsl Kit“ an – ein Rundum-Sorglos-Paket für den sicheren Umgang mit Kinderfotos. Es umfasst: rechtssichere Einverständniserklärungen für Eltern, Informationsfolder zum verantwortungsvollen Umgang mit Kinderfotos im Netz und einen persönlichen QR-Code für jedes Kind
So können Eltern die schönen Momente aus dem Kindergartenalltag miterleben – sicher und ohne Datenschutzrisiko.

Was hat Sie dazu bewogen, Zeitkapsl am 17. Februar in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu präsentieren?

Wir wollten die Bühne von 2 Minuten 2 Millionen bewusst nutzen, um ein Thema sichtbar zu machen, das oft unterschätzt wird: Datenschutz bei Kinderfotos – insbesondere im KI-Zeitalter.
Noch nie war es technisch so einfach, aus Bildern umfangreiche Informationen zu gewinnen oder sie für Trainingszwecke zu verwenden. Gleichzeitig posten wir so viele Kinderfotos wie nie zuvor.
Hinzu kommt die aktuelle geopolitische Situation. Sie zeigt deutlich, wie abhängig Europa von großen US-Technologiekonzernen ist. Wir sind überzeugt, dass es echte europäische Alternativen braucht.
Die Sendung war für uns daher nicht nur eine Investoren-Chance, sondern vor allem eine Plattform, um Bewusstsein zu schaffen.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die Sendung und welche Ziele verbinden Sie mit Ihrem Auftritt vor den Investoren?

Unsere Technologie steht, unser Produkt ist marktreif, jetzt geht es darum, das Thema in die Breite zu tragen. Dafür suchen wir strategische Partner.

Was war für Sie persönlich die größte Herausforderung bei der Vorbereitung auf den Pitch?

Die größte Herausforderung war, ein komplexes Thema wie Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, digitale Souveränität und geopolitische Abhängigkeiten in nur wenigen Minuten verständlich und emotional greifbar zu machen.
Datenschutz ist kein Produkt, das man „sieht“. Es geht um Vertrauen. Und Vertrauen lässt sich nicht über technische Details verkaufen, sondern über Haltung und Klarheit. Die Kunst war, die technische Tiefe hinter zeitkapsl auf eine Botschaft zu reduzieren: Eure Erinnerungen gehören euch, und sonst niemandem.

Peter Spiess-Knafl
Co-Founder zeitkapsl
Peter Spiess-Knafl Co-Founder Fotograf: https://agentur-stifter.at/

Welche Reaktionen oder Fragen der Investoren erwarten Sie insbesondere in Bezug auf Sicherheit, Skalierbarkeit und Geschäftsmodell?

Glaubt ihr wirklich mit Google und Apple konkurrieren zu können?
Skaliert die Technik dahinter?
Wie wollt ihr das verkaufen?
Wer ist bereit dafür zu zahlen und warum?

Welche Bedeutung hätte ein Investment für die Weiterentwicklung von zeitkapsl, etwa im Hinblick auf Produktfunktionen, Reichweite oder internationales Wachstum?

Ein Investment wäre ein massiver Beschleuniger im Bereich Marketing und Markenaufbau. Vor allem für unseren geplanten Markteintritt in Norddeutschland und den Niederlanden dieses Jahr.

Was sind die nächsten Schritte für zeitkapsl nach der Ausstrahlung der Sendung und welche Meilensteine möchten Sie in den kommenden Monaten erreichen?

Aktuell optimieren wir unsere Supportprozesse und arbeiten an Performance-Verbesserungen, um unsere Infrastruktur noch kosteneffizienter und skalierbarer zu machen.
Im Sommer wollen wir weitere Kindergärten in Österreich an Bord holen und unser „zeitkapsl Kit“ weiter ausrollen.

Welche Tipps würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die überlegen, ihr Startup in einer TV-Startup-Sendung zu präsentieren?

Seid glasklar in eurer Kernbotschaft. In wenigen Minuten entscheidet sich, ob euer Thema verstanden wird. Bereitet euch extrem gut vor, aber bleibt authentisch. Perfektion überzeugt weniger als Leidenschaft, Haltung und Überzeugung.

zeitkapsl ist am 17. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Teambild: Bildcredits @privat

Wir bedanken uns bei Peter Spiess-Knafl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Rodel Revolution trifft auf süße Deals

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Start up bei 2 Minuten 2 Millionen mit Iron Brakes Iron Brakes 2 Minuten 2 Millionen Investoren testen Copyright PULS4 Fotograf Gerry Frank

Ex Europameister Kierspel bringt Revolution am Rodelhang

„2 Minuten 2 Millionen“ am Dienstag um 20:15 Uhr auf JOYN und PULS 4. Unzählige Rodelunfälle im Alpenraum und Björn Kierspels Start up, das genau dort ansetzt. Schafft Iron Brakes mit der Tiroler Erfindung den Sprung zum Investment? Außerdem versüßen österreichische Mehlspeisen in Pralinenform die Stimmung der Investoren.

Sicherheit am Berg mit Iron Brakes

„Wer bremst, gewinnt und kommt immer sicher ins Ziel.“ Mit diesem Motto präsentieren der ehemalige Rennrodler und Ex Europameister Björn Kierspel und Produktentwickler Alexander ihr Tiroler Start up Iron Brakes. Das Problem: Jährlich steigen bei rund 450.000 verkauften Rodeln allein im Alpenraum auch die Unfallzahlen stetig. Ihre Lösung sind patentierte Schuh Spikes. Kompakt, robust und handmade in Tirol greifen sie selbst auf vereisten Strecken verlässlich.

Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Modellen: Die Iron Brakes Spikes werden ausschließlich an der hinteren Fußsohle befestigt, um eine optimale Bremswirkung zu erzeugen.

Ob der ehemalige Europameister mit dieser Idee auch bei den Investor:innen punktet? Die Einstiegsbewertung sorgt jedenfalls für positive Reaktionen: 10 Prozent für 10.000 Euro.

„Was ich super sympathisch finde, ist, dass sie mit einer Bewertung kommen, wo man nicht lange überlegen muss“, meint Tiroler Investor Christian Jäger. Besonders beeindruckt der Sicherheitsaspekt. Wenn die Bremshilfen helfen können, „dass man nur ein paar Prozent von die schweren Unfälle wegkommt, dann ist schon gewaltig.“

Süße Innovation aus Gmunden

Danach wird es süß: Mehlspeis Moments aus Gmunden von Julia und Mathias Baumgartner begeistert mit einer neuen Interpretation österreichischer Mehlspeisen. Marillenknödel, Apfelstrudel oder Esterhazy Schnitte werden zu handgefertigten Pralinen und Likören mit Marillenmark, Butterbröseln nach Familienrezept und Apfelsaft vom Nachbarsbauern.

„Es schmeckt so gut“, schwärmt Eveline. „Gewaltig“, ergänzt Mathias. Die Investor:innen sehen Potenzial. „Absolut lässig, ich werde Kunde“, sagt Christian Jäger nach mehreren Kostproben. Und selbst Alexander Schütz, sonst zurückhaltend bei Food Start ups, zeigt plötzlich Interesse. „Ich investiere eigentlich nicht in Lebensmittel, aber …“ Wagt er einen Schritt in neues Terrain?

Weitere Start ups im Pitch

Außerdem mit dabei: zeitkapsl aus Wien, eine sichere europäische Cloud für Fotos und Videos mit Ende zu Ende Verschlüsselung, lokaler KI Suche und vollständiger DSGVO Konformität.

Ebenfalls im Pitch: MAXXI Sharp aus Arbing in Oberösterreich, ein patentiertes High Tech Textil, das Rasierklingen schärft, poliert und desinfiziert und so die Lebensdauer von Einwegrasierern um das bis zu 100 Fache verlängert.

Wer überzeugt die Investor:innen

Können die Start ups die Investor:innen Katharina Schneider, Eveline Steinberger, Christian Jäger, Erich Falkensteiner, Alexander Schütz, Mathias Muther und Charlotte Braunstorfer, die das Tchibo Start up Ticket vergibt, von sich überzeugen?

„2 Minuten 2 Millionen – Die PULS 4 Start up Show“ immer dienstags um 20:15 Uhr auf PULS 4 und JOYN

Bild: Iron Brakes 2 Minuten 2 Millionen Investoren testen Copyright PULS4 Fotograf Gerry Frank

Quelle ProSiebenSat.1 PULS 4

Wird das Zuhause zur unsichtbaren Allergiefalle?

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Hayaway reduziert Allergie bei Pollenallergie Maximilian Redman

Hayaway entwickelt präventive Lösungen gegen Pollenallergie und entfernt Pollen direkt aus dem Haar, um Allergiebelastung im Zuhause deutlich zu reduzieren.

Was ist Hayaway, und wer steht hinter dem Startup?

Hayaway ist ein Berliner Health-Startup mit präventivem Ansatz im Allergiemanagement. Wir entwickeln Lösungen, die Pollen dort entfernen, wo sie sich besonders hartnäckig festsetzen: im Haar. Hinter Hayaway steht ein interdisziplinäres Team. Gegründet wurde das Unternehmen 2024 – aus eigener Betroffenheit als langjähriger Pollenallergiker und mit dem Wunsch, das eigene Zuhause wieder pollenfrei zu machen.

Wie ist die Idee zu Hayaway aus Ihrer Allergie entstanden?

Schon im Kindesalter litt ich unter einer starken Pollenallergie. Als Jugendlicher folgten eine dreijährige Hyposensibilisierung sowie eine Eigenbluttherapie. Trotz klassischer Maßnahmen – wie Pollenschutzgittern, Luftreinigern und regelmäßiger Medikamenteneinnahme – wurden meine Symptome abends und nachts zu Hause nicht besser. Besonders der Schlafmangel war extrem belastend.
Die Schlüsselfrage war: Warum hören die Beschwerden zu Hause nicht auf?
Bei meiner Recherche wurde klar, dass Pollen tagsüber im Haar haften bleiben und unbemerkt ins Wohnzimmer, aufs Sofa und bis aufs Kopfkissen gelangen. Haarewaschen hilft zwar, ist aber im Alltag keine dauerhafte Lösung: Es ist zeitaufwendig, nervig und belastet Haare sowie Kopfhaut. So entstand die Idee, Pollen gezielt und schonend aus dem Haar zu entfernen – ohne Wasser, ohne Chemie und ohne Nebenwirkungen.

Welche Vision verfolgen Sie mit Hayaway?

Wir wollen den Umgang mit Pollenallergien verändern: weg vom reinen Reagieren auf Symptome, hin zur Expositionsreduktion im Alltag. Das Zuhause soll wieder ein echter Rückzugsort sein – besonders nachts. Unsere Analogie ist einfach:
Nussallergie → Nüsse meiden.
Pollenallergie → Pollen meiden.

Warum setzen Sie auf Prävention statt auf Medikamente?

Medikamente sind wichtig, wirken aber bei jedem unterschiedlich und können Nebenwirkungen haben. Sie unterdrücken Symptome, die bereits entstanden sind. Hayaway greift früher ein: bevor Pollen eingeatmet werden oder mit Augen und Schleimhäuten in Kontakt kommen. Unser Ziel ist es, ein möglichst pollenfreies Zuhause zu schaffen, damit Symptome idealerweise gar nicht erst entstehen.

An wen richtet sich Hayaway konkret?

An ganze Haushalte – nicht nur an Allergiker:innen. Pollen werden über die Haare von allen mit nach Hause gebracht, auch von Menschen ohne Allergie, etwa Eltern, Geschwistern oder Haustieren. Besonders relevant ist das in Familien mit allergischen Kindern. Wir adressieren eine konkrete Alltagssituation: den Übergang von draußen nach drinnen, vor allem abends und vor dem Schlafengehen.

Was unterscheidet Hayaway von Luftfiltern oder Medikamenten?

Luftfilter reinigen Räume, Medikamente behandeln Symptome. Hayaway schützt den Menschen direkt. Unsere mechanische Technologie entfernt Pollen in Sekunden aus dem Haar – laborgeprüft, trocken, ohne Wasser und ohne Nebenwirkungen. So gelangen deutlich weniger Allergene in Wohn- und Schlafräume.

Welche Rolle spielt wissenschaftliche Testung?

Eine zentrale. Unser Ansatz basiert auf allergologischen Erkenntnissen zur Pollenhaftung. Wir haben zahlreiche Materialien getestet und unsere Produkte in Laborprüfungen validiert, um Wirksamkeit und Sicherheit zu belegen. Ohne wissenschaftliche Grundlage gibt es bei uns kein Produkt.

Welche Herausforderungen gab es beim Markteintritt?

So ziemlich alle, die man sich bei einem Startup vorstellen kann – und einige mehr. Anfang 2025 war ich noch allein und für alles verantwortlich. In der Produktion kam es zu Verzögerungen von mehreren Wochen. Verpackungen waren fehlerhaft, sodass rund 6.000 Einheiten erneut geöffnet und nachbearbeitet werden mussten.
Die Produkte erreichten uns schließlich Mitte Mai – die Frühblüher wie Hasel und Birke waren da bereits vorbei. Gleichzeitig gab es noch keine Bewertungen, und unsere Website wurde bei Google erst ab November 2025 richtig ausgespielt. Uns konnte schlicht niemand finden. Wir haben es trotzdem geschafft zu überleben. Und eines war danach klar: Ab jetzt kann es nur noch bergauf gehen.

Wie beeinflusst der Klimawandel Ihre Arbeit?

Die Pollensaison wird länger und intensiver – viele Menschen sind inzwischen fast ganzjährig betroffen. Prognosen zur Entwicklung von Allergien sehen düster aus: Es gibt immer mehr Betroffene, und die Allergene werden aggressiver, was die Symptome verstärkt. Das erhöht den Bedarf an Lösungen, die dauerhaft, schonend und ohne zusätzlichen Aufwand in den Alltag integrierbar sind.

Warum bewegt sich Hayaway zwischen Gesundheit und Lifestyle?

Prävention funktioniert nur, wenn sie einfach ist. Hayaway ist ein Gesundheitsprodukt, das als kurzes Alltagsritual genutzt wird – ohne Hürden, ohne medizinische Fachsprache und ohne Stress.
Wir stehen im regelmäßigen Austausch mit unseren Kund:innen und sehen klar: Unsere Produkte treffen einen Sweet Spot zwischen Beauty und Healthcare. Besonders für Frauen mit langen oder gefärbten Haaren ist tägliches Haarewaschen keine Option. Gleichzeitig kaufen viele Eltern Hayaway für ihre Kinder, um diese nicht jeden Tag mit Medikamenten behandeln zu müssen.

Was planen Sie als Nächstes?

Wir entwickeln unsere Produkte konsequent weiter und arbeiten an neuen präventiven Lösungen für den Allergiealltag. Unser Leitsatz ist klar: Keep your home pollenfree. Langfristig wollen wir Hayaway als erste Anlaufstelle rund um Pollenallergie etablieren – perspektivisch auch international.

Welche drei Ratschläge geben Sie Gründer:innen?

Klarheit bewahren – die Schwere einer Situation entsteht oft im eigenen Denken.
Team up – allein ist möglich, gemeinsam ist es schneller, leichter und macht mehr Freude.
Der eigenen Intuition folgen – die besten Entscheidungen sind nicht immer rein rational.

Bildcredits @Hayaway

Wir bedanken uns bei Maximilian Redman für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Verpasst dein Unternehmen täglich Kunden ohne es zu merken?

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IndustriAI Consulting KI für Unternehmen Nico Bergstreiser

IndustriAI Consulting entwickelt KI Lösungen für Unternehmen, die ihre Kundenkommunikation automatisieren und keine Anfragen mehr verpassen wollen

Wie ist IndustriAI Consulting entstanden und wer sind die Köpfe hinter dem Startup?

IndustriAI Consulting ist entstanden, weil ich bei vielen Unternehmen das gleiche Problem gesehen habe. Das Telefon klingelt, keiner geht ran. Auf der Website kommen Anfragen rein, aber es antwortet niemand sofort. Dadurch gehen jeden Tag Chancen verloren. Ich habe angefangen, mich intensiv mit KI-Lösungen zu beschäftigen und daraus ist schließlich IndustriAI entstanden. Gründer bin ich, Nico Bergstreiser.

Können Sie die Idee hinter IndustriAI Consulting in wenigen Sätzen erklären und schildern, welches Problem Sie für Unternehmen konkret lösen?

Wir helfen Unternehmen dabei, keine Kundenanfragen mehr zu verpassen. Unsere KI-Telefon- und Chat-Assistenten nehmen Anrufe und Website-Anfragen rund um die Uhr entgegen. Sie beantworten häufige Fragen, erfassen Daten oder leiten gezielt weiter. So sparen Unternehmen Zeit und verlieren weniger potenzielle Kunden.

Was hat Sie dazu bewegt, sich auf KI Telefon und Chat Assistenten zu spezialisieren?

Telefon und Website sind meistens der erste Kontaktpunkt. Genau dort entscheidet sich, ob aus einer Anfrage ein Kunde wird. Viele Lösungen setzen zu spät an. Ich wollte dort ansetzen, wo der größte Hebel ist.

Welche Vision verfolgt IndustriAI Consulting im Bereich automatisierte Kundenkommunikation?

Ich möchte, dass kleine und mittelständische Unternehmen genauso professionell erreichbar sind wie große Konzerne. KI soll nicht ersetzen, sondern unterstützen. Ziel ist es, Abläufe einfacher und effizienter zu machen.

An welche Zielgruppen richtet sich Ihr Angebot besonders und warum sind gerade kleine und mittelständische Unternehmen für IndustriAI Consulting relevant?

Unser Fokus liegt klar auf kleinen und mittelständischen Unternehmen. Dort fehlen oft die Kapazitäten für eine dauerhafte Erreichbarkeit. Gleichzeitig zählt jede einzelne Anfrage. Genau hier kann KI enorm helfen.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre KI Assistenten individuell zu den Abläufen eines Unternehmens passen und nicht wie eine Standardlösung wirken?

Wir schauen uns zuerst die bestehenden Prozesse an. Wie laufen Gespräche ab? Welche Fragen kommen häufig? Wie soll kommuniziert werden? Auf dieser Basis wird der Assistent individuell aufgebaut. Es gibt keine fertige Standardlösung, die einfach übergestülpt wird.

Was unterscheidet IndustriAI Consulting von anderen Anbietern im Bereich KI gestützter Kundenkommunikation?

Wir arbeiten sehr nah am Unternehmen. Es geht nicht nur um Technik, sondern um echte Abläufe. Außerdem legen wir großen Wert auf DSGVO-Konformität und eine saubere Integration in bestehende Systeme.

Mit welchen Herausforderungen sind Sie konfrontiert, wenn es darum geht, Vertrauen in KI basierte Telefonlösungen aufzubauen?

Viele denken bei KI am Telefon zuerst an unpersönliche Roboterstimmen. Diese Skepsis ist verständlich. Deshalb setzen wir auf natürliche Sprachführung und transparente Abläufe. Wenn Unternehmen sehen, wie gut die Systeme funktionieren, verschwindet die Skepsis schnell.

Wie reagieren Kunden typischerweise, wenn sie erstmals mit einem KI Assistenten von IndustriAI Consulting arbeiten?

Die meisten sind positiv überrascht. Vor allem davon, wie strukturiert und zuverlässig die Gespräche geführt werden. Oft merken Anrufer gar nicht sofort, dass sie mit einer KI sprechen.

Welche nächsten Entwicklungsschritte planen Sie für IndustriAI Consulting in den kommenden Jahren?

Wir möchten unsere Lösungen weiter ausbauen und stärker mit internen Prozessen verbinden. Zum Beispiel mit Terminbuchungen oder CRM-Systemen. Ziel ist es, Unternehmen ganzheitlich zu entlasten.

Wie möchten Sie Ihr Geschäftsmodell weiter skalieren und gleichzeitig die Qualität der individuellen Betreuung sichern?

Aktuell baue ich neben der operativen Arbeit ein eigenes Vertriebsteam auf. Den Vertrieb mache ich derzeit noch selbst, weil mir der direkte Kontakt zu Unternehmen wichtig ist. Parallel dazu entstehen klare Prozesse im Hintergrund. So können wir wachsen, ohne die individuelle Betreuung zu verlieren. Qualität steht für uns an erster Stelle, auch wenn wir skalieren.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein technologiegetriebenes Startup aufbauen möchten?

Erstens: Löst ein echtes Problem.

Zweitens: Sprecht mit euren Kunden, bevor ihr zu viel entwickelt.

Drittens: Bleibt dran, auch wenn es länger dauert als gedacht.

Bildcredits @privat

Wir bedanken uns bei Nico Bergstreiser für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Employer Branding 2026: Wenn KI über deine Arbeitgebermarke entscheidet

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KI Systeme im Employer Branding für Startups Bild Lisa Catena Gyger Fotocredits : Susanne Goldschmid

Der Kampf um Talente verändert seine Spielregeln

Der Kampf um Talente war nie einfach.
Aber er verändert gerade seine Spielregeln und das grundlegend.

Denn heute entscheidet nicht mehr nur der Mensch, ob dein Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird. Immer häufiger trifft eine KI eine Vorauswahl. Sie analysiert, vergleicht, bewertet und gibt Empfehlungen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr: Sind wir ein guter Arbeitgeber?
Sondern:
Wird unser Unternehmen von KI Systemen als relevanter Arbeitgeber verstanden und empfohlen?

Die Jobsuche ist nicht mehr Google first

Viele Unternehmen denken noch in klassischen Suchmustern: Stellenportal, Google, Karriereseite. Doch das Verhalten der Nutzer kippt.

Ein großer Teil der Internetnutzer greift bereits regelmäßig auf KI gestützte Systeme wie ChatGPT zurück. Gleichzeitig integriert Google KI Antworten direkt in jede Suche.

Das bedeutet:
Talente googeln nicht mehr nur, sie fragen eine KI.

Und diese KI liefert keine Liste mit zehn Links, sondern eine strukturierte Einordnung: Wer passt? Wer gilt als modern? Sowie wer bietet Entwicklung? Wer wirkt vertrauenswürdig?

Von SEO zu GEO: Der neue Wettbewerb um Sichtbarkeit

Bisher galt: Wer bei Google auf Seite eins steht, gewinnt.
Heute gilt: Wer von KI Systemen als glaubwürdig eingeordnet wird, wird empfohlen.

Aus klassischer Suchmaschinenoptimierung SEO wird Generative Engine Optimization GEO.

Der Unterschied ist gravierend:

SEO optimiert für Keywords und Klicks.
GEO optimiert für Kontext, Konsistenz und Vertrauen.

KI Systeme lesen nicht nur deine Karriereseite. Sie analysieren das gesamte Web: Fachartikel, Medienberichte, Bewertungsplattformen, Social Media, Mitarbeiterprofile, Interviews. Und sie erkennen Widersprüche.

Wenn du moderne Unternehmenskultur versprichst, aber Bewertungen oder öffentliche Aussagen etwas anderes zeigen, wird das sichtbar. Automatisch.

Employer Branding ist damit keine Imagearbeit mehr, sondern überprüfbare Realität.

Warum das für Startups besonders relevant ist

Große Konzerne profitieren von Markenbekanntheit. Startups leben von Klarheit, Geschwindigkeit und Positionierung.

Gerade wachstumsstarke Unternehmen unterschätzen, wie stark KI Systeme auf Konsistenz achten. Einzelne LinkedIn Posts reichen nicht. Einzelne Awards reichen nicht.

Was zählt:

klare Positionierung
strukturierte Inhalte
echte Mitarbeiterstimmen
wiederkehrende Erwähnungen im relevanten Kontext

KI bevorzugt Unternehmen, die verständlich erklären, wofür sie stehen und wie sie arbeiten.

Das ist eine enorme Chance für Startups. Denn Sichtbarkeit ist nicht mehr nur eine Frage von Budget, sondern von strategischer Klarheit.

Employer Branding wirkt auch auf Investoren

Ein Aspekt wird oft übersehen: Employer Branding beeinflusst nicht nur Recruiting, sondern auch Fundraising.

In Due Diligence Prozessen werden Unternehmen heute digital durchleuchtet, häufig mithilfe von KI gestützten Recherchen. Dabei entsteht ein Gesamtbild aus Website, Medienberichten, LinkedIn Profilen, Bewertungen und öffentlicher Kommunikation.

Wirkt dieses Bild widersprüchlich, dünn oder beliebig, sendet das ein klares Signal: fehlende Positionierung, fehlende Kulturklarheit, fehlende Reife.

Eine konsistente, sichtbare Arbeitgebermarke hingegen zeigt Führungsstärke, Skalierungsfähigkeit und strategisches Denken.

Kurz gesagt: Wer Talente strukturiert anzieht, wirkt auch für Kapital attraktiver.

Mitarbeitende sind der stärkste Ranking Faktor

Der größte Hebel liegt nicht im Marketingbudget, sondern im Team.

Authentische Bewertungen, fachliche Beiträge auf LinkedIn, Einblicke in reale Projekte, all das sind starke Signale für KI Systeme.

Besonders wirkungsvoll sind zum Beispiel LinkedIn Profile, die klar formulieren:

Expertise | Fokus | Rolle im Unternehmen

So wird Kompetenz eindeutig zugeordnet, für Menschen und für Maschinen.

Employer Branding entsteht nicht durch Kampagnen.
Es entsteht durch sichtbare Expertise.

Was Gründer jetzt konkret tun sollten

Statt große Employer Branding Kampagnen zu planen, braucht es klare, pragmatische Schritte:

  1. Positionierung strukturieren.
    Beantworte auf deiner Website klar und verständlich, wofür ihr steht, wie ihr arbeitet und was euch unterscheidet.
  2. Das Kernteam fachlich sichtbar machen.
    Nicht nur Titel kommunizieren, sondern Expertise und inhaltlichen Fokus.
  3. Digitale Konsistenz prüfen.
    Website, LinkedIn, Bewertungen und Presseberichte sollten dasselbe Bild transportieren.
  4. Regelmäßigkeit etablieren.
    Ein Fachbeitrag pro Monat wirkt stärker als eine einmalige Kampagne.
  5. Selbst testen.
    Eine KI aktiv fragen, wie das eigene Unternehmen als Arbeitgeber wahrgenommen wird. Die Antwort zeigt nüchtern, wo Klarheit fehlt.

KI verschärft den Wettbewerb, aber sie demokratisiert ihn auch

Die gute Nachricht: Du kannst aktiv steuern, wie dein Unternehmen digital verstanden wird.

Nicht durch Hochglanzversprechen.
Sondern durch nachvollziehbare Inhalte, echte Einblicke und konsistente Kommunikation.

In einer Welt, in der KI Empfehlungen ausspricht, gilt:

Nicht das lauteste Unternehmen gewinnt, sondern das Klarste.

Bild Lisa Catena Gyger Fotocredits : Susanne Goldschmid

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Geht Hygiene auch sauberer und nachhaltiger?

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BULA nachhaltige Hygiene statt Feuchttücher Team Bild

BULA entwickelt eine nachhaltige Alternative zu Feuchttüchern und steht für umweltfreundliche Hygiene im Alltag. Das Startup präsentierte seine Lösung am 10. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Können Sie uns und unseren Lesern BULA kurz vorstellen und erklären, welches Problem Sie mit Ihrem Feuchttuch Ersatz lösen?

BULA ist aus einem ganz normalen Familienalltag entstanden. Als Eltern standen wir vor der Frage: Warum gibt es im Badezimmer entweder trockenes Toilettenpapier oder Feuchttücher voller Plastik und Chemie? Denn eines ist klar: Feucht zu reinigen ist deutlich gründlicher und hautschonender als trockenes Toilettenpapier – genau deshalb greifen so viele Haushalte zu Feuchttüchern. Das Problem ist nur: Die bisherigen Lösungen sind alles andere als nachhaltig. Unsere Lösung ist ein sanfter Feuchttuchschaum, der auf normales Toilettenpapier aufgetragen wird – sauber, hautfreundlich und ohne Müll im Abfluss. Ein kleines Produkt, das ein riesiges Alltagsproblem löst.

Was ist die Vision hinter BULA und was möchten Sie mit Ihrem Unternehmen langfristig verändern – sowohl für Verbraucher als auch für die Umwelt?

Unsere Vision ist es, Hygiene neu zu denken: alltagstauglich, verantwortungsbewusst und ohne schlechtes Gewissen. Wir möchten zeigen, dass nachhaltige Lösungen nicht kompliziert oder unbequem sein müssen. Langfristig wollen wir Millionen Feuchttücher überflüssig machen und damit Abfall, Mikroplastik und Kosten für Verbraucher und Kommunen reduzieren.

Wer ist Ihre Zielgruppe und warum ist gerade bei diesem Thema das Bewusstsein für nachhaltige Alternativen besonders hoch?

Unsere Zielgruppe sind umweltbewusste Haushalte, Familien, junge Eltern und Menschen mit sensibler Haut – also alle, die Hygiene ernst nehmen, aber Müll vermeiden wollen. Gerade wenn Kinder ins Spiel kommen, steigt das Bewusstsein enorm. Bei Babyhygiene und im Badezimmer ist das Bewusstsein stark gewachsen, weil viele inzwischen wissen, welche Folgen Feuchttücher für die Haut, Umwelt und Abwassersysteme haben. Das stille schlechte Gewissen spült man eben nicht einfach weg.

Warum haben Sie sich entschieden, BULA am 10. Februar in 2 Minuten 2 Millionen zu pitchen?

Als Gründer/Pitch-Team wollten wir unsere Familienidee sichtbar machen – für Menschen, die genau vor denselben Fragen stehen wie wir damals. 2 Minuten 2 Millionen bietet die Möglichkeit, ein Alltagsproblem offen anzusprechen und zu zeigen, dass auch einfache, pragmatische Ideen das Potenzial für ein skalierbares Start-up haben. Und natürlich wollten wir BULA einem Millionenpublikum vorstellen.

Mit welchen Erwartungen und Zielen sind Sie in die Sendung gegangen und gab es bestimmte Investoren, die Sie besonders überzeugen wollten?

Unser Ziel war es nicht nur, Investoren zu überzeugen, sondern Vertrauen aufzubauen – bei Familien, Handelspartnern und potenziellen Unterstützern. Natürlich hätten wir uns über ein Investment gefreut, aber mindestens genauso wichtig war es, BULA als ernstzunehmendes, nachhaltiges Familien-Start-up zu positionieren.

Wie haben Sie die Vorbereitung auf den Pitch erlebt und welche Aspekte Ihres Produkts oder Geschäftsmodells waren dabei besonders herausfordernd?

Die Vorbereitung war intensiv und emotional. Zwei Minuten zwingen einen dazu, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Warum gibt es uns, welches Problem lösen wir und warum sind wir die Richtigen dafür? Besonders herausfordernd war es, die Balance zwischen Familiengeschichte und Business-Case zu halten. Gleichzeitig mussten wir zeigen, dass hinter BULA nicht nur eine gute Idee, sondern ein skalierbares Geschäftsmodell steckt.

BULA nachhaltige Hygiene statt Feuchttücher  ProsiebenSat1Puls4 – @ Gerry-Frank
ProsiebenSat1Puls4 – @ Gerry-Frank

Wie war Ihre Erfahrung im Studio und gab es Reaktionen oder Fragen der Investoren, die Sie überrascht haben?

Die Atmosphäre im Studio war teilweise angespannt, aber immer fair und freundlich. Überraschend war, wie schnell die Investoren den Alltagsnutzen verstanden haben. Viele Fragen gingen weniger in Richtung „Warum braucht man das?“ und mehr in Richtung „Wie groß kann das werden“ bzw. waren die Investoren teilweise erstaunt wie erfolgreich wir bereits in so kurzer Zeit schon sind – ein tolles Signal. Einige Fragen waren hart bzw. nicht einfach vor laufender Kamera aus dem stehgreif zu beantworten, aber genau das macht das Format aus…

Welches Feedback haben Sie von den Investoren erhalten und welche Bedeutung hätte ein Investment für die weitere Skalierung von BULA?

Das Feedback war insgesamt sehr positiv: Besonders hervorgehoben wurden unser toller Pitch und das gezeigte Nachfüllmodell, der ökologische Hebel und die klare Positionierung. Ein Investment hätte uns ermöglicht, schneller zu skalieren, den Handel weiter auszubauen und in Aufklärung sowie Produktentwicklung zu investieren. Aber das erhaltene MediaShop-Ticket von Frau Schneider ist ein sehr tolles Angebot, welches uns auch mit Sicherheit einen großen Schritt weiter bringt.

Wie hat sich Ihr Startup seit dem Auftritt in der Sendung entwickelt und gab es bereits messbare Erfolge oder Veränderungen?

ERWARTUNGEN und hoffentlich eintreffend: Seit der Ausstrahlung haben wir einen deutlichen Anstieg an Bekanntheit, Nachfrage und Partnerschaftsanfragen erlebt. Auch die Community ist stark gewachsen – und das bestätigt uns, dass wir einen echten Nerv getroffen haben. BULA ist vom Nischenprodukt zum Gesprächsthema geworden.

Zum Abschluss gefragt: Welche nächsten Schritte planen Sie für BULA und wo sehen Sie Ihr Startup in fünf Jahren?

Kurzfristig fokussieren wir uns auf Wachstum, neue Vertriebskanäle, Produktvarianten und weitere Produkte für die nachhaltige, gesunde Körperhygiene. In fünf Jahren sehen wir BULA als festen Bestandteil nachhaltiger Badezimmer in ganz Europa – als Synonym für saubere Lösungen ohne Müll. Unser Ziel: Feuchttücher sollen die Ausnahme sein, nicht der Standard.

BULA war am 10. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Bildcredits @Anilex GmbH

Wir bedanken uns bei Thomas Kriz und Mathias Vierthaler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: BULA

BULA Logo schwarz/weiss

Kontakt:

Anilex GmbH
Allmannsweierer Str. 8
77974 Meißenheim

www.bula-shop.de
info@bula-shop.de

Ansprechpartner: Thomas Kriz und Mathias Vierthaler

Social Media:
Instagram
Facebook
TikTok

Konsolidierung im deutschen Bildungsreisemarkt: Wie Private Equity den Markt verändert

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WEP-Gruppe und Waterland Private Equity Christian Orth, Geschäftsführer von ICXchange-Deutschland e.V.

Der europäische Markt für Bildungsreisen erlebt derzeit eine signifikante Konsolidierung, angetrieben durch kapitalkräftige Investoren, die darauf abzielen, Marktführer in fragmentierten Nischenmärkten aufzubauen. Dies ist das Ergebnis der Fachtagung des Arbeitskreises gemeinnütziger Jugendaustausch (AJA), die im Januar in Berlin stattfand. Zwei Hauptakteure stehen im Fokus dieser Entwicklung: Waterland Private Equity und die WEP-Gruppe. Beide verfolgen aggressive „Buy-and-Build“-Strategien, um ihre geografische Reichweite und Marktposition zu stärken.

Der Vormarsch von Waterland Private Equity in Deutschland

Waterland Private Equity, ein für seine „Buy-and-Build“-Strategie bekannter Investor, hat begonnen, den deutschen Markt für Schüleraustauschprogramme durch gezielte Akquisitionen zu dominieren. Die Strategie wird über spezialisierte Beteiligungsvehikel gesteuert.

Die Rolle der StudExchange Ventures GmbH

Die StudExchange Ventures GmbH, gegründet im Jahr 2024, fungiert als zentrale Holding-Gesellschaft für die deutschen Aktivitäten von Waterland in diesem Sektor. Ihr expliziter Gesellschaftszweck ist das Halten und Verwalten von Beteiligungen im Bereich Organisation von Auslandsaufenthalten, was sie zum Sammelbecken für weitere Zukäufe prädestiniert.

Die Stepin-Akquisition und das Bindeglied Brandenberger

Im Zentrum der deutschen Strategie steht die Übernahme der Stepin GmbH (Student Travel and Education Programmes International), einem traditionsreichen Anbieter von High School-Programmen. Die StudExchange Ventures GmbH agiert als neue Gesellschafterin der Stepin GmbH, wodurch die Investoren die strategische Führung im Hintergrund übernehmen, während Stepin operativ unter seiner etablierten Marke vom Standort Bonn aus agiert. Das wesentliche Bindeglied dieser Struktur ist Laurents Brandenberger. Er ist als Investment Director bei Waterland Private Equity tätig und gleichzeitig eingetragener Geschäftsführer sowohl der StudExchange Ventures GmbH als auch der Stepin GmbH. Diese Personalie ist ein klassisches Vorgehen bei einer Private-Equity-Übernahme, um die Integration und strategische Neuausrichtung eng zu begleiten.

Die Kombination mit Kulturwerke Deutschland

Die Akquisition von Stepin folgte kurz nach der Übernahme der Kulturwerke Deutschland Sprachreisen GmbH durch Waterland, welche im Oktober 2024 stattfand. Mit der Zusammenführung dieser beiden Unternehmen formt Waterland in Rekordzeit einen neuen Branchenriesen.

Kulturwerke Deutschland ist bekannt für modernes Marketing und eine starke digitale Präsenz. Stepin bringt jahrzehntelange Erfahrung, ein breites Partnernetzwerk und eine etablierte Marke ein. Auch bei den Kulturwerken wurde Laurents Brandenberger am 17.09.2025 offiziell zum Geschäftsführer bestellt. Beide Unternehmen sind nun über einen Gewinnabführungsvertrag an die StudExchange Ventures GmbH gebunden, was die operative und strategische Verzahnung vollzieht. Durch diese Kombination kontrolliert Waterland nun einen signifikanten Anteil des deutschen Schüleraustauschmarktes, insbesondere für Destinationen wie die USA, Kanada und Australien.

Die Expansionsstrategie der WEP-Gruppe

Parallel zu Waterlands Aktivitäten in Deutschland verfolgt auch die belgische WEP-Gruppe (World Education Program) eine aggressive, global ausgerichtete Expansionsstrategie, ebenfalls nach dem „Buy-and-Build“-Ansatz.

Die Rolle der Discovery Holding

Die Discovery Holding SRL/BV fungiert als eine der Holding-Gesellschaften hinter der WEP-Gruppe. Sie ist das finanzielle Rückgrat der Zukäufe, mit einem Eigenkapital von über 12 Millionen Euro und einer Bilanzsumme von über 30 Millionen Euro (Stand Ende 2024). Thibaut Hardelay, CEO von WEP International, ist gleichzeitig einer der Geschäftsführer der Holding und steuert über dieses private Investment-Vehikel die WEP-Bildungsorganisation.

Jüngste Akquisitionen von WEP

Unter der Leitung von Thibaut Hardelay hat die WEP-Gruppe eine Serie gezielter Zukäufe getätigt: CLS (Spanien) wurde 2023 übernommen. MyEducation (England) sowie das Apollo Language Centre (Dublin, Irland) folgten 2024. Zainetto Verde (Italien) wurde Anfang 2025 übernommen. Die Integration von Camps International (Deutschland), einer 1984 gegründeten Austauschorganisation, wurde im Oktober 2025 bekanntgegeben.

Mit der Übernahme von Camps International erweitert WEP seine geografische Reichweite auf insgesamt zehn Länder: Australien, Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Norwegen, Polen, Spanien und Großbritannien. Dieses Wachstum stärkt WEPs Position als weltweit führender Anbieter von Bildungsreisen.

Branchenreaktionen und Marktdynamik

Die starke Konsolidierung, insbesondere in Deutschland durch die Übernahmen von Educatius (DFSR, Southern Cross, STS) sowie Kulturwerke (Stepin) und Camps (WEP), führt zu einer Marktveränderung. Branchenbeobachter bedauern den Verlust der Unabhängigkeit vieler Unternehmen, sehen aber auch Chancen für kleinere, unabhängige Unternehmen, sich abzuheben. Personelle Wechsel begleiten diese Umwälzungen. So war Markus Fiedler kurzzeitig Geschäftsführer bei Stepin nach seiner Zeit bei DFSR und Southern Cross, und Barbara Freiberg (Sim) wechselte ebenfalls von DFSR zu Stepin.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Markt durch kapitalkräftige Investoren neu geordnet wird. Der Fokus liegt auf Skaleneffekten, Digitalisierung und dem Aufbau marktbeherrschender Gruppen im DACH-Raum und international.

Bild Christian Orth Bildcredits: ICXchange Deutschland eV

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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