Dienstag, März 17, 2026
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Kommt die Lebensmittelproduktion bald direkt aus der eigenen Küche?

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LUSHROOM Pilzzucht Lebensmittelproduktin 2 minuten 2 millionen founders

LUSHROOM entwickelt automatisierte Systeme für Pilzzucht und dezentrale Lebensmittelproduktion und wird am 24. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen

LUSHROOM wird am 24. Februar 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen. Wer steht hinter dem Startup und wie hat sich Ihr Gründerteam formiert?

Hinter LUSHROOM stehe ich als Gründer mit einem starken technischen und operativen Netzwerk. Die Idee entstand aus meiner Leidenschaft für nachhaltige Lebensmittelproduktion und der Überzeugung, dass dezentrale Systeme ein zentraler Bestandteil zukünftiger Ernährungslösungen sein werden. Im Laufe der Entwicklung haben sich Expertinnen und Experten aus Technik, Produktion und Pilzzucht angeschlossen, um ein marktfähiges und skalierbares Produkt zu schaffen.

Wie entstand die Idee zu LUSHROOM und was hat Sie motiviert, automatisierte Lösungen für Urban Farming zu entwickeln?

Die Idee entstand aus dem Wunsch, hochwertige Lebensmittel unabhängig von großen Lieferketten lokal produzieren zu können. Pilze eignen sich besonders gut für dezentrale Zucht, weil sie sehr schnell wachsen und bei passenden Umgebungsbedingungen äußerst zuverlässig auf Substraten wie Holzspänen oder Kaffeesatz gedeihen. Genau hier setzen wir an und schaffen kontrollierte Bedingungen, damit diese Prozesse reproduzierbar und einfach werden.

Mit Ihrem Auftritt bei 2 Minuten 2 Millionen treten Sie vor ein Millionenpublikum. Welche Erwartungen verbinden Sie mit dem Pitch?

Wir sehen die Sendung als enorme Chance, die breite Öffentlichkeit für dezentrale Lebensmittelproduktion zu begeistern. Neben der Sichtbarkeit erwarten wir uns vor allem strategische Kontakte und Partner, die uns bei der Skalierung und Industrialisierung unterstützen können.

LUSHROOM ermöglicht die Pilzzucht und den Anbau von Microgreens direkt zu Hause. Welche Vision verfolgen Sie für die Zukunft der dezentralen Lebensmittelproduktion?

Unsere Vision ist eine hybride Lebensmittelwelt. Ein Teil der Produktion bleibt industriell, ein wachsender Teil wird dezentral erfolgen, direkt dort, wo konsumiert wird. LUSHROOM soll hier die technologische Plattform liefern, um kontrollierte und zuverlässige Produktion im kleinen Maßstab möglich zu machen.

Ihre Systeme übernehmen Klima, Licht und Bewässerung automatisch. Wie viel technologische Entwicklung steckt hinter LUSHROOM?

In LUSHROOM stecken mehrere Jahre Entwicklungsarbeit in Hardware, Steuerungstechnik und Prozessführung. Neben Klima und Feuchtigkeitsregelung war uns besonders Hygiene und Reinigbarkeit wichtig. Das System ist so konzipiert, dass es einfach zu reinigen ist und dauerhaft stabile Produktionsbedingungen gewährleistet, was gerade in der Pilzzucht entscheidend ist.

An welche Zielgruppen richtet sich LUSHROOM konkret und welche Probleme lösen Sie?

Wir richten uns an Gastronomie, Direktvermarkter, innovative Betriebe sowie an Haushalte mit Anspruch auf hochwertige Lebensmittel. Eigenproduktion ist deutlich günstiger als der laufende Zukauf. Zudem können Sorten wie Igelstachelbart gezüchtet werden, die geschmacklich und gesundheitlich besonders interessant sind und im Handel oft schwer erhältlich sind. Wir ermöglichen planbare, frische Produktion direkt am Verbrauchsort.

Nachhaltigkeit und Regionalität spielen eine zentrale Rolle. Wie setzen Sie diesen Anspruch um?

Unsere Systeme ermöglichen Produktion direkt dort, wo konsumiert wird. Das reduziert Transportwege, Verpackung und Kühlketten. Gleichzeitig achten wir auf langlebige Bauweise und effiziente Produktionszyklen, um Ressourcen sinnvoll einzusetzen.

Was unterscheidet LUSHROOM klar von herkömmlichen Pilzzucht-Sets oder anderen Indoor-Farming-Lösungen?

LUSHROOM ist kein einfaches Zuchtset, sondern ein vollautomatisiertes System mit reproduzierbaren Ergebnissen. Während viele Lösungen manuelle Pflege erfordern, übernimmt LUSHROOM die Steuerung aller relevanten Parameter und schafft konstante Bedingungen für gleichbleibend hohe Qualität.

Ein wesentlicher Unterschied liegt zudem in der kontrollierten Umgebung: Die Sporen bleiben im System und verteilen sich nicht unkontrolliert im Raum. Dadurch wird nicht nur eine stabile Produktion ermöglicht, sondern auch ein sauberes und hygienisches Umfeld gewährleistet. Gleichzeitig ist das System so konzipiert, dass es leicht zu reinigen ist, was langfristig für gleichbleibende Qualität sorgt.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen aktuell beim Wachstum und bei der Skalierung Ihrer Produktion?

Die größte Herausforderung liegt in der Industrialisierung und im Ausbau der Produktionskapazitäten. Die Nachfrage ist vorhanden, nun geht es darum, gemeinsam mit starken Partnern die Skalierung effizient umzusetzen.

Angenommen, Sie überzeugen die Investorinnen und Investoren bei 2 Minuten 2 Millionen. Welche nächsten Schritte planen Sie?

Unser Fokus liegt auf dem Ausbau der Produktionskapazitäten, der klaren Positionierung im DACH-Raum und dem Aufbau strategischer Partnerschaften im Bereich Industrialisierung und Vertrieb. Ziel ist es, schnell lieferfähig zu sein und die steigende Nachfrage strukturiert bedienen zu können.

Wo sehen Sie LUSHROOM in drei bis fünf Jahren?

In drei bis fünf Jahren sehen wir LUSHROOM als etablierten Anbieter automatisierter Indoor-Farming-Systeme im deutschsprachigen Raum mit internationaler Expansionsperspektive.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben?

Früh auf echten Produkt-Markt-Fit achten, strategische Partner rechtzeitig einbinden und Skalierung von Anfang an mitdenken.

Sehen Sie LUSHROOM am 24. Februar 2026 in 2 Minuten 2 Millionen

Bildcredits: @LUSHROOM

Wir bedanken uns bei Jürgen Müller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nachhaltig, innovativ, überraschend: Das passiert im Studio

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Investoren staunen über Weihrauch und Nachhaltigkeit Birdy & Bee @ PULS4 Fotograf Gerry Frank

„Super sexy“: Kompostierbarer Schmuck aus Kartoffel und Maisstärke bei 2 Minuten 2 Millionen

Birdy & Bee setzt auf nachhaltigen Modeschmuck aus Niederösterreich

Birdy & Bee aus Niederösterreich will mit kompostierbarem Modeschmuck die Modebranche revolutionieren und Luban Vital bringt die jahrtausendealte Heilkraft des orientalischen Weihrauchs nach Österreich.

„Ich find’s super sexy, wirklich cool, Hut ab!“, mit diesen Worten zeigt sich Investor Mathias Muther vom nachhaltigen Modeschmuck Start Up Birdy & Bee beeindruckt. Die beiden Gründerinnen Petra Kamenar und Sarah Anderl aus Niederösterreich setzen mit ihrem Label ein starkes Zeichen für moderne, verantwortungsbewusste Mode: Ihre federleichten Ohrringe bestehen aus Kartoffel und Maisstärke, sind vollständig plastikfrei, kompostierbar und werden in Kooperation mit der BOKU Tulln entwickelt. Ihr Anspruch ist klar: die Modeschmuckbranche nachhaltig zu revolutionieren. Investor Christian Jäger lobt: „Ein sehr toller Ansatz.“ Auch wenn der Umsatz in den letzten Jahren noch nicht stark gewachsen ist, haben die Gründerinnen große Ziele für die Zukunft. Doch bekommen sie die nötige Investmentspritze, um mit ihrem Start Up richtig durchzustarten?

Luban Vital bringt omanischen Weihrauch ins Studio

Weihrauch, das Gold des Orients: Mit Luban Vital bringen die Junggründer und Geschwister Stefan 22 und Julia Klefasz 19 aus Niederösterreich ein innovatives Schmerz und Pflegegel auf Basis von reinem omanischem Weihrauch ins Studio. Die hochkonzentrierten Boswelliasäuren wirken stark entzündungshemmend und schmerzlindernd und gelten als natürliche Alternative zu herkömmlichen Schmerzmitteln.

Dass Weihrauch weit mehr kann, als hierzulande bekannt ist, haben Stefan und Julia schon in ihrer Kindheit im Oman erlebt. Dort gilt das Harz als echtes Multitalent mit Einsatzmöglichkeiten, die im europäischen Raum oft unterschätzt werden. Viele kennen nur den klassischen Gebrauch, wie Mathias Muther lachend zugibt: „Ich kenn den Weihrauch vom Sonntag, wenn ich in der Kirche bin.“ Erkennen die Investorinnen und Investoren die Kraft des traditionellen Naturheilmittels?

Weitere Start Ups präsentieren Innovationen aus Österreich

Außerdem mit dabei: Novoprint aus Oberösterreich mit Zahnprothesen aus einem innovativen 3D Druckverfahren und Lushroom aus Oberösterreich mit ihren vollautomatisierten Pilzzuchtschränken. Können die Start Ups die Investorinnen und Investoren Katharina Schneider, Eveline Steinberger, Christian Jäger, Erich Falkensteiner, Alexander Schütz, Mathias Muther und Charlotte Braunstorfer, die das Tchibo Start Up Ticket vergibt, von sich überzeugen?

2 Minuten 2 Millionen immer dienstags um 20:15 Uhr auf PULS 4 und JOYN

Bild Birdy & Bee @ PULS4 Fotograf Gerry Frank

Quelle ProSiebenSat.1 PULS 4

Verkaufen ohne Shop: Zahlungen erhalten mit PayPal Open

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PayPal Zahlung erhalten einfach per Link oder Button Mit PayPal-Zahlungslinks und Kaufen-Buttons wird das Smartphone zur Kasse: Ohne Shop, direkt aus Post, DM oder per QR-Code. Copyright : PayPal

Sie verkaufen digitale Inhalte, Online-Kurse oder Handgemachtes? Dafür ist ein Shop nicht zwingend nötig. Mit Zahlungslinks und Kaufen-Buttons von PayPal erhalten Sie Ihre Zahlungen, wo die Verkäufe entstehen – schnell, sicher und unkompliziert.

Zahlungen empfangen, wo Ihre Community ist

Viele Soloselbständige nutzen Social Media, E-Mails oder Messenger nicht nur zur Kommunikation, sondern auch zur Vermarktung ihrer Produkte. Mit den passenden Tools können sie dort zusätzlich direkt Zahlungen empfangen – ganz ohne Onlineshop oder technisches Setup.

PayPal Open bietet drei flexible Möglichkeiten, Zahlungen zu erhalten:

  • Zahlungslinks, die schnell geteilt werden können, etwa per E-Mail, DM, Post oder QR-Code.
  • Kaufen-Buttons, die sich in eine bestehende Seite integrieren lassen, zum Beispiel in ein Link-in-Bio-Tool oder eine Landingpage.
  • Tap to Pay macht Ihr Smartphone zum Zahlungsterminal (kompatibles Smartphone vorausgesetzt)

Alle Varianten funktionieren schnell, mobiloptimiert und bieten eine vertraute Nutzererfahrung. Damit wird der Ort, an dem Interesse entsteht, direkt zum Verkaufsort.

Zahlungslinks: Vom Post zur Bezahlung in Sekunden

Ein Kauf beginnt nicht im Warenkorb, sondern dort, wo Interesse entsteht: in einem Post, einer Story oder einer E-Mail. Genau hier setzen Zahlungslinks von PayPal an: Sie führen direkt von der Produktinfo zur Zahlung, ohne Umwege über externe Plattformen.

Das ist besonders hilfreich bei:

  • digitalen Produkten
  • E-Book-, Kurs- oder Software-Verkäufen
  • (Online-)Vorbestellungen oder Trinkgeld-Modellen

Ein Zahlungslink erzeugt eine eigene Bezahlseite mit Titel, Preis, Beschreibung und Produktbild. Varianten wie Größen oder Farben sind ebenso integrierbar wie frei wählbare Preise. Versandkosten und Steuern können automatisch berechnet werden.

Der fertige Zahlunglink lässt sich flexibel teilen: per Messenger, E-Mail, Social Media oder als QR-Code auf einem Produktetikett oder Tischaufsteller. Die Zahlungsseite unterstützt gängige Zahlarten wie Kreditkarte, Wallets sowie ausgewählte regionale Methoden wie SEPA-Lastschrift, iDEAL oder Swish – je nach Land und Verfügbarkeit für die jeweiligen Käufer:innen.

Besonders praktisch: Ihre Kund:innen brauchen dafür kein eigenes PayPal-Konto. So können Zahlungen sicher und bequem online abgewickelt werden.

Für Selbständige, die regelmäßig digitale Inhalte verkaufen, ist das eine einfache Möglichkeit, Zahlungen mit PayPal zu empfangen, ohne ein klassisches Shopsystem aufsetzen zu müssen.

Chatverlauf mit Anfrage zu einer Print-Bestellung. Verkäufer teilt einen PayPal-Zahlungslink.
Copyright: PayPal

Von der Anfrage zur Bezahlung in wenigen Sekunden: mit PayPal-Zahlungslinks kein Problem.
Copyright: PayPal

Kaufen-Buttons: Ihre Seite wird zur Verkaufsfläche

Wer bereits eine Website oder ein Link-in-Bio-Tool nutzt, kann PayPals Warenkorb- oder Kaufen-Buttons mit wenigen Zeilen Code integrieren. Damit verwandeln Sie eine einfache Landingpage in eine funktionale Verkaufsfläche. Sie erstellen den Button in Ihrem PayPal-Konto und erhalten automatisch den passenden HTML-Code, der nur noch kopiert und in die Website eingefügt wird. Kund:innen klicken, zahlen mit ihrer bevorzugten Methode und der Betrag wird direkt auf Ihr PayPal-Geschäftskonto gutgeschrieben.

Sie behalten die Kontrolle über Ihre Gestaltung, Storytelling und Nutzerführung und profitieren gleichzeitig von einem verlässlichen Check-out, der hilft Vertrauen zu schaffen. Eine schlanke Lösung für alle, die ihr Angebot online präsentieren und Zahlungen direkt abwickeln möchten.

Mit Tap to Pay ganz einfach vor Ort verkaufen

Neben den digitalen Optionen können Sie auch vor Ort Zahlungen annehmen: direkt über Ihr Smartphone. Mit der PayPal-Funktion „Tap to Pay“ akzeptieren Sie kontaktlose Zahlungen per Karte oder Wallet ohne separates Kartenlesegerät. Alles, was Sie benötigen, ist ein kompatibles iPhone oder Android-Gerät mit NFC-Funktion (Tap to Pay funktioniert auf Geräten mit Android 8.0, NFC-Funktionen und Google Play Services. iOS ab iPhone XS und höher).

Besonders praktisch ist das beispielsweise für:

  • Märkte, Pop-up-Stores
  • Workshops und Live-Events
  • Verkäufe im kleinen Rahmen, bei denen Flexibilität zählt
Eine Person hält eine silberne Kreditkarte auf ein Smartphone. Das Display zeigt einen Einkaufsbetrag.
Copyright: PayPal
Vor Ort kassieren ohne Hardware: Mit PayPal Tap to Pay erhalten Sie Zahlungen einfach via Smartphone.
Copyright: PayPal

Zahlungspannen, Gebühren, Stress?

Der Alltag von Soloselbständigen bringt ein paar Stolpersteine mit sich; insbesondere, wenn es um die Zahlungsabwicklung geht. Verzögerte Auszahlungen, komplizierte Rückerstattungen, internationale Gebühren oder technische Herausforderungen können viel Zeit kosten. PayPal bietet gezielte Lösungen, um bei diesen Herausforderungen zu helfen.

Zugriff zu Ihren Einnahmen

Viele Creator erleben, dass Plattformen Einnahmen verzögert freigeben oder nur teilweise ausbezahlen. Mit PayPal erhalten Sie Zugriff auf Ihre Einnahmen, sobald sie Ihrem PayPal-Geschäftskonto gutgeschrieben wurden – ohne Zwischenkonto. 

Zahlungen aus dem Ausland erleichtern

Internationale Verkäufe bringen oft zusätzliche Komplexität mit sich – etwa bei der Zahlungsabwicklung oder Kommunikation. PayPal ist weltweit verbreitet und ermöglicht es Kund:innen in vielen Ländern, eine vertraute und schnelle Zahlungsoption zu nutzen. Das hilft grenzüberschreitende Verkäufe zu vereinfachen und organisatorischen Aufwand zu reduzieren.

Weniger Aufwand bei Abos, Fehlbuchungen & mehr

Gerade bei digitalen Geschäftsmodellen wie Kursen, Mitgliedschaften oder Software-Abos müssen Zahlungen oft manuell überwacht werden. Mit PayPal lassen sich wiederkehrende Zahlungen automatisieren. Wenn eine Zahlung fehlschlägt – zum Beispiel wegen unzureichendem Guthaben – wird sie zu einem späteren Zeitpunkt erneut angestoßen. Das hilft Abos aktiv zu halten, ohne zusätzlichen Aufwand für Sie.

Steuerfragen bei Auslandsverkäufen lösen

Unterschiedliche Länder, unterschiedliche Umsatzsteuersätze: PayPal hilft dabei, diese zu berechnen, ebenso wie Versandkosten. Das hilft Zeit zu sparen und reduziert potenzielle Fehlerquellen.

Ausgaben managen: Die PayPal Business Debit Card

Mit der PayPal Business Debit Mastercard® können Sie Ihr verfügbares Guthaben auf dem PayPal-Geschäftkonto direkt für geschäftliche Ausgaben nutzen. Die Karte funktioniert überall dort, wo Mastercard akzeptiert wird – online, unterwegs oder im Geschäft. Und das Beste: Bei berechtigten geschäftlichen Zahlungen erhalten Sie automatisch 0,5 % Cashback als wöchentliche Gutschrift (genaue Infos entnehmen Sie bitte den Karten-Nutzungsbedingungen).

In der PayPal-App verwalten Sie alles bequem selbst: Setzen Sie Limits, sperren oder entsperren Sie die Karte oder fordern Sie bei Bedarf eine Ersatzkarte an.

PayPal: Bekanntheit & Vertrauen

Viele Käufer:innen entscheiden beim Bezahlen intuitiv – vor allem dann, wenn sie die Anbieter:innen noch nicht kennen. Eine vertraute Zahlungsmethode wie PayPal ist da ein klarer Vorteil.

Mit Millionen aktiver Nutzer:innen in Deutschland und der Auszeichnung als „Most Trusted Brand 2024“ (YouGov) vermittelt PayPal Verlässlichkeit und Professionalität. Das stärkt das Vertrauen in Ihr Angebot und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass aus Interesse auch ein tatsächlicher Kauf wird.

Schnell verkaufsbereit: Ohne Shop, ohne Umweg

Ob Sie gerade loslegen oder schon ein laufendes Solo-Business führen – mit PayPal-Zahlungslinks, Kaufen-Buttons, Tap to Pay und der Business Debit Mastercard® sind Sie in wenigen Minuten startklar.

Zahlungen mit PayPal zu erhalten war noch nie so einfach, sicher und flexibel. Starten Sie jetzt und machen Sie es Ihren Kund:innen leicht, bei Ihnen zu kaufen.

Titelbild: Mit PayPal-Zahlungslinks und Kaufen-Buttons wird das Smartphone zur Kasse: Ohne Shop, direkt aus Post, DM oder per QR-Code. Copyright : PayPal

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Warum ist es einfacher, Aktien zu kaufen als in die Energiewende zu investieren?

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ValueVerde Genossenschaften Energiewende Nathanael Meyer Gründer stehend

ValueVerde digitalisiert Investitionen in Genossenschaften und macht Beteiligungen an der Energiewende einfach, transparent und zugänglich

Was genau macht ValueVerde und welches konkrete Problem im Bereich der Energiewende wollten Sie mit Ihrer Plattform lösen?

Das Problem ist, dass wir ein massives Finanzierungsproblem in der kommunalen Energiewende haben. Ich bin ehrenamtlich politisch aktiv und hatte so mit Stadtwerken zu tun und da ging es immer wieder darum, dass Geld für die Projekte fehlt, die wir dringend brauchen. Dort Kapital einzubringen, ist allerdings schwierig und so bin ich auf Energiegenossenschaften gestoßen.

Bürger können sich direkt an der Energiewende beteiligen. In meinem Freundeskreis, wo viele im Klima- und Nachhaltigkeitsumfeld aktiv sind, kannte das aber auch niemand. Alle fanden es super, bis sie gemerkt haben, wie kompliziert es ist, tatsächlich Anteile zu zeichnen. Viele Genossenschaften sind kaum sichtbar, Prozesse sind papierbasiert, und man muss schon sehr genau wissen, wonach man sucht. Und das in einer Zeit, in der man über Trade Republic in Sekunden Aktien kaufen kann. Genau da setzt ValueVerde an: Wir machen Energiegenossenschaften sichtbar, vergleichbar und einfach digital zugänglich.

Wer steht hinter ValueVerde und welche Erfahrungen aus den Bereichen FinTech, Energie oder Genossenschaftswesen haben Sie in das Unternehmen eingebracht?

Hinter ValueVerde stehen Sebastian und ich. Sebastian war unter anderem bei der European Energy Exchange und bringt die Energiemarktperspektive mit. Ich habe vor Valueverde für einen nachhaltigen Fondsmanager unter anderem Sales und Public Affairs aufgebaut. Dort habe ich gelernt, wie Finanzprodukte strukturiert, reguliert und digitalisiert werden.

Dazu kommt mein ehrenamtliches Engagement in der Sozialdemokratie. Dadurch war ich sehr nah an kommunaler Wirtschaft, Genossenschaften und der Akzeptanzfragen bei der Energiewende. Diese Kombination hilft uns enorm. Wir verstehen Kapitalmärkte, wir verstehen Energiewirtschaft und wir verstehen das genossenschaftliche Modell nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich.

Welche langfristige Vision verfolgen Sie mit ValueVerde für die Demokratisierung von Investitionen in Energiegenossenschaften?

Wir starten bewusst mit Energiegenossenschaften, weil dort der Impact am direktesten ist und aktuell am notwendigsten. Aber unsere Vision geht deutlich darüber hinaus. Allein in Deutschland gibt es über 8.000 Genossenschaften, europaweit steckt rund eine Billion Euro Kapital in genossenschaftlichen Strukturen.

Mittelfristig wollen wir die Infrastruktur für demokratisches, genossenschaftliches Investieren in Europa aufbauen. Unser Ziel ist, dass es genauso einfach wird, Anteile an Genossenschaften zu zeichnen, wie es heute ist Aktien zu kaufen. Und im Idealfall nicht nur über unsere Plattform, sondern perspektivisch über jede Bank und jeden Broker in Europa.

Im Grunde machen wir das, was jetzt auch im Private-Equity-Bereich passiert ist, nur mit einem anderen Anspruch. Bei uns geht es nicht um kurzfristige Optimierung, sondern um Beteiligung an realer, zirkulärer Infrastruktur. Es geht um regionale Wertschöpfung und Mehrwerte über den einzelnen Geldbeutel hinaus.

Wie gelingt es Ihnen, den bislang oft komplexen und papierbasierten Prozess einer Beteiligung an Energiegenossenschaften vollständig digital und nutzerfreundlich abzubilden?

Tatsächlich hatten wir ein gutes Timing. Wir haben im Januar letzten Jahres gestartet und durch eine Reform ist es seit dem 01.01.2025 möglich voll digital Anteile einer Genossenschaft zu zeichnen.

Wir haben dann fünf Launch-Genossenschaften gefunden, mit den wir gestartet haben und haben den gesamten Prozess gemeinsam durchgespielt. Von der Frage, welche Informationen relevant sind im Beteiligungsprozess bis hin zu formalen Anforderungen – etwa wie der Vorstand weiterhin korrekt über Beitritte entscheidet oder wie rechtliche Vorgaben sauber eingehalten werden. Wir haben da auch zu Beginn direkt Kontakt zu Regulierungsbehörden aufgenommen und unser Modell vorgestellt. Parallel haben wir die Nutzerführung aufgebaut. Es soll sich anfühlen wie eine moderne Finanzanwendung, aber ohne das genossenschaftliche Modell zu verwässern.

Unser MVP ist dabei bewusst auch ein Lerninstrument. Wir schauen genau: Wie reagieren Nutzerinnen und Nutzer? Wo hakt es bei Genossenschaften? Denn nur wenn das im Kern sauber funktioniert, kann es über Partner oder Banken angeboten werden.

Welche Zielgruppen sprechen Sie mit ValueVerde konkret an und welche Bedürfnisse dieser Anlegerinnen und Anleger stehen für Sie im Mittelpunkt?

Im ersten Schritt sprechen wir Menschen an, denen Nachhaltigkeit und die Energiewende wichtig sind und die wirklich wissen wollen, was mit ihrem Geld passiert. Viele möchten einen konkreten, regionalen Impact haben und nicht nur ein abstraktes Finanzprodukt kaufen.

Mittelfristig bauen wir unser B2B2C-Modell aus. Mit den Impact Hubs in Leipzig, Dresden und Hamburg haben wir die erste Anbindung geschaffen. Perspektivisch wollen wir über Innovationshubs, Nachhaltigkeitsplattformen, Crowdinvesting-Portale sowie Sparkassen, Volksbanken und Neobanken wachsen.

Was unterscheidet ValueVerde von klassischen Crowdinvesting Plattformen oder anderen nachhaltigen Investmentangeboten?

Es gibt zwei zentrale Unterschiede. Crowdinvesting läuft häufig über projektbezogene Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt, also Fremdkapital mit eigenkapitalähnlicher Haftung. Genossenschaftsanteile sind dagegen klares Eigenkapital. Man partizipiert am Unternehmenserfolg, erhält eine Ausschüttung statt eines festen Zinsversprechens und hat wie bei einer Aktie Stimmrechte. Im Gegensatz zu Aktienkonzernen hat gilt das Prinzip “eine Person, eine Stimme” und so entscheidet nicht die Höhe des investierten Kapitals über den Einfluss. Daher spricht man auch oft von der demokratischsten Unternehmensform.

Der zweite Punkt ist, man investiert nicht in ein einzelnes Projekt, mit spezifischem Projektrisiko, sondern in eine Genossenschaft, oft mit vielen Anlagen, zum Teil verschiedenen Zweigen und damit breiterer Diversifikation. Man beteiligt sich also an einem realen, regional verankerten Energieunternehmen und nicht an einem einzelnen Projekt.

Wie stellen Sie Transparenz in Bezug auf Projekte, Rendite, Risiken und ökologische Wirkung sicher?

Im Onboarding lassen wir uns sämtliche relevanten Informationen geben – jedes einzelne Projekt, Art der Anlage, erzeugte Kilowattstunden, CO₂-Einsparung, Ladepunkte bei E-Mobilitätsprojekten und so weiter. Zusätzlich prüfen wir die von der Generalversammlung beschlossenen Jahresabschlüsse, analysieren die Entwicklung von Eigenkapital, Fremdkapital und Mitgliederzahlen und schauen uns die Ausschüttungshistorie seit 2019 bzw. bei jüngeren Genossenschaften seit Gründung an.

Auf dieser Basis bereiten wir die Daten strukturiert auf und machen Impact nachvollziehbar, etwa indem wir Energieerzeugung und CO₂-Einsparung ins Verhältnis zum gezeichneten Kapital setzen. Gleichzeitig kommunizieren wir klar, dass es sich um Eigenkapital handelt – inklusive Satzung, Kündigungsfristen und langfristigem Charakter der Beteiligung.

Mit welchen regulatorischen oder marktseitigen Herausforderungen sehen Sie sich als Plattform im Spannungsfeld von FinTech und Energiewirtschaft konfrontiert?

Wir bewegen uns zwischen Genossenschaftsrecht und finanzmarktnahen Fragestellungen, das bringt natürlich regulatorische Anforderungen mit sich. Deshalb sind wir von Anfang an in den Austausch mit den relevanten Stellen, unter anderem mit der Bundesbank, der IHK und Genossenschaftsverbänden gegangen. Uns war wichtig, die Prozesse sauber aufzusetzen und früh Klarheit zu schaffen, statt später nachjustieren zu müssen.

Gleichzeitig standardisieren wir eine Anlageform, die historisch sehr individuell organisiert ist. Das ist technisch und strukturell anspruchsvoll, aber gut machbar, wenn man es systematisch angeht.

Welche Rolle spielt der Gedanke der regionalen Bürgerenergie für Ihr Geschäftsmodell?

Regionale Bürgerenergie ist der Kern unseres Modells. Das ist die Idee, aus der wir kommen. Die lokale Wertschöpfung bei Genossenschaften ist doppelt so hoch, wie bei Konzernen. Wenn eine Genossenschaft eine Energieanlage baut, werden häufig lokale Handwerksbetriebe eingebunden, Gewinne bleiben in der Region und Entscheidungen werden vor Ort getroffen. Das kann ein echter Motor für regionale Vitalisierung sein.

Strukturell geht es um die Kombination aus Klimaschutz, Eigentum und Verantwortung vor Ort. Genossenschaften ermöglichen Selbstwirksamkeit, Menschen sind nicht mehr nur passive Konsumentinnen und Konsumenten, sondern aktive Mitgestalter. Das ist zirkuläre Wirtschaft, eine Wirtschaft von Menschen für Menschen.

Wie möchten Sie ValueVerde in den kommenden Jahren weiterentwickeln, etwa in Bezug auf neue Projekte, Funktionen oder Zielgruppen?

Aktuell geht es darum, mehr Energiegenossenschaften auf die Plattform zu bringen und gleichzeitig die technische und regulatorische Basis weiter zu stärken, damit wir skalieren können. Parallel bauen wir unser B2B2C-Modell aus. Unser Anspruch ist, dass Genossenschaftsanteile dort verfügbar werden, wo Menschen heute bereits sind.

Dazu kommt, dass wir auch das Angebot ausbauen wollen. Wir werden jetzt schon von Wohnungsbau- und Konsumgenossenschaften angesprochen und genau das ist langfristig die Vision. Genossenschaften gibt es in fast allen Wirtschaftssektoren. Funktional wollen wir perspektivisch Dinge ermöglichen, die man aus der klassischen Kapitalanlage kennt, zum Beispiel Sparpläne. Langfristig wollen wir die Infrastruktur werden, über die genossenschaftliches Investieren selbstverständlich wird, so etwas wie die “Deutsche Börse“, nur eben für Genossenschaften und echte Wirkungsprodukte.

Wenn Sie auf Ihre bisherige Reise mit ValueVerde blicken, welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Mein Tipp ist, sich ein Problem zu suchen das man ganz intrinsisch lösen will und auf das man echt Lust hast. Gründen ist nicht so romantisch, wie es auf LinkedIn oft aussieht. Es ist anstrengend, es gibt Rückschläge, Absagen, es ist ein emotionaler Roller-Coster – insbesondere mit Familie und Kleinkind. Wenn einen das Thema nicht wirklich packt, ist es schwer das durchzuhalten. Man sollte etwas bauen, worauf man auch in fünf Jahren noch Bock hat.

Zweitens würde ich sagen, gerade bei komplexen oder regulierten Themen sollte man früh den Dialog suchen. Mit Verbänden, mit Regulierern, mit Menschen, die das System verstehen. Vieles lässt sich am Anfang klären und sauber aufsetzen, das erspart einem später viel Aufwand.

Was mir auch geholfen hat, war der Dialog mit anderen Gründerinnen und Gründern aus. Schreibt sie an, sprecht offen über Herausforderungen. Am Ende haben wir alle ähnlichen Themen und es hilft einfach, zu sehen, dass man nicht allein ist.

Und sonst gilt machen, nicht alles bis ins kleinste Detail vorbereiten und prognostizieren wollen, auch weil sich im Prozess viel wieder ändert.

Bildcredits: @privat

Wir bedanken uns bei Nathanael Meyer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie viel Potenzial steckt in einer Idee, die mit 15 Jahren beginnt?

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admark.ai Social Media Höhle der Löwen Pitch Christopher Zöllner präsentiert „admark.ai“, das KI Social Media tool für Konzerne. Er erhofft sich ein Investment von 200.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. RTL / Bernd-Michael Maurer

admark.ai entwickelt eine KI gestützte Social Media Software und wird am 23 Februar 2026 in der Höhle der Löwen pitchen

Wie ist admark.ai entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Der erste „Prototyp“ entstand aus einer persönlichen Notwendigkeit heraus, als ich selbst Social Media Seiten mit mehreren Hunderttausenden Followern aufbaute. Da ich regelmäßig um 5 Uhr morgens Inhalte veröffentlichen musste, brachte ich mir mit 15 Jahren das Programmieren bei und baute ein Tool zur Automatisierung. Während meines Abiturs wollte ich diese Prozesse weiter professionalisieren. Hinter admark.ai stehen primär Jan Jacob Holst (CTO) und ich, Christopher Luis Zoellner (19), als Gründer.

In welcher Branche ist admark.ai tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Wir sind im Bereich Software-as-a-Service (SaaS) und Künstliche Intelligenz für das Marketing tätig. Unser Geschäftsmodell ist Abo-basiert: Kunden erhalten Zugriff auf eine KI-gestützte Suite zur Verwaltung ihrer Social Media Kanäle. Mit unserem neuesten Produkt, „Admark Go“, bieten wir zudem eine hocheffiziente Lösung an, bei der Kunden allein durch Eingabe ihrer E-Mail-Adresse innerhalb von 15 Minuten fertige, optimierte Posts für ihre Betriebe erhalten.

Es ist praktisch „Marketing-Agentur-as-a-Service“.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Das Hauptproblem war der enorme zeitliche Aufwand neben dem Abitur. Als 18 Jähriger Gründer ist es schwierig Feedback vom Markt zu kriegen, wenn man keinen Türöffner hat und noch nie mit Enterprise Kunden zusammen gearbeitet hat.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Wir setzen auf die Kombination von generischer KI und prädiktiver KI. Das bedeutet, dass wir viele Daten und Analysen sammeln, um im Anschluss mittels generischer KI die Social Media Posts unserer Kunden zu optimieren.

Bei Admark Go ist das Konzept etwas simpler. Hier haben wir ein Team von Social Media Experten die selbst admark.ai für die Kunden bedienen. Sobald der Kunde uns seine Email-Adresse gegeben hat, können wir durch Automatisierung sofort markenkonforme Social Media Posts generieren und optimieren. Zudem unterliegt jeder Post einer menschlichen Compliance-Prüfung.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Es gibt kaum eine Branche mit so vielen Daten wie Social Media. Mit admark.ai ermöglichen wir datengestützte Optimierung und sparen dem Kunden Zeit bei der manuellen Auswertung von Analysen und bei der Erstellung von Inhalten. Allerdings kann admark.ai auch als klassisches Management-Tool eingesetzt werden. Hier sind vor allem Content-Planung sowie Review- & Compliance-Prozesse im Vordergrund.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Das Produkt wird kontinuierlich basierend auf Feedback der Kunden weiterentwickelt.

Welche Vision verfolgt admark.ai? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Unsere aktuellen Entwicklungen, lassen mich optimistisch in die Zukunft blicken. In den nächsten Jahren wollen wir einen großen Marktanteil in Deutschland erobern und auch international wachsen.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Bei meinem Bruder Davis Julian Zoellner habe ich aus erster Hand miterleben können, welche Türen „Die Höhle der Löwen“ für seine Firma öffneten. Unabhängig davon, ob man in der Sendung einen Deal ergattern kann oder nicht, überwiegen meiner Meinung nach die Vorteile immens. Es ist nicht nur medial sondern auch unternehmerisch ein großes Sprungbrett, wofür ich sehr dankbar bin.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Wir suchten vor allem strategische Unterstützung im Vertrieb und im Netzwerk-Ausbau zu Unternehmenskunden. Eine Investition sollte primär in die Weiterentwicklung der Software und in das Marketing fließen, um admark.ai schneller im Markt zu etablieren.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Unmittelbar nach der Ausstrahlung liegt unser Fokus primär auf dem Roll-out von „Admark Go“. Wir wollen das Team punktuell verstärken und unsere Prozesse so skalieren, dass wir dem erwarteten Ansturm an Neukunden gerecht werden und gleichzeitig die Qualität unserer KI-gestützten Posts halten.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Dass Praxis über Theorie geht. Ich habe mir Programmieren, Vertrieb und Recruiting selbst beigebracht, weil ich ein konkretes Ziel hatte.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Einfach machen und sich nicht von bürokratischen Hürden oder dem Alter bremsen lassen. Man kann auch als Minderjähriger gründen, wenn man hartnäckig bleibt. Und: Nutzt jede Bühne – man kann die Höhle nie als Verlierer verlassen, denn entweder bekommt man einen Deal oder unbezahlbares Feedback.

Sehen Sie admark.ai  am 23. Februar 2026 um 20:15 Uhr auf VOX in der Höhle der Löwen

Bild:Christopher Zöllner präsentiert „admark.ai“, das KI Social Media tool für Konzerne. Er erhofft sich ein Investment von 200.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Christopher Zöllner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum landet der Getränketräger im Stadion immer im Müll?

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Bierbommel Getränketransport Stadion Beim Battle treten "Bierbommel“ mit Gründer Dr. Heinz von Gersum (links, M.) gegen „Lubell“ mit Gründerin Lisa Hennrich gegeneinander an. Wer kann die „Löwen“ mit seiner Geschäftsidee überzeugen und darf weiter pitchen ? Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Bierbommel steht für nachhaltiger Getränketransport im Stadion und entwickelt einen wiederverwendbaren Getränketransporter für Großveranstaltungen, mit dem das Startup am 23. Februar 2026 in der Höhle der Löwen im Battle antreten wird

Wie ist Bierbommel entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Die Bierbommel GmbH ist ein One-Man-Show! Ich habe sie eigentlich aus steuerlichen Gründen gegründet. Und um zukünftigen Geschäftspartnern einen gesetzlichen Rahmen zu bieten.

In welcher Branche ist Bierbommel tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Die Branche heißt „Nachhaltiger Getränketransport“. Ein Geschäftsmodell gibt es noch nicht, ursprünglich wollte ich B2B, aber die „ großen“ im Business Bewirtung reden nicht mit einem Startup. Also könnte es auch noch B2C werden, was nur unlängst anstrengender wäre. Mal sehen, ob der Auftritt bei DHDL jemanden bei den „Großen“ wachrüttelt.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Ah, meine Lieblingsfrage!

Das Problem ist die „Männerhandtasche“, der weitverbreitete Pappträger für 6 Getränke im Stadion und auf Festivals. Er wird max. einmal wieder benutzt, am gleichen Tag, aber dann endet er als Müll auf dem Boden. Das hat mich persönlich angeko….! Ich bin also nach einem Stadionbesuch in meine Garage und habe den ersten Bierbommel erfunden.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Das Konzept ist einfach die Wiederverwendbarkeit bei einfachem Transport zum Nutzungsort, man muss nur dran denken den Bierbommel mitzunehmen, wenn man ihn braucht.
Zugegeben, der Bierbommel ist keine Raketentechnologie, aber in dieser Art gab es bisher kein vergleichbares, nachhaltiges Produkt. Zwar ist er aktuell ein Spritzgussprodukt, aber auch dies könnte man zukünftig aus Recyclaten machen, was dem Nachhaltigkeitsgedanken nochmal dient.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Im Gegensatz zum waagerechten Transport ist der senkrechte Transport m.e. sicherer und einfacher. Dazu kommt, dass man im günstigen Fall Möglichkeit der Aufhängung eine senkrechte Biertheke dabei hat und sein Getränk nicht der Gefahr aussetzt umgekickt zu werden.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Mit Hilfe eines Produktdesigners sowie eines Ingenieurs haben wir meine ursprüngliche Idee verfeinert und produktionstauglich gemacht. Es gab eine kleine Testphase mit einigen Prototypen, die wir am Ruhrstadion in Bochum unter die Leute gebracht haben. Die Ergebnisse und Rückmeldungen waren positiv. Aber letztlich reicht es einem selbst, wenn man mit dem Bierbommel voll beladen mit 4-6 Bier im Stadion in die Kurve geht. Die Reaktionen in der Kurve, die man da erlebt, führen dazu, dass man an die Idee Bierbommel glaubt. Die Leute holen hier Handy raus und fotografieren mich mit dem Träger sowie viele spontane Anfragen, wo man diesen Träger kaufen kann. Kurzum , die Leute, die ihn nur für ein paar Sekunden gesehen haben, haben die Idee sofort verstanden und sind begeistert.

Welche Vision verfolgt Bierbommel? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Ich möchte mit meinem Bierbommel, der Getränketransporter bei allen Großveranstaltungen der Zukunft werden.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Ganz ehrlich, Verzweiflung! Ich war und bin auf der Suche nach einem Investor und Geschäftsmann, der einen wesentlichen Teil der GmbH übernimmt und leitet. Ich habe bisher viel Geld in die Entwicklung gesteckt, aber ich habe noch keine Produktion, daher die dringende Suche nach einem Investor.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Also ich bin hauptberuflich Arzt im Krankenhaus und kein Geschäftsmann. Diese Situation habe ich zugegebenerweise naiv unterschätzt. Wer also bei mir investiert, soll auch nicht nur Geld, sondern auch Knowhow mitbringen sowie Zeit und Arbeit investieren, um das Geschäft ans Laufen zu bringen.
Ich weiß, das hört sich arrogant an, aber ich glaube nach wie vor daran, dass man mit dem Bierbommel in den richtigen Händen, sehr viel Geld verdienen kann.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Produktion starten, wahrscheinlich in China oder so, und die ersten 10 Tausend verkaufen, dann wird sich der Rest ergeben, da bin ich mir sicher.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Begib dich am besten nur auf diesen Weg, wenn du Ahnung vom Business und genügend Kohle hast.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Siehe oben, aber auch …. Wenn dein Produkt rockt, glaub daran und gib nicht auf, es findet sich irgendwie ein Weg.

Sehen Sie Bierbommel am 23. Februar 2023 um 20:15 Uhr auf VOX in der Höhle der Löwen

Bild:Beim Battle treten „Bierbommel“ mit Gründer Dr. Heinz von Gersum (links, M.) gegen „Lubell“ mit Gründerin Lisa Hennrich gegeneinander an. Wer kann die „Löwen“ mit seiner Geschäftsidee überzeugen und darf weiter pitchen ? Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Dr. Heinz von Gersum für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Kann Schmuck das Parfum ersetzen und ein Alltagsproblem lösen?

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LUBELL Duftarmband für Parfumallergie ermöglicht individuellen Duft ohne Hautkontakt und verbindet Schmuck mit Duft Beim Battle treten "Bierbommel“ mit Gründer Dr. Heinz von Gersum (links, M.) gegen „Lubell“ mit Gründerin Lisa Hennrich gegeneinander an. Wer kann die „Löwen“ mit seiner Geschäftsidee überzeugen und darf weiter pitchen ? +++ Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf RTL+ gestattet. +++ RTL / Bernd-Michael Maurer

LUBELL® entwickelt ein tragbares Duftsystem für Parfumallergie auf Basis eines innovativen Duftarmband Konzepts und verbindet Schmuck mit individuellem Duft. Am 23. Februar wird das Startup in der Höhle der Löwen im Battle antreten, um die Idee zu pitchen

Wie ist das LUBELL entstanden und welche Personen stehen dahinter?

LUBELL® wurde von Lisa Hennrich gegründet. Lisa ist eine bayerische Unternehmerin, Visionärin und echte Powerfrau, die ihren Ingenieur-Masterabschluss in München mit Auszeichnung abgeschlossen hat.
Die Gründungsidee entstand aus einer persönlichen Erfahrung: Lisa´s beste Freundin leidet an einer Parfumallergie und konnte deshalb nie Parfum tragen. Aus dem Wunsch heraus, eine Lösung für sie – und viele andere Betroffene – zu schaffen, entwickelte Lisa ein tragbares Luxus-Duftsystem, das Schmuck und Duft verbindet.
Ringen hat sie geprägt – nicht durch Medaillen, sondern durch Haltung. Durch frühes Aufstehen. Durchs Kämpfen. Durchs Verlieren lernen. Und durchs Weitermachen. Schon als junge Ringerin lernte sie von ihrem Coach – ihrem eigenen Vater – wie wichtig es ist, immer ein Mal mehr aufzustehen, als man hingefallen ist. Diese Mentalität prägt heute die Art und Weise, wie sie Herausforderungen im Start-up meistert. All das steckt direkt in LUBELL®.

In welcher Branche ist LUBELL tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

LUBELL® ist in der Lifestyle-, Schmuck- und Duftbranche positioniert.
Das Geschäftsmodell zeichnet sich aus durch:
die Verbindung von Schmuck und Duft
ein wiederkehrendes Nutzungskonzept, da Düfte individuell gewechselt werden können
besonders ist die Offenheit des Systems: Es ist nicht auf einen Duft beschränkt
Der Duft kann durch die Duftträger jederzeit geändert werden

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Am Anfang stand ein reales Problem an: Die Parfumallergie ihrer besten Freundin. Dabei wurde Lisa erst bewusst, wie viele Menschen dieses Problem haben.
Parfumallergien
Hautreizungen durch Alkohol und Duftstoffe
Düfte, die je nach pH-Wert der Haut unterschiedlich riechen
der bekannte Effekt, dass man sein eigenes Parfum nach Jahren nicht mehr wahrnimmt
Daraus ergab sich eine klare Marktlücke:
➡️ Ein Duftsystem, das unabhängig vom Körper, individuell und dauerhaft funktioniert.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Das LUBELL®-System basiert auf einem Duftarmband mit Adaptertechnologie:
kein direkter Hautkontakt mit Parfum
kompatibel mit klassischen Parfums, ätherischen Ölen und Lieblingsdüften
der Duft hält mindestens zehnmal länger als auf der Haut
der Duft riecht bei jeder Person gleich, unabhängig vom pH-Wert
Geeignet für:
Parfumallergiker:innen
Freund:innen ätherischer Öle
Parfumliebhaber:innen
alle, die ihren eigenen Duft bewusst genießen möchten

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern?

Hautneutral → ideal bei Allergien und sensibler Haut
Gleichbleibender Duft unabhängig vom Körper
Langanhaltender Duft ohne Nachsprühen
Eigener Lieblingsduft statt vorgegebener Kompositionen
Man riecht den gleichen Duft, den man Jahre schon verwenden endlich wieder
Luxusmaterialien und hochwertige Verarbeitung
Im Alltag hebt sich LUBELL® klar vom Wettbewerb ab, da es kein klassisches Parfum, sondern ein völlig neues Duftnutzungskonzept ist.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Die Entwicklung erfolgte praxisnah und iterativ:
erste Prototypen im engen Umfeld
Tests mit verschiedenen Materialien, Trageformen und Duftintensitäten
gezieltes Feedback von Menschen mit Parfumallergien
Besonders prägend war das Feedback von Nutzer:innen, die erstmals überhaupt einen Duft tragen konnten.

Welche Vision verfolgt LUBELL? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

LUBELL® verfolgt die Vision, Duft für alle zugänglich zu machen und eine neue Duftkategorie zwischen Parfum und Schmuck zu etablieren. Vor allem auch mit seinem EIGENEN Libelingsduft/parfum.
Meilensteine:
Aufbau einer starken Lifestyle-Marke mit internationalem Potenzial
Ausbau der Produktlinie
stärkere Individualisierung durch Adapter und Zubehör
Skalierung der Produktion
Internationalisierung der Marke

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Die Teilnahme an Höhle der Löwen bietet:
hohe Sichtbarkeit für ein erklärungsbedürftiges Produkt
Zugang zu unternehmerischem Know-how
die Möglichkeit, die Geschichte hinter LUBELL® emotional zu erzählen

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt?

strategische Unterstützung bei Markenaufbau und Skalierung
Zugang zu Vertrieb, Handel und Produktion
Kapital für Wachstum und Weiterentwicklung

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Sortimentserweiterung (Stand jetzt: zwei Limited Editions bereits verfügbar sowie Ausbau der Düfte mit hoher Intensität und langer Haltbarkeit gegeben)
Ausbau von Marketing und Internationalisierung
Professionalisierung interner Prozesse

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Echte Probleme führen zu starken Lösungen
Kund:innenfeedback ist entscheidend
Durchhaltevermögen schlägt Perfektion
Klarheit im Nutzen ist wichtiger als technische Komplexität
Wie beim Ringen gilt: Man fällt, aber man steht immer ein Mal mehr auf, als man hingefallen ist

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

gründe aus einem echten, persönlichen Problem heraus
teste früh und höre zu
baue Lösungen, keine Produkte um des Produkts willen
trau dich, sichtbar zu werden
Haltung und Durchhaltevermögen – genau diese Werte stecken in LUBELL®.
es wird immer Menschen geben, die dir deine Idee schlecht machen wollen. Geh deinen Weg trotzdem – und zeig ihnen, dass du unaufhaltsam bist.

Sehen Sie LUBELL am 23. Februar 2023 um 20:15 Uhr auf VOX in der Höhle der Löwen

Bild:Beim Battle treten Bierbommel mit Gründer Dr. Heinz von Gersum (links, M.) gegen „Lubell“ mit Gründerin Lisa Hennrich gegeneinander an. Wer kann die „Löwen“ mit seiner Geschäftsidee überzeugen und darf weiter pitchen ? Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Lisa Hennrich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum ein fast vergessenes Getreide plötzlich zum Snacktrend wird

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TZAMPAS setzt auf Gerste und Tsampa Nicolas Limbrock mit dem SWEETIE

TZAMPAS entwickelt natürliche Snacks auf Basis von Gerste und Tsampa und bringt mit gerösteter Gerste als funktionaler Zutat neue Impulse in das Snackregal

Wie ist TZAMPAS entstanden und wer sind die Gründerinnen und Gründer hinter dem Startup?

TZAMPAS ist aus dem Mangel an gesunden Snacks, die nachhaltig satt machen, entstanden. Bestes Beispiel ist die Tankstelle. Hier hat man meist nur die Wahl zwischen Zuckerbomben und Bockwurst. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß und so haben wir einen Energieriegel entwickelt, der natürlich satt macht, lange Energie liefert und ohne künstliche Zusätze auskommt. Clean Eating statt Zucker-Crash.

Was hat Sie dazu bewegt, mit TZAMPAS auf Tsampa als zentrale Zutat zu setzen, und welche persönliche Motivation steckt dahinter?

Uns war es wichtig, ein natürliches Produkt ohne Zusatzstoffe zu entwickeln. Die Sherpas im Himalaya setzten seit Jahrhunderten auf geröstet Gerste, tibetisch Tsampa, als Energielieferant bei Ihren Aufstiegen zu den höchsten Gipfeln der Welt. Gerste ist dabei ein echtes Kraftpaket: nährstoffreich, ballaststoffreich, nicht überzüchtet und robust genug, um mit Extremwetter klarzukommen. Ein Zukunftsgetreide in einer Zeit, in der genau das zählt.

Welche Vision verfolgen Sie mit TZAMPAS im Bereich bewusste und nachhaltige Ernährung?

Wir möchten das Snackregal im Handel neu denken. Heute dominieren dort Produkte mit Süßstoffen, E-Nummern, Feuchthaltemitteln und künstlichen Aromen – Zutatenlisten, die länger sind als die eigentliche Pause, in der man den Snack isst. Wenn wir es schaffen, dass Menschen im Alltag intuitiv zu natürlichen Alternativen greifen, statt zu Zuckerbomben, dann haben wir unser Ziel erreicht.

Wie möchten Sie erreichen, dass Tsampa und Ihre Produkte langfristig fester Bestandteil moderner Ernährungsgewohnheiten werden?

Gerste ist eines der ältesten Kulturgetreide und gleichzeitig fast vergessen! Viele Konsumentinnen und Konsumenten wissen gar nicht mehr, wie vielseitig und nährstoffreich sie ist. Deshalb beginnt unser Weg mit Aufklärung: Wir erzählen die Geschichte hinter Tsampa, erklären die Vorteile und machen die Herkunft greifbar. Am Ende überzeugt kein Argument so sehr wie der erste Biss. Wir setzen daher auf Erlebnisse, bei Events, Outdoor-Aktivitäten und durch unsere Ambassadors. Denn wer TZAMPAS probiert und die natürliche Sättigung spürt, macht aus Neugier Gewohnheit.

An wen richten sich die Produkte von TZAMPAS konkret, und welche Bedürfnisse dieser Zielgruppe stehen für Sie im Mittelpunkt?

Unsere Zielgruppe ist aktiv und legt hohen Wert auf geistiges und körperliches Wohlbefinden. Wir positionieren uns als Outdoor Snack Marke. Unser Anspruch ist es, das Patagonia des Outdoor-Snackings zu werden, also eine Marke mit Haltung, Qualität und einem klaren Wertekompass. Nicht nur ein Riegel für die Bergtour, sondern ein Stück Outdoor-Lifestyle für jeden Tag.

Viele Snacks werben mit Natürlichkeit. Was unterscheidet TZAMPAS hier tatsächlich vom Wettbewerb?

”Natürlich” ist inzwischen ein dehnbarer Begriff geworden. TZAMPAS Riegel sind 100% frei von Zusatzstoffen, das schließt auch „natürliche Aromen“ ein und anders als die meisten „natürlichen“ Riegel ist unsere Grundzutat nicht Fruchtmasse, sondern eben geröstete Gerste.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen als Food Startup im Bio und Snack Segment, und wie gehen Sie damit um?

Der Wettbewerb im Riegelsegment ist sehr groß. Unsere Aufgabe ist es, den Einkäufer:innen und Category Manager:innen immer wieder klar zu machen, dass TZAMPAS das Sortiment sinnvoll erweitert, statt es nur zu ergänzen. Unser Riegel ist eben kein weiterer Dattelriegel oder Proteinriegel mit endloser Zutatenliste, wir bringen eine neue Grundzutat ins Spiel und damit auch eine neue Geschmackswelt.

Wie gelingt es Ihnen, traditionelle Zutaten wie geröstete Gerste in zeitgemäße Produkte wie Riegel oder Bowls zu übersetzen?

Wir holen eine fast vergessene Zutat ins Heute – in einer Form, die in einen aktiven Alltag passt. Es gibt eine große Nachfrage nach wenig verarbeiteten, natürlichen Produkten. Gleichzeit sollen Lebensmittel verstärkt funktional sein. In der Produktentwicklung verfolgen wir ein klares Prinzip. Jede Zutat muss mehr können als gut zu schmecken. Sie soll einen ernährungs-physiologischen Mehrwert bieten.

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Transparenz in Ihrer täglichen Arbeit und in der Kommunikation mit Ihren Kundinnen und Kunden?

Wir sind Bio-zertifiziert, lassen in Deutschland produzieren und beziehen unsere rein pflanzlichen Rohstoffe bevorzugt aus Deutschland und Europa. Transparenz ist uns ebenso wichtig und gleichzeitig eine Herausforderung: Schön wäre es, die Herkunft jeder Zutat auf der Website zu kommunizieren. In der Praxis sind die Lieferketten jedoch zu komplex geworden, um diese Information für jede Charge vollständig zu pflegen.

Wo sehen Sie TZAMPAS in den kommenden Jahren, und welche Entwicklungen oder Produktideen treiben Sie aktuell besonders um?

In den kommenden Jahren wird das Thema Darmgesundheit für uns noch stärker in den Fokus rücken. Wir haben schon seit vielen Jahren eine zuckerarme, ballaststoffreiche Frühstücksbowl und jetzt ist das Thema auch in der breiten Masse angekommen, Stichworte wie “prebiotic Sodas” zeigen, wie groß das Bedürfnis nach funktionalem Mehrwert geworden ist. Auch da hat die geröstete Gerste wieder ein Ass im Ärmel. Gerste enthält von den Getreiden am meisten Beta-Glucane. Die gehören zu den Superstars der Ballaststoffe, denn sie helfen den LDL-Cholesterinspiegel zu senken und dienen den guten Darmbakterien als Nahrung. Das ist auch wiedermal ein Beweis, dass es die ganzen hochverarbeiteten Innovationen nicht braucht, wenn man nur ein bisschen auf seine Ernährung achtet.

Welche unternehmerischen Entscheidungen waren für Sie bislang besonders prägend?

Eine der prägendsten Entscheidungen war, unser D2C auszubauen. Im vergangenen Jahr haben wir stark in E-Commerce investiert und heute erzielen wir rund 50% unseres Umsatzes über D2C. Diese Entscheidung war strategisch enorm wichtig: Sie reduziert unsere Abhängigkeit von Großkunden und verschafft uns unternehmerische Stabilität. Gleichzeitig – und das ist fast noch wichtiger, bringt uns das D2C-Geschäft näher an unsere Kundinnen und Kunden.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die im Food Bereich ein nachhaltiges Produkt aufbauen möchten?

  1. Margen realistisch und handelsfähig kalkulieren. Ich erlebe häufig, dass die Margen-Kalkulation von Startups nicht mehr funktioniert, sobald der Handel oder Großhandel auch ein Stückchen vom Kuchen haben möchte – das sollte man unbedingt von Anfang an mitdenken.
  2. Wachstum braucht Cash. Ebenso wichtig ist ein gutes Cashmanagement. Gerade wenn es super läuft und viel Ware umgesetzt wird, ist oft viel Kapital im Bestand gebunden, um jederzeit die Lieferfähigkeit sicherzustellen.
  3. Lieferketten absichern. Rohstoffe sind nicht immer verfügbar – Ernten schwanken, Märkte verändern sich. Mein klarer Rat: Für jeden zentralen Rohstoff mindestens zwei bis drei verlässliche Lieferanten aufbauen.

Bildcredits: @privat

Wir bedanken uns bei Nicolas Limbrock für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was hat es mit dieser fast vergessenen Pflanze auf sich?

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Andenkraft Yacon aus den Anden bei Höhle der Löwen Justinian Gomez Moreno präsentiert mitAndenkraft Lebensmittel aus der peruanischen Yacon-Wurzel. Er erhofft sich ein Investment von 60.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Andenkraft bringt Yacon aus den Anden nach Deutschland und entwickelt natürliche Produkte auf Basis traditioneller Andenpflanzen und wird am 23. Februar 2026 in der Höhle der Löwen pitchen

Wie ist Andenkraft entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Justinian: Andenkraft hat tiefe Wurzeln – im wahrsten Sinne des Wortes.
Wenn wir als Kinder krank waren, gab es bei uns keine klassische Hausapotheke.
Stattdessen standen Wurzeln, Kräuter und Tees aus Peru auf dem Tisch. Für mich
war das normal – bis ich verstanden habe, wie besonders dieses Wissen eigentlich
ist.

Ich bin in Diepholz geboren und in Bremen aufgewachsen, meine familiären Wurzeln
liegen jedoch in den peruanischen Anden. Dort wird das Wissen über Pflanzen seit
Generationen weitergegeben – und genau diese Verbindung hat mich geprägt.

Der entscheidende Moment kam auf einer Reise durch Peru. In den Anden lernte ich
Edwin kennen, einen Kleinbauern, der auf über 2.500 Metern Höhe Yacon anbaut –
eine Wurzel, die in Südamerika seit Jahrhunderten geschätzt wird, in Europa aber
kaum jemand kennt.

Aus dieser Begegnung entstand eine Frage: Warum sprechen wir ständig über
Zuckerverzicht, während gleichzeitig die meisten Menschen deutlich zu wenig
Ballaststoffe zu sich nehmen – obwohl es traditionelle Pflanzen wie Yacon gibt, die
beides verbinden können?

Gemeinsam mit meiner Co-Founderin, Maren, wurde daraus Andenkraft. Heute
entwickeln wir Produkte auf Basis traditioneller Andenpflanzen – modern,
alltagstauglich und mit direkter Verbindung zu den Menschen vor Ort.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Der eigentliche Ausgangspunkt war für uns die Beobachtung, dass Ernährung immer
komplizierter dargestellt wird und es kaum noch natürliche Lebensmittel im
Supermarkt gib.

Ständig neue Regeln, Trends und Verzichtslisten – und gleichzeitig der weit
verbreitete Glaubenssatz: Was gesund ist, kann nicht wirklich schmecken.

Genau das wollten wir hinterfragen.

Wir haben selbst erlebt, wie schwer es ist, im Alltag eine Balance zu finden. Viele
Produkte wirken gesund, sind aber stark verarbeitet oder trotzdem voller Zucker.
Gleichzeitig erreichen die meisten Menschen ihren empfohlenen Ballaststoffbedarf
nicht, was zu einer Kettenreaktion führen kann.

Wir wollten deshalb eine Lösung, die nicht nach Verzicht klingt, sondern nach
Genuss – natürlich, alltagstauglich und ohne Industriezucker.

Mit unseren Produkten in Form von Brotaufstrichen, Getränkepulver oder Sirup
verbinden wir genau das. In Europa sind unsere Superfoods aus den Anden bislang
kaum bekannt – und genau darin haben wir die Marktlücke gesehen.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Die Entwicklung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen
Lebensmitteltechnologen, um Geschmack, Qualität und Stabilität optimal
abzustimmen. Parallel dazu sind wir ständig im Austausch mit unserer Community,
um das Kundenfeedback direkt in die Produktentwicklung einfließen zu lassen.

Welche Vision verfolgt Andenkraft ? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Unsere Vision ist klar: Wir möchten, dass Pflanzen aus den Anden in den Haushalten
so selbstverständlich werden wie Kaffee oder Bananen – und dass Menschen ihren
Mehrwert verstehen. Kurzfristig geht es darum, unsere Marke weiter zu etablieren
und die Grundlage für eine Präsenz im Lebensmitteleinzelhandel und im
Bio-Fachhandel zu schaffen. Parallel entwickeln wir neue Produkte, um diese
Pflanzen noch stärker in den Alltag zu integrieren.

Ein zentraler Baustein bleibt unser Wasserprojekt in Peru. In den kommenden fünf
Jahren möchten wir dazu beitragen, bis zu 100.000 Menschen langfristig Zugang zu
sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Für uns gehört wirtschaftlicher Erfolg
untrennbar mit sozialer Wirkung zusammen.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Wir sind tatsächlich seit der ersten Staffel treue Zuschauer der Sendung. Für uns war
früh klar: Wenn Andenkraft bereit für den nächsten großen Schritt ist, dann gehört
diese Marke in die Höhle. Aber es ging uns nicht nur um Kapital.

Wir wollten Yacon – und damit auch den Menschen hinter dem Produkt in Peru –
eine Bühne geben, die Millionen erreicht. Viele kennen die Pflanzen aus den Anden
noch nicht. Die Show bietet eine einmalige Möglichkeit, das Thema in die Mitte der
Gesellschaft zu bringen.

Gleichzeitig ist „Die Höhle der Löwen“ mehr als nur ein Investment-Pitch. Es geht um
Mentoring, strategische Impulse und Zugang zu einem starken Netzwerk. Für die
nächste Wachstumsphase ist genau diese Kombination entscheidend.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Wir suchen in den Löwen einen strategischen Partner:in, der:die langfristig mit uns
Andenkraft positionen möchte. Insbesondere möchten wir die Investition in den
Ausbau unserer Produktionskapazität und zum Markenaufbau nutzen, sodass wir
unsere Andenkraft- und Impact-Projekte weiter skalieren können.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Nach der Ausstrahlung liegt unser Fokus auf nachhaltiger Skalierung. Wir möchten
unsere Produktionskapazitäten und unsere Lieferkette weiter ausbauen, um die
steigende Nachfrage verantwortungsvoll bedienen zu können. Gleichzeitig treiben wir
Handelskooperationen, Produktentwicklung und den Ausbau unseres
Direct-Trade-Netzwerks weiter voran.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Geduld – und echte Partnerschaft.

Nachhaltige Lieferketten entstehen nicht über Nacht. Wir haben unzählige Stunden in
Bussen durch die Anden verbracht, Gespräche geführt, zugehört und Vertrauen
aufgebaut. Gerade in Peru geht es nicht um schnelle Deals, sondern um Vertrauen.

Eine wichtige Erkenntnis für uns war auch: Impact darf kein Marketinginstrument
sein. Wenn man soziale Verantwortung ernst meint, muss sie strukturell gedacht
werden. Das bedeutet langfristige Zusammenarbeit, faire Bedingungen und Projekte,
die vor Ort wirklich sinnvoll sind. Diese Haltung kostet Zeit – aber sie zahlt sich aus.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Glaube an dich, deine Fähigkeiten und komme ins Machen. Erst durchs Machen
wirst du viel lernen, dich weiterentwickeln und herausfinden, ob deine Geschäftsidee
tragfähig ist oder nicht. Sei deinen Werten treu und gebe niemals auf!

Sehen Sie Andenkraft am 23. Februar 2023 um 20:15 Uhr auf VOX in der Höhle der Löwen

Bild: Justinian Gomez Moreno präsentiert mit Andenkraft Lebensmittel aus der peruanischen Yacon-Wurzel. Er erhofft sich ein Investment von 60.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Justinian Gomez Moreno für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was tun, wenn sich die Haut verändert, man aber unsicher ist?

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Autoderm und Dermatologie bei Hauterkrankungen dr alexander borve autoderm @privat

Autoderm entwickelt eine KI-gestützte Infrastruktur für die Dermatologie, die Hauterkrankungen frühzeitig einschätzen hilft und digitale Gesundheitsangebote gezielt entlastet

Was genau macht Autoderm und welches Gesundheitsproblem wollt ihr damit lösen?

Autoderm ist ein KI-basiertes Analysewerkzeug für Dermatologie. Über eine Programmierschnittstelle ermöglichen wir es unter anderem Apotheken, Telemedizin-Plattformen, Krankenkassen und Arztpraxen, klinisch validierte Hautanalysen in ihre digitalen Angebote zu integrieren. Autoderm erkennt mehr als 70 Hauterkrankungen anhand eines einzigen Smartphone-Fotos, darunter alle relevanten Formen von Hautkrebs. Mit einer diagnostischen Genauigkeit von 79 Prozent liefern wir dermatologische Entscheidungsunterstützung auf klinischem Niveau – skalierbar und jederzeit verfügbar.
Damit gehen wir ein zentrales Versorgungsproblem an: Weltweit gibt es zu wenige Dermatologinnen und Dermatologen, entsprechend lang sind die Wartezeiten. Gleichzeitig gehören Hauterkrankungen zu den häufigsten Gründen für Hausarztbesuche, obwohl Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern oft die spezialisierte dermatologische Ausbildung fehlt. Das führt zu unnötigen Überweisungen, verzögerten Diagnosen und steigenden Kosten.

Wer sind die Menschen hinter Autoderm und welche beruflichen Hintergründe bringen sie in das Unternehmen ein?

Ich heiße Dr. Alexander Börve und bin Mediziner und Unternehmer. Ich habe früh an der Verbindung von Dermatologie und Technologie geforscht. Meine Arbeit bildete unter anderem die Grundlage für das schwedische Hautkrebs-Screening-Programm. Seit über 15 Jahren beschäftige ich mich mit digitaler Dermatologie und habe 2008 mit First Derm/iDoc24 eine der ersten Teledermatologie-Plattformen gegründet. 
Autoderm ist mein zweites Unternehmen. Das aus vier Personen bestehende remote arbeitende Team ist bewusst klein und hoch spezialisiert: Wir vereinen medizinische Expertise mit KI- und Machine-Learning-Kompetenz. Außerdem werden wir von erfahrenen Beraterinnen und Beratern unterstützt, die Know-how aus dem Healthcare-Venture-Capital, der digitalen Gesundheitsstrategie und der Branchenanalyse einbringen. Wir beschäftigen natürlich auch die gesetzlich vorgeschriebene Verantwortungsperson, auch Person Responsible for Regulatory Compliance oder kurz PRRC genannt, die eine Zertifizierung für Medizinprodukte besitzt.

Was ist Autoderms Vision für den Einsatz von KI in der Dermatologie und wie nähert ihr euch diesem Ziel Schritt für Schritt?

Unsere Vision ist es, dermatologisches Screening auf Expertenniveau durch KI-gestützte Infrastruktur universell zugänglich zu machen – für jeden Hauttyp, jedes Geschlecht und jedes Alter. Wir glauben, dass KI das Gesundheitswesen sinnvoll ergänzen sollte, anstatt Menschen zu ersetzen. Autoderm möchte die medizinische Versorgung verbessern und dem Laien schnelle Orientierung für seine Hautgesundheit geben.
Dafür haben wir zunächst unsere Technologie klinisch validiert. Parallel dazu haben wir international die regulatorischen Voraussetzungen geschaffen, darunter die CE-Kennzeichnung für Europa.
Technisch setzen wir auf eine schnittstellenbasierte Plattform, die sich innerhalb weniger Stunden und ohne operative Reibung in bestehende Systeme integrieren lässt. Wir skalieren über strategische Partnerschaften, etwa mit DocMorris in Deutschland. Aktuell stärken wir unsere Präsenz in Europa und bereiten gleichzeitig den Markteintritt in den USA vor.

An welche Zielgruppen richtet sich eure KI-gestützte Hautanalyse und welche Bedürfnisse stehen dabei im Mittelpunkt?

Unsere primäre Zielgruppe ist B2B: Wir stellen Infrastruktur für digitale Gesundheitsplattformen bereit. Unsere Kundinnen und Kunden können damit dermatologische Fähigkeiten anbieten, ohne intern Expertise aufbauen zu müssen.
Entscheidend ist die Positionierung: Dermatologen betrachten KI-Diagnostik oft als Bedrohung für ihre Praxis, während Allgemeinmediziner und Laien sie als Werkzeug annehmen. Indem wir Hausärzten dabei helfen, Erkrankungen zu behandeln, die sie normalerweise überweisen würden, positionieren wir uns als Partner der Gesundheitsversorger, anstatt gegen sie zu konkurrieren.

Wie unterstützt Autoderm digitale Gesundheitsdienste, Apotheken oder Telemedizin-Plattformen konkret in der täglichen Praxis?

Die Integration ist bemerkenswert einfach: Partner verbinden sich mit unserer Schnittstelle und können innerhalb von durchschnittlich drei Stunden ihren Nutzerinnen und Nutzern KI-gestützte Hautanalyse anbieten. Diese laden einfach ein Smartphone-Foto hoch, und unser System liefert eine klinische Bewertung mit potenziellen Erkrankungen und empfohlenen nächsten Schritten.
Für Apotheken wie DocMorris bedeutet dies, dass Kundinnen und Kunden Orientierung erhalten können, ob sie für ihr Hautproblem ein Drogerie- oder Apothekenprodukt oder eine ärztliche Begutachtung brauchen. Telemedizinanbietern hilft Autoderm dabei, Online-Konsultationen zu strukturieren und dringende Fälle schneller zu erkennen.

Was unterscheidet Autoderm von anderen digitalen Hautanalyse-Lösungen?

Autoderm unterscheidet sich in mehreren Punkten vom Wettbewerb. Statt einer reinen Endkunden-App oder spezieller Hardware bieten wir eine skalierbare KI-Infrastruktur, die sich über eine API-Schnittstelle in nahezu jede digitale Plattform integrieren lässt.
Inhaltlich decken wir bereits heute über 70 Hauterkrankungen ab – Tendenz steigend. Damit erfassen wir rund 90 Prozent der Hautprobleme, mit denen Patientinnen und Patienten tatsächlich ärztliche Hilfe suchen. Viele Wettbewerber konzentrieren sich dagegen ausschließlich auf Hautkrebs, was nur einen Teil der realen Versorgung abbildet.
Ein weiterer Vorteil ist unser Datensatz. Wir verfügen über mehr als drei Millionen medizinisch aufbereitete Smartphone-Bilder, von denen bereits 150.000 von Dermatologinnen und Dermatologen ausgewertet wurden. Diese Qualität an Trainingsdaten ist komplex, wird aber zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Auch regulatorisch sind wir weit. Autoderm ist als Medizinprodukt zertifiziert, arbeitet an der erweiterten europäischen Zulassung und wurde von der US-Arzneimittelbehörde FDA als besonders innovativ eingestuft. Das unterstreicht unseren Anspruch auf klinische Qualität und grenzt uns klar von einfachen Wellness-Apps ab.

Welche Rolle spielen medizinische Validierung und regulatorische Anforderungen in eurer Produktentwicklung?

Die Erfüllung regulatorischer Vorgaben gehört fest zu unserer Strategie. Da Autoderm ein Medizinprodukt ist, müssen wir deutlich strengere Anforderungen erfüllen als einfache Gesundheits- oder Wellness-Apps. Das ist aufwendig, verschafft uns aber auch einen klaren Vorteil. In Europa ist Autoderm CE-zertifiziert. Zusätzlich arbeiten wir an der erweiterten MDR-Zulassung der Klasse IIa, die strenge Auflagen zu Qualität, Sicherheit und Dokumentation verlangt. Die regulatorischen Vorgaben in Europa sind komplex und werden durch neue Regeln für KI im Gesundheitswesen weiter verschärft.
In den USA haben wir den FDA-Breakthrough-Status erhalten, dieser beschleunigt den Weg zur Zulassung. Insgesamt verfolgen wir eine klare Doppelstrategie: Mit der CE-Zertifizierung sind wir bereits in Europa aktiv, während wir parallel die Zulassung für den US-Markt vorbereiten.

Welche Herausforderungen begegnen euch bei der Entwicklung eines KI-Medizinprodukts und wie geht ihr damit um?

Die größte technische Herausforderung ist die Datenaufbereitung. Gute KI braucht hochwertige Trainingsdaten. In der Dermatologie bedeutet das: Jede Bildauswertung muss von Fachärztinnen und Fachärzten geprüft werden. Von über drei Millionen Bildern sind bislang rund 150.000 überprüft worden. Das ist aufwendig und teuer. Wir bauen diesen Prozess derzeit gezielt aus.
Hinzu kommt eine komplexe Regulierung. Medizinprodukte- und KI-Vorgaben entwickeln sich ständig weiter, in Europa wie in den USA. Wir begegnen dem mit eigener regulatorischer Expertise und enger Abstimmung mit den Behörden.
Ein weiteres zentrales Thema ist Gleichstellung. Hauterkrankungen sehen je nach Hauttyp unterschiedlich aus. Deshalb achten wir darauf, dass unsere Modelle für verschiedene Bevölkerungsgruppen zuverlässig funktionieren.
Eine eher unterschätzte Herausforderung ist die Bezahlung. Viele erwarten, dass KI kostenlos sein sollte. Dabei fließt ein Großteil unseres Budgets in regulatorische Anforderungen. Ein Vergleich hilft: Autonomes Fahren ist heute oft teurer als ein klassischer Fahrdienst – liefert aber auch eine andere Qualität.

Wie wichtig ist Vertrauen der Nutzerinnen und Nutzer für Autoderm und wie schafft ihr dieses Vertrauen?

Vertrauen entsteht bei uns auf mehreren Ebenen: Zum einen durch wissenschaftliche Studien – unsere Ergebnisse wurden in Fachzeitschriften veröffentlicht und von unabhängigen Expertinnen und Experten geprüft. Das zeigt, dass unsere Technologie zuverlässig arbeitet.
Zum anderen durch offizielle Zertifikate. Verschiedene Aufsichtsbehörden haben unsere Lösung positiv auf medizinische Standards überprüft.
Wichtig ist uns auch Transparenz. Autoderm stellt keine Diagnosen. Es unterstützt Ärztinnen und Ärzte bei Entscheidungen und hilft Patientinnen und Patienten, ihre Hautprobleme besser einzuordnen. Die medizinische Verantwortung bleibt immer beim Menschen.
Zusätzlich schafft die Zusammenarbeit mit etablierten Gesundheitsmarken Vertrauen. Wenn ein Partner wie DocMorris unsere Technologie einsetzt, ist das ein starkes Signal. Auch die Nutzung in der Praxis spricht für sich: Über zwei Millionen Anwendungen und nur zwei Beschwerden zeigen, dass Autoderm zuverlässig im Alltag funktioniert.

Welche weiteren Entwicklungen und nächsten Schritte plant ihr für Autoderm in den kommenden Monaten?

In den kommenden Monaten stehen mehrere Themen im Fokus. Die Gespräche mit Investorinnen und Investoren aus dem Gesundheitsbereich verlaufen positiv, auch nach Treffen auf der JPM Health Conference 2026 in San Francisco.
Gleichzeitig bauen wir unser Geschäft in Europa weiter aus, vor allem in Deutschland über die Partnerschaft mit DocMorris sowie in Großbritannien. Parallel bereiten wir den Markteintritt in den USA vor und arbeiten weiter an der FDA-Zulassung. Dabei prüfen wir auch Kooperationen mit Universitätskliniken, die uns mit zusätzlichen Studiendaten unterstützen können.
Technisch verbessern wir unsere KI kontinuierlich. Wir erweitern die Auswertung medizinischer Bilddaten und bauen die Zahl der erkennbaren Hauterkrankungen weiter aus. Neue Funktionen und leistungsstärkere Modelle werden zunächst in den USA eingeführt. In Europa folgen sie, sobald die nächste regulatorische Zulassung abgeschlossen ist.

Welche drei Ratschläge würdest du anderen Gründern geben, die ein Startup im Health-Tech-Bereich aufbauen möchten?

Mein erster Rat ist, die eigene Rolle im Gesundheitssystem genau zu verstehen. Entscheidend ist, welchen konkreten Mehrwert man bietet. Bei uns war es der Fokus auf Geschwindigkeit und Einfachheit: Foto hochladen, kurze Zeit später eine fundierte Einschätzung erhalten.
Zweitens sollten Zertifizierungen und Zulassungen von Anfang an oberste Priorität haben. Viele Gründerinnen und Gründer sehen sie als lästige Pflicht. In Wahrheit sind sie ein klarer Wettbewerbsvorteil. Wer früh in regulatorische Expertise investiert, gewinnt Vertrauen, Zugang zum Markt und langfristige Stabilität.
Drittens lohnt es sich, Infrastruktur statt einzelner Produkte zu bauen. Autoderm stellt Technologie bereit, die andere nutzen können, statt selbst um Endkundinnen und -kunden zu konkurrieren. Das schafft starke Partnerschaften und ermöglicht Wachstum über bestehende Kanäle.

Bildcredits: @privat

Wir bedanken uns bei Dr. Alexander Börve für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Autoderm

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Kontakt:

Autoderm Inc.
Dr. Alexander Börve
2991 Sacramento St, Unit #183
Berkeley, CA 94702
USA

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support@autoderm.ai

Ansprechpartner: Alexander Börve

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