Dienstag, Februar 17, 2026
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Was entscheidet heute über gute Reinigung?

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FloorZilla Diamantfaser für professionelle Reinigung Enrico Flade by FloorZilla

FloorZilla entwickelt innovative Reinigungslösungen auf Basis einer patentierten Diamantfaser-Technologie, die professionelle Reinigung gründlicher, ergonomischer und effizienter macht

Wie würden Sie FloorZilla und das Team dahinter in wenigen Worten vorstellen?

FloorZilla ist eine junge, technologiegetriebene Marke mit einer klaren Mission: Reinigung soll gründlicher, einfacher und verlässlicher werden. Gegründet von Enrico Flade, ehemaliger Ingenieur, Gründer am Fraunhofer-Institut und Erfinder der Diamantfaser.

Statt bestehende Produkte nur zu verbessern, entwickelt FloorZilla Lösungen für reale Herausforderungen im Reinigungsalltag. Die innovative Diamantfaser-Technologie setzt dabei auf Millionen mikroskopisch kleine Diamanten, die selbst hartnäckigste Verschmutzungen lösen, wo herkömmliche Methoden scheitern. Das Ergebnis ist eine schnellere, gründlichere und mühelosere Reinigung – manuell wie maschinell – bei gleichzeitig ressourcenschonender und effizienter Leistung.

Doch es geht nicht nur um Leistung, für FloorZilla steht der Mensch im Mittelpunkt. Der eigentliche Wert unserer Technologie liegt in klar messbaren USPs – insbesondere in der spürbaren Leichtläufigkeit und Entlastung im täglichen Einsatz, die zu besseren Arbeitsbedingungen beitragen. Genau diese Faktoren schaffen echten Mehrwert für Anwender und Entscheider. Besonders in der Klinikreinigung stößt dieser Ansatz auf große Resonanz und führte bereits zu Großaufträgen.

Welche Vision verfolgt FloorZilla und welche Schritte sind notwendig, um diese langfristig zu erreichen?

Unsere Vision ist es, die Diamantfaser als innovative und nachhaltige Lösung im Reinigungsmarkt zu etablieren und Mikrofaserprodukte als bisheriges Nonplusultra der gewerblichen Reinigung zu ersetzen. Dieser Anspruch ist ambitioniert, aber realistisch: Praktische Tests zeigen deutlich, dass die Diamantfaser bessere Ergebnisse erzielt und dabei spürbar weniger Kraftaufwand erfordert – eine wichtige Unterstützung für Reinigungskräfte, die jeden Tag Großartiges leisten.

Unsere nächsten Schritte sind die standardisierte Anwendung im Klinikbereich, ein geplanter Ausbau der Produktion sowie der sukzessive Eintritt in weitere Branchen – stets auf Basis klar belegbarer Leistungswerte.

Ihr Unternehmen setzt seit 2019 auf Qualität, Ergonomie und Nachhaltigkeit. Welche Überlegungen haben diesen Ansatz geprägt?

Wir sind als Dienstleister für ortsselektive Direktbeschichtung ohne Chemie oder Bindemittel gestartet und haben uns schnell im Markt etabliert. Getrieben von großer Neugierde haben wir nach Einsatzfeldern gesucht, in denen wir unser Know-how für die eigene Produktion verwenden können. Die thermokinetische Beschichtung von textilen Stoffen ist keine leichte Aufgabe, aber wir waren uns sicher, dass hier enormes Potenzial schlummert. Der Reinigungsmarkt ist preissensibel. Viele Produkte wirken auf den ersten Blick günstig, verursachen aber versteckte Folgekosten, etwa durch Reklamationen oder eine hohe körperliche Belastung der Anwender. Denn mangelnde Ergonomie führt nicht selten zu gesundheitlichen Beschwerden und erhöhtem Krankheitstand. Gleichzeitig lässt die Reinigungsleistung oft zu wünschen übrig oder die Produkte verschleißen schnell, was ebenfalls zusätzliche Kosten verursacht.

Wie stellen Sie sicher, dass die Bedürfnisse professioneller Anwender aus Industrie, Gebäudereinigung und Gesundheitswesen präzise getroffen werden?

Wir entwickeln nur selten „auf dem weißen Blatt“. Fast jede Produktentwicklung basiert auf Feldtests in Kliniken, Industriebetrieben oder bei Reinigungsdienstleistern. Und auch jede Weiterentwicklung erfolgt auf Basis klar strukturierter Praxistests, direkt aus dem Einsatz vor Ort. Dabei stellen wir uns drei entscheidende Fragen: Was bremst die Anwender am Arbeitsplatz? Was ist technisch machbar? Und: Was bringt sowohl Leistung als auch Entlastung?

Gleichzeitig fließen die Erkenntnisse aus den anspruchsvollsten Einsatzbereichen, vor allem Kliniken, unmittelbar in unseren Markenaufbau ein. Wenn die Diamantfaser dort überzeugt, schafft das auch Vertrauen in anderen Branchen.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen aktuell im Markt für professionelle Reinigungstechnik und wie gehen Sie damit um?

Die größte Herausforderung birgt nicht die Konkurrenz, sie liegt in der Macht der Gewohnheit. Viele Betriebe nutzen Produkte, die „so schon immer ganz gut funktioniert haben“. Zudem sind die Beschaffungs- und Lagerungsprozesse für Reinigungsmaterialien oft komplexer als man denkt. Unsere Antwort darauf ist datengestützte Vergleichbarkeit: unabhängige Tests, messbare Ergonomie-Effekte und klare Wirtschaftlichkeitsrechnungen. So lenken wir die Diskussion weg von Routinen hin zu nachvollziehbaren Kriterien. Das stärkt auch unsere Marke, weil wir nicht auf reine Behauptungen setzen, sondern auf klar belegbare Ergebnisse.

Was macht die patentierte Diamantbeschichtung Ihrer Wischbezüge und Reinigungspads so besonders?

Unsere Faser verbindet die Eigenschaften eines Diamantpads mit der Flexibilität eines Mikrofaserbezugs. Ihre Besonderheit liegt im thermokinetischen Herstellungsverfahren. Die Diamantpartikel sind fest in der Faserstruktur verankert, ohne abrasiv zu wirken. Das Ergebnis ist eine hohe Schmutzlösung bei deutlich geringerem Kraftaufwand. Zudem sind die verwendeten Diamanten bis zu zehnmal kleiner als ein menschliches Haar. Mit bis zu 16 Millionen mikroskopisch kleinen Diamanten pro Wischbezug wird die Mikrofaser direkt beschichtet. So entsteht eine extrem gleichmäßige Wirkfläche, die Schmutz effizient löst und gleichzeitig schonend zum Boden ist.

Wie gelingt es Ihnen, Innovationen kontinuierlich in ein bestehendes Fachhändlernetzwerk zu integrieren?

Wir haben uns bewusst dafür entschieden, uns zunächst in einer anspruchsvollen Nische wie dem Klinikmarkt zu etablieren. Die Einstiegshürden sind hier besonders hoch, da die Anforderungen an Hygiene, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit extrem streng und Entscheidungsprozesse meist zentral organisiert sind. Entsprechend aufwendig ist die Überzeugungsarbeit, weil neue Produkte umfangreich getestet und validiert werden müssen.

Gerade diese hohen Hürden sind für uns jedoch ein Vorteil: Wenn sich die Diamantfaser im Klinikbereich als Standard etabliert, ist das das stärkste Qualitätsargument für den Eintritt in weitere Branchen. Händler und Gebäudereiniger agieren deutlich entschlossener, wenn sie ein Produkt mit klarer Marktposition und belegbaren Ergebnissen anbieten können.

Unsere USPs sind eindeutig definiert, und die erfolgreich gemeisterten Markteintrittshürden im Klinikbereich schaffen Vertrauen. So erleichtern wir unseren Partnern den Vertrieb und bauen unser Fachhändlernetzwerk Schritt für Schritt aus.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für FloorZilla im Hinblick auf Materialien, Produktion und Lebensdauer der Produkte?

Nachhaltigkeit wird bei uns klar in ökologische und soziale Aspekte unterteilt. Im ökologischen Sinne bedeutet das vor allem Haltbarkeit und regionale Produktion. Ein Produkt, das doppelt so lange hält und weniger Chemie benötigt, schneidet in der Gesamtbilanz besser ab als jede „ökologische Verpackung“. Dank unserer Fertigung in Deutschland können wir zudem kurze Wege und strenge Qualitätskontrollen gewährleisten.

Gleichzeitig legen wir großen Wert auf soziale Nachhaltigkeit: Unsere Produkte sind so entwickelt, dass sie die körperliche Belastung der Anwender deutlich reduzieren und damit zur Entlastung der Mitarbeitenden beitragen. Weniger Verschleiß, weniger Chemie und bessere Ergonomie – das ist für uns gelebte Nachhaltigkeit.

Inwiefern unterscheiden sich die Anforderungen Ihrer verschiedenen Kundengruppen und wie darauf reagieren Sie?

Die Anforderungen an das Produkt selbst unterscheiden sich kaum. Die Unterschiede zeigen sich vor allem in der Marktstruktur und in den Entscheidungsprozessen der jeweiligen Kundengruppen.

In Kliniken werden Kaufentscheidungen meist zentral auf Managementebene getroffen, während sie in der Gebäudereinigung dezentral auf operativer Ebene erfolgen. Maßgeblich ist daher zu verstehen, wer final über den Einsatz unserer Produkte entscheidet und wie diese Entscheidungsstrukturen aufgebaut sind.

Wir passen deshalb nicht das Produkt an, sondern unsere Kommunikation, Nutzenargumentation und Vertriebsmaßnahmen. Diese richten wir gezielt auf die jeweiligen Entscheider aus. Dieser Lernprozess ist essenziell für uns und hilft, unsere Strategie kontinuierlich zu optimieren.

Welche Entwicklungen oder Erweiterungen des Produktportfolios sind bereits geplant oder denkbar?

Derzeit liegt unser Hauptaugenmerk nicht auf der Erweiterung des Produktportfolios, obwohl hier viele Spezialisierungen möglich wären. Zunächst müssen wir erst einmal für eine breitere Bekanntheit der Diamantfaser sorgen. Sobald die Basistechnologie fest im Markt verankert ist, sind zusätzliche Formate, Spezialfasern oder neue Materialkombinationen denkbar. Strategisch steht die Marktdurchdringung jedoch klar vor einer Portfolio-Erweiterung.

Welche persönlichen Erfahrungen aus Ihrer Unternehmensentwicklung möchten Sie anderen Gründerinnen und Gründern mitgeben?

Eine der wichtigsten Erfahrungen für mich ist, dass Unternehmertum vor allem bedeutet, schnell zu lernen und sich kontinuierlich anzupassen. Nicht alle Annahmen sind von Anfang an richtig, erst der direkte Austausch mit dem Markt zeigt, was wirklich funktioniert.

Entscheidend ist eine starke Kundenorientierung: Der Markt bestimmt, was gebraucht wird, nicht das Bauchgefühl der Gründer. Produkte sollten dabei nicht zu weit von bestehenden Abläufen abweichen, da eine zu große Veränderung häufig auf Widerstand stößt und die Akzeptanz sinkt.

Offenheit für Feedback und die Bereitschaft, den eigenen Kurs zu hinterfragen und anzupassen, sind essenziell. Gleichzeitig habe ich gelernt, dass Kundenfeedback kritisch bewertet werden muss, denn im direkten Gespräch fällt es vielen schwer, ehrlich zu sein und Kritik zu äußern. Positives Feedback bedeutet also nicht automatisch, dass ein hervorragendes Ergebnis garantiert ist oder ein Produkt langfristig Bestand haben wird.

Deshalb ist eine offene und ehrliche Beziehung zu den Kunden besonders wichtig: eine Partnerschaft, in der man die Wahrheit ungeschönt aussprechen kann. Nur so entstehen belastbare Erkenntnisse, die wirklich weiterhelfen und nachhaltigen Erfolg ermöglichen.

Was sind aus Ihrer Sicht drei entscheidende Ratschläge, die angehende Unternehmer auf ihrem Weg unbedingt berücksichtigen sollten?

  1. Löst ein echtes Problem und validiert früh: Echte Gespräche mit dem Markt sind wichtiger als perfekte Pläne. Feedback sollte kritisch geprüft werden, da Kunden tendenziell positiv reagieren, auch wenn das Produkt später nicht genutzt wird. Produkte sollten sich nah an der Komfortzone der Nutzer bewegen.
  2. Baut ein komplementäres Team auf: Gründet nicht allein. In einem Team aus zwei bis drei Personen mit unterschiedlichen Stärken ist die Last optimaler verteilt und für bessere Entscheidungen gesorgt.
  3. Akzeptiert Unsicherheit als Teil des Prozesses: Der Weg zum Markt bringt viele unerwartete Hürden mit sich. Ein starkes Produkt allein reicht nicht. Klarer Mehrwert, USPs und ein guter Vertrieb sind entscheidend. Dabei sollte man sich nicht blind auf bestehende Vertriebsstrukturen verlassen. Flexibilität und Lernbereitschaft sind zentrale Erfolgsfaktoren.

Bildcredits @ FloorZilla

Wir bedanken uns bei Enrico Flade für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sinpex sichert sich 10 Millionen Euro für den Ausbau der KYB-Automatisierung

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Sinpex sichert sich 10 Millionen Euro für den Ausbau der KYB-Automatisierung

Key Takeaways

  • Sinpex hat eine Series-A-Finanzierungsrunde über 10 Millionen Euro abgeschlossen, um seine KYB-Automatisierung und Expansion in weitere EU-Märkte voranzutreiben.
  • Die Plattform automatisiert regulatorische Prüfprozesse für Unternehmen und bietet eine integrierte Lösung für Onboarding und Compliance.
  • Sinpex kombiniert verschiedene Compliance-Funktionen in einer Plattform, um den regulatorischen Anforderungen effizient nachzukommen.
  • Die Plattform zielt darauf ab, regulatorische Prozesse über Ländergrenzen hinweg konsistent zu steuern und gleichzeitig manuelle Schritte zu reduzieren.
  • Der Erfolg von Sinpex hängt von der Integrationsfähigkeit der Plattform und ihrer Fähigkeit ab, sich an regulatorische Änderungen anzupassen.

Das Münchner RegTech-Unternehmen Sinpex hat eine Series-A-Finanzierungsrunde über 10 Millionen Euro abgeschlossen. Die Plattform automatisiert Know-your-Business-(KYB)- und KYC-Prozesse für regulierte Unternehmen und setzt dabei insbesondere auf moderne KYB-Automatisierung. Mit dem Kapital will Sinpex sein Produkt weiterentwickeln und in zusätzliche europäische Märkte expandieren.

Was angekündigt wurde

Sinpex hat eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 10 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Runde von BlackFin Capital Partners, einem auf Finanzdienstleistungen spezialisierten Investor. Die bestehenden Investoren ACE Ventures und TX Ventures beteiligen sich erneut.

Das Unternehmen entwickelt eine Softwareplattform, die regulatorische Prüfprozesse im Geschäftskundenumfeld digital abbildet. Der Fokus liegt auf der Automatisierung von Onboarding-, Prüf- und Überwachungsprozessen, die im Kontext von Geldwäscheprävention und regulatorischer Compliance erforderlich sind.

Das frische Kapital ist für weiteres Wachstum, den Ausbau der Plattform sowie die Expansion in weitere EU-Märkte vorgesehen. Als Zielmärkte nennt das Unternehmen unter anderem Frankreich und die Niederlande. Konkrete Zeitpläne für den Markteintritt oder detaillierte Investitionsschwerpunkte wurden nicht veröffentlicht.

Wie die Sinpex Plattform aufgebaut ist

Sinpex positioniert sich als integrierte Plattform für den gesamten regulatorischen Lebenszyklus von Geschäftskunden. Die Software deckt sowohl das initiale Onboarding als auch wiederkehrende Prüfungen ab, die im Rahmen von Re-KYC- und KYB-Pflichten notwendig sind.

Zum Funktionsumfang gehören die strukturierte Erfassung von Unternehmensdokumenten, die Identifizierung wirtschaftlich Berechtigter, Risikobewertungen sowie Prüfungen im Zusammenhang mit Geldwäsche- und Sanktionsvorgaben. Ergänzt wird dies durch kontinuierliche Überwachungsmechanismen, die Veränderungen in Eigentümerstrukturen oder Risikoprofilen erfassen.

Technisch basiert die Plattform auf einem standardisierten, länderübergreifenden KYB-Datenmodell. Künstliche Intelligenz wird eingesetzt, um Registerdaten auszuwerten und komplexe Eigentümerstrukturen zu analysieren. Ziel ist es, Prüfprozesse konsistenter zu gestalten und manuelle Arbeitsschritte zu reduzieren.

Was Nutzer konkret bei Sinpex bekommen

Adressiert werden vor allem Compliance-Teams in Banken, Zahlungsdienstleistern, E-Commerce-Plattformen sowie weiteren regulierten Branchen. Die Plattform strukturiert Prüfprozesse, dokumentiert diese nachvollziehbar und stellt sie revisionsfähig bereit.

Sinpex zielt darauf ab, regulatorische Anforderungen zentral in einer Lösung abzubilden, anstatt mehrere Einzellösungen zu kombinieren. Genannt werden unter anderem Vorgaben aus europäischen Regelwerken wie AMLD5/6, PSD2/3 und DAC7. Die Software soll dabei helfen, Prüfungen konsistent durchzuführen und regelmäßig zu aktualisieren.

Informationen zu verfügbaren Paketen und Preisstrukturen sind auf der Website des Unternehmens einsehbar. Welche Module in der Praxis genutzt werden und wie stark sich Prozesse automatisieren lassen, dürfte jedoch vom jeweiligen Anwendungsfall und der bestehenden Systemlandschaft abhängen.

Marktcheck: Integrierte KYB-Automatisierung in einem fragmentierten Markt

Der Markt für Compliance-Software ist stark fragmentiert. Neben großen Plattformanbietern existieren zahlreiche spezialisierte Lösungen für einzelne Aufgaben wie Identitätsprüfung, Transaktionsmonitoring oder Sanktionslisten-Screening.

Sinpex verfolgt einen integrierten Ansatz, der mehrere dieser Funktionen in einer Plattform bündelt. Der Vorteil liegt in der durchgängigen Abbildung regulatorischer Prozesse über Ländergrenzen hinweg. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass Unternehmen bestehende Systeme nicht vollständig ablösen, sondern nur punktuell ergänzen.

Der regulatorische Druck auf Finanz- und Zahlungsdienstleister dürfte durch kommende EU-Vorgaben weiter steigen. Ob sich eine umfassende KYB-Automatisierung gegenüber modularen Ansätzen durchsetzt, hängt maßgeblich von Integrationsfähigkeit, Datenqualität und Akzeptanz im operativen Alltag ab.

Offene Fragen zum Wachstum

Details zu Umsatz, Kundenanzahl oder Marktanteilen veröffentlicht Sinpex nicht. Auch wie groß das Angebot in neuen Märkten zum Start sein wird, ist derzeit nicht bekannt.

Unklar bleibt zudem, wie schnell sich die Plattform in weiteren Ländern skalieren lässt und welche Rolle partnerschaftliche Integrationen dabei spielen. Der Nutzen der Lösung steht und fällt mit der Fähigkeit, regulatorische Komplexität tatsächlich zu reduzieren und dauerhaft aktuell zu bleiben.

Stimmen aus Unternehmen Sinpex und Investorensicht

CEO und Gründer Dr. Camillo Werdich verweist auf steigende regulatorische Anforderungen und wachsende Erwartungen an digitale Prozesse. Die Finanzierung ermögliche es, die Automatisierung weiter voranzutreiben und das Team auszubauen.

Auf Investorenseite sieht BlackFin Capital Partners einen strukturell wachsenden Bedarf an skalierbaren Compliance-Lösungen. Sinpex vereine Produktreife und Umsetzungserfahrung, so die Einschätzung des Investors.

Ausblick: Regulierung als Beschleuniger – Umsetzung als Prüfstein

Der Erfolg von Sinpex wird davon abhängen, wie gut sich die Plattform in bestehende IT-Landschaften integrieren lässt und wie flexibel sie auf regulatorische Änderungen reagieren kann. Die kommenden Jahre dürften durch neue EU-Vorgaben geprägt sein, was den Bedarf an strukturierter KYB-Automatisierung erhöht.

Entscheidend wird sein, ob es Sinpex gelingt, ausreichend Unternehmen für einen ganzheitlichen Plattformansatz zu gewinnen – und diesen über Ländergrenzen hinweg dauerhaft aktuell zu halten.

Bildcredits: @Sinpex

Welche Blockchain-Technologie ist die richtige Wahl?

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Blockchain-Technologien: Transaktionen und Kryptowährungen

Die moderne Blockchain-Technologie verändert ganze Branchen. Von digitalen Währungen bis hin zu Unternehmensnetzwerken entstehen täglich neue Blockchain-Plattformen, die mit ihrer dezentralen Struktur und hohen Sicherheit beeindrucken. Doch mit der wachsenden Vielfalt wird die Frage entscheidend: Welche Blockchain ist die beste Basis für ein Projekt?

In diesem Artikel zeigen wir, worauf es bei der Wahl der besten Blockchain-Plattformen ankommt. Wir erläutern die Unterschiede zwischen den führenden Blockchain-Netzwerken, beleuchten konkrete Anwendungsfälle und erklären, warum die Aufzeichnung von Transaktionen in einer dezentralisierten Umgebung Vertrauen und Transparenz schafft.

Grundlagen: Wie funktioniert die Blockchain-Technologie?

Die Blockchain-Technologie ist ein dezentralisiertes Ledger, das Transaktionen dauerhaft und transparent speichert. Jeder Block enthält Daten über eine Transaktion oder eine Gruppe von Transaktionen. Sobald ein Block abgeschlossen ist, wird er an die Kette der neuen Blöcke angehängt und kryptografisch gesichert.

Im Gegensatz zu klassischen Datenbanken gibt es keine zentrale Instanz, die Daten kontrolliert. Stattdessen wird jede Aktion durch alle Teilnehmer des Blockchain-Netzwerks gemeinsam validiert. Dieser Prozess, das Validieren von Transaktionen, stellt sicher, dass jede Kryptowährung und jeder Smart Contract korrekt und unveränderlich aufgezeichnet wird. Diese Struktur sorgt für Sicherheit und Dezentralisierung, da kein einzelner Akteur die Kontrolle besitzt.

Die Einführung von Blockchain begann mit der Bitcoin Blockchain, die das Prinzip dezentraler Netzwerke populär machte. Heute existieren öffentliche Blockchains wie Ethereum, Solana, Polkadot oder Avalanche, aber auch private Blockchains, etwa auf Basis von Hyperledger Fabric oder der IBM Blockchain Foundation. Beide Varianten haben ihren Platz – öffentliche Systeme bieten Transparenz, private Lösungen bieten Kontrolle und Datenschutz.

Entscheidungskriterien: Welche Blockchain ist für Ihr Projekt geeignet?

Die Entscheidung für eine bestimmte Blockchain-Plattform hängt von technischen und geschäftlichen Faktoren ab. Wichtig sind Transaktionsgeschwindigkeit, Gebühren, Sicherheit, Skalierbarkeit und die Entwickler-Community.

Wer etwa eine große Anzahl an Transaktionen pro Sekunde benötigt, profitiert von Avalanche oder Solana, während Ethereum durch eine enorme Anzahl an Entwicklern und Tools punktet. Projekte, die regulatorische Anforderungen erfüllen müssen, greifen auf Hyperledger oder private Blockchain-Lösungen zurück.

Ein gutes Blockchain-Netzwerk zeichnet sich durch klare Governance-Strukturen, hohe Effizienz und Stabilität aus. Für viele Anwendungen ist zudem entscheidend, ob es sich um öffentliche Blockchains oder private Blockchains handelt. Öffentliche Systeme fördern Innovation und Offenheit, während private Systeme Kontrolle und Datenschutz gewährleisten.
Auch hier spielt das Validieren von Transaktionen eine Schlüsselrolle – je effizienter der Konsensmechanismus, desto stabiler das gesamte Netzwerk

Blockchain-Auswahl nach Projektziel und Anwendungsfall

Je nach Zielsetzung unterscheiden sich die Anforderungen an eine Blockchain-Technologie erheblich. Ein NFT-Marktplatz hat andere Bedürfnisse als eine DeFi-Plattform oder ein Industrieprojekt zur Prozessoptimierung.

Avalanche überzeugt durch Skalierbarkeit, während Polkadot verschiedene Blockchains miteinander verbindet. Die Hyperledger Fabric eignet sich für unternehmensinterne Prozesse mit sensiblen Daten. Die IBM Blockchain Foundation wiederum ist ein Beispiel für die praktische Nutzung von Hyperledger zur Nachverfolgung komplexer Lieferketten.

Damit zeigt sich: Die besten Blockchain-Plattformen unterscheiden sich nicht durch Popularität, sondern durch ihre Eignung für bestimmte Anwendungsfälle. Für Unternehmen, die eine eigene Kryptowährung entwickeln wollen, bietet sich eine Plattform an, die sich leicht anpassen lässt und eine stabile Validator-Struktur bietet.

Welche Rolle spielt Bitcoin in modernen Blockchain-Netzwerken?

Die Bitcoin Blockchain bleibt die Grundlage vieler moderner Systeme. Sie war die erste, die das Konzept des Mining von Kryptowährungen und die dezentrale Aufzeichnung von Transaktionen erfolgreich umsetzte.

Heute steht Bitcoin sinnbildlich für Sicherheit, Stabilität und das Vertrauen in dezentralisierte Technologien. Auch wenn die Ethereum Blockchain und andere Netzwerke zusätzliche Funktionen wie Smart Contracts bieten, bleibt Bitcoin der Maßstab, wenn es um unveränderliche Daten und hohe Sicherheit geht.

Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum haben den Weg für eine völlig neue Wirtschaft eröffnet – von DeFi-Anwendungen bis hin zu Tokenisierung physischer Werte. Jede Kryptowährung basiert auf einem transparenten System, das durch kontinuierliches Validieren der Transaktionen Sicherheit garantiert.

Fehler vermeiden: Worauf Unternehmen bei Blockchain-Projekten achten sollten

Viele Blockchain-Projekte scheitern nicht an der Idee, sondern an falschen Entscheidungen in der Infrastruktur. Fehlende Analyse der Blockchain-Netzwerks-Stabilität oder unterschätzte Gebühren können hohe Kosten verursachen. Ebenso kritisch ist die Auswahl einer Plattform mit zu geringer Entwickler-Basis.

Ein stabiles, skalierbares Netzwerk mit klarer Governance ist die Grundlage für langfristigen Erfolg. Unternehmen sollten vor der Implementierung prüfen, ob das gewählte System ausreichend Dokumentation, Community-Support und Integrationsmöglichkeiten bietet.

Fazit: Welche Blockchain-Technologie passt zu Ihrem Ziel?

Die Auswahl der passenden Blockchain-Technologie ist ein strategischer Schlüssel für jedes Projekt. Die Vielfalt der Blockchain-Plattformen – von Bitcoin über Ethereum, Polkadot und Avalanche bis hin zu Hyperledger Fabric – eröffnet enorme Chancen, erfordert aber Fachwissen und Erfahrung.

Wer die Funktionsweise verschiedener Blockchain-Netzwerke versteht und die Sicherheit der Blockchain gezielt nutzt, kann langfristig von einer dezentralen, transparenten und effizienten Infrastruktur profitieren. Die Fähigkeit, jede Kryptowährung zuverlässig zu validieren, ist dabei einer der zentralen Erfolgsfaktoren.

Wenn Sie eine eigene Blockchain umsetzen möchten, sollten Sie ein geeignetes Blockchain Unternehmen aussuchen, einen Partner professionelle Token-Entwicklung und -Vermarktung.

Autor: Annabel Hauguth

Bildquelle: Photo by Morthy Jameson

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Bill up startet in Deutschland: Mobile Rechnungszahlung

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Bill up startet in Deutschland und setzt auf mobile Rechnungszahlung

Key Takeaways

  • Das Fintech Bill up bringt seine Rechnungs-App nach Deutschland, um Selbstständige und Kleinstunternehmen zu unterstützen.
  • Die App ermöglicht die schnelle Erfassung, Bezahlung und Archivierung von Rechnungen über ein Smartphone.
  • Bill up bietet eine kostenlose Version für bis zu fünf Rechnungen pro Monat und ein Premium-Modell mit erweiterten Funktionen.
  • Der Markteintritt erfolgt im Kontext wachsender regulatorischer Anforderungen durch die E-Rechnungspflicht in Europa.
  • Der Erfolg hängt von der Akzeptanz bei Nutzern und der Integration in bestehende Arbeitsabläufe ab.

Das französische Fintech Bill up bringt seine App zur Bezahlung und Verwaltung von Rechnungen nach Deutschland. Nach dem Markteintritt in Frankreich folgt nun die Expansion in einen Markt, der durch regulatorische Veränderungen rund um die E-Rechnung in Bewegung geraten ist. Das Unternehmen adressiert vor allem Selbstständige und Kleinstunternehmen, öffnet das Angebot aber auch für Privatpersonen.

Was Bill up in Deutschland gestartet hat

Bill up wurde im Juli 2024 in Annecy gegründet und ist seit Januar 2026 offiziell in Deutschland verfügbar. Die App steht für Android und iOS bereit und soll Rechnungszahlung und -archivierung über das Smartphone ermöglichen. Das Unternehmen wurde von Frédéric Vacheron gegründet, Anthony Scacchetti ist als COO für das operative Geschäft verantwortlich. Die internationale Expansion, insbesondere der deutsche Markt, liegt im Verantwortungsbereich von Virginie Vinas als Head of International Development.

Der Markteintritt in Deutschland ist Teil einer breiteren Internationalisierungsstrategie. Neben Frankreich ist die Anwendung bereits in mehreren europäischen Ländern verfügbar, darunter Belgien, Liechtenstein und Italien. Eine lokale Niederlassung ist nicht vorgesehen; der Vertrieb erfolgt vollständig digital.

Wie Bill up als Rechnungs-App funktioniert

Kern des Angebots von Bill up ist eine mobile Anwendung, die Rechnungen per Smartphone-Kamera erfasst. Eine integrierte OCR-Technologie liest relevante Daten wie Rechnungsbetrag, Fälligkeitsdatum, Zahlungsempfänger oder IBAN automatisch aus. Ziel ist es, manuelle Eingaben zu reduzieren und Fehler zu vermeiden.

Die Bezahlung erfolgt direkt über die App. Dafür bindet Bill up Bankkonten der Nutzerinnen und Nutzer über den Partner Bridge an. Unterstützt werden verschiedene Banken, darunter Direktbanken ebenso wie klassische Institute. Das Konto, über das eine Rechnung beglichen werden soll, kann innerhalb der App ausgewählt werden. Die Anwendung setzt nach eigenen Angaben auf Verschlüsselungstechnologien und ist DSGVO-konform ausgelegt.

Was Nutzer konkret bekommen

Bill up richtet sich vor allem an Selbstständige, Kleinstunternehmen und Betriebe mit begrenzten administrativen Ressourcen, etwa im Handwerk. Rechnungen von Lieferanten, Dienstleistern oder Versicherungen sollen sich schnell erfassen, bezahlen und zentral archivieren lassen. Auch Privatpersonen können die App nutzen, wenngleich der Fokus klar auf professionellen Anwendungsfällen liegt.

Eine kostenfreie Version erlaubt die Verwaltung und Bezahlung von bis zu fünf Rechnungen pro Monat. Darüber hinaus bietet Bill up ein Premium-Modell mit unbegrenzten Zahlungen, Zahlungserinnerungen und Funktionen zur Zusammenarbeit, etwa mit Steuerberatern. Rechnungen lassen sich dort auch teilen und gemeinsam verwalten.

Im Zusammenhang mit der europäischen E-Rechnungsreform arbeitet Bill up mit zertifizierten Plattformen zusammen. Der Fokus liegt zunächst auf dem Rechnungseingang, um die formale Konformität elektronischer Rechnungen sicherzustellen.

Marktcheck: Bill up im Umfeld etablierter Rechnungs- und Banking-Tools

Der Markt für digitales Rechnungsmanagement ist in Deutschland bereits dicht besetzt. Neben klassischen Buchhaltungs- und ERP-Lösungen gibt es zahlreiche Banking-Apps und Fintechs, die Zahlungsfunktionen mit Verwaltungsfeatures kombinieren. Bill up positioniert sich als schlanke, mobile Lösung, die ohne umfangreiche Softwareeinführung auskommen soll.

Der Vorteil dieses Ansatzes liegt in der niedrigen Einstiegshürde, insbesondere für Nutzergruppen, die mit komplexen Management-Tools wenig Erfahrung haben. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass Funktionsumfang und Integrationen hinter umfassenderen Lösungen zurückbleiben. Ob sich Bill up langfristig behaupten kann, dürfte davon abhängen, ob die App ausreichend tief in bestehende Arbeitsabläufe integrierbar ist.

Bill up und der regulatorische Rückenwind durch die E-Rechnung

Das Unternehmen verweist auf ein günstiges regulatorisches Umfeld, insbesondere durch die schrittweise Einführung der E-Rechnungspflicht in Europa. Diese Entwicklung erhöht den Druck auf Unternehmen, ihre Rechnungsprozesse zu digitalisieren. Bill up will davon profitieren und strebt nach eigenen Angaben bis 2026 eine deutlich höhere Nutzerzahl an.

Anthony Scacchetti betont, dass nicht allein regulatorische Vorgaben über den Erfolg entscheiden. Die Akzeptanz bei Nutzerinnen und Nutzern, die wenig Erfahrung mit digitalen Tools haben, bleibe eine zentrale Herausforderung. Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit und Compliance seien daher entscheidende Faktoren.

Offene Fragen rund um Bill up in Deutschland

Wie groß das Angebot von Bill up zum Start in Deutschland ist, ist derzeit nicht bekannt. Auch zu konkreten Umsätzen, Marktanteilen oder zur Nutzungshäufigkeit hierzulande macht das Unternehmen keine Angaben. Details zur Preisgestaltung der Premium-Version über die genannten Funktionsumfänge hinaus bleiben offen.

Unklar ist zudem, wie stark die App an spezifische Anforderungen des deutschen Marktes angepasst wird und welche zusätzlichen Funktionen in Zukunft geplant sind. Angaben zu einem Zeitplan für weitere Ausbaustufen wurden bislang nicht veröffentlicht.

Ausblick: Akzeptanz und Angebotstiefe

Der Markteintritt von Bill up fällt in eine Phase, in der viele Selbstständige und kleine Unternehmen ihre Rechnungsprozesse neu ordnen müssen. Ob sich die App in Deutschland etabliert, wird davon abhängen, wie gut sie den Spagat zwischen Einfachheit und professionellen Anforderungen meistert. Entscheidend wird sein, ob sich ausreichend Nutzer gewinnen lassen und die Anwendung im Alltag tatsächlich als Entlastung wahrgenommen wird.

Foto/Quelle: Open2Europe

Porsche Fahrer Marktplatz startet in Kooperation mit Classic Trader

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Porsche Fahrer Marktplatz startet: Delius Klasing kooperiert mit Classic Trader

Key Takeaways

  • Delius Klasing und Classic Trader haben einen neuen Marktplatz für Porsche-Fahrzeuge unter der Marke Porsche Fahrer gestartet.
  • Die Plattform bietet sowohl klassische als auch moderne Porsche-Modelle und kombiniert redaktionelle Inhalte mit Fahrzeuganzeigen.
  • Classic Trader stellt die technische Infrastruktur bereit, während Delius Klasing die redaktionelle Verantwortung übernimmt.
  • Das Angebot richtet sich an eine klare Zielgruppe und setzt auf Spezialisierung im Porsche-Segment.
  • Details zu Gebühren und Fahrzeuganzahl sind zum Start noch unklar, und die zukünftige Entwicklung des Marktplatzes bleibt abzuwarten.

Der Fachverlag Delius Klasing und die Online-Plattform Classic Trader haben einen gemeinsamen Marktplatz für Porsche-Fahrzeuge gestartet. Unter dem Dach des Magazins Porsche Fahrer soll ein digitales Angebot entstehen, das redaktionelle Inhalte und Fahrzeuganzeigen zusammenführt. Der Schritt folgt einem Trend: Spezialisierte Medienmarken bauen eigene Marktplatzformate auf, um Reichweite, Inhalte und Transaktionen enger zu verzahnen.

Porsche Fahrer Marktplatz

Der neue Porsche Fahrer Marktplatz ist unter marktplatz.pf-magazin.de erreichbar und richtet sich an Porsche-Fahrer und -Interessierte. Betrieben wird die Plattform gemeinsam von Delius Klasing und Classic Trader. Während der Verlag die redaktionelle Verantwortung behält, stellt Classic Trader die technische Infrastruktur für den Marktplatz bereit.

Geplant ist das Angebot als Online-Ausbau des bestehenden Magazins Porsche Fahrer. Der Marktplatz soll damit nicht isoliert neben der Redaktion stehen, sondern in das redaktionelle Umfeld eingebettet sein. Delius Klasing ist im Porsche-Segment bereits mit den Titeln Porsche Klassik und Porsche Fahrer präsent und erweitert dieses Portfolio nun um eine transaktionsorientierte Plattform.

Wie das Angebot funktioniert

Die Rollenverteilung ist klar definiert: Delius Klasing verantwortet Inhalte, Themenauswahl und redaktionelle Begleitung. Classic Trader fungiert als Technologiepartner und liefert die Marktplatz- und Suchfunktionen. Damit greift der Verlag auf eine bestehende Infrastruktur zurück, statt eine eigene Plattform von Grund auf zu entwickeln.

Nutzerinnen und Nutzer können gezielt nach Porsche-Modellen suchen oder sich durch das Angebot bewegen. Vorgesehen ist eine strukturierte Darstellung der Fahrzeuge, die sich an den bekannten Funktionen klassischer Online-Marktplätze orientiert. Gleichzeitig soll der redaktionelle Kontext des Magazins erhalten bleiben und den Rahmen für die Fahrzeugangebote bilden.

Was Nutzer konkret auf dem Porsche Fahrer Marktplatz finden

Auf dem Marktplatz werden sowohl klassische als auch moderne Porsche-Modelle angeboten. Genannt werden luft- und wassergekühlte Fahrzeuge, beginnend bei frühen Modellen wie dem 356 bis hin zu aktuellen Baureihen wie dem Cayenne. Im Mittelpunkt steht dabei der Porsche 911 als generationenübergreifende Klammer des Angebots.

Neben konkreten Fahrzeuganzeigen soll der Marktplatz auch der Orientierung dienen. Die Plattform ist so angelegt, dass Nutzer nicht nur gezielt suchen, sondern auch stöbern können. Redaktionelle Inhalte sollen dabei helfen, Modelle einzuordnen und thematische Zusammenhänge herzustellen. Wie stark diese redaktionelle Verzahnung im Alltag tatsächlich ausfällt, wird sich im Betrieb zeigen.

Marktcheck: Speziallösung gegen große Reichweitenplattformen

Mit dem Porsche Fahrer Marktplatz positionieren sich Delius Klasing und Classic Trader bewusst als Nischenangebot. Im Gegensatz zu großen, markenübergreifenden Fahrzeugbörsen setzt das Modell auf eine klar definierte Zielgruppe und ein thematisch enges Umfeld.

Der Vorteil dieser Spezialisierung liegt auf der Hand: Käufer und Verkäufer bewegen sich in einem klar umrissenen Porsche-Kontext, ergänzt durch redaktionelle Inhalte aus einem etablierten Magazin. Das kann Vertrauen schaffen und die Qualität der Angebote erhöhen. Gleichzeitig birgt der Ansatz Risiken. Ein markenspezifischer Marktplatz ist darauf angewiesen, ausreichend Angebot und Nachfrage zu bündeln. Ohne kritische Masse droht die Plattform hinter der Erwartungshaltung der Nutzer zurückzubleiben.

Strategischer Kontext: Warum dieser Schritt jetzt kommt

Für Medienhäuser ist der Aufbau eigener Marktplätze kein neues Thema. Anzeigenmärkte gelten als Möglichkeit, redaktionelle Reichweite wirtschaftlich zu ergänzen und neue Erlösmodelle zu erschließen. Im Fall von Porsche Fahrer bietet sich die Verbindung aus redaktioneller Kompetenz und einem klar abgegrenzten Fahrzeugsegment an.

Classic Trader wiederum stärkt mit der Kooperation seine Präsenz innerhalb einer spezifischen Marken-Community. Statt ausschließlich als allgemeiner Oldtimer- und Sportwagenmarktplatz aufzutreten, wird die Plattform gezielt in ein redaktionelles Umfeld integriert. Ob sich daraus zusätzliche Reichweite oder eine stärkere Bindung der Zielgruppe ergibt, bleibt abzuwarten.

Offene Fragen zum Start

Details zu Gebühren, Inseratskosten oder möglichen Erlösmodellen wurden bislang nicht veröffentlicht. Auch zu Vertragsbedingungen für Verkäufer macht das Unternehmen keine Angaben. Zum Start sind auf dem Marktplatz 642 Fahrzeuge gelistet, wie die Plattform aktuell ausweist.

Unklar bleibt zudem, welche zusätzlichen digitalen Funktionen über die bestehende Marktplatztechnik hinaus geplant sind und in welchem Tempo der Ausbau erfolgen soll. Zwar ist die Kooperation langfristig angelegt, konkrete Meilensteine oder ein Zeitplan für neue Features wurden jedoch nicht genannt.

Stimmen aus der Kooperation mit Porsche Fahrer

Tim Ramms, Herausgeber von Porsche Fahrer bei Delius Klasing, beschreibt den Marktplatz als Ergänzung zum bestehenden Angebot. Ziel sei es, redaktionelle Inhalte und Fahrzeugthemen enger miteinander zu verbinden und damit Orientierung zu bieten. Classic Trader-Geschäftsführer Torsten Claus verweist auf die Rolle als Technologiepartner und sieht die Zusammenarbeit als Möglichkeit, den Austausch innerhalb der Porsche-Szene digital abzubilden.

Ausblick: Angebotstiefe wird entscheidend

Der Porsche Fahrer Marktplatz folgt einem nachvollziehbaren strategischen Ansatz: Spezialisierung statt Masse, Redaktion statt reiner Anzeigenlogik. Ob das Modell aufgeht, hängt maßgeblich von der Angebotstiefe und der Aktualität der Inserate ab. Entscheidend wird sein, ob sich dauerhaft ausreichend Fahrzeuge und aktive Nutzer auf der Plattform bündeln lassen.

Für Delius Klasing ist der Marktplatz ein weiterer Schritt, die Marke Porsche Fahrer digital auszubauen. Für Classic Trader bietet die Kooperation Zugang zu einer klar definierten Zielgruppe. Ob daraus ein tragfähiges Marktplatzmodell entsteht, wird sich erst im laufenden Betrieb zeigen.

Foto/Quelle: Classic Trader GmbH

Starke Idee, starker Auftritt: Wie deine Website vom ersten Klick an überzeugt

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Website als Schlüssel für Sichtbarkeit und Vertrauen Beispielwebseite STRATO

Sichtbarkeit entscheidet über den ersten Auftrag

Die Idee steht, das Business ist gestartet – bereit für Sichtbarkeit und Wachstum. Genau hier kommt der Prozess oft ins Stocken. Die umgesetzte Businesswebsite, eigentlich Türöffner und Aushängeschild, bleibt hinter dem Anspruch zurück. Sie erfüllt ihren Zweck nicht, obwohl das Produkt überzeugt.

Besonders in der Anfangsphase entscheidet der Webauftritt darüber, ob auf Kundenseite Vertrauen entsteht – und ob daraus ein erster Auftrag wird. Wer hier nicht klar positioniert und professionell aufgestellt ist, läuft Gefahr, im entscheidenden Moment übersehen zu werden. Denn wie im echten Leben gilt auch online: Die Chance für den guten ersten Eindruck gibt es genau ein Mal.

Wenn der Auftritt hinter der Idee zurückbleibt

Nicht selten wird der Webauftritt als reine Formalie behandelt: Domain registriert, ein Template ausgewählt, ein paar Inhalte eingefügt und damit gilt das Thema fürs Erste als erledigt. Doch eine Website ist weit mehr als ein Ort für Informationen. Sie ist Teil der Unternehmensidentität – Schaufenster, Vertrauensanker und Kontaktpunkt in einem.

Fehlt ihr eine klare Richtung, bleibt auch die Resonanz aus. Die Botschaft wirkt vage, die Navigation unübersichtlich, die mobile Darstellung unausgereift, obwohl der Großteil der Zugriffe längst über das Smartphone erfolgt. So bleibt das Potenzial ungenutzt, das der Webauftritt eigentlich entfalten könnte. Das technische Gerüst steht, doch was fehlt, ist die inhaltliche Substanz. Was wird angeboten? Für wen? Und warum sollte es jemanden interessieren?

Genau hier entscheidet sich, ob aus einem Webseiten-Besuch tatsächliches Interesse wird. Sichtbarkeit entsteht nicht durch Design allein. Entscheidend sind Klarheit, Relevanz, eine durchdachte Customer-Journey – und der Aufbau von Vertrauen, ab dem ersten Klick.

Fünf einfache Hebel für mehr Wirkung

Dafür braucht es keine überbordende Strategie – nur ein geordnetes Herangehen an Struktur, Sprache und Erwartungen der Zielgruppe. Oft reichen schon wenige gezielte Anpassungen, um aus einer Website einen überzeugenden Auftritt zu machen und damit die Wirkung deutlich zu steigern.

Eine Startseite mit Botschaft

Die erste Seite sollte genau das sagen, was die Marke ausmacht – ohne Umwege, ohne Floskeln. Wer sein Angebot nicht in einem Satz auf den Punkt bringen kann, verliert Besucher:innen sofort wieder. Tipp: Was wäre dein Elevator Pitch?

Mobile Darstellung mitdenken

Was am Desktop überzeugt, kann mobil schnell unübersichtlich wirken. Dabei entscheidet hier oft der erste Eindruck. Gute Vorlagen und deren responsives Verhalten helfen, aber sie müssen in ihrer Sinnhaftigkeit auf die Inhalte abgestimmt sein.

Vertrauen zeigen

Ein echter Name, ein Gesicht, ein gutes Bild einer Außen- oder Innenaufnahme, ein Satz zur Motivation oder ein empfehlender Kundenkommentar können mehr bewirken als jedes Stockfoto. Sichtbarkeit heißt auch: authentisch und greifbar sein.

Call-to-Action nicht vergessen

Jede Website braucht einen nächsten Ziel-Schritt – ob Termin buchen, Angebot anfragen oder Newsletter abonnieren. Der erwünschte Call-to-Action sollte klar sichtbar und dort platziert sein, wo Besucher:innen ihn erwarten: am Ende einer Seite, neben einem Produkt oder direkt unter dem Angebot.

Weniger ist mehr – aber mit Fokus

Eine schlanke, gut strukturierte Website wirkt professioneller als ein Menü mit zu vielen inhaltlich leeren Unterseiten ohne Mehrwert. Genauso wenig überzeugen Seiten, die alles gleichzeitig sein wollen – von Blog bis Preisliste. Eine eindimensionale Website ohne Substanz hinterlässt keinen bleibenden Eindruck, ebenso wenig wie umständlich zu navigierendes Information-Chaos. Entscheidend ist, dass genau die Informationen im Fokus stehen, die für den ersten Kontakt wirklich zählen.

Fazit: Sichtbarkeit ist Teil des Produkts

Eine starke Idee allein reicht heute nicht mehr aus – sie muss sichtbar, verständlich und vertrauenswürdig präsentiert werden. Die Website ist dafür der logische erste Schritt und Ankerpunkt. Sie muss nicht perfekt sein. Aber sie sollte klar zeigen, wofür die Marke steht und was sie von anderen unterscheidet.

Wer von Anfang an auf eine solide, durchdachte Webpräsenz setzt, legt damit den Grundstein für Vertrauen, Reichweite und Wachstum. Und schenkt damit der eigentlichen Idee jene Aufmerksamkeit, die sie verdient.

Titelbild Beispielwebseite STRATO

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

LinkedIn zur Kundengewinnung funktioniert für IT-Experten nicht, stimmt’s?

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LinkedIn Marketing für IT: Content und Netzwerkaufbau

Viele IT-Experten sind skeptisch in Bezug auf Online-Marketing, speziell wenn es um LinkedIn geht. Denn die meisten haben schon mal etwas auf LinkedIn probiert oder haben schlechte Erfahrungen gemacht. Oder erzielen keine Resultate, da sie diese Plattform stiefmütterlich behandeln. Einfach weil die Zeit und das Wissen fehlt.

Und das ist alles mehr als nachvollziehbar. Das Tagesgeschäft in der IT erledigt sich ja auch nicht von selbst. Außerdem haben die meisten CEOs ein sehr starkes offline Netzwerk, sind auf Events vertreten und können auf Empfehlungen von Kunden und Partnern zählen.

Da ist ja LinkedIn Marketing doch gar nicht mehr nötig, richtig?

Denken die meisten, das stimmt. Aber irgendwann kommt der kritische Moment, wo die Kunden ausbleiben und es zum ersten Mal spürbar ist. Dann ist es meistens schon zu spät.

Damit Ihnen das nicht passiert, möchte ich Ihnen heute zeigen, wie Sie LinkedIn in 5 klaren Schritten so aufbauen und optimieren, damit Sie darüber Kunden gewinnen können.

Und ich sage Ihnen auch gleich: Es wird nicht einfach und Sie müssen schon ein bisschen Schweiß und Herzblut reinstecken. Denn ansonsten würde LinkedIn ja jeder machen.

Also, lassen Sie uns gerne gleich starten.

Schritt 1: Sie brauchen eine klare Positionierung

Bevor Sie fragen: Nein, IT-Dienstleistungen für jeden anzubieten ist keine Positionierung.

Denn Ihre Interessenten müssen in 3 Sekunden verstehen, was Sie für wen anbieten. Und wenn Sie alle ansprechen wollen, sprechen Sie schlussendlich niemanden an.

Stattdessen sollten Sie sich lieber an folgenden 5 Fragen entlanghangeln, um auf einen grünen Zweig zu kommen.

Mit wem möchten Sie am liebsten arbeiten?
Welche Zielgruppe hat die finanziellen Mittel dafür?
Wem können Sie am besten helfen?
Wer sind Ihre Traumkunden?
Welche Probleme Ihres Traumkunden lösen Sie?

Mit den Antworten sollten Sie auf 1-5 Branchen kommen, eine Unternehmensgröße festlegen können, die Positionen der Personen kennen, mit denen Sie sprechen wollen und die Länder, in denen Sie Ihre Services anbieten wollen.

Schritt 2: Entwickeln Sie ein unwiderstehliches Angebot

Das klingt vielleicht auf den ersten Blick einfach, doch ein wirklich gutes Angebot braucht die eine oder andere graue Zelle.

Denn zum Beispiel einfach nur ein Cybersecurity Angebot zu haben, ist noch kein wirkliches Angebot.

Da gehört mehr dazu als nur die Sache an sich.

Entscheider kaufen, um beim Beispiel zu bleiben, keine Cybersecurity-Maßnahmen, sondern Ergebnisse, Resultate und Wirkung. Was Sie genau machen, ist relativ egal.

Sie als Person und wer Sie als Mensch sind, ist sehr wichtig beim Thema Angebot.

Denn Vertrauen entsteht von Mensch zu Mensch, und nicht von Mensch zu technischer Lösung.

Schritt 3: Sie brauchen ein Content-System

Denn wenn Sie wissen, worüber Sie schreiben können und was auf LinkedIn gut ankommt, dann nimmt Ihnen diese Klarheit viele Kopfschmerzen.

Am besten posten Sie 2 Mal die Woche qualitativen Content, statt 5 Copy-Paste-KI-Texte.

Achten Sie auf einen guten Content Mix aus:
Thought Leader Content, wo Sie Ihre Expertise zeigen
Growth Content, wo Sie auf Trends und provokante Themen eingehen können
Social Content, wo Sie als Person oder Ihr Team im Mittelpunkt stehen
Promotional Content, wo Sie auch mal ein Webinar oder ein Angebot bewerben dürfen

Schauen Sie immer darauf, dass Sie das in Form von Storytelling machen. Heißt, egal worüber Sie schreiben, eine kurze Geschichte dazu lockert das Ganze auf.

Und seien Sie immer spezifisch, schreiben Sie anschaulich und auf den Punkt.

Schritt 4: Bauen Sie Ihr Netzwerk strategisch aus

Sortieren Sie im ersten Schritt alle Kontakte aus, die nicht Ihre Zielgruppe und keine Partner sowie bestehende Kunden sind. Das hilft dem Algorithmus, Ihnen die richtigen Personen vorzuschlagen und anzuzeigen.

Im zweiten Schritt können Sie Ihre LinkedIn Kontakte erweitern, indem Sie jede Woche 100 Vernetzungen an potenzielle Kunden rausschicken.

Achten Sie dabei darauf, dass die Vernetzungsquote ungefähr um die 40 % beträgt. Das ist ein guter Benchmark.

Wenn sie weit darunter liegt, optimieren Sie gezielt Ihr Profil oder testen Sie Vernetzungsnachrichten. Generell empfehle ich aber ohne.

Gerne können Sie auch täglich auf die Beiträge von Interessenten reagieren, indem Sie liken und kommentieren. Dadurch bekommen Sie mehr Reichweite.

Schritt 5: Schreiben Sie gezielt Ihre Kontakte an

Hier empfiehlt es sich, sich ein paar Gedanken zu machen, wie Sie Mehrwert stiften können.

Also statt einer plumpen Sales-Nachricht können Sie Ihren Kontakten eine kostenlose Cybersecurity Checkliste, ein Whitepaper zu Cyberrisiken oder sonstige Dinge entgeltfrei anbieten.

Das schafft Vertrauen, stärkt Ihre Expertise und erhöht die Chancen auf ein Gespräch.

Ihre konkreten Umsetzungsschritte

Speichern Sie sich diesen Artikel ab und arbeiten Sie ihn Schritt für Schritt durch.

Das muss nicht alles heute sein, sondern lassen Sie sich gerne Zeit.

Denn das ist die Basis und wenn die erstmal gut sitzt, dann kann LinkedIn schon bald Ihr neuer Kundengewinnung-Kanal Nummer 1 sein.

Sofern Sie das auch wollen und der Plattform eine Chance geben.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Gründen zwischen Herkunft, Verantwortung und Zukunft 

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AndenWelt: Herkunft und Export verantwortungsvoll gedacht Daniel Vargas

Daniel, was ist AndenWelt – und was steckt hinter der Idee?

AndenWelt ist für uns mehr als ein Unternehmen. Wir bauen eine Marke auf, die natürliche und gesunde Produkte aus den Anden und dem Amazonas nach Deutschland bringt. Es geht um Geschmack, Ursprung und Leben. Uns ist wichtig, dass die Produkte nicht anonym sind, sondern ihre Herkunft respektieren und sichtbar machen.

Viele sprechen von Produkten – du sprichst von Ursprung. Warum ist dir das so wichtig?

Weil Herkunft Teil der Qualität ist. Gerade bei Lebensmitteln aus Regionen wie den Anden oder dem Amazonas geht es nicht nur um Inhaltsstoffe, sondern um Wissen, Tradition und Menschen. Wenn man das ausblendet, verliert das Produkt seinen Sinn. Wir wollen Transparenz und Respekt entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Du hast an unserem Exportkurs teilgenommen. Welche Bedeutung hatte das für deinen unternehmerischen Weg?

Der Exportkurs war für mich ein entscheidender Schritt. Er hat mir geholfen, meine Herkunft nicht nur emotional, sondern unternehmerisch zu übersetzen. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, die Geschichte und Qualität der Produkte in eine klare Marktlogik für Deutschland zu übertragen – ohne sie zu folklorisieren.

AndenWelt befindet sich noch im Aufbau. Wie gehst du mit dieser frühen Phase um?

Sehr bewusst. Wir wollen nicht schnell sein, sondern sauber. Gerade im Export ist es entscheidend, früh in Struktur, Planung und regulatorisches Wissen zu investieren. Zertifizierungen, Prozesse und Anforderungen lassen sich nicht nebenbei lösen – sie sind Teil des Geschäftsmodells.

Welche Rolle spielt dein eigener Hintergrund als Diaspora-Gründer?

Eine sehr große. Als Diaspora-Gründer bewegt man sich automatisch zwischen zwei Welten. Der Exportkurs hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, Brücken zu bauen, ohne Abhängigkeiten zu schaffen – also stabile Partnerschaften im Herkunftsland und im Zielmarkt aufzubauen, statt sich auf einzelne Kontakte zu verlassen.

Was würdest du anderen Gründer:innen grundsätzlich raten?

Beginnt mit Klarheit, nicht mit Perfektion. Denkt langfristig und bleibt nah an dem, was ihr tut. Unternehmertum ist kein Sprint, sondern ein Prozess, in dem Haltung und Konsequenz entscheidend sind.

Und welche konkreten Empfehlungen gibst du speziell Diaspora- und Export-Gründer:innen?

Erstens: Übersetzt eure Herkunft bewusst in Marktlogik. Authentizität wirkt nur dann, wenn sie für den Zielmarkt verständlich ist.
Zweitens: Investiert früh in regulatorisches und strukturelles Wissen – das spart später enorme Ressourcen.
Drittens: Baut Brücken, keine Abhängigkeiten. Netzwerke sind wichtig, aber nachhaltiges Wachstum braucht mehrere stabile Verbindungen auf beiden Seiten.

Wie siehst du die Zukunft von AndenWelt?

Ich sehe AndenWelt als ein Projekt mit Verantwortung. Wir wollen zeigen, dass Produkte aus den Anden und dem Amazonas nicht exotisiert werden müssen, sondern durch Qualität, Transparenz und Haltung überzeugen. Wenn uns das gelingt, haben wir als Gründer vieles richtig gemacht.

Daniel Vargas, vielen Dank für das Interview!
Das Interview führte Holger Ehrsam

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie lassen sich bewusste Ernährung und Alltag wirklich miteinander verbinden?

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The Frank Juice: Saftkuren und pflanzenbasierte Ernährung

The Frank Juice entwickelt pflanzenbasierte Saftkuren und Alltagsprodukte, die bewusste Ernährung einfach und alltagstauglich machen.

Was genau macht The Frank Juice und wie ist das Unternehmen entstanden?

The Frank Juice (frank.) entwickelt Kuren und Alltagsprodukte rund um pflanzenbasierte Ernährung – von Saft- und Suppenkuren bis zu Shots, Tees und weiteren Produkten für den Alltag. Entstanden ist frank. 2013, inspiriert vom Cold-Pressed-Trend aus New York und dem Wunsch, eine einfache, alltagstaugliche „Reset“-Routine nach Deutschland zu bringen.

Wer sind die Menschen hinter The Frank Juice und welche Rollen übernehmen sie heute im Unternehmen?

Gegründet wurde frank. von Korbinian Gerstl, Marco Gariboldi und Daniel Andreoli. Heute arbeitet ein Team aus Produkt & Operations, Qualität/Ernährung, Marketing und Customer Care daran, Fastenprogramme und Alltagsroutinen möglichst einfach – und gut begleitet – zu machen.

Welche Vision verfolgt The Frank Juice im Bereich Ernährung und Gesundheit und was treibt euch dabei persönlich an?

Unsere Vision ist, frische pflanzenbasierte Ernährung so einfach zu machen, dass sie im echten Alltag funktioniert. Uns treibt an, Menschen dabei zu helfen, Schritt für Schritt bessere Routinen zu entwickeln – ohne Dogma, sondern mit Balance und Genuss.

An wen richten sich eure Saftkuren und Produkte und welche Bedürfnisse stehen im Fokus?

An Menschen, die eine bewusste Auszeit suchen oder einen unkomplizierten Einstieg in bessere Alltagsroutinen. Viele nutzen die Kuren als strukturierten „Restart“-Moment – z. B. nach stressigen Wochen oder nach Zeiten, in denen Essen eher nebenbei lief.

Warum setzt ihr konsequent auf kaltgepresste Säfte und mehrtägige Kuren?

Weil kaltgepresst geschmacklich für uns die beste Basis ist – und weil klare Programme über mehrere Tage vielen leichter fallen als „von heute auf morgen perfekt essen“. Für Haltbarkeit und Produktsicherheit setzen wir auf HPP (Hochdruck) statt Erhitzen.

Was unterscheidet The Frank Juice von anderen Anbietern?

Drei Dinge: (1) Alltagstaugliche & individuelle Programme mit klaren Abläufen und Begleitung, (2) ernährungswissenschaftlich entwickelte Produkte, (3) kompromissloser Produktansatz: kurze Zutatenlisten, ohne Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe.

Welche Herausforderungen bringt ein Produkt mit Gesundheitsbezug mit sich?

Die Erwartungen sind hoch – und damit auch die Verantwortung. Wir müssen sehr sauber, transparent und ohne „Wunderversprechen“ kommunizieren und bei sensiblen Themen immer zur individuellen Abklärung ermutigen.

Wie geht ihr mit Kritik an Saftkuren um?

Offen und respektvoll: Saftkuren sind kein „One size fits all“. Wir erklären, was ein realistischer Nutzen ist (Struktur, bewusste Pause) – und dass jeder auf den eigenen Körper hören sollte; bei Unsicherheiten lieber medizinischen Rat einholen.

Welche Rolle spielen Qualität und Transparenz?

Eine zentrale – von der Rezeptur bis zur klaren Kennzeichnung. Wir produzieren in Deutschland, sind bio-zertifiziert (DE-ÖKO-006) und setzen auf nachvollziehbare Zutatenlisten ohne unnötige Zusätze.

Wohin soll sich The Frank Juice entwickeln?

Wir wollen frank. als „Nutrition & Wellbeing“-Brand weiter ausbauen: neben Kuren noch mehr alltagstaugliche Produkte und Formate – plus stärkere digitale Begleitung über Inhalte, Guides und Tools.

Drei Ratschläge an Gründer:innen?

Substanz vor Lautstärke: Produkt & Ops müssen sitzen, bevor man skaliert.
Kund:innenkontakt als Routine: Feedback ist der schnellste Hebel.
Klar positionieren: Lieber „perfekt für die Richtigen“ als „irgendwie für alle“.

Bildcredits @ The Frank Juice

Wir bedanken uns bei Daniel Andreoli für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up:

the frank juice logo schwarz weiss

Kontakt:

FRANK JUICE GMBH
Fraunhoferstraße 23
D-80469 München

https://www.thefrankjuice.com

info@thefrankjuice.com

Ansprechpartner: Daniel Andreoli

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Von der Gründung bis zum Exit

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Ein ehrlicher Erfahrungsbericht über Wachstum, Startup und Exit

Was ich mit deinekita.de gelernt habe

Ein ehrlicher Erfahrungsbericht über Aufbau, Wachstum und Verkauf eines Startups

Gründen beginnt oft mit einer einfachen Beobachtung. In meinem Fall war es ein alltägliches Problem, das viele Familien betrifft und gleichzeitig emotional aufgeladen ist. Die Idee entstand schnell. Die Umsetzung dauerte Jahre. Und der Exit kam leiser, als ich es erwartet hatte.

Dieser Text ist kein Erfolgsbericht. Es ist ein ehrlicher Rückblick auf Entscheidungen, Zweifel, Fortschritte und Fehler. Und auf das, was am Ende wirklich zählt.

Die Anfangsphase: Einfach starten

Am Anfang stand kein Businessplan. Es gab keine Finanzierung und keine Gesellschaftsform. Wir waren ein kleines Team und wollten ein konkretes Problem lösen. Unser Fokus lag auf einem funktionierenden Produkt. Nicht auf Wachstum um jeden Preis.

Diese Entscheidung war bewusst. Wir wollten verstehen, ob unser Ansatz überhaupt funktioniert. Das bedeutete: schnell bauen, testen, verwerfen und neu denken. Der Vorteil war Geschwindigkeit. Der Nachteil war fehlende Struktur.

Rückblickend war das genau richtig. Ohne frühe Nutzer hätte es das Projekt nie überlebt.

Produkt vor Perfektion

Einer der wichtigsten Grundsätze war: Das Produkt muss verstanden werden. Nicht erklärt. Viele Startups scheitern daran, dass sie zu komplex denken. Wir haben gelernt, radikal zu vereinfachen.

Design und Nutzerführung spielten eine zentrale Rolle. Nicht, weil es schön sein sollte, sondern weil Vertrauen nötig war. Wer sensible Entscheidungen trifft, braucht Klarheit. Jede unnötige Hürde kostet Nutzer.

Wir haben viel getestet. Nicht alles hat funktioniert. Aber jede Iteration brachte Erkenntnisse. Perfektion war nie das Ziel. Fortschritt schon.

Wachstum ohne Kapital

Wachstum ohne Geld zwingt zu Fokus. Es gibt keine großen Kampagnen. Kein breites Marketing. Jede Maßnahme muss Wirkung zeigen.

Wir setzten auf organische Reichweite und klare Kommunikation. Das funktionierte besser als erwartet. Die Nutzerzahlen stiegen. Das Feedback war überwiegend positiv. Das zeigte uns: Das Problem ist real.

Gleichzeitig wurde klar, dass Wachstum allein nicht reicht. Reichweite ist kein Geschäftsmodell.

Monetarisierung ist kein Nebenproblem

Der größte Fehler war, Monetarisierung zu lange als zweitrangig zu behandeln. Wir glaubten, dass sich mit genug Nutzern automatisch ein Modell finden würde. Das war naiv.

Zahlungsbereitschaft ist kein Detail. Sie entscheidet über alles. Unterschiedliche Zielgruppen reagieren unterschiedlich. Was für die einen logisch ist, lehnen andere ab.

Wir haben Modelle getestet. Einige funktionierten kurzfristig. Keines war langfristig stabil genug für echtes Wachstum mit begrenzten Ressourcen.

Das war ein schmerzhafter, aber wichtiger Lernprozess.

Team, Verantwortung und Grenzen

Ein kleines Team bedeutet Nähe. Entscheidungen sind direkt. Verantwortung ist klar. Gleichzeitig gibt es keine Puffer. Wenn jemand ausfällt, merkt man es sofort.

Wir haben viel selbst gemacht. Zu viel. Irgendwann wurde klar, dass Zeit die knappste Ressource ist. Nicht Geld.

Zu erkennen, wann man an Grenzen stößt, ist schwer. Aber notwendig. Nicht jedes Projekt muss skaliert werden. Manche brauchen ein anderes Umfeld.

Der Exit: Kein Finale, sondern ein Übergang

Der Verkauf kam nicht aus Druck. Er kam aus Einsicht. Das Projekt hatte Potenzial. Aber nicht in unserer Konstellation.

Ein passender Käufer bringt Ressourcen, Erfahrung und Zugang. Dinge, die man nicht einfach nachbauen kann. Der Exit fühlte sich nicht wie ein Abschluss an. Eher wie eine saubere Übergabe.

Es war kein lauter Moment. Kein großer Applaus. Aber ein richtiger Schritt.

Was bleibt

Ich habe gelernt, dass Gründen mehr mit Klarheit als mit Mut zu tun hat. Dass Design Verantwortung bedeutet. Und dass Loslassen genauso wichtig ist wie Durchhalten.

Nicht jedes Startup muss groß werden. Aber jedes sollte ehrlich geführt werden. Gegenüber Nutzern. Gegenüber dem Team. Und gegenüber sich selbst.

Das ist vielleicht die wichtigste Lektion.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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