Dienstag, September 29, 2026
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VisionAward 2026: cylib und decyte als Gewinner ausgezeichnet

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VisionAward: cylib und decyte gewinnen 2026 Julia Stachowiak und Hanna Roeschke von decyte © VisionAward

VisionAward2026: Zwei innovative Preisträger mit hohem gesellschaftlichen Nutzen ausgezeichnet

München, 4. September 2026 – Zwei Startups mit verheißungsvoller Zukunft wurden in diesem Jahr von der Jury des VisionAwards aus rund 50 Kandidaten ausgewählt. Die diesjährigen Gewinner eines VisionAward_26, eines der ältesten (seit 2006) Start-up-Preise in Deutschland, sind cylib und decyte.

cylib setzt auf ganzheitliches Batterierecycling

cylib ist ein deutsches Cleantech-Startup aus Aachen, das sich auf ganzheitliches Batterierecycling, also die Rückgewinnung aller Wertstoffe aus Lithium-Ionen-Batterien, spezialisiert hat. Die Rückgewinnung von Lithium und Graphit erfolgt wasserbasiert, wodurch deutlich weniger Säuren und Chemikalien nötig sind als bei herkömmlichen Verfahren. Derzeit entsteht im Chempark Dormagen bei Köln die erste Großfabrik, deren Inbetriebnahme für 2027 geplant ist, mit einer Reycling-Kapazität rund 60.000 Fahrzeugbatterien pro Jahr. Das Unternehmen wurde 2022 von Lilian Schwich, Paul Sabarny und Dr. Gideon Schwich in Aachen gegründet als Spin-off der RWTH Aachen. Überreicht wurde der VisionAward_26 an Daniel Dietz, CFO von cylib.

decyte entwickelt KI-gestützten Bluttest zur Krebsfrüherkennung

decyte ist ein junges Startup aus Göttingen im Bereich Health-Tech/KI-Diagnostik, gegründet von Julia Stachowiak und Hanna Roetschke. decyte entwickelt einen hochsensitiven, blutbasierten Test, der mithilfe künstlicher Intelligenz Krebs, insbesondere Darmkrebs, bereits in sehr frühen Stadien erkennen soll, indem subtile Signale des Immunsystems entschlüsselt werden – bevor Symptome auftreten, die zwar von Koloskopien, aber nicht von herkömmlichen blutbasierten Screeningtests erkannt werden.

Gesellschaftlicher Nutzen als wichtiges Auswahlkriterium

„2026 hatten wir zahlreiche Kandidaten für einen VisionAward, die K.I.-Anwendungen jeder Art widerspiegelten. Unsere Jury hat bei der Auswahl der Preisträger auch in diesem Jahr wieder besonderen Wert daraufgelegt, dass auch die Gewinner eines VisionAward_26 nicht nur technisch top sind und wirtschaftliche Perspektiven haben, sondern auch einen hohen gesellschaftlichen Nutzen erwarten lassen“, kommentiert Juryvorsitzender Ulrich Clef die Arbeit die Entscheidung der zwölf Jurymitglieder. „Wir wünschen den beiden Preisträgern, dass sie in die Fußstapfen einiger unserer erfolgreichen Preisträger der letzten zwanzig Jahre treten.“

Weitere Informationen sowie Anmeldung unter: www.visionaward.de. Dort sehen Sie auch die einzelnen Jurymitglieder.

Bild Julia Stachowiak und Hanna Roeschke von decyte © VisionAward

Quelle schoesslers GmbH

 

BIG UP Startup Summit 2026: GAIA Aerospace, Anori Tech und enerbeat siegen

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BIG UP bringt in Braunschweig Startups und Investoren zusammen Die Startups enerbeat aus Braunschweig (1.+2. von links, Sieger im Schwerpunkt Clean Tech und Green Mobility), Anori Tech aus Hamburg (Mitte, Sieger im Schwerpunkt High Tech und Deep Tech) sowie GAIA Aerospace aus Braunschweig (Sieger im Schwerpunkt Dual Use) durften sich über jeweils 5.000 Euro Preisgeld freuen. Fotos: Braunschweig Zukunft GmbH/Philipp Ziebart

BIG UP Startup Summit verdeutlicht die Rolle des Kapitalzugangs für erfolgreiche Gründungen

GAIA Aerospace, Anori Tech und enerbeat gewinnen den BIG UP Startup Summit 2026

Beim BIG UP Startup Summit am 2. September war Braunschweig erneut Treffpunkt der deutschen Startup- und Investorenszene. 17 junge Unternehmen präsentierten ihre Technologien und Geschäftsmodelle vor acht Investorinnen und Investoren aus ganz Deutschland – und vor rund 250 Gästen im Braunschweiger westand. Unter ihnen waren Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies und Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum, die unter anderem die Potenziale von Dual Use Technologien diskutierten. Drei Startups durften sich über ein Preisgeld von jeweils 5.000 Euro freuen.

Kapital und starke Standortfaktoren für erfolgreiche Startups

„Gute Ideen und gute Forschung sollen keine zeitlich begrenzten Projekte bleiben, sie sollen wachsen und im besten Fall Arbeitsplätze und neue Wertschöpfung hervorbringen“, so Ministerpräsident Olaf Lies, Schirmherr von BIG UP, das die Braunschweig Zukunft GmbH seit 2024 in Kooperation mit der CorpPearls GmbH aus Berlin ausrichtet. „Braunschweig und Niedersachsen können selbstbewusst die Forschungsstärke und industrielle Kompetenz herausstellen, die eine ideale Grundlage für Innovationen und erfolgreiche Startups bieten“, so Lies.

In der Diskussionsrunde mit dem Ministerpräsidenten, Oberbürgermeister Kornblum, Moderator Tobias Verlende von CorpPearls sowie der gebürtigen Braunschweigerin Christine Garburg von der Europäischen Investitionsbank (EIB), Moritz Pichler von Join Capital und Dirk Seewald von eCapital ging es auch um die Frage, welche Standortfaktoren erfolgreiche Startups benötigen.

„Ob Mobilität, Energie, Quantentechnologien, Digitale Produktion, Luft- und Raumfahrt, Sensorik oder Sicherheit – Braunschweig vereint Schlüsseltechnologien, die für die großen Herausforderungen unserer Zeit relevant sind. Startups brauchen darüber hinaus aber auch Kapital und erste Anwendungspartner – dafür schaffen wir mit den Unterstützungsangeboten der Wirtschaftsförderung, aktiver Netzwerkarbeit und einem deutschlandweit ausstrahlenden Event wie BIG UP das passende Umfeld“, so Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. „BIG UP beweist, welche Strahlkraft aus einem lebendigen Gründungsökosystem heraus entstehen kann. Dass neben vielen aufstrebenden Startups so viele renommierte Investorinnen und Investoren hier nach Braunschweig gekommen sind und dass Ministerpräsident Olaf Lies die Schirmherrschaft übernommen hat, ist eine Anerkennung der Arbeit hier am Standort.“

Investorinnen und Investoren geben Einblicke

Mit Felix Franke von World Fund, Gernot Berger vom High-Tech Gründerfonds, Lia Hruby von Futury Capital, Fares Agua von Leap4 und Ralf Borchers von der NBank Capital boten weitere Risikokapitalgeber in den Investor Talks Einblicke in ihre Investitionsentscheidungen und fühlten den Startups im Anschluss an die Pitches auf den Zahn. Gemeinsam mit dem Publikum bestimmten die Investorinnen und Investoren die Sieger in den drei Themenschwerpunkten.

GAIA Aerospace gewinnt im Bereich Dual Use

Im Themenschwerpunkt Dual Use hat das Braunschweiger Startup GAIA Aerospace mit seiner weltweit ersten wiederverwendbaren AirLaunch-Rakete überzeugt, die Kleinsatelliten innerhalb von 72 Stunden direkt von deutschen Flughäfen in den niedrigen Erdorbit transportieren soll.

Anori Tech überzeugt mit Batterie-Management-System

In der Kategorie High Tech und Deep Tech gewann Anori Tech aus Hamburg. Das Team entwickelt ein individuell konfigurierbares Batterie-Management-System, mit dem Batteriehersteller die Markteinführung neuer Batterien beschleunigen können.

enerbeat gewinnt in Clean Tech und Green Mobility

Den Preis in der Kategorie Clean Tech und Green Mobility, gesponsert von der Braunschweigischen Landessparkasse, erhielt das Startup enerbeat aus Braunschweig. Das Startup macht die Steuerung industrieller Lüftungsanlagen intelligenter und will mit seiner Technologie den Energieverbrauch um 20 bis 40 Prozent senken, während die Raumbedingungen stabil bleiben.

Alle drei Teams erhielten jeweils 5.000 Euro Preisgeld sowie eines der begehrten BIG UP Skateboards.

Weitere Infos zu den Startups und Investoren, die am BIG UP Startup Summit 2026 teilgenommen haben sowie Impressionen des Tages sind unter www.bigup.de zu finden.

Der BIG UP Startup Summit wurde gesponsert von:

Braunschweigische Landessparkasse |
BS|ENERGY |
Investitions- und Förderbank Niedersachsen – NBank |
PSD Bank Braunschweig eG

Die Startups enerbeat aus Braunschweig (1.+2. von links, Sieger im Schwerpunkt Clean Tech und Green Mobility), Anori Tech aus Hamburg (Mitte, Sieger im Schwerpunkt High Tech und Deep Tech) sowie GAIA Aerospace aus Braunschweig (Sieger im Schwerpunkt Dual Use) durften sich über jeweils 5.000 Euro Preisgeld freuen.

Fotos: Braunschweig Zukunft GmbH/Philipp Ziebart

Quelle Braunschweig Zukunft GmbH

Ding Dong Ping Pong: Indoor-Tischtennis in Die Höhle der Löwen

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Ding Dong Ping Pong: Tischtennis bei Die Höhle der Löwen Bild (v.li.) Kian Pariwar und Waldemar Zeiler, Gründer-Duo von Ding Dong Ping Pong aus Berlin. Foto: RTL

Ding Dong Ping Pong bringt Tischtennis in moderne Indoor-Clubs und wird am 7. September 2026 in Die Höhle der Löwen pitchen.

Wie ist die Idee entstanden, wer steht hinter Ding Dong Ping Pong und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?

Hinter Ding Dong Ping Pong stecken Kian und Waldemar, zwei langjährige Freunde. Wir sind beide Väter, leben in Berlin und kennen uns seit über 20 Jahren. Die Idee entstand aus einem ganz simplen Bedürfnis: Wir wollten einfach den ganzen Tag Tischtennis spielen. Nach über zehn Jahren, in denen vorallem Waldemar sprichwörtlich richtig dicke Bretter gebohrt und für eine neue Wirtschaft gekämpft hat, hatten beide eine extreme Sehnsucht nach Leichtigkeit. Eir wollten einen Ort in Nachbarschaft kreieren, an dem man einfach zusammenkommt und Spaß hat.

In welcher Branche seid ihr tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell eures Startups aus?

Wir bewegen uns im Bereich IRL Freizeit, Sport und Community-Building. Wir bauen moderne, 24/7 geöffnete Indoor-Tischtennis-Clubs. Das Geschäftsmodell ist super digitalisiert: Du buchst deinen Tisch einfach per App. Wir bieten absolute Top-Bedingungen mit Wettkampftischen, speziellem Sportboden und geiler Beleuchtung. Dazu kommen digitale Features wie automatische Punktezähler und Video-Replay-Buttons, mit denen du dir deine besten Ballwechsel direkt aufs Handy schicken lassen kannst. Wir verdienen an der Tischmiete, Memberships, Coaching-Vermittlung und Firmenevents.

Welches konkrete Problem löst ihr und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?

Wir lösen direkt zwei Probleme. Erstens: das Wetter und der Platzmangel. Es gibt in Deutschland zwar 15.000 Outdoor-Platten, aber kaum Möglichkeiten, drinnen zu spielen, wenn man nicht extra in einen klassischen Verein eintreten will. Bei uns heißt es: „Schmettern bei allen Wettern“.

Zweitens, und das ist noch viel wichtiger: Wir bekämpfen die Einsamkeit. Berlin ist die Hauptstadt der Einsamkeit, und Einsamkeit ist so ungesund, als würdest du 15 Zigaretten am Tag rauchen. Tischtennis ist der perfekte Eisbrecher, um Leute zusammenzubringen, völlig egal wie alt sie sind oder woher sie kommen.

Warum habt ihr euch für die Teilnahme an Die Höhle der Löwen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Wir haben in Berlin gezeigt, dass das Konzept extrem gut anläuft und die Leute den Laden lieben. Aber andere Nachbarschaften in ganz Deutschland sind schon neidisch. Um das Ganze groß zu machen und unser Franchise-Konzept, wir nennen es „Friendchise“, auszurollen, brauchen wir Reichweite und starkes Kapital. Die Höhle der Löwen ist der perfekte Ort, um ganz Deutschland zu zeigen, dass Tischtennis wieder richtig cool ist.

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe bei Die Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?

Frank Thelen, denn er liebt Tischtennis genauso wie wir! Und Dagmar Wöhrl, weil sie sich mit Real Estate und Einzelhandel auskennt.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren bei Die Höhle der Löwen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?

Ein starkes Netzwerk in der Immobilienbranche! Um Ding Dong Ping Pong in andere Städte zu bringen, brauchen wir geile, zentrale Locations mit großen Schaufenstern, idealerweise mitten in den lebendigsten Kiezen.

Welche nächsten Schritte sind nach eurem Auftritt bei Die Höhle der Löwen geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Wir denken ambitioniert: Deutschland verträgt locker mindestens 100 Ding Dong Ping Pong Standorte. Der Plan ist, in den nächsten ein bis zwei Jahren etwa zehn Clubs selbst zu eröffnen und den Rest über unser „Friendchise“-Modell mit Partnern auszurollen.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg als besonders wertvoll erwiesen?

Dass ein einfaches, analoges Produkt, das pure Freude auslöst, unfassbar mächtig ist. Bei meinen früheren Projekten wie Balkonkraftwerken musste ich den Leuten stundenlang erklären, wie das funktioniert. Wenn ich heute erzähle, dass ich einen Tischtennis-Club aufmache, gehen bei jedem sofort die Mundwinkel nach oben und die Leute haben ein Leuchten in den Augen. Über 70 Prozent der Deutschen kennen und können Tischtennis, das ist eine gigantische Basis.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen leiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Sucht nach Leichtigkeit und Dingen, die Menschen verbinden. In einer Zeit, in der alle nur noch auf Bildschirme starren und Vereinsamung ein echtes gesellschaftliches Problem ist, sind analoge Begegnungsstätten Gold wert. Ihr müsst nicht immer die komplexeste Tech-Innovation bauen. Manchmal reicht es, einen Raum zu schaffen, in dem Menschen zusammenkommen, schwitzen, lachen und einfach eine gute Zeit haben.

Sehen Sie Ding Dong Ping Pong am 07. September 2026 in der Höhle der Löwen

Bild (v.li.) Kian Pariwar und Waldemar Zeiler, Gründer-Duo von Ding Dong Ping Pong aus Berlin. Foto: RTL

Wir bedanken uns bei Kian Pariwar und Waldemar Zeiler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

WHYNOT.limited: KI-gestützte Produkte für Design- und Genussliebhaber

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WHYNOT.limited: Produkte treffen auf KI Gründer Falko Diener Collage

WHYNOT.limited verbindet besondere Produkte mit KI und macht daraus ein ungewöhnliches Markenkonzept rund um Design, Wissen und Genuss.

Können Sie WHYNOT.limited kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee entstanden ist, Trinkgläser mit gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Fragen zu verbinden?

Persönlich habe ich schon lange eine Vorliebe für rare Produkte und schöne Gläser. Und als Hobby-Wissenschaftler haben mich auch schon immer bestimmte Thesen und Statistiken interessiert. Zudem fand ich manche (Verschwörungs-) Theorien schon immer abstrus und trotzdem irgendwie interessant, so skurril manche auch zu sein scheinen. Sich also über bestimmte Thesen Stats und Theorien Gedanken zu machen – beispielweise bei einem leckeren Getränk aus seinem Lieblingsglas – war und ist quasi eine Leidenschaft von mir. Und als heavy User von KIs wurde mir schnell klar, dass hier eine interessante, neuartige Verbindung entstehen könnte. Denn KIs werden – zumindest scheinbar – früher oder später so gut wie jedes Rätsel von uns Menschen lösen.
Und so kreierten wir schließlich WHYNOT.limited.

Wer steht hinter WHYNOT.limited, und welche Erfahrungen haben die Entwicklung der Marke geprägt?

Hinter WHYNOT.limited steht Falko Diener. Der Aufbau der Marke und der Produkte hat sehr lange gedauert, denn nicht nur das Kommunikationskonzept, sowohl inhaltlich wie visuell, hat viel Liebe zum Detail erfordert. Sondern auch die Entwicklung der Produkte, insbesondere der Flagschiff-Produktlinie der GMTJ Trinkgläser mit einer speziellen Produktionsweise hat viel Zeit und Energie für Experimente und – bei so einer neuartigen Entwicklungsarbeit ganz normal – Rückschläge gefordert.

Welche Vision verfolgen Sie mit WHYNOT.limited, und warum soll ein Trinkglas mehr sein als ein reines Designprodukt?

WHYNOT.limited soll zu einer Art Insider-Marke für besondere Produkte werden. Produkte, die in streng limitierten Serien verfügbar sind, und die inhaltlich und umfassend von KI Wissen & Analysen begleitet und unterfüttert werden und so der Markenbotschaft einen ganz besonderen Touch geben. Bei den Produkten dreht es sich dabei primär um Behälter und „Vehikel“ für Genußmittel.

Im Boden Ihrer Gläser befinden sich unterschiedliche Icons und Zeichen. Wie entstehen die Themen, Thesen und Geschichten hinter diesen Symbolen?

Die Thesen Stats und Theorien entspringen grundsätzlich den folgenden mehr oder weniger geheimnisvollen oder good vibes Themen: Außerirdisches, Antarktis, Mond, Jupiter, Spielspaß, Genußtrieb, Mathematische Faszination, Glaube, Mythische Kräfte, Wahre Liebe.

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz für das Markenkonzept?

ChatGPT und Claude analysieren die jeweiligen Themen bzw. Thesen & Theorien aus unterschiedlichen Perspektiven. Die KIs werden wahrscheinlich schon bald alle Rätsel und Geheimnisse von uns Menschen lösen. Und so uns Menschen eine gewisse Klarheit liefern. Was seine Vor- und Nachteile haben wird.

Warum haben Sie sich bewusst dafür entschieden, unterschiedliche KI Perspektiven nebeneinander stehen zu lassen, statt eine eindeutige Antwort zu präsentieren?

Der kritische Austausch zweier oder mehrerer KIs zu einem Thema reduziert die Wahrscheinlichkeit von Halluzinationen. Und ist zudem auch noch interessant und zeigt ein bisschen den „Charakter“ einer KI 😉

An welche Menschen richtet sich WHYNOT.limited, und was möchten Sie bei ihnen mit Ihren Produkten auslösen?

An visuelle wie „inhaltliche“ Genußmenschen mit einer gewissen Neugier und Offenheit für Neuartiges. Und Liebhaber und Sammler rarer Produkte.

Design, Genuss, Neugier und KI Kultur treffen bei WHYNOT.limited aufeinander. Was macht diese Verbindung aus Ihrer Sicht besonders?

Die neuartigen und positiven Vibes der entstandenen Markenprodukte!

Die Gläser werden in Deutschland produziert und verfügen über ein spezielles Bodendesign. Welche Herausforderungen gab es bei der Entwicklung des physischen Produkts?

Sowohl der Anspruch an die Bodenform mit ihrer Ebenheit & Gradlinigkeit als auch die hochauflösende Designanbringung hat viele Test- und Produktionsrunden erfordert, bis die gewünschte Qualität erreicht wurde.

GMTJ-Universalglas-Deep-BLack-Series-Collage

Wie lässt sich ein ungewöhnliches Konzept erklären und vermarkten, das weder klassische Glasmarke noch reine Content Plattform sein möchte?

Generisch. Wir haben eine Vision. Und machen einfach mit dieser Vision im Blick. Und das eher mit einem Contrarian Ansatz als mit einem Marshallplan. Dafür ist die Marke und das Konzept zu außergewöhnlich und neuartig. Und die Zeiten mit KI sind zu dynamisch und schnelllebig.

Wie soll sich das Markenuniversum von WHYNOT.limited künftig weiterentwickeln, und welche Rolle könnten neue Produkte und Themen dabei spielen?

Auf der Produktseite werden weitere Produkte und Editionen entstehen, primär aus dem Bereich Behälter und Container für Genuß- und Sammelprodukte. Gegebenenfalls auch früher als später aus dem Bereich Spielen. Gerne auch mit passenden Collabs, we will see. Inhaltlich wird sukzessive ein Universum an Informationen, Wissen und Analysen zu den genannten Themen entstehen, und so die Marke unterfüttern.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die mit einer ungewöhnlichen Produktidee eine neue Marke aufbauen möchten?

Jeder Gründer/in sollte sich am Anfang selbst die Fragen ehrlich beantworten, was das Ziel des Ventures ist (bspw. schnelle Skalierung oder nachhaltiger Markenaufbau oder einfach nur schnell Umsatz oder Profit machen) 2) Vorabanalyse: wer und wie groß ist die Zielgruppe. Das ist bei neuartigen Produkt- und Business-Ideen manchmal schwierig. Aber auch hier sollte jeder Gründer/in stets eine Vorabanalyse betreiben. 3) Und dann einfach loslegen und dabei bleiben und sich möglichst wenig verzetteln (sprich nicht auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig versuchen zu tanzen).

Bildcredits OSS Group GmbH

Wir bedanken uns bei Falko Diener für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: WHYNOT.limited

QHYNOT limited logo  WHYNOT.limited: Produkte treffen auf KI

Kontakt:

WHYNOT.limited
Alte Bergstr. 5
84174 Eching
Deutschland

www.whynot.limited
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Ansprechpartner: Falko Diener

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Rabot Energy: Wie dynamische Strom-Tarife die Energiewende vorantreiben

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Rabot Energy: Wenn sich Strom automatisch dem Markt anpasst Bild: (von li. nach re.): Tobias Mogge (COO), Jan Matysik (CTO), Konrad Schade (CCO+MD), Konrad Schürmann (MD), Jan Rabe (Co-Founder+CEO). Fotocredits: © Rabot Energy

Rabot Energy will mit dynamischen Tarifen und intelligent gesteuertem Strom die Energiewende vorantreiben und Haushalte automatisch von günstigen Preisen profitieren lassen.

Können Sie Rabot Energy kurz vorstellen und erzählen, mit welcher Idee Sie das Unternehmen gegründet haben?

Rabot Energy ist ein digitaler und smarter Energieanbieter aus Hamburg, gegründet 2021 gemeinsam mit meinem langjährigen Mitgründer Maximilian Both – unser drittes gemeinsames Unternehmen in der Energiewirtschaft.

Die Idee dahinter: Durch den Ausbau der Erneuerbaren schwanken die Strompreise an der Börse immer stärker. Gleichzeitig gibt es immer mehr Haushalte, die mit E-Auto, Wärmepumpe oder Speicher flexibel reagieren können. Das klassische Festpreismodell lässt Chancen liegen. Wir hingegen geben die stündlichen Börsenpreise transparent an unsere Kundinnen und Kunden weiter und automatisieren den Verbrauch im Hintergrund. So profitieren sie, ohne sich täglich damit beschäftigen zu müssen.

Der Energiemarkt wurde lange von großen etablierten Unternehmen geprägt. Welche Lücke wollten Sie mit Rabot Energy schließen?

Der klassische Energievertrieb ist um ein statisches Produkt gebaut: fester Preis, eine Abrechnung im Jahr, kaum Interaktion. Das passte zu einem System zentraler Kraftwerke, nicht aber zu einem Stromsystem, das dezentral, volatil und datengetrieben ist.

Was fehlte, war die intelligente Schicht zwischen Markt und Haushalt. Und die entscheidende Lücke ist nicht der dynamische Tarif an sich – den bieten inzwischen mehrere an –, sondern die Optimierung dahinter: dass der Verbrauch automatisch dem Preis folgt, ohne dass jemand auf eine Preiskurve schauen muss. Genau darauf sind wir gebaut.

Dynamische Stromtarife sind für viele Verbraucher noch erklärungsbedürftig. Was muss passieren, damit sie tatsächlich im Massenmarkt ankommen?

Drei Dinge. Erstens die Infrastruktur: Ohne intelligente Messsysteme funktioniert keine finanzielle Optimierung durch Lastverschiebung, und Deutschland ist beim Smart-Meter-Rollout deutlich langsamer als die europäischen Nachbarn. Zweitens die Regulierung: Preissignale müssen bis zum Endkunden durchgereicht werden, auch bei den Netzentgelten. Drittens – und das ist unsere Aufgabe – das Produkt: Niemand sollte Strommarkt-Expert:in werden müssen, um zu profitieren. Unser Anspruch ist: einmal einstellen, dann läuft es.

Strom soll sich vom klassischen Versorgungsprodukt zum digitalen Consumer-Produkt entwickeln. Was verändert dieser Wandel für die Verbraucher konkret?

Strom war jahrzehntelang etwas, worüber man nur bei der Jahresrechnung nachgedacht hat. Wenn Verbrauch, Preis und Ersparnis in Echtzeit sichtbar werden, ändert sich das Verhältnis zum Produkt grundlegend: Man sieht, was das E-Auto pro 100 Kilometer wirklich kostet und wann sich das Laden lohnt.

Und um ehrlich zu sein: Ein dynamischer Tarif kennt auch teure Stunden. Entscheidend ist nicht die einzelne Preisspitze, sondern das Ergebnis über den Monat. Und genau dafür ist die Automatisierung gut, da diese die teuren Stunden umgeht und den Stromverbrauch in Zeiten mit sehr günstigen Preisen lenkt.

Rabot Energy belegt Platz 2 in der Kategorie „Environment & Energy“ und Platz 8 bei den „Rising Stars“ des German Startup Brand Ranking 2026. Welche Bedeutung hat diese Markenwahrnehmung für Sie?

Wir freuen uns als Team sehr darüber. In einem Markt, der lange von großen, etablierten Namen geprägt war, als innovative Marke wahrgenommen zu werden, zeigt, dass unser Ansatz ankommt.

Gleichzeitig ist eine Platzierung eine Momentaufnahme, eine Bestätigung von außen für Arbeit, die woanders passiert: im Produkt, in der Abrechnung, im Support. Der Anspruch bleibt, das Produkt jeden Tag besser zu machen.

Gerade beim Thema Energie spielen Vertrauen und Verlässlichkeit eine zentrale Rolle. Wie baut eine junge Marke dieses Vertrauen gegenüber etablierten Wettbewerbern auf?

Vertrauen entsteht bei Energie nicht durch Kampagnen, sondern durch Verhalten über Zeit.

Für uns heißt das erstens Transparenz im Modell: Bei uns erhalten die Kunden Strom zum Einkaufspreis. Zweitens Verlässlichkeit im Betrieb: Abrechnung, Wechselprozess, Erreichbarkeit – die unspektakulären Dinge, an denen sich entscheidet, ob jemand bleibt. Und drittens Haltung: Wir stehen für die Energiewende ein weil sie das wirtschaftlich sinnvolle mit dem ökologisch notwendigen verbindet.

Eine starke Marke muss komplexe Themen verständlich machen, ohne sie zu stark zu vereinfachen. Wie gelingt Ihnen dieser Spagat bei Börsenstrom und dynamischen Tarifen?

Indem wir die Komplexität dort lassen, wo sie hingehört: in der Technologie. Unsere Kundinnen und Kunden müssen nicht wissen, wie Day-Ahead- und Intraday-Märkte funktionieren – nur, was sie einstellen können und was es ihnen bringt.

Wichtig ist, dass Vereinfachung nicht in Intransparenz kippt. Deshalb sind Preiskurve, Verbrauch und Ersparnis jederzeit einsehbar. Wer verstehen will, kann nachvollziehen; wer nur nutzen will, muss nicht. Das ist übrigens kein Kommunikations-, sondern ein Produktthema.

Wie verhindern Sie, dass dynamische Tarife ein Angebot vor allem für besonders technikaffine Haushalte werden?

Der Schlüssel ist Automatisierung. Solange ein dynamischer Tarif bedeutet, selbst auf Preise zu schauen, bleibt er ein Nischenprodukt für Enthusiasten. Bei uns setzen Nutzerinnen und Nutzer einmal ihre Präferenzen, dann übernimmt das System. Dazu gehört, mit möglichst viel bestehender Hardware zu funktionieren, statt neue Investitionen zu erzwingen.

Ganz ehrlich: Am meisten profitieren heute Haushalte mit steuerbaren Geräten – und das sind überproportional Eigenheime. Damit Flexibilität auch im Mehrfamilienhaus ankommt, haben wir eine holistische Lösung mit einem Plug&Play Heimspeicher gebaut. Dieser lädt sich automatisch voll, wenn der Strom sehr günstig ist, und nutzt diesen Strom im Haushalt, wenn die Preise teuer sind. Damit bringen wir die Energiewende in die Stadt.

Speicher und intelligentes Energiemanagement sollen künftig eine größere Rolle spielen. Wie verändert sich dadurch das Geschäftsmodell eines Stromanbieters?

Fundamental. Das klassische Modell war ein Handelsmodell: Strom beschaffen, mit Marge verkaufen. Das neue ist ein Optimierungsmodell: Wer viele Speicher, Wärmepumpen und E-Autos intelligent steuert, schafft ein virtuelles Kraftwerk – mit Wert für Kunden (niedrigere Kosten) und System (entlastete Netze, mehr Erneuerbare).

Der Wettbewerbsvorteil liegt damit nicht in Erzeugungskapazität, sondern in Prognosequalität, Datenzugang und Produkterfahrung. Deshalb bieten wir unsere Technologie auch als Whitelabel-Lösung an, unter anderem für Stadtwerke – die sehen wir ausdrücklich als Partner.

Wo liegen derzeit noch die größten Hürden?

Nicht in der Technologie – die ist da. Erstens der Smart-Meter-Rollout, der weiter zu langsam läuft; ohne Messung ist Flexibilität nicht vergütbar. Zweitens die Netzentgelte: Mit §14a EnWG gibt es erste zeitvariable Elemente, aber die Anreize sind noch zu komplex und die Umsetzung zu zögerlich, um Verhalten wirklich zu verändern. Solange das so bleibt, bauen wir Netze für Spitzen aus, die man intelligent hätte glätten können – bezahlt von allen Verbraucherinnen und Verbrauchern. Drittens der Datenzugang: Wer Verbrauch optimieren soll, braucht Messwerte in ausreichender Auflösung und Geschwindigkeit. Andere europäische Märkte sind hier deutlich weiter.

Optimistisch macht mich, dass Flexibilität inzwischen als Systemfrage verstanden wird, nicht mehr als Spielerei.

Welche Vision verfolgen Sie mit Rabot Energy?

Ein Energiesystem, in dem Verbrauch der Erzeugung folgt und nicht umgekehrt, in dem Haushalte automatisch dann Strom nutzen, wenn viel erneuerbare Energie verfügbar ist, und dafür belohnt werden.

Für uns heißt das: Wir wollen der relevanteste digitale Energieanbieter im deutschen Markt werden – mit einer klaren europäischen Perspektive. Und wir verstehen uns als Impulsgeber: als jemand, der zeigt, was technisch längst möglich ist, und beim Regulierungsrahmen unbequeme Fragen stellt.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern in stark regulierten Märkten geben?

Verstehe den Markt besser als alle anderen – wer die Mechanik durchdringt, erkennt Chancen früher als der Wettbewerb.

Baue dein Geschäftsmodell so, dass deine Interessen und die deiner Kunden gleichgerichtet sind. In Märkten mit wenig Vertrauen ist das der stärkste Differenzierer – und schwer kopierbar, weil er Konsequenzen für die Marge hat.

Rechne mit langen Zyklen und bleib hartnäckig. In der Energiewirtschaft passieren Dinge nicht in Quartalen, sondern über Jahre. Wer nach zwei Jahren aufgibt, scheitert meist genau vor dem Punkt, an dem der Markt gekippt wäre.

Bild: (von li. nach re.): Tobias Mogge (COO), Jan Matysik (CTO), Konrad Schade (CCO+MD), Konrad Schürmann (MD), Jan Rabe (Co-Founder+CEO). Fotocredits: © Rabot Energy

Wir bedanken uns bei Jan Rabe für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Bidivo: Neue Plattform lässt Creator Live-Auktionen für ihre Community starten

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Bidivo: Creator und Community über Auktionen verbinden Thorben Stillahn

Bidivo bringt Creator und Community auf einer Auktionsplattform zusammen und verbindet besondere Gegenstände und Geschichten mit neuen Möglichkeiten der Monetarisierung.

Können Sie Bidivo kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für die Plattform entstanden ist?

Bidivo ist eine Auktionsplattform für Streamer und Content Creator. Creator können dort besondere Gegenstände, Einzelstücke, Erlebnisse oder Produkte mit einer Geschichte direkt an ihre Community versteigern.

Die Idee entstand aus der Frage, welche zusätzlichen Monetarisierungsmöglichkeiten es für kleinere Creator gibt. Twitch, YouTube, TikTok und Instagram erreichen Millionen von Menschen und rund um Creator ist ein großer Markt entstanden. Trotzdem profitieren vor allem reichweitenstarke Accounts von Werbung, Sponsoring und anderen klassischen Einnahmequellen.

Ein kleiner Creator kann bereits eine sehr engagierte Community haben und trotzdem kaum Geld mit seinem Content verdienen. Genau hier möchten wir mit Bidivo eine zusätzliche Möglichkeit schaffen.

Uns geht es dabei nicht darum, einfach einen weiteren Onlineshop für Creator zu bauen. Bei Bidivo steht die Geschichte hinter einem Gegenstand oder einer Auktion im Mittelpunkt. Ein Objekt kann für die Allgemeinheit einen normalen Wert haben, für einen Fan aber etwas Besonderes sein, weil er den dazugehörigen Moment im Stream selbst miterlebt hat.

Wer steht hinter Bidivo, und welche Erfahrungen haben Sie beim Aufbau des Unternehmens besonders geprägt?

Hinter Bidivo stehe ich, Thorben Stillahn, als Gründer.

Die Plattform selbst ist inzwischen fertig entwickelt und technisch einsatzbereit. Aktuell befinden wir uns in der Phase, in der wir das Konzept gemeinsam mit Creatorn in der Praxis testen möchten.

Dafür suchen wir bewusst zunächst kleinere Streamer und Content Creator. Gleichzeitig bauen wir einen Creator Pool auf, über den wir Creator miteinander verbinden und zukünftig gemeinsame Aktionen ermöglichen möchten.

Eine der wichtigsten Erfahrungen beim Aufbau war für mich, dass eine technisch funktionierende Plattform nur ein Teil des Produkts ist. Entscheidend ist, ob Creator tatsächlich einen Mehrwert darin sehen und ob daraus Formate entstehen, die für ihre Communities interessant sind.

Deshalb möchten wir jetzt nicht einfach möglichst viele Nutzer registrieren, sondern gemeinsam mit ausgewählten Creatorn herausfinden, welche Auktionsideen, Funktionen und Content Formate in der Praxis wirklich funktionieren.

Viele kleinere Creator haben bereits eine engagierte Community, erzielen aber noch wenig Einnahmen. Warum sehen Sie gerade hier eine Marktlücke?

Weil Reichweite und Community zwei unterschiedliche Dinge sind.

Ein Creator mit 2.000 oder 5.000 Followern kann eine sehr aktive Community haben. Vielleicht schauen dieselben Menschen regelmäßig die Streams, kennen Insider, beteiligen sich am Chat und verfolgen den Creator schon seit Jahren.

Trotzdem ist diese Reichweite für größere Sponsoren häufig noch nicht interessant genug und auch Werbeeinnahmen oder Abonnements reichen oftmals nicht aus, um damit relevante Einnahmen zu erzielen.

Für einen Fan kann die Beziehung zu diesem Creator aber trotzdem sehr stark sein.

Genau darin sehen wir die Chance. Bei Bidivo muss ein Creator nicht zwingend hunderttausende Menschen erreichen. Wenn eine kleinere Community wirklich engagiert ist, kann ein besonderer Gegenstand oder eine kreative Auktion bereits interessant sein.

Damit möchten wir eine Monetarisierungsmöglichkeit schaffen, bei der nicht ausschließlich die Anzahl der Follower entscheidet.

Bei Bidivo werden Gegenstände versteigert, die durch Streams, Clips oder persönliche Geschichten einen besonderen Wert erhalten. Wie wichtig ist diese emotionale Verbindung für das Konzept?

Sie ist ein zentraler Bestandteil von Bidivo.

Nehmen wir als einfaches Beispiel ein Gaming Headset. Auf einem normalen Gebrauchtwarenportal wird dieses Headset hauptsächlich anhand von Marke, Zustand und ursprünglichem Kaufpreis bewertet.

Wenn es aber das Headset ist, das ein Streamer über Jahre getragen hat und das die Community aus hunderten Streams kennt, verändert sich die Bedeutung.

Ähnlich kann es mit einem Kleidungsstück aus einem bekannten Clip, einem Gegenstand aus dem Hintergrund eines Streams, einem selbst gemalten Bild oder einer Trophäe aus einer Community Challenge sein.

Der materielle Wert und der emotionale Wert sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Bidivo soll einen Ort schaffen, an dem genau diese Geschichten erzählt werden können. Im besten Fall kauft ein Fan also nicht einfach einen Gegenstand, sondern ein Stück Erinnerung an einen Creator und dessen Content.

Creator können Auktionen direkt in ihre Streams integrieren und gemeinsam mit ihrer Community verfolgen. Wie wird aus Monetarisierung dadurch neuer Content?

Das ist für mich einer der spannendsten Aspekte des Konzepts.

Über unser Live Overlay können Auktionen direkt in einen Stream integriert werden. Dadurch können Zuschauer beispielsweise verfolgen, wie sich Gebote entwickeln und wie lange eine Auktion noch läuft.

Creator können daraus aber weit mehr machen als nur einen Verkauf.

Ein Beispiel wäre eine Community Challenge. Schafft die Community eine bestimmte Aufgabe, muss der Streamer einen vorher festgelegten persönlichen Gegenstand zur Auktion freigeben.

Eine andere Idee ist eine Mystery Box aus dem Streaming Zimmer. Der Creator packt während des Streams mehrere Gegenstände hinein, ohne den vollständigen Inhalt zu verraten. Erst später wird aufgelöst, was der Gewinner tatsächlich bekommt.

Auch ein Kunstwerk kann direkt im Stream entstehen. Die Community verfolgt den kompletten Entstehungsprozess und anschließend wird genau dieses Unikat versteigert.

Eine weitere Möglichkeit wäre ein Streamer Battle. Mehrere Creator treten gegeneinander an und jeder stellt einen besonderen Gegenstand zur Verfügung. Am Ende wird verglichen, welche Auktion das höchste Gebot erreicht.

Oder man verbindet Gaming direkt mit der Auktion. Beispielsweise kann bei jedem verlorenen Match ein Gegenstand aus einem vorher festgelegten Pool für eine Auktion freigegeben werden.

Damit wird aus der Monetarisierung selbst ein Content Format. Die Auktion läuft nicht irgendwo im Hintergrund, sondern kann Spannung erzeugen, Interaktion fördern und dem Creator eine neue Idee für seinen Stream geben.

Mit „Creator werben Creator“ möchten Sie Reichweiten miteinander verbinden. Wie kann dieses Prinzip insbesondere kleineren Creatorn beim Wachstum helfen?

Kleinere Creator haben häufig ein klassisches Problem. Um zu wachsen, brauchen sie Reichweite. Gleichzeitig fehlen ihnen am Anfang genau die Reichweite und das Budget, um effektiv Werbung zu machen.

Deshalb möchten wir mit Bidivo einen Creator Pool aufbauen und Creator stärker miteinander verbinden.

Das Prinzip „Creator werben Creator“ soll ermöglichen, dass Creator interessante Auktionen anderer Creator ihrer eigenen Community vorstellen und dafür selbst profitieren können.

Ein Gaming Creator könnte beispielsweise auf die Auktion eines anderen Gaming Creators aufmerksam machen, wenn das Produkt oder die Geschichte für seine eigene Community interessant ist.

Dadurch entsteht nicht nur Werbung für eine Auktion. Gleichzeitig entdeckt ein Teil der Community vielleicht einen neuen Creator.

Besonders spannend wird das bei gemeinsamen Formaten. Zwei Creator könnten gegeneinander antreten, gemeinsam eine Charity Auktion veranstalten oder sich gegenseitig Produkte für eine Challenge zur Verfügung stellen.

Unser Ziel ist ein Netzwerk, bei dem Creator nicht ausschließlich versuchen, ihre eigene Reichweite zu vergrößern, sondern gegenseitig von ihren Communities profitieren können.

Eine zusätzliche Einnahmequelle klingt attraktiv. Wie verhindern Sie gleichzeitig, dass die Beziehung zwischen Creator und Community zu stark kommerzialisiert wird?

Indem nicht die Anzahl der Verkäufe im Mittelpunkt steht, sondern die Qualität und die Geschichte einer Auktion.

Wir möchten nicht, dass ein Creator jeden Tag irgendeinen Gegenstand verkauft. Das würde sehr schnell seinen Reiz verlieren und könnte bei einer Community verständlicherweise als zu kommerziell wahrgenommen werden.

Eine Bidivo Auktion sollte idealerweise einen Anlass haben.

Vielleicht endet eine große Challenge. Oder das Streaming Setup wird umgebaut. Vielleicht ist während eines Streams etwas Besonderes entstanden. Oder die Community entscheidet gemeinsam, welcher Gegenstand versteigert werden soll.

Wenn eine Auktion organisch aus dem Content entsteht, wird sie weniger als klassische Werbung wahrgenommen und kann stattdessen Teil des Community Erlebnisses werden.

Außerdem entscheidet jeder Creator selbst, was er anbietet und wie häufig er Bidivo nutzt. Wir möchten dafür die Infrastruktur bereitstellen, aber nicht vorgeben, dass ständig monetarisiert werden muss.

Der Erfolg eines Marktplatzes hängt davon ab, genügend Anbieter und Käufer zusammenzubringen. Wie möchten Sie diese Herausforderung bei Bidivo lösen?

Das ist sicherlich eine der größten Herausforderungen für jeden neuen Marktplatz.

Bei Bidivo haben wir allerdings einen besonderen Vorteil. Creator bringen einen Teil der potenziellen Käufer bereits selbst mit. Die Community existiert auf Twitch, YouTube, TikTok, Instagram oder anderen Plattformen bereits.

Unser Ziel ist deshalb zunächst nicht, Millionen Nutzer direkt auf Bidivo zu holen. Wir möchten mit einer überschaubaren Anzahl kleiner Creator funktionierende Auktionen und interessante Content Formate testen.

Genau deshalb suchen wir aktuell gezielt kleine Creator für unseren Proof of Concept und bauen parallel unseren Creator Pool auf.

Wenn ein Creator eine spannende Auktion startet, bringt er seine Community mit. Durch unser Creator werben Creator Prinzip kann zusätzlich die Community anderer Creator erreicht werden.

Mit jeder erfolgreichen Auktion lernen wir außerdem mehr darüber, welche Gegenstände und Formate gut funktionieren.

Für uns sind in dieser Phase zehn Creator mit wirklich interessanten Auktionen wertvoller als tausend registrierte Creator, die die Plattform anschließend nicht nutzen.

Twitch, YouTube, TikTok und Instagram bieten Creatorn bereits unterschiedliche Monetarisierungsmöglichkeiten. Was soll Bidivo bewusst anders machen?

Wir möchten diese Möglichkeiten nicht ersetzen, sondern ergänzen.

Subscriptions, Werbung, Donations, Sponsoring, Affiliate Marketing und Merch haben alle ihre Berechtigung.

Bei fast allen diesen Modellen spielt Reichweite allerdings eine sehr große Rolle.

Bidivo setzt an einem anderen Punkt an. Bei uns geht es stärker um die Verbindung zwischen Creator, Community, Gegenstand und Geschichte.

Beim klassischen Merch werden beispielsweise hundert oder tausend identische Produkte hergestellt. Bei Bidivo kann es genau ein einziges Produkt geben.

Ein Gegenstand aus einem besonderen Stream existiert vielleicht nur einmal. Ein Kunstwerk, das live entstanden ist, ist ein Unikat. Ein signierter Challenge Pokal gehört anschließend genau einem Fan.

Wir möchten also nicht einfach noch einen weiteren Merch Shop bauen, sondern eine neue Kategorie innerhalb der Creator Monetarisierung etablieren.

Persönliche Gegenstände und Einzelstücke lassen sich nicht unbegrenzt verkaufen. Wie kann daraus trotzdem ein langfristig skalierbares Geschäftsmodell entstehen?

Die Skalierung soll nicht dadurch entstehen, dass ein einzelner Creator jeden Monat hundert persönliche Gegenstände verkauft.

Sie entsteht durch viele Creator und durch die Vielfalt möglicher Auktionsformate.

Ein persönlicher Gegenstand ist dabei nur eine Möglichkeit.

Creator können beispielsweise Dinge speziell für ihre Community entstehen lassen. Ein Künstler kann während eines Livestreams ein Unikat malen. Ein Streamer kann eine Community Challenge veranstalten und den dazugehörigen Pokal anschließend versteigern. Ein Creator kann eine Mystery Box aus seinem Streaming Zimmer zusammenstellen. Zwei Streamer können bei einem Battle jeweils einen Gegenstand bereitstellen. Ein Gaming Creator kann einen Gegenstand abhängig vom Ausgang eines Matches freigeben.

Dadurch können immer wieder neue Auktionen entstehen, ohne dass ein Creator ständig sein persönliches Eigentum verkaufen muss.

Langfristig ist für uns deshalb nicht nur der Handel mit Gegenständen interessant. Besonders spannend ist die Idee, rund um Auktionen neue wiederkehrende Content Formate aufzubauen.

Wenn tausende Creator jeweils nur wenige besondere Auktionen pro Jahr veranstalten, kann daraus bereits ein sehr großer Marktplatz entstehen.

Welche Vision verfolgen Sie mit Bidivo, und welche weiteren Möglichkeiten für Community-Building und Creator-Kooperationen möchten Sie entwickeln?

Meine Vision ist, dass Bidivo langfristig zu einer Plattform wird, die Creator Monetarisierung, Content und Community miteinander verbindet.

Wenn ein Streamer überlegt, welche besondere Aktion er als Nächstes mit seiner Community machen könnte, soll eine Auktion genauso selbstverständlich als Möglichkeit wahrgenommen werden wie eine Challenge, ein Community Game oder ein besonderes Event.

Der Creator Pool spielt dabei für mich eine wichtige Rolle.

Ich möchte Creator miteinander verbinden, damit daraus gemeinsame Streams, Battles, Charity Aktionen, gegenseitige Empfehlungen und neue Formate entstehen können.

Auch das Live Overlay möchten wir weiterentwickeln. Langfristig soll eine Auktion möglichst interaktiv in einen Stream eingebunden werden können und nicht nur als externer Link daneben existieren.

Ich sehe Bidivo deshalb langfristig nicht ausschließlich als Auktionsplattform. Es soll ein Werkzeug für Creator werden, um neue Einnahmen zu generieren, neue Content Ideen umzusetzen und ihre Community stärker einzubinden.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein Geschäftsmodell rund um die Creator Economy aufbauen möchten?

Erstens: Sprecht früh mit kleinen Creatorn.

Es ist einfach, sich ausschließlich auf große Influencer zu konzentrieren. Dabei machen kleinere Creator einen enorm wichtigen Teil der Creator Economy aus. Ihre Probleme und Bedürfnisse können sich außerdem deutlich von denen großer Accounts unterscheiden.

Zweitens: Baut nicht nur ein Monetarisierungsprodukt.

Creator müssen jeden Tag darüber nachdenken, was sie ihren Zuschauern zeigen. Wenn ein Produkt nicht nur Geld verdienen lässt, sondern gleichzeitig neuen Content, Interaktion oder Community Erlebnisse ermöglicht, wird es deutlich interessanter.

Drittens: Testet so früh wie möglich mit echten Communities.

Eine Plattform kann technisch fertig sein und trotzdem kann niemand am Schreibtisch vorhersagen, wie Zuschauer tatsächlich reagieren. Deshalb befinden wir uns mit Bidivo aktuell genau in dieser Phase. Die Plattform steht und jetzt möchten wir gemeinsam mit kleinen Creatorn herausfinden, welche Ideen wirklich funktionieren.

Für mich ist das wahrscheinlich eine der wichtigsten Lektionen beim Aufbau von Bidivo: Nicht die Theorie entscheidet darüber, ob ein Produkt funktioniert, sondern das Verhalten echter Nutzer.

Bildcredits: Thorben Stillahn, privat

Wir bedanken uns bei Thorben Stillahn für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wenn KI-Agenten mitentwickeln: Was A&D-Startups im Engineering neu ordnen müssen 

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KI-Agenten im Engineering: Chancen für Startups Sören Münker

Wie junge Unternehmen KI im Engineering einsetzen können, ohne die Traceability der Produktdaten, die Zertifizierbarkeit und die Engineering Accountability zu gefährden.

Am Anfang kennt ein kleines Team die Gründe für seine technischen Entscheidungen. Warum eine bestimmte Geometrie gewählt, ein Bauteil verändert oder ein Test wiederholt wurde, ist in einzelnen Dateien und im gemeinsamen Wissen der Entwickler festgehalten. Mit dem ersten Industriepartner, einem größeren Team oder einer anstehenden Zertifizierung reicht dieses vereinzelte und verteilte Wissen nicht mehr aus.

Spätestens dann muss nachvollziehbar sein, welche Anforderung hinter einer Entscheidung stand und welche konkreten Folgen eine Änderung auf welches System hat. Zusätzlich können KI-Agenten künftig viele Aufgaben übernehmen und die Entwickler damit entlasten, zum Beispiel Geometrien optimieren, Simulationen vorbereiten und Anforderungen strukturieren. Für A&D-Startups verändert das die Arbeit im Engineering grundlegend.

Die größten Herausforderungen für A&D-Startups

Für junge Unternehmen im Bereich Aerospace & Defense (A&D) beginnt die erste Herausforderung häufig bei den personellen Ressourcen. Wenige Entwickler müssen Wissen abdecken, das sich in größeren Organisationen auf ganze Spezialistenteams verteilt. Wenn Teammitglieder wechseln oder neue hinzukommen, müssen technische Entscheidungen nachvollziehbar bleiben, damit die Entwicklung nicht vom Wissen einzelner Personen abhängt.

Mit dem Produkt wächst auch der Abstimmungsaufwand. Mechanik, Elektronik, Software und Systemanforderungen sind eng miteinander verbunden. Eine Änderung an einer Komponente kann weitere Schnittstellen oder Freigaben berühren. Gleichzeitig müssen Startups mit begrenzten Ressourcen schnell vom Prototyp zu einem belastbaren Produkt kommen. Sobald Industriepartner oder Behörden beteiligt sind, steigen zusätzlich die Anforderungen an die Nachweispflichten. Die Entwicklungsprozesse müssen deshalb beides ermöglichen: zügiges Arbeiten und eine verlässliche Rückverfolgbarkeit technischer Entscheidungen.

Wo KI-Agenten im Engineering helfen

Im Requirements Management können KI-Agenten Anforderungen strukturieren, fehlende Verknüpfungen erkennen, Testfälle vorbereiten und Dokumentation unterstützen. Das reduziert den Aufwand für wiederkehrende Aufgaben enorm. Ob eine Anforderung letztlich erfüllt ist und welcher Nachweis für eine Freigabe ausreicht, entscheidet auch hier weiterhin das verantwortliche Team. Die Aufgabe des Produktentwicklers verschiebt sich damit: Er koordiniert häufiger automatisierte Arbeitsschritte, statt sie selbst durchzuführen. Dafür braucht er ein Verständnis der Systemzusammenhänge und die Fähigkeit, Vorschläge eines KI-Agenten fachlich einzuordnen.

Ein KI-Agent kann wiederkehrende Konstruktionsaufgaben automatisieren und Varianten nach vorgegebenen Kriterien vorbereiten. Er kann Änderungen am Modell anstoßen, wenn Randbedingungen und Zielgrößen bekannt sind. Der Produktentwickler definiert diese Bedingungen und beurteilt, ob der Vorschlag technisch sinnvoll und fertigungsgerecht ist. Bei Simulationen kann ein Agent Eingaben zusammenstellen, Läufe anstoßen, Ergebnisse vergleichen und Auffälligkeiten markieren. Die fachliche Bewertung bleibt dabei immer beim Ingenieur. Modellannahmen und Randbedingungen müssen geprüft werden, bevor aus einem Ergebnis eine technische Aussage wird.

Die Datenbasis entscheidet über den Nutzen

Natürlich kann ein KI-Agent nur mit den Informationen arbeiten, auf die er zugreifen kann. Liegen Anforderungen in einer Datei, CAD-Daten in einem isolierten System, Testergebnisse an einem anderen Ort und Freigaben in E-Mails, entsteht daraus keine verlässliche Entscheidungsgrundlage. Der Agent kann dann zwar eine Antwort formulieren, erkennt aber möglicherweise nicht, ob die Information aktuell ist, zu welcher Produktvariante sie gehört oder ob der zugehörige Test abgeschlossen wurde.

Diese Lücke wird vor allem bei Änderungen kritisch. Wenn eine Komponente ausgetauscht oder eine Softwareversion angepasst wird, muss das Team die Folgen nachvollziehen können. Dafür braucht es eine Verbindung zwischen Anforderung, Produktentscheidung, Test und Freigabe. Der Intelligent Product Lifecycle (IPL) liefert genau diese nötige Grundlage: Er verbindet Informationen aus Application Lifecycle Management (ALM), Computer-Aided Design (CAD) und Product Lifecycle Management (PLM) über den gesamten Entwicklungsprozess hinweg. Startups müssen dafür nicht ihre gesamte Organisation umbauen, sondern können zunächst die Daten verknüpfen, die für technische Entscheidungen und Nachweise gebraucht werden.

Vom Pilotprojekt zum skalierbaren Engineering-Prozess

Für Startups bedeutet das nicht, sofort die gesamte Engineering-Landschaft neu aufzubauen. Sinnvoller ist es, mit einem klar abgegrenzten Prozess zu beginnen. Ein Beispiel wäre eine einzelne Produktfunktion, bei der Anforderungen, Konstruktion und Tests bereits digital miteinander verknüpft werden. So lässt sich früh nachvollziehen, welche Anforderung zu welcher technischen Entscheidung geführt hat und wie ihre Erfüllung nachgewiesen wurde. Darauf können erste KI-Anwendungen aufsetzen. Besonders geeignet sind Aufgaben mit klar definierten Eingaben und Ergebnissen, etwa das Strukturieren von Anforderungen, das Vorbereiten von Testfällen oder das Erkennen fehlender Verknüpfungen. Entscheidend ist, dass der Produktentwickler die Ergebnisse überprüfen kann und die fachliche Verantwortung behält.

Wer diese Strukturen früh etabliert, schafft gleichzeitig eine Grundlage für späteres Wachstum. Neue Mitarbeiter können Entscheidungen leichter nachvollziehen, Nachweise müssen nicht erst kurz vor einer Zertifizierung zusammengesucht werden und KI-Agenten greifen auf verlässlichere Produktinformationen zu. Damit wird aus einem einzelnen KI-Pilotprojekt schrittweise ein skalierbarer Engineering-Prozess.

Der Produktentwickler als Koordinator

Mit KI-Agenten verändert sich die Arbeit im Engineering vor allem dort, wo heute viel Zeit in wiederkehrende Aufgaben fließt. Produktentwickler müssen künftig weniger jeden einzelnen Schritt selbst ausführen, dafür aber stärker bewerten, priorisieren und Zusammenhänge im Blick behalten. Sie entscheiden, welche Vorschläge technisch sinnvoll sind, wo Risiken entstehen und wann menschliche Prüfung erforderlich ist. Gerade für A&D-Startups kann das ein wichtiger Vorteil sein. Kleine Teams können mehr Aufgaben parallel bearbeiten, ohne die Kontrolle über technische Entscheidungen abzugeben. Voraussetzung dafür ist, dass KI-Agenten auf verlässliche und nachvollziehbare Produktinformationen zugreifen können.

Damit wird der Entwickler nicht ersetzt, sondern seine Rolle verändert sich: weg vom Bearbeiter einzelner Routinen, hin zum fachlichen Koordinator eines zunehmend automatisierten Entwicklungsprozesses. Für Startups liegt darin die eigentliche Chance von KI im Engineering: schneller zu arbeiten, ohne bei wachsender Komplexität die technische Kontrolle zu verlieren.

Bildcredits PTC

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was lernen StartUps von der NBA, wenn überhaupt irgendwas

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Team: Was Liga und NBA Startups beibringen können Bildcredits pexels

Wenn Gründungsteams spätabends im Büro am nächsten Pitch-Deck feilen, suchen sie die Inspiration meist in den typischen Management-Ratgebern aus dem Silicon Valley. Doch ein vertiefter Blick weit über den gewohnten Tellerrand des klassischen Unternehmertums offenbart eine überraschende Goldgrube an pfiffigen Strategien: die legendäre NBA. 

Die beste Liga der Welt ist schließlich längst nicht mehr nur ein reiner Sportbetrieb für begeisterte Fans, sondern eine hochmoderne datengetriebene Unterhaltungsmaschinerie mit gewaltigen Milliardenumsätzen. Zwischen spektakulären Dunks, raffinierten Kader-Analysen und internationalem Markenaufbau bietet die US-Liga handfeste Lektionen für junge innovative Unternehmen, die im hart umkämpften Markt dauerhaft durchstarten wollen.

Datenbasierte Entscheidungen statt Bauchgefühl bei der Talentauswahl

Schaut man sich die großen Franchises in New York, Boston oder Los Angeles genauer an, wird schnell klar dass Erfolg im professionellen Basketball wie im dynamischen Startup-Sektor selten dem puren Zufall überlassen bleibt. Die Teams agieren im Grunde wie extrem agil geführte Wachstumsunternehmen. Wer einmal miterleben möchte, wie im weltberühmten Madison Square Garden modernes Unternehmertum auf sportliche Höchstleistung trifft, kann bewährte Plattformen wie Hellotickets für die NBA-Tickets nutzen um den besonderen Geist der Liga live vor Ort aufzusaugen. Es ist überaus faszinierend zu beobachten, wie aus einer perfekten Kombination aus erstklassigem Talent, tiefer Datenanalyse und klarer langfristiger Vision ein weltweites Phänomen entsteht.

Im modernen Basketball hat die Ära von Moneyball und fortschrittlichen Datenanalysen das gesamte Spiel von Grund auf revolutioniert. Die Franchises überlassen absolut nichts mehr dem vagen Bauchgefühl des Coaching-Stabs, sondern analysieren akribisch jeden einzelnen Spielzug die Trefferquoten aus unterschiedlichen Distanzen und die genauen Bewegungsabläufe der Profis auf dem Feld. Für junge Gründungsteams liegt hier eine der wertvollsten Lektionen verborgen: Echte Skalierung erfordert datenbasierte Klarheit. Startups neigen in der frühen Phase oft dazu, wichtige strategische Entscheidungen aus reinem Enthusiasmus zu treffen anstatt sich konsequent an den echten Kennzahlen des Marktes zu orientieren.

Besonders beim komplexen Recruiting können junge Firmen von den ausgeklügelten Scouting-Prozessen der Liga enorm profitieren. NBA-Teams suchen gezielt nach klugen Fachkräften, deren individuelle Fähigkeiten das Gesamtsystem perfekt ergänzen. Anstatt nur nach den klangvollsten Namen auf dem Papier zu greifen geht es darum, die richtige Chemie im gesamten Team aufzubauen. Wer ein divers aufgestelltes Team zusammenstellt, in dem komplementäre Stärken gezielt eingesetzt werden schafft die beste Grundlage für dauerhaften Erfolg und nachhaltiges organisatorisches Wachstum im gesamten Unternehmen.

Der Mut zum harten Pivot und die Kunst der langfristigen Kaderplanung

Ein weiteres faszinierendes Phänomen der Basketballwelt ist das sogenannte Rebuilding. Wenn ein einst erfolgreiches Team merkt, dass das aktuelle Setup nicht mehr für die absolute Spitze reicht, scheut die Führungsebene keineswegs vor radikalen Schritten zurück. Veraltete Strukturen werden entschlossen aufgelöst, erfahrene Leistungstragende abgegeben und der Fokus komplett auf junge Nachwuchstalente und zukünftige Draft-Picks gelegt. Im modernen Startup-Jargon nennt man diesen Prozess einen beherzten Pivot. Wer Unternehmen leitet, tut gut daran, festgefahrene Strategien rechtzeitig zu hinterfragen bevor das wertvolle Kapital aufgebraucht ist.

Das Festhalten an funktionierenden Teilbereichen bei gleichzeitigem mutigen Umbau des Kerns erfordert gewaltigen Mut von der Geschäftsführung. Wer den schmalen Grat zwischen Ausdauer und notwendiger Kurskorrektur meistert, bleibt im harten Wettbewerb stets handlungsfähig. Die NBA zeigt eindrucksvoll dass ein temporärer Rückschritt sehr oft der einzige vernünftige Weg ist, um ordentlich Schwung für den nächsten großen Sprung an die Spitze zu nehmen.

Personalisierter Markenaufbau und die Strahlkraft stetiger Sichtbarkeit

Kaum eine andere Sportliga versteht die Mechanismen des modernen Storytellings so meisterhaft wie die nordamerikanische Basketballliga. Die Liga hat früh erkannt, dass Fans sich primär mit einzelnen Persönlichkeiten und deren individuellen Geschichten identifizieren. Superstar-Spielende wie LeBron James oder Stephen Curry sind nicht mehr nur herausragende Athletik-Genies auf dem Feld sondern eigene globale Medienmarken. Für die Unternehmensführung wird das Thema Personal Branding dadurch immer relevanter. Kundschaft, Talente und Kapitalgebende kaufen heute längst nicht mehr nur ein abstraktes Produkt sondern die menschliche Geschichte dahinter.

Ein starker, authentischer Auftritt der führenden Köpfe auf beruflichen Netzwerken wie LinkedIn schlägt teure Werbekampagnen oft um Längen. Durch ehrliche Einblicke in den anspruchsvollen Startup-Alltag, das transparente Teilen von Rückschlägen und das Feiern von Meilensteinen entsteht eine hochgradig loyale Community. Wer den Mut hat Gesicht zu zeigen und die eigene Vision nahbar zu vermitteln, sichert dem Unternehmen langfristig wertvolle Aufmerksamkeit und echtes Vertrauen am Markt.

Fehlerkultur auf dem Parkett als Schlüssel für nachhaltige Innovationen

In einem achtzig Spiele umfassenden Saisonverlauf gehört das tägliche Verlieren schlichtweg zum normalen Handwerk. Ein verfehlter Dreier kurz vor der Schlusssirene ist kein Grund zur Verzweiflung, sondern ein willkommener Anlass für die nächtliche Videoanalyse vor dem nächsten Matchday. Diese professionelle Einstellung unterscheidet erfolgreiche Teams von mittelmäßigen Formationen. Im europäischen Startup-Ökosystem wird das Thema Scheitern zwar zunehmend enttabuisiert doch die gelebte Fehlerkultur der Liga setzt hier nach wie vor maßgebliche Maßstäbe.

Fehler werden keineswegs als persönliches Versagen gewertet, sondern als wertvolle Datenpunkte für die nächste Produktiteration verstanden. Startups, die eine solche agile Experimentierfreude fest in ihrer täglichen Firmenkultur verankern, bleiben langfristig anpassungsfähig und innovativ. Am Ende gewinnt im Business wie auf dem Parkett keineswegs die Seite die nie einen Fehlpass spielt, sondern das Team, das am schnellsten lernt und daraus die richtigen Schlüsse zieht.

Bildcredits pexels.com

Autor Bazoom

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

NRW.BANK beteiligt sich erstmals an Defence-Tech-Start-up

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Skylance: NRW.BANK investiert in Drohnenabwehr Image by Gerd Altmann from Pixabay

Förderbank investiert in Drohnenabwehrsystem von Skylance

Die NRW.BANK beteiligt sich erstmals an einem Defence-Start-up und investiert im Rahmen einer Finanzierungsrunde 500.000 Euro in Skylance aus Hürth bei Köln. Dazu wandelt die Förderbank ein Wandeldarlehen in eine Beteiligung um und stellt zusätzliches Kapital bereit. Insgesamt sammelte das Start-up in der Finanzierungsrunde mehr als eine Million Euro von Investoren ein. Skylance entwickelt mit dem „DroneHammer“ ein Drohnenabwehrsystem, das aktuell gemeinsam mit der Bundeswehr erprobt und weiterentwickelt wird.

„Start-ups können mit neuen Technologien einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Resilienz unseres Landes leisten“, sagt Gabriela Pantring, Vorsitzende des Vorstands der NRW.BANK. „Damit aus solchen Ideen marktfähige Lösungen werden, brauchen junge Unternehmen ausreichend Kapital. Mit unserer Beteiligung an Skylance schaffen wir dafür die nötige finanzielle Grundlage.“

Drohnenabwehr gewinnt an Bedeutung

Die Bedrohung durch Drohnen ist in Deutschland deutlich gewachsen. Das Bundeskriminalamt erfasste 2025 mehr als 1.000 verdächtige Drohnenflüge. Wie konkret das Risiko ist, zeigte sich erst jüngst am Flughafen Leipzig/Halle, wo eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt wurde. Entsprechend wächst der Bedarf an Technologien, die Drohnen schnell und kosteneffizient abwehren können.

Kosteneffiziente Technologie zur Drohnenabwehr

An einer solchen Lösung arbeitet Skylance. Das Start-up, das 2025 von Philipp Bohne, Dr. Tobias de Taillez und Dr. Olaf Wollersheim gegründet wurde, entwickelt Technologien zur Drohnenabwehr. Kernprodukt ist der „Dronehammer“, ein lasergesteuerter Lenkflugkörper, der kleinere Drohnen zerstören kann.

Der rund 700 Gramm schwere Flugkörper erreicht eine Geschwindigkeit von mehr als 600 Kilometern pro Stunde. Bei der Zielerfassung und -verfolgung setzt Skylance auf eine Kombination aus Laserenergie, Softwarealgorithmen und Bildverarbeitung. Der Stückpreis für den Dronehammer liegt bei weniger als 3.000 Euro und damit nach Angaben des Unternehmens deutlich unter dem Preis herkömmlicher Systeme. Damit soll auch die Abwehr günstiger Drohnen kosteneffizienter als bislang möglich sein.

Kapital für die weitere Entwicklung

Die NRW.BANK hat Skylance mit einem Wandeldarlehen über 200.000 Euro unterstützt, das nun in eine Beteiligung an dem Unternehmen gewandelt wird. Darüber hinaus investiert sie im Zuge der Finanzierungsrunde 300.000 Euro zusätzliches Kapital. Neben der NRW.BANK beteiligt sich ein Konsortium aus erfahrenen Unternehmern und Investoren aus dem Investment Advisory Club Düsseldorf „IACD e.V.“.

Skylance erprobt und entwickelt die Technologie aktuell gemeinsam mit der Bundeswehr weiter. Das neue Kapital soll vor allem dazu dienen, diese Entwicklung zu beschleunigen und die nächsten Schritte in Richtung Industrialisierung und Serienfertigung vorzubereiten.

Bild Image by Gerd Altmann from Pixabay

Quelle NRW.BANK

NRW.BANK investiert in HyImpulse Technologies

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HyImpulse Technologies: Nordrhein-Westfalen und NRW.BANK Image by Gerd Altmann from Pixabay

Vier Millionen Euro für neues SpaceTech-Innovationszentrum in Nordrhein-Westfalen

Über ihren Venture-Capital-Fonds NRW.Venture hat sich die NRW.BANK mit vier Millionen Euro an der HyImpulse Technologies GmbH beteiligt. Mit dem Geld will das Raumfahrtunternehmen aus Baden-Württemberg ein Innovationszentrum in Nordrhein-Westfalen aufbauen. Das Investment der Förderbank war Teil einer Series-A-Extension-Finanzierungsrunde, in der insgesamt mehr als 50 Millionen Euro zusammenkamen.

„Wir investieren in Ideen und Technologien, die unsere Welt von morgen prägen – und SpaceTech gehört für uns ganz klar dazu“, sagt Gabriela Pantring, Vorsitzende des Vorstands der NRW.BANK. „Deshalb unterstützen wir HyImpulse Technologies dabei, hier in Nordrhein-Westfalen künftig seine Raketenforschung voranzutreiben und damit unser Bundesland als Raumfahrtstandort zu stärken.“

„Europa braucht Startkapazitäten, die souverän, flexibel verfügbar und wirtschaftlich tragfähig sind. Mit unserer proprietären hybriden Antriebstechnologie und unserem Fokus auf suborbitale wie orbitale Dienste sind wir hervorragend aufgestellt, um die starke Nachfrage zu bedienen“, sagt Dr. Christian Schmierer, Co-Founder und CEO von HyImpulse Technologies. „Mit der NRW.BANK gewinnen wir dafür einen starken Partner, der unsere Wachstumspläne unterstützt.“

Innovativen Raketenantrieb entwickelt

HyImpulse Technologies wurde 2018 als Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Lampoldshausen gegründet. Es entwickelt und produziert Trägersysteme für den Transport von Satelliten und anderen Nutzlasten ins All.

Bei seinen Raketen setzt das Unternehmen auf einen innovativen Hybridantrieb, der Paraffin und flüssigen Sauerstoff nutzt. Im Vergleich zum klassischen Kerosinantrieb ist das sicherer, umweltfreundlicher und kostengünstiger. Das Ziel: Europas technologische Souveränität und einen unabhängigen Zugang zum Weltraum zu stärken.

Neuer Standort in Nordrhein-Westfalen

Im Zuge der Weiterentwicklung und Kommerzialisierung seiner Raketentechnologie plant das Unternehmen, in den kommenden Jahren ein Innovationszentrum in Nordrhein-Westfalen aufzubauen.

Mit dem neuen Standort in Nordrhein-Westfalen rückt HyImpulse Technologies räumlich näher an den Hauptsitz des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln, die RWTH Aachen sowie das Weltraumkommando der Bundeswehr am Niederrhein. Mit diesen Institutionen arbeitet das Unternehmen bereits jetzt zusammen.

Bild Image by Gerd Altmann from Pixabay

Quelle NRW.BANK

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