Mittwoch, Mai 6, 2026
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Wird über Gesundheit noch offen gesprochen

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Every Health sexuelle Gesundheit und Telemedizin

Every Health gestaltet den Zugang zu sexueller Gesundheit neu und nutzt Telemedizin für eine diskrete und moderne Versorgung

Wie ist Every Health entstanden und wer sind die Menschen hinter dem Unternehmen?

Every Health ist aus Frust entstanden. Dima und Alex haben sich kennengelernt und schnell gemerkt, dass sie dieselbe Erfahrung teilen: Wer sich in Deutschland um seine sexuelle Gesundheit kümmern will, landet in einem System, das dafür nicht gemacht wurde. Lange Wartezeiten, überforderte Ärztinnen, unangenehme Gespräche und ganz viel Stigma. Dima hat ukrainische Wurzeln, ist in München aufgewachsen und hat vor Every Health als VC bei Atlantic VC gearbeitet. Alex hat als Geschäftsführer Natural Mojo zur führenden Supplements-Brand in sechs europäischen Märkten skaliert. Seit 2023 haben wir in Berlin ein Team aufgebaut, das heute aus knapp zehn Leuten besteht. Darüber hinaus haben wir ein starkes Netzwerk aus spezialisierten Fachärztinnen, Laborpartnern und Apotheken.

Welche persönlichen Erfahrungen oder Beobachtungen haben die Gründung geprägt?

Dima erinnert sich noch genau an den Moment, als er selbst zum ersten Mal einen STI-Test machen wollte. Beim Hausarzt wurde es sofort unangenehm, die Fragen fühlten sich an wie ein Verhör, und am Ende war nicht mal klar, ob die richtigen Tests überhaupt gemacht wurden. Dazu kam das Gefühl, sich für den eigenen Lebensstil rechtfertigen zu müssen. Du sitzt da, in einer Arztpraxis, und plötzlich geht es nicht mehr um deine Gesundheit, sondern darum, wie du lebst und mit wem.

Du merkst, wie dein Gegenüber anders mit dir spricht, sobald das Thema auf dem Tisch liegt. Und du fragst dich: Warum muss das so schwer sein? Jeder zweite Mensch wird laut WHO in seinem Leben eine Geschlechtskrankheit bekommen. Jeden Tag stecken sich weltweit eine Million Menschen neu an. Das System macht es allen unnötig schwer, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Die Konsequenz sind vermeidbare Infektionen und späte Diagnosen.

Welche Vision verfolgt Every Health für eine inklusivere Gesundheitsversorgung?

Sexuelle Gesundheit sollte so selbstverständlich sein wie eine Skincare-Routine. Kein Schamgefühl, kein Erklärungsbedarf, kein Spießrutenlauf durchs System. Every Health baut eine Plattform, auf der sich jeder Mensch unkompliziert, diskret und auf medizinisch höchstem Niveau um seine sexuelle Gesundheit kümmern kann. Uns geht es um mehr als nur eine bessere Experience zu bieten. Es geht um einen kulturellen Wandel. Eine Welt, in der es völlig normal ist, über sexuelle Gesundheit zu reden, sich regelmäßig zu testen und Prävention ernst zu nehmen.

Wie gelingt es Every Health, medizinische Angebote speziell auf die Bedürfnisse der LGBTQIA+ Community zuzuschneiden?

Die queere Community war der Ausgangspunkt, weil dort die Versorgungslücken am deutlichsten sichtbar sind. Der Ansatz dahinter gilt aber für alle: Zuhören, verstehen, was Menschen wirklich brauchen, und dann Produkte bauen, die genau das liefern. Klar gibt es Unterschiede in Risiken für unterschiedliche Gruppen und Verhaltensweisen. Aber am Ende des Tages profitieren alle von niedrigschwelligem Zugang zu guter Versorgung – egal wen man liebt. Gute sexuelle Gesundheitsversorgung ist inklusiv per Definition.

Welche Rolle spielt Telemedizin im Konzept von Every Health und wo liegen ihre größten Vorteile?

Telemedizin beseitigt die größte Hürde: den Gang zum Arzt. Für viele Menschen ist die Krankheit gar nicht das Problem. Der Weg zur Diagnose ist es. Wer sich schämt, geht nicht hin. Wer auf dem Land lebt, findet keine Spezialist*innen. Oder wer einen vollen Terminkalender hat, schiebt es ewig auf. Every Health bringt die Versorgung nach Hause: Heim-Tests mit Labor-Anbindung, Online-Anamnesen, ärztliche Konsultation, Rezept, alles digital, alles diskret und bequem von zuhause aus. Das senkt die Hemmschwelle massiv und sorgt dafür, dass mehr Menschen sich um ihre Gesundheit kümmern.

Vor welchen Herausforderungen steht Every Health beim Aufbau eines diskriminierungsfreien Gesundheitssystems?

Das deutsche Gesundheitssystem ist ganz gut in dem, wofür es gebaut wurde. Aber es wurde für eine andere Zeit gebaut. Die Strukturen sind träge, die Regulierung oft nicht auf der Höhe der technischen Möglichkeiten, und Innovation wird eher gebremst als gefördert. Das Gesundheitswesen ist eine der traditionellsten Branchen überhaupt. Manchmal fühlt es sich an, wie gegen Windmühlen zu kämpfen. Dazu kommt, dass sexuelle Gesundheit gesellschaftlich immer noch mit Stigma belegt ist, und das spiegelt sich auch in den Institutionen wider. Aber genau das ist der Antrieb: Wenn nicht wir das ändern, wer dann?

Was unterscheidet Every Health konkret von klassischen digitalen Gesundheitsanbietern?

Die meisten digitalen Gesundheitsanbieter verkaufen Produkte. Wir bauen Verständnis auf. Ein riesiger Teil des Problems ist fehlendes Wissen. Menschen wissen nicht, welche Infektionen es gibt, wie sie übertragen werden oder wann man sich testen lassen sollten. Wo andere Pillen verschicken, geben wir Wissen mit und binden Nutzer*innen aktiv in ihre eigene Gesundheit ein. Und wir bieten den gesamten Prozess aus einer Hand: Diagnostik, Beratung und bei Bedarf Verschreibung und Medikamente. Keine Brüche, kein Ärzte-Marathon, keine Wartezeiten. Alles an einem Ort – von der ersten Frage bis zur Behandlung.

Wie stellt Every Health sicher, dass Vertrauen und Sicherheit bei sensiblen Gesundheitsthemen gewährleistet sind?

Vertrauen entsteht durch Kompetenz und Transparenz. Medizinisch arbeiten wir mit renommierten Laboren, spezialisierten Fachärzt*innen und Schwerpunktapotheken. Jeder Inhalt auf unserer Plattform ist medizinisch geprüft, Datenschutz selbstverständlich DSGVO-konform. Aber das Wichtigste ist die Haltung: Wir kommunizieren auf Augenhöhe. Wer sich bei uns testet oder beraten lässt, soll sich sicher fühlen und es auch sein.

Welche Entwicklungen plant Every Health in den kommenden Jahren?

Wir denken Gesundheit viel größer als Tests und Rezepte. Die Vision ist eine Plattform, die Menschen ganzheitlich durch ihre sexuelle Gesundheit begleitet: Prävention, Diagnostik, Behandlung, Pflege und darüber hinaus. Wir wollen, dass sexuelle Gesundheit und Selbstfürsorge so selbstverständlich werden wie eine Skincare-Routine. Europas erste Adresse für intime Gesundheit. Wir schaffen eine neue Kategorie: Jeder Mensch soll unkomplizierten Zugang zu erstklassiger intimer Gesundheitsversorgung haben.

Welche Rückmeldungen aus der Community haben das Angebot besonders geprägt?

Wir bekommen regelmäßig Emails und DMs von Nutzerinnen, die uns für die Aufklärungsarbeit danken. Das Schönste daran: Viele erzählen uns, dass sie angefangen haben, selbst offen über sexuelle Gesundheit zu sprechen, mit Freunden, mit Sexualpartnern.
Gleichzeitig kommen dabei teilweise wirklich Horrorstories hoch. Erfahrungen, die Nutzerinnen mit Ärzt:innen gemacht haben, von abwertenden Kommentaren bis hin zu falschen Tests oder komplett verweigerter Behandlung. Das macht einen traurig und zeigt uns jedes Mal aufs Neue, wie dringend wir eine Verbesserung brauchen.

Auch konkrete Features entstehen direkt aus solchen Gesprächen. Die anonyme Partnerbenachrichtigung zum Beispiel: In einem Customer Research Interview hat uns jemand erzählt, dass er nach einem positiven Ergebnis verantwortungsvoll handeln wollte, aber Angst davor hatte. Also haben wir einen Weg gebaut, Sexualpartner anonym zu benachrichtigen.
Letztens hat sich ein Nutzer unseres STI-Präventionsservices bei uns bedankt, weil er früher vier bis fünf Chlamydien-Infekte pro Jahr hatte und seit er unseren Service nutzt keinen einzigen mehr. Und eine Lehrerin hat angefragt, ob sie unseren Test im Sexualkundeunterricht zeigen darf.

Was waren bisher die wichtigsten Learnings?

Man kann viel überlegen, grübeln, planen. Aber am Ende des Tages weiß man erst, ob etwas funktioniert, wenn man es umsetzt. Wir haben gelernt, schnell rauszugehen, echtes Feedback zu sammeln und dann nachzubessern. Perfektion im Stillen bringt niemandem etwas.
Gerade in einem so traditionellen Feld wie Medizin begegnet man ständig Menschen, die nicht an Neues glauben. Die Zweifel säen, die sagen: „Es bleibt alles so wie es ist.“ Manche versuchen aktiv, dir Steine in den Weg zu legen. Da muss man einen starken Willen haben und gut filtern: Für wen machen wir das eigentlich? Was sind deren reale Probleme? Wenn man sich das immer wieder vor Augen führt, wird der Lärm von außen leiser.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Löst ein Problem, das euch selbst nachts wachhält. Wenn die Motivation nur der Markt ist, werdet ihr in der ersten wirklich harten Phase aufgeben. Wenn es persönlich ist, macht ihr weiter.
Redet mit euren Nutzer:innen, bevor ihr baut, und hört danach nie auf damit. Die gefährlichste Annahme im Startup ist, dass man weiß, was die Leute wollen.
Gute Leute machen so viel aus. Egal ob Mitarbeitende, Geschäftspartner oder Investoren: Menschen um sich zu haben, die dieselbe Ambition, Professionalität und Treue teilen, entscheidet oft über Make or Break.

Bildrechte: © Every Health

Wir bedanken uns bei Lupo Porschen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Kann etwas ganz Einfaches völlig neu schmecken?

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Verrano Produkte Wurzelgemüse Geschmack Feinkost Verrano Team bild

Verrano entwickelt Produkte aus Wurzelgemüse mit einzigartigem Geschmack für neue kulinarische Erlebnisse

Wie ist Verrano entstanden und wer steht hinter dem Unternehmen?

Max aus unserem Gründerteam kommt als Koch aus der Sternegastronomie. Da gibt es immer mal wieder neue Ansätze, Gemüse zu veredeln. Nach mehreren Jahren der Entwicklung hatte er ein Produkt, das zu gut war, um es nicht mal im Markt zu testen. Auf dem Weg dahin haben wir Felix kennengelernt. In Anbetracht des hohen Entwicklungsaufwands sind wir heute umso happier, mit ihm einen Maschinenbauer im Team zu haben.

Welche Idee stand am Anfang von Verrano und wie haben Sie diese konkret umgesetzt?

Es ging von Anfang an darum, zu zeigen, was man aus einfachen Gemüsesorten herausholen kann. Durch unser neues Reifeverfahren nehmen wir z.B. eine Steckrübe und veredeln diese so, dass sie die Hauptkomponente in einem Gericht sein kann. Wir haben alles in-house entwickelt. Keiner von uns kommt aus der Entwicklung. Dadurch konnten wir mit einer gesunden Naivität an das ganze heran gehen.

Was macht den Ansatz von Verrano mit gereiftem und geräuchertem Wurzelgemüse so besonders?

Das Besondere an unserem Ansatz ist, dass wir nicht versuchen ein tierisches Produkt zu imitieren. Bei uns bleibt ein Sellerie ein Sellerie, nur eben gereift. Wir merken, dass unsere Kunden förmlich auf diese Art von Produkt gewartet haben. Wann immer man in die Imitation geht, wird man nie ans Original herankommen.

Welche Vision verfolgen Sie mit Verrano im Bereich nachhaltiger Ernährung?

Vielleicht geht es gar nicht nachhaltiger, als Produkte basierend auf heimischem Wurzelgemüse zu machen. Für uns steht das aber nicht im Vordergrund. Bei uns steht der Genuss im Vordergrund. Es geht darum, einzigartige Geschmacksprofile zu erzeugen, die es so noch nicht gibt. Wenn wir es dann noch schaffen, mit jeder Scheibe Verrano hochverarbeitete oder tierische Produkte zu verdrängen, ist das wunderbar.

Wie ordnen Sie Ihr Produkt ein. Eher Feinkost als Fleischalternative?

Ganz klar Feinkost, aber mit dem Potential für jedermann. Niemand ist Pommes, weil sie pflanzlich sind. Menschen lieben Pommes, weil es ein verdammt gutes Produkt ist. Vielleicht das beste, was eine Kartoffel werden kann. Die Pommes ist unser Vorbild.

Wer ist die Hauptzielgruppe von Verrano und wie erreichen Sie diese am besten?

Unsere Zielgruppe sind Flexitarier und Fleischliebhaber. Wir haben extrem gute Resonanz bei Metzgerinnen, Hobbywurstern und Menschen, die das Herzhafte schätzen. Dort funktioniert unser Produkt, weil es durch das Räuchern Vorlieben bedient und den Menschen das Gefühl gibt, gleichzeitig etwas Neues entdecken zu können.

Wie reagieren Gastronomie und Handel auf ein so neuartiges Produktkonzept?

Am Anfang gibt es natürlich erstmal Skepsis. Aber je mehr B2B Kunden sehen, dass die Produkte bei großen Kunden wie der Deutschen Bahn oder einem Zeit für Brot gut funktionieren, umso einfacher wird es. Beim Handel ist die klassische Frage, wo ich das Produkt positioniere. Von der Salattheke, über das Veganregal bis hin zu den Delikatessen haben wir schon alles gesehen.

Mit welchen Herausforderungen waren Sie bei der Entwicklung und Etablierung Ihrer Produkte konfrontiert?

Die Produktkategorie ist neu. Daher können wir in der Entwicklung, den Produktionsprozessen und Co. auf keine Referenzwerte zurückgreifen. Wir können einige Dinge aus der Fleischverarbeitung lernen, aber in vielen Fällen ist Gemüse doch eigen. Daher wird unsere Entwicklung auch in der Zukunft länger dauern als in der klassischen Industrie. Wir sind aber auch nicht in Eile.

Was unterscheidet Verrano klar von klassischen pflanzlichen Fleischersatzprodukten?

Wir können sehr gut eher traditionelle und konservative Zielgruppen abholen. Niemand fühlt sich von unserem Produkt vor den Kopf gestoßen. Was kann man schon gegen einen heimischen Sellerie haben? Niemand hat ja etwas gegen Trüffel oder halt die Pommes. Der andere große Punkt ist die Kompromisslosigkeit. Unser Produkt ist auf seine Art sehr simpel, sehr clean. Weil wir keinen Geschmack imitieren müssen, können wir wahnsinnig natürlich arbeiten. Es braucht nur das richtige Verfahren und ausreichend Zeit.

Welche Rolle spielen Regionalität und natürliche Zutaten für Ihr Geschäftsmodell?

Rote Bete, Sellerie und Steckrübe sind ganz klassische heimische Wurzelgemüse. Das macht es extrem einfach für uns, regional zu beschaffen. Das macht unseren Einkauf einfacher. Wir starten jetzt gerade mit dem Vertragsanbau, um hier mehr Sicherheit und Planbarkeit reinzubekommen.

Welche nächsten Schritte und Entwicklungen sind für Verrano geplant?

Wir haben uns bisher auf den B2B Markt konzentriert. Wir sind gerade in der Kapazitätserweiterung unserer Produktion. Mit den Mitteln unserer Finanzierungsrunde gehen wir jetzt den Handel an und stellen sicher, dass auch jeder und jede einfach an die gute Ware kommt.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Am Anfang haben viele unser Produkt für zu extrem gesehen. Wir merken aber, dass es zu viele weichgewaschene Produkte gibt – traut euch, echte Innovation zu wagen.
  2. Man bekommt als Gründer wahnsinnig viele Tipps. Wenn man die befolgt, macht man halt das, was alle machen würden. Die Kunst ist es, die Guten zu filtern und 90% zu ignorieren.
  3. Schaut, dass euch das Startupleben nicht zu stark einnimmt. Wenn alles crasht, sollte man noch ein Leben außerhalb des Büros haben.

Bildcredits @ Verrano

Wir bedanken uns bei Manuel Siskowski für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie verändert Künstliche Intelligenz die Sicherheit von morgen?

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KI Sicherheit Startups Innovation Technologien Lippold von Oldershausen Copyright: Ellen Kallscheuer

KI, Sicherheit und Startups stehen im Fokus des de:hub München – Security & Defense und treiben die Entwicklung moderner Sicherheitslösungen voran.

Wie würden Sie den de:hub München – Security & Defense unseren Leserinnen und Lesern vorstellen und welche Rolle spielt der Hub speziell mit Blick auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in sicherheitsrelevanten Bereichen?

Der de:hub München – Security & Defense ist aus einer sehr konkreten Beobachtung entstanden: Wir haben in Europa exzellente Technologien, aber zu wenig strukturierte Umsetzung. Genau das adressieren wir mit BASED.
Aus dem Munich Security Breakfast heraus, das wir in den vergangenen Jahren parallel zur Munich Security Conference als kuratiertes, hochrangiges Format aufgebaut haben, ist ein belastbares Netzwerk entstanden. Dort bringen wir Entscheidungsträger aus Politik, Industrie, Finanzwelt, Sicherheit und Wissenschaft nicht nur zusammen, sondern in echte Arbeitszusammenhänge.
BASED ist die konsequente Weiterentwicklung: eine operative Plattform, beauftragt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, um Innovation strukturiert in Umsetzung zu bringen.
Mit Blick auf KI heißt das: Wir reden nicht über Potenziale, sondern über Anwendung. Wie kommt KI in die Cyberabwehr, in die Lageanalyse, in Systeme der Bundeswehr? Der Hub ist die Infrastruktur, um genau das zu ermöglichen.

Künstliche Intelligenz verändert derzeit die Art, wie Sicherheit gedacht und umgesetzt wird. Warum ist München aus Ihrer Sicht ein besonders geeigneter Standort, um KI-basierte Sicherheitslösungen zu entwickeln und zu skalieren?

Weil München genau die Kombination mitbringt, die Europa jetzt braucht: technologische Exzellenz, industrielle Stärke und sicherheitspolitisches Verständnis.
Und wir sind in einem Moment, in dem Geschwindigkeit entscheidend ist. Der Krieg in der Ukraine hat gezeigt, wie eng Innovation und Sicherheit heute zusammenhängen. Technologien werden dort nicht mehr über Jahre entwickelt, sondern iterativ und unter realen Bedingungen angepasst.
München hat die Voraussetzungen, darauf zu reagieren: starke Forschung, Deep-Tech-Startups, Industrie, Kapital. Aber entscheidend ist: Wir verbinden diese Akteure – über BASED und Formate wie das Munich Security Breakfast.

Welche konkreten Einsatzfelder von KI stehen im de:hub München – Security & Defense aktuell im Mittelpunkt, etwa in den Bereichen Cybersicherheit, Schutz kritischer Infrastrukturen, Lageanalyse oder Verteidigungstechnologien?

Wir konzentrieren uns sehr klar auf Felder mit unmittelbarer sicherheitspolitischer Wirkung.
Erstens: Cybersecurity, automatisierte Angriffserkennung, Reaktionsfähigkeit, Systemresilienz.
Zweitens: Schutz kritischer Infrastrukturen, etwa Energie, Mobilität, Kommunikation.
Drittens: Lageanalyse – die Fähigkeit, Daten aus unterschiedlichen Quellen in Echtzeit auszuwerten, wie wir es aktuell sehr konkret im Kontext der Ukraine sehen.
Viertens: Defense Tech – Anwendungen für Streitkräfte wie die Bundeswehr, von Aufklärung bis Entscheidungsunterstützung.
Der entscheidende Punkt ist: KI muss operativen Mehrwert liefern.

Wie begleiten Sie Startups dabei, KI-Technologien für sicherheitskritische Anwendungen zu entwickeln, zu testen und in einem hochsensiblen und regulierten Umfeld marktfähig zu machen?

Wir bauen kein klassisches Förderprogramm, sondern ein operatives Ökosystem.
Startups brauchen in diesem Bereich vor allem Zugang – zu Bedarfsträgern, zu realen Anwendungsfällen, zu regulatorischem Verständnis. Wir bringen sie gezielt mit der Bundeswehr, mit Behörden und mit Industriepartnern zusammen.
Wir ermöglichen Pilotprojekte, Testumgebungen und konkrete Zusammenarbeit. Und wir helfen ihnen, die Logik dieses Marktes zu verstehen. Gerade im Sicherheitsbereich gilt: Zugang schlägt Idee. Und Vertrauen schlägt Geschwindigkeit.

KI im Sicherheitskontext wirft auch ethische, rechtliche und gesellschaftliche Fragen auf. Wie gehen Sie im Hub mit Themen wie Verantwortung, Transparenz und Vertrauenswürdigkeit von KI-Systemen um?

Das ist keine Nebenfrage, sondern zentral. KI im Sicherheitskontext braucht Vertrauen. Das heißt: Systeme müssen nachvollziehbar, kontrollierbar und verantwortbar sein. Entscheidungen dürfen nicht im Black Box verschwinden.
Europa hat hier die Chance, einen eigenen Standard zu setzen, leistungsfähige Technologie, aber eingebettet in klare Werte und Regeln. Das ist kein Hemmnis, sondern ein Wettbewerbsvorteil.

Welche Rolle spielen Datenverfügbarkeit, Datenqualität und Datensicherheit bei der Entwicklung KI-basierter Sicherheitslösungen und wie unterstützt der Hub Startups in diesem Spannungsfeld?

Daten sind der eigentliche Engpass.
Gerade im Sicherheitsbereich sind die relevanten Daten oft sensibel, fragmentiert oder schwer zugänglich. Gleichzeitig braucht man genau diese Daten, um funktionierende Systeme zu entwickeln.
Unsere Aufgabe ist es, dieses Spannungsfeld aufzulösen: durch Partnerschaften, durch kontrollierte Umgebungen, durch Zugang zu realen Use Cases.
Ohne belastbare Daten gibt es keine belastbare KI – und keine guten LLM’s.

Wie fördern Sie die Zusammenarbeit zwischen KI-Startups, etablierten Unternehmen, Forschungseinrichtungen und staatlichen Akteuren, um innovative Sicherheitslösungen schneller in die Praxis zu bringen?

Das ist der Kern unserer Arbeit. Das Munich Security Breakfast hat gezeigt, wie groß der Bedarf ist, diese Akteure wirklich zusammenzubringen. Daraus ist BASED entstanden – als dauerhafte Infrastruktur.
Wir arbeiten kuratiert und umsetzungsorientiert. Die richtigen Akteure, konkrete Projekte, klare Zielsetzung. Innovation entsteht nicht im Austausch, sondern in Pragmatismus und wirklicher Zusammenarbeit.

Wo sehen Sie aktuell die größten technologischen Durchbrüche im Bereich KI und Sicherheit und welche Entwicklungen beobachten Sie mit besonderer Aufmerksamkeit für die kommenden Jahre?

Die größten Fortschritte sehen wir bei Echtzeit-Analyse und multimodaler KI. Systeme, die Bild, Video, Text und Sensordaten gleichzeitig auswerten können, verändern gerade die Art, wie Sicherheit funktioniert – von Cyberabwehr bis Aufklärung.
Und wir sehen: Der Innovationszyklus hat sich massiv beschleunigt. Der Krieg in der Ukraine ist hier ein Treiber. Europa muss lernen, in diesem Tempo zu agieren.

Wie messen Sie den Erfolg Ihrer Arbeit im de:hub München – Security & Defense, insbesondere im Hinblick auf den realen Impact von KI-Lösungen für Sicherheit und Resilienz?

Nicht an Power Points, Konzepten, sondern an Wirkung. Wenn eine Lösung im Einsatz ist, bei der Bundeswehr, bei einem Infrastrukturbetreiber oder in einer Behörde, und dort messbar zur Sicherheit beiträgt, dann ist das Erfolg.

Welche Vision verfolgen Sie für den de:hub München – Security & Defense im Bereich KI und wie soll sich der Standort langfristig positionieren, um eine führende Rolle bei KI-gestützten Sicherheitsinnovationen einzunehmen?

Europa steht an einem sicherheitspolitischen Wendepunkt. Resilienz und technologische Souveränität sind keine Visionen mehr, sondern Voraussetzungen für Demokratie, Freiheit und Wohlstand.
Mit BASED und dem Munich Security Breakfast und unserer Resilience Community schaffen wir die Infrastruktur, um Innovation, Kapital und industrielle Kapazitäten strategisch zusammenzuführen – dauerhaft, nicht punktuell.
Die Vision ist klar: München als führender europäischer Standort für KI-gestützte Sicherheits- und Verteidigungsinnovation. Oder anders gesagt: Wir müssen schneller werden. Und wir müssen besser werden. München ist da der Taktgeber.

Bild Copyright: Ellen Kallscheuer

Wir bedanken uns bei Lippold von Oldershausen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Vom MVP zum Enterprise-System: Wie die richtige WordPress-Agentur Ihr Startup skaliert

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WordPress Webdesign Agentur für Startup skalieren Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Jedes erfolgreiche Startup beginnt mit einer Vision und einem Minimum Viable Product (MVP), das schnell auf den Markt gebracht wird. Doch was passiert, wenn die erste Traktion einsetzt und der Nutzeransturm beginnt? Die digitale Plattform, die anfangs ausreichte, wird schnell zum Wachstumshemmnis. Performance-Probleme, Sicherheitslücken und fehlende Skalierbarkeit können den Erfolg gefährden, bevor er richtig begonnen hat. Genau an diesem kritischen Punkt trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Entscheidung für einen technologischen Partner ist keine operative, sondern eine zutiefst strategische. Deshalb ist die Wahl einer erfahrenen WordPress Webdesign Agentur kein reiner Kostenfaktor, sondern eine fundamentale Investition in die Zukunftsfähigkeit und das unbegrenzte Potenzial Ihres Unternehmens.

Die Grenzen des DIY-Ansatzes: Wann ein Freelancer nicht mehr ausreicht

In der Gründungsphase ist es üblich, auf kostengünstige Lösungen zu setzen. Ein einfacher WordPress-Theme, einige Plugins und vielleicht die Unterstützung eines Freelancers genügen, um die erste Version der Webseite online zu bringen. Dieser Ansatz ist pragmatisch und richtig, um Hypothesen schnell zu validieren. Sobald jedoch die Nutzerzahlen steigen, die Anforderungen komplexer werden und die ersten Umsätze generiert werden, stößt dieses Modell an seine Grenzen. Ein einzelner Entwickler wird zum „Single Point of Failure“. Was passiert bei Krankheit, Urlaub oder wenn die technologische Herausforderung seine Expertise übersteigt?

Plötzlich werden essenzielle Themen wie Ladezeitoptimierung unter Hochlast, proaktive Sicherheitsüberwachung oder die Integration komplexer Drittanbieter-APIs zu unüberwindbaren Hürden. Die Plattform, die einst ein Werkzeug war, wird zur Fessel. Eine professionelle WordPress Webdesign Agentur hingegen bringt ein ganzes Team aus Spezialisten mit – von Backend-Entwicklern über Frontend-Designer bis hin zu Sicherheitsexperten und Projektmanagern. Sie bietet Redundanz, gebündeltes Wissen und etablierte Prozesse, die sicherstellen, dass Ihre digitale Infrastruktur nicht nur funktioniert, sondern als Katalysator für Ihr Wachstum dient.

Technische Exzellenz: Was eine Enterprise-Agentur anders macht

Der Unterschied zwischen einer Standard-Webseite und einer Enterprise-Lösung liegt im Detail der technischen Umsetzung. Eine spezialisierte Agentur verlässt sich nicht auf ein Sammelsurium von Standard-Plugins, die oft zu Performance-Engpässen und Sicherheitsrisiken führen. Stattdessen entwickelt sie maßgeschneiderte Lösungen, die exakt auf die Geschäftslogik des Startups zugeschnitten sind. Dies ermöglicht eine saubere, schlanke und hochperformante Codebasis, die auch bei Millionen von Zugriffen stabil bleibt. Die technische Expertise einer solchen Agentur manifestiert sich in mehreren Bereichen.

Diese gezielten Maßnahmen sorgen dafür, dass die Plattform nicht nur den aktuellen Anforderungen gerecht wird, sondern für zukünftige Entwicklungen gerüstet ist. Eine Enterprise WordPress Webdesign Agentur baut digitale Produkte, die auf Langlebigkeit und Anpassungsfähigkeit ausgelegt sind.

  • Maßgeschneiderte Plugin-Entwicklung: Anstatt die Seite mit Plugins von Drittanbietern zu überladen, werden Kernfunktionen als individuelle, optimierte Plugins programmiert.
  • Headless-Architekturen: Durch die Entkopplung von Backend (WordPress) und Frontend (z. B. React, Vue.js) werden blitzschnelle Ladezeiten und eine flexible Omnichannel-Strategie ermöglicht.
  • Robuste API-Integrationen: Die nahtlose Anbindung an CRM-, ERP- oder Marketing-Automation-Systeme wird durch stabile und sichere Schnittstellen gewährleistet.
  • Automatisierte Deployment-Prozesse (CI/CD): Änderungen und neue Features können schnell, sicher und ohne Ausfallzeiten live geschaltet werden.
  • Proaktives Sicherheitsmanagement: Kontinuierliche Scans, Web Application Firewalls (WAF) und regelmäßige Penetrationstests gehören zum Standard.

Mehr als Code: Der strategische Wert von UI/UX und Conversion-Optimierung

Ein Startup kämpft um jeden einzelnen Nutzer. Eine technisch einwandfreie Webseite ist die Basis, aber sie allein generiert noch keinen Umsatz. Eine führende WordPress Webdesign Agentur versteht sich daher als strategischer Partner, der den unternehmerischen Erfolg des Kunden in den Mittelpunkt stellt. Anstatt nur Anweisungen auszuführen, hinterfragt sie Ziele und bringt ihre Expertise in den Bereichen User Interface (UI) und User Experience (UX) aktiv ein. Der Designprozess basiert nicht auf subjektivem Geschmack, sondern auf Daten, Nutzerforschung und bewährten Konversionsprinzipien.

Jedes Element der Webseite, von der Platzierung eines Call-to-Action-Buttons bis hin zur Struktur des Check-out-Prozesses, wird daraufhin optimiert, die Nutzerreibung zu minimieren und die gewünschten Aktionen zu maximieren. Durch A/B-Tests, Heatmaps und die Analyse von Nutzerverhalten wird die Plattform kontinuierlich verbessert. Dieser datengestützte Ansatz hat direkte Auswirkungen auf die wichtigsten Startup-Kennzahlen: Er senkt die Kundenakquisekosten (CAC), erhöht die Konversionsrate und steigert den Customer Lifetime Value (LTV). Die Investition in eine Agentur, die diese strategische Ebene abdeckt, zahlt sich direkt in Form von höherem Wachstum und besserer Marktpositionierung aus.

Globale Skalierung und Mehrsprachigkeit: Den internationalen Markt erobern

Für ambitionierte Startups ist der Heimatmarkt oft nur der erste Schritt. Die wahre Skalierung findet auf der internationalen Bühne statt. Eine Expansion ins Ausland stellt jedoch enorme technische und konzeptionelle Anforderungen an eine digitale Plattform. Es geht nicht nur darum, Inhalte in verschiedene Sprachen zu übersetzen. Kulturelle Nuancen im Design, unterschiedliche Währungen und Zahlungsmethoden, länderspezifische rechtliche Anforderungen wie die DSGVO und die technische Optimierung für globale Ladezeiten sind entscheidend.

Eine erfahrene WordPress Webdesign Agentur verfügt über die notwendige Expertise, um diese Komplexität zu managen. Sie implementiert professionelle Mehrsprachigkeitslösungen wie WPML oder entwickelt individuelle Systeme, die eine einfache Verwaltung der Inhalte gewährleisten und gleichzeitig für Suchmaschinen in jeder Zielsprache optimiert sind. Durch den Einsatz von Content Delivery Networks (CDNs) wird sichergestellt, dass die Webseite für Nutzer in New York genauso schnell lädt wie für Nutzer in Tokio. Die Agentur agiert als Wegbereiter für die globale Expansion und schafft die technologische Grundlage, damit sich das Startup auf seine Markteintrittsstrategie konzentrieren kann.

Langfristige Partnerschaft: Wartung, Support und kontinuierliche Weiterentwicklung

Der Launch einer Webseite ist nicht das Ende, sondern der Anfang einer Reise. Der digitale Markt verändert sich rasant, neue Sicherheitsbedrohungen entstehen täglich und die Erwartungen der Nutzer steigen kontinuierlich. Ein Startup, das sich nach dem Launch selbst überlassen wird, verliert schnell an Wettbewerbsfähigkeit. Eine professionelle WordPress Webdesign Agentur bietet daher langfristige Service- und Wartungsverträge, die weit über einfaches Hosting hinausgehen. Diese Partnerschaft sichert den reibungslosen Betrieb und die stetige Weiterentwicklung der Plattform.

Service-AspektStandard-HostingEnterprise-Support-Vertrag 
UpdatesManuell oder automatisch (riskant)Gemanagte, getestete Core-, Plugin- & Theme-Updates
SicherheitBasis-Firewall, Malware-ScanProaktives Monitoring, WAF, regelmäßige Audits
PerformanceGeteilte Server-RessourcenDedizierte Infrastruktur, CDN, Caching-Optimierung
SupportTicket-System mit langen AntwortzeitenDirekter Ansprechpartner, garantierte Reaktionszeiten
EntwicklungKeine inklusiveFeste Stundenkontingente für neue Features & Optimierung

Diese kontinuierliche Betreuung verwandelt die Agentur in ein ausgelagertes, hochspezialisiertes Tech-Team. Sie ermöglicht es dem Startup, agil auf Marktveränderungen zu reagieren, neue Funktionen zu implementieren und sich stets auf eine sichere und performante Plattform zu verlassen. Diese strategische Absicherung ist für nachhaltiges Wachstum unerlässlich und gibt dem Gründerteam die Freiheit, sich auf das zu konzentrieren, was es am besten kann: das eigene Geschäft vorantreiben.

Titelbild: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Autor: Ela Gerlach

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Gehört dieses Problem am Strand bald der Vergangenheit an?

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Sunboy Strand Pool aufblasbarer Tisch für unterwegs Sunboy 2 Minuten 2 Millionen Bildrechte/ Fotograf: PULS 4 Gerry Frank

Sunboy entwickelt einen aufblasbaren Tisch für Strand und Pool und wird am 21. April in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen

Wie ist Sunboy entstanden und wer sind die Gründer hinter dem Startup?

Sunboy ist aus einem Problem entstanden, das jeder kennt: Du bist am Strand oder am Pool, willst entspannen – und plötzlich ist alles voller Sand oder nass, Getränke kippen um und es fehlt einfach eine praktische Ablage. Genau dafür haben wir Sunboy entwickelt. Hinter dem Produkt steht ein Team mit dem klaren Ziel, Outdoor-Erlebnisse einfacher und komfortabler zu machen.

Was hat euch dazu motiviert, einen aufblasbaren Tisch für Sonnenschirme zu entwickeln?

Unsere Motivation war simpel: Warum gibt es für ein so alltägliches Problem keine wirklich gute Lösung? Statt uns damit abzufinden, haben wir entschieden, selbst eine zu entwickeln – und genau daraus ist Sunboy entstanden.

Sunboy wird am 21. April 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu sehen sein. Mit welchen Erwartungen geht ihr in den Pitch?

Für unseren Pitch bei „2 Minuten 2 Millionen“ gehen wir mit einer klaren Mission hinein: Wir wollen zeigen, dass Sunboy das Potenzial hat, ein fester Bestandteil jedes Strand- und Pooltages zu werden. Natürlich freuen wir uns über starke Partner – aber vor allem wollen wir Menschen für unser Produkt begeistern.

Wie bereitet ihr euch aktuell auf euren Auftritt bei 2 Minuten 2 Millionen vor?

Die Vorbereitung läuft intensiv: Wir haben unseren Pitch auf den Punkt gebracht, unsere Zahlen geschärft und uns darauf fokussiert, unsere Story klar und überzeugend zu erzählen. Gleichzeitig entwickeln wir Produkt und Marke konsequent weiter.

Welche zentrale Botschaft möchtet ihr mit Sunboy vor den Investorinnen und Investoren vermitteln?

Unsere zentrale Botschaft ist klar: Mit Sunboy gehört Chaos am Strand oder am Pool der Vergangenheit an. Statt Improvisation gibt es endlich eine einfache, durchdachte Lösung, die sofort funktioniert.

Was wäre für euch ein persönlicher Erfolg nach der Teilnahme an 2 Minuten 2 Millionen?

Ein persönlicher Erfolg wäre für uns, wenn möglichst viele Menschen Sunboy entdecken, nutzen und lieben – und wir zeigen können, dass aus einer einfachen Idee ein echtes Produkt mit echtem Mehrwert entstehen kann.

Welche Vision verfolgt ihr mit Sunboy für die Zukunft von Strand, Freizeit und Outdoor Erlebnissen?

Unsere Vision ist es, Sunboy als festen Bestandteil moderner Freizeit- und Outdoor-Erlebnisse zu etablieren – vom Strand bis zum Pool. Wir wollen eine Marke aufbauen, die für durchdachte, praktische und gleichzeitig stylische Lösungen steht.

Was macht euren aufblasbaren Tisch besonders und welche Probleme löst er im Alltag?

Was Sunboy besonders macht, ist die Kombination aus Einfachheit und Funktionalität: leicht, mobil, schnell einsatzbereit – und genau dort stabil, wo man es braucht. Egal ob am Strand, Pool oder unterwegs.

Welche Rolle spielen Design, Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit bei der Entwicklung eures Produkts?

Design, Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit sind für uns untrennbar. Unser Anspruch ist es, Produkte zu entwickeln, die nicht erklärt werden müssen, sondern sich von selbst erschließen.

Sunboy Strand Pool aufblasbarer Tisch für unterwegs Celia Teichert

Welche Vorteile bietet Sunboy im Vergleich zu herkömmlichen Strandlösungen wie Handtüchern oder festen Tischen?

Im Vergleich zu klassischen Lösungen ist Sunboy ein echter Gamechanger: stabiler als Handtücher, flexibler als feste Tische und dabei so kompakt, dass man ihn überallhin mitnehmen kann.

Welche Zielgruppe sprecht ihr mit eurem Produkt besonders an und welche Bedürfnisse stehen dabei im Fokus?

Unsere Zielgruppe sind Menschen, die ihre Freizeit bewusst genießen und keine Kompromisse beim Komfort machen wollen – egal ob am Strand, Pool oder im Park.

Welche Herausforderungen begegnen euch bei der Produktentwicklung und Produktion?

Die größten Herausforderungen lagen darin, ein Produkt zu entwickeln, das unter echten Outdoor-Bedingungen zuverlässig funktioniert und gleichzeitig leicht, langlebig und einfach in der Handhabung bleibt.

Was unterscheidet Sunboy von anderen Anbietern im Bereich Outdoor und Strandzubehör?

Was uns von anderen unterscheidet, ist unser klarer Fokus: Wir lösen ein konkretes Problem mit einer durchdachten, sofort verständlichen Lösung. Gleichzeitig schützen wir unsere Innovation durch eingetragene Designs und Patente und schaffen so die Basis für eine starke, langfristige Marke.

Welche Bedeutung haben Qualität und Langlebigkeit für eure Marke und eure Kunden?

Qualität und Langlebigkeit sind für uns entscheidend. Gerade im Outdoor-Bereich muss ein Produkt funktionieren – und genau darauf legen wir unseren Fokus.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Drei Ratschläge an andere Gründerinnen und Gründer: Startet, bevor alles perfekt ist. Holt euch früh echtes Feedback. Und bleibt konsequent an eurer Idee dran – auch wenn es schwierig wird.

Sehen Sie Sunboy am 21. April 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Bild: Sunboy 2 Minuten 2 Millionen Bildrechte/ Fotograf: PULS 4 Gerry Frank

Wir bedanken uns bei Celia Teichert für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Sunboy

sunboy logo gelb schwarz weiss

Kontakt:

Celia Teichert
Hangweg 26
66877 Ramstein-Miesenbach

www.sunboy.shop
info@sunboy.eu

Ansprechpartner: Celia Teichert

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Wird Sprudelwasser jetzt endlich mobil?

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bottleplus Sprudelwasser mobil Wassersprudler für unterwegs Founder Team Bild

bottleplus bringt Sprudelwasser in eine neue Form der Mobilität und wird am 21. April in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen

Wie ist bottleplus entstanden und wer sind die Gründer hinter dem Startup?

bottleplus entstand aus der einfachen Frage: Warum ist Sprudelwasser noch immer an die Küche gebunden? Die Gründer Mariana Bastos, Linus Lingg und Christian Käser wollten eine Lösung entwickeln, die es ermöglicht, jederzeit und überall frisches Sprudelwasser zu genießen. Mit ihren Hintergründen in Ingenieurwesen, Marketing und Unternehmertum vereinten sie ihre Kompetenzen, um eine innovative und mobile Alternative zu klassischen Wassersprudlern zu schaffen.

Was hat euch dazu motiviert, eine mobile Trinkflasche mit integriertem Wassersprudler zu entwickeln?

Uns hat gestört, dass man für Sprudelwasser entweder schwere Getränkekisten schleppen oder an stationäre Wassersprudler gebunden ist. Gleichzeitig steigt das Bewusstsein für gesündere, flexiblere und nachhaltigere Trinkgewohnheiten. Unsere Motivation war es, eine Lösung zu schaffen, die Komfort, Mobilität und Nachhaltigkeit mit einem hochwertigen Trinkerlebnis vereint – jederzeit und überall.

bottleplus wird am 21. April 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu sehen sein. Mit welchen Erwartungen geht ihr in den Pitch?

Wir freuen uns darauf, unsere Vision und unsere Produkte einem breiten Publikum und erfahrenen Investorinnen und Investoren vorzustellen. Unser Ziel ist es, die Jury zu überzeugen und nebst den Investorengeldern auch strategische Partner zu gewinnen, die uns bei den nächsten Wachstumsschritten unterstützen und unsere Mission teilen. Gleichzeitig sehen wir die Teilnahme als großartige Chance, die Bekanntheit von bottleplus weiter zu steigern.

Wie bereitet ihr euch aktuell auf euren Auftritt bei 2 Minuten 2 Millionen vor?

Wir schärfen den Pitch und wollen den Auftritt natürlich zusammen durchgehen und üben – viel Zeit bleibt jedoch nicht, da wir drei Gründer uns erst am Tag der Aufzeichnung persönlich sehen können. Aber wir sind überzeugt, dass es uns gelingen wir, die zentralen Botschaften klar herauszuarbeiten und mögliche Fragen der Investorinnen und Investoren zu antizipieren. Auch das Bühnenbild müssen wir noch finalisieren und letzte Einkäufe dafür tätigen.

Welche zentrale Botschaft möchtet ihr mit bottleplus vor den Investorinnen und Investoren vermitteln?

Unsere zentrale Botschaft lautet: Wir verändern die Art und Weise, wie Menschen Getränke konsumieren. bottleplus macht Sprudelwasser mobil und erweitert es um funktionale und geschmackliche Möglichkeiten. Damit schaffen wir eine neue Kategorie im Bereich „Hydration on the go“.

Was wäre für euch ein persönlicher Erfolg nach der Teilnahme an 2 Minuten 2 Millionen?

Ein persönlicher Erfolg wäre es, Investorinnen und Investoren zu gewinnen, die nicht nur Kapital, sondern auch strategisches Know-how und ein starkes Netzwerk mitbringen. Ebenso wichtig ist für uns, möglichst viele Menschen für unsere Vision zu begeistern und unsere Bekanntheit zu steigern. Und auch falls es mit neuen Kapitalgebern nicht klappen sollte, so hoffen wir, mit einem positiven Bauchgefühl aus dem Pitch zu gehen.

Welche Vision verfolgt ihr mit bottleplus für die Zukunft von nachhaltigem Trinken und mobilen Getränkelösungen?

Unsere Vision ist es, den Konsum von Einweggetränken nachhaltig zu reduzieren, indem wir Leitungswasser zu einer attraktiven Alternative machen. Langfristig möchten wir bottleplus als führende Plattform für mobile Getränkelösungen etablieren – von Sprudelwasser bis hin zu funktionalen Getränken mit Mehrwert.

Was macht eure spark bottle besonders und welche Probleme löst sie im Alltag?

bottleplus Sprudelwasser mobil Wassersprudler für unterwegs Produktbild mit Mann

Die spark bottle ist der erste wirklich mobile Wassersprudler. Dank des integrierten CO₂-Tanks, der zu Hause an der Auffüllstation über handelsübliche CO2-Zylinder befüllt wird und dann für das Sprudeln von bis zu 10 Flaschen Hahnenwasser reicht, können Nutzerinnen und Nutzer jederzeit frisches Sprudelwasser genießen – egal ob im Büro, beim Sport oder auf Reisen. Sie löst damit das Problem der eingeschränkten Verfügbarkeit von Sprudelwasser; man ist nicht auf Supermärkte angewiesen und muss auch keine schweren Kisten nach Hause schleppen.

Welche Rolle spielt die integrierte CO₂ Technologie für die Funktionalität und den Mehrwert eures Produkts?

Die integrierte CO₂-Technologie ist das Herzstück unseres Produkts. Sie ermöglicht eine sichere, kompakte und benutzerfreundliche Karbonisierung direkt in der Flasche. Dadurch wird echte Mobilität erst möglich und ein konsistentes Sprudelerlebnis gewährleistet.

Welche Vorteile bietet bottleplus im Vergleich zu klassischen Wassersprudlern oder gekauften Getränkeflaschen?

Im Vergleich zu klassischen Wassersprudlern bietet bottleplus maximale Mobilität und Unabhängigkeit von der Küche. Gegenüber gekauften Getränken reduziert es Transportaufwand, Verpackungsmüll und Kosten – mit unserem System kostet ein Liter Sprudelwasser gerade mal 15 Cent. Gleichzeitig profitieren Nutzerinnen und Nutzer von frischem Sprudelwasser genau dann, wenn sie es möchten.

Welche Zielgruppe sprecht ihr mit eurem Produkt besonders an und welche Bedürfnisse stehen dabei im Fokus?

Unsere Hauptzielgruppen sind aktive, urbane Menschen, die Wert auf Gesundheit, Design und Flexibilität legen, sowie Familien, die eine praktische und einfache Lösung für den Alltag suchen. Im Fokus stehen Bedürfnisse wie Mobilität, Komfort, Individualisierung und ein bewusster Getränkekonsum.

Welche Herausforderungen begegnen euch bei der Entwicklung und Skalierung eines Hardware Produkts?

Die Entwicklung eines Hardwareprodukts bringt komplexe Herausforderungen mit sich, darunter Produktdesign, Zertifizierungen, Lieferkettenmanagement und Produktionsskalierung. Zudem ist das Ganze auch kapitalintensiv, von der Entwicklung und Industrialisierung bis hin zur Vorfinanzierung der Produktion.

Was unterscheidet bottleplus von anderen Anbietern im Bereich Trinksysteme und Hydration Lösungen?

bottleplus kombiniert erstmals echte Mobilität mit Karbonisierung und erweitert das System durch modulare Geschmack- und Funktionslösungen. Unser patentierter Ansatz, das durchdachte Design und die Möglichkeit, Getränke individuell anzupassen, schaffen ein einzigartiges Ökosystem im Bereich der Hydration.

Welche Bedeutung haben Nachhaltigkeit und Innovation für eure Marke und eure Kunden?

Innovation ist der Treiber unserer Marke – sie ermöglicht es uns, neue Lösungen für alltägliche Bedürfnisse zu schaffen. Gleichzeitig leisten wir einen Beitrag zur Reduktion von Einwegverpackungen und verhindern deren langen Transportwege. Wir sind der festen Überzeugung, dass es nicht mehr zeitgemäss ist, abgefülltes Wasser über hunderte von Kilometern zu transportieren – wir haben doch eine so gute Trinkwasserqualität hier in weiten Teilen Europas und auch darüber hinaus. Für unsere Kundinnen und Kunden bedeutet dies eine Kombination aus Komfort, Qualität und verantwortungsbewusstem Konsum.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Holt früh Feedback ein: Der enge Austausch mit der Zielgruppe hilft, das Produkt richtig zu entwickeln und dann kontinuierlich zu verbessern. Nutzt zudem die vielen Angebote, die es für junge Unternehmen gibt; macht an Startup Wettbewerben mit, geht an Events und so weiter. Und nicht zuletzt: Zeigt Durchhaltevermögen: Der Aufbau eines Startups ist ein Marathon – Ausdauer und Leidenschaft sind entscheidend für den langfristigen Erfolg.

Sehen Sie bottleplus am 21. April 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Bildrechte: © bottleplus

Wir bedanken uns bei Christian Käser für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


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Was entsteht, wenn Tradition auf neue Ideen trifft?

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March Lavendel Naturkosmetik aus Österreich Julia und Matthias

March entwickelt Naturkosmetik auf Basis von Lavendel und wird am 21. April in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen

Wie ist March entstanden und wer sind die Gründer hinter dem Startup?

Wir sind Julia und Matthias, Geschwister und Gründer aus der Steiermark. March ist aus dem Wunsch entstanden, unseren über 100 Jahre alten Bauernhof wieder zum Leben zu erwecken. 2020 haben wir den damaligen Viehbetrieb Schritt für Schritt in einen Lavendelbetrieb umgestellt. Was als Neuanfang für den Hof gedacht war, wurde zur Grundlage für unsere Marke.

Was hat euch dazu motiviert, Naturkosmetik auf Basis von Lavendel zu entwickeln?

Uns ist aufgefallen, dass Lavendel eine unterschätzte Heilpflanze ist. Viele verbinden Lavendel nur mit Duft, doch der Lavendel wirkt beruhigend, pflegend und hat eine lange Tradition in der Naturheilkunde. Gleichzeitig ist er etwas sehr Besonderes in seiner Gesamtheit: die lila Felder, der Duft, die Wirkung, und auch die Rolle für die Natur, etwa für Bienen während der Blütezeit.

March wird am 21. April 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu sehen sein. Mit welchen Erwartungen geht ihr in den Pitch?

Wir freuen uns sehr auf die Sendung und sind selbst ganz gespannt. Für uns war es definitiv ein großer Schritt raus aus der Komfortzone. Gleichzeitig sehen wir es als besondere Chance, unsere Geschichte und unsere Produkte zu zeigen.

Wie bereitet ihr euch aktuell auf euren Auftritt bei 2 Minuten 2 Millionen vor?

Auf der einen Seite bereiten wir uns inhaltlich so gut wie möglich vor, wir aktualisieren unsere Website mit dem Feedback aus der Sendung und bringen auch ein neues Lavendel Starterset in den Onlineshop. Auf der anderen Seite wissen wir, dass man solche Momente nie komplett planen kann. Den Abend selbst werden wir daher bewusst ruhig verbringen, gemeinsam mit der Familie, vor dem Fernseher.

Welche zentrale Botschaft möchtet ihr mit March vor den Investorinnen und Investoren vermitteln?

Wir möchten zeigen, dass Qualität und Herkunft wieder mehr Bedeutung bekommen sollten. Gleichzeitig ist uns wichtig zu vermitteln, dass genau das auch seinen Preis hat. Und wir wollen aufzeigen, dass es möglich ist, regionale Alternativen zu bestehenden Produkten zu schaffen.

Was wäre für euch ein persönlicher Erfolg nach der Teilnahme an 2 Minuten 2 Millionen?

Für uns wäre es ein persönlicher Erfolg, zu zeigen, dass man bestehende Strukturen neu denken kann. Dass es möglich ist, alte Strukturen komplett neu auszurichten.

Welche Vision verfolgt ihr mit March für die Zukunft nachhaltiger Pflege und bewusster Konsumgewohnheiten?

Uns geht es darum, mehr Bewusstsein im Alltag zu schaffen. Über Produkte, die ganz selbstverständlich Teil davon werden, die Flüssigseife im Badezimmer, ein Raumspray im Wohnraum oder ein Lavendelkissen im Kleiderschrank.

Welche Rolle spielen Regionalität, Nachhaltigkeit und Transparenz in eurer Produktion?

Sie spielen für uns eine sehr große Rolle. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass wir nie perfekt sind. Wir sehen das Ganze als laufenden Prozess, wir lernen ständig dazu, hinterfragen unsere Entscheidungen und versuchen, uns Schritt für Schritt zu verbessern.

Welche Vorteile bieten eure Produkte im Vergleich zu herkömmlicher Kosmetik?

Wir setzen auf wenige, ausgewählte Inhaltsstoffe und bewusst reduzierte Rezepturen. Unser Anspruch ist es, eine vegane, regionale und in Österreich hergestellte Alternative zu bestehenden Produkten zu schaffen.

Welche Zielgruppe sprecht ihr mit euren Produkten besonders an und welche Bedürfnisse stehen dabei im Fokus?

Wir sprechen Menschen an, die bewusst konsumieren möchten. Also alle, die Wert auf Qualität, Herkunft und Inhaltsstoffe legen, ohne dabei auf Ästhetik zu verzichten. Gleichzeitig ist auch der Hotelbereich für uns sehr spannend. Hier sehen wir großes Potenzial für regionale Alternativen in Zimmern und Badezimmern.

Welche Herausforderungen begegnen euch beim Aufbau einer nachhaltigen Kosmetikmarke?

Eine der größten Herausforderungen ist die Komplexität in vielen Details. Gerade bei Verpackungen sehen wir oft, dass nachhaltigere Lösungen erst ab größeren Mengen verfügbar sind, während herkömmliche Alternativen deutlich früher zugänglich sind. Das bedeutet, dass man sich bewusst Zeit nehmen muss, um Optionen abzuwägen und Entscheidungen zu treffen, die langfristig Sinn machen.

Was unterscheidet March von anderen Anbietern im Bereich Naturkosmetik und Lifestyle Produkte?

Unsere Nähe zum Ursprung. Wir arbeiten direkt mit dem, was in unseren Produkten steckt, und kennen die Pflanzen nicht nur als Inhaltsstoff, sondern aus der Natur selbst. Wenn man draußen unterwegs ist, Pflanzen wie Lavendel oder Schafgarbe sieht und genau diese auch in unseren Produkten wiederfindet, entsteht eine andere Verbindung dazu.

Welche Bedeutung haben Qualität, Design und Nachhaltigkeit für eure Marke und eure Kunden?

Für uns gehört das untrennbar zusammen. Auch bei unseren Kundinnen und Kunden sehen wir, dass Qualität, Design und Nachhaltigkeit nicht als einzelne Aspekte betrachtet werden, sondern als Ganzes.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Geduld haben. Viele Entwicklungen brauchen Zeit, oft mehr, als man anfangs erwartet.
Nah an den Kundinnen und Kunden bleiben. Direktes Feedback und persönliche Gespräche helfen, das eigene Produkt wirklich zu verstehen und weiterzuentwickeln.
Und der Austausch mit anderen Gründerinnen und Gründern. Viele Herausforderungen ähneln sich, auch branchenübergreifend, und genau dieser Austausch bringt oft neue Perspektiven und Lösungen.

Sehen Sie die Gründer von Marche am 21. April 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Bildcredits/Fotograf: Christina Supanz

Wir bedanken uns bei Julia Anna Wünscher und Matthias Martin Wünscher für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Marche

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MARCHCARE Naturkosmetik Handels GmbH
Göttelsberg 278
8160 Mortantsch
Österreich

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Ansprechpartner: Julia Wünscher

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2 Minuten 2 Millionen 21 April 2026: Lavendel rettet Bauernhof

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2 Minuten 2 Millionen: Startups am 21 April Bild MarchCare 2 Minuten 2 Millionen Bildquelle/ Fotograf: Puls4 GerryFrank

Die Folge von 2 Minuten 2 Millionen am 21 April 2026 bringt wieder starke Gründungsgeschichten auf den Bildschirm. Von der Rettung eines Bauernhofs durch Lavendel bis hin zu sozialen Projekten wie der Friedensflotte zeigt die Sendung, wie vielfältig die Startup-Szene im deutschsprachigen Raum ist und welche Ideen Investor:innen aktuell überzeugen.

Lavendel rettet Bauernhof vor dem Aus | „2 Minuten 2 Millionen“, Dienstag um 20:15 Uhr auf JOYN & PULS 4
Wie eine Jungunternehmerin aus der Steiermark den Familienbauernhof kurz vor dem Aus mit Lavendel und Mut neu erfindet. Außerdem, Friedensflotte aus Wien mit einem Projekt, das Kindern unvergessliche Momente schenkt.

2 Minuten 2 Millionen 21 April 2026: March Care bringt Lavendel-Erfolgsgeschichte

Wien, 20. April 2026. „Schöne Story, alles stimmig, schöne Produkte – I love it“, zeigt sich Manuela Lindlbauer begeistert vom ersten Pitch des Abends in der Folge 2 Minuten 2 Millionen 21 April 2026. Mit March Care aus der Steiermark (Graz-Umgebung) bringt Julia Wünscher eine duftende Erfolgsgeschichte ins Studio. Als der Familienbauernhof wirtschaftlich vor dem Aus stand, setzten sie gemeinsam mit ihrem Bruder Matthias alles auf eine Karte: Lavendelfelder. Aus ersten Pflanzen entstand eine Marke, aus Lavendelseife eine komplette Duft- und Pflegewelt: zertifizierte Natur- und Biokosmetik von Duschgel über Body Lotion bis hin zu Saunaölen und Duftkissen, hergestellt in Österreich.

Während Erich Falkensteiner und Mathias Muther leise beraten, wird hinter den Kulissen intensiv diskutiert. Wenn, dann würde man vor allem in die junge Unternehmerin investieren, betont auch der Südtiroler Investor. Kommt es zu einem Deal?

2 Minuten 2 Millionen 21 April 2026: Friedensflotte setzt auf sozialen Impact

Segel setzen für Inklusion und Gemeinschaft: Mit der Friedensflotte aus Wien kommt eine berührende Geschichte ins Studio. Das weltweit größte sozialpädagogische Segelprojekt ermöglicht benachteiligten Kindern und Jugendlichen jährlich eine Segelwoche in Kroatien – mit 100 Yachten und rund 1.000 Teilnehmer:innen. Das vollständig ehrenamtlich organisierte Projekt, finanziert durch Spenden und Investments, steht für Inklusion, Gemeinschaft und den Abbau von Vorurteilen. Bei den Investor:innen erntet das Engagement großen Respekt. Inwieweit kann die „2 Minuten 2 Millionen“-Crew, wie Christian Jäger das gesamte Investor:innen-Team nennt, das Projekt unterstützen?

2 Minuten 2 Millionen 21 April 2026: Weitere Startups der Folge

Außerdem dabei: Healthy Little Heroes aus Niederösterreich mit der „Heroes Box“, einem Lern-, Koch- und Kreativset für Kinder, Sunboy aus Deutschland mit einem aufblasbaren Tisch für Sonnenschirme sowie Bottle Plus aus der Schweiz, eine mobile Trinkflasche, die Wasser unterwegs mit Kohlensäure versetzt.

„2 Minuten 2 Millionen – Die PULS 4 Start-Up-Show“ Dienstag, 21. April 2026, um 20:15 Uhr auf JOYN & PULS 4

Bild MarchCare 2 Minuten 2 Millionen Bildquelle/ Fotograf: Puls4 GerryFrank

UN ECOSOC: Warum junge Menschen den KI und Jugendarbeitsmarkt jetzt selbst neu denken

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KI und Jugendarbeitsmarkt: ECOSOC Youth Forum setzt Impulse Bildcredits: AIESEC Gruppenbild

UN ECOSOC – Wenn junge Menschen die Regeln für KI, new Work und ihre Zukunft selbst gestalten

Der KI und Jugendarbeitsmarkt steht zunehmend im Fokus internationaler Debatten. Beim ECOSOC Youth Forum bringen junge Menschen ihre Perspektiven auf KI Youth Employment ein und entwickeln konkrete Ansätze für eine faire und inklusive Arbeitswelt im Zeitalter der künstlichen Intelligenz.

Im Sitz der Vereinten Nationen wurde in dieser Woche nicht nur über künstliche Intelligenz gesprochen, dort wurde über ihre sozialen Folgen verhandelt, und zwar aus einer Perspektive, die in Debatten über Zukunft, Arbeit und Digitalisierung noch immer viel zu selten im Zentrum steht: der von jungen Menschen selbst. Dabei spielte auch der KI und Jugendarbeitsmarkt eine zentrale Rolle.

Junge Perspektiven im Zentrum der Debatte

Beim ECOSOC Youth Forum 2026 fand am 15. April das Side Event „AI’s Impact on Youth Employment: Co-Creating Pathways to Decent Work“ ausgerichtet von AIESEC und WE EMPOWER statt. Mehr als 60 Teilnehmende überwiegend zwischen 18 und 27 Jahren aus unterschiedlichen Ländern, Sektoren und Lebensrealitäten kamen zusammen, um nicht bloß die Risiken von KI zu diskutieren, sondern konkrete Lösungen zu entwickeln – insbesondere im Kontext von KI und Jugendarbeitsmarkt und KI Youth Employment.

Wie KI den Arbeitsmarkt für junge Menschen verändert

Die Ausgangslage war eindeutig. Junge Menschen erleben derzeit, wie sich der Arbeitsmarkt durch KI verschiebt: Einstiegsjobs verschwinden oder werden automatisiert, Praktikumsaufgaben werden von Tools übernommen, Bewerbungsprozesse laufen zunehmend über Algorithmen. Zugleich hinken Bildungssysteme den neuen Anforderungen hinterher, und der Zugang zu KI-Kompetenzen bleibt global extrem ungleich.

Den Anfang machten kurze Impulse und ein Panel, besetzt mit Carmen Gamon Lazaro, Management and Programme Analyst Strategic Workforce Planning Section Office of Human Resources Department of Management Strategy, Policy and Compliance of the UN, Zukunftsforscherin und Psychologin Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg, Psychologin und ehemalige Vice President of AIESEC International Lorena Stephanie und die Executice Director of Ontario Montclair School District Veronica Bucheli, moderiert von Abdul Wasay, President Communications of AIESEC International.

KI und Jugendarbeitsmarkt: ECOSOC Youth Forum setzt Impulse Bildcredits: AIESEC Speakers

Die größten Herausforderungen im KI und Jugendarbeitsmarkt

Die Teilnehmenden dann beschrieben in dem nachfolgenden Workshop diese Lage nicht als ein abstraktes Zukunftsszenario, sondern als Realität. Ihre Analyse zeigte drei besonders drängende Muster: eine wachsende Lücke zwischen schulischer Ausbildung und den Anforderungen des KI-Zeitalters, ungleiche Zugänge zu KI-Bildung und Training sowie einen schrumpfenden Zugang zu Einstiegspositionen, die traditionell den Übergang ins Berufsleben ermöglicht haben – zentrale Herausforderungen im KI und Jugendarbeitsmarkt.

Konkrete Lösungsansätze aus dem Youth Forum

Aus dieser Diagnose entstanden acht konkrete Lösungsansätze, die im Raum entwickelt, vorgestellt und anschließend gemeinsam priorisiert wurden.

Ein Vorschlag verband staatliche Regulierung mit Bildungsarbeit: Unternehmen sollen bei der Einführung von KI stärker in die Verantwortung genommen werden, während NGOs und zivilgesellschaftliche Träger Unternehmen wie auch Bewerbende zu einem verantwortungsvollen Umgang mit KI schulen. Ein anderer Ansatz setzte auf portable Micro-Credentials, also kurze, praxisnahe Qualifikationen, die direkt an den Bedarf der Wirtschaft gekoppelt und über Ländergrenzen hinweg anerkennbar sind. Wieder andere Gruppen forderten, dass KI-Kompetenz nicht als Spezialthema behandelt werden darf, sondern in allen Fächern und Lernkontexten vermittelt werden sollte.

Forderungen nach klaren Regeln für KI

Besonders deutlich wurde dabei ein gemeinsamer Nenner: KI braucht Regulierung. Mehrere Gruppen forderten Regeln für den Einsatz von KI im Recruiting, damit menschliche Urteilskraft im Einstellungsprozess nicht durch automatisierte Systeme ersetzt wird. Andere betonten, dass Bildungsangebote nicht von oben herab gestaltet werden dürfen, sondern lokal ansetzen müssen, etwa durch Jugendinitiativen, die vor Ort Bedarfe erheben und daraus passgenaue Trainingsangebote entwickeln.

KI und Jugendarbeitsmarkt: ECOSOC Youth Forum setzt Impulse Bildcredits: AIESEC

Gerechtigkeit und Zugang als zentrale Themen

Auch der Gerechtigkeitsaspekt spielte eine zentrale Rolle. Die Teilnehmenden machten klar: Wenn KI-Bildung nur dort stattfindet, wo ohnehin schon Ressourcen, Infrastruktur und Zugang vorhanden sind, dann wird die Technologie bestehende Ungleichheiten eher verschärfen als abbauen.

Junge Menschen als Mitgestalter der Arbeitswelt

Das Besondere an dieser Session war die Haltung dahinter. Die Jugendlichen verstanden sich nicht als Zielgruppe, die „nachziehen“ muss. Sie verstanden sich als Mitgestalterinnen und Mitgestalter eines neuen Arbeitsmarkts. Ihre zentrale Botschaft: Nicht junge Menschen müssen sich allein anpassen, Systeme, Institutionen und Arbeitgeber müssen sich ebenso verändern.

Ein klarer Anspruch für die Zukunft

Am Ende stand kein kulturpessimistischer Befund, sondern ein klarer Anspruch. Wenn KI die Arbeitswelt umformt, dann muss diese Transformation fair, reguliert, inklusiv und menschenzentriert gestaltet werden. Genau dafür lieferten die jungen Teilnehmenden einen bemerkenswert präzisen Entwurf – mit klaren Impulsen für den KI und Jugendarbeitsmarkt und die Debatte rund um KI Youth Employment.

Bildcredits: AIESEC

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Storymaking mit KI: Wie gute Geschichten entstehen und Unternehmen davon profitieren

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Storymaking mit KI: So entstehen starke Geschichten Anne M Schüller mit Hut

Storymaking mit KI gewinnt im Marketing und in der Unternehmenskommunikation zunehmend an Bedeutung. Wer heute überzeugen will, braucht starke Geschichten – und genau hier zeigt sich, wie Storytelling und generative KI sinnvoll zusammenspielen können, ohne die kreative Leistung des Menschen zu ersetzen.

Storymaking: Wie gute Geschichten entstehen – und wie KI dabei hilft

Menschen kaufen keine Produkte, keine Services und keine Ideen. Sie kaufen Beziehungen, Geschichten und gute Gefühle. Dies lässt sich eins zu eins auch auf die Führungs- und Personalarbeit übertragen, denn auch dort gilt es, seine Vorgehensweisen gut zu „verkaufen“. Schauen wir uns also an, wie das Storymaking gelingt – und wie Storymaking mit KI dabei hilft.

Gutes Storytelling macht nicht die eigene Firma, sondern die Mitarbeitenden sowie die die Kunden und Partner zu Helden. Am besten wird der zu erzählende Sachverhalt, wie bei einer gelungenen Reportage, am Beispiel einer einzelnen Person festgemacht. Die Geschichte wird dabei aus der Perspektive dieses Menschen erzählt.

Der Beginn ist essenziell, denn da fragen wir uns: „Hat das etwas mit mir zu tun?“ Ist die Antwort „Ja“ und das Ganze auch relevant, weil es an etwas für uns Wichtiges anknüpft, hören wir weiter zu. Ist schon der Beginn für uns ohne Bedeutung, schaltet unser Hirn umgehend ab. Ein professionelles Storymaking ist also entscheidend.

Gute Geschichten brauchen einen Helden

Menschen lieben Helden vor allem dann, wenn diese ein hehres Ziel verfolgen und nach anfänglichem Zögern über sich hinauswachsen, um das anvisierte Ziel zu erreichen. Idealerweise folgt der Erzählstrang einer sogenannten Heldenreise. Diese führt entlang eines Spannungsbogens von einer suboptimalen Ausgangslage über ein Auf und Ab von Blockaden, Irrwegen und dramatischen Beinahe-Abstürzen zu einem glorreichen Ende.

Start-Ziel-Siege und glattgebügelte PR-Storys hingegen sind kaum von Interesse. Deshalb sind Heldenreisen auch niemals einfach. Sie fesseln uns vor allem dann, wenn sie das für gewöhnlich Mögliche überwinden und trotz aller Schwierigkeiten gut ausgehen. Der Protagonist hat eine Mission, doch sein Weg ist mit Hindernissen gepflastert. Er ringt mit Gegenkräften, um sein Ziel zu erreichen.

Wohlwollende Kollegen fungieren dabei als Helfershelfer, als treue Gefährten oder nützliche Geister, die zwar im Hintergrund bleiben, ohne die die Transformation allerdings nicht gelingt. Wie in einem guten Film zieht sich der Konflikt hin, wodurch die Spannung weiter steigt. Die Lösung kommt dann plötzlich und schnell.

Wie eine stimmige Geschichte aufgebaut wird

Mächtige Geschichten handeln immer davon, den Status quo zu hinterfragen und eine dringliche Veränderung zu absolvieren, um eine bessere Zukunft möglich zu machen. Beim Aufbau können Sie sich an Märchen orientieren. Diese haben folgendes Muster:

Was war am Anfang (= das Problem, der Zweifel, der Konflikt)?
Wer (= der Held) tat was (= die gute Tat) mit wessen Hilfe (= die gute Fee)?
Wo lauerten Gefahren (= das Abenteuer, die Hindernisse, der Gegenspieler)?
Wie ging das Ganze aus (= der Sieg, das Happy End)?

Grandiose Storys sind niemals ein glatter Durchmarsch, sondern leben von Wirrungen und Ungewissheiten. Wird das Gute oder das Böse gewinnen? Wir tauchen ein in die Geschichte, fiebern mit, durchleben selbst die Qualen des Helden, drücken ihm die Daumen, das alles gelingt – und sind am Ende erleichtert, wenn er tatsächlich siegt. Gar nicht so selten lernen wir dabei sogar etwas für unser eigenes Leben.

Am besten in einer Drei-Schritte-Version

Das Szenario einer geglückten Story kann uns die nötige psychologische Sicherheit geben, Türen ins Neuland zu öffnen. Denn jede Geschichte handelt auch davon, dass sich ein Problem grundsätzlich lösen lässt und wie das gemacht werden kann. Dabei lässt sich, um die Geschichte zu strukturieren, die Drei-Schritte-Version nutzen:

In der Einleitung werden die Hauptfigur(en), der Handlungsort sowie der suboptimale Status quo beziehungsweise die zentrale Problemstellung eingeführt.
Im Hauptteil geht es um den Weg der Lösungsfindung mit Höhen und Tiefen, es gibt Komplikationen oder ein Konflikt spitzt sich zunächst dramatisch zu.
Im Schlussteil wird der Tiefpunkt überwunden, die Trendwende gelingt, das Problem wird gelöst und die Geschichte findet ein glanzvolles Happy End.

Entscheidend dabei ist es, die Geschichte in der Sprache des Zielpublikums zu erzählen. Dann fühlt man mit den Protagonisten mit und stellt sich hinter sie und die Sache.

Modernes Storytelling: analog und digital

Modernes Storytelling findet in einer Mixed Reality statt. Es verknüpft die reale mit der virtuellen Welt. Dabei erfüllt vor allem das Web die Funktion des Bewahrens und Weitertragens, was jedoch nicht nur Vorteile bringt. Denn das zunehmend toxische Geschehen auf einigen Social-Media-Plattformen hat bereits zu einem massiven Abzug der User geführt.

Das Marktforschungsinstitut Gartner prognostiziert einen Rückgang der Interaktionen in den sozialen Netzwerken um 50 Prozent, weil immer mehr Nutzer die Qualität der dortigen Inhalte als minderwertig empfinden. Systematische Desinformationskampagnen sowie Fake Accounts, Bot-Armeen, Spam-Content und KI-Slop und Data Poisoning schrecken zusätzlich ab. Deshalb gilt:

In Zeiten, in denen jede KI täuschend echte Fakes produziert, sind wahre Geschichten noch wertvoller als früher. Und die glaubwürdigen Empfehlungen derer, denen wir wirklich vertrauen, sind wichtiger als jemals zuvor.

KI verdrängt nicht, sondern entlastet und hilft

Natürlich kann uns generative KI eine Menge Arbeit abnehmen. Sie unterstützt uns beim Recherchieren und Redigieren. Sie kann uns helfen, Geschichten emotionaler, stringenter und effizienter zu machen. Sie kann aus Textfragmenten professionelle Recruiting-Anzeigen erstellen, Berichte, Social-Media-Beiträge und Newsletter verfassen. Sie kann Podcasts transkribieren, Daten in Fließtext umwandeln, E-Mails schreiben, SEO-freundliche Webseiten bauen und vieles mehr.

Allerdings klingen KI-generierte Texte oft floskelhaft, austauschbar und beliebig. Dennoch kann KI uns ein Tippgeber sein, um eine Story dramaturgisch zu optimieren. Sie kennt die Muster und den gelungenen Aufbau guter Storys inzwischen besser als wir, denn sie wurde mit unzähligen Drehbüchern, Bestsellern und Blockbustern trainiert. Doch die eigentliche Arbeit eines Storytellers kann KI nicht übernehmen.

Sie kann keinen Stoff für Ihre Unternehmensstory kreieren, kann nicht entscheiden, welcher Content passend für Ihr Reputationsnarrativ ist und welche Idee bei Ihrer Belegschaft verfängt. Es liegt an uns, solche Inhalte zu definieren und zu kuratieren. Überdies arbeitet KI repetitiv, so dass ihre Outputs sich ähneln. Mit anderen Worten: KI zitiert sich am liebsten selbst. Von Textinzest spricht man auch. Und genau deshalb gilt:

Ihr Unternehmen ist einzigartig.
KI unterstützt, doch die eigentliche Story kreieren Sie selbst.

Buch:

Anne M. Schüller

Narrative für eine bessere Zukunft

Wie kraftvoll erzählte Geschichten unser Leben und die Arbeitswelt positiv wandeln

Vahlen April 2026, 230 S., 24,90 €

ISBN: 978 3 8006 7998 0

1 https://www.gartner.de/de/marketing/themen/marketing-trends-und-prognosen-future-of-marketing

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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