Sonntag, Juli 26, 2026
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Yepoda im Interview: Wohin entwickelt sich Clean K Beauty?

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Yepoda: K Beauty trifft Nachhaltigkeit Bild Veronika und Sander Joonyoung Bildcredits Yepoda

Yepoda entwickelt K Beauty mit Fokus auf Nachhaltigkeit für den europäischen Markt

Wie entstand die Idee zu Yepoda, und welche Erfahrungen haben Sie als Gründerteam dazu bewegt, koreanische Hautpflege nach Europa zu bringen?

Die Idee zu Yepoda entstand während unserer vielen Reisen nach Südkorea, um die Familie von Sander Joonyoung zu besuchen. Jedes Mal baten uns Freund und Bekannte in Europa, ihnen koreanische Hautpflegeprodukte mitzubringen. Uns wurde schnell klar, dass die Begeisterung für K Beauty riesig war, viele Menschen aber keinen einfachen Zugang zu hochwertigen Produkten hatten.

Gleichzeitig haben wir gesehen, wie innovativ die koreanische Beauty Welt ist sowohl bei Wirkstoffen als auch bei Routinen und Produktformaten. Deshalb wollten wir eine Marke schaffen, die das Beste aus der koreanischen Hautpflege nach Europa bringt und dabei unsere eigenen Werte in den Mittelpunkt stellt: Wirksamkeit, Clean Beauty, Nachhaltigkeit und vor allem die Freude an Skincare. Im April 2020 entstand dann Yepoda.

Wer sind die Menschen hinter Yepoda, und wie ergänzen sich Ihre unterschiedlichen Hintergründe beim Aufbau des Unternehmens?

Hinter Yepoda stehen wir, Veronika und Sander Joonyoung. Sander Joonyoung ist Halb Koreaner und hat daher einen sehr engen Bezug zur koreanischen Kultur und Beauty Welt. Veronika bringt ihre Erfahrung im Markenaufbau, in der Produktentwicklung und im Community Building ein.

Unsere unterschiedlichen Perspektiven ergänzen sich perfekt. Während wir eng mit Expert und Laboren in Seoul zusammenarbeiten, verstehen wir gleichzeitig sehr genau, welche Bedürfnisse europäische Kund haben. Diese Verbindung aus koreanischer Innovation und europäischem Markenverständnis prägt Yepoda bis heute. Was als Zwei Personen Projekt begann, ist heute ein Team von über 130 Menschen von Produktentwicklung und Wissenschaft bis hin zu Marketing und Kundenservice. Jede Einzelne teilt die Überzeugung, dass Skincare wirksam, ehrlich und nachhaltig sein kann.

Welche Vision verfolgen Sie mit Yepoda, und welche Meilensteine möchten Sie in den kommenden Jahren erreichen?

Unsere Vision ist es, die weltweit führende Clean K Beauty Love Brand aufzubauen. Wir möchten noch mehr Menschen zeigen, dass effektive Hautpflege, Nachhaltigkeit und Spaß kein Widerspruch sein müssen.

In den kommenden Jahren wollen wir unsere internationale Präsenz weiter ausbauen, neue Produktkategorien erschließen und unsere Community weltweit vergrößern. Gleichzeitig möchten wir unsere Nachhaltigkeitsinitiativen kontinuierlich weiterentwickeln und Innovationen vorantreiben insbesondere im Bereich Verpackungen und zirkuläre Lösungen.

An welche Zielgruppe richtet sich Yepoda hauptsächlich, und welche Bedürfnisse stehen bei der Entwicklung neuer Produkte im Mittelpunkt?

Yepoda richtet sich an Menschen, die ihre Hautpflege bewusst genießen möchten. Unsere Community sucht nach wirksamen Produkten, die unkompliziert in den Alltag passen und gleichzeitig ein schönes Ritual schaffen ganz im Sinne der koreanischen Philosophie: Hautpflege nicht als lästige Pflicht, sondern als täglichen Selfcare Moment. Dieser Gedanke steckt auch hinter unserer 6 stufigen K Beauty Routine: Oil Cleanse, Water Cleanse, Prep, Treat, Nourish und Protect ein durchdachtes System, bei dem jeder Schritt einen klaren Zweck erfüllt und sich die Produkte optimal ergänzen.

Bei jeder Produktentwicklung stellen wir uns dieselben Fragen: Löst das Produkt ein echtes Bedürfnis? Ist es wirksam? Macht die Anwendung Spaß? Und entspricht es unseren hohen Standards in Bezug auf Inhaltsstoffe und Nachhaltigkeit? Nur wenn wir alle Fragen mit Ja beantworten können, wird daraus ein Yepoda Produkt.

Wir beobachten vor allem die Entwicklung hin zu hautfreundlichen Formulierungen, einer stärkeren Unterstützung der Hautbarriere und multifunktionalen Produkten. Kund wünschen sich heute weniger komplizierte Routinen, ohne dabei auf Wirksamkeit verzichten zu müssen. Ein Trend, der uns besonders fasziniert, ist das Zusammenwachsen von Skincare und Make up Stichwort Tinted Skincare. Produkte, die gleichzeitig pflegen und einen leichten, natürlichen Teint geben, treffen genau den Nerv der Zeit: weniger Schichten, mehr Wirkung. Die Grenzen zwischen den Kategorien verschwimmen, und das eröffnet ganz neue Möglichkeiten auch für uns.

Außerdem sehen wir, dass die Grenzen zwischen Skincare und Self care zunehmend verschwimmen. Hautpflege wird immer mehr als täglicher Moment für sich selbst verstanden und genau dieser Gedanke war schon immer Teil der koreanischen Beauty Kultur.

Was unterscheidet Yepoda von anderen Beauty Marken, die ebenfalls auf K Beauty oder natürliche Hautpflege setzen?

Wir verstehen uns nicht einfach als K Beauty Marke. Unser Anspruch ist es, Innovationen aus Korea mit europäischen Erwartungen an Nachhaltigkeit, Transparenz und Clean Beauty zu verbinden.

Darüber hinaus legen wir großen Wert darauf, dass Skincare einfach ist und sich nicht wie eine weitere Aufgabe auf der To do Liste anfühlt. Von den Produktnamen über die Anwendung bis hin zum Design stand immer die Frage im Vordergrund: Wie machen wir das so unkompliziert wie möglich? Mit unserer 6 stufigen K Beauty Routine möchten wir zeigen, dass eine konsequente Pflegeroutine keine Überwindung kosten muss, sondern etwas ist, auf das man sich jeden Tag freut. Genau diese Kombination aus Wirksamkeit, Nachhaltigkeit, Innovation und echter Alltagstauglichkeit macht Yepoda einzigartig.

Wie gelingt es Ihnen, die Innovationskraft koreanischer Hautpflege mit den Erwartungen europäischer Kundinnen und Kunden zu verbinden?

Wir verbringen viel Zeit in Seoul und arbeiten eng mit lokalen Expert, Laboren und Partner zusammen. So sind wir unmittelbar am Puls der neuesten Innovationen und Entwicklungen.

Gleichzeitig hören wir unserer Community sehr genau zu. Viele unserer Entscheidungen basieren auf direktem Feedback unserer Kund. So entstehen Produkte, die koreanische Innovationen nutzen, aber perfekt auf die Bedürfnisse unserer Community international abgestimmt sind.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen beim Aufbau einer internationalen Beauty Marke, und wie gehen Sie damit um?

Jeder Markt hat unterschiedliche Erwartungen, Gewohnheiten und regulatorische Anforderungen. Gleichzeitig entwickeln sich Trends und Kundenbedürfnisse sehr schnell weiter.

Für uns bedeutet das, flexibel zu bleiben und trotzdem unseren Werten treu zu bleiben. Unsere fünf Säulen K Beauty, Clean Beauty, Nachhaltigkeit, Wirksamkeit und Spaß dienen dabei als Kompass für alle Entscheidungen.

Nachhaltigkeit spielt für viele Verbraucher eine wichtige Rolle. Welche Bedeutung hat dieses Thema für Ihre Unternehmensstrategie?

Nachhaltigkeit ist für uns kein Zusatzprojekt, sondern Teil unserer gelebten DNA. Schon bevor Yepoda offiziell gestartet ist, haben wir entschieden, dass wir keine Kompromisse bei unseren Standards eingehen werden.

Deshalb setzen wir auf mikroplastikfreie Formulierungen, einen hohen Anteil an Glasverpackungen, innovative Verpackungslösungen wie Refills für die meisten unserer Produkte sowie biologisch abbaubare Alternativen zu klassischen Einmal Kosmetikprodukten wie unsere Augenpads und Tuchmasken. Dazu kommen langfristige Partnerschaften mit Organisationen wie 1% for the Planet. Ein besonderer Meilenstein war für uns außerdem die B Corp Zertifizierung eine der anspruchsvollsten Nachhaltigkeitszertifizierungen weltweit, die nur Unternehmen erhalten, die nachweislich die höchsten sozialen und ökologischen Standards erfüllen. Im K Beauty Segment gehören wir damit zu den wenigen Marken, die diese Auszeichnung tragen und sehen sie nicht als Endpunkt, sondern als Ansporn, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Wie entscheiden Sie, welche neuen Produkte oder Kategorien in das Sortiment aufgenommen werden?

Der Ausgangspunkt ist immer ein echtes Bedürfnis unserer Community. Wir analysieren Kundenfeedback, beobachten Entwicklungen in Korea und prüfen, ob ein Produkt einen relevanten Mehrwert schaffen kann.

Anschließend beginnt ein oft sehr langer Entwicklungsprozess. Wir bringen ein Produkt erst dann auf den Markt, wenn wir vollständig von seiner Qualität, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit überzeugt sind.

Welche nächsten Entwicklungen oder Expansionspläne stehen für Yepoda auf der Agenda?

Wir möchten unsere internationale Präsenz weiter stärken und noch mehr Menschen für Clean K Beauty begeistern. Seit kurzem sind wir auch in den USA aktiv, was natürlich nochmal ein spannendes Expansionskapitel ist. Gleichzeitig arbeiten wir kontinuierlich an neuen Produktinnovationen und nachhaltigen Verpackungslösungen. Besonders spannend finden wir die Möglichkeiten, die sich durch neue Materialien und alternative hochwirksame Kosmetikinhaltsstoffe ergeben. Hier sehen wir noch viel Potenzial für die Zukunft.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Baut ein Unternehmen rund um Werte auf, an die ihr wirklich glaubt. Diese Werte helfen Euch besonders in schwierigen Phasen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Zweitens: Hört Euren Kund aufmerksam zu. Die besten Ideen entstehen oft dort, wo echte Bedürfnisse sichtbar werden.

Drittens: Habt Geduld. Gerade wenn man hohe Qualitäts oder Nachhaltigkeitsstandards verfolgt, dauert vieles länger als geplant. Langfristig zahlt sich dieser Anspruch und eine hohe Produktqualität jedoch aus und schafft Vertrauen und Loyalität, das man nicht kaufen kann.

Bild Veronika und Sander Joonyoung Bildcredits Yepoda

Wir bedanken uns bei Veronika und Sander Joonyoung für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was macht SpotmyEnergy anders als klassische Energieversorger?

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SpotmyEnergy: Smart Meter für die Energiewende im Interview Jochen Schwill SpotmyEnergy

SpotmyEnergy bringt die Energiewende mit Smart Meter in private Haushalte und entwickelt intelligente Energielösungen, die Stromverbrauch automatisieren und Verbraucher aktiv in den Strommarkt der Zukunft einbinden

Herr Schwill, mit Next Kraftwerke haben Sie eines der größten virtuellen Kraftwerke Europas aufgebaut und später an Shell verkauft. Was hat Sie motiviert, mit SpotmyEnergy erneut ein Unternehmen im Energiesektor zu gründen?

Ich kann sagen, ich bin ein Gründer aus Leidenschaft. Mir macht es wirklich Spaß ein Unternehmen aufzubauen, mit dem ich von der Idee zum praktischen Erfolg komme. Zusammen mit einem hochmotivierten Team einen Beitrag für die Energiewende zu leisten, ist für mich ein echtes Privileg.

Viele Unternehmer würden sich nach einem Exit dieser Größenordnung zurückziehen. Warum haben Sie sich stattdessen für einen Neuanfang entschieden?

In der Zeit zwischen Next Kraftwerke und SpotmyEnergy habe ich gemerkt, wie sehr ich operative Arbeit brauche. Ich habe über die letzten Jahre einige Angel-Investments gemacht, aber das war für mich immer ein spannender Zusatz, nie ein Ersatz für Hands-on Arbeit. Seit der Gründung von SpotmyEnergy ist mein Alltag wieder viel operativer. Mir gibt es einfach immer Energie, mit dem Team zusammen im Büro zu sein und Ideen in die Tat umzusetzen.

Welche Erfahrungen aus Ihrer Zeit bei Next Kraftwerke prägen heute die Entwicklung von SpotmyEnergy?

Da gibt es eine ganze Menge. Was mir direkt einfällt: die Nähe zum Kunden. Auch die Geschäftsführung muss den Kunden wirklich verstehen. Was sind die Bedürfnisse und wie können wir uns als Unternehmen so positionieren, dass eine langfristige Beziehung aufgebaut werden kann? So ist auch unser Geschäftsmodell bei SpotmyEnergy aufgebaut.

SpotmyEnergy möchte die Energiewende in die eigenen vier Wände bringen. Was bedeutet das konkret für Verbraucherinnen und Verbraucher?

Die Energiewelt von morgen ist digitaler und flexibler. Konkret heißt das: In Zukunft werden wir zum Beispiel mit günstigeren Strompreisen belohnt, wenn wir Energie flexibler verbrauchen. Ob das E-Auto am Abend oder nachts geladen wird, macht für die meisten keinen Unterschied. Für den Strompreis aber sehr wohl, weil zum Beispiel nachts oft viel günstiger Strom aus Wind produziert wird, der aber weniger Abnehmer findet.

Unsere Systeme sorgen dafür, dass Haushalte von dieser neuen Energiewelt profitieren, ohne dass sie dafür mehr Aufwand haben – zum Beispiel, indem das Auto automatisch dann geladen wird, wenn der Strom besonders grün und günstig ist. SpotmyEnergy bietet Haushalten alles aus einer Hand an, was sie für diese Energiewende im eigenen Zuhause brauchen. Das reicht von der Installation eines intelligenten Stromzählers (Smart Meter) über ein Energiemanagementsystem bis hin zu einem dynamischen Stromtarif. Wir kooperieren mit über 300 Handwerksbetrieben, um Anlagen wie Heimspeicher oder Photovoltaik schon bei der Installation bereit für die neue Energiewelt zu machen.

Mit welcher Vision sind Sie bei SpotmyEnergy angetreten, und wie möchten Sie diese in den kommenden Jahren verwirklichen?

Meine Vision bei der Gründung war es, SpotmyEnergy zum Stromversorger der nächsten Generation zu machen. Und das ist sie auch heute, knapp zwei Jahre nach Gründung noch. Unser System optimiert den Stromverbrauch unserer Kunden automatisch. Die Stromversorgung wird dadurch super günstig und grün. Wir integrieren unsere Kunden in den Strommarkt. Sie wirken dann zusammen wie eine riesige virtuelle Batterie, indem alle Haushalte zusammen gesteuert werden können, um Schwankungen am Strommarkt auszugleichen. Die Haushalte müssen dafür nichts tun, außer die technischen Voraussetzungen – Smart Meter und Energiemanagementsystem – im Haus einzubauen.

Hat der erfolgreiche Exit von Next Kraftwerke, Herr Schwill, die Gespräche mit Investoren erleichtert oder die Erwartungen an Ihr neues Unternehmen sogar erhöht?

Die Erwartungen der Investoren an ein Unternehmen sind immer hoch – auch wenn ich schon einen erfolgreichen Exit hinter mir habe. Die Erwartung habe ich im Übrigen auch an mich selbst: SpotmyEnergy soll die nächste Erfolgsgeschichte in der dezentralen Energiewende werden. Aber natürlich hilft es, Finanzierungsrunden und Investorengespräche schon hinter sich zu haben, um durch diese Erfahrungen konkrete Tipps im Umgang mit Investoren zu sammeln und sie dann anwenden zu können.

SpotmyEnergy setzt auf die Zusammenarbeit mit Installateuren und Handwerksbetrieben. Warum ist dieser Ansatz für die Energiewende besonders wichtig?

Mehr als vier von fünf PV-Anlagen, Heimspeicher oder Wallboxen werden in Deutschland nicht von den großen Playern, sondern von kleinen bis mittelgroßen Handwerksbetrieben mit enormem Fachwissen installiert. Entsprechend liegt hier der größte Hebel, die Energiewende so schnell wie möglich in die Privathaushalte zu bringen. Von dieser Kooperation profitieren alle: Durch die Zusammenarbeit mit uns können auch kleinere Betriebe Komplettlösungen inklusive Stromvertrag, Smart Meter und Energiemanagementsystem anbieten – und die Haushalte bekommen einen Dienstleister vor Ort, der persönlich berät und bei der Umsetzung auf individuelle Bedürfnisse eingeht.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen aktuell beim Ausbau intelligenter Energielösungen in deutschen Haushalten?

Wenn ich hier eine Sache herausstellen möchte, ist das eindeutig der Smart-Meter-Rollout. Ende 2025 hatte gerade mal jeder 20. Haushalt in Deutschland einen intelligenten Zähler, der den Stromverbrauch mindestens viertelstündlich festhalten und automatisch übermitteln kann. Damit sind wir in Westeuropa einsames Schlusslicht. Smart Meter sind die Voraussetzung für dynamische Stromtarife, automatisches Laden von E-Autos in günstigen Zeitfenstern, eine bessere Vermarktung von Solarstrom nach Ende der EEG-Einspeisevergütung und noch vieles mehr. Auch deshalb haben wir uns entschieden, selbst zum wettbewerblichen Messstellenbetreiber zu werden. Das heißt im Klartext: Wir können bei unseren Kunden selbst einen neuen Stromzähler installieren.

Sie vertreten die Ansicht, dass private Haushalte auch ohne Subventionen von der Energiewende profitieren können. Warum wird dieses Potenzial Ihrer Meinung nach noch zu wenig diskutiert?

Was mir in Diskussionen immer wieder auffällt: Wir hängen gedanklich oft noch in der alten Stromwelt fest. Also in einer Welt, in der Haushalte einen Vertrag abschließen und einen festen Preis pro Kilowattstunde zahlen – völlig egal, wo oder wie der Strom produziert wird, den sie gerade nutzen. Als der Solarausbau in den 2000er Jahren begann, wurden Förderungen wie die Einspeisevergütung noch im Rahmen dieser alten Energiewelt gestaltet.

In Zukunft müssen wir Energie genau anders herum denken: Haushalte nutzen ihren überschüssigen Solarstrom, um die eigenen – übrigens immer günstiger werdenden – Batterien zu laden. Oder sie laden ihr E-Auto vollautomatisch dann, wenn die PV-Anlage gerade richtig viel Strom produziert. Die größten Ersparnisse bringt es also nicht, den Strom einzuspeisen, sondern flexibel viel mehr davon selbst zu verbrauchen. Dass das inzwischen nicht nur möglich ist, sondern auch mit minimalem Aufwand automatisiert werden kann, ist den meisten nicht bewusst. Deshalb diskutieren wir immer noch über Strom, als wären wir in den 1990er Jahren.

Was unterscheidet SpotmyEnergy von anderen Anbietern im Bereich Smart Metering und Energiemanagement?

Wir haben, wie schon erwähnt, eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Installateuren. Kunden werden für ihre Anlagen bei bekannten und vertrauten Betrieben in ihrer Region gut beraten. So kann ihnen der Installateur nicht nur Zugang zur PV-Anlage verschaffen, sondern auch zu allem, was zum Strom sparen gehört, wie zum Beispiel Smart Meter, Energiemanagementsystem und dynamischer Tarif. Und das Ganze ohne einen Mehraufwand für die Kunden. Wir bieten unseren Partnerbetrieben herstelleroffene Hard- und Software, um möglichst vielen Kunden eine individuell passende Energielösung zu bieten und dabei immer die innovativsten Angebote bereitzustellen. Das trägt auch dazu bei, dass kleinere Betriebe zukunftssicher aufgestellt sind.

Welche Rolle werden private Haushalte künftig spielen, wenn sie zunehmend selbst Strom erzeugen, speichern und flexibel nutzen?

Die rund 42 Millionen Privathaushalte in Deutschland verbrauchen etwas mehr als ein Viertel des produzierten Stroms. Bisher tun sie das sehr viel berechenbarer, als das den meisten wahrscheinlich bewusst ist: Morgens und abends wird besonders viel verbraucht und spät nachts ist der Verbrauch besonders niedrig. Gleichzeitig wird aber mittags besonders viel Solarstrom produziert, und der Wind bläst nachts, wenn die meisten Lichter aus sind. Diese Phasen hoher Produktion und niedrigen Verbrauchs können Privathaushalte in Zukunft nutzen, um ihren Strompreis signifikant zu senken. Ein E-Auto kann zum Beispiel nachts genau dann geladen werden, wenn der Strompreis durch geringe Nachfrage niedrig ist.

Morgens ist es dann geladen, wenn man zur Arbeit fährt. In der Energiewelt der Zukunft bekommen solche Großverbraucher ihren Strom also dann, wenn er besonders günstig ist – vollautomatisch durch ein Energiemanagementsystem. Was das ganze besonders elegant macht: Dadurch, dass sie flexibel auf ein Über- oder Unterangebot reagieren, entlasten Privathaushalte das gesamte Stromnetz, indem sie helfen, teure Lastspitzen zu vermeiden und dadurch den Netzausbau zu begrenzen. Das kommt langfristig allen zugute, auch Haushalten ohne PV-Anlage oder E-Auto.

Wenn Sie heute auf den deutschen Energiemarkt blicken, Herr Schwill: Welche politische oder regulatorische Veränderung würde die Energiewende am stärksten beschleunigen?

Ich hatte ja gerade schon den Smart-Meter-Rollout als große Bremse für die Energiewende erwähnt. Wenn wir den Rollout flächendeckend umsetzen würden, wäre das für mich einer der größten Hebel, um vollständig von erneuerbaren Energien zu profitieren – und das ist nun mal die günstigste Energiequelle, die uns zur Verfügung steht. Die Bundesregierung hat zwar gesetzliche Ziele für den Einbau bei Haushalten mit Großverbrauchern wie Wallboxen oder Wärmepumpen festgelegt. Trotzdem hatte Ende 2025 gerade mal gut einer von 20 Haushalten in Deutschland einen Smart Meter. Für uns war das das Signal, nicht auf die Netzbetreiber zu warten, damit unsere Kunden an Smart Meter kommen. Als wettbewerblicher Messstellenbetreiber bieten wir eine schnelle Alternative für Haushalte, die zu intelligenten, flexiblen Energiekunden werden wollen. Ich bin fest davon überzeugt: Wenn wir die richtigen Anreize mit klaren gesetzlichen Vorgaben kombinieren, sind die privaten Haushalte nicht mehr aus der Energiewende wegzudenken.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die in einem regulierten Markt ein Unternehmen aufbauen möchten?

Erstens: Wisst stets über die Regulatorik in eurem Markt Bescheid. Regulierungsveränderungen können für ein Unternehmen wie eine technische Innovation wirken. Der Markt wird dann geöffnet und beantwortet die berühmte Investorenfrage „Why now?”. Das zeigt mir immer, dass ein Verständnis über die Regulatorik bis in die Geschäftsführung da sein muss. Zweitens: Seid euch bewusst, dass Regulierung immer etwas Zeit braucht und Entscheidungen sowie die damit einhergehenden Veränderungen meistens länger als erwartet dauern. Kalkuliert das – so gut es geht – in eure Geschäftspläne mit ein. Und drittes: Meistens entwickelt sich die Regulierung in die Richtung einer volkswirtschaftlich sinnvollen Lösung. Ich würde also immer versuchen ein Geschäftsmodell aufzubauen, welches volkswirtschaftlich insgesamt sinnvoll ist und welches nicht nur auf eine aktuelle, vielleicht unsinnige, Gesetzeslücke hin optimiert.

Bildcredits SpotmyEnergy

Wir bedanken uns bei Jochen Schwill für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

demoDAY 2026: Neun Startups präsentieren Innovationen in Aachen

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demoDAY 2026: Startups beim digitalHUB Aachen ausgezeichnet Bild Teilnehmende Startups und Partner beim demoDAY 2026 / Bildcredits/ Fotograf digitalHUB Aacheb e.V., Timo Bergs

Neun Startups präsentieren Innovationen beim demoDAY im Mediahuis Aachen

Aachen, 26. Juni 2026 – Beim demoDAY des digitalHUB Aachen kamen am 26. Juni 2026 im Mediahuis der Aachener Zeitung Startups, Unternehmen, Investor, Mentor und Innovationsinteressierte zusammen. Neun Startups präsentierten ihre Lösungen, Fortschritte und Visionen für die Zukunft und gaben dem Publikum einen direkten Einblick in digitale Innovationen aus Themenfeldern wie Industrial AI, Smart Enterprise, Aviation und 3D-Druck.

Auf der Bühne standen jeweils die drei Top-Startups aus den Programmen aixLAB, aixBOOST und digitalACCELERATOR. Der Abend markierte den Abschluss der aktuellen Programmrunde und zeigte, wie vielfältig und anwendungsnah die Startup-Landschaft in der Region Aachen ist.

Ergänzt wurde das Bühnenprogramm durch eine interaktive Startup-Ausstellung, bei der die Besucher mit den Gründer ins Gespräch kamen, Fragen stellten und neue Ansätze für Kooperationen entdeckten. Beim anschließenden Networking mit DJ und Cocktailbar bot der demoDAY Raum für Austausch, neue Kontakte und konkrete Anknüpfungspunkte zwischen Startups, Unternehmen und Unterstützer des regionalen Innovationsökosystems.

„Der demoDAY zeigt, wie viel unternehmerische Kraft und digitale Innovationskompetenz in unserer Region steckt. Wenn Startups, Unternehmen, Investor und Mentor zusammenkommen, entstehen genau die Verbindungen, die Innovationen in den Markt bringen“, sagt Michael Minis, Vorstandsmitglied des digitalHUB Aachen e.V. und Gründer von MOQO.

Auszeichnungen für die besten Startup-Pitches

Ein Höhepunkt des demoDAY 2026 war die Prämierung der besten Pitches aus den drei Programmen des digitalHUB Aachen.

Den besten Pitch aus dem Inkubationsprogramm aixLAB gewann FCTRY CLD mit einer lokalen, echtzeitfähigen Cloud-Lösung für produzierende Unternehmen. Das Team erhielt ein Preisgeld von 1.000 Euro, gestiftet vom TechVision Fonds.

Im Programm aixBOOST setzte sich Sourcera AI mit einer KI-Plattform für den strategischen Einkauf durch. Das Startup wurde mit einem Preisgeld von 2.000 Euro ausgezeichnet, ebenfalls vergeben vom TechVision Fonds.

Den Sieg im Programm digitalACCELERATOR sicherte sich FairUp mit einer Plattform für Karriereevents. Das Team erhielt 2.000 Euro Preisgeld von Dr. Neumann, Schmeer + Partner.

Publikumspreis geht an H2ALL

Auch das Publikum stimmte über seinen Favoriten des Abends ab. Die meisten Stimmen erhielt H2ALL. Das Startup entwickelt eine digitale Plattform, die Planung, Genehmigung und den Betrieb von grünen Wasserstoffanlagen vereinfacht.

Für diese Leistung wurde H2ALL mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, der mit 1.000 Euro dotiert ist und ebenfalls von Dr. Neumann, Schmeer + Partner vergeben wurde.

„Der demoDAY war für uns eine großartige Gelegenheit, unsere Lösung einem starken Netzwerk aus Unternehmen, Investor und Innovationsinteressierten zu präsentieren. Die Auszeichnung ist für uns eine wertvolle Bestätigung und motiviert uns, die nächsten Schritte mit noch mehr Rückenwind anzugehen“, sagt Antonia Spicher, Co-Founder von H2ALL.

Neun HUB-Stipendien für vielversprechende Startups

Ein weiterer Programmpunkt war die Vergabe von neun HUB-Stipendien durch Partner und Sponsor des digitalHUB Aachen. Das Bistum Aachen, DRK KV Städteregion Aachen, Interactive Pioneers, KPMG, Manage Now GmbH, NetAachen, die Sparkasse, die STAWAG und Zoho Corporation GmbH übernahmen jeweils eine Patenschaft.

Das HUB-Stipendium umfasst eine einjährige Startup-Business-Mitgliedschaft im digitalHUB Aachen. Die geförderten Startups erhalten Zugang zum Netzwerk des digitalHUB, können CoWorking- und Meetingräume nutzen sowie kostenlos oder vergünstigt an Workshops und Seminaren teilnehmen. Ziel ist es, junge Unternehmen bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle, beim Aufbau neuer Kontakte und auf ihrem Wachstumskurs zu unterstützen.

Die Stipendien gingen an FairUp, FCTRY CLD, needseeq, Sourcera AI, AET, PICOSHAPE, H2ALL, ONTHEGO und cyflux.

digitalHUB Aachen begleitet Startups auf ihrem Wachstumskurs

Nach dem erfolgreichen Abschluss des demoDAY arbeiten die neun Startups nun daran, ihre Lösungen weiter in den Markt zu bringen, Pilotkund zu gewinnen und neue Kooperationen aufzubauen. Der digitalHUB Aachen unterstützt sie dabei weiterhin mit seinem Netzwerk aus Unternehmen, Investor, Mentor und Partnern.

Der demoDAY wurde von der NRW.Bank als Haupt-Event-Sponsor sowie vom DRK KV Städteregion Aachen, Interactive Pioneers, Manage Now und Zoho als Flagship-Event-Sponsoren unterstützt.

Bild Teilnehmende Startups und Partner beim demoDAY 2026 / Bildcredits/ Fotograf digitalHUB Aacheb e.V., Timo Bergs

Quelle digitalHUB Aachen e.V.

150 Investoren, ein Signal: Venture Capital als Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands

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Capital for Innovation Summit stärkt Venture Capital Fotocredit: Futury | Markus Laubvogel

Capital for Innovation Summit bringt Investoren und Startup Factories zusammen

Frankfurt am Main, 25. Juni 2026 – Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit entscheidet sich zunehmend daran, wie erfolgreich Innovationen in skalierbare Unternehmen übersetzt werden. Eine zentrale Voraussetzung dafür ist ausreichendes Wachstumskapital. Vor diesem Hintergrund kamen beim Capital for Innovation Summit in Frankfurt erstmals rund 150 führende Akteure aus Family Offices, Stiftungen, Venture-Capital-Fonds, Unternehmen, Politik und Wissenschaft zusammen.

Gemeinsam mit Vertretern aller zehn nationalen Startup Factories diskutierten sie, wie Venture Capital in Deutschland als strategische Assetklasse weiterentwickelt und mehr langfristiges Kapital für Startups mobilisiert werden kann. Ausgerichtet wurde der Summit von Futury, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und UnternehmerTUM.

Venture Capital als strategische Assetklasse etablieren

Im Mittelpunkt der Vorträge, Diskussionen und Workshops standen vier zentrale Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen.

Institutionelle Investoren wie Stiftungen, Family Offices, Versicherungen und Versorgungswerke verfügen über erhebliches Potenzial, ihre Investitionen in Venture Capital auszubauen. Dafür braucht es mehr Transparenz, gezielte Weiterbildungsangebote sowie vereinfachte Governance- und Entscheidungsstrukturen.

Ein Beispiel dafür ist der gemeinsam von KfW Capital, der Frankfurt School of Finance & Management und Futury entwickelte Zertifikatsstudiengang Certified Venture Capital Expert, der institutionellen Investoren praxisnahes Wissen über Venture Capital vermittelt.

Professionelle Strukturen für Innovationen schaffen

Kapital allein reicht nach Ansicht der Teilnehmer nicht aus. Entscheidend sind professionelle Strukturen, der Zugang zu Netzwerken sowie die Fähigkeit, Innovationen erfolgreich zu skalieren.

Genau für diesen Austausch zwischen Investoren, Startups, Unternehmen und Wissenschaft wurden Futury sowie die weiteren Startup Factories ins Leben gerufen.

Öffentliche und private Investoren enger vernetzen

Ein weiterer Schwerpunkt war die stärkere Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Kapitalgebern.

Als wichtige Bausteine für mehr Wachstumsfinanzierung wurden unter anderem die WIN-Initiative, der High-Tech Gründerfonds (HTGF), der Wachstumsfonds II, Finanzierungsinstrumente des Deutschlandfonds sowie Programme gemeinsam mit KfW Capital und dem Europäischen Investitionsfonds genannt.

Kapitalmarkt als Wachstumsmotor stärken

Neben Venture-Capital-Fonds und Direktinvestitionen spielen funktionierende Exit- und IPO-Möglichkeiten eine entscheidende Rolle für ein leistungsfähiges Innovationsökosystem.

Kapitalmarktinstrumente sollen deshalb gezielt weiterentwickelt werden, um mehr Wachstumskapital für innovative Unternehmen in Deutschland bereitzustellen.

KfW sieht Venture Capital als Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit

Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe, betonte:

„Deutschland verfügt über ein starkes Fundament aus Innovation, Forschung sowie Industrie und Mittelstand – aber wir müssen diese Stärken in eine größere wirtschaftliche Dynamik übersetzen. Hierfür braucht es vor allem auch ein leistungsfähiges Venture-Capital-Ökosystem, gezielte Investitionen und eine Kultur, die Wandel als Chance begreift. Der Deutschlandfonds und die WIN-Initiative setzen wichtige Impulse für mehr Wachstums- und Innovationskapital aus Deutschland und fördern damit Wachstum und Wohlstand in unserem Land.“

Politik fordert bessere Rahmenbedingungen

Dr. Janina Jänsch, Abteilungsleiterin Mittelstand, Zukunftstechnologien und Startups im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, erklärte:

„Der Capital for Innovation Summit hat gezeigt: Der Wille, Venture Capital in Deutschland als strategische Anlageklasse zu verankern, ist vorhanden – quer durch Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Jetzt gilt es, die Rahmenbedingungen zu verbessern, um privates und institutionelles Kapital stärker für unsere hochinnovativen Startups und Scale-ups zu mobilisieren.“

UnternehmerTUM und Futury setzen auf Partnerschaften

Prof. Dr. Helmut Schönenberger, CEO von UnternehmerTUM, sagte:

„Technologiegetriebene Startups sind ein zentraler Hebel für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Entscheidend ist, dass mehr institutionelle Investoren den Mut haben, frühzeitig in diese Zukunftstechnologien zu investieren.“

Melissa Ott, Managing Director von Futury, ergänzte:

„Innovation entsteht nicht isoliert. Sie braucht Kapital, Unternehmertum und starke Netzwerke. Mit dem Capital for Innovation Summit haben wir erstmals alle zentralen Akteure der Assetklasse Startup an einen Tisch gebracht. Das ist ein entscheidender Schritt zu einem besseren Finanzierungsumfeld für dringend benötigte Innovationen in Deutschland. Unser Ziel ist es, mithilfe des Summits konkrete Partnerschaften und Investitionen zu bewirken.“

Bild Fotocredit: Futury | Markus Laubvogel

Quelle Futury GmbH

Heuwind Lagertechnik gewinnt Bundesfinale mit Lagersystem für Heuballen

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Heuwind Lagertechnik gewinnt Bundesfinale mit Heu-Lagersystem Bild Platz 1 Heuwind Bildcredits JUGEND GRÜNDET

Heuwind Lagertechnik gewinnt Bundesfinale 2026

Leonie Lisa Dohn von der Handelslehranstalt Bruchsal gewinnt das Bundesfinale 2026 mit ihrer Geschäftsidee Heuwind Lagertechnik. Im Porsche Ausbildungszentrum in Stuttgart setzte sie sich gegen neun weitere Finalteams durch. Auch das Publikum überzeugte sie: In der Online-Abstimmung erhielt Heuwind Lagertechnik die meisten Stimmen.

Heuwind Lagertechnik ist ein modulares Lagersystem für Heuballen. Eine stabile Unterkonstruktion aus recyceltem Kunststoff soll klassische Holzpaletten ersetzen und Heu trocken, sauber und sicher lagern. Die Jury lobte vor allem, wie gründlich Leonie Lisa Dohn ihr Thema durchdrungen hat. Sie präsentierte ihre Idee klar, unternehmerisch und mit erkennbarem Blick für die Praxis.

Heu trocken lagern und Schimmel vermeiden

Heu muss trocken bleiben. Sonst leidet die Qualität, im schlimmsten Fall wird es unbrauchbar. Heuwind Lagertechnik setzt genau dort an: Die Unterkonstruktion soll Heuballen vom Boden fernhalten, Luft zirkulieren lassen und Feuchtigkeit vermeiden.

Die Idee ist bodenständig und praktisch. Sie löst kein abstraktes Zukunftsproblem, sondern eines, das in Ställen, Scheunen und landwirtschaftlichen Betrieben jeden Tag eine Rolle spielt.

Hauptpreis führt auf die Grand Tour Europe

Mit dem Bundessieg gewinnt Leonie Lisa Dohn den von der Porsche AG gestifteten Hauptpreis: die Grand Tour Europe, eine geführte Reise von Stuttgart über Paris nach London. Die Jugendlichen besuchen Innovationszentren wie den Pariser Start-up-Campus Station F, Entrepreneur First und den London AI Hub. Dort erleben sie Startups und KI-Innovationen aus nächster Nähe und erfahren, wie aus Ideen erfolgreiche Unternehmen entstehen.

„Rund 40 Prozent aller Gründungen kommen heute von Menschen unter 30 – so viele wie noch nie. Das ist stark. Und das macht Hoffnung“, sagte Vera Schalwig von der Porsche AG. „Wir brauchen Menschen, die anpacken. Die etwas bewegen wollen. Dinge besser machen wollen. Und genau deshalb sind wir hier als Hauptsponsor dabei – aus voller Überzeugung. Mit der Grand Tour Europe geben wir dem Siegerteam die Möglichkeit, Europas Startup-Szene aus nächster Nähe zu erleben.“

Platz zwei und drei gehen nach München und Stuttgart

Platz 2 erreichte Air2Growth aus München. Isabella Meerpohl, Benedikt Kammergruber, Felicia Kloss und Navika Bhardwaj entwickelten ein Gerät, das CO₂ direkt aus der Luft entziehen und mithilfe von Mikroalgen in Flüssigdünger umwandeln soll.

Die Jury lobte das kompetente Auftreten des Teams, den starken Pitch und das durchdachte Geschäftsmodell. Als Preis reisen die Jugendlichen in die Autostadt Wolfsburg und erhalten Einblicke hinter die Kulissen von Volkswagen.

Platz 3 ging an CLIPRO aus Stuttgart, das zusätzlich den Sonderpreis „Bester Businessplan“ erhielt. Julius Rudolf, Inocencio Maunz Manzano, Anton Schwarz und Pawel Karpowicz entwickelten mit OleoClip ein nachrüstbares Leckwarnsystem für ölführende Rohrleitungen in Industrieanlagen.

Sonderpreise für innovative Geschäftsideen

Beim Bundesfinale wurden außerdem mehrere Sonderpreise vergeben:

  • ALTANA Sonderpreis Chemie: TerraTin aus Oldenburg
  • Diversity-Sonderpreis: SkinToSkin aus Kelheim
  • Sonderpreis Social Start-up: Ninoxity aus Michelstadt
  • Planspiel-Sonderpreis: Future+ aus Bremerhaven
  • Sonderpreis Bester Businessplan: CLIPRO aus Stuttgart
  • Sonderpreis Künstliche Intelligenz: Press Green aus Büdingen und Schwäbisch Gmünd

Der Publikumspreis ging ebenfalls an Heuwind Lagertechnik aus Bruchsal.

Zehn Finalteams aus über 1.400 Businessplänen

Beim Bundesfinale am 24. und 25. Juni im Porsche Ausbildungszentrum in Stuttgart präsentierten die zehn besten Teams des Wettbewerbsjahres ihre Geschäftsideen. Ausgerichtet wurde das Finale von Hauptsponsor Porsche AG.

Der Weg ins Finale war anspruchsvoll: Im Wettbewerbsjahr 2025/2026 nahmen 6.519 Schülerinnen und Schüler teil und reichten insgesamt 1.461 Businesspläne ein.

Auf der Zukunftsideenmesse präsentierten die Finalteams ihre Projekte an eigenen Messeständen, pitchten vor der Bundesjury und beantworteten Fragen von Expertinnen und Experten.

Gründen muss Schule machen

„Gründen muss Schule machen“, sagt Projektleiterin Franziska Metzbaur. „Diese Finalteams zeigen, was möglich wird, wenn junge Menschen eigene Ideen entwickeln und ausprobieren dürfen. Im Sport fördern wir in der Breite – und daraus wachsen besondere Talente. So sollte es auch beim Gründen sein.“

JUGEND GRÜNDET fördert Unternehmergeist

Bei JUGEND GRÜNDET übernehmen Jugendliche für ein Schuljahr die Rolle von Gründerinnen und Gründern. Sie entwickeln zunächst eine eigene Geschäftsidee, erstellen einen Businessplan und führen anschließend in einem Planspiel virtuell ein Unternehmen. Die besten Teams qualifizieren sich für Pitch-Events und das Bundesfinale.

Der bundesweite Schülerwettbewerb wird seit 2003 vom Bundesbildungsministerium gefördert. Die Kultusministerkonferenz empfiehlt die Teilnahme und erkennt sie als besondere Lernleistung an. Hauptsponsor ist die Porsche AG.

Bild Platz 1 Heuwind Bildcredits JUGEND GRÜNDET

Quelle SIE – Steinbeis Innovation Education gGmbH

JUGEND GRÜNDET: Oldenburger Schülerinnen gewinnen Chemie-Sonderpreis

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TerraTin gewinnt bei JUGEND GRÜNDET den ALTANA Sonderpreis Bild ALTANA Sonderpreis Chemie Bildcredits JUGEND GRÜNDET

Oldenburger Schülerinnen gewinnen ALTANA Sonderpreis Chemie

Kaja Charlotte Hammels und Tue Minh Vu vom Alten Gymnasium Oldenburg haben mit ihrer Geschäftsidee TerraTin den ALTANA Sonderpreis Chemie beim Bundesfinale von JUGEND GRÜNDET 2026 in Stuttgart gewonnen.

Mit TerraTin entwickelten die beiden Schülerinnen biologisch abbaubare Einwegverpackungen aus Weizenstärke, die als Alternative zu herkömmlichen Kunststoffverpackungen dienen sollen. Die Auszeichnung würdigt innovative Geschäftsideen an der Schnittstelle von Chemie, Nachhaltigkeit und Unternehmertum.

TerraTin setzt auf Weizenstärke statt Kunststoff

Das Konzept von TerraTin verfolgt das Ziel, Plastikabfälle im Take-away-Bereich zu reduzieren. Statt erdölbasierter Kunststoffe setzen die Schülerinnen auf Weizenstärke als biologisch abbaubares Material.

Die Jury lobte insbesondere, dass TerraTin ein konkretes Umweltproblem mit chemischem Fachwissen und einer nachvollziehbaren Geschäftsidee verbindet.

„TerraTin setzt dort an, wo jeden Tag Müll entsteht: bei Einwegverpackungen. Kaja Charlotte Hammels und Tue Minh Vu zeigen, wie Chemie helfen kann, nachhaltige Lösungen für den Alltag zu ermöglichen“, sagte Dr. Kristina Keisers, Investment Managerin bei der ALTANA AG.

Sonderpreis beinhaltet Reise nach Portugal und Spanien

Mit dem ALTANA Sonderpreis Chemie ist eine Fachreise nach Porto in Portugal und Vigo in Spanien verbunden.

In Vigo besuchen die beiden Schülerinnen einen Labor- und Produktionsstandort des ALTANA Geschäftsbereichs ACTEGA und erhalten Einblicke in Forschung, Entwicklung und Produktion für Lebensmittel-, Getränke- und Metallverpackungen.

Dabei treffen sie unter anderem Geschäftsführerin Teresa Ramos und lernen moderne Lösungen für die internationale Verpackungsindustrie kennen. Ergänzt wird die Reise durch ein Rahmenprogramm in der galizischen Küstenregion.

Bundesfinale von JUGEND GRÜNDET in Stuttgart

Das Bundesfinale von JUGEND GRÜNDET fand am 24. und 25. Juni bei Hauptsponsor Porsche AG in Stuttgart statt.

Die zehn besten Teams des Wettbewerbsjahres präsentierten dort ihre Geschäftsideen. Die Konkurrenz war so groß wie nie zuvor: Insgesamt nahmen 6.519 Schülerinnen und Schüler teil und reichten 1.461 Businesspläne ein.

Den Bundessieg sicherte sich Heuwind Lagertechnik aus Bruchsal. Leonie Lisa Dohn überzeugte mit einem modularen Lagersystem für Heuballen und gewann damit auch die von der Porsche AG gestiftete Grand Tour Europe.

JUGEND GRÜNDET fördert Unternehmergeist

JUGEND GRÜNDET möchte Jugendliche für Unternehmertum begeistern und ihnen zeigen, wie aus Ideen tragfähige Geschäftsmodelle entstehen.

„Gründen muss Schule machen“, sagt Franziska Metzbaur, Projektleiterin von JUGEND GRÜNDET. „Wir können dabei vom Sport lernen: Dort suchen wir nicht nur die künftigen Weltmeister. Wir fördern viele junge Menschen und daraus wachsen besondere Talente. So sollte es auch beim Gründen sein. Wir müssen jungen Menschen Mut machen, Ideen zu entwickeln und auszuprobieren.“

Bild ALTANA Sonderpreis Chemie Bildcredits JUGEND GRÜNDET

Quelle SIE – Steinbeis Innovation Education gGmbH

Startup Teens zeichnet Deutschlands beste Schüler-Startups aus

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Startup Teens: Businessplan-Challenge für Schülerinnen und Schüler

Startup Teens zeichnet Deutschlands beste Schüler-Startups aus

Berlin, 26. Juni 2026. Beim Finale der Startup Teens Businessplan-Challenge präsentierten Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland ihre Geschäftsideen live vor einer hochkarätigen Jury und geladenen Gästen. Wie die Non-Profit-Initiative mitteilte, wurden in sieben Kategorien die besten Talente Deutschlands mit dem Startup Teens Award sowie jeweils 10.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet.

Der Wettbewerb zeigte erneut, wie viel Unternehmergeist, Kreativität und Zukunftsdenken in jungen Menschen steckt. Im Mittelpunkt standen innovative Lösungen, darunter eine KI-Software zur Erkennung von Telefonbetrug während eines laufenden Gesprächs oder eine App, die das Erlernen der Gebärdensprache ermöglicht und fehlerhafte Handhaltungen in Echtzeit korrigiert.

Künstliche Intelligenz prägt viele Geschäftsideen

Künstliche Intelligenz ist inzwischen fester Bestandteil vieler Geschäftsideen der Teilnehmenden.

„KI übt eine große Faszination auf junge Menschen aus. Aber nur, wenn wir das Potenzial und die Grenzen der Technologie verstehen, können wir verantwortungsvoll mit ihr umgehen“, sagt Magdalena Oehl, stellvertretende Vorsitzende des Startup Teens Netzwerk e.V. „Know-how und Wissenstransfer zu KI und unternehmerischer Bildung gehören für mich zusammen und müssen früh gefördert werden.“

Mehr als 6.600 Jugendliche nahmen teil

In diesem Jahr beteiligten sich mehr als 6.621 Schülerinnen und Schüler mit insgesamt 1.482 Projekten an der Challenge. Die Preisverleihung fand auf Einladung von BILD im Axel-Springer-Hochhaus in Berlin statt.

Sieben Kategorien mit innovativen Geschäftsideen

Jeweils drei Finalisten-Teams pitchten in den Kategorien Education, Health & Lifestyle, Consumer Products, Impact & Sustainability, KI & Robotics, Apps & Platforms sowie Business Solutions vor einer hochkarätigen Jury.

Die eingereichten Projekte spiegeln zentrale Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit, soziale Innovationen, moderne Bildung und den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz wider.

„Technologien entscheiden nicht allein über die Zukunft unseres Landes. Innovation entsteht dort, wo neue Perspektiven auf Mut treffen – genau das haben die jungen Finalistinnen und Finalisten heute eindrucksvoll gezeigt“, sagte Carolin Hulshoff Pol, CEO der BILD-Gruppe.

Sieger der Startup Teens Businessplan-Challenge 2026

In der Kategorie Education gewann KlausurBuddy mit einer App, die realistische Übungsklausuren im deutschen Schulformat erstellt.

Die Kategorie Health & Lifestyle entschied Openpulse mit einer modularen Biosensor-Plattform für sich.

Bei den Consumer Products setzte sich CamperGuard mit einem intelligenten Sicherheitssystem für Camper durch.

In der Kategorie Impact & Sustainability gewann Clevo Materials mit einem Lederersatz aus Pilzmyzel.

Die Kategorie KI & Robotics entschied die Fennec-Box für sich – ein KI-basiertes Schutzsystem gegen Telefonbetrug, das Telefongespräche in Echtzeit analysiert.

Bei Apps & Platforms überzeugte BonBuddy mit einer intelligenten Einkaufs-App.

Den Sieg in der Kategorie Business Solutions holte ACORA Safe Light mit einem intelligenten Lichtsystem, das Rauch erkennt und bei Gefahr visuell Alarm schlägt.

Startup Teens vergibt höchstdotierten Businessplan-Wettbewerb

Die Erstplatzierten aller sieben Kategorien erhielten jeweils ein Preisgeld von 10.000 Euro. Damit bleibt die Startup Teens Businessplan-Challenge der höchstdotierte Businessplan-Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 19 Jahren in Deutschland.

Unterstützt wird Startup Teens unter anderem von Axel Springer SE mit der BILD-Gruppe, Tengelmann, Commerzbank, Armira, Lobbe, UVentures, Kirchhoff-Group, FLIX, Feldhoff & Cie., Kienbaum, bfw tailormade und rehblau Events.

Role Model Awards für Persönlichkeiten aus der Wirtschaft

Neben den Finalistinnen und Finalisten wurden auch 25 Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft mit dem Role Model Award 2026 ausgezeichnet. Der Ehrenpreis ging an Verena Pausder, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Deutsche Startups e.V., für ihr besonderes Engagement.

Zu den ausgezeichneten Persönlichkeiten zählen unter anderem Thomas Bachem (CODE University), Sebastian Borek (High-Tech Gründerfonds), Daniel Khachab (Choco), Irene Klemm (Edurino), Elisabeth L’Orange (Deloitte), Philip Siefer (Einhorn), Vivien Wysocki (saint sass), Chanyu Xu (Her One), Oliver Trinchera (Kinexon), Saruul Krause-Jentsch (Spotify), Michael Mayer-Sonnenburg (REWE) sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Technologie und Unternehmertum.

Vorbilder für die nächste Gründergeneration

Mit den Role Model Awards zeichnet Startup Teens jedes Jahr Persönlichkeiten aus, die durch ihren beruflichen Werdegang, ihren unternehmerischen Erfolg und ihren gesellschaftlichen Beitrag als Vorbilder für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren gelten. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für Unternehmertum, Innovation und Eigenverantwortung zu begeistern.

Bildcredits STARTUP TEENS

Quelle STARTUP TEENS

HelloTwin präsentiert Digitale Autorität für Unternehmen

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Digitale Autorität von HelloTwin für Unternehmen Elizabeth Morgan und Kay Iversen @ HelloTwin

HelloTwin stellt die Digitale Autorität vor: eine KI, die Ergebnisse verantwortet, nicht nur Aufgaben erledigt

Einer der zehn Finalisten der Snowflake Startup Challenge präsentiert ein semantisches Betriebssystem, das jedem Team im Mittelstand einen verantwortlichen Twin an die Seite stellt: mit klarer Governance, lückenlos nachvollziehbar und ohne Halluzinationen. Ganz ohne eigenes Datenteam.

MENLO PARK, Kalifornien, 24. Juni 2026. Fast jedes Unternehmen will so schnell wie möglich Agenten einsetzen. Doch kaum eines kann eine einfache Frage beantworten: Wenn die Agenten ihre Arbeit erledigt haben, wer steht dann für das Ergebnis gerade? Heute ist HelloTwin gestartet, um genau diese Lücke zu schließen. Das Unternehmen stellt eine Digitale Autorität vor: eine KI, die ein Geschäftsziel übernimmt, auf Grundlage geprüfter Daten entscheidet und am Ende für die Zahl hinter dem Ergebnis einsteht.

Digitale Autorität statt klassischer KI Agenten

Im Kern steht ein zum Patent angemeldeter Compiler. Statt Antworten zu generieren, leitet er sie aus einem ständig aktualisierten Modell des Unternehmens ab. So ist die Digitale Autorität deterministisch und nachvollziehbar. Ihr können selbst geschäftskritische Entscheidungen anvertraut werden.

Unternehmen brauchen Verantwortung für KI Entscheidungen

Das Problem dahinter ist strukturell und betrifft praktisch jede Organisation. Überall entstehen Agenten, die Aufgaben abarbeiten, aber niemand verantwortet, was am Ende herauskommt. In jedem Tool stehen andere Zahlen. Zentrale Geschäftsbegriffe sind von System zu System unterschiedlich definiert. Die Verantwortung bleibt bei den Menschen, diese können aber nicht tausende Agenten im Unternehmen beaufsichtigen.

Semantischer digitaler Zwilling als Grundlage

HelloTwin setzt auf zwei Ebenen an. Die erste ist der semantische digitale Zwilling: ein lebendes, geprüftes Abbild des Unternehmens, das jede Definition, jede Kennzahl und jede Beziehung aus allen eingesetzten Systemen zu einer einzigen verlässlichen Datenbasis zusammenführt.

Darauf läuft die zweite Ebene, die Digitale Autorität: eine verantwortliche KI, die einer konkreten Unternehmensfunktion und einem konkreten Ziel zugeordnet ist. Sie trägt das Mandat, steuert die Agenten und verantwortet das Ergebnis. Ihre Antworten werden gegen das semantische Modell kompiliert, nicht frei generiert – deterministisch, nachvollziehbar und so gebaut, dass Halluzinationen bei wichtigen Entscheidungen ausgeschlossen sind.

„Agenten sind die Hände. Eine Digitale Autorität ist der Kopf“, sagt Kay Iversen, Mitgründer und CEO von HelloTwin. „Sie behält das Ziel im Blick, entscheidet auf Basis geprüfter Daten und führt Menschen wie Agenten innerhalb klar gesteckter Grenzen zum Ergebnis. Das ist die Instanz, an die man tatsächlich delegieren kann. Und genau die hat Unternehmen bislang gefehlt.“

Investoren sehen großes Potenzial

Ywes Israel, Principal bei bmp Ventures, ergänzt: „Wir investieren zum zweiten Mal mit den IBG Fonds in dieses Gründerteam. Alle bauen Agenten. Aber fragen Sie einen nach der Quartalsvorhersage, bekommen Sie fünf verschiedene Zahlen. HelloTwin liefert eine geprüfte Zahl, samt Quellen und Begründung, die auch in einer Vorstandssitzung ein halbes Jahr später noch Bestand hat. Das ist die Infrastruktur, die Agenten erst vertrauenswürdig macht, und fast niemand sonst hat sie.“

KI für Unternehmen ohne eigenes Datenteam

Iversen weiter: „Neunundneunzig Prozent der Unternehmen blieb dieses Fundament bislang verschlossen. Geschäftsontologien gibt es längst, aber nur dort, wo ein Datenteam und eine teure Einführung finanzierbar sind. HelloTwin ist für alle anderen gemacht. Eine Digitale Autorität ist in wenigen Minuten einsatzbereit und verbindet sich mit den Systemen, die ein Unternehmen ohnehin nutzt.“

Finalist der Snowflake Startup Challenge 2026

HelloTwin ist Teil des Snowflake Startup Accelerator Programms und gehört zu den zehn Finalisten 2026, die aus mehr als 1.000 Einreichungen der Snowflake Startup Challenge ausgewählt wurden.

Bild: Elizabeth P Morgan und Kay Iversen Bildcredits HelloTwin

Quelle bmp Ventures AG

ARX Industries startet Serienfertigung moderner UGV-Systeme für Europa und die Ukraine

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ARX Industries startet die industrielle Serienfertigung des UGV Rys Pro. Das Joint Venture von ARX Robotics und Roboneers stärkt Europas Verteidigung. Die Vereinbarung wurde auf der Ukraine Recovery Conference in Danzig im Beisein des stellvertretenden ukrainischen Verteidigungsminister Serhiy Boyev sowie von Ihor Fedirko, CEO des Ukrainian Council of Defence Industry, unterzeichnet.

Key Takeaways

  • ARX Industries ist ein Joint Venture von ARX Robotics und Roboneers zur industrialisierten Fertigung unbemannter Bodenfahrzeuge (UGV).
  • Das Unternehmen bündelt die Expertise beider Firmen und plant die Produktion des UGV-Systems Rys Pro in Deutschland und der Ukraine.
  • Ziel ist es, die ukrainischen Streitkräfte bis 2026 mit 50.000 UGVs auszustatten und die europäische Verteidigungsindustrie zu stärken.
  • Die Partnerschaft wird von den Regierungen der Ukraine und Deutschlands unterstützt und beschleunigt die Bereitstellung einsatzerprobter UGV-Systeme.
  • Operative Erkenntnisse fließen kontinuierlich in die Produktion ein, um die Effizienz und Reaktionsfähigkeit zu verbessern.

ARX Industries ist das neue Joint Venture von ARX Robotics und Roboneers und soll die industrielle Serienfertigung moderner unbemannter Bodenfahrzeuge (UGV) vorantreiben. Mit Produktionsstandorten in Deutschland und der Ukraine will das Unternehmen den steigenden Bedarf an softwaredefinierten Bodensystemen decken und gleichzeitig die europäische Verteidigungsindustrie stärken.

Die Vereinbarung wurde auf der Ukraine Recovery Conference in Danzig im Beisein des stellvertretenden ukrainischen Verteidigungsminister Serhiy Boyev sowie von Ihor Fedirko, CEO des Ukrainian Council of Defence Industry, unterzeichnet.

ARX Industries bündelt Entwicklung und industrielle Fertigung von UGV-Systemen

ARX Robotics und Roboneers haben heute die Gründung von ARX Industries bekannt gegeben, einem Joint Venture zur industriellen Serienfertigung unbemannter Bodenfahrzeuge (UGV). Das Unternehmen wird das UGV-System Rys Pro in großem Maßstab produzieren und dadurch den ukrainischen Streitkräften softwaredefinierte Fähigkeiten im Bereich unbemannter Bodensysteme bereitstellen.

Das Joint Venture bündelt die Expertise beider Unternehmen in der Entwicklung, industriellen Fertigung und dem operativen Einsatz von UGVs. Ziel ist es, die schnell wachsende Nachfrage nach unbemannten Bodensystemen auf dem modernen Gefechtsfeld zu bedienen und einen direkten Beitrag zum ukrainischen Vorhaben zu leisten, die Streitkräfte bis 2026 mit 50.000 UGVs auszustatten.

Der Rys Pro wird künftig in Deutschland und der Ukraine produziert

ARX Industries wird den Rys Pro an Standorten in Deutschland und der Ukraine produzieren und so industrielle Skalierbarkeit mit der Nähe zum Einsatzgeschehen vereinen. Bereits im ersten Betriebsjahr ist die Produktion von mehreren Tausend Systemen geplant. In den Folgejahren soll die jährliche Kapazität schrittweise auf einen fünfstelligen Bereich ausgebaut werden.

ARX Industries übernimmt dabei Fertigung, Instandhaltung und operative Unterstützung der Systeme und schafft damit eine langfristige industrielle Basis für souveräne UGV-Fähigkeiten in Europa. Das Joint Venture ist ein wichtiger Baustein für den Ausbau der europäischen Verteidigungsindustrie und stärkt die Fähigkeit europäischer Partner, kritische unbemannte Bodensysteme in großem Maßstab zu entwickeln, zu produzieren und einsatzbereit zu halten.

ARX Industries stärkt Europas Verteidigungsindustrie mit moderner Robotik

Die Kooperation wird von der ukrainischen und der deutschen Regierung unterstützt und unterstreicht die strategische Bedeutung des Vorhabens für die europäische Verteidigungssouveränität. Im Rahmen der Initiative „Build with Ukraine“ beschleunigt die Partnerschaft die Bereitstellung einsatzerprobter UGV-Systeme für die ukrainischen Streitkräfte und stärkt zugleich die europäische Verteidigungsfähigkeit.

Die Systeme kommen in missionskritischen Szenarien zum Einsatz, darunter Verwundetenevakuierung, Frontlogistik, Minenlege-, Minenräum- sowie Kampfunterstützungsmissionen. Operative Erkenntnisse aus dem Fronteinsatz fließen dabei kontinuierlich in die Produktion ein. Jede neue Fertigungscharge basiert auf den neuesten Erfahrungen aus dem Einsatzgeschehen – ein direkter Rückkopplungsprozess zwischen Einsatzraum und Produktion und ein wesentlicher Baustein der Zusammenarbeit.

Maximilian Wied, Mitgründer und CFO von ARX Robotics, erklärt:

„Jede Woche ohne die richtige Ausrüstung kostet Menschenleben auf dem Gefechtsfeld. ARX Industries ist unsere gemeinsame Antwort auf diese Dringlichkeit. Eine Produktionsplattform, die darauf ausgelegt ist, einsatzerprobte UGV-Systeme schneller und in einem Umfang bereitzustellen, der einen spürbaren Unterschied im Einsatz macht.“

Anton Skrypnyk, Executive Chairman von Roboneers, sagt:

„Die Ukraine hat gezeigt, dass Robotik auf dem Gefechtsfeld den Unterschied macht. Mit ARX Industries bringen ARX Robotics und Roboneers diese Fähigkeiten nun in den industriellen Maßstab und liefern einsatzerprobte UGV-Systeme schneller als je zuvor an die ukrainischen Streitkräfte. So wird ‚Build with Ukraine‘ in der Praxis umgesetzt.“

Foto/Quelle: ARX Robotics

Nordwærme bringt energieeffiziente Raumkühlung per Fußbodenheizung

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Fußbodenheizung von Nordwærme für Raumkühlung

Raumkühlung mit staatlicher Förderung – Startup mit cleverem Trick

Fußbodenheizung im Sommer?! Wie Flächenkühlung der Hitzewelle ein Schnippchen schlägt

Klimaanlagen gelten als teure und umweltschädliche Energiefresser. Das Startup Nordwærme Fußbodenheizungen denkt die Kühlung neu und schafft so die Möglichkeit für eine energieeffiziente, angenehme Raumkühlung – und das sogar mit staatlicher Förderung.

Fußbodenheizung sorgt auch im Sommer für angenehme Raumkühlung

Das Grundprinzip ist einfach: Moderne Wärmepumpen lassen sich flexibel und ressourcenschonend vom Heizmodus in den Kühlbetrieb umschalten. In Verbindung mit einer nachgerüsteten Fußbodenheizung von Nordwærme entstehen so angenehm temperierte Wohnräume – ohne teure Klimageräte, störendes Surren oder eiskalte Zugluft.

„Wir nutzen die Fußbodenheizung somit konsequent über das ganze Jahr hinweg – im Sommer zur Kühlung und im Winter als Wärmespender“, erläutert Sönke Löser, Mitgründer von Nordwaerme.de. „Besonders freut uns, dass wir unsere Lösung auch bei bestehenden Immobilien in kurzer Zeit nachrüsten können.“

Flächenkühlung ohne kalte Füße

Sorgen um Unterkühlung braucht dabei niemand zu haben. Da die Fußbodenheizung auf großer Fläche arbeitet, erreicht sie bereits mit minimaler Kühlung eine starke Wirkung auf den Raum. Der Boden entzieht der Raumluft langsam und gleichmäßig die stehende Hitze, ohne dass unterkühlte Füße zu befürchten sind.

Nachrüstung in wenigen Wochen abgeschlossen

Für die Nachrüstung wird zunächst der alte Bodenbelag entfernt. Anschließend fräst Nordwærme die Kanäle direkt in den Untergrund. Nach dem Verschließen der Kanäle und dem Verlegen eines neuen Bodenbelags gewinnen die Räume auch optisch.

Die Installation erfolgt in drei Schritten: Nach dem Entfernen des alten Bodenbelags fräst Nordwærme die Kanäle für die neue Fußbodenheizung direkt in den Estrich. Anschließend werden die Rohre verlegt und die Kanäle wieder verschlossen. Zum Abschluss übernimmt ein Bodenleger den neuen Bodenbelag.

Die Kosten für die Fußbodenheizung liegen – abhängig von Raumgröße und Boden – meist zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Die Arbeiten des Bodenlegers kommen zusätzlich hinzu. Nach zwei bis drei Wochen ist das Projekt abgeschlossen und das Gebäude für die kommende Kühl- und Heizsaison gerüstet.

Energieeffizient heizen und staatliche Förderung nutzen

„Der Clou ist, dass der Betrieb im Winter spürbar sparsamer ist“, ergänzt Sönke Löser. „Im Gegensatz zu klassischen Heizkörpern arbeitet die Fußbodenheizung deutlich effizienter. Das sorgt für eine gemütliche Wärme bei wesentlich geringerem Energieeinsatz.“

Da die Sanierung die energetische Bilanz eines Hauses verbessert, profitieren Eigentümer häufig von staatlichen Zuschüssen. Bei Einzelmaßnahmen werden in der Regel 20 Prozent der Kosten übernommen. Wird das System im Rahmen einer umfassenden energetischen Modernisierung zusammen mit einer neuen Wärmepumpe installiert, sind sogar Förderquoten von mehr als 50 Prozent möglich.

Wer bereits eine moderne Wärmepumpe nutzt, benötigt häufig nur noch das effiziente Verteilersystem unter dem Boden, um die Kühlfunktion zu aktivieren. Nordwærme spezialisiert sich dabei auf das fachgerechte Einfräsen der Bodenkanäle.

Soll zusätzlich eine neue Wärmepumpe installiert werden, stellt das Unternehmen gerne den Kontakt zu spezialisierten Fachbetrieben aus der jeweiligen Region her.

Kurz-FAQ zur Fußbodenkühlung

Geht das nicht auch mit klassischen Heizkörpern?

Nein. Herkömmliche Heizkörper besitzen eine zu kleine Oberfläche für eine effektive Raumkühlung. Zudem würde an den kalten Metallflächen Luftfeuchtigkeit kondensieren und Schäden verursachen. Die Fußbodenheizung nutzt dagegen ihre große Fläche und benötigt lediglich eine Wassertemperatur von etwa 18 bis 20 Grad, um Räume sanft und kondensatfrei zu kühlen.

Bekomme ich dabei nicht zu kalte Füße?

Nein. Es handelt sich um eine angenehme Flächenkühlung. Der Boden entzieht dem Raum lediglich die stehende Hitze. Das Raumgefühl ähnelt dem Aufenthalt in einer angenehm kühlen Kirche – ganz ohne Zugluft oder den typischen Erkältungseffekt klassischer Klimaanlagen.

Welche Leistungen sind bei Nordwærme inklusive?

Nordwærme konzentriert sich auf das Einfräsen der Kanäle in den Estrich, das Verlegen der Heizrohre sowie das Verschließen mit einem Zwei-Komponenten-System. Folgearbeiten wie Nivellierung, neuer Bodenbelag und der Anschluss an das Heizungssystem werden von regionalen Fachbetrieben übernommen.

Bildcredits Nordwærme

Quelle Nordwærme – Fußbodenheizung

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