Mittwoch, Februar 4, 2026
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Kann man Gründungen wirklich planbar machen?

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Factory Berlin Company Builder mit KI Stefan Krause

Factory Berlin entwickelt sich vom klassischen Coworking Space zu einem KI gestützten Company Builder, der Start ups aktiv bei Gründung, Aufbau und Skalierung begleitet

Wie würden Sie die Factory Berlin heute jemandem erklären, der sie noch als reinen Coworking- und Community-Space kennt?

Die Factory Berlin ist heute weit mehr als ein Arbeitsort. Wir sind ein Company Builder, der aktiv Start-ups bei der Gründung unterstützt und skaliert, mit Hilfe von KI. Gründer:innen werden von administrativen, rechtlichen und operativen Aufgaben durch unser KI-Ökosystem entlastet, sodass sie ihre Ideen voll entfalten können. Die Community bleibt bestehen, ist aber jetzt gezielt darauf ausgerichtet, Gründungen schneller und nachhaltiger zum Erfolg zu führen.

Was hat Sie dazu bewogen, das bisherige Modell grundlegend zu hinterfragen und in einen Company Builder zu transformieren?

Coworking allein reicht nicht aus, um Visionen erfolgreich umzusetzen. Wir wollten die Erfolgswahrscheinlichkeit junger Unternehmen massiv erhöhen. Deshalb haben wir die Factory so weiterentwickelt, dass wir Gründer:innen aktiv beim Aufbau ihrer Unternehmen unterstützen.

Sie sprechen davon, Gründungen planbar zu machen. Was bedeutet das konkret für junge Gründer:innen?

Planbar heißt, dass Gründer:innen sich voll auf ihre Produktvision und Kunden konzentrieren können, während wir den Aufbauprozess systematisch unterstützen. Mit KI, klaren Abläufen, Tools,methodischer Begleitung, Netzwerk und direktem Support bei Marketing oder Market Entry können sie schneller Früchte tragen: vom ersten Prototyp bis zur Marktreife.

400 KI-fokussierte Digitalunternehmen pro Jahr zu bauen ist ambitioniert. Wie sichern Sie dabei Qualität und Substanz?

Wir kombinieren strenge Auswahlprozesse mit einem strukturierten Company-Building-Modell. Gründer:innen bringen ein Minimum Viable Product (MVP) und erste Finanzierung mit. Wir liefern dann operative Teams, technologische Expertise, KI-gestützte Tools und rechtliche sowie finanzielle Unterstützung. So entstehen Unternehmen, die schnell skalieren und gleichzeitig Substanz besitzen.

Welche Rolle spielt KI konkret im Company-Building-Prozess?

KI ist ein Beschleuniger und Verstärker menschlicher Kreativität. Sie automatisiert Routineaufgaben, analysiert Daten, prüft Marktchancen und unterstützt Finanzplanung. So können Prototypen schneller getestet und operative Abläufe effizient gestaltet werden. Die Time-to-Market wird spürbar verkürzt.

Viele Start-ups scheitern an operativer Komplexität. Wo setzt die Factory Berlin an?

Wir sorgen dafür, dass Gründer:innen nicht an bürokratischen Abläufen oder komplexen Prozessen scheitern. Unser Company Builder übernimmt die organisatorischen Hürden und liefert gleichzeitig Expertise, damit Entscheidungen schneller getroffen werden können. So bleiben die Gründer:innen frei, sich auf Innovation, Produktentwicklung und Marktaufbau zu konzentrieren. Genau dort, wo ihr Einfluss am größten ist.

Wie weit greifen Sie operativ ein – und wo bleibt unternehmerische Eigenverantwortung?

Wir kümmern uns um alles, was die Gründer:innen von ihrer Produktvision ablenkt, und ermöglichen ihnen so, sich voll auf ihr Unternehmen zu konzentrieren. Strategische Kontrolle und wichtige Entscheidungen bleiben vollständig bei ihnen. Unser Ansatz ist klar: unterstützen und beschleunigen, aber nicht ersetzen.

Welche Erfahrungen aus Ihrer Zeit bei BMW oder der Deutschen Bank helfen heute beim Skalieren junger Technologieunternehmen?

Die Arbeit in großen, komplexen Organisationen hat mir gezeigt, wie man Strukturen schafft, die Wachstum ermöglichen, ohne Kreativität zu bremsen. Ich kenne die Herausforderungen, Prozesse effizient zu gestalten, Teams zu koordinieren und strategische Entscheidungen schnell umzusetzen – Fähigkeiten, die wir gezielt nutzen, um Start-ups von Anfang an auf Skalierung auszurichten. So verbinden wir die Agilität junger Unternehmen mit der Erfahrung, die notwendig ist, um Ideen erfolgreich zu realisieren.

Die Factory Berlin setzt auf Cross Pollinating zwischen Technologie, Kunst und Wissenschaft. Welche Rolle spielt das für Innovation?

Wenn technologische Expertise auf künstlerische oder wissenschaftliche Perspektiven trifft, entstehen neue Denkmodelle und Geschäftsansätze. Berlin wird so zur Lebensader einer Gründerkultur, in der Tech und Kunst sich gegenseitig beflügeln.

Berlin soll zu einem der produktivsten Gründungsstandorte Europas werden. Was fehlt noch?

Berlin hat bereits großartige Voraussetzungen: Talente, kreative Energie und eine große Startup-Szene. Um das volle Potenzial auszuschöpfen, braucht es noch mehr gezielte Unterstützung für schnelle Umsetzung, verbindliche Strukturen und den Zugang zu internationalen Märkten. Wir sehen unsere Rolle darin, diese Lücken zu schließen und Berlin als europäischen Hub für Gründungen sichtbarer zu machen.

Europa gilt im globalen KI-Wettbewerb oft als zu zögerlich. Welche Verantwortung tragen Company Builder wie Sie?

Europa darf im KI-Wettbewerb nicht nur zuschauen. Wir tragen die Verantwortung, Umsetzungskraft zu zeigen. Company Builder müssen Talente vernetzen, Innovationen beschleunigen und Projekte realisieren, die international bestehen können. Unser Beitrag ist, dass Visionen nicht nur diskutiert, sondern tatsächlich umgesetzt werden, damit Europa konkurrenzfähig bleibt.

Woran werden Sie in fünf Jahren messen, ob das neue Modell erfolgreich war?

Erfolg werden wir daran messen, wie viele Start-ups wir erfolgreich von der Idee zum marktfähigen Produkt begleitet haben und welche Wirkung sie am Markt erzielen. Entscheidend ist, dass wir die Umsetzung planbar gemacht, die Gründungsprozesse beschleunigt und die Erfolgswahrscheinlichkeit junger Technologieunternehmen deutlich gesteigert haben. So wird sichtbar, dass unser Modell echte Wirkung entfaltet.

Bildcredits @ Factory Berlin

Wir bedanken uns bei Stefan Krause für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Mittelstand trifft Start-ups: Neuer Innovationsgutschein startet

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Mittelstand trifft Start-ups: Neuer Innovationsgutschein startet

Key Takeaways

  • Der Innovationsdruck im deutschen Mittelstand steigt aufgrund von Digitalisierung und internationaler Konkurrenz.
  • Mit dem Innovationsgutschein ‚Mittelstand trifft Start-ups‘ fördert Baden-Württemberg gezielte Kooperationen zwischen kleinen und mittleren Unternehmen und Start-ups.
  • Unternehmen können bis zu 50 Prozent der Projektkosten, maximal 20.000 Euro, für konkrete Innovationsprojekte beantragen.
  • Das Programm ermöglicht Start-ups den Zugang zum Markt, schafft bezahlte Aufträge und steigert die Sichtbarkeit ihrer Lösungen.
  • Es gibt Chancen durch schnellere Innovationsprozesse, aber auch Grenzen wie kulturelle Unterschiede und begrenzte Fördersummen.

Wenn Erfahrung auf Tempo trifft

Der Innovationsdruck im deutschen Mittelstand wächst. Digitalisierung, internationale Konkurrenz und steigende Kosten zwingen viele Unternehmen dazu, schneller neue Lösungen zu finden. Gleichzeitig fehlt es im Alltag oft an Zeit, Personal oder spezifischem Know-how. Genau an dieser Stelle setzt ein neues Förderinstrument des Landes Baden-Württemberg an. Mit dem Innovationsgutschein Mittelstand trifft Start-ups soll Zusammenarbeit einfacher, schneller und praxisnäher werden.

Seit Januar 2026 können kleine und mittlere Unternehmen im Land finanzielle Unterstützung beantragen, wenn sie Produkte oder Dienstleistungen von Start-ups einkaufen. Der Fokus liegt nicht auf langfristigen Forschungsprojekten, sondern auf konkreten, umsetzbaren Vorhaben. Das Ziel ist klar: Innovation soll dort entstehen, wo Erfahrung und neue Technologien direkt zusammenkommen.

Wirtschaftspolitischer Kontext und Einordnung von Mittelstand trifft Start-ups

Baden-Württemberg zählt zu den industriestärksten Regionen Europas. Viele Unternehmen sind hoch spezialisiert, oft familiengeführt und international aktiv. Gleichzeitig stehen sie vor strukturellen Herausforderungen. Digitale Geschäftsmodelle, datenbasierte Prozesse oder KI-Anwendungen lassen sich nicht immer aus eigener Kraft entwickeln.

Hier knüpft Mittelstand trifft Start-ups an. Das Programm erweitert die seit 2008 bestehenden Innovationsgutscheine des Landes, mit denen bislang knapp 6.000 Projekte und ein Fördervolumen von rund 49 Millionen Euro realisiert wurden. Neu ist der explizite Fokus auf Start-ups als externe Innovationspartner. Politisch ist das ein Signal: Innovation wird nicht nur im eigenen Haus oder in Forschungseinrichtungen verortet, sondern zunehmend im Markt.

Förderlogik und Rahmenbedingungen von Mittelstand trifft Start-ups

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten sowie einer Umsatzgrenze von 50 Millionen Euro oder einer Bilanzsumme von 43 Millionen Euro. Gefördert werden bis zu 50 Prozent der Projektkosten, maximal 20.000 Euro pro Vorhaben. Die Antragstellung erfolgt online über das Förderportal der L-Bank.

Inhaltlich geht es um den gezielten Erwerb von Lösungen bei Start-ups. Das können digitale Werkzeuge, Software, Prototypen oder spezialisierte Dienstleistungen sein. Die geförderten Projekte dürfen sowohl interne Prozesse verbessern als auch neue Produkte oder Services ermöglichen. Damit folgt Mittelstand trifft Start-ups einer klaren Logik: Innovation wird eingekauft, statt vollständig selbst aufgebaut.

Marktbezug und Bedeutung für Start-ups

Für junge Unternehmen eröffnet das Programm einen zusätzlichen Zugang zum Mittelstand. Statt langwieriger Pilotprojekte ohne klare Budgets entstehen bezahlte Aufträge mit realen Anwendungsfällen. Das erhöht die Marktvalidierung und kann Referenzen schaffen, die für weiteres Wachstum entscheidend sind.

Auch aus Investorensicht ist das relevant. Wenn etablierte Unternehmen systematisch mit Start-ups zusammenarbeiten, steigt die Sichtbarkeit marktfähiger Lösungen. Programme wie Mittelstand trifft Start-ups können so indirekt zur Stärkung des regionalen Innovationsökosystems beitragen, ohne selbst in unternehmerische Entscheidungen einzugreifen.

Chancen und Grenzen von Mittelstand trifft Start-ups

Die Chancen liegen vor allem in der Geschwindigkeit. Mittelständler können neue Technologien testen, ohne große interne Umstrukturierungen vorzunehmen. Start-ups erhalten Zugang zu Branchenwissen, Produktionsumgebungen und zahlenden Kunden.

Gleichzeitig gibt es Grenzen. Kulturelle Unterschiede zwischen etablierten Unternehmen und jungen Teams sind real. Entscheidungsprozesse, Erwartungen und Arbeitsweisen passen nicht immer zusammen. Zudem ersetzt ein Gutschein keine langfristige Innovationsstrategie. Die Fördersumme ist bewusst begrenzt und eignet sich vor allem für klar abgegrenzte Projekte, nicht für umfassende Transformationen.

Praxisbeispiele und typische Anwendungsfelder

In der Praxis reicht das Spektrum von Automatisierung über Datenanalyse bis hin zu neuen digitalen Services. Ein Maschinenbauer kann etwa eine Softwarelösung eines Start-ups nutzen, um Wartungsdaten effizienter auszuwerten. Ein Dienstleistungsunternehmen könnte mit einem KI-Anbieter neue Kundenprozesse testen. Solche Vorhaben sind typisch für Mittelstand trifft Start-ups, weil sie schnell umsetzbar und wirtschaftlich überschaubar sind.

Fazit: Ein pragmatischer Baustein für Innovation

Der neue Innovationsgutschein ist kein großes Strukturprogramm, sondern ein gezieltes Werkzeug. Er senkt die Einstiegshürden für Kooperationen und fördert konkrete Zusammenarbeit statt abstrakter Innovationsrhetorik. Wie auch Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut betont, zielt das Programm darauf ab, die jeweiligen Stärken beider Welten zu bündeln: die Erfahrung, Marktkenntnis und Umsetzungsstärke des Mittelstands auf der einen Seite, Tempo, technologische Expertise und neue Denkweisen junger Unternehmen auf der anderen.

Für Gründer, Unternehmer und Investoren ist Mittelstand trifft Start-ups damit vor allem eines: ein praxisnaher Ansatz, der wirtschaftliche Relevanz mit operativer Umsetzbarkeit verbindet.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – Manuel Schönfeld

Was braucht ein Hund wirklich?

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Hundefroh Orientierung für Hundebesitzer zur Hundeernährung Danny mit Thembi in Magdeburg

Hundefroh ist eine unabhängige Wissens- und Orientierungsplattform, die Hundebesitzern dabei hilft, fundierte Entscheidungen rund um Hundeernährung, Gesundheit und Verhalten zu treffen

Wie ist Hundefroh entstanden und welche Personen stehen heute hinter dem Projekt?

Als Hundehalter wird man schnell verunsichert, weil es rund um Hundeernährung und -gesundheit viele widersprüchliche Informationen gibt. Aus dieser ganz einfachen Beobachtung heraus ist Hundefroh entstanden. Hundefroh ist eine Wissens- und Orientierungsplattform für Hundebesitzer mit Fokus auf Futter, Symptome bei Krankheiten und Trainingsfragen. Ich verantworte Inhalte, Struktur und Ausrichtung persönlich und greife dabei gezielt auf externe Fachquellen, Studien und Erfahrungswerte zurück.

Was war die ursprüngliche Motivation, Hundefroh als Plattform für Hundeernährung und Gesundheit aufzubauen?

Die Motivation war nicht, ein weiteres Meinungsportal zu schaffen, sondern Orientierung. Viele Inhalte im Netz sind entweder stark vereinfacht oder klar von Verkaufsinteressen geprägt. Mir ging es darum, fundiertes Wissen zu sammeln, einzuordnen und verständlich aufzubereiten – ohne Panikmache, aber auch ohne Dinge schönzureden.

Welche Vision verfolgt ihr mit Hundefroh und was möchtet ihr langfristig für Hundebesitzer verändern?

Langfristig soll Hundefroh eine verlässliche Anlaufstelle sein, bevor Unsicherheit entsteht. Mein Ziel ist, dass Hundehalter ihre Entscheidungen bewusst und selbstbewusster treffen können. Das am besten auf Basis von Wissen statt Bauchgefühl oder Marketingversprechen.

An wen richtet sich Hundefroh konkret und welche Fragen oder Unsicherheiten eurer Zielgruppe greift ihr besonders häufig auf?

Hundefroh richtet sich an ganz normale Hundehalter, die Verantwortung übernehmen wollen, ohne ein Studium daraus zu machen. Besonders häufig geht es um Themen wie Futterverträglichkeit, Welpenentwicklung, auffälliges Verhalten oder diffuse Symptome, bei denen man nicht sofort weiß, ob sie harmlos oder ernst zu nehmen sind.

Wie stellt ihr sicher, dass eure Inhalte verständlich, fundiert und gleichzeitig alltagstauglich für Hundehalter sind?

Ich arbeite nach einem klaren Prinzip: Erst recherchieren, dann filtern, dann übersetzen. Studien und Fachmeinungen sind wichtig, aber sie müssen in den Alltag passen. Deshalb werden Inhalte bewusst strukturiert, mit Beispielen versehen und Studien belegt. Der intensivste Aufgabenbereich ist, sich zu überlegen, was den Leser und Hundebesitzer am meisten beschäftigt. Die Informationen werden dann auf das reduziert, was für Hundehalter wirklich relevant ist.

Was macht Hundefroh im Vergleich zu anderen Informationsangeboten rund um Hundeernährung besonders?

Der Fokus liegt nicht auf Extremen. Weder Dogmen noch Trends stehen im Vordergrund, sondern Einordnung. Hundefroh versucht, Zusammenhänge zu erklären und Alternativen aufzuzeigen. Besonders viel Wert legt Hundefroh auf Inhalte mit Mehrwert, ohne den Anspruch, die eine perfekte Lösung zu verkaufen.

Hundefroh Orientierung für Hundebesitzer zur Hundeernährung Danny mit Thembi

Welche Herausforderungen bringt es mit sich, unabhängig und aufklärend zu arbeiten, gerade in einem stark kommerzialisierten Markt?

Unabhängigkeit bedeutet, auch unbequeme Dinge zu sagen. Viele Informationen funktionieren nur, wenn man sie mit Produkten verknüpft. Hundefroh trennt diese Ebenen bewusst. Das macht den Aufbau langsamer, aber langfristig glaubwürdiger.

Widersprüchliche Meinungen gehören gerade in der Hundeernährung dazu. Und Hundefroh sieht Thematiken nicht nur schwarz oder weiß. Statt einzelne Sichtweisen auszublenden, werden unterschiedliche Ansätze erklärt und eingeordnet. Trends werden weder verteufelt noch unkritisch übernommen, sondern sachlich betrachtet und in einen größeren Zusammenhang gesetzt.

Welche Rolle spielt Vertrauen in eurer Arbeit und wie baut ihr dieses gegenüber eurer Community auf?

Vertrauen entsteht durch Klarheit. Quellen werden benannt, Unsicherheiten offen kommuniziert und Inhalte regelmäßig überprüft. Es geht nicht darum, immer recht zu haben, sondern ehrlich zu arbeiten.

In welche Richtung möchtet ihr Hundefroh in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Auch in dem kommenden Jahr bleibt der Fokus klar auf Qualität statt Masse. Hundefroh soll wachsen, aber nicht beliebig. Lieber weniger Inhalte, die wirklich helfen, als eine große Menge an Artikeln ohne Substanz. Mit dem weiteren Ausbau der Wissensplattform entstehen langfristig zusätzliche Formate und Strukturen, die Hundebesitzern noch mehr Orientierung bieten sollen.

Gibt es neue Themen oder Formate, die ihr künftig stärker in den Fokus rücken möchtet?

Geplant sind vertiefende Inhalte rund um Welpenentwicklung, Ernährung bei sensiblen Hunden und langfristige Gesundheitsprävention. Außerdem sollen komplexe Themen stärker visuell und strukturiert aufbereitet werden.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein inhaltsgetriebenes Projekt starten möchten?

1.: Klar definieren, wofür das Projekt stehen soll und genauso bewusst, wofür nicht. Nur so bleibt eine gemeinsame Haltung im Team erhalten, die das Projekt entwickeln lässt.
2.: Geduld entwickeln und dem Prozess vertrauen. In der Gründungsphase ist nicht alles perfekt und das ist okay so. Entwicklungen und Inhalte brauchen Zeit, um Wirkung zu entfalten.
3.: Inhalte konsequent aus der Perspektive der Zielgruppe denken.

Bildcredits @ privat

Wir bedanken uns bei Danny Herrmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Hundefroh

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Kontakt:

D. Herrmann
Birkenweg 46
D-39120 Magdeburg

https://hundefroh.de/
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Ansprechpartner:
Danny Herrmann

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Wann hat Bewegung aufgehört, sich richtig anzufühlen?

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ROSY steht für Bewegung und Longevity jenseits von Trends. Roy Dowery erklärt, warum Haltung, Rituale und Substanz wichtiger sind als Hype.

ROSY ist ein inhabergeführter Longevity-Club in München, der Bewegung als langfristiges Ritual für Gesundheit, Lebensqualität und innere Stabilität neu denkt

Roy Dowery, Sie gehören zu den Pionieren der Boutique-Fitness-Bewegung in Deutschland. Was hat Sie persönlich dazu bewogen, nach dieser erfolgreichen Phase noch einmal bewusst neu anzufangen und ein neues Konzept aufzubauen?

Ich habe mit SYPC eines der ersten Boutique-Fitness-Studios in Deutschland aufgebaut und die Entwicklung dieser Branche über viele Jahre sehr intensiv begleitet. In den letzten 24 Monaten habe ich jedoch gemerkt, dass wir an einem Wendepunkt angekommen sind – inhaltlich wie strukturell. Es sind unzählige Boutique-Gyms entstanden: Reformer, Pilates, Barre. Auf den ersten Blick unterschiedlich, im Kern aber oft austauschbar. Sehr Instagram-getrieben, sehr laut, sehr trainerzentriert. Trainer vermarkten sich als Role Models, zeigen auf Social Media, wie gut sie sich selbst bewegen – aber Teaching ist kein Performance-Format. Ein wirklich guter Trainer muss nicht jede Übung vormachen. Er bewegt Menschen mit Wissen, Sprache und Präzision.

Was mich besonders irritiert hat: In München eröffnet an jeder Ecke ein neues Studio, mit identischem Versprechen von „exzellenten Classes“ und „starker Community“. Die Preise steigen – aber die Trainer bleiben die gleichen. Kundinnen zahlen unterschiedliche Preise, erhalten aber immer denselben Inhalt. Da stellt sich zwangsläufig die Frage: Wofür bezahlen wir eigentlich?

Hinzu kommt der massive Einfluss von Aggregatoren wie Wellpass, Wellhub, Urban Sports Club oder ClassPass. Sie haben die Fitnesslandschaft grundlegend verändert. Klassische Mitgliedsverträge verschwinden, Flexibilität wird erwartet – was absolut legitim ist, aber Bindung enorm erschwert.

Für mich war klar: Wenn man heute ein Studio gründet, braucht es mehr als gutes Design und Social Media. Es braucht Haltung. Klarheit. Substanz. ROSY ist meine bewusste Antwort darauf.

Mit dem ROSY Longevity Club entfernen Sie sich klar vom klassischen Fitnessverständnis. Gab es einen konkreten Moment oder eine Erfahrung, in der Ihnen bewusst wurde, dass herkömmliche Trainingsmodelle Ihrer eigenen Haltung zu Gesundheit und Bewegung nicht mehr gerecht werden?

Ja, einen sehr klaren. Nachdem ich gefühlt das zwanzigste identische Konzept auf Instagram gesehen habe, dachte ich: Man könnte inzwischen eine Copy-Paste-Anleitung veröffentlichen. Was brauche ich für ein Boutique-Studio? Eine „Community“, eine abgestimmte Farbwelt, täglichen Content und ein Interior, das häufiger gezeigt wird als die eigentlichen Kursprogramme.

Inhaltlich hat sich dabei erstaunlich wenig weiterentwickelt. Pilates ist heute oft kein Pilates mehr, sondern Bodenturnen mit Gewichten. Studios bilden ihre Trainer selbst aus, Ausbildungszertifikate verlieren an Wert – während Preise immer weiter steigen.

Da wurde mir klar: Wir brauchen ein Konzept, das sich bewusst davon abhebt. Bei ROSY steht nicht der Trainer im Mittelpunkt, sondern das Mitglied. Qualität vor Quantität. Klar definierte Kurskonzepte. Ausschließlich fundiert ausgebildete Trainer. Und kein zusätzlicher Ballast – denn der eigene Körper hat bereits alles, was er braucht.

Longevity bedeutet für mich nicht, möglichst lange zu funktionieren, sondern möglichst lange gut zu leben. Im Kontext von Bewegung heißt das: Training so zu gestalten, dass es den Körper stärkt, ohne ihn zu verschleißen – und ihn auf das vorbereitet, was kommt.

Der menschliche Körper hat sich in den letzten 10.000 Jahren nicht verändert. Er kann sich nur auf eine begrenzte Anzahl sinnvoller Arten bewegen. Die Idee, jede Woche eine neue Methode zu erfinden, ist meist Marketing – keine Wissenschaft.

Was mich aktuell kritisch stimmt: Longevity wird häufig genutzt, um noch mehr Add-ons zu verkaufen – Nahrungsergänzungsmittel, Infrarot, Cold Plunges. Nichts davon ist notwendig. Der Mensch trägt alles, was er braucht, bereits in sich. Was wirklich fehlt, sind Rituale. Es geht nicht um tägliche Motivation – die ist flüchtig. Es geht um Disziplin. Und vor allem darum, Bewegung so sehr zu lieben, dass sie selbstverständlich Teil des Lebens wird. Nicht als To-do, sondern als Ritual.

Welche Beobachtungen aus Ihrer langjährigen Arbeit mit Kundinnen und Kunden haben maßgeblich dazu beigetragen, das Konzept des ROSY Longevity Club zu formen?

Ganz klar: der Moment nach dem Training. Dieses Strahlen. Die rosigen Wangen. Die aufrechte Haltung. Die Ruhe im Blick. Diese „ROSY Cheeks“ waren nicht nur ein schönes Bild – sie sind der Namensgeber unseres Studios.

Sie stehen für Durchblutung, für Lebendigkeit, für dieses unverwechselbare Gefühl, im eigenen Körper angekommen zu sein. Ich habe über Jahre gesehen, dass nachhaltige Ergebnisse nicht aus Härte entstehen, sondern aus Präzision und Kontinuität. Nicht aus Druck, sondern aus Verständnis für den eigenen Körper – besonders bei Frauen.

Der Schritt von etablierten Fitnessformaten hin zu einem ganzheitlichen Longevity-Ansatz bedeutet auch, bestehende Denkweisen zu hinterfragen. Welche Routinen oder Glaubenssätze der Branche mussten Sie selbst zuerst loslassen?

Vor allem den Glauben, dass es ständig etwas Neues braucht. Die nächste Methode. Das nächste Tool. Die nächste „Revolution“. Wir müssen aufhören so zu tun, als hätte jemand Fitness neu erfunden – nur mit besserem Marketing.

Der Körper braucht kein Spektakel. Er braucht kluge Bewegung. Ein weiterer Glaubenssatz war die Idee, dass Menschen ständig motiviert werden müssen. Motivation ist kein Fundament – sie kommt und geht. Was trägt, ist ein Training, das man liebt. So sehr, dass man es nicht mehr hinterfragt – wie Schlaf oder Atmen.

Der Fitnessmarkt gilt als stark gesättigt und wettbewerbsintensiv. Welche Herausforderungen bringt es mit sich, ein Studio mit einer so klaren Vision in diesem Umfeld zu launchen?

ROSY ist eines der letzten inhabergeführten Studios. Wir stehen im Wettbewerb mit Marken, die über deutlich mehr Kapital verfügen und enorme Budgets in Marketing investieren. Gleichzeitig ist Longevity ein Thema, das erklärt werden muss – weil es leiser ist als klassische Fitnessversprechen.

Es geht nicht um schneller, höher, härter, sondern um morgen. Und übermorgen. Unsere größte Herausforderung ist gleichzeitig unsere größte Stärke: Wir wachsen nicht über Lautstärke, sondern über Vertrauen.

Wie reagieren Kundinnen und Kunden auf die Idee, Bewegung nicht als kurzfristiges Ziel, sondern als langfristige Investition in Gesundheit, Performance und Lebensqualität zu verstehen?

Viele sind zunächst überrascht – und dann sehr erleichtert. Weil sie merken, dass sie hier nichts beweisen müssen. Gerade in einer Zeit maximaler Flexibilität sehnen sich viele nach Struktur. Nicht nach Zwang, sondern nach Verlässlichkeit.

Wenn Bewegung zum Ritual wird, entsteht Bindung ganz von selbst – nicht an ein Preismodell, sondern an ein Gefühl.

ROSY versteht sich nicht nur als Trainingsort, sondern als Club. Welche Rolle spielen Community, Haltung und Umfeld für nachhaltige Gesundheit aus Ihrer Sicht?

Eine zentrale. Gesundheit entsteht nicht isoliert, sondern im Kontext. ROSY ist ein Raum mit Haltung. Ein Umfeld, das Ruhe ausstrahlt, statt Druck. Eine Community, die sich nicht über Leistung definiert, sondern über Bewusstsein. Wir bewegen uns gemeinsam – aber jede in ihrem eigenen Rhythmus.

Inwiefern fließen Ihre persönlichen Werte und Ihr eigenes Verhältnis zu Gesundheit, Alter und Leistungsfähigkeit konkret in den Alltag des ROSY Longevity Club ein?

ROSY bin ich – eins zu eins. Die meisten Menschen würden mein tatsächliches Alter nicht erraten. Nicht wegen eines Geheimnisses, sondern wegen Bewegung. Ich bin fest davon überzeugt, dass Movement das stärkste Longevity-Tool ist, das wir haben.

Es hält uns nicht nur körperlich stark, sondern mental beweglich und emotional stabil. Diese Haltung lebt ROSY jeden Tag.

Sie beschreiben ROSY als einen Blueprint für die Zukunft von Bewegung. Was müsste sich Ihrer Meinung nach strukturell ändern, damit Longevity-getriebene Konzepte langfristig zur neuen Normalität werden?

Wir brauchen wieder mehr Verantwortung für Inhalte. Mehr Respekt vor Ausbildung. Mehr Klarheit in Kurskonzepten – und weniger Beliebigkeit.

Longevity darf kein Marketingbegriff sein, sondern muss sich im täglichen Training zeigen. In der Art, wie wir lehren, begleiten und langfristig denken.

Wenn Sie auf Ihre bisherige unternehmerische Reise zurückblicken: Welche Erkenntnisse als Founder sind heute entscheidend dafür, ein Konzept wie ROSY nachhaltig und zukunftsfähig aufzubauen?

Jedes neue Studio hat am Anfang Wartelisten. Das ist kein Qualitätsmerkmal – das ist Neugier. Was bleibt, ist Substanz. Qualität. Klarheit. Konsequenz.

Nachhaltigkeit entsteht nicht durch Trends, sondern durch Vertrauen. Und genau darauf ist ROSY aufgebaut.

Bildcredits @ ROSY

Wir bedanken uns bei Roy Dowery für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Welche Rolle spielen Gefühle für Bildung im Alltag?

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Alter Sensus Gefühle und Schule neu denken alter sensus founder team bild mit produkt gefühlswürfel

Alter Sensus ist ein Social-Impact-Unternehmen, das Bildungsformate entwickelt, um emotionale Kompetenz, Zugehörigkeit und psychische Gesundheit im Schulalltag nachhaltig zu stärken

Was ist Alter Sensus für ein Unternehmen und welche Rollen übernehmen Sie als Gründer Felix Lenniger und Tobias Schüppen im Alltag?

Alter Sensus ist ein Social-Impact-Unternehmen an der Schnittstelle von Bildung, Gesundheit und Gesellschaft. Wir bauen Formate, die Zugehörigkeit stärken und psychische Gesundheit im Alltag wahrscheinlicher machen. Unser aktueller Fokus liegt auf Gefühlen, weil sie oft das Erste sind, was in Klassen, Familien und Teams kippt, wenn Druck steigt. Gleichzeitig denken wir ganzheitlich. Kinder lernen nicht nur durch Inhalte, sondern durch Vorbilder.

Im Alltag ergänzen wir uns klar. Felix Lenniger ist der kreative Kopf. Er produziert unfassbar starke Musik und Audio. Er bringt Professionalität in Sound, Dramaturgie und Wirkung. Tobias Schüppen ist der Typ, der im Kopf selten zur Ruhe kommt. Ich bin getrieben von Ideen und dem Wunsch, wirklich etwas zu verändern. Wenn andere schlafen, werde ich erst warm. Ich bringe die Praxis aus Schule, Prävention und Beziehung ein und frage immer wieder: Funktioniert das im echten Alltag?

Warum beginnt Ihre Arbeit bewusst im Klassenzimmer und nicht erst dort, wo Diagnosen oder Therapien ansetzen?

Weil Schule der Ort ist, der alle erreicht. Unabhängig von Herkunft, Wartezeiten und Zugang zu Hilfe. Viele Kinder landen erst spät im Hilfesystem. Oft erst, wenn Verhalten „auffällig“ wird. Dazwischen liegen Stress, Missverständnisse und manchmal Ausgrenzung.

Wir setzen früher an. Nicht, weil Therapie unwichtig wäre. Sondern weil Prävention Schutzfaktoren aufbaut, bevor es brennt. Im Klassenzimmer zeigt sich, ob Kinder sich sicher fühlen. Ob sie dazugehören. Ob sie Worte finden. Genau dort kann man Kultur verändern, ohne zu stigmatisieren.

Wie ist das Präventionsprogramm „Mit Gefühl“ entstanden und welches konkrete Problem wollten Sie damit lösen?

Wir haben nach Corona angefangen. Mit einem Kartenspiel zur Gefühlserkennung hinter der Maske. Plötzlich war Mimik schwerer lesbar. Gleichzeitig war bei vielen Kindern innerlich viel los. Es gab mehr Reibung. Mehr Rückzug. Mehr Überforderung. Dann kamen Anfragen. Aus Schulen. Aus Familien. Der Bedarf war spürbar.

Wir haben uns gefragt: Was lieben Kinder wirklich? Hörspiele. Und was brauchen Schulen wirklich? Etwas, das im Alltag funktioniert. Also haben wir unsere Qualitäten gebündelt. Felix mit Produktion, Klang und Professionalität. Tobias mit Schule, Beziehung und Umsetzbarkeit. So wurde aus einem Spiel ein Programm. „Mit Gefühl“ soll ein konkretes Problem lösen: Es fehlt oft eine gemeinsame Sprache für das, was innen passiert. Und ohne Sprache wird aus Gefühl schnell Verhalten.

Was unterscheidet „Mit Gefühl“ von klassischen Projekten zur emotionalen Bildung an Schulen?

Viele Projekte sind punktuell. Ein schöner Tag. Ein Impuls. Danach verpufft es oft. Wir wollen, dass etwas bleibt. Darum arbeiten wir mit klarer Struktur und wiederholbaren Elementen. Wir denken nicht nur in Inhalten, sondern in Kultur.

Ein weiterer Unterschied ist die Rolle der Kinder. Kinder sind bei uns nicht nur Teilnehmende. Sie gestalten mit. Eine Hörspielproduktion macht Emotionen greifbar, ohne dass Kinder „sich ausliefern“ müssen. Sie können über Figuren sprechen und trotzdem bei sich landen. Das ist oft leichter und sicherer.

Welche Bedeutung haben feste Routinen wie Check-ins und eine gemeinsame Gefühlssprache für den langfristigen Effekt Ihres Ansatzes?

Routinen sind der Hebel. Ein Check-in ist klein. Aber er sendet jeden Tag dieselbe Botschaft: Du darfst da sein, auch innerlich. Das schafft Sicherheit. Und Sicherheit ist die Basis für Lernen und Miteinander.

Eine gemeinsame Gefühlssprache wirkt wie ein Übersetzer. Viele Kinder zeigen Wut, wenn dahinter Angst steckt. Oder sie werden albern, wenn sie überfordert sind. Wenn Erwachsene nur Verhalten sehen, reagieren sie oft zu spät oder zu hart. Wenn Worte da sind, wird Begleitung möglich. Und Konflikte werden schneller lösbar.

An welche Schulen und Bildungseinrichtungen richtet sich Alter Sensus aktuell und wie niedrigschwellig ist der Einstieg für Lehrkräfte?

Aktuell richtet sich „Mit Gefühl“ vor allem an Grundschulen, besonders an die ersten Klassen. Dort wird Beziehungskultur gelegt. Dort entstehen Routinen, die Jahre tragen können. Gleichzeitig sind wir offen für weitere Bildungseinrichtungen, wenn Haltung und Bedarf passen.

Der Einstieg soll niedrigschwellig sein. Lehrkräfte brauchen keine zusätzliche Belastung. Sie brauchen Klarheit. Material. Struktur. Und das Gefühl: Das ist machbar. Wenn wir begleiten, dann so, dass es entlastet und nicht noch ein Projekt oben drauf wird.

Was bedeutet es für Alter Sensus, dass „Mit Gefühl“ erstmals von einer gesetzlichen Krankenkasse als Präventionsmaßnahme finanziert wird?

Das ist für uns ein starkes Signal. Psychische Gesundheit wird nicht nur als Therapiethema gesehen. Sondern als Lebensweltthema. Prävention bekommt damit Legitimität. Und Schulen bekommen eine realistische Chance, so ein Programm umzusetzen.

Für uns bedeutet es auch Verantwortung. Qualität, Struktur und Wirkung müssen nachvollziehbar sein. Genau das passt zu unserem Anspruch. Wir wollen nicht nur berühren. Wir wollen nachhaltig verändern.

Welche Herausforderungen erleben Sie, wenn es darum geht, psychische Gesundheit von Kindern frühzeitig im System Schule zu verankern?

Die größte Hürde ist Zeit. Und Überlastung. Viele Schulen wollen, aber sie sind am Limit. Dazu kommen viele Ebenen. Schulleitung. Kollegium. Träger. Eltern. Oft auch externe Partner. Veränderung ist selten einfach nur entscheiden.

Eine zweite Hürde ist Unsicherheit. Gefühle einzuladen kann Angst machen. Was, wenn es zu viel wird? Darum braucht es klare Leitplanken. Und eine Haltung, die schützt. Prävention muss sicher sein. Sonst wird sie vermieden.

Warum setzen Sie bewusst auf analoge Formate wie Hörspiele und Mitmach-Elemente statt rein digitaler Lösungen?

Weil Beziehung analog entsteht. Ein Hörspiel aufnehmen heißt zuhören, warten, sich abstimmen, sich trauen. Das ist echte soziale Übung. Und es passiert nebenbei. Ohne moralischen Zeigefinger.

Analog ist zudem oft inklusiver. Weniger Technikstress. Weniger Ablenkung. Mehr Präsenz. Wir sind nicht gegen digital. Wir sind für wirksam. Und wir sehen: Mitmachformate bringen Menschen schneller in Kontakt mit sich und miteinander.

Was haben Formate wie die Gefühlsgarage bei Rock am Ring oder der Gefühlswürfel auf der SPIEL Messe für Ihre Arbeit bewirkt?

Sie haben uns bestätigt, dass das Thema weit über Schule hinausgeht. Auf einem Rockfestival erwartet man vieles. Aber nicht unbedingt Gefühlsgespräche. Und genau das ist passiert. Ein Mann kam sonntags zu uns und sagte: „Ich bin jetzt jeden Tag hier bei euch gewesen. Ihr seid mein Safe Space im Festivaltrubel. Ich danke euch von Herzen.“ Das vergisst man nicht.

Eine Frau sprach bei uns über ihre Wut auf den politischen Umgang mit der Ahrtal-Tragödie. Daraus wurde ein halbstündiger, sehr menschlicher Austausch. Sie ging mit: „Danke, dass ich das bei euch loswerden konnte.“ Und manchmal war es leicht und verbindend. Sie schrieb „Unordnung“ auf einen Karton. Er schrieb darunter „Ordnung“. Er fotografierte es. Beide gingen lachend Arm in Arm weiter. Diese Momente zeigen: Erwachsene brauchen genauso eine Sprache für Gefühle. Und wenn Erwachsene anfangen, verändert das auch Kinderwelten.

Wie soll sich Alter Sensus in den kommenden Jahren weiterentwickeln und welche Rolle spielt dabei Skalierbarkeit im Bildungsbereich?

Wir fühlen uns nach vier Jahren oft noch am Anfang. Und gleichzeitig geht es jetzt erst richtig los. Skalierbarkeit heißt für uns nicht mehr Content. Es heißt mehr Wirkung bei gleicher Einfachheit. Formate, die ohne Heldentum funktionieren. Formate, die Schulen wirklich tragen können.

Wir wollen Brücken bauen. Zwischen Schule und Gesellschaft. Zwischen Kindern und Erwachsenen. Darum gehen wir auch in ungewöhnliche Orte und Kooperationen. Zum Beispiel ein Workshop mit neuroTime bei IKEA am 31.01.2026. Wir sind gespannt, wie es weitergeht. Und wir wissen auch: Wir machen weiter. Egal welche Hürden kommen.

Welche drei Ratschläge geben Sie Gründerinnen und Gründern, die Prävention, Bildung und Gesundheit neu denken wollen?

Plant mit langem Atem. Bildung ist ein zähes Feld. Nicht, weil Menschen nicht wollen. Sondern weil so viele Ebenen beteiligt sind und alle unter Druck stehen. Nach vier Jahren fühlt man sich oft noch wie am Start. Das muss man aushalten können.

Baut für die Realität. Wenn es Montagmorgen nicht funktioniert, funktioniert es nicht. Prävention muss entlasten. Nicht zusätzlich belasten. Denkt in kleinen, wiederholbaren Routinen.

Lernt die Sprache des Systems, ohne eure Haltung zu verlieren. Qualität, Evaluation, Finanzierung und Zuständigkeiten sind mühsam. Aber sie sind die Brücke zur Dauerhaftigkeit.

Ohne Bindung keine Bildung. Punkt.

Wir sind hier für die Langstrecke: Wirkung entsteht durch Wiederholung, nicht durch Hype.

Bildcredits @ privat

Wir bedanken uns bei Tobias Schüppen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Affiliate Marketing: Wie realistisch ist der Weg zum Vermögen?

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Affiliate Marketing: Wie realistisch ist der Weg zum Vermögen?

Key Takeaways

  • Affiliate Marketing verspricht finanzielle Freiheit, doch der Weg zum Erfolg ist lang und verlangt Engagement.
  • Es handelt sich um ein provisionsbasiertes Modell, das nur funktioniert, wenn Vertrauen, Reichweite und Transparenz vorhanden sind.
  • Der Affiliate-Markt wächst kontinuierlich, aber nur wenige erreichen ein Einkommen, das einen Vollzeitjob ersetzt.
  • Wichtige Faktoren für den Erfolg sind Traffic, eine hohe Conversion-Rate und die Nutzung von wiederkehrenden Provisionen.
  • Affiliate Marketing ist ein seriöses Geschäftsmodell, das nachhaltiges Einkommen erfordert und kein schnelles Geld verspricht.

Reich werden im Internet – und warum Affiliate Marketing dabei immer wieder genannt wird

Affiliate Marketing taucht in Gesprächen über „finanzielle Freiheit“ so zuverlässig auf wie der Begriff „passives Einkommen“. Das Problem: Zwischen seriösem Geschäftsmodell und Marktschreierei liegen Welten. Wer sich nüchtern anschaut, wie Affiliate-Erlöse tatsächlich entstehen, erkennt schnell: Reich werden ist möglich, aber selten. Realistischer ist, sich über Jahre ein solides Neben- oder Vollzeiteinkommen aufzubauen – mit Reichweite, Vertrauen und einem System, das funktioniert, wenn man nicht gerade online ist.

Genau deshalb passt das Thema gut zu einem wirtschaftlichen Publikum. Denn hinter dem Hype steckt ein klar messbares Vertriebsmodell, das in vielen Branchen längst zum Standard gehört. Und wie bei jedem skalierbaren Modell gilt: Der Hebel ist nicht der Trick, sondern die Umsetzung.

Was Affiliate Marketing wirklich ist – und was nicht

Affiliate Marketing ist ein provisionsbasiertes Vertriebsmodell. Unternehmen (Merchants) zahlen nur dann, wenn eine Empfehlung zu einem messbaren Ergebnis führt – etwa zu einem Verkauf oder einem qualifizierten Lead. Publisher, Creator oder Betreiber von Websites platzieren dafür individuelle Tracking-Links. Klickt jemand auf den Link und kauft (oder registriert sich), wird die Provision zugeordnet.

So weit, so unaufgeregt. Das Modell ist etabliert, in großen Netzwerken organisiert und für Unternehmen attraktiv, weil die Kosten stark an Leistung gekoppelt sind.

Was Affiliate Marketing nicht ist: ein Automat, der ohne Arbeit Geld druckt. Jeder Euro basiert auf Aufmerksamkeit, Vertrauen und Reichweite. Ohne diese drei Faktoren bleibt der schönste Link wirkungslos.

Und noch ein Punkt, der in Deutschland nicht optional ist: Transparenz. Affiliate-Links müssen als Werbung gekennzeichnet sein. Das ist rechtlich relevant – und für das Vertrauen der Leser sowieso.

Affiliate Marketing als Geschäftsmodell: Markt, Struktur, Realität

Der Affiliate-Markt wächst seit Jahren mit dem E-Commerce und der Abo-Ökonomie. Besonders stark sind Bereiche, in denen Kunden langfristig zahlen: Software-Abos, Business-Tools, Hosting, Finanzprodukte, digitale Services. Genau dort sitzen auch die spannenden Margen.

Die Einkommensverteilung ist allerdings ungleich. Branchenstudien und Auswertungen aus Affiliate-Netzwerken zeichnen ein wiederkehrendes Bild:

  • Nur ein kleiner Teil erreicht ein Einkommen, das einen Vollzeitjob ersetzt (oft um die fünf Prozent).
  • Eine weitere Gruppe baut sich ein stabiles Neben-Einkommen auf.
  • Die Mehrheit bleibt im Bereich „Taschengeld“ oder gibt zu früh auf.

Das ist weniger ein „Problem der Branche“ als ein Mechanismus: Affiliate-Erlöse folgen der Logik von Medien- und Plattformgeschäft. Wer Reichweite und Vertrauen systematisch aufbaut, kann skalieren. Wer sporadisch publiziert, bleibt unsichtbar.

Wie viel Geld ist realistisch – und warum „Lifetime Commission“ ein Hebel sein kann

Affiliate-Einnahmen hängen im Kern an drei Größen: Traffic, Conversion-Rate und Provision pro Abschluss. Wer diese drei Faktoren im Griff hat, kann sehr präzise rechnen.

Ein plausibles Rechenbeispiel (zum schnellen Einordnen):

  • 10.000 Besucher pro Monat
  • 1 % Conversion (100 Abschlüsse)
  • 40 € durchschnittliche Provision
    = 4.000 € im Monat

Steigt die Conversion-Rate auf 3 %, landet man bei 12.000 €. Die Rechnung zeigt: Ohne Reichweite bleibt es klein. Mit Reichweite wird es schnell ernst.

Jetzt kommt der Teil, der gerade für Gründer und Investoren interessant ist: Lifetime Commission bzw. wiederkehrende Provisionen. Im SaaS-Bereich zahlen viele Programme nicht nur einmalig, sondern monatlich, solange der Kunde aktiv bleibt. Der Effekt ist simpel: Statt ständig neue Käufer zu „jagen“, baut man einen Bestand auf, der sich über Zeit addiert. Das ist kein Freifahrtschein, aber ein realer Hebel – wenn Produktqualität und Zielgruppenfit stimmen.

Affiliate Marketing braucht Reichweite – und die fällt nicht vom Himmel

Ohne Traffic kein Umsatz. Das ist die banalste und wichtigste Regel. Die meisten Fehleinschätzungen entstehen, weil Reichweite als „Nebenprodukt“ gedacht wird. In Wahrheit ist sie das Produkt.

Drei Quellen dominieren in der Praxis:

SEO (organische Suche):
Nachhaltig, oft hohe Kaufabsicht, über Jahre skalierbar. Nachteil: Aufbau dauert, typischerweise Monate.

YouTube und andere Video-Plattformen:
Stark, weil Vertrauen schneller entsteht. Gute Tutorials und Reviews liefern „Evergreen“-Traffic, also Views und Klicks über lange Zeit.

E-Mail-Listen:
Unsexy, aber extrem wertvoll. Wer eine Liste besitzt, ist unabhängiger von Algorithmen und kann wiederkehrende Umsätze besser steuern – besonders bei Abo-Produkten.

Social Media kann zusätzlich Reichweite bringen, ist aber häufig volatiler. Viele erfolgreiche Projekte kombinieren: SEO für Intent, Video für Vertrauen, E-Mail für Bindung.

Fähigkeiten, die über Erfolg oder Mittelmaß entscheiden

Technisch kann man heute mit wenig starten. Entscheidend ist nicht die Tool-Liste, sondern das Handwerk:

1) Content, der hilft (nicht wirbt):
Vergleiche, Tests, Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Leser wollen Orientierung, nicht Verkaufsdruck.

2) Basiswissen in SEO und Plattform-Logik:
Wer Suchintentionen versteht, produziert keine Inhalte „ins Leere“. Wer Videoformate beherrscht, baut schneller Vertrauen auf.

3) Datenkompetenz:
Klicks, EPC (Earnings per Click), Conversion-Raten, Retourenquoten – das sind keine Nerd-Zahlen, sondern Steuerungsinstrumente.

4) Seriosität und Transparenz:
Kennzeichnung von Affiliate-Marketing Links, saubere Empfehlungen, kein „Hidden Agenda“-Ton. Das ist rechtlich notwendig und wirtschaftlich klug.

Zeitfaktor: Wann erste Einnahmen realistisch sind

Für Anfänger ohne Reichweite sind erste kleine Provisionen nach ein bis drei Monaten möglich – vorausgesetzt, es passiert wirklich konstant etwas: Inhalte, Tests, Optimierung. Stabilere monatliche Beträge brauchen häufig drei bis sechs Monate. Ein Einkommen auf Job-Niveau ist eher ein Projekt über zwei Jahre oder länger.

Mit bestehender Reichweite kann es schneller gehen. Mit bezahltem Traffic ebenfalls, allerdings steigt dann das Risiko: Wer Ads schaltet, bevor Angebot, Funnel und Conversion sitzen, kauft sich im Zweifel nur teuren Traffic ohne Ergebnis.

Der Mythos vom „schnellen Geld“ hält sich, weil Einzelfälle laut sind. Die Aufbauarbeit sieht man selten – und genau sie entscheidet.

Welche Nischen wirklich Umsatz bringen

Nicht jede Nische eignet sich gleich gut. Besonders attraktiv sind Bereiche mit hoher Zahlungsbereitschaft, klaren Problemen und wiederkehrenden Zahlungen.

SaaS und B2B-Tools:
Hohe Provisionen, häufig recurring. Gute Voraussetzungen, wenn man erklären kann, was ein Tool leistet und für wen es sinnvoll ist.

Finanzen und Investment-nahe Produkte:
Teilweise sehr hohe Provisionen, aber auch hohe Anforderungen an Seriosität, Compliance und Vertrauen.

Hosting, Infrastruktur, Security (z. B. VPN):
In vielen Programmen lukrativ, weil die Produkte lange genutzt werden und Kunden vergleichsweise „sticky“ sind.

Klassischer E-Commerce (etwa über große Marktplätze) funktioniert ebenfalls, benötigt aber meist mehr Traffic, weil Provisionen pro Verkauf oft kleiner sind.

Risiko: Abhängigkeit von Plattformen, Programmen und Regeln

Affiliate-Marketing Einnahmen sind nicht garantiert. Provisionsmodelle können sich ändern, Programme können eingestellt werden, Plattformen können Regeln anpassen. Dazu kommen Algorithmus-Updates, die Traffic von heute auf morgen verschieben können.

Wer alles auf einen Merchant oder einen Kanal setzt, baut ein Klumpenrisiko auf. Professionelle Betreiber streuen:

  • mehrere Programme statt eines
  • mehrere Trafficquellen statt einer
  • eine eigene E-Mail-Liste als Stabilitätsanker

Viele entwickeln später zusätzlich eigene Produkte oder Services. Nicht, weil Affiliate „nicht funktioniert“, sondern weil Unabhängigkeit ein Unternehmensziel ist.

Praxis: Wie erfolgreiche Affiliates arbeiten

Erfolgreiche Projekte wirken selten spektakulär. Sie sind eher wie ein gut geführtes Fachmedium: klare Themenführerschaft, saubere Inhalte, wiederholbare Formate.

Typisch ist ein Setup aus:

  • einem Kernkanal (Website oder YouTube),
  • wiederkehrenden Formaten (Vergleich, Review, Tutorial),
  • wenigen, gut passenden Angeboten,
  • und konsequenter Optimierung anhand von Daten.

Sie empfehlen nicht „alles, was zahlt“, sondern das, was zur Zielgruppe passt. Denn im Affiliate-Geschäft ist Vertrauen die Währung. Wer sie verspielt, verliert nicht nur Leser, sondern auch Conversion.

Fazit: Affiliate Marketing ist kein Shortcut – aber ein echtes Business

Affiliate Marketing ist keine Zauberei und kein Scam. Es ist ein messbares Vertriebsmodell, das für viele Unternehmen ein fester Bestandteil der Kundenakquise ist. Wer es professionell betreibt, kann ein skalierbares Online-Business aufbauen. Reich werden ist möglich, aber nicht der Normalfall und schon gar nicht schnell.

Der sinnvollere Maßstab lautet: Kann ich über Zeit ein System bauen, das mir verlässlich Einnahmen bringt, weil es echten Nutzen liefert? Wer diese Frage mit Arbeit, Fokus und Transparenz beantwortet, hat eine reale Chance – nicht auf den schnellen Reichtum, aber auf ein seriöses, wachsendes Einkommen.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – Rawpixel.com

KI Geschäftsideen 2026: Welche Modelle wirklich tragen

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KI Geschäftsideen 2026: Welche Modelle wirklich tragen

Key Takeaways

  • Künstliche Intelligenz ist 2026 breit nutzbar, was neuen Geschäftsideen Raum gibt.
  • Die Nachfrage nach KI Geschäftsideen kommt nicht mehr aus Innovationsabteilungen, sondern aus operativen Bereichen wie Buchhaltung und Kundenservice.
  • Unternehmen erwarten funktionierende Lösungen, die klare Anforderungen erfüllen, besonders aufgrund des EU AI Act.
  • Niedrige Einstiegskosten und realistische Modelle zeichnen den europäischen KI-Markt ab 2026 aus.
  • Gründer sollten sich auf Dienstleistungen und Nischenprodukte konzentrieren, während Investoren Wert auf Datenzugang und Kundenbindung legen.

KI Geschäftsideen 2026: Warum das Zeitfenster jetzt offen ist

Künstliche Intelligenz hat 2026 ihren experimentellen Charakter verloren. Die Technologie ist nicht mehr neu, aber sie ist erstmals breit nutzbar. Für Gründer bietet sich speziell in diesem Jahr die Chance auf KI Geschäftsideen 2026. Genau das ist der entscheidende Punkt. Nicht das nächste Modell entscheidet über Erfolg, sondern die Fähigkeit, KI sauber in bestehende Geschäftsprozesse zu integrieren.

KI Geschäftsideen 2026 entstehen deshalb nicht mehr im Forschungskontext, sondern im operativen Alltag von Unternehmen. Dort, wo Zeit fehlt, Kosten steigen und qualifizierte Fachkräfte schwer zu finden sind. Die Nachfrage kommt nicht aus Innovationsabteilungen, sondern aus Buchhaltung, Vertrieb, Kundenservice und Geschäftsführung.

Der unternehmerische Reiz liegt im Timing. Die Werkzeuge sind ausgereift, die Einstiegskosten niedrig, der Markt offen. Gleichzeitig ist der Hype abgeklungen. Kunden erwarten funktionierende Lösungen, keine Visionen. Das schafft Raum für realistische, belastbare Geschäftsmodelle.

Markt und Kontext: Von der Forschung zur Anwendung

Der europäische KI-Markt ist Anfang 2026 klar in der Kommerzialisierungsphase angekommen. Erhebungen von Bitkom und der EU-Kommission zeigen, dass rund ein Drittel der deutschen Unternehmen KI produktiv einsetzt oder sich kurz vor dem Rollout befindet. Der entscheidende Wandel: KI wird nicht mehr als Innovationsprojekt geführt, sondern als Effizienz- und Kostenthema.

Ein oft missverstandener Faktor ist die Regulierung. Der EU AI Act wird häufig als Bremsklotz diskutiert. Tatsächlich sorgt er vor allem für Klarheit. Da wesentliche Teile der Verordnung im August 2026 vollständig wirksam werden, können Unternehmen heute verbindlich planen. Für Gründer bedeutet das: weniger rechtliche Grauzonen, klar definierte Anforderungen und neue Beratungsbedarfe.

Parallel verändert sich die Arbeitswelt. Nebenberufliche Gründungen, Solo-Selbstständigkeit und kleine Agenturmodelle sind gesellschaftlich akzeptiert. Viele KI Geschäftsideen 2026 lassen sich mit überschaubarem Kapital starten und schrittweise ausbauen, ohne sofort auf Venture Capital angewiesen zu sein.

KI Geschäftsideen 2026 im Content- und Medienmarkt

KI-Content-Agentur: Effizienz statt Textfabrik

Der Bedarf an Inhalten wächst weiter, während Marketingbudgets unter Druck stehen. Startups und KMU benötigen Sichtbarkeit, können aber keine klassischen Redaktionen finanzieren. Die KI-Content-Agentur setzt genau hier an.

Das Modell basiert auf KI-gestützter Vorproduktion, kombiniert mit redaktioneller Kontrolle, SEO-Optimierung und Branchenverständnis. Monatliche Pauschalen ab etwa 500 Euro sind im Mittelstand realistisch. Der entscheidende Wettbewerbsvorteil liegt nicht im Tool, sondern im Prozess. Eigene Briefings, Datenbestände und ein klarer Stil schaffen Differenzierung.

Nischen-Newsletter mit KI-Unterstützung

Newsletter haben sich als stabiles Erlösmodell etabliert, vor allem in klar umrissenen Themenfeldern. KI unterstützt Recherche, Zusammenfassungen und Struktur, ersetzt aber keine journalistische Einordnung.

Erfolgreich sind Formate, die Entscheidern Orientierung bieten: Förderprogramme, Marktüberblicke oder regulatorische Updates. Monetarisiert wird über Abos, Sponsoring oder Affiliate-Modelle. Die technische Einstiegshürde ist niedrig, der Aufbau von Vertrauen bleibt die größte Herausforderung.

Synthetische Medien und automatisierte Video-Produktion

Video bleibt das stärkste Content-Format, ist aber zeit- und kostenintensiv. KI-basierte Tools senken die Produktionskosten deutlich. Erklärvideos, Produktdemos oder Schulungsinhalte lassen sich ohne Studio umsetzen.

Agenturen und Freelancer bieten diese Leistungen zunehmend standardisiert an. Preise zwischen 200 und 500 Euro pro Video gelten im B2B-Umfeld als marktüblich. Für Gründer entsteht ein gut skalierbares Dienstleistungsmodell mit klar kalkulierbaren Abläufen.

KI Geschäftsideen 2026 für Dienstleistungen und Beratung

KI-Agenten für KMU statt klassischer Chatbots

Der einfache Chatbot ist 2026 nur noch ein Einstieg. Gefragt sind KI-Agenten, die eigenständig Aufgaben ausführen: Termine buchen, Daten aus ERP- oder CRM-Systemen abrufen oder einfache Prozesse automatisiert anstoßen.

Gerade KMU profitieren davon, weil sie keine eigenen IT-Abteilungen unterhalten. Low-Code- und No-Code-Plattformen ermöglichen individuelle Setups ohne hohe Entwicklungskosten. Monetarisiert wird über Einrichtungsgebühren und laufende Betreuung. Datenschutz, Dokumentation und AI-Act-Konformität sind fester Bestandteil des Angebots.

KI-Personal-Assistenten für Unternehmer

Virtuelle Assistenten haben sich weiterentwickelt. KI übernimmt Vorarbeit, Menschen sichern Qualität und Kontext. E-Mails vorsortieren, Recherchen vorbereiten, Reports zusammenstellen – vieles läuft automatisiert.

Anbieter verkaufen monatliche Pakete zwischen 100 und 300 Euro. Das Modell skaliert über Standardisierung und Volumen. Entscheidend ist die Zuverlässigkeit im Tagesgeschäft, nicht technischer Spielraum.

KI-Beratung für Startups und Mittelstand

Viele Unternehmen wissen, dass KI relevant ist, aber nicht, wo sie konkret ansetzen sollen. Beratungsangebote fokussieren sich daher auf Prozessanalyse, Tool-Auswahl und Wirtschaftlichkeit.

Ein wachsender Hebel ist das Thema Nachhaltigkeit. KI kann beim CSRD-Reporting unterstützen, etwa durch automatisierte Datenauswertung oder Entwürfe für Nachhaltigkeitsberichte. Für viele KMU ist das 2026 ein akuter Engpass – und ein klarer Markteintrittspunkt für spezialisierte Anbieter.

KI Geschäftsideen 2026 im Produkt- und Plattformgeschäft

Print-on-Demand mit KI-Designs

KI senkt die Kosten für kreative Arbeit drastisch. Bücher, Notizhefte oder Textildesigns lassen sich automatisiert erstellen und über Plattformen vertreiben. Die Startkosten liegen oft unter 100 Euro.

Der Markt ist kompetitiv, aber nicht geschlossen. Erfolgreich sind Anbieter mit klarer Zielgruppenansprache und solider Vermarktung. Nischenwissen ist hier wichtiger als technischer Vorsprung.

Branchenspezifische KI-SaaS

Standardsoftware stößt in spezialisierten Branchen schnell an Grenzen. Daraus entstehen Chancen für kleine, fokussierte SaaS-Lösungen, etwa für Fördermittelanalysen, Ladeinfrastruktur oder Terminplanung.

Low-Code-Tools verkürzen die Entwicklungszeit erheblich. Abomodelle sorgen für planbare Umsätze. KI Geschäftsideen 2026 in diesem Segment sind anspruchsvoller, bieten aber langfristig die größte Skalierbarkeit.

KI Geschäftsideen 2026 Chancen und Risiken für Gründer und Investoren

Die Chancen liegen in der Kombination aus niedrigen Einstiegskosten und realer Nachfrage. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck zu. Viele Modelle sind leicht kopierbar, wenn kein klarer Mehrwert entsteht.

Ein zentraler Schutzfaktor sind eigene Datenbestände. Proprietäre Datensätze, Branchenwissen oder integrierte Workflows schaffen einen Burggraben. Wer lediglich Tools weiterreicht, bleibt austauschbar.

Für Investoren zählen wiederkehrende Umsätze und Spezialisierung. Dienstleistungsmodelle sind schnell profitabel, SaaS-Ansätze benötigen mehr Zeit, bieten dafür höhere Skalierungspotenziale.

Praxisbeispiele aus dem deutschen Markt

Viele erfolgreiche Modelle entstehen abseits der großen Tech-Hubs. Regionale Anbieter bedienen Handwerksbetriebe, mittelständische Unternehmen oder öffentliche Programme. KI-Agenten für lokale Dienstleister, Content-Services für Industrieunternehmen oder Beratungen im Förderumfeld sind typische Beispiele.

Auffällig ist: Erfolgreiche Gründer starten selten mit Technologie. Sie beginnen mit einem konkreten Problem und setzen KI pragmatisch ein. Das trennt nachhaltige Geschäftsmodelle von kurzfristigen Trends.

Fazit: Realistische Chancen statt KI-Euphorie

KI Geschäftsideen 2026 bieten unternehmerische Chancen, aber keine Abkürzung. Der Markt belohnt Klarheit, saubere Umsetzung und echtes Prozessverständnis.

Für Gründer sind Dienstleistungen und Nischenprodukte ein sinnvoller Einstieg. Investoren sollten weniger auf Schlagworte achten als auf Datenzugang, Vertrieb und Kundenbindung.

KI ist 2026 Infrastruktur. Kein Selbstzweck. Wer sie wirtschaftlich einordnet und diszipliniert nutzt, kann tragfähige Unternehmen aufbauen.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – GamePixel

KI Kinderbuch: Mit Amazon KDP Geld verdienen

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KI Kinderbuch: Mit Amazon KDP Geld verdienen

Key Takeaways

  • Ein KI Kinderbuch kann profitabel sein, erfordert jedoch Kombination von Technologie und unternehmerischer Disziplin.
  • Amazon KDP ist attraktiv für Kinderbücher, da es niedrige Einstiegshürden und hohe Tantiemen bietet.
  • KI-generierte Inhalte sind erlaubt, müssen aber klar deklariert werden, um Beschwerden und Qualitätsmängel zu vermeiden.
  • Erfolgreiche Kinderbücher zeichnen sich durch Nischenfokus, hochwertige Texte und ansprechende Illustrationen aus.
  • Die Veröffentlichung allein reicht nicht; Sichtbarkeit erfordert saubere Metadaten, Werbung und langfristige Qualitätssicherung.

Der neue Traum vom passiven Einkommen

Ein paar Texteingaben, automatisch erzeugte Bilder, ein schneller Upload bei Amazon – und schon fließt das Geld. So klingt es in vielen Videos und Kursen rund um das Thema KI und Selfpublishing. Die Realität ist deutlich nüchterner. Ja, mit einem KI Kinderbuch lässt sich Umsatz erzielen. Aber nur dann, wenn technologische Möglichkeiten mit unternehmerischer Disziplin zusammentreffen.

Kinderbücher gehören seit Jahren zu den stabileren Segmenten im Selfpublishing. Eltern kaufen regelmäßig, häufig mehrfach im Jahr, und achten stärker auf Inhalt als auf den Autorennamen. Gleichzeitig ist der Markt sensibel: Sprache, Bilder und Botschaften werden kritisch geprüft. Genau hier zeigt sich, warum Künstliche Intelligenz zwar Prozesse beschleunigt, aber kein Geschäftsmodell ersetzt.

Warum Amazon KDP für Kinderbücher attraktiv ist

Amazon KDP bietet niedrige Einstiegshürden. Es gibt keine Druckauflage, keine Lagerkosten, keinen klassischen Vertrieb. Autoren erhalten bei E-Books – innerhalb bestimmter Preisgrenzen – bis zu 70 Prozent Tantiemen. Bei Printbüchern bleibt nach Abzug der Druckkosten eine kalkulierbare Marge.

Für Gründer ist das interessant, weil sich Inhalte testen lassen, ohne große Vorabinvestitionen. Besonders gut funktionieren thematisch fokussierte Reihen. Statt eines einzelnen Titels entsteht ein kleines Portfolio, das sich gegenseitig Sichtbarkeit verschafft. Ein sorgfältig produziertes KI Kinderbuch kann Teil einer solchen Mini-Marke werden, sofern es inhaltlich überzeugt und visuell professionell wirkt.

KI Kinderbuch: Was Amazon erlaubt – und was nicht

Amazon hat 2023 auf die Flut automatisch erzeugter Inhalte reagiert und seine Richtlinien konkretisiert. KI-generierte Texte, Bilder oder Übersetzungen sind erlaubt, müssen aber beim Upload offengelegt werden. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen „KI-generiert“ und „KI-assistiert“. Wer komplette Inhalte von einem Tool erzeugen lässt, muss dies angeben. Wer KI nur für Ideen, Korrekturen oder Stilvorschläge nutzt, fällt in der Regel nicht darunter.

Alle bestehenden Regeln bleiben bestehen. Urheberrechte, Markenrechte und Persönlichkeitsrechte müssen eingehalten werden. Inhalte dürfen nicht wie Kopien bekannter Werke wirken. Gerade bei Kinderbüchern greift Amazon schneller durch, wenn Beschwerden eingehen oder Qualitätsmängel auffallen.

Ein zusätzlicher Aspekt wird oft übersehen: KI-generierte Bilder genießen nach aktueller Rechtslage in mehreren wichtigen Märkten, darunter den USA, häufig keinen klassischen Urheberrechtsschutz. Das bedeutet nicht, dass sie frei von Rechten wären, wohl aber, dass Exklusivität schwerer durchsetzbar ist. Wer langfristig Figuren oder eine wiedererkennbare Bildwelt etablieren will, sollte diesen Punkt strategisch mitdenken.

Amazon hat zudem tägliche Upload-Limits eingeführt. Sie sollen verhindern, dass der Marktplatz mit nahezu identischen Büchern überschwemmt wird. Wer auf Masse setzt, stößt schnell an diese Grenzen.

Marktanalyse: Warum Masse nicht mehr funktioniert

Der Kinderbuchmarkt auf Amazon ist dicht besetzt. Tausende Titel konkurrieren um Aufmerksamkeit, viele davon offensichtlich automatisiert erstellt. Diese Bücher verkaufen sich kaum und beschädigen das Vertrauen der Käufer.

Erfolgreich sind klar positionierte Nischen: Gute-Nacht-Geschichten für bestimmte Altersstufen, emotionale Bildung im Kindergartenalter oder erste Sachthemen wie Umwelt oder Technik. In solchen Segmenten kann ein KI Kinderbuch funktionieren, wenn Sprache, Dramaturgie und Gestaltung stimmig sind.

Hinzu kommt ein algorithmischer Effekt. Schlechte Rezensionen wirken langfristig. Bücher, die wegen unsauberer Bilder oder holpriger Texte früh negativ bewertet werden, verlieren dauerhaft an Sichtbarkeit. Qualität ist damit kein weicher Faktor, sondern eine harte wirtschaftliche Größe.

KI Kinderbuch: Von der Idee bis zur fertigen Story

Der häufigste Fehler entsteht ganz am Anfang. Viele beginnen mit dem Tool, nicht mit der Zielgruppe. Sinnvoller ist klassische Recherche: Welche Kategorien sind relevant? Welche Altersangaben dominieren? Welche Preise akzeptieren Käufer?

Erst danach wird die KI zum Werkzeug. Sprachmodelle können beim Plot helfen, bei der Struktur oder beim Vereinfachen der Sprache. Gute Ergebnisse entstehen nicht in einem Durchlauf, sondern Szene für Szene. Ein überzeugendes KI Kinderbuch braucht einen klaren Spannungsbogen, wiedererkennbare Figuren und eine Sprache, die Kinder wirklich erreicht.

Der menschliche Eingriff bleibt entscheidend. Namen, Humor, kulturelle Bezüge und pädagogische Feinheiten lassen sich nicht automatisieren. Wer hier nicht selbst redigiert, produziert austauschbare Ware.

Illustrationen: Der unterschätzte Erfolgsfaktor

Im Kinderbuch entscheiden Bilder über Kauf oder Abbruch. KI-Tools liefern schnell Ergebnisse, aber selten konsistente Figuren. Erfolgreiche Selfpublisher arbeiten mit festen Beschreibungen, identischen Stilvorgaben und manueller Nachbearbeitung.

Für den Druck gilt eine klare technische Vorgabe: hohe Auflösung, saubere Farben, klare Kontraste. Viele Projekte scheitern daran, dass Bilder am Bildschirm gut aussehen, im Print aber unscharf wirken. Ein professionell gestaltetes KI Kinderbuch erkennt man daran, dass Text und Bild eine Einheit bilden.

Layout, Formatierung und technische Umsetzung

Amazon definiert genaue Spezifikationen für Formate und Dateitypen. Quadratische oder querformatige Bücher sind möglich, aber nicht jede Kombination ist für jede Druckoption zugelassen. Fehler im Layout führen zu Ablehnungen oder schlechter Darstellung.

Viele nutzen einfache Werkzeuge wie Canva oder Präsentationssoftware. Entscheidend sind große Schrift, viel Weißraum und kurze Textblöcke. Kinder lesen nicht linear, sie orientieren sich visuell. Technik ist hier kein Nebenthema, sondern Teil der Produktqualität.

KI Kinderbuch: Geld verdienen jenseits des Uploads

Die Veröffentlichung ist nur der Anfang. Sichtbarkeit entsteht über saubere Metadaten, relevante Suchbegriffe und – in vielen Fällen – Werbung. Amazon Ads sind kein Muss, beschleunigen aber den Start. Externe Kanäle wie Instagram oder TikTok können ergänzen, wenn sie inhaltlich passen.

Der Einstieg ist vergleichsweise günstig, aber nicht kostenlos. Für KI-Tools, Layout-Software und erste Werbetests sollten Gründer realistisch mit einem niedrigen dreistelligen Eurobetrag rechnen. Wer Print ernst nimmt, investiert zusätzlich Zeit in Korrekturen und Testdrucke. Ein KI Kinderbuch wird wirtschaftlich interessant, wenn mehrere Titel vom gleichen Setup profitieren.

Chancen und Risiken für Gründer und Investoren

Die Chance liegt in der Skalierung von Wissen. Wer einmal versteht, wie Themenwahl, Gestaltung und Vermarktung zusammenspielen, kann wiederholbare Ergebnisse erzielen. Die Fixkosten bleiben überschaubar.

Das Risiko liegt in Regulierung und Qualitätsdruck. Amazon passt Regeln an, sperrt Konten und reagiert sensibel auf Beschwerden. Abkürzungen rächen sich schnell. Ein KI Kinderbuch ist kein anonymes Nischenprodukt, sondern ein sensibles Kulturgut mit klaren Erwartungen.

Fazit: Technologie ersetzt kein Urteilsvermögen

Künstliche Intelligenz verändert das Publishing spürbar. Sie beschleunigt Prozesse und senkt Einstiegshürden. Sie hebt jedoch keine Grundregeln auf.

Ein erfolgreiches KI Kinderbuch entsteht aus Recherche, redaktioneller Sorgfalt und unternehmerischem Denken. Wer das akzeptiert, findet in Amazon KDP ein funktionierendes, aber anspruchsvolles Geschäftsmodell. Wer auf Masse statt Klasse setzt, bleibt unsichtbar.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – volkovslava

Warum entscheiden sich immer mehr Menschen bewusst für Convenience beim Essen?

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prepmymeal entwickelt proteinreiche Fertiggerichte, die gesunde Ernährung alltagstauglich, unkompliziert und geschmackvoll machen

Wie würden Sie prepmymeal und die Menschen dahinter denjenigen vorstellen, die Ihr Unternehmen noch nicht kennen?

prepmymeal ist aus einer einfachen Idee entstanden: Gesunde Ernährung sollte nicht kompliziert sein. Wir entwickeln proteinreiche Fertiggerichte, die wirklich schmecken und gleichzeitig das liefern, was der Körper braucht, ohne dass man dafür stundenlang in der Küche stehen muss.
Unser Team weiß, wie es ist, zwischen Arbeit, Sport und Alltag jonglieren zu müssen. Deshalb haben wir Mahlzeiten geschaffen, die nicht nur praktisch sind, sondern auf die man sich auch geschmacklich freuen kann. Unser Ansatz verbindet Lebensmitteltechnologie mit einem klaren Verständnis für die Anforderungen aktiver Menschen: Ob im beruflichen Alltag, beim Training oder in der Regenerationsphase, unsere Gerichte unterstützen gezielt einen gesundheitsbewussten Lebensstil.

Dabei setzen wir auf Transparenz bei den Inhaltsstoffen, durchdachte Nährstoffprofile und einen Geschmack, der sich von industrieller Massenware deutlich abhebt. Jedes Gericht durchläuft einen strukturierten Entwicklungsproess, in dem Nährwert, Haltbarkeit und Genuss gleichermaßen berücksichtigt werden. Keine Kompromisse bei den Zutaten, keine Tricks mit künstlichen Ersatzstoffen, nur ausgewogene Mahlzeiten, die tatsächlich satt und zufrieden machen.
Was uns antreibt? Die Überzeugung, dass gute Ernährung zugänglich sein sollte. Für alle, die sich bewusst ernähren wollen, aber nicht jeden Tag Zeit zum Kochen haben. Mit prepmymeal bekommst du genau das: hochwertige & funktionale Mahlzeiten, die in deinen Alltag passen, unkompliziert, verlässlich und mit echtem Geschmack.

Was hat Sie ursprünglich motiviert, ein Angebot für gesunde und proteinreiche Fertiggerichte aufzubauen?

Die Idee zu prepmymeal entstand aus eigener Erfahrung: Wir alle kennen das Dilemma zwischen gesunder Ernährung und einem vollen Terminkalender. Also haben wir uns den Markt genauer angeschaut und schnell gemerkt, dass proteinreiche Fertiggerichte oft entweder geschmacklich enttäuschen oder ernährungsphysiologisch nicht überzeugen.
Genau hier wollten wir ansetzen. Unsere Motivation war es, Gerichte zu entwickeln, die wir selbst gerne essen würden: nahrhaft, funktional, lecker und ohne Kompromisse bei der Qualität. Mahlzeiten, die den Körper nach dem Training unterstützen, im stressigen Arbeitsalltag satt machen und dabei wirklich gut schmecken.
Wir haben prepmymeal gegründet, weil wir überzeugt sind, dass gesunde Ernährung nicht kompliziert sein muss. Es braucht einfach Produkte, die funktionieren, für Menschen, die sich bewusst ernähren wollen, aber nicht jeden Abend in der Küche stehen können oder wollen.

Welche Vision verfolgt prepmymeal und wie wollen Sie diese in einem wachsenden Convenience Markt erreichen?

Unsere Vision ist klar: Wir möchten die erste Wahl für gesunde und proteinreiche Fertiggerichte sein und dabei die Ernährungsgewohnheiten unserer Kundinnen & Kunden positiv verändern. Wir glauben daran, dass gute Ernährung im Alltag ankommen muss, nicht nur in der Theorie, sondern auf dem Teller. Deshalb entwickeln wir Gerichte, die es unseren Kundinnen & Kunden leichter machen, ihre Ziele zu erreichen: ob mehr Energie im Job, bessere Regeneration nach dem Sport oder einfach das gute Gefühl, sich vernünftig zu ernähren.
Dabei wollen wir nicht nur wachsen, sondern auch vorangehen: mit Produkten, die durch Qualität überzeugen, mit transparenten Prozessen und mit einem nachhaltigen Ansatz, der die Zukunft im Blick behält. Unser Ziel ist es, dass gesunde Ernährung zur selbstverständlichen Wahl für immer mehr Menschen wird.

Wie hat sich der Trend zu gesünderer, proteinreicher Ernährung auf Ihr Geschäftsmodell ausgewirkt?

Der Trend hin zu einer gesunden, proteinreichen Ernährung hat unser Geschäftsmodell maßgeblich beeinflusst und verstärkt. Er hat uns dazu motiviert, unser Produktangebot weiterzuentwickeln und an die steigende Nachfrage nach funktionellen und nährstoffreichen Mahlzeiten anzupassen. Wir haben die Vorteile einer ausgewogenen Ernährung erkannt, sowohl für Menschen mit einem aktiven Lebensstil als auch für diejenigen, die eine gesunde Ernährung in ihren Alltag integrieren möchten. Dieser Trend hat uns auch dazu angeregt, noch mehr auf Nachhaltigkeit und qualitativ hochwertige Zutaten zu setzen, was uns von herkömmlichen Fertiggerichten abhebt.

Welche Zielgruppen greifen besonders häufig zu Ihren Gerichten und welche Bedürfnisse stehen dabei für Sie im Vordergrund?

Unsere Kundinnen und Kunden sind vielfältiger, als man zunächst denken mag: Natürlich sprechen wir Fitness-Enthusiasten an, die gezielt auf ihre Makronährstoffe achten. Aber genauso erreichen wir Berufstätige, die zwischen Meetings keine Zeit für vernünftige Mahlzeiten haben, Eltern, die nach praktischen Lösungen für die ganze Familie suchen, und alle, die sich bewusster ernähren möchten, ohne dafür zum Ernährungsexperten werden zu müssen.
Was diese Menschen verbindet? Sie wollen keine Kompromisse eingehen – weder beim Geschmack noch bei der Qualität, und schon gar nicht bei ihren gesundheitlichen Zielen. Für uns steht deshalb die Balance im Vordergrund: Gerichte, die nährstoffreich sind, gut schmecken und sich unkompliziert in jeden Alltag integrieren lassen. Ob es darum geht, nach dem Sport zu regenerieren, im Job konzentriert zu bleiben oder einfach ein gutes Gefühl beim Essen zu haben – wir wollen Mahlzeiten liefern, die genau das möglich machen.

Was macht Ihre Produkte aus Ihrer Sicht einzigartig im Vergleich zu klassischen Fertiggerichten?

Was prepmymeal unterscheidet, ist unser kompromissloser Ansatz: Wir machen keine Abstriche bei der Qualität und setzen bewusst auf hochwertige, oft auch teurere Zutaten. Während klassische Fertiggerichte häufig auf Kostendruck optimiert werden, gehen wir den umgekehrten Weg, weil wir überzeugt sind, dass man das schmeckt und spürt.
Gleichzeitig optimieren wir unsere Nährwerte gezielt: hoher Proteingehalt, moderate Kalorien und kein zugesetzter Zucker. Damit helfen wir, eines der größten westlichen Gesundheitsprobleme anzugehen – Übergewicht, hohen Zuckerkonsum und die damit verbundenen Folgeerkrankungen. Das ist für uns mehr als ein Produktmerkmal, das ist eine Verantwortung.

Jedes unserer Gerichte entsteht in enger Abstimmung mit Ernährungsexperten. Dabei achten wir darauf, dass nicht nur die Nährwerte stimmen, sondern auch der Geschmack überzeugt. Denn eine Mahlzeit, die zwar gesund ist, aber nicht schmeckt, ist keine Lösung. Unser Anspruch geht über „schnell und praktisch“ hinaus: Wir wollen echte Mahlzeiten liefern, die den Körper unterstützen und auf die man sich freuen kann. Gerichte, die man guten Gewissens isst – weil man weiß, was drin ist und weil sie tatsächlich das halten, was sie versprechen.

Wie gehen Sie mit den Herausforderungen der Skalierung und des hohen Wettbewerbsdrucks im Ready to Eat-Markt um?

Der Ready-to-Eat-Markt ist hart umkämpft und wächst schnell – das wissen wir. Aber genau das spornt uns an, besser zu sein. Statt uns vom Wettbewerb einschüchtern zu lassen, investieren wir gezielt in Produkte, die uns helfen, Qualität und Effizienz zusammenzubringen. Unser Fokus liegt darauf, uns klar zu positionieren: durch Produkte, die wirklich überzeugen, und durch Transparenz in allem, was wir tun. Unsere Kundinnen & Kunden sollen genau wissen, was sie bekommen und warum es sich lohnt, sich für prepmymeal zu entscheiden. Dabei setzen wir nicht auf einmalige Effekte, sondern auf kontinuierliche Weiterentwicklung. Wir hören zu, lernen dazu und passen unsere Produkte an. Immer mit dem Ziel, nicht nur mitzuhalten, sondern voranzugehen. So schaffen wir es, uns von der Masse abzuheben und den steigenden Ansprüchen unserer Kundinnen und Kunden gerecht zu werden.

Welche Rolle spielt TV-Werbung für Markenbekanntheit und das Vertrauen der Konsumenten?

TV-Werbung ist für uns ein neuer Kanal, der bereits nach wenigen Monaten gute Ergebnisse zeigt. Sie hilft uns, unsere Zielgruppen über die bisher dominierende Social-Media-Präsenz hinaus deutlich auszubauen und Menschen zu erreichen, die wir online vielleicht nicht in gleicher Weise ansprechen würden.
Gerade wenn es darum geht, Vertrauen aufzubauen und als Marke sichtbar zu werden, gibt uns TV die Möglichkeit, ein breites Publikum zu erreichen und zu zeigen, wofür prepmymeal steht: für Qualität, Transparenz und echte Mahlzeiten, die in den Alltag passen. In einem Markt, in dem Vertrauen entscheidend ist, können wir so direkt mit Menschen sprechen, nicht nur rational, sondern auch emotional.

Wir wollen zeigen, dass gesunde Ernährung kein Verzicht ist, sondern eine Entscheidung, die sich gut anfühlt und die das Leben leichter macht. Gleichzeitig nutzen wir diese Plattform, um das Bewusstsein für ausgewogene Ernährung zu stärken und zu vermitteln, dass es einfache Lösungen gibt, ohne Kompromisse bei Geschmack oder Qualität.

Wie entwickeln Sie Ihre Produktpalette weiter, um dem steigenden Anspruch nach gesunden und alltagstauglichen Mahlzeiten gerecht zu werden?

Unsere Produktpalette entwickeln wir eng mit unseren Kundinnen & Kunden und der Community weiter, immer mit Blick auf das, was wirklich gebraucht wird und was sich in der Ernährungswelt tut. Dabei geht es uns nicht nur um Trends, sondern um echte Alltagstauglichkeit: Gerichte, die gesund und proteinreich sind, sich aber auch schnell und unkompliziert zubereiten lassen. In Zukunft werden wir weiter verstärkt auf individualisierte Ernährungslösungen setzen und gezielt auf spezielle Ernährungsanforderungen und Ziele eingehen – ob Abnehmen, Muskelaufbau, Low Carb, glutenfrei, vegan oder andere Bedürfnisse.
Unser Ziel ist es, noch mehr Menschen anzusprechen, ohne dabei unseren Qualitätsanspruch aufzugeben. Gleichzeitig wollen wir mutig bleiben: neue Geschmackskombinationen ausprobieren, innovative Zutaten einsetzen und Mahlzeiten kreieren, die überraschen. Denn eine gute Ernährung darf nie langweilig werden und die Ansprüche unserer Kundinnen und Kunden werden wir weiterhin ernst nehmen und mit durchdachten Produkten beantworten.

Welche Entwicklungen oder Expansionen plant prepmymeal für die kommenden Jahre?

Wir haben ehrgeizige Pläne für die nächsten Jahre, sowohl bei unseren Produkten als auch geografisch. Aktuell arbeiten wir an der Entwicklung neuer Produktkategorien, um den ganzen Tag unserer Kundinnen und Kunden abzudecken, vom Frühstück bis zum Abendessen und darüber hinaus. Natürlich immer mit dem gleichen Anspruch an Qualität und Nährwert. Parallel dazu expandieren wir weiter in neue Märkte. Nach erfolgreichen Launches in Österreich, der Schweiz, Frankreich und Italien haben wir für das kommende Jahr weitere Länder im Blick.

Was uns dabei bestärkt: Der globale Trend zu gesunder Convenience ist real, und wir sehen auch in neuen Märkten eine sehr gute Traktion mit unserem Konzept. Die Nachfrage nach hochwertigen, proteinreichen Fertiggerichten wächst nicht nur in Deutschland, sondern europaweit und darauf wollen wir aufbauen. Unser Ziel ist es, prepmymeal als feste Größe im europäischen Markt zu etablieren und dabei konsequent an unseren Werten festzuhalten: Qualität, Transparenz und echte Mahlzeiten, die den Alltag unserer Kundinnen & Kunden einfacher machen.

Wie wichtig ist Ihnen der Gedanke der Consumer Education gerade im Zusammenhang mit der aktuellen Debatte über Bezeichnungen für pflanzliche oder alternative Produkte?

Consumer Education ist für uns ein sehr wichtiger Aspekt, insbesondere im Hinblick auf die sich wandelnde Ernährungskultur. Wir setzen uns dafür ein, unseren Kundinnen & Kunden fundierte Informationen über die Nährwerte, Zutaten und Vorteile unserer Produkte zur Verfügung zu stellen. Uns ist es wichtig, dass Konsumenten bewusst Entscheidungen treffen können, die ihren Gesundheitszielen und ihrem Lebensstil entsprechen. Klarheit und Transparenz bei der Kennzeichnung von Produkten sind uns dabei ebenso wichtig wie die Aufklärung über gesunde Ernährungsgewohnheiten.

Welche drei Ratschläge möchten Sie Gründerinnen und Gründern geben, die ein Lebensmittel-Startup aufbauen wollen.

Konsumentenorientierung: Lerne deine Zielgruppe wirklich kennen. Nicht oberflächlich, sondern in der Tiefe: Was brauchen diese Menschen tatsächlich? Welche Probleme willst du lösen? Entwickelt Produkte, die echten Mehrwert schaffen, keine Features um der Features willen, sondern Lösungen, die im Alltag spürbar sind.

Qualität und Innovation: Kompromisse bei der Qualität rächen sich früher oder später. Setze von Anfang an auf das Beste, was du liefern kannst und bleibe dabei hungrig. Innovation bedeutet nicht, jeden Trend mitzumachen, sondern mutig zu sein, wo es zählt, und sich dort vom Wettbewerb abzuheben, wo es für deine Kundinnen und Kunden einen Unterschied macht.

Geduld und Ausdauer: Ein Startup aufzubauen ist ein Marathon, kein Sprint. Es wird Rückschläge geben, Momente, in denen nichts so läuft wie geplant. Bleibe geduldig, aber nicht starr. Flexibilität und die Bereitschaft, dazuzulernen und sich anzupassen, sind genauso wichtig wie Durchhaltevermögen. Langfristiges Wachstum entsteht nicht über Nacht, aber mit Konsequenz und der richtigen Balance zwischen Beharrlichkeit und Anpassungsfähigkeit.

Bild: Teambild @ prepmymeal

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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