Donnerstag, April 3, 2025
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PSI 2025: Die spannendsten Werbeartikel-Innovationen!

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psi 2025 brandible messe team bild

Als Europas führende Messe für Werbeartikel bietet die PSI in Düsseldorf alljährlich einen umfassenden Überblick über die neuesten Entwicklungen der Branche. Auch in diesem Jahr war ich vor Ort, um die spannendsten Innovationen und Trends zu entdecken. Von technologischen Fortschritten bis hin zu kreativen Produktideen – die PSI 2025 hat einmal mehr gezeigt, wohin sich die Branche bewegt. Danilo Schmidt, Gründer und CEO von Brandible, war für uns unterwegs und berichtet von seinem Erlebnis, sowie von den innovativsten Neuerungen in der Werbemittel-Industrie. 

Bereits beim Betreten des Messegeländes war die Atmosphäre spürbar: Ein reger Austausch, freundliche Gesichter und eine Vielzahl an Ausstellern, die mit einzigartigen Produkten auf sich aufmerksam machten. Der erste Eindruck? Begeisterung. Dennoch fiel auf, dass eine optimierte Orientierung hilfreich gewesen wäre – ein größerer Lageplan an zentralen Punkten oder bereits bei der Ankunft ausgegeben hätte das Erkunden der Hallen erleichtert.

Technologische Fortschritte: Mehr als nur Werbeartikel

Die PSI 2025 machte deutlich, dass Werbeartikel längst nicht mehr nur klassische Giveaways sind, sondern zunehmend mit innovativen Technologien kombiniert werden. Ein besonderes Highlight waren Rucksäcke mit integriertem Display. Diese können über eine App gesteuert werden, wodurch sich das angezeigte Motiv dynamisch anpassen lässt – ein echter Hingucker für Marken, die auffallen möchten.

Ebenfalls beeindruckend war die Entwicklung im Bereich UV-Druck und Lasergravur. Besonders spannend: das Lasern von Handyhüllen, das individuelle und hochwertige Designs ermöglicht – und das innerhalb weniger Sekunden. Die Präzision und Detailtiefe dieser Technik eröffnet völlig neue Möglichkeiten für personalisierte Werbeartikel.

Praktische und kreative Produktneuheiten

Neben den technologischen Highlights überzeugten auch zahlreiche Produkte durch clevere Ideen und hohe Funktionalität. Transportable Arbeitsplätze für Laptops beispielsweise bieten nicht nur eine praktische Lösung für mobiles Arbeiten, sondern auch eine smarte Werbefläche. Unternehmen können ihre Logos gezielt platzieren und gleichzeitig ein nützliches Produkt bereitstellen.

Ein weiteres überraschendes Highlight: beschreibbares Porzellan. Ob Tassen, Teller oder Schalen – mit speziellen Stiften können diese Produkte individuell gestaltet und jederzeit wieder neu beschrieben werden. Eine kreative Lösung, die sowohl für den Alltag als auch für Events eine interessante Möglichkeit bietet.

Das Erlebnis PSI: Austausch, Networking und Inspiration

Neben den Produkten selbst war auch das Messeerlebnis prägend. Bereits am Abend der Ankunft ergaben sich erste Begegnungen mit Branchenkollegen – bekannte Gesichter, interessante Gespräche und eine spürbare Vorfreude auf die kommenden Tage. Der erste Messetag begann mit einem kurzen Treffen mit einem langjährigen Kunden, bevor es direkt in das Getümmel ging. Von Werbetextilien über innovative Verpackungslösungen bis hin zu edlen Schreibgeräten – die Vielfalt war beeindruckend.

Ein besonderer Bereich der Messe war die Sonderschau zur Veredelung. Hier konnte man Maschinen in Aktion sehen, Prozesse live erleben und wertvolle Einblicke in neue Veredelungstechniken gewinnen. Die Möglichkeit, Produkte direkt zu testen, führte dazu, dass viele Stände zum Verweilen einluden – sei es durch interaktive Produktpräsentationen oder kleine Genussmomente wie einen Schokobrunnen oder kreative Süßwarenkonzepte.

Fazit: PSI 2025 setzt neue Maßstäbe

Die PSI 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, wie sehr sich die Werbeartikelbranche weiterentwickelt. Technologische Fortschritte, nachhaltige Materialien und kreative Designs bestimmen die Trends. Besonders in Erinnerung bleiben die Rucksäcke mit Display, die transportablen Arbeitsplätze, das beschreibbare Porzellan sowie die innovativen Laser- und Drucktechniken.

Neben all den beeindruckenden Produkten zeigte die Messe aber auch, wie wichtig der persönliche Austausch ist. Gespräche mit Herstellern, das Entdecken neuer Ideen und das Networking mit Branchenexperten machen die PSI jedes Jahr aufs Neue zu einem unverzichtbaren Event.

Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass das Erlebnis für Besucher weiter optimiert wird – mehr Ruheplätze, verbesserte Orientierung und eine noch stärkere digitale Integration könnten das Messeerlebnis auf das nächste Level heben. Dennoch bleibt die PSI die zentrale Plattform für Innovationen und Trends in der Werbeartikelbranche.

Autor

Danilo Schmidt ist Gründer und CEO von Brandible, einem der top Online-Anbieter in Europa, wenn es um das Thema Werbemittel geht. Brandible bietet über 150.000 verschiedene und individualisierbare Werbeartikel an.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Investor mit Visionen und Unternehmergeist

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Mathias Muther 2 Millionen 2 Mio @ Puls 4 Gerry Frank

Mathias Muther bringt frische Impulse in die Investorengruppe von „2 Minuten 2 Millionen“

Die beliebte Start-Up-Show „2 Minuten 2 Millionen“ startet am 20. Februar in ihre 12. Staffel und bringt so viel Investoren-Power wie nie zuvor. Neben den bereits etablierten Business-Angels wie Katharina Schneider, Eveline Steinberger und Christian Jäger nimmt nun auch Mathias Muther Platz in der hochkarätigen Runde. Der Vorarlberger Unternehmer und Mitbegründer der Aerocompact-Gruppe, eines führenden Unternehmens für Solar-Racking-Technologie, feiert damit sein Debüt als Investor in der PULS 4-Show.

Ein Pionier der erneuerbaren Energien

Mathias Muther gilt als Vorreiter im Bereich erneuerbare Energien. Seine Aerocompact-Gruppe hat sich international einen Namen gemacht und setzt auf innovative Lösungen für Solaranlagen. Doch Muther denkt weiter: Als Investor sucht er nach nachhaltigen, zukunftsweisenden Ideen, die nicht nur finanziell erfolgversprechend sind, sondern auch gesellschaftliche und ökologische Verantwortung mit sich bringen.

Er sieht seine Rolle nicht nur als Kapitalgeber, sondern auch als Mentor für aufstrebende Gründer:innen. In einem Marktumfeld, das sich rasant verändert, sind Unternehmen gefragt, die nachhaltige und zukunftsorientierte Lösungen anbieten. Besonders Start-Ups, die sich auf erneuerbare Energien, Technologie oder digitale Innovationen konzentrieren, dürften von seiner Unterstützung profitieren.

„Als Investor unterstütze ich nicht nur eine Geschäftsidee, sondern auch die Menschen dahinter – ihr Engagement, ihre Leidenschaft und ihre Vision. In ein Start-Up zu investieren bedeutet nicht nur finanzielle Hilfe, sondern auch den Glauben an eine Idee, die das Potenzial hat, die Welt zu verändern,“ erklärt Mathias Muther.

2 Minuten, die alles verändern können

Wie in jeder Staffel haben die Gründer:innen genau 2 Minuten Zeit, um die Investoren von ihrer Vision zu überzeugen. Nur wer mit Innovation, Marktpotenzial und einer starken Präsentation punktet, hat Chancen auf ein Investment. Besonders in einem Markt, in dem nachhaltige Technologien und innovative Geschäftsmodelle an Bedeutung gewinnen, kann Muthers Expertise für Start-Ups entscheidend sein.

Investments sind dabei nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch des Know-hows und der richtigen strategischen Entscheidungen. Muther wird insbesondere darauf achten, ob ein Start-Up das Potenzial hat, langfristig zu bestehen und ob es sich an globalen Entwicklungen orientiert. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit suchen Investoren nach nachhaltigen und robusten Geschäftsmodellen, die langfristige Marktchancen bieten.

Alexander Schütz erneut im Investoren-Stuhl

Neben dem Neuzugang Mathias Muther kehrt ein altbekannter Investor zur Show zurück: Alexander Schütz, Finanzexperte und Investor, wird erneut auf einem der begehrten Stühle Platz nehmen. Schütz hat sich in den vergangenen Staffeln einen Namen gemacht und ist bekannt für seine klaren und direkten Einschätzungen. Sein Fokus liegt auf Ideen, die den Markt nachhaltig beeinflussen können und hinter denen leidenschaftliche Unternehmer:innen stehen.

Ein Investment-Boost für mutige Start-Ups

Mit dem frischen Wind, den Mathias Muther in die Show bringt, erhalten Start-Ups mehr Investitionsmöglichkeiten. Besonders Unternehmen aus den Bereichen erneuerbare Energien, Technologie und nachhaltige Innovationen profitieren von seiner Expertise. Sein Gespür für neue Technologien und seine Erfahrung als Unternehmer könnten Start-Ups entscheidend helfen, die auf Wachstum und Skalierung setzen.

Ein Investment von Muther kann für viele Start-Ups der entscheidende Schritt sein, um neue Märkte zu erschließen und Produkte weiterzuentwickeln. Gerade in den Bereichen Energie und Technologie, wo Innovation entscheidend ist, zählt das richtige Netzwerk oft mehr als Kapital. Muther bietet neben finanzieller Unterstützung ein wertvolles Netzwerk aus Branchenexperten und Unternehmen, die junge Gründer:innen begleiten.

Die 12. Staffel von „2 Minuten 2 Millionen“ verspricht nicht nur spannende Pitches, sondern auch neue Chancen für mutige Gründer:innen. Wer die Investoren überzeugt, erhält die Möglichkeit, sein Start-Up auf das nächste Level zu heben.

Muther betont, dass er besonders auf die Teamdynamik und die langfristige Vision eines Start-Ups achtet. „Gute Ideen gibt es viele, aber am Ende sind es die Menschen, die den Unterschied machen. Ein starkes Gründerteam ist entscheidend, um Herausforderungen zu meistern und ein Unternehmen nachhaltig wachsen zu lassen“, sagt er.

Sendestart am 20. Februar 2025

Mit dem Neuzugang von Mathias Muther und der Rückkehr von Alexander Schütz erwartet die Zuschauer eine aufregende neue Staffel der beliebten Start-Up-Show. „2 Minuten 2 Millionen“ läuft ab dem 20. Februar immer donnerstags um 20:15 Uhr auf JOYN & PULS 4.

Bild: Mathias Muther 2 Millionen 2 Mio @ Puls 4 Gerry Frank

Was macht dieses Museum anders als alle anderen?

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Vanessa Kammermann Gründerin WOW Museum @ Sabine Biedermann

WOW Museum München ist ein interaktives Erlebnismuseum, das spielerisch mit Wahrnehmung und Illusionen experimentiert.

Wie entstand die Idee zur Gründung des WOW Museum München, und welche Personen stehen hinter diesem Konzept?

Die Idee entstand in Neuseeland, auf einer Reise mit drei Kindern und einer ordentlichen Portion Neugier. Matthias und ich hatten eine dieser berühmten „Schnapsideen“, die mit genug Herzblut, Mut und Durchhaltevermögen zu etwas Großem werden konnten. Wir wollten einen Ort schaffen, an dem Menschen die Grenzen ihrer Wahrnehmung spielerisch erforschen können. Heute stehen hinter dem Konzept nicht nur wir, sondern ein engagiertes Team, das unsere Vision teilt und weiterentwickelt.

Welche Vision verfolgt das WOW Museum München, und welche Schritte unternehmen Sie, um diese zu realisieren?

Wir sind ein Museum der anderen Art: spielerisch, interaktiv, unkonventionell. Einerseits wollen wir als „Door-Opener“ für die Museumswelt fungieren, indem wir Edutainment mit Tiefgang verknüpfen. Andererseits sind wir Friedensstifter in einer Welt, in der Meinungen oft als absolute Wahrheiten gelten. Bei uns lernen die Besucher:innen, dass Wahrnehmung subjektiv ist und dass nicht alles, was man sieht, der Realität entspricht. Unser interaktiver Museums-Guide und unsere buchbaren Führungen machen diese Erfahrung für alle erlebbar.

Wer zählt zur Hauptzielgruppe des Museums, und wie stellen Sie sicher, dass deren Erwartungen und Bedürfnisse erfüllt werden?

Von 3 bis 93 Jahren – wirklich jede:r! Unser Anspruch ist es, dass alle mit einem Lächeln hinausgehen. Ob durch Experimente, Fotos oder schlichtes Staunen: Wer sich auf das Spiel einlässt, entdeckt das „innere Kind“ wieder. Unsere Exponate sprechen unterschiedliche Altersgruppen an, sodass der Museumsbesuch zum gemeinsamen Erlebnis wird.

Mit welchen besonderen Herausforderungen sahen Sie sich bei der Eröffnung des Standorts in München konfrontiert, und wie haben Sie diese gemeistert?

Ein Drama in mehreren Akten: Brandschutzauflagen im Keller, Bewilligungen in letzter Minute, Malerarbeiten, die sich verzögerten. Die Bodenfarbe? Pünktlich zur Eröffnung nicht fertig! Also hieß es: nacharbeiten, improvisieren, neu streichen. Aber auch das gehört dazu. Jedes Projekt hat seine Stolpersteine, man muss nur kreativ bleiben und weitermachen.

Was unterscheidet das WOW Museum München von anderen Museen für optische Illusionen, und was macht es einzigartig?

Unsere DNA ist Interaktivität. Es geht nicht darum, durch eine Ausstellung zu schlendern und passiv zu konsumieren, sondern um das aktive Erleben. Unser digitaler Museumsguide, Augmented Reality-Welten mit Museumszwergen, die Liebe zum Detail in jedem Raum, die enge Zusammenarbeit mit lokalen Künstlern und eine klare Mission: Bildung durch Erleben. Wir sind ein lebendiger Ort, keine Aneinanderreihung von optischen Effekten.

Welche zukünftigen Entwicklungen und Erweiterungen planen Sie für das WOW Museum München, um das Besuchererlebnis weiter zu verbessern?

Wir haben gerade neue AR-Stationen eingeführt und stehen erst am Anfang. In Zürich sind wir bereits interaktiver – das wird auch in München kommen. Der erste Schritt: unser WOW-Logo im Foyer, das Besucher:innen selbst gestalten können. Die Vision? Noch mehr immersive Erlebnisse, die Technologie und Kunst auf eine spielerische Art verbinden.

Wie integrieren Sie technologische Innovationen in Ihre Ausstellungen, um den Besuchern ein interaktives und immersives Erlebnis zu bieten?

Von digitalen Museumsführern über Augmented Reality bis zu interaktiven Lichtinstallationen: Technologie ist unser Werkzeug, um Kunst und Wissenschaft lebendig zu machen. Wir sehen sie nicht als Selbstzweck, sondern als Erweiterung unseres Erlebniskonzepts.

Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit mit lokalen Künstlern und Gemeinschaften für das WOW Museum München?

Eine große! Wir wollen ein einzigartiger Ort sein, der nicht nur bestehende Konzepte kopiert, sondern neue Ideen hervorbringt. Das geht nur, wenn wir mit Kreativen aus der Region zusammenarbeiten. Sie bringen frische Impulse, wir bieten die Plattform – eine Win-Win-Situation.

Wie messen Sie den Erfolg des Museums, und welche Indikatoren sind für Sie dabei am wichtigsten?

Ganz einfach: zufriedene Besucher:innen. Wir finanzieren uns zu 100 % durch Ticketverkäufe, also ist es unser wichtigster Maßstab, ob die Menschen mit einem Lächeln gehen, ob sie wiederkommen und ob sie uns weiterempfehlen. Zahlen sind wichtig, aber die Energie, die im Museum herrscht, ist oft noch aussagekräftiger.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ein ähnliches Projekt ins Leben rufen möchten?

Keine Zweifel, nur Überzeugung. Wenn du startest, dann richtig. Wer sich fragt, ob es eine gute Idee ist, sollte es lieber lassen.

Mit Herz und Seele dabei sein. Dein Projekt wird dich auffressen, dir den Schlaf rauben und dich manchmal verzweifeln lassen – aber es wird dich auch erfüllen.

Freude an der Aufopferung haben. Es ist kein 9-to-5-Job. Wenn du das nicht liebst, wird es nicht funktionieren.

Wie sehen Sie die langfristige Entwicklung der Branche für Erlebnis- und Illusionsmuseen, und welche Rolle möchten Sie darin spielen?

Die Zukunft der Innenstädte steht auf der Kippe. Onlinehandel, steigende Mieten, veränderte Konsumgewohnheiten – all das bedroht klassische Geschäftsmodelle. Städte, Händler und Tourismusverbände müssen dringend umdenken und Konzepte fördern, die mehr sind als reine Verkaufsflächen. Erlebnisorte wie unser Museum können ein zentraler Baustein dieser neuen Stadtlandschaft sein. Ob wir dabei weiter expandieren oder unsere Standorte noch intensiver ausbauen, wird sich zeigen. Fest steht: Wir haben eine Mission, die weit über optische Täuschungen hinausgeht. 

Bild: Vanessa Kammermann Gründerin WOW Museum @ Sabine Biedermann

Wir bedanken uns bei Vanessa Kammermann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie verändert sich die Physiotherapie für zu Hause?

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Akina Co Founders Florian Haufe und Michele Xiloyannis@ Akina AG

Akina bringt KI-gestützte Physiotherapie nach Hause und verbindet Patientinnen und Patienten mit ihren Therapeutinnen und Therapeuten für eine nahtlose Betreuung

Was hat Sie, Dr. Florian Haufe und Dr. Michele Xiloyannis, dazu inspiriert, Akina zu gründen? Und welche persönlichen Erfahrungen haben Sie in dieses Projekt eingebracht?

Michele und ich haben gemeinsam an der ETH Zürich im Bereich Robotik und Bewegungsanalyse geforscht. Dabei haben wir uns vor allem auf Anwendungen in der Rehabilitations- und Asssistenztechnik spezialisiert. Die “Roboter zum Anziehen”, oder auch Exoskelette, die wir entwickelt haben, kommen vor allem stationär in Kliniken zum Einsatz. Uns hat dabei immer der Kontrast zwischen der hervorragenden Infrastruktur und der persönlichen Unterstützung vor Ort in den Kliniken und der einfachen und lückenhaften Unterstützung der Patienten zuhause irritiert. Als ehemalige Leistungssportler kennen wir den gewaltigen Effekt von Bewegung und Training auf den eigenen Körper und die Gesundheit. Wir wollten deswegen mit Akina Patienten auch zuhause nahtlos weiter in ihrer Therapie unterstützen.

Akina bietet KI-gestützte Physiotherapie für zu Hause an. Wie funktioniert Ihre Software, und welchen Mehrwert bietet sie Patientinnen und Patienten sowie Therapeutinnen und Therapeuten?

Akina besteht aus zwei Bausteinen: Einer Anwendung für Patientinnen und Patienten, Akina Care, und einer Anwendung für Fachpersonen, Akina Portal. Mit Akina Care können Patientinnen und Patienten zuhause interaktiv trainieren. Mit der Kamera in typischen Geräten wie Laptops oder Tablets kann die Akina KI die Bewegungen der Patienten in Echtzeit analysieren und passende Hilfestellung geben. Jede einzelne Übungswiederholung wird gezählt und beurteilt. Das fühlt sich dann ein wenig so an wie ein YouTube-Video, das in Echtzeit auf einen reagiert. 

Im Hintergrund wird automatisch ein Bericht für die behandelnde Fachperson erstellt, inklusive der grössten Verbesserungspotentiale, die erkannt wurden. Zusammen mit den Angaben der Patientinnen und Patienten zu Schmerz und Schwierigkeitsgrad der Übungen kann so entschieden werden, ob persönliche Anpassungen am Therapieplan erforderlich sind. Zusätzlich kann individuelles Feedback per Text, Audio oder Video geteilt werden.     

Wie stellen Sie sicher, dass die von Akina bereitgestellten Therapiepläne evidenzbasiert und individuell auf die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer zugeschnitten sind?

Als Medizinprodukt ist Akina vor der Marktzulassung durch eine umfassende klinische Beurteilung gelaufen. In diesem Prozess wird ünberprüft, ob die Therapie mit Akina den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften entspricht. Die in Akina integrierte Schnittstelle zu Fachpersonen unterstützt über das Monitoring und, falls notwendig, patientenindividuelle Anpassungen, weiter die sichere Anwendung.

Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit mit Partnern wie dem ETH KI-Center und der Schulthess Klinik bei der Weiterentwicklung Ihrer Plattform?

Die Zusammenarbeit mit unseren starken klinischen und Forschungspartnern erlaubt es uns, die enorme Expertise der involvierten Fachpersonen in Akinas Produkte einfliessen zu lassen. Zusätzlich können wir über das starke Netzwerk unserer Partner neue Mitarbeitende und Anwender kennenlernen.

Was unterscheidet Akina von anderen digitalen Gesundheitslösungen im Bereich der Physiotherapie? Und wie reagieren Ihre Nutzerinnen und Nutzer auf Ihre Angebote?

Der wahrscheinlich grösste Unterschied von Akina ist die nahtlose Integration in die bestehende Versorgungslandschaft. Patienten und Patientinnen wollen keine “App”, die losgelöst von anderen Behandlungsmethoden Übungsvideos zeigt. Stattdessen ist der eigentliche Wunsch, dass die vertraute Therapeutin oder der vertraute Therapeut aus der persönlichen Therapie auch auf Knopfdruck zuhause zur Verfügung steht. Mit Akinas KI wird das möglich. Therapie kann nach persönlichen Vorstellungen von Zuhause und in der Praxis durchgeführt werden, in dem Wissen, dass jedes Training zentral durch selbe, vertraute Fachpersonen begleitet wird. Wir merken, dass Nutzerinnen und Nutzer diese durch die KI ermöglichte persönliche Verbindung sehr zu schätzen wissen und deswegen deutlich mehr trainieren.

Welche Herausforderungen haben Sie bei der Integration von KI in die Physiotherapie gemeistert, und wie haben Sie diese überwunden?

Natürlich schwingt bei der Einführung von KI schnell die Sorge mit, dass menschliche Arbeitskräfte ersetzt werden könnten. Angesichts des immer gravierender werdenden Fachkräftemangels im Gesundheitswesens ist das aber kein realistisches Risiko – und ganz sicher nicht unser Ziel mit Akina. Wir wollen im Gegenteil den Einflussbereich und die Behandlungsoptionen von menschlichen Therapeutinnen und Therapeuten mit unserer KI erweitern.

Wie sehen Sie die Zukunft der Physiotherapie, und welche Vision verfolgt Akina in diesem sich wandelnden Gesundheitsbereich?

Ich glaube an eine Zukunft, in der für alle betroffenen Personen eine persönlich betreute, leitliniengerechte Behandlung ohne Wartezeit verfügbar ist. Das ist heute leider nicht der Fall, wodurch gewaltige Folgekosten für unser Gesundheitssystem entstehen. Mit der Kombination aus persönlichen Kontakt und KI-unterstützten Training wollen wir ein individuell gestaltetes Angebot schaffen, das kosteneffizient und niederschwellig Patienten zur Genesung führt. 

Wie sammeln Sie Feedback von Patientinnen, Patienten und Therapeutinnen, Therapeuten, und wie beeinflusst es die Weiterentwicklung Ihrer Plattform?

Wann immer möglich, befragen wir Patientinnen, Patienten, Therapeutinnen, und Therapeuten zu ihrer Erfahrung mit Akina. Das passiert oft noch ganz altmodisch per Telefon oder bei persönlichen Besuchen. Zusätzlich analysieren wir strikt anonymisierte Anwendungsdaten, um typische Muster in der Nutzung zu erkennen und darauf basierende Produktverbesserungen vorzunehmen.

Welche Pläne haben Sie für die zukünftige Entwicklung von Akina, und welche neuen Funktionen oder Therapiebereiche möchten Sie abdecken?

Momentan stehen wir immer noch praktisch mit den Möglichkeiten, die unser Produkt in Zukunft bieten kann. Wir arbeiten bereits an weiterführenden Assessments und Tests, mit denen weitere objektive Verlaufszeichen erfasst werden können. Zusätzlich entwickeln wir weitere Therapiepläne für Indikationen in den Bereichen Schulter- und Sprunggelenk. Ausserdem investieren wir viel im Bereich Content-Personalisierung, so dass Inhalte und Format optimal die Bedürfnisse und Vorlieben der einzelnen Nutzer und Nutzerinnen widerspiegeln.

Wie gewährleisten Sie den Schutz der sensiblen Gesundheitsdaten Ihrer Nutzerinnen und Nutzer, insbesondere im Hinblick auf die KI-gestützte Bewegungsanalyse?

Für uns war das Thema Datenschutz von Anfang an eine Priorität. Deswegen haben wir Akina so gebaut, dass das Video der Webkamera noch auf den Geräten der Patientinnen und Patienten anonymisiert und in Koordinatendaten umgewandelt wird. Niemand – weder Fachpersonen noch irgendjemand bei Akina – sieht jemals das Rohvideo der Patienten, und es kann auch nicht verloren gehen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die im digitalen Gesundheitswesen tätig werden möchten?

Für mich wären das die folgenden drei: Baut ein Produkt, dass ihr auch eurer Familie empfehlen würdet – selbst wenn das derzeitige regulatorische Umfeld eine andere Lösung einfacher erscheinen lässt. Sucht euch ein Team, Partner und Investoren, die verstehen, dass ihr mit eurem Unternehmen an einem “Big Win” arbeitet, aber wahrscheinlich nicht an einem “Quick Win”. Und achtet darauf, dass auch wenn das Gesundheitswesen oft langsam ist, ihr schnell bleibt.

Wo sehen Sie Akina in fünf Jahren, und wie könnte Ihre Plattform die Physiotherapie weltweit beeinflussen?

Der aktuelle Stand der Wissenschaft zeigt, dass Bewegung vielleicht die wirksamste medizinische Intervention überhaupt ist. Mit Akina wollen wir dieses Potential für alle nutzbar machen. Durch die strukturierte Dokumentation, die Akinas KI erlaubt, können wir den Wert der aktiven Physiotherapie klar aufzeigen. Und damit auch die Physiotherapie noch mehr in den Fokus der Gesamtbehandlung rücken. Ich bin überzeugt, dass es in fünf Jahren die Norm sein wird, dass Therapeutinnen und Therapeuten einen Teil der Arbeitswoche mit Akina von zuhause arbeiten, und Patientinnen und Patienten dank dem höheren Therapievolumen schneller schmerzfrei zurück in den Alltag finden.

Bild: Florian Haufe und Michele Xiloyannis@ Akina AG

Wir bedanken uns bei Florian Haufe und Michele Xiloyannis für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie Charlotte Braunstorfer in zwei Minuten neue Impulse setzt

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Charlotte Braunstorfer tschibo 2 minuten 2 millionen @ puls 4 gerry frank

Charlotte Braunstorfer: Die treibende Kraft hinter Tchibos Innovationsstrategie

In der Welt des Einzelhandels gibt es wenige Unternehmen, die sich so dynamisch an veränderte Marktbedingungen anpassen wie Tchibo. Das Unternehmen, das ursprünglich als Kaffeeröster begann, hat sich längst zu einem breit aufgestellten Handelsunternehmen entwickelt, das regelmäßig mit neuen Produktwelten überrascht. Eine der prägenden Persönlichkeiten hinter dieser Erfolgsgeschichte ist Charlotte Braunstorfer. Ihre strategische Weitsicht und ihr Gespür für Kundenbedürfnisse machen sie zu einer zentralen Figur in der Entwicklung von Tchibos Innovationsstrategie.

Von der Tradition zur Innovation: Die Rolle von Charlotte Braunstorfer bei Tchibo

Tchibo steht für eine ungewöhnliche Kombination aus Beständigkeit und Innovation. Das Unternehmen ist einerseits tief in der deutschen Kaffeekultur verwurzelt, andererseits überrascht es seine Kunden wöchentlich mit neuen Themenwelten und Produktangeboten. Diese Mischung aus Tradition und Wandel ist nicht zuletzt das Ergebnis einer durchdachten Unternehmensstrategie, an der Charlotte Braunstorfer maßgeblich beteiligt ist. Sie hat es verstanden, die traditionellen Werte des Unternehmens mit modernen Marktanforderungen zu verbinden.

Eine der größten Herausforderungen für etablierte Unternehmen ist es, mit dem digitalen Wandel Schritt zu halten, ohne die eigene Markenidentität zu verlieren. Charlotte Braunstorfer hat sich dieser Herausforderung mit einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse der Konsumenten gestellt. Sie treibt die Digitalisierung bei Tchibo konsequent voran, indem sie innovative Konzepte in das Geschäftsmodell integriert. E-Commerce, datengetriebene Entscheidungen und eine stärkere Personalisierung des Angebots stehen im Mittelpunkt ihrer Strategie.

Neue Herausforderung: Charlotte Braunstorfer bei „2 Minuten 2 Millionen“

Neben ihrer Tätigkeit bei Tchibo erweitert Charlotte Braunstorfer nun ihren Wirkungskreis und nimmt an der beliebten TV-Investorenrunde „2 Minuten 2 Millionen“ teil. Mit ihrem fundierten Wissen über Innovationen und Marktentwicklungen bringt sie eine neue Perspektive in die Show ein. Sie wird als Investorin junge Startups dabei unterstützen, ihre Ideen weiterzuentwickeln und auf dem Markt zu etablieren.

Ihre Erfahrung in der strategischen Entwicklung und Umsetzung von Unternehmenskonzepten macht sie zu einer wertvollen Ergänzung im Kreis der Investoren. Ihr Fokus liegt dabei auf nachhaltigen Geschäftsmodellen, digitaler Transformation und kundenorientierten Lösungen – genau den Faktoren, die auch ihren Erfolg bei Tchibo geprägt haben.

Mit ihrem Einstieg in „2 Minuten 2 Millionen“ zeigt Charlotte Braunstorfer einmal mehr, dass sie bereit ist, neue Wege zu gehen und Innovationen aktiv mitzugestalten. Startups können von ihrem Know-how profitieren und auf ihre Unterstützung zählen, wenn es darum geht, Geschäftsideen zu skalieren und langfristig erfolgreich zu sein.

Nachhaltigkeit als Unternehmensprinzip

Ein weiteres bedeutendes Thema, das Charlotte Braunstorfer vorantreibt, ist die Nachhaltigkeit. Tchibo hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt auf nachhaltige Produkte und faire Produktionsbedingungen konzentriert. Unter ihrer strategischen Leitung wurden zahlreiche Initiativen ins Leben gerufen, um den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens zu verringern. Dazu gehören unter anderem die Verwendung von Bio-zertifiziertem Kaffee, der Ausbau nachhaltiger Textilkollektionen und die verstärkte Nutzung umweltfreundlicher Verpackungen.

Nachhaltigkeit ist für Tchibo nicht nur ein Marketinginstrument, sondern ein integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Charlotte Braunstorfer setzt sich dafür ein, dass soziale und ökologische Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette berücksichtigt wird. Dies stärkt nicht nur die Marke, sondern trifft auch den Zeitgeist einer zunehmend umweltbewussten Kundschaft.

Digitale Transformation als Zukunftsstrategie

Die Digitalisierung verändert die Art und Weise, wie Unternehmen mit ihren Kunden interagieren. Charlotte Braunstorfer hat diesen Wandel früh erkannt und setzt auf digitale Strategien, um die Markenbindung zu stärken. Der Ausbau der E-Commerce-Plattform, die Optimierung der mobilen Shopping-Erlebnisse und die Nutzung datenbasierter Analysen sind zentrale Bausteine ihrer Strategie.

Tchibo nutzt moderne Technologien, um das Einkaufserlebnis individueller zu gestalten. Personalisierte Produktempfehlungen, ein verbessertes Kundenservice-Erlebnis und innovative Vertriebskanäle wie Social Commerce gehören zu den Maßnahmen, die unter ihrer Leitung verstärkt ausgebaut wurden. Der Erfolg zeigt sich in den kontinuierlich wachsenden Online-Umsätzen des Unternehmens.

Die Zukunft von Charlotte Braunstorfer

Der Einzelhandel befindet sich in einem ständigen Wandel, und Unternehmen müssen sich kontinuierlich neu erfinden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Charlotte Braunstorfer hat Tchibo erfolgreich durch zahlreiche Herausforderungen geführt und das Unternehmen strategisch für die Zukunft positioniert. Ihre Innovationskraft, ihr Gespür für Markttrends und ihre konsequente Kundenorientierung machen sie zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Branche.

Während viele traditionelle Handelsunternehmen mit den Veränderungen im Konsumverhalten kämpfen, gelingt es Tchibo, sich immer wieder neu zu erfinden. Dank der strategischen Weitsicht von Charlotte Braunstorfer bleibt das Unternehmen ein Vorreiter im deutschen Einzelhandel – mit einer starken Marke, innovativen Produkten und einer klaren Vision für die Zukunft.

Die kommenden Jahre versprechen spannende Entwicklungen. Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Individualisierung werden weiterhin eine zentrale Rolle in der Strategie von Tchibo spielen. Mit Charlotte Braunstorfer an der Spitze der Innovationsabteilung ist das Unternehmen bestens gerüstet, um auch in einem sich rasant verändernden Markt erfolgreich zu bleiben.

Bild@ 2 Minuten 2 Millionen @ Puls 4 Gerry Frank

Was macht dieses soziale Netzwerk anders als alle anderen?

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wave gründerin Stefanie Jarantowski

wave ist ein neues soziales Netzwerk, das mit AI-gesteuerter Moderation für ein freundliches und sicheres Online-Erlebnis sorgt

Wie kam es zur Gründung von wave, und welche Erfahrungen aus Ihrer gemeinsamen Arbeit mit eventsofa haben Sie in dieses Projekt eingebracht?

Die Idee eines freundlichen, sozialen Netzwerks tragen wir schon längere Zeit mit uns herum. Als Meta-Chef Mark Zuckerberg seine Entscheidung gegen Faktenchecks verkündet hat, war klar, jetzt machen wir es! Das ist das Momentum für ein europäisches Netzwerk. 

Seit eventsofa arbeiten wir kontinuierlich zusammen, es sind mittlerweile über 15 Jahre. Wir sind ein eingespieltes Team, in dem die Rollen klar verteilt sind. Wir können uns 100 prozentig aufeinander verlassen. Es gab in der Vergangenheit keine Herausforderung, die wir nicht zusammen lösen konnten. Das macht stark für alle neuen Vorhaben.

Was unterscheidet wave grundlegend von etablierten Plattformen wie Instagram oder Bluesky?

wave ist wie Instagram eine bildzentrierte Plattform, aber mit starker Moderation mittels AI. Mit Zuckerbergs Kurswechsel ist Instagram dabei, das neue X zu werden.

Bluesky und Mastodon als Meta/X-Alternativen sind hingegen Textfokussiert, weswegen es hier auch stark um kontroverse Diskussionen geht. Außerdem gibt es noch den technischen Unterschied, dass Netzwerke wie Mastodon und Pixelfed dezentralisiert laufen, was die einfache Benutzung erschwert.

Wie möchten Sie mit wave das Vertrauen der Nutzer zurückgewinnen und gleichzeitig die Verbreitung von Desinformationen und Hass eindämmen?

Das Vertrauen wollen wir damit zurückgewinnen, dass wir uns bewusst als “nicht Zuckerberg” positionieren, das heißt als freundliches, das unpolitisch ist und durch starke AI-Moderation gegen Hass und Fake vorgeht. Dabei setzen wir auf Influencer, die zum einen keine Lust auf Hass haben und in unserem Modell mehr Geld verdienen.

Welche Zielgruppen sprechen Sie mit wave an, und wie stellen Sie sicher, dass deren spezifische Bedürfnisse berücksichtigt werden?

Wir fokussieren uns auf Influencer, und helfen kleinen zu wachsen und Influencern mittler Größe kostenoptimierter ihre Inhalte zu vermarkten – ohne in Hasskommentaren unterzugehen.

Inwiefern sehen Sie in der aktuellen Entscheidung von Meta, auf Faktenchecks zu verzichten, eine Chance für wave, sich als Alternative zu etablieren?

Wir sehen es als das Momentum! Es ist eine einmalige Chance, ein europäisches Netzwerk zu etablieren. Rückenwind geben uns allein die Zuwachsraten von Bluesky, die nach jeder weiteren Kundgabe von Musk und Zuckerberg steigen.

Wie funktioniert die AI-gesteuerte Moderation von wave konkret, und wie stellen Sie sicher, dass sie transparent und fair bleibt?

Wir investieren in XAI (Explainable AI) und beziehen den EU AI Act in unsere Entwicklung ein. Warum Kommentare und Inhalte von einer KI gesperrt werden, wird dem Nutzer transparent gemacht.

Was war bisher die größte Herausforderung bei der Entwicklung und Einführung von wave, und wie haben Sie diese gemeistert?

Die hohen Kosten für das AI-Training stellen mit die größte Herausforderung dar und hierfür risikofreudige Investoren in Deutschland und Europa zu finden.

Stefanie Jarantowski, als Kommunikationsexpertin: Wie wichtig ist die Vermittlung von demokratischen Werten für die Markenbotschaft von wave?

Sehr wichtig. Wir leben die demokratischen Werte bei wave und wollen mit unserem Netzwerk ein Zeichen für die Zukunft der sozialen Medien setzen, weg von Polarisierung, hin zu Transparenz und demokratischen Werten.

Studien belegen, dass Hass im Netz die Demokratie gefährdet. Die Studie „Lauter Hass – leiser Rückzug. Wie Hass im Netz den demokratischen Diskurs bedroht“ von 2024 zeigt, dass die freie Meinungsäußerung nicht gegeben ist, wenn mehr als die Hälfte der Befragten angibt, sich aus Angst im Netz seltener zur eigenen politischen Meinung zu bekennen (57 Prozent) und sich seltener an Diskussionen beteiligen (55 Prozent).Gegen diesen Hass geht wave mit Hilfe starker AI-Moderation vor.

Stephan Schmidt, als Tech-Veteran: Welche technischen Innovationen machen wavvve einzigartig und zukunftssicher?

Der aktuelle Trend geht bei den großen sozialen Netzwerken weg von Moderation und zu einer Wild-West-Mentalität. Wir glauben, durch Moderation ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Leute wohlfühlen. Wir arbeiten deshalb daran, die beste AI-Moderation zu haben, da andere Wettbewerber dies technisch vernachlässigen. Durch die Ideen von neuen AI-Modellen wie DeepSeek können wir mit den ganz Großen konkurrieren.

Welche langfristigen Pläne haben Sie für die internationale Expansion von wave, und welche Märkte sind für Sie besonders interessant?

Für uns ist Europa besonders interessant. Denn Europa ist einer der größten Märkte für Instagram, größer als Nordamerika, was leider oft vergessen wird. Europa darf sich nicht kleinmachen. Und hier starten wir in einem der wichtigsten Märkte: bei den 440.000 Influencern in Deutschland. Und nach Europa kommt der Rest der Welt

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mitgeben, die in einem hochkompetitiven Umfeld wie dem Social-Media-Markt Fuß fassen möchten?

Nicht aufgeben, genügend Nudeln im Schrank haben und nie vergessen: There’s no such thing as overnight success.

Bilder @ privat

Wir bedanken uns bei Stefanie Jarantowski und Stephan Schmidt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Denken wir bei Hunden oft in die falsche Richtung?

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doggylove gründerteam Konstanze Wirth und Christoph Wirth © DoggyLove

DoggyLove bietet pflanzliche und funktionale Hundesnacks, die Gesundheit und Wohlbefinden fördern – nachhaltig, regional und ohne künstliche Zusätze.

Was hat Sie dazu inspiriert, DoggyLove zu gründen, und welche Geschichte steckt hinter dem Unternehmen?

Die Idee zu DoggyLove entstand durch unsere Labradorhündin Peggy, die uns 15 Jahre lang begleitet hat und ein Teil unserer Familie war. Als sie älter wurde und gesundheitliche Probleme bekam, haben wir alles versucht, um ihr das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Diese Erfahrung hat uns gezeigt, wie wichtig eine bewusste Ernährung für Hunde ist. Am Ende war für uns klar: Wir wollten etwas schaffen, das anderen Hunden guttut – ein kleines Stück Dankbarkeit für all das, was Peggy uns gegeben hat.

Welche Vision verfolgt DoggyLove, und welche Schritte unternehmen Sie, um diese Vision zu verwirklichen?

Unsere Vision ist es, Hunden natürliche und funktionale Snacks anzubieten, die ihre Gesundheit fördern können. Dabei setzen wir auf rein pflanzliche Zutaten, verzichten auf künstliche Zusätze und produzieren in unserer eigenen Manufaktur. Jeder Schritt – von der Rezepturentwicklung bis zur Herstellung – liegt in unserer Hand. So stellen wir sicher, dass unsere Produkte höchsten Qualitätsstandards entsprechen und gleichzeitig nachhaltig produziert werden.

Welche besonderen Bedürfnisse von Hundebesitzern deckt DoggyLove ab, und wie unterscheiden Sie sich von anderen Anbietern in diesem Bereich?

Viele Hundebesitzer suchen nach Snacks, die nicht nur eine Belohnung sind, sondern aktiv zum Wohlbefinden ihres Hundes beitragen. Genau hier setzen wir an. Unsere Snacks enthalten gezielt Inhaltsstoffe, die beispielsweise die Gelenke unterstützen oder die Verdauung fördern. Gleichzeitig achten wir darauf, dass sie rein pflanzlich, regional hergestellt und nachhaltig verpackt sind. 

Wie schaffen Sie es, die Qualität Ihrer Produkte und Dienstleistungen bei DoggyLove sicherzustellen?

Anders als viele Anbieter, die auf Massenproduktion setzen, produzieren wir alles selbst und haben damit die volle Kontrolle über Qualität und Herstellung. Unsere Rezepturen entwickeln wir gemeinsam mit Tierärzten, um sicherzustellen, dass unsere Snacks genau auf die Bedürfnisse von Hunden abgestimmt sind. Doch Qualität bedeutet für uns mehr als das richtige Rezept. Deshalb produzieren wir in unserer eigenen Manufaktur in Heilbronn. So haben wir jeden einzelnen Produktionsschritt im Blick und garantieren, dass nur das Beste in den Napf kommt – ohne künstliche Zusätze und mit einer besonders schonenden Kaltpressung, um alle wichtigen Nährstoffe zu erhalten.

Was ist der einzigartige Ansatz von DoggyLove, der Ihre Marke so besonders macht?

Wir machen alles selbst – von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt. Unsere Produktion ist keine anonyme Massenfertigung, sondern echte Handarbeit in unserer eigenen Manufaktur. Das gibt uns die volle Kontrolle über die Qualität unserer Snacks. Gleichzeitig setzen wir auf rein pflanzliche Rezepturen, nachhaltige Verpackungen und eine transparente Kommunikation. Wir stehen mit unserem Namen hinter jedem einzelnen Produkt.

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit für DoggyLove, und wie integrieren Sie dies in Ihre Produkte und Prozesse?

Nachhaltigkeit ist kein Trend für uns, sondern eine Überzeugung. Wir setzen auf regionale Rohstoffe, nutzen ausschließlich pflanzliche Zutaten und haben mit unseren „Green Cans“ eine umweltfreundliche Verpackungslösung entwickelt. Zudem produzieren wir in kleinen Chargen, um unnötige Ressourcenverschwendung zu vermeiden.

Welche zukünftigen Pläne und Entwicklungen können Kunden und Interessierte von DoggyLove erwarten?

Wir möchten unser Sortiment weiter ausbauen und neue, innovative Snack-Rezepturen entwickeln, die noch mehr Bedürfnisse von Hunden adressieren.

Wie bewerten Sie die Konkurrenz im Bereich Haustierprodukte, und wie setzt sich DoggyLove davon ab?

Die Konkurrenz ist groß, aber viele Anbieter setzen auf Masse statt auf Klasse. Wir gehen bewusst einen anderen Weg: Unsere Produktion ist nicht ausgelagert, sondern findet komplett in unserer eigenen Manufaktur statt. Dadurch können wir höchste Qualität garantieren und gleichzeitig nachhaltiger wirtschaften.

Welche drei entscheidenden Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ein Unternehmen im Bereich Haustiere starten möchten?

Bleibt konsequent bei eurer Vision, auch wenn es schwierig wird. Qualität und Vertrauen brauchen Zeit, aber sie zahlen sich langfristig aus. Seid nah an euren Kunden – sie wissen oft besser als ihr, was wirklich gebraucht wird. Und übernehmt Verantwortung, nicht nur für eure Produkte, sondern auch für die Art und Weise, wie ihr sie herstellt.

Bild: Konstanze Wirth und Christoph Wirth © DoggyLove

Wir bedanken uns bei Konstanze Wirth und Christoph Wirth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Was ist ein Balkonkraftwerk?

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balkonkraftwerk solarenergie Nachhaltige Energie-balkonkraftwerk

Ein Balkonkraftwerk ist eine kompakte Solaranlage, die speziell für den Einsatz in städtischen Umgebungen entwickelt wurde. Es besteht aus einem oder mehreren Solarpaneelen und einem Wechselrichter, der die gewonnene Energie in nutzbaren Strom umwandelt. Diese Anlagen sind ideal für Balkone, Terrassen oder kleinere Flächen und können in bestehende Stromkreise eingebunden werden.

Vorteile eines Balkonkraftwerks

Es gibt zahlreiche Vorteile, wenn es um Balkonkraftwerke geht. Anbieter wie zum Beispiel EcoFlow bieten innovative und benutzerfreundliche Lösungen, die es Ihnen ermöglichen, den Einstieg in die Solarenergie schnell und einfach zu gestalten. 

Kosteneinsparungen

Mit einem Balkonkraftwerk senken Sie Ihre Stromkosten erheblich. Die durch Solarenergie erzeugte Energie reduziert den Bedarf an teurem Netzstrom und hilft Ihnen, langfristig Geld zu sparen.

Umweltschutz

Die Nutzung erneuerbarer Energien ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen den Klimawandel. Ein Balkonkraftwerk ermöglicht es Ihnen, CO2-Emissionen zu reduzieren und aktiv einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Einfache Installation

Balkonkraftwerke sind leicht zu installieren und benötigen keine großen baulichen Veränderungen. Mit EcoFlow-Lösungen erhalten Sie ein Plug-and-Play-System, das auch ohne technisches Vorwissen in Betrieb genommen werden kann.

Unabhängigkeit vom Netz

Mit einem eigenen Balkonkraftwerk sind Sie weniger anfällig für Strompreiserhöhungen und können einen Teil Ihres Energiebedarfs selbst decken.

Technische Details und Nutzungsmöglichkeiten

Ein Balkonkraftwerk ist mehr als nur das Solarpanel, mit dem es viele Menschen heutzutage verbinden. 

Aufbau und Komponenten

Ein typisches Balkonkraftwerk besteht aus:

  • Solarmodulen: Diese wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um.
  • Wechselrichter: Konvertiert den erzeugten Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC), der im Haushalt genutzt werden kann.
  • Montagesysteme: Ermöglichen eine einfache Befestigung auf Balkonen, Geländern oder Terrassen.

Stromerzeugung und Einspeisung

Die erzeugte Energie wird direkt in Ihr Haushaltsnetz eingespeist und vorrangig für Ihren Eigenverbrauch genutzt. Ein Balkonkraftwerk mit einer Leistung von 600 Watt kann jährlich etwa 600 bis 800 Kilowattstunden Strom erzeugen – genug, um einen großen Teil der Energie für Haushaltsgeräte zu decken.

Branchenlösungen mit EcoFlow

EcoFlow bietet hochwertige und leistungsstarke Balkonkraftwerke, die auf die Bedürfnisse moderner Haushalte zugeschnitten sind. Dank modularer Designs können Sie Ihre Anlage flexibel anpassen und erweitern. Zudem legt EcoFlow großen Wert auf Nachhaltigkeit und Effizienz, was ihre Produkte zu einer idealen Wahl für umweltbewusste Verbraucher macht.

Ein weiteres Highlight ist die Integration von Batteriespeichersystemen. Diese sorgen dafür, dass Sie auch nachts oder bei bewölktem Wetter von Ihrer Solaranlage profitieren können.

Sicherheit und Wartung

Ein Balkonkraftwerk erfordert wenig Wartungsaufwand, da Solarmodule robust und langlebig sind. Dennoch sollten Sie die Anlage regelmäßig reinigen, um eine optimale Leistung sicherzustellen.

Zusätzlich ist es wichtig, die Verkabelung und den Wechselrichter hin und wieder zu überprüfen. EcoFlow-Produkte sind speziell darauf ausgelegt, maximale Sicherheit zu gewährleisten, mit Features wie Überspannungsschutz und automatischer Abschaltung bei Überlastung.

Umweltbewusstsein und gesellschaftlicher Wandel

Ein Balkonkraftwerk ist nicht nur eine technische Lösung, sondern auch ein Statement für mehr Umweltbewusstsein. Die Nutzung von Solarenergie symbolisiert einen Wandel hin zu einer nachhaltigeren Lebensweise. Immer mehr Menschen schätzen die Möglichkeit, ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren und gleichzeitig unabhängiger von fossilen Energieträgern zu werden. Die Investition in ein Balkonkraftwerk unterstützt diesen gesellschaftlichen Wandel aktiv.

Rechtliche Aspekte und Förderungen

In Deutschland ist der Betrieb eines Balkonkraftwerks legal und unkompliziert. In der Regel müssen Sie Ihre Anlage lediglich bei Ihrem Netzbetreiber anmelden. Zudem bieten viele Kommunen und Bundesländer Förderprogramme, die den Einstieg in die Solarenergie finanziell erleichtern.

Fazit

Ein Balkonkraftwerk ist eine hervorragende Möglichkeit, nachhaltige Energie zu erzeugen, Kosten zu sparen und gleichzeitig die Umwelt zu schützen. Mit den benutzerfreundlichen und effizienten Lösungen von EcoFlow können Sie Ihre Energieversorgung ganz einfach selbst in die Hand nehmen. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um in Ihre eigene Mini-Solaranlage zu investieren und die Vorteile erneuerbarer Energien zu nutzen. Informieren Sie sich über EcoFlow-Balkonkraftwerke und starten Sie Ihre nachhaltige Energiezukunft!

Titelbild: Image by Martin Baumann from Pixabay

Autor: Dennis Olbrich

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie Sie die Energiewende aktiv mitgestalten können

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hpb gründerteam bild

HPB ist ein Technologieentwickler von nachhaltigen Batterien, die für die Energiewende entscheidend sind – und ausschließlich durch Privatinvestoren finanziert.

Könnten Sie uns einen Überblick über High Performance Battery (HPB) und die Idee hinter der Gründung des Unternehmens geben?

Wir haben bei HPB eine innovative Grundlagentechnologie für nachhaltige Batterien entwickelt.  Statt auf den flüssigen Elektrolyten setzen wir in unserer Batterie auf den sogenannten Festionenleiter. Unser HPB Feststoffakku ist dadurch wesentlich langlebiger, sicherer und umweltfreundlicher. Als Technologieentwickler lizenzieren wir unsere innovative Batterietechnologie an Produktions- und Anwendungspartner. Unser Know-how ist durch Patentanmeldungen in 96 Ländern geschützt.

Was ist die Vision von HPB, und wie wollen Sie diese in den nächsten Jahren umsetzen?

Die Transformation zur Klimaneutralität hängt maßgeblich von innovativen Batterietechnologien ab, die ermöglichen, erneuerbare Energien zuverlässig und flexibel zu speichern und bereitzustellen. Als Entwickler sind wir angetrieben von dem Wunsch, eine solche sichere und vor allem nachhaltige Technologie zur Verfügung zu stellen und die Energie- und Mobilitätswende aktiv mitzugestalten.

Welche Zielgruppen profitieren am meisten von Ihrer Technologie, und wie gehen Sie auf deren spezifische Bedürfnisse ein?

Unsere Batterietechnologie ist ein wichtiger Baustein der Energiewende und vielseitig einsetzbar. Der Hauptfokus liegt auf stationären Anwendungen – von Ladeinfrastrukturen und Großenergiespeichern über Heimspeicher bis zum Industriepuffer. Hierfür ist der HPB Feststoffakku optimiert.

Das zweite, große Anwendungsfeld ist die Elektromobilität. Allerdings entwickeln wir keine Batterien für Elektroautos, sondern stellen der Automobilindustrie unseren HPB Festionenleiter als zentrale Batteriekomponente für die eigene Weiterentwicklung zur Verfügung. 

Was sind die größten Herausforderungen, mit denen HPB aktuell konfrontiert ist, und wie planen Sie, diese zu bewältigen?

Die größte Herausforderung liegt derzeit in der Finanzierung der ersten Serienproduktionslinie. Das betrifft insbesondere unsere Lizenznehmer, die unsere Technologie skalieren wollen. Hier gibt es speziell in Europa eine Lücke zwischen den Frühphaseninvestoren (Seed, Venture Capital), die hohe Renditen in kurzer Zeit suchen, und den Wachstumsfinanzierern (Growth, institutionelle Investoren), die in der Regel erst ab der zweiten Produktionslinie einsteigen. 

Unsere Technologieentwicklung finanzieren wir erfolgreich über ein Aktienmodell für engagierte Privatinvestoren, den HPB Club. Wir sind dabei besonders stolz darauf, dass wir seit der Gründung der dazu notwendigen Holding-Gesellschaft in der Schweiz im Jahr 2018 keine Kapitalerhöhung auf Aktien, und damit keine Verwässerung, umgesetzt haben. Unser Ziel ist, dieses Jahr gemeinsam mit unseren Aktionären und Lizenznehmern den Sprung in die Industrialisierung zu schaffen. Dabei ist die Einstiegshürde für neue Aktionäre mit der Mindestzeichnung von 100 Aktien sehr niedrig.

Welche Aspekte Ihrer Batterietechnologie heben HPB von der Konkurrenz ab?

Unser HPB Feststoffakku vereint mehrere herausragende Eigenschaften – in der Branche einzigartig: Sie ist nicht entflammbar und damit sicher, und mit einer bis zu 50% besseren Umweltbilanz grüner als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Hinzu kommt eine herausragende Tieftemperatur-Performance bei bis zu -40 °C.

Der entscheidende Vorteil ist aber die hohe Zyklenzahl, die zu einer etwa zehnmal längeren Lebensdauer bei vergleichbarer Beanspruchung führt. Konkret ermöglicht diese Eigenschaft eine Mehrfachnutzung der Batterie. So kann die Batterie gleichzeitig für mehrere Anwendungsfelder genutzt werden, z.B. für die Landeinfrastruktur, Lastspitzkappung, Eigenverbrauchsoptimierung und den Energiehandel. Dies stellt einen enormen Hebel für die Wirtschaftlichkeit dar.

Welche neuen Entwicklungen oder Innovationen können wir in naher Zukunft von Ihrem Unternehmen erwarten?

Wir forschen ständig daran, unseren HPB Feststoffakku weiter zu optimieren. Sowohl bezüglich der Performance als auch der Nachhaltigkeit. Unsere Technologie ist der Branche voraus. Diesen Vorsprung wollen wir weiter ausbauen und dabei helfen, eine starke, international konkurrenzfähige Batterieentwicklung außerhalb von Asien aufzubauen.  

Wie trägt Ihre Technologie zur Förderung von Nachhaltigkeit und umweltfreundlichen Lösungen bei?

Wesentlich für die Nachhaltigkeit von Batterien ist die Batteriealterung. Mit über 12.500 erreichten Ladezyklen bei robustem Gebrauch setzt unser HPB Feststoffakku hier neue Maßstäbe. 

Darüber hinaus verursacht der HPB Feststoffakku bis zu 50 % weniger Klimagasemissionen als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien.

Als Unternehmen nutzen wir zudem unseren Einfluss auf eine umweltgerechte Produktion, indem wir unsere Lizenznehmer zu einer Ökobilanzierung verpflichten.

Können Sie uns mehr über Ihre Strategien erzählen, um langfristig auf dem Markt erfolgreich zu bleiben?

Wir glauben daran, dass Technologieinnovation einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einzelner Regionen leisten kann, wenn ein echter Technologietransfer stattfindet. Daher haben wir den Weg der Lizenzierung gewählt. Schließlich sollen auch die Länder, die beispielsweise über eigene Ressourcen wie Lithium-Vorkommen verfügen, im eigenen Land HPB Feststoffakkus produzieren können und davon profitieren. Das hat den zusätzlichen Vorteil, Lieferketten kurz zu halten und somit Umweltschäden zu reduzieren. Klimaneutralität ist eine globale Herausforderung und damit auch ein weltweiter Markt. Langfristig gehen wir davon aus, dass sich diese nachhaltige Strategie auszahlt. 

Wie wichtig ist Ihnen die Zusammenarbeit mit Partnern und Investoren für das Wachstum von HPB?

Kooperationen sind für uns der Schlüssel, um Innovationen erfolgreich in den Markt zu bringen und somit unabdingbar, um unsere Technologie weltweit auszurollen. Das können wir nicht allein, sondern nur gemeinsam mit starken engagierten Partnern und Investoren. Aus diesem Gedanken ist auch unser bisheriges Aktienmodell für Privatanleger entstanden. Wir wollen unsere Technologie mit vereinten Kräften voranbringen – und dabei möglichst viele Menschen einbinden, die das gleiche Ziel haben und uns unterstützen möchten. Dabei spielt es keine Rolle, ob dies Kleinaktionäre sind, die uns bei der Finanzierung der Technologieentwicklung helfen oder Großinvestoren und Industriepartner, die unsere Lizenznehmer bei der Industrialisierung helfen. 

Ein wesentlicher Trend für Speichertechnologien wird sich im Bereich der Ladeinfrastruktur für Elektroautos zeigen: Hier kommt es auf einen hohen Ladekomfort an – möglichst viel Reichweite in möglichst kurzer Zeit.

Wichtig sind leistungsstarke Pufferspeicher, die netzdienlich „langsam“ aus dem Netz den Strom beziehen und im Bedarfsfall „schnell“ an das Elektroauto abgeben. Je leistungsfähiger die Speicher sind, desto größer der Komfort. Hinzu kommt die Mehrfachnutzung von Speichern. Heute wird jeder Anwendungsfall mit eigenen Speichern versorgt. Die Investition steht damit über weite Teile des Jahres still. Das muss nicht sein. 

Schließlich sehen wir einen dringenden Bedarf und möglichen Trend bei der Kombination von Speichertechnologien. Die Kombination von Wasserstoffproduktion und Stromspeicherung kann beispielsweise dabei helfen, aus Windkraftanlagen sehr viel mehr Energie effektiv gewinnen und zwischenspeichern zu können. Windräder habe so eine große Leistung, dass sich Überproduktion kaum sinnvoll allein in Batteriespeichern zwischenspeichern lässt. Die aktuelle Lösung heißt Abschaltung – und das ist nicht besonders effizient. 

In all diesen Fällen kann unsere HPB Technologie helfen, die Probleme zu lösen. 

Was würden Sie anderen Gründern raten, die in einer innovativen und technologiegetriebenen Branche starten möchten?

Erstens: Denkt weit voraus! Viele Gründer planen nicht rechtzeitig ein, dass es für weitere Finanzierungen erforderlich ist, neue Investoren aufzunehmen. Dann wird man schnell von deren Bedingungen überrascht und im Zweifel überrollt. 

Zweitens: Entscheidet Euch für Investoren, die bereit sind, die lange Distanz mit Euch zu gehen. Innovation hat den Nachteil, dass es vorher noch niemand gemacht hat. Deshalb kommt es wahrscheinlich zu Verzögerungen. 

Drittens: Setzt auf echte Kooperationen. Das sind Kooperationen, von denen alle Partner profitieren. Sie helfen Euch dabei, Euch auf die Dinge konzentrieren zu können, die Ihr richtig gut könnt. 

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Produkte den wachsenden Anforderungen der Industrie und der Endkunden gerecht werden?

Mit unserer HPB Technologie bieten wir bereits einen echten Vorsprung an. Diesen bauen wir durch unsere Entwicklung konsequent aus. Die wichtigste Voraussetzung ist jedoch unser Ökosystem aus Lizenznehmern und Partnern. Denn sie bringen ihre Erfahrung, ihre Leidenschaft und ihre Ressourcen ein, um all jene Bereiche, die über die Technologie hinaus wichtig sind, überzeugend und mit klaren Vorteilen für die Kunden voranzubringen. 

Bild: Gründerteam der HPB: Dr. Sebastian Heinz, Dr. Thomas Lützenrath und Prof. Dr. Günther Hambitzer @ HPB

Wir bedanken uns bei Sebastian Heinz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: HPB

Kontakt:

High Performance Battery Technology GmbH
Schumannstr. 61
D-53113 Bonn

www.highperformancebattery.de
markus.werner@highperformancebattery.de

Ansprechpartner: Markus Werner, Marketing & Communications

Social Media:
LinkedIn

Wird das die Zukunft unserer täglichen Ernährung?

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wetaca gründerteam Andrés Casal und Efrén Álvarez

Wetaca liefert frisch zubereitete, vakuumverpackte Gerichte, die gesund, lecker und bequem für den ganzen Wochengenuss sind

Wie kam es zur Gründung von Wetaca, und welche Geschichte steckt hinter der Idee, einen Lieferservice für frische Gerichte anzubieten?

Kochen war schon immer meine Leidenschaft. Nach meiner Teilnahme bei MasterChef bekam ich die Chance für ein Praktikum im Drei-Michelin-Sterne-Restaurant Abac unter Jordi Cruz. Dort lernte ich nicht nur die Produktionskette kennen, sondern auch die Sous-vide-Technik, die später entscheidend für unser Konzept wurde. Als ich danach als Wirtschaftsprüfer bei PwC arbeitete, hatte ich kaum Zeit für gesunde Ernährung. Also begann ich, diese Restauranttechnik zu nutzen und sonntags für die ganze Woche vorzukochen. Als ich die Idee meinem Freund Andrés Casal vorstellte, der damals als Finanzdirektor arbeitete, waren wir beide überzeugt vom Potenzial. Was in meiner WG-Küche für Freunde und Familie begann, entwickelte sich im Januar 2015 zu unserem Geschäftsmodell.

Welche Vision verfolgt Wetaca, und wie soll diese langfristig umgesetzt werden?

Wir glauben, dass das tägliche Kochen wie das Stricken von Kleidung sein wird – eine freiwillige Aktivität, keine Pflicht. In einer Zeit, wo das Bewusstsein für gesunde Ernährung wächst und wir kulinarisch anspruchsvoller werden, aber immer weniger Zeit zum Kochen haben, wollen wir diese Lücke füllen. Wir kochen für Menschen, die sich gut und gesund ernähren möchten, aber keine Zeit oder Lust zum Kochen haben. Diese Entwicklung sehen wir als globalen Trend, und mit Wetaca können wir genau diesen Menschen helfen.

Welche Zielgruppe spricht Wetaca besonders an, und wie stellen Sie sicher, dass deren kulinarische und logistische Bedürfnisse erfüllt werden?

Unsere Zielgruppe sind Menschen, die sich bewusst und gesund ernähren wollen, aber durch einen stressigen Alltag keine Zeit für Einkaufen, Kochen oder Aufräumen haben. Wir bieten wöchentlich 39 verschiedene Gerichte an – von Vorspeisen über Hauptgerichte bis zu Desserts, mit Fleisch, Fisch oder vegetarisch. Basierend auf Vorlieben, Allergien oder Ernährungszielen schlagen wir individuelle Menüs vor. Die Wochenbestellung wird in einer Box geliefert, und die Gerichte sind gekühlt bis zu 6 Tage haltbar.

Was unterscheidet Wetaca von anderen Anbietern im Bereich Essenslieferung, und was ist Ihr einzigartiger Ansatz?

Wir bieten ein individuelles Restauranterlebnis – als würde jemand persönlich für unsere Kunden kochen. Unsere Gerichte vereinen Geschmack, Gesundheit und Komfort. Wir verwenden ausschließlich frische Zutaten ohne Zusätze, kühlen die Gerichte innerhalb von 90 Minuten und versiegeln sie vakuumverpackt. Im Vergleich zu Kochboxen sparen unsere Kunden Zeit, da keine Vorbereitung oder Aufräumen notwendig ist.

Welche Herausforderungen haben Sie auf Ihrem Weg als Unternehmen bisher erlebt, und wie haben Sie diese bewältigt?

Die Herausforderungen waren vielfältig. Zunächst mussten wir ein Produkt entwickeln, das so gut ist, dass man es täglich essen möchte. Dann ging es darum, dieses Produkt erfolgreich zu verkaufen und schließlich, es skalierbar und nachhaltig herzustellen. Dieser Kreislauf wiederholt sich ständig – besonders die Balance zwischen Angebot und Nachfrage. Der Erfolg gibt uns aber Recht: Die große Anzahl zufriedener Kunden zeigt, dass wir diese Herausforderungen gut meistern.

Wie wählen Sie die Zutaten für Ihre Gerichte aus, und welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in Ihrer Lieferkette?

Wir kaufen bei vertrauenswürdigen Produzenten ein, die höchste Qualität und Frische garantieren. Nachhaltigkeit ist dabei zentral: Mit der Initiative Plastic Bank arbeiten wir plastikneutral – für jedes Gramm Plastik, das wir verwenden, wird die gleiche Menge aus den Ozeanen entfernt. Die Banderolen und Folien bestehen aus 100% recyceltem Material mit biologisch abbaubarer Farbe. Nicht verwendete Zutaten und übrige Mahlzeiten spenden wir wöchentlich an gemeinnützige Organisationen, denn Essen gehört nicht in den Müll.

Welche Bedeutung haben die Menschen hinter Wetaca für den Erfolg des Unternehmens, und wie sieht das Team aus, das hinter den Kulissen arbeitet?

Unser Erfolg ist die Summe der Arbeit jedes Einzelnen. Wir sind ein leidenschaftliches, ehrgeiziges und belastbares Team, das Lebensmittel liebt und die Probleme lösen will, die wir angehen.

Was können Ihre Kunden in der Zukunft von Wetaca erwarten? Sind neue Angebote oder Innovationen geplant?

Unser Ziel ist es, die weltweit beste Lösung für leckeres, gesundes und bequemes Essen zu sein.

Wie reagieren Sie auf den Wettbewerb in der Essenslieferbranche und was ist Ihre Strategie, um langfristig erfolgreich zu bleiben?

Während klassische Lieferdienste akute Bedürfnisse bedienen – wie den spontanen Wunsch nach Pizza oder Sushi – helfen wir unseren Kunden bei ihrer täglichen Ernährung. Im Vergleich zu Mealkits liefern wir bereits fertig gekochte Gerichte zum fast gleichen Preis wie deren Zutaten. Unsere Köche bringen zudem Erfahrung aus Sternerestaurants mit – das unterscheidet uns deutlich von Gerichten, die zu Hause zubereitet werden.

Welche Werte prägen die Unternehmenskultur von Wetaca , und wie spiegeln sich diese in Ihrem Service wider?

Wir glauben an verantwortungsvolle Freiheit und Ehrgeiz. Statt Mikromanagement setzen wir auf klare Ziele und geben unseren Mitarbeitern die Freiheit, diese selbstständig zu erreichen. Wir streben danach, uns täglich zu verbessern – nicht aus Pflicht, sondern aus dem Wunsch heraus, Herausforderungen zu meistern.

Für uns sind das keine Trends, sondern Selbstverständlichkeiten. Wir kochen komplett frisch mit hochwertigen Zutaten, ohne Zusatzstoffe oder Konservierungsmittel. Unser Ziel ist es, dass das Essen die Grundlage für das Wohlbefinden unserer Kunden bildet.

Welchen drei wichtigsten Ratschläge würden Sie anderen Gründern mitgeben, die eine ähnliche Idee umsetzen möchten?

Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen: Machen Sie kleine Schritte, experimentieren Sie und bauen Sie auf dem auf, was funktioniert. Umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihre Werte teilen und die ihre Arbeit nicht als Last, sondern als spannende Herausforderung sehen.

Bild: Efrén Álvarez @ Wetaca

Wir bedanken uns bei Efrén Álvarez für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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