Ein Blick in die Architektur der neuen Lifestyle Community
In der digitalen Wirtschaft ist Vertrauen zu einem strategischen Wert geworden. Zielgruppen geben sich nicht länger mit übermäßig polierten Feeds, bearbeiteter Perfektion oder Inhalten zufrieden, die vom echten Leben losgelöst wirken.
Sie suchen praktische Einblicke, ehrliches Feedback und alltägliche Inspiration von Menschen, die tatsächlich erlebt haben, worüber sie sprechen. Bei der Analyse disruptiver Technologieunternehmen stellt sich daher die grundlegende Frage: „Was ist Hacoo?“
Die Antwort definiert die Creator Economy neu: Hacoo ist ein stark gesteuertes Content Ökosystem, das auf Authentizität, Transparenz und communitybasierter Lifestyle Entdeckung basiert.
Hacoo positioniert sich als authentische Lifestyle Community, in der Nutzer reale Erfahrungen, Empfehlungen und ehrliche Meinungen aus eigener Erfahrung teilen. Die Grundidee ist einfach, aber wirkungsvoll: Echte, unvollkommene und sogar kritische Perspektiven können langfristig mehr Wert schaffen als inszenierte Ästhetik.
Die Unfiltered Reality Philosophie
Traditionelle soziale Medien belohnen häufig Inhalte, die makellos, schnell konsumierbar und für Aufmerksamkeit optimiert sind. Hacoo geht einen anderen Weg. Die Plattformarchitektur basiert auf der Überzeugung, dass alltägliche Inspiration an Bedeutung gewinnt, wenn sie Nuancen zulässt.
Eine Lifestyle Empfehlung auf Hacoo muss nicht perfekt inszeniert sein, um wertvoll zu sein. Tatsächlich deutet der Ansatz der Plattform auf das Gegenteil hin: Ehrliches Feedback, einschließlich kritischer Beobachtungen, kann die Entdeckung innerhalb der Community nützlicher machen. Das ist besonders relevant in einem digitalen Umfeld, in dem Nutzer zunehmend vorsichtiger gegenüber übermäßig kuratierten Inhalten werden.
Hacoos Unfiltered Reality Modell zielt darauf ab, Authentizität in die Nutzererfahrung zu integrieren. Die Plattform ermutigt Menschen dazu, zu teilen, was funktioniert hat, was nützlich war und was möglicherweise nicht den Erwartungen entsprach. So entsteht eine fundiertere Form digitaler Validierung, bei der Community Mitglieder aus realen Perspektiven lernen können, statt nur inspirierende Inhalte zu sehen.
Ein duales Ökosystem für nachhaltiges Wachstum
Eine der wichtigsten strategischen Designentscheidungen von Hacoo als Startup ist sein duales Ökosystem. Die Plattform unterscheidet klar zwischen regulären Nutzern und professionellen Affiliate Partnern.
Reguläre Nutzer beteiligen sich, indem sie echte Lifestyle Inspiration ungezwungen teilen. Sie bringen persönliche Meinungen, praktische Empfehlungen und reale Beobachtungen ein, die die Community mitprägen. Diese Ebene verleiht Hacoo Offenheit und menschliche Nähe.
Die zweite Ebene besteht aus professionellen Affiliate Partnern. Über das Hacoo Affiliate Programm erhalten unabhängige Creator Zugang zu exklusiven Tracking Links und Backend Daten zu Content Reichweite und Engagement. Diese Infrastruktur ermöglicht es Creators, die Wirkung ihrer Inhalte transparenter und messbarer zu verstehen. Dadurch werden sie weniger als informelle Promoter verstanden, sondern eher als digitale Unternehmer mit nachvollziehbaren Performance Daten.
Authentizität monetarisieren ohne Vertrauen zu verlieren
Der Ausdruck „Authentizität monetarisieren“ mag widersprüchlich klingen, doch Hacoos Modell ist darauf ausgerichtet, dieses Gleichgewicht praktisch umsetzbar zu machen. Die Plattform ermutigt Creator nicht einfach nur dazu, Aufmerksamkeit zu generieren. Sie will vielmehr jene Art von Engagement belohnen, die aus Glaubwürdigkeit entsteht.
In der heutigen digitalen Wirtschaft werden anfängliche Suchanfragen wie „Ist Hacoo seriös“ mit konsequenter Transparenz beantwortet. Das Startup adressiert diese Vertrauensfragen, indem es ein striktes Progressive Penalty System durchsetzt. Diese Governance Struktur ist zentral für Hacoos Selbstverständnis: Hacoo versteht sich nicht als eine von künstlichem Hype getriebene Plattform, sondern als moderiertes Ökosystem, in dem authentische Teilnahme geschützt wird.
Für Affiliate Partner liegt der Wert nicht nur in Sichtbarkeit. Er liegt auch in der Fähigkeit, über die Zeit Vertrauen aufzubauen. Exklusive Tracking Links und Backend Einblicke in die Performance geben Creators die Werkzeuge, um Reichweite und Engagement zu bewerten, während die Community Standards der Plattform dazu beitragen, die Glaubwürdigkeit dieses Einflusses zu bewahren.
Der Critical Feedback Algorithmus
Ein zentraler Bestandteil von Hacoos Ansatz zur Marktveränderung ist der Umgang mit Feedback. Die Plattform belohnt aktiv Affiliate Partner, die ehrliches, kritisches Feedback geben, selbst wenn dieses auf praktische Schwächen von Lifestyle Trends hinweist.
Dies ist eine bedeutsame UX und algorithmische Designentscheidung. Auf vielen Plattformen stehen Creator unter Druck, immer positiv erscheinen zu müssen, da positive Inhalte oft schneller verbreitet werden. Hacoos Modell geht einen anderen Weg, indem es auf authentischen Traffic statt auf künstlichen Hype setzt.
Wenn Creator ermutigt werden, sowohl Vorteile als auch Einschränkungen zu teilen, wird die Community nützlicher. Nutzer können fundiertere Entscheidungen treffen, da sie nicht nur polierte Empfehlungsposts sehen, sondern auch Kontext, Abwägungen und praktische Details von Menschen, die echte Meinungen teilen.
In diesem Sinne baut Hacoo nicht nur eine Community zum Teilen von Inhalten auf, sondern auch eine vertrauensbasierte Informationsschicht für die Lifestyle Entdeckung.
Der Ecosystem Referee Ansatz
Hacoos Plattformarchitektur hängt auch von klaren Governance Strukturen ab. Eine Community, die offenes und ehrliches Feedback fördert, benötigt transparente Systeme, um diese Offenheit vor Missbrauch zu schützen. An dieser Stelle tritt Hacoos Ecosystem Referee Ansatz in den Vordergrund.
Statt sich auf Algorithmen zu verlassen, die viralen Spam fördern oder inauthentisches Engagement belohnen, strebt Hacoo danach, als kompromissloser Schiedsrichter zu agieren. Das Unternehmen investiert in ein Trust and Safety Framework, das darauf ausgelegt ist, irreführende Inhalte einzudämmen und die Integrität der Community Erfahrung zu schützen.
Dieses Framework wird durch ein Progressive Penalty System durchgesetzt, bei dem die Konsequenzen für Verstöße von anfänglichen Einschränkungen auf Inhaltebene bis hin zu stärkeren kontobezogenen Maßnahmen eskalieren können, einschließlich einer dauerhaften Deaktivierung des Kontos bei schwerwiegendem oder wiederholtem irreführendem Verhalten.
Warum Hacoos Community Modell wichtig ist
Hacoos größter strategischer Vorteil könnte in der Erkenntnis liegen, dass Authentizität gestaltet und nicht nur behauptet werden muss. Eine Plattform kann Nutzer nicht einfach auffordern, echt zu sein. Sie benötigt Werkzeuge, Anreize und Governance Systeme, die echte Teilnahme wertvoll machen.
Aus diesem Grund kombiniert Hacoos Modell drei zentrale Ebenen: eine ungefilterte Content Philosophie, eine Infrastruktur zur Monetarisierung von Content Creatorn und skalierbare Trust and Safety Strukturen. Zusammen helfen diese Ebenen der Plattform, eine Community für Lifestyle Entdeckung aufzubauen, in der ehrliches Feedback zu einem nachhaltigen Wettbewerbsvorteil werden kann.
Authentizität als Wettbewerbsvorteil
Hacoos Antwort auf das moderne Vertrauensproblem ist struktureller Natur. Sie vereint offene Community Teilnahme, professionelle Creator Tools, transparente Tracking Infrastruktur und ein Governance Modell, das darauf ausgelegt ist, irreführende Inhalte und inauthentisches Engagement zu reduzieren.
Indem ungefilterte Hacoo Erfahrungen und echte Hacoo Bewertungen aktiv verbreitet werden, zeigt die Plattform, dass authentische Community Validierung der entscheidende Wettbewerbsvorteil ist.
In einer digitalen Wirtschaft, in der Nutzer zunehmend Ehrlichkeit über Perfektion stellen, baut Hacoo eine neue Art von Lifestyle Discovery Community auf: eine, in der echte Stimmen, kritisches Feedback und transparente Creator Infrastruktur die nächste Phase des sozialen Engagements bestimmen.
Bild von Darwin Laganzon auf Pixabay
Autor: Hacoo
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
Die Perk Finanzierung über 300 Millionen US-Dollar markiert den nächsten Wachstumsschritt des Unternehmens. Besonders bemerkenswert ist, dass es sich um eine private Finanzierung handelt. Damit unterstreichen führende Kreditgeber ihr Vertrauen in die KI-basierte Plattform. Gleichzeitig schafft Perk die Grundlage für weiteres internationales Wachstum.
Perk Finanzierung über 300 Millionen US-Dollar für weiteres Wachstum
Perk sichert sich private Finanzierung über 300 Millionen US-Dollar, um das globale Wachstum seiner KI-basierten Plattform zu beschleunigen
Der von führenden Kreditgebern bereitgestellte Finanzierungsrahmen unterstreicht das Vertrauen in Perks Vision, eine führende KI-basierte Plattform für Reise- und Ausgabenmanagement aufzubauen
Perk startet in die nächste Wachstumsphase – nach einem Umsatzwachstum von 48 Prozent im Jahr 2025, branchenführenden Bruttomargen und einer Plattform, die auf globale Skalierung ausgelegt ist
Die neue Finanzierungslinie erweitert und ersetzt Perks bisherigen Finanzierungsrahmen zu deutlich verbesserten Konditionen und erhöht den verfügbaren Kapitalrahmen, um die bereits starke Bilanz des Unternehmens weiter zu stärken
Perk Finanzierung stärkt die nächste Wachstumsphase
Boston und London, 3. Juni 2026: Perk (ehemals TravelPerk), die intelligente, KI-basierte Plattform für Reise- und Ausgabenmanagement, gibt heute den Abschluss einer privaten Finanzierung über 300 Millionen US-Dollar bekannt. Die Finanzierung wird von Neuberger Specialty Finance angeführt, gemeinsam mit Blue Owl Capital, Inc. (NYSE: OWL), Hercules Capital, Inc. (NYSE: HTGC) und Liquidity.
Die neue Finanzierungslinie erweitert und ersetzt Perks Finanzierungsvereinbarung aus dem Jahr 2024 zu deutlich verbesserten Konditionen. Gleichzeitig stärkt sie die finanzielle Basis des Unternehmens für die kommenden Jahre.
Umsatzwachstum schafft die Basis
Im Jahr 2025 überschritt Perk die Marke von 300 Millionen US-Dollar annualisiertem Umsatz und erzielte ein Umsatzwachstum von 48 Prozent. Damit ist Perk die am schnellsten wachsende globale Plattform für Reise- und Ausgabenmanagement.
Zugleich schaffen branchenführende Bruttomargen eine klare Grundlage für kurzfristige Profitabilität. Im November 2025 stellte Perk seine integrierte Plattform für Reise- und Ausgabenmanagement vor. Diese vereint Reisen, Ausgaben und Events in einer KI-basierten Produkterfahrung.
Private Finanzierung unterstreicht das Vertrauen
Die neue Finanzierung unterstreicht das Vertrauen der Finanzierungspartner in Perks Vision und Strategie. Gleichzeitig zählt sie zu den wenigen Private-Credit-Transaktionen dieser Größenordnung, die ein Technologieunternehmen im aktuellen Marktumfeld abschließen konnte.
Die Mittel sollen genutzt werden, um Investitionen in Produktentwicklung, Technologie und KI weiter zu beschleunigen. Zudem unterstützt die Finanzierung Perks nächste globale Wachstumsphase. Dazu gehört auch der bevorstehende US-Launch der integrierten Spend-Plattform.
KI als Wachstumstreiber bei Perk
„KI ist ein enormer Wachstumstreiber für Perk. Der Einsatz von KI in unserem Produkt hat es uns ermöglicht, unsere Bruttomargen innerhalb von drei Jahren von 40 Prozent auf Werte im mittleren 70-Prozentbereich zu steigern – und dabei gleichzeitig ein Kundenerlebnis auf höchstem Niveau zu gewährleisten. Neben unseren Investitionen in das Produkt wird der weitere KI-Rollout im gesamten Unternehmen dazu beitragen, schneller und effizienter zu skalieren. Wir freuen uns sehr, eine Gruppe führender Kreditgeber an unserer Seite zu haben, die das Potenzial der vor uns liegenden Marktchance erkennen und unsere nächste Wachstumsphase mit großer Überzeugung unterstützen“, sagt Roy Hefer, CFO von Perk.
Investoren setzen auf Perks Marktpotenzial
„Wir freuen uns, diese Finanzierung für Perk anzuführen – ein außergewöhnliches Unternehmen und ein klarer KI-basierter Marktführer in einem enormen Markt“, sagt Laura Johnson, Managing Director bei Neuberger Specialty Finance.
„Das wirtschaftlich robuste Geschäftsmodell, das erfahrene Managementteam und die nachweisliche Umsetzungskraft positionieren Perk hervorragend, um die große Marktchance zu nutzen und grundlegend zu verändern, wie Unternehmen Reisen und Ausgaben managen.“
Perk Finanzierung unterstützt die globale Expansion
„Wir freuen uns sehr, Perk erneut als Partner zu begleiten und Kapital für die nächste Wachstumsphase bereitzustellen“, sagt Kurt Tenenbaum, Senior Managing Director bei Blue Owl Capital.
„Das Unternehmen hat ein außergewöhnlich robustes Geschäftsmodell aufgebaut – mit erstklassigen KI-Fähigkeiten und starkem Wachstum, das in dieser Größenordnung selten ist. Nachdem wir diese Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren aus nächster Nähe verfolgen konnten, sind wir stolz darauf, das Team weiterhin bei der Beschleunigung seiner globalen Expansion zu unterstützen.“
Weitere Finanzierung für die nächste Wachstumsphase
„Perk hat eine der überzeugendsten KI-basierten Softwareplattformen aufgebaut und verbindet außergewöhnliches Wachstum mit einem wirtschaftlich robusten Geschäftsmodell und einem klaren Weg zu langfristiger Profitabilität“, sagt Ron Daniel, Co-Founder und CEO von Liquidity. „Wir freuen uns, das Unternehmen in seiner nächsten Wachstumsphase zu unterstützen.“
OvulaRing entwickelt ein medizinisches Diagnostiksystem für die kontinuierliche Analyse des weiblichen Zyklus und setzt dabei auf datenbasierte Frauengesundheit sowie präzise Zyklusdiagnostik. In The Green Deal Show sprach das Unternehmen über Forschung, Kinderwunsch und die Herausforderungen im FemTech- und MedTech-Markt
Wie entstand die Idee zu OvulaRing und welche Vision steckt hinter dem Unternehmen?
Die Idee geht auf meinen Vater Prof. Dr. med. Henry Alexander zurück, ein Pionier der Reproduktionsmedizin in Deutschland. Bereits in den 1990er-Jahren erkannte er, dass der individuelle Zyklus medizinisch nicht in seiner Gesamtheit sichtbar war – und wichtige diagnostische Entscheidungen deshalb oft auf vereinfachten Standardmodellen beruhten. Daraus entstand die Vision, den Zyklus kontinuierlich und objektiv zu erfassen. Heute verfolgt VivoSensMedical das Ziel, Frauengesundheit präziser, individueller und datenbasiert zu gestalten und damit langfristig den Gender Health Gap zu verkleinern.
Was hat euch dazu bewegt, Frauengesundheit und Zyklusdiagnostik technologisch neu zu denken?
Der weibliche Zyklus ist bis heute unzureichend erforscht. Standardannahmen wie der 28-Tage-Zyklus mit Eisprung an Tag 14 treffen nur auf einen winzigen Teil der Frauen zu. Wir wollten deshalb weg von Schätzungen und Einzelmessungen und hin zu einer Diagnostik, die die tatsächliche biologische Individualität jeder Frau berücksichtigt.
OvulaRing richtet sich unter anderem an Frauen mit Kinderwunsch. Welche Bedürfnisse stehen dabei besonders im Fokus?
Frauen mit Kinderwunsch möchten vor allem wissen, wann ihre fruchtbaren Tage sind. Gerade bei unregelmäßigen Zyklen, PCOS, Endometriose oder trotz erfolgloser Kinderwunschbehandlungen liefert OvulaRing präzise Daten zum Eisprung und zur Zyklusgesundheit. Dadurch können Paare ihre Chancen auf eine Schwangerschaft verbessern und in vielen Fällen sogar physisch, psychisch und finanziell belastende IVF-Behandlungen vermeiden.
Was unterscheidet OvulaRing aus eurer Sicht von klassischen Zyklus Apps oder anderen Tracking Lösungen?
Die meisten Apps arbeiten mit Durchschnittswerten. OvulaRing misst im Gegensatz dazu kontinuierlich und hochpräzise die Körperkerntemperatur. Alle fünf Minuten wird ein Temperaturwert gespeichert – das ergibt 288 Messpunkte pro Tag. So entsteht ein vollständiges Bild des individuellen Zyklusverlaufs – ohne Zutun der Frau. Die Auswertung erfolgt über medizinisch validierte Algorithmen. OvulaRing ist zudem ein zertifiziertes Medizinprodukt und funktioniert gerade auch bei langen, kurzen oder unregelmäßigen Zyklen. Das haben nur wir in unabhängigen medizinischen Studien außerhalb des Standardzyklus beweisen können.
Welche Herausforderungen gibt es im FemTech und MedTech Bereich besonders häufig?
Eine große Herausforderung ist die Kombination aus hohem Forschungsaufwand und strengen regulatorischen Anforderungen. Innovationen müssen wissenschaftlich belegt und medizinisch zugelassen werden. Hinzu kommt, dass Frauengesundheit noch heute unterfinanziert ist und wissenschaftlich unterschätzt wird. Etablierte Denkmuster müssen erst aufgebrochen werden. Langsam, langsam tut sich da was. Aber zu langsam.
(c) VivoSensMedical
Wie wichtig sind medizinische Forschung und wissenschaftliche Daten für die Weiterentwicklung von OvulaRing?
Sie bilden die Grundlage unseres gesamten Geschäftsmodells. OvulaRing basiert auf jahrzehntelanger medizinischer Forschung. Die kontinuierlich erhobenen Daten helfen uns nicht nur bei der Verbesserung unserer Algorithmen, sondern liefern auch wichtige Erkenntnisse etwa zur Fruchtbarkeit, Menopause, zu Stress oder Sport in Zusammenhang mit dem Zyklus. Wir arbeiten dabei mit nationalen und internationalen Forschungspartnern zusammen.
Ihr wart am 29. Mai 2026 in der zweiten Folge von The Green Deal Show zu sehen. Wie habt ihr die Teilnahme erlebt?
Die Teilnahme war für uns eine wertvolle Gelegenheit, das Thema nachhaltige Frauengesundheit einem breiteren Publikum vorzustellen. Besonders spannend war der Austausch mit anderen Gründerinnen und Gründern sowie die Möglichkeit zu zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Thema für Energie oder Mobilität ist, sondern auch für Medizin und Diagnostik.
Mit welchen Erwartungen seid ihr damals in The Green Deal Show gegangen?
Unser Ziel war es, Aufmerksamkeit für die Themen Frauengesundheit, Zyklusdiagnostik und Gender Health Gap zu schaffen. Gleichzeitig wollten wir neue Kontakte zu potenziellen Kooperationspartnern, Multiplikatoren und Institutionen knüpfen, die unsere Vision einer ganz individuellen und gendersensiblen Medizin teilen.
Gab es nach der Ausstrahlung neue Gespräche, Kooperationen oder Reaktionen auf OvulaRing?
Wir haben uns sehr über die positive Resonanz direkt nach der Show vor Ort und nach der Ausstrahlung gefreut. Die Sendung hat zusätzliche Sichtbarkeit geschaffen und zahlreiche Gespräche ausgelöst, auch wenn die Ausstrahlung noch nicht lange her ist. Besonders positiv war das Interesse an unserem Ansatz, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Frauengesundheit miteinander zu verbinden. Durch die Show aber auch generell entwickeln wir neue Kooperationen, das ist ein fortlaufender Prozess.
Konnte OvulaRing durch The Green Deal Show einen Deal abschließen oder wichtige Kontakte gewinnen?
In der Show konnten wir die Creatorin Leo Schley von OvulaRing überzeugen, was uns sehr freut. Der größte Mehrwert dieses Formats liegt in den Kontakten und der Reichweite. Bereits das Publikum der Show war sehr interessiert und hat uns später viele Fragen gestellt. Die Teilnahme hat uns den Zugang zu neuen Gesprächspartnern eröffnet und unser Netzwerk erweitert. Gerade für ein spezialisiertes MedTech-Unternehmen sind solche Kontakte oft langfristig wertvoller als kurzfristige Abschlüsse.
Wie ging es nach der Sendung für euch weiter und welche Entwicklungen haben sich seitdem ergeben?
Wir arbeiten weiterhin an der Weiterentwicklung unserer Technologie, dem Ausbau von Forschungskooperationen und neuen Anwendungsfeldern der Zyklusdiagnostik. Parallel wächst unsere Datenbasis kontinuierlich, wodurch wir die wissenschaftliche Aussagekraft unseres Systems weiter verbessern können.
Welche Ziele verfolgt OvulaRing in den kommenden Jahren?
Wir möchten individualisierte Zyklusdiagnostik als festen Bestandteil der gynäkologischen Versorgung etablieren. Darüber hinaus wollen wir unsere Forschung noch weiter ausbauen, weitere medizinische Anwendungsfelder erschließen und dazu beitragen, den Gender Health Gap sowie den Gender Data Gap nachhaltig zu verkleinern.
Würdet ihr anderen Startups empfehlen, bei The Green Deal Show teilzunehmen und warum?
Ja, unbedingt. Die Show spricht durch das unterhaltsame Format eine breite Öffentlichkeit an und bietet eine gute Möglichkeit, innovative Ideen sichtbar zu machen, wertvolle Kontakte zu knüpfen und Feedback aus unterschiedlichen Perspektiven zu erhalten. Gerade für junge Unternehmen kann diese Reichweite ein wichtiger Impuls sein. Außerdem hat es uns sehr großen Spaß gemacht, die Bühne mit anderen Gründer zu teilen – das war ein spannendes Erlebnis.
Welche drei Tipps würdet ihr Gründer geben, die heute ein Startup im Gesundheitsbereich aufbauen möchten?
Erstens: Ein echtes Problem lösen und nicht nur einem Trend folgen. Zweitens: Wissenschaftliche Substanz und Glaubwürdigkeit von Anfang an mitdenken. Drittens: Geduld mitbringen, denn Entwicklung, Studien und Zulassungen benötigen Zeit – langfristiger Nutzen ist wichtiger als kurzfristiges Wachstum. Aber vor allem: Haltet an eure Vision fest. Denn echte Innovation im Gesundheitsbereich entsteht dort, wo man bereit ist, bestehende Standards zu hinterfragen – und lange genug dranbleibt, bis daraus schlussendlich eine bessere Versorgung wird.
Bild von links nach rechts: Anne Alexander und Annika Brasse Bildcredits: Quintus Studios GmbH / Michael Laver, Edit by Clemens Barth
JB Intentions entwickelt Markenidentitäten für Unternehmen und Persönlichkeiten und zeigt, wie Marken durch Identität und Sichtbarkeit langfristig wiedererkennbar werden.
Wie entstand die Idee hinter JB Intentions und warum fiel die Wahl auf die Verbindung aus Fashion, Design und Social Media?
Mode ist für mich kein Ausdruck, sondern ein System. Ich komme aus einer Disziplin, in der jede Entscheidung Konsequenz hat: Schnittführung, Material, Proportion. Im Fashion Design entsteht nichts intuitiv im luftleeren Raum – alles ist konstruiert, getestet, korrigiert. Genau diese Denkweise prägt JB Intentions bis heute.
Über die Jahre in der internationalen Mode- und Produktionswelt wurde klar, wie streng die Logik hinter guter Gestaltung ist: Ein Produkt funktioniert nur, wenn Idee, Umsetzung und Realität deckungsgleich sind.
Mit der Verschiebung in digitale Räume hat sich diese Logik nicht aufgelöst, sondern verlagert. Social Media hat Mode nicht ersetzt, sondern ihre Wirkungsebene erweitert. Kleidung endet nicht mehr am Körper, sondern setzt sich im digitalen Raum fort.
JB Intentions entsteht genau aus dieser Erweiterung: als Übersetzung von Fashion-Struktur in digitale Identitätssysteme.
Was fasziniert Sie besonders daran, Marken visuell sichtbar zu machen?
Es ist nicht das Design. Es ist der Moment, in dem eine Identität erstmals sichtbar wird. Wenn mein/e Kunde/Kundin seine/ihre Marke sieht und nicht mehr erklären muss, wer er/sie ist – weil er/sie es erkennt.
Das ist der Punkt, an dem Branding aufhört, Dienstleistung zu sein und beginnt, emotional zu werden. Ich komme aus einer Welt, in der Stoff Gewicht hat, Nähte Bedeutung haben und jede Linie eine Entscheidung ist.
Dieses Denken übertrage ich in digitale Räume: Jede Marke braucht Struktur. Jede Struktur braucht Haltung. Jede Haltung braucht Sichtbarkeit.
Welche Bedeutung hat ein starker Social Media Auftritt heute für junge Marken?
Social Media ist kein Kanal mehr. Es ist ein Wahrnehmungsraum. Für junge Marken ist er oft der erste Kontaktpunkt – und damit der erste Beweis von Existenz, Haltung und Relevanz.
Gleichzeitig entsteht hier ein Missverständnis: Sichtbarkeit wird häufig mit Substanz verwechselt. Doch Reichweite ist nur der Einstieg. Wirkung entsteht erst, wenn dahinter Handwerk, Klarheit und emotionale Tiefe stehen. Die stärksten Marken kombinieren beides:
Wie schafft es JB Intentions, kreative Ideen in eine klare Markenidentität zu übersetzen?
Nicht das Kleid ist der Fokus, sondern die Passform einer Identität auf eine Person oder Marke. Ich arbeite wie im Atelier – nur dass das Material nicht Stoff ist.
Es sind Menschen, Visionen, Spannungen. Am Anfang steht nie Design. Am Anfang steht eine Frage: Identität oder Wunschbild?
Aus dieser Differenz entsteht alles. Dann wird reduziert, geschärft, verdichtet – bis nur noch das übrig bleibt, was unverwechselbar ist. Wie bei einer Kollektion: Alles Überflüssige wird entfernt, bis die Silhouette spricht.
Mit welchen Herausforderungen kämpfen Unternehmen häufig im Bereich Branding und Content?
Die größte Herausforderung ist nicht Design. Es ist Sichtbarkeit der Person hinter der Marke. Viele Marken sind visuell stark – aber emotional entkoppelt.
Es entstehen perfekte Inhalte ohne echte Präsenz und genau dadurch fehlt Vertrauen.
Denn Menschen verbinden sich heute nicht mit Logos, sondern mit Menschen.
Wenn diese Ebene fehlt, bleibt Branding immer unvollständig.
Warum reicht gutes Design allein heute oft nicht mehr aus?
Weil gutes Design nur die erste Schicht ist. Wie ein perfekt geschnittener Stoff ohne Körper.
In der Mode gilt: Ein perfektes Kleid funktioniert nur, wenn es getragen wird – nicht wenn es im Showroom hängt. Genauso existiert eine Marke erst im Verhalten: Ohne Verkörperung bleibt Design Fläche. Mit Verkörperung wird es Bedeutung.
Welche Rolle spielt die Fashion Branche für die kreative Ausrichtung von JB Intentions?
Fashion hat mir Disziplin beigebracht: Identität ist nichts Zufälliges – sie ist konstruiert und konsequent geführt.
Social Media hat diese Logik erweitert: aus der Kollektion wird ein permanenter Markenfluss. Die zentrale Erkenntnis bleibt gleich: Sichtbarkeit entsteht durch Aktualität. Wiedererkennung entsteht durch Charakter.
Was unterscheidet JB Intentions von klassischen Social Media oder Designagenturen?
JB Intentions denkt nicht in Kampagnen/Content, sondern in Identitätssystemen.
Mein Hintergrund liegt nicht im klassischen Marketing, sondern in der Entwicklung von Produkten – von der ersten Skizze bis zur finalen Produktion. Ich kenne den Moment, in dem aus einer Idee Realität wird und ich kenne die Realität dahinter: Qualität, Skalierung, Verantwortung.
Diese Perspektive verändert Branding fundamental. Ich entwickle keine Inhalte, um sichtbar zu sein. Ich entwickle Marken, die wiedererkennbar bleiben.
Wie wichtig ist Authentizität geworden, wenn Marken online sichtbar sein wollen?
Authentizität ist kein Stilmittel. Wenn ein Look auf dem Runway eine klare Linie hat, aber im Campaign-Shooting anders interpretiert wird, verliert er seine Identität.
Genauso passiert es bei Marken online. Sobald Sprache, Verhalten und visuelle Darstellung nicht mehr übereinstimmen, entsteht Reibung – und diese Reibung wird vom Publikum sofort gelesen.
Welche Trends beobachten Sie aktuell im Bereich Social Media und visuelle Kommunikation?
Ich sehe zwei parallele Entwicklungen. Einerseits werden visuelle Standards immer glatter und schneller reproduzierbar – durch Tools, Templates und KI.
Andererseits wächst der Wert von Handschrift. Ein Beispiel: Inhalte, die nicht perfekt sind, aber eine klare Perspektive haben, erzeugen oft mehr Resonanz als technisch makellose, aber austauschbare Ästhetik.
Das bedeutet: Qualität verschiebt sich von Perfektion zu Identität.
Wohin soll sich JB Intentions in den kommenden Jahren entwickeln?
Nicht in Richtung Größe —> Sondern in Richtung Bedeutung.
JB Intentions soll ein Raum bleiben, in dem Fashion-Denken auf digitale Identität trifft – ohne seine emotionale Tiefe zu verlieren. Es geht nicht um Expansion um jeden Preis, sondern um Projekte, die sich richtig anfühlen. Für Menschen, für Marken, für den Moment.
Welche drei Tipps würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die ihre Marke sichtbar machen möchten?
Erstens: Setzt euch intensiv mit eurer Marke auseinander – nicht oberflächlich, sondern wirklich tief. Versteht, wie ihr wahrgenommen werden wollt, und versucht nicht, das theoretisch auswendig zu lernen, sondern lebt diese Haltung im Alltag. Sichtbarkeit entsteht nicht durch perfekte Kommunikation, sondern durch gelebte Klarheit.
Zweitens: Habt keine Angst vor der Realität von Zusammenarbeit. Nicht jede Kooperation wird finanziell perfekt sein, nicht jede wird kreativ maximal erfüllen – und manche dienen primär dem Image oder der Erfahrung. Wichtig ist, jedes dieser Projekte als Teil eines größeren Lernprozesses zu sehen. Wachstum entsteht genau in dieser Vielfalt.
Und drittens: Akzeptiert, dass nicht alles ein Volltreffer sein wird. Sichtbarkeit ist kein linearer Erfolgspfad. Es gibt Treffer, Umwege und Experimente. Entscheidend ist, dranzubleiben, daraus zu lernen und den eigenen Weg konsequent weiterzugehen – auch wenn nicht alles sofort aufgeht.
Wir bedanken uns bei Joana Blotni für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder
Alpaca MGO entwickelt Mode aus Alpakafaser und verbindet nachhaltige Werte mit zeitlosen Designs. Durch den Stoff im Kopf Accelerator treibt das Unternehmen zudem neue Ansätze für Kreislaufwirtschaft und innovative Materiallösungen voran
Wie entstand die Idee zu Alpaca MGO und wer steckt hinter dem Startup?
Die Geschichte von Alpaca MGO begann lange, bevor die Marke entstand. Während meines Studiums der Tierhaltung in Peru hatte ich die Möglichkeit, viele ländliche Regionen zu bereisen und eng mit Kleinbauern und Viehhaltern zusammenzuarbeiten. Dabei wurde mir bewusst, wie stark diese Gemeinschaften zur Wertschöpfungskette der Lebensmittel- und Textilindustrie beitragen und gleichzeitig oft wenig Anerkennung für ihre Arbeit erhalten. Diese Erfahrungen weckten in mir den Wunsch, Wege zu finden, mehr Bewusstsein für den Wert ihrer Arbeit zu schaffen.
Gleichzeitig hatte ich schon als Kind eine besondere Verbindung zu Alpakas. Mein Großvater lebte in einem kleinen Ort in den peruanischen Anden und hielt selbst Alpakas, Schafe, Pferde usw. Seine Geschichten über die Tiere und das Leben auf dem Land haben mich nachhaltig geprägt. Jahre später führte mich mein Studium direkt in die Welt der Alpakazucht und ihrer Fasern. Dort lernte ich nicht nur die besonderen Eigenschaften der Alpakafaser kennen, sondern auch die Menschen und das Wissen dahinter.
Schon immer interessierte ich mich außerdem für Mode und nachhaltigen Konsum. Die Verbindung aus hochwertiger Naturfaser, kulturellem Erbe und verantwortungsvollem Unternehmertum inspirierte mich dazu, Alpaca MGO mitzugestalten. Gemeinsam mit meinem damaligen Partner, der das Projekt ursprünglich ins Leben gerufen hatte, entwickelten wir die Marke und die ersten Kollektionen für den deutschen Markt weiter.
Der Name Alpaca MGO setzt sich aus den Initialen unserer Namen zusammen und begleitet die Marke bis heute.
Heute führe ich Alpaca MGO als kleines Unternehmen neben meiner akademischen Entwicklung weiter. Mein Ziel ist es, die Marke kontinuierlich weiterzuentwickeln und dabei regenerative Denkansätze stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Alpaca MGO soll sich von einer saisonalen Marke zu einer ganzjährig relevanten Marke entwickeln, die Mode als Ausdruck von Identität, Verbundenheit und bewusster Fürsorge versteht.
Mit unseren Kollektionen möchten wir peruanische Wurzeln, traditionelles Handwerk und nachhaltige Werte mit zeitlosen, vielseitigen und inklusiven Designs verbinden. Dabei geht es uns nicht nur um hochwertige Produkte, sondern auch darum, einen positiven Beitrag für Menschen, Kultur und Umwelt zu leisten.
Welche persönliche Bedeutung hat nachhaltige Mode für das Team von Alpaca MGO?
Nachhaltige Mode bedeutet für mich vor allem Bewusstsein und Verantwortung in jedem einzelnen Schritt des Gestaltungsprozesses. Es geht darum, nicht nur das Endprodukt zu sehen, sondern die Entscheidungen dahinter von der Materialwahl bis hin zur Frage, wie und warum etwas überhaupt produziert wird.
Für mich ist sie eng mit meinen persönlichen Werten verbunden: Respekt gegenüber Ressourcen, Wertschätzung für Handwerk und der Anspruch, Dinge zu schaffen, die langfristig Bestand haben. Diese Haltung beeinflusst, wie ich entwerfe, auswähle und unternehmerische Entscheidungen treffe.
Am Ende ist nachhaltige Mode für mich weniger ein Trend oder eine Kategorie, sondern eine Art, bewusst mit Gestaltung und Wirkung umzugehen.
Warum fiel die Entscheidung bewusst auf Alpakafaser und Produktion in Peru?
Die Entscheidung für Alpakafaser und die Produktion in Peru basieren auf einer Kombination aus Qualität, Herkunft und Verantwortung. Alpakafaser ist eine außergewöhnliche Naturfaser: Sie ist langlebig, temperaturregulierend, weich und gleichzeitig ressourcenschonend im Vergleich zu vielen synthetischen oder konventionellen Materialien.
Gleichzeitig hat sie eine tiefe kulturelle Bedeutung in Peru und ist eng mit traditionellen Handwerkspraktiken und ländlichen Lebensrealitäten verbunden. Für mich war es wichtig, nicht nur mit einem hochwertigen Material zu arbeiten, sondern auch mit einem, dessen Ursprung klar verankert ist.
Die Produktion in Peru ermöglicht es außerdem, näher an der Quelle zu bleiben und mit lokalen Strukturen zu arbeiten, anstatt Wertschöpfung zu entkoppeln. So entsteht ein direkterer Bezug zwischen Material, Menschen und Produkt und eine transparentere, verantwortungsvollere Lieferkette.
Für Alpaca MGO ist diese Kombination aus Naturfaser und Herkunft kein Zufall, sondern eine bewusste Grundlage des gesamten Markenverständnisses.
Wie arbeitet Alpaca MGO mit lokalen Gemeinschaften und Handwerksbetrieben zusammen?
Als das Projekt gestartet war, wurde zunächst eine kleine Produktionsstruktur in einem freien Raum im Haus meines damaligen Partners aufgebaut. Unsere ersten Strickerinnen und Stricker waren Nachbarinnen und Verwandte, die bereits Erfahrung im Stricken mit Handmaschinen oder Stricknadeln hatten.
Im Laufe der Zeit haben wir die Zusammenarbeit erweitert und weitere Kontakte zu Alpaka-Farmern sowie zu lokalen Netzwerken aufgebaut, unter anderem zu einer NGO namens Ruwasunchis, die ebenfalls mit Strickgruppen arbeitet und einige Produkte für uns gefertigt hat. Einige dieser Frauen arbeiten bis heute mit uns zusammen.
In unserem Atelier in Lima arbeiten überwiegend Frauen aus einkommensschwachen Familien, daneben auch einige Männer. Es ist für mich sehr wertvoll zu sehen, dass wir durch diese Arbeit Einkommensmöglichkeiten schaffen und handwerkliche Fähigkeiten gezielt einbinden und fördern können.
Mit dem Wachstum von Alpaca MGO hat sich auch unsere Produktionsweise weiterentwickelt. Da viele unserer Designs auf Handstrickmaschinen basieren, haben wir zusätzlich ein kleines Netzwerk von Partnern mit industriellen Strickmaschinen aufgebaut, um komplexere und feinere Produkte umzusetzen. Auch hier arbeiten wir auf Basis von Vertrauen und langfristigen Beziehungen.
Welche Werte möchte Alpaca MGO mit seinen Designs und Produkten vermitteln?
Mit Alpaca MGO möchte ich Werte wie Bewusstsein, Langlebigkeit und Respekt in den Mittelpunkt stellen. Unsere Designs sollen Menschen dazu einladen, Mode nicht als kurzfristigen Konsum zu sehen, sondern als etwas, das mit Bedeutung, Identität und Sorgfalt verbunden ist.
Ein zentraler Wert ist Zeitlosigkeit, sowohl im Design als auch im Gedanken dahinter. Wir möchten Stücke schaffen, die über Trends hinaus funktionieren und über Jahre hinweg getragen werden können.
Gleichzeitig geht es um Wertschätzung: für Materialien, für Handwerk und für die Menschen, die hinter jedem Produkt stehen. Peruanische Herkunft, traditionelle Techniken und nachhaltige Materialien sind dabei keine Dekoration, sondern die Grundlage unserer Arbeit.
Am Ende soll Alpaca MGO Mode als etwas vermitteln, das Kultur, Menschen und Alltag verbindet, und dabei einen bewussteren Umgang mit Kleidung fördern.
Für welche Zielgruppe entwickelt Alpaca MGO seine genderneutralen Kollektionen?
Alpaca MGO entwickelt seine Kollektionen für Menschen, die vielseitige, zeitlose und bewusst gestaltete Kleidung suchen, unabhängig von Geschlecht oder saisonalen Trends. Unsere Designs sind bewusst reduziert, klar geschnitten und darauf ausgelegt, sich unterschiedlichen Körpern und Lebensstilen anzupassen.
Zu Beginn haben wir uns auf eine reduzierte Anzahl von Größen konzentriert. Dadurch ist ein Designansatz entstanden, der stärker auf Oversized- und flexible Silhouetten setzt. Interessanterweise hat sich dieser Ansatz gut mit dem Trend in Deutschland verbunden, Kleidung lockerer und vielseitiger zu tragen, was unsere Richtung zusätzlich bestätigt hat.
Auch im Design lag der Fokus früh auf Neutralität und Vielseitigkeit. Besonders Accessoires haben sich als guter Einstieg gezeigt, da sie universeller tragbar sind. Diese Denkweise hat sich auch auf unsere Kleidungsstücke übertragen: einfache Farben, klare Linien und Schnitte, die für verschiedene Körperformen und Geschlechter funktionieren.
Gleichzeitig entwickeln wir auch weiterhin ausgewählte Stücke mit einem stärkeren Fokus auf feminine Designs, da wir unterschiedliche Bedürfnisse und Kaufentscheidungen innerhalb unserer Kundschaft berücksichtigen möchten.
Welche Herausforderungen bringt der Aufbau einer nachhaltigen Modemarke heute mit sich?
Eine der größten Herausforderungen ist die Verbindung von Nachhaltigkeit, Qualität und wirtschaftlicher Realität. Hochwertige Materialien, faire Produktion und handwerkliche Prozesse erfordern deutlich höhere Investitionen als konventionelle Produktionsmodelle.
Als kleines Unternehmen ist zudem der Zugang zu Technologie und Infrastruktur begrenzt. Viele der notwendigen Maschinen oder spezialisierten Prozesse, insbesondere im Bereich zirkulärer Produktion, sind kostenintensiv und können nicht immer eigenständig umgesetzt werden. Dadurch entsteht die Notwendigkeit, mit externen Partnern zu arbeiten, was wiederum neue Herausforderungen mit sich bringt.
Eine weitere Schwierigkeit liegt in der Struktur der Finanzierungslandschaft. Klassische Förderungen und Investitionen konzentrieren sich häufig stark auf technologiegetriebene Start-ups, während kleinere, materialbasierte oder handwerklich orientierte Marken es oft schwerer haben, Zugang zu entsprechender Unterstützung zu erhalten. Dadurch basiert vieles zunächst auf eigenen Mitteln und einem persönlichen Unterstützungsnetzwerk.
Im Bereich zirkulärer Prozesse zeigt sich zusätzlich ein praktisches Spannungsfeld: Produktionspartner sind oft nicht lokal verfügbar. Das führt zu logistischen Wegen, die im Widerspruch zum Ziel stehen können, Emissionen möglichst gering zu halten. Diese Balance zwischen Machbarkeit, Nachhaltigkeit und Infrastruktur gehört aktuell zu den zentralen Herausforderungen in der Entwicklung der Marke.
Wie schafft es Alpaca MGO, traditionelle Handwerkskunst mit modernen Ansprüchen an Mode zu verbinden?
Bei Alpaca MGO arbeiten wir weniger über traditionelle Muster im klassischen Sinne, sondern stärker über die Art und Weise der Herstellung selbst. Wir nutzen traditionelles Wissen vor allem in Prozessen wie dem Färben der Fasern sowie in verschiedenen Stricktechniken, die in den Anden seit Generationen weitergegeben werden.
Gleichzeitig verbinden wir diese handwerklichen Grundlagen mit einem zeitlosen, reduzierten Designansatz. Traditionelle Elemente oder Muster werden, wenn sie verwendet werden, oft subtil interpretiert und in eine moderne, minimalistische Formensprache übersetzt.
Ein Beispiel dafür ist unser Crochet Bucket Hat “Kumpu”, bei dem die Faser mit der traditionellen „Puschka“ (einem andinen Spinnwerkzeug) von Hand verarbeitet wird. Dadurch entsteht eine bewusst etwas unregelmäßigere, organische Struktur, die die handwerkliche Herstellung sichtbar macht.
Wichtig ist für mich auch, dass Handwerkskunst bei uns nicht nur im Design, sondern im gesamten Produktionsprozess verankert ist. Während viele Menschen bei Alpaka-basierten Marken sofort an klassische Produkte wie den „Chullo“ denken, liegt unser Fokus weniger auf diesen ikonischen Formen, sondern auf der Weiterentwicklung der Prozesse und Materialien.
Ein zentraler Teil unserer Arbeit ist außerdem die kreative Freiheit der Strickerinnen. Wir geben technische Vorgaben und Designparameter vor, lassen aber bewusst Raum für individuelle Entscheidungen bei Mustern, Details oder Farbakzenten. Diese kleinen Variationen machen jedes Stück einzigartig und schaffen genau die Art von Individualität, die unsere Kundinnen und Kunden sehr schätzen.
Welche Rolle spielt die Teilnahme am Stoff im Kopf-Accelerator für die Entwicklung von Alpaca MGO?
Die Teilnahme am Stoff-im-Kopf-Accelerator spielt für mich eine sehr wichtige Rolle, da ich dadurch tiefer in die textile Welt eintauchen konnte, die mich schon lange fasziniert. Besonders wertvoll ist für mich der Zugang zu Netzwerken und Expertinnen und Experten aus der Industrie, mit denen ich meine Ideen konkret testen und weiterentwickeln kann.
Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit Groz-Beckert, mit der ich aktuell Möglichkeiten teste, Filzprozesse aus Post-Consumer-Alpaka-Textilien zu entwickeln und neue Materialanwendungen zu erforschen. Viele dieser Ideen hatte ich bereits seit längerer Zeit, aber erst durch den Accelerator wurden sie greifbar und testbar.
Sehr hilfreich ist auch das Coaching, das mir dabei hilft, meine vielen Ideen zu strukturieren und Prioritäten zu setzen. Als Gründerin habe ich oft sehr viele Gedanken und Ansätze gleichzeitig, und diese Unterstützung hilft mir, Klarheit zu gewinnen und fokussierter zu arbeiten.
Gleichzeitig bietet das Programm die Möglichkeit, Alpaca MGO auch als kleines Unternehmen strukturell weiterzudenken und weiterzuentwickeln. Dabei bleibt Raum für Experimentieren, nicht nur mit Alpakafaser, sondern auch mit möglichen Materialmischungen und neuen innovativen Ansätzen.
Besonders wertvoll ist außerdem der Austausch mit anderen Gründerinnen und Gründern. Man erweitert sein Netzwerk, bekommt neue Perspektiven und weiß nie genau, wann daraus zukünftige Kooperationen, Partnerschaften oder neue Möglichkeiten entstehen können.
Bildcredits Aplaca MGO
Was unterscheidet Alpaca MGO aus eurer Sicht von anderen nachhaltigen Fashion-Labels?
Was Alpaca MGO aus meiner Sicht besonders macht, ist die Kombination aus persönlicher Herkunft, handwerklichem Prozess und einem sehr nah am Material entwickelten, experimentellen Ansatz.
Ich versuche dabei bewusst, Mode aus zwei Perspektiven zu betrachten: als Gründerin und gleichzeitig als Konsumentin. Dadurch geht es mir nicht nur darum, ein Produkt zu schaffen, sondern auch darum, eine konkrete Lösung anzubieten – zum Beispiel Kleidung, die warm hält, langlebig ist und eine Alternative zu Materialien bietet, die langfristig Mikroplastik in der Umwelt hinterlassen können.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist für mich die Rolle von Kleidung im Alltag. Unsere Designs sollen Menschen nicht einschränken, sondern ihnen Raum geben, sich selbst auszudrücken. Statt kurzfristigen Trends zu folgen, liegt der Fokus auf Zeitlosigkeit, Vielseitigkeit und in manchen Fällen auch Multifunktionalität.
Gleichzeitig bleibt Alpaca MGO bewusst klein und flexibel strukturiert. Dadurch können wir sehr nah am Prozess arbeiten, testen und uns kontinuierlich weiterentwickeln, anstatt in standardisierte Produktionslogiken zu fallen.
Für mich entsteht daraus eine Marke, die nicht nur Produkte anbietet, sondern bewusst über Funktion, Identität und Verantwortung im Umgang mit Kleidung nachdenkt.
Welche nächsten Schritte und Entwicklungen plant Alpaca MGO in den kommenden Monaten?
In den kommenden Monaten liegt mein Fokus darauf, Alpaca MGO sowohl konzeptionell als auch strukturell weiterzuentwickeln und dabei insbesondere den nächsten Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft zu testen.
Ein zentrales Projekt ist dabei „Alpaka Loop“. Hierbei geht es mir nicht um neue Materialien, sondern um die Frage, wie wir bereits bestehende Alpaka-Textilien, insbesondere Post-Consumer-Produkte, wieder in den Produktionskreislauf integrieren können. Gemeinsam mit verschiedenen Institutionen und Partnern teste ich aktuell die technische und praktische Machbarkeit dieses Ansatzes, um daraus langfristig anwendbare Lösungen zu entwickeln.
Parallel dazu arbeite ich an der Weiterentwicklung unserer digitalen Präsenz, insbesondere am Aufbau einer eigenen Website. Durch die erhöhte Sichtbarkeit im Rahmen von „Stoff im Kopf“ entsteht für mich gerade die Möglichkeit, den Übergang von einer stark direkten, physischen Präsenz hin zu einer ergänzenden Online-Struktur bewusst zu gestalten.
Insgesamt geht es mir darum, Alpaca MGO Schritt für Schritt weiter zu strukturieren und gleichzeitig neue Wege zu finden, wie bestehende Materialien sinnvoll weiterverwendet werden können.
Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?
Erstens: Fang an, auch wenn noch nicht alles perfekt ist. Viele Dinge versteht man erst wirklich, wenn man sie in der Praxis ausprobiert und nicht nur plant.
Zweitens: Bleibt nah an eurem „Warum“. Gerade in schwierigen Phasen hilft es enorm, sich daran zu erinnern, weshalb man angefangen hat und welches Problem man eigentlich lösen möchte.
Drittens: Sucht aktiv Austausch und baut euch ein Netzwerk auf. Viele Entwicklungen entstehen nicht im Alleingang, sondern durch Gespräche, Kooperationen und den Zugang zu unterschiedlichen Perspektiven.
Und darüber hinaus: Macht aus eurer Leidenschaft eine Idee. Wenn ihr wirklich für etwas brennt, bekommt eure Arbeit automatisch Bedeutung und Tiefe. Leidenschaft gibt euch die Energie und Orientierung, auch wenn der Weg schwierig wird.
Habt außerdem keine Angst vor Risiken oder Fehlern. Scheitern ist nichts Endgültiges, sondern ein Teil des Lernens, Verlernens und erneuten Lernens auf dem Weg.
Bildcredits Alpaca MGO
Wir bedanken uns bei Maggie Garcia für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder
MediaTech Hub Potsdam fördert Startups in Babelsberg und vernetzt Medien, Forschung und Technologie, um digitale Innovationen schneller in die Praxis zu bringen
Wie positioniert sich der de Potsdam innerhalb des deutschen Digital Hub Netzwerks? Welche Rolle übernimmt der Hub für die digitale Transformation in Brandenburg und darüber hinaus?
Innerhalb der de Initiative steht der MediaTech Hub Potsdam für ein sehr klares Profil: Wir sind Deutschlands einziger Digital Hub mit Fokus auf Medientechnologien. Damit bringen wir die Perspektive einer Branche in das Netzwerk ein, in der digitale Transformation besonders konkret sichtbar wird. Es geht um Film, Fernsehen, Streaming, KI-gestützte Produktion, virtuelle Produktionsumgebungen, immersive Medien und neue datenbasierte Geschäftsmodelle.
Unsere Aufgabe ist es, diese Entwicklungen nicht nur zu beobachten, sondern in Anwendung zu bringen. Wir unterstützen Startups, vernetzen sie mit Industrie, Forschung und Investor und schaffen Räume für Wissenstransfer, Kooperation und konkrete Erprobung.
Für Brandenburg bedeutet das: Wir entwickeln Babelsberg als Innovationsstandort gezielt weiter. Mit dem neuen Standort auf dem Gelände von Studio Babelsberg, dem strategischen Standortmanagement für die Medienstadt Babelsberg und der Kooperation mit Studio Babelsberg bringen wir Startup-Ökosystem, Medienproduktion und Technologieentwicklung strukturell näher zusammen. So können neue Lösungen dort entstehen, wo sie später auch gebraucht werden: im Umfeld realer Film-, Serien- und Medienproduktion.
Damit verbinden wir die besondere Medienkompetenz der Region mit nationalen und internationalen Netzwerken. Unser Ziel ist ein Ökosystem, das Innovation schneller in Anwendung bringt und über die Medienbranche hinaus Wirkung entfaltet.
Potsdam steht für starke Kompetenzen in Medien, KI und Data. Welche Standortvorteile nutzt der de Potsdam, um Innovationen in diesen Bereichen gezielt zu fördern?
Der große Vorteil von Potsdam und Babelsberg ist die außergewöhnliche Nähe von Medienproduktion, Technologieentwicklung, Forschung und kreativem Talent. Hier treffen Studios, Produktionsunternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Startups und etablierte Medienakteure direkt aufeinander.
Mit unserem neuen Standort auf dem Gelände von Studio Babelsberg wird diese Nähe noch konkreter. Innovation entsteht hier nicht abstrakt, sondern im Umfeld realer Produktionsprozesse. Startups können ihre Lösungen nah an tatsächlichen Bedarfen entwickeln. Unternehmen bekommen früh Zugang zu neuen Technologien und können diese gemeinsam mit jungen Teams erproben.
Genau darin liegt die Stärke des Standorts. Babelsberg verbindet kreative Exzellenz mit technologischer Anwendung. Der MediaTech Hub Potsdam schafft dafür die Struktur: durch Programme, Veranstaltungen, Netzwerkformate, Standortmanagement und direkte Vermittlung zwischen den Akteuren.
Welche technologischen Schwerpunkte setzt der de Potsdam aktuell? Warum sind diese Themen für die digitale Zukunft besonders relevant?
Aktuell sehen wir besonders starke Entwicklungen in drei Bereichen: Künstliche Intelligenz sowohl im Bereich der generativen KI (also dem Erzeugen von Geschichten, Bildern, Bewegtbild und Audio mit KI) als auch im Bereich der agentischen KI für Produktionsprozesse. Hinzu kommt die Nutzung von MediaTech für neue Geschäftsmodelle, nutzerzentrierte Angebote und Virtual Production, wobei wir letzteres als größeres Spielfeld als nur LED verstehen: von PreViz über Photogrammetrie, volumetrisches Video, Gaussian Splatting bis hin zur Visualisierung von Produktionsprozessen.
Für uns ist wichtig, diese Technologien nicht als Hype zu betrachten. Entscheidend ist, wo sie konkrete Probleme lösen, neue Geschäftsmodelle ermöglichen und kreative Arbeit sinnvoll erweitern. Genau an dieser Schnittstelle setzt der MediaTech Hub Potsdam an, da er die Perspektiven verschiedener Akteure zusammenbringt.
Wie unterstützt der Hub Startups und Unternehmen bei der Entwicklung, Validierung und Skalierung ihrer Geschäftsmodelle?
Als offizielles Startup-Zentrum Brandenburg begleiten wir Startups bei der Entwicklung marktfähiger Geschäftsmodelle. Mit dem MTH Accelerator unterstützen wir seit 2019 Early-Stage-Teams an der Schnittstelle von Medien, Technologie und Wirtschaft. Seit der Gründung wurden von Jahr zu Jahr zunehmend und inzwischen mehr als 100 Startups durch den Accelerator begleitet. 2026 werden es allein mehr als 30 Startups sein.
Unser Angebot richtet sich bewusst an unterschiedliche Wachstumspfade von Startups. Mit dem „Bootstrap Seedstrap Programm“ unterstützen wir Gründer, die kapital-effizient und nachhaltig wachsen wollen. Mit dem „Investment Readiness Programm“ bereiten wir Teams gezielt auf Angel-, Pre-Seed- oder Seed-Finanzierungen vor. Beide Programme sind anteilsfrei und bieten Zugang zu Coaching, Mentoring, Netzwerken und internationalen Märkten.
Gleichzeitig ist unser Standort ein wichtiger Hebel. Durch die Nähe zu etablierten Medienunternehmen, Produktion, Forschung und Investor können Startups ihre Lösungen schneller validieren. Unternehmen wiederum erhalten Zugang zu jungen Technologien und neuen Partnern für konkrete Pilotprojekte.
Welche Rolle spielen etablierte Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen im Ökosystem des de Potsdam?
Sie spielen eine zentrale Rolle. Innovation entsteht selten in einem geschlossenen System. Sie entsteht dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen.
Etablierte Unternehmen bringen Marktkenntnis, reale Anwendungsfälle und Branchenzugang ein. Hochschulen und Forschungseinrichtungen liefern technologische Tiefe, wissenschaftliche Kompetenz und Talente. Startups bringen Geschwindigkeit, unternehmerischen Mut und neue Lösungsansätze. Der MediaTech Hub Potsdam verbindet diese Perspektiven.
Diese Verbindung ist auch historisch Teil unserer DNA. Der Hub wurde aus dem Babelsberger Medien- und Innovationsumfeld heraus aufgebaut und wird bis heute von starken Partnern wie der Universität Potsdam, dem Hasso-Plattner-Institut und der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF unterstützt. Unsere Aufgabe ist es, aus dieser Nähe konkrete Zusammenarbeit entstehen zu lassen: Pilotprojekte, Wissenstransfer, neue Geschäftsmodelle und langfristige Partnerschaften.
Wie adressiert der Hub aktuelle Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Internationalisierung oder den Transfer von Forschung in marktfähige Produkte?
Diese Herausforderungen hängen eng zusammen. Wer Fachkräfte gewinnen will, braucht ein sichtbares, attraktives und dynamisches Ökosystem. Wer Forschung in den Markt bringen will, braucht Unternehmer, Anwendungspartner und Zugang zu Kapital. Und wer international wachsen will, braucht Netzwerke und Sichtbarkeit über den eigenen Standort hinaus.
Der MediaTech Hub Potsdam setzt genau dort an. Wir schaffen Formate, in denen Talente, Startups, Unternehmen und Forschungseinrichtungen miteinander in Kontakt kommen. Über den MTH Accelerator begleiten wir Teams beim Schritt von der Idee oder Technologie hin zu einem skalierbaren Geschäftsmodell. Über die de Initiative, internationale Events und die MediaTech Hub Conference bringen wir den Standort in überregionale und internationale Netzwerke.
Besonders wichtig ist für uns der Transfer. Forschung und Technologie entfalten ihren Wert erst dann, wenn daraus Anwendungen entstehen, die in der Praxis funktionieren. Diese Übersetzung von Wissen in marktfähige Produkte ist ein Kern unseres Auftrags.
Welche Bedeutung haben Daten, KI und digitale Plattformen für die Innovationsstrategie des Hubs?
Daten, KI und digitale Plattformen sind zentrale Bausteine der nächsten Innovationsphase in der Medienbranche. Sie verändern die gesamte Wertschöpfungskette und ganze Berufsbilder. Inhalte werden anders geplant, produziert, ausgewertet, verteilt und genutzt.
Für den MediaTech Hub Potsdam sind diese Technologien deshalb strategisch relevant. Sie eröffnen neue Möglichkeiten für effizientere Produktionsprozesse, personalisierte und auch interaktivere Nutzererlebnisse, bessere Rechte- und Metadatenstrukturen, automatisierte Workflows und neue Geschäftsmodelle.
Gleichzeitig braucht es einen verantwortungsvollen und anwendungsnahen Umgang. Die entscheidende Frage ist nicht, welche Technologie gerade am meisten Aufmerksamkeit bekommt. Die entscheidende Frage ist, welche Lösung einen echten Mehrwert für Kreative, Unternehmen, Nutzer und den Markt schafft. Genau darum arbeiten wir eng mit Startups und Partnern im Ökosystem wie dem Studio Babelsberg.
Wie fördert der de Potsdam die Zusammenarbeit zwischen Startups, Mittelstand, Wissenschaft und öffentlicher Hand?
Wir verstehen den MediaTech Hub Potsdam als Plattform für Zusammenarbeit. Unsere Aufgabe ist es, die richtigen Menschen, Themen und Organisationen zusammenzubringen, damit daraus konkrete Projekte entstehen.
Das passiert über unterschiedliche Formate. Der MTH Accelerator bringt Startups mit Mentor, Unternehmen, Investor und Forschungspartnern zusammen. Die MediaTech Hub Conference, die dieses Jahr vom 29. bis 30. September stattfindet, schafft internationale Sichtbarkeit und fachlichen Austausch. Mit unseren Formaten wie „Die Grüne Couch: MediaTech meets…“, KI-Workshops oder Challenge-Formaten bringen wir konkrete Fragestellungen aus der Praxis mit innovativen Lösungsansätzen zusammen.
Auch die öffentliche Hand spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie schafft Rahmenbedingungen, unterstützt Standortentwicklung und ermöglicht strategische Projekte. Unser neuer Auftrag des Standortmanagements für die Medienstadt Babelsberg ist dafür ein gutes Beispiel. Er hilft uns, Kooperationen am Standort gezielter aufzubauen und Babelsberg gemeinsam mit allen Akteuren als Kompetenzzentrum für Medientechnologien weiterzuentwickeln.
Wie messen Sie den Erfolg Ihrer Aktivitäten – sowohl für die beteiligten Startups als auch für den Innovationsstandort Potsdam?
Für Startups messen wir Erfolg nicht nur an einer einzelnen Kennzahl. Natürlich sind Wachstum, Finanzierungen, Kundengewinnung und Markteintritt wichtig. Genauso wichtig ist aber, ob ein Team nach dem Programm ein geschärftes Geschäftsmodell, klare nächste Schritte und Zugang zu den richtigen Partnern hat.
Von den seit 2019 durch den MTH Accelerator begleiteten Startups sind mehr als 70% nach wie vor aktiv. Für uns ist das nicht nur eine Zahl. Dahinter stehen Gründer, die neue Technologien in konkrete Anwendungen übersetzen und damit die Medienbranche und angrenzende Märkte weiterentwickeln.
Für den Standort betrachten wir Erfolg auf einer zweiten Ebene. Hier geht es um Kooperationen, Sichtbarkeit, Wissenstransfer und wirtschaftliche Wirkung. Wenn Startups, Unternehmen, Forschung und Produktion häufiger und konkreter zusammenarbeiten, stärkt das den gesamten Standort. Unser Ziel ist, dass Babelsberg nicht nur als traditionsreicher Medienstandort wahrgenommen wird, sondern als Ort, an dem die Zukunft der Medienproduktion aktiv entsteht.
Welche Ziele verfolgt der de Potsdam in den kommenden Jahren, um die digitale Transformation aktiv mitzugestalten?
Unser Ziel ist es, Babelsberg und Potsdam als führenden Standort für medientechnologische Innovation weiter auszubauen. Der neue Standort auf dem Gelände von Studio Babelsberg und die strategische Partnerschaft mit Studio Babelsberg sind dafür wichtige Schritte.
In den kommenden Jahren wollen wir noch mehr Startups anziehen, Kooperationen zwischen Produktion, Technologie und Forschung vertiefen und neue Technologien schneller in reale Anwendungen bringen. Themen wie KI, Virtual Production, Extended Reality, datengetriebene Workflows und digitale Plattformen werden dabei weiter an Bedeutung gewinnen.
Gleichzeitig wollen wir den Hub als physischen und inhaltlichen Treffpunkt stärken. Transformation entsteht nicht nur durch Technologie, sondern durch Begegnung, Vertrauen und gemeinsame Projekte. Unser Anspruch ist, ein Ort zu sein, an dem aus Austausch konkrete Innovation wird. Für Babelsberg, für Brandenburg und für die Medienbranche darüber hinaus.
Bild Team Bild MediaTech Hub Potsdam Fotograf: Beate Wätzel
Mit NEOH MILKY CHOC präsentiert das österreichische Food Tech Unternehmen einen neuen Schokoriegel ohne Zuckerzusatz. Der Snack verbindet cremigen Milchgeschmack mit moderner Ernährung und richtet sich an Menschen, die Genuss und bewussten Konsum miteinander verbinden möchten.
Neu im NEOH-Universum:
BELIEBTER GESCHMACK, OHNE ZUGESETZTEN ZUCKER: NEOH präsentiert den neuen MILKY CHOC
NEOH MILKY CHOC setzt auf Genuss ohne Zuckerzusatz
Wien, am 01.06.2026 – NEOH erweitert sein Sortiment um eine echte Lifestyle-Innovation: MILKY CHOC. Der neue Riegel vereint cremigen Milchgenuss mit zarter Textur – und das ganz ohne zugesetzten Zucker. Mit etwa 50 kcal pro Riegel und gleichzeitig hohem Ballaststoffgehalt setzt NEOH erneut neue Maßstäbe für bewussten Genuss.
Jeder liebt diesen Geschmack – MILKY CHOC trifft den Nerv einer Generation, die sich zwischen Genuss und bewusster Ernährung nicht mehr entscheiden möchte. Inspiriert von ikonischen Milchschokoladen-Klassikern, interpretiert NEOH das Konzept neu: viel Milchcreme, kein Zusatz von Zucker – und das ohne Kompromisse im Geschmack.
„Mit MILKY CHOC bringen wir ein Produkt auf den Markt, das Kindheitserinnerungen weckt und gleichzeitig perfekt in einen modernen, bewussten Lifestyle passt. Unser Anspruch war klar: maximaler Genuss, ZERO added sugar– und genau das haben wir geschafft“, so Manuel Zeller, CEO und Gründer von NEOH.
Die Vorteile von NEOH MILKY CHOC im Überblick
Die Highlights auf einen Blick:
ZERO Added Sugar – ohne zugesetzten Zucker
Hoher Ballaststoffgehalt
Nur etwa 50 kCal pro Riegel
NEOH MILKY CHOC für bewusste Ernährung
MILKY CHOC ist in zwei Varianten erhältlich:
4er-Pack UVP 1,49 AT/DE
8er-Pack UVP 2,59 DE / 2,99 AT
NEOH bleibt seiner Mission treu: Produkte zu entwickeln, die bekannten Genuss neu definieren – ohne Zuckerzusatz, aber mit vollem Geschmack.
NEOH setzt auf innovative Zuckerersatz Technologien
Über NEOH:
NEOH ist ein österreichisches Food-Tech-Unternehmen, das sich auf Produkte ohne zugesetzten Zucker und innovative Zuckerersatz-Technologien spezialisiert hat. Herzstück ist die firmeneigene ZERO+ Formel, die Zucker vollständig in fast allen Produkten ersetzen kann und dabei Geschmack, Textur und industrielle Verarbeitbarkeit erhält. ZERO+ wird in allen NEOH-Produkten eingesetzt und findet zunehmend Anwendung in der Lebensmittelindustrie.
Digitale Souveränität für Behörden und öffentliche Einrichtungen
Digitale Souveränität für den Staat
Im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung von GovTech Deutschland wurde STACKIT, der Cloud-Provider von Schwarz Digits, als Teil des Multi-Cloud-Portfolios der beauftragten Bechtle AG ausgewählt. Die Lösung kommt bei der „Deutschlandplattform“ sowie bei der Gesundheitsplattform MEDI zum Einsatz. Der Rahmenvertrag hat ein Volumen von bis zu 250 Millionen Euro. Dadurch erhalten Behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene einen standardisierten und zugleich souveränen Zugang zu Infrastruktur- und KI-Leistungen.
Auch bei der KI-Plattform des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung ist Schwarz Digits Teil eines Konsortiums mit Zuschlag. Das BMDS hat das von der SVA System Vertrieb Alexander GmbH geführte Konsortium ausgewählt. Gemeinsam mit Codesphere und Schwarz Digits entsteht eine souveräne Umgebung für Fachverfahren und KI-Anwendungen. Dadurch sollen Dokumentenverarbeitung sowie Planungs- und Genehmigungsverfahren schneller und effizienter werden.
Das Konsortium bietet eine KI-Plattform, die vollständig in deutscher Hand liegt. Gleichzeitig stärkt sie Deutschlands Rolle als Wertschöpfer im KI-Ökosystem. Die Einführung auf Bundes- und Landesebene erfolgt unter anderem über GovDigital. Dabei handelt es sich um die bundesweite Genossenschaft für die Integration souveräner IT-Lösungen im öffentlichen Sektor.
Digitale Souveränität durch Förderung von Start-ups
Schwarz Digits fördert die Gestalter der digitalen Zukunft Europas
Um den Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa weiter zu stärken, investiert Schwarz Digits bereits gezielt in vielversprechende Unternehmen. Jetzt startet das Unternehmen zusätzlich ein Programm für ambitionierte Start-ups. Damit unterstützt Schwarz Digits junge Unternehmen bei der Skalierung ihrer Innovationen. Gleichzeitig baut das Unternehmen sein Ökosystem weiter aus.
Die Förderung stärkt digitale Souveränität durch mehr Wahlfreiheit, Wettbewerb und Innovationskraft. Bewerben können sich Software-Unternehmen mit Hauptsitz in Europa. Zudem müssen sie jünger als fünf Jahre sein und ein digitales Geschäftsmodell verfolgen. Die Bewerbungen prüft eine interne Jury.
„Ein starkes digitales Ökosystem lebt von Zusammenarbeit auf Augenhöhe und innovativen Impulsen. Mit unseren strategischen Partnerschaften und dem neuen Start-up-Programm schlagen wir genau diese Brücke. Wir bieten ambitionierten Gründern eine souveräne und sichere Basis, um ihre Innovationen zu skalieren“, betont Rolf Schumann, Co-CEO von Schwarz Digits auf der TECH. „Indem wir junge Tech-Unternehmen gezielt fördern und zugleich in unser Netzwerk aufnehmen, beschleunigen wir den Weg von der Idee bis zur Marktreife. Außerdem stärken wir nachhaltig die digitale Zukunft Europas.“
Start-up-Programm stärkt digitale Souveränität in Europa
Das Start-up-Programm bietet abhängig vom Entwicklungsstand und der technischen Komplexität Cloud-Credits für das gesamte STACKIT-Service-Portfolio. Zusätzlich profitieren die Start-ups von individueller Beratung. Dabei erhalten sie Unterstützung in den Bereichen Business Development, KI, Cybersecurity und Cloud.
Die ausgewählten Unternehmen können zudem das Ökosystem der Unternehmen der Schwarz Gruppe kennenlernen. Außerdem erhalten sie Zugang zu wertvollen Kontakten innerhalb der Start-up-Szene.
Ziel des Programms ist es, zukunftsweisende Lösungen „Made in Europe“ auf dem Weg in den Realbetrieb zu begleiten. Gleichzeitig hilft die souveräne Infrastruktur dabei, versteckte IT-Kosten zu reduzieren. Zudem lassen sich langwierige Vertriebsprozesse und Vendor-Lock-in-Effekte frühzeitig vermeiden.
Die Factorial Finanzierung markiert einen wichtigen Schritt für eines der am schnellsten wachsenden KI-Scale-ups Europas. Mit 150 Millionen US-Dollar frischem Kapital und einer Bewertung von 2,5 Milliarden US-Dollar baut das Unternehmen seine KI-Plattform weiter aus. Gleichzeitig verstärkt Factorial seine Investitionen in Deutschland sowie in weiteren europäischen Märkten.
Factorial Finanzierung stärkt Europas KI Wachstum
Factorial erhält 150 Mio. US-Dollar in Series-D-Finanzierung und erreicht Bewertung von 2,5 Mrd. US-Dollar – eines der wertvollsten KI-Scale-ups Europas
General Catalyst führt das 150-Mio.-US-Dollar-Eigenkapitalinvestment an, übernimmt im Rahmen der Series-D-Runde erstmals einen direkten Anteil an Factorial und bewertet das Unternehmen mit über 2,5 Mrd. US-Dollar. Factorial wird damit zu einem der wertvollsten KI-Scale-ups Europas.
General Catalyst stellt gleichzeitig weitere 540 Mio. US-Dollar über seinen Customer Value Fund bereit, um Factorials Vertriebs- und Marketinginvestitionen ohne zusätzliche Verwässerung zu finanzieren. So kann das Unternehmen nachhaltig wachsen und zugleich Cash Burn vermeiden.
Die Finanzierung beschleunigt Factorials Wandel vom SaaS-Unternehmen zur KI-basierten Workforce-Operations-Plattform. Zudem wird der Ausbau in europäischen Märkten vertieft, wobei Deutschland besonders im Fokus steht.
Factorial, Europas führende KI-basierte Workforce-Operations-Plattform, gibt heute den Abschluss einer Series-D-Finanzierungsrunde über 150 Mio. US-Dollar bei einer Bewertung von 2,5 Mrd. US-Dollar bekannt. Damit zählt Factorial zu den wertvollsten spanischen und europäischen Scale-ups. Angeführt wird die Runde von General Catalyst, das erstmals direkt in Factorial investiert. Weitere Investoren sind unter anderem Atomico und Four Rivers. Parallel zur Eigenkapitalrunde baut General Catalyst sein bisheriges Engagement aus und stellt über den Customer Value Fund bis zu weitere 540 Mio. US-Dollar bereit. Damit steigt das insgesamt zugesagte Kapital auf über 700 Mio. US-Dollar und sichert Factorials Wachstum in den kommenden Jahren.
Factorial Finanzierung macht das Unternehmen zu einem Top Scale-up
Eines der wertvollsten Scale-ups Europas
Mit dieser Runde überschreitet Factorial die Bewertungsmarke von 2,5 Mrd. US-Dollar, überholt viele spanische Scale-ups und zählt nun zu den Top 20 innerhalb der Europäischen Union. Der Meilenstein spiegelt zehn Jahre starkes Wachstum, einen loyalen und zugleich wachsenden Kundenstamm von über 16.000 Unternehmen in mehr als 90 Ländern sowie eine Produktstrategie wider, die in wettbewerbsintensiven europäischen Märkten überzeugt. Factorial ist außerdem das einzige Unternehmen seiner Kategorie, dem eine erfolgreiche Internationalisierung über diese Märkte hinweg gelungen ist.
Jordi Romero, CEO und Co-Gründer von Factorial, sagt: „Vor zehn Jahren haben wir Factorial als SaaS-Unternehmen aufgebaut. Heute sind wir ein AI-first-Unternehmen, das Agenten für seine Kunden entwickelt – und das für über 16.000 Unternehmen. Wir haben das Produkt, die Architektur und die Art und Weise, wie unsere Kunden ihre Arbeit rund um KI-Agenten organisieren, neu ausgerichtet. Die Partnerschaft mit General Catalyst gibt uns die Überzeugung und das Kapital, diesen Neustart in ein kategoriedefinierendes Unternehmen zu übersetzen. Diese Runde schließt kein Kapitel. Sie eröffnet das Kapitel, auf das es ankommt.“
General Catalyst baut Beteiligung an Factorial aus
General Catalyst erwirbt erstmals direkten Anteil an Factorial
Das Eigenkapitalinvestment von General Catalyst markiert den ersten direkten Eigentumsanteil des Investors an Factorial, nachdem die Firma zuvor bereits über ihren Customer Value Fund mit Factorial verbunden war. Die starke Entwicklung der Unit Economics hat General Catalyst in seiner langfristigen Überzeugung von Factorial bestärkt. Dabei spielen Produktinnovation, finanzielle Disziplin sowie die europäische Marktführerschaft eine wichtige Rolle. Zudem fällt das Investment in eine Phase, in der Factorial sein Geschäftsmodell vom SaaS-Unternehmen zu einer menschenzentrierten KI-basierten Workforce-Operations-Plattform transformiert hat.
Pranav Singhvi, Partner bei General Catalyst, sagt: „Das nächste Jahrzehnt der Unternehmenssoftware wird den Unternehmen gehören, die sich rund um KI neu aufstellen – nicht denen, die KI nur ergänzend anbauen. Genau das tut Factorial. Und zwar mit einer Produktbreite sowie einem ambitionierten Wachstum auf Skalierungsebene, die weltweit selten sind. Deshalb vertiefen wir unsere Partnerschaft sowohl über Eigenkapital als auch über unseren Customer Value Fund.“
„Bei General Catalyst ist es unser Ziel, für die ambitioniertesten Unternehmen der Welt die erste und letzte Kapitalquelle zu sein. Factorial ist dafür das perfekte Beispiel“, ergänzt Hemant Taneja, CEO von General Catalyst.
Factorial Finanzierung unterstützt neue Wachstumsstrategie
Ein neues Wachstumsmodell: 700 Mio. US-Dollar über General Catalysts Customer Value Fund
Zusätzlich zur Eigenkapitalrunde stellt General Catalyst bis zu weitere 540 Mio. US-Dollar über seinen Customer Value Fund bereit. Damit steigt das insgesamt zugesagte Kapital auf über 700 Mio. US-Dollar und sichert Factorials Wachstum in den kommenden Jahren. In dieser Struktur sind die Renditen von General Catalyst ausschließlich an den durch diesen Mitteleinsatz geschaffenen Kundenwert gebunden. Gleichzeitig sind sie auf einen festen Betrag begrenzt. Dadurch erhält Factorial die finanzielle Schlagkraft für weiteres Wachstum in Europa und schont zugleich die Eigenkapitalbasis.
Factorial Finanzierung treibt die KI Plattform voran
Vom SaaS-Unternehmen zur KI-basierten Workforce-Operations-Plattform
Die Investition kommt in einem entscheidenden Moment der Produktentwicklung von Factorial. Nach zehn Jahren hat das Unternehmen sein Produkt rund um KI neu ausgerichtet. Statt einer festen Abfolge von Screens und Workflows entsteht eine agentengesteuerte Plattform, die die Richtlinien jedes Kunden lernt, ausführt und sich zugleich an Veränderungen anpasst.
Factorial One steht im Zentrum der Plattform
Im Zentrum dieser Architektur steht Factorial One, der einheitliche Workspace der Plattform. Ein Agent repräsentiert die Organisation und wendet die Richtlinien an, die ein Unternehmen über HR, Finance und IT hinweg definiert. Der andere Agent repräsentiert die Mitarbeitenden. Er erweitert deren Handlungsspielraum, macht relevante Informationen sichtbar und führt Aufgaben im Auftrag der jeweiligen Person aus.
Während viele Anbieter auf Hunderte oder Tausende spezialisierte Agenten setzen, verfolgt Factorial einen anderen Ansatz. Das Unternehmen geht davon aus, dass Firmen weniger Agenten, klarere Verantwortlichkeit und eine zentrale Grundlage für ihre Prozesse benötigen. Dadurch positioniert sich Factorial für einen deutlich größeren Anteil am Markt für Business-Operations-Software.
Factorial Finanzierung stärkt den Ausbau in Deutschland
Deutschland im Fokus – neues Münchner Büro und ambitionierter Marktausbau
Ein signifikanter Teil des neuen Kapitals wird in Deutschland eingesetzt, das Factorial als wichtigsten internationalen Wachstumsmarkt bezeichnet. Das Unternehmen eröffnet ein neues Büro in München, um seine Präsenz in Deutschland zu verankern sowie näher an Kunden, Partner und Talente heranzurücken.
In den nächsten zwölf Monaten wird Factorial in Deutschland stark einstellen, darunter in Sales, Customer Success, Product, Marketing und Engineering. Gleichzeitig will das Unternehmen weitere Marktanteile gewinnen. Deutschland zählt bereits heute zu Factorials am schnellsten wachsenden Kundenbasen. Zudem soll das neue Kapital die lokale Produktkompetenz stärken und den Ausbau des Teams beschleunigen.
„Deutschland ist unser wichtigster Markt in Europa – und er wurde zu lange nicht ausreichend bedient. Wir stellen unser Team, unser Kapital und unsere Produkt-Roadmap dahinter. München ist erst der Anfang“, sagt Jordi Romero, CEO und Co-Gründer von Factorial.
Über Deutschland hinaus wird Factorial sein Wachstum in Frankreich, Italien und Portugal weiter beschleunigen. Gleichzeitig baut das Unternehmen sein Team weltweit mit bis zu 50 Neueinstellungen pro Woche aus.
Die Mönchsfrucht Innovation von Oatsome markiert den nächsten Schritt auf dem Wachstumskurs des Unternehmens. Gleichzeitig hat die Crowd-Kampagne das Finanzierungsziel bereits vorzeitig erreicht. Damit verbindet Oatsome Produktentwicklung und Wachstum auf besondere Weise. Zudem zeigt die Entwicklung, dass das Interesse an neuen Ernährungslösungen weiter steigt.
Mönchsfrucht Innovation stößt auf großes Interesse
Oatsome bringt Mönchsfrucht-Innovation in den Handel – Crowd-Kampagne bereits überzeichnet
Mit einer Produktinnovation auf Basis von Mönchsfrucht und einer bereits überzeichneten Crowd-Kampagne setzt Oatsome seinen Wachstumskurs fort. Das Frankfurter Unternehmen hat das ursprüngliche Finanzierungsziel von 500.000 Euro vorzeitig erreicht.
Dresden, 03. Juni 2026. Das Better-for-You-Food-Unternehmen Oatsome hat im Rahmen seiner Crowdinvesting-Kampagne auf OneCrowd das ursprünglich angestrebte Finanzierungsziel von 500.000 Euro bereits vorzeitig erreicht. Damit ist die Finanzierungsrunde offiziell überzeichnet. Investitionen sind noch bis zum 12. Juni 2026 möglich, und insgesamt kann bis zu einem maximalen Emissionsvolumen von 800.000 Euro investiert werden.
Die erfolgreiche Finanzierungsrunde unterstreicht das Interesse der Crowd an Unternehmen, die von langfristigen Ernährungstrends wie natürlicher Ernährung, Zuckerreduktion und funktionalen Lebensmitteln profitieren möchten. Gleichzeitig arbeitet Oatsome bereits an der nächsten Produktinnovation und treibt die Entwicklung weiterer Produkte voran.
Mönchsfrucht Innovation bringt neue Produktgeneration
Mit der neuen „Lovely Caramel Creme“ bringt Oatsome einen pflanzlichen Bio-Aufstrich auf den Markt, der nach Unternehmensangaben 84 Prozent weniger Zucker als vergleichbare Produkte enthält und dabei vollständig auf künstliche Süßungsmittel verzichtet. Möglich wird dies durch den Einsatz von Mönchsfrucht, einer in Europa bislang wenig verbreiteten natürlichen Zutat, deren Süßkraft deutlich über der von Zucker liegt. Die Markteinführung bei einer großen Drogeriekette in Deutschland und Österreich ist für Juli geplant.
„Mit Mönchsfrucht erschließen wir einen völlig neuen Weg der natürlichen Zuckerreduktion. Solche Innovationen benötigen Zeit, Entwicklungsaufwand und Investitionen. Die Unterstützung der Crowd ermöglicht es uns, genau diese Produkte in den Markt zu bringen“, so Tim Horn, Gründer von Oatsome.
Oatsome wächst und baut den Handel weiter aus
Wachstum während der laufenden Finanzierungsrunde
Auch während der Crowdinvesting-Kampagne konnte Oatsome wichtige Fortschritte erzielen. Dazu zählen unter anderem zusätzliche Handelslistungen, die erfolgreiche Einführung einer neuen Produktkategorie sowie die Ausweitung bestehender Produkte auf weitere Filialen großer Handelspartner. Zudem entwickelte sich Oatsome nach Unternehmensangaben im ersten Quartal 2026 profitabel und zweistellig wachsend.
Beteiligung an Oatsome noch bis Juni möglich
Beteiligung noch bis 12. Juni möglich
Privatanlegerinnen und Privatanleger können sich noch bis zum 12. Juni 2026 an Oatsome beteiligen. Angeboten wird eine nicht nachrangige digitale Anleihe in Form eines elektronischen Wertpapiers. Die Anleihe läuft bis zum 31.12.2028 und bietet einen festen Zinssatz von 8 Prozent p. a. mit jährlicher Ausschüttung.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit eines einmaligen erfolgsabhängigen Bonus von bis zu 30 Prozent der Investmentsumme. Die Höhe des Bonus orientiert sich an der Anzahl der von Oatsome erreichten Listungspunkte zum Stichtag 31. Dezember 2028. Ein Listungspunkt entsteht, wenn ein Produkt in einer Verkaufsstelle dauerhaft gelistet und verkauft wird. Vier Produkte in 2.000 Filialen entsprechen beispielsweise 8.000 Listungspunkten.
Beim 365 KI & Wirtschaftsforum 2026 standen Agenten und Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt. Unternehmen präsentierten konkrete Praxisbeispiele aus Industrie, Medien und Energiewirtschaft.