Freitag, April 17, 2026
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Bühne frei für Innovation

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Start up BW Elevator Pitch ELASTheal Tübingen Sieg Bild Gewinnerteams Tübingen Bildcredits Startup Center Uni Tübingen

ELASTheal aus Tübingen gewinnt den Regional Cup Tübingen des Start up BW Elevator Pitch 2025 26 und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale

Mit dem Gründungswettbewerb Start up BW Elevator Pitch sucht das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden Württemberg in der neuen Wettbewerbsrunde 2025 26 wieder nach den besten Geschäftsideen und engagiertesten Gründerinnen und Gründern im Land. In ganz Baden Württemberg finden dazu Cups statt, die von engagierten Partnern vor Ort organisiert werden und als Vorentscheide für das Landesfinale dienen.

Regional Cup Tübingen im Rahmen der Startup con Tübingen

Der Regional Cup Tübingen fand am 26.03.2026 im Rahmen der Veranstaltung Startup con Tübingen 15 statt. Das Team ELASTheal setzte sich mit seiner Geschäftsidee für eine synthetische mRNA basierte Technologie zur Förderung der Elastinsynthese, welche die körpereigene Wiederherstellung der Hautelastizität bewirkt und damit die Wundheilung verbessert und Narbenbildung deutlich reduziert, gegen die Konkurrenz durch und sicherte sich damit das Ticket für das Landesfinale.

Stimmen aus der Politik

Dr. Nicole Hoffmeister Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, betont: „Ich freue mich, dass das Startup Center der Universität Tübingen Gründerinnen und Gründern mit dem Vorentscheid eine Bühne für ihre innovativen Ideen bietet. Formate wie der Start up BW Elevator Pitch zeigen, wie viel Kreativität und Unternehmergeist in Baden Württemberg stecken.“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister Kraut gratuliert dem Siegerteam:
„Herzlichen Glückwunsch an ELASTheal! Ich freue mich, dass das Startup Center der Universität Tübingen Gründerinnen und Gründern mit dem Vorentscheid die Möglichkeit bietet, ihre innovativen Geschäftsideen einem breiten Publikum zu zeigen. Gründerinnen und Gründer prägen mit ihren Ideen die Zukunft unserer Wirtschaft. Mit unserer Landeskampagne Start up BW möchten wir sie dabei bestmöglich unterstützen von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Geschäftsmodell.

Der Start up BW Elevator Pitch schafft dafür eine ideale Plattform. Hier können junge Unternehmen ihre Konzepte frühzeitig präsentieren, Feedback erhalten und wertvolle Kontakte für ihre weitere Entwicklung knüpfen.“

Zehn Teams präsentierten ihre Ideen

Beim Regional Cup Tübingen präsentierten zehn Teams ihre Geschäftsideen vor einer Fachjury und dem Publikum.

Zum Start up BW Elevator Pitch

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden Württemberg richtet den Wettbewerb Start up BW Elevator Pitch seit 2013 als Teil der Landeskampagne Start up BW aus. Die Teilnehmenden haben wenige Minuten Zeit, Jury und Publikum von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Die Gewinnerinnen und Gewinner der Regional Cups qualifizieren sich für das Landesfinale, das einmal jährlich stattfindet.

Kriterien für die Teilnahme am Landesfinale

Mindestalter 18 Jahre am Tag des Vorentscheids
Aktive Arbeit an der Geschäftsidee nicht länger als fünf Jahre
Reale Geschäftsidee, keine fiktive Gründung
Standort des Unternehmens in Baden Württemberg
Teilnahme mit einer neuen Idee

Weitere Informationen

www.startupbw.de/elevatorpitch

Bild Gewinnerteams Tübingen Startup Center Uni Tübingen

Quelle Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus

Warum scheitert die Energiewende am Arbeitsmarkt?

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GREENGANY Energiewende Fachkräfte effizient verbinden Bild: Ganimete Scholz und David Rennert Gründer Copyright GREENGANY

GREENGANY ist eine KI gestützte Plattform, die Fachkräfte und Unternehmen in der Energiewende gezielt zusammenbringt und den Zugang zu passenden Jobs neu denkt

Was ist GREENGANY, und welche persönliche Motivation steckt hinter der Gründung des Startups?

GREENGANY ist die KI-gestützte Jobplattform für Erneuerbare Energien und GreenTech – der Ort, an dem die Energiewende ihre Fachkräfte findet.
Mich treibt die Überzeugung an, dass der Ausbau erneuerbarer Energien entscheidend für unsere Zukunft ist – und durch meinen persönlichen Werdegang habe ich den Fachkräftemangel in diesem Bereich besonders stark wahrgenommen und darin das Feld erkannt, in dem ich mit GREENGANY einen konkreten Beitrag leisten kann.
Die Ausgangslage ist klar: Bis 2030 fehlen allein in Deutschland rund 160.000 Fachkräfte für die Energiewende. Gleichzeitig verlieren Menschen im Strukturwandel ihre Jobs und finden keinen Zugang zu genau diesen Zukunftsbranchen – obwohl ihre Kompetenzen gebraucht werden. Dieses Matching-Problem löst der Markt bislang nicht.

GREENGANY setzt genau hier an: Wir erkennen reale Fähigkeiten statt nur Lebenslauf-Keywords und machen übertragbare Kompetenzen sichtbar. Der GANY-Score zeigt sofort die Passung, die Skills-Gap-Analyse konkrete Entwicklungspfade. Unser Ziel ist es, ungenutztes Potenzial zu aktivieren – für mehr Geschwindigkeit, Unabhängigkeit und wirtschaftliche Stärke in der Energiewende.

Wer sind die Menschen hinter GREENGANY, und welche Kompetenzen bringen sie in das Unternehmen ein?

Ich bin Volkswirtin mit Berufserfahrung in IT-Unternehmen und der Energiewirtschaft. Den Fachkräftemangel in Zukunftsbranchen habe ich aus erster Hand erlebt – auf Unternehmens- wie auf Bewerber:innenseite – und weiß, wo bestehende Plattformen versagen.
Mein Geschäftspartner David Rennert ist Informatiker und Tech-Experte mit langjähriger Erfahrung in Softwareentwicklung, Plattformarchitektur und KI-gestützten Anwendungen. Er verantwortet bei GREENGANY die technische Umsetzung: Matching-Logik bis Plattformarchitektur, Stabilität und Sicherheit.
Gemeinsam verbinden wir Branchenverständnis, wirtschaftliche Perspektive und technologische Tiefe.

Welche Vision verfolgt GREENGANY im Kontext der Energiewende, und wie soll KI konkret dazu beitragen, diese Realität werden zu lassen?

Wir bauen die führende Jobplattform für Erneuerbare Energien und GreenTech, der zentrale Ort, an dem die Energiewende ihre Fachkräfte findet.
KI ist dabei kein Buzzword, sondern unser Kern: Sie erkennt Fähigkeiten von Fachkräften, ordnet sie kontextbezogen ein, identifiziert Lücken und zeigt konkrete Entwicklungsschritte.
Unser Anspruch: Menschen sichtbar machen, auch diejenigen, die bisher übersehen wurden – und Unternehmen Zugang zu allen Potenzialen geben.

An wen richtet sich GREENGANY primär. Unternehmen, Talente oder beide Seiten gleichermaßen, und wie bringen Sie diese Interessen zusammen?

An beide Seiten – Unternehmen und Talente. Unternehmen erhalten passgenaue Profile, schnellere Entscheidungsgrundlagen und neue Wege wie Hire-&-Upskill. Talente gewinnen Transparenz, Orientierung und konkrete Entwicklungsperspektiven.
Der Mehrwert entsteht aus dem Zusammenspiel beider Seiten – und genau dieses Netzwerk bauen wir gezielt auf.

Wie stellen Sie sicher, dass die Bedürfnisse von Fachkräften im GreenTech- und Erneuerbare-Energien-Bereich wirklich verstanden und abgebildet werden?

Durch eigene Erfahrung und kontinuierliche Einbindung der Zielgruppen. Ich komme aus der Branche, habe auf beiden Seiten gearbeitet und die Ineffizienz des Arbeitsmarktes in diesem Bereich live erlebt – nicht weil die Menschen fehlen, sondern weil die Systeme versagen, die sie zusammenbringen sollen. Genau dieses Wissen hat GREENGANY geformt – nicht als Theorie, sondern aus der Praxis. Wir arbeiten in der Beta-Phase eng mit Unternehmen und Talenten zusammen. So stellen wir sicher, dass GREENGANY reale Probleme löst – nicht theoretische Annahmen.

Der Fachkräftemangel ist ein zentrales Problem der Branche. Wo stößt GREENGANY dabei aktuell an Grenzen, und wie gehen Sie damit um?

GREENGANY optimiert das Matching, macht Potenziale sichtbar, gibt Orientierung und zeigt Perspektiven – aber löst nicht allein strukturelle Probleme wie fehlende Ausbildungskapazitäten oder politische Rahmenbedingungen.
Was GREENGANY leistet – und das ist nicht wenig – ist vorhandenes Potenzial sichtbar machen, Quereinstiege erleichtern und Unternehmen für neue Denkweisen im Recruiting öffnen.

Was unterscheidet GREENGANY aus Ihrer Sicht von klassischen Jobplattformen oder Recruiting-Dienstleistern?

Über 1.000 Jobplattformen gibt es in Deutschland. Fast alle funktionieren gleich: Schlagwörter abgleichen, fertig. Wer die richtigen Keywords hat, wird gesehen – wer nicht, fällt raus, egal wie anschlussfähig die Person fachlich wäre.
GREENGANY bricht dieses Prinzip auf. Wir matchen wer heute perfekt passt und machen sichtbar, wer das Potenzial dazu hat. Die KI identifiziert übertragbare Kompetenzen aus anderen Branchen und bewertet sie im Kontext der Unternehmen. GANY-Score und Skills-Gap-Analyse zeigen konkret: Was passt bereits? Was fehlt noch? Wo lohnt sich Qualifizierung?
Das Ergebnis: Mehr Menschen finden den richtigen Job. Mehr Unternehmen finden die richtigen Menschen. Und die Energiewende bekommt die Fachkräfte, die sie braucht.

Welche Rolle spielt der GANY-Score für Transparenz und Vertrauen im Recruiting-Prozess?

Der GANY-Score schafft Transparenz. Was klassische Prozesse verbergen: wie gut jemand wirklich zu einer Stelle passt – und warum. Unternehmen treffen schnellere, gezieltere Entscheidungen. Bewerbende verstehen ihre Stärken und wissen, wo Entwicklungsbedarf besteht.
Entscheidend: Alle erkannten Skills sind im Profil einsehbar und editierbar. Keine Black Box, kein Rätselraten. Talente können überprüfen, ob die KI alles richtig erfasst hat – und bei Bedarf korrigieren. Genau diese Offenheit ist die Grundlage für echtes Vertrauen auf beiden Seiten.

Wie entwickelt sich GREENGANY aktuell, und welche nächsten Schritte oder Produktentwicklungen stehen im Fokus?

Wir haben jetzt Anfang April, der Launch steht unmittelbar bevor.
Als nächster Schritt folgt der KI-Buddy: ein dialogbasierter Assistent, der Unternehmen und Talente aktiv zu passenden Matches führt und Score-Ergebnisse verständlich erklärt und perspektivisch die klassische Suche ablöst.

Welche langfristige Rolle möchte GREENGANY im europäischen Arbeitsmarkt für grüne Technologien einnehmen?

GREENGANY will die zentrale Plattform für Fachkräfte in der Energiewende werden – zunächst in Deutschland, dann in ganz Europa. Dabei verstehen wir uns nicht als eine weitere Jobbörse, sondern als ein Ökosystem, das gezielt Verbindungen schafft und Synergien freisetzt: zwischen Unternehmen, die qualifizierte Talente suchen, und Menschen, die ihre berufliche Zukunft in der Energiewirtschaft gestalten möchten.
Unser Ziel ist es, die Wertschöpfungsketten der Energiewende nachhaltig zu stärken und einen aktiven Beitrag zur technologischen Unabhängigkeit Europas im Bereich grüner Technologien zu leisten.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mitgeben, die ein technologiegetriebenes Startup aufbauen wollen?

Erstens: Startet mit dem Problem, nicht mit der Technologie. Eine noch so gute Tech-Lösung trägt nicht weit, wenn sie kein wirklich relevantes Problem adressiert. Findet ein Thema, mit dem ihr die Welt ein Stück besser machen könnt – und überlegt dann, wie Technologie dieses Ziel unterstützt.
Zweitens: Gründen ist ein Marathon. Holt euch Mitgründer:innen, Mentor:innen und ein Umfeld, das euch fachlich und mental stärkt. Rückschläge gehören dazu – entscheidend ist, lernfähig und anpassungsbereit zu bleiben.
Drittens: Holt echte Nutzer:innen so früh wie möglich ins Boot und hört wirklich zu. Je eher ihr mit Menschen testet, die euer Produkt später nutzen und bezahlen sollen, desto kleiner ist das Risiko, an ihren Bedürfnissen vorbeizubauen – und desto größer die Chance, etwas zu schaffen, das wirklich gebraucht wird.

Bild: Ganimete Scholz und David Rennert Gründer Copyright GREENGANY

Wir bedanken uns bei Ganimete Scholz und David Rennert für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum Jobglück zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil für Startups wird

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Unternehmen und Startups setzen auf Jobglück Bildcredits: Lutz Tölle, Tölle Studios GmbH

Lange Zeit galt Zufriedenheit bei der Arbeit als „weicher Faktor“. Unternehmen konzentrierten sich auf Ziele, Kennzahlen und Produktivität. Mitarbeitende sollten funktionieren und Ergebnisse liefern. Viele etablierte Unternehmen arbeiten noch heute so und genau darin liegt ihre größte Herausforderung. Denn dieses Denken lässt sich nicht von heute auf morgen verändern.
Startups hingegen haben eine einmalige Chance: Sie können es von Anfang an anders und zwar glücklicher machen.

Warum fehlende Zufriedenheit Unternehmen ausbremst

Menschen lassen sich dauerhaft nicht zu Spitzenleistungen treiben. Wer ständig unter Druck steht, arbeitet irgendwann nur noch aus Pflichtgefühl oder erschöpft sich im Stress. Kreativität, Engagement und echte Leistungsbereitschaft gehen verloren. Etablierte Unternehmen müssen diese Strukturen oft mühsam umbauen. Startups dagegen können bewusst entscheiden, gar nicht erst so zu starten.

Jobglück von Anfang an richtig aufsetzen

Erfolgreiche Startups der Zukunft entwickeln nicht einfach nur ein Produkt oder ein Geschäftsmodell.
Sie entwickeln ein glückliches Unternehmen. Das bedeutet: Sie installieren von Beginn an eine glückliche Art der Zusammenarbeit, in der Menschen wirkliches Jobglück erleben. Und das Ganze explizit. Also sehr bewusst, authentisch und mit großer Glaubwürdigkeit.

Gemeint ist keine oberflächliche Wohlfühlkultur, sondern echte Zufriedenheit: ganzheitlich, mit der Aufgabe, mit der Zusammenarbeit und mit der Führung.

Der entscheidende Punkt:
Was etablierte Unternehmen später transformieren müssen, können Startups von Anfang an integrieren.

Die Generation Z verstärkt den Druck und die Chance

Die Generation Z akzeptiert mehrheitlich Arbeit nicht mehr als Pflicht. Sie will ihre Arbeitszeit als sinnvollen Teil ihres Lebens erleben. Diese Haltung wirkt längst generationsübergreifend. Immer mehr Menschen wollen nicht mehr nur funktionieren, sondern sinnvoll arbeiten. Startups, die das früh verstehen und bewusst darauf aufbauen, werden für genau diese Menschen hochattraktiv.

Der strukturelle Vorteil von Startups

Die Machtverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt haben sich verschoben: Heute können Fachkräfte wählen. Und genau hier entsteht der Unterschied: Etablierte Unternehmen müssen Kultur verändern. Startups können und sollten so eine glückliche Kultur von Anfang an gestalten. Sie können sich bewusst entscheiden: Wollen wir ein Unternehmen sein, in dem Menschen funktionieren
oder eines, in dem Menschen gerne arbeiten?

Diese Entscheidung fällt nicht später. Sie fällt am Anfang.

Fazit Der größte Hebel liegt im Start

Jobglück ist kein Add-on. Es ist ein Fundament.
Wenn Menschen ihre Arbeit gerne machen, machen sie sie gut. Und daraus entsteht Erfolg.

Startups haben die einmalige Chance, genau dieses Fundament von Beginn an zu legen und sich damit einen massiven Wettbewerbsvorteil zu sichern. Denn während andere Unternehmen aufwendig ihr Mindset zu einem glücklicheren Mindset transformieren müssen, können sie direkt richtig starten.

Oder einfacher gesagt:
Etablierte Unternehmen müssen lernen, glücklich zu werden.
Startups können sich entscheiden, es von Anfang an zu sein.

Was unter Jobglück genau zu verstehen ist, was es bewirkt und was es keinesfalls bedeutet, ist hier erläutert:
https://drpothmann.de/faq-jobglueck-und-glueckliche-unterehmen/

Bildcredits: Lutz Tölle, Tölle Studios GmbH

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Kann ein kleines Detail wirklich unseren Alltag spürbar verändern?

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VENTICROSS Nasendilatator Nasenatmung im Fokus Heidi Depner (l.), Ignasi und Carolin Selga präsentieren den unsichtbaren Nasendilatator „VENTICROSS“. Sie erhoffen sich ein Investment von 50.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

VENTICROSS entwickelt einen Nasendilatator zur Verbesserung der Nasenatmung und wird am 06. April in der Höhle der Löwen pitchen

Wie ist VENTICROSS entstanden und welche Personen stehen dahinter?

VENTICROSS wurde 2020 gegründet und ist aus einer persönlichen Erfahrung heraus entstanden. Gründer und CEO ist Ignasi Selga (46), Maschinenbauingenieur mit über 18 Jahren Erfahrung als Entwicklungsingenieur in einer Führungsposition. Er nutzt selbst seit mehr als 15 Jahren Nasenspreizer und hat während der Corona-Pandemie festgestellt, wie stark eine verbesserte Sauerstoffzufuhr Konzentration und Leistungsfähigkeit beeinflusst – und dass es keine unauffällige Lösung am Markt gab. Also hat er selbst eine entwickelt.
Zum Gründerteam gehört Dr. med. Carolin Abraham (44), promovierte Fachärztin für Unfallchirurgie und Orthopädie. Sie bringt die medizinische Expertise ein und hat bereits während ihres Studiums in einem Labor für Schlafmedizin und Schnarchtherapie gearbeitet. Carolin und Ignasi haben sich vor 22 Jahren in einer Straßenbahn in Würzburg kennengelernt und sind seit 16 Jahren verheiratet.

Ergänzt wird das Team durch Heidi Depner (41), die seit über 20 Jahren in der Automobilindustrie tätig ist und bei VENTICROSS Markenauftritt, Website, Packaging und eine Crowdfunding-Kampagne mitaufgebaut hat. Heidi kam über ihren Mann dazu, einen ehemaligen Arbeitskollegen von Ignasi. Die drei verbindet eine enge, langjährige Freundschaft.

In welcher Branche ist VENTICROSS tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

VENTICROSS ist im Bereich Gesundheit und Atemwegsoptimierung tätig. Das Geschäftsmodell basiert auf dem Vertrieb eines physischen Consumer Health Produkts eines Nasendilatators aus medizinischem Silikon. Das Silikonmaterial von VENTICROSS stammt aus Deutschland und verfügt über eine medizinische Zulassung. Der Verkauf läuft über die eigene Website, Amazon und künftig auch über den stationären Handel.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Millionen Menschen in Deutschland haben Probleme mit der Nasenatmung sei es durch verengte Nasengänge, kollabierte Nasenflügel, eine Nasenscheidewandverkrümmung oder Allergien. Die Folgen kennen viele unruhiger Schlaf, Mundatmung, trockener Rachen, Schnarchen und tagsüber weniger Leistungsfähigkeit. Nasenspreizer gibt es zwar seit Langem, aber alle sichtbaren Lösungen am Markt hatten einen auffälligen Verbindungssteg und waren im Alltag unpraktisch oder störend. Die Marktlücke war ein Nasendilatator, der wirksam ist, aber dabei so diskret, dass man ihn problemlos tagsüber im Büro oder in der Öffentlichkeit tragen kann.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Der zentrale Unterschied VENTICROSS kommt ohne sichtbaren Verbindungssteg aus. Stattdessen besteht er aus zwei separaten, ergonomisch geformten Silikoneinsätzen, die unauffällig in den Nasenöffnungen sitzen. Das macht das Produkt nahezu unsichtbar. Das verwendete Material ist hochwertiges, medizinisches Silikon aus Deutschland. Die Entwicklung verbindet Ingenieurswissen mit medizinischem Verständnis der Nasenanatomie Ignasi als Maschinenbauingenieur und Carolin als Ärztin haben sich hier ideal ergänzt. Nach mehreren Iterationsschleifen und Tests mit Probanden ist die aktuelle zweite Generation seit Ende 2024 auf dem Markt, mit verbessertem Tragekomfort und optimierter Passform.

Welche Vision verfolgt VENTICROSS? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Unsere Vision ist, dass VENTICROSS der Nasendilatator Nr. 1 auf dem Markt wird die erste Empfehlung für Menschen mit eingeschränkter Nasenatmung oder Schnarchen. In den nächsten fünf Jahren wollen wir in Europa expandieren und weitere Produkte rund um die Themen Schlaf und Longevity entwickeln und auf den Markt bringen. Ein konkretes Ziel ist die Entwicklung eines unsichtbaren Nasenfilters für Allergiker.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei der VOX Gründer Show Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Uns war klar, dass VENTICROSS als Produkt großes Potenzial hat aber für den nächsten Wachstumsschritt brauchten wir Unterstützung im Vertrieb. Als Gründerteam bringen wir starke technische, medizinische und betriebswirtschaftliche Kompetenzen mit, aber klassischer Vertrieb und Skalierung im stationären Handel sind nicht unsere Kernexpertise. Bei der VOX Gründer Show Höhle der Löwen sahen wir die Möglichkeit, genau den richtigen Partner dafür zu finden. Dass Ignasi und Carolin treue Fans der Show sind und seit Staffel 1 keine Folge verpasst haben, hat die Entscheidung zusätzlich leicht gemacht.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an der Show angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Im Vordergrund steht die Vertriebskompetenz. Wir wollten einen Partner, der VENTICROSS in den stationären Handel bringt und uns bei Skalierung und Markenaufbau unterstützt. Darüber hinaus suchten wir ein Vorbild und einen Mentor, von dem wir im Unternehmertum lernen können. Das Investment selbst soll primär in Vertrieb und Marketing fließen.

Welche nächsten Schritte sind nach der Show geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Nach der Ausstrahlung steht der Roll out im stationären Handel im Fokus Produktseitig denken wir bereits über weitere Lösungen nach insbesondere einen unsichtbaren Nasenfilter für Allergiker. Und selbstverständlich werden wir weiter an der Optimierung und Weiterentwicklung von VENTICROSS arbeiten.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Eine der wichtigsten Erkenntnisse Nicht alles läuft nach Plan und das ist in Ordnung. Bei einer Produktentwicklung gibt es Hürden, die man erst im Prozess erkennt, und Entscheidungen, die man unter Zeitdruck treffen muss. Was uns immer getragen hat, ist die Stärke unseres Teams und die Überzeugung, dass unser Produkt Menschen wirklich hilft. Außerdem haben wir gelernt, dass man als Gründer flexibel bleiben muss und bereit sein sollte, Kritik anzunehmen und umzusetzen.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Seid wirklich vorbereitet auf alles. Kennt all eure Zahlen, eure Argumente und eure Geschichte in und auswendig. Glaubt dabei nicht nur an euer Produkt, sondern auch an euch selbst. Investoren investieren nicht nur in Produkte, sondern in die Menschen dahinter. Und bei all der Aufregung Seht es als Chance und habt auch Spaß. Wenn ihr euch mal versprecht, dann lacht darüber, atmet tief durch und macht weiter. Die Kombination aus Vorbereitung, Authentizität und Gelassenheit hat uns am meisten geholfen.

Sehen Sie VENTICROSS am 6. April 2026 in der Sendung die Höhle der Löwen

Bild: Heidi Depner (l.), Ignasi und Carolin Selga präsentieren den unsichtbaren Nasendilatator „VENTICROSS“. Sie erhoffen sich ein Investment von 50.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Heidi Depner, Ignasi und Carolin Selga für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Kestra sichert sich 25 Millionen Dollar und setzt neuen Standard

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Kestra Orchestrierung Workflows Plattform wächst Gründerteam Bildcredits Kestra

Die Runde wurde von RTP Global angeführt. Unternehmen wie JPMorgan Chase, Toyota, BHP und Crédit Agricole setzen Kestra bereits als Standard für die Koordination geschäftskritischer Workflows in den Bereichen Daten, KI und Infrastruktur ein.

Kestra, die Open Source Orchestrierungsplattform für Daten, KI, Infrastruktur und Geschäftsprozesse, hat heute den Abschluss einer Series A Finanzierungsrunde über 25 Millionen US Dollar bekannt gegeben. Die Runde wurde von RTP Global angeführt, mit erneuter Beteiligung von Alven, ISAI und Axeleo. Die Gesamtfinanzierung von Kestra beläuft sich damit auf 36 Millionen US Dollar. Seit der Seed Finanzierungsrunde vor 18 Monaten hat Kestra seinen Umsatz um das 25 Fache gesteigert. 2025 wurden über zwei Milliarden Workflows ausgeführt, zwanzigmal so viele wie im Vorjahr. Mit über 26.000 GitHub Stars und mehr als 30.000 Organisationen weltweit ist Kestra die am schnellsten wachsende Open Source Orchestrierungsplattform der Branche. Die Finanzierung treibt die Einführung von Kestra 2.0 voran, dem bislang wichtigsten Produktmeilenstein des Unternehmens, und beschleunigt die Expansion in Nordamerika und Europa.

Die Orchestrierungskrise im Kern des Unternehmens

Die Unternehmensautomatisierung hat einen Wendepunkt erreicht. Unternehmen betreiben Workflows über Cloud und On Premises Infrastrukturen, KI Agenten, Echtzeit Datenpipelines und verteilte Microservices hinweg. Zusammengehalten werden sie von Schedulern, Cron Jobs und selbst entwickelten Skripten, die für diese Komplexität nie ausgelegt waren. Das Ergebnis: stille Ausfälle, wochenlange Compliance Prüfungen und geschäftskritische Logik, die nur in den Köpfen einzelner Mitarbeiter existiert. KI hat diese Situation unhaltbar gemacht. Ein einzelner Produktions KI Workflow umfasst Datenabruf, Modellversionierung, Human in the Loop Schritte, Retry Logik und Rückkopplung an Live Systeme, multipliziert über Teams und Umgebungen hinweg. Kestra begegnet diesem Problem mit einer einheitlichen Orchestrierungs Steuerungsebene: deklarativ im Design, erweiterbar über mehr als 1.200 Plugins und entwickelt für die hybriden und isolierten Umgebungen, in denen Unternehmen tatsächlich arbeiten.

Bewährt wo es zählt

Die Einführung von Kestra folgt einem klaren Muster: Ingenieure entscheiden sich für Kestra, weil es unter komplexen Produktionsbedingungen funktioniert. Unternehmen standardisieren darauf, sobald dieser Vorteil strategisch relevant wird.
Apple: Hunderte von KI Ingenieuren orchestrieren Pipelines zwischen Data Warehouse und KI Plattform und verarbeiten kontinuierlich Daten aus dem App Store, Apple Music und der Gerätediagnose, ohne die zugrunde liegende Infrastruktur verwalten zu müssen.

Toyota: Kestra vereinheitlichte Daten und KI Pipelines, die zuvor in Silos liefen, und schuf eine zentrale Steuerungsebene über alle Plattformen und Umgebungen hinweg.
ITZBund: Kestra löste eine fragile proprietäre On Prem Automatisierungssuite ab. An ihre Stelle trat eine selbst gehostete Orchestrierungsplattform, die zuvor unzuverlässige und intransparente Prozesse in stabile überprüfbare IT Abläufe überführt.
Dataport: Kestra ersetzte fragile Skript und CI basierte Automatisierung durch eine selbst gehostete Orchestrierungsplattform. Und machte intransparente Infrastrukturprozesse zu vollständig kontrollierten überprüfbaren Cloud Operationen im öffentlichen Sektor.
Bauhaus: Kestra zentralisierte fragmentierte Terraform Workflows und etablierte eine IaC Kontrollschicht, die Standardisierung und operative Autonomie in hybriden Infrastrukturen sicherstellt.

Ein Blick in die Zukunft

Die Series A Finanzierung treibt drei zentrale Prioritäten voran, beginnend mit dem wichtigsten Produktmeilenstein in der Geschichte von Kestra.
Kestra 2.0: In Kürze stellt das Unternehmen eine neue verteilte Execution Engine vor, die auf unternehmenskritische Zuverlässigkeit in jeder Größenordnung ausgelegt ist und umfassende Echtzeit Überwachung für jede Integration bietet.
Kestra Cloud: Ein vollständig verwaltetes SaaS Angebot mit nutzungsbasierter Preisgestaltung für Teams ohne eigenes Hosting.
Expansion: Ausbau der Präsenz in Nordamerika und Europa mit deutlichem Personalaufbau in den kommenden Monaten.
Open Source Investment: Weiterentwicklung der Kernfunktionen, Verbesserung der Entwicklererfahrung und Ausbau des Plugin Ökosystems.

Bild Gründer Bildcredits Kestra

Quelle WorkingWords

EnerVenue holt 300 Millionen und neuen CEO

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EnerVenue Energiespeicherlösungen Finanzierungsrunde EnerVenue CEO Henning Rath

EnerVenue, Pionier für lithiumfreie Energiespeicher, ernennt den international renommierten Technologie Manager Henning Rath zum CEO und schließt die Aufstockung seiner Series B Finanzierungsrunde um 300 Mio. US Dollar unter der Führung von Full Vision Capital ab. EnerVenue Holdings Ltd Anbieter von Energiespeicherlösungen, die als langlebige Infrastruktur konzipiert sind, ernennt Henning Rath zum Chief Executive Officer und gibt die Aufstockung seiner Series B Vorzugsaktienfinanzierung um 300 Mio. US Dollar bekannt. Die Finanzierungsrunde, bei der ein weiterer neuer Investor hinzukommt, wurde von Full Vision Capital geleitet. Sie unterstreicht das Vertrauen in den Innovator für Energiespeichertechnologie.

Neuer CEO und erfolgreiche Finanzierungsrunde

Rath ist ein international anerkannter Technologie Manager, der sich durch den Aufbau von Milliardenunternehmen ausgezeichnet hat und über fundierte Fachkenntnisse im globalen Energiesektor verfügt. Unter seiner Leitung gelang EnerVenue dieser bedeutende Finanzierungserfolg. Das Kapital wird den Ausbau des Unternehmens vom Hersteller fortschrittlicher Technologien zu einem führenden Industriehersteller mit Großserienfertigung beschleunigen.

„Unter Hennings Führung konnte sich EnerVenue optimal für diese Wachstumsphase positionieren“, sagt EnerVenue Vorstand Dr Yi Cui. „Seine strategische Weitsicht und starke operative Kompetenz trugen entscheidend dazu bei, das Vertrauen der Investoren zu gewinnen und diese wichtige Finanzierungsrunde erfolgreich abzuschließen. Seine umfassende Expertise bei industrieller Skalierung und globaler Markteinführung ist genau das, was EnerVenue benötigt, um seine ehrgeizigen Fertigungs und Einsatzziele zu erreichen.“

Ausbau der Produktion und globale Skalierung

Das Kapital dient der weiteren Umsetzung der bisherigen Unternehmensstrategie und wird den raschen Ausbau der Großserienfertigung in Changzhou China unterstützen einer Stadt, die als globales Kompetenzzentrum für Batterietechnologie bekannt ist. Diese Entwicklung ermöglicht es dem Unternehmen, seine Kostenstrukturen zu optimieren, das einzigartige Batterie Know how der Region zu nutzen und den wachsenden globalen Kundenstamm effizienter zu bedienen. Die Finanzierung wird zudem den Ausbau der Lieferkette und die Marktexpansion beschleunigen.

Fokus auf Forschung und neue Batterietechnologien

Die Forschungs und Entwicklungsaktivitäten des Unternehmens im kalifornischen Silicon Valley Hochburg technologischer Innovationen konzentrieren sich auf die Weiterentwicklung der nächsten Generation von Metall Wasserstoff Batterien. Sie bieten eine einzigartige Kombination aus Langlebigkeit, Sicherheit und niedrigen Gesamtbetriebskosten. Damit sorgen sie für eine starke Nachfrage nach Energiespeicherlösungen im Versorgungs Gewerbe und Industriesektor.

Internationale Expansion und starke Investoren

Beim Ausbau seiner globalen Präsenz kann EnerVenue auf eine solide Basis strategischer Investoren zählen darunter Aramco Ventures. In den kommenden Monaten plant das Unternehmen zudem seine Geschäftsaktivitäten auf Asien den Nahen Osten und Europa auszuweiten. „Wir sehen in der bahnbrechenden Energiespeichertechnologie von EnerVenue großes Potenzial zur Verbesserung der Zuverlässigkeit und Sicherheit kritischer Infrastrukturen und Versorgungsunternehmen“, erläutert Ionel Nechiti Investment Director bei Aramco Ventures.

„Diese Aufstockung der Series B Vorzugsaktienfinanzierung um 300 Millionen Dollar zeugt ganz klar von der Stärke der EnerVenue Technologie und von der Leistungsfähigkeit des gesamten Teams“, so Rath. „Dieses Kapital schafft die Grundlage für gezielte Investitionen in unsere technologische Weiterentwicklung sichert die Lieferkette für die Gigawatt Produktion und hilft uns dabei einen soliden globalen Kundenstamm aufzubauen. Damit sind unsere kurz und mittelfristigen Kapazitätsziele von 250 MWh und 1 GWh nun vollständig finanziert.“

Erfahrener CEO mit internationalem Hintergrund

„Wir investieren in herausragende Führungskräfte und grundlegende Technologien“, sagt Alan Chan Managing Partner bei Full Vision Capital und Mitgründer von EnerVenue der die Investition in dieser Finanzierungsrunde angeführt hat. „Raths starke Erfolgsbilanz und seine klare operative Strategie für den Ausbau von EnerVenue waren wichtige Faktoren für unsere Investitionsentscheidung. Diese Partnerschaft und das neue Kapital ermöglichen die entscheidenden Investitionen um EnerVenue als globalen Akteur im Bereich der Langzeit Energiespeicherlösungen zu etablieren.“

Vor seiner Tätigkeit bei EnerVenue war Rath Geschäftsführer und Chief Supply Chain Officer beim erfolgreichen Greentech Einhorn Enpal Deutschlands führendem Anbieter erneuerbarer Energielösungen für Privathaushalte und eine der wichtigsten Plattformen für nachhaltige Energien in Europa. Vor seiner Tätigkeit bei Enpal gründete Rath das renommierte E Scooter Start up CIRC das später von Bird übernommen wurde dort war er für die asiatischen Märkte verantwortlich. Rath begann seine Karriere als Ingenieur nachdem er an der FH Münster einen Bachelor of Science in Wirtschaftsingenieurwesen und einen Master of Business Administration erworben hatte. Während Rath internationale Markterfahrung sammelte unter anderem in Deutschland Australien Indien und China setzte er sein Studium an den Universitäten Stanford und Harvard fort.

Bild EnerVenue CEO Henning Rath

Quelle Influence Emobility Limited

Warum greifen so viele noch zu Kaffee oder Energy Drinks, obwohl es längst Alternativen gibt?

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Neuroblends funktionale Getränke Energy Drinks Alternative Oliver und Lukas

Neuroblends entwickelt funktionale Getränke als bewusste Alternative zu klassischen Energy Drinks für den modernen Alltag

Wie ist Neuroblends entstanden und wer sind die Menschen hinter dem Unternehmen?

Neuroblends Functional Drinks sind aus persönlichen Erfahrungen von uns beiden Gründern entstanden: Oliver und ich kennen uns schon seit Kindheitstagen, vom Schulhof über Studium und Job bis in die Höhen und Tiefen des modernen Erwachsenenalltags. Irgendwann steckten wir beide in einem Strudel, den viele nur allzu gut kennen: volle Kalender, Termine im Minutentakt, ständiger Leistungsdruck, persönliche Beziehungen pflegen, zu wenig Schlaf und kaum Zeit zum Abschalten.

Unsere Tage waren geprägt von zu viel Kaffee und Energy Drinks, um leistungsfähig zu bleiben. Die Wirkung hielt selten lange an und das Energietief danach war umso schlimmer. Nach der Arbeit dann noch auf einen Afterwork-Drink mit dem Team oder Freunden. Zum Feierabend oder Dinner das Glas Aperitif zum Runterkommen oder um locker werden.

Selbst kleine Mengen Alkohol machten sich bemerkbar: schlechter Schlaf, ein schwerer Kopf am nächsten Tag, schlechte Konzentration.

Die bestehenden Lösungen haben uns nicht überzeugt. Klassische Energy-Drinks schmecken für uns künstlich, haben viel Zucker, viele Kalorien und beinhalten stark verarbeitete Inhaltsstoffe. Zu viel Kaffee führte bei uns zu innerer Unruhe und man brauchte immer mehr über die Zeit, um wach zu bleiben. Gleichzeitig waren Supplements wie Kapseln oder Pulver zum Runterkommen zwar funktional, aber im Alltag einfach unpraktisch und wenig genussvoll. Die Nachteile von Alkohol erklären sich von selbst…
Also haben wir uns gefragt: Warum gibt es keine Getränke, die spürbare Funktion, natürlichen Geschmack und Alltagstauglichkeit vereinen? Ohne Zucker, ohne Kalorien und ohne künstliche Süßstoffe.

Auf dieser Suche sind wir auf das Thema pflanzliche Extrakte, Nootropika und Adaptogene aufmerksam geworden, ein Bereich, der vor allem in den USA und auch in UK bereits in ersten einigen Getränkekonzepten aufgegriffen wird. Was uns daran überzeugt hat: der Ansatz, mentale Zustände nicht über Extreme zu pushen, sondern über ausgewählte Inhaltsstoffe balancierter zu unterstützen. Die Marken sind in der Regel aber sehr fokussiert auf einzelne Use Cases wie Energie, Entspannung oder alkoholfreie Social Drinks. Genau dieses Prinzip wollten wir weiterdenken und in Produkte übersetzen, die ganzheitlich im Alltag funktionieren, als Getränke, die erfrischen und richtig gut schmecken.
Genau daraus ist Neuroblends entstanden: funktionale Getränke für mentale Erfrischung im modernen Alltag. Entwickelt mit dem Anspruch, bewusst formulierte Alternativen zu bestehenden Gewohnheiten zu schaffen.

Welche Idee stand am Anfang von Neuroblends und warum habt ihr euch auf funktionale Getränke spezialisiert?

Die Grundidee war, mentale Zustände gezielt im Alltag zu unterstützen, nicht mit extremen Stimuli, sondern mit balancierten, natürlichen Pflanzenextrakten wie L-Theanin, Panax-Ginseng, Ashwagandha, GABA oder Baldrianwurzel.
Ein zentraler Bestandteil dieses Ansatzes ist unsere Entscheidung, bewusst mit pflanzlichen Extrakten und ausgewählten Mikronährstoffen zu arbeiten. Viele klassische Produkte setzen auf isolierte oder stark verarbeitete Inhaltsstoffe. Wir wollten stattdessen Lösungen entwickeln, die sich harmonischer anfühlen und besser in den Alltag integrieren lassen.
Wir haben gemerkt, dass sich viele Menschen in wiederkehrenden Situationen befinden: Konzentration bei der Arbeit oder beim Lernen, Runterkommen in der Pause oder nach einem intensiven Tag, gute Stimmung in geselligen Momenten, ohne Alkohol.

Genau dafür haben wir drei spezifische Varianten entwickelt, die jeweils auf eine dieser Alltagssituationen abgestimmt sind:

SHARP für Fokus & Konzentration: Erfrischender Zitrone-Minze Geschmack, entwickelt für produktive Phasen wie Arbeit oder Lernen.

RELAX zum Runterkommen & Entspannen: Sanfter Honig-Lavendel Geschmack, ideal für Pausen oder Feierabende.

VIBE für soziale Momente & gute Stimmung: Fruchtiger Orange-Rosmarin Geschmack, als alkoholfreie Alternative zum Anstoßen.
Uns Unsere funktionalen Drinks sind dafür ideal, weil sie sich einfach in bestehende Routinen integrieren lassen, perfekt dosiert und direkt konsumierbar sind. Neuroblends verbindet erfrischenden Geschmack mit Funktion – auf einer bewusst formulierten Basis: 0 Kalorien, 0 Zucker und ohne künstliche Süßstoffe.

Was uns im Markt gefehlt hat, war genau diese Kombination: Getränke, die gut schmecken, funktional sind und gleichzeitig auf ausgewählten, hochwertigen Inhaltsstoffen basieren. Entweder waren Produkte funktional, aber wenig genussvoll mit Supplement-Charakter. Oder sie haben gut geschmeckt, aber keinen echten Mehrwert geboten, wie klassische Softdrinks. Unser Ziel war es, genau diese Lücke zu schließen: Drinks zu entwickeln, die Geschmack, Funktion und bewusste Formulierung miteinander verbinden und sich dabei intuitiv in den Alltag einfügen und je nach Situation den passenden Moment unterstützen.

Was treibt euch an, den Markt für Energy-Drinks mit Neuroblends neu zu denken?

Der klassische Energy-Drink-Markt ist stark auf kurzfristige Stimulation ausgelegt. Die Getränke enthalten in der Regel viel Zucker, viele Kalorien und stark verarbeitete Inhaltsstoffe wie Taurin. Viele kennen den bekannten „Zucker-Crash“ danach, der einen oft noch müder macht als zuvor. Wir glauben, dass das nicht mehr zeitgemäß ist und ein moderner Ansatz anders aussieht.

Gleichzeitig geht es uns um mehr als nur den Energy-Drink-Markt. Wir hinterfragen grundsätzlich, wie wir im modernen, oft hektischen Alltag konsumieren. Viele greifen in bestimmten Situationen automatisch zu gewohnten Lösungen: Kaffee für Fokus, Süßigkeiten oder Snacks bei Stress, Alkohol zum Abschalten oder für soziale Momente.
Unser Anspruch ist es, hier bewusstere Alternativen zu schaffen.
Unsere Motivation ist es, Produkte zu entwickeln, die nachhaltiger im Effekt sind, sich perfekt in den Alltag integrieren lassen und gleichzeitig lecker schmecken und bewusst konsumiert werden können.

Mit Neuroblends denken wir Konsum situationsbasiert neu:
SHARP ist unsere bewusstere Alternative zum klassischen Energy-Drink – für Fokus und produktive Phasen ohne extreme Peaks und Crashes.
RELAX bietet eine Alternative zu Supplements oder typischen Stressritualen wie Süßigkeiten oder zuckerhaltigen Soft Drinks, als einfacher, genussvoller Weg, um im Alltag runterzukommen und sich gesund zu belohnen.
VIBE ist eine alkoholfreie Alternative zum Aperitif für soziale Momente und gute Stimmung ohne Alkohol.

Welche Vision verfolgt Neuroblends im Bereich mentale Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden?

Unsere Vision ist es, eine neue Kategorie im Getränkesegment zu etablieren: funktionale Getränke für mentale Erfrischung im modernen Alltag. Wir glauben, dass Menschen heute nicht einfach nur „Energie“ brauchen, sondern je nach Situation unterschiedliche mentale Zustände: Fokus, Entspannung oder soziale Leichtigkeit. Getränke sollten genau darauf eine Antwort geben. Langfristig sehen wir Neuroblends als festen Bestandteil moderner Routinen, ähnlich selbstverständlich wie Kaffee, Energy Drinks oder ein Drink am Abend. Mit dem Unterschied, dass der Konsum bewusster, situationsspezifischer und besser auf den Alltag abgestimmt ist. Unser Ziel ist es, eine neue Art des Konsums zu etablieren: Weg von Zucker, unnötigen Kalorien und standardisierten Lösungen für alle Situationen, hin zu gezielten, intuitiven Entscheidungen je nach Moment ohne Verzicht auf Genuss.
Oder anders gesagt: Nicht mehr einfach irgendetwas trinken, sondern das Richtige für den jeweiligen Moment wählen.

Wer gehört zu eurer Zielgruppe und welche konkreten Bedürfnisse adressiert ihr mit euren Produkten?

Unsere Zielgruppe sind gesundheitsbewusste Menschen mit einem aktiven, anspruchsvollen Alltag: Studierende, Berufstätige, Kreative und alle, die bewusst mit ihrer Energie, ihrem Körper und ihrem Wohlbefinden umgehen. Kurz gesagt: Menschen, die funktionieren wollen, aber nicht auf Kosten ihrer Gesundheit und ihres Wohlbefindens.

Genau aus diesem Verständnis heraus sprechen wir unsere Community als Alltagshelden an. Denn wir glauben, dass echte Leistung nicht in Extremen entsteht, sondern im täglichen Umgang mit den vielen kleinen Herausforderungen: konzentriert arbeiten, Entscheidungen treffen, präsent sein, Beziehungen pflegen und dabei trotzdem auf sich selbst achten. Alltagshelden sind für uns Menschen, die genau das jeden Tag leisten, ohne große Bühne, aber mit hoher Verantwortung für sich selbst und ihr Umfeld.

Mit Neuroblends wollen wir Alltagshelden nicht nur unterstützen, sondern auch ein Gefühl von Zugehörigkeit schaffen. Eine Community, die bewusst lebt, bewusst konsumiert und sich gegenseitig darin bestärkt, den Alltag mit Klarheit, Balance und Energie zu meistern. Der Begriff ist für uns deshalb mehr als ein Claim, er ist Ausdruck unserer Haltung: Leistung und Wohlbefinden müssen kein Widerspruch sein.

Wie entwickelt ihr die Rezepturen bei Neuroblends und welche Rolle spielen Nootropika und Pflanzenextrakte dabei?

Unsere Rezepturen haben wir gemeinsam mit einem fantastischen Team aus Neurowissenschaftlern, Getränketechnologen und Lebensmittelchemikern in der Schweiz entwickelt. Dabei haben wir über viele Monate hinweg hunderte verschiedener Pflanzenextrakte, deren Kombinationen und Synergien getestet und unzählige Iterationen durchlaufen. Unser Ziel war es, Rezepturen zu schaffen, die drei Dinge vereint: Erfrischender, leckerer Geschmack, kombiniert mit spürbarer Funktion und sorgfältig ausgewählten Inhaltsstoffen. Wir sind der Meinung, dass uns das gelungen ist.

Was unterscheidet Neuroblends von klassischen Energy-Drinks und anderen Functional-Drink-Marken?

Der größte Unterschied liegt in unserem grundsätzlichen Ansatz.
Klassische Energy-Drinks sind meist auf kurzfristige Stimulation ausgelegt. Sie liefern schnell Energie, häufig über hohe Zuckermengen oder isolierte Inhaltsstoffe, und zielen primär auf einen einzigen Anwendungsfall ab: „wach werden“ oder „pushen“.
SHARP, was wir als klar bessere Alternative zum klassischen Energy-Drink sehen, kombiniert natürliches Koffein aus pflanzlichen Quellen, L-Theanin (aus Grüntee), Panax Ginseng-Extrakt, Mangoblatt-Extrakt und Vitamin B12.

Natürliches Koffein ist vielen bekannt, um Wachheit und Aufmerksamkeit zu unterstützen. In SHARP kombinieren wir es bewusst mit L-Theanin, einer Aminosäure aus Grüntee. Diese Kombination wird in der Wissenschaft oft geschätzt, weil sie sich im Vergleich zu reinem Koffein als ausgeglichener und weniger „nervös“ anfühlt.
Ergänzt wird die Rezeptur durch ausgewählte pflanzliche Extrakte wie Panax-Ginseng und Mangoblatt-Extrakt (Mangifera indica). Beide sind Teil unseres Ansatzes, auf pflanzenbasierte Inhaltsstoffe mit langer Anwendungsgeschichte zu setzen und werden häufig im Kontext von Fokus, mentaler Leistungsfähigkeit und Wachheit eingesetzt.
Vitamin B12 rundet die Rezeptur ab und trägt dazu bei, Müdigkeit und Ermüdung zu reduzieren.

Was uns außerdem sehr wichtig ist: Das Thema Zucker. Viele der neuen, sogenannten „zuckerfreien“ Energy-Varianten lösen das Problem aus unserer Sicht nicht und wir halten das nur für Marketing. Anstatt Zucker kommen hier in der Regel künstlich hergestellte Süßstoffe wie Acesulfam-K oder Sucralose zum Einsatz. Für uns ist das nur eine Verschiebung des Problems, aber keine eine echte Lösung. Wir haben uns deshalb bewusst für einen anderen Weg entschieden: Wir süßen mit Steviolglycoside aus der Stevia-Pflanze. Der Unterschied: Steviolglycoside werden aus einer Pflanze gewonnen und sind vielen Menschen als pflanzliche Alternative zu Zucker oder künstlichen Süßstoffen bekannt. Gleichzeitig ermöglichen sie es, komplett auf Zucker und Kalorien zu verzichten, ohne auf Süße zu verzichten. Das ist aus unserer Sicht echte Innovation.

Welche Herausforderungen begegnen euch bei der Entwicklung und Positionierung solcher Produkte im Markt?

Eine der größten Herausforderungen für uns ist, dass wir eine Kategorie aufbauen, die viele Menschen so noch nicht kennen. Das bedeutet vor allem, viel Aufklärungsarbeit zu leisten und verständlich zu machen, wofür Neuroblends steht und in welchen Situationen unsere Produkte eine sinnvolle Alternative sein können.
Dabei geht es nicht nur darum, ein neues Produkt zu erklären, sondern auch bestehende Gewohnheiten zu hinterfragen. Viele Menschen greifen im Alltag automatisch zu Kaffee, klassischen oder zuckerfreien Energy-Drinks, Alkohol oder kleinen Stressritualen wie Süßigkeiten oder zuckerhaltigen Soft Drinks. Unser Anspruch ist es, zu zeigen, dass es bewusstere Alternativen gibt, die sich besser in einen modernen, gesundheitsorientierten Lebensstil integrieren lassen.

Gleichzeitig ist es uns wichtig, klar zu kommunizieren, ohne dabei zu übertreiben oder falsche Erwartungen zu wecken. Wir bewegen uns bewusst in einem Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem Anspruch und Alltagstauglichkeit. Inhalte müssen fundiert sein, aber gleichzeitig einfach verständlich und nahbar bleiben.
Auch die Produktentwicklung selbst ist anspruchsvoll, weil wir mehrere Dimensionen und Rohstofflieferanten gleichzeitig in Einklang bringen müssen. Unser Ziel ist es, Getränke zu entwickeln, die funktional sind, geschmacklich überzeugen und gleichzeitig allen regulatorischen Anforderungen entsprechen. Genau diese Balance aus Wirkung, Geschmack und sauberer Formulierung macht den Kern unserer Arbeit aus.

Wie geht ihr mit dem Spannungsfeld zwischen Wirkung, Geschmack und gesundheitlichen Ansprüchen um?

Das Spannungsfeld zwischen Wirkung und Geschmack ist tatsächlich der Kern unserer Arbeit. Viele funktionale Produkte scheitern genau daran, dass sie entweder gut wirken, aber geschmacklich nicht überzeugen, oder umgekehrt gut schmecken, aber keinen echten Mehrwert bieten.
Unser Anspruch war von Anfang an klar: Beides ist nicht verhandelbar. Wir haben über Monate hinweg verschiedenste Rezepturen, Inhaltsstoffe und Kombinationen getestet, iteriert und immer wieder angepasst, bis wir Lösungen gefunden haben, die nicht nur geschmacklich überzeugen, sondern sich auch im Gesamtgefühl stimmig anfühlen. Denn am Ende entscheidet der Moment: Ein Produkt muss nicht nur funktionieren, sondern auch Spaß machen, sonst wird es kein Teil des Alltags. Genau diese Balance aus Genuss und Funktion ist das, worauf wir bei Neuroblends den größten Fokus legen.

Welche Rolle spielt das Thema Lifestyle bei Neuroblends neben der reinen Funktionalität der Drinks?

Eine sehr große. Neuroblends ist für uns nicht nur ein funktionales Produkt, sondern Teil eines modernen Lebensstils.
Wir beobachten, dass sich der Umgang mit Konsum verändert. Immer mehr Menschen hinterfragen bewusst, was sie trinken und wann sie es trinken. Es geht nicht mehr nur darum, schnell Energie zu bekommen oder abzuschalten, sondern darum, den eigenen Alltag aktiver zu gestalten und bessere Entscheidungen für sich selbst zu treffen.
Genau hier sehen wir unsere Rolle. Neuroblends steht für bewussteren Konsum, für neue Routinen und für Alternativen zu bestehenden Gewohnheiten, sei es der klassische Energy-Drink, der Kaffee oder zuckerhaltige Soft-Drink am Nachmittag oder der Alkohol am Abend.
Lifestyle ist für uns deshalb der Kontext, in dem Funktion überhaupt erst relevant wird. Ein Produkt kann noch so funktional sein, wenn es sich nicht natürlich in den Alltag integrieren lässt und nicht zu den Lebensgewohnheiten der Menschen passt, wird es langfristig keine Rolle spielen.

Welche nächsten Schritte und Entwicklungen plant Neuroblends für die kommenden Jahre?

Kurzfristig liegt unser Fokus ganz klar auf dem Markenaufbau in Deutschland, insbesondere im digitalen Bereich. Gleichzeitig treiben wir den Aufbau unserer „Alltagshelden“-Community voran, weil wir davon überzeugt sind, dass starke Marken immer auch von einer starken Community getragen werden.

Parallel dazu bauen wir unser B2B-Geschäft weiter aus, zum Beispiel in Offices, Co-Working Spaces oder bei Events. Gerade im Arbeitsumfeld und in sozialen Kontexten sehen wir großes Potenzial, weil sich unsere Produkte sehr natürlich in den Alltag integrieren lassen.
Ein wichtiger Teil unserer nächsten Schritte sind auch Partnerschaften. Wir sind immer offen für spannende Kooperationen und neue Ideen, egal ob im Bereich Events, Community, Content oder Vertrieb. Wir freuen uns über jeden, der gemeinsam mit uns neue Wege gehen möchte und Neuroblends in neue Kontexte bringt.
Mittelfristig planen wir, unser Portfolio zu erweitern, sowohl durch neue Produktformate als auch durch zusätzliche Varianten. Darüber hinaus ist die internationale Expansion ein wichtiger nächster Schritt für uns, ebenso wie der Einstieg in den Einzelhandel, um die Marke breiter zugänglich zu machen.

Langfristig verfolgen wir das Ziel, Neuroblends als führende Marke im Bereich mentale Erfrischung zu etablieren und eine neue Kategorie im Getränkemarkt nachhaltig zu prägen.

Welche drei Ratschläge würdet ihr Gründerinnen und Gründern geben, die im Food- und Beverage-Bereich ein Unternehmen aufbauen möchten?

Der erste und wichtigste Punkt ist: Geschmack ist alles. Wenn das Produkt geschmacklich nicht überzeugt, wird Marketing das langfristig nicht ausgleichen können. Gerade im Food- und Beverage-Bereich entscheidet am Ende immer die Wiederkaufsrate.
Der zweite Punkt ist Geduld. Diese Branche ist kapitalintensiv, operativ komplex und oft langsamer, als man es aus anderen Bereichen kennt. Es braucht Durchhaltevermögen und die Bereitschaft, viele Iterationen zu durchlaufen, bis wirklich alles zusammenpasst.
Und der dritte Punkt ist ein klarer Fokus in der Positionierung. Es ist deutlich effektiver, ein konkretes Problem für eine klar definierte Zielgruppe zu lösen, als zu versuchen, von Anfang an zu breit zu denken. Starke Marken entstehen aus Klarheit, nicht aus Kompromissen.

Bildcredits @ Neuroblends

Wir bedanken uns bei Oliver Kremer und Lukas von Eyb für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Neuroblends

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Neuroblends Functional Drinks UG (haftungsbeschränkt)
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82049 Pullach im Isartal
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Ansprechpartner: Oliver Kremer, Lukas von Eyb

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Dieses Hautproblem betrifft viele und wird trotzdem oft übersehen

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Tanera Skin Reibeisenhaut Hautpflege Lösung Bild: Isabelle Stortz präsentiert mit „Tanera Skin“ Hautpflege gegen Reibeisenhaut (Keratosis Pilaris). Sie erhofft sich ein Investment von 200.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile. Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Tanera Skin entwickelt spezialisierte Hautpflege für Reibeisenhaut und wird am 6. April in der Sendung Die Höhle der Löwen pitchen

Wie ist Tanera Skin entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Tanera Skin wurde in Berlin von Isabelle Stortz gegründet, nachdem sie selbst lange nach einer wirksamen Lösung für Reibeisenhaut gesucht hatte. Trotz eines großen Angebots an Hautpflegeprodukten fehlte es an spezialisierten Lösungen für dieses konkrete Hautbild. Aus dieser persönlichen Erfahrung entstand der Antrieb, es besser zu machen. Heute steht Tanera Skin für gezielte, wirksame Hautpflege, die Betroffenen hilft, sich wieder wohl in ihrer Haut zu fühlen.

In welcher Branche ist das Startup tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Tanera Skin ist in der Kosmetikbranche tätig und konzentriert sich auf funktionale Skincare für spezifische Hautprobleme wie Reibeisenhaut (Keratosis Pilaris) und unreine Haut. Aktuell sind unsere Produkte direkt über den eigenen Online-Shop (www.taneraskin.com) und auf Amazon erhältlich. Darüber hinaus planen wir, unsere Marke auch im stationären Handel, insbesondere in Drogerien, zu etablieren. Unser Fokus liegt auf klar verständlichen, wirksamen Produkten mit echter Problemlösung.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung von Tanera Skin? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Etwa 30–40 % der Bevölkerung ist von Reibeisenhaut betroffen, die sich als kleine rote Punkte oder Unebenheiten an Oberarmen und Beinen zeigt. Es gab aber keine spezialisierten Produkte, die tatsächlich geholfen haben. Diese Diskrepanz hat uns eine klare Marktlücke aufgezeigt. Unsere Inspiration kam aus der eigenen Betroffenheit und dem Wunsch, eine Lösung zu schaffen, die nicht nur verspricht, sondern sichtbar wirkt.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen bei Tanera Skin zum Einsatz?

Wir sind die erste Hautpflege Marke, die sich auf Reibeisenhaut spezialisiert hat. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, der effektive Wirkstoffe wie AHA, BHA und Niacinamide mit mechanischer Exfoliation kombiniert, etwa durch unseren speziell entwickelten Tanera Skin Peeling Handschuh. Statt nur kurzfristig Symptome zu kaschieren, zielen wir darauf ab, die Hautstruktur langfristig zu verbessern. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf einfache Routinen, die sich problemlos in den Alltag integrieren lassen.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Unsere Produkte sorgen für sichtbar glattere, ebenmäßigere Haut und helfen dabei, verstopfte Poren und Unreinheiten zu reduzieren. Besonders ist die Kombination aus sofort spürbarem Effekt und langfristiger Verbesserung des Hautbilds. Im Alltag bedeutet das: weniger Unsicherheit und mehr Wohlbefinden. Wir lieben es, wenn unsere Kundinnen uns sagen, dass sie sich endlich wieder in ihrer eigenen Haut wohl fühlen.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Die Entwicklung unserer Produkte basierte auf intensiver Recherche zu Wirkstoffen sowie zahlreichen Testphasen. Unsere Gründerin hat selbst jahrelang verschiedenste Kombinationen von Inhaltsstoffen ausprobiert, bevor die finalen Produkte entstanden sind. Besonders wertvoll war das Feedback aus der Tanera Community: Viele Kundinnen berichten nach der Nutzung unserer Produkte von deutlich glatterer Haut bereits nach kurzer Zeit und sehen erstmals echte Verbesserungen ihrer Reibeisenhaut.

Welche Vision verfolgt Tanera Skin? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Unsere Vision für Tanera Skin ist es, die führende Marke für spezialisierte Hautpflege bei Reibeisenhaut und unreiner Haut zu werden. In den kommenden Jahren möchten wir unser Sortiment gezielt erweitern, unsere Marke international ausbauen und insbesondere den Eintritt in den stationären Handel, vor allem in Drogerien, erfolgreich umsetzen.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Wir sehen „Die Höhle der Löwen“ als ideale Plattform, um unsere Marke einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und das Bewusstsein für Reibeisenhaut zu erhöhen. Gleichzeitig bietet die Show die Möglichkeit, starke Partner zu gewinnen, die uns beim nächsten Wachstumsschritt unterstützen. Insbesondere bei der Entwicklung unserer ersten Skincare Linie haben wir Expertise und Know-how im Bereich R&D gesucht.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Wir suchen für Tanera Skin gezielt nach strategischer Unterstützung, insbesondere im Bereich Markenaufbau, Produktentwicklung und Retail-Expansion. Eine Investition würden wir vor allem in Marketing und den Ausbau unserer Vertriebsstrukturen investieren, um Tanera Skin noch leichter für mehr Menschen zugänglich zu machen.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Nach der Ausstrahlung planen wir vor allem, unser Produktportfolio gezielt zu erweitern und neue Märkte zu erschließen. Ein zentraler Fokus liegt auf der Skalierung unseres Online-Geschäfts sowie dem Einstieg in den stationären Handel.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Eine der wichtigsten Erkenntnisse für uns war, wie entscheidend es ist, ein echtes Problem zu lösen, das viele Menschen betrifft. Zudem haben wir gelernt, wie wertvoll direktes Kundenfeedback ist, um Produkte kontinuierlich zu verbessern und nah an den Bedürfnissen der Zielgruppe zu bleiben.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Wir würden anderen Gründerinnen und Gründern raten, sich auf ein echtes Problem zu fokussieren und eine Lösung zu entwickeln, die klaren Mehrwert bietet. Gleichzeitig ist es wichtig, früh Feedback einzuholen, schnell zu testen und konsequent umzusetzen. Durchhaltevermögen und ein klarer Fokus sind entscheidend, um langfristig erfolgreich zu sein.

Sehen Sie Isabelle Stortz mit Tanera Skin am 6. April 2026 in der Sendung die Höhle der Löwen

Bild: Isabelle Stortz präsentiert mit „Tanera Skin“ Hautpflege gegen Reibeisenhaut (Keratosis Pilaris). Sie erhofft sich ein Investment von 200.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile. Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Isabelle Stortz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum wird dieser Bereich oft erst dann ernst genommen, wenn es schon zu spät ist?

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Kell Outsourcing Buchhaltung Outsourcing Unternehmen Melanie Kell @ Kell Outsourcing

Kell Outsourcing übernimmt Buchhaltung und Outsourcing für Unternehmen und schafft effiziente Lösungen im Rechnungswesen

Wie ist Kell Outsourcing entstanden und was hat Sie 2004 dazu bewegt, in einem vermeintlich „unsexy“ Markt zu gründen?

Kell Outsourcing ist aus einem Zufall entstanden. Ein Kunde, den ich vor meiner Selbstständigkeit betreut hatte, kam auf mich zu und fragte, ob ich seine Buchhaltungsabteilung übernehmen würde. Ich sagte zu – und daraus entstand eine Geschäftsidee. Diesen Kunden betreue ich bis heute.

Wer sind die Menschen hinter Kell Outsourcing und welche Rollen nehmen Sie im Unternehmen ein?

Mein Team besteht aus rund 30 tollen Mitarbeitenden, alle mit kaufmännischem Hintergrund. Neben dem Team, das den Alltag gestaltet, gibt es Teamleiter und eine Kollegin, die das operative Geschäft leitet. Ich verantworte Strategie, Sales und Marketing – springe aber auch ins operative Geschäft ein. Ich löse gerne knifflige Fälle und begleite das Onboarding neuer Kunden persönlich.

Was haben Sie damals im Bereich Buchhaltung und Rechnungswesen gesehen, das andere vielleicht übersehen haben?

Outsourcing ist ein unterschätzter und oft unbekannter Bereich. Wir bedienen eine Kundenklientel, die inhaltlich anspruchsvoll ist und aus guten Gründen extern arbeiten möchte. Fachkräftemangel und wachsende Anforderungen an die Digitalisierung machen externe Lösungen zunehmend attraktiv – das war früh erkennbar.

Welche Vision verfolgen Sie mit Kell Outsourcing heute und wie hat sich diese seit der Gründung weiterentwickelt?

Heute möchte ich Buchhaltung und Rechnungswesen gemeinsam mit meinen Kunden in die Zukunft führen. Die Entwicklungen der letzten Jahre sind enorm – technologisch, prozessual, strukturell. Diesen Wandel aktiv zu gestalten, statt ihn nur zu begleiten, ist mein Antrieb.

Wie genau unterstützt Kell Outsourcing Unternehmen im Alltag und welche Probleme lösen Sie konkret für Ihre Kunden?

Wir übernehmen das gesamte Rechnungswesen: Buchhaltung, Mahnwesen, Zahlungsverkehr und Controlling. Dabei nehmen wir unseren Kunden nicht nur operative Last ab, sondern unterstützen auch bei der Modernisierung und Digitalisierung ihrer Prozesse und das in konstant hoher Qualität.

Für welche Zielgruppen ist Ihr Angebot besonders relevant und warum entscheiden sich diese für eine Auslagerung ihrer Buchhaltung?

Unsere Kernzielgruppe sind Mittelständler mit komplexen Geschäftsmodellen oder hohem Buchungsaufkommen. Eine besondere Spezialisierung haben wir im Bereich gemeinnütziger Organisationen. Die meisten Kunden kommen zu uns, weil sie sich von Buchhaltungsthemen entlasten und Freiraum für ihr Kerngeschäft schaffen möchten.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen im Markt rund um Buchhaltung und Outsourcing und wie gehen Sie damit um?

Die digitale Transformation ist das beherrschende Thema. Wir setzen uns intensiv mit den Geschäftsmodellen unserer Kunden auseinander und entwickeln gemeinsam tragfähige Strategien. Dabei begleiten wir auch die Implementierung neuer Prozesse – von der Konzeption bis zur Umsetzung.

Was hat den entscheidenden Unterschied gemacht, damit Kell Outsourcing ab 2017 wirklich skalieren konnte?

Zwei Faktoren waren entscheidend: ein professioneller Internetauftritt und eine Agentur, die sich konsequent um unsere Sichtbarkeit gekümmert hat. Ebenso wichtig war die organisatorische Reife, die es uns ermöglichte, Wachstum strukturiert aufzufangen.

Was unterscheidet Kell Outsourcing von klassischen Steuerkanzleien oder internen Buchhaltungslösungen?

Ein Steuerberater arbeitet in der Regel mit Auftragsbuchhaltung: Belege werden für einen festen Zeitraum gesammelt, gebucht und eine BWA erstellt. Wir buchen laufend und bieten darüber hinaus Dienstleistungen wie Zahlungsverkehr und Mahnwesen an. Gegenüber einer internen Buchhaltung haben wir den Vorteil, dass wir viele verschiedene Geschäftsmodelle kennen und diese Erfahrung direkt einbringen.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung in Ihrem Geschäftsmodell und wie verändert sie die Zusammenarbeit mit Ihren Kunden?

Die Digitalisierung verändert alles. Auch das Tempo. Viele erwarten, Daten einzuspeisen und automatisch eine fertige Buchhaltung zu erhalten. Umso wichtiger ist es, Unternehmen wirklich zu verstehen und zu wissen, wie KI und Automatisierung sinnvoll eingesetzt werden können. Die Herausforderung besteht darin, alle mitzunehmen: Kunden und Team gleichermaßen. Den persönlichen Kontakt dabei nicht zu verlieren, ist ein täglicher Balanceakt.

Was bedeutet der Mehrheitsverkauf 2024 für Kell Outsourcing und welche Learnings können andere Unternehmer daraus ziehen?

Das allein würde ein eigenes Interview füllen. Was ich sagen kann: In größeren Dimensionen zu agieren und mit einem breiten Netzwerk an Experten zusammenzuarbeiten, erweitert den Horizont enorm. Es ist eine Erfahrung, die ich jeden Tag aufs Neue genieße.

Welche drei konkreten Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben, die langfristig ein stabiles Unternehmen aufbauen wollen?

Mut haben – auch in unsicheren Momenten. Sich immer wieder neu definieren, ohne dabei den eigenen Charakter zu verlieren. Und sich treu bleiben: Wer authentisch führt, baut nachhaltiger als wer nur Trends folgt.

Bildcredits @ Kell Outsourcing

Wir bedanken uns bei Melanie Kell für das Interview

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Warum wird Angeln plötzlich digital geplant?

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FangLotse Plattform Angeln Datenanalyse Damian Todorovic FangLotse

FangLotse entwickelt eine digitale Plattform für Angeln und nutzt Datenanalyse zur Optimierung von Planung und Verwaltung

Wie ist FangLotse entstanden und wer steht hinter dem Unternehmen?

Ich bin Damian Todorovic, der Gründer von FangLotse. Die Idee entstand aus der Faszination für smarte Optimierung. Der Angelsport ist ein riesiger Markt mit einer enorm leidenschaftlichen Zielgruppe. Aber das administrative Drumherum besteht oft noch aus einem Chaos von Zetteln und unübersichtlichen Vorschriften. Ich habe das große Potenzial gesehen, hier mit kluger Technologie extrem viel Zeit und Nerven zu sparen. So ist die Idee für unser digitales Werkzeug entstanden, das wir gerade bauen.

Was hat euch persönlich dazu motiviert, den Angelmarkt mit FangLotse digital neu zu denken?

Mich motiviert es, komplexe und ineffiziente Strukturen aufzubrechen. Wir wollen die Tradition des Angelns überhaupt nicht verändern. Das Erlebnis in der Natur ist perfekt, so wie es ist. Was wir aber radikal modernisieren wollen, ist die lästige Bürokratie dahinter. Wir bauen aktuell keine weitere Social-Media-App, sondern entwickeln ein smartes System, das Verbänden und Nutzern im Hintergrund den Rücken freihält.

Welche Vision verfolgt FangLotse für die Zukunft des Angelns?

Wir wollen der unverzichtbare digitale Begleiter werden. Unser Ziel ist es, dass Nutzer und Verbände in Zukunft nahtlos miteinander vernetzt sind. Der Nutzer soll sich auf sein Erlebnis am Wasser konzentrieren können, während unsere kommende Plattform die gesamte Organisation von der Lizenzverwaltung bis zur automatisierten Statistik lautlos und fehlerfrei abwickelt.

Wie wollt ihr diese Vision konkret umsetzen. Welche Rolle spielen dabei KI und Echtzeit-Daten?

Wir bündeln in unserer Entwicklung extrem leistungsstarke Funktionen an einem einzigen Ort. Echtzeit-Daten werden jeden Ausflug deutlich berechenbarer machen. KI nutzen wir nicht nur für smarte Features unter der Haube, wie den schnellen Abgleich lokaler Vorschriften. Wir integrieren aktuell auch einen interaktiven KI-Mentor, der dem Nutzer später bei komplexen Fragen als digitaler Berater zur Seite stehen wird.

Welche Zielgruppe sprecht ihr mit FangLotse aktuell an und welche Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt?

Wir fahren bei der Entwicklung einen sehr effektiven B2B2C-Ansatz. Dem Endnutzer werden wir eine hochmoderne Plattform mit spannenden Werkzeugen für die Planung bieten. Auf der anderen Seite stehen die großen Fischereiverbände im Fokus. Denen wollen wir durch digitale Verwaltung und automatisierte Datenauswertung wochenlange Handarbeit abnehmen.

Wie hilft eure Plattform dabei, den Erfolg beim Angeln planbarer zu machen?

Indem wir Daten intelligent zusammenführen, die sonst mühsam zusammengesucht werden müssen. Wir werden Gewässerkarten mit aktuellen Umweltbedingungen und smarten Insights kombinieren. Der Nutzer wird die Anwendung öffnen und sofort sehen, ob die Parameter für seinen geplanten Trip optimal sind. Das erspart in Zukunft extrem viel Frust.

Der Angelmarkt gilt als eher traditionell. Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für euch?

Traditionen sind wichtig und die gilt es absolut zu respektieren. Die Herausforderung liegt vor allem im Vertrieb. Die administrativen Prozesse bei Verbänden sind oft tief verankert. Wir müssen beweisen, dass unsere Technologie die Natur schützt und die Vereinsarbeit massiv aufwertet, ohne das eigentliche Hobby zu stören.

Wie überzeugt ihr Nutzer davon, neue Technologien wie Bilderkennung in ihre Routine zu integrieren?

Technologie muss sofort funktionieren und ein echtes Problem lösen. Wenn ein smartes Feature am Wasser wertvolle Zeit erspart, wird es auch sofort adaptiert. Unser Anspruch an die Entwicklung ist, dass es absolut intuitiv sein muss und sich niemals wie ein Spielzeug anfühlen darf.

Was unterscheidet FangLotse von klassischen Angel-Apps oder reinen Informationsangeboten?

Wir bauen richtig coole smarte Features für den Endnutzer, aber unsere wahre Stärke liegt in der Tiefe. Wir entwickeln ein kompromissloses Werkzeug. Während andere versuchen, die Nutzer mit Social-Media-Elementen bei Laune zu halten, werden wir handfeste strukturelle Probleme für die Verbände im Hintergrund lösen.

Welche Rolle spielt Datenanalyse in eurem Produkt und wie verändert sie die Herangehensweise ans Angeln?

Sie wird das Fundament unserer Plattform. Für den Nutzer bedeutet sie eine präzisere Vorbereitung. Für die Verbände ist saubere Datenanalyse ein echter Gamechanger. Digitale Statistiken werden es ermöglichen, Gewässer nachhaltig und komplett datenbasiert zu bewirtschaften, ganz ohne manuelles Abtippen.

Welche nächsten Schritte plant FangLotse, um den digitalen Wandel im Angelmarkt weiter voranzutreiben?

Aktuell liegt unser voller Fokus auf der Produktentwicklung und der Fertigstellung unserer Plattform. Wir arbeiten unter Hochdruck daran, das System intelligent und marktreif zu machen. Parallel dazu bauen wir bereits jetzt Kontakte für das Onboarding großer Landesverbände auf, um das Ökosystem von Anfang an stark zu vernetzen.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Löst echte Probleme und baut keine Features, nur weil sie nett aussehen. Technologie muss Zeit oder Geld sparen. Bleibt außerdem hartnäckig, denn im B2B-Umfeld dauern Prozesse oft länger als erhofft. Und tretet authentisch auf, denn ein ehrlicher und direkter Pitch gewinnt am Ende immer das Vertrauen der Partner.

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Wir bedanken uns bei Damian Todorovic für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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