Freitag, Juli 17, 2026
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Frauengesundheit im Fokus: Wird die Versorgung von Müttern noch immer unterschätzt?

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Leistungsfähigkeit nach Schwangerschaft stärken Carolin Otzelberger Fotocredit PR

Frau Otzelberger, viele Frauen berichten nach Schwangerschaft und Geburt von Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und dem Gefühl, nicht mehr dieselbe Leistungsfähigkeit wie früher zu haben. Warum wird dieses Thema gesellschaftlich noch immer unterschätzt?

Zum einen war Frauengesundheit in Wissenschaft und Forschung über Jahrzehnte stark unterrepräsentiert. Viel zu lange wurden Frauen als „kleine Männer“ betrachtet. Die Erkenntnis, dass der weibliche Stoffwechsel in Teilen anders funktioniert als der männliche, setzt sich sowohl in der Wissenschaft als auch in der Medizin erst langsam durch. Somit wissen wir einfach noch viel zu wenig darüber, was genau biochemisch in uns Frauen durch hormonelle Umstellungen gepaart mit Stress und Schlafentzug wirklich passiert.

Andererseits wird seit Generationen von Frauen erwartet, dass sie – egal in welcher Lebenslage – zuverlässig funktionieren. Nach wie vor bekommen Frauen von Ärzten gesagt, Symptome wie starke Periodenschmerzen oder postnatale Erschöpfung seien normal. Sinngemäß vermittelt man den Frauen, sie sollten sich einfach nicht so anstellen.

Das ist verrückt! Millionen von Frauen leiden still und suchen den Fehler bei sich. Dabei sind die Ursachen biochemisch erklärbar und können heutzutage gut behandelt werden.

Sie haben sich auf berufstätige Frauen, Unternehmerinnen und Führungskräfte spezialisiert, die innerhalb der letzten Jahre Mutter geworden sind. Was macht diese Zielgruppe aus Ihrer Sicht besonders?

Kinder zu bekommen ist für alle Frauen ein einschneidendes Erlebnis und eine große Umstellung. Muss man allerdings mit Schlafmangel, Erschöpfung und Konzentrationsschwierigkeiten auch noch Unternehmen und Teams führen, erreichen die Herausforderungen schnell eine ganz andere Dimension. Frauen mit kleinen Kindern, die gleichzeitig beruflich viel Verantwortung tragen, sind plötzlich mit einer enormen Mehrfachbelastung konfrontiert. Das wird häufig unterschätzt – in erster Linie von den Frauen selbst.

In Ihrer Arbeit erleben Sie immer wieder Frauen, die glauben, sie müssten sich lediglich besser organisieren oder stärker belastbar sein. Welche Ursachen stecken tatsächlich häufig hinter den Beschwerden?

In der Regel treffen hier Schlafmangel, hormonelle Umstellungen und gravierende Nährstoffdefizite zusammen.

Auch die bei „Macherinnen“ besonders verbreitete Persönlichkeitsstruktur mit besonders hohen Ansprüchen an sich selbst trägt zu Erschöpfung und Gefühlen von Überforderung bei.

Welche körperlichen und biochemischen Veränderungen nach Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit werden aus Ihrer Sicht zu selten betrachtet?

Während Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit wird der Körper der Frau regelrecht „geplündert“. Das Wachstum des Kindes entzieht der Mutter große Mengen an Nährstoffen. Erfahrungsgemäß reicht Mehr -Essen bei weitem nicht aus, um diesen Bedarf zu decken. Auch typische Schwangerschafts-Supplements greifen viel zu kurz.

Vielmehr braucht es eine fundierte Analyse und eine individuell auf die jeweilige Frau zugeschnittene Nährstofftherapie, um im besten Fall die Entstehung von Mängeln zu verhindern oder zumindest aufgetretene Defizite schnell zu beseitigen.

Dafür stehen uns heutzutage sehr gute, praktikable Lösungen zur Verfügung. Man muss sie nur nutzen!

Wie groß ist die Versorgungslücke in der Frauengesundheit, und welche Folgen hat sie für die Leistungsfähigkeit vieler Frauen im Berufsalltag?

Frauen sind in klinischen Studien bis zu 70% seltener vertreten als Männer. Entsprechend ist ein Großteil der medizinischen Empfehlungen einfach nicht auf die weibliche Biochemie ausgerichtet.

In meiner Arbeit erlebe ich tagtäglich, dass Frauen mit ihren Beschwerden bei den Ärzten nicht ernstgenommen werden. Anstatt niedrige Ferritinwerte, unausgeglichene Hormone oder Mikronährstoffdefizite zu diagnostizieren, bekommen sie den Rat, sich mehr zu entspannen. Wer in einer Führungsrolle oder als Unternehmerin tätig ist und auf diesem Niveau funktionieren muss, kann sich das schlicht und ergreifend nicht leisten.

Sie verbinden Ernährungswissenschaft, funktionelle Blutanalytik und Coaching. Warum reicht es oft nicht aus, Gesundheit nur aus einer einzelnen Perspektive zu betrachten?

Wir alle wünschen uns einfache Lösungen. Am besten eine Pille, die alle Beschwerden wegzaubert. In Wahrheit sind wir als Menschen und insbesondere als Frauen aber sehr komplexe Wesen. Sowohl meine eigene Geschichte als auch die Arbeit mit meinen Klientinnen hat mich gelehrt, dass viele Räder ineinandergreifen müssen, damit es uns wirklich gut geht. Nachhaltige Gesundheit und Leistungsfähigkeit brauchen daher immer einen ganzheitlichen Ansatz.

Ihre eigene gesundheitliche Geschichte war der Ausgangspunkt Ihrer heutigen Arbeit. Wie hat diese Erfahrung Ihren Blick auf Gesundheit und Prävention geprägt?

Als Kind wurde ich von der Schulmedizin sehr enttäuscht und habe früh gelernt, meine Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Auf der Suche nach Lösungen für meine eigenen Herausforderungen habe ich unzählige Therapieformen ausprobiert, hunderte von Büchern gelesen und sehr viel Zeit und Geld in alle möglichen Protokolle, Supplements, Geräte und Methoden investiert.

Einerseits hat mich dieser Weg ein Stück weit geläutert – die meisten noch so vielversprechenden Ansätze waren völlig wirkungslos oder gar kontraproduktiv.

Andererseits habe ich unglaublich viel Erfahrung gesammelt. In der Wissenschaft, der klassischen Schulmedizin, aber auch der Naturheilkunde sowie alternativen oder energetischen Heilmethoden. Dieser Erfahrungsschatz ist heute in der Arbeit mit meinen Klientinnen Gold wert.

Viele Frauen stehen unter hohem Leistungsdruck und haben gleichzeitig Familie, Karriere und Alltag zu organisieren. Welche Rolle spielen Faktoren wie Perfektionismus, Stress und innere Ansprüche für die Gesundheit?

Die Frauen, die zu mir kommen, sind in der Regel sehr ambitionierte Menschen mit hohen Ansprüchen an sich selbst. Diese Persönlichkeit ist einerseits für ihren oftmals beeindruckenden beruflichen Erfolg verantwortlich. Sie setzen sich große Ziele und erreichen diese auch.

Auf der anderen Seite beobachte ich, dass es gerade diese Neigung zu Perfektionismus und einem starken Kontrollbedürfnis ist, die den Frauen enormen zusätzlichen Stress macht. Abschalten, Loslassen und zur Ruhe kommen fällt meinen Klientinnen oft sehr schwer. Dieser dauerhafte Stresszustand – in der Fachsprache Hyperarousal genannt – ist jedoch enorm gesundheitsschädlich. Unser Immunsystem, die Hormonachsen und der gesamte Stoffwechsel leiden darunter.

Deshalb widmen wir uns in meiner Arbeit, wenn nötig, auch Themen wie Glaubenssätze, Prägungen aus der Kindheit und innerer Kritiker.

Sie sprechen häufig über die Gender Health Gap. Warum werden Frauen in Medizin und Forschung noch immer nicht ausreichend berücksichtigt?

Es fehlt schlicht und ergreifend die Lobby. Medizin war über Jahrzehnte sehr männlich geprägt und ist es zum Teil immer noch.

Wir brauchen einerseits Frauen, die Lösungen aktiv einfordern und sich nicht einschüchtern lassen von Ärztinnen und Ärzten, die sie mit Plattitüden und Binsenweisheiten nach Hause schicken.

Andererseits braucht es aber natürlich auch sehr viel mehr Forschungsgelder für Female Health Themen. Im Zeitraum von 2008 bis 2018 erschienen beispielsweise mehr als dreimal so viele Studien zu erektiler Dysfunktion wie PMS-Studien in der gesamten Forschungsgeschichte seit dem Zweiten Weltkrieg. Obwohl etwa doppelt so viele Frauen von PMS betroffen sind, wie Männer von Potenzstörungen.

Diese ungleiche Verteilung von Fördermitteln ist ein Skandal.

Nahrungsergänzungsmittel erleben einen Boom. Welche Fehler beobachten Sie besonders häufig, wenn Menschen ihre Gesundheit eigenständig optimieren möchten?

2024 wurden in Deutschland über 3 Milliarden Euro für Nahrungsergänzungsmittel ausgegeben. Das Marktpotenzial ist enorm und bei vielen Anbietern herrscht eine gewisse Goldgräber-Stimmung. Die Folge sind umfangreiche Marketingkampagnen.

Für den Laien ist es jedoch kaum möglich aus der Fülle an Angeboten und Informationen das herauszufiltern, was für die eigene Gesundheit und Leistungsfähigkeit wirklich relevant ist.

Häufig nehmen Menschen Präparate, die sie gar nicht brauchen. Andererseits sind sie weiterhin mit wichtigen Nährstoffen teils gravierend unterversorgt. Zudem sind viele Präparate zu niedrig dosiert oder enthalten zweifelhafte Zusatzstoffe.

Zurückbleiben enttäuschte Verbraucher, die sich selbst etwas Gutes tun wollten, aber die falsche Strategie gewählt haben.

Auch die Darm-Hirn-Achse gehört zu Ihren Schwerpunkten. Welche neuen Erkenntnisse über den Zusammenhang von Darmgesundheit, mentaler Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden halten Sie für besonders spannend?

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, welch enormen Einfluss der Zustand unseres Darms auf unsere psychische Verfassung und kognitive Leistungsfähigkeit hat.

Wussten Sie beispielsweise, dass das von Darmbakterien produzierte Butyrat vor Neuroinflammation – also Entzündungen im Gehirn – schützt? Es reduziert Alzheimer-assoziierte Amyloid-Plaques und verbessert gleichzeitig Stimmung und kognitive Funktionen.

Weil man vielfach zeigen konnte, dass depressive Symptome durch die Gabe von Präbiotika verbessert werden können, etabliert sich für solche klinisch geprüften Bakterienstämme gerade ein neuer Begriff: Psychobiotika.

Der Weg zu mentaler Gesundheit geht definitiv über den Darm!

Wenn Sie sich für die Zukunft der Frauengesundheit drei Veränderungen wünschen könnten. Welche wären das?

Viel höhere Investitionen in die Erforschung von Themen wie PMS, PMOS (früher PCOS), Endometriose und Menopause.

Eine Etablierung von funktioneller Medizin in deutschen Arztpraxen (davon profitieren auch die Männer!).

Und last but not least müssen wir Frauen raus aus der Opferrolle und rein in die Eigenverantwortung. Es gibt schon heute zahlreiche Lösungsansätze. Dazu gehört aber auch, dass Frauen sich um einen gesunden Lifestyle bemühen, die eigenen Bedürfnisse und die ihres Körpers ernstnehmen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch in ihre Gesundheit investieren.

Bildcredits PR

Wir bedanken uns bei Carolin Otzelberger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wildcat im Wandel: Welche Ziele verfolgt die Marke für die kommenden Jahre?

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Wildcat: Piercings, Schmuck und die Ziele der Marke Damien Siedler @Wildcat

Wildcat entwickelt Piercings und Schmuck für Menschen, die ihre Individualität ausdrücken möchten, und verbindet dabei Produktentwicklung, Studios und Onlinehandel unter einer Marke

Mit welcher Vision wurde Wildcat gegründet, und welche Bedeutung hat diese heute noch für das Unternehmen?

Damien Siedler: Wildcat wurde mit der Vision gegründet, ein damaliges Nischenprodukt stärker in den Vordergrund zu rücken. Piercings dienen nicht nur als Schmuck, sondern ermöglichen es Menschen, ihre Persönlichkeit auszudrücken, sich individuell zu verschönern und eigene Kombinationen zu gestalten. Genau diese kreative Freiheit wollten wir sichtbar machen und dazu beitragen, Piercings gesellschaftsfähig zu machen. Diese Vision prägt Wildcat bis heute.

Wie hat sich Wildcat von einem Pionier der Piercing-Branche zu einer international bekannten Marke entwickelt?

Damien Siedler: Wildcat war von Beginn an ein First Mover in der Branche. Das Unternehmen hat seine Wurzeln in England und wurde von dort aus in Deutschland weiterentwickelt. Entscheidend waren dabei unsere internationale Vernetzung innerhalb der Piercing- und Tattoo-Szene sowie das gemeinsame Ziel, Piercings weltweit stärker in den Fokus zu rücken. Durch diesen engen Austausch und unsere langjährige Erfahrung konnten wir uns als international bekannte Marke etablieren.

Piercings und Tattoos sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Welche Entwicklungen haben Sie in den vergangenen Jahren besonders überrascht?

Damien Siedler: Überrascht hat uns diese Entwicklung eigentlich nicht. Wir waren von Anfang an davon überzeugt, dass Tattoos und Piercings gesellschaftsfähig werden können. Als langjähriger Teil der Branche konnten wir unmittelbar miterleben, wie der Markt von Jahr zu Jahr gewachsen ist und sich die Wahrnehmung zunehmend verändert hat. Heute sind Piercings und Tattoos für viele Menschen eine selbstverständliche Form des persönlichen Ausdrucks.

An welche Zielgruppen richtet sich Wildcat heute, und wie unterscheiden sich deren Wünsche und Erwartungen?

Damien Siedler: Wildcat richtet sich an alle Menschen, die das Leben bunt feiern und ihre Individualität zum Ausdruck bringen möchten, ganz unabhängig von Alter, Geschlecht oder persönlichem Stil. Die Wünsche sind dabei sehr unterschiedlich: Manche suchen ein dezentes Schmuckstück, andere möchten auffällige Kombinationen oder komplette Ear Stacks gestalten. Unser Anspruch ist es, für diese Vielfalt die passenden Produkte, Beratung und Inspiration anzubieten.

Wildcat vereint die Entwicklung von Schmuck, dem Onlinehandel und eigenen Studios. Welche Vorteile bringt dieses Zusammenspiel mit sich?

Damien Siedler: Der Onlinehandel kann den stationären Handel in unserer Branche nicht vollständig ersetzen. Eine persönliche Piercing-Dienstleistung, eine fachkundige Beratung, das Stöbern und Ausprobieren vor Ort oder das Tätowieren sind online nicht möglich. Deshalb sind unsere Studios ein essenzieller Bestandteil des Konzepts.

Gleichzeitig bietet der Onlineshop eine große Auswahl und ermöglicht es unseren Kundinnen und Kunden, sich jederzeit inspirieren zu lassen und Schmuck bequem zu bestellen. Durch das Zusammenspiel beider Bereiche können wir ein ganzheitliches Markenerlebnis schaffen.

Damien Siedler: Eine große Herausforderung sind Selbstpiercing-Pistolen und Schmuck aus fragwürdigen Materialien, wie er unter anderem auf Billig-Plattformen angeboten wird. In unseren Studios haben wir teilweise täglich mit entzündeten Ohren von Menschen zu tun, die sich selbst gepierct oder ungeeigneten Schmuck getragen haben.

Bei Wildcat wird ausschließlich unter sterilen Bedingungen und mit professionellen Piercingnadeln gearbeitet. Als Ersteinsatzschmuck verwenden wir implantatzertifiziertes Titan Grad 23, um bestmögliche Voraussetzungen für einen reibungslosen Heilungsprozess zu schaffen. Einen Teil dieses Schmucks produzieren wir selbst in Deutschland.

Wie stellen Sie sicher, dass Qualität, Sicherheit und Vertrauen bei Ihren Produkten und Dienstleistungen gewährleistet bleiben?

Damien Siedler: Wir sind ISO-zertifiziert und haben unsere Prozesse klar definiert und dokumentiert. Über unsere eigene Wildcat Academy schulen wir unsere Mitarbeitenden und bilden sie kontinuierlich weiter.

Darüber hinaus prüfen wir unsere Schmuckstücke sorgfältig und produzieren einen Teil unseres Sortiments selbst in Deutschland. So behalten wir die Kontrolle über Materialien, Verarbeitung und Qualität. Unser Slogan „Quality does matter“ ist daher nicht nur ein Versprechen, sondern ein zentraler Bestandteil unserer täglichen Arbeit.

Mit dem ersten Flesh Tunnel hat Wildcat die Branche mitgeprägt. Wie wichtig sind Innovationen für Ihr Unternehmen heute noch?

Damien Siedler: Innovationen sind für uns weiterhin sehr wichtig, auch wenn sich Trends verändern. So ist der Flesh Tunnel heute zwar weniger präsent als zu seiner Hochphase, wird aber nach wie vor getragen. Aktuell geht der Trend stark zu Ear Stacks, dem individuellen Kombinieren vieler kleiner Schmuckstücke und Motive am Ohr. Da Trends jedoch zyklisch verlaufen, ist es durchaus möglich, dass auch der Flesh Tunnel in Zukunft wieder ein Comeback feiert.

Was unterscheidet Wildcat aus Ihrer Sicht von anderen Anbietern im Piercing und Tattoo-Markt?

Damien Siedler: Wildcat geht die Extrameile. Unser Anspruch reicht von der Produktentwicklung und Produktion bis zur fachgerechten Ausbildung unserer Piercerinnen und Piercer. Über unsere eigene Wildcat Academy vermitteln wir fundiertes Wissen zu Anatomie, Hygiene, Materialien, Piercingtechniken und einer professionellen Beratung.

Darüber hinaus achten wir auf besonders glatte Schmuckoberflächen, geprüftes Titan, zertifizierte Prozesse und umfassendes Material-Know-how. Durch unsere eigene Academy und unsere langjährige Erfahrung können wir Qualität nicht nur versprechen, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette sicherstellen. Unser Ziel ist es, jeden Bereich kontinuierlich zu verbessern.

Welche Rolle spielt das Feedback Ihrer Kundinnen und Kunden bei der Entwicklung neuer Produkte und Angebote?

Damien Siedler: Das Feedback unserer Kundinnen und Kunden spielt eine sehr wichtige Rolle. Wir arbeiten kontinuierlich an uns und nehmen Rückmeldungen ernst. Dabei beziehen wir unsere Community auch aktiv in Designprozesse ein. In diesem Jahr bringen wir sogar eine Kollektion auf den Markt, die vollständig gemeinsam mit unserer Community entwickelt wurde. Uns ist wichtig, nahbar und erreichbar zu sein und stets ein offenes Ohr für die Menschen zu haben, die unsere Marke begleiten.

Welche Ziele und Projekte stehen bei Wildcat in den kommenden Jahren im Fokus?

Damien Siedler: Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau des stationären Handels. Wir möchten möglichst vielen Kundinnen und Kunden ein echtes Wildcat-Store-Erlebnis ermöglichen. Dafür setzen wir sowohl auf weitere eigene Studios als auch auf Franchise-Standorte, um langfristig in möglichst vielen Städten erreichbar zu sein.

Unsere Stores sollen Orte sein, an denen Menschen kreativ werden, unterschiedliche Schmuckkombinationen entdecken und sich professionell beraten und piercen lassen können.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die eine starke Marke mit einer loyalen Community aufbauen möchten?

Damien Siedler: Hört auf eure Community. Feedback ist unglaublich wertvoll. Menschen, die sich die Zeit nehmen, Ratschläge, Ideen oder Kritik zu äußern, zeigen, dass ihnen die Marke wichtig ist. Gleichzeitig sind es genau die Menschen, die man erreichen und langfristig binden möchte.

Seid erreichbar und reagiert. Eine starke Community entsteht durch echten Dialog. Es ist wichtig, mit den Menschen zu interagieren und ihnen zu zeigen, dass ihre Stimmen gehört und ernst genommen werden.

Zeigt mehr von euch. Einblicke hinter die Kulissen sind besonders spannend. Wer sind die Menschen hinter der Marke? Wie arbeitet das Team, und was geschieht im Alltag? Authentizität schafft Nähe und Vertrauen. Eine Marke sollte zeigen, dass hinter ihr echte Menschen mit Leidenschaft und Persönlichkeit stehen.

Bildcredits Wildcat

Wir bedanken uns bei Damien Siedler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Wildcat

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Wildcat
Wankelstr. 5
48599 Gronau

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Ansprechpartner: Damien Siedler

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Was macht upcycle bags für nachhaltige Produkte so besonders?

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upcycle bags: Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft neu gedacht Johannes Zloch upcycle bags articulate summer 2023

upcycle bags entwickelt nachhaltige Taschen aus gebrauchten Materialien und verbindet Nachhaltigkeit mit Kreislaufwirtschaft sowie einer sozial verantwortungsvollen Produktion in Europa

Wie entstand die Idee zu upcycle bags und wer steckt hinter dem Startup?

Die Idee zu upcycle bags entstand aus der Motivation, nicht recycelbaren Abfällen wie Technische-Planen, Werbebannern oder alten Fahrradschläuchen ein sinnvolles zweites Leben zu schenken. Anstatt diese robusten Materialien der Müllverbrennung zu überlassen, wollte ich eine kreislauffähige Lösung schaffen. Hinter dem Startup stehe ich, Johannes Zloch. Meine Vision ist es, aus scheinbarem Müll hochwertige, langlebige und stylische Alltagsbegleiter zu erschaffen, die Ästhetik und Nachhaltigkeit perfekt miteinander verbinden.

Warum habt ihr euch darauf spezialisiert, ausrangierten Materialien ein zweites Leben zu geben?

Wir möchten der linearen Wegwerfgesellschaft ein klares Kreislaufmodell entgegensetzen und zeigen, dass Abfall oft nur ein Rohstoff am falschen Ort ist. Jedes gebrauchte Material bringt eine eigene Geschichte, individuelle Texturen und eine charmante Patina mit, was jedes Produkt zu einem Unikat macht. Zudem spart die Weiternutzung bestehender Materialien im Vergleich zur Neuproduktion massiv CO2, Wasser und Energie ein.

Welche Materialien verarbeitet upcycle bags besonders häufig?

Unser Fokus liegt auf besonders robusten und wetterfesten Materialien. Dazu gehören vor allem ausgediente Technische-Planen und großformatige Werbebanner aus PVC- oder Mesh-Gewebe, die nach Großevents oder Messen anfallen. Wir benutzen aber auch Fahrradschläuche, Markisenstoffe, Drindlstoffe usw. Als Innenfutter verwenden wir zudem hochwertige Membranstoffe und Stoffrestrollen aus Industrieüberschüssen.

Wie läuft der Weg von alten Fahrradschläuchen oder Werbebannern bis zur fertigen Tasche ab?

Der Prozess beginnt mit dem Sourcing, dem Einsammeln der Materialien bei Unternehmen, Vereinen und Partnern. Danach folgt die Aufbereitung im Lager, wo die Stoffe gründlich gereinigt, gesichtet und vorsortiert werden. Beim anschließenden Zuschnitt platzieren wir die Schnittmuster sorgfältig, um spannende Grafiken oder Logos der alten Banner optimal zu nutzen, oder je nach Bedarf zu entfernen. Schließlich werden die unregelmäßigen Stücke in Handarbeit zu langlebigen Taschen vernäht.

Welche Rolle spielen soziale Nähwerkstätten in Europa für euer Konzept?

Die sozialen Nähwerkstätten in Europa bilden das Herzstück unserer fairen und lokalen Produktion. Wir arbeiten gezielt mit inklusiven Betrieben und Werkstätten für Menschen mit Behinderung oder gesellschaftlicher Benachteiligung zusammen, bei denen alle einen fairen Lohn kriegen. Durch diese Partnerschaften garantieren wir kurze Transportwege, höchste handwerkliche Qualität und eine vollkommen transparente, sozial gerechte Wertschöpfungskette.

Wie verbindet upcycle bags Nachhaltigkeit mit sozialem Impact?

Bei uns greifen ökologische und soziale Aspekte nahtlos ineinander. Den ökologischen Impact erzielen wir durch konsequentes Upcycling, das Müllberge reduziert und Ressourcen schont. Den sozialen Impact generieren wir durch die Schaffung und Unterstützung sicherer, wertschätzender Arbeitsplätze in den Nähwerkstätten. Unsere Produkte transportiert somit eine doppelte Botschaft: gelebtes Umweltbewusstsein und gesellschaftliche Verantwortung.

Welche Zielgruppen möchtet ihr mit euren Produkten ansprechen?

Im B2C-Bereich richten wir uns an umweltbewusste Konsumenten, urbane Pendler und Outdoor-Begeisterte, die Wert auf Individualität und robustes Design legen. Im B2B-Bereich sprechen wir gezielt Unternehmen an, die eine ehrliche Story für ihr Merchandise suchen. Statt austauschbarer Werbegeschenke bieten wir Firmen die Möglichkeit, aus ihren eigenen alten Werbematerialien exklusive Präsente für Kunden oder Mitarbeiter herstellen zu lassen.

Warum wird das Thema Kreislaufwirtschaft aus eurer Sicht immer wichtiger?

Die klassischen Modelle nach dem Prinzip Nehmen, Nutzen, Wegwerfen stoßen spürbar an ihre planetaren Belastungsgrenzen. Rohstoffknappheit, Klimawandel und steigende CO2-Zertifikatspreise zwingen die Wirtschaft zum Umdenken. Die Kreislaufwirtschaft schützt nicht nur unsere Ökosysteme, sondern sichert Unternehmen durch geschlossene, lokale Lieferketten auch eine langfristige wirtschaftliche Stabilität.

Welche Herausforderungen begegnen euch bei der Beschaffung und Verarbeitung gebrauchter Materialien?

Die größte Herausforderung liegt in der Unvorhersehbarkeit, da Qualität, Farben und Mengen der gelieferten Reststoffe stark variieren und die Produktionsplanung komplex machen. Zudem erfordern die Sortierung und die gründliche Reinigung vorab einen hohen logistischen Aufwand. Auch das Nähen selbst ist anspruchsvoll, da die unterschiedlichen Materialstärken viel manuelle Arbeitszeit und handwerkliches Fachwissen voraussetzen.

Welche Rolle spielt die Teilnahme am Stoff im Kopf Accelerator für die Entwicklung von upcycle bags?

Die Teilnahme am Stoff im Kopf Accelerator war für uns ein echter Katalysator. Das Programm bietet uns wertvolles Mentoring, um unser Geschäftsmodell strategisch zu schärfen, Prozesse zu optimieren und das Startup weiterzuentwickeln. Neben dem theoretischen Input schätzen wir vor allem den intensiven Austausch mit anderen Nachhaltigkeitsgründern, der uns hilft, unsere Pitching-Skills zu verfeinern und relevante Netzwerke aufzubauen.

Wie reagieren Unternehmen auf die Möglichkeit, eigene Reststoffe in Merchandise oder Mitarbeiterprodukte umzuwandeln?

Die Resonanz ist durchweg positiv und von großer Begeisterung geprägt. Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Nachhaltigkeitsziele greifbar und sichtbar zu machen. Wenn wir zeigen, dass aus alten Messewänden oder Werbebannern exklusive Unikate für das eigene Team entstehen können, sorgt das für einen riesigen Aha-Effekt und setzt ein starkes Statement nach innen und außen.

Welche Bedeutung haben neue Produkte wie Fahrrad oder Handytaschen für die Weiterentwicklung von upcycle bags?

Neue Produkte wie Fahrrad- oder Handytaschen erweitern unser Sortiment um hochfunktionale Alltagsprodukte und erschließen neue Zielgruppen wie urbane Radpendler. Sie zeigen die enorme Vielseitigkeit unserer Upcycling-Materialien und beweisen, dass nachhaltige Produkte in Sachen Design, Passform und Funktion problemlos mit klassischer Neuware mithalten können.

Welche drei Tipps würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern im Nachhaltigkeitsbereich geben?

Erstens muss der Fokus immer auf der Produktqualität liegen, denn Nachhaltigkeit allein reicht heute nicht mehr aus, Design und Funktion müssen zuerst überzeugen. Zweitens sollte man die Lieferkette von Anfang an ganz genau prüfen, da eine transparente und ethische Produktion das Fundament der eigenen Glaubwürdigkeit ist. Drittens gilt es, Partnerschaften auf Augenhöhe zu suchen und Netzwerke, soziale Werkstätten sowie B2B-Kunden als echte Partner zu verstehen.

Bild Johannes Zloch upcycle bags articulate summer 2023 Bildcredits upcycle bags

Wir bedanken uns bei Johannes Zloch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Yepoda im Interview: Wohin entwickelt sich Clean K Beauty?

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Yepoda: K Beauty trifft Nachhaltigkeit Bild Veronika und Sander Joonyoung Bildcredits Yepoda

Yepoda entwickelt K Beauty mit Fokus auf Nachhaltigkeit für den europäischen Markt

Wie entstand die Idee zu Yepoda, und welche Erfahrungen haben Sie als Gründerteam dazu bewegt, koreanische Hautpflege nach Europa zu bringen?

Die Idee zu Yepoda entstand während unserer vielen Reisen nach Südkorea, um die Familie von Sander Joonyoung zu besuchen. Jedes Mal baten uns Freund und Bekannte in Europa, ihnen koreanische Hautpflegeprodukte mitzubringen. Uns wurde schnell klar, dass die Begeisterung für K Beauty riesig war, viele Menschen aber keinen einfachen Zugang zu hochwertigen Produkten hatten.

Gleichzeitig haben wir gesehen, wie innovativ die koreanische Beauty Welt ist sowohl bei Wirkstoffen als auch bei Routinen und Produktformaten. Deshalb wollten wir eine Marke schaffen, die das Beste aus der koreanischen Hautpflege nach Europa bringt und dabei unsere eigenen Werte in den Mittelpunkt stellt: Wirksamkeit, Clean Beauty, Nachhaltigkeit und vor allem die Freude an Skincare. Im April 2020 entstand dann Yepoda.

Wer sind die Menschen hinter Yepoda, und wie ergänzen sich Ihre unterschiedlichen Hintergründe beim Aufbau des Unternehmens?

Hinter Yepoda stehen wir, Veronika und Sander Joonyoung. Sander Joonyoung ist Halb Koreaner und hat daher einen sehr engen Bezug zur koreanischen Kultur und Beauty Welt. Veronika bringt ihre Erfahrung im Markenaufbau, in der Produktentwicklung und im Community Building ein.

Unsere unterschiedlichen Perspektiven ergänzen sich perfekt. Während wir eng mit Expert und Laboren in Seoul zusammenarbeiten, verstehen wir gleichzeitig sehr genau, welche Bedürfnisse europäische Kund haben. Diese Verbindung aus koreanischer Innovation und europäischem Markenverständnis prägt Yepoda bis heute. Was als Zwei Personen Projekt begann, ist heute ein Team von über 130 Menschen von Produktentwicklung und Wissenschaft bis hin zu Marketing und Kundenservice. Jede Einzelne teilt die Überzeugung, dass Skincare wirksam, ehrlich und nachhaltig sein kann.

Welche Vision verfolgen Sie mit Yepoda, und welche Meilensteine möchten Sie in den kommenden Jahren erreichen?

Unsere Vision ist es, die weltweit führende Clean K Beauty Love Brand aufzubauen. Wir möchten noch mehr Menschen zeigen, dass effektive Hautpflege, Nachhaltigkeit und Spaß kein Widerspruch sein müssen.

In den kommenden Jahren wollen wir unsere internationale Präsenz weiter ausbauen, neue Produktkategorien erschließen und unsere Community weltweit vergrößern. Gleichzeitig möchten wir unsere Nachhaltigkeitsinitiativen kontinuierlich weiterentwickeln und Innovationen vorantreiben insbesondere im Bereich Verpackungen und zirkuläre Lösungen.

An welche Zielgruppe richtet sich Yepoda hauptsächlich, und welche Bedürfnisse stehen bei der Entwicklung neuer Produkte im Mittelpunkt?

Yepoda richtet sich an Menschen, die ihre Hautpflege bewusst genießen möchten. Unsere Community sucht nach wirksamen Produkten, die unkompliziert in den Alltag passen und gleichzeitig ein schönes Ritual schaffen ganz im Sinne der koreanischen Philosophie: Hautpflege nicht als lästige Pflicht, sondern als täglichen Selfcare Moment. Dieser Gedanke steckt auch hinter unserer 6 stufigen K Beauty Routine: Oil Cleanse, Water Cleanse, Prep, Treat, Nourish und Protect ein durchdachtes System, bei dem jeder Schritt einen klaren Zweck erfüllt und sich die Produkte optimal ergänzen.

Bei jeder Produktentwicklung stellen wir uns dieselben Fragen: Löst das Produkt ein echtes Bedürfnis? Ist es wirksam? Macht die Anwendung Spaß? Und entspricht es unseren hohen Standards in Bezug auf Inhaltsstoffe und Nachhaltigkeit? Nur wenn wir alle Fragen mit Ja beantworten können, wird daraus ein Yepoda Produkt.

Wir beobachten vor allem die Entwicklung hin zu hautfreundlichen Formulierungen, einer stärkeren Unterstützung der Hautbarriere und multifunktionalen Produkten. Kund wünschen sich heute weniger komplizierte Routinen, ohne dabei auf Wirksamkeit verzichten zu müssen. Ein Trend, der uns besonders fasziniert, ist das Zusammenwachsen von Skincare und Make up Stichwort Tinted Skincare. Produkte, die gleichzeitig pflegen und einen leichten, natürlichen Teint geben, treffen genau den Nerv der Zeit: weniger Schichten, mehr Wirkung. Die Grenzen zwischen den Kategorien verschwimmen, und das eröffnet ganz neue Möglichkeiten auch für uns.

Außerdem sehen wir, dass die Grenzen zwischen Skincare und Self care zunehmend verschwimmen. Hautpflege wird immer mehr als täglicher Moment für sich selbst verstanden und genau dieser Gedanke war schon immer Teil der koreanischen Beauty Kultur.

Was unterscheidet Yepoda von anderen Beauty Marken, die ebenfalls auf K Beauty oder natürliche Hautpflege setzen?

Wir verstehen uns nicht einfach als K Beauty Marke. Unser Anspruch ist es, Innovationen aus Korea mit europäischen Erwartungen an Nachhaltigkeit, Transparenz und Clean Beauty zu verbinden.

Darüber hinaus legen wir großen Wert darauf, dass Skincare einfach ist und sich nicht wie eine weitere Aufgabe auf der To do Liste anfühlt. Von den Produktnamen über die Anwendung bis hin zum Design stand immer die Frage im Vordergrund: Wie machen wir das so unkompliziert wie möglich? Mit unserer 6 stufigen K Beauty Routine möchten wir zeigen, dass eine konsequente Pflegeroutine keine Überwindung kosten muss, sondern etwas ist, auf das man sich jeden Tag freut. Genau diese Kombination aus Wirksamkeit, Nachhaltigkeit, Innovation und echter Alltagstauglichkeit macht Yepoda einzigartig.

Wie gelingt es Ihnen, die Innovationskraft koreanischer Hautpflege mit den Erwartungen europäischer Kundinnen und Kunden zu verbinden?

Wir verbringen viel Zeit in Seoul und arbeiten eng mit lokalen Expert, Laboren und Partner zusammen. So sind wir unmittelbar am Puls der neuesten Innovationen und Entwicklungen.

Gleichzeitig hören wir unserer Community sehr genau zu. Viele unserer Entscheidungen basieren auf direktem Feedback unserer Kund. So entstehen Produkte, die koreanische Innovationen nutzen, aber perfekt auf die Bedürfnisse unserer Community international abgestimmt sind.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen beim Aufbau einer internationalen Beauty Marke, und wie gehen Sie damit um?

Jeder Markt hat unterschiedliche Erwartungen, Gewohnheiten und regulatorische Anforderungen. Gleichzeitig entwickeln sich Trends und Kundenbedürfnisse sehr schnell weiter.

Für uns bedeutet das, flexibel zu bleiben und trotzdem unseren Werten treu zu bleiben. Unsere fünf Säulen K Beauty, Clean Beauty, Nachhaltigkeit, Wirksamkeit und Spaß dienen dabei als Kompass für alle Entscheidungen.

Nachhaltigkeit spielt für viele Verbraucher eine wichtige Rolle. Welche Bedeutung hat dieses Thema für Ihre Unternehmensstrategie?

Nachhaltigkeit ist für uns kein Zusatzprojekt, sondern Teil unserer gelebten DNA. Schon bevor Yepoda offiziell gestartet ist, haben wir entschieden, dass wir keine Kompromisse bei unseren Standards eingehen werden.

Deshalb setzen wir auf mikroplastikfreie Formulierungen, einen hohen Anteil an Glasverpackungen, innovative Verpackungslösungen wie Refills für die meisten unserer Produkte sowie biologisch abbaubare Alternativen zu klassischen Einmal Kosmetikprodukten wie unsere Augenpads und Tuchmasken. Dazu kommen langfristige Partnerschaften mit Organisationen wie 1% for the Planet. Ein besonderer Meilenstein war für uns außerdem die B Corp Zertifizierung eine der anspruchsvollsten Nachhaltigkeitszertifizierungen weltweit, die nur Unternehmen erhalten, die nachweislich die höchsten sozialen und ökologischen Standards erfüllen. Im K Beauty Segment gehören wir damit zu den wenigen Marken, die diese Auszeichnung tragen und sehen sie nicht als Endpunkt, sondern als Ansporn, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Wie entscheiden Sie, welche neuen Produkte oder Kategorien in das Sortiment aufgenommen werden?

Der Ausgangspunkt ist immer ein echtes Bedürfnis unserer Community. Wir analysieren Kundenfeedback, beobachten Entwicklungen in Korea und prüfen, ob ein Produkt einen relevanten Mehrwert schaffen kann.

Anschließend beginnt ein oft sehr langer Entwicklungsprozess. Wir bringen ein Produkt erst dann auf den Markt, wenn wir vollständig von seiner Qualität, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit überzeugt sind.

Welche nächsten Entwicklungen oder Expansionspläne stehen für Yepoda auf der Agenda?

Wir möchten unsere internationale Präsenz weiter stärken und noch mehr Menschen für Clean K Beauty begeistern. Seit kurzem sind wir auch in den USA aktiv, was natürlich nochmal ein spannendes Expansionskapitel ist. Gleichzeitig arbeiten wir kontinuierlich an neuen Produktinnovationen und nachhaltigen Verpackungslösungen. Besonders spannend finden wir die Möglichkeiten, die sich durch neue Materialien und alternative hochwirksame Kosmetikinhaltsstoffe ergeben. Hier sehen wir noch viel Potenzial für die Zukunft.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Baut ein Unternehmen rund um Werte auf, an die ihr wirklich glaubt. Diese Werte helfen Euch besonders in schwierigen Phasen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Zweitens: Hört Euren Kund aufmerksam zu. Die besten Ideen entstehen oft dort, wo echte Bedürfnisse sichtbar werden.

Drittens: Habt Geduld. Gerade wenn man hohe Qualitäts oder Nachhaltigkeitsstandards verfolgt, dauert vieles länger als geplant. Langfristig zahlt sich dieser Anspruch und eine hohe Produktqualität jedoch aus und schafft Vertrauen und Loyalität, das man nicht kaufen kann.

Bild Veronika und Sander Joonyoung Bildcredits Yepoda

Wir bedanken uns bei Veronika und Sander Joonyoung für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was macht SpotmyEnergy anders als klassische Energieversorger?

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SpotmyEnergy: Smart Meter für die Energiewende im Interview Jochen Schwill SpotmyEnergy

SpotmyEnergy bringt die Energiewende mit Smart Meter in private Haushalte und entwickelt intelligente Energielösungen, die Stromverbrauch automatisieren und Verbraucher aktiv in den Strommarkt der Zukunft einbinden

Herr Schwill, mit Next Kraftwerke haben Sie eines der größten virtuellen Kraftwerke Europas aufgebaut und später an Shell verkauft. Was hat Sie motiviert, mit SpotmyEnergy erneut ein Unternehmen im Energiesektor zu gründen?

Ich kann sagen, ich bin ein Gründer aus Leidenschaft. Mir macht es wirklich Spaß ein Unternehmen aufzubauen, mit dem ich von der Idee zum praktischen Erfolg komme. Zusammen mit einem hochmotivierten Team einen Beitrag für die Energiewende zu leisten, ist für mich ein echtes Privileg.

Viele Unternehmer würden sich nach einem Exit dieser Größenordnung zurückziehen. Warum haben Sie sich stattdessen für einen Neuanfang entschieden?

In der Zeit zwischen Next Kraftwerke und SpotmyEnergy habe ich gemerkt, wie sehr ich operative Arbeit brauche. Ich habe über die letzten Jahre einige Angel-Investments gemacht, aber das war für mich immer ein spannender Zusatz, nie ein Ersatz für Hands-on Arbeit. Seit der Gründung von SpotmyEnergy ist mein Alltag wieder viel operativer. Mir gibt es einfach immer Energie, mit dem Team zusammen im Büro zu sein und Ideen in die Tat umzusetzen.

Welche Erfahrungen aus Ihrer Zeit bei Next Kraftwerke prägen heute die Entwicklung von SpotmyEnergy?

Da gibt es eine ganze Menge. Was mir direkt einfällt: die Nähe zum Kunden. Auch die Geschäftsführung muss den Kunden wirklich verstehen. Was sind die Bedürfnisse und wie können wir uns als Unternehmen so positionieren, dass eine langfristige Beziehung aufgebaut werden kann? So ist auch unser Geschäftsmodell bei SpotmyEnergy aufgebaut.

SpotmyEnergy möchte die Energiewende in die eigenen vier Wände bringen. Was bedeutet das konkret für Verbraucherinnen und Verbraucher?

Die Energiewelt von morgen ist digitaler und flexibler. Konkret heißt das: In Zukunft werden wir zum Beispiel mit günstigeren Strompreisen belohnt, wenn wir Energie flexibler verbrauchen. Ob das E-Auto am Abend oder nachts geladen wird, macht für die meisten keinen Unterschied. Für den Strompreis aber sehr wohl, weil zum Beispiel nachts oft viel günstiger Strom aus Wind produziert wird, der aber weniger Abnehmer findet.

Unsere Systeme sorgen dafür, dass Haushalte von dieser neuen Energiewelt profitieren, ohne dass sie dafür mehr Aufwand haben – zum Beispiel, indem das Auto automatisch dann geladen wird, wenn der Strom besonders grün und günstig ist. SpotmyEnergy bietet Haushalten alles aus einer Hand an, was sie für diese Energiewende im eigenen Zuhause brauchen. Das reicht von der Installation eines intelligenten Stromzählers (Smart Meter) über ein Energiemanagementsystem bis hin zu einem dynamischen Stromtarif. Wir kooperieren mit über 300 Handwerksbetrieben, um Anlagen wie Heimspeicher oder Photovoltaik schon bei der Installation bereit für die neue Energiewelt zu machen.

Mit welcher Vision sind Sie bei SpotmyEnergy angetreten, und wie möchten Sie diese in den kommenden Jahren verwirklichen?

Meine Vision bei der Gründung war es, SpotmyEnergy zum Stromversorger der nächsten Generation zu machen. Und das ist sie auch heute, knapp zwei Jahre nach Gründung noch. Unser System optimiert den Stromverbrauch unserer Kunden automatisch. Die Stromversorgung wird dadurch super günstig und grün. Wir integrieren unsere Kunden in den Strommarkt. Sie wirken dann zusammen wie eine riesige virtuelle Batterie, indem alle Haushalte zusammen gesteuert werden können, um Schwankungen am Strommarkt auszugleichen. Die Haushalte müssen dafür nichts tun, außer die technischen Voraussetzungen – Smart Meter und Energiemanagementsystem – im Haus einzubauen.

Hat der erfolgreiche Exit von Next Kraftwerke, Herr Schwill, die Gespräche mit Investoren erleichtert oder die Erwartungen an Ihr neues Unternehmen sogar erhöht?

Die Erwartungen der Investoren an ein Unternehmen sind immer hoch – auch wenn ich schon einen erfolgreichen Exit hinter mir habe. Die Erwartung habe ich im Übrigen auch an mich selbst: SpotmyEnergy soll die nächste Erfolgsgeschichte in der dezentralen Energiewende werden. Aber natürlich hilft es, Finanzierungsrunden und Investorengespräche schon hinter sich zu haben, um durch diese Erfahrungen konkrete Tipps im Umgang mit Investoren zu sammeln und sie dann anwenden zu können.

SpotmyEnergy setzt auf die Zusammenarbeit mit Installateuren und Handwerksbetrieben. Warum ist dieser Ansatz für die Energiewende besonders wichtig?

Mehr als vier von fünf PV-Anlagen, Heimspeicher oder Wallboxen werden in Deutschland nicht von den großen Playern, sondern von kleinen bis mittelgroßen Handwerksbetrieben mit enormem Fachwissen installiert. Entsprechend liegt hier der größte Hebel, die Energiewende so schnell wie möglich in die Privathaushalte zu bringen. Von dieser Kooperation profitieren alle: Durch die Zusammenarbeit mit uns können auch kleinere Betriebe Komplettlösungen inklusive Stromvertrag, Smart Meter und Energiemanagementsystem anbieten – und die Haushalte bekommen einen Dienstleister vor Ort, der persönlich berät und bei der Umsetzung auf individuelle Bedürfnisse eingeht.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen aktuell beim Ausbau intelligenter Energielösungen in deutschen Haushalten?

Wenn ich hier eine Sache herausstellen möchte, ist das eindeutig der Smart-Meter-Rollout. Ende 2025 hatte gerade mal jeder 20. Haushalt in Deutschland einen intelligenten Zähler, der den Stromverbrauch mindestens viertelstündlich festhalten und automatisch übermitteln kann. Damit sind wir in Westeuropa einsames Schlusslicht. Smart Meter sind die Voraussetzung für dynamische Stromtarife, automatisches Laden von E-Autos in günstigen Zeitfenstern, eine bessere Vermarktung von Solarstrom nach Ende der EEG-Einspeisevergütung und noch vieles mehr. Auch deshalb haben wir uns entschieden, selbst zum wettbewerblichen Messstellenbetreiber zu werden. Das heißt im Klartext: Wir können bei unseren Kunden selbst einen neuen Stromzähler installieren.

Sie vertreten die Ansicht, dass private Haushalte auch ohne Subventionen von der Energiewende profitieren können. Warum wird dieses Potenzial Ihrer Meinung nach noch zu wenig diskutiert?

Was mir in Diskussionen immer wieder auffällt: Wir hängen gedanklich oft noch in der alten Stromwelt fest. Also in einer Welt, in der Haushalte einen Vertrag abschließen und einen festen Preis pro Kilowattstunde zahlen – völlig egal, wo oder wie der Strom produziert wird, den sie gerade nutzen. Als der Solarausbau in den 2000er Jahren begann, wurden Förderungen wie die Einspeisevergütung noch im Rahmen dieser alten Energiewelt gestaltet.

In Zukunft müssen wir Energie genau anders herum denken: Haushalte nutzen ihren überschüssigen Solarstrom, um die eigenen – übrigens immer günstiger werdenden – Batterien zu laden. Oder sie laden ihr E-Auto vollautomatisch dann, wenn die PV-Anlage gerade richtig viel Strom produziert. Die größten Ersparnisse bringt es also nicht, den Strom einzuspeisen, sondern flexibel viel mehr davon selbst zu verbrauchen. Dass das inzwischen nicht nur möglich ist, sondern auch mit minimalem Aufwand automatisiert werden kann, ist den meisten nicht bewusst. Deshalb diskutieren wir immer noch über Strom, als wären wir in den 1990er Jahren.

Was unterscheidet SpotmyEnergy von anderen Anbietern im Bereich Smart Metering und Energiemanagement?

Wir haben, wie schon erwähnt, eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Installateuren. Kunden werden für ihre Anlagen bei bekannten und vertrauten Betrieben in ihrer Region gut beraten. So kann ihnen der Installateur nicht nur Zugang zur PV-Anlage verschaffen, sondern auch zu allem, was zum Strom sparen gehört, wie zum Beispiel Smart Meter, Energiemanagementsystem und dynamischer Tarif. Und das Ganze ohne einen Mehraufwand für die Kunden. Wir bieten unseren Partnerbetrieben herstelleroffene Hard- und Software, um möglichst vielen Kunden eine individuell passende Energielösung zu bieten und dabei immer die innovativsten Angebote bereitzustellen. Das trägt auch dazu bei, dass kleinere Betriebe zukunftssicher aufgestellt sind.

Welche Rolle werden private Haushalte künftig spielen, wenn sie zunehmend selbst Strom erzeugen, speichern und flexibel nutzen?

Die rund 42 Millionen Privathaushalte in Deutschland verbrauchen etwas mehr als ein Viertel des produzierten Stroms. Bisher tun sie das sehr viel berechenbarer, als das den meisten wahrscheinlich bewusst ist: Morgens und abends wird besonders viel verbraucht und spät nachts ist der Verbrauch besonders niedrig. Gleichzeitig wird aber mittags besonders viel Solarstrom produziert, und der Wind bläst nachts, wenn die meisten Lichter aus sind. Diese Phasen hoher Produktion und niedrigen Verbrauchs können Privathaushalte in Zukunft nutzen, um ihren Strompreis signifikant zu senken. Ein E-Auto kann zum Beispiel nachts genau dann geladen werden, wenn der Strompreis durch geringe Nachfrage niedrig ist.

Morgens ist es dann geladen, wenn man zur Arbeit fährt. In der Energiewelt der Zukunft bekommen solche Großverbraucher ihren Strom also dann, wenn er besonders günstig ist – vollautomatisch durch ein Energiemanagementsystem. Was das ganze besonders elegant macht: Dadurch, dass sie flexibel auf ein Über- oder Unterangebot reagieren, entlasten Privathaushalte das gesamte Stromnetz, indem sie helfen, teure Lastspitzen zu vermeiden und dadurch den Netzausbau zu begrenzen. Das kommt langfristig allen zugute, auch Haushalten ohne PV-Anlage oder E-Auto.

Wenn Sie heute auf den deutschen Energiemarkt blicken, Herr Schwill: Welche politische oder regulatorische Veränderung würde die Energiewende am stärksten beschleunigen?

Ich hatte ja gerade schon den Smart-Meter-Rollout als große Bremse für die Energiewende erwähnt. Wenn wir den Rollout flächendeckend umsetzen würden, wäre das für mich einer der größten Hebel, um vollständig von erneuerbaren Energien zu profitieren – und das ist nun mal die günstigste Energiequelle, die uns zur Verfügung steht. Die Bundesregierung hat zwar gesetzliche Ziele für den Einbau bei Haushalten mit Großverbrauchern wie Wallboxen oder Wärmepumpen festgelegt. Trotzdem hatte Ende 2025 gerade mal gut einer von 20 Haushalten in Deutschland einen Smart Meter. Für uns war das das Signal, nicht auf die Netzbetreiber zu warten, damit unsere Kunden an Smart Meter kommen. Als wettbewerblicher Messstellenbetreiber bieten wir eine schnelle Alternative für Haushalte, die zu intelligenten, flexiblen Energiekunden werden wollen. Ich bin fest davon überzeugt: Wenn wir die richtigen Anreize mit klaren gesetzlichen Vorgaben kombinieren, sind die privaten Haushalte nicht mehr aus der Energiewende wegzudenken.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die in einem regulierten Markt ein Unternehmen aufbauen möchten?

Erstens: Wisst stets über die Regulatorik in eurem Markt Bescheid. Regulierungsveränderungen können für ein Unternehmen wie eine technische Innovation wirken. Der Markt wird dann geöffnet und beantwortet die berühmte Investorenfrage „Why now?”. Das zeigt mir immer, dass ein Verständnis über die Regulatorik bis in die Geschäftsführung da sein muss. Zweitens: Seid euch bewusst, dass Regulierung immer etwas Zeit braucht und Entscheidungen sowie die damit einhergehenden Veränderungen meistens länger als erwartet dauern. Kalkuliert das – so gut es geht – in eure Geschäftspläne mit ein. Und drittes: Meistens entwickelt sich die Regulierung in die Richtung einer volkswirtschaftlich sinnvollen Lösung. Ich würde also immer versuchen ein Geschäftsmodell aufzubauen, welches volkswirtschaftlich insgesamt sinnvoll ist und welches nicht nur auf eine aktuelle, vielleicht unsinnige, Gesetzeslücke hin optimiert.

Bildcredits SpotmyEnergy

Wir bedanken uns bei Jochen Schwill für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

demoDAY 2026: Neun Startups präsentieren Innovationen in Aachen

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demoDAY 2026: Startups beim digitalHUB Aachen ausgezeichnet Bild Teilnehmende Startups und Partner beim demoDAY 2026 / Bildcredits/ Fotograf digitalHUB Aacheb e.V., Timo Bergs

Neun Startups präsentieren Innovationen beim demoDAY im Mediahuis Aachen

Aachen, 26. Juni 2026 – Beim demoDAY des digitalHUB Aachen kamen am 26. Juni 2026 im Mediahuis der Aachener Zeitung Startups, Unternehmen, Investor, Mentor und Innovationsinteressierte zusammen. Neun Startups präsentierten ihre Lösungen, Fortschritte und Visionen für die Zukunft und gaben dem Publikum einen direkten Einblick in digitale Innovationen aus Themenfeldern wie Industrial AI, Smart Enterprise, Aviation und 3D-Druck.

Auf der Bühne standen jeweils die drei Top-Startups aus den Programmen aixLAB, aixBOOST und digitalACCELERATOR. Der Abend markierte den Abschluss der aktuellen Programmrunde und zeigte, wie vielfältig und anwendungsnah die Startup-Landschaft in der Region Aachen ist.

Ergänzt wurde das Bühnenprogramm durch eine interaktive Startup-Ausstellung, bei der die Besucher mit den Gründer ins Gespräch kamen, Fragen stellten und neue Ansätze für Kooperationen entdeckten. Beim anschließenden Networking mit DJ und Cocktailbar bot der demoDAY Raum für Austausch, neue Kontakte und konkrete Anknüpfungspunkte zwischen Startups, Unternehmen und Unterstützer des regionalen Innovationsökosystems.

„Der demoDAY zeigt, wie viel unternehmerische Kraft und digitale Innovationskompetenz in unserer Region steckt. Wenn Startups, Unternehmen, Investor und Mentor zusammenkommen, entstehen genau die Verbindungen, die Innovationen in den Markt bringen“, sagt Michael Minis, Vorstandsmitglied des digitalHUB Aachen e.V. und Gründer von MOQO.

Auszeichnungen für die besten Startup-Pitches

Ein Höhepunkt des demoDAY 2026 war die Prämierung der besten Pitches aus den drei Programmen des digitalHUB Aachen.

Den besten Pitch aus dem Inkubationsprogramm aixLAB gewann FCTRY CLD mit einer lokalen, echtzeitfähigen Cloud-Lösung für produzierende Unternehmen. Das Team erhielt ein Preisgeld von 1.000 Euro, gestiftet vom TechVision Fonds.

Im Programm aixBOOST setzte sich Sourcera AI mit einer KI-Plattform für den strategischen Einkauf durch. Das Startup wurde mit einem Preisgeld von 2.000 Euro ausgezeichnet, ebenfalls vergeben vom TechVision Fonds.

Den Sieg im Programm digitalACCELERATOR sicherte sich FairUp mit einer Plattform für Karriereevents. Das Team erhielt 2.000 Euro Preisgeld von Dr. Neumann, Schmeer + Partner.

Publikumspreis geht an H2ALL

Auch das Publikum stimmte über seinen Favoriten des Abends ab. Die meisten Stimmen erhielt H2ALL. Das Startup entwickelt eine digitale Plattform, die Planung, Genehmigung und den Betrieb von grünen Wasserstoffanlagen vereinfacht.

Für diese Leistung wurde H2ALL mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, der mit 1.000 Euro dotiert ist und ebenfalls von Dr. Neumann, Schmeer + Partner vergeben wurde.

„Der demoDAY war für uns eine großartige Gelegenheit, unsere Lösung einem starken Netzwerk aus Unternehmen, Investor und Innovationsinteressierten zu präsentieren. Die Auszeichnung ist für uns eine wertvolle Bestätigung und motiviert uns, die nächsten Schritte mit noch mehr Rückenwind anzugehen“, sagt Antonia Spicher, Co-Founder von H2ALL.

Neun HUB-Stipendien für vielversprechende Startups

Ein weiterer Programmpunkt war die Vergabe von neun HUB-Stipendien durch Partner und Sponsor des digitalHUB Aachen. Das Bistum Aachen, DRK KV Städteregion Aachen, Interactive Pioneers, KPMG, Manage Now GmbH, NetAachen, die Sparkasse, die STAWAG und Zoho Corporation GmbH übernahmen jeweils eine Patenschaft.

Das HUB-Stipendium umfasst eine einjährige Startup-Business-Mitgliedschaft im digitalHUB Aachen. Die geförderten Startups erhalten Zugang zum Netzwerk des digitalHUB, können CoWorking- und Meetingräume nutzen sowie kostenlos oder vergünstigt an Workshops und Seminaren teilnehmen. Ziel ist es, junge Unternehmen bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle, beim Aufbau neuer Kontakte und auf ihrem Wachstumskurs zu unterstützen.

Die Stipendien gingen an FairUp, FCTRY CLD, needseeq, Sourcera AI, AET, PICOSHAPE, H2ALL, ONTHEGO und cyflux.

digitalHUB Aachen begleitet Startups auf ihrem Wachstumskurs

Nach dem erfolgreichen Abschluss des demoDAY arbeiten die neun Startups nun daran, ihre Lösungen weiter in den Markt zu bringen, Pilotkund zu gewinnen und neue Kooperationen aufzubauen. Der digitalHUB Aachen unterstützt sie dabei weiterhin mit seinem Netzwerk aus Unternehmen, Investor, Mentor und Partnern.

Der demoDAY wurde von der NRW.Bank als Haupt-Event-Sponsor sowie vom DRK KV Städteregion Aachen, Interactive Pioneers, Manage Now und Zoho als Flagship-Event-Sponsoren unterstützt.

Bild Teilnehmende Startups und Partner beim demoDAY 2026 / Bildcredits/ Fotograf digitalHUB Aacheb e.V., Timo Bergs

Quelle digitalHUB Aachen e.V.

150 Investoren, ein Signal: Venture Capital als Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands

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Capital for Innovation Summit stärkt Venture Capital Fotocredit: Futury | Markus Laubvogel

Capital for Innovation Summit bringt Investoren und Startup Factories zusammen

Frankfurt am Main, 25. Juni 2026 – Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit entscheidet sich zunehmend daran, wie erfolgreich Innovationen in skalierbare Unternehmen übersetzt werden. Eine zentrale Voraussetzung dafür ist ausreichendes Wachstumskapital. Vor diesem Hintergrund kamen beim Capital for Innovation Summit in Frankfurt erstmals rund 150 führende Akteure aus Family Offices, Stiftungen, Venture-Capital-Fonds, Unternehmen, Politik und Wissenschaft zusammen.

Gemeinsam mit Vertretern aller zehn nationalen Startup Factories diskutierten sie, wie Venture Capital in Deutschland als strategische Assetklasse weiterentwickelt und mehr langfristiges Kapital für Startups mobilisiert werden kann. Ausgerichtet wurde der Summit von Futury, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und UnternehmerTUM.

Venture Capital als strategische Assetklasse etablieren

Im Mittelpunkt der Vorträge, Diskussionen und Workshops standen vier zentrale Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen.

Institutionelle Investoren wie Stiftungen, Family Offices, Versicherungen und Versorgungswerke verfügen über erhebliches Potenzial, ihre Investitionen in Venture Capital auszubauen. Dafür braucht es mehr Transparenz, gezielte Weiterbildungsangebote sowie vereinfachte Governance- und Entscheidungsstrukturen.

Ein Beispiel dafür ist der gemeinsam von KfW Capital, der Frankfurt School of Finance & Management und Futury entwickelte Zertifikatsstudiengang Certified Venture Capital Expert, der institutionellen Investoren praxisnahes Wissen über Venture Capital vermittelt.

Professionelle Strukturen für Innovationen schaffen

Kapital allein reicht nach Ansicht der Teilnehmer nicht aus. Entscheidend sind professionelle Strukturen, der Zugang zu Netzwerken sowie die Fähigkeit, Innovationen erfolgreich zu skalieren.

Genau für diesen Austausch zwischen Investoren, Startups, Unternehmen und Wissenschaft wurden Futury sowie die weiteren Startup Factories ins Leben gerufen.

Öffentliche und private Investoren enger vernetzen

Ein weiterer Schwerpunkt war die stärkere Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Kapitalgebern.

Als wichtige Bausteine für mehr Wachstumsfinanzierung wurden unter anderem die WIN-Initiative, der High-Tech Gründerfonds (HTGF), der Wachstumsfonds II, Finanzierungsinstrumente des Deutschlandfonds sowie Programme gemeinsam mit KfW Capital und dem Europäischen Investitionsfonds genannt.

Kapitalmarkt als Wachstumsmotor stärken

Neben Venture-Capital-Fonds und Direktinvestitionen spielen funktionierende Exit- und IPO-Möglichkeiten eine entscheidende Rolle für ein leistungsfähiges Innovationsökosystem.

Kapitalmarktinstrumente sollen deshalb gezielt weiterentwickelt werden, um mehr Wachstumskapital für innovative Unternehmen in Deutschland bereitzustellen.

KfW sieht Venture Capital als Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit

Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe, betonte:

„Deutschland verfügt über ein starkes Fundament aus Innovation, Forschung sowie Industrie und Mittelstand – aber wir müssen diese Stärken in eine größere wirtschaftliche Dynamik übersetzen. Hierfür braucht es vor allem auch ein leistungsfähiges Venture-Capital-Ökosystem, gezielte Investitionen und eine Kultur, die Wandel als Chance begreift. Der Deutschlandfonds und die WIN-Initiative setzen wichtige Impulse für mehr Wachstums- und Innovationskapital aus Deutschland und fördern damit Wachstum und Wohlstand in unserem Land.“

Politik fordert bessere Rahmenbedingungen

Dr. Janina Jänsch, Abteilungsleiterin Mittelstand, Zukunftstechnologien und Startups im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, erklärte:

„Der Capital for Innovation Summit hat gezeigt: Der Wille, Venture Capital in Deutschland als strategische Anlageklasse zu verankern, ist vorhanden – quer durch Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Jetzt gilt es, die Rahmenbedingungen zu verbessern, um privates und institutionelles Kapital stärker für unsere hochinnovativen Startups und Scale-ups zu mobilisieren.“

UnternehmerTUM und Futury setzen auf Partnerschaften

Prof. Dr. Helmut Schönenberger, CEO von UnternehmerTUM, sagte:

„Technologiegetriebene Startups sind ein zentraler Hebel für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Entscheidend ist, dass mehr institutionelle Investoren den Mut haben, frühzeitig in diese Zukunftstechnologien zu investieren.“

Melissa Ott, Managing Director von Futury, ergänzte:

„Innovation entsteht nicht isoliert. Sie braucht Kapital, Unternehmertum und starke Netzwerke. Mit dem Capital for Innovation Summit haben wir erstmals alle zentralen Akteure der Assetklasse Startup an einen Tisch gebracht. Das ist ein entscheidender Schritt zu einem besseren Finanzierungsumfeld für dringend benötigte Innovationen in Deutschland. Unser Ziel ist es, mithilfe des Summits konkrete Partnerschaften und Investitionen zu bewirken.“

Bild Fotocredit: Futury | Markus Laubvogel

Quelle Futury GmbH

Heuwind Lagertechnik gewinnt Bundesfinale mit Lagersystem für Heuballen

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Heuwind Lagertechnik gewinnt Bundesfinale mit Heu-Lagersystem Bild Platz 1 Heuwind Bildcredits JUGEND GRÜNDET

Heuwind Lagertechnik gewinnt Bundesfinale 2026

Leonie Lisa Dohn von der Handelslehranstalt Bruchsal gewinnt das Bundesfinale 2026 mit ihrer Geschäftsidee Heuwind Lagertechnik. Im Porsche Ausbildungszentrum in Stuttgart setzte sie sich gegen neun weitere Finalteams durch. Auch das Publikum überzeugte sie: In der Online-Abstimmung erhielt Heuwind Lagertechnik die meisten Stimmen.

Heuwind Lagertechnik ist ein modulares Lagersystem für Heuballen. Eine stabile Unterkonstruktion aus recyceltem Kunststoff soll klassische Holzpaletten ersetzen und Heu trocken, sauber und sicher lagern. Die Jury lobte vor allem, wie gründlich Leonie Lisa Dohn ihr Thema durchdrungen hat. Sie präsentierte ihre Idee klar, unternehmerisch und mit erkennbarem Blick für die Praxis.

Heu trocken lagern und Schimmel vermeiden

Heu muss trocken bleiben. Sonst leidet die Qualität, im schlimmsten Fall wird es unbrauchbar. Heuwind Lagertechnik setzt genau dort an: Die Unterkonstruktion soll Heuballen vom Boden fernhalten, Luft zirkulieren lassen und Feuchtigkeit vermeiden.

Die Idee ist bodenständig und praktisch. Sie löst kein abstraktes Zukunftsproblem, sondern eines, das in Ställen, Scheunen und landwirtschaftlichen Betrieben jeden Tag eine Rolle spielt.

Hauptpreis führt auf die Grand Tour Europe

Mit dem Bundessieg gewinnt Leonie Lisa Dohn den von der Porsche AG gestifteten Hauptpreis: die Grand Tour Europe, eine geführte Reise von Stuttgart über Paris nach London. Die Jugendlichen besuchen Innovationszentren wie den Pariser Start-up-Campus Station F, Entrepreneur First und den London AI Hub. Dort erleben sie Startups und KI-Innovationen aus nächster Nähe und erfahren, wie aus Ideen erfolgreiche Unternehmen entstehen.

„Rund 40 Prozent aller Gründungen kommen heute von Menschen unter 30 – so viele wie noch nie. Das ist stark. Und das macht Hoffnung“, sagte Vera Schalwig von der Porsche AG. „Wir brauchen Menschen, die anpacken. Die etwas bewegen wollen. Dinge besser machen wollen. Und genau deshalb sind wir hier als Hauptsponsor dabei – aus voller Überzeugung. Mit der Grand Tour Europe geben wir dem Siegerteam die Möglichkeit, Europas Startup-Szene aus nächster Nähe zu erleben.“

Platz zwei und drei gehen nach München und Stuttgart

Platz 2 erreichte Air2Growth aus München. Isabella Meerpohl, Benedikt Kammergruber, Felicia Kloss und Navika Bhardwaj entwickelten ein Gerät, das CO₂ direkt aus der Luft entziehen und mithilfe von Mikroalgen in Flüssigdünger umwandeln soll.

Die Jury lobte das kompetente Auftreten des Teams, den starken Pitch und das durchdachte Geschäftsmodell. Als Preis reisen die Jugendlichen in die Autostadt Wolfsburg und erhalten Einblicke hinter die Kulissen von Volkswagen.

Platz 3 ging an CLIPRO aus Stuttgart, das zusätzlich den Sonderpreis „Bester Businessplan“ erhielt. Julius Rudolf, Inocencio Maunz Manzano, Anton Schwarz und Pawel Karpowicz entwickelten mit OleoClip ein nachrüstbares Leckwarnsystem für ölführende Rohrleitungen in Industrieanlagen.

Sonderpreise für innovative Geschäftsideen

Beim Bundesfinale wurden außerdem mehrere Sonderpreise vergeben:

  • ALTANA Sonderpreis Chemie: TerraTin aus Oldenburg
  • Diversity-Sonderpreis: SkinToSkin aus Kelheim
  • Sonderpreis Social Start-up: Ninoxity aus Michelstadt
  • Planspiel-Sonderpreis: Future+ aus Bremerhaven
  • Sonderpreis Bester Businessplan: CLIPRO aus Stuttgart
  • Sonderpreis Künstliche Intelligenz: Press Green aus Büdingen und Schwäbisch Gmünd

Der Publikumspreis ging ebenfalls an Heuwind Lagertechnik aus Bruchsal.

Zehn Finalteams aus über 1.400 Businessplänen

Beim Bundesfinale am 24. und 25. Juni im Porsche Ausbildungszentrum in Stuttgart präsentierten die zehn besten Teams des Wettbewerbsjahres ihre Geschäftsideen. Ausgerichtet wurde das Finale von Hauptsponsor Porsche AG.

Der Weg ins Finale war anspruchsvoll: Im Wettbewerbsjahr 2025/2026 nahmen 6.519 Schülerinnen und Schüler teil und reichten insgesamt 1.461 Businesspläne ein.

Auf der Zukunftsideenmesse präsentierten die Finalteams ihre Projekte an eigenen Messeständen, pitchten vor der Bundesjury und beantworteten Fragen von Expertinnen und Experten.

Gründen muss Schule machen

„Gründen muss Schule machen“, sagt Projektleiterin Franziska Metzbaur. „Diese Finalteams zeigen, was möglich wird, wenn junge Menschen eigene Ideen entwickeln und ausprobieren dürfen. Im Sport fördern wir in der Breite – und daraus wachsen besondere Talente. So sollte es auch beim Gründen sein.“

JUGEND GRÜNDET fördert Unternehmergeist

Bei JUGEND GRÜNDET übernehmen Jugendliche für ein Schuljahr die Rolle von Gründerinnen und Gründern. Sie entwickeln zunächst eine eigene Geschäftsidee, erstellen einen Businessplan und führen anschließend in einem Planspiel virtuell ein Unternehmen. Die besten Teams qualifizieren sich für Pitch-Events und das Bundesfinale.

Der bundesweite Schülerwettbewerb wird seit 2003 vom Bundesbildungsministerium gefördert. Die Kultusministerkonferenz empfiehlt die Teilnahme und erkennt sie als besondere Lernleistung an. Hauptsponsor ist die Porsche AG.

Bild Platz 1 Heuwind Bildcredits JUGEND GRÜNDET

Quelle SIE – Steinbeis Innovation Education gGmbH

JUGEND GRÜNDET: Oldenburger Schülerinnen gewinnen Chemie-Sonderpreis

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TerraTin gewinnt bei JUGEND GRÜNDET den ALTANA Sonderpreis Bild ALTANA Sonderpreis Chemie Bildcredits JUGEND GRÜNDET

Oldenburger Schülerinnen gewinnen ALTANA Sonderpreis Chemie

Kaja Charlotte Hammels und Tue Minh Vu vom Alten Gymnasium Oldenburg haben mit ihrer Geschäftsidee TerraTin den ALTANA Sonderpreis Chemie beim Bundesfinale von JUGEND GRÜNDET 2026 in Stuttgart gewonnen.

Mit TerraTin entwickelten die beiden Schülerinnen biologisch abbaubare Einwegverpackungen aus Weizenstärke, die als Alternative zu herkömmlichen Kunststoffverpackungen dienen sollen. Die Auszeichnung würdigt innovative Geschäftsideen an der Schnittstelle von Chemie, Nachhaltigkeit und Unternehmertum.

TerraTin setzt auf Weizenstärke statt Kunststoff

Das Konzept von TerraTin verfolgt das Ziel, Plastikabfälle im Take-away-Bereich zu reduzieren. Statt erdölbasierter Kunststoffe setzen die Schülerinnen auf Weizenstärke als biologisch abbaubares Material.

Die Jury lobte insbesondere, dass TerraTin ein konkretes Umweltproblem mit chemischem Fachwissen und einer nachvollziehbaren Geschäftsidee verbindet.

„TerraTin setzt dort an, wo jeden Tag Müll entsteht: bei Einwegverpackungen. Kaja Charlotte Hammels und Tue Minh Vu zeigen, wie Chemie helfen kann, nachhaltige Lösungen für den Alltag zu ermöglichen“, sagte Dr. Kristina Keisers, Investment Managerin bei der ALTANA AG.

Sonderpreis beinhaltet Reise nach Portugal und Spanien

Mit dem ALTANA Sonderpreis Chemie ist eine Fachreise nach Porto in Portugal und Vigo in Spanien verbunden.

In Vigo besuchen die beiden Schülerinnen einen Labor- und Produktionsstandort des ALTANA Geschäftsbereichs ACTEGA und erhalten Einblicke in Forschung, Entwicklung und Produktion für Lebensmittel-, Getränke- und Metallverpackungen.

Dabei treffen sie unter anderem Geschäftsführerin Teresa Ramos und lernen moderne Lösungen für die internationale Verpackungsindustrie kennen. Ergänzt wird die Reise durch ein Rahmenprogramm in der galizischen Küstenregion.

Bundesfinale von JUGEND GRÜNDET in Stuttgart

Das Bundesfinale von JUGEND GRÜNDET fand am 24. und 25. Juni bei Hauptsponsor Porsche AG in Stuttgart statt.

Die zehn besten Teams des Wettbewerbsjahres präsentierten dort ihre Geschäftsideen. Die Konkurrenz war so groß wie nie zuvor: Insgesamt nahmen 6.519 Schülerinnen und Schüler teil und reichten 1.461 Businesspläne ein.

Den Bundessieg sicherte sich Heuwind Lagertechnik aus Bruchsal. Leonie Lisa Dohn überzeugte mit einem modularen Lagersystem für Heuballen und gewann damit auch die von der Porsche AG gestiftete Grand Tour Europe.

JUGEND GRÜNDET fördert Unternehmergeist

JUGEND GRÜNDET möchte Jugendliche für Unternehmertum begeistern und ihnen zeigen, wie aus Ideen tragfähige Geschäftsmodelle entstehen.

„Gründen muss Schule machen“, sagt Franziska Metzbaur, Projektleiterin von JUGEND GRÜNDET. „Wir können dabei vom Sport lernen: Dort suchen wir nicht nur die künftigen Weltmeister. Wir fördern viele junge Menschen und daraus wachsen besondere Talente. So sollte es auch beim Gründen sein. Wir müssen jungen Menschen Mut machen, Ideen zu entwickeln und auszuprobieren.“

Bild ALTANA Sonderpreis Chemie Bildcredits JUGEND GRÜNDET

Quelle SIE – Steinbeis Innovation Education gGmbH

Startup Teens zeichnet Deutschlands beste Schüler-Startups aus

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Startup Teens: Businessplan-Challenge für Schülerinnen und Schüler

Startup Teens zeichnet Deutschlands beste Schüler-Startups aus

Berlin, 26. Juni 2026. Beim Finale der Startup Teens Businessplan-Challenge präsentierten Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland ihre Geschäftsideen live vor einer hochkarätigen Jury und geladenen Gästen. Wie die Non-Profit-Initiative mitteilte, wurden in sieben Kategorien die besten Talente Deutschlands mit dem Startup Teens Award sowie jeweils 10.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet.

Der Wettbewerb zeigte erneut, wie viel Unternehmergeist, Kreativität und Zukunftsdenken in jungen Menschen steckt. Im Mittelpunkt standen innovative Lösungen, darunter eine KI-Software zur Erkennung von Telefonbetrug während eines laufenden Gesprächs oder eine App, die das Erlernen der Gebärdensprache ermöglicht und fehlerhafte Handhaltungen in Echtzeit korrigiert.

Künstliche Intelligenz prägt viele Geschäftsideen

Künstliche Intelligenz ist inzwischen fester Bestandteil vieler Geschäftsideen der Teilnehmenden.

„KI übt eine große Faszination auf junge Menschen aus. Aber nur, wenn wir das Potenzial und die Grenzen der Technologie verstehen, können wir verantwortungsvoll mit ihr umgehen“, sagt Magdalena Oehl, stellvertretende Vorsitzende des Startup Teens Netzwerk e.V. „Know-how und Wissenstransfer zu KI und unternehmerischer Bildung gehören für mich zusammen und müssen früh gefördert werden.“

Mehr als 6.600 Jugendliche nahmen teil

In diesem Jahr beteiligten sich mehr als 6.621 Schülerinnen und Schüler mit insgesamt 1.482 Projekten an der Challenge. Die Preisverleihung fand auf Einladung von BILD im Axel-Springer-Hochhaus in Berlin statt.

Sieben Kategorien mit innovativen Geschäftsideen

Jeweils drei Finalisten-Teams pitchten in den Kategorien Education, Health & Lifestyle, Consumer Products, Impact & Sustainability, KI & Robotics, Apps & Platforms sowie Business Solutions vor einer hochkarätigen Jury.

Die eingereichten Projekte spiegeln zentrale Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit, soziale Innovationen, moderne Bildung und den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz wider.

„Technologien entscheiden nicht allein über die Zukunft unseres Landes. Innovation entsteht dort, wo neue Perspektiven auf Mut treffen – genau das haben die jungen Finalistinnen und Finalisten heute eindrucksvoll gezeigt“, sagte Carolin Hulshoff Pol, CEO der BILD-Gruppe.

Sieger der Startup Teens Businessplan-Challenge 2026

In der Kategorie Education gewann KlausurBuddy mit einer App, die realistische Übungsklausuren im deutschen Schulformat erstellt.

Die Kategorie Health & Lifestyle entschied Openpulse mit einer modularen Biosensor-Plattform für sich.

Bei den Consumer Products setzte sich CamperGuard mit einem intelligenten Sicherheitssystem für Camper durch.

In der Kategorie Impact & Sustainability gewann Clevo Materials mit einem Lederersatz aus Pilzmyzel.

Die Kategorie KI & Robotics entschied die Fennec-Box für sich – ein KI-basiertes Schutzsystem gegen Telefonbetrug, das Telefongespräche in Echtzeit analysiert.

Bei Apps & Platforms überzeugte BonBuddy mit einer intelligenten Einkaufs-App.

Den Sieg in der Kategorie Business Solutions holte ACORA Safe Light mit einem intelligenten Lichtsystem, das Rauch erkennt und bei Gefahr visuell Alarm schlägt.

Startup Teens vergibt höchstdotierten Businessplan-Wettbewerb

Die Erstplatzierten aller sieben Kategorien erhielten jeweils ein Preisgeld von 10.000 Euro. Damit bleibt die Startup Teens Businessplan-Challenge der höchstdotierte Businessplan-Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 19 Jahren in Deutschland.

Unterstützt wird Startup Teens unter anderem von Axel Springer SE mit der BILD-Gruppe, Tengelmann, Commerzbank, Armira, Lobbe, UVentures, Kirchhoff-Group, FLIX, Feldhoff & Cie., Kienbaum, bfw tailormade und rehblau Events.

Role Model Awards für Persönlichkeiten aus der Wirtschaft

Neben den Finalistinnen und Finalisten wurden auch 25 Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft mit dem Role Model Award 2026 ausgezeichnet. Der Ehrenpreis ging an Verena Pausder, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Deutsche Startups e.V., für ihr besonderes Engagement.

Zu den ausgezeichneten Persönlichkeiten zählen unter anderem Thomas Bachem (CODE University), Sebastian Borek (High-Tech Gründerfonds), Daniel Khachab (Choco), Irene Klemm (Edurino), Elisabeth L’Orange (Deloitte), Philip Siefer (Einhorn), Vivien Wysocki (saint sass), Chanyu Xu (Her One), Oliver Trinchera (Kinexon), Saruul Krause-Jentsch (Spotify), Michael Mayer-Sonnenburg (REWE) sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Technologie und Unternehmertum.

Vorbilder für die nächste Gründergeneration

Mit den Role Model Awards zeichnet Startup Teens jedes Jahr Persönlichkeiten aus, die durch ihren beruflichen Werdegang, ihren unternehmerischen Erfolg und ihren gesellschaftlichen Beitrag als Vorbilder für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren gelten. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für Unternehmertum, Innovation und Eigenverantwortung zu begeistern.

Bildcredits STARTUP TEENS

Quelle STARTUP TEENS

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