Donnerstag, September 10, 2026
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Phase0 schließt Finanzierungsrunde über 2,6 Mio. Euro

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Phase0: KI-Ausbau mit 2,6 Mio. Euro Finanzierung Bild Matthäus Kerres Bildcredits Phase0 GmbH

Europäische VCs und Brancheninvestoren finanzieren die Weiterentwicklung der cloudbasierten AVA-, HOAI- und Bauleiter-Software von Phase0. Verwendungszweck: KI-Agenten, die administrative Aufgaben in Architekturbüros vollständig übernehmen.

Phase0, die cloudbasierte AVA-, HOAI- und Bauleiter-Software, hat eine Finanzierungsrunde über 2,6 Millionen Euro abgeschlossen. Zu den Investoren zählen Realyze Ventures sowie Albert Achammer, CEO von ATP architekten und ingenieure, und Ershad Jamil, früherer Chief Growth Officer bei ServiceTitan (NASDAQ:TTAN), als Business Angels. Sie reihen sich bei den bestehenden Investoren wie LocalGlobe und Atlantic ein.

Strategisches Signal: Ein Architekt investiert

Die Beteiligung von Albert Achammer ist mehr als ein Kapitalzufluss: Er weiß, was Planungssoftware im Alltag leisten muss und sieht diese Anforderungen in Phase0 erfüllt. Als Business Angel bringt er Branchenexpertise mit, ohne operativ tätig zu sein.

„Wer Millionenprojekte steuert, sollte nicht sonntagnachmittags Rechnungen in Word schreiben. Wir haben über 1.000 Büros ongeboardet und das Muster ist überall dasselbe. Die Aufgaben, die am meisten Zeit kosten – Leistungsverzeichnisse, Protokolle, Rechnungsprüfung – sind genau die, die KI am besten übernehmen kann.“, erklärt Matthäus Kerres, Gründer und Geschäftsführer von Phase0.

KI entlang des gesamten Planungsprozesses

Das Funding fließt vollständig in den Ausbau der KI-Funktionen bei Phase0. Bereits umgesetzt sind:

  • KI-Leistungsverzeichnis: auf Basis eigener Projektdaten im Chat erstellen inkl. VOB- und DIN-Prüfung der Langtexte
  • KI-Bautagebuch: Fotos und Sprachnachrichten per WhatsApp schicken, Phase0 generiert automatisch Berichte, Tickets und E-Mails

Geplant sind:

  • KI-Mengenermittlung: Mengen aus Plänen ermitteln und mit Materialvorschlägen direkt ins LV übernehmen
  • KI-Kostenschätzung: Kostenschätzungen und -berechnungen aus Zeichnungen und auf Basis historischer Projektdaten erstellen
  • KI-Rechnungsprüfung: Nachunternehmer-Rechnungen automatisch mit Aufträgen, Aufmaß und Bautagebüchern abgleichen
  • KI-Protokolle: Baubesprechungen dokumentieren und Aufgaben sowie Termine automatisch nachverfolgen
  • KI-Bauzeitenplan: Terminpläne auf Basis der LVs erstellen und bei Abweichungen alle Beteiligten informieren
  • KI-Telefonassistent: Anrufe, E-Mails und WhatsApp-Nachrichten in einem intelligenten Projekt-Posteingang zusammenführen

Wachstum in einem fragmentierten Markt

Phase0 adressiert derzeit rund 110.000 kleine und mittlere Architektur- und Ingenieurbüros in Deutschland – ein Markt, der von Windows-gebundener Individualsoftware und manuellen Prozessen geprägt ist. Die Plattform bündelt AVA (Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung), HOAI (Honorarangebote, Honorarrechnungen, Zeiterfassung) und die Bauleitung (Bautagebuch) in einer einzigen browserbasierten Lösung – ein Ansatz, mit dem das kleine Berliner Team etablierten Anbietern wie Nemetschek, ORCA AVA oder RIB Software die Stirn bietet. Das Funding bringt KI als nächste Ebene dazu.

Zu den 1.000 Büros, die Phase0 bereits als zentrale Projektplattform nutzen, kommen monatlich 50 bis 100 neue Kunden hinzu. Nutzer heben die intuitive Bedienung hervor, aber auch den persönlichen Support und die schnelle Weiterentwicklung. Auf Trustpilot wird das mit 4,8 von 5 Sternen (119 Bewertungen) bestätigt.

Bild Matthäus Kerres Bildcredits Phase0 GmbH

Quelle Phase0 GmbH

ReviewAnchor: Wie das Unboxing im E-Commerce zum Schlüssel der Customer Journey wird

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ReviewAnchor: E-Commerce und Customer Journey neu denken Thomas Kotula ReviewAnchor

ReviewAnchor will im E-Commerce die Customer Journey nach dem Kauf verlängern und den Moment des Auspackens gezielt für Markenbindung und Bewertungen nutzen.

Können Sie ReviewAnchor kurz vorstellen und erzählen, wie aus Ihrer Beobachtung im E-Commerce die Geschäftsidee entstanden ist?

ReviewAnchor beschäftigt sich mit einem Moment, der eigentlich nur wenige Sekunden dauert: dem Öffnen eines Pakets.

Ich komme aus dem Marketing und E-Commerce und fand es schon länger spannend, wie extrem Unternehmen jeden digitalen Touchpoint optimieren. Ads, Landingpages, Shops, Checkout, E-Mails – überall wird getestet, gemessen und verbessert. Aber irgendwann kommt der Moment, in dem aus dem digitalen Kauf etwas Reales wird: Der Kunde bekommt sein Paket und hält das Produkt zum ersten Mal tatsächlich in den Händen.

Und genau dieser Moment wird meiner Meinung nach noch viel zu oft dem Zufall überlassen.

Daraus entstand die Idee für ReviewAnchor. Wir entwickeln individuelle Unboxing-Konzepte für Online-Shops und machen aus diesem physischen Touchpoint einen gezielten Teil der Customer Journey – um die Marke positiv im Kopf zu verankern, Kundenbindung zu stärken und authentische Bewertungen zu fördern.

Sie haben ReviewAnchor erst im August 2026 in München gegründet. Warum war gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für den Start?

Irgendwann kommt der Punkt, an dem man aufhören muss, eine Idee nur im Kopf durchzuspielen.

Ich habe mich intensiv mit dem Markt, dem Konzept und der Positionierung beschäftigt und irgendwann gemerkt: Das Fundament steht. Jetzt muss die Idee raus und sich in der Realität beweisen.

Natürlich könnte ich noch Monate an der Website, an Präsentationen oder an irgendwelchen Details feilen. Aber am Ende entscheidet nicht die hundertste Optimierung darüber, ob ReviewAnchor funktioniert, sondern der Markt.

Deshalb war für mich jetzt der richtige Zeitpunkt, einfach zu starten.

Online-Shops optimieren nahezu jeden digitalen Touchpoint. Warum wird der Moment des Auspackens Ihrer Erfahrung nach noch so häufig unterschätzt?

Weil E-Commerce naturgemäß sehr digital gedacht wird.

Wir können heute ziemlich genau nachvollziehen, woher ein Kunde kommt, worauf er klickt, was er in den Warenkorb legt und an welcher Stelle er den Checkout verlässt. Entsprechend viel Aufmerksamkeit und Budget fließen in diese Bereiche.

Nach dem Kauf verschiebt sich der Fokus dagegen häufig auf Logistik und Fulfillment: Bestellung raus, Paket zugestellt, fertig.

Dabei passiert danach etwas extrem Spannendes. Der Kunde hält das Produkt zum ersten Mal in den Händen. Aus Erwartung wird Realität. Und genau in diesem Moment kann eine Marke emotional etwas auslösen.

Bewertungs-E-Mails gehören heute bei vielen Online-Shops zum Standard. Sie erreichen den Kunden aber häufig erst einige Tage nach der Lieferung – wenn der eigentliche emotionale Moment des Auspackens längst vorbei ist. Gleichzeitig konkurriert eine solche E-Mail im Postfach mit vielen anderen Nachrichten und kann schnell übersehen oder einfach weggeklickt werden.

Für mich ist deshalb die spannendere Frage: Warum warten wir mit dem Impuls bis später, wenn wir den Kunden genau in dem Moment erreichen können, in dem die Begeisterung entsteht?

Welche Unternehmen möchten Sie mit ReviewAnchor erreichen, und für welche Marken ist ein individuelles Unboxing-Konzept besonders relevant?

Unser Fokus liegt auf E-Commerce-Unternehmen mit eigenem Online-Shop und direktem Versand an ihre Kunden.

Besonders spannend finde ich Marken, bei denen bereits eine gewisse emotionale Verbindung zum Produkt besteht – beispielsweise aus den Bereichen Lifestyle, Beauty, Food, Haustierbedarf, Outdoor, Home & Living oder Fitness.

Entscheidend ist für mich aber weniger die Branche als die Frage: Gibt es einen physischen Versandmoment, aus dem wir mehr machen können?

Wenn ein Unternehmen viele zufriedene Kunden hat, aber nur ein kleiner Teil davon seine Erfahrung öffentlich teilt, wird es für ReviewAnchor besonders interessant.

Sie verstehen sich bewusst nicht als klassischer Werbeartikel-Anbieter. Was unterscheidet Ihren Ansatz von einfachen Giveaways im Versandkarton?

Ein Giveaway beginnt häufig beim Produkt: „Was könnten wir unseren Paketen beilegen?“

Bei uns beginnt die Frage viel früher: Wer ist die Marke? Wer kauft dort? Was wurde bestellt? Welche Emotion soll beim Öffnen entstehen? Und was soll der Kunde danach mit diesem Erlebnis verbinden?

Erst daraus entsteht die Idee für ein passendes haptisches Element.

Ich möchte nicht, dass Kunden irgendeinen Gegenstand aus dem Paket nehmen und denken: „Okay, nettes Werbegeschenk.“ Im besten Fall fühlt es sich so passend an, dass man merkt: Da hat sich jemand Gedanken über den Moment gemacht.

Der Gegenstand selbst ist deshalb nicht unser eigentliches Produkt. Das Konzept dahinter ist es.

Marke, Zielgruppe und Customer Journey bilden den Ausgangspunkt Ihrer Konzepte. Wie entsteht daraus ein konkretes Unboxing-Erlebnis?

Am Anfang steht die Analyse. Wir schauen uns Marke, Produkte, Zielgruppe, bestehenden Versand und die Customer Journey an.

Dann stellen wir uns eine relativ einfache Frage: Was könnte genau bei diesen Kunden in genau diesem Moment einen positiven Effekt erzeugen?

Daraus entwickeln wir die Idee und suchen anschließend nach einem haptischen Element, das dazu passt. Danach kommen Sourcing, Produktion beziehungsweise Beschaffung und die Frage, wie sich das Ganze sinnvoll in den bestehenden Versand integrieren lässt.

Mir ist dabei wichtig, dass Kreativität nicht zum operativen Problem wird. Ein Konzept kann auf dem Papier noch so schön aussehen – wenn das Fulfillment danach für jedes Paket fünf Minuten länger braucht, ist es kein gutes Konzept.

ReviewAnchor möchte Kundenbindung stärken und authentische Bewertungen fördern. Wie lässt sich der Erfolg solcher Maßnahmen messbar machen?

Das ist für mich ein sehr wichtiger Punkt, denn ReviewAnchor soll nicht bei „Das sieht schön aus“ aufhören.

Die Grundidee dahinter basiert nicht nur auf einem Bauchgefühl. Erkenntnisse aus der Konsumentenpsychologie und dem Marketing zeigen, dass Unboxing, haptische beziehungsweise multisensorische Erlebnisse und positive Emotionen die Wahrnehmung eines Produkts und die Beziehung zu einer Marke beeinflussen können.

Für ReviewAnchor ist aber vor allem die Frage entscheidend, wie sich dieser Effekt im konkreten Einsatz beim Kunden widerspiegelt. Deshalb wird die Messbarkeit von Anfang an im Konzept mitgedacht.

Je nach Umsetzung können beispielsweise Interaktionen über QR-Codes oder individuelle Zielseiten erfasst werden. Gleichzeitig lässt sich beobachten, wie sich die Anzahl und Quote neuer Bewertungen im Verhältnis zu den versendeten Bestellungen entwickelt. Besonders interessant sind dabei klar definierte Testzeiträume sowie Vergleiche vor und nach der Einführung eines Konzepts.

ReviewAnchor befindet sich noch in einer frühen Phase. Deshalb möchte ich keine konkreten Wirkungszahlen nennen, die wir mit eigenen Kundenprojekten noch nicht belegen können. Genau das ist jetzt der nächste Schritt: aus wissenschaftlich fundierten Ansätzen messbare Ergebnisse in der Praxis zu entwickeln und daraus belastbare Cases aufzubauen.

Haptische Markenerlebnisse müssen auch bei steigenden Bestellzahlen funktionieren. Wie schaffen Sie den Spagat zwischen Individualität und Skalierbarkeit?

Indem wir Individualität nicht mit Personalisierung jedes einzelnen Pakets verwechseln.

Das Konzept wird individuell für die jeweilige Marke und Zielgruppe entwickelt. Das daraus entstehende Element muss anschließend aber möglichst einfach in viele Pakete integriert werden können.

Ein Mitarbeiter im Versand sollte nicht überlegen müssen, was er bei Bestellung Nummer 1.742 anders machen muss. Element nehmen, sinnvoll ins Paket integrieren, fertig.

Für mich gilt deshalb: individuell in der Idee, skalierbar in der Umsetzung.

Genau dieser Spagat ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit.

Je digitaler der E-Commerce wird, desto wertvoller werden für Sie reale Berührungspunkte. Welche Entwicklung erwarten Sie hier in den kommenden Jahren?

Ich glaube nicht, dass digitale Kommunikation weniger wichtig wird – im Gegenteil. KI, Automatisierung und Personalisierung werden dafür sorgen, dass noch mehr Kommunikation digital und automatisiert stattfindet.

Genau deshalb glaube ich aber, dass echte Berührungspunkte an Wert gewinnen können.

Eine weitere automatisierte E-Mail konkurriert mit vielen anderen Nachrichten. Ein physischer Moment findet dagegen direkt beim Kunden zu Hause statt.

Für Marken wird es meiner Meinung nach deshalb interessanter werden, digitale Effizienz mit wenigen bewusst gestalteten realen Erlebnissen zu verbinden.

Das Paket ist dafür ein spannender Touchpoint, weil es ohnehin beim Kunden ankommt. Man muss keinen neuen Kontaktpunkt erfinden – man muss den vorhandenen besser nutzen.

Von der Idee über das Sourcing bis zur Integration decken Sie verschiedene Schritte ab. Wo liegen dabei aktuell die größten Herausforderungen?

Aktuell ganz klar darin, aus einer guten Idee ein bewiesenes Geschäftsmodell zu machen.

ReviewAnchor ist frisch gegründet. Jetzt geht es darum, die richtigen ersten Unternehmen zu finden, Projekte umzusetzen, Ergebnisse zu messen und daraus zu lernen.

Eine zweite Herausforderung ist die Balance zwischen Kreativität, Kosten und operativer Einfachheit. Eine Idee muss nicht nur außergewöhnlich sein. Sie muss bezahlbar sein, zur Marke passen und bei 100, 1.000 oder mehr Sendungen noch funktionieren.

Genau diese Kombination finde ich allerdings auch besonders spannend.

Welche Vision verfolgen Sie mit ReviewAnchor, und wie möchten Sie das Unternehmen in den nächsten Jahren weiterentwickeln?

Ich möchte ReviewAnchor langfristig als Spezialisten für revieworientierte Unboxing-Erlebnisse etablieren.

Meine Vision geht dabei noch einen Schritt weiter: Wenn Unternehmen irgendwann darüber nachdenken, wie sie den Moment nach dem Kauf besser nutzen, mehr authentische Bewertungen fördern und aus dem Versand einen echten Marketing-Touchpoint machen können, soll ReviewAnchor eine der Marken sein, an die sie als Erstes denken.

Kurzfristig geht es für mich aber erstmal darum, die ersten starken Kundenprojekte umzusetzen und nachzuweisen, welche Konzepte tatsächlich funktionieren. Daraus sollen Prozesse, Daten und Cases entstehen, auf denen wir weiter aufbauen können.

Langfristig möchte ich, dass Unternehmen beim Thema Unboxing und Post-Purchase-Erlebnis nicht zuerst an Verpackung oder Werbeartikel denken, sondern an einen strategischen Marketing-Touchpoint.

Wenn ReviewAnchor irgendwann für diesen Moment nach dem Kauf steht, so wie andere starke Marken selbstverständlich mit ihrer jeweiligen Kategorie verbunden werden, dann haben wir sehr viel richtig gemacht.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die aus einer bislang wenig beachteten Marktlücke ein Geschäftsmodell entwickeln möchten?

Erstens: Beobachtet Probleme, nicht Geschäftsideen.

ReviewAnchor ist nicht entstanden, weil ich unbedingt irgendein Unternehmen gründen wollte. Am Anfang stand die Beobachtung, dass enorm viel Energie in die Customer Journey vor dem Kauf fließt und ein spannender Moment danach vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit bekommt.

Zweitens: Geht irgendwann raus damit.

Man kann eine Website immer noch schöner machen, einen Businessplan noch einmal überarbeiten und noch eine Präsentation bauen. Irgendwann braucht man aber echtes Feedback vom Markt. Das ist gerade auch etwas, das ich selbst jeden Tag lerne.

Und drittens: Habt keine Angst davor, klein anzufangen und trotzdem groß zu denken.

Am Anfang braucht man nicht sofort hundert Kunden. Man braucht den ersten Kunden, ein gutes Ergebnis und den Beweis, dass aus einer Idee ein funktionierendes Geschäftsmodell werden kann.

Bildrechte: © Thomas Kotula

Wir bedanken uns bei Thomas Kotula für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

PetPlanner: Wie die Plattform Tierbesitzer und Dienstleister zusammenbringt

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PetPlanner: Dienstleister für Tierbesitzer finden Bild: v.l.n.r. Marc Dierichsweiler (Gründer), Louisa Reschenberg (Marketing Managerin), Vivien Dierichsweiler (Gründerin und Geschäftsführerin), Alexander Vinnai (Gründer). Bildcredits/Fotograf: Julius Dierichsweiler

PetPlanner bringt Dienstleister und Tierbesitzer zusammen und ermöglicht die digitale Buchung, Bezahlung und Verwaltung von Terminen.

Können Sie PetPlanner kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für die Plattform entstanden ist?

PetPlanner ist eine Buchungsplattform für Tierdienstleistungen. Tierbesitzern ermöglicht die Plattform passende Dienstleister in ihrer Nähe zu finden und direkt online zu buchen, inklusive Bezahlung. Für Dienstleister ist die Plattform eine Business-Management Lösung, das bedeutet, von der Kundenakquise über Terminorganisation bis hin zu Zahlung und Abrechnung deckt sie die administrativen Prozesse des selbstständigen Alltages ab. Die Idee stammt aus meinen Erfahrungen als Tierbesitzerin und Tierdienstleisterin.

Sie kommen selbst aus der Tierbranche. Welche Erfahrungen haben Sie dazu bewegt, PetPlanner zu gründen?

Ich habe mich mit 18 Jahren als Pferdetrainerin selbstständig gemacht und schnell festgestellt, dass die Suche nach passenden Experten, wie Hufbearbeitern oder Pferdephysiotherapeuten eine sehr zeitintensive Aufgabe ist, die für Tierbesitzer einen großen Aufwand darstellt. Gleichzeitig habe ich in meiner Selbstständigkeit erfahren, dass ich einen großen Teil der Zeit, die ich eigentlich mit der Arbeit mit Menschen und Pferden verbringen wollte, am Schreibtisch verbrachte. Terminorganisation, Kundenkommunikation und Rechnungsstellung bescherten mir lange Nächte. Doch gerade für diese Branche, die ihre Zeit lieber aktiv mit Tieren, statt am Schreibtisch verbringt, schien es keine passende Softwarelösung zu geben. Daraus entstand die Idee, dieses Problem selbst zu lösen.

Welche Vision verfolgen Sie mit PetPlanner, und was möchten Sie in der Tierdienstleistungsbranche langfristig verändern?

Meine Vision ist, eine zentrale Anlaufstelle für Tierbesitzer zu schaffen, auf der sie schnell und sicher passende Experten buchen können. Für Tierdienstleister in ganz Deutschland und langfristig auch international möchte ich ein effizientes Tool etablieren, dass ihnen Zeit am Tier zurückgibt und ihnen zu mehr Professionalität in ihrer Selbstständigkeit verhilft.

Ihre Plattform verbindet Business-Software und Marktplatz. Warum war Ihnen diese Kombination von Anfang an wichtig?

Verzeichnisse gibt es viele, doch damit bleibt die Arbeit auf beiden Seiten am Benutzer hängen. Sowohl für Besitzer als auch Dienstleister braucht es verschiedenste Programme und Prozesse, um so etwas Simples, wie die Buchung eines Physiotherapietermins, abzuwickeln. Es war schnell klar, dass PetPlanner nur dann einen nachhaltigen Mehrwert bietet, wenn wir von der Kundenakquise bis zur Abrechnung alle Prozesse abbilden und sich Dienstleister damit auf eine Plattform verlassen können. Auch haben wir aus Gesprächen mit unserer Zielgruppe klar herausgehört, dass beide Seiten der Anwendung, Marktplatz und Business-Software, benötigt werden, also lag auf der Hand, die Aspekte in einer Plattform zusammenzuführen.

Welche organisatorischen Herausforderungen beschäftigen selbstständige Tierdienstleister besonders, und wie setzt PetPlanner dort an?

Es ergaben sich vor allem zwei Kernprobleme im Status-quo für Dienstleister:

Zum einen verbringen Tierdienstleister viel Zeit damit, Termine zu organisieren und sich dahingehend mit Kunden abzustimmen. Vor allem bei mobil arbeitenden Anbietern kann dies sehr komplex und zeitaufwendig sein, da nicht nur Verfügbarkeit, sondern auch Fahrtzeiten mitberücksichtigt werden müssen.

PetPlanner startet bei der Terminierung immer beim Kunden. Wir kennen Arbeitszeiten, Arbeitsort und Mobilitätsradius der Dienstleister und unterbreiten dem Kunden auf dieser Basis Terminvorschläge, die für den Kalender des Anbieters optimiert sind. Dienstleister können die Terminanfrage dann annehmen, ablehnen oder direkt Gegenvorschläge senden.

Zum anderen sind Zahlungsausfälle für Solo-Selbstständige ein großes Problem. Es kommt immer wieder vor, dass Kunden entweder kurzfristig absagen oder zum Termin unentschuldigt fehlen. In diesen Fällen haben Anbieter kaum eine Handhabe, trotzdem an ihr Geld zu kommen. Die meisten Dienstleister haben keine Vorabzahlung, sondern arbeiten auf Rechnung oder mit Bargeld. Selbst wenn der Kunde kommt und der Termin stattfindet, ist es meist Vertrauenssache, dass die Forderung rechtzeitig beglichen wird.

Bei PetPlanner wird das Geld bereits bei Buchung des Kunden eingezogen und nach dem Termin durch die Rechnungsstellung mit einem Klick an den Dienstleister freigegeben. Im Falle einer Stornierung greifen automatisch die durch den Dienstleister hinterlegten Stornierungsbedingungen. Damit geht das Risiko von Zahlungsausfällen gegen null.

Tierbesitzer können über die App passende Experten in ihrer Nähe finden und buchen. Welche Kriterien sind für Vertrauen und Qualität besonders wichtig?

Die Qualität der Angebote hat für uns einen besonderen Stellenwert. Dienstleister müssen eine Gewerbeanmeldung hochladen. Außerdem fordern wir für geschützte Berufe Zertifikate oder Genehmigungen. Hundetrainer zum Beispiel benötigen eine Ausbildung und eine Genehmigung vom Veterinäramt, um ihren Beruf ausüben zu dürfen. Ein solcher Nachweis muss bei uns hochgeladen werden und wird durch uns geprüft, bevor es dem Anbieter möglich ist, in diesem Bereich Services anzulegen.

PetPlanner begleitet Dienstleister von der Kundenakquise bis zur Abrechnung. Was unterscheidet Ihre Lösung von klassischen Buchungs- und Verwaltungstools?

Es sind vor allem zwei Aspekte, die uns von anderen Produkten unterscheiden. PetPlanner ist eine Lösung, die die beiden Seiten, Marktplatz und Business-Software vereint. Dadurch können Tierbesitzer Termine direkt online buchen und müssen nicht, wie bei bestehenden Verzeichnissen, alle Schritte ab der Kontaktaufnahme mit dem Anbieter manuell durchführen. Außerdem ist die Plattform für Dienstleister eine Komplettlösung, gerade der Zahlungsaspekt unterscheidet uns von anderen Buchungsplattformen. Die allgemeine Ausrichtung für Dienstleistungen verschiedenster Berufe und für alle Haustiere ermöglicht es Anbietern auch, die Anwendung zu nutzen, wenn sie unterschiedliche Berufe ausüben, zum Beispiel Sattlerei und Physiotherapie oder Hundetraining und Maulkorbberatung. Dieser Aspekt ist für viele Anbieter relevant, die bei bestehenden in einzelnen Berufsfeldern verbreiteten Anwendungen aufgrund ihres vielfältigen Angebotes keinen Platz finden.

Ein Marktplatz muss gleichzeitig für Anbieter und Kunden attraktiv sein. Wie meistern Sie diese Herausforderung beim Aufbau von PetPlanner?

Das Cold Start Problem ist unter Startup Gründern bekannt und definitiv eine Herausforderung – auch für uns. Wir setzen in diesem frühen Stadium vor allem auf Kooperationen. Affiliate Partner, Tierschutzorganisationen oder auch Fachverbände sind für uns ein entscheidender Wachstumsmotor. Gleichzeitig sind wir viel auf Messen unterwegs, um persönlich mit unseren Zielgruppen ins Gespräch zu kommen, auch das hat sich als sehr effektiver Vertriebskanal erwiesen.

Und zu guter Letzt setzten wir gerade hier Lokal um Mainz auf Ausprobieren: Von Blumensträußen oder Pralinen zu Valentinstag über klassischer PR-Arbeit bis hin zu einem mobilen Fotostand in der Innenstadt bringen wir unsere Marke in die Köpfe. Und es funktioniert: Gerade hier bei uns ist unser Wachstum am stärksten und zeigt damit das Potential, dass dem Punkt näherkommen, an dem Netzwerk Effekte greifen und sich unser organisches Wachstum hier in der Region verschnellert.

Nur vier Monate nach Veröffentlichung wurde Ihre App zweimal mit Gold bei den German Stevie Awards ausgezeichnet. Was bedeutet diese frühe Anerkennung für Sie?

Vor allem ehrt und das Juryfeedback und die Auszeichnung sehr. Für uns bedeutet es, dass wir das richtige Ziel haben und die Prioritäten bei der Produktentwicklung passend gesetzt haben. Gleichzeitig unterstreicht die Auszeichnung noch einmal, wie entscheidend jetzt unser Wachstum und die Richtige Umsetzung aller Marketingaktivitäten ist, denn eine gute Idee ohne passende Exekution ist nichts wert.

User Experience wurde bei den German Stevie Awards besonders ausgezeichnet. Welche Rolle spielt einfache Bedienbarkeit bei der Entwicklung Ihrer Plattform?

Gerade der Gewinn in der Kategorie „User Experience“ bestätigt uns darin, bei der Entwicklung die richtigen Prioritäten gesetzt zu haben. Für das UI/UX Design haben wir uns eine professionelle Agentur an Bord geholt, die uns die App von vorne bis hinten auf Basis unserer Prozesse durchkonzipiert hat. Der Qualitätsanspruch von Verbrauchern an Apps ist in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich gestiegen und eine intuitive Oberfläche kann den Unterschied zwischen Erfolg und Untergang machen. Gerade im Angesicht unserer umfangreichen Prozesse und der vielen Individualisierungsmöglichkeiten muss die Benutzung der App simpel bleiben, sonst werden Nutzer frustriert und springen ab.

Dass die German Stevie® Awards diesen Aspekt und unsere Umsetzung gewürdigt haben, ist sehr motivierend.

PetPlanner wurde 2025 in Mainz gegründet. Welche nächsten Wachstums- und Entwicklungsschritte haben Sie für das Unternehmen geplant?

Für dieses Jahr stehen klar Marktangang und Produktverbesserung mit Kundenfeedback auf dem Programm. Im kommenden Jahr wollen wir den Break-Even-Point erreichen und uns in Deutschland als führende Plattform etabliert haben. Auch der Zugang für Österreich und Schweiz steht 2027 an. Und dann heißt es: Wachsen. Vor allem unser strategisches Partnernetzwerk möchten wir erweitern.

Auch die Plattform selbst wird sich weiterentwickeln. In den kommenden Monaten folgt der App die Webversion und wir werden stetig Kundenfeedback einarbeiten und die Prozesse noch weiter für Individualisierungen und Branchenspezifische Anforderungen erweitern.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die aus eigenen Branchenerfahrungen ein digitales Geschäftsmodell entwickeln möchten?

Als erstes ganz klar: Marketing ist fast alles. Egal wie gut dein Produkt ist, solange deine Zielgruppe dich nicht kennt und nicht einsieht, dass sie ihr Problem tatsächlich hat, bleibt es sehr einsam. Metawerbung und „ein bisschen Social Media“ sind bei weitem nicht die entscheidenden Faktoren. Am Ende geht es immer um Vertrauen und das bekommt man am besten durch das Netzwerk dritter.

Der zweite Ratschlag geht in die Richtung Lean Startup. Ja, wir leben nicht mehr in der .com Blase, man kann nicht mehr alles auf den Markt werfen und sich später um Qualität kümmern, aber gerade als Gründer und Ideengeber steht man sich doch recht gern mit seinem eigenen Anspruch im Weg. Die Liste der „Absolut essenziellen Features“ die wir noch überhaupt nicht gebaut haben ist lang und ehrlich gesagt, hat sich noch niemand beschwert. Also heißt die Devise „weglassen“ und erstmal an den Markt gehen, die Kunden sagen einem schnell, was sie wirklich brauchen und was nicht.

Der dritte Punkt bezieht sich auf die aktuellen KI-Entwicklungen. KI ist ein wahnsinnig mächtiges Tool – wenn man es einzusetzen weiß. Aktuell sehe ich in der App-Szene aber den Trend, dass wahnsinnig viele mit KI zusammengeschusterte Lösungen auf den Markt geworfen werden, deren Internetauftritt und Social Media meistens auch vollständig KI-generiert sind. Sie machen den Anschein, Unternehmertum wäre plötzlich ganz leicht, weil ja die KI alles kann. Das ist aber ein Irrglaube. Ja, KI ist ein enormer Booster in der Softwareentwicklung und kann bei gewissen Marketingaufgaben auch als Hilfsmittel dienen, wer aber das eigene Produkt prozessual und UX-technisch nicht ausgearbeitet und die eigene Marketingstrategie nicht vollumfänglich konzeptioniert und verstanden hat, fliegt schnell auf die Nase. Am Ende hilft KI auch nur dort wirklich weiter, wo der Unternehmer selbst Kompetenzen besitzt.

Bild: v.l.n.r. Marc Dierichsweiler (Gründer), Louisa Reschenberg (Marketing Managerin), Vivien Dierichsweiler (Gründerin und Geschäftsführerin), Alexander Vinnai (Gründer). Bildcredits/Fotograf: Julius Dierichsweiler

Wir bedanken uns bei Vivien Dierichsweiler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

DURVAG: Wie das Startup per Kickstarter die vollmobile Zapfanlage baut

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DURVAG: Zapfanlage startet auf Kickstarter

DURVAG entwickelt eine mobile, akkubetriebene Zapfanlage und setzt für den Weg zur Serienproduktion auf eine Kickstarter-Kampagne.

Können Sie DURVAG kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für eine vollständig mobile Zapfanlage entstanden ist?

DURVAG ist eigentlich aus einer ganz einfachen Idee entstanden. Wir gehen mit Freunden oft angeln und trinken natürlich auch gerne ein Bier. Aber Flaschenbier draußen richtig kalt zu bekommen, ist ziemlich schwierig, und eine ganze Kiste Bier ist außerdem ordentlich schwer. Wer Fassbier möchte, muss normalerweise Zapfanlage, Generator, Kabel, CO2 und weiteres Zubehör mitschleppen. Deshalb wollten wir ein einziges Gerät entwickeln, das man zu Hause auflädt, zusammen mit einem Fass mitnimmt und mit dem man überall kaltes Bier zapfen kann. Ursprünglich wollten wir die Zapfanlage nur für uns und unsere Freunde bauen. Doch nach und nach wurde das Projekt immer größer, bis wir beschlossen haben, DURVAG in die Welt zu bringen.

Wer steht hinter dem familiengeführten Startup, und wie teilen Sie die Aufgaben bei Entwicklung und Unternehmensaufbau auf?

Robert Jr.
Robert kümmert sich bei DURVAG vor allem um Konstruktion, Marketing und die Kommunikation mit unserer Community. Statt Bier schließt er an DURVAG lieber Limonade an – dafür haben wir zumindest immer jemanden, der fahren kann.

Matyáš
Matyáš ist für die Programmierung verantwortlich und hat DURVAG sozusagen zum Leben erweckt. Ohne ihn würden weder die Steuerung noch die gesamte Logik funktionieren. Er war es auch, der ursprünglich die Idee hatte.

Robert Sr.
Robert Senior kümmert sich im Team um die Produktionsseite. Er organisiert die Fertigung der Kunststoffteile, koordiniert Kooperationen und kümmert sich um die einzelnen Komponenten, die wir für die Markteinführung von DURVAG benötigen.

Kryštof
Kryštof ist unsere rechte Hand. Er ist jederzeit zur Stelle, wenn wir Technik, Material oder neue Ideen für Videos brauchen. Von uns allen ist Kryštof der größte Stammgast – über warmes Bier sollte man mit ihm lieber keine Witze machen.

Roman
Roman ist unser Elektrotechniker. Er ist für sämtliche Schaltungen, die Batterien und die komplette Verkabelung verantwortlich. Ohne ihn hätte der Prototyp keine Chance gehabt, überhaupt zu entstehen.

Rund zwei Jahre haben Sie an DURVAG gearbeitet. Welche technischen Herausforderungen waren bei der Entwicklung besonders anspruchsvoll?

Eine herkömmliche Zapfanlage hat einen großen Nachteil: Sie braucht einen Stromanschluss. Für uns als Angler kam das nicht infrage. Natürlich gibt es auf dem Markt verschiedene Lösungen mit Eis, Kühlung für 5-Liter-Fässer und Ähnlichem. Aber keine davon bietet die Möglichkeiten einer vollwertigen Zapfanlage, an die sich ein klassisches Fass wie in der Gastronomie anschließen lässt. Deshalb haben wir begonnen, DURVAG zu entwickeln.

Kühlung und Druckversorgung sind in einem akkubetriebenen Gerät vereint. Was unterscheidet DURVAG damit von klassischen mobilen Zapflösungen?

Das gesamte Konzept ist natürlich völlig neu. Eine herkömmliche Zapfanlage arbeitet mit Trockenkühlung, die zwar schnell und effizient ist, aber sehr viel Leistung benötigt. Wir mussten dafür sorgen, dass das Bier in der Anlage schnell heruntergekühlt wird und die Kälte gleichzeitig möglichst lange erhalten bleibt. Eine Lösung zu finden, mit der sich das Bier zuverlässig kühlen lässt und das Gerät trotzdem den ganzen Tag betrieben werden kann, war wahrscheinlich die größte Herausforderung.

Für welche Zielgruppen haben Sie DURVAG entwickelt, und in welchen Situationen sehen Sie den größten Nutzen?

DURVAG ist für alle Bierliebhaber gedacht, die frisch gezapftes Bier überall draußen genießen möchten – zum Beispiel beim Camping, Angeln oder auf einer Gartenparty. Man muss sich weder um Kabel noch um einen Stromanschluss oder andere Dinge kümmern. Die Zapfanlage überwacht Temperatur und Druck selbstständig und zeigt außerdem an, wie viel Bier noch im Fass ist.

Das stärkste Interesse kommt bislang aus Deutschland und anderen deutschsprachigen Ländern. Wie erklären Sie sich diese Resonanz?

Das hat uns selbst ziemlich überrascht. Allerdings ist die Camping- und Outdoor-Kultur in den deutschsprachigen Ländern stärker ausgeprägt als in Tschechien. Daher ist es gut möglich, dass die Idee einer Zapfanlage, die man überallhin mit in die Natur nehmen kann, in der deutschsprachigen Community noch etwas stärker ankommt.

Am 1. September startet Ihre Kickstarter-Kampagne. Warum haben Sie sich für Crowdfunding entschieden, um den Produktionsstart zu finanzieren?

Im Laufe der Entwicklung haben wir festgestellt, dass es alles andere als günstig ist, ein so großes technisches Gerät bis zur Serienreife zu bringen. Allein die erforderlichen Zertifizierungen kosten mehrere zehntausend Euro. Deshalb hoffen wir, über Kickstarter möglichst viel Unterstützung zu erhalten, damit DURVAG in der bestmöglichen Form realisiert werden kann.

Kickstarter hat DURVAG bereits vor dem Kampagnenstart als „Project We Love“ ausgewählt. Welche Bedeutung hat diese Auszeichnung für Sie?

Das ist für uns natürlich eine große Ehre. Nur ein sehr kleiner Teil der Projekte auf Kickstarter erhält die Auszeichnung „Project We Love“. Wenn ein Projekt diese Auszeichnung sogar schon vor dem Start der Kampagne bekommt, ist das ein umso schöneres Gefühl. Es zeigt, dass DURVAG auch dem Kickstarter-Team so gut gefällt, dass es das Projekt prominent präsentieren möchte. Für uns ist das außerdem ein erstes starkes Zeichen dafür, dass Interesse an DURVAG besteht.

Für die finale Entwicklungsphase arbeiten Sie mit der Westböhmischen Universität in Pilsen zusammen. Welche Aufgaben stehen dabei im Mittelpunkt?

Die Westböhmische Universität wird im Grunde den gesamten professionellen Teil der Weiterentwicklung und die Vorbereitung des Geräts für die Produktion übernehmen. Dazu gehören unter anderem die Optimierung der Kühlleistung, Messungen und Belastungstests. Wir haben zwar zwei Jahre an DURVAG gearbeitet, allerdings eher unter „Garagenbedingungen“. Die Westböhmische Universität verfügt für die Entwicklung über deutlich bessere Ausstattung und umfassendes Know-how. Deshalb möchten wir diese Phase nun in ihre Hände geben.

Sie möchten die technische Weiterentwicklung langfristig in Tschechien halten. Warum ist Ihnen dieser Standort für DURVAG wichtig?

Wir sind ein tschechisches Team und lieben tschechisches Bier. Auch wenn DURVAG gerade in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf großes Interesse stößt, möchten wir, dass das Produkt bei uns zu Hause in Tschechien entsteht.

Welche nächsten Schritte stehen nach einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne auf dem Weg zur Produktion an?

Im ersten Schritt übergeben wir sämtliche bisherigen Entwicklungsunterlagen an die Westböhmische Universität. Dort wird das gesamte System weiter optimiert und zur Produktionsreife gebracht. Auf dieser Grundlage können wir anschließend die Fertigung der Spritzgussformen, Leiterplatten, Batterien und weiterer benötigter Komponenten in Auftrag geben. Der Weg wird sicher nicht einfach, aber darauf sind wir vorbereitet.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein Hardwareprodukt von der ersten Idee bis zur Marktreife entwickeln möchten?

  • Das Wichtigste, was wir während der Entwicklung gelernt haben, ist: Man sollte sich nicht scheuen, nach dem zu fragen, was man braucht. In den zwei Jahren sind wir auf Dutzende Probleme gestoßen, die wir entweder mühsam selbst hätten lösen können – oder indem wir einfach jemanden um Hilfe gebeten haben.
  • Rechnet alles gründlich durch. Wir selbst waren sehr überrascht, wie teuer es ist, überhaupt ein Produkt bis zur Produktion zu bringen.
  • Dokumentiert alles. Wenn ihr auf Kickstarter oder eine ähnliche Plattform wollt, werdet ihr im Nachhinein für jedes Foto und jedes Video dankbar sein, das während der Entwicklung entstanden ist. Je mehr Material, desto besser. Und zumindest bleiben euch schöne Erinnerungen.

Fotocredits: © DURVAG, LLC

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Female Longevity: epigenics rückt das Altern von Frauen in den Fokus

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Muskelgesundheit: epigenics setzt auf Creatin

Female Longevity: Warum Frauen anders altern

Das Berliner Health-Unternehmen epigenics rückt die besonderen biologischen Voraussetzungen von Frauen beim gesunden Altern in den Fokus und bringt mit Creatin Power ein neues Produkt für Muskelgesundheit und Leistungsfähigkeit auf den Markt.

Frauen und Männer altern nicht unter den gleichen biologischen Voraussetzungen. Dennoch werden Empfehlungen für ein langes und gesundes Leben häufig geschlechtsneutral formuliert. Dabei verändern sich Hormone, Stoffwechsel, Körperzusammensetzung und Muskelmasse über die Lebensspanne unterschiedlich. Gerade für Frauen gewinnt die Muskelgesundheit mit zunehmendem Alter an Bedeutung: Rund um die Menopause können Muskelmasse und Kraft verstärkt abnehmen. Wer frühzeitig gegensteuert, schafft damit eine wichtige Grundlage für langfristige Mobilität, körperliche Leistungsfähigkeit und Selbstständigkeit.

„Longevity wird häufig sehr allgemein diskutiert. Dabei beginnt Healthy Aging nicht erst im hohen Alter“, sagt Dr. Maria von der Wettern, Co-Founderin und Geschäftsführerin von epigenics. „Wir sollten früher darüber sprechen, welche Rolle Bewegung, Muskelgesundheit, Ernährung, Schlaf und Stress für Frauen spielen und dabei die jeweilige Lebensphase stärker berücksichtigen.“

Creatin: vom Fitnessstudio zum Healthy Aging

Mit Creatin Power bringt epigenics einen klassischen Wirkstoff aus der Sporternährung in einen breiteren Healthy-Aging-Kontext. Eine Tagesportion kombiniert 3 Gramm Creatin-Monohydrat mit 8 Gramm pflanzlichem Erbsenprotein sowie Magnesium, Citicolin und den Vitaminen B6, D3 und C. Das vegane Pulver wird in Wasser aufgelöst und ist mit Grapefruit, Ingwer und Rosmarin aromatisiert.

Creatin ist vor allem aus dem Kraftsport bekannt und spielt eine wichtige Rolle bei der Energiebereitstellung in den Muskelzellen. Frauen haben im Durchschnitt geringere körpereigene Creatinspeicher als Männer – ein Unterschied, der Creatin für die Forschung zur weiblichen Muskelgesundheit besonders relevant macht.

Muskelgesundheit wird häufig erst dann zum Thema, wenn bereits Muskelmasse verloren gegangen ist“, sagt von der Wettern. „Dabei entscheidet Kraft ganz wesentlich darüber, wie mobil und selbstbestimmt wir im Alter bleiben. Wir sollten deshalb deutlich früher anfangen, Muskelgesundheit als Teil der Vorsorge zu verstehen.“

Wissenschaft als Grundlage der Produktentwicklung

Das 2022 in Berlin gegründete Unternehmen entwickelt seine Produkte auf Grundlage aktueller Erkenntnisse aus der Longevity-, Präventions- und Ernährungsforschung. Mit research.epigenics.eu hat epigenics eine eigene KI-gestützte Forschungsplattform entwickelt, die inzwischen mehr als 211.000 wissenschaftliche Studien zu Longevity, Nährstoffen und Lebensstil erfasst. Eine automatisierte Pipeline durchsucht laufend neu veröffentlichte Forschung und ordnet die Ergebnisse nach Evidenzstufen, von Zellstudien über klinische Untersuchungen bis hin zu Meta-Analysen: „Die Herausforderung ist heute weniger, wissenschaftliche Informationen zu finden. Entscheidend ist, ihre Qualität einzuordnen, Widersprüche sichtbar zu machen und daraus abzuleiten, was wir tatsächlich wissen und was noch nicht“, sagt von der Wettern.

Mehr als 500 wissenschaftliche Publikationen wurden bislang für die Entwicklung und Bewertung der epigenics-Formulierungen berücksichtigt. Die Produkte werden in Deutschland entwickelt, in der EU hergestellt und chargenweise von unabhängigen Laboren in Deutschland auf Reinheit und den deklarierten Wirkstoffgehalt geprüft. Mit Creatin Power erweitert epigenics seinen Ansatz für Female Longevity um einen konkreten Fokus auf Muskelgesundheit und Leistungsfähigkeit und übersetzt wissenschaftliche Erkenntnisse in eine alltagstaugliche Gesundheitsroutine.

Bildcredits epigenics

Quelle Christine Veauthier, PR & Kommunikation

INLEAP Photonics sammelt 20 Mio. € für die laserbasierte Drohnenabwehr ein

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INLEAP Photonics: Drohnenabwehr erhält Finanzierung C-Level Team INLEAP Photonics 01 - Copyright Cyber Innovation Hub der Bundeswehr
  • UVC Partners führt die Seed-Finanzierungsrunde an
  • Mittel fließen aufgrund der hohen Nachfrage in den Aufbau der Serienfertigung sowie in die internationale Expansion
  • Finanzierung stärkt Position als europäischer Anbieter für laserbasierte Drohnenabwehr

Das deutsche Deep-Tech-Unternehmen INLEAP Photonics hat unter Führung von UVC Partners eine Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen und damit insgesamt rund 20 Millionen Euro für die laserbasierte Drohnenabwehr gesichert. Weitere Investoren aus Deutschland und Europa sind unter anderem HTGF (DE), Balnord (PL), Sentris (EE) und Scale Capital (DK).

Die Finanzierungsrunde fällt in eine Zeit wachsender Dringlichkeit: Jüngste Vorfälle, darunter der Drohnenangriff am Flughafen Leipzig/Halle, verdeutlichen, wie real und unmittelbar die Bedrohung durch unbemannte Luftfahrzeuge für kritische Infrastruktur geworden ist. Der Bedarf an effektiven, sicheren und souveränen Abwehrsystemen ist so hoch wie nie.

INLEAP Photonics bedient diesen Bedarf mit effizienten und sicheren Lösungen zur laserbasierten Drohnenabwehr und arbeitet bereits mit Kunden wie dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) und dem Cyber Innovation Hub der Bundeswehr zusammen. Auch die kürzlich geschlossene strategische Partnerschaft mit STARK Defence unterstreicht die wachsende Nachfrage nach souveränen, einsatzerprobten C-UAS-Lösungen (Counter-Unmanned Aircraft Systems) aus Deutschland.

Mit dem neuen Kapital erweitert INLEAP Photonics aufgrund der hohen Nachfrage seine Fertigungs- und Testkapazitäten und baut die Belegschaft weiter aus.

„Unsere Technologie ist im Markt angekommen und verzeichnet einen starken Auftragseingang. Jetzt investieren wir in Fertigung, Qualitätssicherung, Sales und Service, damit wir die Nachfrage bedienen und unsere Systeme in größeren Stückzahlen liefern können“, sagt Dr.-Ing. Marius Lammers, CEO und Gründer von INLEAP Photonics. „Wir werden INLEAP Photonics als zentralen europäischen Anbieter für Laser-Effektoren etablieren.“

UVC Partners führt die Seed-Finanzierungsrunde an

Lead-Investor der neuen Finanzierungsrunde ist UVC Partners. Ergänzt wird der Investorenkreis durch neue Kapitalgeber wie Balnord, Scale Capital und Sentris, die zusätzliche Erfahrung und Kontakte für den Ausbau in Europa einbringen.

„Drohnenabwehr ist längst kein rein militärisches Thema mehr. Flughäfen, Energieanlagen und Rechenzentren brauchen denselben Schutz wie Verteidigungseinrichtungen. INLEAP Photonics ist das einzige Team, dessen Technologie beiden Welten gerecht wird: augensicher im zivilen Umfeld und robust genug für den Einsatz in Konfliktzonen. Genau diese Dual-Use-Fähigkeit ist für uns der entscheidende Hebel für Skalierung“, sagt Amanda Birkenholz, Partnerin bei UVC Partners.

Finanzierung fließt in Serienfertigung, Entwicklung und Marktausbau

Mit den Mitteln aus der Seed-Runde treibt INLEAP Photonics die Skalierung seiner Technologie für Anwendungen im Verteidigungs- und Infrastrukturschutz voran. „Der Schritt in die Serienfertigung erfordert mehr als nur zusätzliche Kapazitäten. Jede Einheit muss unter denselben Bedingungen gefertigt, geprüft und abgenommen werden können. Deshalb investieren wir in standardisierte Montage- und Testprozesse, eine konsequente Qualitätssicherung und verlässliche Lieferketten“, sagt Dr.-Ing. Felix Wellmann, CTO und Gründer von INLEAP Photonics.

Konkret fließt das Kapital in folgende Bereiche:

  • Skalierung der Serienproduktion: Aufbau und Standardisierung von Fertigungs- und Prüfprozessen für INLEAP® FASTLIGHT® HELD und INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD®
  • Forschung und Entwicklung: Weiterentwicklung der Kerntechnologie – insbesondere der augensicheren Wirkweise, die den Einsatz von INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD® auch in urbanen und sicherheitssensiblen Umgebungen ermöglicht und das System von allen anderen Lösungen am Markt unterscheidet.
  • Vertrieb und Service: Ausbau von Vertrieb, Kundenbetreuung und Marktpräsenz in Deutschland und Europa. Geplant sind weitere Standorte in Deutschland und im europäischen Ausland, um die Zusammenarbeit mit öffentlichen Auftraggebern und sicherheitsrelevanten Organisationen wie der Bundeswehr zu intensivieren und potenzielle Kunden schneller zu erreichen.
  • Qualitätssicherung und Zertifizierungen: Entwicklung und Umsetzung der erforderlichen Prozesse, Nachweise und Zertifizierungen für den zuverlässigen Einsatz in industriellen und sicherheitsrelevanten Bereichen.

Lasersystemtechnik für verschiedene Einsatzszenarien

INLEAP Photonics entwickelt und vertreibt hochpräzise und ultraschnelle Laserstrahllenksysteme. INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD® wurde für die kontrollierte und augensichere Drohnenabwehr entwickelt. Der Laser-Effektor neutralisiert Drohnen innerhalb von Sekundenbruchteilen gezielt an identifizierten Schwachstellen. Das System ist für militärische Anwendungen sowie für zivile und KRITIS-Einsatzumgebungen vorgesehen.

INLEAP® FASTLIGHT® HELD (High Energy Laser Drone) ist ein System zur laserbasierten Drohnenabwehr auf einer unbemannten Bodenplattform und erweitert die Einsatzmöglichkeiten für mobile C-UAS-Szenarien. Es basiert auf derselben technologischen Grundlage und kombiniert den Laser-Effektor mit einer kompakten, geländegängigen UGV-Plattform (Unmanned Ground Vehicle) sowie einer C-UAS-Softwareplattform.

Mit der Seed-Finanzierung baut INLEAP Photonics beide Produktlinien weiter aus.

Bild C-Level Team INLEAP Photonics 01 – Copyright Cyber Innovation Hub der Bundeswehr

Quelle PIABO PR GmbH

21energy stellt Ofen 3 vor: Neue Heizgeräte-Serie verdient Bitcoin

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Ofen 3: Bitcoin-Heizung von 21energy 21energy Co Founder Maximilian Obwexer and Lukas Waldner

Dritte Generation, erstes Flaggschiff: 21energy macht aus Einzelgeräten eine Produktlinie

Das Innsbrucker Hardware-Unternehmen verkauft ab sofort vier Heizgeräte, die Wohnräume wärmen und dabei Bitcoin verdienen. Neue Front, ein Drittel weniger Gerätegewicht, vier Preisstufen von 1.990 bis 3.990 Euro. Die gesamte Serie entsteht dabei aus nur zwei Gehäusen.

Innsbruck, 1. September 2026. Die 21energy GmbH stellt heute ihre dritte Gerätegeneration vor. Die Ofen 3 Serie umfasst vier Modelle in vier Preisstufen von 1.990 bis 3.990 Euro und ist ab sofort direkt beim Hersteller unter https://21energy.com/de bestellbar. Die Geräte des Innsbrucker Unternehmens heizen Wohn- und Arbeitsräume elektrisch, erzeugen die Wärme dabei aber nicht in einem Heizstab, sondern in Computerchips, die das Bitcoin-Netzwerk absichern und dafür vergütet werden: Der eingesetzte Strom heizt vollständig und wird zusätzlich in Bitcoin vergütet. Neu an der Spitze der Serie steht das erste Flaggschiff des Unternehmens, der Ofen 3 Pro XL. Entwicklung und Fertigung finden in Österreich statt, die Auslieferung beginnt im Oktober 2026.

Vom Einzelgerät zur Produktlinie

Bisher verkaufte 21energy einzelne Geräte, künftig eine Linie mit zwei Leistungsklassen. An der Spitze steht die erstmals angebotene XL-Klasse: Diese Geräte arbeiten mit zwei Rechenmodulen statt einem und verdoppeln damit exakt jeden Wert des jeweiligen Grundmodells, also Heizleistung, Rechenleistung und Raumgröße. Der Ofen 3 Pro XL (3.990 Euro) heizt Räumlichkeiten bis 110 Quadratmeter, der Ofen 3 Base XL (2.890 Euro) bis 100 und damit auch große offene Wohnbereiche, Werkstätten oder kleine Gewerbeflächen. Darunter liegen der Ofen 3 Pro (2.790 Euro) mit bis zu 55 Quadratmetern und der Ofen 3 Base (1.990 Euro) mit bis zu 50. Die Rechenleistung wird in Terahash pro Sekunde gemessen. Ein Terahash entspricht dabei einer Billion Berechnungen in der Sekunde.

XL verdoppelt alles. Ofen 3 Pro XL gegenüber Ofen 3 Pro: bis zu 120 statt 60 TH/s, bis zu 2,2 statt 1,1 kW, 110 statt 55 m². Ofen 3 Base XL gegenüber Ofen 3 Base: bis zu 80 statt 40 TH/s, bis zu 2,0 statt 1,0 kW, 100 statt 50 m². Kein Wert ist aufgerundet.

Wichtiger als die Zahl der Modelle ist für das Unternehmen die Struktur dahinter: Kundinnen und Kunden ordnen sich künftig nach zwei Kriterien ein, nach der Größe des Raums und nach dem Budget. Der Einstieg fällt dabei erstmals unter die Schwelle von 2.000 Euro, ohne dass 21energy dafür rabattiert.

Vier Modelle aus zwei Gehäusen

Die vier Geräte entstehen aus nur zwei Gehäusevarianten, einer für Ofen 3 Base und Ofen 3 Pro und einer für die beiden XL-Modelle. Für ein Hardwareunternehmen dieser Größe ist das eine der wichtigeren Entscheidungen im Projekt: Weniger Varianten bedeuten weniger gebundenes Kapital im Lager, kürzere Wege in der Montage und eine Ersatzteilversorgung, die über Jahre planbar bleibt. Aus derselben Logik heraus ist auch die Zahl der Verpackungen und der Baugruppen reduziert worden. Ein Ergebnis davon ist der Liefertermin: Die ersten Geräte werden bereits im Oktober 2026 ausgeliefert, die XL-Modelle ab November 2026.

Neue Front, ein Drittel weniger Gewicht

Die Front ist neugestaltet, das übrige Gehäuse der kleinen Geräte entspricht dem des Ofen 2. Die Gewichtsersparnis stammt nicht aus der Optik, sondern aus dem vollständig neu konstruierten Innenleben: Die neuen Geräte wiegen acht Kilogramm und damit rund ein Drittel weniger als ihre Vorgänger. Am Geräuschniveau ändert sich nichts, auch nicht bei den XL-Modellen: Alle vier Geräte bleiben so leise wie die Vorgängergeneration, die in der niedrigsten Stufe unter 35 Dezibel liegt. Die doppelte Heizleistung der XL-Klasse entsteht in einer eigenen, größeren Baugröße mit entsprechend ausgelegter Kühlung, nicht in einem stärker belasteten Standardgehäuse. Eingerichtet werden die Geräte per Bluetooth über die 21energy App, in der WLAN-Zugang und Pool-Adresse hinterlegt werden. Gesteuert werden sie anschließend ebenfalls über die App. Der USB-C-Anschluss dient dem Anschluss eines LAN-Adapters, wenn statt WLAN eine Kabelverbindung gewünscht ist. Jedes Modell ist in Schwarz und in Weiß erhältlich.

Statements

„Bei Hardware gilt es als Naturgesetz, dass jede Generation teurer wird. Wir halten das für ein Alibi. Der Ofen 3 Base ist ein Drittel leichter als sein Vorgänger, innen komplett neu konstruiert, und er kostet 1.990 Euro, hundert weniger als die zweite Generation. Wenn ein Produkt reift und nur der Preis wächst, hat die Entwicklung dekoriert statt konstruiert. Das neue Flaggschiff zeigt, was in der Technologie steckt. Entschieden wird die Kategorie bei 1.990 Euro, weil Menschen unter zwei Tausendern anders kaufen.“

Maximilian Obwexer, Gründer und CEO der 21energy GmbH

„Die wichtigste Entscheidung in diesem Projekt war eine Weglass-Entscheidung. Wir hatten für die Serie mehr Gehäusevarianten auf dem Tisch und sind bei zwei gelandet, bei gleichzeitig mehr Modellen. Das klingt nach einem Detail für die Fertigung, entscheidet aber darüber, wie schnell wir liefern und wie lange wir Ersatzteile garantieren können. Dazu haben wir das Innenleben komplett neu konstruiert und dem Gerät acht Kilogramm abgenommen, ein Drittel weniger. Die ersten Geräte sind dadurch schon im Oktober lieferbar.“

Lukas Waldner, COO der 21energy GmbH

Zum Hintergrund: Wie aus Heizen Bitcoin wird

Eine elektrische Heizung wandelt Strom in Wärme um. Ein Bitcoin-Miner tut das ebenfalls, nur nimmt der Strom bei ihm den Umweg über Rechenchips, die Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk verarbeiten und dafür vergütet werden. Physikalisch macht dieser Umweg für die Wärmeausbeute keinen Unterschied: Am Ende steht dieselbe Wärme im Raum. Wer heizt, bezahlt den Strom ohnehin. Neu ist, dass ein Teil davon in Bitcoin zurückkommt. Die Gutschrift ist deshalb kein Nebenverdienst, sondern eine niedrigere Heizrechnung. Das Flaggschiff schafft dabei bis zu 120 Billionen Berechnungen in der Sekunde, das Einstiegsmodell bis zu 40 Billionen.

Verfügbarkeit und Preise

Alle vier Modelle sind ab dem 1. September 2026 direkt bei 21energy unter https://21energy.com/de/products/ofen-3 bestellbar, eine Übersicht der Serie findet sich unter https://21energy.com/de/pages/ofen-3. Der Verkauf läuft über den eigenen Onlineshop des Unternehmens. Ofen 3 Base und Ofen 3 Pro werden ab Oktober 2026 ausgeliefert, Ofen 3 Base XL und Ofen 3 Pro XL ab November 2026. Jedes Modell ist in Schwarz und in Weiß erhältlich. Der Versand innerhalb der EU ist kostenfrei, es gilt ein 30-tägiges Rückgaberecht.

ModellRechenleistungHeizleistungRaumgrößeUVP bruttoGutschrift je Heizsaison
Ofen 3 Pro XLbis 120 TH/sbis 2,2 kWbis 110 m²3.990 €bis zu 1.274 €
Ofen 3 Base XLbis 80 TH/sbis 2,0 kWbis 100 m²2.890 €bis zu 881 €
Ofen 3 Probis 60 TH/sbis 1,1 kWbis 55 m²2.790 €bis zu 637 €
Ofen 3 Basebis 40 TH/sbis 1,0 kWbis 50 m²1.990 €bis zu 441 €

Ein Terahash pro Sekunde (TH/s) entspricht einer Billion Berechnungen in der Sekunde. Leistungsangaben sind Maximalwerte, Wattangaben gerundet. Preise brutto inklusive 20 Prozent Umsatzsteuer. Gutschriften auf Basis des Vierjahresdurchschnitts des Bitcoin-Kurses, Stand August 2026, bei 180 Tagen Dauerbetrieb à 24 Stunden. Die tatsächliche Gutschrift hängt von Kurs, Netzwerkschwierigkeit und Laufzeit ab und ist nicht garantiert.

Bild 21energy Co Founder Maximilian Obwexer and Lukas Waldner

Quelle 21energy GmbH

xorlab: 5 Millionen Euro für europäische E-Mail Security Plattform

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E-Mail: xorlab stärkt Cybersicherheit in Europa teambild

xorlab sammelt 5 Millionen Euro ein, um Europas führende souveräne E-Mail-Security-Plattform aufzubauen

xorlab genießt das Vertrauen europäischer Organisationen aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, kritische Infrastruktur, Gesundheitswesen und öffentlicher Sektor. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Wunsches europäischer Unternehmen, ihre Abhängigkeit von US-kontrollierter Infrastruktur zu reduzieren, wächst das Unternehmen stark.

xorlab, die europäische E-Mail-Sicherheitsplattform, gab heute bekannt, dass sie in einer Series A+ Finanzierungsrunde 5 Millionen EUR abgeschlossen hat. Die Runde wird vom bestehenden Investor Spicehaus Partners angeführt und von den Investoren Grapha Holding, EquityPitcher Ventures und ZKB Start-up Finance unterstützt. Das Kapital wird die Expansion von xorlab in ganz Europa vorantreiben, mit Schwerpunkt auf der DACH-Region, den Benelux-Ländern und den Nordics. Die Finanzierung erfolgt vor dem Hintergrund einer rasch wachsenden Nachfrage von europäischen Organisationen, die ihre Abhängigkeit von US-amerikanischen IT-Sicherheitsanbietern reduzieren möchten.

Cyberangriffe und Regulierung erhöhen den Druck

Europäische Organisationen stehen vor einer schwierigen Gleichung. E-Mail ist nach wie vor das Einfallstor, das für die überwiegende Mehrheit an Cyberangriffen genutzt wird. Diese Angriffe werden immer ausgefeilter, da Angreifer KI nutzen, um überzeugende Phishing-Kampagnen in großem Stil zu kreieren. Gleichzeitig haben geopolitische Spannungen bei Vorständen und Aufsichtsbehörden wachsende Bedenken ausgelöst, vollständig von US-kontrollierter Infrastruktur und Sicherheitsanbietern abhängig zu sein.

Vorschriften wie DORA und NIS2 erhöhen den Druck zusätzlich, indem sie Finanzinstitute und Betreiber kritischer Infrastrukturen direkt für die Widerstandsfähigkeit und Souveränität ihrer digitalen Lieferketten verantwortlich machen.

xorlab setzt auf europäische E-Mail-Sicherheit

xorlab bietet europäischen Organisationen erstklassigen Schutz vor den fortschrittlichsten E-Mail-Angriffen, ohne dabei die Kontrolle über ihre Daten, ihre Infrastruktur oder ihre digitale Souveränität aufzugeben. Diese Nachfrage spiegelt sich auch im Wachstum des Unternehmens wider. xorlab hat 2025 das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Geschichte abgeschlossen. Und 2026 hat sich die Nachfrage europäischer Unternehmen bereits wieder verdoppelt.

„Europa braucht seine eigenen Champions im Bereich der Cybersicherheit für Unternehmen. Keine europäischen Kopien etablierter US-Anbieter, sondern Unternehmen, die in der Lage sind, die nächste Generation der Unternehmenssicherheit zu prägen“, sagte Antonio Barresi, CEO und Mitbegründer von xorlab. „E-Mail bleibt eine der kritischsten Angriffsflächen, und KI verändert die Bedrohungslandschaft grundlegend. Europäische Organisationen benötigen Sicherheitslösungen, die erstklassigen Schutz mit Kontrolle über ihre Daten und Infrastruktur verbinden. Es gibt keinen besseren Ort, um den Marktführer im Bereich der E-Mail-Sicherheit aufzubauen, als im Herzen Europas.“

KI erkennt verdächtige E-Mail-Kommunikation

xorlab hilft Sicherheitsteams, die neue Generation von E-Mail-Angriffen zu stoppen: KI-gesteuerte Phishing- und Business Email Compromise (BEC)-Kampagnen, die keine Malware enthalten, keine bekannte Signatur aufweisen und wie legitime Nachrichten aussehen, die oft unbemerkt von Microsoft 365 und traditionellen Filtern in die Posteingänge der Mitarbeitenden gelangen.

Da diese Angriffe isoliert betrachtet normal erscheinen, bewertet xorlab jede Nachricht im Kontext: Die verhaltensbasierte KI versteht, wie legitime Kommunikation für jede Organisation aussieht, und erkennt, was nicht dazu passt – ein ungewöhnlicher Absender, eine von der Norm abweichende Anfrage, eine erstmalige Zahlungsanweisung – bevor jemand klicken kann.

Investoren sehen großes Potenzial für Cybersicherheit aus Europa

„xorlab hat etwas Seltenes geschaffen: eine differenzierte Technologie, die ein geschäftskritisches Problem löst und von einigen der anspruchsvollsten Unternehmenskunden Europas bestätigt wurde“, sagte Daniel Andres, Gründungspartner bei Spicehaus Partners. „Wir sind fest davon überzeugt, dass die Kombination aus KI-getriebenen Bedrohungen, zunehmendem regulatorischem Druck und Europas Streben nach digitaler Souveränität eine generationenprägende Chance im Bereich Cybersicherheit schafft. xorlab verfügt über die Technologie, das Vertrauen seiner Kunden und die Marktposition, um einen europäischen Marktführer in dieser Kategorie aufzubauen – und wir verstärken unser Engagement für dieses Ziel.“

Flexible Bereitstellung für regulierte Branchen

Und weil die Risikobereitschaft und die regulatorischen Anforderungen jeder Organisation unterschiedlich sind, entscheiden die Kunden, wie xorlab betrieben wird: vollständig On-Premises mit lokaler Verarbeitung und Speicherung, hybrid oder in der Cloud, wobei europäische Rechenzentren und europäische Mitarbeiter den gesamten Betrieb abwickeln.

Die Plattform ist DORA-, NIS2- und DSGVO-konform und bedient Finanzinstitute, Gesundheitsorganisationen, Betreiber kritischer Infrastrukturen und Organisationen des öffentlichen Sektors. xorlab genießt das Vertrauen von Organisationen mit Belegschaften von 500 bis über 37.000 Mitarbeitenden – darunter Julius Bär, Swisscom, G+D Netcetera, Vontobel und CERN.

Bildcredits xorlab

Quelle Laika Communications GmbH

Die Höhle der Löwen: Neulöwe Andreas Herb fordert Frank Thelen zum Deal-Duell

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Die Höhle der Löwen: Andreas W. Herb und Startups Bild:Frank Thelen, Judith Williams, Andreas W. Herb, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel (v.li.) Die Löwen Frank Thelen, Judith Williams, Andreas W. Herb, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel (v.li.) Foto: RTL

Die Höhle der Löwen startet mit Andreas W. Herb und fünf Startups in die 20. Staffel

Die Höhle der Löwen startet am 7. September um 20:15 Uhr bei VOX in die Jubiläumsstaffel: Mit Andreas W. Herb als neuem Investor und fünf Startups verspricht die erste Folge spannende Pitches, emotionale Geschichten und intensive Verhandlungen.

20 Staffeln voller Visionen, Mut und außergewöhnlicher Geschäftsideen: „Die Höhle der Löwen“ feiert Jubiläum. Neben Ralf Dümmel, Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Carsten Maschmeyer, Frank Thelen und Janna Ensthaler nehmen zwei neue Investoren im Löwenrudel Platz. Getränkemogul und Unternehmer Andreas W. Herb sowie E-Commerce-Experte Johannes Kliesch bringen neue Perspektiven und zusätzliche Expertise in die Sendung.

Bereits in der ersten Folge steht Andreas W. Herb im Mittelpunkt eines intensiven Bieterkampfs. Insgesamt präsentieren sich fünf Startups mit sehr unterschiedlichen Geschäftsideen.

Die Höhle der Löwen: sauberdropz begeistert Andreas W. Herb

Andreas Berger und Fabian Berger aus Österreich präsentieren mit sauberdropz biologisch abbaubare Reinigungstabs für wiederverwendbare Trinkflaschen. Für 65.000 Euro bieten Vater und Sohn zehn Prozent ihrer Firmenanteile an.

Das Produkt trifft bei den Investoren auf großes Interesse. Dagmar Wöhrl gibt früh ein Angebot ab, während sich Ralf Dümmel und Frank Thelen zusammenschließen. Doch auch Andreas W. Herb möchte den Deal für sich gewinnen. Mit seinem Netzwerk im Getränke- und Gastronomiebereich sieht er großes Potenzial und liefert sich mit den erfahrenen Löwen einen intensiven Wettbewerb um das Startup.

KORALLS bringt persönliche Geschichte und Beauty-Business zusammen

Mit KORALLS tritt Gründerin Kashma Bakhtiar aus Köln vor die Löwen. Ausgangspunkt ihrer Gründung waren persönliche gesundheitliche Erfahrungen und starker Haarausfall. Daraus entwickelte sie ein Haaröl mit 17 ausgewählten Pflanzenölen, inspiriert von traditionellen Schönheitsritualen ihrer Großmutter.

Für 150.000 Euro bietet sie 15 Prozent der Firmenanteile. Neben ihrer persönlichen Geschichte überzeugen auch die bisherigen Umsätze, die Community und ihre internationalen Wachstumspläne. Mehrere Investoren zeigen Interesse an dem Beauty-Startup.

Piesel Piepser: Drei Jahrzehnte Arbeit für eine Idee

Besonders emotional wird es bei Piesel Piepser aus Erkrath. Elke und Marlon Osthoff arbeiten seit rund drei Jahrzehnten an ihrem medizinischen Hilfsmittel, das Kinder beim Trockenwerden unterstützen soll.

Obwohl das Produkt von Krankenkassen erstattet wird, blieb der große wirtschaftliche Durchbruch bislang aus. Das Ehepaar bietet zehn Prozent seiner Firmenanteile für 100.000 Euro an. Die lange Geschichte des Unternehmens, gesundheitliche Rückschläge und finanzielle Herausforderungen sorgen für einen bewegenden Pitch. Die Löwen diskutieren nicht nur über das Geschäftsmodell, sondern auch darüber, welche Unterstützung dem Paar tatsächlich weiterhelfen könnte.

Naturally Naughty sorgt für einen ungewöhnlichen Pitch

Mit Naturally Naughty präsentieren Ingwer Sörensen und Micaela Schäfer ein aphrodisierendes Ingwer-Spray. Für 75.000 Euro bieten sie zehn Prozent der Firmenanteile.

Micaela Schäfer unterstützt das Unternehmen als Markenbotschafterin und „Chief Orgasm Officer“. Der unterhaltsame Auftritt sorgt für zahlreiche humorvolle Momente. Hinter der Präsentation steht jedoch ein ernst gemeintes Geschäftsmodell, das von den Investoren hinsichtlich Marktpotenzial, Positionierung und Verkaufszahlen kritisch geprüft wird.

Startups im Fokus: Ding Dong Ping Pong bringt die Löwen an die Platte

Für Waldemar Zeiler ist „Die Höhle der Löwen“ kein unbekanntes Terrain. Zehn Jahre nach seinem ersten Auftritt kehrt der Unternehmer mit Ding Dong Ping Pong zurück. Gemeinsam mit Kian Pariwar möchte er Tischtennis durch vollautomatisierte Clubs und ein digitales Buchungssystem zu einem modernen Freizeiterlebnis machen.

Die Gründer verlangen 500.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile. Besonders Frank Thelen zeigt sich von der Idee begeistert. Bevor über Zahlen gesprochen wird, greifen die Löwen selbst zum Schläger und testen das Konzept beim gemeinsamen Rundlauf.

Die anfängliche Begeisterung führt jedoch schnell zu einer intensiven Diskussion über die Unternehmensbewertung. Damit liefert auch das fünfte der Startups einen Pitch, bei dem bis zuletzt offenbleibt, ob ein Deal zustande kommt.

Mit neuen Investoren, fünf unterschiedlichen Geschäftsideen und einem ersten Bieterkampf für Andreas W. Herb startet die Jubiläumsstaffel von „Die Höhle der Löwen“ am 7. September um 20:15 Uhr bei VOX.

Bild:Die Löwen Frank Thelen, Judith Williams, Andreas W. Herb, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel (v.li.) Foto: RTL

Jack Kayil und pure.lyte: Zwei Berliner auf Augenhöhe in neuer Kampagne

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Jack Kayil: pure.lyte Markenbotschafter in Berlin Bild Auf Augenhöhe, notfalls mit Leiter Bildcredits pure.lyte GmbH

Deutscher Meister mit gerade einmal 20 Jahren. Von den New York Knicks für die NBA ausgewählt und ab sofort im Team pure.lyte.

Basketball-Profi Jack Kayil wird neues Gesicht der Berliner Elektrolyt-Marke

Das Berliner Getränke-Startup pure.lyte gewinnt sein nächstes Gesicht: Jack Kayil, 20 Jahre alt, gebürtiger Berliner, deutscher Meister mit ALBA Berlin und beim NBA-Draft 2026 in der zweiten Runde ausgewählt. Seine NBA-Rechte liegen bei den New York Knicks, gespielt wird die kommenden Jahre in Berlin. Ab sofort ist er Markenbotschafter von pure.lyte. Nach Nazan Eckes ist er das zweite Gesicht der jungen Marke, und wieder eines, das aus echter Überzeugung dabei ist.

Manche Menschen brauchen ein ganzes Leben für das, was Jack Kayil mit 20 schon geschafft hat.

Im Juni wurde er mit ALBA Berlin deutscher Meister, nach einem Comeback im Finale, über das die ganze Stadt gesprochen hat. Fünf Tage später fiel sein Name beim NBA-Draft. Ausgewählt an 39. Stelle, seine Rechte gingen an die New York Knicks, den Klub, der 2026 zum ersten Mal seit 53 Jahren NBA-Champion geworden ist.

Im August folgte die Entscheidung, die viele überrascht hat: Kayil unterschrieb bei ALBA Berlin bis 2031. Fünf Jahre in seiner Heimatstadt. New York behält seine Rechte, im Basketball nennt man das Draft-and-Stash.

Was die beiden verbindet, ist mehr als die gemeinsame Heimatstadt. Mit Jack hat pure.lyte jemanden gefunden, der genau weiß, was es heißt, sich etwas hart zu erarbeiten. Genau das tut Gründerin Vanessa Klawitter mit ihrem bootstrapped Unternehmen pure.lyte auch jeden Tag. Aus diesem gegenseitigen Respekt ist schnell mehr geworden.

Nazan Eckes und Jack Kayil könnten auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein. Aber sie teilen genau das, worauf es pure.lyte ankommt: Sie sind dabei, weil sie beide ein aktives Leben führen und weil das Produkt und die Menschen hinter pure.lyte sie überzeugt haben.

„Ich mag, dass hinter pure.lyte eine coole Berliner Marke steckt, die die gleiche Vision teilt wie ich. Blaubeere-Kirsche ist mein absoluter Favorit. Ich freu mich einfach drauf, uns zusammen wachsen zu sehen“, sagt Jack Kayil.

Jack Kayil: pure.lyte Markenbotschafter in Berlin Bild  Auf Augenhöhe, notfalls mit Leiter Bildcredits pure.lyte GmbH

Für Gründerin Vanessa Klawitter ist die Partnerschaft mehr als eine Kooperation: „Ich baue pure.lyte bootstrapped aus Berlin auf. Was uns verbindet, ist eine Vision, die hier in Berlin begonnen hat und die wir beide nach draußen tragen wollen. Dass Jack diesen Weg mit uns geht, bedeutet mir unfassbar viel.“

Die Kampagne: Zwei Berliner auf Augenhöhe

Die gemeinsame Kampagne läuft unter dem Claim „Zwei Berliner auf Augenhöhe“. Gemeint ist die Haltung, nicht die Körpergröße, denn die geht deutlich auseinander. Kayil ist 1,91 Meter groß und damit einen Kopf größer als Klawitter. Beim Fotoshooting stand die Gründerin für mehrere Motive kurzerhand auf einer Leiter.

Warum ein Elektrolyt-Drink zu einem Basketballer passt

Elektrolyte sind Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Natrium, die der Körper täglich braucht. Wer einen aktiven Lebensstil hat und viel schwitzt, verliert Elektrolyte, und genau die füllt pure.lyte wieder auf. Für einen Profisportler wie Jack gehört das zum Alltag.

pure.lyte bietet drei fruchtige Sorten:

Apfel-Birne, Blaubeere-Kirsche und Aprikose-Pfirsich. Die Drinks kommen ohne Zuckerzusatz aus, sind koffeinfrei und vegan. Natürlich im Geschmack, ohne Farbstoffe und ohne künstliche Aromen. Sie überzeugen mit einem hohen Elektrolytgehalt von über 1.100 mg pro Drink. Die Getränke gibt es im pfandfreien TetraPak mit pflanzenbasiertem Verschluss.

Bild Auf Augenhöhe, notfalls mit Leiter Bildcredits pure.lyte GmbH

Quelle pure.lyte GmbH

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