Freitag, Juli 17, 2026
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Echte Erlebnisse gewinnen im KI-Zeitalter an Bedeutung

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Marken: Marketing und KI im Wandel Timmy Hoppe von komoot Bildcredits/Fotograf: Gabriele Griessenböck

Marken müssen sich im Zeitalter der KI neu positionieren. Beim Markenfestival diskutierten Unternehmen, wie Marketing durch echte Erlebnisse, Emotionen und Vertrauen an Bedeutung gewinnt

KI verändert Marketing und Markenführung

Künstliche Intelligenz verändert das Marketing und die Markenführung grundlegend. Beim Markenfestival in Düsseldorf stand jedoch nicht die Technologie im Mittelpunkt. Die wichtigste Erkenntnis des Tages lautete: Je digitaler die Welt wird, desto wertvoller werden reale Erlebnisse.

Düsseldorf – Beim Markenfestival 2026 war die zentrale Frage: Wie schaffen Marken Nähe, Vertrauen und Relevanz in einer Zeit, in der Inhalte zunehmend automatisiert mit KI entstehen?

Mehr als 400 Markenverantwortliche, Agenturen und Medienvertreter diskutierten unter dem Motto „Mensch. Marke. Emotion.“ über die Zukunft der Markenführung. Von Volkswagen über Meta und Ferrero bis zu Deichmann, Bahlsen oder Bugatti: Die Liste der vertretenen Marken am Festival war lang. Alle diskutierten, wie Marken heute echte Beziehungen zu Menschen aufbauen können.

„T-Systems in München tätigt riesige Investitionen in KI-Rechenkapazität. Wir sind schnell und wollen das auch zeigen“, erläutert Christian Loefert, CMO T-Systems. Live Marketing sei das Instrument, um Technologie erlebbar zu machen.

„Eventbudgets steigen während Marketingbudgets unter Druck stehen. Digital Natives lieben analog und CMO’s lieben live, weil man da die Zielgruppe noch erreicht“, sagte Colja Dams, Geschäftsführer von Vok Dams. Denn im Zeitalter des KI-Tsunamis wird das reale Erlebnis zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Echtzeit-Marketing als Erfolgsfaktor

Sixt reagiert oft schon innerhalb von wenigen Stunden auf aktuelle Ereignisse und Trends und landet damit in den sozialen Medien regelmäßig Volltreffer bei der Community. „Für mich steht außer Frage, ob man Trends auf Social Media aufgreifen sollte. Entscheidend ist, wie man das macht“, sagte Katharina Greier von Sixt. Erfolgreiche Marken zeichnen sich laut Greier durch Klarheit, Konsequenz und einen unverwechselbaren Charakter aus. Wer jedem Trend blind hinterherläuft, verliere seine Identität.

Je häufiger Inhalte automatisiert erstellt werden, desto wichtiger werden echte Erlebnisse. Diese Beobachtung zog sich durch nahezu alle Vorträge des Markenfestivals.

„KI wird vieles schneller und effizienter machen. Die Frage ist nicht mehr, was automatisiert werden kann, sondern was Menschen auch künftig nur mit Menschen erleben können“, sagte Hans-Willy Brockes, Geschäftsführer des ESB Marketing Netzwerks.

Live-Erlebnisse werden zum Wettbewerbsvorteil

„Festivals sind heute kreative Erlebnisräume, in denen Marken Teil des besonderen Live-Moments werden“, sagte Marc Seemann von Rock am Ring.

„Die Generation Z ist mit Reizüberflutung aufgewachsen: Entertainment statt Werbung bedeutet für uns, das Erlebnis für den Festivalbesucher besser zu machen“, sagt Florian Krenz von der ING DiBa.

Auch Simeon Schaaf von Stihl Timbersports betonte die Bedeutung echter Gemeinschaftserlebnisse. Die Marke Stihl lebe von den Athleten, Fans und Veranstaltern, die den Timbersport mittragen. Authentische Emotionen seien wirkungsvoller als jede Werbekampagne, daher investiert Stihl große Teile ihres Budgets in die eigenen Sportevents.

Ob Sport, Musik, Tourismus oder Konsumgüter: Erfolgreiche Marken brauchen Relevanz. Für Christian Poschmann, Executive Director Corporate Events bei D.Live, liegt genau darin die Stärke von Live-Erlebnissen: „Menschen erinnern sich nicht an den hundertsten Post. Sie erinnern sich an Momente, die sie gemeinsam erlebt haben.“

Marken werden zu langfristigen Begleitern

Vertreter der Städte Düsseldorf, Dortmund und Bochum machten deutlich, dass erfolgreiche Standortmarken heute nicht mehr allein durch Kampagnen entstehen. Entscheidend sei, ob Menschen eine Marke tatsächlich erleben und sich mit ihr identifizieren können.

„Menschen kommen nicht zu uns, um Werbung zu konsumieren. Sie kommen, weil sie ihr nächstes Abenteuer planen und Inspiration suchen“, sagte Timmy Hoppe von komoot. Statt kurzfristiger Aufmerksamkeit gehe es für Marken darum, Menschen über einen längeren Zeitraum auf ihrem Weg zu begleiten.

Bild Timmy Hoppe von komoot Bildcredits/Fotograf Gabriele Griessenböck

Quelle ESB Marketing Netzwerk AG

Was steckt hinter Rogonneur und der Idee einer neuen Generation von Radreisen?

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Rogonneur: Radreisen einfach planen Roger Schlecht @privat

Rogonneur ist eine Plattform für Radreisen, die die Planung von mehrtägigen Touren mit kuratierten Routen, wichtigen Reiseinformationen und digitalen Hilfen einfacher und übersichtlicher gestaltet

Können Sie Rogonneur kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee zur Gründung des Unternehmens entstanden ist?

Rogonneur ist eine Plattform für Mehrtages-Radreisen, Bikepacking und kuratierte Radabenteuer. Die Plattform bündelt alles, was eine gute Radreise braucht: Routen mit GPX-Tracks, Highlights, Unterkünfte, Verpflegung, An- und Abreise und weitere Infos für die Reise.

Die Idee entstand tatsächlich auf dem Rad: Ich bin selbst seit vielen Jahren mit dem Rad unterwegs und habe gemerkt, wie aufwendig die Planung einer mehrtägigen Tour ist. Man macht die Tourenplanung in einem Tool im Browser in Tab 1, vielleicht hat man sogar mehrere Versionen offen. Dann sind da die fünf Tabs offen mit Unterkünften, nochmal 3 mit Restaurants und deren Öffnungszeiten und irgendwo ist noch der Tab mit den Bahnverbindungen. Trotzdem hat man am Ende das Gefühl, etwas Wichtiges vergessen zu haben.

Rogonneur nimmt nicht das Abenteuer aus der Radreise. Wir entfernen den unnötigen Planungsballast.

Herr Schlecht, was hat Sie persönlich dazu bewegt, eine Plattform für Mehrtages-Radreisen und Bikepacking-Abenteuer aufzubauen?

Ich habe auf meinen eigenen Reisen erlebt, wie viel Freiheit eine Radreise geben kann. Man ist langsam genug, um wirklich etwas von der Welt mitzubekommen, aber schnell genug, um jeden Tag an einem neuen Ort anzukommen. Genau diese Mischung fasziniert mich.

Gleichzeitig haben mich viele Menschen neben und auf meinen Reisen gefragt: Welche Route ist schön? Wo kann ich schlafen? Wie komme ich mit dem Rad zum Start? Was passiert, wenn das Wetter kippt oder eine Etappe zu lang ist? Es ging meistens weniger um den sportlichen Teil in den Gesprächen, sondern viel mehr um den Planungsaspekt.

Daher wollte ich eine Plattform bauen, die diesen Einstieg leichter macht. Für Menschen, die ihre erste mehrtägige Radreise planen und sich dabei sicher fühlen wollen und für erfahrenere Bikepacker.

Welche Vision verfolgen Sie mit Rogonneur, und wie möchten Sie das Erlebnis von Radreisen langfristig verändern?

Die Vision ist klar: Rogonneur soll der digitale Reiseagent für Radreisen werden.

Die Planung von Radreisen soll so einfach wie möglich werden. Dabei soll die eigentliche Reise den Charakter des Abenteuers nicht verlieren. Die Menschen sollen weiterhin ihre eigene Reise nach ihren Vorlieben und Können gestalten können.

Radreisen sind nicht einfach nur eine Strecke von A nach B. Bei Rogonneur spielt alles zusammen: die Etappen, die Orte am Weg, das Essen nach einem langen Tag, die Unterkunft, die Anreise, der Rückweg, die kleine Werkstatt unterwegs und die Frage, ob die Tour wirklich zum eigenen Level passt.

Kurz gesagt: Bike Travel. Made Easy.

An welche Zielgruppen richtet sich Rogonneur hauptsächlich, und welche Bedürfnisse möchten Sie mit Ihrem Angebot erfüllen?

Rogonneur richtet sich an alle Arten von Radfahrenden. Das können Einsteiger sein, die ihre erste Wochenendtour planen. Das können erfahrene Bikepackerinnen sein, die neue Regionen entdecken möchten. Und das können Radreisende sein, die zwar Abenteuer suchen, aber nicht alles improvisieren wollen.

Die Zielgruppe ist digital affin, aktiv, neugierig und qualitätsbewusst. Sie möchte raus aus dem Alltag, Natur erleben, neue Orte entdecken und dabei nicht stundenlang in Planung, Recherche und Logistik versinken.

Das zentrale Bedürfnis ist Vertrauen. Radreisende wollen wissen: Passt die Route zu mir? Gibt es genug Unterkünfte? Wie komme ich hin? Wo kann ich essen? Was ist unterwegs wichtig? Genau diese Fragen beantworten wir an einem Ort.

Der Trend zu Bikepacking und mehrtägigen Radreisen wächst seit Jahren. Welche Entwicklungen beobachten Sie in diesem Markt besonders aufmerksam?

Ich sehe vor allem zwei Entwicklungen.

Erstens: Radreisen werden breiter. Bikepacking war lange eher ein Thema für sportliche Menschen. Heute interessieren sich viel mehr Zielgruppen dafür: E-Bike-Fahrende, Genussradler, Pendlerinnen, die im Urlaub auch aktiv sein möchten. Durch E-Bikes interessieren sich auch ältere Menschen für Mehrtages-Radreisen.

Zweitens: Der Anspruch an digitale Planung steigt. Menschen sind es gewohnt, Reisen online zu planen und zu vergleichen, in vielen Fällen sogar am liebsten direkt auf dem Smartphone.

Was macht Rogonneur aus Ihrer Sicht besonders im Vergleich zu klassischen Reiseanbietern oder anderen Plattformen für Radreisen?

Klassische Reiseanbieter verkaufen komplett fertige Pakete inklusive Hotelbuchung, Transfers etc. Häufig fährt ein Guide mit. Das hat seinen Preis. Auf Routenplattformen bekommt man einen GPX Track von A nach B. Rogonneur sitzt genau dazwischen und geht einen Schritt weiter.

Bei Rogonneur geht es geht nicht nur darum, eine Linie auf der Karte zu sehen. Es geht darum, zu verstehen, wie sich diese Reise wirklich anfühlt und wie man sie gut umsetzen kann. Rogonneur kombiniert Inspiration, Planung, und Erfahrung in einem Angebot.

Wie wichtig ist die individuelle Planung für Radreisende, und welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung?

Individuelle Planung ist extrem wichtig, weil keine Radreise gleich ist. Manche wollen kurze Etappen und gute Hotels. Andere suchen lange Tage, kleine Straßen und möglichst viel Natur. Einige fahren mit dem Rennrad, andere mit Gravelbike, E-Bike oder Reiserad.

Digitalisierung hilft, diese Unterschiede besser abzubilden. Eine gute Plattform kann Touren filtern, Etappen verständlich machen, Unterkünfte und Verpflegung einbinden und dabei helfen, die passende Reise zu finden.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Entwicklung von Touren, die sowohl inspirieren als auch praktisch umsetzbar sind?

Die größte Herausforderung ist der Zuschnitt der Tour, dass die Etappen eine angenehme Länge haben und das die Reisenden sich an den Zielorten ausreichend verpflegen können. Dazu gehört viel Detailarbeit: Gibt es realistische Übernachtungsmöglichkeiten? Passt die Route zum Fahrradtyp? Gibt es genug Versorgung unterwegs? Wie anspruchsvoll sind Höhenmeter, Untergrund und Wetter?

Eine gute Radreise weckt Vorfreude und Respekt gleichermaßen.

Radreisen gelten als nachhaltige Form des Reisens. Welche Bedeutung hat dieses Thema für Rogonneur?

Nachhaltigkeit ist ein Teil von Radreisen. Radreisen sind eine wunderbare Möglichkeit, die Welt intensiver und bewusster zu erleben. Man bewegt sich aus eigener Kraft und entdeckt Orte, an denen man sonst vorbeifahren würde.

Wie hat sich das Verhalten von Reisenden in den vergangenen Jahren verändert, wenn es um Abenteuer, Flexibilität und individuelle Reiseerlebnisse geht?

Viele Menschen wollen heute Reisen, die persönlicher sind. Weniger Standardprogramm, mehr eigenes Tempo. Gleichzeitig möchten sie nicht komplett ins Ungewisse fahren. Abenteuer bedeutet heute nicht zwingend, alles dem Zufall zu überlassen. Es kann auch bedeuten, bewusst rauszugehen, neue Wege zu fahren und trotzdem gut vorbereitet zu sein.

Genau hier passt Rogonneur sehr gut rein. Wir geben Orientierung, ohne die Freiheit zu nehmen. Die Reise bleibt individuell. Nur der Stress davor wird kleiner.

Welche nächsten Entwicklungsschritte und Wachstumsziele stehen bei Rogonneur aktuell im Fokus?

Aktuell liegt der Fokus auf drei Themen.

Erstens bauen wir das Tourenangebot weiter aus. Rogonneur umfasst bereits mehr als 40.000 kuratierte Kilometer in über 30 Ländern. Diese Angebot wird erweitert.

Zweitens entwickeln wir die Plattform funktional weiter. Dazu gehören bessere Kartenansichten, mehr Filter, bessere Informationen zu Anreise, Wetter, Versorgung und Unterkünften sowie eine stärkere mobile Nutzung.

Drittens arbeiten wir an Services, die Radreisen noch einfacher machen. Dazu gehören auch tiefere Buchungs- und Partnerintegrationen.

Unser Ziel ist nicht, der nächste Routenplaner zu werden. Unser Ziel ist die führende Plattform für gut planbare, inspirierende Radreisen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die aus einer persönlichen Leidenschaft ein Unternehmen aufbauen möchten?

Ich denke diese Ratschläge kommen auf die ein oder andere Art und Weisse immer wieder:

Erstens: Verliebt euch nicht nur in eure Leidenschaft, sondern in das Problem dahinter. Leidenschaft gibt Energie. Aber ein Unternehmen entsteht erst, wenn man ein echtes Problem für andere Menschen löst.

Zweitens: Baut früh etwas, das andere nutzen können. Nicht perfekt, aber konkret. Feedback von echten Menschen ist wertvoller als jede theoretische Strategie.

Drittens: Bleibt dran, auch wenn es unangenehm wird. Gerade dann lernt man am meisten.

Am Ende hilft Leidenschaft vor allem dabei, dranzubleiben. Gründen ist keine perfekte Abfahrt mit Rückenwind. Manchmal ist es Gegenwind. Dann sollte man wissen, warum man trotzdem weitertritt.

Bildcredits privat

Wir bedanken uns bei Roger Schlecht für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Rogonneur

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Roger Schlecht
Neunlindenstr. 29
79106 Freiburg

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SONALAB: Verändert KI die Zukunft der Synchronisation dauerhaft?

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SONALAB: Synchronisation für Studios mit KI @Johannes heinke

SONALAB entwickelt KI-gestützte Lösungen für die Synchronisation und unterstützt Studios dabei, Medieninhalte schneller, effizienter und nahtlos in bestehende Produktionsabläufe zu lokalisieren

Welche Idee steckt hinter SONALAB und wie ist das Unternehmen entstanden?

SONALAB bringt KI-gestütztes Dubbing dorthin, wo professionelle Synchronarbeit tatsächlich passiert: in die Timeline des Studios. Unser erstes Produkt ist ein Plug-in für gängige Schnittprogramme wie Pro Tools, Nuendo und Reaper, das Synchronfassungen erzeugt und dabei Stimme und Spiel der Originalsprecherinnen und -sprecher erhält. Entstanden ist das Unternehmen aus einer Forschungspartnerschaft mit dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS. Alexander Wolf kommt aus der Ton- und Sounddesign-Welt, unter anderem von Bavaria Film und ZDF. Sören Hübner bringt die Software- und Machine-Learning-Seite mit. Wir haben im Studioalltag gesehen, woran es hakt, und festgestellt: Es gibt starke KI-Stimmen, aber kaum eine, die wirklich in die Abläufe einer professionellen Produktion passt. Genau dort setzen wir an.

Wie würden Sie SONALAB jemandem erklären, der bisher wenig Berührungspunkte mit KI-gestützter Sprachproduktion hat?

Fast jeder kennt das Gefühl, eine Lieblingsserie in der eigenen Sprache zu sehen, ohne darüber nachzudenken, wie viel Arbeit hinter dieser Stimme steckt. Genau diese Arbeit ist heute teuer und langwierig, besonders wenn ein Titel gleichzeitig in vielen Sprachen erscheinen soll. SONALAB hilft Studios dabei, diese Fassungen schneller zu erstellen, direkt in der Software, mit der sie ohnehin arbeiten. Das Team nimmt die Originalspur, lässt sie übersetzen und erzeugt daraus eine neue Sprachfassung, die Charakter und Emotion der Originalstimme bewahrt. Wichtig ist: Der Mensch behält in jedem Schritt die Kontrolle und kann eingreifen. Wir liefern das Werkzeug, die Entscheidungen bleiben im Studio.

Welche Vision verfolgen Sie mit SONALAB für die Zukunft der Synchronisation und Lokalisierung von Medieninhalten?

Wir arbeiten auf eine Welt hin, in der jede Geschichte jedes Publikum erreicht, in jeder Sprache, ohne dass dabei die Stimme, das Spiel oder die Rechte der Menschen verloren gehen, die sie zum Leben erwecken. Sprache soll keine Barriere mehr sein, weder für große Produktionen noch für kleinere. Dazu gehört für uns, Sprachen wirtschaftlich zugänglich zu machen, die heute oft übergangen werden, etwa kleinere europäische Sprachen. Genauso wichtig ist ein fairer Umgang mit den Stimmen selbst. Wir nehmen der Synchronarbeit ihre Engpässe und lassen das Handwerk dort, wo es hingehört: bei den Profis.

An welche Zielgruppen richten sich Ihre Lösungen besonders und welche Herausforderungen möchten Sie für diese Kunden lösen?

Im Kern richten wir uns an mittelständische Post-Production- und Synchronstudios sowie an Sender-Redaktionen in Europa. Diese Häuser stehen unter wachsendem Druck, Inhalte gleichzeitig in vielen Sprachen und in immer kürzeren Zeitfenstern zu veröffentlichen. Synchronisation ist dabei meist der letzte Schritt im Prozess und gerät am stärksten unter Zeit- und Kostendruck. Wir wollen ihnen diesen Engpass nehmen, ohne dass sie ihre Arbeitsweise umstellen oder die Kontrolle abgeben müssen. Wichtig ist uns die Haltung dahinter: Wir kommen zu der Branche, nicht gegen sie. SONALAB ist ein Werkzeug, das die Arbeit der Studios beschleunigt und absichert.

Mit SONALAB lassen sich Sprach- und Synchronisationsprozesse automatisieren. Wo sehen Sie die größten Vorteile für Medienunternehmen?

Der größte Vorteil ist, dass Teams Engpässe loswerden, ohne Qualität oder Kontrolle aufzugeben. Aufwändige Schritte werden schneller und deutlich günstiger, aber die Entscheidungen bleiben im Studio, und Stimme, Spiel und Timing der Originale bleiben erhalten. Ein zweiter Vorteil ist die Integration: Unsere Lösung läuft direkt in der Timeline der Schnittsoftware, sodass niemand zwischen Werkzeugen wechseln muss. Ein dritter Punkt ist Verfügbarkeit. Revisions- und Feedbackschleifen lassen sich ohne den üblichen Terminstress erledigen. Unter dem Strich entlastet das die Teams, statt sie zu ersetzen.

Was unterscheidet SONALAB von anderen Anbietern im Bereich KI-gestützte Sprach- und Voice-over-Lösungen?

Viele bekannte KI-Stimmen-Werkzeuge leben im Browser. Wir leben im Studio, direkt in den Schnittprogrammen, die Profis täglich nutzen, und wir haben das Produkt entlang echter Synchronprozesse gemeinsam mit Studios entwickelt, nicht am Reißbrett. Diese Kombination aus Workflow-Nähe und Co-Entwicklung ist unser eigentlicher Unterschied. Dazu kommt unsere Herkunft als Fraunhofer-Spinoff, die für Substanz und ein solides technisches Fundament steht. Und schließlich der Vertrauensrahmen: EU-Entwicklung, Datenhoheit, Watermarking und Einwilligung. Das ist nicht unsere Schlagzeile, sondern die Voraussetzung dafür, dass auch sensible Produktionen KI überhaupt einsetzen dürfen.

Wie wichtig ist die Integration in bestehende Produktions- und Postproduktions-Workflows für den Erfolg Ihrer Plattform?

Sie ist für uns der entscheidende Punkt. Aus unseren Pilotprojekten haben wir gelernt, dass nicht die reine Stimmqualität über die Akzeptanz entscheidet, sondern wie gut sich eine Lösung in den Arbeitsalltag einfügt. Profis wechseln nicht gern ihre Werkzeuge, und das aus gutem Grund. Deshalb läuft SONALAB als Plug-in direkt in Programmen wie Pro Tools, Nuendo und Reaper. Das fertige Audio landet per Drag-and-drop wieder an der richtigen Stelle in der Timeline, ohne Umweg. Diese nahtlose Einbindung ist der eigentliche Hebel dafür, dass Studios neue Technik überhaupt im Alltag nutzen.

SONALAB ist Teil des Hub Potsdam. Welche Rolle spielt das Umfeld dort für die Weiterentwicklung Ihres Unternehmens?

Der MediaTech Hub Potsdam ist Deutschlands einziger Digital Hub mit Fokus auf Medientechnologien und sitzt mitten im Ökosystem Babelsberg, direkt am Studio Babelsberg. Für uns ist das naheliegend, weil unsere Kunden und Partner genau hier zu Hause sind, von Produktionsfirmen bis zu Hochschulen. Über den Accelerator des Hubs profitieren wir von kurzen Wegen zwischen Idee und Anwendung. Wir können neue Funktionen im direkten Umfeld laufender Produktionen testen und bekommen ehrliches Feedback aus der Praxis. Dieses Zusammenspiel aus Technologie, Forschung und Medienproduktion an einem Ort passt sehr gut zu dem, was wir bauen.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Verbindung von Künstlicher Intelligenz und professioneller Medienproduktion?

Die größte Herausforderung ist Vertrauen. Profis akzeptieren KI nur, wenn die Qualität verlässlich stimmt und der Mensch die Kontrolle behält. Dazu kommt ein sensibles Klima rund um Stimmen und Rechte. Wir bauen SONALAB für Studios, nicht gegen Sprecherinnen und Sprecher. Deshalb sind Einwilligung, Nachvollziehbarkeit und faire Einbindung bei uns von Anfang an eingebaut und nicht nachträglich drangeschraubt. Wir versprechen nicht, dass Maschinen besser klingen als Menschen. Wir zeigen lieber konkret, was funktioniert, und überlassen das Urteil den Studios.

Welche Impulse erhält SONALAB durch den Austausch mit anderen Startups und Technologieunternehmen im Hub Potsdam?

Der Austausch hält uns nah an realen Produktionsfragen. Andere Teams arbeiten an Virtual Production, Streaming oder neuen Distributionswegen, und im Gespräch sehen wir früh, wo sich Technologien sinnvoll verbinden lassen. Weil hier Gründende und Produktionsprofis direkt zusammenkommen, lernen wir viel über den tatsächlichen Studioalltag. Solche kurzen Wege ersparen uns Umwege und helfen, die richtigen Prioritäten zu setzen. Gleichzeitig entstehen Kontakte zu möglichen Partnern und Pilotkunden. Dieser ständige Praxisbezug ist für uns wertvoller als jede Theorie.

An welchen neuen Funktionen oder Entwicklungen arbeitet SONALAB aktuell, um die Lokalisierung und Synchronisation weiter zu verbessern?

Wir entwickeln unser Plug-in gerade zu einer vollständigen Studio-Plattform weiter, die den gesamten Synchronprozess abbildet. Parallel arbeiten wir an Lippensynchronität und an einem Stimmarchiv, in dem Studios mit ausdrücklicher Einwilligung wiederkehrende Stimmen verwalten können. Dazu kommen Funktionen für gemeinsame Reviews und Kommentare im Team. Ein Schwerpunkt liegt auf ressourceneffizienten Modellen für kleinere Sprachen, die bisher wirtschaftlich kaum bedient werden. Außerdem bauen wir Vertrauen weiter aus, mit Watermarking schaffen wir einen nachvollziehbaren Rahmen. Den öffentlichen Launch des Plug-ins planen wir für September 2026 auf der Branchenmesse IBC in Amsterdam.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die heute ein Technologie-Startup aufbauen möchten?

Reden Sie früh und ehrlich mit echten Nutzern, statt zu lange im Stillen am perfekten Produkt zu feilen. Unsere wichtigsten Erkenntnisse kamen aus der Praxis, nicht aus Annahmen. Bauen Sie ein Team und ein Netzwerk, das Ihre eigenen Lücken füllt, denn die richtige Kombination aus Können und Beziehungen ist oft entscheidender als die Technologie allein. Und machen Sie den lauten Hype nicht einfach mit. Gerade bei KI lohnt es sich, nüchtern zu bleiben, Verantwortung und Vertrauen von Beginn an mitzudenken und lieber zu zeigen, was wirklich funktioniert, als die Zukunft zu beschwören.

Bildcredits Johannes Heinecke

Wir bedanken uns bei Alexander Wolf und Sören Hübner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Screenless: Ist weniger Smartphone wirklich nur eine Frage der Disziplin?

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Screenless: Breaker und App gegen Doomscrolling. Bildcredits Julius Kettner

Screenless entwickelt mit dem Breaker und einer App eine Lösung für bewussteren Smartphone-Konsum und zeigt im Interview, wie digitale Gewohnheiten nachhaltig verändert werden sollen

Können Sie Screenless kurz vorstellen und erzählen, wer das Unternehmen gegründet hat?

Screenless ist eine Digital-Wellbeing-Marke, die ich gemeinsam mit meinem Mitgründer Maximillian Stabe gegründet habe. Das Produkt besteht aus zwei Komponenten: einer App für iOS und Android sowie dem Breaker, einem physischen NFC-Gerät. In der App legen Nutzer fest, welche Apps sie für einen bestimmten Zeitraum sperren möchten, beispielsweise Instagram, um Doomscrolling zu vermeiden. Die Sperre kann erst wieder aufgehoben werden, indem der Breaker mit dem Smartphone gescannt wird. Ein typisches Szenario: Bevor man zur Uni geht, aktiviert man die Sperre für Instagram und lässt den Breaker bewusst zu Hause. Dadurch bleibt die App auch dann gesperrt, wenn die Versuchung groß ist. Erst nach der Rückkehr kann die Sperre durch das Scannen des Breakers aufgehoben werden und Instagram ist wieder nutzbar.

Wie entstand die Idee, mit Screenless und dem Screenless Breaker einen neuen Ansatz gegen übermäßige Smartphone-Nutzung zu entwickeln?

Die Idee entstand aus einem persönlichen Problem. Ich habe gemerkt, dass ich mein eigenes Smartphone-Verhalten weder mit guten Vorsätzen noch mit klassischen App-Limits nachhaltig in den Griff bekommen habe. Mir war bewusst, dass ich zu viel Zeit mit Doomscrolling verbringe, trotzdem habe ich immer wieder automatisch zum Handy gegriffen. Irgendwann wurde klar: Es fehlt nicht an Einsicht, sondern an einem Mechanismus, der die Entscheidung bereits im Voraus trifft.Bei der Recherche sind wir auf ein ähnliches Produkt aus den USA gestoßen.

Das Grundkonzept hat uns überzeugt, allerdings kostete die Hardware rund 90 US-Dollar und die App bot nur eingeschränkte Funktionen und war ausschließlich für iOS verfügbar. Deshalb haben wir beschlossen, unsere eigene Lösung zu entwickeln. Innerhalb von drei Tagen hatten wir den ersten Prototypen einer eigenen App und der passenden NFC-Hardware gebaut. Daraus entstand schließlich Screenless: eine leistungsfähigere App für iOS und Android kombiniert mit einer deutlich günstigeren Hardware, die digitales Wohlbefinden für mehr Menschen zugänglich macht.

Welche Vision verfolgen Sie mit Screenless, und wie möchten Sie Menschen zu einem bewussteren Umgang mit digitalen Medien verhelfen?

Uns geht es nicht darum, Menschen ihr Handy wegzunehmen – sondern darum, die Kontrolle dorthin zurückzugeben, wo sie hingehört: zum Nutzer, nicht zum Algorithmus. Die meisten Ansätze setzen auf Bewusstsein und Willpower. Wir glauben, dass das strukturell nicht ausreicht. Unsere Vision ist, dass Screenless für bewusste Smartphone-Nutzung das wird, was ein gutes Trainingsprogramm für Sport ist: Struktur, die Disziplin ersetzt und Gewohnheiten dauerhaft verändert.

An welche Zielgruppen richtet sich Screenless hauptsächlich, und welche Herausforderungen möchten Sie für diese Nutzer lösen?

Im Kern Menschen, die merken, dass ihr Smartphone-Verhalten ihrer Lebensqualität schadet – und die bereit sind, aktiv dagegen vorzugehen. Das sind Studierende und Berufseinsteiger, die mehr Fokus brauchen, Eltern, die sich um den Medienkonsum ihrer Kinder sorgen, oder Erwachsene, die einfach wieder Abstand vom dauernden Griff zum Handy wollen. Die Gemeinsamkeit: Sie wissen bereits, dass sie zu viel scrollen. Sie brauchen keine Aufklärung, sie brauchen einen Mechanismus.

Viele Menschen scheitern daran, ihre Bildschirmzeit dauerhaft zu reduzieren. Warum reichen klassische App-Limits aus Ihrer Sicht oft nicht aus?

Klassische App-Limits wie die Screen Time-Funktion von Apple scheitern oft daran, dass sie sich jederzeit mit wenigen Klicks deaktivieren oder umgehen lassen. Genau in dem Moment, in dem der Impuls entsteht, doch noch einmal Instagram oder TikTok zu öffnen, liegt die Entscheidung wieder beim Nutzer. Bewusstsein allein reicht jedoch häufig nicht aus, um eine tief verankerte Gewohnheit zu durchbrechen. Für eine nachhaltige Verhaltensänderung braucht es deshalb nicht nur eine Erinnerung, sondern eine echte Hürde, die den automatischen Griff zum Smartphone verhindert.

Der Screenless Breaker ist das Herzstück Ihrer Lösung. Wie funktioniert das Zusammenspiel zwischen dem NFC-Gerät und der App, und warum ist dieser physische Ansatz so wirkungsvoll?

Der Screenless Breaker ist ein kleines physisches NFC-Gerät. Man legt in der App fest, welche Apps oder Nutzungszeiten man sperren möchte. Solange man das Gerät nicht physisch scannt, bleiben diese Apps gesperrt. Der entscheidende Mechanismus ist die physische Handlung: Man muss das Gerät aktiv holen und scannen, um Zugang zu bekommen. Das klingt simpel – ist es auch. Aber genau das macht es wirkungsvoll, weil es den Automatismus des unbewussten Greifens zum Handy durchbricht. Ist man unterwegs, bleibt der Breaker bewusst zu Hause. Die ausgewählten Apps bleiben dadurch gesperrt und lassen sich erst wieder nutzen, wenn man nach Hause zurückkehrt und den Breaker an das Smartphone hält.

Was macht den Screenless Breaker aus Ihrer Sicht besonders im Vergleich zu anderen Lösungen für Digital Wellbeing?

Die meisten Digital-Wellbeing-Lösungen setzen ausschließlich auf Software und verlassen sich darauf, dass Nutzer im entscheidenden Moment genügend Selbstdisziplin aufbringen. Screenless verfolgt einen anderen Ansatz: Wir kombinieren eine leistungsstarke App mit einem physischen NFC-Gerät, das den Zugriff auf ausgewählte Apps erst nach einem bewussten Scan wieder freigibt. Dadurch entsteht eine echte Hürde, die impulsives Verhalten wirksam unterbricht. Ein weiterer Unterschied ist der Datenschutz. Sämtliche Nutzungsdaten werden ausschließlich lokal auf dem Gerät gespeichert. Es gibt kein Cloud-Tracking und keine Auswertung des Nutzerverhaltens. Uns ist bewusst, dass es mit Produkten wie Brick, Scrolly oder Zenbox bereits starke Alternativen auf dem Markt gibt. Unser Anspruch ist deshalb nicht, das Rad neu zu erfinden, sondern die beste Gesamtlösung anzubieten.

Besonders wichtig ist uns die Individualität der App. Jeder Nutzer kann Screenless genau an seine eigenen Bedürfnisse anpassen, ohne auf Funktionen verzichten zu müssen. Viele Konkurrenzprodukte lösen einzelne Probleme sehr gut, lassen dafür aber an anderer Stelle wichtige Funktionen vermissen. Außerdem legen wir großen Wert auf persönlichen Support. Wer uns über unsere Website kontaktiert, erhält in der Regel innerhalb weniger Minuten eine Antwort, oft sogar innerhalb von Sekunden. Gerade bei einem Produkt, das Menschen täglich nutzen, ist schneller und direkter Support ein entscheidender Faktor. Dieses Feedback hören wir regelmäßig von unseren Kunden und genau das macht für viele den Unterschied.

Wie wichtig ist es, digitale Gewohnheiten nicht nur technisch, sondern auch psychologisch zu betrachten?

Das ist der Kern von allem. Wir haben Screenless von Anfang an als Behavioral-Design-Produkt gedacht, nicht als Tech-Gadget. Die entscheidende Einsicht: Gewohnheiten ändern sich nicht durch Information, sondern durch Strukturveränderungen in der Umgebung. Wenn der Griff zum Handy ein Automatismus ist, hilft keine Motivation der Welt – es sei denn, der Zugang ist physisch erschwert. Friction ist mächtiger als Willpower. Das ist kein neues Wissen, aber Screenless setzt es konsequent um. Die größte Herausforderung ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der App. Sowohl Apple als auch Android veröffentlichen regelmäßig neue Updates. Damit Screenless jederzeit zuverlässig funktioniert und alle Funktionen erhalten bleiben, muss die App laufend angepasst und weiterentwickelt werden. Die App-Entwicklung liegt bei meinem Mitgründer Maximillian Stabe.

Umso mehr freut es uns, dass seine Arbeit bereits mehrfach von Apple ausgezeichnet wurde. Tatsächlich wurde jede App, die Maximillian entwickelt hat, von Apple prämiert. Darauf sind wir besonders stolz. Diese Auszeichnungen unterstreichen den hohen Anspruch, den wir an Qualität, Design und Nutzererlebnis haben. Eine weitere Herausforderung ist grundsätzlicher Natur: Wie entwickelt man ein Produkt, dessen Ziel es ist, dass Menschen weniger Zeit mit ihrem Smartphone verbringen? Viele Apps sind darauf ausgelegt, Nutzer möglichst lange in der App zu halten. Bei Screenless ist das Gegenteil der Fall. Deshalb verzichten wir bewusst auf Gamification, künstliche Belohnungssysteme oder andere Funktionen, die das Nutzerverhalten manipulieren sollen. Unsere App soll nur dann genutzt werden, wenn sie wirklich gebraucht wird und anschließend wieder in den Hintergrund treten. Genau das macht unseren Ansatz glaubwürdig.

Welche Rückmeldungen erhalten Sie von Nutzerinnen und Nutzern, die den Screenless Breaker im Alltag einsetzen?

Ich füge einfach transparent die letzte Bewertung ein, die wir bekommen haben von Simon B.: „Engagiertes Team, Antworten sind super Schnell! Auf Feedback wurde mir innerhalb von 10min Geantwortet! Bis auf kleine Bugs ist die App Super, hat alle Features die man brauchen könnte.“

Welche nächsten Entwicklungsschritte und Produktinnovationen stehen bei Screenless aktuell im Fokus?

Wir entwickeln Screenless kontinuierlich weiter und setzen dabei regelmäßig Feedback unserer Nutzer um. Viele neue Funktionen entstehen direkt aus den Ideen unserer Community. Ein Beispiel ist unser Wecker-Feature: Der Alarm lässt sich erst ausschalten, nachdem der Breaker gescannt wurde. Wer den Breaker bewusst in einem anderen Zimmer platziert, muss also aufstehen, um den Wecker zu deaktivieren. So wird verhindert, dass man einfach weiterschläft oder direkt wieder zum Smartphone greift. Neben Screenless hat Maximillian kürzlich auch die App Evident entwickelt, die ebenfalls von Apple ausgezeichnet wurde. Evident hilft dabei, Gewohnheiten und Routinen zu verfolgen und macht Habit-Tracking so einfach, übersichtlich und ansprechend wie möglich. Auch hier zeigt sich unser Anspruch, Produkte zu entwickeln, die nicht nur technisch überzeugen, sondern auch durch ein herausragendes Nutzererlebnis.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die aus einem persönlichen Alltagsproblem ein Unternehmen entwickeln möchten?

Erstens: Schaut euch an, ob es bereits Lösungen für das Problem gibt. In den meisten Fällen müsst ihr das Rad nicht neu erfinden. Fragt euch stattdessen: Wie kann ich das bestehende Angebot besser machen oder mich anders positionieren? Oft reicht ein klarer Vorteil aus, um sich erfolgreich am Markt zu etablieren. Zweitens: Validiert eure Idee so früh wie möglich. Verlasst euch dabei nicht auf das Feedback von Familie oder Freunden, denn diese sind meist nicht objektiv. Testet eure Idee mit echten potenziellen Kunden, zum Beispiel mithilfe eines Smoke Screen Tests. So erfahrt ihr, ob tatsächlich Nachfrage besteht, bevor ihr viel Zeit und Geld investiert. Drittens: Denkt daran, dass sich der deutsche Markt deutlich vom amerikanischen unterscheidet.

Nur weil ein Produkt oder Geschäftsmodell in den USA erfolgreich ist, bedeutet das nicht automatisch, dass es auch in Deutschland funktioniert. Deutsche Kunden sind häufig zurückhaltender und treffen Kaufentscheidungen anders. Deshalb reicht es nicht aus, ein amerikanisches Konzept einfach zu kopieren. Man muss verstehen, wie deutsche Kunden denken, und das Produkt, die Kommunikation und die Vermarktung entsprechend anpassen.

Bildcredits Julius Kettner

Wir bedanken uns bei Julius Kettner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Europas KI-Zukunft: Berlin wird zum Treffpunkt für Innovation, Rechenleistung und Investitionen

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Europa: KI auf der GITEX AI EUROPE

GITEX AI EUROPE eröffnet in Berlin

Berlin, 30. Juni 2026. Europa ist heute in ein entscheidendes neues Kapitel seiner KI-Ambitionen eingetreten: Bei der Eröffnung der GITEX AI EUROPE 2026 auf dem Gelände der Messe Berlin kamen Politiker:innen, Technologieführungskräfte, Investor:innen und Unternehmer:innen aus mehr als 80 Ländern zusammen. Sie teilen den Anspruch, die Infrastruktur, das Investitionsumfeld und die industrielle Leistungsfähigkeit aufzubauen, die Europa für eine Führungsrolle in der globalen KI-Wirtschaft braucht.

Diese bemisst sich längst nicht mehr allein an Algorithmen, sondern am Zugang zu Rechenleistung, Cloud-Infrastruktur, Energie, Datensouveränität und der Fähigkeit, Innovation zu skalieren. Ein Whitepaper der GITEX AI EUROPE, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Forschungsunternehmen Lünendonk, unterstreicht das Ausmaß dieser Entwicklung.

Die KI-Nachfrage dürfte die geplante Rechenkapazität innerhalb der kommenden zehn Jahre übersteigen. Sie wird in Europa bis 2030 voraussichtlich um rund 70 Prozent wachsen. Allein in Deutschland könnten dafür bis zu 60 Milliarden Euro an zusätzlichen Investitionen sowie eine Verdreifachung der Rechenzentrumskapazität nötig sein, um industrielle KI-Workloads zu unterstützen.

Genau diese Aussichten prägten den Eröffnungstag der GITEX AI EUROPE: Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft und Investmentbranche diskutierten, wie Europa seine technische Exzellenz in eine dauerhafte Führungsrolle in der Technologiebranche überführen kann – durch den Ausbau souveräner Rechenleistung, vertrauenswürdiger Cloud-Infrastruktur und Wachstumskapital.

Berlin positioniert sich als Zentrum für Europas KI-Zukunft

Das Konferenzprogramm eröffneten Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe von Berlin, sowie Trixie LohMirmand, CEO der GITEX. Sie positionierten Berlin als den Ort, an dem Politik, Innovation und Investment zusammenkommen, um Europas nächste industrielle Ära zu gestalten.

„Berlin ist einer der innovativsten Orte Europas und einer seiner führenden digitalen Hubs, mit mehr als 6.000 Start-ups und über 100.000 Menschen, die unser Innovationsökosystem vorantreiben“, so Senatorin Giffey.

„Mit unserer neuen Deep Tech Berlin Agenda investieren wir in Künstliche Intelligenz, Biotechnologie, Quantentechnologien, Mikroelektronik und Cybersicherheit. Denn Europas Zukunft hängt von Innovation ab, die unsere Sicherheit, Souveränität und Resilienz stärkt und dabei in internationaler Zusammenarbeit verwurzelt bleibt. Die GITEX AI EUROPE bringt diese Vision zum Leben, indem sie Innovatorinnen und Innovatoren aus aller Welt zusammenbringt, um Technologien zu entwickeln, die einen echten Unterschied im Leben der Menschen machen.“

„Die GITEX AI EUROPE bringt das globale Technologie-Ökosystem nach Berlin, um die Partnerschaften, Investitionen und den Marktzugang zu schaffen, die Europas Innovatorinnen und Innovatoren für globales Wachstum brauchen“, erklärte Trixie LohMirmand, CEO von GITEX. „Indem wir internationale Unternehmen, Investorinnen und Investoren sowie politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger zusammenbringen, helfen wir, Europas Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und gleichzeitig das nächste Kapitel souveräner KI, Forschungszusammenarbeit und grenzüberschreitender Innovation voranzutreiben.“

Rechenleistung wird zum strategischen Erfolgsfaktor

Ein Thema zog sich klar durch den gesamten Eröffnungstag: Im KI-Zeitalter wird Rechenleistung zum neuen strategischen Gut, das die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit stärkt.

In der Hauptsession „The Gigawatt Guarantee: Engineering Europe’s Industrial AI Supremacy“ beleuchtete Bundesminister für Digitales und staatliche Modernisierung Dr. Karsten Wildberger, wie Rechenkapazität, Energieinfrastruktur und Industriepolitik im Wettlauf um Europas KI-Wirtschaft untrennbar miteinander verbunden sind.

„Berlin ist eine Stadt, die einst die Motoren, Turbinen und Maschinen gebaut hat, die ein industrielles Jahrhundert geprägt haben. Das nächste industrielle Jahrhundert wird von einer anderen Art Motor angetrieben: Rechenleistung und Daten. Bis zum Jahr 2030 werden wir Deutschlands Rechenzentrumskapazität von drei auf sechs Gigawatt verdoppeln und gleichzeitig die für die KI nötige Kapazität ausbauen”, sagte Dr. Wildberger.

„Durch offene Standards, souveräne Cloud-Dienste und den Deutschland-Stack bauen wir zudem die öffentliche Infrastruktur für die nächste Wirtschaft auf, während wir sicherstellen, dass der Staat zu einem frühen Kunden wird, der Start-ups dabei hilft, zu testen, zu skalieren und sich mit der Industrie zu vernetzen. Europa fehlt es nicht an Ideen, Talenten oder Unternehmen, die bauen wollen; die Herausforderung besteht jetzt darin, dieses Potenzial in Skalierung, industrielle Stärke und langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu überführen.“

Die Diskussion griff eine der zentralen Schlussfolgerungen des Whitepapers auf: Europas Wettbewerbsfähigkeit wird zunehmend davon abhängen, ob es gelingt, souveräne Rechen-Infrastruktur parallel zu sauberer Energie, vertrauenswürdigen Cloud-Ökosystemen und langfristigen Industrieinvestitionen auszubauen. Initiativen wie das 200-Milliarden-Euro-Programm InvestAI der Europäischen Union zeigen, dass Europa beginnt, Strategie in konkrete Umsetzung zu überführen. Es unterstützt fünf KI-Gigafabriken mit jeweils mehr als 100.000 spezialisierten GPUs.

Digitale Souveränität rückt in den Mittelpunkt

Nach der physischen Infrastruktur rückte anschließend die digitale Unabhängigkeit in den Mittelpunkt – in einer Keynote von Willemijn Aerdts, Ministerin für digitale Wirtschaft und Souveränität im niederländischen Wirtschafts- und Klimaministerium. Sie erläuterte, wie Europa global vernetzt bleiben kann, während es gleichzeitig mehr Kontrolle über seine digitale Zukunft behält.

„Digitale Souveränität beginnt damit, eigene Fähigkeiten aufzubauen und gleichzeitig bestehende Abhängigkeiten zu diversifizieren“, sagte Aerdts. „Europa hat die Talente, die Forschung und die innovativen Unternehmen, um eine Führungsrolle zu übernehmen. Aber wir müssen schnell handeln: Wir hätten gestern beginnen sollen, nicht heute. Souveränität entsteht durch Zusammenarbeit in ganz Europa, durch die Stärkung von Partnerschaften weltweit und durch das Schaffen offener Standards, die Innovation gedeihen lassen.“

Unternehmen treiben den Einsatz von KI voran

Mit mehr als 800 Ausstellern auf drei Hallen zeigt die Messe, wie diese Diskussionen bereits in konkrete Anwendungen übersetzt werden. Der weltweit größte Cloud-Anbieter AWS demonstriert anhand von Strategiegesprächen mit Führungskräften, technischen Sessions und Live-Demonstrationen, wie Organisationen in ganz Europa von KI-Pilotprojekten zu Agentic AI im Unternehmensmaßstab übergehen – mit Fokus auf sichere, vertrauenswürdige und souveräne KI-Innovation.

„Europäische Organisationen bewegen sich von der KI-Erprobung hin zu produktionsreifer Transformation“, erläutert Sasha Rubel, Head of AI/Generative AI Policy, EMEA bei AWS. „Auf der GITEX AI EUROPE zeigen wir, wie AWS-Kunden bereits heute echte Geschäftsergebnisse mit Agentic AI erzielen – und wie unsere fortgesetzten Investitionen in Europa, einschließlich der AWS European Sovereign Cloud, Organisationen das Fundament geben, um nach eigenen Bedingungen zu innovieren.“

Wachstumskapital entscheidet über Europas Wettbewerbsfähigkeit

Wenn Rechenleistung Europas KI-Zukunft trägt, entscheidet Kapital darüber, ob diese Zukunft tatsächlich auch entsteht. Der Kontinent bringt weiterhin weltweit führende Forschung, technische Talente und bahnbrechende Start-ups hervor. Doch die Fähigkeit, diese Innovationen in globale Technologieführer zu überführen, bleibt eine seiner größten Wettbewerbsherausforderungen.

Laut Whitepaper der GITEX AI EUROPE zieht der Kontinent nur rund fünf Prozent der globalen Risikokapitalinvestitionen an. Das schränkt die Fähigkeit vieler wachstumsstarker Unternehmen ein, trotz starker technischer Grundlagen international zu skalieren.

Stefan Wintels, CEO der KfW Bankengruppe und ein weiterer Hauptredner der zweitägigen Veranstaltung, erklärte, der mit 1 Milliarde Euro ausgestattete Wachstumsfonds Deutschland zeige bereits, wie gezielte öffentlich-private Investitionen Europas Scale-up-Ökosystem stärken können. Mehr als 90 Prozent des Fondskapitals seien mittlerweile gebunden und hätten wachstumsstarken Unternehmen dabei geholfen, größere Finanzierungsrunden zu sichern, qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen und die Kommerzialisierung in den Bereichen KI, Cybersicherheit, grüne Technologien und Industriesoftware zu beschleunigen.

„Ein zentrales politisches Ziel ist es, mehr Scale-ups in Deutschland und Europa zu halten – das sind Unternehmen, die an Schlüsseltechnologien arbeiten, die für unsere digitale Souveränität zentral sind“, sagt Wintels. „Der Wachstumsfonds Deutschland wirkt als katalytischer Ankerinvestor, der die Spätphasenfinanzierung ausweitet und sicherstellt, dass Europas innovativste Unternehmen das Kapital haben, um hier zu wachsen, statt es anderswo suchen zu müssen.“

Wintels setzt die Diskussion am 1. Juli in seiner Session „Germany’s competitiveness urgency: Investment or Policy?“ fort und untersucht, wie Europa deutlich größere private Kapitalpools mobilisieren kann, um die nächste Generation globaler Technologie-Champions des Kontinents zu unterstützen.

GITEX AI EUROPE bringt Politik, Wirtschaft und Innovation zusammen

Bis morgen (1. Juli) läuft die GITEX AI EUROPE 2026 mit mehr als 800 Unternehmen und Start-ups sowie 280 Rednerinnen und Rednern – als Plattform, auf der Regierungen, Investor:innen, Forschende und Technologie-Leader gemeinsam Europas KI-Zukunft gestalten können.

In den beiden Tagen erwarten Besucher:innen strategische Ankündigungen, grenzüberschreitende Partnerschaften und hochrangige Diskussionen zu KI, Cloud, Cybersicherheit, Quantentechnologien, digitaler Infrastruktur und Wagniskapital. Es bekräftigt sich damit eine Kernbotschaft des Eröffnungstags: Europas KI-Zukunft wird sich nicht allein an technologischen Durchbrüchen entscheiden, sondern an der Fähigkeit, souveräne Infrastruktur aufzubauen, Innovation zu kommerzialisieren und eigene globale Technologie-Champions zu etablieren.

Ausrichter ist inD, der globale Organisator des GITEX. Die Veranstaltung wird unterstützt von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Berlin sowie Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie.

Bildcredits : GITEX AI EUROPE

Quelle PIABO Communications

Green Club ist wieder vollständig in Gründerhand

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Green Club: Tobias Drabiniok übernimmt Anteile

Green Club übernimmt mit Tobias Drabiniok wieder vollständig die Kontrolle über das Unternehmen. Nach dem Ausstieg von Dirk Schneider befindet sich der Bowl-Spezialist erneut komplett in Gründerhand

  • Green-Club-Gründer Tobias Drabiniok und Peter Falk übernehmen 100 Prozent der Geschäftsanteile
  • Beide halten künftig je 50 Prozent; Green Club ist wieder vollständig in Gründerhand
  • Langjähriger Investor Dirk Schneider bleibt dem Unternehmen als Mentor verbunden
  • Green Club behauptet sich trotz schwieriger Gastro-Konjunktur bei Qualität, Lieferung und Kosten

Zurück an der eigenen Saladette: Der auf gesunde Bowls und Salate spezialisierte Lieferdienst Green Club ist wieder vollständig in der Hand seiner Gründer. Die beiden Geschäftsführer und Mitgründer Tobias Drabiniok und Peter Falk übernehmen die Geschäftsanteile ihres langjährigen Investors Dirk Schneider und führen das Essener Unternehmen künftig als alleinige Gesellschafter. Beide halten zukünftig je 50 Prozent an Green Club. Die Anteile wurden im Rahmen eines Notartermins am Mittwoch, 24. Juni, offiziell übertragen und die Gesellschafterstruktur neu geordnet. Über die Konditionen des Deals wurde Stillschweigen vereinbart.

„Green Club ist unser Herzensprojekt. Dass wir die Geschicke jetzt wieder voll in den eigenen Händen halten, ist für uns ein besonderer Moment“, sagt Tobias Drabiniok, Mitgründer und Geschäftsführer der Green Club GmbH.

Das Unternehmen wurde im Oktober 2016 in einer alten Pommesbude in Essen unter dem Namen Pottsalat gegründet und fusionierte später mit dem Kölner Mitbewerber Make Food zur Green Club GmbH. Aktuell liefert der Bowl-Spezialist von neun Standorten in ganz Deutschland: Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Köln, zwei in München sowie Stuttgart.

Dank an einen langjährigen Wegbegleiter

So sehr sich die Gründer über die volle Eigenständigkeit freuen, so deutlich betonen sie den Anteil, den Dirk Schneider daran hat. Der „BackWerk“-Macher und „Hans im Glück“-Gesellschafter war seit seinem Einstieg im Jahr 2021 nicht nur Kapitalgeber, sondern auch Wegbegleiter. Schneiders Engagement war maßgeblich bei der Fusion von Pottsalat und MaKE Food zum Marktführer sowie auch bei der erfolgreichen Sanierung in Eigenverwaltung, die das Unternehmen im vergangenen Jahr abschloss. Nach seinem Ausstieg als Gesellschafter bleibt Schneider dem Unternehmen als Mentor und Ratgeber freundschaftlich verbunden.

„Ohne Dirk Schneider wären wir nie so weit gekommen“, sagt Tobias Drabiniok. „Er hat in entscheidenden Phasen an uns geglaubt und uns den Rücken gestärkt. Dafür sind wir ihm außerordentlich dankbar“, so der Green-Club-Chef weiter.

Von der Fusion zur vollständigen Eigenständigkeit

Der Spezialist für frische Bowls und Salate blickt auf bewegte Jahre zurück. Green Club war Anfang 2024 aus der Fusion der Pottsalat GmbH mit dem Mitbewerber MaKE Food hervorgegangen. Es folgte das Rebranding beider Marken unter dem gemeinsamen Namen Green Club. Ende 2024 stellte sich das Unternehmen einer umfassenden Neuausrichtung und Sanierung in Eigenverwaltung, die es im August 2025 nach rund acht Monaten erfolgreich abschloss. Seitdem hat der Bowl-Spezialist in München einen zweiten Standort eröffnet und seinen Lieferbetrieb in Stuttgart wieder aufgenommen.

Green Club setzt auf Wachstum trotz schwieriger Marktbedingungen

Die Übernahme fällt in eine anhaltend angespannte Lage für die Gastronomie. Trotz dieses Umfelds ist man vorsichtig optimistisch.

„Das wirtschaftliche Umfeld in der Gastronomie bleibt herausfordernd. Umso mehr freut uns, dass wir bei Qualität, Lieferung, Kosten und Absatz aktuell gut aufgestellt sind“, sagt Drabiniok. „Auf dieser Basis gestalten wir Green Club jetzt konstant weiter“, so der Green-Club-Geschäftsführer.

Bildunterschrift: Die Green-Club-Geschäftsführer und Mitgründer Tobias Drabiniok und Peter Falk.

Quelle Green Club GmbH

The Green Deal Show: Welche nachhaltigen Startups überzeugten Creator in der ersten Staffel?

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SHIFT: The Green Deal Show begeistert Creator The Green Deal Show Credit Quintus Studios GmbH Michael Laver Edit by Clemens Barth

Creator und nachhaltige Startups finden zusammen: Erste Staffel von „The Green Deal Show“ bringt 18 Kooperationen auf den Weg

Die erste Staffel des YouTube-Formats The Green Deal Show zeigt, dass nachhaltige Startups und reichweitenstarke Creator erfolgreich zusammenfinden können. Insgesamt 13 Impact-Startups trafen in drei Folgen auf wechselnde Creator-Jurys – mit einem klaren Ergebnis: Zehn der 13 Unternehmen konnten mindestens eine Kooperation oder Unterstützungszusage gewinnen, insgesamt entstanden 18 Deals.

Als Gewinner der ersten Staffel ging SHIFT hervor. Das Unternehmen entwickelt langlebige und reparierbare Smartphones sowie Elektronikprodukte.

Die erste Staffel erzielte auf YouTube bislang 67.787 Aufrufe sowie 4.259 Kommentare.

13 Impact-Startups präsentieren ihre Ideen

Zu den teilnehmenden Startups der ersten Staffel gehörten SHIFT, SIRPLUS, fainin, OvulaRing, tip me, Moot, SOCHILI, Zircls, teethlovers, forpeople skincare, hey mela, Hülsenreich und becauseFUTURE.

Creator unterstützen nachhaltige Unternehmen

Mit gleich drei vereinbarten Kooperationen war Leo Schley, auch bekannt als JustLeo, die engagierteste Creatorin der ersten Staffel.

„Spannend war, dass wir nicht nur die Produkte, sondern auch die Menschen und Visionen hinter den Unternehmen kennenlernen konnten. Bei Moot, tip me und OvulaRing war für mich schnell klar, dass ich die Teams und ihre Ideen unterstützen möchte. Ich freue mich darauf zu sehen, was aus den Kooperationen entsteht“, sagt sie.

Marie Nasemann schloss zwei Deals ab und ist überzeugt vom Konzept:

„Es war eine wirklich tolle Erfahrung, Teil der Jury von The Green Deal Show zu sein. Ich beschäftige mich schon lange mit nachhaltigen Themen und fand es spannend, das Format aus dieser Perspektive mitzuerleben. The Green Deal Show ist eine echte Bereicherung, weil es Nachhaltigkeit und Unterhaltung in einem zeitgemäßen Format zusammenbringt.“

SHIFT gewinnt Zuschauervoting und Preisgeld

Neben einem Deal mit Staiy gewann SHIFT das Zuschauervoting der Staffel und erhielt ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro, gestiftet von finanzguru.de.

„Der Deal mit Staiy sowie der Zuschauersieg und das Preisgeld sind für uns eine riesige Bestätigung. Für ein Unternehmen wie SHIFT ist jede zusätzliche Aufmerksamkeit wichtig, um mehr Menschen für langlebige und reparierbare Elektronik zu begeistern“, sagt das Team von SHIFT.

Erste Staffel auf YouTube ansehen

HIER geht es direkt zur ersten Staffel auf YouTube.

Bild The Green Deal Show Credit Quintus Studios GmbH Michael Laver Edit by Clemens Barth

Quelle muxmäuschenwild GmbH

INMerge Innovation Summit schließt internationale Veranstaltungsreihe mit INMerge Berlin ab

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INMerge Innovation Summit: INMerge Berlin stärkt Europa

Nach Stationen in Istanbul und Taschkent hat der INMerge Innovation Summit am 29. Juni seine diesjährige internationale Event-Serie mit INMerge Berlin im AXICA Convention Center abgeschlossen.

INMerge Berlin bildet den Abschluss der internationalen Summit-Serie 2026

Der Summit brachte Gründer, Investoren, Corporate Innovators, C-Level-Führungskräfte, Start-ups, Venture-Capital-Vertreter und Technologieführer zusammen, um neue Möglichkeiten für Investitionen, Partnerschaften und Marktexpansion in Europa und Zentral-Eurasien zu erschließen.

Als dritte und letzte internationale Station vor dem Flagship-Event des INMerge Innovation Summit im November in Baku diente INMerge Berlin als offizielles Side-Event der GITEX Europe. Das in Zusammenarbeit mit Plug and Play organisierte Event bot eine Plattform für hochkarätige Diskussionen, Networking sowie grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen dem europäischen Innovationsökosystem und den schnell wachsenden Märkten Aserbaidschans, des Kaukasus, Zentralasiens und darüber hinaus.

Farid Mammadov: Brücken zwischen Innovationsökosystemen schaffen

„INMerge Berlin markiert einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des INMerge Innovation Summit. Mit der erstmaligen Durchführung in Europa erweitern wir den Austausch über regionale Grenzen hinaus und schaffen eine stärkere Brücke zwischen Europa, Aserbaidschan, dem Kaukasus, Zentralasien und aufstrebenden Innovationsmärkten. Die Veranstaltung unterstreicht unser Ziel, Gründer, Investoren, Unternehmensvertreter und Ökosystem-Akteure rund um Ideen zu vernetzen, die die Zukunft von Technologie und Unternehmertum prägen können“, sagte Farid Mammadov, CEO von PASHA Financial Holding.

Hochkarätiges Programm mit Keynote, Panels und Startup-Pitches

Die Agenda begann mit einer Eröffnungsrede und einer Keynote, wurde mit Panels und einem Fireside Chat fortgesetzt und endete mit einem Startup-Pitch-Wettbewerb.

Die Veranstaltung wurde mit einer Begrüßung durch S. E. Nasimi Aghayev, Botschafter der Republik Aserbaidschan in Deutschland, eröffnet. Anschließend hielt Martin Gutmann seine Keynote „Feiern wir die falschen Führungspersönlichkeiten?“. Die Session setzte den Ton für den Tag, indem sie die sich wandelnden Eigenschaften von Leadership in einem sich schnell verändernden globalen Innovationsumfeld reflektierte und gängige Vorstellungen darüber hinterfragte, was effektive Führung ausmacht.

Vertrauen und Investitionen zwischen Europa und Emerging Markets

Es folgte die Paneldiskussion „Trust Corridors: Rebuilding Financial Bridges Between Europe and Emerging Markets“. Im Fokus standen finanzielle Vernetzung und Marktzugang sowie die Frage, wie stärkeres institutionelles Vertrauen und grenzüberschreitende Partnerschaften Wachstum zwischen Europa und den Emerging Markets fördern können. Zu den Panelteilnehmern gehörten Ekaterina Galitsyna (KfW IPEX-Bank), Bahruz Naghiyev (PASHA Bank Azerbaijan) und Zuzana Franz (ODDO BHF). Moderiert wurde die Diskussion von Rza Aliyev (NGIC). Thematisiert wurden der Wiederaufbau von Vertrauen, die Stärkung von Investitionsströmen sowie die Verbindung von Innovationsökosystemen.

Zukunft der Arbeit zwischen Wohlbefinden und Unternehmenskultur

Der Fireside Chat „Beyond Efficiency: Wellbeing, Culture and the Future of Work“ mit Ad Boon (PASHA Holding) und Martin Gutmann (Lucerne School of Business) wurde von Maria Ivanova (Gingo Partners) moderiert. Im Mittelpunkt standen der Ausgleich von Produktivität und Mitarbeiterwohlbefinden, inklusive Unternehmenskultur sowie langfristige Resilienz in neuen Arbeitsmodellen.

KI und Big Tech als Treiber neuer Innovationsmärkte

Das Panel „From Berlin Labs to Emerging Market Scale: AI, Big Tech and the Next Innovation Bridge“ befasste sich mit der Rolle von KI, globalen Technologieunternehmen und Chancen in Emerging Markets für die nächste Innovationswelle. Teilnehmende waren Mammad Karim (Caucasus Ventures), Mehti Aslanov (PASHA Financial Holding), Alexandra Begue (SAP) und Valeria Sadovykh (Microsoft Germany). Moderiert wurde das Panel von Tughra Musayeva (PASHA Financial Holding). Diskutiert wurde, wie sich Ideen aus führenden Tech-Ökosystemen durch Partnerschaften, Investitionen und Zusammenarbeit in Innovationsnetzwerken in wachstumsstarke Märkte skalieren lassen.

Startup-Pitch-Wettbewerb mit Finale in Baku

Der Startup-Pitch-Wettbewerb, bewertet von führenden Investoren, schloss das Programm ab. Drei ausgewählte Start-ups erhielten die Möglichkeit, am Haupt-Event des INMerge Innovation Summit am 30. November und 1. Dezember 2026 in Baku teilzunehmen. Das Gewinner-Start-up Sintro erhält ein vollständig finanziertes Paket, die beiden weiteren Start-ups Datfid und Lan fly erhalten eine teilweise Förderung.

INMerge Berlin stärkt die Zusammenarbeit zwischen Europa und Zentral-Eurasien

Als letzte Station der internationalen Veranstaltungsreihe 2026 unterstrich INMerge Berlin die Rolle des Summits als Brücke zwischen Europa und Zentral-Eurasien und als Plattform zur Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die Veranstaltung bekräftigte zugleich die Mission des INMerge Innovation Summit, Innovationsökosysteme, Kapital und Ideen zusammenzubringen, im Vorfeld des Hauptevents am 30. November und 1. Dezember 2026 in Baku.

Bildcredits INMerge Innovation Summit / PASHA Holding

Quelle marco.agency

Tsuga: Steht Observability vor einem grundlegenden Wandel durch KI?

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Gabriel und Sebastian Tsuga

Tsuga entwickelt eine Observability-Plattform für Unternehmen, die Daten in der eigenen Cloud verwalten und ihre IT-Systeme für die KI-Ära effizient, sicher und skalierbar betreiben möchten.

Herr Safar, können Sie Tsuga kurz vorstellen und erzählen, wie es zur Gründung des Unternehmens kam?

Tsuga ist ein Observability-Unternehmen für die KI-Ära mit Hauptsitz in Paris. Sébastien Deprez und ich haben es gegründet, nachdem wir viele Jahre in dieser Branche gearbeitet hatten – unter anderem bei Datadog, das unser vorheriges Unternehmen Madumbo im Jahr 2018 übernommen hatte. Was wir dabei immer wieder beobachtet haben: Das vorherrschende Modell, bei dem Kunden ihre gesamte Telemetrie in die Cloud eines Anbieters übertragen und eine Rechnung erhalten, deren Kosten mit jedem Host und jedem Gigabyte steigen, gerät genau in dem Moment an seine Grenzen, in dem KI-Workloads die Datenmengen explodieren lassen. Deshalb haben wir Tsuga so konzipiert, dass die Lösung in der eigenen Cloud des Kunden läuft, die Daten unter dessen eigener Governance bleiben und alles auf offenen Standards basiert. Dadurch gewinnen Engineering-Teams Kontrolle zurück und erhalten zugleich besser planbare Kosten.

Sie waren zuvor bei Datadog tätig. Welche Erfahrungen haben Sie dazu bewegt, mit Tsuga einen neuen Ansatz im Bereich Observability zu verfolgen?

Ich habe aus nächster Nähe erlebt, wie wertvoll Observability ist – und zugleich, wo das Modell an seine Grenzen stößt. Am deutlichsten zeigt sich das an den Kosten. Für viele Unternehmen ist Observability inzwischen der zweitgrößte IT-Kostenblock nach der Cloud-Infrastruktur und wächst oft schneller als der Nutzen, den sie stiftet. Um diese Kosten einzudämmen, verwerfen oder sampeln Teams regelmäßig Telemetriedaten. Das bedeutet jedoch, dass sie genau die Daten wegwerfen, die sie benötigen, wenn etwas schiefgeht. Im Jahr 2023 haben wir über eine neue Herausforderung nachgedacht, uns zunächst etwas Abstand von der Branche genommen und verschiedene nächste Schritte geprüft. Nach einiger Zeit sind wir wieder bei Observability gelandet – allerdings nicht bei einer weiteren Plattform, die Kunden dazu zwingt, ihre Daten zu verschieben, sondern bei einem Modell, das die Daten in der Cloud des Kunden belässt und die Aufschläge entfernt, die die Kosten so schwer vorhersehbar machen.

Welche Vision verfolgen Sie als Mitgründer und CEO von Tsuga, und wie möchten Sie diese verwirklichen?

Unsere Mission ist es, Observability für jedes Unternehmen, das in der KI-Ära entwickelt, zu einem Wettbewerbsvorteil zu machen – mit Hyperscale, Intelligenz und voller Kontrolle für den Kunden. In der Praxis bedeutet das: Observability läuft in der eigenen Cloud, basiert auf OpenTelemetry und offenen Formaten, sodass kein Lock-in-Effekt entsteht, und die Preise sind transparent, sodass die Kosten nicht mit jedem gesammelten Gigabyte proportional wachsen. Umgesetzt wird das über ein Modell, das wir „Software as a Service” nennen. Wir betreiben und managen die Plattform, während Deployment und Daten vollständig beim Kunden bleiben. Unser interner Leitsatz bringt es gut auf den Punkt: Managed by Tsuga, owned by you. Um diese Vision zu realisieren, haben wir Branchenexperten ins Team geholt. Sie haben Produkte in extremem Maßstab entwickelt und Enterprise-Lösungen bei Unternehmen wie Palantir, Cognition, Kong, Datadog oder Grafana Labs verkauft.

An welche Unternehmen richtet sich Tsuga hauptsächlich, und welche Herausforderungen stehen bei Ihren Kunden besonders im Fokus?

Wir richten uns vor allem an Großunternehmen und stark wachsende Technologieunternehmen, deren Datenvolumen und Anforderungen an Zuverlässigkeit so schnell gewachsen sind, dass klassische Observability-Modelle diese nicht mehr wirtschaftlich abbilden können. Meist sind es Organisationen mit erheblicher Skalierung, die häufig strenge Anforderungen an Datenresidenz oder Compliance haben. Zudem verfügen sie zunehmend über KI-Systeme, die Telemetriedaten erzeugen, die sich unter einem herkömmlichen SaaS-Modell nicht wirtschaftlich speichern lassen. Für diese Kunden stehen vor allem drei Herausforderungen im Mittelpunkt: Sie möchten vollständige Sichtbarkeit behalten, ohne aus Kostengründen Daten verwerfen zu müssen, die Daten innerhalb der eigenen Governance und Jurisdiktion halten und Abhängigkeiten von proprietären Formaten eines einzelnen Anbieters vermeiden. Häufig kommt der Wunsch hinzu, Best Practices teamübergreifend zu verankern, damit Organisationen mit KI schneller werden können, ohne die Qualität der ausgelieferten Produkte zu verschlechtern.

Viele Unternehmen investieren derzeit massiv in KI-Infrastrukturen. Welche neuen Anforderungen entstehen dadurch beim Monitoring und Betrieb dieser Systeme?

Die KI-getriebene Entwicklung vergrößert eine bestehende Lücke: Logs, Metriken und Traces wachsen seit Jahren deutlich schneller als die IT-Budgets. Autonome Codegenerierung, LLM-Traces und -Evals sowie kurzlebige Microservices vervielfachen diese Telemetrie nun noch einmal, sodass sie von vielen bestehenden Stacks nicht mehr verarbeitet werden kann. Die erste neue Anforderung ist deshalb wirtschaftlicher Natur: Unternehmen müssen alles beobachtbar halten können, ohne dass die Kosten explodieren. Die zweite Anforderung ist der disziplinierte Einsatz von Intelligenz.

Genau hier unterscheidet sich unser Ansatz von vielen anderen am Markt: Wir liefern keinen autonomen SRE-Agenten, den man einfach auf Produktionssysteme ansetzt und dann das Beste hofft. Stattdessen stellen wir deterministische ML-Algorithmen bereit, um die Menge der zu analysierenden Daten zu reduzieren. Wir machen Telemetrie- und Architekturänderungen im System sichtbar und liefern Skills sowie MCP- und CLI-Infrastruktur. Damit können Teams ihre eigenen Observability-Agenten oder AI-SREs entwickeln. Darüber liegt eine Intelligence-Schicht, die deutlich mehr Telemetrie zur Verfügung stellt als die meisten Observability-Systeme. Sie begrenzt den Handlungsspielraum dieser Agenten, kontrolliert den Token-Verbrauch und stellt sicher, dass sie nur innerhalb des definierten Aufgabenumfangs agieren. Wir nennen das „Bring your own Agent”.

Tsuga konnte nur wenige Monate nach dem Ende der Stealth-Phase bereits wiederkehrende Umsätze in Millionenhöhe aufbauen. Was waren aus Ihrer Sicht die wichtigsten Treiber dieses schnellen Wachstums?

Wir haben bereits jährliche Umsätze in Millionenhöhe unter Vertrag. Der wichtigste Treiber ist relativ klar: Wir lösen ein Problem, das große Engineering-Organisationen akut und dauerhaft betrifft. Sobald Teams sehen, dass sie ihre Daten behalten, eine vollständige Datenqualität bewahren und zugleich ihre Kosten planbar machen können, während ihre gesamte Observability in einer einheitlichen Ansicht zusammenläuft, die SREs, Entwickler und ganze IT-Teams tatsächlich nutzen und gern verwenden, werden Gespräche schnell konkret. Dabei spielt das BYOC-Modell eine große Rolle, da Kunden Tsuga einführen können, ohne sensible Telemetrie aus der eigenen Umgebung herauszubewegen. Dadurch wird eine wesentliche Hürde in Beschaffung und Compliance beseitigt. Zusätzlich senkt die Tatsache, dass Tsuga auf OpenTelemetry basiert, die Einstiegshürde, da Teams uns einführen können, ohne alles neu instrumentieren zu müssen, was sie bereits betreiben.

Mit Black Forest Labs, Camunda und Le Monde zählen bereits namhafte Unternehmen zu Ihren Kunden. Welche Probleme lösen Sie für diese Organisationen besonders erfolgreich?

Zu kundenspezifischen Details möchte ich lieber nicht sprechen, aber ich kann die Muster beschreiben, die wir beobachten. Für Medienorganisationen sind planbare Kosten und Data Governance von enormer Bedeutung, da das Telemetrievolumen groß ist und Daten häufig eine bestimmte Jurisdiktion nicht verlassen dürfen. Für schnell wachsende Technologieunternehmen steht dagegen meist im Vordergrund, beim Skalieren die vollständige Sichtbarkeit zu behalten, ohne dass die Observability-Kosten schneller wachsen als das Geschäft selbst. Der gemeinsame Nenner ist: Diese Unternehmen wollen alles in einer einheitlichen Ansicht sehen, ihre Daten unter eigener Kontrolle halten und eine Bindung an einen einzelnen Anbieter vermeiden. Genau dafür wurde das Modell aus BYOC und offenen Standards entwickelt.

Tsuga hat kürzlich 35 Millionen US-Dollar in einer Series-A-Finanzierungsrunde eingesammelt. Welche Bedeutung hat diese Finanzierung für die nächsten Entwicklungsschritte des Unternehmens?

Die 35 Millionen US-Dollar aus der Series A ermöglichen es uns, bei den zwei wichtigsten Themen schneller voranzukommen: dem weiteren Ausbau der Plattform und dem Customer Success. Die Bedeutung liegt weniger in der reinen Summe als in dem Vertrauen, das sie in die von uns definierte Kategorie ausdrückt. „AI-native resilient observability” – also kein weiterer Anbieter im klassischen Markt. Konkret finanziert diese Finanzierungsrunde die Arbeit unserer Ingenieure entlang unserer Roadmap, die Intelligence-Schicht, mit der Observability-Agenten eingegrenzt und gesteuert werden, sowie die Teams, die Unternehmen dabei unterstützen, dieses Modell in großem Maßstab einzuführen.

Was hat Investoren wie Singular, General Catalyst, DST Global und Quantumlight von Tsuga überzeugt?

Diese Frage sollten Sie eigentlich den Investoren stellen. Was wir gesehen haben: Investoren, die diesen Markt gut kennen, haben sowohl die Größe des Problems als auch die Tatsache erkannt, dass sich das bestehende Modell nicht weit genug anpassen lässt, um es zu lösen. Die Kombination aus einem großen, wachsenden Markt und einem grundlegend anderen Ansatz – die Daten bleiben in der Cloud des Kunden, die Preisgestaltung ist transparent und die Plattform basiert auf offenen Standards – hat offenbar überzeugt. Für uns ging es ebenso darum, die richtigen Partner auszuwählen. Menschen, die unsere Vision teilen und uns dabei unterstützen können, Observability dorthin zu bringen, wo der Markt hingeht, statt dort zu bleiben, wo er bisher war. Es ist sehr wertvoll, Investoren an Bord zu haben, die uns über mehrere Finanzierungsrunden hinweg begleiten und die Entwicklung verstehen. Das erlaubt uns, mit Überzeugung statt mit Vorsicht zu handeln.

Tsuga verzichtet auf Infrastrukturaufschläge und betreibt die Lösung direkt in der Cloud des Kunden. Warum ist dieser Ansatz für viele Unternehmen attraktiv?

Die klassische Observability wird in der Regel über eine Mischung aus Verbrauch und Lizenzen bepreist. Die Rechnung steigt also mit dem Datenvolumen, der Anzahl der Hosts und mit jedem Engineer, der Zugriff benötigt. So ist Observability in vielen IT-Budgets still und leise zu einem der größten Kostenblöcke geworden. Da wir direkt in der Cloud des Kunden laufen und die Software separat bepreisen, entkoppeln wir die Kosten von der reinen Nutzungsskala. Dadurch verändert sich die Wirtschaftlichkeit strukturell, da Kunden direkt von ihren eigenen Cloud-Commitments und Rabatten profitieren, anstatt einen Anbieter dafür zu bezahlen, ihnen Kapazität weiterzuverkaufen. Für die meisten Unternehmen ist der Vorteil offensichtlich: Sie behalten ihre Daten, geben ihren Teams vollen Zugriff, ohne pro Seat bestraft zu werden, und können die Kosten für Observability endlich planen.

Datenhoheit und Compliance gewinnen zunehmend an Bedeutung. Wie verändert sich die Nachfrage nach Lösungen, bei denen Betriebsdaten die Infrastruktur des Kunden nicht verlassen?

Wir beobachten, dass sich dieses Thema von einem Nice-to-have zu einer echten Anforderung entwickelt – insbesondere bei Unternehmen in regulierten Branchen sowie bei Firmen, die mit solchen Unternehmen zusammenarbeiten. Das gilt ebenso für europäische, brasilianische, kanadische, indische und andere Organisationen, die klare Anforderungen an Datenresidenz haben. Operationale Telemetrie ist deutlich sensibler als von vielen angenommen. Logs und Traces können die Struktur eines Unternehmens, Vorfälle, teilweise Kundendaten sowie technische Informationen oder Geschäftsgeheimnisse enthalten.

Wenn diese Daten innerhalb der Grenzen des Kunden bleiben, entfällt eine ganze Risikokategorie – und zugleich entfällt viel Reibung bei der Beschaffung. Unser Modell ist genau dafür ausgelegt: Die Daten bleiben unter der Governance des Kunden und durchlaufen nie die Umgebung eines Anbieters. Compliance wird damit zu einer Eigenschaft der Architektur und nicht zu einem Versprechen im Vertrag. Da KI-Systeme immer mehr dieser Daten erzeugen und die Regulierung darum herum strenger wird, erwarten wir, dass diese Anforderung eher zur Regel als zur Ausnahme wird.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen beim Aufbau eines europäischen DeepTech-Unternehmens in einem Markt, der von großen internationalen Anbietern geprägt wird?

Die ehrliche Herausforderung ist die etablierte Marktposition der Incumbents. Die großen Anbieter haben Skaleneffekte, große Field-Organisationen und sind seit Jahren in den von uns angepeilten Accounts präsent. Wir machen daraus einen Vorteil, indem wir klar kommunizieren, wer wir sind: keine günstigere Version eines etablierten Anbieters, sondern ein besseres Produkt und ein anderes Modell, das für die zukünftige Entwicklung des Marktes ausgelegt ist. Diese Klarheit kommt bei Teams an, die täglich die Grenzen des Status quo spüren. Europäisch zu sein, ist hier außerdem eine echte Stärke und kein Nachteil. Datenresidenz, Souveränität und offene Standards sind zunehmend genau das, wonach große Kunden fragen – und genau darauf sind wir ausgelegt. Entscheidend ist, Deployment für Deployment zu beweisen, dass ein fokussiertes Unternehmen bei den heute wirklich wichtigen Themen schneller und besser agieren kann als ein breit aufgestellter Anbieter.

Wo sehen Sie Tsuga in drei bis fünf Jahren, und welche Meilensteine möchten Sie bis dahin erreichen?

In drei bis fünf Jahren möchte ich, dass AI-native Resilient Observability als eigene Kategorie verstanden wird und Tsuga als das Unternehmen gilt, das diese Kategorie definiert hat. Konkret bedeutet das, dass Tsuga zur Standardgrundlage für Observability bei Unternehmen wird, die ernsthaft für die KI-Ära entwickeln – und das überall auf der Welt. Unser Modell aus kundeneigenem Deployment und offenen Standards sollte dann als vernünftige Ausgangsbasis gelten. Auf der Produktseite ist für mich der wichtigste Meilenstein, die Intelligence-Schicht so weit zu entwickeln, dass Teams regelmäßig ihre eigenen Observability-Agenten sicher und kontrolliert auf Tsuga bauen und steuern können. Darunter liegt der Maßstab, der wirklich zählt: dauerhaftes Vertrauen. Die Unternehmen, die wir bedienen, legen ihre operativ sensibelsten Daten in unser Modell. Dieses Vertrauen immer wieder zu verdienen, ist der Meilenstein, von dem alles andere abhängt.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein technologiegetriebenes B2B-Unternehmen aufbauen möchten?

Der erste Rat lautet:

Gehen Sie von einem Problem aus, das Sie selbst erlebt haben, statt von einem, das Sie nur beobachtet haben. Im Deep-B2B-Bereich merken Käufer den Unterschied sofort. Wir haben Jahre in dieser Branche verbracht und ihre Grenzen aus erster Hand gespürt. Genau das hat es uns ermöglicht, mit ungeduldigen Kunden schnell voranzukommen, die nicht die Zeit haben, einem Gründer das Geschäft erst beizubringen. Die Glaubwürdigkeit, die dadurch entsteht, dass man selbst in der Situation der Kunden war, ist mehr wert als jeder Pitch.

Der zweite Rat lautet:

Seien Sie ehrlich, ob Sie eine bessere Version von etwas Bestehendem entwickeln – oder etwas grundsätzlich Neues. Und dann verpflichten Sie sich dazu. Wir sind kein kostengünstigerer Incumbent, sondern ein anderes Modell. Hätten wir versucht, beides zugleich zu sein, hätte das sowohl die Geschichte als auch das Produkt geschwächt. Die eigene Kategorie zu wählen, auch wenn das schwieriger ist, als sich in eine bestehende Schublade einzuordnen, ermöglicht es einem fokussierten Unternehmen, bei den entscheidenden Themen schneller und besser zu sein als ein viel größeres Unternehmen.

Der dritte Ratschlag betrifft das Team:

Stellen Sie in jeder Funktion der Organisation exzellente, hochmotivierte Menschen ein. Heute kommt hinzu, dass diese Menschen wirklich gut darin sein und Interesse daran haben sollten, KI-Tools zu nutzen – aber mit dem Menschen klar im Bilde. Der Hebel, den diese Tools einem kleinen Team geben, ist real. Wir nutzen sie intensiv, im Engineering ebenso wie im Business. Gleichzeitig ist der menschliche Faktor entscheidend, um etwas zu entwickeln, das Menschen wirklich gern nutzen. Es ist dasselbe Prinzip, das im Kern unseres Produkts steckt: KI sollte qualifizierte Menschen innerhalb klarer Grenzen beschleunigen, aber nicht das Urteilsvermögen ersetzen, das die Arbeit sauber und belastbar hält.

Bildcredits Tsuga

Wir bedanken uns bei Gabriel-James Safar für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Pairsy: Was brauchen Beziehungen im digitalen Alltag wirklich?

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Bildcredits Cathleen Schmid Pairsy: Paare und Beziehungen neu gemeinsam erleben Pairsy

Pairsy ist eine App für Paare und unterstützt Beziehungen mit individuell geplanten Date-Erlebnissen für mehr gemeinsame Zeit im Alltag

Können Sie Pairsy kurz vorstellen und erzählen, wer das Unternehmen gegründet hat?

Pairsy ist eine App für beschäftigte Paare, die ohne großen Aufwand mehr qualitative Zeit miteinander verbringen möchten. Wir bieten ein monatliches Abo, bei dem das Paar alle zwei Wochen ein Date-Erlebnis erhält: von unserer Auswahl nach deren Präferenzen bis zum Ticket in wenigen Klicks. Patrick und Cathleen (Casi) haben Pairsy ursprünglich als Konzept gegründet und mich dann ins Boot geholt. So haben wir Pairsy offiziell in Berlin etabliert.

Wie entstand die Idee, mit Pairsy eine Plattform für gemeinsame Erlebnisse und Date-Planung zu entwickeln?

Casi hat sich einmal Rabattcoupons angeschaut und sich gefragt, ob es so etwas nicht auch für Dates statt für Lebensmittel geben könnte. Mittlerweile sind wir von der ursprünglichen Idee abgewichen. Wir haben mit vielen Paaren gesprochen und dabei herausgefunden, dass den Paaren am meisten die Zeit fehlt und nicht das Geld.

Welche Vision verfolgen Sie mit Pairsy, und wie möchten Sie Beziehungen im digitalen Alltag langfristig stärken?

Wir sind der Meinung, dass Beziehungen kein Konsumgut sind. Eine Beziehung muss gepflegt werden, und das gelingt, indem man mit der geliebten Person schöne Erinnerungen schafft. Wir wollen bestehende und neue Paare kurzfristig vor der „Situationship-Falle” bewahren und langfristige Paare vor emotionaler Kälte schützen.

An welche Zielgruppen richtet sich Pairsy hauptsächlich, und welche Herausforderungen möchten Sie für Paare lösen?

Berufstätige Paare, häufig auch Selbstständige, die manchmal nur sehr kurzfristig oder an Wochentagen Zeit füreinander haben und nicht immer in dasselbe Restaurant gehen wollen. Wir arbeiten auch daran, Paaren mit Kindern die Möglichkeit zu bieten, entspannt Zeit miteinander zu verbringen.

Viele Paare wünschen sich mehr gemeinsame Zeit, scheitern jedoch an der Planung. Warum ist dieses Problem aus Ihrer Sicht so weit verbreitet?

Der Hauptgrund ist die Entscheidungsschwäche. Nach einer langen Woche ist man kognitiv immer weniger in der Lage, Entscheidungen zu treffen. Zwar googelt man, was in der eigenen Gegend passiert, hat dann aber oft nicht das Gefühl, die richtige Wahl getroffen zu haben.

Pairsy übernimmt die Organisation von Dates und Erlebnissen. Was macht diesen Ansatz aus Ihrer Sicht besonders?

Ähnlich wie der Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Restaurant und einem Luxus-Restaurant: In einem gewöhnlichen Restaurant kann man sich oft nicht entscheiden, während Luxusrestaurants für ihre Kunden schon die beste Wahl getroffen haben. Wir machen es Paaren einfach, ihr Date nahtlos zu genießen, ohne über die Orgas oder die Qualität der Location nachdenken zu müssen. Im Gegensatz zu einer KI haben wir unsere Locations persönlich durchgefiltert und kontrolliert.

Wie wählen Sie passende Aktivitäten aus, damit die vorgeschlagenen Erlebnisse möglichst gut zu den Interessen der Paare passen?

Wir entwickeln derzeit einen Algorithmus, der nicht nur die beste Option für jedes Paar selektiert, sondern auch die Ticketkontingente für unsere Partner und uns optimiert.

Welche Rolle spielen persönliche Vorlieben und individuelle Empfehlungen bei der Entwicklung Ihrer Plattform?

Wir haben mit vielen Paaren sowie anderen Event-App-Gründern gesprochen. Einige von ihnen sind unsere Freunde oder Bekannte. Vor allem leiten uns unsere Werte: Beziehungen stehen im Fokus, erst danach kommen die App-Features.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen beim Aufbau eines Angebots, das Freizeitplanung, Beziehungspflege und digitale Services miteinander verbindet?

Auch wenn die Nutzer begeistert von Pairsy sind, ist es für viele immer noch ein neues Konzept. Außerdem gibt es technische Anforderungen, da für eine angenehme User Experience eine stabile, einfache und intuitive App benötigt wird. Wir sind überzeugt, dass wir den Code des Date-Planning- und Beziehungs-Segments knacken können.

Wie reagieren Nutzerinnen und Nutzer auf die Idee, die Organisation gemeinsamer Unternehmungen teilweise an Pairsy abzugeben?

Viele sind es bereits gewöhnt, alles über Apps zu erledigen. Musik hören, TV schauen, einkaufen, Haustier betreuen … Für unsere Nutzer ist Pairsy eine Entlastung, da sie sich um eine Sache weniger kümmern müssen. Es erleichtert auch den Paaren den Alltag, da es kein „Ich habe letztes Mal geplant, jetzt du” gibt.

Welche nächsten Entwicklungsschritte und Wachstumsziele stehen bei Pairsy aktuell im Fokus?

Wir wollen unser Premium-Angebot erweitern und weitere Abomodelle sowie Geschenkgutscheine für die Mutter oder den besten Freund einführen. Außerdem wollen wir Pairsy für eine größere Zielgruppe anbieten, uns in weitere Städte und auch außerhalb Deutschlands erweitern sowie Automationen entwickeln, die unser Modell viel skalierbarer machen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die aus einer alltäglichen Herausforderung ein digitales Geschäftsmodell entwickeln möchten?

  1. Löst das typische Henne-Ei-Problem der Plattformbusinesses. Es gibt dafür viele Ansätze.
  2. Achtet darauf, dass euer Angebot wirklich einen Mehrwert hat, sonst kündigen die Leute schnell.
  3. Habt keine Angst vor euren Konkurrenten, denn ihr könnt von anderen Gründern viel lernen.

Bildcredits Cathleen Schmid

Wir bedanken uns bei Milica-Maja Cikusa für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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