Dienstag, März 3, 2026
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Staffelauftakt mit mutigen Gründern

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23. Februar 2026: KI Startup und Gründer Battle sorgen bei Die Höhle der Löwen für Spannung, Emotionen und kontroverse Diskussionen. Die "Löwen" Janna Ensthaler und Ralf Dümmel nehmen die Kondomschutzhülle von "Concard" genau unter die Lupe. Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer
Die "Löwen" Janna Ensthaler und Ralf Dümmel nehmen die Kondomschutzhülle von "Concard" genau unter die Lupe. Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Am 23. Februar 2026 startet Die Höhle der Löwen mit KI Startup, Gründer Battle und Familienunternehmen in die neue Staffel bei VOX.

Wenn sich die Türen der Höhle erneut öffnen, zeigt sich direkt zum Auftakt, wie vielfältig und ambitioniert die deutsche Gründerszene 2026 ist. Die erste Folge, die bereits ab dem 16. Februar auf RTL+ verfügbar ist, verbindet technologische Innovation, emotionale Familiengeschichten und ein temporeiches Wettbewerbsformat zu einem spannenden Staffelstart.

23. Februar 2026: Ein Auftakt mit Innovationskraft

Der 23. Februar 2026 markiert den Beginn einer neuen Staffel und setzt thematisch ein klares Zeichen. Von künstlicher Intelligenz über nachhaltige Ernährung bis hin zu handwerklicher Problemlösung reicht die Bandbreite der präsentierten Geschäftsideen.

Auffällig ist die Professionalität vieler Gründerinnen und Gründer. Sie betreten die Höhle nicht mehr nur mit einer Vision, sondern mit marktreifen Produkten, validierten Geschäftsmodellen und klarer Positionierung. Der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Investoren ist intensiver denn je.

KI Startup admark.ai sorgt für Diskussionen

Für besondere Aufmerksamkeit sorgt ein außergewöhnlich junger Gründer. Christopher Luis Zoellner, 18 Jahre alt, präsentiert mit admark.ai eine KI gestützte Plattform für datenbasiertes Social Media Marketing Made in Germany.

Entwickelt wurde das Tool nach eigenen Angaben im Kinderzimmer. Die Idee entstand aus persönlicher Erfahrung: Als Teenager baute Zoellner mehrere erfolgreiche Instagram Accounts mit bis zu 200.000 Followern auf. Aus dieser Praxis entwickelte er ein skalierbares Analyse Tool für Unternehmen.

admark.ai bewertet Inhalte auf Instagram, Facebook und LinkedIn, vergibt Erfolgsscores und liefert Optimierungsvorschläge für Texte, Emojis sowie Bild und Videoinhalte. Ziel ist es, Social Media Marketing messbar erfolgreicher zu machen. In der Höhle sorgt der KI Ansatz für intensive Diskussionen. Während einige Investoren die technologische Tiefe und Marktpositionierung kritisch hinterfragen, zeigen sie sich zugleich beeindruckt von der unternehmerischen Reife des jungen Gründers.

Gründer Battle bringt Tempo in die Höhle der Löwen

Ein zentrales Element der Auftaktfolge ist das Gründer Battle. Zwei Startups treten direkt gegeneinander an und haben jeweils nur 60 Sekunden Zeit, um das Interesse der Investoren zu wecken. Nur wer überzeugt, darf seinen Pitch fortsetzen.

Im direkten Duell stehen sich Bierbommel und LUBELL gegenüber. Bierbommel präsentiert eine Lösung für sicheren Bechertransport im Stadion und adressiert damit ein alltagsnahes Problem mit großer Zielgruppe. LUBELL hingegen setzt auf ein duftspendendes Armband, das Lifestyle und Funktionalität verbindet.

Das Gründer Battle verdeutlicht, wie entscheidend Klarheit, Storytelling und Bühnenpräsenz sind. In nur einer Minute muss eine Geschäftsidee verständlich, relevant und investierbar erscheinen. Das Format erhöht den Druck und bringt zusätzliche Dynamik in die Verhandlungen.

Familienunternehmen eezee setzt alles auf eine Idee

Für einen der emotionalsten Momente sorgt das Familienunternehmen eezee aus der Nähe von Freiburg. Sandra und Heiko Geffers treten gemeinsam mit ihrem Sohn Tom Lewis an. Über zwei Jahrzehnte führten die Eltern einen erfolgreichen Heizungs und Sanitärbetrieb mit rund 50 Mitarbeitenden.

Die Idee zu eezee entstand direkt aus dem Arbeitsalltag. Ungleichmäßige oder rissige Silikonfugen führten regelmäßig zu unzufriedenen Kunden. Die Familie entwickelte eine flexible Fertigfuge, die sowohl Profis als auch Heimwerkern saubere Ergebnisse ermöglicht.

Um sich vollständig auf das neue Produkt zu konzentrieren, verkaufte die Familie ihren Handwerksbetrieb. eezee ist bereits am Markt etabliert und verzeichnet starke Verkaufszahlen. In der Höhle wird schnell deutlich, dass es sich nicht um ein Nischenprodukt handelt, sondern um einen universellen Problemlöser mit breitem Marktpotenzial. Die Verhandlungen entwickeln sich emotional und intensiv.

Nachhaltige Ernährung mit Andenkraft

Mit Andenkraft bringt Justinian Gomez Moreno eine natürliche Zuckeralternative auf Basis der Yaconwurzel aus den peruanischen Anden in die Höhle. Die Wurzel ist für ihre präbiotischen Eigenschaften bekannt und wird seit Jahrhunderten traditionell genutzt.

Gemeinsam mit Kleinbauern in Peru verarbeitet das Unternehmen die Yaconwurzel zu Sirup und Haselnusscreme, ohne Industriezucker und palmölfrei. Der Pitch erhält eine besondere emotionale Note, da die Familie des Gründers sichtbar hinter dem Projekt steht.

Die Investoren würdigen Geschmack und gesundheitlichen Ansatz, stellen jedoch kritische Fragen zur Marktaufklärung und Positionierung. Andenkraft steht exemplarisch für den wachsenden Trend zu funktionalen Lebensmitteln mit nachhaltigem Anspruch.

Kontroverse Reaktionen auf CONCARD

Für hitzige Diskussionen sorgt schließlich CONCARD, eine flache Kondomschutzhülle für das Portemonnaie. Gründer Patrick Beyer will damit sicherstellen, dass Kondome im Alltag tatsächlich geschützt bleiben und Safer Sex nicht an falscher Aufbewahrung scheitert.

Der provokante Pitch polarisiert. Während einige Investoren das Produkt kritisch beurteilen, erkennen andere das Potenzial hinter einem alltäglichen, aber sensiblen Thema. Auch hier zeigt sich, wie unterschiedlich Geschäftsmodelle bewertet werden können.

Der Staffelauftakt zeigt deutlich: Zwischen KI Startup, Gründer Battle und Familienunternehmen präsentiert sich die neue Runde von Die Höhle der Löwen vielfältig, emotional und innovationsgetrieben.

Bild Die „Löwen“ Janna Ensthaler und Ralf Dümmel nehmen die Kondomschutzhülle von „Concard“ genau unter die Lupe. Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wie sicher ist Rodeln wirklich – und warum unterschätzen so viele das Bremsen?

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Rodelsport Björn mit Iron Brakes beim Rodeln

Rodelsport Björn e.U. entwickelt mit den Iron Brakes eine innovative Lösung für mehr Sicherheit beim Rodeln und wird am 17. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen

Können Sie Rodelsport kurz vorstellen und erklären, welches Problem Sie im Bereich Rodeln und Sicherheit im Wintersport lösen möchten?

Der Rodelsport hat in Österreich eine lange Tradition und ist eigentlich ein niederschwelliger Sport „draufsetzen und los geht’s“. Er bekommt auch immer mehr Beliebtheit speziell bei Familien, doch leider wissen viele nicht wie man richtig lenkt und vor allem bremst. Damit alle beim Rodeln Spaß haben und sicher ins Ziel kommen, habe ich die patentierten Iron Brakes entwickelt. Iron Brakes sind Bremshilfen zum Rodeln, die man sich einfach um den Schuh schnallt und mit den Spikes kann man sofort sicher bremsen. Denn wer „sicher“ bremst gewinnt und kommt sicher ins Ziel!

Welche Vision steht hinter Rodelsport und welches langfristige Ziel verfolgen Sie mit Ihrem Startup?

Die Vision ist, den Rodelsport sicherer zu machen und allen die Möglichkeit zu geben diesen coolen und rasanten Wintersport sicher ausüben zu können.

An wen richtet sich Ihr Produkt konkret und warum spielt das Thema Sicherheit beim Rodeln für diese Zielgruppe eine so zentrale Rolle?

An alle die sicheren Rodelspaß wollen. Speziell auch an Rodelverleiher, die wollen, dass ihre Kunden immer wieder sicher ins Ziel kommen.

Mit den Iron Brakes haben Sie ein eigenes Sicherheitsprodukt entwickelt. Wie funktionieren die Iron Brakes konkret und welches Sicherheitsproblem lösen sie beim Rodeln?

Iron Brakes sind Bremshilfen, die man sich einfach um den Schuh schnallt. Mit den integrierten Spikes kann man speziell auf Hartschnee und Eis sicher bremsen. Die Iron Brakes passen auf fast alle Schuhe in den Größen 30 bis 47 und sind daher geeignet für Jung und Alt.

Welche Erfahrungen oder Rückmeldungen aus der Praxis haben Sie bisher zu den Iron Brakes erhalten, etwa von Freizeitrodlern, Familien oder Profis?

Diejenigen die es probiert haben, waren sofort überzeugt, dass man sicher bremst! Die schönste Rückmeldung war bisher „jetzt habe ich endlich das gefunden, was ich schon jahrelang gesucht habe“.

Rodelsport Björn mit Iron Brakes beim Rodeln @rodelsport.at

Was unterscheidet die Iron Brakes von bestehenden Brems oder Sicherheitslösungen im Rodelsport?

Meist wird kommuniziert, dass festes Schuhwerk wichtig ist zum Rodeln. Das stimmt, aber oft braucht es mehr als dass, nämlich Spikes, mit denen man auch auf eisigem Untergrund rechtzeitig bremsen kann.

Was hat Sie dazu bewogen, Rodelsport am 17. Februar in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu präsentieren?

Die Überzeugung, dass der Rodelsport generell mehr ins Rampenlicht gehört und dass Rodeln mit „Sicherheit“ noch mehr Spaß macht!

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die Sendung und welche Ziele verbinden Sie mit Ihrem Auftritt vor den Investoren?

Ich bin überzeugt, dass mein Produkt „Iron Brakes“ nicht nur für Rodler, sondern auch für Investoren eine sichere Investition sind.

Was war für Sie persönlich die größte Herausforderung bei der Vorbereitung auf den Pitch?

Dass ich auf die Fragestellungen möglichst gut vorbereitet bin.

Welche Reaktionen oder Fragen der Investoren erwarten Sie insbesondere in Bezug auf die Iron Brakes und deren Marktpotenzial?

Für die Investoren sind Zahlen natürlich sehr wichtig. Ich kann ihnen sagen, dass jährlich in Österreich leider ca. 2200 Rodelunfälle im Spital landen und 2 sogar tödlich enden. Der Markt rund um den Rodelsport hat noch sehr viel Potential, denn es werden allein in Österreich jährlich ca. 2,5 Mio Rodeln verliehen.

Welche Bedeutung hätte ein Investment für die Weiterentwicklung der Iron Brakes, etwa in Bezug auf Weiterentwicklung, Produktion oder neue Einsatzbereiche?

Natürlich eine sehr große Bedeutung. Wir können die Produktion besser automatisieren und weitere Adaptierungen sind schon in Planung.

Was sind die nächsten Schritte für Rodelsport nach der Ausstrahlung der Sendung und welche Meilensteine möchten Sie in den kommenden Monaten erreichen?

Die Bekanntheit der Iron Brakes wird sicher steigen und hoffentlich auch das Bewusstsein, dass sicher Rodeln noch viel mehr Spaß macht. Das Ziel ist es, dass zukünftig jede(r) ganz selbstverständlich mit Helm und Iron Brakes rodeln geht.

Welche Tipps würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die darüber nachdenken, ihr Startup in einer TV Startup Sendung zu präsentieren?

Wer den Mut hat ein Startup zu gründen, braucht unbedingt auch den Mut sein Produkt oder Innovation zu präsentieren. Puls4 bietet mit 2 Minuten 2 Millionen eine große Bühne für die Unternehmen, die für ihre Innovation brennen und davon 100% überzeugt sind. Ich bin sehr dankbar, dass mir diese Bühne zur Verfügung gestellt wurde und kann nur jedem empfehlen glaubt an euch und eure Ziele! Denn es ist alles schaffbar, weil wie eine bekannte österreichische Sängerin Die Mayerin singt „Du host ollas in dir“.

Sehen Sie Rodelsport am 17. Februar 2026 in 2 Minuten 2 Millionen

Bildcredits: Rodelsport

Wir bedanken uns bei Björn Kierspel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Rodelsport Björn e.U.

rodelsport Björn logo grün weiss

Kontakt:

Rodelsport Björn e.U.
Oberweg 123
6145 Navis

www.rodelsport.at
info@rodelsport.at

Ansprechpartner: Björn Kierspel

Social Media:
Instagram
LinkedIn

Warum scheitern so viele Unternehmen an der Finanzierung?

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finmid integriert Finanzierung in B2B Plattformen finmid max schertel

finmid ermöglicht B2B Plattformen integrierte Finanzierungslösungen und verbindet Plattformen mit datenbasierter Finanzierung für KMUs in ganz Europa.

Wie würden Sie finmid heute beschreiben und wer sind die Menschen hinter dem Unternehmen?

finmid hat sich zum Haupt-Ansprechpartner für globale B2B-Plattformen entwickelt, die mehr bieten wollen. Mit unserer leicht integrierbaren Infrastruktur ermöglichen wir es diesen Plattformen, ohne dass sie im Bankengeschäft tätig sind, maßgeschneiderte Finanzierungsprodukte für ihre Kunden in 30 europäischen Märkten anzubieten. So haben wir schon das Vertrauen der führenden Plattformen Europas in den Bereichen Gastronomie, Zahlungsdienstleistung, E-Commerce und Mobilität, wie etwa Wolt oder FREENOW, gewonnen.

Alexander Talkanitsa, Co-Founder von finmid, und ich haben uns bei N26 kennengelernt, wo wir fünf Jahre lang eng im Bereich Business Operations zusammengearbeitet haben. Dann haben wir eine Chance gesehen, die Marktlücke in der Unternehmensfinanzierung zu schließen – indem wir Plattformen, die schon über die Daten und Beziehungen verfügen, mit dem nötigen Kapital verbinden, das Unternehmen brauchen. Heute haben wir ein Team von rund 45 Mitarbeitern aus 23 Nationen.

Welche Idee oder welches spezifische Marktproblem war der Ausgangspunkt für die Gründung von finmid?

Unsere Kernthese ist: Jedes Unternehmen braucht Geld. Hier besteht eine fundamentale Diskrepanz zwischen was der Markt braucht, und was er bedient: Millionen von KMUs benötigen Kapital, um zu wachsen, aber traditionelle Banken können ihnen dies nicht effizient verschaffen. Diese Finanzierungslücke wird auf 400 Milliarden Euro geschätzt.

Banken fehlen drei Dinge:
Vertrieb, um diese Unternehmen in großem Umfang zu erreichen,
Zugang zu Echtzeitdaten, und
Bestehende Vertrauensbeziehungen.

Plattformen hingegen verfügen bereits über alles drei: Sie haben Zugang zu Tausenden von Unternehmen, sitzen auf massig Transaktionsdaten und haben bereits Vertrauen im Rahmen ihrer bestehenden Geschäftsbeziehungen aufgebaut. Aufgrund der regulatorischen und operativen Komplexität wollen Plattformen jedoch nicht selbst zu Banken werden.

finmid wurde gegründet, um genau diese Lücke zu füllen: Wir stellen die Infrastrukturlösung, die es Plattformen ermöglicht, integriert Finanzierung anzubieten, während wir uns um die „unangenehmen“ Teile wie regulatorische Anforderungen, Underwriting und operative Abläufe kümmern.

Welche Vision verfolgt finmid im Bereich der KMU-Finanzierung und wie wollen Sie diese Schritt für Schritt umsetzen?

Wir wollen in den nächsten Jahren der Unternehmensfinanzierung und der europäischen Wirtschaft einen Aufschwung verleihen.

Unsere Mission ist es, der führende Embedded-Lending-Anbieter für B2B-Plattformen zu sein und 32 Millionen europäischen Unternehmen Zugang zu Wachstumskapital direkt über die Plattformen zu gewähren, die sie ohnehin täglich nutzen. Wir skalieren Schritt für Schritt und erweitern unser Modell über drei Dimensionen – auf weitere geografische Gebiete, Branchen und Finanzierungsformen.

Schon heute sind wir in 30 europäischen Märkten aktiv und arbeiten mit Plattformen aus Bereichen wie Payments, Hospitality und Commerce sowie mit Marktplätzen und SaaS-Plattformen zusammen. Zudem decken wir unterschiedliche Finanzierungsformen ab, etwa umsatzbasierte oder asset-basierte Modelle.

An wen richtet sich Ihr Angebot konkret und welche Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe stehen im Mittelpunkt?

Unsere Partner sind B2B-Plattformen Handelsmarktplätze, Zahlungsdienstleister, vertikale SaaS-Unternehmen, Mobilitätsdienstleister und andere. Ihre Prioritäten sind Wachstum, Kundenbindung und Kapitalvermittlung ohne weitere Umstände.

Am Ende der Wertschöpfungskette stehen die Unternehmen auf den Plattformen, die Kapital für kurzfristigen Cashflow und langfristiges Wachstum benötigen. Sie wollen Schnelligkeit und Komfort durch vorab-genehmigte Finanzierung, verfügbar über ihre bereits vertrauten Plattform-Anbieter.

Wie unterscheidet sich Ihr plattformbasierter Finanzierungsansatz von herkömmlichen Kreditlösungen?

Bei herkömmlichen Krediten müssen Unternehmen Finanzierungen suchen und unzählige Anträge ausfüllen, nur um wochenlang auf eine Genehmigung zu warten, die am Ende an Bonität oder Sicherheitsleistungen scheitert. Der Prozess ist bürokratisch, langsam und am Ende werden viele rentable Unternehmen abgelehnt.

Wir drehen dieses Modell um, indem wir direkt in die Plattformen integrieren, auf denen Unternehmen bereits tätig sind. Auf Grundlage der breiten auf der Plattform schon vorhandenen Datenmasse können wir kontinuierlich verfügbare Finanzierungsangebote für das individuelle Unternehmen konfigurieren, mit Geld das sofort bereitgestellt wird, wenn das Unternehmen Kapital benötigt. Und das alles ganz ohne langwierige Anträge oder Wartezeiten.

Dies hat drei Vorteile:
Distribution zu Grenzkosten von nahezu null.
Risk Assessment auf der Grundlage von Echtzeitdaten an Stelle von rein historischen Finanzdaten.
Weg von Unternehmen, die Kapital suchen müssen, hin zu sofortiger Verfügbarkeit von Kapital bei Bedarf.

Welche Rolle spielen Echtzeitdaten bei Ihren Finanzierungsentscheidungen und welchen Mehrwert schaffen sie für Unternehmen?

Echtzeitdaten sind für unser Modell von grundlegender Bedeutung. Wir betrachten das tägliche Transaktionsvolumen, den Bruttowarenwert, Kundenbewertungen und andere Kennzahlen.

Dies schafft Mehrwert in zweierlei Hinsicht:
Erstens ermöglicht es uns, Unternehmen zu finanzieren, die von traditionellen Banken abgelehnt würden. Wir können erkennen, dass ein Unternehmen gesund ist und wächst, auch wenn es nicht über umfangreiche Finanzdaten verfügt.

Zweitens ermöglichen sie eine präzisere Risikobewertung und schnellere Entscheidungen. Ein Unternehmen kann innerhalb weniger Minuten auf der Grundlage von Daten, die bereits über die Plattform vorliegen, für Finanzierung genehmigt werden. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie effizienter an Geld kommen, aber noch wichtiger ist, dass Kapitalzugang für zahlreiche Unternehmen geschaffen wird, für die dies über traditionelle Wege niemals möglich gewesen wäre.

Vor welchen Herausforderungen stehen Sie derzeit in dem stark regulierten Finanzumfeld?

Bereits innereuropäisch zu expandieren ist komplex. Die Rechtsordnungen weisen oft unterschiedliche regulatorische Nuancen auf. Aber genau das ist mittlerweile zu einem unserer wichtigsten Wertversprechen geworden: Wir haben die Infrastruktur aufgebaut, um diese Komplexität zu bewältigen, sodass die Plattformen dies nicht tun müssen.

Wir haben die notwendige regulatorische Struktur aufgebaut, um in unseren Zielmärkten europaweit agieren zu können, ohne von fragilen Drittanbieter-Strukturen oder externen Faktoren abhängig zu sein. Die Einhaltung der auch kontinuierlich Veränderungen unterliegenden Vorschriften in allen Märkten und die Verwaltung grenzüberschreitender Aktivitäten erfordern jedoch ständige Investitionen von Zeit und Geld.

Genau diese regulatorische Komplexität hindert Plattformen daran, dies selbst aufzubauen, und ist der Grund, warum sie stattdessen lieber mit uns zusammenarbeiten.

Was macht Finmid aus Ihrer Sicht für Plattformpartner besonders attraktiv?

Zwei Dinge: das vereinfachte Anbieten von Finanzierungslösungen und wirtschaftliche Anreize.

Wir nehmen Ihnen die gesamte regulatorische und operative Komplexität ab, die mit dem Betrieb eines Kapital-produkts einhergeht. Plattformen können in diesen Bereich mittels einer einzigen Integration vordringen, ohne selbst zu Banken zu werden.

Der Business Case ist ebenso überzeugend. Unsere Partner verzeichnen einen GMV-Anstieg um 20 %, erhöhte Kundenbindung durch um 70 % verringerte Abwanderung und 85 % erneute Inanspruchnahme von Finanzierung. Dies stärkt ihr Kerngeschäft und schafft zudem eine zusätzliche Einnahmequelle.

Wie entwickeln sich Nachfrage und Akzeptanz für Embedded Finance bei kleinen und mittleren Unternehmen?

Die Akzeptanz steigt rapide. KMUs erwarten zunehmend, dass Finanzdienstleistungen in Plattformen integriert sind, die sie bereits täglich nutzen. Diese Entwicklung spiegelt wider, was im Bereich Verbraucherfinanzierung mit Produkten wie „Buy Now, Pay Later” geschehen ist. Im B2B-Bereich ist dieser Trend jedoch noch stärker ausgeprägt, da die Datengrundlage umfangreicher ist Besonders starke Nachfrage sehen wir in Branchen mit hoher Cashflow-Volatilität: Lebensmittellieferung, Transport. 85 % unserer Händler nehmen nach dem ersten Mal weitere Finanzierungen in Anspruch. Dies zeigt deutlich, dass Unternehmen, sobald sie einmal vorab genehmigte, in bestehende Arbeitsabläufe integrierte Finanzierung erlebt haben, dies gegenüber traditionellen Wegen deutlich bevorzugen.

Die Chance ist enorm: Zum einen bedienen wir einen Bereich, der zuvor nicht bedient wurde, zum anderen erfüllen wir den Bedarf nach effizienterer Zurverfügungstellung von Kapital.

Was sind die nächsten Entwicklungsschritte oder strategischen Prioritäten für finmid?

Unser aktueller Fokus liegt auf dem Aufbau der Kerninfrastruktur und dem Ausbau von Partnerschaften. Wir erweitern unsere geografische Abdeckung, vertiefen unsere Kompetenzen in verschiedenen Finanzierungsprodukten, von Merchant Cash Advances bis hin zu befristeten Darlehen, und zeigen, dass unser Modell plattformübergreifend funktioniert.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben?

Erstens: Ein echtes Problem identifizieren und dies lösen. Wir haben finmid gegründet, weil Millionen von Unternehmen keinen Zugang zu dem Kapital haben, das sie für ihr Wachstum benötigen. Wenn man kein dringendes und wichtiges Problem löst, wird der Weg deutlich herausfordernder.

Zweitens: Etwas aufbauen, das komplex ist. Expansion in 30 Märkte ist nicht glamourös, schafft aber Markteintrittsbarrieren. Keine Scheu vor operativen Herausforderungen, wenn dies zu dauerhafter Wertschöpfung führt.

Drittens: Nicht aufgeben. Ein Infrastruktur-Layer für Finanzierungsvermittlung zu entwickeln ist kein Wachstums-Hack. Diese Arbeit hängt von vielen externen Faktoren, wie Regulierung und Beziehungen zu Kapitalgebern sowie Vertrauenswürdigkeit der Plattformen ab. Als Gründer muss man seine Überzeugung bewahren, auch wenn der Fortschritt schleppend scheint. Unternehmen, deren Gründung sich lohnt, starten selten vom ersten Tag an durch.

Bild Bildcredits/Fotograf: Maurizio Sorvillo

Wir bedanken uns bei Max Schertel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Hamburg Innovation Summit 2026

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Hamburg Innovation Summit 2026 stärkt Innovation Fotocredit ©Hamburg Innovation Summit / Andreas Schwarz Photography

Der Hamburg Innovation Summit HHIS kehrt am 18. Juni 2026 ins Oberhafenquartier zurück.

In der elften Ausgabe des HHIS kommen am 18. Juni 2026 im Oberhafenquartier in Hamburg einen Tag lang Menschen zusammen, die Innovation nicht nur denken, sondern aktiv gestalten wollen. Gründerinnen, Unternehmen, Vordenkerinnen sowie Vertreter*innen aus Gesellschaft, Politik und Wissenschaft. Der HHIS schafft Raum für Dialog, neue Perspektiven und konkrete Impulse für die Zukunft der Metropolregion und darüber hinaus.

Innovationsvielfalt auf über 1.800 Quadratmetern

Auf mehr als 1.800 Quadratmetern Ausstellungsfläche und mindestens fünf parallel bespielten Bühnen bietet der Hamburg Innovation Summit 2026 ein dichtes Programm aus Best Practices, Innovationen zum Erleben und Ausprobieren sowie inspirierenden Diskussionen. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Lösungen, marktfähige Innovationen und neue Denkansätze zu zentralen Zukunftsfeldern, die sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen KMUs sowie das Handwerk richten.

Thematisch reicht das Spektrum von Künstlicher Intelligenz und Data Science über Handwerk 4.0, Advanced Material und Social and Impact Innovation bis hin zu Mobilität, Klima und Energie, Gesundheit, Entrepreneurship sowie Talent und Bildung.

Botschafter*innen setzen Impulse für Innovationskultur

Der HHIS versteht sich auch 2026 als offene Plattform für alle Innovationsinteressierten, die die Zukunft aktiv mitgestalten und nachhaltigen Impact schaffen wollen. Ziel ist es, durch Vernetzung, Kollaboration und Mitgestaltung praxisnahe Lösungen für lokale Herausforderungen zu entwickeln und zugleich positive globale Impulse zu setzen. Hamburg unterstreicht mit dem Summit seine Rolle als Innovationshub mit internationaler Ausstrahlung und verbindet Visionen mit konkretem Praxisnutzen.

Begleitet wird der HHIS erneut von renommierten Stimmen der Innovationsszene als Botschafter*innen. Die Corporate Tech Influencerin und Voice for Innovation bei Deloitte, Lara Sophie Bothur, steht für das Thema Innovation groß denken. Die Professorin für Nachhaltiges Wirtschaften und Chief Sustainable Officer CSO der Universität Hamburg, Prof. Dr. Laura Marie Edinger Schons, repräsentiert eine mutige, wertebasierte Innovationskultur. Die Handwerksbrüder und Influencer Yannes und Laurin Bock, die sich mit ihren Instagram Kanälen dermoebelbock.official und derholzbock.official zu einem wichtigen Sprachrohr des Handwerks entwickelt haben, stehen für starkes Commitment und unternehmerische Haltung.

Die Teilnehmerinnen des Hamburg Innovation Summit 2026 dürfen sich unter anderem auf spannende Impulsvorträge der Botschafterinnen freuen.

Termin im Überblick

Datum Donnerstag, 18. Juni 2026
Uhrzeit ab 9:00 Uhr Einlass, ab 10:00 Uhr Programmstart
Ort Oberhafenquartier, Stockmeyerstraße 43, 20457 Hamburg

Eintritt frei mit vorheriger Anmeldung über
www.hamburg-innovation-summit.de

Bild Fotocredit ©Hamburg Innovation Summit / Andreas Schwarz Photography

Quelle Hamburg Innovation Summit c/o WILKENWERK GmbH

Video KI 2026: Markt, Tools und Regulierung

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Video KI 2026: Markt, Tools und Regulierung

Key Takeaways

  • Die Video KI 2026 revolutionieren Marketing und E-Learning durch Automatisierung und steigende Produktionseffizienz.
  • Markttreiber sind Faktoren wie Skalierungsdruck, technologische Reife und Zugang zu Cloud-GPU-Infrastruktur.
  • Fünf Plattformen bieten unterschiedliche Lösungen: HeyGen für Avatar-Produktion, Synthesia für Unternehmensvideos, Runway für kreative Umsetzungen, DeeVid für Social-Creator und Kling AI für fotorealistische Videos.
  • Mit dem EU AI Act 2026 benötigen Anbieter klare Kennzeichnung für KI-generierte Inhalte – Compliance wird zum Wettbewerbsfaktor.
  • Chancen liegen im wachsenden Bedarf an Videoproduktion, während Risiken in hohem Kapitalbedarf und regulatorischer Unsicherheit bestehen.

Ein Milliardenmarkt unter Beobachtung

Bewegtbild ist 2026 das dominierende Kommunikationsformat in Marketing, E-Learning und Unternehmenskommunikation. Gleichzeitig steigen Tempo und Produktionsvolumen. In diesem Zusammenhang gewinnt das Thema Video KI 2026 zunehmend an Bedeutung. Klassische Videoproduktion stößt hier wirtschaftlich an Grenzen.

Die Video KI 2026 schließen genau diese Lücke. Sie automatisieren Skript, Sprecher, Szenen und Schnitt – teils vollständig. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der globale Markt für KI-gestützte Videoproduktion inzwischen ein Volumen im Milliardenbereich erreicht hat.

Doch mit wachsender Verbreitung verschieben sich auch die regulatorischen Rahmenbedingungen. Produktion allein reicht nicht mehr – Compliance wird zum Wettbewerbsfaktor.

Markttreiber Video KI 2026: Effizienz trifft Infrastruktur

Die Dynamik hinter den Video KI 2026 basiert auf fünf klaren Faktoren:

  • Skalierungsdruck im Performance-Marketing
  • Globale Lokalisierung von Video-Content
  • Technologische Reife von Text-to-Video-Modellen
  • Breiter Zugang zu Cloud-GPU-Infrastruktur
  • Wachsende Akzeptanz synthetischer Sprecher im Business

Parallel steigt die Kapitalintensität des Marktes. Hochauflösende Modelle benötigen enorme Rechenleistung. Damit werden Finanzierung und Infrastruktur strategische Kernfragen.

Fünf Plattformen im Detail

HeyGen – Skalierbare Avatar-Produktion

HeyGen setzt auf digitale Sprecher und mehrsprachige Lokalisierung. Über 175 Sprachen sind möglich, die Produktion erfolgt kreditbasiert.

Preisstruktur:
Free-Version mit Wasserzeichen, Creator ab 29 Euro pro Monat, Enterprise ab etwa 149 Euro.

Positionierung:
B2B-orientiert, stark im Marketing- und Schulungsumfeld.

Chancen:
Wachsende Nachfrage nach international einsetzbaren Videoinhalten.

Risiken:
Austauschbarkeit von Avatar-Stilen, zunehmender Wettbewerb.

HeyGen steht exemplarisch für den funktionalen Ansatz vieler KI-Video-Tools.

Synthesia – Standardisierung für Unternehmen

Synthesia fokussiert sich klar auf strukturierte Business-Videos.

Preismodell:
Kostenloser Einstieg, Starter ab 16 Euro monatlich, Enterprise individuell.

Stärken:

  • Über 120 Sprachen
  • Corporate Templates
  • Screen-Recording

Strategische Rolle:
Im Kontext der Video KI 2026 verkörpert Synthesia den Effizienzgedanken im Unternehmensumfeld.

Risiken:
Begrenzte kreative Tiefe im Vergleich zu generativen High-End-Modellen.

Runway – Kreative Produktionsumgebung

Runway adressiert Kreativschaffende und Studios. Mit Gen-3-Technologie bietet das Unternehmen Text-to-Video auf hohem visuellen Niveau.

Preis:
Ab rund 12 Euro monatlich, skalierend nach Leistungsbedarf.

Besonderheiten:

  • 4K-Upscaling
  • Rotoscoping
  • Hohe Szenenkonsistenz

Runway ist kapitalstark finanziert und investiert stark in Forschung.

Im Wettbewerb der Video KI 2026 steht Runway für Qualität und professionelle Anwendungen.

DeeVid – Creator-zentrierte Integration

DeeVid kombiniert Video-, Bild- und Musikgenerierung in einer Oberfläche.

Modell:
Freemium mit Zusatzoptionen.

Zielgruppe:
Social-Media-Creator und kleinere Teams.

Stärken:
Schnelle Produktion, integrierter Musikgenerator.

Risiken:
Starke Konkurrenz, Differenzierung schwierig.

Kling AI – Fokus auf visuelle Präzision

Kling AI setzt auf fotorealistische 4K-Videoerstellung inklusive nativem Audio.

Funktionen:

  • Multi-Character-Support
  • Verschiedene Qualitätsmodi
  • Ausgeprägte VFX-Fähigkeiten

Im Premiumsegment der Video KI 2026 spielt Kling AI vor allem im Werbeumfeld eine Rolle.

Vergleich Video KI 2026 Plattformen

ToolFokusPreis abAuflösungZielgruppe
HeyGenAvatar & Lokalisierung29 €1080p/4KMarketing
SynthesiaBusiness-Videos16 €1080pHR & Corporate
RunwayKreativ & Film12 €bis 4KStudios
DeeVidAll-in-One CreatorFreeFull-HDSocial Creator
Kling AIFotorealistische Videosvariabelbis 4KWerbung

Regulatorischer Rahmen & Kennzeichnungspflicht Video KI 2026

Mit dem vollständigen Inkrafttreten des EU AI Act am 2. August 2026 verändern sich die Spielregeln für KI-gestützte Videoproduktion grundlegend.

Kennzeichnungspflicht (Art. 50 AI Act):
Anbieter und Betreiber müssen sicherstellen, dass KI-generierte oder manipulierte Videoinhalte eindeutig als solche gekennzeichnet sind.

Technische Umsetzung:

  • Sichtbare Hinweise (Wasserzeichen, Banner, Disclaimer)
  • Maschinenlesbare Metadaten
  • Kryptografische Herkunftsnachweise
  • Implementierung von C2PA-Standards

C2PA gilt branchenweit als technischer Referenzrahmen zur Sicherung von Herkunftsinformationen.

Ausnahmen:
Eine Kennzeichnung kann entfallen, wenn Inhalte signifikant redaktionell überarbeitet wurden oder klar satirisch/künstlerisch sind – dennoch bleibt Transparenz ratsam.

Sanktionen:
Bußgelder von bis zu 15 Millionen Euro oder bis zu 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

Urheberrecht:
Rein KI-generierte Inhalte ohne wesentliche menschliche Schöpfungshöhe genießen in der EU und den USA keinen urheberrechtlichen Schutz. Für Unternehmen entsteht hier ein erhebliches wirtschaftliches Risiko.

Journalistischer Merksatz:
2026 entscheidet nicht die Nutzung von KI über Wettbewerbsfähigkeit – sondern ihre rechtssichere Deklaration.

Gesamtanalyse

Die Video KI 2026 zeigen eine klare Segmentierung:

  1. Standardisierte Business-Lösungen
  2. Kreativ- und Premium-Modelle
  3. Integrierte Creator-Plattformen

Neu ist 2026 jedoch der regulatorische Druck. Compliance wird Teil der Produktarchitektur. Anbieter, die Transparenz technisch integrieren, verschaffen sich einen strategischen Vorteil.

Chancen und Risiken für Gründer und Investoren von Video KI 2026 Plattformen

Chancen:

  • Wachsender Bedarf an skalierbarer Videoproduktion
  • Neue Geschäftsmodelle im Lokalisierungsmarkt
  • Integration in bestehende Marketing-Stacks

Risiken:

  • Hoher Kapitalbedarf
  • Technologischer Wettbewerb
  • Regulatorische Unsicherheit
  • Fehlender Urheberrechtsschutz bei rein KI-generierten Inhalten

Für Investoren bleiben die Video KI 2026 attraktiv – allerdings nur bei klarer Positionierung und belastbarer Compliance-Strategie.

Fazit

Die Video KI 2026 stehen für einen strukturellen Wandel in der Medienproduktion. Rechenleistung ersetzt nicht Kreativität, verändert aber ihre ökonomischen Rahmenbedingungen.

Mit dem EU AI Act wird Transparenz zur Pflicht. Wer KI-Videos einsetzt, muss Herkunft, Kennzeichnung und Rechtefragen sauber klären.

Der Markt wächst – aber er professionalisiert sich zugleich. Für Unternehmen zählt 2026 nicht nur Innovationsgeschwindigkeit, sondern rechtliche und strategische Souveränität.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – Framestock

Wem gehören unsere privatesten Erinnerungen im digitalen Zeitalter wirklich?

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zeitkapsl schützt Kinderfotos mit Datenschutz Teambild

zeitkapsl bietet einen verschlüsselten Cloud Speicher für Kinderfotos mit Fokus auf Datenschutz und wird am 17. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen

Können Sie zeitkapsl kurz vorstellen und erläutern, welches Problem Sie im Umgang mit Fotos, Videos und digitalen Erinnerungen lösen möchten?

Wir schützen Fotos und Videos vor den neugierigen US Tech-Konzernen, mit einer sicheren europäischen Alternative zu Google Fotos oder iCloud.
Heute speichern die meisten Menschen ihre Erinnerungen bei großen Tech-Konzernen. Was für uns emotionale Momente sind, sind für Big-Tech-Unternehmen extrem wertvolle Datenquellen. Aus Fotos und Videos lassen sich mithilfe moderner KI sehr präzise Rückschlüsse auf den sozialen Hintergrund, die psychische Gesundheit, Kaufinteressen sowie politische oder religiöse Zugehörigkeiten ziehen.

Hinzu kommt, dass durch den US Cloud Act unter bestimmten Umständen auch US-Behörden Zugriff auf diese Daten erhalten können. Das bedeutet: Unsere privatesten Erinnerungen sind technisch und rechtlich nicht unter unserer vollständigen Kontrolle.
zeitkapsl verfolgt deshalb einen radikal anderen Ansatz:
Alle Bilder und Videos werden bereits auf dem Endgerät verschlüsselt – also bevor sie überhaupt hochgeladen werden. Dadurch wird garantiert, dass niemand außer den Nutzerinnen und Nutzern selbst auf die Inhalte zugreifen. Weder Tech-Konzerne, noch Hacker, noch KI-Systeme, auch wir als Anbieter nicht.

Welche Vision steht hinter Zeitkapsl und welches langfristige Ziel verfolgen Sie mit Ihrem Startup im Bereich Datenschutz und digitale Selbstbestimmung?

Wir möchten die Kontrolle über Fotos und Videos zurück in die Hände der Menschen holen – und bewusst zurück in die Europäische Union, wo Datenschutz ein Grundrecht ist und kein Geschäftsmodell.
Heute sind persönliche Bilder längst mehr als nur Erinnerungen. Sie sind hochsensible Datenquellen. Gleichzeitig sind viele Menschen faktisch abhängig von großen Cloud-Anbietern, bei denen sie weder technische noch rechtliche Kontrolle über ihre Inhalte haben. Echte Alternativen gab es bisher vor allem für Expert:innen, die ihre eigene Infrastruktur betreiben können.

Unser langfristiges Ziel ist es deshalb, digitale Selbstbestimmung radikal zu vereinfachen. Datenschutz darf kein Privileg für Technikaffine sein. Er muss alltagstauglich sein.
Besonders wichtig ist uns dabei der Schutz von Kinderfotos. Kinder können nicht selbst entscheiden, wo ihre Fotos gespeichert oder analysiert werden. Eltern tragen hier eine enorme Verantwortung. Und wir alle wissen: Was einmal im Netz landet, lässt sich nicht mehr vollständig zurückholen.
Digitale Selbstbestimmung soll kein Ideal bleiben, sondern gelebte Realität für jede Familie werden.

An wen richtet sich Ihr Produkt konkret und warum ist ein verschlüsselter, europäischer Cloud-Speicher für diese Zielgruppe besonders relevant?

zeitkapsl richtet sich an Jungfamilien im europäischen Raum.

Gerade Eltern speichern tausende Fotos und Videos ihrer Kinder – vom ersten Ultraschallbild bis zum Kindergartenalltag. Gleichzeitig sind genau diese Inhalte extrem sensibel. Kinder können nicht selbst entscheiden, wo ihre Bilder landen, wie sie analysiert werden oder ob sie möglicherweise in KI-Trainingsdaten einfließen.

Darüber hinaus bieten wir speziell für Kindergärten das „zeitkapsl Kit“ an – ein Rundum-Sorglos-Paket für den sicheren Umgang mit Kinderfotos. Es umfasst: rechtssichere Einverständniserklärungen für Eltern, Informationsfolder zum verantwortungsvollen Umgang mit Kinderfotos im Netz und einen persönlichen QR-Code für jedes Kind
So können Eltern die schönen Momente aus dem Kindergartenalltag miterleben – sicher und ohne Datenschutzrisiko.

Was hat Sie dazu bewogen, Zeitkapsl am 17. Februar in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu präsentieren?

Wir wollten die Bühne von 2 Minuten 2 Millionen bewusst nutzen, um ein Thema sichtbar zu machen, das oft unterschätzt wird: Datenschutz bei Kinderfotos – insbesondere im KI-Zeitalter.
Noch nie war es technisch so einfach, aus Bildern umfangreiche Informationen zu gewinnen oder sie für Trainingszwecke zu verwenden. Gleichzeitig posten wir so viele Kinderfotos wie nie zuvor.
Hinzu kommt die aktuelle geopolitische Situation. Sie zeigt deutlich, wie abhängig Europa von großen US-Technologiekonzernen ist. Wir sind überzeugt, dass es echte europäische Alternativen braucht.
Die Sendung war für uns daher nicht nur eine Investoren-Chance, sondern vor allem eine Plattform, um Bewusstsein zu schaffen.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die Sendung und welche Ziele verbinden Sie mit Ihrem Auftritt vor den Investoren?

Unsere Technologie steht, unser Produkt ist marktreif, jetzt geht es darum, das Thema in die Breite zu tragen. Dafür suchen wir strategische Partner.

Was war für Sie persönlich die größte Herausforderung bei der Vorbereitung auf den Pitch?

Die größte Herausforderung war, ein komplexes Thema wie Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, digitale Souveränität und geopolitische Abhängigkeiten in nur wenigen Minuten verständlich und emotional greifbar zu machen.
Datenschutz ist kein Produkt, das man „sieht“. Es geht um Vertrauen. Und Vertrauen lässt sich nicht über technische Details verkaufen, sondern über Haltung und Klarheit. Die Kunst war, die technische Tiefe hinter zeitkapsl auf eine Botschaft zu reduzieren: Eure Erinnerungen gehören euch, und sonst niemandem.

Peter Spiess-Knafl
Co-Founder zeitkapsl
Peter Spiess-Knafl Co-Founder Fotograf: https://agentur-stifter.at/

Welche Reaktionen oder Fragen der Investoren erwarten Sie insbesondere in Bezug auf Sicherheit, Skalierbarkeit und Geschäftsmodell?

Glaubt ihr wirklich mit Google und Apple konkurrieren zu können?
Skaliert die Technik dahinter?
Wie wollt ihr das verkaufen?
Wer ist bereit dafür zu zahlen und warum?

Welche Bedeutung hätte ein Investment für die Weiterentwicklung von zeitkapsl, etwa im Hinblick auf Produktfunktionen, Reichweite oder internationales Wachstum?

Ein Investment wäre ein massiver Beschleuniger im Bereich Marketing und Markenaufbau. Vor allem für unseren geplanten Markteintritt in Norddeutschland und den Niederlanden dieses Jahr.

Was sind die nächsten Schritte für zeitkapsl nach der Ausstrahlung der Sendung und welche Meilensteine möchten Sie in den kommenden Monaten erreichen?

Aktuell optimieren wir unsere Supportprozesse und arbeiten an Performance-Verbesserungen, um unsere Infrastruktur noch kosteneffizienter und skalierbarer zu machen.
Im Sommer wollen wir weitere Kindergärten in Österreich an Bord holen und unser „zeitkapsl Kit“ weiter ausrollen.

Welche Tipps würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die überlegen, ihr Startup in einer TV-Startup-Sendung zu präsentieren?

Seid glasklar in eurer Kernbotschaft. In wenigen Minuten entscheidet sich, ob euer Thema verstanden wird. Bereitet euch extrem gut vor, aber bleibt authentisch. Perfektion überzeugt weniger als Leidenschaft, Haltung und Überzeugung.

zeitkapsl ist am 17. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Teambild: Bildcredits @privat

Wir bedanken uns bei Peter Spiess-Knafl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Rodel Revolution trifft auf süße Deals

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Start up bei 2 Minuten 2 Millionen mit Iron Brakes Iron Brakes 2 Minuten 2 Millionen Investoren testen Copyright PULS4 Fotograf Gerry Frank

Ex Europameister Kierspel bringt Revolution am Rodelhang

„2 Minuten 2 Millionen“ am Dienstag um 20:15 Uhr auf JOYN und PULS 4. Unzählige Rodelunfälle im Alpenraum und Björn Kierspels Start up, das genau dort ansetzt. Schafft Iron Brakes mit der Tiroler Erfindung den Sprung zum Investment? Außerdem versüßen österreichische Mehlspeisen in Pralinenform die Stimmung der Investoren.

Sicherheit am Berg mit Iron Brakes

„Wer bremst, gewinnt und kommt immer sicher ins Ziel.“ Mit diesem Motto präsentieren der ehemalige Rennrodler und Ex Europameister Björn Kierspel und Produktentwickler Alexander ihr Tiroler Start up Iron Brakes. Das Problem: Jährlich steigen bei rund 450.000 verkauften Rodeln allein im Alpenraum auch die Unfallzahlen stetig. Ihre Lösung sind patentierte Schuh Spikes. Kompakt, robust und handmade in Tirol greifen sie selbst auf vereisten Strecken verlässlich.

Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Modellen: Die Iron Brakes Spikes werden ausschließlich an der hinteren Fußsohle befestigt, um eine optimale Bremswirkung zu erzeugen.

Ob der ehemalige Europameister mit dieser Idee auch bei den Investor:innen punktet? Die Einstiegsbewertung sorgt jedenfalls für positive Reaktionen: 10 Prozent für 10.000 Euro.

„Was ich super sympathisch finde, ist, dass sie mit einer Bewertung kommen, wo man nicht lange überlegen muss“, meint Tiroler Investor Christian Jäger. Besonders beeindruckt der Sicherheitsaspekt. Wenn die Bremshilfen helfen können, „dass man nur ein paar Prozent von die schweren Unfälle wegkommt, dann ist schon gewaltig.“

Süße Innovation aus Gmunden

Danach wird es süß: Mehlspeis Moments aus Gmunden von Julia und Mathias Baumgartner begeistert mit einer neuen Interpretation österreichischer Mehlspeisen. Marillenknödel, Apfelstrudel oder Esterhazy Schnitte werden zu handgefertigten Pralinen und Likören mit Marillenmark, Butterbröseln nach Familienrezept und Apfelsaft vom Nachbarsbauern.

„Es schmeckt so gut“, schwärmt Eveline. „Gewaltig“, ergänzt Mathias. Die Investor:innen sehen Potenzial. „Absolut lässig, ich werde Kunde“, sagt Christian Jäger nach mehreren Kostproben. Und selbst Alexander Schütz, sonst zurückhaltend bei Food Start ups, zeigt plötzlich Interesse. „Ich investiere eigentlich nicht in Lebensmittel, aber …“ Wagt er einen Schritt in neues Terrain?

Weitere Start ups im Pitch

Außerdem mit dabei: zeitkapsl aus Wien, eine sichere europäische Cloud für Fotos und Videos mit Ende zu Ende Verschlüsselung, lokaler KI Suche und vollständiger DSGVO Konformität.

Ebenfalls im Pitch: MAXXI Sharp aus Arbing in Oberösterreich, ein patentiertes High Tech Textil, das Rasierklingen schärft, poliert und desinfiziert und so die Lebensdauer von Einwegrasierern um das bis zu 100 Fache verlängert.

Wer überzeugt die Investor:innen

Können die Start ups die Investor:innen Katharina Schneider, Eveline Steinberger, Christian Jäger, Erich Falkensteiner, Alexander Schütz, Mathias Muther und Charlotte Braunstorfer, die das Tchibo Start up Ticket vergibt, von sich überzeugen?

„2 Minuten 2 Millionen – Die PULS 4 Start up Show“ immer dienstags um 20:15 Uhr auf PULS 4 und JOYN

Bild: Iron Brakes 2 Minuten 2 Millionen Investoren testen Copyright PULS4 Fotograf Gerry Frank

Quelle ProSiebenSat.1 PULS 4

Wird das Zuhause zur unsichtbaren Allergiefalle?

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Hayaway reduziert Allergie bei Pollenallergie Maximilian Redman

Hayaway entwickelt präventive Lösungen gegen Pollenallergie und entfernt Pollen direkt aus dem Haar, um Allergiebelastung im Zuhause deutlich zu reduzieren.

Was ist Hayaway, und wer steht hinter dem Startup?

Hayaway ist ein Berliner Health-Startup mit präventivem Ansatz im Allergiemanagement. Wir entwickeln Lösungen, die Pollen dort entfernen, wo sie sich besonders hartnäckig festsetzen: im Haar. Hinter Hayaway steht ein interdisziplinäres Team. Gegründet wurde das Unternehmen 2024 – aus eigener Betroffenheit als langjähriger Pollenallergiker und mit dem Wunsch, das eigene Zuhause wieder pollenfrei zu machen.

Wie ist die Idee zu Hayaway aus Ihrer Allergie entstanden?

Schon im Kindesalter litt ich unter einer starken Pollenallergie. Als Jugendlicher folgten eine dreijährige Hyposensibilisierung sowie eine Eigenbluttherapie. Trotz klassischer Maßnahmen – wie Pollenschutzgittern, Luftreinigern und regelmäßiger Medikamenteneinnahme – wurden meine Symptome abends und nachts zu Hause nicht besser. Besonders der Schlafmangel war extrem belastend.
Die Schlüsselfrage war: Warum hören die Beschwerden zu Hause nicht auf?
Bei meiner Recherche wurde klar, dass Pollen tagsüber im Haar haften bleiben und unbemerkt ins Wohnzimmer, aufs Sofa und bis aufs Kopfkissen gelangen. Haarewaschen hilft zwar, ist aber im Alltag keine dauerhafte Lösung: Es ist zeitaufwendig, nervig und belastet Haare sowie Kopfhaut. So entstand die Idee, Pollen gezielt und schonend aus dem Haar zu entfernen – ohne Wasser, ohne Chemie und ohne Nebenwirkungen.

Welche Vision verfolgen Sie mit Hayaway?

Wir wollen den Umgang mit Pollenallergien verändern: weg vom reinen Reagieren auf Symptome, hin zur Expositionsreduktion im Alltag. Das Zuhause soll wieder ein echter Rückzugsort sein – besonders nachts. Unsere Analogie ist einfach:
Nussallergie → Nüsse meiden.
Pollenallergie → Pollen meiden.

Warum setzen Sie auf Prävention statt auf Medikamente?

Medikamente sind wichtig, wirken aber bei jedem unterschiedlich und können Nebenwirkungen haben. Sie unterdrücken Symptome, die bereits entstanden sind. Hayaway greift früher ein: bevor Pollen eingeatmet werden oder mit Augen und Schleimhäuten in Kontakt kommen. Unser Ziel ist es, ein möglichst pollenfreies Zuhause zu schaffen, damit Symptome idealerweise gar nicht erst entstehen.

An wen richtet sich Hayaway konkret?

An ganze Haushalte – nicht nur an Allergiker:innen. Pollen werden über die Haare von allen mit nach Hause gebracht, auch von Menschen ohne Allergie, etwa Eltern, Geschwistern oder Haustieren. Besonders relevant ist das in Familien mit allergischen Kindern. Wir adressieren eine konkrete Alltagssituation: den Übergang von draußen nach drinnen, vor allem abends und vor dem Schlafengehen.

Was unterscheidet Hayaway von Luftfiltern oder Medikamenten?

Luftfilter reinigen Räume, Medikamente behandeln Symptome. Hayaway schützt den Menschen direkt. Unsere mechanische Technologie entfernt Pollen in Sekunden aus dem Haar – laborgeprüft, trocken, ohne Wasser und ohne Nebenwirkungen. So gelangen deutlich weniger Allergene in Wohn- und Schlafräume.

Welche Rolle spielt wissenschaftliche Testung?

Eine zentrale. Unser Ansatz basiert auf allergologischen Erkenntnissen zur Pollenhaftung. Wir haben zahlreiche Materialien getestet und unsere Produkte in Laborprüfungen validiert, um Wirksamkeit und Sicherheit zu belegen. Ohne wissenschaftliche Grundlage gibt es bei uns kein Produkt.

Welche Herausforderungen gab es beim Markteintritt?

So ziemlich alle, die man sich bei einem Startup vorstellen kann – und einige mehr. Anfang 2025 war ich noch allein und für alles verantwortlich. In der Produktion kam es zu Verzögerungen von mehreren Wochen. Verpackungen waren fehlerhaft, sodass rund 6.000 Einheiten erneut geöffnet und nachbearbeitet werden mussten.
Die Produkte erreichten uns schließlich Mitte Mai – die Frühblüher wie Hasel und Birke waren da bereits vorbei. Gleichzeitig gab es noch keine Bewertungen, und unsere Website wurde bei Google erst ab November 2025 richtig ausgespielt. Uns konnte schlicht niemand finden. Wir haben es trotzdem geschafft zu überleben. Und eines war danach klar: Ab jetzt kann es nur noch bergauf gehen.

Wie beeinflusst der Klimawandel Ihre Arbeit?

Die Pollensaison wird länger und intensiver – viele Menschen sind inzwischen fast ganzjährig betroffen. Prognosen zur Entwicklung von Allergien sehen düster aus: Es gibt immer mehr Betroffene, und die Allergene werden aggressiver, was die Symptome verstärkt. Das erhöht den Bedarf an Lösungen, die dauerhaft, schonend und ohne zusätzlichen Aufwand in den Alltag integrierbar sind.

Warum bewegt sich Hayaway zwischen Gesundheit und Lifestyle?

Prävention funktioniert nur, wenn sie einfach ist. Hayaway ist ein Gesundheitsprodukt, das als kurzes Alltagsritual genutzt wird – ohne Hürden, ohne medizinische Fachsprache und ohne Stress.
Wir stehen im regelmäßigen Austausch mit unseren Kund:innen und sehen klar: Unsere Produkte treffen einen Sweet Spot zwischen Beauty und Healthcare. Besonders für Frauen mit langen oder gefärbten Haaren ist tägliches Haarewaschen keine Option. Gleichzeitig kaufen viele Eltern Hayaway für ihre Kinder, um diese nicht jeden Tag mit Medikamenten behandeln zu müssen.

Was planen Sie als Nächstes?

Wir entwickeln unsere Produkte konsequent weiter und arbeiten an neuen präventiven Lösungen für den Allergiealltag. Unser Leitsatz ist klar: Keep your home pollenfree. Langfristig wollen wir Hayaway als erste Anlaufstelle rund um Pollenallergie etablieren – perspektivisch auch international.

Welche drei Ratschläge geben Sie Gründer:innen?

Klarheit bewahren – die Schwere einer Situation entsteht oft im eigenen Denken.
Team up – allein ist möglich, gemeinsam ist es schneller, leichter und macht mehr Freude.
Der eigenen Intuition folgen – die besten Entscheidungen sind nicht immer rein rational.

Bildcredits @Hayaway

Wir bedanken uns bei Maximilian Redman für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Verpasst dein Unternehmen täglich Kunden ohne es zu merken?

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IndustriAI Consulting KI für Unternehmen Nico Bergstreiser

IndustriAI Consulting entwickelt KI Lösungen für Unternehmen, die ihre Kundenkommunikation automatisieren und keine Anfragen mehr verpassen wollen

Wie ist IndustriAI Consulting entstanden und wer sind die Köpfe hinter dem Startup?

IndustriAI Consulting ist entstanden, weil ich bei vielen Unternehmen das gleiche Problem gesehen habe. Das Telefon klingelt, keiner geht ran. Auf der Website kommen Anfragen rein, aber es antwortet niemand sofort. Dadurch gehen jeden Tag Chancen verloren. Ich habe angefangen, mich intensiv mit KI-Lösungen zu beschäftigen und daraus ist schließlich IndustriAI entstanden. Gründer bin ich, Nico Bergstreiser.

Können Sie die Idee hinter IndustriAI Consulting in wenigen Sätzen erklären und schildern, welches Problem Sie für Unternehmen konkret lösen?

Wir helfen Unternehmen dabei, keine Kundenanfragen mehr zu verpassen. Unsere KI-Telefon- und Chat-Assistenten nehmen Anrufe und Website-Anfragen rund um die Uhr entgegen. Sie beantworten häufige Fragen, erfassen Daten oder leiten gezielt weiter. So sparen Unternehmen Zeit und verlieren weniger potenzielle Kunden.

Was hat Sie dazu bewegt, sich auf KI Telefon und Chat Assistenten zu spezialisieren?

Telefon und Website sind meistens der erste Kontaktpunkt. Genau dort entscheidet sich, ob aus einer Anfrage ein Kunde wird. Viele Lösungen setzen zu spät an. Ich wollte dort ansetzen, wo der größte Hebel ist.

Welche Vision verfolgt IndustriAI Consulting im Bereich automatisierte Kundenkommunikation?

Ich möchte, dass kleine und mittelständische Unternehmen genauso professionell erreichbar sind wie große Konzerne. KI soll nicht ersetzen, sondern unterstützen. Ziel ist es, Abläufe einfacher und effizienter zu machen.

An welche Zielgruppen richtet sich Ihr Angebot besonders und warum sind gerade kleine und mittelständische Unternehmen für IndustriAI Consulting relevant?

Unser Fokus liegt klar auf kleinen und mittelständischen Unternehmen. Dort fehlen oft die Kapazitäten für eine dauerhafte Erreichbarkeit. Gleichzeitig zählt jede einzelne Anfrage. Genau hier kann KI enorm helfen.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre KI Assistenten individuell zu den Abläufen eines Unternehmens passen und nicht wie eine Standardlösung wirken?

Wir schauen uns zuerst die bestehenden Prozesse an. Wie laufen Gespräche ab? Welche Fragen kommen häufig? Wie soll kommuniziert werden? Auf dieser Basis wird der Assistent individuell aufgebaut. Es gibt keine fertige Standardlösung, die einfach übergestülpt wird.

Was unterscheidet IndustriAI Consulting von anderen Anbietern im Bereich KI gestützter Kundenkommunikation?

Wir arbeiten sehr nah am Unternehmen. Es geht nicht nur um Technik, sondern um echte Abläufe. Außerdem legen wir großen Wert auf DSGVO-Konformität und eine saubere Integration in bestehende Systeme.

Mit welchen Herausforderungen sind Sie konfrontiert, wenn es darum geht, Vertrauen in KI basierte Telefonlösungen aufzubauen?

Viele denken bei KI am Telefon zuerst an unpersönliche Roboterstimmen. Diese Skepsis ist verständlich. Deshalb setzen wir auf natürliche Sprachführung und transparente Abläufe. Wenn Unternehmen sehen, wie gut die Systeme funktionieren, verschwindet die Skepsis schnell.

Wie reagieren Kunden typischerweise, wenn sie erstmals mit einem KI Assistenten von IndustriAI Consulting arbeiten?

Die meisten sind positiv überrascht. Vor allem davon, wie strukturiert und zuverlässig die Gespräche geführt werden. Oft merken Anrufer gar nicht sofort, dass sie mit einer KI sprechen.

Welche nächsten Entwicklungsschritte planen Sie für IndustriAI Consulting in den kommenden Jahren?

Wir möchten unsere Lösungen weiter ausbauen und stärker mit internen Prozessen verbinden. Zum Beispiel mit Terminbuchungen oder CRM-Systemen. Ziel ist es, Unternehmen ganzheitlich zu entlasten.

Wie möchten Sie Ihr Geschäftsmodell weiter skalieren und gleichzeitig die Qualität der individuellen Betreuung sichern?

Aktuell baue ich neben der operativen Arbeit ein eigenes Vertriebsteam auf. Den Vertrieb mache ich derzeit noch selbst, weil mir der direkte Kontakt zu Unternehmen wichtig ist. Parallel dazu entstehen klare Prozesse im Hintergrund. So können wir wachsen, ohne die individuelle Betreuung zu verlieren. Qualität steht für uns an erster Stelle, auch wenn wir skalieren.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein technologiegetriebenes Startup aufbauen möchten?

Erstens: Löst ein echtes Problem.

Zweitens: Sprecht mit euren Kunden, bevor ihr zu viel entwickelt.

Drittens: Bleibt dran, auch wenn es länger dauert als gedacht.

Bildcredits @privat

Wir bedanken uns bei Nico Bergstreiser für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Employer Branding 2026: Wenn KI über deine Arbeitgebermarke entscheidet

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KI Systeme im Employer Branding für Startups Bild Lisa Catena Gyger Fotocredits : Susanne Goldschmid

Der Kampf um Talente verändert seine Spielregeln

Der Kampf um Talente war nie einfach.
Aber er verändert gerade seine Spielregeln und das grundlegend.

Denn heute entscheidet nicht mehr nur der Mensch, ob dein Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird. Immer häufiger trifft eine KI eine Vorauswahl. Sie analysiert, vergleicht, bewertet und gibt Empfehlungen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr: Sind wir ein guter Arbeitgeber?
Sondern:
Wird unser Unternehmen von KI Systemen als relevanter Arbeitgeber verstanden und empfohlen?

Die Jobsuche ist nicht mehr Google first

Viele Unternehmen denken noch in klassischen Suchmustern: Stellenportal, Google, Karriereseite. Doch das Verhalten der Nutzer kippt.

Ein großer Teil der Internetnutzer greift bereits regelmäßig auf KI gestützte Systeme wie ChatGPT zurück. Gleichzeitig integriert Google KI Antworten direkt in jede Suche.

Das bedeutet:
Talente googeln nicht mehr nur, sie fragen eine KI.

Und diese KI liefert keine Liste mit zehn Links, sondern eine strukturierte Einordnung: Wer passt? Wer gilt als modern? Sowie wer bietet Entwicklung? Wer wirkt vertrauenswürdig?

Von SEO zu GEO: Der neue Wettbewerb um Sichtbarkeit

Bisher galt: Wer bei Google auf Seite eins steht, gewinnt.
Heute gilt: Wer von KI Systemen als glaubwürdig eingeordnet wird, wird empfohlen.

Aus klassischer Suchmaschinenoptimierung SEO wird Generative Engine Optimization GEO.

Der Unterschied ist gravierend:

SEO optimiert für Keywords und Klicks.
GEO optimiert für Kontext, Konsistenz und Vertrauen.

KI Systeme lesen nicht nur deine Karriereseite. Sie analysieren das gesamte Web: Fachartikel, Medienberichte, Bewertungsplattformen, Social Media, Mitarbeiterprofile, Interviews. Und sie erkennen Widersprüche.

Wenn du moderne Unternehmenskultur versprichst, aber Bewertungen oder öffentliche Aussagen etwas anderes zeigen, wird das sichtbar. Automatisch.

Employer Branding ist damit keine Imagearbeit mehr, sondern überprüfbare Realität.

Warum das für Startups besonders relevant ist

Große Konzerne profitieren von Markenbekanntheit. Startups leben von Klarheit, Geschwindigkeit und Positionierung.

Gerade wachstumsstarke Unternehmen unterschätzen, wie stark KI Systeme auf Konsistenz achten. Einzelne LinkedIn Posts reichen nicht. Einzelne Awards reichen nicht.

Was zählt:

klare Positionierung
strukturierte Inhalte
echte Mitarbeiterstimmen
wiederkehrende Erwähnungen im relevanten Kontext

KI bevorzugt Unternehmen, die verständlich erklären, wofür sie stehen und wie sie arbeiten.

Das ist eine enorme Chance für Startups. Denn Sichtbarkeit ist nicht mehr nur eine Frage von Budget, sondern von strategischer Klarheit.

Employer Branding wirkt auch auf Investoren

Ein Aspekt wird oft übersehen: Employer Branding beeinflusst nicht nur Recruiting, sondern auch Fundraising.

In Due Diligence Prozessen werden Unternehmen heute digital durchleuchtet, häufig mithilfe von KI gestützten Recherchen. Dabei entsteht ein Gesamtbild aus Website, Medienberichten, LinkedIn Profilen, Bewertungen und öffentlicher Kommunikation.

Wirkt dieses Bild widersprüchlich, dünn oder beliebig, sendet das ein klares Signal: fehlende Positionierung, fehlende Kulturklarheit, fehlende Reife.

Eine konsistente, sichtbare Arbeitgebermarke hingegen zeigt Führungsstärke, Skalierungsfähigkeit und strategisches Denken.

Kurz gesagt: Wer Talente strukturiert anzieht, wirkt auch für Kapital attraktiver.

Mitarbeitende sind der stärkste Ranking Faktor

Der größte Hebel liegt nicht im Marketingbudget, sondern im Team.

Authentische Bewertungen, fachliche Beiträge auf LinkedIn, Einblicke in reale Projekte, all das sind starke Signale für KI Systeme.

Besonders wirkungsvoll sind zum Beispiel LinkedIn Profile, die klar formulieren:

Expertise | Fokus | Rolle im Unternehmen

So wird Kompetenz eindeutig zugeordnet, für Menschen und für Maschinen.

Employer Branding entsteht nicht durch Kampagnen.
Es entsteht durch sichtbare Expertise.

Was Gründer jetzt konkret tun sollten

Statt große Employer Branding Kampagnen zu planen, braucht es klare, pragmatische Schritte:

  1. Positionierung strukturieren.
    Beantworte auf deiner Website klar und verständlich, wofür ihr steht, wie ihr arbeitet und was euch unterscheidet.
  2. Das Kernteam fachlich sichtbar machen.
    Nicht nur Titel kommunizieren, sondern Expertise und inhaltlichen Fokus.
  3. Digitale Konsistenz prüfen.
    Website, LinkedIn, Bewertungen und Presseberichte sollten dasselbe Bild transportieren.
  4. Regelmäßigkeit etablieren.
    Ein Fachbeitrag pro Monat wirkt stärker als eine einmalige Kampagne.
  5. Selbst testen.
    Eine KI aktiv fragen, wie das eigene Unternehmen als Arbeitgeber wahrgenommen wird. Die Antwort zeigt nüchtern, wo Klarheit fehlt.

KI verschärft den Wettbewerb, aber sie demokratisiert ihn auch

Die gute Nachricht: Du kannst aktiv steuern, wie dein Unternehmen digital verstanden wird.

Nicht durch Hochglanzversprechen.
Sondern durch nachvollziehbare Inhalte, echte Einblicke und konsistente Kommunikation.

In einer Welt, in der KI Empfehlungen ausspricht, gilt:

Nicht das lauteste Unternehmen gewinnt, sondern das Klarste.

Bild Lisa Catena Gyger Fotocredits : Susanne Goldschmid

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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