Freitag, April 17, 2026
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Florian Nemitz folgt auf Wolfgang Ufer als CEO von smart Deutschland

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smart Deutschland CEO Florian Nemitz übernimmt

Florian Nemitz übernimmt die Leitung von smart Deutschland mit sofortiger Wirkung

Florian Nemitz übernimmt mit sofortiger Wirkung die Position des CEO von smart Deutschland. Er folgt auf Wolfgang Ufer, der seit dem 1. März 2026 die Rolle des CEO von smart Europe innehat. Mit dem bisherigen Vertriebschef rückt eine Führungspersönlichkeit an die Spitze, die den Aufbau der Marke im deutschen Markt maßgeblich geprägt hat und nun den nächsten Schritt in Richtung Wachstum und Skalierung verantwortet.

Starke Vertriebsbasis und Marktkenntnis

Seit 2021 verantwortet Florian Nemitz als Head of Sales die Vertriebsentwicklung von smart in Deutschland und hat den Markteintritt sowie den Ausbau der Marke entscheidend mitgestaltet. Zuvor war er unter anderem als Verkaufsleiter bei Mercedes-Benz tätig. Als Head of Sales hat er vor allem das smart Vertriebs- und Handelsnetz in Deutschland entscheidend aufgebaut, geprägt und verfügt über ein enges Netzwerk innerhalb der Organisation und im Handel.

Fokus auf Wachstum und Skalierung

Mit seiner engen Anbindung an das operative Geschäft, seiner fundierten Marktkenntnis und seinem klaren Fokus auf die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensziele bringt er beste Voraussetzungen mit, um die Weiterentwicklung von smart im deutschen Markt konsequent voranzutreiben und die nächste Wachstumsphase erfolgreich zu gestalten.

„smart hat in Deutschland die Aufbauphase erfolgreich gemeistert – jetzt geht es um Skalierung. Florian Nemitz bringt genau die Kombination aus Vertriebsexpertise, Marktnähe und Umsetzungsstärke mit, die wir dafür brauchen. Er kennt unser Geschäft bis ins Detail und wird smart in Deutschland in die nächste Phase führen.“

Wolfgang Ufer, CEO smart Europe

Kontinuität und nächste Wachstumsphase

„Wir haben in den vergangenen Jahren ein starkes Fundament geschaffen, nun gilt es, unser Wachstum zu beschleunigen und die Marke noch stärker im Markt zu verankern. Gemeinsam mit unserem Team und unseren Partnern werden wir die Erfolgsgeschichte fortschreiben. Ich freue mich darauf, auch in meiner neuen Rolle weiterhin eng mit Wolfgang Ufer zusammenzuarbeiten.“

Florian Nemitz, CEO smart Deutschland

Die Ernennung steht zugleich für Kontinuität in einer entscheidenden Phase für die Marke, in der die Weiterentwicklung des Produktportfolios und der nachhaltige Ausbau der Marktposition in Europa zentrale Erfolgsfaktoren sind.

Bild Florian Nemitz smart Deutschland

Quelle Bild und Text: smart Deutschland

Europas Deep Tech Startups im Fokus bei TECH by Handelsblatt dank Campus Founders

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Deep Tech Startups bei TECH Handelsblatt mit Campus Founders Heilbronn Slushd

Europas Deep Tech Startups brauchen Kapital

Campus Founders bringt Top Startups zur TECH by Handelsblatt

Laut dem aktuellen European Deep Tech Report kommen 70 Prozent der Spätphasenfinanzierung für europäische Deep-Tech-Startups von nicht-europäischen Investoren. Die Abhängigkeit von US-Kapital wächst, während die besten Unternehmen drohen, ins Ausland abzuwandern. Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage denkt jedes vierte Tech-Startup in Deutschland darüber nach, das Land zu verlassen.

Campus Founders, die Plattform für Startups und Co-Innovation in Heilbronn, setzt dem etwas entgegen. Mit der Partnerschaft mit TECH by Handelsblatt bringt Campus Founders sein Gründer- und Investorennetzwerk auf eine der relevantesten Tech-Bühnen Europas, um die Talente und das Potenzial der Deep Tech Startups sichtbar zu machen.

“Wir sind davon überzeugt, dass Startups die Grundpfeiler der technologischen Wettbewerbsfähigkeit Europas sind. Vor allem im Deep-Tech-Bereich”, erklärt Oliver Hanisch, CEO der Campus Founders.

Partnerschaft mit TECH by Handelsblatt

Auf der 3-tägigen TECH Konferenz, vom 31. Mai bis zum 2. Juni in Heilbronn, organisiert Campus Founders das House of Startups. TECH gilt als Europas führende Plattform für Technologie, Innovation und zukunftsfähige Geschäftsmodelle. Auf der Agenda für 2026 steht Europas technologische Zukunft: von digitaler Souveränität und Künstlicher Intelligenz bis hin zu Schlüsseltechnologien wie Quantum Computing, die Europas Wettbewerbsfähigkeit in den nächsten Jahrzehnten entscheiden.

Dieses Jahr werden rund 1.800 Teilnehmende erwartet. Zu den bestätigten Rednern zählen Thierry Breton, ehemaliger EU-Kommissar, Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung, Gernot Döllner, Vorstandsvorsitzender der Audi AG, und Donya-Florence Amer, Vorstandsmitglied und CIO bei Hapag-Lloyd. Das House of Startups bringt eine neue Ebene in die Konferenz: kuratierte Sichtbarkeit für ausgewählte Startups, gezieltes Networking und direkten Austausch mit potenziellen Investoren, Kunden und politischen Entscheidungsträgern.

„Vier Jahre Heilbronn Slush’D haben gezeigt: Wenn die richtigen Menschen zusammenkommen, entstehen echte Erfolgsgeschichten. Mit dem House of Startups nutzen wir die Sichtbarkeit und Relevanz der TECH Konferenz und geben Gründern die Chance, direkt mit Investoren und Entscheidern zu sprechen, die sonst schwer erreichbar sind“, sagt Hanisch.

30 Startups haben Platz

Die ausgewählten Startups können sich im House of Startups präsentieren und im Networking Bereich mit den Menschen vernetzen, die in Europa die Weichen stellen. Gesucht werden Startups aus dem Deep-Tech-Bereich (von KI und Quantencomputing bis Climate Tech und Cybersecurity), die ein marktreifes Produkt, erste Kunden und echte technologische Substanz haben. Weitere Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen für Startups sind ab sofort verfügbar unter campusfounders.de/house-of-startups-at-tech-by-handelsblatt.

Heilbronn als Innovationsstandort

Campus Founders hat in den letzten Jahren maßgeblich dazu beigetragen, Heilbronn zu einem international anerkannten Innovationsstandort zu etablieren. Auf dem Bildungscampus haben sich die Hochschule Heilbronn, TU München, ETH Zürich, DHBW und mehrere Fraunhofer-Institute angesiedelt. Ende 2025 eröffnete Campus Founders GRAVITY, ein 7.000 m² großes Gebäude für Startups und Innovatoren. Die Community zählt heute über 1.000 aktive Mitglieder.

Bildcredits Heilbronn Slushd

Quelle Campus Founders gGmbH

Der Mahlgrad von Espresso vs. Filterkaffee: Warum nicht jeder Mahlgrad für Filterkaffee geeignet ist

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Mahlgrad Kaffee Geschmack richtig einstellen Bildquelle pexels.com

Der Mahlgrad, also die Frage, wie fein die gerösteten Kaffeebohnen gemahlen werden, gehört zu den wichtigsten, aber oft unterschätzten Faktoren bei der Zubereitung von Kaffee. Viele Kaffeegenießer investieren in hochwertige Bohnen und moderne Maschinen, wundern sich jedoch über einen zu schwachen, zu bitteren oder sogar sauren Geschmack des selbstgemachten Kaffees. Oft ist ein falscher Mahlgrad die Ursache für ein, im wahrsten Sinne des Wortes, bitteres Geschmackserlebnis. Dies wird besonders beim Vergleich von Espresso und Filterkaffee deutlich: Beide Kaffeesorten benötigen bei der Zubereitung sehr unterschiedlich gemahlenen Kaffee.

Warum der Mahlgrad für die Aufnahme der Inhaltsstoffe des Kaffees wichtig ist

Beim Aufbrühen von Kaffee werden lösliche Stoffe aus dem Kaffeemehl vom Wasser aufgenommen. Dazu zählen neben den Aromastoffen auch Säuren, Zucker und natürliche Farb- und Bitterstoffe. Der Mahlgrad bestimmt dabei die Größe der Oberfläche des gemahlenen Kaffees: Je feiner der Kaffee gemahlen wurde, desto größer ist seine Oberfläche, die mit Wasser in Kontakt kommt.

Mahlgrad Kaffee Geschmack richtig einstellen Bildquelle pexels.com

Fein gemahlener Kaffee gibt schneller und deutlich mehr dieser Stoffe in das Wasser ab, da die Oberfläche des Kaffeemehls größer ist. Grob gemahlener Kaffee bietet weniger Oberfläche, wodurch während des Aufbrühens weniger der genannten Stoffe ins Wasser gelangen, da dies langsamer erfolgt. Ist der Mahlgrad zu fein, kann es dazu führen, dass insbesondere zu viele Bitterstoffe ihren Weg in die Kanne oder Tasse finden. Der Kaffee schmeckt dann bitter, säuerlich oder unangenehm stark. Ist der Mahlgrad allerdings zu grob, gelangen nicht genug dieser Stoffe in das Getränk: Der Kaffee schmeckt dann nicht intensiv genug, säuerlich oder wässrig.

Der richtige Mahlgrad stellt sicher, dass eine ausgewogene Menge aller Inhaltsstoffe in das Heißgetränk gelangt und sich die gewünschten Aromen richtig entfalten können.

Kurzer Überblick über die Mahlgrade und ihre Auswirkungen auf den Geschmack des Kaffees

Die gängigsten Mahlgrade lassen sich grob in drei Kategorien einteilen:

  • fein (ähnlich wie Puderzucker):

Geeignet für Espresso. Führt bei längerer Kontaktzeit schnell zur Aufnahme zu vielen Inhaltsstoffen des Kaffeemehls und kann zu bitterem oder zu starkem Geschmack führen.

  • mittel (ähnlich wie Haushaltszucker):

Geeignet für viele Filtermethoden wie Handfilter oder klassische Filtermaschinen. Sorgt für eine ausgewogene Aufnahme der Inhaltsstoffe des Kaffees.

  • grob (ähnlich wie grobes Meersalz):

Geeignet für die Französische Kaffeepresse und Cold Brew. Verlangsamt die Aufnahme von Inhaltsstoffen des Kaffees und verhindert bitteren Geschmack auch bei längeren Ziehzeiten.

Kurz gesagt: Je feiner der Mahlgrad, desto kräftiger und intensiver schmeckt der Kaffee. Aber er ist  auch anfälliger für bitteren Geschmack. Je gröber der Mahlgrad, desto milder und leichter ist der Geschmack, mit dem Risiko, dass er zu schwach ausfällt.

Warum der Mahlgrad für Espresso meist für Filterkaffee nicht funktioniert

Manche Kaffeegenießer verwenden bei ihrer Kaffeemühle versehentlich den Mahlgrad für Espresso auch für Filterkaffee. Das führt in der Regel zu Problemen beim Geschmack des Kaffees Da Filterkaffee deutlich länger mit dem Wasser in Kontakt ist, würden Kaffeebohnen, die im Mahlgrad für  Espresso-Kaffee gemahlen wurden, über einen zu langen Zeitraum Inhaltsstoffe des Kaffeemehls aufnehmen. Das Ergebnis ist dann meistens ein Kaffee mit bitterem oder einfach zu starkem Geschmack. Außerdem kann der Wasserfluss verlangsamt oder blockiert werden, was zu einem ungleichmäßigen Aufbrühen führt.

Mahlgrad Kaffee Geschmack richtig einstellen Bildquelle pexels.com

Umgekehrt wäre grob gemahlener Kaffee in einer Espressomaschine ungeeignet, da das Wasser zu schnell hindurchfließt und der Espresso somit zu schwach oder sogar sauer schmecken kann.

Häufige Mahlfehler bei Filterkaffee

Ein typischer Fehler ist die Verwendung von industriell gemahlenem Kaffee, dessen Mahlgrad nicht zur eigenen Brühmethode passt oder eine falsche Einstellung der eigenen Kaffeemühle. Die häufigsten Probleme dabei:

  • Zu feiner Mahlgrad → bitterer, zu starker Kaffee;
  • Zu grober Mahlgrad → schwacher oder säuerlicher Geschmack;
  • Keine Anpassung des Mahlgrads bei veränderter Brühzeit.

Wenn der Kaffee also zu bitter schmeckt, sollte man ihn etwas gröber mahlen. Wenn er zu schwach oder wässrig schmeckt, sollte man etwas feiner mahlen.

Praktische Tipps für beliebte Filtermethoden

V60 (Handfilter):

Empfohlen wird ein mittlerer bis leicht feiner Mahlgrad, etwa wie Haushaltszucker. Die Durchlaufzeit sollte etwa 2,5 bis 3 Minuten betragen. Läuft das Wasser zu schnell durch, sollte man feiner mahlen. Dauert es zu lange, sollte man gröber mahlen.

Klassische Filtermaschine (Drip Coffee):

Ein mittlerer Mahlgrad ist hierfür optimal. Ziel ist ein gleichmäßiges Durchlaufen durch die Maschine ohne Verstopfen des Filters. Der Kaffee sollte vollmundig, aber nicht bitter schmecken.

Französische Kaffeepresse (French Press):

Hier ist ein grober Mahlgrad wichtig, da das Kaffeemehl mehrere Minuten im Wasser zieht, verhindert grobes Mahlen eine übermäßige Abgabe von Bitterstoffen und anderen unerwünschten Stoffen aus dem Kaffeemehl und erleichtert das Abpressen des Siebs.

Der perfekte Mahlgrad ist kein starres Rezept. Kleine Anpassungen machen oft einen großen Unterschied. Wer experimentiert, findet schnell heraus, wie der persönliche Lieblingskaffee schmecken soll – und kann ihn dann umso mehr genießen.

Bilder@ pexels.com

Autor Coffee Friend

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie trifft man bessere Entscheidungen, wenn plötzlich alle Daten da sind?

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FlyNex Drohnen Infrastruktur Plattform Analyse Bild: von links nach rechts: Christian Caballero, Holger Dirksen, Andreas Dunsch und Michael Petrosjan. Bildrechte: © FlyNex GmbH

FlyNex verbindet Drohnen und Infrastruktur in einer skalierbaren Plattform für datenbasierte Entscheidungen

Wie ist FlyNex entstanden und wer steht hinter dem Unternehmen?

FlyNex wurde 2015 gegründet. Hinter dem Unternehmen stehen mit Andreas Dunsch, Michael Petrosjan, Holger Dirksen und Christian Caballero vier Gründer mit Erfahrung aus Bundeswehr, Technologie, Software und Unternehmensaufbau. Mit dieser Mischung aus operativer Praxis, technologischem Verständnis und Regulierungs-Know-how ist ein Unternehmen entstanden, das Infrastrukturprozesse nicht nur digitalisiert, sondern in der Fläche skalierbar macht. Heute sitzen wir in Leipzig, Hamburg, Rotenburg (Wümme) und Helsinki.

Welche Idee stand am Anfang von FlyNex und wie hat sie sich bis heute entwickelt?

Am Anfang stand ein sehr konkretes Problem: Der professionelle Einsatz von Drohnen war regulatorisch komplex, unübersichtlich und für Unternehmen kaum effizient planbar. Daraus entstand zunächst eine Lösung für sichere und regelkonforme Flugplanung.
Heute ist FlyNex deutlich weiter: Wir verbinden Planung, Datenerhebung, Analyse und die Übergabe in operative Systeme zu einem durchgängigen Workflow für wiederkehrende Infrastrukturinspektionen. Daraus ist eine ganzheitliche Enterprise-Plattform mit über 500.000 verwalteten Objekten entstanden, die heute von namhaften Kunden aus der kritischen Infrastruktur genutzt wird, insbesondere in der Energiewirtschaft, der Immobilienwirtschaft, im Facility Management sowie in weiteren asset-intensiven Branchen.

Was treibt euch an, Drohnen und KI im Infrastrukturmanagement einzusetzen?

Uns treibt vor allem der konkrete Mehrwert für den Betrieb an. In der Infrastrukturwirtschaft fehlen meist nicht die Daten, sondern die Fähigkeit, daraus schnell belastbare Entscheidungen abzuleiten. Genau hier entfalten Drohnen und KI ihre Stärke: Sie machen Zustände sichtbar, standardisieren wiederkehrende Inspektionen und verwandeln große Datenmengen in klare Handlungsprioritäten. So helfen wir Unternehmen, Instandhaltung, Sicherheit und Investitionsentscheidungen deutlich effizienter und vorausschauender zu steuern.

Welche Vision verfolgt FlyNex für die Zukunft datengetriebener Entscheidungen in Unternehmen?

Unsere Vision ist es, die Art und Weise, wie Infrastruktur betrieben, inspiziert und instandgehalten wird, grundlegend zu transformieren. In einer Welt, in der durch wachsende Asset-Bestände, Fachkräftemangel und fragmentierte Daten immer mehr Klarheit verloren geht, schaffen wir genau diese Transparenz und Entscheidungsfähigkeit zurück.
Branchenübergreifend wollen wir für Unternehmen mit großen Asset-Portfolios zur führenden Steuerungs- und Entscheidungsplattform werden – von Energie über Immobilienwirtschaft und Facility Management bis hin zu weiteren asset-intensiven Industrien. KI ist dabei schon heute ein fester Bestandteil unserer Plattform und schafft spürbare Mehrwerte in realen Betriebsprozessen.

Wer gehört zu eurer zentralen Zielgruppe und welche konkreten Probleme löst ihr für diese Unternehmen?

Wir sind in fünf Branchen aktiv: Energiewirtschaft, Bau, Wohnungswirtschaft, Telekommunikation und Forst- und Landwirtschaft. Viele namhaften Firmen der Energiewirtschaft in Deutschland sind unsere Kunden. Für eines der Top-5-Immobilienunternehmen Europas werden bspw. jährlich über 4.000 drohnengestützte Gebäudeinspektionen mitten in der Stadt durchgeführt. Diese Unternehmen sparen so bis zu 50 % ihrer bisherigen Inspektionskosten oder bauen endlich digitale Bestandsdaten auf.

Wie gelingt es euch, die Datenerhebung mit Drohnen und die anschließende Analyse nahtlos zu verbinden?

Unsere Plattform verbindet den gesamten Workflow – von der regelkonformen Flugplanung über die Datenerhebung bis hin zur KI-gestützten Analyse und automatisierten Berichterstellung. Entscheidend ist, dass die Erkenntnisse nicht isoliert bleiben, sondern direkt in die Folgeprozesse unserer Kunden fließen. Unsere Vision AI reduziert Analyseaufwände, die früher Tage gedauert haben, heute auf wenige Minuten. So wird aus Datenerhebung ein skalierbarer, operativer Prozess mit echtem Mehrwert für den Alltag unserer Kunden.

Was macht FlyNex im Vergleich zu anderen Anbietern im Bereich DroneTech und KI besonders?

Viele Anbieter decken nur einzelne Teilbereiche ab, etwa Flugplanung, Datenerfassung oder Analyse. FlyNex hingegen geht bewusst über klassisches SaaS hinaus und liefert als Solution-as-a-Service einen durchgängigen End-to-End-Workflow: von der Planung über die operative Durchführung bis hin zur KI-gestützten Auswertung und der direkten Integration in bestehende Unternehmensprozesse. Genau das macht uns besonders relevant für große Unternehmen mit tausenden Assets, die keine Insellösungen brauchen, sondern belastbare, skalierbare und wiederholbare Prozesse im täglichen Betrieb.

Welche Herausforderungen begegnen euch bei der Integration solcher Technologien in bestehende Unternehmensprozesse?

Die größte Herausforderung ist meist nicht die Technologie, sondern die Einbettung in vorhandene Strukturen. Unternehmen müssen klären, wer fliegt, wer bewertet, wie Ergebnisse dokumentiert werden und in welche Systeme Daten einfließen. Deshalb begleiten wir unsere Kunden nicht nur softwareseitig, sondern auch bei Betriebsmodellen, Rollen, Schulungen und der schrittweisen Einführung. Nur so wird aus Innovation tatsächlich Alltag.

Wie geht ihr mit regulatorischen Anforderungen und Sicherheitsaspekten im Drohneneinsatz um?

Regulatorik und Sicherheit sind für uns die Grundlage skalierbarer industrieller Drohnenprozesse. Als früherer Obmann des Normenausschusses des DIN e. V. hat Christian Caballero die ersten Industrienormen für diesen Bereich auf DIN-, EN- und ISO-Ebene aktiv mitformuliert. Aus dieser Pionierarbeit ist bei FlyNex ein tiefes Verständnis für sichere, regelkonforme und auditierbare Prozesse entstanden, von der Flugplanung bis zu nachvollziehbaren Datenketten für kritische Infrastruktur.

Welche Rolle spielt eure Plattform im Alltag eurer Kunden und wie verändert sie deren Arbeitsweise?

Unsere Plattform verändert Arbeitsweisen grundlegend. Monteure müssen nicht mehr auf Dächer klettern oder Masten besteigen. Die Drohne übernimmt die Datenerhebung, der Mensch konzentriert sich auf die Auswertung und Entscheidung. Wiederkehrende Aufnahmen ermöglichen präzise Vorher/Nachher-Vergleiche, automatisierte Berichte fließen direkt in Instandhaltungsprozesse.

Welche nächsten Entwicklungsschritte plant FlyNex für die kommenden Jahre?

In den kommenden Jahren fokussieren wir uns auf drei Hebel: die internationale Skalierung, die tiefere Verankerung unserer Plattform in geschäftskritischen Kundenprozessen und den Ausbau unserer KI zu noch präziseren, branchenspezifischen Entscheidungsmodellen. Unser Ziel ist es, FlyNex als führende Steuerungs- und Entscheidungsplattform für asset-intensive Industrien international weiter zu etablieren.

Welche drei Ratschläge würdet ihr Gründerinnen und Gründern mitgeben, die im Tech-Bereich ein Unternehmen aufbauen möchten?

Erstens: Baut etwas, das ein echtes Problem löst und nicht nur technologisch beeindruckt. Relevanz schlägt Innovation um ihrer selbst willen.
Zweitens: Geschwindigkeit und Konsequenz in der Umsetzung sind wichtiger als die perfekte Idee. Märkte gewinnt am Ende, wer schneller lernt und besser liefert.
Drittens: Denkt gerne früh in Kategorie und Marktführerschaft, nicht nur in Features. Die größten Unternehmen entstehen dort, wo ihr Arbeitsweisen nachhaltig verändert und unverzichtbar werdet.

Bild: von links nach rechts: Christian Caballero, Holger Dirksen, Andreas Dunsch und Michael Petrosjan. Bildrechte: © FlyNex GmbH

Wir bedanken uns bei Christian Caballero für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie kann etwas so Komplexes auf einmal so einfach sein?

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Cargoboard Transporte Spedition Europa digital Cargoboard Teamfoto (c) Cargoboard

Cargoboard digitalisiert Transporte und macht Spedition in Europa transparent und einfach zugänglich

Wie ist Cargoboard entstanden und wer sind die Menschen hinter dem Unternehmen?

Cargoboard ist für mich nicht am Reißbrett entstanden, sondern aus sehr konkreten Beobachtungen in der Praxis: Schon während meiner Ausbildung zum Speditionskaufmann habe ich immer wieder erlebt, wie intransparent Preise und Beauftragungen sind, wie viel Abstimmung über Telefon und E-Mail nötig ist, wie fragmentiert der Markt ist und wie wenig Überblick Kunden über den Status ihrer Transporte haben. Der eigentliche Startschuss kam dann aus einem Workshop, in dem Logistiker und Studierende zusammengekommen sind und wir neue Modelle für die Branche entwickelt und gepitcht haben. Aus diesem Kontext hat sich das Gründungsteam formiert, mit dem wir Cargoboard anschließend aufgebaut haben. Inzwischen steht hinter Cargoboard ein Team aus 100 Logistik- und Tech-Fachleuten, die genau diese beiden Welten zusammenbringen.

Was hat Sie dazu motiviert, mit Cargoboard die Logistikbranche digital neu zu denken?

Mich hat vor allem geärgert, wie viel Reibung es in der Zusammenarbeit zwischen Versender und Spedition gibt. Ich habe im Alltag gesehen, dass Unternehmen Preislisten studieren müssen, um Zuschläge zu verstehen, und dann trotzdem aus Unsicherheit telefonieren oder E-Mails schreiben. Und nicht selten ist erst mit der Rechnung klar, was der Transport am Ende wirklich gekostet hat. Gleichzeitig ist der Markt extrem fragmentiert, mit tausenden Speditionen in Europa. Genau diese Mischung aus Komplexität und Intransparenz war für mich der Auslöser, Transporte so zugänglich wie möglich zu machen, wie man es aus anderen digitalen Bereichen längst gewohnt ist.

Welche Vision verfolgt Cargoboard für die Zukunft der digitalen Spedition in Europa?

Unsere Vision für die gesamte europäische Transportlandschaft ist „Open Transport“. Ich möchte, dass Transporte in Europa fairer, transparenter und zugänglicher werden. Und zwar so, dass Unternehmen jeder Größe am nationalen und internationalen Warenverkehr teilhaben können, unabhängig von Volumen, Marktmacht oder bestehenden Netzwerken. Eine offene Transportwirtschaft schafft dabei nicht nur bessere Bedingungen für Warentransporte, sondern eröffnet auch neue wirtschaftliche Realitäten für viele Unternehmen. Gleichzeitig stärkt das aus meiner Sicht das Ansehen der Transportbranche und sorgt dafür, dass die Transportwirtschaft ihr volles Potenzial entfalten kann. Wirtschaftlicher Erfolg, gesellschaftliche Relevanz und langfristige Stabilität werden für alle Marktteilnehmer greifbarer und nachvollziehbarer. Unser Ziel ist, dass dieses Konzept in der europäischen Transportlandschaft wirklich Einzug hält.

Wie gelingt es Cargoboard, die oft komplexe Transportabwicklung für Unternehmen so einfach wie möglich zu gestalten?

Wir setzen an genau den Stellen an, an denen Kundinnen und Kunden die Komplexität am stärksten spüren. Dafür braucht es vor allem eine wirklich gute Nutzererfahrung, ähnlich wie man sie von modernen Buchungsplattformen kennt, zum Beispiel bei einer Flugbuchung. Wir führen klar durch die Buchung, liefern innerhalb von Sekunden verständliche und belastbare Preise für nahezu jeden möglichen Straßentransport in Europa und vermeiden dieses typische Hin und Her, das man aus der klassischen Spedition kennt.

Wichtig ist mir außerdem, dass Kundinnen und Kunden nicht allein gelassen werden. Mit uns gibt es einen verlässlichen und verantwortlichen Ansprechpartner aus Speditionsexperten. Und im Hintergrund haben wir dafür eigene Technologie aufgebaut, unter anderem ein eigenes TMS, damit wir die operative Abwicklung zuverlässig steuern können.

Welche Zielgruppen sprechen Sie mit Cargoboard konkret an und welche Probleme lösen Sie für diese besonders effektiv?

Grundsätzlich richten wir uns mit Cargoboard an alle Unternehmen, die Straßentransporte in Europa organisieren und dabei Planbarkeit, Geschwindigkeit und Transparenz brauchen. Für den breiten Teil des Marktes, also vom Mittelständler bis zum Soloselbstständigen, sind wir eine sehr spannende Option. Ob eine Palette im Monat oder 20 am Tag.

Besonders interessant sind wir aber natürlich für kleinere Unternehmen, die erst durch uns überhaupt eine richtige Chance bekommen, am gesamten europäischen Markt mitzuwirken. Weil der administrative Aufwand bei klassischen Speditionen oft hoch ist, fallen sie dort schnell durchs Raster. Mit unseren standardisierten, digitalen Prozessen können sie Transporte einfach buchen und dadurch europaweit verkaufen und liefern.

Ähnlich profitieren aber auch große internationale Player von Cargoboard, wenn sie neu in den europäischen Markt kommen und hier noch kein eigenes Logistiknetzwerk aufgebaut haben. Sie bekommen über uns einen schnellen, klar strukturierten Zugang zu verlässlichen Transportkapazitäten in Europa und können ohne große Setup-Hürden starten. Unsere digitalen Prozesse helfen dabei, dass der Einstieg auch dann gut funktioniert, wenn lokale Besonderheiten oder Sprachbarrieren am Anfang noch eine Rolle spielen.

Die Logistikbranche gilt als traditionell und wenig digital. Welche Herausforderungen begegnen Ihnen dabei im Alltag?

Die größte Herausforderung sehe ich in den gewachsenen Prozessen der Branche. Vieles hat sich über Jahrzehnte eingespielt – per Telefon, per E-Mail, über persönliche Kontakte – und funktioniert in sich, aber eben in geschlossenen Silos. Informationen liegen in unterschiedlichen Systemen, werden manuell weitergegeben und sind selten durchgängig verfügbar. Dazu kommt, dass die Systemlandschaften extrem heterogen ist. Wenn wir Schnittstellen zu Speditionspartnern aufbauen, treffen wir auf sehr unterschiedliche technische Realitäten – von modernen Systemen bis hin zu Lösungen, die seit 20 Jahren im Einsatz sind und nie für digitale Zusammenarbeit gedacht waren. Diese technischen Silos aufzubrechen und trotzdem operative Verlässlichkeit sicherzustellen, ist ein ständiger Balanceakt. Aber genau das treibt mich auch an: Sobald Kundinnen und Kunden oder Partner einmal erlebt haben, wie viel einfacher Transportprozesse laufen können, wenn Informationen wirklich durchgängig fließen, ist die Bereitschaft da, diesen Weg mitzugehen.

Wie stellt Cargoboard sicher, dass die Zusammenarbeit mit zahlreichen Speditionspartnern reibungslos funktioniert?

Wir investieren viel in Service und in die Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Mir ist wichtig, dass unser Angebot sowohl für Kundinnen und Kunden als auch für unsere Speditionspartner passt. Kundinnen und Kunden sollen zuverlässig bedient werden und Transporte in hoher Qualität bekommen. Und unsere Partner sollen fair behandelt werden, von unseren Systemen profitieren und gerne mit uns arbeiten. Gleichzeitig eröffnen wir unseren Speditionspartnern und Frachtführern über Cargoboard auch neue Kundensegmente, die sie über klassische Vertriebswege oft nicht so einfach erreichen.

Dafür brauchen wir klare Prozesse und eine starke technische Grundlage. Im Hintergrund haben wir unser eigenes Transportmanagement-System aufgebaut und viele Schnittstellen zu unseren Partnern, sodass Informationen sauber fließen und die operative Steuerung nicht vom Zufall abhängt. Am Ende ist es immer die Kombination aus Technologie und aktiver Beziehungspflege.

Was unterscheidet Cargoboard aus Ihrer Sicht klar von klassischen Speditionen oder anderen digitalen Logistikplattformen?

Wir denken Transport konsequent vom Kunden her. Bei vielen klassischen Speditionen sind die Strukturen historisch gewachsen und dadurch für Kundinnen und Kunden oft schwer nachvollziehbar. Und bei manchen digitalen Ansätzen habe ich das Gefühl, dass nur die Oberfläche digital ist, aber die Logik dahinter bleibt im Kern gleich. Unser Anspruch ist, dass sich Transport so einfach anfühlt, wie man es aus anderen digitalen Produkten kennt, ohne dass wir dabei die operative Verantwortung aus der Hand geben.

Gerade im Vergleich zu klassischen Vergleichsplattformen ist das für mich der zentrale Unterschied. Dort endet die Verantwortung häufig nach der Vermittlung, und die operative Umsetzung liegt dann bei der ausführenden Spedition. Bei uns ist das anders. Unsere Kundinnen und Kunden sprechen mit uns, und wir kümmern uns um die gesamte operative Umsetzung. Wir wissen, welcher Transportpartner für den jeweiligen Transport der richtige ist, sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft, und wenn es Fragen oder Änderungswünsche gibt, muss der Kunde das nicht mit dem Frachtführer klären, sondern kann sich einfach an uns wenden.

Welche Rolle spielen Transparenz und Geschwindigkeit für Ihre Kunden und wie setzen Sie diese Werte konkret um?

Transparenz ist für uns ein ganz wichtiges Mittel, um bei Kundinnen und Kunden überhaupt erst Vertrauen aufzubauen. Die meisten Neukunden kennen uns am Anfang noch gar nicht, sie haben keine LKWs mit unserem Logo auf der Straße gesehen und sollen uns plötzlich ihre Waren anvertrauen. Dass da erst einmal Skepsis da ist, ist völlig normal. Genau deshalb ist es uns so wichtig, jederzeit transparent zu sein.

Für unsere Kundinnen und Kunden ist Transparenz gleichzeitig auch die Basis, weil sie nur dann wirklich planen können. Sie wollen jederzeit wissen, was mit ihrer Sendung passiert, wo sie sich gerade befindet und an wen sie sich wenden können, wenn es Fragen gibt. Deshalb setzen wir auf eine klare Sendungsverfolgung, ähnlich wie man sie aus dem klassischen Paketversand kennt, und sind für unsere Kunden immer als verlässliche Ansprechpartner verfügbar, damit man nicht irgendwo im System „verschwindet“ oder hinterhertelefonieren muss.

Und Geschwindigkeit entsteht bei uns vor allem dadurch, dass der Prozess sauber digital aufgebaut ist. Der Buchungsprozess ist selbsterklärend, man bekommt innerhalb von Sekunden einen transparenten, belastbaren Preis und es gibt keine versteckten Kosten. Wenn man das aus der klassischen Spedition kennt, dann ist das ein echter Unterschied, weil Buchung und Abstimmung dort häufig lange dauern und unnötig kompliziert sind. Auch operativ spielt Geschwindigkeit eine wichtige Rolle. Viele Kundinnen und Kunden sind überrascht, wenn sie merken, dass man eine Palette ähnlich schnell wie ein Paket durch ganz Europa schicken kann.

Wohin soll sich Cargoboard in den kommenden Jahren entwickeln und welche neuen Angebote sind geplant?

Wir wollen für unsere Kunden die zentrale Anlaufstelle für ihre Transporte in Europa sein. Neben unserem Kerngeschäft, den Speditionstransporten vom Stückgut bis zur Komplettladung, können Kunden mittlerweile auch ihren Paketversand über uns abwickeln. Das Ziel ist klar: ein Großteil der Transportbedarfe über eine Plattform.

Der nächste große Schritt ist die Internationalisierung. Wir expandieren gerade in weitere europäische Märkte und bauen unser Netzwerk gezielt aus. Dabei haben wir gelernt, dass man unser Modell nicht eins zu eins in jedes Land übertragen kann. Jeder Markt hat seine eigenen Besonderheiten – regulatorisch, operativ, kulturell. Unser Anspruch ist, diese Unterschiede wirklich zu verstehen und unsere Plattform darauf zuzuschneiden, ohne unsere Kernprinzipien zu verwässern.

Wenn Sie auf Ihre bisherigen Erfahrungen zurückblicken. Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Wenn ich auf meine bisherigen Erfahrungen zurückblicke, dann würde ich vor allem drei Dinge mitgeben. Geh so früh wie möglich in echte Kundengespräche und in reale Anwendungsfälle, und bleib auch später konsequent nah dran am Produkt und am Markt.

Auch als Geschäftsführer lohnt es sich, regelmäßig echte Kundenfälle mitzuerleben, weil man nur so wirklich versteht, wo es noch hakt und was den größten Unterschied macht. Gleichzeitig ist es wichtig, das Vertrauen ernst zu nehmen, das dir entgegengebracht wird, vor allem in traditionellen Märkten. Das gewinnt man nicht über große Worte, sondern über verlässliche Arbeit.

Und zuletzt würde ich sagen, wenn du moderne digitale oder auch KI-unterstützte Systeme baust, dann achte darauf, dass es nicht nur hübsches Blendwerk an der Oberfläche ist. Wenn du wirklich etwas verändern willst, musst du die Prozesse dahinter von Grund auf neu denken und konsequent vom Kunden her bauen.

Bildcredits @ Cargoboard

Wir bedanken uns bei Lukas Petrasch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum bremsen veraltete Prozesse moderne Unternehmen aus?

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LEGALFLY KI Rechtsabteilungen Prozesse effizient steuern. LEGALFLY_Ruben_Miessen_CEO_Cofounder_c_Leyla_Hesna

LEGALFLY entwickelt eine KI Plattform für Rechtsabteilungen, die Prozesse automatisiert und juristische Arbeit effizienter organisiert

Wie ist LEGALFLY entstanden und wer sind die Menschen hinter dem Unternehmen?

LEGALFLY ist aus einer ziemlich simplen, aber frustrierenden Beobachtung entstanden: Während sich Unternehmen immer schneller bewegen, arbeiten Rechtsabteilungen oft noch wie vor zehn Jahren – mit viel manueller Abstimmung, vielen Einzelschritten und wenig Struktur. Ich habe in der Praxis immer wieder gesehen, dass Legal so zum Engpass wird: Entscheidungen dauern lange, Fachabteilungen versuchen Prozesse zu umgehen, und genau dadurch entstehen Risiken für das Unternehmen. Gleichzeitig habe ich vorher an KI-Produkten in ganz anderen Kontexten gearbeitet und gesehen, was technisch möglich ist, und war überrascht, wie wenig davon im juristischen Alltag angekommen ist. Also haben wir angefangen, das Thema neu zu denken. Heute ist LEGALFLY ein Team aus KI- und Rechts-Spezialisten, das beide Perspektiven zusammenbringt, um juristische Arbeit in Unternehmen nicht nur schneller zu machen, sondern überhaupt erst sinnvoll strukturiert skalierbar.

Welche konkreten Probleme in der juristischen Arbeit möchte LEGALFLY mit seiner KI-Plattform lösen?

Wir fokussieren uns bewusst auf Rechtsabteilungen in Unternehmen, nicht auf Kanzleien. Dort liegt die eigentliche Herausforderung darin, juristische Arbeit in bestehende Geschäftsprozesse einzubetten und gleichzeitig Geschwindigkeit, Qualität und Compliance sicherzustellen.

In der Praxis sehen wir immer wieder, dass hochqualifizierte Jurist:innen einen Großteil ihrer Zeit mit Aufgaben verbringen, die wenig strategischen Mehrwert haben. Das führt zu Überlastung, während gleichzeitig kaum Zeit bleibt für die eigentliche Aufgabe: fundierte rechtliche Beratung und Entscheidungsunterstützung.

Ein großer Teil dieser Arbeit ist dabei nicht einmal juristisch im engeren Sinne, sondern entsteht durch die Prozesse rundherum – Abstimmungen, Weiterleitungen, Status-Tracking und Koordination. Genau dort setzen wir an.

Wir automatisieren nicht nur einzelne Aufgaben, sondern strukturieren komplette Abläufe. Mit neuen Funktionen wie Agent Studio können Teams diese Prozesse end-to-end abbilden und steuern, sodass weniger manuelle Koordination nötig ist, Durchlaufzeiten sinken und wieder Raum für die wirklich relevante juristische Arbeit entsteht.

Was treibt euch an, die Arbeitsweise von Rechtsabteilungen und Kanzleien zu verändern?

Künstliche Intelligenz ist eine der prägendsten Technologien unserer Zeit, und gerade im juristischen Bereich ist das Potenzial enorm. Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis, dass viele hochqualifizierte Jurist:innen einen Großteil ihrer Zeit mit operativer Arbeit verbringen, anstatt sich auf das zu konzentrieren, wofür sie eigentlich ausgebildet sind: komplexe Fragestellungen zu bewerten und Geschäftsführung sowie Fachabteilungen fundiert zu beraten.

Wir sind überzeugt, dass sich das grundlegend ändern muss. KI kann juristische Arbeit nicht ersetzen, aber sie kann sie deutlich wirksamer machen, wenn sie richtig eingesetzt wird – und genau darin liegt eine große Chance, den Arbeitsalltag für Jurist:innen sinnvoller und wirkungsvoller zu gestalten.

Gleichzeitig ist es uns wichtig, den Einsatz von KI im juristischen Umfeld verantwortungsvoll zu gestalten. Gerade in einem sensiblen Bereich wie Legal geht es nicht nur um Effizienz, sondern um Vertrauen, Kontrolle und Nachvollziehbarkeit. Deshalb sehen wir es auch als unsere Aufgabe, zu zeigen, wie KI in diesem Umfeld sicher und sinnvoll eingesetzt werden kann.

Welche Vision verfolgt LEGALFLY für die Zukunft juristischer Prozesse in Unternehmen?

Wir glauben, dass juristische Arbeit sich von einer Sammlung einzelner Tasks zu einem klar orchestrierten System entwickeln muss. In Zukunft wird es nicht mehr darum gehen, wer einen Vertrag am schnellsten prüft, sondern wie gut ein gesamter Prozess funktioniert – vom ersten Input bis zur finalen Entscheidung. Rechtsabteilungen werden dadurch deutlich wirkungsvoller und sichtbarer im Unternehmen. Sie werden weniger als „Prüfstelle“ wahrgenommen, sondern stärker als integraler Bestandteil unternehmerischer Entscheidungen und können dadurch Themen intern lösen, die heute oft extern vergeben werden.

Wie stellt ihr sicher, dass eure KI-Lösungen den hohen Anforderungen an Datenschutz und Vertraulichkeit gerecht werden?

Im juristischen Kontext ist Vertrauen nicht optional. Wenn das nicht sitzt, nutzt dir die beste Technologie nichts. Deshalb verfolgen wir konsequent einen Privacy-by-Design-Ansatz – allerdings nicht als Schlagwort, sondern als Grundlage unserer gesamten Architektur. Einer unserer Mitgründer kommt aus dem Security-Bereich, und genau diese Perspektive ist von Anfang an in die Entwicklung eingeflossen.

Ein zentraler Unterschied liegt in der konsequenten Anonymisierung: Daten werden vor der Verarbeitung so aufbereitet, dass keine sensiblen Inhalte direkt verarbeitet werden. Gleichzeitig werden Kundendaten nicht zum Training verwendet, und Unternehmen können selbst entscheiden, wie sie die Plattform betreiben, bis hin zu On-Premise. Am Ende geht es nicht nur um formale Compliance, sondern darum, dass sich Rechtsabteilungen jederzeit sicher fühlen können, wie mit ihren Daten umgegangen wird.

Wer gehört zur Kernzielgruppe von LEGALFLY und wie unterscheiden sich deren Bedürfnisse?

Unsere klare Kernzielgruppe sind Inhouse-Teams in Unternehmen – also Rechts-, Compliance- und Procurement-Abteilungen. Gerade in größeren Organisationen entsteht dort der größte Druck, gleichzeitig Geschwindigkeit, Qualität und Compliance sicherzustellen.

Die regulatorischen Anforderungen nehmen spürbar zu, etwa durch neue Vorgaben in Bereichen wie Nachhaltigkeit oder Sicherheit. Vor allem international tätige Unternehmen müssen parallel unterschiedliche Regelwerke erfüllen, was die Unsicherheit in den Fachabteilungen erhöht. Viele Entscheidungen werden deshalb vorsichtshalber an Legal gegeben – auch solche, die nicht unbedingt juristisch sind. Gleichzeitig führt diese zusätzliche Belastung dazu, dass Prozesse langsamer werden und in der Praxis teilweise umgangen werden, was wiederum neue Risiken für das Unternehmen schafft.

Compliance- und Procurement-Teams arbeiten im Alltag eng mit Legal zusammen, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte – von Nachvollziehbarkeit und Kontrolle bis hin zu standardisierten, schnellen Prozessen. Am Ende geht es immer um dieselbe Frage: Wie organisiert man juristische Arbeit so, dass sie mit dem Tempo des Unternehmens mithalten kann, ohne die Kontrolle zu verlieren?

Was macht LEGALFLY im Vergleich zu anderen LegalTech-Lösungen besonders?

Ein zentraler Unterschied ist die konsequente Anonymisierung der Daten unserer Kunden. Sensible Inhalte werden vor der Verarbeitung anonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf konkrete Daten möglich sind. Gerade in Europa und insbesondere in Deutschland ist das keine Kür, sondern Voraussetzung – wenn das nicht gewährleistet ist, findet die Technologie im juristischen Umfeld schlicht nicht statt.

LEGALFLY wurde eigens für Rechtsabteilungen in Unternehmen entwickelt. Anders als in Kanzleien arbeiten Inhouse-Teams typischerweise nicht an einzelnen Fällen, sondern parallel an einer Vielzahl unterschiedlicher Themen – vom Contracting über Compliance bis hin zu interner Beratung. Genau darauf ist unsere Plattform ausgerichtet. Sie bildet diese Breite ab, lernt unternehmensspezifische Standards und Arbeitsweisen und unterstützt die Zusammenarbeit mit anderen Teams direkt in den Tools, die im Alltag genutzt werden, etwa über Integrationen in bestehende Systeme.

Im Kontext von Inhouse-Teams reicht es nicht aus, einzelne Aufgaben zu optimieren. Entscheidend ist, juristische Arbeit als Teil der gesamten Organisation zu verstehen. Rechtsabteilungen sind ständig in Abstimmungen mit Fachabteilungen, müssen Informationen bündeln, Entscheidungen vorbereiten und Prozesse koordinieren – genau dort entsteht der größte Aufwand.

Wir setzen daher auf die Strukturierung und Automatisierung ganzer Abläufe, etwa rund um Contracting, Compliance oder Research. So wird nicht nur die juristische Bewertung schneller, sondern vor allem der gesamte Prozess effizienter und nachvollziehbarer.

Welche Herausforderungen begegnen euch beim Einsatz von KI im juristischen Umfeld und wie geht ihr damit um?

Die größte Herausforderung ist, dass juristische Entscheidungen nachvollziehbar und verantwortbar bleiben müssen. Gerade in einem risikosensiblen Umfeld kann und will niemand Verantwortung an ein System abgeben, dessen Ergebnisse nicht überprüfbar sind.

Wir lösen das, indem wir klar trennen: KI unterstützt bei der Bearbeitung, aber die Bewertung und die abschließende Entscheidung bleibt bei der Rechtsabteilung. Ergebnisse sind nachvollziehbar und können jederzeit geprüft werden.

Das klingt einfach, ist aber entscheidend dafür, dass solche Systeme im Alltag tatsächlich zum Einsatz kommen.

Wie gelingt es euch, Vertrauen bei Juristinnen und Juristen aufzubauen, die mit neuen Technologien arbeiten?

Vertrauen entsteht nicht durch Marketing, sondern durch Erfahrung im Alltag. Wir starten häufig mit klar abgegrenzten Use Cases und zeigen konkret, wo Zeit gespart wird und wo Qualität gleich bleibt oder besser wird. Entscheidend ist, dass Jurist:innen jederzeit die Kontrolle behalten, nachvollziehen können, was passiert, und die finalen Entscheidungen treffen. Sobald das gegeben ist, kippt die Haltung meist schnell von Skepsis zu Interesse, und genau dieser Moment entscheidet darüber, ob ein Tool langfristig genutzt wird oder wieder verschwindet.

Welche nächsten Entwicklungsschritte plant LEGALFLY für die kommenden Jahre?

Ein zentraler Fokus liegt auf dem Ausbau von agentenbasierten Workflows, insbesondere mit dem weiteren Ausbau unseres Agent Studio. Dabei geht es darum, nicht nur einzelne Aufgaben zu automatisieren, sondern komplette Abläufe – vom Eingang einer Anfrage bis zur abschließenden Freigabe – strukturiert und durchgängig abzubilden.

Ein wichtiger Schritt ist dabei die tiefere Integration in bestehende Systeme. Ziel ist, dass sich diese Prozesse direkt in den Tools abbilden lassen, die Unternehmen ohnehin nutzen, sodass juristische Workflows nicht isoliert stattfinden, sondern Teil der täglichen Arbeitsumgebung werden.

Gleichzeitig bauen wir unsere Präsenz in Europa weiter aus, insbesondere in Märkten mit hohen regulatorischen Anforderungen, in denen der Bedarf nach strukturierten und verantwortungsvollen KI-Lösungen besonders groß ist. Parallel dazu bauen wir unsere Aktivitäten im Mittleren Osten weiter aus und schauen uns unter anderem den US-Markt gezielt an.

Welche Rolle werden KI-Agenten künftig in der täglichen juristischen Arbeit spielen?

KI-Agenten werden vor allem die operativen Teile der Arbeit übernehmen, also prüfen, strukturieren, vorbereiten und koordinieren. Sie treffen jedoch keine finalen Entscheidungen, und genau das ist auch nicht ihr Job. Dadurch verschiebt sich die Rolle von Jurist:innen weg von operativer Abarbeitung hin zu Bewertung, Steuerung und strategischer Einordnung, während gleichzeitig mehr Aufgaben intern erledigt werden können, ohne sofort externe Kanzleien einzubinden.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Fokussiere dich kompromisslos auf das Produkt, bevor du über Skalierung und Vertrieb nachdenkst. Wenn das Produkt nicht wirklich überzeugt, hilft dir auch die beste Go-to-Market-Strategie nichts.

Zweitens: Baue so früh wie möglich ein MVP und teste es unter realen Bedingungen mit echten Kunden. Nicht im Labor, sondern im Alltag. Nur so verstehst du, ob dein Produkt wirklich funktioniert – und wo es noch nicht funktioniert.

Drittens: Denke früh international und suche dir Investoren, die diesen Anspruch unterstützen. Kapital aus etablierten VC-Märkten wie den USA oder UK ist nicht nur Finanzierung, sondern auch ein Signal, dass du ein globales Unternehmen aufbauen willst.

Bildcredits @ Leyla Hesna

Wir bedanken uns bei Ruben Miessen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Covalo sichert sich 3,5 Millionen Euro für Wachstum

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Bild v.l.n.r. Timovon Bargen und Yann Chilvers Bildcredits: Covalo Daten als Schlüssel: Covalo treibt Personal-Care-Industrie

Covalo feiert 5 Jahre als führende Datenplattform der Personal-Care-Industrie und sichert sich 3,5 Mio. Euro für die nächste Wachstumsphase

Vom Ingredients-Marktplatz zur Dateninfrastruktur der Branche: Covalo sichert sich eine Finanzierungsrunde unter Führung von Hi inov mit Beteiligung der bestehenden Investoren HTGF und seed + speed Ventures, um KI-gestützte Innovationen in über 145 Ländern voranzutreiben

Covalo, die führende Plattform für die Suche nach Inhaltsstoffen und Daten in der Körperpflegeindustrie, gibt heute eine Seed-Erweiterungsrunde in Höhe von 3,5 Millionen Euro bekannt, angeführt von Hi inov und unter Beteiligung der bestehenden Investoren HTGF und seed+speed Ventures. Mit dem Kapital treibt Covalo seine Weiterentwicklung vom Marktplatz-Pionier zur vertrauenswürdigen Dateninfrastruktur der Branche voran. Bereits heute verbindet die Plattform mehr als 1.500 Lieferanten mit über 6.000 Marken – darunter führende Unternehmen wie Givaudan, Symrise, PUIG und La Prairie – und arbeitet mit Organisationen wie Reed Exhibitions, TraceOne sowie der B Corp Beauty Coalition zusammen.

Eine Branche, die auf fragmentierten Daten basiert

Innovation im Bereich Körperpflege hängt maßgeblich von Inhaltsstoffdaten ab. Doch diese Daten sind nach wie vor über Unternehmen, Systeme und Formate hinweg fragmentiert. Ein einzelnes Produkt wie eine Gesichtscreme kann 35 bis 40 Rohstoffe enthalten, zu denen jeweils rund 20 Dokumente gehören, etwa zu Sicherheit, regulatorischer Konformität, Nachhaltigkeitsangaben und technischen Spezifikationen. Diese Dokumente liegen in unterschiedlichen Strukturen vor, stammen von verschiedenen Lieferanten und verwenden unterschiedliche Nomenklaturen – ohne standardisierte Möglichkeit, sie miteinander zu verknüpfen.

Die Folge ist, dass F&E-, Regulierungs- und Einkaufsteams einen erheblichen Teil ihrer Zeit für Compliance sowie für die kontinuierliche Erfassung, Aktualisierung und Verarbeitung technischer Daten aufwenden, die entlang des gesamten Produktentwicklungs- und regulatorischen Prozesses benötigt werden. Gleichzeitig nehmen regulatorische Anforderungen weiter zu, etwa durch den EU Green Deal, das Mikroplastikverbot oder Reformen im Verpackungsbereich. Bis 2030 werden voraussichtlich rund 80 % aller Produkte reformuliert werden müssen, was Umfang und Komplexität der zu verwaltenden Inhaltsstoffdaten weiter erhöht.

Diese Fragmentierung schränkt die Fähigkeit der Branche ein, KI und moderne digitale Workflows effektiv einzusetzen, da eine gemeinsame, strukturierte Datengrundlage fehlt.

Von der Suchplattform zur Dateninfrastruktur

Covalo begegnet dieser Herausforderung mit dem Aufbau einer sicheren, neutralen Plattform, die direkt in die Product-Information-Management-Systeme (PIM) der Lieferanten sowie in die F&E- und PLM-Prozesse der Marken integriert ist – und damit E-Mails, PDFs und Tabellen ersetzt, die bislang den Datenaustausch dominieren. Aktualisiert ein Lieferant beispielsweise ein Compliance-Zertifikat auf Covalo, sehen alle Marken, die diesen Rohstoff nutzen, die Änderung sofort. Wird ein neuer Rohstoff qualifiziert, fließen die strukturierten Daten direkt in Formulierungs- und Beschaffungsprozesse ein.

Yann Chilvers, Mitbegründer und Co-CEO:

„Im Durchschnitt dauert es 3–5 Jahre, ein Produkt auf den Markt zu bringen. Am Ende dieses Prozesses scheitern 50 % der Produkteinführungen – was die Branche jährlich Hunderte Milliarden kostet. Ein großer Teil dieser Ineffizienz entsteht durch die Art und Weise, wie Informationen entlang des gesamten Produktlebenszyklus verwaltet und geteilt werden; Produktdaten sind die einzige Datenart, die den gesamten Prozess durchläuft. Das Problem ist, dass dieser Prozess auf Branchenebene stark fragmentiert und ineffizient ist. Angesichts neuer regulatorischer Anforderungen, anhaltender Störungen in den Lieferketten, steigender Nachhaltigkeitsanforderungen und sich schnell verändernder Konsumentenbedürfnisse war das Tempo des Wandels noch nie so hoch – und viele Unternehmen kommen kaum hinterher. Viele versuchen, diese Herausforderungen intern zu lösen, doch was sie wirklich brauchen, ist eine gemeinsame Dateninfrastruktur, die Lieferanten und Marken verbindet und nahtlose Datenflüsse ermöglicht. Genau diese Infrastruktur bietet Covalo.“

Timo von Bargen, Mitbegründer und CEO, ergänzt:

„Vor fünf Jahren haben wir die weltweit größte Plattform für die Erforschung von Inhaltsstoffen aufgebaut. Wir haben gelernt, dass die Erforschung nur der Anfang ist. Was die Branche braucht, ist ein gemeinsames Referenzsystem, in dem Inhaltsstoffdaten einmal strukturiert, einmal verwaltet und überall wiederverwendet werden. Unsere größten Kunden erweitern ihre Nutzung der Plattform Jahr für Jahr um das Zwei- bis Dreifache, nicht, weil wir aggressiver verkaufen, sondern weil strukturierte Daten auf Covalo automatisch Mehrwert für Teams in F&E, Regulatorik und Einkauf schaffen. Dieser Multiplikatoreffekt lässt sich mit isolierten Tools nicht erreichen.“

Skalierung, Nutzung und wachsendes Engagement

Die Position von Covalo wird durch seine Skalierung, die Tiefe der Kundenbeziehungen und die steigende Plattformnutzung bestätigt. Im Jahr 2025 stieg das Engagement auf der Plattform um 84 %, mit 1,3 Millionen monatlichen Interaktionen und einer Net Revenue Retention von über 145 % – ein klares Zeichen für die zunehmende Nutzung über Abteilungen, Module und Anwendungsfälle hinweg.

Covalo arbeitet mit zentralen Branchenorganisationen zusammen, darunter TraceOne für regulatorische Datenintegration, Reed Exhibitions zur Vernetzung bei Branchenevents sowie die B Corp Beauty Coalition für Nachhaltigkeitsinitiativen, neben weiteren führenden Branchenverbänden. Diese Partnerschaften stärken Covalos Rolle als neutrale, vertrauenswürdige Plattform im Zentrum des Personal-Care-Ökosystems.

Wolfgang Krause, Managing Partner bei Hi inov:

„Yann, Timo und ihr Team stehen an der Spitze beim Aufbau einer neuen Dateninfrastruktur für Ingredient-Daten in der Personal-Care-Industrie. Wir bei Hi inov sind beeindruckt von den bisherigen Erfolgen von Covalo bei der Definition dieses entstehenden Marktes und freuen uns, sie in unserer Hi inov-Familie willkommen zu heißen.“

Alexander Kölpin, Managing Partner bei seed + speed Ventures:

„Covalo hat früh erkannt, dass die größte Hürde in der Personal-Care-Industrie nicht der Zugang zu einzelnen Inhaltsstoffen ist, sondern der fehlende verlässliche Datenfluss zwischen Lieferanten, Marken und internen Systemen. Statt bei Suche und Sichtbarkeit stehenzubleiben, baut Covalo eine neutrale und strukturierte Datengrundlage für die Branche. So werden Entwicklungen schneller, Zusammenarbeiten effizienter und neue KI-Anwendungen überhaupt erst möglich.“

Ausblick
Mit der neuen Finanzierung wird Covalo sein Enterprise-Angebot in wichtigen Märkten weiter skalieren, neue branchenspezifische KI-Agenten einführen – darunter Conversational Analytics, RFI-/RFP-Workflow-Automatisierung, Datenextraktion und -anreicherung sowie Compliance-Prüfungen – und seine Datenplattform um umfassende PIM- und MDM-Funktionalitäten erweitern. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, seine führende Position im Bereich Personal Care weiter auszubauen, bevor es perspektivisch in angrenzende Segmente expandiert.

Die Mission ist klar: Die Daten der Personal-Care-Industrie sollen vernetzt, zugänglich und zukunftssicher werden.

Bild v.l.n.r. Timovon Bargen und Yann Chilvers Bildcredits: Covalo

Quelle Maschmeyer Group/MM Support GmbH

Wie viel Einfluss hat die richtige Idee auf den Alltag von Hund und Halter?

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DavyBarkmo Hunde Napf Höhle der Löwen Pitch Bild: Beim Battle treten "DavyBarkmo" mit den Gründern Morice Ziegler (l.) und David Tenné gegen „BOGGL“ mit den Gründerinnen Cornelia Puffer und Julia Davids (r.) an. Wer kann die „Löwen“ mit ihrer Geschäftsidee überzeugen und darf weiter pitchen ? Bildcredits/Fotograf: RTL / Stefan Gregorowius

DavyBarkmo entwickelt einen innovativen Napf für Hunde, der das Fressverhalten verbessert und wird am 06. April in der Sendung Die Höhle der Löwen im Battle antreten

Wie ist DavyBarkmo entstanden und welche Personen stehen dahinter?

DavyBarkmo wurde von David und Morice gegründet, zwei Freunden mit unternehmerischem Antrieb und einer tiefen Verbindung zu Hunden. Der Ursprung der Marke ist denkbar persönlich: Davids Hund Hunter schlang sein Futter so schnell, dass klassische Anti-Schling-Näpfe kaum halfen. Nach kurzer Zeit hatte Hunter die festen Muster der handelsüblichen Näpfe durchschaut und fraß wieder genauso schnell wie zuvor. Statt eine beliebige Lösung vom Markt zu kaufen, begannen die beiden Freunde, selbst eine zu entwickeln. Aus dieser Idee entstand die SoulBowl – und mit ihr die Marke DavyBarkmo.

In welcher Branche ist DavyBarkmo tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

DavyBarkmo ist in der Heimtierbranche tätig und entwickelt funktionales, designorientiertes Hundezubehör. Das Geschäftsmodell ist hauptsächlich das Endkundengeschäft. Was das Modell besonders macht, ist die Kombination aus echtem Produktnutzen und sozialem Anspruch: Mit jeder Bestellung wird ein Tierheim oder Tierschutzprojekt unterstützt.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Das Problem war konkret und selbst erlebt: Davids Hund Hunter schlang sein Futter in Sekunden, klassische Anti-Schling-Näpfe halfen nur kurzfristig, weil Hunde die statischen Muster schnell erlernen. Auch Intelligenzspielzeuge wurden schnell ausgetrickst und wurden langweilig. Die Marktlücke war klar: Es gab keinen Napf, der den Hund beim Fressen bremst und gleichzeitig täglich aufs Neue den Kopf beansprucht. Gleichzeitig fiel auf, dass der gesamte Markt für Hundezubehör entweder funktional schwach oder gestalterisch beliebig aufgestellt ist. DavyBarkmo entstand als Antwort auf beides – mit dem Anspruch, Produkte zu bauen, die wirklich funktionieren und gleichzeitig gut aussehen.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Das Herzstück ist die SoulBowl mit ihrem verstellbaren Puzzle. Anders als alle herkömmlichen Anti-Schling-Näpfe oder Spielzeuge lässt sich das Muster in 7 verschiedene Schwierigkeitsstufen umstellen – in einer Sekunde. Das verhindert den Gewöhnungseffekt, der bei starren Näpfen zwangsläufig eintritt. Der Hund wird beim Fressen nicht nur verlangsamt, sondern gleichzeitig mental gefordert – Mahlzeit und Kopfarbeit in einem.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Die SoulBowl lässt Hunde bis zu 10-mal langsamer fressen, reduziert Blähungen, Verdauungsprobleme und Würgen – und beschäftigt den Hund dabei mental für bis zu 30 Minuten. Für den Halter bedeutet das: weniger Stress rund ums Fressen, ein entspannterer Hund danach und keine separaten Beschäftigungsspielzeuge mehr nötig. Der entscheidende Unterschied zum Wettbewerb ist das verstellbare Muster – kein anderer Napf auf dem Markt bietet diesen Mechanismus. Dazu kommen hochwertige Materialien (BPA-frei, laborgetestet, spülmaschinenfest) und ein schlichtes Design, das sich in jeden Wohnraum einfügt.

Wie wurde das Produkt von DavyBarkmo entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Die Entwicklung startete aus der direkten Alltagserfahrung mit Hund Hunter. Es wurde an vielen Hunden getestet bevor es auf den Markt gekommen ist – Auch auf vielen Messen wurde die Wirkung des Napfes präsentiert. Eine Futter-Challenge reizte die Leute an, die SoulBowl zu probieren. Dafür wurde eine kleine Futtermenge in den Napf gegeben, und sollte der Hund diese kleine Menge schneller als 3 Min. verputzt haben, so gewinnt der Messegänger einen Extra-Rabatt. Für die meisten schien das ein leichtes Spiel zu sein, denn 3 Minuten sind wahrlich viel Zeit für eine kleine Menge (60 g) Trockenfutter.

Doch die meisten wurden überrascht, und es gab teilweise Hunde, die dafür 15 Minuten gebraucht haben. Durch das Schnüffeln waren die Fellnasen danach fix und fertig. Das Feedback aus der Community bestätigte nicht nur die Anti-Schling-Wirkung, sondern zeigte auch die starke Resonanz auf die mentale Auslastung der Hunde – viele Halter berichteten, dass ihre Hunde nach dem Fressen sichtbar entspannter und ruhiger waren.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Die Vision ist es, DavyBarkmo zu einer der größten Hundemarken Deutschlands zu machen, die mehrere Problembereiche des Hundealltags abdeckt – Fütterung, Verdauung, Lifestyle, Beschäftigung und Gesundheit. Parallel dazu soll das soziale Engagement – die Unterstützung von Tierheimen weltweit – als fester Bestandteil der Markenidentität weiter ausgebaut werden.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Wir waren schon im Prozess der Anmeldung, aber hatten diese nicht wirklich verfolgt, bis wir dann auf einer Messe von einem Scouter angesprochen wurden. Dann ging es Schlag auf Schlag. Von der Einreichung der Bewerbungsunterlagen bis zur Einladung vor den Löwen zu pitchen. Wir wollten einen Investor gewinnen, der uns dabei helfen kann, das Produkt besser in die Welt zu tragen.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Die größte Form der Unterstützung wäre das Know-how, so ein Produkt online als auch im Einzelhandel zu präsentieren. Zusätzlich würde die Investitionssumme weiter in die Produktentwicklung und den Wareneinkauf fließen.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Es stehen viele neue Produkte in der Pipeline und wir arbeiten Tag für Tag daran DavyBarkmo in der Hundewelt bekannter zu machen.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Löse ein Problem, das du selbst kennst – und das du wirklich verstehst. Produkte die aus echtem Alltag entstehen, haben eine Authentizität, die sich nicht kaufen lässt. Außerdem: Unterschätze Kommunikation nicht. Ein gutes Produkt reicht heute nicht mehr – du musst erklären können, warum es existiert, wem es hilft und was es vom Rest unterscheidet.

Sehen Sie DavyBarkmo am 6. April 2026 in der Sendung die Höhle der Löwen

Bild: Beim Battle treten „DavyBarkmo“ mit den Gründern Morice Ziegler (l.) und David Tenné gegen „BOGGL“ mit den Gründerinnen Cornelia Puffer und Julia Davids (r.) an. Wer kann die „Löwen“ mit ihrer Geschäftsidee überzeugen und darf weiter pitchen ? Bildcredits/Fotograf: RTL / Stefan Gregorowius

Wir bedanken uns bei Morice Ziegler und David Tenné für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Kann ein Spiel zum echten Gruppenerlebnis werden?

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Boller Battle Event Gameshow Höhle der Löwen Die "Löwen" (v.l.) Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Judith Williams unterziehen die Bollerwagen Gameshow von "Boller Battle" direkt dem Praxistest. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Boller Battle bietet eine mobile Gameshow als Event für Gruppen und wird am 06. April in der Sendung Die Höhle der Löwen pitchen

Wie ist das Boller Battle entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Das Boller Battle ist aus einer Mischung aus Kreativität, Unternehmergeist und ganz viel Spielfreude entstanden. Wir kommen ursprünglich aus der Escape Room Branche und haben mit Big Break Hamburg einen der erfolgreichsten Escape Rooms Deutschlands aufgebaut. Irgendwann kam bei uns die Frage auf: Wie können wir ein ähnlich einzigartiges Erlebnis nach draußen bringen und für Gruppen noch zugänglicher machen?
Daraus ist die Idee entstanden, eine mobile Gameshow zu entwickeln – und so wurde das Boller Battle geboren. Hinter dem Unternehmen stehen wir als Gründerteam, aber auch unsere Familie ist stark eingebunden. Gerade unser Standort in Essen wird beispielsweise von meinem Vater betrieben – was das Ganze für uns zu etwas sehr Persönlichem macht.

In welcher Branche ist Boller Battle tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Wir sind im Bereich Freizeit, Events und Teambuilding tätig. Unser Geschäftsmodell kombiniert klassische Eventformate mit einem skalierbaren Lizenzsystem.
Das Besondere: Unsere Events funktionieren komplett ohne Gamemaster. Das bedeutet für uns und unsere Partner eine extrem effiziente Struktur mit gleichzeitig hoher Nachfrage und sehr guten Margen.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung?

Wir haben gemerkt, dass viele Gruppen nach Erlebnissen suchen, die sie gemeinsam machen können – aber oft sind diese entweder sehr aufwendig organisiert oder fühlen sich nicht wirklich besonders an.
Unser Ziel war es, ein Event zu schaffen, das sich wie eine eigene kleine Gameshow anfühlt – aber gleichzeitig flexibel, einfach zugänglich und bezahlbar bleibt.

Was macht das Konzept besonders?

Das Boller Battle verbindet mehrere Dinge, die es so in dieser Kombination kaum gibt: Bewegung an der frischen Luft, Wettbewerb, Teamgefühl und eine komplett eigenständig spielbare Struktur.
Die Teilnehmer erleben ihre eigene Gameshow – ohne Anleitung, ohne Zeitdruck von außen, aber mit klarer Struktur und echtem Wettkampf.
Alle Einzelteile des Konzepts sowie der Bollerwagen sind in Handarbeit geschaffen und von der Platine und Programmierung der Technik im Bollerwagen bis hin zur Fertigung entsteht alles bei uns Inhouse.

Welche Vorteile bietet das Produkt den Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Für die Teilnehmer ist es ein Erlebnis, das sofort verbindet. Man lacht zusammen, misst sich miteinander und erlebt echte Momente – das bleibt hängen.
Für Unternehmen ist es ein extrem effektives Teamevent, weil es Kommunikation, Strategie und Zusammenarbeit ganz automatisch fördert.
Das Konzept ist absolut einzigartig und gibt es in dieser Form kein zweites Mal.

Wie wurde das Produkt von Boller Battle entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Wir haben sehr viel ausprobiert, verworfen und immer wieder optimiert. Gerade durch unsere Erfahrung aus dem Escape Room Bereich wussten wir, wie wichtig Details sind.
Das Feedback aus den ersten Gruppen war für uns extrem wertvoll – und auch heute entwickeln wir das Konzept ständig weiter. Bei einer komplett neuen Veranstaltung, die es in dieser Form noch nicht gab, musste man viel ausprobieren und entwickeln, um am Ende ein langlebiges und qualitativ extrem hochwertiges Produkt zu haben. Auch die Preisgestaltung musste sich erst finden und bedurfte einige Testgruppen.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Unsere Vision ist es, das Boller Battle in jeder größeren Stadt zu etablieren und ein starkes Netzwerk an Partnern aufzubauen.
Langfristig möchten wir eines der bekanntesten Outdoor Eventkonzepte im deutschsprachigen und vielleicht sogar internationalem Raum werden.

Warum Höhle der Löwen? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Für uns ist die Höhle der Löwen eine einmalige Chance, unser Konzept einem großen Publikum zu präsentieren und gleichzeitig von erfahrenen Unternehmern zu lernen.
Es geht uns nicht nur um das Investment, sondern auch um Reichweite und strategische Weiterentwicklung.

Welche Unterstützung wird angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Wir suchen vor allem Partner, die uns beim weiteren Wachstum unterstützen – sei es im Marketing, bei der Skalierung, beim Aufbau unseres Lizenzsystems oder beim Bau der einzigartigen Bollerwagen.

Welche nächsten Schritte sind geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Nach der Ausstrahlung wollen wir gezielt neue Standorte aufbauen und unser Partnernetzwerk weiter ausbauen. Im Moment bauen wir neben den aktuellen Standorten (Hamburg, Essen, Köln, Bamberg und Mainz) noch die neuen Standorte Bottrop, Berlin und München auf. Gleichzeitig investieren wir stark in Marketing und Markenaufbau. Zudem wurden bereits Gespräche mit potenziellen ausländischen Partnern geführt, um dieses Konzept auch über die deutschen Grenzen hinweg anbieten zu können.

Welche Erfahrungen waren besonders wertvoll?

Die wichtigste Erkenntnis für uns: Erfolg kommt nicht über Nacht. Es ist ein ständiges Testen, Anpassen und Dranbleiben.
Und vor allem: Die Menschen, mit denen man arbeitet, sind entscheidend.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Einfach machen – aber bewusst. Nicht alles zerdenken, sondern ins Handeln kommen.
Und: Baut etwas, hinter dem ihr wirklich steht. Denn genau das spüren am Ende auch eure Kunden.

Sehen Sie Boller Battle am 6. April 2026 in der Sendung die Höhle der Löwen

Bild: Die „Löwen“ (v.l.) Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Judith Williams unterziehen die Bollerwagen Gameshow von „Boller Battle“ direkt dem Praxistest. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Caroline und Philip Kirchhof für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Unterschätzen wir die einfachsten Ideen viel zu oft?

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BOGGL Beschäftigung Gesundheit Höhle der Löwen Bild: Beim Battle treten "DavyBarkmo" mit den Gründern Morice Ziegler (l.) und David Tenné gegen „BOGGL“ mit den Gründerinnen Cornelia Puffer und Julia Davids (r.) an. Wer kann die „Löwen“ mit ihrer Geschäftsidee überzeugen und darf weiter pitchen ? Bildcredits/Fotograf: RTL / Stefan Gregorowius

BOGGL® entwickelt ein innovatives Beschäftigungssystem für Hunde mit Fokus auf gesunde Beschäftigung und unterstützt damit die Gesundheit im Alltag, und wird am 06. April in der Sendung Die Höhle der Löwen pitchen

Wie ist das Startup BOGGL entstanden und welche Personen stehen dahinter?

BOGGL® ist aus einem sehr persönlichen Problem entstanden.
Meine Hündin Smilla war krank und ich habe keine passende, gesunde Beschäftigung für sie gefunden.
Also habe ich entschieden, selbst eine Lösung zu entwickeln.
Hinter BOGGL® stehe ich als Gründerin – mit einer klaren Mission: sinnvolle, gesunde Beschäftigung für Hunde neu zu denken.

In welcher Branche ist BOGGL tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

BOGGL® ist im Heimtiermarkt tätig, im Bereich Beschäftigung und Enrichment.

Das Besondere ist:
BOGGL® ist kein klassisches Spielzeug, sondern ein Beschäftigungssystem mit gesundheitlichem Mehrwert – auf Wasserbasis.
Ein Produkt, das täglich genutzt werden kann, sich immer wieder neu einsetzen lässt und bei dem der Halter selbst entscheidet, was hineinkommt.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung von BOGGL?

Das Problem war simpel – aber ungelöst:
Es gab keine wirklich durchdachte, gesunde Beschäftigung für Hunde.
Zu viele Produkte waren unhygienisch, zu kompliziert, nicht hochwertig oder basierten auf kalorienreichen Snacks.
Und vor allem: Ich wollte kein Wegwerfprodukt.
Ich wollte eine wasserbasierte gesunde Lösung, die einfach ist, im Alltag wirklich funktioniert ohne schlechtes Gewissen zu haben.

Was macht das Konzept oder die Technologie von BOGGL besonders?

BOGGL® basiert auf einem einfachen, aber neuen Ansatz: Wasser statt Kalorien.

Dazu kommt ein durchdachtes System aus Form, Funktion und Anwendung:
hygienisch, nachfüllbar und so gestaltet, dass der Hund eigenständig und ohne Frust beschäftigt ist – mit einem klaren Erfolgserlebnis.

Das patentierte Klicksystem ist dabei ein zentrales Element der Innovation.

Welche konkreten Vorteile bietet BOGGL im Alltag?

BOGGL® beruhigt, beschäftigt und belohnt gleichzeitig – auf eine sehr gesunde Weise.
Er ist einfach in der Anwendung, sauber, kostengünstig und individuell befüllbar.
Im Vergleich zu klassischen Produkten entsteht kein Spielstopp, kein Schmutz und kein schlechtes Gewissen.

Wie wurde das Produkt von BOGGL entwickelt und getestet?

Die Entwicklung basierte auf Beobachtung und Praxis.
Über mehrere Jahre hinweg habe ich gemeinsam mit Ingenieuren Prototypen entwickelt und direkt an dutzenden Hunden getestet.
Zusätzlich wurde BOGGL® von Tierärzten und Fachleuten geprüft, getestet und bewertet.
Darüber hinaus wurde eine chemische Prüfung durch den TÜV Rheinland durchgeführt – alle Ergebnisse sind transparent einsehbar.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen BOGGL?

BOGGL® wird eine neue Kategorie im Heimtiermarkt etablieren.
Unser Fokus: Gesundheit und Prävention.

Wir denken konsequent weiter und erweitern das Beschäftigungssystem durch ergänzende, innovative Produkte, die sich sehr einfach in den BOGGL® integrieren lassen.

BOGGL® ist ein Gamechanger, weil er erstmals ermöglicht, Beschäftigung, Belohnung und Gesundheit ohne Frustration miteinander zu verbinden – einfach, kontrolliert und alltagstauglich.

Das ist das Ziel:
Gesunde Beschäftigung muss einfach sein.

Mit dem BOGGL® L und BOGGL® 2.0 stehen bereits die nächsten Innovationen in den Startlöchern.

Warum fiel die Entscheidung, sich mit BOGGL bei Höhle der Löwen zu präsentieren?

Um Sichtbarkeit zu schaffen und das Thema breiter zu platzieren.
BOGGL® ist sehr einfach in der Anwendung, aber aufgrund seiner Vielseitigkeit erklärungsbedürftig.
Menschen sollen sehen und verstehen:
Was auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, kann unglaublich viel.

Wir vergleichen den BOGGL® oft mit einem Ball.
So simpel in der Form – und gleichzeitig extrem vielseitig im Einsatz.
Und genau dafür braucht es Raum.
Und genau dafür braucht es eine Bühne.

Welche Form der Unterstützung wird für BOGGL angestrebt?

Vertrieb und Internationalisierung.
Erfahrung, Struktur und Netzwerk.

Welche nächsten Schritte sind für BOGGL geplant?

Internationaler Ausbau, Aufbau eines Händlernetzwerks und kontinuierliche Produktweiterentwicklung.
Mit BOGGL® 2.0 und weiteren Varianten wird das System konsequent weitergedacht.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich bei BOGGL als besonders wertvoll erwiesen?

Dass man sehr genau unterscheiden muss, von wem man sich Feedback holt.

Es gibt viele Meinungen – auch von Menschen mit großer Reichweite.
Aber Reichweite ist nicht gleich Expertise.
Gerade bei einem Produkt wie BOGGL®, das funktional und gesundheitlich gedacht ist, sind fundierte Einschätzungen entscheidend.

Unsere Aussagen basieren nicht auf Vermutungen, sondern auf jahrelanger Entwicklung, Tests und fundiertem Feedback von Fachleuten – darunter Tierärzte, Trainer, Therapeuten, Händler und weitere Experten.

Wir sprechen nur dann öffentlich über Wirkungen und Nutzen, wenn diese auch fachlich bestätigt und praktisch erprobt sind.

Denn Transparenz ist für uns kein Marketing – sondern Haltung.

Welche Ratschläge lassen sich daraus für andere Gründer:innen ableiten?

Hört nicht auf jede Meinung.
Vor allem nicht auf die lautesten.
Sondern auf die richtigen.

Wenn euch jemand sagt, euer Produkt sei „nicht innovativ genug“, stellt euch eine einfache Frage:
Hat diese Person wirklich die fachliche Grundlage, das beurteilen zu können?

Ich habe gelernt:
Echte Innovation wird oft zuerst unterschätzt.

Deshalb mein Rat:
Holt euch Feedback von Expert:innen, testet euer Produkt in der Praxis und vertraut euren eigenen Beobachtungen.

Und dann: bleibt dran.

Wenn ihr ein echtes Problem löst, wird sich das durchsetzen.

„BOGGL® ist Liebe auf den zweiten Blick. Was unscheinbar wirkt, ist oft das Durchdachteste.“

Sehen Sie BOGGL am 6. April 2026 in der Sendung die Höhle der Löwen

Bild: Beim Battle treten „DavyBarkmo“ mit den Gründern Morice Ziegler (l.) und David Tenné gegen „BOGGL“ mit den Gründerinnen Cornelia Puffer und Julia Davids (r.) an. Wer kann die „Löwen“ mit ihrer Geschäftsidee überzeugen und darf weiter pitchen ? Bildcredits/Fotograf: RTL / Stefan Gregorowius

Wir bedanken uns bei Cornelia Puffer und Julia Davids für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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