Dienstag, Juni 2, 2026
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rayne disc bringt Schweizer Innovation in den Periodenalltag

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rayne disc aus der Schweiz vorgestellt

rayne disc bringt Schweizer Innovation in den Periodenalltag

Das Zürcher Startup rayne bringt mit der rayne disc eine neue Menstruationsdisc auf den Markt. Dabei verbindet das Unternehmen Schweizer Präzision mit Komfort, Design und Nachhaltigkeit. Gleichzeitig soll das Produkt den Alltag einfacher und angenehmer machen.

rayne disc setzt auf Komfort und Design

Menstruationsprodukte standen jahrzehntelang vor allem für Funktion. Das Zürcher Startup rayne will das ändern und stellt die erste in der Schweiz entwickelte und gefertigte Menstruationsdisc vor. Bei der Entwicklung standen Komfort, Körpergefühl und Design im Mittelpunkt. Hinter der Marke steht Gründerin Ramona Schwarz. Sie überträgt ihre Erfahrung aus dem Lingerie Design erstmals auf ein Produkt, das bisher kaum aus einer körpernahen und ästhetischen Sicht gedacht wurde.

Mit der rayne disc verbindet das Startup patentierte Innovation, medizinisches Silikon und Schweizer Präzision. Gleichzeitig verfolgt rayne einen klaren Anspruch. Menstruationsprodukte sollen nicht nur funktionieren. Sie sollen sich gut anfühlen, leicht nutzbar sein und sich einfach in den Alltag einfügen.

„Bei rayne sind Design, Ästhetik und Nachhaltigkeit fest in unserer DNA verankert“, erklärt Gründerin Ramona Schwarz. „Wir entwickeln Produkte, die das Leben erleichtern, hohen Komfort bieten und zugleich die Umwelt schonen.“

rayne disc verbindet Erfahrung und Innovation

Vom Lingerie Design zur Perioden Revolution

Hinter rayne steht die Designerin Ramona Schwarz. Viele Jahre entwickelte sie im Bereich Lingerie Produkte, die direkt am Körper getragen werden. Dabei legte sie besonderen Wert auf Passform, Material und Tragekomfort. Dieses Wissen floss direkt in die Entwicklung der rayne disc ein.

„Komfort ist kein Zusatz, sondern die Grundlage jedes guten Produkts“, sagt Schwarz. Nach zwei Jahren Entwicklung, vielen Tests und zahlreichen Prototypen entstand eine Menstruationsdisc, die bekannte Schwächen anderer Produkte neu denkt und zugleich hochwertiges Design bietet.

Innovation mit Schweizer Präzision

Die rayne disc ist die erste Menstruationsdisc, die komplett in der Schweiz entsteht und gefertigt wird. Das Herzstück ist das patentierte Design mit integrierter Fingerlasche. Dadurch lässt sich die Disc einfach und intuitiv entfernen. Anders als bei klassischen Menstruationstassen entsteht kein Unterdruck. Deshalb eignet sich die rayne disc auch für Trägerinnen einer Spirale.

Das Unternehmen reinigt jede Disc vor dem Versand hygienisch und verpackt sie sicher. Dadurch ist das Produkt nach der Lieferung sofort einsatzbereit.

rayne disc als nachhaltige Alternative

Design trifft Nachhaltigkeit

Neben Komfort und Funktion spielt auch Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Der ökologische Fußabdruck klassischer Periodenprodukte ist hoch. Eine menstruierende Person nutzt im Laufe ihres Lebens durchschnittlich zwischen 10.000 und 17.000 Einwegprodukte wie Tampons oder Binden. Dadurch entsteht jedes Jahr viel Müll. Außerdem enthalten viele herkömmliche Produkte Kunststoffbestandteile, die sich nur langsam abbauen. 1

Die rayne disc setzt deshalb auf eine langlebige und wiederverwendbare Lösung mit deutlich geringerer Umweltbelastung. Mit einem Fassungsvermögen von 50 ml ersetzt sie fünf bis sieben herkömmliche Tampons und kann über Jahre genutzt werden.

Studien und Marktanalysen zeigen zudem, dass nachhaltige Produkte wie Menstruationstassen oder Periodenunterwäsche in Deutschland immer wichtiger werden. 2 Gleichzeitig will rayne diesen Wandel aktiv vorantreiben und eine moderne Alternative zu klassischen Einwegprodukten bieten. 3

Vorteile der rayne disc im Überblick

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick

Die rayne disc bietet bis zu zwölf Stunden Schutz. Nutzerinnen müssen sie in dieser Zeit nicht wechseln, auch nicht beim Toilettengang. Außerdem ist sie frei von Schadstoffen, BPA und Latex. Das Unternehmen fertigt die Disc aus medizinischem Silikon.

Zusätzlich ergänzt der disc Cleaner das System sinnvoll. Dadurch wird Menstruation einfacher, hygienischer und alltagstauglicher.

Preise und Verfügbarkeit der rayne disc

Preis und Verfügbarkeit

● Die rayne disc ist für 45 Euro erhältlich.
● Der disc Cleaner kostet 14,90 Euro.
● Das Starter Kit mit rayne disc und disc Cleaner kostet 55 Euro.

Bild @ rayne

Quelle Contcept Communication GmbH

Community first. Mentessa und Mentimeter starten strategische Partnerschaft

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Leadership Circle stärkt Mentessa Zusammenarbeit Tina Ruseva @ Ammy Berent

Was für Menschen gilt, gilt auch für Unternehmen

Die Zukunft der Arbeit ist kollaborativ – und diese Partnerschaft lebt genau das vor.

München / Stockholm, 21. Mai 2026 Mentessa GmbH (München) und Mentimeter AB (Stockholm) gehen eine strategische Partnerschaft ein – mit Fokus auf den DACH-Raum. Gemeinsam setzen sie ein Zeichen: Kooperation ist keine Methode, sondern Haltung – für Teams genauso wie für Unternehmen. Im Mittelpunkt steht der Ausbau der Leadership Circle Community, die Mentimeter in Deutschland als aktives Netzwerk rund um moderne Führung und inklusive Zusammenarbeit gegründet hat.

Gleiche Werte und gemeinsame Richtung

Mentessa und Mentimeter eint mehr als ein geteiltes Themenfeld. Beide Unternehmen glauben daran, dass die Arbeitswelt nur dann besser wird, wenn Menschen – und Unternehmen – aufhören, alles allein machen zu wollen. Mentessa hilft Organisationen dabei, Lernkulturen aufzubauen, in denen Mentoring und Zusammenarbeit gedeihen. Mentimeter gibt Menschen in Meetings und Workshops eine Stimme, unabhängig von Hierarchie oder Standort. Dass beide nun kooperieren, ist mehr als eine Partnerschaft – es ist eine gelebte Aussage.

Leadership Circle stärkt Mentessa Zusammenarbeit

„Organisationen verändern sich, wenn die richtigen Menschen ins Gespräch kommen. Dafür braucht es mutige Formate – und Führungskräfte, die sich trauen. Der Leadership Circle ist beides. Genau deshalb ist diese Partnerschaft so stimmig.“
Dr. Tina Ruseva, CEO Mentessa

„KI verändert, wie wir arbeiten. Aber was Menschen im Job wirklich brauchen, hat sich nicht verändert: gehört werden, echte Verbindung, sinnvolle Zusammenarbeit. Genau das treiben Mentessa und wir gemeinsam im DACH-Raum voran – und ich freue mich sehr darauf.“
Angela Wiesenmüller, Director DACH, Mentimeter

Leadership Circle stärkt aktive Community

Ein zentrales Element der Partnerschaft ist die Mitwirkung von Mentessa im Leadership Circle – Mentimeters Community für Führungskräfte und People Leader, die Arbeitskultur aktiv mitgestalten wollen. Die Events finden in Person und online statt, mit dem Fokus auf echtem Austausch statt einseitiger Beschallung. Das Ziel ist es, Zusammenarbeit zur neuen Normalität zu machen – für Teams, für Unternehmen, allgemein.

Titelbild Tina Ruseva @ Ammy Berent

Quelle : Mentessa GmbH

Was passiert mit Kindern, wenn das Smartphone nie Pause macht?

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OMNI-Bags: Smartphones an Schulen im Unterricht Joscha Tümmler Gründer OMNI-Bags

OMNI-Bags entwickelt verschließbare Handytaschen für Schulen, um Smartphones im Unterricht kontrollierbar zu machen und den Schulalltag ruhiger und konzentrierter zu gestalten

Wie ist OMNI BAGS entstanden und wer steht hinter der Idee?

Mein Name ist Joscha Tümmler und ich habe vor über 6 Jahren die IT-Consulting-Firma TOPFLOOR gegründet. In der Beratung arbeiten wir primär mit dem öffentlichen Sektor zusammen und stehen dadurch im engen Kontakt mit vielen öffentlichen Trägern und auch Schulen. In Gesprächen mit Vertretern von Schulen wurde uns immer wieder berichtet, welch ein großes Problem Handys im Schulalltag darstellen und wie schwierig es ist, dieses zu lösen. Im Kontext der vor kurzer Zeit neu aufflammenden Debatte über Handyverbote an Schulen habe ich mich gefragt, wie man die Problematik lösen kann, ohne noch mehr Streit und Unmut zwischen Schülern und Lehrkräften zu schaffen. Die zündende Idee kam mir durch ein Produkt einer amerikanischen Firma, welche verschließbare Taschen für den Live-Entertainment-Bereich anstelle von Stickern zur Abdeckung von Handykameras anbietet. Ich dachte mir, dass sich diese Lösung mit einigen Anpassungen auch auf Schulen anwenden lässt, und gründete OMNI-Bags.

Was hat Sie dazu motiviert, sich mit der Smartphone-Nutzung im Schulalltag zu beschäftigen?

Der Auslöser war die Kommunikation mit einigen öffentlichen Kunden von uns, die mediale Berichterstattung zu Handyverboten bzw. Handyregelungen in Schulen, sowie der Austausch mit Lehrer:innen und Eltern in meinem privaten Umfeld. Die Probleme schienen enorm und weitverbreitet zu sein. Alle haben sich beschwert, aber Lösungsvorschläge machte niemand. Ich dachte mir, anstatt sich nur aufzuregen, sollte man eine Lösung finden, die hilft, dem Thema zu begegnen und das Problem zu lösen. Dabei muss man Schülern zwar auf Augenhöhe begegnen, doch am Ende des Tages sind sie eben Kinder und Jugendliche, die sich nicht gerne sagen lassen, was sie tun oder lassen sollen, also muss man einen Kompromiss finden. Wenn wir mit OMNI-Bags einen Beitrag zur Verbesserung des Umgangs mit Smartphones und damit zur Verbesserung der Verhältnisse an Schulen leisten können, macht mich das sehr glücklich.

Welche Vision verfolgt OMNI BAGS für den Umgang mit digitalen Geräten in Schulen?

Smartphones sind zu einem fundamentalen Teil unserer Gesellschaft geworden und werden so schnell nicht wieder verschwinden. Wir müssen lernen, damit bewusst umzugehen. Ein reines Verbot löst das Problem nicht. Schüler werden immer versuchen, bestehende Systeme und Regeln zu testen und zu umgehen. Es muss aber eine Möglichkeit geben, einen klar geregelten und verantwortungsvollen Umgang mit Smartphones zu etablieren – ein bisschen muss man die Schüler zu ihrem Glück zwingen. Wir glauben, mit OMNI-Bags eine vielversprechende Kompromisslösung gefunden zu haben, auf die sich die Schüler einlassen – unsere Pilotprojekte laden derzeit diesbezüglich zu Optimismus ein.

Wie soll sich der Unterricht durch Lösungen wie die von OMNI BAGS konkret verbessern?

Ein zentrales Problem, das durch die übermäßige Nutzung von Handys entsteht, ist der unbewusste Griff zum Gerät sowie der gefühlte Zwang, ständig online sein zu müssen, um nichts zu verpassen. Heutzutage sind nahezu alle Schüler mit Smartphones aufgewachsen, bzw. wachsen mit diesen auf. Sie sind mit den Geräten extrem gekoppelt und verbringen einen Großteil ihrer Freizeit in ihnen, wodurch enorme Abhängigkeiten entstehen. Indem Schüler keinen Zugriff auf ihre privaten Handys auf dem Schulgelände haben, sind Störungen durch die Geräte von vornherein ausgeschlossen. Durch das Wegfallen der allzeit verfügbaren Ablenkungsquelle können Schüler nach und nach ihre Konzentration und Aufmerksamkeitsspanne wieder verbessern und sich von Smartphones als primärer Unterhaltungsquelle emanzipieren.

An welche Zielgruppen richtet sich OMNI BAGS und wie reagieren Schulen auf Ihr Konzept?

OMNI-Bags richtet sich an alle Schulen, in denen Handys einen Faktor für Störung oder Täuschung darstellen können. Nach unserer Erfahrung aus Gesprächen mit mehreren Hundert Schulen gibt es eigentlich so gut wie keine Schule, bei der der Umgang der Schüler mit dem Handy kein Problem ist. Unsere ersten Pilotprojekte an Schulen laufen bereits vielversprechend: Während Verbote zuvor vor allem Streit auslösten, sind viele Schüler den OMNI-Bags gegenüber zu Beginn zumindest ein wenig aufgeschlossener – was vermutlich auch auf die Novelität des Konzepts und das Gefühl, Teil von etwas Neuem und Ungewöhnlichem zu sein, zurückzuführen ist. Bei konsequenter Adaption in Deutschland bietet sich sogar die Chance, den Umgang mit Handys an Schulen nachhaltig zu beeinflussen. So könnte man erreichen, ein richtiges Bewusstsein und eine Achtsamkeit für den Umgang mit Handys zu schaffen, welche für eine langfristige Linderung des Problems so wichtig sind – und heute noch weitestgehend fehlen.

Welche zentralen Probleme im Unterricht lösen Ihre verschließbaren Handytaschen?

Die Probleme, die durch Smartphones im Unterricht entstehen, wirken auf mehreren Ebenen. Unmittelbar spürbar ist die ständige Ablenkung: Sobald das Handy griffbereit ist, werden Schüler durch Benachrichtigungen oder den Drang nach dem nächsten Blick auf den Bildschirm aus ihrer Konzentration gerissen. Das führt zu Unruhe, einem höheren Geräuschpegel und wiederkehrenden Störungen, sodass sowohl Lehrkräfte als auch Schüler wertvolle Zeit verlieren.

Mindestens genauso schwer wiegen die Inhalte, mit denen die Schüler konfrontiert werden. Cybermobbing über Messenger-Gruppen oder soziale Medien, unerreichbare Schönheitsideale und gefährliche Social-Media-Trends gefährden Kinder und Jugendliche psychisch wie physisch. Betroffene haben oft Angst, in die Schule zu kommen, oder können sich nicht auf den Unterricht konzentrieren, und Lehrkräfte bemerken solche Dynamiken häufig erst, wenn sie sich bereits verfestigt haben.

Hinzu kommt, dass die ständige Smartphone-Nutzung nachweislich Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeitsspanne reduziert. Schon die bloße Anwesenheit eines Handys auf dem Tisch wirkt sich negativ auf die Leistungsfähigkeit aus. Indem die Geräte während des Schultags sicher verwahrt sind, entsteht ein ruhigeres Miteinander, und Schüler können ihre Konzentration nach und nach wieder aufbauen – eine Fähigkeit, die weit über die Schule hinaus von zentraler Bedeutung ist.

Was unterscheidet OMNI BAGS von anderen Ansätzen im Umgang mit Smartphones an Schulen?

Ansätze zur Reduzierung von Handy-Störungen im Schulalltag gibt es bereits, sie bringen jedoch oft neue Probleme mit sich. Ein striktes Handyverbot führt etwa häufig dazu, dass Schüler ihre Geräte heimlich weiter nutzen, das Problem wird dadurch meist nur verlagert. Außerdem zeigt der Alltag: Auch Bundesländer, welche ein offizielles Handyverbot haben, kämpfen mit den gleichen Problemen. Solche Handyverbote sind ein politisches Signal, welches die Schulen bei der Umsetzung letztlich alleine lässt. Die Wahrheit ist, dass Schulen Hilfe brauchen, um die Regeln in der Praxis auch angemessen umsetzen zu können. Auch das Einsammeln von Smartphones ist nicht ideal, da dabei schnell Unsicherheiten oder Verlustängste entstehen. Schließlich handelt es sich um persönliche und oft wertvolle Gegenstände.

Neben OMNI-Bags existiert bereits eine Handvoll ähnlicher Produkte auf dem Markt, welche das gleiche Problem zu lösen versuchen. Nach unserem jetzigen Kenntnisstand lassen sich deren Schlösser jedoch alle durch Öffner von Drittanbietern umgehen. OMNI-Bags setzt bei all diesen Problemen an: Die Geräte bleiben im Besitz der Schüler, werden jedoch sicher verwahrt. Der Öffnungsmechanismus kann ausschließlich von Lehrkräften oder autorisierten Aufsichtspersonen gesteuert werden. So entsteht eine klare, praktikable und vertrauenswürdige Lösung.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Lösung im Schulalltag praktikabel bleibt?

Wir haben unser Produkt bewusst so konzipiert, dass sich die Lösung ohne großen Aufwand in den Schulalltag integrieren lässt. Zu Beginn des Schultags legen die Schüler ihr Smartphone in die OMNI-Bag und behalten es weiterhin bei sich. Der anschließende Verschluss erfolgt schnell und unkompliziert durch die Schüler, sodass keine wertvolle Unterrichtszeit verloren geht. Ein zentraler Vorteil ist, dass die Geräte durchgehend im Besitz der Schüler bleiben. Dadurch werden organisatorischer Aufwand reduziert und typische Konflikte, wie sie bei Sammelboxen oder dem Einsammeln entstehen, vermieden. Gleichzeitig sind die Smartphones während des Unterrichts und in Prüfungssituationen zuverlässig unzugänglich.

Am Ende des Schultags werden die OMNI-Bags zentral durch die Lehrkraft geöffnet. Der integrierte Verschlussmechanismus stellt sicher, dass ausschließlich autorisierte Personen Zugriff haben. So entsteht eine einfache, sichere und alltagstaugliche Lösung, die sowohl Lehrkräfte entlastet als auch für klare Strukturen im Unterricht sorgt.

Mit welchen Herausforderungen waren Sie beim Aufbau von OMNI BAGS konfrontiert?

Das größte Problem liegt in den langen Entscheidungswegen für die Finanzierung der OMNI-Bags durch Bürokratie und fehlende Zuständigkeiten in Kommunen und Ländern, sowie fehlende Zugänglichkeit zu den richtigen Budgets. Deshalb ist ein Teil unserer Leistung auch die Beratung von Schulen im Hinblick auf die Finanzierungswege.

Welche nächsten Schritte plant OMNI BAGS für die Weiterentwicklung oder Expansion?

Wir wollten uns zunächst auf den deutschen und europäischen Markt fokussieren und sicherstellen, dass das Konzept trägt. Unser Ziel ist, dass jede Schule in Deutschland OMNI-Bags verwendet – so sehr sind wir von dem Konzept überzeugt.

Wie sehen Sie die Rolle von Smartphones im Unterricht in den kommenden Jahren?

Wie bereits zuvor angesprochen, werden Smartphones in den nächsten Jahren nicht verschwinden, im Gegenteil. Unser Leben wird immer vernetzter. Smartphones sind heute schon nicht mehr wegzudenken und werden künftig ein noch integralerer Bestandteil unseres Lebens sein. Wir sind keine Gegner von Handynutzung, Social Media, AI und Co. Im Gegenteil – wir sind ein IT-Consulting-Unternehmen und glauben, dass man das Problem rund ums Thema Handy zuallererst einmal regulieren muss, beziehungsweise ein Werkzeug liefern muss, um es zu regulieren. Dann sollte man in den nächsten Schritten einen kontrollierten und zeitgemäßen Umgang mit digitalen Technologien in den Unterrichtsalltag integrieren. AI, Social Media und Technologie allgemein sind Dinge, mit welchen Schüler sich in ihrem zukünftigen Lebens- und Berufsalltag allgegenwärtig konfrontiert sehen. Im derzeitigen Setting, welches durch Probleme, Konflikte und Chaos geprägt ist, ist ein solcher Umgang aber aktuell nicht zu gewährleisten.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben?

Löst ein Problem mit eurem Produkt/eurer Dienstleistung für eine klare Zielgruppe! Nur wenn das gegeben ist, habt ihr überhaupt eine Existenzgrundlage.

Geht ins Gespräch mit den Menschen, für die ihr glaubt, ein Problem zu lösen, und entwickelt im Austausch mit eurer Zielgruppe eure Lösung immer weiter.

Fokussiert euch auf eine Lösung, die gut funktioniert, und steckt da 100 % eures Fokus rein.

Titelbild @OMNI-Bags

Wir bedanken uns bei Joscha Tümmler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was verrät ein Hoodie heute über die Stärke einer Marke?

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Sunday: Merchandise für Marken und Communitys Niels Vandecasteele

Sunday entwickelt Merchandise Lösungen für Marken, Communitys und modernes Employer Branding mit datenbasierten Kampagnen und globalen Prozessen

Wie entstand die Idee zu Sunday und warum wollten Sie Merchandise völlig neu denken?

Die Idee entstand vor zehn Jahren wegen einem Missverständnis bei einem Konzert. Ich sah einen DJ namens Audiophonic auflegen und war fest davon überzeugt, dass er ein weltweiter Superstar sein musste, weil jeder im Publikum seine T-Shirts trug. Wie sich herausstellte, war er gar kein Weltstar, sondern einfach nur unglaublich gut darin, Merchandise zu nutzen, um damit eine sichtbare Community aufzubauen. Dieser DJ wurde später der Mitgründer von Sunday. Die Erkenntnis, dass Merch meine Wahrnehmung so positiv beeinflussen und sofort ein Gefühl von Zugehörigkeit schaffen konnte, wurde schließlich zum Fundament von Sunday. Genau deshalb wollte ich die Branche neu denken: Weil Unternehmen Merchandise viel zu lange als Nebenprodukt und nicht als strategischen Marketingkanal behandelt haben.

Was hat Sie an der Wirkung von Merchandise und Markenwahrnehmung besonders fasziniert?

Es geht um die Macht der physischen Sichtbarkeit in einer digitalen Welt. Ich habe erlebt, wie durchdachter Merch die Wahrnehmung einer Marke verändern kann – von einem „Nice-to-have“ hin zu einem vollständig integrierten Markenerlebnis. Wenn Unternehmen verstehen, welche Kollektionen Menschen tatsächlich gerne tragen und nutzen, müssen sie nicht länger ins Blaue hinein entscheiden. Stattdessen können sie gezielt in Produkte investieren, die echtes Wachstumspotenzial haben. Es geht darum, wegzukommen von billigen Werbegeschenken und hin zu kuratierten Kollektionen, die so hochwertig sind, dass sie zu einem strategischen Hebel für die Marke werden. Am Ende werden physische Produkte so zu echten Wachstumsfaktoren mit klar messbarem ROI.

Welche Vision verfolgt Sunday heute im Bereich modernes Merchandise und Employer Branding?

Unsere Vision ist es, sich vom reinen Verkauf von T-Shirts hin zum Verkauf von „Kampagnen“ zu bewegen. Wir sind die Infrastruktur, die es einem Unternehmen ermöglicht, eine Onboarding-Kampagne oder eine Rekrutierungsinitiative ganz einfach durchzuführen. Wir rücken Merch in den Vordergrund und geben Unternehmen volle Transparenz über ihre Budgets und den Vertrieb.

Warum gewinnen physische Markenmomente aus Ihrer Sicht gerade wieder an Bedeutung?

In einer zunehmend digitalen Welt werden physische Berührungspunkte zur letzten greifbaren Verbindung zwischen einer Marke und einer Person. Hochwertige, aufmerksam ausgewählte physische Geschenke geben Menschen das Gefühl, etwas Besonderes zu sein – in einer Art und Weise, wie es digitale Interaktionen oft nicht schaffen.

Wie unterstützt Sunday Unternehmen dabei, Zugehörigkeit und Community sichtbar zu machen?

Wir bieten die führende Infrastruktur, um interne Unternehmenskultur in greifbare und wirkungsvolle Markenerlebnisse zu verwandeln. Unsere Plattform lässt sich über das gesamte Unternehmens-Ökosystem hinweg skalieren: Das reicht von Bitpanda, die automatisierte Workflows nutzen, um Mitarbeiterjubiläen zu feiern, über kuratierte „C-Level-Stores“ für hochkarätiges Networking, bis hin zur Unterstützung großer Events wie den Firmenläufen von Zalando. Durch die Strukturierung dieser Touchpoints helfen wir Unternehmen, Markenvertrauen und einen „Social Proof“ aufzubauen, den die Menschen auch gerne tragen.

Welche Erwartungen haben Unternehmen heute an hochwertiges Merchandise im Vergleich zu früher?

Die größte Veränderung in den letzten zwei Jahren liegt im Bereich der Effizienz. Vor zehn Jahren wollten Kunden noch 50 Muster sehen und mussten Stunden mit der Designstrategie verbringen. Heute wollen sie, dass das System die Arbeit für sie erledigt. Sie schätzen inzwischen vorgefertigte Vorlagen, Kontrolle und Geschwindigkeit mehr als einen langen, manuellen Designprozess. Außerdem erwarten sie Transparenz. CFOs wollen genau sehen, wohin das Budget fließt.

Sunday arbeitet inzwischen mit tausenden Unternehmen zusammen. Welche Entwicklungen beobachten Sie aktuell besonders stark?

Wir sehen einen starken Trend hin zur Nutzung von Daten anstelle von Bauchgefühl. Unternehmen nutzen unsere Plattform, um Engagement-Raten, Zufriedenheits-Feedback und sogar die Tragehäufigkeit zu erfassen. Wir sehen auch, dass Merch im Account-Based Marketing (ABM) hervorragende Ergebnisse erzielt. Cloudflare hat beispielsweise eine 35.000-Euro-Kampagne in 3 Millionen Euro abgeschlossenen Umsatz verwandelt.

Wie gelingt es Sunday, Merchandise von einem einfachen Giveaway zu einem strategischen Markeninstrument weiterzuentwickeln?

Durch Messbarkeit. Unsere Plattform erfasst die Markenimpressionen und quantifiziert den ROI. Wenn ein Brand Manager sieht, welche Kollektionen tatsächlich getragen werden, kann er datenbasierte Entscheidungen treffen.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen beim Aufbau einer international sichtbaren Merchandise Plattform?

Die größte Herausforderung ist nicht die Technologie selbst. Sondern die Tatsache, dass die meisten Unternehmen ihr Merchandise immer noch lokal organisieren – genau so, wie sie es seit Jahrzehnten tun.

Das hat funktioniert, als Merchandise noch unkompliziert war: ein paar Produkte, ein lokaler Lieferant, ein Event, ein Büro, ein Budget. Aber die Anforderungen haben sich geändert. Heute benötigen Unternehmen Merchandise für globales Onboarding, Events, Kundenkampagnen, Employer Branding, Partner-Aktivierungen, Lagerhaltung, Einzelversand, Reporting, Zoll, Bestandstransparenz und Markenkonsistenz über Ländergrenzen hinweg.

Die Komplexität ist gewachsen, doch in vielen Unternehmen bleibt der eigentliche Aufwand unsichtbar. Er versteckt sich in E-Mail-Verläufen, Excel-Dateien, Lagerräumen, lokalen Lieferantenbeziehungen, verstreuten Rechnungen, doppelten Bestellungen, ungenutzten Beständen und Teams, die dasselbe Problem in verschiedenen Märkten unabhängig voneinander lösen.

Ein großer Teil beim Aufbau einer international sichtbaren Plattform besteht deshalb darin, Unternehmen dabei zu helfen, diese Realität überhaupt sichtbar zu machen. Die ersten Gespräche drehen sich selten um Features. Es geht vielmehr darum zu verstehen, wie Merchandise aktuell verwaltet wird, wo versteckte Kosten entstehen, wie viel Zeit verloren geht und was möglich wird, wenn man Prozesse zentralisiert.

Early Adopter haben das bereits erkannt. Sie sehen Merchandise als strategischen Markenkanal, der Struktur, Sichtbarkeit und Skalierbarkeit braucht. Der Großteil des Marktes befindet sich jedoch noch in der Orientierungsphase.

Eine weitere Herausforderung ist, dass die Merchandise-Branche nach wie vor sehr stark auf den Produktpreis fixiert ist. Das Gespräch beginnt oft mit „Was kostet dieser Hoodie?“ statt mit „Wie hoch sind die Gesamtkosten für die Verwaltung des Merchandise im gesamten Unternehmen?“ oder „Welchen Ertrag bringt diese Kampagne?“.

Das ist der Wandel, den wir herbeiführen wollen: vom lokalen Produktkauf zum zentralisierten Merchandise-Management. Vom Stückpreis zum Gesamtwert. Von der verstreuten Abwicklung zu einer einzigen Plattform, auf der Unternehmen ihr Merchandise weltweit entwerfen, produzieren, lagern, versenden und messen können.

Was unterscheidet Sunday aus Ihrer Sicht von klassischen Merchandise oder Werbeartikelanbietern?

Wir decken den gesamten Lebenszyklus ab: Wir lagern die Artikel, übernehmen den weltweiten Versand zu Konditionen, die 50–60 % günstiger als der Standard sind, und bieten Tools wie „Redeem Links“ (Einlöselinks) an. So können Marken Geschenke an Kunden senden, die sie auf Events treffen, ohne physischen Bestand mit sich herumtragen zu müssen.

Welche nächsten Ziele und Entwicklungen stehen bei Sunday aktuell im Fokus?

Unser unmittelbares Ziel ist es, unseren Kunden den Übergang zu einem vollständig digitalen, kollaborativen Bestellprozess zu erleichtern. Damit holen wir den Merch aus dem Büroschrank und bringen ihn in ein professionelles Marketing-Dashboard.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mitgeben?

  1. Rigoros fokussieren. Es gibt immer zu viele Ideen, Chancen, Märkte, Features und Kundenanfragen. Die größte Herausforderung besteht nicht darin, Dinge zu finden, die man tun könnte, sondern zu entscheiden, was man bewusst nicht tut. Echter Fortschritt entsteht, wenn sich das gesamte Unternehmen auf wenige Prioritäten konzentriert und diese konsequent verfolgt, bis sie funktionieren.
  2. Immer weitermachen. Ein Unternehmen aufzubauen ist deutlich härter und langwieriger, als die meisten erwarten. Es wird Phasen geben, in denen die Strategie unklar ist, sich der Markt träge anfühlt oder das Timing falsch erscheint. In genau diesen Momenten zählt Beständigkeit. Lernen Sie weiter, verbessern Sie sich kontinuierlich, sprechen Sie mit Kund:innen und gehen Sie weiter voran.
  3. Technologie als skalierbaren Motor verstehen. Menschen schaffen Qualität und Vertrauen, aber Technologie ermöglicht Skalierung, ohne dass die Komplexität im gleichen Maß wächst. Wenn Sie etwas aufbauen wollen, das international wachsen kann, müssen Ihre Prozesse, das Kundenerlebnis, das Reporting und die Operations durch eine starke Technologiebasis gestützt werden. Andernfalls führt Wachstum nur zu mehr manueller Arbeit.

Titelbild: @ Sunday

Wir bedanken uns bei Niels Vandecasteele für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

reo entwickelt digitale Verpackungskreisläufe mit GS1 Germany

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reo baut digitale Verpackungskreisläufe auf reo im Einsatz – Bildrechte: reo GmbH

Das Startup reo aus Heilbronn entwickelt digitale Verpackungskreisläufe für den Handel. Nun investiert butterfly & elephant, die Beteiligungsgesellschaft von GS1 Germany, in das Unternehmen. Gemeinsam wollen die Partner die Mehrfachnutzung von Verpackungen einfacher, transparenter und wirtschaftlich nutzbar machen.

reo entwickelt digitale Verpackungskreisläufe für den Handel

butterfly & elephant, die Beteiligungsgesellschaft von GS1 Germany, investiert in das Startup reo. Das Unternehmen aus Heilbronn entwickelt eine digitale Plattform für Verpackungskreisläufe. Sie erfasst die Rückgabe von Verpackungen an regulären Pfandautomaten und macht die Daten später auswertbar. Ziel ist es, Mehrfachnutzung im Handel einfach umzusetzen. Außerdem soll das System auf bestehenden Strukturen aufbauen.

Transparente Rückgabe für digitale Verpackungskreisläufe

reo verbindet Hersteller, Händler und weitere Partner über eine gemeinsame digitale Infrastruktur. Dadurch lassen sich Rückgabeprozesse besser nachvollziehen. Gleichzeitig erhalten Unternehmen wichtige Daten für die wirtschaftliche Mehrfachnutzung von Verpackungen.

In der Kosmetikbranche läuft bereits ein erster Test. Verpackungen von Kneipp, lavera, Santé und Logona werden an 20 Standorten von Kaufland und VollCorner im Großraum München zurückgegeben. Verbraucher:innen nutzen dafür normale Getränkepfandautomaten. Das System erfasst die Rückgaben automatisch und wertet sie aus. Zudem wird aktuell ein weiterer Ballungsraum an das System angeschlossen. So will reo das Nutzungsverhalten auch außerhalb großer Städte analysieren.

Die Verpackungen dienen zusätzlich für Tests und Analysen. Dadurch entstehen Erkenntnisse aus dem realen Betrieb. Diese Daten helfen beim Aufbau funktionierender Verpackungskreisläufe. Händler und Marken erhalten somit einen Rückgabeprozess, der ohne große Umstellungen funktioniert. Außerdem lässt sich das System einfach in bestehende Abläufe integrieren.

„Verpackungen kreislauffähig zu machen ist keine isolierte Markenfrage, sondern eine Frage funktionierender Strukturen. Mit butterfly & elephant haben wir einen Partner gefunden, der uns Zugang zu genau den Standards und Netzwerken verschafft, die es dafür braucht“, erklärt Steffanie Rainer, CEO von reo.

Digitale Identität stärkt Verpackungskreisläufe

Digitale Identität als Schlüssel für Mehrfachnutzung

Die eindeutige Identifikation erfolgt über GS1 DataMatrix-Codes. Diese Codes werden bei jeder Nutzung erfasst. Dadurch entsteht ein digitaler Zwilling der Verpackung. Er zeigt Rückgabequoten, Zustände der Verpackungen und künftig auch Umläufe.

Der 2D-Code ist dabei mehr als ein einfaches Tracking-Tool. Er bildet die Grundlage für ein Modell, das sich auch auf andere Branchen übertragen lässt. Gleichzeitig schafft das System die Basis für Verpackungskreisläufe im gesamten Konsumgüterbereich.

„Mehrfachnutzung funktioniert nur, wenn alle Beteiligten dieselbe Sprache sprechen. reo baut auf Standards auf, die Industrie und Handel bereits nutzen. Das Unternehmen übersetzt diese Standards in ein Modell, das nun breiter im Markt eingesetzt werden soll. Genau darin liegt für uns der Wert der Beteiligung“, kommentiert Benjamin Birker, Managing Director bei butterfly & elephant.

Bild  reo im Einsatz – Bildrechte: reo GmbH

Quelle GS1 Germany GmbH

Wir sollten die rosarote Brille abnehmen und den patriarchalen Bizeps entzaubern

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Marsmädchen: Frauen und Reichtum neu denken Bild Dr. Phil. Rebekka Reinhard Philosophin, SPIEGEL-Bestseller-Autorin, Keynote Speakerin Gründerin und Chefredakteurin von »human« © Sung-Hee Seewald

Nach „Die kleine Philosophie der Macht“ und „Die Zentrale der Zuständigkeiten“ ist „Zukunft ist kein Männerding” das dritte Buch von Rebekka Reinhard, das sich mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft auseinandersetzt. Die Philosophin und Herausgeberin des Magazins “human” sieht eine große Gefahr im Zusammenspiel von Technokratie und Autoritarismus. Ob sich Frauen wieder mal selbst helfen müssen und wie das in ihren Augen funktionieren kann, teilt sie im Interview mit herCAREER.

„Wir müssen aufhören, so naiv zu sein, und erkennen, dass heute alles eine politische Dimension hat. Jetzt ist aktives Selbstdenken und Selbstfühlen angesagt …“

herCAREER: Rebekka, du wolltest eigentlich kein „Frauenbuch“ mehr schreiben. Nun hast du es doch wieder getan. Warum der Sinneswandel?

Rebekka Reinhard: Als Philosophin, die sich mit dem Magazin „human“ mit Mensch und KI beschäftigt, weiß ich, wie es ist, mit alter männlicher, längst überwunden geglaubter Macht zu tun zu haben. Da ich mich auch noch mit Genderfragen und sogenannten Frauenthemen beschäftige, werde ich sehr oft in eine Schublade gesteckt. Und als Philosophin und Freestyle-Feministin, wie ich mich bezeichne, hasse ich Schubladen. Darauf hatte ich keine Lust mehr.

Gleichzeitig habe ich in den letzten Jahren verstärkt beobachtet, wie sich insbesondere Beauty-Labels Themen wie Frauenpower und Gewalt gegen Frauen unter ihre manikürten Fingernägel reißen und für sich instrumentalisieren. Dabei geht es um die Aneignung echter, genuin sozialpolitischer Anliegen, die eigentlich allen marginalisierten Gruppen zugutekommen sollten – seien es Frauen, People of Color oder Menschen mit Behinderung. Letzten Endes dient dieser Pseudo-Feminismus dem Digitalkapitalismus, der natürlich männlich ist, und dem patriarchalen System. Dann kamen Trump II und Bro Culture und da dachte ich: Jetzt ist Schluss.

herCAREER: An wen richtet sich das Buch also?

Rebekka Reinhard: Das Buch ist für alle, die Lust auf Zukunft haben, Lust auf Trotz und „Jetzt erst recht” und auf echte Gestaltung im Sinne einer gemeinsamen „Power With“ statt der alten gewaltsamen „Power Over“ in den Händen eines einzelnen. Es ist für alle Fantasie- und Realismus-begabte Menschen, die gesunden Menschenverstand in sich tragen und ihn nutzen wollen.

herCAREER: Der gesunde Menschenverstand zieht sich implizit durch das gesamte Buch. Ironischerweise wird er von nicht-menschlichen Wesen verkörpert: den Marsmädchen. Was zeichnet diese Marsmädchen aus?

Rebekka Reinhard: In den Marsmädchen vereinen sich mehrere Referenzen und Inspirationen. Da wäre zunächst das Buch „Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus“ aus den 1990er Jahren. Ich spiele aber auch auf Jeff Bezos mit seiner Mars-Mission an, der seine Ehefrau Lauren Sánchez Bezos und andere Celebrities für zehn Minuten ins All geschickt hat. Ich meine, diese Tech-Bros tun sehr viel, um unseren Planeten mit digitalem Müll zu fluten, seine natürlichen Ressourcen auszubeuten und uns letztlich die Lebensgrundlage zu nehmen. Unsere Jobs sind gefährdet, die Umwelt wird zerstört, das Wasser ist knapp – daher planen sie konsequenterweise einfach ihre Flucht auf den Mars – und lassen uns mit Problemen, die sie verursacht haben, allein.

Meine Marsmädchen wollen das umkehren, ironisieren und mit etwas Fantasie ausstatten. „Mädchen“ klingt dabei vielleicht verniedlichend, aber für mich sind es äußerst machtvolle Wesen voller Leichtigkeit und emotionaler und mentaler Unbeschwertheit. Diese Wesen sind anders als Menschenmädchen und -frauen. Sie haben eine Haltung, die wir jetzt gut gebrauchen können.

herCAREER: Marsmädchen kennen keinen vorauseilenden Gehorsam. Eine Eigenschaft, die du an Frauen beobachtest: Ich muss zum Sport, die Anweisungen meiner Vorgesetzten befolgen, rechtzeitig mit Botox beginnen und meine Eizellen einfrieren – just in case …

Rebekka Reinhard: Der Begriff „vorauseilender Gehorsam“ stammt aus dem politischen Kontext des Dritten Reichs. So fängt es an. Der US-Historiker Timothy Snyder warnt vor „vorauseilendem Gehorsam“ (anticipatory obedience) als Hilfsmittel autokratischer Bewegungen.

Ich glaube, gerade wir Frauen sind sehr anfällig dafür, weil wir wahnsinnig schnell lernen, automatisch multitasken und uns anpassen. Wir müssen aufhören, so naiv zu sein, und erkennen, dass heute alles eine politische Dimension hat. Jetzt ist aktives Selbstdenken und Selbstfühlen angesagt …

herCAREER: Naiv in welchem Kontext?

Rebekka Reinhard: Überlege dir gut, für welchen Arbeitgeber du tätig bist, und frage dich, wem deine Arbeit dient. Überlege dir, wer sich an deinen Daten bereichert und wem du in die Hände spielst, wenn du dir die Lippen aufspritzen lässt. Wir müssen unser Handeln hinterfragen – auch mit Blick auf die Frage, die dir deine Kinder in 10 oder 20 Jahren stellen werden: „Mami, was hast du damals gemacht?“

herCAREER: Hat wirklich jeder Mensch, jede Frau die Freiheit, sich diese Fragen zu stellen? Oder gilt das eher für privilegierte Frauen, die frei sind, sich einen „Job mit Sinn“ zu suchen?

Rebekka Reinhard: Es beginnt mit einem Innehalten. Im Buch erwähne ich auch die amerikanische Bestsellerautorin Mel Robbins und ihre Theorie „Let them“. Im Grunde geht ihre These auf die Stoiker und Buddhisten zurück, die wieder und wieder fragten: Was liegt jetzt, in diesem Moment in meiner Macht und was nicht? Ein Beispiel: Du gehst in die Drogerie, um noch Waschmittel zu holen. Deine Gedanken sind aber schon beim Abendessen, bei den Hausaufgaben der Kinder oder deinem Job oder bei deiner Schwiegermutter. Du siehst die Kassiererin, nimmst sie aber nicht richtig wahr. In diesem Moment hast du die Wahl: Du kannst der Kassiererin begegnen, sie ansehen, sie anlächeln, mit ihr in Resonanz treten, einfach, weil sie ein Mensch ist. Oder eben nicht. Lächelt die Frau zurück, bekommst du einen Perspektivwechsel, eine kleine Mikroveränderung, die dich vielleicht auf einen wichtigen Gedanken bringt. Der Tag besteht aus vielen solchen Momenten.

herCAREER: Ein Kapitel deines Buchs heißt „Werde reich“. Mit welcher Art von Reichtum lässt sich gegen destruktiven Superreichtum vorgehen?

Rebekka Reinhard: Wir leben in Zeiten des Digitalkapitalismus und bewegen uns gleichzeitig auf allen möglichen digitalen Kanälen. Sie alle sind auf die eine oder andere Weise KI- und sozial-medial durchwirkt. Wir sprechen immer vom „Age of AI“, aber ist es vielleicht fast mehr noch „The Age of Marketing“. Besonders Frauen werden darauf getrimmt, sich ständig selbst zu vermarkten. Wir sollen uns dieses männliche Erfolgsmodell aneignen und der Welt zeigen, wie reich und erfolgreich wir sind. Ich finde das traurig.

Denn der größte Reichtum liegt direkt vor oder neben uns. Und in uns selbst. Vielleicht ist unsere Aufgabe, nach unserer 80-jährigen Nachbarin zu schauen, die wir schon seit drei Tagen nicht mehr gesehen haben. Vielleicht ist unsere Aufgabe, Liebe zu schenken und in Verbundenheit zu leben. Wir denken oft nur an romantische Liebe, aber wir können auch unsere Arbeit oder grundsätzlich Menschen und alle Lebewesen lieben. „Gut“ zu sein, das ganz banale Gute im Allag zu vermehren, das macht glücklich und macht resilient.

herCAREER: Soll ein gutes Herz wirklich mächtiger sein als die superreichen Tech-Bros?

Rebekka Reinhard: Ich glaube, das ist die einzige Möglichkeit, der Ideologie des „Überlebens der Reichsten” entgegenzuwirken. Meine Inspiration für diese Sichtweise ist der Medientheoretiker und Humanist Douglas Rushkoff, der die Mächtigen des Silicon Valley persönlich kennt und der das Buch „Survival of the Richest“ geschrieben hat. Er ist der Meinung, dass die einzige Chance, die wir haben, darin besteht, uns mit anderen Kulturen und Menschen zu verbinden und eine neue Definition von Reichtum zu entwickeln. Für uns Frauen bedeutet das auch Sisterhood. Ein echtes, authentisches Wir. Wir sollten gemeinsam inneren Reichtum anhäufen – und zwar genau jetzt! Und nicht erst, wenn wir alle Aufgaben im vorauseilenden Gehorsam erledigt haben. Dann ist es zu spät.

herCAREER: Die in den letzten Wochen und Monaten publik gewordenen Fälle digitaler und sexualisierter Gewalt sorgen verständlicherweise für viel Angst und Wut unter Frauen. Die 4B-Bewegung in Korea, der Buchtitel „Mit Männern leben” von Manon Garcia sowie ein viraler Vogue-Artikel mit dem Titel „Is having a boyfriend embarrassing?” verdeutlichen eine zunehmende Distanzierung. Wo liegt die Grenze zwischen Selbstschutz und Verbindung?

Rebekka Reinhard: Das ist eine sehr wichtige Frage. Ich denke, der Grund, warum Männer sich in unserer Wahrnehmung oft enttäuschend verhalten, hängt stark mit ihren Privilegien zusammen. Als Mann bist du qua Geschlecht und Physis privilegiert. Und es ist oft die schwierigste, komplexeste Aufgabe für Frauen – insbesondere für Gewaltbetroffene –, diesen inneren Reichtum aufzubringen, wieder Leichtigkeit zu finden und Männern neue Chancen zu geben. Die Chance, die Welt anders zu sehen, anders zu fühlen und sich selbst anders zu betrachten. Wie viele Chancen ich als Frau zu vergeben habe, liegt bei mir. Wir müssen lernen, erwachsen zu sein, und selbstverantwortlich handeln. Das bedeutet einerseits, keine gesellschaftliche Gruppe vorzuverurteilen, und andererseits, als erwachsene, mündige Frauen über unser Leben zu entscheiden.

herCAREER: Wie werden wir zu selbstverantwortlichen Marsmädchen, die sich der Technokratie und Bro Culture entgegenstellen?

Rebekka Reinhard: Da muss ich zurück zu den Stoikern gehen: Bewahre deinen Fokus. Überlege dir in diesem Augenblick, was jetzt in deiner Macht liegt und was nicht. Unabhängig von anderen Themen und Umständen. Was kann ich beeinflussen? Darin liegt meiner Meinung nach die Zukunft und damit auch die Leichtigkeit. Das umfasst auch alles, was ich vorhin gesagt habe: Dinge mit Liebe angehen, Menschen wirklich ansehen, sie ernst nehmen. Wir sollten unsere rosarote Brille abnehmen und den patriarchalen Bizeps entzaubern! Und uns trotzdem unsere Leichtigkeit bewahren.

herCAREER: Was meinst du damit?

Rebekka Reinhard: Es geht um eine neue Art weiblicher Stärke. Das bedeutet zu erkennen, wie die vermeintlich hypermaskulinen Bros mit ihren Milliardeninvestitionen unser Leben, die KI und die globale Sicherheit gefährden und beeinflussen. Und auch anzuerkennen, dass Starksein nicht männlich, sondern neutral ist. Baue auf eine Zukunft, die nicht auf Dominanz und Kontrolle basiert, sondern auf Verbundenheit und Freiheit. Marsmädchen setzen sich für das Leben kommender Generationen ein – mit Common Sense und Realismus, aber auch mit Fantasie.

Das Interview führte herCAREER-Redakteurin Kristina Appel.

Bild Dr. Phil. Rebekka Reinhard Philosophin, SPIEGEL-Bestseller-Autorin, Keynote Speakerin Gründerin und Chefredakteurin von »human« © Sung-Hee Seewald

Quelle messe.rocks GmbH

Enterprise KI Startup Unframe erreicht 100 Millionen Dollar TCV

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Enterprise KI Startup Unframe wächst rasant Bild: Larissa Schneider, Shay Levi und Ari Azarya unframe founders

Das Berliner Enterprise KI Startup Unframe hat innerhalb von zwölf Monaten ein Auftragsvolumen von 100 Millionen Dollar erreicht. Gleichzeitig erhält das Unternehmen weitere 50 Millionen Dollar Kapital für den Ausbau seiner KI Plattform.

Unframe erreicht 100 Millionen Dollar TCV

Unframe knackt $100 Mio. Auftragsvolumen innerhalb von zwölf Monaten und wird eines der weltweit schnellst wachsenden Enterprise-KI-Unternehmen.

Zusätzlich kündigt das Unternehmen eine weitere Finanzierungsrunde über $50 Mio. unter der Führung von Highland Europe an. Die Gesamtfinanzierung steigt damit auf $100 Mio.

Berlin, 19. Mai 2026 – Unframe, die Managed-AI-Delivery-Plattform für Enterprise Unternehmen, gibt heute bekannt, innerhalb von zwölf Monaten ein Auftragsvolumen (Total Contract Value, TCV) von $100 Mio. erreicht zu haben.

Damit zählt das Startup zu den am schnellsten skalierenden Enterprise-KI-Unternehmen weltweit. Außerdem unterstreicht das Unternehmen einen grundlegenden Wandel darin, wie Fortune-500-Unternehmen KI erstmals erfolgreich von Pilotprojekten in den Einsatz überführen.

Zur weiteren Beschleunigung dieses Wachstums hat Unframe zudem eine Series-B-Finanzierungsrunde über $50 Mio. abgeschlossen. Die Runde wurde von Highland Europe angeführt.

Auch die bestehenden Investoren Bessemer Venture Partners, Craft Ventures, TLV Partners, Third Point Ventures, Cerca Partners und Vintage Investment Partners beteiligten sich erneut. Damit erhöht sich die Gesamtfinanzierung des Unternehmens auf insgesamt $100 Mio.

Warum viele KI Projekte scheitern

Der Markt für Enterprise-KI ist derzeit laut, überfüllt und geprägt von großen Versprechen.

Unternehmen investieren massiv in Transformation, Pilotprojekte und neue Tools. Dennoch schaffen die meisten KI-Initiativen nie den Sprung in den produktiven Einsatz.

Zwischen generischen Plattformen, Agenten-Demos und kurzfristigen Effizienzgewinnen geht oft verloren, worauf es wirklich ankommt: messbarer Wandel im operativen Geschäft.

KI Lösungen für Unternehmen

Unframe adressiert genau dieses Problem mit einer Managed-AI-Delivery-Plattform, die Unternehmensanforderungen und konkrete Anwendungsfälle innerhalb weniger Tage in vollständig maßgeschneiderte KI-Lösungen überführt.

Unterstützt durch eine leistungsstarke technologische Infrastruktur und die offene Plattform „The Framery“ integriert sich Unframe nahtlos in bestehende KI-Programme und Kernsysteme seiner Kunden.

„Jedes Unternehmen, mit dem wir sprechen, verfügt über einen Rückstau an hochwirksamen KI-Anwendungsfällen, doch nur ein Bruchteil davon ist tatsächlich produktiv im Einsatz“, sagt Shay Levi, CEO und Co-Gründer von Unframe.

„Wir haben Unframe entwickelt, um die Lücke zwischen KI-Ambition und operativer Umsetzung zu schließen. Dieser Meilenstein von 100 Millionen US-Dollar TCV innerhalb von zwölf Monaten beweist, dass Unternehmen schnell handeln, wenn sie ein Delivery-Modell haben, das auf ihre tatsächliche Arbeitsweise ausgelegt ist.“

Kunden treiben das Wachstum voran

Das Wachstum von Unframe basiert auf einem klar erkennbaren Muster.

Unternehmen identifizieren einen kritischen operativen Engpass, bringen den Anwendungsfall zu Unframe und erhalten innerhalb weniger Tage eine maßgeschneiderte, produktionsreife KI-Lösung, die direkt in ihrer bestehenden Infrastruktur betrieben wird.

Von dort aus skalieren die Implementierungen schrittweise über weitere Teams und Geschäftsbereiche hinweg. Das ist ein zentraler Treiber hinter der Net Revenue Retention von 400 Prozent.

„Die Skalierung von KI erfordert einen intelligenten Mix aus ‚Build, Buy oder Borrow‘. Für uns bietet Unframe einen klaren ‚Buy‘-Ansatz mit wiederverwendbaren Grundlagen, die den Weg zu echtem Business-Impact erheblich verkürzen“, sagt Phillip Lockhard, Chief Digital Officer & Partner bei Credera.

„Was Unframe besonders macht, ist die enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Sie liefern nicht einfach nur ein Tool, sondern begleiten Unternehmen mit der nötigen Sorgfalt und Expertise, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.“

„Dass wir innerhalb eines Jahres die Marke von 100 Millionen US-Dollar TCV überschritten haben, zeigt, dass Unternehmen bereit sind, großflächig in KI zu investieren, wenn die Lösung tatsächlich zu ihrer operativen Realität passt“, sagt Larissa Schneider, COO und Co-Gründerin von Unframe.

„Jeder Kunde hinter diesem Meilenstein stand vor einem konkreten geschäftskritischen Engpass, benötigte eine individuell zugeschnittene Lösung und konnte diese innerhalb weniger Tage produktiv einsetzen. Genau dieses Modell skalieren wir jetzt weiter.“

Neue Finanzierung soll Wachstum beschleunigen

Die neue Finanzierungsrunde unterstreicht, was der TCV-Meilenstein bereits deutlich macht.

Die Nachfrage nach maßgeschneiderten, produktionsreifen KI-Lösungen wächst schneller als das bestehende Angebot. Gleichzeitig positioniert sich Unframe, um dieser Nachfrage in der Geschwindigkeit gerecht zu werden, die Unternehmen heute erwarten.

„Nahezu jede Führungskraft, mit der wir sprechen, kann mehrere KI-Anwendungsfälle benennen, die für ihr Unternehmen enormes Potenzial hätten“, sagt Jacob Bernstein, Principal bei Highland Europe.

„Die eigentliche Herausforderung beginnt jedoch nach der Idee. Der Schritt von einer Vision hin zu einer Lösung, die im produktiven Betrieb tatsächlich funktioniert, ist genau der Punkt, an dem die meisten Initiativen scheitern.“

„Unframe schließt diese Lücke, indem das Unternehmen Ideen innerhalb weniger Wochen in vollständig einsatzfähige Lösungen überführt. Von Kunden hören wir immer wieder denselben Satz: ‚Zuerst konnte ich es kaum glauben. Dann habe ich es gesehen. Und jetzt rollen wir bereits die nächsten zehn Use Cases aus.‘“

Mit dem frischen Kapital wird Unframe seine Delivery-Kapazitäten weiter ausbauen. Zusätzliche Investitionen in die Plattform vornehmen und das Senior-Leadership-Team stärken, um die nächste Wachstumsphase des Unternehmens zu beschleunigen.

Bild: Larissa Schneider, Shay Levi und Ari Azarya

Quelle COHORT GmbH

Wird echtes Feuer zum neuen Wohntrend?

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FEUERGLASKLAR Tischfeuer mit SAFE-LIQUID

FEUERGLASKLAR entwickelt sichere Tischfeuer mit SAFE-LIQUID und verbindet echtes Feuer mit Design, Atmosphäre und moderner Wohnkultur

Wie ist die Idee zum FEUERGLASKLAR Tischfeuer entstanden, und wer steckt hinter dem Konzept?

Günther Droste und Annabelle Droste-Stengel – Vater und Tochter, beide mit einem Sinn fürs Praktische, ästehtischebund einem Auge fürs Detail.
Wir teilen die Überzeugung, dass gute Produkte aus echtem Leben entstehen – aus dem Wunsch, Dinge einfacher, besser und angenehmer zu machen.

Die Idee kam ursprünglich von Anna, die sich ein echtes, sicheres und zugleich stilvolles Feuererlebnis für Zuhause wünschte. Günther war sofort überzeugt – vor allem, weil das Konzept auf Sicherheit und einfache Handhabung setzte.

Während herkömmliche Ethanol-Tischfeuer oft gefährlich und instabil sind, bietet das FEUERGLASKLAR Tischfeuer dank des eigens entwickelten Sicherheitsbrennstoffs SAFE-LIQUID eine sichere Alternative ohne Flammenrückschlag oder Brandgefahr, sollte es umfallen.

Gemeinsam haben Anna und Günther das Produkt mit der gleichen Leidenschaft entwickelt, mit der FEUERGLASKLAR schon seit Jahren Innovationen rund ums Feuer schafft.

Gab es ein persönliches Erlebnis, das euch dazu inspiriert hat, ein Tischfeuer zu entwickeln, das Feuer und Design so harmonisch verbindet?

Aus dem Wunsch heraus, das warme, beruhigende Gefühl eines echten Feuers auch ohne Kamin zu erleben, entstand das Tischfeuer.

Viele Menschen schätzen die Atmosphäre von Flammen – besonders gerne draussen auf der Terasse oder Balkon, oder in der dunklen Jahreszeit!

Meist scheuen Aufwand, Schmutz oder Sicherheitsrisiken klassischer Feuerstellen.

Dieses Bedürfnis aufzugreifen, war der Startschuss für die Entwicklung eines sicheren, dekorativen und sauberen Tischfeuers, das sich für Wohnzimmer, Balkon oder Terrasse gleichermaßen eignet.

Was motiviert euch, mit dem FEUERGLASKLAR Tischfeuer Wärme, Stimmung und Stil in den Alltag der Menschen zu bringen?

Für uns ist Feuer mehr als nur Licht und Wärme – es ist Emotion, Ruhe und Gemeinsamkeit. Mit dem Tischfeuer möchten wir genau dieses Gefühl greifbar machen, aber modern interpretiert: kein Rauch, kein Ruß, keine Sorge um Brennstoffe. Stattdessen bekommen Nutzer reines, echtes Feuer, das Sicherheit, Stil und Gemütlichkeit vereint – ein Stück Lagerfeueratmosphäre für jeden Tisch.

Welche Vision verfolgt ihr mit FEUERGLASKLAR – wohin soll sich das Tischfeuer und die Marke in den nächsten Jahren entwickeln?

Unsere Vision ist es, das Erlebnis von Feuer noch zugänglicher und nachhaltiger zu machen. FEUERGLASKLAR steht für durchdachte Produkte, die Menschen den Alltag verschönern – ob Kamin- oder Tischfeuerlösungen. Zukünftig wollen wir das Portfolio weiter ausbauen, etwa mit neuen Designs, Materialien und noch effizienteren Brenntechnologien. Sicherheit, Qualität und Made in Germany bleiben dabei feste Grundprinzipien.

Für wen habt ihr das Tischfeuer entwickelt – wer ist euer typischer Nutzer oder eure ideale Zielgruppe?

Das FEUERGLASKLAR Tischfeuer richtet sich an Menschen, die das echte Feuers lieben, aber keinen Kamin besitzen oder eine unkomplizierte Lösung suchen. Ob romantischer Abend zu zweit, entspannter Sommerabend mit Freunden oder gemütliche Stunden im Wohnzimmer: Das Tischfeuer schafft Atmosphäre, ohne Aufwand oder Risiko – für alle, die Wert auf Design und Sicherheit legen.

Wie schafft ihr es, das FEUERGLASKLAR Tischfeuer so einfach, sauber und sicher in der Anwendung zu gestalten?

Das Herzstück ist der Sicherheitsbrennstoff SAFE-LIQUID. Er unterscheidet sich von Ethanol grundlegend: Er ist nicht explosiv, geruchlos und kann sogar in eine brennende Flamme nachgefüllt werden. Dazu kommen robuste Materialien – ein stabiler Metallrahmen, hitzebeständige Glasscheiben und ein speziell entwickeltes Brennelement. Kein Schornstein, kein Ruß, kein Rauch – reine Handhabungsfreude.

Inwiefern unterscheidet sich euer Tischfeuer von herkömmlichen Deko- oder Ethanol-Feuern?

Der entscheidende Unterschied ist die Sicherheit und Qualität.

Während Ethanol-Feuerstellen Verbrennungs- und Verpuffungsrisiken bergen, arbeitet das FEUERGLASKLAR Tischfeuer mit SAFE-LIQUID auf einem völlig anderen Sicherheitsniveau.

Es entsteht keine Rauchentwicklung oder Rußbildung, was es auch für den Innenbereich ideal macht. Dazu überzeugt es durch zeitloses Design, einfache Bedienung und hochwertige Fertigung in Deutschland.

Mit welchen Herausforderungen hattet ihr bei der Entwicklung oder Markteinführung zu kämpfen – technisch, gestalterisch oder kommunikativ?

Die größte Herausforderung war es, Sicherheit und Emotion zusammenzubringen. Viele assoziieren offenes Feuer mit Risiko – deshalb war es uns wichtig, durch Materialwahl und Brennstofftechnologie Vertrauen zu schaffen. Außerdem sollte das Design edel, aber schlicht sein, damit es sich harmonisch in jedes Zuhause einfügt. Das Team hat intensiv getestet, um eine Lösung zu entwickeln, die technisch sicher, emotional ansprechend und langfristig haltbar ist.

Wie wichtig ist euch die Verbindung von Funktionalität und Atmosphäre – also zwischen praktischer Nutzung und emotionalem Erlebnis?

Sie ist der Kern unseres Denkens. Funktionalität, Sicherheit, Sauberkeit und einfache Bedienung. Atmosphäre bedeutet Ruhe, Harmonie und Wärme. Erst beides zusammen ergibt ein Produkt, das wirklich begeistert – etwas, das man gern nutzt, weil es wirklich Freude macht.

Welche Rolle spielt das Zusammenspiel der Materialien – etwa Glas, Edelstahl oder Brennstoff – für die Ästhetik und Qualität des Tischfeuers?

Das Zusammenspiel ist entscheidend: Glas schafft Transparenz und Schutz, Metall verleiht Stabilität und Eleganz, und SAFE-LIQUID sorgt für die ruhige, goldene Flamme. Nur durch das perfekte Zusammenspiel dieser Komponenten entsteht das typische FEUERGLASKLAR-Erlebnis – echtes Feuer mit Leichtigkeit und Stil. Es oll für jedes Ambiente passend sein.

Welche nächsten Produktideen oder Weiterentwicklungen plant ihr innerhalb der FEUERGLASKLAR-Reihe?

Wir arbeiten kontinuierlich daran, neue Varianten und Größen unseres Tischfeuers zu entwickeln – angepasst an unterschiedliche Wohnstile und Einsatzorte. Neue Ideen sind bereits in Arbeit..

Was würdet ihr Gründerinnen und Gründern raten, die ebenfalls aus einer einfachen Idee oder Alltagsbeobachtung ein Lifestyle-Produkt schaffen möchten?

Hört auf eure Intuition und bleibt nah am echten Leben. FEUERGLASKLAR entstand aus einem persönlichen Bedürfnis, nicht aus einer Marktlücke. Und: Verliert nie den Fokus auf Qualität. Ein Produkt, das Alltag und Emotion verbindet, braucht Leidenschaft, Ehrlichkeit und Geduld.

Bild: v.l.n.r.: Nikolai Jäger, Philipp Wagmann, Fabian Löhmer, Nikolaus Thomale und Moritz Vossenberg

Wir bedanken uns bei Annabelle Droste-Stengel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Welche Ideen setzen sich im globalen Startup-Wettbewerb wirklich durch?

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Gründerinnen beim Female Founder Award im Fokus Francois Bitouzet General Manager von VivaTech

Gründerinnen treiben weltweit immer stärker technologische Innovationen voran und setzen neue Impulse in Bereichen wie DeepTech, künstlicher Intelligenz und ClimateTech.

Welche Bedeutung hat der Female Founder Award von VivaTech für die Unterstützung von Gründerinnen im globalen Startup-Ökosystem?

Der Female Founder Award ist für uns weit mehr als eine symbolische Auszeichnung. Er ist ein gezieltes Instrument, um Gründerinnen international sichtbar zu machen und ihnen Zugang zu wichtigen Netzwerken zu verschaffen. In einem Ökosystem, in dem Frauen weiterhin unterrepräsentiert sind, möchten wir gezielt Strukturen stärken, die Reichweite, Kapitalzugang und Vernetzung ermöglichen. Genau darin liegt seine besondere Bedeutung.

Warum ist es trotz wachsender Aufmerksamkeit weiterhin so schwierig für von Frauen gegründete Startups, Venture Capital zu erhalten?

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Nur rund zwölf Prozent des weltweiten Venture Capitals fließen an Teams mit Gründerinnen. Das liegt weniger an der Qualität der Startups, sondern vielmehr an historisch gewachsenen Strukturen. Investitionsentscheidungen entstehen oft in Netzwerken, die über viele Jahre sehr homogen geblieben sind. Gleichzeitig erkennen immer mehr Investoren Vielfalt als Erfolgsfaktor. Trotzdem braucht dieser Wandel Zeit, um sich auch bei den Kapitalflüssen deutlich zu zeigen.

Welche Kriterien waren entscheidend bei der Auswahl der fünf Finalistinnen aus 444 Bewerbungen?

Die Auswahl basiert immer auf mehreren Faktoren. Besonders wichtig sind Innovationskraft, Skalierungspotenzial und die Relevanz für gesellschaftliche oder industrielle Herausforderungen. In diesem Jahr fiel außerdem auf, dass rund drei Viertel der Bewerberinnen bereits in aktiven Finanzierungsrunden waren. Das zeigt, wie reif und ambitioniert viele dieser Unternehmen bereits sind.

Wir sehen einen starken Fokus auf DeepTech, künstliche Intelligenz, Klima- und Energielösungen sowie HealthTech und GovTech. Besonders spannend ist dabei, dass diese Bereiche immer stärker miteinander verschmelzen. Technologie wird zunehmend genutzt, um komplexe gesellschaftliche Probleme datenbasiert zu lösen.

Inwiefern stehen Ark Climate und ExoMatter exemplarisch für diesen datengetriebenen Wandel?

Beide Unternehmen zeigen sehr gut, wohin sich Innovation entwickelt. Ark Climate entwickelt Software, mit der Städte Klimaschutzmaßnahmen datenbasiert planen und umsetzen können. Dadurch wird kommunaler Klimaschutz messbar und besser steuerbar.

ExoMatter verbindet Materialwissenschaft mit künstlicher Intelligenz. Das Unternehmen beschleunigt die Entwicklung neuer Materialien, indem digitale Methoden Leistung, Kosten und Nachhaltigkeit gleichzeitig optimieren. Beide Beispiele zeigen, wie wichtig Daten inzwischen für Innovation geworden sind.

Was bedeutet es für Deutschland, gleich zwei Finalplätze im Female Founder Award zu stellen?

Das ist ein starkes Signal. Zwei der fünf Finalistinnen kommen aus Deutschland, beide aus München und beide aus technologisch anspruchsvollen Bereichen. Das zeigt, dass Deutschland vor allem im Bereich DeepTech und nachhaltiger Technologien eine wichtige Rolle in Europa spielt. Gleichzeitig wird deutlich, wie stark einzelne Innovationsstandorte geworden sind.

Wie bewerten Sie die Rolle von Städten wie München als Innovationsstandorte?

München zeigt sehr gut, wie Wissenschaft, Industrie und Startups voneinander profitieren können. Die Nähe zu starken Forschungseinrichtungen und internationalen Unternehmen schafft ideale Bedingungen für DeepTech-Innovationen. Gerade bei Technologien mit langen Entwicklungszeiten ist diese Verbindung besonders wichtig.

Welche Chancen und Herausforderungen sehen Sie speziell für ClimateTech und Materialinnovation?

Die größte Chance liegt in der hohen gesellschaftlichen Relevanz. Klimaschutz und nachhaltige Industrieprozesse gehören weltweit zu den wichtigsten Themen. Dadurch wächst auch die Nachfrage nach neuen Lösungen. Gleichzeitig sind diese Bereiche technisch komplex und oft sehr kapitalintensiv. Deshalb benötigen sie lange Entwicklungszeiten und starke Partnerschaften mit Industrie und Investoren.

Welche Rolle spielt Europa im globalen Wettbewerb um technologische Innovation?

Europa positioniert sich immer stärker als Standort für verantwortungsvolle und nachhaltige Innovation. Veranstaltungen wie VivaTech zeigen, dass Europa über ein starkes internationales Netzwerk aus Startups, Investoren und Unternehmen verfügt. Gleichzeitig bleibt der globale Wettbewerb sehr intensiv, besonders bei Geschwindigkeit und Kapitalverfügbarkeit.

Wie trägt VivaTech konkret zur Sichtbarkeit und Vernetzung von Gründerinnen bei?

Wir bieten Gründerinnen eine internationale Plattform, auf der sie direkt mit Investoren, Medien und Unternehmen in Kontakt kommen können. Der Female Founder Award spielt dabei eine zentrale Rolle. Er verbindet öffentliche Sichtbarkeit mit dem Zugang zu wichtigen Netzwerken für Wachstum und Skalierung.

Welche konkreten Vorteile haben die Finalistinnen über die Auszeichnung hinaus?

Neben medialer Aufmerksamkeit erhalten die Finalistinnen Zugang zu Investoren, Mentoringprogrammen und internationaler Reichweite. Genau diese Faktoren entscheiden oft über die nächste Finanzierungsrunde oder den erfolgreichen Markteintritt.

Welche Rolle spielen Partner und Netzwerke im Rahmen des Awards?

Partner und Netzwerke spielen eine zentrale Rolle. Investorennetzwerke, Medienpartner und Industrieunternehmen schaffen die Infrastruktur, die Startups für Wachstum benötigen. Ohne dieses Ökosystem wäre die Wirkung eines solchen Awards deutlich geringer.

Wie wichtig ist Diversität für Innovation und wirtschaftlichen Erfolg?

Diversität ist weit mehr als ein „Nice-to-have“. Unterschiedliche Perspektiven führen häufig zu besseren Entscheidungen, neuen Ideen und stärkeren Geschäftsmodellen. Besonders in technologiegetriebenen Märkten ist Vielfalt ein wichtiger Faktor für langfristigen Erfolg.

Welche Entwicklungen erwarten Sie im Bereich Female Entrepreneurship in den kommenden Jahren?

Wir sehen bereits eine stärkere Internationalisierung und Professionalisierung. Immer mehr Gründerinnen bringen technologisch anspruchsvolle Geschäftsmodelle auf den Markt, vor allem in den Bereichen KI, ClimateTech und HealthTech. Gleichzeitig entstehen mehr Programme und Plattformen, die den Zugang zu Kapital und Netzwerken verbessern.

Zum Abschluss: Was war für Sie persönlich der prägendste Moment im diesjährigen Auswahlprozess?

Besonders beeindruckend waren die technologische Tiefe der Projekte und die Klarheit, mit der viele Gründerinnen globale Herausforderungen angehen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um einzelne Produkte, sondern um umfassende systemische Lösungen. Genau das zeigt, wie stark sich das globale Startup-Ökosystem verändert hat.

Bild Bildcredits @ Noreja

Wir bedanken uns bei Francois Bitouzet für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Invertix baut KI Workforce für den Energiesektor

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Invertix baut KI Workforce für Energie Team Bild

Invertix baut mit seiner neuen Invertix KI Workforce Energiesektor eine Plattform für autonome KI Mitarbeiter in der Energiebranche auf. Das Münchner Startup will damit Betreiber erneuerbarer Energien entlasten und zugleich die Energiewende beschleunigen.

Invertix KI Workforce Energiesektor unterstützt Betreiber erneuerbarer Anlagen

nvertix sichert sich 1,7 Millionen Euro für Europas erste KI-Workforce für den Energiesektor

Die Pre-Seed-Runde wird von Vireo Ventures geführt, mit Beteiligung des Italian Founders Fund. Das Startup managt bereits mehr als 1.8GW Solarkapazität mit Hilfe seiner KI-Agenten.

München, 19. Mai 2026 – Invertix, ein Münchner Startup, das autonome KI-Mitarbeiter für die Branche der erneuerbaren Energien entwickelt, hat sich 1,7 Millionen Euro in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde gesichert. Angeführt wurde die Runde von Vireo Ventures mit Beteiligung des Italian Founders Fund sowie eines Syndikats von Business Angels aus den Bereichen Energie und Künstliche Intelligenz.

Invertix wurde 2026 gegründet und ist bereits mit Standorten in Italien und Deutschland aktiv. Das Unternehmen entwickelt First-of-a-Kind (FOAK) autonome KI-Agenten, also sogenannte „KI-Mitarbeiter“, die operative, analytische und Compliance-Aufgaben im erneuerbaren Energie Bereich übernehmen. Das sind Aufgaben, die bislang fast ausschließlich von Mitarbeitenden erledigt werden.

Schon heute managt Invertix mit Hilfe seiner autonomen KI-Agenten mehr als 1,8 GW Solarkapazität. Die aktuelle kommerzielle Pipeline umfasst weitere Projekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 10 GW erneuerbarer Energie. Damit ist Invertix das weltweit erste Unternehmen, das KI-Agenten in diesem Maßstab im erneuerbaren Energie Bereich einsetzt.

Personalmangel bremst die Energiewende aus

Eine Personallücke hinter der Energiewende

Das Geschäftsmodell von Invertix basiert auf mehr als 5.000 Fachgesprächen, die das Gründerteam mit Energiebetreibenden, Asset Managern und unabhängigen Stromerzeugern (IPPs) in ganz Europa geführt hat. Das Ergebnis ist eindeutig: Solar- und Windanlagen werden europaweit so schnell ans Netz gebracht, dass die Betreiber mit der Einstellung und Ausbildung von Fachpersonal nicht Schritt halten können.

Aufgaben wie die Bewertung von Anlagenalarmen, die Erstellung von Leistungsberichten, die Koordination von Wartungseinsätzen und die Sicherstellung der regulatorischen Compliance bleiben deshalb immer häufiger liegen.

„Wir bauen keine KI, um Mitarbeitende zu ersetzen. Wir bauen sie, um eine Lücke zu schließen, die die Energiewende heute schon ausbremst“, sagt Joseph Perrotta, Mitgründer und CEO von Invertix.

„Europa nimmt Solar-, Wind- und Speicheranlagen schneller in Betrieb, als es Ingenieurinnen und Ingenieure einstellen und ausbilden kann. Qualifiziertes Betriebspersonal ist knapp und die Arbeitslast für die Teams wächst stetig. Die KI-Mitarbeiter von Invertix übernehmen die repetitiven operativen Aufgaben, so dass sich Mitarbeitenden auf die Entscheidungen konzentrieren können, die ein menschliches Urteil erfordern.“

KI Mitarbeiter übernehmen operative Aufgaben

Anders als klassische Monitoring- und Analysesoftwares setzt Invertix nicht auf „ein weiteres Dashboard“, sondern auf autonome KI-Mitarbeiter, die operative Tätigkeiten ausführen. Diese werden heute zum großen Teil noch manuell von Mitarbeitende erledigt.

Die Lösung von Invertix wird direkt in SCADA-, CMMS-, ERP- sowie Energie- und Wetterdatenplattformen integriert und ist innerhalb von rund 60 Tagen nach Vertragsabschluss vollständig einsatzbereit.

Invertix erweitert seine Plattform in Europa

Verwendung des Pre-Seed-Kapitals

Das frische Kapital fließt in die Weiterentwicklung der Plattform, in den Ausbau des Teams sowie in weitere Markteintritte in ganz Europa. Darüber hinaus plant Invertix, seine KI-Agenten über die Solarenergie hinaus im Bereich Windenergie, Batteriespeicher und Netzbetrieb einzusetzen.

„Der Sektor der erneuerbaren Energien braucht mehr als nur oberflächliche Software Optimierungen“, kommentiert Felix Krause, Managing Partner bei Vireo Ventures.

„Invertix geht diese Herausforderung mit einem Team an, das hungrig, ambitioniert und konsequent auf den Kundennutzen ausgerichtet ist und liefert bereits erste belastbare Ergebnisse. Genau deshalb haben wir investiert.“

Mit dem frischen Kapital stellt Invertix außerdem neue Leute in den Bereichen KI-Engineering, Software-Engineering, Produkt und Vertrieb ein. Der Großteil dieser Stellen entsteht in Italien, wo das Unternehmen sein technisches Herzstück aufbaut.

„Energie hat mittlerweile eine geopolitische, wirtschaftliche und strategische Bedeutung erreicht wie nie zuvor. Erneuerbare Assets auf Höchstleistung zu bringen, ist längst keine reine Effizienzfrage mehr, sondern eine existenzielle“, ergänzt Irene Mingozzi, Partnerin beim Italian Founders Fund.

„Invertix baut die Intelligenzschicht, um genau das möglich zu machen. Mit einem Gründerteam, das sowohl die Branchenerfahrungen als auch die KI-Tiefe mitbringt, um ein ein solches Unternehmen aufzubauen.“

Bild Teambild @ Invertix

Quelle Elevate2Impact

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