Donnerstag, September 10, 2026
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Akka.app lanciert KI-Assistent Daniel für Private Markets

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Daniel: KI-Assistent für Private-Market-Investments Thomas Rebaud akka

FinTech-Startup Akka.app startet „Daniel“: KI-Assistent erklärt Private-Market-Investments für Anleger:innen

Daniel beantwortet für jedes aktuelle Investmentangebot Fragen zu Bewertungen, Benchmarks und Deal-Konditionen und sorgt damit für mehr Transparenz.

Berlin / Paris: 3. September 2026: Das französische Fintech-Startup Akka.app ist seit 2026 auch in Deutschland und Österreich aktiv. Mit Daniel führt es den ersten KI-Assistenten für Private-Market-Investments ein. Über die mobile App erhalten Privatanleger:innen direkten Zugang zu kuratierten Beteiligungen an privaten Technologieunternehmen. Daniel beantwortet ihre Fragen zu jedem Startup- oder Pre-IPO-Deal – wie etwa zu Bewertungen, Multiples, Benchmarks oder zur Technologie des Unternehmens. Die verständlichen Antworten stehen innerhalb weniger Sekunden bereit.

„Der Zugang war lange die größte Hürde bei Private-Market-Investments. Ist diese überwunden, folgt die nächste: wirklich zu verstehen, was man vor sich hat“, sagt Thomas Rebaud, CEO von Akka. „Daniel ist wie ein Analyst in der Hosentasche. Er erklärt jeden Deal von Grund auf und hilft Anlegerinnen, ihn vor einer Investitionsentscheidung fundiert zu verstehen.“*

KI-Assistent ordnet Chancen und Risiken ein

Daniel beantwortet nicht nur Fragen. Der KI-Assistent zeigt auch, wie sich ein Deal einordnen lässt, und stellt Chancen und Risiken gegenüber. So können Einsteigerinnen ebenso gut informiert sein wie erfahrene Investorinnen. Bislang hielt vor allem der fehlende Zugang Private Markets exklusiv. Seit zwei Jahren baut Akka diese Hürde ab. Das Fintech wählt Investmentmöglichkeiten aus, strukturiert die Beteiligungen und übernimmt die operative Abwicklung. Daniel ergänzt diesen Zugang nun um verständliche Einordnung und Investmentwissen.

Akka-Mitglieder haben in mehr als 30 Unternehmen investiert

Akka-Mitglieder haben bereits in mehr als 30 Unternehmen investiert, darunter Anthropic, Perplexity und Aalo Atomics. Bei Anthropic wurde kürzlich ein Exit mit einem Netto-Multiple von 4,0x erzielt.

Bildcredits Akka Europe

Quelle TIVAA Communications

„Ein Führungsproblem, kein Generationenproblem“: Zenjobs Gen-Z-Studie räumt mit dem Klischee auf

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Gen Z: KI verändert die Erwartungen an Arbeitgeber

58 % der Gen Z haben sich bei der Arbeit schon einmal ausgenutzt oder schlecht behandelt gefühlt, 30 % davon mehrfach

  • Ehrliche Kommunikation liegt in der Prioritätenliste vor Flexibilität, Jobsicherheit und Anerkennung
  • 88 % nutzen KI-Tools wöchentlich oder häufiger, gelernt haben den Umgang damit die meisten selbst

Homeoffice, Vier-Tage-Woche, Sinnhaftigkeit: Wer über Gen Z am Arbeitsplatz spricht, landet meistens bei denselben drei Stichworten. Die neue Gen-Z-Studie 2026 der Berliner Flex-Staffing-Plattform Zenjob zeichnet ein anderes Bild. Für die Erhebung wurden im April über 1200 aktive Zenjobber:innen aus allen Städten befragt, was ihnen am Arbeitsplatz wichtig ist, wie sie KI im Alltag nutzen und was sie mit Blick auf ihre Zukunft am meisten beunruhigt. Das Ergebnis ist unbequemer als der übliche Diskurs.

Gehalt vor Sinn, aber Ehrlichkeit dicht dahinter

Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen wettbewerbsfähiges Gehalt und Karrierechancen, wenig überraschend angesichts der Inflation und steigender Lebenshaltungskosten. Auf Platz drei folgt aber ehrliche Kommunikation, noch vor Work-Life-Balance (Platz 5) und deutlich vor Flexibilität und Remote-Arbeit (Platz 7). Sinnhaftigkeit landet auf Platz 9, Firmenevents sind das Schlusslicht.

Gen Z will also nicht in erster Linie flexibel arbeiten. Sie will fair bezahlt und wie ein Erwachsener behandelt werden.

Fast 6 von 10 fühlten sich schon ausgenutzt

Die unbequemste Zahl der Studie: 58 % der Befragten haben sich am Arbeitsplatz schon mindestens einmal ausgenutzt oder schlecht behandelt gefühlt, 30 % davon mehrfach. Gefragt nach der Art der Mistreatment, nennen 72 % fehlenden Respekt vom Management, deutlich vor Diskriminierung (34 %) und rein top-down organisierter Kommunikation (32 %).

Zenjob-CEO und Co-Founder Fritz Trott ordnet das ein: „Das ist ein Führungsproblem, kein Generationenproblem. Wer glaubt, diese Zahlen kämen daher, dass junge Menschen heute empfindlicher sind, hat nicht verstanden, was da eigentlich berichtet wird.“

Stress ist der Normalzustand

86 % der Befragten fühlen sich zumindest gelegentlich mental belastet, jede fünfte Person fast täglich. Entsprechend hoch ist der Anspruch an Arbeitgeber: 78 % sagen, dass psychische Gesundheitsunterstützung für sie wichtig ist. Wer das nur als Recruiting-Versprechen behandelt statt als echte Verpflichtung, wird den Unterschied merken, auch wenn er sich schwer beziffern lässt.

Gen Z kann KI, jetzt sind die Arbeitgeber dran

88 % der Befragten nutzen KI-Tools wöchentlich oder häufiger, vor allem zum Erklären komplexer Themen, zum Brainstorming und für Ideenfindung. 71 % fühlen sich für eine KI-geprägte Arbeitswelt bereit, allerdings vor allem, weil sie es sich selbst beigebracht haben. Universitäten und Arbeitgeber haben hier bislang kaum Führung übernommen.

Bei der Bewertung von KI zeigt sich ein pragmatischer Blick: 63 % sehen sie als Mischung aus Chance und wachsender Konkurrenz, nur 9 % als reine Bedrohung. Was sich die Befragten von Hochschulen und Arbeitgebern wünschen, ist deutlich konkreter als der übliche KI-Enthusiasmus: praxisnahe Workshops, klare Regeln, was erlaubt ist, und kostenlose Lizenzen für Premium-Tools.

Geld, nicht Weltpolitik, ist die größte Sorge

Was junge Menschen am meisten beunruhigt, wenn sie an ihre Zukunft denken, ist nicht in erster Linie KI oder globale Konflikte, sondern die eigene finanzielle Absicherung. 62 % nennen finanzielle Unsicherheit als größten Stressfaktor, deutlich vor anhaltenden Konflikten (42 %) und gesellschaftlicher Instabilität (40 %). Passend dazu geben 75 % an, ihre Einnahmen vor allem für Lebensmittel und Haushaltskosten auszugeben, 64 % für Miete und Studienkosten.

Nach dem Studium wollen 45 % in Deutschland bleiben. Wer auswandern will, nennt vor allem niedrigere Steuern, die politische Lage und eine bessere Work-Life-Balance als Gründe.

Was am Ende bleibt

„Diese Generation sucht keine Sonderbehandlung“, sagt Trott. „Sie sucht faire Bezahlung, echte Entwicklungsmöglichkeiten, respektvolle Führung und ehrliche Kommunikation. So war es eigentlich schon immer.“

Die vollständige Gen-Z-Studie 2026 geht unter anderem darauf ein, warum die klassische 5-Tage-Woche für viele junge Arbeitnehmer:innen ausgedient hat und welche Branchen sie trotz KI-Boom als besonders krisensicher einschätzen.

Quelle Bild und Text: Zenjob

sauberdropz in „Die Höhle der Löwen“: Neue Lösung für Trinkflaschen

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sauberdropz: Die Höhle der Löwen und Trinkflaschen Bild (v.li.) Andreas Berger und Fabian Berger, Gründer von sauberdropz aus A-Weiler Foto: RTL

sauberdropz will die Reinigung von Trinkflaschen einfacher machen und wird am 7. September 2026 in Die Höhle der Löwen pitchen.

Wie ist die Idee entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?

Die Idee zu sauberdropz entstand aus einem ganz alltäglichen Ärgernis und eigentlich nur für den Eigengebrauch. Andreas ist leidenschaftlicher Tüftler und hat sich immer wieder darüber geärgert, wie mühsam es ist, Trinkflaschen und Shaker gründlich zu reinigen, vor allem die engen Stellen und schwer zugänglichen Bereiche. Irgendwann kam dann der Gedanke: Das muss doch einfacher, schneller und vor allem ohne ständiges Schrubben funktionieren. Aus diesem Frust entstand die Vision für sauberdropz und erste Prototypen in der Garage. Im Kern treiben wir – Fabian und Andreas – das Startup gemeinsam voran. Gleichzeitig ist sauberdropz von Anfang an ein echtes Familienprojekt: Unsere gesamte Familie steht hinter uns, unterstützt uns und hält uns gerade in den intensiven Phasen den Rücken frei.

In welcher Branche seid ihr tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell eures Startups aus?

Wir sind in der Konsumgüter- und Hygienebranche, also im Fast-Moving Consumer Goods -Bereich, tätig. Mit sauberdropz bieten wir eine einfache und nachhaltige Lösung für ein Problem, das Millionen Menschen kennen: stinkende Trinkflaschen und Shaker. Unser sauberdropz ermöglicht eine schnelle Reinigung ohne aufwendiges Schrubben. Unser Geschäftsmodell basiert dabei auf mehreren starken Säulen. Wir verbinden unseren eigenen D2C-Onlineshop mit dem gezielten Ausbau unserer Präsenz im stationären Einzelhandel und wollen unsere Kunden dadurch sowohl online als auch direkt am Point of Sale erreichen. Gleichzeitig handelt es sich bei unserem Produkt um einen Verbrauchsartikel mit regelmäßigem Nachkaufpotenzial. Ergänzt wird das Ganze durch unsere Social-Media- und Viral-Marketing-Strategie, denn der sichtbare Vorher-Nachher-Effekt macht sauberdropz zu einem Produkt, das sich hervorragend über Social Media demonstrieren und verbreiten lässt.

Welches konkrete Problem löst ihr und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?

Trinkflaschen, Thermoskannen und Proteinshaker können sich im Alltag schnell zu echten Geruchs- und Hygieneproblemen entwickeln diese gehören regelmäßig gereinigt nicht erst wenn etwas sichtbar wird. Gerade in Ecken – Ja, wir wissen Flaschen haben keine Ecken – (lacht) und schwer zugänglichen Bereichen können sich Rückstände ansammeln, die mit normalem Spülen nur schwer zu entfernen sind. Die klassische Lösung ist meist die Bürste – und genau das wollten wir einfacher machen. sauberdropz schließt die Lücke zwischen mühsamem Handspülen und herkömmlichen Reinigungsmitteln. Unser Anspruch ist eine schnelle und unkomplizierte Reinigung: Wasser einfüllen, Tab dazugeben, kurz schütteln und fertig. Damit wollen wir hygienische Sauberkeit so einfach machen, dass sie sich problemlos in den Alltag integrieren lässt – zu Hause, im Fitnessstudio oder unterwegs.

Warum habt ihr euch für die Teilnahme an „Die Höhle der Löwen“ entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Wir haben uns aus zwei Hauptgründen für „Die Höhle der Löwen“ entschieden. Zum einen wollen wir unser Produkt vor erfahrenen Investoren präsentieren und ehrliches Feedback aus erster Hand bekommen. Für uns ist es unglaublich wertvoll, wenn Menschen mit jahrelanger Erfahrung im Aufbau von Marken und Unternehmen unser Produkt kritisch hinterfragen und auf sein Marktpotenzial prüfen. Zum anderen sehen wir in der Sendung eine enorme Chance für den Aufbau unserer Marke und insbesondere für den stationären Handel. Ein Produkt flächendeckend in Supermärkte, Drogerien und Sportgeschäfte zu bringen, erfordert nicht nur Kapital, sondern vor allem die richtigen Kontakte, Strukturen und Erfahrungen. Genau diese Kombination aus Kapital, Know-how und Netzwerk war für uns ein entscheidender Grund für die Teilnahme.

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe bei „Die Höhle der Löwen“ und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?

Ralf Dümmel wäre für uns auf jeden Fall ein sehr spannender Löwe. Seine Erfahrung im Konsumgüterbereich und besonders im stationären Handel passt sehr gut zu dem Weg, den wir uns für sauberdropz vorstellen. Gleichzeitig sind wir total gespannt, wie unser Produkt überhaupt bei den Löwen ankommt. Vielleicht begeistert sich Ralf dafür, vielleicht überrascht uns aber auch ein ganz anderer Löwe. Genau das macht den Gang in die Höhle für uns so aufregend.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren bei „Die Höhle der Löwen“ erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?

Neben dem Kapital ist für uns vor allem das Netzwerk und die operative Erfahrung des Investors entscheidend. Wir möchten sauberdropz möglichst schnell und professionell im stationären Handel etablieren und dabei von bestehenden Händlerkontakten und Vertriebsstrukturen profitieren. Gleichzeitig ist eine skalierbare Supply Chain für uns enorm wichtig, denn ein erfolgreicher TV-Auftritt kann innerhalb kürzester Zeit eine sehr hohe Nachfrage auslösen. Hier möchten wir auf professionelle Strukturen in Beschaffung, Warenwirtschaft, Logistik und Distribution zurückgreifen können. Darüber hinaus wünschen wir uns einen erfahrenen Sparringspartner, mit dem wir strategische Entscheidungen auf Augenhöhe diskutieren können – von Verpackungsdesign und Preisgestaltung über neue Produkt- und Nachfüllformate bis hin zur weiteren Internationalisierung.

Welche nächsten Schritte sind nach eurem Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Unser klarer Fokus liegt zunächst auf dem weiteren Ausbau in Deutschland und Österreich und das wir vermitteln können das die Flaschenreinigung eine Rutine sein sollte wie Duschen oder Zähneputzen. Wir wollen sauberdropz im stationären Einzelhandel etablieren und die Präsenz in Supermärkten, Drogerien und Sportgeschäften Schritt für Schritt ausbauen. Gleichzeitig möchten wir die zusätzliche Reichweite durch „Die Höhle der Löwen“ nutzen, um unseren D2C-Onlineshop und insbesondere unsere Social-Commerce-Aktivitäten weiter zu skalieren. Dabei geht es uns nicht nur um kurzfristiges Wachstum, sondern darum, eine langfristig starke Marke aufzubauen. Parallel arbeiten wir natürlich daran, unser Produktportfolio sinnvoll weiterzuentwickeln und zusätzliche Formate und Lösungen rund um die Reinigung von Trinkflaschen, Shakern und ähnlichen Produkten zu entwickeln.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg als besonders wertvoll erwiesen?

Eine der wichtigsten Erkenntnisse für uns ist, dass ein Produkt dann besonders stark ist, wenn es ein echtes Alltagsproblem schnell und verständlich löst. Genau das versuchen wir mit sauberdropz. Gleichzeitig haben wir gelernt, wie wichtig Fokus ist. Gerade als junges Unternehmen gibt es unzählige Möglichkeiten und Ideen, aber man kann nicht alles gleichzeitig umsetzen. Deshalb konzentrieren wir uns auf unser Kernprodukt und die Kanäle, in denen wir das größte Potenzial sehen. Eine weitere entscheidende Erfahrung ist für uns der Rückhalt als Team und als Familie. Eine Gründung bringt Höhen und Tiefen mit sich, und gerade in schwierigen Phasen ist es unglaublich wertvoll, Menschen an seiner Seite zu haben, die bedingungslos hinter der gemeinsamen Vision stehen.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen für andere Gründerinnen und Gründer ableiten?

Unser wichtigster Rat ist: Löst ein echtes Problem. Ein Produkt sollte nicht einfach nur „ganz nett“ sein, sondern idealerweise ein konkretes Problem lösen, das Menschen tatsächlich haben. Außerdem sollte man zu 100 Prozent hinter seiner Idee und seinem Produkt stehen. Gerade in der Gründungsphase wird es immer wieder Rückschläge und kritische Stimmen geben – deshalb braucht es die eigene Überzeugung und Leidenschaft, um dranzubleiben. Gleichzeitig sollte man sich mit den richtigen Menschen umgeben. Ein starkes Team, ein gutes Netzwerk und familiärer Rückhalt können in schwierigen Phasen entscheidend sein. Und zuletzt: Holt euch ehrliches Feedback. Kritik von erfahrenen Menschen kann manchmal unbequem sein, aber sie hilft dabei, Fehler früh zu erkennen und nicht unnötig Zeit und Ressourcen in die falsche Richtung zu investieren.

Was unterscheidet euer Produkt im Supermarktregal oder im Online-Shop optisch und inhaltlich von der Konkurrenz?

sauberdropz verbindet eine einfache Anwendung mit einem modernen Lifestyle-Ansatz. Unser Anspruch ist, Reinigung nicht wie ein klassisches Haushaltsprodukt wirken zu lassen, sondern als unkomplizierte Lösung für einen aktiven und modernen Alltag. Besonders unterscheidet uns die schnelle Anwendung: Statt langer Einwirkzeiten soll die Reinigung mit sauberdropz in kurzer Zeit erledigt sein. Gleichzeitig verzichten wir auf klassische Reinigungslösungen wie lose Edelstahlkugeln, die anschließend wieder eingesammelt, gereinigt und getrocknet werden müssen. Auch optisch setzen wir bewusst auf ein modernes und dynamisches Design, das sich eher an Sport, Fitness und Lifestyle orientiert als an klassischen Haushaltsreinigern. Dadurch wollen wir sowohl online als auch im Regal sofort Aufmerksamkeit erzeugen.

Wie bereitet ihr eure Lieferkette und euren Online-Shop auf den enormen Nachfrage-Ansturm am Abend der Ausstrahlung von „Die Höhle der Löwen“ vor?

Ein TV-Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ kann innerhalb kürzester Zeit eine enorme Nachfrage auslösen. Deshalb haben wir uns frühzeitig mit dem Thema Skalierung beschäftigt und setzen dabei auf professionelle Strukturen. Im Bereich Fulfillment und Logistik arbeiten wir mit erfahrenen Partnern zusammen, die uns dabei unterstützen, auch größere Bestellvolumen zuverlässig abzuwickeln. Auch technisch bereiten wir unseren Online-Shop auf deutlich höhere Zugriffszahlen vor und setzen auf eine leistungsfähige Cloud-Infrastruktur. Unser Ziel ist es, dass die Kunden den TV-Effekt nicht nur im Fernsehen erleben, sondern anschließend auch ein reibungsloses Einkaufserlebnis bekommen.

Sehen Sie sauberdropz am 07. September 2026 in der Höhle der Löwen

Bild (v.li.) Andreas Berger und Fabian Berger, Gründer von sauberdropz aus A-Weiler Foto: RTL

Wir bedanken uns bei Andreas und Fabian Berger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

LEVANA: Wie eine neue Plattform Beingesundheit und den Kompressionsstrumpf digitalisiert

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LEVANA: Beingesundheit und Kompressionsstrumpf digital Stefan Rascher

LEVANA will die Beingesundheit digital neu denken und Menschen rund um den Kompressionsstrumpf sowie bei Beschwerden im Alltag unterstützen

Können Sie LEVANA kurz vorstellen und erzählen, wie aus Ihrer persönlichen Erfahrung die Idee für die Plattform entstanden ist?

LEVANA ist der digitale Begleiter für gesunde Beine und für Menschen, die bereits unter schweren, müden oder geschwollenen Beinen sowie chronischen Beschwerden leiden.

Die Idee ist sehr persönlich entstanden.Ich habe mein ganzes Leben Erfahrungen rund um das Thema Beingesundheit sammeln dürfen, als Betroffener, als Patient und damit auch als jemand, der die verschiedenen Stationen unseres Gesundheitssystems aus eigener Perspektive kennt. Dabei habe ich erfahren, wie wichtig eine gute medizinische Versorgung ist. Gleichzeitig habe ich erlebt, wie viele Fragen im Alltag danach offenbleiben.

Heute möchte ich diese Erfahrungen zurückgeben und daraus etwas schaffen, das vielen Betroffenen hilft. Gleichzeitig bringe ich meine berufliche Erfahrung aus Management, Technologie und Digitalisierung ein. Mein Ziel ist es, nicht nur einen einzelnen Prozess zu verbessern, sondern das gesamte Thema Beingesundheit digital neu zu denken.

LEVANA soll Betroffene im Alltag begleiten und gleichzeitig Ärzte, Therapeuten, Sanitätshäuser, Hersteller und weitere Partner digital miteinander verbinden. Meine Vision ist eine Plattform, auf der erstmals alle relevanten Stakeholder rund um die Beingesundheit zusammenkommen.

Wer steht hinter LEVANA und der Health First GmbH, und welche Kompetenzen bringen Sie in den Aufbau des Unternehmens ein?

Hinter LEVANA steht die Health First GmbH mit einem interdisziplinären Team aus Technologie, Medizin, Therapie, Produktentwicklung und Unternehmertum.

Ich selbst bringe viele Jahre Management und Digitalisierungserfahrung mit und beschäftige mich gleichzeitig seit sehr langer Zeit aus persönlicher Perspektive mit dem Thema Beingesundheit. Diese Kombination ist für mich entscheidend. Wir betrachten LEVANA nicht ausschließlich als Gesundheitsprodukt und auch nicht ausschließlich als Technologieplattform.

Technologisch werden wir insbesondere durch unsere Kompetenz in den Bereichen Software und künstliche Intelligenz geprägt. Gleichzeitig arbeiten wir eng mit Ärzten, Therapeuten und medizinischen Experten zusammen. Gerade im Gesundheitsmarkt kann Innovation nur funktionieren, wenn medizinisches Wissen, Technologie und die tatsächlichen Bedürfnisse der Betroffenen zusammengeführt werden.

Schwere, müde oder geschwollene Beine betreffen viele Personen. Welche Versorgungslücke möchten Sie mit LEVANA konkret schließen?

Das zentrale Problem ist aus unserer Sicht die fehlende kontinuierliche Begleitung.

Betroffene haben einen Arzttermin, erhalten eine Diagnose, bekommen möglicherweise einen Kompressionsstrumpf oder eine Therapie und danach beginnt der Alltag. Genau dort entstehen die meisten Fragen: Was kann ich selbst tun? Wie viel Bewegung ist sinnvoll? Wie ziehe ich meinen Kompressionsstrumpf richtig an? Welche Rolle spielen Gewicht, Ernährung oder Regeneration? Wann sollte ich wieder zum Arzt?

Heute sind viele dieser Informationen auf unterschiedliche Ärzte, Therapeuten, Sanitätshäuser, Webseiten und Anwendungen verteilt.

LEVANA möchte diese Lücke zwischen den einzelnen Versorgungspunkten schließen. Wir wollen Menschen nicht nur punktuell, sondern kontinuierlich begleiten und ihnen helfen, ihre Beingesundheit aktiv selbst zu managen.

Ihre Plattform verbindet Bewegung, Ernährung, Psyche, Regeneration, Hilfsmittel sowie Alltag und Umfeld. Warum ist dieser ganzheitliche Ansatz für die Beingesundheit wichtig?

Weil Beingesundheit nicht isoliert betrachtet werden kann.

Ein Kompressionsstrumpf kann beispielsweise ein sehr wichtiges Hilfsmittel sein. Seine Wirkung im Alltag wird aber durch viele weitere Faktoren beeinflusst. Bewegung aktiviert die Muskelpumpe, Gewicht und Ernährung können die Belastung der Beine beeinflussen, Regeneration spielt eine Rolle und chronische Erkrankungen haben häufig auch psychische Auswirkungen.

Genau deshalb betrachten wir sechs zentrale Bereiche: Bewegung, Ernährung, Psyche, Regeneration, Hilfsmittel sowie Alltag und Umfeld.

Unser Grundgedanke lautet: Chronische Erkrankungen können wir nicht ausschließlich in einzelnen Arztterminen managen. Wir müssen Betroffene dabei unterstützen, täglich die richtigen Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen.

Der digitale Leg Check soll eine erste Orientierung ermöglichen. Welche Rolle spielt er innerhalb des gesamten LEVANA Konzepts?

Der Leg Check ist ein zentraler Bestandteil unserer Produktvision und perspektivisch einer der wichtigsten Einstiegspunkte in die LEVANA Plattform.

Unser Ziel ist, dass Nutzer ihre Beschwerden strukturiert erfassen und auf dieser Basis eine erste gesundheitliche Orientierung erhalten können. Für eine solche medizinische Funktion ist jedoch eine entsprechende Zertifizierung als Medical Device erforderlich. An diesem regulatorischen Weg arbeiten wir aktuell.

Bis dahin achten wir sehr klar auf die Abgrenzung zwischen allgemeiner Gesundheitsinformation und medizinischer Bewertung. Der Leg Check ersetzt keine ärztliche Diagnose.

Perspektivisch soll er der Beginn einer durchgängigen digitalen Customer Journey sein: von der ersten strukturierten Erfassung über die medizinische Orientierung und das Selbstmanagement bis hin zur passenden professionellen Versorgung.

Gerade darin sehen wir einen wesentlichen Hebel von LEVANA. Menschen früher abzuholen, ihnen Orientierung zu geben und sie anschließend gezielt durch die weiteren Schritte ihrer Versorgung zu begleiten.

Chronische Beschwerden begleiten Betroffene auch zwischen Arzt und Therapieterminen. Wie möchten Sie genau in dieser Zeit unterstützen?

Genau diese Zeit ist für uns entscheidend.

Ein Mensch mit chronischen Beschwerden lebt nicht nur während eines Arzttermins mit seiner Erkrankung, sondern 24 Stunden am Tag. Deshalb wollen wir LEVANA zum täglichen Begleiter machen.

Die Plattform soll praktische Unterstützung bieten: verständliches Wissen, konkrete Übungen, Unterstützung beim Selbstmanagement, Tagespläne, Dokumentation sowie Hilfestellungen rund um Kompression und den Umgang mit Beschwerden im Alltag.

Dabei verfolgen wir einen einfachen Gedanken: Medizinische Fachkräfte bleiben unverzichtbar. Aber zwischen den Behandlungsterminen können digitale Lösungen einen erheblichen Beitrag dazu leisten, dass Menschen ihre Therapie besser verstehen, konsequenter umsetzen und mehr Eigenverantwortung übernehmen können.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Kompressionsversorgung. Wo sehen Sie bei den heutigen Abläufen die größten Probleme?

Die Kompressionsversorgung ist medizinisch etabliert, der Prozess ist aus Kundensicht aber häufig noch sehr analog und fragmentiert.

Viele Betroffene wissen zunächst nicht, welcher Strumpf zu ihrer Situation passt, wie dieser korrekt getragen wird oder wie sie mit Schwierigkeiten beim Anziehen umgehen sollen. Hinzu kommen Rezept, Vermessung, Produktauswahl, Bestellung, Nachversorgung und gegebenenfalls die Kommunikation mit Arzt oder Sanitätshaus.

Unser Ziel ist deshalb nicht, den Kompressionsstrumpf neu zu erfinden. Wir wollen den Weg zum Kompressionsstrumpf und den täglichen Umgang damit deutlich einfacher machen.

Der Strumpf ist für uns ein Produkt. Die eigentliche Innovation liegt in der digitalen Customer Journey darum herum.

Digitale Vermessung, Strumpffinder und KI gestützte Gesundheitsorientierung sind perspektivisch geplant. Wie soll dadurch der Weg zur passenden Versorgung einfacher werden?

Heute bestehen zwischen dem ersten Symptom und einer passenden Versorgung häufig viele einzelne Schritte.

Unsere Vision ist eine möglichst durchgängige digitale Journey: Orientierung, gegebenenfalls ärztliche Abklärung, Auswahl der Versorgung, Vermessung, Bestellung, Dokumentation und anschließende Begleitung.

Digitale Vermessung kann Prozesse vereinfachen und standardisieren. Ein Strumpffinder kann helfen, die große Anzahl unterschiedlicher Produkte verständlicher zu strukturieren. KI kann perspektivisch dabei unterstützen, Informationen zu ordnen und Nutzer gezielter durch Prozesse zu führen.

Entscheidend ist dabei für uns: Technologie soll medizinische Kompetenz nicht ersetzen. Sie soll den Zugang vereinfachen, Prozesse effizienter machen und Fachkräfte dort unterstützen, wo digitale Lösungen einen echten Mehrwert bieten können.

LEVANA möchte mehr als eine klassische Gesundheits App sein. Was unterscheidet Ihren Ansatz von einzelnen Gesundheitskursen oder digitalen Anwendungen?

Wir denken nicht von einer einzelnen Funktion aus, sondern von der gesamten Versorgungskette.

Ein Kurs kann Bewegung vermitteln. Eine App kann Gesundheitsdaten dokumentieren. Ein Shop kann Hilfsmittel verkaufen. Ein Sanitätshaus kann einen Kompressionsstrumpf anpassen. Jede dieser Leistungen hat ihren Wert. Bislang stehen sie aber häufig nebeneinander.

LEVANA möchte diese Bereiche miteinander verbinden.

Unser langfristiges Ziel ist ein digitales Ökosystem für Beingesundheit, von Prävention und erster Orientierung über Selbstmanagement bis zur medizinischen Versorgung und zu passenden Hilfsmitteln.

Der entscheidende Unterschied ist deshalb die Plattformidee. Wir wollen nicht noch eine weitere isolierte Anwendung schaffen, sondern die verschiedenen Bausteine einer bisher fragmentierten Versorgung miteinander verbinden.

Gesundheitsdaten und KI erfordern besonderes Vertrauen. Welche Herausforderungen sehen Sie beim Aufbau einer digitalen Plattform in diesem sensiblen Bereich?

Vertrauen ist im Gesundheitsmarkt eine Grundvoraussetzung.

Dazu gehören Datenschutz und Datensicherheit genauso wie medizinische Qualität, Transparenz und regulatorische Anforderungen. Gerade beim Einsatz von künstlicher Intelligenz müssen Nutzer verstehen können, welche Aufgabe eine Technologie übernimmt und wo ihre Grenzen liegen.

Für uns gilt deshalb ein klarer Grundsatz: Wir wollen KI dort einsetzen, wo sie einen konkreten Nutzen schafft und nicht, weil KI gerade ein Trendthema ist.

Gleichzeitig muss sehr sauber zwischen allgemeiner Gesundheitsorientierung, Prävention und medizinischen Anwendungen unterschieden werden. Sobald Technologie medizinische Entscheidungen beeinflusst, entstehen entsprechende regulatorische Anforderungen.

Wir bauen LEVANA deshalb schrittweise auf und betrachten Datenschutz, medizinische Qualität und regulatorische Anforderungen als Bestandteil des Produkts und nicht als nachträgliche Aufgabe.

Ihre Vision ist eine zentrale digitale Anlaufstelle für Beingesundheit. Welche Entwicklungsschritte sind notwendig, um dieses Ziel zu erreichen?

Wir gehen bewusst Schritt für Schritt vor.

Zunächst geht es darum, eine starke Nutzerbasis aufzubauen und zu zeigen, dass wir Betroffenen im Alltag einen konkreten Mehrwert bieten können. Parallel bauen wir das Thema Kompressionsversorgung aus und verbinden digitale Begleitung zunehmend mit realen Produkten und Dienstleistungen.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die regulatorische Entwicklung. Perspektivisch wollen wir einzelne medizinische Funktionen entsprechend den Anforderungen der Medical Device Regulation entwickeln und zertifizieren.

Hinzu kommen Partnerschaften mit Ärzten, Therapeuten, Sanitätshäusern, Herstellern und weiteren Akteuren des Gesundheitswesens.

Unsere langfristige Vision ist klar: Wenn jemand eine Frage zu seinen Beinen hat, Beschwerden feststellt, Unterstützung im Alltag benötigt oder eine Versorgung sucht, soll LEVANA die zentrale digitale Anlaufstelle sein.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die aus eigener Betroffenheit eine Lösung für den Gesundheitsmarkt entwickeln möchten?

Erstens: Die eigene Geschichte als Ausgangspunkt nutzen, aber nicht mit dem Markt verwechseln.

Persönliche Betroffenheit schafft ein sehr tiefes Verständnis für ein Problem. Trotzdem muss man früh mit vielen anderen Betroffenen und medizinischen Experten sprechen und überprüfen, ob das eigene Problem tatsächlich ein relevantes Marktproblem ist.

Zweitens: Im Gesundheitsmarkt früh mit den richtigen Experten arbeiten.

Medizin, Datenschutz, regulatorische Anforderungen und Erstattung sind komplex. Man kann als Gründer nicht alles selbst wissen. Ein gutes Netzwerk aus Medizinern, Therapeuten, Technologieexperten und regulatorischen Spezialisten spart später enorm viel Zeit.

Drittens: Nicht versuchen, sofort die gesamte Vision umzusetzen.

Unsere Vision für LEVANA ist groß. Trotzdem müssen wir beweisen, dass jeder einzelne Schritt funktioniert. Deshalb würde ich immer empfehlen: klein starten, mit echten Nutzern testen, aus dem Feedback lernen und anschließend konsequent skalieren.

Gerade als selbst Betroffener hat man häufig den Wunsch, möglichst schnell sehr viel zu verändern. Unternehmertum bedeutet aber auch, diese persönliche Motivation in ein tragfähiges und skalierbares Geschäftsmodell zu übersetzen.

Fotocredits: Health First/LEVANA

Wir bedanken uns bei Stefan Rascher für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Denta1: Wie eine moderne Klinik die Zahnmedizin revolutioniert

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Denta1: Klinik denkt Zahnmedizin unternehmerisch neu Stefan Helka Credit: Denta1 Clinic

Denta1 will mit einer modernen Klinik zeigen, wie sich Zahnmedizin patientenzentriert, transparent und unternehmerisch neu denken lässt.

Können Sie Denta1 kurz vorstellen und erzählen, mit welcher unternehmerischen Idee Sie 2020 gestartet sind?

Denta1 ist heute die größte Zahnklinik in Nordrhein-Westfalen und eine der modernsten in Deutschland. Wir haben in Herne auf rund 3.500 Quadratmetern eine Klinik errichtet, die bewusst anders funktioniert als eine klassische Zahnarztpraxis – das betrifft sowohl den Umgang mit Patienten als auch die Räumlichkeiten selbst. Die Idee dahinter geht aber darüber hinaus. Zahnarztbesuche sind für die meisten Menschen unangenehm, und viele verstehen gar nicht richtig, was mit ihnen passiert und aus welchem Grund. Genau das wollte ich ändern: Patienten sollen nachvollziehen können, welche Behandlung erfolgt und welche Kosten damit verbunden sind. Diese Offenheit ist für mich Teil guter Medizin. Mein Ziel ist, dass Denta1 zeigt, wie eine transparentere, patientenzentrierte Zahnmedizin aussehen kann und auf diese Weise zur Blaupause für eine ganze Branche wird.

Aus einer Zahnarztpraxis ist eine Firmengruppe mit fünf Gesellschaften und mehr als 100 Mitarbeitern entstanden. Was waren die entscheidenden Schritte auf diesem Weg?

2014 habe ich die Praxis meiner Mutter übernommen. Ab 2018 kam ein zweiter Standort hinzu und mir wurde bewusst, dass ich unternehmerisch und nicht ausschließlich medizinisch denken muss. 2020 habe ich mit Denta1 in Herne den Schritt zur Firmengruppe gemacht, 2024 wurde der Klinikneubau fertiggestellt. Parallel entstanden das Dentallabor, die Denta1 Media sowie das Coaching-Geschäft – jeweils als Antwort auf ein konkretes Problem, das sich im Zuge unseres Wachstums gezeigt hat. Heute beschäftigen wir über 135 Mitarbeitende in fünf Gesellschaften.

Sie führen Denta1 nach eigenen Angaben eher wie ein Startup als wie eine klassische Zahnarztpraxis. Was bedeutet das im Arbeitsalltag konkret?

Ich behandle inzwischen nur noch an drei Tagen in der Woche selbst, die übrige Zeit nutze ich gezielt für Führungsaufgaben. In den meisten Praxen hängt alles am Inhaber – morgens am Behandlungsstuhl, abends in der Buchhaltung, zwischendurch ein Personalthema. Das funktioniert eine gewisse Zeit, wird jedoch ab einer bestimmten Größe zum Risiko. Bei uns verfügt jeder Bereich über einen Verantwortlichen, wir arbeiten mit festen Meeting-Strukturen und einem Betriebssystem, das Strategie, Personal und Budgets sauber voneinander trennt. Auch im Content-Bereich messen wir konsequent, was funktioniert, und haben für die Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit ein eigenes NPS-System entwickelt, anstatt auf teure Standardsoftware zu warten.

Die Startup-Mentalität zeigt sich vor allem darin, dass wir schnell lernen, Ergebnisse messen und Prozesse aufbauen – und akzeptieren, dass dabei auch einmal etwas nicht funktioniert, um dann umgehend nachzusteuern.

Welche Vision verfolgen Sie mit Denta1, und wie weit lässt sich eine medizinische Einrichtung überhaupt skalieren?

In der Medizin skaliert man nicht in derselben Weise wie beispielsweise in der Softwarebranche. Bei uns stellt der Mensch den limitierenden Faktor dar: qualifizierte Behandler, qualifizierte Assistenzkräfte, qualifiziertes Führungspersonal. Skalieren lassen sich hingegen Diagnostik, Onboarding, Abrechnung, Kommunikation, Wissensaufbau und Entscheidungsprozesse. Genau an diesem Punkt setzen wir an. Unser Ziel ist es, bis 2035 ein Unternehmen mit mindestens fünf Standorten, einer starken Arbeitgebermarke und einem Umsatz von 100 Millionen Euro aufzubauen. Dabei wachsen wir bewusst in die schwarze Null: Ein erheblicher Teil der Rendite fließt zurück in Klinik, Personal, Prozesse und die weitere Expansion.

Neben der Klinik haben Sie ein Dentallabor, eine Media Firma, eine Event Sparte und ein Coaching Business aufgebaut. Warum setzen Sie auf diese unterschiedlichen Geschäftsfelder?

Weil die Klinik allein irgendwann an ihre Grenzen stößt. Bei über 2.000 Implantationen pro Jahr würden wir ohne ein eigenes Labor an Geschwindigkeit und Qualität einbüßen. Durch unseren Content auf Social Media entstehen mittlerweile 60 bis 70 Prozent unseres Neupatienten-Umsatzes. Das ist der Effekt von Denta1 Media. Aus unserer Education-Sparte heraus haben wir zudem ein eigenes Business-Intelligence-Tool entwickelt, das anderen Praxen dabei hilft, ihr Wachstum datenbasiert zu steuern. Entscheidend ist, dass jeder Bereich entweder die Klinik verbessert oder Wissen aus der Klinik sinnvoll weitergibt. Erfüllt ein Geschäftsfeld diese Voraussetzung nicht, hat es bei uns keine Daseinsberechtigung.

Welche Rolle spielen standardisierte Prozesse beim Wachstum von Denta1, und wo stößt Standardisierung in der Zahnmedizin an Grenzen?

Standards ermöglichen erst echtes Wachstum über den Inhaber hinaus. Alles, was sich sinnvoll standardisieren lässt, halten wir in schriftlichen Prozessen fest, die für alle gelten, auch für mich. Ist ein Standard etabliert, werden Abläufe einfacher, und es entsteht ein Markengefühl, das unverwechselbar „Denta1“ ist. Da wir jedoch nach wie vor ein People Business sind, wird es immer Abweichungen von diesen Standards geben. Das ist auch richtig so, denn niemand möchte am Telefon nach einem starren Leitfaden abgefertigt werden. Unsere Systeme sollen menschliche Schwächen ausgleichen, ohne die Stärken einzuschränken.

Ein weiterer Baustein ist, das gesamte Unternehmenswissen strukturiert zu dokumentieren, statt es in den Köpfen Einzelner zu belassen. Das ist aufwändig, doch ohne diesen Schritt bleibt man von wenigen Schlüsselpersonen abhängig und verschenkt zudem das Potenzial, dieses Wissen über eine lokale KI nutzbar zu machen. Deshalb haben wir den Aufbau eines smarten Wissensspeichers als eine von fünf strategischen Top-Prioritäten festgelegt und verankern ihn zunehmend in Workflows und Unternehmenskultur.

Eine starke Personal Brand gehört ebenfalls zu Ihrer Strategie. Wie wichtig ist die Person Stefan Helka für den wirtschaftlichen Erfolg der Firmengruppe?

Meine Personal Brand öffnet Türen bei Patienten, Bewerbern, Partnern und Medien. Gerade in der Medizin vertrauen Menschen nicht ausschließlich einer Leistung, sondern dem Menschen dahinter. Intern ist das System jedoch längst nicht mehr an mir aufgehängt: Die Mehrheit unserer Patienten kommt nicht zu mir persönlich, sondern in die Klinik als Ganzes. Auch unsere Inhalte werden mittlerweile von vielen Mitarbeitenden getragen, während die Marke „Denta1“ Schritt für Schritt in den Vordergrund rückt. Wirtschaftlich betrachtet unterstützt meine Sichtbarkeit vor allem das Recruiting neuer Mitarbeitenden und die Positionierung der Marke – den operativen Erfolg im Tagesgeschäft muss jedoch unabhängig davon die gesamte Organisation tragen. Mein Anspruch ist, dass die Gruppe auch dann weiter wächst, wenn ich einen Monat lang nicht anwesend bin.

Mit dem Dental Village verbinden Sie Arbeiten, Training und Wohnen an einem Ort. Welche Idee steckt hinter diesem ungewöhnlichen Konzept?

Wir wollten keine normale Praxis bauen, sondern einen Ort, an dem sich Patienten und Mitarbeiter wirklich wohlfühlen. Es gibt zahlreiche offene Bereiche, in denen wir auch Informationsveranstaltungen und Events ausrichten, und Patienten von außerhalb haben die Möglichkeit, bei uns zu übernachten. Alles spielt sich unter einem Dach ab: Im Untergeschoss haben wir ein Gym, wo meine Mitarbeitenden und ich regelmäßig trainieren. Mein Ziel war es, die Wege kurz zu halten, um möglichst viel Zeit zu sparen. Meine Frau und ich wohnen im Obergeschoss – ich lebe und arbeite also an einem Ort und muss manchmal tagelang das Gelände nicht verlassen. Für mich ist das ein sehr effizientes Konzept.

Sie beschäftigen sich intensiv mit Longevity und Leistungsoptimierung. Wie beeinflusst dieser persönliche Ansatz Ihre Rolle als Unternehmer und Führungskraft?

Longevity bedeutet für mich, meinen Körper genauso systematisch zu optimieren wie mein Unternehmen: Schlaf, Training, Blutwerte und gezielte Nahrungsergänzung tracke ich mit derselben Konsequenz wie unsere Praxiskennzahlen. Im Vordergrund stehen dabei Klarheit und Struktur, die meine Leistungsfähigkeit langfristig erhalten. Nur dadurch lässt sich meine 70- bis 80-Stunden-Woche bewältigen. Und da wir unser Konzept zunehmend in Richtung ganzheitliche Medizin und Prävention weiterentwickeln möchten, ist es mir wichtig, hierbei mitsprechen zu können, da ich diesen Ansatz selbst praktiziere.

Mehr als 100 Mitarbeiter bedeuten auch neue Herausforderungen in Führung und Unternehmenskultur. Was haben Sie beim Aufbau einer solchen Organisation gelernt?

Kultur ist letztlich nicht das, was unter „Core Values“ an der Wand hängt, sondern das, was tagtäglich durch unsere Führungskräfte und Mitarbeitenden tatsächlich gelebt wird. Bei unserer heutigen Größe ist es als Inhaber nicht mehr möglich, sämtliche Mitarbeitenden persönlich zu führen. Wer das versucht, wird zum Flaschenhals im eigenen Unternehmen. Aus diesem Grund kommt der zweiten Führungsebene inzwischen eine essenzielle Bedeutung zu: Sie repräsentiert unsere Werte und Verhaltensweisen und trägt sie in die gesamte Organisation. Jedem wachsenden Unternehmen rate ich daher, frühzeitig in qualifizierte Führungskräfte zu investieren, damit die Unternehmenskultur im Wachstum nicht verwässert wird.

Welche nächsten Wachstumsschritte planen Sie für Denta1 und Ihre Firmengruppe?

Unser nächster wesentlicher Meilenstein besteht darin, die Klinik in Herne mit deutlich über 20 Ärzten in die Vollauslastung zu bringen. Im Anschluss daran können wir uns vorstellen, das Konzept auch in andere große Städte in Deutschland zu bringen. Parallel beschäftigen wir uns mit Longevity und Prävention im Verhältnis zur klassischen Zahnmedizin, da ich davon überzeugt bin, dass Medizin in den kommenden Jahren zunehmend ganzheitlicher und personalisierter wird. Darüber hinaus bauen wir unseren B2B-Bereich weiter aus: Über unsere Produkte und Dienstleistungen möchten wir Zahnärztinnen und Zahnärzte dabei unterstützen, bessere Unternehmer zu werden.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein klassisches Geschäftsmodell unternehmerisch neu denken und skalieren möchten?

Erstens: Begeistern Sie die besten Köpfe für Ihre Vision und treten Sie selbst einen Schritt zurück. Solange alles über Sie als Gründer läuft, verfügen Sie über kein skalierbares Modell. Zweitens: Bauen Sie belastbare Systeme und Prozesse auf – ohne klare Prozesse entsteht auf Dauer nur Chaos. Wir konnten unser Wachstum nur deshalb bewältigen, weil die Datenbasis und die Abläufe standen. Drittens, und das ist mir besonders wichtig: Lassen Sie sich nicht vorschreiben, was möglich ist und was nicht. Allerdings gilt auch: Je weiter man sich vom Standard entfernt, desto mehr ist man auf sich selbst gestellt. Wer an der Spitze steht, hat keine Orientierung mehr durch andere. Das ist der Preis für Innovation und gleichzeitig die Chance, etwas zu schaffen, das vor einem kaum jemand geschafft hat.

Bild Stefan Helka Credit: Denta1 Clinic

Wir bedanken uns bei Stefan Helka für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sparchef: Neue KI-App verwandelt Supermarktangebote in Rezepte

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Sparchef: Angebote mit KI in Rezepte verwandeln christian Busch Gründer Sparchef

Sparchef nutzt KI, um aktuelle Angebote großer Supermarktketten automatisch in passende Rezepte und Einkaufslisten zu verwandeln.

Können Sie Sparchef kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee entstanden ist, Supermarktangebote mithilfe von KI in passende Rezepte zu verwandeln?

Sparchef beantwortet jede Woche eine einfache Frage: Was koche ich – mit dem, was gerade im Angebot ist? Die App liest die aktuellen Angebote von Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Kaufland, Penny und Netto und erstellt daraus per KI komplette Rezepte samt Einkaufsliste, zugeschnitten auf den eigenen Haushalt. Entstanden ist die Idee zuhause: Meine Lebensgefährtin und ich haben meist am Wochenende vorgekocht, mehrere Portionen für die ganze Woche – irgendwann wiederholte sich das ständig und wurde langweilig. Und Lust, jede Woche alle Prospekte nach Angeboten zu wälzen, hatten wir auch nicht. Daraus ist die Kernidee entstanden: Nicht die Angebote sind das Produkt, sondern die Antwort darauf, was man daraus kocht.

Sie haben Sparchef als Solo-Gründer entwickelt und betreiben die App vollständig allein. Was hat Sie dazu bewegt, dieses Projekt selbst umzusetzen?

Ich bin Informatiker und führe mit der Nerdpool GmbH meine eigene Softwarefirma – das Handwerk war also da, und diesmal ging es um ein Problem aus meinem eigenen Alltag. Dazu kam der Zeitpunkt: KI-Werkzeuge machen es heute realistisch, so ein Produkt komplett allein zu entwickeln und zu betreiben, von der App über das Backend bis zum laufenden Betrieb. Die erste Version stand nach drei Monaten – wenn man quasi rund um die Uhr daran arbeitet, geht das.

Das allererste Ergebnis der KI war übrigens Pizza mit Salat – Fertigpizza und Feldsalat waren gerade im Angebot, und die KI hat die beiden kurzerhand zu einem „Rezept“ kombiniert. Von da an ging die eigentliche Arbeit los – und die steckt bei Sparchef weniger im KI-Modell selbst als in der Aufbereitung der Angebotsdaten und im Prompting: einer KI wirklich das Kochen beizubringen. Was passt zusammen, welche Mengen sind realistisch, was ist ein vollwertiges Gericht und was nur zwei Angebote nebeneinander? Genau dieses Wissen steckt heute in Sparchef.

Prospekt-Apps zeigen vor allem aktuelle Angebote. Warum wollten Sie einen Schritt weitergehen und daraus direkt komplette Gerichte entwickeln?

Weil das Anzeigen von Angeboten das Problem nicht löst. Die eigentliche Arbeit beginnt danach: Prospekt durchsehen, überlegen, was zusammenpasst, Mengen planen, Einkaufsliste schreiben. Genau diese Denkarbeit nimmt Sparchef ab. Der Unterschied zeigt sich am Ergebnis: Statt einer Liste von Einzelpreisen bekommt man ein fertiges Gericht – diese Woche zum Beispiel eine Garnelen-Zucchini-Pfanne für 2,36 Euro pro Portion aus aktuellen Angeboten.

Portionszahl, Ernährungsweise, Allergien und persönliche Ziele fließen in die Vorschläge ein. Wie wichtig ist diese Personalisierung für das Konzept?

Sie ist der Kern. Ein Rezept, das Allergene enthält oder nicht zur Ernährungsweise passt, ist wertlos, egal wie günstig es ist. Deshalb fließt in jede Runde alles ein, was den Haushalt ausmacht: Portionszahl, Ernährungsweise, Allergien und Abneigungen, Lieblingsküchen, Kochlevel, bis hin zu Körperzielen wie Abnehmen oder Muskelaufbau, für die die App einen passenden Kalorien- und Proteinrahmen aus dem Profil berechnet. Sparen funktioniert nur, wenn das Essen am Ende wirklich gekocht und gegessen wird.

Sparchef berücksichtigt Angebote verschiedener großer Supermarktketten. Welche Herausforderung steckt darin, daraus jede Woche passende Rezepte und Einkaufslisten zu erstellen?

Die unsichtbare Arbeit steckt in den Daten. Angebote sind regional unterschiedlich – dieselbe Kette hat nicht überall denselben Prospekt, und die Angebote wechseln jede Woche. Dazu kommt die Übersetzung von Angeboten in Kochrealität: erkennen, welches Angebot welches Produkt ist, Packungsgrößen auf Rezeptmengen umrechnen und sicherstellen, dass ein Preis im Markt des Nutzers tatsächlich gilt. Erst wenn diese Basis stimmt, kann die KI daraus sinnvolle Gerichte bauen.

Lebensmittelpreise beschäftigen viele Haushalte. Welche Zielgruppen möchten Sie mit Sparchef besonders erreichen?

Alle, die regelmäßig kochen und aufs Geld schauen: Familien, die eine Woche vorausplanen, Studierende, Berufstätige mit wenig Zeit für Prospekte. Was mich überrascht hat: Preisbewusstsein zieht sich durch alle Gruppen – günstig kochen ist kein Nischenthema, sondern Alltag.

Günstig einkaufen und sich gleichzeitig passend zu den eigenen Ernährungszielen ernähren. Wie bringen Sie diese beiden Ansprüche in der App zusammen?

Indem die KI nicht das billigste Gericht sucht, sondern das beste Gericht innerhalb der Regeln des Nutzers – und zwar aus dem, was gerade günstig ist. Bei Körperzielen wird das konkret: Die App berechnet aus dem Profil einen Kalorien- und Proteinrahmen, und die Rezepte entstehen innerhalb dieses Rahmens. Günstig und passend sind bei uns keine Gegensätze, sondern zwei Filter auf denselben Angeboten.

Die App ist bereits auf Deutsch, Englisch, Türkisch und Arabisch verfügbar. Welche Überlegungen stehen hinter diesem mehrsprachigen Ansatz?

Kochen und Sparen sind keine Frage der Herkunft. In Deutschland leben Millionen Menschen, die zuhause Türkisch oder Arabisch sprechen und viel frisch kochen – genau die Zielgruppe, die von Angebots-Rezepten am meisten hat. Deshalb ist die App durchgehend lokalisiert, inklusive Rechts-nach-links-Layout für Arabisch, und auch die Rezepte selbst werden übersetzt.

Knapp 900 Nutzer haben sich bereits registriert. Welche Erkenntnisse aus deren Nutzung und Rückmeldungen beeinflussen Ihre Weiterentwicklung?

Die wichtigste Erkenntnis: Die Woche der Nutzer beginnt mit den neuen Angeboten – also habe ich den Rhythmus der App komplett darauf ausgerichtet. Rückmeldungen fließen sehr direkt ein, das ist der Vorteil, wenn Entwicklung und Support dieselbe Person sind: Eine Play-Store-Rückmeldung zu einem Anzeigefehler auf Falt-Smartphones war wenige Stunden später behoben, und Hinweise von Nutzern zu Märkten ohne Angebote haben zu einer eigenen Warnung in der App geführt. Vier von fünf Registrierten erstellen direkt nach der Anmeldung ihre erste Rezeptrunde – daran messe ich, ob der Einstieg funktioniert.

Als Solo-Gründer verantworten Sie Entwicklung und Betrieb gleichzeitig. Wo liegen für Sie aktuell die größten Herausforderungen beim Wachstum von Sparchef?

Die Aufteilung der eigenen Zeit. Als Entwickler baue ich gern am Produkt – aber Nutzer kommen nicht vom Bauen, sondern von Sichtbarkeit. Marketing, Presse und Community-Arbeit brauchen inzwischen einen festen Teil meiner Woche. Die zweite Herausforderung ist Vertrauen: Als unbekannte App muss man beweisen, dass die Ersparnis echt ist – Berichterstattung wie zuletzt im darmstädter Echo hilft dabei enorm.

Welche Vision verfolgen Sie mit Sparchef, und welche nächsten Entwicklungsschritte möchten Sie mit der App erreichen?

Sparchef soll die selbstverständliche Antwort auf die Frage werden, was man diese Woche kocht – so selbstverständlich, wie man heute eine Karten-App öffnet, statt einen Stadtplan zu kaufen. Konkret habe ich zwei Dinge in der Pipeline: saisonales Kochen, damit die Rezepte neben den Angeboten auch der Jahreszeit folgen, und die Einbeziehung der eigenen Vorräte – was ohnehin im Schrank steht, fließt dann direkt in die Rezepterstellung ein. Das spart doppelt: beim Einkauf und bei dem, was sonst weggeworfen wird. Parallel baue ich die Angebotsabdeckung weiter aus, damit wirklich jeder Markt in Deutschland gut versorgt ist.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Solo-Gründern geben, die eine digitale Produktidee mit begrenzten Ressourcen umsetzen möchten?

Erstens: Rechne von Anfang an, ob sich jede einzelne Einheit trägt – gerade bei KI-Produkten entscheidet die Kostenstruktur pro Nutzer darüber, ob das Geschäftsmodell überhaupt funktionieren kann. Zweitens: Baue das kleinste Produkt, das das echte Problem löst, und gib es so früh wie möglich echten Menschen – deren Rückmeldungen sind mehr wert als jeder weitere Sprint im stillen Kämmerlein. Drittens: Nutze KI-Werkzeuge konsequent. Als Einzelperson kannst du heute liefern, wofür früher ein Team nötig war – die knappe Ressource ist nicht mehr der Code, sondern dein Fokus.

Bildcredits: privat

Wir bedanken uns bei Christian Busch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wehrhaftigkeit bedeutet mehr als viele Panzer, viele Waffen und viele Soldaten

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Wiebke Hönicke: Freiheit und Bundeswehr neu denken Wiebke Hönicke Pionieroffizier, Mit-Initiatorin bei #WirGegenExtremismus und hostet den Podcast „Buschfunk“

Damit Deutschland frei bleibt, muss es resilienter und wehrhafter werden, sagt Wiebke Hönicke, die gerade nach 14 Jahren ihren Dienst bei der Bundeswehr quittiert hat. Im Interview mit herCAREER spricht Wiebke Hönicke über ihr Buch „Kämpfen können, um nicht kämpfen zu müssen“. Es ist ein Gespräch über Rollenklischees beim Militär, nationale und europäische Sicherheit und die Frage, wer eigentlich die Verantwortung für unsere Freiheit trägt.

„Eigentlich ist es schon Freiheit, unsere Normalität für normal zu halten.“

herCAREER: Was bedeutet Freiheit für dich?

Wiebke Hönicke: Freiheit bedeutet für mich, alles machen zu können, was ich möchte. Wie selbstverständlich das für mich im zivilen Alltag ist, habe ich bei meinem letzten Einsatz im Nordirak wieder gespürt, wo jeder Tag strikt durchgeplant war. Reisen zu können, ist Freiheit, Zugang zu Bildung zu haben, gerade als Frau …. Oder dass man bei uns lieben kann, wen man will. In Russland steht die LGBTQ-Community auf der Terrorismus-Liste. Wie frei wir sind, merke ich auch daran, dass ich mir in Deutschland nicht ständig Gedanken über die Sicherheit mache. Eigentlich ist es schon Freiheit, unsere Normalität für normal zu halten.

herCAREER: Du hast 2012 nach dem Abi einen Weg gewählt, der für viele danach klingt, persönliche Freiheit abzugeben: Warum hast du dich für die Offizierslaufbahn entschieden?

Wiebke Hönicke: In meiner Abi-Zeit war das Thema Afghanistan sehr präsent. Wir haben uns damals im Politikunterricht mit der Bundeswehr beschäftigt und die Einsätze auch mit Bereichen wie der Entwicklungshilfe verglichen. Mir ist da zum ersten Mal bewusst geworden, was für ein Glück ich habe, in Deutschland geboren zu sein. Und gleichzeitig wurde mir klar, irgendwer muss für diese Freiheit und Privilegien auch einstehen.

herCAREER: Gab es in deiner Familie Vorbilder?

Wiebke Hönicke: Nein, in meinem Umfeld hatte niemand etwas mit der Bundeswehr zu tun, und die Reaktionen reichten von Unverständnis bis Ablehnung. Für mich hatte der Dienst auch etwas mit unserer Geschichte zu tun. Im Zweiten Weltkrieg haben die Alliierten irgendwann gesagt: Wir schauen jetzt nicht mehr weg. Das hat die Freiheit, die wir heute haben, erst ermöglicht. Ich glaube, wir haben als Weltgemeinschaft eine Verantwortung. In einer globalisierten Welt hört die Verteidigung der nationalen Sicherheit nicht mehr an der Landesgrenze auf. Und dazu kam das Gefühl: Das ist ein echter Schritt raus aus meiner Komfortzone.

herCAREER: Warst du sehr sportlich?

Wiebke Hönicke: Ich habe damals Fußball gespielt und mich für ziemlich fit gehalten. Aber als ich mit meinen 1,58 Metern den 30-kg-Ausrüstungsrucksack tragen musste, mehr als die Hälfte meines Körpergewichts, hat mich das am Anfang schon sehr herausgefordert.

herCAREER: Du bist bei der Pioniertruppe gewesen, die den Ruf hat, sehr technisch zu sein und besonders männlich geprägt. Wie muss ich mir das vorstellen?

Wiebke Hönicke: Die Pioniere gehören zu den Kampfunterstützungstruppen und sind sehr dicht an den Kampftruppen dran. Zu den Aufgaben gehört so etwas wie Brückenbauen, Wege freisprengen oder auch Sperren legen, um feindliche Bewegungen zu hemmen. Alles, vom Feldlagerbau bis zur Verladung von Panzern. Mich hat die Vielfalt der Aufgaben gereizt. Aber der Ruf ist berechtigt: Diese Truppe ist vom Spirit her noch eine Männerwelt.

herCAREER: Wie zeigt sich das?

Wiebke Hönicke: Wenn eine Frau in eine Truppe kommt, die vorher eine reine Männertruppe war, ändert sich die Dynamik. Da haben viele das Gefühl, die Frau bringt das Gefüge durcheinander, und geben ihr die Schuld daran, dass sich das Miteinander anders anfühlt. Gerade älteren Kameraden, die in einer Bundeswehr ohne Frauen „großgeworden“ sind, fällt diese Umstellung manchmal schwer. Dann kommt hinzu, dass viele Pioniere ein Studium wie Maschinenbau haben und ohne diesen Technikhintergrund gelten auch Männer als „Pioniere zweiter Klasse“. Dass ich einen Sprengschein habe und die entsprechende Ausbildung, konnte nicht immer klar aufwiegen, dass ich Bildungswissenschaften studiert habe.

herCAREER: Welches Klischee über Frauen hat dich am meisten genervt?

Wiebke Hönicke: Grundsätzlich wird erst mal unterstellt, dass man nur wegen der Quote dort ist. Dass ich aus eigener Motivation zu den Pionieren wollte und die Kompetenz dafür mitbringe, das musste ich als Frau immer wieder beweisen. Wäre das ein Rennen, würde man als Frau einen Kilometer hinter der Startlinie starten und die ersten 1000 Meter nur Vorurteile ausräumen. Trotzdem hat es mich fasziniert, Teil der Pioniertruppe zu sein, zumal bei Frauen immer alle denken: Sanitätsdienst. Ich fand es schon cool, mit diesem Rollenklischee zu brechen.

herCAREER: 2011, ein Jahr bevor du angefangen hast, war die Wehrpflicht ausgesetzt worden. Heute haben wir Krieg in Europa, Donald Trump stellt die NATO infrage, wir erleben Drohnenvorfälle, Cyberattacken und Anschläge auf kritische Infrastruktur, und Bundesverteidigungsminister Pistorius spricht davon, dass wir bis 2029 „kriegstüchtig“ werden müssen. Wo stehen wir in Sachen Sicherheit?

Wiebke Hönicke: Die deutsche Gesellschaft tut sich meiner Meinung nach schwer, die neue Realität anzuerkennen. Nach dem Ende des Kalten Kriegs war es eine große Errungenschaft, nicht mehr jeden Tag Sicherheit und Kriegstüchtigkeit mitdenken zu müssen. Aber die Lage hat sich spätestens mit der Annexion der Krim 2014 geändert. Wir müssen verstehen, dass Bündnisverteidigung heute wieder vor der eigenen Haustür beginnt. Es ist total menschlich, das verdrängen zu wollen.

Aber die erste große Drohnendebatte gab es 2013 und die nächste große folgte 2017 zur Bundestagswahl, und statt den Umgang damit mitzugestalten, haben wir das Thema verdrängt. Das können wir nicht länger riskieren. Es ist auch in unserem Interesse, die NATO zu stärken. Ich bin ganz bestimmt kein Trump-Fan, aber ich verstehe den Vorwurf, dass wir uns in Deutschland und Europa zu lange darauf verlassen haben, dass die USA Sicherheit „produzieren“ und wir sie „konsumieren“. Wir müssen in Europa bereit sein, die Verantwortung für uns zu übernehmen.

herCAREER: Am 18. September erscheint dein Buch mit dem Titel: „Kämpfen können, um nicht kämpfen zu müssen.“ Warum ist das für dich kein Paradox?

Wiebke Hönicke: Der Gedanke ist uralt: Ich bin so kampfbereit, dass es keinen Sinn macht, mich anzugreifen. Aufgrund der aktuellen Lage glaube ich aber, dass dieser Ansatz heute zu kurz greift.

herCAREER: Inwiefern?

Wiebke Hönicke: Wenn dein Gegner weiß, du kannst zwar kämpfen, würdest aber im Zweifel davor zurückschrecken, ist dein Trumpf nichtig. Die Abschreckung ist nur glaubwürdig, wenn du grundsätzlich wirklich bereit bist zu kämpfen und dich zu behaupten. Das ist eine Frage des Mindsets. Unsere Gesellschaft ist noch nicht bereit, anzuerkennen, dass wir eventuell kämpfen müssen. Aber nur dann wirkt die Abschreckung. Wir erleben gerade andauernd, dass Russland austestet, wie weit sie gehen können, ohne dass wir reagieren.

herCAREER: Dein letzter Auslandseinsatz war in Erbil, im Nordirak. Dort spielen die kurdischen Peschmerga-Soldatinnen eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Islamischen Staat. Auch in Schweden gibt es seit 2017 einen geschlechtergerechten Wehrdienst. Bei uns sieht das Grundgesetz keine Wehrpflicht für Frauen vor. Wie stehst du dazu?

Wiebke Hönicke: Das Grundgesetz ist historisch gewachsen. Und es war sicherlich auch davon beeinflusst, dass früher in Kriegen physische Voraussetzungen entscheidender waren. Wir hinterfragen erst langsam das Rollenverständnis: Männer schützen, Frauen werden beschützt. Heute könnten wir diese Verantwortung genauso übernehmen. Doch solange das Grundgesetz vermittelt: „Das ist eigentlich keine Aufgabe für Frauen“, bleibt es schwierig, sie als Selbstverständlichkeit für Frauen anzunehmen – sowohl innerhalb der Streitkräfte als auch in der Gesellschaft. Der Fragebogen zur Wehrerfassung geht zum Beispiel an fast so viele junge Frauen wie Männer. Aber für Frauen ist die Antwort freiwillig und nur drei bis vier Prozent füllen ihn aus.

herCAREER: Was denkst du, woran das liegt?

Wiebke Hönicke: Warum sollte eine Frau sich verpflichtet fühlen, wenn keine Verpflichtung für sie besteht? Bisher muss sie sich ja gar nicht erst damit auseinandersetzen, so wird das Rollenbild zementiert. Parallel müssten wir uns mit dem Thema Care-Arbeit befassen, denn das ist auch Teil der Wahrheit: Viel mehr Frauen als Männer leisten in diesem Bereich einen Dienst an der Gesellschaft. Frauen einfach eine zusätzliche Pflicht aufzubürden, wäre nicht fair.

herCAREER: Du willst mit deinem Buch Denkanstöße geben und wünschst dir eine gesellschaftliche Debatte zur Wehrhaftigkeit. Warum?

Wiebke Hönicke: Ich glaube, wir müssen resilienter werden, um in schwierigen Zeiten klar, besonnen und schnell reagieren zu können. Der Stromausfall in Berlin Anfang des Jahres hat gezeigt, wie schlecht wir auf so etwas vorbereitet sind. Gleichzeitig signalisiert es nach außen, wie angreifbar wir sind. Wie zivile Strukturen und Bundeswehr sich ergänzen können, ist eine Debatte, die wir bei uns noch führen müssen. Es würde uns schon wehrhafter machen, so eine Situation durchzuspielen.

herCAREER: Finnland hat die längste europäische Außengrenze mit Russland, dort könnten 900 000 Männer und Frauen in der Reserve mobilisiert werden, das sind fast 20 Prozent der Bevölkerung. Ist das das Signal, dass dort eine Gesellschaft darauf eingestellt ist, sich im Ernstfall zu behaupten?

Wiebke Hönicke: In Ländern wie Finnland oder Estland ist der Druck aus Russland so präsent, dass sie viel besser vorbereitet sind. Ich glaube, die Bereitschaft zu kämpfen ist auch deswegen so wichtig, weil ein Konflikt am Ende des Tages über die kämpfenden Soldat:innen hinausgeht. Die Ukraine kann sich nur behaupten, weil es eine gesamtgesellschaftliche Leistung ist. Das Verständnis, dass Wehrhaftigkeit mehr bedeutet als viele Panzer, viele Waffen und viele Soldaten, das ist in der deutschen Gesellschaft noch nicht angekommen.

herCAREER: Du bringst die Idee eines Gesellschaftsjahrs auf. Was könnte das bringen?

Wiebke Hönicke: Ich stelle mir ein Drei-Säulen-Modell vor: Wir könnten im Bereich Pflege Verantwortung für die Generation vor uns übernehmen. Wenn wir in Bildung investieren, würde das die Zukunft stärken. Und ein Einsatz im Katastrophenschutz wäre ein Beitrag zu unserer Sicherheit. So ein Jahr müsste auch nicht unbedingt direkt nach der Schule stattfinden.

herCAREER: Kritiker:innen sagen, eine Dienstpflicht sei ein Eingriff in individuelle Freiheit, den man nicht mit „Freiheit verteidigen“ rechtfertigen könne. Wie siehst du das?

Wiebke Hönicke: Es ist ein Eingriff in die Freiheit, sogar ein sehr einschneidender, denn es geht um das höchste Gut, das man im Leben hat: Zeit. Ein Jahr Zivildienst oder Wehrdienst zu leisten, ist ein massiver Eingriff. Trotzdem plädiere ich dafür, anders darauf zu blicken.

herCAREER: Nämlich?

Wiebke Hönicke: Ich lebe in einer Gesellschaft, die mir Freiheit und Sicherheit bietet. Ich habe Zugang zu Bildung und einem guten Gesundheitssystem. Ich könnte es auch als Privileg sehen, mich ein Jahr in diese Gemeinschaft einzubringen und für die Werte dahinter einzustehen. Und ich habe es als ein Privileg wahrgenommen, dass ich dienen durfte. Das war ja bis zu dem Kreil-Urteil für Frauen nur im Sanitätsdienst und Musikkorps möglich. (Anm. d. Red.: Der Europäische Gerichtshof hat am 11. Januar 2000 geurteilt, dass ein genereller Ausschluss von Frauen vom bewaffneten Militärdienst eine unzulässige Diskriminierung darstellt. Tanja Kreil hatte 1996 Klage eingereicht.)

herCAREER: Hast du die Bundeswehr als gleichberechtigten Arbeitsplatz erlebt?

Wiebke Hönicke: In der Theorie ja, in der Praxis ist noch Luft nach oben. An vielen Stellen gilt immer noch: Männer fördern Männer. Auch wenn ich gute Mentoren hatte und sehe, dass insgesamt etwas in Bewegung kommt. So etwas wie Karriere und Kinderwunsch ist ja nie leicht zu verbinden, aber bei der Bundeswehr muss man da noch mal ganz besonders planen, weil der Karriereweg sehr eng gesteckt ist, bestimmte Lehrgänge zum Beispiel in einem bestimmten Alter absolviert werden müssen. Hinzu kommt, dass man als Offizier* alle zwei, drei Jahre umzieht, was auch bedeutet, dass nur wenige, die eine Familie gründen, die Möglichkeit haben, auf die Unterstützung durch Großeltern zurückzugreifen.

herCAREER: Was würdest du denn einer jungen Frau sagen, die überlegt, zur Bundeswehr zu gehen, sich aber vor der Kultur dort fürchtet?

Wiebke Hönicke: Du musst dich damit auseinandersetzen, dass du in eine Kultur kommst, die von Männern dominiert ist. Entwickle Mechanismen für dich, wie du damit gut umgehen kannst. Vielleicht hilft es, dich ganz auf dich zu konzentrieren, um dich nicht zu verbiegen. Noch besser ist, dich mit anderen Frauen zusammenzutun und euch gegenseitig zu stärken. Der Zusammenhalt unter Frauen ist gar nicht so leicht, ich habe das an mir selbst erlebt: Man möchte am liebsten die eine Frau sein, die diese Probleme nicht hat.

herCAREER: Ein easygoing Pick-me-Girl.

Wiebke Hönicke: Ja. Ich war am Anfang genau so ein Pick-me-Girl mit der Haltung: Wer Leistung bringt, hat gar kein Problem in dieser Männerwelt. Damit habe ich es aber vor allem den Männern leicht gemacht, die mich als Vorzeigefrau anerkannt haben und ihre Abwehrhaltung gegen andere Frauen aufrechterhalten konnten. Das lief, glaube ich, bei uns allen unbewusst ab. Das würde ich heute anders machen. Gemeinsam kann man gezielt Frauen in einer männerdominierten Welt stärken. Und das gilt nicht nur für die Frauen untereinander, sondern da können auch Männer für Frauen eine Lanze brechen, die einem Kameraden auch mal klarmachen: Frauen gehören dazu.

herCAREER: Da kommt hoffentlich kein Rückschritt auf uns zu. Gerade unter den jungen Männern gibt es heute viele, die finden, dass jetzt aber auch mal gut ist mit der Gleichberechtigung. Du hast jetzt gerade den Dienst verlassen. Warum? Und was hast du vor?

Wiebke Hönicke: Nach 14 Jahren wollte ich an einem Ort ankommen, auch weil ich gern Familie hätte. Und ich hatte keine Lust mehr, mein ganzes weiteres Berufsleben immer drei Schritte mehr zu gehen, um am Ende die gleiche Distanz zurückzulegen wie ein Mann. Das entwickelt sich zwar in die richtige Richtung, aber für mich ist es Zeit für etwas Neues. Ich bin neugierig auf die zivile Welt, auch wenn ich Reserveoffizier bleibe. Im Oktober beginnt meine Ausbildung zur klinisch-therapeutischen Kinder- und Jugendpsychotherapeutin, da passt dann endlich mein Pädagogik-Studium mit Schwerpunkt Psychologie genau. Das wird dann in Zukunft mein Beitrag zur Resilienz.

*Wiebke Hönicke ist es wichtig, militärische Dienstgrade nicht zu gendern. Nur wenn es etwas betrifft, das nur Frauen erleben, gendert sie bewusst bei der Dienstgradgruppe „Offizier“, um den Unterschied deutlich zu machen.

Das Gespräch führte die freie herCAREER-Redakteurin Silvi Feist.

Wiebke Hönicke spricht am 23. Oktober beim Podcast-MeetUp auf der herCAREER Expo über gemeinsame Verantwortung, nationale Sicherheit und die Frage, warum wir kämpfen können sollten, um nicht kämpfen zu müssen.

Bild Wiebke Hönicke Pionieroffizier, Mit-Initiatorin bei #WirGegenExtremismus und hostet den Podcast „Buschfunk“

Quelle messe.rocks GmbH

JUGEND GRÜNDET: Neue Wettbewerbsrunde startet am 1. September

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Businessplan: Geschäftsidee und Planspiel für Schüler Von der Geschäftsidee bis zum Pitch: Bei JUGEND GRÜNDET entwickeln Jugendliche eigene Lösungen und stellen sie einer Jury vor – hier beim Bundesfinale. Foto: JUGEND GRÜNDET (Archivbild

Schülerinnen und Schüler entwickeln Geschäftsideen, schreiben Businesspläne und führen im Planspiel ein virtuelles Unternehmen

  • Startschuss: Ab dem 1. September 2026 können Jugendliche wieder mit eigenen Geschäftsideen bei JUGEND GRÜNDET antreten.
  • Rekordbeteiligung: Im Vorjahr nahmen 6.519 Schülerinnen und Schüler teil und reichten 1.461 Businesspläne ein.
  • Neue Website: Informationen, Materialien, Termine und Zugänge sind jetzt leichter zu finden.

Ein Problem erkennen, eine Lösung entwickeln, Kunden gewinnen: Bei JUGEND GRÜNDET erfahren Jugendliche, wie aus einer Idee ein Unternehmen entsteht. Die Wettbewerbsrunde 2026/27 beginnt am 1. September.

Von der Geschäftsidee zum Businessplan

Im ersten Schulhalbjahr entwickeln die Teilnehmenden ihre Geschäftsidee und schreiben den Businessplan. Sie befragen ihre Zielgruppe, skizzieren ihr Produkt, analysieren die Konkurrenz und berechnen, wie ihr Unternehmen profitabel werden kann. Der Online-Assistent führt sie Schritt für Schritt durch die Aufgaben.

Bis zum 5. Januar 2027 können die Teams ihre Businesspläne einreichen. Eine Jury prüft jeden vollständig ausgefüllten Plan und gibt den Jugendlichen schriftliches Feedback.

Der Wettbewerb wächst: Im Wettbewerbsjahr 2025/26 reichten die Teilnehmenden 1.461 Businesspläne ein, insgesamt beteiligten sich 6.519 Schülerinnen und Schüler. Beides sind Rekordwerte in der Geschichte des Wettbewerbs.

Die besten Teams pitchen ihre Ideen

Im Frühjahr lädt JUGEND GRÜNDET die besten Teams der Businessplan-Phase zu den Pitch Events ein. Dort haben die Jugendlichen drei Minuten, um eine Fachjury von ihrer Idee zu überzeugen. Danach stellen sie sich den Fragen der Jury.

Vom Businessplan ins Planspiel

Am 1. Februar 2027 beginnt die Planspiel-Phase. Im „Startup Simulator“ führen die Jugendlichen ein virtuelles Unternehmen durch acht Geschäftsjahre. Sie legen Preise fest, stellen Personal ein und entscheiden, wie viel Geld sie in Werbung und Forschung investieren. Zugleich müssen sie auf Krisen, Konjunktur und virtuelle Konkurrenz reagieren.

Jede Entscheidung hat Folgen: Kosten steigen, Kunden wechseln oder der Absatz wächst. So lernen die Jugendlichen, wie eng Erfolg und Misserfolg beieinanderliegen.

Nach der Planspiel-Phase entscheidet das Gesamtranking über den Finaleinzug. Beim Bundesfinale im Juni präsentieren die zehn besten Teams ihre Geschäftsideen: in einem Kurzpitch, an einem Messestand und im Gespräch mit der JUGEND GRÜNDET Jury.

Neue Website bündelt Angebote

Zum Start der Wettbewerbsrunde geht die neue Website von JUGEND GRÜNDET online. Sie versammelt Informationen zum Wettbewerb, Termine, Materialien und die Zugänge zu den digitalen Angeboten.

Teilnehmende finden dort Hilfen für Geschäftsidee, Businessplan, Planspiel und Pitch. Die Startup Basics vermitteln den Schülerinnen und Schülern Wissen über Gründung und Unternehmen. Registrierte Lehrkräfte können im digitalen Lehrerzimmer Materialien für ihren Unterricht und die Betreuung ihrer Teams abrufen.

Innovationsgeist und Selbstwirksamkeit stärken

„Gründen bedeutet, Lösungen zu schaffen, wo andere nur Probleme sehen – und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen“, sagt Projektleiterin Franziska Metzbaur. „Diesen Innovationsgeist wollen wir bei Jugendlichen wecken und ihren Glauben an die eigene Wirksamkeit stärken.“

Registrieren und mitmachen

Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler aller Schulformen sowie Auszubildende bis einschließlich 23 Jahren. Sie können allein oder in einem Team mit bis zu fünf Personen antreten. Eine Begleitung durch eine Lehrkraft oder eine Betreuungsperson aus dem Ausbildungsbetrieb ist möglich, aber nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Informationen und Registrierung

www.jugend-gruendet.de

Bild Von der Geschäftsidee bis zum Pitch: Bei JUGEND GRÜNDET entwickeln Jugendliche eigene Lösungen und stellen sie einer Jury vor – hier beim Bundesfinale. Foto: JUGEND GRÜNDET Archivbild 

Quelle Steinbeis Innovation Education gGmbH

KI-Kennzeichnungspflicht: Was Gründer und Solopreneure jetzt wissen müssen

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AI Act: Kennzeichnungspflicht und Transparenzpflichten Alex Khan Bildcredits Stefan Imielski

Claude schreibt den LinkedIn-Post, eine Bild-KI erstellt das Visual und das neue Produktvideo bekommt einen KI-generierten Sprecher. KI ist für Start-ups und Solopreneure längst Alltag. Seit 2. August 2026 gelten neue Transparenzpflichten des europäischen AI Acts. Muss jetzt überall stehen, dass KI im Spiel war? Nein. Aber es gibt Fälle, in denen die Kennzeichnung verpflichtend ist.

Warum gibt es überhaupt eine Kennzeichnungspflicht?

Mit Artikel 50 des AI Acts will die EU vor allem verhindern, dass Menschen über die Herkunft von Inhalten getäuscht werden. Nutzer sollen erkennen können, wann sie mit einer KI interagieren oder wann ihnen bestimmte künstlich erzeugte beziehungsweise manipulierte Inhalte begegnen. Dabei unterscheidet der AI Act zwischen den Anbietern von KI-Systemen und denjenigen, die diese Systeme professionell einsetzen. Für Gründer, Start-ups und Solopreneure ist vor allem die zweite Gruppe interessant. Denn wer KI im Rahmen seiner beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit nutzt, kann als „Deployer“, also Betreiber, unter entsprechende Regeln fallen.

Wo muss ich unbedingt kennzeichnen?

Besonders relevant ist die Kennzeichnungspflicht bei Deepfakes. Gemeint sind künstlich erzeugte oder manipulierte Bild-, Audio- oder Videoinhalte, die echten Personen, Gegenständen, Orten oder Ereignissen ähneln und dadurch fälschlicherweise authentisch wirken können.

Für die Praxis heißt das: Wird in einem Marketingvideo eine reale Person per KI so dargestellt, als hätte sie etwas gesagt oder getan, was nie passiert ist, muss dies offengelegt werden. Gleiches kann für täuschend echte KI-Stimmen oder manipulierte Aufnahmen realer Ereignisse gelten.

Eine Erleichterung gibt es für künstlerische, kreative, satirische oder fiktionale Arbeiten: Dort beschränkt sich die Pflicht darauf, solche Inhalte offenzulegen – so, dass die Darstellung des Werks nicht beeinträchtigt wird.

Wie kann ein Hinweis konkret aussehen? Der AI Act schreibt keinen festen Satz vor. Die Information muss klar, eindeutig und für Nutzer erkennbar sein. Je nach Anwendung kann ein Hinweis wie „Dieses Video wurde mit KI erzeugt“ oder „KI-generierte Darstellung“ verwendet werden. Bei einer künstlich erzeugten Stimme wäre „Stimme KI-generiert“ eine verständliche Formulierung. Entscheidend ist, dass klar wird, was künstlich erzeugt oder verändert wurde.

Auch bei KI-Chatbots muss erkennbar sein, dass Nutzer mit einer KI kommunizieren. Dafür ist zunächst der Systemanbieter verantwortlich. Wer selbst einen öffentlich zugänglichen Bot entwickelt, kann diese Rolle übernehmen. Ein einfacher Hinweis lautet: „Sie chatten mit unserem KI-Assistenten.“ Ist der KI-Einsatz ohnehin offensichtlich, ist keine zusätzliche Information nötig.

Auch Texte können kennzeichnungspflichtig sein – allerdings nur, wenn sie die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren. Produkt-Posts oder Newsletter fallen in der Regel nicht darunter. Wichtige Ausnahme: Die Offenlegungspflicht entfällt bei menschlicher Prüfung und redaktioneller Verantwortung durch eine natürliche oder juristische Person.

Was bedeutet das für meinen Arbeitsalltag?

KI-Nutzung allein löst keine allgemeine Kennzeichnungspflicht aus. Wer GPTs & Co. nutzt, um einen Post sprachlich zu verbessern, einen Newsletter zu strukturieren oder einen Text zu kürzen, muss nicht automatisch „KI-generiert“ dazuschreiben. Gleiches gilt für Brainstorming, Rechercheunterstützung, Übersetzungen oder erste Textentwürfe.

Auch nicht jedes KI-generierte Bild oder Video braucht automatisch ein sichtbares KI-Label. Entscheidend ist, um welche Art von Inhalt es sich handelt und wie er eingesetzt wird. Für Anbieter generativer KI gelten zudem eigene technische Transparenzpflichten. Die einfachste Grundregel lautet: Je echter KI etwas erscheinen lässt, das so nie existiert oder stattgefunden hat, desto wichtiger wird Transparenz.

In unserem Agenturalltag hat sich folgende Dreiteilung bewährt:

Werkzeug: KI hilft beim Formulieren, Kürzen, Übersetzen oder Strukturieren. Keine Kennzeichnung.

Darstellung: KI erzeugt ein Motiv, das erkennbar eine Illustration ist. In der Regel keine Kennzeichnung, aber Plattformregeln im Blick behalten.

Abbild: KI erzeugt eine reale Person, Stimme oder Situation, die es so nie gegeben hat. Immer offenlegen.

Zusätzlich halten wir intern fest, bei welchen Veröffentlichungen KI im Spiel war. Das kostet zwei Minuten und beantwortet jede spätere Rückfrage.

Nicht vergessen: die Regeln der Plattformen

Neben dem Gesetz gelten die Richtlinien der Plattformen. Und die greifen früher und öfter. YouTube verlangt eine Angabe für realistisch veränderte oder synthetische Inhalte; gesetzt wird sie beim Hochladen unter „Attribute“.

TikTok verlangt sichtbare Labels für realistisch wirkende KI-Bilder und -Stimmen und erkennt solche Inhalte automatisch an eingebetteten Herkunftsdaten, auch wenn niemand etwas angibt.

Meta geht am weitesten: Wer organische Beiträge mit fotorealistischem Video oder realistisch klingendem Ton veröffentlicht, die digital erzeugt oder verändert wurden, muss das über das Offenlegungswerkzeug angeben. Bei Verstößen behält sich Meta Sanktionen vor.

Für die Praxis heißt das: Ein Beitrag kann nach dem AI Act unproblematisch sein und trotzdem gegen Plattformregeln verstoßen. Wer regelmäßig postet, orientiert sich deshalb besser an der strengsten Plattform, die er bespielt, als am Gesetz allein.

Was passiert, wenn ich nicht kennzeichne?

Die Transparenzpflichten sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen: Verstöße können mit bis zu 15 Millionen Euro oder drei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden. Für KMU und Start-ups gilt der jeweils niedrigere Höchstbetrag. Die konkrete Geldbuße hängt vom Einzelfall ab. Deshalb gilt: Kennzeichnungspflichten kennen und ernst nehmen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information zum EU AI Act und stellt keine Rechtsberatung dar.

Bildcredits Stefan Imielski

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Nach „Höhle der Löwen“: SUMMERSAVER wieder komplett in Gründerinnenhand

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SUMMERSAVER Gründerinnen kaufen Anteile zurück: Marke setzt auf Beine SUMMERSAVER Denise Hahn und Alisa Knopp

Fünf Jahre nach TV-Deal mit Ralf Dümmel: SUMMERSAVER-Gründerinnen kaufen sich in ihr eigenes Unternehmen zurück

20-Prozent-Beteiligung zurückgekauft – SUMMERSAVER wieder zu 100 Prozent in Gründerinnenhand: mehr als eine Million Kundinnen und Kunden, achtstelliger Umsatz, Expansion in Europa, Türkei und Middle East

Hannover, 31. August 2026 – Fünf Jahre nach dem Deal bei „Die Höhle der Löwen“ beginnt für SUMMERSAVER ein neues Kapitel: Am 30. Juli 2026 haben die Gründerinnen Denise Hahn und Alisa Knopp die bislang extern gehaltene 20-Prozent-Beteiligung am Unternehmen vollständig zurückgekauft. SUMMERSAVER befindet sich damit wieder zu 100 Prozent in Gründerinnenhand. Über die finanziellen Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Seit dem Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ im Jahr 2021 hat sich SUMMERSAVER vom Anti-Wundreib-Stick zu einer etablierten Marke mit klarer Problemlöser-DNA entwickelt: mit eigenem Online-Shop, Präsenz bei dm, Rossmann, Müller und weiteren namhaften Drogerie- und Handelsketten, aktivem Teleshopping-Geschäft bei QVC. Auf Amazon zählte SUMMERSAVER wiederholt zu den Bestsellern in der Kategorie Körperpflege. Seit der Gründung hat das Unternehmen einen achtstelligen Umsatz erzielt und mehr als eine Million Kundinnen und Kunden erreicht. Die weitere Entwicklung wurde nach dem ursprünglichen TV-Auftritt zweimal erneut in der Sendung begleitet und als Erfolgsgeschichte aufgegriffen.

„Die Partnerschaft nach ‚Die Höhle der Löwen‘ war für unsere damalige Wachstumsphase ein wichtiger Beschleuniger und hat uns geholfen, SUMMERSAVER schnell im Handel zu etablieren“, sagt Denise Hahn, Gründerin und Geschäftsführerin von SUMMERSAVER. „Heute stehen wir an einem anderen Punkt. Wir haben SUMMERSAVER zu einer starken, breit aufgestellten Marke entwickelt und wollen jetzt gezielt die nächste Phase gestalten: internationaler, breiter im Portfolio und mit Partnern, die echten strategischen Mehrwert für unser weiteres Wachstum bringen.“

Internationale Expansion nimmt Fahrt auf

Im DACH-Raum hat sich SUMMERSAVER eine starke Marktposition im Anti-Chafing-Segment aufgebaut.

Gleichzeitig ist die Internationalisierung bereits angelaufen: In den Niederlanden beliefert SUMMERSAVER unter anderem Apotheken. In der Türkei wurde ein eigener Online-Shop aufgebaut und das lokale Vertriebsnetz wird derzeit weiter ausgebaut.

Im Oktober 2026 richtet sich der Fokus stark auf den Middle East. Dort will SUMMERSAVER bestehende Kontakte vertiefen und Gespräche mit potenziellen Vertriebs- und strategischen Partnern vorantreiben.

„Wir suchen nicht einfach Kapital“, sagt Hahn. „Für uns sind Partner interessant, die echten Zugang zu neuen Märkten, Distribution, Handel und lokalen Netzwerken mitbringen. Entscheidend ist der strategische Mehrwert. Durch unsere heutige Eigentümerstruktur können wir sehr bewusst entscheiden, mit wem wir die nächste Wachstumsphase gestalten.“

Für die weitere internationale Skalierung ist SUMMERSAVER daher offen für ausgewählte strategische Partnerschaften im Ausland. Ziel ist ein kumulierter Auslandsumsatz von bis zu 20 Millionen Euro innerhalb der nächsten drei Jahre.

The House of Legs: neue Produktwelt aus der Problemlöser-DNA von SUMMERSAVER

Parallel zur internationalen Expansion baut SUMMERSAVER sein Geschäftsmodell über das ursprüngliche Hero Product hinaus aus. Mit The House of Legs hat das Unternehmen eine neue Produktwelt rund um Beine, Care, Beauty und Well-Being geschaffen.

Dahinter steht derselbe Ansatz, aus dem SUMMERSAVER entstanden ist: alltägliche Probleme aufzugreifen, die viele Menschen kennen, über die aber häufig wenig gesprochen wird. Während der Anti-Wundreib-Stick das Problem schmerzhafter Hautreibung adressiert, widmet sich The House of Legs weiteren Bedürfnissen rund um Beine und Körperpflege – darunter dem Gefühl schwerer und beanspruchter Beine. Ein weiterer Produktlaunch steht im September bereits bevor.

„Wir wollen nicht einfach immer mehr Produkte auf den Markt bringen“, sagt Hahn. „Uns interessieren Probleme, die Millionen Menschen aus ihrem Alltag kennen, für die es aber noch keine wirklich zeitgemäßen und unkomplizierten Lösungen gibt. Genau daraus ist SUMMERSAVER entstanden – und genau daraus entwickeln wir heute unsere nächsten Produktwelten.“

Mit dem Rückkauf der Beteiligung, der Erweiterung des Portfolios und der zunehmenden Internationalisierung stellt SUMMERSAVER damit die Weichen für die nächste Unternehmensphase: von einer im DACH-Raum etablierten Marke mit mehreren Vertriebskanälen hin zu einer international aufgestellten Consumer Brand.

Bild Gründerinnen Denise Hahn und Alisa Knopp Bildcredits SUMMERSAVER GmbH

Quelle SUMMERSAVER GmbH

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