Freitag, Juli 17, 2026
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Was steckt hinter dem Wachstum von Eversports in Europa?

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Eversports: Sportanbieter im Sportmarkt erfolgreich digital vernetzen Gründerbild

Eversports entwickelt digitale Lösungen für Sportanbieter und spricht im Interview über den Sportmarkt, die Digitalisierung der Branche und die Zukunft vernetzter Sportangebote in Europa

Wie entstand die Idee zu Eversports und welche Marktlücke haben Sie damals im europäischen Sportmarkt erkannt?

Als wir 2013 mit der Idee gestartet sind, „Booking.com für Sport“ zu launchen, wurde schnell klar, dass dafür die digitale Grundlage fehlte. Viele Sportanbieter, insbesondere Ballsportanlagen, verwalteten ihre Sportplätze noch mit Papier, Kreidetafeln oder Magnetboards. Bevor wir also einen Marktplatz aufbauen konnten, mussten wir zunächst eine Software entwickeln, die den Betrieb digitalisiert.

Dabei haben wir eine zweite wichtige Erkenntnis gewonnen: Betreiber suchen nicht einfach eine Software. Sie wünschen sich einen Partner, der Sie bei Ihren Herausforderungen unterstützt, Ihr Geschäft weiterentwickelt und Ihnen hilft, Ihre Community zu stärken. Genau diese Lücke zwischen effizientem Management und einer lebendigen Community wollten wir mit Eversports schließen.

Eversports vernetzt heute Tausende Sportstätten in Europa. Wann wurde Ihnen bewusst, welches Potenzial in der Digitalisierung dieses fragmentierten Marktes steckt?

Das Potenzial hat sich nicht in einem einzelnen Moment gezeigt, sondern mit jedem weiteren Markt, den wir erschlossen haben. Von Österreich, Schweiz und Deutschland über Frankreich, Spanien und Italien bis in viele weitere europäische Länder.

Uns wurde klar, dass jede neue Sportstätte und jede zusätzliche Sportart den Mehrwert für das gesamte Ökosystem erhöht. Digitalisierung bedeutet weit mehr als Online-Buchungen: Sie schafft die Infrastruktur, die Sportanbieter, Sportler:innen sowie Communities miteinander verbindet. Mit der Integration von MATCHi und Matchpoint ist daraus eine europaweit führende Plattform für Boutique-Fitness und Ballsport entstanden.

Welches konkrete Problem löst Eversports für Sportstätten und welche Vorteile ergeben sich daraus für Sportlerinnen und Sportler?

Für Sportanbieter reduzieren wir den administrativen Aufwand und schaffen Freiräume für das Wesentliche: ihre Leidenschaft und den Aufbau einer starken Community. Gleichzeitig unterstützen wir sie dabei, ihr Geschäft nachhaltig weiterzuentwickeln. Unsere Erfahrung zeigt: Betreiber suchen nicht nur eine Software, sondern einen Partner für die “ups and downs”.

Sportler:innen profitieren von einer einfachen Buchung, einer großen Auswahl an Angeboten und der Möglichkeit, neue Sportarten und Communities zu entdecken. Wenn Betreiber digital entlastet werden, können sie mehr Zeit und Energie in ein hochwertiges Sporterlebnis investieren und genau davon profitieren am Ende alle Beteiligten.

Der europäische Sportmarkt gilt als stark fragmentiert. Warum hat sich bislang keine einheitliche digitale Infrastruktur etabliert?

Dafür gibt es drei wesentliche Gründe. Erstens unterscheiden sich die europäischen Märkte stark, etwa hinsichtlich rechtlicher Rahmenbedingungen, Sprache und Sportkultur. Zweitens variieren die Anforderungen der Sportanbieter je nach Sportart erheblich: Die Prozesse eines Boutique-Studios unterscheiden sich grundlegend von denen einer Ballsportanlage. Drittens expandieren viele Sportanbieter heute über Landesgrenzen hinweg und benötigen Lösungen, die international funktionieren.

Eine gemeinsame digitale Infrastruktur muss daher sowohl eine große Bandbreite an Sportarten und Märkten abdecken als auch die spezifischen Anforderungen einzelner Segmente erfüllen. Genau deshalb verfolgen wir den Ansatz, spezialisierte Lösungen auf einer gemeinsamen Plattform zusammenzuführen, anstatt mehrere voneinander getrennte Systeme weiterzuentwickeln.

Padel wächst derzeit rasant. Was macht diesen Sport aus Ihrer Sicht zu einem der spannendsten Wachstumsmärkte Europas?

Padel zählt derzeit zu den am schnellsten wachsenden Sportarten Europas. Die Kombination aus niedriger Einstiegshürde, hohem Spaßfaktor und einem starken sozialen Charakter macht den Sport für eine breite Zielgruppe attraktiv. Besonders in Deutschland, Frankreich und Spanien entstehen derzeit in hoher Geschwindigkeit neue Anlagen und Courts.

Auch für Betreiber eröffnet Padel großes Potenzial: Neue Standorte erreichen häufig rasch eine hohe Auslastung und profitieren von einer aktiven Community sowie einem attraktiven Turnier- und Eventgeschäft.

Für die Eversports Gruppe ist Padel ein zentraler Baustein der Ballsportstrategie. Während MATCHi seine Stärken im Racquet-Bereich einbringt, ergänzt Eversports diese Expertise mit seiner starken europäischen Präsenz und Reichweite. Padel zeigt exemplarisch, wie schnell sich ein wachsender Sport digitalisiert und wie groß der Bedarf an modernen Software- und Buchungslösungen bereits in einer frühen Marktphase ist.

Ich sehe vor allem drei Entwicklungen. Erstens gewinnen spezialisierte Angebote weiter an Bedeutung. Sportarten und Formate wie Reformer Pilates, Padel oder Boutique-Fitness wachsen derzeit deutlich stärker als klassische Fitnessangebote.

Zweitens wird der soziale Aspekt immer wichtiger: Menschen suchen nicht nur Bewegung, sondern auch Gemeinschaft, Motivation und ein Zugehörigkeitsgefühl.

Drittens schreitet die Digitalisierung des Marktes weiter voran. Plattformen beeinflussen zunehmend die Sichtbarkeit von Anbietern und das Buchungsverhalten der Sportler:innen. Wer Buchung, Kommunikation und Community intelligent miteinander verbindet, schafft die Grundlage für langfristigen Erfolg.

Durch Eversports verfügen Sie über Einblicke in zahlreiche Sportarten und Märkte. Welche Erkenntnisse überraschen Sie dabei besonders?

Eine der interessantesten Erkenntnisse ist, dass der Großteil unserer Kundinnen und Kunden nur einen Standort betreibt. Viele verfolgen nicht das Ziel, möglichst schnell zu expandieren, sondern möchten vor allem eine erfolgreiche Sportstätte bzw. Studio aufbauen und eine starke Community schaffen. Deshalb geht es für sie nicht nur um Funktionen einer Software, sondern um einen verlässlichen Partner, der sie im Alltag unterstützt. Diese Erkenntnis hat unsere Markenstrategie maßgeblich geprägt und unseren Anspruch gestärkt, Sportanbieter langfristig in allen Phasen ihrer Entwicklung zu begleiten.

Die Fusion von Eversports und MATCHi wurde kürzlich bekanntgegeben. Welche strategischen Ziele verfolgen Sie mit diesem Schritt?

Mit der Fusion verfolgen wir das Ziel, die führende digitale Plattform für Sport- und Wellnessanbieter in Europa zu schaffen. Dafür bringen wir starke Teams, komplementäre Technologien und tiefes Know-how zusammen.

MATCHi verfügt über eine führende Position im Ballsport, insbesondere im Racket-Bereich, während Eversports eine breite Präsenz im Boutique-Studio-Bereich aufgebaut hat. Gemeinsam können wir Sportanbieter in deutlich mehr Märkten und Sportarten unterstützen und gleichzeitig Innovationen schneller vorantreiben. Die Fusion stärkt damit unsere Position in einem stark fragmentierten europäischen Markt und schafft die Grundlage für weiteres nachhaltiges Wachstum.

Was bedeutet die Zusammenführung beider Plattformen konkret für Sportstätten, Betreiber und Sportlerinnen und Sportler in Europa?

Für Betreiber bedeutet es: Langfristig eine Plattform, bessere Produkttiefe, weniger Doppelarbeit und eine stärkere Gruppe hinter dem Produkt. Kurzfristig: klare Migrationspfade, kein Big-Bang ohne Vorbereitung. Für Sportler gibt es keine sichtbaren Einschränkungen, besonders in den Nordics, wo MATCHi eine starke Consumer-Marke ist. Wir ändern die Consumer-Marke erst, wenn das Produkterlebnis den Namenswechsel verdient. Das schützt Vertrauen.

Welche Rolle spielen Daten und digitale Prozesse dabei, Sportangebote effizienter und wirtschaftlich erfolgreicher zu machen?

Daten sind für Betreiber kein Selbstzweck. Sie beantworten: Welcher Kurs läuft? Wo verliere ich Mitglieder? Wann lohnt sich ein neuer Court? Für uns intern digitalisieren wir Prozesse, damit wir schneller lernen und skalieren können, gerade in der Integrationsphase. Wer nur Daten sammelt, verliert. Wer daraus wöchentliche Entscheidungen fällt, Auslastung, Kommunikation, Pricing, der gewinnt.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für Betreiber von Sportanlagen in den kommenden Jahren?

Ich sehe die Herausforderung beim intensiveren Wettbewerb und Preisdumping, Sichtbarkeit gegenüber Aggregatoren, steigende Erwartungen an digitale Erlebnisse bei gleichzeitig knapper Marge, und regulatorische Themen wie Scheinselbstständigkeit. Dazu kommt Erschöpfung. Viele Betreiber sind Passion-Business-Owner, nicht klassische Unternehmer. Die größte Herausforderung ist nicht Technologie allein, sondern Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit gleichzeitig zu halten.

Wenn Sie auf die nächsten fünf Jahre blicken: Wie wird sich der europäische Sportmarkt verändern und welche Rolle möchte Eversports dabei spielen?

Der Markt konsolidiert sich und es entstehen wenige starke Plattformen pro Sportart und Region, und nicht ein einziger Global Player. Mit Eversports entwickeln wir den europäischen Marktführer für Boutique-, Ball und Schlägersportarten: ein offenes Ökosystem, das Anbieter und ihre Community stärkt, statt sie zu Dienstleistern zu machen. Unsere Rolle im Ökosystem: Infrastruktur + Community + Partnerschaft.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die in einem traditionellen Markt eine digitale Plattform etablieren möchten?

Der Markt ist emotional – das muss man ernst nehmen: Im Sport- und Wellness-Bereich kauft niemand einfach nur Software. Die Leute kaufen ein Stück Identität, ein Lebensgefühl. Deshalb reicht Product-Market-Fit allein nicht, die Botschaft muss genauso gut passen wie das Produkt selbst.

Breite ohne Tiefe ist trügerisch: Europa ist eben kein einheitlicher Markt. Statt auf schnelles, virales Wachstum zu setzen, gewinnt am Ende, wer lokal wirklich versteht, was gebraucht wird – bei Sprache, Regularien und im direkten Vertrieb vor Ort.

Wenn das Produkt kopierbar wird, zählt die Marke: Features kann jeder irgendwann nachbauen. Vertrauen, Community und das Versprechen, das eine Marke gibt, aber nicht. Genau deshalb ist unser Markenversprechen kein Nice-to-have, sondern strategisch entscheidend.

Bildrechte: Eversports

Wir bedanken uns bei Hanno Lippitsch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Additive Marking erhält Investment von butterfly & elephant

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Additive Marking: Bauteile für den Digitalen Produktpass Das Gründerteam von Additive Marking. Von links nach rechts: Philipp Alexander Bornefeld (CTO), Dr. Matthias Habdank (CEO) und Dr. Ulrich Jahnke (CEO) - Bildrechte: Additive Marking GmbH

butterfly & elephant investiert in Additive Marking

butterfly & elephant, die Beteiligungsgesellschaft von GS1 Germany, investiert in die Additive Marking GmbH. Das von Dr. Ulrich Jahnke, Dr. Matthias Habdank und Philipp Alexander Bornefeld gegründete Startup hat ein patentiertes Verfahren entwickelt, das GS1-konforme, maschinenlesbare Codes bereits während des 3D-Druckprozesses untrennbar in Bauteile integriert. Damit wird jedes Bauteil vom ersten Moment seiner Entstehung an digital identifizierbar und über die gesamte Lieferkette hinweg lückenlos dokumentierbar. Das reduziert den Aufwand für Qualitätssicherung und Compliance erheblich und macht zusätzliche Kennzeichnungsschritte überflüssig.

Digitale Identität beginnt im Produktionsprozess

In vielen Branchen erfolgt die Kennzeichnung von Bauteilen erst nach ihrer Herstellung, etwa durch Laser, Gravur oder Labels. Additive Marking verlagert diesen Schritt in den Fertigungsprozess selbst: Maschinenlesbare Codes werden bereits in der digitalen Konstruktionsphase verankert und entstehen beim Druck als untrennbarer Bestandteil des Bauteils. Dadurch entfallen manuelle Prozessschritte, Fehlerquellen werden reduziert und Produktionsdaten sowie Qualitätsnachweise stehen automatisch bereit. Für Branchen mit hohen Dokumentationsanforderungen wie Automotive, Aerospace oder Defense bedeutet das einen strukturellen Effizienzgewinn.

Software vereinfacht die Bauteilidentifikation

Ergänzt wird das Markierungsverfahren durch eine modulare Softwarelösung zur Serialisierung und Verwaltung der Codes mit Schnittstellen zu ERP-, MES- und PLM-Systemen. Mit dem innovativen Technologiestack zum Barcode-Scanning können auch Direct-Part-Marking-Codes (DPM) zuverlässig und mobil erfasst werden, die aufgrund von Materialeigenschaften oder anspruchsvollen Oberflächenstrukturen mit herkömmlichen Scanlösungen oft nur schwer lesbar sind. Die Lösung funktioniert auf Standard-Smartphones und kommt ohne zusätzliche Spezialhardware aus. Damit wird der Zugang zu standardisierter Bauteilidentifikation insbesondere für industrielle KMU deutlich vereinfacht.

„Die Industrie fragt heute nicht mehr, ob Rückverfolgbarkeit kommt, sondern wie. Mit butterfly & elephant können wir diese Antwort gemeinsam geben – auf Basis von Standards, die bereits in Millionen von Lieferketten verankert sind“, sagt Dr. Ulrich Jahnke, Mitgründer und CEO bei Additive Marking.

Grundlage für den Digitalen Produktpass

Additive Marking verbindet die physische Kennzeichnung von Bauteilen mit einer digitalen Dateninfrastruktur auf Basis von GS1 Standards. Durch die Integration von GS1 Digital Link entstehen bereits im Fertigungsprozess eindeutige digitale Identitäten, die Produkt-, Qualitäts- und Herkunftsdaten mit dem jeweiligen Bauteil verknüpfen.

PASS-X.EU verbindet Produkt und Daten

Mit der Plattform PASS-X.EU ergänzt Additive Marking die physische Kennzeichnung um die Bereitstellung der zugehörigen Produktdaten für Anwendungen wie den Digitalen Produktpass (DPP). So entsteht eine durchgängige Verbindung zwischen physischem Produkt und digitalen Daten. Diese reicht von der Herstellung über die Nutzung bis hin zur Kreislaufwirtschaft.

EU-Vorgaben erhöhen den Bedarf an Transparenz

Vor dem Hintergrund der EU-Verordnung über ökodesigngerechte Produkte (ESPR) gewinnt diese Verknüpfung zunehmend an Bedeutung. Mit dem DPP schafft die Europäische Union die Grundlage für mehr Transparenz über Herkunft, Zusammensetzung und Lebenszyklus von Produkten. Additive Marking ermöglicht Unternehmen bereits heute, die dafür erforderlichen Daten standardisiert zu erfassen, mit dem Produkt zu verknüpfen und digital bereitzustellen.

„Unsere Aufgabe ist es, Unternehmen zu finden, die GS1 Standards nicht nur verwenden, sondern in neue Anwendungsfelder übertragen. Additive Marking leistet genau das mit einer Lösung, die die Industrie braucht, um den kommenden regulatorischen Anforderungen einen Schritt voraus zu sein“, sagt Benjamin Birker, Managing Director bei butterfly & elephant.

Bild Das Gründerteam von Additive Marking. Von links nach rechts: Philipp Alexander Bornefeld (CTO), Dr. Matthias Habdank (CEO) und Dr. Ulrich Jahnke (CEO). Bildrechte: Additive Marking GmbH

Quelle GS1 Germany

Was steckt hinter Yoybo und dem neuen Ansatz für digitale Kundenbindung?

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Yoybo: Kundenbindung für Unternehmen einfach digital gestalten Yucel Eroglu Bildrechte: Privatarchiv von Yücel Eroğlu

Yoybo entwickelt eine digitale Plattform für Kundenbindung, mit der Unternehmen Treueprogramme einfach verwalten und ihre Kunden langfristig an sich binden können

Können Sie Yoybo kurz vorstellen und erzählen, wer das Unternehmen gegründet hat?

Yoybo möchte das Sammeln-und-Einlösen-Punktesystem, das heute von fast allen großen Unternehmen genutzt wird, auch für kleine Unternehmen leichter zugänglich machen. Ziel ist es, Kunden dazu zu motivieren, nach jedem Einkauf wiederzukommen.

Das Startup wurde von Yücel Eroğlu gegründet und nach einer dreimonatigen Testphase am 1. Juni 2026 offiziell veröffentlicht.

Wie entstand die Idee, ein digitales Kundenbindungsprogramm zu entwickeln, das ohne App-Download funktioniert?

Wie Sie wissen, laden Endkunden die Apps großer Marken und Unternehmen mit vielen Filialen regelmäßig herunter. Bei kleineren Unternehmen und weniger häufig genutzten Anwendungen ist das jedoch meist nicht der Fall. Und selbst wenn Kunden solche Apps installieren, gehören sie oft zu den ersten Anwendungen, die gelöscht werden, sobald der Speicherplatz auf dem Smartphone knapp wird.

Deshalb haben wir gedacht, dass eine Plattform, die mit nur einem Klick und möglichst wenig Reibung erreichbar ist, für Kunden deutlich komfortabler sein könnte. Gleichzeitig können Kunden unsere browserbasierte Lösung dank der PWA-Technologie wie eine App nutzen. Sie können Yoybo als Verknüpfung auf ihrem Startbildschirm speichern und jederzeit darauf zugreifen, ohne zusätzlichen Speicherplatz durch eine klassische App zu verbrauchen.

Welche Vision verfolgen Sie mit Yoybo, und wie möchten Sie die Kundenbindung für lokale Unternehmen langfristig verändern?

Yoybo positioniert sich – wie bereits unser Geschäftsmodell zeigt – nicht nur als klassisches SaaS-Tool, sondern als Wachstumspartner für kleine Unternehmen.

Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Kampagnen- und Integrationsmöglichkeiten innerhalb von Yoybo möchten wir die Plattform zu einem Werkzeug machen, mit dem kleine Unternehmen ihre Kampagnen erstellen, veröffentlichen und verwalten können.

Dafür müssen wir die Verhaltensweisen von Unternehmen und Kunden innerhalb von Yoybo genau beobachten und unsere Weiterentwicklungen an diesen Erkenntnissen ausrichten. Wie sich Yoybo langfristig entwickeln wird, hängt daher auch von den Erfahrungen und Erkenntnissen ab, die wir gemeinsam mit unseren Nutzern sammeln.

An welche Zielgruppen richtet sich Yoybo hauptsächlich, und welche Herausforderungen möchten Sie für diese Unternehmen lösen?

Yoybo kann von allen Unternehmen genutzt werden, die wiederkehrende Kundenbesuche haben. Dazu gehören insbesondere Restaurants, Cafés und Schönheitssalons, aber auch viele weitere Branchen.

Yoybo soll für diese Unternehmen ein Werkzeug zur Erstellung und Verwaltung von Kampagnen sein. Unternehmen können ihre Kunden auf Basis des Einkaufswertes belohnen und sie dazu motivieren, das Geschäft erneut zu besuchen, um ihre gesammelten Prämien einzulösen.

Unser Ziel ist es, Kundenbindungsprogramme, die für viele kleine Unternehmen bislang schwer zugänglich oder mit zu hohem Aufwand verbunden sind, einfacher und zugänglicher zu machen.

Viele kleine Unternehmen verzichten auf digitale Bonusprogramme, weil diese oft zu aufwendig sind. Wie begegnet Yoybo diesem Problem?

Ja, das stimmt. Deshalb haben wir bei Yoybo großen Wert darauf gelegt, den Aufwand sowohl für Unternehmen als auch für Kunden auf ein Minimum zu reduzieren.

Wir haben die gesamte Benutzeroberfläche mit dem Ziel entwickelt, das Sammeln und Vergeben von Punkten so schnell und einfach wie möglich zu machen. Dabei haben wir jeden Schritt aus Sicht der Unternehmen und der Kunden betrachtet, um unnötige Hürden zu vermeiden und eine möglichst angenehme Nutzererfahrung zu schaffen.

Yoybo setzt auf ein QR-Code-basiertes Treuesystem ohne Kunden-App. Was macht diesen Ansatz aus Ihrer Sicht besonders?

Um ehrlich zu sein, handelt es sich dabei um eine sehr einfache Technologie. Es wäre übertrieben, sie als etwas Besonderes zu bezeichnen. Für die Reduzierung von Hürden und Aufwand ist der QR-Code jedoch eine äußerst wertvolle Erfindung.

Wir haben uns die Frage gestellt, wie sich dieser Prozess mit möglichst wenig Reibung und Aufwand dokumentieren lässt. Nach unserer Einschätzung ist ein QR-Code dafür die praktischste und einfachste Lösung. Deshalb haben wir Yoybo auf diesem Ansatz aufgebaut.

Welche Vorteile bietet das Pay-for-Results-Modell für Unternehmen, die ihre Kundenbindung verbessern möchten?

Ganz einfach: Wir nehmen kleinen Unternehmen die Frage ab, ob sich ein Kundenbindungsprogramm überhaupt lohnt.

Viele Treueprogramme werden über feste Abonnements angeboten, die oft zwischen 30 und 200 Euro pro Monat kosten. Wenn ein kleines Unternehmen beispielsweise ein Paket für 30 Euro im Monat bucht, zahlt es innerhalb von sechs Monaten bereits 180 Euro – unabhängig davon, ob das Programm tatsächlich Ergebnisse liefert.

Bei Yoybo funktioniert das anders. Unternehmen zahlen lediglich 5 % der Punkte, die sie ihren Kunden gutschreiben. Zudem erfolgt die Abrechnung erst ab dem zweiten Besuch eines Kunden. Das bedeutet, dass Unternehmen nur für Kunden bezahlen, deren Loyalität bereits nachgewiesen wurde.

Dadurch fallen die Kosten zu Beginn meist deutlich geringer aus – oft nur etwa 5 bis 10 Euro pro Monat – und steigen erst mit der tatsächlichen Nutzung. Wir erwarten, dass viele Unternehmen nach sechs Monaten im Vergleich zu klassischen Abomodellen deutlich weniger bezahlen werden. Noch wichtiger ist jedoch, dass sie ausschließlich für Kunden zahlen, die tatsächlich zurückgekommen sind.

Wenn ein Unternehmen keine Punkte mehr vergibt, entsteht auch keine Yoybo-Rechnung. Aus unserer Sicht ist Yoybo deshalb ein Produkt, dessen Nutzen sich direkt im Geschäftsmodell widerspiegelt.

Wie wichtig sind Themen wie Einfachheit, Datenschutz und Nutzerfreundlichkeit für die Entwicklung Ihrer Plattform?

Da ich bereits erläutert habe, wie wichtig Einfachheit und eine möglichst geringe Reibung für uns sind, möchte ich hier auf einen Aspekt eingehen, der uns sogar dazu gebracht hat, die gesamte Produktlogik neu zu denken: den Datenschutz.

Wir sind der Meinung, dass Datenschutz einer der wichtigsten Gründe ist, warum Kunden nicht an Treueprogrammen kleiner Unternehmen teilnehmen. Während viele Menschen ihre Daten problemlos mit großen Marken teilen, sind sie bei kleinen Unternehmen oft deutlich zurückhaltender und möchten ihre persönlichen Informationen nicht preisgeben.

Bei Yoybo scannen Kunden den QR-Code eines Unternehmens und öffnen die Plattform direkt im Browser. Sie können sich beispielsweise mit Google oder Apple anmelden, ohne ihre persönlichen Daten mit dem Unternehmen zu teilen. Das System erstellt dabei lediglich eine eindeutige Benutzer-ID. Unternehmen sehen ausschließlich diese ID und keine personenbezogenen Informationen.

Dadurch können Kunden Punkte sammeln und Belohnungen erhalten, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass ihre Daten weitergegeben werden oder sie unerwünschte Werbe-E-Mails erhalten. Wir glauben, dass diese Freiheit und Kontrolle über die eigenen Daten wichtiger ist, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen, als möglichst viele persönliche Informationen zu sammeln.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen beim Aufbau einer Lösung, die sowohl für Unternehmen als auch für deren Kunden möglichst unkompliziert funktionieren soll?

Die größte Herausforderung besteht darin, eine Lösung zu entwickeln, die für zwei unterschiedliche Nutzergruppen gleichzeitig funktioniert: für Unternehmen und für deren Kunden.

Unternehmen wünschen sich möglichst einfache und schnelle Prozesse im Arbeitsalltag. Kunden hingegen erwarten eine unkomplizierte Nutzung, ohne zusätzliche Apps herunterladen oder persönliche Daten preisgeben zu müssen.

Jede zusätzliche Eingabe, jeder zusätzliche Klick und jeder weitere Schritt kann dazu führen, dass das System im Alltag nicht genutzt wird. Deshalb hinterfragen wir bei jeder neuen Funktion, ob sie wirklich einen Mehrwert bietet oder den Prozess unnötig komplizierter macht.

Jede Funktion, die wir hinzufügen, macht Yoybo gleichzeitig leistungsfähiger und auch etwas komplexer. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, die richtige Balance zu finden.

Unser Ziel ist es, eine Lösung anzubieten, die genügend Funktionen bietet, um Unternehmen einen echten Mehrwert zu liefern, gleichzeitig aber so einfach bleibt, dass sie von Unternehmen und Kunden gerne genutzt wird.

Wie verändert sich das Kaufverhalten der Verbraucher, und welche Bedeutung gewinnen digitale Kundenbindungsprogramme dabei?

Aus unserer Sicht haben Verbraucher heute deutlich mehr Auswahlmöglichkeiten als noch vor einigen Jahren. Ein gutes Produkt oder ein guter Service allein reichen oft nicht mehr aus, um Kunden langfristig zu binden.

Kunden vergleichen Angebote schneller, entdecken neue Alternativen und wechseln häufiger zwischen verschiedenen Anbietern. Dadurch wird Kundenbindung für lokale Unternehmen immer wichtiger.

Digitale Kundenbindungsprogramme gewinnen in diesem Zusammenhang an Bedeutung, weil sie Unternehmen dabei helfen können, ihren Kunden einen konkreten Anreiz für einen erneuten Besuch zu geben. Gleichzeitig lassen sie sich deutlich einfacher verwalten und anpassen als klassische Stempelkarten oder papierbasierte Lösungen.

Wir glauben, dass Kundenbindung in Zukunft weniger von Gewohnheit und stärker von der Fähigkeit abhängen wird, Kunden einen zusätzlichen Mehrwert für ihren nächsten Besuch zu bieten.

Welche nächsten Entwicklungsschritte und Wachstumsziele stehen bei Yoybo aktuell im Fokus?

Aktuell konzentrieren wir uns darauf, gemeinsam mit den ersten Unternehmen zu wachsen, die Yoybo aktiv nutzen. In dieser Phase ist es für uns besonders wichtig zu verstehen, wie Unternehmen die Plattform im Alltag einsetzen und welche Funktionen ihnen den größten Mehrwert bieten.

Der nächste Entwicklungsschritt besteht darin, Unternehmen mehr Möglichkeiten zu geben, unterschiedliche Kampagnen direkt über Yoybo zu erstellen und zu verwalten. Unser Ziel ist es, Yoybo schrittweise zu einem Kampagnenmanagement-Tool für kleine Unternehmen weiterzuentwickeln.

Darüber hinaus planen wir die Entwicklung einfacher Unternehmenswerkzeuge, die mit Yoybo zusammenarbeiten, sowie die Integration mit POS-Systemen, um die Nutzung für Unternehmen noch einfacher und effizienter zu gestalten.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die traditionelle Geschäftsprozesse mit digitalen Lösungen vereinfachen möchten?

  1. Sprechen Sie mit Ihren Kunden, bevor Sie Funktionen entwickeln.

Viele Gründer verbringen Monate damit, Lösungen zu entwickeln, bevor sie mit potenziellen Kunden sprechen. Wir haben gelernt, dass echte Gespräche oft wertvoller sind als jede Annahme. Wer das Problem nicht vollständig versteht, wird auch keine passende Lösung entwickeln.

  1. Vereinfachen Sie konsequent.

Digitale Produkte scheitern oft nicht daran, dass ihnen Funktionen fehlen, sondern daran, dass sie zu kompliziert werden. Jede zusätzliche Funktion, jeder zusätzliche Klick und jeder zusätzliche Schritt sollte kritisch hinterfragt werden. Wenn ein Prozess einfacher gestaltet werden kann, sollte man diesen Weg wählen.

  1. Konzentrieren Sie sich auf den tatsächlichen Mehrwert.

Technologie allein löst kein Problem. Kunden interessieren sich nicht dafür, welche Technologie verwendet wird, sondern dafür, ob ihr Alltag einfacher wird. Deshalb sollte man sich weniger auf die Lösung und mehr auf das zugrunde liegende Problem konzentrieren.

Gerade bei der Digitalisierung traditioneller Prozesse ist es wichtig, nicht möglichst viel zu verändern, sondern die Dinge einfacher, schneller und zugänglicher zu machen.

Bildrechte: Privatarchiv von Yücel Eroğlu

Wir bedanken uns bei Yucel Eroglu für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Was macht GREENFORCE zu einer der prägenden Marken im Markt für pflanzliche Ernährung?

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GREENFORCE: Produkte für pflanzliche Ernährung Thomas Isermann

GREENFORCE entwickelt Produkte für pflanzliche Ernährung und möchte mit alltagstauglichen Lösungen immer mehr Menschen für nachhaltigen Genuss begeistern

Können Sie GREENFORCE kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee zur Gründung des Unternehmens entstanden ist?

GREENFORCE ist die erste Multi-Category-Marke Europas, die pflanzliche Alternativen für Fleisch, Wurst, Ei und Käse aus einer Hand anbietet. Unser Ziel ist es, pflanzliche Ernährung alltagstauglich zu machen – mit Produkten, die überzeugen und möglichst viele Menschen erreichen. Die Idee entstand aus der Überzeugung, dass nachhaltigere Ernährung nur dann breite Akzeptanz findet, wenn sie ohne Kompromisse bei Geschmack und Qualität funktioniert. Genau daran arbeiten wir jeden Tag.

Welche Vision verfolgen Sie mit GREENFORCE, und wie möchten Sie pflanzliche Ernährung langfristig im Alltag etablieren?

Wir wollen pflanzliche Ernährung aus der Nische holen und als selbstverständlichen Teil des Alltags etablieren. Deshalb entwickeln wir Produkte, die lecker, unkompliziert und für möglichst viele Menschen attraktiv sind – egal, ob sie vegan leben oder einfach bewusster essen möchten.

An welche Zielgruppen richten sich Ihre Produkte hauptsächlich, und welche Bedürfnisse möchten Sie damit erfüllen?

Unsere wichtigste Zielgruppe sind Flexitarierinnen – Menschen, die ihren Fleischkonsum bewusst reduzieren möchten, ohne vollständig darauf zu verzichten. Wir sprechen natürlich auch Veganerinnen, Vegetarier*innen und alle an, die offen für pflanzliche Alternativen sind. Wir möchten den Zugang zu pflanzlicher Ernährung so einfach und kompromisslos wie möglich machen, mit Geschmack, Qualität und einer einfachen Zubereitung.

Viele Menschen möchten ihren Fleischkonsum reduzieren, ohne auf Geschmack und einfache Zubereitung zu verzichten. Wie begegnet GREENFORCE diesem Wunsch?

Genau dafür entwickeln wir unsere Produkte. Sie sollen geschmacklich überzeugen und sich genauso unkompliziert zubereiten lassen wie ihre tierischen Vorbilder. So wird es leichter, sich häufiger pflanzlich zu ernähren, ohne auf Genuss oder Komfort zu verzichten.

GREENFORCE bietet sowohl Frischeprodukte als auch Easy to Mix-Produkte an. Warum haben Sie sich bewusst für dieses Konzept entschieden?

Menschen haben unterschiedliche Koch- und Essgewohnheiten. Unsere Frischeprodukte bieten maximale Convenience und sind schnell zubereitet. Easy to Mix richtet sich an alle, die gerne selbst kochen und jederzeit eine pflanzliche Alternative im Vorratsschrank haben möchten. So bieten wir für unterschiedliche Bedürfnisse die passende Lösung.

Was macht die Easy to Mix-Produkte aus Ihrer Sicht besonders, und welche Vorteile bieten sie im Vergleich zu klassischen pflanzlichen Alternativen?

Easy to Mix verbindet Nachhaltigkeit mit Flexibilität. Die Produkte benötigen weder beim Transport noch bei der Lagerung eine Kühlung, sind mindestens 18 Monate haltbar und können genau nach Bedarf zubereitet und nach Belieben verfeinert werden. Das spart Ressourcen, schafft Platz im Kühlschrank, reduziert Lebensmittelverschwendung und lässt gleichzeitig Raum für den eigenen kreativen Twist beim Kochen.

Wie gelingt es Ihnen, Nachhaltigkeit, Geschmack und Alltagstauglichkeit bei der Entwicklung neuer Produkte miteinander zu verbinden?

Diese drei Faktoren denken wir von Anfang an zusammen. Denn nachhaltige Produkte setzen sich nur durch, wenn sie auch geschmacklich überzeugen und sich unkompliziert in den Alltag integrieren lassen. Wir investieren kontinuierlich in die Entwicklung und Optimierung unserer Produkte, um alle drei Faktoren im gleichen Maße zu verbessern.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Entwicklung pflanzlicher Lebensmittel, die möglichst viele Verbraucher überzeugen sollen?

Die Herausforderung besteht darin, viele Anforderungen gleichzeitig zu erfüllen: hervorragender Geschmack, eine authentische Konsistenz, gute Nährwerte, eine möglichst kurze Zutatenliste und ein attraktiver Preis. Unsere Kundinnen sind zurecht anspruchsvoll und v.a. Flexitarierinnen vergleichen alle Aspekte stets 1:1 mit tierischen Produkten. Gleichzeitig müssen unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse und Unverträglichkeiten berücksichtigt werden. Hier die Balance zu finden ist sowohl herausfordernd, spornt uns aber täglich aufs Neue an.

Wie hat sich die Akzeptanz pflanzlicher Ernährung in den vergangenen Jahren verändert, und welche Entwicklungen beobachten Sie aktuell im Markt?

Pflanzliche Produkte sind heute fest im Lebensmitteleinzelhandel etabliert und in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Von einem Boom hat sich der Markt hin zu einem stetigen, aber weniger starken Wachstum entwickelt. Weiterhin möchten immer mehr Menschen Fleischkonsum bewusst reduzieren, gehen dabei aber weniger Kompromisse ein. Der Wettbewerb verlagert sich deshalb zunehmend auf geschmackliche Qualität und messbare Vorteile wie Nährwerte und Zutatenlisten.

Welche Rolle spielen Themen wie Ressourcenschonung, Haltbarkeit und Lebensmittelverschwendung für die Weiterentwicklung von GREENFORCE?

Diese Themen sind aus mehreren Blickwinkeln fester Bestandteil des Denkens und Handels in der kompletten Breite des Unternehmens: Aus Perspektive des Einkaufs, des Vertriebs, des Marketings und nicht zuletzt aufgrund tiefer Überzeugung jedes Mitarbeitenden. Wir arbeiten stetig daran, unsere Planungen zu optimieren, Verluste im Einkauf und in der Produktion zu reduzieren und Haltbarkeiten der Produkte z.B. durch Pasteurisierung und sonstige Techniken zu verlängern. So arbeiten wir wirtschaftlicher, steigern die Akzeptanz unserer Produkte im Markt und kommen unserem großen Ziel immer näher, mit pflanzlicher Ernährung unseren Teil für eine nachhaltige Zukunft beizutragen.

Welche nächsten Produktentwicklungen und Wachstumsziele stehen bei GREENFORCE aktuell im Fokus?

Derzeit liegt unser Fokus auf der Optimierung unseres bestehenden Sortiments. Statt immer neue Produkte zu entwickeln, investieren wir gezielt in verbesserte Rezepturen mit optimiertem Geschmack, Konsistenz, Zutaten und Nährwerten. Ein aktuelles Beispiel ist unsere überarbeitete Wurstrange, bei der wir vollständig auf Bindemittel wie Methylcellulose, Carrageen und Konjak verzichten und gleichzeitig den Geschmack weiter verbessern konnten. Das wir damit auf dem richtigen Weg sind, zeigt ein deutlicher Anstieg des wöchentlichen Abverkaufs im Regal und höhere Wiederkaufsraten.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die mit innovativen Food-Produkten einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Ernährung leisten möchten?

Erstens: Entwickeln Sie Produkte, die (auch) geschmacklich und qualitativ überzeugen. Nachhaltigkeit allein reicht im Massenmarkt nicht aus.

Zweitens: Hören Sie genau auf Ihre Kundinnen und Kunden. Echtes Feedback ist die beste Grundlage für Innovation.

Drittens: Denken Sie langfristig. Der Aufbau einer starken Food-Marke braucht Ausdauer, v.a. auch nach einem möglichen Boom. Es braucht Konsequenz und die Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Bildcredits GREENFORCE

Wir bedanken uns bei Thomas Isermann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

CODE Capital startet: 10-Mio.-Euro-Fonds für Startups der CODE University

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CODE Capital startet Frühphasen-Fonds für Startups der CODE University v. l. Stephan Schambach (Investor und Unternehmer), Prof. Dr. Julia Köhn (Professorin für Entrepreneurship, CODE) und Younes Ouaqasse (Investor und Unternehmer). Bild: CODE

Neuer Frühphasen-Fonds CODE Capital

Mit CODE Capital startet ein neuer Frühphasen-Fonds mit einem Zielvolumen von 10 Mio. Euro. Als First-Check-Investor finanziert er Gründer aus dem Umfeld der CODE University of Applied Sciences – dort, wo VCs, Business Angels, Banken oder Fördermittelgeber noch nicht einsteigen. Initiiert wurde der Fonds von den Seriengründern und Tech-Unternehmern Stephan Schambach und Younes Ouaqasse, geführt wird er von Prof. Dr. Julia Köhn. Sie ist Professorin für Entrepreneurship an der CODE, Seriengründerin und Investorin.

CODE University zählt zu Europas führenden Gründerhochschulen

Die CODE ist laut Redstone-Ranking Europas führende Gründerhochschule und Spitzenreiterin im SZ-Ranking für Informatik, Data Science & Cyber Security. In acht Jahren haben Studierende und Alumni über 250 Mio. Euro Wagniskapital eingeworben und neun Teams den Y Combinator abgeschlossen. Die gegründeten Unternehmen sind heute zusammen über 1 Mrd. Euro wert. Die größte Hürde lag bislang in der absoluten Frühphase – CODE Capital schließt sie.

Finanzierung von der Frühphase bis zum Exit

Ersttickets liegen zwischen 50.000 und 100.000 Euro. „Wenn die Teams erste Erfolge vorweisen, begleiten wir sie bis zum Exit“, so Köhn. Über Investments entscheidet ein unabhängiges, breit besetztes Investment Committee; die regulatorische Verwaltung übernimmt eine führende deutsche Service-KVG.

Unternehmerisches Netzwerk unterstützt Gründer persönlich

Hinter dem Fonds steht ein Netzwerk erfahrener Unternehmer. „Wir kennen die Teams. Wir wissen früher als jeder externe Fonds, wer gerade etwas Außergewöhnliches schafft. Diesen Vorteil nutzen wir“, sagt Schambach, Ankerinvestor und Trustee der CODE. Ausgewählte Teams erhalten persönliches Coaching mit ihm vor Ort und regelmäßig Zeit für den direkten Austausch.

Fokus auf KI, Infrastruktur und Cybersicherheit

Investiert wird europaweit und technologieoffen in „Builder-Founders“, die die Technik hinter ihrer Idee selbst bauen – mit Schwerpunkten auf spezialisierter KI-Software für Branchen wie Industrie und Gesundheitswesen, technischer Infrastruktur für schnellere und effizientere Rechenprozesse sowie quantensicherer Verschlüsselung. Weil Tempo in der Frühphase entscheidet, garantiert CODE Capital eine Entscheidung binnen 14 Tagen – zu standardisierten, fairen Konditionen.

Bild v. l. Stephan Schambach (Investor und Unternehmer), Prof. Dr. Julia Köhn (Professorin für Entrepreneurship, CODE) und Younes Ouaqasse (Investor und Unternehmer). Bild: CODE

Quelle CODE University of Applied Sciences/ ART-KON-TOR Media GmbH

Sichtbarkeit beginnt mit Authentizität: Dr. Karina Audrey Jeker über Personal Branding und ihr Buch Ganz einfach du

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Personal Branding: Sichtbarkeit und Authentizität erfolgreich aufbauen Karina A Jeker Bildcredits: Frederike Asael

Im Gespräch mit Dr. Karina Audrey Jeker über erfolgreiches Personal Branding und ihr neues Buch Ganz einfach du

Mehr als 20 Jahre waren Sie als Dozentin für Marketing und Unternehmensführung an renommierten Schweizer Hochschulen tätig, bevor Sie 2014 ein Beratungsunternehmen gründeten. Warum haben Sie Ihre wissenschaftliche Laufbahn gegen die Selbstständigkeit eingetauscht?

Ich bin von der Persönlichkeit her eine Pionierin und Macherin. Ich mag es, Dinge zu entwickeln und von Grund auf neu zu denken. Das kann man in der Wissenschaft zwar auch, aber vieles bleibt theoretisch. Erst als Unternehmerin merkst du, ob das, was du über Marketing und Unternehmensführung weißt, auch wirklich funktioniert. Und ich kann Ihnen sagen: Nicht alles hat funktioniert, es gab schwierige Momente. Aber die eigene Academy zu führen und ein Netzwerk mit inspirierenden Frauen aufzubauen, das hat alles wettgemacht.

Worum geht es beim Thema Personal Branding? Muss man heutzutage zur Marke werden, um erfolgreich zu sein?

Sie können es nennen, wie Sie wollen: zur Marke werden oder ganz einfach zum eigenen Kern finden. Mir geht es darum, das eigene authentische Selbst zu finden und sich nicht nur über seine Stärken zu definieren. Das greift zu kurz. In einer Welt, in der künstliche Intelligenz Inhalte erzeugt, ist das Vertrauen in Menschen und ihre Fähigkeiten wichtiger denn je. Genau darum geht es beim Personal Branding: eigene Klarheit für mehr Klarheit im Außen. Die Art und Weise, wie wir wahrgenommen werden, entscheidet über unseren Einfluss, unsere Glaubwürdigkeit und beruflichen Chancen.

Für Ihr Brand.YOU-Framework haben Sie sich an starken Produktmarken orientiert und die systematische Vorgehensweise für Menschen adaptiert. Wie funktioniert das?

Ich war an der Hochschule und in der Unternehmensberatung unter anderem lange für das Thema strategische Markenführung zuständig. Es gibt viele Gemeinsamkeiten, wenn wir uns anschauen, wie starke Marken aufgebaut sind und warum diese Marken für uns Konsumenten einen hohen Wert haben. Einiges davon können wir übernehmen, wenn es um unsere persönliche Marke geht, allen voran das systematische Vorgehen beim Markenaufbau. Nichts wird dem Zufall überlassen. Zuerst wird die Markenidentität geklärt, anschließend die Positionierung entwickelt. Viele beginnen direkt mit der Positionierung. Das halte ich für wenig erfolgversprechend. Starke Marken bauen ihre Identität auf klaren Werten auf und sprechen die Emotionen ihrer Zielgruppe an. Genau das gilt auch für Persönlichkeitsmarken.

Wer im Marketing zuhause ist, kennt den Managementprozess der identitätsorientierten Markenführung, der unter anderem von Hans-Rudolf Esch entwickelt wurde. Ich habe diesen Prozess über die Jahre adaptiert, sodass er leicht verständlich und für Persönlichkeitsmarken praktisch umsetzbar ist. Daraus ist mein Personal-Branding-Framework entstanden.

Warum haben Sie ein Buch zum Thema geschrieben? Wer sollte Ihr Buch lesen?

Ich habe gesehen, wie viele Menschen sich mit diesem Thema schwertun und es oft missverstehen. Viele glauben sogar, es sei verwerflich, sich selbst als Marke zu sehen. Andere denken, Personal Branding bedeute, möglichst laut oder angeberisch aufzutreten. Mit diesen Vorurteilen wollte ich aufräumen und insbesondere fähigen Menschen ein Werkzeug an die Hand geben, mit dem sie ihre Leistungen sichtbar machen und ihre Position im Unternehmen stärken können. Ich möchte Menschen unterstützen, die Wertvolles in die Welt tragen und mehr Sichtbarkeit gewinnen möchten, ohne sich verstellen zu müssen.

Mit Ihren Female Business Seminars haben Sie bereits über 2.000 Frauen zu mehr Sichtbarkeit und Relevanz im Business verholfen. Richtet sich Ihr Buch hauptsächlich an Frauen?

Ich würde sagen hauptsächlich ja, aber nicht ausschließlich. Die Schritte zu einer authentischen Persönlichkeitsmarke gelten für Frauen und Männer gleichermaßen. Ein Kapitel zur Positionierung im unternehmerischen Kontext richtet sich allerdings besonders an Frauen, weil sie ihre Rolle oft zu wenig sichtbar machen und eine andere Beziehung zu Führung und Macht haben. Auch Männer in Führungspositionen können daraus wertvolle Erkenntnisse gewinnen, wenn sie weibliche Talente fördern möchten.

Begegnen Frauen anderen Herausforderungen beim Personal Branding als Männer? Spielen auch andere Faktoren wie das Alter eine Rolle?

Eigentlich nicht, denn die grundlegenden Herausforderungen sind für alle ähnlich. Es geht darum, über den eigenen Schatten zu springen, sich ehrlich mit sich selbst auseinanderzusetzen, über die eigenen Stärken zu sprechen und groß zu denken. Unterschiede entstehen vor allem durch unsere Prägung. Mädchen lernen häufig, sich zurückzunehmen und die Bedürfnisse anderer in den Vordergrund zu stellen. Dadurch fällt es vielen Frauen schwerer, ihre Erfolge sichtbar zu machen oder selbstbewusst über Karriereziele zu sprechen.

Welche drei konkreten Tipps geben Sie allen, die zur Love Brand für andere werden möchten?

Mein Buch soll Lust auf einen Roadtrip zu sich selbst machen. Klären Sie grundlegende Fragen wie: Wer bin ich? Was möchte ich erreichen? Welche Themen sollen mit meiner Person verbunden werden? Setzen Sie sich intensiv mit Ihren Werten auseinander und haben Sie den Mut, für diese einzustehen. Zeigen Sie Ihrem Umfeld, wer Sie wirklich sind, und überzeugen Sie Menschen mit Kompetenz sowie einer echten emotionalen Botschaft.

Was haben Sie selbst auf Ihrem Weg über Sichtbarkeit und Positionierung gelernt?

Personal Branding ist kein Schönwetter-Szenario. Es geht um Echtheit und gelebte Überzeugungen. Ich musste lernen, mir selbst zu vertrauen und auch einmal Nein zu sagen. Sichtbarkeit entsteht nicht über Nacht. Positionierung bedeutet, bewusst für bestimmte Themen zu stehen. Gerade für Menschen mit vielen Interessen ist das oft eine Herausforderung.

Warum fällt es vielen Menschen so schwer, ihre Leistungen sichtbar zu machen?

Das hat viel mit unserem Kulturkreis zu tun. Ich habe einige Jahre in den USA gelebt, wo der Umgang mit diesem Thema ganz anders ist. Wir werden zu Bescheidenheit erzogen und haben oft Angst vor Ablehnung oder Neid. Gerade Frauen fühlen sich in ihrer Unsichtbarkeit häufig sicherer. Hinzu kommt, dass wir unsere eigenen Fähigkeiten oft unterschätzen und vergessen, darüber zu sprechen.

Wie verhindert man, dass der Wunsch nach Sichtbarkeit in Selbstoptimierungsdruck umschlägt?

Ein gesundes Leben, klare Abgrenzung und Nachsicht mit dem eigenen Perfektionismus sind wichtige Voraussetzungen. Sichtbarkeit ist zwar auch Fleißarbeit, aber sie sollte immer auf Echtheit beruhen. Wer sich selbst kennt und weiß, wofür er steht, gerät deutlich seltener in einen ungesunden Vergleich mit anderen.

Gibt es Situationen, in denen Personal Branding kontraproduktiv sein kann?

Ja. Personal Branding ist kein Allheilmittel. Wer beginnt, eine Rolle zu spielen und seine Authentizität verliert, riskiert seine Glaubwürdigkeit. Auch in Teams kann eine sehr starke Personenmarke Spannungen erzeugen. Kritisch wird es außerdem, wenn Menschen ihre Selbstbestätigung ausschließlich aus Likes, Kommentaren und Reichweite beziehen.

Wird Authentizität in der digitalen Welt wichtiger oder schwieriger?

Sie wird definitiv wichtiger. Je digitaler unsere Welt wird, desto bedeutender werden Echtheit, Vertrauen und zwischenmenschliche Beziehungen. Authentizität bedeutet nicht, alles von sich preiszugeben. Es geht vielmehr darum, klar zu zeigen, wofür man steht. In einer Welt voller KI-generierter Inhalte, Übertreibungen und leerer Versprechen schafft Authentizität Orientierung und Verlässlichkeit.

Welche Rolle spielt Personal Branding im Talent Management?

Personal Branding wird im Talent Management der Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Gute Leistung allein reicht in vielen Unternehmen nicht mehr aus, um wahrgenommen zu werden. Wer seine Stärken, Erfahrungen und Erfolge angemessen kommunizieren kann, hat bessere Chancen auf Führungsaufgaben, strategische Projekte und Beförderungen. Deshalb lege ich insbesondere Frauen diese Kompetenz sehr ans Herz.

Bild: Dr. Karina Audrey Jeker Bildcredits: Frederike Asael

Quelle Schäfer I Agentur für Presse & Öffentlichkeit

GITEX AI EUROPE ebnet den Weg zu digitaler Souveränität und globaler KI-Führungsrolle

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KI in Europa: Start-ups im Fokus der GITEX AI EUROPE 2026 Credit: GITEX AI EUROPE

Europas digitale Zukunft im Fokus der GITEX AI EUROPE

Von Large Language Models über Regulierungsrahmen bis hin zu grenzüberschreitenden Innovationspartnerschaften: Die GITEX AI EUROPE schloss mit wegweisenden Diskussionen über die Zukunft der KI-Wirtschaft.

Berlin, 1. Juli 2026. Die GITEX AI EUROPE – Europas internationalste Technologie- und KI-Messe – hat an ihrem zweiten und letzten Messetag in Berlin die Technologien, Strategien und Partnerschaften in den Mittelpunkt gerückt, die Europas digitale Zukunft gestalten.

Das Programm am Mittwoch widmete sich Fragen rund um den breiten Einsatz von KI, Wettbewerbsfähigkeit und digitale Souveränität: von der wachsenden Bedeutung großer Sprachmodelle als neue Wirtschaftsinfrastruktur Europas über grenzüberschreitende Innovationsökosysteme bis hin zur künftigen Governance dezentralisierter Online-Plattformen.

Die GITEX AI EUROPE 2026 begrüßte an zwei Tagen Tausende von Führungskräften der Tech-Branche aus 101 Ländern und bot mehr als 800 Ausstellern und Start-ups – 80 Prozent davon aus dem Ausland – eine Plattform für Kontakte und neue Geschäftspartnerschaften. Ergänzt durch ein Konferenzprogramm mit 280 Sprecher:innen aus 40 Ländern zeigte die Veranstaltung an zwei Tagen das Potenzial von Vernetzung, Zusammenarbeit und grenzüberschreitenden Partnerschaften.

Large Language Models: Von der Experimentierphase zur unverzichtbaren Infrastruktur

Im Mittelpunkt des Panels „Language Models as Europe’s New Economic Infrastructure“ stand die Frage, wie Organisationen globale und europäische Modelle kombinieren können, um Leistung, Kosten und Resilienz auszubalancieren. Zudem diskutierten die Teilnehmenden, wie eine skalierte Nutzung von KI Europas langfristige Wettbewerbsfähigkeit stärken kann.

Niklas Harzheim, GTM – DACH, OpenAI: „Wir beobachten, dass Unternehmen, die anfangs einen kleinen Schubs brauchten, den Schritt von der Experimentierphase in den produktiven Einsatz vollziehen. Es geht längst nicht mehr nur um Chatbots, sondern darum, KI in gesamte Workflows und Systeme zu integrieren und damit Arbeit sowie Produkte deutlich zu verbessern. Für Unternehmensführungskräfte ist jetzt genau der richtige Moment, um zu sagen: Das ist nichts, wovor wir zurückschrecken – das ist unsere Chance. Es ist die Chance für europäische Gründer:innen und Unternehmen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und global wettbewerbsfähige KI-Produkte zu entwickeln.“

Tomáš Vočetka, Chief Technology Officer bei Omio: „Dieses Jahr dreht sich bei uns fast alles darum, KI-nativ zu werden. Das bedeutet, das Unternehmen – ziemlich alles, was wir tun – zu transformieren und KI-Agenten sowie KI-Lösungen in den Kern zu integrieren. Wir entwickeln uns von KI-Befähigung hin zu KI-Nativität. Der entscheidende Punkt ist nicht, dass KI Teams ersetzt, sondern dass sie die Reibungsverluste bei komplexer Arbeit reduziert, Teams dabei hilft, schneller von der Idee zur Umsetzung zu gelangen, Routinearbeit zu automatisieren und mehr Lösungen in kürzeren Zyklen zu testen.“

Daniel Khachab, Mitgründer und CEO von Choco: „Heute sind über 60 Prozent unseres Geschäfts KI-first. Wir lösen noch immer dieselben Probleme für unsere Kunden, wir glauben nur, dass KI sie besser lösen kann. Früher mussten alle Nutzer:innen das Interface erlernen. Heute können Menschen mit einem Computer so kommunizieren, wie sie mit einem Menschen kommunizieren.“

Tomas Vočetka, Chief Technology Officer bei Omio, während der Podiumsdiskussion „Language Models as Europe’s New Economic Infrastructure“. Credit: GITEX AI EUROPE

Partnerschaften ohne Grenzen fördern Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum

Ein weiterer Programmpunkt befasste sich mit der Frage, wie grenzüberschreitende Innovationspartnerschaften die regionale Wettbewerbsfähigkeit stärken und nachhaltiges Wirtschaftswachstum beschleunigen können. Das Panel „Cross-Border Innovation Corridors: From the Western Balkans to European and Global Markets“ widmete sich der Schnittstelle von Politik, Innovation und regionaler Zusammenarbeit. Regierungsminister aus Montenegro sowie Bosnien und Herzegowina diskutierten gemeinsam über neue Chancen für Innovation, Investitionen und industrielles Wachstum durch eine engere regionale Zusammenarbeit.

S.E. Marash Dukaj, Minister für öffentliche Verwaltung Montenegros: „Regionale Zusammenarbeit ist der Schlüssel, um gemeinsame Standards zu schaffen und innovative Lösungen im gesamten Westbalkan zu erproben und zu skalieren. Gemeinsam können wir Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wirtschaftswachstum stärken. Die öffentliche Verwaltung muss dabei nicht nur Regulierungsinstanz sein, sondern auch Wegbereiterin und Partnerin für Innovationen.“

Gemeinsam mit Innovationsverantwortlichen der United Nations Industrial Development Organization (UNIDO) erörterten die Teilnehmenden zudem, wie der Westbalkan seine Integration in europäische und globale Wertschöpfungsketten vertiefen kann. Im Fokus standen dabei grenzüberschreitende Partnerschaften, ein verbesserter Marktzugang sowie die Schaffung von Voraussetzungen für eine nachhaltige innovationsgetriebene wirtschaftliche Entwicklung.

S.E. Edin Forto, Minister für Kommunikation und Verkehr von Bosnien und Herzegowina: „Wir müssen Unternehmen, insbesondere Start-ups und kleinen Unternehmen aus aller Welt, vermitteln, dass es sich lohnt, im Westbalkan tätig zu sein. Wir müssen eine neue Vision für die Region als Wirtschaftsstandort und integrierte digitale Gemeinschaft entwickeln und sicherstellen, dass wir durch eine engere regionale Zusammenarbeit und die digitale Transformation als ein gemeinsamer Markt agieren.“

Die Vereinten Nationen fördern inklusive Innovation

Zu den Höhepunkten des Mittwochs gehörte zudem die Vorstellung der Aufgaben der United Nations Industrial Development Organization (UNIDO). Sie vernetzt europäische Innovatoren mit Schwellenmärkten und entwickelt nachhaltige Venture-Clienting-Modelle, um Lösungen zu skalieren, die zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen beitragen. Ergänzt wird dieses Engagement durch die Programme ONE World Sustainability Awards und ScaleX. Beide Programme waren zentrale Bestandteile des Auftritts der UNIDO auf der Veranstaltung.

Die ONE World Sustainability Awards zeichnen Start-ups und Innovatoren mit besonders wirkungsvollen und skalierbaren Lösungen für Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung aus. ScaleX ist das globale Innovationsprogramm der UNIDO, das Start-ups mit Märkten, Industriepartnern und Investoren vernetzt. Damit unterstützt ScaleX die Erprobung und Skalierung neuer Technologien über Ländergrenzen hinweg.

Adnan Šerić, Leiter des Innovation Labs bei UNIDO, erläuterte, wie das UNIDO-Programm ScaleX Scale-ups in Europa und darüber hinaus unterstützt. Zugleich zeigte er auf, wie internationale Organisationen den Marktzugang erleichtern, regulatorische Komplexität bewältigen und Innovatoren mit industrieller Nachfrage zusammenbringen können:

„Wir bewegen uns in Richtung von Korridoren zur Skalierung von Innovationen und schaffen Wege sowie Möglichkeiten, damit sich bewährte Lösungen grenzüberschreitend etablieren können. Indem wir Bedarfsträger, Innovatoren, die Industrie und Partner von Anfang an zusammenbringen, können wir den Weg von der Idee bis zur spürbaren Wirkung in der Praxis beschleunigen und diese Initiativen dabei unterstützen, Fuß zu fassen und zu wachsen.“

UN Women unterstrich die Bedeutung inklusiver Innovation und stellte elf von Frauen geführte Start-ups aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kasachstan, Kosovo, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien, der Türkei und der Ukraine auf der GITEX AI EUROPE vor. Mit Lösungen aus unterschiedlichen Branchen machte die Delegation das kontinuierliche Engagement von UN Women für die Förderung von Unternehmerinnen, den Zugang zu internationalen Märkten und innovationsgetriebenes Wirtschaftswachstum in Europa und darüber hinaus sichtbar.

Estland präsentiert die nächste Generation digitaler Identität

Estland zeigte, wie digital ausgerichtete öffentliche Dienstleistungen die europäische Gründungslandschaft verändern. Im Mittelpunkt stand das wegweisende e-Residency-Programm. Zugleich präsentierten die Vertreter:innen die nächste Entwicklungsstufe der staatlichen digitalen Identität, darunter eine künftige biometrische mobile Lösung. Langfristiges Ziel ist es, als erstes Land KI-Agenten offizielle digitale Identitäten bereitzustellen, damit vertrauenswürdige KI-Systeme innerhalb klar definierter und überprüfbarer Grenzen im Namen von Menschen und Unternehmen handeln können.

Mit mehr als 140.000 E-Residents aus 187 Ländern zeigt Estland, wie sichere digitale Identitäten, KI-fähige öffentliche Infrastruktur und nahtlose Online-Dienste Hürden für Gründungen abbauen, Europas digitale Wettbewerbsfähigkeit stärken und die nächste Generation digitaler Verwaltung mitgestalten können.

Liina Suvi Ristoja, Leiterin der strategischen Kommunikation bei e-Residency: „Estland hat ein Land geschaffen, in dem ein Unternehmen innerhalb weniger Minuten online gegründet, von überall aus geführt und grenzüberschreitend als vertrauenswürdig angesehen werden kann. Mit der Einführung der kartenlosen e-Residency im Jahr 2028 machen wir diesen Weg noch einfacher, sodass alle Unternehmer:innen weltweit Teil der digitalsten Wirtschaft Europas werden können. Wir haben diese Vision auf der GITEX AI Europe vorgestellt und gezeigt, was ein digitaler Staat Gründer:innen überall bieten kann.“

Credit: GITEX AI EUROPE

GITEX AI EUROPE bringt internationale Tech-Community in Berlin zusammen

Die zweite Ausgabe der GITEX AI EUROPE fand vom 30. Juni bis 1. Juli 2026 auf dem Gelände der Messe Berlin statt und vereinte mehr als 800 Unternehmen und Start-ups, über 600 Investor:innen sowie 280 Sprecher:innen aus aller Welt. Ausrichter ist KAOUN International, globaler Organisator des GITEX, dem weltweit größten Technologie- und KI-Messe-Netzwerk. Die Veranstaltung wurde unterstützt von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Berlin sowie Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie.

Bildcredit: GITEX AI EUROPE

Quelle PIABO Communications

Authentizität im Marketing: Wie können KMUs in Zeiten von AI Slop Vertrauen aufbauen?

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Authentizität für KMU: Mit visueller Identität Vertrauen schaffen Credit Bild: Nuthawut Somsuk / iStock

KI-Inhalte setzen das Vertrauen in Online-Inhalte unter Druck

Angesichts von Desinformation und teils massenhaft generierten KI-Inhalten (sog. AI Slop, KI Müll) steht das Vertrauen in Online-Inhalte stärker unter Druck als je zuvor. Aktuellen VisualGPS-Studien zufolge fällt es 72 % der deutschen Verbraucher schwer zu erkennen, ob ein Bild echt ist, während 84 % mehr Transparenz bei der KI-Bildgenerierung fordern. Für Marken bedeutet das: Vertrauen ist kein Selbstläufer mehr, sondern muss aktiv aufgebaut werden – durch klare Signale von Authentizität und Transparenz.

In diesem Zusammenhang kommt den im Marketing eingesetzten visuellen Elementen eine noch größere Bedeutung zu. Als oft wirkungsvollstes Mittel, um Aufmerksamkeit zu erregen, prägen sie den ersten Eindruck und setzen Maßstäbe für die wahrgenommene Glaubwürdigkeit. Dies gilt insbesondere für Branchen wie das Finanz- und Technologiewesen, in denen sich die Zielgruppen häufig mit komplexen Sachverhalten auseinandersetzen müssen. Ein spezialisierter Versicherungsmakler oder ein lokaler Vermögensverwalter muss beispielsweise nicht nur verstanden werden, sondern auch sofort Glaubwürdigkeit vermitteln – und das, bevor überhaupt ein Wort gelesen wurde.

Authentische visuelle Inhalte sind entscheidend, um die Identität eines Unternehmens zu kommunizieren. Sie bilden die Grundlage für eine Kommunikation, die als bewusst, unverwechselbar und wirklich vertrauenswürdig wahrgenommen wird.

Eine klare visuelle Identität bewusst einsetzen

Eine konsistente visuelle Identität war schon immer wichtig. Heute trägt sie noch stärker dazu bei, Glaubwürdigkeit zu schaffen. In einer digitalen Umgebung, die von einer hohen Informationsdichte geprägt ist, hilft ein gezielter Einsatz von Farben, Typografie und Bildsprache dabei, die Professionalität und Vertrauenswürdigkeit eines Unternehmens zu untermauern.

Dabei ist Authentizität wichtiger als Glanz. Eine zu perfekte Optik kann der Marke schaden. Minderwertige, massenproduzierte KI-Inhalte werden immer häufiger. Diese Inhalte zielen oft nur auf Aufmerksamkeit ab, statt einen Mehrwert zu liefern. Das Publikum reagiert mittlerweile sensibel darauf und erkennt, was sich übermäßig perfekt oder austauschbar anfühlt. Die Unvollkommenheiten des „Echten“ machen Marketinginhalte verständlicher. Tatsächlich bevorzugen 67 % der Deutschen echte oder authentische Bilder in Anzeigen.

Für KMU bedeutet das, lieber auf dokumentarische Bildsprache zu setzen und die Besonderheiten des eigenen Unternehmens sichtbar zu machen. Solche Bilder sind keine bloßen Markenassets, sondern Belege dafür, wie ein Unternehmen tatsächlich arbeitet. Mit der Zeit entsteht daraus ein visueller Stil, der glaubwürdig und unverwechselbar wirkt.

Authentische Bilder schaffen Vertrauen

Diese Ergebnisse zeigen eindeutig, dass das Publikum authentischen, von Menschen aufgenommenen Bildern mehr vertraut als KI-generierten Alternativen. Gefragt sind Inhalte, die eine persönliche Resonanz erzeugen und nahbar wirken.

Für KMU bedeutet das eine klare, kreative Ausrichtung. Ein familiengeführtes Logistikunternehmen könnte beispielsweise den Warenfluss in der Halle oder die Mitarbeitenden hinter der Auslieferung zeigen. Eine unabhängige Steuerkanzlei könnte den Alltag während der Steuerhochphase einfangen – Problemlösung, Konzentration und das Arbeitstempo hinter den Zahlen. Dabei geht es nicht um perfekt inszenierte Markenmomente, sondern um echte Belege für die eigene Leistung – um gelebte Realitäten.

Wenn Sie Ihre Kunden in die Geschichte Ihres Produkts einbeziehen, stellen Sie nicht nur die Qualität und Einzigartigkeit Ihres Unternehmens unter Beweis, sondern schaffen auch Vertrauen. So hinterlassen Sie einen bleibenden Eindruck und sorgen für Wiedererkennung.

Wiedererkennbarkeit stärkt die Marke

Während Authentizität Aufmerksamkeit schafft, sorgen Beständigkeit und Unverwechselbarkeit für Vertrauen. Ein einzelnes Bild kann authentisch wirken. Doch erst die Wiederholung einer klaren, stimmigen visuellen Linie signalisiert langfristige Zuverlässigkeit. Jeder Kontaktpunkt baut auf dem vorherigen auf und formt nach und nach ein Bild, das das Publikum wiedererkennt und mit dem es sich identifiziert. Die VisualGPS-Daten zeigen, dass für fast 94 % der Deutschen Authentizität wichtig ist. Doch der Begriff „echt sein“ wird inzwischen so inflationär verwendet, dass er an Wirkung verliert – er entwickelt sich eher zu einer Stilfrage als zu einem echten Spiegelbild der Markenwerte.

Die Flut an KI-generierten Inhalten und algorithmusgesteuerten Postings macht Marketing zunehmend austauschbar. Der Schlüssel zur Unverwechselbarkeit einer Marke liegt daher in einer bewussten Strategie, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Plattformen wie LinkedIn oder Instagram eignen sich hervorragend für unverwechselbares Storytelling. Hier können Startups oder KMU durch eine Mischung aus Bildern und Kurzvideos Einblicke hinter die Kulissen gewähren, Fortschritte dokumentieren und Kundengeschichten erzählen. Wenn diese Inhalte visuell aufeinander abgestimmt sind – sei es durch Tonalität, Bildaufbau, Farbgebung oder Perspektive – entsteht der Eindruck einer zusammenhängenden Geschichte.

Genau hier zeigt sich der entscheidende Unterschied: Authentizität weckt das Interesse der Menschen, doch erst Unverwechselbarkeit sorgt dafür, dass sie bleiben.

Glaubwürdigkeit als visuelle Währung

In einer Zero-Trust-Umgebung unterstützen visuelle Elemente die Kommunikation nicht nur, sondern prägen die Glaubwürdigkeit aktiv in Echtzeit. Für KMU bietet sich hier die Chance, Authentizität konsistent, klar und erkennbar zu machen. Das erfordert bewusste Entscheidungen: Zeigen Sie echte Menschen, stellen Sie echte Arbeit in den Vordergrund und bleiben Sie konsistent, stimmig und unverkennbar menschlich.

Credit Bild: Nuthawut Somsuk / iStock

Autor: Jacqueline Bourke, Senior Director of Creative für EMEA bei iStock

Als Senior Director of Creative für EMEA bei Getty Images & iStock arbeitet und leitet Jacqueline Bourke ein internationales Team aus Researchern, das kreative und regional relevante Inhalte auf Basis weltweiter sozioökonomischer, kultureller und technologischer Daten kuratiert. In Kombination mit den Kaufmustern der Getty Images-Kunden trägt die Arbeit des Teams dazu bei, visuelle Trends zu identifizieren und weiterzuentwickeln, die Marken im Rahmen des VisualGPS-Angebots besser mit ihren Zielgruppen verbinden.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Holidu übernimmt Gites.com

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Holidu übernimmt Gites.com: Ferienhausportal wächst in Europa Bild Johannes Siebers (CEO) und Michael Siebers (CTO), Mitgründer von Holidu (von links nach rechts). Bildnachweis: Renate Forster.

Erste Akquisition in den Niederlanden: Holidu übernimmt Gites.com und setzt europäische Wachstumsstrategie fort

Holidu übernimmt das niederländische Ferienhausportal Gites.com und setzt damit sein Wachstum in Europa fort. Es ist die erste Akquisition des Münchner Unternehmens in den Niederlanden und zugleich die 14. Transaktion im Rahmen der Übernahme- und Partnerschaftsstrategie. Die Übernahme folgt der Strategie von Holidu, etablierte regionale Ferienhausportale in die eigene Technologieplattform zu integrieren.

Spezialist für Frankreich-Urlaub aus den Niederlanden

Das 2001 in Rotterdam gegründete Portal Gites.com hat sich auf Ferienunterkünfte in Frankreich für Reisende aus den Niederlanden und Belgien spezialisiert. Die Plattform vermittelt rund 4.000 Unterkünfte, die überwiegend von Gastgebern aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich vermietet werden. Mit der Akquisition erweitert Holidu sein Angebot an Unterkünften in Frankreich und stärkt zugleich seine Position in den Niederlanden als einer der größten europäischen Quellmärkte für Frankreich-Reisen. Die Niederlande zählen bereits heute zu den wichtigsten Wachstumsmärkten des Unternehmens im Buchungsgeschäft. Gites.com bleibt als eigenständige Marke bestehen, das Team wird übernommen.

Gastgeber erhalten Zugang zu einer modernen Plattform, über die sie Buchungen und Einstellungen zentral verwalten können – unabhängig davon, ob die Buchungen über externe Kanäle oder die eigene Website eingehen. Das spart Zeit und reduziert den administrativen Aufwand. Ergänzt wird die Software durch lokale Expertenteams.

Gäste profitieren künftig von einer größeren Auswahl an Unterkünften in Frankreich und einer direkten Online-Buchung auf der vertrauten Plattform.

Wachstum durch lokale Marken und zentrale Technologie

Der europäische Ferienhausmarkt ist der größte weltweit. Zugleich befindet er sich im Wandel und die Anforderungen an Portale wachsen kontinuierlich: Regulatorische Vorgaben werden komplexer, Vertriebskanäle vielfältiger und die Erwartungen von Gästen und Gastgebern an digitale Lösungen steigen. Lokale Ferienhausportale genießen dabei meist großes Kundenvertrauen und verfügen über eine starke Reichweite in ihren Märkten. Gleichzeitig fehlt ihnen häufig die Größe, um die notwendigen Investitionen in Technologie und Infrastruktur eigenständig zu stemmen. Holidu übernimmt deshalb nicht nur Marken und Kundenbeziehungen, sondern integriert die Plattformen innerhalb weniger Monate vollständig in die eigene Technologieplattform.

Johannes Siebers, CEO und Mitgründer von Holidu: „Der europäische Ferienhausmarkt ist weiterhin stark fragmentiert und geprägt von zahlreichen lokalen Portalen, die über viele Jahre hinweg Vertrauen bei Gastgebern und Gästen aufgebaut haben. Durch unsere Präsenz in vielen Regionen und unsere gemeinsame Technologieplattform können wir Lösungen entwickeln, die ein regionaler Anbieter allein niemals umsetzen könnte. Unser Ziel ist es, Gastgebern und Gästen mehr Innovation, mehr Buchungen mit weniger Aufwand zu ermöglichen.“

Marijn Bom, CEO und Mitgründer von Gites.com: „Unser Ziel war es immer, das Vermieten von Ferienimmobilien für unsere Gastgeber so einfach und effektiv wie möglich zu machen. Der Markt ist komplexer geworden, und Holidu bietet die Werkzeuge und die Reichweite, um das professionell zu meistern. Unsere Gastgeber gewinnen dadurch mehr Sichtbarkeit und sparen manuelle Arbeit, ohne auf den persönlichen Support verzichten zu müssen, den sie kennen und schätzen.“

Holidu beschleunigt Übernahmen mit KI

Das Münchner Unternehmen hat für Akquisitionen ein eigenes Playbook entwickelt. Übernommene Marken bleiben bestehen, werden jedoch in die eigene Technologieplattform integriert. Nach Unternehmensangaben gelingt die Integration deutlich schneller als bei klassischen Plattformkonsolidierungen: Was früher Monate an Entwicklungs- und Migrationsaufwand kostete, ist heute oft in wenigen Wochen erledigt – manchmal sogar innerhalb weniger Tage. KI-gestützte Werkzeuge unterstützen die Due Diligence, automatisieren Datenmigrationen und erleichtern die Anbindung übernommener Portale an die zentrale Plattform.

Johannes Siebers: „Der Deal selbst war nie der schwierige Teil, die Migration danach schon. Früher hat sie Monate gedauert. Heute nimmt KI uns einen Großteil dieser Arbeit ab.“

Die Strategie zahlt sich zunehmend aus: Mit Gites.com tätigt das von den Brüdern Johannes und Michael Siebers gegründete Unternehmen bereits die 14. Übernahme. Zu den bisherigen Akquisitionen zählen unter anderem Gites.fr in Frankreich, Clubrural und Finca Mallorca in Spanien sowie Ferienwohnungen.de und Bestfewo.de in Deutschland.

Organisches Wachstum ergänzt die Übernahmestrategie

Holidu wurde von den Brüdern Johannes Siebers (CEO) und Michael Siebers (CTO) gegründet und startete ursprünglich als Buchungsplattform für Endkunden. Heute stammen mehr als 70 Prozent des Umsatzes aus der Plattform für Ferienwohnungsmanagement – also aus Software- und Serviceleistungen für organisch gewonnene Gastgeber sowie für Gastgeber, die über Akquisitionen hinzukommen.

Inzwischen verwaltet Holidu mehr als 60.000 Ferienunterkünfte in den wichtigsten europäischen Urlaubsdestinationen. Die Buchungsplattformen des Unternehmens erreichen jährlich über 100 Millionen Nutzerinnen und Nutzer.

Rund 30 Prozent des Unterkunftswachstums im Jahr 2026 stammen aus Akquisitionen. Der größere Anteil wird durch organisches Wachstum erzielt. Anfang des Jahres eröffnete das Unternehmen ein neues Büro in Straßburg, um Gastgeber im Elsass und in der Region Grand Est mit einem lokalen Expertenteam zu unterstützen. Derzeit baut Holidu seine Präsenz mit einem weiteren Standort in Kroatien aus. Europaweit betreibt Holidu inzwischen 29 Standorte mit mehr als 700 Mitarbeitenden. Weitere Expansionen in europäischen Märkten sind bereits geplant.

Bild Johannes Siebers (CEO) und Michael Siebers (CTO), Mitgründer von Holidu (von links nach rechts). Bildnachweis: Renate Forster.

Quelle Holidu GmbH

Elektro-Van mit über 700 Kilometern Reichweite

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Mercedes-Benz VLE: Elektrofahrzeug mit über 700 Kilometer Reichweite Bildcredits Mercedes-Benz AG

Mercedes-Benz VLE: Neuer Elektro-Van setzt auf Reichweite, Komfort und Flexibilität

Mercedes-Benz erweitert sein Angebot an Elektrofahrzeugen und präsentiert mit dem neuen VLE ein Modell, das den Komfort einer Limousine mit der Vielseitigkeit eines Vans verbindet. Der vollelektrische VLE bietet Platz für bis zu acht Personen und richtet sich an Familien, Unternehmen sowie Shuttle-Dienste. Mit einer Reichweite von über 700 Kilometern, einer Schnellladefunktion und modernen Assistenzsystemen will Mercedes-Benz den Alltag mit einem Elektrofahrzeug noch komfortabler gestalten.

Mehr als 700 Kilometer Reichweite für lange Fahrten

Der neue Mercedes-Benz VLE wurde für kurze Strecken im Alltag ebenso entwickelt wie für lange Reisen. Nach WLTP erreicht das Fahrzeug eine Reichweite von mehr als 700 Kilometern und gehört damit zu den reichweitenstärkeren Elektrofahrzeugen seiner Klasse.

Dank der 800-Volt-Technologie kann der Akku an einer Schnellladesäule innerhalb von nur 15 Minuten Energie für bis zu 355 Kilometer Reichweite aufnehmen. Das verkürzt Ladepausen deutlich und macht längere Fahrten entspannter.

Auch beim Energieverbrauch zeigt sich der VLE effizient. Mercedes-Benz gibt einen Verbrauch von weniger als 20 kWh pro 100 Kilometer an.

Flexibler Innenraum für Familie, Freizeit und Beruf

Der Mercedes-Benz VLE bietet je nach Ausstattung bis zu acht Sitzplätze. Die Sitze lassen sich verschieben oder – je nach Variante – vollständig herausnehmen. Dadurch kann der Innenraum flexibel an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden.

Wer zusätzlichen Stauraum benötigt, profitiert von einem Ladevolumen von bis zu 4.078 Litern. Damit eignet sich das Fahrzeug beispielsweise für Familienurlaube, den Transport von Sportausrüstung oder größere Einkäufe.

Ab 2027 soll außerdem eine Langversion des VLE erhältlich sein, die noch mehr Platz im Innenraum bietet.

Komfort und Wendigkeit im Alltag

Trotz seiner Größe soll sich der VLE leicht fahren lassen. Dafür sorgen unter anderem die optionale AIRMATIC-Luftfederung sowie die Hinterachslenkung. Sie reduziert den Wendekreis auf 10,9 Meter und erleichtert das Rangieren in engen Straßen oder Parkhäusern.

Auf längeren Strecken soll die Luftfederung für ein ruhiges und komfortables Fahrgefühl sorgen. Das Fahrwerk passt sich automatisch an Beladung und Straßenverhältnisse an.

Moderne Assistenzsysteme und digitale Technik

Der Mercedes-Benz VLE verfügt über zahlreiche Assistenzsysteme, die Fahrerinnen und Fahrer im Alltag unterstützen. Dazu gehören unter anderem Systeme zum Abstandhalten, Spurhalten und Einparken.

Im Innenraum kommt das neue Mercedes-Benz Operating System MB.OS zum Einsatz. Es steuert Navigation, Infotainment und Fahrzeugfunktionen und wird regelmäßig per Over-the-Air-Update aktualisiert.

Optional ist der MBUX Superscreen erhältlich. Für die Passagiere im Fond steht zudem ein großer ausfahrbarer Bildschirm zur Verfügung, der Streaming, Videokonferenzen oder Spiele ermöglicht.

Vielseitig einsetzbar

Der neue VLE richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen. Familien profitieren vom variablen Innenraum und dem großen Platzangebot. Unternehmen können das Fahrzeug als Shuttle nutzen, während Freizeitaktive ausreichend Stauraum für Fahrräder oder Campingausrüstung erhalten.

Mit einer Anhängelast von bis zu 2,5 Tonnen eignet sich der Elektro-Van außerdem zum Ziehen von Wohnwagen, Boots- oder Pferdeanhängern. Elektrische Schiebetüren erleichtern zusätzlich das Ein- und Aussteigen.

Marktstart des Mercedes-Benz VLE

Mit dem VLE baut Mercedes-Benz sein Angebot an Elektrofahrzeugen weiter aus. Das Modell kombiniert hohe Reichweite, schnelle Ladezeiten, moderne Assistenzsysteme und einen variablen Innenraum. Damit positioniert sich der Elektro-Van als vielseitige Lösung für Familien, Unternehmen und alle, die ein komfortables Elektrofahrzeug für Alltag und Langstrecken suchen.

Bildcredits Mercedes-Benz AG

Quelle Bild und Text Mercedes-Benz AG

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