Freitag, Januar 16, 2026
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KI Geschäftsideen 2026: Welche Modelle wirklich tragen

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KI Geschäftsideen 2026: Welche Modelle wirklich tragen

Key Takeaways

  • Künstliche Intelligenz ist 2026 breit nutzbar, was neuen Geschäftsideen Raum gibt.
  • Die Nachfrage nach KI Geschäftsideen kommt nicht mehr aus Innovationsabteilungen, sondern aus operativen Bereichen wie Buchhaltung und Kundenservice.
  • Unternehmen erwarten funktionierende Lösungen, die klare Anforderungen erfüllen, besonders aufgrund des EU AI Act.
  • Niedrige Einstiegskosten und realistische Modelle zeichnen den europäischen KI-Markt ab 2026 aus.
  • Gründer sollten sich auf Dienstleistungen und Nischenprodukte konzentrieren, während Investoren Wert auf Datenzugang und Kundenbindung legen.

KI Geschäftsideen 2026: Warum das Zeitfenster jetzt offen ist

Künstliche Intelligenz hat 2026 ihren experimentellen Charakter verloren. Die Technologie ist nicht mehr neu, aber sie ist erstmals breit nutzbar. Für Gründer bietet sich speziell in diesem Jahr die Chance auf KI Geschäftsideen 2026. Genau das ist der entscheidende Punkt. Nicht das nächste Modell entscheidet über Erfolg, sondern die Fähigkeit, KI sauber in bestehende Geschäftsprozesse zu integrieren.

KI Geschäftsideen 2026 entstehen deshalb nicht mehr im Forschungskontext, sondern im operativen Alltag von Unternehmen. Dort, wo Zeit fehlt, Kosten steigen und qualifizierte Fachkräfte schwer zu finden sind. Die Nachfrage kommt nicht aus Innovationsabteilungen, sondern aus Buchhaltung, Vertrieb, Kundenservice und Geschäftsführung.

Der unternehmerische Reiz liegt im Timing. Die Werkzeuge sind ausgereift, die Einstiegskosten niedrig, der Markt offen. Gleichzeitig ist der Hype abgeklungen. Kunden erwarten funktionierende Lösungen, keine Visionen. Das schafft Raum für realistische, belastbare Geschäftsmodelle.

Markt und Kontext: Von der Forschung zur Anwendung

Der europäische KI-Markt ist Anfang 2026 klar in der Kommerzialisierungsphase angekommen. Erhebungen von Bitkom und der EU-Kommission zeigen, dass rund ein Drittel der deutschen Unternehmen KI produktiv einsetzt oder sich kurz vor dem Rollout befindet. Der entscheidende Wandel: KI wird nicht mehr als Innovationsprojekt geführt, sondern als Effizienz- und Kostenthema.

Ein oft missverstandener Faktor ist die Regulierung. Der EU AI Act wird häufig als Bremsklotz diskutiert. Tatsächlich sorgt er vor allem für Klarheit. Da wesentliche Teile der Verordnung im August 2026 vollständig wirksam werden, können Unternehmen heute verbindlich planen. Für Gründer bedeutet das: weniger rechtliche Grauzonen, klar definierte Anforderungen und neue Beratungsbedarfe.

Parallel verändert sich die Arbeitswelt. Nebenberufliche Gründungen, Solo-Selbstständigkeit und kleine Agenturmodelle sind gesellschaftlich akzeptiert. Viele KI Geschäftsideen 2026 lassen sich mit überschaubarem Kapital starten und schrittweise ausbauen, ohne sofort auf Venture Capital angewiesen zu sein.

KI Geschäftsideen 2026 im Content- und Medienmarkt

KI-Content-Agentur: Effizienz statt Textfabrik

Der Bedarf an Inhalten wächst weiter, während Marketingbudgets unter Druck stehen. Startups und KMU benötigen Sichtbarkeit, können aber keine klassischen Redaktionen finanzieren. Die KI-Content-Agentur setzt genau hier an.

Das Modell basiert auf KI-gestützter Vorproduktion, kombiniert mit redaktioneller Kontrolle, SEO-Optimierung und Branchenverständnis. Monatliche Pauschalen ab etwa 500 Euro sind im Mittelstand realistisch. Der entscheidende Wettbewerbsvorteil liegt nicht im Tool, sondern im Prozess. Eigene Briefings, Datenbestände und ein klarer Stil schaffen Differenzierung.

Nischen-Newsletter mit KI-Unterstützung

Newsletter haben sich als stabiles Erlösmodell etabliert, vor allem in klar umrissenen Themenfeldern. KI unterstützt Recherche, Zusammenfassungen und Struktur, ersetzt aber keine journalistische Einordnung.

Erfolgreich sind Formate, die Entscheidern Orientierung bieten: Förderprogramme, Marktüberblicke oder regulatorische Updates. Monetarisiert wird über Abos, Sponsoring oder Affiliate-Modelle. Die technische Einstiegshürde ist niedrig, der Aufbau von Vertrauen bleibt die größte Herausforderung.

Synthetische Medien und automatisierte Video-Produktion

Video bleibt das stärkste Content-Format, ist aber zeit- und kostenintensiv. KI-basierte Tools senken die Produktionskosten deutlich. Erklärvideos, Produktdemos oder Schulungsinhalte lassen sich ohne Studio umsetzen.

Agenturen und Freelancer bieten diese Leistungen zunehmend standardisiert an. Preise zwischen 200 und 500 Euro pro Video gelten im B2B-Umfeld als marktüblich. Für Gründer entsteht ein gut skalierbares Dienstleistungsmodell mit klar kalkulierbaren Abläufen.

KI Geschäftsideen 2026 für Dienstleistungen und Beratung

KI-Agenten für KMU statt klassischer Chatbots

Der einfache Chatbot ist 2026 nur noch ein Einstieg. Gefragt sind KI-Agenten, die eigenständig Aufgaben ausführen: Termine buchen, Daten aus ERP- oder CRM-Systemen abrufen oder einfache Prozesse automatisiert anstoßen.

Gerade KMU profitieren davon, weil sie keine eigenen IT-Abteilungen unterhalten. Low-Code- und No-Code-Plattformen ermöglichen individuelle Setups ohne hohe Entwicklungskosten. Monetarisiert wird über Einrichtungsgebühren und laufende Betreuung. Datenschutz, Dokumentation und AI-Act-Konformität sind fester Bestandteil des Angebots.

KI-Personal-Assistenten für Unternehmer

Virtuelle Assistenten haben sich weiterentwickelt. KI übernimmt Vorarbeit, Menschen sichern Qualität und Kontext. E-Mails vorsortieren, Recherchen vorbereiten, Reports zusammenstellen – vieles läuft automatisiert.

Anbieter verkaufen monatliche Pakete zwischen 100 und 300 Euro. Das Modell skaliert über Standardisierung und Volumen. Entscheidend ist die Zuverlässigkeit im Tagesgeschäft, nicht technischer Spielraum.

KI-Beratung für Startups und Mittelstand

Viele Unternehmen wissen, dass KI relevant ist, aber nicht, wo sie konkret ansetzen sollen. Beratungsangebote fokussieren sich daher auf Prozessanalyse, Tool-Auswahl und Wirtschaftlichkeit.

Ein wachsender Hebel ist das Thema Nachhaltigkeit. KI kann beim CSRD-Reporting unterstützen, etwa durch automatisierte Datenauswertung oder Entwürfe für Nachhaltigkeitsberichte. Für viele KMU ist das 2026 ein akuter Engpass – und ein klarer Markteintrittspunkt für spezialisierte Anbieter.

KI Geschäftsideen 2026 im Produkt- und Plattformgeschäft

Print-on-Demand mit KI-Designs

KI senkt die Kosten für kreative Arbeit drastisch. Bücher, Notizhefte oder Textildesigns lassen sich automatisiert erstellen und über Plattformen vertreiben. Die Startkosten liegen oft unter 100 Euro.

Der Markt ist kompetitiv, aber nicht geschlossen. Erfolgreich sind Anbieter mit klarer Zielgruppenansprache und solider Vermarktung. Nischenwissen ist hier wichtiger als technischer Vorsprung.

Branchenspezifische KI-SaaS

Standardsoftware stößt in spezialisierten Branchen schnell an Grenzen. Daraus entstehen Chancen für kleine, fokussierte SaaS-Lösungen, etwa für Fördermittelanalysen, Ladeinfrastruktur oder Terminplanung.

Low-Code-Tools verkürzen die Entwicklungszeit erheblich. Abomodelle sorgen für planbare Umsätze. KI Geschäftsideen 2026 in diesem Segment sind anspruchsvoller, bieten aber langfristig die größte Skalierbarkeit.

KI Geschäftsideen 2026 Chancen und Risiken für Gründer und Investoren

Die Chancen liegen in der Kombination aus niedrigen Einstiegskosten und realer Nachfrage. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck zu. Viele Modelle sind leicht kopierbar, wenn kein klarer Mehrwert entsteht.

Ein zentraler Schutzfaktor sind eigene Datenbestände. Proprietäre Datensätze, Branchenwissen oder integrierte Workflows schaffen einen Burggraben. Wer lediglich Tools weiterreicht, bleibt austauschbar.

Für Investoren zählen wiederkehrende Umsätze und Spezialisierung. Dienstleistungsmodelle sind schnell profitabel, SaaS-Ansätze benötigen mehr Zeit, bieten dafür höhere Skalierungspotenziale.

Praxisbeispiele aus dem deutschen Markt

Viele erfolgreiche Modelle entstehen abseits der großen Tech-Hubs. Regionale Anbieter bedienen Handwerksbetriebe, mittelständische Unternehmen oder öffentliche Programme. KI-Agenten für lokale Dienstleister, Content-Services für Industrieunternehmen oder Beratungen im Förderumfeld sind typische Beispiele.

Auffällig ist: Erfolgreiche Gründer starten selten mit Technologie. Sie beginnen mit einem konkreten Problem und setzen KI pragmatisch ein. Das trennt nachhaltige Geschäftsmodelle von kurzfristigen Trends.

Fazit: Realistische Chancen statt KI-Euphorie

KI Geschäftsideen 2026 bieten unternehmerische Chancen, aber keine Abkürzung. Der Markt belohnt Klarheit, saubere Umsetzung und echtes Prozessverständnis.

Für Gründer sind Dienstleistungen und Nischenprodukte ein sinnvoller Einstieg. Investoren sollten weniger auf Schlagworte achten als auf Datenzugang, Vertrieb und Kundenbindung.

KI ist 2026 Infrastruktur. Kein Selbstzweck. Wer sie wirtschaftlich einordnet und diszipliniert nutzt, kann tragfähige Unternehmen aufbauen.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – GamePixel

KI Kinderbuch: Mit Amazon KDP Geld verdienen

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KI Kinderbuch: Mit Amazon KDP Geld verdienen

Key Takeaways

  • Ein KI Kinderbuch kann profitabel sein, erfordert jedoch Kombination von Technologie und unternehmerischer Disziplin.
  • Amazon KDP ist attraktiv für Kinderbücher, da es niedrige Einstiegshürden und hohe Tantiemen bietet.
  • KI-generierte Inhalte sind erlaubt, müssen aber klar deklariert werden, um Beschwerden und Qualitätsmängel zu vermeiden.
  • Erfolgreiche Kinderbücher zeichnen sich durch Nischenfokus, hochwertige Texte und ansprechende Illustrationen aus.
  • Die Veröffentlichung allein reicht nicht; Sichtbarkeit erfordert saubere Metadaten, Werbung und langfristige Qualitätssicherung.

Der neue Traum vom passiven Einkommen

Ein paar Texteingaben, automatisch erzeugte Bilder, ein schneller Upload bei Amazon – und schon fließt das Geld. So klingt es in vielen Videos und Kursen rund um das Thema KI und Selfpublishing. Die Realität ist deutlich nüchterner. Ja, mit einem KI Kinderbuch lässt sich Umsatz erzielen. Aber nur dann, wenn technologische Möglichkeiten mit unternehmerischer Disziplin zusammentreffen.

Kinderbücher gehören seit Jahren zu den stabileren Segmenten im Selfpublishing. Eltern kaufen regelmäßig, häufig mehrfach im Jahr, und achten stärker auf Inhalt als auf den Autorennamen. Gleichzeitig ist der Markt sensibel: Sprache, Bilder und Botschaften werden kritisch geprüft. Genau hier zeigt sich, warum Künstliche Intelligenz zwar Prozesse beschleunigt, aber kein Geschäftsmodell ersetzt.

Warum Amazon KDP für Kinderbücher attraktiv ist

Amazon KDP bietet niedrige Einstiegshürden. Es gibt keine Druckauflage, keine Lagerkosten, keinen klassischen Vertrieb. Autoren erhalten bei E-Books – innerhalb bestimmter Preisgrenzen – bis zu 70 Prozent Tantiemen. Bei Printbüchern bleibt nach Abzug der Druckkosten eine kalkulierbare Marge.

Für Gründer ist das interessant, weil sich Inhalte testen lassen, ohne große Vorabinvestitionen. Besonders gut funktionieren thematisch fokussierte Reihen. Statt eines einzelnen Titels entsteht ein kleines Portfolio, das sich gegenseitig Sichtbarkeit verschafft. Ein sorgfältig produziertes KI Kinderbuch kann Teil einer solchen Mini-Marke werden, sofern es inhaltlich überzeugt und visuell professionell wirkt.

KI Kinderbuch: Was Amazon erlaubt – und was nicht

Amazon hat 2023 auf die Flut automatisch erzeugter Inhalte reagiert und seine Richtlinien konkretisiert. KI-generierte Texte, Bilder oder Übersetzungen sind erlaubt, müssen aber beim Upload offengelegt werden. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen „KI-generiert“ und „KI-assistiert“. Wer komplette Inhalte von einem Tool erzeugen lässt, muss dies angeben. Wer KI nur für Ideen, Korrekturen oder Stilvorschläge nutzt, fällt in der Regel nicht darunter.

Alle bestehenden Regeln bleiben bestehen. Urheberrechte, Markenrechte und Persönlichkeitsrechte müssen eingehalten werden. Inhalte dürfen nicht wie Kopien bekannter Werke wirken. Gerade bei Kinderbüchern greift Amazon schneller durch, wenn Beschwerden eingehen oder Qualitätsmängel auffallen.

Ein zusätzlicher Aspekt wird oft übersehen: KI-generierte Bilder genießen nach aktueller Rechtslage in mehreren wichtigen Märkten, darunter den USA, häufig keinen klassischen Urheberrechtsschutz. Das bedeutet nicht, dass sie frei von Rechten wären, wohl aber, dass Exklusivität schwerer durchsetzbar ist. Wer langfristig Figuren oder eine wiedererkennbare Bildwelt etablieren will, sollte diesen Punkt strategisch mitdenken.

Amazon hat zudem tägliche Upload-Limits eingeführt. Sie sollen verhindern, dass der Marktplatz mit nahezu identischen Büchern überschwemmt wird. Wer auf Masse setzt, stößt schnell an diese Grenzen.

Marktanalyse: Warum Masse nicht mehr funktioniert

Der Kinderbuchmarkt auf Amazon ist dicht besetzt. Tausende Titel konkurrieren um Aufmerksamkeit, viele davon offensichtlich automatisiert erstellt. Diese Bücher verkaufen sich kaum und beschädigen das Vertrauen der Käufer.

Erfolgreich sind klar positionierte Nischen: Gute-Nacht-Geschichten für bestimmte Altersstufen, emotionale Bildung im Kindergartenalter oder erste Sachthemen wie Umwelt oder Technik. In solchen Segmenten kann ein KI Kinderbuch funktionieren, wenn Sprache, Dramaturgie und Gestaltung stimmig sind.

Hinzu kommt ein algorithmischer Effekt. Schlechte Rezensionen wirken langfristig. Bücher, die wegen unsauberer Bilder oder holpriger Texte früh negativ bewertet werden, verlieren dauerhaft an Sichtbarkeit. Qualität ist damit kein weicher Faktor, sondern eine harte wirtschaftliche Größe.

KI Kinderbuch: Von der Idee bis zur fertigen Story

Der häufigste Fehler entsteht ganz am Anfang. Viele beginnen mit dem Tool, nicht mit der Zielgruppe. Sinnvoller ist klassische Recherche: Welche Kategorien sind relevant? Welche Altersangaben dominieren? Welche Preise akzeptieren Käufer?

Erst danach wird die KI zum Werkzeug. Sprachmodelle können beim Plot helfen, bei der Struktur oder beim Vereinfachen der Sprache. Gute Ergebnisse entstehen nicht in einem Durchlauf, sondern Szene für Szene. Ein überzeugendes KI Kinderbuch braucht einen klaren Spannungsbogen, wiedererkennbare Figuren und eine Sprache, die Kinder wirklich erreicht.

Der menschliche Eingriff bleibt entscheidend. Namen, Humor, kulturelle Bezüge und pädagogische Feinheiten lassen sich nicht automatisieren. Wer hier nicht selbst redigiert, produziert austauschbare Ware.

Illustrationen: Der unterschätzte Erfolgsfaktor

Im Kinderbuch entscheiden Bilder über Kauf oder Abbruch. KI-Tools liefern schnell Ergebnisse, aber selten konsistente Figuren. Erfolgreiche Selfpublisher arbeiten mit festen Beschreibungen, identischen Stilvorgaben und manueller Nachbearbeitung.

Für den Druck gilt eine klare technische Vorgabe: hohe Auflösung, saubere Farben, klare Kontraste. Viele Projekte scheitern daran, dass Bilder am Bildschirm gut aussehen, im Print aber unscharf wirken. Ein professionell gestaltetes KI Kinderbuch erkennt man daran, dass Text und Bild eine Einheit bilden.

Layout, Formatierung und technische Umsetzung

Amazon definiert genaue Spezifikationen für Formate und Dateitypen. Quadratische oder querformatige Bücher sind möglich, aber nicht jede Kombination ist für jede Druckoption zugelassen. Fehler im Layout führen zu Ablehnungen oder schlechter Darstellung.

Viele nutzen einfache Werkzeuge wie Canva oder Präsentationssoftware. Entscheidend sind große Schrift, viel Weißraum und kurze Textblöcke. Kinder lesen nicht linear, sie orientieren sich visuell. Technik ist hier kein Nebenthema, sondern Teil der Produktqualität.

KI Kinderbuch: Geld verdienen jenseits des Uploads

Die Veröffentlichung ist nur der Anfang. Sichtbarkeit entsteht über saubere Metadaten, relevante Suchbegriffe und – in vielen Fällen – Werbung. Amazon Ads sind kein Muss, beschleunigen aber den Start. Externe Kanäle wie Instagram oder TikTok können ergänzen, wenn sie inhaltlich passen.

Der Einstieg ist vergleichsweise günstig, aber nicht kostenlos. Für KI-Tools, Layout-Software und erste Werbetests sollten Gründer realistisch mit einem niedrigen dreistelligen Eurobetrag rechnen. Wer Print ernst nimmt, investiert zusätzlich Zeit in Korrekturen und Testdrucke. Ein KI Kinderbuch wird wirtschaftlich interessant, wenn mehrere Titel vom gleichen Setup profitieren.

Chancen und Risiken für Gründer und Investoren

Die Chance liegt in der Skalierung von Wissen. Wer einmal versteht, wie Themenwahl, Gestaltung und Vermarktung zusammenspielen, kann wiederholbare Ergebnisse erzielen. Die Fixkosten bleiben überschaubar.

Das Risiko liegt in Regulierung und Qualitätsdruck. Amazon passt Regeln an, sperrt Konten und reagiert sensibel auf Beschwerden. Abkürzungen rächen sich schnell. Ein KI Kinderbuch ist kein anonymes Nischenprodukt, sondern ein sensibles Kulturgut mit klaren Erwartungen.

Fazit: Technologie ersetzt kein Urteilsvermögen

Künstliche Intelligenz verändert das Publishing spürbar. Sie beschleunigt Prozesse und senkt Einstiegshürden. Sie hebt jedoch keine Grundregeln auf.

Ein erfolgreiches KI Kinderbuch entsteht aus Recherche, redaktioneller Sorgfalt und unternehmerischem Denken. Wer das akzeptiert, findet in Amazon KDP ein funktionierendes, aber anspruchsvolles Geschäftsmodell. Wer auf Masse statt Klasse setzt, bleibt unsichtbar.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – volkovslava

Warum entscheiden sich immer mehr Menschen bewusst für Convenience beim Essen?

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prepmymeal proteinreiche Fertiggerichte gesunde Ernährung prepmymeal teambild stehend

prepmymeal entwickelt proteinreiche Fertiggerichte, die gesunde Ernährung alltagstauglich, unkompliziert und geschmackvoll machen

Wie würden Sie prepmymeal und die Menschen dahinter denjenigen vorstellen, die Ihr Unternehmen noch nicht kennen?

prepmymeal ist aus einer einfachen Idee entstanden: Gesunde Ernährung sollte nicht kompliziert sein. Wir entwickeln proteinreiche Fertiggerichte, die wirklich schmecken und gleichzeitig das liefern, was der Körper braucht, ohne dass man dafür stundenlang in der Küche stehen muss.
Unser Team weiß, wie es ist, zwischen Arbeit, Sport und Alltag jonglieren zu müssen. Deshalb haben wir Mahlzeiten geschaffen, die nicht nur praktisch sind, sondern auf die man sich auch geschmacklich freuen kann. Unser Ansatz verbindet Lebensmitteltechnologie mit einem klaren Verständnis für die Anforderungen aktiver Menschen: Ob im beruflichen Alltag, beim Training oder in der Regenerationsphase, unsere Gerichte unterstützen gezielt einen gesundheitsbewussten Lebensstil.

Dabei setzen wir auf Transparenz bei den Inhaltsstoffen, durchdachte Nährstoffprofile und einen Geschmack, der sich von industrieller Massenware deutlich abhebt. Jedes Gericht durchläuft einen strukturierten Entwicklungsproess, in dem Nährwert, Haltbarkeit und Genuss gleichermaßen berücksichtigt werden. Keine Kompromisse bei den Zutaten, keine Tricks mit künstlichen Ersatzstoffen, nur ausgewogene Mahlzeiten, die tatsächlich satt und zufrieden machen.
Was uns antreibt? Die Überzeugung, dass gute Ernährung zugänglich sein sollte. Für alle, die sich bewusst ernähren wollen, aber nicht jeden Tag Zeit zum Kochen haben. Mit prepmymeal bekommst du genau das: hochwertige & funktionale Mahlzeiten, die in deinen Alltag passen, unkompliziert, verlässlich und mit echtem Geschmack.

Was hat Sie ursprünglich motiviert, ein Angebot für gesunde und proteinreiche Fertiggerichte aufzubauen?

Die Idee zu prepmymeal entstand aus eigener Erfahrung: Wir alle kennen das Dilemma zwischen gesunder Ernährung und einem vollen Terminkalender. Also haben wir uns den Markt genauer angeschaut und schnell gemerkt, dass proteinreiche Fertiggerichte oft entweder geschmacklich enttäuschen oder ernährungsphysiologisch nicht überzeugen.
Genau hier wollten wir ansetzen. Unsere Motivation war es, Gerichte zu entwickeln, die wir selbst gerne essen würden: nahrhaft, funktional, lecker und ohne Kompromisse bei der Qualität. Mahlzeiten, die den Körper nach dem Training unterstützen, im stressigen Arbeitsalltag satt machen und dabei wirklich gut schmecken.
Wir haben prepmymeal gegründet, weil wir überzeugt sind, dass gesunde Ernährung nicht kompliziert sein muss. Es braucht einfach Produkte, die funktionieren, für Menschen, die sich bewusst ernähren wollen, aber nicht jeden Abend in der Küche stehen können oder wollen.

Welche Vision verfolgt prepmymeal und wie wollen Sie diese in einem wachsenden Convenience Markt erreichen?

Unsere Vision ist klar: Wir möchten die erste Wahl für gesunde und proteinreiche Fertiggerichte sein und dabei die Ernährungsgewohnheiten unserer Kundinnen & Kunden positiv verändern. Wir glauben daran, dass gute Ernährung im Alltag ankommen muss, nicht nur in der Theorie, sondern auf dem Teller. Deshalb entwickeln wir Gerichte, die es unseren Kundinnen & Kunden leichter machen, ihre Ziele zu erreichen: ob mehr Energie im Job, bessere Regeneration nach dem Sport oder einfach das gute Gefühl, sich vernünftig zu ernähren.
Dabei wollen wir nicht nur wachsen, sondern auch vorangehen: mit Produkten, die durch Qualität überzeugen, mit transparenten Prozessen und mit einem nachhaltigen Ansatz, der die Zukunft im Blick behält. Unser Ziel ist es, dass gesunde Ernährung zur selbstverständlichen Wahl für immer mehr Menschen wird.

Wie hat sich der Trend zu gesünderer, proteinreicher Ernährung auf Ihr Geschäftsmodell ausgewirkt?

Der Trend hin zu einer gesunden, proteinreichen Ernährung hat unser Geschäftsmodell maßgeblich beeinflusst und verstärkt. Er hat uns dazu motiviert, unser Produktangebot weiterzuentwickeln und an die steigende Nachfrage nach funktionellen und nährstoffreichen Mahlzeiten anzupassen. Wir haben die Vorteile einer ausgewogenen Ernährung erkannt, sowohl für Menschen mit einem aktiven Lebensstil als auch für diejenigen, die eine gesunde Ernährung in ihren Alltag integrieren möchten. Dieser Trend hat uns auch dazu angeregt, noch mehr auf Nachhaltigkeit und qualitativ hochwertige Zutaten zu setzen, was uns von herkömmlichen Fertiggerichten abhebt.

Welche Zielgruppen greifen besonders häufig zu Ihren Gerichten und welche Bedürfnisse stehen dabei für Sie im Vordergrund?

Unsere Kundinnen und Kunden sind vielfältiger, als man zunächst denken mag: Natürlich sprechen wir Fitness-Enthusiasten an, die gezielt auf ihre Makronährstoffe achten. Aber genauso erreichen wir Berufstätige, die zwischen Meetings keine Zeit für vernünftige Mahlzeiten haben, Eltern, die nach praktischen Lösungen für die ganze Familie suchen, und alle, die sich bewusster ernähren möchten, ohne dafür zum Ernährungsexperten werden zu müssen.
Was diese Menschen verbindet? Sie wollen keine Kompromisse eingehen – weder beim Geschmack noch bei der Qualität, und schon gar nicht bei ihren gesundheitlichen Zielen. Für uns steht deshalb die Balance im Vordergrund: Gerichte, die nährstoffreich sind, gut schmecken und sich unkompliziert in jeden Alltag integrieren lassen. Ob es darum geht, nach dem Sport zu regenerieren, im Job konzentriert zu bleiben oder einfach ein gutes Gefühl beim Essen zu haben – wir wollen Mahlzeiten liefern, die genau das möglich machen.

Was macht Ihre Produkte aus Ihrer Sicht einzigartig im Vergleich zu klassischen Fertiggerichten?

Was prepmymeal unterscheidet, ist unser kompromissloser Ansatz: Wir machen keine Abstriche bei der Qualität und setzen bewusst auf hochwertige, oft auch teurere Zutaten. Während klassische Fertiggerichte häufig auf Kostendruck optimiert werden, gehen wir den umgekehrten Weg, weil wir überzeugt sind, dass man das schmeckt und spürt.
Gleichzeitig optimieren wir unsere Nährwerte gezielt: hoher Proteingehalt, moderate Kalorien und kein zugesetzter Zucker. Damit helfen wir, eines der größten westlichen Gesundheitsprobleme anzugehen – Übergewicht, hohen Zuckerkonsum und die damit verbundenen Folgeerkrankungen. Das ist für uns mehr als ein Produktmerkmal, das ist eine Verantwortung.

Jedes unserer Gerichte entsteht in enger Abstimmung mit Ernährungsexperten. Dabei achten wir darauf, dass nicht nur die Nährwerte stimmen, sondern auch der Geschmack überzeugt. Denn eine Mahlzeit, die zwar gesund ist, aber nicht schmeckt, ist keine Lösung. Unser Anspruch geht über „schnell und praktisch“ hinaus: Wir wollen echte Mahlzeiten liefern, die den Körper unterstützen und auf die man sich freuen kann. Gerichte, die man guten Gewissens isst – weil man weiß, was drin ist und weil sie tatsächlich das halten, was sie versprechen.

Wie gehen Sie mit den Herausforderungen der Skalierung und des hohen Wettbewerbsdrucks im Ready to Eat-Markt um?

Der Ready-to-Eat-Markt ist hart umkämpft und wächst schnell – das wissen wir. Aber genau das spornt uns an, besser zu sein. Statt uns vom Wettbewerb einschüchtern zu lassen, investieren wir gezielt in Produkte, die uns helfen, Qualität und Effizienz zusammenzubringen. Unser Fokus liegt darauf, uns klar zu positionieren: durch Produkte, die wirklich überzeugen, und durch Transparenz in allem, was wir tun. Unsere Kundinnen & Kunden sollen genau wissen, was sie bekommen und warum es sich lohnt, sich für prepmymeal zu entscheiden. Dabei setzen wir nicht auf einmalige Effekte, sondern auf kontinuierliche Weiterentwicklung. Wir hören zu, lernen dazu und passen unsere Produkte an. Immer mit dem Ziel, nicht nur mitzuhalten, sondern voranzugehen. So schaffen wir es, uns von der Masse abzuheben und den steigenden Ansprüchen unserer Kundinnen und Kunden gerecht zu werden.

Welche Rolle spielt TV-Werbung für Markenbekanntheit und das Vertrauen der Konsumenten?

TV-Werbung ist für uns ein neuer Kanal, der bereits nach wenigen Monaten gute Ergebnisse zeigt. Sie hilft uns, unsere Zielgruppen über die bisher dominierende Social-Media-Präsenz hinaus deutlich auszubauen und Menschen zu erreichen, die wir online vielleicht nicht in gleicher Weise ansprechen würden.
Gerade wenn es darum geht, Vertrauen aufzubauen und als Marke sichtbar zu werden, gibt uns TV die Möglichkeit, ein breites Publikum zu erreichen und zu zeigen, wofür prepmymeal steht: für Qualität, Transparenz und echte Mahlzeiten, die in den Alltag passen. In einem Markt, in dem Vertrauen entscheidend ist, können wir so direkt mit Menschen sprechen, nicht nur rational, sondern auch emotional.

Wir wollen zeigen, dass gesunde Ernährung kein Verzicht ist, sondern eine Entscheidung, die sich gut anfühlt und die das Leben leichter macht. Gleichzeitig nutzen wir diese Plattform, um das Bewusstsein für ausgewogene Ernährung zu stärken und zu vermitteln, dass es einfache Lösungen gibt, ohne Kompromisse bei Geschmack oder Qualität.

Wie entwickeln Sie Ihre Produktpalette weiter, um dem steigenden Anspruch nach gesunden und alltagstauglichen Mahlzeiten gerecht zu werden?

Unsere Produktpalette entwickeln wir eng mit unseren Kundinnen & Kunden und der Community weiter, immer mit Blick auf das, was wirklich gebraucht wird und was sich in der Ernährungswelt tut. Dabei geht es uns nicht nur um Trends, sondern um echte Alltagstauglichkeit: Gerichte, die gesund und proteinreich sind, sich aber auch schnell und unkompliziert zubereiten lassen. In Zukunft werden wir weiter verstärkt auf individualisierte Ernährungslösungen setzen und gezielt auf spezielle Ernährungsanforderungen und Ziele eingehen – ob Abnehmen, Muskelaufbau, Low Carb, glutenfrei, vegan oder andere Bedürfnisse.
Unser Ziel ist es, noch mehr Menschen anzusprechen, ohne dabei unseren Qualitätsanspruch aufzugeben. Gleichzeitig wollen wir mutig bleiben: neue Geschmackskombinationen ausprobieren, innovative Zutaten einsetzen und Mahlzeiten kreieren, die überraschen. Denn eine gute Ernährung darf nie langweilig werden und die Ansprüche unserer Kundinnen und Kunden werden wir weiterhin ernst nehmen und mit durchdachten Produkten beantworten.

Welche Entwicklungen oder Expansionen plant prepmymeal für die kommenden Jahre?

Wir haben ehrgeizige Pläne für die nächsten Jahre, sowohl bei unseren Produkten als auch geografisch. Aktuell arbeiten wir an der Entwicklung neuer Produktkategorien, um den ganzen Tag unserer Kundinnen und Kunden abzudecken, vom Frühstück bis zum Abendessen und darüber hinaus. Natürlich immer mit dem gleichen Anspruch an Qualität und Nährwert. Parallel dazu expandieren wir weiter in neue Märkte. Nach erfolgreichen Launches in Österreich, der Schweiz, Frankreich und Italien haben wir für das kommende Jahr weitere Länder im Blick.

Was uns dabei bestärkt: Der globale Trend zu gesunder Convenience ist real, und wir sehen auch in neuen Märkten eine sehr gute Traktion mit unserem Konzept. Die Nachfrage nach hochwertigen, proteinreichen Fertiggerichten wächst nicht nur in Deutschland, sondern europaweit und darauf wollen wir aufbauen. Unser Ziel ist es, prepmymeal als feste Größe im europäischen Markt zu etablieren und dabei konsequent an unseren Werten festzuhalten: Qualität, Transparenz und echte Mahlzeiten, die den Alltag unserer Kundinnen & Kunden einfacher machen.

Wie wichtig ist Ihnen der Gedanke der Consumer Education gerade im Zusammenhang mit der aktuellen Debatte über Bezeichnungen für pflanzliche oder alternative Produkte?

Consumer Education ist für uns ein sehr wichtiger Aspekt, insbesondere im Hinblick auf die sich wandelnde Ernährungskultur. Wir setzen uns dafür ein, unseren Kundinnen & Kunden fundierte Informationen über die Nährwerte, Zutaten und Vorteile unserer Produkte zur Verfügung zu stellen. Uns ist es wichtig, dass Konsumenten bewusst Entscheidungen treffen können, die ihren Gesundheitszielen und ihrem Lebensstil entsprechen. Klarheit und Transparenz bei der Kennzeichnung von Produkten sind uns dabei ebenso wichtig wie die Aufklärung über gesunde Ernährungsgewohnheiten.

Welche drei Ratschläge möchten Sie Gründerinnen und Gründern geben, die ein Lebensmittel-Startup aufbauen wollen.

Konsumentenorientierung: Lerne deine Zielgruppe wirklich kennen. Nicht oberflächlich, sondern in der Tiefe: Was brauchen diese Menschen tatsächlich? Welche Probleme willst du lösen? Entwickelt Produkte, die echten Mehrwert schaffen, keine Features um der Features willen, sondern Lösungen, die im Alltag spürbar sind.

Qualität und Innovation: Kompromisse bei der Qualität rächen sich früher oder später. Setze von Anfang an auf das Beste, was du liefern kannst und bleibe dabei hungrig. Innovation bedeutet nicht, jeden Trend mitzumachen, sondern mutig zu sein, wo es zählt, und sich dort vom Wettbewerb abzuheben, wo es für deine Kundinnen und Kunden einen Unterschied macht.

Geduld und Ausdauer: Ein Startup aufzubauen ist ein Marathon, kein Sprint. Es wird Rückschläge geben, Momente, in denen nichts so läuft wie geplant. Bleibe geduldig, aber nicht starr. Flexibilität und die Bereitschaft, dazuzulernen und sich anzupassen, sind genauso wichtig wie Durchhaltevermögen. Langfristiges Wachstum entsteht nicht über Nacht, aber mit Konsequenz und der richtigen Balance zwischen Beharrlichkeit und Anpassungsfähigkeit.

Bild: Teambild @ prepmymeal

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie viel Leistungspotenzial geht im Trainingsalltag ungenutzt verloren?

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Athlete Labs Performance Ernährung im Profisport Philipp Majewski Founder Athlete Labs Photograph Nick Ibanez Wagner

Athlete Labs entwickelt eine KI-gestützte Plattform, die Coaches und Athleten dabei unterstützt, Ernährung, Trainingsbelastung und Performance datenbasiert zu steuern

Wie entstand die Idee zu Athlete Labs und wer sind die Menschen hinter der Plattform?

Die Idee zu Athlete Labs entstand direkt aus der Praxis unseres Gründerteams: Wir sind zwei Trainer und ein aktiver Sportler. Aus Athletensicht war der Aufwand, einen wirklich passenden Ernährungsplan zu erstellen, enorm. Ernährung musste täglich an Trainingsbelastung, Spieltage und individuelle Bedürfnisse angepasst werden – im Alltag war das zeitlich kaum realistisch und oft mit vielen Kompromissen verbunden.

Gleichzeitig standen die Trainer vor dem Problem, trotz Erfahrung und täglicher Beobachtung oft nicht genau zu wissen, wie ihre Spieler an einem bestimmten Tag wirklich „drauf sind“ und warum es zu Leistungseinbrüchen kommt. Belastung, Regeneration, Ernährung und subjektives Empfinden wurden selten gemeinsam betrachtet. Das ist auch im Leistungssport oftmals der traurige Alltag. Genau aus dieser Lücke heraus entstand Athlete Labs – mit dem Ziel, diese Bereiche systematisch zusammenzuführen.

Was ist die übergeordnete Vision von Athlete Labs und wie möchten Sie diese im professionellen Sportumfeld erreichen?

Unsere Vision ist es, den globalen Standard für evidenzbasierte Performance-Steuerung und intelligente Ernährungsoptimierung im Sport zu setzen. Ziel ist es, bessere Entscheidungen zu ermöglichen – nicht durch mehr Daten, sondern durch die richtigen Informationen zur richtigen Zeit. Im professionellen Umfeld erreichen wir das, indem wir bestehende Prozesse unterstützen, statt sie zu ersetzen. Athlete Labs übersetzt Trainings- und Belastungsdaten in konkrete Handlungsempfehlungen für Ernährung, Regeneration und Trainingssteuerung und fügt sich nahtlos in bestehende Arbeitsweisen ein. Das natürlich für verschiedene Sportarten.

Wie unterstützen Sie Coaches und Athleten konkret dabei, Ernährung, Performance und Trainingsbelastung smarter zu managen?

Athlete Labs verknüpft die wichtigsten Parameter in einem performance Hub. Coaches erhalten einen strukturierten Überblick über Spielerstatus, Belastungstrends und mögliche Risikosignale. Athleten bekommen klare Leitplanken für ihren Alltag – abgestimmt auf Training, Spieltage und individuelle Zielsetzungen. Dabei setzen wir bewusst auf Reduktion. Statt vieler isolierter Kennzahlen fokussieren wir uns auf die wissenschaftlich nachweisbaren und relevanten Parameter. Automatisierte Check-ins, Statusübersichten und strukturierte Workflows reduzieren manuellen Aufwand und sorgen für mehr Konsistenz im gesamten Staff.

Welche Zielgruppen sprechen Sie mit Ihrer KI-gestützten Lösung an und welche Bedürfnisse stehen dabei im Vordergrund?

Unsere primäre Zielgruppe sind aktuell leistungsorientierte Sportmannschaften an der Schnittstelle zum Leistungssport. Perspektivisch richten wir uns klar auf den Profisport. Gleichzeitigt unterstützen unsere Partnervereine dabei, dort hinzukommen.

Im Fokus stehen Zeitersparnis für Coaches, bessere Entscheidungsgrundlagen im Betreuerstab und eine klare, alltagstaugliche Orientierung für Athleten – insbesondere bei großen Kadern und begrenzten Ressourcen.

Was macht Athlete Labs einzigartig im Vergleich zu anderen Tools für Performance und Nutrition Management?

Athlete Labs verbindet Ernährung, Wellbeing und Trainingsbelastung in einem praxisnahen Workflow. Während viele Lösungen reine Tracking- oder Analyse-Tools sind, übersetzen wir Daten in konkrete Handlungsempfehlungen für den Trainingsalltag.

Unsere KI wird gezielt eingesetzt, um Informationen zu strukturieren, Empfehlungen zu personalisieren und manuelle Arbeit zu reduzieren – stets auf sport- und ernährungswissenschaftlicher Grundlage und mit klarem Fokus auf Umsetzbarkeit.

Mit welchen Herausforderungen sind Sie im Aufbau von Athlete Labs bislang konfrontiert gewesen und wie sind Sie damit umgegangen?

Eine zentrale Herausforderung war es, ein leistungsfähiges System zu entwickeln, das gleichzeitig einfach nutzbar bleibt. Trainerteams haben wenig Zeit und sehr unterschiedliche Arbeitsweisen. Deshalb setzen wir konsequent auf Pilotprojekte, kurze Feedbackschleifen und iterative Entwicklung mit realen Teams.

Auch der Umgang mit verschiedenen Datenquellen erfordert klare Priorisierung. Unser Ansatz ist es, aus vielen potenziellen Datenpunkten wenige robuste Kernparameter zu identifizieren, die tatsächlich Entscheidungsrelevanz besitzen.

Wie stellen Sie sicher, dass die Kombination aus Wellbeing Monitoring und Trainingsload-Management für Athleten wirklich alltagstauglich bleibt?

Alltagstauglichkeit ist ein zentrales Entwicklungsprinzip. Wir setzen auf kurze Routinen, schlanke Abfragen und klar strukturierte Auswertungen, die sich schnell erfassen lassen.

Zudem unterscheiden wir klar zwischen Athleten- und Coach-Perspektive. Athleten brauchen Einfachheit und Orientierung, Coaches Übersicht und Kontext. So vermeiden wir Überforderung und fördern langfristige Nutzung. Die Nutzer sollen keinen wöchentlichen Mehraufwand haben, sondern innerhalb von wenigen Minuten wissen, was Sache ist.

Welche Weiterentwicklungen planen Sie aktuell für Ihre Plattform. Welche Funktionen sind für die nächsten Monate besonders wichtig?

In den kommenden Monaten fokussieren wir uns auf drei Punkte: die Integration weiterer Datenquellen (GPS-/Wearabletrackern), den Ausbau der Coach-Dashboards und die Erweiterung des Staff-Zugriffs.

Künftig sollen auch Physiotherapeuten und Teamärzte gezielt eingebunden werden, um die vereinsinterne Kommunikation zu verbessern und Entscheidungen noch besser abzustimmen.

Wie möchten Sie langfristig dazu beitragen, die Arbeit von Coaches zu vereinfachen und das Leistungsniveau von Athleten zu steigern?

Langfristig wollen wir Coaches mehr Zeit für das Wesentliche geben: Training gestalten, Menschen führen und Leistung entwickeln. Athlete Labs automatisiert Routinen und bündelt Informationen.

Für Athleten bedeutet das mehr Konstanz, bessere Verfügbarkeit und individuell angepasste Abläufe. Im Leistungssport entscheidet nicht die einzelne Einheit, sondern die Summe vieler guter Wochen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein technologiebasiertes Produkt im Sportbereich entwickeln?

Erstens: Entwickelt für den Alltag, nicht für die Demo.
Zweitens: Daten müssen Entscheidungen verbessern, nicht nur gesammelt werden.
Drittens: Bindet Nutzer früh ein und iterieret konsequent.

Sie sind Teil des Pioneers Club. Wie hat Athlete Labs von dieser Mitgliedschaft bisher profitiert?

Der größte Mehrwert lag im intensiven Mentoren-Coaching. Das Feedback zu Produktfokus, Positionierung und Strategie hat uns stark vorangebracht.

Zusätzlich hat das Ranking- und Challenge-System einen positiven Leistungsdruck erzeugt, der unsere Umsetzung beschleunigt hat.

Welche Angebote des Pioneers Club nutzen Sie besonders häufig. Etwa Coworking, Weiterbildung, Community oder den Zugang zum Netzwerk?

Am intensivsten nutzen wir die Mentoring- und Coaching-Angebote. Die Qualität des Feedbacks war für unsere Entwicklung entscheidend. Ohne den Input wären wir nicht so weit, wie wir jetzt sind.

Wie unterstützt Sie die Atmosphäre des Pioneers Club dabei, Athlete Labs weiterzuentwickeln und neue Kooperationen zu knüpfen?

Die Atmosphäre, ähnlich wie im Sport sehr leistungsorientiert. Durch Challenges, ehrliches Feedback und Mentoren-Coaching entsteht ein Umfeld, das Umsetzung fördert und schnelle Fortschritte ermöglicht. Neid oder Negativität – Fehlanzeige. Ziel jedes Gründers, ist es, sich gegenseitig zu helfen, zu pushen und gemeinsam (über sich hinaus) zu wachsen.

Bild Philipp Majewski Founder Athlete Labs Bildcredits/ Fotograf: Photograph Nick Ibanez Wagner

Wir bedanken uns bei Philipp Majewski für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

2026 Zeit zum Resümieren und neu fokussieren

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2026 Gründerinnen und Gründer setzen Fokus genieriert mit ChatGPT Frau und Mann am Tisch sitzend

2026 als Moment der unternehmerischen Reflexion

Der Beginn des Jahres 2026 ist für viele Gründerinnen und Gründer weniger ein Startschuss als ein Innehalten. Nach einem fordernden Jahr entsteht Raum, um Abstand zu gewinnen und das eigene Handeln einzuordnen. Diese Phase der unternehmerischen Reflexion ist kein Zeichen von Stillstand, sondern eine notwendige Grundlage für bewusste Entscheidungen.

StartupValley beobachtet, dass der Jahresanfang zunehmend als Gelegenheit genutzt wird, um Fragen zu stellen, die im operativen Alltag oft zu kurz kommen. Was hat im vergangenen Jahr wirklich Wirkung entfaltet. Wo wurde Energie gebunden, ohne nachhaltigen Mehrwert zu schaffen. Und welche Annahmen verdienen eine ehrliche Neubewertung.

Rückblick als Grundlage für Gründerinnen und Gründer

Für Gründerinnen und Gründer ist der Blick zurück ein zentrales Instrument, um Klarheit zu gewinnen. Der Rückblick hilft dabei, Muster zu erkennen und Prioritäten zu überprüfen. Nicht jede Entscheidung war richtig, nicht jedes Projekt erfolgreich. Doch genau darin liegt der Wert dieser Phase.

Unternehmerische Reflexion bedeutet, Erfahrungen nicht zu bewerten, sondern zu nutzen. Viele Gründerinnen und Gründer stellen fest, dass zu viele parallele Vorhaben langfristig mehr schaden als nutzen. Der Jahresbeginn 2026 bietet die Chance, aus dieser Erkenntnis Konsequenzen zu ziehen.

Fokus setzen als bewusste Entscheidung im Jahr 2026

Aus der Reflexion entsteht der Wunsch, klarer zu arbeiten. Fokus setzen wird für viele Gründerinnen und Gründer zu einem zentralen Thema im Jahr 2026. Dabei geht es nicht um Verzicht, sondern um Konzentration auf das Wesentliche.

Welche Produkte tragen wirklich. Welche Zielgruppen sind relevant. Und welche Prozesse unterstützen langfristige Entwicklung. Fokus setzen heißt, Entscheidungen nicht länger aufzuschieben, sondern bewusst zu treffen. Diese Klarheit wirkt stabilisierend und schafft Orientierung für Teams wie für externe Partner.

Was Gründerinnen und Gründer bewusst anders machen wollen

Viele Gründerinnen und Gründer nutzen 2026, um gezielt Veränderungen vorzunehmen. Dabei geht es selten um radikale Neuanfänge, sondern um präzise Anpassungen. Kommunikation wird klarer, Entscheidungswege transparenter und Erwartungen realistischer formuliert.

Auch der Umgang mit Tempo wird reflektierter. Schnelligkeit bleibt wichtig, wird aber nicht mehr automatisch mit Fortschritt gleichgesetzt. Unternehmerische Reflexion führt dazu, dass Phasen der Entschleunigung als produktiv erkannt werden. Fokus setzen bedeutet hier, Energie gezielt einzusetzen, statt sie zu verteilen.

Unternehmerische Reflexion jenseits des operativen Drucks

Der Alltag vieler Startups ist geprägt von To-do-Listen, Deadlines und kurzfristigen Anforderungen. Gerade deshalb ist unternehmerische Reflexion ein bewusster Gegenpol. Sie schafft Raum für strategisches Denken und langfristige Perspektiven.

Gründerinnen und Gründer, die sich diese Zeit nehmen, berichten von größerer Klarheit in ihren Entscheidungen. Der Jahresbeginn 2026 bietet die seltene Gelegenheit, diesen Reflexionsraum bewusst zu nutzen und in den unternehmerischen Alltag zu integrieren.

Fokus setzen für nachhaltige Zusammenarbeit

Fokus wirkt nicht nur auf strategischer Ebene, sondern auch im Team. Klare Prioritäten erleichtern Zusammenarbeit und reduzieren Unsicherheit. Gründerinnen und Gründer erkennen zunehmend, dass Orientierung ein entscheidender Faktor für Motivation und Eigenverantwortung ist.

Fokus setzen bedeutet in diesem Zusammenhang auch, Verantwortung klar zu verteilen und Erwartungen transparent zu machen. Diese Klarheit stärkt die Zusammenarbeit und schafft Vertrauen.

Resümieren als Stärke für Gründerinnen und Gründer

Resümieren ist keine Schwäche, sondern eine unternehmerische Stärke. Der Jahresbeginn 2026 lädt dazu ein, innezuhalten und bewusst zu ordnen. Für Gründerinnen und Gründer ist dies ein Moment, um das eigene Handeln nicht nur fortzusetzen, sondern weiterzuentwickeln.

Unternehmerische Reflexion und Fokus setzen gehen dabei Hand in Hand. Wer weiß, was war, kann besser entscheiden, was kommt. 2026 beginnt für viele nicht mit großen Versprechen, sondern mit klaren Fragen. Genau darin liegt die Chance dieses Moments.

Bild mit ChatGPT generiert

Die Startup Szene 2025 Eine Standortbestimmung zwischen Realität und Reife

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Startup Szene 2025 Gründungen und Zukunft im RealitätscheckFoto/Quelle: stock.adobe.com – Vasyl

Ein Jahr der leisen Erkenntnisse für Gründer Investoren und das Ökosystem

Die Startup Szene blickt auf ein Jahr zurück, das weniger von Euphorie als von ehrlicher Selbstbeobachtung geprägt war. 2025 hat gezeigt, was trägt, was überdacht werden muss und welche Erwartungen sich nicht erfüllt haben.

Startup Szene 2025 Ein Jahr der leisen Erkenntnisse

2025 war für die Startup Szene kein Jahr der großen Versprechen, sondern eines der stilleren Erkenntnisse. Nach Jahren der Überhitzung folgte eine Phase der Nüchternheit, die vielen Beteiligten gutgetan hat. Gründerinnen und Gründer, Investoren und Beobachter mussten akzeptieren, dass Wachstum nicht um jeden Preis funktioniert und dass echte Innovation Zeit, Struktur und Durchhaltevermögen braucht.

Die Szene wirkte insgesamt erwachsener. Entscheidungen wurden vorsichtiger getroffen, Geschäftsmodelle kritischer auf ihre Tragfähigkeit geprüft und Visionen stärker mit der wirtschaftlichen Realität abgeglichen. Der Wunsch nach Skalierung blieb bestehen, verlor jedoch seinen Absolutheitsanspruch. Stattdessen rückten Substanz, Nachhaltigkeit und tatsächlicher Nutzen stärker in den Mittelpunkt.

Startup Szene 2025 Zwischen Reifeprozess und neuer Realität

Die Startup Szene 2025 befindet sich sichtbar in einem Übergang. Viele Narrative der vergangenen Jahre verloren an Bedeutung, während neue Maßstäbe entstanden. Nicht mehr die Geschwindigkeit allein entschied über Erfolg, sondern die Fähigkeit, sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen.

Diese neue Realität zeigte sich auch im Selbstverständnis vieler Gründerinnen und Gründer. Unternehmertum wurde weniger als Sprint verstanden, sondern als langfristige Aufgabe. Die Bereitschaft, Annahmen zu hinterfragen und Geschäftsmodelle anzupassen, wurde zu einer zentralen Kompetenz.

Gründungen 2025 Warum neue Unternehmen anders entstehen

Auch 2025 wurde gegründet, und das in bemerkenswerter Kontinuität. Doch die Motivation hinter vielen Gründungen hat sich verändert. Neue Unternehmen entstanden seltener aus dem Wunsch nach schnellem Exit oder maximaler Bewertung, sondern häufiger aus dem Bedürfnis, konkrete Probleme zu lösen.

Ob in der Digitalisierung von Arbeitsprozessen, in der Gesundheitsversorgung oder im Energiesektor viele Gründungen setzten auf pragmatische Anwendungen statt auf große Visionen. Das Bild des glamourösen Startup Lebens verlor weiter an Strahlkraft, während unternehmerische Verantwortung an Bedeutung gewann. Wer 2025 gründete, tat dies oft mit klaren Vorstellungen über Markt, Kunden und Finanzierung.

Startup Szene 2025 und Künstliche Intelligenz Vom Hype zur Anwendung

Künstliche Intelligenz blieb auch 2025 das dominierende Technologiethema innerhalb der Startup Szene. Doch der Umgang damit wurde selbstverständlicher. Die Frage lautete nicht mehr, ob KI eingesetzt wird, sondern wie sinnvoll und verantwortungsvoll ihr Einsatz gestaltet ist.

Ein Blick in die Praxis verdeutlicht diesen Wandel. Während früher Startups Aufmerksamkeit erhielten, die vor allem neue Benutzeroberflächen über bestehenden Modellen entwickelten, rückten 2025 spezialisierte Anwendungen in den Vordergrund. Lösungen für Logistik, Handwerk oder Industrie überzeugten durch Integration in bestehende Systeme und durch messbare Effizienzgewinne. Künstliche Intelligenz wurde damit vom Zukunftsversprechen zum Werkzeug des Alltags.

Gründungen und Finanzierung 2025 Ein neues Verständnis von Wachstum

Die Finanzierungslage blieb 2025 anspruchsvoll. Kapital war vorhanden, doch es floss gezielter und langsamer. Investorinnen und Investoren verlangten belastbare Zahlen, realistische Wachstumspläne und Teams mit echter Branchenexpertise.

Für viele Gründungen bedeutete dies längere Entscheidungsprozesse und eine stärkere Fokussierung auf Effizienz. Gleichzeitig stärkte diese Entwicklung jene Unternehmen, die wirtschaftlich solide aufgestellt waren. Die Startup Szene 2025 wurde dadurch weniger laut, aber stabiler in ihrer Substanz.

Startup Szene 2025 Erfolg jenseits von Unicorns

Auch ohne große Schlagzeilen war 2025 für viele Startups ein erfolgreiches Jahr. Unternehmen wuchsen organisch, festigten ihre Marktposition oder entwickelten sich zu verlässlichen Partnern für Mittelstand und Industrie.

Erfolg wurde neu definiert. Nicht jede Firma strebte nach symbolträchtigen Bewertungen oder internationaler Expansion. Stabilität, Kundenzufriedenheit und nachhaltige Entwicklung galten zunehmend als erstrebenswerte Ziele. Diese Verschiebung prägte das Selbstverständnis der Startup Szene 2025 nachhaltig.

Offene Fragen für Gründungen in Deutschland

Trotz der erkennbaren Reife blieben zentrale Herausforderungen bestehen. Der Zugang zu Kapital in frühen Phasen ist für viele Gründungen außerhalb großer Zentren weiterhin schwierig. Auch die Vielfalt in Teams und Führungspositionen entwickelt sich langsamer als erhofft.

Hinzu kommen regulatorische Anforderungen und komplexe Förderstrukturen, die junge Unternehmen ausbremsen. Diese Faktoren zeigen, dass Unternehmergeist allein nicht ausreicht, wenn strukturelle Rahmenbedingungen nicht Schritt halten.

Die Zukunft der Startup Szene nach 2025

Der Blick auf die Zukunft der Startup Szene ist vorsichtig optimistisch. 2025 hat gezeigt, dass Qualität vor Geschwindigkeit steht und dass nachhaltige Gründungen auf realistischen Annahmen basieren müssen.

Ob aus dieser neuen Nüchternheit dauerhaft stabile Unternehmen entstehen, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Klar ist jedoch, dass die Startup Szene aus 2025 mit mehr Erfahrung, größerer Klarheit und einem geschärften Blick auf die Zukunft hervorgeht.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – Vasyl

Warum Verkäufer öfter springen sollten statt abzuwarten

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Preiserhöhung im Verkauf Warum der Preis Mut brauchtOliver Schumacher Verkaufstrainer

Mut zur Preiserhöhung

In vielen Unternehmen gibt es diese eine Wahrheit, über die ungern gesprochen wird: Die Preise müssten längst rauf. Und zwar deutlich. Alle wissen es. Die Zahlen zeigen es. Die Kostenentwicklung sowieso. Trotzdem schieben viele Anbieter das Thema vor sich her. Erst ist der Kunde angeblich nicht bereit. Dann steht ein Projekt an. Dann scheint der Zeitpunkt unpassend. So rinnt Woche um Woche davon, und mit jeder Woche wächst der innere Druck. Denn die Erkenntnis ist ja da: Je länger die Erhöhung hinausgeschoben wird, desto unangenehmer wird das Gespräch.

Die eigentliche Bremse hat selten etwas mit Sachlichkeit zu tun. Es ist Angst. Angst vor Ärger. Angst vor Diskussionen. Angst, einen Kunden zu verlieren, den man nicht verlieren möchte. Darum wird aufgeschoben, geschoben, beruhigt. Man wartet auf den perfekten Moment. Doch der kommt nicht. Wer zu lange wartet, verliert nicht nur Marge, sondern auch ein Stück Selbstachtung. Denn am Ende geht es um die Frage: Steht der Vertriebsmitarbeiter zu seinem Wert, oder nicht?

Haltung zuerst Argumente danach

Wer über Preise sprechen will, braucht innere Klarheit. Ohne diese Klarheit wirkt jede Formulierung unsicher. Kunden merken das sofort. Man muss nicht erklären, man muss verstehen. Was genau hat sich verändert? Was ist heute besser? Welche Mehrwerte gab es im letzten Jahr, die der Kunde vielleicht gar nicht mehr bewusst wahrnimmt? Sobald diese Punkte für den Vertriebsmitarbeiter selbst klar sind, entsteht Ruhe. Und mit Ruhe kommt Souveränität.

Fakten wirken stärker als lange Reden

Viele Vertriebsmitarbeiter verlieren sich in endlosen Ausführungen. Sie möchten verständlich sein, werden aber dadurch schwerer. Kunden brauchen keine Vorlesung, sondern Orientierung. Kurze, ehrliche Sätze haben viel mehr Kraft. Zum Beispiel: „Unsere Kosten sind spürbar gestiegen. Wir haben Qualität und Leistung stabil gehalten. Darum brauchen wir eine Anpassung.“ Mehr braucht es oft nicht. Der Satz ist klar. Er ist nicht feindselig. Er sagt, was Sache ist. Fertig.

Information statt Entschuldigung

Viele Gespräche kippen schon im ersten Satz. „Ich muss Ihnen leider mitteilen …“ – und schon schrumpft der Vertriebsmitarbeiter vor sich selbst. Es klingt nach Bitte um Verständnis, nicht nach geschäftlicher Entscheidung. Eine andere Haltung entsteht, wenn die Botschaft neutral formuliert wird: „Ich informiere über unsere neuen Konditionen.“ Das ist weder hart noch weich. Es ist sachlich. Und danach: einen Moment warten. Aushalten. Der Kunde braucht diese Stille, um das Gehörte einzuordnen. Wer weiterredet, redet oft die eigene Aussage klein.

Wenn Einwände kommen

Einwände sind normal. Kein Kunde freut sich über höhere Preise. „Zu teuer.“ „Dann schaue ich mich woanders um.“ Gerade in diesen Momenten zeigt sich, wie stabil jemand steht. Kunden testen nicht aus Bosheit, sondern weil sie wissen wollen, ob der Vertriebsmitarbeiter selbst an die Erhöhung glaubt. Wenn das Fundament wackelt, bricht alles zusammen.

Ruhige, schlichte Antworten wirken in solchen Momenten am besten. „Ich verstehe, dass das eine Veränderung ist.“ oder „Wir geben nur weiter, was sich bei uns verändert hat.“ Kein Kampf. Kein Druck. Keine Verteidigung. Ein sachlicher Ton zeigt Verlässlichkeit. Und Verlässlichkeit ist oft wertvoller als ein Prozent Rabatt.

Die Angst vor dem großen Verlust

Fast jeder Vertriebler kennt diese innere Stimme. Sie sagt: „Wenn ich den Preis erhöhe, bin ich weg.“ Doch die Erfahrung zeigt etwas anderes. Die meisten Kunden bleiben. Nicht wegen der Höhe des Preises, sondern wegen der Zusammenarbeit. Weil Dinge funktionieren. Weil Vertrauen da ist. Wer nur Preis kauft, bleibt ohnehin nie lange. Wer Wert sieht, bleibt. Und wer sich fair behandelt fühlt, bleibt erst recht.

Nach der Preiserhöhung ist nicht Schluss

Viele atmen nach dem Gespräch auf, um dann erst einmal abzutauchen. Bloß keinen erneuten Kontakt. Bloß keine Reaktion abwarten. Doch gerade jetzt ist Präsenz wichtig. Wer sich nach einer Preiserhöhung zurückzieht, überlässt dem Kunden sein eigenes Kopfkino. Besser: aktiv bleiben. Kurz melden. Nutzen stiften. Zeigen, dass man die Zusammenarbeit nicht abgehakt sieht, sondern weiterhin ernst nimmt. Das stabilisiert die Beziehung.

Mut zur Preiserhöhung hat wenig mit Härte zu tun. Es ist eine Frage der inneren Haltung. Wer an seinen Wert glaubt, wirkt glaubwürdig. Wer glaubwürdig wirkt, findet Akzeptanz. Preissteigerungen sind Teil eines gesunden Geschäfts. Kunden akzeptieren das, wenn sie spüren: Hier spricht jemand, der weiß, was er tut. Und genau das trennt starke Verkäufer von jenen, die sich selbst zu klein machen.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Trade Republic erreicht 12,5 Milliarden Euro Bewertung

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Trade Republic erreicht 12,5 Milliarden Euro Bewertung

Trade Republic: Wie ein Berliner Fintech Europas Anlegerkultur neu definiert

Manchmal erzählt eine Zahl mehr als jede Pressemitteilung. 12,5 Milliarden Euro zum Beispiel. So hoch wird Trade Republic nach einer neuen Secondary-Transaktion bewertet. Und plötzlich wird klar: Hier geht es längst nicht mehr um eine schicke Trading-App für Millennials – sondern um nichts Geringeres als einen tiefgreifenden Wandel der europäischen Anlegerkultur.

Die Berliner Neobank hat in einer 1,2 Milliarden Euro schweren Secondary-Runde Anteile von Frühphaseninvestoren übernommen. Angeführt wurde die Transaktion von Founders Fund, flankiert von etablierten Tech-Investoren wie Sequoia, Accel, TCV und Thrive Capital. Neu an Bord sind globale Schwergewichte wie Wellington Management, GIC, Fidelity und Khosla Ventures – ergänzt durch Lingotto Innovation sowie Aglaé, die technologieorientierte Investmentfirma der Familie Arnault.

Ein Investorenkreis, der deutlich macht: Trade Republic ist im internationalen Finanz-Ökosystem angekommen – und wird dort sehr ernst genommen.

Ein Milliarden-Deal ohne Kapitalnot

Was diese Runde besonders macht, ist weniger ihre Größe als ihr Charakter. Trade Republic braucht das Kapital nicht. Das Unternehmen ist seit drei Jahren profitabel, wächst aus eigener Kraft und finanziert sich operativ selbst. Die aktuelle Transaktion ist eine klassische Secondary-Runde: Bestehende Investoren kaufen Anteile von frühen Geldgebern.

Für Startups gilt das als Zeichen von Reife – und als stilles Qualitätssiegel. „Diese Transaktion stärkt unsere langfristige Strategie, Europas führende digitale Sparplattform aufzubauen“, heißt es aus dem Unternehmen. Übersetzt: Trade Republic denkt nicht in Finanzierungszyklen, sondern in Dekaden.

Die neuen Investoren bringen vor allem eines mit: Geduld. Genau das passt zur Mission.

Vom Trading-Spielzeug zur Sparplattform für Millionen

Als Trade Republic 2019 an den Start ging, war das Versprechen bewusst niedrigschwellig: einfacher, günstiger Zugang zum Kapitalmarkt. Kein Filialbanking, keine komplizierten Produkte, keine versteckten Gebühren. Für viele junge Menschen war die App der erste Kontakt mit Aktien oder ETFs.

Sechs Jahre später ist aus diesem Einstieg ein Massenphänomen geworden.

Mehr als 10 Millionen Menschen nutzen inzwischen Trade Republic. 70 Prozent davon investieren erstmals überhaupt. Gemeinsam verwalten sie ein Vermögen von rund 150 Milliarden Euro – eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Für ein europäisches Fintech ist das eine neue Größenordnung.

Christian Hecker, Mitgründer und CEO, ordnet das selbstbewusst ein:

„Wir sind 2019 mit der Mission gestartet, dabei zu helfen, Europas Rentenlücke zu schließen. Heute ist diese Mission wichtiger denn je.“

Die Rentenlücke als unterschätzter Wachstumstreiber für Trade Republic

Was lange wie ein abstraktes Zukunftsproblem klang, wird zunehmend real. Europas Rentensysteme geraten unter Druck. Immer weniger Erwerbstätige müssen für immer mehr Ruheständler aufkommen. Die Folge: sinkende Rentenniveaus, steigende Beiträge – und ein wachsender Zwang zur privaten Vorsorge.

Genau hier setzt Trade Republic an. Die Plattform senkt Einstiegshürden, erklärt Finanzprodukte verständlich und macht Investieren alltagstauglich. Für viele Nutzer ist das der entscheidende Schritt weg vom Sparbuch – hin zu langfristigem Vermögensaufbau.

„Jeden Tag beginnen Tausende Menschen in ganz Europa mit Trade Republic Vermögen aufzubauen“, sagt Hecker. In den vergangenen 18 Monaten hat sich die Kundenbasis sogar verdoppelt. Das ist kein kurzfristiger Hype, sondern Ausdruck eines strukturellen Wandels.

Wachstum mit Substanz statt verbranntem Kapital

Während viele Fintechs jahrelang auf Wachstum um jeden Preis setzten, geht Trade Republic einen anderen Weg. Das Unternehmen wächst – profitabel. Seit dem Start verzeichnet es Jahr für Jahr steigende Nutzerzahlen, ohne massive Verluste zu schreiben.

Ein wichtiger Meilenstein war die Vollbanklizenz der Europäischen Zentralbank im Jahr 2023. Sie verschaffte regulatorische Tiefe, Vertrauen und neue strategische Spielräume.

Im laufenden Jahr 2025 weitete Trade Republic seine Präsenz massiv aus: Das Angebot wurde in Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden und Österreich lokalisiert. Gleichzeitig wuchs das Produktportfolio deutlich. Neben Aktien und ETFs kamen neue Anlageklassen hinzu – darunter Fixed Income, Private Markets, ein Crypto Wallet sowie ein Kinderdepot.

Die Botschaft ist klar: Trade Republic will nicht mehr nur Einstiegspunkt sein, sondern langfristige Finanzzentrale.

Warum jetzt bei Trade Republic die ganz großen Investoren einsteigen

Dass nun Investoren wie Wellington, GIC oder Fidelity zugreifen, ist kein Zufall. Diese Häuser verwalten Billionen und investieren bevorzugt in Geschäftsmodelle mit langfristigem Rückenwind. Trade Republic erfüllt genau dieses Profil: strukturelles Marktwachstum, regulatorische Tiefe, hohe Kundenbindung.

Die Bewertung von 12,5 Milliarden Euro spiegelt diese Perspektive wider. Sie basiert weniger auf kurzfristigen Kennzahlen als auf der Annahme, dass privates Investieren in Europa erst am Anfang steht.

Oder wie Hecker es formuliert:

„Der kulturelle Wandel hin zum privaten Investieren am Kapitalmarkt in Europa steht erst am Anfang – insbesondere, da Regierungen beginnen, Aktienbesitz als Teil der Altersvorsorge zu fördern.“

Mehr als ein Fintech – ein europäisches Projekt

Am Ende erzählt diese Finanzierungsrunde eine größere Geschichte. Sie handelt nicht nur von Bewertungen und Investoren, sondern von einem Kontinent im Umbruch. Von Menschen, die Verantwortung für ihre finanzielle Zukunft übernehmen müssen. Und von einem Unternehmen, das genau dafür die Infrastruktur baut.

Trade Republic ist längst mehr als ein Berliner Startup. Es ist ein europäisches Finanzprojekt – mit klarer Mission, wirtschaftlicher Reife und politischer Relevanz. Die 12,5 Milliarden Euro sind dabei weniger ein Ziel als ein Zwischenstand.

Die eigentliche Währung, die Trade Republic gerade einsammelt, ist Vertrauen. Und davon hat das Unternehmen inzwischen sehr viel.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – Trade Republic Bank GmbH

Wie kann aus digitaler Reichweite ein dauerhaft tragfähiges Geschäftsmodell entstehen?

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LikeTik Creator Reichweite als Geschäftsmodell? Deniz Seker Gründer LikeTik

LikeTik ist eine kostenlose Plattform und App, die den Verkauf über Creator vollständig automatisiert und Reichweite in einen planbaren Umsatzkanal übersetzt.

Wie würdest du LikeTik in wenigen Sätzen erklären und welche Rolle spielst du als Gründer Deniz Seker im Unternehmen?

LikeTik ist eine Plattform und kostenlose App, die die vollständige Automatisierung von Produktplatzierung und Verkauf für Creator und Influencer übernimmt. Unser Algorithmus stellt die Infrastruktur für planbaren Produktverkauf bereit, indem er passende Produkte automatisch mit der Reichweite der Creator verknüpft. Creator werden dadurch zu Verkäufern und Unternehmern, ohne sich um operative Prozesse kümmern zu müssen.

LikeTik übernimmt die komplette Abwicklung, von der Platzierung der Produkte im Shopsystem über Fulfillment bis hin zu Logistik und Abrechnung. Creator legen ihre Verkaufspreise selbst fest und konzentrieren sich weiterhin ausschließlich auf Content, während die LikeTik App diesen zusätzlichen wirtschaftlichen Zweig vollständig automatisiert betreibt.

Ich bin Gründer und Geschäftsführer von Axinity, dem Unternehmen hinter LikeTik. Meine Rolle ist die Übersetzung von Vision in ein funktionierendes, skalierbares Produkt, der Aufbau der technologischen Architektur sowie das Finden starker Partner und Unterstützer, die LikeTik langfristig tragen und beschleunigen.

Was war der persönliche Auslöser für die Gründung von LikeTik und wie haben dich frühe Erfolge und Rückschläge geprägt?

Ich war schon immer stark technikinteressiert, wollte aber nie eine KI entwickeln, die lediglich ein Buzzword innerhalb eines Unternehmens ist oder Teil einer kurzlebigen Blase bleibt. Mein Anspruch war es von Anfang an, Technologie zu bauen, die tatsächlich einen Markt verändert.

Meine Bachelorarbeit im Bereich KI im E-Commerce habe ich mit der Note 1,0 abgeschlossen. Mit heute 24 Jahren und rund acht Jahren praktischer Erfahrung im E-Commerce verfolge ich das klare Ziel, diesen Markt strukturell zu verändern. Genau dafür haben wir unsere KI entwickelt und sie in ein System eingebettet, das ihren echten Nutzen entfaltet: LikeTik.

Ich bin mehrfach gescheitert und wieder aufgestanden. Jeder Fehler hat mich stärker gemacht und mir gezeigt, wie entscheidend saubere Prozesse und nachhaltige Strukturen sind. Heute bin ich überzeugt, mit LikeTik ein hyperskalierendes Unicorn aufbauen zu können.

Welche Vision verfolgt LikeTik im Social Commerce und welche strukturelle Veränderung wollt ihr damit im Markt erreichen?

Wir automatisieren Absatz über Creator und machen aus Reichweite einen planbaren Verkaufskanal. Unser Algorithmus übernimmt die logische, ausgewertete Produktplatzierung anhand von Marktrelevanz und der tatsächlichen Eignung des jeweiligen Absatzkanals.

Jeder Creator wird dabei als eigenständiger Vertriebskanal gedacht. Produkte werden nicht zufällig beworben, sondern gezielt dort platziert, wo sie mit hoher Wahrscheinlichkeit funktionieren. Damit verschieben wir Social Commerce von einzelnen Aktionen hin zu einer dauerhaften, strukturierten Infrastruktur.

Wie funktioniert eure KI konkret im Hintergrund und warum macht sie klassisches Targeting und Werbekampagnen weitgehend überflüssig?

Unser Algorithmus analysiert Inhalte, Sprache, Interaktionen und Kaufreaktionen und ordnet diese den passenden Produkten zu. Statt klassischer Werbekampagnen gelangen Produkte direkt in die Shops der Creator, bei denen sie am sinnvollsten platziert sind.

Dieses System stellen wir Creatorn vollständig kostenlos zur Verfügung. Dadurch entfällt der klassische Werbedruck mit hohen Streuverlusten und wird durch einen effizienten, automatisierten Absatzkanal ersetzt.

An welche Zielgruppen richtet sich LikeTik heute und welches konkrete Problem löst ihr für Unternehmen und Creator?

LikeTik richtet sich an Creator, E-Commerce-Unternehmen und Agenturen. Wir erstellen keine Shops für diese Zielgruppen, sondern stellen ihnen die komplette Infrastruktur und das Produktsortiment für bestehende Shops bereit.

Creator erhalten ein vollständiges Monetarisierungssystem ohne Fixkosten und ohne operativen Aufwand. Zusätzlich ermöglichen wir es Creatorn, ohne Vorfinanzierung eigene Modemarken aufzubauen, über ein integriertes Print-on-Demand-Modul in Zusammenarbeit mit dem größten Anbieter Europas in diesem Bereich.

Agenturen erhalten eine skalierbare Plattform, um mehrere Creator gleichzeitig zu steuern und zu monetarisieren, ohne den sonst üblichen manuellen Aufwand.

Denzi Seker mit dem CarInfluencer Shmee150
Denzi Seker mit dem CarInfluencer Shmee150

Was bedeutet es für Influencer praktisch, über LikeTik ein komplettes Warenhaus ohne Vorfinanzierung und Logistik betreiben zu können?

Die Auswahl aus über 1,2 Millionen Produkten ist für Creator aufwendig und wenig effizient. Deshalb übernimmt unser Algorithmus eine conversion-optimierte Produktempfehlung aus unserem Sortiment und schlägt genau die Produkte vor, die für den jeweiligen Creator am sinnvollsten zu platzieren sind und mit hoher Wahrscheinlichkeit den höchsten Absatz erzielen.

Creator erhalten keinen festen Anteil, sondern legen ihren Verkaufspreis vollständig selbst fest. Die Marge bestimmen sie eigenständig. Der Einkaufspreis des Produkts wird erst nach dem Verkauf fällig, wodurch keinerlei Kapitalrisiko entsteht.

Worin unterscheidet sich LikeTik fundamental von bestehenden Influencer-Marketing- oder Social-Commerce-Modellen?

Durch diese Struktur ist LikeTik kein klassisches Influencer- oder Shop-Tool, sondern ein Betriebssystem für Creator und E-Commerce-Unternehmen. Die Plattform wird durch ihre Vorteile zu einer unerlässlichen Grundlage für effizienten Social Commerce, da sie Prozesse automatisiert, vereinfacht und skalierbar macht.

Welche Herausforderungen bringt es mit sich, ein neues Marktprinzip zu etablieren statt ein weiteres Tool zu bauen?

Die größte Herausforderung ist es zu vermitteln, dass LikeTik keine weitere Tool-Lösung ist, sondern eine neue infrastrukturelle Schicht. Zusätzlich erfordert dieser Ansatz höchste Anforderungen an Stabilität, Sicherheit und Verlässlichkeit. Genau darin liegt jedoch unsere langfristige Relevanz.

Welche Rolle spielt euer rund dreißigköpfiges Team und die Unterstützung durch erfahrene Executives?

Unser rund dreißigköpfiges Team vereint tiefe KI-, Backend- und Commerce-Expertise. Unterstützt werden wir von erfahrenen Executives aus großen Konzernen, die uns helfen, Skalierung, Governance und internationale Strukturen von Anfang an richtig aufzubauen.

Meine Aufgabe ist es, Technologie, Marktmechanik und Organisation so zu verbinden, dass aus Innovation ein dauerhaft tragfähiges Unternehmen entsteht.

Warum war es euch wichtig, LikeTik in Deutschland aufzubauen und europäisch zu denken?

Wir sind besonders in Deutschland sehr gut aufgestellt. Unser Produktangebot erfüllt hohe Qualitätsansprüche und ermöglicht kurze Lieferzeiten. Dadurch behalten wir aktuell die volle Kontrolle über Qualität, Zuverlässigkeit und Kundenzufriedenheit.

Unser Fokus liegt darauf, Lösungen für unsere Zielgruppe zu bauen, nicht auf unkontrolliertes Wachstum. Unser Anspruch ist ein hundertprozentig zufriedenstellendes Angebot, das die tatsächlichen Probleme des Marktes löst. Deshalb sind unsere Maßstäbe bei Produkten, Lieferzeiten und Verlässlichkeit bewusst sehr hoch, und diese Werte möchten wir nicht durch Übermut gefährden.

Wie sieht die nächste Entwicklungsstufe von LikeTik aus und in welche Richtung soll sich die Plattform weiterentwickeln?

Der Markt ist noch nicht vollständig automatisiert, und das Wertschöpfungspotenzial von Creatorn ist längst nicht ausgeschöpft. Unser Ziel ist es, Creator dabei zu unterstützen, dieses Potenzial zu heben, während ihre Hauptaufgabe weiterhin das Erstellen von Content bleibt.

LikeTik automatisiert sämtliche Monetarisierungsprozesse. Dadurch profitieren auch Unternehmen, da funktionierende Systeme effizienter sind als manuelle Abläufe. Agenturen reduzieren ihren operativen Aufwand erheblich und erhalten gleichzeitig klare KPIs mit echter Aussagekraft und minimalem Interpretationsspielraum.

Jeder Creator erhält über LikeTik einen individuellen KI-Assistenten, der ihn bei allen wirtschaftlichen Entscheidungen unterstützt.

Welche drei Ratschläge würdest du anderen Gründerinnen und Gründern geben, die einen Markt wirklich verändern wollen?

Erstens: System vor Story. Baue zuerst Prozesse und funktionierende Strukturen, dann erzähle die Vision.

Zweitens: Hole dir Menschen, die besser sind als du, und gib ihnen Verantwortung.

Drittens: Denke groß, liefere aber in kleinen, klaren Schritten.

Bildcredits @ privat

Wir bedanken uns bei Deniz Seker für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: LikeTik

Kontakt:

Axinity GmbH & Co. KG
Hebbelstrasse 16
D-14469 Potsdam

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Ansprechpartner:
Deniz Seker

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