Dienstag, März 3, 2026
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Wie viel Potenzial steckt in einer Idee, die mit 15 Jahren beginnt?

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admark.ai Social Media Höhle der Löwen Pitch Christopher Zöllner präsentiert „admark.ai“, das KI Social Media tool für Konzerne. Er erhofft sich ein Investment von 200.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. RTL / Bernd-Michael Maurer

admark.ai entwickelt eine KI gestützte Social Media Software und wird am 23 Februar 2026 in der Höhle der Löwen pitchen

Wie ist admark.ai entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Der erste „Prototyp“ entstand aus einer persönlichen Notwendigkeit heraus, als ich selbst Social Media Seiten mit mehreren Hunderttausenden Followern aufbaute. Da ich regelmäßig um 5 Uhr morgens Inhalte veröffentlichen musste, brachte ich mir mit 15 Jahren das Programmieren bei und baute ein Tool zur Automatisierung. Während meines Abiturs wollte ich diese Prozesse weiter professionalisieren. Hinter admark.ai stehen primär Jan Jacob Holst (CTO) und ich, Christopher Luis Zoellner (19), als Gründer.

In welcher Branche ist admark.ai tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Wir sind im Bereich Software-as-a-Service (SaaS) und Künstliche Intelligenz für das Marketing tätig. Unser Geschäftsmodell ist Abo-basiert: Kunden erhalten Zugriff auf eine KI-gestützte Suite zur Verwaltung ihrer Social Media Kanäle. Mit unserem neuesten Produkt, „Admark Go“, bieten wir zudem eine hocheffiziente Lösung an, bei der Kunden allein durch Eingabe ihrer E-Mail-Adresse innerhalb von 15 Minuten fertige, optimierte Posts für ihre Betriebe erhalten.

Es ist praktisch „Marketing-Agentur-as-a-Service“.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Das Hauptproblem war der enorme zeitliche Aufwand neben dem Abitur. Als 18 Jähriger Gründer ist es schwierig Feedback vom Markt zu kriegen, wenn man keinen Türöffner hat und noch nie mit Enterprise Kunden zusammen gearbeitet hat.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Wir setzen auf die Kombination von generischer KI und prädiktiver KI. Das bedeutet, dass wir viele Daten und Analysen sammeln, um im Anschluss mittels generischer KI die Social Media Posts unserer Kunden zu optimieren.

Bei Admark Go ist das Konzept etwas simpler. Hier haben wir ein Team von Social Media Experten die selbst admark.ai für die Kunden bedienen. Sobald der Kunde uns seine Email-Adresse gegeben hat, können wir durch Automatisierung sofort markenkonforme Social Media Posts generieren und optimieren. Zudem unterliegt jeder Post einer menschlichen Compliance-Prüfung.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Es gibt kaum eine Branche mit so vielen Daten wie Social Media. Mit admark.ai ermöglichen wir datengestützte Optimierung und sparen dem Kunden Zeit bei der manuellen Auswertung von Analysen und bei der Erstellung von Inhalten. Allerdings kann admark.ai auch als klassisches Management-Tool eingesetzt werden. Hier sind vor allem Content-Planung sowie Review- & Compliance-Prozesse im Vordergrund.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Das Produkt wird kontinuierlich basierend auf Feedback der Kunden weiterentwickelt.

Welche Vision verfolgt admark.ai? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Unsere aktuellen Entwicklungen, lassen mich optimistisch in die Zukunft blicken. In den nächsten Jahren wollen wir einen großen Marktanteil in Deutschland erobern und auch international wachsen.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Bei meinem Bruder Davis Julian Zoellner habe ich aus erster Hand miterleben können, welche Türen „Die Höhle der Löwen“ für seine Firma öffneten. Unabhängig davon, ob man in der Sendung einen Deal ergattern kann oder nicht, überwiegen meiner Meinung nach die Vorteile immens. Es ist nicht nur medial sondern auch unternehmerisch ein großes Sprungbrett, wofür ich sehr dankbar bin.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Wir suchten vor allem strategische Unterstützung im Vertrieb und im Netzwerk-Ausbau zu Unternehmenskunden. Eine Investition sollte primär in die Weiterentwicklung der Software und in das Marketing fließen, um admark.ai schneller im Markt zu etablieren.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Unmittelbar nach der Ausstrahlung liegt unser Fokus primär auf dem Roll-out von „Admark Go“. Wir wollen das Team punktuell verstärken und unsere Prozesse so skalieren, dass wir dem erwarteten Ansturm an Neukunden gerecht werden und gleichzeitig die Qualität unserer KI-gestützten Posts halten.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Dass Praxis über Theorie geht. Ich habe mir Programmieren, Vertrieb und Recruiting selbst beigebracht, weil ich ein konkretes Ziel hatte.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Einfach machen und sich nicht von bürokratischen Hürden oder dem Alter bremsen lassen. Man kann auch als Minderjähriger gründen, wenn man hartnäckig bleibt. Und: Nutzt jede Bühne – man kann die Höhle nie als Verlierer verlassen, denn entweder bekommt man einen Deal oder unbezahlbares Feedback.

Sehen Sie admark.ai  am 23. Februar 2026 um 20:15 Uhr auf VOX in der Höhle der Löwen

Bild:Christopher Zöllner präsentiert „admark.ai“, das KI Social Media tool für Konzerne. Er erhofft sich ein Investment von 200.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Christopher Zöllner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum landet der Getränketräger im Stadion immer im Müll?

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Bierbommel Getränketransport Stadion Beim Battle treten "Bierbommel“ mit Gründer Dr. Heinz von Gersum (links, M.) gegen „Lubell“ mit Gründerin Lisa Hennrich gegeneinander an. Wer kann die „Löwen“ mit seiner Geschäftsidee überzeugen und darf weiter pitchen ? Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Bierbommel steht für nachhaltiger Getränketransport im Stadion und entwickelt einen wiederverwendbaren Getränketransporter für Großveranstaltungen, mit dem das Startup am 23. Februar 2026 in der Höhle der Löwen im Battle antreten wird

Wie ist Bierbommel entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Die Bierbommel GmbH ist ein One-Man-Show! Ich habe sie eigentlich aus steuerlichen Gründen gegründet. Und um zukünftigen Geschäftspartnern einen gesetzlichen Rahmen zu bieten.

In welcher Branche ist Bierbommel tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Die Branche heißt „Nachhaltiger Getränketransport“. Ein Geschäftsmodell gibt es noch nicht, ursprünglich wollte ich B2B, aber die „ großen“ im Business Bewirtung reden nicht mit einem Startup. Also könnte es auch noch B2C werden, was nur unlängst anstrengender wäre. Mal sehen, ob der Auftritt bei DHDL jemanden bei den „Großen“ wachrüttelt.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Ah, meine Lieblingsfrage!

Das Problem ist die „Männerhandtasche“, der weitverbreitete Pappträger für 6 Getränke im Stadion und auf Festivals. Er wird max. einmal wieder benutzt, am gleichen Tag, aber dann endet er als Müll auf dem Boden. Das hat mich persönlich angeko….! Ich bin also nach einem Stadionbesuch in meine Garage und habe den ersten Bierbommel erfunden.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Das Konzept ist einfach die Wiederverwendbarkeit bei einfachem Transport zum Nutzungsort, man muss nur dran denken den Bierbommel mitzunehmen, wenn man ihn braucht.
Zugegeben, der Bierbommel ist keine Raketentechnologie, aber in dieser Art gab es bisher kein vergleichbares, nachhaltiges Produkt. Zwar ist er aktuell ein Spritzgussprodukt, aber auch dies könnte man zukünftig aus Recyclaten machen, was dem Nachhaltigkeitsgedanken nochmal dient.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Im Gegensatz zum waagerechten Transport ist der senkrechte Transport m.e. sicherer und einfacher. Dazu kommt, dass man im günstigen Fall Möglichkeit der Aufhängung eine senkrechte Biertheke dabei hat und sein Getränk nicht der Gefahr aussetzt umgekickt zu werden.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Mit Hilfe eines Produktdesigners sowie eines Ingenieurs haben wir meine ursprüngliche Idee verfeinert und produktionstauglich gemacht. Es gab eine kleine Testphase mit einigen Prototypen, die wir am Ruhrstadion in Bochum unter die Leute gebracht haben. Die Ergebnisse und Rückmeldungen waren positiv. Aber letztlich reicht es einem selbst, wenn man mit dem Bierbommel voll beladen mit 4-6 Bier im Stadion in die Kurve geht. Die Reaktionen in der Kurve, die man da erlebt, führen dazu, dass man an die Idee Bierbommel glaubt. Die Leute holen hier Handy raus und fotografieren mich mit dem Träger sowie viele spontane Anfragen, wo man diesen Träger kaufen kann. Kurzum , die Leute, die ihn nur für ein paar Sekunden gesehen haben, haben die Idee sofort verstanden und sind begeistert.

Welche Vision verfolgt Bierbommel? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Ich möchte mit meinem Bierbommel, der Getränketransporter bei allen Großveranstaltungen der Zukunft werden.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Ganz ehrlich, Verzweiflung! Ich war und bin auf der Suche nach einem Investor und Geschäftsmann, der einen wesentlichen Teil der GmbH übernimmt und leitet. Ich habe bisher viel Geld in die Entwicklung gesteckt, aber ich habe noch keine Produktion, daher die dringende Suche nach einem Investor.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Also ich bin hauptberuflich Arzt im Krankenhaus und kein Geschäftsmann. Diese Situation habe ich zugegebenerweise naiv unterschätzt. Wer also bei mir investiert, soll auch nicht nur Geld, sondern auch Knowhow mitbringen sowie Zeit und Arbeit investieren, um das Geschäft ans Laufen zu bringen.
Ich weiß, das hört sich arrogant an, aber ich glaube nach wie vor daran, dass man mit dem Bierbommel in den richtigen Händen, sehr viel Geld verdienen kann.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Produktion starten, wahrscheinlich in China oder so, und die ersten 10 Tausend verkaufen, dann wird sich der Rest ergeben, da bin ich mir sicher.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Begib dich am besten nur auf diesen Weg, wenn du Ahnung vom Business und genügend Kohle hast.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Siehe oben, aber auch …. Wenn dein Produkt rockt, glaub daran und gib nicht auf, es findet sich irgendwie ein Weg.

Sehen Sie Bierbommel am 23. Februar 2023 um 20:15 Uhr auf VOX in der Höhle der Löwen

Bild:Beim Battle treten „Bierbommel“ mit Gründer Dr. Heinz von Gersum (links, M.) gegen „Lubell“ mit Gründerin Lisa Hennrich gegeneinander an. Wer kann die „Löwen“ mit seiner Geschäftsidee überzeugen und darf weiter pitchen ? Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Dr. Heinz von Gersum für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Kann Schmuck das Parfum ersetzen und ein Alltagsproblem lösen?

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LUBELL Duftarmband für Parfumallergie ermöglicht individuellen Duft ohne Hautkontakt und verbindet Schmuck mit Duft Beim Battle treten "Bierbommel“ mit Gründer Dr. Heinz von Gersum (links, M.) gegen „Lubell“ mit Gründerin Lisa Hennrich gegeneinander an. Wer kann die „Löwen“ mit seiner Geschäftsidee überzeugen und darf weiter pitchen ? +++ Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf RTL+ gestattet. +++ RTL / Bernd-Michael Maurer

LUBELL® entwickelt ein tragbares Duftsystem für Parfumallergie auf Basis eines innovativen Duftarmband Konzepts und verbindet Schmuck mit individuellem Duft. Am 23. Februar wird das Startup in der Höhle der Löwen im Battle antreten, um die Idee zu pitchen

Wie ist das LUBELL entstanden und welche Personen stehen dahinter?

LUBELL® wurde von Lisa Hennrich gegründet. Lisa ist eine bayerische Unternehmerin, Visionärin und echte Powerfrau, die ihren Ingenieur-Masterabschluss in München mit Auszeichnung abgeschlossen hat.
Die Gründungsidee entstand aus einer persönlichen Erfahrung: Lisa´s beste Freundin leidet an einer Parfumallergie und konnte deshalb nie Parfum tragen. Aus dem Wunsch heraus, eine Lösung für sie – und viele andere Betroffene – zu schaffen, entwickelte Lisa ein tragbares Luxus-Duftsystem, das Schmuck und Duft verbindet.
Ringen hat sie geprägt – nicht durch Medaillen, sondern durch Haltung. Durch frühes Aufstehen. Durchs Kämpfen. Durchs Verlieren lernen. Und durchs Weitermachen. Schon als junge Ringerin lernte sie von ihrem Coach – ihrem eigenen Vater – wie wichtig es ist, immer ein Mal mehr aufzustehen, als man hingefallen ist. Diese Mentalität prägt heute die Art und Weise, wie sie Herausforderungen im Start-up meistert. All das steckt direkt in LUBELL®.

In welcher Branche ist LUBELL tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

LUBELL® ist in der Lifestyle-, Schmuck- und Duftbranche positioniert.
Das Geschäftsmodell zeichnet sich aus durch:
die Verbindung von Schmuck und Duft
ein wiederkehrendes Nutzungskonzept, da Düfte individuell gewechselt werden können
besonders ist die Offenheit des Systems: Es ist nicht auf einen Duft beschränkt
Der Duft kann durch die Duftträger jederzeit geändert werden

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Am Anfang stand ein reales Problem an: Die Parfumallergie ihrer besten Freundin. Dabei wurde Lisa erst bewusst, wie viele Menschen dieses Problem haben.
Parfumallergien
Hautreizungen durch Alkohol und Duftstoffe
Düfte, die je nach pH-Wert der Haut unterschiedlich riechen
der bekannte Effekt, dass man sein eigenes Parfum nach Jahren nicht mehr wahrnimmt
Daraus ergab sich eine klare Marktlücke:
➡️ Ein Duftsystem, das unabhängig vom Körper, individuell und dauerhaft funktioniert.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Das LUBELL®-System basiert auf einem Duftarmband mit Adaptertechnologie:
kein direkter Hautkontakt mit Parfum
kompatibel mit klassischen Parfums, ätherischen Ölen und Lieblingsdüften
der Duft hält mindestens zehnmal länger als auf der Haut
der Duft riecht bei jeder Person gleich, unabhängig vom pH-Wert
Geeignet für:
Parfumallergiker:innen
Freund:innen ätherischer Öle
Parfumliebhaber:innen
alle, die ihren eigenen Duft bewusst genießen möchten

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern?

Hautneutral → ideal bei Allergien und sensibler Haut
Gleichbleibender Duft unabhängig vom Körper
Langanhaltender Duft ohne Nachsprühen
Eigener Lieblingsduft statt vorgegebener Kompositionen
Man riecht den gleichen Duft, den man Jahre schon verwenden endlich wieder
Luxusmaterialien und hochwertige Verarbeitung
Im Alltag hebt sich LUBELL® klar vom Wettbewerb ab, da es kein klassisches Parfum, sondern ein völlig neues Duftnutzungskonzept ist.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Die Entwicklung erfolgte praxisnah und iterativ:
erste Prototypen im engen Umfeld
Tests mit verschiedenen Materialien, Trageformen und Duftintensitäten
gezieltes Feedback von Menschen mit Parfumallergien
Besonders prägend war das Feedback von Nutzer:innen, die erstmals überhaupt einen Duft tragen konnten.

Welche Vision verfolgt LUBELL? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

LUBELL® verfolgt die Vision, Duft für alle zugänglich zu machen und eine neue Duftkategorie zwischen Parfum und Schmuck zu etablieren. Vor allem auch mit seinem EIGENEN Libelingsduft/parfum.
Meilensteine:
Aufbau einer starken Lifestyle-Marke mit internationalem Potenzial
Ausbau der Produktlinie
stärkere Individualisierung durch Adapter und Zubehör
Skalierung der Produktion
Internationalisierung der Marke

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Die Teilnahme an Höhle der Löwen bietet:
hohe Sichtbarkeit für ein erklärungsbedürftiges Produkt
Zugang zu unternehmerischem Know-how
die Möglichkeit, die Geschichte hinter LUBELL® emotional zu erzählen

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt?

strategische Unterstützung bei Markenaufbau und Skalierung
Zugang zu Vertrieb, Handel und Produktion
Kapital für Wachstum und Weiterentwicklung

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Sortimentserweiterung (Stand jetzt: zwei Limited Editions bereits verfügbar sowie Ausbau der Düfte mit hoher Intensität und langer Haltbarkeit gegeben)
Ausbau von Marketing und Internationalisierung
Professionalisierung interner Prozesse

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Echte Probleme führen zu starken Lösungen
Kund:innenfeedback ist entscheidend
Durchhaltevermögen schlägt Perfektion
Klarheit im Nutzen ist wichtiger als technische Komplexität
Wie beim Ringen gilt: Man fällt, aber man steht immer ein Mal mehr auf, als man hingefallen ist

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

gründe aus einem echten, persönlichen Problem heraus
teste früh und höre zu
baue Lösungen, keine Produkte um des Produkts willen
trau dich, sichtbar zu werden
Haltung und Durchhaltevermögen – genau diese Werte stecken in LUBELL®.
es wird immer Menschen geben, die dir deine Idee schlecht machen wollen. Geh deinen Weg trotzdem – und zeig ihnen, dass du unaufhaltsam bist.

Sehen Sie LUBELL am 23. Februar 2023 um 20:15 Uhr auf VOX in der Höhle der Löwen

Bild:Beim Battle treten Bierbommel mit Gründer Dr. Heinz von Gersum (links, M.) gegen „Lubell“ mit Gründerin Lisa Hennrich gegeneinander an. Wer kann die „Löwen“ mit seiner Geschäftsidee überzeugen und darf weiter pitchen ? Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Lisa Hennrich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum ein fast vergessenes Getreide plötzlich zum Snacktrend wird

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TZAMPAS setzt auf Gerste und Tsampa Nicolas Limbrock mit dem SWEETIE

TZAMPAS entwickelt natürliche Snacks auf Basis von Gerste und Tsampa und bringt mit gerösteter Gerste als funktionaler Zutat neue Impulse in das Snackregal

Wie ist TZAMPAS entstanden und wer sind die Gründerinnen und Gründer hinter dem Startup?

TZAMPAS ist aus dem Mangel an gesunden Snacks, die nachhaltig satt machen, entstanden. Bestes Beispiel ist die Tankstelle. Hier hat man meist nur die Wahl zwischen Zuckerbomben und Bockwurst. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß und so haben wir einen Energieriegel entwickelt, der natürlich satt macht, lange Energie liefert und ohne künstliche Zusätze auskommt. Clean Eating statt Zucker-Crash.

Was hat Sie dazu bewegt, mit TZAMPAS auf Tsampa als zentrale Zutat zu setzen, und welche persönliche Motivation steckt dahinter?

Uns war es wichtig, ein natürliches Produkt ohne Zusatzstoffe zu entwickeln. Die Sherpas im Himalaya setzten seit Jahrhunderten auf geröstet Gerste, tibetisch Tsampa, als Energielieferant bei Ihren Aufstiegen zu den höchsten Gipfeln der Welt. Gerste ist dabei ein echtes Kraftpaket: nährstoffreich, ballaststoffreich, nicht überzüchtet und robust genug, um mit Extremwetter klarzukommen. Ein Zukunftsgetreide in einer Zeit, in der genau das zählt.

Welche Vision verfolgen Sie mit TZAMPAS im Bereich bewusste und nachhaltige Ernährung?

Wir möchten das Snackregal im Handel neu denken. Heute dominieren dort Produkte mit Süßstoffen, E-Nummern, Feuchthaltemitteln und künstlichen Aromen – Zutatenlisten, die länger sind als die eigentliche Pause, in der man den Snack isst. Wenn wir es schaffen, dass Menschen im Alltag intuitiv zu natürlichen Alternativen greifen, statt zu Zuckerbomben, dann haben wir unser Ziel erreicht.

Wie möchten Sie erreichen, dass Tsampa und Ihre Produkte langfristig fester Bestandteil moderner Ernährungsgewohnheiten werden?

Gerste ist eines der ältesten Kulturgetreide und gleichzeitig fast vergessen! Viele Konsumentinnen und Konsumenten wissen gar nicht mehr, wie vielseitig und nährstoffreich sie ist. Deshalb beginnt unser Weg mit Aufklärung: Wir erzählen die Geschichte hinter Tsampa, erklären die Vorteile und machen die Herkunft greifbar. Am Ende überzeugt kein Argument so sehr wie der erste Biss. Wir setzen daher auf Erlebnisse, bei Events, Outdoor-Aktivitäten und durch unsere Ambassadors. Denn wer TZAMPAS probiert und die natürliche Sättigung spürt, macht aus Neugier Gewohnheit.

An wen richten sich die Produkte von TZAMPAS konkret, und welche Bedürfnisse dieser Zielgruppe stehen für Sie im Mittelpunkt?

Unsere Zielgruppe ist aktiv und legt hohen Wert auf geistiges und körperliches Wohlbefinden. Wir positionieren uns als Outdoor Snack Marke. Unser Anspruch ist es, das Patagonia des Outdoor-Snackings zu werden, also eine Marke mit Haltung, Qualität und einem klaren Wertekompass. Nicht nur ein Riegel für die Bergtour, sondern ein Stück Outdoor-Lifestyle für jeden Tag.

Viele Snacks werben mit Natürlichkeit. Was unterscheidet TZAMPAS hier tatsächlich vom Wettbewerb?

”Natürlich” ist inzwischen ein dehnbarer Begriff geworden. TZAMPAS Riegel sind 100% frei von Zusatzstoffen, das schließt auch „natürliche Aromen“ ein und anders als die meisten „natürlichen“ Riegel ist unsere Grundzutat nicht Fruchtmasse, sondern eben geröstete Gerste.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen als Food Startup im Bio und Snack Segment, und wie gehen Sie damit um?

Der Wettbewerb im Riegelsegment ist sehr groß. Unsere Aufgabe ist es, den Einkäufer:innen und Category Manager:innen immer wieder klar zu machen, dass TZAMPAS das Sortiment sinnvoll erweitert, statt es nur zu ergänzen. Unser Riegel ist eben kein weiterer Dattelriegel oder Proteinriegel mit endloser Zutatenliste, wir bringen eine neue Grundzutat ins Spiel und damit auch eine neue Geschmackswelt.

Wie gelingt es Ihnen, traditionelle Zutaten wie geröstete Gerste in zeitgemäße Produkte wie Riegel oder Bowls zu übersetzen?

Wir holen eine fast vergessene Zutat ins Heute – in einer Form, die in einen aktiven Alltag passt. Es gibt eine große Nachfrage nach wenig verarbeiteten, natürlichen Produkten. Gleichzeit sollen Lebensmittel verstärkt funktional sein. In der Produktentwicklung verfolgen wir ein klares Prinzip. Jede Zutat muss mehr können als gut zu schmecken. Sie soll einen ernährungs-physiologischen Mehrwert bieten.

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Transparenz in Ihrer täglichen Arbeit und in der Kommunikation mit Ihren Kundinnen und Kunden?

Wir sind Bio-zertifiziert, lassen in Deutschland produzieren und beziehen unsere rein pflanzlichen Rohstoffe bevorzugt aus Deutschland und Europa. Transparenz ist uns ebenso wichtig und gleichzeitig eine Herausforderung: Schön wäre es, die Herkunft jeder Zutat auf der Website zu kommunizieren. In der Praxis sind die Lieferketten jedoch zu komplex geworden, um diese Information für jede Charge vollständig zu pflegen.

Wo sehen Sie TZAMPAS in den kommenden Jahren, und welche Entwicklungen oder Produktideen treiben Sie aktuell besonders um?

In den kommenden Jahren wird das Thema Darmgesundheit für uns noch stärker in den Fokus rücken. Wir haben schon seit vielen Jahren eine zuckerarme, ballaststoffreiche Frühstücksbowl und jetzt ist das Thema auch in der breiten Masse angekommen, Stichworte wie “prebiotic Sodas” zeigen, wie groß das Bedürfnis nach funktionalem Mehrwert geworden ist. Auch da hat die geröstete Gerste wieder ein Ass im Ärmel. Gerste enthält von den Getreiden am meisten Beta-Glucane. Die gehören zu den Superstars der Ballaststoffe, denn sie helfen den LDL-Cholesterinspiegel zu senken und dienen den guten Darmbakterien als Nahrung. Das ist auch wiedermal ein Beweis, dass es die ganzen hochverarbeiteten Innovationen nicht braucht, wenn man nur ein bisschen auf seine Ernährung achtet.

Welche unternehmerischen Entscheidungen waren für Sie bislang besonders prägend?

Eine der prägendsten Entscheidungen war, unser D2C auszubauen. Im vergangenen Jahr haben wir stark in E-Commerce investiert und heute erzielen wir rund 50% unseres Umsatzes über D2C. Diese Entscheidung war strategisch enorm wichtig: Sie reduziert unsere Abhängigkeit von Großkunden und verschafft uns unternehmerische Stabilität. Gleichzeitig – und das ist fast noch wichtiger, bringt uns das D2C-Geschäft näher an unsere Kundinnen und Kunden.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die im Food Bereich ein nachhaltiges Produkt aufbauen möchten?

  1. Margen realistisch und handelsfähig kalkulieren. Ich erlebe häufig, dass die Margen-Kalkulation von Startups nicht mehr funktioniert, sobald der Handel oder Großhandel auch ein Stückchen vom Kuchen haben möchte – das sollte man unbedingt von Anfang an mitdenken.
  2. Wachstum braucht Cash. Ebenso wichtig ist ein gutes Cashmanagement. Gerade wenn es super läuft und viel Ware umgesetzt wird, ist oft viel Kapital im Bestand gebunden, um jederzeit die Lieferfähigkeit sicherzustellen.
  3. Lieferketten absichern. Rohstoffe sind nicht immer verfügbar – Ernten schwanken, Märkte verändern sich. Mein klarer Rat: Für jeden zentralen Rohstoff mindestens zwei bis drei verlässliche Lieferanten aufbauen.

Bildcredits: @privat

Wir bedanken uns bei Nicolas Limbrock für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was hat es mit dieser fast vergessenen Pflanze auf sich?

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Andenkraft Yacon aus den Anden bei Höhle der Löwen Justinian Gomez Moreno präsentiert mitAndenkraft Lebensmittel aus der peruanischen Yacon-Wurzel. Er erhofft sich ein Investment von 60.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Andenkraft bringt Yacon aus den Anden nach Deutschland und entwickelt natürliche Produkte auf Basis traditioneller Andenpflanzen und wird am 23. Februar 2026 in der Höhle der Löwen pitchen

Wie ist Andenkraft entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Justinian: Andenkraft hat tiefe Wurzeln – im wahrsten Sinne des Wortes.
Wenn wir als Kinder krank waren, gab es bei uns keine klassische Hausapotheke.
Stattdessen standen Wurzeln, Kräuter und Tees aus Peru auf dem Tisch. Für mich
war das normal – bis ich verstanden habe, wie besonders dieses Wissen eigentlich
ist.

Ich bin in Diepholz geboren und in Bremen aufgewachsen, meine familiären Wurzeln
liegen jedoch in den peruanischen Anden. Dort wird das Wissen über Pflanzen seit
Generationen weitergegeben – und genau diese Verbindung hat mich geprägt.

Der entscheidende Moment kam auf einer Reise durch Peru. In den Anden lernte ich
Edwin kennen, einen Kleinbauern, der auf über 2.500 Metern Höhe Yacon anbaut –
eine Wurzel, die in Südamerika seit Jahrhunderten geschätzt wird, in Europa aber
kaum jemand kennt.

Aus dieser Begegnung entstand eine Frage: Warum sprechen wir ständig über
Zuckerverzicht, während gleichzeitig die meisten Menschen deutlich zu wenig
Ballaststoffe zu sich nehmen – obwohl es traditionelle Pflanzen wie Yacon gibt, die
beides verbinden können?

Gemeinsam mit meiner Co-Founderin, Maren, wurde daraus Andenkraft. Heute
entwickeln wir Produkte auf Basis traditioneller Andenpflanzen – modern,
alltagstauglich und mit direkter Verbindung zu den Menschen vor Ort.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Der eigentliche Ausgangspunkt war für uns die Beobachtung, dass Ernährung immer
komplizierter dargestellt wird und es kaum noch natürliche Lebensmittel im
Supermarkt gib.

Ständig neue Regeln, Trends und Verzichtslisten – und gleichzeitig der weit
verbreitete Glaubenssatz: Was gesund ist, kann nicht wirklich schmecken.

Genau das wollten wir hinterfragen.

Wir haben selbst erlebt, wie schwer es ist, im Alltag eine Balance zu finden. Viele
Produkte wirken gesund, sind aber stark verarbeitet oder trotzdem voller Zucker.
Gleichzeitig erreichen die meisten Menschen ihren empfohlenen Ballaststoffbedarf
nicht, was zu einer Kettenreaktion führen kann.

Wir wollten deshalb eine Lösung, die nicht nach Verzicht klingt, sondern nach
Genuss – natürlich, alltagstauglich und ohne Industriezucker.

Mit unseren Produkten in Form von Brotaufstrichen, Getränkepulver oder Sirup
verbinden wir genau das. In Europa sind unsere Superfoods aus den Anden bislang
kaum bekannt – und genau darin haben wir die Marktlücke gesehen.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Die Entwicklung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen
Lebensmitteltechnologen, um Geschmack, Qualität und Stabilität optimal
abzustimmen. Parallel dazu sind wir ständig im Austausch mit unserer Community,
um das Kundenfeedback direkt in die Produktentwicklung einfließen zu lassen.

Welche Vision verfolgt Andenkraft ? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Unsere Vision ist klar: Wir möchten, dass Pflanzen aus den Anden in den Haushalten
so selbstverständlich werden wie Kaffee oder Bananen – und dass Menschen ihren
Mehrwert verstehen. Kurzfristig geht es darum, unsere Marke weiter zu etablieren
und die Grundlage für eine Präsenz im Lebensmitteleinzelhandel und im
Bio-Fachhandel zu schaffen. Parallel entwickeln wir neue Produkte, um diese
Pflanzen noch stärker in den Alltag zu integrieren.

Ein zentraler Baustein bleibt unser Wasserprojekt in Peru. In den kommenden fünf
Jahren möchten wir dazu beitragen, bis zu 100.000 Menschen langfristig Zugang zu
sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Für uns gehört wirtschaftlicher Erfolg
untrennbar mit sozialer Wirkung zusammen.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Wir sind tatsächlich seit der ersten Staffel treue Zuschauer der Sendung. Für uns war
früh klar: Wenn Andenkraft bereit für den nächsten großen Schritt ist, dann gehört
diese Marke in die Höhle. Aber es ging uns nicht nur um Kapital.

Wir wollten Yacon – und damit auch den Menschen hinter dem Produkt in Peru –
eine Bühne geben, die Millionen erreicht. Viele kennen die Pflanzen aus den Anden
noch nicht. Die Show bietet eine einmalige Möglichkeit, das Thema in die Mitte der
Gesellschaft zu bringen.

Gleichzeitig ist „Die Höhle der Löwen“ mehr als nur ein Investment-Pitch. Es geht um
Mentoring, strategische Impulse und Zugang zu einem starken Netzwerk. Für die
nächste Wachstumsphase ist genau diese Kombination entscheidend.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Wir suchen in den Löwen einen strategischen Partner:in, der:die langfristig mit uns
Andenkraft positionen möchte. Insbesondere möchten wir die Investition in den
Ausbau unserer Produktionskapazität und zum Markenaufbau nutzen, sodass wir
unsere Andenkraft- und Impact-Projekte weiter skalieren können.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Nach der Ausstrahlung liegt unser Fokus auf nachhaltiger Skalierung. Wir möchten
unsere Produktionskapazitäten und unsere Lieferkette weiter ausbauen, um die
steigende Nachfrage verantwortungsvoll bedienen zu können. Gleichzeitig treiben wir
Handelskooperationen, Produktentwicklung und den Ausbau unseres
Direct-Trade-Netzwerks weiter voran.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Geduld – und echte Partnerschaft.

Nachhaltige Lieferketten entstehen nicht über Nacht. Wir haben unzählige Stunden in
Bussen durch die Anden verbracht, Gespräche geführt, zugehört und Vertrauen
aufgebaut. Gerade in Peru geht es nicht um schnelle Deals, sondern um Vertrauen.

Eine wichtige Erkenntnis für uns war auch: Impact darf kein Marketinginstrument
sein. Wenn man soziale Verantwortung ernst meint, muss sie strukturell gedacht
werden. Das bedeutet langfristige Zusammenarbeit, faire Bedingungen und Projekte,
die vor Ort wirklich sinnvoll sind. Diese Haltung kostet Zeit – aber sie zahlt sich aus.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Glaube an dich, deine Fähigkeiten und komme ins Machen. Erst durchs Machen
wirst du viel lernen, dich weiterentwickeln und herausfinden, ob deine Geschäftsidee
tragfähig ist oder nicht. Sei deinen Werten treu und gebe niemals auf!

Sehen Sie Andenkraft am 23. Februar 2023 um 20:15 Uhr auf VOX in der Höhle der Löwen

Bild: Justinian Gomez Moreno präsentiert mit Andenkraft Lebensmittel aus der peruanischen Yacon-Wurzel. Er erhofft sich ein Investment von 60.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Justinian Gomez Moreno für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was tun, wenn sich die Haut verändert, man aber unsicher ist?

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Autoderm und Dermatologie bei Hauterkrankungen dr alexander borve autoderm @privat

Autoderm entwickelt eine KI-gestützte Infrastruktur für die Dermatologie, die Hauterkrankungen frühzeitig einschätzen hilft und digitale Gesundheitsangebote gezielt entlastet

Was genau macht Autoderm und welches Gesundheitsproblem wollt ihr damit lösen?

Autoderm ist ein KI-basiertes Analysewerkzeug für Dermatologie. Über eine Programmierschnittstelle ermöglichen wir es unter anderem Apotheken, Telemedizin-Plattformen, Krankenkassen und Arztpraxen, klinisch validierte Hautanalysen in ihre digitalen Angebote zu integrieren. Autoderm erkennt mehr als 70 Hauterkrankungen anhand eines einzigen Smartphone-Fotos, darunter alle relevanten Formen von Hautkrebs. Mit einer diagnostischen Genauigkeit von 79 Prozent liefern wir dermatologische Entscheidungsunterstützung auf klinischem Niveau – skalierbar und jederzeit verfügbar.
Damit gehen wir ein zentrales Versorgungsproblem an: Weltweit gibt es zu wenige Dermatologinnen und Dermatologen, entsprechend lang sind die Wartezeiten. Gleichzeitig gehören Hauterkrankungen zu den häufigsten Gründen für Hausarztbesuche, obwohl Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern oft die spezialisierte dermatologische Ausbildung fehlt. Das führt zu unnötigen Überweisungen, verzögerten Diagnosen und steigenden Kosten.

Wer sind die Menschen hinter Autoderm und welche beruflichen Hintergründe bringen sie in das Unternehmen ein?

Ich heiße Dr. Alexander Börve und bin Mediziner und Unternehmer. Ich habe früh an der Verbindung von Dermatologie und Technologie geforscht. Meine Arbeit bildete unter anderem die Grundlage für das schwedische Hautkrebs-Screening-Programm. Seit über 15 Jahren beschäftige ich mich mit digitaler Dermatologie und habe 2008 mit First Derm/iDoc24 eine der ersten Teledermatologie-Plattformen gegründet. 
Autoderm ist mein zweites Unternehmen. Das aus vier Personen bestehende remote arbeitende Team ist bewusst klein und hoch spezialisiert: Wir vereinen medizinische Expertise mit KI- und Machine-Learning-Kompetenz. Außerdem werden wir von erfahrenen Beraterinnen und Beratern unterstützt, die Know-how aus dem Healthcare-Venture-Capital, der digitalen Gesundheitsstrategie und der Branchenanalyse einbringen. Wir beschäftigen natürlich auch die gesetzlich vorgeschriebene Verantwortungsperson, auch Person Responsible for Regulatory Compliance oder kurz PRRC genannt, die eine Zertifizierung für Medizinprodukte besitzt.

Was ist Autoderms Vision für den Einsatz von KI in der Dermatologie und wie nähert ihr euch diesem Ziel Schritt für Schritt?

Unsere Vision ist es, dermatologisches Screening auf Expertenniveau durch KI-gestützte Infrastruktur universell zugänglich zu machen – für jeden Hauttyp, jedes Geschlecht und jedes Alter. Wir glauben, dass KI das Gesundheitswesen sinnvoll ergänzen sollte, anstatt Menschen zu ersetzen. Autoderm möchte die medizinische Versorgung verbessern und dem Laien schnelle Orientierung für seine Hautgesundheit geben.
Dafür haben wir zunächst unsere Technologie klinisch validiert. Parallel dazu haben wir international die regulatorischen Voraussetzungen geschaffen, darunter die CE-Kennzeichnung für Europa.
Technisch setzen wir auf eine schnittstellenbasierte Plattform, die sich innerhalb weniger Stunden und ohne operative Reibung in bestehende Systeme integrieren lässt. Wir skalieren über strategische Partnerschaften, etwa mit DocMorris in Deutschland. Aktuell stärken wir unsere Präsenz in Europa und bereiten gleichzeitig den Markteintritt in den USA vor.

An welche Zielgruppen richtet sich eure KI-gestützte Hautanalyse und welche Bedürfnisse stehen dabei im Mittelpunkt?

Unsere primäre Zielgruppe ist B2B: Wir stellen Infrastruktur für digitale Gesundheitsplattformen bereit. Unsere Kundinnen und Kunden können damit dermatologische Fähigkeiten anbieten, ohne intern Expertise aufbauen zu müssen.
Entscheidend ist die Positionierung: Dermatologen betrachten KI-Diagnostik oft als Bedrohung für ihre Praxis, während Allgemeinmediziner und Laien sie als Werkzeug annehmen. Indem wir Hausärzten dabei helfen, Erkrankungen zu behandeln, die sie normalerweise überweisen würden, positionieren wir uns als Partner der Gesundheitsversorger, anstatt gegen sie zu konkurrieren.

Wie unterstützt Autoderm digitale Gesundheitsdienste, Apotheken oder Telemedizin-Plattformen konkret in der täglichen Praxis?

Die Integration ist bemerkenswert einfach: Partner verbinden sich mit unserer Schnittstelle und können innerhalb von durchschnittlich drei Stunden ihren Nutzerinnen und Nutzern KI-gestützte Hautanalyse anbieten. Diese laden einfach ein Smartphone-Foto hoch, und unser System liefert eine klinische Bewertung mit potenziellen Erkrankungen und empfohlenen nächsten Schritten.
Für Apotheken wie DocMorris bedeutet dies, dass Kundinnen und Kunden Orientierung erhalten können, ob sie für ihr Hautproblem ein Drogerie- oder Apothekenprodukt oder eine ärztliche Begutachtung brauchen. Telemedizinanbietern hilft Autoderm dabei, Online-Konsultationen zu strukturieren und dringende Fälle schneller zu erkennen.

Was unterscheidet Autoderm von anderen digitalen Hautanalyse-Lösungen?

Autoderm unterscheidet sich in mehreren Punkten vom Wettbewerb. Statt einer reinen Endkunden-App oder spezieller Hardware bieten wir eine skalierbare KI-Infrastruktur, die sich über eine API-Schnittstelle in nahezu jede digitale Plattform integrieren lässt.
Inhaltlich decken wir bereits heute über 70 Hauterkrankungen ab – Tendenz steigend. Damit erfassen wir rund 90 Prozent der Hautprobleme, mit denen Patientinnen und Patienten tatsächlich ärztliche Hilfe suchen. Viele Wettbewerber konzentrieren sich dagegen ausschließlich auf Hautkrebs, was nur einen Teil der realen Versorgung abbildet.
Ein weiterer Vorteil ist unser Datensatz. Wir verfügen über mehr als drei Millionen medizinisch aufbereitete Smartphone-Bilder, von denen bereits 150.000 von Dermatologinnen und Dermatologen ausgewertet wurden. Diese Qualität an Trainingsdaten ist komplex, wird aber zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Auch regulatorisch sind wir weit. Autoderm ist als Medizinprodukt zertifiziert, arbeitet an der erweiterten europäischen Zulassung und wurde von der US-Arzneimittelbehörde FDA als besonders innovativ eingestuft. Das unterstreicht unseren Anspruch auf klinische Qualität und grenzt uns klar von einfachen Wellness-Apps ab.

Welche Rolle spielen medizinische Validierung und regulatorische Anforderungen in eurer Produktentwicklung?

Die Erfüllung regulatorischer Vorgaben gehört fest zu unserer Strategie. Da Autoderm ein Medizinprodukt ist, müssen wir deutlich strengere Anforderungen erfüllen als einfache Gesundheits- oder Wellness-Apps. Das ist aufwendig, verschafft uns aber auch einen klaren Vorteil. In Europa ist Autoderm CE-zertifiziert. Zusätzlich arbeiten wir an der erweiterten MDR-Zulassung der Klasse IIa, die strenge Auflagen zu Qualität, Sicherheit und Dokumentation verlangt. Die regulatorischen Vorgaben in Europa sind komplex und werden durch neue Regeln für KI im Gesundheitswesen weiter verschärft.
In den USA haben wir den FDA-Breakthrough-Status erhalten, dieser beschleunigt den Weg zur Zulassung. Insgesamt verfolgen wir eine klare Doppelstrategie: Mit der CE-Zertifizierung sind wir bereits in Europa aktiv, während wir parallel die Zulassung für den US-Markt vorbereiten.

Welche Herausforderungen begegnen euch bei der Entwicklung eines KI-Medizinprodukts und wie geht ihr damit um?

Die größte technische Herausforderung ist die Datenaufbereitung. Gute KI braucht hochwertige Trainingsdaten. In der Dermatologie bedeutet das: Jede Bildauswertung muss von Fachärztinnen und Fachärzten geprüft werden. Von über drei Millionen Bildern sind bislang rund 150.000 überprüft worden. Das ist aufwendig und teuer. Wir bauen diesen Prozess derzeit gezielt aus.
Hinzu kommt eine komplexe Regulierung. Medizinprodukte- und KI-Vorgaben entwickeln sich ständig weiter, in Europa wie in den USA. Wir begegnen dem mit eigener regulatorischer Expertise und enger Abstimmung mit den Behörden.
Ein weiteres zentrales Thema ist Gleichstellung. Hauterkrankungen sehen je nach Hauttyp unterschiedlich aus. Deshalb achten wir darauf, dass unsere Modelle für verschiedene Bevölkerungsgruppen zuverlässig funktionieren.
Eine eher unterschätzte Herausforderung ist die Bezahlung. Viele erwarten, dass KI kostenlos sein sollte. Dabei fließt ein Großteil unseres Budgets in regulatorische Anforderungen. Ein Vergleich hilft: Autonomes Fahren ist heute oft teurer als ein klassischer Fahrdienst – liefert aber auch eine andere Qualität.

Wie wichtig ist Vertrauen der Nutzerinnen und Nutzer für Autoderm und wie schafft ihr dieses Vertrauen?

Vertrauen entsteht bei uns auf mehreren Ebenen: Zum einen durch wissenschaftliche Studien – unsere Ergebnisse wurden in Fachzeitschriften veröffentlicht und von unabhängigen Expertinnen und Experten geprüft. Das zeigt, dass unsere Technologie zuverlässig arbeitet.
Zum anderen durch offizielle Zertifikate. Verschiedene Aufsichtsbehörden haben unsere Lösung positiv auf medizinische Standards überprüft.
Wichtig ist uns auch Transparenz. Autoderm stellt keine Diagnosen. Es unterstützt Ärztinnen und Ärzte bei Entscheidungen und hilft Patientinnen und Patienten, ihre Hautprobleme besser einzuordnen. Die medizinische Verantwortung bleibt immer beim Menschen.
Zusätzlich schafft die Zusammenarbeit mit etablierten Gesundheitsmarken Vertrauen. Wenn ein Partner wie DocMorris unsere Technologie einsetzt, ist das ein starkes Signal. Auch die Nutzung in der Praxis spricht für sich: Über zwei Millionen Anwendungen und nur zwei Beschwerden zeigen, dass Autoderm zuverlässig im Alltag funktioniert.

Welche weiteren Entwicklungen und nächsten Schritte plant ihr für Autoderm in den kommenden Monaten?

In den kommenden Monaten stehen mehrere Themen im Fokus. Die Gespräche mit Investorinnen und Investoren aus dem Gesundheitsbereich verlaufen positiv, auch nach Treffen auf der JPM Health Conference 2026 in San Francisco.
Gleichzeitig bauen wir unser Geschäft in Europa weiter aus, vor allem in Deutschland über die Partnerschaft mit DocMorris sowie in Großbritannien. Parallel bereiten wir den Markteintritt in den USA vor und arbeiten weiter an der FDA-Zulassung. Dabei prüfen wir auch Kooperationen mit Universitätskliniken, die uns mit zusätzlichen Studiendaten unterstützen können.
Technisch verbessern wir unsere KI kontinuierlich. Wir erweitern die Auswertung medizinischer Bilddaten und bauen die Zahl der erkennbaren Hauterkrankungen weiter aus. Neue Funktionen und leistungsstärkere Modelle werden zunächst in den USA eingeführt. In Europa folgen sie, sobald die nächste regulatorische Zulassung abgeschlossen ist.

Welche drei Ratschläge würdest du anderen Gründern geben, die ein Startup im Health-Tech-Bereich aufbauen möchten?

Mein erster Rat ist, die eigene Rolle im Gesundheitssystem genau zu verstehen. Entscheidend ist, welchen konkreten Mehrwert man bietet. Bei uns war es der Fokus auf Geschwindigkeit und Einfachheit: Foto hochladen, kurze Zeit später eine fundierte Einschätzung erhalten.
Zweitens sollten Zertifizierungen und Zulassungen von Anfang an oberste Priorität haben. Viele Gründerinnen und Gründer sehen sie als lästige Pflicht. In Wahrheit sind sie ein klarer Wettbewerbsvorteil. Wer früh in regulatorische Expertise investiert, gewinnt Vertrauen, Zugang zum Markt und langfristige Stabilität.
Drittens lohnt es sich, Infrastruktur statt einzelner Produkte zu bauen. Autoderm stellt Technologie bereit, die andere nutzen können, statt selbst um Endkundinnen und -kunden zu konkurrieren. Das schafft starke Partnerschaften und ermöglicht Wachstum über bestehende Kanäle.

Bildcredits: @privat

Wir bedanken uns bei Dr. Alexander Börve für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Autoderm

autoderm logo blau weiss

Kontakt:

Autoderm Inc.
Dr. Alexander Börve
2991 Sacramento St, Unit #183
Berkeley, CA 94702
USA

https://landing.autoderm.ai/de
support@autoderm.ai

Ansprechpartner: Alexander Börve

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Copla sichert sich 6 Millionen Euro in Series-A-Runde

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Compliance treibt Copla Wachstum im RegTech Gründungsteam von Copla: Nojus Bendoraitis (CLO), Aurimas Bakas (CEO) und Andrius Minkevičius (CTO) – © Judita Gigelyté (Verslo žinios)

Über 100 regulierte Finanzunternehmen nutzen bereits die Compliance-Plattform Copla

Frisches Kapital für Ausbau des Deutschlandgeschäfts und Internationalisierung

Regulatorische Neuerungen und Cyberrisiken erhöhen Druck auf Finanzdienstleister

Copla, ein europäisches RegTech-Unternehmen, das eine Compliance-Infrastruktur in Echtzeit für regulierte Finanzdienstleister anbietet, erhält 6 Millionen Euro. Die Series-A-Runde wurde von Iron Wolf Capital angeführt, einem baltischen Investor mit Fokus auf DeepTech, Defence, Security, Resilience und KI. Der US-amerikanische Investor Operator Stack beteiligt sich gemeinsam mit den Bestandsinvestoren Specialist VC, SuperHero Capital, FirstPick, NGL Ventures und Loggerhead Partners.

Vom Markteintritt zur internationalen Skalierung

Gegründet wurde Copla 2023 von einem Team mit umfassender Fintech-Erfahrung und regulatorischer Expertise: CEO Aurimas Bakas und CTO Andrius Minkevičius gründeten zuvor die Core-Banking-Plattform Paysolut und verkauften diese 2021 erfolgreich an das Fintech-Einhorn SumUp. Der Jurist Nojus Bendoraitis, Chief Legal Officer und Director of Regulatory Compliance Solutions bei Copla, ist spezialisiert auf Compliance und Cybersicherheit im Finanzsektor.

Nur gut ein Jahr nach der Seed-Runde erreichte Copla einen siebenstelligen jährlich wiederkehrenden Umsatz und betreut mittlerweile über 100 regulierte europäische Kunden. Das neue Kapital wird zur Expansion und zum Ausbau des Produkts eingesetzt.

„Cybersecurity ist Verteidigung. Die Bedrohungslandschaft hat sich nicht verändert, sie entwickelt sich unaufhörlich weiter“, erklärt Lead-Investor Viktoras Jucikas, Gründungspartner von Iron Wolf Capital. „Copla verwandelt Compliance von Theater zum echten Betrieb. Die Gründer haben Core-Banking-Infrastruktur aufgebaut und erfolgreich verkauft, und sie wissen, was es bedeutet, in einem Umfeld zu agieren, in dem Scheitern keine Option ist. Wir unterstützen die Resilienz-Infrastruktur, auf die künftig jede regulierte Organisation angewiesen sein wird.“

Compliance-Plattform: Von Dokumentationspflicht zu operativer Resilienz

Die Compliance-Plattform von Copla übersetzt komplexe regulatorische Rahmenwerke in strukturierte, nachweisgestützte Arbeitsabläufe. Copla unterstützt unter anderem den Digital Operational Resilience Act, den EU AI Act und den Cyber Resilience Act. Die SaaS-Anwendung zerlegt Anforderungen in konkrete Aufgaben, verfolgt deren Umsetzung und speichert relevante Nachweise automatisch in Echtzeit. Compliance wird nicht als wiederkehrende Dokumentationspflicht behandelt, sondern als stetiger Bestandteil der Tagesprozesse. Governance-, Risk-, Security- und Operations-Teams bleiben dadurch jederzeit prüfungsbereit, während manueller Aufwand und das Risiko von Verstößen deutlich reduziert werden.

„Die Regulierungsanforderungen werden immer umfassender, aber die meisten Compliance-Prozesse stecken immer noch in Excel-Tabellen fest. Wir haben Copla entwickelt, damit Compliance standardmäßig aktuell bleibt und Unternehmen mit Zuversicht statt Audit-Angst wachsen können“, sagt Aurimas Bakas, Mitgründer und CEO von Copla. „Diese Runde gibt uns den Schwung, Copla zur ersten Anlaufstelle für regulierte Finanzdienstleister in Europa und darüber hinaus zu machen. Besonders den deutschen Markt sehen wir als Wachstumsmarkt.“

Durch den Ersatz statischer Tabellen und Register hält die Plattform Verzeichnisse von Assets, Anbietern, Risiken und Kontrollen aktuell, während das Geschäft wächst und sich die Regulierung weiterentwickelt. Wo Automatisierung an ihre Grenzen stößt, ergänzen Coplas CISO-Experten sowie ein Netzwerk von Partnern in ganz Europa. Diese unterstützen bei Audits, Risikoentscheidungen und im Austausch mit Aufsichtsbehörden.

Geplant ist zudem die Einführung von Copla Bridge, einer neuen Plattformebene, die es Partnern, Beratern und Multi-Entity-Organisationen ermöglicht, Compliance über mehrere Unternehmen hinweg aus einer einheitlichen Ansicht zu verwalten.

Wachsender Regulierungsdruck in Europa

Die Anforderungen der Aufsichtsbehörden an regulierte Institute in Europa steigen kontinuierlich: DORA ist bereits in Kraft, zentrale Verpflichtungen des EU AI Act folgen im August 2026 und der Cyber Resilience Act gilt ab Dezember 2027. Parallel dazu erhöhen KI-gesteuerte Cyberrisiken den Druck auf die operative Resilienz von Organisationen, und das in einem Tempo, mit dem herkömmliche Compliance-Ansätze nicht Schritt halten können.

Diese Entwicklung offenbart eine strukturelle Herausforderung, insbesondere für Fintechs und andere regulierte Drittanbieter. Sie benötigen Unterstützung für Governance- und Risikofunktionen, während sie ihr Geschäft skalieren. Laut der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit richteten sich Ransomware-Angriffe im europäischen Finanzsektor überproportional gegen kleinere und weniger etablierte Dienstleister und machten 29 Prozent aller Vorfälle aus. Häufige Folgen waren die Offenlegung und der Verkauf sensibler Daten.

Für regulierte Finanzdienstleister können solche Cybervorfälle und Compliance-Lücken ernste Konsequenzen haben, darunter Strafen, Reputationsschäden bis hin zum Verlust von Lizenzen in schweren Fällen. Die Plattform von Copla verankert Compliance im Tagesgeschäft und macht sie zum integralen Bestandteil regulierter Unternehmen.

Bild: Gründungsteam von Copla: Nojus Bendoraitis (CLO), Aurimas Bakas (CEO) und Andrius Minkevičius (CTO) – © Judita Gigelyté (Verslo žinios)

Quelle Breforth Communications GmbH

Plato sichert sich $14,5 Millionen Seed-Finanzierung

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Großhandel: Plato erhält 14,5 Mio. für KI Oliver Birch (CTO), Benedikt Nolte (CEO) and Matthias Heinrich (CPO)

Plato erhält 14,5 Millionen US-Dollar Seed-Finanzierung für KI-Betriebssystem im Großhandel

KI-Betriebssystem für den Großhandel soll international skaliert werden

Plato, das KI-basierte Betriebssystem für Großhändler, gibt den erfolgreichen Abschluss seiner 14,5 Millionen US-Dollar Seed-Finanzierungsrunde bekannt. Die Runde wurde vom führenden europäischen Venture-Capital-Fonds Atomico angeführt und von Bestandsinvestoren wie Cherry Ventures sowie Discovery Ventures und D11Z.Ventures begleitet. Die erneute Finanzierung unterstreicht das Vertrauen der Investoren in Platos Vision, die rund 3 Billionen US-Dollar große KI-Chance im globalen Großhandel zu erschließen.

Plato entwickelt KI-native Software, die zentrale Workflows in den Bereichen Vertrieb, Angebotserstellung und ERP-Prozesse für Großhandelsunternehmen automatisiert. Großhändler bewegen jeden fünften Dollar der globalen Produktionsleistung, sind jedoch bis heute massiv unterversorgt mit moderner Software. Platos Lösung stattet Vertriebsteams mit einem KI-Copiloten aus, steigert Profite und erhöht die Vertriebseffizienz durch AI Agents.

„Wir haben die Probleme aus erster Hand im Großhandel meiner Familie erlebt und Plato gemeinsam mit Experten entwickelt, um die Arbeitsweise der Branche neu zu denken. Wir bauen das KI-Betriebssystem für den Großhandel, beginnend mit einer intelligenten Automatisierungsplattform im Vertrieb. Mit dieser Finanzierung skalieren wir Plato, um die gesamte Branche zu transformieren und einen Tech-Champion für die Handelsökonomie aufzubauen – aus Deutschland, für die Welt“, sagt Benedikt Nolte, CEO von Plato.

Skalierung des KI-Betriebssystems für den Großhandel

Die Plattform erschließt verborgene ERP-Daten und automatisiert manuelle Aufgaben, sodass Vertriebsteams vom reaktiven ins proaktive Verkaufen wechseln können. Plato hat bereits mehrere der führenden Großhändler Europas mit sechsstelligen Vertragsvolumina gewonnen. Die Finanzierung ermöglicht es dem Unternehmen, sein vertikales Produktangebot auf Kundenservice und Einkauf auszuweiten und die internationale Expansion voranzutreiben.

Zu den zentralen Plattformfunktionen gehören:

Vertriebsintelligenz: Aufzeigen von Risiken und Chancen bei Kunden durch proaktive KI zur Umsatzsteigerung
Prozessautomatisierung: Automatisierung repetitiver Prozesse wie Auftragsabwicklung und interne Kommunikation
Branchensoftware: Speziell für den Großhandel entwickelt und optimal auf dessen Bedürfnisse zugeschnitten

„Besonders überzeugt hat uns an Plato die außergewöhnliche Qualität des Gründerteams. Das Team hat in diesem Bereich ein echtes Right to win und brennt für den Großhandel. Es vereint tiefgehende Branchenexpertise aus erster Hand mit starker technischer Umsetzung und dem Anspruch, ein branchenprägendes vertikales KI-Unternehmen aufzubauen. Großhändler suchen dringend nach branchenspezifischer KI-Software, um operative Herausforderungen zu lösen – und genau diese Lösung ist Plato“, sagt Andreas Helbig, Partner bei Atomico.

Eine Schlüsselbranche mit großem Innovationsbedarf

Gegründet wurde Plato von Benedikt Nolte, Matthias Heinrich Morales und Oliver Birch. Die Plattform entstand ursprünglich aus Noltes familiengeführtem Großhandelsunternehmen heraus, das mit veralteter Software und Fachkräftemangel zu kämpfen hatte. Dieser praxisnahe Ursprung prägt bis heute Platos industriegetriebenen Ansatz für KI-Transformation.

Der Großhandel sieht sich mit Fachkräftemangel, geringen Margen, einer stagnierenden Wirtschaft und den digitalen Erwartungen moderner B2B-Einkäufer konfrontiert. Plato ersetzt manuelle Vertriebs- und ERP-Prozesse durch agentenbasierte KI und steigert so direkt Umsatz und Effizienz.

Bis zu 15 Prozent Umsatzsteigerung durch bessere Vertriebsempfehlungen
5 Stunden Zeitersparnis durch automatisierte ERP-Angebotsprozesse
10x höhere Vertriebseffizienz durch optimierte Kommunikation im Außen- und Innendienst

Der Großhandel bewegt die Welt, Plato bewegt den Großhandel. Mit dieser Finanzierung ist das Unternehmen positioniert, die 3 Billionen US-Dollar große Vertical-AI-Chance als KI-Betriebssystem für die Handelsökonomie anzuführen. Sell smarter, grow faster.

Bild Oliver Birch (CTO), Benedikt Nolte (CEO) und Matthias Heinrich (CPO) Bildcredits Plato

Quelle COHORT GmbH

Was entscheidet heute über nachhaltigen Erfolg?

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Plato bringt KI Struktur in Vertrieb und ERP Leadership.Bild Oliver Birch (CTO), Benedikt Nolte (CEO) und Matthias Heinrich (CPO) Bildcredits Plato

Plato entwickelt eine KI Plattform für den Großhandel, die Vertrieb und ERP Prozesse automatisiert und datenbasiert optimiert

Was war der persönliche Auslöser für die Gründung von Plato und welche Erfahrungen aus dem familiengeführten Großhandelsbetrieb haben Sie dabei konkret geprägt?

Der Auslöser für die Gründung von Plato war sehr persönlich. Ich bin Nachfolger in dritter Generation eines familiengeführten Großhandelsbetriebs. Mein Bruder hat das Familienunternehmen übernommen – für mich war klar, dass ich als Wirtschaftsinformatiker zumindest Software für den Mittelstand bauen wollte.
Im Alltag des Großhandels habe ich immer wieder gesehen, wie lange es dauert, bis Vertriebschancen im Außendienst zwischen allen Daten sichtbar werden und wie viel Zeit im Innendienst durch manuelle ERP-Prozesse verloren geht. Wichtige Daten sind zwar vorhanden, aber nicht nutzbar – genau dort gehen Umsatz und Effizienz verloren.
Zusammen mit meinen Mitgründern hat uns dies dazu gebracht, mit Plato eine KI-Vertriebsplattform für proaktiven Vertrieb im Großhandel zu bauen, die Daten intelligent zusammenführt und operative Prozesse im ERP automatisiert. Unsere Mission ist es, den Mittelstand mit KI so auszustatten, dass er auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt.

Wie würden Sie Plato heute in wenigen Sätzen beschreiben und welche Rollen spielen Sie und Ihr Team im Unternehmen?

Plato ist das KI-Betriebssystem für den Großhandel, mit dem wir beim Vertrieb beginnen. In vielen Großhandelsunternehmen sind alle relevanten Daten zwar vorhanden, aber über zahlreiche Systeme verteilt und im Alltag kaum nutzbar. Plato bündelt diese Daten und zeigt via Künstlicher Intelligenz auf einen Blick, wo Kunden abwandern und wo zusätzliche Umsatzpotenziale liegen – so lassen sich bis zu 15% mehr Umsatz generieren.
Gleichzeitig verbessern wir den Prozess operativ: Angebote können direkt aus den KI-Analysen im ERP erstellt werden, und Besuchsberichte lassen sich per Spracheingabe erfassen. So sparen Vertriebs- und Innendienstteams 3–5 Stunden pro Woche und können sich auf das Wesentliche konzentrieren.
Meine Rolle als CEO ist es, Vision, Produkt und Markt eng zusammenzubringen. Gemeinsam mit meinem Team aus Großhandels-Experten und KI-Spezialisten bauen wir Plato Schritt für Schritt zum Industriestandard für den Großhandel.

Welche Vision verfolgen Sie mit Plato für den Großhandel und wie soll ein technologisch moderner Großhandel in fünf bis zehn Jahren aussehen?

Als Unternehmen helfen wir dem Mittelstand in Zeiten von Fachkräftemangel weiter zu wachsen und die aktuell schwierige wirtschaftliche Lage zu meistern. Uns treibt es an, unsere Kunden erfolgreicher und nachhaltiger zu machen, indem wir einen Tech-Champion aus Europa heraus bauen.
Als Kunde merkt man in Zukunft sofort, ob ein Großhändler mit Plato arbeitet. Anfragen werden nicht mehr langsam per E-Mail beantwortet, sondern innerhalb von wenigen Sekunden. Egal ob ich eine Bestellung per Mail, WhatsApp, PDF oder GAEB schicke – sie wird automatisch erfasst, korrekt ins System übernommen und ich erhalte schnell ein passendes Angebot zum optimalen Preis.

Produkte sind verfügbar, weil der Händler genau weiß, was ich regelmäßig kaufe und hat automatisch beim Einkauf vorbestellt. Gibt es einen Artikel gerade nicht auf Lager, organisiert Plato automatisch den Nachschub via Sonderbestellung beim Hersteller und gibt mir die Wartezeit transparent weiter.

Auch im persönlichen Kontakt ist der Unterschied spürbar: Der Vertrieb kennt meine Bedürfnisse, macht relevante Vorschläge und meldet sich proaktiv, bevor Probleme entstehen. Ist die Leitung einmal besetzt, meldet sich stattdessen Plato KI-Assistent am Telefon. Bestellungen laufen reibungslos, Lieferzeiten sind zuverlässig, Plato übernimmt Vorfinanzierungen falls nötig und Preise sind individuell optimiert.
Kurz gesagt: Der Großhändler wird vom reaktiven Lieferanten zum proaktiven Partner. Plato sorgt im Hintergrund dafür, dass Prozesse automatisch laufen – und der Kunde davon profitiert, ohne die Komplexität zu sehen.

Der Großhandel gilt als technologisch vernachlässigt. Warum ist gerade diese Branche aus Ihrer Sicht besonders reif für ein KI-Betriebssystem?

Der Großhandel ist eine der größten, aber technologisch am stärksten vernachlässigten Branchen weltweit. Jeder fünfte Euro der globalen Produktion läuft durch den Handel – ein Marktvolumen von rund 50 Billionen Euro. Gleichzeitig gibt es bis heute keine vertikale KI-Lösung, die diesen Markt ganzheitlich adressiert. Die Herausforderungen sind branchenübergreifend ähnlich: Ob Schrauben oder Chemieprodukte – am Ende zählen Drehzahlen, Verfügbarkeiten und Effizienz.
Großhändler profitieren besonders stark von KI, da sie riesige Produktportfolios, tausende Kunden und hochkomplexe Preis- und Lieferstrukturen managen. Die relevanten Daten sind vorhanden, aber über viele Systeme verteilt. KI schafft hier erstmals Transparenz und liefert konkrete Handlungsempfehlungen.
Automatisierung ist dabei entscheidend. Klassische Sales-Tools stoßen in Märkten mit niedrigen Margen und großen Vertriebsorganisationen an ihre Grenzen. Genau hier setzt Plato an: Wir verknüpfen die bestehende Systemlandschaft intelligent, steigern Umsätze und senken Kosten – und machen den Großhandel effizient, skalierbar und zukunftsfähig.

An welche Großhändler richtet sich Plato konkret und welche zentralen Probleme lösen Sie im Vertriebs- und ERP-Alltag?

Plato richtet sich an mittelständische und große Großhändler mit komplexen Produktportfolios und Vertriebsorganisationen. Fokus ist dabei auf Großhändlern, die sich auf das Bauhandwerk und die Industrie konzentrieren.

Wie hilft die agentenbasierte KI von Plato Vertriebsteams dabei, effizienter zu verkaufen und bessere Entscheidungen zu treffen?

Unsere KI analysiert Kunden-, Preis- und Kaufdaten und gibt konkrete Handlungsempfehlungen, etwa zu Abwanderungsrisiken oder Cross-Selling-Potenzialen. Gleichzeitig automatisiert sie operative Aufgaben wie Angebotserstellung und Auftragserfassung. So können sich Vertriebsteams auf Beratung und Abschluss konzentrieren.

Plato spricht von bis zu 15 Prozent mehr Umsatz bei Kunden. Welche Veränderungen im Arbeitsalltag der Unternehmen sind dafür ausschlaggebend?

Der Umsatzanstieg entsteht durch proaktiven Vertrieb statt reaktiver Bearbeitung. Vertriebsmitarbeiter erkennen frühzeitig Kaufchancen, sprechen Kunden gezielter an und verlieren weniger Bestandskunden. Gleichzeitig reagieren Unternehmen schneller auf Anfragen und Marktveränderungen, da man mit Plato alles direkt ins ERP-System zurückspielen kann und Kundenanfragen direkt beantwortet werden.

Was war bislang die größte Herausforderung beim Aufbau von Plato und wie sind Sie als Gründer damit umgegangen?

Die größte Herausforderung war es, KI tief in hochkomplexe und individuelle ERP-Landschaften zu integrieren. Wir sind das Problem pragmatisch angegangen, indem wir eng mit unseren Kunden zusammenarbeiten und iterativ aus dem realen Betrieb heraus entwickelt haben. Diese Nähe zum Markt ist heute ein klarer Vorteil, da wir am tiefsten von allen Anbietern am Markt integriert sind, was langfristig einen höheren Mehrwert beim Kunden ermöglicht.

Mit Atomico als Investor positioniert sich Plato als europäischer Vertical AI Champion. Was bedeutet dieser Schritt strategisch für das Unternehmen?

Atomico bestätigt unsere Ambition, ein europäischer Vertical-AI-Champion zu werden. Strategisch unterstützt uns das Team insbesondere beim internationalen Wachstum und beim Aufbau einer skalierbaren Organisation. Gleichzeitig stärkt es unsere Sichtbarkeit im globalen Markt.

Was unterscheidet Plato von anderen KI Lösungen im B2B Umfeld und warum ist Ihr Ansatz besonders relevant für den Mittelstand?

Plato ist keine generische KI, sondern eine vertikale Lösung, die speziell für die Prozesse des Großhandels gebaut wurde. Wir verstehen die Realität niedriger Margen, großer Vertriebsorganisationen und komplexer Produktdaten. Zudem können wir durch unsere tiefe Integration auf der KI Unternehmensdaten als Kontext geben was generische Tools wie ChatGPT nicht erlauben. Aus diesem Grund ist unser Ansatz besonders relevant für den Mittelstand.

Welche nächsten Entwicklungsschritte sind bei Plato geplant und welche Rolle soll KI künftig im globalen Großhandel spielen?

Ein zentraler nächster Entwicklungsschritt ist die automatische Verarbeitung von Textdateien wie E-Mails, PDFs oder WhatsApp-Nachrichten. Plato liest diese Informationen aus, überführt sie direkt ins ERP und erstellt Angebote und Aufträge autonom. Dadurch sparen Vertriebsteams bis zu 20 Stunden pro Woche und gewinnen Zeit für wertschöpfende Beratung und KI-gestützte Analysen. Gleichzeitig hilft das, den zunehmenden Fachkräftemangel im Großhandel nachhaltig abzufedern.

Welche Rolle soll KI künftig im globalen Großhandel spielen?

KI wird zum zentralen Steuerungsinstrument im Großhandel. Sie schlägt vor, priorisiert und automatisiert – der Mensch entscheidet. So entsteht ein effizienterer, transparenter und wettbewerbsfähiger Handel.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die KI-Lösungen für traditionelle Branchen entwickeln möchten?

Erstens: Probleme im echten Betrieb verstehen und überlegen, was ohne KI vorher nicht möglich war – große Datenmengen mit LLM schnell verarbeiten etc.
Zweitens: Bestehende Systeme wie ERPs als Partner integrieren, anstatt diese zu ersetzen.
Drittens: KI immer mit messbarem wirtschaftlichem Nutzen verbinden und mit dem Kunden definieren, welche Kennzahlen man optimieren will

Bild Oliver Birch (CTO), Benedikt Nolte (CEO) und Matthias Heinrich (CPO) Bildcredits Plato

Wir bedanken uns bei Benedikt Nolte für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Agaton sichert sich 10 Mio. US-Dollar für Voice-KI

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KI bringt Agaton 10 Mio. US-Dollar im Enterprise. Bild: Agaton Team Bildcredits/Fotograf: Christine Knutsson

Agaton sammelt 10 Mio. US-Dollar für Voice-KI ein und verdoppelt Abschlussquoten im Enterprise-Vertrieb

Das Stockholmer KI-Startup verarbeitet über 4 Mio. Calls und erzielt 2x höhere Sales-Conversions

Agaton gibt heute seine 10 Mio. US-Dollar Seed-Finanzierung bekannt. Das Unternehmen hat eine agentische KI-Plattform entwickelt, welche die große Menge an Kundengesprächen von Enterprise-Unternehmen in Umsatzwachstum verwandelt, indem sie auf Basis fortschrittlicher Voice-Analyse Verkaufschancen für Sales-Teams identifiziert und deren Umsetzung vorantreibt. Mit dem neuen Kapital werden die Go-to-Market-Strategie, die Voice-AI-Fähigkeiten und die Produktentwicklung des Unternehmens beschleunigt. Zudem plant Agaton im kommenden Jahr die Teamgröße mehr als zu verdoppeln und zusätzliche globale Hubs aufzubauen.

Gespräche in Umsatzwachstum verwandeln

Agaton hilft Unternehmen, unstrukturierte Informationen aus Kunden- und Verkaufsgesprächen nutzbar zu machen. Die Plattform analysiert Inhalte, erkennt Verhaltensmuster sowie Stimmungen und automatisiert wiederkehrende Abläufe, um Umsatz und Kundenbindung zu steigern.

Indem quantitative Signale mit qualitativen Erkenntnissen aus Millionen Gesprächen verknüpft werden, erkennt die Plattform Kaufsignale frühzeitig, personalisiert Angebote in Echtzeit und identifiziert Potenziale, die klassischen Tools entgehen.

Nachweisbare Marktdynamik

Seit der Gründung hat Agaton mehrere Millionen an unterzeichnetem ARR gesichert und unterstützt Enterprise-Unternehmen wie Telenor, Telia, Lendo und Axo Finans. Die Plattform hat bislang über 4 Millionen Kundencalls analysiert, die Sales-Conversion bei Top-Performern verdoppelt, die Quality-Assurance-Zeit um bis zu 80 Prozent reduziert und ein 7x Umsatzwachstum im Jahresvergleich erreicht.

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Agatons Plattform ist für hybride Belegschaften konzipiert, in denen Menschen und KI nahtlos zusammenarbeiten. Mit Fokus auf Enterprise-Security und Datenhoheit integriert sie sich in bestehende Tech-Stacks und ermöglicht es Unternehmen, eigene Gesprächsdaten sicher in konkrete Handlungsempfehlungen zu übersetzen.

Andreas Kullberg, CEO und Co-Founder von Agaton, betont, dass KI-gestützte Sales-Überlegenheit entscheidend für den Wettbewerbsvorteil moderner Enterprise-Teams sei. Unterstützt wird diese Vision von Investoren wie Inception Fund und Alstin Capital, die in der Seed-Runde als Lead-Investoren auftreten.

Bild: Agaton Team Bildcredits/Fotograf: Christine Knutsson

Quelle Maschmeyer Group MM Support GmbH

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