Sonntag, Oktober 25, 2026
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Wachstum ohne Blitzscaling: Wie das Massage-Startup NEW SOUL städteübergreifend skaliert

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NEW SOUL: Massagen und Wachstum mit 21 Studios NEW SOUL Gründer Philipp Desgranges

NEW SOUL setzt auf regelmäßige Massagen, wirtschaftlich rentable Studios und nachhaltiges Wachstum und hat innerhalb von weniger als drei Jahren bereits 21 Standorte in zehn deutschen Städten aufgebaut.

NEW SOUL ist in weniger als drei Jahren auf 21 Standorte in zehn deutschen Städten gewachsen. Was waren die entscheidenden Faktoren für diese Entwicklung?

Wir haben von Anfang an nicht einfach Massagestudios eröffnet, sondern ein skalierbares Geschäftsmodell entwickelt. Vier Faktoren waren entscheidend: ein begeisterndes Kundenerlebnis, konsequente Standardisierung, wirtschaftlich funktionierende Standorte und der beste Arbeitgeber im Markt zu sein. Wir sind ein Team, das jeden Tag daran arbeitet, Massagen für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen. Unser Wachstum ist das Ergebnis eines funktionierenden Modells und einer breiten Community.

Ihr verfolgt bewusst einen anderen Ansatz als viele schnell wachsende Startups. Warum setzt ihr auf funktionierende Unit Economics statt auf klassisches Blitzscaling?

Wachstum ist kein Geschäftsmodell. Wir glauben nicht daran, dauerhaft Geld zu verbrennen, um Marktanteile zu kaufen. Jeder neue NEW SOUL Standort muss wirtschaftlich funktionieren und einen positiven Beitrag zum Unternehmen leisten. Erst wenn das Modell bewiesen ist, skalieren wir. Das klingt weniger spektakulär als klassisches Blitzscaling, ist langfristig aber wesentlich nachhaltiger und die bisherige Entwicklung gibt uns recht.

Neue Studios sollen bereits nach rund drei Monaten cashpositiv sein. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit dieses Modell funktioniert?

Die Wirtschaftlichkeit eines Massagestudios entscheidet sich bereits vor der Eröffnung. Wir analysieren Einzugsgebiet, Nachfrage, Standortkosten und Personalverfügbarkeit sehr genau. Gleichzeitig haben wir die Einrichtung, Prozesse, Buchungssysteme und Personalplanung weitgehend in unserem eigenen Tech-System standardisiert. So können neue Studios schnell starten, effizient arbeiten und nach rund drei Monaten cashpositiv werden.

Mit NEW SOUL wollt ihr Massagen von einer gelegentlichen Dienstleistung zu einer festen Routine machen. Wie verändert ihr dafür das Verhalten eurer Kunden?

Fitnessstudios haben Sport zur Routine gemacht. Wir wollen dasselbe mit Massagen und Regeneration schaffen. Dafür muss eine professionelle Massage einfach buchbar, bezahlbar und jederzeit in den Alltag integrierbar sein. Unsere Memberships ermöglichen regelmäßige Behandlungen zu attraktiven Konditionen. Wir wollen, dass Menschen nicht erst eine Massage buchen, wenn der Rücken schmerzt, sondern Regeneration selbstverständlich in ihren Alltag integrieren.

Ein Großteil eurer Mitglieder hatte zuvor keine regelmäßigen Massagen. Was habt ihr daraus über eure Zielgruppe und das Marktpotenzial gelernt?

Dass ein Großteil unserer Mitglieder vorher keine regelmäßigen Massagen hatten, zeigt uns, wie groß das unerschlossene Potenzial ist. Viele Menschen wollen etwas für ihr Wohlbefinden tun, brauchen dafür aber ein unkompliziertes, qualitativ hochwertiges und bezahlbares Angebot. Genau diese Lücke schließen wir.

Der Massagemarkt ist stark fragmentiert und von kleineren Anbietern geprägt. Was unterscheidet NEW SOUL von klassischen Massagestudios?

Wir verbinden die persönliche Qualität einer professionellen Massage mit der Verlässlichkeit einer modernen Service-Marke. Einheitliche Qualitätsstandards, digitalisierte Prozesse, Memberships und ein wachsendes Netzwerk an Standorten machen den Unterschied. Gleichzeitig investieren wir konsequent in unsere Therapeuten, ihre Weiterbildung und gute Arbeitsbedingungen. Denn am Ende entscheidet nicht die Technologie über eine gute Massage, sondern der Mensch.

Ihr habt ein eigenes Betriebssystem für eure Studios entwickelt. Welche Probleme löst die Technologie und warum setzt ihr auf eine eigene Software?

Ein Massagestudio zu betreiben ist einfach. Hunderte Massagestudios mit gleichbleibender Qualität zu betreiben, ist hochkomplex. Deshalb haben wir unser eigenes, KI-gestütztes Betriebssystem entwickelt. Es verbindet Buchungen, Personalplanung, Kundenmanagement und operative Abläufe. Das reduziert administrative Arbeit, verbessert die Auslastung und ermöglicht unseren Teams, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: unsere Kunden.

Ein stationäres Geschäftsmodell bringt hohe Anforderungen an Personal, Standorte und Qualität mit sich. Wo liegen für euch die größten Herausforderungen bei der Expansion?

Unsere größte Herausforderung ist nicht, neue Studios zu eröffnen, sondern mit jedem neuen Studio unsere Qualität zu halten. Dafür brauchen wir die richtigen Standorte, hervorragende Therapeuten und belastbare Prozesse. Besonders wichtig ist uns die Professionalisierung des Berufs: mit bezahlter Weiterbildung, planbaren Arbeitszeiten und echten Karriereperspektiven. Langfristig gewinnen wir nur, wenn Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen begeistert sind.

Für 2026 erwartet ihr einen zweistelligen Millionen-Umsatz. Wie gelingt es euch, Wachstum und Profitabilität miteinander zu verbinden, ohne bei der Servicequalität Kompromisse einzugehen?

Profitabilität und Qualität sind für uns kein Widerspruch, sondern bedingen einander. Zufriedene Kunden kommen wieder, empfehlen uns weiter und werden langfristige Mitglieder. Wir haben seit Gründung eine enorm hohe Kundenzufriedenheit und behalten diese auch in Zeiten des ständigen Wachstums stabil oben. Gleichzeitig erreichen unsere Studios nach rund drei Monaten einen positiven operativen Cashflow und verdienen ihre Ausbaukosten ebenfalls zügig zurück. Das zeigt, dass Qualität und wirtschaftlicher Erfolg zusammen funktionieren.

Welche langfristige Vision verfolgt ihr mit NEW SOUL und wie soll sich das Unternehmen in den kommenden drei bis fünf Jahren entwickeln?

New Soul wird die führende Wellbeing-Marke Europas! Unsere Vision ist, dass regelmäßige Massagen und professionelle Regeneration genauso selbstverständlich werden wie der Besuch im Fitnessstudio. Dafür wollen wir unser Netzwerk in Deutschland weiter ausbauen und anschließend in weitere europäische Märkte expandieren. Unser langfristiges Ziel sind knapp viele hundert Studios in Europa in den kommenden 10 Jahren.

Welche drei Ratschläge würdest du anderen Gründern geben, die ein stationäres Geschäftsmodell aufbauen und nachhaltig skalieren möchten?

Erstens: Verliebt euch nicht in Wachstum, sondern in eure Unit Economics. Ein Standort muss funktionieren, bevor ihr den nächsten eröffnet.

Zweitens: Standardisiert alles, was nicht unmittelbar zum Kundenerlebnis beiträgt. Gute Prozesse schaffen die Freiheit, sich auf Qualität zu konzentrieren.

Drittens: Investiert in eure Mitarbeiter. Gerade bei stationären Serviceunternehmen entsteht der entscheidende Wettbewerbsvorteil durch die Menschen, die jeden Tag mit den Kunden arbeiten.

Bildcredits NEW SOUL

Wir bedanken uns bei Philipp Desgranges für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Gastro-Marketing neu gedacht: Honoré Audibert über Gastronomie123

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Ultimate Lion: Gastronomie und Social Media Ultimate Lion

Ultimate Lion unterstützt Unternehmen und Persönlichkeiten beim Aufbau ihrer Marken, während Gründer Honoré Audibert mit Gastronomie123 die Gastronomie durch Social Media, Marketing und digitale Lösungen sichtbarer machen möchte.

Honoré, stell dich und Ultimate Lion bitte kurz vor. Wie hat dein Weg ins Unternehmertum begonnen?

Ich bin Honoré Audibert, 23 Jahre alt und Geschäftsführer der Ultimate Lion GmbH. Gemeinsam mit meinem Bruder Anthony unterstütze ich Unternehmen und Persönlichkeiten dabei, sichtbar zu werden. Wir entwickeln Formate, produzieren Inhalte und begleiten den Aufbau von Marken und Social-Media-Auftritten.

Meine ersten Berührungspunkte mit der Gastronomie hatte ich schon mit sechs Jahren: Damals habe ich mir beim Tellerwaschen mein Taschengeld verdient. Mit 14 habe ich dann einen Schulkiosk betrieben und selbstgemachte Sandwiches und Backwaren verkauft. Das war eine meiner ersten eigenen unternehmerischen Erfahrungen – und die Gastronomie war schon mittendrin.

Danach kamen E-Commerce, Marketing, Testzentren und später ein eigenes Restaurant dazu. Ich habe früh angefangen, Ideen praktisch umzusetzen und dabei unterschiedliche Geschäftsmodelle kennengelernt. Heute verbinde ich diese Erfahrungen mit meiner Arbeit bei Ultimate Lion und Gastronomie123.

Du hast in einer früheren Phase mit Redo zusammengearbeitet. Wie kam diese Zusammenarbeit zustande und welche Aufgaben hast du damals übernommen?

Ich habe René damals in seinem Hotel kennengelernt und sofort gedacht: Was für eine Persönlichkeit! Ich habe mich gefragt, warum davon auf Social Media noch so wenig zu sehen war. Nach seinen Schilderungen hatten frühere Investitionen in Social-Media-Agenturen nicht den erhofften Mehrwert gebracht. Gleichzeitig habe ich die damalige Situation für ihn und die Gastronomie als schwierig wahrgenommen.

Ich war von seinem Potenzial überzeugt und habe ihm einen ungewöhnlichen Deal vorgeschlagen: Ich gehe mit meiner Arbeit komplett in Vorleistung. Wenn ich ihn auf eine Million Follower auf Social Media bringe, bekomme ich dafür einen Porsche. Er hat eingeschlagen.

Daraufhin habe ich seinen Social-Media-Auftritt aufgebaut. Ich habe die Strategie entwickelt und ihm vorgestellt, wie wir seine Personenmarke Schritt für Schritt entwickeln könnten: von Videos über Kooperationen und Podcasts bis zu Presse, Fernsehen und perspektivisch einer eigenen Sendung. Das war der Plan, mit dem wir gestartet sind.

Meine Arbeit reichte von der Ideenfindung über die Videoproduktion und den Schnitt bis zu Partnerschaften und gemeinsamen Inhalten mit anderen Influencern. Ich habe ohne laufende Bezahlung konstant daran gearbeitet, weil ich sein Potenzial erkannt hatte und überzeugt war, dass wir zusammen etwas Großes aufbauen können.

Was hast du während dieser Aufbauphase über Unternehmertum, Verantwortung und den Umgang mit öffentlichen Erwartungen gelernt?

Vor allem habe ich gelernt, wie viel Leidenschaft ausmacht. Das habe ich auch bei René gesehen: Wenn jemand für seine Sache brennt und Freude daran hat, spürt man das. Mich selbst hat die Verbindung aus Social Media, Personenmarken und Gastronomie von Anfang an begeistert. Dadurch hatte ich die Motivation, ständig neue Ideen zu entwickeln und dranzubleiben.

Gleichzeitig reicht Begeisterung allein nicht aus. Es braucht Konstanz, eine Strategie und die Bereitschaft, weiterzuarbeiten, wenn etwas nicht sofort funktioniert. Man muss beobachten, wie Menschen reagieren, und daraus lernen.

Mit wachsender Sichtbarkeit wächst auch die Verantwortung. Inhalte lösen Erwartungen und Reaktionen aus, positive wie negative. Für mich gehört dazu, hinter der eigenen Arbeit zu stehen, Kritik ernst zu nehmen und Fehler eingestehen zu können.

Heute bist du mit deiner Marke Gastronomie123 im Bereich Gastronomie und Social Media aktiv. Wie ist die Idee entstanden und welches Konzept steckt dahinter?

Ich hatte selbst ein Restaurant, ein American Diner am Berliner Ostbahnhof. Dort habe ich erlebt, wie viel Herzblut in der Gastronomie steckt und wie anspruchsvoll der Alltag ist: Personal finden, den Service organisieren, Qualität halten und gleichzeitig wirtschaftlich arbeiten. Für Marketing bleibt zwischen all diesen Aufgaben oft wenig Zeit.

Gastronomie ist für mich etwas sehr Persönliches. Man steckt sein Herz hinein, arbeitet eng zusammen und entwickelt eine starke Verbindung zu den Menschen und dem Betrieb. Ich sage deshalb gerne: Einmal Gastronomie, immer Gastronomie.

Gastronomie123 habe ich bereits während meiner Zeit mit dem eigenen Restaurant gegründet. Andere Gastronomen haben gefragt, wer unsere Social-Media-Arbeit macht. Daraus entstanden die ersten Aufträge.

Unser Gedanke ist bis heute: von Gastronomen für Gastronomen. Wir wollen eine zentrale Anlaufstelle bieten, die Marketing, Videos, Websites und digitale Lösungen wie Apps zusammenbringt. Der Gastronom soll sich auf seinen Betrieb und seine Gäste konzentrieren können und für diese Themen einen Partner an seiner Seite haben.

Welche Zielgruppe möchtest du mit Gastronomie123 erreichen und welchen konkreten Mehrwert bietet deine Marke?

Wir richten uns an Gastronomen von klein bis groß, vom einzelnen Standort bis zur Restaurantkette. Wir haben beispielsweise mit einem Eisladen mit nur einem Standort gearbeitet, aber auch mit L’Osteria. Die Voraussetzungen unterscheiden sich natürlich stark. Deshalb braucht jeder Betrieb eine Lösung, die zu seinem Konzept, seinen Zielen und seinen Möglichkeiten passt.

Unser Mehrwert ist, gastronomisches Verständnis mit der praktischen Umsetzung von Marketing zu verbinden. Wir entwickeln Ideen, produzieren Inhalte und kümmern uns um den digitalen Auftritt. Dabei wollen wir den Gastronomen entlasten und dafür sorgen, dass die Maßnahmen zusammenpassen.

Am Ende soll die Arbeit dem Betrieb etwas bringen: passende Aufmerksamkeit, mehr Interesse, Reservierungen oder Bewerbungen. Welche Ziele im Mittelpunkt stehen, klären wir mit dem jeweiligen Gastronomen.

Social Media spielt in der Gastronomie eine immer größere Rolle. Welche Chancen siehst du für Unternehmen und wo werden die Möglichkeiten häufig überschätzt?

Ich sehe eine große Chance darin, Menschen schon vor ihrem ersten Besuch für ein Restaurant zu begeistern. Sie wollen sehen, wie das Essen aussieht, welche Atmosphäre sie erwartet und wer hinter dem Konzept steht. Ein Gericht, eine persönliche Geschichte oder ein besonderer Moment aus dem Betrieb kann der Anlass sein, ein Restaurant auszuprobieren.

Aus meiner Sicht müssen Gastronomen dabei ihren gesamten digitalen Auftritt betrachten. Wie werde ich gefunden, wenn jemand nach Foodspots in Berlin sucht? Welche Bilder sieht man bei Google? Wie gehe ich mit Bewertungen um? Auch die Frage, wie Menschen Restaurants über KI-Anwendungen entdecken, beschäftigt uns.

Überschätzt wird häufig die Aufrufzahl eines einzelnen Videos. Viele Views bedeuten nicht automatisch viele Gäste. Die Aufmerksamkeit muss zum Standort und zur Zielgruppe passen. Und das Erlebnis vor Ort muss halten, was die Inhalte versprechen. Deshalb gehören für mich Sichtbarkeit, Auffindbarkeit und ein glaubwürdiger Auftritt zusammen.

Du hast früh erlebt, wie Menschen auf Inhalte und unternehmerische Ideen reagieren. Welche Erfahrungen haben deine heutige Strategie besonders geprägt?

Ich habe gemerkt, wie aufmerksam Menschen auf Kleinigkeiten reagieren. Eine Formulierung, eine Haltung oder eine unerwartete Situation kann darüber entscheiden, ob jemand weiterschaut oder sich mit einem Inhalt beschäftigt.

Daraus habe ich mitgenommen, dass man eigene Ideen ausprobieren und auch mal Kante zeigen muss. Wenn man sich immer daran orientiert, was alle anderen machen, wird es schwer, im Gedächtnis zu bleiben. Ein Inhalt darf überraschen, zum Lachen bringen oder eine Diskussion auslösen. Er muss aber zur Person passen.

Authentizität heißt für mich auch, nicht alles glattzubügeln und Fehler eingestehen zu können. Ich möchte Menschen und Betriebe ermutigen, ihre eigene Art zu zeigen und für neue Möglichkeiten offen zu bleiben. Eine Strategie gibt dabei die Richtung vor. Innerhalb dieser Richtung braucht es den Mut, kreativ zu werden.

Was unterscheidet Gastronomie123 von anderen Angeboten im Bereich Gastronomie und Social Media?

Unser gastronomischer Hintergrund prägt die Art, wie wir arbeiten. Ich kenne die Branche auch aus der Perspektive eines Restaurantbetreibers. Deshalb denke ich bei einer Idee direkt mit: Passt das zum Konzept? Lässt sich das im Alltag umsetzen? Und welchen Nutzen hat der Betrieb davon?

Dazu kommen unsere Erfahrungen mit unterschiedlichen gastronomischen Konzepten und dem Aufbau von Personenmarken wie Redo. Durch unsere Verbindung zum Leaders Club Germany stehen wir außerdem im Austausch mit Menschen aus der Branche. Dieses Netzwerk ist wertvoll, weil man andere Perspektiven kennenlernt und voneinander lernen kann.

Wir denken kreativ, aber ebenso wirtschaftlich. Ein Video soll Aufmerksamkeit erzeugen und zum Betrieb passen. Gleichzeitig wollen wir wissen, ob daraus Interesse, Reservierungen oder neue Gäste entstehen. Diesen Zusammenhang behalten wir bei unserer Arbeit im Blick.

Der Aufbau einer eigenen Marke erfordert Sichtbarkeit und Vertrauen. Wie gehst du dabei vor und welche Herausforderungen begegnen dir?

Am Anfang steht für mich die Frage: Wer steht hinter dieser Marke, und was macht sie besonders? Jeder Gastronom hat eine eigene Geschichte, eine eigene Art und eine Vorstellung davon, wie sich Gäste bei ihm fühlen sollen. Das möchte ich herausarbeiten und mit einer klaren Strategie nach außen tragen.

Manchmal reicht als Einstieg schon, sich vor die Kamera zu stellen und zu erzählen: Das bin ich, das ist mein Restaurant, und deshalb habe ich es aufgebaut. Menschen folgen Menschen. Wenn jemand ehrlich und mit Begeisterung über seine Arbeit spricht, kann daraus Vertrauen entstehen.

Eine Herausforderung ist, den eigenen Stil zu finden, ohne sich ständig mit anderen zu vergleichen. Dazu kommt die Konstanz im Tagesgeschäft. Zwischen Einkauf, Personalplanung und Service fällt die eigene Kommunikation schnell hinten runter. Deshalb müssen die Formate zur Person passen und so vorbereitet sein, dass sie sich regelmäßig umsetzen lassen.

Welche Entscheidungen aus deiner bisherigen unternehmerischen Laufbahn würdest du heute anders treffen und warum?

Ehrlich gesagt würde ich meine bisherigen Entscheidungen im Rückblick so stehen lassen. Auch die Entscheidungen, die schwierig waren oder nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben, haben mich geprägt. Ohne diese Erfahrungen hätte ich manches Wissen und manche Perspektive heute nicht.

Natürlich würde ich eine vergleichbare Situation heute teilweise anders angehen, gerade weil ich dazugelernt habe. Aber ich würde deshalb keinen Abschnitt meines Weges streichen wollen. Die Höhen und Tiefen gehören für mich zusammen.

Mir ist wichtiger, aus einer Entscheidung etwas mitzunehmen und beim nächsten Mal bewusster zu handeln, als lange darüber nachzudenken, wie es anders hätte laufen können. Ich bin heute auch durch die schwierigen Phasen der Unternehmer geworden, der ich bin.

Wie möchtest du Ultimate Lion und Gastronomie123 in den kommenden Jahren weiterentwickeln? Welche Ziele stehen für dich im Mittelpunkt?

Mit Gastronomie123 wollen wir die erste Anlaufstelle für Gastronomen werden, wenn es um Marketing und digitale Unterstützung geht. Mein Ziel ist, diese Themen für sie möglichst einfach zu machen, damit sie mehr Zeit für das haben, weshalb viele überhaupt angefangen haben: Gastgeber sein.

Ich wünsche mir, dass wir dazu beitragen, wieder mehr Begeisterung für Gastronomie zu schaffen. Hinter einem Restaurant stehen Menschen, Ideen und unglaublich viel Arbeit. Das möchten wir sichtbar machen und die Verbindung zwischen Gästen und Gastgebern stärken. Wenn Menschen Lust bekommen, neue Restaurants zu entdecken und gerne zurückkommen, haben wir etwas Sinnvolles beigetragen.

Mit Ultimate Lion liegt unser Fokus auf Personal Branding und dem Management von Persönlichkeiten. Auch dort wollen wir die erste Anlaufstelle werden. Mich reizt, Potenzial in Menschen zu erkennen, ihre eigene Art herauszuarbeiten und daraus langfristig eine starke Marke zu entwickeln.

Welche drei Ratschläge würdest du jungen Gründern geben, die mit einer eigenen Idee sichtbar werden und langfristig ein Unternehmen aufbauen möchten?

Erstens: Bleib dran. Eine Idee funktioniert selten sofort genau so, wie man sie sich vorgestellt hat. Lass dich von Rückschlägen nicht direkt ausbremsen. Prüfe ehrlich, was du verbessern musst, und arbeite konsequent weiter.

Zweitens: Bau dir ein Netzwerk auf und lerne von Menschen, die schon weiter sind. Such den Austausch, stell Fragen und finde, wenn möglich, einen Mentor. Du musst nicht jede Erfahrung selbst machen, um daraus zu lernen. Wichtig ist, offen zu bleiben und dich ständig weiterzuentwickeln.

Drittens: Frag dich immer, welchen Mehrwert du deinem Gegenüber bietest. Warum sollte ein Kunde mit dir arbeiten? Was erleichterst oder verbesserst du für ihn? Das gilt auch für dein Netzwerk: Überlege, was du beitragen kannst. Wenn du Menschen weiterhilfst und zuverlässig bist, schaffst du eine gute Grundlage für langfristige Beziehungen und ein Unternehmen.

Bild links René Dost (Redo) und rechts Honoré Audibert  Bildcredits privat

Wir bedanken uns bei Honoré Audibert für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Automatisieren statt nachbesetzen

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Automatisierung: KI macht Prozesse effizienter. Bild Lisa Catena Gyger Fotocredits : Susanne Goldschmid

Es gibt einen Moment, den jede Gründerin fürchtet: Die Mitarbeiterin, an der vieles hängt, sitzt dir gegenüber und kündigt. Bei mir war es die Schlüsselperson in unserem Start-up – jemand, der Abläufe im Kopf hatte, die nirgends aufgeschrieben waren, und Aufgaben erledigte, von denen ich teilweise nicht einmal wusste, dass es sie gab.

Mein erster Reflex war der naheliegende: nachbesetzen. Also schrieb ich die Stelle aus. Und stieß auf eine Wand, die viele kleine Unternehmen in Bern kennen: Gegen die Löhne der Bundesverwaltung und großer Konzerne war schlicht nicht anzukommen. Wer sich zwischen einem sicheren, gut bezahlten Posten und einem Start-up entscheidet, wählt seltener das Start-up. Nach einigen Wochen war klar: Die Person, die ich suchte, würde ich zu diesen Bedingungen nicht so schnell finden, wie ich sie brauchte.

Die unbequeme zweite Frage

Also stellte ich mir eine andere Frage. Nicht „Wen stelle ich ein?“, sondern „Was genau hat diese Person eigentlich getan – und muss das ein Mensch tun?“

Das klingt kühler, als es gemeint ist. Es ging nicht darum, einen Menschen durch Technik zu ersetzen. Es ging darum, zum ersten Mal überhaupt genau hinzuschauen, woraus diese Stelle bestand. Und das war ernüchternd: Ein großer Teil waren wiederkehrende Aufgaben. Daten von einem Ort an den anderen übertragen. Standardantworten formulieren. Listen pflegen, Dokumente sortieren, immer gleiche Auswertungen erstellen.

Vieles davon ließ sich automatisieren. Nicht alles, aber genug, dass sich die Frage nach der Nachbesetzung neu stellte. Was übrig blieb, war weniger, als ich gedacht hatte, und es war anders zugeschnitten.

Was niemand auf die Bühne stellt

Hier beginnt der Teil, über den in den Hochglanz-Geschichten über KI und Automatisierung nicht gesprochen wird. Automatisieren klingt nach einem Knopfdruck. In Wirklichkeit ist es vor allem eines: unspektakuläre und oft aufwändige Arbeit.

Bevor auch nur ein Prozess automatisch laufen konnte, musste ich ihn verstehen. Das heißt: aufschreiben, was bisher nur im Kopf einer Person existierte. Oder, wie in vielen Unternehmen: In fünf verschiedenen Köpfen existieren fünf verschiedene Prozesse – welcher ist der richtige? Der nächste Schritt ist also aufräumen, denn die meisten gewachsenen Abläufe sind leider oft nicht logisch, sondern historisch. Sie sind so, weil sie immer so waren. Und schließlich die Daten: Automatisierung funktioniert nur auf sauberen, verlässlichen Daten. Auf einer „Single Source of Truth“. Waren Einträge unvollständig, doppelt oder widersprüchlich, musste das zuerst in Ordnung gebracht werden.

Es waren viele Stunden dieser Arbeit. Keine davon fühlte sich nach Innovation an. Niemand hält einen Vortrag darüber, wie er eine Datenliste bereinigt hat. Aber genau diese Stunden waren die Voraussetzung dafür, dass am Ende ein Prozess automatisiert lief.

KI zeigt, was vorher schon unordentlich war

Dabei habe ich etwas gelernt, das ich heute in jeder Organisation wiedersehe, auch in den zehn Betrieben, die ich für mein Buch „Vom Hype zur Handhabung“ befragt habe: Automatisierung ist weniger ein Technologie-Projekt als ein Aufräum-Projekt. KI und automatisierte Abläufe wirken wie ein grelles Licht. Sie zeigen schonungslos, wo die Prozesse unklar, die Verantwortlichkeiten diffus und die Daten chaotisch sind.

Solange ein Mensch die Lücken ausgleicht, fällt das nicht auf. Menschen sind großartig darin, Unordnung stillschweigend zu überbrücken. Sie denken mit, fragen nach oder improvisieren. Eine Automatisierung tut das nicht. Sie macht genau das, was man ihr sagt, und offenbart damit jede Unschärfe, die vorher jemand mitgetragen hat.

Der eigentliche Gewinn

Am Ende stand nicht einfach eine eingesparte Stelle. Am Ende stand ein Unternehmen, das seine eigenen Abläufe zum ersten Mal wirklich kannte. Das Wissen steckte nicht mehr in einem Kopf, sondern in dokumentierten, nachvollziehbaren Prozessen. Die Daten waren sauber. Und die Arbeit, die weiterhin Menschen brauchte, war die interessantere: die, bei der es auf Urteil, Beziehung und Kreativität ankommt, nicht auf Wiederholung.

Hätte ich die Stelle einfach nachbesetzt, hätte ich keinen dieser Schritte gemacht. Ich hätte die alte Unordnung an eine neue Person weitergereicht und das Wissen wieder in einem einzigen Kopf geparkt, bis zur nächsten Kündigung.

Für Gründerinnen und Gründer

Die Kündigung einer Schlüsselperson ist ein schlechter Moment. Aber sie ist auch eine Gelegenheit, eine Frage zu stellen, die im Alltag untergeht: Woraus besteht diese Arbeit eigentlich und was davon muss ein Mensch tun?

Automatisieren statt nachbesetzen ist dabei keine Sparmaßnahme, die man sich schönredet. Es ist harte, unsichtbare Vorarbeit, die sich nur lohnt, wenn man sie ernst nimmt. Wer glaubt, KI erledige das nebenbei, wird enttäuscht. Wer bereit ist, zuerst aufzuräumen, bekommt mehr zurück als eine gefüllte Stelle: Prozesse und Aufgaben, die verstanden werden.

Bild Lisa Catena Gyger Fotocredits : Susanne Goldschmid

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Pizza für den Air Fryer: Wie das Startup FRYZZA den Tiefkühlmarkt erobert

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Pizza: FRYZZA für den Air Fryer begeistert die Löwen Fryzza Teambild mit Löwen

Wenn Pizza, dann FRYZZA – Die erste Pizza für den Air Fryer

Sternekoch trifft Tiefkühlpizza: Alexander Wulf, Sternekoch des Restaurants TROYKA in Erkelenz, entwickelt gemeinsam mit vier weiteren Gründern FRYZZA, eine Tiefkühlpizza, die von Grund auf für die Zubereitung im Air Fryer konzipiert wurde.

24 Stunden gereift, in fünf bis sechs Minuten fertig.

Aus einer spontanen Frage wird innerhalb weniger Monate ein Handelsprodukt.

Fünf Gründer, fünf unterschiedliche Kompetenzen: Sternekoch Alexander Wulf, Sommelier Ronny Schreiber, TV-Moderator und Unternehmer Dieter Könnes sowie die Handels-, Produktions- und Logistikexperten Lars Jansen und Josef Kirisits verbinden Gastronomie, Kommunikation, Produktion, Handel und Logistik.

Mit FRYZZA in die VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“: FRYZZA überzeugt Ralf Dümmel und Frank Thelen.

Hamburg/Stapelfeld, 19. Oktober 2026. Deutschland liebt Pizza! Rund 1,2 Milliarden Tiefkühlpizzen wurden allein 2025 in Deutschland verkauft.* Ob Margherita, Salami, Thunfisch oder Veggie: Kaum ein anderes Gericht schafft es so selbstverständlich vom Tiefkühlregal auf den Teller. Doch was passiert, wenn ein Sternekoch, ein ausgezeichneter Sommelier, ein bekannter TV-Moderator und zwei erfahrene Handelsprofis beschließen, diesen Klassiker neu zu erfinden? Dann wird es ziemlich heiß! Denn mit FRYZZA kommt eine Pizza, die nicht einfach nur schnell fertig ist, sondern vor allem eines kann: verdammt gut schmecken!

Vom Sternekoch zur Pizza für den Air Fryer

Die Idee entsteht im März 2025 eher zufällig. Warum gibt es eigentlich keine richtig gute Pizza, die speziell für den Air Fryer entwickelt wurde? Sternekoch Alexander Wulf, der gemeinsam mit Ronny Schreiber das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant TROYKA in Erkelenz führt, nimmt die Herausforderung an. Und macht keine halben Sachen: handgezogener Sauerteig mit 24 Stunden Reifezeit, sorgfältig abgestimmte Zutaten und eine eckige Form, die perfekt in den Air-Fryer-Korb passt. Das Ergebnis? Außen herrlich knusprig, innen wunderbar saftig und in gerade einmal fünf bis sechs Minuten fertig. 24 Stunden Teigruhe für sechs Minuten Pizzaglück!

Fünf Gründer mit einer gemeinsamen Mission

Hinter FRYZZA steckt ein Gründerteam, das es in dieser Kombination wohl nicht alle Tage gibt: Alexander Wulf, Sternekoch und kreativer Kopf hinter der Rezeptur, Ronny Schreiber, ausgezeichneter Sommelier und Gastronom, Dieter Könnes, bekannter TV-Moderator, Unternehmer und Geschäftsführer, sowie die beiden Handelsexperten Lars Jansen und Josef Kirisits. Fünf Köpfe, jede Menge Erfahrung und eine gemeinsame Mission: Tiefkühlpizza auf ein neues Level bringen. Denn warum sollte man bei einer schnellen Pizza eigentlich auf richtig guten Geschmack verzichten?

FRYZZA überzeugt Ralf Dümmel und Frank Thelen in der Höhle der Löwen

Schon vor ihrem TV-Auftritt steht FRYZZA in den Tiefkühlregalen. Von der ersten Idee bis zum Verkaufsstart vergehen nicht einmal sechs Monate. Doch die Gründer haben größere Pläne und wollen mit ihrer Pizza ganz Deutschland erobern. Dafür wagen Alexander, Ronny und Dieter den Schritt in die VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“. Ihr größtes Argument lässt sich weder in Zahlen noch in Businessplänen ausdrücken. Man muss einfach reinbeißen! Und genau das überzeugt: Ralf Dümmel und Frank Thelen investieren gemeinsam in FRYZZA. Für die Gründer ist diese Kombination der absolute Jackpot.

Und nach der Sendung? Geht es erst richtig los! Aus fünf werden sieben Gesellschafter, die Zusammenarbeit läuft auf Hochtouren und vieles entwickelt sich laut Gründerteam sogar schneller als geplant. Mit der Handelskompetenz von Ralf Dümmel, der unternehmerischen Erfahrung von Frank Thelen und der geballten Food-Power des Gründerteams nimmt FRYZZA weiter Fahrt auf.

Sternekoch-Rezeptur. 24 Stunden Sauerteig. Sechs Minuten im Air Fryer. Und zwei Löwen, die nicht widerstehen konnten. Wenn Pizza, dann FRYZZA!

Das sagen die Gründer von FRYZZA

„Die Idee zu FRYZZA entstand aus einer ganz einfachen Frage: Wie kann es sein, dass es für den Air Fryer, das Gerät, das in fast keiner Küche mehr fehlt, noch keine Pizza gibt, das Lieblingsgericht der Deutschen? Der Air Fryer boomt und wächst immer weiter, aber eine richtig leckere Pizza, die genau in den Korb passt, gab es einfach nicht. Also haben wir sie gemacht, und zwar richtig: mit einem handgezogenen Sauerteig, 24 Stunden Reifezeit, einer Form, die perfekt in den Air Fryer passt, und vor allem mit richtig gutem Geschmack. Dass aus dieser Idee innerhalb weniger Monate ein Produkt im Handel geworden ist und wir jetzt mit Ralf und Frank gleich zwei starke Partner an unserer Seite haben, ist für uns schon ziemlich verrückt. Die beiden bringen genau die Erfahrung und das Netzwerk mit, die wir für den nächsten Schritt brauchen. Unser Ziel ist klar: Wer Pizza liebt und einen Air Fryer hat, muss FRYZZA probieren. Denn: Wenn Pizza, dann FRYZZA!“

Alexander Wulf, Ronny Schreiber, Dieter Könnes, Lars Jansen und Josef Kirisits, Gründer von FRYZZA

Ralf Dümmel über FRYZZA

„Wenn eine Pizza nach fünf bis sechs Minuten aus dem Air Fryer kommt, herrlich duftet, richtig schön knusprig ist und du nach dem ersten Bissen direkt denkst: Davon möchte ich noch einen, dann ist schon ziemlich viel richtig gemacht worden. Genau das war mein FRYZZA-Moment. Mich begeistert, mit welchem Anspruch diese Pizza entwickelt wurde. Alexander ist Sternekoch, der Sauerteig bekommt 24 Stunden Zeit und trotzdem steht FRYZZA nach nur wenigen Minuten fertig auf dem Tisch. Das ist für mich eine richtig starke Kombination: unglaublich lecker, schnell gemacht und so unkompliziert, dass man FRYZZA einfach immer zuhause haben möchte. Genau das ist unser Ziel: FRYZZA soll die Pizza werden, die im Tiefkühler nicht fehlen darf. Air Fryer an, FRYZZA rein und wenige Minuten später heißt es: Pizza ist fertig! Ich freue mich riesig, diesen Weg gemeinsam mit Frank und diesem außergewöhnlichen Gründerteam zu gehen. Wenn Pizza, dann FRYZZA!“

Ralf Dümmel, Investor und Gesellschafter der DS Gruppe

Frank Thelen über FRYZZA

„Ein Sommelier, ein Sternekoch und ein Moderator wollen eine Tiefkühlpizza auf den Markt bringen. Ehrlich gesagt war ich im ersten Moment skeptisch: Pizza aus dem Air Fryer? Dann habe ich FRYZZA probiert und war begeistert. Das ist keine weitere Tiefkühlpizza. Das Produkt wurde von Grund auf für eine neue Art der Zubereitung entwickelt. Ralf kennt die Welt der Heißluftfritteusen wie kaum ein anderer und ich bringe die Erfahrung mit, wie man Marken skaliert. Zusammen mit den Gründern ist das ein richtig starkes Team. Wir haben viel vor! Für mich ist FRYZZA eine tolle Ergänzung meiner Food-Familie, weil wir damit schnelles Essen ein Stück besser machen können.“

Frank Thelen, europäischer Seriengründer und Investor

FRYZZA im Handel erhältlich

FRYZZA ist aktuell in den vier Sorten Margherita, Salami, Veggie und Thunfisch unter https://fryzza.de erhältlich. Jede Packung enthält zwei Pizzen.

In Deutschland ist FRYZZA bei Lidl, Bofrost, REWE, EDEKA (NRW), Globus und HIT erhältlich. In Österreich ist FRYZZA bei SPAR, MPreis, BILLA und BILLA PLUS vertreten.

Quelle: Deutsches Tiefkühlinstitut e. V. (dti), Absatzstatistik 2025, veröffentlicht 2026. Absatzmenge von Tiefkühlpizza in Deutschland, einschließlich Lebensmittelhandel, Heimdiensten und Außer-Haus-Markt.

Bild FRYZZA Teambild mit den Löwen

Quelle Fryzza GmbH/ DS Unternehmensgruppe

Mit 30.000 Euro in die Höhle, mit vier Angeboten wieder raus

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Rasierer von Razeco: Die Höhle der Löwen überzeugt Höhle der Löwen Razeco Bildcredits RTL

Das Start-up Razeco überzeugt bei „Die Höhle der Löwen“ mit einem Rasierer aus biobasiertem Material

Einen Nassrasierer benutzen Millionen Menschen jeden Morgen, über seinen Aufbau denkt allerdings kaum jemand nach. Razeco will das ändern. Die Klingenköpfe des Start-ups sind zu 99 Prozent frei von fossilem Plastik und passen auf die Griffe gängiger Systeme. In der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ forderte das Gründerteam um Louisa Haisch vergleichsweise bescheidene 30.000 Euro. Am Ende lagen vier Angebote auf dem Tisch. Judith Williams und Frank Thelen boten gemeinsam 100.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile, mehr als das Dreifache der ursprünglichen Summe. Zu sehen ist der Auftritt heute Abend in Folge 7 der 20. Staffel.

Berlin, 19. Oktober 2026 – Auf den ersten Blick sieht der Rasierer, den Louisa Haisch in Köln vor die Investoren legt, aus wie viele andere. Der Unterschied steckt aber im Material. Die austauschbaren Aufsätze, in der Branche Cartridges genannt, bestehen aus einem biobasierten Werkstoff, gewonnen aus Reststoffen anderer Industrien. Der TÜV Austria, eine österreichische Prüforganisation, hat ihn mit vier Sternen zertifiziert, der höchsten Stufe seines Siegels „OK Biobased“. Dazu kommen ein gewichteter Griff aus Stahl und fünf Klingen. Auf den Gelstreifen, den fast jedes aktuell in der Drogerie erhältliche Markenprodukt trägt, verzichtet Razeco bewusst.

Die Löwen nehmen den Pitch genau unter die Lupe: Sie wollen wissen, woraus die Aufsätze bestehen und wer hinter dem Start-up steht. Louisa Haisch hat Razeco 2023 mit ihrem Bruder Victor Haisch und Ivo Lovrić in Berlin gegründet.

„Wir wollten vor einem Millionenpublikum zeigen, woraus ein Rasierer eigentlich besteht“, sagt Louisa Haisch, Mitgründerin und Geschäftsführerin von Razeco. „Das Produkt liegt jeden Tag auf der Haut. Trotzdem wird es seit Jahrzehnten nach denselben Regeln gebaut, und kaum jemand stellt das infrage.“

Frank Thelen sagt: „Die drei Gründer von Razeco haben mich echt begeistert. Ihre Mission ist klar: dem Plastik im Badezimmer den Kampf ansagen. Genau solche Ideen brauchen wir!

Seit der Aufzeichnung ist bei Razeco einiges passiert: Das Team hat vor allem die Verbindung zwischen Griff und Aufsatz neu konstruiert. Und ganz frisch ist Razeco jetzt auch in den USA bei Erewhon gelistet, der angesagten Premium-Supermarktkette aus Los Angeles. Stark!

Das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben: Wir sind weiter im Austausch, und ich bin sehr gespannt, wohin die Reise geht.“

Vier Löwen wollen einsteigen

Die Forderung des Teams fällt ungewöhnlich niedrig aus: 30.000 Euro, dazu Unterstützung beim Betriebskapital, mit dem das Unternehmen Ware und Material vorfinanzieren möchte. Vier der fünf Investoren machen ein Angebot. Am Ende legen Judith Williams und Frank Thelen gemeinsam 100.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile auf den Tisch.

„Wir sind bewusst mit einer kleinen Summe reingegangen“, sagt Haisch. „Dass am Ende vier Angebote kommen und ein Betrag, der dreimal so hoch ist wie unsere Forderung, hatten wir nicht erwartet. Für uns zeigt das, dass die Löwen das Thema Material genauso ernst nehmen wie wir.“

Zurück an die Werkbank

Was die Zuschauer heute Abend sehen, ist bereits Geschichte. Seit den Dreharbeiten hat Razeco eine neue Produktgeneration fertiggestellt. Die Entwicklung begann nach dem ersten Marktstart 2025: Aus den Rückmeldungen der Kundschaft zog das Team eine klare Konsequenz und setzte sich erneut an die Konstruktion, statt einfach weiterzuverkaufen.

Über drei Produktgenerationen hinweg wurde vor allem die Verbindung zwischen Griff und Aufsatz neu konstruiert. Die aktuelle Version hat sämtliche Fall-, Belastungs- und Klingentests bestanden. Produziert wird auf eigenen Maschinen, die Qualitätskontrolle bleibt damit im Haus.

„Ein Rasierer aus neuem Material muss im Bad genauso zuverlässig funktionieren wie das, was die Leute gewohnt sind“, sagt Haisch. „Deshalb haben wir uns die Zeit genommen und die Mechanik noch einmal von Grund auf überarbeitet.“

Ein neuer Aufsatz statt eines neuen Systems

Die wichtigste Neuerung betrifft die Kompatibilität. Die Razeco-Aufsätze passen auf die Griffe der meistverkauften Fünfklingen-Systeme für Männer und Frauen. Wer umsteigen will, wechselt nur die Klinge und behält seinen Griff. Damit richtet sich das Start-up an alle, die ohnehin regelmäßig Ersatzklingen kaufen.

Beim Preis zielt Razeco auf den Massenmarkt. Das Starterkit kostet 14,99 Euro, im Abo 9,99 Euro. Einen Aufschlag für Nachhaltigkeit gibt es nicht, ebenso wenig eine Pink Tax, also den Aufpreis, den Hersteller oft für Produkte verlangen, die sich an Frauen richten. Die Varianten für Gesicht und Körper sind genderneutral gestaltet.

Erhältlich ist Razeco im eigenen Onlineshop, bei Amazon und bei der Drogeriekette Budnikowsky, in den USA außerdem bei Erewhon, einer Supermarktkette aus Los Angeles.

„Wer wechseln möchte, soll dafür weder mehr bezahlen noch seinen alten Griff wegwerfen müssen“, sagt Haisch. Nur so komme ein besseres Material tatsächlich in die Badezimmer.

Fotocredit RTL

Quelle Story Hype

 

Höhle der Löwen Produkte 2026 – alle Deals im Überblick

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Die Loewen: Frank Thelen, Judith Williams, Andreas W. Herb, Dagmar Woehrl und Ralf Duemmel (v.li.) Höhle der Löwen Produkte 2026 – alle Deals im Überblick
Die Loewen: Frank Thelen, Judith Williams, Andreas W. Herb, Dagmar Woehrl und Ralf Duemmel (v.li.)

Stand: Montag, 19.10.2026 – wird jeden Montag mit den Produkten der neuesten Folge aktualisiert.

Hier findet ihr alle Startups, Produkte und Deals aus „Die Höhle der Löwen“ – diese Übersicht wird jeden Montag um die neuesten Pitches ergänzt. Die aktuellste Folge steht immer ganz oben. Ältere Folgen bleiben darunter erhalten.

📅 Woche vom 19.10.2026

In der aktuellen Folge drehte sich vieles um Nachhaltigkeit und Genuss: von einem plastikfreien Rasierer über einen Ready-to-Drink-Likör und eine App, die Bewegung in Guthaben verwandelt, bis zur Air-Fryer-Pizza und einem Frauenurinal gegen lange Toilettenschlangen.

RAZECO aus Berlin

Gründer: Louisa Haisch (31), Victor Haisch (27) und Ivo Lovric (26) Angebot: 30.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb

Die Geschwister Louisa und Victor Haisch sowie ihr Mitgründer Ivo Lovric wollen mit RAZECO fossilem Plastik im Rasierer den Kampf ansagen: Der komplexe Klingenkopf ihres Systemrasierers besteht zu 99 Prozent aus biobasiertem Material mit „OK biobased“-Zertifikat von TÜV Austria, kombiniert mit einem langlebigen Stahlgriff und einfach austauschbaren Rasierköpfen. Das bereits online und stationär vertretene Startup tritt damit gegen etablierte große Marken an. Aus dem zunächst klar kalkulierten Pitch entwickelte sich schnell eine Situation mit mehrfachem Löwen-Interesse – und damit mehr als nur eine Frage nach der passenden Investitionssumme.

Kölsche Koks aus Köln

Gründer: Nicolas Lutz (35) und Maximilian Koeser (37) Angebot: 600.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb

Aus der eigenen Gastronomie-Erfahrung heraus entwickelte das Gründerduo mit Kölsche Koks einen Espresso-Martini-Likör als Ready-to-Drink-Produkt: 15 Prozent Alkohol, echter Arabica-Kaffee und natürliches Koffein, fertig gemixt in der 0,7-Liter-Flasche oder als 0,02-Liter-Shot-Fläschchen für Messen und Events. Mit bereits mehr als einer Million Euro Umsatz ist das Produkt wirtschaftlich kein Nischenprojekt mehr – die geforderte Bewertung von 600.000 Euro für zehn Prozent sowie die Frage, wie sich die Kölner Marke bundesweit etablieren lässt, sorgten im Pitch dennoch für Diskussionsstoff.

move2pay aus A-Lustenau und Wien

Gründer: Mia Allouche (19) und Karim Allouche (49) Angebot: 350.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen

Vater und Tochter Karim und Mia Allouche verbinden mit ihrer App move2pay Bewegung und Shopping: Wer sich über angeschlossene Health- und Fitness-Apps bewegt, sammelt ein Bewegungsguthaben, das sich im move2pay-Shop bei zahlreichen Partnern einlösen lässt. Die vor rund fünf Jahren innerhalb der Familie entstandene Idee wird seither von Ex-Fußballprofi und -Trainer Steffen Baumgart als Markenbotschafter begleitet. Mehrere Löwen zeigten sich vom Konzept angetan, Gesprächsstoff lieferte vor allem die Frage, ob das Geschäftsmodell auch ein Investment rechtfertigt.

FRYZZA aus Baesweiler

Gründer: Dieter Könnes (54), Ronny Schreiber (44) und Alexander Wulf (43) Angebot: 350.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen

Entstanden an einem gemeinsamen Abend im Sternerestaurant TROYKA, bringt FRYZZA die klassische Tiefkühlpizza in eine für den Air Fryer entwickelte Form: Natursauerteig, handgezogener und handbelegter Teig, Steinofen-Zubereitung und eine eigene Gewürzmischung sollen in rund fünf bis sechs Minuten ein knuspriges Ergebnis liefern. In vier Sorten erhältlich, ist das Produkt nach Angaben der Gründer bereits in rund 700 Märkten und sieben Handelsketten in Deutschland und Österreich gelistet und erzielte in den ersten sechs Monaten mehr als 500.000 Euro Umsatz. Mit TV-Moderator Dieter Könnes, Sommelier Ronny Schreiber und Sternekoch Alexander Wulf bringt das Gründerteam zusätzlich prominente Bekanntheit in die Höhle.

MISSOIR aus Berlin

Gründerin: Lena Olvedi (44) Angebot: 180.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Johannes Kliesch

Mit Missoir hat Lena Olvedi ein Frauenurinal entwickelt, das als schnelle, kontaktlose Ergänzung zur klassischen Toilette dient und die natürliche Hockhaltung ermöglicht – mit Haltegriffen, Spritzschutz und ganz ohne Spülung. Seit 2018 entwickelt und nach erfolgreichen Einsätzen auf Festivals inzwischen in Serienproduktion, richtet sich das im Boden installierte Pendant zum klassischen Pissoir vor allem an Clubs, Konzerthallen, Stadien und andere Orte mit hohem Andrang. „Frauen sind keine Nische und Warteschlangen kein Naturgesetz“, bringt die Gründerin ihre Vision auf den Punkt.

📅 Woche vom 12.10.2026

Die sechste Folge hatte einen Moment, den es in der Geschichte der Sendung so noch nicht gab: Statt eines Investment-Deals gab es einen Heiratsantrag mitten in der Höhle. Daneben ging es um einen Therapiebogen gegen Rückenschmerzen, verstellbare Mode-Bänder, ein Food-Battle, ein Beauty-Produkt für nach der Hyaluronbehandlung und vier funktionale Shots fürs Gehirn.

Ajambow aus Borsdorf

Gründer: Susan Schmidt (55) und Simon Werner (55) Angebot: 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen

Das gab es in der „Höhle der Löwen“ noch nie: Nach dem Pitch ihres Sport- und Therapiebogens Ajambow ging Simon Werner vor seiner langjährigen Partnerin Susan Schmidt auf die Knie und machte ihr nach 33 gemeinsamen Jahren einen Heiratsantrag – die Löwen wurden spontan zu Trauzeugen eines der emotionalsten Momente der Sendungsgeschichte. Im eigentlichen Pitch ging es um einen mit Wasser befüllten Bogen, der durch unvorhersehbare Bewegungsimpulse Muskelketten in Schulter-, Nacken- und Rückenbereich aktivieren soll – eine EMG-Untersuchung der Universität Leipzig bescheinigte dabei eine bis zu 30 Prozent höhere Muskelaktivierung. Mit rund 200 begleitenden Übungsvideos sowie Kooperationen mit Fitnessstudios und Physiopraxen über krankenkassenzugelassene Präventionskurse suchten die Gründer 300.000 Euro für zehn Prozent ihrer Anteile.

Cropsta aus Kleinmachnow

Gründer: Mike Leon Lichtenberg (24) und Charlotte Lieben (20) Angebot: 70.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Johannes Kliesch

Aus dem Social-Media-Erfolg heraus entwickelten die beiden jungen Gründer mit Cropsta ein verstellbares Band, das Pullover, T-Shirts, Kleider oder Blusen ganz ohne Knoten oder Abschneiden auf die gewünschte Länge bringt – ein Produkt, das inzwischen sogar in der eigenen Familie im Einsatz ist. Mit gemeinsam rund 600.000 Followern und zusätzlicher Kameraerfahrung von Mike Leon Lichtenberg brachte das Duo einiges an Reichweite mit. Beim Pitch wurde es für Charlotte Lieben sichtlich emotional, als sie von der jungen Gründung komplett ohne externe Hilfe erzählte – die Löwen zeigten sich beeindruckt und lieferten sich ein packendes Bieterduell um das Startup.

Battle: Hottey vs. Señor López

Im 90-Sekunden-Battle traten zwei Food-Startups direkt gegeneinander an: Der Sieger durfte um einen Deal weiterkämpfen, für den Verlierer war die Höhle sofort zu Ende. Den Löwen Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Andreas W. Herb fiel die Entscheidung zwischen den beiden Food-Konzepten sichtlich schwer.

Hottey aus Dresden – Maximilian Voigt (26) und Julian Herrlich (28). Angebot: 60.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.

Señor López aus Hamburg – Mathyas López Redetzki (39). Angebot: 60.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.

HyEx aus München

Gründer: Ines Frey (58) und Leonie Steinhauer (26) Angebot: 250.000 Euro für 25,1 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel

Aus einer eigenen schlechten Erfahrung heraus entstand HyEx: Nach einer missglückten Lippenunterspritzung musste Leonie Steinhauer ärztlich behandeln lassen – inklusive zusätzlicher Kosten, Schwellung und tagelanger Unsicherheit in der Öffentlichkeit. Mit ihrem Kosmetikprodukt wollen Mutter und Tochter nun anderen Frauen eine Möglichkeit bieten, unerwünschte Hautunregelmäßigkeiten nach Hyaluronbehandlungen zu Hause optisch zu verbessern. Die Löwen hinterfragten im Pitch kritisch die Studienlage, die tatsächliche Wirkung, die rechtlichen Vermarktungsmöglichkeiten sowie die angesetzte Unternehmensbewertung.

FoodFor aus CH-Zürich

Gründer: Dr. Teresa Cramer (32), Franziska Kuenburg (33) und Raphael Thurn und Taxis (33) Angebot: 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Johannes Kliesch

Mit vier funktionalen Shots – THINKING für Kopfarbeit, BOOST für Energie, EUPHORIA für emotionale Balance und CALM für die Abendroutine – will das Schweizer Gründer-Trio das Gehirn gezielt im Alltag unterstützen, statt auf Kaffee, Cola oder Schokolade zurückzugreifen. Hinter dem Konzept steht fachliche Tiefe: Mitgründerin Dr. Teresa Cramer ist Neurowissenschaftlerin und forscht aktuell am MIT, Franziska Kuenburg bringt Investmentbanking- und Consulting-Erfahrung mit, Raphael Thurn und Taxis Know-how aus der Lebensmittelindustrie. Trotz wissenschaftlich fundierter Rezepturen mussten sich die drei im Pitch kritischen Fragen der Löwen stellen.

In der vierten Folge reichte das Themenspektrum von Handy-Accessoires über Männerpflege und eine Babytragetasche bis hin zu einer Deep-Tech-Energietechnologie und einem nadelfreien Akupressur-Kit. Den Auftakt machte erneut ein Battle-Pitch, bei dem zwei Startups im direkten Duell um die Löwen kämpften.

📅 Woche vom 05.10.2026

Battle: whiffy vs. POP CHARMS

Im 90-Sekunden-Battle traten zwei Startups direkt gegeneinander an – und spalteten dabei die Löwen-Runde: Janna Ensthaler und Ralf Dümmel favorisierten die Trend-Power von POP CHARMS, während Judith Williams und Carsten Maschmeyer auf die Geruchsinnovation von whiffy setzten. Die Entscheidung lag damit bei Frank Thelen als Zünglein an der Waage.

whiffy aus Berlin – Friedrich Schulz (37), Anna Gregor (21) und Sven Hecker (47) präsentierten Duft-Pods fürs Smartphone. Angebot: 100.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.

POP CHARMS aus Frankfurt am Main – Kerstin Raibold (31) stellte stylische Handyhüllen-Accessoires vor. Angebot: 70.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile.

Don Quiff aus A-Salzburg

Gründer: Robert Tarquini (46), Klaus Laimer (38) und Max Kögl (52) Angebot: 120.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Johannes Kliesch

Unter dem Motto „Der Retter der Männlichkeit“ will das Salzburger Gründertrio die Männerpflege neu denken: Ihr Energy Wax mit Koffein und Biotin soll per „Activating Styling Technology“ nicht nur stylen, sondern auch die Haarwurzeln aktivieren. Entwickelt wurde das Produkt von Friseurprofi Robert Tarquini, der es über 30 Jahre Berufserfahrung direkt im eigenen Salon testete. Mit bereits 200.000 Euro Gesamtumsatz und zuletzt 40.000 Euro in nur drei Monaten über den TikTok-Shop konnten die Gründer wirtschaftlich punkten – die wissenschaftliche Grundlage der versprochenen Wirkung sorgte bei einem Löwen dagegen für kritische Nachfragen, während ein anderer sich von der E-Commerce-Strategie überzeugt zeigte.

Peanut Babytragetasche aus Berlin

Gründer: Katharina Schroth (50) und Caspar Schroth (51) Angebot: 100.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb

Aus ihrer Praxiserfahrung als Kinderärztin und eigenem Alltag als vierfache Mutter entwickelte Katharina Schroth gemeinsam mit ihrem Mann Caspar die Babytragetasche Peanut: Sie soll Babys durch eine sichere Seitenlage beruhigen, Geborgenheit vermitteln und gleichzeitig den Hinterkopf entlasten, um einer möglichen Kopfabflachung vorzubeugen. Die Idee entstand ursprünglich aus einer selbstgebauten Seitenlagerungshilfe für Hüftultraschalluntersuchungen. Mit einem fertigen Prototypen im Gepäck suchte das Gründerpaar nun 100.000 Euro sowie die Expertise eines Löwen, um den Babymarkt zu erobern.

HEIONTEC aus Siblin

Gründer: Andreas Heine (57), Anton Ledwon (66), Dr. Frank Schneider (44) und Waldemar Lewtschenko (61) Angebot: 250.000 Euro für 2,5 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen

Für Gesprächsstoff sorgte bereits die Bewertung: Mit nur 2,5 Prozent Firmenanteilen für 250.000 Euro bot das Deep-Tech-Team eine der niedrigsten Beteiligungsquoten der Staffel. Die Technologie dahinter hat es allerdings in sich: Speziell entwickelte elektrochemische Zellen sollen aus Umgebungswärme elektrische Energie gewinnen und so Sensoren und andere Kleinstverbraucher – etwa in Industrieanlagen oder der Gebäudetechnik – künftig ohne Batteriewechsel oder aufwendige Verkabelung versorgen.

Zenny aus Bottrop

Gründerin: Jelena Meyer Vicente (33) Angebot: 100.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Johannes Kliesch

Mit Zenny bringt die Gründerin ein nadelfreies Akupressur-Kit zur Selbstanwendung auf den Markt: Ohrkarten zu Themen wie Schlaf, Stress oder Zyklus sowie zehn goldplattierte Silikon-Patches, die bis zu fünf Tage auf bestimmten Ohrpunkten getragen werden können. Hinter der Idee steht eine persönliche Geschichte – während der Krebserkrankung ihrer Mutter wurde Akupressur für beide zu einem festen Ritual der Selbstfürsorge. Daraus entstand für Jelena Meyer Vicente der Wunsch, die Methode auch ohne Heilpraktiker-Termin einfach zugänglich zu machen.

📅 Woche vom 21.09.2026

Die dritte Folge hatte gleich mehrere ungewöhnliche Momente zu bieten: von einem Investmentangebot per Glücksrad über einen der skurrilsten Pitches der Show-Geschichte bis zu einem kompletten Rollentausch zwischen Gründern und Löwen. Insgesamt präsentierten sich sechs Startups der Investoren-Runde.

DEKADOME aus Düsseldorf

Gründer: Anton Vrouzos (35) und Marius Ludwig (28) Angebot: per Glücksrad – 15 % für 30.000 €, 20 % für 40.000 €, 25 % für 50.000 € oder 30 % für 60.000 € Anwesende Löwen: Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb

Für einen der ungewöhnlichsten Pitch-Momente der Staffel sorgte das Gründerduo hinter DEKADOME, einem wiederverwendbaren, chemiefreien Abflussreiniger für die Dusche: Statt eines festen Angebots ließen sie ihr Investment per Glücksrad bestimmen – da bislang noch keine Umsätze vorliegen, soll das Investment zunächst den Proof of Demand ermöglichen. In der Diskussion ging es vor allem um die Frage, ob DEKADOME wirklich eine neue Lösung oder im Kern nur ein Pömpel im neuen Design ist. Am Ende wollten trotz der kontroversen Debatte gleich zwei Löwen einsteigen.

Poppy’s Eis aus A-Riefensberg

Gründerin: Alena Leeb (37) Angebot: 40.000 Euro für 40 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Johannes Kliesch

Als zweifache Mutter entwickelte Alena Leeb mit Poppy’s ein zuckerfreies Eis aus Frucht und Gemüse – glutenfrei, laktosefrei, vegan und mit nur 60 Kalorien pro Stück. Innerhalb von vier Monaten verkaufte sie bereits 10.000 Stück und ist inzwischen in Schwimmbädern, Freizeiteinrichtungen und Familienhotels gelistet. Besonders bewegend wurde es, als die Gründerin von einer Privatinsolvenz vor rund zehn Jahren erzählte und schilderte, wie sehr ihr ein Buch von Frank Thelen damals geholfen habe – ein Moment, der auch den Löwen selbst sichtlich nahe ging. Nun sucht sie 40.000 Euro, unter anderem für eine eigene Abfüllanlage und Tiefkühllogistik.

Penice aus Würzburg

Gründer: Markus Flagner (37) Angebot: 70.000 Euro für 25,1 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Johannes Kliesch

Für einen der skurrilsten Pitches der Sendungsgeschichte sorgte Markus Flagner mit Penice: einem Naturkosmetik-Gel gegen unangenehme Gerüche im männlichen Intimbereich, das mit Zink sowie Rhabarber- und Rettichextrakten direkt an der Ursache statt nur am Symptom ansetzen soll. Die Aufmerksamkeit der Löwen war ihm sicher – ob er sie auch als Geschäftsmann überzeugen konnte, war die eigentliche Frage des Pitches.

CompactGreens aus Erlangen

Gründer: Max Lauterbach (19), Simon Zitzmann (19), Jonas Frank (19), Nick Werneck (20), Niklas Gabriel (19) Angebot: 180.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen

Für den überraschendsten Moment der Woche sorgten fünf Abiturienten: Mit ihrem vollautomatisierten Pflanzsystem CompactGreens – einer modularen Pflanzenwand mit App-Steuerung für Kräuter, Salate, Tomaten, Chilis und Erdbeeren ganz ohne grünen Daumen – begeisterten sie die Löwen so sehr, dass diese kurzerhand die Plätze tauschten und die Gründer auf den Löwensesseln Platz nehmen ließen. Nach zwei Jahren Entwicklung und über 170 Kaufanfragen aus dem Beta-Test baten die fünf um 180.000 Euro für 15 Prozent ihrer Anteile. Trotz viel Lob blieben Fragen zu Preis, Marge und Unternehmensbewertung im Raum stehen.

monobag aus Dortmund

Gründerinnen: Gesa Vieting (42) und Anja Dürrwang Angebot: 75.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Johannes Kliesch

Inspiriert von ihrem eigenen Sohn entwickelte die alleinerziehende Mutter und Juristin Gesa Vieting mit monobag eine Handtasche mit integrierter Tragehilfe für Kinder bis 20 Kilogramm – gedacht für die Momente im Alltag, in denen kleine Kinder plötzlich nicht mehr weiterlaufen wollen. Vor den Löwen präsentierte Vieting die gemeinsame Geschäftsidee stellvertretend für das Gründerinnen-Duo und wünschte sich neben Kapital vor allem einen erfahrenen Sparringspartner für den weiteren Aufbau.

clearBee aus A-Wien

Gründer: Ronald Lilleg-Staudenherz (59) und Naveen Rajan SK (21) Angebot: 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb

Mit clearBee wollen die beiden Gründer die Fensterreinigung automatisieren: Eine handelsübliche Drohne mit speziellem Reinigungsadapter soll Fenster eigenständig anfliegen, reinigen und sich an einer Ladestation selbst mit Reinigungsmittel versorgen. Bereits rund 450.000 Euro eigenes Investment stecken im Projekt, nun werden 300.000 Euro für zehn Prozent der Anteile gesucht. In der Präsentation zeigte sich allerdings, dass zwischen der visionären Idee und einem fertig funktionierenden Produkt noch einige Entwicklungsarbeit liegt.

📅 Woche vom 14.09.2026

In der zweiten Folge gab es gleich mehrfach Neues zu erleben: Mit Johannes Kliesch stieß ein weiterer neuer Investor zur Löwen-Runde, außerdem traten zwei Startups erstmals im direkten Battle-Format gegeneinander an. Insgesamt stellten sich fünf Gründer-Teams der Jury – von individuell angepassten BHs bis zur neu erfundenen Haarklammer.

Cupped aus Frankfurt am Main

Gründerin: Anna Lu (36) Angebot: 200.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Johannes Kliesch

Für Neu-Löwe und Socken-Unternehmer Johannes Kliesch war es gleich der Einstand mit einem heiß diskutierten Pitch: Ex-McKinsey-Beraterin und frühere Emma-Matratzen-Produktchefin Anna Lu stellte mit Cupped individuell angepasste BHs vor, deren Passform per eigens entwickeltem Algorithmus auf die Körperform zugeschnitten wird. Mit über 1.000 Kundinnen, nur sieben Prozent Retourenquote sowie rund 90.000 Euro Umsatz und 50.000 Euro Gewinn in den ersten Monaten konnte die Gründerin wirtschaftlich überzeugen. Bei der Bewertung gingen die Meinungen der Löwen jedoch auseinander: Mehrere Investoren stiegen aus, am Ende entwickelte sich ein Duell zwischen Judith Williams und Johannes Kliesch um Anteile und Strategie.

plümoBaum aus Wuppertal

Gründer: Benjamin Koch (44) und Yavuz Akbas (51) Angebot: 200.000 Euro für 17,5 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Johannes Kliesch

Mit dem plümoBaum präsentierte das Gründerduo ein Belüftungssystem für Bettdecken und Kissen: Über ausziehbare Teleskopstangen und integrierte Luftkanäle wird Feuchtigkeit aus den Bettwaren reduziert, ergänzt durch eine Aromafunktion mit ätherischen Ölen und optionale Klangwelten für die Abendroutine. Unterstützt wurden die Gründer bei der Präsentation von ihren Kindern Amelie und Yunis. Trotz umfangreicher technischer Entwicklung und Tests sowie großem Potenzial in Privathaushalten und der Hotelbranche mussten Koch und Akbas die Löwen erst von ihrem Konzept überzeugen.

Battle: IRISgo vs. Mellow Rush

Erstmals traten zwei Startups im direkten Battle-Format an: Nur 60 Sekunden Zeit, um die Löwen zu überzeugen – wer gewinnt, erhält weitere Pitch-Zeit und damit die Chance auf einen Deal.

IRISgo aus CH-Horw – Manuel Laurice Borer (33) und Fabian Christmann (32), gegründet 2020, präsentierten einen Thermobecher mit innovativem Iris-Verschlussmechanismus. Angebot: 500.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.

Mellow Rush aus Stuttgart – Simone Lafargue (42), gegründet 2025, stellte einen alkoholfreien Botanical Drink vor. Angebot: 250.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.

Anwesende Löwen im Battle: Judith Williams, Janna Ensthaler, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb

Wunderdressing aus Nerdlen

Gründer: Stefano Suich (63) Angebot: 200.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Dagmar Wöhrl, Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen

Für prominente Unterstützung sorgte Spitzenkoch Johann Lafer, der seinen langjährigen Freund Stefano Suich persönlich in die Höhle begleitete. Dessen Wunderdressing ist ein Zweikomponentendressing aus verschiedenen Essig- und Ölkombinationen, das erst kurz vor dem Verzehr geschüttelt wird. Carsten Maschmeyer half – mit Kochmütze und Schürze ausgestattet – bei der Verkostung mit. Geschmacklich überzeugte das Produkt die Löwen auf Anhieb, bei Zahlen und Firmenstruktur wurde die Stimmung dann deutlich kritischer.

ivyclip aus München

Gründerin: Leonie Neisinger (32) Angebot: 150.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Johannes Kliesch

Aus einem persönlichen Alltagsproblem beim Stillen ihrer Tochter entwickelte Leonie Neisinger eine flexible, biegsame Haarklammer, die sich der Kopfform anpasst und dadurch auch im Liegen bequem bleibt. Für einen Lacher sorgte ein spontaner Produkttest: Ralf Dümmel und Johannes Kliesch zogen sich Perücken an, um die Klammer im eigenen Haar auszuprobieren. Produkt, Zahlen und Gründerin überzeugten schließlich alle fünf Löwen – besonders für Aufsehen sorgte SNOCKS-Gründer Johannes Kliesch mit einem Angebot ganz ohne Anteile.

📅 Woche vom 07.09.2026

In dieser Folge saß mit Andreas W. Herb erstmals ein neuer Investor in der Löwen-Runde und mischte gleich kräftig im Bieterkampf mit. Fünf Startups stellten sich der Investoren-Runde – von cleveren Alltagshelfern über bewegende Gründergeschichten bis hin zum Comeback eines Höhle-der-Löwen-Urgesteins.

sauberdropz aus A-Weiler

Gründer: Andreas Berger (44) und Fabian Berger (21) Angebot: 65.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Dagmar Wöhrl, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb

Vater und Sohn Berger aus Österreich präsentierten mit sauberdropz biologisch abbaubare Reinigungstabs für wiederverwendbare Trinkflaschen. Das Produkt kam bei den Löwen sofort gut an: Ralf Dümmel zeigte sich vom Produkt begeistert, auch Dagmar Wöhrl bekundete früh Interesse und stieg direkt mit einem Angebot ein. Besonders spannend wurde es, als sich Dümmel und Frank Thelen zusammentaten, um mit gebündelter Handels- und Markenexpertise anzutreten. Neu-Löwe Andreas Herb ließ sich davon aber nicht abschrecken. Er lieferte sich mit seinem Netzwerk aus der Getränke- und Gastronomiebranche ein intensives Duell mit Thelen um Marke, Handel und Vertrieb.

KORALLS aus Köln

Gründerin: Kaschma Bakhtiar (38) Angebot: 150.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb

Eine der bewegendsten Geschichten der Woche lieferte Kaschma Bakhtiar mit ihrem Haaröl-Startup KORALLS. Nach einer Fehlgeburt, hormonellen Veränderungen und einer Schilddrüsenunterfunktion verlor die Gründerin büschelweise Haare – aus dieser persönlichen Krise heraus entwickelte sie ein Haaröl aus 17 Pflanzenölen, inspiriert von den Schönheitsritualen ihrer Großmutter. Neben der emotionalen Geschichte überzeugten vor allem starke Umsätze, eine aktive Community und ambitionierte Internationalisierungspläne. Für Lacher sorgte ein Sketch von Judith Williams, die Andreas Herb kurzerhand als Testperson für eine Kopfhautmassage einspannte. Am Ende lagen mehrere Angebote auf dem Tisch. Die Gründerin musste sich zwischen Beauty-Expertise und internationalem Handelsnetzwerk entscheiden.

Piesel Piepser aus Erkrath

Gründer: Elke Osthoff (66) und Marlon Osthoff (63) Angebot: 100.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb

Seit rund 30 Jahren arbeitet das Ehepaar Osthoff an seinem medizinischen Hilfsmittel Piesel Piepser, das Kindern beim Trockenwerden helfen soll. Trotz erwiesener Wirksamkeit und Kostenerstattung durch Krankenkassen blieb der große kommerzielle Durchbruch bislang aus. Der Pitch war emotional aufgeladen: Krankheit, finanzielle Rückschläge und fehlende Vertriebswege hatten das Gründerpaar über die Jahre immer wieder ausgebremst. Die Löwen reagierten mit spürbarem Respekt und Verständnis für die Nervosität der Gründerin. Einige Investoren räumten offen ein, fachlich nicht die richtigen Partner zu sein – am Ende entstand dennoch eine überraschende gemeinsame Idee.

Naturally Naughty aus Berlin

Gründer: Ingwer Sörensen (49) mit Micaela Schäfer (42) Angebot: 75.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb

Für den unterhaltsamsten Auftritt der Woche sorgte Ingwer Sörensen mit seinem aphrodisierenden Ingwer-Spray Naturally Naughty, unterstützt von Erotik-Model Micaela Schäfer als Markenbotschafterin. Zwischen Wortwitz und Doppeldeutigkeiten ging es im Kern um ein ernstgemeintes Geschäftsmodell. Die Löwen fragten kritisch nach Marktpotenzial, Positionierung und bisherigen Verkaufszahlen, was streckenweise zu hitzigen Diskussionen führte.

Ding Dong Ping Pong aus Berlin

Gründer: Waldemar Zeiler (44) und Kian Pariwar (43) Angebot: 500.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen

Zehn Jahre nach seinem legendären „Einhorn“-Pitch kehrte Serien-Gründer Waldemar Zeiler zurück in die Höhle – diesmal mit vollautomatisierten Tischtennis-Clubs samt digitalem Buchungssystem. Vor dem eigentlichen Pitch lieferten sich die Löwen selbst ein Rundlauf-Match mit vollem Einsatz. Vor allem Tischtennis-Fan Frank Thelen zeigte großes Interesse am Konzept. Kritisch diskutiert wurde am Ende jedoch weniger die Idee selbst als die ambitionierte Unternehmensbewertung.

FAQ zu Höhle der Löwen Produkte 2026

Was ist das Besondere an DEKADOME?

Statt eines festen Angebots ließen die Gründer ihr Investment per Glücksrad bestimmen, da noch keine Umsätze vorliegen.

Wer ist der neue Löwe in der aktuellen Staffel?

Getränkeunternehmer Andreas W. Herb feierte sein Debüt als Investor und war in mehreren Pitches der Woche aktiv im Bieterkampf involviert. In Folge 2 stieß mit Johannes Kliesch (SNOCKS-Gründer) ein weiterer neuer Investor zur Runde.

Welches Startup hat den höchsten Deal ausgehandelt?

Kölsche Koks mit 600.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile

Wie oft wird dieser Artikel aktualisiert?

Dieser Beitrag wird jeden Montag um die Produkte und Deals der neuesten Folge ergänzt.

Was ist das Battle-Format bei Höhle der Löwen?

Zwei Startups treten mit je 60 Sekunden gegeneinander an, nur der Gewinner erhält weitere Pitch-Zeit vor den Löwen.

Höchster Deal der Woche?

clearBee mit 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.

Ungewöhnlichster Pitch der Woche?

Penice – ein Intim-Pflegegel gegen unangenehme Gerüche im männlichen Intimbereich.

Prominenteste Unterstützung der Woch

move2pay mit Markenbotschafter Steffen Baumgart sowie FRYZZA mit TV-Moderator Dieter Könnes und Sternekoch Alexander Wulf im Gründerteam.

Welches nachhaltige Startup gab es in Folge 7?

RAZECO mit einem Rasierer, dessen Klingenkopf zu 99 Prozent aus biobasiertem Material besteht.

Fazit

Die aktuelle Folge von Höhle der Löwen zeigte einmal mehr, wie unterschiedlich die Wege in die Sendung sein können: von einem cleveren Alltagsprodukt über eine zutiefst persönliche Gründergeschichte bis zum Comeback eines bereits etablierten Unternehmers. Mit Andreas Herb hat die Löwen-Runde zudem spürbar neue Dynamik bekommen. Welche Startups sich in den Verhandlungen am Ende tatsächlich einen Deal sichern konnten, erfahrt ihr wie gewohnt in der Ausstrahlung – und alle neuen Produkte der kommenden Folgen jeden Montag hier in diesem Artikel.

Foto/Quelle: RTL

Dalfilo: 2 Millionen Euro für Expansion und KI

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Dalfilo: Künstliche Intelligenz und internationale Expansion Bild Die italienische Heimtextilmarke Dalfilo, gegründet von Matteo Bertasa und Davide Trabucchi (v.l.), hat eine Finanzierungsrunde über 2 Millionen Euro eingesammelt, um Einzelhandel, internationale Expansion und Sortimentserweiterung voranzutreiben.Copyright Dalfilo

Italienische Heimtextilmarke Dalfilo sammelt 2 Millionen Euro ein, um Einzelhandel, internationale Expansion und Sortimentserweiterung voranzutreiben

Dalfilo gewinnt nach über 500.000 verkauften Produkten zehn neue Investoren und forciert damit sein Omnichannel-Wachstum sowie die Internationalisierung, mit Künstlicher Intelligenz als festem Bestandteil der Unternehmenssteuerung.

Mailand, 19.10.2026. Dalfilo, die italienische B2C-Marke für Premium-Heimtextilien, hat eine Kapitalerhöhung von 2 Millionen Euro mit zehn neuen Investoren abgeschlossen. Die Mittel werden genutzt, um neue Produktkategorien zu entwickeln, die Präsenz der Marke auf internationalen Märkten zu stärken, das Einzelhandelsnetzwerk auszubauen und die technologische Infrastruktur zu modernisieren. Künstliche Intelligenz spielt dabei als zunehmend integrierter Bestandteil der Unternehmensabläufe eine wichtige Rolle.

Dalfilo wurde 2020 von Davide Trabucchi und Matteo Bertasa in Val Gandino, einem historischen Textilzentrum in der Nähe von Bergamo in Norditalien, gegründet. Es hat sich in nur wenigen Jahren von einem digitalen Start-up zu einer Omnichannel-Marke mit mehr als 500.000 verkauften Produkten und über 150.000 Kund:innen entwickelt.

Im Jahr 2025 belegte Dalfilo Platz 81 in der Financial Times FT1000-Liste der am schnellsten wachsenden Unternehmen Europas. Im Jahr 2026 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 20 Prozent und überstieg 9 Millionen Euro, während der Deckungsbeitrag um 67 % wuchs. Das Unternehmen wurde zudem 2025 EBITDA-positiv und legte damit den Grundstein für eine solide und finanziell nachhaltige Wachstumsphase.

Das frische Kapital soll das Wachstum beschleunigen, ohne die schlanke Organisationsstruktur aufzugeben. In den kommenden Jahren strebt Dalfilo ein jährliches Wachstum von 20–30 Prozent an und möchte sich als internationale Referenzmarke für den Made-in-Italy-Lifestyle etablieren.

„In den vergangenen Jahren haben wir uns darauf konzentriert, eine solide Grundlage zu schaffen – nicht nur kommerziell, sondern auch operativ und finanziell. Heute haben wir eine treue Kundenbasis, eine skalierbare Struktur und vor allem eine klare Vision für die Zukunft. Wir glauben fest daran, digitale und physische Erlebnisse miteinander zu verbinden, und möchten weiterhin eine Marke aufbauen, die Teil des Alltags ist. Qualität, Forschung und Authentizität sind dabei das Herzstück”, sagte Davide Trabucchi, CEO und Mitgründer von Dalfilo.

Von einer italienischen Lieferkette zu einem Omnichannel-Modell

Dalfilos Wachstum basiert weiterhin auf einer vollständig italienischen Lieferkette mit einem sorgfältig ausgewählten Netzwerk aus Herstellern und Partnern. Die Wurzeln der Marke liegen im Textilbezirk Bergamo. Dalfilo arbeitet ausschließlich mit OEKO-TEX®-zertifizierten Naturmaterialien. Neben dieser Lieferkette ermöglicht das B2C-Modell der Marke eine direkte Beziehung zu ihren Kunden, wodurch sie Daten und Feedback sammeln und daraufhin ihr Sortiment anpassen kann. Auf diesen Grundlagen hat Dalfilo ein zunehmend Omnichannel-orientiertes Modell aufgebaut, bei dem E-Commerce und stationärer Handel Hand in Hand arbeiten.

Der erste Flagship Store wurde 2024 in der Via Marghera in Mailand eröffnet und erreichte innerhalb der ersten zwölf Monate die Gewinnschwelle. Ein zweiter Store folgte auf dem Corso Garibaldi während der Milan Design Week 2026 und festigte damit die Präsenz der Marke in der Stadt. Eine dritte Eröffnung ist für 2027 geplant, mit dem Ziel, schrittweise vier bis fünf Stores in den wichtigsten Märkten zu erreichen.

Internationale Expansion und Erweiterung des Sortiments

Das nächste Kapitel verbindet internationale Expansion mit einem breiteren Sortiment. Nachdem sich Dalfilo in Italien, Deutschland, der Schweiz und Österreich etabliert hat, wird die Marke weiterhin in der DACH-Region investieren und plant, schrittweise ihre Präsenz in Spanien, dem Vereinigten Königreich und Frankreich auszubauen.

Künstliche Intelligenz als strategischer Wachstumstreiber

Mit dem Wachstum des Unternehmens, der Erweiterung des Sortiments, der internationalen Expansion und dem Ausbau des Einzelhandelsnetzwerks werden Dalfilos Abläufe zunehmend komplexer. Um dies zu bewältigen, ohne die Organisation mit zusätzlichen Schichten zu belasten, hat das Unternehmen Künstliche Intelligenz zu einem strategischen Hebel gemacht.

„Wir glauben, dass die Fähigkeit, agil zu sein und dabei effizient zu bleiben den Unterschied machen wird. Künstliche Intelligenz ermöglicht uns genau das: Wir möchten, dass alle bei Dalfilo täglich mit KI arbeiten, und dass sich das in besseren, schnelleren Entscheidungen und einer Organisation zeigt, die gesund wachsen kann. Eine Bedingung bleibt unsere absolute Priorität: Die Qualität unserer Marke und unserer Produkte ist nicht verhandelbar. KI ist dazu da, sie zu schützen, nicht zu verwässern”, ergänzt Matteo Bertasa, Mitgründer von Dalfilo.

Ein Teil der neuen Finanzierung wird in den Ausbau der Technologieplattform, der Dateninfrastruktur und der internen Kompetenzen fließen, die für diesen Wandel erforderlich sind.

Bild Die italienische Heimtextilmarke Dalfilo, gegründet von Matteo Bertasa und Davide Trabucchi (v.l.), hat eine Finanzierungsrunde über 2 Millionen Euro eingesammelt, um Einzelhandel, internationale Expansion und Sortimentserweiterung voranzutreiben.Copyright Dalfilo

Quelle Cléo Public Relations UG (haftungsbeschränkt)

LinkedIn Top Startups 2026: KI und Verteidigungstechnologie prägen die Spitzenplätze

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Startup: LinkedIn Ranking 2026 mit den Top 20 Mohammad Sakib Mia from Pixabay
  • LinkedIn stellt die 20 aufstrebendsten Startups 2026 in Deutschland vor.
  • Verteidigungstechnologie prominent vertreten: Mit Helsing, STARK und SWARM Biotactics stehen 3 Unternehmen aus diesem Bereich unter den Top 7.
  • Berlin und München bleiben die zentralen Gründungsregionen im Ranking (16 von 20 Unternehmen).

Die deutschen LinkedIn Top Startups 2026 zeichnen das Bild einer Gründerszene, die sich mit dem Land selbst verändert: von der Energiewende zur KI-Wende, von der Friedensdividende zur Zeitenwende. So schaffen es mit Helsing (Platz 2), STARK (Platz 3) und SWARM Biotactics (Platz 7) gleich drei Verteidigungstechnologie-Unternehmen unter die Top 7. Auch die regionale Konzentration bleibt hoch: 16 der 20 ausgezeichneten Start-ups kommen aus Berlin, München und dem jeweiligen Umland. Angeführt wird das diesjährige Ranking von Langdock aus Berlin, dem Münchner Verteidigungstechnologieunternehmen Helsing und dem Drohnenspezialisten STARK. Für das Ranking bewertet LinkedIn junge Unternehmen anhand von vier Faktoren: Beschäftigungswachstum, Engagement auf der Plattform, Interesse an Jobangeboten und Gewinnung von Top-Talenten. Der Bewertungszeitraum erstreckt sich vom 1. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2026.

KI und Verteidigungstechnologie prägen die Spitzenplätze

Künstliche Intelligenz spielt bei zahlreichen Unternehmen im diesjährigen Ranking eine wichtige Rolle – von der Automatisierung betrieblicher Abläufe bis zur Entwicklung autonomer Verteidigungssysteme. An der Spitze steht mit Langdock (Platz 1) ein Berliner Unternehmen, das bei der Integration von KI und der Automatisierung von Arbeitsprozessen unterstützt. Peec AI (Platz 4) analysiert wiederum, wie sichtbar Marken in KI-Suchmaschinen sind.

Besonders auffällig ist die Präsenz von Verteidigungstechnologie. Mit Helsing, STARK und SWARM Biotactics stehen drei Unternehmen aus diesem Bereich unter den Top 7. Helsing, das bereits in den Vorjahren stark abschnitt, entwickelt KI-gestützte Verteidigungssysteme und autonome Technologien für militärische Anwendungen. STARK arbeitet an unbemannten Verteidigungssystemen, während SWARM Biotactics biologische Systeme mit Sensorik und Robotik verbindet, unter anderem für Aufklärungs- und Überwachungsaufgaben. STARK und SWARM Biotactics sind gegenüber dem Vorjahr neu im bundesweiten Ranking vertreten.

„Das Ranking zeigt, wie schnell sich die deutsche Gründerlandschaft an neue geopolitische und technologische Realitäten anpasst. KI ist längst kein Hype-Thema einzelner Branchen mehr, sondern eine Schlüsseltechnologie, die von der Automatisierung betrieblicher Prozesse bis zur Entwicklung neuer Verteidigungssysteme reicht. Dass gleich drei Verteidigungstechnologie-Unternehmen unter den Top 7 vertreten sind, verdeutlicht, welchen Stellenwert das Thema auch unter Deutschlands aufstrebenden Startups einnimmt“, sagt Matthias Bergleiter, Redaktionsleiter DACH bei LinkedIn.

Die Energiewende bleibt präsent

Neben KI und Verteidigungstechnologie sind fünf Unternehmen aus dem Energie- und Klimabereich im Ranking vertreten. Sie decken unterschiedliche Bereiche ab: 1KOMMA5° (Platz 6) bietet Lösungen für erneuerbare Energien, Reonic (Platz 15) entwickelt Software für Installationsbetriebe und Cloover (Platz 16) ermöglicht die Finanzierung entsprechender Technologien. Emidat (Platz 12) unterstützt die Bauwirtschaft bei der Analyse von Umwelt- und Produktdaten, während Tanso (Platz 17) Software für CO₂-Bilanzierung und Nachhaltigkeitsberichte entwickelt. Mit 1KOMMA5° und Tanso sind zwei Unternehmen aus diesem Bereich bereits aus dem Vorjahresranking bekannt.

„Deutschland steht unter Druck, bei Schlüsseltechnologien schneller voranzukommen und eigene Fähigkeiten aufzubauen. Dafür braucht es vor allem die richtigen Talente. Unsere Top Startups zeigen, dass hier Unternehmen entstehen, die an technologischen Lösungen arbeiten und Fachkräften spannende Perspektiven bieten. Entscheidend ist, ob es uns gelingt, die besten Köpfe aus dem In- und Ausland zu gewinnen und damit die Grundlage für international wettbewerbsfähige Technologien zu schaffen“, so Bergleiter.

Berlin punktet mit Software, München mit Forschung und Technik

Auch im diesjährigen Ranking bleibt Berlin das kreative Zentrum der deutschen Gründerszene: Zwölf der 20 Top Startups kommen aus der Hauptstadt und dem Umland. München hingegen ist in der Liste mit fünf Unternehmen vertreten. Auch tauchen Hamburg mit 1KOMMA5°, Kassel mit SWARM und Stuttgart mit Blockbrain in der Liste auf. Unterschiede zeigen sich vor allem bei den Geschäftsmodellen. Während in Berlin zahlreiche Softwareplattformen und digitale Dienstleistungen vertreten sind, fällt München durch forschungsintensive Technologien wie Verteidigungssysteme, Raumfahrzeuge und Quantensensoren auf. In beiden Regionen spielen Software und KI eine wichtige Rolle. Der Vergleich macht deutlich, dass es in Deutschland keine einheitliche Gründer-DNA gibt.

Das sind die Top 20 der diesjährigen Liste:

  1. Langdock (Berlin): Unternehmenssoftware für KI-gestützte Automatisierung und Agenten
  2. Helsing (München): KI-gestützte Verteidigungssysteme
  3. STARK (Berlin): Autonome Drohnen und Verteidigungssysteme
  4. Peec AI (Berlin): Analyseplattform für Markenpräsenz in KI-Suchmaschinen
  5. Augustus (Berlin): Banking-Infrastruktur für globale Fintechs und Banken
  6. 1KOMMA5° (Hamburg): Anbieter erneuerbarer Energielösungen für Haus und Betrieb
  7. SWARM Biotactics (Kassel): Biohybride Robotik für Aufklärung und Überwachung
  8. The Exploration Company (Gauting bei München): Entwickler von Raumfracht- und Transportfahrzeugen
  9. Andercore (Berlin): B2B-Plattform für industrielle Beschaffung und Logistik
  10. AveThera (Hennigsdorf bei Berlin): Hersteller biologischer Medikamente und Produktionslösungen
  11. Almetra (Berlin): KI-Software für Produktionsüberwachung
  12. Emidat (München): Plattform zur Umwelt- und Produktdatenanalyse im Bauwesen
  13. Nelly Solutions (Berlin): Digitale Patientenaufnahme und Praxisverwaltung
  14. QuantumDiamonds (München): Quantensensoren für die Halbleiterprüfung
  15. Reonic (Berlin): Software für Installateure erneuerbarer Energien
  16. Cloover (Berlin): Finanzierungsplattform für Solaranlagen und erneuerbare Technologien
  17. Tanso (München): Software zur Erfassung von CO₂-Emissionen und für Nachhaltigkeitsberichte
  18. bunch (Berlin): Software für Fondsmanagement und private Kapitalmärkte
  19. Blockbrain (Stuttgart): KI-Plattform für Wissensmanagement und Prozessautomatisierung
  20. Mama Health (Potsdam): Kostenlose KI-App für Gesundheitsfragen und Symptom-Tracking

Methodik

Das von LinkedIn erstellte Startup-Ranking zieht vier Faktoren in Betracht: Beschäftigungswachstum, Engagement, Interesse an Jobangeboten und Gewinnung von Top-Talenten. Das Beschäftigungswachstum wird basierend auf dem Personalzuwachs während des Bewertungszeitraums in Prozent berechnet und muss mindestens zehn Prozent betragen. Für das Engagement wird ermittelt, wie viele LinkedIn-Mitglieder, die nicht bei dem betreffenden Startup arbeiten, dessen Unternehmensseite auf LinkedIn besucht haben und dieser folgen, und wie viele sich die Profile von Beschäftigten des Startup angesehen haben.

Für das Interesse an Jobangeboten werden die Aufrufe von Stellenanzeigen (sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose Anzeigen) und die Bewerbungen auf Stellenanzeigen des Unternehmens gezählt. Und für die Gewinnung von Top-Talenten wird gemessen, wie viele Beschäftigte das Startup von Unternehmen auf der Liste der weltweiten LinkedIn Top Companies abgeworben hat. Diese Zahl wird als Prozentwert der gesamten Belegschaft des Startup angegeben. Die Ergebnisse aller teilnahmeberechtigten Startup werden dann miteinander verglichen. Der Bewertungszeitraum erstreckt sich vom 1. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2026.

Berücksichtigt werden ausschließlich Unternehmen, die unabhängig und in privater Hand sind, über mindestens 30 Beschäftigte in Vollzeit verfügen, 2021 oder später gegründet wurden und ihren Hauptsitz in dem Land haben, auf dessen Liste sie erscheinen. Ausgeschlossen sind Personalagenturen, Thinktanks, Venture-Capital-Firmen, Anwaltskanzleien, Management- und IT-Beratungsfirmen, gemeinnützige Organisationen, wohltätige Einrichtungen, Startup-Accelerators und staatliche Institutionen. Ebenfalls vom Ranking ausgeschlossen sind Startup, die zwischen dem 1. Juli 2025 und dem Zeitpunkt der Veröffentlichung der Liste laut Unternehmensmitteilungen oder öffentlichen Quellen 10 Prozent oder mehr ihrer Beschäftigten entlassen haben. Diese Entscheidungen werden vom LinkedIn News Team auf Basis von Unternehmensmeldungen und/oder Beiträgen von seriösen Nachrichtenportalen getroffen.

Über LinkedIn

Mit über 1,3 Milliarden Mitgliedern weltweit und über 31 Millionen Mitgliedern im deutschsprachigen Raum ist LinkedIn das größte digitale Netzwerk für beruflichen Austausch, Information, Inspiration, Weiterentwicklung und Jobs. Wir vernetzen berufstätige Menschen und helfen ihnen dabei, im Beruf erfolgreich und zufrieden zu sein. In der LinkedIn Community teilen unsere Mitglieder ihre Beiträge in einem professionellen Rahmen und unterstützen sich gegenseitig. Die Mitgliedschaft ist dabei für sie in großem Umfang kostenlos.

In Deutschland beschäftigen wir über 220 Mitarbeiter auf die Standorte München und Berlin verteilt. Unseren Kunden aus den Bereichen Recruitment, Marketing, Sales und Learning bieten wir umfassende Möglichkeiten, Mitarbeiter und potenzielle Mitarbeiter sowie weitere geschäftliche Zielgruppen zu erreichen, für sich zu begeistern und zu entwickeln.

Mit dem LinkedIn Economic Graph zeichnen wir die erste digitale Abbildung des weltweiten Arbeitsmarktes. Datenbasiert visualisieren wir gegenwärtige Trends in Echtzeit und laden Vertreter aus Politik, Wirtschaft und NGOs zur Diskussion darüber ein, wie wir als Gesellschaft auf die Veränderungen unserer Zeit reagieren können.

Bild Mohammad Sakib Mia from Pixabay

Quelle @ LinkedIn DACH

Rabot Energy erhält 50 Mio.: Aus Millionen Haushalten wird ein virtuelles Kraftwerk 

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Rabot Energy: Energiewende durch Finanzierung stärken Simon Dotzer (VP Finance, BI, Legal, Rabot Energy) , Sara Resvik (Partner, Endeit), Jan Rabe (Gründer + CEO, Rabot Energy), Photocredit: Rabot Energy

Rabot Energy, Marktführer im Bereich dynamischer Stromtarife, hat eine Series-B-Finanzierungsrunde über 50 Millionen abgeschlossen. Als neuer Lead-Investor beteiligt sich der auf europäische Tech-Scale-ups spezialisierte Growth-Capital-Investor Endeit gemeinsam mit dem DeepTech & Climate Fonds (DTCF) an der Runde. Von den Bestandsinvestoren beteiligten sich unter anderem HV Capital, High-Tech Gründerfonds (HTGF), Bosch Ventures, CNI, Acurio Ventures und vent.io an der Runde. Mit dem Kapital startet das Unternehmen die nächste Wachstumsphase mit dem Ziel, eine Million Kunden zu erreichen, und baut seine eigene Technologieplattform weiter aus. Ein zentraler Baustein ist dabei die intelligente Vernetzung von Batteriespeichern in Haushalten: Sie können gebündelt als virtuelles Kraftwerk (Virtual Power Plant) zur Flexibilität des Stromsystems beitragen. Denn mit der zunehmenden Elektrifizierung von Mobilität und Wärme steigt nicht nur der Strombedarf, auch die Fähigkeit, Verbrauch und Speicherung flexibel zu steuern, wird wichtiger.

Vom Verbraucher zum Teil des Energiesystems

Die Elektrifizierung von Mobilität und Wärme und der Ausbau erneuerbarer Energien verändern den Fokus der Energiewende: Entscheidend wird zunehmend, wann und wie Strom verbraucht wird. Der Fokus verschiebt sich damit weg von der Erzeugung und hin zum Verbrauch. Rabot Energy bietet smarte Stromtarife und hilft gleichzeitig dabei, flexible Verbräuche automatisiert in die Zeiten zu verschieben, in denen Strom besonders günstig und erneuerbar ist. Speicher laden, wenn erneuerbarer Strom im Überfluss da ist, und entladen, wenn er knapp wird. Jede so verschobene Kilowattstunde muss in der Spitzenstunde nicht aus einem Gaskraftwerk kommen, und erneuerbare Erzeugung muss seltener abgeregelt werden.

Mit Rabot Flow hat das Unternehmen im Juni 2026 eine integrierte Lösung aus dynamischem Stromtarif, Smart Meter und plug&play-Batteriespeicher eingeführt. Damit lassen sich die Energiekosten eines durchschnittlichen Haushalts um 15 Prozent senken. Geliefert wird in drei Tagen, der Anschluss ist an jeder normalen Steckdose möglich, und die Aktivierung dauert knappe zwei Minuten in der App. Eine eigene PV-Anlage braucht es dafür nicht, eine Mietwohnung genügt.

So entsteht aus Millionen einzelner Haushalte eine dezentrale Energieinfrastruktur, die den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützt, Stromkosten senkt und Europas Energieversorgung unabhängiger von fossilen Importen macht. Jeder Haushalt wird damit vom reinen Verbraucher zum Teil des Systems und verdient an seiner eigenen Flexibilität mit.

„Die nächste Kraftwerksgeneration wird nicht gebaut, sie wird zusammengeschaltet. In Millionen Haushalten liegt ein riesiges, bislang ungenutztes Potenzial: Energie nicht nur zu verbrauchen, sondern sie intelligent in das Gesamtsystem einzubinden. Mit der Series B machen wir aus einzelnen Haushalten ein Netzwerk, das das Stromsystem stabilisiert, die Energiewende beschleunigt und nebenbei die Stromrechnung unserer Kunden deutlich senkt“, sagt Jan Rabe, CEO von Rabot Energy.

„Die Energiewende in Deutschland kommt an einen Punkt, an dem Flexibilität genauso wichtig wird wie der Ausbau erneuerbarer Energien. Rabot schafft die Voraussetzungen dafür, Millionen Haushalte aktiv einzubinden: Sie können helfen, das Stromnetz zu stabilisieren und gleichzeitig davon profitieren. Jan Rabe und sein Team haben ein profitables Kerngeschäft aufgebaut und verfügen über die Technologie, mit der sich Stromnachfrage im großen Maßstab intelligent steuern lässt. Genau diese Kombination braucht ein Energiesystem, das zunehmend auf erneuerbaren Energien basiert. Wir sind stolz darauf, diese Finanzierungsrunde anzuführen“, sagt Sara Resvik, Partnerin bei Endeit.

„Rabot Energy adressiert eine zentrale Herausforderung der Energiewende: Mit innovativen Energietarifen und einer intelligenten Energiemanagement-Plattform ermöglicht das Unternehmen Haushalten, von der Dynamik eines zunehmend volatilen Energiemarktes zu profitieren. Jan und sein Team haben mich mit ihrer ambitionierten Vision, ihrer herausragenden Umsetzungsstärke und ihrem unermüdlichen Engagement auf Anhieb überzeugt. Wir freuen uns sehr, sie auf diesem Weg als Partner zu unterstützen“, kommentiert Dr. Anne Hinze, Senior Investment Managerin beim DTCF.

Wachstum und Finanzierung

Die Finanzierung folgt auf ein rasantes Wachstum: Innerhalb von dreieinhalb Jahren gewann Rabot Energy über 200.000 Kunden, darunter rund 15.000 Geschäfts- und Industriekunden, und steigerte den Umsatz auf 200 Millionen Euro. Aktuell versorgt das Unternehmen über 200.000 Kunden mit über 600 Millionen Kilowattstunden Ökostrom. Nach Berechnungen von Rabot Energy sparten die Kunden 2025 gegenüber dem jeweiligen Grundversorgerpreis zusammen rund 45 Millionen Euro ein.

Vom dynamischen Tarif zur vernetzten Energieplattform

Mit dem Kapital aus der Series B beschleunigt Rabot Energy den Ausbau seines Angebots für Privathaushalte, Gewerbe- und Industriekunden in Deutschland, die Weiterentwicklung der technologischen Plattform sowie die Anbindung zusätzlicher Geräte, vom Batteriespeicher über die Wallbox bis zur Wärmepumpe.


Bild Simon Dotzer (VP Finance, BI, Legal, Rabot Energy) , Sara Resvik (Partner, Endeit), Jan Rabe (Gründer + CEO, Rabot Energy), Photocredit: Rabot Energy

Quelle High-Tech Gründerfonds Management GmbH

herCAREER Expo setzt auf positives Zukunftsbild: mit neuen Perspektiven und starken Netzwerkpartner:innen

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herCAREER: Arbeitswelt und Karriere neu gestalten herCAREER Expo 2025, Messegang © herCAREER – Franz Pfluegl

Die herCAREER Expo, führende Plattform für die weibliche Karriere im deutschsprachigen Raum, bringt am 22. und 23. Oktober 2026 im MOC München Menschen zusammen, die ein positives Zukunftsbild für die Arbeitswelt mitgestalten wollen. 243 Aussteller:innen und Partner:innen sowie rund 400 Vorträge, Diskussionen und MeetUps eröffnen Perspektiven für eine gerechte, wirtschaftlich starke Arbeitswelt. Die Veranstalterinnen erwarten rund 7.000 Besucher:innen.*

Wie wollen wir künftig leben und arbeiten – und was können wir heute dafür tun? Auf der herCAREER Expo im MOC München treffen an zwei Tagen Fach- und Führungskräfte, Nachwuchstalente sowie führende Köpfe aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft aufeinander, um über Einflussfaktoren und Handlungsoptionen für eine gelungene weibliche* Karriere zu sprechen. Die Beteiligten machen konkrete Karriereangebote, öffnen Netzwerke und diskutieren über Ideen für eine Zukunft, in der jedes Talent gebraucht wird.

Ein Zukunftsbild, das Menschen verbindet

„Um den Vorstellungsraum von guter Arbeit zu erweitern, fördern wir Begegnungen, tragfähige Beziehungen und das Gefühl, gebraucht zu werden“, erklärt die Gründerin der herCAREER Expo, Natascha Hoffner. Der Wandel der Arbeitswelt verlange Unternehmen und Beschäftigten viel ab. Zugleich eröffne das die Möglichkeit, Bildung, Führung und Zusammenarbeit grundlegend weiterzudenken. „Wir bringen Menschen zusammen, die etwas bewegen wollen“, so Natascha Hoffner. Für die Gründerin und Geschäftsführerin von messe.rocks sind dafür weiterhin Reformdebatten rund um Gleichstellung nötig, aber auch konkrete Handlungsansätze für Unternehmen, Gesellschaft und Politik.

Vernetzung auf allen Ebenen

Dieser Anspruch spiegelt sich im Programm und in der Liste der Aussteller:innen: Ob Berufseinstieg, Aufstieg, Neuorientierung oder Gründung – die herCAREER umfasst Job- und Beratungsangebote sowie den direkten Austausch mit Expert:innen, Role Models und potenziellen Arbeitgeber:innen. In kleinen Gesprächsformaten begegnen sich Menschen über Branchen und Hierarchien hinweg. Aus Kontakten können neue Beschäftigungsverhältnisse, Partnerschaften und Kooperationen entstehen. Unternehmen bringen ihre Mitarbeiter:innen und Netzwerke ein, Partner:innen öffnen ihre Communities. Bewusst niedrig gehaltene Ticketpreise sollen möglichst vielen Menschen den Zugang zu Wissen und Vernetzung ermöglichen.

Demokratie und Sicherheit gemeinsam gestalten

Weibliche* Karrieren sind nicht losgelöst vom gesellschaftlichen und politischen Umfeld. Deshalb schafft die herCAREER auch Raum für politische Fragen. Wie Frauen wirksam vor digitaler Gewalt geschützt werden können, ist Thema einer Diskussion mit Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig. Im Mittelpunkt stehen Deepfakes, Hass und Cyberstalking sowie die Verantwortung von Politik, Justiz und Plattformen. Prof. Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung, ordnet auf der Expo Deutschlands sicherheitspolitische Lage ein. Welche beruflichen Perspektiven sich daraus ergeben, beleuchtet eine Diskussion mit Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, und Kerry Hoppe, Leutnant der Reserve der Luftwaffe.

Die ehemalige Bundesverfassungsrichterin Prof. Dr. Susanne Baer spricht darüber, wie das Bundesverfassungsgericht die Demokratie schützt und welche Verantwortung jede:r Einzelne dabei trägt. Eine Diskussion mit Prof. Dr. Jasmin Riedl, Politikwissenschaftlerin an der Universität der Bundeswehr München, sucht Antworten auf die Frage, was Demokratie nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern leisten muss. Sabine Klisch, Vice President Brand & Communications von Jenoptik AG, geht diesbezüglich auf die Rolle von Unternehmen ein und warum sie jetzt Haltung zeigen sollten.

Bildung und KI als Gestaltungsaufgabe

Das Veranstaltungsprogramm der herCAREER verbindet zudem technologische Entwicklung mit der Frage, wie mehr Menschen von ihr profitieren können. Künstliche Intelligenz verändert Tätigkeiten und berufliche Perspektiven. Welche Chancen daraus entstehen, hängt auch davon ab, wie Menschen lernen, wie Unternehmen den Wandel gestalten und wer die Regeln für neue Technologien setzt. So gibt etwa Maria Koller, CHRO der Palfinger AG, Einblicke in den Transformationsprozess eines globalen Industrieunternehmens und erklärt, welche Rolle KI und Future Skills dabei spielen. Die Wirtschaftsinformatikerin Dr. Eva Gengler und die CEO der Guiding for Future GmbH Vera Schneevoigt geben in einer Gesprächsrunde über „Feministische KI“ Impulse dazu, wie automatisierte Diskriminierung entsteht und wie sich KI gerechter gestalten lässt.

Gesundheit und Vereinbarkeit weiterdenken

Eine zukunftsfähige Arbeitswelt muss die Lebensrealitäten von Beschäftigten berücksichtigen. Das umfasst eine Gesundheitsversorgung, die die Bedürfnisse von Frauen ernst nimmt und Prävention stärkt. Die Herzchirurgin und Gendermedizinerin Prof. Dr. med. Sandra Eifert führt aus, wie Frauen mithilfe gesundheitlicher Prävention länger leben können. Die herCAREER greift außerdem Themen wie Perimenopause und mentale Gesundheit auf.

Auch die Verteilung von Care-Arbeit und verlässliche Rahmenbedingungen für Familien bestimmen berufliche Chancen. Warum Familienpolitik ein Standortvorteil sein kann, diskutiert unter anderem Josephine Ortleb, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, mit Vertreterinnen aus Politik und Unternehmen. Ein Gespräch mit der Unternehmerin und Tischlermeisterin Johanna Röh widmet sich dem Thema Mutterschutz und seiner Bedeutung für Karriere, Gründung und Unternehmertum.

Verbundenheit schaffen und gemeinsam handeln

Gleich zwei Live-Interviews thematisieren die Frage, wie Menschen in Politik, Beruf und Privatleben wieder mehr Verbundenheit erleben können: mit den Journalistinnen Alev Doğan und Gilda Sahebi. Beide beschäftigen sich in ihren aktuellen Büchern mit dieser Frage.

Die herCAREER möchte dazu auch einen Teil beitragen: Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sind Orte gefragt, an denen Menschen aufeinander zugehen – auch wenn sie sehr verschieden sind. Mit ihrer Beteiligung an der herCAREER setzen die 243 Unternehmen, Institutionen und Partner:innen ein Zeichen für Chancengerechtigkeit und den Wert vielfältiger Perspektiven – über Landesgrenzen hinweg. „Unsere Aussteller:innen und Partner:innen tragen ein Konzept mit, das Menschen viel zutraut. Eine gerechte, wirtschaftlich starke Arbeitswelt entsteht, wenn wir bei aller Unterschiedlichkeit Wissen teilen, einander Chancen eröffnen und gemeinsam ins Handeln kommen“, so Hoffner.

Das gesamte Programm sowie weitere Informationen und Tickets sind unter www.her-career.com/expo zu finden.

Bild herCAREER Expo 2025, Messegang © herCAREER – Franz Pfluegl

Quelle messe.rocks GmbH

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