Dienstag, Juni 2, 2026
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Warum immer mehr Menschen lieber mit Fremden verreisen

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WeRoad Gruppenreisen Community für Solo Reisende Paolo De Nadai WeRoad Gründer

WeRoad verbindet Gruppenreisen mit einer starken Community und schafft Reiseerlebnisse für Menschen, die gemeinsam statt allein die Welt entdecken möchten

Wie entstand die Idee zu WeRoad und warum habt ihr euch auf Gruppenreisen spezialisiert?

WeRoad entstand aus einer sehr persönlichen Situation. Mit 30 wird es zunehmend schwieriger, die eigene Zeit, den eigenen Terminkalender und die eigenen Vorlieben mit denen der alten Freunde in Einklang zu bringen, die sich im natürlichen Lauf des Lebens immer weiter entfernen. Ich wollte reisen, aber nicht alleine und konnte niemanden überzeugen, mitzukommen. Ich schaute mich um und erkannte, dass das nicht nur mein Problem war, sondern ein generelles. Also haben wir gemeinsam mit meinen Mitgründern Erika De Santi und Fabio Bin die Lösung gebaut, die wir uns selbst gewünscht hätten: eine Möglichkeit, solo zu reisen, ohne sich jemals einsam zu fühlen.

Welche Vision verfolgt WeRoad für die Zukunft des Reisens?

Wir glauben, dass sich Reisen von einem Produkt zu einer Plattform für menschliche Verbindung wandelt. Menschen suchen heute nicht mehr nur neue Orte, sie suchen Zugehörigkeit. In einer Welt, die zunehmend von KI und sozialen Medien geprägt wird, wird echte menschliche Verbindung gleichzeitig seltener und wertvoller. Unsere Vision ist es, die weltweit größte Reise-Community aufzubauen und dieses Gefühl der Zugehörigkeit über die Reise hinaus in den Alltag zu tragen – durch WeMeet. Das Reisen bleibt zentral, wird aber zunehmend von Micro-Erlebnissen begleitet, die dieselben Beziehungsdynamiken im täglichen Leben erzeugen.

Warum entscheiden sich heute so viele Menschen bewusst für gemeinschaftliche Reisen statt für klassische Urlaubsangebote?

Weil wir gleichzeitig die am stärksten vernetzte und die einsamste Generation der Geschichte sind. Studien zeigen, dass rund 30 % der jungen Erwachsenen täglich Einsamkeit empfinden. Traditionelles Reisen beantwortet die Frage, wohin man fahren soll. WeRoad beantwortet die Frage, mit wem man fährt und wer man durch das Erlebnis wird. Was das Reisen bietet, was der Alltag nicht kann, ist der richtige Kontext: einen, in dem Menschen wirklich aufeinandertreffen, ihre Mauern einreißen und gemeinsam echte Geschichten schreiben können. Genau das schaffen wir auf jeder Reise.

Welche Zielgruppe steht bei euren Reisen besonders im Fokus?

Unsere Kernreisenden sind Millennials oder Gen Z, im Schnitt etwa 30 Jahre alt, berufstätig in mittelgroßen oder großen Unternehmen – und sie reisen solo. Rund 90 % unserer Kunden buchen alleine. Sie sind selbstständig genug, um Ziel und Tempo selbst bestimmen zu wollen, suchen aber geteilte Erlebnisse und echte menschliche Verbindung. Viele sind für den Job in eine neue Stadt gezogen und bauen ihr soziales Netzwerk neu auf. Sie kaufen nicht einfach eine Reise – sie investieren in ihr soziales Leben.

Was unterscheidet WeRoad von traditionellen Reiseveranstaltern?

Wir haben eine Marke mit einer eigenständigen kulturellen Identität aufgebaut. Wir sprechen nicht über das Reiseprodukt, sondern über die Reisenden selbst. Und wir sprechen ihre echten Bedürfnisse an: wie schwer es ist, Menschen für gemeinsame Erlebnisse zu finden, wie isolierend das moderne Stadtleben sein kann. Jede Reise wird von einem Travel Coordinator geleitet – kein Guide, sondern ein mitreisender Enthusiast, der die Logistik übernimmt und dabei echte Verbindungen in der Gruppe fördert. Und wir haben eine Community von über 4.000 Travel Coordinators aufgebaut, die echte Markenbotschafter sind. Heute wählen Menschen WeRoad nicht wegen eines Reiseziels, sie wählen es, weil es WeRoad ist. „Lass uns ein WeRoad machen“ ist zum Synonym für Gruppenreisen geworden.

Welche Rolle spielen Community und soziale Vernetzung in eurem Konzept?

Community ist kein Feature von WeRoad – sie ist WeRoad. Wir haben alles – Produkt, Marke, Marketing – rund um die Möglichkeit echter Verbindungen durch gemeinsame Erlebnisse aufgebaut. Unsere Coordinator Community mit über 4.000 Menschen in ganz Europa, und jetzt auch in den USA, ist vollständig organisch gewachsen. Unsere Reise-Community mit über 300.000 Menschen auf mehr als 1.000 Routen seit 2017 hat eine Wiederbuchungsrate von 60 % und einen NPS von 9/10. Diese Zahlen kommen nicht von einer tollen Buchungsplattform, sie kommen von Menschen, die etwas gefunden haben, das sie nicht erwartet hatten: echte Freundschaften.

Viele Reisende buchen allein. Warum funktioniert dieses Modell aus eurer Sicht so gut?

Weil es eine echte Spannung löst, die vorher keine Lösung hatte. Menschen wollen die Unabhängigkeit, Ziel, Tempo und Stimmung der Reise selbst zu wählen, aber sie wollen das Erlebnis teilen. Bei WeRoad buchst du alleine, reist aber mit einer Gruppe Gleichgesinnter im selben Alter und mit derselben Reisestimmung. Du musst monatelang nicht mit Freunden verhandeln. Du musst keine Kompromisse machen. Und du kommst irgendwo an, ohne jemanden zu kennen und gehst mit Menschen, zu denen du noch jahrelang Kontakt hältst. Rund 90 % unserer Kunden reisen genau aus diesem Grund solo.

Mit welchen Herausforderungen seid ihr beim internationalen Wachstum von WeRoad konfrontiert?

Ein Unternehmen zu skalieren, das auf echten menschlichen Erlebnissen basiert, ist etwas völlig anderes als reine Software zu skalieren. Jeder neue Markt erfordert Menschen, operative Qualität, eine lokale Community, ausgebildete Coordinators und Kontrolle über das Erlebnis. Man kann nicht einfach einen Schalter umlegen. Die Disziplin liegt darin, Tempo und Nachhaltigkeit in Balance zu halten, in neue Märkte zu investieren, aber mit einem replizierbaren, messbaren und gesunden Modell. Die Community hat enormen wirtschaftlichen Wert, muss aber geschützt werden. Die eigentliche Herausforderung ist nicht nur die Finanzierung des Wachstums, sondern die Finanzierung des richtigen Wachstums: eines, das das Produkt stark, die Bindungsrate hoch und die Beziehung zur Community authentisch hält.

Wie wichtig sind digitale Plattformen und Social Media für euren Erfolg?

Grundlegend! Wir haben eine Social-First-Marke mit über 3,5 Millionen Followern aufgebaut – nicht durch die Bewerbung von Reisezielen, sondern indem wir die Sprache unserer Community sprechen: oft ironisch, manchmal inspirierend, immer authentisch. Wir verwenden ausschließlich echte Bilder, echte Videos, echte Menschen. Und wir haben stark in organische Inhalte investiert, in trendgetriebene Aktionen online wie offline und in Texte, die die Aufmerksamkeitsbarriere durchbrechen. Digital ist auch der Weg, über den wir unseren Eintritt in den US-Markt gestalten werden, mit gezielten Kampagnen und strategischen Partnerschaften, um unsere stärksten Märkte zu identifizieren, bevor wir das Community-Modell vor Ort vollständig ausrollen.

Welche Reisearten oder Destinationen sind aktuell besonders gefragt?

Abenteuerreisen und Naturerlebnisse sind weiterhin am beliebtesten. Japan und China gehören derzeit zu unseren gefragtesten Zielen. Neben Asien ist Marokko eine unserer beliebtesten Fernreiseoptionen: Trekking auf den Toubkal gehört konstant zu unseren meistgebuchten Erlebnissen. Die nordischen Länder wachsen schnell, besonders bei Reisenden, die Naturimmersion und einen echten Kontrast zum städtischen Alltag suchen. Und der Route-66-Trip ist bereits live und erzeugt starkes Frühinteresse.

Wir sehen auch enorme Nachfrage nach unseren kürzeren Formaten: WeRoad Weekend und WeRoad Express. Das sind Reisen mit vier Nächten oder weniger, für Menschen, die weniger Urlaubstage einsetzen wollen, aber dennoch ein vollständiges Gruppenreise-Erlebnis möchten. Sie sind auch ein idealer Einstieg für Erstbucher, die das WeRoad-Modell auf sanfte Weise ausprobieren möchten, bevor sie sich für eine längere Reise entscheiden. Ziele wie Italien, Griechenland und Spanien funktionieren in diesem Format ausgezeichnet – nah genug, um zugänglich zu wirken, reich genug, um Lust auf mehr zu machen.

Was sich durch all das zieht, ist ein tieferer Wandel im Reisemotiv. Menschen interessieren sich weniger dafür, Sehenswürdigkeiten abzuhaken, und mehr dafür, etwas Bedeutsames mit anderen zu erleben. Das Reiseziel ist wichtig, aber es wird zunehmend zur Kulisse – nicht zum Mittelpunkt. Der Mittelpunkt ist, mit wem man reist und was man von der Erfahrung mit nach Hause trägt.

Welche Entwicklungen oder neuen Konzepte plant WeRoad für die kommenden Jahre?

Der größte Schritt ist unsere Expansion in die Vereinigten Staaten, finanziert durch diese 58-Millionen-Dollar-Series-C unter der Führung von Airbnb. Darüber hinaus werden wir WeMeet als eigenständige Plattform für das soziale Alltagsleben weiterentwickeln. Die Vision ist es, eine dauerhafte Infrastruktur für menschliche Verbindung zu werden, nicht nur im Urlaub, sondern in der Stadt, jede Woche.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Löse ein echtes Problem, kein theoretisches. WeRoad entstand aus unserem eigenen Bedürfnis heraus – wir haben das Produkt gebaut, das wir uns selbst gewünscht hätten. Diese Authentizität lässt sich nicht vortäuschen und ist nur sehr schwer zu kopieren.

Zweitens: Investiere in deine Gründer-Community genauso wie in dein Unternehmen. Einige der wichtigsten Entscheidungen, die ich getroffen habe – und einige der größten Fehler, die ich vermieden habe – entstanden aus Gesprächen mit anderen Unternehmern, die dieselben Dinge durchgemacht hatten. Ein Unternehmen aufzubauen ist schon schwer genug; es ohne ein Netzwerk von Gleichgesinnten zu tun, die dich herausfordern, unterstützen und ihr Wissen teilen, ist noch schwerer. Finde deine Gründer-Community und pflege sie ernsthaft.

Drittens: Kümmere dich um deine Menschen, bevor du dich um dein Produkt kümmerst. Das Produkt lässt sich immer verbessern – aber wenn du die Menschen verlierst, die an das glauben, was du aufbaust, verlierst du alles. Das Beste, was wir je getan haben, war Menschen anzuziehen, denen die Mission wirklich am Herzen lag – nicht nur der Job. Schütze diese Kultur mit aller Konsequenz, besonders wenn du schnell wächst und rasch einstellst.

Bild:  Paolo De Nadai Bildcredit/Fotograf: WeRoad

Wir bedanken uns bei Paolo De Nadai für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum landen noch funktionierende Produkte so oft im Müll?

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Zircls: Reparatur und Kreislaufwirtschaft wachsen Bild Sebastian Daus Bildcredits/Fotograf: Quintus Studios GmbH / Michael Laver, Edit by Clemens Barth

Zircls entwickelt eine Plattform für Reparatur, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Produktentscheidungen und war zuletzt in der Green Deal Show zu sehen

Wie entstand die Idee zu Zircls und wer steckt hinter dem Startup?

Die Idee zu Zircls entstand aus unserer Arbeit mit FixFirst. Dort beschäftigen wir uns schon seit Jahren intensiv mit Reparatur und Kreislaufwirtschaft. Dabei haben wir immer wieder gesehen: Reparatur ist oft die beste Lösung, aber leider nicht immer möglich oder wirtschaftlich sinnvoll. Dann braucht es gute Alternativen.

Am Ende geht es darum, Produkte möglichst lange im Kreislauf zu halten und für jedes Produkt die beste nächste Entscheidung zu finden: erst reparieren, wenn das nicht geht, verkaufen, gebraucht kaufen oder recyceln – und nur wenn es wirklich sinnvoll ist, etwas Neues zu kaufen aber wenn dann reparierbarer. Genau dafür bauen wir Zircls.

Hinter Zircls steht das Team von FixFirst. Die Idee kommt aus vielen praktischen Erfahrungen, persönlicher Frustration über unnötige Verschwendung und den Erkenntnissen, die wir in den letzten Jahren im Reparatur- und Circular-Economy-Markt gesammelt haben.

Was hat euch dazu bewegt, euch so intensiv mit Kreislaufwirtschaft und nachhaltigem Konsum zu beschäftigen?

Wir glauben, dass Kreislaufwirtschaft ein Modell ist, das sowohl für die Wirtschaft als auch für die Umwelt extrem viel Sinn ergibt. Sie kann nachhaltiger, effizienter und langfristig auch wirtschaftlich attraktiver sein als unser aktuelles lineares Konsummodell.

Gleichzeitig glauben wir, dass nachhaltige Entscheidungen einfacher werden müssen. Es reicht nicht, Menschen zu sagen, dass sie nachhaltiger handeln sollen. Man muss Lösungen schaffen, die funktionieren, Spaß machen, einfach zugänglich sind und im besten Fall auch belohnen.

Für mich persönlich als Gründer war außerdem wichtig, an etwas zu arbeiten, mit dem ich mich wirklich identifizieren kann: etwas, das einen Beitrag zur Lösung der Klimakrise leistet, aber gleichzeitig pragmatisch im Alltag umsetzbar ist. Dafür sind Kreislaufwirtschaft und Zircls aus meiner Sicht genau der richtige Ansatz.

Zircls war am 22. Mai Teil von „The Green Deal Show“. Wie habt ihr euren Auftritt in der neuen YouTube Sendung erlebt?

Das war total aufregend. Ehrlicherweise haben wir kurz vorher noch sehr viel fertiggestellt, umgebaut und angepasst. Für uns war es ein sehr neues Format, weil wir bisher noch nicht so stark mit Influencern und Social-Media-Formaten gearbeitet haben.

Zircls ist außerdem ein neues Produkt aus dem FixFirst-Umfeld. FixFirst ist bisher vor allem im B2B-Bereich unterwegs und spricht ganz andere Zielgruppen an. Deshalb war es spannend zu sehen, wie ein stärker konsumentennahes Produkt in so einem Format funktioniert.

Der Auftritt war für uns extrem wertvoll. Wir haben danach noch einmal sehr viel umgekrempelt, angepasst und verbessert. Es war wahrscheinlich eine der besten Feedback-Situationen, die wir bisher hatten. Jetzt sind wir sehr gespannt, in welche Richtung sich Zircls weiterentwickelt.

Mit welchen Erwartungen seid ihr in die Show gegangen und wie habt ihr euch vorbereitet?

Ehrlicherweise war vor allem viel Aufregung dabei. Es war eine neue Situation für uns, und wir wollten erst einmal ausprobieren, ob und wie das Format für uns funktioniert.

Wir wussten, dass wir uns damit ein gutes Stück außerhalb unserer Komfortzone bewegen. Deshalb haben wir Pitch-Training gemacht und uns intensiv überlegt: Was zeigen wir? Wie erklären wir Zircls in sehr kurzer Zeit? Wie viel Detail passt überhaupt in eine Minute?

Das war tatsächlich schwieriger, als wir vorher gedacht hatten. Wir haben gemerkt, dass wir unser Produkt noch einfacher und klarer erklären müssen. Gerade Influencer und Content Creator machen das jeden Tag – viele Menschen sind heute sehr kurze, klare und visuelle Erklärungen aus Social Media gewohnt. Da müssen wir als Team noch besser werden.

Insgesamt war es etwas anders als erwartet, aber gerade deshalb sehr lehrreich. Für das, was jetzt als Nächstes kommt, war die Erfahrung sehr wertvoll.

Würdet ihr anderen nachhaltigen Startups empfehlen, an „The Green Deal Show“ teilzunehmen?

Ja, auf jeden Fall – besonders dann, wenn man ein Endkundenprodukt oder einen Service hat, den Menschen über Social Media gut verstehen und entdecken können.

Die Erfahrung war für uns sehr wertvoll. Auch das ganze Drumherum war professionell und angenehm organisiert, gerade dafür, dass es für uns das erste Mal in diesem Format war. Wir haben uns gut aufgehoben gefühlt.

Ich würde anderen Startups empfehlen, es auf jeden Fall auszuprobieren und zu prüfen, ob das Format zur eigenen Zielgruppe und zum eigenen Produkt passt.

Gab es einen Deal für Zircls?

Nicht direkt in der Show. Wir haben gemerkt, dass wir bei der Erklärung und Darstellung von Zircls noch einmal nachschärfen müssen. Wir haben einen nicht so optimalen Aufhänger gewählt (“man bekommt bis zu 500€“), was uns dann etwas in Erklärungsnot brach.

Das ist aber vollkommen okay. Für uns war das Feedback sehr hilfreich, und wir haben seitdem bereits vieles überarbeitet. Zu möglichen Deals, die Backstage passiert sind, können wir bald mehr sagen.

Viele Produkte werden schnell ersetzt oder entsorgt. Wie möchte Zircls dieses Konsumverhalten verändern?

Fast alle Produkte werden heute zu schnell ersetzt oder entsorgt – oft auch deshalb, weil Reparatur als zu teuer, zu kompliziert oder zu aufwändig wahrgenommen wird. Viele Menschen prüfen gar nicht erst, welche Optionen sie eigentlich hätten.

Genau das wollen wir ändern. Zircls soll es einfacher, schneller und bequemer machen, die beste nächste Entscheidung für ein Produkt zu treffen. Dabei geht es nicht nur um Reparatur, sondern auch um Alternativen wie Weiterverkauf, refurbished Produkte, Recycling oder – wenn es wirklich sinnvoll ist – einen besseren Neukauf.

Wir wollen eine zentrale Anlaufstelle schaffen, die sich um den nachhaltigsten nächsten Schritt im Lebenszyklus eines Produktes kümmert. Entscheidend ist dabei Convenience: Die Lösung muss einfach und direkt nutzbar sein.

Zusätzlich kombinieren wir Zircls mit einem Belohnungssystem in Form von Reparaturgutscheinen. Wenn Nutzerinnen und Nutzer nachhaltige Entscheidungen über unsere Lösung treffen, werden sie über die Zeit dafür belohnt. Jedes Mal, wenn ein Zircl geschlossen wird, ist das Teil dieses Systems.

Zum Beispiel kann man ab drei Zircls bis zu 50 Euro in Form eines Reparaturgutscheins erhalten. Diese Gutscheine können dann auch für Produkte eingesetzt werden, bei denen sich eine Reparatur normalerweise wirtschaftlich nicht lohnen würde. So können wir Reparaturen ermöglichen, die sonst gar nicht stattfinden würden.

Welche Zielgruppe möchtet ihr mit Zircls besonders erreichen und welche Bedürfnisse stehen dabei im Mittelpunkt?

Mit Zircls möchten wir vor allem Menschen erreichen, die grundsätzlich das Richtige tun wollen, aber im Alltag wenig Zeit haben. Sie brauchen eine Lösung, die ihnen schnell und einfach zeigt, welche Optionen es gibt, diese vergleicht und direkt buchbar macht.

Convenience ist dabei ein großes Thema. Gleichzeitig sprechen wir Menschen an, die Geld sparen wollen. Wer konsequent nach dem Prinzip von Zircls handelt, kann über die Jahre sehr viel Geld sparen. Wir haben hochgerechnet, dass das über ein Leben hinweg bis zu 25.000 Euro oder mehr sein können.

Dahinter steckt aber auch ein Mindset Shift: Wir wollen Menschen dabei unterstützen, Produkte anders zu betrachten – nicht als Wegwerfartikel, sondern als Dinge mit mehreren möglichen Lebenszyklen.

Außerdem bauen wir KI-Lösungen, die man einfach anrufen kann. Damit wird Zircls auch für Menschen zugänglich, die keine App herunterladen möchten oder digitale Lösungen weniger aktiv nutzen. Langfristig glauben wir, dass wir damit sehr viele Menschen erreichen können.

Was unterscheidet Zircls von anderen Plattformen im Bereich Nachhaltigkeit und Circular Economy?

Der Hauptunterschied ist, dass wir eine sehr einfache Lösung bauen, die Produkte über den gesamten Lebenszyklus begleitet. Viele bestehende Lösungen decken nur einen Teilbereich ab – zum Beispiel Reparatur, Recycling oder Wiederverkauf.

Zircls setzt früher an und fragt: „Was ist jetzt die beste Option für dieses Produkt?“ Reparieren? Verkaufen? Refurbished kaufen? Recyceln? Oder doch neu kaufen, aber besser? Diese Optionen werden nicht nur angezeigt, sondern auch vergleichbar gemacht und im besten Fall direkt buchbar.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das: weniger Aufwand, bessere Entscheidungen und zusätzlich eine Belohnung für nachhaltiges Verhalten.

Ein weiterer Unterschied ist unser Vertriebsmodell. Wir können mit Händlern, Herstellern und anderen Partnern wie Städten zusammenarbeiten und Zircls dadurch schnell an sehr viele Menschen bringen. Das passiert teilweise schon in Berlin und London oder international, wo wir mit der UN arbeiten. Dieses Potenzial hat nicht jede Plattform. Unter anderem dafür haben wir z.B. im Dezember letzten Jahres den German Ecodesign Award gewonnen.

Welche Herausforderungen begegnen euch beim Aufbau einer Plattform rund um Reparatur, Weiterverkauf und Recycling?

Unternehmertum ist grundsätzlich herausfordernd. Bei Kreislaufwirtschaft kommt aus meiner Sicht noch einmal eine zusätzliche Komplexität dazu. Im klassischen E-Commerce gibt es bereits viele fertige Tools, Prozesse und Baukastensysteme. In der Circular Economy ist vieles noch nicht so standardisiert.

Das ist einer der Gründe, warum Kreislaufwirtschaft im Alltag noch nicht so etabliert ist. Viele Dinge müssen neu gedacht und neu aufgebaut werden – technisch, operativ und auch systemisch.

Besonders beim Thema Reparatur gibt es noch viele strukturelle Hürden. Mit dem europäischen Recht auf Reparatur wird sich hier einiges verbessern. Die EU-Richtlinie ist bereits in Kraft, muss aber bis zum 31. Juli 2026 in nationales Recht umgesetzt und angewendet werden. Dann sollen Verbraucherinnen und Verbraucher besseren Zugang zu Reparaturmöglichkeiten erhalten, und auch Reparaturbetriebe sollen leichter an Ersatzteile, Informationen und Werkzeuge kommen.

Trotzdem braucht es Zeit, bis sich der Markt wirklich verändert. Als Unternehmen ist man dadurch ein Stück weit auch von Regulierung, Marktstrukturen und deren Umsetzung abhängig. Das ist nicht immer einfach – aber genau deshalb ist der Bereich gerade so spannend.

Welche drei Tipps würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Mein wichtigster Tipp ist: dranbleiben und nicht zu früh aufgeben. Gründen ist hart und oft ein echter Rollercoaster.

Zweitens würde ich empfehlen, sich wirklich auf das Problem zu fokussieren – und sich nicht zu sehr in eine bestimmte Idee oder neue Technologie zu verlieben. Am Ende zählt, ob man ein echtes Problem löst.

Drittens sollte man lernen, sich selbst gut zu managen. Man muss verstehen, was einem Kraft gibt, was Energie zieht und wie man langfristig leistungsfähig bleibt. Gerade als Gründerin oder Gründer ist das extrem wichtig.

Ich hätte sicher noch viele weitere Tipps, aber diese drei Punkte sind aktuell diejenigen, die bei mir am stärksten resonieren.

Bild Sebastian Daus Bildcredits/Fotograf: Quintus Studios GmbH / Michael Laver, Edit by Clemens Barth

Wir bedanken uns bei Sebastian Daus für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

TECH 2026 in Heilbronn bringt Politik, KI und Industrie an einen Tisch

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TECH 2026 in Heilbronn bringt KI-Experten, Politik und Industrie zusammen – mit Cem Özdemir, Raumfahrttechnik und KI-Analysen.

Key Takeaways

  • Die TECH 2026 in Heilbronn findet vom 31. Mai bis 2. Juni statt und thematisiert die bedeutende Rolle von KI in der wirtschaftlichen Zukunft Europas.
  • Hochrangige Politiker und KI-Experten diskutieren wichtige Fragen zur Wettbewerbsfähigkeit und politischen Bedeutung von Technologie.
  • Estland und Deutschland unterzeichnen eine Innovationspartnerschaft, um digitale Kompetenzen grenzüberschreitend zu bündeln.
  • Exklusive Studien zur wirtschaftlichen Nutzung von KI werden während der Konferenz präsentiert und bieten wertvolle Einblicke für Investoren.
  • Ein besonderes Highlight ist die SR75-Rakete von HyImpulse Technologies, die symbolisch für Europas Technologieambitionen steht.

Europa sucht seinen Platz im globalen KI-Wettlauf. Während die USA bei großen Sprachmodellen dominieren und China massiv in digitale Infrastruktur investiert, versucht Deutschland, den Anschluss bei Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung und technologischer Souveränität nicht zu verlieren. Genau an dieser Schnittstelle positioniert sich die TECH 2026 in Heilbronn.

Vom 31. Mai bis 2. Juni treffen dort Politiker, KI-Unternehmer, Strategieberater und Technologieunternehmen aufeinander. Die Konferenz entwickelt sich damit zunehmend zu mehr als einem klassischen Tech-Event. Vielmehr geht es um wirtschaftspolitische Leitfragen: Wie bleibt Europa wettbewerbsfähig? Welche Rolle spielt KI für Industrie und Mittelstand? Und wie lassen sich Innovation und Regulierung miteinander vereinbaren?

Die Mischung aus politischen Debatten, KI-Analysen und Raumfahrttechnologie zeigt dabei, wie stark Technologie inzwischen als strategischer Standortfaktor verstanden wird.

Warum die TECH 2026 in Heilbronn politischer wird

Dass Spitzenpolitiker Cem Özdemir auf der Bühne über die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands sprechen wird, unterstreicht die politische Bedeutung der Veranstaltung. In seiner Rede soll es um wirtschaftliche Perspektiven, Innovationskraft und die Zukunft des Standorts Deutschland gehen.

Die zunehmende Politisierung solcher Technologieevents kommt nicht zufällig. KI, Cloud-Infrastruktur und digitale Plattformen gelten inzwischen als geopolitische Machtfaktoren. Staaten konkurrieren um Rechenzentren, Fachkräfte, Halbleiter und digitale Wertschöpfung.

Besonders symbolisch wirkt deshalb die geplante Unterzeichnung einer deutsch-estnischen Innovationspartnerschaft. Estlands Ministerin für Justiz und Digitales, Liisa-Ly Pakosta, soll gemeinsam mit Karsten Wildberger eine Kooperation im Bereich Digitalisierung besiegeln.

Estland gilt seit Jahren als Vorreiter digitaler Verwaltung. Deutschland dagegen kämpft weiterhin mit langsamen Verwaltungsprozessen und fragmentierten IT-Strukturen. Die Partnerschaft steht damit exemplarisch für Europas Versuch, digitale Kompetenzen stärker grenzüberschreitend zu bündeln.

TECH 2026 in Heilbronn bringt KI-Experten, Politik und Industrie zusammen – mit Cem Özdemir, Raumfahrttechnik und KI-Analysen.
CONVERGENCE OF INNOVATION TECH 2025 25-27 May 2025, Heilbronn, Germany Maria Ressa (Nobel Peace Prize Winner);

TECH 2026 in Heilbronn setzt auf KI und industrielle Transformation

Inhaltlich steht vor allem Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt. Die Veranstalter versammeln mehrere prominente Vertreter der europäischen KI-Szene zur TECH 2026 in Heilbronn – einem Standort, der sich durch Initiativen rund um die Schwarz-Gruppe, Schwarz Digits und das entstehende KI-Ökosystem zunehmend als deutscher KI-Hub positioniert.

Mit dabei ist unter anderem Aidan Gomez, Mitgründer von Cohere und einer der bekanntesten Köpfe im Bereich großer Sprachmodelle. Ebenfalls auf der Bühne steht Jonas Andrulis, der nach seiner Zeit bei Aleph Alpha inzwischen mit CNTR aktiv ist. Ergänzt wird das Programm durch KI-Unternehmen wie Forest Labs oder Legora.

Die Diskussionen drehen sich dabei nicht nur um neue Modelle oder technologische Durchbrüche. Im Mittelpunkt stehen zunehmend wirtschaftliche Fragen: Wie lässt sich KI produktiv einsetzen? Welche Prozesse können automatisiert werden? Und wo entsteht tatsächlich messbarer Mehrwert?

Gerade im industriellen Umfeld bleibt die praktische Umsetzung komplex. Viele Unternehmen testen zwar KI-Anwendungen, kämpfen jedoch weiterhin mit Datenqualität, Integration und regulatorischen Anforderungen.

Beratungsunternehmen wie BCG oder Roland Berger greifen genau diese Herausforderungen auf. Diskutiert werden unter anderem sogenannte Agentic-AI-Systeme, KI-Souveränität und die Nutzung proprietärer Unternehmensdaten für industrielle Anwendungen.

Für Aufmerksamkeit dürfte zudem der Auftritt von Neil Harbisson sorgen. Der Künstler gilt als einer der weltweit bekanntesten Cyborgs und demonstriert seit Jahren die Verschmelzung von Mensch und Technologie durch implantierte Sensorik. Während viele Konferenzbeiträge auf Effizienz und Automatisierung abzielen, bringt Harbisson damit eine gesellschaftliche und ethische Perspektive in die Debatte ein.

TECH 2026 in Heilbronn bringt KI-Experten, Politik und Industrie zusammen – mit Cem Özdemir, Raumfahrttechnik und KI-Analysen.
CONVERGENCE OF INNOVATION TECH 2025 25-27 May 2025, Heilbronn, Germany Rolf Schumann (Schwarz Digits); Cedric Neike (Siemens); Ann Mettler (Former European Commission); Joschka Fischer (Former Vice-Chancellor and Former Foreign Minister of the Federal Republic of Germany); Sebastian Matthes (Handelsblatt);

Hard Facts: Was die neuen Studien verraten

Einen besonderen Mehrwert für Unternehmen und Investoren liefern die exklusiven Studien und Marktanalysen, die im Rahmen der TECH 2026 in Heilbronn vorgestellt werden:

Die Konferenz-Insights im Überblick:

  • Der „EY AI Sentiment Index 2026“ zeigt: Die Nutzung von KI in Deutschland nimmt zwar deutlich zu, das Vertrauen in autonome Entscheidungen bleibt jedoch begrenzt. Besonders sensibel reagieren viele Menschen bei personenbezogenen Daten und automatisierten Entscheidungen. Technologie allein reicht hier nicht aus – Unternehmen müssen gleichzeitig Transparenz und Sicherheit schaffen.
  • Der Celonis Report „Process Optimization & AI 2026“ verrät: 327 befragte Führungskräfte legen offen, wie schwer es Unternehmen nach wie vor fällt, konkrete Produktivitäts- oder Umsatzsteigerungen durch generative KI im Alltag nachzuweisen.

Gerade für Investoren dürfte das relevant sein. Denn viele Unternehmen experimentieren zwar mit generativer KI, belastbare wirtschaftliche Effekte lassen sich bislang jedoch oft nur schwer messen.

Rakete als Symbol für Europas Technologieambitionen

Ein ungewöhnlicher Blickfang der TECH 2026 in Heilbronn dürfte die SR75-Rakete des deutschen Raumfahrtunternehmens HyImpulse Technologies werden.

Die 14 Meter hohe Forschungsrakete absolvierte bereits 2024 ihren Erstflug und kann wissenschaftliche Nutzlasten bis an den Rand des Weltraums transportieren. Auf Technologieveranstaltungen sind solche Exponate längst mehr als reine Showelemente. Sie symbolisieren den wachsenden Anspruch Europas, bei strategischen Zukunftstechnologien unabhängiger zu werden.

Raumfahrt entwickelt sich zunehmend zu einem wirtschaftlich relevanten Markt. Satellitentechnik, Erdbeobachtung, Verteidigungssysteme und private Trägerraketen ziehen weltweit Milliardeninvestitionen an.

Gerade sogenannte Dual-Use-Technologien – also Lösungen mit zivilem und militärischem Nutzen – gelten inzwischen als besonders attraktiv für Investoren. Unternehmen wie HyImpulse profitieren vom wachsenden Interesse an europäischen Raumfahrt- und Sicherheitstechnologien. Die Rakete steht damit sinnbildlich für einen größeren Trend: Europa versucht, technologische Kernkompetenzen wieder stärker selbst aufzubauen.

TECH 2026 in Heilbronn bringt KI-Experten, Politik und Industrie zusammen – mit Cem Özdemir, Raumfahrttechnik und KI-Analysen.
CONVERGENCE OF INNOVATION TECH 2025 25-27 May 2025, Heilbronn, Germany Cathryn Clüver Ashbrook (Bertelsmann Stiftung); Nicole Bastian (Handelsblatt);

Zwischen Innovationsshow und Standortstrategie

Die TECH 2026 in Heilbronn zeigt zugleich, wie stark Technologieveranstaltungen heute wirtschaftspolitische Funktionen übernehmen. Längst geht es nicht mehr nur um Networking oder Produktpräsentationen. Solche Events dienen zunehmend dazu, Standorte zu positionieren, Investoren anzuziehen und politische Narrative zu prägen.

Für Heilbronn spielt das eine besondere Rolle. Die Region entwickelt sich derzeit mit erheblicher Unterstützung der Dieter-Schwarz-Stiftung und regionaler Initiativen zu einem der sichtbarsten und dynamischsten Innovationsstandorte Deutschlands.

Gleichzeitig wächst jedoch auch der Druck auf Europas Wirtschaft. Hohe Energiekosten, geopolitische Spannungen, globale Konkurrenz und der rasante technologische Wandel stellen Unternehmen vor tiefgreifende Veränderungen.

Ob Konferenzen wie die TECH 2026 in Heilbronn tatsächlich langfristige Impulse setzen können, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Klar ist jedoch schon heute: Der Austausch zwischen Politik, KI-Industrie und Wirtschaft wird für Europas Wettbewerbsfähigkeit immer entscheidender.

Foto/Quelle: TECH by Handelsblatt Media Group GmbH

Was passiert, wenn nachhaltige Ideen plötzlich Millionen Menschen erreichen?

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SIRPLUS bei The Green Deal Show über Lebensmittelverschwendung Bild: Raphael Fellmer Bildcredit/Fotograf: Hassaan Hakim

SIRPLUS rettet Lebensmittel gegen Lebensmittelverschwendung und zeigt, wie Nachhaltigkeit und günstiger Einkauf im Alltag zusammenfinden können

Wie entstand die Idee zu SIRPLUS und wer steckt heute hinter dem Unternehmen?

Nachdem ich fünf Jahre im Geldstreik gelebt und in dieser Zeit foodsharing aufgebaut habe – eine freiwillige Bewegung von mittlerweile knapp 500.000 Usern, die die Tafeln im Kleinen ergänzt –, wollte ich mit SIRPLUS eine Lösung schaffen, bei der alle Menschen bequem von zu Hause über den Onlineshop von SIRPLUS mitretten können.

Was hat euch motiviert, euch so konsequent dem Kampf gegen Lebensmittelverschwendung zu widmen?

Meine Vision ist eine Welt, in der alle Menschen genügend zu essen haben. Wir könnten heute alle knapp 700 Millionen Menschen, die global hungern, dreimal ernähren – mit den Lebensmitteln, die wir weltweit verschwenden. Außerdem ist Food Waste für ca. 10 % aller Treibhausgase verantwortlich, und ich bin der Überzeugung, dass Lebensmittelverschwendung sowohl ethisch als auch ökologisch eine der größten globalen Herausforderungen ist.

SIRPLUS war am 22. Mai Teil von „The Green Deal Show“. Wie habt ihr euren Auftritt in der neuen YouTube-Sendung erlebt?

Es war total spannend, und ich war auch ein wenig aufgeregt, wie die Creator:innen auf SIRPLUS reagieren würden. Am Ende lief es aber viel besser als damals 2019 bei „Die Höhle der Löwen“, und ich war begeistert von der Passion, die die Creator:innen für SIRPLUS und unsere Mission „Zero Waste for Zero Hunger“ in der Sendung gezeigt haben. Da ca. die Hälfte der Lebensmittelverschwendung zu Hause stattfindet, sind wir alle Teil des Problems und können deswegen auch ganz einfach Teil der Lösung werden.

Mit welchen Erwartungen seid ihr in die Show gegangen und was hat euch besonders überrascht?

Was mich besonders gefreut hat: Keine:r der Creator:innen wollte Geld haben, sondern alle wollten sich einfach so mit ihrer Reichweite für SIRPLUS einsetzen. Wir spenden pro Bestellung zwei Schulmahlzeiten, und die meisten Influencer:innen wollen keinen Affiliate-Deal mit SIRPLUS, sondern lieber mehr Mahlzeiten spenden. Das hat mich wirklich berührt.

Würdet ihr anderen nachhaltigen Startups empfehlen, bei „The Green Deal Show“ dabei zu sein?

Auf jeden Fall! Das Format muss größer und erfolgreicher werden als „Die Höhle der Löwen“, denn wir brauchen nachhaltige und soziale Lösungen für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft – und dafür ist „The Green Deal Show“ genau das Richtige. Gemeinsam können wir mehr bewegen, und es gibt schon so viele Lösungen, die aber oft daran scheitern, dass zu wenig Menschen von ihnen wissen bzw. sie umsetzen. Wenn Creator:innen mit Reichweite und Vertrauen in ihrer Community nicht wieder nur irgendetwas Nicht-Ökologisches bewerben, nähren wir den Status quo unseres verschwenderischen Systems. Genau deshalb braucht es Ansätze wie „The Green Deal Show“, um den Startups, die die Welt braucht, Flügel zu verleihen.

Gab es einen Deal für SIRPLUS?

Ja, und der ist außergewöhnlich. Aber ich darf nicht verraten, wie der Deal aussieht. Dafür müsst ihr unbedingt die Staffel mit SIRPLUS schauen.

Welche Zielgruppe erreicht SIRPLUS besonders stark und warum wächst das Interesse an geretteten Lebensmitteln?

Da ich niemanden kenne, der sich von Licht und Liebe ernährt, sind praktisch alle Menschen unsere Zielgruppe. Aber natürlich sind es vor allem online-affine und nachhaltigkeitsbewusste Menschen sowie diejenigen, die einfach sparen müssen oder Freude daran haben zu sparen, die bei SIRPLUS online Lebensmittel sowie andere überschüssige Produkte wie Drogerie- und Haushaltsartikel mitretten.

Viele Menschen achten inzwischen stärker auf Nachhaltigkeit. Wie verändert das eure Arbeit und eure Angebote?

Tatsächlich ist das Thema Nachhaltigkeit gerade eher wieder etwas in den Hintergrund gerückt. Geld sparen bleibt aber ein Dauerthema, und ich bin davon überzeugt, dass auch die Notwendigkeit, nachhaltiger zu leben, wieder stärker in den Fokus rücken wird.

Was unterscheidet SIRPLUS von klassischen Supermärkten oder anderen Food-Rettungsplattformen?

Motatos war sechs Jahre lang der Nummer-1-Player in Deutschland, was kommerzielle Lebensmittelrettung angeht. Das aus Schweden stammende Startup hat sich aber gerade wieder aus Deutschland zurückgezogen. Damit ist SIRPLUS jetzt das einzige nachhaltige Startup, das sich mit einem Onlineshop für gerettete Lebensmittel in Deutschland halten konnte. Wir hatten selbst einmal sieben Läden in Berlin und eine Insolvenz im Jahr 2024, haben uns seitdem aber positiv entwickelt.

Der größte Unterschied zu klassischen Supermärkten ist, dass wir bei SIRPLUS nur verpackte Lebensmittel anbieten und deutlich weniger Produktvielfalt als ein Discounter oder Supermarkt haben. Dafür sind unsere Preise im Schnitt 30–40 % günstiger als im Einzelhandel, und wir liefern bequem deutschlandweit an die Haustür.

Welche Herausforderungen begegnen euch bei der Rettung und Vermarktung überschüssiger Lebensmittel?

Nach der Insolvenz vor zwei Jahren haben wir uns noch stärker auf ein sehr leanes und effektives Setup fokussiert. Mit dem Ziel, so schnell wie möglich Profitabilität zu erreichen. Das haben wir u. a. durch ein Remote-only-Setup, den Verzicht auf Obst und Gemüse sowie 100 % organisches Wachstum ohne Paid Ads geschafft. Wir hatten bereits profitable Monate und werden voraussichtlich 2026 nach neun Jahren erstmals ein profitables Geschäftsjahr abschließen. Das freut mich riesig und ist wichtig, denn nur ein wirtschaftlich nachhaltiges Unternehmen kann langfristig Impact schaffen.

Trotz des großen Fortschritts nach der Insolvenz und des Pivots, den wir hingelegt haben, ist das Thema Finanzierung nach wie vor die größte Herausforderung. Außerdem verstehen nicht alle Hersteller den Mehrwert von SIRPLUS: Durch die Produktrettung sparen Unternehmen gemeinsam mit unserer starken Community nicht nur Entsorgungskosten, sondern steigern auch ihre Bekanntheit und gewinnen neue Kund:innen.

Welche drei Tipps würdet ihr Gründerinnen und Gründern geben, die ein nachhaltiges Startup aufbauen möchten?

Höre auf dein Herz und gehe all-in. Also mit all deiner Energie und Liebe für das Thema, für das du am stärksten brennst. Werde außerdem Botschafter:in für dein Startup auf Social Media und in den Medien.

Starte so lean wie möglich und versuche nicht, alles perfekt zu machen.

Gönn dir ab und zu wertvolle Auszeiten, um die Vogelperspektive einzunehmen und gegebenenfalls den Kurs zu ändern. Denn im Daily Hustle ist es oft nicht möglich, wirklich komplett out of the box zu denken. Das ist aber zwingend notwendig, um auch wirtschaftlich erfolgreich zu werden.

Bild: Raphael Fellmer Bildcredit/Fotograf: Hassaan Hakim

Wir bedanken uns bei Raphael Fellmer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Verliert Berlin seine besten Gründer an andere Städte?

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BAD1 will Berlin mit KI wieder nach vorne bringen Photografer: Marc Angeloff

BAD1 bringt Gründer, KI und Politik zusammen, um Berlin wieder zum führenden Startup Standort Europas zu machen

Wie entstand bei Ihnen persönlich die Idee hinter „Berlin auf die 1″?

Die Idee ist in einem sehr konkreten Moment entstanden. Bürgermeister Wegner war zu Besuch auf dem The Delta Campus im Kalle in Neukölln. Wir liefen gemeinsam durch den Campus und ich habe ihm offen gesagt, was ich in den Wochen davor in vielen Gesprächen gehört hatte: Viele der talentiertesten jungen Gründer:innen dieser Stadt überlegen ernsthaft, Berlin zu verlassen. Das war kein Lamentieren, das war ein Befund.

Aus diesem Gespräch ist ein Termin im Roten Rathaus geworden. Ich bin dort mit fünf der talentiertesten jungen Gründer:innen Berlins zusammengekommen, und wir haben miteinander entschieden: Mit gut gemeinten Appellen kommen wir nicht weiter. Die lähmenden Strukturen in dieser Stadt lassen sich nicht von innen reformieren. Dafür braucht es eine Bewegung, die von außen Druck macht und gleichzeitig Lösungen liefert. So ist Berlin auf die Eins entstanden.

Heute stehen über 3000 Gründerinnen und Gründer hinter der Initiative und arbeiten aktiv an konkreten Verbesserungen mit.

Julian Teicke, wann hatten Sie das Gefühl, dass Berlin im internationalen Startup-Wettbewerb den Anschluss verliert?

Das ist in den letzten zwei Jahren schleichend, aber spürbar dramatischer geworden. Paris hat uns bei den VC-Investitionen überholt, London zieht weiter weg, und entscheidender als jede Statistik sind die Gespräche, die ich auf dem Delta Campus täglich führe.

Wenn die besten Köpfe der Stadt anfangen zu sagen „Ich gründe woanders“ oder „Ich verlagere mein Team in eine andere Hauptstadt“, ist das ein Signal, das man nicht ignorieren darf. Berlin war jahrelang die natürliche Default-Wahl in Kontinentaleuropa. Das sind wir heute nicht mehr automatisch. Genau hier setzt BAD1 an.

Was möchten Sie mit BAD1 konkret verändern, damit Berlin wieder zu den führenden Startup-Standorten Europas gehört?

BAD1 ist bewusst keine Top-Down-Liste von Forderungen, das gibt es seit Jahren in jeder Schublade. Wir gehen anders vor. Wir holen aus der Community die echten Reibungspunkte hoch: von Gründer:innen, Talenten, Investor:innen, aus Wissenschaft und Verwaltung selbst.

Aus diesen über 3000 Stimmen kondensieren wir fünf priorisierte Probleme mit dem größten Hebel für die nächsten 12 bis 24 Monate. Wir bearbeiten sie in drei aufeinander aufbauenden Schritten auf dem Delta Campus: am 29. April im Ideation Workshop mit 50 kuratierten Köpfen aus dem Ökosystem, am 30. Mai im viertägigen Hackathon mit über 100 Teilnehmenden, und am 12. Juni in der BAD1 Conference mit 500 handverlesenen Gründer:innen, Investor:innen und Buildern. Dort übergeben wir ein White Paper mit messbaren Maßnahmen an die Politik.

Die Themen sind klar benannt: Englisch als zweite Verwaltungssprache für wirtschaftliche Prozesse, schnellere Visa- und Genehmigungsverfahren, Öffnung der öffentlichen Vergabe für Startups, Aufbau eigener KI-Infrastruktur, internationale Direktflüge nach BER. Diese Punkte sind nicht ausgedacht. Sie kommen direkt aus der Praxis und werden mit der Stadt zusammen umgesetzt.

Warum wird Berlin aus Ihrer Sicht oft unter seinem eigentlichen Potenzial gehandelt?

Weil wir an unserer eigenen Erzählung sparen. Die Substanz ist längst da. Das Berliner Startup-Ökosystem trägt 10 bis 12 Prozent zur Wirtschaftsleistung der Stadt bei, schafft über 150.000 Arbeitsplätze direkt und indirekt, und 2024 sind 2,2 Milliarden Euro VC nach Berlin geflossen. Das sind 31 Prozent des gesamten deutschen VC-Volumens. Wir haben 283 KI-Startups in der Stadt und 498 Neugründungen allein im letzten Jahr.

Das sind keine Potenzialzahlen, das ist Realität. Aber international sehen viele Berlin immer noch als coolen, kreativen Spielplatz statt als das, was es längst ist: ein ökonomischer Motor mit Tech- und KI-Tiefe. BAD1 will diese Erzählung gerade rücken. Faktenbasiert, selbstbewusst, ohne Schulterklopfen.

Welche Rolle spielt das Kalle Neukölln für die Vision hinter BAD1?

Das Kalle ist der physische Ort, an dem BAD1 stattfindet. Auf dem The Delta Campus im Kalle laufen alle drei Schlüsselveranstaltungen der Kampagne zusammen: Ideation Workshop, Hackathon und die Konferenz am 12. Juni. Auch der Auslöser für die Initiative liegt hier, an genau diesem Ort hat das Gespräch mit Bürgermeister Wegner stattgefunden.

Für mich ist das kein Zufall. Der Campus zeigt, wie Berlin im Kleinen längst funktioniert: international, vernetzt, ambitioniert, ohne den Reibungsverlust, den wir auf Stadtebene noch haben. Das Kalle ist im Grunde ein funktionierendes Modell. Die Aufgabe von BAD1 ist, diese Energie in die ganze Stadt zu tragen.

Sie sprechen häufig von einer fehlenden Macher-Mentalität in Politik und Verwaltung. Wo erleben Sie die größten Probleme aktuell?

Die größte Hürde ist eine Kultur, in der Prozess wichtiger ist als Ergebnis. Es wird abgestimmt, abgesichert, weitergereicht, und am Ende verantwortet niemand, dass etwas tatsächlich passiert.

Ganz praktisch sehe ich es bei internationalen Talenten, die Wochen auf einen Aufenthaltstitel warten. Bei Gründer:innen, die ein Geschäftskonto nicht eröffnen können, weil ein Formular nur auf Deutsch existiert. Bei öffentlichen Ausschreibungen, die so strukturiert sind, dass kleine, schnelle Unternehmen gar nicht erst teilnehmen können. Es liegt nicht an den einzelnen Menschen in der Verwaltung. Es liegt an einem System, das diese Menschen nicht ermächtigt, schnell und ergebnisorientiert zu entscheiden.

Warum ist Englisch als Sprache für wirtschaftliche Verwaltungsprozesse aus Ihrer Sicht längst überfällig?

Weil wir mit Städten konkurrieren, in denen eine indische KI-Forscherin oder ein brasilianischer Gründer innerhalb einer Woche operativ ist. In Berlin braucht es dafür heute oft Monate, Dolmetscher und eine gute Portion Glück.

Eine der am meisten unterstützten Ideen in der BAD1-Community kommt vom internationalen Gründer Louis Buys, der hier in Berlin skaliert. Sein Punkt ist einfach: Wer ein Unternehmen in Berlin aufbaut, sieht sofort, dass Englisch im Verwaltungsalltag fehlt. Eine zweite Idee, eingereicht von Mei Chi Lo, schlägt eine bilinguale Support-Plattform vor, die Newcomer mit lokalen Übersetzer:innen verbindet. Beides zeigt: Das Problem ist groß und die Lösungen liegen bereits auf dem Tisch. Es geht jetzt um Umsetzung, nicht mehr um die Frage, ob.

Julian Teicke, welche Chancen bietet die aktuelle KI-Entwicklung speziell für Berlin?

Die KI-Welle entscheidet, ob Europa technologisch souverän bleibt oder weiter in Abhängigkeit von US- und chinesischen Anbietern gerät. Berlin ist dafür der natürliche Hebel. Wir haben 283 KI-Startups in der Stadt, eine der höchsten Forschenden-Dichten Europas an TU, HU, Charité und Hasso-Plattner-Institut, und eine internationale Community, die freiwillig hier ist.

Was BAD1 sichtbar machen will: Europa braucht einen dritten Weg jenseits des hyperkapitalistischen Modells aus den USA und des Überwachungsmodells aus China. KI, die auf europäischen Werten basiert. Freiheit, Würde, Privatsphäre, Fairness. Berlin kann genau der Ort sein, an dem dieser dritte Weg gebaut wird. Dafür braucht es Rechenkapazität, regulatorische Klarheit und Kapital für Anwendungen, die über die reine Forschung hinausgehen.

Warum braucht Berlin aus Ihrer Sicht dringend ein internationales Startup- und KI-Event mit globaler Strahlkraft?

Weil Strahlkraft kein Selbstläufer ist. Slush hat Helsinki auf die Karte gesetzt, Bits & Pretzels München, VivaTech Paris, Web Summit Lissabon. Diese Städte sind durch ein einziges, fokussiertes Leuchtturm-Event nicht nur sichtbarer geworden, sondern auch wirtschaftlich stärker. Berlin hat objektiv die bessere Substanz als die meisten dieser Städte, aber bislang keinen jährlichen Anker, der die Welt hierher zieht.

Mit der BAD1 Conference am 12. Juni 2026 machen wir den ersten Schritt. 500 handverlesene Gründer:innen, Investor:innen und Builder, eine Bühne, ehrliche Gespräche, ein Abend auf dem Delta Rooftop, den die Teilnehmenden nicht vergessen werden. Das ist der Anfang. Langfristig braucht Berlin ein etabliertes Tech-Event, das jedes Jahr Kapital, Talent und Politik in die Stadt holt. Daran arbeiten wir.

Wie wichtig ist die Verbindung aus Universitäten, Talenten und Unternehmertum für die Zukunft Berlins?

Entscheidend. Jedes globale Tech-Cluster der Welt ist aus einer Universitäts-Industrie-Symbiose entstanden: Boston, die Bay Area, Tel Aviv, London. Berlin hat exzellente Universitäten und Forschungsinstitute, aber der Transfer von Forschung in Unternehmen ist zu langsam und zu vorsichtig.

Wir brauchen mehr Ausgründungen, schnellere Pfade aus dem Lehrstuhl in die Firma, Universitäten, die an Erfolgen beteiligt sind, und eine Kultur, in der eine Professorin stolz darauf ist, dass ihre Doktorandin gründet. Diese Brücke zu bauen ist ein zentrales Anliegen von BAD1. Genau deshalb sitzen in unseren Working Groups bewusst auch Wissenschaft, Konzerne und Verwaltung mit am Tisch, nicht nur Startups.

Mit BAD1 wollen Sie nicht nur Forderungen stellen, sondern auch Lösungen liefern. Was unterscheidet die Initiative von klassischen Wirtschaftsdebatten?

Wir arbeiten Bottom-Up, nicht Top-Down. Probleme werden nicht in einem Hinterzimmer definiert, sondern aus der Praxis hochgeholt, von den über 3000 Gründer:innen, die täglich an diesen Reibungspunkten arbeiten. Das ist der erste Unterschied.

Der zweite Unterschied: Wir liefern Lösungen, keine Forderungslisten. Aus 3000 Stimmen kondensieren wir wenige, hoch priorisierte Themen, und für jedes davon gibt es konkrete Vorschläge, Pilotprojekte, Indikatoren. Im Juni übergeben wir das Ergebnis als gemeinsames Mandat an die Politik.

Der dritte Unterschied ist, dass wir koalitionsfähig sind. Bürgermeister Wegner trägt die Initiative aktiv mit. Founding Partner wie The Delta, Juni und Dentsu Creative stehen dahinter, dazu Unternehmen wie SAP und viele weitere. Wir bringen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft an einen Tisch, statt gegeneinander zu lobbyieren.

Wie haben Politik und Wirtschaft bislang auf BAD1 reagiert?

Die Resonanz hat uns selbst überrascht. Innerhalb weniger Monate haben sich über 3000 Gründer:innen eingebracht. Dazu führende Partner aus der Wirtschaft und Stimmen aus Wissenschaft und Verwaltung. Bürgermeister Wegner trägt die Initiative aktiv mit, was nicht selbstverständlich ist und für uns ein wichtiges Signal war, weil es zeigt, dass Politik und Wirtschaft hier ausnahmsweise auf demselben Spielfeld stehen.

Es gibt auch Skepsis. Manche fragen, ob das wieder nur eine Bewegung mit Bühne ist. Genau dieser Skepsis begegnen wir mit dem Format: Workshop, Hackathon, Konferenz, White Paper, messbare Ziele. Spätestens nach dem 12. Juni wird man uns am Output messen können, und genau das ist das Ziel.

Was müsste sich in Berlin sofort verändern, damit internationale Gründer:innen und Fachkräfte die Stadt wieder als erste Wahl sehen?

Englisch als zweite Verwaltungssprache für wirtschaftliche Prozesse. GmbH-Gründung digital in 24 Stunden. Aufenthaltstitel und Arbeitserlaubnis in maximal vier Wochen. Ein One-Stop-Shop für internationale Talente, der von Visum bis Kita-Anmeldung alles abdeckt. Und Direktflüge zwischen Berlin und der US-Westküste, die aktuell aus standortpolitischen Gründen blockiert werden, obwohl Carrier wie Emirates längst Slots beantragt haben.

Wer aus São Paulo oder Bangalore am Montag in Berlin landet und am Freitag handlungsfähig ist, bleibt. Wer drei Monate auf einen Termin wartet, geht. So einfach ist die Rechnung.

Wo sehen Sie Berlin in fünf Jahren, wenn BAD1 erfolgreich wird?

Berlin steht in fünf Jahren als die führende europäische Stadt für Builder. KI-Hauptstadt Europas, faktisch und in der internationalen Wahrnehmung. Das Ökosystem ist deutlich größer, internationaler und sichtbarer, die Verwaltung funktioniert in Englisch, internationale Talente kommen zuerst nach Berlin, und die BAD1 Conference ist ein etablierter Termin im globalen Tech-Kalender.

Vor allem aber: Berlin ist wieder die selbstverständliche erste Wahl, wenn jemand in Tel Aviv, New York oder Singapur sagt „Ich gehe nach Europa“. Genau dahin arbeiten wir, gemeinsam mit der Community und mit der Stadt.

Welche drei Ratschläge würden Sie jungen Gründer:innen geben, die heute in Deutschland ein Unternehmen aufbauen möchten?

Erstens: Baut von Tag eins für den globalen Markt. Der deutsche Markt finanziert euch, aber er macht euch nicht groß. Denkt Produkt, Sprache und Team von Anfang an international.

Zweitens: Umgebt euch mit den besten Menschen, die ihr finden könnt. Eure Firma ist immer nur so stark wie die fünf, sechs Köpfe, mit denen ihr gründet, einstellt und finanziert. Wählt diese Menschen wie Lebensentscheidungen, nicht wie Stellenausschreibungen.

Drittens: Wartet nicht auf Erlaubnis. Nicht von der Politik, nicht von der Verwaltung, nicht vom Markt. Die größten Firmen Deutschlands sind nicht entstanden, weil jemand sie freigegeben hat. Sie sind entstanden, weil jemand angefangen hat. Macht das, am besten heute.

Bild Marc Angeloff

Wir bedanken uns bei Julian Teicke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

WeMeet App treibt Wachstum von WeRoad voran

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WeMeet App wächst mit WeRoad Expansion

Die WeMeet App entwickelt sich zu einem wichtigen Wachstumstreiber für WeRoad. Das europäische Travel Startup will nach einer neuen Finanzierungsrunde über 58 Millionen Dollar seine Community Plattform und Reiseangebote in mehrere US Städte bringen. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach gemeinsamen Reiseerlebnissen und lokalen Events weiter.

WeMeet App unterstützt WeRoad Expansion

WeRoad sichert sich 58 Millionen Dollar Series C für die Expansion in die USA

Die Finanzierungsrunde unterstützt den Aufstieg von WeRoad als Pionier der IRL Economy und seine US Expansion, die im Jahr 2026 Reisen und kuratierte gesellschaftliche Veranstaltungen in mehrere amerikanische Städte bringen wird.

WeRoad hat eine Series C Runde über 58 Millionen Dollar abgeschlossen und damit das Gesamtfundraising auf über 100 Millionen Euro gebracht.

Das Kapital finanziert die erste Expansion von WeRoad über Europa hinaus und bringt das Community Reisemodell sowie die Plattform WeMeet 2026 in mehrere US Städte.

WeRoad hat letztes Jahr über 100.000 Reisende rund um die Welt begleitet und seit seiner Gründung 2017 mehr als 300.000 Reisende auf über 1.000 Reisezielen.

MAILAND, Italien (27. Mai 2026) – WeRoad, Europas am schnellsten wachsendes Adventure Travel Unternehmen, hat eine Series C Finanzierungsrunde über 58 Millionen Dollar abgeschlossen, die von Airbnb angeführt wird. Bestehende Investoren, darunter der Series B Lead Investor H14, haben ebenfalls teilgenommen.

Das Kapital finanziert die erste bedeutende Expansion von WeRoad über Europa hinaus und bringt sein gemeinschaftsorientiertes Reisemodell auf den US Markt. Gleichzeitig signalisiert dies einen tiefgreifenden Wandel in der Reisebranche. Immer mehr Menschen suchen echte Verbindungen, gemeinsame Erlebnisse und neue Gemeinschaften. Die neue Finanzierungsrunde bringt das Gesamtkapital des Unternehmens auf 100 Millionen Euro.

WeRoad baut Community Reisen weltweit aus

Die Series C ist eine bedeutende Bestätigung der Neuerfindung von Solo Travel und Community Building für WeRoad. Seit seiner Gründung in Italien im Jahr 2017 hat WeRoad mehr als 300.000 Reisende auf über 1.000 Reisen auf allen Kontinenten begleitet. Durch seinen digitalen und physischen Marketingansatz gewann das Unternehmen außerdem mehr als 3,5 Millionen Social Media Follower.

Rund 90 Prozent der Kunden reisen allein. Gleichzeitig werden sie von der Marke und ihrem Versprechen angezogen, echte Freundschaften zu fördern und Einsamkeit durch gemeinsame Reiseerlebnisse zu bekämpfen. Jede Reise wird von einem Travel Coordinator begleitet. Dieser kümmert sich um die Logistik und stärkt zugleich echte Verbindungen innerhalb der Gruppen. Die Travel Coordinator gehören zu einer Community von über 4.000 Reisenden aus Europa und weiteren Regionen.

WeRoad entwickelte sich vom Adventure Travel Veranstalter zu einem Pionier der schnell wachsenden IRL Economy. Millennials und die Generation Z suchen zunehmend tiefe und langlebige Verbindungen, die sich nur offline knüpfen lassen. Gleichzeitig steigt die Bereitschaft, für reale Erlebnisse Geld auszugeben.

WeMeet App wächst stark in Deutschland

Im Jahr 2025 erweiterte WeRoad sein Community Modell über das Reisen hinaus mit dem WeMeet Launch. Die WeMeet App bietet lokale und kuratierte gesellschaftliche Veranstaltungen wie Tageswanderungen, After Work Drinks, Dinner Events, Sportveranstaltungen und Yoga Sessions. Die Angebote stehen allen offen und richten sich nicht nur an WeRoad Reisende.

Allein 2025 nahmen mehr als 50.000 Menschen in 35 Städten an 2.000 WeMeet Events teil. Außerdem wurde die offizielle WeMeet App rund 150.000 Mal heruntergeladen.

Besonders stark zeigt sich die Nachfrage in Deutschland. Mit 20.000 deutschen Reisenden, einem Marktwachstum von 75 Prozent im Jahr 2025 und einer Verdopplung des Wachstumstempos in Q1 2026 ist Deutschland der am schnellsten wachsende europäische Markt.

WeMeet entwickelt sich besonders erfolgreich in München, Köln, Hamburg und Berlin. Gleichzeitig wächst die Plattform auch in Stuttgart und Nürnberg weiter. Mehr als 5.000 Teilnehmer und 30.000 App Downloads unterstreichen das Potenzial des Modells.

Airbnb unterstützt Wachstum von WeRoad

WeMeet Events werden zentral für WeRoads US Rollout sein. Das Unternehmen will mit seiner digitalen Plattform und seinen Online Marketing Fähigkeiten gezielte Kampagnen und strategische Partnerschaften nutzen. Dadurch sollen starke Märkte identifiziert und aufgebaut werden.

Anschließend setzt WeRoad auf lokale Partnerschaften, Events und Offline Marketing Aktivitäten in mehreren Städten. Gleichzeitig baut das Unternehmen ein Netzwerk amerikanischer Travel Coordinator auf.

Parallel zur Series C und der US Expansion wird WeRoad CEO Andrea D’Amico nach San Francisco wechseln. Dort übernimmt er die Leitung des Hotel Geschäfts bei Airbnb. Gleichzeitig bleibt er als Mitglied des Board of Directors eng mit WeRoad verbunden.

Paolo De Nadai wird das Unternehmen weiterhin gemeinsam mit den Mitgründern Fabio Bin und Erika De Santi führen. Zusätzlich stellt WeRoad neue internationale Fachkräfte für den Eintritt in den US Markt ein.

WeRoad setzt auf echte Begegnungen

Paolo De Nadai, Gründer von WeRoad, sagt: „In einer Welt, die zunehmend von KI und sozialen Medien geprägt ist, werden echte menschliche Verbindungen immer seltener – und immer wertvoller. Bei WeRoad haben wir unser gesamtes Produkt darauf ausgerichtet, reale Verbindungen durch gemeinsame Reiseerlebnisse zu ermöglichen. Menschen suchen heute nicht nur neue Orte – sie suchen Zugehörigkeit. Die Expansion in die USA ist ein Meilenstein, auf den wir jahrelang hingearbeitet haben. Airbnb an unserer Seite zu haben ist sowohl eine starke Bestätigung für das, was wir aufgebaut haben, als auch ein kraftvolles Signal für die Chance, die vor uns liegt.“

Die IRL Economy nutzt Technologie, um reale Erlebnisse zu ermöglichen, statt langfristiges Online Engagement zu fördern. Gleichzeitig ist sie eine Antwort auf die zunehmende Einsamkeit vieler Menschen. Studien zeigen, dass junge Erwachsene besonders stark betroffen sind. Rund 30 Prozent der jungen Erwachsenen geben an, sich täglich einsam zu fühlen.

WeRoad begegnet diesem Thema direkt mit gemeinsamen Reiseerlebnissen und lokalen Community Angeboten. Mit der Unterstützung von Airbnb und einem bewährten Modell bringt WeRoad diese Mission nun auch in die USA.

Bildcredits WeRoad

Quelle getpress

Legal Tech Startup nu:legal erhält 1,3 Millionen Euro

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nu:legal erhält 1,3 Millionen Euro Finanzierung Teambild @nulegal

Das Legal Tech Startup nu:legal will Rechtsprozesse für deutsche KMU einfacher und schneller machen. Dafür erhält das Unternehmen jetzt 1,3 Millionen Euro frisches Kapital. Die Plattform verbindet KI Technologie mit anwaltlicher Prüfung und fokussiert sich zunächst auf Arbeitsrecht und Datenschutz.

Deutschlands KMU verlieren Milliarden an Bürokratie: nu:legal sichert sich 1,3 Millionen Euro für schnellere Rechtsprozesse

Gegründet von einem ehemaligen Freshfields Anwalt, entwickelt die Plattform gemeinsam mit führenden europäischen Anwält:innen und Kanzleien spezialisierte Rechtsdienstleistungen für Unternehmen.

Berlin/Potsdam, 27.05.2026 – Viele deutsche Unternehmen stehen bei Rechtsfragen vor derselben Wahl: langsame und teure Kanzleiprozesse oder generative KI, der sie bei sensiblen Themen nicht vollständig vertrauen. Gleichzeitig wächst der regulatorische Aufwand.

Deutsche KMU verbringen inzwischen durchschnittlich rund 32 Stunden pro Monat mit rechtlichen und Compliance bezogenen Aufgaben. Laut KfW kostet dieser Aufwand die deutsche Wirtschaft jedes Jahr rund 61 Milliarden Euro. Genau hier setzt das Legal Tech Startup nu:legal an.

Das Unternehmen startet heute die öffentliche Beta seiner Plattform auf nulegal.eu und gibt eine Gesamtfinanzierung in Höhe von 1,3 Millionen Euro bekannt. Angeführt wurde die Finanzierungsrunde von Caesar Ventures. Zu den Investoren zählen außerdem Unternehmer:innen, KI Operatoren, weitere VC Investoren sowie Partner von Freshfields und anderen führenden europäischen Kanzleien.

„nu:legal baut keine weitere Insellösung, sondern eine integrierte Plattform für moderne juristische Dienstleistungen. Das Unternehmen verbindet die Erfahrung eines ehemaligen Freshfields Teams mit KI gestützter Technologie und anwaltlicher Prüfung und könnte damit Rechtsprozesse im Mittelstand nachhaltig verändern“, sagt Carolin Gabor, Managing Partner bei Caesar Ventures.

Zum Marktstart konzentriert sich nu:legal auf Arbeitsrecht und Datenschutz. Beide Bereiche gehören zu den größten operativen rechtlichen und regulatorischen Herausforderungen für deutsche KMU. Weitere Bereiche wie Wirtschaftsverträge sollen in den kommenden Monaten folgen.

Unternehmen sollen Prozesse wie Arbeitsverträge, Kündigungen, Datenschutzerklärungen oder Auftragsverarbeitungsverträge künftig deutlich effizienter abwickeln können. Die Technologie von nu:legal übernimmt dabei standardisierte Routineaufgaben. Gleichzeitig prüfen spezialisierte Anwält:innen die Ergebnisse zusätzlich, wenn fachliche Einschätzung und Verantwortung gefragt sind.

„Viele Unternehmen nutzen bereits KI Systeme für rechtliche Fragestellungen. Für sensible juristische Aufgaben bleiben generische Modelle jedoch oft unzuverlässig, insbesondere dann, wenn sie mit großer Selbstsicherheit falsche Antworten liefern. Für Unternehmen entsteht dadurch ein reales Risiko“, sagt Bork Morfaw, Gründer und CEO von nu:legal. „Und genau diese Lücke wollen wir schließen.“

Vom Freshfields Juristen zum Legal Tech Gründer

Gegründet wurde nu:legal von Bork Morfaw, einem ehemaligen Juristen bei Freshfields, einer der führenden internationalen Wirtschaftskanzleien Europas. Dort arbeitete er an Legal Tech und GenAI Projekten für internationale Großunternehmen. Gleichzeitig beobachtete er, wie Gründer, HR Teams und mittelständische Unternehmen immer wieder an denselben Problemen scheiterten: hohe Kosten, langsame Prozesse und fehlender Zugang zu pragmatischer Rechtsunterstützung.

Anfang 2025 verließ Morfaw die Kanzlei, um sich vollständig auf den Aufbau von nu:legal zu konzentrieren.

Bereits zuvor entwickelte er mit „LegalGPT“ eines der bekanntesten Legal AI Produkte Europas mit über 200.000 Nutzer:innen. Das Projekt zeigte die hohe Nachfrage nach schneller und zugänglicher Rechtsunterstützung. Gleichzeitig machte es die Grenzen von KI im Rechtsbereich sichtbar, besonders bei Haftung, Transparenz und europäischer Regulierung.

„Das Problem ist nicht mangelnder Bedarf an Rechtsberatung“, sagt Morfaw. „Das Problem ist, dass das bestehende System nie für die Geschwindigkeit moderner Unternehmen entwickelt wurde. Wir möchten dazu beitragen, dass Unternehmen weniger Zeit mit Bürokratie verbringen und sich stärker auf Aufbau, Innovation und Wachstum konzentrieren können.“

Technologie für Rechtsarbeit statt generischer KI

nu:legal versteht sich bewusst weder als klassische Kanzlei noch als reines KI Tool. Die Plattform wurde speziell für den deutschen Markt entwickelt und arbeitet eng mit erfahrenen Anwält:innen und Kanzleien zusammen. Gemeinsam entwickeln sie juristische Workflows, Vorlagen und digitale Dienstleistungen.

Jeder Workflow entsteht in Zusammenarbeit mit Fachanwält:innen mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung und wird kontinuierlich anhand von Praxiserfahrungen weiterentwickelt.

„Wir glauben nicht daran, Anwälte zu ersetzen“, sagt Morfaw. „Wir glauben daran, juristische Expertise mithilfe von Technologie skalierbar zu machen. Viele juristische Standardprozesse werden bis heute weitgehend manuell bearbeitet. Das kostet Unternehmen Zeit und bindet gleichzeitig Kapazitäten in Kanzleien.“

Anders als viele internationale Wettbewerber konzentriert sich nu:legal gezielt auf deutsche und europäische Rechtssysteme. Die Plattform wurde speziell für arbeitsrechtliche und datenschutzrechtliche Geschäftsprozesse entwickelt und ist vollständig auf DSGVO sowie europäische Datenschutzanforderungen ausgelegt.

Sämtliche Daten werden innerhalb der EU verarbeitet und gespeichert. Zusätzlich setzt nu:legal technische und organisatorische Schutzmaßnahmen um, die auf anwaltliche Vertraulichkeit und deutsche Datenschutzstandards ausgelegt sind.

„Recht ist extrem lokal“, sagt Morfaw. „Man kann US Produkte nicht einfach übersetzen und erwarten, dass sie deutsche Arbeitsgerichte oder europäische Datenschutzanforderungen zuverlässig verstehen.“

Langfristig plant nu:legal den Ausbau zu einer Plattform, auf der Anwält:innen eigene technologiegestützte Rechtsdienstleistungen entwickeln und skalieren können. Ein entsprechendes Modell befindet sich bereits im Aufbau.

Der öffentliche Start erfolgt zunächst über ein kontrolliertes Waitlist Modell auf nulegal.eu. Die Plattform soll schrittweise geöffnet werden, um Produktqualität und Nutzererfahrung gezielt weiterzuentwickeln. Mittelfristig plant nu:legal zudem die Expansion in weitere europäische Märkte.

Bildcredits nu:legal

Quelle Laetitia Delorme

Firmenportrait: So hilft die JURAPORT.SH Rechtsanwalts-GmbH & Co. KG mit ihrer Marke “Die Bewertungslöscher” Unternehmen

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Image by Tumisu from Pixabay

Das eigene Online-Image entscheidet heute maßgeblich über den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Ein einziger unberechtigter negativer Kommentar auf Portalen wie Google, Kununu oder Trustpilot kann ausreichen, um potenzielle Auftraggeber nachhaltig abzuschrecken. Wenn unwahre Tatsachenbehauptungen oder offene Schmähkritik den mühsam aufgebauten Ruf gefährden, ist schnelles und vor allem rechtlich fundiertes Handeln gefragt. Genau an diesem Punkt setzt das Angebot unter https://bewertungsloescher.de/ an. Die Bewertungslöscher sind keine Marketingagentur, sondern eine Marke der JURAPORT.SH Rechtsanwalts-GmbH & Co. KG. Diese Kanzlei fokussiert sich seit vielen Jahren auf das IT-Recht sowie den gewerblichen Rechtsschutz. Durch diese klare Struktur wird von Beginn an deutlich: Die Beseitigung rechtswidriger Einträge ist eine komplexe juristische Aufgabe, die am besten in die Hände von Fachleuten gehört.

Warum anwaltliche Expertise den Markt dominiert

Der Markt für Reputationsmanagement ist groß und mitunter unübersichtlich. Viele Anbieter versprechen schnelle Ergebnisse, arbeiten jedoch oft ohne die notwendige rechtliche Legitimation. Diverse Gerichte haben reinen Agenturen die Bearbeitung solcher Fälle mittlerweile gerichtlich untersagt, da es sich um eine klassische Rechtsdienstleistung handelt. Ein Betrieb, der sich gegen unfaire Kritik wehren möchte, benötigt fundierte Schriftsätze, die auf der aktuellen Rechtsprechung basieren und gegenüber den Rechtsabteilungen der großen Tech-Konzerne Bestand haben. Einfache Standardformulare oder emotionale Beschwerden werden von den Plattformen fast immer automatisiert abgewiesen.

Hier positioniert sich die schleswig-holsteinische Kanzlei bewusst als Premium-Partner für die Wirtschaft. Geleitet wird das Team von Philipp Gabrys, Kanzleiinhaber und erfahrener Fachanwalt für IT-Recht. Die tiefe Spezialisierung auf dieses Fachgebiet garantiert ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz. Um Plattformen wie Google zur Löschung zu bewegen, muss juristisch exakt dargelegt werden, warum ein Eintrag gegen geltendes Recht verstößt. Dies betrifft häufig Fälle, in denen ein Verfasser nachweislich niemals Kunde war oder gezielt falsche Tatsachen verbreitet. Die anwaltliche Herangehensweise sichert den Mandanten eine professionelle Vertretung auf Augenhöhe mit den internationalen Portalbetreibern.

Qualität und Verlässlichkeit „Made in Germany“

Ein weiterer Aspekt, der bei der Wahl des passenden rechtlichen Beistands zählt, ist der Unternehmensstandort. Während einige Mitbewerber aus dem Ausland agieren, setzt die Kanzlei kompromisslos auf das Prädikat „Made in Germany“. Dies schafft Vertrauen und stellt sicher, dass sensible Unternehmensdaten nach strengen nationalen Datenschutzstandards behandelt werden. Die gesamte Kommunikation sowie die juristische Aufarbeitung erfolgen lokal durch qualifizierte Fachkräfte, die mit dem deutschen Rechtssystem bestens vertraut sind.

Die Positionierung am Markt ist klar definiert: Der Auftritt entspricht der Qualität einer hochspezialisierten Rechtsanwaltskanzlei und distanziert sich bewusst von aggressiven Billigangeboten. Kostentransparenz steht dabei an erster Stelle. Anstatt unübersichtliche Stundenhonorare abzurechnen, erhalten Mandanten klare Pakete zu Festpreisen. Dies bietet mittelständischen Unternehmen, Freiberuflern und Großbetrieben verlässliche Planungssicherheit. Modelle, bei denen Auftraggeber vermeintlich nur im Erfolgsfall zahlen, sucht man hier vergeblich, da derartige Gebührenstrukturen Anwälten berufsrechtlich schlichtweg untersagt sind. Die hohe rechtliche Expertise der Kanzlei macht riskante Lockangebote ohnehin überflüssig.

Branchenspezifische Lösungen für den Mittelstand

Die Mandantschaft der Kanzlei ist breit aufgestellt, wobei der Fokus strikt auf dem B2B-Bereich liegt. Ob Handwerksbetrieb, Steuerbüro, Hotel oder gastronomischer Betrieb – jede Branche hat mit ganz spezifischen Ausprägungen von Online-Kritik zu kämpfen. Ein Arzt sieht sich anderen Vorwürfen ausgesetzt als ein Einzelhändler. Besonders stark vertreten ist die Immobilienbranche. Die Kanzlei ist offizieller Partner des Immobilienverbandes Deutschland (IVD). Diese exklusive Partnerschaft unterstreicht das hohe Ansehen und die fachliche Spezialisierung auf die Bedürfnisse von Immobilienmaklern und Hausverwaltungen, deren Geschäftsgrundlage extrem stark von Vertrauen und einem makellosen Ruf abhängt.

Darüber hinaus richtet sich das Angebot an Marketingexperten, die für ihre eigenen Kunden rechtssichere Reputationslösungen suchen, sowie an Großbetriebe mit vielen Filialen. Wenn ein bundesweites Standortnetz permanent überwacht und bereinigt werden muss, stoßen interne Ressourcen schnell an ihre Grenzen. Die Auslagerung an eine spezialisierte Kanzlei schafft die notwendigen Freiräume, damit sich die Geschäftsführung wieder voll und ganz dem eigenen Kerngeschäft widmen kann.

Moderne Kanzleiprozesse und direkte Kommunikation

Das Bild der verstaubten Anwaltskanzlei trifft auf Die Bewertungslöscher in keiner Weise zu. Die Abläufe sind stark digitalisiert und auf maximale juristische Effizienz getrimmt. Jede eingereichte Anfrage durchläuft zunächst eine kostenlose Ersteinschätzung, bei der die objektiven rechtlichen Erfolgsaussichten geprüft werden. Sobald das Mandat erteilt ist, profitiert der Auftraggeber von extrem kurzen Wegen. Ein fester persönlicher Ansprechpartner begleitet den gesamten Vorgang, sodass Firmen jederzeit über den aktuellen Stand ihrer Angelegenheit informiert sind. Technische Lösungen wie ein spezieller Tracking-Link zur genauen Statusverfolgung der Löschanträge sorgen für ein Höchstmaß an Transparenz im Prozessablauf.

Einen massiven Mehrwert bietet die professionelle Abwicklung über die gewerbliche Rechtsschutzversicherung. Die Beseitigung von rechtswidrigen und rufschädigenden Inhalten ist oftmals durch entsprechende Policen abgedeckt. Die Kanzlei übernimmt in diesen Fällen die komplette Korrespondenz mit der zuständigen Assekuranz – angefangen bei der ersten Deckungsanfrage bis hin zur finalen Abrechnung. Dies reduziert den bürokratischen Aufwand für den Mandanten auf ein absolutes Minimum.

Ein starkes und sauberes Online-Profil ist heutzutage ein unverhandelbarer Faktor für wirtschaftliche Stabilität und gesundes Wachstum. Wenn dieses Profil durch unwahre Behauptungen von außen beschädigt wird, bietet der rechtliche Weg die sicherste Lösung. Die klare Kombination aus fundiertem IT-Recht, transparenten Festpreisen und effizienten digitalen Prozessen macht das Angebot der JURAPORT.SH Rechtsanwalts-GmbH & Co. KG zu einem starken strategischen Partner für die deutsche Wirtschaft.

Bild: Image by Tumisu from Pixabay

Autor Hannes Graubohm

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Soul of Concrete gewinnt Münchener Businessplan Wettbewerb

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Soul of Concrete gewinnt BayStartUP Wettbewerb Bild Sieger MBPW Phase 2 -Gruppe - Foto by Bert Willer

Soul of Concrete gewinnt Phase 2 im Münchener Businessplan Wettbewerb 2026. Der Wettbewerb von BayStartUP zeigt, wie stark Technologie Startups in Bayern wachsen. Besonders gefragt sind Lösungen für Bauwirtschaft, Industrie, Gesundheit und Robotik. Genau dort setzen die ausgezeichneten Teams mit ihren Innovationen an. Gleichzeitig entstehen viele neue Ideen auch außerhalb großer Städte, weshalb Bayern seine Rolle als Startup Standort weiter stärkt.

Soul of Concrete gewinnt Münchener Businessplan Wettbewerb

Startups liefern Lösungen für Industrien unter Druck: Soul of Concrete gewinnt Phase 2 des Münchener Businessplan Wettbewerbs

BayStartUP zeichnet fünf Technologie Startups aus. Insgesamt nahmen 192 Teams an der zweiten Wettbewerbsphase teil, und viele davon kommen aus dem Bereich KI und Industrie.

Soul of Concrete aus Schwaben gewinnt Phase 2 im Münchener Businessplan Wettbewerb vor helmit und FORMOVE.

Die Siegerteams setzen auf industrielle KI, Robotik und einen widerstandsfähigen Umbau wichtiger Infrastruktur. Gleichzeitig wollen die Teams bestehende Probleme schneller und effizienter lösen.

München, 21.05.2026 – Viele interessante Startup Ideen entstehen derzeit dort, wo etablierte Branchen stark unter Druck stehen. Dazu zählen die Bauwirtschaft, das Gesundheitswesen, die industrielle Produktion und die Automatisierung. Genau diese Entwicklung zeigt die zweite Phase des Münchener Businessplan Wettbewerbs 2026. BayStartUP zeichnet fünf Teams aus, die technologische Lösungen für konkrete Probleme entwickeln. Dazu gehören langlebiger und ressourcenschonender Betonbau, digitale Kindersicherheit und Trainingsdaten für intelligente Robotik.

Der Wettbewerb ist Teil des bayernweiten Engagements von BayStartUP. Gründerteams sollen von der Idee bis zur Skalierung begleitet werden. Außerdem erhielt BayStartUP von der Financial Times eine Auszeichnung als einer der Top 3 Startup Hubs Europas. Ausschlaggebend waren die starke Unterstützung und das breite Investorennetzwerk. Dadurch erhalten viele Teams früh Zugang zu Kapital und wichtigen Kontakten.

Den ersten Platz sicherte sich Soul of Concrete aus Nördlingen in Bayerisch Schwaben. Das Team entwickelt eine Technologie, die Betonbau schneller, langlebiger und ressourcenschonender machen soll. Platz zwei geht an helmit aus Höhenkirchen Siegertsbrunn. Deren KI Software soll Kinder vor digitalen Gefahren auf Social Media schützen. FORMOVE aus Garching bei München erreicht mit seiner Trainingsplattform für intelligente Robotik Platz drei. Außerdem zeichnete BayStartUP die Teams dehaze und iNSyT Solutions aus München aus.

BayStartUP stärkt innovative Startups in Bayern

192 Teams nahmen an der zweiten Wettbewerbsphase teil. Besonders stark vertreten waren technologieorientierte Gründungen aus den Bereichen KI, Industrie, Life Science und Software. Außerdem entstanden 59 Teams aus Hochschulen, weshalb viele Ideen direkt aus Forschung und Wissenschaft kommen.

Die ausgezeichneten Teams kommen nicht nur aus dem Münchener Innenstadt Ökosystem. Auch Garching, Höhenkirchen Siegertsbrunn und Nördlingen sind vertreten. Das zeigt, wie stark technologieorientierte Gründungen inzwischen in vielen Teilen Bayerns entstehen. Gleichzeitig wächst die Startup Szene auch außerhalb der großen Städte weiter.

Barbara Dombay, Geschäftsführerin von BayStartUP, sagt: „Die fünf ausgezeichneten Teams zeigen, wie breit technologische Innovation derzeit in Bayern entsteht. Die Ideen kommen aus Universitäten, Forschungsumfeldern, mittelständischen Unternehmen und regionalen Startup Ökosystemen innerhalb wie außerhalb von München. Genau in dieser Verbindung liegt großes Potenzial für starke europäische Technologieunternehmen.“

Soul of Concrete entwickelt nachhaltige Beton Technologie

Die Siegerteams der zweiten Wettbewerbsphase

Platz 1: Soul of Concrete | Nördlingen in Bayerisch Schwaben

Soul of Concrete entwickelt ein automatisiert produzierbares 3D Faser Bewehrungssystem für den Betonbau. Ziel ist es, klassischen korrosionsanfälligen Bewehrungsstahl zu ersetzen. Gleichzeitig sollen Bauprozesse schneller, industrieller und ressourcenschonender werden. Dadurch könnte die Bauwirtschaft langfristig Kosten und Material sparen.

Die Technologie löst mehrere Probleme der Bauwirtschaft gleichzeitig. Dazu zählen steigende Baukosten, Fachkräftemangel, langsame Baustellenprozesse und hohe CO₂ Emissionen. Durch die korrosionsfreie Faserstruktur sollen Bauwerke langlebiger werden und weniger Wartung benötigen. Gleichzeitig industrialisiert das Team den bisher stark manuellen Bewehrungsprozess. Laut Team können Baukosten um bis zu 40 Prozent und CO₂ Emissionen um bis zu 80 Prozent sinken.

KI und Robotik prägen den Münchener Businessplan Wettbewerb

Platz 2: helmit | Höhenkirchen Siegertsbrunn bei München

helmit entwickelt eine KI gestützte Software zum Schutz von Kindern und Jugendlichen auf Social Media. Die Lösung analysiert Inhalte in Text, Bild, Audio und Video. Außerdem erkennt sie Risiken wie Cybermobbing, Grooming oder problematische Kommunikation. Eltern sollen dadurch bei akuten Gefahren in Echtzeit gewarnt werden, sodass Familien schneller reagieren können.

Technologisch setzt helmit bewusst auf Datenschutz. Die Analyse läuft lokal auf dem Gerät. Persönliche Daten verlassen das System deshalb nicht. Damit reagiert das Team auf das wachsende Spannungsfeld zwischen digitaler Sicherheit und Privatsphäre. Gleichzeitig möchte helmit die Medienkompetenz in Familien stärken.

Platz 3: FORMOVE | Garching bei München

FORMOVE entwickelt eine Datenplattform für Robotersysteme. Die Systeme sollen anhand realer menschlicher Bewegungs und Interaktionsdaten trainiert werden. Damit adressiert das Team eine zentrale Herausforderung moderner Robotik, denn hochwertige Trainingsdaten sind häufig schwer verfügbar.

Die Plattform soll unabhängig von einzelnen Herstellern funktionieren. Gleichzeitig sollen unterschiedliche Robotiksysteme trainiert werden können. Ziel ist es, die Entwicklung flexibler Robotiklösungen zu beschleunigen. Außerdem möchte das Team technologische Abhängigkeiten Europas in diesem Bereich reduzieren. FORMOVE entstand im Umfeld der Technischen Universität München und erhält Unterstützung durch den EXIST Forschungstransfer.

BayStartUP begleitet Startups beim Wachstum

Platz 4: dehaze | München

dehaze entwickelt KI basierte digitale Zwillinge für die Gesundheitsversorgung. Die Technologie analysiert Gesundheitsdaten, darunter Freitexte und genomische Informationen. Dadurch sollen individuelle Risikoprofile für chronische Erkrankungen entstehen. Krankheiten sollen so früher erkannt und Behandlungen besser gesteuert werden. Zielgruppe sind Gesundheitsnetzwerke und Versorgungseinrichtungen, die medizinische Entscheidungen datenbasiert verbessern wollen.

Platz 5: iNSyT Solutions | München

iNSyT Solutions entwickelt eine Plattform zur Qualitätskontrolle von Nanomaterialien. Statt nur Durchschnittswerte auszuwerten, analysiert die Technologie Tausende einzelne Nanopartikel in Echtzeit. Dadurch werden Schwankungen sichtbar, die bisher oft verborgen blieben. Die Lösung soll Herstellern helfen, fehlerhafte Chargen früher zu erkennen. Außerdem sollen Entwicklungsprozesse schneller und Produktionsqualität besser werden. Einsatzbereiche sind unter anderem Elektronik, Medizintechnik und Materialforschung.

Wettbewerb als Arbeitsphase für Geschäftsmodell und Wachstum

Der Münchener Businessplan Wettbewerb begleitet Gründungsteams über mehrere Monate hinweg. Im Mittelpunkt stehen Marktvalidierung, Finanzierung, Vertrieb und Skalierung. Die Teams erhalten Feedback von Unternehmern, Investoren und Branchenexperten. Außerdem bekommen sie Zugang zu einem breiten Netzwerk aus Kapitalgebern und Industriepartnern. Dadurch verbessern viele Teams ihre Marktchancen bereits früh.

Viele erfolgreiche Technologieunternehmen in Bayern bereiteten ihre ersten Finanzierungsschritte im Umfeld der BayStartUP Wettbewerbe vor. Dazu zählen air up, Flix, EGYM, NaVvis und Quantum Systems.

BayStartUP versteht den Wettbewerb als Arbeitsphase für technologieorientierte Gründungen. Gerade wissenschaftsnahe Teams stehen häufig vor der Herausforderung, technologische Stärke in belastbare Geschäftsmodelle und skalierbare Marktstrategien zu übersetzen. Deshalb begleitet BayStartUP die Teams über mehrere Entwicklungsphasen hinweg.

Nächste Phase im Münchener Businessplan Wettbewerb

Nächste Etappe: Phase 3

Mit Abschluss der zweiten Wettbewerbsphase beginnt für viele Teams die Vorbereitung auf Phase 3 des Münchener Businessplan Wettbewerbs. Dort stehen Wachstumsstrategie, Go to Market, Finanzierung und Skalierung im Mittelpunkt. Die Teams müssen zeigen, wie aus technologischer Innovation belastbare Unternehmen entstehen können. Neueinsteiger können noch bis zum 9. Juni 2026 in den Wettbewerb einsteigen.

Bild Sieger MBPW Phase 2 -Gruppe – Foto by Bert Willer

Quelle BayStartUp GmbH

Nect Wallet Schleswig Holstein stärkt digitale Verwaltung

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Nect Wallet stärkt Schleswig Holsteins Verwaltung Benny Bennet Jürgens business1 ©Matthias Friel

Die Nect Wallet Schleswig Holstein wird ein wichtiger Teil der digitalen Verwaltung im Norden. Das Land erweitert damit sein digitales Serviceportal. Bürgerinnen und Bürger erhalten dadurch einen einfachen und sicheren Zugang zu Online Verwaltungsleistungen. Außerdem soll die Nutzung digitaler Dienste im Alltag leichter werden.

Nect Wallet Schleswig Holstein erweitert digitales Serviceportal

Schleswig-Holstein erweitert digitales Serviceportal: Nect wird Schlüsseltechnologie für sichere Identifizierung

Hamburg/ Kiel, 26.05.2026 Das Land Schleswig-Holstein erweitert sein digitales Serviceportal durch die Integration der Identifikationslösung Nect. Die Lösung dient als sichere und nutzerfreundliche Technologie für digitale Identifizierung und Authentifizierung. Dadurch erhalten Bürgerinnen und Bürger jederzeit einen einfachen Zugang zu Verwaltungsleistungen. Das gilt besonders auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten.

Mit der Nect Wallet bietet das Land zusätzlich eine praxiserprobte Alternative zur BundID. Die Lösung kann sowohl für die erste Registrierung als auch für den Login über die App genutzt werden. Dataport übernimmt die technische Umsetzung. Der IT-Dienstleister arbeitet neben Schleswig-Holstein auch für Hamburg, Bremen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

Benny Bennet Jürgens, CEO und Gründer von Nect, erklärt: „Die Zusammenarbeit ist ein bedeutender Schritt zur Weiterentwicklung digitaler Identitäten in Deutschland. Damit schaffen wir eine vertrauenswürdige Grundlage für skalierbare digitale Verwaltungsprozesse und die künftige Anbindung europäischer Identitätslösungen wie der EUDI-Wallet.“

Digitale Verwaltung in Schleswig Holstein wird bürgerfreundlicher

Konsequente Digitalisierung mit digitaler Teilhabe verbinden

„Die Verwaltung in Schleswig-Holstein wird künftig digitaler, schneller und bürgerfreundlicher. Eine zukunftsfähige digitale Verwaltung stärkt das Vertrauen in unsere Demokratie. Außerdem sichert sie die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Unser Ziel sind vollständig digitale Prozessketten von der Antragstellung bis zur Entscheidung. Künftig sollen diese ausschließlich über das digitale Servicekonto laufen und durch Nect sicher identifiziert werden. Dabei gilt das klare Versprechen: Wir lassen niemanden zurück. Wer den digitalen Zugang nicht allein nutzen kann, erhält gezielte Unterstützung“, sagt Digitalisierungsminister Dirk Schrödter.

Nect Wallet stärkt Schleswig Holsteins Verwaltung   Schroedter Dirk ®Staatskanzlei SH
Schroedter Dirk ®Staatskanzlei SH

Nect Wallet stärkt digitale Identifizierung in Schleswig Holstein

Nect stärkt digitale Identifizierung: 300.000 User profitieren bereits

In Schleswig-Holstein leben rund 2,89 Millionen Menschen. Gleichzeitig gibt es durchschnittlich zwei Behördengänge pro Person und Jahr. Deshalb bietet die Ausweitung digitaler Identifikationsmöglichkeiten großes Potenzial für mehr Effizienz. Bereits 2025 registrierte das Land mehr als 150.000 Zugriffe auf das Servicekonto. Im Jahr 2026 kamen bislang 60.000 weitere Zugriffe hinzu.

Durch die zusätzliche Identifizierungsoption mit der Nect Wallet erwartet das Land einen deutlichen Anstieg bei digitalen Verwaltungsangeboten. Die Integration ergänzt bestehende Identitätsverfahren um eine KI-basierte Lösung. Dadurch treibt Schleswig-Holstein die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen weiter voran. Außerdem erleichtert die Lösung den Zugang zu Online Diensten. Zugleich bereitet sich das Land auf die ab 2027 verpflichtende Akzeptanz der European Digital Identity Wallet vor. So soll die europäische digitale Identität nahtlos eingebunden werden.

Schleswig Holstein setzt auf sichere digitale Infrastruktur

Schleswig-Holstein setzt auf technologische Souveränität und Sicherheit

Schleswig-Holstein setzt mit dieser Kooperation seine Modernisierung der digitalen Infrastruktur konsequent fort. Das Land möchte dabei auf souveräne und nutzerfreundliche Lösungen setzen. Gleichzeitig sollen Abhängigkeiten von externen Drittanbietern vermieden werden.

Nect erfüllt diesen Anspruch durch eine vollständige Eigenentwicklung. Sämtliche Technologien und auch die eingesetzte künstliche Intelligenz entstehen im eigenen Unternehmen. Das ePass-Verfahren von Nect ist das einzige im Gesundheitswesen zugelassene Fernidentifikationsverfahren dieser Art. Zudem basiert die Lösung auf einer ISO 27001-zertifizierten Technologie ohne Drittanbieter. Darüber hinaus ermöglicht sie das sichere Auslesen von Ausweisdokumenten aus mehr als 180 Ländern.

Der Verzicht auf Cloud-Lösungen von Drittanbietern sowie die Datenverarbeitung ohne externe Auftragsverhältnisse sorgen für vollständige technologische Kontrolle. Diese Souveränität passt zum Anspruch Schleswig-Holsteins, ein Vorbild für ein sicheres digitales Ökosystem zu sein. Gleichzeitig möchte das Land die öffentliche Verwaltung mit modernen und vertrauenswürdigen Identifikationslösungen ausstatten.

Link zur Anmeldung

Titelbild Benny Bennet Jürgens business1 ©Matthias Friel

Quelle Maschmeyer Group/ MM Support GmbH

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