Sonntag, August 31, 2025
Start Blog Seite 2

Intime Gesundheit neu gedacht: Innovation aus Leidenschaft

0
anuux produkt darm Marius Baumgärtel präsentiert mit „anuxx“ ein pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel für einen sauberen Enddarm. Er erhofft sich ein Investment von 100.000 Euro für 12,5 Prozent der Firmenanteile. RTL / Bernd-Michael Maurer

anuux wird am 25. August um 20:15 in der Höhle der Löwen pitchen und dabei sein innovatives Produkt für mehr Intimsicherheit und natürliche Unterstützung der Verdauung vorstellen.

Wie ist das Startup entstanden und welche Personen stehen dahinter?

An der Idee hat Marius Baumgärtel (33) bereits 2018 gearbeitet. Seite 2021 gibt es das Produkt im Verkauf. Marius ist alleiniger Inhaber und Ideengeber, begleitet wird er von Andrada Predescu und Jens Roeske, die beim Tagesgeschäft, Online-Shop und den handverpackten Bestellungen unterstützen.

In welcher Branche ist anuux tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Nahrungsergänzungsmittel, wir sind spezialisiert auf die Menschen, die Verdauungsprobleme durch Antibiotika oder HIV-Medikamente oder haben. Generell richtet sich das Produkt an Menschen, die gern mit der Hintertür ihr Liebesspiel betreiben. Dazu zählen zunehmend auch immer mehr Frauen, die ihren Partnern diese Spielart der Liebe ermöglichen wollen und bei der Vorbereitung mehr Selbstsicherheit wünschen.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Marius ist selbst Leidensgenosse und saß zwei Jahre auf der Toilette. Hinzu kam, dass er Menschen beobachtete, die sehr verkrampft beim Thema Darmspülen sind und sich bis zu zwei Stunden im Bad einsperrten, bevor sie bereit waren mit auf die Piste zu gehen.
anuux hilft auf natürliche Weise den Enddarm für das Liebesspiel sauber zu halten, sodass vor dem Abenteuer kein Besuch im Badezimmer mehr nötig ist.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Einfache Einnahme, keine Zusätze, alles pflanzlich und vegan. Es ist ein Produkt, dass auf das Wesentliche reduziert wurde, ganz ohne Schnickschnack.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Kein Blähbauch, besserer Stuhlgang, sauberer Enddarm, bessere Ernährung des Mikrobioms im Darm.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Wir haben viele Feedbacks aus den ersten drei Jahren und darauf basierend unser Produkt stetig weiterentwickelt.

Welche Vision verfolgt anuux? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

BIO Zertifizierung (gerade vor einer Woche erhalten) und die Umstellung darauf. als sozialer Betrieb legen wir Wert auf echte Verantwortung in den Lieferketten.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Ganz klar: Dagmar Wöhrl davon zu begeistern!

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

100.000 Euro für 12,5 Prozent der Firmenanteile und Unterstützung im Vertrieb.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Mehr Apotheken, vor Ort Shops und Ausweitung auf Frankreich, Italien und Spanien.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Den Menschen zuhören, mit denen wir arbeiten und die unser Produkt nutzen.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Entwickle dein Produkt MIT deinen Kunden und nicht im Labor am Kunden vorbei.

Sehen Sie anuxx am 25. August 2025 um 20:15 Uhr in der Höhle der Löwen

Bild: Marius Baumgärtel präsentiert mit anuxx ein pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel für einen sauberen Enddarm. Er erhofft sich ein Investment von 100.000 Euro für 12,5 Prozent der Firmenanteile. RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Marius Baumgärtel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Warum schaut plötzlich alle Welt in die Wüste?

0
Qubite International Rechenzentren Solarenergie Abu Dhabi

Qubite International betreibt nachhaltige Hochleistungsrechenzentren in der Wüste von Abu Dhabi und verbindet dabei europäische Standards mit emiratischer Infrastruktur

Wie kam die Idee zu Qubite International zustande?

Die Idee entstand ursprünglich aus eigener Erfahrung: Ich hatte mir selbst mehrere Krypto-Miner angeschafft, die in einem Rechenzentrum in Abu Dhabi betrieben werden.
Vor Ort konnte ich mir ein genaues Bild machen: Die moderne Infrastruktur und professionelle Umsetzung haben mich nachhaltig beeindruckt. Daraus entwickelte sich der Gedanke, das zugrunde liegende Geschäftsmodell weiterzudenken und auf andere Hochleistungsanwendungen auszuweiten. Angesichts des wachsenden Bedarfs an Rechenleistung – gerade im Kontext von Künstlicher Intelligenz und datenintensiven Anwendungen – lag dieser Schritt nahe. Durch meine frühere Tätigkeit im Bereich erneuerbarer Energien war für mich schnell klar: Der Schlüssel liegt in der Kombination beider Welten. So entstand das Konzept, nachhaltige Rechenzentren für GPU-Colocation anzubieten – speziell ausgerichtet auf europäische Unternehmen, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach leistungsstarker und zugleich klimafreundlicher Infrastruktur suchen.

Welche Herausforderungen sehen Sie derzeit in der klassischen Rechenzentrumsinfrastruktur – insbesondere in Europa?

In Europa sehe ich insbesondere drei große Herausforderungen, wenn es um den Aufbau moderner Rechenzentren geht: Kosten, Geschwindigkeit und Nachhaltigkeit. Zum einen sind die Investitions- und Betriebskosten vergleichsweise hoch – nicht zuletzt durch steigende Energiepreise und strengere regulatorische Vorgaben. Zum anderen erweist sich die Umsetzung oft als langwierig, etwa aufgrund komplexer Genehmigungsprozesse oder infrastruktureller Engpässe. Und schließlich rückt das Thema Nachhaltigkeit zunehmend in den Fokus, sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich. Unternehmen stehen heute stärker denn je unter Druck, ihre IT-Infrastruktur umweltbewusst zu gestalten. Diese drei Faktoren zusammengenommen machen es schwierig, in Europa wettbewerbsfähige Rechenzentren schnell und ressourcenschonend zu realisieren. Genau hier setzen wir mit unserem Modell an – mit einer klaren Vision für effiziente, skalierbare und nachhaltige Lösungen außerhalb der klassischen Märkte.

Warum fiel die Wahl des Standorts auf die Vereinigten Arabischen Emirate – und konkret auf die Wüste vor Abu Dhabi?

Ein wesentlicher Vorteil der Vereinigten Arabischen Emirate liegt in der nahezu konstanten Sonneneinstrahlung: Mit durchschnittlich 365 Sonnentagen im Jahr verfügen wir über ideale Voraussetzungen für die Nutzung von Solarenergie. Diese ermöglicht es uns, unsere Rechenzentren nachhaltig und ressourcenschonend zu betreiben. Ein zentraler Aspekt unseres Anspruchs an zukunftsfähige IT-Infrastruktur.
Gleichzeitig profitieren wir von einer hervorragend ausgebauten technischen Basis: Die Rechenzentren sind nach Tier III- und Tier IV-Standards zertifiziert, verfügen über redundante Stromversorgung sowie über hochmoderne Kühlsysteme, die für maximale Betriebssicherheit und Energieeffizienz sorgen.

Qubite spricht von einem „Green Compute made in Abu Dhabi“. Was bedeutet dieser Ansatz in der Praxis?

„Green Compute made in Abu Dhabi“ beschreibt ein tatsächlich umgesetztes Modell für die klimafreundliche Zukunft des High Performance Computings (HPC) – wirtschaftlich, zertifiziert, versichert und technologisch führend.

Welche Rolle spielt Solarenergie konkret bei Ihren Rechenzentren – wie hoch ist der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtstrommix?

Derzeit stammt bereits über 50 Prozent unseres Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen – insbesondere aus lokal erzeugtem Solarstrom. Unser klares Ziel ist es jedoch, diesen Anteil in den kommenden Jahren weiter auszubauen und unsere Rechenzentren perspektivisch vollständig mit nachhaltiger Energie zu betreiben. Die geografischen und klimatischen Bedingungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten bieten dafür ideale Voraussetzungen, die wir gezielt nutzen, um höchste Rechenleistung mit größtmöglicher Umweltverantwortung zu verbinden.

Inwiefern profitieren Ihre Kunden von bis zu 80 Prozent Kostenvorteil? Können Sie das anhand eines Beispiels veranschaulichen?

Unsere Kunden profitieren von erheblichen Kostenvorteilen, die sich insbesondere durch die niedrigeren Strompreise an unserem Standort in Abu Dhabi ergeben. Um dies zu veranschaulichen, nehmen wir an, ein Unternehmen betreibt einen Server, der jährlich rund 10.000 Kilowattstunden (kWh) Strom verbraucht. In Europa liegen die Strompreise für Rechenzentren häufig zwischen 0,17 und 0,43 US-Dollar pro kWh. Das bedeutet, dass die jährlichen Stromkosten für diesen Server in Europa zwischen 1.700 und 4.300 US-Dollar liegen können. Im Vergleich dazu sind die Stromkosten an unserem Standort in Abu Dhabi deutlich günstiger – zwischen 0,04 und 0,09 US-Dollar pro kWh. Daraus resultieren jährliche Stromkosten von nur 400 bis 900 US-Dollar. Dies entspricht einer Einsparung von rund 75 bis 80 Prozent im Vergleich zu vergleichbaren Hosting-Lösungen in Europa. Diese Differenz ist vor allem auf langfristig gesicherte, kostengünstige Stromverträge sowie den Einsatz lokal erzeugter Solarenergie zurückzuführen.

Wie gelingt es, hohe Energieeffizienz mit leistungsstarker IT-Infrastruktur zu verbinden – besonders unter extremen klimatischen Bedingungen?

Wir setzen bewusst auf innovative State-of-the-Art-Technologie, um nachhaltige Rechenleistung mit maximaler Energieeffizienz zu verbinden. Ergänzt wird der zentrale Baustein Solarenergie durch modulare Kühlsysteme, die sich dynamisch an die jeweilige Auslastung anpassen. Auf diese Weise vermeiden wir unnötigen Energieverbrauch und optimieren den Betrieb sowohl ökologisch als auch ökonomisch.
Darüber hinaus investieren wir kontinuierlich in neue Technologien, die über den klassischen IT-Betrieb hinausgehen. Aktuell entwickeln wir beispielsweise im Rahmen eines Pilotprojekts ein System zur Trinkwassergewinnung aus Serverabwärme – ein innovativer Ansatz, der die Ressourceneffizienz unserer Infrastruktur zusätzlich verbessert und zugleich einen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung von Energieüberschüssen in heißen Klimazonen leistet.

Ihre Geschäftsführerin Melina Kiesslich bringt bereits langjährige Erfahrung in der Region mit. Welche Bedeutung hat diese Expertise für den operativen Erfolg?

Melina verfügt über ein tiefgehendes Verständnis der regionalen Gegebenheiten und bringt gleichzeitig ein breit gefächertes Netzwerk an etablierten Kooperationspartnern mit, das sie über viele Jahre hinweg gezielt aufgebaut hat. Dieses Netzwerk ist für uns ein entscheidender Erfolgsfaktor, sei es bei strategischen Partnerschaften, operativer Umsetzung vor Ort oder dem Zugang zu lokalen Ressourcen und Entscheidern. 

Qubite International agiert in einem Joint Venture mit lokalen und internationalen Partnern. Wie wichtig ist dieses Netzwerk für Ihr Geschäftsmodell?

Das Netzwerk aus lokalen und internationalen Partnern ist ein zentraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Als Unternehmen mit europäischem Ursprung, das in den Vereinigten Arabischen Emiraten operiert, profitieren wir enorm von unserer Joint-Venture-Struktur: Sie ermöglicht uns nicht nur einen reibungslosen Marktzugang, sondern auch ein hohes Maß an kulturellem, regulatorischem und operativem Verständnis.
Insbesondere unsere regional verankerten Partner spielen eine Schlüsselrolle. Sie schaffen Verbindungen zu Entscheidungsträgern, Technologieanbietern und Behörden und eröffnen uns so den Zugang zu Ressourcen und Strukturen, die für den nachhaltigen und erfolgreichen Aufbau unserer Rechenzentrumsinfrastruktur unerlässlich sind.

Die deutsche Qubite GmbH dient als lokaler Ansprechpartner. Wie gelingt Ihnen die Balance zwischen globalem Denken und lokalem Handeln?

Die Qubite Deutschland GmbH fungiert als lokaler Ansprechpartner für unsere europäischen Kunden und ist zugleich Bindeglied zu unserer Infrastruktur in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Als erste Anlaufstelle verknüpft Qubite Deutschland Kundschaft aus Europa mit dem emiratischen Standort, welcher dann die Abwicklung und Installation übernimmt. Während des gesamten Prozesses steht Qubite Deutschland als Kontakt für Fragen bereit, das Hauptgeschäft spielt sich aber in den Emiraten ab. Diese Aufstellung erlaubt es uns, globale Perspektiven mit lokalem Verständnis zu vereinen. Wir kennen die hohen Anforderungen europäischer Unternehmen – etwa in Bezug auf Datenschutz, Transparenz, Effizienz und Nachhaltigkeit. Gleichzeitig profitieren wir von unserer internationalen Ausrichtung und wissen, wo und wie sich Prozesse global optimieren lassen. 

Der Begriff „unternehmerische Souveränität“ fällt mehrfach. Wie definieren Sie diese in Bezug auf nachhaltige Digitalinfrastruktur?

Der Begriff „unternehmerische Souveränität“ bedeutet für uns vor allem die Freiheit und Fähigkeit, strategische Entscheidungen unabhängig und visionär zu treffen – sei es bei der Auswahl internationaler Standorte oder der Zusammenarbeit mit passenden Partnern. Einzig müssen dafür die Voraussetzungen geschaffen sein, beispielsweise in rechtlicher Hinsicht oder in sicherheitstechnischen Fragen. All das können wir bieten.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Dienstleistungen auch den strengen Anforderungen der EU-Richtlinien entsprechen – gerade bei sensiblen Themen wie Datenschutz oder Compliance?

Bei Qubite legen wir größten Wert auf Datenschutz, Compliance und die Einhaltung internationaler gesetzlicher Vorgaben.  Für Märkte außerhalb der EU, etwa die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), prüfen wir vorab die regulatorischen Rahmenbedingungen sorgfältig. Seit dem 2. Januar 2022 gilt dort mit dem „Personal Data Protection Law“ ein Datenschutzgesetz, das im Hinblick auf den Schutz vor unbefugten Zugriff, der Verwendung und Offenlegung der Daten viele Parallelen zur DSGVO aufweist. Für Qubite ist das ein positiver Indikator, dass europäische und internationale Standards auch in diesem Markt zunehmend zum Tragen kommen. Unsere internen Datenschutzrichtlinien sind so gestaltet, dass sie zentrale Grundsätze wie Integrität, Vertraulichkeit, Speicherbegrenzung und Rechenschaftspflicht auch außerhalb der EU sicherstellen.

Qubite positioniert sich als Alternative für datenintensive Anwendungen wie KI oder Krypto Mining. Welche Branchen sprechen Sie vorrangig an?

Qubite richtet sich vorrangig an Branchen mit hohem Bedarf an skalierbarer, nachhaltiger und datenschutzkonformer Rechenleistung. Dazu zählen insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Machine Learning, Blockchain und Krypto-Mining, Software- und Systemhäuser sowie Cloud-Infrastruktur-Anbieter. Ebenso zählen Forschungseinrichtungen, Finanzdienstleister, Web3-Startups, medizinische Forschung und telemedizinische Plattformen zum Zielmarkt – überall dort, wo GPU-Power, regulatorische Sicherheit und ESG-Kriterien eine zentrale Rolle spielen.

Wo sehen Sie Qubite International in fünf Jahren – sowohl technologisch als auch geografisch?

In fünf Jahren sehen wir Qubite International geografisch als fest etablierten Akteur in der gesamten GCC-Region. Unser Ziel ist es, in allen relevanten Märkten in diesem Areal präsent zu sein und dort nachhaltige Kundenbeziehungen aufzubauen.
Technologisch streben wir eine führende Rolle im Bereich der Datenverarbeitung an. Wir möchten durch innovative Produktlösungen Maßstäbe setzen, die unseren Kunden helfen, ihre Daten effizienter zu nutzen, bessere Entscheidungen zu treffen und Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Dabei steht für uns die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Technologien ebenso im Fokus wie die gezielte Anpassung an die Bedürfnisse unserer Zielmärkte.

Wie beurteilen Sie aktuell das Zusammenspiel von Digitalisierung und Klimaschutz? Ist Green Tech im Rechenzentrum-Sektor Ihrer Meinung nach bereits Mainstream oder noch Pionierarbeit?

Zwar ist das Thema in Teilen bereits im Mainstream angekommen, doch das Entwicklungspotenzial ist längst nicht ausgeschöpft, etwa bei innovativen Ansätzen wie der Nutzung von Abwärme zur Trinkwasseraufbereitung, die wir derzeit in einem Pilotprojekt erproben. Auch im Bereich der erneuerbaren Energien sehe ich weiterhin Luft nach oben.

Was raten Sie Gründerinnen und Gründern, die Nachhaltigkeit nicht nur als Schlagwort, sondern als echten Unternehmenswert etablieren wollen?

Ich empfehle Gründerinnen und Gründern, sich zunächst mit einer klaren Definition von Nachhaltigkeit im eigenen unternehmerischen Kontext auseinanderzusetzen. Welche Werte und Ziele verbinde ich persönlich und geschäftlich mit nachhaltigem Handeln? Und anhand welcher konkreten Parameter messe ich diese?
Nachhaltigkeit ist kein pauschales Konzept, sondern verlangt differenzierte Betrachtung und belastbare Daten. Ein Beispiel: Outsourcing mag auf den ersten Blick aufgrund zusätzlicher Transportwege und damit verbundener CO2-Emissionen nicht nachhaltig erscheinen. Doch wenn man die gesamte Umweltbilanz objektiv analysiert – etwa im Vergleich zum Energieverbrauch eines lokal betriebenen Rechenzentrums – kann sich ein ganz anderes Bild ergeben. Es geht also darum, fundierte Entscheidungen zu treffen, statt sich allein von gängigen Narrativen leiten zu lassen.

Titelbild Teambild Fotograf: Damian Wiegand

Wir bedanken uns bei Luisa Haxel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Qubite

quibite deutschland logo

Kontakt:

Qubite Deutschland GmbH
Am Sandtorkai 39
D-20457 Hamburg

https://qubite-international.com/
info@qubite-international.com

Ansprechpartner: Teresa Früh

Social Media:
LinkedIn
Instagram

Grüner Wandel durch smarte Pflanzentechnologie

0
FYTA Pflanzen Sensoren Claudia Nassif und Alexander Schmitt präsentieren „FYTA“, den „Fitnesstracker“ für Pflanzen. Sie erhoffen sich ein Investment von 500.000 Euro für 5 Prozent der Firmenanteile. RTL / Bernd-Michael Maurer

FYTA wird am 25. August um 20:15 in der Höhle der Löwen pitchen und dabei seine innovative Pflanzen-Technologie vorstellen.

Wie ist das Start-up entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Bevor ich, Claudia Nassif, FYTA gründete, arbeitete ich als leitende Volkswirtin und Programmleiterin bei der Weltbank. Zur selben Zeit entstand meine Leidenschaft für Pflanzen. Aus dieser persönlichen Faszination entwickelte sich schnell eine systemische Frage: Warum sind wir in einer Welt, in der wir nahezu alles in Echtzeit messen können, ausgerechnet bei unserer Lebensgrundlage Pflanzen noch immer auf Mutmaßungen statt auf Daten angewiesen? Wie kann es sein, dass wir alles mit Sensoren ausstatten, nur nicht unsere grüne Infrastruktur?

Angetrieben von diesem Impuls gründete ich 2018 gemeinsam mit Alexander Schmitt das Start-up FYTA. Alexander bringt einen Hintergrund in Elektro- und industrieller Messtechnik mit und hat sein Fachwissen entscheidend in Produktdesign, Hardwareentwicklung und den Aufbau unseres B2B-Geschäfts eingebracht. Mein Umfeld reagierte erst skeptisch, nicht zuletzt wegen der besonderen Herausforderungen und Risiken beim Aufbau eines Hardware-Start-ups. Aber ich ließ mich nicht beirren und finanzierte die Anfangsphase vollständig aus eigenen Mitteln.

In welcher Branche ist das Unternehmen tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

FYTA ist im Bereich Smart Gardening und Pflanzen-Technologie tätig, an der Schnittstelle von IoT, Datenanalyse und nachhaltiger Pflanzenpflege. Unser Geschäftsmodell basiert auf einer Kombination aus Hardware, Software und Services: Wir entwickeln Sensoren, die den Gesundheitszustand von Pflanzen in Echtzeit messen und verbinden diese Daten mit einem KI-gestützen Datenmodell und einer App, die präzise Pflegeempfehlungen gibt.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Das Besondere an FYTA ist, dass wir Pflanzensensoren massentauglich machen: Wir lösen drei Schwachstellen bisheriger Messgeräte – zu teuer, zu kompliziert, Daten ohne Aussagekraft. Jede Pflanze ist ja anders und hat spezifische Bedürfnisse, die sich mit der Zeit auch ändern. Mit den Messwerten, die man von herkömmlichen Geräten erhält, können die allermeisten Menschen nicht viel anfangen.
Unsere Sensoren sind günstig, weil wir sie extrem kompakt entwickeln und in großen Stückzahlen produzieren. Sie sind kinderleicht zu nutzen dank Anbindung an unsere intutitive App, die klare Analysen und pflanzenspezifische Handlungsanweisungen liefert.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

FYTA gibt Pflanzen eine Stimme. Unsere Sensoren messen alles, was wichtig ist und übersetzen diese Daten in klare Analysen und umsetzbare Pflegehinweise. Genauso wie ein Fitnesstracker. Nutzer*innen müssen nicht mehr raten, warum eine Pflanze kränkelt. Sie wissen es und können aktiv gegensteuern.
Der entscheidende Unterschied zum Wettbewerb: Wir bieten wissenschaftlich fundierte Analysen, kombiniert mit einer intuitiven App und einem systemischen Ansatz, der von der Zimmerpflanze bis zur urbanen Landwirtschaft funktioniert. Das spart Zeit, Ressourcen und Frust. Und sorgt für gesündere, langlebige Pflanzen.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Das Produkt haben wir selber mit unserem Team in Berlin entwickelt. Wir haben unser erstes Projekt in einem Verbundprojekt mit der HU in Berlin ausgiebig, vor dem Markteintritt getestet. Aber am Ende hat so ein Produkt immer 100 Schwächen, die man in der Entwicklung & im Testing nicht gesehen hat. Wir haben daher von Anfang an einen großen Schwerpunkt auf Kundensupport gelegt, und nehmen das Feedback unserer Kunden fortlaufend in die Entwicklung mit ein. So ist dann auch die neue Produktgeneration entstanden, die im Oktober herauskommt.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Langfristig verfolgen wir eine klare Vision: Wir haben das Ziel, die weltweit größte Pflanzendatenbank aufzubauen, in der ausnahmslos jede Pflanze erfasst wird. Millionen Sensoren werden so kontinuierlich Daten zu Umweltbedingungen, Pflanzenstress und Pflegeverhalten sammeln. Dieses Wissen wird nicht nur den Nutzerinnen zugänglich gemacht, sondern auch der Forschung zur Verfügung gestellt. Für dieses Jahr planen wir die Erschließung des B2B-Markts mit einer Kombination aus Hardware und B2B-Subscriptions, die professionelle Nutzerinnen mit präziser Umweltintelligenz versorgen und gleichzeitig den Datensatz weiter ausbauen. Zukünftig nutzen wir den umfassenden Datenpool, zum Beispiel für das Benchmarking, wissenschaftliche Forschung oder zur Bewertung grüner Vermögenswerte im Rahmen von CO₂-Zertifikaten.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Der Sender hat in der Vergangenheit mehrmals angefragt. Aber irgendwie hat der Zeitpunkt immer nicht gepasst. Wir fühlten uns nicht “ready”. Und irgendwann dachten wir, jetzt ist es zu spät – unser Finanzierungsvolumen und Unternehmensbewertung liegen ja bereits über dem Durchschnitt von dem, was in der Sendung herkömmlich präsentiert wird. Aber dann hat uns einer unserer tollen Investoren, Carsten Kraus, der mit seinem eigenen Start-up Casablanca in der Staffel 15 aufgetreten ist, uns dazu ermutigt.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Wir pitchten FYTA mit einem Investmentbedarf von 500.000 Euro für fünf Prozent der Firmenanteile. Neben der Finanzierung, ging es uns auch darum, Unterstützung für den Aufbau unseres B2B Segmentes und perspektivisch den Eintritt in neue Märkte zu erhalten.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Nach Die Höhle der Löwen möchten wir den Schwung gezielt für Wachstum und Produktausbau nutzen. Ab Oktober 2025 erweitern wir unser Sortiment um gleich vier neue Sensorlösungen: den FYTA Beam 2.0 mit leistungsfähigerer Messung, viermal mehr Datenerfassung und verbesserter Stromversorgung, den FYTA Mini als kompakte, erschwingliche Version für Feuchtigkeits- und Nährstoffmessung in Topfpflanzen, den FYTA Sphere für präzise Licht- und Klimamessungen in variabler Umgebung sowie den FYTA Terra, unseren wetterfesten Sensor für Gärten und Hochbeete mit WiFi- und optionaler LTE-M-Anbindung.
Mit dieser Produktfamilie können wir erstmals alle relevanten Anwendungsbereiche abdecken, vom Wohnzimmer bis zu Anwendung in kleinen Betrieben. Parallel hierzu bauen wir unsere B2B-Partnerschaften aus, um FYTA als Standard für intelligente Pflanzenpflege zu etablieren.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Eine der wertvollsten Erfahrungen war für mich, dass Vision und Durchhaltevermögen stärker wiegen als perfekte Startbedingungen. Der Aufbau eines Hardware-Start-ups erfordert Geduld, technisches Detailverständnis und die Bereitschaft, Rückschläge als Lernschritte zu sehen. Man braucht schon sehr viel Resilienz.
Und ich habe gelernt, wie entscheidend ein interdisziplinäres Team ist. Wie entscheidend die Zusammenarbeit mit Menschen ist, die technisches, wissenschaftliches und unternehmerisches Know-how vereinen. Genauso wichtig: früh mit Nutzer*innen in den Dialog zu treten, um Produkte zu entwickeln, die echte Probleme lösen. Und vielleicht die wichtigste Erkenntnis: Innovation braucht viel Mut. Manchmal sogar den Mut, die eigene Wohnung zu verkaufen, um den nächsten Schritt zu finanzieren.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Zuallererst: Fangt früh an, mit echten Nutzer*innen zu sprechen. Ihre Rückmeldungen sind oft wertvoller als jede Marktstudie. Rechnet außerdem mit Rückschlägen und plant Puffer ein: Zeit, Geld und Nerven. Alles dauert länger und kostet mehr als man denkt. Immer! Ich halte es für nahezu unmöglich, ein Start-up im Consumer Electronic Segement aufzubauen, wenn man nicht ausreichend Unterstützung hat oder eigene Mittel mitbringt. Und last but not least: Sucht euch ein Team, das eure eigenen Stärken ergänzt. Niemand kann alles können und in einem Start-up zählt jede Kompetenz.

Sehen Sie FYTA am 25. August 2025 um 20:15 Uhr in der Höhle der Löwen

Bild: Claudia Nassif und Alexander Schmitt präsentieren „FYTA“, den „Fitnesstracker“ für Pflanzen. Sie erhoffen sich ein Investment von 500.000 Euro für 5 Prozent der Firmenanteile. 
RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Claudia Nassif für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Innovation für Sportler: Grip-Einlegesohlen mit Mehrwert

0
Zoltra sports zoltra grip insole schauheinlage

Im Battle treten die Gründer Mark Heinzelmann und Elias Wiesener mit ihrer Zoltra Grip Insole gegen Jessica Pallentin mit Aerostiletto an. Wer überzeugt die Löwen und darf weiterpitchen? Im Anschluss gibt es ein exklusives Interview mit den Gründern von Zoltra Grip Insole

Wie ist das Startup entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Die Geschichte von Zoltra Sports begann 2021. Wir, Elias und Mark, haben nicht nur gemeinsam studiert, sondern auch zusammen Fußball gespielt. Dabei sind uns immer wieder die gleichen Probleme mit der Sportausrüstung aufgefallen. Aus dieser gemeinsamen Leidenschaft für den Sport und dem Wunsch nach besserer Ausrüstung entstand die Idee für Zoltra Sports. Nach intensiver Recherche und Marktanalyse haben wir unsere Vision in die Tat umgesetzt. Hinter Zoltra Sports stehen ausschließlich wir beide. Zwei Freunde, die ihre Begeisterung für den Sport mit innovativen Lösungen verbinden wollen.

In welcher Branche ist das Unternehmen tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Zoltra Sports ist im Bereich Sportartikel und Schuhzubehör tätig. Was unser Geschäftsmodell besonders auszeichnet, ist die Fokussierung auf ein Produkt, das in dieser Form noch nicht auf dem Markt existiert. Wir haben Probleme identifiziert und ein Produkt entwickelt, das echten Mehrwert für Sportler bietet.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Unsere Inspiration kam von einem bereits existierenden Produkt – den Gripsocken. Wir erkannten jedoch erhebliches Verbesserungspotenzial und entwickelten darauf aufbauend die Zoltra Grip Einlegesohle. Die Hauptprobleme, die wir angehen wollten, waren die mangelnde Haltbarkeit von Fußballausrüstung, die oft viel zu schnell kaputt geht, und den Komfort im Sportschuh, durch weniger Reibung zu verbessern. Gleichzeitig bemerkten wir, dass der Markt für Grip-Produkte zwar stark umkämpft ist, aber nicht in der spezifischen Form. Zudem bemerkten wir schnell, dass diese Probleme nicht nur spezifisch beim Fußball auftreten. Deswegen haben wir uns dazu entschieden, den Bereich Wandern ebenfalls anzugehen.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Unser Produkt verfügt über eine hochentwickelte Antirutsch-Oberfläche, die so effektiv ist, dass man theoretisch selbst auf starken Schrägen sicheren Halt findet. Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass das Rutschen im Schuh verhindert wird. Dadurch werden Reibungen deutlich reduziert und der Tragekomfort steigt erheblich. Was uns vom Wettbewerb abhebt, ist die Tatsache, dass es eine Einlage in dieser speziellen Art bisher nicht auf dem Markt gibt.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Die Produktentwicklung war ein intensiver Prozess. Wir haben eng mit Experten aus der Sportbranche sowie mit Orthopäden zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass unser Produkt optimal funktioniert. In der Testphase haben zahlreiche Amateurfußballer sowie Sportler aus anderen Bereichen unser Produkt ausgiebig getestet. Das Feedback war durchweg positiv und hat uns wertvolle Erkenntnisse geliefert, die wir direkt in die Weiterentwicklung einfließen ließen. Dieser Ansatz war entscheidend für die finale Produktqualität.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Unsere Vision ist es, Sportlern dabei zu helfen, ihre Leidenschaft noch intensiver und komfortabler auszuleben, während wir gleichzeitig Menschen im Alltag durch die Reduzierung lästiger Schmerzen unterstützen. Konkret wollen wir in den nächsten Jahren unsere Bekanntheit in Deutschland signifikant steigern und anschließend weitere Märkte erschließen. Unser Ziel ist es, der führende Anbieter für innovative Schuheinlagen im Sportbereich zu werden und dabei stets den Fokus auf Qualität und Nutzerkomfort zu behalten.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

„Die Höhle der Löwen“ bietet uns die einmalige Chance, unsere Bekanntheit schlagartig zu erhöhen und unser Unternehmen eine Stufe weiterzubringen. Die Sendung erreicht viele Menschen und bietet uns die Möglichkeit, unser Produkt einem breiten Publikum zu präsentieren.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Nach der Show werden wir uns darauf konzentrieren, weitere Vertriebskanäle zu erschließen und verschiedene Marketing-Kanäle zu meistern. Gleichzeitig treiben wir die Produktentwicklung kontinuierlich voran und planen, unser Sortiment neben Fußball und Wandern auf weitere Sportarten auszuweiten. Das Ziel ist eine systematische und kontrollierte Skalierung. Denn es müssen alle Prozesse mitwachsen, um einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, dass man in schwierigen Zeiten nicht den Kopf in den Sand stecken darf, sondern durchhalten muss. Jedes Start-up erlebt Höhen und Tiefen. Entscheidend ist hier die Resilienz. Außerdem haben wir gelernt, wie wertvoll ein starkes Netzwerk ist. Die richtigen Kontakte können Türen öffnen und Entwicklungen beschleunigen, die man alleine nie erreicht hätte. Beziehungen sind oft genauso wichtig wie das Produkt selbst.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Unser wichtigster Ratschlag: Wenn man gründet, muss man den vollen Fokus darauf legen und bereit sein, gewisse Dinge hintenanzustellen. Halbherzigkeit führt selten zum Erfolg. Gleichzeitig sollte man sich ein dickes Fell aneignen, denn es wird nicht immer optimal laufen. Rückschläge gehören dazu. Wichtig ist auch, frühzeitig ein Netzwerk aufzubauen und nicht zu scheuen, um Hilfe zu bitten. Ausdauer und Leidenschaft sind entscheidender als schnelle Erfolge.

25. August 2025 um 20:15 Uhr Höhle der Löwen

Bild: Beim Battle treten Zoltra Grip Insole mit den Gründern Mark Heinzelmann (l.) und Elias Wiesener gegen „Aerostiletto“ mit Gründerin Jessica Pallentin an. Wer kann die „Löwen“ mit ihrer Geschäftsidee überzeugen und darf weiter pitchen ?
RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Mark Heinzelmann und Elias Wiesener für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Retail Media neu gedacht

0
Marketing of Moments: Retail Media und InStore Ads Benedikt Blaß

Marketing of Moments entwickelt ganzheitliche Retail-Media-Lösungen für Händler:innen und Commerce-Plattformen

Wie ist die Idee zu Marketing of Moments entstanden und wer steckt hinter dem Unternehmen?

Die Idee, uns auf In-Store-Retail-Media zu fokussieren, entstand 2021. Während meiner Tätigkeit bei einer der führenden Amazon-Agenturen in Deutschland habe ich gesehen, dass Unternehmen aus dem FMCG-Bereich Retail Media Services in Geschäften benötigen, in denen sie 95 Prozent ihrer Produkte verkaufen. Es hat bis Ende 2022 gedauert, bis wir die ersten Händler:innen als Partner:innen gewinnen konnten.
So richtig los ging es mit der Firma Marketing of Moments erst ab Herbst 2022. Im Oktober 2023 kam mein Co-Founder Dennis Götze dazu. Er war zuvor Director Retail Media Europe der Shop Apotheke und unterstützt mich seitdem sehr erfolgreich durch und mit seinen Erfahrungen. Wir haben 2023 schnell weitere Händler:innen als Partner:innen gewonnen und auf unserer Reise festgestellt, dass wir uns vom reinen In-Store-Thema hin zum Aufbau eines holistischen Retail-Media-Portfolios bei Händler:innen entwickeln sollten.

Wir nennen das „Retail Media as a Service”. Unser Geschäftsmodell ist so aufgebaut, dass wir Händler:innen und Commerce-Plattformen beim Aufbau und Betrieb ihrer Retail-Media-Netzwerke unterstützen. Wir begleiten sie in den Bereichen Beratung, Konzeptionierung und Auswahl der richtigen Technologie für In-Store-/Sponsored-Ad-Lösungen etc..Darüber hinaus kümmern wir uns auch um Vermarktungsprozesse.

Die Entwicklung seit Oktober 2023 ist rasant. Aktuell haben wir 13 festangestellte Mitarbeiter:innen bei MoM, zudem arbeiten wir mit Freelancern und Partner:innen zusammen. Wir haben über 15 Händler:innen und Commerce-Plattformen beim Aufbau ihrer Retail-Media-Netzwerke geholfen bzw. arbeiten aktiv mit ihnen zusammen. All das finanzieren wir aus unserem eigenen Cashflow. Das macht uns vollkommen unabhängig.

Was war eure Motivation, euch ausgerechnet auf Retail Media im Bereich Digital-out-of-Home zu spezialisieren?

Tatsächlich bieten wir weit mehr als nur DOOH. Unser Portfolio umfasst die gesamte Bandbreite von Retail- und Commerce-Media-Lösungen – von der Beratung bis zur Vermarktung. Neben In-Store-Lösungen bieten wir auch Sponsored Ads, In-Store-Audio, Apps, Couponing und datenbasierte Targeting-Ansätze für Kanäle wie Online und CTV an.
Mit InStore Ads bin ich für endemische Kunden, also gelisteten Marken, so nah am Abverkauf wie möglich. Doch auch für nicht-endemische Marken ist der Touchpoint InStore äußerst interessant, da er eine hohe Aufmerksamkeit generiert.
Hier können nicht-endemische Marken über ihre Angebote Zielgruppen intuitiv in einem markensicheren Umfeld erreichen. Wir haben viele Brand-Lift-Studien für endemische und nicht-endemische Marken durchgeführt und die Ergebnisse sind sehr gut.

Wir betrachten Commerce und Retail holistisch und zusammenhängend in einem Funnel, in den sich fast jeder Mediakanal integrieren lässt. Retail Media ist einerseits ein Kanal, wenn neue Touchpoints wie InStore Ads und Sponsored Ads geschaffen werden, andererseits ein Layer, ein technisches Hilfsmittel, wenn wir Daten einsetzen, um bestehende Mediakanäle aufzuwerten. Wir verwenden beispielsweise auch „klassisches“ OOH und DOOH, um die Filialen von Händler:innen im Rahmen von Drive2Store-Kampagnen in Kombination mit unseren InStore-Ads zu nutzen. Die Intelligenz und der Mehrwert kommen hier über unsere Leistungs- und Verfügbarkeitsdaten in den Filialen zustande, die wir später in unseren Reportings auswerten.

Welche Vision verfolgt Marketing of Moments langfristig und wie nähert ihr euch diesem Ziel Schritt für Schritt?

Unsere Vision ist es, uns als führende Institution für Commerce- und Retail-Media im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Dabei geht es uns um die Entwicklung personalisierter, datenbasierter Werbeerlebnisse, die kanalübergreifend skalierbar sind. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir auf modulare, flexibel anpassbare Lösungen, hochwertige Werbeumfelder in Online- und Offline-Kanälen sowie eine starke Beratung von Handels- und Commerce-Plattformen.

Wie identifiziert ihr relevante Touchpoints für eure Werbelösungen und welche Rolle spielt dabei das Einkaufsverhalten der Konsumenten?

Die Grundlage für jede effektive Werbelösung ist eine werberelevante Zielgruppe, die auch für Werbung empfänglich ist. Daher analysieren wir das Kaufverhalten der Kund:innen direkt am Point of Sale (POS) oder auf verschiedenen Plattformen: Nur wenn wir verstehen, wann, wie und warum Menschen bestimmte Produkte kaufen, können wir wirksame Touchpoints definieren. Hierzu nutzen wir Echtzeit-Daten wie
Tageszeiten, Wetterbedingungen oder lokale Ereignisse, um verschiedene Zielgruppen präzise anzusprechen. Solche Informationen helfen uns, relevante und kontextbezogene Werbebotschaften zu erstellen sowie Werbeinhalte dynamisch anzupassen und gezielt auszusteuern. Unsere Omnichannel-Strategien ermöglichen zudem die Verknüpfung digitaler Angebote mit dem Einkaufserlebnis im stationären Handel.

Worin liegt der besondere Mehrwert eures Ansatzes für Händler, die mit euch zusammenarbeiten?

Unser Ansatz ist unabhängig, technologieoffen und präzise auf die individuellen Bedürfnisse der Händler:innen zugeschnitten. Wir verkaufen keine Hardware und haben keine eigene Vermarktungstechnologie, die unsere Kund:innen verwenden müssten. Stattdessen nutzen wir die jeweils besten Lösungen des Marktes für den spezifischen Anwendungsfall. Unsere Lösungen sind modular aufgebaut. Wir können entweder nur mit einer Beratungsleistung ein Projekt starten oder aber, nach unserer Analyse und Konzeption, den operativen Betrieb und eine mit dem Händler abgestimmte Vermarktung aufbauen und betreiben.
Durch eine ganzheitliche Betrachtung von Retail Media (InStore, Online und Offline) ermöglichen wir eine umfassende Monetarisierung für unsere Partner:innen, die auch über die eigenen Touchpoints hinausgeht. Zudem unterstützen wir unsere Partner:innen beim Aufbau von Know-how, indem wir gemeinsame Workshops veranstalten und Whitepaper sowie andere Materialien bereitstellen.

Was unterscheidet Marketing of Moments von anderen Anbietern im Bereich Retail Media?

Ich sage oft, dass MoM einen „Proven Track Record in Retail Media“ hat. Dennis und ich haben schließlich schon vor MoM erfolgreich Retail-Media-Projekte umgesetzt und geben dieses Wissen an unsere Mitarbeiter:innen und Kund:innen weiter. Zudem ist uns unsere Unabhängigkeit von Hard- und Softwarelösungen sowie von relevanten Akteur:innen im Markt, Händler:innen und Agenturen, sehr wichtig. Wir verstehen uns nicht als Konkurrenz zu anderen Marktteilnehmer:innen, sondern als strategischer Partner für Händler:innen, Plattformen und Werbetreibende. Teilweise arbeiten wir auch mit Unternehmen zusammen, die von außen als „Konkurrent:innen“ wahrgenommen werden könnten. Unser Commerce-Media-as-a-Service-Ansatz ist ganzheitlich und reicht von der Beratung über die Umsetzung bis hin zum Reporting. Wir verfügen über die notwendige Markterfahrung und Expertise. Über die Jahre haben wir uns ein sehr starkes Netzwerk mit Technologiepartner:innen aufgebaut. Genau deshalb können wir individuell zugeschnittene, messbare und effiziente Lösungen liefern.

Welche technischen oder logistischen Herausforderungen begegnen euch bei der Umsetzung eures DooH-Netzwerks?

Eine der größten Herausforderungen ist die sogenannte „Legacy-Technologie“. Viele bestehende Systeme und Prozesse im Handel sind veraltet und nicht für datengetriebene, digitale Werbung ausgelegt. Diese Strukturen neu zu denken und in moderne, skalierbare Lösungen zu überführen, ist eine komplexe, aber notwendige Aufgabe.
Mit unserem MoM Cockpit, einem Tool zur händlerübergreifenden Kampagnen-planung, und unserem MoM Reporting Center entwickeln wir zudem zum ersten Mal selbst Tools mit proprietärer Technologie, um eine holistische Planung besser automatisieren zu können.

Wie reagiert ihr auf die zunehmende Digitalisierung im stationären Handel und was bedeutet das für eure Strategie?

Die Digitalisierung im Handel eröffnet zahlreiche Chancen für Konsument:innen und Werbetreibende. Wir verknüpfen digitale Instore-Präsenz mit Online-Werbung und setzen dabei auf flexible und skalierbare POS-Lösungen, um eine gezielte Kundenansprache im passenden Kontext zu ermöglichen. Wir verfolgen technologische Entwicklungen und begleiten unsere Partner:innen auf dem Weg der digitalen Transformation. Dabei sind Beratung und Weiterbildung zentrale Bestandteile unserer Digitalstrategie.

Mit über 1.000 Standorten und 135 Millionen monatlichen Kontakten – wie messt ihr konkret den Erfolg eurer Kampagnen?

Wir setzen auf echte Verkaufsdaten unserer Handelspartner:innen, die wir in Dashboards aufbereiten. Diese enthalten KPIs wie Marktanteile und Angebotskommunikation. Um die Werbewirkung auch jenseits des Sales nachzuweisen, nutzen wir Mid- und Upper-Funnel-Metriken und Brand-Lift-Studien. So können wir die langfristige Markenwirkung und die Steigerung der Kaufbereitschaft der Kund:innen nachzuweisen. Im Einklang mit unserer Datenstrategie setzen wir darüber hinaus die bereits erwähnten Echtzeitdaten ein, wie beispielsweise Wetterdaten. In unserem Reporting legen wir alle verwendeten Mediakanäle mit Abverkaufsdaten, der Entwicklung des Category Shares, Daten aus Apps und Loyalty-Programmen übereinander und suchen nach Wachstumspotenzialen für unsere Kund:innen.

Wie sieht eure Zielgruppe im Bereich Advertiser aus und wie stellt ihr sicher, dass deren Bedürfnisse punktgenau bedient werden?

Aus unserer Sicht gibt es endemische und nicht-endemische Marken. Mit beiden arbeiten wir zusammen, allerdings unterscheiden sich deren Ziele und Reportings bei Kampagnen. Für endemische Marken zählen neben der Steigerung der Markenbekanntheit (Awareness) auch der Abverkauf und die Erkenntnisse über die Kund:innen in unseren Reportings. Bei nicht-endemischen Marken haben wir keinen direkten Abverkauf vor Ort. Hier arbeiten wir mit Brand-Lift-Studien und können zunehmend gezielte Aktionen mit Aktionscodes zur Messung der Kampagnen nativ in die Touchpoints der Händler integrieren.

Die klassisch gelistete Marke ist als Werbetreibender naheliegend, jedoch können wir den Nutzen für nicht-endemische Marken immer mehr beweisen. Ein Beispiel: Ich kann mich ziemlich nahtlos in den Alltag meiner Nutzer:innen integrieren, wenn ich ab 17 Uhr bei schlechtem Wetter in einem großen Einzelhandelsunternehmen auf mein Entertainment-Programm für heute Abend hinweise.

Welche Entwicklungen und Ausbauschritte plant ihr in den kommenden Monaten?

Wir erschließen kontinuierlich neue Touchpoints im stationären Handel sowie auf kommerziellen Online-Plattformen. Gleichzeitig arbeiten wir am Ausbau unseres Full-Funnel-Dashboards sowie unseres Sales-Cockpits, das sich derzeit noch in der Entwicklung befindet. Unser Ziel ist es, KPIs aus Instore-Kampagnen mit anderen Media-Kanälen zu verknüpfen, um eine bessere Attribution und Kampagnen-steuerung zu ermöglichen und die Werbewirkung noch präziser mess- und planbar zu machen.

Am 28. April 2026 veranstalten wir darüber hinaus den ersten „Commerce Media Summit“ in Düsseldorf. Gemeinsam mit Entscheidungsträger:innen aus Marketing und Handel, Technologieanbieter:innen sowie Media-Agenturen wollen wir die Entwicklung von Commerce Media in Deutschland vorantreiben. Die Veranstaltung unterstreicht unsere Rolle als Thought Leader in der Branche und soll dabei helfen, Standards und bewährte Verfahren in diesem dynamischen Bereich zu etablieren.

Welche drei persönlichen Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Educate the Market: Besonders in dynamischen Märkten wie Commerce und Retail Media ist es zunächst wichtig, Aufklärungsarbeit zu leisten und komplexe Themen zugänglich aufzubereiten. Wer andere überzeugen will, muss nicht nur
    selbst tief im Fachgebiet verankert sein, sondern auch in der Lage sein, komplexe Inhalte klar und verständlich zu vermitteln.
  2. Immer aus Konsumentenperspektive denken: Der Erfolg einer Lösung zeigt sich daran, wie sie bei Menschen ankommt. Nur wer konsequent aus Sicht der Nutzer:innen denkt, schafft echte Mehrwerte und legt damit die Grundlage für nachhaltigen Markterfolg.
  3. Dranbleiben: Ad astra per aspera – über raue Pfade gelangt man zu den Sternen. Das kennen die meisten vermutlich noch aus dem Lateinunterricht. Es ist nicht immer ein leichter Weg, aber Hindernisse und Blockaden gehören dazu. Das sollte man bedenken – und sich davon nicht entmutigen lassen.

Titelbild Benedikt Blaß @Marketing of Moments

Wir bedanken uns bei Benedikt Blaß für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mobiler Hochstuhl als Gamechanger für Eltern unterwegs

0
Kevin Fluri präsentiert den mobilen und kompakten Kinder-Hochstuhl „Sitlit“. Er erhofft sich ein Investment von 170.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. RTL / Bernd-Michael Maurer

Sitlit wird am 25. August um 20:15 in der Höhle der Löwen pitchen und seinen innovativen mobilen Kinderhochstuhl vorstellen, der Familien unterwegs mehr Flexibilität und Komfort bietet.

Wie ist das Startup entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Sitlit wurde 2023 von mir, Kevin Fluri, in Basel gegründet. Die Idee entstand aus einem persönlichen Bedürfnis: Als Vater einer kleinen Tochter habe ich schnell gemerkt, wie sperrig und unpraktisch herkömmliche Hochstühle unterwegs sind. Mit meinem Background in Marketing und meiner Erfahrung als kreativer Problemlöser habe ich beschlossen, dieses Problem selbst zu lösen – und so entstand Sitlit.

In welcher Branche ist Sitlit tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Sitlit ist in der Baby- und Kleinkindbranche tätig, mit Fokus auf mobile, innovative Lösungen für Familien. Unser Geschäftsmodell kombiniert den Direktvertrieb an Endkunden über unseren Onlineshop mit einer strategischen B2B-Expansion über ausgewählte Fachhändler.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Der Auslöser war, dass es keinen mobilen Kinderhochstuhl gab, der auf eigenen Beinen steht und keinen zusätzlichen Stuhl oder Tisch benötigt. Das war eine klare Marktlücke. Die Inspiration kam aus dem Alltag mit meiner Tochter: Ich wollte einen Hochstuhl, der so flexibel ist wie unser Familienleben.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Sitlit ist der erste mobile Kinderhochstuhl, der auf eigenen Beinen steht, ohne Befestigung an Möbeln. Er kombiniert eine sichere Sitzlösung mit cleveren Funktionen: Die Fußablage dient gleichzeitig als Tragegurt, der Tisch ist fest integriert und klappbar, und der Stuhl ist in wenigen Sekunden einsatzbereit. Das alles in einem kompakten, leichten Design.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Keine zusätzliche Tasche nötig, da der Tragegurt integriert ist
Standsicher auf jedem ebenen Untergrund – drinnen wie draußen
Schneller Auf- und Abbau in Sekunden
Platz für Teller und Mahlzeiten dank integriertem Tisch und Spezialfach
Leichtes, kompaktes Format für unterwegs
Patentiertes Design für maximale Sicherheit

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Die Entwicklung dauerte fast zwei Jahre, in enger Zusammenarbeit mit Ingenieuren, Designern und Eltern. Erste Prototypen wurden im Alltag getestet – das Feedback war überwältigend positiv, besonders die Unabhängigkeit vom Tisch oder Stuhl wurde als „Gamechanger“ gelobt.

Welche Vision verfolgt Sitlit? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Meine Vision ist, Sitlit zu einer globalen Marke für smarte, mobile Elternlösungen aufzubauen. In den nächsten Jahren wollen wir den Vertrieb in Europa und Nordamerika ausbauen, die Produktion auf nachhaltige Materialien umstellen und das Produktportfolio erweitern.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

DHDL ist eine einmalige Plattform, um Sitlit einem Millionenpublikum vorzustellen und gleichzeitig wertvolles Feedback von erfahrenen Investorinnen und Investoren zu bekommen. Mein Ziel war es, Reichweite, Know-how und Kapital zu vereinen, um den Markteintritt massiv zu beschleunigen.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Neben Kapital ist für mich der strategische Input entscheidend – von Produktionsoptimierung über Vertriebskontakte bis hin zu internationaler Skalierung. Eine Investition soll vor allem in die Erstproduktion, Marketing und den Aufbau von Vertriebskanälen fließen.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Nach der Ausstrahlung steht der Start der Vorbestellungen im Fokus, parallel zur finalen Produktionsplanung mit einem neuen Hersteller. Danach folgen der europaweite Roll-out, der Markteintritt in Nordamerika und die Entwicklung neuer Produkte.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Geduld und Flexibilität sind entscheidend. Produktionsprozesse brauchen Zeit, und Pläne müssen sich manchmal über Nacht ändern. Gleichzeitig ist es unbezahlbar, frühzeitig echtes Kundenfeedback einzuholen und ernst zu nehmen.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Sei bereit, dich ständig anzupassen – Flexibilität ist ein Wettbewerbsvorteil.
Suche früh den direkten Kontakt zu deiner Zielgruppe.
Investiere Zeit in den Schutz deiner Idee, bevor du sie veröffentlichst.
Halte durch – die schwierigsten Phasen bringen oft die besten Durchbrüche.

Sehen Sie Sitlit am 25. August 2025 um 20:15 Uhr in der Höhle der Löwen

Bild: Kevin Fluri präsentiert den mobilen und kompakten Kinder-Hochstuhl Sitlit. Er erhofft sich ein Investment von 170.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. 
RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Kevin Fluri für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Innovation für mehr Sicherheit beim Spaziergang mit dem Hund

0
dogs-guard hund leine Pitch dogs-guard Andrea Heuser (l.) und Fiona Consuela Czerwionke präsentieren das ausbruchsichere und verwicklungsfreie Leinenführsystem „dogs-guard“. Lisa Parczanny (r.) mit Hündin "Mila" unterstützen sie bei dem Pitch.  RTL / Bernd-Michael Maurer

dogs-guard® wird am 25. August um 20:15 in der Höhle der Löwen pitchen und dabei sein innovatives Leinenführsystem vorstellen, das Spaziergänge für Hunde und Halter sicherer und stressfreier macht.

Wie ist das Startup entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Bei dem Startup handelt es sich um ein Unternehmen, das ein Hundezubehör-Produkt herstellt und vertreibt. Das Produkt heißt dogs-guard®. dogs-guard ® ist ein patentiertes Leinenführsystem, das die Funktion eines Hundegeschirrs komplettiert.
Die Idee zu dogs-guard ® entstand aus einer sehr persönlichen Alltagssituation: Bei täglichen Spaziergängen mit dem Hund meiner Tochter, Nano, zeigte sich, dass herkömmliche Leinen/Schleppleinen mehr Risiko als Sicherheit bieten. Immer wieder kam es zu gefährlichen Situationen. Die Leine verfing sich laufend um Beine und Körper des Hundes, oder verlief plötzlich unter seinem Bauch, zwischen seinen Beinen. Auf Grund drohender Verletzungsgefahren mussten die Spaziergänge immer wieder unterbrochen werden.

Die riskanten Situationen, und das laufende Unterbrechen des Spaziergangs, um die Leine zu entwirren, bedeutete Stress pur – sowohl für mich als auch für den Hund.
Eine Marktrecherche brachte überraschenderweise kein Produkt hervor, das dieses Problem wirklich löst. Also begann ich, erste Prototypen zu entwickeln – mit verblüffend positiven Ergebnissen. Meine Tochter Fiona bestärkte mich mit folgenden Worten die Produktentwicklung voranzutreiben: „Wenn wir dieses Problem haben, haben es tausende Hundebesitzer auch.“ Daraus entstand die Geschäftsidee zu dogs-guard®.

Die Personen hinter dogs-guard ®:
Andrea Heuser – Erfinderin & Gründerin, verantwortlich für Produktentwicklung und Unternehmensführung
Fiona Consuela Czerwionke – Ideengeberin & Sparringspartnerin aus Sicht der Hundebesitzerin

Unterstützt wird das Team von:
Unternehmensberater (Businessplan und Fördermittel)
Steuerberater (Buchführung und Steuern)
Anwalt (gewerbliche Schutzrechte)
Produzenten (Prototyping & Serienfertigung)

dogs-guard ® verbindet also persönliche Erfahrung mit professioneller Umsetzung und adressiert ein Problem, das Millionen Hundebesitzer betrifft.

In welcher Branche ist dogs-guard tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Die Branche: Herstellung und Vertrieb des Hundezubehör-Produktes dogs-guard®. Einem stetig wachsenden Marktsegment innerhalb der Heimtierwirtschaft.
Das Geschäftsmodell: Das innovative Hundezubehörprodukt dogs-guard® wird exklusiv in Italien gefertigt und über den eigenen Onlineshop (www.dogs-guard.de) direkt an Endkunden vertrieben. Die Zielgruppe sind Hundebesitzer, die ihren Hunden maximale Bewegungsfreiheit bieten möchten, ohne auf Kontrolle und Sicherheit verzichten zu müssen. Das heißt, die Hunde in dieser Zielgruppe werden stets an der Leine/Schleppleine geführt. Typische Einsatzbereiche sind Spaziergänge mit sensiblen oder aggressiven Hunden, Hunden die nicht abrufbar sind, unzuverlässig im Rückruf sowie Verhaltenstrainings (z. B. Rückruf- oder Antijagdtraining) von Hunden. Außerdem geht es um Regionen mit Leinenpflicht und jahreszeitlich bedingten Gegebenheiten, wie z.B. die Brut-/ und Setzzeit, Silvester/ Feuerwerke und sogar Gewitter stellen für viele Hunde ein großes Problem dar.

Für viele Hunde ist es eine Herausforderung an Straßen entlang laufen zu müssen, wenn Autos, LKW und andere Verkehrsteilnehmer laut und schnell an ihnen vorbeifahren. Hier ist eine Leine unabdingbar und der dogs-guard® gegen das Ausbrechen und gegen das Verwickeln des Hundes samt großflächiger Reflektion ein innovatives, einzigartiges Must have für Hundehalter und Hunde.

Von den rund 10 Millionen Hunden in Deutschland werden ca. 3 Millionen Hunde (Marktpotential) dauerhaft an einer Leine/Schleppleine geführt – genau hier setzt dogs-guard® an.
Für dogs-guard® bestehen in 17 europäischen Ländern gewerbliche Schutzrechte. Aktuell gibt es keine direkten Wettbewerbsprodukte. Das heißt, es gibt klare Alleinstellungsmerkmale und damit eine starke Markteintrittsbarriere für potenzielle Wettbewerber.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Wie von mir bereits zur Frage „Wie ist das Startup entstanden?“ erläutert, stand am Anfang der Gründung das ganz praktische Problem: Bei Spaziergängen mit dem Hund meiner Tochter kam es immer wieder zu gefährlichen und stressigen Situationen, weil sich die Leine um ein Bein bzw. den Rumpf des Hundes verwickelte oder unter dem Bauch verlief. Da es auf dem Markt kein Produkt gab, das diese Probleme löst, begann ich mit der Entwicklung eines Prototyps.
dogs-guard® bewegt sich nicht in einem gesättigten Massenmarkt, sondern bedient eine klare Marktnische innerhalb der Heimtierwirtschaft. Das Marktpotential umfasst rund 3 Mio. Hunde in Deutschland, die regelmäßig an Leinen/Schleppleinen geführt werden. Durch die bestehenden Schutzrechte in 17 europäischen Ländern erhöht sich das Potential enorm; bei fehlenden Wettbewerbsprodukten und klaren Alleinstellungsmerkmalen.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Das Besondere an dogs-guard® ist, dass es ein alltägliches Problem von Hundebesitzern löst, für das es bislang kein Produkt/keine Lösung gibt: Das Risiko von Verletzungen durch die Nutzung von Leinen/Schleppleinen zu verringern und damit Stress beim Spaziergang nicht aufkommen zu lassen.
Die Innovation liegt in der speziellen Konstruktion des dogs-guard®, der als Komplementärprodukt zum Hundegeschirr verhindert, dass sich die Leine um Beine, Bauch oder Körper des Hundes wickelt.
Durch die Kombination von ergonomischem Design, tierfreundlichen Materialien und einer Funktionalität, die mehr Sicherheit und Bewegungsfreiheit gleichzeitig ermöglicht, bietet der dogs-guard® eine herausragende Innovation auf dem Markt der Hundezubehörteile. dogs-guard® ist nicht nur ein neues Produkt, es ist ein neues Funktionsprinzip, abgesichert durch gewerbliche Schutzrechte in 17 europäischen Ländern.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

dogs-guard® bietet Hundebesitzern mehr Sicherheit für ihre Hunde, Komfort und Entspannung bei Spaziergängen.
Die konkreten Vorteile für Nutzerinnen und Nutzer sind:
Sicherer Umgang mit der Leine – kein Verheddern oder Strangulieren von Hundebeinen, Bauch oder Körper.
Gesundheit und Schutz für den Hund – keine Hautreizungen durch scheuernde Leinen bzw. Verletzungen an Knochen/Sehnen durch verwickelte Leinen.
Stressfreie Spaziergänge – Hund und Halter können sich frei bewegen, ohne ständiges Unterbrechen, um die Leine zu entwirren.
Mehr Bewegungsfreiheit für den Hund bei gleichzeitig hoher Kontrolle durch den Halter.

Zusätzliche Vorteile (Zusatznutzen) des dogs-guard ® sind:

Das Kurzfassen der Leine wird dem Hundebesitzer leicht gemacht, da die Leine immer sauber und griffbereit auf dem Rücken des Hundes bereit liegt.
Der dogs-guard®, der über den Rücken des Hundes verläuft, ist mit einem Reflektor-Band versehen, so dass der Hund bei Spaziergängen in der dunklen Jahreszeit immer gut sichtbar ist, da das Reflective auf dem Rücken positioniert, weder von langem, dichtem oder lockigem Fell verdeckt wird, was Hundebesitzer bereits kennen.
Der dogs-guard® ist so konzipiert, dass es dem Hund erschwert wird und nicht mehr möglich ist, sich aus dem Hundegeschirr herauszuwinden.

Im Alltag hebt sich der dogs-guard® vom Wettbewerb dadurch ab, dass er einzigartig ist. Es gibt kein vergleichbares Produkt auf dem Markt. Während herkömmliche Geschirre/Leinen nur das Führen des Hundes ermöglichen, löst dogs-guard® ein reales Problem, das Millionen Hundebesitzer kennen: die Gefahr durch Leinenverwicklungen.
Damit bietet dogs-guard® ein Alleinstellungsmerkmal, das Hundebesitzern sofort spürbaren Nutzen bringt – mehr Sicherheit, mehr Freiheit, weniger Stress.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Den dogs-guard® habe ich zunächst selbst entwickelt und in einer ersten Phase am Hund meiner Tochter getestet. Nachdem die gewünschte Funktionsweise erreicht war, habe ich gemeinsam mit einem Produktentwickler einen Prototyp gestaltet.
Für die Testphase habe ich über Facebook einen Aufruf gestartet; „Suche Testhunde für ein neues Hundezubehör-Produkt“. Über 100 Hundehalter meldeten sich, 50 wurden zu vier strukturierten Testtagen eingeladen. Vor Beginn unterschrieben alle eine Verschwiegenheitserklärung.
Die Tests führten zu mehreren Produktoptimierungen und zeigten durchweg positives Feedback. Typische Rückmeldungen waren:
„Die Funktionsweise begeistert.“
„Eine echte Innovation.“
„Kann ich das Produkt jetzt kaufen?“
„Den dogs-guard® hätte es schon länger geben müssen.“

Besonders wichtig: Alle Produkttester gaben an, das Produkt kaufen zu wollen. Bei der Frage nach dem Preis ergab sich folgende Verteilung:
unter 50 €: 5 %
50–70 €: 35 %
70–90 €: 50 %
über 90 €: 10 %
Damit bestätigt sich ein realisierbarer Marktpreis im Bereich 70–90 €, bei gleichzeitig hoher Kaufbereitschaft.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Die Vision von dogs-guard® ist es, den Markt für Hundezubehör durch ein innovatives, patentgeschütztes Produkt nachhaltig zu verändern und eine neue Produktkategorie im Bereich Hundesicherheit und Leinenführung zu etablieren. Ich verfolge das Ziel, dogs-guard® als führende Marke für sicheres und komfortables Hundezubehör am Markt zu positionieren.

Meilensteine für die nächsten Jahre sind:
2025: Strategischen Investor finden und am Unternehmen beteiligen. Aufbau einer starken digitalen Vertriebsstrategie. Ziel: 1.000 verkaufte Einheiten im Zeitraum Oktober bis Dezember.
2026: Produktionspartnerschaft mit einem chinesischen Hersteller aufbauen. Selbstkosten senken und Marge steigern. Markteintritt in Österreich und der Schweiz; Aufbau von Vertriebspartnerschaften mit Fachhändlern und Ketten im Tierbedarf. Umsatz-Ziel: > 500.000 €.
2027: Erweiterung des Produktportfolios: Hundegeschirre, Hundeleinen oder Hundedecken. Ziel: Cross-Selling und Steigerung des durchschnittlichen Warenkorbs.
Langfristig: Aufbau einer skalierbaren Markenplattform, die auf dogs-guard® als Kernprodukt basiert. Expansion in weitere Segmente des Heimtiermarktes.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Die Entscheidung, dogs-guard® bei „Die Höhle der Löwen“ zu präsentieren, basiert auf zwei wesentlichen Aspekten:
Strategische Unterstützung. Die Sendung bietet den Zugang zu erfahrenen Investoren, deren Expertise und Netzwerke in den Bereichen Vertrieb, E-Commerce und Internationalisierung für dogs-guard® von großem Wert sind. Zur Finanzierung des Markteintritts und der internationalen Ausrichtung meines Unternehmens ist eine finanzielle Beteiligung von Investoren unerlässlich.
Reichweite: Das Fernsehformat ermöglicht eine außergewöhnlich hohe Medienpräsenz und Markenbekanntheit innerhalb kürzester Zeit. Dies ist ein entscheidender Vorteil für den Markteintritt in einer emotionalen Zielgruppe wie Hundebesitzer. Durch die TV-Präsenz entsteht ein Vertrauensvorschuss bei den Konsumenten, was eine schnelle Marktdurchdringung ermöglicht.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass der TV-Auftritt nicht nur eine Finanzierungsoption für mich ist. Ich sehe die TV-Präsenz als ein strategisches Sprungbrett an, um dogs-guard® als führende Marke im Bereich Hundesicherheit zu etablieren.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Wie bereits zur vorherigen Frage erläutert, strebe ich durch die Teilnahme an „Die Höhle der Löwen“ eine strategische Partnerschaft mit Investoren an. Eine mögliche Investition würde gezielt eingesetzt für:
Marketing & Vertrieb: Ausbau des Online-Marketings durch gezielte social Media-Kampagnen. Nutzung von Investoren-Netzwerken, um Kooperationen mit dem Tierfachhandel sowie E-Commerce-Plattformen aufzubauen.
Markenaufbau: Positionierung von dogs-guard® als Synonym eines sicheren und innovativen Hundeleinen-Führungssystems.
Skalierung der Produktion: Aufbau verlässlicher Produktionskapazitäten in China, um auch bei steigender Nachfrage lieferfähig zu bleiben. Außerdem sollen so die Selbstkosten des dogs-guard® gesenkt werden, was sich positiv auf die Marge auswirken wird.
Internationalisierung: Nutzung des Investoren-Netzwerks, um den Eintritt in weitere europäische Märkte, in denen dogs-guard® patentrechtlich geschützt ist, zu beschleunigen.

Die Zusammenarbeit mit einem Investor bedeutet für mich daher nicht nur Kapital, sondern vor allem den Zugang zu Expertise, Netzwerken und Vertriebskanälen, die ich allein nicht in dieser Geschwindigkeit aufbauen könnten.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Basierend auf meiner Antwort zur vorherigen Frage sind folgende konkrete Schritte nach „Die Höhle der Löwen“ geplant:
Roll-out auf dem deutschen Markt. Grundlage hierfür ist der Ausbau des Online-Marketings und mögliche Kooperationen mit dem Tierfachhandel bzw. E-Commerce-Plattformen.
Aufbau verlässlicher Produktionskapazitäten. Diesbezüglich bestehen bereits erste Kontakte.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Auf meinem bisherigen Weg mit dogs-guard® haben sich mehrere Erfahrungen und Erkenntnisse als besonders wertvoll erwiesen:
Die Praxistests mit den Hundebesitzern: Die Rückmeldungen waren extrem wertvoll für die Optimierung des dogs-guard ®. Außerdem konnte ich erkennen, dass es eine Nachfrage gibt, und die Zahlungsbereitschaft der Zielgruppe höher ist, als ich das angenommen hatte.
Die Aussagen „Das ist eine echte Innovation“ oder „Warum gibt es das Produkt erst jetzt“, haben mir gezeigt, dass sich der dogs-guard® durch klar erkennbare Alleinstellungsmerkmale von anderen Produkten in der Heimtierbranche abhebt.
Viele Testkunden haben nicht nur den funktionalen Nutzen hervorgehoben, sondern auch den emotionalen Nutzen wie „Ich fühle mich entspannter im Umgang mit meinem Hund“ oder „Endlich sichere Spaziergänge“. Diese Erkenntnisse sind entscheidend für die Vermarktung des dogs-guard ®, da Emotion im Haustiermarkte ein zentraler Kauftreiber ist.

Die Marktrecherchen: Ein wesentliches Ergebnis der Marktforschung ist, das von den mehr als 10 Millionen Hunden in Deutschland etwa 3 Millionen Hunde dauerhaft an einer Leine geführt werden. Dieses Zielgruppenpotenzial kann sehr gut über Social-Media-Kanäle mit emotionale Werbebotschaften angesprochen werden. Allein der deutsche Markt bietet damit ein Marktvolumen von mehreren Millionen Euro; bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 60,00 € – ohne Mehrwertsteuer und Versandkosten. Die in weitern 16 europäischen Ländern gesicherte Schutzrechtslage bietet enorme Wachstumschancen.
Mein Netzwerk: Durch die enge Zusammenarbeit mit erfahrenen Netzwerkpartnern konnte ich zentrale Gründungsfragen wie Produktgestaltung, Markttests, Patentschutz, Produktionsaufbau, usw. professionell klären. Diese solide Basis ermöglicht es mir nun, gemeinsam mit einem Investor den nächsten Schritt zu gehen: einen professionellen Markteintritt mir klarer Wachstumsstrategie. Der Vorteil für Investoren ist: Sie steigen in ein bereits getestetes Geschäftsmodell ein.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Geht mit offenen Augen durchs Leben. Oft entstehen die besten Geschäftsideen aus ganz alltäglichen Situationen.
Denkt immer aus Sicht des Kunden. Der Kundennutzen ist für den unternehmerischen Erfolg ausschlaggebend.
Holt euch professionelle Unterstützung ins Boot. Expertise spart Zeit, Kosten und vermeidet Fehler.
Testet eure Idee so früh wie möglich in der Praxis – echtes Feedback ist Gold wert.
Bleibt beharrlich auf eurem Weg – die Skeptiker gibt es immer, mehr als Unterstützer.

Genau diese Prinzipien haben dogs-guard ® von einer spontanen Idee zu einem marktreifen Produkt gemacht. Ein marktreifes Produkt ist die Voraussetzung, um mit einem Investor gemeinsam erfolgreich in den Markt einzutreten.

Sehen Sie dogs-guard am 25. August 2025 um 20:15 Uhr in der Höhle der Löwen

Bild: Pitch dogs-guard Andrea Heuser (l.) und Fiona Consuela Czerwionke präsentieren das ausbruchsichere und verwicklungsfreie Leinenführsystem „dogs-guard“. Lisa Parczanny (r.) mit Hündin „Mila“ unterstützen sie bei dem Pitch.  RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Andrea Heuser und Fiona Consuela Czerwionke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Cyreen revolutioniert Smart-Shopping mit Expresso

0
cyreen-smart-shopper-butterfly-elephant
Cyreen Gründer Davide Scheidegger (l.), Ciril Hofmann (m.) und Benedict Boos (r.) Bildrechte Cyreen (1)

Die GS1 Germany Beteiligungsgesellschaft butterfly & elephant unterstützt gezielt Startups, die Standards und Innovation u. a. im Handel intelligent verbinden. Mit der Partnerschaft zwischen dem Kasseler Einkaufswagenspezialisten Expresso und dem Startup Cyreen wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: Die C.A.P.-Technologie von Cyreen soll in die Smart-Shopper-Plattform von Expresso integriert werden und eine personalisierte Ansprache von Shopper:innen im stationären Einzelhandel ermöglichen. 

C.A.P.-Technologie wird skalierbar 

Cyreen verbindet innovative Retail Media-Konzepte mit etablierter Standardisierung: Ihre C.A.P.-Technologie (Connecting Ad-Impressions with Purchase) nutzt RFID-Technologie zur Erfassung von Werbekontakten in Echtzeit und verknüpft diese mit tatsächlichen Kaufentscheidungen. RFID-Chips an Einkaufswagen erfassen, welche Werbespots Kund:innen sehen, indem sie eine automatische und kontaktlose Erfassung der Bewegungen im Markt in Echtzeit ermöglichen. Die erhobenen Daten werden anschließend mit den realisierten Käufen, die an der Kasse mithilfe der GTIN (ehemals EAN) identifiziert werden, verknüpft. So lässt sich die tatsächliche Werbewirkung und Konversion unmittelbar nachvollziehen und auswerten. 

Durch die Kooperation mit Expresso hat Cyreen die Möglichkeit, seine Technologie im direkten Zusammenspiel mit einem smarten Einkaufswagen in die Anwendung zu bringen. Der Smart-Shopper fungiert dabei nicht nur als digitaler Einkaufshelfer für Konsument:innen, sondern wird durch die Integration der C.A.P.-Technologie auch zu einer Analyse- und Steuerungseinheit für den Point of Sale. Ziel ist es, die Produkte im Einkaufswagen mithilfe des Smart-Shoppers in Echtzeit zu identifizieren und dann die Shopper:innen mit einer hyperpersonalisierten Werbung basierend auf ihren Kaufinteressen anzusprechen. Das können beispielsweise komplementäre oder alternative Produkte sein. Die Logik ist analog zu den Möglichkeiten aus der Online-Welt. Sobald ein Produkt im Warenkorb liegt, werden basierend darauf passende Kaufimpulse gesendet. Durch Kenntnis der Kaufinteressen kann die Werbewirkung auch im Markt auf ein neues Level gehoben werden. 

Retail Media messbar machen 

Die Einbindung in die Smart-Shopper-Plattform von Expresso eröffnet für Cyreen weitere Anwendungsfelder und Wachstumsmöglichkeiten. Für Markenhersteller im FMCG-Segment bedeutet das: Retail Media- Kampagnen lassen sich erstmals präzise auf Basis von First-Party-Daten aus dem stationären Handel bewerten, ohne invasive Datenerhebung, aber mit hoher Aussagekraft zur Werbewirkung. „Unsere Technologie war von Beginn an darauf ausgelegt, die Lücke zwischen Werbekontakt und tatsächlichem Kaufverhalten im stationären Handel zu schließen. Die Zusammenarbeit mit Expresso bringt uns einen entscheidenden Schritt näher an hyperpersonalisierte Kundenkommunikation im stationären Handel,“ erklärt Ciril Hofmann, Gründer von Cyreen. 

Neben der Integration der C.A.P.-Technologie profitieren Handel und Kund:innen gleichermaßen von den bestehenden Smart-Shopper-Lösungen von Expresso. Mit dem digitalen Einkaufswagen werden Produkte bereits während des Einkaufs direkt im Wagen gescannt und auf dem integrierten Display angezeigt. Das vereinfacht nicht nur den Bezahlvorgang, da die Waren am Ende nicht mehr aufs Kassenband gelegt werden müssen, sondern sorgt auch für volle Transparenz über den Einkauf in Echtzeit. Für Händler:innen eröffnet die Smart-Shopper-Plattform zusätzliche Potenziale, etwa durch digitale Services wie Einkaufshilfen, gezielte Promotions oder die direkte Verbindung zum Kundenkonto. 

Die Partnerschaft unterstreicht zugleich die strategische Ausrichtung von butterfly & elephant, skalierbare Technologien mit klarem Nutzen für die Branche zu fördern. Cyreen zeigt exemplarisch, wie Standardisierung, Datenschutz und Innovationskraft zu zukunftsfähigen Lösungen im physischen Handel führen. 

Was macht eine Lifestyle-Marke heute wirklich erfolgreich?

0
OCEANSAPART: Activewear Marke für Yoga und Pilates @Snocks/OCEANSAPART

OCEANSAPART bietet stylische Activewear mit Fokus auf Yoga und Pilates

Wer sind die Menschen hinter OCEANSAPART und wie hat sich das Team seit der Übernahme durch SNOCKS verändert?

Aktuell haben wir im Team rund 10 Leute, die wir nach der Insolvenz von OCEANSAPART übernommen haben. Das klingt erstmal nicht viel, wir sind aber super happy, dass es noch so viele sind, nach den vielen Aufs und Abs und der Insolvenz, die sie mit OCEANSAPART erlebt haben. Diese Kolleg:innen sind so wertvoll, weil sie die Marke gut kennen und richtig Bock haben, sie wiederzubeleben. Und es ist beeindruckend, wie gut sich die beiden Teams aufeinander eingelassen haben, die Zusammenarbeit läuft einfach top.

Was war der ursprüngliche Gedanke hinter der Gründung von OCEANSAPART und wie hat sich dieser im Laufe der Zeit weiterentwickelt?

Stylische Activewear für Frauen, die sich in ihrem Körper und ihrer Kleidung rundum wohlfühlen können. Das war die Idee bei der Gründung von OCEANSAPART 2017 und die haben wir behalten. Wir haben sie aber noch verfeinert und die Marke zugespitzt: OCEANSAPART steht jetzt nicht mehr für Activewear im Allgemeinen, sondern bietet speziell Kleidung für Yoga und Pilates an. Das ist eine sehr spannende Nische, die sich nicht nur mit Sport, sondern mit einem kompletten Lifestyle beschäftigt.

Wie definiert OCEANSAPART seine Zielgruppe und was brauchen diese Kundinnen wirklich?

OCEANSAPART spricht Frauen an, die Wert auf Selbstfürsorge, Komfort und einen femininen Ausdruck ihrer Stärke legen. Unsere Zielgruppe sucht nicht nur funktionale Activewear, sondern Produkte, die sich weich anfühlen, gut aussehen und perfekt für Yoga und Pilates sind. Es ist die Mischung aus Funktionskleidung und dem Ausdruck eines Lifestyles.

Was bedeutet für Sie „Activewear, die sich wie eine zweite Haut anfühlt“ konkret im Designprozess?

Wir arbeiten bei unseren Produkten mit unseren drei Haupt-Materialien: OASoftSense™, OASeamlessSolution™, OASleekMove™. Dahinter verbergen sich Zusammensetzungen und Verarbeitungen, die über Jahre perfektioniert wurden. OASoftSense™ ist zum Beispiel unsere butterweiche Stoff-Kategorie, OASeamlessSolution™ist eine nahtlose Verarbeitung, die unterschiedliche Körpertypen perfekt umschmeichelt und OASleekMove™ bietet den perfekten Mix aus Elastizität und feste, kompakte Struktur, die eine tolle Silhouette zeichnet. So können die Kundinnen genau das Gefühl und den Look aussuchen, die sie sich gerade wünschen.

Wie schaffen Sie es, Funktionalität und modischen Anspruch in Einklang zu bringen?

Wir sind schon immer im sehr engen Austausch mit unseren Kundinnen – zum Beispiel bei Community-Events. Alleine dort kriegen wir so wertvolles Feedback zu unseren Produkten und sehen sie selbst in der Praxis. Das ist mega, weil wir so die Funktionalität perfektionieren können. Zusätzlich recherchieren wir aktuelle und kommende Modetrends und setzen sie in zeitlose Designs um. So sind unsere Produkte im stylischen Butter Yellow gerade super beliebt und greifen einen Trend auf, aber können auch noch sehr gut im nächsten Jahr getragen werden.

Was unterscheidet OCEANSAPART von anderen Marken im Bereich Activewear?

Der besondere Mix macht es bei uns: Wir kombinieren Activewear mit einem unverwechselbar soften, femininen Design und einer klaren Wohlfühl-Philosophie. Während viele Marken auf Performance allein setzen, verbinden wir Komfort, zeitlose Vielseitigkeit und eine LA-inspirierte Ästhetik mit einem starken Fokus auf mentale und körperliche Gesundheit. Wir schaffen nicht nur Produkte, sondern ein Zugehörigkeitsgefühl.

Welche strategischen Ziele verfolgen Sie mit OCEANSAPART in den kommenden Jahren?

Wir wollen OCEANSAPART zur führenden Yoga- und Activewear-Marke in Europa aufbauen – mit einer klaren Markenidentität, einem fokussierten Sortiment und einem operativen Setup, das langfristiges Wachstum ermöglicht. Dabei steht Profitabilität genauso im Fokus wie Markenliebe. OCEANSAPART soll eine echte Love Brand bleiben, nur wirtschaftlich gesünder und zukunftsfähig aufgestellt.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen den Standorten Berlin, Mannheim und Hamburg?

Wir unterscheiden hier gar nicht zwischen verschiedenen Standorten – wir haben einfach in allen drei Städten Büros. Wer dort ist, kann dort arbeiten. Und wir unterscheiden dabei auch nicht zwischen den drei Marken, die zur Group gehören: Egal, ob du für OCEANSAPART, femtis oder SNOCKS aktiv bist, du kannst immer von zu Hause oder aus einem der Büros arbeiten.

Welche Rolle spielt die Fair Wear Foundation in Ihrer Unternehmenskultur?

Wir sind super happy, dass wir Fair Wear-Mitglied sind. So können wir gezielter an besseren Arbeitsbedingungen arbeiten – aktuell in China, Serbien, Tschechien, Kambodscha und zukünftig auch in Sri Lanka und in Pakistan. In unserer Unternehmenskultur spielt es insofern eine Rolle, als sich alle im Team bewusst sind, welche Verantwortung wir als produzierendes Unternehmen haben.

Welche drei Dinge würden Sie Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben, die ein Lifestyle-Label aufbauen möchten?

Zahlen zuerst: Echte Marken bauen sich nicht nur über Emotionen auf, sondern über profitable Prozesse. Klarheit schlägt Komplexität: Ein spitzes Sortiment, eine klare Message, ein fokussierter Vertriebsweg sind oft besser als „alles für alle“. Community statt Zielgruppe: Wer es schafft, echte Beziehungen aufzubauen, hat einen langfristigen Vorteil im Marketing, im Feedback und in der Markenloyalität.

Titelbild Gründerteambild @Snocks

Wir bedanken uns bei Johannes Kliesch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: OCEANSAPART

Oceansapart logo schwarz/weiss

Kontakt:

DeltiLog GmbH
c/o OCEANSAPART
Hägenstraße 3
D-30559 Hannover

Oceansapart.com

Social Media:
TikTok
Instagram
Facebook

7 Dinge, die Selbstständige wissen sollten – zum World Entrepreneurs’ Day

0
Digitale Klarheit für Solopreneure: Sichtbarkeit & Sicherheit katharina oriefe briand strato

Ein praxisnaher Solopreneur-Guide für mehr digitale Klarheit, Sicherheit und Selbstbestimmtheit

Der 21. August ist World Entrepreneurs’ Day: Ein Tag, der alle feiert, die eigene Ideen in die Tat umsetzen. Ganz besonders diejenigen, die alles selbst stemmen: Solopreneure. Ob Freelancer:in, Coach, Handwerker:in oder Kreative:r, viele Selbstständige arbeiten nicht nur für Kund:innen, sondern auch an ihrer Marke, an ihrer Website, an der Buchhaltung, IT und vielem mehr.

Im Alltag bleibt oft kaum Zeit, sich mit technischen Grundlagen zu befassen, obwohl genau diese über Erfolg und Frust entscheiden können. Deshalb sind hier 7 Dinge, die Selbstständige wissen sollten, um digital effizient, sichtbar und sicher unterwegs zu sein.

1. Du bist deine Marke – aber ohne Bühne sieht dich niemand

Gerade für Einzelunternehmer:innen ist der persönliche Markenauftritt entscheidend. Die gute Nachricht: Niemand muss sich dafür neu erfinden, aber sichtbar werden ist Pflicht. Empfehlungen laufen heute fast immer digital, und wer gegoogelt wird, sollte auch gefunden werden. Eine professionelle Online-Präsenz ist essentiell, um potenzielle Auftraggebende zu überzeugen. Fehlt sie, bleiben wichtige Sichtbarkeitschancen ungenutzt, insbesondere bei Empfehlungen oder bei der Recherche nach Dienstleistern. Eine Website fungiert hier als digitale Visitenkarte und sollte entsprechend strategisch aufgesetzt sein.

Tipp: Ein Website-Baukasten mit integriertem Hosting und DSGVO-konformem Datenschutz vereinfacht den Einstieg. Sind zudem KI-Unterstützungsfunktionen enthalten, wird es noch intuitiver, in kürzester Zeit auch ohne technisches Fachwissen einen professionellen Auftritt zu realisieren.

2. Ein Webauftritt ist mehr als nur Sichtbarkeit – er ist ein aktives Verkaufstool

Mit der bloßen Erstellung einer Website ist die erste Grundlage geschaffen. Doch ein durchdachter Webauftritt hat weit mehr Funktion als die reine Darstellung von Dienstleistungen. Er überzeugt potenzielle Kund:innen mit klaren Argumenten, Referenzen und Erfolgsbeispielen oder auch mit einem Gesicht hinter der Story – oft schon, bevor überhaupt ein persönlicher Kontakt entsteht.

Auch Ladezeit, Mobiloptimierung und ein modernes Design spielen eine zentrale Rolle. Ebenso wichtig sind gezielte Call-to-Actions, eine klare Angebotsstruktur und Suchmaschinenoptimierung (SEO). Sie tragen dazu bei, dass deine Website nicht nur gefunden wird, sondern aktiv Anfragen generiert. Eine gut gepflegte und performante Website steigert Vertrauen und die Zahl der Anfragen.

Tipp: Wesentliche Inhalte wie Angebot, Qualifikationen, Kundenstimmen und ein klarer Call-to-Action sollten prominent platziert werden.

3. Digitalisierung spart keine Zeit, wenn die Tools nicht zusammenspielen

Viele Selbstständige nutzen eine Vielzahl einzelner Tools für Rechnungsstellung, Zeitmanagement, Kundenkommunikation oder Buchhaltung. Ohne systematische Verknüpfung führen diese jedoch häufig zu Mehraufwand statt zu echter Effizienz. Unterschiedliche Systeme, die nicht miteinander kommunizieren, verursachen redundante Arbeitsschritte, bergen Fehlerquellen oder machen zeitraubende Workarounds erforderlich.

Ein abgestimmtes digitales Ökosystem sorgt hingegen dafür, dass Daten nahtlos übertragen werden und Prozesse automatisiert ablaufen können. Das entlastet und schafft Freiräume für die Kernaufgaben.

Tipp: Systeme mit Schnittstellen und zentraler Benutzeroberfläche reduzieren den Verwaltungsaufwand erheblich und schaffen mehr Raum für das Kerngeschäft – die Arbeit an der Erfüllung von Kundenbedürfnissen.

4. Sicherheit ist kein Luxus, sondern unternehmerische Pflicht

Auch kleine Unternehmen und Einzelunternehmer stehen in der Verantwortung, Daten rechtskonform und sicher zu verarbeiten. Die Anforderungen an Hosting, Datenschutz und Ausfallsicherheit steigen kontinuierlich, nicht zuletzt durch gesetzliche Vorgaben wie der DSGVO.

Ein verlässliches IT-Fundament ist daher keine optionale Zusatzleistung, sondern Bestandteil unternehmerischer Sorgfaltspflicht. Sicherheitslücken oder Datenverluste können dramatische finanzielle und rechtliche Folgen haben. Eine solide Sicherheitsstrategie umfasst technische Schutzmaßnahmen ebenso wie regelmäßige Überprüfungen und Backups.

Tipp: Hosting-Angebote mit SSL-Verschlüsselung, regelmäßigen Backups, Zwei-Faktor-Authentifizierung und Standortvorteilen auch der technischen Infrastruktur innerhalb der EU bieten einen rechtssicheren Rahmen.

5. Social Media ersetzt keine eigene Plattform

Soziale Netzwerke bieten zwar kurzfristige Reichweite, langfristig aber keine unternehmerische Sicherheit. Accounts können gesperrt, Sichtbarkeit durch Algorithmusveränderungen eingeschränkt oder Geschäftsmodelle von Plattformen verändert werden.

Deshalb sollte das Zentrum der digitalen Kommunikation stets eine eigene Website bleiben, unabhängig von Drittplattformen. Diese bildet die Grundlage für nachhaltige Kundenbindung, kann flexibel angepasst werden und ermöglicht echte digitale Unabhängigkeit. Externe Plattformen können die Reichweite ergänzen, sollten jedoch nie der einzige digitale Auftritt sein.

Tipp: Alle Kanäle sollten auf die eigene Domain und Inhalte verweisen. Dies stärkt die Markenidentität und sichert digitale Unabhängigkeit.

6. Professioneller E-Mail-Verkehr ist ein Vertrauensfaktor

Kommunikation ist ein zentraler Faktor im Aufbau von Kundenbeziehungen. E-Mail-Adressen, die auf kostenlosen Anbietern basieren, können einen unprofessionellen Eindruck hinterlassen, insbesondere bei der ersten Kontaktaufnahme.

Eine geschäftliche E-Mail-Adresse mit eigener Domain signalisiert Verlässlichkeit und Seriosität. Sie unterstreicht die Professionalität, erleichtert die Wiedererkennung der Marke und sorgt für einen einheitlichen Auftritt über alle Kommunikationskanäle hinweg.

Tipp: Die Kombination aus eigener Domain und personalisierter E-Mail-Adresse ist technisch einfach umsetzbar und stärkt die professionelle Außenwahrnehmung erheblich.

7. Sichtbarkeit ist das Ergebnis kontinuierlicher Optimierung

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist kein einmaliges Projekt, sondern ein dauerhafter Prozess. Struktur, Inhalt, Ladezeit und Aktualität der Website beeinflussen die Auffindbarkeit maßgeblich.

Für Solopreneure bedeutet dies: Wer langfristig gefunden werden möchte, muss seine Website regelmäßig pflegen und relevante, einzigartige Inhalte bereitstellen. Dazu gehören optimierte Texte, aussagekräftige Überschriften und passende Keywords ebenso wie externe Verlinkungen. Mit einer klaren SEO-Strategie lässt sich Reichweite nachhaltig steigern – ohne dauerhaft von kostenpflichtiger Werbung abhängig zu sein.

Tipp: Hilfreich sind einfache SEO-Analysetools, ein strukturierter Seitenaufbau und das Angebot von Fachinhalten, die über reine Angebotsseiten hinausgehen, etwa in Form von Blogbeiträgen oder FAQs.

Fazit: Wer digital souverän ist, hat mehr Zeit für das Wesentliche

Gerade für Solopreneure ist Zeit die knappste Ressource. Deshalb lohnt es sich, die digitalen Basics einmal richtig aufzusetzen. Es geht nicht um Technikverliebtheit, sondern um Klarheit, Unabhängigkeit und Effizienz.

Wer seine digitale Infrastruktur strategisch aufbaut, profitiert von reibungslosen Abläufen, einer konsistenten Markenpräsenz und höherer Sichtbarkeit. Gleichzeitig sinkt das Risiko von Ausfällen, Sicherheitsproblemen oder unnötigen Doppelarbeiten. So bleibt mehr Kapazität für das Kerngeschäft – und für die Weiterentwicklung der eigenen Idee.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Neueste Beiträge

Onepage Webseiten: Schnell erstellen, individuell gestalten macel knopf vor onepage stand

Kann eine einzige Seite wirklich den Unterschied machen?

0
Onepage wurde gegründet, um die Erstellung von Webseiten einfacher, schneller und qualitativ hochwertiger zu machen. Mit KI und No-Code verbindet die Plattform Effizienz mit maximaler Kontrolle für ihre Nutzer:innen.