Freitag, April 17, 2026
Start Blog Seite 2

Steuern und Buchhaltung: Was Young Founders über finanzielle Eigenverantwortung wissen sollten

0
Gründer meistern Steuern in digitale Geschäftsmodelle Bildrechte/Fotograf: Diana Vásquez Barbetti

Digitale Geschäftsmodelle und steigende Anforderungen

Digitale Geschäftsmodelle machen den Einstieg ins Unternehmertum mittlerweile so einfach wie nie. Ein Online-Shop ist schnell aufgesetzt, Social-Media-Kanäle lassen sich zu Beginn auch ohne großes Budget skalieren und erste Umsätze entstehen oft innerhalb weniger Wochen. Was dabei leicht unterschätzt wird: Parallel wachsen von Anfang an auch die finanziellen und steuerlichen Anforderungen.

Gerade Gründer im E-Commerce oder in der Creator Economy bewegen sich früh in internationalen Märkten. Verkäufe über Plattformen oder grenzüberschreitende Lieferungen führen dazu, dass gleichzeitig unterschiedliche steuerliche Regelungen greifen. Themen wie das OSS-Verfahren oder länderspezifische Umsatzsteuersätze werden schnell zum Alltag.

Komplexität im Gründeralltag

Mit jedem zusätzlichen Verkaufskanal steigt auch der administrative Aufwand. Rechnungen, Belege, Steuerkennzeichen und Meldepflichten vervielfachen sich. Moderne Buchhaltungsprozesse setzen daher zunehmend auf Integration und Automatisierung, um diese Komplexität zu bewältigen.

Zwischen Anspruch und Realität

Wie stark sich diese Herausforderungen bemerkbar machen, zeigt eine aktuelle Erhebung: Für 40 Prozent der Young Founders stellen Steuern und bürokratische Pflichten den größten Stressfaktor dar. Viele Prozesse lassen sich jedoch bereits heute durch technologische Lösungen deutlich vereinfachen.

Automatisierte Belegerfassung, digitale Rechnungsformate und integrierte Systeme reduzieren manuelle Arbeit erheblich. Besonders die E-Rechnung ermöglicht durch maschinenlesbare Daten eine direkte Weiterverarbeitung ohne Medienbruch.

Integration als Schlüssel zur Effizienz

Der Fortschritt liegt vor allem in der Verbindung verschiedener Systeme. Wenn Shop, Zahlungsanbieter und Buchhaltung optimal zusammenspielen, entstehen durchgängige Prozesse statt isolierter Einzellösungen.

Die Einrichtung erfordert jedoch einen klaren Blick auf bestehende Strukturen. Viele Gründer arbeiten mit gewachsenen Tools, die zunächst sinnvoll aufeinander abgestimmt werden müssen. Gerade bei steuerlichen Themen ist die Kombination aus digitalen Lösungen und fachlicher Expertise entscheidend.

Frühzeitige Entscheidungen prägen den Erfolg

Viele Herausforderungen entstehen bereits in der Gründungsphase. Entscheidungen zur Rechtsform, Buchhaltung und steuerlichen Struktur beeinflussen maßgeblich die spätere Skalierbarkeit eines Unternehmens.

In der Praxis werden diese Themen jedoch häufig aufgeschoben. Kurzfristige Lösungen funktionieren zwar, führen langfristig jedoch zu Ineffizienzen.

Finanzielle Bildung als Wachstumstreiber

Technologie entfaltet ihren Nutzen erst dann vollständig, wenn Gründer ihre Zahlen verstehen. Finanzielle Bildung hilft dabei, Zusammenhänge zu erkennen und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Es geht nicht darum, Steuerexperte zu werden, sondern grundlegende Mechanismen zu verstehen und gezielt einzusetzen.

Technologie als Unterstützung im Alltag

Die Entwicklung im Rechnungswesen zeigt klar in Richtung Automatisierung und datenbasierte Systeme. KI und digitale Tools reduzieren wiederkehrende Aufgaben und schaffen mehr Transparenz.

Der größte Vorteil liegt in der Entlastung. Zeit und Klarheit werden frei, während die Verantwortung weiterhin beim Unternehmer bleibt.

Fazit: Struktur schafft Kontrolle

Digitale Geschäftsmodelle bringen Geschwindigkeit, doch Steuern und Buchhaltung sind zentrale Bestandteile der Unternehmensführung. Wer früh auf strukturierte Prozesse, integrierte Systeme und solides Finanzwissen setzt, reduziert Komplexität und schafft die Grundlage für nachhaltiges Wachstum.

Über die Autorin

Diana Vásquez Barbetti ist Director Customer Success bei sevdesk. Sie verfügt über langjährige internationale Erfahrung in der Tech-Branche – sowohl in etablierten Tech Giants wie Google als auch bei deutschen Scale-ups – und kennt die Bedürfnisse von Neugründern.

Bildrechte/Fotograf: Diana Vásquez Barbetti

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Erfolg ist planbar: So bauen Sie ein starkes Netzwerk

0
Netzwerk für Unternehmer bringt Erfolg im Business Martin Limbeck Bildrechte/Fotograf: Oliver Wagner

Netzwerken als strategischer Erfolgsfaktor

Ein gutes Netzwerk ist kein Zufallsprodukt. Es ist kein „Mal schauen, wen ich heute treffe“. Wer als Unternehmer oder Gründer heute noch glaubt, dass Erfolg allein durch ein gutes Produkt entsteht, hat den Markt nicht verstanden. Am Ende entscheidet oft nur eines: Wen kennen Sie? Und vor allem: Wer kennt Sie – und vertraut Ihnen? Genau hier kommt Ihr Netzwerk ins Spiel.

Allerdings nicht als lose Sammlung von Kontakten, sondern als strategisches Instrument. Hier machen jedoch die meisten den entscheidenden Fehler: Sie sammeln Kontakte wie andere Leute Panini-Bilder. Sie verwechseln Aktivität mit Wirkung. Sie gehen auf Events, führen Gespräche, horten Visitenkarten. Doch was am Ende fehlt, ist Substanz. Ein starkes Netzwerk entsteht nicht durch Masse, sondern durch Klarheit, Fokus und konsequente Entscheidungen.

Qualität statt Quantität im Netzwerk

Ein starkes Netzwerk entsteht nicht durch blinden Aktionismus, sondern durch Klarheit. Damit ist vor allem gemeint, wer Sie sind, wofür Sie stehen und wohin Sie wollen. Denn nicht jede Chance ist automatisch eine gute Chance.

Mit jedem neuen Kontakt wachsen die Möglichkeiten. Kooperationen, Projekte und Ideen wirken zunächst wie Fortschritt. In Wahrheit ist es oft der Beginn von Chaos. Denn jede Zusage hat Konsequenzen. Wer hier nicht konsequent ist, wird sich verzetteln und verliert wertvolle Zeit sowie Geschwindigkeit.

Klar entscheiden mit der 5 R Formel

Strategisches Netzwerken bedeutet, Entscheidungen nicht dem Zufall zu überlassen. Dafür braucht es klare Kriterien. Die sogenannte 5 R Formel hilft dabei, Chancen strukturiert zu bewerten:

Relevanz: Passt das zu Ihrer Strategie
Ressourcen: Haben Sie Zeit, Energie und Budget
Resonanz: Haben Sie wirklich Interesse
Reputation: Wie wirkt es auf Ihre Positionierung
Relation: Steht Aufwand im Verhältnis zum Nutzen

Diese Fragen sorgen für Klarheit und helfen dabei, bessere Entscheidungen zu treffen.

Nein sagen als echte Stärke

Viele Gründer haben Angst, Chancen zu verpassen und sagen deshalb zu oft Ja. Die Folge sind Überforderung und Mittelmaß. Ein klares Nein ist dagegen eine Stärke. Es zeigt Fokus und Selbstbewusstsein.

Menschen arbeiten lieber mit klaren Persönlichkeiten zusammen als mit denen, die sich in alle Richtungen bewegen. Entscheidend ist, die eigene Zeit zu schützen, denn sie ist die wichtigste Ressource im Unternehmen.

Netzwerken bedeutet auch filtern

Je größer das Netzwerk wird, desto wichtiger wird die Fähigkeit zu filtern. Nicht jede Anfrage ist sinnvoll und nicht jedes Gespräch bringt Mehrwert.

Achten Sie auf klare Signale: Ist das Anliegen konkret? Gibt es ein klares Ziel? Wirkt das Gegenüber vorbereitet? Die Kombination aus Intuition und Struktur hilft, unnötige Zeitverluste zu vermeiden.

Netzwerkmanagement braucht Struktur

Ein erfolgreiches Netzwerk entsteht nicht zufällig, sondern durch aktives Management. Beziehungen brauchen Aufmerksamkeit und System.

Ein CRM System kann helfen, den Überblick zu behalten. Mit klaren Kategorien lässt sich schnell erkennen, welche Kontakte relevant sind und wo Pflege notwendig ist.

Fazit: Erfolg entsteht durch Haltung

Netzwerken ist keine Technik, sondern eine Frage der Haltung. Nachhaltiger Erfolg entsteht durch Vertrauen, Klarheit und echten Mehrwert.

Besonders in schwierigen Zeiten zeigt sich die Stärke eines Netzwerks. Wer aktiv gestaltet statt nur zu reagieren, legt den Grundstein für langfristigen Erfolg.

Bildrechte/Fotograf: Oliver Wagner

Autor

Martin Limbeck ist Mehrfachunternehmer, Investor, sechsfacher Bestsellerautor sowie einer der führenden Experten für Sales und Sales Leadership in Europa. Mit seiner Gipfelstürmer Mentoring GmbH unterstützt er Unternehmer als Sparringspartner dabei, ihr Unternehmen – und ihr Leben – bewusst weiterzuentwickeln.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum gerade alle über diesen Aperitif sprechen?

0
Glitter Spritz Aperitif Marke im Aperitivo Trend Bildrechte: © Glitter Spritz / Fotograf: Mats Bohle

Glitter Spritz ist eine moderne Aperitif Marke, die mit innovativer Markenwelt und visuellem Erlebnis neue Maßstäbe im Aperitivo setzt

Was steckt hinter der Gründung von Glitter Spritz und wer sind die Menschen, die die Marke aufgebaut haben?

Ich bin Lupo Porschen und habe Glitter Spritz gemeinsam mit meinem Mitgründer Basti Fischer entwickelt. Wir kennen uns seit dem Studium in Hamburg, wo wir im WG-Wohnzimmer unsere ersten Getränke kreiert und damit den Grundstein für unsere Firma Craft Circus gelegt haben. Heute versteht sich Craft Circus als Getränkemanufaktur und Inkubator für innovative Marken. In die letzten 12 Jahren haben wir mehrere Marken geschaffen, ein eigenes Team und Vertrieb aufgebaut – komplett ohne externe Investoren. Glitter Spritz ist unsere bislang erfolgreichste Marke und gleichzeitig die erste große Ausgründung – gemeinsam mit Bill Kaulitz als Partner. Die Reise dahin war ein echter Marathon mit vielen Learnings – genau das ist heute die Basis für unser Wachstum.

Wie entstand die Idee, einen Aperitif zu entwickeln, der nicht nur geschmacklich, sondern auch visuell mit essbarem Glitzer auffällt?

Für uns war Aperitivo schon immer mehr als nur ein Getränk – es sind diese besonderen Momente mit Freunden, draußen, irgendwo zwischen Alltag und Feier. Gleichzeitig ist die Kategorie stark von Tradition geprägt, was wir sehr schätzen. Aber wir glauben auch: Heute geht es um mehr. Menschen suchen nach Erlebnissen, nach Produkten mit Haltung und Identität. Genau daraus ist die Idee entstanden, Genuss neu zu denken – emotionaler, sichtbarer und erlebbarer. Der essbare Glitzer ist dabei kein Gimmick, sondern ein Symbol: für Freiheit, Offenheit und die Idee, das Leben bewusst zu zelebrieren. Ein Aperitif, der nicht nur gut schmeckt, sondern Genuss zu einem sichtbaren Erlebnis macht – und für eine neue, moderne Art von Aperitivo steht.

Welche Vision verfolgt Glitter Spritz für eine neue Generation von Aperitivo-Momenten?

Unsere Vision ist es, Aperitivo neu zu denken – leichter, bewusster und näher am echten Leben. Es geht darum, Momente zu genießen und zu zelebrieren, egal ob im Park, auf der Dachterrasse oder mit Freunden. Gleichzeitig machen wir Aperitivo inklusiver: mit einer alkoholischen und alkoholfreien Variante, sodass alle gemeinsam diesen Moment erleben können. Für uns ist das die neue Generation von Aperitivo – ein Gefühl aus Leichtigkeit, Gemeinschaft und der Freiheit, Momente auf die eigene Art zu feiern.

An welche Zielgruppen richtet sich Glitter Spritz besonders und welche Bedürfnisse moderner Konsumentinnen und Konsumenten möchten Sie damit ansprechen?

Wir richten uns an eine junge, lifestyle-orientierte Zielgruppe, die Wert auf Ästhetik, Geschmack und Erlebnisse legt. Gleichzeitig sprechen wir bewusst auch Menschen an, die alkoholfreie Alternativen suchen. Wichtig ist uns, dass das Produkt verbindend wirkt und in unterschiedliche Lebenssituationen passt.

Viele Aperitif-Marken setzen auf klassische Rezepturen. Was unterscheidet Glitter Spritz geschmacklich und konzeptionell von herkömmlichen Aperitifs?

Geschmacklich ist Glitter Spritz fruchtiger, leichter und weniger bitter als viele klassische Aperitifs. Dadurch ist er zugänglicher und vielseitiger. Konzeptionell verbinden wir Geschmack mit einem starken visuellen Erlebnis und einer klaren Markenwelt – und bringen damit neue Impulse in eine eher traditionell geprägte Kategorie.

Welche Rolle spielt die Ästhetik des Getränks für den Erfolg der Marke und die Wahrnehmung bei den Konsumenten?

Eine sehr große Rolle. Die visuelle Komponente sorgt dafür, dass Menschen das Produkt wahrnehmen, fotografieren und teilen. Gerade in sozialen Medien ist das ein wichtiger Faktor. Am Ende muss aber beides stimmen – Optik und Geschmack. Nur dann entsteht echte Begeisterung.

Mit welchen Herausforderungen ist ein Getränke-Startup konfrontiert, wenn es eine neue Marke im stark umkämpften Aperitif-Segment aufbauen möchte?

Der Markt ist sehr dicht und der Zugang zum Handel anspruchsvoll. Man braucht ein klares Differenzierungsmerkmal und muss gleichzeitig Qualität, Marke und Distribution sauber aufbauen. Außerdem dauert es, Vertrauen beim Handel und bei Konsumenten aufzubauen – das ist ein langfristiger Prozess.

Wie wichtig ist der Handel für das Wachstum von Glitter Spritz und welche Erfahrungen haben Sie beim Ausbau der Distribution gemacht?

Der stationäre Handel ist für uns zentral, weil die meisten Konsumentinnen und Konsumenten Getränke direkt beim Einkaufen entdecken. Rein online zu skalieren ist in unserer Kategorie deutlich schwieriger. Distribution aufzubauen bedeutet vor allem, Vertrauen zu schaffen und langfristige Partnerschaften zu entwickeln. Gerade in Deutschland ist der Markt sehr fragmentiert – und eine Listung heißt noch lange nicht, dass man flächendeckend präsent ist. Deshalb setzen wir auf enge Zusammenarbeit mit dem Handel und begleiten unsere Partner aktiv – nur so entsteht nachhaltiges Wachstum für beide Seiten.

Bill Kaulitz ist nun Mitgründer und Gesellschafter von Glitter Spritz. Wie kam es zu dieser Partnerschaft und welche Rolle übernimmt er im Unternehmen?

Bill hat zum Geburtstag eine Flasche Glitter Spritz geschenkt bekommen und war so begeistert, dass er das Produkt direkt in seinem Podcast Kaulitz Hills als ‚Drink der Woche‘ vorgestellt hat. Daraufhin habe ich ihm bei Instagram geschrieben, um mich zu bedanken – und daraus hat sich schnell ein persönlicher Austausch entwickelt. Wir haben früh gemerkt, dass es nicht nur inhaltlich, sondern auch menschlich sehr gut passt. Aus dieser Dynamik heraus ist Schritt für Schritt eine echte Partnerschaft entstanden. Heute ist Bill Mitgründer und Gesellschafter und bringt sich aktiv in Marken-, Kreativ- und strategische Themen ein. Er verleiht der Marke nicht nur eine starke visuelle und kommunikative Handschrift, sondern treibt gemeinsam mit uns auch die Weiterentwicklung und Internationalisierung von Glitter Spritz voran.

Welche Impulse kann Bill Kaulitz als international bekannter Künstler für die Weiterentwicklung der Marke Glitter Spritz geben?

Bill bringt eine einzigartige Kombination aus globaler Reichweite, kreativem Gespür und starker Markenidentität mit. Er verkörpert die Werte von Glitter Spritz auf eine sehr natürliche Weise – das Thema Selbstausdruck, Ästhetik und das bewusste Feiern von Momenten passt perfekt zu ihm. Durch seine internationale Community und sein Netzwerk eröffnet er uns Zugang zu neuen Märkten und relevanten Multiplikatoren. Gleichzeitig bringt er einen klaren Blick auf Trends, Inszenierung und Markenführung mit, der uns hilft, Glitter Spritz emotional weiter aufzuladen. Das Besondere ist, dass es sich nicht wie eine klassische Zusammenarbeit anfühlt, sondern sehr authentisch ist – und genau das macht den Unterschied in der Wahrnehmung der Marke.

Wohin soll sich Glitter Spritz in den kommenden Jahren entwickeln und welche Märkte oder Produktideen stehen im Fokus?

Unser Ziel ist es, Glitter Spritz zu einer führenden modernen Aperitif-Marke zu entwickeln – national wie international. Im alkoholfreien Segment gehören wir in Deutschland bereits zu den stärksten Marken und wollen diese Position weiter ausbauen. Im Fokus stehen der Ausbau im Handel, strategische Partnerschaften in der Gastronomie und die Internationalisierung. Gleichzeitig entwickeln wir neue Produkte innerhalb der Markenwelt – mit dem Anspruch, nachhaltig und Schritt für Schritt zu wachsen. Unser Ziel ist es, eine langfristig starke, unverwechselbare Marke aufzubauen, die echten Wiedererkennungswert hat und Menschen emotional anspricht.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründerinnen und Gründern geben, die eine neue Getränkemarke im Markt etablieren möchten?

Erstens: Ein klares Produkt mit echtem Unterschied entwickeln.
Zweitens: Marke und Vertrieb von Anfang an zusammendenken.
Drittens: Geduld haben und konsequent dranbleiben – der Aufbau braucht Zeit.

Bildrechte: © Glitter Spritz / Fotograf: Mats Bohle

Wir bedanken uns bei Lupo Porschen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Glitter Spritz

Kontakt:

Glitter Spritz GmbH
Adalbertstraße 20
10997 Berlin

glitter-spritz.com
glitter-spritz@craftcircus.de

Ansprechpartner: Lupo Porschen

Social Media:
Instagram
TikTok

Stoßlüften ohne Umräumen

0
Fensterbank ohne Bohren frischluft Fensterbrett lüften. Bild Frischluft Fensterbrett Höhle der Löwen Pitch: v.l.Lukas Benkhoff, Ralf Dümmel, Benedikt Hartmann Bildcredits/ Fotograf: RTL Bernd-Michael Maurer

frischluft Fensterbrett bringt die mobile Fensterbank

Jetzt universell verstellbar, in Minuten montiert, ohne Bohren

Die wichtigsten Vorteile im Überblick

  • Das frischluft Fensterbrett ist eine mobile, flexible Fensterbank, die im Fensterrahmen eingeklemmt wird und beim Öffnen mit dem Fenster mitgeht
  • Endlich stoßlüften ohne Abräumen: Pflanzen, Deko, Bücher und mehr können einfach stehen bleiben
  • Montage in unter 5 Minuten einsatzbereit, kein Bohren, kein Kleben, jederzeit rückstandslos entfernbar
  • Passt sich an: teleskopierbare Brettlänge ca. 55 bis 86 cm, geeignet für Fensterbreiten ca. 65 bis 107 cm, Rahmendicke 8 bis 23 mm
  • Kippleiste inklusive: alles bleibt sicher an Ort und Stelle, auch beim Öffnen
  • Für nahezu alle Fensterarten geeignet
  • Deal in der VOX Gründer Show Höhle der Löwen mit Ralf Dümmel

Ein Alltagsproblem wird zur Innovation

Fenster auf, frische Luft rein, Alltag weiter. Klingt simpel. Scheitert aber erstaunlich oft an der Realität auf der Fensterbank: Basilikum, Bücherstapel, Lieblingsvase, Deko. Und bevor das Fenster überhaupt kippt, startet das tägliche Mini Umzugsprogramm. Genau dieses Alltagsärgernis lösen Benedikt Hartmann (25) und Lukas Benkhoff (24) mit ihrem frischluft Fensterbrett: einer mobilen Fensterbank Lösung, die sich blitzschnell im Fensterrahmen einklemmen lässt. Ohne Bohren. Ohne Kleben. Und vor allem ohne Abräumen.

Die Gründer hinter der Idee

Die beiden Gründer kommen ursprünglich aus Hamburg und studieren heute in München. Kennengelernt haben sie sich Anfang 2023 im Studium. Was sie verbindet: der Drang, Dinge so zu bauen, dass sie im Alltag wirklich funktionieren, nicht nur in der Theorie.

Die Entstehung aus dem WG Alltag

Die Idee entstand aus einer Situation, die viele kennen: In Benes WG stand die Fensterbank voll mit Pflanzen. Wenn gelüftet werden sollte oder der Paketbote klingelte, wurde es jedes Mal hektisch, erst umräumen, dann Fenster auf, dann wieder alles zurück. Aus diesem wiederkehrenden Moment entstand ein klarer Anspruch: eine Ablagefläche, die bleibt, wo sie sein soll, während das Fenster ganz normal geöffnet und gekippt werden kann.

Das frischluft Fensterbrett wird im Rahmen eingeklemmt, bewegt sich beim Öffnen mit dem Fenster und sorgt dank Kippleiste dafür, dass Pflanzen und Deko sicher an Ort und Stelle bleiben.

Weiterentwicklung nach Höhle der Löwen

Nach dem Auftritt in der VOX Gründer Show Höhle der Löwen ging es nicht nur um Aufmerksamkeit, sondern vor allem um Produktarbeit. Gemeinsam mit Ralf Dümmel und seinem Team wurde die Version aus der Sendung konsequent weiterentwickelt.

Heute ist das frischluft Fensterbrett breiter, verstellbar und deutlich universeller. Die teleskopierbare Brettlänge von ca. 55 bis 86 cm passt sich Fensterbreiten von ca. 65 bis 107 cm an. Es ist geeignet für Rahmendicken von 8 bis 23 mm, bis zu 5 kg belastbar und jederzeit rückstandslos entfernbar.

Aus einer guten Idee wurde ein Produkt, das sich unkompliziert in den Alltag integriert: einklemmen, nutzen, fertig. Und beim Lüften bleibt alles einfach stehen.

Zusammenarbeit mit Ralf Dümmel

Für Bene und Lukas ist die Zusammenarbeit mit Ralf Dümmel der nächste logische Schritt, um aus einem WG Problem eine Lösung zu machen, die in vielen Wohnungen und Häusern denselben Effekt hat: mehr Komfort beim Lüften ohne Kompromisse bei Deko und Stellfläche.

Stimmen der Gründer

„Wir wollten, dass Lüften wieder so einfach wird, wie es klingt: Fenster auf, frische Luft rein, fertig. Mit dem frischluft Fensterbrett bleibt die Ablage nutzbar, auch wenn das Fenster geöffnet oder gekippt wird, ganz ohne Bohren oder Kleben. Unser Anspruch ist: in Minuten montiert, universell passend und im Alltag wirklich praktisch.”

Benedikt Bene Hartmann und Lukas Benkhoff, Gründer frischluft Fensterbrett

Statement von Ralf Dümmel

„Das frischluft Fensterbrett löst ein Alltagsproblem, das jeder kennt: Du willst lüften, aber auf der Fensterbank stehen Pflanzen, Deko, Bücher und erst mal muss alles runter. Mit dem frischluft Fensterbrett kannst du das Fenster öffnen und kippen, ohne abzuräumen: einfach im Rahmen einklemmen, fertig. Und ganz ehrlich: Bene und Lukas haben mich echt beeindruckt. So jung, so klar, so vorbereitet und genau diese Mischung aus Tüftlergeist und Business Kopf. Die beiden haben gezeigt, dass sie nicht nur eine gute Idee haben, sondern ein Produkt entwickelt haben, das den Alltag wirklich leichter macht. Ich freue mich darauf, das frischluft Fensterbrett bald in ganz vielen Haushalten in Deutschland zu sehen.“

Ralf Dümmel
Investor und Gesellschafter der DS Gruppe

Verfügbarkeit und Preis

Das frischluft Fensterbrett ist aktuell im Handel und unter www.frischluft-fensterbrett.com ab 29,99 Euro erhältlich.

Bild Frischluft Fensterbrett Höhle der Löwen Pitch: v.l.Lukas Benkhoff, Ralf Dümmel, Benedikt Hartmann Bildcredits/ Fotograf: RTL Bernd-Michael Maurer

Quelle Lukas Benkhoff & Benedikt Hartmann GbR/ DS Unternehmensgruppe

Sun Matters pitchte im Finale von Die Höhle der Löwen

0
Sonnenschutz mit Sun Matters für Hautpflege Sun Matters Produkte

Weltweit erste mikrobiomfreundlich zertifizierte Sonnencreme

Stella Hinderer und Karla Emcke wollen mit Sun Matters den täglichen Sonnenschutz neu definieren – nun bereits in über 900 Douglas-Filialen erhältlich.

Über 2,2 Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Hautkrebsdiagnose, die Fallzahlen haben sich seit 2005 verdoppelt bis verdreifacht (BARMER Arztreport 2025). Gleichzeitig verzichten viele Menschen im Alltag auf Sonnenschutz, obwohl sie um die Risiken wissen.

Stella Hinderer (29) und Karla Emcke (28) traten im Staffelfinale der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ mit ihrer Marke Sun Matters an. Ihr Pitch: 100.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Das Berliner Startup will Sonnenschutz aus der saisonalen Nische holen und mit dem Light Serum SPF 50, der weltweit ersten mikrobiomfreundlich zertifizierten Sonnencreme, als festen Bestandteil in der täglichen Hautpflege etablieren.

Von der Erkenntnis zum Produkt

Die Idee zu Sun Matters entstand während Stella Hinderers Arbeit beim digitalen Dermatologie-Startup FORMEL Skin in Brasilien. Dort zeigte sich in der Zusammenarbeit mit Dermatolog:innen ein wiederkehrendes Problem: Viele Menschen, insbesondere solche mit empfindlicher Haut, verzichten bewusst auf Sonnenschutz. Nicht aus Unwissenheit, sondern weil herkömmliche Produkte unangenehme Texturen hinterlassen, weißeln oder Unverträglichkeiten auslösen.

Für Hinderer, die zuvor im Venture Capital tätig war und systematisch Märkte auf Disruptionspotenzial analysiert hatte, wurde schnell klar: Hier liegt eine echte Marktlücke.

„Aus der Investorenperspektive sah ich: Hier gibt es einen riesigen Markt mit einem ungelösten Kernproblem. Die Nachfrage nach hautverträglichem, modernem Sonnenschutz ist da, aber das Angebot hat nicht Schritt gehalten. Das war für mich der Moment, in dem ich wusste: Das mache ich selbst.“ – Stella Hinderer

Aus genau diesem Antrieb entwickelten Hinderer und ihr Team in Zusammenarbeit mit Expert:innen der Charité und Harvard University eine neuartige Formulierung: leicht wie ein Serum, mit zuverlässigem SPF-50-Schutz und hautpflegenden Wirkstoffen wie Niacinamid, Ectoin, Antioxidantien und Hyaluronsäure.

Innovation für die Hautgesundheit

„Die weltweit erste mikrobiomfreundlich zertifizierte Sonnencreme zu entwickeln, ist nicht nur eine Innovation, sondern ein echter Durchbruch für die Hautgesundheit. Während viele Marken daran gescheitert sind, zeigt Sun Matters, was heute möglich ist. Gerade für Menschen mit empfindlicher oder zu Unreinheiten neigender Haut ist das ein absoluter Gamechanger: weniger Irritationen, mehr Balance und ein Schutz, der mit der Haut arbeitet und nicht gegen sie. In dieser Form gibt es das bisher auf dem Markt noch nicht.“
– Dr. Sarah Bechstein, Gründerin FORMEL Skin, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie

Sonnenschutz mit Sun Matters für Hautpflege Team Bild mit Produkt

Ergänzt wird der äußere Schutz durch das Barrier Boost Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D, Selen, Zink und essentiellen Fettsäuren, für eine ganzheitliche Verbindung aus Hautschutz und Hautpflege von innen und außen. Eine klinische Studie bestätigt die Wirksamkeit dieses Ansatzes: Bereits nach 28 Tagen wird die Hautabwehr nachweislich gestärkt, sichtbare Zeichen der Hautalterung reduziert und das Hautbild wirkt ebenmäßiger und strahlender.

Gründungsteam mit komplementären Stärken

Stella Hinderer verbindet Erfahrung aus Venture Capital, digitaler Dermatologie und der Beauty-Branche. Die Industrie begleitet sie seit ihrer Kindheit: Ihr Großvater Jörn Kreke legte den Grundstein für die heutige Douglas Holding.

„Ich habe früh Einblicke in die Beauty-Welt bekommen und schon als Teenager, in meinem Praktikum bei Douglas, den Wunsch entwickelt, eines Tages mein eigenes Produkt in den Regalen von Douglas zu sehen.“ – Stella Hinderer

Karla Emcke ergänzt das Team mit ihrem Fokus auf Design und Markenentwicklung. Gemeinsam positionieren sie Sonnenschutz nicht als lästige Pflicht, sondern als Selfcare-Moment.

Zuschlag von Maschmeyer, trotzdem kein Deal

Sun Matters bewarb sich erfolgreich für die Teilnahme an der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ und präsentierte sich dort vor den Investor:innen. Das Angebot: 100.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile.

Sun Matters erhielt auf das vorgeschlagene Angebot in der Sendung den Zuschlag von Carsten Maschmeyer. In den darauffolgenden Gesprächen zeigte sich, dass sich das Unternehmen seit der Aufzeichnung, insbesondere durch die erfolgreiche Markteinführung, deutlich weiterentwickelt hatte und sich die Parameter entsprechend verschoben haben. Vor diesem Hintergrund kam es nicht zum Abschluss eines Deals.

„Die Gespräche mit Carsten haben uns als Gründerteam enorm weitergebracht. Wie er Geschäftsmodelle durchdenkt und auf Herausforderungen schaut, ist wirklich inspirierend. Was uns darüber hinaus persönlich berührt hat, ist sein eigener Bezug zu Hautkrebs und sein Wunsch, dass mehr Menschen frühzeitig ein Bewusstsein für Sonnenschutz entwickeln, das bestätigt genau unsere Mission. Die Verhandlungen nach der Sendung haben jedoch gezeigt, dass unsere Entwicklung und Bewertung eine andere Investitionsstruktur erforderte, als in der Show besprochen. Der Austausch mit Carsten und seinem Team war dabei stets respektvoll und konstruktiv, dafür sind wir wirklich dankbar. Wir freuen uns darauf, Sun Matters auf dem eingeschlagenen Wachstumskurs weiterzuführen.“ – Stella Hinderer

Sun Matters finanziert sein Wachstum eigenständig und reinvestiert Einnahmen gezielt in Produktentwicklung, Marketing und internationale Expansion.

Expansion und neue Produkte

Die Marke ist aktuell in rund 900 Douglas-Filialen und auf sun-matters.com erhältlich und in 15 weiteren Ländern international aktiv. Für die kommenden Monate sind drei Produktneuheiten geplant: das SPF 50 Glow Serum in zwei natürlich getönten Nuancen, eine Hybrid-Formel aus Sonnenschutz und Make-up, die als Make-up-Ersatz oder Base dienen kann, sowie das Body Bounce SPF 50, eine pflegende Bodylotion mit integriertem Lichtschutzfaktor.

„Unser Ziel ist es, Sun Matters international als Marke für modernen, hautfreundlichen Sonnenschutz zu etablieren und die Kategorie Sonnenschutz komplett neu zu definieren. Täglicher UV-Schutz sollte so selbstverständlich sein wie das Zähneputzen.“ – Stella Hinderer

Bildcredits Sun Matters

Quelle MF PR & Creative Direction

Wer erledigt morgen die Aufgaben, die heute noch Stunden kosten?

0
HVNH AI Unternehmen Prozesse effizient automatisieren Niclas Hoffmann

HVNH AI entwickelt individuelle KI Lösungen für Unternehmen und optimiert Prozesse im Alltag

Wie ist HVNH AI ursprünglich entstanden und welche Erfahrungen haben zur Gründung des Unternehmens geführt?

Ich habe mit 18 angefangen, mich intensiv mit Softwareentwicklung und künstlicher Intelligenz zu beschäftigen. Irgendwann habe ich gemerkt, dass viele Unternehmen — gerade im Mittelstand — täglich Stunden mit Routineaufgaben verbringen, die sich eigentlich automatisieren lassen. Angebote schreiben, Kundenanfragen beantworten, Daten auswerten. Ich habe angefangen, für einzelne Unternehmen individuelle Lösungen zu bauen, und daraus ist HVNH AI entstanden. Der Name steht übrigens für meine Initialen — Hoffmann, Vorname Niclas, Nachname Hoffmann — und AI, weil künstliche Intelligenz der Kern von allem ist, was wir tun.

Was hat euch dazu bewegt, euch gezielt auf KI-gestützte Automatisierungslösungen für Unternehmen zu konzentrieren?

Ich habe gesehen, wie viel Zeit in Unternehmen für Dinge draufgeht, die eigentlich kein Mensch machen müsste. Ein Mitarbeiter sitzt 45 Minuten an einem Angebot, das eine KI in 5 Minuten erstellen kann. Ein anderer beantwortet zum zehnten Mal die gleiche Kundenanfrage. Das sind keine komplizierten Probleme — aber sie kosten jeden Tag Stunden. Und genau da setzen wir an. Wir bauen keine allgemeinen KI-Tools, sondern individuelle Systeme, die genau einen Prozess in genau einem Unternehmen automatisieren. Maßgeschneidert, nicht von der Stange.

Welche Vision verfolgt HVNH AI und wie soll diese in den kommenden Jahren konkret umgesetzt werden?

Meine Vision ist simpel: Jeder Mittelständler in Deutschland soll sich KI leisten können. Nicht erst ab 100.000 Euro Projektbudget, sondern ab 3.000 Euro. Wir wollen der Ansprechpartner sein, wenn ein Geschäftsführer sagt: Ich habe einen Prozess, der nervt — kann man das automatisieren? Die Antwort ist fast immer ja. In den nächsten Jahren wollen wir unser Workshop-Angebot ausbauen, damit Unternehmen erst mal verstehen, wo KI bei ihnen Sinn macht. Und dann setzen wir es um. Außerdem arbeite ich an einem eigenen SaaS-Produkt im Bereich KI-Sichtbarkeit — GEO Tracking AI — das Unternehmen hilft, in KI-Suchmaschinen wie ChatGPT und Perplexity sichtbar zu werden.

Wie schafft ihr es, individuelle KI-Lösungen so zu entwickeln, dass sie sich nahtlos in bestehende Prozesse integrieren lassen?

Das Wichtigste ist, dass wir nicht mit der Technologie anfangen, sondern mit dem Prozess. Ich setze mich mit dem Unternehmen zusammen und schaue mir genau an, wie der Ablauf heute funktioniert. Wo kommen die Daten her? Wer macht was? Wo geht Zeit verloren? Erst wenn ich das verstanden habe, baue ich die Lösung. Unsere KI-Agenten werden so gebaut, dass sie in die bestehende Infrastruktur passen — nicht umgekehrt. Der Mitarbeiter soll möglichst wenig umlernen müssen. Das System muss sich an das Unternehmen anpassen, nicht das Unternehmen an das System.

Mit welchen konkreten Herausforderungen wenden sich Unternehmen aktuell an euch, wenn es um den Einsatz von KI geht?

Die häufigste Aussage ist: Wir wissen, dass wir etwas mit KI machen sollten, aber wir wissen nicht was und wo wir anfangen sollen. Viele haben ChatGPT mal ausprobiert, fanden es interessant, aber der Schritt von einem allgemeinen Chat-Tool zu einem echten Geschäftsprozess fehlt. Konkret kommen Unternehmen mit Themen wie: Unsere Angebotserstellung dauert zu lange. Unser Support erstickt in wiederkehrenden Anfragen. Wir haben erfahrene Mitarbeiter die bald in Rente gehen und deren Wissen nirgendwo dokumentiert ist. Oder: Unser Marketing-Team verbringt Stunden mit Content-Erstellung, die eine KI in Minuten erledigen könnte.

Wer zählt heute zu eurer Zielgruppe und welche Bedürfnisse stehen bei diesen Kundinnen und Kunden besonders im Fokus?

Unsere Zielgruppe sind mittelständische Unternehmen mit 10 bis 250 Mitarbeitern. Geschäftsführer und Inhaber, die merken, dass ihre Teams zu viel Zeit mit Routineaufgaben verbringen und zu wenig mit dem, was das Unternehmen wirklich voranbringt. Die Branchen sind bewusst breit — wir arbeiten mit Industrieunternehmen, Handelsunternehmen, Agenturen und Dienstleistern. Der gemeinsame Nenner ist immer: Es gibt einen Routineprozess, der zu viel Zeit kostet. Und der lässt sich mit einer individuellen KI-Lösung automatisieren.

Was unterscheidet HVNH AI aus eurer Sicht von anderen Anbietern im Bereich KI und Automatisierung?

Drei Dinge. Erstens: Wir bauen individuelle Systeme, keine Standardsoftware. Jeder KI-Agent wird für genau ein Unternehmen und genau eine Aufgabe gebaut. Der kennt nur die Produkte, Preise und Abläufe dieses einen Unternehmens. Zweitens: Der Einstieg liegt bei ca. 3.000 Euro. Das ist für den Mittelstand machbar — kein sechsstelliges Beratungsprojekt. Und drittens: Ich bin Entwickler und Berater in einer Person. Kein Vertriebler, der etwas verspricht, was ein Entwicklerteam dann irgendwann umsetzt. Bei mir ist der Weg vom Erstgespräch zur fertigen Lösung kurz und direkt.

Welche Hürden begegnen euch bei der Einführung von KI in Unternehmen und wie geht ihr damit um?

Die größte Hürde ist nicht die Technologie, sondern die Unsicherheit. Viele Geschäftsführer haben Angst, etwas Falsches zu machen — falsche Daten, DSGVO-Probleme, Mitarbeiter die sich bedroht fühlen. Deshalb bieten wir Workshops an, in denen wir erst mal gemeinsam analysieren, wo KI sinnvoll ist und wo nicht. Das nimmt die Angst. Und wir fangen immer klein an — ein Prozess, ein Agent, ein Ergebnis. Wenn der Geschäftsführer sieht, dass seine Angebotserstellung plötzlich in 5 statt 45 Minuten läuft, ist die Skepsis weg. Dann kommt meistens die Frage: Was können wir als nächstes automatisieren?

Welche Rolle spielen Daten, Systeme und interne Strukturen, wenn es darum geht, erfolgreiche KI-Projekte umzusetzen?

Daten sind das Fundament. Ohne saubere Daten kann keine KI gut arbeiten. Aber das heißt nicht, dass ein Unternehmen erst jahrelang seine Daten aufräumen muss, bevor es anfangen kann. Wir schauen uns an, welche Daten schon da sind — Produktkataloge, Preislisten, E-Mail-Verläufe, Dokumentationen — und arbeiten damit. Oft reicht das für einen ersten KI-Agenten völlig aus. Wichtiger als perfekte Daten ist die Bereitschaft, einen Prozess klar zu definieren: Was geht rein, was soll rauskommen? Wenn das klar ist, können wir fast immer eine Lösung bauen.

Woran arbeitet HVNH AI derzeit konkret und welche Entwicklungen stehen als nächstes an?

Aktuell setze ich mehrere KI-Projekte für Mittelständler um — von der automatisierten Angebotserstellung bis zum internen Wissenssystem. Parallel baue ich unser Workshop-Angebot aus. Wir bieten vier verschiedene Formate an: KI-Grundlagen und Recht, KI-Sicherheit und Compliance, KI-Potenzialanalyse und einen Komplett-Workshop. Die IHK Siegen hat mich als festen KI-Speaker für eine quartalsweise Vortragsreihe eingeladen — das zeigt, wie groß der Bedarf im Mittelstand ist. Zusätzlich entwickle ich GEO Tracking AI, ein SaaS-Tool das Unternehmen hilft, ihre Sichtbarkeit in KI-Suchmaschinen zu messen und zu optimieren.

Wie schätzt ihr die zukünftige Bedeutung von KI-Automatisierung für Unternehmen ein?

KI-Automatisierung wird in den nächsten fünf Jahren so selbstverständlich wie eine Firmenwebsite. Unternehmen, die jetzt anfangen, haben einen Vorsprung. Unternehmen, die warten, werden es deutlich schwerer haben — auch weil bis 2030 die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen und damit Fachkräfte und Wissen verloren gehen. KI kann dieses Wissen bewahren und gleichzeitig die Lücke füllen, die der Fachkräftemangel reißt. Wer heute einen KI-Agenten für seine Angebotserstellung einsetzt, hat morgen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem, der noch alles manuell macht.

Welche drei Ratschläge würdet ihr Gründerinnen und Gründern geben, die heute im KI-Bereich starten möchten?

Erstens: Löst ein echtes Problem. Geht raus, sprecht mit Unternehmen und findet heraus, wo wirklich Zeit verloren geht. Zweitens: Fangt klein an und liefert schnell. Ein zufriedener Kunde, der euch weiterempfiehlt, ist mehr wert als jede Marketingkampagne. Drittens: Unterschätzt den Vertrieb nicht. Das beste Produkt bringt nichts, wenn keiner davon weiß. Seid sichtbar — ob auf Bühnen, in sozialen Medien oder im direkten Gespräch.

Bildcredits @ privat

Wir bedanken uns bei Niclas Hoffmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie viel kostet dich dein Auto wirklich jeden Monat?

0
Fahrfuchs Kosten App Versicherung sparen Auto Gründerteam Bild vor einer Tankstelle

Fahrfuchs ist eine App, die Kosten rund ums Auto transparent macht und Einsparpotenziale bei Versicherung und Nutzung aufzeigt

Was steckt hinter Fahrfuchs und wie ist die Idee zur App entstanden?

Für uns war klar, eine Tankstelle eröffnen können wir nicht und Leuten vor der Zapfsäule Geld in die Hand drücken wird auch schwer, trotzdem wollten wir eine Lösung dafür finden, dass individuelle Mobilität für jedermann jederzeit möglich bleibt. Denn wir finden, die alleinerziehende Mutter sollte nicht an der Zapfsäule stehen müssen und entscheiden, ob sie ihr Kind in die Kita oder sich selbst zur Arbeit fährt, und so haben wir im Laufe unserer Recherche entdeckt, dass sich oft Kosten an der einen Stelle sparen lassen, wenn es an der anderen mal teurer wird.

Zum Beispiel: Wenn die Spritpreise steigen, lohnt es sich umso mehr, die Versicherung zu prüfen oder das Fahrverhalten anzupassen – das gleicht sich oft aus, aber das sieht man eben nur, wenn man alles zusammen betrachtet. Das ist bei jedem ganz individuell und deshalb haben wir uns dazu entschlossen, eine App zu entwickeln, die das einfach, kostenlos und ohne Werbung anzeigt und dabei noch alle Daten lokal auf dem Handy speichert – so, dass niemand sich darum Sorgen machen muss, dass die App weiß, wohin ich wann fahre.

Wer sind die Köpfe hinter Fahrfuchs und welche Erfahrungen bringen sie in das Thema Mobilität und Kostenoptimierung ein?

Hinter Fahrfuchs stecken Jannik und ich, zwei Abiturienten, die sich vor allem infolge der letztlich gestiegenen Spritpreise darüber unterhalten haben, wie sich das Problem lösen lässt. Einen klassischen Background in dem Bereich hatten wir nicht, ganz im Gegenteil: Weder Jannik noch ich besitzen einen Führerschein, auch wenn wir hart dran arbeiten, dass sich das ändert. Aber genau das hat uns angetrieben: Wir haben uns so in die Problematik verbissen, wochenlang recherchiert, Daten ausgewertet und vor allem mit Menschen gesprochen, die jeden Tag unter den hohen Kosten leiden, und welchen, die es weniger tun. Daraus haben wir gelernt und dieses Wissen geben wir jetzt interaktiv in unserer App weiter.

Welche Vision verfolgt Fahrfuchs im Bereich Transparenz von Fahrzeugkosten?

Das Auto steht wie kein anderer persönlicher Gegenstand in unserer Gesellschaft so sehr für die persönliche Freiheit und das ist spürbar. Wenn die Benzinpreise steigen, wird das Thema oft heiß diskutiert und das zurecht. Viele Menschen sind einfach im Alltag auf ihr Fahrzeug angewiesen, sei es der Pendler, der jeden Morgen eine Stunde zur Arbeit fährt, oder die vielen Menschen, die mit ihrem Auto am Wochenende einen Ausflug machen. Wir wollen, dass das möglich bleibt, und haben deshalb Fahrfuchs entwickelt. Der Kern ist Transparenz, denn die meisten Autobesitzer unterschätzen ihre tatsächlichen Kosten erheblich – viele rechnen nur mit Sprit und Versicherung, vergessen aber Wertverlust, Wartung, Steuern und kleinere Reparaturen. Und wenn ich nicht weiß, was mich mein Auto wirklich kostet, weiß ich auch nicht, wo sich sparen lässt.

Viele Menschen unterschätzen die tatsächlichen Kosten eines Fahrzeugs. Wie setzt Fahrfuchs genau hier an?

Das Problem ist: Immer wird etwas unterschätzt, bekomme ich das ja nie mit, das ist der erste Schritt. Wir müssen den Leuten klarmachen: Okay, hier besteht Einsparpotenzial. Das Auto kostet mich eben nicht nur 10–15 % meines monatlichen Einkommens, sondern oft noch deutlich mehr, denn neben dem Sprit kommen ja noch Versicherung, Steuern, Verschleiß, Wertverlust und all die Kosten dazu, an die man im Alltag gar nicht denkt. Sobald das verstanden ist, kann man anfangen, einzelne Kosten zu senken, das zeigt die App dann ganz individuell über den Sparfuchs-Score an.

Welche Zielgruppen sprechen Sie mit Fahrfuchs gezielt an und welche Bedürfnisse stehen im Vordergrund?

Es gibt keine genaue Zielgruppe, Bedingung ist eins: Es ist ein Auto vorhanden, alles andere ist egal, denn jeder Mensch kann bei seinem Auto sparen und dieses Bedürfnis steht dann für uns auch im Vordergrund. Natürlich wird der Porsche-Fahrer weniger auf seine Autokosten achten als jemand mit einem alten Golf, aber auch der profitiert davon, weil die App in Sekunden blinde Flecken aufdeckt, an die man selbst nicht denkt – und das ganz ohne Aufwand. Egal was ich fahre oder wie viel Geld ich habe, so einfach wie sich mit Fahrfuchs Geld sparen lässt, ist das auch immer sinnvoll.

Der Sparfuchs Score ist ein zentrales Element Ihrer App. Wie hilft er Nutzerinnen und Nutzern konkret beim Sparen?

Ich habe ihn gerade schon mal erwähnt bezüglich der unterschätzten Kosten, der Sparfuchs-Score soll konkret visualisieren, wo sich wie viel sparen lässt. Auf Basis hunderter eigens recherchierter Testprofile haben wir errechnet, wo im Verhältnis zum Durchschnittsfahrer Einsparpotenzial besteht. Konkret heißt das zum Beispiel: Du bekommst angezeigt, dass du bei deiner Versicherung 120 Euro mehr zahlst als der Durchschnitt für dein Profil, oder dass deine Spritkosten deutlich über dem liegen, was für deine Strecken üblich wäre. Gleiches gilt für unseren Versicherungsrechner in der Pro- und Plus-Version, der es ermöglicht, seine Versicherung gegen den Durchschnitt gegenzurechnen. Dafür nutzen wir Daten aus hunderten Versicherungsangeboten, die wir uns erstellt haben lassen, und auch wenn das viel Arbeit ist, bietet es einen Vorteil: Wir sind völlig unabhängig von Provisionen, Empfehlungen oder Sonstigem und geben so auch unabhängige Empfehlungen, das war uns besonders wichtig.

Fahrfuchs vereint mehrere Funktionen wie Tankpreise, Versicherungsvergleiche und Kostenanalysen. Was war die Idee hinter diesem All in One Ansatz?

Das, was ich bereits angesprochen habe: Wenn sich an der einen Stelle Kosten steigern, lassen sich meist an einer anderen welche sparen. Verschiedene Kostenpositionen beim Auto entwickeln sich oft nicht in die gleiche Richtung – wenn das Tanken teurer wird, kann es zum Beispiel sein, dass sich ein Versicherungswechsel gerade besonders lohnt oder dass Anpassungen im Fahrverhalten woanders was einsparen. Dieses Beziehungsverhältnis ist schwer zu verstehen, wenn es über zahlreiche Apps hinweg verfolgt werden muss, und deshalb bieten wir alles in einem.

Datenschutz spielt bei Fahrfuchs eine große Rolle. Warum haben Sie sich bewusst gegen Cloud und Tracking entschieden?

Wir geben ohnehin schon hunderte Daten jeden Tag weiter, das tue ich auch und finde das nicht immer problematisch. Aber es gibt Informationen, auf die sollte niemand anderes Zugriff haben als man selbst, das kann sein, wann ich mein Kind wie lange und wohin zur Kita fahre, aber auch, wo ich arbeite oder wo meine Eltern wohnen. Egal wie sicher eine Cloud ist, am Ende des Tages können Daten immer nach außen gelangen, das zeigen die vielen bekannten Fälle der letzten Jahre, in denen sensible Kundendaten selbst bei großen Unternehmen aus vermeintlich sicheren Systemen abgeflossen sind. Es gibt keinen Grund, dass diese Daten woanders sind als in der eigenen Hosentasche, was ich mache, bleibt bei mir und das ist auch richtig so.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Entwicklung einer so umfassenden App im Mobilitätsbereich?

Ich weiß kaum, wo ich hier anfangen soll, es gibt so viele große Player, so komplizierte Zusammenhänge in einem System, das sich seit Jahrzehnten immer weiter etabliert hat, und da spreche ich nicht nur über Versicherungen, sondern auch über bereits bestehende Lösungen und Apps. Wir fangen als kleines Hamburger Startup – einem Zwei-Mann-Team, das nebenbei noch sein Abitur macht – an und wollen mit unserer Idee große Player verdrängen, die alle nur eines der vielen Features von uns abdecken. Der USP ist klar bei uns, aber unsere größte Herausforderung ist Sichtbarkeit – als neues Team ohne großes Marketingbudget müssen wir uns über Qualität und Mundpropaganda etablieren und das braucht Zeit.

Was unterscheidet Fahrfuchs von anderen Apps rund um Autofahren und Kosten?

Es gibt viele Apps, die einzelne Bereiche abdecken, die eine zeigt Tankpreise an, die andere vergleicht Versicherungen, wieder eine andere trackt Spritkosten. Wir bringen das alles in einer App zusammen und zeigen vor allem die Wechselwirkung zwischen diesen Kosten – genau da liegt das Sparpotenzial, das andere übersehen. Dazu kommt unser Datenschutzansatz: keine Werbung, keine Cloud, keine Tracker. Das alleine schon trägt dazu bei, denn so gibt es keine Anbieter, die Kundendaten tracken und verkaufen können. Und es sind viele weitere Features geplant, die das Ganze noch weiter ausbauen werden.

Welche nächsten Schritte plant Fahrfuchs für die Weiterentwicklung der Plattform?

Das Stichwort habe ich gerade schon gegeben, es ist in Zukunft viel geplant. Jeden Tag arbeiten wir mehrere Stunden daran, die App weiter auszubauen. Gerade trainieren wir ein KI-Modell, das lokal auf dem Gerät ressourcenschonend in die App integriert wird und so direkte Fragen zum Auto beantworten kann und dabei hilft, Kosten einfacher und noch schneller einzutragen. Auch hier gilt wieder: Alles bleibt in der Hosentasche, auf dem Gerät, ohne Chance auf Export nach außerhalb, aber das ist aufwendig und ein wirklich kompliziertes Projekt – aber wir arbeiten daran und wollen das in den nächsten Monaten als eines der vielen neuen geplanten Features veröffentlichen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Nummer eins: Einfach machen. Wir beide haben uns vorher nie mit Apps, Softwareentwicklung oder geschweige denn Formeln zur Versicherungsberechnung beschäftigt – wir haben die App gestartet, ohne je eine Zeile Code geschrieben zu haben, und es hat funktioniert. Natürlich hätte Vorwissen geholfen, aber wir leben in einer Welt, in der ich auf alle Informationen zu jedem möglichen Zeitpunkt vom Handy aus zugreifen kann, die besten KIs der Welt stehen uns quasi zum Nulltarif zur Verfügung und beantworten Fragen und können jederzeit und überall helfen. Nutzt das!

Zweitens: Gründet gemeinsam mit jemandem, der euch nicht alles nachquasselt. Jannik und ich haben ganz andere Perspektiven auf das Projekt und trotzdem im Kern die gleiche Meinung. Das ist großartig, denn so gehen wir Probleme ganz unterschiedlich an und treffen uns am Ende in der Mitte, und das ist immer besser, als die eigene Meinung durchzuringen und am Ende mit einer Version seiner Idee dazustehen, die überhaupt nicht mehr das ist, was sie mal sein sollte, denn sie wurde nie kritisch hinterfragt.

Und drittens empfehle ich jedem, sich zu trauen, Hilfe von außen anzufordern. Schreibt Leuten, fragt Personen, die ihr einmal in eurem Leben gesehen habt, nach ihrer Meinung, nur so könnt ihr den gemeinsamen Nenner aller finden und eure Lösung zielgerichtet anbieten!

Bildcredits: @Fahrfuchs

Wir bedanken uns bei Florian Ritzel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie entsteht die nächste Generation von Gesundheitslösungen in Deutschland?

0
Gesundheitslösungen Start-ups Gesundheitswesen Innovation ZoHo Summer Pitch Foto Credits: Maria Bayer

Gesundheitslösungen, Start-ups und Gesundheitswesen stehen im Fokus des de:hub Nürnberg Erlangen und prägen die Zukunft der digitalen medizinischen Versorgung.

Wie positioniert sich der de:hub Nürnberg Erlangen – Health innerhalb des deutschen Digital Hub Netzwerks? Welche Rolle spielt der Hub für die Digitalisierung des Gesundheitswesens?

Der de:hub Nürnberg Erlangen – Health ist weit mehr als ein Start-up-Hub: Er ist ein zentraler Motor für die digitale Transformation des deutschen Gesundheitswesens. Durch die enge Verzahnung von Forschung, Medizintechnik / Digital Health, Kliniken, Start-ups und Investoren entsteht ein Innovationsraum, der neue digitale Lösungen nicht nur hervorbringt, sondern sie konsequent in die Versorgung überführt. Als offizieller Digital-Health-Hub des Bundes verbindet er regionale Exzellenz mit nationaler Strahlkraft – und trägt damit entscheidend dazu bei, dass Deutschland im internationalen Wettbewerb um die Gesundheitsinnovationen der Zukunft sichtbar bleibt.

Die Region Nürnberg Erlangen vereint starke Wirtschaft und exzellente Forschung im Gesundheitsbereich. Welche Standortfaktoren machen dieses Ökosystem besonders attraktiv für Health Innovationen?

Durch die Kombination aus exzellenter Gesundheitsforschung, starker Medizintechnik- und IT-Industrie sowie einer aktiven Start-up-Szene bietet die Region Nürnberg Erlangen ideale Voraussetzungen für HealthTech-Innovationen. Kurze Wege zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Versorgung ermöglichen eine schnelle Entwicklung, Validierung und Skalierung digitaler Gesundheitslösungen. Die Region ist ein Innovationsmotor für die Transformation des Gesundheitswesens.

Welche technologischen Schwerpunkte stehen im Fokus des de:hub Nürnberg Erlangen – Health? Warum sind diese Themen für die Zukunft des Gesundheitswesens besonders relevant?

Der de:hub Nürnberg Erlangen – Health fokussiert sich auf KI- und datenbasierte Gesundheitslösungen, Medizintechnik, digitale Versorgung sowie Robotik- und Assistenzsysteme. Diese Technologien tragen dazu bei, die Effizienz und Qualität der Gesundheitsversorgung zu steigern. Sie verändern nicht nur Abläufe, sondern ganze Versorgungsmodelle. Dazu leisten Sie einen wichtigen Beitrag für eine hochklassige, bezahlbare Gesundheitsversorgung .

Wie unterstützt der Hub Startups bei der Entwicklung, Validierung und Skalierung digitaler Gesundheitslösungen?

Der de:hub Nürnberg Erlangen – Health unterstützt Start-ups bei der Entwicklung, Validierung und Skalierung digitaler Gesundheitslösungen durch Business- und Produktvalidierung, regulatorische und Erstattungsberatung, Zugang zu Testumgebungen und Pilotprojekten sowie durch Mentoring, Vernetzung und Unterstützung bei Finanzierung und Markteintritt.

Welche Rolle spielen Kliniken, Forschungseinrichtungen und Industriepartner bei der Umsetzung innovativer Health Lösungen?

Kliniken, Forschungseinrichtungen und Industriepartner spielen eine zentrale Rolle, indem sie Anwendungsnähe, wissenschaftliche Validierung und industrielle Umsetzung ermöglichen. Gemeinsam schaffen sie Testumgebungen, Pilotprojekte und Marktzugänge, um innovative Health-Lösungen schnell in die Praxis zu überführen

Wie geht der de:hub Nürnberg Erlangen – Health mit regulatorischen Anforderungen, Datenschutz und Zulassungsprozessen im Gesundheitsbereich um?

Im de:hub Nürnberg Erlangen – Health besteht ein starkes Netzwerk aus spezialisierten Expert:innen und Partnern, das alle relevanten Kompetenzen in den Bereichen regulatorischen Anforderungen, Datenschutz und Zulassungsprozessen vereint, um digitale Gesundheitsprodukte regelkonform zu entwickeln und erfolgreich in den Markt einzuführen.

Welche Bedeutung haben Künstliche Intelligenz, Datenanalyse und vernetzte Systeme für neue Geschäftsmodelle im Health Sektor?

Künstliche Intelligenz, Datenanalyse und vernetzte Systeme sind zentrale Treiber neuer Geschäftsmodelle im Health-Sektor, da sie personalisierte Versorgung, datenbasierte Entscheidungen und skalierbare digitale Services ermöglichen und so Effizienz, Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen nachhaltig verbessern.

Wie stellt der Hub sicher, dass digitale Gesundheitslösungen einen echten Mehrwert für Patientinnen, Patienten und das Gesundheitssystem schaffen?

Der de:hub Nürnberg Erlangen – Health sorgt dafür, dass digitale Gesundheitslösungen wirklichen Mehrwert bieten, indem er Start-ups früh mit Leistungserbringern im Gesundheitswesen und anderen Anwender:innen vernetzt. So ist sichergestellt, dass der Market Need adressiert wird. Die Lösungen werden direkt in der Praxis getestet und die Start-ups gezielt dabei unterstützt, wirklich nützliche und wirksame Innovationen für das Gesundheitssystem zu entwickeln.

Wie messen Sie den Erfolg Ihrer Aktivitäten – sowohl für die unterstützten Startups als auch für die digitale Transformation der Gesundheitsbranche in der Region?

Wir messen den Erfolg über Kennzahlen wie Anzahl unterstützter Start-ups, Markteinführungen, Finanzierungen und Kooperationen sowie durch den Einfluss auf die digitale Transformation der Region, z. B. implementierte Lösungen, wachsende HealthTech-Community und erfolgreiche Pilotprojekte.

Welche Ziele verfolgt der de:hub Nürnberg Erlangen – Health in den kommenden Jahren, um innovative Ideen mit gesellschaftlichem Nutzen weiter zu fördern?

Der de:hub Nürnberg Erlangen – Health will künftig Innovationen mit gesellschaftlichem Nutzen fördern, indem er das Angebot an Infrastrukturen, Programmen und Dienstleistungen konsequent zielgruppengerecht ausweitet, um Start-ups noch gezielter in den Themenbereichen Zulassung, Finanzierung, Marktzugang zu unterstützen und Kooperationen zwischen Forschung, Industrie und Anwendern zu stärken, um digitale Gesundheitslösungen schneller in die Praxis zu bringen.

ZoHo Summer Pitch Foto Credits: Maria Bayer

Wir bedanken uns bei Marco Wendel und Johanna Wille für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Startup baut Pilotfertigung für fehlerresistente Qubits auf

0
Peak Quantum Quantenchips Quantencomputer Teambild @ Peak Quantum

Peak Quantum erreicht fünf Millionen Euro Gesamtfinanzierung für Quantenchips

Das Münchner Quantencomputer Startup Peak Quantum hat eine Pre Seed Finanzierungsrunde in Höhe von 2,2 Millionen Euro abgeschlossen. Lead Investor ist Cloudberry Ventures. Zu den weiteren Investoren zählen United Founders, QAI Ventures, Golden Egg Check sowie mehrere Business Angels mit Industrieerfahrung.

Damit steigt die Gesamtfinanzierung des Unternehmens auf mehr als fünf Millionen Euro an. Dazu gehören auch öffentliche Fördermittel, unter anderem aus dem EU Chips Act. Die Mittel fließen in die Weiterentwicklung der Technologie sowie den Aufbau einer europäischen Pilotfertigung für supraleitende Quantenprozessoren.

Wissenschaftliche Basis und Entwicklungskompetenz

Das Startup ging 2024 aus der Forschungsgruppe von Prof. Stefan Filipp am Walther Meißner Institut hervor, einer der führenden Forschungseinrichtungen für supraleitende Quantenchips in Europa. Das WMI gehört zur Bayerischen Akademie der Wissenschaften und ist auf dem Forschungscampus Garching der Technischen Universität München angesiedelt.

Das Team von Peak Quantum vereint Expertise entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von Chipdesign über Fertigung bis zur Integration in Quantensysteme. Peak Quantum ist Teil des Munich Quantum Valley, einem bayerischen Forschungs und Innovationsverbund für Quantencomputing, der Wissenschaft und Industrie vernetzt. Zudem wird das Startup von UnternehmerTUM unterstützt, einem der größten europäischen Zentren für Innovation und Unternehmensgründung mit Sitz in München.

Im Zentrum des technologischen Ansatzes steht die Entwicklung von Quanten Bits, deren physikalische Architektur Fehler bereits auf Hardware Ebene unterdrückt. Herkömmliche Quantenprozessoren gelten als stark fehleranfällig und erfordern daher eine aufwändige nachträgliche Fehlerkorrektur. Peak Quantum verfolgt einen anderen Ansatz: Fehlerschutz wird direkt in das Design der Hardware integriert.

Robuste und skalierbare Quantenprozessoren

„Die Quantencomputer Branche hat sich zu lange darauf konzentriert, die Anzahl der Qubits zu skalieren“, sagt CEO Leon Koch. „Doch mehr Qubits helfen nicht, wenn jedes einzelne unzuverlässig ist. Wir entwickeln Prozessoren, bei denen Fehlerresistenz eine physikalische Eigenschaft der Hardware selbst ist.“

Ein zentraler Baustein ist die geplante europäische Quantenchip Pilotlinie SUPREME im Rahmen des EU Chips Act. Peak Quantum wurde ausgewählt, diese Linie zu betreiben. Der Start ist für April 2026 vorgesehen. Ziel ist es, eine industrielle Infrastruktur für die Entwicklung und Fertigung von Quantenchips in Europa zu schaffen.

COO Dr. Thomas Luschmann betont: „Wenn Europa im Quantencomputing eine führende Rolle spielen will, muss es die Hardware selbst entwickeln und produzieren.“

Mahir Sahin von Cloudberry Ventures ergänzt: „Peak Quantum baut nicht nur Chips, sondern die Grundlage für ein europäisches Ökosystem im Quantencomputing.“

Die Entwicklung leistungsfähiger Quantenprozessoren gilt als Schlüsseltechnologie für zahlreiche Branchen wie Materialforschung, Logistik, Sicherheit und industrielle Optimierung. Peak Quantum positioniert sich hier als Anbieter zentraler Hardwarekomponenten.

„Das Gründerteam zeichnet sich durch eine klare und leistungsorientierte Denkweise aus“, sagt Bettina Scheibe von United Founders. „Das ist die Basis für globale Marktführerschaft.“

Verwendung der Mittel und nächste Schritte

„Mit der aktuellen Finanzierung beschleunigen wir unsere technologische Entwicklung und schaffen die Grundlage für industrielle Fertigung“, sagt CEO Leon Koch. Der Fokus liegt auf der Weiterentwicklung der Chipdesigns sowie auf ersten Pilotprojekten mit Industrie und Forschung.

Bild links nach rechts, oben nach unten: Kedar Honasoge (Head of Production), Dr. Max Werninghaus (CSO), Alexander Schult (CFO), Leon Koch (CEO), Daniil Bazulin (Quantum Engineer), Ivan Tsitsilin (Head of Design), Dr. Thomas Luschmann (COO) Bildcredits: Peak Quantum

Quelle PIABO PR GmbH

Vom TV Pitch zur neuen Mission?

0
SCHARFENSTEIN Longevity Prävention neu gedacht die gründer Tim Scharfenstein und Kai Brehmer-Scharfenstein

SCHARFENSTEIN entwickelt alltagstaugliche Lösungen im Bereich Longevity und Prävention, um Gesundheit verständlich, bezahlbar und nachhaltig zugänglich zu machen

Wie ist SCHARFENSTEIN ursprünglich entstanden und wer sind die Köpfe hinter dem Startup?

Was als mutige Idee zweier Gründer begann, entwickelt sich heute zu einer deutlich größeren Vision.
Hinter SCHARFENSTEIN stehen Tim Scharfenstein und Kai Brehmer-Scharfenstein – zwei Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Stärken, aber einem gemeinsamen Antrieb: ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Während Kai, Medizinstudent im 9. Semester, seine Leidenschaft für Wissenschaft einbringt, kommt Tim aus der Praxis – mit einer Ausbildung in einem Pharmaunternehmen, einem ausgeprägten Zahlenverständnis und einem Gespür für Trends in der Modewelt.

Die ursprüngliche Idee entstand genau aus dieser Kombination: Duft nicht nur als flüchtiges Erlebnis zu begreifen, sondern ihn dauerhaft in Textilien zu integrieren – und gleichzeitig wieder aufladbar zu machen. Was zunächst visionär klang, wurde Realität: SCHARFENSTEIN gehörte zu den ersten, denen es gelang, Duft technologisch langfristig in Kleidung zu verankern.
Doch das Unternehmen entwickelte sich weiter. Mit dem zunehmenden Verbot von Mikroplastik standen die Gründer vor einer strategischen Entscheidung – und nutzten den Moment für einen konsequenten Pivot. Statt an der ursprünglichen Produktidee festzuhalten, rückten sie ein Thema in den Fokus, das sie schon lange begleitet: Longevity.
Heute verfolgt SCHARFENSTEIN eine größere Mission: die Entwicklung von Lösungen, die Gesundheit, Nachhaltigkeit und Lebensqualität langfristig verbessern. Der Wandel vom Produkt hin zur Vision zeigt, wie aus einer ersten Innovation ein zukunftsorientiertes Unternehmen entstehen kann.

Sie waren mit einem völlig anderen Produkt in der Höhle der Löwen zu sehen. Wie kam es damals zu der Idee rund um Duft-T-Shirts?

Die Idee ist tatsächlich aus einer ganz einfachen Beobachtung entstanden: Duft begleitet uns im Alltag überall, ist aber immer nur temporär.
Wir haben uns gefragt, warum es keine Möglichkeit gibt, Duft langfristig in etwas so Alltägliches wie Kleidung zu integrieren – also genau dort, wo man ihn den ganzen Tag bei sich trägt. Daraus ist Schritt für Schritt die Vision entstanden, Duft nicht nur aufzutragen, sondern ihn in Textilien zu speichern und kontrolliert wieder abzugeben.

In der Umsetzung haben wir dann unsere Stärken kombiniert: Kai hat sich stark mit den wissenschaftlichen Grundlagen beschäftigt, während Tim das Ganze aus einer marktorientierten Perspektive gedacht und weiterentwickelt hat. So konnten wir relativ schnell aus einer Idee ein konkretes Produkt entwickeln.
Unser Ziel war es von Anfang an, etwas zu schaffen, das es so noch nicht gibt: Kleidung, die Duft nicht nur enthält, sondern auch wiederaufladbar macht.
Der Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ war für uns dann ein wichtiger Meilenstein, weil wir unsere Idee erstmals einem breiten Publikum präsentieren konnten – und gezeigt haben, was technologisch möglich ist.

Ihr Auftritt in der Höhle der Löwen gilt als besonders emotional. Wie haben Sie diese Erfahrung persönlich erlebt?

Unser Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ wurde im Vorfeld selbst von RTL und VOX als einer der emotionalsten der bisherigen Staffeln angekündigt – und genau so hat es sich für uns auch angefühlt.
Wir sind mit einer klaren Mission in die Höhle gegangen: Wir wollten unbedingt einen Deal und waren zu 100 Prozent von unserer Idee überzeugt. Entsprechend hart war der Moment, als eine Absage nach der anderen kam. In diesen Sekunden wird einem bewusst, wie viel auf dem Spiel steht – und gleichzeitig, dass man jetzt noch mehr kämpfen muss.
Genau das haben wir getan. Wir haben weiter für unsere Vision gekämpft – und am Ende tatsächlich einen Deal mit Janna Ensthaler bekommen.

Für mich, Kai, ist in diesem Moment alles abgefallen. Nach diesem intensiven Tag, dieser Anspannung und den ganzen Emotionen war ich einfach überwältigt und unendlich glücklich. Als dann auch noch Frank Thelen aufgestanden ist und mich einen der besten Pitcher genannt hat, die er je gesehen hat, war das ein Moment, der mich tief berührt hat.
In diesem Augenblick waren wir einfach wir selbst. Ungefiltert, nicht verstellt – und es war uns egal, dass Millionen Menschen zuschauen. Ich war einfach Kai, und Tim war einfach Tim.
Für uns war es einer der emotionalsten Tage unseres Lebens – nach unserer Hochzeit. Die Intensität dieser Situation kann man kaum beschreiben, wenn man nicht selbst einmal vor den Löwen gestanden hat.

Nach der Sendung haben Sie einen radikalen Pivot vollzogen. Was war der entscheidende Moment, der zu dieser Neuausrichtung geführt hat?

Der entscheidende Moment war kein einzelner Augenblick, sondern ein Prozess, der direkt nach der Aufzeichnung begonnen hat. Wir haben uns intensiv mit Janna Ensthaler ausgetauscht, viele Gespräche geführt und den Markt sehr ehrlich analysiert.
Dabei sind wir gemeinsam zu einer klaren Erkenntnis gekommen: Unsere Technologie war zwar innovativ und spannend, aber am Ende eher ein „Nice-to-have“ – ohne echte, langfristige Relevanz für den Massenmarkt. Parallel dazu kam die neue Regulierung hinzu, durch die unser Material als Mikroplastik eingestuft wurde. Das hat uns natürlich hart getroffen.

Man muss sich vorstellen:

Wir haben ein ganzes Jahr lang täglich mehrere Stunden an diesem Projekt gearbeitet. Es war unser kompletter Fokus. Und dann kommt dieser Moment, in dem man sich eingestehen muss: So geht es nicht weiter.
Das zu akzeptieren, hat ein paar Tage gedauert. Aber wir sind immer wieder aufgestanden und haben uns gesagt: Das kann noch nicht alles gewesen sein.

Was uns dabei geholfen hat, war etwas, das uns schon lange begleitet:

Longevity. Wir beschäftigen uns seit Jahren intensiv mit dem Thema, kennen den Markt für Nahrungsergänzungsmittel sehr genau – und auch die Probleme: unterdosierte Produkte, unnötige Zusatzstoffe, zu viele Kapseln im Alltag und oft überhöhte Preise.
Hinzu kam ein sehr persönlicher Einschnitt: der Verlust von Kais Vater. Dieses Ereignis hat uns noch einmal deutlich vor Augen geführt, wie wertvoll Zeit – vor allem gesunde Zeit – mit der Familie ist.

All das zusammen hat zu einer klaren Entscheidung geführt:

Wir wollen unsere Energie in etwas stecken, das echten Impact hat. Unser Ziel ist es, Longevity und hochwertige Nahrungsergänzung für die breite Masse verständlich und zugänglich zu machen – unabhängig vom Geldbeutel. Prävention darf kein Luxus sein.
Der Pivot mag von außen radikal wirken, für uns war er die einzig logische Konsequenz. Und rückblickend haben wir erkannt, dass wir mit unserer Expertise in diesem Bereich deutlich mehr bewegen können, als wir es mit einem einzelnen Produkt je hätten tun können.

Viele Startups halten an ihrer ursprünglichen Idee fest. Warum haben Sie sich bewusst für diesen mutigen Schritt entschieden?

Wir glauben, dass der größte Fehler in der frühen Phase eines Startups sein kann, zu lange an einer Idee festzuhalten, nur weil man emotional investiert ist. Genau deshalb haben wir uns bewusst anders entschieden.
Nach intensiven Gesprächen – unter anderem auch mit Janna Ensthaler – und einer ehrlichen Marktanalyse wurde uns klar, dass unsere ursprüngliche Lösung zwar technologisch spannend war, aber langfristig nicht die Wirkung entfalten würde, die wir eigentlich erreichen wollen.

Für uns war entscheidend, dass wir nicht einfach ein Produkt bauen wollen, sondern etwas, das wirklich relevant ist und echten Mehrwert im Alltag der Menschen schafft. Als wir das mit den äußeren Rahmenbedingungen – insbesondere der regulatorischen Entwicklung rund um Mikroplastik – zusammengebracht haben, wurde die Entscheidung immer klarer.
Am Ende war es kein impulsiver Bruch, sondern eine sehr bewusste unternehmerische Entscheidung: lieber früh konsequent neu ausrichten, als später in einer Sackgasse zu landen.
Hinzu kam, dass wir uns schon seit Jahren intensiv mit dem Thema Longevity beschäftigen und den Markt sehr gut kennen. Dadurch hatten wir nicht nur eine neue Richtung, sondern auch eine klare Vision, wohin wir wollen: Prävention und hochwertige Nahrungsergänzung zugänglich zu machen – für möglichst viele Menschen, nicht nur für wenige.
Der Schritt war mutig, aber für uns logisch. Weil er nicht weg von etwas führte, sondern hin zu dem, was wir wirklich langfristig aufbauen wollen.

Heute steht SCHARFENSTEIN für einen neuen Ansatz im Bereich Longevity. Was genau verstehen Sie unter „Longevity zugänglich gedacht“?

Für uns bedeutet „Longevity zugänglich gedacht“ vor allem, dass Gesundheit und Prävention nicht kompliziert, elitär oder teuer sein dürfen.
Wir haben im Bereich Nahrungsergänzung und Longevity über Jahre hinweg gesehen, dass viele Produkte zwar versprechen, lange und gesund zu leben zu unterstützen, in der Realität aber oft überladen, teuer oder im Alltag schwer umzusetzen sind – zu viele Kapseln, unklare Dosierungen und häufig eine starke Fokussierung auf Premium-Zielgruppen.
Genau dort wollen wir ansetzen. Unser Ansatz ist es, Longevity so zu denken, dass es im echten Leben funktioniert: verständlich, reduziert und alltagstauglich. Produkte sollen nicht überfordern, sondern sich nahtlos in Routinen integrieren lassen.

„Zugänglich“ bedeutet für uns aber auch eine gesellschaftliche Dimension: Prävention darf kein Luxus sein. Wir sind überzeugt, dass hochwertige, evidenzbasierte Unterstützung für Gesundheit nicht vom Geldbeutel abhängen sollte.
Gleichzeitig ist es für uns kein kurzfristiger Trend, sondern ein langfristiges Thema. Wir kommen selbst aus einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Bereich Longevity und wissen, wie groß der Bedarf ist – aber auch, wie viel Potenzial noch ungenutzt bleibt.
SCHARFENSTEIN steht deshalb für einen Ansatz, der wissenschaftliche Ansprüche mit Alltagstauglichkeit verbindet – und Longevity aus der Nische in die Mitte der Gesellschaft bringt.

Welche Vision verfolgen Sie mit SCHARFENSTEIN und wie möchten Sie das Thema Longevity für eine breite Zielgruppe greifbar machen?

Unsere Vision mit SCHARFENSTEIN ist es, Longevity aus einer sehr klinischen, oft schwer zugänglichen Nische herauszuholen und für die breite Gesellschaft verständlich und alltagstauglich zu machen.
Aktuell ist es so, dass sich viele hochwertige Lösungen im Bereich Gesundheit und Prävention vor allem Menschen mit höherem Einkommen leisten können. Gleichzeitig wirkt das Thema nach außen oft sehr medizinisch, komplex und teilweise sogar abschreckend – als müsste man wissenschaftliche Studien lesen oder ein tiefes Fachverständnis mitbringen, um überhaupt mitreden zu können.

Genau da setzen wir an. Wir wollen Longevity „menschlich“ machen. Das bedeutet: verständlich, bezahlbar und so gestaltet, dass es in den Alltag passt – ohne Hürden.
Ein großes Problem im Markt ist aus unserer Sicht außerdem die sogenannte „Pillen-Fatigue“. Viele Menschen müssen heute eine Vielzahl an Kapseln einnehmen, um überhaupt auf sinnvolle Dosierungen zu kommen. Das ist im Alltag weder praktikabel noch nachhaltig. Dazu kommt, dass viele Präparate unterdosiert sind oder unnötige Zusatzstoffe enthalten.
Wir wollen genau diese Punkte lösen – durch durchdachte, reduzierte und sinnvoll kombinierte Lösungen, die sich einfach integrieren lassen.

Dabei arbeiten wir eng mit unseren Partnern und Händlern zusammen und achten sehr genau auf Qualität und Reinheit. Unsere Produkte werden unter anderem mit hochpräzisen Analyseverfahren wie der NMR-Methode geprüft, um eine Qualität auf einem sehr hohen Niveau sicherzustellen.
Unser Ziel ist klar: Longevity darf kein Luxuskonzept für wenige bleiben. Wir wollen es in die Mitte der Gesellschaft bringen – bezahlbar, verständlich und im echten Leben anwendbar.

Welche Rolle spielt Ihre persönliche Geschichte beim Aufbau der Marke und beim Vertrauen Ihrer Community?

Unsere persönliche Geschichte spielt eine zentrale Rolle – sie ist im Grunde der Ausgangspunkt für alles, was wir heute mit SCHARFENSTEIN tun.
Ein sehr prägender Moment war der Verlust von Kais Vater. Diese Erfahrung hat uns noch einmal sehr deutlich vor Augen geführt, wie zerbrechlich Gesundheit ist – und wie viel früher man eigentlich ansetzen müsste, bevor überhaupt Krankheiten entstehen. Gerade auch durch die Zeit im Krankenhaus haben wir gesehen, wie viele Menschen dort sind, bei denen sehr oft nicht nur Schicksal, sondern auch Lebensstil eine entscheidende Rolle spielt.
Diese Erkenntnis hat unser Verständnis von Gesundheit nachhaltig verändert. Für uns ist klar geworden: Ein großer Teil unserer Gesundheit – oft wird von bis zu 80 % gesprochen – wird durch unseren Lebensstil beeinflusst. Genau dort wollen wir ansetzen, bevor es überhaupt so weit kommt.

Auch unsere beruflichen Hintergründe prägen diesen Ansatz stark. Tim bringt seine Erfahrung aus der Pharmaindustrie mit, insbesondere aus der Herstellung und dem Verständnis für Qualität und Prozesse. Dieses Wissen hilft uns dabei, Produkte nicht nur zu denken, sondern auch auf einem hohen technischen und qualitativen Niveau umzusetzen.
Gleichzeitig sind wir als Gründer selbst sehr nahbar und bewusst sichtbar. Wir stehen mit unseren Namen hinter SCHARFENSTEIN und treten auch öffentlich dafür ein. Für uns ist das kein anonymes Produkt, sondern etwas sehr Persönliches.
Diese Offenheit schafft Vertrauen – weil Menschen sehen, wer dahintersteht, welche Erfahrungen uns geprägt haben und warum wir das tun. SCHARFENSTEIN ist deshalb nicht nur eine Marke, sondern auch ein persönliches Versprechen von uns beiden.

Sie kombinieren Ihr Angebot mit einem Podcast. Wie ergänzt dieses Format Ihr Geschäftsmodell und Ihre Mission?

Unser Podcast „SCHARFENSTEIN – zwischen 2,02 m und 1,65 m“ ist für uns weit mehr als nur ein Begleitformat – er ist ein zentraler Teil unserer Mission.
Darin sprechen wir nicht nur über Longevity und Gesundheit, sondern auch sehr offen über die Realität hinter dem Aufbau eines Startups. Es geht um unsere persönlichen Erfahrungen, unsere Zweifel, Ängste, aber auch um Konflikte, Streit und die Momente, in denen es nicht rund läuft. Genau diese Offenheit macht das Format für uns so wichtig.
Wir zeigen bewusst, dass Unternehmertum nicht nur aus Erfolgen besteht, sondern aus vielen Höhen und Tiefen – und dass auch hinter einer Marke echte Menschen stehen. Damit machen wir das Thema greifbarer und nahbarer für unsere Community.

Gleichzeitig ergänzt der Podcast unser Geschäftsmodell perfekt: Er schafft Vertrauen, baut eine direkte Verbindung zu den Menschen auf und ermöglicht es uns, unsere Vision von Longevity und Prävention nicht nur über Produkte, sondern auch über Geschichten zu vermitteln.
Am Ende geht es uns darum, Wissen, Gesundheit und Unternehmertum menschlich zu machen – und genau das passiert in unserem Podcast auf eine sehr ehrliche und ungefilterte Weise.

Welche Zielgruppe möchten Sie heute erreichen und welche konkreten Bedürfnisse stehen dabei im Fokus?

Unsere Zielgruppe ist bewusst breit gedacht – weil wir Longevity nicht als Nischenkonzept für wenige verstehen, sondern als Thema, das alle betrifft.
Im Kern sprechen wir Menschen an, die Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen wollen, aber sich im aktuellen Markt oft nicht richtig abgeholt fühlen. Viele sind interessiert an Gesundheit, Prävention und Leistungsfähigkeit, haben aber weder die Zeit noch die Lust, sich tief in wissenschaftliche Studien einzuarbeiten oder komplexe Systeme zu verstehen.
Gleichzeitig sehen wir, dass hochwertige Longevity-Produkte heute häufig sehr teuer sind und damit vor allem einer einkommensstärkeren Zielgruppe zugänglich bleiben. Genau diese Barriere wollen wir aufbrechen.

Im Fokus stehen deshalb konkrete Bedürfnisse aus dem Alltag: einfache Integration in Routinen, verständliche Produkte ohne Überforderung und eine spürbare Verbesserung der eigenen Gesundheit ohne komplizierte Anwendungen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Vertrauen. Menschen wollen wissen, wer hinter einem Produkt steht und ob es ehrlich entwickelt wurde. Deshalb spielen wir als Gründer selbst eine große Rolle – wir sind sichtbar, ansprechbar und stehen persönlich hinter dem, was wir tun.
Am Ende geht es uns darum, eine Lösung zu schaffen, die nicht exklusiv oder elitär wirkt, sondern praktisch, bezahlbar und menschlich ist – für alle, die ihre Gesundheit aktiv gestalten wollen, unabhängig von Hintergrund oder Einkommen.

Was unterscheidet SCHARFENSTEIN von anderen Anbietern im Bereich Gesundheit und Longevity?

Der größte Unterschied zu vielen anderen Anbietern im Bereich Gesundheit und Longevity ist für uns die Kombination aus radikaler Ehrlichkeit, wissenschaftlichem Anspruch und echter Alltagstauglichkeit.
Viele Produkte im Markt sind entweder sehr klinisch und schwer zugänglich oder stark marketinggetrieben, ohne wirklich konsequent auf Dosierung, Qualität und Anwendung im Alltag zu achten. Genau dort setzen wir an: Wir wollen nicht nur „Health-Produkte“ bauen, sondern Lösungen, die Menschen wirklich nutzen können – jeden Tag, ohne Hürden.
Ein zentrales Problem, das wir immer wieder sehen, ist die sogenannte „Pillen-Fatigue“: Menschen müssen viele verschiedene Kapseln einnehmen, oft mit fragwürdiger Dosierung oder unnötigen Zusatzstoffen. Wir denken deshalb stärker in integrierten, reduzierten und sinnvollen Lösungen, die einfacher funktionieren und gleichzeitig einen hohen Anspruch an Qualität erfüllen.

Dazu kommt unser Anspruch an Transparenz und Qualitätssicherung. Wir arbeiten eng mit unseren Partnern zusammen und setzen auf sehr präzise Analyseverfahren wie die NMR-Methode, um sicherzustellen, dass unsere Produkte auf einem hohen, nachvollziehbaren Niveau sind.
Ein weiterer Unterschied ist, dass wir selbst als Gründer extrem nah an der Marke stehen. SCHARFENSTEIN ist keine anonyme Marke – wir sind die Gesichter dahinter, wir sprechen offen über unsere Entscheidungen, unsere Fehler und unsere Entwicklung. Auch über Formate wie unseren Podcast machen wir die Marke bewusst menschlich und greifbar.
Am Ende geht es uns nicht nur darum, Produkte zu verkaufen, sondern Longevity verständlich, bezahlbar und wirklich alltagstauglich zu machen – und damit den Zugang zu Prävention deutlich zu erweitern.

Welche Herausforderungen bringt ein so grundlegender Neustart für ein Startup mit sich und wie sind Sie damit umgegangen?

Ein so grundlegender Neustart ist für ein Startup eine der größten Herausforderungen überhaupt, weil er nicht nur das Geschäftsmodell betrifft, sondern auch die eigene Identität infrage stellt.
Für uns war dieser Moment besonders intensiv, weil wir nach sehr viel Arbeit, Zeit und emotionaler Energie an einem Punkt standen, an dem wir ehrlich feststellen mussten: So wie wir gestartet sind, wird es langfristig nicht funktionieren. Das anzuerkennen, ist im ersten Schritt schmerzhaft – vor allem, wenn man bereits öffentlich sichtbar war und viel Herzblut in die ursprüngliche Idee gesteckt hat.
Eine der größten Herausforderungen war deshalb nicht nur die unternehmerische Entscheidung, sondern auch der mentale Prozess dahinter: loslassen zu müssen und gleichzeitig den Mut zu finden, neu zu denken.

Hinzu kam die Unsicherheit nach außen – die Frage, wie Partner, Community und auch wir selbst mit dieser Neuausrichtung umgehen. Gerade in solchen Phasen ist es entscheidend, ehrlich zu bleiben und nicht an einem Konzept festzuhalten, nur um Kontinuität zu zeigen.
Gleichzeitig hat uns der Neustart auch gezwungen, sehr klar zu werden: Was wollen wir wirklich langfristig bauen? Welche Probleme sind wirklich relevant? Und wo können wir mit unserer Erfahrung tatsächlich den größten Impact schaffen?
Ein wichtiger Anker in dieser Phase war unsere gemeinsame Überzeugung für das Thema Longevity. Wir haben uns schon lange intensiv mit Prävention, Gesundheit und Lebensstil beschäftigt und wussten deshalb relativ schnell, in welche Richtung es für uns gehen kann.
Rückblickend war der Neustart zwar herausfordernd, aber auch extrem wertvoll. Er hat uns gezwungen, fokussierter zu werden, ehrlicher mit uns selbst umzugehen und eine klarere Vision zu entwickeln, die heute die Grundlage von SCHARFENSTEIN ist.

Wie hat sich die Wahrnehmung Ihres Unternehmens seit dem Pivot verändert?

Direkt nach unserem Pivot war die Reaktion zunächst gemischt. Viele konnten nicht sofort nachvollziehen, wie der Schritt von Duft- und Textiltechnologie hin zu Nahrungsergänzung und Longevity zusammenpasst. Von außen wirkt dieser Wechsel im ersten Moment sehr groß.
Für uns war dieser Zusammenhang jedoch klar, weil sich unser übergeordnetes Thema nie verändert hat: Es geht immer um Gesundheit, Lebensqualität und einen modernen Zugang zu Prävention – nur der konkrete Ansatz hat sich weiterentwickelt.
Mit der Zeit hat sich die Wahrnehmung deshalb auch spürbar verändert. Je mehr wir unsere Beweggründe erklärt und unsere Vision transparent gemacht haben, desto besser wurde verstanden, dass es kein „Abbruch“ war, sondern eine bewusste Weiterentwicklung hin zu einem größeren, relevanteren Thema.

Besonders geholfen hat dabei, dass wir sehr offen über den Prozess sprechen – auch über Unsicherheiten und Entscheidungen im Hintergrund. Dadurch entsteht mehr Verständnis dafür, warum wir diesen Schritt gegangen sind.
Heute nehmen viele uns nicht mehr als klassisches „Produkt-Startup“ wahr, sondern als Unternehmen mit einer klaren Haltung zum Thema Longevity und Prävention. Der Pivot wird rückblickend oft nicht mehr als Bruch gesehen, sondern als konsequente Weiterentwicklung unserer ursprünglichen Idee.

Wenn Sie nach vorne blicken: Welche nächsten Schritte planen Sie für SCHARFENSTEIN?

Wenn wir nach vorne blicken, denken wir SCHARFENSTEIN bewusst nicht in einzelnen Produkten, sondern als langfristige Longevity-Marke mit einer klaren Mission: Gesundheit und Prävention aus der Nische heraus in den Alltag der Menschen zu bringen.
Ein erster wichtiger Schritt ist der konsequente Ausbau unserer Produktpalette. Wir wollen Lösungen entwickeln, die nicht isoliert funktionieren, sondern sich sinnvoll ergänzen und den Alltag der Menschen wirklich einfacher machen. Dabei steht immer im Fokus: weniger Komplexität, mehr Wirkung und eine klare, verständliche Anwendung.

Parallel dazu ist unser Ziel, SCHARFENSTEIN stärker im stationären Einzelhandel zu etablieren. Wir wollen dort präsent sein, wo Menschen täglich Entscheidungen für ihre Gesundheit treffen – und Longevity aus der reinen Online- oder Expertenwelt in die Mitte der Gesellschaft holen.
Langfristig sehen wir uns als Marke, die es schafft, das Thema Longevity neu zu definieren: weg vom klinischen, abstrakten Bild hin zu etwas Menschlichem, Zugänglichem und Selbstverständlichem im Alltag.
Unser Anspruch ist dabei sehr klar: Wir wollen nicht nur Teil eines wachsenden Marktes sein, sondern ihn aktiv mitgestalten und prägen. SCHARFENSTEIN soll eine Marke werden, die dafür steht, dass moderne Prävention verständlich, bezahlbar und selbstverständlich wird.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben, die vor schwierigen Entscheidungen stehen?

Unsere Geschichte zeigt sehr deutlich, dass schwierige Entscheidungen im Gründen unvermeidbar sind – und manchmal sogar der entscheidende Wendepunkt.
Erstens: Habt den Mut zur Ehrlichkeit mit euch selbst.
Wir mussten irgendwann akzeptieren, dass unsere ursprüngliche Idee zwar spannend war, aber langfristig nicht die Wirkung entfalten würde, die wir uns erhofft hatten. Das war kein einfacher Moment, aber ein notwendiger.

Zweitens: Seid bereit, euch komplett neu zu erfinden, wenn es die Situation erfordert.
In unserer gesamten „Die Höhle der Löwen“-Geschichte gibt es kaum ein Beispiel für einen so radikalen Pivot. Am Anfang wurden wir stark auf unser ursprüngliches Produkt reduziert – das war nicht immer leicht auszuhalten. Aber genau daraus ist für uns die Erkenntnis entstanden, dass man Chancen konsequent nutzen muss, wenn sie sich zeigen.
Und drittens: Aufgeben ist keine Option, wenn ihr wirklich an eure Vision glaubt.
Es geht nicht darum, stur an einer einzelnen Idee festzuhalten, sondern an dem größeren Ziel dahinter. Für uns war klar: Wir wollen etwas aufbauen, das langfristig Bedeutung hat – und dafür lohnt es sich, auch schwierige Wege zu gehen.
Am Ende zeigt unsere Reise vor allem eines: Die besten Entwicklungen entstehen oft genau dann, wenn man bereit ist, bekannte Pfade zu verlassen und neu zu denken.

Bildcredits Renty

Wir bedanken uns bei Tim Scharfenstein und Kai Brehmer-Scharfenstein für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: SCHARFENSTEIN

Kontakt:

SCHARFENSTEIN Innovation & Health GmbH
Pirmasenserstr. 35
66919 Obernheim-Kirchenarnbach

www.scharfenstein.eu
Kontakt@scharfenstein.eu

Ansprechpartner:
Tim Scharfenstein
Kai Brehmer-Scharfenstein

Social Media:
LinkedIn Tim Scharfenstein
LinkedIn Kai Brehmer-Scharfenstein
Instagram

Neueste Beiträge

Ankerkraut zurück bei Gründern nach Deal mit Nestlé Bild Stefan Lemcke, Anne Lemcke, Timo Haas und Alexander Schwoch Bildcredits/Fotograf: Ankerkraut/Nela König

Ankerkraut kehrt zurück zu den Gründern

0
Ankerkraut kehrt nach vier Jahren unter Nestlé zurück in die Hände der Gründer Anne und Stefan Lemcke. Mit dem Rückkauf beginnt für die Gewürzmarke ein neues Kapitel in unternehmerischer Eigenständigkeit.