Mittwoch, Februar 4, 2026
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Wie entsteht echter Genuss, wenn Wissen, Handwerk und Inspiration zusammenkommen?

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THE GOLDEN CIRCLE Plattform und Community für Genuss

THE GOLDEN CIRCLE ist eine kulinarische Streaming und E-Learning Plattform, die Wissen, Menschen, Produkte und Erlebnisse verbindet und hochwertiges Kochhandwerk verständlich und inspirierend zugänglich macht

Wie würden Sie The Golden Circle und das Team dahinter vorstellen.

THE GOLDEN CIRCLE ist eine aktive Community für Kulinarik, die Know-how, Menschen, Services, Marken und Produkte verbindet.
Wir bringen bewährtes Wissen zurück in den Alltag und vereinen kompromisslose Qualität und Stil. Ein Wohlfühlort, der zurückkehrt zum Ursprung unvergesslicher Genussmomente mit Gelinggarantie.
THE GOLDEN CIRCLE ermöglicht und motiviert Menschen, ihren persönlichen kulinarischen Lifestyle auszuleben. Menschen, die sich kennenlernen und voneinander lernen wollen. Die einander erlauben, ihre einzigartigen Geschichten, ihr Handwerk, ihre Produkte und Rezepte zu teilen.
Uns begeistert es, Neues und Unerwartetes zu entdecken. Wir bewundern genau jene Menschen, die andere inspirieren, denn Inspiration macht das Leben reicher, erweitert Horizonte, schafft Antrieb und bringt uns auf neue Gedanken.

Hinter THE GOLDEN CIRCLE steht ein Kernteam, das diese Haltung täglich lebt:

Mario Stockhausen – Founder & CEO: Verantwortet Markenführung, kreative Ausrichtung und strategische Weiterentwicklung.

Nils Hocke – Co-Founder & CEO: Bringt langjährige Business- und Vertriebsexpertise ein und verbindet Strategie mit Wachstum.

Fabian Aumiller – Co-Founder & CTO: Führt die technologische Entwicklung und sorgt dafür, dass aus unserer Vision ein innovatives, hochwertiges digitales Produkt wird.

Gemeinsam verbinden wir Handwerk, Technologie, Ästhetik und Community-Orientierung und formen daraus eine Plattform, die Kulinarik zugänglich, inspirierend und nachhaltig erlebbar macht.

Was war der Ausgangspunkt für die Idee, eine kulinarische Streaming und E-Learning Plattform aufzubauen?

Wir lieben gutes Essen und kochen gerne selber. Während der Pandemie wandten sich viele Menschen verstärkt dem Essen und Kochen zu. So auch wir. Wir suchten nach neuen Inspirationen, wollten uns kulinarisch weiterentwickeln und dabei Neues erlernen (über Google findet man überwiegend Rezepte, die “schnell gehen” oder “günstig sind”). Unsere befreundeten Sterneköche dienten uns dabei einerseits als optimale Inspirationsquelle und andererseits gaben sie uns immer wieder die besten Tipps und Tricks. Erstaunt darüber, wie groß der geschmackliche Unterschied sein kann, wenn man die richtigen Techniken und Rezepturen kennt, ist uns die Idee gekommen, eine kulinarisch kuratierte Plattform aufzubauen, die das Wissen der Besten demokratisiert.

Welche Vision verfolgt The Golden Circle langfristig und welche Schritte sind entscheidend, um diese Vision zu realisieren?

Unsere Vision ist es, THE GOLDEN CIRCLE zu einer führenden Plattform für „Access to Genius“ auszubauen. Ein Culinary-Hub, der das Wissen der besten Sterneköche bündelt und mit hochwertigen Inhalten, ausgewählten Produkten und besonderen Erlebnissen verbindet.
Langfristig möchten wir ein Ecosystem schaffen, das kulinarisches Lernen, Entdecken und Genießen nahtlos mit Menschen, Marken, Produkten und Services zusammenführt, international skalierbar ist und durch KI individuell auf die Bedürfnisse der Nutzer:innen eingeht.
Um diese Vision zu erreichen, setzen wir auf drei Bausteine:

Ein starkes Netzwerk an Expert:innen, das echtes Spitzenwissen vermittelt.

Ein integriertes Angebot aus Content und Commerce, das durch KI personalisiert und unterstützt wird.

Eine skalierbare technologische Plattform, die Wachstum, Automatisierung und neue Formate ermöglicht.

So entsteht Schritt für Schritt eine verlässliche Anlaufstelle für alle, die Kulinarik auf hohem Niveau erleben und gleichzeitig individuell lernen möchten.

Für wen entwickeln Sie Ihre Masterclasses und Rezepte und wie stellen Sie sicher, dass die Inhalte für unterschiedliche Könnensstufen zugänglich sind?

Unsere Inhalte richten sich an ambitionierte Hobbyköchinnen und -köche. Menschen, die neugierig sind, die gerne dazulernen und Wert auf einen guten Geschmack legen.
Wir arbeiten bewusst mit einer klaren Struktur:

Einsteiger:innen profitieren von Grundlagenteilen und Technikerklärungen,
Fortgeschrittene erhalten tiefere Einblicke und professionelle Kniffe,
Profis finden Inspiration und neue Ansätze.

Jede Masterclass wird didaktisch geplant, sodass niemand überfordert wird, aber alle dazulernen.

Viele Nutzerinnen und Nutzer kochen zu Hause ohne teures Equipment. Wie berücksichtigen Sie diese Realität bei der Gestaltung Ihrer Kurse?

Wir entwickeln alle Inhalte nach dem Grundsatz: Was ist mit normaler Küche und haushaltsüblichem Equipment möglich?
Unsere Köche zeigen Profi-Techniken, aber immer mit Alternativen, Vereinfachungen oder Methoden, die zu Hause funktionieren. Wir möchten niemanden ausschließen, im Gegenteil: Es geht darum, die Magie guter Küche für alle zugänglich zu machen. Mit zunehmender Wissensvermittlung wird der Drang nach professionellen Geräten und Ausstattung immer größer. Insbesondere bei der Zielgruppe der LOHA’s und “Golden Ager”. Daher gibt es auch ein großes Bedürfnis aus der Industrie Dampfgarer, Sou Vide und Co. dem Endverbraucher nahe zu bringen.

Was unterscheidet The Golden Circle im Kern von klassischen Kochkursen oder anderen digitalen Lernplattformen?

Drei Dinge:

Ästhetik und Erzählung: Unsere Kurse sind cineastisch produziert und vermitteln ein Gefühl von Handwerk, Ruhe und Inspiration.
Know-how auf Sterne-Niveau, aber für den Alltag übersetzt.
Ein integriertes Produkt- & Erlebnis-Ecosystem, das von Zutaten, Events bis Tools alles bietet, was das Lernen unterstützt.

Wir verbinden Genuss, Wissen und Qualität in einem ganzheitlichen Erlebnis.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen aktuell im Aufbau und Betrieb einer hochwertigen Food und Education Plattform und wie gehen Sie damit um?

Die größte Herausforderung liegt im Gleichgewicht aus Qualität und Skalierung. Hochwertige Inhalte sind zeit- und ressourcenintensiv. Gleichzeitig erwarten Nutzer:innen eine stetig wachsende Auswahl.
Wir begegnen dem mit klaren Produktionsprozessen, einem starken Netzwerk an Expert:innen und einer Technologie, die Inhalte effizienter ausspielbar macht. Qualität & Authentizität bleibt dabei immer unser Kern.

Ihre Feinkost und Produktwelt erweitert das Angebot über die Kurse hinaus. Welche Rolle spielt dieser Bereich im Gesamtmodell?

Die Feinkost- und Produktwelt ist kein Shop „nebenbei“, sondern ein zentraler Bestandteil unseres Modells. Sie ermöglicht den Nutzer:innen, genau die Zutaten und Werkzeuge zu erhalten, die sie in den Kursen entdecken – kuratiert, hochwertig und oft exklusiv. Gleichzeitig sind alle Produkte digital verlängert: Wer ein Produkt kauft, wird auf unserer Plattform automatisch zu passenden Rezepttipps, Anwendungshinweisen und relevanten Masterclasses geführt. So entsteht ein geschlossenes Erlebnis: Lernen, Verstehen, Anwenden und Genießen – unterstützt durch Inhalte, Produkte und Wissen, die sinnvoll miteinander verknüpft sind. Dadurch wird aus einem einzelnen Produktkauf ein inspirierender Einstieg in die Welt von THE GOLDEN CIRCLE.

Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit Köchen, Pâtissiers oder Sommeliers für die Qualität der Inhalte und was macht diese Partnerschaften besonders?

Ohne diese Menschen gäbe es The Golden Circle in dieser Form nicht. Unsere Partner teilen ihr echtes Wissen, ihre Geschichten, ihre Handschrift, ihr Netzwerk, ihre Produzenten. Das schafft Tiefe und Glaubwürdigkeit. Besonders ist, dass wir ihnen Raum geben, so zu arbeiten, wie sie wirklich sind, keine überinszenierten Rollen, sondern authentische Persönlichkeiten mit handwerklicher Expertise.

Worauf können sich Ihre Nutzerinnen und Nutzer in Zukunft freuen. Welche Weiterentwicklungen oder neue Formate planen Sie?

Unsere Nutzerinnen und Nutzer können sich auf spannende Weiterentwicklungen freuen. Wir bauen unser Kursangebot kontinuierlich aus, im Dezember launchen wir noch die Masterclass von Alexander Wulf. Gleichzeitig arbeiten wir an neuen Features, die das Erlebnis auf der Plattform noch interaktiver und persönlicher machen:

Englische Version von Website und Apps, um international erreichbar zu sein,
Community-Funktionen wie Live-Streaming und Kalender,
Live-Events und Workshops, um kulinarische Erlebnisse offline erlebbar zu machen,
KI-basierter digitaler Berater, der Nutzer:innen nicht nur personalisierte Rezepttipps und Produktempfehlungen gibt, sondern auch Fragen rund um unsere Masterclasses beantwortet.
Schnittstelle zur Industrie, um unser Wissen mit Küchengeräten zu vernetzen

THE GOLDEN CIRCLE öffnet den Kreis der Besten für die Wissenschaft – damit unsere exzellenten Produkte nicht nur sensorische Emotionen wecken, sondern auch einen funktionalen Mehrwert bieten. So wird höchster Genuss auch für jene erlebbar, die aus gesundheitlichen Gründen auf Ersatzprodukte angewiesen sind oder bislang verzichten mussten. Unser erstes Produkt ist eine patentierte Schokolade, die den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst und zur Zahnmineralisierung beiträgt. Klingt unglaublich – finden wir auch.

So wächst die Plattform Schritt für Schritt mit den Bedürfnissen und Interessen unserer Community, digital, interaktiv und individuell unterstützt durch KI.

Was würden Sie Gründerinnen und Gründern raten, die selbst ein inhaltlich anspruchsvolles digitales Produkt aufbauen möchten?

Zwei Dinge:

Konsequent in der Qualität bleiben, auch wenn es anstrengend wird.
Bedürfnisse der Zielgruppe wirklich verstehen. Ein gutes digitales Produkt löst ein reales Bedürfnis, nicht umgekehrt.

Welche drei persönlichen Lehren aus Ihrem eigenen Gründungsweg halten Sie für besonders wertvoll für andere?

Starke Partner sind entscheidend: Um wirklich etwas aufzubauen, braucht man Menschen, die fachlich exzellent sind und die eigene Haltung teilen.
Fokus schützt: Man kann nicht alles gleichzeitig angehen. Klare Prioritäten helfen, Energie und Ressourcen auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Geduld zahlt sich aus: Manche Entwicklungen brauchen Zeit, bis sie wirklich Früchte tragen. Dranbleiben und langfristig denken ist entscheidend für nachhaltigen Erfolg.

Teambild Bildcredits THE GOLDEN CIRCLE

Wir bedanken uns bei Mario Stockhausen und Nils Hocke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

iStock präsentiert die visuellen Marketingtrends 2026, die das Wachstum von KMU prägen werden

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Visuelle Inhalte Bilder und Künstliche Intelligenz Bildnachweis: FOTOGRAFIA INC./ iStock

iStock, eine führende E-Commerce-Plattform, die Premium-Inhalte für KMU, Kreative und Studierende weltweit bereitstellt, hat seine Marketingtrends 2026 veröffentlicht. Darin werden die visuellen und kulturellen Trends aufgeschlüsselt, die zeigen, wie KMU im Jahr 2026 Inhalte erstellen, kommunizieren und sich voneinander unterscheiden werden.

Während generative KI-Tools die Content-Erstellung rasant beschleunigen, stehen Marken jeder Größe unter wachsendem Druck, sich klar zu differenzieren – was eine visuelle Strategie wichtiger denn je macht. Laut iStocks VisualGPS-Studie geben sechs von zehn Menschen weltweit mittlerweile an, Werbung nicht mehr zu vertrauen, hauptsächlich weil sie glauben, dass sie KI-generiert oder manipuliert und unauthentisch sei. Für KMU schafft diese Vertrauenslücke sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance: Zielgruppen konsumieren mehr Inhalte als je zuvor, erwarten aber auch mehr Glaubwürdigkeit, Originalität und Authentizität von den Marken, mit denen sie interagieren.

„Kleine und mittlere Unternehmen agieren heute in einer Welt, in der die Flut an Inhalten explodiert, während das Vertrauen sinkt“, sagt Dr. Rebecca Swift, Senior Vice President Creative bei iStock. „Verbraucher überfliegen Bilder nicht mehr nur; sie prüfen sie ganz genau. Sie wollen eine menschliche Handschrift erkennen, eine klare Haltung, ein Gefühl von Wahrheit – etwas, das echt wirkt. Die aktuellen Bildtrends zeigen, in welche Richtung sich die Erwartungen der Zielgruppen entwickeln, und helfen Unternehmen dabei, visuelle Inhalte zu gestalten, die persönlich, unerwartet und wirklich nahbar sind. Wenn KMU diese Veränderungen verstehen, können sie den digitalen Lärm durchbrechen und tiefere, relevantere Beziehungen zu ihren Kundinnen und Kunden aufbauen.“

Das sind die wichtigsten Marketingtrends 2026 für KMUs:

Das Risiko visueller Gleichförmigkeit

Während generative Tools im Marketingalltag wie Präsentationen, E-Mails, Webseiten, Pitch-Decks und Social-Media-Beiträge immer stärker verankert werden, erstellen Marken mehr visuellen Content denn je. Daten aus der VisualGPS-Studie zeigen, dass 32 Prozent der Deutschen generative KI häufiger nutzen als noch vor einem Jahr, vor allem weil sich damit schnell und effizient hochwertige Inhalte erstellen lassen. Der Nachteil: Viele Inhalte sehen gleich aus und fühlen sich gleich an.

Um sich in einem Meer ähnlicher Bilder abzuheben, ist eine bewusste Differenzierung erforderlich. VisualGPS-Bildtests zeigten, dass 83 Prozent der Befragten weltweit angeben, dass Bilder von höherer Qualität eher hervorstechen. Das unterstreicht die Bedeutung von Klarheit, Realismus und Handwerkskunst – unabhängig davon, ob der Inhalt KI-generiert ist oder nicht.

Für KMU besteht die Chance darin, den intelligenten Einsatz von KI mit Authentizität in Einklang zu bringen. Generative Tools können dabei helfen, Ton, Farbe und Komposition individuell anzupassen. Gleichzeitig sorgen echte Bilder für Glaubwürdigkeit, schließlich bevorzugen 68 Prozent der deutschen Verbraucher echte Bilder in Werbung.

Zufall als Designprinzip

Zufall ist der Motor für stationäres Einkaufen, für unerwartete Entdeckungen und dieses Gefühl, plötzlich auf etwas Neues zu stoßen – sowohl in der Bildwelt als auch im Storytelling von Marken. VisualGPS-Studien zeigen, dass zu glatte, hyper-symmetrische oder klinisch wirkende Haut sowie eine zu perfekte Ausleuchtung zu den deutlichsten visuellen Signalen gehören, anhand derer Bilder als KI-generiert identifiziert werden können. Sobald ein Bild künstlich wirkt, bröckelt das Vertrauen sehr schnell.

Algorithmische Präzision weckt die Lust auf echte Materialien, spürbare Strukturen und naive, beinahe kindliche Kunst – also alles, was eindeutig von Menschen gemacht aussieht und sich auch so anfühlt. Für KMU bedeutet das radikale Vereinfachung, visuelle Geschichten, die den Prozess statt des perfekten Ergebnisses zeigen, und Ehrlichkeit statt Inszenierung. In einer Welt voller künstlicher Glätte sind es die glücklichen Zufälle, die heute für Authentizität stehen – und genau nach dieser sehnen sich die Menschen.

Wohlbefinden ist alles

Laut VisualGPS sind die derzeit größten Sorgen der Menschen Themen wie Weltfrieden, Inflation und Gesundheitskosten. In einem von wirtschaftlichem Druck, Jobunsicherheit und anhaltenden globalen Krisen geprägten Umfeld belegt die Forschung, dass sich Menschen in den kommenden drei Jahren vor allem eines wünschen: den Fokus auf ihre körperliche Gesundheit, finanzielle Sicherheit und ihr eigenes Wohlbefinden.

Dieses kollektive Bedürfnis nach persönlicher Balance treibt einen breiteren Wandel hin zu Pausen, Resets und Regeneration voran. Vor diesem Hintergrund wird Komfort zur neuen Sehnsucht – beim Reisen, bei der Arbeit und in der Zeit mit den Menschen, die uns wichtig sind. Visuell bedeutet das Motive, die Ruhe und Erholung zeigen, soziale Momente der Entschleunigung sowie kleine Runden und echte Begegnungen. Gefragt sind Bilder, die Wachstum, Balance und Erneuerung ausdrücken und damit die geerdete, regenerative Zukunft sichtbar machen, nach der sich die Zielgruppen sehnen.

Für mehr Inspiration, frische Bildideen und passende Videos für visuelle Marketingstrategien 2026 besuchen Sie die Webseite

Bildcredit: FOTOGRAFIA INC.-iStock

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie entsteht neue Stärke, wenn sich ein Unternehmen neu ausrichtet?

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forpeople definiert Produkte in moderner Kosmetik Fotograf/ Bildcredits: @Max Osetskyy

forpeople entwickelt wasserfreie Natur- und Biokosmetik mit 100 Prozent Wirkstoffen und verfolgt dabei den Anspruch, Hautpflege neu zu denken.

Stellen Sie sich bitte kurz vor und erzählen Sie, wofür forpeople steht

Ich bin Marc, einer der Gründer von forpeople. Unsere Marke steht für kompromisslose Natur- und Biokosmetik – ohne Wasser, dafür mit 100 % Wirkstoffen. Wir wollen zeigen, dass Pflegeprodukte nicht aus Füllstoffen bestehen müssen, sondern echten Mehrwert für Haut und Natur schaffen und dabei noch hochwirksam ist.

Wie haben Sie die Wochen vor der Insolvenzeröffnung erlebt und was ist intern in dieser Zeit passiert?

Die Zeit vor der Eröffnung war geprägt von Ungewissheit, weil wir lange auf den Beschluss warten mussten. Als es dann endlich losging, hat uns das eher motiviert, weil wir Klarheit hatten. Und als sich abzeichnete, dass es sogar positiv weitergehen kann, war die Stimmung im Team noch besser – wir haben den Neustart als echte Chance gesehen.

Welche Gründe haben letztlich dazu geführt, dass das Amtsgericht das Insolvenzverfahren eröffnen musste?

Am Ende war es die Zahlungsunfähigkeit. Die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten ist zuletzt deutlich zurückgegangen, und das hat unsere finanziellen Reserven aufgezehrt. Wir mussten reagieren, um eine geordnete Lösung zu finden.

Wie kam der Kontakt zu Wilfried Gillrath zustande und was hat ihn überzeugt, trotz dieser schwierigen Situation in forpeople zu investieren?

Ich habe Wilfried über das Netzwerk brafe.space kennengelernt. Überzeugt hat ihn glaube ich, dass wir wirklich für unsere Idee brennen und nicht aufgeben. Außerdem hat er gesehen, dass die Chancen für einen erfolgreichen Neustart gut stehen – das war für ihn entscheidend.

Welche Rolle spielten weitere Branchenexperten bei der Rettung des Unternehmens und wie hat sich dieses Unterstützernetzwerk entwickelt?

Das war absolut entscheidend. Ohne das Team der naturkosmetikfabrik aus Sulzbach a. Main wäre der gesamte Deal nicht möglich gewesen. Zusätzlich haben uns viele aus unserem bisherigen Investorenkreis unterstützt, weil sie an uns und unsere Produkte glauben – einige sind sogar bei der zweiten Chance aktiv dabei.

Welche Aspekte Ihres nachhaltigen Geschäftsmodells haben Investoren davon überzeugt, dass forpeople auch nach einer Insolvenz eine Zukunft hat?

Wir waren ohne die Kreditlasten kurz vor der Profitabilität und hatten bereits eine loyale Kundschaft aufgebaut. Das hat sich gerade in der Insolvenz und noch stärker im ersten Monat nach der Restrukturierung gezeigt. Diese Basis und unser klarer Fokus auf Nachhaltigkeit haben die jetzigen Investor:innen überzeugt.

Wie wichtig war es Ihnen, das gesamte Team zu halten, und wie haben Ihre Mitarbeitenden diese Phase der Unsicherheit erlebt?

Das war für uns sehr wichtig – ohne unser Team hätten wir nicht weitermachen können. Unsere Mitarbeiterinnen haben forpeople entscheidend mit aufgebaut, und wir wollten, dass sie diesen Weg weiter mit uns gehen. Natürlich gab es Unsicherheit, aber wir waren im gesamten Prozess sehr transparent. Ich glaube, das hat Vertrauen geschaffen und wir sind den Mitarbeiterinnen sehr dankbar fürs “Mitziehen”.

Der neue Name lautet forpeople skincare GmbH. Warum war jetzt der richtige Zeitpunkt für ein Rebranding und was soll er transportieren?

Wir hatten Anfang des Jahres bereits die Marke auf forpeople umgestellt, da lag dieser Schritt nahe. Mit forpeople wollen wir zeigen, dass unsere Kosmetik wirklich für Menschen und ihre Haut gemacht ist – und nicht für den Profit großer Konzerne. Wir stehen für echten Impact für Haut und Natur.

Inwiefern unterscheidet sich die neue strategische Ausrichtung von der Zeit vor der Insolvenz und welche Vision verfolgen Sie für die nächsten Jahre?

Wir setzen jetzt stärker auf unsere B2C-Kanäle, weil wir hier das größte Wachstum sehen. Außerdem kehren wir zu unseren Wurzeln im Outdoor-Bereich zurück. Mit der Partnerschaft mit Globetrotter haben wir 2025 gezeigt, dass unsere Kosmetik perfekt in jedes Outdoor-Abenteuer passt – das wollen wir weiter ausbauen.

Sie planen, das Sortiment auszubauen. Welche neuen Produkte dürfen Konsumentinnen und Konsumenten konkret erwarten?

Ganz neu sind unsere Seifen auf Aloe-Vera-Basis. Bald folgt ein Lipbalm mit LSF – ideal für den Skiurlaub, den Strand oder den Alltag. Und zur nächsten Saison bringen wir eine getönte Sonnencreme auf den Markt.

Ihre Produkte bestehen aus 0 Prozent Wasser und 100 Prozent Wirkstoffen. Warum ist dieser Ansatz so zentral für Ihre Marke und wie vermitteln Sie dessen Vorteile?

Weil wir zeigen wollen, dass es Füllstoffe und Konservierungsmittel nicht braucht. Sie führen oft zu Allergien oder Hautreizungen und verkürzen die Wirkungsdauer – am Ende profitieren vor allem die Konzerne, weil man häufiger nachkaufen muss. Mit unserem Ansatz gibt es volle Wirkstoffkonzentration und ein spürbar besseres Hautgefühl.

Was bedeutet die Rettung durch einen Impact-Investor für Ihre Mission rund um Nachhaltigkeit und Biodiversität?

Uns war wichtig, den Kern des Unternehmens nicht zu verlieren: neben wirtschaftlichem Erfolg der Natur etwas zurückzugeben. Mit unserem Impact-Modell können wir das auch weiterhin umsetzen – das war für uns ein entscheidender Punkt.

Viele Startups scheitern an fehlender Resilienz. Welche Faktoren haben Ihnen als Team geholfen, diese schwierige Phase zu bewältigen?

Ganz klar: Offenheit und Transparenz. Wir haben eine Kultur, in der Fehler besprochen werden dürfen, und das hat uns geholfen, gemeinsam Lösungen zu finden. Diese Haltung war in der Krise Gold wert.

Welche persönlichen Lehren ziehen Sie aus der Insolvenz und der anschließenden Neuausrichtung des Unternehmens?

Wir haben gelernt, dass eine Insolvenz nicht automatisch Scheitern bedeutet. Es gab viele externe Faktoren wie Corona oder den Ukraine-Krieg/Inflation, die uns beeinflusst haben. Und wir nehmen mit, künftig noch stärker auf die wirtschaftliche Stabilität zu achten, bevor wir uns in zu vielen Möglichkeiten der Optimierung verlieren. Ein weiterer Punkt: Nicht alles selber machen, zum Beispiel die Inhouse-Produktion. Für den Start und die Story super, dann aber teuer und nicht ausgelsastet.

Was möchten Sie anderen Gründerinnen und Gründern mitgeben, die selbst vor einer Krise stehen oder mit Insolvenz konfrontiert sind?

Redet offen darüber – das hat uns am meisten geholfen. Sprecht mit eurem Team, Investor:innen und anderen Startups. Daraus entstehen oft die besten Ideen. In Deutschland hat man als Gründer schnell das Gefühl, zu scheitern, aber ein offener Umgang kann helfen.

Wohin soll sich forpeople in den kommenden zwölf Monaten entwickeln und welche Ziele definieren Sie für den Neustart?

Unser wichtigstes Ziel ist, schnell profitabel zu werden – wir planen, das bereits in Q1 zu erreichen. Im November konnten wir dank unserer starken Stammkundschaft schon wieder zum Vorjahresmonat wachsen, was uns sehr freut. Außerdem wollen wir als relevante Marke im Outdoor- und Sportbereich wahrgenommen werden und möglichst viele Menschen von juckender oder trockener Haut befreien – mit unserem 100 % Wirkstoff-Ansatz.

Bild: Fotograf/ Bildcredits: @Max Osetskyy

Wir bedanken uns bei Marc Seipel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: forpeople

forpeople logo grün weiss

Kontakt:

forpeople skincare GmbH
Offakamp 9e
D-22529 Hamburg

https://www.forpeople-skincare.de/
moin@forpeople-skincare.de

Ansprechpartner: Marc Seipel

Social Media:

Instagram
Facebook
LinkedIn

Kann man Immobilien wirklich verstehen lernen statt nur darüber zu reden?

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evoque vermittelt Immobilienwissen rund um Immobilieninvestments Vanessa Jung (l.) und Anabel Reeß (r.) Fotocredits/ Fotograf: Isabel Zander

evoque ist eine Bildungsplattform, die Immobilienwissen verständlich, praxisnah und strukturiert vermittelt, damit Menschen fundierte Entscheidungen treffen und Immobilieninvestments eigenständig umsetzen können

Wie ist evoque entstanden und welche Personen stehen heute hinter dem Unternehmen?

Evoque ist bei uns nicht am Reißbrett entstanden, sondern aus dem Alltag in der Immobilienpraxis. Gründerinnen des Unternehmens sind wir, Vanessa und Anabel. Wir haben uns im Masterstudium Real Estate Management kennengelernt und haben danach in unterschiedlichen Bereichen der Branche gearbeitet.

Vanessa hat ein duales Immobilienstudium in Baden-Württemberg gemacht, war anschließend in einem Asset Management Beratungsunternehmen im Leasing tätig und arbeitet heute in einem Familienunternehmen im Landkreis Dahme-Spreewald, das Bestandsimmobilien hält und Neubauprojekte realisiert. Anabel hat Wirtschaftswissenschaften in Berlin studiert und ist nach dem Studium in das Property Management bei gegangen – mit Verantwortung für Mieterbetreuung, Vertrags- und Übergabemanagement sowie die Erhaltungsplanung für einen wachsenden Bestand. Aus genau dieser Mischung – Bestand, Entwicklung und operative Verwaltung – ist Evoque entstanden: als Plattform, die Immobilienwissen so vermittelt, dass man es wirklich versteht und anwenden kann.

Was war der persönliche Auslöser, sich mit evoque auf Bildung rund um Immobilieninvestments zu fokussieren?

Der persönliche Auslöser war, dass wir in unserer täglichen Arbeit immer wieder gesehen haben, wie groß die Lücke zwischen „Interesse an Immobilien“ und tatsächlicher Umsetzung ist. Gleichzeitig kam das Thema immer häufiger aus unserem direkten Umfeld: Freundinnen und Freunde sind auf uns zugekommen und haben gefragt, wie wir das eigentlich machen, worauf wir achten und wie wir Entscheidungen treffen, bevor wir kaufen. Fast alle hatten dabei dasselbe Problem – sie waren komplett von Infos aus dem Internet überflutet: Podcasts, YouTube, Instagram, Foren. Am Ende waren viele eher unsicherer als vorher, weil es zu viele Meinungen gibt, zu wenig Struktur und kaum eine klare Anleitung, was wirklich wichtig ist und in welcher Reihenfolge man vorgeht. Genau da wurde uns klar: Es braucht ein Angebot, das Immobilienwissen verständlich, praxisnah und geordnet vermittelt – und Menschen so unterstützt, dass sie ins Handeln kommen und eigenständig fundierte Entscheidungen treffen können.

Welche Vision verfolgt evoque langfristig und wie soll sie Schritt für Schritt Realität werden?

Langfristig ist unsere Vision, dass mehr Menschen Immobilieninvestments selbstbestimmt und verantwortungsvoll angehen können – mit einem klaren Fundament an Wissen, aber vor allem mit der Sicherheit, gute Entscheidungen eigenständig treffen zu können. Wir wollen, dass Immobilien nicht als „Geheimwissen“ oder etwas wirkt, das nur mit viel Kapital oder Insiderkontakten möglich ist, sondern als nachvollziehbarer Prozess, den man lernen kann.

Realität wird das Schritt für Schritt über einen klaren Lernpfad: Wir bauen strukturierte digitale Lernpakete auf, die komplexe Themen verständlich erklären und direkt in die Anwendung führen – mit Tools wie Wissenslektionem, Templates und Entscheidungsguides. Ergänzend schaffen wir mit der Community (bei uns: Qommunity) einen Raum für Austausch, Q&A und regelmäßige Live-Formate, damit Fragen nicht offen bleiben, man dranbleibt und aus Wissen wirklich Umsetzung wird.

An wen richtet sich das Angebot von evoque konkret und welche Bedürfnisse dieser Zielgruppe stehen im Mittelpunkt?

Evoque richtet sich ganz konkret an drei Gruppen, die an unterschiedlichen Punkten stehen – aber alle das gleiche Gefühl kennen: Unsicherheit und die Frage, wie man “richtig” anfängt oder dem Ganzen Struktur gibt, ohne sich zu verrennen.
Erstens an unsere STARTER: Menschen, die Vermögensaufbau im Kopf haben, aber sich schnell überfordert fühlen und Angst haben, Fehler zu machen. Ihr Hauptbedürfnis ist eine klare Orientierung: Was ist wirklich wichtig – und was ist der erste sinnvolle Schritt?
Zweitens an OWNER: Menschen, die schon Berührungspunkte haben – eine Immobilie, ein Erbe oder eine Vermögensbasis – und sich fragen, ob sie das eigentlich gut nutzen. Hier geht es vor allem um Einordnung, Ruhe und Entscheidungssicherheit in Bewertung, Bewirtschaftung und Strategie.

Und drittens an BUILDER: Menschen mit gutem Einkommen, die langfristig denken und ein stabiles System aufbauen wollen – passend zu Familie, Zukunft und Sicherheit. Sie suchen Struktur statt Einzelwissen und wollen Verantwortung nachhaltig und souverän gestalten.
Über alle Zielgruppen hinweg steht bei uns im Mittelpunkt: ein Raum ohne Druck, in dem jede Frage erlaubt ist – und Immobilien dadurch verständlich und machbar werden.

Wie gelingt es evoque, komplexe Themen rund um Immobilieninvestments verständlich und praxisnah aufzubereiten?

Wir machen komplexe Themen vor allem dadurch greifbar, dass wir sie immer an der Praxis aufhängen. Im Workshop arbeiten wir mit echten Objektbeispielen und führen Schritt für Schritt durch: Was schaue ich mir an, welche Zahlen sind entscheidend, welche Fragen muss ich stellen – und wie formuliere ich das so, dass ich es auch im Gespräch mit Makler oder Bank sicher vertreten kann. Dabei ist uns wichtig, dass niemand Hemmungen haben muss: Fragen sind ausdrücklich erwünscht, ohne Druck und ohne dieses Gefühl, man müsste schon alles können. Und nach dem Workshop hört es nicht auf. Statt „Content zum Durchklicken“ bauen wir eine Struktur, die in die Umsetzung führt: digitale Tools und Vorlagen, regelmäßige Q&A-Formate und eine Community, in der man dranbleibt.

Besonders praktisch ist, dass Mitglieder auch eigene Fälle einreichen können – zum Beispiel Exposé und Kalkulation hochladen, 2–3 konkrete Fragen dazu stellen und klares Feedback bekommen, schriftlich oder als kurzes Video. Wenn es passt, wird ein Fall auch live im Call besprochen. So wird aus Wissen nicht nur Verständnis, sondern echte Anwendung.

Was unterscheidet evoque von klassischen Coachings oder Weiterbildungsangeboten im Immobilienbereich?

Was Evoque von klassischen Coachings oder Weiterbildungen unterscheidet, ist vor allem der Rahmen: Es ist deutlich persönlicher. Die Teilnehmenden arbeiten eng mit uns beiden zusammen – zwei jungen Frauen aus der Immobilienpraxis – und erleben das Thema nicht „von der Bühne aus“, sondern nahbar, direkt und auf Augenhöhe. Dabei ist uns wichtig zu betonen: Wir arbeiten nicht mit einer aggressiven oder reißerischen Tonalität, sondern fundiert, klar und realistisch – ohne Druck, ohne Buzzwords, ohne „schnell-reich“-Versprechen. Der individuelle Blick ist entscheidend: Bei Evoque gibt es keine One-size-fits-all-Lösung. Wir schauen gemeinsam, wo jemand steht, welche Ziele und Lebensrealität dahinterliegen – und daraus leitet sich die persönliche Immobilienstrategie ab.

Denn eine Strategie muss zu Einkommen, Zeit, Risikoempfinden und Zukunftsplänen passen, sonst wird sie in der Praxis nicht getragen. Und genau deshalb verstehen wir uns als Mentorinnen: Wir geben nicht nur Wissen weiter, sondern helfen dabei, Klarheit zu gewinnen und Entscheidungen selbstständig treffen zu können. Mit echten Beispielen, Struktur, Tools und Formaten, die nicht bei Theorie enden, sondern in die Umsetzung führen.

Welche Herausforderungen begegnen euch aktuell beim Aufbau und der Skalierung des Unternehmens und wie geht ihr damit um?

Eine der größten Herausforderungen gerade ist tatsächlich das Thema Vertrauen. Wenn Menschen uns noch nicht kennen, ist Immobilien ein Feld, in dem man verständlicherweise sehr vorsichtig ist – und gleichzeitig gibt es viele laute Stimmen am Markt. Da braucht es Zeit, bis jemand wirklich versteht, wofür Evoque steht und warum unser Ansatz anders ist. Eng damit verbunden ist die Reichweite: überhaupt die richtigen Menschen zu erreichen – also diejenigen, die ernsthaft lernen wollen und nicht nach schnellen Versprechen suchen. Wir stehen extrem hinter unserem Format, aber das muss nach außen erst greifbar werden.

Deshalb haben wir uns am Anfang auch sehr intensiv mit unserer Corporate Identity beschäftigt. Wir haben uns bewusst Zeit genommen, um glasklar herauszuarbeiten, wofür wir stehen, wie wir arbeiten, welche Werte uns wichtig sind und wie sich das in Sprache, Auftreten und Format widerspiegelt. Das war ein längerer Prozess – aber genau diese Klarheit ist entscheidend, wenn es um ein sensibles Thema wie Investments geht.

Wie stellt ihr sicher, dass eure Inhalte nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch zur tatsächlichen Umsetzung führen?

Wir stellen sicher, dass unsere Inhalte nicht nur „Wissen zum Konsumieren“ sind, indem wir Umsetzung ganz bewusst einbauen – über klare nächste Schritte, Tools, Vorlagen, Q&A-Formate und die Möglichkeit, eigene Fälle einzureichen und Feedback zu bekommen. Und ja: Auch der Betrag, den Teilnehmende investieren, spielt dabei eine wichtige Rolle. Nicht, weil Wissen nur dann wertvoll ist, wenn es teuer ist – sondern weil eine bezahlte Entscheidung automatisch Verbindlichkeit schafft. Wer etwas investiert, nimmt sich Zeit, setzt Prioritäten und bleibt eher dran, statt es „irgendwann mal“ zu machen. Wir kennen das auch von uns persönlich: Wir haben uns selbst einen richtig teuren Kurs gebucht.

Genau weil es so ein Investment war, wollten wir maximal viel daraus ziehen. Wir haben die Inhalte nicht nur angeschaut, sondern mitgeschrieben, Aufgaben umgesetzt und uns gezwungen, es wirklich in unseren Alltag zu übertragen – und genau das hat den Unterschied gemacht. Diese Energie wollen wir bei Evoque ebenfalls auslösen: nicht Druck, sondern Commitment.

Welche Rolle spielen Werte wie Verantwortung und persönliche Entwicklung in eurer Arbeit?

Für uns sind Verantwortung und persönliche Entwicklung kein „Extra“, sondern der Kern von Evoque. Gerade bei Immobilien vermitteln wir ganz klar: Eigentum verpflichtet. Das klingt erstmal nach einem Satz aus dem Gesetzbuch, trifft in der Praxis aber genau den Punkt. Eine Immobilie ist kein Projekt, das von allein läuft – und kein „passives Einkommen auf Autopilot“. Es gibt Mieterfragen, Instandhaltung, Entscheidungen unter Zeitdruck, manchmal auch Leerstand oder unerwartete Kosten. Wir kennen das aus der Praxis und sprechen es deshalb auch genauso an: Wer investiert, übernimmt Verantwortung – für das Objekt, für Menschen, die darin wohnen, und für die eigene finanzielle Stabilität. Und genau da kommt persönliche Entwicklung ins Spiel.

Es braucht Klarheit, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, mit Rückschlägen ruhig umzugehen, statt sich beim ersten Problem entmutigen zu lassen. Unser Ziel ist, dass unsere Teilnehmenden nicht nur rechnen können, sondern auch mental stabiler werden in ihren Entscheidungen – und am Ende wirklich sagen können: „Ich weiß, was auf mich zukommt, und ich kann das tragen.“

Wohin soll sich evoque in den kommenden Jahren entwickeln und welche neuen Angebote sind geplant?

In den kommenden Jahren soll Evoque sich von einem starken Workshop-Startpunkt zu einem klaren Lern- und Begleitweg entwickeln. Unsere Workshops bleiben das Herzstück – und wir wollen die Workshops Schritt für Schritt auch in weiteren Städten anbieten. Danach können Teilnehmende je nach Bedarf in unsere digitale Mitgliedschaft wechseln: Mitgliedschaft Basic für ein solides Fundament, Mitgliedschaft Boost mit mehr Praxis (z. B. Objektbegehungen, Tools und Vorlagen) und Mitgliedschaft Signature mit besonders enger Begleitung inklusive 1:1-Support und Office Hours. Inhaltlich bauen wir die Lernplattform weiter aus – mit Basics, Vertiefungen und Formaten, die wirklich in die Umsetzung führen: regelmäßige Q&As, Deep Dives, Spotlight-Fälle aus der Community und Mini-Checks.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Scheu dich nicht vor Finanzierung – Wachstum braucht oft Fremdkapital. Viele warten zu lange, weil sie Finanzierung als Risiko sehen. In der Praxis ist es aber häufig ein notwendiger Schritt, bewusst Fremdkapital aufzunehmen, um investieren und skalieren zu können. Wichtig ist: sauber rechnen, Puffer einplanen, Risiko realistisch einschätzen und eine Finanzierung wählen, die zu deiner Strategie und Lebensrealität passt.
Sprich darüber – mach dich sichtbar. Ein gutes Produkt bringt wenig, wenn es niemand mitbekommt. Erzähl, woran du arbeitest, zeig dich und nimm Menschen mit auf den Weg. So entsteht Vertrauen – und Weiterempfehlung passiert viel leichter.
Hol dir Unterstützung – du musst nicht alles allein tragen. Such dir Hilfe, wo du sie brauchst: fachlich, organisatorisch oder strategisch. Gute Gründerinnen und Gründer sind nicht die, die alles können – sondern die, die sich die richtigen Menschen und Ressourcen dazuholen.

Bild Vanessa Jung (l.) und Anabel Reeß (r.) Fotocredits/ Fotograf: Isabel Zander

Wir bedanken uns bei den Gründerinnen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Kann künstliche Intelligenz Finanzberatung wirklich besser zugänglich machen?

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Xaver Finanzberatung und Altersvorsorge mit KI

Xaver ist eine KI native B2B Plattform für digitale Finanzberatung und Vorsorgelösungen

Wie würden Sie Xaver und das Team dahinter vorstellen, und welche Expertise haben die Gründer in der Versicherungs- und Vorsorgebranche?

Xaver ist eine KI-native B2B-Plattform, die Banken, Versicherern und Vertrieben eine agentische AI-Workforce für Beratung und Vertrieb bereitstellt – gekoppelt mit einer BaFin-regulierten, MCP-fähigen Investment-Infrastruktur als „Execution Layer“. Hinter Xaver steht ein Team aus Founder-Operators mit tiefer Industrie- und Tech-Erfahrung: CEO Max Bachem (ehem. CEO Luko/Coya), CPTO Ole Breulmann (ehem. CPO Hypoport/Smart Insurtech), CFO Dr. Björn Holste (ehem. Managing Director Deutsche Bank/UBS) und COO Nigel Jankelson (ehem. COO Luko, CEO Coya). Wir kennen die regulatorische Realität und den operativen Alltag aus erster Hand – und bauen genau dafür.

Was war der ursprüngliche Auslöser für die Gründung von Xaver und welche Problemlücke im Bereich Altersvorsorge wollten Sie damit schließen?

Hochwertige, verlässliche Beratung ist knapp, teuer und nicht skalierbar – genau das verhindert, dass Menschen schnell zur passenden Vorsorgelösung finden. Unsere Gründungsidee: eine konforme agentische KI-Belegschaft, die 24/7 berät, dokumentiert und bis zum Abschluss führt – teils autonom, teils als Co-Pilot für menschliche Berater, die dadurch bis zu 65 % weniger Admin-Aufwand haben.

Ihre Plattform kombiniert künstliche Intelligenz mit klassischen Vorsorgeprodukten. Welche langfristige Vision verfolgen Sie damit?

Unsere Vision ist eine Zukunft, in der jeder Mensch weltweit bequemen, jederzeit verfügbaren Zugang zu personalisierter Finanzberatung hat. Wir glauben an das „Agentic Web“, in dem persönliche KI-Assistenten (wie ChatGPT oder Apple Intelligence) der primäre Einstiegspunkt für Finanzentscheidungen werden.

Langfristig wollen wir nicht nur Investments und Altersvorsorge abdecken, sondern uns zu einer holistischen Finanzberatung weiterentwickeln. Xaver soll dabei die operative Schicht, der „Execution Layer“, sein, auf dem die Finanzberatung der KI-Ära läuft.

Für welche Finanzinstitute, Banken oder Versicherer ist Ihre Lösung besonders relevant und wie adressieren Sie deren spezifische Anforderungen?

Unsere Lösung ist besonders relevant für Versicherer, Banken und große Finanzvertriebe, die unter dem Beratermangel leiden oder ihre digitale Abschlussstrecke modernisieren müssen. Wir haben bereits Partnerschaften mit namhaften Akteuren wie „Die Bayerische“, einem Europäischen Versicherer und einer großen Europäischen Bank.

Wir adressieren deren Anforderungen mithilfe unserer Modulare Platform:

Xaver ONE: Unsere KI-Plattform bietet sowohl autonome KI-Berater für Endkunden als auch KI-Assistenten, die menschliche Berater unterstützen und bis zu 65 % Zeit einsparen.
Xaver Asset Management: Für Partner, die moderne Produkte brauchen, bieten wir eine White-Label-Infrastruktur, um in 4–8 Wochen neue Investment- und Vorsorgeprodukte zu launchen. Dazu gehören z.B. auch das geplante „Altersvorsorgedepot“ und die „Frühstartrente“, die wir unseren Partnern schnell, attraktiv und kostengünstig für den Marktstart ermöglichen.

Die Automatisierung von Beratung und Abschlussprozessen ist anspruchsvoll. Mit welchen Herausforderungen sieht sich Xaver derzeit konfrontiert?

Die größte Herausforderung ist die Regulatorik im Bereich „High-Risk AI“ gemäß dem EU AI Act. Es reicht nicht, dass eine KI gut chattet – sie muss deterministisch korrekte Empfehlungen geben, erklären können, warum ein Produkt passt, und dies auditierbar dokumentieren.

Wir lösen dies durch eine Multi-Agenten-Architektur, die generative KI für die Konversation mit erklärbarer KI (Explainable AI) für die Entscheidungsfindung kombiniert. Eine weitere Herausforderung ist die Integration in die Legacy-Systeme der Banken und Versicherer, die wir durch unsere spezialisierte Integrationsschicht lösen.

Was unterscheidet Xaver technologisch und regulatorisch von anderen InsurTech- oder FinTech-Anbietern, die ebenfalls auf digitale Vorsorge setzen?

Unser entscheidender Vorteil ist die Kombination aus vertikaler KI und regulatorischer Tiefe:

Regulatorischer Burggraben: Xaver ist nicht nur ein Software-Anbieter, sondern ein BaFin-reguliertes Finanzinstitut. Das erlaubt unseren KI-Agenten, Transaktionen wirklich auszuführen (Kontoeröffnung, Handel), statt nur darüber zu reden.
Compliance by Design: Wir sind für „High-Risk“-Anwendungen unter dem EU AI Act gebaut und ermöglichen den ersten konformen Verkauf von Versicherungsprodukten direkt über KI-Assistenten wie ChatGPT.
Tiefe Integration: Wir bieten die komplette Wertschöpfungskette von der Beratung über den Abschluss bis zur Portfolioverwaltung aus einer Hand.

Sie bieten KI-basierte Berater und White-Label-Vorsorgeprodukte an. Wie verändert dieser Ansatz den klassischen Vertriebsprozess?

Wir bewegen uns von einem rein menschlichen Modell zu einer „Hybrid Reality“ und schließlich zum „Agentic Web“. Unser Ansatz verändert den Vertrieb in zwei Dimensionen:

Effizienzsteigerung: Menschliche Berater nutzen KI-Assistenten für Admin-Aufgaben, Transkription und Vorbereitung, was ihre Kapazität verzehnfacht und 65 % Zeit spart.
Neue Kanäle: Wir ermöglichen vollautonome Verkäufe (bei der Bayerischen bereits 20 % der Fälle ) und öffnen den Kanal der „Personal AI Agents“ (PAI), sodass Kunden direkt über ihren KI-Assistenten Produkte abschließen können. Wenn gewünscht, kann trotzdem jederzeit ein nahtloser Übergang zum menschlichen Berater geschaffen werden, dem dann alle Informatinen die bereits erfasst wurde vorab zur Verfügung stehen.

Welche Rolle spielt die BaFin-Lizenz für Ihre strategische Ausrichtung und welche Möglichkeiten eröffnet sie Ihnen?

Die Lizenz ist essenziell. Sie erlaubt uns, als voll reguliertes Finanzinstitut zu agieren, ähnlich wie eine Bank oder ein Versicherer. Das vereinfacht das Onboarding bei unseren B2B-Partnern enorm, da wir dieselbe „Compliance-Sprache“ sprechen. Strategisch ermöglicht sie uns das „Passporting“: Wir konnten beispielsweise unsere Lizenz innerhalb von nur 4 Wochen ins EU-Ausland transferieren. Das macht unsere Expansion in weitere EU-Märkte extrem schnell und skalierbar. Zudem erlaubt sie uns das autonome Finanzportfolio-Management (DPM) durch KI-Agenten.

In welche Produktentwicklung oder technologische Erweiterung wollen Sie in den kommenden zwei bis drei Jahren besonders investieren?

Unsere Roadmap für die nächsten 18–24 Monate ist klar definiert:

Produkt-Fokus: Wir bereiten uns darauf vor, einer der ersten Anbieter zu sein, der über Partner das neue Altersvorsorgedepot und die Frühstartrente anbieten kann, um unseren Partnern einen schnellen, attraktiven und kostengünstigen Markteintritt mit diesen Produkten zu ermöglichen.
Erweiterung der Beratung: Expansion von Investments/Rente hin zu holistischer Finanzberatung.
Voice & Avatar: Weiterentwicklung unserer echtzeitfähigen Voice-Native-Berater und fotorealistischen Avatare.
Agent-to-Agent (A2A) Commerce: Wir bauen unsere MCP-Schnittstellen aus, damit externe KI-Agenten über unsere Infrastruktur konform Finanzprodukte für Nutzer abschließen können.

Wie soll sich die Marktposition von Xaver im Bereich Vorsorge- und Versicherungstechnologien künftig weiterentwickeln?

Wir wollen der Standard-Layer für KI-basierte Finanzberatung in Europa werden.

Wir sehen uns als den „Enabler“, der es traditionellen Finanzinstituten erlaubt, im Zeitalter der KI wettbewerbsfähig zu bleiben und Neobanken technologisch zu überholen. Dazu positionieren wir uns als der Go-to-Partner für die schnelle Bereitstellung moderner und attraktiver Vorsorge- und Investmentprodukte (wie z.B. das Altersvorsorgedepot).

Unsere Strategie stützt sich dabei auf zwei Säulen:

Produkt-Enabler: Wir bieten die White-Label-Infrastruktur, um konforme und zeitgemäße Finanzprodukte in den Markt zu bringen.
Effizienz-Booster: Wir stellen eine umfassende Suite an KI-gestützten Tools bereit, um die Vertriebseffizienz unserer Partner signifikant zu heben und menschliche Berater massiv zu entlasten.

Sie sind Teil des Cologne Scaleup Program 2025. Welche nächsten Schritte haben Sie dort für Produktentwicklung, Marktpositionierung und fachliche Weiterentwicklung definiert?

Im Rahmen des Programms haben wir wichtige Erkenntnisse für unsere Skalierung gewonnen. Unsere nächsten Schritte sind:

Marktpositionierung: Fokus auf Märkte, in denen wir realistisch gewinnen und eine starke Durchdringung erreichen können (Deutschland als Kernmarkt, Expansion in NL/Nordics/Frankreich).
Produktentwicklung: Wir fokussieren uns darauf, über unsere Partner das neue Altersvorsorgedepot und die Frühstartrente anzubieten. Das ermöglicht unseren Partnern, diese attraktiven und kostengünstigen Lösungen als einer der Ersten im Markt zu launchen.
Vertrieb: Nutzung gezielter Vertriebsmaßnahmen („Sales Motions“), um die langen Verkaufszyklen im Enterprise-Bereich zu verkürzen.

Welche drei wichtigsten Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mitgeben, die im B2B-FinTech- oder InsurTech-Umfeld skalieren möchten?

Vertical AI wins: Bau keine generischen Wrapper. Im regulierten Umfeld gewinnt Tiefe. Du musst die Prozesse und die tatsächlichen Pain Points deiner Kunden verstehen und technologisch tief integriert sein.
Unterschätze nicht die „Readiness to Scale“: Skalierung ist nicht nur Vertrieb. Stelle sicher, dass neben dem Produkt vor allem auch dein Team und deine Prozesse bereit sind, bevor du rasant wächst. Skalierung ist ein operativer Kraftakt.
Nutze Regulation als Burggraben: Compliance ist kein Hindernis, sondern dein stärkstes Asset, wenn du es richtig machst. Baue Sicherheit und Regulatorik von Tag 1 an in dein Produkt ein („Compliance-by-Design“).

Bildcredits: Xaver Group GmbH

Wir bedanken uns bei Max Bachem für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Warum brauchen Unternehmen heute wieder echte Begegnungen?

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smartvillage Events schaffen echte Begegnungen Bild Lukas Koppitz Bildcredits/ Fotograf ©Stefanos Notopoulos

smartvillage betreibt flexible Event und Meetinglocations für B2B Veranstaltungen und schafft Räume für anlassbezogene persönliche Zusammenarbeit

Wie hat sich aus der ursprünglichen Idee die heutige Ausrichtung von smartvillage entwickelt und welche Menschen stehen hinter dem Konzept?

Ich habe smartvillage Anfang 2018 gemeinsam mit Gerd Krohn gegründet, weil wir bemerkt hatten, wie fragmentiert und ineffizient der Markt für Veranstaltungslocations ist: Einerseits gibt es lokale Anbieter in jeder Stadt. Wenn diese gut geführt sind, ergibt sich für Kunden ein Wohlfühlerlebnis – häufig scheitert das aber an der Realität, spezifisch einem professionellen Team und Produkt – was wiederum eine große Volatilität im Erlebnis mit sich bringt. Auf der anderen Seite stehen Tagungshotels: Diese sind in der Regel professioneller, aber in ihren veralteten Denk- und Arbeitsweisen und Systeminfrastrukturen gefangen.

Sie besitzen über Ihre PMS Systeme zu wenig Daten und damit Wissen darüber, wie sich Kunden verhalten und was sie wann für welche Zwecke buchen möchten. Mit smartvillage schließen wir diese Lücke. Von der ersten Idee bis heute leben wir unsere Unternehmensphilosophie: Wir kombinieren Daten und Technologie mit einer starken Marke und einem einzigartigen Erlebnis, um ein perfektes Kundenerlebnis zu schaffen. Unser Hauptfokus liegt dabei auf B2B-Events für 200 bis 600 Personen. Heute sind wir mit einem Team aus über 50 Mitarbeitenden und auf mehr als 15.000 m² in München, Köln und Berlin präsent.

Welche Vision verfolgt smartvillage mit seinen flexiblen Locations und wie soll diese Vision bis 2030 mit einer Million Gästen realisiert werden?

Unser Antrieb ist es, unseren Gästen den schönsten Arbeitstag des Jahres zu ermöglichen. Das tun wir, indem wir Raum für echte Begegnungen schaffen. Unsere gesamte Unternehmenskultur und das Raumkonzept sind darauf ausgerichtet, Grenzen zu sprengen und Umgebungen zu kreieren, die Menschen inspirieren und Teams verbinden – denn wir glauben fest daran, dass echte Begegnungen zu echtem Wachstum führen. Alleine im Jahr 2025 haben wir mehr als 100.000 Menschen in unseren Locations begrüßt. Im Jahr 2030 wollen wir einer Million Gästen ein hervorragendes Erlebnis bieten.

Deshalb folgt 2026 unser nächster Schritt in der Skalierung: Wir eröffnen in Frankfurt und Hamburg zwei neue Locations. Bis 2028 werden wir insgesamt neun weitere Flagshipstores in der DACH-Region eröffnen und smartvillages in 13 Städten anbieten, anschließend wollen wir den EU-Markt erschließen. Die eine Million Gäste sind aber nur möglich durch unser Vertical, das wir nächstes Jahr an den Markt bringen. Damit werden wir den Markt für Hotelkonferenzflächen richtig aufmischen.

Für welche Zielgruppen ist das Angebot am wertvollsten und wie lösen Ihre Räume das Problem ungenutzter Office Fixkosten konkret?

Wir konzentrieren uns auf B2B-Events für 200 bis 600 Personen – zum Beispiel für Konferenzen, Kongresse, Messen, Teamevents und Firmenfeiern. Dahinter steckt tatsächlich auch viel makroökonomische Entwicklung: Der Trend zum Homeoffice hat die Arbeitswelt dauerhaft verändert und mit ihr den Büroimmobilienmarkt. Laut ifo-Institut halten mehr als ein Viertel der Unternehmen in Deutschland ihre Büroflächen für nicht ausreichend genutzt. Das ist insofern problematisch, als diese trotz geringer Auslastung hohe Fixkosten für Mieten, Energie, Reinigung und Instandhaltung binden. Gleichzeitig finden weniger persönliche Treffen statt, was wiederum den Zusammenhalt und die Motivation beeinträchtigt. Wir sehen die Lösung dieser beiden Probleme in anlassgebundenen Begegnungen. Statt ineffiziente, interne Großflächen vorzuhalten, können Unternehmen ihre frei werdenden Budgets tageweise flexibel in vollausgestattete, designorientierte Eventlocations investieren. Diese verursachen nur dann Kosten, wenn sie tatsächlich benötigt werden. So werden Unternehmen wirtschaftlich wieder effizienter und fördern gleichzeitig ihre Teamkultur.

Wie entsteht durch anlassbezogene Begegnungen wie Strategietage oder Retreats mehr Effizienz im Team und welche Rolle spielt smartvillage dabei?

Wir sehen aktuell, dass die Stimmung in deutschen Unternehmen derzeit miserabel ist. Erst im Juli hat eine EY-Studie gezeigt, dass mehr als ¼ der Mitarbeitenden aktuell unmotiviert sind. Die wirtschaftliche Lage drückt, Unternehmen müssen innovieren und transformieren, gleichzeitig versuchen viele Unternehmen, ihre Mitarbeitenden mit Präsenzpflichten wieder ins Büro zu holen. Aber gerade ein solcher Zwang schafft keine Nähe. Das zeigen auch Studien wie die vom Future Forum Puls aus 2024: Rund 70 Prozent der Beschäftigten empfinden eine verpflichtende Büroanwesenheit als demotivierend – Präsenz und vor allem Motivation lassen sich also nicht verordnen. Hier werden persönliche Treffen wieder zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Virtuelle Zusammenarbeit reicht für komplexe Themen, kulturellen Zusammenhalt oder echte Motivation nicht aus, doch genau das braucht es in Umbruchzeiten.

Strategietage, Offsites oder Retreats schaffen deshalb jene seltenen, aber wichtigen Momente, in denen Teams Vertrauen aufbauen, Ideen schärfen und gemeinsam Richtung finden – ohne die Routine des Büroalltags. Unsere kreativ gestalteten, professionell ausgestatteten Räume sollen genau den Rahmen bieten, den Teams brauchen, um produktiv und fokussiert zusammenzuarbeiten. Unternehmen können diese Begegnungen flexibel und ohne eigene, ungenutzte Großflächen realisieren – und statt Fixkosten in hochwertige, erlebnisorientierte Events investieren. So entsteht Effizienz auf zwei Ebenen: Teams arbeiten besser zusammen, und Unternehmen nutzen ihre Ressourcen deutlich wirtschaftlicher.

Was macht den Ansatz von smartvillage einzigartig und warum entscheiden sich Unternehmen gezielt für diesen Hidden Champion?

Unsere Locations sind darauf ausgelegt, dass unsere Gäste sich wohlfühlen – aber dahinter steckt ein Konzept: Wir kombinieren unser datengetriebenes Kundenwissen mit einem stark strategischen Geschäftsmodell – das merken auch unsere Kunden. Außerdem sind wir bisher ohne Investoren gewachsen und bieten auf vier Standorten schon 15.000 m² Fläche. Wir sind der einzige überregionale Anbieter, der in den letzten 15 Jahren den Markt für B2B-Veranstaltungen im Segment 200–600 Personen neu betreten hat – ein Markt mit einem geschätzten jährlichen Volumen von 37 Milliarden Euro alleine in Deutschland.

Als Einzige bieten wir ein integriertes Angebot, das Marke, Technologie sowie Räume, Technik, Services und Community ganzheitlich verbindet. Das reduziert Komplexität für Unternehmen im gesamten Angebots-, Durchführungs- und Rechnungsprozess. Die Arbeitswelt wird sich auch in den kommenden Jahren weiterhin stark verändern. Remote Work und der Einfluss von Künstlicher Intelligenz stellen dabei nur zwei Faktoren dar, die dafür sorgen werden, dass alte Raumkonzepte den Bedürfnissen von Unternehmen und der Wirtschaft bald nicht mehr gerecht werden. Hier sehen wir unsere Chance auf weitere Skalierung.

Außerdem machen wir im nächsten Jahr mit smartvillage as a Service einen weiteren Schritt auf den Markt: Ein Angebot, welches Software und operatives Betriebssystem mit einer Love-Brand kombiniert – und damit die Planung, Buchung und Orchestrierung von Meeting- und Eventflächen für Konferenzhotels zentralisiert. Die Plattform verbindet die Zuverlässigkeit standardisierter Hotelinfrastruktur mit der Erlebnisqualität und technologischer Infrastruktur von smartvillage. Buchung, Raumplanung und Ablaufsteuerung laufen über ein einheitliches digitales Interface. Hotels erhöhen so ihre Auslastung, ohne eigene Eventstrukturen aufzubauen, während Unternehmen bundesweit auf definierte Standards und wiederholbare Prozesse zugreifen können. Damit folgen wir dem Trend der Hotels, Leistungen, die nicht deren Kerngeschäft Hotelzimmer sind, outzusourcen.

Welche Bedeutung hat Ihr datenbasiertes, automatisiert gesteuertes Gästeerlebnis für die Qualität der Veranstaltungen und die Weiterentwicklung des Angebots?

Es ist die absolute Basis, um unsere Kunden und Kundinnen so stark in den Fokus stellen zu können. Nur so konnten wir wirklich datengetrieben lernen, wo die Needs und Bedürfnisse unserer Gäste liegen. Wir unterscheiden bei allen Kunden erstmal zwischen der Person, die bucht und die Veranstaltung plant und den Gästen – diese haben häufig sehr unterschiedliche Bedürfnisse.

Ein wichtiger Teil unseres datengetriebenen Ansatzes ist unser Feedbacktracking und die Auswertungen daraus. Wir erfassen bei jeder Veranstaltung in unserem zentralen System sowohl das Feedback der Buchenden als auch das der Gäste in unterschiedlicher Detailtiefe. Ein Beispiel dafür ist das Catering, wo wir bei großen Veranstaltungen nicht selten größere Differenzen in der Bewertung feststellen. Wenn ein Kunde das kleinste und kalte „Easy Menü“ bucht, um Kosten zu sparen, der Konferenzgast aber gleichzeitig 1.500 € für sein Tagesticket zahlt, haben wir am Ende einen zufriedenen Kunden, aber viele unzufriedene Gäste. Diese Diskrepanz können wir systemtechnisch sehen und dann konkret angehen, indem wir zu Veranstaltungen zahlenbasiert besser beraten und vor solchen Fehlern schützen können. Und das eben nicht nur aus einem Bauchgefühl oder einem einzelnen Feedbackgespräch heraus, sondern mit Daten untermauert und automatisiert.

Wie gelingt es Ihnen, ausschließlich gebootstrapped in München, Berlin und Köln zu skalieren und welche Erfahrungen möchten Sie dazu teilen?

Auch hier liegt viel Potenzial in unserem datengetriebenen Ansatz: Wir nutzen Hubspot Enterprise als Kernlösung – stark individualisiert und automatisiert. Durch diesen strategischen Einsatz von Technologie sind wir in der Kundenverwaltung sehr effizient und disruptiv: Wir können Multiplikatoreffekte erzielen und Mitarbeitenden mehr Zeit für komplexe Themen verschaffen. Wir sind in fast allen Jahren – außer während Corona – profitabel und fully bankable als Unternehmen. Das hat es uns ermöglicht, ohne Kapital von Investoren so groß zu werden. Trotzdem sind auch wir in unserer Skalierung nicht ohne Rückschläge vorangekommen. Wir hatten beispielsweise bereits eine Location in Finnland eröffnet, als die Corona-Pandemie aufkam. Das hat uns in der Skalierung sicherlich zwei bis drei Jahre zurückgeworfen und wir mussten den Standort in Finnland wieder schließen.

Dennoch sind wir stolz, als Anbieter von B2B-Locations die Corona-Pandemie so gut überstanden zu haben und seitdem stark zu wachsen. Auch wenn wir bisher keinen Investor an Bord haben, halten wir stets Kontakt. Wir sehen aktuell ein echtes Momentum am Markt – daher schließen wir es für die Zukunft nicht aus, uns mit Investoren zusammenzutun, um das Wachstumspotenzial voll ausschöpfen zu können.

Mit welchen Herausforderungen sehen Sie sich aktuell konfrontiert, wenn Nachfrage, Standorte und Prozesse parallel wachsen?

Wir befinden uns gerade einer spannenden Phase: Wir wachsen vom kleinen Unternehmen mit Startup-Kultur, Denkweise und Geschwindigkeit zum gewachsenen Unternehmen mit etablierten Prozessen. Das bringt für uns die Challenge, eine gute Balance zwischen notwendigen Prozessen und guter Geschwindigkeit zu halten – mit aktuell vier Standorten und knapp über 50 Mitarbeitenden funktioniert das wunderbar. Bei dem geplanten weiteren Wachstum wird sich die Herausforderung aber steigern.

Im Bereich der Nachfrage verhält es sich etwas anders: Derzeit sehen wir aufgrund von wirtschaftlichen Herausforderungen in Europa und speziell Deutschland einen angespannten Markt. Das bedeutet, dass manche unserer Bestandskunden nicht dieselben Volumina am selben Standort buchen wie in den Vorjahren. Auch durch Insolvenzen und weniger Mitarbeitenden, die z. B. zu Offsites kommen, sehen wir hier eher eine Stagnation.

Trotzdem gewinnen wir gerade stark an Marktanteilen – durch unsere Expansion in neue Städte können wir die temporäre Stagnation im Markt überkompensieren. Gleichzeitig kommt auch hier unser datengetriebener Ansatz zum Tragen: Wir können Kundensegmente einfach zielgenauer bespielen und gewinnen. Dank unserer starken Marke können wir hohe Retention Rates erzielen und durch NPS-Werte von über 50 (der Branchenstandard liegt bei ca. 18) unsere Wettbewerber auch ganz klar im Bereich Kundenzufriedenheit übertreffen. Das erlaubt uns gerade entgegen dem Markt profitabel weiterzuwachsen. Ich freue mich schon auf den Moment, wenn sich die Gesamtwirtschaftslage wieder ins Positive dreht. Das wird uns einen weiteren Wachstums- und Profitabilitätsboost geben.

Wie bereiten Sie sich strategisch auf die Eröffnung von zwei neuen Standorten im Jahr 2026 vor?

Wir haben uns vor der Eröffnung in Köln im November 2024 fast zwei Jahre Zeit genommen und uns intensiv und mit externer Begleitung durch eine Scale-up-Beratung auf das Wachstum, die typischen Fehler und Best Practices vorbereitet. Das ist etwas, was wir uns nur als profitables gebootstrapptes Unternehmen erlauben konnten. Es hat aber dazu geführt, dass wir unsere Prozesse, Strategie, Personal- und Firmenstrukturen wirklich professionell für Wachstum aufgestellt haben. Solange wir also im selben Rechts- und Währungsraum bleiben, ist die Eröffnung der neuen Standorte keine strategische, sondern eine sehr operative Aufgabe. Wir replizieren unsere Projektpläne von München, Köln und Berlin. Ganz anders sieht es natürlich aus, wenn wir mit smartvillage as a Service den Markt betreten. Das ist eine sehr komplexe und strategische Aufgabe.

Was bedeutet es für smartvillage, schon jetzt über 100.000 Gäste jährlich zu begrüßen, und welche Learnings ziehen Sie daraus für Ihre künftige Expansion?

Für uns ist aus zwei Gründen ein großer Erfolg: Einerseits kommen wir damit unserer Vision näher, so vielen Gästen wie möglich den schönsten Arbeitstag des Jahres zu ermöglichen. Es macht uns stolz zu sehen, wie stark sich ein Tag bei smartvillage auf die Zufriedenheit von Mitarbeitenden und auf die Effizienz in Unternehmen auswirken kann. Andererseits sehen wir auch wirtschaftlich, dass unser Ansatz funktioniert und wir wirklich dabei sind, eine effektiv im Markt bestehende Lücke zu schließen. Mit jedem Event lernen wir auch weiterhin datengetrieben dazu und es ist und wird unser Anspruch bleiben, immer am Puls der aktuellen Herausforderungen zu agieren. Wir sind allerdings mit allen bisherigen Learnings und unserem Konzept jetzt schon so gut aufgestellt, dass wir diese Erfahrungen auch für die weitere Skalierung mitnehmen können.

Wohin soll sich smartvillage in den kommenden Jahren entwickeln und welche Rolle spielt persönliche, anlassbezogene Zusammenarbeit in der Arbeitswelt von morgen?

Wir hatten es schon kurz angesprochen: Die anlassbezogene Zusammenarbeit wird in der Arbeitswelt von morgen noch viel wichtiger werden. Wahrscheinlich hat mittlerweile jeder bemerkt, wie sehr der Einsatz von Künstlicher Intelligenz den Arbeitsalltag verändert – das wird sich in den kommenden Jahren tendenziell noch verstärken. Gleichzeitig wird uns auch remote Work als Konzept erhalten bleiben. Diese beiden Faktoren stärken die Identifikation mit dem eigenen Unternehmen nicht unbedingt – persönliche Treffen, wertvoller Austausch und Teambuilding werden wichtiger denn je werden, um ein Team aus zufriedenen und motivierten Mitarbeitenden zu behalten und Beziehungen zu Kunden aufzubauen. Wir sehen keinen großen Sinn darin, immer wieder über Office-Pflichten zu sprechen – mit Zwang erreicht man einfach keine positiven Effekte bei den Themen Vertrauen, Identifikation und Zusammenarbeit. Es braucht positive, persönliche Erlebnisse – und diese lassen sich mit anlassbezogenen Events eben am besten umsetzen, weil sie gleichzeitig wirtschaftlich und effizient sind.

In den kommenden Jahren wollen wir auch bei dieser Entwicklung ein starker Partner sein. Einerseits entsteht mit smartvillage as a Service ein neues Marktsegment mit den Vorteilen von Hotelkonferenzflächen und denen von smartvillage in Kombination – datenbasiert, skalierbar, aber persönlich. Bis 2035 wollen wir 300 Standorte in der DACH-Region und in der EU betreiben. Geplant ist eine Kombination aus Flagship-Locations und „operated-by-smartvillage“-Flächen im SaaS-Modell.

Bild Lukas Koppitz Bildcredits/ Fotograf ©Stefanos Notopoulos

Wir bedanken uns bei Lukas Koppitz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie verändert eine einzige Idee die Art, wie wir Genuss heute verstehen?

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RumX – Die Rum App für Rum Bewertungen.Team Bild sitzend auf einem roten sofa

RumX ist eine digitale Plattform, die Rumliebhabern weltweit ermöglicht, ihre Sammlungen zu verwalten, Bewertungen auszutauschen und den Markt transparenter zu erleben

Wie würden Sie RumX und die Menschen dahinter vorstellen?

Ich bin Oliver Gerhardt, der Gründer von RumX. Wir sind ein Tech-Startup aus Stuttgart und haben die weltweit größte digitale Infrastruktur für den Rum-Markt gebaut. Im Kern ist RumX das digitale Zuhause für Rum-Liebhaber. Wir sind der festen Überzeugung, dass Rum die vielseitigste Spirituose der Welt ist, und genau diese Vielfalt machen wir digital erlebbar. Mit unserer App können Nutzer ihre Sammlungen verwalten, Verkostungsnotizen teilen und Preise vergleichen. Unterstützt werde ich von meinen Mitgründern Jakob (Marketing), Robert (Sales) und Lukas (Finance). Gemeinsam haben wir RumX von einem Hobby-Startup zum globalen Marktführer in unserer Nische entwickelt.

Welche Idee hat zur Gründung geführt und wie hat sich diese Vision seitdem weiterentwickelt?

Angefangen hat alles 2018 als „Rum Tasting Notes“. Ursprünglich war das eine Prüfungsleistung in meinem Informatik-Studium. Ich wollte meine eigenen Tasting-Eindrücke digital festhalten und weg von unübersichtlichen Excel-Tabellen. Doch das Projekt hat schnell eine Eigendynamik entwickelt. Aus der reinen Verwaltungs-App für Nerds wurde eine globale Plattform. Heute ist unsere Vision größer: Wir kombinieren Bewertungsportal, soziales Netzwerk und integrierten Marktplatz, um den gesamten Spirituosen-Markt transparenter zu machen und Community nahtlos mit dem Handel zu verbinden.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit RumX besonders an und wie stellen Sie sicher, dass deren Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen?

Ursprünglich sind wir als Tool für echte Rum-Nerds und Sammler gestartet. Diese Nutzer verwalten oft Portfolios im Wert von mehreren zehntausend Euro. Mittlerweile sprechen wir aber alle Liebhaber an – vom Einsteiger bis zum Experten. Ein Beispiel dafür sind unsere aktuellen RumX Awards 2025, wo wir Kategorien für jede Erfahrungsstufe geschaffen haben. Wir hören extrem genau auf das Feedback in unserem Forum. So stellen wir sicher, dass wir Features entwickeln, die echten Nutzen stiften.

RumX verbindet Community, Datenbank und Shop. Was war der entscheidende Gedanke hinter dieser Kombination

Wir wollten die Lücke zwischen Information und Transaktion schließen. Früher musste man Bewertungen mühsam googeln und dann suchen, wo man die Flasche kaufen kann. Bei uns ist das ein nahtloser Prozess. Wir haben über 25.000 Produkte in der Datenbank und verbinden diese über Schnittstellen mit mehr als führenden 40 Online-Shops. Nutzer sehen sofort, wie ein Rum schmeckt und wo er zum besten Preis verfügbar ist. Das schafft Transparenz und ein echtes Marketplace-Flywheel.

Wie navigieren Sie die Herausforderung, Einsteigern und erfahrenen Rumfans gleichermaßen Orientierung zu geben?

Wir nutzen unsere Daten, um personalisierte Empfehlungen auszuspielen. Ein Einsteiger bekommt eher zugängliche Rums – oder sogar gesüßte Spiced Rums – vorgeschlagen. Ein Profi sieht rare Einzelfassabfüllungen. Unsere Awards bilden diese Spreizung ebenfalls ab. Zudem planen wir für 2026 einen großen Knowledge-Bereich. Dort werden wir neue Nutzer noch besser an die Hand nehmen und Themen wie Tasting-Grundlagen erklären.

Was unterscheidet RumX aus Ihrer Sicht am stärksten von klassischen Spirituosen-Shops oder Bewertungsplattformen?

Unser USP liegt in der Tiefe der Daten und der Marktbreite. Ein klassischer Shop hat nur sein eigenes Sortiment. Wir aggregieren die Bestände von über 40 Shops und bieten damit das größte Sortiment Europas. Im Vergleich zu reinen Bewertungsplattformen bieten wir den direkten Kaufzugang. Zudem haben wir mit über 260.000 Verkostungsnotizen eine Datenbasis, die Fehlkäufe effektiv verhindert. Wir wissen nicht nur, was verkauft wird, sondern warum es schmeckt – quasi das Vivino für Rum.

Welche Rolle spielt die Community für die Weiterentwicklung ?

Die Community ist unser wichtigstes Asset. RumX ist kein reines Software-Produkt, sondern ein Ort für geteilte Leidenschaft. Unsere Nutzer bestimmen durch ihr Feedback die Roadmap. Es entstehen Freundschaften im Forum und wir organisieren physische Treffen. Dieser Zusammenhalt macht die Marke authentisch. Ohne den Input unserer 48.000 Nutzer wären wir heute nicht da, wo wir sind.

Wie stellen Sie die Qualität und Relevanz der Bewertungen und Verkostungsnotizen auf der Plattform sicher?

Wir setzen auf Technologie statt Bauchgefühl. Ein proprietärer Algorithmus scannt alle Bewertungen auf Anomalien. Wir erkennen Muster wie Review-Bombing oder Fake-Accounts durch IP-Cluster-Analysen. Zudem gewichten wir die Stimmen erfahrener Nutzer mit einem hohen Trust-Score stärker. So stellen wir sicher, dass unsere Daten valide sind und nicht durch Marketing manipuliert werden können.

Welche neuen Funktionen oder Erweiterungen planen Sie, um RumX als zentrale Anlaufstelle für Rumliebhaber weiter auszubauen?

Wir werden unser Web-Angebot massiv ausbauen, um alle App-Funktionen auch im Browser anzubieten. Parallel dazu skalieren wir die Anbindung weiterer Partnershops, damit Nutzer wirklich jede verfügbare Flasche finden. Ein Fokus liegt auch auf der Erschließung neuer Marketing-Kanäle, um die Nachfrage für unsere Partner zu steigern.

Wie verändert sich Ihrer Meinung nach der Markt für hochwertige Spirituosen und welche Position möchte RumX darin einnehmen?

Der Markt wird transparenter und anspruchsvoller. Unsere Daten zeigen, dass Konsumenten zunehmend unabhängige Marken bevorzugen, die Inhaltsstoffe offenlegen. Das reine Marketing-Storytelling der Großkonzerne funktioniert immer weniger. RumX positioniert sich hier als die unabhängige Instanz für Wahrheit im Glas. Wir liefern die Daten, die diese Transformation vorantreiben.

Welche persönlichen Erfahrungen oder Lehren aus Ihrem Aufbau von RumX möchten Sie anderen Gründerinnen und Gründern mitgeben?

Unterschätzt niemals die Kraft einer echten Community. Wenn man Menschen zusammenbringt, die eine Leidenschaft teilen, entsteht eine Eigendynamik, die kein Marketing-Budget ersetzen kann. Außerdem hat uns das Bootstrapping gelehrt, sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Man lernt, ressourceneffizient zu arbeiten und genau zuzuhören, was der Kunde wirklich braucht.

Teambild Bildcredits RumX

Wir bedanken uns bei Oliver Gerhardt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: RumX

Kontakt:

RumX
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D- 70178 Stuttgart
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Ansprechpartner: Oliver Gerhardt

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Warum trinken wir Tee eigentlich immer noch wie vor 100 Jahren?

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TEABALLS Tee ohne Teebeutel neu gedacht Simon Schmidt

TEABALLS entwickelt lösliche Tee Presslinge, die Tee ohne Beutel, Ziehzeit und Verpackungsmüll neu denken

Wie hat sich aus Ihrem ersten Geistesblitz die Idee zu TEABALLS entwickelt und wann wurde klar, dass daraus ein echtes Unternehmen entstehen kann?

Die Idee zu TEABALLS entstand in einem völlig unspektakulären, aber überraschend aufschlussreichen Moment: Ich saß 2017 im Urlaub, ließ den Teebeutel viel zu lange in der Tasse ziehen – und fragte mich plötzlich: Warum nutzen wir im 21. Jahrhundert eigentlich noch eine Zubereitungsmethode aus dem 19. Jahrhundert?
Der Teebeutel ist zwar ikonisch, aber technologisch längst überholt. Er erzeugt unnötigen Müll, kostet Zeit und verhindert oft, dass der Tee sein volles Aroma entfaltet. Genau dieser Gedanke war der Startschuss.
2019 kam dann der Wendepunkt: Nach unserem TV-Auftritt auf ProSieben explodierten die Onlinebestellungen. In diesem Moment wurde mir klar, dass die Welt bereit ist für eine zeitgemäße, nachhaltigere Alternative zum klassischen Teebeutel.
2020 hat uns die Pandemie kurzfristig ausgebremst – aber langfristig stärker gemacht. Wir haben Strukturen aufgebaut, die Marke geschärft und das Produkt konsequent weiterentwickelt.
Heute stehen wir an einem Punkt, an dem wir dabei sind, den Teemarkt neu zu definieren.

Welche Rollen und Stärken bringen Sie und Ihr Team persönlich in TEABALLS ein, und wie prägt das die Kultur des Unternehmens?

Unser Team vereint Menschen, die einen gemeinsamen Gedanken teilen: Wenn sich eine Branche über Jahrzehnte nicht weiterentwickelt, ist das keine Tradition – sondern eine Einladung, es besser zu machen.
Ich selbst kombiniere Vision mit Tatkraft: Ich liebe es, Bestehendes zu hinterfragen und gleichzeitig Lösungen zu entwickeln, die sofort im Alltag funktionieren.
Unsere Produktentwicklung denkt in Wirkung und Wissenschaft, unser Vertrieb in Kundennähe und unser Marketing in klaren, verständlichen Botschaften.
Die Kultur, die daraus entsteht, ist mutig, schnell und konstruktiv streitlustig.
Wir diskutieren intensiv, testen rigoros und optimieren unermüdlich. Bei uns wird nicht verteidigt, was war – sondern gestaltet, was kommen soll.

Was ist die zentrale Vision von TEABALLS und welche Schritte planen Sie, um diese Vision in den kommenden Jahren zu erreichen?

Unsere Vision ist bewusst radikal formuliert: Wir wollen den Teebeutel überflüssig machen.
Nicht ein bisschen besser, nicht ein bisschen nachhaltiger – sondern ein echter Kategorie-Wechsel: kein Müll, keine Ziehzeit, voller Geschmack.
Für 2026 haben wir drei große Schritte geplant:

  1. Handelsskalierung:
    TEABALLS soll in allen relevanten Handelsketten verfügbar sein – national wie international.
  2. Produktinnovation:
    Neue funktionale Mischungen, neue Geschmackswelten und neue Einsatzszenarien, die Tee völlig neu denken.
  3. Technologische Weiterentwicklung:
    Noch bessere Löslichkeit, noch geringerer Ressourcenverbrauch und noch stärkere Wirkung.
    Wir sind überzeugt: Die Zukunft des Tees liegt nicht im Teebeutel.
    Die Zukunft ist clean, schnell und nachhaltig.

Welche Bedürfnisse Ihrer Kunden stehen für Sie im Mittelpunkt und wie stellen Sie sicher, dass die Tee-Presslinge diesen Erwartungen gerecht werden?

Unsere Kundinnen und Kunden wünschen sich vor allem drei Dinge, die der klassische Teebeutel heute kaum erfüllt:
Erstens: echte Einfachheit statt einer oft umständlichen Zubereitung.
Zweitens: authentischen, unverfälschten Geschmack statt aromatischer Kompromisse.
Und drittens: echte Nachhaltigkeit, die spürbar etwas verändert – und nicht nur gut klingt.
Deshalb entwickeln wir TEABALLS konsequent entlang realer Alltagssituationen – unterwegs, im Büro, beim Sport oder zuhause. Jede Rezeptur, jede Pressung und jede Charge wird so lange getestet, bis sie sauber, schnell und geschmackvoll löslich ist.
Unsere Grundhaltung bleibt dabei stets dieselbe: Produkte sollen das Leben erleichtern, nicht romantisieren.

Wie hat TEABALLS den Sprung aus einer frühen Gründung in die Regale großer Händler wie Kaufland geschafft und welche Meilensteine waren dafür entscheidend?

Der Weg ins Handelsregal beginnt nicht im Einkaufsgespräch, sondern im Markt.
Für uns war der wichtigste Hebel dabei immer: Beweis statt Behauptung. Unser Auftritt auf ProSieben hat gezeigt, dass die Nachfrage real ist. Die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte hat bewiesen, dass die Qualität skalierbar ist. Und starke Markenpartnerschaften haben unterstrichen, dass unsere Idee vertrauenswürdig ist.
Kaufland war der erste große Händler, der den Mut hatte, die Kategorie Tee neu zu denken – und heute ist klar: TEABALLS sind nicht einfach ein Produkt, sie setzen einen neuen Standard.

Was macht die Tee-Presslinge im Vergleich zu klassischen Teeprodukten besonders und warum setzen Verbraucher sowie Partnerunternehmen auf diese Innovation?

TEABALLS stellen eine Frage, die die Branche lange vermieden hat: Warum sollte Tee Müll erzeugen?
Unsere Presslinge bieten die reine Wirkung der Pflanzen – ganz ohne Kalorien, ohne Zucker und ohne Verpackungsmüll. Gleichzeitig sind sie sofort zubereitet und machen Tee so einfach, sauber und nachhaltig wie nie zuvor.
Viele Kund*innen nutzen TEABALLS als Upgrade für Wasser, Drinks oder Mocktails – ein Anwendungsbereich, der beim klassischen Teebeutel praktisch nicht existiert.
Wir machen aus Tee eine funktionale, moderne, nachhaltige Kategorie.

Welche Bedeutung haben Kooperationen mit Marken wie Em-eukal oder BRITA für die Weiterentwicklung von TEABALLS und wie entstehen solche Partnerschaften?

Eine junge Marke braucht vor allem Vertrauen – und starke Partner können hier den entscheidenden Schub geben.
Em-eukal steht seit Jahrzehnten für Qualität und Wirksamkeit. Wenn eine etablierte Marke wie diese mit einer Innovation wie TEABALLS kooperiert, ist das ein klares Signal: Hier geht es nicht um Spielerei, sondern um Substanz. BRITA wiederum verkörpert den Gedanken, dass Nachhaltigkeit nur dann massentauglich wird, wenn sie bequemer ist als der Status quo – genau diese Haltung teilen wir.
Unsere Partnerschaften entstehen selten durch Zufall, sondern basieren auf klaren Werten: Ehrlichkeit, gemeinsame Mission und messbarer Nutzen auf beiden Seiten.

Mit welchen unternehmerischen Herausforderungen sehen Sie sich aktuell konfrontiert und wie gehen Sie bei TEABALLS strategisch damit um?

Unsere größte Herausforderung ist dieselbe, die jedes erfolgreiche Foodtech-Produkt kennt: Wie können wir schnell wachsen, ohne Kompromisse bei Qualität und Nachhaltigkeit einzugehen? Das betrifft alle Bereiche – von Produktionskapazitäten über Lieferketten und Rohstoffverfügbarkeit bis hin zur Internationalisierung.
Wir begegnen diesen Herausforderungen mit Daten, klaren Prozessen und einem Team, das lieber lösungsorientiert diskutiert, als Probleme nur zu verwalten. Unser Wachstum ist bewusst gesteuert – wir skalieren nicht blind, sondern mit klarem Fokus auf Qualität und Nachhaltigkeit.

Wie erleben Sie den Standort Deutschland als Gründer und welche Aspekte von Made in Germany sind für Ihr Unternehmen besonders relevant?

Deutschland ist herausfordernd, weil bei allem sehr genau hingeschaut wird – aber genau das macht deutsche Produkte weltweit begehrt.
Für uns ist Made in Germany ein Qualitätssiegel, das wir ernst nehmen: Präzision, Transparenz und hohe Standards sind Teil unserer Markenidentität.
Manchmal wäre es einfacher, günstiger oder schneller woanders zu produzieren. Aber TEABALLS ist eine Marke, die Verantwortung trägt – und dazu gehört auch, wo und wie wir herstellen.

Wohin soll sich TEABALLS in den kommenden Jahren entwickeln und welche Produktideen oder strategischen Schritte stehen auf Ihrer Agenda?

Wir bauen TEABALLS konsequent zu einer internationalen Gesundheits- und Lifestyle-Marke aus. Unsere Roadmap umfasst neue funktionale Linien für z.B. Energie, Fokus, Immunsystem und Stressbalance, die Ausweitung auf internationale Märkte, die Weiterentwicklung unserer Press-Technologie sowie neue Darreichungsformen, die über die klassischen Presslinge hinausgehen. Unser Ziel ist es, nicht nur die Zubereitung zu verändern, sondern die gesamte Wahrnehmung von Tee neu zu definieren.
Ein weiterer starker Wachstumspfad liegt in Kooperationen mit Marken, die ihren ikonischen Geschmack in ein nachhaltiges, modernes Format bringen möchten. Unsere Partnerschaft mit Em-eukal hat gezeigt, welches Potenzial entsteht, wenn Tradition auf Innovation trifft. Deshalb öffnen wir unsere Technologie bewusst für Unternehmen, die ihre Geschmackswelt in ein sofort konsumierbares Produkt übersetzen wollen.

Was raten Sie anderen Gründerinnen und Gründern, die wie Sie eine scheinbar simple Idee in ein skalierbares Produkt verwandeln möchten?

Der größte Irrtum ist zu glauben, einfache Ideen seien weniger komplex. Das Gegenteil ist der Fall.
Mein Rat ist: Hinterfragt alles. Testet alles. Und seid bereit, eure eigene Idee immer wieder zu verwerfen und neu aufzubauen.
Markterfolg entsteht nicht durch Romantik, sondern durch Klarheit und Konsequenz.

Welche drei persönlichen Ratschläge möchten Sie jungen Startups mitgeben, die auf starke Partnerschaften setzen und Kooperationen als Wachstumsmotor nutzen wollen?

Sucht Partner, die eure Mission teilen – nicht nur euren Markt.
Kooperationen müssen Win-Win-Win sein: für euch, für den Partner und vor allem für den Kunden.
Seid mutig in der Ansprache. Respektvoll im Ton. Hartnäckig im Follow-up.

Partnerschaften sind kein Glück – sie sind Handwerk.

Bildcredits: TEABALLS

Wir bedanken uns bei Simon Schmidt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Können Server unsere Häuser wirklich nachhaltig heizen?

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Serwas Server Wärme sinnvoll nutzen Serwas Fotograf Johannes Aitzetmüller

Serwas ist ein Tiroler Startup, das Serverabwärme nutzt, um Gebäude effizient und erneuerbar zu beheizen

Wie würden Sie Serwas und die Menschen hinter dem Startup vorstellen?

Serwas ist ein Startup aus Tirol, das Server so einsetzt, dass sie nicht nur rechnen, sondern gleichzeitig Gebäude heizen. Wir nutzen die Abwärme der Server und machen sie direkt vor Ort als Wärmequelle verfügbar. Unsere Vision ist, digitale Infrastruktur zu einem aktiven Bestandteil der Energiewende zu machen. Hinter Serwas stehen drei Gründer mit technischem und unternehmerischem Hintergrund, die Energie, Digitalisierung und Nachhaltigkeit gemeinsam denken.

Wie entstand die Idee, Abwärme von Servern in ein vollwertiges Heizsystem für Gebäude zu verwandeln?

Die Idee entstand, als ich ursprünglich die Bäckerei meines Vaters mit einem Bitcoin Miner heizen wollte. Dabei wurde schnell klar, wie viel Wärme Computerchips erzeugen und wie wenig davon genutzt wird. Im Sommer hat sich der Betrieb jedoch nicht mehr gelohnt, weil die Wärme nicht gebraucht wurde. So entstand der Gedanke, die Server direkt in das Warmwassersystem einzubinden und die Wärme ganzjährig nutzbar zu machen. Daraus entwickelte sich Schritt für Schritt ein neues Heizsystem, das Serverabwärme effizient für Gebäude verfügbar macht.

Welche Vision verfolgen Sie mit Serwas und welche Schritte sind notwendig, um diese neue Form der Wärmeversorgung weiter zu etablieren?

Wir verfolgen die Vision, dass digitale Infrastruktur nicht nur Energie verbraucht, sondern Teil der Energiewende wird. Server sollen Wärme liefern, Gebäude versorgen und gleichzeitig regionale Rechenleistung bereitstellen. Dafür installieren wir nun schrittweise mehr Einheiten, um ein dezentrales Netz aus Wärme- und Rechenpunkten aufzubauen. Der nächste große Schritt ist eine eigene Cloud-Dienstleistung, die lokale Unternehmen mit nachhaltiger Rechenleistung versorgt.

Für welche Zielgruppe ist Ihr Heizsystem besonders interessant und wie stellen Sie sicher, dass deren Anforderungen erfüllt werden?

Unsere erste Produktgeneration richtet sich vor allem an Eigenheimbesitzer, idealerweise mit einer PV-Anlage. Die zweite Produktgeneration, die wir nächstes Jahr veröffentlichen, fokussiert sich stärker auf Unternehmen mit konstantem Wärmebedarf oder hohem Bedarf an Rechenleistung. Dass wir die Anforderungen unserer Kunden erfüllen, stellen wir durch intensive Testphasen sicher, in die wir unsere Nutzer aktiv einbeziehen.

Was macht die Kombination aus Serverbetrieb und Wärmegewinnung so einzigartig und warum ist dieses Modell zukunftsfähig?

Einzigartig ist unser Ansatz, weil wir Server erstmals dezentral betreiben und ihre Wärme direkt im Gebäude nutzen können, ohne zusätzliche Technik wie Wärmepumpen oder andere Systeme. Die Wärme steht sofort als Heizenergie zur Verfügung. Zukunftsfähig ist das Modell, weil der Bedarf an Rechenleistung in den kommenden Jahren exponentiell wachsen wird und wir gleichzeitig unsere fossilen Heizsysteme auf erneuerbare Lösungen umstellen müssen. Serwas verbindet beides und macht digitale Infrastruktur zu einer lokalen, erneuerbaren Wärmequelle.

Welche technischen oder organisatorischen Herausforderungen begegnen Ihnen im Aufbau eines solchen Systems und wie gehen Sie damit um?

Technische Herausforderungen sind mittlerweile großteils bewältigt. Aktuell stehen wir vor allem vor regulatorischen und unternehmerischen Themen, etwa im Zusammenhang mit der Datenschutz-Grundverordnung und der Einführung eines völlig neuen Systems am Markt. Wir gehen diese Schritte strukturiert an und holen bei größeren Fragestellungen gezielt Experten aus unseren Netzwerken hinzu, um fundierte Lösungen zu entwickeln.

Wie gelingt es Ihnen, Ihr System mit bestehenden Heizungsanlagen zu verbinden und Kunden einen reibungslosen Betrieb zu ermöglichen?

Wir arbeiten mit hohen Wassertemperaturen und nutzen standardisierte Hydraulikkomponenten. Dadurch können wir unser System direkt in bestehende Heizungsanlagen einbinden, ohne zusätzliche Technik oder große Umbauten. Die Regelung läuft automatisch, sodass der Betrieb für Kunden einfach bleibt und kaum zusätzlichen Aufwand erfordert.

Welchen Beitrag kann Serwas Ihrer Meinung nach zur Energiewende leisten.

Serwas kann einen direkten Beitrag leisten, indem wir fossile Wärmequellen durch erneuerbare Serverwärme ersetzen. Gleichzeitig entsteht regionale Rechenleistung, die sonst in großen Rechenzentren mit hohem Energieverbrauch aufgebaut würde. Dadurch senken wir CO₂-Emissionen und machen Gebäude unabhängiger von fossilen Energieträgern.

Welche Weiterentwicklungen oder neuen Funktionen planen Sie für Ihre Technologie?

Wir planen die Integration leistungsstärkerer Servermodule, die speziell für KI-Anwendungen optimiert sind. Zusätzlich entwickeln wir eine eigene Cloud-Dienstleistung, um lokale Unternehmen mit regionaler Rechenleistung zu unterstützen. Parallel verbessern wir Kühlung, Hydraulik und Automatisierung, damit unsere Systeme noch effizienter und einfacher zu integrieren sind.

Wie möchten Sie Ihr Geschäftsmodell in den kommenden Jahren ausbauen und welche Rolle spielt Skalierbarkeit dabei?

Wir möchten unser Geschäftsmodell ausbauen, indem wir mehr Einheiten installieren und damit ein dezentrales Netz aus Wärme- und Rechenpunkten schaffen. Skalierbarkeit ist dafür zentral, denn nur durch standardisierte Hardware und einfache Installationsprozesse können wir viele Standorte schnell aufbauen. Langfristig wollen wir regionale Cloud-Dienste anbieten, die auf dieser Infrastruktur basieren.

Welche Erfahrungen haben Sie auf dem Weg zum marktreifen Produkt gesammelt, die Sie heute an andere Gründer weitergeben würden?

Praxisnahe Tests, frühes Kundenfeedback und konsequente Priorisierung waren für uns entscheidend. Diese Punkte beschleunigen die Entwicklung und verhindern Fehlentscheidungen.

Welche drei wichtigsten Ratschläge würden Sie Menschen mitgeben, die selbst ein technisches und nachhaltiges Startup aufbauen möchten?

Einfach mal machen und nicht zu lange in der Theorie bleiben.
Lernt das Problem, das ihr lösen wollt, bis ins kleinste Detail zu verstehen.
Holt euch früh Feedback von Nutzern und Experten, statt alles nur intern zu diskutieren.

Bildcredits: Serwas Fotograf Johannes Aitzetmueller

Wir bedanken uns bei Timo Berkmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Was braucht es heute wirklich, um Menschen auf die Zukunft vorzubereiten?

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Tomorrow University Studierende Lernen neu Bild Gründer-Teams Dr. Thomas Funke (links) und Christian Rebernik (rechts). Bildcredits Tomorrow University

Tomorrow University ist eine staatlich anerkannte, digitale Universität, die Menschen weltweit praxisnah auf Zukunftskompetenzen wie KI, Nachhaltigkeit, Innovation und Entrepreneurship vorbereitet

Wie hat sich die Tomorrow University seit dem letzten Beitrag vor über vier Jahren entwickelt und welche Meilensteine waren für die Gründer besonders wichtig?

In den vergangenen vier Jahren hat sich die Tomorrow University von einer mutigen Vision zu einer staatlich anerkannten Universität entwickelt, die eine klare Mission verfolgt: eine Generation auszubilden, die Probleme löst statt verwaltet.
Was uns besonders prägt:
Die staatliche Anerkennung als Hochschule in Deutschland – ein Meilenstein, der zeigt, dass Innovation und Qualität kein Widerspruch sind.
Future Skills als Kernprinzip: Wir bereiten Menschen darauf vor, in einer Welt voller Unsicherheit und Wandel handlungsfähig zu bleiben – mit Fokus auf KI, Nachhaltigkeit, Leadership, Entrepreneurship und Systemdenken.
Eine globale Community engagierter Changemaker: Heute lernen Menschen aus über 90 Ländern gemeinsam an echten Herausforderungen. In unseren Immersion Weeks treffen sie sich persönlich, entwickeln Projekte weiter, bauen Netzwerke auf und erleben, was wir in „Winning Together“ verankert haben: Purpose, Collective Action und Co-Creation.
Diese Entwicklungen zeigen, dass eine neue Generation von Hochschulen notwendig ist – digital, international, wirkungsorientiert und konsequent auf die Zukunft ausgerichtet.

Warum sind so viele Studierende der ToU selbst Gründer:innen oder planen eine Gründung – und wie unterscheidet sich das Lernen dort konkret von klassischen Universitäten?

Viele unserer Studierenden sind Gründer:innen oder entwickeln während des Studiums ihre ersten Projekte. Das liegt daran, dass unser Modell unternehmerisches Denken nicht theoretisch vermittelt, sondern in jedem Schritt praktisch anwendbar macht.
Der Unterschied zu klassischen Universitäten:
Keine Vorlesungen, sondern kollaborative Live-Sessions und betreute Challenges.
Lernen im Tun: Wöchentlich entstehen Projekte, Analysen, Prototypen oder Experimente.
Coaching durch Gründer:innen, Innovator:innen und Industrieexpert:innen.
Voll flexible Remote-Strukturen, die ideal mit Gründungsvorhaben vereinbar sind.
Studierende lernen praktisch im „Gründungsmodus“ – und setzen dadurch eigene Ideen unmittelbar um.

Wie führen die vier Säulen Beyond Learning, Purpose Learning, Social Learning und Active Learning in der Praxis dazu, dass Studierende eigene Projekte oder Startups entwickeln?

Diese vier Säulen bilden das didaktische Fundament der ToU:
Purpose Learning: Studierende identifizieren ihre Mission und das Problem, das sie lösen wollen.
Social Learning: Internationale Teams fördern Perspektivenvielfalt und agieren häufig als Nukleus für Co-Founder-Dynamiken.
Active Learning: Alles entsteht durch Aktion – Hypothesen testen, Nutzer:innen interviewen, Prototypen bauen.
Beyond Learning: Entwicklung eines zukunftsfähigen Mindsets: Ownership, Resilienz und Leadership.

So entwickeln Studierende kontinuierlich Ideen, die sich oft zu realen Projekten oder Startups weiterentwickeln.

Wie sieht ein Studium aus, das auf KI, Innovation, Nachhaltigkeit, Impact und persönlichen Sinn ausgerichtet ist, und wie werden Leistungen ohne klassische Prüfungen bewertet?

Ein Studium an der Tomorrow University ist vollständig auf Zukunftsthemen ausgerichtet – und gleichzeitig radikal praxisnah. Studierende lernen nicht in isolierten Fächern, sondern in Challenges, die realen Probleme aus Technologie, Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Gesellschaft adressieren.

Wie das Studium aufgebaut ist:
AI-native Learning: KI ist kein Extra, sondern ein integraler Bestandteil aller Lernphasen – von Datenanalyse über kreatives Arbeiten bis hin zu Entscheidungsfindung.
Purpose-Driven Curriculum: Studierende beginnen mit ihrer persönlichen Mission. Diese dient als Ankerpunkt: Wofür will ich meine Fähigkeiten einsetzen? Wie möchte ich Wirkung erzielen?
Impact & Innovation: Jede Challenge dreht sich um ein reales Problem. Studierende entwickeln Prototypen, testen Lösungen, sammeln Nutzerfeedback und verbessern ihre Ansätze iterativ.
Nachhaltigkeit als Grundprinzip: Egal ob Entrepreneurship, Leadership oder Technologie – alle Inhalte sind darauf ausgerichtet, verantwortungsvolle, nachhaltige Entscheidungen zu ermöglichen.

Wie wir ohne klassische Prüfungen bewerten:
Statt Klausuren prüfen wir Wirkung und Kompetenzentwicklung:
Projekt- und Challenge-Abgaben (z. B. Prototypen, Analysen, Geschäftsmodelle)
Portfolios, die den Lernfortschritt dokumentieren
Präsentationen vor Expert:innen und Peers
Reflexionen, die zeigen, wie Erkenntnisse verarbeitet und angewendet wurden
Diese Formen messen, ob jemand Probleme lösen, kreativ denken, Verantwortung übernehmen und mit KI effektiv arbeiten kann – genau die Fähigkeiten, die in einer dynamischen Welt wirklich zählen.

Wie gelingt es der Tomorrow University trotz staatlicher Anerkennung und wachsender Studierendenzahl innovativ zu bleiben und gleichzeitig regulatorische Anforderungen zu erfüllen?

Wir kombinieren regulatorische Stabilität mit der Innovationsgeschwindigkeit eines Tech-Unternehmens.
Das gelingt durch:
Studentenzentrierung
Modular designte Curricula
KI-gestützte Lernplattformen
Agile Produktentwicklung
Kontinuierliche Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Beiräten
Da ToU von Beginn an als digitale Universität konzipiert wurde, müssen wir nichts „digitalisieren“ – sondern nutzen Technologie als Kernprinzip.

Welche Zukunftskompetenzen vermittelt die ToU, die an traditionellen Hochschulen kaum vorkommen, und welche Rolle spielen KI-Kompetenzen dabei?

Wir vermitteln Skills, die in traditionellen Hochschulen kaum vorkommen:
AI Literacy und Prompting
Systems Thinking
Entrepreneurship & Intrapreneurship
Impact & Sustainability Skills
Behavioral Science und Leadership
Digitale Remote-Collaboration
KI-Kompetenzen sind dabei nicht optional, sondern integraler Bestandteil jeder Challenge und jedes Programms.

Wie stellt die ToU sicher, dass ihr Finanzierungsmodell aus Business Angels, Venture Capital und Studiengebühren mit dem Anspruch auf Wirkung und Zugänglichkeit vereinbar bleibt?

Wir stellen sicher, dass Impact und Zugang im Zentrum bleiben, durch:
Effiziente digitale Strukturen ohne teure Campus-Infrastruktur.
Flexible Zahlungsmodelle, Stipendien und regionale Preisgestaltung.
Impact-orientierte Investor:innen, die unser Purpose-First-Modell unterstützen.
Wachstum ist für uns kein Selbstzweck – es erhöht den gesellschaftlichen Hebel.

Welche Rolle spielt Social Learning in der internationalen Remote-Community der ToU und wie trägt es zur Gründungsfähigkeit der Studierenden bei?

Social Learning ist einer der stärksten Motoren unseres Modells – und wahrscheinlich einer der wichtigsten Gründe, warum so viele Studierende Projekte starten, sich weiterentwickeln oder gründen. Es geht dabei nicht nur um gemeinsames Lernen, sondern um echte persönliche und professionelle Weiterentwicklung in einer globalen Community.
Was Social Learning bei uns so wirksam macht:

Zu Beginn definieren alle Studierenden ihre Mission und ihre Werte. Dadurch entsteht hohe Relevanz, intrinsische Motivation – und tiefere, bedeutungsvolle Verbindungen zu anderen, die ähnliche Ziele verfolgen.
Mission Groups: Jede:r Studierende ist Teil einer festen Gruppe, in der sie sich gegenseitig während des gesamten Studiums (und oft darüber hinaus) accountable halten, Herausforderungen teilen und sich gegenseitig unterstützen.
Build Your Dream Team: Jede Person entwickelt ein persönliches Board aus Mentor:innen, Expert:innen, Unterstützer:innen und Menschen mit mehr Erfahrung. Dieses Board begleitet sie auf dem Weg zu ihren Zielen.
Gemeinsames Arbeiten in allen Challenges: Unser gesamtes Studium basiert auf kollaborativem Austausch – Feedback, Perspektivenvielfalt und iterative Entwicklung sind tägliche Praxis.

Teaching as Learning: Ein großer Teil des Studiums besteht darin, Gelerntes weiterzugeben. Wer anderen etwas erklärt oder präsentiert, lernt tiefer – und stärkt gleichzeitig die Community.
Immersion Weeks: Einmal pro Quartal kommen Studierende aller Programme persönlich zusammen. Diese Treffen erzeugen Energie, Vertrauen, gemeinsame Projekte – und oft auch Co-Founder-Dynamiken.
Action Hubs in Städten weltweit: Für lokale Vernetzung und Impact schaffen wir Orte, an denen Studierende sich persönlich treffen, Projekte voranbringen und gemeinsam Wirkung entfalten.

Warum das die Gründungsfähigkeit stärkt:
Studierende sind nie allein. Sie erhalten kontinuierliches Feedback, Sparring, Motivation, Accountability und Unterstützung – und gleichzeitig Zugang zu einem globalen Netzwerk aus über 90 Ländern. Das schafft Selbstvertrauen, beschleunigt Fortschritt und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Ideen tatsächlich umgesetzt werden.
Social Learning bedeutet bei uns: nicht nur Fähigkeiten vermitteln, sondern Menschen durch eine starke Community zu befähigen, ihre Ziele zu erreichen.

Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse über wirksames Lernen wurden bewusst in das Modell der ToU übernommen und wie misst die Universität den Erfolg dieses Ansatzes?

Unser pädagogisches Modell orientiert sich an wenigen, aber sehr wirkungsvollen Grundprinzipien der Lernwissenschaft:
Selbstbestimmung: Menschen lernen besser, wenn sie autonom arbeiten, sich kompetent fühlen und in einer unterstützenden Community eingebettet sind.
Lernen durch Anwendung: Wissen bleibt nur dann hängen, wenn man es direkt anwendet. Deshalb bauen Studierende Prototypen, testen Ideen und lösen echte Probleme.
Lernen mit anderen: Peer-Learning fördert Motivation, Perspektivenvielfalt und bessere Ergebnisse – deshalb arbeiten unsere Studierenden in internationalen Teams.
Reflexion & Selbststeuerung: Wir stärken die Fähigkeit, das eigene Lernen bewusst zu planen, zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Wie wir den Erfolg messen
Wir prüfen nicht über Klausuren, sondern über Wirkung:
Erfolgreiche Alumni-Karrieren und Gründungen
Projekt- und Portfoliobewertungen statt Prüfungen
Hohe Weiterempfehlungsrate (NPS 60)
Sehr hohe Abschlussrate (95 %)
Kurz gesagt: Lernen wirkt, wenn es relevant, angewendet und gemeinsam gestaltet wird – das zeigen unsere Ergebnisse klar.

Woran möchten die Gründer in fünf bis zehn Jahren erkennen, dass es eine Universität wie die Tomorrow University gebraucht hat, und welchen gesellschaftlichen Einfluss sollen Alumni dann haben?

Wir möchten sehen, dass Tausende unserer Alumni an Schlüsselpositionen arbeiten – in Unternehmen, Startups, NGOs, Verwaltung oder Politik – und aktiv an Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit arbeiten: Klima, Gesundheit, Bildung, Technologie, soziale Innovation.
Wir wissen, dass es die Tomorrow University gebraucht hat, wenn unsere Alumni sagen:
„Ich hätte ohne diese Form des Lernens nie den Mut, die Kompetenz und die Klarheit entwickelt, um wirklich etwas zu verändern.“
Unser Ziel ist nicht die größte, sondern die wirksamste Universität zu sein.

Bild Gründer-Teams Dr. Thomas Funke (links) und Christian Rebernik (rechts). Bildcredits Tomorrow University

Wir bedanken uns bei Christian Rebernik für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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