Die Gründer von ModulFix, dem modularen Spanngummi sind am 08. Mai 2023 in die Höhle der Löwen
Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor!
Wir sind Michii (31) aus Kreuzlingen (CH) und Martin (33) aus München. Wir sind Brüder, Gründer und Erfinder des ModulFix.
Martin ist ursprünglich gelernter Bankkaufmann, hat BWL studiert und ist als Vorstandsassistent in der Immobilienbranche tätig.
Michii ist nach seinem Ingenieurstudium mehrere Jahre in internationalen Automobil-Unternehmen in Deutschland, den USA und der Schweiz tätig gewesen. Nach seinem Master in Produkt-Innovation arbeitete er in verschiedenen Positionen in der Produktentwicklung.
Wie ist Ihre Idee entstanden?
Wir haben den ModulFix im ersten Lockdown 2020 gemeinsam via Videochat entwickelt. Michii wohnt am Bodensee und wollte sein Stand Up Paddleboard möglichst komfortabel und schnell mit Hilfe eines Transportwagens von seiner Wohnung an den See befördern. Es gab jedoch keine Möglichkeit, das SUP mit herkömmlichen Spanngummis auf dem Wagen zu fixieren, da zum einen die Länge nicht passte und zum anderen die Haken unbrauchbar waren.
Da es für uns keine Probleme, sondern nur Lösungen gibt, haben wir zusammen den ModulFix erfunden. Ein längeneinstellbares Spanngummi mit der Möglichkeit, die Spanngummienden mit Hilfe von Adaptern (Klett, Haken oder Karabiner) je nach Einsatzfall passend zu wählen.
Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt?
Unser Ziel ist es, ModulFix in Deutschland, Österreich und der Schweiz bekannt zu machen und es in möglichst viele Haushalte zu bringen. Langfristig streben wir an, die Welt durch unser Produkt ein Stückchen modularer und effizienter zu gestalten, denn mit ModulFix haben wir die Funktionen von 10 verschiedenen Spanngummis in einem einzigen vereint.
Wer ist Ihre Zielgruppe?
Alle, die sich schon einmal über ein Spanngummi geärgert haben oder das Spanngummi und seine vielfältigen Einsatzgebiete neu entdecken möchten. Insbesondere im Haus und Garten, der Land- und Forstwirtschaft, beim Camping, im Outdoor-Bereich, beim Transport von Gegenständen mit Fahrrad, Lastenrad, Kinderwagen oder im Handwerk ist unser ModulFix ein echter Problemlöser!
Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?
Wir waren schon seit der ersten Staffel große Fans von „Die Höhle der Löwen“. Für uns war es ein absoluter Traum, unser Produkt vor erfahrenen und kritischen Investoren präsentieren zu können. Wir sind jetzt bereit für den nächsten Schritt und suchen nach einem strategischen Partner, der uns bei der Serienproduktion und dem Markteintritt unterstützt.
Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?
Es war eine wirklich turbulente Zeit. Martin wurde kurz vor dem Dreh Vater von Zwillingen, wodurch die Vorbereitungen noch komplizierter und aufwendiger wurden. Wir haben Prototypen, die Verpackungen und das Bühnenbild, alles selbst erarbeitet und zu zweit gestemmt. Wir haben unermüdlich den Pitch und unsere Antworten auf Fragen der Löwen aus vergangenen Staffeln geübt. Es war ein wirklicher Kraftakt, aber als Team kann man alles schaffen, wenn man zusammenhält und gemeinsam für seinen Traum kämpft.
Judith Williams und Tillman Schulz Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer
Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?
Als Startup bei „Die Höhle der Löwen“ zu sein, war für uns eine unglaublich motivierende Erfahrung. Die Möglichkeit, unser Produkt und unser Unternehmen einem Millionenpublikum zu präsentieren und von renommierten Investoren bewertet zu werden, hat uns noch mehr angespornt, unser Bestes zu geben und unser Unternehmen weiter voranzutreiben.
Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf ModulFix aufmerksam werden?
Durch unseren Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ haben wir die Chance erhalten, unser Produkt und unsere Marke vor einem breiteren Publikum bekannt zu machen. Wir sind dankbar für diese Möglichkeit, unser Startup auf diese Weise zu präsentieren und sind überwältigt von der bisherigen positiven Resonanz, die wir seitdem erhalten haben. Es hat uns auch geholfen, Kontakte zu potenziellen Kunden und Partnern zu knüpfen, die sonst vielleicht nicht auf uns aufmerksam geworden wären. Insgesamt war es ein wichtiger Schritt für unser Unternehmen, um unsere Marktposition zu stärken und unser Wachstumspotenzial zu steigern.
Welchen Investor hatten Sie im Fokus?
Von Anfang an hatten wir Tillman Schulz und Ralf Dümmel als Wunschkandidaten für eine strategische Partnerschaft im Blick. Dank ihrer langjährigen Erfahrung im Handel und bei der Entwicklung von Produkten sowie ihrem umfangreichen Netzwerk könnten sie unseren ModulFix deutlich voranbringen.
Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Nach einem erfolgreichen Markteintritt, zufriedenen Kunden und kontinuierlichem Wachstum streben wir an, uns langfristig als etablierte Marke in der Spanngummi-Branche zu positionieren und maßgeschneiderte Sets für verschiedene Zielmärkte zu entwickeln. Hierfür arbeiten wir bereits an der Erweiterung unseres Adapterangebots, um noch vielseitigere Set-Optionen anbieten zu können und unseren Absatzmarkt weiter auszubauen.
Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?
Machen Sie sich klar, warum Sie gründen möchten und welches Problem Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung lösen soll. Eine klare Vision und ein klares Ziel sind entscheidend, um erfolgreich zu sein und auch in schwierigen Zeiten motiviert zu bleiben.
NetzwerkenSie und sprechen Sie mit Menschen, die bereits Erfahrung im Bereich des Gründens und der Unternehmensführung haben. Sie können Ihnen wertvolle Tipps und Ratschläge geben und auch potenzielle Partner oder Investoren aufzeigen.
Seien Sie bereit, hart zu arbeiten und sich auch mit Rückschlägen auseinanderzusetzen. Der Weg zur Gründung und zum Erfolg ist selten einfach und erfordert oft Durchhaltevermögen und eine gewisse Flexibilität. Seien Sie bereit, aus Fehlern zu lernen und sich immer wieder neu zu orientieren, um Ihr Ziel zu erreichen.
Bild: Martin (l.) und Michael Kopp Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer
Sophie Willborn die Gründerin von Headwave, Headwave TĀG einem Motorradhelm mit integriertem Lautsprecher ist am 08. Mai 2023 in die Höhle der Löwen
Stellen Sie sich und das Startup Headwave doch kurz vor!
Ich bin Sophie, leidenschaftliche Motorradfahrerin und die Erfinderin von Headwave. Ich bin Ingenieurin und Produktdesignerin und seit 2015 Geschäftsführerin der Headwave GmbH
Headwave hat sich zum Ziel gesetzt Menschen zu inspirieren das Leben nicht zu ernst und verbissen zu sehen und das Leben einfach zu genießen.
Um diese Leichtigkeit zu erreichen, haben wir Headwave TĀG erfunden. Mit Musik macht einfach alles mehr Spaß. Headwave ist ein Bluetooth-Lautsprecher für Helme, der den Helm selbst als Resonanzkörper nutzt. Das Gerät wird einfach unkompliziert außen an den Helm geklebt und erzeugt über Vibrationen einen Raumklang – vergleichbar mit Musik im Auto. Der Vorteil ist, dass alles komplett kabelfrei ist und nichts die Ohren blockiert. Headwave ist die legale uns sichere Lösung, um mit einem Helm Musik oder Navigations-Ansagen zu hören und liefert dabei noch eine beeindruckende Soundqualität und einem kräftigen Bass.
Wie ist die Idee zu Headwave entstanden?
Ich habe vor einiger Zeit meinen Motorradführerschein gemacht. Das System, das ich für die Ansagen vom Fahrschullehrer bekommen habe, war überraschend schlecht. Ich studierte zu dem Zeitpunkt Maschinenbau und so stellte ich mir irgendwann die Frage, ob die Helmschale an sich nicht schon hart genug sein könnte, um selbst als Lautsprecher zu dienen. Das Ergebnis erster Tests war so überragend, dass ich schon meine Fahrschulprüfung mit dem ersten selbst-zusammengelöteten Prototypen absolvierte.
Interessant war allerdings, dass jeder, der die Erfindung getestet hat, erstmal begeistert rief „Wow, der Hammer!!!“. Alle waren unglaublich überrascht von dem Klangerlebnis und dem Bass im Helm und der Einfachheit und Genialität der Erfindung. Mir machte es mega Spaß das Strahlen in den Augen der Tester zu sehen und so beschloss ich das Produkt weiterzuverfolgen. Eigentlich hatte ich das Gerät nur für mich selbst entwickelt, aber mittlerweile ist daraus eine erfolgreiche solide Firma geworden.
Welche Vision steckt hinter Headwave?
Headwave steht für Leichtigkeit, Genialität und Made-in-Germany-Qualität. Unsere Produkte haben einen hohen Ingenieursstandard und werden mit neusten Technologien gefertigt.
Headwave will mit seinen Produkten die Menschen inspirieren das Leben nicht zuuu ernst zu nehmen …und das geht am besten mit Musik und guter Laune.
Wer ist die Zielgruppe von Headwave?
Bisher haben wir Produkte für Motorradfahrer entwickelt. Dort war der PainPoint am größten.
Dieses Jahr wollen wir auch den Actionsportlern der ganzen Welt mit unserer Erfindung zu einem fetten Grinsen verhelfen.
Wir haben eine kleine Version des Produkts entwickelt, die perfekt an Ski-Helme, Snowboard-Helme, E-Bike-Helme, Fahrradhelme, Kletterhelme, Reithelme, Kite-Helme oder sogar Bau-Helme passt.
Mit dem neuen Produkt „Patch“ kann jetzt jeder Helm ganz einfach in eine Boombox verwandelt werden, für Musik und auch Navigations-Ansagen. Selbst Kommunikation ist durch ein Bluetooth-Mikrofon möglich.
Durch den Raumklang bleiben die Ohren dabei für wichtige Umgebungsgeräusche frei. Nichts drückt an den Ohren. Das System ist komplett kabelfrei.
Die Löwen (v.l.) Carsten Maschmeyer, Dagmar Wöhrl, Nils Glagau, Judith Williams und Ralf Dümmel unterziehen den Lautsprecher für Motorradhelme von „Headwave TAG“ direkt einem Praxistest. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer
Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen” zu bewerben?
Ich wurde konkret von der Produktionsfirma angefragt, ob es nicht interessant für uns wäre an der Show teilzunehmen und uns zu bewerben möchten. Wir sehen das als Chance einen geeigneten Investor für das neue Produkt zu finden.
Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?
Mir war es wichtig Headwave als Grown-Up Startup zu präsentieren. Es geht nicht nur um ein Mädel mit einer Idee, die dort steht und nach Geld fragt, um ihren Traum verwirklichen zu können, sondern um ein solides Unternehmen mit planbaren Umsätzen und damit eine interessante und lukrative Investmentmöglichkeit.
Die richtige Investitionssumme zu finden war letztendlich nicht ganz einfach. Wir benötigen 550.000 Euro für die Umsetzung des neuen Produkts. Aber mit dem Wissen, dass die Löwen eher kleinere Deals präferieren, habe ich den Investitionsbetrag auf 375.000 Euro reduziert und geplant den fehlenden Betrag über Working Capital zu realisieren.
In der Show konnte ich leider nur als Einzelperson die Headwave GmbH vertreten. Aber ich habe natürlich ein mega tolles Team, das hinter mir und dem Unternehmen steht. Gemeinsam werden wir jetzt die nächsten Herausforderungen angehen, die das neue Produkt „Patch“ und der dadurch deutlich größere Markt mit sich bringen.
Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen” geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?
Es ist schon echt eine Erfahrung dort teilzunehmen. Besonders die Homestory war echt ein Highlight. Dort kam das Filmteam zu uns nach Berlin und wir haben zusammen ein paar Szenen gedreht. Am coolsten waren die Drohnen-Aufnahmen von mir auf dem Motorrad.
Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen” viele Interessenten und auch Medien auf Headwave aufmerksam werden?
Wir bringen dieses Jahr ein neues Produkt raus, mit Fokus auf den schnell wachsenden E-Bike Markt und Action-Sport-Markt. Der Vorverkauf hat sogar schon erfolgreich gestartet. Ich bin sehr gespannt, welchen Gelegenheiten sich durch die Ausstrahlung noch ergeben. Die Reichweite der Sendung ist schon enorm und es gibt eine Menge cooler Menschen da draußen, mit denen eine Zusammenarbeit produktiv wäre. Ideal wäre eine Kooperation mit jemanden, der das neue Produkt direkt in die Shops bringen kann, so dass alle Chancen genutzt werden können, die diese Erfindung bietet.
Welchen Investor hatten Sie im Fokus?
Unser Wunsch-Löwe war Ralf Dümmel, da er sich mit Hardware-Vermarktung auskennt und überragende Kontakte in der Consumer-Branche hat. Er wirkt sehr sympathisch, was eine angenehme und produktive Zusammenarbeit vermuten lässt.
Sophie, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Dieses Jahr konzentrieren wir uns voll und ganz auf das neue Produkt für den stark gehypten E-Bike-Markt. Das wird eine interessante Herausforderung; raus aus dem gemütlichen Nischen-Markt Motorrad und rein in den riesigen E-Bike und Fahrrad-Markt, um dort richtig groß zu werden. Das Wachstumspotential ist enorm.
Mein Ziel ist es, dass in 5 Jahren einfach an jedem Helm – welcher Helm auch immer – ein Gerät von Headwave klebt. Und die Headwaver gut gelaunt bei ihrer Musik mitsingen und damit einfach mehr Freude und Leichtigkeit in die Welt bringen.
Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ich würde neuen Gründern den Rat geben, die Idee nicht geheim zu halten. Die meisten haben enorme Angst, dass ihnen die Idee geklaut werden könnte. Feedback und Austausch sind allerdings das Wertvollste für die Umsetzung der Idee. Ideen gibt es viele, aber kaum welche werden erfolgreich umgesetzt. Patente sind überbewertet.
Dann würde ich unbedingt empfehlen sich auf EIN Problem zu konzentrieren und dieses wirklich zu lösen. Oft verliert man sich in Details und will so viel wie möglich Features integrieren. Die ganzen gut gemeinten Ratschläge aus dem eigenen Umfeld sind dabei meist wenig hilfreich. Wichtig ist es im engen Kontakt mit der Zielgruppe zu stehen.
Und als letzten Punkt kann ich empfehlen Produkte für Menschen zu machen, die man echt gerne mag. Wenn man seine Zielgruppe mag, löst man deren Probleme schon ganz von allein und arbeitet automatisch immer kundenorientiert.
Bild: Sophie Willborn Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer
Olaf Zimmer der Gründer von eSelly, Social-Marketplace für videobasierten Content und Live-Shopping, ist am 08. Mai 2023 in die Höhle der Löwen
Stellen Sie sich und das Startup eSelly doch kurz vor!
Ich bin Olaf Zimmer, 43 Jahre, aus Wesel und habe mit ZOXS in 25 Jahren bereits ein gesundes Unternehmen aufgebaut. Nun möchte ich mit eSelly eine neue, aufregende Reise beginnen, die von meinen Erfahrungen als leidenschaftlicher Konsument und privaten sowie gewerblichen Verkäufen auf Marktplätzen und Kleinanzeigen-Apps profitiert.
Bei eSelly trifft Flohmarkt auf Social Media und auf professionelle Shops. Wir möchten mit unserer Vision “Shoppen, wie in echt” das Einkaufen wieder emotionaler gestalten und ein immer noch sehr von Fotolandschaften geprägtes Shoppingerlebnis nahbarer, vertrauensvoller und überraschender gestalten. Der User soll sich fühlen, als ob er durch eine lebendige Innenstadt geht und fast alle Möglichkeiten genießt, die er vor Ort hätte.
Dafür haben wir unsere App entwickelt, die vorwiegend auf Videoinhalte und Streaming setzt. Wir nennen unsere Nutzer eSeller und diese können zum Beispiel mit einer Live-Verkaufsshow einen Flohmarkt aus der eigenen Wohnung oder Garage veranstalten, bei dem jeder zuschauen kann. Dazu kann man seine Angebote per Video richtig in Szene setzen und die wichtigsten Facts zum Angebot direkt kommunizieren. So muss sich kein potentieller Interessent erst einmal durch lange Beschreibungen lesen und bekommt direkt eine Vorstellung, ob er sich das Angebot vor Ort oder natürlich per 1:1- Videocall über eSelly näher ansehen möchte.
Selbst der Impulskauf durch glitzernde Ketten, einen tollen Klang der Auto-Sportabgasanlage oder einen einfach tollen, unterhaltsamen Verkäufer bekommt endlich eine Plattform, die für jeden zugänglich ist. Selbst Einzelhändler ohne IT-Erfahrung können ihren eigenen Shop mit ein paar Klicks zusammenstellen und so in ihrer Region auf die eigenen tollen Angebote aufmerksam machen.
Wie ist die Idee zu eSelly entstanden?
Ich habe während der Corona-Pandemie Social Media für mich entdeckt und schnell bemerkt, wie groß der Entertainment-Faktor dort ist. Natürlich fiel mir auch auf, wie viel Werbung betrieben wird. Doch warum kombiniert man Social Media und Onlineshopping nicht miteinander? Denn ein Kauf kann ebenso Emotionen und Glücksgefühle auslösen, wie ein unterhaltsamer Clip in Social Media.
Marktplätze im klassischen Sinne standen oft für sich durch Tradition und spezifische Atmosphären. Seien es die Marktschreier auf Wochen- oder Fischmärkten, die völlige Produktvielfalt auf den Flohmärkten oder aktionsbeworbene Sonderflächen im Einzelhandel. Warum hat das noch niemand bei so viel Umsatzpotential vernünftig in eine App gepackt und die Eigenschaften traditioneller Märkte mit den Möglichkeiten des SoMe-Charakters und den Potentialen spontaner Onlinekäufe verknüpft?
Ich komme ursprünglich aus dem stationären Handel. Mich nimmt es auch heute noch mit, wie schwer es der Einzelhandel hat. Dann kam auch noch die Pandemie. Irgendwie betrachte ich es als Mission, dem Einzelhandel ein Tool mitzugeben, das für jeden Händler zu bedienen ist und mit dem endlich das Potential aus der Symbiose stationär und online entfacht werden kann.
Kein Online-Shop kann so intensiv beraten, hat so viel Produkt-Expertise in den eigenen Reihen und so eine schöne, reale Kulisse für die Livestreams. Authentischer geht es nicht.
Dazu gibt es dort noch echte Verkäufer, die quasi jeden Tag ein Live-Publikum vor Ort im eigenen Geschäft begrüßen und somit auch keine Scheu vor einem Livestream haben, in dem sie ihre Leidenschaft und das Brennen für das Produkt ausleben können. Jetzt kann auch der Einzelhandel easy online verkaufen und ist ebenso nicht an Öffnungszeiten gebunden. Ein Wettbewerbsnachteil existiert nicht mehr. Wir helfen den Händlern dabei vom Onlinehandel als Schwäche titulierte Aspekte in Vorteile umzukehren.
Welche Vision steckt hinter eSelly?
Unsere Vision lautet “Shoppen, wie in echt.” Viele möchten doch z.B. beim Autokauf wissen, wie das Fahrzeug klingt, wie eine interessante Lampe leuchtet oder wie schnell und wie leise eine vollautomatische Kaffeemaschine eine Tasse Kaffee zubereitet. Durch unsere Features bieten wir jedem die Chance Käufern genau diese Antworten zu liefern.
Als Händler kann ich eSelly als weiteren Verkaufskanal einsetzen, um mit unverfälschbaren Bewegtbildern bei hochwertigen Produkten Vertrauen auf Käuferseite entstehen zu lassen. Selbstverständlich auch als Privatverkäufer, da bei hochpreisigen oder Luxusartikeln Käufer aus Sorge schnell skeptisch werden können. In einem Videocall kann man schnell alle Skepsis bereinigen und so sieht der Käufer, dass das Produkt zumindest schon einmal vorhanden, original und funktionstüchtig ist. Der Käufer spart sich gegebenenfalls eine lange Anfahrt und auch der Verkäufer bekommt ein Gefühl davon, ob der Gesprächspartner seriös ist.
Ein Clip sagt in unseren Augen definitiv mehr als 100.000 Worte oder Bilder und bietet die Möglichkeit, die Gesamtheit eines Produktes easy in Erfahrung zu bringen.
Ich wiederhole mich gerne. eSelly folgt der Vision “Shoppen, wie in echt”. Käufer und Verkäufer begegnen sich trotz räumlicher Distanz wieder auf persönlicher Ebene. Produkte aus dem Onlinehandel werden für Käufer wieder greifbarer und wecken Emotionen. Shoppen fühlt sich wieder an wie im echten Leben.
Wer ist die Zielgruppe von eSelly?
Tendenziell entspricht jeder Smartphone-Nutzer, egal ob privat oder gewerblich, unserer Zielgruppe. Denn auf unserem Social Marketplace kann man nicht nur verkaufen, sondern der Community auch Produkte oder Local Heroes empfehlen. Somit darf jeder etwas anbieten. Egal ob er es verkaufen oder einfach nur anderen weiterempfehlen möchte.
Die ersten Erfahrungen haben aber gezeigt, dass Social-Media-affine User es bedeutend einfacher haben, da sie in einer gewohnten Umgebung agieren. Dennoch gehen wir davon aus, dass wir mit einer hohen Reichweite wirklich jeden für eSelly begeistern können. Die App löst einfach so viele Probleme und macht das Verkaufen wirklich einfach. Aus unserer Perspektive geht es natürlich nicht einfacher.
Die „Löwen“ (v.l.) Nils Glagau, Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler und Ralf Dümmel nehmen die interaktive Marktplatz-App von eSelly genau unter die Lupe.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer
Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen” zu bewerben?
Ganz einfach – ich bin ein Fan der ersten Stunde. Ich habe so lange auf eine Idee gewartet, die ich dann in DHDL präsentieren könnte. Vor etwas über zwei Jahren hatte ich dann diese Idee, für die ich direkt brannte und ebenso fühlte, dass ich gute Chancen haben würde, bald etwas von meiner Bucket List streichen zu können.
Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?
Ich hatte erst zwei Tage vor dem Termin bei “Die Höhle der Löwen” meinen Pitch fertig und habe dann fleißig, selbst am Tag der Aufzeichnung, noch geübt. Das hätte ich in jedem Fall deutlich einfacher haben können, da ich eigentlich aus der Schulzeit wusste, wie sehr ich Auswendiglernen hasse.
Ansonsten habe ich versucht einfach entspannt zu bleiben, auch wenn das bei 2-3 Millionen Zuschauern im TV und Streaming nicht ganz so einfach war. Ich stehe wirklich ungern im Fokus, aber dies war für mich auch eine wichtige Challenge in meinem Leben: Es mir selbst zu beweisen, dass ich es kann.
Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen” geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?
Die Bewerbungsphase war super spannend und ich kann mich noch genau erinnern, als der Anruf kam, dass wir mit eSelly dabei sind und dass man mich in mehreren Büros schreien gehört hat – natürlich vor Freude. Es fühlte sich schon wie eine Auszeichnung an, so viele Runden überstanden zu haben und dann diese große Chance in DHDL, sich den Investoren und einem breiten Publikum präsentieren zu können, wahrzunehmen. Ich kriege noch heute Gänsehaut, wenn ich an den Drehtag denke und daran erkenne ich, dass es genau der richtige Schritt war.
Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen” viele Interessenten und auch Medien auf eSelly aufmerksam werden?
Es war super wichtig und ohne DHDL hätten wir noch mehr Geld investieren müssen, um einen vergleichbaren Schub zu bekommen. Wir sind VOX unfassbar dankbar für diese großartige Chance. Zudem ist einfach DHDL die beste Bewährungsprobe. Natürlich haben wir auch so schon viel wertvolles Feedback erhalten, aber wir haben eine generalistische App und da passt das bunt gemixte TV-Publikum super zu. Wie gut wird eSelly von den Zuschauern verstanden und wie finden sie sich in der App zurecht? Und was werden die Investoren sagen? Das wird uns extrem helfen, eSelly zu verbessern und noch userfreundlicher zu machen.
Welchen Investor hatten Sie im Fokus?
Da gab es nicht nur einen. Ich wusste, dass Herr Kofler schon zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu den Löwen gehören wird und so hoffte ich auf Carsten Maschmeyer, Judith Williams oder Ralf Dümmel.
Irgendwie freute ich mich tatsächlich auf alle Löwen, auch wenn es klar war, dass es bei Frau Wöhrl zum Beispiel eher schwierig wird. Ich schätze sie jedoch als Person und finde ihre Investments sensationell, die eigentlich auch voll zu meiner Devise in den letzten 25 Jahren passten. Alles sehr nachhaltig angelegt. Wie ich bereits sagte – ich bin einfach seit der ersten Folge ein Fan dieses Formats und es war immer ein Traum von mir, dort um ein Investment zu fighten.
Ralf Dümmel wollte ich überzeugen, endlich in eine App zu investieren. Bei Carsten Maschmeyer sah ich die besten Chancen, dass er in eine App mit toller Innovation investieren könnte. Dazu sein beeindruckendes Netzwerk in dem Bereich. Judith Williams hatte bereits Live-Shopping-Erfahrung und ich hatte sie nicht nur deshalb im Blick, sondern weil sie auch absolute Expertise im schnellen und professionellen Markenaufbau hat. Einer der Punkte, bei denen ich Unterstützung suchte.
eSelly, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir würden uns gerne als eine der bedeutendsten Apps im Bereich Shopping etablieren. Aber das heißt nicht, dass wir unbedingt andere Marktplätze verdrängen wollen. Wir sehen uns als perfekte Ergänzung, wie es auch in Social Media der Fall ist. Dort nutzt man meistens nicht nur eine App, sondern gleich mehrere, weil jede Plattform andere Vorteile hat. Wir hoffen, dass wir den Nerv der Zeit treffen und darum bald keiner mehr eSelly missen möchte, wenn er beim Shopping unterhalten, informiert und inspiriert werden möchte.
Es wäre doch schön, wenn auch ein innovatives, deutsches Produkt mal eine Marktplatz-Alternative bietet. Aber davon sind wir noch ein ganzes Stück entfernt, da andere Marktplätze oder Kleinanzeigen-Apps schon in ihrer Vergangenheit Großes geleistet haben und somit zurecht ganz oben in den App-Charts stehen. Lassen wir uns einfach überraschen. Wie sagte ein bekannter Automobilpionier mal: “Wenn ich sie gefragt hätte, was sie wollen, dann hätten sie gesagt: Schnellere Pferde.” Irgendwie passt die Aussage ganz gut zu eSelly. Unsere Idee ist groß, aber schlussendlich entscheiden die Kunden, ob sie damit schon zurechtkommen. Die Idee ist am Ende nichts wert, wenn sie nicht intuitiv verstanden wird.
Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Wenn Du eine Vision hast, zieh sie durch. Ja, schau Dir gerne auch die Mitbewerber an, aber lass Dich davon nicht irritieren. Adaptiere nur Dinge, die du absolut sinnig findest. Deine Idee und Vision sollten immer im Fokus bleiben. Nur weil es andere Unternehmen anders umsetzen, heißt es nicht, dass es gut ist und es kein Verbesserungspotential gibt.
Niemand schenkt Dir etwas. Du wirst so oft, besonders zu Beginn, hören oder lesen, dass Besucher Deiner Website, Freunde oder potentielle Geschäftspartner Dein Produkt toll finden, weil es gerade neu ist. Das klingt irgendwie immer spannend.
Aber nur toll zu sein, bezahlt keine Rechnungen oder Gehälter. Es zählen die Abschlüsse. Darum nimm Kritik an Deinem Produkt ernst! Besonders von den Usern, die dafür etwas bezahlen und es wirklich nutzen.
Schau auf jeden Fall schnell, dass Du nicht nur tolle Umsätze fährst, sondern auch möglichst profitabel bist. Ich finde den Schritt von vielen Investoren auch richtig, nicht mehr nur noch auf schnelles Wachstum zu setzen. Der ganze Markt musste sich mal ein wenig beruhigen. Ich habe selbst viele Unternehmen scheitern sehen, die mit meinem anderen Unternehmen ZOXS im Wettbewerb standen und über Jahre keinen positiven Jahresabschluss hatten. Das kann auf Dauer nicht gut gehen.
Bild: Olaf Zimmer Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer
Die Gründer von Bearcover, Roboter namens Oscar der die Arbeit von Pflegekräften erleichtern soll, sind am 08. Mai 2023 in die Höhle der Löwen
Stellen Sie sich und das Startup Bearcover doch kurz vor!
Mein Name ist Dan Flynn, Gründer und CEO. Wir unterstützen Pflegekräfte bei ihrer nächtlichen Arbeit mit Robotern, um sich um das Wohl der Bewohner:innen in Pflegeeinrichtungen und Kliniken zu kümmern. Der Roboter fährt in der Nachtschicht durch ein Stockwerk und benachrichtigt die Pflegekräfte, sobald er etwas Auffälliges wahrnimmt.
Wie ist die Idee zu Bearcover entstanden?
Meine Mitgründer und ich sind bereits seit Jahren von Deep Tech (KI & Robotik) fasziniert. Wir haben uns im Rahmen eines Start-up Programms kennengelernt und eine Kommunikations-App im Klinikbereich entwickelt. Als wir aus dem persönlichen Umfeld die Probleme in der Betreuung von älteren Familienangehörigen mitbekommen haben und die Corona Zeit zusätzlich Missstände offenbart hat, ist uns sehr schnell klar geworden, dass wir ein Produkt für Pflegekräfte entwickeln wollen. Dafür sind für drei Wochen in eines unserer Partner Pflegeheime gezogen und haben zusammen mit den Pflegekräften Tag und Nacht deren Herausforderungen analysiert und angefangen, Lösungen zu entwickeln. Besonders wichtig war uns dabei, ein Produkt zu entwickeln, das in der Praxis auf die Nutzer:innen zugeschnitten ist und Themen wie Datenschutz abdeckt.
Welche Vision steckt hinter Bearcover?
Wir haben Stürze und Reaktionszeiten zu ungeplanten Vorfällen als Hauptfaktoren für die Belastung der Gesundheit von Bewohner:innen und Pflegekräften identifiziert. In den meisten Pflegeeinrichtungen läuft die Nachtschicht auf dem personell-gesetzlichen Minimum. Pflegekräfte tun dabei ihr Bestes regelmäßige Check-ups der Bewohner:innen durchzuführen. Das ist aber nur begrenzt möglich. Fachkräftemangel und der demographische Wandel machen es zwingend erforderlich, technologische Lösungen zu entwickeln. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Pflegekräfte einen Assistenten an die Hand zu geben, der sie bei ihrer Arbeit unterstützt und ihnen ermöglicht, die Versorgungsqualität der Bewohner:innen zu erhöhen.
Wer ist die Zielgruppe von Bearcover?
Pflegeeinrichtungen, geriatrische Kliniken und betreutes Wohnen in erster Linie. Es sind andere Einsatzgebiete im klinischen Bereich denkbar.
Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen” zu bewerben?
Wir wurden in einem sehr frühen Stadium unseres Unternehmens von „Die Höhle der Löwen“ angesprochen, ob wir Interesse hätten uns vorzustellen. Zu diesem Zeitpunkt war unser Roboter noch in einer zu frühen Phase. Da „Die Höhle der Löwen” eine tolle Plattform bietet, sich einem breitem Publikum und potenziellen Investoren vorzustellen, sind wir ein Jahr später wieder in Kontakt getreten und es hat geklappt.
V.l.: Daniel Flynn, Fernando German Torales Chorne und Ben Duffy präsentieren mit Bearcover Überwachungs-Roboter für die Pflege. Sie erhoffen sich ein Investment von 600.000 Euro für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer
Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?
Mein Mitgründer Ben und ich kommen aus Irland und waren zum Zeitpunkt der Aufnahme der Sendung dem Deutschen nicht unbedingt mächtig. Der Dritte im Bunde, Fernando hat bereits ein paar Jahre in Deutschland gelebt und hat den Hut aufgehabt unseren Pitch zu verfassen. Ben und ich hatten also die Herausforderung, in einer fremden Sprache den Pitch auswendig zu lernen. Eine Herausforderung, aber auch sehr spaßig. Wir hoffen, eure Leser:innen vergeben uns für sprachliche Fehler während der Show.
Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen” geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?
Wir wissen, dass Bearcover mit den Themen Deep Tech im Gesundheitssektor nicht unbedingt ein klassisches DHDL-Startup ist. Die Möglichkeit uns vorzustellen, war eine Art der Validierung unserer Mission und Feststellung der gesellschaftlichen Relevanz. Die meisten Zuschauer:innnen haben Verwandte, Mutter oder Vater, die pflegebedürftig sind. Daher ist es sehr motivierend, die Anerkennung erhalten zu haben und uns präsentieren zu dürfen. Hinzu kommt eine einmalige Chance, fünf Investoren ein Unternehmen vorzustellen, die mit ihrem Netzwerk und Möglichkeiten Türen öffnen können. Das ist gerade bei einem politisch-gesellschaftlich brisanten Thema, wie der Versorgung unserer älteren Mitmenschen und besseren Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte sehr wichtig.
Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen” viele Interessenten und auch Medien auf Bearcover aufmerksam werden?
Unser Team hat wahnsinnige Fortschritte seit der Aufnahme der Show gemacht. Zusammen mit unseren Partnern, insbesondere innovations-freundlichen Pflegeeinrichtungen und deren Mitarbeiter:innen ist unser Unternehmen auf einem hervorragendem Weg. Daher freuen wir uns auf den DHDL-Effekt und hoffentlich zahlreiche Interessenten.
Welchen Investor hatten Sie im Fokus?
Carsten Maschmeyer und Dagmar Wöhrl.
Bearcover, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen einen neuen Standard der Pflegeversorgung in Deutschland etablieren und diesen auf weitere Länder in Europa und den USA übertragen.
Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Verwende so viel Zeit wie möglich mit deinen Kundinnen, Partnern und Nutzer:innen zu sprechen.
Team ist das A&O
Ein Startup aufzubauen ist schwierig. Es gibt Höhen und Tiefen, daher sollte man nie zu hoch fliegen oder zu tief fallen. Versuche immer die Balance zu halten.
Bild: V.l.: Ben Duffy, Fernando German Torales Chorne und Daniel Flynn Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer
Das Startup Blue Farm denkt Milch radikal neu und macht diese durch pflanzenbasierte Pulver gesünder, geschmacklich vielfältiger und vor allem nachhaltiger.
Die Herausforderungen von Kuhmilch sind längst bekannt: hohe Co2 Emission in der Produktion und Distribution, Laktoseintoleranz und enthaltene Antibiotika. Auch herkömmliche Haferdrinks haben noch Luft nach oben mit ihren Verpackungen aus Verbundmaterialien inklusive fast 90% Wasserinhalt und hohem Zuckergehalt mit entsprechendem Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.
Das vielfältige Produktsortiment von Blue Farm bietet clevere und Konsument:innen leicht umsetzbare Lösungen für diese Themen. So konnten seit dem Start 2021 bereits knapp 1,5 Millionen Getränkekartons eingespart werden. Die Produkte begeistern mit natürlichen Zutaten und Geschmack und überzeugen durch das einfache Konzept – einfach Wasser hinzufügen und fertig ist dein frisch-cremiger Drink – immer mehr Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Jetzt ist Blue Farm ein weiterer Durchbruch in der Lebensmittelindustrie gelungen: ein Haferdrinkpulver auf Barista Niveau!
Zwei Jahre saß man an der perfekten Rezeptur, um nun mit nur drei Zutaten den Status Quo herkömmlicher Barista-Drinks herauszufordern. Die Barista Oat Base überzeugt nicht nur durch ihre traumhafte Schäumbarkeit und einfache Anwendung, sondern ist auch geschmacklich perfekt auf Kaffee abgestimmt.
Darum ist die Blue Farm Barista Oat Base so besonders:
bio, vegan, glutenfrei nur 3 Zutaten: Bio Hafer, Bio Hafer Beta-Glucan, Natriumcarbonat ohne Zucker- und Ölzusatz mit Ballaststoff Beta-Glucan aus Hafer (Beta-Glucan kann helfen den Blutzuckerspiegel zu regulieren) Inhalt: 400 g → Dosierung: 10 g / 100 ml (auf Verpackung) = 1 EL / 100 ml
Blue Farm bringt die klassische (Hafer-)Milch in puncto Komfort, Geschmack und Nachhaltigkeit erneut auf das nächste Level. Statt morgens extra Minuten für den Weg ins Café einzuplanen, kann jetzt jede:r Barista werden und Kaffeeträume ganz einfach in die Tasse bringen. Überall und jederzeit. Ein Traum, dieser Blue Farm Barista Schaum.
Passend dazu gibt es von Blue Farm auch den Farmer’s Roast, eine 100% Arabica-Mischung, die in Berlin geröstet wird und mit leckeren Nuss- und Schokoladearomen besticht. Sie harmoniert geschmacklich besonders gut mit der Barista Oat Base.
Die Blue Farm Produkte sind alle online unter bluefarm.co erhältlich. Sie können einmalig oder im Abo gekauft werden. Spart Geld und gibt gleichzeitig maximale Flexibilität, wann und wie oft geliefert wird. Sie kosten ab 7,95 € (z.B. Oat Base Classic, ergibt 4 Liter Haferdrink) und es gibt sie auch vergünstigt im praktischen Vorteilsabo. Die Barista Oat Base kostet ab 9,79 €.
Am Dienstag, dem 09. Mai um 20:15 Uhr, wird auf ZAPPN & PULS 4 die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ ausgestrahlt und diese Startups sind mit dabei
Am 09. Mai haben Gründerinnen und Gründer wieder die Möglichkeit, ihre innovativen Geschäftsideen vor einer Jury bekannter Investoren zu präsentieren. Unter den Jurymitgliedern befinden sich prominente Persönlichkeiten wie Barbara Meier, Hans Peter Haselsteiner, Katharina Schneider, Heinrich Prokop, Christian Jäger und Daniel Zech. In nur zwei Minuten müssen die Start-ups ihr Konzept vorstellen und die Investoren werden dann innerhalb kurzer Zeit ein Angebot unterbreiten oder ablehnen. „2 Minuten 2 Millionen“ bietet Startups eine aufregende Plattform, um ihr Geschäft voranzutreiben und von erfahrenen Investoren zu profitieren. Die Frage bleibt jedoch offen: Welche Startups werden am Ende einen Deal mit einem Investor abschließen können?
Drinkhalm am 09. Mai in 2 Minuten 2 Millionen
In Kärnten, genauer gesagt im Bezirk Klagenfurt-Land, haben zwei Gymnasiasten namens Paul Trieb und Luca Zeitler beschlossen, den Kampf gegen Plastikmüll aufzunehmen. Sie wollen ihre Idee von Brause-Trinkhalmen nutzen, um die Umweltverschmutzung zu verringern. Die beiden haben ihre Juniorfirma namens „Drinkhalm“ bereits in der Schule gegründet und verbrachten mehr als 600 Stunden damit, ihre Idee während ihrer Ausbildung im Keller umzusetzen.
Ihre Erfindung, ein mit Brausepulver gefüllter Papierstrohhalm, soll nicht nur als Strohhalm, sondern auch als Verpackung dienen und somit noch umweltfreundlicher sein. Mit „Drinkhalm“ verfolgen die beiden Schüler noch größere Ziele und suchen nach Investoren, darunter auch Heinrich Prokop, um ihre Idee weiter zu verwirklichen. Wird es ihnen gelingen, die Jury von „2 Minuten 2 Millionen“ zu überzeugen und somit das nötige Geld für ihre Firma zu erhalten?
Ecolets am 09. Mai in 2 Minuten 2 Millionen
Das Kärntner Familienunternehmen „Ecolets“ aus dem Bezirk St. Veit hat eine innovative Erfindung auf den Markt gebracht. Unter der Leitung von Martin Weitschacher hat das Unternehmen inmitten der Pandemie eine neue Methode zur Herstellung von biologisch zertifizierten Pellets entwickelt. Diese werden aus der Wolle der eigenen Schafe gewonnen und dienen als Multifunktionsdünger mit Langzeitwirkung für Gemüse, Obst und Zierpflanzen. Weitschacher hatte zuvor mehrere Ideen verworfen, bevor er sich schließlich an dieses Projekt gewagt hat. Nun präsentiert er seine Innovation, um Investoren zu gewinnen und sein Geschäft weiter auszubauen.
Chemiebox am 09. Mai in 2 Minuten 2 Millionen
Die SAM Chemistry GmbH aus Wien hat eine innovative Idee, um das Interesse an Chemie bei Familien zu wecken: die Chemiebox. Diese Box enthält monatlich zwölf Experimente, die die gesamte Familie durchführen kann. Die Materialien, die für die Experimente benötigt werden, sind in der Box enthalten, und hochwertige Videoanleitungen helfen dabei, das Interesse an Chemie aufrechtzuerhalten.
Doch die Frage bleibt: Kann die Chemiebox nicht nur Familien, sondern auch Investoren begeistern?
Bergblut am 09. Mai in 2 Minuten 2 Millionen
David und Josef aus dem Tiroler Bezirk Kitzbühel haben sich zusammengetan, um ihre kaltgepressten Saftkreationen, Bio-Bergshots und Suppen unter dem Namen „Bergblut“ zu vermarkten. Das junge Duo betreibt ihr Unternehmen von einer Garage aus und beliefert Kunden in Österreich und Deutschland mit ihren farbenfrohen Produkten. Ihr erklärtes Ziel ist es, Menschen jeden Hintergrunds – von Fleischern bis hin zu Geschäftsfrauen. Mit natürlichen Produkten zu einem gesünderen Lebensstil zu verhelfen.
Diese fünf Startups sind am 08. Mai 2023 in „Die Höhle der Löwen“ und präsentieren sich vor den Investoren der beliebten Gründer-Show auf VOX.
Am 08. Mai steht für Gründerinnen und Gründer ein bedeutendes Ereignis bevor: Die Chance, ihre innovativen Geschäftsideen einer Jury aus renommierten Investoren zu präsentieren. In der Sendung „Die Höhle der Löwen“ erhalten Startups eine aufregende Möglichkeit, ihre Unternehmen auf die nächste Stufe zu heben und von der Erfahrung etablierter Investoren zu profitieren. Allerdings bleibt eine brennende Frage im Raum: Welche der Startups werden es letztendlich schaffen, einen lukrativen Deal mit einem Investor abzuschließen?
ModulFix am 08. Mai in Die Höhle der Löwen
Die Schweizer Brüder Michii Kopp (31) aus Kreuzlingen und Martin Kopp (33) aus München haben ein innovatives Spanngummisystem namens ModulFix entwickelt, das sie den „Löwen“ vorstellen. Das System verwandelt herkömmliche Spanngummis in ein vielseitiges Multifunktionstool, das sich an jeden Einsatz anpassen lässt. Die Idee für ModulFix entstand, als Michii versuchte, sein Stand-Up-Paddle auf dem Gepäckwagen seines Fahrrads zu befestigen, aber kein passendes Spanngummi auf dem Markt finden konnte. Zusammen entwickelten die Brüder ein flexibles System bestehend aus einem Spanngummi, einem Basiskörper und einem Adapterdeckel, das individuell eingestellt werden kann.
Er kann dank verschiedener Aufsätze wie Klettverschluss, Ringöse, Saugnapf oder starkem Magneten an jedem Gegenstand und jeder Oberfläche befestigt werden. Michii betont, dass ModulFix viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten hat und ein wahrer Alleskönner ist. Die Gründer-Brüder suchen nun nach einem strategischen Partner, der sie im Vertrieb und Marketing unterstützt, um ModulFix in jeden Haushalt zu bringen. Sie hoffen, dass einer der „Löwen“ 100.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile investieren wird.
Headwave am 08. Mai in Die Höhle der Löwen
Sophie Willborn, eine leidenschaftliche Motorradfahrerin aus Berlin, präsentiert in der TV-Show „Höhle der Löwen“ eine innovative Idee: einen Motorradhelm mit integriertem Lautsprecher. Die Idee für den „Headwave TĀG“ kam Sophie während ihres Motorrad-Führerscheins, als das verwendete Kommunikationssystem mit ihrem Fahrlehrer so schlecht funktionierte, dass sie nach einer anderen Lösung suchen musste. Im Laufe ihres Maschinenbau-Studiums entwickelte sie einen Bluetooth-Lautsprecher für Motorradhelme, bei dem die Schallwellen den Helm als Klangkörper nutzen.
Der „Headwave TĀG“ ist ein kleiner, aber leistungsstarker Lautsprecher, der mit einem Resonanzlautsprecher, zwei Akkus und einem Bluetooth-Chip ausgestattet ist und mithilfe eines mitgelieferten Klebepads an jeden Helm angebracht werden kann. Das Klebepad ist sehr stark und hält Geschwindigkeiten von über 300 km/h stand, kann aber auch rückstandlos entfernt werden. Der Lautsprecher wird per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden und ermöglicht es dem Fahrer, Musik oder Navigations-Ansagen zu hören und gleichzeitig alle Umgebungsgeräusche wahrzunehmen.
Laut Sophie ist der „Headwave TĀG“ die legale und sichere Lösung für alle, die auf dem Motorrad Musik hören möchten. Seit 2016 ist das Produkt auf dem Markt und hat bereits einen Umsatz im siebenstelligen Bereich erzielt. Sophie plant nun, eine kleinere Version für Actionsport-Helme auf den Markt zu bringen und bietet Investoren 12,5 Prozent ihrer Firmenanteile im Gegenzug für ein Investment von 375.000 Euro an.
eSelly am 08. Mai in die Höhle der Löwen
Olaf Zimmer (42) präsentiert stolz eSelly, einen Social-Marketplace, der sich auf zeitgemäßen, videobasierten Content und Live-Shopping spezialisiert hat. Der Gründer ist davon überzeugt, dass eSelly die Käufer:innen wieder inspirieren und beraten kann, wie es früher in der Stadt, dem Einkaufszentrum oder auf dem Flohmarkt der Fall war. In der eSelly-App können Angebote anderer User per Swipe-Funktion angesehen, favorisiert, kommentiert und geteilt werden, ähnlich wie in einer Social-Media-App. Außerdem können User:innen sich mit Verkäufer:innen zu einem Eins-zu-eins-Gespräch per Video-Call verabreden, um Fragen zu stellen oder weiterführende Informationen zu erhalten.
Ein besonderes Highlight der App ist die Rubrik „In der Nähe“, in der User:innen Angebote in ihrer direkten Umgebung entdecken können. Diese Funktion bietet nicht nur Vorteile für private Verkäufer:innen, sondern auch für den Einzelhandel, der damit eine Chance hat, sich gegenüber den großen Online-Händlern zu behaupten. Zusätzlich gibt es eine Live-Verkaufsshow, bei der Angebote einem breiten Publikum präsentiert werden und Zuschauer:innen Fragen stellen, Preisvorschläge unterbreiten oder direkt kaufen können. Um eSelly zu einer globalen Marke auszubauen, benötigt Olaf ein Investment von 250.000 Euro und bietet dafür 20 Prozent seiner Firmenanteile an.
Foodwater am 08. Mai in die Höhle der Löwen
„Mit Foodwater ist es ein Kinderspiel, fünf Portionen Gemüse am Tag zu erreichen“, sagt Gründer Lars Hähling (45) und stellt stolz seine „Brühgemüse in der Flasche“ aus Speyer vor. Das Produkt enthält 13 verschiedene Gemüsesorten wie Lauch, Sellerie, Karotten, Pastinaken und Petersilienwurzel und ist vegan, glutenfrei und ohne künstliche Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker. Es kann sowohl kalt als auch heiß genossen werden, entweder pur oder als Basis für Suppen, Marinaden oder Dressings. Die verwendeten Gemüsesorten stammen von regionalen Gemüsebauern und das Endprodukt wird in 0,33-Liter-Mehrweg-Pfandflaschen abgefüllt. Foodwater ist auch umweltfreundlich: Das entstehende Gemüseabfall wird kompostiert und als Dünger verwendet. „Unsere Devise lautet: Vom Feld in den Topf und zurück auf das Feld“, betont Hähling.
Um eine Produktionsstätte zu errichten, benötigt Lars 75.000 Euro und bietet im Gegenzug 30 Prozent seiner Firmenanteile an.
Bearcover am 08. Mai in die Höhle der Löwen
Drei junge Gründer aus Berlin haben einen Roboter namens Bearcover entwickelt, der die Arbeit von Pflegekräften erleichtern soll. Ben Duffy (28), Fernando German Torales Chorne (34) und Daniel Flynn (28) sind seit ihrer Schulzeit befreundet und teilen ihre Leidenschaft für künstliche Intelligenz und Roboter. In ihrem eigenen Blog beschäftigen sie sich seit sechs Jahren mit diesen Themen und möchten ihr Wissen nun für etwas Sinnvolles nutzen.
Die Idee zu Bearcover entstand aus der Beobachtung, dass das Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen unterbesetzt, überarbeitet und unterbezahlt ist. Besonders in der Nacht kann es zu gefährlichen Situationen kommen, wenn Menschen unbemerkt stürzen oder sich anderweitig verletzen. Hier sehen die Gründer großes Potenzial für Künstliche Intelligenz und haben deshalb einen Roboter namens Oscar entwickelt.
Oscar ist mit Radartechnik ausgestattet und kann durch geschlossene Türen Bewegungen und Atmung erkennen. Er kann jeden Bewohner und jede Bewohnerin mindestens 20-mal pro Nacht kontrollieren und entlastet somit das Pflegepersonal. Über eine App erhalten die Pflegekräfte Benachrichtigungen, wenn dem Roboter etwas Auffälliges auffällt.
Um ihre Vision, Pflegepersonal auf der ganzen Welt zu entlasten, umzusetzen, benötigen die Gründer eine Investition von 600.000 Euro und bieten dafür zehn Prozent ihrer Firmenanteile an. Mit Bearcover möchten sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Entlastung von Pflegekräften leisten.
Ein Wiedersehen gibt es mit den Gründern Alexander Michel und Benjamin Michel von Finanzguru aus Frankfurt am Main, die in der fünften Staffel einen Deal mit Carsten Maschmeyer abgeschlossen haben, sowie Michelle Reed und Philip Bondulich von SendMePack aus Berlin, die in der elften Staffel mit Carsten Maschmeyer, Dagmar Wöhrl und Judith Williams einen Deal abgeschlossen haben.
OOMNIUM ist eine Plattform für Equity-based Crowdinvesting
Stellen Sie sich und das Startup OOMNIUM doch kurz unseren Lesern vor!
Hinter der OOMNIUM-Plattform stehen Rea Eggli, Leandro Davies & Team. Die OOMNIUM AG ist eine Tochtergesellschaft von wemakeit.com, der grössten Schweizer Crowdfunding-Plattform. Rea ist Mitgründerin, Leandro Co-Geschäftsführer von wemakeit. Während wemakeit reward-based Crowdfunding anbietet, ist OOMNIUM eine Plattform für Equity-based Crowdinvesting.
Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?
Wir haben uns bei wemakeit schon lange Gedanken gemacht, in welche Richtung sich Crowdfunding in der Schweiz weiterentwickeln wird. Ein Equity-based Crowdinvesting verspricht Partizipation in seiner konsequentesten Form und entspricht damit unserer DNA. Bisher fehlten aber die regulatorischen Möglichkeiten, um ein solches Modell praktikabel umzusetzen. Diese Voraussetzung hat sich mit der Einführung des DLT-Gesetzes und damit der Möglichkeit der Digitalen Aktie in der Schweiz im 2021 nun massgeblich verändert. Das war dann auch die Initialzündung für die OOMNIUM-Plattform.
Welche Vision steckt hinter OOMNIUM?
Mit OOMNIUM bieten wir Startups und KMUs eine Möglichkeit, die bisher nur börsenkotierten Grossunternehmen vorbehalten war: Eine Finanzierung über die breite Masse. Eine Crowdinvesting-Kampagne ist aber nicht nur eine neue Möglichkeit der Finanzierung, sondern gleichzeitig auch eine Möglichkeit der Kundenbindung, der Einbindung der Mitarbeitenden in das Unternehmen und eine Möglichkeit, mit der Kampagne den Bekanntheitsgrad des Unternehmens über die eigene Community hinaus zu stärken. Während eine erfolgreiche Wachstumsfinanzierung bisher hauptsächlich Unternehmen vorbehalten war, die Zugang zu Investorenkreisen haben, sind wir der Meinung, dass es die besten Ideen sein sollten, deren Wachstum finanziert werden sollte. Mit OOMNIUM wollen wir genau das möglich machen.
Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die grösste Herausforderung lag sicherlich darin, die Konsequenzen dieser neuen rechtlichen und technischen Möglichkeiten im Detail zu antizipieren. Da alles neu war und immer noch ist, gibt es für das, was wir anbieten auch keine Praxisbeispiele, an denen wir uns orientieren konnten. Und gleichzeitig müssen wir immer auch antizipieren, wie sich dieser neue Markt weiterentwickeln wird. Wir sind selbstfinanziert. OOMNIUM ist eine Tochtergesellschaft der wemakeit AG.
Wer ist die Zielgruppe von OOMNIUM?
Seitens Unternehmen richten wir uns mit OOMNIUM an Start-ups und KMUs mit einem Bedarf für eine Wachstumsfinanzierung und einem Community-basierten Geschäftsmodell. Ebenfalls wichtig ist uns Nachhaltigkeit, in Bezug auf das Produkt, das Geschäftsmodell, in ökologischer und/oder sozialer Hinsicht. Seitens Investor*innen richtet sich unsere Plattform an jede und jeden. Investitionen sind bereits ab wenigen hundert Franken möglich.
Einzige Voraussetzung ist ein Wohnsitz in der Schweiz.
Wie funktioniert OOMNIUM? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Bei OOMNIUM kann man mit wenigen Klicks in Unternehmen investieren an die man glaubt und deren Werte man teilt. Der*die User*in wird intuitiv und in einfach verständlicher Sprache durch den Investitionsprozess geführt. Wir setzen dabei auf die Digitale Aktie und erklären dem*der künftigen Aktionär*in alles, was er*sie dafür benötigt und wissen muss. Für die Digitalisierung der Aktien arbeiten wir mit unserem Partner-Unternehmen Aktionariat zusammen, welches den Investierenden auch eine Wallet für die Aufbewahrung der digitalen Firmenanteile zur Verfügung stellt.
OOMNIUM, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Das Marktpotential für Crowdinvesting in der Schweiz ist riesig. Und genauso wie wir wemakeit zur Marktführerin im Bereich reward-based Crowdfunding in der Schweiz etabliert haben, wollen wir OOMNIUM zur führenden Crowdinvesting-Plattform der Schweiz machen. Auch eine Internationalisierung des Angebots steht auf dem Plan, und eine Ausweitung unseres Angebots an die Unternehmen vor und nach der eigentlichen Kampagne.
Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Glaubt nicht nur, dass der Markt euer Angebot braucht, testet es. Erst nach einem erfolgreichen Proof of Concept fängt die Reise an. Eine gute Idee gut umgesetzt ist erst die halbe Miete, die andere Hälfte macht der Marktzugang. Das allerwichtigste ist das Team. Ein gutes Team kann alles schaffen!
LetsNet Networking App für das Netzwerken und die Interaktion auf Geschäftsreisen
Stellen Sie sich und das Startup LetsNet doch kurz unseren Lesern vor!
Wir sind das Startup PMC-Netcon GmbH aus Raesfeld und entwickeln zurzeit eine neue Networking App, die das Netzwerken und die Interaktion auf Geschäftsreisen menschlicher und effektiver gestalten soll. Die App namens „LetsNet“ wird bald auf den Markt kommen.
Mit LetsNet möchten wir Geschäftsreisenden die Möglichkeit geben, schnell und unkompliziert neue Kontakte zu knüpfen und sich mit anderen Reisenden zu vernetzen. Die App bietet Funktionen wie die Suche nach Personen mit ähnlichen Interessen oder der Möglichkeit, sich für gemeinsame Aktivitäten wie Abendessen oder Stadtbesichtigungen zu verabreden.
Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?
Wir sind ein Team von erfahrenen Geschäftsreisenden und haben während unserer Reisen erkannt, dass es oft schwierig ist, eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu finden. Oft fühlen wir uns in anonymen Hotelzimmern isoliert und haben das Gefühl, dass uns der menschliche Kontakt fehlt.
Deshalb haben wir uns entschieden, etwas zu ändern und eine Lösung zu schaffen, die Geschäftsreisen menschlicher macht. So entstand die Idee zur LetsNet App, die es Reisenden ermöglicht, sich miteinander zu vernetzen und in ihrer Freizeit zusammen Aktivitäten zu unternehmen.
Wir glauben, dass unsere LetsNet App die Art und Weise, wie Geschäftsreisende ihre Reisen erleben, verändern kann und möchten dazu beitragen, dass sich Reisende in der Fremde weniger isoliert fühlen und mehr menschliche Kontakte knüpfen können.
Diese Vision und die Leidenschaft, die wir für unser Projekt haben, waren die treibende Kraft hinter unserer Entscheidung, ein Unternehmen zu gründen und die LetsNet App zu entwickeln.
Welche Vision steckt hinter LetsNet?
Die Vision hinter LetsNet ist es, Geschäftsreisen menschlicher zu machen und die Vernetzung zwischen Geschäftsreisenden zu fördern. Wir möchten dazu beitragen, dass Geschäftsreisende sich auch unterwegs wie zu Hause fühlen und ihre Kontakte ausbauen können. Wir werden das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden.
Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir haben die Entwicklung der LetsNet App bisher aus eigener Tasche finanziert und uns gleichzeitig verschiedene Fördergelder gesichert. Dies war jedoch nicht ohne Herausforderungen und Hürden möglich. Wir mussten uns durch die oft mühsame und zeitaufwändige Welt der Bürokratie kämpfen und uns mit den Entwicklern abstimmen, um unsere Vision von LetsNet zum Leben zu erwecken.
Wir mussten lernen, dass die Zeitpläne, die wir uns gesetzt haben, eher als Richtwerte zu verstehen sind. Da die meisten Arbeiten aus eigener Hand kommen, müssen und dürfen wir uns ständig weiterentwickeln und unseren Fokus auf die wichtigen Dinge richten. Es war und ist immer noch eine Reise, auf der wir uns kontinuierlich weiterentwickeln, unser Wissen erweitern und uns an die sich ständig ändernden Anforderungen anpassen.
Trotz und Dank all dieser Herausforderungen sind wir motiviert und fokussiert, unser Ziel zu erreichen und eine erfolgreiche App auf den Markt zu bringen. Wir sind stolz darauf, was wir bisher erreicht haben, und sehen die Hürden und Herausforderungen als wichtige Lernprozesse, die uns helfen, unsere Ziele zu erreichen. Wir sind bereit, weiter hart zu arbeiten und unser Bestes zu geben, um LetsNet zu einem Erfolg zu machen.
Wer ist die Zielgruppe von LetsNet?
Bei den Hauptzielgruppen sprechen wir von folgenden Personen:
● Geschäftsreisende
● Messeteilnehmende
● Studierende
● Menschen in einer neuen Umgebung / Locals
● Reisende
● Monteure
Wie funktioniert LetsNet? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Die Funktionsweise von LetsNet basiert auf der Standortermittlung des Smartphones, die es uns ermöglicht, über unser Radar anzuzeigen, wer sich in unmittelbarer Umgebung befindet und nach welchen Aktivitäten gesucht wird. Wir sind die einzige App, die sich auf das spontane Vernetzen im Hier und Jetzt konzentriert. Als Reisender möchte man heute noch etwas erleben, ohne lange durch Profile swipen oder andere zeitaufwändige Prozesse durchlaufen zu müssen.
Im Gegensatz zu anderen Plattformen erfordert unser Netzwerk keine Matches. Du kannst direkt mit anderen Nutzern in Kontakt treten und dich vernetzen. Wir legen den Fokus weg von Content-basierten Funktionen hin zum persönlichen Netzwerken, indem wir das Face-to-Face-Erlebnis in den Mittelpunkt stellen. Bei uns geht es um das wahre, menschliche Netzwerken.
LetsNet, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unser übergeordnetes Ziel ist es LetsNet auf dem Markt für Networking-Apps zu revolutionieren. LetsNet wird die Geschäftsreisen der Zukunft komplett verändern. Wichtig ist es dabei zu unterstreichen, dass wir uns ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu Plattformen wie LinkedIn sehen. Viel mehr sehen wir uns sehen wir uns als die perfekte Ergänzung zu LinkedIn und füllen eben diese Lücke zu solchen Plattformen.
Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Es ist wichtig, das Beste zu hoffen, aber auch auf das Schlimmste vorbereitet zu sein. Rückschläge gehören zum Gründungsprozess dazu und es ist extrem wichtig, sie anzunehmen und daraus zu lernen.
Scheut euch nicht davor, um Hilfe zu fragen und euch Tipps und Tricks von externen Mentoren und Beratern zu holen. Ihr könnt von den Fehlern anderer Startups lernen und diese vermeiden.
Es ist auch wichtig, die Kompetenzbereiche innerhalb des Teams zu verteilen und sich regelmäßig abzustimmen. Denkt immer vom Ende her und stellt sicher, dass das Team auf dem gleichen Weg ist und dass das gemeinsame Ziel im Fokus steht.
Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
Stellen sie sich und ihr Startup Visometry doch kurz unseren Lesern vor!
Wir sind eine Ausgründung aus dem Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt und unsere Kernkompetenz sind Augmented Reality Tracking Technologien und Augmented Reality Lösungen für industrielle Anwendungen. Unser Kernsystem “VisionLib SDK” ist ein Computer Vision System zum Erkennen und Verfolgen von Objekten anhand gegebener 3D Modelldaten.
Mit diesem Trackingsystem lassen sich Bauteile in Kamerabildern anhand von entsprechenden 3D CAD Daten sehr genau lokalisieren. Damit können dann 3D Grafiken derart auf einem Objekt überlagert werden, so dass sie auch bei einer bewegten Kamera stets fest am Objekt verankert sind. Hierbei spricht man von Augmented Reality, und aufgrund des Bezuges zu 3D CAD Daten ist unser Ansatz insbesondere für industrielle Anwendungen interessant.
Unser Trackingsystem ist auf iOS, Android, Windows und Hololens lauffähig. Die meisten unserer SDK Kunden verwenden den von uns zur Verfügung gestellten Plugin für Unity3D.
Aufbauend auf unserer Deep-Tech AR-Tracking Technologie bieten wir noch ein weiteres Endnutzerprodukt names “Twyn” an, das sich an Qualitätsingenieure richtet. Damit kann mit einem iPad eine einfach nutzbare Inspektion durchgeführt werden, um Bauteile auf Inkonsistenzen zu überprüfen. Hierbei werden auf dem iPad Display 3D Daten auf einem Bauteil überblendet, und der Qualitätsingenieur kann somit schnell eine Soll-Ist-Analyse durchführen, und Unterschiede zwischen einem realen Bauteil und einem virtuellen 3D Modell feststellen und dokumentieren.
Warum haben sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?
Mit der beim Fraunhofer IGD entwickelte Computer Vision Technologie konnte die Tauglichkeit Machbarkeit für industrielle AR Anwendungen bereits bewiesen werden. Was allerdings fehlte, war ein nutzbares Softwareprodukt. Die Motivation ein Startup zu gründen war, die über lange Zeit entwickelte Technologie nutzbar und industriell einsatzfähig zu machen, sowie ein Softwarelizenzgeschäft daraus zu etablieren — zudem hatten wir in der Endphase bei Fraunhofer bereits viele Kunden-Kontakte und starkes Interesse, die Technologie produktiv nutzen zu wollen.
Welche Vision steckt hinter Visometry?
Mit unseren AR Produkten wollten wir einen Beitrag zur Transformation zu digitalisierten Produktionsprozessen leisen. Das Ziel ist es, mit AR-Technologien Prozesse wie in der Qualitätsinspektion effizienter und einfache zu gestalten, so dass Produktqualitäten gesteigert und Kosten gesenkt werden können. In diesem Nischenmarkt wollen wir eine international führende Rolle einnehmen.
Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben sie sich finanziert?
Die größten Herausforderungen sind sicherlich Kapital und Personal. Anfangs hatten wir das Startup gebootstrapped. Das hat mit den bestehenden Lizenzeinnahmen auch funktioniert. Allerdings konnten wir mit einem kleinen Team nicht alle technischen Herausforderungen schnell genug adressieren. Mit einem Seed-Investment vom HTGF und Fraunhofer hatten wir dann mehr Mittel, um weiteres Personal einzustellen.
Wer ist die Zielgruppe von Visometry?
Mit unserer Kerntechnologie, dem “VisionLib SDK” adressieren wir Augmented Realtiy Enwickler und AR-Plattformanbieter. Mit unserer Endnutzerlösung “Twyn” adressieren wir Qualitätsingenieure von produzierenden Unternehmen im Bereich Maschienenbau, Sondermaschienen, Spezialfahrzeuge und auch klassische Automobielindustrie und deren Zulieferer.
Wie funktioniert Visometry? Wo liegen die Vorteile?
Wir sind im Vergleich zu größeren Unternehmen natürlich viel agiler. Unsere Kunden schätzen sehr, dass wir auf Wünsche und Empfehlungen in Sachen Produktfunktionalität schnell reagieren können und Anpassungen vornehmen.
Sie sind Startup of the Month. Wie geht es jetzt weiter?
Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, und auch dass es über die Jury zu Gesprächen mit potentiellen Neukunden gekommen ist.
Visometry, wo geht der Weg hin? Wo sehen sie sich in fünf Jahren?
Mit unseren bestehenden Produkten wollten wir das Marktpotential, das sich derzeit bietet, so gut wie möglich abschöpfen. Eine Internationalisierung der Vertriebstätigkeiten unserer Inspektionslösung “Twyn” ist eine Komponente um dorthin zu gelangen. Ansonsten schauen wir auch nach weiteren Einsatzmöglichkeiten unserer Technologie im industriellen Umfeld. Interessant ist für uns die vollautomatische Computer-Vision-basierte (Qualitäts-)Inspektion auf dem Tablet, wie auch mit fest installierten Kameras, wo Bauteile oder Komponenten auf Inkonsistenzen zu ihren CAD-Daten überprüft werden.
Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Nicht zu lange mit einer Ausgründung warten, und eher ein schnelles Scheitern in Kauf nehmen.
Keine Angst vor Konkurrenten haben. Marktbegleiter können helfen einen Markt zu etablieren und zeigen auch, dass die Technologie eine Relevanz hat.
Bild: V.L.n.R.: Jens Keil (Gründer, UI/UX), Timo Engelke (Gründer, CPO), Dr. Harald Wüst (Gründer, CEO), Uli Bockholt (CSO, Business Development), Alberto Castiglioni (Head of Marketing), Folker Wientapper (Gründer, R&D), Michael Schmitt (CTO).
Startups gründen sollte man bevor man Kinder in die Welt setzt. Die ersten Jahre sind oft anstrengend und rauben viel Zeit, die der Familie dann fehlt.
Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
SouthwestX startet 2026 operativ und setzt als Startup-Factory klare Schwerpunkte auf Deep Tech und europäische Zusammenarbeit. Mit Programmen zur Skalierung verbindet die Initiative wissenschaftliche Exzellenz mit industrieller Umsetzung.