Donnerstag, April 3, 2025
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Sei anpassungsfähig und ändere deine Pläne, aber niemals das Ziel

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SVÄCKS Snacks Hunde

SVÄCKS: Snacks für Hunde vegan und nachhaltig in Deutschland produziert

Stellen Sie sich und das Startup SVÄCKS doch kurz unseren Lesern vor!

Hi, ich bin Marie! Ich brenne für Hunde, das Thema Nachhaltigkeit und Empathie wird bei mir groß geschrieben. Mein Traum ist es, mit meinem Handeln einen Mehrwert für unseren Planeten, uns Menschen, aber vor allem für die Tiere zu schaffen.

Gesagt, getan. Aus diesem Grund habe ich letztes Jahr im Herbst begonnen, mein eigenes Start Up namens SVÄCKS zu gründen und damit eine Snackrevolution ins Rollen zu bringen. 

Gemeinsam mit einer Leipziger Tierärztin entwickele ich funktionale Hundesnacks mit Superfoods zur Unterstützung der Hundegesundheit. Neben der veganen Rezeptur setzen wir auf eine nachhaltige Produktion in Deutschland und spenden 10 Cent pro verkauftem Produkt an den Tierschutz.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Bei meinem vorherigen Job als HR Managerin in einem Legal Tech Start Up musste ich leider feststellen, dass die Werte, welche das Unternehmen nach außen kommunizierte, nicht mit den Werten übereinstimmten, die innerhalb des Teams gelebt wurden. Das führte dazu, dass ich entgegen meiner eigenen Wertevorstellungen agieren musste und sich somit ein innerer Konflikt bei mir ergab.

Schnell stand fest, dass ich meine Arbeits- und Lebenszeit lieber mit einer sinnstiftenden und ehrlichen Tätigkeit füllen möchte. Hinzu kommt, dass ich im Tierschutz aktiv bin und zu der Zeit meine jetzige Hündin Ella von der Straße Griechenlands gerettet und anschließend adoptiert habe. Sie war letztendlich der Auslöser, dass ich meiner inneren Berufung gefolgt bin.

Welche Vision steckt hinter SVÄCKS?

SVÄCKS sind nicht nur einfach Snacks für Hunde. Sie sind ein rundum Wohlfühl-Produkt für alle Menschen, die ihren Vierbeiner lieben und nur das Beste für ihn wollen. Und genau das wollen wir auch. Nur noch ein bisschen mehr. 

Mithilfe unserer super leckeren, saftigen und gesunden Snacks unterstützen wir nicht nur ein langes und glückliches Hundeleben, sondern wir schaffen gleichzeitig einen positiven Impact für unseren Planeten und alle Lebewesen – ganz nach unserem Motto: healthy pets. häppy planet.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Challenge für mich war, und ist immer noch, das Thema Finanzierung. Ich hatte bereits einige Pitches und das Feedback fiel immer gleich aus: super Idee, tolles Produkt, der Markt ist da, die richtige Zeit ist jetzt – aber: es liegen noch keine Verkaufszahlen vor, weshalb noch niemand investieren wollte.

Um diesen Sachverhalt zu ändern, bin ich Anfang August auf Startnext ins Crowdfunding gestartet. Mit Hilfe der Crowd möchte ich die erste Charge SVÄCKS finanzieren und somit eine erste reale Nachfrage abbilden.

Bis hierhin habe ich mich mittels Erspartem und verschiedenen Nebenjobs komplett selbst finanziert. Dank meiner Affinität für Grafikdesign, habe ich das gesamte Corporate Design von SVÄCKS eigens entwickelt. Auch alle Illustrationen zeichne ich selbst. Das hat zur Folge, dass meine Hündin Ella als Markenbotschafterin schon jetzt ein kleiner Star ist und sämtliche Flyer, Probepackungen und Co. ziert.

Wer ist die Zielgruppe von SVÄCKS?

Hundebesitzer*innen, die Wert auf die Gesundheit ihres Vierbeiners legen und für die nachhaltiger Konsum kein Fremdbegriff ist, zählen zu unserer übergeordneten Zielgruppe.

Darüber hinaus besteht unsere potenzielle Hauptkundschaft aus denjenigen Hundehalter*innen, die sich selbst und ihren Hund bereits vegan ernähren bzw. offen für diese Ernährungsweise sind. Für diese Menschen stellen unsere pflanzlichen Snacks eine nachhaltigere und tierleidfreie Alternative dar, die sie wortwörtlich spielend leicht in den täglichen Ernährungs- und Trainingsplan ihres Hundes einbinden können.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

​​Bei herkömmlichen Hundesnacks steht leider oft nur der Geschmack im Vordergrund, weswegen Zutaten wie Zucker und künstliche Lock- und Aromastoffe in der Futtermittelindustrie zum Einsatz kommen. Das schmeckt uns allerdings gar nicht! Deshalb verzichten wir nicht nur darauf, sondern reichern unsere Snacks zusätzlich mit Superfoods an. Jede Zutat liefert dabei einen gesundheitlichen Mehrwert.

Zusätzlich punkten unsere Snacks durch ihre weiche und saftige Konsistenz. Dank ihrer Größe sind sie ideal für das tägliche Training oder als Goodie zwischendurch geeignet.

Neben dem Wohlbefinden unserer eigenen Hunde liegt uns, wie bereits erwähnt, ebenfalls der Tierschutz am Herzen, weshalb jede Packung SVÄCKS gleichzeitig Tieren in Not hilft. Doch das ist noch nicht alles – wir verhindern Tierleid, indem wir ausschließlich auf eine rein pflanzliche Rezeptur setzen. Zusätzlich dazu werden unsere Snacks mit regenerativen Energien in Deutschland hergestellt. All das führt letztendlich dazu, dass CO2 eingespart und der ökologische Pfotenabdruck verringert werden kann.

SVÄCKS, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir lieben Hunde, aber genauso sehr lieben wir alle Tiere. Deshalb möchten wir nicht nur für glückliche und gesunde Hunde sorgen, sondern auch andere Lebewesen sollen zukünftig in den Genuss unserer SVÄCKS kommen. 

Bis es soweit ist, werden allerdings erstmal weitere innovative Produkte im Bereich Hundesnacks auf den Markt kommen. Ideen gibt es bereits viele. Kleiner Spoiler: Die Entwicklung weiterer Sorten FEEL GOODIES+ ist bereits angelaufen.

Ein großer Traum von mir ist zudem, ein eigenes Büro zu haben, welches gefüllt ist mit einem Team aus unterschiedlichsten Menschen, die genauso hundeverrückt und tierlieb sind wie ich. Gemeinsam werden wir dann die Snackrevolution vorantreiben, den Futtermittelmarkt auf den Kopf stellen und ein Umdenken bewirken. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sei anpassungsfähig und ändere deine Pläne, aber niemals das Ziel.

Stell deinen Perfektionismus lieber etwas hinten bevor er dir den Weg verbaut.

Gönn dir Pausen. Auch wenn dein Start Up dein Leben ist, sollte es nicht dein gesamtes Leben einnehmen.

Wir bedanken uns bei Marie Diedicke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ärmel hochkrempeln und einen guten Business Plan schreiben

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Der Fredel pesto

Der Fredel Pesto und Kräutersoßen nur frische Zutaten wie z.B. Bio-Olivenöl, Parmesan und Pinienkerne

Stellen Sie sich und das Startup Der Fredel doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo! Ich heiße Jamie Eckermann und bin der Gründer von „Der Fredel – frisch und edel“. Mit meinem Pesto und Kräutersoßen in neuer tiefgekühlter Form möchte ich meine Kunden für das begeistern, was auch mir am Herzen liegt: Qualität und Frische! 

Als gelernter Küchenmeister war gutes Essen schon immer ein wichtiger Teil in meinem Leben. Ist es doch der Schlüssel, um Menschen zusammen an den Tisch zu bringen. Frei nach dem Motto „Du bist was du isst“ möchte ich mit meinen Produkten wieder mehr Genuss, mehr Geschmack und Natürlichkeit auf den Teller bringen. 

Und wer könnte die Produkte besser verkörpern als der sympathische Pinguin „Der Fredel“? Kommt er doch aus der Kälte, isst gerne, immer schick angezogen und sein Name ist Programm: die Kombination aus den Wörtern „FRisch“ & „EDEL“.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Mitte 2020 habe ich persönlich, wie so viele, einen Branchenwechsel machen müssen. Bei einem Bio-Einzelhändler in München untergekommen, habe ich mich schnell gefragt, warum es noch kein tiefgekühltes Pesto im Handel gibt. 

Eigentlich logisch: wie macht man etwas so Sensibles wie Kräuter länger haltbar? Und warum sind die meisten bekannten Marken so voll mit Billigöl, sinnlosen Füllstoffen oder Säuerungsmitteln? Dank meiner Erfahrung in der gehobenen Gastronomie wusste ich, dass es auch anders geht. 

Also ran ans Werk! Mit viel Unterstützung aus dem Netzwerk, Experten und dem Freundeskreis kristallisierte sich immer mehr heraus, dass die Idee ein echtes Potenzial hat. Die eigentliche Gründung war dann nur Formsache. Natürlich ein tolles Gefühl, so etwas wachsen zu sehen und zu gestalten.

Welche Vision steckt hinter Der Fredel?

Wir brauchen alle mehr „Lebens“ – mittel! Viele innovative StartUp’s machen es ja schon vor. Weg von den totoptimierten Produkten, die uns eine Handvoll Firmen servieren, hin zu mehr Natürlichkeit, Transparenz und Frische. Und genau das ist das Ziel: Menschen begeistern mit einfach gutem Essen. Ein Teil dieser Bewegung zu sein bedeutet mir viel.

Von der Idee bis zum Start: was waren bis jetzt die größten Herausforderungen, und wie haben Sie sich finanziert?

Sobald man gewohntes Terrain verlässt und sich ganz neuen Fragestellungen öffnet, passieren natürlich auch Fehler. An genau diesen dann zu wachsen, sehe ich als Herausforderung. 

Als StartUp mit kleinem Budget war die Finanzierung das größte Problem, um den Traum zur Wirklichkeit werden zu lassen. Eine Absage zweier Banken zu bekommen ist dann nicht gerade ermutigend. Glücklicherweise ergeben sich dann oft auch andere Möglichkeiten, in meinem Fall ein Business Angel, die mich seitdem in Vielem unterstützt. 

Wer ist die Zielgruppe von Der Fredel?

Wer mag ihn nicht, den Fredel? Kinder werden nach ihm fragen! Die Eltern werden nach ihm Ausschau halten. Der Single ohne große Küche, der Business-Typ mit wenig Zeit. Auch der Vegetarier, der Grillmeister, der Ernährungsbewusste… Der Fredel ist für alle da, die neugierig sind, Qualität schätzen, praktisch denken, Vorrat halten und sich auch mal etwas Gutes gönnen. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Besonders ist der technologische Vorteil des Schockfrostens. Alle Fredel-Produkte werden so schnell eingefroren, um den Geschmack und die Inhaltsstoffe der sensiblen Zutaten für den Verbraucher zu erhalten. Und da nur ausgesuchte frische Zutaten wie z.B. Bio-OlivenölH, Parmesan & Pinienkerne zum Einsatz kommen, sind die gefrorenen Soßen eine wahre Geschmacksbombe. Also clean, nichts drin, was ihr zuhause nicht auch verwenden würdet.

Damit das Ganze auch noch praktisch ist, sind die Soßen in Talerform mit Sollbruchstelle versehen, perfekt für zwei leckere Mahlzeiten. Vorbei die Zeiten, wo halbe Gläser im Kühlschrank schimmeln. Und die Fredel-Taler passen wirklich noch in jedes volle Gefrierfach. Einfach rausnehmen, unter die heißen Nudeln ziehen und fertig – es geht genauso schnell, wie herkömmliche Gläserprodukte auch. Und dank des geringeren Ölanteils auch noch mit viel weniger Kalorien oder Völlegefühl! 

Der Fredel, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit momentan 6 verschiedenen Geschmacksrichtungen im Sortiment ist später natürlich noch Luft nach oben.  Allzu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, nur: ich sehe noch einige Lebensmittel im Trockenbereich, die viel besser an anderer Stelle aufgehoben wären. Komplette Fertiggerichte oder Kochboxen kann ich mir zwar vorstellen, empfinde das aber persönlich als Kreativitätsbremse.

Gemeinsam im Team wünsche ich mir, dass „Der Fredel“ sich in den nächsten Jahren weiterentwickelt und eine gefragte Qualitätsmarke im Tiefkühlbereich wird. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Mit universellen Ratschlägen tue ich mich schwer, und ich möchte an dieser Stelle nur aus persönlicher Entscheidungsfindung berichten. Zu irgendeinem Zeitpunkt habe ich angefangen, mir selbst Fragen zu stellen. Frage 1: Was kann ich? 2: Was möchte ich? 3: Was liegt in meiner Macht? 4: Bin ich bereit, andere Dinge hinten anzustellen oder zu opfern? 5: Ist die Idee umsetzbar? 

Wenn man das mal erledigt, kann man anschließend die Ärmel hochkrempeln und einen guten Business Plan schreiben. Und dieser ist dann auch nur eine Momentaufnahme und entwickelt sich ständig weiter. Auf geht’s!

Wir bedanken uns bei Jamie Eckermann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Eine gesunde Work Life Balance behalten

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Extraliebe maßgefertigte, höchst individuelle Mode Perücken aus Echthaar

Extraliebe maßgefertigte, höchst individuelle Mode Perücken aus Echthaar

Stellen Sie sich und das Startup Extraliebe doch kurz unseren Lesern vor!

Hey Hey! Danke, dass ich mich hier vorstellen darf: ich bin Jackelien, 30 Jahre alt und seit 5 Jahren Gründerin von Extraliebe. Ein Modeunternehmen, das Perücken als Mode Accessoire revolutioniert und neuerdings auch Gründerin der Tochtermarke Hairzwelt für medizinisch bedürftige Kund:innen. Wir fertigen maßgefertigte, höchst individuelle Mode Perücken aus Echthaar an und durchlaufen zahlreiche Prozesse bis hin zur Auslieferung eines Produkts. Es ist ein Luxus seine individuelle Perücke machen zu lassen und ein treuer Begleiter für jeden Tag oder zu bestimmten Anlässen. Dabei ist immer das Ziel, dass die Perücke nicht als Perücke zu erkennen ist, sondern sehr natürlich am am Ansatz aussieht. Extraliebe hat schon über 5000 Perücken deutschlandweit ausgeliefert und sehr viele Modekund:innen als auch Kundinnen mit Rezept glücklich gemacht. Darauf sind wir sehr stolz.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe mich entschlossen ein Unternehmen zu gründen, um etwas nachhaltiges in der Welt zu schaffen. Rohhaare wird es immer geben und den Konsum von Beauty&Fashion ebenfalls, also habe ich mich nach dem Studium gefragt, wie ein Modeprodukt entstehen kann, das keine Bekleidung ist. Die Frage konnte ich mir beantworten, als ich mich selber im Spiegel anschaute. Die Haare wechseln zu können wie Kleidung: das ist die neue Mode. Das wollte ich auch allen Frauen ermöglichen. 

Was war bei der Gründung von Extraliebe die größte Herausforderung?

Nun ist es so, dass Extraliebe Wigs (Wigs = engl. Perücken) inzwischen einen Status als Mode Perücken Marktführer erreicht haben, doch zu Anfang war es eine große Herausforderung Perücken aus dem gesellschaftlich verstaubten Image herauszubekommen. Wir arbeiten heute noch jeden Tag daran, die Wig modern zu machen und nutzen sehr viele Handlungsstränge aus der Modeindustrie. Das Bewusstsein für eine Fashion Wig zu schaffen, ist die größte Herausforderung.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ich kann nur allen Gründern raten, fangt an! Im Laufe der Arbeit entstehen immer wieder neue Lösungen für neue Probleme oder Schwierigkeiten. Man wächst daran und wird immer stärker und professioneller. Außerdem gibt es kein perfekt. Allerdings kann ich ebenfalls raten, sich selber einmal bewusst zu werden was die persönlichen Stärken und Schwächen sind und demnach schnell die Aufgaben abzugeben oder sich in dem Bereich weiterzubilden.

Welche Vision steckt hinter Extraliebe?

Die Vision hinter Extraliebe ist, dass zukünftig in allen Kleiderschränken von Frauen neben Bekleidung auch Extraliebe Wigs hängen, dass sie als völlig zeitlos wahrgenommen werden und die Vorteile von Nachhaltigkeit und Effizienz Gründe für die Normalität des Tragens einer Wig sein werden. Es ist ein Accessoire und kann zu jeder Zeit an- und ausgezogen werden und ist aus der Fashion Garderobe nicht mehr Wegzudenken.

Wer ist die Zielgruppe von Extraliebe?

Extraliebes Zielgruppe sind Frauen im Alter von ungefähr 23-45, die modebewusst sind und die Haare zu ihren Outfits anpassen wollen. Wir haben Kundinnen, die gegenseitig die Rekorde bei uns brechen, da sie mehr als 10 verschiedene blonde Extraliebe Wigs haben, aber es geht um Details und Farbtiefe, Gewicht und unterschiedliche Haarlängen, sodass man die Wigs sehr genau zum Alltag und dem eigenen Stil anpassen kann.

Was ist das Besondere an den Perücken? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Besondere an Extraliebe ist unsere Herstellung mit der Möglichkeit der modischsten Individualisierung. Dadurch, dass wir uns als Modeunternehmen sehen, arbeiten wir sehr nah an Trends und geben sehr angesagte Samples vor. Meine Colorationstechnik spricht nur für Natürlichkeit. Warum das Perücken Image negativ behaftet ist, liegt daran, dass andere Anbieter über Jahre „fake“ aussehende Perücken am Markt handeln, sodass man sich unser natürliches Ergebnis gar nicht vorstellen kann. Wir betreiben viel Social Media, um unsere Looks zu zeigen. Extraliebe soll Kundinnen Freude, Selbstliebe und Selbstbewusstsein schenken. Ein enormer Vorteil ist außerdem, dass von 30-80cm und 180-500g von schwarz bis weißblond jeder Traum umgesetzt werden kann. Da wir selber inhouse produzieren können wir auch auf außergewöhnliche Wünsche eingehen, wie zBsp Platz für ein Hörgerät einbauen. Das ist auch schon vorgekommen.

Extraliebe, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren hat Extraliebe den stationären Handel erweitert und ist deutschlandweit an weiteren Standorten mit exklusiven Showrooms vertreten. Kunden kommen heute weit her gefahren, um uns in Düsseldorf zu besuchen. Daher kommen wir in weitere deutsche Städte und schließen uns zukünftig ebenfalls Nachbarländern an und expandieren in weitere Länder.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

1. während der Gründung arbeitet ihr automatisch an eurem Mindset, jedoch solltet ihr auch bewusst euer Mindset trainieren und auf Höhen und Tiefen vorbereitet sein.

2. Die Arbeit kann schnell Überhand nehmen, und ihr merkt es nicht, weil ich glaubt, dass es „Spaß macht“. Allerdings könnt ihr ausbrennen und Familie und Freunde werden vernachlässigt. Ein Gründer sollte sich auf seine Stärken fokussieren und den Rest schnell abgeben und eine gesunde Work Life Balance behalten.

3. Schaut, dass ihr während des laufenden Geschäfts regelmäßige Termine mit einem Unternehmensberater habt. Jungen Unternehmen können unbewusst viele Fehler passieren, doch jeder Fehler kostet.. (meistens Geld!)

Titelbild: Fotograf/Bildquelle Gian Vincent Issel 

Wir bedanken uns bei Jackelien Winkler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Fang einfach an, wenn du an deine Idee glaubst!

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youflake

YouFlake: kaltgepresstes Müsli- das man mit einer Flockenquetsche zum verzehrfertigen Müsli quetscht

Stellen Sie sich und das Startup YouFlake doch kurz unseren Lesern vor!

Wir von YouFlake stellen seit knapp fünf Jahren ein besonderes Müsli vor, das statt aus Haferflocken aus rohem Getreide und Saaten besteht. Diese Mischungen quetscht man dann mit einer sogenannten Flockenquetsche zum verzehrfertigen Müsli. Diese Flockenquetsche haben uns Kunden also bei sich zuhause stehen. Dazu gibt es noch Toppings mit gefriergetrockneten Früchten und Beeren, um das ganze zu garnieren. Allerdings wurden wir immer wieder gefragt, ob wir unsere Müslis nicht auch schon vorgeflockt anbieten können.

Das haben wir zum Anlass genommen, ein Müsli zu entwickeln für diejenigen, die aus Kosten- oder Platzgründen keine eigene Flockenquetsche zuhause haben. Also haben wir das kaltgepresste Müsli entwickelt und sind nun dank eigener Produktion in der Lage, es zuverlässig, nachhaltig und regional in Berlin zu produzieren. Aktuell läuft unsere StartNext-Crowdfunding-Kampagne zu unserem kaltgepressten Bio Müsli, wo jede und jeder sich schon jetzt seine Sorten sichern kann. Ab dem Herbst werden wir die Müslis dann produzieren und zuerst an alle Unterstützer bei der Kampagne verschicken. Anschließend werden sie ganz regulär auch in unserem Online-Shop und auf Marktplätzen wie etwa Amazon angeboten.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Am Anfang stand die Erfahrung mit der ersten eigenen Flockenquetsche, dass ein frisch geflocktes Müsli wirklich nochmal etwas ganz anderes ist als ein herkömmliches Müsli mit haltbar gemachten Haferflocken. Die beiden Gründer Philipp und David haben sich in einer Berliner WG kennengelernt und sich dann entschieden, das erste Müsli für diese Flockenquetschen zu entwickeln. Wir verkaufen aber natürlich nicht nur das Müsli, sondern auch die dazu passenden Flockenquetschen.

Der Hauptantrieb ist es, diese Erkenntnis weiter zu verbreiten, denn aktuell essen immer noch viel zu viele Menschen ein Müsli, das nicht so gut ist, wie es eigentlich sein könnte. Das kaltgepresste Müsli kann man vergleichen mit einem kaltgepressten Olivenöl. Gegenüber einem erhitzten, also raffinierten, Speiseöl hat das kaltgepresste Olivenöl deutlich mehr Nährstoffe und einen viel besseren Geschmack. Genauso ist es bei den kaltgepressten Haferflocken gegenüber den durcherhitzten Haferflocken. Man muss es aber probieren, um sich davon selbst ein Bild zu machen!

Welche Vision steckt hinter YouFlake?

Gutes Müsli noch besser zu machen. Denn alle Müslis basieren größtenteils auf erhitzten und dadurch haltbar gemachten Haferflocken. Das muss nicht sein, denn man kann genauso gut kaltgepresste Haferflocken verwenden. Sie sind dann zwar nicht ganz so lange haltbar, aber immer noch lange genug, um sie frisch zu genießen.

Wir haben verschiedene Tests durchgeführt und können guten Gewissens ein Mindesthaltbarkeitsdatum von 8 Wochen auf unsere kaltgepressten Bio Müslis geben, die ganz ohne Erhitzung und somit Haltbarmachung auskommen. Wir arbeiten aktuell noch an verbesserten Verfahren bei der Herstellung und Verpackung, um die Haltbarkeit noch zu steigern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Finanzierung ist definitiv eine der größten Herausforderungen. Wir haben keine Investoren im Unternehmen, sind komplett aus Eigenmitteln und über unsere Hausbank finanziert. Daher müssen wir sehr gut haushalten mit dem Geld das uns zur Verfügung steht und immer genau überlegen, wie wir es am besten einsetzen, um einen Schritt nach vorne zu machen. Corona war natürlich auch eine große Herausforderung. Eigentlich war zu dem Zeitpunkt unser Konzept, eine elektrische Flockenquetsche und unser Müsli an Hotels und Büros zu vertreiben.

Wir stellen die Flockenquetsche ans Buffet und das Hotel kauft einfach unsere Müslis nach. Dann waren plötzlich alle Hotels und Büros zu und wir haben erstmal alles auf die Karte Online-Handel gesetzt, um Geld zu verdienen. Der Online-Handel mit Flockenquetschen, Getreidemühlen und unseren Müslis hat uns die letzten zweieinhalb Jahre gut getragen und jetzt ist es Zeit wieder was Neues zu machen mit unseren kaltgepressten Müslis. Damit gehen wir nun endlich in die Breite und bieten ein Müsli für alle an – auch diejenigen, die (noch) keine eigene Flockenquetsche haben.

Wer ist die Zielgruppe von YouFlake?

Wir haben das Ziel, dir einen gesunden Start in den Tag mit dem frischesten Müsli zu ermöglichen. Unsere neuen Müslisorten bestehen hauptsächlich aus kaltgepressten Haferflocken und stecken somit voller wertvoller Nährstoffe. Gleichzeitig sind unsere kaltgepressten Müslis genauso einfach und unkompliziert zu handhaben wie herkömmliche Müslis. Sie sind schnell zubereitet und eignen sich fürs gesunde Frühstück am Morgen oder auch als gesunde Zwischenmahlzeit. Daher sind sie der ideale Start in die Welt der frisch geflockten (bzw. kaltgepressten) Müslis. Somit sind sie eigentlich für alle geeignet, die wert legen auf eine gesunde Ernährung und vor allem richtig gerne gutes Müsli essen.

Was ist das Besondere an den Produkten ?Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Besondere sind die kaltgepressten Haferflocken. Normale Haferflocken werden vor und nach dem Quetschen erhitzt, um sie haltbar zu machen. Das vermeiden wir und quetschen sie ganz ohne Erhitzung, damit alle Nährstoffe erhalten bleiben. Denn Hafer enthält u.a. hitzeempfindliche B-Vitamine und Enzyme. Unsere Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass in kaltgepressten Haferflocken sehr viele aktive Enzyme enthalten sind. In durcherhitzten und haltbar gemachten Haferflocken hingegen konnten aktive Enzyme gar nicht mehr nachgewiesen werden.

Wir verwenden zur Herstellung der Haferflocken ausschließlich Bio Nackthafer, da bei dem garantiert ist, dass er nicht schon als Korn erhitzt wurde und daher in Rohkostkreisen sehr beliebt ist. Wir haben große Flockenquetschen, um die Haferkörner damit zu quetschen. Dann werden die Haferflocken mit anderen Zutaten gemischt und in unsere umweltfreundlichen und recyclebaren Doypacks abgefüllt.

YouFlake, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen die Transformation vom reinen Online-Händler zum Bio-Müsli-Hersteller schaffen. Dafür bringen wir gerade unsere neuen kaltgepresste Müslis auf den Markt und haben das Ziel, in den nächsten Monaten in zumindest ein paar Bio-Läden damit zu stehen. In fünf Jahren gibt es unser kaltgepresstes Müsli dann hoffentlich fast überall zu kaufen, zumindest in den meisten Bio-Lebensmittelgeschäften. Vielleicht ja sogar bei einem der ganz großen Player…

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Eine Idee zu haben reicht nicht. Man muss sie auch umsetzen. Und das ist die eigentliche Herausforderung. Überlege dir also, wie du deine Idee umsetzen könntest. Traust du dir das zu? Wenn ja, worauf wartest du noch? Wenn nein: Willst du es trotzdem unbedingt durchziehen? Welche Hilfe kannst du dir evtl. holen, um es trotzdem zu schaffen? Außerdem ist es wichtig, immer flexibel zu sein. Sowas wie Corona war nicht vorherzusehen und wir mussten von heute auf morgen unser Konzept umschmeißen. Zum Glück hatten wir schon einen funktionierenden Online-Shop und waren auf Amazon bereits vertreten. Das mussten wir also einfach nur ausbauen. Es ist also normal, wenn sich das Geschäftsmodell zwischendrin ändert und man muss es ständig anpassen, um bestehen zu können. Der größte Vorteil eines Startups ist i.d.R. seine Schnelligkeit in der Wandlungsfähigkeit. Und Nummer 3? Trau dich! Fang einfach an, wenn du an deine Idee glaubst!

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Tue das, woran du wirklich glaubst

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volektra vollkits

Volektra mit den Vollkits, können bestehende Fahrzeuge einfach und schnell in elektrische umgewandelt werden

Stellen Sie sich und das Startup Volektra doch kurz unseren Lesern vor!

Unsere Mission mit Volektra ist es, nachhaltige Mobilität zu demokratisieren. Wir glauben, dass saubere und grüne Mobilität nicht nur in der westlichen Welt als Luxus verfügbar sein sollte, sondern für alle Menschen. Ein Großteil der Bevölkerung bewegt sich global gesehen auf 2- und 3-rädrigen Fahrzeugen, wie Mopeds, Rikschas. Ironischerweise liegt jedoch auf diesen Fahrzeugen kein Fokus für Elektromobilität. 

Wir haben uns also entschlossen, den Status quo zu ändern. Mit unseren elektrischen Plattformen und Conversion Kits, namens „Vollkits“, können bestehende Fahrzeuge einfach und schnell in elektrische umgewandelt werden – für einen Bruchteil eines neuen E-Mobils. Wir arbeiten mit innovativer Hard- und Software, um eine neue Generation von Fahrzeugen zu erschaffen, die nicht nur unserem Planeten helfen, sondern auch einen positiven Einfluss auf die Schwellenländer haben. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe 17 Jahre lang in der Automobilindustrie für große Firmen gearbeitet und festgestellt, dass Unternehmen oft durch kurzfristige finanzielle Ziele und eine bürokratische Maschinerie motiviert sind. Sie versuchen mit allen Mitteln den Status quo aufrechtzuerhalten. 2019 war elektrische Mobilität noch nicht in Mode, und viele Menschen, mit denen ich meine Idee besprochen habe, waren äußerst zurückhaltend, an etwas Radikalem, wie Mikromobilität, zu arbeiten. 

Viele Unternehmen haben Produkte erstellt, die langweilig waren und mit alter Technologie liefen. Nur sehr wenige hatten eigene Patente für elektrische Motoren und Fahrzeugtechnologie. Überdies war der Fokus immer auf dem westlichen Markt, um hohe Preise zu verlangen. Ich habe verstanden, dass wenn ich etwas auf der Welt verändern will, kann ich mich nicht darüber beschweren oder versuchen, jemand anderen davon zu überzeugen es zu tun. Ich bin also dem Ruf gefolgt und habe Volektra gegründet, um meine Vision zum Leben zu erwecken. 

Welche Vision steckt hinter Volektra?

Meine ultimative Vision ist, dass jede:r, der ein elektrisches Fahrzeug fahren will, dies tun können sollte! Ohne von Problemen, wie Hardware, Software, Physik oder zu hohen Preisen aufgehalten zu werden. Wenn du dir dein perfektes Fahrzeug vorstellen kannst, solltest du in der Lage sein, es mithilfe unserer Designtools und den elektrischen Vollkits umzusetzen. 

In Bezug auf den Marktanteil ist meine Vision, 30% für 2- und 3-rädrige Fahrzeuge in Schwellenländern durch unsere Vollkits zu halten. Dazu gehören neue Fahrzeuge, als auch bestehende Fahrzeuge, die mit unseren Vollkits umgebaut werden. 

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Es gab sehr viele Herausforderungen. Wie schon erwähnt, im Jahr 2019 war niemand für meine Idee, Elektromobilität für Kleinfahrzeuge anzubieten, bereit. Es gab kein Covid, keine Energiekrise, und alle waren auf E-Commerce, Social Media und SaaS fokussiert. Außerdem hat es lange gedauert, die besten Talente für die Soft- und Hardware-Entwicklung zu finden, um unsere Core Technologie zu entwickeln. Es ist ja ein ganz neues Feld. Es war extrem schwierig, die Produkte zu entwerfen, zu entwickeln und zu testen. 

Da wir eine neue Firma sind, wollten uns besonders große Zulieferer keine Teile liefern. Das hat mich jedoch dazu motiviert, besser zu sein. Dann kam Covid, und die Lieferketten waren unterbrochen. Wir hatten viele Probleme, Einzelteile zu bekommen, um unsere Produkte zu bauen. Unsere Firma ist total gebootstrappt und wir finanzieren uns durch mein eigenes Geld. Zudem arbeiten wir mit Produktionspartnern in Indien zusammen. Diese konnten uns Vorschüsse geben, um Einzelteile zu bauen, da sie unsere Technologie nutzen. 

Wer ist die Zielgruppe?

Wir arbeiten mit dem B2B- und B2C-Markt für Mikromobilität. Im B2B-Bereich verkaufen wir Produkte an Originalgerätehersteller von 2- und 3-rädrigen Fahrzeugen. Im B2C verkaufen wir unsere Vollkits an Endkunden, die ihr eigenes Fahrrad, Moped oder Rikscha zu einem E-Mobil umbauen wollen. 

Außerdem schließen wir Partnerschaften mit starken Firmen in unterschiedlichen Märkten. Sie bekommen unsere Technologie und Einzelteile, um Vollkits zu bauen und auf dem lokalen Markt zu verkaufen. Derzeit haben wir zwei Partner in Indien und sind dabei zu expandieren.

Wie funktioniert Volektra? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir sind ein globales Team mit der Mission, die beste Fahrzeugtechnologie für Mikromobilität zu vertreiben. Wir bauen technische Produkte, die echte Probleme in der Elektromobilität lösen. Unser Angebot ist das beste seiner Klasse in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir achten besonders auf den Kundenservice und den Kontakt nach dem Verkauf, um Produkte zusammen mit unseren Kunden zu entwickeln. Wir glauben daran, dass wir neben dem Verkauf auch best practices aus der Automobilindustrie weitergeben sollten, um die gesamte Branche zu verbessern. 

Volektra, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir arbeiten gerade an der Entwicklung einer neuen Generation von Motoren und sensorlosen Controllers, die wahrscheinlich die besten auf der Welt sein werden, in Bezug auf Antrieb und Leistung. Das heißt, mehr Spaß bei weniger Kosten! Wir entwickeln außerdem eine Software-Plattform, die all unsere Vollkits mit einer Cloud-Plattform verbindet und unvorstellbare Möglichkeiten für die Entwicklung und Monetarisierung bietet. In 5 Jahren werden wir die beste Firma für Mikromobilitäts-Antriebsstränge sein. Unsere Vollkits werden mehr 2- und 3-rädrige Fahrzeuge auf der Welt antreiben, als jede andere Firma. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Der einzige richtige Moment, deine Firma zu gründen ist, wenn du es tust. Lass dich nicht darin verwickeln, den richtigen Moment abzupassen. Vertrau auf dein Bauchgefühl und dich selbst. Harte Arbeit und Bestimmtheit können viele Lücken schließen, wenn du anfängst. Tue das, woran du wirklich glaubst. Eine Firma zu gründen ist schwer und sie zu leiten umso mehr. Wenn du nicht wirklich liebst, was du tust, wird es schwierig sein, dich in gewissen Momenten zu motivieren. 

Wir bedanken uns bei Manish Seth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

HEAT MVMNT macht Sneaker zum Business-Konzept

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HEAT MVMNT macht Sneaker zum Business-Konzept

Es gibt verschiedenste Leidenschaften, manche schwören auf eine bestimmte Smartphone-Marke, andere wollen nur Taschen eines französischen Stardesigners und wieder andere sind der Leidenschaft für Sneaker erlegen. Es mag eine Nische sein, aber es ist eine erfolgreiche, in der sich ein junges Startup namens HEAT MVMNT nach kurzer Zeit eine marktführende Position erobert hat.

Sneaker – Informationen zu einem speziellen Themenfeld

Fragt man nach, wie sich das Startup HEAT MVMNT am einfachsten beschreiben lässt, erhält man von Henning Staudt, Founder und Geschäftsführer des Unternehmens die folgende Antwort: „Wir vermitteln Schuhe, fast so wie ein Versicherungsmakler. Dem gehört ja nicht die ganze Versicherungsfirma. Er verkauft nur die Produkte der Versicherung, und bekommt eine Provision dafür. Bei uns kann man die Schuhe nicht direkt bestellen, sondern man findet alle Informationen zu den Schuhen in unserer App, oder auf der Website. Wenn man einen Schuh bei uns anklickt, wird man weitergeleitet zu einem Shop, bei dem man den Schuh dann bestellen kann.“

Eine Besonderheit von HEAT MVMNT besteht darin, dass man nicht einfach Informationen über irgendwelche Sneaker erhält, sondern fast ausschließlich zu sehr seltenen, limitierten Sneaker. Wer sich auf der Website oder der App anmeldet, wird mit allen relevanten Informationen versorgt und erspart sich das oft stundenlange Suchen nach seinen Lieblingsschuhen.

Es begann mit der eigenen Leidenschaft für Sneaker

Mehr als 5 Millionen User hat die Plattform & App HEAT MVMNT und die beiden Gründer Henning Staudt und Anton Gartner haben ursprünglich wohl gar nicht vorgehabt, ein so erfolgreiches Startup zu gründen. Denn eigentlich wollten die beiden Sneakerfans lediglich einen Instagram-Account, auf dem sie hin und wieder ihre eigenen Sneaker präsentieren konnten. Um größtmögliche Rechtssicherheit zu haben, gründeten sie 2018 ihre GbR, damit sie ein Impressum auf ihrem Account angeben konnten.

Weil die beiden extrem aktiv waren, viele Nachrichten und Storys posteten, Feedposts verfassten und kommentierten, entwickelte sich eine ganz eigene Community. Andere fragten immer häufiger nach, wo es denn diese oder jene Sneaker zu kaufen gäbe. Hier machte sich die Tatsache bemerkbar, dass es bis dahin keine größere Plattform für Informationen rund um Sneaker gab. Es existierten zwar einige Blogs mit vereinzelten Infos, die aber für echte Sneakerfans nicht detailliert genug und schon gar nicht umfassend genug waren. So entstand bei Staudt und Gartner die Idee, eine Info-Website online zu stellen.

Affiliate und Newsletter als „next Steps“ in Richtung eigenes Unternehmen

Bei der Entwicklung ihrer Website stießen sie auf den Begriff Affiliate und erkannten zum ersten Mal die Chance, mit dem, was sie liebten auch Geld zu verdienen. Zunächst erhielten sie wenig Provision, aber mit der Zeit klickten immer mehr Leser ihrer Website auf die Affiliate-Anzeigen, kauften Sneaker und sorgten für steigende Einnahmen. Henning Staudt und Anton Gartner waren zu dieser Zeit noch Studenten und hatten einen Job als Werksstudenten, selbstredend als Verkäufer für Sneaker in einem Mannheimer Geschäft.

Es war von Beginn an klar, dass Einnahmen wieder in das Projekt HEAT MVMNT fließen sollten. So finanzierten sie in einem nächsten Schritt in einen WhatsApp Newsletter, mit dessen Hilfe sie aktuelle Infos, z. B. zu Sneaker Realeases, mit ihrer Community teilten. Diesen Newsletter-Service bewarben sie über ihre Website und Instagram, wodurch sie 500 Anmeldungen sammeln und so fast täglich wenigstens für ein Paar verkaufter Sneaker Provision erhielten.

Irgendwann erreichte das Unternehmen die Zahl von 40.000 WhatsApp Newsletter-Empfängern, fast zum gleichen Zeitpunkt stellte WhatsApp allerdings den Versandservice für Werbenachrichten ein. Innerhalb von 4 Monaten musste eine Lösung her, um diese Community nicht zu verlieren. Schnell war den Gründern klar, dass eine adäquate Alternative nur eine App sein konnte, über die sich dann WhatsApp Push-Nachrichten versenden ließen. Platz 1 im Bereich Lifestyle Apps im iOS App Store zeigte, dass es die richtige Lösung war.

Gut aufgestelltes Startup mit neuen Zielen

Aus diesen Anfängen hat sich das heutige Unternehmen HEAT MVMNT entwickelt, das inzwischen 13 Mitarbeitende auf 170 m2 Bürofläche sowie im Homeoffice beschäftigt, in 9 Ländern mit seiner App vertreten ist. Bis Ende des Jahres 2022 sollen noch 150 m2 Fläche hinzukommen. Sie werden auch als Lagermöglichkeit für HEAT MVMNT Sneaker Essentials gebraucht, wobei es sich um selbst kreierte Produkte handelt, die mit wachsendem Erfolg über den unternehmenseigenen Online-Shop verkauft werden.

Das Unternehmen ermöglicht Produktplatzierungen verschiedener Marken, darunter etwa Adidas, Nike, New Balance, oder das Platzieren von Shops wie Foot Looker oder Snipes. HEAT MVMNT gibt aber auch kleineren Brands eine Chance und hat schon mit Marken wie 6PM, LFDY oder Reternity zusammengearbeitet bzw. tut dies zeitweise noch. Mittel- bis langfristiges Ziel sind 7,5 Millionen Nutzer. Für 2022 ist zudem eine Erweiterung des Teams auf 20 Mitarbeitende angedacht und spätestens 2023 soll sich die HEAT MVNT App in den USA etablieren.

Als Hobby angefangen ist HEAT MVMNT nun ein Online-Business mit einem großen Ziel.

Bild: Gründer Anton Gartner (l.) und Henning Staudt. Credit: heat-mvmnt.de

Autor Christian Schultze

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Die deutsche Start-up-Szene boomt

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deutsche startup

Neugierig auf Unternehmertum made in Germany? Hier findest du spannende Überblicke über das deutsche Startup-Ökosystem – von Finanzierungsmöglichkeiten über Hindernisse, mit denen Gründer konfrontiert sind, bis hin zu den angesagtesten Startup-Hubs des Landes.

Jeder zehnte Gründer in Deutschland ist im Ausland geboren

Wenn es um die Nationalität geht, ist die deutsche Startup-Landschaft ziemlich vielfältig: Da im Durchschnitt fast 30 Prozent der Mitarbeiter/innen in Start-ups keine Deutschen sind, ist der Anteil der im Ausland geborenen Gründer/innen überproportional hoch.

Aber 60 Prozent der befragten Gründerinnen und Gründer gaben an, dass diese Zahl noch höher sein könnte – wenn da nicht die berüchtigte deutsche Bürokratie wäre, die eine Menge zeitraubender Behördengänge erfordert. Neben zu viel Bürokratie behindert vermutlich auch die Sprachbarriere die Einstellung von ausländischen Fachkräften. Das ist besonders in Großstädten wie Berlin ein Problem, wo jeder zweite Startup-Mitarbeiter aus dem Ausland eingestellt wird.

Fast zwei Drittel der deutschen Gründer/innen sind der Meinung, dass die heimische Startup-Landschaft von der Zuwanderung von Ausländern profitieren wird. Und auch remote wird immer wichtiger. Sofern man eine stabile Internetverbindung hat und ein VPN mit hoher Sicherheitsvorkehrung – mehr darüber erfährst du bei der Frage wie ist meine IP – dann kann man in Berlin arbeiten, ohne überhaupt in Berlin zu sein. 

Spannende Statistiken

Hier sind ein paar weitere wichtige Statistiken über die deutsche Startup-Landschaft: Der durchschnittliche deutsche Gründer ist 35 Jahre alt; acht von zehn deutschen Startups sehen einen signifikanten Einfluss der Digitalisierung auf ihre Geschäftsmodelle; mehr als die Hälfte der clusterbewussten Startups sind derzeit Teil eines regionalen Clusters (mit den wichtigsten Erwartungen an Wissenstransfer, Kooperationen und Sichtbarkeit); der Anteil der weiblichen Gründer liegt immer noch unter 15 Prozent; das durchschnittliche deutsche Startup hat 13. Das durchschnittliche deutsche Startup hat 13,2 Mitarbeiter/innen (einschließlich Gründer/innen) und plant, um 7,5 neue Mitarbeiter/innen zu wachsen. Und neun von zehn Gründer/innen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage optimistisch – obwohl sie die Zukunftsaussichten für ihr Startup eher zurückhaltend einschätzen.

Berlin: Deutschlands beliebtestes Startup-Zentrum

Es überrascht vielleicht nicht, dass die deutsche Hauptstadt mit ihren 3,7 Millionen Einwohnern als das attraktivste Startup-Umfeld für Gründerinnen und Gründer gilt, nicht zuletzt wegen der internationalen Belegschaft.

In Berlin sind rund 17 Prozent aller deutschen Start-ups angesiedelt, das Ruhrgebiet liegt mit 11,3 Prozent nur knapp dahinter auf dem zweiten Platz. Insgesamt sind etwas mehr als die Hälfte der deutschen Start-ups in Berlin, dem Ruhrgebiet und vier weiteren Clustern angesiedelt: München, Stuttgart, Hannover und Hamburg, die alle einen Anteil von rund sechs Prozent haben.

Und die Zukunft?

Die Regierung muss weiter daran arbeiten, den digitalen Binnenmarkt zügig zu vollenden, die digitale Bildung und Infrastruktur zu stärken, ein Einwanderungsgesetz zu verabschieden, um die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte zu erleichtern, und die Zusammenarbeit zwischen Startups und KMU weiter zu fördern.

Bildquelle pixahive

Autor Andrea Clause

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bau dir dein Netzwerk auf und supporte andere

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Liapure Design Studio mode

Liapure Design Studio nachhaltige, lokale und zeitlose Mode

Stellen Sie sich und das Startup Liapure doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Leonie Isabel Appels, kurz Lia, und ich bin die Designerin und Gründerin von Liapure Design Studio. Bis vor zwei Monaten habe ich noch als One-Woman-Show gearbeitet, nach zweieinhalb Jahren konnte ich nun endlich mein Team mit der lieben Noele Niestroj im Bereich Marketing erweitern. Ich kreiere zeitlose Mode, die Langlebigkeit garantiert und nachhaltig Freude bereitet. Durch die Saisonunabhängigkeit der Teile und die durchdachte Passform sind Liapure-Stücke für die Ewigkeit gemacht. Sie kommen nie aus der Mode, werden in kleinen Mengen lokal hergestellt und sind aus feinsten Naturfasern gefertigt.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich liebe Mode und glaube, dass sie einen enormen Wert für die Gesellschaft hat. Leider hat sie im Laufe der Jahre diese Bedeutung verloren und ist zu einem Massenprodukt und unter anderem zu einer der umweltverschmutzendsten Industrien der Welt geworden. Während meiner Arbeitszeit als angestellte Designerin bin ich irgendwie bei keinem Unternehmen zu 100 % angekommen. Produkte zu kopieren oder basierend auf Bestsellern minimal abzuändern, Trends zu folgen und an schnellebigen Produkten zu arbeiten, hat mich nicht erfühlt. Es war mir immer wichtig, zu einer Veränderung beizutragen, und diese Werte habe ich nirgendwo genau so gefunden. Also beschloss ich, meine eigene Kollektion zu entwickeln und meine Mission mit ihr nach außen zu tragen. 

Was war bei der Gründung von Liapure die größte Herausforderung?

Ich habe 2019 knapp vier Monate vor der Pandemie gegründet. Was es nicht unbedingt einfacher machte. Da meine gesamte Kollektion in Deutschland produziert wurde, war der Mangel an Masken in Deutschland eine große Hürde. Alle Manufakturen, sowohl in Bayern als auch in Sachsen und Thüringen, waren mit der Maskenproduktion ausgelastet, welche natürlich Vorrang hatte. Dadurch verzögerte sich meine Produktion um fast drei Monate. Dies minimierte wichtigen Umsatz für mich.

Offen gesagt war es ohnehin schwierig, als kleine Marke mit geringen Produktionsmengen Textilhersteller und Manufakturen zu finden, die für mich produzieren wollten. Die MOQs sind in der Regel viel höher und die Auswahl ist daher sehr begrenzt. Außerdem zahlt man im Durchschnitt, bei kleinen Mengen, fast 30% Aufpreis für den Stoff und nochmals für die Produktion. Nachhaltig, in kleinen Mengen und nur nach Bedarf zu produzieren, wird einem also nicht unbedingt leicht gemacht.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Das kann man sicherlich! Denn vieles ergibt sich erst im Laufe des Prozesses. Oft muss man Dinge, mit der Zeit und den gewonnenen Erfahrungen anpassen oder umstrukturieren. Als Perfektionist verstehe ich, wenn man zunächst ein Gesamtkonzept für den Start haben möchte, das „perfekt“ erscheint. Man sollte nur flexibel und offen für Veränderungen bleiben.

Welche Vision steckt hinter Liapure?

Mit Liapure möchte ich meine Kunden nicht nur mit schönen Produkten erfreuen, die frei von Trends und dem ganzen Modewahnsinn entstehen. Ich möchte sie auch abholen, aufklären und hinter die Kulissen nehmen. Deshalb verkaufe ich in meinem Atelier nicht nur Kleidung, sondern zeige meine ganze Geschichte vom Entwurf bis zum fertigen Produkt.

Ich habe mich immer gefragt, warum wir am wenigsten in das investieren, was wir am meisten tragen. Basics/Essentials begleiten uns jeden Tag, sollen bequem, robust, nachhaltig sein und vor allem gut sitzen. Genau für diese grundlegenden Teile, möchten wir jedoch kein Geld ausgeben, da Basics in unseren Köpfen mit günstigen Preisen konnotiert sind. Das ist falsch. Deshalb konzentriere ich mich auf diese Essentials und ihren Mehrwert und versuche Ihre Wichtigkeit hervorzuheben. Timeless Icons im besten Sinne. 

Wer ist die Zielgruppe von Liapure?

Alle, die Wert auf zeitlose Kleidungstücke legen. Die sie noch an Generationen weitergeben können und sich dafür interessieren, was hinter den Kulissen passiert. Die in lokale Produkte und einen Traum investieren wollen und vor allem Wert auf eine perfekte Passform legen. Ein Produkt für die Ewigkeit.

Unsere Kollektion wird zwar aktuell vor allem von Frauen getragen, ist aber für jeden geeignet, denn durch die meist elastischen und zarten Materialien passen sich unsere Entwürfe mühelos den verschiedensten Silhouetten an. Unser Kunde ist, wer Wert auf exzellente Qualität legt und im Alltag flexibel sein muss, weil er/sie zb. einem Beruf und/oder Familie nachgeht. Gut kombinierbare Sets und eine Kollektion, die immer schick aussieht, helfen dabei ungemein.

Was ist das Besondere an der Mode ?  Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Kollektion kommt nie aus der Mode und jedes Teil ist in unseren vier Hauptfarben, creme, beige, navy und schwarz, erhältlich. Diese machen den klassischen monochromen Liapure-Look aus und lassen sich spielend untereinander kombinieren. Außerdem holen wir die Kunden zu 100% ab und verkaufen nicht nur Mode, sondern eine Mission. Wir achten auf kurze Transportwege und reduzieren so den CO2-Ausstoß auf ein Minimum. Dadurch, dass wir nahezu jeden Kundenwunsch erfüllen können und alles bis hin zu Sonderanfertigungen anbieten können, sind wir mit unserem Atelier breiter aufgestellt, als die meisten jungen Modelabels, die ihre Kollektionen ausschließlich online vertreiben. Dank unserer Schnitt- und Designexpertise sind wir immer offen für neue Ideen und freuen uns darauf, für jeden Kunden die richtige Lösung zu finden.

Liapure, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das Ziel ist es, weitere Ateliers zu eröffnen und Schneiderexperten vor Ort zu haben, die sich Zeit für unsere Kunden nehmen. Ein Termin bei uns dauert aktuell etwa 1h-1,5h und dieses Konzept wird von unseren Kunden sehr gut angenommen. Bei uns ist alles „slow“ und wir nehmen uns Zeit, ganz anders als in der Fast Fashion. Es ist wichtig, die Produkte haptisch zu erleben und ausprobieren zu können. So können wir auf individuelle Wünsche eingehen, indem wir bei Bedarf abstecken und beraten. Dafür würden wir uns eine kleine Liapure School, für Ateliermitarbeiter, wünschen und natürlich auch andere Bereiche wie Buchhaltung etc. mit Branchenexperten abdecken. Denn die Aufgaben stapeln sich und die Zeit reicht irgendwie nie.

Es ist wohl für niemanden unbemerkt geblieben, dass die Entwicklungen der letzten Jahre für viele beschwerlich waren, so auch für Liapure. Nach mehr als zwei Jahren der Corona-Pandemie stehen wir vor neuen Schwierigkeiten: steigende Produktions- und Materialpreise, Inflation, erhöhte Stromkosten, Rohstoffmangel, die damit verbundenen längeren Lieferzeiten und vieles mehr. Das ist für eine noch junge Marke eine große Belastung und schwer zu stemmen.

Um die Entwicklungskosten unserer Strickkollektion auch in diesem Herbst/Winter zu finanzieren, bzw in Vorleistung gehen zu können, um Ihnen Ihre Lieblingsstücke anbieten zu können, brauchen wir Ihre Hilfe!

Wie das funktioniert? Sie unterstützen uns mit einem Betrag und bekommen einen Gutschein in gleicher Höhe zurück. Dieser kann nach erfolgreichem Abschluss des Crowdfundings online und offline für die gesamte Kollektion eingelöst werden. Zur Erklärung

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Teste verschiedene Dinge und warte nicht immer bis sie perfekt sind. Oftmals steckst du in deinem Tunnel. Hol dir Feedback von außen und entwickle dich durch konstruktive Kritik weiter. Ich bin der Meinung: Es geht immer noch besser. Ich frage jeden meiner Kunden*innen was ich noch besser machen kann und versuche das auch immer gleich einzuarbeiten und umzusetzen

Selbstständig sein heißt „selbst und ständig“, aber vergiss dich dabei selbst nicht, denn du kannst deine Idee/Mission nicht mehr nach außen tragen, wenn du dich dabei kaputt machst. Eine Balance zu finden ist zwar super schwer, aber sehr wichtig und tatsächlich meistens auch möglich.

Bau dir dein Netzwerk auf und supporte andere. Jeder fängt mal klein an und ist auf die Unterstützung von anderen angewiesen. Wenn du anderen mit deinen Expertisen hilfst, helfen sie dir sicherlich auch gerne zurück und überhaupt sollten wir Gründer*innen zusammenhalten, nicht wahr?

Wir bedanken uns bei Leonie Isabel Appels für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Liapure Design Studio

Kontakt:

Liapure Design Studio
Frauenstraße 18
80469 München

www.liapure.de
lia@liapure.de

Ansprechpartner: Leonie Isabel Appels

Social Media:
Crowdfunding
Instagram
LinkedIn
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Pinterest

Lasst euch nicht von einzelnen Rückschlägen verunsichern

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iuvas hilfsmittel pflegebedürftige

iuvas Hilfsmittel für Pflegebedürftige – integrative Tischkultur und Ess- und Trinkhilfen

Stellen Sie sich und das Startup iuvas doch kurz unseren Lesern vor!  

Mein Name ist Jonas Zimmermann, CEO und Mitbegründer von iuvas, wo ich die Bereiche Marketing und Sales verantworte. Ich bin bereits seit über 10 Jahren in der Health Care Branche tätig, und brenne seit meinem Medizintechnikstudium für Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung.  

iuvas medical ist ein junges Team mit Wurzeln und Sitz im schönen Freiburg im Breisgau. Wir entwickeln und vertreiben Hilfsmittel für Pflegebedürftige, die dabei unterstützen, die Selbstständigkeit und das persönliche Wohlgefühl so lange wie möglich zu erhalten. Unser Fokus liegt dabei insbesondere bei alltäglichen Situationen wie Mahlzeiten. Oft gelingt dies schon mit kleinen Mitteln – dies zeigen auch unsere Produkte, sei es im Bereich integrative Tischkultur oder Pflegebekleidung, Alltagshilfen oder Ess- und Trinkhilfen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?  

Wir haben das Problem im Alltag miterlebt, wenn Menschen nicht richtig Trinken bzw. Schlucken können. Unser Mitgründer Sinan Denemec war damals in der Geriatrie tätig und hatte täglich diese Problematik vor Augen. Er hat uns auch darauf aufmerksam gemacht, dass es hier seit Jahren keine Entwicklungen mehr gab und das Feld vernachlässigt wird. Das hat David Fehrenbach, Moritz Knoblauch und mich als Ingenieure vorangetrieben, hier eine Lösung zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Der Bereich der Medizintechnik ist sehr interessant, man kann viel verändern, aber er ist gleichzeitig extrem bürokratisch und langsam. Das war für uns natürlich ebenfalls ein Ansporn. 

Welche Vision steckt hinter iuvas? 

Unsere Mission ist es, jedem Menschen in jeder Etappe seines Lebens Würde zu schenken. Dabei lassen sich mit durchdachten Hilfsmitteln hier schon viele Hindernisse beseitigen. Diese wollen wir den Menschen zur Verfügung stellen oder selbst entwickeln, sollte es diese noch nicht geben. 

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Wir haben starke strategische Partner im Pharma- und medizintechnischen Umfeld gefunden, die uns auch bereits in der Frühphase finanziert haben und bis heute unterstützen. Die größte Herausforderung war bisher definitiv die Coronapandemie und die damit verbundene Schließung fast aller Einrichtungen im Gesundheitssektor. Der Fokus unserer Kunden lag hier verständlicherweise ausschließlich auf einem Thema, das wir nicht bedienen. Damit war unsere Mission für einige Zeit sehr schwierig zu adressieren. Wir mussten uns neu aufstellen, haben die Chance genutzt und in der Pandemie unsere Expertise in der Produktentwicklung gezeigt; wir haben eine durchsichtige medizinische Maske entwickelt, die vor allem unseren Kunden wie Logopäden die Arbeit in der Pandemiezeit erleichtert, bzw. überhaupt ermöglicht hat. In der Pandemie wurde auch der Fokus auf das Onlinegeschäft gestärkt und unser Onlineshop auf- und ausgebaut. 

Wer ist die Zielgruppe von iuvas? 

Es gibt vor allem zwei Hauptzielgruppen: Pflegeeinrichtungen und pflegende Angehörige. Zudem haben wir durch Spezialprodukte auch viele Kunden in der Logopädie und Ergotherapie, sowie Sanitätshäuser. 

Wie funktioniert iuvas? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Wir sind der Anbieter mit dem größten Portfolio im Bereich integrative Tischkultur und Ess- und Trinkhilfen. Dabei beraten wir mit hoher Expertise sowohl Einrichtungen als auch pflegende Angehörige, welche Hilfsmittel bei welcher Einschränkung unterstützen können. Unsere Produkte können einfach und unkompliziert in unserem gut sortierten Onlineshop bezogen werden. Hier werden darüber hinaus viele Hintergrundinformationen und Tipps zum Umgang mit den Hilfsmitteln und Einschränkungen bereitgestellt. 

iuvas, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Wir wollen mit iuvas der größte Anbieter von Ess- und Trinkhilfen für den europäischen Markt werden. Insbesondere wollen wir aber zufriedene Kunden gewinnen, die unsere Expertise und unsere Mission der integrativen Tischkultur unterstützen und einen Teil der Wertschätzung und des Respekts in der Pflege mittragen. In 5 Jahren wollen wir im DACH-Raum zum führenden Anbieter und ersten Ansprechpartner für Pflegeeinrichtungen im Bereich Ess- und Trinkhilfen werden. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Lasst euch nicht von einzelnen Rückschlägen verunsichern, sondern prüft und festigt immer wieder euren Glauben an euren Weg oder euer Produkt. 

Zögert nicht zu lange, gravierende Einschnitte in eurer Strategie oder Unternehmung vorzunehmen, sondern geht sie lieber beherzt an, auch wenn es vielleicht erstmal wehtut. 

Manchmal ist ein kleineres Team ein zufriedeneres Team! 

Wir bedanken uns bei Jonas Zimmermann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Vorbereitung ist alles

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trustspace

TrustSpace Software für IT-Compliance und IT-Sicherheit

Stellen Sie sich und das Startup TrustSpace doch kurz unseren Lesern vor!

Hinter TrustSpace stehen mein Grundschulfreund und Mitgründer Julius und ich, Masih Sediquian.

Zusammen haben wir TrustSpace Ende 2021 mit dem Ziel gegründet einen Trusted Shop für B2B zu etablieren. IT-Compliance & IT-Sicherheit ist für viele Unternehmen ein schwer greifbares Thema, da verschiedene nationale und internationale Anforderungen existieren. Diese können meist nur mithilfe externer Berater und mehrerer Software-Dienstleister umgesetzt werden. Mit unserer Software können Unternehmen ein ganzheitliches und skalierbares Informationssicherheitsmanagementsystem (kurz: ISMS) einführen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Als ehemaliger Compliance Berater ist mir 2018 bewusst geworden, wie viel Chaos die DSGVO verursacht und wie erst Jahre später einigermaßen hilfreiche Software-Tools auf den Markt kamen. Das hat bei der Akzeptanz gegenüber Compliance nicht geholfen und so wurde ein eigentlich wichtiges Thema mit nervigen Cookie Bannern und Datenschutzerklärungen gleichgesetzt. Durch die steigende Anzahl von Cyberattacken seit der Corona Pandemie steigt auch der Bedarf an ISMS-Lösungen – jedoch wird ein Großteil dieser Managementsysteme noch über Excel-Tabellen gepflegt. Dies führt bei Verantwortlichen mit der Zeit zu einer großen Frustration und dazu, dass keine echte Sicherheit „gelebt“ wird. In Anbetracht der regulatorischen und privatwirtschaftlichen Entwicklungen wurde uns schnell klar, dass es ohne eine wirklich hilfreiche Technologie zu großen Problemen in der Zukunft kommen wird. Dagegen wollten wir etwas machen und gründeten TrustSpace.

Welche Vision steckt hinter TrustSpace?

Wir möchten TrustSpace zum Standard für IT-Compliance machen. Es gibt selbstverständlich schon verschiedene industriespezifische Zertifikate und Standards. Diese Komplexität überwältigt aktuell jedoch noch viele Unternehmen. Mithilfe unserer Software werden wir auf Knopfdruck einen wirksamen Sicherheitsstandard einführen – unabhängig davon, ob unser Kunde ein Start-Up oder ein Unternehmen ist, welches unter die Kategorie der kritischen Infrastruktur fällt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben die Produktentwicklung größtenteils gebootstrapped und uns mit der Zeit strategische Business Angels dazu geholt.

Die größte Herausforderung war definitiv die deutsche Bürokratie – Spaß beiseite, es ist definitiv eine Hürde, dass viele Menschen in unserer Branche Neuem zunächst skeptisch gegenüberstehen. Jedoch sind wir mittlerweile mit unserem Produkt an einem Punkt angelangt, wo auch der Letzte Excel-Verfechter merkt: Diese Software ist deutlich effizienter.

Wer ist die Zielgruppe von TrustSpace?

Fast jedes Unternehmen. Start-Ups und Zulieferer erhalten von ihren Großkunden Compliance Anforderungen, Mittelständler von Cybersecurity Versicherern und tausende Unternehmen gehören bald der kritischen Infrastruktur an und müssen gesetzlich vorgeschriebene strenge Compliance Anforderungen erfüllen.

Wie funktioniert TrustSpace? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Informationssicherheit ist aktuell noch ein sehr Berater-intensives Geschäft. Mit unserer Software verbinden wir uns mit der sicherheitsrelevanten Systemumgebung des Kunden und können so Wirksamkeitsnachweise automatisieren. Dadurch entsteht eine Genauigkeit, die mithilfe einer Excel-Tabelle niemals erreicht werden kann. Andere Softwarelösungen sind sehr starr und meist mehrere Jahre alt. Das heißt andere Anbieter haben keine Schnittstellen zu Cloud-Lösungen und bieten abseits von Kernfeatures keine ergänzenden Schutzmaßnahmen wie E-Learnings und Cybersecurity-Tools an.

TrustSpace, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Kürzlich wurde eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass 53% der europäischen Unternehmen langwierige Compliance-Prozesse aktuell als das größte Wachstumshindernis ansehen. Wir werden in fünf Jahren unseren Teil dazu beigetragen haben, dass diese Zahl sinkt.

Zum einen möchten wir für Unternehmen, die erstmalig eine Zertifizierung anstreben, erster Ansprechpartner sein und entsprechend industrieweit eine Marke aufbauen. Und uns daraufhin stark auf eine europäische Expansion konzentrieren.

Des Weiteren werden wir abseits von stark regulierten Zertifizierungen auch unseren “eigenen” Standard etablieren, mit dem Unternehmen einfacher Cybersecurity-Versicherungen abschließen können. Denn das gesamte Onboarding bei Abschluss einer Police findet ebenfalls über – Überraschung – Excel-Tabellen statt. Die in keiner Weise den tatsächlichen Sicherheitsstand eines Unternehmens widerspiegeln. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Vorbereitung ist alles, egal ob Kunden, Investoren oder Bewerbungsgespräche.

Unterschätzt nicht, wie wichtig eure ersten Mitarbeitenden für den weiteren Verlauf eures Unternehmens sein werden.

Gewöhnt euch an die Achterbahn der Gefühle – es geht allen Gründern ähnlich!

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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