Mittwoch, Januar 7, 2026
Start Blog Seite 195

10 Jahre Ankerkraut: Vom Garagen-Start-Up zur Markenmacht

0
ankerkraut

Die Hamburger Geschmacksmanufaktur Ankerkraut feiert ihr 10-jähriges Jubiläum. Wie manch eine Erfolgsgeschichte beginnt auch diese in einer Garage: 2013 beschließen Stefan und Anne Lemcke, den deutschen Gewürzmarkt aufzumischen, und gründen Ankerkraut. Heute ist aus dem kleinen Familienunternehmen eine große Marke geworden. Ein Rückblick – und die wichtigsten Learnings aus 10 Jahren.

Mehr als die Hälfte der Deutschen kennt Ankerkraut[1] – das muss eine Manufaktur-Gewürzmarke erst einmal schaffen. Dass das Unternehmen mit seinen handverlesenen Gewürzen und Gewürzmischungen so erfolgreich sein würde, hätte sich das Gründerpaar Lemcke aus Hamburg im Jahr 2013 nicht träumen lassen. Doch das Konzept der beiden überzeugte Genussmenschen und Investoren gleichermaßen: Die Teilnahme in „Höhle der Löwen“ im Jahr 2016 brachte einen enormen Erfolgskick und innerhalb von Minuten Hunderttausende Klicks auf die Homepage. Das Unternehmen und sein Angebot wuchsen. Ankerkraut zog in immer mehr Supermärkte ein – und als „Love Brand“ in die Herzen der Menschen.

Eine rasante Erfolgsgeschichte – trotz großen Risikos

ankerkraut

Das Erfolgsrezept hat ein paar unverzichtbare Zutaten, wie Gründer Stefan Lemcke erläutert – er wuchs in Tansania auf und lernte dort früh die Vielfalt an Gewürzen kennen, die er später auch den Deutschen nahebringen sollte: „Hinter unserer Marke und der Idee stecken Leidenschaft und Herzblut, das hat uns immer angetrieben. Wir wollten Gewürze und Mischungen anbieten, die qualitativ besonders hochwertig sind – Produkte, die inspirieren und für neue Geschmackserlebnisse sorgen. Und wir haben bis heute eine Mission: Wir wollen mit unseren Produkten die Menschen wieder vom gemeinsamen Kochen und Genießen überzeugen.“

Eines der weiteren Verdienste von Ankerkraut auf diesem Weg: Der Marke ist es gelungen, Gewürzen wieder den Stellenwert zu geben, den sie verdienen – und das ganz ohne Geschmacksverstärker, Rieselhilfen oder andere Zusatz- und Füllstoffe.

„Was uns über die Qualität und unsere Mission hinaus ausmacht, ist auch ein unverwechselbarer Markenauftritt: Unser Korkenglas ist eine kleine Ikone“, ergänzt Anne Lemcke. Sie und ihr Mann sind die vermutlich bekanntesten Gesichter der Branche – nicht zuletzt, weil sie sich auch auf den Displays im Handel wiederfanden. Mit dieser Empfehlung des ersten Investors bestätigte sich, was für Ankerkraut besonders zutrifft: Menschen kaufen gern von Menschen.

Dass Stefan Lemcke für das Gewürzunternehmen seinen sicheren Job als Online-Marketeer aufgegeben hatte, erfuhr seine Frau Anne übrigens erst später. Risikolos war das Unterfangen 2013 keineswegs: Denn als kleine, feine und durchaus höherpreisige Marke trat man damals gegen eine enorme, fast monopolistische Macht auf dem deutschen Gewürzmarkt an. Dass diese Entscheidung richtig war, bewies sich in den folgenden Jahren.

Ankerkraut heute: eine erfolgreiche Multichannel-Manufakturmarke

v.l.n.r.: Stefan Lemcke, Anne Lemcke

Heute macht Ankerkraut mit über 500 Produkten einen mittleren zweistelligen Millionenumsatz im Jahr: mit Gewürzen und Gewürzmischungen, Würzpasten, Bio-Saucen, Nüssen, einem Tee-Sortiment, Geschenksets und mit saisonalen Produkten wie den beliebten Ankerkraut Adventskalendern. Rund 200 Mitarbeiter aus 25 Nationen arbeiten an den Ankerkraut Standorten vor den Toren Hamburgs und in den eigenen Ankerkraut-Stores in Hamburg, Bochum, Köln und München.

2018 wurde ein starker Partner für den Vertrieb im Lebensmitteleinzelhandel gewonnen; insgesamt ist Ankerkraut heute bei rund 5.000 Handelspartnern gelistet. Das Online-Geschäft, mit dem alles begann, ist weiterhin ein wichtiger Treiber: Jeden Monat besuchen circa 400.000 Menschen den florierenden Online-Shop der Marke. Gestützt wird dies zudem durch eine enorme Community in den eigenen Kanälen mit über einer halben Million Followern und Fans sowie durch eine enge Zusammenarbeit mit Influencern.

Es gab Red Dot Designpreise für Ankerkraut, den German Brand Award für die „Streut Liebe“-Kampagne und zweimal das Gütesiegel „Hamburgs Beste Arbeitgeber“. Ankerkraut ist die meistverschenkte Gewürzmarke Deutschlands, zählt zu den Top 10 der stärksten deutschen Start-up-Marken und schaffte es 2022 erneut in das Ranking der Financial Times für die am schnellsten wachsenden Marken Europas. Stefan Lemcke: „Einer der Gründe für diese Erfolge: Wir sind uns bis heute in Sachen Spirit und bei unserer Arbeitsweise immer treu geblieben. Wir arbeiten mit Liebe zum Detail und mit Hingabe. Wir kuratieren unsere Gewürze und Rezepturen von Hand und sehr sorgfältig, wir testen alles mit echten Menschen in unserem Geschmackspanel unter ganz realen Bedingungen.“

Im Jahr 2022 verkauften Anne und Stefan Lemcke die Mehrheitsanteile von Ankerkraut an Nestlé: eine Entscheidung, die ihnen zwar Kritik in den sozialen Medien beschert hat, die aber der Marke nun neue Wachstumsmöglichkeiten eröffnet. Als Markenbotschafter sind die Lemckes weiter für Ankerkraut aktiv; das Geschäft wird aber von Timo Haas und Alexander Schwoch geführt. Beide sind Ankerkraut „Eigengewächse“, kennen das Unternehmen und seinen Spirit bestens und begleiten nun unter anderem die Internationalisierung im europäischen Raum. Denn noch in diesem Jahr sollen Ankerkraut-Produkte in Dänemark erhältlich sein.

Den Fans zur Freude: Aktionen zum Jubiläum

Als Love Brand hat Ankerkraut ein inniges Verhältnis zu seinen Fans aufgebaut. Zum 10-jährigen Jubiläum sollen auch sie profitieren – schließlich haben sie die Marke groß gemacht. So enthält das „Foodie Fracht Abo“ eine eigene 10-Jahres-Edition, und 25 % Rabatt auf das Sortiment dürften Fans in Versuchung führen, neue Gewürze zu verkosten. Das eigens kreierte und streng limitierte Jubiläumsprodukt wiederum – ein handgeschöpftes „Schwarzes Pyramidensalz“ – lockt zudem mit einem Gewinnspiel: Jedes der 1010 Korkengläser ist mit einer individuellen Seriennummer versehen. Bei einer Auslosung erhält der oder die Eigentümer:in des Gewinner-Glases eine großzügige Ankerkraut Gewürzbox: Sie enthält alle dann verfügbaren ikonischen Ankerkraut Korkengläser. Damit lässt sich reichlich „Liebe streuen“ – zum Beispiel unter Freunden, Bekannten oder auch dem Sportverein.

Darüber hinaus wird es zahlreiche Aktionen auf den Social-Media-Kanälen der Marke geben, aber auch spannenden Content mit Anne und Stefan Lemcke. Eine breit angelegte Online-Kampagne mit Werbespot erlaubt einen Blick hinter die Kulissen – und zeigt den Start-Up-Spirit, der Ankerkraut bis heute prägt.

Was in den nächsten zehn Jahren kommt? Man wird es sehen. Für dieses Jahr sieht es schon einmal gut aus: „Wir sind 2023 stark gestartet“, resümiert Geschäftsführer Haas. Er weiß: Mit den Zutaten Leidenschaft, Kreativität und Qualität ist Ankerkraut groß geworden. Es gibt in Zukunft keinen Grund, diese Rezeptur zu ändern.

[1] Eigene Erhebung/Statista Januar 2023.

Bildrechte: Ankerkraut GmbH

Quelle: redroses communications GmbH

Es muss sich richtig anfühlen

0
nature basics

Nature Basics hochwertige und natürliche Nahrungsergänzungsmittel

Stellen Sie sich und das Startup Nature Basics doch kurz unseren Lesern vor!

Nature Basics ist Teil des Brand Incubators founderholics in Mainz. Hier kreieren wir Love-Brands, d.h. Brands die wir selbst als Konsumenten gerne hätten und die es so noch nicht gibt. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ehrlich gesagt, weil ich zu oft das Gefühl hatte, ich würde es anders machen. Ob als Mitarbeitender in größeren Unternehmen oder als Konsument. Ich wollte unbedingt sehen, wie es ist, Ideen selbst umzusetzen. Erst dann bekomme ich auch die finale Antwort, ob ich mit meiner Intuition richtig liege. 

Welche Vision steckt hinter Nature Basics?

Hinter der Marke Nature Basics steht der Wunsch, eine 100% nachhaltige und reine Marke für Nahrungsergänzungsmittel aufzubauen. Nach dem Motto: wenn ich Nahrungsergänzungsmittel kaufe, dann möchte ich das maximal beste Gefühl bekommen. Kein Plastik, klimapositiv und nur natürliche Inhaltsstoffe. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die richtigen Partner und Rohstoffe zu finden, bis die Produkte wirklich schnell und fehlerfrei im Ablauf sind. Das hat rund 2 Jahre gedauert, nachdem wir bereits am Markt waren. Finanziert wurde das Ganze von Business Angels und bereits eigenen Deckungsbeiträgen anderer Produkte.

Wer ist die Zielgruppe von Nature Basics ?

Unsere Zielgruppe sind alle Menschen, die sich bewusst für einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil entscheiden. Hauptsächlich zwischen 25-45 Jahre alt.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das herausragendste Merkmal ist, dass bei uns nur natürliche Inhaltsstoffe in die Produkte kommen. Das traut sich kaum einer, denn das bedeutet, dass man viele bekannte und erfolgreiche Produkte, wie bspw. Vitamin D3/K2, nicht anbieten kann. Viele Marken erwecken einen modernen natürlichen Eindruck in der Bildsprache und im Markennamen, haben aber zahlreiche synthetische Produkte. 

Nature Basics , wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Immer am Puls der Zeit zu sein, immer einer der ersten Anbieter zu sein, der ein gewisses Produkt auch als 100% natürlich anbieten kann. Dahin geht der Trend, technologisch aber auch einfach auf Lieferantenseite, welche sich immer mehr um natürliche Alternativen bemühen. In 5 Jahren haben wir uns am Markt mit unserer Nachhaltigkeits- und Natürlichkeits-Positionierung etabliert, auch im Handel, und sind europaweit tätig. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens, es muss sich richtig anfühlen. Zwar nicht immer und zu jeder Zeit, aber man muss regelmäßig das Gefühl haben, dass das Produkt und auch das Team einfach außergewöhnlich sind und passen. Wir hatten jahrelang kein überzeugendes Gefühl beim Kernteam und bei den ersten Produkten. Wir hätten schneller und radikaler entgegenwirken müssen. 

Zweitens, wieder das Team: never stop searching. Immer Stellenausschreibungen draußen haben, immer Leute treffen. Es gibt wahrhaftige so viele ungeschliffene Diamanten, die sich unfassbar schnell entwickeln und genau diese braucht man im Startup. Nur solche Mitarbeitenden bringen das Unternehmen auch voran. Wenn jemand gut reinpasst, diese Person einstellen, egal ob man gerade nach jemanden gesucht hat oder nicht. 

Drittens, früher delegieren und als Ziel haben 30% der wöchentlichen Arbeitszeit als ungeplante Zeit zu haben (vor allem, um agil zu bleiben und spontan reagieren zu können), sowie 10% freie Zeit zu blocken für “Weiterbildung”. Das heißt z.B. sich einmal die Woche in ein Café zu setzen, zu lesen, weiter zu denken, neue Verknüpfungen herzustellen, Podcast zu hören oder spannende Leute zu treffen.

Wir bedanken uns bei Christopher Prätsch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Nature Basics

Kontakt:

Founderholics GmbH
Rheinallee 88/Geb. 16
D-55120 Mainz

www.naturebasics.de
friends@naturebasics.de

Ansprechpartner: Susanne Hub Brand Managerin s.hub@founderholics.com

Social Media:
Instagram
Facebook
LinkedIn

Eine Idee ohne Unternehmermut ist nichts wert

0
project bcause: Mit wenigen Klicks eigene Online-Stiftung gründen

project bcause: Mit wenigen Klicks eigene Online-Stiftung gründen

Stellen Sie sich und das Startup project bcause doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Felix Oldenburg, Mitgründer und Co-CEO des 2021 in Berlin gegründeten Social Impact-Startups project bcause. Außerdem bin ich Vater von zwei Kindern und Vorstand der gemeinnützigen gut.org gAG, einer Holding digitaler Sozialunternehmen und Projekten wie „Unterkunft Ukraine“.

Mit project bcause möchte ich dafür sorgen, dass sich Vermögen und positiv wirkende Ideen zu neuen Bedingungen treffen. Dafür bauen wir Online-Stiftungen, die nicht nur einfacher und kostengünstiger sind, sondern auch mehr als traditionelle Stiftungen können. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Seit ich ab 2009 das Sozialunternehmer-Netzwerk Ashoka mit aufgebaut habe, sehe ich es als meine Aufgabe, Lösungen für gesellschaftliche Probleme voranzubringen. 2014 habe ich bereits FASE, eine Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship, gegründet. Aber die Themen Spenden und Impact Investing haben mich weiter beschäftigt.

Als Generalsekretär des Bundesverbands Deutscher Stiftungen habe ich deshalb vier Jahre lang versucht, von dort aus die Finanzierung guter Ideen zu verbessern – und dabei einige Aha-Erlebnisse gehabt: wie umständlich es ist, eine Stiftung zu gründen, wie wenig attraktiv dieses System für Unternehmer:innen und jüngere Menschen ist, wie selten wir Ideen so finanzieren, wie sie es brauchen.

Die Idee zu project bcause kam dann aus Hunderten von Gesprächen mit Menschen, die sich stärker finanziell engagieren wollen und können. Mit ihnen haben wir im „Dialog Neues Geben“ ein Programm für die Mobilisierung privater Vermögen entwickelt. Weil ich auch Vorbilder in den USA und anderswo im Blick hatte, sah ich die Marktlücke für die Idee eines „Giving Fintech“.

Welche Vision steckt hinter project bcause?

Wir leben in einer Zeit dringender Herausforderungen. Um sie zu lösen, müssen wir mehr Geld direkt zur Finanzierung von Lösungen nutzen, anstatt es an den Finanzmärkten so anzulegen, dass die Probleme eher noch verschärft werden – oder in Stiftungsvermögen auf Ewigkeit einzusperren.

Unsere Vision: Mit den via project bcause errichteten Online-Stiftungen machen wir es einfach, sich gemeinsam und mit anderen finanziell zu engagieren – und zwar ohne Mindestsummen, sodass das Stiften irgendwann nicht mehr in einer kleinen Nische stattfindet. In Zukunft können wir alle tun, was Bill Gates tut.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Meistens ist die Startfinanzierung die erste große Hürde. Bei uns war das anders, weil wir die Idee zu bcause mit den Menschen gemeinsam entwickelt haben, die es nutzen wollen und finanzieren können. Auch ein sehr erfahrenes Gründungsteam kam schnell zusammen. Gleich nach dem Launch von project bcause begann aber die aktuelle Krise an den Börsen und Wagniskapital-Märkten. Sicher ist dadurch unser Weg etwas länger geworden, denn viele Menschen aus unserer Zielgruppe sind mit größeren finanziellen Schwankungen als in den Jahren zuvor konfrontiert.

Wer ist die Zielgruppe von project bcause?

Aktuell gibt es in Deutschland um die zwei Millionen Menschen mit Millionenvermögen und/oder höheren Einkommen. Diese möchten wir aktuell ansprechen. In Zukunft möchten wir es jeder Person ermöglichen, eine eigene Online-Stiftung bei uns zu gründen.

Wie funktioniert project bcause? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Mit wenigen Klicks gründen Interessierte auf bcause.com ihre eigene Online-Stiftung. Nutzer:innen können die eigenen Finanzierungen unter der bcause-Userschaft oder außerhalb der Plattform publik machen. Auf diese Weise entsteht eine Community. Die Öffentlichkeit erfährt über gesellschaftlich relevante und positiv entfaltende Organisationen. Zudem stellen wir neben der technischen Infrastruktur für Online-Stiftungen auch die rechtliche zur Verfügung. Bezüglich anderer Anbieter: Aktuell gibt es keine vergleichbare Plattform, die als digitale Stiftung den Einsatz von Vermögen für gute Zwecke ermöglicht.

project bcause, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Rund 12 Millionen Online-Aktiendepots gibt es aktuell in Deutschland. Genauso viele Impact-Depots sollte es unter anderem aufgrund unserer Plattform in fünf Jahren geben. Wir möchten also Stiften und Impact Investing aus der Nische holen. Viel mehr Menschen erhalten dadurch die Möglichkeit, gemeinsam Gutes zu finanzieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Eine Idee ohne Unternehmermut ist nichts wert.
Mach etwas, das deine Kinder in 20 Jahren noch gut finden werden.
Everyone a Changemaker!

Titelbild: Das Führungsteam von project bcause Fotograf Christian Klant

Wir bedanken uns bei Jörg Überla für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Konstruktive Kritik ist gut und gleichzeitig selten

0
desenrasco schuhe gründer team bild mit schuhen in den händen

desenrasco: Nachhaltige und gleichzeitig extrem hochwertige Schuhe

Stellen Sie sich und das Startup desenrasco doch kurz unseren Lesern vor! 

Wir sind Bianca und Matthias, die Gründer von desenrasco. Wir sind ein Paar mit einer Vision: notwendigen Konsum nachhaltig zu gestalten und in einer bewegten Zeit den Blick wieder auf Beständigkeit und echte Lieblingsprodukte zu lenken. 

Desenrasco ist eine junge Marke aus Norddeutschland. Wir besetzen mit desenrasco eine Nische in der Schuhbranche. Nachhaltige und gleichzeitig extrem hochwertige Schuhe, die den Kunden überall hinbegleiten. Ehrliche Alltagsbegleiter, die absolut naturbelassen sind.  

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Das ist eine gute Frage. Für uns war das schon immer klar. Nur der Zeitpunkt war ungewiss. Wir haben in unserer Berufstätigkeit schnell gemerkt, dass es unbefriedigend ist, wenn man manche Dinge kaum oder gar nicht ändern kann. Wir wollten immer Unabhängigkeit – räumlich und zeitlich – und die Chance, ein Unternehmen nach unseren eigenen Wertevorstellungen aufzubauen. 

Dass es uns mal in die Schuhbranche verschlägt, war ein wunderbarer Zufall. Bis vor ein paar Jahren ärgerten wir uns ständig darüber, dass unsere Schuhe so schnell schlapp gemacht haben. Mit unserem Hund sind wir sehr viel unterwegs und konnten nach einem halben Jahr unsere Schuhe wegwerfen. Eine Reparatur war meistens nicht möglich. Alternativen, die länger halten, haben wir nur im Business-Bereich gefunden. Das passt aber nicht so gut zu uns.

Wir wollten ein natürliches Produkt, das nachhaltig ist und lange hält. Da wir nicht fündig geworden sind, mussten wir selbst aktiv werden. Mehr oder weniger zufällig haben wir die Eigentümer unserer jetzigen Partner-Manufaktur in unserem Lieblingsland Portugal kennengelernt und waren fasziniert von ihrer Arbeit. Über mehrere Jahre sind so die Idee und der Plan eines Start-Ups gewachsen.   

Welche Vision steckt hinter desenrasco? 

Unser Ziel ist es, großartige Partnerschaften aufzubauen, notwendigen Konsum nachhaltig zu machen und unseren Kunden ein Gefühl der Wertschätzung für das Produkt Schuhe zu vermitteln, das leider heutzutage oft verloren gegangen ist. Wir schaffen in einer schnelllebigen Zeit echte Begleiter, die mit dir durch dick und dünn gehen. Ganz nach dem Motto: Wir brauchen nicht viele Freunde, sondern wenige wirklich gute. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Wir haben mitten in der Pandemie gegründet und wurden natürlich von allen Seiten erstmal skeptisch belächelt. Das war eigentlich kein Problem und hat uns auch die Zeit gegeben, neben dem Beruf an unserer Geschäftsidee zu feilen. Gegründet haben wir dann Ende 2021 aus reinen Eigenmitteln. Wir wachsen organisch aus dem eigenen Cashflow. Das ist super und entspricht genau unseren Werten. Gleichzeitig nimmt das natürlich auch etwas Geschwindigkeit raus und jeder Schritt will gut überlegt werden. 

Unsere größte Herausforderung ist die Negativität, mit denen wir gefühlt jeden Tag umgeben werden. Wir leben nun einmal in bewegten Zeiten und um uns herum (privat und beruflich) stecken viele Menschen den Kopf in den Sand und verlieren ihre Motivation. Das entspricht überhaupt nicht unserem eigenen Mindset. Wir sind der Meinung, dass es grade als Unternehmer unsere Aufgabe ist, uns anzupassen und immer neue Lösungen zu finden. Diese positive Energie beizubehalten, wenn von allen Seiten Gegenwind kommt, ist manchmal wirklich nicht einfach. 

Wer ist die Zielgruppe von desenrasco? 

Das Tolle an desenrasco ist, dass wir zeitlose, rahmengenähte Schuhe fertigen, die aber mit Natürlichkeit und Alltagstauglichkeit punkten. Diese Kombination ist auf dem Markt einzigartig! Das pflanzlich gegerbte Leder entwickelt eine schöne Patina und ist komplett naturbelassen. Von Lack und Leder sind wir weit entfernt. Unsere Schuhe wollen nicht geschont, sondern getragen werden!

Unser Kunde kann der Selbstständige sein, der nach dem Meeting noch mit dem Hund in den Wald fährt oder die Ärztin, die nach einem langen Tag mit dem Rad noch eine Runde dreht und ihren Füßen etwas Gutes tun möchte. Das kann auch der junge Backpacker sein, der bequeme und langlebige Schuhe braucht oder die junge Mutter, die den ganzen Tag auf den Beinen ist. Allen unseren Kunden ist gemeinsam, dass sie unsere Werte teilen und auf sich selbst und ihre Umwelt Acht geben.  

Daher findet ihr unsere Schuhe auch bei ganz unterschiedlichen Händlern. Vom Schuhhaus mit einem Blick für Hochwertigkeit bis hin zur Boutique oder zum Gesundschuhgeschäft sind wir querbeet vertreten. Unsere Händler erkennen unseren Mehrwert. Rahmengenähte Schuhe, die nur auf “schick” getrimmt sind, brauchen in Zeiten vom Homeoffice und legerer Kleidung immer weniger Menschen. Gleichzeitig suchen die Kunden immer mehr nach Schuhen, die nachhaltig sind und ihrer eigenen Gesundheit guttun. Unser Korkfußbett und sehr gute, entspannte Passformen machen unseren Schuh zum idealen Begleiter. 

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Unser größter USP liegt in der Verbindung von Nachhaltigkeit mit Hochwertigkeit. Es existieren viele Labels auf dem Markt, die nachhaltig sind. Langlebigkeit ist hier nur in den seltensten Fällen gegeben. Es gibt auch viele hochwertige Marken, die wiederum nicht auf nachhaltige Materialien und faire Fertigung achten. Wir machen beides und das auf sehr  zeitlose und bodenstände Art und Weise. 

Unsere Schuhe sind keine Massenware, sondern jeder Schuh wird in bis zu vier Stunden Handarbeit nach alter Handwerkkunst gefertigt. Das macht jeden Schuh zu einem Unikat. Unsere Alltagsbegleiter sind bei guter Pflege über viele Jahre an eurer Seite. Der Vorteil an dieser Machart ist, dass sich die Sohle nicht vom Oberleder lösen kann und zwischen Brandsohle und Laufsohle ein tolles Korkfußbett verbaut wird, in welches jeder seinen individuellen Fußabdruck hineinläuft. Zusätzlich verwenden wir ausschließlich pflanzlich gegerbtes Leder aus einer Familiengerberei in Portugal. Das ist gesünder, umweltfreundlicher und naturbelassener als die klassische Chromgerbung. 

Unser Leder wird auch nicht künstlich gedeckt, man nennt das auch “gefinished”, sondern bleibt atmungsaktiv und natürlich schön. All unsere Lieferwege sind transparent und europäisch. Wir sind sehr konsequent bei der Auswahl der Materialien und der Schuh ist von oben bis unten aus pflanzlich gegerbtem Leder. Langlebigkeit ist dabei unsere höchste Anforderung an alle Materialien. Unser pflanzlich gegerbtes Leder wird mit jedem Tragen schöner und ist für uns aktuell das langlebigste und nachhaltigste Material auf dem Markt.  

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Wir sind grade an dem Wendepunkt, an dem wir entscheiden, in welchem Bereich wir zuerst wachsen wollen – online oder stationär. Wir streben in den nächsten 5 Jahren an, über die Grenzen Deutschlands hinaus in die umliegenden Länder zu expandieren. Gleichzeitig ist unser oberstes Ziel, unsere Markenbekanntheit und Relevanz in unserer Zielgruppe zu stärken. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Zuallererst: Lasst euch nicht entmutigen, wenn von allen Seiten Gegenwind kommt. Konstruktive Kritik ist gut und gleichzeitig selten. Bei Bedenken fragt nach Gegenvorschlägen und lasst euch nicht runterziehen.

Zusätzlich ist es aus unserer Sicht immens wichtig, sich ganz eng am Markt zu orientieren. Entwickelt nicht monatelang im stillen Kämmerlein ein Produkt, das nachher am Markt vorbei ist. Geht mit ersten Prototypen einfach raus und fragt eure Kunden.

Holt euch rechtzeitig Hilfe. Ihr könnt nicht alles alleine schaffen, das ist überfordernd. Fragt jeden um Rat und denkt rechtzeitig über Mitarbeiter oder Partner nach. 

Wir bedanken uns bei Bianca Both Matthias Janßen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Habt keine Angst vor Risiken! 

0
Kingline

Kingline Group professioneller Händler für Medizinprodukte

Bitte stellen Sie sich und Ihr Unternehmen Kingline unseren Lesern kurz vor.

Mein Name ist Lion Heuschkel, ich bin Gründer der Kingline Group. Wir bei Kingline sind 2017 als Eventunternehmen gestartet. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten wir unseren Tätigkeitsbereich dann aber ändern. Quasi über Nacht haben wir uns umstrukturiert und uns entschieden, als professioneller Händler für Medizinprodukte einzusteigen. Dabei konnten wir zahlreiche Kunden von Konzernen bis Regierungsstellen für uns gewinnen und wurden so auch Teil der nationalen Teststrategie der Bundesrepublik Deutschland. In den nächsten Wochen/Monaten möchten wir weitere Geschäftsbereiche erschließen, der Aufbau weiterer Tochterunternehmen in den Bereichen Commerce, Industrie, Energy laufen auf Hochtouren!

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Der Unternehmergeist war bereits sehr früh bei mir vorhanden. Vor Kingline habe ich bereits immer selbstständig gearbeitet. Spontanität und Risikobereitschaft sind dabei für mich persönlich Eigenschaften, die jeder Entrepreneur vorweisen sollte. Vor allem zu Beginn einer „Business Idee“. Es macht mir zudem Spaß, verschiedenste Projekte mit Kreativköpfen aus ganz Deutschland anzugehen und mich so ständig auch in anderen Branchen Eintritt zu gelangen. So banal das auch klingt, aber wer sich ständig weiterbildet und viele Ideen im Kopf hat wird meiner Meinung nach nur als Selbstständiger glücklich.

Welche Vision steckt hinter Kingline?

Mit einfachsten Mitteln Großes schaffen. Wir haben mit dieser klaren Vision in unserer Garage angefangen und uns zu ernstzunehmende Anbieter am Markt entwickelt. Wir wollten in diesen unsicheren Zeiten stabile Lieferketten aufbauen und mithilfe eines stetig wachsenden Teams auch weitere Menschen aus dem wirtschaftliche Pandemie-Tief holen. Mit Erfolg! Für die Zukunft streben wir mit der Kingline Group weitere spannenden Business-Units an. Wir möchten dabei unter anderem in spannende Bauprojekte investieren, in die Energiebranche einsteigen und auch den Eventbereich nachpandemisch wieder neu aufleben lassen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Das war definitiv die Pandemie, die uns dazu brachte, unsere komplette Idee zu ändern. Diese war Fluch und Segen zugleich. Denn wir konnten zur richtigen Zeit und vor allem sehr schnell die essenziellen Materialien beschaffen und so der Nachfrage nach medizinischen Produkten nachkommen.

Wir haben uns bei Kingline zu Beginn selbst finanziert. Nachdem wir erfolgreich Masken importieren konnten und die Lieferketten zuverlässig waren, konnten wir auch Investments für die Kingline Group einholen und reinvestieren aktuell so gut wie jeden Cent für unsere neuen, anstehenden Projekte.

Wer ist die Zielgruppe von Kingline?

Aktuell niemand geringeres als die komplette Gesellschaft. Wir wollen auch weiterhin eine kompromisslose Lieferkette im Gesundheitssektor bieten. Für die jeweiligen neuen Business Units werden wir dann natürlich spezifischere Zielgruppen bestimmen können.

Was sind die Vorteile bei Kingline? Wodurch unterscheiden Sie sich von anderen Anbietern?

Wir bieten ein Full-Service-Ansatz für unsere Kunden und sind zudem auch einer der größten zertifizierten Fachhändler in ganz Europa. Während der Pandemie waren natürlich unsere zuverlässigen Lieferketten der größte USP. Zusätzlich konnten wir ausgewiesene Experten für uns gewinnen, die uns bei der strategischen Planung auch weiterhin unterstützen.

Wo geht der Weg von Kingline hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir bei Kingline haben uns das Ziel gesetzt, in den nächsten fünf Jahren zu den führenden 100 Unternehmensgruppen Deutschlands zu gehören.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern geben?

Habt keine Angst vor Risiken! Bei allem, was wir gemacht haben, hatten wir davor nur wenig Ahnung. Wer nichts wagt, der nicht gewinnt!

Baut langfristig mehr und mehr Dienstleistungen In-house auf. So seid ihr auf lange Sicht und vor allem in der entscheidenden Wachstumsphase nicht von externen Faktoren abhängig.

Improvisiert und passt euch smart an neue Marktbedingungen an!

Wir bedanken uns bei Lion Heuschkel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Achtet auf die Zusammensetzung Eures Teams

0
42watt

42watt Münchner Start-up zur klimaneutralen Sanierung von Bestandsimmobilien

Stellen Sie sich und das Startup 42watt doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Jörg Überla, der Gründer und CEO von 42watt, einem Münchner Start-up zur klimaneutralen Sanierung von Bestandsimmobilien. Wir sind davon überzeugt, dass Deutschland die Ziele des Klimaschutzgesetzes bis 2045 nur dann erreichen kann, wenn im Gebäudesektor angesetzt wird. Dafür ist es nötig, dass wir den Energieverbrauch in Immobilien im Schnitt auf unter 42 kWh pro Quadratmeter pro Jahr senken. Daher auch der Name 42watt: Die Zahl 42 beantwortet vielleicht nicht die Frage nach dem Sinn des Lebens, aber die nach der Klimaneutralität in Bestandsgebäuden.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Vor 42watt war ich als Gründer mit meinem eigenen E-Commerce-Unternehmen erfolgreich und davor mehr als zehn Jahre lang General Partner bei Wellington Partners. Dort habe ich Start-ups beim Großwerden begleitet, die damals noch kaum jemand kannte – zum Beispiel Spotify, Xing oder Immobilienscout. In der Welt der Start-ups fühle ich mich also zuhause, und sie lässt mich nicht los: Ich bin auf 42watt gestoßen, weil ich gute neue Ideen als Business Angel unterstützen wollte – fand die Idee und das Team aber so genial, dass ich gleich als Gründer eingestiegen bin. Gute Ideen sind wichtig, bringen uns beim Erreichen der Klimaziele allein aber nicht vorwärts. Es kommt auf die pragmatische Umsetzung an – und darin sehe ich meine Stärke. Was gibt es Spannenderes, als im wahrsten Sinne des Wortes an der Zukunft mitzubauen?

Welche Vision steckt hinter 42watt?

Wir wollen Deutschlands Bestandsimmobilien bis 2045 klimaneutral machen. Sie zeichnen sich Jahr für Jahr für rund ein Drittel des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich, bieten also einen gewaltigen Hebel, um die Klimaziele zu erreichen. Um diese Ziele zu erreichen, braucht es eine gesunde Portion Tatkraft und Pragmatismus. Wir begleiten daher die vielen Millionen Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnimmobilien auf ihrem Weg, ihr Gebäude einfach und sicher energetisch zu sanieren. Damit lösen wir eines der größten Probleme, vor denen viele einzelne Menschen und die Menschheit als Ganzes aktuell stehen.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Energetische Sanierung und die entsprechenden Förderprogramme sind ein komplexes Umfeld, wie sich an der aktuellen Debatte zum Gebäudeenergiegesetz gut ablesen lässt. Unsere Herausforderung besteht darin, für möglichst viele Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer Licht ins Dunkel zu bringen: Was sind die für mich am ehesten bezahlbaren Möglichkeiten, um möglichst viel CO2 zu sparen? Brauche ich eine Wärmepumpe? Oder rechnet sich Fernwärme in meinem Fall eher?

Ist es in meinem Fall effektiv, ein Solarpanel aufs Dach zu montieren? Wir müssen diese komplexe Gemengelage so einfach wie möglich erklären und auch in der Umsetzung beherrschbar machen, im Prinzip so einfach wie ein Netflix-Abo. Und das ist eine große Herausforderung. Deshalb bin ich froh, meinen Mitgründer Marcus Dietmann an meiner Seite zu wissen – denn als Architekt und Energieeffizienzexperte kennt er sich darin bestens aus.

Finanziert haben wir uns zuletzt über ein Pre-Seed-Funding im Dezember 2022, mit Lead-Investoren wie BonVenture, Proptech1 sowie Beate Fastrich und Christoph Behn über den Business Angel Club Better Ventures. Außerdem waren der McMakler-Gründer Felix Jahn und Kristofer Fichtner, Mitbegründer von Thermondo und Ecoworks, als Business Angels beteiligt.

Wer ist die Zielgruppe von 42watt?

Alle Menschen, die eine Wohnimmobilie besitzen. Die Debatte der letzten Wochen und Monate zeigt ja: Jetzt wird es ernst. Die Bundesregierung wird eine Reihe neuer Gesetze verabschieden, die Immobilieneigentümer zu weitreichenden Klimaschutzmaßnahmen verpflichten, siehe nur das Thema: Einbau fossiler Öl- und Gasheizungen. Alle Menschen, die sich fragen, wo sie nun ansetzen können, um ihre Immobilie zu sanieren, sind bei 42watt an der richtigen Adresse. Mit uns können sie ihr Haus sicher und einfach klimaneutral machen, gesetzliche Auflagen einhalten und bares Geld sparen.

Wie funktioniert 42watt? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir sind aktuell in zwei Richtungen unterwegs. Zum einen erstellen wir klassische individuelle Sanierungsfahrpläne und beraten, welche staatliche Förderung dabei jeweils möglich ist. Zum anderen starten wir im Frühjahr unsere digitale 42 watt Plattform, und das wird spannend: Wer über diese Plattform mit uns in Kontakt tritt, gibt dort zunächst acht Datenpunkte ein, die eigentlich jede und jeder sofort griffbereit hat – also zum Beispiel den Stromverbrauch oder die Anzahl der Quadratmeter.

Auf dieser Basis fertigen wir eine individuelle Analyse an, ermöglichen das einfache Durchspielen verschiedener Szenarien, erstellen einen ganzheitlichen Sanierungsfahrplan und unterstützen unsere Kundinnen und Kunden bis zur Umsetzung der Maßnahmen mit unserem Netzwerk aus Energieeffizienzexperten und Handwerkern. Anders als manche andere Anbieter agieren wir dabei unabhängig, also im besten Interesse unseres jeweiligen Auftraggebers. 

42watt, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir in Sachen Gebäudesanierung die Plattform der Wahl für Millionen von Immobilieneigentümern sein und sie auf dem Weg zum klimaneutralen Haus begleiten. Das ist ja auch volkswirtschaftlich und aus Sicht der gesamten Menschheit geboten. Die Sanierungsrate in Deutschland muss deutlich steigen, damit wir die Klimaziele erreichen können. Wir möchten zeigen: Wenn wir pragmatisch vorgehen und digitale Technologien nutzen, ist das möglich. Insofern wünschen wir uns natürlich, dass wir in fünf Jahren alle gemeinsam in Deutschland sagen: Wir haben pragmatische und machbare Lösungen gefunden, um diese Jahrhundertaufgabe zu lösen, wir sind auf einem guten Weg.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Achtet auf die Zusammensetzung Eures Teams. Was mir an der Arbeit für 42watt so gut gefällt, ist die perfekte Arbeitsteilung zwischen meinem Mitgründer Marcus und mir. Ich weiß als erfahrener Gründer und Investor, wie man ein erfolgreiches Unternehmen aufbaut. Marcus, unser CPO, ist der Experte für alle technischen Themen, von Wärmepumpe bis Heizlast. Dieser Kompetenz-Mix ist extrem wichtig, auch für die Verantwortungsteilung im Team.

Zweitens: Denkt groß, aber vernachlässigt nicht die vielen wichtigen Details. Eine geniale Idee macht noch kein erfolgreiches Start-up, wenn Ihr nicht die Power mitbringt, sie auch tatsächlich zum Leben zu erwecken. Das ist je nach Persönlichkeitstyp nicht immer einfach. Und: Am Ende kommt es auf die Umsetzung an. Es mangelt ja nicht an guten Ideen, sondern an den Ideen, die auch mit der nötigen Energie bis zum Ende durchgezogen werden.

Drittens: Kommuniziert gut mit Euren Zielgruppen. Mit „Zielgruppen“ meine ich nicht nur die Menschen, die am Schluss Euer Produkt kaufen, sondern vor allem auch Multiplikatoren: Business Angels, Investoren, mögliche Kooperationspartner. Das gilt vor allem überall da, wo Ihr große gesellschaftliche Transformationen mitgestalten wollt.

Titelbild: Bildcredits/ Fotograf: Max Blaumeiser

Wir bedanken uns bei Jörg Überla für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Durchhaltevermögen ist das A und O

0
mellow coaching mentale gesundheit gründerteam bild

mellow ist eine innovative Coaching-Plattform für mentale Gesundheit

Stellen Sie sich und das Startup mellow doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Manuel und Mareike aus München und zusammen haben wir mellow gegründet. mellow ist eine innovative Coaching-Plattform für mentale Gesundheit. Wir machen das Finden und Buchen von Coaching endlich einfach.

In Deutschland leiden jedes Jahr 18 Millionen Menschen unter psychischen Belastungen, aber nur 19% von ihnen suchen professionelle Hilfe. Zwei erschreckende Zahlen! Das liegt hauptsächlich daran, dass das Thema mentale Gesundheit in unserer Gesellschaft noch immer von Stigmatisierung geprägt ist.

Diejenigen, die sich trotzdem Hilfe suchen wollen, stehen vor einem weiteren Problem. In einem der wohlhabendsten Länder der Welt ist es immer noch schwierig, schnell und einfach professionelle Unterstützung bei mentalen Problemen zu erhalten. Coaching spielt deshalb eine wichtige Rolle. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Coaching dabei hilft, psychische Belastungen zu reduzieren und gleichzeitig zum Erhalt der mentalen Gesundheit beiträgt. Leider ist es oft schwierig, einen passenden Coach zu finden, und genau hier setzen wir mit mellow an. Statt sich mühsam durch Suchmaschinen zu klicken, können Nutzer mit mellow schnell und unkompliziert den passenden Coach finden. Durch unseren intelligenten Matching-Algorithmus wird ein perfektes Match zwischen Coachee und Coach sichergestellt.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir konnten beide viel Erfahrung im Startup-Bereich sammeln. Dabei entstand unsere Begeisterung für das Unternehmertum. 2021 haben wir selbst privat die Unterstützung eines Coaches gesucht. Die Suche stellte sich als schwierig und aufwendig heraus. Wir brachen den Prozess mehrmals ab, da es fast unmöglich war, den passenden Coach zu finden. Wir erkannten, dass dieser Prozess verbessert werden musste und daraus entstand die Idee zu mellow.

Welche Vision steckt hinter mellow?

Mit mellow revolutionieren wir digitales Coaching und stärken damit die mentale Gesundheit der Bevölkerung.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Ende 2021 haben wir mit den Vorbereitungen begonnen, um dann Mitte 2022 die mellow GmbH zu gründen. Ab diesem Zeitpunkt ging alles sehr schnell. Seit Oktober 2022 sind wir mit der mellow Plattform Online und verhelfen Coaches und Coachees zu einem besseren Leben.

Trotz unserer Startup-Erfahrung stellt die Gründung uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Zu zweit sind unsere Ressourcen sehr begrenzt und es kommt auf die richtige Priorisierung an. Durch Automatisierung des Großteils der Prozesse schaffen wir Raum für weiteres Wachstum und können jeden Tag etwas besser zu werden.

Seit der Gründung 2022 ist mellow gebootstrappt. In den nächsten Monaten wollen wir eine erste Finanzierungsrunde abschließen, um unseren Marktanteil auszubauen und die Plattform weiterzuentwickeln. Dabei hilft uns, dass wir Invest-förderfähig sind.

Wer ist die Zielgruppe von mellow?

Anfangs haben wir uns auf Privatpersonen fokussiert, seit Anfang 2023 haben wir die Plattform aber auch für Unternehmen geöffnet, die ihren Mitarbeitenden Coaching als Benefit anbieten wollen. Für Unternehmen wird es immer wichtiger, sich für die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden einzusetzen und sie zu unterstützen. Heute finden Privatpersonen und Mitarbeitende von Partner-Unternehmen auf my-mellow.com schnell und einfach den perfekten Coach für ihr Anliegen.

Wie funktioniert mellow? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Für Privatpersonen und Mitarbeitende beginnt jeder Coaching-Prozess mit einem individuellen Matching. So stellen wir sicher, dass jeder Coachee den Coach findet, der am besten zu ihm und seinen Bedürfnissen passt. Dann findet ein kostenloses Erstgespräch statt, in dem sich Coachee und Coach kennenlernen können. Stimmt die Chemie, kann es losgehen. mellow steht für „All-in-One“. Alle Schritte, vom Matchmaking bis zum Coaching an sich, finden online auf der Plattform statt.

Bisher ist es niemandem gelungen, eine moderne und innovative Plattform wie mellow im B2C-Markt zu etablieren. Vorhandene Lösungen sind ausschließlich im B2B-Markt verfügbar und schließen damit einen Großteil der Gesellschaft vom einfachen Zugang zu Coaching aus. Im B2B-Markt sind in den letzten Jahren vereinzelt Anbieter für Komplettlösungen für die mentale Gesundheit von Mitarbeitenden entstanden. Sie setzen aber hauptsächlich auf selbstgeführte Kurse via Smartphone-App. Wir sind der Meinung, dass diese Angebote ein individuelles Coaching in 1:1 Sessions nicht ersetzen können, sondern allenfalls eine Ergänzung darstellen. Das zeigen auch wissenschaftliche Studien.

Die einfache Buchung, unser All-in-One Angebot und insbesondere das Coach-Matching zeichnen uns aus. Die Kombination ist einzigartig und macht mellow so innovativ.

mellow, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Für 2023 haben wir uns viel vorgenommen. Wir wollen die mellow Plattform noch besser machen und arbeiten parallel an Kooperationen mit spannenden Unternehmen. Mit der anstehenden Finanzierungsrunde wollen wir unseren Marktanteil auszubauen und die Plattform weiterentwickeln. So können noch mehr Menschen von mellow profitieren. Aktuell fokussieren wir uns auf den deutschsprachigen Raum. Wir wollen führender Anbieter für Mental Health Coaching werden. Unsere Plattform ist weltweit einsetzbar und wir wollen uns in den nächsten Jahren international aufstellen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Sprecht mit euren Kunden und hört ihnen zu. Nur so erfahrt ihr, was sie wirklich wollen.
  2. Sucht euch Mentoren und Netzwerke, die euch unterstützen und inspirieren können.
  3. Gründen ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Durchhaltevermögen ist das A und O.

Wir bedanken uns bei Mareike Pfennig und Manuel Mai für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Diese 5 Startups sind am Ostermontag in Die Höhle der Löwen!

0
ostermontag

Am kommenden Ostermontag erwartet die Zuschauer eine neue Folge der beliebten Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“.

Auch dieses Mal werden wieder fünf vielversprechende Startups vorgestellt, die von den erfahrenen Investoren genau unter die Lupe genommen werden. Die erfolgreiche TV-Sendung hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass sie eine exzellente Plattform für kreative und innovative Geschäftsideen bietet.

Die „Löwen“ lassen dabei nichts unversucht und prüfen die Ideen bis ins kleinste Detail, bevor sie eine Entscheidung treffen. Die Show hat somit nicht nur eine unterhaltsame Wirkung, sondern auch eine enorme Relevanz für angehende Unternehmer, die von den Feedbacks der Investoren profitieren können. Die Zuschauer dürfen sich auf einen spannenden Abend voller Ideen und Innovationen freuen.

Die Berliner Gründerin Lisa Mathieu (28) setzt mit ihrem Start-up THE WAY UP auf Re- und Upcyclingprodukte im Home- und Living-Bereich. Ihr Ziel ist es, mit ihrer Arbeit zu zeigen, dass Recycling schön und vielfältig sein kann. Für ihre Produkte nutzt sie ausschließlich recycelte Materialien, wie beispielsweise bis zu 100 Jahre alte Parkettböden oder Glas aus Altglas.

Sie arbeitet mit einer Glasproduktionsstätte zusammen, die große Mengen an Altglas verarbeitet. Dabei entstehen Produkte aus 100 Prozent Altglas in verschiedenen Farben. Lisa Mathieu möchte THE WAY UP zu einem Big Player im Interior-Design-Bereich machen und bietet dafür 15 Prozent ihrer Firmenanteile im Austausch für 100.000 Euro an.

newma: Das Start-up newma aus Düsseldorf, das von Cornelia Dingendorf und Jacqueline Leuer-Hingsen gegründet wurde, hat innovative Hygiene- und Pflegeprodukte für Mütter nach der Geburt entwickelt. Die Produkte sollen dazu beitragen, die Schmerzen und Beschwerden zu lindern, die Frauen nach einer Geburt erfahren.

Dazu zählen unter anderem der Naturkosmetik-Bindenschaum und die kühlende und absorbierende Binde, die bereits direkt nach der Geburt angewendet werden können. Die Produkte sind rein natürlich und kommen ohne Parabene, Silikone, Mineralöle oder Tierversuche aus. Die Gründerinnen haben bisher alles in Eigenregie bewältigt und suchen nun nach einem geeigneten strategischen Partner, der sie bei Vertrieb und Platzierung im Einzelhandel unterstützt. Das Angebot an die Investoren in der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ lautet: 185.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile.

DECKENBLITZ: Die Brüder Simon Biener und Robin Schmedes stammen aus einer Handwerksfamilie und sind auf Baustellen aufgewachsen. Eines Tages hatte ihre Mutter Schwierigkeiten beim Anstrich der Wohnzimmerdecke, da diese fleckig wurde. Die beiden Brüder entwickelten daraufhin DECKENBLITZ, einen Markierstift mit Teleskopstange oder Besenstiel, der Wände und Decken in Abschnitte unterteilt und so ein fleckenfreies Streichen ermöglicht.

Die spezielle Farbstofftechnologie schafft neonblaue Linien, die beim Überstreichen rückstandslos verschwinden. Ein Hobby-Handwerker kann bis zu 50 Prozent der Arbeitszeit einsparen. Die Brüder suchen nun einen Investor, um DECKENBLITZ im stationären Handel platzieren zu können und bieten 25,1 Prozent ihrer Firmenanteile für 50.000 Euro an.

TADA Ramen: Das Ehepaar Matthias und Jessica Bruckhoff aus Lampertheim hat mit ihrem Startup TADA Ramen eine Möglichkeit gefunden, den kulinarischen Charme Japans in die heimische Küche zu bringen. Die traditionellen Ramen-Suppen im Glas sind einfach zuzubereiten und lassen sich mit wenigen Toppings individualisieren. Das Paar war inspiriert von der japanischen Ramen-Kultur und entwickelte TADA Ramen, als sie in ihrer neuen Umgebung keine Ramen-Lokale mehr fanden.

Mit ihrer vegetarischen Miso Ramen und der etwas schärferen Tantan Ramen, die auf einer intensiven Bio-Hühnerbrühe basiert, stellen sie sich den Löwen vor. Die Zubereitung der Suppen ist einfach und bietet dennoch den authentischen Geschmack einer japanischen Restaurant-Qualität. Matthias und Jessica wollen ihr Unternehmen mit einem Investment von 120.000 Euro ausbauen und ihre Marketingaktivitäten verstärken, um den internationalen Markt zu erschließen. Dafür bieten sie den Löwen 20 Prozent ihrer Firmenanteile an. Weitere Varianten von TADA Ramen sind bereits in der Entwicklung und sollen in Zukunft das Sortiment erweitern.

Circleback: Die Berliner Unternehmer Kimani Michalke (33) und Brett Dickey (41) haben mit Circleback ein neues Pfandsystem für Plastikverpackungen vorgestellt. Im Gegensatz zu Papier und Glas, die zu über 80 Prozent in Deutschland recycelt werden, beträgt die Recyclingquote für Kunststoff nur etwa ein Drittel. Mit ihrem „Pfandsystem für das Badezimmer“ möchten die Gründer dies ändern.

In Zusammenarbeit mit bekannten deutschen Herstellern von Shampoo, Duschgel und Kosmetika soll ein Pfandsystem für Kunststoffverpackungen aufgebaut werden. Sobald das System deutschlandweit verfügbar ist, soll auf den Verkaufspreis der Hersteller ein Pfand von 20 Cent aufgeschlagen werden. Die benutzten Verpackungen können dann an Pfandautomaten in Supermärkten abgegeben werden. Die Pfandrückerstattung erfolgt über die Circleback-App, indem der Pfandbetrag auf das Bankkonto überwiesen wird.

Circleback sortiert die gesammelten Kunststoffverpackungen, schreddert sie und verarbeitet sie dann zu reinem Kunststoffgranulat. Die Hersteller erhalten so Zugang zu hochwertigem Kunststoff, der aus ihren eigenen Verpackungen hergestellt wird. Circleback strebt an, das europäische Pfandsystem für Plastikverpackungen zu werden und bietet Investoren 600.000 Euro für acht Prozent ihrer Firmenanteile an.

Ein Wiedersehen gibt es mit puregreen: Im Jahr 2021 haben die Gründer, Karsten Gaedke und Alexander Schulze, einen erfolgreichen Deal mit Ralf Dümmel abgeschlossen, daher wird es ein Wiedersehen geben. Nun wollen sie ihren Erfolg mit den Bewohnerinnen und Bewohnern ihres Heimatortes Bisingen teilen. Zusammen mit ihrem Investor und der örtlichen Feuerwehr haben sie beschlossen, ihre Dusch-Wassersparer an jeden Haushalt zu verteilen.

Diese Aktion soll dazu beitragen, den Wasserverbrauch in der Region zu reduzieren und somit einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Der Deal mit Ralf Dümmel hat es puregreen ermöglicht, ihre innovativen Produkte einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Nun möchten die Gründer ihre Heimatgemeinde mit ihren Erfolgen teilhaben lassen und gleichzeitig auf die Bedeutung des sparsamen Umgangs mit Wasser aufmerksam machen.

DHDL Ostermontag 10 April 2023 ab 20:15 Uhr auf VOX

Foto/Quelle: pixabay – Alexas_Fotos

11 interessante Startups aus Amsterdam die du kennen solltest!

0
amsterdam startups

Amsterdam hat in den letzten Jahren eine lebendige und wachsende Startup-Szene erlebt. Die Stadt hat sich zu einem wichtigen Zentrum für junge Unternehmen entwickelt, die von der hervorragenden Infrastruktur, dem Zugang zu Talenten und der offenen Kultur der Stadt profitieren.

Ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Startup-Szene in Amsterdam ist das Vorhandensein einer starken Technologieinfrastruktur. Die Stadt verfügt über eine hervorragende digitale Infrastruktur sowie über eine florierende Tech-Community, die den Austausch von Ideen und die Zusammenarbeit zwischen Startups fördert.

Darüber hinaus hat Amsterdam eine einzigartige Kultur, die Innovationsgeist und Unternehmergeist fördert. Die Stadt ist bekannt für ihre offene, tolerante und kosmopolitische Atmosphäre, die Startups aus der ganzen Welt anzieht.

Ein weiterer Faktor, der zur Entwicklung der Startup-Szene in Amsterdam beigetragen hat, ist die Verfügbarkeit von Talenten. Die Stadt verfügt über eine hervorragende Bildungsinfrastruktur und zieht Talente aus der ganzen Welt an, insbesondere im Bereich der Technologie und des Designs.

Insgesamt hat Amsterdam eine blühende Startup-Szene, die von der Technologieinfrastruktur, der offenen Kultur und der Verfügbarkeit von Talenten profitiert. Die Stadt hat das Potenzial, weiter zu wachsen und sich als wichtiger Akteur in der globalen Startup-Szene zu etablieren.

Hier sind elf interessante Startups, die in Amsterdam gegründet wurden:

Seenons: ist ein Start-up-Unternehmen, das eine Plattform für nachhaltiges Einkaufen und Verkaufen von Second-Hand-Mode und Accessoires anbietet. Die Plattform vereinfacht den Prozess des Kaufens und Verkaufens von gebrauchten Kleidungsstücken und fördert somit eine nachhaltige und umweltbewusste Lebensweise. Seenons ermöglicht es Benutzern, ihre Kleidung hochzuladen und zu verkaufen, während Käufer eine große Auswahl an gebrauchten Artikeln zu erschwinglichen Preisen finden können. Das Unternehmen setzt sich für die Reduzierung von Textilabfällen ein und fördert die Kreislaufwirtschaft, um die Umweltbelastung durch die Modeindustrie zu minimieren.

MessageBird: ist ein niederländisches Startup, das sich auf die Bereitstellung von Cloud-Kommunikationsdiensten für Unternehmen spezialisiert hat. Das Unternehmen bietet eine Vielzahl von Kommunikationskanälen, einschließlich SMS, Sprachanrufe, WhatsApp, E-Mail und mehr, die es Unternehmen ermöglichen, mit Kunden und anderen Zielgruppen weltweit zu kommunizieren. Die Plattform von MessageBird ist einfach zu bedienen und bietet eine Vielzahl von Funktionen wie Chatbots, Integrationen mit anderen Plattformen und Analysen, die es Unternehmen erleichtern, ihre Kommunikationsstrategien zu optimieren. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Amsterdam und ist in mehr als 190 Ländern tätig.

The Fabricant: ist ein niederländisches Startup-Unternehmen, das sich auf digitale Mode spezialisiert hat. Das Unternehmen nutzt fortschrittliche 3D-Design- und Rendering-Technologien, um einzigartige, virtuelle Kleidungsstücke und Accessoires zu entwerfen und zu produzieren. Diese digitalen Modekreationen können in der virtuellen Welt getragen und erlebt werden und bieten somit eine nachhaltige Alternative zur traditionellen Textilproduktion. The Fabricant hat sich zum Ziel gesetzt, die Modeindustrie zu revolutionieren und die Zukunft der Mode zu gestalten.

VanMoof: ist ein Startup-Unternehmen, das hochwertige Elektrofahrräder herstellt. Das Unternehmen wurde 2009 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, urbane Mobilität zu revolutionieren, indem es umweltfreundliche und stilvolle Fahrräder herstellt, die speziell für den Stadtverkehr konzipiert sind. VanMoof hat sich auch auf intelligente Fahrradtechnologie spezialisiert und bietet Funktionen wie automatische Gangwechsel, GPS-Tracking und Diebstahlsicherung. Das Unternehmen betreibt Einzelhandelsgeschäfte in mehreren Ländern und vertreibt seine Fahrräder auch online.

Otrium: ist ein Start-up-Unternehmen, das eine Online-Plattform für den Verkauf von Modeüberschüssen anbietet. Das Unternehmen arbeitet direkt mit bekannten Modemarken zusammen, um deren Überschuss an Kleidungsstücken zu verkaufen. Auf der Plattform können Kunden hochwertige Modeartikel zu reduzierten Preisen kaufen, während Marken ihre Überschüsse effektiver und nachhaltiger verkaufen können. Otrium ist ein schnell wachsendes Unternehmen und hat seinen Hauptsitz in Amsterdam.

Zivver: ist ein Startup-Unternehmen, das sich auf sichere digitale Kommunikation spezialisiert hat. Die Plattform von Zivver bietet eine sichere Alternative zu E-Mail und anderen Messaging-Diensten, indem sie eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, eine sichere Dateiübertragung und eine präzise Identitätsüberprüfung anbietet. Das Unternehmen zielt darauf ab, die Vertraulichkeit und Sicherheit von Geschäftskommunikationen zu verbessern und gleichzeitig die Einhaltung von Datenschutzgesetzen zu gewährleisten.

Leyden Labs: ist ein Biotech-Startup-Unternehmen, das sich auf die Erforschung und Entwicklung von antiviralen Therapien und Impfstoffen spezialisiert hat. Das Unternehmen wurde im Jahr 2020 von einem Team von Wissenschaftlern gegründet, die an der renommierten Universität Leiden in den Niederlanden tätig waren. Leyden Labs hat sich zum Ziel gesetzt, neuartige Technologien zu entwickeln, die es ermöglichen, die Entwicklung von antiviralen Wirkstoffen und Impfstoffen zu beschleunigen und zu verbessern. Dabei setzt das Unternehmen auf eine Kombination aus innovativen Ansätzen in der Wissenschaft und modernsten Technologien in der Biotechnologie.

BUX: ist ein niederländisches FinTech-Startup, das im Jahr 2014 gegründet wurde und eine Trading-App entwickelt hat, die es Nutzern ermöglicht, mit geringen Beträgen in Aktien und andere Finanzinstrumente zu investieren. Die App ist intuitiv und benutzerfreundlich gestaltet und verfügt über eine Reihe von Funktionen, die es Anfängern erleichtern, in den Handel einzusteigen, wie beispielsweise Tutorials und virtuelle Übungskonten. Darüber hinaus bietet BUX auch eine fortgeschrittenere Plattform für erfahrene Trader namens „BUX X“, die den Handel mit Hebelwirkung ermöglicht. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Amsterdam und ist in mehreren europäischen Ländern tätig.

Timberhub: ist ein Startup, das sich auf die Vermittlung von Holzlieferungen spezialisiert hat. Das Unternehmen verbindet Holzkäufer mit einer breiten Palette von Holzanbietern und bietet eine benutzerfreundliche Plattform für den Einkauf und Verkauf von Holz. Timberhub nutzt Technologie, um den Holzhandel effizienter und transparenter zu gestalten und bietet seinen Kunden eine einfache Möglichkeit, qualitativ hochwertiges Holz zu beziehen.

Crisp: ist ein Startup-Unternehmen, das sich auf den Bereich der Lebensmittelabonnements spezialisiert hat. Das Unternehmen bietet seinen Kunden frische, saisonale und gesunde Lebensmittel direkt von lokalen Landwirten an. Crisp möchte den Verbrauchern eine transparente und nachhaltige Alternative zum herkömmlichen Einkauf von Lebensmitteln bieten und gleichzeitig den Landwirten helfen, ihre Produkte direkt an die Kunden zu verkaufen. Die Bestellungen können online aufgegeben werden und werden dann direkt an die Haustür der Kunden geliefert.

Fiberplane: ist ein Startup-Unternehmen, das sich auf die Bereitstellung einer Plattform für die Verwaltung von Anwendungen in der Cloud spezialisiert hat. Mit Fiberplane können Entwickler ihre Anwendungen in einer virtuellen Umgebung testen, bevor sie auf Produktionsumgebungen übertragen werden. Die Plattform bietet auch Funktionen wie automatische Fehlererkennung und -behebung sowie eine Integration mit gängigen Entwicklertools. Das Ziel von Fiberplane ist es, Entwicklern dabei zu helfen, ihre Anwendungen schneller und sicherer auf die Cloud zu bringen.

Diese Startups haben in verschiedenen Branchen wie Mobilität, IoT, E-Commerce, Cyber-Sicherheit und Virtual Reality Pionierarbeit geleistet und tragen dazu bei, Amsterdam als führenden Innovationsstandort in Europa zu etablieren.

Foto/Quelle: pixabay.com – djedj

Umgebt euch mit Menschen die euch inspirieren

0
newma

Cornelia Dingendorf und Jaqueline Leuer-Hingsen mit newma, Pflegeprodukte und Hygieneartikel für das Wochenbett am 10. April 2023 in die Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup newma doch kurz vor!

Während der Corona Krise gründete die Unternehmerinnen Jaqueline Leuer-Hingsen und Cornelia Dingendorf das Start Up newma GmbH, welches sich mit der Herstellung und Produktion von Pflegeprodukten und Hygieneartikeln für das Wochenbett beschäftigt. Bereits im Soft Launch entwickelt sich das Frauengeführte Unternehmen zu einem echten Insider Tipp für alle werdenden Mamas. Schon früh nach der Gründung wurde von extern investiert und sogar die Drogerie Müller zählt bereits nach wenigen Monaten zu einem der Partner des starken Frauen-Teams!

Ziel des Unternehmens ist es, das Wochenbett in Deutschland für Frauen moderner und lösungsorientierter zu gestalten. Die bisherigen Utensilien die Frauen heutzutage für ihren Körper und die Zeit nach der Geburt erhalten, sind laut Unternehmen „würdelos“ und ziemlich altmodisch. „Unsere innovativen Produktlösungen, wie z. B. ein speziell entwickelter Intimschaum oder eine kühlende und gleichzeitig absorbierende Knickbinde, helfen Frauen direkt und ohne großen Aufwand nach der Geburt“ so Dingendorf und Leuer-Hingsen fügt hinzu: „Frauen sind mittlerweile darauf angewiesen sich selbst zu versorgen, damit der Körper heilen und besser regenerieren kann, und wir helfen jetzt dabei.“

Cornelia Dingendorf ist Düsseldorferin, Mama eines Sohnes und die erfolgreiche Gründerin der Youpila Studios. Jaqueline Leuer-Hingsen ist Halb-Amerikanerin, Mama von zwei Töchtern, und Gründerin des Food Concepts CALI EATS, welches sie 2022 verkauft hat.

Wie ist die Idee zu newma entstanden?

Während der Schwangerschaft mit ihrer ersten Tochter, beschäftigte sich Jacky ausfühlich mit dem Thema Wochenbett und stellte fest, dass es dazu in Deutschland kaum adäquate Produkte gibt. Parallel traf sie auf einem Business Event in Düsseldorf auf die Postnatal-Expertin und Unternehmerin Cornelia Dingendorf, gemeinsam gründeten sie das Start Up. Ein umfangreiches Pflege- und Hygiene-Sortiment und das Brand newma entstand.

Welche Vision steckt hinter newma?

Unser Ziel ist es, möglichst alle Frauen die ein Baby erwarten, mit unseren hilfreichen und lösungsorientierten Produkten auszustatten, damit das Wochenbett so angenehm und zeitgemäß wie möglich gelebt werden kann. 

„Wir sind moderne Frauen, die auch nach der Geburt für ihre intimste Zeit, innovative und zugleich natürliche, wunderschöne Produkte wollen, die schnell zu verwenden sind, wirken und einfach Spaß machen. Der Lifestyle einer Frau hört nicht mit der Geburt auf. Der newma Lifestyle beginnt dann.“ 

Wer ist die Zielgruppe von newma?

Alle Frauen die Schwanger sind, schwanger werden wollen und gerade ein Baby bekommen haben. Alle Frauen rund um Schwangere, alle Freundinnen rund um Schwangere. Frauen zwischen 25 und 45 Jahren die Schwanger werden wollen oder sind. Lifestyleorientierte und moderne Frauen, aufgeklärt, gut situiert und offen für innovative und zeitgemäße Produkte für diese Lebensphase.

Cornelia Dingendorf (l.) und Jaqueline Leuer-Hingsen präsentieren mit „newma“ Pflegeprodukte für Mütter im Wochenbett. Sie erhoffen sich ein Investment von 185.000 Euro für 20 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen” zu bewerben?

Bereits nach der Gründung unserer Firma wurden die Stimmen rund um uns herum immer lauter, dass newma doch wirklich etwas für DHDL sei! Wir selbst dachten auch, dass es an der Zeit ist, der Öffentlichkeit zu sagen, dass das Wochenbett heutzutage immer noch sehr stiefmütterlich behandelt wird, und es endlich neue und moderne Produkte für die vielen Frauen braucht. Würdevoll, innovativ und hilfreich.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Bei dem Bewerbungsverfahren durchläuft man schon verschiedene Schritte. Von der ersten Bewerbung online über das Ausfüllen der ausführlichen Castingunterlagen und Dreh von ein paar Videos. Im Vorfeld zur Aufzeichnung hatten wir für unseren geplanten Pitch mehrere Absprachen mit dem Team der Produktionsfirma. Die Herausforderung ist es, in den ersten drei Minuten des Pitches, seine Produkte und sein Unternehmen kompakt und verständlich vorzustellen. In der „Höhle der Löwen” will man ja nicht nur die potenziellen Investoren überzeugen, sondern auch die Zuschauer:innen. Dazu haben wir uns vorher immer wieder getroffen und sind die einzelnen Schritte durchgegangen. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen” geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Die Einladung hat uns einen Energy-Schub gegeben und war auch eine positive Bestätigung für unsere harte Arbeit und unsere innovativen Ideen, sowie für den Look des Brands. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen” viele Interessenten und auch Medien auf newma aufmerksam werden?

Da die Ausstrahlung noch bevorsteht, können wir jetzt noch nicht sagen, welche Auswirkungen DHDL haben wird. Wir freuen uns über jede einzelne Frau, die durch das Format DHDL auf moderne Wochenbett-Produkte aufmerksam wird. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Es gab verschiedene Löwen, die wir ins Auge gefasst hatten, aber wir haben uns nicht auf einen fokussiert.

newma, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind das Brand für neue Mamas, die ein Baby bekommen und versorgen Frauen mit allem, was sie für die Zeit vor und nach der Geburt benötigen. Wir arbeiten an vielen neuen Ideen, die wir hoffentlich bald bekannt geben können. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Bleibt fokussiert. 

Geht nur Wege, die ihr selbst wirklich fühlt und vertreten könnt. 

Umgebt euch mit Menschen die euch inspirieren. 

Bild: Cornelia Dingendorf (l.) und Jaqueline Leuer-Hingsen präsentieren mit „newma“ Pflegeprodukte für Mütter im Wochenbett. Sie erhoffen sich ein Investment von 185.000 Euro für 20 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie newma am 10. April 2023 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Cornelia Dingendorf und Jaqueline Leuer-Hingsen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Neueste Beiträge

Mittelstand trifft Start-ups: Neuer Innovationsgutschein startet

Mittelstand trifft Start-ups: Neuer Innovationsgutschein startet

0
Key Takeaways Der Innovationsdruck im deutschen Mittelstand steigt aufgrund von Digitalisierung und internationaler Konkurrenz. Mit dem Innovationsgutschein 'Mittelstand trifft Start-ups' fördert Baden-Württemberg gezielte Kooperationen zwischen kleinen...