Donnerstag, April 3, 2025
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Vegane Weisswurst von GREENFORCE

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vegane weisswurst greenforce

GREENFORCE vegane Weißwurst auf Basis hochwertigen Erbsenproteins

Wie kamt ihr auf die Idee, eine vegane Weißwurst zu kreieren? 

Thomas Isermann: Die Idee kam tatsächlich ursprünglich vom Wiesnchef Clemens Baumgärtner. Laut seiner Aussage steige die Nachfrage nach veganen und nachhaltigen Produkten auf der Wiesn stetig, was aber noch vollständig fehle, sei eine adäquate Alternative für das klassische Weißwurstfrühstück. Das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen und die Münchner Weltneuheit kreiert. 

Was ist in der Weißwurst alles drin? 

Thomas Isermann: Unsere vegane Weißwurst ist auf Basis unseres hochwertigen Erbsenproteins hergestellt. In Kombination mit Trinkwasser, Petersilie und Gewürzen entsteht eine Weißwurst, die bei Geschmack und Konsistenz einer herkömmlichen Weißwurst in nichts nachsteht. Die traditionellen Beilagen einer Weißwurst, also süßer Senf, Weißbier und Breze, sind übrigens von Natur aus vegan (wobei es bei letzterem gilt, auf den Hersteller zu achten, da nicht alle Brezen mit pflanzlichem Fett hergestellt werden). 

Und wie siehts mit den Nährwerten aus? 

Thomas Isermann: Da gewinnt wohl ganz klar unsere pflanzliche Alternative. Mit 9g Eiweiß auf 100g ist die vegane Weißwurst ein echter Proteinlieferant. Zudem hat sie stolze 76% weniger Fett und damit insgesamt 62% weniger Kalorien und ist ohne Zusatz von Laktose, Gluten und Soja. 

Wie wird die Weißwurst zubereitet? 

Thomas Isermann: Die Weißwurst wird genauso zubereitet wie das tierische Original. Wasser einmal im Kopf aufkochen, dann von der Herdplatte nehmen und ca. 10-15 Minuten sieden lassen. 

Kann man die Weißwurst auch zuzeln wie den traditionellen Klassiker?

Thomas Isermann: Zuzeln kann man unsere vegane Weißwurst tatsächlich nicht, da sie keine Haut hat. 

Wo kann man die Weißwurst kaufen? 

Thomas Isermann: Wir haben unsere vegane Weißwurst bereits seit Juni in den Kühlregalen im Lebensmitteleinzelhandel wie Rewe und Edeka verfügbar. Über unseren Storefinder auf greenforce.com kann man auch ganz genau sehen, in welchen Filialen. Zusätzlich kann man die vegane Weißwurst seit dem 26. Juni im Herrschaftszeiten – das Paulaner im Tal bestellen. Auf dem Oktoberfest wird unsere vegane Weißwurst im Hofbräu Festzelt auf der Speisekarte stehen. 

Kann man die vegane Weißwurst auch als B2B-Kunde erwerben? 

Thomas Isermann: Ja, natürlich. Die Weißwurst ist auch ab sofort auf unserem B2B- Portal unser b2b.greenforce.com zu erwerben. 

Bild von rechts nach Links Thomas Isermann, Gründer von GREENFORCE und Constantino Mende (einer der vier Wirte des Herr´schafts´zeiten in München)

Wir bedanken uns bei Thomas Isermann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Darauf musst du bei Software Dienstleistern achten

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Software Dienstleistern

In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Software-Dienstleistern. Von fünf bis 500 Mitarbeitern sind keine Grenzen gesetzt. Du hast sicher einige Fragen. In diesem Beitrag gehe ich auf die Fragen ein, die uns als Web App Agentur am häufigsten gestellt wurden.

Worin unterscheiden sie sich?

In der Spezialisierung. Denn Softwareentwicklung ist nicht gleich Softwareentwicklung. Ich denke, folgende Analogie passt am besten. Es gibt tausende von Reifenherstellern und jeder Reifen performt in seinem Fachgebiet am Besten. Für die Rennstrecke muss das Gummi-Gemisch klebriger sein und für das Gelände braucht der Reifen ein gröberes Profil.

Dasselbe gilt für Software! 

Es gibt Unternehmen, die ausschließlich Smartphone Apps entwickeln, während wieder andere professionelle Erweiterungen für WordPress bauen.

Nicht aber nur die fachliche Spezialisierung ist wichtig. Auch die Größe deines Unternehmens zählt. Unternehmen, die hauptsächlich Großkunden, wie BMW, Siemens oder SAP bedienen, werden für dich als Startup Gründer keine gute Option darstellen.

Preise

Die Preise und Preismodelle können sich in diesem Bereich sehr stark unterscheiden. 

Stundenbasiert

Eine der populärsten Konzepte ist die stundenbasierte Abrechnung. Der Aufwand wird mit einem vorher festgelegten Stundensatz verrechnet. Dieser beträgt in Deutschland meist zwischen 90€ und 200€. Für sehr spezifische Nischen oder bei einem sehr engen Zeitplan können auch Stundensätze jenseits der 200€ entstehen. Gerade bei dem Thema künstliche Intelligenz, denn dort ist das Angebot viel geringer und die Nachfrage wächst täglich. . 

Praxisbeispiel – Stundenabrechnung

Ich nehme für Demonstrationszwecke die Plattform Ebay Kleinanzeigen. Um schnell profitabel zu sein, filterst du nur die nutzbaren Funktionen raus.

Anders gesagt: wenn das Dark Theme nicht das Kundenproblem löst, muss es für die erste Version draußen bleiben.

Damit Ebay Kleinanzeigen wirtschaftlich ist, braucht es eine Login- und Registrierungsfunktion. Ist der Nutzer dann in seinem Account angemeldet, kann er sich Inserate in seinem Ort und Umkreis suchen. Ein Filter nach Produkttitel, Produktbeschreibung und Kategorien wäre auch ganz nett.

Eine Beschreibung vom Zustand des Produktes reicht leider selten, deshalb sollten die Nutzer dem Insert Bilder anfügen können.

Beide Nutzer wollen zusätzlich unbedingt noch das Profilbild des jeweils anderen sehen, bevor sie sich im Chat gegenseitig schreiben und Bilder vom Produkt teilen.

Die fett markierten Wörter stellen die Features dar. Insgesamt schätze ich den Aufwand der Entwicklung und der Erstellung des Designs auf 120 Stunden.

Bei einem Stundensatz von 100,00 € kannst du damit rechnen, dass dich das fertige Minimal Viable Product 12.000,00 € kosten wird.

Dort hört es aber nicht auf. Denn die Anwendung muss deinen Nutzern bereitgestellt werden. Dafür fallen Aufwendungen für die Bereitstellung und die laufenden Serverkosten an.

Mit Serverkosten für sechs Monate liegt dein Projekt also bei ungefähr 13.000,00 €.

All-In-One Paket für MVPs

Ebenso gibt es Dienstleister, die ein All in One Paket für Startups anbieten. Dabei wird der gesamte Entwicklungs-, Wartungs- und Weiterentwicklungsprozess übernommen.

Bei solchen Angeboten werden feste Konditionen, vor Start des Projektes, angesetzt, der dann über die Entwicklungsdauer (in der Regel zwischen zwei bis sechs Monaten) abbezahlt werden kann.

Oft für Startups relevant: die Umsatzbeteiligung.

Wenn ein Entwicklerteam dein Vorhaben unterstützen soll, dein Unternehmen aber noch kein Investor gefunden hat, eignet sich diese Form der Vergütung für dich am besten.

Diese und ähnliche Preismodelle finden häufig bei Neuentwicklungen von MVPs Anwendung.

Wartung? Was genau?

Unter Wartung versteht man den Eingriff bei kritischen Problemen, wie zum Beispiel einem Ausfall, einer aufgetretenen Sicherheitslücke und das Sichern, als auch das Wiederherstellen der Daten.

Nicht immer ist eine Wartung notwendig. Oft reicht auch nur das Server Hosting, ohne Backups und ohne schnelles Eingreifen. Es kommt ganz auf das Nutzeraufkommen an.

Verfügbarkeit bei Problemen

Wir haben festgestellt, für Kunden ist die Kommunikation das A und O. Natürlich ist das Budget immer ein Knackpunkt, doch erwartest du dafür ein Return on Investment.

Schlechte Kommunikation oder schlechte Verfügbarkeit der richtigen Personen können dein Projekt zum Scheitern bringen.

Kleine Dienstleister

Wenn dir die Kommunikation ähnlich wichtig ist, achte darauf, dass du einen telefonischen Ansprechpartner hast. Kleine Dienstleister sind dann meistens die beste Wahl, denn häufig ist dein Gegenüber in deinem Projekt gut eingearbeitet und hochverfügbar, um eure Beziehung zu festigen.

Auch bei Ausfällen ist so eine Beziehung Gold wert. Ein Support Ticket erstellen ist schön und gut, doch nicht dasselbe wie ein Anruf, nachdem mit Hochdruck an dem Problem gearbeitet wird.

Große Unternehmen

Große Unternehmen haben genauso ihre Berechtigung. Häufig wird bei diesen aber versucht, die Kommunikation durch Callcenter, Sekretäre und “Email Verkehr bevorzugt” zu abstrahieren.

Fazit

Software entwickeln ist nicht einfach so schnell erledigt und nicht umsonst heißt es, dass sie niemals fertig wird.

Achte deshalb gut auf die Punkte, Preisgestaltung, Kommunikation und die Verfügbarkeit bei Problemen. Du wirst nämlich eine Menge Zeit mit den Entwicklern verbringen.

Titelbild unsplash

Autor:

Mit seiner Erfahrung im Bereich Software Bereitstellung und Softwareentwicklung hilft Tobias Staudacher bei RoyalZSoftware jungen Startups dabei, dass ihre Anwendung läuft – und das ohne Kompromisse. Neue Technologien zu lernen und anzuwenden, liegt ihm besonders.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Lohnt sich eine Haftpflichtversicherung für Freiberufler?

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Lohnt sich eine Haftpflichtversicherung für Freiberufler?

Wer freiberuflich arbeitet, ist mit einer zusätzliche Absicherung gut bedient, wenn ihm in der Ausübung seiner Tätigkeit eine Fahrlässigkeit geschieht, durch die Personen oder andere Werte zu Schaden kommen. Die Anzahl der freien Berufe ist groß und so gibt es je nach zugehöriger Berufsgruppe auch ganz unterschiedliche Risiken, gegen die man sich absichern sollte. Eine Haftpflichtversicherung für Freiberufler schützt vor den finanziellen Auswirkungen bei Schadensersatzansprüchen, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit entstanden sind. Freiberuflich tätige Menschen sehen sich in ihrem Beruf mit einer Vielzahl von Haftungsrisiken konfrontiert. Bei einem schuldhaft verursachten Schaden können sie unbegrenzt haftbar gemacht werden und zwar mit ihrem gesamten Vermögen.

Selbst zukünftige Einkünfte können davon betroffen sein, was in vielen Fällen die Privatinsolvenz bedeuten kann. Die Haftung betrifft nämlich auch das private Vermögen, wenn die Rechtsform des Unternehmens keine Beschränkung der Haftung gestattet. Eine Beschränkung liegt zum Beispiel bei einer GmbH vor. Da die meisten Freiberufler keine GmbH gründen, müssen sie sich mit einer Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung vor dem Risiko von Schadensersatzforderungen schützen.

Wann ist man Freiberufler?

Die große Gruppe der Selbstständigen gliedert sich in Freiberufler und Gewerbetreibende. Für Außenstehende mag es keinen Unterschied machen. Es gibt allerdings bei der steuerlichen Bewertung eine wesentliche Unterscheidung. Gewerbetreibende müssen einen Gewerbeschein beantragen, sind ab einem Mindestumsatz verpflichtet, Gewerbesteuer zu zahlen und haben strengere Auflagen als ein Freiberufler. Dazu gehört zum Beispiel eine Buchführungspflicht. Zu den gewerblichen Berufen zählen schwerpunktmäßig Sparten aus Handwerk und Industrie. Die kleinere Gruppe der Freiberufler ist im Gegensatz dazu relativ genau beschrieben. Laut § 18 Einkommensteuergesetz (EStG) gehören zu den freiberuflichen Tätigkeiten die selbstständig ausgeübten wissenschaftlichen, künstlerischen, schriftstellerischen, unterrichtenden oder erzieherischen Tätigkeiten. Beispielsweise sind dies:

  • Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Heilpraktiker, Krankengymnasten
  • Rechtsanwälte, Notare, Patentanwälte, Testament- und Vermögensverwalter
  • Ingenieure, Architekten
  • Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Volks- und Betriebswirte, 
  • Journalisten, Bildberichterstatter, Dolmetscher, Übersetzer
  • Designer, Schriftsteller, Schauspieler, Sänger, Kunstmaler

Die Ausübung eines freien Berufes bedingt oft einen akademischen Abschluss oder eine besondere Qualifizierung. Für manche freien Berufe gibt es die Pflicht, einer Berufskammer beizutreten. Insbesondere Start-ups sollten sich informieren, ob sie zu o.g. Gruppe zählen.

Was ist eine Berufshaftpflichtversicherung?

Bei einer Berufshaftpflichtversicherung für Freiberufler verhält es sich ganz ähnlich, wie bei einer Haftpflichtversicherung für Privatmenschen. Diese Versicherung übernimmt den Schaden, den ein Freiberufler bei seiner beruflichen Tätigkeit gegenüber einem Kunden verursacht. Beispielsweise vergisst der Architekt einen Notausgang zu planen oder ein Zahnarzt entfernt den falschen Zahn. Manche Berufsfehler können zu so hohen Schadensersatzforderungen führen, dass dem Unternehmer die Insolvenz droht, wenn er mit seinem Firmenvermögen für den entstandenen Schaden aufkommen muss.

Eine gute Berufshaftpflichtversicherung hilft im Falle einer Klage gegen den Freiberufler weiter. Die Versicherung prüft, ob Ansprüche berechtigt sind. Dabei wird sowohl der Klagegrund, wie auch die Klagehöhe überprüft und abgelehnt, wenn sie nicht gerechtfertigt sind. Im Zweifelsfall führt die Versicherung sogar einen Gerichtsprozess und übernimmt die Kosten, um die Schadensersatzansprüche des Klägers gerichtlich prüfen zu lassen. Oft kommen dazu Sachverständige zum Einsatz, die auf die Begutachtung von Schadensfällen spezialisiert sind. Sollte der Kläger tatsächlich einen rechtmäßigen Anspruch auf Schadensersatz haben, übernimmt der Versicherer die geforderten Kosten. Im Schadensfall sind alle verursachten Schäden an Personen und Sachen bis zu dem vertraglich vereinbarten Maximalbetrag abgedeckt. 

Was sind typische Schadensfälle bei Freiberuflern?

Freiberufler, die als Dienstleister beratend tätig sind, haben ein besonderes Berufsrisiko. Insbesondere, wenn sie fremdes Vermögen begutachten oder verwalten, ist das Risiko einen Vermögensschaden beim Kunden zu verschulden, besonders groß. Unachtsamkeiten, aber auch Versäumnisse und Fehleinschätzungen können bei der Planung und Durchführung beim Kunden jederzeit passieren und dann ungeahnte Folgen nach sich ziehen. Die folgenden Beispiele geben ein paar mögliche Szenarien wieder:

  • Ein Grafikdesigner kopiert falsche Zahlen in einen Prospekt, was dazu führt, dass dem Unternehmen wichtige Geschäftsabschlüsse entgehen.
  • Ein Reiseagent bucht dem Kunden einen falschen Flug für seine Reise und zwingt diesen dazu, neue Flugtickets kaufen zu müssen.
  • Ein Dolmetscher vergisst eine komplette Seite zu übersetzen, wodurch ein Neudruck einer Buchauflage erforderlich wird.
  • Einem Architekten verrechnet sich bei der Kalkulation, wodurch dem Bauherren höhere Kosten, als ursprünglich geplant, entstehen.
  • Ein Steuerberater gibt die Steuererklärung seines Mandanten zu spät ab, wodurch Mahnkosten entstehen.

Wer braucht eine berufliche Haftpflichtversicherung?

Laut Gesetz muss jeder, der andere schädigt, für den verursachten Schaden aufkommen. Im Privatleben wird eine private Haftpflichtversicherung solche Ansprüche übernehmen. Für freiberufliche Tätigkeiten ist dagegen eine entsprechende Haftpflichtversicherung erforderlich. 

Bild pixabay

Autor: Thomas Hoffmann

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Klare Zielrichtung

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Tantum Sana: maja sana intelligenter Tablettenspender

tantum sana: maja sana intelligenter Tablettenspender

Stellen Sie sich und das Startup tantum sana doch kurz unseren Lesern vor!

Tantum sana ist ein junges Med-Tech-Start Up in der Nähe von Darmstadt, Hessen. Mit unserer Mutterfirma (CompWare Medical) haben wir schon über 30 Jahre Erfahrung in der Dosierung von flüssigen Medikamenten und sind Weltmarktführer für IT-basierte Doumentations- und Dosiersysteme.

Mit Pflegebedürftigen im Familienkreis ist uns immer öfter bewusst geworden, welches Potenzial hinter der ursprünglichen Idee steckt und wir haben es uns nun zum Ziel gemacht, mit maja sana – unserem intelligenten Tablettenspender – ein Dosiersystem für die private Nutzung zu entwickeln.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Bereits während der Entwicklung von maja sana war klar, dass es sich hier um internationale Märkte handelt, um enorme Stückzahlen und um ein großes Entwicklungspotential. Das kann ein kleineres mittelständisches Unternehmen nicht stemmen, vor allem wenn das Wachstum progressiv sein soll. Auch im Marketing wurde dies früh berücksichtigt. Wichtig war uns auch, gegen den zukünftigen Wettbewerb Markteintrittsbarrieren zu schaffen, wie zum Beispiel einen sehr niedrigen Mietpreis für maja sana.

Somit werden Investoren benötigt. Investoren haben ein klares Interesse an interessanten jungen Firmen. Dabei kommt es gerade heute auch auf die Branche und die Lösung an. In den Ländern mit funktionierendem Gesundheitswesen sind digitale und technische Lösungen im Segment der Medizin nach wie vor sehr attraktiv. Betrachten wir die auf dem Kopf stehende Altersstruktur in Zusammenhang mit der Medikation, finden Investoren hier ein äußerst attraktives Betätigungsfeld vor.

Welche Vision steckt hinter tantum sana?

Maja sana soll künftig die gesamte (Gesundheits-)infrastruktur der Anwender zuhause abbilden – vom Hausnotruf bis zur Videosprechstunde in wenigen Klicks. Das soll ermöglichen, dass Ältere länger selbstbestimmt zu Hause leben können und pflegende Angehörige sowie das Gesundheitssystem entscheidend entlastet werden. Denn wir haben erkannt, dass pflegende Angehörige mit der Pflege ihrer Liebsten häufig physisch und psychisch völlig überlastet sind.

Besonders Fehler bei der Medikation können dabei besonders gravierende Auswirkungen haben – sei es ein Fehler, den man selbst bei der Vorbereitung macht, oder, dass die Einnahme der Medikamente nicht korrekt oder gar nicht erfolgt – und das nur schwer überprüft werden kann. Wir haben die Lösung für ein großes Problem in der Versorgungskette in der Pflege geschaffen und haben noch viel vor. Auch die ambulante Pflege kann nicht ausreichend unterstützen. Bereits heute fehlen 200.000 ausgebildete Pflegekräfte, in wenigen Jahren werden es gut 500.000 sein.

Von der Idee bis zum Start: was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Finanzierung war und ist eine der größten Herausforderungen. Das gilt insbesondere für Deutschland. Eine weitere Herausforderung ist die Bürokratie. Gerade sie verschlingt unendlich viel Zeit, Aufwand und auch Nerven. Die erste Finanzierung lief noch mit der Mutterfirma über ein vom Bundesministerium für Wirtschaft gefördertes ZIM Projekt mit der Universität Stuttgart.

Nach der Gründung von tantum sana wurde eine erste richtige Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen mit der hessischen WI-Bank und der hessischen Beteiligungsgesellschaft über 3,3 Millionen Euro.

Wer ist die Zielgruppe von tantum sana?

Vier von fünf Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt. Besonders die pflegenden Angehörigen sind dabei mit einer hohen Belastung konfrontiert und müssen entlastet werden. Genau hier setzt maja sana an und soll die Pflegebedürftigen sicher und einfach zur richtigen Zeit mit dem richtigen Medikament in der verordneten Dosis versorgen. Hierbei ist uns wichtig zu betonen, dass einen Prozess technisch und digital effizienter zu gestalten nicht bedeutet, Zwischenmenschlichkeit zu verlieren, sondern Zeit für das Wesentliche zu gewinnen.

Wie funktioniert tantum sana? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Der Kern von maja sana ist ein intelligenter Tablettenspender, der automatisch sowohl akustisch als auch optisch über eine anstehende Medikamenteneinnahme informiert. Darüber hinaus beinhaltet die Lösung eine Cloud sowie mehrere Apps. Wird die Entnahme des Medikaments nicht innerhalb eines vorher festgelegten Zeitraums bestätigt, können auf Wunsch pflegende Angehörige oder Pflegedienste benachrichtigt werden – nicht selten liegt hier ein Notfall vor. 

Das System selbst wird von einer maja sana zertifizierten Apotheke vor Ort auf einer monatlich kündbaren Abo-Basis vermietet. Wir legen Wert auf die Apotheken vor Ort als Partner, denn sie besitzen die höchste Beratungs- und Medikamentenkompetenz.

Der Abo-Service beinhaltet unter anderem, dass bei Start des Abos alle verschriebenen Medikamente aller Ärzte sowie nicht verschreibungspflichtige Präparate geprüft werden, um gefährliche und potenziell tödliche Neben- und Wechselwirkungen auszuschließen. Folgerezepte werden künftig automatisch von der Apotheke beim Arzt eingeholt. 

Die Medikamente werden dann maschinell verpackt, auf Korrektheit geprüft, an die gewählte Apotheke verschickt und auch dort erneut geprüft. Nun kann man nach Absprache mit der jeweiligen Apotheke die präpartierten Medikamente wöchentlich nach Hause liefern lassen. Nachdem die Medikamente in das Magazin des Tablettenspenders eingelegt wurden, lädt maja sana den von der Apotheke übermittelten Medikationsplan und ist bereit für die Nutzung.

Im deutschsprachigen Raum gibt es aktuell noch so gut wie keine Marktbegleiter. Viele sind an der Umsetzung mit so einem umfangreichen Serviceangebot wie unserem und an der Integration in das komplexe deutsche Gesundheitssystem gescheitert.

tantum sana, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wird maja sana sich zum Standard in der Medikamentenversorgung älterer Menschen zuhause entwickeln. Neben der Medikamentenversorgung wird maja sana immer mehr auch zum Gesundheits-Hub zuhause – das bedeutet die Anbindung medizinischer Wearables, Video-Sprechstunde und Gespräche sowie KI (Künstliche Intelligenz) werden Einzug halten.

Zum Schluss: Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Klare Zielrichtung

Marketingkonzept

Gute Finanzplanung

Wir bedanken uns bei Gerd Meyer-Philippi für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: tantum sana

Kontakt:

tantum sana GmbH
Gutenbergstr. 4-6
D-64319 Pfungstadt

www.majasana.de
info@tantumsana.de

Ansprechpartner: Gerd Meyer-Philippi

Social Media:
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Habt Mut auszuprobieren und in vielen Dingen: Einfach mal machen!

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Klappt. klappbares Homeoffice Wandschreibtisch

Klappt. klappbares Homeoffice -ein Wandschreibtisch, der alle Bedürfnisse nach einem funktionalen, platzsparenden & ergonomischen Homeoffice erfüllt.

Stellen Sie sich und das Startup Klappt. doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Karo und Mark, und haben Klappt. gegründet. Wir sind schon lange befreundet und haben und 2021 auf die Suche nach einem flexiblen Homeoffice für unsere jeweiligen 4-Wände gemacht. Heute sind wir hier: Mit unserem eigenen Unternehmen, dessen Name in jeder Hinsicht Programm ist. Denn wir haben Klappt. absolut nach den alltäglichen Bedürfnissen im Homeoffice entwickelt. Klappt. ist ein Wandschreibtisch, der Raum schenkt, absolut funktional den Arbeitsalltag erleichtert und sich stylisch in jedes Zuhause integriert. Klappt. ist eine Brand mit smarten Ideen, funktionalen Lösungen und klaren Botschaften. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Der Weg von der Idee bis zur Gründung war sozusagen ein Selbstläufer. Angefangen mit dem Wunsch, eine Lösung für unsere eigene Homeoffice-Situation zu finden. Als der (rückblickend) erste Prototyp dann im Freundes- und Bekanntenkreis so hohe Wellen geschlagen hat, kam erst die Idee auf ein Business zu starten. Viele Wochen, Gespräche mit anderen Gründern und hilfreiche Kontakte später wurde die Idee immer professioneller und die Entscheidung eine GmbH zu gründen klarer. Unsere gemeinsame Begeisterung für das Produkt, das Feedback von unserem Umfeld und die Empfehlung befreundeter Startups haben uns letztendlich dazu bewogen zu gründen.

Welche Vision steckt hinter Klappt.?

Ganz klar: Das Homeoffice zu revolutionieren. Wir wollen Work und Live in Balance bringen. Homeoffice und viele alternative New-Work Alternativen sind etabliert und absolut nicht mehr wegzudenken – Wir haben einen Arbeitsplatz geschaffen der bis ins kleinste Detail funktional ist, absolut ergonomisch konzipiert ist, Flexibilität für das Arbeiten in begrenzten (eigenen) Räumen bietet und nach Feierabend alles hinter einer stylischen Klappe versteckt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war für uns die Produktentwicklung. Da wir beide ursprünglich aus anderen Bereichen kommen. Und auch, da wir unsere eigene Zielgruppe sind und ganz konkrete Vorstellungen und Erwartungen an unseren Wandschreibtisch haben. Jedes einzelne Teil musste durch diese Qualitätskontrolle, das war mit nächtelanger Recherche und vielen Frustrationen verbunden – aber es hat sich ausgezahlt! Wir sind restlos überzeugt von unserem Produkt und all seinen Komponenten. Wir haben sehr ehrliche und hilfreiche Kontakte an unserer Seite und haben alle genutzt, die uns in die Quere kamen. Finanzieren konnten wir uns bisher aus eigenen Mitteln. Wir  arbeiten mit einer lokalen Tischlerei zusammen und können, unteranderem durch die enge Abstimmung, die Kosten gut im Rahmen halten. 

Wer ist die Zielgruppe von Klappt.? 

Klappt. richtet sich an alle, die regelmäßig Homeoffice machen, keinen Platz zu verschenken haben und trotzdem alle Funktionalitäten eines Büros nutzen möchten. Das sind vor allem urbane Arbeitnehmer*innen, die überwiegend digital und flexibel arbeiten und aus Platzgründen kein separates Arbeitszimmer besitzen. Zudem legen sie Wert auf Qualität und Design und wollen ihre Arbeit nach Feierabend einfach wegklappen. Klappt. ist ebenfalls B2B-Partner für Unternehmen, die ihren Mitarbeitern Lösungen für Zuhause anbieten wollen oder nach flexiblen Office-Lösungen suchen. Viele Unternehmen verringern aufgrund der flexiblen Arbeitsmodelle ihre Büroflächen, wollen aber Kapazitäten bereithalten – Klappt. bietet hier dauerhafte Lösungen.

Wie funktioniert Klappt.? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Klappt. ist ein klappbares Homeoffice. Ein Wandschreibtisch, der alle Bedürfnisse nach einem funktionalen, platzsparenden & ergonomischen Homeoffice erfüllt. Klappt. ist im Herzen ein Funktionsmöbel und durch sein schlichtes, zeitloses Design in jedem Zuhause ein Hingucker. Der Tisch ist geschreinert von Meisterhand in Deutschland und wird super einfach an der Wand montiert.

Wir sind beide selbst zu 100% die Zielgruppe von Klappt. und wissen, welche Funktionalitäten die tägliche Arbeit verlangt. Wir haben ein Produkt entwickelt, mit dem jeder Arbeitsalltag problemlos Klappt.:

Ergonomisches Arbeiten durch elektrischen Höhenverstellbarkeit, individuelle Anbringungshöhe und Accessoires wie die Laptopablage

Zweifache LED-Beleuchtung: Arbeitsplatz- & Frontbeleuchtung, die das Gesicht während Video Calls optimal ausleuchtet

Integrierte Lademöglichkeiten für Laptop, Smartphone und externen Monitor

Die modulare Rückwand ermöglicht das Einhängen eines Monitors, einer Laptopablage sowie verschiedene Ordnungselemente für Arbeitsequipment

Arbeitsfläche von ca. 60 x 80 cm

Klappt., wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Smarte und stylische Lösungen auf kleinem Raum werden zunehmend gesucht und genau hier kommt Klappt. ins Spiel. Wir wollen uns in den kommenden Jahren als Brand für Wohnen und Arbeiten etablieren. In privaten Räumen, in Büroräumen und viele weitere sind Teil unserer Vision. Denn auch an dieser Stelle gilt: Unser Name ist Programm. Unsere Produkte klappen, wo, wie und wann ist aktuell noch in unseren Köpfen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Nehmt jeden Kontakt der für euch nützlich sein kann wahr und hört euch in den weitesten Ecken eures Bekanntenkreises nach hilfreichen Partnern für alle möglichen Themen um.

2. Bleibt am Ball euer Produkt so zu entwickeln wie es für euch “perfekt” ist – nur so bleibt eure Begeisterung und das ist das Fundament jeder Idee.

3. Habt Mut auszuprobieren und in vielen Dingen: Einfach mal machen!

Wir bedanken uns bei Mark Bommer und Karoline Niermann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Kommt in die Puschen! 

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CrimeGames Live Krimispiele durch Bingen

CrimeGames Live Krimispiele durch Bingen

Stellen Sie sich und das Startup CrimeGames doch kurz unseren Lesern vor! 

Ich bin Christian Maidhof, 17 Jahre alt und einer von 3 Gründern des StartUps CrimeGames. CrimeGames bietet Live Krimispiele durch unsere Heimatstadt Bingen an. Ziel ist es, nicht nur die Stadt besser kennen zu lernen, sondern auch mit viel Spaß gemeinsam mit Freunden einen tollen Tag zu verbringen. Für Firmen haben wir eine Variante unserer Tour entwickelt, die mit unserem pädagogischen Konzept gezielt für Teambuilding eingesetzt werden kann. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Das war keine klassische Entscheidung. Zusammen mit meinem Team bin ich da einfach reingeschlittert. Ein Lehrer unserer Schule sprach uns an, ob wir nicht einfach mal eine Schülerfirma gründen möchten. Bei einem Institut in Köln konnten wir so als Schüler relativ risikofrei ein Unternehmen gründen. Warum nicht? – Das war unsere Antwort. Schon vorher waren wir begeisterte Krimispiele Fans. Außerdem sind wir alle sehr heimatverbunden. Da kommt noch hinzu, dass wir alle uns in der Jugendarbeit engagiert haben und dadurch eine grundpädagogische Ausbildung für Schüler gemacht haben. Warum also nicht all das verbinden? Das Live Krimispiel in Bingen war geboren. Durch „einfach Machen“ ist nach und nach der Unternehmer in uns über diverse Umwege gewachsen. 

Welche Vision steckt hinter CrimeGames? 

Frische Luft, gute Gesellschaft und neues erfahren – Das ist das Ziel von CrimeGames. Regionalität gehört bei uns zum Qualitätsversprechen. Unser Ziel ist es, auch in anderen Städten, Musen usw. ein interaktives Angebot für ein besonderes Abenteuer zu schaffen. Denn egal ob Teambuilding oder Fakten, etwas zu Wissen ist das Eine, es zu Erleben ist noch viel mehr! 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Da muss ich schmunzeln, denn davon gab es viele. Man muss bedenken, dass wir uns aus einer Schüler Arbeitsgemeinschaft entwickelt haben und innerhalb kurzer Zeit für unsere Verhältnisse große Sprünge gemacht haben. Wir hatten zu Beginn keinen Businessplan oder sowas, sondern haben einfach losgelegt. Das Spiel war vor 2 Jahren auf einer Cloud und man musste mit Links arbeiten. Nach und nach haben wir dann unsere Webseite aufgebaut, diverse eigene Software programmiert und vielfältige Gimmicks wie unser nachgebautes Onlinebanking, die simulierte Zulassungsstelle usw. designt und umgesetzt. 

Auch die Webseite erhielt einen immer professionelleren Look. Herausforderungen waren hier unsere mangelnde Erfahrung, Programmiersprachen lernen, Testrunden durchführen etc. Dann gab es im März diesen Jahres die rückblickend alles entscheidende E-Mail: Susanne von StartUp Teens schrieb mich an, ob wir nicht bei dem StartUp Teens Wettbewerb mitmachen möchten. Auch hier wieder: Warum nicht? Susanne bot uns auch einen ehrenamtlichen Mentor an. Auch hier: Warum nicht?

Mit Dr. Bianca Schmitz bekamen wir nun das erste mal eine für uns sehr erfahrene Gesprächspartnerin.

Gemeinsam sortierten wir unsere Ideen zu einem Businessplan, einem Konzept usw. Wir qualifizierten uns nach dieser sehr stressigen Zeit (wir hatten nur 2 Wochen Zeit, einen Businessplan zu schreiben und unser Pitchvideo zu drehen) zum Bundesfinale und lernten die SimpleClub Gründer und viele interessante Unternehmer persönlich kennen.

Der Businessplan und das Pitchvideo waren für uns die ersten wirklich großen Herausforderungen, da wir bisher noch nie unsere Gedanken und die Unternehmenskommunikation zu Papier gebracht hatten. Wir kannten uns nicht aus, was DIE Unternehmer hören wollten. Wir haben in dieser kurzen Zeit weitaus mehr Erfahrungen gesammelt als in einem ganzen Schuljahr. 

Ich bin mir sicher, wenn du mich nächstes Jahr nach der größten Herausforderung fragst, wird es wieder eine andere sein. Die aktuell größte Herausforderung ist der Vertrieb. Wir haben Schwierigkeiten unsere Zielgruppe zu erreichen. Aber auch hier haben wir bereits Ansätze, die wir verfolgen. 

Die Finanzierung war ganz einfach: 1€ pro Monat für den Server und los geht’s. Wir haben fast alles selbst gemacht, und profitierten vom Schülerfirmen Förderprogramm der IW Junior aus Köln (für Versicherungen und co.) und von der Beratung von StartUp Teens. Nach und nach haben wir uns unser Kapital angehäuft und hoffen, dass wir schon bald erste Gehälter auszahlen. Denn bisher haben wir alle Einnahmen wieder in das StartUp gesteckt und sehr viel Erfahrung gesammelt. 

Wer ist die Zielgruppe von CrimeGames? 

Da gibt es viele. Aktuell konzentrieren wir uns auf Unternehmen, die für ihren Firmenausflug ein ganz besonderes Abenteuer suchen. Mit unserem durchdachten Konzept zum gezielten Kompetenzbuilding wird unsere Krimitour sehr bei Firmenchefs geschätzt, die ihr Team noch besser kennenlernen möchten. 

Gleichzeitig buchen auch Einzelpersonen unser Spiel, denn es gibt auch eine Onlinevariante für die Entdeckung auf eigene Faust mit Freunden und Familie. Besonders Familien mit älteren Kindern schätzen das Angebot, da es einen Grund gibt, gemeinsam Zeit an der Luft zu verbringen. 

Teambild von links: Christian Maidhof (17), Laurin Vogel (17), Philipp Straßburger (18).

Wie funktioniert CrimeGames? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Unsere Live Krimispiele funktionieren über analoge Hilfsmittel (z.B. einen Stadtplan) und digitalen Hilfsmitteln (unsere WebApps). In der Stadt sind an diversen Orten (vor allem in Einzelhandelsgeschäften) Wegpunktschilder platziert, die neue Hinweise um einen fiktiven Mordfall in Bingen bereit halten. In der Web App sind Zeugenaussagen, ein simuliertes Online Banking und eine simulierte Zulassungsstelle zu finden. 

Die Vorteile sind ganz klar: Regionalität. Sie können bei den großen Portalen ein Krimispiel buchen, das genauso auch in München und Stuttgart angeboten wird. Bei unserem Krimispiel in Bingen und allen weiteren Krimispielen, die wir anbieten werden, achten wir darauf, dass ein „local hero“ die Tour konzeptioniert. Denn nur wenn der Autor die Stadt richtig gut kennt, kann ein wirklich hochwertig gutes Erlebnis erzielt werden. Uns ist wichtig, dass unsere Kunden vor Ort unser Wegpunktschild vorfinden und nicht das Gefühl haben, dass die Tour nur digital existiert. Außerdem punkten wir mit dem pädagogischen Konzept, das das Krimispiel auch für Firmen interessant macht. 

CrimeGames, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Wir planen weitere Städte in das Portfolio mit aufzunehmen. Außerdem ist wie oben bereits angedeutet unser Ziel, unsere Infrastruktur als solche anzubieten. Dann können Museen und „local heros“ unsere Software für eigene Projekte nutzen und wir können das Konzept so schneller mehr Menschen zur Verfügung stellen. Denn jede Stadt und jede Ausstellung hat sicherlich sehr interessante Infos parat. Doch über Texttafeln wird wohl kaum der Mensch der Zukunft etwas mitnehmen. Wissen und Kompetenzen müssen erlebt werden, nicht gelernt. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Tipp 1: Kommt in die Puschen! Einfach machen. Daran müssen wir uns auch immer wieder erinnern. Aus jedem Fehler kann man lernen. 

Tipp 2: Fangt früher an als wir, einen Businessplan zu machen. Gründerwettbewerbe sind dafür echt hilfreich, denn hier habt ihr Zugriff auf tolle Mentoren, die euch unterstützen. Die Gedanken zu ordnen ist sehr hilfreich. Uns hat es aber geholfen schon ein bisschen „einfach angefangen“ zu haben. 

Tipp 3: Denkt nicht jeden Tag darüber nach was „scheiße“ an eurer Firma, eurem Produkt oder an euch ist. Selbstkritisch zu sein ist gut, aber man darf es nicht übertreiben. Das lähmt total. Unsere erste Kundenrückmeldung war: „Produkt absolut unausgereift, fühle mich als Testperson missbraucht und überhaupt alles scheiße“ (stark verkürzt). Was war los? In einem Telefonat stellte sich heraus, dass die Person absolut nicht mit Technik umgehen konnte. Ich hatte das Gefühl, dass sie einen Internetbrowser zum ersten mal benutzt. Und ihr könnt euch sicher sein, das Feedback von anderen Kunden war überwiegend positiv. Nicht immer ist die Firma schuld! 

Wir bedanken uns bei Christian Maidhof für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Gib dir selbst Auszeiten

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seasick swim nachhaltige bademode

SEASICK SWIM hochwertige, langlebige und nachhaltige Bademode

Stellen Sie sich und das Startup SEASICK SWIM doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Inga und ich habe in Zusammenarbeit mit meiner Mutter, Marina, das nachhaltige Bademodenlabel SEASICK SWIM gegründet. 

Ich bin studierte Modedesignerin, meine Mutter ist Schneidermeisterin mit langjähriger Erfahrung im Handwerk. Wir haben schon in meiner Kindheit zusammen Badeanzüge entworfen und geschneidert. Denn meine Liebe zum Wasser fing schon im Alter von sechs Jahren an, als ich beim SV Würzburg 05 mit dem Synchronschwimmen angefangen habe. Für Wettkämpfe werden, ähnlich wie beim Eiskunstlauf oder Turnen, aufwendige Badeanzüge genäht. Diese Anzüge haben meine Mutter und ich schon damals zusammen entwickelt. 

Viele Jahre später haben wir nun das Label SEASICK SWIM ins Leben gerufen. SEASICK SWIM steht für hochwertige und langlebige Bademode, die nachhaltig und unter fairen Bedingungen vollständig in Barcelona produziert wird. 

Das besondere an unserer Kollektion ist, dass sie vollständig aus Marineplastik und Plastikmüll recycelt ist und aufgrund der Monozusammensetzung unseres Materials wieder recycelt werden kann. Dies ist einzigartig für den Bademodenmarkt. 

Außerdem haben wir ein Rücknahmesystem in unser Geschäftsmodell implementiert, welches unseren Kund:innen in Zukunft ermöglicht, ihre Bademode wieder an uns zurückzuschicken, sodass diese wieder recycelt werden kann. So übernehmen wir ganzheitlich Verantwortung für unsere Kollektion und schließen unseren textilen Kreislauf. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ein Unternehmen oder mein eigenes Bademodenlabel zu gründen, war schon immer ein Traum von mir gewesen. Meine Eltern sind und waren selbst immer selbstständig und ich bin mit dem Entrepreneur-Spirit aufgewachsen. Schon seit meiner frühen Jugend habe ich meine Eltern unterstützt und selbst alle möglichen Nebenjobs gemacht, um mein eigenes Geld zu verdienen. Nach meinem Modestudium habe ich wertvolle Erfahrungen in der Modebranche gesammelt und freiberuflich als Grafikdesignerin gearbeitet. 

Nach einiger Zeit habe ich jedoch gemerkt, dass ich als Angestellte in meiner kreativen Freiheit eingeschränkt war und meine Ansprüche in Sachen Nachhaltigkeit nicht erfüllt waren. Daraufhin bin ich ein Jahr mit dem Rucksack durch Südostasien und Australien gereist und habe dort vor allem das Tauchen für mich entdeckt und die Liebe zum Wasser ist wieder in mir entfacht. Aufgrund der Corona-Pandemie bin ich wieder zurück nach Deutschland und habe mich dazu entschlossen, meine beiden Leidenschaften, die Liebe zum Wasser und zur Mode zu verbinden. So ist SEASICK SWIM entstanden. 

Was war bei der Gründung von SEASICK SWIM die größte Herausforderung?

Es gab sehr viele Herausforderungen, da wir während der Corona-Pandemie gegründet haben. Eine der größten Herausforderungen war es die geeigneten Lieferanten zu finden. Aufgrund der Pandemie konnten keine Messen stattfinden und so war es schwer Garn- und Stoffhersteller zu finden, die unseren Ansprüchen von Nachhaltigkeit entsprachen und die mit einer unbekannten Jungdesignerin zusammenarbeiten wollten. Darüber hinaus hatte ich eine klare Vision vor Augen, ein Material zu finden welches aus nur einer recycelten Komponente besteht und so wieder recycelt werden kann, damit wir den textilen Kreislauf unserer Produkte schließen können. Nach sehr vielen zugesandten Stoffproben, E-Mail-Anfragen, Telefonaten und noch mehr Absagen, habe ich einen Stofflieferanten in Barcelona gefunden, der mit mir zusammenarbeiten wollte und an meine Vision geglaubt hat. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Man kann und sollte definitiv mit einer Idee starten, auch wenn noch nicht alles perfekt ist. Ich glaube, dass nie etwas perfekt ist und alles sich im ständigen Wandel befindet. Für mich ist das unglaublich aufregend und spannend. Man entwickelt sich weiter, lernt neue Menschen kennen, erzählt diesen von der Idee und lernt immer Neues dazu und das macht ein Projekt immer besser. Man wächst mit seinen Aufgaben und das gibt Mut weiterzumachen. 

Welche Vision steckt hinter SEASICK SWIM?

SEASICK SWIM verfolgt die Vision Bademode zu revolutionieren, indem wir die erste Bademodenkollektion für Frauen entwickelt haben, die vollständig recycelt ist und wieder recycelt werden kann. Wir wollen ganzheitlich Verantwortung für unsere Kollektion übernehmen und zeigen, dass ein Umdenken in der Modeindustrie stattfinden muss. Und dafür braucht es den Mut, Dinge neu und anders zu denken, als wie es bisher gemacht wurde. 

Wer ist die Zielgruppe von Seasick?

Unsere Zielgruppe sind all die Menschen, die sich dem Ozean genauso verbunden fühlen wie wir. Für die ein Bikini oder Badeanzug nicht nur ein Kleidungsstück ist, sondern ein Lebensgefühl und das Gefühl der Sonne im Gesicht. Und für all diejenigen, die hohen Wert auf Individualität, Qualität und Langlebigkeit legen. Für die Slow Fashion, Nachhaltigkeit und eine ehrliche Kommunikation entscheidende Faktoren beim Kauf neuer Produkte sind. Die wissen wollen, woher ihre Produkte stammen und wer sie gemacht hat. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das besondere an unseren Produkten ist, dass alle Modelle zum Wenden sind, sodass man mit einem Kauf zwei Styles in Einem hat, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit und Langlebigkeit. Alle unsere Modelle können in Farben und Styles untereinander kombiniert werden, da sie farblich aufeinander abgestimmt sind. Unsere Oberteile und der Badeanzug haben eine raffinierte Bindung im Rücken, so können die Styles individuell an den Körper angepasst werden. Die Drucke werden von mir persönlich entworfen und gezeichnet und tragen sprichwörtlich meine eigene Handschrift. 

Unser Material ist sehr weich und fühlt sich angenehmen auf der Haut an. Es ist atmungsaktiv, bietet UV-Schutz 50+, ist Chlor- und salzwasserresistent und trocknet schneller als klassische Bademode. 

Was uns von anderen Herstellern unterscheidet und einzigartig macht, ist dass unsere Bademode nicht nur vollständig recycelt ist, sondern auch wieder recycelt werden kann. Zusammen mit unserem Stoffhersteller in Barcelona haben wir ein neuartiges Material für den Bademodenmarkt entwickelt. Dieses Material besteht zu 100 % aus SEAQUAL® YARN der SEAQUAL® INITIATIVE aus Spanien. Dabei handelt es sich um ein besonderes Garn, welches vollständig recycelt ist und Marineplastik enthält, welches garantiert aus der Marineumwelt stammt. Damit hilft es aktiv dabei unsere Marinegebiete und Meere von Plastikmüll und jeglichem anderen Müll zu befreien. Aus diesem Garn haben wir unser Material entwickelt. Aufgrund der Monozusammensetzung kann dieses Material wieder vollständig recycelt werden. Denn Materialmischungen, welche andere Bademodenhersteller verwenden, können nach dem heutigen Stand der Technik, nicht kommerziell recycelt werden. 

Außerdem produzieren wir vom Rohstoff bis zum fertig genähten Modell ausschließlich im Großraum Barcelona unter fairen Bedingungen. So haben wir unglaublich kurze Produktionswege und können unseren CO2 Abdruck enorm reduzieren. 

SEASICK SWIM, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten erfolgreich in unsere erste Saison starten und die erste kleine Produktion von SEASICK SWIM vorfinanzieren. Dafür läuft im Moment unser Crowdfunding auf Startnext. Hier kann man uns unterstützen und Teil der SEASICK CREW werden. 

In Zukunft möchten wir weitere Kollektionen entwickeln und unsere Produktpalette um andere nachhaltige und vor allem recycelte sowie kreislauffähige Produkte erweitern. Wir wollen unsere Kunden über Kreislauffähigkeit und Nachhaltigkeit in der Modebranche informieren und dafür sensibilisieren. Wir hoffen, dass unsere Kunden unser Rücknahmesystem nutzen und wir aus unseren alten Produkten neue Kollektionen entwerfen können und so unseren textilen Kreislauf schließen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Versuche etwas Innovatives mit Mehrwert zu schaffen. Dabei musst du das Rad nicht neu erfinden, versuche es besser zu machen als der aktuelle Status Quo.

Gib dir selbst Auszeiten, in denen du deine Batterien wieder aufladen kannst. Erlebe schöne Dinge, verbringe deine Zeit mit Freunden und Familie, gehe in die Natur.

Sei beharrlich und gebe nicht auf, wenn du an dein Projekt glaubst und es dein Traum ist. Denke immer an die zwei Mäuse, die in einen Sahnetopf gefallen sind. Die eine strampelt, verzweifelt und gibt schließlich auf. Die andere Maus jedoch strampelt so lange, bis die Sahne zu Butter wird und klettert hinaus.

Wir bedanken uns bei Inga Hinkel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: SEACK SWIM

Kontakt:

SEASICK SWIM
Hofstraße 14a
D-97070 Würzburg

www.seasickswim.com
hello@seasickswim.com

Ansprechpartnerin: Inga Hinkel

Social Media:
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Crowdfunding Startnext

Spaß haben und Durchhaltevermögen aufbauen

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Cherrydeck Branded Stock

Cherrydeck: Branded Stock vermittelt passende Content Creators an Marken, vor allem an Consumer Brands

Stellen Sie sich und das Startup Cherrydeck doch kurz unseren Lesern vor!

Cherrydeck ist 2017 an den Start gegangen, um die Suche nach passenden Fotograf:innen für Unternehmen mit einer Plattform zu vereinfachen. Über 100.000 professionelle Fotograf:innen und Videograf:innen aus der ganzen Welt zeigen mittlerweile ihre Portfolios auf Cherrydeck. Mit unserem einzigartigen “Branded Stock” Modell vermitteln wir passende Content Creators an Marken, vor allem an Consumer Brands.

Unternehmen füllen online in wenigen Schritten einen Briefingbogen aus, den Rest übernimmt Cherrydeck. Unser Team sucht die passenden Fotograf:innen und Videograf:innen für den Auftrag, diese werden von Cherrydeck vorfinanziert, erhalten die Produkte der Kunden per Post und machen dann selbstständig Fotos und Videos – je nach Wunsch in einem eigenen Studio oder an einer Outdoor Location, mit oder ohne Models – und laden anschließend die Ergebnisse in eine Branded Stock Bibliothek hoch. Das Unternehmen kauft, was ihm gefällt und zahlt auch nur das, was abgenommen wird. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe bereits im Studium erste eigene Projekte umgesetzt und habe mich sehr schnell damit identifizieren können, Dinge selbst zu machen, Ideen umzusetzen und nicht nur darüber nachzudenken. Ich habe nach der Uni in ein paar Startups reingeschaut, die schon etwas weiter waren, mir aber auch schnell als Ziel gesetzt, selbst Unternehmer zu werden. Das war nicht immer so, ganz früher wollte ich mal Arzt oder Pilot werden. Ich habe auch mal ein Praktikum bei einer Airline gemacht: Meine Chefin hatte mich für ein Förderungsprogramm empfohlen – dort hieß es dann allerdings, dass ich mit meiner Art wahrscheinlich zu viele Konflikte innerhalb des Konzerns auslösen würde. Zuerst hat mich das sehr geärgert. Heute bin ich froh, dass es so gekommen ist.

Welche Vision steckt hinter Cherrydeck?

Wir haben im Team viel Erfahrung im Marketing und verstehen die Probleme, die Marketer heutzutage haben: Es muss immer Content produziert werden. Für jede Plattform gibt es verschiedene Anforderungen, die Halbwertszeiten von visuellen Inhalten sind oft nur wenige Tage oder Stunden. Intern ausreichend Content zu produzieren erfordert im Unternehmen viel Wissen, Zeit und für hochwertige Inhalte immer auch viel Budget. Viele Unternehmen können das nicht leisten, zudem ist der Markt für gute Content Produktion noch sehr traditionell: Shooting organisieren, am Ende eine runde Rechnung für alles pauschal zahlen.

Wir wollten etwas Neues machen und das Ganze Performance-getrieben anbieten. Manche Kunden von uns vergleichen “Branded Stock” mit dem Kauf von Vermarktungsflächen: In der alten Welt hat man für Pauschalbeträge Magazinseiten gekauft und gehofft, dass es funktioniert. Heute schaltet man in der Regel nur dort Werbung, wo man auch sehen kann, dass es sich lohnt. Bei uns ist es auch so, man kauft nur das, was man auch wirklich nutzen will. Daher kommen auch so viele Consumer Brands zu uns. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Neue Modelle durchzusetzen ist nie einfach. Wir haben uns am Anfang mit dem Aufbau der Community schwergetan. Schließlich konnten wir über 100.000 Content Creators für Cherrydeck gewinnen. Ausdauer lohnt sich. Unsere Investoren glaubten von Anfang an an das Modell und sind immer sehr unterstützend. Den Großteil finanzieren wir über den eigenen Umsatz, allerdings haben wir Wachstumsambitionen in neuen Märkten, welche vorfinanziert werden müssen.

Wer ist die Zielgruppe von Cherrydeck?

Consumer Brands, die Produkte vermarkten, die man mit der Post schicken kann. Zu unseren Kunden zählen z. B. viele Amazon Seller oder kleinere DTC Brands, aber auch bekannte Marken wie Amorelie, Blackroll, Rosenthal, Schaebens, oder Everdrop. 

Wie funktioniert Cherrydeck? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Es ist sehr simpel. Die Kunden können bei uns ein Content Briefing für ihre Produkte hochladen. Dieses matchen wir mit den passenden Fotograf:innen oder Videograf:innen, welche die Produkte dann geschickt bekommen. Dann wird produziert und anschließend wird der Content bei Cherrydeck hochgeladen. Der Kunde bekommt schließlich eine sogenannte Content Library – quasi eine zu 100 Prozent personalisierte Stock Foto oder Video Datenbank aus den Shootings. Es kann dann immer das gekauft werden, was gebraucht wird. Entweder alles auf einmal, oder immer mal wieder. Oft ist das eine Budgetfrage. Es funktioniert für große und kleine Unternehmen. 

Cherrydeck, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren werden wir ca. 10.000 Kunden hochwertigen Content vermitteln und in vielen Märkten aktiv sein. Zudem werden wir eine herausragende Plattform mit smarter Technologie und starker Community betreiben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Loslegen und erstmal ausprobieren, nicht zu sehr auf die Ursprungsidee versteifen.
2. Spitz bleiben für eine sehr spezifische Kundengruppe.
3. Spaß haben und Durchhaltevermögen aufbauen (z. B. durch Sport). 

Wir bedanken uns bei Philipp Baumgaertel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Habt keine Angst, viel und laut über eure Idee und eure Lösungen zu sprechen!

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Uplink IT-Freelancer entwickler

Uplink für IT-Freelancer: Von Entwicklern, für Entwickler, alles offen, transparent, auf Augenhöhe und Vertrauensbasis etc

Stellen Sie sich und das Startup Uplink doch kurz unseren Lesern vor!

Ich habe Uplink im Jahr 2016 gestartet, nachdem ich einige Jahre in Berlin als Freelance-Entwickler gearbeitet habe. Während der Zeit bin ich unweigerlich auch mit einigen IT-Recruitern in Kontakt gekommen und fand die Art und Weise, wie diese arbeiten, oft unmöglich. Wie viele andere Entwickler vor mir dachte ich mir irgendwann “Das mit der Projektvermittlung muss doch auch anders gehen! Von Entwicklern, für Entwickler, alles offen, transparent, auf Augenhöhe und Vertrauensbasis etc.”

Diesen Ansatz haben wir seit der Gründung beibehalten!

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wie viele Entwickler hatte ich hatte in den Jahren vor Uplink immer schon kleine Nebenprojekte. Dabei war das Ziel nie, unbedingt ein eigenes Unternehmen zu gründen, sondern eher kleine (und manchmal größere) Probleme für mich oder Freunde und Bekannte zu lösen und dabei Spaß zu haben und Neues zu lernen. Uplink ist auch als Nebenprojekt gestartet, aber ich habe schon nach wenigen Monaten gemerkt, welches Potential in der Idee steckt und mich dann relativ schnell entschlossen, das Freelancing an den Nagel zu hängen und mich voll auf Uplink zu konzentrieren.

Welche Vision steckt hinter Uplink?

Mit Uplink wollen wir IT-Freelancer in Deutschland in drei großen Bereichen unterstützen:

Projektakquise – wir posten Projekte von Startups und Agenturen, immer inkl. Stundensatz, Kundenname und genauer Aufgabenbeschreibung.

Community – in unserem Slack tauschen sich 2000+ Freelancer über alle möglichen Themen zur Selbständigkeit aus.

Education – in unseren regelmäßigen Webinaren, Podcast Episoden und unserem Community Wiki helfen wir Freelancern, besser in dem zu werden, was sie tun.

Von der Idee bis zum Start: was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Finanziert habe ich Uplink in den ersten Monaten durch mein Erspartes. Ich habe aber relativ schnell durch erste Vermittlungen Einnahmen generieren können und nach ca. 6 Monaten konnte ich die Kosten für das Unternehmen und meinen Lebensunterhalt durch die Einnahmen decken. Seitdem finanziert sich das Unternehmen ausschließlich selbst durch die Einnahmen.

Die größte Herausforderung bei einem selbst finanzierten Unternehmen ist es immer, Einnahmen und Ausgaben zu managen, und langfristig an die eigene Idee zu glauben und sie weiter zu verfolgen, auch in Phasen, in denen nicht alles so läuft, wie es sollte. Ich hatte eine Menge Glück, da größere Katastrophen bis jetzt ausgeblieben sind, und sich die Annahmen, die ich beim Start von Uplink getroffen habe, zum größten Teil bewahrheitet haben.

Wer ist die Zielgruppe von Uplink?

Unsere Community ist offen für alle IT-Freelancer, die in Deutschland sesshaft sind. Mittlerweile sind über 2.500 von ihnen an Bord. Auf Kundenseite arbeiten wir hauptsächlich mit Startups und Agenturen, aber auch Mittelständler, Digital Labs oder größere Unternehmen haben schon Jobs bei uns ausgeschrieben. Darüber hinaus bieten wir mittlerweile auch Recruitern an, ihre Jobs auf Uplink zu veröffentlichen – wenn sie sich an die Regeln halten! 

Wie funktioniert Uplink? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Auf Uplink können Unternehmen kostenlos Freelancer-Gesuche veröffentlichen und bekommen innerhalb von ca. 24-48 Stunden Kontakt zu passenden Kandidaten. Wir bieten die Vorteile einer Plattform (viel Automatisierung) sowie eines Dienstleisters (das Uplink-Team überprüft z.B. alle Bewerber und stellt dem Kunden nur die passendsten vor). Und das alles kostet den Unternehmen, die ihre Freelancer über uns suchen, nicht einen Cent! Eine Vermittlungsgebühr berechnen wir nur den Freelancern, nicht den Unternehmen. Diese kalkulieren die Gebühr natürlich in ihren Stundensatz mit ein, aber der Vorteil für die Unternehmen liegt darin, dass sie mit uns keinen Vertrag abschließen müssen und auch von uns nie eine separate Rechnung bekommen, es läuft alles über die direkte Zusammenarbeit mit dem Freelancer.

Uplink, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen das führende Netzwerk für IT-Freelancer in Deutschland werden und sind auf einem guten Weg dorthin! Mein Traum wäre es, in 5 Jahren Uplink auch in min. einem anderen Land gelauncht zu haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Choose boring technology! Wenn die Technologie nicht euer Hauptprodukt ist, widersteht der Versuchung, die neuesten und angesagtesten Tools zu benutzen. Viele Millionen-Unternehmen haben mit einer WordPress-Seite und vielen, vielen Excel-Sheets begonnen!

“Start small, stay small” ist eine reale Möglichkeit, auch in der Startup-Welt, in der es gefühlt immer nur um Wachstum und Millionen-Finanzierung geht! Sich absichtlich zu beschränken. z.B. kein großes Team aufbauen zu wollen und nicht alle Themen, die einem in den Kopf kommen, gleichzeitig zu beackern, ist oft der bessere Weg, um ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen und dabei nicht auszubrennen. Das alles dann über den Haufen zu werfen und ein Unicon werden kann man später immer noch. 

Habt keine Angst, viel und laut über eure Idee und eure Lösungen zu sprechen! Die Wahrscheinlichkeit, dass sie jemand “klaut”, ist verschwindend gering, und die möglichen Vorteile, die sich durch ein offenes Auftreten anstatt von Geheimniskrämerei und “Stealth Mode” ergeben, sind ungleich mehr wert!

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Eine Idee bleibt nur eine Idee, wenn man nur darüber nachdenkt, ohne endlich loszulegen

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SHYNE

SHYNE professionelle, personalisierte und cleane Beauty- bzw. Haircare-Produkten sowie Haarcoloration

Stellen Sie sich und das Startup SHYNE doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Richard Fähnle und ich habe 2019 gemeinsam mit dem Unternehmer und Coiffeur Shan Rahimkhan SHYNE gegründet. Unser Fokus liegt auf professionellen, personalisierten und cleanen Beauty- bzw. Haircare-Produkten sowie Haarcoloration. Shan und ich ergänzen uns perfekt – ich bringe jahrelange Erfahrung im digital business mit, Shan ist seit über 20 Jahren in der Beauty-Industrie tätig, hat zwei eigene, sehr große Salons am Gendarmenmarkt und Ku’Damm in Berlin und kennt die Bedürfnisse unserer Kundinnen besser, als jeder andere.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich fand das Unternehmertum schon immer spannend. Die eigenen Ideen und Vorstellungen umzusetzen ist für mich bis heute sehr motivierend. Im Gespräch mit Shan haben wir uns verschiedene Ideen näher angeschaut und festgestellt, dass beim Thema Haarcoloration im D2C-Bereich noch sehr viel Luft nach oben ist. Gerade die Verbindung von Technology (also unserer Online-Farbberatung) und Beauty fanden wir beide besonders spannend.

Welche Vision steckt hinter SHYNE?

Mit SHYNE möchten wir den Haarcolorationsmarkt revolutionieren und die „One-Fits-All“ Colorationsprodukte aus dem Drogeriemarkt ersetzen –  mit diesen Produkten passieren bei den Anwenderinnen nämlich reihenweise Farbunfälle, da es nicht auf sie personalisiert ist. Mit SHYNE können wir auf die verschiedenen Bedürfnisse der Anwenderinnen ganz genau eingehen. Je nach Farbe variiert z.B. die Konzentration unseres Developers, also dem Zusatz, dem man der Farbe während des Colorierens hinzufügen muss, zwischen drei und zwölf Prozent, sodass jede Haarbeschaffenheit individuell berücksichtigt wird.

Die Anzahl der enthaltenen Farbpigmente, die wir nutzen, ist darüber hinaus deutlich hochwertiger als bei herkömmlichen Colorationen und entspricht dem Salonstandard – Shan selbst nutzt die Produkte in seinen Salons. Durch unsere Farbberatung auf der Homepage, die jede Anwenderin vor Kaufabschluss durchlaufen muss, können wir garantieren, dass jede Kundin die genau passende Farbe für sich erhält. Sollten Farbwünsche geäußert werden, die zu Hause bzw. ohne Anwesenheit eines Profis nicht realisierbar sind, verkaufen wir entsprechend keine Haarfarbe an diese Kundin. Unsere Vision also zusammengefasst: Farbergebnisse wie im Salon zu Hause durch unsere individualisierte Color Box.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die erste große Herausforderung, vor der wir standen, war von Anfang an, die richtigen Lieferanten für unsere Produkte zu finden. Da wir kein Ready-Made-Produkt sind, mussten wir uns erstmal mit vielen Herstellern austauschen. Mit einem Supplier in Europa haben wir dann zusammen die Formulierung für die verschiedenen Produkte entwickelt. Besonders wichtig war uns,dass diese unseren Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards entsprechen.

Am vermutlich aufwändigsten bis jetzt war es, unsere Webseite mit der Online-Farbberatung zu entwickeln. Wir mussten das Wissen der Farbexperten aus dem Salon in ein Format bringen, welches von einem Computer verstanden werden konnte. Danach haben wir es zusammen mit einem Webentwickler in ein Interface übertragen, das möglichst einfach von den Kundinnen benutzt werden kann und die richtigen Empfehlungen gibt. Für die Anfangsfinanzierung haben wir uns mit Business Angels zusammengetan. Neue Herausforderungen jetzt sind natürlich die kontinuierliche Weiterentwicklung der Marke, der Kanäle und Länder. 

Wer ist die Zielgruppe von SHYNE?

Unsere Zielgruppe sind Frauen zwischen 16 – 65 Jahren – alle, die ihre Haarfarbe Zuhause einfach färben oder auffrischen wollen.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wer erste graue Haare kaschieren oder seine Haarfarbe auffrischen möchte, kann das natürlich schon immer selbst zu Hause machen. Allerdings ist das nicht unbedingt einfach: Die Auswahl an Colorationen in den Drogerien ist zu groß und die Ergebnisse entsprechen oft nicht den Erwartungen. Auch ein alternativer Besuch beim Frisör muss weit im Voraus geplant werden und dauert in der Regel mehrere Stunden.

Genau hier setzen wir mit SHYNE an: Dank direktem Vertrieb via Internet, schneller Lieferung nach Hause, simpler Anwendung und hochwertigen Inhaltsstoffen bringen wir den Colorationsstandard der Salons direkt nach Hause. Außerdem bieten wir unseren Kundinnen mit einem extra entwickelten Algorithmus eine persönliche Farbberatung und erstellen darauf basierend ein eigenes Haarprofi, wonach wir der Kundin die perfekte Haarfarbe empfehlen und zusammenstellen. Wir unterstützen unsere Kundinnen zudem über einen Whatsapp-Chat über den sie bei Fragen direkt mit einem SHYNE Farbexperten verbunden werden.

SHYNE, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten unser Produkt-Portfolio weiter ausbauen – neben der Coloration und unseren Care-Produkten bieten wir inzwischen schon fünf semi-permanente Glossings sowie SUPER SOFT, eine innovative Intensivpflege, die nur wenige Sekunden im Haar einwirken muss. Mit genau solchen Innovationen möchten wir unsere Kundinnen weiterhin überzeugen. Außerdem möchten wir unser Expertenprogramm, also den B2B-Zweig, weiter ausbauen und noch mehr Friseur*innen von unseren Produkten begeistern. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich habe zuvor bei Rocket Internet als Global Venture Developer gearbeitet und konnte so einen sehr guten Einblick in die Start-up-Welt und vor allem in viele verschiedene Ventures erhalten. Dort konnte ich feststellen, dass für mich die Einarbeitung und Entwicklung neuer Konzepte und Marketingideen von Produkte/Dienstleistungen, die mich persönlich besonders interessieren, viel einfacher waren. Ich habe ein besonderes Interesse an FMCG, daher habe ich auch in diesem Bereich gegründet.

Ich würde niemals opportunistisch auf eine Idee springen, die sich eventuell auf den ersten Blick vielversprechend anhört.

Sie muss auch zu den persönlichen Interessen passen, nur so kann man lang genug durchhalten und Spaß daran haben.Ein Thema, was oft beim Gründen zu kurz kommt, ist die Auswahl der Mitgründer*innen. Gerne wird mit einem Freund enthusiastisch an einer Idee gearbeitet, ohne vorher in einem ganz ehrlichen Gespräch zu überprüfen, was das langfristige Ziel aller Beteiligten ist. Es gibt dazu viele Fragebögen im Netz – diese würde ich im ersten Schritt zusammen mit allen Mitgründer*innen durcharbeiten. Manchmal ist man überrascht, wie unterschiedlich die Antworten hier ausfallen. Als Beispiel: Der eine möchte die Company vielleicht schnell mit VC Geld groß machen und verkaufen, der andere würde gerne einen profitablen Mittelständler daraus machen.

Eine Idee bleibt nur eine Idee, wenn man nur darüber nachdenkt, ohne endlich loszulegen. Ich habe mir am Anfang verschiedene Fragen formuliert, die ich Stück für Stück bearbeitet habe, um zu checken, wie valide meine Idee ist. Und dann sollte man  einfach loslegen – sei es Fulltime direkt nach dem Studium oder Parttime am Wochenende. Ich kann hier das Buch “Machen” des Mymuesli-Gründers und guten Freundes von mir, Hubertus Bessau, empfehlen, das er mit seinen Mitgründern Max Wittrock und Philipp Kraiss 2017 geschrieben hat. 

Wir bedanken uns bei Richard Fähnle für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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