Donnerstag, April 23, 2026
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Wie entstehen aus Finanzinnovation und Technologie neue Geschäftsmodelle?

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de:hub Frankfurt FinTech Startups Innovationen. Bildcredits/Fotograf: Maximilian Kafanke TechQuartier Teambild

Der de:hub Frankfurt vernetzt Startups, Corporates und Investor:innen, um Innovationen und neue Geschäftsmodelle im FinTech Umfeld zu entwickeln und zu skalieren

Können Sie unseren Leserinnen und Lesern den de:hub Frankfurt kurz vorstellen und erklären, welche Rolle dieser Hub innerhalb des deutschen Digital Hub Netzwerks einnimmt?

Das TechQuartier – der de:hub Frankfurt – ist der Innovation Hub im Rhein-Main-Gebiet mit Fokus auf FinTech und GreenTech. Wir bringen Start-ups, Corporates, Investor:innen und Talente zusammen, um gemeinsam an digitalen Geschäftsmodellen und neuen Technologien zu arbeiten. Im Digital Hub Netzwerk ist Frankfurt der offizielle FinTech Hub.

Was macht Frankfurt als Standort für einen Digital Hub besonders attraktiv und welche regionalen Stärken bringt die Metropolregion mit?

Frankfurt ist DIE Finanzmetropole. Hier sitzen die Vertretungen aller großen Banken und gleichzeitig ein Großteil der deutschen FinTechs. Die Rhein-Main-Region zählt zu den wirtschaftlich bedeutendsten Standorten in Deutschland und Europa. Sie ist ein zentraler Knotenpunkt für politische und unternehmerische Entscheidungsprozesse, beherbergt Regierungseinrichtungen und Unternehmenszentralen und prägt zugleich technologische, wissenschaftliche sowie soziokulturelle Innovationen.

Welche Angebote, Programme oder Matchmaking Formate bieten Sie Gründerinnen und Gründern, um echte Fortschritte zu erzielen?

Das TechQuartier bietet in den Schwerpunktfeldern FinTech, GreenTech, AgriFood und Mittelstand mehrere Innovationsprogramme an, in denen wir Start-ups mit Corporate Partnern direkt vernetzen. Konkret sind das unsere Programme: TQ Accelerator: Digital Finance, Transformation für den Mittelstand – Die Innovators Challenge, Hessen10, Impact Challenge, Fundraising Readiness und die Programme der Growth Alliance für AgriFood-Start-ups: Idea Camp, Bootcamp und Accelerator. Außerdem veranstalten wir das IMPACT FESTIVAL, Deutschlands größtes Event für nachhaltige Transformation, bei dem Gründer:innen und sich mit Unternehmen und Investor:innen vernetzen können.

Wie arbeiten Sie mit etablierten Unternehmen, Mittelstand und Forschungseinrichtungen zusammen und welche Synergien entstehen daraus?

Wir arbeiten sowohl im Rahmen unserer Innovationsprogramme als auch in TechFusions und gemeinsamen Events mit Unternehmen und Mittelstand zusammen. Daraus entstehen Kontakte und konkrete Matches mit anderen Unternehmen und potenziellen Lösungen.

Im FinTech-Bereich spielt dieses Jahr das Thema Payment eine große Rolle. Aus diesem Grund starten wir auch gemeinsam mit unseren Partnern im April unseren Payment-Roundtable, bei dem wir führende Expert:innen aus Handel, Zahlungsverkehr und FinTech zusammenbringen, um transparent und fundiert zu beleuchten, wo händlergetriebene Payments heute stehen.

Abschließend gefragt: Welche strategischen Ziele verfolgt der de:hub Frankfurt für die kommenden Jahre und wie soll sich der Hub weiterentwickeln?

Dieses Jahr feiert das TechQuartier 10-jähriges Bestehen, was wir im Sommer mit einer großen Party feiern. Dieses Jahr rufen wir das Tech & Data Lab ins Leben – das erste souveräne Reallabor für Finanzinnovationen in Deutschland. In Sprints werden Teams an realen Herausforderungen arbeiten, Lösungen anhand von Daten aus der Praxis testen und Innovationen in Pilotprojekte oder marktreife Anwendungen umsetzen.

Zudem planen wir in den nächsten Jahren weitere Industrie-Formate und den Ausbau unserer bestehenden Netzwerkarbeit für den Finanzplatz.

Bildcredits/Fotograf: Maximilian Kafanke

Wir bedanken uns bei Alice Rettig für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Spät gründen, besser gründen?

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Gründung, Erfahrung und Unternehmen erfolgreich aufbauen Yvonne Bechheim Bildcredits: Fotograf GM-Photography

Warum Teilzeitgründungen und Erfahrung für viele Unternehmer zum Vorteil werden

In der Startup Welt dominiert ein klares Narrativ: möglichst früh gründen, schnell skalieren, Risiken eingehen. Doch dieses Bild zeigt nur einen Teil der Realität. Viele erfolgreiche Unternehmen entstehen nicht aus einem frühen Karrieresprung heraus, sondern aus jahrzehntelanger Berufserfahrung und oft zunächst neben dem eigentlichen Beruf. Gerade in spezialisierten Branchen kann eine spätere Gründung sogar strategische Vorteile haben.

Erfahrung ersetzt viele Anfängerfehler

Wer mit Mitte 40 oder 50 gründet, bringt häufig etwas mit, das jungen Startups oft fehlt: ein tiefes Verständnis für Märkte, Kunden und Prozesse. Statt zuerst ein Problem zu suchen, kennen viele Gründerinnen und Gründer in dieser Lebensphase bereits die konkreten Herausforderungen ihrer Branche. So entstehen Geschäftsideen oft direkt aus der Praxis.

Auch meine eigene Gründung entstand nicht aus einem Businessplan, sondern aus einem konkreten Auftrag. Während meiner Arbeit im Gesundheits und Rehabilitationssport entwickelte ich ein Präventionskonzept für einen Kunden. Kurz darauf wollten weitere Anbieter dieses Konzept nutzen. Daraus entwickelte sich Schritt für Schritt ein Geschäftsmodell.

Nebenberuflich gründen senkt das Risiko

Ein weiterer Vorteil später Gründungen ist die Möglichkeit, zunächst neben dem bestehenden Beruf zu starten. Eine Teilzeitgründung reduziert finanziellen Druck erheblich. Gründer können ihr Konzept testen, ohne sofort ihre gesamte wirtschaftliche Existenz davon abhängig zu machen.

Auch in meinem Fall begann alles neben einem Vollzeitjob. Erst als klar wurde, dass die Nachfrage kontinuierlich wächst, entwickelte sich daraus ein eigenständiges Unternehmen. Dieses organische Wachstum ist in vielen Branchen stabiler als ein schneller investorengetriebener Start.

Netzwerke werden zum Marktbeschleuniger

Mit zunehmender Berufserfahrung wächst auch das berufliche Netzwerk. Kontakte zu Kunden, Partnern oder Institutionen können den Markteintritt erheblich erleichtern. Während junge Gründer diese Netzwerke oft erst aufbauen müssen, greifen spätere Gründer bereits auf bestehende Beziehungen zurück.

Viele Aufträge entstehen daher nicht über Marketingkampagnen, sondern über Empfehlungen und persönliche Kontakte.

Familienunternehmen und generationenübergreifende Modelle

Ein weiterer interessanter Aspekt später Gründungen ist die Möglichkeit, Unternehmen generationenübergreifend aufzubauen. In meinem eigenen Unternehmen war meine Tochter die erste Mitarbeiterin. Sie brachte neue Perspektiven und frische Ideen ein, während ich meine Branchenkenntnis und Erfahrung einbringen konnte.

Solche Konstellationen verbinden zwei wichtige Ressourcen: Erfahrung und neue Denkweisen.

Der unterschätzte Zeitpunkt

Spätere Gründungen werden oft unterschätzt. Dabei bieten sie eine Kombination aus Stabilität, Erfahrung und unternehmerischer Energie. Mit 50 stehen viele Menschen beruflich an einem Punkt, an dem sie ihre Expertise sehr genau kennen. Gleichzeitig liegen häufig noch viele aktive Berufsjahre vor ihnen.

Diese Kombination kann ein idealer Zeitpunkt sein, um ein eigenes Unternehmen aufzubauen.

Fazit

Nicht jede erfolgreiche Gründung entsteht in einer Garage mit Anfang zwanzig. Viele entstehen aus langjähriger Erfahrung, aus praktischen Lösungen für reale Probleme und aus dem Mut, eine Idee zunächst nebenbei auszuprobieren. Manchmal ist der beste Zeitpunkt zum Gründen eben nicht der früheste, sondern der richtige.

Bildcredits: Fotograf GM-Photography

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wild&Water begeistert bei Höhle der Löwen und erlebt Nachfrageboom

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Büros entdecken Wild&Water nach Höhle der Löwen Bild: Gründerinnen Christina Schwörbel und Madlen Baetzgen ©RTL / Bernd-Michael Maurer

Wild&Water TV-Auftritt sorgt für Ausverkauf und starke Nachfrage aus Büros

Große Bühne, große Wirkung: Das Getränke Startup Wild&Water präsentierte seinen natürlichen Wasserzusatz in der Höhle der Löwen. Der Geschmack kam bei den Löwen gut an und das Startup verzeichnet seit der Ausstrahlung eine außergewöhnlich hohe Nachfrage. Das Unternehmen rechnet mit einem vollständigen Ausverkauf der aktuellen Produktionscharge.

Vom Studio in die Wohnzimmer und Büros

Drei Wochen vor der Aufzeichnung erhielten die Gründerinnen Christina Schwörbel und Madlen Baetzgen die Zusage für die Teilnahme. „Der Moment, durch den Tunnel ins Studio zu gehen, war extrem intensiv“, sagt Baetzgen. „Wir waren bis in die Haarspitzen vorbereitet – aber die Situation vor Kameras und Investoren ist noch einmal eine ganz eigene Herausforderung.“

Die Löwen zeigten sich begeistert, vor allem vom natürlichen Geschmack, der unkomplizierten Anwendung und dem nachhaltigen Konzept.

Arbeitsplatz statt Supermarkt: Ein ungewöhnlicher Ansatz

Wild&Water geht bewusst einen anderen Weg als viele klassische Getränke Startups: Statt vor allem auf den Einzelhandel oder reines Online Geschäft zu setzen, konzentriert sich das Unternehmen auf Büros und Betriebe.

Denn genau dort wird besonders viel getrunken oder eben zu wenig. Über 60 Prozent der Mitarbeitenden geben an, im Arbeitsalltag nicht ausreichend zu trinken und sich dadurch häufiger unkonzentriert oder nicht richtig wohl zu fühlen. Gleichzeitig sind viele mit dem bestehenden Angebot vor Ort unzufrieden. Hier setzt Wild&Water an mit einer natürlichen und unkomplizierten Alternative für den Büroalltag.

„Wir wollen genau dort ansetzen, wo täglich konsumiert wird“, erklärt Baetzgen. „Wenn wir das Trinkverhalten im Büro verändern, haben wir den größten Hebel.“

Nachfrage übertrifft alle Erwartungen

Schon kurz nach der Ausstrahlung schnellten die Bestellungen im Online Shop nach oben. „Wir hatten Szenarien durchgerechnet – aber dass wir beim Fünffachen unseres Monatsumsatzes landen würden, hat selbst unsere Erwartungen übertroffen“, so Schwörbel.

Seit der Ausstrahlung melden sich immer mehr Unternehmen, die Wild&Water in ihren Büros anbieten möchten. Eine Dynamik, die ohne die Reichweite der Höhle der Löwen kaum so schnell möglich gewesen wäre.

Wachstum aus eigener Kraft

Ein Investment Deal kam in der Sendung nicht zustande, unter anderem weil Wild&Water bewusst auf den weniger klassischen Weg über den B2B Markt setzt. Für die Gründerinnen ist das jedoch kein Rückschlag.

Das Unternehmen ist vollständig durch Investorinnen und Investoren finanziert. Dazu gehört auch Berlin Food Week Ventures, und treibt seine Expansion unabhängig weiter voran. Der Fokus liegt auf dem weiteren Ausbau des Geschäfts mit Büros und Betrieben sowie dem schrittweisen Aufbau des Direktkundengeschäfts.

„Die Sendung war für uns ein enormer Markenmoment“, sagt Schwörbel. „Sie hat gezeigt, dass unser Konzept sowohl im Büro als auch zu Hause funktioniert.“

Berlin Food Week Ventures als strategischer Partner

Berlin Food Week Ventures ist der Investmentarm der Berlin Food Week und investiert gemeinsam mit Millennium Cuisine in innovative Food und Beverage Startups in der Frühphase. Zu den Portfolio Unternehmen gehört auch Wild&Water.

Berlin Food Week Ventures beteiligt sich gezielt an Konzepten, die aktuelle Konsumentenbedürfnisse adressieren und neue Impulse für die Lebensmittel und Getränkebranche setzen. Neben Kapital bringt das Team Branchenkenntnis, strategische Beratung und Zugang zu einem breiten Netzwerk aus Gastronomie, Industrie und Handel ein, um junge Unternehmen beim Wachstum zu unterstützen.

Bild: Gründerinnen Christina Schwörbel und Madlen Baetzgen ©RTL / Bernd-Michael Maurer

Quelle Schröder+Schömbs PR GmbH

Warum greifen wir ständig zum Smartphone obwohl wir es eigentlich gar nicht wollen?

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Amba hilft bewusste Smartphone Nutzung zu lernen Teambild Bastian Fischer und Yves Maurice Clever 

Amba entwickelt eine Lösung für bewusste Smartphone Nutzung und hilft Menschen, ihre digitale Nutzung im Alltag gezielt zu reduzieren

Was steckt hinter der Idee zu Amba und wer sind die Menschen, die das Startup gegründet haben?

Amba ist aus einer sehr persönlichen Beobachtung entstanden: Wir haben gemerkt, wie oft wir selbst unbewusst zum Handy greifen und wie schwer es ist, dieses Verhalten nur mit Disziplin oder App-Limits zu ändern. Gegründet wurde Amba von Bastian Fischer und mir, Yves Maurice Clever. Wir kommen beide aus dem digitalen Umfeld und haben jahrelang mit Plattformen gearbeitet, die auf maximale Aufmerksamkeit optimiert sind. Genau deshalb wollten wir eine Lösung entwickeln, die im Alltag wirklich funktioniert – nicht theoretisch, sondern praktisch.

Wie entstand der Ansatz, eine App zur Reduzierung digitaler Ablenkung mit einem physischen Tag zu kombinieren?

Wir haben früh gemerkt, dass reine Softwarelösungen selten nachhaltig greifen, weil sie sich jederzeit wegklicken lassen. Die Idee war deshalb, eine bewusste Handlung einzubauen: Mit dem physischen Tag muss man kurz innehalten, bevor man Apps freischaltet. Diese kleine Unterbrechung verändert den Moment entscheidend, aus einem impulsiven Reflex wird eine Entscheidung. Genau dort setzt Amba an.

Welche Vision verfolgt Amba im Bereich Digital Wellbeing und wie möchten Sie Menschen langfristig zu einem bewussteren Umgang mit dem Smartphone motivieren?

Unsere Vision ist nicht, Smartphones zu verteufeln, sondern ihren Einsatz wieder bewusster zu machen. Wir glauben, dass Technologie funktionieren kann, ohne permanent Aufmerksamkeit zu fordern. Langfristig wollen wir Amba als Werkzeug etablieren, das Menschen hilft, Routinen zu verändern, durch klare Strukturen, Feedback, Gamification-Ansätze und soziale Komponenten, die Motivation im Alltag aufrechterhalten.

An welche Zielgruppen richtet sich Amba besonders und welche alltäglichen Probleme dieser Nutzer wollen Sie konkret lösen?

Amba richtet sich an alle, die merken, dass sie zu viel Zeit auf Social Media verbringen – von Studierenden über Kreative bis hin zu Berufstätigen. Besonders stark sehen wir das Bedürfnis bei Menschen, die konzentriert arbeiten wollen, sich abends bewusst offline nehmen möchten oder generell weniger in automatisches Scrollen verfallen wollen. Unser Fokus liegt darauf, unbewusste Nutzung sichtbar zu machen und gezielt zu reduzieren.

Viele Apps versuchen bereits, Bildschirmzeit zu reduzieren. Was macht den Ansatz von Amba dabei besonders?

Der größte Unterschied liegt in der Kombination aus Software und physischer Interaktion. Während viele Lösungen rein digital bleiben, schafft Amba eine echte Verhaltensbarriere. Statt Limits nur zu sehen, muss man aktiv handeln, um sie zu überschreiten. Das macht die Nutzung greifbarer und deutlich wirksamer im Alltag.

Die Nutzung Ihres Produkts setzt eine bewusste Handlung voraus. Welche Rolle spielt diese „Hürde“ für eine nachhaltige Veränderung von Gewohnheiten?

Diese Hürde ist zentral. Gewohnheiten entstehen oft automatisiert, deshalb braucht es einen klaren Moment der Unterbrechung. Der physische Schritt zwingt dazu, kurz nachzudenken: Brauche ich das gerade wirklich? Genau dieser Moment sorgt langfristig für Veränderung.

Welche Herausforderungen begegnen einem Startup, das Menschen helfen will, weniger Zeit mit ihrem Smartphone zu verbringen?

Die größte Herausforderung ist, gegen Systeme anzutreten, die darauf ausgelegt sind, möglichst viel Aufmerksamkeit zu binden. Gleichzeitig muss man eine Lösung entwickeln, die konsequent ist, aber nicht frustriert. Die Balance zwischen Kontrolle und Flexibilität zu finden, ist einer der schwierigsten Punkte.

Wie reagieren Nutzer auf das Konzept von Amba, bei dem ein physischer Tag gescannt werden muss, um eine blockierte App zu öffnen?

Viele reagieren zunächst überrascht, weil es ungewohnt ist. Im Alltag wird genau das aber schnell zum Vorteil. Nutzer berichten häufig, dass sie Apps seltener öffnen, weil der zusätzliche Schritt sie zum Nachdenken bringt. Genau das bestätigt unseren Ansatz.

Welche Rolle spielt das Thema Produktivität und Konzentration für die Weiterentwicklung Ihrer Lösung?

Produktivität und Konzentration sind für uns eher ein positiver Nebeneffekt als der eigentliche Ausgangspunkt. Amba wurde nicht primär für mehr Output entwickelt, sondern um unbewusste Nutzung zu reduzieren. Gleichzeitig merken wir, dass viele Nutzer genau dadurch automatisch fokussierter arbeiten und sich leichter auf eine Sache einlassen können. Deshalb achten wir bei der Weiterentwicklung darauf, dass unsere Lösung Fokus unterstützt, ohne sich wie ein klassisches Produktivitätstool anzufühlen.

Wohin soll sich Amba in den kommenden Jahren entwickeln und welche Funktionen oder Erweiterungen planen Sie für die Zukunft?

Wir wollen Amba zu einer umfassenden Plattform für bewusste Smartphone-Nutzung ausbauen. Dazu gehören stärkere Community-Features, Gamification-Elemente sowie personalisierte Insights zur eigenen Nutzung. Gleichzeitig arbeiten wir daran, das Produkt technisch weiter zu skalieren und breiter zugänglich zu machen.

Welche Erfahrungen aus dem Aufbau von Amba würden Sie heute anders angehen, wenn Sie noch einmal ganz am Anfang stehen würden?

Wir würden noch früher mit echten Nutzern testen und schneller iterieren. Gerade bei Verhaltensprodukten lernt man am meisten aus realem Feedback. Außerdem würden wir manche Dinge weniger perfektionistisch angehen und stärker auf Geschwindigkeit setzen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein Produkt entwickeln möchten, das echte Verhaltensänderungen bewirken soll?

Erstens: So früh wie möglich mit echten Nutzern testen.
Zweitens: Lösungen einfach halten – Komplexität verhindert Veränderung.
Drittens: Den Alltag der Nutzer verstehen, nicht nur ihre Probleme beschreiben.

Bildcredits/Fotograf: Patrick Schönhofen

Wir bedanken uns bei Bastian Fischer und Yves Maurice Clever für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

heycare erhält 4 Millionen Euro für weiteres Wachstum

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heycare Gesundheit Employee Assistance Program EAP Finanzierung Bild heycare Bildrechte/Fotograf:© Tribunalova

heycare sichert sich rund 4 Millionen Euro für weiteres Wachstum

Münchner Scaleup gewinnt mit Scalehouse Capital und Swiss Post Ventures strategische Partner

Das Münchner Scaleup heycare hat seine Extended Seed Runde erfolgreich abgeschlossen. Angeführt von Scalehouse Capital als Lead Investor und Swiss Post Ventures als Co Investor, fließt dem Unternehmen frisches Kapital für das weitere Wachstum zu. Die Gründerinnen Anna Schneider und Julia Kahle investieren die Mittel in den Ausbau ihres Teams. Damit reagieren sie auf die gestiegene Nachfrage im Bereich operative Teams.

Zu den Kunden von heycare zählen bereits Branchengrößen wie Daimler Truck, Douglas, Vaillant und VW Retail.

„Wir freuen uns, mit Scalehouse Capital und der Swiss Post Ventures zwei strategisch versierte Partner an unserer Seite zu haben“, erklärt Julia Kahle, Co CEO und Gründerin von heycare. „Als bereits profitables Unternehmen war es uns wichtig, Investoren zu finden, die unsere Vision teilen. Wir haben bewusst selektiert und Partner gewählt, die uns bei der Skalierung unserer Plattform optimal unterstützen können.“

„Anna Schneider und Julia Kahle kombinieren eine klare Vision für die Zukunft von Employee Assistance mit beeindruckender Umsetzungsstärke. In kurzer Zeit haben sie mit heycare eine starke Kundenbasis aufgebaut und ein Produkt entwickelt, das bei Unternehmen echten Mehrwert schafft. Wir bei Scalehouse Capital freuen uns darauf, heycare als Lead Investor beim nächsten Wachstumsschritt begleiten zu dürfen!“, sagt Manuel Böhringer, Managing Partner bei Scalehouse Capital.

Ganzheitliche Gesundheit alles aus einer Hand

Gegründet im Jahr 2022 ehemals heynanny hat sich das Unternehmen aus Bayern innerhalb kurzer Zeit vom spezialisierten Care Anbieter zum umfassenden Gesundheitsdienstleister entwickelt. Heute bietet heycare eine digitale Plattform, die als ganzheitliches Employee Assistance Program EAP und Familienservices fungiert.

Die heycare App löst ein zentrales Problem der modernen Arbeitswelt: Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Durch die Vermittlung von Betreuungslösungen für Kinder, Pflegebedürftige und sogar Haustiere werden Mitarbeitende spürbar entlastet, was die Ausfallzeiten in Unternehmen nachweislich reduziert.

Zusätzlich setzt heycare auf Prävention im Bereich mentaler Gesundheit. Über Trainings, Webinare und anonyme 1:1 Beratungen mit Psycholog:innen wird die psychische Widerstandskraft gestärkt. Seit Anfang 2026 integriert die Plattform zudem das Sport und Wellness Netzwerk von Urban Sports Club, um Firmenkunden ein lückenloses Gesundheits Ökosystem zu bieten.

Bild Voller Kurs auf Wachstum: heycare-Gründerinnen Anna Schneider (links) und Julia Kahle (rechts) freuen sich über neue Investoren Scalehouse Capital und Swiss Post Ventures  Bildrechte/Fotograf:© heycare/Tribunalova

Quelle heynannyly GmbH

260 Glatzköpfe, 40 Tattoos und eine klare Botschaft

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BOLD INK DAY zeigt Selbstbewusstsein mit Glatze

Beim BOLD INK DAY setzt DHDL Glatzen Startup eine Botschaft

Ein Tattoostudio, 260 Glatzköpfe und eine Botschaft, die vielen unter die Haut ging: Beim BOLD INK DAY verwandelte die Glatzenpflegemarke BETTER BE BOLD das Berliner Tattoostudio Rose of No Man’s Land in eine Bühne für Selbstbewusstsein – und gegen ein hartnäckiges Klischee.

Denn noch immer werden Männer mit Glatze häufig mit negativen Stereotypen verbunden. Mit der Aktion wollte die Marke zeigen: Glatzenträger sind keine Rechtsradikalen.

40 Tattoos und über 200 Besucher

40 Tattoos wurden an diesem Tag kostenlos gestochen – exklusiv für Männer mit Glatze. Über 200 Besucher kamen ins Studio, um Teil des Events zu sein oder die besondere Atmosphäre mitzuerleben. Einige Teilnehmer reisten dafür quer durch den deutschsprachigen Raum an: aus Hamburg, Kassel, Wuppertal, Nürnberg und sogar aus Österreich.

„Viele Männer erleben Haarausfall immer noch als Unsicherheit oder Tabuthema“, sagt Dennis Baltzer, Gründer von BETTER BE BOLD. „Mit dem BOLD INK DAY wollten wir zeigen, dass eine Glatze heute genauso für Selbstbewusstsein, Stil und Persönlichkeit stehen kann.“

Gründer greift selbst zur Tätowiermaschine

Der Gründer stellte sich dabei selbst der Herausforderung: Baltzer ließ sich nicht nur selbst tätowieren, sondern griff erstmals auch selbst zur Tätowiermaschine – und durfte unter Anleitung ein Tattoo stechen.

Wie stark sich viele Teilnehmer mit der Aktion identifizierten, zeigte auch Jürgen aus Kassel. Er entschied sich spontan dafür, das BETTER BE BOLD Logo direkt auf seinen Hinterkopf tätowieren zu lassen.

Der BOLD INK DAY war damit weit mehr als ein Tattoo Event: Er war ein Statement gegen Vorurteile – und für mehr Selbstbewusstsein bei Männern mit Glatze.

Bild @ BETTER BE BOLD GmbH

Quelle BETTER BE BOLD GmbH

Löwenkind startet neues Kapitel

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Hunde Produktlinie von Löwenkind nach Höhle der Löwen Simone Gründerin Portrait Bild

Rückkauf der Anteile und neue Marke für Hunde

Löwenkind, bekannt aus der VOX-Gründershow Höhle der Löwen, vollzieht einen strategischen Schritt: Die Gründerfamilie hat die Anteile der bisherigen Investorin Dagmar Wöhrl, die über ihre Beteiligungsgesellschaft INTRO Verwaltungs GmbH in Löwenkind investiert war, zurückgekauft. Nach fünf Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit ist das Unternehmen damit wieder vollständig in Familienhand.

Gegründet wurde Löwenkind von Simone Hilble. Aus einer Idee entwickelte sich über die Jahre eine etablierte Marke im deutschsprachigen Raum. Zu den wichtigsten Meilensteinen der Zusammenarbeit mit Dagmar Wöhrl zählen die gezielte Sortimentsausweitung für den Handel, die Expansion in mehrere europäische Märkte sowie der Aufbau eines Experten und Hebammennetzwerks.

„Löwenkind hat sich in den vergangenen Jahren beeindruckend entwickelt. Simone Hilble hat aus einer starken Idee Schritt für Schritt eine Marke aufgebaut, die heute bei vielen Familien fest etabliert ist. Ich freue mich sehr über diesen Weg und bin stolz, ein Teil dieser Entwicklung gewesen zu sein. Für das nächste Kapitel wünsche ich dem gesamten Team weiterhin viel Erfolg“, sagt Investorin Dagmar Wöhrl.

Löwenkind Dogs Wenn die Community den Weg weist

Parallel zum Rückkauf der Anteile geht Löwenkind den nächsten Schritt in seiner strategischen Entwicklung. Mit Löwenkind Dogs bringt das Unternehmen erstmals eine eigenständige Produktlinie speziell für Hunde auf den Markt.

Der Impuls kam direkt aus dem Austausch mit der eigenen Community: Über Jahre berichteten immer wieder Hundebesitzer, dass sie die Löwenkind Produkte erfolgreich bei ihren Hunden im Einsatz hatten. Diese Rückmeldungen gaben schließlich den Ausschlag, die neue Produktlinie gezielt zu entwickeln.

Die Löwenkind Dogs Produkte unterstützen Hunde insbesondere in stressigen Situationen sowie bei Reiseübelkeit. Die neue Linie ist bewusst als eigene Marke positioniert und aktuell online erhältlich, unter anderem über Amazon sowie den eigenen Shop.

Etablierte Marke mit zunehmender Präsenz im Einzelhandel

Heute ist die Kernmarke Löwenkind nicht nur online präsent, sondern auch stationär breit aufgestellt. Die Produkte sind in Deutschland und Österreich bei führenden Drogerie und Einzelhandelsketten erhältlich, darunter dm, Müller, BIPA, BILLA und BabyOne. Diese Präsenz bildet die Grundlage für weitere Partnerschaften und unterstreicht die Relevanz der Marke auch für den Handel.

Der erneute TV Beitrag bei Höhle der Löwen am 16. März und vorab im Stream auf RTL+ zeigt den Weg von Löwenkind – von der Gründeridee zur etablierten Familienmarke.

Bildcredits Löwenkind GmbH

Quelle Löwenkind GmbH

Legora erhält 550 Mio. US‑Dollar

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Legora erhält 550 Mio Dollar für KI Expansion USA Max Junestrand, CEO und Mitgründer von Legora

Legora erhält 550 Mio. US Dollar in Series D Finanzierung für den US Marktausbau

Legora, die kollaborative KI Plattform für Juristinnen und Juristen, hat in einer Series D Finanzierungsrunde 550 Millionen US Dollar bei einer Bewertung von 5,55 Milliarden US Dollar eingesammelt, um die Expansion in den Vereinigten Staaten voranzutreiben. Die Runde wurde von Accel angeführt. Beteiligt waren auch die bestehenden Investoren Benchmark, Bessemer Venture Partners, General Catalyst, ICONIQ, Redpoint Ventures und Y Combinator sowie neue Investoren, darunter Alkeon Capital, Bain Capital, Firstmark Capital, Menlo Ventures, Salesforce Ventures, Sands Capital und Starwood Capital.

Die Finanzierungsrunde fällt mit dem ersten Jahrestag von Legora in den USA zusammen und folgt auf eine Reihe bedeutender Kundenabschlüsse und Partnerschaften, darunter White & Case, Cleary Gottlieb und Goodwin. Dies unterstreicht die Bedeutung des US Markts, in dem Rechtsabteilungen KI zunehmend breit in ihre Arbeitsprozesse integrieren.

CEO Max Junestrand zur Finanzierung und Expansion

Zum Funding und zur Expansion in den USA sagte Max Junestrand, CEO und Mitgründer von Legora:

„Im vergangenen Jahr hat das Einführungstempo in den USA unsere Erwartungen übertroffen. Führende Kanzleien und Rechtsabteilungen gehen inzwischen entschlossen den Schritt von ersten Tests hin zur umfassenden Integration von KI in ihre Organisationen. Diese Finanzierung ermöglicht es uns, unser Wachstum in den USA zu beschleunigen. Sie erlaubt uns, in Talente und Infrastruktur zu investieren, unsere Präsenz in wichtigen Märkten auszubauen und Kundinnen und Kunden vor Ort zu unterstützen, während sie KI in ihre zentralen Arbeitsprozesse integrieren.“

Neue Standorte in Houston und Chicago geplant

Weniger als ein Jahr nach Eröffnung des ersten US Standorts in New York im März 2025 erweitert Legora seine Präsenz um neue Büros in Houston und Chicago, zwei der bedeutendsten juristischen und wirtschaftlichen Zentren des Landes. Diese ergänzen die bestehenden Standorte in New York und Denver.

Das Unternehmen plant, weitere lokale Hubs zu eröffnen und bis Ende 2026 auf mehr als 300 Mitarbeitende in den US Büros zu wachsen.

Accel sieht Legora als Betriebssystem für KI in der Rechtsbranche

„Max und sein Team arbeiten mit unermüdlichem Fokus daran, das Betriebssystem für KI in der Rechtsbranche aufzubauen“, sagt Arun Mathew, Partner bei Accel.

„Wie in anderen Dienstleistungsbranchen verlagert sich die Arbeit zunehmend hin zu vollständig von Agenten gesteuerten Workflows und immer mehr davon findet auf Legora statt. Wir freuen uns, Legora in dieser nächsten Wachstumsphase zu begleiten.“

Getragen wird Legoras Wachstum von einem stark kollaborativen Ansatz bei der Entwicklung und Implementierung von KI. Das Unternehmen arbeitet eng mit seinen Kundinnen und Kunden zusammen, von den ersten Überlegungen bis zum umfassenden Rollout und der laufenden Optimierung.

So positioniert sich Legora als langfristiger Partner, wenn Kanzleien und Rechtsabteilungen KI in zentrale Arbeitsprozesse integrieren.

Starkes Wachstum und globale Präsenz

Im vergangenen Jahr ist Legora von 40 auf 400 Mitarbeitende gewachsen und an den Standorten Stockholm, London, New York, Denver, Sydney und Bengaluru vertreten.

Die Legora Plattform unterstützt täglich Zehntausende Juristinnen und Juristen bei 800 Kunden in mehr als 50 Märkten.

Max Junestrand, CEO und Mitgründer von Legora, sagt:

„Wir sind den Rechtsabteilungen, die uns bei einigen ihrer wichtigsten Aufgaben vertrauen, und den Investorinnen und Investoren, die unsere langfristige Vision unterstützen, außerordentlich dankbar. Ihre Unterstützung ermöglicht es uns, weiterhin Technologien zu entwickeln, die Juristinnen und Juristen durch nahtlose Zusammenarbeit von menschlicher Expertise und maschineller Intelligenz stärken.“

Bild Legora

Quelle Adel & Link Public Relations GmbH & Co. KG

Finperks erhält 4 Mio. USD Pre Seed Finanzierung

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Prepaid Infrastruktur finperks API Infrastruktur Finanzierung Bild finperks Team Bildcredits/Fotograf: Lina Retzlaf

finperks sichert sich 4 Mio. USD Pre Seed Finanzierung unter der Führung von Motive Partners und seed+speed Ventures mit dem Ziel das Stripe für Prepaid zu werden

Berliner Fintech baut API Infrastruktur für den globalen Prepaid Markt auf

finperks hat eine Pre Seed Finanzierungsrunde in Höhe von 4 Millionen US Dollar bekannt gegeben, angeführt von Motive Partners und seed+speed Ventures.

Das Berliner Unternehmen entwickelt die API Infrastrukturschicht für den globalen Prepaid Markt umfasst Geschenkkarten, eCash und Prepaid Karten einem Sektor, der bis 2035 ein Volumen von 4,24 Billionen US Dollar erreichen soll.

Während die Nachfrage nach digitalen Prämien, Cashback und Mitarbeiterbenefits auf Verbraucherseite stetig wächst, bleibt die zugrundeliegende Infrastruktur fragmentiert und veraltet. Banken, FinTechs und HR Plattformen, die heute Prepaid Produkte anbieten möchten, müssen mehrere Anbieter in den Bereichen Ausgabe, Markenbeziehungen, Abrechnung und Compliance integrieren mit der Folge langsamer, regional begrenzter Markteinführungen und schlechter Nutzererfahrung.

finperks ersetzt diese Komplexität durch eine einzige API. Über eine einzige Integration erhalten Partner Zugang zu mehr als 1.000 Marken in ganz Europa und können damit folgende Leistungen anbieten

Markenfinanziertes Cashback, das direkt auf Bankkonten ausgezahlt wird.

Digitale Mitarbeiterbenefits, wie den in Deutschland steuerfreien 50 Euro pro Monat Sachbezug.

Sofortige digitale Geschenkkarten, eingebettet in Finanzprodukte.

Das Gründerteam verfügt über umfangreiche Erfahrung im Aufbau von Finanzinfrastrukturen. Achim Bönsch, Sebastian Seifert und Andreas Veller haben zuvor Barzahlen viafintech aufgebaut, das größte bankenunabhängige Bargeldnetzwerk in Europa und den USA, das 2021 in einem neunstelligen Exit an den an der NYSE notierten Konzern Paysafe veräußert wurde.

Sechs Monate nach dem Launch ist finperks bereits auf mehreren Plattformen aktiv. Die Payment App Flizpay nutzt finperks, um markenfinanziertes Cashback von durchschnittlich 5 Prozent anzubieten, das zum Zeitpunkt des Kaufs sofort auf die Bankkonten der Nutzer ausgezahlt wird. Die HR Plattformen Recardy und Paylo setzen finperks ein, um die steuerfreien Mitarbeiterbenefits in Deutschland bereitzustellen, ohne eigene Infrastruktur aufbauen zu müssen.

„Banken brauchen Cashback, um Nutzer zu binden und zu begeistern. HR Plattformen brauchen Benefits als logische Erweiterung, um Kunden weiterzuentwickeln. Keiner von ihnen möchte Prepaid Infrastruktur selbst aufbauen. Sie wollen sich einfach einklinken“, sagt Sebastian Seifert, Co Founder und Co CEO.

„Achim, Sebastian und Andreas sind erfahrene Serienunternehmer, die seit den Anfängen des FinTech in der Branche tätig sind“, sagt Ramin Niroumand, Partner Investments und Head of Venture bei Motive Partners. „Ich kenne sie seit dieser Zeit und bin stets beeindruckt von ihrer klaren Vision und ihrer Umsetzungsstärke. Mit finperks adressieren sie einen großen Prepaid Markt, der nach wie vor auf veralteter Infrastruktur basiert und moderne API first Grundlagen vermissen lässt. Wir freuen uns darauf, sie beim Aufbau der nächsten Generation von Prepaid Rails zu unterstützen und diesen wichtigen Teil des Finanzökosystems zu modernisieren.“

„In der Prepaid Welt scheiterte die Skalierung von Cashback und Benefit Programmen bisher oft an der unübersichtlichen und komplexen Infrastruktur. Das finperks Team löst dieses Problem mit einem effizienten Ansatz, der uns sofort beeindruckt hat eine einzige Schnittstelle, über die Partner europaweit auf ein großes Markenangebot zugreifen und Programme schnell ausrollen können. Dass finperks kurz nach dem Launch bereits bei mehreren Plattformen live ist, zeigt die Umsetzungsstärke des erfahrenen Barzahlen viafintech Teams. Wir freuen uns, finperks als Investor dabei zu unterstützen, der neue globale Standard für Prepaid Infrastruktur zu werden“, sagt Alexander Kölpin, Managing Partner bei seed + speed Ventures.

Das frische Kapital wird eingesetzt, um das Engineering Team zu erweitern, Markenpartnerschaften zu vertiefen und den Betrieb auf weitere europäische Märkte auszudehnen.

Quelle Marktdaten
https://www.precedenceresearch.com/gift-cards-market

Bild finperks Team Bildcredits/Fotograf: Lina Retzlaf

Quelle Maschmeyer Group/ MM Support GmbH

Wie verändert Technologie die Zukunft der Finanzwelt?

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de:hub Berlin FinTech Startups Innovationen. Katarzyna Grajner

Der de:hub Berlin vernetzt Startups, Finanzinstitute und Investoren, um Innovationen und neue Technologien im FinTech Bereich zu entwickeln und zu skalieren

Können Sie unseren Leserinnen und Lesern den de:hub Berlin kurz vorstellen und erläutern, welche Rolle dieser Hub sowohl im deutschen Digital Hub Netzwerk als auch im internationalen Innovationsökosystem einnimmt?

Der de:hub Berlin ist Teil der bundesweiten Digital Hub Initiative und der offizielle FinTech-Hub Deutschlands. Koordiniert wird er von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, der Wirtschaftsförderung des Landes Berlin. Gemeinsam mit der Berlin Finance Initiative (BFI) als Ecosystem Builder und dem House of Finance & Tech Berlin (HoFT Berlin) als zentraler Anlaufstelle für das FinTech-Ökosystem bilden wir ein Dreieck aus Standortförderung, Community-Aufbau und konkreter FinTech-Förderung. HoFT Berlin fungiert dabei als Europas Financial-Wellbeing-Ökosystem – eine Plattform, die FinTechs, Banken, Investoren, Aufsichtsbehörden und politische Entscheidungsträger zusammenführt. International ist Berlin damit einer der wenigen Standorte, der Startup-Förderung, regulatorischen Dialog und Branchenvernetzung unter einem Dach vereint.

Was macht Berlin als Standort für einen Digital Hub besonders attraktiv und warum ist die Hauptstadt für Startups, etablierte Unternehmen, Talente und Investoren gleichermaßen relevant?

Berlin ist Deutschlands führender FinTech-Standort. Die Anzahl aktiver FinTechs variiert je nach Definition – konservative Erhebungen wie die der Investitionsbank Berlin identifizieren rund 190 aktive Unternehmen, andere Quellen zählen über 300. Klar ist: Berlin vereint mit Abstand die meisten FinTechs, die meisten Beschäftigten in der Branche und den größten Anteil am Risikokapital. Allein 2025 flossen laut EY Startup Barometer 334 Millionen Euro VC-Finanzierung in Berliner FinTech- und InsurTech-Startups – ein Marktanteil von 61 Prozent in Deutschland. Entscheidend ist aber die Dichte des Ökosystems: Von Community-Formaten wie dem FinTech Stammtisch und dem Finance & Tech BBQ über das FIBE – Europas führendes Finance & Tech Festival am 15. und 16. April – bis hin zur DigiFin, der Digital Finance Conference von Bitkom und Payment & Banking im November, findet hier ganzjährig relevanter Austausch statt.

Der de:hub Berlin deckt eine Vielzahl an Themenfeldern ab. Welche technologischen Schwerpunkte stehen aktuell im Fokus und welchen Beitrag leisten sie zur digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft?

Ein strategischer Schwerpunkt des Berliner Hubs ist Financial Wellbeing als neue Zielgröße für Finanzinnovation. HoFT Berlin hat mit dem Financial Wellbeing Score eine wissenschaftlich fundierte Messgröße für finanzielle Gesundheit etabliert, basierend auf der Methodik des US Consumer Financial Protection Bureau. Deutschland erreicht im Financial Wellbeing Score nur 52,86 von 100 Punkten. Das Ergebnis zeigt klaren Handlungsbedarf.
Der Beitrag zur digitalen Transformation liegt damit nicht nur in neuen Technologien, sondern in einer strukturellen Verschiebung: Banking wird von einem transaktionalen Modell hin zu einem wirkungsorientierten, datenbasierten Serviceansatz weiterentwickelt. KI-gestützte Empfehlungen, datenbasierte Benchmarks und Open-Finance-Infrastrukturen ermöglichen personalisierte, präventive Finanzlösungen statt reiner Produktdistribution.

Wie unterstützt der de:hub Berlin Gründer konkret bei der Entwicklung, Validierung und Skalierung ihrer Geschäftsmodelle – insbesondere in frühen Wachstumsphasen? Welche Programme, Initiativen oder Formate bieten Sie an, um Startups gezielt mit Unternehmen, Investoren und relevanten Akteuren zu vernetzen und echte Mehrwerte zu schaffen?

Die Unterstützung erfolgt auf mehreren Ebenen. Berlin Partner vermittelt als de:hub-Koordinator den Zugang zum Gesamtökosystem und verbindet Startups mit Förderprogrammen, Industriepartnern und internationalen Netzwerken. HoFT Berlin bietet mit Scale-up-Förderprogrammen gezielte Wachstumsunterstützung für FinTechs, organisiert Executive Roundtables mit der BaFin und Branchenvertretern und ermöglicht über den C-Level Club kuratierten Peer-Austausch – etwa mit dem SumUp-Mitgründer Marc-Alexander Christ. Außerdem verfügt es über eine proprietäre Datenbank mit 8000+ europäischen FinTechs mit Lösungen im Bereich Financial Wellbeing geclustert nach konkreten Bedarfsfeldern.
Die Berlin Finance Initiative (BFI) steht hinter vielen Initiativen, die Berlin heute besonders macht. Das HoFT Berlin und die FIBE zählen zu den prominentesten Beispielen. Und die BFI schließt Lücken, die außerhalb des klassischen Aufgabenbereichs von HoFT Berlin oder Berlin Partner liegen – gerade an der Schnittstelle der traditionellen und der neuen Finanzwelt.

Berlin gilt als besonders vielfältiger Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. Wie gestalten Sie die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, etablierten Unternehmen, dem Mittelstand und internationalen Partnern und welche Synergien entstehen daraus?

Der de:hub Berlin agiert als Orchestrator zwischen Startups, Banken, Investoren, Politik und Wissenschaft. Im Forschungsbereich arbeitet HoFT Berlin eng mit der Financial Health Initiative zusammen und veröffentlicht aktuell die Employee Financial Wellbeing Studie. Darüber hinaus bestehen Kooperationen mit Roland Berger sowie akademische Partnerschaften mit der Goethe-Universität Frankfurt, dem Leibniz Institute for Financial Research SAFE, der ESMT Berlin und der HWR Berlin. Internationale Impulse kommen unter anderem durch Beiträge von Prof. Annamaria Lusardi von der Stanford University.
Etablierte Akteure wie Deutsche Bank, IBB Ventures, Scalable Capital und Luther engagieren sich als Mentoren, Speaker oder Sparringspartner. So entstehen Synergien aus Forschung, Kapital, Regulierung und unternehmerischer Praxis – mit dem Ziel, Finanzinnovation strukturell und nachhaltig im Markt zu verankern.

Zwei Trends stehen im Zentrum: das Potenzial von KI, Finanzwissen und Finanzberatung zu demokratisieren, und die zunehmende finanzielle Unsicherheit breiter Bevölkerungsgruppen. Unsere Studie mit Roland Berger zeigt: 52% geben an, sich mindestens einmal pro Woche um ihre finanzielle Situation zu sorgen. 27% haben keinen Überblick über ihre Finanzen.
KI-gestützte Tools können hier einen enormen Hebel bieten: Sie machen individuelle Finanzbegleitung erstmals für breite Bevölkerungsschichten zugänglich und schaffen neue Möglichkeiten in der Finanzbildung. Gleichzeitig integriert Embedded Finance Finanzdienstleistungen direkt in Alltagsplattformen. Im Ökosystem greifen wir diese Themen auf unterschiedlichen Wegen auf – etwa über den Financial Wellbeing Score als gemeinsame Datengrundlage, über fokussierte Roundtables und Webinare, oder über Formate wie das FIBE und die DigiFin, die Forschung, Finanzinstitute, FinTechs und Politik zusammenbringen.

Woran messen Sie den Erfolg Ihrer Arbeit – sowohl für die unterstützten Startups als auch für das Berliner Innovationsökosystem insgesamt?

Auf der quantitativen Seite betrachten wir Entwicklungen wie erfolgreiche Finanzierungsrunden, geschaffene Arbeitsplätze, erste Pilotprojekte mit etablierten Marktteilnehmern oder internationale Markteintritte von Startups. Diese Indikatoren zeigen, ob Unternehmen in Berlin nicht nur gründen, sondern auch wachsen und sich im Markt behaupten können. Ein Beispiel dafür ist die Kooperation zwischen zwei Mitgliedsunternehmen des HoFTs der Berliner Volksbank und Beatvest. Sie arbeiten gemeinsam an neuen Formaten zum Thema finanzielle Bildung. Solche Partnerschaften zeigen, dass junge Unternehmen im Austausch mit etablierten Playern echte Wirkung entfalten können.

Genauso wichtig ist jedoch die qualitative Dimension: Fühlen sich Gründerinnen und Gründer in Berlin gut aufgehoben? Wissen sie, an wen sie sich wenden können? Finden sie Sparringspartner, offene Türen, ehrliches Feedback und eine Community, die sie trägt? Ein gesundes Innovationsökosystem erkennt man nicht nur an Zahlen, sondern daran, dass Menschen sich gern und bewusst dafür entscheiden, Teil davon zu sein. Langfristig geht es für uns immer um eine Balance aus beidem: messbarer Wirkung und einem Standort, an dem Innovation aus Überzeugung entsteht.

Welche Rolle spielt die internationale Vernetzung für den de:hub Berlin und wie profitieren Startups konkret vom Austausch mit anderen de:hub-Standorten und globalen Partnern?

Internationale Vernetzung ist ein zentraler Bestandteil unserer Strategie. Über Delegationsprogramme nach Paris, London zur UK FinTech Week und in die nordischen Märkte erhalten Startups direkten Zugang zu lokalen Finanzinstituten, Investoren und Ökosystempartnern. Das FIBE 2026 setzt einen besonderen Schwerpunkt auf die FinTech-Hubs Frankreichs, des UK und der Nordics und bringt über 2.000 Teilnehmer aus mehr als 40 Ländern zusammen.
Der Austausch mit anderen de:hub-Standorten ermöglicht darüber hinaus branchenübergreifenden Wissenstransfer und Cross-Industrie-Kooperationen. Für Startups bedeutet das: schnellere Validierung, breitere Investorenkontakte und höhere Skalierungsfähigkeit.

Welche strategischen Ziele verfolgt der de:hub Berlin in den kommenden Jahren und wie soll sich der Hub weiterentwickeln, um noch mehr Innovations- und Startup-Potenzial freizusetzen?

Unser strategisches Ziel ist es, das Momentum des Berliner FinTech-Standorts weiter zu steigern und Gründerinnen und Gründern die bestmöglichen Bedingungen für Wachstum und Skalierung zu bieten. Konkret treiben wir die internationale Expansion mit Programmen in Richtung UK und Nordics voran und stärken den Austausch auf Leitformaten wie dem FIBE und der DigiFin. HoFT Berlin entwickelt seinen Space als zentralen Meetingpoint und Workspace für FinTech-Teams weiter, und mit der Employee Financial Wellbeing Study 2025 setzen wir neue inhaltliche Impulse.
Financial Wellbeing ist dabei aktuell der thematische Schwerpunkt – doch das Ökosystem ist so angelegt, dass in Zukunft weitere Innovationsfelder gezielt ausgebaut werden können. Der verbindende Gedanke: Finanzinnovation soll nicht nur wirtschaftlichen Erfolg ermöglichen, sondern auch einen messbaren Mehrwert für die Gesellschaft schaffen. Wenn Startups wachsen, Institutionen sich öffnen und Menschen finanziell gesünder leben, entsteht ein Gewinn für alle Beteiligten.

Bildcredits de:hub Mannheim

Wir bedanken uns bei Katarzyna Grajner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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