Samstag, November 7, 2026
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Ortsportal trifft Bürger-KI: Wie kommunity360 kleine Gemeinden digitalisiert

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kommunity360: Plattform für Bürger und Gemeinden Martin Dellwing

kommunity360 entwickelt eine digitale Plattform, die Bürger mit lokalen Informationen, Unternehmen, Vereinen, Veranstaltungen und kommunalen Angeboten verbindet.

Können Sie kommunity360 kurz vorstellen und erzählen, welche Idee hinter der Plattform für Städte und Gemeinden steht?

kommunity360 ist eine lokale Informationsplattform, die Ortsportal, Bürger-App, lokale Redaktion und die Bürger-KI Tobi miteinander verbindet. Bürger finden dort unter anderem Veranstaltungen, Unternehmen, Vereine, Sehenswürdigkeiten, Mülltermine, wichtige Anlaufstellen sowie aktuelle Meldungen aus der Gemeinde oder dem Bürgerbüro.

Entstanden ist das Projekt vor allem für kleinere Städte und Gemeinden. Viele bestehende digitale Angebote konzentrieren sich verständlicherweise auf größere Städte, weil sich dort mehr Nutzer und häufig auch größere Budgets befinden. Mein Ziel war deshalb von Anfang an, eine technische Infrastruktur zu schaffen, die auch für kleine Gemeinden funktioniert und für die Gemeinde selbst kostenlos genutzt werden kann.

Der erste reale Pilot läuft in meinem Heimatort Neukirchen in Nordfriesland.

Wer steht hinter kommunity360, und welche Erfahrungen haben zur Entwicklung des Unternehmens geführt?

Ich bin Martin Dellwing, Geschäftsführer der DELLWING ONLINE GmbH und Gründer von kommunity360. Mein beruflicher Weg führte vom Onlinehandel über Agenturarbeit immer stärker in Richtung Software, Automatisierung und künstliche Intelligenz.

Seit 2023 beschäftige ich mich sehr intensiv mit HighLevel und bin der erste deutschsprachige HighLevel Certified Admin. In Videos, Kursen und Communities vermittle ich den praktischen Einsatz der Plattform und ihrer KI-Funktionen. 2025 habe ich außerdem den HighLevel AI Agent Contest gewonnen.

kommunity360 ist für mich die konsequente Weiterentwicklung daraus. Statt KI und Automatisierung nur für einzelne Unternehmen einzusetzen, möchte ich damit eine Infrastruktur aufbauen, die Menschen im Alltag eines ganzen Ortes hilft.

Lokale Informationen verteilen sich häufig auf Gemeindewebseiten, Social Media, Vereinsseiten und verschiedene Veranstaltungskalender. Welches Problem möchten Sie dadurch konkret lösen?

Das eigentliche Problem ist nicht, dass lokale Informationen fehlen. Sie liegen nur an sehr vielen verschiedenen Stellen. Die Trainingszeit steht beim Verein, eine Veranstaltung bei Facebook, der Mülltermin beim Entsorger und eine wichtige Meldung auf der Gemeindeseite.

kommunity360 führt diese Informationen strukturiert an einer Stelle zusammen. Damit sie anschließend nicht wieder veralten, ist das System bereits auf automatisierte Pflege ausgelegt. Pro Ort arbeitet die technische Struktur mit sechs sogenannten Managed Agents, die jeweils unterschiedliche Informationsbereiche überwachen, Quellen prüfen und Aktualisierungen in den zentralen Datenbestand übernehmen.

Dadurch stehen Änderungen sowohl auf der kommunity360-Website als auch für Tobi, die lokale Bürger-KI, zur Verfügung. Automatisierung ersetzt dabei nicht jede menschliche Kontrolle, sie reduziert aber den Pflegeaufwand erheblich.

Bürger, Vereine, Unternehmen und Kommunen haben sehr unterschiedliche Interessen. Wie schaffen Sie eine Plattform, die für alle Beteiligten einen echten Mehrwert bietet?

Der gemeinsame Nenner sind lokale Informationen. Ein Bürger sucht einen Handwerker, ein Unternehmen möchte gefunden werden. Ein Verein möchte auf sein Angebot aufmerksam machen, während jemand im Ort genau nach diesem Angebot sucht. Die Gemeinde wiederum möchte wichtige Meldungen möglichst einfach an die Menschen bringen.

Zusätzlich zur automatisierten Datenpflege habe ich deshalb eine passwortgeschützte kommunity360-Redaktion entwickelt. Der jeweilige Bürgermeister oder andere autorisierte Personen können dort vorhandene Informationen bearbeiten, Bilder ändern, Veranstaltungen ergänzen oder aktuelle Meldungen veröffentlichen.

Die Redaktion funktioniert auch mobil. Dadurch kann beispielsweise ein Bürgermeister unterwegs innerhalb weniger Minuten eine wichtige Information veröffentlichen oder korrigieren, ohne sich mit der technischen Infrastruktur im Hintergrund beschäftigen zu müssen.

Mit „Tobi“ setzen Sie auf einen digitalen Ortsassistenten. Welche Aufgaben soll er übernehmen und wie möchten Sie sicherstellen, dass seine Antworten zuverlässig und aktuell sind?

Tobi ist die Bürger-KI von kommunity360 und beantwortet lokale Fragen per Sprache oder Text. Besonders hilfreich ist er bei Fragen, bei denen ein Nutzer nicht genau weiß, wo er suchen müsste. Zum Beispiel: „Wo kann ich heute Abend noch etwas essen?“, „Wo kann ich mein E-Bike laden?“ oder „Was kann ich am Wochenende mit Kindern machen?“.

Tobi ersetzt aber bewusst nicht die normale Navigation. Wer einfach alle Handwerker oder Veranstaltungen sehen möchte, soll das direkt in der App oder auf der Website tun können.

Die Zuverlässigkeit entsteht vor allem dadurch, dass Tobi auf denselben strukturierten Datenbestand zugreift wie die öffentliche Plattform. Änderungen durch die Redaktion und automatisierte Aktualisierungen der Managed Agents stehen damit auch Tobi zur Verfügung. Wenn eine Information nicht ausreichend gesichert ist, soll Tobi das deutlich sagen, anstatt etwas zu erfinden.

Eine lokale Plattform wird erst interessant, wenn genügend Menschen und Organisationen sie aktiv nutzen. Wie wollen Sie diese kritische Masse in einer Gemeinde erreichen?

kommunity360 ist bewusst so aufgebaut, dass der Nutzen nicht erst entsteht, wenn sich hunderte Menschen registriert haben. Veranstaltungen, Unternehmen, Mülltermine, Vereine oder wichtige Anlaufstellen helfen bereits dem ersten Nutzer.

In Neukirchen ist die Plattform bereits funktionsfähig aufgebaut, und Bürgermeister Jörg Hansen unterstützt den Pilot. Gemeinden können anschließend selbst entscheiden, wie intensiv sie die automatisierte Pflege zusätzlich über ihre Redaktion unterstützen möchten.

Mein Ziel ist aber ausdrücklich, dass langfristig kein Ort in Deutschland ausgeschlossen wird, nur weil er klein ist oder kein Budget für eine eigene digitale Lösung hat. Deshalb möchte ich die technische Basis möglichst schnell auf weitere Orte übertragen. Mit zunehmender Größe sollen zusätzlich regionale Betreuungsteams entstehen, die mehrere Gemeinden einer Region begleiten, Datenqualität kontrollieren und Ansprechpartner vor Ort unterstützen.

kommunity360 startet zunächst in Neukirchen in Nordfriesland. Welche Erkenntnisse möchten Sie dort gewinnen, bevor weitere Orte hinzukommen?

Die technische Grundlage steht bereits, deshalb geht es im Pilot weniger darum herauszufinden, ob sich die Idee grundsätzlich umsetzen lässt. Entscheidend ist jetzt die Nutzung unter realen Bedingungen.

Ich möchte sehen, welche Informationen Bürger besonders häufig benötigen, wie intuitiv Website, App und Tobi tatsächlich genutzt werden und an welchen Stellen wir die Datenpflege noch weiter automatisieren können.

Gleichzeitig testen wir in Neukirchen die redaktionellen Abläufe und das Geschäftsmodell mit lokalen Unternehmen und Unterstützern. Die Erkenntnisse daraus fließen unmittelbar in den weiteren Ausbau ein. Der nächste Schritt ist Nordfriesland. Die Architektur wurde von Anfang an so entwickelt, dass ein neuer Ort möglichst über Daten und Konfiguration angelegt werden kann und nicht jedes Mal eine neue Software benötigt.

Datenschutz und Vertrauen sind bei einer kommunalen Plattform besonders wichtig. Wie gehen Sie mit diesen Anforderungen um?

Datenschutz gehört von Anfang an zur Produktentwicklung. Öffentliche Ortsinformationen werden klar von personenbezogenen Nutzerdaten getrennt, und Funktionen sollen möglichst ohne unnötige Datenerhebung nutzbar sein.

Bei Sprach- und KI-Funktionen informieren wir transparent über den Einsatz künstlicher Intelligenz und die Datenverarbeitung. Berechtigungen innerhalb der Redaktion sind ebenfalls so aufgebaut, dass Verantwortliche nur auf die für sie vorgesehenen Bereiche zugreifen können.

Zusätzlich arbeite ich eng mit einer zertifizierten Datenschutz-Expertin zusammen, die kommunity360 bei diesen Themen begleitet. Gerade bei einer Plattform, die perspektivisch von vielen Gemeinden und Bürgern genutzt werden soll, möchte ich Datenschutz nicht nachträglich ergänzen, sondern bei neuen Funktionen direkt mitdenken.

Gemeinden sollen ihre Plattform auch mithilfe lokaler Partner finanzieren können. Wie funktioniert dieses Modell und wie bewahren Sie dabei die Unabhängigkeit der Inhalte?

Mein Ziel war von Anfang an, dass Gemeinden für kommunity360 nichts bezahlen müssen. Die Finanzierung soll stattdessen unter anderem über freiwillige Unternehmenspakete, lokale Unterstützer und Sponsoren funktionieren.

Unternehmen erhalten bereits kostenlose Basiseinträge, damit das örtliche Verzeichnis für Bürger möglichst vollständig bleibt. Wer zusätzliche Darstellungsmöglichkeiten, umfangreichere Unternehmensprofile oder weitere Funktionen nutzen möchte, kann ein kostenpflichtiges Paket buchen.

Dabei ist die Trennung wichtig: Ein Unternehmen bezahlt für zusätzliche Sichtbarkeit oder Funktionen, aber nicht dafür, dass sachliche Informationen verändert oder andere Betriebe ausgeblendet werden. Auch kostenlose Einträge müssen korrekt und für Bürger hilfreich bleiben.

Viele Kommunen verfügen bereits über Webseiten, Apps oder Social-Media-Kanäle. Was soll kommunity360 gegenüber diesen bestehenden Angeboten besonders machen?

kommunity360 soll bestehende Angebote nicht einfach ersetzen. Der Unterschied liegt darin, Informationen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenzuführen und auf mehreren Wegen zugänglich zu machen.

Ein Bürger kann klassisch durch Veranstaltungen, Unternehmen, Vereine oder Sehenswürdigkeiten navigieren, die App nutzen oder Tobi einfach eine Frage stellen. Im Hintergrund greifen diese Zugänge auf denselben Datenbestand zurück.

Dazu kommt die automatisierte Aktualisierung durch Managed Agents und die lokale Redaktion. Eine Änderung soll möglichst nur einmal vorgenommen werden müssen und anschließend überall verfügbar sein. Genau diese Verbindung aus lokaler Informationsplattform, Automatisierung und Bürger-KI ist der Kern von kommunity360.

Welche Vision verfolgen Sie mit kommunity360, und wie lässt sich ein stark lokales Konzept langfristig auf viele unterschiedliche Städte und Gemeinden übertragen?

Meine langfristige Vision ist eine kommunity360 für jede Stadt und Gemeinde in Deutschland. Das sind rund 10.700 Orte, und gerade die kleineren davon möchte ich nicht außen vor lassen.

Technisch haben wir deshalb eine gemeinsame Grundlage entwickelt, bei der Website, App, Redaktion und Tobi aus derselben lokalen Datenstruktur versorgt werden. Ein neuer Ort soll nicht bedeuten, dass eine neue Software programmiert werden muss. Im Idealfall werden lediglich die Ortsdaten, Quellen und Zuständigkeiten hinterlegt und die vorhandene Infrastruktur übernimmt den Rest.

Neukirchen ist der Ausgangspunkt, anschließend soll Nordfriesland folgen. Mit wachsender Verbreitung werden Automatisierung und regionale Betreuung kombiniert. Die Technik kann zentral skaliert werden, trotzdem soll sich kommunity360 für einen Bürger immer wie eine Plattform für seinen eigenen Ort anfühlen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die eine digitale Plattform aufbauen, bei der mehrere unterschiedliche Nutzergruppen gleichzeitig gewonnen werden müssen?

Erstens: Das Produkt muss bereits für den ersten Nutzer einen Nutzen haben. Wer zuerst tausende Mitglieder benötigt, bevor seine Plattform interessant wird, macht sich den Start unnötig schwer.

Zweitens: Automatisierung von Anfang an mitdenken. Was bei einem Pilotprojekt zehn Minuten Handarbeit verursacht, kann bei 10.000 Standorten zu einem riesigen Problem werden.

Drittens: Nicht versuchen, jede Nutzergruppe mit demselben Argument zu überzeugen. Bürger, Unternehmen und Kommunen nutzen kommunity360 aus unterschiedlichen Gründen. Das Produkt muss diese Interessen zusammenbringen, ohne dass eine Gruppe auf Kosten der anderen gewinnt.

Bildcredits DELLWING ONLINE GmbH

Wir bedanken uns bei Martin Dellwing für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Mehr Abschlüsse im Alltag: Wie die Plattform vertrieb.de Profis trainiert

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vertrieb.de: Vertrieb und Weiterbildung neu gedacht Michael Silberberger Workshop

vertrieb.de verbindet Vertrieb mit kontinuierlicher Weiterbildung und unterstützt Unternehmen, Führungskräfte und Verkaufsteams dabei, ihre Fähigkeiten praxisnah weiterzuentwickeln.

Können Sie vertrieb.de kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee zur Gründung der Plattform entstanden ist?

vertrieb.de hilft Menschen und Unternehmen dabei, erfolgreicher zu kommunizieren, zu führen und zu verkaufen. Unser Anspruch ist klar: mehr Abschlüsse, mehr Sicherheit und messbar bessere Ergebnisse im Vertrieb.

Vertrieb begleitet mich durch mein gesamtes unternehmerisches Leben. Mit starken Vertriebsteams habe ich Unternehmen aufgebaut, skaliert und vier davon zur Marktführerschaft geführt.

2010 hatte ich die Gelegenheit, die Domain vertrieb.de zu kaufen. Schon damals war mir bewusst, welches Potenzial in diesem Namen steckt. Zuvor hatte ich mit Semigator Deutschlands größte Seminarplattform aufgebaut. Ich kannte also sowohl die Weiterbildungsbranche als auch die Kraft, die entsteht, wenn Menschen neues Wissen unmittelbar anwenden.

Mit vertrieb.de bringen wir diese beiden Welten zusammen: unternehmerische Vertriebspraxis und moderne, kontinuierliche Weiterbildung.

Aus einer starken Domain wurde eine klare Mission: Menschen und Unternehmen messbar besser zu machen.

Wer steht hinter vertrieb.de, und welche Erfahrungen haben die Entwicklung Ihres Weiterbildungsangebots geprägt?

Hinter vertrieb.de stehe ich gemeinsam mit einem Team aus erfahrenen Unternehmern, Trainern und Vertriebsexperten.

Seit 1999 habe ich vier Unternehmen zur Marktführerschaft aufgebaut. Zusammen haben diese Unternehmen inzwischen mehr als eine Milliarde Euro Umsatz erwirtschaftet. Die Geschäftsmodelle waren unterschiedlich, aber der entscheidende Wachstumstreiber war immer derselbe: ein starker Vertrieb.

Ich weiß, wie aus einer Idee ein Unternehmen entsteht, wie Teams wachsen und wie aus ersten Verkaufserfolgen skalierbare Prozesse werden. Ich kenne aber auch die andere Seite: Rückschläge, Liquiditätsdruck und Situationen, in denen der nächste Abschluss darüber entscheidet, ob ein Unternehmen den nächsten Entwicklungsschritt gehen kann.

Genau diese Erfahrungen prägen unser Angebot. Wir vermitteln keine Theorie aus dem Lehrbuch, sondern Methoden, die sich in echten Unternehmen und konkreten Verkaufssituationen bewährt haben.

Unternehmen wachsen nicht durch Hoffnung. Sie wachsen, wenn Menschen ihre Ideen überzeugend in den Markt bringen.

Welche Vision verfolgen Sie mit vertrieb.de, und wie möchten Sie die Weiterbildung im Vertrieb langfristig verändern?

Wir möchten, dass Menschen besser kommunizieren, klarer führen und erfolgreicher verkaufen.

Klassische Seminare und Workshops bleiben dabei wichtig. Sie schaffen Energie, Austausch und neue Perspektiven. Aber nachhaltige Veränderung entsteht selten an einem einzigen Seminartag.

Deshalb verbinden wir intensive Trainings mit kurzen, regelmäßigen Lerneinheiten. Unsere täglichen 12-Minuten-Impulse lassen sich direkt in den Arbeitsalltag integrieren. Die Teilnehmer lernen nicht nur auf Vorrat. Sie wenden neue Methoden unmittelbar in Kundengesprächen, Führungssituationen und Verhandlungen an.

Unser Ziel ist, Weiterbildung von einem gelegentlichen Ereignis zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskultur zu machen.

Ein Seminartag kann begeistern. Kontinuierliches Training verändert Verhalten.

An welche Zielgruppen richtet sich vertrieb.de hauptsächlich, und welche Herausforderungen möchten Sie lösen?

Unsere Hauptzielgruppen sind kleine und mittelständische Unternehmen, Start-ups, Gründer, Vertriebsmitarbeiter und Führungskräfte.

Gerade in einem Start-up ist Vertrieb nicht nur eine einzelne Abteilung. Vertrieb ist die Voraussetzung dafür, dass aus einer guten Idee überhaupt ein tragfähiges Unternehmen entsteht.

Wir helfen Vertriebsmitarbeitern, sicherer aufzutreten, bessere Fragen zu stellen, Kundensituationen klarer zu verstehen und konsequenter zum Abschluss zu kommen. Führungskräfte unterstützen wir dabei, ihre Teams systematisch zu entwickeln und Orientierung zu geben. Unternehmen helfen wir, wiederholbare Prozesse aufzubauen, damit Wachstum nicht vom Zufall oder von einzelnen Top-Verkäufern abhängt.

Ohne Kunden kein Umsatz. Ohne Umsatz kein dauerhaftes Unternehmen. Vertrieb entscheidet, ob aus einer Idee eine Erfolgsgeschichte wird.

Viele Weiterbildungsangebote vermitteln vor allem Theorie. Warum setzt vertrieb.de bewusst auf einen praxisnahen Ansatz?

Weil Unternehmen keine Zeit für Wissen haben, das im Alltag nicht funktioniert.

Unsere Programme sind konsequent an der Realität kleiner und mittelständischer Unternehmen ausgerichtet: wenig Zeit, begrenzte Ressourcen und ein klarer Anspruch an die wirtschaftliche Wirkung.

Deshalb erhalten Teilnehmer bei uns keine abstrakten Modelle, sondern konkrete Gesprächseinstiege, Fragetechniken, Leitfäden, Übungen und Aufgaben. Vieles davon kann bereits im nächsten Kundengespräch eingesetzt werden.

Entscheidend ist nicht, ob ein Training am Ende gute Bewertungen bekommt. Entscheidend ist, ob Menschen ihr Verhalten verändern und Unternehmen bessere Ergebnisse erzielen.

Weiterbildung darf nicht nur gefallen. Sie muss im Arbeitsalltag wirken.

Was macht vertrieb.de im Vergleich zu anderen Anbietern für Vertriebs- und Führungstrainings besonders?

Am besten probiert man vertrieb.de aus und macht sich selbst ein Bild.

Wir verbinden tägliche 12-Minuten-Impulse mit digitalen Lerninhalten, Live-Workshops, Gruppencoachings, Einzelcoachings und klassischen Inhouse-Trainings. Dadurch entsteht nicht nur ein kurzfristiger Motivationsschub. Es entsteht ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess.

Ein weiterer Unterschied ist die Vielfalt unserer Experten. Unsere Teilnehmer lernen nicht nur die Methode eines einzelnen Trainers kennen. Sie erhalten unterschiedliche Perspektiven auf Kommunikation, Verkauf, Führung, Psychologie, Prozesse und Technologie.

Unser Anspruch bleibt dabei immer gleich: Weiterbildung muss messbar etwas verändern.

Wir liefern nicht einfach mehr Inhalte. Wir wollen mehr Wirkung erzielen.

Sie kombinieren digitale Lerninhalte mit Live-Trainings und Coachings. Welche Vorteile bietet dieses Konzept?

Menschen lernen unterschiedlich. Manche benötigen den direkten Austausch in einer Gruppe, andere wollen Inhalte flexibel wiederholen oder ein konkretes Thema individuell vertiefen.

Live-Trainings schaffen Energie, Verbindlichkeit und einen intensiven Austausch. Digitale Angebote sorgen dafür, dass Lernen in den Arbeitsalltag passt. Ein Teilnehmer kann beispielsweise kurz vor einer wichtigen Verhandlung noch einmal gezielt das passende Modul aufrufen.

Coachings ermöglichen zusätzlich, persönliche Situationen und konkrete Herausforderungen zu bearbeiten. Durch die Verbindung dieser Formate wird Wissen nicht nur gehört. Es wird wiederholt, ausprobiert, reflektiert und dauerhaft verankert.

Der Lernweg kann unterschiedlich sein. Entscheidend ist, dass am Ende eine sichtbare Verbesserung entsteht.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei einem Angebot für unterschiedliche Branchen und Unternehmensgrößen?

Die Grundlagen erfolgreichen Vertriebs sind in vielen Branchen ähnlich: Kunden ansprechen, Vertrauen aufbauen, die richtigen Fragen stellen, Bedürfnisse erkennen, Nutzen vermitteln, Einwände behandeln und Entscheidungen herbeiführen.

Natürlich gibt es zusätzlich branchenspezifische Produkte, Prozesse und Kundenerwartungen. Darauf gehen wir in individuellen Inhouse-Trainings, digitalen Formaten und persönlichen Coachings ein.

Die größte Herausforderung ist jedoch häufig nicht die Branche. Es ist die Bereitschaft der Menschen, das eigene Verhalten zu hinterfragen.

Nicht jeder Mitarbeiter möchte Gewohnheiten verändern oder neue Methoden ausprobieren. Deshalb richtet sich vertrieb.de vor allem an Menschen, die wirklich besser werden wollen. Denn kein Trainer kann Entwicklung verordnen.

Veränderung beginnt bei den Menschen, die bereit sind, den ersten Schritt zu gehen.

Wie wichtig ist kontinuierliches Lernen für nachhaltigen Vertriebserfolg?

Kontinuierliches Lernen ist einer der stärksten Hebel für langfristigen Erfolg.

Dabei beobachte ich seit vielen Jahren ein interessantes Muster: Gerade die besten Verkäufer, Unternehmer und Führungskräfte entwickeln sich permanent weiter. Sie könnten sich auf ihren Erfolgen ausruhen, tun es aber nicht. Sie suchen neue Perspektiven, trainieren ihre Fähigkeiten und überprüfen regelmäßig ihr eigenes Verhalten.

Das ist kein Widerspruch. Es ist einer der wesentlichen Gründe für ihren Erfolg.

Die Besten trainieren nicht, weil sie schlecht sind. Sie sind die Besten, weil sie niemals aufhören zu trainieren.

Welche neuen Inhalte und Weiterentwicklungen stehen bei vertrieb.de aktuell im Fokus?

Ein großer Schwerpunkt ist künstliche Intelligenz im Vertrieb. Wir zeigen, wie Verkäufer KI konkret für Recherche, Gesprächsvorbereitung, Angebotserstellung, Nachbereitung und Kundenkommunikation einsetzen können.

Gleichzeitig verändern sich die Kaufprozesse im B2B-Bereich. Kunden informieren sich heute häufig lange vor dem ersten persönlichen Gespräch. Sie vergleichen Anbieter, recherchieren online und beobachten Unternehmen und Experten auf Plattformen wie LinkedIn.

Ein moderner Verkäufer muss deshalb nicht nur im persönlichen Gespräch überzeugen. Er muss digital sichtbar sein, relevante Inhalte teilen und frühzeitig Vertrauen aufbauen.

Dabei gilt: KI kann Prozesse beschleunigen, Informationen strukturieren und Routineaufgaben übernehmen. Empathie, Glaubwürdigkeit und echtes Verständnis für den Kunden bleiben jedoch menschliche Fähigkeiten.

Der Vertrieb der Zukunft wird digitaler und intelligenter. Der Mensch bleibt trotzdem der entscheidende Unterschied.

Wo soll vertrieb.de in den kommenden Jahren stehen?

Unser erstes Ziel war bewusst klein: Wir wollten mindestens 100 Menschen besser machen. Das haben wir mittlerweile erreicht. Jetzt dürfen es gerne einige mehr werden.

Wir wollen die Plattform aufbauen, die bei Mitarbeitern und Unternehmen die größte tatsächliche Veränderung auslöst. Dabei geht es uns nicht darum, möglichst viele Videos, Kurse oder Materialien zu produzieren.

Es geht darum, dass Menschen sicherer kommunizieren, besser führen, erfolgreicher verkaufen und ihre Entwicklung auch an konkreten Ergebnissen erkennen können.

Unser Ziel ist nicht maximaler Content. Unser Ziel ist maximale Veränderung.

Bildcredits Michael Silberberger

Wir bedanken uns bei Michael Silberberger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Lebensstimmen: Die KI-Plattform für selbstbestimmte Abschiedsvorsorge

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Lebensstimmen: KI und Bestatter für neue Abschiedsformen die drei Gründer und der Investor Dr. Helmut Marko

Lebensstimmen verbindet KI mit der Erfahrung von Bestatter-Experten, um persönliche Abschieds- und Erinnerungsformate bereits zu Lebzeiten selbstbestimmt zu gestalten

Kannst du Lebensstimmen kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee entstanden ist?

Lebensstimmen-Words that Remain ist eine neuartige KI-gestützte Plattform, mit der Menschen persönliche Abschieds- und Erinnerungsformate zu Lebzeiten als Vorsorgemodell und ergänzend zum bestehenden Angebot selbstbestimmt gestalten können. Das sind z.B. Grußbotschaften, die eigene Trauer bzw. Abschiedsrede oder eine würdevolle Rede der Familie, als Audio oder Video.

Die Idee ist aus persönlichen Erfahrungen und eigenen Wünschen heraus entstanden, kommt aber auch direkt aus der Praxis der Bestattung. Zunehmend wünschen sich auch immer mehr Menschen, ihren Abschied selbst zu Lebzeiten in die Hand zu nehmen, um die Angehörigen zu entlasten, aber auch um diesen nach eigenen Wünschen und Inhalten mitzugestalten, so dass auch sprachliche, kulturelle, aber auch digitale Kanäle und deren Herausforderungen darin Berücksichtigung finden. Unsere Antwort darauf: Nicht andere sprechen über einen Menschen, sondern er oder sie kann zu Lebzeiten selbst Autor der eigenen letzten Worte im gewünschten Rahmen dieses Vorsorgeproduktes sein. Die KI ist dabei Werkzeug und nicht Hauptdarsteller, sie ergänzt und unterstützt sinnvoll wenn gewünscht, damit ein neues Erinnerungsformat entsteht, welches für den Tod und darüber hinaus Bestand hat.

Wer steht hinter Lebensstimmen, und wie ergänzen sich eure Erfahrungen?

Lebensstimmen wurde von drei Partnern mit umfangreicher Expertise gegründet.

  • Dr. Markus Pinter (Pinter Bestattung) bringt langjährige Branchenerfahrung und ein starkes europäisches und globales Netzwerk ein, unter anderem über seine langjährige Tätigkeit als Geschäftsführer der Bestattung und Friedhöfe Wien, aber auch seiner Rolle als Vizepräsident des Europäischen Bestatter Verbandes EFFS, aber auch als Delegierter des Weltverbands der Bestatter FIAT-IFTA.
  • Lukas Stern (Aldea Agency) ist mit mir in der Geschäftsführung und verantwortet Plattformkonzeption, KI-Produktion, Videoproduktion und Qualitätssicherung und bringt langjährige Erfahrung mit internationalen Kunden ein.
  • Ich selbst, Dr. Philipp Berkessy (Berkessy Consulting), führe als Geschäftsführer Strategie, Marketing, Sales und PR und schaue auf über 30 Berufsjahre in Führungspositionen u.a. im internationalen Motorsport wie u.a. Head of Marketing des Bahrain International Circuit, COO der DTM, Geschäftsführer am Red Bull Ring, oder als SMO der Firma Frutura zurück. Mein internationales Netzwerk ist aktiv in den Aufbau von Lebensstimmen involviert.

Ergänzt werden wir durch starke Beratungspartner:

  • BLCKs rund um Philipp Fuchs für die KI-Orchestrierung, Software und Frontend-Lösung
  • Scherbaum Seebacher Rechtsanwälte rund um Hon. Prof. Sascha Verovnik für Recht und Datenschutz
  • Green Encoded rund um Michael Kien für digitale Assets und Tokenisierung

Diese Kombination ist unser Kern. Die Branche weiß, was gebraucht wird. Die Technik weiß, was möglich ist. Beratung und Management sorgen dafür, dass daraus ein neuartiges und international skalierbares Geschäftsmodell wird, welches am Ende jeden Menschen betrifft.

Was hat euch überzeugt, dass es für ein solches Angebot Bedarf gibt?

Die Bestattungskultur befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Standardisierte Abläufe weichen individuellen Abschiedsformen. Menschen und vor allem die junge Generation lebt sehr digital und erwartet immer stärke Einbindung und Unterstützung von Ton, Bild und digitalen Formate. Die Gesellschaft wird vielfältiger in Sprachen, Kulturen und Religionen. Die Freunde, Familien oder Kollegen sind weltweit verstreut und Social Media verbindet immer mehr Menschen global. Und der Wunsch nach Selbstbestimmung wächst, auch beim eigenen Abschied. Man hat viel selbst zu sagen, u.a. über sein Leben, seine Erinnerungen, seine Familien und Freunde, aber auch seine Wünsche und wie man selbst in Erinnerung bleiben will. Dies alles will Lebensstimmen festhalten, bewußt zu Lebzeiten in entsprechendem würdigen Rahmen.

Hinzu kommt die Vorsorge: Wer heute sein Begräbnis regelt, will zunehmend auch mitentscheiden, was dort gesagt wird. In Gesprächen mit Bestattern und Versicherern, Vereinen, Institutionen, aber auch der Gesellschaft selbst, hören wir immer öfter: Das Bedürfnis ist da, es fehlten bisher aber würdevolle, rechtssichere, aber auch innovative Angebote im digitalen Bereich. Alleine in der DACH-Region gibt es rund 1,4 Millionen Sterbefälle pro Jahr, und digital ist dieser Bereich mit entsprechenden Produkten weltweitgesehen noch weitgehend unerschlossen.

Wie findet ihr die Balance zwischen Technologie und würdevollem Umgang?

Für uns ist Würde das oberste Prinzip und der Mensch steht im Mittelpunkt. Keine technologische Optimierung rechtfertigt einen Verlust an Würde. Das zeigt sich konkret an drei Punkten:

  • Der Mensch kuratiert. Jede Rede entsteht aus den Vorgaben echter Menschen und wird vor der Auslieferung von einem Menschen geprüft.
  • Die Gestaltung ist bewusst reduziert. Digitale Möglichkeiten, Bildsprache, Inhalte und Sprache sind Teil des Respekts und werden in einen dem Thema entsprechendem Rahmen erarbeitet.
  • Das neuartige Zusatzangebot kommt neben Versicherungen, relevanten Institutionen und Medie, vor allem auch über den Bestatter. Die Familie erhält es über jemanden, dem sie in dieser Situation ohnehin vertraut.

Technologie ist bei uns Mittel und nicht Selbstzweck. Sie soll Menschen in einer sensiblen Lebenssituation entlasten, nicht menschliche Zuwendung ersetzen.

Wo zieht Lebensstimmen die ethischen Grenzen?

Die Grenze ist klar: Wir lassen keine Menschen nach dem Tod weiterleben oder sprechen, sondern schaffen neuartige Erinnerungsformate zu Lebzeiten, die dem Willen des betroffenen Menschen entsprechend und verwendet werden. Alle Inhalte sind bewusst stilisiert und tragen die Kennzeichnung „Digitale Inszenierung zur Erinnerung“. Unsere KI-Trauerredner sind neutrale, würdevolle digitale Redner, die im Sinne des Verstorbenen nach seinen Vorgaben sprechen. Sie spielen ihn nicht nach.

Die eigene Stimme kommt also nur dann zum Einsatz, wenn der Mensch das zu Lebzeiten selbst ausdrücklich wünscht und in entsprechendem ethisch würdigem Rahmen freigibt. Ein „digitales Weiterleben“, also einen Avatar, der nach dem Tod neue Dinge sagt oder mit Angehörigen Gespräche führt, bieten wir bewusst nicht an! Was bleibt, sind die Worte, die ein Mensch selbst hinterlassen wollte.

Wie stellt ihr sicher, dass auch nach dem Tod eindeutig geregelt ist, was mit den Inhalten geschehen darf?

Die Grundlage bildet eine schriftliche Einwilligung. Der Mensch legt zu Lebzeiten fest, welche Inhalte entstehen, in welchem Rahmen sie verwendet werden und wann sie wie bereitgestellt werden. Diese Freigabe ist jederzeit widerrufbar. Die Inhalte werden archiviert und erst im Anlassfall digital bereitgestellt.

Rechtlich entwickeln wir Einwilligungs-, Freigabe- und Widerrufsregeln gemeinsam mit der Kanzlei Scherbaum Seebacher. Die Orchestrierungsplattform nutzt spezielle Verschlüsselungen und die Daten liegen DSGVO-konform in der EU. Langfristig soll weitere Add Ons wie u.a. ein tokenisiertes Familien-Erinnerungsarchiv die Rechteverwaltung über Generationen hinweg nachvollziehbar sichern.

Warum setzt ihr auf ein Lizenz- und White-Label-Modell statt auf direkten Zugang zu Endkunden?

Die Produkte sind neuartig und müssen wie bei jedem neuen Produkt erst gelernt werden, damit Menschen in den relevanten Lebensphasen aktiv nach den eigenen letzten Worten bzw. einer KI-Trauerrede fragen. Sie vertrauen ihrem Bestatter, ihrem Vorsorgeversicherer oder den relevanten Institution, Vereinen und relevanten Anbietern von bestehenden Produkten. Deshalb gehen wir im Rahmen von Partnerschaften und einfachen Möglichkeiten der Verfügbarkeit und Umsetzung unserer Produkte für den Kunden dorthin, wo dieses Vertrauen bereits besteht; werden aber auch Interessierten eine direkte Möglichkeit schaffen, Lebensstimmen für sich zu nutzen.

Für Partner ist Lebensstimmen ein emotional starkes Zusatzangebot mit völlig neuen und vor allem auch wiederkehrenden Erlösquellen und einfacher Integration. Für uns bedeutet das ein asset-light Modell: Wir produzieren zentral, vertrieben wird dezentral ohne komplizierte Systemanbindungen oder Adaptierungen. Über White-Label und Lizenzen lässt sich das international ausrollen, ohne dass wir in jedem Land eine eigene Endkundenmarke aufbauen müssen.

Wie reagieren Bestatter auf eure Plattform, und wo gibt es Vorbehalte gegenüber KI?

Die Reaktionen sind überwiegend interessiert, neugierig und positiv, das haben wir zuletzt beim KI-Symposium TODTAL des Bundesverband Deutscher Bestatter in Düsseldorf deutlich gespürt, an dem wir als Speaker und Diskussionsteilnehmer teilgenommen haben. Viele in der Branche sehen, dass sich die Erwartungen ihrer Kunden verändern, und suchen nach zeitgemäßen Angeboten, die dennoch zu ihrer Haltung passen und KI ist in aller Munde, aber es gibt natürlich so wie aktuell überall im Bereich der KI auch Vorbehalte und diese sind auch nachvollziehbar. Genau deshalb haben wir den ethischen Rahmen von Anfang an zum Kern des Produkts gemacht. Hinzu kommt, dass mit Dr. Markus Pinter ein langjähriger Branchenexperte Mitgründer ist.

Welche Anforderungen unterscheiden sich zwischen Märkten und Kulturen?

Abschied ist zutiefst kulturell geprägt. Die Unterschiede zeigen sich u.a. in mehreren Punkten:

  • Rituale und religiöse Traditionen, etwa wer spricht, wie lange und in welchem Ton
  • Die Rolle von Musik und Bild
  • Wie offen man über den Tod spricht
  • Natürlich auch über die Sprachen
  • Rechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere beim Datenschutz und beim Persönlichkeitsrecht

Unsere Antwort darauf ist Modularität. Sprache, Tonalität, Bildwelten und Redner sind anpassbar, bis hin zu einer Auswahl an Rednern, die Vielfalt nach Herkunft und Religion abgebildet. Langfristig planen wir Versionen in über 50 Sprachen. Wir wollen keine österreichische Lösung exportieren, sondern einen Rahmen schaffen, den lokale Partner in Ihren Ländern mit ihrer eigenen Kultur füllen und wir die spezifischen Anforderungen in den jeweiligen Märkten aufnehmen und entsprechend für die dann dort angebotene Lösung anpassen.

Welche Rolle soll Dr. Helmut Marko über die finanzielle Beteiligung hinaus spielen?

Dr. Helmut Marko ist für uns weit mehr als ein Kapitalgeber. Er steht für unternehmerische Erfahrung, internationale Vernetzung und eine Persönlichkeit, die internationales Vertrauen genießt. Kaum ein Fachgebiet hat deutlicher gezeigt, wie beständige Innovationen etwas grundlegend verändern können als der Motorsport. Sein Zitat im Rahmen des Beitritts „Motorsport wurde nie durch Zufall verbessert, sondern durch den Mut, konsequent neue Technologien im Dienst der Menschen einzusetzen. Genau diese Haltung erkenne ich in Lebensstimmen“ hat uns besonders gefreut und beflügelt. Dass wir mit ihm einen weiteren starken Grazer Partner an Bord haben, unterstreicht auch unsere regionale Verankerung.

Welche nächsten Schritte sind entscheidend, um eine internationale Plattform aufzubauen?

  1. Offizieller Plattformpräsentation: Die Vorstellung erfolgt am 20. Oktober diesen Jahres rund um Allerheiligen und Allerseelen mit dem PR-Kick-off in Wien, der Go-Live der vier Kernmodelle erfolgt im ersten Quartal 2027.
  2. Pilotbetrieb: Wir starten mit ersten Bestatterpartnern in Österreich und entwickeln das Produkt mit echtem Kundenfeedback weiter.
  3. Final Investor: Finalisierung der Investorengespräche und Beitritt eines zweiten und letzten Investors bis zum offiziellen Rollout
  4. Rollout in Q1 2027: Wir starten im DACH-Raum, danach Europa, die MENA Region und weltweit über ausgewählte Partner, aber auch im Direktvertrieb. Schlussendlich können wir bei Interesse eines fast jeden Marktes dort rasch operativ tätig werden.
  5. Ausbau der Plattform: Dazu gehören Sprach- und Kulturmodule sowie eine Vielzahl an Add-ons wie z.B. das genannte digitale Familienarchiv.

Die Technik skaliert leicht. Entscheidend ist, in jedem Markt die richtigen, vertrauenswürdigen Partner für eine schnelle internationale Skalierung zu finden.

Welche drei Ratschläge gebt ihr Gründerinnen und Gründern, die mit KI in einem sensiblen Bereich arbeiten?

  1. Macht Ethik zur Produktfunktion, nicht zur Fußnote. Legt eure Grenzen fest und macht sie sichtbar. In sensiblen Märkten und Branchen ist Vertrauen das eigentliche Produkt.
  2. Holt die Branche ins Gründerteam. Technologie allein öffnet keine Türen. Wer die Menschen, Abläufe und Ängste eines Feldes wirklich kennt, entscheidet über Akzeptanz.
  3. Lasst den Menschen im Mittelpunkt und in der Schleife. Menschliche Prüfung, klare Einwilligung und das Recht auf Widerruf sind kein Bremsklotz, sondern die Voraussetzung dafür, überhaupt skalieren zu dürfen und Vertrauen zu schaffen.
  4. Erzählt die richtigen Geschichten und schafft Praxisbeispiel, die die Menschen erreichen und die komplexe Technik verständlich lassen werden. Story-Telling ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor!

Bild 3 Gründer und Investor Dr. Helmut Marko Bildrechte: ©Lebensstimmen

Wir bedanken uns bei Philipp Berkessy für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Kultur kann man nicht nicht gründen

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Kultur: Unternehmen mit dem Kulturradar weiterentwickeln Rainer Krumm axiocon

Warum Start-ups sich früher mit ihrer Unternehmenskultur beschäftigen sollten

Wenn Gründerinnen und Gründer über Wachstum sprechen, geht es meistens um Märkte, Finanzierung, Produkte, Technologie, Vertrieb oder die nächsten Mitarbeitenden. Eine Frage steht deutlich seltener auf der Agenda: Welche Kultur entsteht hier eigentlich gerade?

Dabei entsteht Unternehmenskultur vom ersten Tag an. Sie beginnt nicht mit dem ersten Leitbild-Workshop und auch nicht mit der Einstellung eines Head of People. Sie entsteht mit jeder Entscheidung, die ein Gründerteam trifft: Wer darf entscheiden? Wie gehen wir mit Fehlern um? Was passiert, wenn jemand widerspricht? Zählt Geschwindigkeit mehr als Gründlichkeit? Was wird belohnt? Was wird stillschweigend toleriert? Wie viel Freiheit geben wir und wie viel Kontrolle brauchen wir?

All das sind kulturelle Entscheidungen. Selbst dann, wenn sie nie als solche bezeichnet werden.

Und genau darin liegt eine der großen Herausforderungen wachsender Unternehmen: Was in der Gründungsphase intuitiv funktioniert, lässt sich nicht automatisch skalieren.

Aus fünf werden fünfzig

Stellen wir uns ein Start-up mit fünf Menschen vor. Die Gründer sitzen mit im Raum. Informationen verbreiten sich schnell. Entscheidungen können spontan getroffen werden. Wenn etwas schiefläuft, wird es direkt besprochen. Rollen sind vielleicht noch nicht eindeutig definiert – aber irgendwie funktioniert es.

Dann wächst das Unternehmen. Aus fünf werden 15, aus 15 werden 40 und irgendwann 100 Mitarbeitende. Die Gründer können nicht mehr überall dabei sein. Es entstehen Teams und Führungsebenen. Prozesse werden notwendig. Menschen kommen hinzu, die die gemeinsame Gründungsgeschichte nicht erlebt haben. Was früher über persönliche Beziehungen funktionierte, muss plötzlich über Strukturen funktionieren.

Und nun tauchen Fragen auf, die vorher kaum relevant waren: Wer entscheidet eigentlich was? Wie verbindlich sind Vereinbarungen? Wie viel Eigenverantwortung wollen wir wirklich? Welche Führung erwarten wir? Welche Regeln brauchen wir? Wie gehen wir mit Leistung, Konflikten oder Fehlern um?

Das Unternehmen hat sich verändert – aber häufig ist die Kultur nicht bewusst mitgewachsen.

Kultur ist mehr als das, was an der Wand steht

Unternehmenskultur wird gerne mit Werten gleichgesetzt. Dann stehen Begriffe wie „Innovation“, „Vertrauen“, „Mut“ oder „Teamwork“ auf der Website.

Das Problem: Ein formulierter Wert ist noch keine gelebte Kultur.

Der Organisationspsychologe Edgar Schein unterscheidet zwischen sichtbaren Artefakten, öffentlich vertretenen Werten und tieferliegenden grundlegenden Annahmen. Gerade diese Annahmen sind entscheidend: Was halten Menschen in dieser Organisation tatsächlich für richtig und wichtig? Danach richten sie ihr Verhalten aus – insbesondere dann, wenn es schwierig wird.

Ein Unternehmen kann beispielsweise „Eigenverantwortung“ propagieren. Wenn aber jede relevante Entscheidung vom Gründer freigegeben werden muss, lernen die Mitarbeitenden etwas anderes.

Es kann „Fehlerkultur“ auf der Website stehen. Wenn der erste größere Fehler jedoch dazu führt, dass nach einem Schuldigen gesucht wird, ist auch das eine kulturelle Botschaft. Kultur zeigt sich nicht darin, was eine Organisation über sich sagt. Kultur zeigt sich darin, was im Alltag tatsächlich passiert.

Das Unsichtbare besprechbar machen

Genau hier liegt eine Schwierigkeit: Kultur ist vorhanden, aber sie ist schwer zu greifen.

Sätze wie „Bei uns läuft das eben so“, „Das passt nicht zu uns“ oder „So ticken wir hier nicht“ beschreiben kulturelle Wahrnehmungen, bieten aber kaum eine Grundlage für eine systematische Diskussion.

Als Organisationsentwickler erlebe ich deshalb immer wieder: Bevor Unternehmen Kultur verändern können, brauchen sie zunächst eine Sprache, mit der sie über Kultur sprechen können.

Eine solche Sprache bietet das Modell der 9 Levels of Value Systems, das auf den Arbeiten des amerikanischen Psychologieprofessors Clare W. Graves aufbaut. Es betrachtet unterschiedliche Wertesysteme und die dahinterliegenden Vorstellungen davon, was Menschen beziehungsweise Organisationen für richtig und wichtig halten.

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, eine Kultur als „gut“ und eine andere als „schlecht“ zu klassifizieren. Entscheidend ist vielmehr die Passung zwischen Kultur und Herausforderung. Genau diesen Gedanken stellt auch der Kulturradar in den Mittelpunkt: Nicht ein bestimmtes Level ist grundsätzlich erstrebenswert, sondern die Frage, ob die aktuell gelebte Kultur zu den Zielen und Herausforderungen der Organisation passt.

Das ist gerade für Start-ups ein wichtiger Gedanke.

Denn ein Unternehmen benötigt in unterschiedlichen Entwicklungsphasen unterschiedliche Antworten.

Was gestern Stärke war, kann morgen zum Engpass werden

In der frühen Gründungsphase können beispielsweise hohe Geschwindigkeit, starke Gründerpersönlichkeiten, Pragmatismus und große individuelle Entscheidungsfreiheit enorme Vorteile sein.

Beim Wachstum können andere Anforderungen hinzukommen: Verlässlichkeit, klare Verantwortlichkeiten, reproduzierbare Prozesse, professionelle Führung oder eine gemeinsame Vorstellung davon, wie Entscheidungen getroffen werden.

Gleichzeitig darf ein Unternehmen nicht alles regeln und standardisieren. Sonst verliert es womöglich genau die Agilität, Eigenverantwortung und Innovationskraft, die es erfolgreich gemacht hat.

Kulturentwicklung bedeutet deshalb nicht, die vermeintlich „alte“ Kultur gegen eine „modernere“ auszutauschen.

Es geht um die Frage: Welche kulturellen Fähigkeiten brauchen wir für die nächste Entwicklungsphase unseres Unternehmens – und was von dem, was uns erfolgreich gemacht hat, wollen wir unbedingt erhalten?

Die 9 Levels betrachten Kulturen entsprechend nicht als einzelne Schubladen. Unterschiedliche Werteebenen wirken vielmehr gemeinsam. Tragfähige Gemeinschaft und individuelle Gestaltungskraft gehören beispielsweise beide zu einer reifen Organisationskultur. Und wenn sich die Rahmenbedingungen durch Wachstum, Krisen oder strategische Veränderungen verschieben, muss sich auch Kultur weiterentwickeln können.

Der Kulturradar: aus Bauchgefühl wird ein Gespräch

Hier setzt der 9 Levels Kulturradar an. Sein Nutzen besteht aus meiner Sicht nicht darin, einer Organisation ein buntes Etikett aufzukleben. Viel interessanter ist, dass er etwas schwer Greifbares strukturiert und damit sichtbar und besprechbar macht. Der Kulturradar betrachtet Kultur anhand konkreter organisationaler Gestaltungselemente: Führung, Mitarbeitende, kollektive Fähigkeiten, Prozesse, Struktur und Strategie.

Das ist gerade für Gründer spannend. Denn dadurch lautet die Diskussion plötzlich nicht mehr abstrakt: „Welche Kultur haben wir?“ Sondern beispielsweise: Wie führen wir tatsächlich? Wie treffen wir Entscheidungen? Wie viel Verantwortung übertragen wir? Welche Fähigkeiten fördern wir? Wie stark strukturieren wir Prozesse? Wie organisieren wir Zusammenarbeit? Und welche Werte spiegeln sich in unserer Strategie wider?

Der Kulturradar verbindet diese beobachtbaren Gestaltungselemente mit den Werteebenen nach Graves. Dadurch entsteht ein differenziertes Bild darüber, welche kulturellen Logiken in einer Organisation wirksam sind. Und dieses Bild ist zunächst genau das: eine Momentaufnahme und keine Bewertung.

Besonders spannend: IST gegen SOLL

Für wachsende Unternehmen wird die Analyse aus meiner Sicht dort besonders interessant, wo sie nicht beim IST stehen bleibt. Denn die entscheidende Frage lautet nicht nur: „Wie sind wir heute?“ Sondern: „Welche Kultur brauchen wir für das Unternehmen, das wir morgen sein wollen?“ Wenn ein Start-up beispielsweise von 20 auf 100 Mitarbeitende wachsen möchte, internationalisiert, eine zweite Führungsebene aufbaut oder Investoren an Bord holt, verändert sich nicht nur die Organisationsstruktur.

Es verändern sich die Anforderungen an Führung, Kommunikation, Verantwortung und Zusammenarbeit.

Der Kulturradar kann damit eine Brücke zwischen IST und SOLL schaffen. Genau diese Reflexion ist auch Bestandteil des Analyseansatzes: Wo erkennen wir unsere Organisation wieder? Was passt zu unseren heutigen Herausforderungen? Und wie könnte ein gewünschtes kulturelles SOLL-Bild aussehen?

Damit wird Kultur zu einem Thema strategischer Organisationsentwicklung.

Kultur ist kein HR-Projekt

Vielleicht ist das die wichtigste Botschaft an Gründerinnen und Gründer: Delegiert Kultur nicht zu früh an HR.

People & Culture kann später einen wichtigen Beitrag leisten. Aber die grundlegende Kultur eines Unternehmens entsteht wesentlich durch das Verhalten der Gründer und Führungskräfte.

Worauf richten sie Aufmerksamkeit? Was dulden sie? Was belohnen sie? Wie entscheiden sie unter Druck? Wie gehen sie selbst mit Fehlern um? Und wie reagieren sie auf Widerspruch?

Gerade in jungen Unternehmen beobachten Mitarbeitende sehr genau, welches Verhalten tatsächlich erfolgreich ist. Daraus entstehen mit der Zeit Regeln, die nirgendwo geschrieben stehen – aber oft stärker wirken als jedes Leitbild.

Die Kultur von morgen entsteht heute

Wer ein Unternehmen gründet, baut deshalb vom ersten Tag an zwei Dinge: ein Geschäftsmodell und eine Kultur. Das Geschäftsmodell wird analysiert, getestet, gemessen und weiterentwickelt. Bei der Kultur verlassen sich dagegen erstaunlich viele Unternehmen lange auf ihr Bauchgefühl. Das kann funktionieren. Es wird aber mit jedem Wachstumsschritt riskanter. Der Kulturradar kann dabei helfen, frühzeitig innezuhalten und gemeinsam hinzuschauen: Was prägt uns heute? Was davon macht uns erfolgreich? Wo entstehen erste Spannungen? Und welche Kultur brauchen wir für unsere nächste Entwicklungsphase?

Denn Kultur ist kein weiches Thema neben Strategie, Struktur und Wachstum.

Kultur entscheidet mit darüber, ob Strategie, Struktur und Wachstum überhaupt funktionieren.

Und vielleicht sollten Gründerinnen und Gründer deshalb nicht erst dann über ihre Kultur sprechen, wenn sie zum Problem geworden ist.

Sondern genau dann, wenn alles gerade richtig gut läuft.

Bildcredits axiocon

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Andreas W. Herb bei Die Höhle der Löwen: Wer ist der Unternehmer?

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Andreas W. Herb mit Frank Thelen, Judith Williams, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel bei Die Höhle der Löwen (v.li.) Foto: RTL
Die Löwen Frank Thelen, Judith Williams, Andreas W. Herb, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel (v. li.). Foto: RTL

Andreas W. Herb ist Gründer und CEO der MBG Group aus Paderborn, zu der Marken wie SALITOS, effect Energy, SCAVI & RAY und 9 MILE Vodka gehören. Andreas Herb Höhle der Löwen ist seit September 2026 als einer von zwei neuen Investoren in der 20. Staffel von „Die Höhle der Löwen“ bei VOX vertreten. Sein bislang größtes Investment in der Show: 500.000 Euro für das Startup Irisgo.

Aktualisiert am 26. September 2026

Wer ist Andreas W. Herb?

Andreas W. Herb stammt aus Paderborn und gilt als eine der bekanntesten Unternehmerpersönlichkeiten der deutschen Getränkebranche. Seit der Gründung seines ersten Unternehmens 1993 hat er eine international tätige Markengruppe aufgebaut, die Getränke- und Lifestyle-Marken entwickelt, vermarktet und vertreibt.

Neben seiner Rolle als CEO ist Herb in den sozialen Netzwerken aktiv. Dort teilt er Einblicke in Unternehmensführung, Markenaufbau und seinen Arbeitsalltag, weshalb er häufig als Corporate Influencer bezeichnet wird. Mit Herb Watches hat er sein Engagement zudem über Getränke hinaus auf weitere Lifestyle-Segmente ausgeweitet.

Welche Unternehmen gehören zur MBG Group?

Kern seines unternehmerischen Wirkens ist die MBG Group mit Sitz in Paderborn. Nach Unternehmensangaben erwirtschaftet die Gruppe über 240 Millionen Euro Umsatz, beschäftigt rund 250 Mitarbeitende und vertreibt ihre Produkte in mehr als 60 Ländern. Verkauft wird über den Lebensmitteleinzelhandel, Getränkehändler, Tankstellen und die Gastronomie.

Zu den bekanntesten Marken der MBG Group zählen:

  • SALITOS – Bier-Mixgetränke
  • effect Energy – Energydrinks
  • SCAVI & RAY – Prosecco und Schaumweine
  • 9 MILE Vodka – Spirituosen

Außerhalb der Getränkewelt steht Herb außerdem hinter der Uhrenmarke Herb Watches.

Wie wurde Andreas W. Herb Unternehmer?

Herbs Weg in die Selbstständigkeit verlief nicht klassisch. Nach einer Bankausbildung in Paderborn beteiligte er sich gemeinsam mit Partnern an der Diskothek „Die Fabrik“. Dort verantwortete er das Bar- und Getränkegeschäft und lernte früh Einkauf, Vermarktung und Vertrieb kennen.

1993 gründete er die P.O.S. Marketing + Vertrieb GmbH, aus der später die MBG Group hervorging. Den entscheidenden Impuls lieferte ein Urlaubsfund: Auf Mallorca entdeckte Herb das mexikanische Bier SOL und übernahm 1994 die Generalvertretung für Deutschland.

In den folgenden Jahren wandelte sich das Unternehmen vom reinen Vertriebspartner zum Entwickler eigener Marken. Ab 2000 baute MBG die Marke SALITOS auf, 2002 folgte effect. Nachdem sich die Warsteiner Brauerei 1998 zur Hälfte an der damaligen Miller Brands Germany beteiligt hatte, übernahmen Herb und sein Geschäftspartner Peter Jürgens diese Anteile im März 2003 wieder.

Andreas W. Herb bei Die Höhle der Löwen

Im Juni 2026 bestätigten RTL und VOX Andreas W. Herb als neuen Investor der Jubiläumsstaffel. Gemeinsam mit SNOCKS-Gründer Johannes Kliesch ist er einer von zwei Neuzugängen. Damit sitzen in der 20. Staffel acht Investoren im Löwenrudel: Ralf Dümmel, Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Carsten Maschmeyer, Frank Thelen, Janna Ensthaler, Johannes Kliesch und Andreas W. Herb.

Die erste Folge lief am 7. September 2026 bei VOX. Herb lieferte sich direkt einen Bieterkampf mit Frank Thelen und Ralf Dümmel und schloss noch in derselben Sendung seinen ersten Deal ab. In der zweiten Folge folgte mit Irisgo sein bislang größtes Investment. Neu eingeführt wurde dabei ein Battle-Format, in dem zwei Gründerteams jeweils nur 90 Sekunden Zeit hatten, die Löwen zu überzeugen.

Aus seiner Erfahrung mit Krisen und Rückschlägen macht Herb in der Show keinen Hehl. Gründerinnen und Gründern will er vor allem als Sparringspartner beim Markenaufbau, im Handel und bei der Internationalisierung zur Seite stehen.

In welche Startups investiert Andreas W. Herb?

Übersicht aller Deals von Andreas W. Herb in Staffel 20 (wird nach jeder Folge aktualisiert):

FolgeStartupProduktDealStatus nach der Show
1 (7.9.2026)KORALLSHaaröl mit 17 Pflanzenölen150.000 € für 30 %, gemeinsam mit Judith WilliamsNicht zustande gekommen
2 (14.9.2026)IrisgoThermobecher mit patentiertem Irisverschluss500.000 €Bestätigt

KORALLS war Herbs erster Deal in der Show. Gründerin Kaschma Bakhtiar entschied sich für das gemeinsame Angebot von Herb und Judith Williams, die jeweils 15 Prozent verlangten. Herb schlug unter anderem eine gemeinsame Kampagne mit SCAVI & RAY vor. Nach der Aufzeichnung kam das Investment laut der Gründerin jedoch nicht zustande.

Irisgo ist Herbs bislang größtes Investment. Während Frank Thelen das Wachstum kritisierte und Ralf Dümmel die Bewertung für zu hoch hielt, lobte Herb das Produktdesign und setzte sich gegen das Duo Williams und Thelen durch. Den Deal bestätigte er nach der Show per Pressemitteilung.

Welche Branchen interessieren Andreas W. Herb?

Naheliegend sind Food & Beverage, Konsumgüter und Lifestyle-Marken. Hier kann Herb sein Netzwerk in Handel, Gastronomie und internationalem Vertrieb am direktesten einbringen. Festlegen lassen will er sich darauf aber nicht: Nach eigener Aussage sucht er starke Geschäftsmodelle und kreative Köpfe – es müssten „nicht immer Getränke sein“.

Mindestens so wichtig wie das Produkt sind für ihn die Menschen dahinter. Herb achtet auf Durchhaltevermögen, Mut und Offenheit für Neues. Perfekte Gründer erwartet er nicht, wohl aber Leidenschaft und eine Idee mit echtem Veränderungspotenzial.

Rückblick: Die Startups aus Herbs erster Folge

In der Auftaktfolge der Jubiläumsstaffel pitchten fünf Startups vor den Löwen.

sauberdropz: Bieterkampf mit Thelen und Dümmel

Andreas und Fabian Berger aus Österreich präsentierten mit sauberdropz biologisch abbaubare Reinigungstabs für Trinkflaschen und boten 10 Prozent für 65.000 Euro. Herb bot die Summe für 20 Prozent, doch die Gründer entschieden sich für Ralf Dümmel und Frank Thelen, die ihre Forderung zuletzt auf 25 Prozent senkten.

KORALLS: Herbs erster Deal

Kaschma Bakhtiar aus Köln stellte ein Haaröl mit 17 Pflanzenölen vor. Sie nahm das gemeinsame Angebot von Herb und Judith Williams an (150.000 Euro für 30 Prozent), das nach der Show jedoch nicht umgesetzt wurde.

Piesel Piepser

Elke und Marlon Osthoff aus Erkrath arbeiten seit rund drei Jahrzehnten an einem medizinischen Hilfsmittel, das Kinder beim Trockenwerden unterstützt. Sie boten 10 Prozent für 100.000 Euro.

Naturally Naughty

Ingwer Sörensen und Micaela Schäfer präsentierten ein aphrodisierendes Ingwer-Spray und boten 10 Prozent für 75.000 Euro.

Ding Dong Ping Pong

Zehn Jahre nach seinem ersten Auftritt kehrte Waldemar Zeiler gemeinsam mit Kian Pariwar zurück. Ihr Konzept: vollautomatisierte Tischtennis-Clubs mit digitalem Buchungssystem. Gefordert waren 500.000 Euro für 10 Prozent.

Alle Produkte der Staffel findest du in unserer Übersicht zu den Höhle der Löwen Produkten 2026.

Häufige Fragen zu Andreas W. Herb

Wer ist Andreas W. Herb?

Andreas W. Herb ist Gründer und CEO der MBG Group aus Paderborn und seit 2026 Investor bei „Die Höhle der Löwen“.

Welche Marken gehören zu Andreas Herb?

Zur MBG Group gehören unter anderem SALITOS, effect Energy, SCAVI & RAY und 9 MILE Vodka. Außerdem steht Herb hinter Herb Watches.

Woher kommt Andreas W. Herb?

Aus Paderborn, wo er auch sein Unternehmen führt.

Wie alt ist Andreas W. Herb?

Zu seinem Geburtsjahr kursieren unterschiedliche Angaben. Die MBG Group feierte seinen 50. Geburtstag im November 2020.

Wie hoch ist das Vermögen von Andreas W. Herb?

Offizielle Zahlen gibt es nicht. Das „Vermögen Magazin“ schätzt es auf rund 120 Millionen Euro.

Seit wann ist Andreas W. Herb bei Die Höhle der Löwen?

Seit der 20. Staffel, die am 7. September 2026 bei VOX startete.

Bild:Die Löwen Frank Thelen, Judith Williams, Andreas W. Herb, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel (v.li.) Foto: RTL

plümoBaum aus Höhle der Löwen: So funktioniert das Schlafsystem

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plümoBaum: Schlafhygiene und Schlafkomfort neu gedacht Bild Die Gründer von plümoBaum: Benjamin Koch und Yavuz Akbas (v.li.) in der Höhle der Löwen Foto: RTL

plümoBaum ist ein SleepTech-System, das Bettdecken und Kissen belüften und trocknen soll. Bekannt wurde das Startup von Benjamin Koch und Yavuz Akbas durch „Die Höhle der Löwen“. Dort suchten die Gründer 200.000 Euro für 17,5 Prozent der Firmenanteile. Das System verbindet die Trocknung der Bettwaren mit Funktionen für Aroma und Klang. Doch wie funktioniert plümoBaum genau und welchen Nutzen soll das smarte Schlafsysteme für Schlafhygiene und Schlafkomfort bieten?

Wie ist die Idee zu plümoBaum entstanden und wer steht hinter dem Startup?

Die Idee entstand aus einem einfachen Alltagsproblem: Nach dem Schlafen steckt Feuchtigkeit in Bettdecke und Kissen, aber kaum jemand kümmert sich gezielt darum.

Wir haben uns gefragt: Warum gibt es für fast alles im Haushalt technische Lösungen, aber nicht für dieses Thema?

Aus der ersten Produktidee ist inzwischen eine Marke rund um Schlafhygiene und Schlafkomfort entstanden.

In welcher Branche seid ihr mit plümoBaum tätig und was zeichnet euer Geschäftsmodell aus?

Wir bewegen uns im Bereich SleepTech, Home & Living und Schlafhygiene.

Mit plümoBaum wollen wir nicht nur ein einzelnes Produkt verkaufen, sondern langfristig ein System rund um Bettwaren, Schlafkomfort, Aroma und Sounds aufbauen.

Welches konkrete Problem löst plümoBaum?

Während des Schlafens entsteht Feuchtigkeit, die teilweise in Bettdecke und Kissen verbleibt.

plümoBaum belüftet, trocknet und bereitet die Bettwaren gezielt hygienisch auf.

Unser wissenschaftlicher Ansatz: Weniger Feuchtigkeit schafft ungünstigere Bedingungen für Milben und bestimmte Mikroorganismen. Diesen Zusammenhang untersuchen wir aktuell wissenschaftlich.

Warum habt ihr euch für Die Höhle der Löwen entschieden?

Für uns ist „Die Höhle der Löwen“ eine große Chance, ein komplett neues Produkt sehr vielen Menschen verständlich zu erklären.

Gleichzeitig wollten wir erfahren, wie erfolgreiche Unternehmer unser Produkt, den Markt und unsere Skalierungsmöglichkeiten bewerten.

Und natürlich war auch die gesamte Erfahrung rund um den Auftritt etwas Besonderes.

Wer war euer Wunschlöwe für plümoBaum?

Uns war weniger wichtig, einfach irgendeinen Investor zu bekommen.

Wir wollten jemanden, der Consumer-Produkte, Markenaufbau, Handel und E-Commerce versteht und unsere langfristige Vision mitträgt.

Unser Ziel ist schließlich nicht nur, plümoBaum zu verkaufen, sondern eine starke Marke rund um Schlafhygiene aufzubauen.

Welche Unterstützung erhofft ihr euch neben Kapital?

Vor allem Erfahrung, Netzwerk und Zugang zum Markt.

Kapital ist wichtig, aber ein guter Investor kann insbesondere beim Markenaufbau, Handel, Marketing und bei der Skalierung einen enormen Unterschied machen.

Was sind die nächsten Schritte für plümoBaum?

Unser Fokus liegt zunächst auf dem Aufbau des deutschen Marktes und anschließend auf der DACH-Region.

Parallel entwickeln wir das Produktsystem weiter und beschäftigen uns mit weiteren Lösungen rund um Schlafkomfort, Aroma, Sounds und Schlafhygiene.

Was war eure wichtigste Erfahrung als Gründer?

Eine gute Idee ist nur der Anfang.

Gerade bei einem physischen Produkt kommen Entwicklung, Produktion, Zulieferer, Zertifizierung, Marketing und Vertrieb zusammen.

Wir haben gelernt, früh Feedback einzuholen und Produkte konsequent aus Kundensicht weiterzuentwickeln.

Welchen Rat würdet ihr anderen Gründern geben?

Nicht zu lange auf Perfektion warten.

Früh testen, Feedback einholen und herausfinden, ob der Markt das Problem genauso sieht wie man selbst.

Und natürlich: Durchhalten. Rückschläge gehören bei einer Produktentwicklung einfach dazu.

Welches Problem löst plümoBaum im B2B-Bereich?

Perspektivisch sehen wir auch Anwendungen in Hotels, im Bettenfachhandel oder im Hospitality-Bereich.

Der Nutzen bleibt derselbe: Bettwaren gezielt belüften und trocknen und dadurch deren Mikroklima positiv beeinflussen sowie durch Raumluftbeduftung ein angenehmes und gesundes Schlafklima erzeugen.

Wie wollt ihr B2B-Kunden gewinnen?

Die B2B-Kunden sprechen wir intern über strategischen Direktvertrieb an. Der B2C-Vertrieb läuft über unseren Webshop und Social Media.

Was unterscheidet plümoBaum von der Konkurrenz?

Wir sehen aktuell kaum einen direkten Wettbewerber. Im Grunde schaffen wir eine neue Produktkategorie.

plümoBaum verbindet Belüftung und Trocknung der Bettwaren mit Design, Aroma und Sounds.

Unser Ansatz ist einfach: Morgens die Bettwaren belüften und trocknen, abends eine angenehme Schlafatmosphäre schaffen.

Wie bereitet ihr euch mit plümoBaum auf den Ansturm nach der Ausstrahlung von Die Höhle der Löwen vor?

Wir haben Produktion, Bestände, Verpackung, Versand, Logistik und unseren Online-Shop entsprechend vorbereitet.

Natürlich kann niemand genau vorhersagen, was am Abend der Ausstrahlung passiert.

Für uns ist deshalb nicht nur dieser eine Abend entscheidend, sondern wie wir die Aufmerksamkeit anschließend in nachhaltiges Wachstum und Markenaufbau überführen.

Was ist plümoBaum?

plümoBaum ist ein SleepTech-System, das Bettdecken und Kissen nach dem Schlafen belüften und trocknen soll. Entwickelt wurde das Konzept von Benjamin Koch und Yavuz Akbas. Ziel ist es, Feuchtigkeit aus den Bettwaren zu reduzieren und damit Schlafhygiene und Schlafkomfort zu verbessern. Bekannt wurde plümoBaum insbesondere durch den Auftritt der Gründer bei „Die Höhle der Löwen“

Wie funktioniert plümoBaum?

Das System setzt dort an, wo sich während des Schlafens Feuchtigkeit in Bettdecke und Kissen sammelt. plümoBaum soll die Bettwaren nach dem Schlafen belüften und dadurch die Trocknung unterstützen. Ergänzt wird das Konzept durch weitere Funktionen rund um Aroma und Klang. Damit unterscheidet sich plümoBaum beispielsweise von smarten Schlafsystemen wie dem Eight Sleep Pod 6, bei dem unter anderem die Temperatursteuerung des Bettes im Mittelpunkt steht.

Was bringt plümoBaum für die Schlafhygiene?

Während des Schlafens gelangt Feuchtigkeit in Bettwäsche, Bettdecke und Kissen. Genau hier setzt das Konzept von plümoBaum an: Durch die Belüftung sollen die Bettwaren schneller trocknen und weniger lange feucht bleiben. Die Gründer verbinden diesen Ansatz mit dem Thema Schlafhygiene. Aussagen zu möglichen Auswirkungen auf Milben oder Mikroorganismen sollten allerdings von den allgemeinen Vorteilen trockener Bettwaren unterschieden werden. Nach Angaben der Gründer wird dieser Zusammenhang wissenschaftlich untersucht.

plümoBaum bei „Die Höhle der Löwen“

Benjamin Koch und Yavuz Akbas präsentierten plümoBaum 2026 bei „Die Höhle der Löwen“. Für die Weiterentwicklung ihres SleepTech-Startups suchten die Gründer 200.000 Euro Kapital und boten dafür 17,5 Prozent der Unternehmensanteile an.

Was kostet plümoBaum und wo kann man es kaufen?

Der plümoBaum aromaDry XP1 kostet aktuell 699 Euro und kann direkt über den Onlineshop des Herstellers bestellt werden. Das Schlafhygienesystem wird in den fünf Farben Grün, Schwarz, Weiß, Gold und Silber angeboten, wobei alle Varianten zum gleichen Preis erhältlich sind.

Nach Angaben von plümoBaum ist der aromaDry ab sofort bestellbar. Die Auslieferung neuer Geräte soll ab Dezember 2026 nach Auftragseingang erfolgen. Der Hersteller liefert derzeit nach Deutschland und Österreich. Bei einem Bestellwert ab 40 Euro erfolgt die Lieferung versandkostenfrei.

Neben dem aromaDry bietet plümoBaum weiteres Zubehör für die Schlafroutine an. Der plümoSounds V1 mit verschiedenen Klangwelten kostet aktuell 99 Euro. Die plümoAroma-Duftöle sind einzeln ab 10,95 Euro erhältlich, ein Duftset wird für 27,99 Euro angeboten.

Auch andere Anbieter setzen auf technologische Lösungen für einen besseren Schlaf. Mit dem Eight Sleep Pod 6 verfolgt Eight Sleep einen Ansatz, bei dem unter anderem die Temperatur des Bettes intelligent gesteuert wird.

Bild Die Gründer von plümoBaum: Benjamin Koch und Yavuz Akbas (v.li.) Foto: RTL

Wir bedanken uns bei Benjamin Koch und Yavuz Akbas für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Günstiger und kompakter: Eight Sleep stellt das smarte Schlafsystem Pod 6 vor

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Pod 6: Eight Sleep verbessert sein Schlafsystem Credits eight sleep

Kleiner, stärker, smarter: Eight Sleep präsentiert den Pod 6

Am 23. September 2026 hat Eight Sleep mit Pod 6 die sechste Generation seines intelligenten Schlafsystems und die bislang ambitionierteste Produktgeneration vorgestellt. Pod 6 wurde von Grund auf neu entwickelt und stellt den bedeutendsten Hardware-Launch in der Historie des Unternehmens dar. Zu den Neuerungen zählen ein Hub, der kompakt genug ist, um unter die meisten Bettrahmen zu passen, neunmal mehr biometrische Sensoren für eine noch präzisere Datenerfassung, neue Solo-Größen für Einzelschläfer:innen sowie die bislang schnellste Temperaturregulierung eines Eight Sleep Pod. Mit einem Einstiegspreis von 2.199 Euro ist Pod 6 zugleich das bisher preiswerteste Modell des Unternehmens.

Pod 6 vereint mehr als ein Jahrzehnt Schlafforschung mit den Erkenntnissen aus sechs Produktgenerationen seit der Einführung des ersten Pod im Jahr 2019. Im Laufe dieser Entwicklung wurde Eight Sleep in den Jahren 2019, 2022, 2023 und 2026 von Fast Company als eines der innovativsten Unternehmen ausgezeichnet. Der Pod wurde zudem bereits zweimal in die renommierte Liste „Best Inventions“ des TIME Magazine aufgenommen. Gestützt auf mehr als 50 klinische Studien wird die Technologie weltweit Nacht für Nacht von Profisportler:innen, Unternehmer:innen und gesundheitsbewussten Menschen genutzt.

Halb so groß. Noch leistungsstärker.

Der Hub, das technische Herzstück des Pod, wurde von Grund auf neu entwickelt. Dabei wurden Elektronik, Mechanik und Software vollständig neu konzipiert und optimal aufeinander abgestimmt. Das Ergebnis ist ein kompakter Hub, der unter die meisten gängigen Bettrahmen passt, ohne Kompromisse bei der Leistung einzugehen. Es handelt sich um die umfassendste Weiterentwicklung seit der Einführung des ersten Pod. Gleichzeitig ist der neue Hub leistungsstärker denn je und reagiert bis zu 20 Prozent schneller auf nächtliches Schwitzen oder Frieren.

Das Thermosystem des Pod 6 leitet überschüssige Wärme über neu entwickelte thermoelektrische Kühler im Hub ab. Ein optimierter Luftstrom und eine verbesserte Akustik ermöglichen Temperaturanpassungen, die 20 Prozent schneller erfolgen als bei allen bisherigen Pod-Generationen. Beide Bettseiten verfügen außerdem über eine vollständig unabhängige Temperaturregelung und Datenerfassung, somit haben die Einstellungen auf einer Seite keinen Einfluss auf die andere.

Auch optisch wurde der neue Hub vollständig überarbeitet. Das Design stammt vom renommierten Industriedesigner Joe Tan. Dank seiner kompakten Bauweise lässt sich der Hub unauffällig unter dem Bett verstauen. Seine schlanke, geriffelte Silhouette macht ihn zugleich zu einem eleganten Designobjekt, das sich auch auf oder neben dem Nachttisch harmonisch in den Raum einfügt.

„Unsere Mission ist es, Menschen durch optimalen Schlaf dabei zu unterstützen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Pod 6 ist bislang der konsequenteste Ausdruck dieser Mission. Er vereint höhere Leistung, verbessertes Design und einen einfacheren Zugang in einem Produkt und erreicht damit mehr Menschen als je zuvor.“

– Matteo Franceschetti, CEO und Mitbegründer Eight Sleep

Neunmal mehr Sensoren für noch präzisere Messungen

Das Cover wird auf der Matratze angebracht und erfasst direkt während des Schlafens unter anderem Herzfrequenz, Atemfrequenz, Herzfrequenzvariabilität (HRV), Schnarchen und Schlafphasen. Ein zusätzliches Wearable ist dafür nicht erforderlich.

Beim Pod 6 verfügt das Cover über 18 biometrische Sensoren und damit über neunmal mehr als beim Vorgängermodell. Die höhere Sensordichte ermöglicht eine präzisere räumliche Zuordnung der Messsignale. So kann das System zwei nah beieinander schlafende Personen voneinander unterscheiden und die Signale der Nutzer:innen von denen eines Kindes oder Haustiers im Bett abgrenzen. Das ermöglicht eine branchenführende Erkennung der Schlafphasen sowie Messungen von Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität (HRV) und Atemfrequenz, die nahezu die Genauigkeit medizinischer Referenzgeräte erreichen.

Die erfassten Sensordaten fließen direkt in den Autopilot, die KI-gestützte Technologie von Eight Sleep. Der Autopilot lernt die individuellen Schlafmuster der Nutzer:innen und passt den Pod automatisch an die jeweilige Schlafphase, die Umgebungsbedingungen und die Aktivitäten des Tages an. Manuelle Einstellungen sind dafür nicht erforderlich.

Neue Solo-Größen: Der Pod jetzt auch für Einzelschläfer:innen

Mit den neuen Solo-Größen ist Pod 6 erstmals auch für Einzelschläfer:innen und kleinere Schlafzimmer verfügbar. Während die Standardgrößen die gesamte Matratze abdecken und für eine oder zwei Personen ausgelegt sind, passen die Solo-Größen auf jeweils eine Seite eines Bettes der Größe Double (135 x 190 cm), Large Double (160 x 200 cm), Super King (180 x 200 cm) oder Emperor (200 x 200 cm).

Die Solo-Größen sind für eine Person konzipiert und eignen sich damit besonders für Jugendliche sowie für alle, die die Technologie des Pod ausschließlich auf einer Bettseite nutzen möchten.

Der bislang günstigste Einstiegspreis für den Eight Sleep Pod

Pod 6 ist in den Solo-Größen ab 2.199 Euro und in den Standardgrößen ab 2.899 Euro erhältlich. Zudem ist er mit bestehendem Zubehör von Eight Sleep kompatibel, darunter die Blanket, das Pillow Cover und die Base.

Dank effizienterer Entwicklungs- und Produktionsprozesse kann Eight Sleep den Einstiegspreis der neuen Generation senken und die daraus entstehenden Einsparungen direkt an die Kund:innen weitergeben.

„Die beste Technologie entwickelt sich weiter, indem sie konkrete Probleme der Nutzer:innen löst und darin immer intelligenter wird. Mit der Weiterentwicklung von Eight Sleep folgen wir genau diesem Prinzip und bieten einen Pod, der intelligenter, schneller und erschwinglicher ist.“

– Sam Kang, Chief Product Officer bei Eight Sleep

Nach sechs Produktgenerationen und mehr als einer Million optimierten Nächten zählt der Pod heute zu den vielfach ausgezeichneten Schlaftechnologien. Seine Wirksamkeit wird durch mehr als 50 klinische Studien gestützt.

Pod 6 ist ab dem 23. September 2026 in mehr als 37 Ländern über eightsleep.com erhältlich.

Preise und Verfügbarkeit

  • Pod 6 kann ab sofort über eightsleep.com bestellt werden. Die neuen Solo-Größen sind ab 2.199 Euro, die Standardgrößen ab 2.899 Euro erhältlich.
  • Pod 6 Solo in der Größe Single (90 x 200 cm) kostet 2.199 Euro.
  • Pod 6 in der Standardausführung kostet 2.899 Euro in Double (135 x 190 cm), 2.999 Euro in Large Double (160 x 200 cm), 3.199 Euro in Super King (180 x 200 cm) sowie 3.399 Euro in Emperor (200 x 200 cm).
  • Pod 6 ist mit bestehendem Zubehör von Eight Sleep kompatibel, darunter Blanket, Pillow Cover und Base.
  • Für jeden Pod 6 ist eine Autopilot-Mitgliedschaft erforderlich. Die Software von Eight Sleep erfasst biometrische Daten und passt Temperatur, Höhenposition und Sound während der Nacht automatisch an. Jede Mitgliedschaft umfasst zwei separate Schlafprofile und ist in drei Varianten erhältlich:
    • Standard: 17 Euro pro Monat oder 199 Euro pro Jahr
    • Enhanced: 25 Euro pro Monat oder 299 Euro pro Jahr
    • Elite: 33 Euro pro Monat oder 399 Euro pro Jahr, einschließlich erweiterter Funktionen zur Überwachung des allgemeinen Wohlbefindens sowie der Herz-Kreislauf- und Atemgesundheit
  • Der Garantieumfang ist in der Autopilot-Mitgliedschaft enthalten. Standard umfasst eine zweijährige Garantie, Enhanced und Elite jeweils eine erweiterte fünfjährige Garantie.
  • Eight Sleep ist in 37 Ländern erhältlich, darunter Australien, Bahrain, Kanada, Kuwait, Mexiko, Katar, Saudi-Arabien, die Schweiz, Singapur, das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Arabischen Emirate, China und die USA. Innerhalb der Europäischen Union ist Eight Sleep mit Ausnahme von Zypern, Griechenland und Malta verfügbar. In den USA sind Alaska, Hawaii, Puerto Rico und weitere US-Gebiete ausgenommen.

Ein Jahr im Wachstum

Pod 6 erscheint nach dem bisher aktivsten Jahr in der Geschichte von Eight Sleep. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr seine Präsenz auf China, Katar, Bahrain, Kuwait und Singapur ausgeweitet und ist damit mittlerweile in 37 Ländern vertreten. In China wächst das Geschäft zwölfmal schneller als bei jedem bisherigen Markteintritt.

Auch die Softwareentwicklung hat mit den Hardware-Innovationen Schritt gehalten. Allein in diesem Jahr hat Eight Sleep Pregnancy Mode, Biological Age sowie Autopilot 4.0 eingeführt. Autopilot 4.0 fungiert als persönlicher Schlafassistent, der individuelle Bedürfnisse vorhersagt und Temperatur sowie Einstellungen während der Nacht automatisch anpasst.

Eight Sleep treibt zudem die Weiterentwicklung des Pod in Richtung Medizinprodukt voran. Das Unternehmen strebt eine HTA-Zulassung, das Pendant zur FDA in Abu Dhabi, für Schlafapnoe sowie eine Zulassung durch die US-amerikanische FDA an.

Bild Eight Sleep Pod 6 Morning Bedroom Bildcredits Eight Sleep

Einen anderen Ansatz im Bereich SleepTech verfolgt plümoBaum: Das System soll Bettdecken und Kissen belüften und trocknen und damit die Schlafhygiene verbessern.

Quelle Schröder+Schömbs PR GmbH

Rechts-KI Noxtua sichert sich über 100 Millionen Euro – C.H.BECK wird Mehrheitseigner

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Noxtua Finanzierungsrunde: Über 100 Mio. Euro für Rechts-KI Bild MANZ Noxtua Dr. Leif-Nissen Lundbæk (Noxtua), Mag. Susanne Stein-Pressl (MANZ) Bildcredits Kidizin Sane

Das Berliner KI-Unternehmen Noxtua hat eine Finanzierungsrunde der Serie C über mehr als 100 Millionen Euro abgeschlossen. Der juristische Fachverlag C.H.BECK übernimmt dabei die Mehrheit, der österreichische Verlag MANZ steigt neu ein. Mit dem Geld will Noxtua seine Software weiterentwickeln und in weitere europäische Märkte expandieren.

Noxtua Finanzierungsrunde: Zwei Fachverlage als Geldgeber

  • Unternehmen: Noxtua, Scale-up mit Ursprung in Berlin
  • Finanzierungsrunde: Series C
  • Volumen: mehr als 100 Millionen Euro
  • Investoren: C.H.BECK (neuer Mehrheitsgesellschafter, bereits Hauptinvestor der Series B), MANZ (neu)
  • Ausgeschiedene Investoren: Global Brain Corporation, KDDI Open Innovation Fund, CMS, Dentons, Dominik Schiener
  • Ursprung: 2017 aus Forschung an der Oxford University und dem Imperial College London
  • Gründer und CEO: Dr. Leif-Nissen Lundbæk
  • Kennzahlen: mehr als 30.000 Nutzer, rund 100 Mitarbeitende
  • Standorte: Berlin, Paris, Stockholm, Zagreb, München, Fribourg

Eine KI für den gesamten juristischen Arbeitsablauf

Noxtua brachte 2024 die erste Version seiner Software auf den Markt. Die Rechts-KI deckt heute die typische Textarbeit von Juristinnen und Juristen ab. Dazu zählen die Recherche, die Analyse komplexer Rechtsfragen und das Erstellen von Dokumenten.

Das Besondere liegt in der Datenbasis. Noxtua baut für jedes Rechtssystem einen eigenen Arbeitsbereich, den das Unternehmen „Legal AI Workspace“ nennt. Diese Workspaces greifen auf geprüfte Inhalte führender Fachverlage zu. Neben C.H.BECK und MANZ gehören dazu unter anderem Helbing Lichtenhahn, die Blendow Group, Ciela Norma sowie mehrere C.H.-Beck-Verlage in Polen, Tschechien und der Slowakei.

„Wir entwickeln Noxtua basierend auf den exklusiven Inhalten führender Fachverlage vom ganzen Kontinent“, sagt Gründer Lundbæk. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen so Europas größte Rechtsdatenbank und das größte Netzwerk unabhängiger Rechtsverlage aufgebaut.

Allein C.H.BECK bringt viel Material ein. Die Datenbank beck-online umfasst mehr als 60 Millionen Dokumente aus allen relevanten Rechtsgebieten. Zudem enthält sie die größte Sammlung an Kommentarliteratur im deutschsprachigen Raum. Beide Verlage arbeiten außerdem seit 2025 mit eigenen Produkten mit Noxtua zusammen: C.H.BECK mit Beck-Noxtua in Deutschland, MANZ mit MANZ-Noxtua in Österreich.

Warum Traditionsverlage auf Rechts-KI setzen

Für C.H.BECK ist die Beteiligung ein historischer Schritt. Der 1763 gegründete Verlag tätigt damit das größte Investment seiner über 260-jährigen Geschichte. Schon im April 2025 war C.H.BECK als Hauptinvestor in die Series B eingestiegen. Diese Runde galt damals als die größte Finanzierung für Rechts-KI in Europa.

Die Verlage verfolgen dabei ein klares Ziel. Sie wollen ihre Inhalte in KI-Anwendungen einbringen, ohne die Kontrolle über die Qualität abzugeben. „Die Verbindung qualitativ hochwertiger Daten mit innovativer KI-Technologie ist das Erfolgsrezept in einem sich rasch wandelnden Markt“, sagt Prof. Dr. Klaus Weber aus der Gesamtgeschäftsführung von C.H.BECK.

MANZ argumentiert ähnlich. Der Verlag führte bereits 1986 die erste Rechtsdatenbank in Österreich ein. Geschäftsführende Gesellschafterin Mag. Susanne Stein-Pressl sieht Verlage daher als „Garant dafür, dass die Qualität der Rechtsinhalte gewahrt bleibt“. Für MANZ sei die Beteiligung deshalb der nächste logische Schritt.

Mit der Runde ordnet Noxtua zugleich seinen Kreis der Gesellschafter neu. Mehrere bisherige Investoren steigen aus, darunter die Kanzleien CMS und Dentons. Beide bleiben jedoch als wichtige Ankerkunden an Bord. CMS hatte Noxtua 2024 sogar mitinitiiert. Wie sich die Summe auf die beiden Verlage verteilt und welcher Anteil an die ausscheidenden Investoren fließt, geben die Beteiligten nicht an. Auch zur Höhe der Mehrheitsbeteiligung und zur Bewertung macht Noxtua keine Angaben.

Nächster Schritt: Expansion in weitere Märkte Europas

Noxtua spricht selbst von einer „neuen Phase“. Mit Verlagen als Hauptgesellschaftern gewinnt das Scale-up nach eigener Aussage längere Planungshorizonte. Das frische Kapital soll daher vor allem zwei Dingen dienen: der Weiterentwicklung der Software und der Expansion in weitere europäische Märkte. Welche Länder als Nächstes folgen, nennt das Unternehmen bisher nicht. Da Noxtua pro Rechtssystem eigene Workspaces aufbaut, dürfte der Ausbau jedoch eng an neue Verlagspartner gekoppelt sein.

Wie viel Kapital hat Noxtua in der Series C eingesammelt?

Noxtua hat in seiner Series-C-Finanzierungsrunde mehr als 100 Millionen Euro eingesammelt.

Wer sind die Investoren von Noxtua?

Die Geldgeber der Series C sind die Fachverlage C.H.BECK und MANZ. C.H.BECK wird damit Mehrheitsgesellschafter. Frühere Investoren wie Global Brain, KDDI Open Innovation Fund, CMS, Dentons und Dominik Schiener scheiden aus.

Was macht Noxtua?

Noxtua entwickelt eine Rechts-KI für Juristinnen und Juristen. Sie unterstützt bei Recherche, Analyse und Dokumentenerstellung und nutzt dafür kuratierte Inhalte europäischer Fachverlage.

Wann wurde Noxtua gegründet?

Noxtua ging 2017 aus Forschung an der Oxford University und dem Imperial College London hervor. Die erste Version der Software kam 2024 auf den Markt.

Wofür verwendet Noxtua das Geld?

Das Unternehmen investiert in die Weiterentwicklung seiner KI und in die Expansion in weitere europäische Märkte.

Bild MANZ Noxtua Dr. Leif-Nissen Lundbæk (Noxtua), Mag. Susanne Stein-Pressl (MANZ) Bildcredits Kidizin Sane

Quelle Noxtua

Ticketverkauf gestartet: Nox Mobility rollt ab März 2027 über die Schiene

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Nox Mobility: Nachtzug startet ab Hamburg nach München Bild Nox Mobility Mitgründer, L-R: Janek Smalla, Artur Hasselbach, Thibault Constant – © Nox Mobility

Ticketverkauf startet heute: Ab März 2027 fährt Nox Mobility seinen ersten Nachtzug zwischen Hamburg und München

  • Betriebsstart am 23. März 2027, Buchung ab sofort auf noxmobility.com, ab 65 Euro
  • Nox Suites: Privater Bereich mit Sitz und Lounge-Funktion zum Arbeiten und Ausruhen
  • Bis 2035 soll ein Verbindungsnetz aus 100 europäischen Städten aufgebaut werden

Berlin, 23. September 2026 – Das Berliner Nachtzug-Startup Nox Mobility nimmt im März 2027 Fahrt auf. Auf der InnoTrans in Berlin enthüllt Nox Mobility heute den ersten fertigen Waggon und öffnet gleichzeitig den Ticketverkauf. Ab dem 23. März 2027 fährt der Nachtzug zunächst dreimal pro Woche in jede Richtung zwischen Hamburg und München, mit Halt in Bremen und Augsburg. Tickets kosten ab 65 Euro für eine einfache Fahrt und sind ab sofort online auf noxmobility.com buchbar. An Bord reist jeder Fahrgast in einer eigenen „Nox Suite“: tagsüber ein Arbeitsplatz, abends eine Lounge zum Entspannen.

Ein neues Reiseerlebnis mit Boutique-Hotel-Charme an Bord

Nox Mobility will eine neue Kategorie des Reisens schaffen, in der sich Einsteigen wie Nachhausekommen anfühlt und die Reise erst mit der erholten Ankunft am Ziel endet. An Bord erwarten Fahrgäste durchdachtes Design und Service, wie man ihn aus dem Boutique-Hotel kennt.

Zum Start fahren die Züge zwischen Hamburg und München mit den „Nox Suites“. Jeder Reisende erhält einen eigenen Bereich mit großem Sitz, einem Tisch zum Arbeiten und Essen, Stauraum für großes Gepäck und Steckdosen in greifbarer Nähe. In der Lounge-Position bietet der Sitz zwei Meter Platz zum Ausstrecken entlang des Fensters.

Auf der InnoTrans zeigt Nox Mobility zusätzlich einen ersten Blick auf die „Nox Rooms“, das künftige Flaggschiffprodukt mit privaten Zimmern für ein oder zwei Personen. Die „Nox Rooms“ sollen ab 2029 Teil der Nox-Flotte werden.

Langfristig will Nox Mobility die Reise über die Fahrt hinaus denken: Über die eigene Buchungsplattform sollen künftig auch Zusatzleistungen am Reiseziel wie Duschmöglichkeiten, Coworking-Plätze oder Hotelzimmer für mehr Komfort buchbar sein.

„Nachtzugfahren heißt in Europa bis heute: Man teilt sich eine Kabine mit vier Fremden und hofft, dass die Fahrt einigermaßen erträglich wird. Bei Nox Mobility hat jeder Fahrgast seinen eigenen Bereich, in dem er arbeiten und ausruhen kann. Am Ende soll eine Nacht im Nox-Zug alles vereinen, was sonst drei Buchungen braucht: die Fahrt, die Übernachtung, den Morgen am Ziel“, sagt Thibault Constant, Mitgründer von Nox Mobility. „So bringen wir Gastfreundschaft in Bewegung. Der Zug ist das Herzstück, aber erst der Anfang.“

Eine der meistgeflogenen Inlandsstrecken bekommt einen Nachtzug

Hamburg–München ist eine der meistgeflogenen Inlandsstrecken Deutschlands. 2024 hoben allein zwischen den beiden Städten mehr als 1,2 Millionen Fluggäste ab. Zum Auftakt steuert Nox Mobility zwei der stärksten Wirtschaftsstandorte des Landes an. Mit Bremen und Augsburg nimmt er unterwegs zwei Städte mit, die im Fern- und im Flugverkehr bislang stiefmütterlich behandelt wurden.

Die erste Verbindung führt zwischen Hamburg und München, mit Halten in Bremen und Augsburg, jeweils am Hauptbahnhof. Der Zug fährt in Hamburg um 21:22 Uhr ab und ist am nächsten Morgen um 8:14 Uhr in München, mit Zwischenhalten in Bremen um 22:30 Uhr und in Augsburg um 7:35 Uhr. In der Gegenrichtung startet er in München um 21:20 Uhr und ist um 8:27 Uhr in Hamburg, mit Zwischenhalten in Augsburg um 21:51 Uhr und in Bremen um 7:20 Uhr.

„Wer die Mobilitätswende voranbringen will, muss gerade auf längeren Strecken attraktive Alternativen zum Flugzeug schaffen. Nachtzüge können dabei eine wichtige Rolle spielen: Sie verbinden große Städte komfortabel und klimafreundlich über Nacht“, sagt Dr. Anjes Tjarks, Senator Freie und Hansestadt Hamburg. „Die neue Verbindung von Nox Mobility stärkt den Bahnverkehr in Deutschland und den Mobilitätsstandort Hamburg. Und wenn künftig immer mehr europäische Metropolen über Nacht miteinander verbunden werden, wächst Europa auch auf der Schiene weiter zusammen.“

Erholt ankommen, statt einen halben Arbeitstag zu verschwenden

Für Geschäftsreisende rechnet sich die Fahrt mit Nox Mobility doppelt. Laut Geschäftsreiseanalyse 2026 des Verbands Deutsches Reisemanagement liegt die Bahn bei Inlandsreisen inzwischen deutlich vor dem Flugzeug. Die Gründe: Kosten, CO2-Bilanz und Reisezeit, die sich als Arbeitszeit nutzen lässt. Von den 116,1 Millionen Geschäftsreisen, die 2025 in Deutschland unternommen wurden, dauerten die meisten ein bis drei Tage. Bei einem Flug ist schnell ein halber Arbeitstag weg. Wer abends gegen 21 Uhr in München einsteigt und morgens um 8 Uhr mitten in Hamburg ankommt, spart sich Flughafentransfer, Sicherheitskontrolle und eine Hotelnacht gleich mit.

Schneller als die Branche: 100 europäische Städte bis 2035

Nox Mobility wurde 2025 von Simply-Railway-Gründer und Trainfluencer Thibault Constant, FlixTrain-Projektmanager Janek Smalla und Mobility-Unternehmer und -Investor Artur Hasselbach gegründet. Im April 2026 sicherte sich das Unternehmen eine Pre-Seed-Finanzierung über zwei Millionen Euro, angeführt von IBB Ventures.

Fünf Monate später steht der erste fertige Waggon auf der Berliner Messe, in sechs Monaten soll er über die Schienen rollen. Damit schlägt Nox Mobility ein neues Tempo an, denn neue Verbindungen brauchen in der traditionellen Bahnbranche üblicherweise über fünf Jahre.

„Nox Mobility baut weit mehr als einen neuen Bahnbetreiber auf. Hier entsteht eine eigenständige Reisekategorie neben Fliegen und Hotellerie“, sagt Roman Pimonov, Senior Investment Manager IBB Ventures. „Wir sehen darin enormes Marktpotenzial, das weit über die erste Strecke hinausreicht.“

Bild Nox Mobility Mitgründer, L-R: Janek Smalla, Artur Hasselbach, Thibault Constant – © Nox Mobility

Quelle Breforth Communications GmbH

Ginmon: Christian Lindner steigt als Investor beim Frankfurter Fintech ein

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Ginmon: Christian Lindner investiert vor Altersvorsorgedepot Bild Ginmon Lindner Reiner Bauer Copyright Diana Riazantsev Ginmon

Christian Lindner beteiligt sich an der Ginmon Gruppe. Das Frankfurter Fintech liefert Banken, Finanzdienstleistern und unabhängigen Beratern die Technik für digitale Geldanlage und Altersvorsorge unter eigener Marke. Im Fokus steht dabei vor allem das neue Altersvorsorgedepot, das am 1. Januar 2027 startet. Zur Höhe der Beteiligung macht das Unternehmen keine Angaben.

Ginmon und Christian Lindner: Die Eckdaten des Investments

  • Investor: Christian Lindner
  • Unternehmen: Ginmon Gruppe
  • Sitz: Frankfurt am Main
  • Gründungsjahr: 2014
  • Gründer und CEO: Lars Reiner
  • Kundenvermögen: über 500 Millionen Euro
  • Endkunden: mehr als 100.000
  • Märkte: elf Länder
  • Wirtschaftliche Lage: profitabel
  • Bekanntgabe: 23. September 2026

Vom digitalen Vermögensverwalter zum Technik-Partner der Finanzbranche

Ginmon startete 2014 als Anbieter für digitales Vermögensmanagement. Heute ruht das Geschäft jedoch auf drei Säulen. Neben der eigenen Geldanlage für Privat- und Firmenkunden betreibt die Gruppe zwei Angebote für andere Finanzunternehmen.

Das erste heißt Ginmon Technology. Über ginmon.tech erhalten Banken und Finanzdienstleister eine modulare Technik für digitale Geldanlage und Vorsorge. Diese Lösung ist White-Label: Partner bauen damit eigene Produkte, die sie unter ihrer Marke anbieten. Dabei greifen sie auf eine bestehende technische und regulatorische Basis zurück und binden diese in ihre Apps und Portale ein. Zu den Nutzern zählt unter anderem die europäische Neobank bunq.

Die zweite Plattform heißt apeiron Wealth. Sie richtet sich an unabhängige Finanz- und Vermögensberater sowie an Finanzvertriebe. Die Software deckt dabei die ganze Kette ab: vom Onboarding über Portfoliomanagement und Reporting bis zur Gebührenabrechnung. Außerdem sind Depotführung und Wertpapierabwicklung integriert. Berater können die Plattform ebenfalls unter eigener Marke nutzen, und zwar sowohl in rein digitaler als auch in persönlicher Beratung.

„Wir haben Ginmon in den vergangenen Jahren konsequent neben dem digitalen Vermögensmanagement zu einem Technologieanbieter für die Finanzindustrie ausgebaut“, sagt Lars Reiner, Gründer und CEO der Ginmon Gruppe.

Altersvorsorgedepot als neuer Wachstumsmarkt

Den Zeitpunkt des Einstiegs prägt vor allem ein Termin: Ab dem 1. Januar 2027 gibt es das Altersvorsorgedepot. Damit entsteht nach Einschätzung von Ginmon ein neuer Markt für Vorsorge über den Kapitalmarkt. Für das Fintech ist das daher ein zusätzliches Einsatzfeld seiner Technik. Banken und andere Anbieter sollen auf der Ginmon-Basis eigene digitale Produkte für das Depot entwickeln. Unabhängige Berater wiederum sollen solche Lösungen über apeiron Wealth in ihre Beratung einbinden können.

Erste Schritte in diese Richtung gibt es bereits. So haben Ginmon und der globale Vermögensverwalter Franklin Templeton kürzlich eine Partnerschaft für das Altersvorsorgedepot bekannt gegeben. Sie baut auf der apeiron-Wealth-Plattform auf.

Lindner begründet sein Investment mit einem Thema, für das er sich seit Jahren einsetzt: mehr Aktienkultur und mehr kapitalgedeckte Vorsorge in Deutschland. „Deutschland braucht mehr Kapitalbildung in privater Hand“, sagt er. Überzeugt habe ihn zudem das Geschäftsmodell. Ginmon biete nicht nur einzelne Finanzprodukte an, sondern die technische Infrastruktur dahinter. Dadurch könnten Banken und andere Anbieter moderne Lösungen „schnell und skalierbar“ an den Markt bringen.

Mit Blick auf das neue Depot ergänzt Lindner: „Mit dem Altersvorsorgedepot wird Kapitalmarktinvestment für die private Altersvorsorge erheblich an Bedeutung gewinnen. Entscheidend ist jetzt, dass daraus attraktive, kosteneffiziente und digitale Angebote für möglichst viele Menschen entstehen.“ Genau an dieser Stelle zwischen Kapitalmarkt und Technik sieht er für Ginmon großes Potenzial.

Nächste Wachstumsphase in Deutschland und Europa

Ginmon arbeitet bereits profitabel. Das Unternehmen will seine Plattform nun als Basis für digitale Geldanlage und Vorsorge in Deutschland und Europa weiter ausbauen. Die Zielgruppe ist dabei breit: Neben Banken nennt Reiner auch Versicherer, Vertriebe und unabhängige Berater.

„Das Altersvorsorgedepot ist dafür ein besonders aktuelles Beispiel“, sagt Reiner. „Wir freuen uns, Christian Lindner als Investor für diese nächste Wachstumsphase gewonnen zu haben.“

In welches Unternehmen investiert Christian Lindner?

Christian Lindner beteiligt sich an der Ginmon Gruppe. Das Fintech aus Frankfurt am Main entwickelt digitale Technik für Geldanlage und Altersvorsorge.

Wie viel hat Christian Lindner in Ginmon investiert?

Zur Höhe der Beteiligung haben Ginmon und Lindner keine Angaben gemacht.

Was macht Ginmon?

Ginmon bietet digitales Vermögensmanagement für Endkunden an. Zudem stellt die Gruppe Banken, Finanzdienstleistern und unabhängigen Beratern White-Label-Technik bereit – über Ginmon Technology und die Beraterplattform apeiron Wealth.

Wann wurde Ginmon gegründet?

Ginmon startete 2014. Gründer und CEO ist Lars Reiner.

Welche Rolle spielt das Altersvorsorgedepot für Ginmon?

Das Altersvorsorgedepot startet am 1. Januar 2027. Banken und Berater sollen auf Basis der Ginmon-Technik eigene Angebote dafür unter eigener Marke entwickeln können.

Bild Christian Lindner, Lars Reiner und Ulrich Bauer Copyright Diana Riazantsev Ginmon

Quelle Ginmon GmbH

 

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