Samstag, November 7, 2026
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Heidi sichert sich 340 Millionen US-Dollar für KI im klinischen Alltag

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Heidi erhält 340 Mio. Dollar für Klinik-KI Dr. Thomas Kelly Gründer von Heidi

Das Health-Tech-Unternehmen Heidi hat eine Series-C-Runde über 100 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Lead-Investor ist Blackbird, die Runde bewertet Heidi mit 900 Millionen US-Dollar. Zusätzlich erhält das Unternehmen 240 Millionen US-Dollar Wachstumskapital vom Customer Value Fund (CVF) von General Catalyst. Mit dem Geld will Heidi seinen KI-Assistenten für medizinisches Fachpersonal ausbauen und in der DACH-Region deutlich wachsen.

Die Eckdaten der Heidi Finanzierung

  • Volumen gesamt: 340 Mio. US-Dollar
  • Series C: 100 Mio. US-Dollar
  • Lead-Investor: Blackbird
  • Weitere Investoren: Phoenix Court (Investmentgesellschaft hinter LocalGlobe, Latitude und Solar Funds), Point72 Private Investments, Headline (alle bereits investiert)
  • Wachstumsfinanzierung: 240 Mio. US-Dollar aus dem Customer Value Fund von General Catalyst
  • Bewertung: 900 Mio. US-Dollar
  • Eigenkapital gesamt (inkl. Series C): 436,6 Mio. US-Dollar
  • Gründung: 2019 in Melbourne
  • Gründer: Dr. Thomas Kelly (CEO), Waleed Mussa, Yu Liu
  • Sitz: Melbourne, Australien

Vom KI-Scribe zum Begleiter für den ganzen Arbeitstag

Heidi startete als sogenannter Scribe: eine KI, die Sprechstunden transkribiert und daraus Arztnotizen erstellt. Inzwischen versteht sich das Unternehmen als „AI Care Partner“. Die Plattform soll Ärzt:innen und anderes Fachpersonal durch den ganzen Arbeitstag begleiten – von Verwaltungsaufgaben über klinisches Wissen bis zur Arbeit rund um den Patientenkontakt.

„Von dem Tag an, an dem ich Heidi gegründet habe, ging meine Vision immer weit über das Schreiben von Arztnotizen hinaus“, sagt Mitgründer und CEO Dr. Thomas Kelly. Ihm schwebte von Anfang an eine KI vor, die auch die Folgearbeit nach dem Gespräch übernimmt.

Dazu hat Heidi sein Angebot zuletzt deutlich erweitert. Die Funktion Heidi Evidenz liefert Informationen zum jeweiligen Fall direkt am Behandlungsort. Seit dem Start im März 2026 hat sie weltweit fast acht Millionen Anfragen beantwortet. Außerdem bringt Heidi mit Remote sein erstes tragbares Gerät auf den Markt. Eine Diktierfunktion ergänzt das Angebot, sodass Fachkräfte Gespräche auch unterwegs festhalten können. Zudem verbindet sich die Plattform zunehmend mit Systemen für elektronische Patientenakten.

Technisch setzt Heidi dabei nicht allein auf große KI-Modelle anderer Anbieter, sogenannte Frontier-Modelle. Transkription und Notizen, die den Großteil der Rechenleistung verbrauchen, laufen fast vollständig auf eigenen Modellen. Ein eigenes Forschungsteam testet und prüft die Produkte, bevor sie im Alltag ankommen.

Die Nutzung wächst schnell. Aktuell setzt Fachpersonal Heidi bei 2,8 Millionen Patientenkontakten pro Woche ein. Insgesamt kommt die Plattform auf mehr als 175 Millionen Kontakte und über 67 Millionen klinische Arbeitsstunden. Damit hat sich die Nutzung seit September 2025 mehr als verdreifacht. Der wiederkehrende Jahresumsatz (ARR) stieg in den zwei Jahren seit Verkaufsstart von einer Million auf 50 Millionen US-Dollar (Stand: April 2026). Heidi ist in 190 Ländern und 110 Sprachen im Einsatz.

Weniger Papierkram gegen den Personalmangel

Heidi zielt auf ein Kernproblem vieler Gesundheitssysteme. Die Nachfrage nach Versorgung steigt, das Personal bleibt knapp. Gleichzeitig wächst der Aufwand für Dokumentation. Das Unternehmen formuliert daher ein ehrgeiziges Ziel: Es will die weltweiten Versorgungskapazitäten verdoppeln.

Große öffentliche Auftraggeber setzen bereits auf die Lösung. So hat NHS England Midlands Heidi Anfang des Jahres als einzigen Anbieter ausgewählt. Laut Unternehmen ist das die bisher größte Beschaffung klinischer KI-Dokumentation in der Geschichte des britischen NHS. Der Auftrag umfasst 15 Akut- und Community Trusts, alle Integrated Care Boards der Region sowie 1.239 Hausarztpraxen. In Australien nutzen unter anderem das Royal Children’s Hospital Melbourne und Metro South Health die Software. In Neuseeland läuft Heidi in allen Notaufnahmen des Landes.

Die Investoren sehen darin eine solide Basis. Phoenix Court verweist auf die Fachkenntnis des Teams und auf ein Produkt, dem das medizinische Personal stark vertraue. Das mache die Ambition „absolut erreichbar“, heißt es von dem Investor.

Wichtig für die Einordnung der Summe: Nur die 100 Millionen US-Dollar der Series C bilden die Eigenkapitalrunde mit der Bewertung von 900 Millionen. Die 240 Millionen von General Catalyst fließen separat als Wachstumsfinanzierung.

Klar ist auch: In Europa hängt der weitere Ausbau stark an der Regulierung. Ein Teil der Series C fließt deshalb in Zulassungsverfahren für weiterführende klinische Funktionen in Europa und Großbritannien. DSGVO und Datensicherheit bleiben dabei zentrale Themen. Die Entscheidung über Diagnose und Behandlung liegt laut Heidi stets beim Fachpersonal.

Das DACH-Team von Heidi soll sich verdoppeln

Die DACH-Region zählt für Heidi zu den wichtigsten Wachstumsmärkten. Seit dem Markteintritt im Zuge der Series B stieg die Zahl der monatlich aktiven Nutzer:innen bis August 2026 um 205 Prozent. In diesem Zeitraum gab es über 600.000 Interaktionen mit Patient:innen. Zu den Kunden zählt unter anderem das Swiss Medical Network, eine private Klinikgruppe aus der Schweiz.

Mit dem neuen Kapital will Heidi die Zahl seiner Mitarbeitenden in der Region verdoppeln. Besonders in Deutschland soll ein eigenes Führungsteam entstehen. Außerdem entwickelt das Unternehmen Produkte, die auf die Gesundheitssysteme in Deutschland, Österreich und der Schweiz zugeschnitten sind.

„Die Finanzierungsrunde gibt uns die Möglichkeit, noch weiterzugehen“, sagt Kelly. Heidi wolle Produkte für europäische Gesundheitssysteme bauen und in die nötigen regulatorischen Grundlagen investieren. Am Ende solle das Fachpersonal mehr Zeit für Patientinnen und Patienten haben. Parallel will Heidi seine Rolle im NHS und in anderen öffentlichen Systemen ausbauen und im privaten Gesundheitssektor weiter wachsen.

FAQ über Heidi

Wie viel Kapital hat Heidi eingesammelt?

Heidi erhält insgesamt 340 Millionen US-Dollar: 100 Millionen aus einer Series-C-Runde und 240 Millionen Wachstumsfinanzierung vom Customer Value Fund von General Catalyst.

Wer sind die Investoren von Heidi?

Blackbird führt die Series C an. Außerdem beteiligen sich Phoenix Court, Point72 Private Investments und Headline. Die Wachstumsfinanzierung stammt von General Catalyst.

Wie hoch ist Heidi bewertet?

Die Series C bewertet das Unternehmen mit 900 Millionen US-Dollar.

Was macht Heidi?

Heidi entwickelt einen KI-Assistenten für medizinisches Fachpersonal. Die Software dokumentiert Sprechstunden, liefert klinisches Wissen und unterstützt bei Aufgaben rund um den Patientenkontakt.

Wann und wo wurde Heidi gegründet?

Dr. Thomas Kelly, Waleed Mussa und Yu Liu haben Heidi 2019 in Melbourne gegründet.

Gegen Lebensmittelverschwendung: Wie better bites Großküchen digitalisiert

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better bites: Prognose mit KI für Großküchen teamfoto better bites

better bites nutzt KI, um mit einer präzisen Prognose die Produktionsplanung in Großküchen zu verbessern und Lebensmittelüberschüsse zu reduzieren.

Können Sie better bites kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für die KI-SaaS-Plattform entstanden ist?

better bites ist eine KI-SaaS-Plattform für Großküchen. Wir prognostizieren, wie viele Gäste an einem Tag kommen und welche Gerichte wie oft bestellt werden, bis zu sechs Wochen im Voraus. Auf dieser Basis planen Mensen und Betriebsrestaurants ihre Produktion, statt nach Erfahrungswerten zu schätzen. Weil wir selbst seit Jahren fast jeden Mittag in der Mensa essen, haben wir uns gefragt, wie so ein Betrieb eigentlich mehrere tausend Essen am Tag plant, und das Studierendenwerk Münster angeschrieben. Von dort aus ist alles gewachsen.

Wer steht hinter better bites, und wie ergänzen sich Ihre Erfahrungen in Sales, Tech und Data Science?

Gegründet haben Nico Nonnen und ich, Mattis Sippel. Nico verantwortet Technik und Modellentwicklung, ich Vertrieb und Kundenprojekte, beide mit Data-Science-Hintergrund. Das ist der eigentliche Vorteil: Ich sitze nicht als reiner Vertriebler in Küchengesprächen, sondern kann einschätzen, was mit den Daten eines Standorts machbar ist und was nicht. Umgekehrt entwickelt Nico nicht an der Praxis vorbei, weil er weiß, welche Fragen aus den Betrieben kommen. In einem Feld, in dem Vertrieb und Produkt technisch eng zusammenhängen, spart das sehr viele Schleifen.

Viele Großküchen planen ihre Produktionsmengen noch auf Basis von Erfahrungswerten. Welches Problem möchten Sie dabei konkret lösen?

Küchenleitungen planen meist nach Vorjahreswerten und Bauchgefühl, und weil kaum jemand riskieren will, dass um 13 Uhr nichts mehr da ist, wird im Zweifel zu viel produziert. Nach Zahlen des Thünen-Instituts landen so im Schnitt rund 10,8 Tonnen Lebensmittel pro Großküche und Jahr im Abfall, umgerechnet über 40.000 Euro Wareneinsatz. Das ist kein Erfahrungsproblem, sondern ein Datenproblem: Gästezahlen hängen gleichzeitig an Wetter, Semesterzeiten, Feiertagen, Veranstaltungen und dem Speiseplan des Tages. Diese Faktoren kann ein Mensch nicht parallel im Kopf verrechnen, ein Modell schon. Wir liefern deshalb keine Meinung, sondern eine belastbare Zahl als Planungsgrundlage.

Ihre Prognosen reichen bis zu sechs Wochen in die Zukunft und arbeiten in 15-Minuten-Intervallen. Welche Faktoren sind für eine hohe Genauigkeit besonders entscheidend?

An erster Stelle steht die Datenhistorie des Standorts: mehrere Jahre Kassendaten mit Zeitstempeln sind die Grundlage dafür, dass wir überhaupt in 15-Minuten-Intervallen rechnen können. Danach kommt der Speiseplan, weil die Gerichtswahl die Nachfrage massiv verschiebt, gefolgt vom Semesterkalender, der in der Hochschulgastronomie der stärkste Treiber überhaupt ist. Wetter, Feiertage, Brückentage und lokale Veranstaltungen erklären dann die kurzfristigen Ausschläge. Entscheidend ist außerdem, dass wir pro Standort modellieren und nicht ein Durchschnittsmodell über alle Mensen legen, denn zwei Häuser derselben Stadt verhalten sich unterschiedlich. Und ganz praktisch ist die Datenqualität in unserer Datenbank entscheidend, ein großer Teil unserer Arbeit steckt in der Aufbereitung.

better bites setzt bereits vor der Entstehung von Lebensmittelüberschüssen an. Warum sehen Sie gerade in der Produktionsplanung einen besonders großen Hebel?

Der größte Teil der Lebensmittel, die in einer Großküche verloren gehen, kommt nie bei einem Gast an. Es ist Ware, die produziert wurde, obwohl die Nachfrage an diesem Tag nicht da war. Die meisten Ansätze setzen am Ende der Kette an, bei der Verwertung von Resten oder bei Appellen an die Gäste. Wenn die Entscheidung über die Produktionsmenge aber besser wird, entsteht der Überschuss gar nicht erst. Das Wirksame daran ist, dass niemand sein Verhalten ändern muss: keine kleineren Portionen, kein eingeschränktes Angebot, kein zusätzlicher Arbeitsschritt für die Küche. Die Einsparung kommt allein aus einer besseren Planungszahl.

Ihre Software läuft aktuell an 42 Standorten mit rund 45.000 Gästen täglich. Was haben Sie aus dem Einsatz im realen Küchenbetrieb gelernt?

Dass der Küchenalltag unberechenbarer ist, als jede Datenanalyse vermuten lässt. Baustellen, Ausfälle, kurzfristige Speiseplanänderungen oder eine geschlossene Nachbarmensa verschieben Zahlen sofort, und ein Modell, das solche Sonderfälle nicht kennt, verliert schnell an Glaubwürdigkeit. Gelernt haben wir auch, dass eine Prognose in den Arbeitsablauf passen muss und nicht umgekehrt: Wer morgens um sechs an der Ausgabe steht, öffnet kein Analysetool mit zwölf Diagrammen. Deshalb sind unsere Ansichten bewusst schlicht und liefern die Zahl, die für den nächsten Arbeitsschritt gebraucht wird. Fast alle Funktionen, die wir seitdem gebaut haben, stammen aus Gesprächen mit Küchenleitungen, nicht aus unserem eigenen Kopf.

Eine Prognose ist nur hilfreich, wenn Küchenleitungen ihr auch vertrauen. Wie schaffen Sie Akzeptanz für KI-basierte Entscheidungen im Arbeitsalltag?

Vertrauen entsteht bei uns über Nachvollziehbarkeit, nicht über Versprechen. Wir zeigen jedem Standort rückblickend, was wir prognostiziert haben und was tatsächlich eingetreten ist, Tag für Tag. Nach einigen Wochen sehen die Küchenleitungen selbst, wie nah die Zahlen liegen, und ab da dreht sich das Verhältnis: Die Prognose wird zur Grundlage, das Bauchgefühl zur Gegenprobe. Wir kommunizieren dabei offen, wo ein Modell unsicher ist, statt jede Zahl als Wahrheit zu verkaufen, und die Entscheidung bleibt immer bei der Küche. Dazu kommt persönlicher Kontakt: Wir besuchen die Standorte, stehen in der Küche und sind erreichbar.

Gewachsene Kassensysteme und unterschiedliche Datenstrukturen erschweren die Integration. Wie geht better bites mit dieser technischen Herausforderung um?

Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, eine bestimmte Systemlandschaft vorauszusetzen. Der Einstieg funktioniert über einen CSV-Export aus Kasse und Warenwirtschaft, wo eine Schnittstelle verfügbar ist, binden wir per API an. Die eigentliche Arbeit liegt danach in der Aufbereitung, und genau dafür gibt es bei uns eine dreimonatige Onboardingphase, in der wir die Daten analysieren, bereinigen und die ersten Prognosen simulieren. So merken beide Seiten früh, ob die Datenlage trägt, bevor eine langfristige Entscheidung fällt. Wichtig ist außerdem der Aufwand auf Kundenseite: Für die IT der Einrichtung soll es bei wenigen Stunden bleiben, alles andere übernehmen wir.

Zu Ihren Kunden gehören mehrere Studierendenwerke. Welche besonderen Anforderungen bringt die Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Sektor mit sich?

Entscheidungen brauchen länger und laufen über mehrere Stellen: Geschäftsführung, IT, Datenschutz und die Küchenleitung sitzen mit am Tisch, dazu kommen feste Budgetzyklen. Dafür bekommt man Partner, die offen für neue Technologien sind sowie langfristig denken. In Deutschland gibt es 57 Studierendenwerke, die sich untereinander gut kennen. Eine Empfehlung aus diesem Netzwerk wirkt stärker als jede Kampagne.

Mehr als 90 Prozent Prognosegenauigkeit sowie Einsparungen bei Kosten, Lebensmitteln und CO2 sind zentrale Kennzahlen. Was unterscheidet better bites damit von anderen Ansätzen gegen Lebensmittelverschwendung?

Bei uns ist die Umweltwirkung kein Nebeneffekt, sondern eine direkte Funktion der Softwarequalität: Je genauer die Prognose, desto weniger wird zu viel produziert. Das lässt sich messen, pro Standort und Jahr sprechen wir von über 10.000 Euro Einsparung, 2,8 Tonnen geretteten Lebensmitteln und rund 19 Tonnen weniger CO2. Viele andere Ansätze dokumentieren Abfall oder verwerten ihn weiter, was sinnvoll ist, aber erst greift, wenn das Essen schon gekocht ist. Unser Unterschied liegt außerdem in der Spezialisierung: Wir sind auf die Betriebsstruktur der Hochschul- und Gemeinschaftsgastronomie zugeschnitten, mit Semesterlogik, Speiseplanzyklen und Kassenstruktur, statt ein allgemeines Prognosetool anzubieten.

Als Nächstes wollen Sie Betriebsrestaurants erschließen und eine KI-gestützte Speiseplanoptimierung entwickeln. Welche neuen Möglichkeiten entstehen dadurch für better bites?

Tatsächlich sind bereits drei Betriebsrestaurants live in unserer Software. Was uns dabei aufgefallen ist: Betriebsrestaurants haben dieselbe Grundstruktur wie Mensen, eine feste Gästebasis und einen täglich wechselnden Plan, aber andere Treiber: Homeoffice-Quoten, Anwesenheitstage und Veranstaltungen im Unternehmen. Unsere Modelle lassen sich darauf übertragen, und der Markt ist um ein Vielfaches größer als der der Studierendenwerke. Die Speiseplanoptimierung ist der zweite Schritt: Bisher sagen wir voraus, was passieren wird, künftig geben wir eine Empfehlung, was überhaupt auf den Plan gehört. Grundlage sind Absatzanteil, Wareneinsatz und Inhaltsstoffe je Gericht. Daraus wird sichtbar, welche Gerichte tragen, welche zu teuer für ihre Nachfrage sind und welche man streichen kann. Damit wird aus einem Prognosewerkzeug eine Planungsplattform für die gesamte Küche.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die mit einer KI-Lösung eine etablierte Branche verändern möchten?

Erstens: Verliebt euch nicht in eure Lösung, sondern sucht das passende Problem. Wir haben mit der falschen Zielgruppe angefangen und sind erst durch Gespräche in der richtigen Nische gelandet, das war die wichtigste Entscheidung überhaupt. Zweitens: Ein enger erster Kunde ist mehr wert als zehn lose Kontakte. Das Studierendenwerk Münster hat uns Daten, Branchenwissen und Glaubwürdigkeit gegeben, und in einem vernetzten Segment öffnet eine gute Referenz alle weiteren Türen. Drittens: Lasst euch auch für Testphasen bezahlen. Solange unsere Tests kostenlos waren, wurden sie nebenbei behandelt und weckten sogar Zweifel an der Qualität. Seit sie etwas kosten, arbeiten beide Seiten verbindlich zusammen.

Bildcredits better bites

Wir bedanken uns bei Mattis Sippel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Headhunting fürs Herz: Wie Philipp Schwarzenberg das Dating revolutioniert

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Hearthunter: Partnervermittlung für die Partnersuche Philipp Scwarzenberg Bildquelle Paul König

Hearthunter denkt Partnervermittlung neu und überträgt das Prinzip des Headhuntings auf die individuelle Partnersuche.

Können Sie Hearthunter kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee entstanden ist, das Prinzip des Headhuntings auf die Partnersuche zu übertragen?

Philipp Schwarzenberg: „Ich war rund zehn Jahre in einer klassischen Partnervermittlung tätig, zunächst als Angestellter und später mit der Perspektive, das Unternehmen zu übernehmen. In dieser Zeit habe ich sehr genau gesehen, was in der klassischen Partnervermittlung gut funktioniert, aber auch, wo ihre Grenzen liegen. Am Ende habe ich mich aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen über die weitere Entwicklung des Unternehmens dazu entschieden, einen eigenen Weg zu gehen. Für mich stellte sich damals die Frage: Unternehmensberatung oder Partnervermittlung?

Ich habe mich ganz bewusst für die Partnervermittlung entschieden, weil ich die Branche kannte und gleichzeitig überzeugt war, dass man sie neu denken kann. Durch meine langjährige Erfahrung mit Social Media und digitaler Kommunikation kam dann die Idee, nicht einfach eine weitere klassische Vermittlung aufzubauen, sondern ein anderes Modell zu entwickeln. Wenn man ohnehin auf der grünen Wiese startet, kann man auch konsequent neue Wege gehen. So entstand ein System, das auf Mandatsbasis funktioniert und sich am klassischen Headhunting orientiert: Wir suchen gezielt, diskret und individuell nach passenden Partnern. Im Grunde ist es Headhunting, nur fürs Herz. So ist Hearthunter entstanden.“

Wer steht hinter Hearthunter, und welche Erfahrungen haben Ihren Blick auf professionelle Partnervermittlung geprägt?

Philipp Schwarzenberg: „Partnervermittlung begleitet mich tatsächlich fast mein ganzes Leben. Meine Mutter hat bereits 1985 eine eigene Agentur gegründet. Dadurch bin ich sehr früh mit diesem Geschäft in Berührung gekommen. Mit vier Jahren wollte ich meiner kleinen Schwester schon ihren ersten Freund vermitteln, mit 15 habe ich meinen ersten Ferienjob in der Firma gemacht. Und bereits als Kind war ich bei Kundenterminen in Städten wie Freiburg, München oder Stuttgart dabei und habe erlebt, wie Beratungsgespräche geführt wurden. Ich kenne nicht nur die schönen Seiten dieses Geschäfts, sondern auch die Herausforderungen, die Erwartungen der Kunden und die Verantwortung, die damit verbunden ist. Diese Erfahrungen haben meinen Blick auf Partnersuche stark geprägt.

Ich sage manchmal etwas zugespitzt: Dating liegt bei mir in der DNA. Dahinter steckt aber ein ernsthafter Punkt. Hearthunter ist für mich weder ein Hobby noch ein kurzfristiges Geschäftsmodell, sondern die konsequente Fortführung dessen, womit ich praktisch aufgewachsen bin. Diese Verbindung aus jahrzehntelanger Branchenerfahrung, persönlicher Prägung und unternehmerischem Anspruch ist sicherlich etwas, das mich von vielen anderen Anbietern im Markt unterscheidet.

Professionelles Matchmaking bedeutet für mich deshalb auch deutlich mehr, als zwei Menschen miteinander bekannt zu machen. Es geht darum, Menschen wirklich zu verstehen, sehr genau zuzuhören und eine Suche mit derselben Ernsthaftigkeit zu betreiben, mit der Unternehmen nach einer Schlüsselperson suchen.“

Sie richten sich vor allem an erfolgreiche Führungskräfte und Unternehmer mit wenig Zeit. Warum funktionieren klassische Dating-Apps für diese Zielgruppe aus Ihrer Sicht häufig nicht?

Philipp Schwarzenberg: „Für viele unserer Kunden ist Zeit die knappste Ressource. Genau deshalb sind klassische Dating-Apps für vielbeschäftigte Führungskräfte und Unternehmer schlichtweg Zeitverschwendung – völlig egal, ob für den etablierten Unternehmer oder die erfolgreiche Managerin.

Auf der Männerseite scheitert das System an harter Mathematik: Nur etwa 10 bis 20 Prozent der Nutzer auf den gängigen Dating-Plattformen sind weiblich. Ein kostenpflichtiges Premium-Upgrade bringt in der Praxis kaum bessere Ergebnisse. Es kostet Geld und erhöht vielleicht die Sichtbarkeit, ändert aber nichts an der Verteilung. Man vergeudet Zeit mit Fakes, Scams oder Kontakten, bei denen monetäre Interessen im Vordergrund stehen.

Frauen wiederum erhalten häufig eine Flut an Anfragen, von denen viele unpassend, oberflächlich oder schlicht unangenehm sind. In beiden Fällen entsteht derselbe Effekt: viel Aufwand bei vergleichsweise wenig relevanten Begegnungen.

Genau hier setzt Hearthunter an. Unsere Kunden müssen sich nicht selbst durch hunderte Profile arbeiten. Wir analysieren vorab sehr genau, welche Lebensentwürfe und Kriterien wirklich zählen, und gehen anschließend gezielt und persönlich in die Suche. Der Unterschied liegt nicht in einer neuen App, sondern in einem völlig anderen Ansatz: weniger Masse, kompromisslose Vorauswahl und maximaler Zeitgewinn.“

Ihre Kunden lagern einen sehr persönlichen Teil ihres Lebens an einen Dienstleister aus. Was braucht es, damit dieses Vertrauen überhaupt entsteht?

Philipp Schwarzenberg: „Vertrauen entsteht durch Ehrlichkeit, Offenheit und einen guten persönlichen Draht. Wir sprechen mit unseren Kunden über sehr private Themen. Deshalb müssen sie das Gefühl haben, dass wir zuhören, ihre Wünsche verstehen und auch unangenehme Punkte klar ansprechen.

Genauso wichtig sind Diskretion und Verlässlichkeit. Wer die Partnersuche in fremde Hände gibt, muss sicher sein können, dass persönliche Informationen geschützt sind und die Suche mit der nötigen Sorgfalt geführt wird. Ohne diese Basis funktioniert professionelle Partnervermittlung nicht.“

Beim Executive Search lassen sich Qualifikationen relativ klar definieren. Nach welchen Kriterien suchen Sie dagegen nach einem Menschen, der wirklich als Lebenspartner passen könnte?

Philipp Schwarzenberg: „Natürlich spielen zunächst klassische Kriterien wie Alter, Wohnort, Bildung, äußere Erscheinung oder der persönliche und finanzielle Hintergrund eine Rolle. Entscheidend ist für mich aber, was dahinterliegt: Welche Werte vertritt ein Mensch, wie gestaltet er seinen Alltag und was braucht er langfristig in einer Partnerschaft, um glücklich zu sein?

Um das nicht dem Zufall zu überlassen, nutze ich das PERMA-Modell von Martin Seligman. Wir beleuchten Faktoren wie Werte, Beziehungsmuster, Emotionen, persönliche Stärken und den Umgang mit Erfolgen. Diese Faktoren helfen dabei, nicht nur oberflächliche Gemeinsamkeiten zu erkennen, sondern genauer einzuschätzen, ob zwei Menschen auch in ihren grundlegenden Vorstellungen und Bedürfnissen zueinander passen.“

Hearthunter sucht auf Mandat bundesweit nach passenden Partnerinnen und Partnern. Wie läuft dieses „Liebes-Scouting“ grundsätzlich ab?

Philipp Schwarzenberg: „Meine genaue Methode werde ich natürlich nicht vollständig offenlegen. Grundsätzlich beginnt jede Suche aber mit einem sehr klaren Wunschprofil. Anschließend prüfe ich zunächst meinen eigenen, bewusst klein gehaltenen und sorgfältig kuratierten Pool. Findet sich dort noch kein passender Kontakt, beginnt das eigentliche Scouting über soziale Netzwerke. Dabei arbeite ich ausschließlich inbound und schreibe potenzielle Kandidatinnen oder Kandidaten nicht ungefragt an. Eingehende Nachrichten durchlaufen einen mehrstufigen Auswahlprozess. Danach folgt ein persönliches Gespräch, in dem ich prüfe, ob neben den äußeren Rahmendaten auch die persönliche Kompatibilität stimmt. Erst wenn beide Seiten grundsätzlich passen, werden Profil und Foto gegenseitig vorgestellt. Besteht auf beiden Seiten Interesse, stelle ich den Kontakt her und organisiere auf Wunsch auch das erste Date. So bleibt der Prozess persönlich, diskret und zugleich sehr strukturiert.“

Hohe berufliche Ansprüche übertragen sich nicht zwangsläufig auf die Partnersuche. Was suchen sogenannte Top-Performer heute tatsächlich in einer Beziehung?

Philipp Schwarzenberg: „Viele Top-Performer suchen in einer Beziehung vor allem das, was im beruflichen Alltag oft zu kurz kommt: Ruhe, Verlässlichkeit und echte Nähe. Gleichzeitig wünschen sie sich einen Partner, mit dem sie sich intellektuell austauschen, gemeinsame Interessen verfolgen und sich auch persönlich weiterentwickeln können.

Entscheidend sind außerdem eine wertschätzende Kommunikation, ähnliche Werte sowie emotionale und körperliche Intimität. Es geht also weniger um Status oder Perfektion, sondern um das Gefühl, sich wirklich auf Augenhöhe zu begegnen. Auf allen Ebenen.“

Sie stellen das Bild der klassischen „Trophy Wife“ infrage. Haben sich die Erwartungen erfolgreicher Männer an eine Partnerin in den vergangenen Jahren verändert?

Philipp Schwarzenberg: „Wer als Mann seine Partnerin nicht als persönlichen Gewinn sieht, hat schlicht die falsche Person an seiner Seite. Was ich jedoch massiv infrage stelle, ist das veraltete Klischee der reinen Statusergänzung: Frauen, deren einziger Beitrag darin besteht, sich zu inszenieren und die Kreditkarte des Mannes zu belasten. Wenn zwei Menschen mit diesem Modell glücklich werden – bitte. Das stelle ich nicht infrage. Aber für eine langfristige Beziehung auf Augenhöhe trägt das nicht. Die Männer, die mich engagieren, suchen eine echte Sparringspartnerin.

Wer zu mir kommt und eine 30 Jahre jüngere Frau nur als Dekoobjekt sucht, ist bei mir falsch. Erstens bin ich Matchmaker und kein Zauberer. Und zweitens passt eine so oberflächliche Suche schlichtweg nicht zu den Werten von Hearthunter.“

Eine Beziehung lebt von Emotionen und persönlicher Chemie. Wo endet deshalb selbst die beste professionelle Vorauswahl?

Philipp Schwarzenberg: „Beim Date. Ich kann Werte abgleichen, Lebensentwürfe prüfen und alle relevanten Rahmenbedingungen filtern. Das ist das Fundament. Aber die Magie, der Funke beim ersten Lachen – das lässt sich in keiner Excel-Tabelle der Welt berechnen. Genau dort endet meine professionelle Vorauswahl. Und das ist auch gut so.“

Der Erfolg Ihrer Dienstleistung hängt stark von individuellen Ergebnissen und persönlicher Betreuung ab. Wie lässt sich ein solches Geschäftsmodell überhaupt skalieren?

Philipp Schwarzenberg: „Dass hochgradig individuelle Dienstleistungen skalierbar sind, habe ich bereits in meiner vorherigen Agentur erlebt und mitgestaltet, die sich zu einem Millionenbusiness entwickelt hat. Ich kenne die Mechanik und die Zahlen dahinter also sehr genau. Die exakte Architektur meines heutigen Systems bleibt natürlich mein Betriebsgeheimnis. Das Grundprinzip ist aber klar: Es kommt auf das perfekte Zusammenspiel aus hochqualifiziertem Personal und einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur an.Technologie übernimmt die Datenanalyse, die Vorfilterung und die organisatorischen Prozesse. Der Mensch bleibt dort entscheidend, wo Empathie, Erfahrung, Intuition und persönliche Begleitung gefragt sind. Wer diese beiden Welten sinnvoll miteinander verbindet, baut eine skalierbare High-End-Manufaktur. Und genau das revolutioniert die Dating-Welt.“

Welche Vision verfolgen Sie mit Hearthunter, und wie möchten Sie die Partnervermittlung in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Philipp Schwarzenberg: „An allererster Stelle steht für mich Transparenz. Über Social Media dokumentiere ich meine tägliche Arbeit ganz offen. Wer heute eine klassische Agentur beauftragt, kauft oft die Katze im Sack. Bei Hearthunter soll jeder Klient vom ersten Tag an exakt verstehen, wie wir arbeiten und welchen Mehrwert wir liefern.

Mein persönlicher Antrieb ist einfach: Ich führe selbst eine unerschütterliche Partnerschaft auf Augenhöhe. Genau dieses Fundament möchte ich so vielen Menschen wie möglich zugänglich machen. Meine Frau ist selbst erfolgreiche Unternehmerin – wir teilen diese Vision und ziehen (meistens) an einem Strang. Das gibt mir eine enorme Grundstärke.

Beim Wachstum denke ich in klaren Phasen. Der Fokus liegt aktuell auf dem DACH-Raum, als Nächstes folgt der europäische Markt und langfristig die globale Aufstellung.

Ich bin erst 37 Jahre alt und habe noch viel vor. Mein Anspruch ist es, Hearthunter über die kommenden zwei Jahrzehnte zu einer festen Größe in der modernen Partnervermittlung zu entwickeln und die Branche dabei spürbar zu verändern.“

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein Unternehmen in einem besonders persönlichen und vertrauenssensiblen Markt aufbauen möchten?

Philipp Schwarzenberg: „Erstens: Sei immer authentisch! Gerade in einem persönlichen und vertrauenssensiblen Markt merken Kunden sehr schnell, ob jemand wirklich hinter dem steht, was er sagt.

Zweitens: Respektiere dich selbst und deine Zeit! Nicht jeder Kunde passt zu jedem Unternehmen. Wer versucht, es allen recht zu machen, verliert irgendwann seine eigene Linie.

Drittens: Mach alles für deine Kunden! Wer Vertrauen erwartet, muss bereit sein, Verantwortung zu übernehmen, erreichbar zu sein und konsequent die bestmögliche Leistung zu liefern. Am Ende entscheidet genau das darüber, ob aus einem guten Angebot eine starke Marke wird.“

Bildcredits Paul Königer

Wir bedanken uns bei Philipp Schwarzenberg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Warum gute Produkte schlechte Pitches nicht überleben

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Pitch: Gründer überzeugen Investoren mit ihrem Auftritt

Acht Minuten, ein Publikum, das nebenher Nachrichten liest, und danach eine Entscheidung. So sieht die Situation aus, in der über Geld gesprochen wird. Das Produkt kann gut sein, der Markt kann stimmen, die Zahlen können tragen. Wenn der Vortrag nicht funktioniert, wird das alles nicht geprüft.

Die Fehler, die dabei passieren, haben selten etwas mit den Zahlen zu tun. Sie liegen davor.

Zu lange beim Problem

Der häufigste Fehler ist die Verteilung der Zeit. Viele Gründer verbringen die Hälfte ihres Auftritts damit, ein Problem zu erklären, das im Raum längst bekannt ist. Wer vor Investoren spricht, die auf dieses Feld spezialisiert sind, muss ihnen den Markt nicht beibringen.

Zwei Sätze zum Problem reichen fast immer. Danach gehört die Zeit der Lösung, dem Beleg, dass sie funktioniert, und der Frage, warum ausgerechnet dieses Team sie umsetzt. Wer diese Verteilung dreht, verliert die interessanten Minuten an eine Einleitung.

Die Stimme verrät die Unsicherheit

Der zweite Fehler ist unbewusst und deshalb hartnäckig. Bei vielen geht die Stimme am Ende jedes Satzes nach oben. Aus einer Aussage wird damit eine Frage, aus einer Zahl eine Bitte um Zustimmung. Der Inhalt ändert sich nicht, die Wirkung schon.

Das lässt sich hören, sobald man sich einmal aufnimmt, und es lässt sich in wenigen Tagen ändern. Bewusst am Satzende die Stimme senken, an drei markierten Stellen im Vortrag, mehr braucht es zu Beginn nicht. Es klingt nach einer Kleinigkeit, verändert aber, wie ein Publikum die Sicherheit des Vortragenden einschätzt.

Zahlen wie eine Entschuldigung

Der dritte Fehler betrifft den Umgang mit den eigenen Zahlen. Wer eine Marktzahl oder einen Umsatz vorträgt und dabei schneller wird, leiser oder beides, signalisiert, dass er sie selbst für zu klein hält. Investoren registrieren das sofort.

Die Regel dagegen ist unspektakulär. Eine Zahl wird langsam gesagt, danach kommt eine Pause. Die Pause ist der Teil, den fast niemand aushält, und genau sie macht den Unterschied. Wer die Zahl in einen Nebensatz packt, hat sie faktisch nicht genannt.

Der Punkt, an dem der Vortrag kippt

Es gibt in fast jedem Pitch eine Stelle, an der die Aufmerksamkeit im Raum wegbricht. Meist liegt sie zwischen der Lösung und dem Geschäftsmodell, dort, wo der Vortrag von der Erzählung in die Aufzählung wechselt.

Wer das kennt, kann es vorbereiten. An dieser Stelle hilft ein konkretes Beispiel, ein einzelner Kunde, ein Satz aus einem echten Gespräch, irgendetwas, das nicht nach Folie klingt. Danach lässt sich die Aufzählung wieder aufnehmen, und sie wird gehört.

Die Fragerunde gehört zum Auftritt

Fast alle bereiten den Vortrag vor und niemand die Fragen danach. Dabei entscheidet sich dort oft mehr, weil die Antworten nicht geprobt klingen können und deshalb ehrlicher wirken.

Zwei Dinge helfen. Erstens eine Liste der fünf Fragen, die man selbst am wenigsten gern beantwortet, mit je einer ausformulierten Antwort. Diese Fragen kommen erfahrungsgemäß, und wer sie zum ersten Mal auf der Bühne hört, weicht aus. Zweitens die Bereitschaft, etwas nicht zu wissen. Ein klares „Das haben wir noch nicht entschieden, wir prüfen es gerade“ ist stärker als eine Antwort, die im Raum als improvisiert erkannt wird.

Was sich in einer Woche ändern lässt

Nicht alles ist kurzfristig zu beheben, manches schon.

In einer Woche änderbar sind die Zeitverteilung, die Stimme am Satzende, der Umgang mit Zahlen und der Einstieg. Der Einstieg besonders: Die ersten zwanzig Sekunden entscheiden darüber, ob das Publikum zuhört oder das Gerät in der Hand wieder wichtig wird. Ein Vortrag, der mit dem Firmennamen und dem Gründungsjahr beginnt, verschenkt sie.

Nicht in einer Woche änderbar ist alles, was mit Nervosität zu tun hat. Sie verschwindet nicht durch Vorbereitung, sie wird nur handhabbar. Wer damit rechnet, dass die ersten zwei Minuten unangenehm sind, überlebt sie besser als jemand, der sich vorgenommen hat, ruhig zu sein.

Warum das Üben unbeliebt ist

Gründer bereiten ihre Zahlen sorgfältig vor und ihren Auftritt fast nie. Dahinter steckt eine verbreitete Annahme: dass Reden entweder liegt oder nicht.

Das stimmt nicht. Was auf einer Bühne wirkt, ist zu einem großen Teil handwerklich und damit lernbar. Der Unterschied zwischen einem Vortrag, der überzeugt, und einem, der es nicht tut, liegt selten in der Persönlichkeit und meistens in Vorbereitung, die niemand sieht.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Schweizer Startup Bee People holt 1,3 Millionen Franken

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Bee People: Propolis im Zentrum neuer Finanzierungsrunde Die Gründer Marie So und Daniel Meyer

Bee People sichert sich CHF 1,3 Millionen in neuer Finanzierungsrunde

Das Schweizer Gesundheitsunternehmen Bee People hat eine Seed-Finanzierungsrunde über CHF 1,3 Millionen erfolgreich abgeschlossen. Die Investitionszusagen überstiegen das angestrebte Finanzierungsvolumen um mehr als 30 Prozent.

Bee People entwickelt wissenschaftlich fundierte Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Propolis und weiteren Inhaltsstoffen aus dem Bienenstock. Das Unternehmen verbindet die natürlichen Schutzmechanismen der Bienen mit moderner Forschung, Produktentwicklung und Schweizer Qualitätsstandards. Das bestehende Produktsortiment wird derzeit deutlich ausgebaut und kontinuierlich um neue Anwendungen ergänzt.

Erfahrenes Gründerteam erhält erneut Unterstützung von Investoren

Die Gründer Marie So und Daniel Meyer haben bereits das Schweizer E-Mobility-Unternehmen EGO Movement aufgebaut, international expandiert und erfolgreich an die indische TVS Motor Group veräußert. Mehrere Investoren aus dieser Zeit unterstützen das Team nun erneut bei Bee People.

Zu den Kapitalgebern zählen mehrere bekannte Schweizer Unternehmer und Investoren. Hinzu kommen anerkannte Mediziner und Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen sowie erfahrene Persönlichkeiten, die für die Expansion von Bee People in Asien von strategischer Bedeutung sind.

„Daß uns mehrere Investoren zum zweiten Mal unterstützen, ist ein starkes Zeichen des Vertrauens. Sie kennen unsere Arbeitsweise und unsere Ambition, Unternehmen langfristig und international aufzubauen“, sagen Marie und Daniel.

Bee People baut Präsenz in der Schweiz und Asien aus

Seit dem Marktstart baut Bee People seine Präsenz in Schweizer Apotheken sowie Drogerien, im Fachhandel und auf E-Commerce-Plattformen aus. Auch im asiatischen Markt hat das Unternehmen bereits Fuß gefasst.

Traditionelle und natürliche Gesundheitsprodukte sind dort stark verankert, und Propolis ist als Inhaltsstoff deutlich bekannter als in vielen europäischen Märkten.

Deutschland wird Teil der europäischen Wachstumsstrategie

Die DACH-Region spielt in der europäischen Wachstumsstrategie von Bee People eine zentrale Rolle. Das Unternehmen sieht hier großes Potenzial, Propolis aus seiner bisherigen Nische zu holen und als zeitgemäßen Inhaltsstoff für die tägliche Gesundheitsvorsorge zu positionieren. Der Markteintritt in Deutschland erfolgt im September 2026 über den eigenen Onlinehandel.

„Propolis ist in der Schweiz, Österreich und Deutschland zwar bereits vertreten, doch häufig fehlt es an einheitlichen Qualitätsstandards und wissenschaftlicher Fundierung. Genau hier setzen wir an: Mit Produkten, in die die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung einfließen, und mit Schweizer Qualität wollen wir Propolis auf ein neues Niveau heben.“, erklären die Gründer.

Neues Kapital für Forschung, Vertrieb und internationale Expansion

Das neue Kapital fließt in Forschung und Entwicklung, den Ausbau des Vertriebs und die internationale Expansion. Neben Deutschland plant Bee People die Erschließung weiterer Märkte in Europa und Asien.

„Bienen haben über Millionen von Jahren hochentwickelte Mechanismen entwickelt, um ihren Stock zu schützen. Dieses Wissen möchten wir für moderne Gesundheitsprodukte nutzbar machen. Unsere Ambition ist der Aufbau einer globalen Schweizer Gesundheitsmarke an der Schnittstelle von Natur und Wissenschaft“, so die Gründer.

Wer ist Bee People?

Bee People ist ein Schweizer Gesundheitsunternehmen, das wissenschaftlich fundierte Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Propolis und weiteren Inhaltsstoffen aus dem Bienenstock entwickelt.

Wie hoch ist die neue Finanzierungsrunde von Bee People?

Bee People hat eine Seed-Finanzierungsrunde über CHF 1,3 Millionen abgeschlossen. Die Investitionszusagen lagen nach Unternehmensangaben mehr als 30 Prozent über dem angestrebten Finanzierungsvolumen.

Wofür will Bee People das neue Kapital einsetzen?

Das Unternehmen will das Kapital für Forschung und Entwicklung, den Ausbau des Vertriebs sowie die internationale Expansion nutzen. Neben Deutschland sollen weitere Märkte in Europa und Asien erschlossen werden.

Bild Bildcredits @ Bee People

Quelle blackbird/berlin Agency for Public Relations, Marketing and Events

Schluss mit dem Duschkopf-Trick: So revolutioniert SchaumPo das Schaumbad

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SchaumPo: Schaumbad für Die Höhle der Löwen Bild Sebastian Wild präsentiert Investorin Janna Ensthaler seinen Plug and Play Badespaß „SchaumPo“. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

SchaumPo will das Schaumbad neu denken und wird am 28. September 2026 in der Höhle der Löwen pitchen

Wie ist die Idee zu SchaumPo entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?

Die Idee zu SchaumPo ist tatsächlich in der Badewanne entstanden. Beim Baden meiner drei Töchter wollte ich eigentlich nur eines: möglichst viel richtig guten Schaum. So, wie Kinder sich ein perfektes Schaumbad eben vorstellen, so wie ich es mir selber immer als Kind gewünscht habe: dieses richtige Schaumbad wie im Film oder Fernsehen, mit dichtem, langanhaltendem Schaum, der die ganze Badewanne bedeckt. Genau so, wie es auf den Produktbildern meistens versprochen wird – und in der Realität dann erstaunlich selten so aussieht.

In der eigenen Badewanne war das Ergebnis aber schwer bis unmöglich reproduzierbar.

Mal entstand viel Schaum, mal kaum welcher. Es hing davon ab, wie das Wasser einlief, wie viel Schaummittel man schlussendlich verwendete und wie kräftig u d motiviert man anschließend noch selbst nachhalf.

Irgendwann entstand daraus die ganz simple Frage: Warum gibt es eigentlich kein Gerät, das genau diesen Job übernimmt und zuverlässig richtig viel Schaum erzeugt – so wie die Feuerwehr eins hat?

Damit begann die Entwicklung von SchaumPo.

Je tiefer ich mich anschließend mit dem Thema beschäftigte, desto mehr fiel mir auf, dass das Problem noch größer ist als gedacht. Schon bei der Dosierung der Schaummittel gibt es kaum eine einheitliche Logik: Bei einem Produkt heißt es beispielsweise ein oder zwei Kappen, bei einem anderen zwei bis drei kräftige Spritzer. Aber was ist eigentlich ein „kräftiger Spritzer“ … und wie viel Produkt braucht man tatsächlich für ein bestimmtes Schaumergebnis?

Aus der ursprünglichen Frage nach maximalem Schaum wurde damit zunehmend eine technische Frage nach kontrollierter Dosierung, reproduzierbarer und kinderleichter Schaumerzeugung und effizientem Produkteinsatz.

Und spätestens an diesem Punkt meldete sich dann wohl auch mein schwäbisches Erbgut. Ich bin gebürtiger Schwabe aus Ulm und ein altschwäbisches Sprichwort besagt: „sparen ist keine Schande“.

Wenn ein Gerät sehr genau steuern kann, wie viel Schaummittel tatsächlich benötigt wird, stellt sich irgendwann zwangsläufig die nächste Frage: Warum transportieren, lagern und verpacken wir große Mengen fertiger Flüssigkeit, wenn das Wasser beim Kunden ohnehin aus dem Hahn kommt?

Daraus entstand die nächste Ebene unseres Konzepts: ein langlebiges, wasserdruckbetriebenes Gerät kombiniert mit kompakten, trockenen Refills, die erst beim Kunden mit Wasser zum eigentlichen Schaumbad werden.

Aus dem Versuch, meinen Kindern einfach das bestmögliche Schaumbad zu bauen, ist so Schritt für Schritt ein Consumer-Hardware-Projekt mit eigenem Refill-System, funktionierenden Prototypen, österreichischen Entwicklungspartnern und einer zum Patent angemeldeten Technologie entstanden.

In welcher Branche seid ihr mit SchaumPo tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell eures Startups aus?

Wir bewegen uns im Bereich Consumer Hardware an der Schnittstelle von Bath & Personal Care, Selfcare und Home & Lifestyle – und irgendwie auch Sanitärtechnik.

SchaumPo ist ein wasserdruckbetriebener Schaumbadgenerator, oder international gesprochen ein „Bubble Bath Maker“. Das Gerät wird an einen handelsüblichen Badewannenschlauch angeschlossen und nutzt den vorhandenen Wasserdruck, um Wasser, Luft und Schaummittel zu einem kontinuierlichen Schaumstrom zu verbinden. Es benötigt dafür weder Akku noch Strom noch Motor – lediglich Wasserdruck.

Das Geschäftsmodell dahinter besteht aus zwei miteinander verbundenen Ebenen: Hardware und wiederkehrenden Verbrauchsprodukten.

Mit dem Gerät schaffen wir zunächst eine installierte Basis beim Kunden. Darauf bauen wir ein proprietäres Refill-System auf, das langfristig einen wesentlichen Teil unseres Geschäftsmodells bilden soll. Geplant sind unter anderem kompakte, trockene Nachfüllprodukte, die erst beim Kunden mit Wasser zum eigentlichen Schaumbad werden.

Das ist für uns aus mehreren Gründen spannend: Es schafft wiederkehrende Umsätze, ermöglicht unterschiedliche Düfte, Anwendungen und Markenkooperationen und kann gleichzeitig die Supply Chain effizienter machen. Anstatt große Mengen fertiger Flüssigkeit zu transportieren, zu lagern und zu verpacken, wollen wir perspektivisch vor allem das liefern, was der Kunde zuhause noch nicht hat – das Wasser samt Druck kommt schließlich bereits aus der Leitung.

Langfristig lässt sich daraus auch ein sehr einfaches Convenience-Modell entwickeln: beispielsweise ein Schaumbad-Abonnement, bei dem neue Refills, Düfte oder saisonale Editionen regelmäßig direkt in den Briefkasten kommen. Der einmalige Hardwarekauf wird damit zur Basis für eine dauerhafte Kundenbeziehung mit wiederkehrenden Umsätzen.

Für den Markteintritt setzen wir zunächst auf Direct-to-Consumer. Damit können wir Nachfrage, Conversion, Nutzung, Kundenfeedback und später auch Wiederkaufsraten sehr direkt messen. Anschließend sehen wir erhebliches Skalierungspotenzial über Retail, internationale Vertriebspartner sowie perspektivisch Hospitality, Licensing, Spielzeug und Brand Collaborations.

SchaumPo betrachten wir deshalb nicht nur als einzelnes Produkt: Unser Ziel ist eine skalierbare Produkt- und Markenplattform aus Consumer Hardware, proprietären Verbrauchsprodukten, Technologie und IP rund um das Thema Schaumerzeugung im Badezimmer.

Welches konkrete Problem löst SchaumPo und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?

Wer Schaumbad kauft, kauft zunächst eine Flüssigkeit. Was der Kunde eigentlich haben möchte, ist aber etwas völlig anderes: eine Badewanne voller dichtem, langanhaltendem Schaum, eben dieses „Schaumbad wie im Film“.

Genau zwischen dem gekauften Produkt und dem gewünschten Ergebnis sehen wir die eigentliche Marktlücke.

Bislang hängt das Schaumergebnis von erstaunlich vielen Variablen ab: Wasserdruck und Durchfluss, Art des Wassereinlaufs, Dosierung, Viskosität des Schaummittels, Luftzufuhr und häufig auch davon, wie kräftig und motiviert der Nutzer anschließend selbst noch nachhilft.

Hinzu kommt ein Dosierungsproblem. Je nach Hersteller findet man Angaben wie eine oder zwei Kappen oder „zwei bis drei kräftige Spritzer“.

Solche Angaben helfen zwar bei einer groben Dosierung, sagen aber wenig darüber aus, wie viel Produkt tatsächlich nötig ist, um ein bestimmtes Schaumergebnis zu erzielen.

SchaumPo versucht deshalb nicht einfach, einen weiteren Badezusatz auf den Markt zu bringen. Wir verlagern die eigentliche Schaumerzeugung in ein dafür entwickeltes Gerät.

Der vorhandene Wasserdruck treibt den Prozess an, Luft und Schaummittel werden kontrolliert zusammengeführt und aus einem bislang stark variablen Vorgang soll ein möglichst reproduzierbares Ergebnis entstehen: viel dichter Schaum bei kontrolliertem Produkteinsatz.

Unternehmerisch ist genau das für uns besonders interessant. Wir konkurrieren damit nicht einfach um die nächste Rezeptur im Schaumbadregal, sondern versuchen, eine neue Hardware-Ebene in einem etablierten Markt zu schaffen.

Und diese Hardware eröffnet wiederum eine zweite Ebene: Wenn Dosierung und Schaumerzeugung kontrolliert werden können, lässt sich auch der Badezusatz neu denken, etwa über hochkonzentrierte oder trockene Refills, die leichter zu transportieren, kompakter zu lagern und erst zuhause mit Wasser zu verwenden sind.

Aus einem zunächst sehr einfachen Consumer Problem entsteht damit potenziell eine neue Produktkategorie mit eigenem Gerät, proprietären Verbrauchsprodukten und einem wiederkehrenden Geschäftsmodell.

Warum habt ihr euch mit SchaumPo für die Teilnahme an Die Höhle der Löwen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Für uns war Die Höhle der Löwen nie ausschließlich eine Frage des Kapitals.

Natürlich ist Finanzierung für ein Hardware-Startup wichtig. Aber mindestens genauso wertvoll ist in dieser Phase das, was man gerne als „Smart Money“ bezeichnet: Erfahrung, Netzwerk und Geschwindigkeit.

Zwischen einem funktionierenden Prototyp und einem Produkt, das irgendwann in größeren Stückzahlen zuverlässig produziert, ausgeliefert und im Handel verkauft werden kann, liegen sehr unterschiedliche Disziplinen: Industrialisierung, Werkzeugbau, Einkauf, Qualitätssicherung, Logistik, Markenaufbau, Vertrieb und Working Capital. Ein strategischer Investor, der diese Strecke bereits mehrfach gegangen ist, kann einem jungen Unternehmen Jahre an Trial-and-Error ersparen.

Genau deshalb ist Die Höhle der Löwen für uns spannend. Dort sitzen Unternehmerinnen und Unternehmer, die nicht nur Kapital investieren, sondern funktionierende Strukturen, Netzwerke und sehr konkrete operative Erfahrung mitbringen.

Dazu kommt, dass SchaumPo ein extrem visuelles Produkt ist. Man kann lange über Schaumerzeugung, Wasserdruck oder unsere Technologie sprechen, oder man dreht das Wasser auf und versteht innerhalb weniger Sekunden, worum es geht.

Die Reichweite der Sendung ist für uns deshalb gleichzeitig eine außergewöhnliche Möglichkeit zur Marktvalidierung.

Wie reagieren Menschen auf ein Produkt, das sie vorher noch nie gesehen haben?

Verstehen sie die Idee?

Bleibt die Marke hängen?

Besuchen sie anschließend unsere Website – und sind sie am Ende tatsächlich bereit, dafür zu bezahlen?

Damit ist Die Höhle der Löwen für uns weit mehr als eine reine Investorensuche: Investmentgespräch, Markttest, Brand-Awareness und Demand Validation auf einer einzigen Bühne.

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe in der Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?

Unser absoluter Wunschlöwe war Ralf Dümmel.

Der Grund dafür ist eigentlich ziemlich pragmatisch: Bei SchaumPo liegt ein großer Teil der kommenden Herausforderung nicht mehr darin, zu beweisen, dass das physikalische Prinzip funktioniert. Die entscheidende Aufgabe ist jetzt, daraus ein skalierbares Consumer Product zu machen.

Und genau dafür bringt Ralf Dümmel eine Kombination mit, die für uns ausgesprochen interessant ist: Erfahrung mit physischen Produkten, Produktion, Einkauf, Logistik und Distribution und vor allem auch ein enormes, über viele Jahre aufgebautes Netzwerk in den Einzelhandel.

Für ein Produkt wie SchaumPo ist dieser Zugang besonders wertvoll. Wir wollen langfristig nicht nur einen erfolgreichen Online-Shop betreiben, sondern eine neue Produktkategorie etablieren. Wenn Menschen irgendwann im Handel vor einem SchaumPo stehen und sofort verstehen: „Ah – das ist der Schaumbadgenerator“, dann beginnt aus unserer Sicht die wirklich spannende Skalierung.

Wir bringen Technologie, IP, Produktvision und Marke mit. Ralf Dümmel bringt genau die Erfahrung und Infrastruktur mit, die dabei helfen kann, ein physisches Consumer Product möglichst schnell und professionell vom Produkt zur breiten Distribution zu entwickeln. Strategisch passt das ausgesprochen gut zusammen.

Sehr spannend ist für uns auch Andreas Herb. Bei ihm reizen uns vor allem seine Erfahrung mit Consumer Brands und sein Gespür für Markenkommunikation. SchaumPo soll langfristig eben nicht nur ein funktionales Badezimmergerät sein. Wir wollen eine Marke aufbauen, die Spaß macht, emotional funktioniert und international verstanden wird.

Denn am Ende verkaufen wir nicht einfach Kunststoff, Wasser und ein bisschen Physik.

Wir verkaufen das Schaumbad wie im Film – und wir verkaufen ein neues Ritual.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren in der Höhle der Löwen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?

Vor allem eines: Geschwindigkeit durch Erfahrung.

Kapital allein löst bei einem Hardware-Startup erstaunlich wenige Probleme. Man kann damit Werkzeuge bezahlen, Ware bestellen und Marketing finanzieren – aber Geld sagt einem nicht, welches Werkzeug man zu früh bestellt, welcher Produktionspartner wirklich skalieren kann oder welche Entscheidung sechs Monate später zum Problem wird.

Genau deshalb erhoffen wir uns von einem strategischen Investor vor allem operatives Know-how.

Zwischen unserem heutigen Prototypen und einem SchaumPo, der zunächst zehntausend-, später hunderttausendfach zuverlässig bei Kunden im Badezimmer hängt, liegt eine ganze Kette unterschiedlicher Disziplinen: Industrialisierung, Werkzeugbau, Materialauswahl, Einkauf, Qualitätssicherung, Verpackung, Logistik und Working Capital. Wenn das Produkt europaweit funktioniert, sprechen wir langfristig potenziell nicht mehr über Tausende – sondern über einen Markt für Millionen Geräte.

Und genau auf diese Größenordnung muss man Produktion und Supply Chain vorbereiten können, ohne dabei Qualität, Marge oder Lieferfähigkeit zu verlieren.

Ein erfahrener strategischer Investor kann diese Lernkurve enorm verkürzen. Besonders wertvoll sind für uns deshalb Kontakte zu Produktion und Handel, Erfahrung mit Consumer Hardware, Unterstützung beim Aufbau belastbarer Lieferketten sowie Zugang zu internationalen Distributions- und Retail-Strukturen.

Und dann gibt es noch etwas, das man schwer in Excel abbilden kann: gutes Sparring.

Als Gründer verbringt man viel Zeit damit, Entscheidungen unter Unsicherheit zu treffen. Ein erfahrener Unternehmer, der einem gelegentlich sagt „Das haben schon hundert andere versucht… mach es anders“ oder umgekehrt „Genau da musst du jetzt Gas geben“, kann manchmal wertvoller sein als der nächste Finanzierungsscheck.

Deshalb suchen wir nicht einfach Kapital.

Wir suchen Partner, die uns dabei helfen können, aus einer funktionierenden Erfindung ein skalierbares Consumer-Unternehmen und aus SchaumPo langfristig eine internationale Produktkategorie zu bauen.

Welche nächsten Schritte sind nach eurem Auftritt in der Höhle der Löwen mit SchaumPo geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Der nächste große Schritt ist sehr konkret: aus SchaumPo ein serienreifes und anschließend skalierbares Produkt machen.

Zum Marktstart bieten wir über schaumpo.at zunächst eine auf 3.333 Stück limitierte Founder Edition zum Preis von 29,90 Euro an. Die Auslieferung ist für das erste Quartal 2027 geplant.

Diese erste Serie ist für uns bewusst mehr als nur ein Verkaufsstart. Sie ist gleichzeitig der nächste große Validierungsschritt.

Bislang konnten wir Technologie, Prototypen und grundsätzliches Kundeninteresse testen.

Mit der Founder Edition können wir erstmals unter realen Marktbedingungen messen, was für den Aufbau eines skalierbaren Consumer-Unternehmens entscheidend wird:

Wie hoch ist die tatsächliche Zahlungsbereitschaft?

Welche Zielgruppen konvertieren?

Wie nutzen Kunden das Produkt?

Wie hoch ist die Zufriedenheit?

Welche Refills werden bevorzugt – und wie entwickelt sich später die Wiederkaufsrate?

Mit anderen Worten: Aus Aufmerksamkeit werden Daten.

Parallel läuft die Industrialisierung des Geräts.

Gemeinsam mit unseren Entwicklungspartnern optimieren wir Geometrien, Materialien, Fertigungsverfahren und die Reproduzierbarkeit der Schaumerzeugung.

Unser Anspruch ist nicht, möglichst schnell irgendeine Serienversion auf den Markt zu werfen, sondern eine technische Plattform zu schaffen, die sich von einigen Tausend Stück auf Zehntausende, Hunderttausende und – bei entsprechendem Markterfolg – perspektivisch auch auf europäische und internationale Stückzahlen im Millionenbereich skalieren lässt.

Dabei wollen wir möglichst viel relevantes Prozess-Know-how und IP im Unternehmen halten. Denn Skalierbarkeit bedeutet für uns nicht nur, mehr Kunststoffteile fertigen zu können. Entscheidend ist, dass Funktion, Schaumqualität, Dosierung und Nutzererlebnis auch bei sehr großen Stückzahlen reproduzierbar bleiben.

Gleichzeitig entwickeln wir unser proprietäres Refill-System weiter. Besonders spannend finden wir dabei kompakte, trockene Nachfüllprodukte, die erst beim Kunden mit Wasser zum eigentlichen Schaumbad werden.

Langfristig eröffnet das weit mehr als nur verschiedene Düfte.

Denkbar sind unterschiedliche Schaumeigenschaften, Selfcare-Varianten, saisonale Editionen, Kooperationen mit bestehenden Marken oder auch ein Schaumbad-Abonnement, bei dem regelmäßig neue Refills direkt im Briefkasten landen.

Dadurch entsteht aus einem einmaligen Hardwareverkauf perspektivisch ein wiederkehrendes Geschäftsmodell.

Beim Wachstum verfolgen wir bewusst eine gestufte Strategie: Die Founder Edition dient zunächst als kontrollierter Markteintritt und Demand Validation. Danach wollen wir Direct-to-Consumer im DACH-Raum skalieren, Produkt, Zielgruppen und Unit Economics möglichst nah am Kunden verstehen und darauf aufbauend Retail-Partnerschaften und weitere europäische Märkte erschließen.

Auch Hospitality ist langfristig interessant – etwa Hotelketten, Resorts und andere Orte, an denen ein außergewöhnliches markenbasiertes Badeerlebnis einen konkreten „neuen“ Mehrwert schafft.

International denken wir SchaumPo von Beginn an. Der deutsche Name darf dabei gerne seinen Charme behalten; technologisch und unternehmerisch ist unser Anspruch deutlich größer als ein einzelnes Produkt für den deutschsprachigen Markt.

Unser langfristiges Ziel ist deshalb nicht einfach, möglichst viele SchaumPos zu verkaufen.

Wir wollen rund um die Technologie eine neue Produktkategorie etablieren, mit Hardware, proprietären Refills, IP, Marke und wiederkehrenden Umsätzen und diese Kategorie perspektivisch europaweit und darüber hinaus skalieren.

Oder etwas weniger nach Businessplan formuliert:

Wir möchten, dass irgendwann niemand mehr mit dem Duschkopf in der Badewanne kunstvoll herumwedeln muss, um ein Schaumbad einfach hinzubekommen.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg mit SchaumPo als besonders wertvoll erwiesen?

Eine der wichtigsten Erkenntnisse war für mich, dass man als Gründer permanent zwischen Vision und subjektiven Annahmen und Beweis am Markt unterscheiden muss.

Eine große Vision ist wichtig, aber sie ersetzt keine Validierung.

Deshalb versuchen wir inzwischen, möglichst viele Annahmen einzeln j d möglichst früh mit der Realität zu konfrontieren:

Funktioniert die Physik?

Funktioniert sie reproduzierbar?

Lässt sich das Produkt wirtschaftlich fertigen?

Verstehen Menschen innerhalb weniger Sekunden, was SchaumPo macht?

Sind sie bereit, dafür zu bezahlen?

Verwenden sie es tatsächlich regelmäßig?

Und entsteht daraus am Ende ein Geschäftsmodell, das sich skalieren und wiederholen lässt?

Gerade bei SchaumPo habe ich außerdem gelernt, wie viel technische Komplexität häufig nötig ist, damit etwas für den Kunden am Ende ganz einfach aussieht.

Der Nutzer soll später idealerweise nur Schaummittel beziehungsweise einen Refill einsetzen, das Wasser aufdrehen und bekommt ein Schaumbad – so wie er es noch nie hatte. Und das immer wieder.

Damit das zuverlässig funktioniert, beschäftigen wir uns im Hintergrund mit allerlei physikalischen Gesetzmäßigkeiten… Von Strömungslehre, Materialwissenschaften und Physik bis hin zur Chemie.

Einfachheit für den Kunden ist häufig das Ergebnis ziemlich krasser Komplexität auf der Entwicklerseite.

Und vielleicht die wertvollste Lektion: Präsentationen sind geduldig. Physik, Kunden und Märkte sind es nicht.

Man sollte eine Idee deshalb möglichst früh mit allen drei konfrontieren.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

So früh wie möglich herausfinden, welche subjektiven Annahmen das eigene Unternehmen überhaupt tragen.

Fast jedes Startup beginnt mit einer Reihe von Hypothesen: Gründer haben eine wage Idee, der Kunde hat dieses Problem – oder könnte es vielleicht haben.

Unsere Lösung ist vielleicht besser.

Er versteht sie. Tut er wirklich?

Er ist bereit, dafür zu bezahlen.

Wir können sie wirtschaftlich produzieren.

Wir können Kunden effizient erreichen.

Und im besten Fall kommen sie anschließend wieder.

Je früher man diese Annahmen einzeln testet, desto günstiger werden Fehler.

Ich würde deshalb immer möglichst früh etwas bauen, das echte Menschen mal benutzen können.

Ein funktionierender, hässlicher Prototyp kann zigfach wertvoller sein als ein wunderschönes fertiges Produkt, das noch nie jemand ausprobiert hat – oder vielleicht gar nicht braucht.

Gleichzeitig sollte man lernen, Kritik am aktuellen Produkt von Kritik an der eigentlichen Idee zu unterscheiden.

Ein schlechter erster Prototyp beweist nicht zwangsläufig, dass die Idee schlecht ist!

Er zeigt zunächst einmal sehr präzise, was funktioniert und was Version zwei dann besser machen muss.

Und man sollte Aufmerksamkeit, Show, echte Nachfrage und Geschäftsmodell nicht miteinander verwechseln.

Viele Menschen können etwas lustig finden. Viele können darüber sprechen. Und viele können auf eine Website klicken.

„Real“ wird es erst, wenn jemand seine Kreditkarte herausnimmt.

Und noch spannender wird es, wenn der Kunde später wiederkommt.

Was unterscheidet SchaumPo im Online-Shop optisch und inhaltlich von der Konkurrenz?

Der vielleicht größte Unterschied ist, dass wir uns gar nicht mit dem nächsten Schaumbad zwischen bestehende Schaumbäder stellen wollen.

SchaumPo ist Consumer Hardware.

Wir ergänzen einen Markt, der bislang fast ausschließlich aus Verbrauchsprodukten besteht, um ein eigenes Gerät zur Schaumerzeugung.

Das schafft schon visuell eine völlig andere Situation.

Man muss nicht lange erklären, warum unsere Flüssigkeit etwas anders formuliert ist als die Flasche daneben. Man sieht SchaumPo in Aktion – Wasser an, Schaum kommt heraus – und versteht innerhalb weniger Sekunden, was das Produkt macht.

Genau diese Demonstrierbarkeit ist für uns auch ein wichtiger Bestandteil der Marke und unseres Marketings.

Dazu kommt ein Name, den man vermutlich nicht so schnell vergisst. „SchaumPo“ darf ruhig ein bisschen frech sein.

Wir wollen technische Funktionalität nicht in eine sterile Engineering-Marke verpacken, sondern eine Consumer Brand schaffen, die Humor, Selfcare und dieses fast kindliche Vergnügen an einer komplett eingeschäumten Badewanne miteinander verbindet.

Denn das eigentliche Versprechen bleibt sehr einfach: Schaumbad wie im Film.

Inhaltlich geht die Differenzierung aber deutlich tiefer. Hinter dem Gerät steht eine zum Patent angemeldete Technologie, und auf der Hardware soll unser proprietäres Refill-System aufbauen.

Damit entsteht perspektivisch ein eigenes Ökosystem: Gerät, unterschiedliche Refills, Düfte, saisonale Editionen, mögliche Markenkooperationen und später vielleicht sogar das Schaumbad-Abo, das regelmäßig kompakte Nachfüllungen direkt in den Briefkasten bringt.

Das verändert auch die Rolle des Badezusatzes: Statt immer wieder große Flaschen fertiger Flüssigkeit zu kaufen, wollen wir langfristig möglichst konzentriert nur das liefern, was zuhause tatsächlich noch fehlt.

Das Wasser hat der Kunde schließlich schon.

Wie bereitet ihr SchaumPo und euren Online-Shop auf den enormen Nachfrage-Ansturm am Abend der Ausstrahlung von Die Höhle der Löwen vor?

Wir haben uns ganz bewusst gegen die Illusion entschieden, zum Zeitpunkt der Ausstrahlung bereits unbegrenzt serienreife, perfekte Ware auf Lager zu haben.

Stattdessen starten wir mit einer auf 3.333 Stück limitierten Founder Edition für 29,90 Euro, die über schaumpo.at vorbestellt werden kann. Die geplante Auslieferung erfolgt früh im ersten Quartal 2027.

Diese Begrenzung ist für uns nicht nur Marketing, sondern Teil unserer Skalierungsstrategie.

Aus einem theoretisch unbegrenzten Nachfragerisiko wird damit eine klar definierte erste Produktionsmenge. Wir können reale Nachfrage messen, ohne auf Verdacht riesige Stückzahlen zu produzieren, Kapital in Lagerbestände zu binden und anschließend zu hoffen, dass unsere Prognosen stimmen.

Gerade nach einer TV-Ausstrahlung können Reichweite und Nachfrage innerhalb kürzester Zeit extrem schwanken. Für uns ist es deshalb sinnvoller, die Aufmerksamkeit zunächst in belastbare Daten zu übersetzen.

Wie viele Menschen besuchen schaumpo.at?

Und wie viele verstehen das Produkt?

Wie viele bestellen tatsächlich?

Woher kommen sie?

Welche Zielgruppen reagieren besonders stark?

Aus Aufmerksamkeit werden Daten – und aus diesen Daten können wir die nächste Produktionsstufe planen.

Parallel arbeiten wir mit unseren Entwicklungspartnern an Industrialisierung, Fertigungsprozessen und einer Supply Chain, die nicht nur einige Tausend Geräte abbilden kann, sondern perspektivisch auf Zehntausende, Hunderttausende und bei entsprechender internationaler Nachfrage noch deutlich größere Stückzahlen skalierbar ist.

Dabei ist Transparenz für uns entscheidend. Wer die Founder Edition bestellt, soll wissen, dass es sich um eine Vorbestellung handelt und die Auslieferung für das erste Quartal 2027 vorgesehen ist.

Lieber kommunizieren wir heute klar, wo wir stehen, als kurzfristig Lieferfähigkeit zu suggerieren, die ein junges Hardware-Unternehmen in dieser Phase noch nicht seriös garantieren kann.

Und genau darin liegt für uns auch der Sinn der Founder Edition:

Nicht erst hunderttausend Geräte produzieren und danach hoffen, dass jemand sie möchte.

Sondern zuerst beweisen, dass Menschen SchaumPo wirklich haben wollen – und anschließend kontrolliert skalieren.

Sehen sie SchaumPo am 28. September 2026 in der Höhle der Löwen

Bild Sebastian Wild präsentiert Investorin Janna Ensthaler seinen Plug and Play Badespaß „SchaumPo“. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Sebastian Wild für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Am Montag in Höhle der Löwen: Wie ein Golfball die Sauberkugel erfand

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SAUBERKUGEL: Saubergeist in Die Höhle der Löwen Bild Susanne und Bernd Schmekel, Gründer von Sauberkugel Foto: RTL

SAUBERKUGEL wird gemeinsam mit dem Saubergeist am 28. September 2026 in der Höhle der Löwen pitchen und will mit wiederverwendbaren Reinigungslösungen weiter wachsen.

Wie ist die Idee zur SAUBERKUGEL entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?

Hinter der SAUBERKUGEL und der No Crumbs GmbH stehen wir, Susanne und Bernd Schmekel. Die Idee entstand tatsächlich aus einem ganz alltäglichen Problem heraus: den Krümeln und Fusseln in der Handtasche.

Susanne hatte die Idee dazu während einer U-Bahn-Fahrt. Es müsste doch etwas geben, das den Schmutz in einer Tasche ganz automatisch aufsammelt. Der allererste Prototyp war denkbar einfach: ein Golfball, umwickelt mit Doppelklebeband. Der sammelte zwar zuverlässig den Schmutz ein – blieb allerdings auch am Innenfutter der Tasche kleben.

Die Idee ließ uns trotzdem nicht los. Gemeinsam entwickelten wir sie weiter und fanden schließlich die Lösung: Die klebrige Innenkugel musste von einer löchrigen Außenhülle umgeben sein, damit sie den Schmutz aufnehmen kann, ohne selbst an der Tasche festzukleben.

Der entscheidende Moment kam für uns auf einem Weihnachtsmarkt. Eigentlich wollten wir dort nur testen, wie die Menschen auf unser Produkt reagieren – doch plötzlich wollten die Besucher unsere Prototypen direkt kaufen. Da wussten wir: Aus unserer Idee kann wirklich etwas werden. Die ersten über 1.000 Stück haben wir noch selbst zu Hause produziert und am Küchentisch verpackt.

In welcher Branche seid ihr tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell von SAUBERKUGEL aus?

Wir sind im Bereich Taschenaccessoires und innovative Reinigungsprodukte tätig. Mit der Sauberkugel und dem Saubergeist haben wir Alltagsprobleme aufgegriffen und daraus einfache, wiederverwendbare Produkte entwickelt.

Unser Geschäftsmodell verbindet den Direktvertrieb über unseren eigenen Online-Shop mit dem stationären Einzelhandel. Gleichzeitig sehen wir großes Potenzial darin, unsere Produktwelt künftig um weitere innovative Reinigungslösungen zu erweitern.

Welches konkrete Problem löst die SAUBERKUGEL und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?

Fast jeder kennt das Problem: In Handtaschen, Rucksäcken oder anderen Taschen und im Auto sammeln sich mit der Zeit Krümel, Fusseln und kleiner Schmutz. Das regelmäßige Ausräumen und Aussaugen ist umständlich – und genau hier setzt die SAUBERKUGEL an.

Die Sauberkugel liegt einfach in der Tasche und sammelt beim normalen Tragen Krümel und Fusseln auf. Damit haben wir eine unkomplizierte und wiederverwendbare Lösung für ein alltägliches Problem geschaffen, für das es in dieser Form zuvor kein entsprechendes Produkt gab.

Der Saubergeist findet hauptsächlich im Auto und im Haushalt seinen Einsatz. Überall wo lose Krümel sind, kann mit tupfenden oder rollenden Bewegungen, die Oberfläche säubern.

Warum habt ihr euch mit SAUBERKUGEL für die Teilnahme an Die Höhle der Löwen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Für uns ist „Die Höhle der Löwen“ eine große Chance, die Marke SAUBERKUGEL auf die nächste Stufe zu bringen. Im Vordergrund stehen für uns vor allem Unterstützung bei der weiteren Expansion sowie Wachstumskapital.

Wir haben bereits bewiesen, dass unsere Produkte Sauberkugel und Saubergeist funktionieren und bei den Kunden ankommen. Jetzt geht es darum, die Marke weiterzuentwickeln, neue Vertriebskanäle zu erschließen und unser Wachstum deutlich zu beschleunigen.

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe in der Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?

Unser Wunschlöwe war von Anfang an Ralf Dümmel. Als „Mr. Regal“ verfügt er über enorme Erfahrung im Handel und ein starkes Netzwerk im stationären Vertrieb.

Genau darin sehen wir für unsere Produkte noch großes Potenzial. Unser Ziel ist es, in weiteren Einzelhandelsmärkten und auf noch mehr Verkaufsflächen präsent zu sein. Ralf Dümmels Erfahrung und Vertriebsstärke passen deshalb sehr gut zu unserer Vision, SAUBERKUGEL noch bekannter und breiter verfügbar zu machen.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren in der Höhle der Löwen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?

Neben dem Kapital wünschen wir uns vor allem unternehmerische Erfahrung und Unterstützung beim Aufbau der nächsten Wachstumsphase. Dazu gehören für uns insbesondere der Aufbau und die Weiterentwicklung unseres Teams sowie die Entwicklung und Herstellung weiterer Produkte.

Wir möchten aus der SAUBERKUGEL langfristig eine noch größere Produktwelt entwickeln. Ein erfahrener Partner, der bereits weiß, wie man innovative Konsumgüter erfolgreich skaliert und in den Handel bringt, kann dabei enorm wertvoll sein.

Welche nächsten Schritte sind nach eurem Auftritt in der Höhle der Löwen für SAUBERKUGEL geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Wir möchten nicht bei der Sauberkugel und dem Saubergeist stehen bleiben. Ein konkretes nächstes Produkt ist bereits geplant: Wir wollen unser spezielles Material, das seine Klebekraft dauerhaft behält und sich immer wieder reinigen lässt, für ein neues Produkt einsetzen.

Damit übertragen wir das Prinzip unserer zwei Produkte auf einen weiteren alltäglichen Anwendungsbereich. Gleichzeitig möchten wir unsere Marke weiter ausbauen, zusätzliche Vertriebskanäle erschließen und weitere Produkte rund um unsere Material- und Reinigungskompetenz entwickeln.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg als besonders wertvoll erwiesen?

Eine unserer wichtigsten Erkenntnisse lautet: einfach anfangen. Natürlich sollte man sich Gedanken machen und Risiken abwägen. Aber wenn man sich vor dem Start mit jedem möglichen „Was wäre, wenn …?“ beschäftigt, kommt man irgendwann überhaupt nicht mehr ins Handeln.

Viele Dinge kann man erst herausfinden, wenn man sie tatsächlich ausprobiert. Auch unsere Sauberkugel ist nicht am Schreibtisch als perfektes Produkt entstanden. Vom mit Doppelklebeband umwickelten Golfball bis zum heutigen Produkt waren viele Versuche, Fehler und Verbesserungen notwendig.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Fragen, recherchieren und ausprobieren! Statt sich davon abschrecken zu lassen, dass man etwas noch nicht weiß, sollte man sich fragen: Wie könnte es funktionieren? Wer kennt sich damit aus? Wen kann ich fragen?

Als Gründer muss man nicht von Anfang an alles können oder wissen. Viel wichtiger ist die Bereitschaft, sich in neue Themen einzuarbeiten, die richtigen Menschen um Rat zu fragen und Lösungen zu suchen. Und vor allem: irgendwann den ersten Schritt machen.

Was unterscheidet die SAUBERKUGEL im Supermarktregal oder im Online-Shop optisch und inhaltlich von der Konkurrenz?

Die Sauberkugel ist nicht einfach eine weitere Variante eines bestehenden Produkts, sondern tatsächlich eine eigene Erfindung. Genau deshalb konnten wir unsere Lösung auch patentieren.

Das Produkt erklärt sich zudem sehr schnell: Die Kugel kommt in die Tasche und sammelt dort Krümel und Fusseln auf. Die klebrige Innenkugel lässt sich anschließend reinigen und immer wieder verwenden. Durch die besondere Form und das einfache Funktionsprinzip hebt sich die Sauberkugel sowohl optisch als auch funktional deutlich von klassischen Reinigungsprodukten ab.

Der Saubergeist ist als Auto-Innenraum-Reiniger das 1 Produkt das sich abwaschen lässt und somit immer wieder verwendbar ist.

Wie bereitet ihr euch bei SAUBERKUGEL auf den enormen Nachfrage-Ansturm am Abend der Ausstrahlung von Die Höhle der Löwen vor?

Vor allem mit sehr viel Vorbereitung – und sehr viel Einsatz! Gemeinsam mit unseren Produktionspartnern und unserem unterstützenden Familienunternehmen geben wir in der Produktion Vollgas, damit ausreichend Ware verfügbar ist.

Uns ist bewusst, dass eine Ausstrahlung bei „Die Höhle der Löwen“ innerhalb kürzester Zeit eine enorme Nachfrage auslösen kann. Deshalb bereiten wir sowohl Produktion und Lager als auch unseren Online-Shop bestmöglich auf diesen Moment vor. Wenn es dann losgeht, heißt es für uns und alle Beteiligten: Ärmel hochkrempeln und gemeinsam Vollgas geben!

Sehen sie SAUBERKUGEL am 28. September 2026 in der Höhle der Löwen

Bild Susanne und Bernd Schmekel, Gründer von SAUBERKUGEL Foto: RTL

Wir bedanken uns bei Susanne und Bernd Schmekel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Essbar & Alu-frei: PURE SOUL erfindet die Deocreme neu

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PURE SOUL: Naturkosmetik trifft Nachhaltigkeit Melanie Zeitlmair Lang Gründerin

PURE SOUL entwickelt Naturkosmetik aus natürlichen Inhaltsstoffen und verbindet dabei Wirksamkeit, Qualität und Nachhaltigkeit mit eigener Herstellung in Deutschland

Können Sie PURE SOUL kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für die nachhaltige Naturkosmetik Marke entstanden ist?

Angefangen hat eigentlich alles mit einer Erfahrung aus dem persönlichen Beauty-Alltag. Mein damals verwendetes Deo hat einfach tagsüber nicht lange genug durchgehalten. Und so entstand die Idee vielleicht mal ein eigenes Deo zu entwickeln, das sich von bestehenden Produkten im Markt unterscheidet. Wichtig war mir, neben der langen Wirkungszeit, auch ein Deo zu kreieren, das weder Aluminium noch andere endokrine Disruptoren – also hormonbeeinflussende Inhaltsstoffe – verwendet.

Etwa zeitgleich erhielt ich einen weiteren Impuls eines guten Freundes. Der hatte mich mehrtägig besucht und zufälligerweise sein Deo vergessen. Und da habe ich ihm einfach mal mit der ersten selbst entwickelten und probeweise produzierten Deocreme ausgeholfen. Die hat er dann im Glas abgefüllt auch noch mit nach Hause genommen und einfach mal länger ausprobiert. Im Ergebnis war er sehr begeistert, denn zuvor hatte nichts annähernd so gut und wohltuend funktioniert. Sein O-Ton: diese Entwicklung darfs Du der Menschheit nicht vorenthalten und musst eine eigene Naturkosmetik Marke entwickeln.

Und genau so habe ich es dann gemacht. Heute ist mein Unternehmen spezialisiert auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von BIO Naturkosmetik Produkten für Haut und Haare. Unter der Marke PURE SOUL sind aktuell Deocreme, Seife und festes Shampoo im Angebot. Ergänzt wird das Portfolio durch Räucherprodukte und Accessoires.

Wer steht hinter PURE SOUL, und wie ergänzen Sie sich beim Aufbau und der Weiterentwicklung des Unternehmens?

Aktuell besteht PURE SOUL aus einem sechsköpfigen Team. Das bin ich, mein Mann, der mich tatkräftig unterstützt und vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sowohl in der Logistik als auch für Social Media aktiv sind. In einem gut funktionierenden Team ist es wichtig die Stärken zu kennen und diese bestmöglich bei allen anfallenden Aufgaben einzubringen. Bei uns sind kurze Wege und eine offene Kultur wichtige Bausteine. Darüber hinaus gibt es bei Bedarf auch externe Unterstützung in anderen Disziplinen, um PURE SOUL und die Naturkosmetik Marke langfristig weiter erfolgreich auszubauen.

Welche Vision verfolgen Sie mit PURE SOUL, und welche Rolle spielt Nachhaltigkeit dabei?

Meine Vision ist aufzuzeigen, dass es möglich ist Naturkosmetik Produkte zu entwickeln, die trotz ihrer Natürlichkeit ein wunderbares Kunden- und Produkterlebnis bieten. Eine nachhaltige Deocreme muss kein Nischenprodukt mehr sein. Die PURE SOUL Deocreme lenkt die Aufmerksamkeit bewusst auf rein natürliche Inhaltsstoffe. Sie ermöglichen es auf besondere Art und Weise Gerüche zu verhindern bevor sie überhaupt entstehen. Und genau das ist ein wichtiger Vorteil bei der Wirkung und Funktionsweise im Vergleich zu konventionellen Deodorants im Markt.

Ihre Deo Cremes bilden einen Schwerpunkt des Sortiments. Was war Ihnen bei deren Entwicklung besonders wichtig?

Mir war wichtig, dass nur Inhaltsstoffe in die Dose kommen, die man auch essen könnte. Denn was man auf die Haut aufträgt, könnte am Ende auch in den Körper oder in die Blutlaufbahn gelangen. Daher habe ich bei der Entwicklung darauf geachtet, dass die natürlichen Inhaltsstoffe auch aus biologischer Landwirtschaft stammen und zudem, keineunnötigen Füllstoffe enthalten sind.

Diesen Nachhaltigkeitsaspekt habe parallel auch gleich auf das Gefäß übertragen und mich für eine Abfüllung in eine Dose aus Weißblech entschieden.

Das hat gleich mehrere Gründe. Die Deocreme selbst ist frei von Aluminium, also muss es auch die Dose sein. Ein weiterer Vorteil ist das geringe Gewicht. So fällt zum Beispiel im Vergleich zu einem Glastiegel beim Transport weniger Energie und Co2 an. Auch kommt weniger Füll- und Polstermaterial zum Einsatz, dass beim Glasbehälter notwendig wäre, um diesen vor dem Zerbrechen zu schützen. Und zu guter Letzt punktet Weißblech noch beim Recyceln, denn es ist ohne Qualitätsverlust unendlich wiederverwendbar. Betrachtet man auch noch den Recyclingprozess, zum Beispiel mit dem von Aluminium, überrascht der Werkstoff erneut. Denn im Vergleich zu Alu ist Weißblech magnetisch. So ist es leicht von anderen Materialien trennbar und erfordert keine speziellen Sortieranlagen.

Ein weiterer Wunsch war, auch eine facettenreiche Duftvielfalt anzubieten. Viele Düfte im Markt sind zum Teil neutral, wirken künstlich, austauschbar und erfüllen nicht immer alle Kundenvorstellungen. Mein Produktsortiment sollte anders sein. Es umfasst ein großes Spektrum an außergewöhnlichen Kompositionen für nahezu jede Zielgruppe. Anstelle synthetischer Duftstoffe kommen nur natürliche, ätherische Öle zum Einsatz.

An welche Kundinnen und Kunden richten sich Ihre Produkte, und welche Bedürfnisse stehen für diese besonders im Mittelpunkt?

Grundsätzlich sind alle Kundinnen und Kunden angesprochen, die etwas Neues ausprobieren möchten, auf ihre Gesundheit achten und Freude am besonderen Lebensstil und an der Naturkosmetik haben.

Seit der Markteinführung der Produkte binden wir unsere Kunden zudem regelmäßig ein, um die Deocreme bestmöglich auf die Bedürfnisse anzupassen. Was unseren Kunden zum wiederholten Male wichtig ist, zeigen die Ergebnisse der letzten Umfrage: ganz vorne auf der Beliebtheitsskala liegen Wirksamkeit, Qualität, reine und gesunde Inhaltsstoffe, gefolgt von plastikfreier Verpackung, Herstellung in Deutschland, Preis-Leistungsverhältnis, Duft sowie der vegane Aspekt.

Naturkosmetik ist ein stark umkämpfter Markt. Was unterscheidet PURE SOUL aus Ihrer Sicht von anderen nachhaltigen Kosmetikmarken?

Hinter PURE SOUL steht ein authentisches Start-up Unternehmen aus Deutschland. Wir legen viel Wert auf Natürlichkeit und Nachhaltigkeit – mit Herzblut, Detailliebe, Kundennähe und Verantwortungsübernahme für unser Produktversprechen.

Vegane Inhaltsstoffe und plastikfreie Verpackungen gehören zu Ihrem Konzept. Welche Herausforderungen bringt dieser Anspruch im Unternehmensalltag mit sich?

Zweifelsohne ist es viel einfacher und zudem günstiger ein normales und austauschbares Massenprodukt herzustellen und in den Markt zu bringen, ohne jeden Anspruch an Natürlichkeit und Nachhaltigkeit. PURE SOUL geht aber bewusst von Beginn an einen anderen Weg. Mit unserer Naturkosmetik möchten wir die Kraft der Natur nutzen und neben Aspekten wie Gesundheit, Wohlbefinden und Natürlichkeit, auch einen wichtigen Beitrag zu mehr Ökologie und Umweltfreundlichkeit leisten. Und das bringt einen auch immer wieder an Grenzen, durch einzuhaltende Vorgaben, Gesetzte, Dokumentationspflichten und vieles mehr – auf nationaler und Europäischer Ebene. Unter all diesen Rahmenbedingungen hochwertige Produkte immer wieder neu zu gestalten und zu konzipieren ist vor allem auch sehr kostenintensiv. Und das bringt kleinere Unternehmen immer wieder an das Limit des Machbaren, da für solche Maßnehmen oft nur große Volumen und Stückzahlen in Frage kommen. An neuen Ideen und Kreativität mangelt es uns jedenfalls nicht.

Sie setzen auf eine Herstellung in Deutschland. Welche Bedeutung hat die eigene beziehungsweise lokale Produktion für Ihre Marke?

In unserer eigenen Manufaktur in Deutschland zu produzieren hat eine große Bedeutung für uns. Wir würden uns wünschen, dass die Entwicklung immer mehr Aktivitäten ins Ausland zu verlagern sich bald vielleicht einmal ein Stück umkehrt. Zum einen ist es für uns sehr vorteilhaft durch die inländische Aktivität ein Höchstmaß an Qualität liefern zu können und die Kontrolle über die Produktionsvorgänge zu haben. Zum anderen möchten wir aber auch über alle Bereiche der Wertschöpfungskette positiv auf die wirtschaftliche Stärke in Deutschland und Europa einzahlen.

PURE SOUL Deocreme Mojito

Das Sortiment geht inzwischen über Deo Cremes hinaus. Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, welche neuen Produkte zu PURE SOUL passen?

Am Ende müssen neue Produkte auf jeden Fall immer bestmöglich zu unserer eigene DNA passen und die bestehende Produktpalette sinnvoll ergänzen. Auch in diesen Prozess binden wir unsere Kunden regelmäßig ein und lassen sie im Rahmen von Umfragen mitentscheiden, welche Düfte spannend sein könnten oder welche Produkte zukünftig mit in das Portfolio aufgenommen werden.

Wie gelingt es Ihnen, Nachhaltigkeit, Produktqualität und wirtschaftliches Wachstum miteinander zu verbinden?

Das ist nicht immer einfach, ohne Zweifel. Aber unsere positive Entwicklung zeigt, dass es kein Widerspruch sein muss ökologische und ökonomische Ziele gleichermaßen zu verfolgen und zu erreichen.

Welche nächsten Schritte planen Sie für PURE SOUL, und wie möchten Sie die Marke langfristig weiterentwickeln?

Zur PURE SOUL-Weiterentwicklung gehört auf jeden Fall die Konzeption und Einführung neuer Produkte. Daran arbeiten wir ständig und sind auf einem guten Weg dem Markt erneut zu überraschen.

Ein weiterer Schritt unserer Unternehmensstrategie ist der Ausbau der Vertriebskanäle. Neben der bisherigen Fokussierung auf das Online-Geschäft, möchten wir auch den Einzelhandel stärker einbinden. Hierbei gibt es noch zahlreiche Möglichkeiten und Potential. Beispiele sind Conceptstores, Sportgeschäfte, Tee- und Geschenke-Läden, Gärtnereien, Kloster- und Hofläden sowie auch größere Ketten des Lebensmitteleinzelhandels. Aber auch für Unternehmen sind die Produkte interessant, zum Beispiel in Form von besonderen Firmengeschenken.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die eine nachhaltige Produktmarke aufbauen möchten?

  1. Sich mit dem Thema im Vorfeld auf jeden Fall gut auseinanderzusetzten und mit anderen zu sprechen, die diesen Lernpfad schon hinter sich haben. Denn eine Produktmarke zu entwickeln ist schon schwer genug. Diese noch nachhaltig auszurichten, ist ein weiterer großer Kraftakt.
  2. Wenn es mal nicht weiter geht, darf man nicht gleich aufgeben. Lieber wieder einen kleinen Schritt zurückgehen, durchatmen, entspannen und mit neuer Kraft und neuen Ideen wieder durchstarten.
  3. Jede Herausforderung ist grundsätzlich lösbar, auch wenn es manchmal etwas länger dauert.

Bildcredits: PURE SOUL

Wir bedanken uns bei Melanie Zeitlmair-Lang für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: PURE SOUL

Kontakt:

PURE SOUL Naturkosmetik
Inh.: Melanie Zeitlmair-Lang
Martinistraße 23
86179 Augsburg
Deutschland

www.pure-soul-shop.de
naturkosmetik@pure-soul.de

Ansprechpartnerin: Melanie Zeitlmair-Lang

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Höhle der Löwen: Loume bringt Einschlaflicht an die Zimmerdecke

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Loume: Schlaf trifft Die Höhle der Löwen Gründer Viktor Dik und Markus Schnauer (v.li.), Loume Foto: RTL

Loume will mit Licht und Atemübungen den Schlaf verbessern und wird am 28. September 2026 in der Höhle der Löwen pitchen.

Wie ist die Idee für Loume entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?

Hinter Loume stehen Markus Schnauer und ich, Viktor Dik, beide aus Hamburg. Ich hatte mein erstes Unternehmen verkauft und wollte eigentlich mal in Ruhe durchatmen. Ironischerweise ist genau daraus die nächste Firma entstanden. Der Moment war ziemlich banal: Uns ist aufgefallen, dass gefühlt die halbe Republik abends im Bett liegt und aufs Handy starrt, obwohl jeder weiß, dass genau das der Grund ist, warum man nicht einschläft. Da dachten wir: Wenn die Leute schon irgendwo hinstarren, dann doch bitte auf etwas, das beim Einschlafen hilft. So kam das Licht an die Decke. Aus der Idee wurde ein Prototyp, aus dem Prototyp ein Produkt, und inzwischen steht Loume in knapp 10.000 Schlafzimmern.

In welcher Branche seid ihr mit Loume tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell eures Startups aus?

Wir sind im Bereich Sleep Tech unterwegs, irgendwo zwischen Wellness und Consumer Electronics. Loume ist ein Gerät für den Nachttisch, das einen sanften Lichtkreis an die Zimmerdecke wirft. Das Licht wird im Atemrhythmus heller und dunkler, man atmet einfach mit und der Kopf fährt runter. Dazu gibt es unsere App mit über 100 Meditationen, Einschlafgeschichten und Atemübungen. Das Besondere am Geschäftsmodell: Man kauft Loume einmal und das war es. Kein Abo, keine versteckten Kosten, keine monatliche Überraschung auf der Kreditkartenabrechnung. Verkauft wird über unseren eigenen Onlineshop, über Amazon sowie bei MediaMarkt und Saturn, in Deutschland und seit Juni auch in Österreich.

Welches konkrete Problem löst Loume und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?

Einschlafprobleme sind eine Art Volkssport, nur leider ein ziemlich unbeliebter. Jeder kennt das Gedankenkarussell: Man ist todmüde, aber der Kopf macht noch Überstunden. Bisher hatte man grob zwei Optionen: Tabletten oder Schlafapps, bei denen man weiter aufs Handy starrt. Loume schließt genau diese Lücke. Eine Einschlafhilfe ohne Tabletten, ohne Bildschirm vor der Nase und ohne dass man sich irgendwas an den Körper schnallen muss. Man legt sich hin, schaut an die Decke und atmet mit. Klingt simpel, ist es auch. Genau das ist der Punkt.

Warum habt ihr euch mit Loume für die Teilnahme an Die Höhle der Löwen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Ganz ehrlich: Reichweite. Die Menschen, denen Loume helfen kann, sitzen abends vor dem Fernseher, und wo könnte man ein Einschlafprodukt besser zeigen als kurz vor der Schlafenszeit? Genauso wichtig war uns aber der Realitätscheck. Wenn fünf Menschen, die tausende Pitches gesehen haben, dein Produkt bewerten, lernst du mehr als in einem halben Jahr.

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe in der Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?

Frank Thelen. Er kennt sich mit Tech aus wie kaum ein anderer, und sein erster großer Erfolg war ebenfalls Consumer Tech. Auch als Investor hat er bei Consumer Themen immer wieder ein ziemlich gutes Näschen bewiesen, von myTaxi bis Wunderlist. Einen Löwen mit so einer Trefferquote auf seiner Seite zu haben, wäre für uns ein verdammt gutes Omen.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren in der Höhle der Löwen erhofft ihr euch für Loume neben dem Kapital am meisten?

Erfahrung beim Skalieren. Loume ist unser erstes Hardware Business, und eine Frage stellen wir uns ständig: Wie kommen wir von 10.000 verkauften Geräten auf 100.000? Genau da können die Löwen helfen, weil sie diesen Weg schon oft gegangen sind und wissen, wo die Stolpersteine liegen, bevor wir drüberfallen.

Welche nächsten Schritte sind nach eurem Auftritt in der Höhle der Löwen für Loume geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Wir haben unglaublich viel Kundenfeedback in die Weiterentwicklung von Loume einfließen lassen, und das Produkt ist dadurch nochmal ein ganzes Stück besser geworden. Außerdem launchen wir unser zweites Produkt: die Dream Dots, unsere Schlafkopfhörer.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg mit Loume als besonders wertvoll erwiesen?

Man sagt nicht umsonst: „Hardware is hard.“ Wir dachten am Anfang ehrlich gesagt, wir entwickeln das Gerät und die App, und dann sind wir fertig. Aber auch wenn es nur ein einziges Produkt ist, muss man kontinuierlich daran weiterarbeiten. Unsere App hat seit dem Launch knapp 30 Updates bekommen, und auch das Gerät haben wir nochmal überarbeitet. Ein Produkt ist nie fertig, es wird nur immer besser.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Hört euren Kunden zu, nicht eurem Ego. Wenn etwas im Kern nicht funktioniert, baut es lieber einmal neu, statt es ewig zu flicken. Plant Cash und Saisonalität konservativ, das Leben hält sich selten an den Businessplan. Sucht euch einen Mitgründer, mit dem ihr auch nach dem dritten Rückschlag noch gemeinsam lachen könnt. Und ganz wichtig: Schlaft genug.

Was unterscheidet Loume im Online-Shop optisch und inhaltlich von der Konkurrenz?

Optisch ist Loume kein weiteres schwarzes Plastikgadget mit blinkender LED, sondern sieht eher aus wie ein Wohnaccessoire: heller Stoff, warmer Karamellton obendrauf, steht auf dem Nachttisch, als hätte es der Innenarchitekt ausgesucht. Inhaltlich trägt man nichts am Körper, schaut auf keinen Bildschirm und schließt kein Abo ab. Die Technologie ist zum Patent angemeldet.

Wie bereitet ihr bei Loume eure Lieferkette und euren Online-Shop auf den enormen Nachfrage-Ansturm am Abend der Ausstrahlung von Die Höhle der Löwen vor?

Wir haben unsere Lagerbestände rechtzeitig aufgestockt und die Abläufe mit unseren Logistikpartnern vorher durchgespielt, damit jede Bestellung schnell rausgeht, egal ob über unseren Shop oder Amazon. Der Shop ist auf hohe Zugriffszahlen vorbereitet und unser Kundenservice ist für den Abend und die Tage danach verstärkt. Die einzige Ironie an der Sache: Ausgerechnet in der Nacht der Ausstrahlung wird bei einem Einschlafprodukt im Team garantiert niemand schlafen.

Sehen sie Loume am 28. September 2026 in der Höhle der Löwen

Bild Gründer Viktor Dik und Markus Schnauer (v.li.), Loume Foto: RTL

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

In der Höhle der Löwen: blookery spart 30 Stunden Urlaubssuche

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Blookery: Die Höhle der Löwen trifft Blind Booking Bild Jannis Jäger und Kevin Kiesewetter, Gründer von blookery (v.li.) Foto: RTL

Blookery wird am 28. September 2026 mit seinem Blind Booking Konzept in der Höhle der Löwen pitchen und möchte Überraschungsreisen aus der Nische in neue Märkte bringen.

Wie ist die Idee für Blookery entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?

Wir wollten als Freundesgruppe einfach mal zusammen weg – konnten uns aber nicht entscheiden, wohin. Irgendwann hab ich gesagt: „Überweist mir jeder mal 500 €, ich buche und überrasche euch.“ Also habe ich das Zepter in die Hand genommen und eine Überraschungsreise organisiert. Meine Freunde haben erst am Flughafen erfahren, wohin es geht. Es wurde ein richtig cooler Städtetrip nach Rom. Wieder zuhause dachte ich mir: Wieso konnte ich das nirgendwo so buchen? Zwei Tage später war www.blookery.de live. 🙂

In welcher Branche seid ihr mit Blookery tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell eures Startups aus?

Wir sind in der Reisebranche unterwegs. Das Besondere an unserem Konzept ist zum einen die Überraschung – und zum anderen, dass du dir die langwierige, nervige Recherche komplett sparst. Keine hundert Angebote vergleichen, kein mühseliges Durchklicken durch Flug- und Hotelkombinationen. Du nennst uns einfach deine Wünsche, wir machen den Rest.

Welches konkrete Problem löst Blookery und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?

Laut Umfragen dauert die Suche nach dem richtigen Urlaub 10 bis 30 Stunden. Das sind 2 bis 5 Urlaubstage – nur um Urlaub zu suchen. Bei uns nennst du uns deine Wünsche in 2 Minuten. Den Rest erledigen wir.

Warum habt ihr euch mit Blookery für die Teilnahme an Die Höhle der Löwen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Ehrlich gesagt: Wir bewerben uns seit der Gründung immer wieder – dieses Jahr hat es endlich geklappt. Im Vordergrund stand für uns, einen Partner zu finden, der mit uns den nächsten Schritt geht: raus aus der Nische und rein in neue Märkte. Genau dafür sitzen dort die richtigen Leute mit Erfahrung und Netzwerk.

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe in der Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?

Als wir erfahren haben, dass Johannes Kliesch neu als Löwe dabei ist, war für uns sofort klar: Das ist unser Wunschlöwe. Das Verrückte: Dass er dabei ist, haben wir selbst erst kurz vor der Aufzeichnung erfahren. Mit Snocks hat er gezeigt, wie man übers Internet im großen Stil Socken verkauft – er ist im E-Commerce und Marketing komplett zuhause. Und genau diese Mischung brauchen wir: erst mehr Bekanntheit für Blind Booking, dann Schritt für Schritt raus aus der Nische und rein in neue Märkte.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren in der Höhle der Löwen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?

Dass wir wirklich zusammen am Tisch sitzen, gemeinsam am Projekt arbeiten und jemand mit anpackt. Nicht jemanden, der nur Kapital gibt und sich einmal im Jahr zum Zahlencheck meldet – sondern eine echte Partnerschaft.

Welche nächsten Schritte sind nach eurem Auftritt in der Höhle der Löwen für Blookery geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Zwei Dinge: Erstens wollen wir im Marketing aufs nächste Level – neue Kanäle testen und Überraschungsreisen aus der Nische holen. Zweitens die Internationalisierung: Blind Booking funktioniert überall dort, wo Menschen von der Urlaubssuche überfordert sind – also so ziemlich überall. Die Reiseziele haben wir bereits im Angebot, es ändert sich vor allem die Abflugseite. Deshalb wollen wir unser Modell Schritt für Schritt in weitere europäische Märkte bringen.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg mit Blookery als besonders wertvoll erwiesen?

Dass man kein perfektes Produkt braucht, um zu starten. Wir sind komplett gebootstrapped und haben super klein angefangen: eine einfache Website, ein Formular und unsere ersten Angebote gingen ganz normal per Mail raus – mit einem PayPal.me-Link, weil es noch gar keinen Checkout gab. Wir haben also erst das Problem gelöst und dann die Technik gebaut, nicht umgekehrt. Automatisiert haben wir Stück für Stück immer genau das, was gerade am meisten Zeit gefressen hat.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Baut nicht monatelang an einem Produkt, um dann festzustellen, dass es niemand kauft. Eine Mail mit PayPal-Link reicht völlig, um herauszufinden, ob Leute für eure Lösung Geld ausgeben. Und: Dranbleiben lohnt sich – wir haben uns seit der Gründung immer wieder bei der Höhle der Löwen beworben, und jetzt, zehn Jahre später, stehen wir tatsächlich dort. Manche Dinge brauchen einfach mehrere Anläufe.

Sehen sie blookery am 28. September 2026 in der Höhle der Löwen

Bild Jannis Jäger und Kevin Kiesewetter, Gründer von blookery (v.li.) Foto: RTL

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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