Montag, Juni 8, 2026
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UN ECOSOC: Warum junge Menschen den KI und Jugendarbeitsmarkt jetzt selbst neu denken

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KI und Jugendarbeitsmarkt: ECOSOC Youth Forum setzt Impulse Bildcredits: AIESEC Gruppenbild

UN ECOSOC – Wenn junge Menschen die Regeln für KI, new Work und ihre Zukunft selbst gestalten

Der KI und Jugendarbeitsmarkt steht zunehmend im Fokus internationaler Debatten. Beim ECOSOC Youth Forum bringen junge Menschen ihre Perspektiven auf KI Youth Employment ein und entwickeln konkrete Ansätze für eine faire und inklusive Arbeitswelt im Zeitalter der künstlichen Intelligenz.

Im Sitz der Vereinten Nationen wurde in dieser Woche nicht nur über künstliche Intelligenz gesprochen, dort wurde über ihre sozialen Folgen verhandelt, und zwar aus einer Perspektive, die in Debatten über Zukunft, Arbeit und Digitalisierung noch immer viel zu selten im Zentrum steht: der von jungen Menschen selbst. Dabei spielte auch der KI und Jugendarbeitsmarkt eine zentrale Rolle.

Junge Perspektiven im Zentrum der Debatte

Beim ECOSOC Youth Forum 2026 fand am 15. April das Side Event „AI’s Impact on Youth Employment: Co-Creating Pathways to Decent Work“ ausgerichtet von AIESEC und WE EMPOWER statt. Mehr als 60 Teilnehmende überwiegend zwischen 18 und 27 Jahren aus unterschiedlichen Ländern, Sektoren und Lebensrealitäten kamen zusammen, um nicht bloß die Risiken von KI zu diskutieren, sondern konkrete Lösungen zu entwickeln – insbesondere im Kontext von KI und Jugendarbeitsmarkt und KI Youth Employment.

Wie KI den Arbeitsmarkt für junge Menschen verändert

Die Ausgangslage war eindeutig. Junge Menschen erleben derzeit, wie sich der Arbeitsmarkt durch KI verschiebt: Einstiegsjobs verschwinden oder werden automatisiert, Praktikumsaufgaben werden von Tools übernommen, Bewerbungsprozesse laufen zunehmend über Algorithmen. Zugleich hinken Bildungssysteme den neuen Anforderungen hinterher, und der Zugang zu KI-Kompetenzen bleibt global extrem ungleich.

Den Anfang machten kurze Impulse und ein Panel, besetzt mit Carmen Gamon Lazaro, Management and Programme Analyst Strategic Workforce Planning Section Office of Human Resources Department of Management Strategy, Policy and Compliance of the UN, Zukunftsforscherin und Psychologin Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg, Psychologin und ehemalige Vice President of AIESEC International Lorena Stephanie und die Executice Director of Ontario Montclair School District Veronica Bucheli, moderiert von Abdul Wasay, President Communications of AIESEC International.

KI und Jugendarbeitsmarkt: ECOSOC Youth Forum setzt Impulse Bildcredits: AIESEC Speakers

Die größten Herausforderungen im KI und Jugendarbeitsmarkt

Die Teilnehmenden dann beschrieben in dem nachfolgenden Workshop diese Lage nicht als ein abstraktes Zukunftsszenario, sondern als Realität. Ihre Analyse zeigte drei besonders drängende Muster: eine wachsende Lücke zwischen schulischer Ausbildung und den Anforderungen des KI-Zeitalters, ungleiche Zugänge zu KI-Bildung und Training sowie einen schrumpfenden Zugang zu Einstiegspositionen, die traditionell den Übergang ins Berufsleben ermöglicht haben – zentrale Herausforderungen im KI und Jugendarbeitsmarkt.

Konkrete Lösungsansätze aus dem Youth Forum

Aus dieser Diagnose entstanden acht konkrete Lösungsansätze, die im Raum entwickelt, vorgestellt und anschließend gemeinsam priorisiert wurden.

Ein Vorschlag verband staatliche Regulierung mit Bildungsarbeit: Unternehmen sollen bei der Einführung von KI stärker in die Verantwortung genommen werden, während NGOs und zivilgesellschaftliche Träger Unternehmen wie auch Bewerbende zu einem verantwortungsvollen Umgang mit KI schulen. Ein anderer Ansatz setzte auf portable Micro-Credentials, also kurze, praxisnahe Qualifikationen, die direkt an den Bedarf der Wirtschaft gekoppelt und über Ländergrenzen hinweg anerkennbar sind. Wieder andere Gruppen forderten, dass KI-Kompetenz nicht als Spezialthema behandelt werden darf, sondern in allen Fächern und Lernkontexten vermittelt werden sollte.

Forderungen nach klaren Regeln für KI

Besonders deutlich wurde dabei ein gemeinsamer Nenner: KI braucht Regulierung. Mehrere Gruppen forderten Regeln für den Einsatz von KI im Recruiting, damit menschliche Urteilskraft im Einstellungsprozess nicht durch automatisierte Systeme ersetzt wird. Andere betonten, dass Bildungsangebote nicht von oben herab gestaltet werden dürfen, sondern lokal ansetzen müssen, etwa durch Jugendinitiativen, die vor Ort Bedarfe erheben und daraus passgenaue Trainingsangebote entwickeln.

KI und Jugendarbeitsmarkt: ECOSOC Youth Forum setzt Impulse Bildcredits: AIESEC

Gerechtigkeit und Zugang als zentrale Themen

Auch der Gerechtigkeitsaspekt spielte eine zentrale Rolle. Die Teilnehmenden machten klar: Wenn KI-Bildung nur dort stattfindet, wo ohnehin schon Ressourcen, Infrastruktur und Zugang vorhanden sind, dann wird die Technologie bestehende Ungleichheiten eher verschärfen als abbauen.

Junge Menschen als Mitgestalter der Arbeitswelt

Das Besondere an dieser Session war die Haltung dahinter. Die Jugendlichen verstanden sich nicht als Zielgruppe, die „nachziehen“ muss. Sie verstanden sich als Mitgestalterinnen und Mitgestalter eines neuen Arbeitsmarkts. Ihre zentrale Botschaft: Nicht junge Menschen müssen sich allein anpassen, Systeme, Institutionen und Arbeitgeber müssen sich ebenso verändern.

Ein klarer Anspruch für die Zukunft

Am Ende stand kein kulturpessimistischer Befund, sondern ein klarer Anspruch. Wenn KI die Arbeitswelt umformt, dann muss diese Transformation fair, reguliert, inklusiv und menschenzentriert gestaltet werden. Genau dafür lieferten die jungen Teilnehmenden einen bemerkenswert präzisen Entwurf – mit klaren Impulsen für den KI und Jugendarbeitsmarkt und die Debatte rund um KI Youth Employment.

Bildcredits: AIESEC

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Storymaking mit KI: Wie gute Geschichten entstehen und Unternehmen davon profitieren

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Storymaking mit KI: So entstehen starke Geschichten Anne M Schüller mit Hut

Storymaking mit KI gewinnt im Marketing und in der Unternehmenskommunikation zunehmend an Bedeutung. Wer heute überzeugen will, braucht starke Geschichten – und genau hier zeigt sich, wie Storytelling und generative KI sinnvoll zusammenspielen können, ohne die kreative Leistung des Menschen zu ersetzen.

Storymaking: Wie gute Geschichten entstehen – und wie KI dabei hilft

Menschen kaufen keine Produkte, keine Services und keine Ideen. Sie kaufen Beziehungen, Geschichten und gute Gefühle. Dies lässt sich eins zu eins auch auf die Führungs- und Personalarbeit übertragen, denn auch dort gilt es, seine Vorgehensweisen gut zu „verkaufen“. Schauen wir uns also an, wie das Storymaking gelingt – und wie Storymaking mit KI dabei hilft.

Gutes Storytelling macht nicht die eigene Firma, sondern die Mitarbeitenden sowie die die Kunden und Partner zu Helden. Am besten wird der zu erzählende Sachverhalt, wie bei einer gelungenen Reportage, am Beispiel einer einzelnen Person festgemacht. Die Geschichte wird dabei aus der Perspektive dieses Menschen erzählt.

Der Beginn ist essenziell, denn da fragen wir uns: „Hat das etwas mit mir zu tun?“ Ist die Antwort „Ja“ und das Ganze auch relevant, weil es an etwas für uns Wichtiges anknüpft, hören wir weiter zu. Ist schon der Beginn für uns ohne Bedeutung, schaltet unser Hirn umgehend ab. Ein professionelles Storymaking ist also entscheidend.

Gute Geschichten brauchen einen Helden

Menschen lieben Helden vor allem dann, wenn diese ein hehres Ziel verfolgen und nach anfänglichem Zögern über sich hinauswachsen, um das anvisierte Ziel zu erreichen. Idealerweise folgt der Erzählstrang einer sogenannten Heldenreise. Diese führt entlang eines Spannungsbogens von einer suboptimalen Ausgangslage über ein Auf und Ab von Blockaden, Irrwegen und dramatischen Beinahe-Abstürzen zu einem glorreichen Ende.

Start-Ziel-Siege und glattgebügelte PR-Storys hingegen sind kaum von Interesse. Deshalb sind Heldenreisen auch niemals einfach. Sie fesseln uns vor allem dann, wenn sie das für gewöhnlich Mögliche überwinden und trotz aller Schwierigkeiten gut ausgehen. Der Protagonist hat eine Mission, doch sein Weg ist mit Hindernissen gepflastert. Er ringt mit Gegenkräften, um sein Ziel zu erreichen.

Wohlwollende Kollegen fungieren dabei als Helfershelfer, als treue Gefährten oder nützliche Geister, die zwar im Hintergrund bleiben, ohne die die Transformation allerdings nicht gelingt. Wie in einem guten Film zieht sich der Konflikt hin, wodurch die Spannung weiter steigt. Die Lösung kommt dann plötzlich und schnell.

Wie eine stimmige Geschichte aufgebaut wird

Mächtige Geschichten handeln immer davon, den Status quo zu hinterfragen und eine dringliche Veränderung zu absolvieren, um eine bessere Zukunft möglich zu machen. Beim Aufbau können Sie sich an Märchen orientieren. Diese haben folgendes Muster:

Was war am Anfang (= das Problem, der Zweifel, der Konflikt)?
Wer (= der Held) tat was (= die gute Tat) mit wessen Hilfe (= die gute Fee)?
Wo lauerten Gefahren (= das Abenteuer, die Hindernisse, der Gegenspieler)?
Wie ging das Ganze aus (= der Sieg, das Happy End)?

Grandiose Storys sind niemals ein glatter Durchmarsch, sondern leben von Wirrungen und Ungewissheiten. Wird das Gute oder das Böse gewinnen? Wir tauchen ein in die Geschichte, fiebern mit, durchleben selbst die Qualen des Helden, drücken ihm die Daumen, das alles gelingt – und sind am Ende erleichtert, wenn er tatsächlich siegt. Gar nicht so selten lernen wir dabei sogar etwas für unser eigenes Leben.

Am besten in einer Drei-Schritte-Version

Das Szenario einer geglückten Story kann uns die nötige psychologische Sicherheit geben, Türen ins Neuland zu öffnen. Denn jede Geschichte handelt auch davon, dass sich ein Problem grundsätzlich lösen lässt und wie das gemacht werden kann. Dabei lässt sich, um die Geschichte zu strukturieren, die Drei-Schritte-Version nutzen:

In der Einleitung werden die Hauptfigur(en), der Handlungsort sowie der suboptimale Status quo beziehungsweise die zentrale Problemstellung eingeführt.
Im Hauptteil geht es um den Weg der Lösungsfindung mit Höhen und Tiefen, es gibt Komplikationen oder ein Konflikt spitzt sich zunächst dramatisch zu.
Im Schlussteil wird der Tiefpunkt überwunden, die Trendwende gelingt, das Problem wird gelöst und die Geschichte findet ein glanzvolles Happy End.

Entscheidend dabei ist es, die Geschichte in der Sprache des Zielpublikums zu erzählen. Dann fühlt man mit den Protagonisten mit und stellt sich hinter sie und die Sache.

Modernes Storytelling: analog und digital

Modernes Storytelling findet in einer Mixed Reality statt. Es verknüpft die reale mit der virtuellen Welt. Dabei erfüllt vor allem das Web die Funktion des Bewahrens und Weitertragens, was jedoch nicht nur Vorteile bringt. Denn das zunehmend toxische Geschehen auf einigen Social-Media-Plattformen hat bereits zu einem massiven Abzug der User geführt.

Das Marktforschungsinstitut Gartner prognostiziert einen Rückgang der Interaktionen in den sozialen Netzwerken um 50 Prozent, weil immer mehr Nutzer die Qualität der dortigen Inhalte als minderwertig empfinden. Systematische Desinformationskampagnen sowie Fake Accounts, Bot-Armeen, Spam-Content und KI-Slop und Data Poisoning schrecken zusätzlich ab. Deshalb gilt:

In Zeiten, in denen jede KI täuschend echte Fakes produziert, sind wahre Geschichten noch wertvoller als früher. Und die glaubwürdigen Empfehlungen derer, denen wir wirklich vertrauen, sind wichtiger als jemals zuvor.

KI verdrängt nicht, sondern entlastet und hilft

Natürlich kann uns generative KI eine Menge Arbeit abnehmen. Sie unterstützt uns beim Recherchieren und Redigieren. Sie kann uns helfen, Geschichten emotionaler, stringenter und effizienter zu machen. Sie kann aus Textfragmenten professionelle Recruiting-Anzeigen erstellen, Berichte, Social-Media-Beiträge und Newsletter verfassen. Sie kann Podcasts transkribieren, Daten in Fließtext umwandeln, E-Mails schreiben, SEO-freundliche Webseiten bauen und vieles mehr.

Allerdings klingen KI-generierte Texte oft floskelhaft, austauschbar und beliebig. Dennoch kann KI uns ein Tippgeber sein, um eine Story dramaturgisch zu optimieren. Sie kennt die Muster und den gelungenen Aufbau guter Storys inzwischen besser als wir, denn sie wurde mit unzähligen Drehbüchern, Bestsellern und Blockbustern trainiert. Doch die eigentliche Arbeit eines Storytellers kann KI nicht übernehmen.

Sie kann keinen Stoff für Ihre Unternehmensstory kreieren, kann nicht entscheiden, welcher Content passend für Ihr Reputationsnarrativ ist und welche Idee bei Ihrer Belegschaft verfängt. Es liegt an uns, solche Inhalte zu definieren und zu kuratieren. Überdies arbeitet KI repetitiv, so dass ihre Outputs sich ähneln. Mit anderen Worten: KI zitiert sich am liebsten selbst. Von Textinzest spricht man auch. Und genau deshalb gilt:

Ihr Unternehmen ist einzigartig.
KI unterstützt, doch die eigentliche Story kreieren Sie selbst.

Buch:

Anne M. Schüller

Narrative für eine bessere Zukunft

Wie kraftvoll erzählte Geschichten unser Leben und die Arbeitswelt positiv wandeln

Vahlen April 2026, 230 S., 24,90 €

ISBN: 978 3 8006 7998 0

1 https://www.gartner.de/de/marketing/themen/marketing-trends-und-prognosen-future-of-marketing

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

BMW Plug & Charge: Elektroauto wird zur Kreditkarte beim Laden

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BMW vereinfacht das Laden von Elektroautos: Mit BMW Plug & Charge wird das Fahrzeug zur Kreditkarte – ohne App oder Ladekarte.

Key Takeaways

  • BMW Plug & Charge ermöglicht das Laden von Elektroautos ohne Apps, Karten oder Verträge.
  • Nutzer aktivieren die Funktion einmalig und können dann direkt an Ladestationen über die hinterlegte Kreditkarte bezahlen.
  • Transparente Preisangaben und einfache Abrechnung erleichtern Gelegenheitsnutzern den Zugang zur Ladeinfrastruktur.
  • Die Funktion ist bereits an über 1.400 Ladepunkten in Deutschland und Österreich verfügbar, mit geplanter Erweiterung.
  • BMW strebt mit Plug & Charge eine nahtlose Elektromobilität an, um Elektrofahrzeuge alltäglicher zu machen.

BMW macht das Elektroauto zur Kreditkarte: Laden wird so einfach wie nie

Die BMW Group treibt die Vereinfachung der Elektromobilität weiter voran – und setzt mit einer neuen Ladefunktion ein klares Zeichen für mehr Nutzerfreundlichkeit im Alltag. Die neue Funktion BMW Plug & Charge macht das Laden besonders komfortabel. Mit Plug & Charge wird das Laden jetzt noch einfacher. Seit Mitte März 2026 können Fahrerinnen und Fahrer vollelektrischer BMW- und MINI-Modelle ihr Fahrzeug an öffentlichen Schnellladesäulen erstmals ohne klassischen Ladevertrag nutzen – und bezahlen direkt über die im Fahrzeug hinterlegte Kreditkarte. Ganz besonders Plug & Charge macht diesen Wandel möglich.

BMW Plug & Charge Laden ohne App, Karte oder Vertrag

Das Prinzip ist denkbar einfach: Einstecken, laden, weiterfahren. Voraussetzung ist lediglich, dass sich Nutzerinnen und Nutzer einmalig mit ihrer BMW- oder MINI-Kunden-ID im Fahrzeug anmelden und die Funktion aktivieren. Bei diesem Prozess spielt die Plug & Charge-Technologie von BMW eine zentrale Rolle.

Eine zusätzliche App, Ladekarte oder manuelle Eingaben an der Ladesäule sind damit im eigentlichen Ladevorgang nicht mehr erforderlich. Das Fahrzeug selbst wird zur zentralen Schnittstelle – und übernimmt zugleich die Rolle der Zahlungsmethode, was mit BMW Plug-&-Charge möglich ist.

BMW Plug & Charge Transparente Preise und volle Kostenkontrolle

Ein entscheidender Vorteil liegt in der Transparenz: Der jeweils aktuelle Ad-hoc-Ladepreis des Anbieters wird sowohl im Fahrzeug als auch in der zugehörigen App angezeigt. Durch Plug & Charge, speziell von BMW, sehen Nutzer somit vor dem Laden, welche Kosten entstehen.

Die Abrechnung erfolgt direkt über die hinterlegte Kreditkarte – ohne separate Rechnungen oder komplexe Tarifmodelle. Das schafft Klarheit und erleichtert insbesondere Gelegenheitsnutzern den Zugang zur Ladeinfrastruktur dank Plug & Charge.

Neue Zielgruppen im Fokus

Mit dem Angebot öffnet BMW die Plug-&-Charge-Technologie erstmals konsequent für Nutzer ohne bestehenden Ladevertrag. Insbesondere neue Zielgruppen profitieren von Plug & Charge, da Zugang und Nutzung maximal einfach sind.

Gerade für diese Gruppen war das öffentliche Laden bislang häufig mit zusätzlichem Aufwand verbunden – etwa durch verschiedene Anbieter, Apps oder Kartenlösungen, die jetzt durch Plug & Charge von BMW weitgehend überflüssig werden.

Start mit über 1.400 Ladepunkten

Zum Start ist die Funktion bereits an mehr als 1.400 Ladepunkten in Deutschland und Österreich verfügbar. Partner ist unter anderem der Ladeinfrastrukturbetreiber Mer. Auch hier ist Plug & Charge von BMW der Grundstein für die bequeme Nutzung.

Ein weiterer Ausbau ist bereits geplant: Zusätzliche Ladeanbieter sowie weitere Märkte sollen schrittweise im Laufe des Jahres 2026 integriert werden. Plug & Charge bleibt Fokus der Strategie.

Elektromobilität wird alltagstauglich

Mit der neuen Lösung zeigt BMW, wohin sich die Elektromobilität entwickelt: weg von fragmentierten Systemen, hin zu nahtlosen, integrierten Nutzererlebnissen. Durch Plug und Charge wird das Laden zunehmend einfacher – und genau das dürfte ein entscheidender Faktor für die breite Akzeptanz von Elektrofahrzeugen sein.

BMW setzt dabei gezielt auf Komfort, Transparenz und reduzierte Komplexität – und macht das Elektroauto damit ein Stück mehr zum selbstverständlichen Bestandteil des Alltags, unterstützt durch die innovative BMW Plug & Charge Funktion.

Foto/Quelle: BMW AG

Stellantis und Microsoft bauen KI-Strategie aus

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Stellantis und Microsoft vertiefen ihre Partnerschaft und setzen auf KI, Cloud und Cybersecurity für die digitale Transformation.

Key Takeaways

  • Stellantis und Microsoft erweitern ihre Partnerschaft, um künstliche Intelligenz und Cloud-Technologien in der Autoindustrie zu integrieren.
  • Über 100 KI-Initiativen zielen darauf ab, Produktentwicklung und Kundenservice zu optimieren und Wartung proaktiv zu gestalten.
  • Die Unternehmen schaffen ein globales Cyber Defense Center, um Cyberkriminalität in vernetzten Fahrzeugen entgegenzuwirken.
  • Stellantis plant, seine IT-Infrastruktur bis 2029 um 60 % zu reduzieren, um Prozesse zu verbessern und Kosten zu senken.
  • Die digitale Transformation eröffnet Chancen für Startups und Investoren, jedoch besteht Druck auf klassische Zulieferer, Softwarekompetenz aufzubauen.

Stellantis und Microsoft treiben den Umbau der Autoindustrie voran

Die Autoindustrie steht unter Druck, sich neu zu erfinden. Elektrifizierung, Software und datenbasierte Geschäftsmodelle verändern die Spielregeln. In diesem Umfeld bauen Stellantis und Microsoft ihre Partnerschaft deutlich aus. Ziel ist es, künstliche Intelligenz, Cloud-Infrastruktur und Cybersicherheit stärker zu verzahnen und so die digitale Transformation des Konzerns zu beschleunigen.

Die Initiative ist mehr als ein Technologieprojekt. Sie zeigt, wie sich ein globaler Hersteller strategisch neu aufstellt. Für Gründer, Investoren und Unternehmen ist das ein Signal, wohin sich die Branche bewegt.

Stellantis und Microsoft setzen auf KI im großen Maßstab

Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen mehr als 100 konkrete KI-Initiativen. Stellantis und Microsoft wollen damit zentrale Bereiche wie Produktentwicklung, Kundenservice und interne Prozesse neu organisieren.

In der Entwicklung kommen KI-Modelle zum Einsatz, um Bauteile schneller zu testen und zu validieren. Das reduziert Entwicklungszeiten und senkt Kosten. Gleichzeitig fließen Daten aus realen Fahrzeugen zurück in die Systeme, um Produkte kontinuierlich zu verbessern.

Ein weiterer Anwendungsfall ist die vorausschauende Wartung. Fahrzeuge erkennen potenzielle Probleme frühzeitig und melden diese automatisch. Für Kunden bedeutet das weniger ungeplante Ausfälle, für Hersteller effizientere Serviceprozesse.

Die Strategie macht deutlich: Software wird zum Kern des Produkts. Fahrzeuge entwickeln sich zu Plattformen, die sich über Updates und datenbasierte Dienste weiterentwickeln.

Stellantis und Microsoft stärken Cybersicherheit als Schlüsselthema

Mit wachsender Vernetzung steigt auch die Angriffsfläche für Cyberkriminalität. Stellantis und Microsoft reagieren darauf mit einem globalen Cyber Defense Center, das auf KI-gestützte Analysen setzt.

Das System soll Bedrohungen frühzeitig erkennen und idealerweise vorhersagen. Dabei werden große Datenmengen in Echtzeit ausgewertet. Auffällige Muster lassen sich schneller identifizieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

Besonders relevant ist das für vernetzte Fahrzeuge. Sie kommunizieren mit mobilen Apps, Cloud-Diensten und externen Systemen. Jede dieser Schnittstellen kann zum Risiko werden.

Cybersicherheit wird damit nicht mehr nur als IT-Thema betrachtet, sondern als integraler Bestandteil des Produkts und der gesamten Wertschöpfungskette.

Stellantis und Microsoft modernisieren die Cloud-Infrastruktur

Parallel zur KI-Strategie baut Stellantis seine IT-Infrastruktur grundlegend um. Gemeinsam mit Microsoft werden zentrale Systeme in die Cloud verlagert. Ziel ist es, Prozesse flexibler und skalierbarer zu gestalten.

Konkret plant der Konzern, seine Rechenzentrums-Kapazitäten bis 2029 um 60 % zu reduzieren. Das senkt Kosten und erhöht gleichzeitig die Geschwindigkeit, mit der neue digitale Dienste bereitgestellt werden können.

Cloud-Technologien ermöglichen es, Daten aus verschiedenen Quellen besser zu verknüpfen. Produktion, Fahrzeuge und Kundeninteraktionen lassen sich in einem gemeinsamen System analysieren. Daraus entstehen neue Anwendungen und Geschäftsmodelle.

Für die Automobilindustrie ist dieser Schritt entscheidend. Ohne leistungsfähige Cloud-Infrastruktur lassen sich datenintensive Anwendungen wie KI kaum wirtschaftlich betreiben.

Software wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil

Die Kooperation zeigt, wie stark sich die Rolle von Software verändert. Funktionen werden zunehmend digital gesteuert und können auch nach dem Fahrzeugkauf aktualisiert werden.

Ein Beispiel sind personalisierte Dienste. Fahrer erhalten Hinweise zum Zustand ihres Fahrzeugs oder Empfehlungen für effizienteres Fahren. Solche Funktionen basieren auf kontinuierlicher Datenauswertung.

Für Hersteller entsteht dadurch ein neues Geschäftsmodell. Statt einmaliger Umsätze rücken wiederkehrende Erlöse durch digitale Services in den Fokus.

Stellantis und Microsoft treiben diese Entwicklung gezielt voran, indem sie technologische Grundlagen und Plattformen gemeinsam entwickeln.

Auswirkungen auf Startups und Investoren

Für Startups eröffnet die Entwicklung neue Chancen. Lösungen in den Bereichen KI, Datenanalyse oder Cybersecurity werden zunehmend gefragt. Große Konzerne sind auf externe Partner angewiesen, um Innovationen schneller umzusetzen.

Auch für Investoren wird das Feld attraktiver. Unternehmen, die sich früh im Umfeld der digitalen Transformation positionieren, könnten langfristig profitieren.

Zugleich steigt der Druck auf klassische Zulieferer. Hardware allein reicht nicht mehr aus. Wer keine Softwarekompetenz aufbaut, riskiert den Anschluss zu verlieren.

Stellantis und Microsoft zeigen, dass selbst große Player auf Partnerschaften setzen müssen, um die Komplexität der Transformation zu bewältigen.

Interne Transformation: KI für Mitarbeiter

Ein oft unterschätzter Aspekt ist die interne Nutzung von KI. Stellantis stattet seine Belegschaft schrittweise mit entsprechenden Tools aus. Aktuell wurden bereits rund 20.000 Microsoft-365-Copilot-Lizenzen eingeführt.

Diese Werkzeuge sollen die Produktivität steigern und die Zusammenarbeit verbessern. Mitarbeitende können schneller auf Informationen zugreifen, Prozesse automatisieren und Entscheidungen datenbasiert treffen.

Für Unternehmen ist das ein wichtiger Schritt. Digitale Transformation beginnt nicht nur beim Produkt, sondern auch in den Arbeitsabläufen.

Herausforderungen und offene Fragen

Trotz der ambitionierten Strategie bleiben Risiken. Der Einsatz von KI wirft Fragen zum Datenschutz und zur Datensicherheit auf. Gerade in Europa sind die regulatorischen Anforderungen hoch.

Hinzu kommt die Abhängigkeit von großen Cloud-Anbietern. Wer zentrale Systeme auslagert, bindet sich langfristig an bestimmte Plattformen. Das kann strategische Flexibilität einschränken.

Auch die Umsetzung ist komplex. Mehr als 100 KI-Projekte parallel zu steuern, erfordert klare Prioritäten und eine funktionierende Organisation. Viele Unternehmen scheitern genau an diesem Punkt.

Stellantis und Microsoft müssen daher nicht nur Technologie liefern, sondern auch Prozesse und Strukturen anpassen.

Praxisbeispiele aus dem Alltag

Für Nutzer wird die Transformation konkret spürbar. Fahrzeuge könnten automatisch Wartungsbedarf melden oder Software-Updates selbstständig installieren.

In Städten helfen datenbasierte Systeme dabei, effizientere Routen zu wählen und Energie zu sparen. Flottenbetreiber können ihre Fahrzeuge besser überwachen und optimieren.

Diese Anwendungen zeigen, dass die Veränderungen nicht abstrakt bleiben. Sie wirken sich direkt auf den Alltag von Fahrern und Unternehmen aus.

Fazit: Strategischer Wandel mit Signalwirkung

Die vertiefte Zusammenarbeit von Stellantis und Microsoft steht exemplarisch für den Wandel der Automobilindustrie. Fahrzeuge werden zu digitalen Plattformen, Hersteller zu datengetriebenen Unternehmen.

Wer diese Entwicklung früh erkennt und aktiv gestaltet, kann sich klare Wettbewerbsvorteile sichern. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Technologie, Sicherheit und Organisation.

Für Gründer, Investoren und etablierte Unternehmen lohnt sich ein genauer Blick. Denn die Transformation, die hier sichtbar wird, dürfte die Branche langfristig prägen.

Foto/Quelle: Stellantis Germany GmbH

Ankerkraut kehrt zurück zu den Gründern

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Ankerkraut zurück bei Gründern nach Deal mit Nestlé Bild Stefan Lemcke, Anne Lemcke, Timo Haas und Alexander Schwoch Bildcredits/Fotograf: Ankerkraut/Nela König

Ankerkraut und Nestlé einigen sich auf Rückkehr der Marke in Gründerhand

Nach vier Jahren unter dem Dach von Nestlé kaufen die Gründer Anne und Stefan Lemcke ihr Gewürzunternehmen zurück

Die Gründer der Gewürzmarke Ankerkraut, Anne und Stefan Lemcke, kaufen ihre Unternehmensanteile von Nestlé zurück. Beide Seiten haben sich einvernehmlich auf diesen Schritt verständigt.

Neues Kapitel in Gründerhand

Mit der Rückkehr in Gründerhand beginnt für Ankerkraut ein neues Kapitel. Ziel ist es, die Marke künftig wieder unabhängig weiterzuentwickeln und dabei besonders an ihre ursprüngliche Identität und die unternehmerischen Wurzeln anzuknüpfen: Leidenschaft für Gewürze, Hands-on-Mentalität und eine enge Verbindung zur Community.

„Ankerkraut ist für uns mehr als ein Unternehmen – es ist unser Lebenswerk“, sagen Anne und Stefan Lemcke. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel gelernt und bedanken uns für die konstruktive Zusammenarbeit mit Nestlé. Jetzt freuen wir uns darauf, die Marke wieder selbst weiterzuentwickeln und ein neues Kapitel für Ankerkraut aufzuschlagen.“

Einvernehmliche Einigung mit Nestlé

Nestlé hatte im Jahr 2022 die Mehrheit an Ankerkraut übernommen. Die Zusammenarbeit der vergangenen Jahre beschreiben beide Seiten als konstruktiv und partnerschaftlich. Der Rückkauf der Anteile basiert auf einem gemeinsamen Verständnis der zukünftigen Bedürfnisse und Positionierung von Ankerkraut. In Anbetracht einer veränderten Marktlage sind beide Seiten überzeugt, dass diese Entscheidung der Marke zusätzlichen unternehmerischen Spielraum verschafft, um die künftige Entwicklung des Unternehmens noch flexibler und schneller voranzutreiben.

„Die Zusammenarbeit war stets konstruktiv, vertrauensvoll und von gemeinsamen Zielen geprägt“, sagt Alexander von Maillot, Vorstandsvorsitzender von Nestlé Deutschland. „Wir unterstützen den Wunsch der Gründer nach größerer unternehmerischer Eigenständigkeit und wünschen dem Team von Ankerkraut weiterhin viel Erfolg.“

Kontinuität und Zukunftsperspektive

Ankerkraut wurde 2013 in Hamburg gegründet und entwickelte sich in wenigen Jahren zu einer der beliebtesten Premium-Marken für hochwertige Gewürzmischungen Deutschlands. Die Produkte sind heute in mehreren europäischen Märkten erhältlich. Künftig wird das Unternehmen ohne externe Gesellschafter geführt: Neben den Gründern werden auch die langjährigen Geschäftsführer Timo Haas und Alexander Schwoch Anteile am Unternehmen halten und Ankerkraut weiterhin vom Standort Hamburg aus operativ führen. Damit bleibt die Kontinuität für Mitarbeitende, Handelspartner sowie Kundinnen und Kunden gewährleistet.

Über die finanziellen Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Bild Stefan Lemcke, Anne Lemcke, Timo Haas und Alexander Schwoch Bildcredits/Fotograf: Ankerkraut/Nela König

Quelle redroses communications GmbH/ Ankerkraut

VW ID.3 Neo: Neustart für Volkswagens Elektro-Kompaktklasse

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VW ID.3 Neo
Volkswagen - Photo by Gruppe C Photography

Key Takeaways

  • Der VW ID.3 Neo ist eine strategische Korrektur von Volkswagen und adressiert die Herausforderungen der Elektromobilität mit Fokus auf Effizienz und Nutzererfahrung.
  • Das Design des VW ID.3 Neo orientiert sich an klassischen Markenwerten und reagiert auf Kundenfeedback für Verlässlichkeit und Wiedererkennbarkeit.
  • Technisch setzt der VW ID.3 Neo auf soliden Fortschritt mit optimiertem Antrieb, Reichweiten bis 630 km und verbesserter Ladeinfrastruktur.
  • Die Preisstrategie wird entscheidend für den Erfolg, da der VW ID.3 Neo im Spannungsfeld zwischen steigenden Kosten und Preisdruck durch Wettbewerber positioniert ist.
  • Software wird zur Schlüsseltechnologie, wobei der integrierte App-Store neue Geschäftsmodelle und Einnahmequellen eröffnet.

Volkswagen überarbeitet sein elektrisches Volumenmodell grundlegend und schickt es unter neuem Namen in die nächste Runde. Der VW ID.3 Neo steht dabei nicht für einen radikalen Umbruch, sondern für eine strategische Korrektur. Nach einem holprigen Start der ID.-Familie geht es jetzt um Reife, Alltagstauglichkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit.

Für die Branche ist das ein wichtiger Moment. Denn die erste Phase der Elektromobilität war von Innovation und Tempo geprägt. Jetzt zählen Effizienz, Nutzererfahrung und Kostenkontrolle. Genau hier will Volkswagen mit dem neuen Modell ansetzen.

VW ID.3 Neo: Neustart für Volkswagens Elektro-Kompaktklasse

Marktumfeld: Warum der VW ID.3 Neo jetzt entscheidend ist

Die Rahmenbedingungen haben sich deutlich verändert. Während Elektroautos vor wenigen Jahren noch stark gefördert wurden und als technologische Vorreiter galten, stehen Hersteller heute unter wachsendem Druck. Neue Anbieter aus China drängen mit günstigen Modellen in den Markt, Tesla setzt weiterhin Maßstäbe bei Software und Effizienz, und Kunden erwarten zunehmend ausgereifte Produkte.

Der VW ID.3 Neo kommt genau in dieser Phase. Er ist weniger Experiment als vielmehr ein Test, ob Volkswagen Elektromobilität im Volumensegment wirklich beherrscht. Die Erwartungen sind hoch, denn gerade in der Kompaktklasse entscheidet sich, ob Elektroautos den Massenmarkt nachhaltig erreichen.

VW ID.3 Neo: Neustart für Volkswagens Elektro-Kompaktklasse

VW ID.3 Neo: Design als strategische Neuausrichtung

Optisch geht Volkswagen einen bewusst konservativeren Weg. Die neu gestaltete Front, klare Linien und ein durchgehendes Lichtband orientieren sich stärker an klassischen Markenwerten. Das Fahrzeug wirkt ruhiger, erwachsener und weniger verspielt als sein Vorgänger.

Der VW ID.3 Neo ist damit auch eine Antwort auf Kundenfeedback. Viele Käufer wünschen sich bei Elektroautos kein experimentelles Design, sondern Verlässlichkeit und Wiedererkennbarkeit. Volkswagen nutzt das Design gezielt, um Vertrauen zurückzugewinnen.

Auch die Proportionen wurden angepasst. Einheitlich lackierte Flächen und eine klarere Formensprache lassen das Modell flacher und dynamischer erscheinen. Das ist weniger ein Design-Statement als eine Positionierung im Wettbewerb.

VW ID.3 Neo: Neustart für Volkswagens Elektro-Kompaktklasse
Volkswagen – Photo by Gruppe C Photography

Innenraum und Bedienung: zurück zu den Stärken

VW ID.3 Neo: bessere Nutzerführung im Fokus

Im Innenraum zeigt sich, wie stark Volkswagen auf Kritik reagiert hat. Die Bedienung wurde vereinfacht, physische Tasten kehren teilweise zurück, und das Layout wirkt deutlich strukturierter.

Der VW ID.3 Neo rückt damit näher an das heran, was viele Nutzer aus klassischen Fahrzeugen kennen. Das ist kein Rückschritt, sondern eine Anpassung an reale Erwartungen. Intuitive Bedienung wird im Alltag oft höher bewertet als maximale Funktionsvielfalt.

Das neue Infotainmentsystem arbeitet schneller und bietet größere Displays. Gleichzeitig integriert Volkswagen einen eigenen App-Store, über den sich Funktionen nachträglich freischalten lassen. Das Auto entwickelt sich damit zunehmend zu einer digitalen Plattform.

Volkswagen – Photo by Gruppe C Photography

Antrieb und Reichweite: solide Fortschritte

Technisch setzt Volkswagen auf Evolution. Ein effizienterer Antrieb, optimierte Batterien und ein geringerer Verbrauch ermöglichen Reichweiten von bis zu 630 Kilometern nach WLTP.

Der VW ID.3 Neo positioniert sich damit im oberen Bereich der Kompaktklasse. Für viele Nutzer bedeutet das weniger Ladepausen und mehr Flexibilität im Alltag.

Auch beim Laden gibt es Verbesserungen. In der größten Batterievariante sind Schnellladeleistungen von bis zu 183 kW möglich. Das ist im Wettbewerbsvergleich solide, wenn auch nicht führend.

Für den Markt ist entscheidend, dass solche Verbesserungen skalierbar sind. Effizienzsteigerungen lassen sich oft schneller und günstiger umsetzen als komplette Technologiesprünge.

Preisstrategie und Margendruck

Ein zentraler Punkt bleibt die Preisgestaltung. Volkswagen hat sich dazu offiziell noch nicht detailliert geäußert, doch genau hier entscheidet sich der Erfolg des Modells.

Der VW ID.3 Neo bewegt sich in einem Spannungsfeld: Einerseits steigen durch bessere Materialien, neue Software und höhere Reichweite die Kosten. Andererseits wächst der Preisdruck durch Wettbewerber, insbesondere aus China.

Für Volkswagen bedeutet das: Die Margen könnten unter Druck geraten, wenn es nicht gelingt, Skaleneffekte voll auszuschöpfen. Gleichzeitig darf das Modell preislich nicht zu weit nach oben rutschen, sonst verliert es seine Rolle als Volumenfahrzeug.

Für Investoren ist das eine zentrale Frage. Elektromobilität wird erst dann nachhaltig profitabel, wenn Hersteller ihre Kostenstruktur im Griff haben und gleichzeitig wettbewerbsfähige Preise anbieten können.

Volkswagen – Photo by Gruppe C Photography

Software als Schlüsseltechnologie

VW ID.3 Neo und die neue Rolle von Fahrzeugsoftware

Software wird zunehmend zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal. Funktionen wie teilautomatisiertes Fahren, Ampelerkennung oder One-Pedal-Driving zeigen, dass sich Autos immer stärker in Richtung digitaler Systeme entwickeln.

Der VW ID.3 Neo geht diesen Weg konsequent weiter. Besonders interessant ist der integrierte App-Store, der neue Geschäftsmodelle ermöglicht. Funktionen können nachträglich freigeschaltet werden, ähnlich wie bei Smartphones.

Das eröffnet zusätzliche Einnahmequellen über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs. Gleichzeitig steigt die Abhängigkeit von stabiler und leistungsfähiger Software. Probleme in diesem Bereich können schnell zum Wettbewerbsnachteil werden.

Volkswagen hat in der Vergangenheit genau hier Schwächen gezeigt. Ob die neue Generation diese dauerhaft behebt, wird entscheidend für die Wahrnehmung der Marke sein.

Volkswagen – Photo by Gruppe C Photography

Chancen für Unternehmen und Investoren

Der VW ID.3 Neo steht exemplarisch für die Transformation der Automobilindustrie. Für Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette ergeben sich daraus klare Chancen.

Zulieferer profitieren von steigender Nachfrage nach Batterien, Elektronik und Softwarelösungen. Gleichzeitig verlieren klassische Komponenten an Bedeutung. Wer sich früh auf neue Technologien ausrichtet, kann Marktanteile gewinnen.

Für Investoren bleibt die Branche attraktiv, aber selektiver. Nicht jedes Unternehmen wird profitieren. Entscheidend sind Skalierung, Innovationsfähigkeit und die Fähigkeit, Software und Hardware sinnvoll zu verbinden.

Auch im Flottenmarkt könnte das Modell relevant werden. Unternehmen achten stärker auf Betriebskosten, Reichweite und Wartungsaufwand. Hier kann ein ausgereiftes Elektroauto klare Vorteile bieten.

Risiken und offene Fragen

Trotz der Fortschritte bleiben Unsicherheiten. Der Wettbewerb nimmt weiter zu, insbesondere durch neue Anbieter mit aggressiven Preisstrategien.

Der VW ID.3 Neo muss sich daher nicht nur technisch behaupten, sondern auch wirtschaftlich überzeugen. Die Balance zwischen Qualität, Preis und Marge wird entscheidend sein.

Ein weiterer Faktor ist die Ladeinfrastruktur. Sie wächst zwar, ist aber regional unterschiedlich ausgebaut. Für viele Kunden bleibt das ein kritischer Punkt.

Hinzu kommen regulatorische Einflüsse. Förderprogramme, Energiepreise und politische Vorgaben können die Nachfrage kurzfristig verändern.

Volkswagen – Photo by Gruppe C Photography

Praxisbezug: Was bedeutet das im Alltag?

Im täglichen Einsatz zeigt sich, ob die Verbesserungen tragen. Die höhere Reichweite reduziert Ladeaufwand, während die vereinfachte Bedienung den Einstieg erleichtert.

Zusätzliche Funktionen wie das Versorgen externer Geräte über die Fahrzeugbatterie eröffnen neue Nutzungsmöglichkeiten. Vom mobilen Arbeitsplatz bis zum Einsatz auf Veranstaltungen entstehen praktische Anwendungsfälle.

Entscheidend bleibt jedoch die Zuverlässigkeit. Nutzer erwarten, dass ein Elektroauto genauso unkompliziert funktioniert wie ein klassisches Fahrzeug. Genau hier setzt Volkswagen mit der Überarbeitung an.

Fazit

Der VW ID.3 Neo ist ein gezielter Schritt nach vorne, aber kein radikaler Neuanfang. Volkswagen reagiert auf Schwächen der ersten Generation und passt das Modell an die Realität des Marktes an.

Für die Branche zeigt sich ein klarer Trend: Elektromobilität geht in die nächste Phase. Innovation allein reicht nicht mehr. Entscheidend sind Umsetzung, Kostenkontrolle und Nutzererfahrung.

Ob Volkswagen mit diesem Ansatz erfolgreich ist, wird sich nicht an einzelnen Features entscheiden, sondern daran, ob es gelingt, ein wirtschaftlich tragfähiges Gesamtpaket zu liefern.

Foto/Quelle: Volkswagen AG

Was trennt nachhaltigen Erfolg von kurzfristigem Wachstum?

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Gründer:innen Investoren Unternehmen im VC Alltag Ilena Mece

Gründer:innen, Investoren und Unternehmen stehen im Mittelpunkt, wenn es um nachhaltigen Aufbau und langfristigen Erfolg im Venture Capital geht.

Du bist Principal bei KOMPAS VC in Berlin und beschäftigst dich intensiv mit Early-Stage-Startups in verschiedenen Regionen. Woran erkennst du Gründer:innen und Unternehmen mit echtem langfristigem Impact – und nicht nur kurzfristigem Erfolg?

Langfristiger Impact zeigt sich oft ziemlich früh – und zwar darin, wie jemand über ein Problem denkt, nicht nur über die Lösung. Ich achte besonders auf Gründer:innen, die verstehen, warum sich ein Markt bisher nicht verändert hat, und trotzdem die Geduld und Überzeugung mitbringen, genau das zu ändern. Klar, Zahlen sind wichtig. Aber die Denkweise dahinter ist für mich entscheidender. Und ich schaue genau hin, wie jemand mit kritischen Fragen umgeht, daran erkennt man viel über Resilienz und intellektuelle Ehrlichkeit.

Du investierst in der DACH-Region, in Mittel- und Osteuropa, Teilen Südeuropas und den USA. Welche Unterschiede siehst du zwischen den Ökosystemen – und wo liegt aktuell das größte Potenzial?

Jedes Ökosystem hat seine eigene Dynamik. In den USA geht vieles schneller, Mut wird stark belohnt, manchmal auch auf Kosten der Substanz. In Mittel- und Osteuropa gibt es extrem starke technische Gründer:innen, die oft unterschätzt und damit auch unterbewertet sind. Südeuropa entwickelt sich gerade richtig gut, mit viel Talent, aber noch weniger Kapital. Am spannendsten finde ich aktuell die Schnittstelle zwischen Deep Tech und dem deutschen Mittelstand. Da steckt unglaublich viel industrielles Know-how drin – und wer das mit moderner Technologie verbindet, baut wirklich nachhaltige Wettbewerbsvorteile auf.

Due Diligence ist oft eine Mischung aus Analyse und Bauchgefühl. Welche qualitativen Faktoren sind für dich bei Gründerteams entscheidend – jenseits von Zahlen und Pitch Decks?

Für mich sind drei Dinge zentral: fachliche Tiefe, Selbstreflexion und die Dynamik im Team – vor allem unter Druck. Fachliche Tiefe zeigt, ob jemand wirklich das Recht hat, in diesem Bereich erfolgreich zu sein. Selbstreflexion zeigt, ob jemand weiß, was er oder sie noch nicht weiß. Und wie Co-Founder miteinander umgehen, gerade wenn es schwierig wird, sagt viel darüber aus, ob das Team langfristig zusammenhält. Denn schwierig wird es immer.

Du arbeitest auch nach dem Investment eng mit Gründer:innen zusammen. Wie verstehst du deine Rolle beim Skalieren – gerade wenn es darum geht, Kultur und Vision zu erhalten?

Das verändert sich je nach Phase, aber im Kern bin ich ein Sparringspartner. Beim Skalieren passiert es schnell, dass operative Themen alles dominieren und die strategische Klarheit verloren geht. Ich versuche, genau dafür Raum zu schaffen, indem ich Fragen stelle, die man im Alltag gerne verdrängt. Kultur liegt aus meiner Sicht komplett in der Verantwortung der Gründer:innen. Ich kann nur früh darauf hinweisen, wenn sich Dinge entwickeln, die später problematisch werden könnten.

KOMPAS VC fokussiert sich auf industrielle Technologien und nachhaltige Innovationen. Was unterscheidet Gründer:innen, die komplexe Technologien wirklich in skalierbare Geschäftsmodelle übersetzen können?

Geduld – aber ohne träge zu werden. In Deep Tech und industriellen Bereichen laufen Dinge oft in längeren Zyklen, die nicht zum klassischen VC-Modell passen. Die besten Gründer:innen wissen, wie sie Meilensteine so setzen, dass alle an Bord bleiben, ohne die langfristige Vision zu verwässern. Und sie können Komplexität verständlich machen – für Kunden, Regulatoren und das eigene Team. Das wird oft unterschätzt, ist aber extrem wichtig.

Du sprichst davon, dass dich außergewöhnliche Visionen antreiben. Wie unterscheidest du zwischen echter Vision und unrealistischem Größenwahn?

Visionäre können zeigen, wie man realistisch vom Heute ins Morgen kommt. Sie haben vielleicht nicht alle Antworten, aber sie haben ihre Annahmen wirklich durchdacht. Unrealistische Ambition basiert oft auf einer Kette von Best-Case-Szenarien – ohne ehrlich zu reflektieren, was alles schiefgehen kann. Der Unterschied zeigt sich meistens bei der ersten harten Frage: Visionäre gehen rein, andere weichen aus.

Netzwerke und Beziehungen spielen eine große Rolle in deinem Ansatz. Wie wichtig ist Vertrauen im Venture Capital – und wie können Investoren zu einem besseren Ökosystem beitragen?

Vertrauen ist die Basis von allem. Kapital ist austauschbar, Beziehungen nicht. Investoren können viel beitragen, indem sie ehrlich sind – auch wenn es unangenehm ist –, Kontakte vermitteln, ohne direkt etwas zurückzuerwarten, und Gründer:innen auch in schwierigen Phasen sichtbar unterstützen. Gerade in Europa profitieren alle davon, wenn mehr zusammengearbeitet wird statt nur um Deals zu konkurrieren.

Viele Gründer:innen stehen heute vor sehr komplexen Herausforderungen. Welche Muster siehst du immer wieder – und wie kannst du konkret helfen?

Das größte Thema ist Priorisierung unter Unsicherheit – also zu entscheiden, was man bewusst nicht macht, obwohl alles wichtig erscheint. Danach kommt Hiring: Wie teuer eine falsche Einstellung ist, wird oft unterschätzt. Mein Mehrwert liegt vor allem darin, Muster zu erkennen. Ich habe ähnliche Situationen schon oft gesehen und kann besser einschätzen, was strukturell ist und was nur kurzfristiges Rauschen. Und manchmal hilft einfach eine ehrliche Außenperspektive.

Die VC-Welt wird immer kompetitiver. Wie verändert sich dadurch deine Rolle – gerade im Verhältnis zu Gründer:innen?

Gründer:innen haben heute mehr Auswahl und mehr Informationen – und das ist gut. Dadurch müssen Investoren wirklich zeigen, welchen Mehrwert sie bringen. Ich glaube, die Rolle wird spezialisierter: weniger Zugang zu Kapital, mehr Qualität in der Zusammenarbeit. Gründer:innen entscheiden sich immer stärker bewusst für die Personen hinter dem Geld, nicht nur für den Namen.

Wenn du nach vorne blickst: Welche Unternehmen und welche Art von Führung werden die nächste Generation prägen?

Die spannendsten Unternehmen verbinden zwei Welten: tiefes wissenschaftliches oder industrielles Know-how und die Fähigkeit, skalierbare, nutzerzentrierte Produkte zu bauen. Europa hat dafür richtig gute Voraussetzungen – vor allem in Climate Tech, Advanced Manufacturing und Enterprise-Software für komplexe Industrien. Die Gründer:innen, die diese Bereiche prägen werden, sind analytisch, denken global und bleiben gleichzeitig bodenständig genug, um langfristig Unternehmen aufzubauen.

Bildrechte: KOMPAS VC

Wir bedanken uns bei Ilena Mece für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie gelingt es, die Energiewende schneller in die Praxis zu bringen?

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Energiewende StartUps Erneuerbare Energien Innovation dehub Lübeck

Energiewende, StartUps und Erneuerbare Energien stehen im Fokus des dehub Lübeck und treiben die Entwicklung nachhaltiger Energiesysteme aktiv voran.

Wie positioniert sich der de:hub Lübeck – Renewable Energy innerhalb des deutschen Digital Hub Netzwerks? Welche Rolle spielt der Hub für die Energiewende in Schleswig-Holstein?

Als einziger de:hub Schleswig-Holsteins und zugleich als einziger Hub im deutschen de:hub Netzwerk mit dem Themenschwerpunkt Erneuerbare Energien nimmt der de:hub Lübeck – Renewable Energy eine besondere Rolle ein. Mit dem StartUp-Accelerator GATEWAY49, getragen vom Technikzentrum Lübeck (TZL), bietet der Hub ein zentrales Programm für junge Unternehmen, die innovative Lösungen für die Energiewende entwickeln.
Gleichzeitig verfolgt der Hub einen kooperativen, landesweiten Ansatz: Durch die enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand in ganz Schleswig-Holstein entsteht ein starkes Innovationsökosystem für Energietechnologien. Im engen Austausch mit benachbarten de:hubs etwa in Hamburg oder Rostock werden zusätzliche Kompetenzen gebündelt und Netzwerke erweitert.

Der Hub adressiert die Energiewende im Sinne eines Umsetzungs- und Beschleunigungsprogramms: Der GATEWAY49-Accelerator bringt StartUps, etablierte Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Investoren zusammen, um Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Energiewende voranzubringen. Dazu gehören unter anderem Lösungen in den Bereichen Windenergie, intelligente Netze, E-Mobilität und Ladeinfrastruktur, Wasserstofftechnologien, Solarenergie sowie datengetriebene Energiesysteme. Seit 2025 ergänzt daher ein Excellence Track das GATEWAY49-Programm. Dieser richtet sich an bis zu fünf fortgeschrittene nationale und internationale StartUps im Bereich erneuerbare Energien und unterstützt sie gezielt bei Skalierung, Pilotprojektentwicklung und Finanzierung, um besonders vielversprechende Technologien schneller in den Markt zu bringen.

Aufgrund seiner geografischen Nähe zu Dänemark sowie zum Ostseeraum verfügt das TZL außerdem über hervorragende Voraussetzungen für internationale Kooperationen. Zahlreiche Internationalisierungsprojekte am Technikzentrum Lübeck mit der Baltic Sea Region ermöglichen es StartUps im GATEWAY49-Programm, ihre Geschäftsmodelle frühzeitig über Schleswig-Holstein hinaus zu skalieren und Märkte im baltischen Raum zu erschließen.

Schleswig-Holstein gilt als Spitzenregion für Erneuerbare Energien. Welche Standortvorteile machen die Region besonders attraktiv für innovative Energie-Startups und Unternehmen?

Schleswig-Holstein bietet für innovative Energie-Startups außergewöhnlich starke Standortvorteile. Das Land deckt bilanziell schon heute nahezu 200 Prozent seines eigenen Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien und ist damit bundesweit Spitzenreiter. Der größte Anteil entfällt dabei mit rund zwei Dritteln und rund 8,7 Gigawatt installierte Leistung auf die Windenergie sowohl an Land als auch auf See. Gleichzeitig treibt das Land den Ausbau weiterer regenerativer Quellen konsequent voran, insbesondere von Photovoltaik sowie der Biomassenutzung im ländlichen Raum.

Diese hohe EE-Durchdringung macht das Land zu einem realen Testfeld für die zentralen Fragen der Energiewende von Netzengpässen über Flexibilitätsoptionen bis hin zu Speicher- und Wasserstofflösungen. Gleichzeitig entsteht durch diese Überproduktion ein enormer Innovationsdruck: Strom muss intelligent verteilt, gespeichert oder in andere Energieträger, etwa Wasserstoff umgewandelt werden. Genau hier finden Startups konkrete Anwendungsfälle und Pilotpartner. Hinzu kommt ein eng verzahntes Ökosystem aus Stadtwerken, Netzbetreibern, Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen. Die Wege zwischen Idee, Pilotprojekt und Markteinführung sind vergleichsweise kurz. Schleswig-Holstein ist damit nicht nur ein bedeutender Erzeugungsstandort für grüne Energie, sondern ein Praxislabor für das Energiesystem der Zukunft.

Welche technologischen Schwerpunkte stehen im Fokus des de:hub Lübeck – Renewable Energy? Warum sind diese Themen entscheidend für den nachhaltigen Umbau des Energiesystems?

Im Fokus des de:hub Renewable Energy stehen technologische Lösungen in den Bereichen Windenergie, intelligente Netze, Energiespeichersysteme, E-Mobilität und Ladeinfrastruktur, Smart Grids, Wasserstofftechnologien, Solarenergie, flexibles Last- und Energiemanagement sowie datengetriebene Energiesysteme. Ein anschauliches Beispiel ist das Verbundprojekt „AI Power Match“, das aus den drei GATEWAY49 Alumni Teams EnergieDock, NAECO Blue und IO-Dynamics zusammen mit den Stadtwerken Lübeck hervorgegangen ist. Die daraus entstehenden Business Cases sorgen nicht nur für eine umweltfreundlichere und sichere Energieversorgung, sondern schaffen auch finanziellen Mehrwert für alle Stakeholder, vom Energieversorger über den Netzbetreiber bis hin zum Endkunden.

Die beteiligten Startups vereinen Innovations- und Digitalisierungskompetenz und sind über GATEWAY49 zusammengekommen: EnergieDock bietet mit ihrer Handelsplattform NEMO.spot eine innovative Lösung zur Aggregation von Flexibilität, IO-Dynamics bietet mit IO-ELON einen effizienten Zugriff auf die Steuerung von Flottenladungen und NAECO Blue schafft mit künstlicher Intelligenz neue Möglichkeiten der Vorhersagen und Prognosen für das Stromnetz der Zukunft. Zusammen mit den Stadtwerken Lübeck können so neuartige Geschäftsprozess untersucht und etabliert werden.

Wie unterstützt der Hub Startups bei der Entwicklung, Erprobung und Skalierung von Lösungen im Bereich erneuerbare Energien?

Seit 2025 gibt es begleitend zum GATEWAY49-Programm einen Excellence Track für bis zu fünf fortgeschrittene nationale wie internationale StartUps aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien, der sie gezielt bei der Skalierung, Pilotprojektierung und Finanzierung unterstützt. Im Rahmen der de:hub Initiative bekommen diese StartUps Zugang zum bundesweiten Netzwerk, zu Investoren und Risikokapital und auch zu (internationalen) Networking-Events und Messen. Unsere letztjährigen Teams elementarhy (Wasserstoff), CCS42 (Dekarbonisierung), ADC (Windkraft) und SDK (digitale Plattform) konnten im Rahmen des Excellence Track Programms an wichtigen Pitch-Events teilnehmen und ihre Geschäftsmodelle durch gezieltes 1:1-Coaching weiter schärfen und entwickeln.

Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit mit etablierten Energieunternehmen, Netzbetreibern und Industriepartnern im Hub-Ökosystem?

Wir bieten unseren Teams Zugang zu unserem Partnernetzwerk, das aus unterstützenden Unternehmen, aber auch Verbänden, Vereinen und Clusterorganisationen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien bestehen. Die enge Kooperation mit Energieunternehmen, Netzbetreibern und Industriepartnern ist ein zentraler Baustein des Hub-Ansatzes. Denn innovative Energielösungen lassen sich nur dann realistisch bewerten und weiterentwickeln, wenn sie unter echten Markt- und Netzbedingungen erprobt werden. Genau hier setzt GATEWAY49 an: Der Hub vermittelt Startups gezielt den Zugang zu Industriepartnern und Pilotkunden und verweist auf bereits laufende Pilotkooperationen etwa mit Stadtwerken. Im Bereich Erneuerbare Energien sind dies unter anderem ARGE NETZ, die Stadtwerke Lübeck, die Stadtwerke Neumünster sowie Clusterorganisationen wie EE.SH, EE.HH oder EKSH. Ergänzt wird dieses Netzwerk durch weitere regionale Innovationsakteure, die gemeinsam daran arbeiten, neue Lösungen schneller in die praktische Anwendung zu bringen.

Wie werden Forschungseinrichtungen und Hochschulen in die Arbeit des de:hub Lübeck eingebunden? Wie gelingt der Transfer von Forschung in marktfähige Energielösungen?

Wir arbeiten eng mit Hochschulen in Schleswig-Holstein zusammen, unter anderem mit Einrichtungen in Lübeck, Flensburg, Heide und Wedel. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, Forschungsergebnisse und technologische Entwicklungen frühzeitig mit unternehmerischem Denken zu verbinden. Ein wichtiger Baustein dafür ist die Kooperation mit Initiativen wie dem Gründungskontor und dem GründerCube der Lübecker Hochschulen. Dort werden gründungsinteressierte Studierende und Forschende bereits auf dem Campus an das Thema Entrepreneurship herangeführt. In kompakten Seminarprogrammen erwerben sie grundlegende Kenntnisse zur Unternehmensgründung. Die Gewinner des Gründungskontors erhalten eine Wildcard, um vor der GATEWAY49 Jury zu pitchen und sich für eine Aufnahme ins Programm zu bewerben.

Welche Bedeutung haben Digitalisierung, Datenanalyse und KI für die Optimierung von Energieerzeugung, Netzen und Speichern im Hub-Kontext?

Digitalisierung ist im Kontext von GATEWAY49 und dem de:hub Renewable Energy kein ergänzendes Element, sondern grundlegendes Prinzip. Daten- und softwarebasierte Lösungen bilden die Basis für präzise Prognosen, eine effiziente Betriebsführung, die intelligente Steuerung von Flexibilitäten sowie die Optimierung von Netzen. So entwickelt beispielsweise ein GATEWAY49 Alumni-Team KI-basierte Einspeiseprognosen für erneuerbare Energien NAECO Blue und schafft damit die Voraussetzung für mehr Planungssicherheit im Netzbetrieb. Im Excellence Track Renewable Energy arbeiten Teams an Lösungen zur systemübergreifenden Datenintegration, um Energiesysteme automatisiert zu steuern, sowie an spezialisierten Datenplattformen für Energieversorgungsunternehmen und Verteilnetzbetreiber.

Wie fördert der de:hub Lübeck Investitionen und Partnerschaften, um Innovationen im Bereich Renewable Energy schneller in die Umsetzung zu bringen?

Der de:hub Lübeck – Renewable Energy versteht sich vor allem als Vernetzer und Türöffner zwischen StartUps, Industrie, Investoren und relevanten Organisationen. Ein zentraler Ansatz ist dabei, junge Unternehmen mit etablierten Energieunternehmen, Netzbetreibern, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Akteuren in Kontakt zu bringen. Über Formate wie Pitch-Events, Netzwerkveranstaltungen und gezielte Matchmaking-Termine schaffen wir Gelegenheiten, bei denen StartUps ihre Technologien präsentieren und potenzielle Partner oder Investoren gewinnen können. Insbesondere die GATEWAY49 Cluster Days zu führenden Branchenthemen Schleswig-Holsteins wie der Clusterday Erneuerbare Energien fördern den Austausch und schaffen so gezielt neue Kooperations- und Investitionsmöglichkeiten.

Wie messen Sie den Erfolg Ihrer Aktivitäten – für Startups, Unternehmen und den Fortschritt der Energiewende in der Region?

Wir erheben jährlich Kennzahlen, anhand derer wir den Erfolg messen. Beispielsweise, wie viele neue Mitarbeiter:innen unsere StartUps an Bord geholt haben, in welcher Höhe sie Funding eingeworben haben oder wie viele neue Kooperationen sie mit unserem Partnernetzwerk eingegangen sind.

Welche Ziele verfolgt der de:hub Lübeck – Renewable Energy in den kommenden Jahren, um den technologischen Fortschritt im Bereich nachhaltiger Energie weiter zu beschleunigen?

In den kommenden Jahren möchten wir vor allem unsere Rolle als Vernetzer und Beschleunigungsprogrammn für Innovationen im Bereich erneuerbare Energien weiter stärken. Durch aktives Vernetzen der Akteure landes- wie bundesweit möchten wir in den kommenden Jahren noch mehr Pilotprojektierungen zwischen StartUps und etablierten Unternehmen im Bereich Erneuerbare Energien initiieren und realisieren, damit innovative Technologien schneller den Weg aus der Entwicklung in die praktische Anwendung finden. Außerdem möchten wir durch einen Ausbau unseres Venture-Clienting-Programms das Angebot für Supporter zielgerichtet erweitern. Für unsere Supporter und Industriepartner bedeutet das einen direkten Zugang zu neuen Technologien etwa durch StartUp Scouting und Matchmaking-Formate, während StartUps wertvolle Praxiserfahrungen und Referenzprojekte gewinnen können. Unser langfristiges Ziel ist es, Schleswig-Holstein als starken Innovationsstandort für nachhaltige Energietechnologien zu positionieren.

Bildrechte: de:hub Lübeck

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Stefan Kotynek treibt ZERO+ Ausbau bei NEOH im B2B voran

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NEOH, ZERO+ und B2B wachsen weiter Stefan Kotynek Fotograf Thomas Hofmann Primavesi

Strategischer Ausbau von ZERO+ bei NEOH im B2B Bereich: Stefan Kotynek übernimmt Business Development und Vertrieb

Wien, 16.04.2026 – NEOH baut seine B2B-Aktivitäten gezielt aus und stellt die Weichen für weiteres Wachstum: Mit ZERO+ entsteht ein neu strukturierter Geschäftsbereich, der künftig eine zentrale Rolle in der Skalierung des Unternehmens einnimmt. Die Verantwortung für den Aufbau und die strategische Weiterentwicklung übernimmt ab sofort Branchenexperte Stefan Kotynek als Senior Vice President B2B.

NEOH stärkt B2B-Fokus mit ZERO+

Mit der Neuausrichtung von ZERO+ reagiert NEOH auf eine aktuell stark steigende Nachfrage im B2B-Segment. Ziel ist es nun, die vorhandene Marktdynamik in nachhaltiges Wachstum zu überführen und die entsprechenden Strukturen konsequent auszubauen.

„Die Innovationskraft ist nichts wert, wenn sie nicht den Weg nach außen findet. Genau hier setzen wir jetzt an – mit klarem Fokus auf Umsetzung und Skalierung“, heißt es aus dem Unternehmen.

Kotynek bringt mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Lebensmittelindustrie sowie im internationalen Vertrieb mit. In verschiedenen leitenden Funktionen war er maßgeblich am Aufbau und der Skalierung von Vertriebsstrukturen beteiligt und verantwortete den Ausbau zentraler Kundenbeziehungen. Seine umfassende Expertise in der Backzutaten- und Aromenindustrie ergänzt das Kompetenzprofil von NEOH ideal.

Stefan Kotynek übernimmt strategische Leitung

In seiner neuen Rolle wird er insbesondere den Ausbau des B2B-Geschäfts, die Erschließung neuer Märkte sowie die Entwicklung strategischer Partnerschaften vorantreiben. Der neu geschaffene Bereich ZERO+ wird dabei als eigenständige Plattform für Wachstum und Kooperationen positioniert.

„NEOH steht für innovative Ansätze in einem dynamischen Marktumfeld. Besonders spannend ist für mich die Möglichkeit, den neu strukturierten ZERO+-Bereich aktiv mitzugestalten und die steigende Nachfrage in skalierbare Geschäftsmodelle zu übersetzen. Ich freue mich darauf, meine Erfahrung einzubringen und das Wachstum im B2B-Bereich nachhaltig voranzutreiben“, so Stefan Kotynek.

Mit seiner Branchenkenntnis, seinem internationalen Netzwerk und seiner Erfahrung im Aufbau skalierbarer B2B-Modelle wird Kotynek eine zentrale Rolle in der weiteren Umsetzung der Wachstumsstrategie von NEOH spielen.

Wachstumskurs mit klarer Marktstrategie

„Wir haben den innovativsten Zuckerersatz – jetzt geht es darum, diesen Vorsprung konsequent in den Markt zu bringen. Die Nachfrage ist da, und wir bauen nun die Strukturen, um sie voll auszuschöpfen. Wir sind mega happy, mit Stefan den Top-Mann im deutschsprachigen Raum dafür gewonnen zu haben“, freut sich CEO und NEOH-Gründer Manuel Zeller über den Neuzugang.

Bild Fotograf: Thomas Hofmann-Primavesi

Quelle NEOH by Alpha Republic GmbH

Das perfekte Team: Warum Lebensphasen wichtiger sind als Alter

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Lebensphasen, Teams und Mitarbeitende im Wandel Ortrud Tornow

Generationen im Unternehmen neu denken

Unternehmen sprechen heute viel über Generationen: Babyboomer, Generation X, Y oder Z. In vielen Diskussionen geht es darum, wie unterschiedlich diese Gruppen angeblich arbeiten, führen oder entscheiden. Doch diese Kategorien greifen häufig zu kurz.

Denn nicht das Geburtsjahr entscheidet darüber, wie Menschen arbeiten, Verantwortung übernehmen oder Konflikte lösen – sondern ihre aktuelle Lebensphase und Reife. In Organisationen zeigt sich immer wieder: Teams werden meist nach Funktionen und Kompetenzen zusammengestellt. Die Dynamik eines Teams entsteht jedoch häufig erst dann, wenn Menschen unterschiedlicher Generationen konstruktiv und bewusst zusammenwirken.

Alter ist eine Zahl, Lebensphasen sind Entwicklung

Generationen beschreiben Jahreszahlen, Alter zunächst nur eine Zahl: wie viele Jahre ein Mensch gelebt hat. Diese Zahl sagt jedoch wenig darüber aus, welche Prioritäten jemand hat, wie er Entscheidungen trifft oder welche Rolle Arbeit im eigenen Leben spielt.

Lebensphasen dagegen zeigen Entwicklung und Potenziale auf. Sie verändern Perspektiven, Bedürfnisse und die Bedeutung, die Menschen Aufgaben und Themen geben. Menschen stellen in verschiedenen Lebensphasen unterschiedliche Fragen an ihr Leben – beruflich und privat.

Zwei Beispiele aus der Praxis erfolgreicher Teamarbeit:
Junge Menschen im Team möchten Erfahrungen selbst sammeln, sich ausprobieren und ihre Talente entdecken. Es ist eine Phase, in der ihr Selbstvertrauen wächst.
Menschen mit Mitte 30 sind häufig stärker auf persönliches Wachstum, Zugehörigkeit im Team und gegebenenfalls auf Familienaufbau fokussiert. Beide bringen unterschiedliche Bedürfnisse und Qualitäten ein, die die Teamdynamik prägen.

Vier typische Rollen im Team

In vielen Teams lassen sich – unabhängig vom Alter – vier typische Rollen beobachten, die eng mit Lebensphasen verbunden sind:

Aufbruch
Menschen in frühen beruflichen Phasen bringen Energie, Mut und neue Perspektiven ein. Sie hinterfragen Routinen und treiben Innovationen voran.

Aufbau
In dieser Phase stehen Leistung, Verantwortung und Positionierung im Vordergrund. Entscheidungen werden schneller getroffen und Ziele konsequent verfolgt.

Gestaltung
Mit wachsender Erfahrung entsteht strategischer Überblick. Menschen erkennen Zusammenhänge früher, moderieren Spannungen und stabilisieren Prozesse.

Weitergabe von Erfahrung
In späteren Lebensphasen wächst häufig der Wunsch, Wissen weiterzugeben und Entwicklungen langfristig zu sichern.

Erst das Zusammenspiel dieser Perspektiven macht Teams wirklich leistungsfähig.

Warum junge Mitarbeitende Innovation bringen

Menschen am Anfang ihres Berufslebens stellen häufig Fragen, die in eingespielten Systemen nicht mehr gestellt werden. Sie hinterfragen bestehende Routinen und denken weniger in festen Strukturen. Diese Perspektive ist ein wichtiger Motor für Innovation und Veränderung.

Warum erfahrene Mitarbeitende Stabilität schaffen

Erfahrene Mitarbeitende bringen eine andere Qualität in Teams ein: Gelassenheit, Überblick und Konfliktkompetenz. Konflikte gehören zum Arbeitsalltag jeder Organisation. Entscheidend ist nicht, sie zu vermeiden, sondern handlungsfähig zu bleiben, wenn unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen.

Konfliktkompetenz entsteht häufig durch Erfahrung und persönliche Reife. Gerade in unsicheren Zeiten können erfahrene Mitarbeitende daher wichtige Stabilitätsanker sein – insbesondere dann, wenn ihre Weiterentwicklung, Empathiefähigkeit und Durchsetzungskraft gezielt gefördert werden.

Wie Unternehmen diese Dynamik nutzen können

Für Unternehmen ergibt sich daraus eine klare Aufgabe: Teams nicht nur nach Funktionen, sondern auch nach Entwicklungsphasen zu gestalten.

Das bedeutet zum Beispiel:
junge Mitarbeitende gezielt in Innovationsprozesse einzubinden
Erfahrungswissen systematisch weiterzugeben
Mentoringstrukturen aufzubauen
unterschiedliche Perspektiven aktiv als Ressource zu nutzen

Wenn Lebensphasen bewusst zusammenspielen, entsteht mehr als Altersvielfalt – es entsteht eine echte Lernkultur.

Warum das Thema jetzt besonders relevant ist

Demografischer Wandel, Fachkräftemangel und schnelle Veränderungsprozesse stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig wächst die Erkenntnis, dass altersgemischte Teams erfolgreicher sind – vorausgesetzt, ihre unterschiedlichen Perspektiven werden verstanden und gezielt genutzt.

Nicht das Alter entscheidet über die Wirkung eines Teams, sondern das Zusammenspiel unterschiedlicher Perspektiven, Fähigkeiten und Lebensphasen.

Bildrechte Ortrud Tornow

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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