Donnerstag, April 3, 2025
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Euer Netzwerk eröffnet euch viele Türen und ist das A&O

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Beautinda Marktplatz für Friseur- und Beauty-Dienstleistungen

Beautinda Marktplatz für Friseur- und Beauty-Dienstleistungen

Stellen Sie sich und das Startup Beautinda doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Can Kaplan, Matthias Pyka und Niklas Homann. Gemeinsam haben wir Beautinda gegründet, ein KI-basierter Marktplatz für Friseur- und Beauty-Dienstleistungen. Unser Konzept: Beauty-Dienstleister können auf der einen Seite in nur drei Minuten und ohne technisches Wissen Ihr Business digitalisieren. Auf der anderen Seite können Kunden auf innovative Art und Weise nach Anbietern suchen und diese in nur drei simplen Schritten buchen. 

7 von 10 Friseursalons nutzen immer noch einen Papierkalender zur Terminverwaltung. Die fortschreitende Digitalisierung und Corona haben hier Druck ausgeübt und so suchen viele Beauty-Dienstleister nach digitalen Lösungen. Gäbe es da nur eine simple und kostengünstige Plattform…

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Für uns ist es ganz wichtig, die eigenen Ziele zu 100% verfolgen und umsetzen zu können. Das nun mit Beautinda tun zu können, macht uns einfach nur glücklich. Wir sind komplett selbst für alles verantwortlich und können genau die Themen umsetzen, die uns wichtig sind. Das übt zwar auch einen immensen Druck aus, aber genau das macht es aus. Wir haben es selbst in der Hand.

Welche Vision steckt hinter Beautinda?

Jeder soll sich in seiner eigenen Haut wohl fühlen und sich selbst ausdrücken können. Mit Beautinda wollen wir endlich wieder die kleinen individuellen Anbieter auffindbar machen und Ihnen eine Bühne bieten. Es gibt soviel Experten da draussen, die vielen Menschen helfen können, sich in der eigenen Haut wohl zu fühlen. Oft endet der Beauty-Termin jedoch nicht in einem „Perfect-Match“. Das wollen wir ändern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung für uns war, stets den Fokus auf die wertbringenden Aktivitäten zu behalten. Als Gründer sprudelt man nur so vor Ideen. Man muss jedoch Priorisieren und nicht jeder Idee nachrennen. Da wir eine Ausgründung aus der Hochschule sind, haben wir das EXIST-Gründerstipendium erhalten. Derzeit sind wir auf der Suche nach einem Seed-Invest.

Wer ist die Zielgruppe von Beautinda?

Auf Kundenseite fokussieren wir uns auf Personen, die sich selbst ausdrücken oder verändern wollen, Wert auf ihr äußeres Erscheinungsbild legen oder auf Grund von Problemen mit der Haut, den Haaren oder den Nägeln, Unterstützung von erfahrenen, talentierten Artists benötigen. Auf Anbieterseite fokussieren wir vor allem Makeup-Artists, Visagisten, Hairstylisten, Kosmetiker und Nageldesigner, die im Gegensatz zum Beruf bspw. des Friseurs keine staatlich anerkannten Ausbildungsberufe darstellen. Rechtlich darf sich also jeder als Makeup-Artist bezeichnen, wodurch für Kunden der Aufwand steigt, einen geeigneten „fähigen“ Artist zu finden. Zudem fokussieren wir primär die „kleineren“ Anbieter, die ihren Kundenstamm erweitern oder professioneller bedienen wollen.

Wie funktioniert Beautinda? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Über eine mobile Applikation sollen einerseits Kunden die Möglichkeit erhalten jederzeit, flexibel und an jedem Ort der Welt einen individuellen Beauty-Dienstleister speziell auf seine Bedürfnisse zugeschnitten zu finden. Andererseits erhalten Beauty-Dienstleister einen direkten Zugang zu neuen Kunden und können diese professioneller sowie effizienter bedienen. 

Zudem haben wir basierend auf der Identifizierung von Kategorisierungsmöglichkeiten der Stile von Artists ein KI-basiertes Matchingverfahren entwickelt. Kunden erhalten die Möglichkeit ein Bild eines Stylings hochzuladen, das sie z. B. auf Instagram gefunden haben. Sie können über die Nutzeroberfläche für sie wichtige Bildbereiche markieren. Basierend auf diesem Bild und den markierten Bildbereichen werden zum einen Beauty-Dienstleistungen erkannt und zum anderen Artists aus der Umgebung vorgeschlagen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit dieses Styling umsetzen können.

Es existieren bereits Unternehmen, die direkt oder indirekt die Buchung von Beauty-Dienstleistungen vereinfachen. Was jedoch auffällt, ist, dass fast sämtliche Unternehmen die Zielgruppe der kleinere Beauty-Dienstleister/Betriebe vernachlässigen und den Fokus primär auf handwerkliche Berufe, wie des Friseurs, legen. Hier grenzen wir uns deutlich von ab, indem wir handwerksähnliche Berufe und insbesondere den einzelnen individuellen Artisten und seine Fähigkeiten in den Fokus rücken.

Beautinda, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren wird Beautinda die führende Beauty-Buchungsplattform in Europa sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?


Fokussiert euch auf Maßnahmen, die einen Beitrag auf eure KPIs leisten!

Trefft euch im Team auch außerhalb der Arbeit. Ansonsten verbindet ihr euch gegenseitig irgendwann unbewusst nur noch mit Arbeit.

Vernetzt euch! Euer Netzwerk eröffnet euch viele Türen und ist das A&O.

Wir bedanken uns bei Can Kaplan, Matthias Pyka und Niklas Homann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Modernes Retourenmanagement: So handeln Shop-Betreiber nachhaltig

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retouren rücksendungen

Häufige Retouren sind für viele Shops ein reales Problem, das möglichst genau hinterfragt werden sollte. Nur so wird es möglich, die Ursachen für eine Häufung der Rücksendungen zu ermitteln und in Zukunft für eine Korrektur dieses Zustands zu sorgen. „Eine Rücksendung bringt den Arbeitsprozess in vielen Shops komplett durcheinander. Dies liegt vor allem daran, dass der Rückversand, die Verwaltung und die damit verbundenen Kosten allein vom jeweiligen Shop zu tragen sind. Umso wichtiger ist es, die Gründe für häufige Retouren zu finden und diese im Sinne der eigenen Arbeit abzustellen“, erklärt Konstantinos Vasiadis. 

Er ist der Geschäftsführer der Elvinci.de GmbH und spezialisiert auf den Handel mit B-Waren und Restposten. In diesem Beitrag verrät er, worauf es im Retourenmanagement ankommt und wie Rücksendungen in Zukunft nicht mehr zum folgenschweren Problem werden.

Direkte Kommunikation mit Kunden

In vielen Fällen lässt sich eine Rücksendung durch ein offenes Gespräch mit Ihrem Kunden doch noch vermeiden. Aus Gründen der Nachhaltigkeit oder durch Kulanz in Form von Geschenken und anderen Zuwendungen lassen viele Kunden noch mit sich reden. Eine derartige Lösung ist für Sie meist deutlich einfacher und günstiger als die klassische Retour und sollte daher vermehrt genutzt werden.

Minimierung anfallender Rücksendungen

Auch eine gute Beschreibung, aussagekräftige Bilder und eine Auflistung der Produktdetails sorgt dafür, dass Rücksendungen nicht zum Problem werden. Umso mehr der Kunde bereits vor dem Kauf zum Produkt weiß, desto eher werden Retouren gar nicht erst nötig. Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz sind daher die wichtigsten Aspekte, um Rücksendungen entgegenzuwirken.

Vereinfachung des Retourenmanagements

Sollte es dennoch mal zu einzelnen Retouren kommen, dürfen diese nicht zu einer Überlastung Ihrer Organisation und Abläufe führen. Arbeiten Sie aus diesem Grund mit guten Plattformen und sorgen Sie dafür, dass Rücksendungen nicht zum unlösbaren Problem werden. Auch der weitere Verkauf als B-Ware oder die praktische Wiederverwertung können eine Option sein.

Senkung der Kosten bei Rücksendungen

Rücksendungen ohne ein durchdachtes System werden für Online-Shops in vielen Fällen zu einem teuren Problem. Aus diesem Grund sollten Sie sich bewusst für günstige Formen des Versands entscheiden, um das Retourenmanagement nicht zum Verlustgeschäft zu machen. Eindeutig definierte Prozesse werden hierbei zum wichtigsten Ansatz für gelungene Retouren.

Mit guten Management-Konzepten in die Zukunft

Umso besser das Management und die Verwaltung der Retouren ausfällt, desto niedriger bleiben auch die damit verbundenen Kosten. Wichtig ist daher, bei möglichen Rücksendungen dennoch für einen Weiterverkauf zu sorgen, um nicht auf den damit verbundenen Kosten sitzen zu bleiben. Der Verkauf als B-Ware eignet sich an dieser Stelle hervorragend, um mit Retouren umgehen zu können.

Autor:  Konstantinos Vasiadis

Über Elvinci:

Unternehmen aus der Produktion und dem Handel profitieren von der guten Wirtschaftslage in Deutschland. Doch Überproduktion, Restanten und Rücksendungen o. Ä. binden Ressourcen und verursachen unnötige Kosten. Elvinci hat sich darauf spezialisiert diese Problematik ökonomisch und nach dem Maximalprinzip zu lösen. 

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht

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CATLABS nachhaltiges Katzenspielzeug für Katzen Höhle der Löwen

Katharina Bickel Gründerin von CATLABS, das nachhaltige Katzenspielzeug für Katzen, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor!

Ich bin Katharina Bickel, die Gründerin von CATLABS. Bevor ich gegründet habe, war ich 13 Jahre in internationalen Agenturen und Konzernen tätig, wie Scout24, Amazon und BMW/MINI. Fünf Jahre davon habe ich in den USA gelebt und gearbeitet. Ich verließ meine sichere Konzernkarriere, um die Welt des Katzenzubehörs mit CATLABS zu verbessern und ein stilvolles und nachhaltiges Angebot zu schaffen.

Wie ist Ihre Idee entstanden?

Ich habe meine Katze Holly im Tierheim in Chicago adoptiert und schnell festgestellt, dass viele Produkte rund um die Katzenhaltung nicht meinen Ansprüchen an Stil, Qualität und fairer Produktion entsprechen. Viele Dinge passten nicht zu unserem Interior und gingen unheimlich schnell kaputt. Von Anfang an habe ich daher für unseren Katzenhaushalt viel selbst gemacht. Gleichzeitig kam ich durch eine schwere Krankheit zu der Erkenntnis, dass meine Lebenszeit sehr kostbar ist und ich sie mit etwas füllen möchten, was mir Freude macht, Sinn stiftet und einen Beitrag leistet. Aus der Verschmelzung dieser Komponenten ist CATLABS entstanden mit der bewussten Ausrichtung Dinge anders und die Welt ein bisschen besser zu machen.

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt?

Die CATLABS Katzenspielzeuge werden mit viel Liebe von Hand in einem sozialen Projekt in Nepal genäht und fair gehandelt. Sie bestehen aus rein natürlichen Materialien und sind langlebig konzipiert. So profitieren nicht nur die Kunden und Katzen, sondern auch die Näherinnen und die Umwelt.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

CATLABS richtet sich mit stilvollen und nachhaltigen Produkten an den wachsenden Markt der modernen Katzeneltern, die Wert auf Ästhetik und verantwortungsvollen Konsum legen und das besondere für ihren Liebling suchen: Faire Qualitätsprodukte, die das Herz berühren. Haustiere sind Familienmitglieder.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?

Ich hatte mit CATLABS bereits vor meiner Teilnahme bei „Die Höhle der Löwen“ einen guten Grundstein gelegt. Die Produkte waren schon im Handel (z.B. bei dm  und Globus) erhältlich und ich hatte sehr gutes Kundenfeedback erhalten. Ich war soweit, mit CATLABS den nächsten Schritt zu gehen. Daher habe ich einen starken Partner bzw. eine starke Partnerin gesucht. Da ich die Sendung schon lange verfolge, habe ich mir immer mal wieder vorgestellt, wie es sein würde, bei „Die Höhle der Löwen“ mitzumachen. Dann habe ich mir einfach gedacht – jetzt ist der richtige Zeitpunkt mich zu bewerben. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Das Team bei „Die Höhle der Löwen“ ist einfach super. Es hat mich unterstützt bei der Vorbereitung des Pitches, beim Bühnenbild usw. Auf den Pitch und das Q&A habe ich mich vorbereitet, indem ich gute Freunde mit viel Business Erfahrung im Vorfeld als meine persönliche Löwen-Jury zusammengetrommelt habe. Sie haben sich viel Mühe gegeben kritisch nachzufragen und mich zu „grillen“. Verglichen damit waren die echten Löwen viel freundlicher. Das war die Idee meines Freundes Jürgen und eine sehr gute Vorbereitung, die ich nur empfehlen kann. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Ich verfolge die Sendung schon viele Jahre und habe immer großen Respekt vor den Gründern, die teilnehmen und sich in die „Höhle“ trauen. Nun selbst Teil davon zu sein, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und viel Energie für CATLABS. Nach meinem Pitch haben die Löwen sehr gute Fragen gestellt und sich wirklich mit dem Thema beschäftigt. Ich habe CATLABS bisher alleine betrieben und während der Aufzeichnung haben sich fünf gestandene Investoren eine Stunde nur mit meinem Unternehmen beschäftigt. Ich habe viel positives Feedback bekommen. Allein das war schon eine tolle Erfahrung und eine große Ehre. Die Teilnahme war ein großer Wachstumsschritt, der mich sehr nachhaltig motiviert CATLABS weiterzuentwickeln.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf CATLABS aufmerksam werden?

Natürlich ist die Sichtbarkeit durch die Sendung für jedes Unternehmen ein tolles Sprungbrett. Ich bin habe allerdings mit der Motivation teilgenommen eine langfristige Partnerschaft mit einem Investor oder einer Investorin zu knüpfen, da ich mich als Unternehmerin weiterentwickeln möchte. Von einem Löwen oder einer Löwin und deren Teams kann ich viel lernen.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Von Dagmar Wöhrl wusste ich, dass sie sich für Tierschutz einsetzt und von Nico Rossberg, dass er sich besonders für Startups aus dem Bereich Nachhaltigkeit interessiert. Beide waren daher interessante Partner für mich. Gleichzeitig habe ich bereits die Erfahrung gemacht, dass Power im Handel für meine Produkte wichtig ist, weshalb Ralf Dümmel für mich als Investor ebenfalls spannend war. 

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich werde mein Unternehmen weiter aufbauen und für die Katzencommunity noch mehr moderne, sowie nachhaltige Produkte entwickeln. Als nächstes sind weitere Katzenspielzeuge geplant – aber da kann ich noch nicht zu viel verraten. Derzeit konzentriere ich mich auf den deutschsprachigen Markt. In Frankreich sind Katzen noch beliebter als hier bei uns, daher kann ich mir gut vorstellen, CATLABS zunächst nach Frankreich und dann weiter innerhalb Europas zu expandieren. CATLABS wird ein Zuhause für moderne Katzeneltern mit Tipps und News rund um die Katzenhaltung. Als Katzenmama kenne ich den Alltag mit Katze und werde als Anlaufstelle für andere moderne Catmoms und Catdads fungieren. Mein Engagement in Nepal innerhalb der sozialen Projekte, wo produziert wird ist mir bei alldem sehr wichtig. Auch hier möchte ich weiterhin einen Beitrag leisten und die Näherinnen und ihre Familien unterstützen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?


1. Sei mutig und mach‘ es einfach – den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht.
2. Orientiere Dich an denen, die schon dort sind, wo Du hinwillst und suche den Austausch.
3. Arbeite nicht nur an Deinem Startup, sondern auch an Deinem persönlichen Mindset.

Katharina Bickel aus München präsentiert mit CATLABS nachhaltiges Katzenspielzeug. Sie erhofft sich ein Investment von 75.000 Euro für 15 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

CATLABS ist am 11. Oktober 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Katharina Bickel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Tut das, wovon ihr überzeugt seid!

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https://abrechnungsstelle.com/

abrechnungsstelle.com: Ärzte können unterschiedliche Abrechnungsdienstleister für die Abrechnung ihrer ärztlichen Privatleistungen miteinander vergleichen.

Stellen Sie sich und das Startup abrechnungsstelle.com doch kurz unseren Lesern vor!

Gerne doch. Ich bin Christoph Lay aus Düsseldorf und betreibe die Vergleichsplattform abrechnungsstelle.com. In dem Vergleichsrechner können Ärzte unterschiedliche Abrechnungsdienstleister für die Abrechnung ihrer ärztlichen Privatleistungen miteinander vergleichen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Unternehmertum ist meine Leidenschaft. Daher war mir schon früh klar, dass ich selbst gründen werde.

Welche Vision steckt hinter abrechnungsstelle.com?

Das Vergleichsportal abrechnungsstelle.com schafft eine Transparenz in einem sehr undurchsichtigen Markt. Abrechnungsstellen veröffentlichen selten ihre Konditionen. Ärzte wären für einen selbst durchgeführten Vergleich dadurch gezwungen, selbst bei mehreren Anbietern zunächst ihre Daten anzugeben und nach einem Angebot zu bitten. Der Abrechnungsstellen-Vergleich schafft hier eine zunehmende Transparenz und erleichtert Ärzten den Prozess bis zum Vertragsschluss. Und für Abrechnungsstellen bietet der Vergleichsrechner einen attraktiven zusätzlichen Vertriebskanal.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Der Abrechnungsstellen-Vergleich ist zu 100% eigenfinanziert. Eine große Herausforderung war es zum Beispiel, die unterschiedlichen und mitunter komplexen Berechnungslogiken der einzelnen Anbieter in einen Vergleichsrechner zu integrieren.

Wer ist die Zielgruppe von abrechnungsstelle.com?

Der Abrechnungsstellen-Vergleich richtet sich an Ärzte, Zahnärzte, medizinische Versorgungszentren (MVZ), Kliniken, Chefärzte und Physiotherapeuten. All diese Zielgruppen müssen sich mit der Privatliquidation auseinandersetzen und können über unser Portal schnell und unkompliziert einen passenden Dienstleister ausfindig machen und unverbindlich ein Angebot anfordern.

Wie funktioniert abrechnungsstelle.com? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Der Vergleichsrechner benötigt nur wenige Angaben vom Arzt. So wird beispielsweise die gewünschte Leistung (Honorarabrechnung, Vorfinanzierung oder Factoring) abgefragt, sowie das jährliche private Honorarvolumen. Auf Basis dieser Angaben werden die passenden Abrechnungsstellen aufgelistet. Der Arzt hat dann die freie Wahl und kann entscheiden, ob er zu einem speziellen Tarif oder mehreren Tarifen ein Angebot von dem jeweiligen Abrechnungsdienstleister anfordern möchte. Der gesamte Service ist für Ärzte völlig kostenlos und ohne Verpflichtungen. Zudem können die Mediziner viel Zeit gegenüber der sonst notwendigen Eigenrecherche einsparen.

abrechnungsstelle.com, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Glücklicherweise wachsen die Zugriffszahlen schon jetzt rasant. Aber wir wissen natürlich, dass wir in Bezug auf die potenzielle Zielgruppe noch am Anfang stehen. Das Ziel ist es, jeden Mediziner bei der Auswahl oder dem Wechsel seiner Abrechnungsstelle zu unterstützen und die erste Anlaufstelle für unsere Zielgruppen zu werden. Hierzu schließen wir beispielsweise derzeit auch einige Kooperationen mit Ärzte-Beratern, die uns wiederum bei Ihren Arzt-Kunden ins Gespräch bringen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Tut das, wovon ihr überzeugt seid! Der Erfolg kommt dann von ganz allein.

Groß denken! Wie kann ich einen ganzen Markt verändern?

Lasst euch nicht zu viel reinreden und zieht es so durch, wie ihr es für richtig haltet.

Wir bedanken uns bei Christoph Lay für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: abrechnungsstelle.com

Kontakt:

Layout Business GmbH
Hansaallee 321
D-40549 Düsseldorf

https://abrechnungsstelle.com/
https://abrechnungsstelle.com/unternehmen/kontakt/

Ansprechpartner: Christoph Lay

Social Media:
LinkedIn

Bleibt wie ihr seid

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Hackboe motorhacke Mike Bökenkröger höhle der löwen

Mike Bökenkröger Gründer von Hackboe, Motorhacke für die Gartenarbeit in gesunder Körperhaltung, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Hackboe doch kurz vor!

Mike Bökenkröger (45), komme aus Coesfeld und bin selbständig.Der original Hackboe, den ich selbst entwickelt habe, steht für Gartenarbeit ( KULTIVIEREN, BÜRSTEN, REINIGEN) in gesunder Körperhaltung.

Wie ist die Idee zu Hackboe entstanden?

Die Idee entstand bei meiner persönlichen Gartenarbeit.

Welche Vision steckt hinter Hackboe?

Als Vision sehe ich die Gesundheit der Menschen, die täglich ihre Arbeit in der Gartenpflege verrichten.

Wer ist die Zielgruppe von Hackboe?

Zielgruppen von Hackboe sind Städte, Kommunen, Winzer, Gartenbaubetriebe, Landwirtschaftsbetriebe, Baumschulen, Gärtnereien, Hausmeisterservice…

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Durch meinen Angestellten. Sie hatten die Idee, dass ich mich bei der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ bewerben soll. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Mein Produkt kenne ich natürlich bis ins kleinste Detail. Daher musste ich mich nicht groß vorbereiten und da man nicht weiß, wie die Löwen tatsächlich reagieren werden, habe ich es einfach auf mich zukommen lassen. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

In der Sendung die „Die Höhle der Löwen“ dabei zu sein, ist der Wahnsinn! Das ist schon eine Bestätigung für meine Produktentwicklung und mich und auf jeden Fall ein Motivationsschub. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf Hackboe aufmerksam werden?

Es ist mir persönlich sehr wichtig, in der Sendung dabei zu sein. Ich denke, dass ich nur davon profitieren kann. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Im Fokus waren Herr Dümmel sowie Herr Maschmeyer.

Hackboe, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Diese Frage kann ich momentan noch nicht beantworten, denn es hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Mein Tipp an die Gründer: Bleibt wie ihr seid, glaubt an eure Idee und arbeitet hart daran!

Mike Bökenkröger aus Coesfeld präsentiert mit Hackboe eine handgeführte Motorhacke. Er erhofft sich ein Investment von 150.000 Euro für 20 Prozent der Anteile an seinem Unternehmen. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Hackboe ist am 11. Oktober 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Mike Bökenkröger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Das Team ist das A und O von jedem Startup

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scewo Bro Elektrorollstuhl treppensteigen höhle der löwen

Die Gründer von scewo Bro, Elektrorollstuhl der Treppensteigen kann und höhenverstellbar ist, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Scewo doch kurz vor!

Die Scewo AG stellt den weltweit einzigen Elektrorollstuhl her, der das Fahren auf zwei Rädern und das Treppensteigen kombiniert. Der Scewo BRO lässt sich ohne Rumpfstabilität steuern, meistert unebene Untergründe, gewährleistet einfaches Transferieren und ermöglicht es, mit dem Gegenüber auf Augenhöhe zu sprechen. Zudem wird unser Rollstuhl dank laufender Software-Aktualisierungen immer intelligenter und “lernt” neue Funktionen dazu. Durch die einzigartige Kombination von Technologie und Design bewegt Scewo BRO nicht nur Menschen, sondern inspiriert zu einem Umdenken.

Wie ist die Idee zu Scewo BRO entstanden?

Gestartet hat unsere Reise als Studentenprojekt der ETH (Eidgenössischen Technischen Hochschule) und der ZHDK (Zürcher Hochschule der Künste). Zuerst wollten die Studenten einfach einen Roboter entwickeln, welcher auf zwei Rädern balanciert und Treppensteigen kann. Die Idee, einen Sitz drauf zu montieren, um so Personen zu transportieren, kam von einem Dozenten. Der Prototyp sollte am Cybathlon gegen andere Elektrorollstühle antreten und Hindernisse im Leben von Menschen mit eingeschränkter Mobilität erfolgreich meistern. Das Video ging um die Welt und Scewo wurde gegründet.

Welche Vision steckt hinter Scewo?

Wir wollen als führende Marke in Sachen intelligenter Mobilität, die Welt für alle zugänglich zu machen.

Wer ist die Zielgruppe von Scewo Bro?

Unser Elektrorollstuhl ist etwas für jede Rollstuhlfahrerin und jeden Rollstuhlfahrer, die*der physisch und kognitiv in der Lage ist, einen Elektrorollstuhl mit Handjoystick zu steuern und selbstständig, unabhängig und spontan sein möchte. Er eignet sich nicht nur für Elektrorollstuhlfahrer*innen, sondern auch für Aktivrollstuhlfahrer*Innen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Die Höhle der Löwen erreicht unglaublich viele Personen, eine solche Reichweite ist für jedes Startup sehr interessant. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wie wir uns auf jede Präsentation vor Investoren vorbereiten. Wir haben uns noch einmal die Vorteile und Eigenheiten unseres Elektrorollstuhls vor Augen geführt und mit unseren BRO-Fahrer*innen gesprochen. Da wir alle Feuer und Flamme sind für unseren BRO, fällt es uns leicht, über ihn zu erzählen und andere mit unserer Begeisterung anzustecken. Selbstverständlich haben wir uns auch über die LöwInnen informiert, um gezielt Antworten zu geben. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Sehr, es bestätigt uns in dem, was wir tun und zeigt uns, dass wir mit unserem Produkt und unserer Vision auf dem richtigen Weg sind. Es ist eine tolle Motivation für das ganze Team und eine Wertschätzung für die Arbeit von jedem Einzelnen. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf Scewo aufmerksam werden?

Gerade haben wir die deutsche Hilfsmittelnummer erhalten, daher ist die Reichweite besonders in Deutschland extrem wertvoll für uns. Weiter sind wir laufend auf der Suche nach neuen Partnern und möchten unser Produkt bekannt machen. Ein weiterer Aspekt ist, dass wir in der Gesellschaft ein Umdenken anstossen möchten und zeigen, das Hilfsmittel nicht nur praktisch sein müssen, sondern auch genauso schön aussehen können.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir hatten Nico Rosberg als Investor im Fokus, da er mit Technologie und Mobilität unserem Startup am nächsten ist und natürlich auch ein super Typ ist.

Scewo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In den nächsten 5 Jahren möchten wir unser Produkt weiterentwickeln, besonders auch hinsichtlich autonomen Fahrens. Zudem möchten wir in weitere Länder expandieren und neue Märkte erobern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Als Erstes: Gebt nie auf! Lasst euch nicht von eurem Weg abbringen oder von negativen Stimmen verunsichern. Sammelt so viele Informationen und Inputs wie möglich und kreiert daraus eine Strategie, die für euch passt. Und am wichtigsten: Das Team ist das A und O von jedem Startup. Nehmt euch Zeit für euch selbst, das ganze Team, aber auch für die Kommunikation mit euren Kunden. 

V.l.: Bernhard Winter, Pascal Buholzer und Thomas Gemperle präsentieren mit dem scewo Bro einen Treppensteigenden Elektrorollstuhl. Sie erhoffen sich ein Investment von 5 Millionen Euro für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

scewo Bro ist am 11. Oktober 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Bernhard Winter, Pascal Buholzer und Thomas Gemperle für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sich früh um die Finanzierung kümmern

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HealthMe Ernährungs-App Lebensmittel scannen Höhle der Löwen

Victoria Noack Gründerin von HealthMe, Ernährungs-App Lebensmittel einfach und schnell scannen, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Declareme doch kurz vor!

Victoria Noack, 25 Jahre, Master-Studentin am MCI Innnsbruck. Ich habe das digitale Start-up Unternehmen Declareme 2019 als UG gegründet, das hinter der App HealthMe steht. Mittlerweile ist Declareme eine GmbH und besteht aus sieben Gesellschaftern, die alle mit ihren Expertisen an der Entwicklung des Unternehmens arbeiten.

Die Ernährungs-App HealthMe funktioniert als digitaler Einkaufs-Assistent und bietet Allergikern, Menschen mit Unverträglichkeiten und Gesundheitsbewussten Transparenz und Sicherheit beim Einkauf. Die App verbindet Lebensmittel-Produktdaten mit persönlichen Gesundheitsprofilen und stellt in Sekundenschnelle dem User:in die Ergebnisse vor. Alles  was er oder sie tun muss ist, das persönliche Profil eingeben und das gewünschte Produkt mit dem Handy scannen.

Wie ist die Idee zu HealthMe entstanden?

Der Einkauf mit einer Freundin, die seit frühester Kindheit verschiedene Allergien hat, war immer kompliziert und zeitaufwändig. Sie musste bei jedem Produkt im Supermarkt das Kleingedruckte lesen und trotzdem kam es vor, dass sie nachher allergische Reaktionen hatte, weil sie etwas übersah oder weil es nicht alles auf der Packung angegeben war.

Mir wurde klar, dass Tausenden, ja Millionen Menschen genauso geht.

Deshalb habe ich mich entschlossen während meines Studiums eine App zu entwickeln, die sicherstellt, dass Menschen mit Ernährungseinschränkungen beim Einkaufen schneller und einfacher die für sie relevanten Informationen zu den jeweiligen Produkten erhalten.

Welche Vision steckt hinter HealthMe?

Menschen mit Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten sowie Gesundheitsbewussten eine Lösung an die Hand zu geben, wie sie schnell und transparent die für sie wichtigen Informationen bekommen. 

Wer ist die Zielgruppe von HealthMe?

Alle Menschen, die sich aufgrund von Allergien, Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten oder aus Überzeugung mit speziellen Diäten ernähren. Das sind rund 24 Millionen Menschen in Deutschland.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Ich schaue seit langem die Sendung „Die Höhle der Löwen“ und bin immer wieder davon begeistert, wie mit der Hilfe der Löwen aus innovativen Ideen große Lösungen entstehen. Um die App HealthMe weiterzuentwickeln, mit neuen Funktionen zu versehen und damit noch viel besser zu machen, ist hoher Programmierungsaufwand und damit finanzielle Unterstützung nötig. Zudem brauchen wir mehr Marketing-Knowhow. Wer wäre dafür besser geeignet als die Löwen?

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Naja, ich habe meinen Pitch hoffentlich gut vorbereitet, damit die Botschaften richtig verstanden werden und das Potenzial der App deutlich wird.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Sehr motivierend. Vor allem zeigt es, dass der Wert der App und Ihr Nutzen für die Menschen so interessant eingeschätzt wird, dass für den Sendung sinnvoll ist. In den drei Jahren, in denen ich nun schon an der App arbeite, gab es schon den einen oder anderen Moment, in dem ich frustriert war.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf HealthMe aufmerksam werden?

Die App bietet – wie vorhin erwähnt – allen Menschen mit Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und allen Gesundheitsbewussten einen hohen Nutzen und macht ihr Leben einfacher. Insofern sollten es 24 Millionen wissen, dass es diese Möglichkeit gibt. Die Chance die App in der Höhle der Löwen vorzustellen, wird dazu einen ganz wichtigen Beitrag leisten.  

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Investoren, die auch im Gesundheitsmarkt unterwegs sind. Und das sind vor allem Nils Glagau mit Orthomol und Carsten Maschmeyer, der sich stark auf Software-Startups fokussiert.

HealthMe, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen die Gesundheitsplattform der Zukunft werden und wollen mit unserer App zur Digitalisierung der Lebensmittel-Industrie und des Gesundheitsbereichs beitragen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Durchhaltevermögen, sich nicht entmutigen lassen

Früh Mentoren suchen und ein Netzwerk mit ihnen aufbauen

Sich früh um die Finanzierung kümmern.

Victoria Noack aus Weinheim präsentiert mit HealthMe eine Analyse-App für Lebensmittel. Sie erhofft sich ein Investment von 250.000 Euro für 17,5 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

HealthMe ist am 11. Oktober 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Victoria Noack für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Behandele jeden Menschen auf Augenhöhe

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Marco Peters Iss doch wurscht Currywurst im Glas Höhle der Löwen

Marco Peters Gründer von Iss doch wurscht, Currywurst im Glas, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor!

Mein Name ist Marco Peters, ich bin 49 Jahre alt, komme aus Duisburg und habe 2010 den Food Truck „Iss doch Wurscht“ gegründet. Die Intuition war es vom ersten Tag an, die Currywurst neu zu interpretieren und modern zu präsentieren. Hier haben wir in zehn Jahren uns eine große Fan Base erarbeitet und sind mit dem Food Truck auf großen Festivals unterwegs gewesen. Street Food Festivals, große Comedy Festivals, Firmenevents und viele private Feiern in ganz Nordrhein-Westfalen. Mit dem Food Truck und unseren unüblichen Kreationen haben wir schon das ein oder andere bundesweite Medienecho erhalten. Hier polarisierte beispielsweise unsere Currywurst Pommes am Stil oder unser Currywurst Burger. Es macht uns Spaß, verrückte Ideen wie beispielsweise unsere Erdbeer- oder Kürbis-Mango Variation zu entwickeln und zu sehen, wie diese beim Endkonsumenten ankommt.

Wie ist Ihre Idee entstanden?

Als Kind des Ruhrgebietes ist Currywurst natürlich immer ein Thema gewesen, leider musste man immer weit fahren, um ein gutes Gericht mit Currywurst zu bekommen. Ich bin kritisch, ich beobachte, analysiere und überlege, was ich besser machen kann. So stelle ich auch mich beziehungsweise „Iss doch WURSCHT“ täglich in Frage und schaue, was besser geht. 2010 wurde ich auf ein Casting aufmerksam, in dem man Imbissbuden Betreiber, so hießen Food Trucks da noch, suchte. Da dachte ich mir, das ist die Chance, das zu machen, was dir selbst fehlt: Ein guter Imbiss. Gewonnen habe ich damals nicht, aber meinen Traum umgesetzt.

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt?

Angestaubtes Fast Food neu zu interpretieren. Nur weil seit etlichen Jahren etwas gleich gemacht wurde, muss es ja nicht so bleiben. Natürlich bieten wir auch die klassische Variante an, aber mit einer Extraportion Liebe. Jeder Kunde merkt sofort, dass bei uns alles beim Alten, aber doch völlig anders ist.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Currywurst Fans, Fast Food Fans und jeder, der sich dafür interessiert. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?

Durch den Ausbruch der Corona-Pandemie wurde uns von einen Tag auf den anderen die Existenzgrundlage genommen. Während wir nach Lösungen suchten, bekamen wir immer mehr Anfragen unserer Kunden, wie man an unsere Currywurst kaufen kann und ob wir diese auch versenden würden. Wir haben da viel Zuspruch erfahren und überlegten, ob es reichen würde, um unsere Existenz zu sichern. Ein guter Freund, der Inhaber eines REWE Markt ist, stellte mich vor die Wahl „Entweder Du probierst endlich deine „Currywurst im Glas“ in die Regale zu bringen oder du fängst bei mir an zu arbeiten“. So machten wir uns auf die Arbeit und produzierten unsere erste Lieferung, die uns sofort aus den Händen gerissen wurde.

Wir sind vom Erfolg unserer Currywurst völlig überrannt worden und standen nach 21 Tagen in 25 Supermärkten. Da erkannten wir, dass wir da wohl was haben, was Kunden anspricht. Mit dieser Schnelligkeit konnten wir nicht mithalten. Das ist ein völlig anderes Business und wir sind mit vielen Dingen schnell an unsere Grenzen gekommen. Hier wäre es schön, jemanden für unsere Idee zu finden, der uns mit Erfahrung an die Hand nehmen kann. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Weniger als man denkt. Ich lebe 24/7 meine Selbständigkeit, ich habe überall meine Finger mit drin oder zumindest ein Auge drauf. Dadurch kenne ich mein Produkt in uns auswendig. Ich kenne die Zahlen, Daten und Fakten und kann daher selbstsicher auftreten. Der Pitch an sich war eine Herausforderung, so etwas habe ich noch nie gemacht, aber schon unzählige Male bei „Die Höhle der Löwen“ gesehen. Ich habe mir echt alle Folgen noch mal angeschaut und mir notiert, was mir gefallen hat und daraus ein wenig an meinen Pitch gebastelt, der dann doch völlig anders wurde, weil ich mich vorher darin nicht gesehen habe. Also machte ich das, was ich am besten kann: Einfach ich sein.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Das wurde mir in der Tat erst sehr spät bewusst. Nach der Bewerbung gibt es mehrere Castingstufen und jedes Mal meldet sich jemand und sagt „Glückwunsch, Du hast die Hürde geschafft, weiter geht’s mit dem nächsten Step“. Und dann kam irgendwann der Anruf „Du bist dabei“ – WOW. Dann kommt der Moment, wo man sich Chancen ausmalt. Am Ende dachte ich mir, falls keiner anbeißen will, es aber allen schmeckt, habe ich zumindest eine gute Werbung.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf Iss doch Wurscht aufmerksam werden?

Wir stehen mit „Iss doch Wurscht“ schon von Anfang an in der Öffentlichkeit, weil wir mit einigen unserer Kreationen wie der „Currywurst am Spieß“ oder der „Kürbis-Mange Currywurst“ großes Interesse weckten. Natürlich in einer anderen Intensität und genießen es auch, weil es auch eine Form der Anerkennung ist, nicht der eigenen Person, sondern des Unternehmens und der Produkte. Daher war uns der Schritt wichtig, ein Feedback zu erhalten. Eigentlich fängt man so etwas erstmal klein an, denn auf Lob folgt auch Kritik. Nun ist diese Plattform „Die Höhle der Löwen“ wohl die Königsdisziplin, was uns alles aber auch erst hinterher bewusst wurde. Während des Bewerbungsverfahrens haben wir zeitgleich eine Menge an Currywürste produzieren müssen. Da hat man sich nicht so viele Gedanken über das Ausmaß gemacht.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Jemand, der zu mir passt. Natürlich schaut man sich vorher an, wer kann helfen, wer macht was. Aber man kennt die Löwen nur aus dem TV und hat noch keinen richtigen Draht aufgebaut. Mein Gegenüber muss mir sympathisch sein, sonst kann ich nicht mit jemanden arbeiten. Man geht dort eine reale Bindung ein und es ist keine PR und bestmöglich arbeitet man sehr sehr sehr lange zusammen. Wenn die persönliche Ebene nicht stimmt, würde ich auch beim Wunschlöwen „NEIN“ sagen.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Im Laufe meines Food Truck Lebens, habe ich mir diese Frage oft gestellt, Meilensteine gesetzt, Ziele verfolgt und ausgebaut. Am Ende war es dann ganz oft anders, weil die Gegebenheiten sich völlig änderten. Nun stehe ich trotz elf Jahren Berufserfahrung an einer völlig anderen Schwelle. Vorher stand ich zu Beginn mit dem Food Truck vor dem Supermarkt – nun mit der Currywurst im Glas im Supermarkt. Daran habe ich vor einem Jahr noch nicht einmal geglaubt. Also ist es jetzt mein Ziel, mein Netz weiter auszubauen und mich bestmöglich zu etablieren. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Bleibt bodenständig, als Person, als Unternehmer und als Unternehmen.
Das ist dich wichtigste Tugend

Behandele jeden Menschen auf Augenhöhe. Eure Geschäftspartner, Eure Kollegen, Eure Kunden

Ihr müsst mit Leib und Seele selbständig sein. Eine gute Idee reicht nicht, die Bereitschaft 24/7 zu arbeiten und der Ehrgeiz es schaffen zu wollen ist der Schlüssel zum Erfolg.

Marco Peters aus Duisburg präsentiert mit Iss doch wurscht Currywurst im Glas. Er erhofft sich ein Investment von 49.000 Euro für 49 Prozent der Anteile an seinem Unternehmen. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Iss doch wurscht ist am 11. Oktober 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Marco Peters für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Man kann nicht zu viel kommunizieren, wenn man effektiv zusammenarbeiten will

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debtify

debtify NPL schneller effizienter und in Echtzeit managen und verfolgen

Stellen Sie sich und das Startup debtify doch kurz unseren Lesern vor!

Jörg: debtify ist eine digitale Plattform, die die Bearbeitung von Krediten, bei denen Schuldner in Zahlungsverzug sind und diese nicht mehr freiwillig bedienen können, schneller und effizienter gestaltet. Solche zahlungsgestörten Kredite werden auch auch Non Performing Loans, kurz NPL genannt. Banken, Makler, Inkassounternehmen, Rechtsanwälte und alle weiteren Teilnehmer im Bearbeitungsprozess zahlungsgestörter Kredite treten via debtify einfach und nahtlos miteinander in Verbindung. Alle relevanten Daten, Dokumente und Bearbeitungsschritte werden verschlüsselt und in Echtzeit ausgetauscht und zur Verfügung gestellt. Damit wird die Bearbeitung nicht nur deutlich um über 20 Prozent effizienter, sondern entspricht bei Datenschutz und Datensicherheit allen Vorgaben der deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden.

Michael: Bevor Jörg und ich im Sommer 2020 mitten in der Corona-Pandemie debtify gegründet haben, habe ich zahlreiche Startup-Gründungen im Fintech-Bereich begleitet. Zuvor war ich Geschäftsführer und Vorstand von Deutschlands führenden Inkasso-Unternehmen EOS und arvato financial solutions tätig und 2007 an der Gründung des Bundesverbandes Kreditankauf & Servicing (BKS) beteiligt.

Jörg: Vor der Gründung von debtify habe ich viele Jahre in der Finanzindustrie gearbeitet und vor vier Jahren mein Unternehmen AssetGate an den Marktführer im Inkassobereich verkauft, bevor ich mich mit debtify auf den zukunftsträchtigen Plattform- und Digitalisierungsbereich in der Branche fokussiert habe.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Michael: Die Bedeutung der Digitalisierung für Banken im NPL-Bereich hat spätestens durch Corona stark zugenommen. Experten gehen davon aus, dass es im weiteren Verlauf der Pandemie zu einen deutlichen Anstieg an Zahlungsausfällen kommen wird, d.h. Kreditnehmer werden nicht im Stande sein, ihre Kredite abzuzahlen. In den letzten Jahren hat es in der Branche kaum Investition in innovative Technologien zur Bearbeitung zahlungsgestörter Kredite gegeben, Abteilungen wurden drastisch verkleinert oder ganz geschlossen. Ergebnis: Der Austausch von Daten hat sich in den letzten 20 Jahren nicht sonderlich verändert. Jede Menge physische Akten, Faxe, Anrufe und unverschlüsselte E-Mails sind die Regel. Banken und andere Marktteilnehmer tun sich schon heute schwer damit, einen Mengenanstieg bei Zahlungsausfällen zu bewältigen. Das wollen wir bei debtify mit Hilfe unserer digitalen Plattform ändern, indem wir die Bearbeitungsprozesse rund um zahlungsgestörte Kredite vereinfachen und beschleunigen.

Welche Vision steckt hinter debtify?

Jörg: Die Vision hinter debtify besteht darin, sämtliche Beteiligten auf einer Plattform zusammenzubringen und diese auch mit Ihrem Wissen dynamisch an dem Aufbau dieser Plattform zu beteiligen. Hierdurch wird der Datenaustausch und damit die Bearbeitung aller offenen Forderungen vereinfacht, mögliche Probleme bei der Kreditrückzahlung werden frühzeitig erkannt und effizient behoben. So werden kleine Störungen gar nicht erst zu größeren Problemen. Damit leisten wir einen Beitrag zur besseren Zahlungsmoral und Begrenzung unnötiger Zahlungsausfälle, die am Ende wieder von der Gemeinschaft über höhere Kreditzinsen bezahlt werden müssten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Michael: debtify ist bislang zu 100 Prozent bootstrapped und das hat jede Menge Vorteile: Wir genießen volle Entscheidungsfreiheit und können uns voll und ganz auf den Aufbau der Firma konzentrieren.

Eine der größten Herausforderung haben wir gleich zum Start von debtify erlebt: Uns war schnell klar, wie unsere Lösung aussehen soll und so haben wir 2020 ein Minimum Viable Product entwickelt, um schnell auf potenzielle Kunden zuzugehen und unsere Idee mit ihrem Feedback weiterzuentwickeln. Um mit deutschen Banken dauerhaft ins Geschäft zu kommen, war ein MVP jedoch nicht ausreichend. Wir mussten gleich von Beginn an eine eigenständige IT-Abteilung aufbauen, die den geltenden Datenschutzrichtlinien und Sicherheitsanforderungen genügt.

Jörg: Wir haben debtify während der Corona-Pandemie als Remote-only-Company gegründet. Ergebnis: Unsere Mitarbeitenden arbeiten von Hamburg, München, Budapest, Kiev und Teheran aus zusammen. Unterschiedliche Kulturen, Kalender und Zeitzonen bedürfen durchdachter Prozesse und Strukturen. Der gesamte organisatorische Aufbau ist anders, man braucht andere Tools, das mussten wir erstmal lernen und richtig aufsetzen.

Wer ist die Zielgruppe von debtify?

Michael: Im Prinzip alle, die Kredite herausgeben und Kreditportfolien kaufen sowie Dienstleister, die in die Bearbeitung dieser Portfolien involviert sind: Banken mit Hypotheken und Konsumentenkrediten, Investmentfondsgesellschaften, sowie Immobilienmakler, die bei Verkauf und Verwertung von Immobiliensicherheiten unterstützen. In Zukunft wollen wir unser Angebot für alle weiteren Dienstleister, die Services rund um Bearbeitung zahlungsgestörter Kredite anbieten, öffnen. Das können automatisierte Bewertungstools (AVM) sein, Benchmarking tools um die Effektivität und Effizienz der Dienstleister im direkten Vergleich detailliert zu bewerten, aber auch Apps um den Verkauf von Forderungsportfolien vorzubereiten und effizient abzuwickeln. Wichtig ist wir wollen die Plattform betreiben, Inhalte und Dienstleistungen werden von anderen Anbietern auf unserer Plattform angeboten und verkauft.

Wie funktioniert debtify? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Jörg: Bei der Bearbeitung zahlungsgestörter Kredite arbeiten Banken mit einer Vielzahl an Dienstleistern zusammen – von Verwertungsspezialisten, Immobilienbewertern bis zu Rechtsanwälten und Inkassogesellschaften. Dabei wird täglich eine Menge Informationen ausgetauscht und verarbeitet. Jede Seite arbeitet in eigenen Systemen und nutzt unterschiedliche Kommunikationskanäle – von Faxnachrichten über Telefonate bis hin zu unverschlüsselten Emails. Gleichzeitig wachsen durch Datenschutz, Ansprüche an Datensicherheit und immer komplexere Regulierung auf deutscher und europäischer Ebene die Anforderungen an die Kommunikation, wesentlich beeinflusst durch die Leitlinien der Europäischen Bankenaufsicht (EBA). Mit debtify haben wir eine digitale Plattform auf Basis einer offenen API-Architektur entwickelt, über die Banken nahtlos mit verschiedenen Dienstleistern kommunizieren, Datensätze austauschen und ihre Leistungen anbieten können. Damit wird nicht nur die Effizienz für beide Seiten deutlich gesteigert, sondern auch mehr Transparenz durch ein einheitliches Reporting geschaffen.

Michael: Die Vorteile können sich sehen lassen: Die Anbindung externer Dienstleister und -leistungen erfolgt ohne langwierigen Programmieraufwand und ist mit den aktuellen Vorgaben der deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden konform. Für Banken und Portfolioinhaber ist die Lösung komplett kostenfrei. Anbieter, die ihre Dienstleistungen über debtify verkaufen, profitieren von einer höheren Konversion & können die Dauer von der Produktentwicklung bis zur Platzierung des Produkts am Markt deutlich reduzieren. Bislang gibt es keine andere Lösung, die diese Leistungen anbietet.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Jörg: Wir wachsen auf zwei Achsen: International werden wir in den nächsten Jahren stark über die Grenzen Deutschlands hinaus expandieren. Ab 2022 wird es debtify auch in Italien und Spanien geben und wir werden in weitere Länder ausrollen. In den nächsten fünf Jahren wollen wir zu einem gesamteuropäischen Anbieter werden.

Die zweite Achse, auf der wir uns weiterentwickeln, sind unsere Dienstleistungen. Wir sind mit der Bearbeitung besicherter zahlungsgestörter Kreditforderungen gestartet und werden unser Angebot um Lösungen für unbesicherte Forderungen sowie auch das gesamte Outsourcing von Forderungsbearbeitung erweitern. Auch hier gibt es eine Vielzahl von Dienstleistern, deren Leistungen wir in Kürze digital auf unserer Plattform integrieren wollen und welche bereits starkes Interesse an einer Anbindung signalisiert haben.

Analog zu Anbietern, die alle notwendigen Dienstleistungen rund um Aufbau und Betrieb von zum Beispiel Webshops binden, werden wir über debtify alle Dienstleistungen rund um Bearbeitung von Kreditforderungen auf unserer Plattform organisieren. Was shopify im e-commerce erfolgreich umgesetzt hat, wird debtify für den Forderungsbereich aufbauen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Michael: Ihr werdet eine gute Portion Geduld brauchen: In der Regel dauert alles etwas länger, als man es sich vorstellt und plant. Ein gutes Beispiel dafür sind Recruiting und Teamaufstellung. Die Idee vom Team ist zwar im Kopf schon fertig, aber das Zusammenstellen der Teams hat länger gedauert als ursprünglich geplant.

Als Fully-Remote-Unternehmen, das an verschiedenen Standorten arbeitet und Mitarbeitende aus unterschiedlichen Ländern vereint, die verschiedene Sprachen sprechen, haben wir eines ganz sicher gelernt: Man kann nicht zu viel kommunizieren, wenn man effektiv zusammenarbeiten will. Unser CTO hat da eine ganz eigene Maßnahme gefunden, die dabei hilft, den Teamgeist der Software-Engineers zu stärken: Jede Woche blocken sie sich eine Stunde und spielen Spiele, um die Kommunikation im Team zu fördern. Dadurch hat sich die Quote der Wortmeldungen und insgesamt die Beteiligung in Meetings deutlich gebessert, weil das Vertrauen der einzelnen Teammitglieder gestärkt wurde.

Jörg: Ihr sollten im Rahmen Eures Vorhabens immer einen “Contingency Plan”, also eine Art Plan B haben, um schnell und flexibel auf unvorhergesehene Entwicklungen reagieren zu können und so trotz aller Widrigkeiten Eure Ziele zu erreichen.

Wir bedanken uns bei Jörg Olbing und Michael Weinreich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Auf intrinsische Motivation vertrauen

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WLDOHO nachhaltige rasierhobel rasur

WLDOHO nachhaltige Rasierhobel für eine sanfte Rasur

Stellen Sie sich und das Startup WLDOHO doch kurz unseren Lesern vor!

„Wir sind Tung Do und Benjamin Rettinger und haben WLDOHO 2017 zu zweit ins Leben gerufen. Erst haben wir uns mit dem Handel von Business-Taschen und -Mappen beschäftigt. Wir sind dann aber schon im Herbst 2018 auf ein neues, nachhaltiges Konzept mit Rasierhobeln umgeschwenkt. Das hat sich im Nachhinein als sehr gute Entscheidung herausgestellt. Schließlich hätte Corona und das Homeoffice unser altes Geschäftsmodell mit dem Business-Bedarf auf eine harte Probe gestellt. Nach den ersten Verkäufen unserer Rasierhobel über Amazon, haben wir jetzt einen großen Eigenvertrieb auf die Beine gestellt und mittlerweile ein 20-köpfiges Team, das Dank unseres enormen Wachstums in den letzten 12 Monaten entstanden ist.“

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

„Wir kennen uns bereits seit der Grundschule und haben viel zusammen erlebt. Nach der Schulzeit und mit den neuen Verpflichtungen als Erwachsene, fiel es uns immer schwerer, gemeinsam Zeit für uns zu finden. Deshalb haben wir beschlossen Freundschaft und Beruf zu verbinden und mit WLDOHO ein gemeinsames Startup-Projekt gestartet. Wir sind mit dem Aufkommen des Internets und E-Commerce aufgewachsen und daher war schnell klar, dass wir selbst herausfinden wollen, wie man ein erfolgreiches und gleichzeitig nachhaltiges Online-Business aufziehen kann. So waren wir, was das Ziel anging, schnell auf einem Nenner.“

Welche Vision steckt hinter WLDOHO?

„Es gibt eigentlich zwei Visionen, die wir mit WLDOHO verfolgen. Die eine ist, die gesellschaftliche Vision: Jährlich werden etwa 30 Milliarden Euro mit Plastikrasierern umgesetzt und das, obwohl die negativen Umweltfolgen dieser Art des Wegwerf-Konsums mittlerweile witläufig bekannt sind. Wir wollen dem als Unternehmer etwas entgegensetzen und die nachhaltige Rasur durch Qualitätsprodukte stärken. Zum anderen wollen wir als junge Gründer beweisen, dass alles möglich ist, wenn man mit Überzeugung und harter Arbeit an die Sache rangeht. Gleichzeitig macht es uns einfach unglaublichen Spaß, unsere Ideen in die Geschäftswirklichkeit umzusetzen.“

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

„Wie es ja schon ein bisschen angeklungen ist, mussten wir erstmal das richtige Produkt finden, zu dem wir zum einen als Unternehmer, aber zum anderen auch persönlich stehen und für das es einen relevanten Markt gibt. Nachdem das Thema Rasur bei uns in den Fokus rückte, waren viele kleine Schritte nötig, um ein Angebot zu entwerfen, das mit seinen USPs einen Mehrwert für Kunden und Umwelt bietet. Wenn man so will, ist das ein fortlaufender Prozess, wo wir uns stetig verbessern.

Mit dem Wachstum von WLDOHO kamen dann vor allem Personalfragen auf, um ein schlagkräftiges und kreatives Team aufzubauen. Die Versorgung mit Liquidität, um die steigende Nachfrage zu bedienen und nicht out of stock zu geraten, ist ebenfalls anspruchsvoll. Mittlerweile haben wir eine Mischfinanzierung etabliert aus kurzfristigen Darlehen über myos zur Warenfinanzierung und langfristigen Investitionsmitteln, die wir etwa über Kredite der KfW beziehen. Und das Wichtigste: Wir haben uns ein Team aufgebaut, das sich echt wie eine Familie anfühlt – wir sagen gerne „Bärenfamilie“.“

Wer ist die Zielgruppe von WLDOHO?

„Momentan sind es hauptsächlich Frauen. Aber das aus Unternehmerperspektive „Schöne“ an unserer Branche ist, dass wir im Prinzip jeden erreichen können und auch wollen, der sich jetzt oder in Zukunft rasiert. Das Bewusstsein für nachhaltige Kaufentscheidungen steigt in allen Bereichen. Gleichzeitig wird der Markt immer breiter. Auch deshalb ist die Individualität des Produkts und der besondere Fokus des Unternehmens wichtig, um sich abzuheben.“

Wie funktioniert WLDOHO? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

„Wir sind eine B2C-Brand, in der noch ein Großteil der Prozesse inhouse abläuft. Wir stecken viel persönliche Arbeit in die Produkte und wollen nah an dem sein, was am Ende beim Kunden ankommt. Von der Produktentwicklung über den Import der Bestandteile bis hin zur Vermarktung und dem Versand steuern wir die Abläufe. 

Die nahbare Kundenansprache unterscheidet uns deutlich von anderen Rasierer-Anbietern, die ihre Produkte ohne Weiteres auf den Markt „werfen“. Unser Kunden-Support hat immer ein offenes Ohr, damit zeigen wir unsere Wertschätzung für unsere Kunden und unser Produkt. Für ein ausgefeiltes Design und das hochwertige Material mit langer Lebensdauer finden Käufer bei uns ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.“

WLDOHO, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

„In Deutschland sind wir bereits Marktführer, wenn es um nachhaltige Rasur mit Rasierhobeln geht. Folgerichtig wollen wir jetzt den Weg auf internationale Märkte suchen: zunächst in die EU, dann in die USA. In fünf Jahren wollen wir eine Brand sein, die international für ihre nachhaltigen Rasierer bekannt ist. Die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen rund um Umweltschutz und Plastikverbote verlaufen synchron zu unserem Nachhaltigkeitsanspruch als Unternehmen. Insofern gehen wir davon aus, dass mit zunehmendem Umweltbewusstsein unsere Produktpalette für noch mehr Menschen von Interesse sein wird.“

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

„Für uns war es essenziell, auf unsere intrinsische Motivation zu vertrauen. Sobald man nur für das Geld arbeitet, läuft man Gefahr nicht mehr das Beste aus seinen Fähigkeiten zu machen. Außerdem ist ein langer Atem wichtig und dass man trotz der Widrigkeiten und Herausforderung, die das Gründer-Dasein mit sich bringt, nicht den Fokus für die eigene Vision verliert. Konsequent seinen Weg zu gehen, ist eine wertvolle Unternehmertugend, die gar nicht unterschätzt werden kann, aber nicht gleichgesetzt werden sollte, mit Sturheit. Wer Dinge haben will, die keiner hat, muss manchmal Dinge tun, die keiner macht. Vermeintlich unorthodoxe Lösungen sind nicht selten die besten, um weiterzukommen.“

Wir bedanken uns bei Tung Do und Benjamin Rettinger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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