Donnerstag, Januar 8, 2026
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Validiert so früh wie möglich 

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justt publishing

Justt ist ein globales Publishing-Netzwerk der nächsten Generation

Stellen Sie sich und das Startup Justt doch kurz unseren Lesern vor!

Justt ist eine Publishing-Plattform der nächsten Generation. Wir kombinieren neueste Technologien zur Erstellung und Ausspielung von Inhalten mit einem hohen Anspruch an die Qualität der Inhalte. Für Content Creator:innen bedeutet Justt: Du kannst Deinen Content – Text, Bild, Video, Audio in jeder Kombination – in einem visuell starken Format super einfach erstellen, ausspielen und bald vielfältig monetarisieren. Für Leser:innen bedeutet Justt: Qualitätsinhalte aus vielen verschiedenen Quellen – alle verifiziert – maßgeschneidert auf Deine Interessen in einem hochattraktiven mobilen Format. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die persönliche Motivation ist bei uns allen ähnlich: Wir sind alle Macher:innen, die Spaß an Verantwortung und knackigen Challenges haben. In unseren vorigen Jobs haben wir Karriere gemacht, in Führungspositionen gearbeitet oder Firmen gegründet. Wir kamen dann aber nahezu gleichzeitig an den Punkt, wo jeder von uns Lust hatte, was Neues zu machen. Das geht vielen zwischen Mitte dreißig und Anfang vierzig so. Unser Team wurde dann über die Zeit immer stärker und aus unserer gefühlten Moonshot-Vision wurde plötzlich ein greifbareres Ding. Irgendwann war klar: Wir können das bauen und vermarkten! Inzwischen haben wir alle unsere Jobs gekündigt und konzentrieren uns voll auf Justt. 

Die unternehmerische Motivation ist der Match zwischen Produkt und Team. Eine Lösung wie Justt kannst Du nicht schnell mal bauen. Das erfordert Know-How aus sehr unterschiedlichen Bereichen, die selten ein Match made in heaven sind: Journalismus, Business, Technologie, Design und knallharter Vertrieb. Exakt diese Skills vereinen wir inzwischen im Team – was die Sache spannend macht und wohl auch der Grund ist, warum sehr viele Kund:innen so positiv auf unser Beta-Produkt reagieren. Sie spüren das. Und sehen, dass wir smarte Lösungen für viele Fragen haben. 

Welche Vision steckt hinter Justt?

Unsere Welt wird immer komplexer und unübersichtlicher: gesellschaftliche und politische Strömungen, globale Herausforderungen, Disruption durch Technologien wie KI und Blockchain, neue Produkte, Jobs, Berufe, Wissensfelder. Die Innovationsgeschwindigkeit steigt exponentiell. Wer glaubt, in den letzten 20 Jahre sei viel passiert – das ist nichts im Vergleich zu dem, was kommt. 

Im Umkehrschluss bedeutet das: Das Informationsbedürfnis des Einzelnen steigt. Und wird gleichzeitig immer spezifischer, weil unsere Lebenswirklichkeit in immer mehr Segmente zerfällt. 

Die boomende Creator Economy, das heißt die dezentrale Erstellung von Informationen von sehr vielen unterschiedlichen, teils hochspezialisierten Akteuren, ist eine Reaktion auf diese Entwicklung. Und ergänzt in immer stärkerem Maße die traditionellen Medien, die mit ihrem Angebot zwar einen elementaren, aber immer kleiner werdenden Teil des Informationsbedürfnisses abdecken. 

Das Problem mit dezentralen Informationen ist: Wie kommen diese Informationen zu den Leser:innen? Und wie können Leser:innen sicher sein, dass diese Informationen vertrauenswürdig sind? 

Justt löst dieses Problem. Wir vernetzten Hersteller von Qualitätsinhalten mit ihren Leser:innen. Die Vision ist eine neue Form von Qualitätsmedium: Eine globales Publishing-Netzwerk, das sehr viel schneller, spontaner und kollaborativer auf die sich verändernde Lebenswirklichkeit reagiert. Das neue Formen der Zusammenarbeit ermöglicht – auch zwischen neuen Medien und traditionellen Medien – und Nutzer:innen maßgeschneidert genau die Inhalte zuliefert, die für sie hochrelevant sind. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eindeutig Teambuilding. Als Startup hast Du am Anfang wenig Geld – Du musst hochtalentierte Entwickler:innen auf Senior-Level finden, die an Deine Vision glauben und Bock auf das Produkt haben. Jeder unserer Entwickler müsste nur einmal mit dem Finger schnippen und würde morgen woanders das Doppelte verdienen. Doch sie glauben an die Vision, sehen das Potential und es herrscht ein super Spirit: Jeder bringt sich ein. Gestartet sind wir zu zweit, inzwischen sind wir zehn, darunter Entwickler:innen, Designer:innen, Medienstrategen, Vertriebsprofis. 

Wir haben Justt bis dato selbst finanziert. Unser Ziel war, Kund:innen ein Produkt vorstellen zu können, mit dem wir unsere Hypothesen validieren können: Wer braucht was? Wo liegen wir richtig? Wo falsch? Wir wussten, dass es eine Challenge ist, in Europa ein Medienstartup zu finanzieren. Also haben wir uns gesagt: Wir müssen weiterkommen und nachweisen können, dass wir richtig liegen. 

Inzwischen sind wir sicher, dass die Richtung stimmt. Unsere Vertrieblerin Anne hat das neulich so formuliert: „Ich habe schon viel Vertrieb gemacht, aber sowas hatte ich noch nie: Ich renne offene Türen ein.“ Sprich wir sind reif fürs erste Funding und führen Gespräche mit Investor:innen. 

Wer ist die Zielgruppe von Justt?

Zunächst alle, die Qualitätsinhalte aus vertrauenswürdigen Quellen schätzen und diese Inhalte ohne Medienbrüche in einem hochmodernen, superkomfortablen Format genießen wollen. 

Dann alle, die Qualitätsinhalte haben oder herstellen, wobei die Bandbreite von hartem investigativem Journalismus über im weiteren Sinne journalistische Produkte, Wissen, Wissenschaft bis hin zu Edu- und Entertainment und gut kuratierten Inhalten reicht. Wir sprechen hier mit freien Journalist:innen, Redaktionsteams und kleinen und großen Verlagen, Medienhäusern und Sendern. Mit allen führen wir aktuell Pilotprojekte durch. 

Und natürlich Unternehmen, Brands und Agenturen, die nach einer Plattform suchen, auf der sie Werbung und Content Marketing imagesicher ausspielen und neue Zielgruppen erreichen können. Für diese Gruppe haben wir eigene Lösungen im Programm: Mit der Justt-Technologie können Firmen und Brands Inhalte und Informationen auf eine hochmoderne und konkurrenzlos einfache Weise mit Geschäftspartner:innen und Kolleg:innen austauschen. Das geht bis zu White-Label-Lösungen für die interne Kommunikation mit getrennten Datenstrukturen.  

Wie funktioniert Justt? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Für Creator:innen funktioniert Justt zunächst einmal so einfach wie das Schreiben einer WhatsApp. So komplex und vielfältig das Produkt ist – es muss einfach zu bedienen sein. Weitere Vorteile sind: der native, mobile Ausspielweg in einem visuell starken Format. 

Für Nutzer:innen bietet sich ein redundanzfreies Leseerlebnis. Und die Möglichkeit, Medien aller Art in einer App konsumieren zu können. 

Die Creator:innen wiederum behalten alle Rechte, Zugriff auf ein hochmodernes CMS-System, vielfältige Monetarisierungsoptionen und einzigartige Features. Aktuell entwickeln etwa eine Funktion, mit der Content dauerhaft zugänglich und auswertbar wird – sprich wir lösen die in den Medien immer noch vorherrschende Fire & Forget-Logik auf und machen Content langfristig auswertbar. 

Justt, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das nächste Ziel ist, die erste Finanzierungsrunde zu schließen. Wenn Du in fünf Jahren irgendwo auf der Welt jemanden fragst, wo man zu einem bestimmten Thema gute, sichere Informationen herbekommst, dann werdet Ihr folgende Antwort bekommen: Schau bei Justt nach! 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Glaubt an Eure Vision und geht Euren eigenen Weg (1), validiert so früh wie möglich (2) und wenn das Ergebnis positiv ist und einen klaren Weg weist: durchhalten! (3) 

Wir bedanken uns bei Anatol Munz  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Fressnapf Gruppe gründet neue Einheit fnx

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fnx

Die Fressnapf Gruppe, Europas führende Fachhandelskette für Heimtierbedarf forciert den Aufbau eines kanalübergreifenden Ökosystems für Tierhalter:innen von Dänemark bis nach Italien. Unter dem Namen „fnx“ (www.fnx.pet) wird nun auf diesem Weg ein neuer Bereich für das Dienstleistungsgeschäft um innovative Geschäftsmodelle und Services außerhalb des Kerngeschäfts aufgebaut. Hier kann es sich sowohl um eigene Angebote der Fressnapf Gruppe, als auch um mögliche Partnerschaften mit Startups handeln. Standort der stark wachsenden Einheit ist der Fressnapf Standort im Medienhafen in Düsseldorf. Ziel von fnx ist es, Tierfreund:innen in Europa Orientierung und Unterstützung bei allen Themen zu bieten, die sie mit Ihrem Haustier beschäftigen.

In dem neuen Bereich arbeiten Mitarbeitende mit Tech-, Innovations- und Startup-Hintergrund an bestehenden Lösungen wie dem digitalen Tierarzt „Dr. Fressnapf“, dem Fressnapf GPS-Tracker, der Fressnapf Trainings- Plattform aber auch physischen Angeboten wie dem Tierfriseur „Fressnapf Salon“ und den „Activet“ Tierarztpraxen. Zusätzlich arbeitet das Team auch an neuen Themen wie Tierversicherungen oder einer Wunschtierberatung bzw. -vermittlung. „In Zukunft wird die Fressnapf Gruppe ein integriertes Angebot für alle Tierfreund:innen anbieten – online wie offline, in Deutschland und Europa“, sagt Fressnapf Geschäftsführer Dr. Johannes Steegmann.

Die Leitung von fnx übernimmt Dr. Jens Pippig, der seit November 2021 Teil der Geschäftsleitung der Fressnapf Gruppe ist.

Zuvor war er unter anderem CEO von SevenVentures und dem ProSiebenSat.1 Accelerator und gilt innerhalb der Tech- und Startup-Branche als sehr gut vernetzt. Ziel ist es „ein anerkannter Partner in der Startup- Szene zu werden und Anlaufstelle für Kooperationen und Venture-Investitionen zu sein“, so Pippig.

Für die neue Einheit in Düsseldorf werden neue Mitarbeitende und Start-ups, die mit ihren Ideen – sei es physisch oder digital – das Leben von Heimtierhalter:innen einfacher, besser und glücklicher machen, stets gesucht.

Quelle Fressnapf Holding SE

Lernen, die Unsicherheit zur Komfortzone zu machen

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Anna Mahlodji Happy Plates 2 Minuten 2 Millionen rezeptplattform

Anna Mahlodji und Simon Jacko, die Gründer der Rezeptplattform Happy Plates, waren in der PULS 4 Gründershow 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup Happy Plates doch kurz vor!

Happy Plates ist eine Rezeptplattform, die es einfach macht, regelmäßig frisch zu kochen. Auf unserer Website finden Kochinteressierte zahlreiche Rezepte für jeden Geschmack und Ernährungsstil. Das Besondere ist, dass die User*innen die Rezeptzutaten mit wenigen Klicks direkt bei ihrem Lieblings-Supermarkt bestellen können – und zwar ohne Aufpreis, Zusatzkosten oder Abo. Derzeit arbeiten wir in Österreich mit Billa, Interspar und Gurkerl zusammen.

Wie ist die Idee zu Happy Plates entstanden?

Ich, Simon, hab mir früher sehr gerne Kochshows von Jamie Oliver angeschaut. Danach war ich zwar hochmotiviert, die Gerichte nachzukochen, stand aber immer vor der Frage, wo ich die passenden Zutaten dafür kaufen kann. Damals hab ich mir gedacht: Warum ist das so? Warum muss ich mir alles mühsam zusammensuchen und kann nicht einfach nach Rezepten einkaufen? Happy Plates ist eine zeitgemäße, einfache Lösung für dieses Problem.

Welche Vision steckt hinter Happy Plates?

Wir wollen das Kochen und Einkaufen so bequem wie möglich machen! Und damit allen ermöglichen, regelmäßig frisch und gesund zu kochen, auch wenn im stressigen Alltag oft die Zeit und die Inspiration fehlt.

Wer ist die Zielgruppe von Happy Plates?

Im Grund jeder, aber im Besonderen sprechen wir Menschen an, die frisch kochen und gut essen wollen, denen aber im Alltag die Zeit fehlt, stundenlang Kochbücher zu wälzen, Einkaufslisten zu schreiben und diese Schritt für Schritt abzuarbeiten.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich für die Sendung “2 Minuten 2 Millionen” zu bewerben?

Es war schon lange unser Wunsch, an der Show teilzunehmen. Wir kennen die Sendung natürlich und für uns war klar: Sobald wir mit Happy Plates auf dem Markt sind, wollen wir uns bewerben, um unser Produkt zu pitchen. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben uns mit Pitch-Coach Nikola Vodicka auf den Auftritt vorbereitet – und können sie aus vollstem Herzen weiterempfehlen!

Sie sind eines der wenigen Start-up-Unternehmen, das es in die Sendung „2 Minuten Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Sehr motivierend. Der Auftritt in der Sendung war eine schöne Bestätigung, dass das, was wir machen, großes Potenzial hat. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Happy Plates aufmerksam werden?

Wir sind überzeugt von unserem Produkt und konnten es kaum erwarten, Happy Plates den Investor*innen und dem Fernsehpublikum vorzustellen. Das positive Feedback hat uns bestärkt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir hatten vor allem Felix Ohswald im Fokus, der vorgemacht hat, wie man ein Start-up international skaliert. Außerdem hat Ohswald 2018 selbst an “2M2M” teilgenommen.

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Wir haben viele spannende Kooperationsanfragen bekommen und durften uns – wie von Stefan Piëch in der Sendung versprochen – beim MIT Bootcamp bewerben. 

Happy Plates, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, die erste internationale Rezeptplattform zu werden und Menschen weltweit zum frischen Kochen zu motivieren. In fünf Jahren? Wir denken, dass wir bis dahin mehrere neue Märkte erschlossen und eine starke internationale Brand und Community aufgebaut haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Flexibel auf äußere Umstände zu reagieren, aber trotzdem das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. 

2. Zu lernen, die Unsicherheit zur Komfortzone zu machen. 

3. Dranbleiben! Such dir ein Team, das genauso wie du an die Vision glaubt und das sich immer wieder gegenseitig motiviert. Die Idee ist zwar das Fundament, aber die Umsetzung macht 99% des Erfolges aus. 

Wir bedanken uns bei Anna Mahlodji und Simon Jacko für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Happy Plates

Kontakt

Happy Plates GmbH
Fillgradergasse 8
1060 Wien
Österreich

www.happyplates.com
mail@happyplates.com

Ansprechpartner: Anna Mahlodji

Social Media:
Instagram
Facebook

Unternehmerisches Denken

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Merula Merula Cup One-Size Menstruationstasse 2 Minuten 2 Millionen frauen

Die Gründer von Merula, Merula Cup One-Size Menstruationstasse, waren in der PULS 4 Gründershow 2 Minuten 2 Millionen

Wie ist die Idee zu Merula entstanden?

Meine Mitgründerin Merle fand die Idee hinter der Menstruationstasse damals sehr praktisch, allerdings gab es zu viele verschiedene Modelle und Größen, die es einem erschwert haben, die passende Menstruationstasse zu finden. Also hat sie intensiv an einer „one-size“-Variante getüftelt und nach einem Jahr Entwicklungszeit ist hierbei der Merula Cup herausgekommen.

Welche Vision steckt hinter Merula?

Wir möchten den Personen, die monatlich menstruieren, die Periode erleichtern. Sei es, dass sie von bisherigen Einwegartikeln, wie Tampons oder Binden, auf Menstruationstassen umsteigen oder ihnen die Wahl der passenden Menstruationstasse leichter fällt. Zudem möchten wir mit unserem Unternehmen auch einen Beitrag zur Müllreduktion leisten. In Deutschland und Österreich landen jährlich allein etwa 78.000 Tonnen an Einweg-Periodenprodukten im Müll, das ist der absolute Wahnsinn.

Wer ist die Zielgruppe von Merula?

Alle Menstruierenden. Das sind überwiegend Frauen im Alter von etwa 12 bis 50 Jahren. Aber es gibt auch Menschen, die ihre Periode haben, sich jedoch nicht als Frau fühlen oder definieren. Von daher sprechen wir nicht nur von Frauen sondern allgemeiner von Menstruierenden. Die Kernzielgruppe liegt allerdings zwischen 25-40 Jahren, da in dem Alter oftmals schon ein intensiveres Körperbewusstsein existiert. Wobei die Neugier, Offenheit und Nachfrage bei Teenagern immer weiter steigt.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Wir möchten auf dem österreichischen Markt mehr Fuß fassen und haben uns seinerzeit überlegt, wie wir das angehen können. Dabei kam uns „2 Minuten 2 Millionen“ in den Sinn, das viele in Deutschland gar nicht kennen, ihnen ist meist nur „Die Höhle der Löwen“ bekannt. Aber wir hatten schon mitbekommen, dass auch andere Startups aus Deutschland dort ihr Glück versucht hatten. Also dachten wir uns ‚Warum nicht auch wir?‘, denn wir wollten explizit vor das Österreichische Publikum treten und einen Investoren finden, der auf genau diesem Markt zu Hause ist.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Intensiv! (lacht) Jeder, der schon einmal ein solches Format gesehen hat, egal ob „2 Minuten 2 Millionen“, „Die Höhle der Löwen“ oder „Sharktank“ hat bei manchen Startups nur mit dem Kopf geschüttelt. Entweder wussten sie nicht genau, wer vor ihnen sitzt oder noch schlimmer, sie hatten nicht mal die betriebswirtschaftlichen Zahlen auf dem Schirm oder konnten detaillierte Fragen zu ihrem Unternehmen beantworten. Die Vorbereitung ist das A&O, mal ganz davon abgesehen, dass man gewisse Dinge über sein Unternehmen einfach im Schlaf wissen und können muss, denn das ist ein Indiz dafür, dass man als Unternehmer für sein Unternehmen lebt. Zweifelsohne darf man mal haspeln oder aus der Nervosität heraus etwas sagen, wo man sich im Nachhinein sagt ‚Ohje, das hätte ich besser beantworten können‘. Schließlich ist das eine außergewöhnliche Situation vor so bekannten Investoren und einer Vielzahl von Kameras im TV-Studio zu stehen.

Wir haben bei uns in der Firma ein Team gebildet, in dem jeder seine Aufgaben bekam:

Die Recherche mit Informationen über die Investoren, Recherchearbeiten zu Fakten, die wir in unserem Pitch ansprachen und natürlich auch belegen wollten. Gleichfalls wurde am Bühnenbild gearbeitet. Wir steckten in mehreren Meetings unsere Köpfe zusammen und präsentierten die Ergebnisse gegenseitig. Außerdem veranstalteten wir „2 Minuten 2 Millionen“-Abende, an denen Nina und ich gemeinsam vor Mitarbeitern und auch externen pitchten und eine anschließende Fragerunde durchführten, genau so wie in der Sendung abläuft.

Dazwischen gab es immer wieder Feedback und so entwickelte sich nach und nach der perfekte Pitch. Hierbei erhielten wir auch in der Anfangszeit Unterstützung vom „Pitch-Doktor“ Dr. Florian Kandler, der auf Wunsch allen 2M2M-Teilnehmern zur Seite gestellt wird. Nach unseren Pitch- und Feedback-Runden schauten wir dann gemeinsam die aktuellen Folgen von „2 Minuten 2 Millionen“, damit wir alle ein noch besseres Gefühl von der Show und den Investoren bekommen. Selbst am Abend vor der Aufzeichnung haben wir noch mal im Hotel gepitched, vor unserer Social-Media-Mitarbeiterin Anita und unserem Freund Dominik, die uns nach Wien begleiteten. Wir wollten, dass die ersten zwei Minuten absolut sitzen und gleichzeitig auf jegliche Fragen vorbereitet sein.


Natürlich ist das eine Menge Arbeit, aber nur wer die Sache auch wirklich ernst nimmt, kann sich später entsprechend präsentieren. Ob uns das gelungen ist, können dann die Zuschauer am Dienstagabend entscheiden… (lacht)

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Der betriebene Aufwand spricht sicherlich schon eine deutliche Sprache, wie motivierend das für uns gewesen ist. Als der Anruf von der Produktionsgesellschaft kam, dass wir dabei sind, wurde erst einmal laut gejubelt und dann mit einem Kurzen angestoßen. Das durfte dann auch mal während der Arbeitszeit sein. (lacht) Aber kaum stand das fest, gingen auch schon direkt die Vorbereitungen los.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Merula aufmerksam werden?

Presse und Aufmerksamkeit der Medien, sofern diese überwiegend positiv ist, schadet sicherlich keinem Unternehmen. Es erhöht die Bekanntheit und stärkt damit zugleich auch die Marke. Außerdem bereichert es den eigenen Horizont, weil man viele neue interessante Persönlichkeiten kennenlernt und gleichfalls auch im Team weiter zusammenwächst. Welche Dynamik sich im Team während den Vorbereitungen entwickelte und wie viel Lust alle zusammen darauf hatten, das erlebst du nicht im alltäglichen Arbeitsleben. Es war für alle etwas Besonderes. Der Abend der Ausstrahlung und die Tage sowie Wochen danach sehen wir als „on top“-Erlebnis. Wir sind gespannt, was noch kommen wird.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Katharina Schneider, Martin Rohla und Alexander Schütz standen für uns im Fokus. Letzterer war leider bei unserem Pitch nicht dabei. Aber auch bei Philipp Maderthaner und Felix Ohswald war es unklar. Philipp war sehr neu dabei und bei Felix wussten wir nicht, ob er nicht vielleicht auch völlig neue Wege gehen wollte. Lediglich bei Leo Hillinger und Hans Peter Haselsteiner schienen wir uns im Vorfeld sicher zu sein, dass unser Unternehmen nicht in ihr Portfolio passen würde. Aber wer weiß, wie es am Ende ausgegangen ist… (schmunzelt)

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Dazu müssen wir erst einmal die Ausstrahlung abwarten, gern können wir uns darüber dann noch mal in einem Jahr unterhalten.

Merula, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wie bei jedem Unternehmen hoffen wir natürlich auch, dass die Kurve weiter nach oben zeigt. Wir weiterhin gute Ideen haben, mit dem wir die Endverbraucher:innen begeistern und uns von der Masse abheben können. Wir möchten weiter wachsen und die Marke Merula zu einer wichtigen Brand in der Hygieneartikelwelt werden lassen. Das sind ambitionierte Ziele, zweifelsohne, aber wer sich mit dem Heute zufrieden gibt, hat morgen schon verloren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Unternehmerisches Denken:

Es ist wichtig, das Wohl des Unternehmens vor das eigene Wohl zu stellen. Gerade in der Anfangszeit ist es unheimlich wichtig, die eigenen Wünsche hinten anzustellen. Sei dies bei der Zeit, die man aufbringen muss, aber vor allen Dingen bei den Finanzen. Wer sich zu schnell zu viel Geld aus dem Unternehmen holt und in die eigene Tasche steckt, fährt das Unternehmen schneller an die Wand, als ihm lieb ist. Ich habe über sechs Monate zu meinem parallel verlaufenden Job täglich etwa 6 Stunden zusätzlich gearbeitet ohne mir dafür nur einen Euro auszubezahlen. Nur wer diesen Willen an den Tag legt, kann auch etwas erreichen und daran scheitern leider schon die meisten.

Geduld:

Und damit geht auch schon automatisch der nächste Tipp einher. Es wird nicht alles immer gleich funktionieren oder aber es kommen Probleme auf, mit denen man zuvor nicht gerechnet hat. Man wächst mit seinen Aufgaben und das trifft in diesem Fall absolut zu. Das ist nicht immer leicht und kostet viel Nerven. In diesem Moment ist es wichtig, wenn man ein gutes Team oder einen Mitgründer an seiner Seite hat. So kann man sich gegenseitig pushen, auch wenn es mal wieder ein unerwartetes Tief geben sollte.

Eigenverantwortung:

Dies ist auf mehrere Bereiche aufzuteilen, z.B. die Warenphilosophie: Ich bin kein Freund von Outsourcing und möchte meine Ware lieber bei mir vor Ort haben. So habe ich jederzeit Zugriff darauf und eine bessere Qualitätskontrolle. Andererseits die Mitarbeiterphilosophie: Gerade als Gründer und Geschäftsführer ist es wichtig, Dinge abgeben zu können. Zum einen, um sich selbst zu entlasten und zum anderen, den Mitarbeitern eine Wertschätzung zu zeigen. Lasst eure Mitarbeiter in Eigenverantwortung Dinge erledigen und ihr werdet in den meisten Fällen sehen, dass es sich absolut lohnt.

Bild: Nina Dankert (Assistentin der Geschäftsleitung) und André Eichhorn (Mitgründer und Geschäftsführender Gesellschafter) ©PULS 4/Gerry Frank

Wir bedanken uns bei André Eichhorn für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Genießt die Journey! 

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Vanilla Sand nachhaltig Portugal Sommermode

Vanilla Sand nachhaltig und fair in Portugal produzierte Sommermode

Stellen Sie sich und das Startup Vanilla Sand doch kurz unseren Lesern vor!

Vanilla Sand ist ein deutsch-portugiesisches nachhaltiges Sommer-Modelabel. Das Label verbindet lässige, sinnliche Designs mit dem Anspruch an nachhaltige und faire Produktion.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe mir Zum Ziel gesetzt,  leichte & schöne Sommermode inspiriert durch die Kultur Portugals zu kreieren, ohne dabei den Schutz der Umwelt oder soziale Arbeitsbedingungen zu vernachlässigen. Wir kennen all unsere Produzenten/innen persönlich und achten auf faire Bezahlungen. 80% der Produktion laufen über ein Familienunternehmen in Nord-Portugal – rund 20% werden von Näherinnen in Brasilien hergestellt. Von Beginn an unterstützt Vanilla Sand nachhaltige Projekte, wie auch das in Sao Tome e Principe, wo wir jungen Frauen Schwimmmode zur Verfügung stellen, Surfen zu lernen, um sich im Alltags-und Berufsleben besser durchzusetzen.

Was war bei der Gründung von Vanilla Sand die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung war nicht ein anderes schnell wachsendes & getriebenes Startup zu werden, das heißt für mich so viel, dass man nicht dem Preiskampf verfällt oder durch den Druck der Investoren Marketingstrategien wählt, die an sich nicht ins nachhaltige Konzept passen (Preiskalkulationen auf Rabattaktionen, Wegschmeiß Image usw.).

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Absolut, auf dem Weg erfährt man sowieso vieles Neues und Dinge relativieren sich. Es ist nur wichtig, dass man nie vergisst warum man gestartet hat & wo sein Herzblut ist, um für sich und das Unternehmen nachhaltig zu agieren.

Welche Vision steckt hinter Vanilla Sand?

Wir wollen eine Marke sein, an die man denkt & vorzugsweise schon trägt, wenn man auf Qualität und Nachhaltigkeit setzt und trotzdem junge Trends nicht missen möchte. Unsere Designs sind z.Tl. aus Brasilien und Australien, die einfach nie aus der Mode fallen oder Standard sind.

Wer ist die Zielgruppe von Vanilla Sand?

Unsere Zielgruppe sind junge erwachsene Frauen und Männer, nach ihrer Ausbildung / Studium, die ihr erst verdientes Geld oder schon Teil ihres etabliertes Einkommen habe, sinnvoll und nachhaltig investieren wollen.

Was ist das Besondere an der Mode? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Mode ist rein, also aus 100% organischen Stoffen und mit Naturfarbe gefärbt. Zudem sind die Teile sehr leicht gewichtig – für anstehenden Reisen perfekt! Die Mode drückt Lebensfreude und Komfort aus, und hat ein Touch von Sinnlichkeit. Wir bieten für Frauen, Männer und Kinder ausgewählte Designs an, sodass man auch im Partner-Look gehen kann.

Vanilla Sand, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen in 5 Jahren eine etablierte Sommer-Marke sein, die über Grenzen hinweg, für Nachhaltigkeit & kulturelle Offenheit steht. Unsere ausgewählten Töne passen zu jeder Hautfarbe und wir unterstützen diese Vielfalt und sehen darin die Schönheit unserer Mode!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Fangt einfach an, plant nicht zu groß und genießt die Journey! 

Wir bedanken uns bei Corinna Dickenbrok für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Seid bold und mutig!

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improveMID Analyse mentaler Gesundheit Arbeitsplatz

improveMID: Analyse und Stärkung von mentaler Gesundheit am Arbeitsplatz

Stellen Sie sich und das Startup improveMID doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Diana Kovaleva, Marion Riedel und Ina Haug, drei Wirtschaftspsychologinnen aus Stuttgart und haben uns vor mittlerweile 1,5 Jahren zusammengefunden, um unserem Herzensprojekt nachzugehen: die Analyse und Stärkung von mentaler Gesundheit am Arbeitsplatz. Dafür entwickeln wir ein datengetriebenes Tool, welches psychische Belastungen am Arbeitsplatz erkennt, dahinterliegende Ursachen analysiert und daraus Maßnahmen ableitet.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Das ganze Gründungsvorhaben ist aus einem Hochschul-Projekt im Masterstudium entstanden. Und aus diesem Projekt wurde mehr und obwohl wir alle 3 nicht geplant hatten, ein Unternehmen zu gründen, können wir uns jetzt nichts anderes mehr vorstellen. Viel Verantwortung, viel Impact, viel Purpose!

Welche Vision steckt hinter improveMID?

Unsere Vision ist es, eine Arbeitswelt zu schaffen, in der es allen Menschen mental gut geht. Dazu braucht es eine skalierbare Lösung wie unsere – mit der es Arbeitgebern leichter fällt sich für die mentale Gesundheit der Belegschaft einzusetzen. 

Wir sehen außerdem eine gesellschaftliche Verantwortung, unser wirtschaftspsychologisches Fachwissen in Kombination mit unternehmerischem Denken zu nutzen, um eine der größten Gefahren des 21. Jahrhunderts – psychische Erkrankungen, insbesondere Depressionen – zu bekämpfen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war zu Beginn die Vereinbarkeit. Wir haben alle drei noch studiert, hatten Nebenjobs und wollten aber so viel Zeit wie möglich in unser StartUp investieren. 

Um ehrlich zu sein ist aber jeder Tag eine Herausforderung. Wir gründen alle zum ersten Mal, jede Phase ist neu und es gibt häufig Probleme, die wir zum ersten Mal haben. Da hilft uns aber unser gutes Netzwerk an der Hochschule sowie der Gründermotor in Stuttgart und die CampusFounders in Heilbronn, wodurch wir immer wieder tolle Unterstützung bekommen.

Seit 1. März 2022 werden wir durch das Landesprogramm in Baden-Württemberg „Junge Innovatoren“ finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von improveMID?

Jedes Unternehmen, das sich für die mentale Gesundheit seiner Mitarbeitenden einsetzen möchte. Einen Fokus legen wir auf mittelständische Unternehmen, die vom Fachkräftemangel besonders betroffen sind, wie bspw. aus der Medizin- oder IT-Branche.

Wie funktioniert improveMID? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir möchten es Unternehmen ermöglichen, die Belastungen für die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz zu analysieren und zu verbessern. Dazu haben wir ein Tool entwickelt, das zunächst die Belastungen der Mitarbeitenden mithilfe einer Befragung erfasst. Unsere Analyse-Algorithmen zeigen dann auf, welche Belastungen vorliegen, wie diese miteinander zusammenhängen und wie sie sich auf zentrale Kennzahlen, wie Leistungsfähigkeit oder Bindung an das Unternehmen auswirken. Unser System ist hierbei DSGVO-konform und erhebt Daten auf Teamebene sowie auf Unternehmensebene.

Von der Konkurrenz unterscheidet uns unser Fragebogen, der sich intelligent an den Mitarbeitenden anpasst sowie die tiefgreifende Analyse, die dem Unternehmen in prägnanten Dashboards einen Überblick über Belastungen und Ressourcen gibt. So werden Unternehmen handlungsfähig und wissen, welche Maßnahmen eingeleitet werden müssen zur Stärkung der mentalen Gesundheit.

improveMID, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wünschen uns, dass sich in Zukunft alle Unternehmen für die mentale Gesundheit ihrer Mitarbeitenden einsetzen. Nicht nur, weil es bereits eine gesetzliche Vorschrift ist, sondern auch weil es Unternehmen sozial und wirtschaftlich erheblich weiterbringt. Wir freuen uns, wenn wir möglichst viele Unternehmen mithilfe unseres Tools dabei unterstützen können. 

In 5 Jahren werden wir über 300 Firmen dabei geholfen haben, die mentale Gesundheit signifikant zu verbessern. Dazu werden wir ein starkes Team aufgebaut haben, das gemeinsam mit uns für das Thema brennt. Dabei wollen wir immer innovativ bleiben, unser Produkt stetig verbessern, um die Analyse von mentaler Gesundheit so einfach wie möglich zu machen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nutzt Netzwerke und traut euch um Support zu bitten. Die meisten Menschen freuen sich ein Impact-starkes Projekt unterstützen zu können.

Lasst euch nicht von Personen, die eure Story, eure Vision und eure Expertise nicht kennen, verunsichern oder reinreden. Überlegt euch, wessen Meinung wirklich zählt. Definiert für euch welche Personen euch beraten und welche nicht.

Seid bold und mutig! Wir haben uns vor allem am Anfang schwergetan, selbstbewusst davon zu erzählen wer wir sind und was wir machen. Ihr habt es drauf und das dürft & sollt ihr zeigen!

Wir bedanken uns bei Diana Kovaleva, Marion Riedel und Ina Haug für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einen klaren Kopf bewahren

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Mental-Meister Mental-Box

Mental-Meister: Mental-Box mit Zeitschloss für deine digitale Pause

Stellen Sie sich und das Startup Mental-Meister doch kurz unseren Lesern vor!

Der Stress des digitalen Zeitalters und die damit einhergehende Informationsflut überwältigt uns zunehmend. Unser Gehirn braucht Pausen, um das, was es wahrnimmt, zu verarbeiten. Zusätzlich wird es ständig von Benachrichtigungen unseres Handys abgelenkt, sodass wir oft ein zwanghaftes Verlangen haben, auf Nachrichten zu antworten. Denn damit geht ja auch der nächste Dopaminausstoß im Gehirn einher. Digitale Geräte, insbesondere unsere Smartphones, sind praktische Tools um sich fortzubilden und informiert zu bleiben. Aber das hohe Suchtpotential und die damit einhergehenden negativen Auswirkungen auf unsere Hirnleistung sind nicht zu unterschätzen.

Wir haben die Mental-Box entwickelt, um diese Herausforderungen zu meistern:

Das Smartphone kann für eine Zeit zwischen 1min und 99 h in der Box weggeschlossen werden. In der Zeit geht es dann ans Lernen oder an die Arbeit. Da in unsere Box mindestens 5 Smartphones gleichzeitig passen, kann auch der Freunde- oder Familienabend handyfrei gestaltet werden. Und wenn man sicher gehen will, dass man danach nicht betrunken mit dem Auto umherfährt kommt der Schlüssel gleich mit in die Box. Bei der Entwicklung der Box war uns wichtig: Sie soll für jeden erschwinglich bleiben, soll hochwertig und robust sein und zum größten Teil recyclebar sein. Daher besteht die Box aus recyclebarem Weißblech und auch unser Schloss hat einen Metallrahmen. Wenn das Handy nach seinem Gefängnisaufenthalt geladen sein soll, könnt ihr euch optional noch eine passende Ladestation dazubestellen.

Dabei geht es um uns weit mehr:

Das Handy ist nicht aus unserem Leben wegzudenken und wir wollen es ja auch weiter nutzen. Nur bewusst und im passenden Moment soll es sein. Damit die Mental-Box nach dem Kauf nicht in der Ecke landet und nie wieder genutzt wird, haben wir für euch ein ganzes E-Book zum Kauf der Box verfasst, in dem genau beschrieben wird, wie die Mental-Box das eigene Leben bereichern kann. In Zukunft werden spannende Online-Kurse und Produkten rund um mentale Gesundheit und den gesunden Umgang mit digitalen Medien erstellt.

Hinter Mental-Meister stecken wir – Maik (24) und Tobias (23). Maik war als Entwicklungsingenieur bei einem bekannten Automobilkonzern in Deutschland tätig und hat daraufhin Erfahrung in einem eigenen E-Commerce Unternehmen gesammelt, bevor er mit Tobias Mental-Meister gegründet hat. Tobias hat eine kaufmännische Ausbildung bei einem deutschen Mittelständler gemacht und studiert zur Zeit Wirtschaftspsychologie an der FH-Bielefeld.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wie wichtig digitale Pausen sind und seinen Tag durch starke Gewohnheiten zu planen ist mir erst klar geworden, als ich durch mein Studium und die zahlreichen Bücher mit den Themen in Berührung gekommen bin. Eine entsprechende Umstellung meiner Gewohnheiten war augenöffnend und erst jetzt merke ich, wie unbewusst und hektisch ich mein Leben zuvor angegangen bin. Mit Mental-Meister haben wir nicht nur die Möglichkeit uns beruflich genau in diesem spannenden Themenfeld zu bewegen und unsere eigene Lebensweise glücklicher zu gestalten.

Welche Vision steckt hinter Mental-Meister?

Durch Social Media und den enormen Informationsfluss leben wir alle in unserer eigenen kleinen Bubble und vernachlässigen unseren Geist, Körper und Mitmenschen. Durch die Mental-Box und weitere Produkte und Dienstleistungen, die noch folgen werden, können wir unseren Kunden mehr Bewusstheit für den Moment, Fokus auf die eigenen Ziele und wertvolle Zeit mit anderen ermöglichen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Da gab es einige, aber vor Allem die Produktentwicklung. Die Box sollte nachhaltig, kostengünstig und robust werden. Eigenschaften, die oft widersprüchlich sind. Wir haben als Material erst auch Holz in Erwägung gezogen. Allerdings hätten wir die Box dann niemals unter 50 Euro anbieten können und das wollten wir nicht. Da Metall sich unendlich oft recyceln lässt, haben wir uns für die Weißblechbox entschieden, die Erstauflage ist jedoch enorm groß – vor Allem weil wir mit unserem Produktionspartner einige Anpassungen vornehmen mussten, um alle nötigen Funktionalitäten sicherzustellen. Wir sind tatsächlich schon seit Juni letzten Jahres an der Umsetzung und freuen uns daher sehr auf den Versandstart am 16.05.. Wir haben beinahe unser gesamtes Erspartes in das Projekt investiert. Damit wir tatsächlich starten können brauchen wir voraussichtlich noch finanzielle Mittel. Über Startnext könnt ihr uns mit einer Vorbestellung oder auch freien Spende den letzten finanziellen Boost geben, um einen erfolgreichen Marktstart zu unterstützen.

Wer ist die Zielgruppe von Mental-Meister?

In erster Linie Menschen, die das Arbeiten und Lernen produktiver und bewusster gestalten wollen, also Erwerbstätige, Studenten und Schüler. Aber auch Eltern haben die Möglichkeit, durch die Mental-Box eine starkes Tool zu erhalten, um ihren Kindern den bewussten Umgang mit dem Smartphone beizubringen.

Wie funktioniert Mental-Meister? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Handy wird in die Mental-Box gepackt und das Schloss für die gewünschte Zeit zugeschlossen. Jetzt wird sich erstmal der Arbeit, den Freunden oder dem Lernen gewidmet. In der Zeit kann das Handy auf der Ladestation neue Power holen. Und wenn du fertig bist, geht das Schloss automatisch wieder auf und du kannst wie gewohnt dein Handy nutzen. Wir haben bei uns eine Lösung für das Laden direkt integriert – unnötige Fummelei, um das Handy in der Box mit dem Ladekabel zu verbinden entfällt. Unsere Box ist- vor Allem im Vorverkauf- deutlich günstiger als andere Anbieter, bei einem gleichzeitig nachhaltigen Design mit klimaneutralem DHL-Versand. Zudem geben wir unseren Kunden beim Kauf erst ein kostenloses E-Book zur optimalen Nutzung der Box und Etablierung starker Gewohnheiten im Umgang mit dem Smartphone mit an die Hand. So verschwindet die Mental-Box nicht auf dem Dachboden, sondern bereichert regelmäßig das eigene Leben.

Mental-Meister, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wenn es um geistige Stärke und Gesundheit geht, wollen wir die erste Anlaufstelle werden. Das gilt sowohl für physische Produkte, als auch für Workshops, Seminare und Dienstleistungen rund um eine bewusste Lebensweise und den Umgang mit den Herausfoderungen des Informationszeitalters. Unsere Kunden und Community soll die Möglichkeit bekommen, den eigenen #roadtomentalmeister zu beschreiten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ersteinmal einen klaren Kopf bewahren. Eine Unternehmensgründung ist mit so vielfältigen Herausforderungen verbunden, dass auch wir anfangs stark in einen Zustand der „Geschäftigkeit“ verfallen sind. Wir haben den ganzen Tag gearbeitet, aber selten klar auf unser Ziel hin. Das Zweite ist Umsetzung: Egal, was ihr plant, es wird sowieso nicht so kommen. Geht davon aus, 10 mal mehr Energie in die jeweilige Aufgabe zu stecken und fangt direkt damit an. Orientiert euch mehr an grob aufgestellten Zielen, als an exakten Plänen. Drittens hat es uns enorm geholfen, Praktiken aus der Achtsamkeitslehre für uns zu übernehmen. Tobias meditiert jeden Tag 10 min, ich zwischen 5 und 30 min, je nachdem, wie klar mein Geist am jeweiligen Tag ist. Die Muster der Mental-Box nutzen wir jetzt schon aktiv um beim Aufstehen, Schlafengehen und Arbeiten die Ablenkung durch das Handy und ich auch die Versuchung durch meine geliebte Switch-Konsole zu eliminieren.

Wir bedanken uns bei Maik Abrams für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Mental-Meister

Kontakt:

Mental-Meister GmbH
Auf der Bülte 12
D-32049 Herford

https://www.mental-meister.com
maik.abrams@mental-meister.com

Ansprechpartner: Maik Abrams

Social Media:
Crowdfunding
Instagram
Facebook
Pinterest

Als Gründer sollten wir mehr zusammenarbeiten

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soultable

SoulTable: Durch Psychologen moderierte, lösungsorientierte Gruppengespräche per Videokonferenz

Stellen Sie sich und das Startup SoulTable doch kurz unseren Lesern vor!

Mit SoulTable bieten wir drei Gründer Björn(Business), Simone(Psychologie) und Robin(Technologie) eine Plattform an, um Menschen bei der Bewältigung herausfordernder Lebensphasen zu unterstützen. Wir möchten einen sicheren Raum bieten, in dem sich Menschen mit den gleichen Herausforderungen (z.B. frisch gebackene Mütter / Väter unter sich) austauschen und gegenseitig unterstützen können. Wir arbeiten mit durch Psychologen moderierte, lösungsorientierte Gruppengespräche per Videokonferenz.

Das Ganze On-Demand und dank einer Kooperation mit einer Krankenkasse, aktuell für jeden Teilnehmer:in zu einem Preis von ungefähr zwei Kaffee pro Woche.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Um professionelle Unterstützung für die mentale Gesundheit zu erhalten, muss man entweder lange warten, viel zahlen oder ist zum Großteil mit Apps und Online-Tools auf sich alleine gestellt, die Herausforderungen zu bewältigen.

Mit SoulTable möchten wir Menschen unterstützen, Probleme anzugehen und sich aktiv um ihre mentale Gesundheit zu kümmern – bevor eine Therapie nötig wird. Oft müsste es gar nicht so weit kommen, dass jemand eine Behandlung braucht: Wenn mehr Menschen die Möglichkeit nutzen könnten, bei Belastungen gut für sich zu sorgen, könnte man den Teufelskreis, der bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von seelischen Erkrankungen oft eine Rolle spielt, bei Vielen durchbrechen. Viel unnötiges Leid und auch Behandlungskosten könnten vermieden werden.

Das hat uns motiviert, SoulTable zu gründen.

Welche Vision steckt hinter SoulTable?

Genau wie Profi-Sportler, Formel-1-Fahrer oder auch Schauspieler möchten wir dazu beitragen, es „normal“ zu machen, dass man nicht nur auf Bewegung und Ernährung achtet, sondern auch auf sein mentales Wohlbefinden. Wir möchten das Thema seelische Gesundheit weiter enttabuisieren und so auch unsere Gesellschaft ehrlicher, empathischer, weniger einsam und etwas glücklicher machen.

Das Leben bietet immer neue Herausforderungen. Wir sollten sie zusammen mit Gleichgesinnten, sozial und mit einer Prise Humor angehen. Damit wollen wir die Nummer 1 Plattform für die mentale Prävention werden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Menschen den Mehrwert zu erklären, an der mentalen Gesundheit zu arbeiten, statt alles zu verdrängen, auch wenn man sich dabei (zumindest halbwegs) gut fühlt, kann schwierig sein. Dabei erleben alle Menschen immer wieder große Herausforderungen oder Krisen im Leben. Manchmal will man nicht zugeben, dass man gerade Unterstützung oder auch jemanden zum Reden braucht.

Bisher haben wir viel unentgeltlich in der Freizeit entwickelt. Nun erhalten wir eine erste Finanzierung durch den IT Inkubator aus Saarbrücken.

Wer ist die Zielgruppe von SoulTable?

Ein:e Angestellte:r nach einer gestressten Woche. Eine frisch “gebackene” Mutter, die sich in der neuen Rolle noch nicht zurecht findet. Ein Student, der/die an ihre Grenzen kommt. Jemand, der nach langer Beziehung von dem/der Partner/in verlassen wurde und gerade nicht weiß, wie es weiter gehen soll.  Da das Leben generell eine Herausforderung ist, gibt es immer Bedarf, sich damit auseinanderzusetzen. Ob zur Prävention, zur Verbesserung des Wohlbefindens, als zusätzliche Unterstützung neben einer laufenden Therapie oder nach einer Therapie. Bei einem kostenlosen Kennenlerngespräch kann man bei uns auch mehr erfahren.

Wie funktioniert SoulTable? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Man bucht eine Gruppe für 8 Wochen, welche man anschließend wechseln oder verlängern kann. In einer Gruppe sind bis zu 8 andere Teilnehmer:innen in einer ähnlichen Situation, mit ähnlicher Herausforderung oder ähnlichem Problem. Man trifft sich dann wöchentlich mit der Gruppe und einem/einer kompetenten Moderator/in in Videositzungen, um die Herausforderungen der Woche zu besprechen. Über einen Chat ist man mit der Gruppe jederzeit außerhalb der Sitzungen verbunden, falls man gerade einen Rat oder eine Meinung benötigt.

Wir versuchen mit unserem Ansatz keinen Kurs abzubilden, sondern bieten offene und soziale Gesprächsrunden in kleinen Gruppen. Man muss bei uns nicht viel alleine arbeiten und Material durcharbeiten, sondern ein:e Psycholog:in moderiert die Gesprächsrunden und achtet darauf, dass der Austausch konstruktiv und lösungsorientiert bleibt. Es werden verschiedene Faktoren einer Person einbezogen, um die perfekte Gruppe mit passender/passendem Psychologin/Psychologen für sie anzubieten.

Durch die Gruppen erfahren Teilnehmer:innen, dass sie nicht alleine mit ihren Herausforderungen sind und erhalten neue Perspektiven. Der Erfahrungshintergrund und die Ideen – sozusagen die “Weisheit” der gesamten Gruppe – kommen allen zu Gute. Gemeinsam werden Lösungen erarbeitet und Herausforderungen gemeistert.

Zusammengefasst unterscheiden wir uns zu anderen Anbietern darin, dass wir präventiv agieren, unser Produkt auf Gesprächen aufbaut, wir versuchen die perfekte Gruppe & dazu passende Psycholog:in zusammenzubringen und wir demnächst unsere Gespräche auf einer eigenen in Deutschland entwickelten & gehosteten Streaming-Lösung führen.

SoulTable, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wenn wir es schaffen, dass jede Person in Deutschland schnell und günstig hilfreiche Unterstützung bekommen kann und nicht alleine mit Herausforderungen da steht, sind wir einen guten Schritt weiter. Das ist eines unserer Ziele für die nächsten Jahre.

Zusätzlich dazu möchten wir auch Unternehmen neue Möglichkeiten aufzeigen, die mentale Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu unterstützen und sie motivieren, diese noch mehr zur Priorität zu machen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Da wir drei Gründer sind, gibt es von allen je einen Tipp.

Björn: Sich ein gutes Team suchen, möglichst fokussiert bleiben und flexibel für Veränderungen im Geschäft.

Simone: Mein Tipp wäre, sich zu trauen: Offen sein, einfach mal anfangen, Ideen zu entwickeln und damit auf andere zugehen. So bin ich zur Veröffentlichung meiner Bücher gekommen und so sind auch wir auf Björns Initiative hin als Team, das sich vorher gar nicht kannte, zusammen gekommen. Legt einfach los und guckt, was passiert.

Robin: Als Gründer sollten wir mehr zusammenarbeiten. Gegenseitig unsere Produkte ausprobieren und uns Feedback geben. Wir sollten uns gegenseitig helfen, da wir schließlich alle etwas verbessern wollen. Daher mein Tipp: Schaut euch Produkte von anderen Gründern an, testet sie und fragt, ob ihr als Nutzer weiterhelfen könnt. So kommt ihr in einen Austausch und erhaltet selbst Feedback, interessante Kontakte oder einen anderen Mehrwert. Ich habe damals eine App getestet und dem Gründer ein paar Verbesserungen geschickt. Anschließend für sie gearbeitet und mit ihm weitere Produkte gegründet. So bin ich überhaupt erst in die Gründerszene gerutscht.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Lasst euch nicht von einem Nein abschrecken

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fairdoppelt brotchips

fairdoppelt Brotchips nachhaltig, plastikfrei vegan und regional 

Stellen Sie sich und das Startup fairdoppelt doch kurz unseren Lesern vor!

Hey, wir sind Annemarie, Ahmad, Max und Alex von fairdoppelt – und wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, übrig gebliebenen Lebensmitteln eine neue Chance zu geben.

Wir nutzen Lebensmittel, die zu schade für die Tonne sind, verfeinern diese mit unseren selbst kreierten Gewürzmischungen und zaubern die besten Chips daraus. Aktuell konzentrieren wir uns vor allem auf übriggebliebene Backwaren und zaubern daraus köstliche Brotchips. Zukünftig wollen wir aber auch keinen halt vor Obst und Gemüse machen! Wir fairdoppeln den Sinn eines Lebensmittel.

Welche Vision steckt hinter fairdoppelt?

Unsere Vision ist es auf das Problem der Lebensmittelverschwendung hinzuweisen und damit Bewusstsein zu schaffen. Wir finden, dass viele Lebensmittel einfach zu schade für die Tonne sind. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größten Herausforderungen, waren der Weg zu einer Plastikfreien Verpackung und das Verbinden eines fairen Preises mit der hohen Qualität unserer Chips. Die Finanzierung erfolgte bisher aus eigenen Kräften, soll aber über ein Crowdfunding, welches am 11.04.2022 startet, abgelöst werden. 

Wer ist die Zielgruppe von fairdoppelt?

Das Thema betrifft uns als Gesellschaft, somit wollen wir jeden ansprechen. Insbesondere Spätkäufe, Kinos, Bars und Cafés. Menschen mit einem nachhaltigen Bewusstsein. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Besondere ist, der Aspekt des Recyclings, die hohe Qualität der Brotchips und die Regionalität. Wir benutzen ausschließlich Bio-Gewürze/ Bio-Öle, und verzichten auf industrielle Konservierungsstoffe/Geschmacksverstärker. Wir sammeln das Brot von Leipziger Bäckereien ein und verbacken diese direkt im Anschluss in einer Mietküche. Nicht nur die Qualität, sondern auch der Aspekt, dass wir auf Molkepulver verzichten zeichnet uns aus und bietet die Möglichkeit vegane Chips anzubieten. Für die Herstellung konventioneller Chips muss extra Teig produziert werden. Diesen Schritt übergehen wir. 

fairdoppelt, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Nicht nur Brote sind zu schade für die Tonne. Nein, wir wollen in Zukunft auch Gemüse und Obst fairdoppeln. In 5 jahren sind wir ein Unternehmen, welches jegliche Art der Wiederaufbereitung von aussortierten Lebensmitteln perfektioniert hat. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Habt keine Scheu davor, euch Hilfe zu holen, falls man in manchen Punkten nicht weiterkommt. 

2. Lasst euch nicht von einem Nein abschrecken. Sondern probiert es immer weiter. 

3. Sucht euch einen Ausgleich um mal zwischendurch Luft zu schnappen. 

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Persönliche Kontakte

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Sieve Plastic nachhaltige Surf Finnen

Sieve Plastic: nachhaltige Surf Finnen aus recyceltem Plastik

Stellen Sie sich und das Startup Sieve Plastic doch kurz unseren Lesern vor!

Mit Sieve Plastic stellen wir (Sebastian und Anna) Surf Finnen aus recyceltem Plastik her. Wir beide sind leidenschaftliche Surfer und Sebastian hat einen Hintergrund im Engineering und ich im Marketing / BWL. Kennengelernt haben wir uns 2020 beim Surfen in Portugal, Sebastian hatte da die Idee zu Sieve schon seit einiger Zeit verfolgt. Ich bin dann recht schnell mit eingestiegen und seitdem gestalten wir diese spannende Reise zusammen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Sieve war für uns eigentlich eine logische Konsequenz, da wir beide leidenschaftliche Surfer sind, uns für Unternehmertum und zirkuläre Produkte interessieren und schon immer etwas eigenes gründen wollten.

Welche Vision steckt hinter Sieve Plastic?

Wir denken, dass sich unser Plastikproblem nur lösen lässt, wenn wir den Wert im Werkstoff Kunststoff wahrnehmen und ihn auch als wertvoll behandeln, durch Recycling und Upcycling. Um das zu erreichen, müssen Produkte zirkulär gedacht werden. Um zu zeigen, dass das möglich ist, wollten wir bei unserem eigenem Equipment ansetzen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind komplett bootstrapped, was natürlich eine Menge Freiheiten aber auch Herausforderungen mit sich bringt. Sicherlich war das Aufsetzen des kompletten Produktionsprozesses eine der größten Herausforderungen. Die ersten Finnen in den Händen zu halten, war dann aber umso schöner.

Wer ist die Zielgruppe von Sieve Plastic?

Wir richten uns an Wassersport Begeisterte und vor allem natürlich Surfer, die sich mit Nachhaltigkeit und ihrem Equipment auseinandersetzen. Wir beraten aber auch Unternehmen, die eigene Produkte aus recyceltem Plastik umsetzen wollen.

Wie funktioniert Sieve Plastic? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Surf Finnen werden aus recycelten Plastikdeckeln hergestellt. Hierbei wird unser Material lokal in Deutschland gesammelt und aufbereitet. Wir produzieren auch in Deutschland. Zudem haben unsere Surf Finnen eine einzigartige Oberflächentextur, die den Kunstststoff aufwertet und mehr Wertschätzung für das Material schaffen soll. Allgemein wollen wir aber das Thema Plastik Recycling und einen verantwortungsvollen Umgang mit Kunststoff vorantreiben und beraten hier auch.

Sieve Plastic, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir denken, dass es noch viele weitere Bereiche gibt, in denen Produkte aus recyceltem Plastik, Produkte aus Neu Plastik ersetzen können. Der Bereich Recycling von Kunststoff bietet viele spannende Möglichkeiten und wir wollen uns dafür einsetzen, dass mehr Kunststoff sinnvoll recycelt und Produkte von Beginn an zirkulär gedacht werden. Daher werden wir sowohl weitere Produkte entwickeln, sowie auch unsere Beratung ausbauen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Fragen, fragen, fragen: ich denke, dass man sich sehr häufig viel Zeitaufwand ersparen kann, wenn man die richtigen Leute, die richtigen Sachen fragt. Und viel häufiger als man vielleicht denkt, ist die Antwort ja statt nein und es ergeben sich spannende Kontakte. Fragt eure potentiellen Kunden, fragt andere Startups zu ihren Erfahrungen, fragt erfahrene Leute, … 

Persönliche Kontakte: 

Der Wert von persönlichen Kontakten ist nicht zu unterschätzen. Selbst wenn du noch kein großes Netzwerk hast, sprich Leute an, ruf einfach mal an, schreib Ihnen auf LinkedIn. Auch wenn ich häufig Scheu davor hatte, jemanden direkt zu kontaktieren oder anzusprechen, haben sich bei uns viele sehr wertvolle Sachen durch persönliche Kontakte ergeben. Es ist dann wichtig diese Kontakte zu erhalten. Schau dich auch in regionalen Start-up Foren oder Programmen für Start-ups um. Oft gibt es hier bereits bestehende Netzwerke, die man nutzen kann.

Nicht entmutigen lassen: Eine Idee zu verwirklichen ist nicht immer einfach und auf dem Weg ergeben sich viele Hindernisse. Nach meiner Erfahrung ist fast jeder Schritt komplizierter als man ihn sich vorstellt – aber auch machbar, wenn man dranbleibt. Daher war es für uns immer besonders wichtig an unsere Idee zu glauben, damit wir auch die nächste Hürde nehmen konnten. Kein Unternehmen entsteht über Nacht und inzwischen bin ich davon überzeugt, dass für den Erfolg Biss und Hartnäckigkeit mindestens genauso wichtig sind wie eine gute Idee.

Wir bedanken uns bei Lukas Krainz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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