Donnerstag, April 3, 2025
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Ausprobieren schlägt Konzeptionieren

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mytalents workshops erlebnisse

myTalents Marktplatz für einzigartige Workshops und Erlebnisse

Stellen Sie sich und das Startup myTalents doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Christian Scherer, ich bin Geschäftsführer und einer der beiden Gründer des Workshop-Marktplatzes mytalents.com. Auf mytalents.com finden unsere Kund:innen fast 300 einzigartige Workshops und Erlebnisse. Etwa 2/3 davon sind Vor-Ort-Workshops und 1/3 werden online angeboten. Mit dem Marktplatz geben wir allen Talenten in unserer Gesellschaft die Möglichkeit, ihre Leidenschaft und Kreativität in Form von Workshops mit der Welt zu teilen. Damit schaffen wir einen komplett neuen Markt mit kreativen, kulinarischen und nachhaltigen Workshop-Angeboten. Das was Airbnb mit Wohnungen und Etsy mit handgemachten Produkten aufgebaut hat, das revolutionieren wir im Markt für Workshops und Erlebnisse.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir wollen mit unserem Marktplatz sichtbar machen, welche unglaubliche Vielfalt, Kreativität und Leidenschaft in unserer Gesellschaft und in unseren Städten steckt. Wie oft sind wir selbst auf der Suche nach kreativen Ideen, für das Wochenende oder den Feierabend? Wir wollen etwas erleben, neue Leute kennenlernen oder neue Hobbies entdecken.

Das Problem ist, dass uns häufig ganz einfach die Inspiration fehlt. Dabei gibt es so viele einzigartige Workshop-Angebote, in Hinterhöfen oder in kleinen Ateliers. Ja manchmal finden sie sogar zuhause in der Wohnung, im Garten oder in einer WG statt. Diese Angebote sind leider oft unsichtbar und werden von zu wenigen Menschen entdeckt. Statt rauszugehen und etwas zu erleben, bleiben wir am Ende häufig zuhause auf der Couch und schauen eine weitere Netflix Serie. Das wollen wir ändern. 

Michel und ich sind beide seit Jahren in der Szene aktiv und wissen sehr genau, vor welchen Herausforderung die Anbieter:innen von Workshops heute stehen. Michel ist Hobby-Zauberer und bietet wirklich fantastische Zauberworkshops an. Ich bin Musiker und spiele mit meiner Band kleine Konzerte. Wir wissen, dass kreative Menschen für ihre Kunst, ihre Tastings oder Kochkurse brennen, aber häufig eben weniger Expertise mitbringen, wenn es um die Online-Vermarktung ihrer Angebote geht.

Wer kennt sich mit Google Ads aus oder weiß, wie man eine schnieke Webseite baut und ein Buchungs- und Abrechnungstool integriert? Michel und ich haben gegründet und den Marktplatz mytalents.com gebaut, um genau diese Probleme zu lösen. Workshops in meiner Stadt zu finden und diese zu buchen, ist jetzt genauso easy, wie die Online-Bestellung meiner Lieblingspizza.

Welche Vision steckt hinter myTalents?

Wir glauben, dass gemeinsame Erlebnisse und Workshops unsere Welt zu einem besseren und lebenswerteren Ort machen. Sie inspirieren uns dazu, etwas Neues zu lernen, unsere eigene, einzigartige Kreativität zu entdecken und stärken gleichzeitig den Zusammenhalt und die Vielfalt in unserer Gesellschaft. Deshalb unterstützen wir auf der einen Seite alle Menschen dabei, ihre Leidenschaft und Kreativität mit der Welt zu teilen und eigene Workshops und Aktivitäten anzubieten.

Auf der anderen Seite bieten wir unseren Kund:innen die größtmögliche Inspiration, um kreative und kulinarische Workshops in ihrer Stadt und online zu finden. Es ist wirklich fantastisch zu sehen, wie die Idee eines Marktplatzes nach so kurzer Zeit bereits so viele Menschen mitgerissen hat.

Wir haben auf der Angebotsseite viele klassische Workshop-Themen, wie zum Beispiel Töpferkurse oder Kochkurse. Zusätzlich kamen aber im letzten Jahr während der Corona Pandemie unglaublich viele neue Themen dazu. In den USA ist das Stichwort „Creator Economy“ bereits omnipräsent. Getriggert durch Social Media Plattformen wie YouTube, Tik Tok oder Instagram haben viele junge Menschen eine Community zu einem Thema aufgebaut.

Sie zeigen damit ihre Leidenschaft zum Beispiel für das Thema Upcycling, Handlettering, Kochen, Backen, Zaubern oder Töpfern. Und mit unserem Marktplatz können sie nun auch ganz easy ihren Follower:innen Workshop Tickets anbieten.

Etwa 2/3 aller Talente bei uns sind weiblich und unter 35. Diese Menschen sind für uns Sinnbild einer neuen selbstbewussten Generation und auch eines neuen Work-Life-Balance Modells. Wir sind überzeugt, dass die Arbeitswelt sich in den nächsten Jahren radikal wandeln wird und die Mehrheit nicht mehr 9-to-5 40 Stunden / Woche für ein Unternehmen arbeitet. Vielmehr werden wir unsere eigenen Ideen realisieren, uns selbst verwirklichen und uns damit (teil-) selbständig machen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Unsere größte Herausforderung am Anfang war es, als Nicht-Techies, die erste Version unseres Marktplatzes rauszubringen: Eine Agentur beauftragen oder eigene IT-ler einstellen konnten wir uns ja am Anfang nicht leisten. Deshalb haben wir uns hingesetzt und selbst innerhalb von zwei Monaten mit WordPress einen kleinen MVP-Marktplatz gebastelt. Rückblickend haben wir in dieser Zeit sicherlich am meisten gelernt. Über unsere Nutzer und ihre Anforderungen an den Marktplatz, aber auch über die richtigen Marketing-Kanäle zur Akquise und natürlich über guten Kundenservice. Gerade am Anfang ging dabei richtig viel schief!

Dinge ausprobieren, sehen was nicht funktioniert und dann daran weiter arbeiten, bis es klappt: Nicht aufgeben ist aus meiner Sicht die Herausforderung, die dich als Gründer:in permanent begleitet. Nur wenn du dran bleibst, wirst du auch besser. Mit der ersten Traction konnten wir dann ein Pre-Seed Investment durch das Land Baden-Württemberg gewinnen, und eigene Mitarbeiter:innen einstellen, die mit uns dafür brennen, den Marktplatz für unsere Talente und Kund:innen zu bauen. 

Wer ist die Zielgruppe von myTalents?

Unsere wichtigste Zielgruppe sind die Talente, die über unseren Marktplatz Online- und Vor-Ort-Workshops organisieren und ihre Tickets anbieten. Die meisten unserer Talente machen dies nebenberuflich oder sind solo-selbständig und freuen sich daher sehr über unsere Unterstützung.

Auf der Privatkunden-Seite haben wir viele Menschen, die nach Inspiration für die Freizeit suchen. Was machen wir am Feierabend, am Wochenende oder was schenken wir der Schwester zum Geburtstag? Gefragt sind vor allem aktive, unterhaltsame und auch lehrreiche Themen, die Gelegenheiten bieten, etwas gemeinsam zu starten.  

Und bei unseren Firmen-Kunden geht es eigentlich immer um die Frage, wie man ein Online-Event aufwerten und interaktiv gestalten kann. Ein virtuelles Wein-Tasting haben die meisten ja schon mal gemacht, aber wie wäre es mit etwas Außergewöhnlichem? Zum Beispiel einem interaktiven Pub Quiz? Einem Specialty Coffee Cupping? Einem Sri Lanka Kochkurs oder einem Craft Beer Tasting? Mit unseren fast 300 Workshops schaffen wir es eigentlich immer etwas Spannendes für die Teams oder die ganze Firma auf die Beine zu stellen.

Wie funktioniert myTalents? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

mytalents.com ist ein offener Marktplatz, der genauso funktioniert wie etwa Etsy oder Airbnb, nur eben nicht für handgemachte Produkte oder Wohnungen sondern für Workshops. Alle Nutzer können sich einen Account erstellen und in nur 10 Minuten ein Angebot veröffentlichen und Tickets anbieten. Das ist unser USP. Es gibt keine schnellere und einfachere Möglichkeit, um ein eigenes Workshop-Business zu starten. Wir sind sehr happy über das Markt-Feedback und freuen uns insbesondere, dass etwa 50% unserer Talente exklusiv bei myTalents ihre Workshops anbieten. Damit können wir unseren Kund:innen deutschlandweit die größte Vielfalt an Workshop- und Erlebnis-Angeboten bieten.

myTalents, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die myTalents Community steht heute schon für Vielfalt, Kreativität und Leidenschaft. Das ist unsere DNA und dafür stehen wir morgens auf. In den nächsten 5 Jahren werden wir unseren Wirkungskreis erweitern und den Marktplatz sowie unseren Spirit Schritt für Schritt auf der ganzen Welt bekannt machen. Bereits in 2022 steht die Internationalisierung nach Österreich, die Schweiz sowie Frankreich und Großbritannien an.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Deine Mission und dein Impact tragen dich, auch wenn die Zeiten mal hart sind.

Schnelligkeit schlägt Perfektion

Ausprobieren schlägt Konzeptionieren

Wir bedanken uns bei Christian Scherer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: myTalents

Kontakt:

myTalents Community GmbH
Hafenstrasse 25
DE-68159 Mannheim

https://www.mytalents.com
hello@myTalents.com

Ansprechpartner: Christian Scherer

Social Media:
Instagram: https://www.instagram.com/mytalents_com/
Facebook: https://www.facebook.com/myTalentscom
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/mytalents-community-gmbh

Komfortzone verlassen und mutig sein

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Mocestic bademode plastik

Mocestic Bademode aus recycelte Meeresabfälle wie z. B. Fischernetze und Plastik

Stellen Sie sich und das Startup Mocestic doch kurz unseren Lesern vor!

Hi, ich bin Maria – Kreativmensch, Träumerin und Gründerin von Mocestic. Auf meinen Reisen habe ich nicht nur die Schönheit unserer Erde kennengelernt, sondern auch die extreme Plastikverschmutzung in unseren Meeren. Für diese belastende Situation wollte ich eine nachhaltige Lösung finden und gleichzeitig etwas Großartiges kreieren. Und so entstand mein nachhaltiges Modelabel Mocestic.  

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich wollte etwas Besonderes kreieren, etwas, das unseren Planeten schützt und gleichzeitig zum Ausdruck bringt, wie sehr ich das Meer liebe. Der Gedanke, etwas aus dem Nichts heraus zu erschaffen, faszinierte mich schon länger. Und so gründete ich mein Herzensbusiness.

Was war bei der Gründung von Mocestic die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung für mich war und ist immer noch meine Komfortzone zu verlassen. Bereits der Videodreh für das Crowdfunding auf Startnext war eine große Überwindung für mich. Aber meine Mission ist viel größer, sodass ich trotzdem immer wieder meine Komfortzone verlasse und mich nicht davon abhalten lasse.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Definitiv ja. Ich würde sogar sagen, dass das den Charme eines Startups ausmacht. Wir starten bei null, lernen so viel Neues dazu, meistern neue Aufgaben, bewältigen Herausforderungen, haben unzählige Erfolgserlebnisse und wachsen letztendlich mit unserem Business.

Welche Vision steckt hinter Mocestic?

Jedes Jahr werden mehr als 380 Millionen Tonnen an Plastik produziert. Davon landen letztendlich über 8 Millionen Tonnen jährlich in unsere Weltmeere. Das wichtigste Ziel von Mocestic liegt darin, unsere Ozeane von Plastikabfällen zu befreien. Außerdem soll meine Mode Frauen ermutigen, sich selbst zu lieben und ihr Selbstvertrauen erwecken. Mit meiner Bademode soll sich jede Frau großartig fühlen und dabei auch noch unsere Welt verbessern.  

Wer ist die Zielgruppe von Mocestic?

Die Zielgruppe von Mocestic sind junge Frauen, die Wert auf Nachhaltigkeit sowie Design legen und unseren Planeten genau so sehr lieben wie ich.

Was ist das Besondere an den Produkten?

Als Slow-Fashion-Marke kreiere ich jährlich eine kleine Kollektion, die in einer begrenzten Stückzahl produziert wird.

Meine nachhaltigen Bikinis und Badeanzüge werden aus ECONYL® hergestellt.   
Für dieses Garn werden recycelte Meeresabfälle wie z. B. Fischernetze und Plastik, aber auch Stoffreste und Industriekunststoffen verwendet.
Durch die Produktion von 10.000 Tonnen ECONYL® Recyclingfaser werden 12.600 Tonnen Abfall wiederverwertet, 70.000 Fässer Rohöl und 57.100 Tonnen CO2-Emissionen eingespart. Meine Bademode ist Chlor und Salzwasser resistent, Sonnencreme und -Öl resistent, blickdicht, schnelltrocknend, dehnbar, reißfest und frei von Giftstoffen.

Meine nachhaltige Resort-Kollektion wird aus Bambus hergestellt. Aufgrund seiner Wachstumsgeschwindigkeit ist Bambus einer der am schnellsten erneuernden Ressourcen. Es schont Wasserressourcen, ist leicht anzubauen, sehr robust und filtert mehr CO2 als normale Bäume. Meine Resort-Mode fühlt sich sehr weich an und sorgt für ein angenehmes Tragekomfort.  

Zudem ist die Kleidung sehr bequem, atmungsaktiv und schnell trocknend. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Mit Mocestic habe ich eine Modemarke geschaffen, die sich für Umweltschutz einsetzt und anregt, das eigene Verhalten zu überdenken und mehr für unseren Planeten zu tun. Ich möchte zeigen, dass sich Nachhaltigkeit und Design vereinbaren lassen.

Mocestic, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wurden zahlreiche Projekte für Umweltschutz erfolgreich unterstützt. Ich habe meine Kollektionen erweitert und biete nachhaltige Sportmode sowie Alltagskleidung an. Meine Mode wird in fünf Jahren auch in angrenzenden Ländern zur Verfügung stehen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

An sich glauben.

Gerade in der Gründungsphase gibt es einige Rückschläge. Deshalb ist es besonders am Anfang so wichtig, immer an sich und sein Herzensbusiness zu glauben. Am besten stärkt man sein Mindset und setzt sich mit seinen Glaubenssätzen auseinander.

Durchhalten und nicht aufgeben.

Es werden jeden Tag neue Herausforderungen und Probleme zu lösen sein. Dieser Prozess ist verdammt anstrengend und zeitaufwendig. Es ist es so wichtig, sich davon nicht abhalten zu lassen und immer wieder durchzuhalten.

Komfortzone verlassen und mutig sein

Selbstständig zu sein bedeutet oft auch, seine Komfortzone zu verlassen, um erfolgreich zu sein. Es kann Überwindung kosten, letztendlich sein Business und sein Produkt vorzustellen. Hier muss man immer mutig sein und 100 % hinter seiner Vision stehen.

Wir bedanken uns bei Maria Torregrossa für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Trust the team, start lean and keep learning!

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OYESS Beauty

OYESS Beauty nachhaltige und natürliche Lippenpflege

Stellen Sie sich und das Startup OYESS Beauty doch kurz unseren Lesern vor!

Frank: Gerne – die OYESS Beauty GmbH sowie deren gleichnamige Lippenpflegeserie mit Sitz in Hamburg wurde im September 2020 von Anna, Nadja und mir gegründet. Wir haben bereits beim amerikanischen Lippenpflege-Unternehmen eos erfolgreich im Team zusammengearbeitet, haben alle in unserem bisherigen Berufsleben in FMCG- bzw. Beauty Companies gearbeitet und können hier sowohl auf unsere Erfahrungen als auch auf unser Netzwerk zurückgreifen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Nadja: Offen gesagt haben wir aus einer sehr schwierigen Situation heraus eine einmalige Opportunität ergriffen. Die Gründung hat sich eher ergeben und war kein Ziel einer langfristigen Planung. 

Nachdem unser vorheriger Arbeitgeber eos im Zuge der wirtschaftlichen Herausforderungen der Pandemie alle internationalen Büros geschlossen hatte, waren wir offen für Neues. Für uns war aber sofort klar: Wir haben so gut und erfolgreich in unserem Team zusammengearbeitet, wir machen jetzt einfach weiter und interpretieren diese Situation für uns als Chance.

So gründeten wir – mitten in der Corona-Krise und den damit zusammenhängenden Risiken – 2020 ein neues Unternehmen. Ziel war es, innerhalb von sechs Monaten ab Gründung mit einer komplett neuen Marke bei mehr als 2.000 Türen im Regal zu hängen. Und dies haben wir tatsächlich nach vielen durchgearbeiteten Nächten in diesem engen Zeitrahmen geschafft.

Welche Vision steckt hinter OYESS Beauty?

Anna: Ziel des Unternehmens ist es, ein Maximum an Nachhaltigkeit in allen Bereichen der Produktausstattung sowie der Produktion mit einem stylischen und modernen Design zu verbinden. Wir wollen das Thema Nachhaltigkeit attraktiv gestalten und der breiten Masse zugänglich machen. Für uns bedeutet Nachhaltigkeit kein Verzicht, sondern kann im Gegenteil zu einem ganz großartigen und „sexy“ Produkt führen. Wir wollen zudem zeigen, dass es möglich ist, Nachhaltigkeit einfach in den Alltag zu integrieren und den Leuten die Scheu nehmen, bei diesem doch komplexen Thema etwas falsch zu machen. Man kann auch im Kleinen bei sich anfangen – mit bewusster Wahl seiner Produkte.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Frank: Ganz sicher gehört ganz am Anfang eine große Portion Mut und Entschlossenheit zu einer Gründung, insbesondere beim ersten Mal. Zunächst war die Auswahl der richtigen Partner und Gesellschafter entscheidend. Man sitzt als Gründer- und Gesellschafter-Team buchstäblich eine lange Zeit in einem gemeinsamen Boot und es kann auch einmal ein Sturm aufziehen. Wir haben zwei Partner aus unserem Netzwerk in unserem Gesellschafterkreis, die mit uns und unseren Werten sehr gut harmonieren. Das ermöglicht eine effiziente und vertrauensvolle Zusammenarbeit. 

Zudem haben wir von Anfang an auch unser eigenes Geld investiert und verzichten bis jetzt auf (hohe) Gehälter, um mehr in unsere Marke investieren zu können. Schwierig war neben dem allgemeinen Company Set-up – gerade in Pandemiezeiten – das Aufbauen der Distribution mit den Herausforderungen der Pandemie bei unseren Handelspartnern. 

Wir haben daher aus der Not eine Tugend gemacht und den Ansatz „digital first“ konsequent gefahren. Alle Listungsgespräche mit den Handelspartnern fanden daher per Video statt – eine effiziente und ressourcenschonende Alternative zu vorherigen Zeiten, in denen es schon mal mehrere Meetings hintereinander mit Anreisen per Auto oder Flugzeug gab. 

Wer ist die Zielgruppe von OYESS Beauty?

Nadja: Wir nennen unsere potenziellen Shopper, die „Green Beauties“, Menschen, für die Nachhaltigkeit eher Standard als nice to have ist, und die (trotzdem) ein attraktives bzw. stylisches Produkt wünschen. Als Mediatarget würden wir klassisch 16-39Jahre, Frauen, angeben – wir haben uns aber bewusst für ein psychografisches Profil entschieden, unabhängig von Alter und Geschlecht, da für uns primär die Einstellung bzw. das Mindset zum Thema Nachhaltigkeit entscheidend ist.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Anna: OYESS ist aktuell eine der nachhaltigsten Lippenpflegeprodukte am Regal. Als eine der wenigen Marken lassen wir komplett CO2-neutral produzieren, zudem realisieren die Produkte einen sehr hohen Recycling-Anteil (100% beim Papier, >75% beim Plastik) – aktuell das Maximum am Markt. Wir legen darüber hinaus großen Wert auf eine sehr hohe Qualität “made in Germany” und bevorzugen kurze Lieferwege. Die Produkte sind 100% natürlich und biozertifiziert nach Eco-Cert / Cosmos organic. Auch ist OYESS Cruelty-free-zertifiziert. Das angesehene Leaping Bunny Siegel wird von der Cruelty Free International & CCIC (Coalition for Consumer Information on Cosmetics) vergeben und ist das einzige international gültige Siegel.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Frank: Nach der nationalen und dann internationalen Etablierung in der Kategorie Lippenpflege wollen wir weitere Segmente im Bereich „G-Beauty“ (German Beauty) entwickeln. Unser Ziel ist dabei immer eine der nachhaltigsten Marken in der Kategorie zu sein und trotzdem den gewissen Pepp mit einer hochattraktiven Produktausstattung mitzubringen. Wir haben noch viel vor und wollen uns als internationale und nachhaltige Beauty-Marke etablieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nadja: Trust the team, start lean and keep learning! Es ist wichtig, mit der richtigen Gesellschafterstruktur und in der richtigen Konstellation zu starten. Wir haben als Dreier-Team schon erfolgreich, effizient und vertrauensvoll zusammengearbeitet und waren daher von Anfang an aufeinander eingespielt. Wir empfehlen insgesamt eher weniger Gesellschafter einzubinden und idealerweise mit Menschen oder Firmen zu arbeiten, bei denen sich die Zusammenarbeit bewährt hat. 

Anna: Wir würden auch das Konzept „bootstrapping“ empfehlen, also zunächst zu versuchen mit eigenen Mitteln und sehr effizient und schlank zu starten. Sobald erste Meilensteine wie z.B. eine Listung, erste Abverkäufe etc. da sind, steigt der Unternehmenswert und erst dann sollten externe Finanzierungpartner dazu geholt werden.

Frank: Unsere Philosophie ist die einer Learning Culture: Grundsätzlich einfach machen, also nicht zu verkopft sein und versuchen, alle Situation und Eventualitäten zu planen. Wir sprechen viel mit anderen Start-ups und einige entwickeln 100 Seiten Marketing Equity Dokumente, ohne wirklich am Markt zu starten. Unsere Empfehlung wäre, lieber schneller zu lancieren und dann lernen und ongoing optimieren. 

Wir bedanken uns bei Anna Breidt, Nadja King und Frank Hoffmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Grünere Wirtschaft: 5 Schritte, wie Startups nachhaltiger werden

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startups nachhaltiger

Klimafreundlich zu handeln und zu wirtschaften wird auch für viele Startups immer wichtiger. Viele Gründer:innen fragen sich, welche Maßnahmen sie ergreifen können, um das Unternehmen nachhaltiger aufzustellen, wo man am besten beginnt und welche Strategie sich zu verfolgen lohnt. Heba Aguib, Chief Executive des Accelerator-Programms RESPOND, BMW Foundation Herbert Quandt, gibt fünf Tipps, an welchen Stellschrauben Startups drehen können.

Bewusstsein

Den Anfang macht zunächst das Team und das gemeinsame Bewusstsein und der Wille, sich nachhaltiger aufstellen zu wollen. Sich zu Beginn klar zu machen, was der unternehmenseigene “grüne Pledge” ist, hilft, den gemeinsamen Prozess und Ziele zu definieren und bei der Stange zu bleiben. 

2) Bestandsaufnahme

Um herauszufinden, wie es um die eigene Nachhaltigkeit und Klimawirkung steht, bietet es sich im ersten Schritt an, zu prüfen, was die emissionsintensivsten Bereiche des Geschäftsmodells sind. Um den CO2-Fußabdruck zu ermitteln, ist es wichtig, sich die einzelnen Scopes (dt. Umfänge) der Emissionen klar zu machen. Diese lassen sich in drei Kategorien unterteilen: 

Scope-1-Emissionen – auch bekannt als direkte Emissionen – stammen von unternehmenseigenen Anlagen. Sie sind am einfachsten zu identifizieren und zu messen, da die Startups hier direkten Einfluss nehmen können. In dieser Kategorie geht es beispielsweise um fossile Brennstoffe oder aber Erneuerbare Energien, die bei der Herstellung oder Verarbeitung vor Ort oder in Firmenfahrzeugen verwendet werden. 

Alle anderen Emissionen werden als indirekt bezeichnet und nochmals unterteilt: Scope-2-Emissionen stammen aus der vom Startup gekauften und verbrauchten Energie, einschließlich Strom und Wärme. Scope-3-Emissionen entstehen hingegen durch die eingekauften Waren und Dienstleistungen, den Pendelverkehr der Mitarbeiter:innen sowie Geschäftsreisen, Abfall oder Wasser. Ebenso fallen hierunter die gesamten Lebenszyklusemissionen, die aus den verkauften Produkten oder Dienstleistungen resultieren.

Vor allem die Erfassung der letztgenannten Scope-3-Emissionen ist komplexer. Junge Startups, wie z B. Plan A, planetly oder climatepartner bieten innovative Software-Lösungen zur Unterstützung an, mit denen der CO2-Verbrauch analysiert und Einsparpotenziale identifiziert werden können. Auch staatliche, öffentliche und wissenschaftliche Quellen können helfen. 

3) Reduktion

Nach der Bestandsaufnahme kommt die eigentliche Aufgabe – nämlich die CO2-Emissionen zu reduzieren und Stück für Stück nachhaltiger zu agieren. Wenn einmal klar ist, welche die größten Emissionstreiber des Unternehmens sind, lassen sich auch entsprechende und geeignete Reduktionsziele definieren. Je nach Startup können diese jeweils unterschiedlich aussehen. Der Wechsel hin zu einem Ökostromanbieter, bei dem 100 % der Energie aus Erneuerbaren Quellen stammt, kann schon ein erster wichtiger Schritt sein. 

Im Büro kann schon mit wenigen Maßnahmen nachhaltiger mit Ressourcen umgegangen werden: Weg mit Einwegflaschen für Getränke, hin zu Mehrweg. Weg mit Kaffeekapseln, hin zu einer Kaffeemaschine. Oder auch umsteigen auf vegetarische (Geschäfts)-Essen. 

Die Mobilität schlägt bei der CO2-Bilanz häufig zu Buche – daher kann es ratsam sein, die Art der Fortbewegung für Dienstreisen zu überdenken: Wo immer es geht, Flüge vermeiden und auf die Bahn umsteigen. Ein weiterer Schritt, der bei den meisten Startups schnelle und passende Ergebnisse liefert, ist die Wahl von „grünen“ Produkten, Lieferant:innen und Dienstleister:innen. Bei der Auswahl auf nachhaltige Produkte, Dienstleister:innen oder Lieferant:innen zu achten, bringt einen Win-Win mit sich. Das eigene Startup profitiert durch die verantwortungsbewussten grünen Anbieter und zugleich wird ein Signal in Richtung der Lieferant:innen und Dienstleister:innen gesendet, dass nachhaltige Produkte und Dienstleistungen nachgefragt werden. Je nach Ausrichtung des Startups kann es sich auch lohnen, die Produktionsbedingungen auf den Prüfstand zu stellen. 

Schließlich ist die Klimatransformation eine gemeinschaftliche Aufgabe, die einen ganzheitlichen Wandel des Wirtschaftssystems erfordert. Jedes Unternehmen spielt eine bestimmte Rolle in der systemischen Kette und kann nur im interaktiven Verbund mit anderen Partner:innen und Akteur:innen einen wirklichen Unterschied machen.

4) Digitale Technologien 

Die Digitalisierung birgt viel Potential für den Klimaschutz, das vor allem bei Startups Anklang findet. Mithilfe digitaler Technologien und Lösungen lassen sich bis 2030 für Deutschland etwa 37 Prozent der prognostizierten Treibhausgas-Emissionen vermeiden – das ist das Ergebnis einer Bitkom-Studie. Dennoch sollte man auch hier achtsam sein und prüfen, welche negativen Klimawirkungen digitale Technologien wie Cloud-Computing oder Blockchain mit sich ziehen. Die Bitkom-Studie geht auch davon aus, dass 1,8 bis 3,2 Prozent der globalen Emissionen von Treibhausgasen auf die Herstellung und den Betrieb digitaler Geräte und Infrastrukturen zurückzuführen sind. Die Vor-und Nachteile neuer Technologien genau abzuwägen ist also mit Blick auf den Klimaschutz ebenso wichtig. Bei Rechenzentren – ob selber betrieben oder von einem Anbieter – lässt sich beispielsweise darauf achten, ob hier bereits energieeffizient agiert wird. Denn die entstehende Abwärme lässt sich sinnvoll nutzen, sodass sie nicht an die Umgebung verloren geht.

5) Siegel und Zertifikate 

Wer einen Schritt weitergehen möchte, kann sich das nachhaltige unternehmerische Handeln zertifizieren lassen. Zertifikate und Siegel kennzeichnen Unternehmen, die auf freiwilliger Basis bestimmte, verbindliche Regelwerke einhalten. Bei diesen Regelwerken geht es um bestimmte Maßnahmen und Qualitätsmerkmale in den Bereichen Management, Produktgestaltung oder Umgang mit Interessengruppen. Grundsätzlich lässt sich zwischen zwei Arten von Siegeln unterscheiden: Managementsiegel und Produktlabels. Ein Beispiel für ein europäisches Managementsiegel ist EMAS für Umweltmanagement. Produktkennzeichen bzw. Labels signalisieren dagegen die Eigenschaften eines bestimmten Produkts oder Angebots. Dazu zählen z. B. das Fairtrade-Label, das EU-Bio-Logo, der Blaue Engel oder der Grüne Knopf.

Gemeinsam zum Ziel

Der Klimaschutz geht uns alle an – ob Startup, Mittelstand oder Konzern-Gigant. Daher ist es wichtig, das eigene Engagement auch zu kommunizieren und hier eine Signalwirkung an andere Akteure auszusenden und die Botschaft zu transportieren, dass Klimaschutz erstens einfach ist und zweitens sich lohnt. Dabei geht es keinesfalls um Greenwashing, also das nur vordergründige Aufbauen eines “grünen Images”, sondern darum, die gefestigte nachhaltige Unternehmenskultur zusammen mit gleichgesinnten Partner:innen authentisch nach außen zu tragen. Nur gemeinsam können Startups ihre Zielgruppen, Investoren sowie weitere Stakeholder dazu inspirieren, sich partnerschaftlich für ein lebenswerte Zukunft einzusetzen. Ökologie und Ökonomie gehen Hand in Hand, wer heute anfängt, setzt die Weichen für systemischen Wandel, den wir dringend brauchen. 

Autor:

Dr.-Ing. Heba Aguib ist Chief Executive RESPOND bei der BMW Foundation Herbert Quandt. Aguib kam im Juli 2019 zur BMW Foundation mit dem Ehrgeiz, die Beziehungen zwischen Tech4Good und Investoren zu stärken, um Positives zu bewirken. RESPOND ist ein Accelerator-Programm der BMW Foundation Herbert Quandt mit Unterstützung des Innovations- und Gründerzentrums UnternehmerTUM. Das Programm fördert Gründer:innen, die durch unternehmerische Ansätze einen Beitrag zu einer friedlichen, gerechten und nachhaltigen Zukunft im Sinne der Agenda 2030 der Vereinten Nationen leisten.

Bild: Copyright BMW Foundation

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mut, Energie und Fokus

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BRüSLi Knuspermüsli Brot Müsli

BRüSLi Knuspermüsli aus überproduziertem Brot mit natürlichen Früchten, Nüssen und Gewürzen vegan und nachhaltig

Stellen Sie sich und das Startup BRüSLi doch kurz vor!

BRüSLi ist das erste Knuspermüsli aus überproduziertem Brot und damit Müsli for future. Es kombiniert einzigartigen Geschmack mit einer einfachen Lösung für mehr Nachhaltigkeit. Überproduziertes Brot aus großen Bäckereien wird geröstet, mit Nüssen, Gewürzen und weiteren Zutaten vermengt und zu einem einmaligem Frühstückserlebnis verfeinert. Das Knuspermüsli aus hochwertigem Brot für unsere Zukunft.

Wie ist die Idee zu BRüSLi entstanden?

Die Idee aus Brot Müsli herzustellen ist ganz zufällig entstanden, bei einem Spiel mit unserem Sohn. Dann kam uns gleich die Aussage aus dem Film „We feed the World“ in den Kopf: Wien entsorgt täglich so viel Brot, wie die Stadt Graz konsumiert. Das sind ganze 70 Tonnen täglich! Dies motivierte uns, BRüSLi zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, um eine einfache Lösung zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung zu bieten. 

Welche Vision steckt hinter BRüSLi?

Unsere Vision ist eine Veränderung unseres Umgangs mit Ressourcen und Lebensmitteln zu schaffen. Deshalb bieten wir einfache Lösungen um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, bei denen jeder ohne großen Aufwand einen Beitrag leisten kann. Denn mit jedem Kilo BRüSLi rettet man ein Kilo Brot, und spart noch dazu 1410 l Wasser.

Wer ist die Zielgruppe von BRüSLi?

Wir stehen für einzigartigen Geschmack, Qualität und Nachhaltigkeit. Diese Werte sind auch unseren KundInnen bei ihrer Kaufentscheidung wichtig. Unser KundInnen wollen etwas ändern, etwas Gutes tun und einen nachhaltigen Beitrag leisten. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

2 Minuten 2 Millionen bietet eine tolle Möglichkeit dein Produkt einem großen Publikum in Österreich vorzustellen. Und darüber hinaus, ermöglicht es viele Kooperationen und Partnerschaften, die sich durch die Sendung ergeben. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Für die Sendung haben wir unsere Pitch viel geübt, zusammen mit Experten aber auch vor größerem Publikum um in der Show zu überzeugen. Die Vorbereitungen waren intensiv, aber wir wollten die Möglichkeit so gut als möglich nutzen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Die Möglichkeit bei der Show teilzunehmen war für uns mehr als motivierend, es eröffnete uns viele Möglichkeiten und gab uns die Chance die Idee von BRüSLi einem großen Publikum vorzustellen. Als wir von unserer Teilnahme erfuhren, starteten wir sofort mit der Vorbereitung, erzählen durften wir es leider noch keinem.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf BRüSLi aufmerksam werden?

Die Show brachte uns nicht nur viel Aufmerksamkeit von Kunden und anderen Medien, sondern auch von Partnern. Durch die Show bekamen wir auch das Start-Up Ticket für die REWE, was uns den Schritt in den Einzelhandel zu Billa und Billa Plus ermöglichte. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Als der Unternehmer und Investor für Nachhaltigkeit in Österreich war es unser Ziel Martin Rohla zu überzeugen, was uns auch gelang. Er ist bekannt für seine eigenen nachhaltigen Unternehmenskonzepte, und für seine Investitionen in nachhaltige Start-Ups.

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Nach der Sendung bekamen wir enorm viel positives Feedback von KundInnen, aber auch viele Anfragen von möglichen Kooperationen und Partnerschaften und weiteren Medien wie ORF, und Puls4. Zugleich bereiteten wir uns in der Produktion und Logistik für den Einzelhandel, und den Start des Pop-Up Shops in der Shopping City Süd vor.

BRüSLi, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

BRüSLi bietet einfache Lösungen zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung. Einfach für Partner die mit uns arbeiten, aber auch einfach für den Kunden einen Beitrag zu leisten, da unsere Produkte eine direkte Auswirkung haben. Neben dem Müsli gibt es nicht nur einen Müsliriegel, sondern auch eine breite Produktpalette verschiedener non-food Artikel. BRüSLi ist die Lifestyle Marke, die mit coole nachhaltige Produkten etwas verändert.

In 5 Jahren sind wir nicht nur in Österreich, sondern auch Deutschland, Schweiz und im Norden Europas vertreten, Online und im Einzelhandel. Und bis Ende dieses Jahres retten wir gemeinsam mit euch über 100 Tonnen Brot. Müsli For Future eben. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Um etwas zu bewegen und zu ändern braucht es nicht nur Mut, sondern auch Energie und Fokus für die eine Sache. Ebenso ist es wichtig, die Vision nicht aus dem Blick zu verlieren und langfristig zu denken. Der Weg dahin führt über gute Beziehungen, mit Partnern und Kunden, und einen Mehrwert für diese zu bieten. 

Wir bedanken uns bei Sarah Lechner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: BRüSLi

Kontakt:

BRüSLi GmbH
Mariahilfer Str. 167/9
1150 Wien
Austria

https://www.bruesli.com/
hello@bruesli.com

Ansprechpartner: Sarah Lechner

Social Media:
Instagram: https://www.instagram.com/knusper.bruesli/
Facebook: https://www.facebook.com/knusper.bruesli

Trau Dich!

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MetShape LMM-Technologie

MetShape: Klein- und Mikro-​Präzisionsteile mit der LMM-Technologie

Stellen Sie sich und das Startup MetShape doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind ein Technologie-Start-up aus Pforzheim, das auf die Herstellung von metallischen 3D-gedruckten Bauteilen mit der innovativen LMM-Technologie spezialisiert ist. Dabei sind wir nicht nur Produktionsdienstleister, sondern bieten als Technologieentwickler darüber hinaus alle dazugehörigen Entwicklungsleistungen von der Bauteiloptimierung bis hin zur Materialentwicklung an.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir sind von den Möglichkeiten und vielen Vorteilen der LMM-Technologie überzeugt und sehen großes Potenzial für industrielle Anwendungen. Unser einzigartiges Know-How im Bereich der Entbinder- und Sintertechnologie, das bei allen indirekten additiven Fertigungsverfahren das Kern-Know-How darstellt, bildet für uns darüber hinaus die optimale Grundlage zur mittelfristigen Erweiterung unseres Technologie-Portfolios zur Herstellung präziser Metallbauteile. 

Welche Vision steckt hinter MetShape?

Unsere Vision ist, uns als weltweit agierender Bauteil- und Komponentenhersteller für additiv gefertigte metallische Klein- und Mikro-Präzisionsteile im Markt zu etablieren und uns zum Marktführer in diesem Bauteilsegment zu entwickeln. Um diese Vision zu realisieren, bieten wir dem Kunden umfassende Kompetenz und höchste Flexibilität bei der Entwicklung und Herstellung von metallischen Klein- und Mikro-Präzisionsteilen, sowohl mit konventionellen, aber vor allem mit neuartigen AM-Fertigungstechnologien und der entsprechenden Nachbehandlung bzw. Veredelung. Mit dieser Mission wollen wir den vielfältigen Anforderungen unserer Kunden gerecht werden und diese langfristig an uns binden. Darüber hinaus ist für uns die stetige Weiterentwicklung unseres Knowhows zur Verbesserung unserer Prozesse und Kompetenzen essenziell.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die mit Abstand größte Herausforderung für den Aufbau unseres Unternehmens ist, dass wir Stand heute ein junges, unbekanntes Unternehmen sind, das eine noch unbekannte Technologie anwendet. Hier fehlt bei Beginn der Kommunikation mit potenziellen Kunden oft das Vertrauen, welches wir durch unsere individuellen Services in der Regel sehr schnell gewinnen können. 

Wir haben uns bisher über den laufenden Umsatz und Eigenkapital der Gründer finanziert. Im Juni 2021 konnten wir nun AM Ventures, das führende Wagniskapitalunternehmen im Bereich der additiven Fertigung, von uns und unseren Leistungen überzeugen und haben ein Seed-Investment erhalten. Gemeinsam wollen und werden wir MetShape nun weiterentwickeln.

Wer ist die Zielgruppe von MetShape?

Unsere Zielgruppe sind Unternehmen, welche metallische Klein- und Mikropräzisionsteile in höchster Qualität und kleinen bis mittleren Jahresbedarfen benötigen.

Wie funktioniert MetShape? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Technologie ist nicht nur eine echte Alternative für die Herstellung von kleinen, höchstpräzisen Metallbauteilen, sondern bietet auch ganz neue Möglichkeiten für die Gestaltung von Baugruppen. Ein umfangreiches wissenschaftliches und industrielles Netzwerk, internationale Kooperationspartner sowie eine hervorragende gerätetechnische Ausstattung ermöglichen uns neben einer ganzheitlichen Durchdringung der jungen LMM-Technologie auch eine umfangreiche Expertise in relevanten und verwandten Fachdisziplinen.

Von der Serienfertigung über die Anwendungsentwicklung bis hin zum Consulting in der gesamten Prozesskette sind wir der Partner, der Sie beim Erreichen Ihrer Zielsetzungen kompetent unterstützt.

MetShape, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mittel- bis langfristig wollen wir auch weitere indirekte, additive Fertigungstechnologien in unser Technologieportfolio mit aufnehmen. Damit entwickeln wir uns zum weltweit agierenden Bauteil- und Komponentenhersteller für additiv gefertigte metallische Klein- und Mikro-Präzisionsteile.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Tipp 1: Trau Dich! Umso mehr man überlegt, ob das Gründen der richtige Weg ist, umso mehr Zweifel werden entstehen. Natürlich sollte die Grundlage für eine erfolgreiche Gründung vorhanden sein.

Tipp 2: Vernetze Dich! Beziehungen sind das halbe Leben. Das gilt natürlich und vor allem für GründerINNEN.

Tipp 3: „Daß etwas schwer ist, muß ein Grund mehr sein, es zu tun.“ (Rainer Maria Rilke)

Foto von links: Edgar Kintop, Andreas Baum (CEO & Mitgründer), Maximilian Mungenast, Chiara Armbruster

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nur wenn ihr auch selbst daran glaubt, wird es was!

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SaySom online events

SaySom webbasierte Lösung die online Events so realitätsnah und teilnehmerzentriert wie möglich gestaltet

Stellen Sie sich und das Startup SaySom doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Antonia und Co-Founder von SaySom. SaySom ist ein innovatives StartUp aus Stuttgart. Wir haben eine webbasierte Lösung entwickelt, mit dem Ziel, online Events so realitätsnah und teilnehmerzentriert wie möglich zu gestalten. Bei unserer Lösung kann sich der Teilnehmer in einem digitalen Raum frei bewegen und selbst entscheiden, mit welchen Personen er sich austauschen will. SaySom ist nun seit knapp 4 Monaten am Markt und wir freuen uns, dass wir weiter stark am Wachsen sind – sowohl an der Kunden- als auch Mitarbeiteranzahl. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee entstand aus der Corona Pandemie heraus. Cornelius, Jan und ich waren alle “müde” von den bisherigen Lösungen – einer trägt vor, der Rest hört zu. Wir fanden es sehr schade, da so jegliche soziale Interaktion verloren ging, und das gerade in einer Zeit, in der für uns alle diese doch so wichtig ist. Aus der Frustration heraus entstand SaySom – ein System, welches den Teilnehmer in den Mittelpunkt stellt.  

Welche Vision steckt hinter SaySom?

Kommunikation ist ein zentraler Punkt für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, egal ob für remote arbeitende Teams oder kurzlebige Projektgruppen. Um diese Kommunikation auch in digitalen Settings zu ermöglichen, Bedarf es Lösungen, die eine realitätsnahe und dynamische Kommunikation im virtuellen ermöglichen. SaySom verfolgt dabei genau diese Vision: eine Plattform, auf der ein realitätsnaher und dynamische Austausch stattfinden kann. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Sicherlich einer der größten Herausforderungen für jeden Gründer ist gerade zu Beginn die Zeit. Da die Idee für SaySom neben der Arbeit und der Uni entstand, war ein gutes Zeitmanagement und Priorisierungsfähigkeiten entscheidend für den Start. Mittlerweile fokussieren wir uns alle Vollzeit auf SaySom. 

Aber da gab es natürlich auch noch viele andere Herausforderungen, denen wir uns stellen mussten. So mussten wir lernen, uns von Niederlagen nicht runterziehen zu lassen und immer weiter zu machen, wir mussten uns von vielen Ideen trennen, da diese einfach nicht marktrelevant waren. 

Wer ist die Zielgruppe von SaySom?

SaySom wendet sich primär an Unternehmen, kann jedoch auch für private Zwecke genutzt werden. Es gibt viele verschiedene Einsatzzwecke für unser Tool, meistens wird SaySom jedoch für das digitale Netzwerken genutzt, sei es nach großen online Events oder auch nur für ein internes Event, bei welchem die Mitarbeiter trotz der digitalen Umgebung einen Weg suchen, sich frei zu bewegen und zu unterhalten. Wir bringen so die sogenannten “Flurgespräche” in die digitale Welt.

Wie funktioniert SaySom? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

SaySom bietet das, was nur sehr wenige Tools bieten können. Wir arbeiten teilnehmerzentriert und ermöglichen eine dynamische Gruppenbildung. Jeder Teilnehmer bewegt sich frei in einem SaySom Space und entscheidet selbst, ob er sich zu einer Gruppe an Personen dazu stellt oder sich einfach nur mit einem Kollegen unter vier Augen austauschen will. Des Weiteren legen wir sehr viel wert auf die User Experience. Unser System ist intuitiv gestaltet, man muss sich quasi gar nicht mit dem Tool vorher auseinandersetzen, it just works. Des Weiteren legen wir natürlich sehr viel Wert auf Datensicherheit und Datenschutz. Wir erheben so wenig Daten wie möglich und übertragen diese nur auf deutschen Servern, die Daten bleiben intern und werden nicht an Dritte weitergegeben, wie es bei der Konkurrenz häufig der Fall ist.

SaySom, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Zunächst liegt unser Fokus auf der Produktweiterentwicklung und Feature Implementierung, um möglichst vielen Kunden eine holistische Experience zu ermöglichen. Unsere Vision Menschen im digitalen zusammenzubringen kann sich in verschiedenen Produkten manifestieren. So sehen wir uns nicht primär als Anbieter einer Plattform, sondern verschiedener Produkte, welche Menschen und Unternehmen die digitale Kommunikation erleichtern soll.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Lasst euch von kleinen Niederlagen nicht runterziehen, es ist ein langer Weg den ihr bestreitet. Nur wenn ihr auch selbst daran glaubt, wird es was!

Sprecht so früh und so viel wie möglich mit eurer Zielgruppe – erst dann könnt ihr den genauen Pain des Marktes identifizieren. 

Das richtige Team trägt wesentlich zum schnellen Erfolg und Wachstum einer Idee bei –  egal ob innerhalb des Gründerteams oder der Kollegen. 

Wir bedanken uns bei Antonia Pervanidis für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sucht euch frühestmöglich Mentoren und Coaches, die euch unterstützen

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driverhero

DriverHero: Finde jetzt schnell und einfach einen Job als Lieferfahrer

Stellen Sie sich und das Start-up DriverHero doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind ein Münchner Start-up, das Jobsuchende unterstützt, schnell, einfach und sicher einen Job als Lieferfahrer zu finden. Wir stellen uns hierbei bewusst auf die Seite der Bewerber und geben denen eine Stimme, die aktuell keine haben. 

Das erreichen wir durch unseren Marktplatz, der Jobsuchenden durch volle Transparenz und Vergleichsmöglichkeiten hilft, den idealen Job zu finden. Zusätzlich vereinfachen wir durch zentralisierte Bewerbungstools den Bewerbungsprozess auf Bewerber- und auch Unternehmensseite und unterstützen Jobsuchende zukünftig durch unseren DriverHero Club und die DriverHero Acadamy.

Zu unseren Kunden zählen namhafte Paket-, Essen-, Lebensmittel- bis hin zu Micro Mobility Lieferdienste.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir sind alle seit Jahren miteinander befreundet und es gab, nicht selten bei einem Feierabendbier, zahlreiche Gespräche über ein eigenes Start-up. Doch so schnell, wie Ideen kamen, so schnell wurden sie meist auch wieder verworfen, bis DriverHero geboren wurde. Wir waren sofort von unserem Konzept begeistert und haben uns innerhalb weniger Tage dafür entschieden, die Idee auch in die Tat umzusetzen. 

Welche Vision steckt hinter DriverHero?

Die Vision von DriverHero ist es, den Fahrer in den Mittelpunkt zu stellen! Durch diesen umgekehrten Ansatz im Bewerbungsprozess erhalten unsere Job-suchenden Angebote von Lieferunternehmen und können vergleichen, welcher am besten zu ihnen passt. Doch auch nach der Vermittlung möchten wir mit den Fahrern in Verbindung bleiben und bieten zukünftig einen Mehrwert durch weitere Angebote wie unserem DriverHero Club (Benefit Program) oder unserer DriverHero Academy (z.B. Training, Zertifikate).

Gleichzeitig treten wir mit den Lieferunternehmen in engen Dialog und unterstützen sie datenbasierend, die optimale Lohnstruktur zu definieren. Hierbei greifen wir auf Erkenntnisse aus Befragungen von Fahrern, als auch auf Analysen tausender Stellenanzeigen zurück. Unser Ziel ist es, eine Plattform für Fahrer aller Art zu werden!

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Ehrlich gesagt, die größte Herausforderung war es, den ersten Schritt zu tun und unsere sicheren Vollzeitjobs zu kündigen! Wir wussten, dass wir unsere Idee nur gut umsetzen können, wenn wir uns zu 100% auf unser Start-up konzentrieren. 

Glücklicherweise haben wir schon in einer sehr frühen Phase Business Angels gefunden, die sofort an uns und unsere Idee geglaubt haben. Der Support unserer Business Angels hat uns die Bestätigung gegeben, dass es der richtige Schritt ist, mit DriverHero durchzustarten.

Wer ist die Zielgruppe von DriverHero?

Unsere Zielgruppen sind Fahrer und Lieferunternehmen gleichermaßen!

Für Lieferunternehmen bieten wir verschiedene Pakete mit unterschiedlichen Funktionen an. Somit eignet sich unser Programm, sowohl für kleine Lieferunternehmen, die z.B. ihr Unternehmen digitalisieren wollen, als auch für Großkonzerne, die einen hohen Fahrerbedarf haben und unseren Marktplatz hauptsächlich als Sourcing-Lösung für qualifizierte Fahrer nutzen.   

Auf der anderen Seite stehen die Fahrer. Bei uns finden sowohl Studierende, Mini- und Teilzeitjobber, als auch Berufserfahrene den passenden Job – völlig unabhängig von Herkunft, Alter oder Geschlecht. 

Wie funktioniert DriverHero? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser Ziel ist es, den Bewerbungsprozess für beide Parteien so einfach und effizient, wie möglich zu gestalten. Der größte Vorteil von DriverHero für unsere Jobsuchenden ist – im Gegensatz zu anderen Anbietern, dass sie sich nicht bewerben müssen. Direkt nach der einfachen und schnellen Registrierung können sie alle wichtigen Informationen und ihre Präferenzen für den neuen Job hinterlegen. Dann heißt es erstmal zurücklehnen und auf das passende Jobangebot warten.

Auf Unternehmensseite können unsere Partner Jobangebote einstellen. Dabei werden ihnen sofort potenzielle Kandidaten angezeigt, die auf die Anforderungen zutreffen. Im nächsten Schritt kann mit nur einem Klick eine Interviewanfrage versendet werden. Unser Algorithmus ist ‚machine-learning‘ gestützt und hilft dabei, die richtigen Fahrer mit den richtigen Unternehmen zu vernetzen. Das spart Zeit, Geld – und steigert die Zufriedenheit auf beiden Seiten. Wir haben die Lösung geschaffen, komplizierte und langwierige Bewerbungsabläufe abzuschaffen!

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Neben dem deutschen Markt gibt es noch viele weitere Länder, in die wir in den nächsten Jahren expandieren wollen. Der Liefermarkt wächst konstant und Fahrer werden überall benötigt. Hier wollen wir die zentrale Plattform für alle Fahrer und Lieferunternehmen werden. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1.      Wenn ihr euch entschieden habt, einen Start-up zu gründen, fokussiert euch vollkommen darauf! Neben einem Vollzeitjob ein eigenes Unternehmen zu gründen, ist sicherlich möglich, aber das nimmt euch garantiert die Schnelligkeit und Effizienz, die Ihr gerade am Anfang dringend braucht.

2.      Sucht euch frühestmöglich Mentoren und Coaches, die euch unterstützen. Das hat uns einige Schleifen erspart und unser Produkt enorm vorangebracht.

3.      Nichts Neues, aber: Das Team. Neben Kompetenzen, die gut verteilt sein sollten, müsst ihr euch komplett vertrauen und vor allem wohl fühlen. Das setzt die Energie frei, die Ihr für die Umsetzung braucht.

Wir bedanken uns bei Steven Miller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: DriverHero

Kontakt:

Simpmatch GmbH
Innsbrucker Ring 15
DE-81673 München

https://driverhero.de/
s.miller@driverhero.de

Ansprechpartner: Steven Miller

Social Media:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/71489363
Facebook: https://www.facebook.com/DriverHeroGermany
Instagram: https://www.instagram.com/driverhero_de/

Die Gesundheit ist enorm wichtig

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Didomi consent

Didomi entwickelt Lösungen, die es Unternehmen ermöglichen, die Kundeneinwilligung (Consent) in das Zentrum ihrer Unternehmensstrategie zu stellen

Stellen Sie sich und das Startup Didomi doch kurz unseren Lesern vor!

Didomi entwickelt Lösungen, die es Unternehmen ermöglichen, die Kundeneinwilligung (Consent) in das Zentrum ihrer Unternehmensstrategie zu stellen. Indem Unternehmen die Einwilligungen und Präferenzen ihrer Kunden leicht zugänglich machen, profitieren sie von rechtskonformen Nutzerdaten, einem höheren Engagement und einem steigenden Kundenvertrauen. Dabei können die Verbraucher jederzeit selbst bestimmen und auswählen, welche Daten sie teilen möchten und wie sie mit ihren Lieblingsmarken in Verbindung bleiben wollen. Zu unseren Produkten zählen eine weltweit führende Consent Management-Plattform (CMP), die monatlich Milliarden Einwilligungen sammelt, eine beliebte Preference Management-Plattform (PMP), und verschiedene Lösungen, um die Einwilligungen und Präferenzen besser zu verwalten.

Welche Vision steckt hinter Didomi?

Die Vision von Didomi ist es, Datenschutz für Unternehmen einfacher zu machen. Didomi hat von Anfang an verschiedene Lösungen entwickelt, die sich leicht in die technische Infrastruktur (Websites, Apps, Werbepartner, das eigene CRM usw.) integrieren lassen und die sowohl von Experten als auch von Laien nutzbar sind. Ist der Datenschutz für Unternehmen verständlicher und einfacher gestaltet, dann können sich auch die Nutzer automatisch an einer besseren Transparenz erfreuen. Apple hat das bereits vor einigen Jahren erkannt und so einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz etabliert.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Das Gründerteam hat mit einer Eigenfinanzierung angefangen. Einige Business Angels sind wenige Monate später eingestiegen, doch die Gründer haben immer auf ein gesundes und ausgewogenes Geschäftsmodell bestanden, das durch den Cash Flow der Kunden finanziert wird, und nicht ausschließlich von Kapitalspritzen abhängig ist. Das Modell ist auf Rentabilität ausgerichtet. Die Series A Finanzierungsrunde über 5 Millionen Euro von Anfang 2020 hat es Didomi ermöglicht, stark in Europa zu wachsen. Die kürzliche Series B Finanzierungsrunde über 34 Millionen Euro dient u.a.  dazu, Didomi in der DACH-Region und in Nordamerika weiterzuentwickeln. Die größte Herausforderung besteht darin, in einem so schnell wachsenden Startup unsere Unternehmenskultur aufzubauen und zu erhalten.

Wer ist die Zielgruppe von Didomi?

Didomi war ursprünglich eher für Medienunternehmen konzipiert, deren Webseiten und Apps durch personalisierte Werbung finanziert werden (wofür eine Einwilligung notwendig ist). Hier wurden v.a. Programmatic Advertising- und Ad-Ops Profis sehr aufmerksam auf uns. Heute ist das immer noch der Fall, jedoch sprechen wir mittlerweile eine breitere Zielgruppe und weitere Branchen an, z.B. den Head of Compliance einer internationalen Bank oder den CRM Manager eines Autoherstellers, bis hin zum Digital & Analytics Manager eines E-Commerce Stores. Alle wissen und sehen aus ihrem täglichen Geschäft, wie wichtig personenbezogene Daten sind, und warum die Einwilligung essenziell ist, um Vertrauen in der Kundenbeziehung aufzubauen. 

Wie funktioniert Didomi? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Didomi kann einfach und schnell auf jede Webseite, Mobile App oder im CTV (Connected TV) installiert werden. Dazu wird ein SDK bereitgestellt, dass von unseren Kunden oder Partnern an ihre Anforderungen angepasst werden kann: vom Design bis zu spezifischen Funktionen, wie z.B. die Auswahl der Cookies oder Datenverwendungszwecke. Danach können unsere Kunden ohne weiteren Aufwand die Einwilligungsplattform in ihrer  digitalen Umgebungen integrieren. Was uns von anderen Anbieter unterscheidet, ist die Flexibilität unserer Plattform, die Expertise unserer Mitarbeiter, die Verlässlichkeit unserer Technologie und die Qualität unserer Kundenbetreuung.

Didomi, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren ist Didomi der weltweit führende Anbieter von Lösungen für das Einwilligungsmanagement bei mittelgroßen und großen Unternehmen auf der ganzen Welt. Wir wollen die beliebteste Software für Entwickler, Datenschutz- und Marketingprofis sein, denn diese sprechen wir mit unsere Consent- und Preference-Technologie an. Wir wollen der bevorzugte Partner aller Marken und Firmen sein (Consulting-Unternehmen, Design-Agenturen usw.), die durch ein besseres Einwilligungsmanagement die Kundenbindung stärken. In fünf Jahren wird es keine Dark Patterns mehr geben, durch die Verbraucher ihre Daten abgeben, ohne es zu merken oder davon zu wissen. Alle Marken werden die Transparenz und die Kundeneinwilligung ins Zentrum ihrer Unternehmensstrategie stellen.  

Zum Schluss: Welche 4 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Als Startup-Gründer habe ich die Höhen und Tiefen selbst miterlebt. Die vier wichtigsten Punkte, die ich anderen Gründern auf den Weg geben möchte, sind:

Bringt eure Produkte so schnell wie möglich auf den Markt.

Dadurch lernt ihr die Probleme der Kunden vollständig zu verstehen und erkennt, ob das Produkt ihren Bedürfnissen gerecht wird. Erfahrungsgemäß ist es viel besser, ein gutes Produkt so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen und dann mit den Kunden zu sprechen und zu iterieren, als zu warten, bis das „perfekte“ Produkt gebaut ist.

Erzielt euren ersten Kunden mit allen Mitteln, auch mit viel manueller Arbeit, die für mehr als zehn, geschweige denn 100 oder 1000 Kunden nicht zu bewältigen wäre (siehe “Do Things That Don’t Scale” von Paul Graham). In diesem Stadium geht es immer noch darum herauszufinden, was für den Kunden wichtig ist. Und der beste Weg, das herauszufinden, ist das direkte Gespräch mit dem Kunden. Zum Beispiel boten die Airbnb-Gründer ursprünglich an, die Häuser und Wohnungen ihrer ersten Kunden „professionell“ zu fotografieren, um ihre Angebote für Mieter attraktiver zu machen. Dann gingen sie aber hin und machten die Fotos selbst. Die Angebote auf ihrer Website verbesserten sich, die Conversions verbesserten sich, und sie hatten dazu ganz erstaunliche Gespräche mit ihren Kunden. Das war nicht skalierbar, erwies sich aber als essenziell, um zu lernen, wie man einen lebendigen Marktplatz aufbaut.

Als Gründer hat man immer eine unendliche Liste von Dingen, die man tun könnte. Es ist wichtig, dass Gründer sehr früh ein oder zwei KPI definieren mit denen sie ihren Erfolg messen wollen. Dann sollten Gründer die Dinge so priorisieren, wie sie diese Metriken beeinflussen. Wenn das Produkt in der Frühphase nicht funktioniert, ist es oft verlockend, sofort neue Funktionen zu bauen, um jedes Problem zu lösen, das der Kunde zu haben scheint, anstatt mit dem Kunden zu sprechen und sich nur auf sein akutestes Problem zu konzentrieren.

Die Gesundheit ist enorm wichtig:

Gründer sollten während des intensiven Startup-Lebens darauf achten, gesund zu bleiben. Entscheidend ist es, zwischen den Phasen außergewöhnlich intensiver, fokussierter Arbeit auch Pausen einzulegen, Zeit mit Freunden und der Familie zu verbringen, genügend Schlaf zu bekommen und Sport zu treiben.

Foto Gründerteam: Romain Gauthier, Co-Founder & CEO, Raphaël Boukris, Co-Founder & VP Sales, Jawad Stouli, Co-Founder & CTO.

Wir bedanken uns bei Romain Gauthier für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mut, Kreativität und Selbstvertrauen sind die Schlüssel

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Kerberos

Kerberos Experte für die digitale Geldwäscheprävention

Stellen Sie sich und das Startup Kerberos Compliance doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Christian Tsambikakis. Stellvertretend für unser gesamtes Gründer- und Management-Team wollen Günter und ich heute Kerberos Compliance vorstellen. Als Jurist und Mitgründer gilt mein Interesse schon immer den Bereichen Compliance, Legal Affairs und Geschäftsentwicklung durch digitale Innovation. Bevor wir mit Kerberos im Dezember 2017 gestartet sind, war ich u.a. Leiter des deutschen Büros der BBC Studios. 

In unserem Gründerteam kümmere ich mich als Geschäftsführer schwerpunktmäßig um die Entwicklung des operativen Geschäfts. Seit Kurzem unterstützt auch Andreas Engels Kerberos als Co-Geschäftsführer. Nach verschiedenen Führungspositionen bei Daimler war er zuletzt als CIO bei der FEV Group tätig. Gemeinsam mit unserem Team wird er nun die Digitalisierung unserer Compliance-Lösungen noch innovativer vorantreiben. Wir freuen uns sehr, dass er an Board ist.

Ich bin Günter Schmid, als Mitgründer treibt mich bei Kerberos vor allem die technische Umsetzung und Skalierung von digitaler Compliance um, daher bringe ich mich mit meiner Expertise insbesondere bei den Themen Produkt, Technologie und Finanzen ein.

Christian Tsambikakis: Die Kerberos Compliance-Managementsysteme GmbH, so unser vollständiger Name, ist Experte für die digitale Geldwäscheprävention. Das „RegTech“-Startup haben wir gemeinsam mit unserem hochklassigen Gründerteam auf die Beine gestellt. Unseren Kunden nehmen wir weitgehend die Erfüllung ihrer Verpflichtungen rund um die Geldwäscheprävention ab. Ich weiß, dass klingt erst einmal ziemlich abstrakt. Die gesetzlichen Verpflichtungen in diesem Bereich sind aber sehr real und werden seit Jahren immer weiter verschärft.

Für das Gros der Firmen ist die Einhaltung aller Vorgaben des Geldwäschegesetzes kaum noch aus eigener Kraft zu stemmen. Bei jeder zweiten Vor-Ort-Prüfung 2019 haben die Behörden in Deutschland Pflichtverletzungen festgestellt. Dabei sind Bußgelder von bis zu 145.600 Euro verhängt worden. Dies ist erst der Anfang einer weitreichenden, europaweiten Regulatorik, die bei vielen Unternehmen zu Herausforderungen führen wird.

Unser Team besteht aus erstklassigen IT- und Produktexperten, Prozessspezialisten, Datenanalysten, Juristen und Compliance-Managern, die sich zum Ziel gesetzt haben, Geldwäscheprävention einfach, unkompliziert und bezahlbar zugänglich zu machen – und zwar für jedes Unternehmen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Günter Schmid: Das Thema Geldwäsche ist seit Jahren weltweit ein riesiges Problem – nur durch Geldwäsche kann sich Verbrechen schließlich auch „lohnen“. Allein in Deutschland sollen jährlich 100 Milliarden Euro gewaschen werden. Wir wissen, wie Unternehmer den Missbrauch ihrer Geschäfte durch Geldwäscher verhindern können. Als wir erkannt haben, dass wir dabei schneller, besser und günstiger als andere sind, gründeten wir spontan Kerberos.

Das ist mittlerweile knapp vier Jahre her. Unser Ansatzpunkt ist: Kriminelle sollen bereits dann auffliegen, wenn sie versuchen, Erlöse aus illegalen Aktivitäten wie z.B. dem Drogenhandel in den regulären Wirtschaftskreislauf zu einzubringen, bevor durch Verschleierung und Einbringung in legitime Geschäfte der Nachweis unmöglich geworden ist. Gleichzeitig sollen sich unsere Kunden voll und ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Wir nehmen ihnen im Wesentlichen alles ab.

Christian Tsambikakis: Der Kampf gegen Geldwäsche setzt sich sukzessive auch auf politischer Ebene durch. Seit 2008 wurde allein das deutsche Geldwäschegesetz 30-mal überarbeitet. Mit jeder Novelle werden die Vorgaben verschärft und ausgeweitet. Das Gesetz hat in seiner vollen Komplexität aber auch völlig unvorbereitete Gruppen getroffen. Entsprechend groß war die Aufregung in den verpflichteten Branchen wie z.B. bei Immobilienmaklern und Versicherungsvermittlern. 

Uns war schnell klar: Gerade kleine und mittlere Unternehmen würde es im Tagesgeschäft lähmen, würden sie alle gesetzlichen Anforderungen auf eigene Faust umsetzen. Hohe Budgets und eigene Compliance-Abteilungen sind ja nur in Großkonzernen die Regel. Wir haben also eine Art „Super-Verpflichteten“ geschaffen, der alle Anforderungen auf sich nehmen kann, ohne horrende Kosten zu verursachen. 

Denn niemand darf vor die Wahl zwischen Compliance oder Geschäft gestellt werden – mehr Compliance muss auch besseres Geschäft bedeuten. Wir glauben: nur wer schnelle und digitalisierte Prozesse zur Einhaltung seiner Compliance-Verpflichtungen nutzt, kann sich einen Wettbewerbsvorteil sichern.

Welche Vision steckt hinter Kerberos?

Günter Schmid: Kerberos will die Einhaltung der Vorschriften unter dem Geldwäschegesetz allen Unternehmen, egal wie groß oder klein, ermöglichen. „Compliance for all“ ist unser Leitmotiv. Jeder soll sich einen sicheren Compliance-Service leisten können. Denn Geldwäscheprävention betrifft uns alle.

Günter Schmid

Christian Tsambikakis: Unsere Vision ist es, langfristig eine europaweite Plattform für rechtssichere Geschäfte zu schaffen. Die europäische Regelung erlaubt es Unternehmen, Maßnahmen, die sich aus den Verpflichtungen zur Geldwäscheprävention ergeben, an Dritte auszulagern.

Auf unserer Plattform für rechtssichere Geschäfte soll jedes teilnehmende Unternehmen ohne lange Wartezeiten Geschäfte mit anderen teilnehmenden Partnern tätigen können. Einfach, sicher und ohne Verzug. Kurz gesagt: „Schnelle Geschäfte ohne Risiken und Sorgen“.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Christian Tsambikakis: Bootstrapped. Wir haben das Unternehmen mit eigenem Geld an den Start gebracht und sind stolz darauf, dass wir bereits im zweiten Jahr relativ substanzielle schwarze Zahlen geschrieben haben.

Im Bereich der Geldwäscheprävention müssen wir mit den sich rapide wandelnden und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen Schritt halten. Die Grundvoraussetzung dafür ist es, mithilfe von technischer Innovation eine Geschwindigkeit zu erreichen, die die menschlichen Möglichkeiten übersteigt. Dieser Herausforderung stellen wir uns jeden Tag und sind dabei bisher sehr erfolgreich.

Wer ist die Zielgruppe von Kerberos?

Christian Tsambikakis: Unsere Zielgruppe kommt aus den unterschiedlichsten Branchen. Während lange nur Unternehmen aus dem Finanzsektor nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet waren, sind es nun z.B. auch Immobilienmakler, Autohändler, Fondmanager, Glücksspielanbieter oder Juweliere. Aktuell wurden im letzten Jahr auch Anbieter von digitalen Geldbörsen oder Kunstvermittler verpflichtet, die nötigen Geldwäsche-Anforderungen zu erfüllen. Das bedeutet, sie müssen z.B. einen Geldwäschebeauftragten benennen, ein internes Risikomanagement betreiben, ihre Kunden identifizieren und den zuständigen Behörden Verdachtsmeldungen übermitteln.

Im Kern decken wir bereits heute fast alle Verpflichteten des Geldwäschegesetzes und der Europäischen Geldwäscherichtlinie ab und erfüllen für sie die gesetzlichen Auflagen. 

Wie funktioniert Kerberos? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Günter Schmid: Im Bereich der Geldwäsche dominieren derzeit technische Insellösungen oder konventionelle Beratungsangebote den Markt. Das ist teuer, umständlich und zeitintensiv. Kerberos bietet eine Compliance-Lösung und keine Softwaremodule, die langwierig konfiguriert und integriert werden müssen. Dazu rechnen wir unsere Lösung in einem Abo-Modell ab – ähnlich wie es bei Streamingdiensten oder Cloud-Software gängig ist. Mit uns können Kunden sofort zum Festpreis compliant werden.

Christian Tsambikakis: Wir bieten unseren Kunden eine 360-Grad-Compliance ab dem Moment der Aufnahme. Zu unserem Service gehört es, Transaktionen auf Auffälligkeiten hin zu untersuchen und Verdachtsfälle unmittelbar den zuständigen Behörden zu melden. In Deutschland ist das die Financial Intelligence Unit (FIU). Auch bei anderen Pflichten, wie der Eintragung von Unternehmen in das neue Transparenzregister, unterstützten wir.

Hinzu kommen Risikoanalysen, Mitarbeiterschulungen und die Überprüfung von Kunden oder Geschäftspartnern der Kundenunternehmen. Wir sorgen so dafür, dass sich unsere Kunden auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Alles andere erledigen wir.

Kerberos, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Christian Tsambikakis: Geldwäscheprävention muss zu einer “Commodity” werden, die der Komplexität der Geldwäscherichtlinien mit Einfachheit begegnet und die auch als App in jede Hosentasche und jeden Geldbeutel passt. Wir werden daher insbesondere die Produkt- und Systementwicklung weiter ausbauen und weiterhin mit Innovationen überraschen. Da ist Musik drin.

Zusätzlich ist unser Wachstum hochdynamisch. Es macht definitiv Sinn, insbesondere beim Eintritt in neue Märkte, auch über externe Finanzierung nachzudenken. Hier befinden wir uns in einer ersten Phase der weiteren Evaluierung. NRWalley kann uns gegebenenfalls helfen, Erfahrungen und Ideen auszutauschen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Christian Tsambikakis: Mut, Kreativität und Selbstvertrauen sind die Schlüssel, um zu gründen, durchzuhalten und irgendwann erfolgreich zu werden. Versucht das Unerwartete zu tun. Überrascht euch selbst und eure Wettbewerber. Es lohnt sich!

Wir bedanken uns bei Christian Tsambikakis und Günter Schmid für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Kerberos

Kontakt:

Kerberos Compliance-Managementsysteme GmbH
Im Zollhafen 24
DE-50678 Köln

www.kerberos-compliance.com
info@kerberos-compliance.com

Ansprechpartnerin: Tanja Wolf

Social Media:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/kerberos-compliance/
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