Donnerstag, April 3, 2025
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Fokussiert arbeiten und sich selber treu bleiben

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Retail.me Trade Marketing und Vertriebsplattform Händler Hersteller

Retail.me zentrale Trade Marketing und Vertriebsplattform für Händler, Hersteller und Lieferanten.

Stellen Sie sich und das Startup Retail.me doch kurz unseren Lesern vor! 

Retail.me ist die zentrale Trade Marketing und Vertriebsplattform für Händler, Hersteller und Lieferanten. Mit Retail.me können Produkte und Aktionen zielgerichtet an Händler vermarktet werden. Mit über 1.700 Lieferanten und einem Netzwerk von über 800 Händlern ist Retail.me nicht nur die größte Plattform für Vertriebs- und Marketingmaßnahmen ihrer Art, sondern auch die einzige im deutschsprachigen Raum.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Ich hatte schon immer den Antrieb etwas Nachhaltiges aufzubauen, wovon der Markt und auch die Branche langfristig profitieren können. Veränderung haben mich schon immer angetrieben und durch meine jahrelange Vertriebserfahrung bei Red Bull und Warsteiner habe ich bemerkt, dass sich hier in den alten Vertriebsstrukturen etwas ändern muss. An meinem aller schlechtesten Vertriebstag, ist mir dann die Idee zu Retail.me gekommen. Mir war bewusst, dass sich hier vor allem in den Vertriebs- und Trade Marketingprozessen etwas ändern muss um den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden. Ich wollte konkrete Mehrwerte schaffen von denen alle Hersteller und Händler neutral und unabhängig profitieren können.

Welche Vision steckt hinter Retail me? 

Wir haben Retail.me aus der Überzeugung heraus gegründet, dass der Informationsaustausch zwischen Herstellern und dem Lebensmittelhandel zukünftig digital durchgeführt wird. Wir verfolgen das Ziel, die zentrale Informationsplattform für alle Mitarbeiter im LEH zu werden um einen einfachen und effizienten Austausch im Handel zu ermöglichen. Für Hersteller und Lieferanten wollen wir der relevanteste und einfachste Kanal zu den Händlern werden, der Trade Marketing und Vertriebsmaßnahmen schnell, effizient und zielgerichtet ermöglicht.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Unsere größte Herausforderung liegt momentan im Fachkräftemangel. Schlüsselpositionen zu besetzen, bezahlbare Mitarbeiter mit Erfahrung zu bekommen. Natürlich war auch die Coronakrise ein Herausforderung, denn obwohl unser Produkt von Corona profitiert hat, war unsere geplante Finanzierungsrunde letzten Sommer schwierig. Aufgrund der neuen Situation haben sich Investoren zurück gehalten und auch wir mussten schauen wie wir mit dieser neuen Situation umgehen. Glücklicherweise konnten wir die Runde aber trotzdem mit Erfolg abschließen. Ansonsten sind wir wir klassisch über Business Angels finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von Retail.me?

Retail.me richtet sich an Hersteller, Lieferanten und Händler und möchte hier die Kommunikationswege und Prozessabläufe auf beiden Seiten optimieren und digitalisieren. Auf Hersteller und Lieferantenseite richten wir uns insbesondere an Trade Marketeers, da Retail.me die erste und einzige Plattform ist wo Trade Marketing Aktionen direkt und digital an den POS gesteuert werden können. Dies war bis jetzt noch nicht möglich und ging nur offline über Vertrieb. Hier bieten wir natürlich auch zahlreiche Vorteile für Trade Marketing und den Vertrieb selbst um Kosten zu sparen, zusätzliche Frequenz am POS zu erreichen, Reichweite zu generieren und Aufwand zu reduzieren.

Für Händlerseiten sind wir der relevante Informationskanal um Einkaufsprozesse zu optimieren, sich digital mit Herstellern auszutauschen und dabei Kosten zu sparen. Zusätzlich bieten wir Möglichkeiten wie Flächenvermarktung und digitale Freiware um so den Flächenumsatz zu steigern und die Einkaufsmarge zu optimieren.

Wie funktioniert Retail me – Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Retail.me ist eine Plattform die für Hersteller ein direktes Targeting zum POS ermöglicht. Dies ermöglicht es schnell und direkt viele Märkte zu erreichen und so zeitsparend, digital und vorallem kostengünstig die Reichweite und Markenbekanntheit aufzubauen.
Für die Handelsseite sind wir die kostenlose Plattform um den Umsatz zu steigern, die Kosten zu senken und Zeit zu sparen, in dem wir höhere Margen und Flächenrentabilität schaffen, Einkaufsprozesse der Händler optimieren.
Aus unserer Perspektive gibt es keine direkten Wettbewerber, natürlich gibt es Benchmarks für Teile unserer Plattform wie beispielsweise der Markenwelt (Discovery Plattformen) aber in dem Bereich der Trade Marketing und Vertriebslogik, im Targeting und der direkten Adressierung von Angeboten und Aktionen sehen wir keinen neutralen und unabhängigen Mitbewerber.

Retail me, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Retail.me wird europaweit der relevanteste digitale Kanal zum POS der Trade Marketing Aktionen und Vertriebsmaßnahmen zielgerichtet mit einer hohen Reichweite ermöglicht 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

1. Durchhalten. Es lohnt sich dran zu bleiben auch wenn es mal schwierig ist. Die Erfahrungen aus den Tiefpunkten bringen einen sowohl beruflich als auch persönlich weiter. 

2. Fokussiert arbeiten und sich selber treu bleiben. Man darf sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, sollte an seinen Zielen festhalten und sich nicht ablenken lassen.
3. Mutig sein. Sich nicht scheuen ein gewisses Risiko einzugehen und zu investieren, sei es in Personal, Räumlichkeiten oder Ideen. 

Wir bedanken uns bei Matthias Schulz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Risiko ist gut, aber nur mit konkretem Plan

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Jynx Production

Jynx Productions deutsch-amerikanische Videoproduktionsfirma- sorgfältige, gut recherchierte, und kreative Arbeit

Stellen Sie sich und das Startup Jynx Productions doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind eine deutsch-amerikanische Videoproduktionsfirma, die aus den USA internationale Kunden bedient. Dazu gehören Fernsehsender wie Pro7 und CNN, Organisationen wie die Weltbank und Marken wie Red Bull. Ich persönlich bin in München aufgewachsen, haben dann in London und New York beim Wirtschaftssender Bloomberg TV sowohl vor als auch hinter der Kamera gearbeitet, und habe schließlich 2005 Jynx Productions mit meiner Frau Kathleen gegründet.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe ein paar Jahre lang im corporate Bereich gearbeitet – lange genug, um zu wissen, dass ich da langfristig nicht glücklich sein werde. Anzug tragen und immer neue Chefs – das war nichts für mich. Als ich mich frei gemacht habe, habe ich relativ schnell gemerkt, dass es in den USA im Medienbereich eine Nische gibt für deutsch-amerikanischen content. Daraus ist dann die Geschäftsidee für Jynx entstanden. Und weil genau zu dem Zeitpunkt meine Frau auch genug von ihrem corporate job hatte, haben wir gesagt – Now or never, wir probieren es einfach mal.

Welche Vision steckt hinter Jynx Productions?

Es ist relativ simpel: Wir wollen sorgfältige, gut recherchierte, und kreative Arbeit für unsere Kunden leisten. Und dabei Spass haben. Wir sind stolz auf das internationale Team an kreativen Köpfen, das wir zusammengestellt haben, und auf die Mischung aus europäischem und amerikanischem Know-How, die wir unseren Kunden anbieten können.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind komplett eigenfinanziert. Den ersten Scheck, den wir damals von unserem Privatkonto auf unser Firmenkonto ausgestellt haben, habe ich noch. Der war über $5000. Das war unser erstes Kapital.

In unserer Branche und überhaupt als Firmeninhaber gibt es ständig Herausforderungen. Das hält einen jung, und macht den Job ja auch so spannend. Es gibt komplizierte Projekte und Drehs, bei denen alles schief läuft – das sind die Herausforderungen, die richtig Spass machen, weil man als Team nach kreative Lösungen suchen muss – und am Ende total stolz darauf sein kann, was man da zusammen gerissen hat.

Und dann gibt es die unangenehmen Herausforderungen – Geplatzte Verträge, falsche Personalentscheidungen, schwierige Kunden, die einem das Leben schwer machen. Aber wir sind da inzwischen doch sehr abgeklärt. Wenn es mal ein Tief gibt, weiss ich, dass man da auch wieder rauskommt. Dieses Glauben an mich selbst und die Firma hatte ich am Anfang nicht – das muss man richtig lernen.

Wer ist die Zielgruppe von Jynx Productions?

Im Fernsehbereich sind wir relativ jung ausgerichtet – unsere Dokus sind für die Zielgruppe 14-39 gedacht. Bei den Firmenkunden kommt es komplett auf die Kunden an – da sind wir ganz flexibel. Grundsätzlich ist es im Medienbereich aber so, dass die meisten Kunden sich auf uns verlassen, ein zeitgemässes (und das heisst meist: junges) Produkt abzuliefern.

Wie funktioniert Jynx Productions? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir sehen uns als „Grownups in the room“. Viele Videoproduktionsfirmen in den USA sind sehr jung. Da arbeiten Leute, die unheimlich kreativ sind und immer die neueste Technik paart haben – die aber nicht unbedingt wissen, wie man mit Kunden umgeht, wie man plant, und wie man eine Vision langfristig umsetzt.

Dazu kommt unsere internationale Erfahrung, und die Tatsache, dass wir sowohl die europäische als auch die US-Kultur verstehen. Firmenkunden schätzen außerdem, dass wir uns als Storyteller und Journalisten sehen. Es geht uns nicht nur darum, die coolsten Bilder einzufangen – wir möchten auch wirklich verstehen, wie eine Firma funktioniert, oder was konkret auf der Konferenz besprochen wird.

Jynx Productions, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Zwei grosse Ziele: Wir möchten unseren Imagefilmbereich ausbauen. Wir möchten eine TV-Serie bei einem grossen amerikanischen oder internationalen Anbieter unterbekommen

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Risiko ist gut, aber nur mit konkretem Plan

Man kann nicht alles selber machen! Es ist ok, an andere abzugeben.

Penibel aufs Budget achten – gerade am Anfang.

Wir bedanken uns bei Johannes Wiebus für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Learnings für die Zukunft sammeln!

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ZweiDigital facebook linkedin

ZweiDigital: Performance-Kampagnen auf Facebook, Instagram, LinkedIn, Pinterest und TikTok

Stellen Sie sich und das Startup ZweiDigital doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Philipp Reittinger und ich bin Co-Founder von ZweiDigital. ZweiDigital ist eine Social-Ads-Agentur mit Sitz in Frankfurt am Main, die ich 2018 gemeinsam mit Andreas Arndt gegründet habe. Mit unserem 16-köpfigen Team konzipieren und verwirklichen wir für unsere Kunden Performance-Kampagnen auf Facebook, Instagram, LinkedIn, Pinterest und TikTok. Zu unseren Kunden gehören Unternehmen wie Connox, Fitvia, Longines und SportSpar.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Angefangen hat alles mit ein paar Gefallen für Freunde und Bekannte, nach dem Motto: “Hey, kannst mir helfen, meine Veranstaltung zu bewerben?” oder “Ich habe einen Onlineshop, aber keinen Traffic. Kannst du mir helfen?”. Das hat sich rumgesprochen und nach ein paar Monaten hatte ich damit mehr Workload als bei meinem eigentlichen Job. Das, zusammen mit dem inneren Drang mich selbstständig zu machen, hat mich gemeinsam mit Andreas dazu gebracht, ZweiDigital zu gründen. 

Welche Vision steckt hinter ZweiDigital?

Mit unserer Agentur wollen wir für unsere Kunden, die sowohl aus dem B2C- als auch dem B2B-Umfeld kommen, das Beste aus ihren Marketingaktivitäten herausholen. Wir wollen im Rahmen performanter Kampagnen auf Facebook, Instagram, LinkedIn, Pinterest und TikTok die Sichtbarkeit von Marken stärken und auf diese Weise messbar zu ihrem Business-Erfolg beitragen. Vor allem wollen wir jedoch auf Augenhöhe mit unseren Kunden zusammenarbeiten und sicherstellen, dass alle Beteiligten – Kunden und Mitarbeiter – Spaß an der Umsetzung des jeweiligen Projektes und der Partnerschaft haben. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung bestand sicherlich in der Tatsache, dass wir noch nie eine Agentur gegründet haben und somit auch die damit verbundenen Aufgaben – Gründung, internes Controlling, Vertragserstellung, Recruiting, People Management – zu meistern. Genau das macht jedoch den Reiz einer Gründung aus! Was die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angeht, sind wir von Anfang an selbstfinanziert – das war und ist uns extrem wichtig.

Wer ist die Zielgruppe von ZweiDigital?

Einer unserer Leitsätze bei ZweiDigital lautet, dass für uns kein Kunde zu klein ist. Uns kommt es bei einer möglichen Zusammenarbeit sehr auf die Idee sowie das Team dahinter an. Vom Dax-Konzern bis zum jungen Startup mit kleinem Team, ob B2C oder B2B, sind alle Unternehmen herzlich willkommen. So bekommen wir auch immer wieder einen Einblick in die unterschiedlichsten Unternehmen und Branchen, was uns immer wieder hilft, über den Tellerrand hinauszuschauen. 

Wie funktioniert ZweiDigital Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

ZweiDigital ist auf Social-Media-Ads mit einem Fokus auf Facebook und LinkedIn spezialisiert. Durch die Zusammenführung der Einzelkomponenten Tracking-Integration, Anzeigenerstellung und Kampagnenmanagement entwickelt ZweiDigital individuelle Konzepte und setzt diese ganzheitlich um. 

Unser Pricing-Modell ist sicherlich ein zentraler Aspekt, in dem wir uns von anderen Agenturen unterscheiden. Unser Ansatz besteht darin, gemeinsam mit unseren Kunden eine feste monatliche Pauschale festzulegen. Somit ist unsere Arbeit ein Kostenfaktor, den der Kunde von Anfang fix einkalkulieren kann. Dabei gehen wir ganz bewusst unabhängig von Marketingbudgets vor, sondern berechnen unseren Aufwand im Hinblick auf ein klares Ziel. 

ZweiDigital, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen weiter wachsen und uns zu einer der führenden Social-Media-Agenturen im deutschsprachigen Raum entwickeln. Der entscheidende Faktor, um dieses Ziel zu erreichen, ist das Team. Entsprechend ist es uns extrem wichtig, dass ZweiDigital ein sehr guter Arbeitgeber ist, mit allem, was dazu gehört. Nur so können wir tolle Mitarbeiter für uns gewinnen und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen. Ganz konkret wird der nächste große Schritt unser Umzug in ein fast fünfmal so großes Büro sein, der im Oktober ansteht. Und wir werden bald eine neue Dienstleistung anbieten, unsere Conversion Rate Optimierung.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das Team steht an erster Stelle!

Einfach starten und nicht zu viel Zeit in die theoretische Planung stecken. Lieber mit 80 Prozent loslegen, aber umso schneller Learnings für die Zukunft sammeln!

Möglichst viel selbst machen. So können Änderungen am schnellsten umgesetzt werden und es entstehen keine Abhängigkeiten!

Wir bedanken uns bei Philipp Reittinger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: ZweiDigital

Kontakt:

ZweiDigital GmbH
Speicherstraße 1
DE- 60327 Frankfurt am Main

https://www.zweidigital.de/
philipp@zweidigital.de

Ansprechpartner: Philipp Reittinger

Social Media:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/zweidigital/
Facebook: https://www.facebook.com/ZweiDigital/
Instagram: https://www.instagram.com/zweidigital/
Pinterest: https://www.pinterest.de/ZweiDigital/

Nicht zu viel nachdenken

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Saros Lab: SEEon180° Rucksack mit Kamera und KI

Saros Lab: SEEon180° Rucksack mit Kamera und KI- und Bluetooth-Technologie

Stellen Sie sich und das Startup Saros Lab doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Nassim Al-Khalil, ich komme aus Damaskus, Syrien bin verheiratet und ein 33 Jahre alter Vater von zwei Kindern. Darüber hinaus habe ich die Saros Lab GmbH gegründet, den intelligenten SEEon180° Rucksack entwickelt und bin der Chefprogrammierer des Bag Projekts. Die Saros Lab GmbH ist ein Produktentwicklungs- und Handelsunternehmen, in dem ich meinen Hauptberuf als Großhändler ausübe.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Als Flüchtling konnte ich auf dem deutschen Arbeitsmarkt kein passendes Jobangebot finden. Die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt ist groß, sodass die Gründung einer Firma und das selbstständige Arbeiten für mich deutlich erfolgversprechender waren. 

Welche Vision steckt hinter SEEon180°? 

Sicherheit ist eines der Dinge, die mir aufgrund meiner Historie fehlen. Daher wollte ich etwas bieten, das den Menschen mehr Sicherheit bietet. Der innovative Rucksack ist mit einer Frontkamera ausgestattet, die Bilder analysiert und Gefahren erkennt. Droht Gefahr, wird der Träger gewarnt. Damit wird der SEEon180° zum dritten Auge.

Da ich aus einem unsicheren Land komme, liegt mein Fokus darauf, so viele Menschen wie möglich zu beschützen und zu versuchen, all das Schlechte von ihnen abzuwenden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Herausforderungen sind vielfältig. Selbstverständlich spielt die Finanzierung bei der Gründung die entscheidende Rolle. Glücklicherweise konnte ich bereits bevor ich nach Deutschland kam Erfahrungen mit der Gründung von Unternehmen sammeln, was mir das gesamte Thema wesentlich vereinfacht hat. Am wichtigsten ist es, erst einmal anzufangen. Es dauerte gar nicht lange, da bekam ich das erste Darlehen von meinem Nachbarn. Es war zwar nur ein kleiner Betrag, aber er hat mir geholfen, über die Runden zu kommen. Sechs Monate später konnte ich mir den ersten Auftrag sichern.

Zu Beginn der Firmengründung lag der Fokus auf dem Handel. Auf diese Weise wurde die Produktentwicklung ermöglicht. Wer ein Start-up gründet, sollte flexibel sein, dann lässt sich auch das nötige Kapital aufbringen, um die Unternehmung zu starten. Als ich ein Kind war, sagte mir mein Vater immer, ich soll früh aufstehen und handeln bis ich wieder ins Bett gehe – so habe ich es immer gehalten.  

Wer ist die Zielgruppe von SEEon180°?

Unsere Zielgruppe sind Menschen, die in Großstädten leben, Frauen und Männer mittleren Alters, die bis spät in die Nacht arbeiten, die öffentliche Verkehrsmittel benutzen und am anfälligsten für Übergriffe sind.

Wie funktioniert der SEEon180°? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Der SEEON180° ist ein intelligenter Rucksack mit einem KI-Warnsystem und einer integrierten Kamera, die Bilder in Echtzeit analysiert, Risiken erkennt und den Träger davor warnt, was hinter ihm passiert. Auf Basis einer intelligenten Technologie bietet die Tasche umfassenden Schutz vor unsicheren Ereignissen auf Reisen, allein zu Fuß in der Nacht, mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Der SEEON180° ist viel mehr als nur ein Rucksack mit Kamera. Mit KI- und Bluetooth-Technologie bietet er eine 180-Grad-Sicht von hinten, erkennt und warnt mit Bewegungssensor-Technologie und einem Alarmsystem vor Gefahren und bietet Live-GPS-Tracking. So weiß man immer, wo sich die eigenen Sachen befinden, wenn sie verloren gehen oder gestohlen werden. Für diejenigen, die sowohl auf Funktionalität als auch auf Mode Wert legen, ist SEEON180° das Produkt, welches italienisches Design mit deutscher Technologie vereint. Der elegante Rucksack ist in sechs verschiedenen Farben erhältlich. 

Saros Lab, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Ich hoffe, dass wir in Zukunft noch viele weitere nützliche Produkte für die Menschen entwickeln können. Vielleicht sind fünf Jahre etwas zu kurz dafür, aber wir beabsichtigen, eines der führenden Unternehmen in der Produktentwicklung zu werden. 

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Steh früh auf.

Stelle ein gutes Team zusammen, mit der du die Rakete startest.

Nicht zu viel nachdenken. 

Wir bedanken uns bei Nassim Al-Khalil für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Erzählt Eure Geschichte authentisch und bleibt euch selbst treu

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re:love cosmetics Naturkosmetik Kaffeesatz

re:love cosmetics: Naturkosmetik aus Kaffeesatz- hochwertige Peelings und Öle

Stellen Sie sich und das Startup re:love cosmetics doch kurz unseren Lesern vor!

Ich liebe (brauche unbedingt) meinen morgigen Kaffee, praktiziere Yoga, fühle mich Teils von Samy Deluxe Song Mimimi (Mitbürgerin mit Migrationshintergrund), höre auf den Namen Elnura Ashimova und habe mit re:love cosmetics meine Leidenschaft hin zur Gründerin vollzogen. re:love ist die Professionalisierung von dem, was ich seit Jahren für mich und meine Freund*innen gemacht habe, Kaffeesatz ein neues Leben schenken, in dem der hochwertige Kaffeesatz aufbereitet wird und durch Anreicherung von Bio-Ölen selbst zu einem natürlichem Hautpflegeprodukt wird. Entstanden sind hochwirksame Peelings und Öle.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe vor rund 5 Jahren meinen Job gekündigt und mich seither meinen Leidenschaften gewidmet. Yoga war zunächst der Mittelpunkt meiner Bestrebungen mich neu zu auszurichten und eher durch Umwege führte mich Yoga in den Bereich Naturkosmetik. Ich hatte dabei nicht konkret das Ziel mich selbstständig zu machen, eher die Begeisterung von Freunden für meine ersten „Do-it-yourself“ Produkte und der Tatsache, dass es nichts Vergleichbares am Markt zu kaufen gab, motivierte mich die Produkte mit Unterstützung von Zulieferern und einem Deutschen Labor umzusetzen und in Serie zu produzieren.

Welche Vision steckt hinter re:love cosmetics?

Mit re:love sehen wir eine Welt, in der Conscious Beauty für jeden Menschen zugänglich ist. Wir übernehmen die Verantwortung für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden selbst und möchten einen nachhaltigen Kreislauf in die Beauty-Industrie bringen. Dafür produzieren wir ressourcenschonend und zelebrieren einen ganzheitlichen Ansatz.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Einen zuverlässigen Lieferanten sowie Lohnhersteller zu finden, die auch bereit waren in kleineren Mengen zu produzieren. Eine weitere Herausforderung habe ich mir selbst geschaffen, so stand mir das Streben nach Perfektion im Weg. Ich wollte natürlich die perfekte Formel für unsere Produkte finden, weshalb sich dieser Prozess über Monate hinweg zog. Durch diese Erfahrung habe ich das Motto ‚start before you’re ready’ zu schätzen gelernt.

Wer ist die Zielgruppe von re:love cosmetics?

Das ist einfach und kurz gesagt: an alle die Kaffee, Entspannung und einen frische Kick-lieben und mehr Naturprodukte ausprobieren möchten.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Produkte haben eins gemeinsam, Basis ist der Upcycled Kaffeesatz. So verarbeiten wir direkt den Kaffeesatz oder das daraus gewonnene Kaffeeöl und reichern diese mit weiteren hochwertigen und natürlichen Inhaltsstoffen an. Unsere Kunden*innen erhalten somit Produkte die reich an Antioxidantien sind, die freie Radikale neutralisieren und zudem die Haut vor vorzeitiger Alterung schützen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser Fokus liegt auf der Verarbeitung von reichhaltigem Kaffeesatz. Wir nutzen Kaffee nicht als Parfüm oder Werbebotschaft, sondern je nach Produkt birgt Kaffee die grundlegende und hochwirksame Funktion in unseren Kosmetika. Gleichzeitig möchten wir mit unserer Naturkosmetika keine unnötigen und wertvollen Ressourcen verschwenden, sondern wertvolle  und bereits verarbeitete Rohstoffe wieder in die Wertschöpfungskette einbringen.

re:love cosmetics, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir hoffen, dass wir in den kommenden Jahren die Circular-Beauty-Bewegung zusammen mit anderen Initiativen in diesem Bereich mitgestalten können. Und eine unserer wichtigen Aufgaben ist es, die Verbraucher darüber aufzuklären, dass Inhaltsstoffe aus natürlichen Quellen, einschließlich derer, die wir konsumieren (Nebenprodukte), besser für unsere Haut sind und kreativ wiederverwendet werden können. Wir möchten dem Verbraucher dazu bewegen mehr Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen und dass die Schönheitsindustrie transparenter wird. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Network & Partnerships: baut ‚Smart Partnerships’, findet zuverlässige Mentoren. Manchmal ist ein guter Rat viel wertvoller als Funding.

Lokal statt Global: Fokus auf Eure Stadt, Land, anstatt es zu groß und global zu machen. Lokal zu bleiben macht es einfacher, die Idee, das Produkt und das Machbare zu begreifen. Und es ist einfacher, Partner in Ihrer Nähe zu finden. Wenn Sie in der Anfangsphase Menschen finden, die Ihre Produkte in Ihrer Umgebung testen können, ist es einfacher die ersten Feedbacks zu bekommen & die Produkte zu verbessern.

Erzählt Eure Geschichte authentisch und bleibt euch selbst treu.

Fotoquelle/ Bildquelle: Xenia Bluhm

Wir bedanken uns bei Elnura Ashimova für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sucht euch Partner*innen mit unterschiedlichen Kompetenzen


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plexipeople Fotofiguren Acrylglas

Plexipeople stellt individuelle Fotofiguren aus recyceltem Acrylglas her, die Schnappschüsse und besondere Momente für die Ewigkeit festhalten

Stellen Sie sich und das Startup Plexipeople doch kurz unseren Lesern vor!

Plexipeople stellt individuelle Fotofiguren aus Acrylglas her, die Schnappschüsse und besondere Momente für die Ewigkeit festhalten. Um die Ewigkeit nicht unnötig zu belasten, hat Plexipeople sich der Nachhaltigkeit verschrieben und produziert die Fotofiguren deshalb ausschließlich aus 100% recyceltem Acryl. Außerdem werden nachhaltige Rohstoffe wie Holz genutzt und bei der Verpackung vollständig auf Folien und Kunststoffe verzichtet. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Aus der langjährigen Erfahrung im Grafik- und Druckbreich, spezialisiert auf Prototypenbau und Einzelanfertigungen, wollten wir mit Plexipeople etwas Langlebiges erschaffen. Wir möchten unseren Kund*innen die Möglichkeit geben, echte Momente in physischer Form als Fotofiguren festzuhalten, dabei legen wir besonderen Wert auf Hochwertigkeit und Nachhaltigkeit. Ein solches Produkt wurde auf dem Fotomarkt für den/die Endverbraucher*in bis dahin nicht angeboten, deswegen haben wir uns mit Plexipeople darauf spezialisiert. 

Etwas Neues schaffen, Lösungen finden, Prozesse optimieren, das bestmögliche Resultat erzielen, nachhaltig in einem ganz und gar nicht nachhaltigen Segment zu werden und damit unsere Kund*innen glücklich zu machen, ist auch heute noch mein Antrieb. 

Welche Vision steckt hinter Plexipeople?

Plexipeople soll aus der Flut an Fotos, die man heutzutage in allen möglichen Momenten macht, das wichtigste hervorheben und ihnen eine Bühne geben. Dieses Ziel verfolgen wir, indem wir unsere Kund*innen durch einen einfachen Bestellprozess durch unseren Onlineshop führen. Man kann also ganz einfach seine Fotofigur vom Sofa aus bestellen, wir übernehmen dann die professionelle grafische Bearbeitung der Bilder. Darüber hinaus hat es uns wahnsinnig gereizt, ob man nicht aus dem wenig Ressourcen schonenden Fotodruckmarkt nicht auch mit einem nachhaltigen Produkt Erfolg haben kann. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Eine immer wiederkehrende Herausforderung ist das fehlende Verständnis für die Qualität unseres Produktes und seine Nachhaltigkeit. Zulieferer und Banken haben uns dazu geraten, weniger Wert auf die Qualität zu legen und günstigere Materialien einzukaufen. Mein erster Banktermin endete mit den Worten des Bankers: „Warum machen Sie denn so eine aufwendige Verpackung ohne Folie? Wickeln Sie es doch in Luftpolsterfolie ein und dann ab in einen Standardkarton. Machen die bei Amazon ja auch so. Da müssen Sie noch einiges lernen!“ Das alles, um eine Ersparnis von vielleicht 0,30 € pro Verpackung zu erreichen. Heute sind wir nach Optimierung der Prozesse und Lieferketten günstiger als wir es mit standardisierten Karton und Folien je hätten werden können. 

Nach dem Termin bei dem Bankberater, der für Startups und Gründungen zuständig war, wurde mir klar, wie wichtig unsere Ziele sind und ich entschied mich, es selber zu finanzieren, um unabhängig zu sein und die Werte von Plexipeople weiter verfolgen zu können. Die nächste Hürde war dann das richtige Team zusammen zu stellen und den bequemen Pfad der letzten Jahre zu verlassen, um alles neu zu denken und einer von denen zu sein, die es besser machen möchten. 

Wer ist die Zielgruppe von Plexipeople? 

Plexipeople spricht zu 70% eine weibliche Zielgruppe zwischen 25 und 45 Jahren an. Unser Produkt wird aber auch viel verschenkt, daher ist der/die Käufer*in nicht unbedingt der/die Nutzer*in. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass unser Produkt sehr vielfältig ist, wir lernen von der Kreativität unserer Kund*innen, die immer wieder neue Ideen für die Verwendung unserer Fotofiguren haben. So bieten wir neben den Fotofiguren auch personalisierte Cake-Topper oder Dekoaufsteller an. Zusätzlich bauen wir den B2B-Markt weiter aus, indem wir Auszeichnungen, Iso-Zertifikate, Preise, Ehrungen oder Hinweise für Firmen herstellen. Alles aus demselben Material und einem stark automatisierten Herstellungsprozess. 

Wie funktioniert Plexipeople? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Wir stellen außergewöhnlichen Fotofiguren aus recyceltem Acrylglas her, um damit außergewöhnliche Momente für die Ewigkeit festzuhalten und die durch ihren freigestellten Charakter besonders lebendig wirken zu lassen. Durch den einfachen Bestellprozess im Onlineshop, kann man zu jeder Zeit und an jedem Ort seine Bestellung durchführen. Das Foto wird bearbeitet, das gewünschte Motiv freigestellt, Feinheiten ausgebessert und in der eigenen Produktion hinter sechs Millimeter starkes, recyceltes Acryl gedruckt. Durch ein 3-lagiges Druckverfahren gewinnt das Bild an Brillanz und die Farben an Leuchtkraft. Auch ist es durch das Druckverfahren von beiden Seiten sichtbar. Ist die Figur produziert, bekommt sie einen Motivsockel aus Nussbaumholz oder weißem American Whitewood, der je nach Größe der Figur in verschiedenen Breiten erhältlich ist. Mit einer 100% recycelbaren und stoßsicheren Karton-Verpackung kommt die fertige Fotofigur innerhalb von wenigen Tagen sicher zu einem nach Hause. 

Damit haben wir ein Produkt entwickelt, das meinem persönlichen Qualitätsanspruch zu 100% entspricht, nachhaltig aber trotzdem erschwinglich ist und bereits unzähligen Menschen mindestens ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte. 

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen in der People-Fotografie die bessere Alternative zum klassischen Bilderrahmen werden und weitere Produktvarianten von freigestellten Fotoprodukten anbieten. Des Weiteren möchten wir Marktführer in Europa für den personalisierten Fotodruck werden. 

Langfristig arbeiten wir an einer KI, die den kompletten Arbeitsablauf und die Bearbeitung der Bilder, bis auf wenige Ausnahmen, automatisiert.
Da uns das Thema Nachhaltigkeit wirklich wichtig ist und uns persönlich am Herzen liegt, möchten wir in fünf Jahren vollständig auf eine energie- und ressourceneffiziente Produktion mit erneuerbaren Energien umgestellt haben, um unserem ökologischen Fußabdruck noch kleiner zu machen als er jetzt schon ist. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

1. Macht es im Team – sucht euch Partner*innen mit unterschiedlichen Kompetenzen.
2. Hört zu was andere euch sagen, aber geht euren eigenen Weg. Niemand hat sich, im besten Fall, so viele Gedanken dazu gemacht wie ihr selbst.
3. Sucht euch starke Kooperationspartner*innen und kalkuliert ausreichend Geld für das Marketing. 

Wir bedanken uns bei Kristof Zander für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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socialbnb reisende reisen

socialbnb Online-Plattform, die Reisende mit sozialen und ökologischen Projekten auf der ganzen Welt verbindet

Stellen Sie sich und das Startup socialbnb doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Nils Lohmann und Alexander Haufschild, die  Gründer von socialbnb.

socialbnb ist eine Online-Plattform, die Reisende mit sozialen und ökologischen Projekten auf der ganzen Welt verbindet. Wir bieten deren ungenutzten Räumlichkeiten, als Übernachtungsmöglichkeit für Reisende an, die nachhaltiger und authentischer reisen möchten. Durch die Übernachtung vor Ort erhalten die Projekte eine nachhaltige Einkommensquelle abseits von Spenden und können so ihre wertvolle Arbeit finanzieren. Die Reisenden haben währenddessen die Möglichkeit, eine authentische und lokale Reiseerfahrung zu machen, in das Leben vor Ort einzutauchen und mehr über das jeweilige Projekt zu lernen. So schaffen wir eine neue Form des nachhaltigen Tourismus, von dem alle profitieren

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Auf eigenen zahlreichen Auslandsaufenthalten ist uns bewusst geworden wie viele inspirierende Ideen und Lösungsansätze es auf der ganzen Welt gibt für unsere aktuelle, globalen Herausforderungen. Zu selten werden diese Projekte mit ihren Lösungsansätzen und die motivierten Menschen dahinter aber überhaupt wahrgenommen oder finanziell unterstützt. Gemeinsam mit den Projekten vor Ort entwickelten wir die Idee, die enorme Kraft des Tourismus für die Finanzierung von solchen Projekten zu nutzen und entwickelten socialbnb. In einem Studierendenteam verfolgten wir die Idee über die Jahre nebenbei weiter. Als das Feedback sowohl von Reisenden, als auch von den Projekten sehr positiv war entschieden wir uns socialbnb als eigenständiges social Impact Start-Up zu gründen, um so eine wirkliche Veränderung im Tourismus anstoßen zu können.

Welche Vision steckt hinter socialbnb?

Wir glauben an einen nachhaltigen Tourismus von dem alle profitieren. Mit socialbnb wollen wir Reisen so gestalten, dass die Einnahmen aus dem Tourismus den Leuten vor Ort zu Gute kommen und einen positiven Mehrwert für alle Beteiligten erzielen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine große Herausforderung zu Beginn war es unser Partnernetzwerk auf der ganzen Welt aufzubauen. Dafür haben wir nach und nach einen Prozess entwickelt, um auch von Deutschland aus den Kontakt zu unseren Projektpartnern vor Ort zu halten. Unser Team ist aufgeteilt auf die verschiedenen Weltregionen und sucht online nach Projekten, die wir mit unserem Konzept unterstützen könnten. Mittlerweile können wir aber auch auf ein großes Netzwerk von Verbänden, großen NGOs oder Instituten in den jeweiligen Regionen zurückgreifen, die Kontakte weitervermitteln. Das war enorm hilfreich.

Aktuell ist sicherlich die große Unsicherheit bezüglich der sich sehr schnell veränderten Corona Situation in den jeweiligen Ländern eine große Herausforderung. Da wir mittlerweile in über 45 Ländern aktiv sind ist es schwer den Überblick über die Regularien zu behalten und die Sicherheit vor Ort für alle zu gewährleisten. Wir haben aber einen Prozess implementiert bei dem wir wöchentlich die Situationen in denen bei uns angebotenen Ländern uns anschauen und in Absprache mit den Projekten vor Ort entscheiden ob gewisse Regionen nicht gebucht werden können.

socialbnb hat sich bisher aus Eigenmitteln finanziert und wurde durch verschiedene Start-Up Wettbewerbe und Förderungsprogramme unterstützt. Aktuell finanzieren wir uns durch das Exist-Gründerstipendium.

Wer ist die Zielgruppe von socialbnb?

Unsere Hauptzielgruppe sind junge Reisende zwischen 18 – 35 Jahren, die vor allem auf der Suche nach authentischen und besonderen Erlebnissen sind. Sie haben aber auch ein großes Bewusstsein für Soziales und Nachhaltigkeit und wollen mehr über die Gegebenheiten vor Ort lernen. Für sie sind die meisten unserer Unterkünfte ausgelegt. Wir haben aber im Laufe der Zeit festgestellt, dass es auch eine ältere Zielgruppe gibt, die sich für unser Angebot interessiert. Denn auch für Alleinreisende in der Altersgruppe ab 35 oder Familien, die für Thematiken wie Nachhaltigkeit sensibilisiert sind und auf der Suche nach Begegnungen mit verschiedenen Kulturen sind, kommt eine Buchung bei socialbnb in Frage. Daher gibt es auch immer mehr familienfreundliche Unterkünfte und solche mit höherem Komfort in unserem Angebot, die ein soziales und einzigartiges Reiserlebnis versprechen.

Wie funktioniert socialbnb? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Interessierte können sich auf der neuen Plattform von socialbnb über die verschiedenen Unterkünfte informieren.

Neben der Filterung der Themenschwerpunkte, Preis und Lage, kann zudem nach zusätzlichen Merkmalen wie veganer Küche, Barrierefreiheit oder sonstigen Aktivitäten gefiltert werden. Auf den jeweiligen Profilen finden Reisende alle Informationen zu Art der Unterkunft und was sie vor Ort erleben können. Außerdem steht beschrieben, für was das Geld für die Übernachtung verwendet wird.

Sportinteressierte können beispielsweise den pädagogischen Einsatz von Skateboarding, oder Surfen in den jeweiligen Ländern kennenlernen und gleichzeitig selbst diese Sportarten erlernen. Tierfreunde können bei einem Aufenthalt bei dem Projekt Tenikwa in Südafrika, die Behandlung verletzter Wildtiere und deren Auswilderung mitfinanzieren.

Dadurch bietet ein Aufenthalt in einem socialbnb eine ganz neue Reiseerfahrung.

Lokale NGOs hingegen können mit socialbnb, fehlende staatliche Gelder in den jeweiligen Ländern ausgleichen und sich finanziell absichern. Die Nutzung ist, im Gegensatz zu vielen anderen touristischen Plattformen, für Anbieter kostenlos. Außerdem erhalten sie Kontakt zu internationalen Reisenden, die sich für das Thema der Projekte interessieren. Diese gezielte Zielgruppenansprache sorgt dafür, dass sie Reisende erhalten, die sich wirklich für ihre Thematiken interessieren und sie nicht als reine Übernachtungsmöglichkeit sehen. Wir bieten den Projekten darüber hinaus eine individuelle Betreuung und ein auf sie zugeschnittenes Angebot.

socialbnb, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es socialbnb zum größten Anbieter für nachhaltiges und verantwortungsvolles Reisen zu machen. In Zukunft wollen wir das Angebot noch weiter ausbauen und vor allem weitere einzigartige Unterkünfte auch in Europa schaffen. Aber nachhaltiges Reisen hört natürlich nicht bei der Unterkunft auf. Wir würden gerne weitere Angebote wie Aktivitäten und Transportmöglichkeiten mit aufnehmen und in Zukunft ebenfalls vermitteln.

Dann sind wir auch daran interessiert, neben der Vermittlung über unsere Plattform, Kooperationen mit anderen Reiseunternehmen einzugehen, um so noch mehr Unterstützung für die Partnerprojekte bieten zu können. Dadurch wollen wir unserem Ziel den Tourismus als solches Stück für Stück so umzugestalten, dass vor allem die lokale Bevölkerung profitiert, näherkommen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Bleibt fokussiert und verliert euer Ziel nicht aus den Augen.

Sucht euch Unterstützung! Es macht viel mehr Spaß im Team zu arbeiten und schließlich kann man alleine nicht alles wissen. Holt euch Hilfe auch von extern. Uns haben dabei zahlreiche Accelerator Programme geholfen.

Immer lächeln und den Spaß behalten! Gründen ist ein auf und ab – trotzdem eine unfassbare schöne Sache, für die man dankbar sein sollte. Also immer mal wieder zurückschauen und sich vergewissern wie weit man schon gekommen ist.

Wir bedanken uns bei Nils Lohmann und Alexander Haufschild für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Denken Sie groß!

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contentful digitale produkte inhalte

Contentful – die Content-Plattform für digitale Erlebnisse von heute

Stellen Sie sich und das Startup Contentful doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo, ich bin Sascha Konietzke und bin einer der Gründer von Contentful. Zusammen mit meinem Mitgründer Paolo Negri entwickelte ich die gleichnamige Content-Plattform Contentful, die es Unternehmen und Organisationen ermöglicht, digitale Inhalte und Produkte für verschiedenste Geräte und Kommunikationskanäle zu kreieren.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wie bei vielen anderen Gründern begann alles mit dem starken Wunsch, ein eigenes Problem zu lösen. Ich arbeitete als Softwareentwickler und baute mobile Apps zusammen mit Agenturen. Content Management Systeme (CMS) wurden zu dieser Zeit vor allem zur Erstellung und Verwaltung von Webseiten genutzt. Sie waren allerdings nicht dafür gebaut, andere Endgeräte oder Kanäle zu bedienen, z. B. native Apps für Smartphones. Unternehmen und Entwicklerteams mussten mit großem und unverhältnismäßigem Zeitaufwand, Inhalte für die neuen Kanäle anpassen. Es musste einen besseren und einfacheren Weg geben. So versuchte ich, eine eigene Softwarelösung zu bauen und stellte schnell fest, dass mein Prototyp etwas war, das andere Entwickler enorm weiterbrachte, und das Potenzial für ein erfolgreiches Business da war. Als ich Paolo auf einem Startup Event in Berlin traf, merkten wir schnell, dass wir gemeinsam eine bessere Lösung für Entwickler schaffen könnten und entschieden uns, Contentful zusammen aufzubauen.

Welche Vision steckt hinter Contentful?

Inhalte (Content) sind die Währung der heutigen digitalen Zeit. Nur die Unternehmen werden erfolgreich sein und überleben, die ihre Produkte und Dienstleistungen in kundenorientierte, digitale Erlebnisse verpacken können. Inhalte spielen hierbei zur Differenzierung zwischen Wettbewerbern eine entscheidende Rolle. Digitale Inhalte müssen daher – wie die Unternehmen und die an sie gestellten Anforderungen – mitwachsen bzw. skalierbar sein.

Contentfuls Vision ist eine Welt, in der jedes Unternehmen, Inhalte schnell und einfach veröffentlichen kann, um so die digitalen Produkte zu entwickeln und problemlos anzupassen, die ihre Kunden von ihnen erwarten. Digitale Inhalte sind einer der wenigen Bestandteile im Entwicklungsprozess, der noch nicht auf umfassende und moderne Weise gelöst wurde, der aber einen großen Einfluss auf die Effizienz der Marke und der Entwickler hat, die ihn erstellen müssen. Contentful ist ein Unternehmen, das von Entwicklern für Entwickler geschaffen wurde. Und ich spreche nicht ausschließlich von Softwareentwicklern, aber allen Personen, die in irgendeiner Weise für die digitale Präsenz ihres Unternehmens verantwortlich sind. “Digitale Entwickler” können mit unseren Tools, besser und vor allem weitaus schneller agieren.

Darüber hinaus versteht Contentful auch, wie die Arbeitswelt der Zukunft aussieht. Als eines der am schnellsten wachsenden, globalen Software-as-a-Service (SaaS) Unternehmen wissen wir um die Herausforderungen und haben diese im Design unseres neuen Berliner Büros berücksichtigt. Unser Contentful Team wird in den nächsten Jahren um ein Vielfaches wachsen und wir möchten unsere aktuellen und zukünftigen Mitarbeitenden und ihre Karriere mit auf diese Reise nehmen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Zu Beginn war es schwierig, Finanzmittel und Förderer unserer Idee zu finden, aber Paolo und ich glaubten an unser Produkt und konnten schließlich einen wichtigen Partner und Investor gewinnen. Balderton Capital war bereits mit Paolos technischem Können durch ein anderes Unternehmen vertraut und auch von meiner Arbeit im Content-Bereich überzeugt, sodass sie – entgegen ihrer gewohnten Series A Investment-Strategie und zusammen mit Point Nine Capital – Contentfuls Seed Investment anführten. Seitdem konnten wir andere erstklassige Investoren gewinnen, um das Kapital zu erhalten und um unsere Produktidee erfolgreich umzusetzen. 

Ende 2019 entschloss ich mich, die Rolle des Chief Strategy Officer für Contentful zu übernehmen und holte mit Steve Sloan, einen erfahrenen Executive und unseren aktuellen CEO an Bord. Steve hatte durch seine Tätigkeit bei Unternehmen wie Twilio, Amazon Web Services, Microsoft und Marketo wichtige und umfangreiche Kenntnisse im Technologiesektor gesammelt und hilft uns, mit seinen Führungsqualitäten und seiner Vision, Contentful auf die nächste Ebene zu bringen.

Paolo ist nach wie vor als Contentfuls Chief Technical Officer tätig und beide von uns sind aktiv in unserem Board of Directors.

Wer ist die Zielgruppe von Contentful?

Contentful hilft digitalen Entwicklern jeder Art und unabhängig von der Branche. Dazu zählen unter anderem Softwareentwickler, Autoren, Copywriter, Produktmanager und Kampagnenmanager im Marketing.

Wie funktioniert Contentful? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Contentful ist eine moderne Content-Plattform, die es Unternehmen aller Größen ermöglicht, ihre kompletten Inhalte – von der Zusammenstellung bis zur Veröffentlichung zu steuern. Mit Contentful können komplexe und anspruchsvolle Inhalte kundenspezifisch aufbereitet und bereitgestellt werden. Nach der Pionierarbeit im Bereich der Headless Content Management Systeme, hat es Contentful mittlerweile geschafft, weitere Herausforderungen im Content-Bereich mit einer sogenannten API-Architektur (Application Programming Interface) zu lösen. Über diese Programmierschnittstellen können angepasste Benutzeroberflächen für Redakteure erstellt, andere Software-Plattformen integriert und die Erstellung von Inhalten sogar komplett automatisiert werden. All dies ist mit existierenden Content Management Systemen (CMS) nicht oder nur schwer möglich. Contentful ist extrem anpassungsfähig und ermöglicht Unternehmen, schnell an sich ändernde Kundenanforderungen zu reagieren, ganz egal ob mit einem internen Team oder mit einem Contentful-Partner gearbeitet wird.

Contentful, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Contentful ist weltweit in einer führenden Position, um Unternehmen bei der Erstellung von digitalen Produkten zu helfen. Denn in jedem der Produkte sind auch immer viele Inhalte vorhanden. Wir können uns sehr glücklich schätzen, eine unglaubliche Community, insbesondere Softwareentwickler, zu haben, die unser Produkt beispielhaft weiterentwickeln und anpassen. Wir werden dafür sorgen, dass diese Contentful weiterhin erfolgreich nutzen, um es Unternehmen weiterhin zu ermöglichen, ihre Kundeninteraktionen in der digitalen Welt zu modernisieren.

Wie erwähnt, sind wir dabei, ein brandneues Büro in Berlin zu eröffnen, das uns – zusammen mit unseren Hubs in San Francisco und Denver – dabei helfen wird, neue und erstklassige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu finden, um unsere Reise fortzusetzen. Wir haben das Ziel, eines der einflussreichsten Technologieunternehmen mit Berliner Wurzeln zu werden und sind meiner Meinung nach auf einem guten Weg.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Als erstes brauchen Sie eine größtmögliche Idee. Viele angehende Gründerinnen und Gründer, mit denen ich spreche, haben eine Lösung für ein sehr spezifisches Problem, das nicht groß genug ist, um ein gesamtes Unternehmen zu tragen. Denken Sie groß und haben Sie keine Angst vor hochgesteckten Zielen.

Zweitens müssen Sie sicherstellen, dass der Kunde bei der Problemlösung an erster Stelle steht. Das Feedback des Kunden zu verstehen und zu berücksichtigen, ist essentiell, genauso wie die ständige Verbesserung des Feedbackprozesses mit Kunden. Ihre Vision sollte sie immer führen, aber erlauben Sie auch Ihren Kunden, diese Vision zu beeinflussen.

Drittens, einfach loslegen. So viele, vielversprechende Firmen gibt es gar nicht oder nicht mehr, weil ihre Gründer Angst vor dem Risiko hatten, etwas Großes zu tun. Haben Sie keine Angst vor Misserfolg, aber gehen Sie auch nicht davon aus, dass nichts schieflaufen wird. Glauben Sie an sich und Ihre Idee, aber seien Sie bereit für Feedback von Personen, die die Dinge vielleicht nicht so sehen wie Sie selbst. So lange Sie Dinge kreieren, die die Menschen sich wünschen und brauchen, und Sie ein gutes Team um sich versammeln, lohnt es sich auf sein Gefühl zu vertrauen und nicht zurückzuschauen.

Wir bedanken uns bei Sascha Konietzke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Machen und Korrigieren schlägt Analysieren und Abwarten

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Inyova Impact-Investing-Plattform

Inyova ist eine digitale Impact-Investing-Plattform für nachhaltige Geldanlagen

Stellen Sie sich und das Startup Inyova doch kurz unseren Lesern vor!

Inyova ist eine digitale Impact-Investing-Plattform für nachhaltige Geldanlagen. Impact Investing bezeichnet Investitionen, die neben einer finanziellen Rendite auch einen positiven sozialen und ökologischen Effekt erzielen. Unser wertebasierter Ansatz steckt im Namen: Inyova steht für Invest in Your Values. 

Bei Inyova wird man Mitbesitzer von Unternehmen, die nachhaltige Lösungen entwickeln, hohe Nachhaltigkeitsstandards umsetzen oder auf bestimmte, nicht nachhaltige Bereiche wie fossile Brennstoffe ganz verzichten. In der Schweiz haben wir schon viele weit über 5.000 Kund*innen, die umgerechnet mehr als 100 Millionen Euro angelegt haben. Wir sind ein Team aus Nachhaltigkeitsaktivisten, Finanzexperten und Tech-Nerds. Inyova ist 2017 in Zürich gegründet. Unsere Plattform ging 2019 an den Start. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Inyova wurde bewusst als Firma gegründet, die Nachhaltigkeit voranbringen soll. Das war Ausgangspunkt. Wir haben dann viele Ideen diskutiert, wie wir das erreichen. 

Wir waren immer fasziniert von Produkten, die so gut sind, dass die Menschen sie einfach haben wollen – und die gleichzeitig Nachhaltigkeitsprobleme lösen. Gleichzeitig haben wir mehr und mehr verstanden, dass im Finanzwesen das vielleicht größte ungenutzte Potenzial für nachhaltigen Fortschritt steckt. Daher kam die Idee: Wenn wir eine Geldanlage bauen, die die Menschen begeistert und die gleichzeitig Probleme löst, dann haben wir den Grundstein für ein Unternehmen, das sehr erfolgreich werden kann, und gleichzeitig wirklich Probleme löst.

Mit unserem Know-how rund um Nachhaltigkeit, Technologie und Investing waren wir dafür super aufgestellt. So kam es zu Inyova. Der Zeitpunkt für unsere Idee konnte und kann weiterhin nicht besser sein: Die Menschen konsumieren immer „grüner“, achten auf die Produktionsbedingungen ihrer Kleidung, ernähren sich vegetarischer und leben bewusster. Das macht auch vor der Geldanlage nicht halt – und das Finanzwesen ist unglaublich wichtig für die gesellschaftliche Entwicklung. 

Welche Vision steckt hinter Inyova?

Wir möchten Millionen von Menschen zu Impact Investor*innen machen. Also zu Anlegern, die für sich selbst vorsorgen und dabei ihr Geld für Gutes einsetzen. Dadurch möchten wir ein Finanzsystem schaffen, das für die Menschen und den Planeten da ist, statt umgekehrt. Das Finanzsystem ist unglaublich wichtig für unsere gesellschaftliche Entwicklung. Es wird Zeit, dass wir das im Sinne von uns allen gestalten, statt nur im Sinne der Banker. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Entwicklung unserer Technologie war schon eine Herausforderung. Wir haben Inyova so gebaut, dass absolut jede*r Impact Investor*in werden kann – ohne jedes Finanzwissen und auch ohne viel Geld. Dazu mussten wir die das Finanzmanagement von hunderttausenden Einzelportfolios automatisieren und mit der besten Nachhaltigkeitsanalyse verknüpfen, die es gibt. Dabei mussten wir schon einige komplizierten Nüsse knacken. 

Wir sind rein über Privatpersonen finanziert, die genauso ticken wie wir und die genauso an die langfristige Mission glauben. Wir möchten die Firma langfristig aufbauen und selbst entscheiden können, was das Richtige für Inyova ist. Zum Investor*innen -Netzwerk zählen unter anderem Alois Flatz (Mitbegründer des Dow Jones Sustainability Index) und Eva Richterich (Unternehmerin, ehem. Geschäftsleitungsmitglied Innovation und Nachhaltigkeit bei Ricola). Unsere Investor*innen haben insgesamt 17 Millionen Schweizer Franken (rund 15,5 Millionen Euro) in Inyova investiert. 

Keine*r außer uns Gründern hält einen größeren Anteil am Unternehmen. Diese Investorenstruktur schützt unsere langfristige Nachhaltigkeitsmission und macht Inyova unabhängig von rein kommerziellen Interessen.

Wer ist die Zielgruppe von Inyova?

Inyova ist für alle die durch Geldanlage vorsorgen möchten und denen gleichzeitig Nachhaltigkeit wichtig ist. Das sind heute schon sehr viele Menschen – und es werden jeden Tag noch mehr. Inyova ermöglicht allen – auch Klein(st)-Anleger*innen – Investitionen mit echter nachhaltiger Wirkung. Unsere Plattform und App sind so konzipiert, dass auch Menschen ohne Finanzkenntnisse sich problemlos zurechtfinden. Unsere Kund*innen sind zwischen 18 und 88 Jahre alt. Drei von vier neuen Kunden sind Erstanleger*innen, fast 40% sind Frauen. 

Wie funktioniert Inyova? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Im Herzen von Inyova liegt unsere Technologieplattform, die Personal Impact Engine (PIE). Die PIE kann hunderttausende personalisierte Portfolios automatisch verwalten und risikooptimieren – mit voll integrierter Nachhaltigkeitsanalyse. Das ist in ganz Europa einzigartig. Bis heute wird jede Zeile des Codes von uns selbst entwickelt.

Das Ganze ist sehr leicht: Auf inyova.de wähle ich aus 24 Impact-Themen aus, z.B. Erneuerbare Energien, Tierschutz, Geschlechtergleichheit oder Menschenrechte. Dann mache ich mit ein paar Klicks Angaben zu meinen Risikovorlieben und meiner Finanzsituation. Dann erhalte ich direkt eine Anlagestrategie, aus rund 35-40 Unternehmen, die zu meinen Werten passen, in einem risikooptimierten Portfolio. Wenn ich will, kann ich noch weiter personalisieren, zum Beispiel ein Lieblingsunternehmen hinzufügen. Oder ich kann spielen: Was passiert mit dem Portfolio, wenn ich es vegetarisch mache?

Sobald ich zufrieden bin, eröffne ich mein Konto – auch direkt in der App. Das Konto gehört dann komplett mir, mit eigener IBAN. Wenn ich investiere, überweise ich das Geld also an mich selbst. Inyova kauft dann einfach die Aktien für mich und verwaltet meine Geldanlage die ganze Zeit. 

In ganz Europa gibt es keinen anderen Anbieter, der diesen Zweiklang aus Geldanlage und echter Nachhaltigkeit in dieser Qualität bietet. Anders als bei ETFs oder Fonds verkaufen wir keine Fremdprodukte. Als Anleger*in habe ich damit volle Transparenz, wo mein Geld landet. Inyova ist derzeit auch der einzige Anbieter, bei dem Menschen voll risikooptimiert direkt in Aktien investieren und damit Mitbesitzer*innen der Firmen werden. 

Inyova, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten Millionen von Menschen zu Impact Investor*innen zu machen. Der nächste große Schritt auf diesem Weg war der Markteintritt in Deutschland. Deutschland ist ein großer, sehr vielfältiger Markt, mit vielen nachhaltigkeitsbegeisterten Menschen.

Als Nachhaltigkeitsfirma denken wir sehr langfristig. Das Ziel ist, mit Inyova ein Unternehmen zu bauen, das lange Bestand hat. Wir möchten der Showcase für echte Nachhaltigkeit und Wirkung bei der Geldanlage sein und dabei so erfolgreich, dass andere gar nicht anders können, als uns nachzueifern. Wenn durch Inyova in Europa in fünf Jahren hunderttausende Menschen zu Impact Investor*innen geworden sind in einer tollen Organisation, die sich selbst treu geblieben ist, dann haben wir unser Ziel erreicht. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Langfristig denken. Das ist in der Startup-Welt ein echtes Differenzierungsmerkmal!

Menschen und Team priorisieren. Mit Menschen, die Du gerne um Dich hast und die Dich begeistern, ist es viel leichter, das Beste aus sich heraus zu holen.

Bias to action. Machen und Korrigieren schlägt Analysieren und Abwarten. Nirgendwo lernt man so schnell und gut wie am Markt, im Austausch mit echten Nutzern.

Wir bedanken uns bei Tillmann Lang für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was habe ich zu verlieren?

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isi finance

ISI finance gibt auf Instagram und YouTube, aber auch in persönlichen Coachings, Input zu den Themen wie Aktien, Börse und Unternehmertum

Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen doch kurz unserem Unternehmen vor!

Mein Name ist Isabell Baruth, ich bin 22 Jahre alt und gründete mittlerweile gemeinsam mit meinen Geschwistern zwei Unternehmen.

Geprägt durch die Interessen unseres Vaters sind wir frühzeitig mit dem Unternehmertum und auch mit finanzaffinen Themen in Berührung gekommen. 2017, kurz vor meinem Abitur, gründete ich mit meiner Zwillingsschwester und meinem Bruder ein Unternehmen im Bereich Daten-Research von Gewerbeimmobilien. Diese Datenbank für Büroimmobilien können Investoren und Makler gegen eine monatliche Lizenz nutzen. Mit dieser Datenbank haben wir etwas Einzigartiges geschaffen, was es zuvor auf dem deutschen Immobilienmarkt nicht gegeben hat. Momentan befindet sich unser Büro in der Innenstadt von Frankfurt in einem der begehrtesten Bürotürme. Da wir mittlerweile Angestellte haben, die uns aufwändige Recherchearbeiten abnehmen können, sind wir in der Lage uns in diesem Business auf das Wesentliche zu konzentrieren, neue Märkte zu analysieren und uns nebenbei noch um Herzensangelegenheiten zu kümmern, die uns Spaß bereiten.

In unserer Freizeit haben wir uns in Gesprächen innerhalb der Familie immer wieder intensiv mit den Themen Börse und Finanzen auseinandergesetzt. Als logische Konsequenz habe ich dann 2020 gemeinsam mit meiner Zwillingsschwester und meinem Bruder die ISI Media GmbH gegründet. Hier geben wir unter dem Namen ISI finance, sowohl auf Instagram und YouTube, aber auch in persönlichen Coachings, Input zu den Themen wie Aktien, Börse und Unternehmertum. Gerade da uns bei der Gründung des ersten Unternehmens klar wurde, wie wichtig umfassende finanzielle Kenntnisse sind, ist die Weiterbildung in dem Bereich „Finanzen“ von großer Bedeutung.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir hatten als Geschwister schon immer den Traum etwas Großes zu schaffen, etwas, was einen Mehrwert für die Menschen bringt. Aus diesem Grund haben wir uns für ein aktives Handeln, welches die Gründung eines Unternehmens voraussetzt, entschieden. Die Herausforderung Menschen in ihrer finanziellen Weiterbildung zu unterstützen, motiviert uns sehr. Gerade in der heutigen, digitalen Welt bieten sich veränderte, scheinbar grenzenlose Herangehensweisen der Kommunikation und des Lernens. Gerade meine Generation ist mit dem mühelosen Zugriff auf die digitale Welt großgeworden. Wir haben keine Hemmschwelle gegenüber digitalen Endgeräten und ihrer Einbindung in die Geschäftswelt. Aus diesem Grund ist das Onlinecoaching, welches wir bei ISI finance anbieten, für unsere Altersklasse kein Hindernis und eher Normalität. Auch mit unserer Immobilien-Datenbank sind wir in der Lage uns aktiv an der Gestaltung des Research-Prozesses zu beteiligen.

Durch unsere familiäre Situation hatten wir auch in jungen Jahren nie gegenüber dem Unternehmertum Berührungsängste. Der Glaube an unsere Idee, an unser Produkt, hat uns bestärkt unsere Unternehmen zu gründen. Jedoch war in unserem Alltag immer präsent, dass der Aufbau eines Unternehmens auch mit viel Arbeit, guter Zeiteinteilung und einer großen Menge an Enthusiasmus verbunden ist. Doch wir sind der Meinung, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um die Chance zu nutzen die Medienlandschaft eigenständig mitgestalten zu können.

Welche Vision verfolgen Sie?

Auf unseren Social-Media-Kanälen möchten wir erreichen, dass unsere Follower mit Hilfe von ISI finance zielgerichtet die richtigen Entscheidungen zum Thema „Finanzen und Geldanlage“ erlernen. Durch unsere Erfahrungen und Expertise soll es jedem Interessenten ermöglicht werden sich mit mir und meinem Team gemeinsam Schritt für Schritt ein fundiertes Wissen anzueignen. Dabei wird es uns immer wichtig bleiben, klare Fakten und Meinungen darzulegen. 

Wir möchten weiterhin fokussiert unsere Ziele erreichen, als Team flexibel die alltäglichen Anforderungen meistern und unseren Coachingteilnehmer einen Mehrwert schaffen, durch den sie sämtliche finanzielle Herausforderungen meistern werden. Dabei ist es mir besonders wichtig, dass die Menschen, die mir zuhören, denken: „Das ist gut, was sie macht!“ Und das sollte unabhängig von meinem Alter und meinem Geschlecht sein. 

Auch wenn die Gründerin in mir nicht so viel anders ist als andere junge Frauen in meinem Alter, unterscheide ich mich von ihnen in der Umsetzung meiner Vision. Die Ideen und Projekte, die ich mit meinen Geschwistern vor Augen habe, setzen wir in die Tat um. Wir treffen bewusst Entscheidungen, auch wenn diese am Anfang risikoreicher erscheinen. Im Leben muss man ein gewisses Risiko eingehen, oder zumindest lernen die tatsächlichen Risiken richtig abschätzen zu können, um erfolgreich zu sein. Die Freiheit, die uns unser Erfolg eingebracht hat, ist ein Gefühl, welches wir nicht mehr missen möchten.

Von der Idee zum Startup, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen?

Ich habe mich glücklicherweise schon früh gemeinsam mit meinen Geschwistern als Unternehmerin angesehen. Ideen und Spaß an neuen Projekten, dieses Mindset hat uns immer in unserem Familienleben begleitet. Dabei ist es jedoch essenziell wichtig, dass es nicht nur bei einer Vielzahl von Ideen bleibt, sondern dass man aktiv und zielgerichtet in die Handlung kommt. Oftmals stellt sich für Gründer nicht die Frage nach einer passenden Idee, dem Ideenreichtum sind keine Grenzen gesetzt, sondern man muss sich der Konfrontation stellen: Warum habe ich meine Idee noch nicht in die Tat umgesetzt?

Als Gründer kannst du nur erfolgreich sein, wenn du für deine Idee brennst und dann mutig die ersten Schritte gehst. Hier war es aus unserer Sicht von Vorteil, dass wir uns als Geschwister gegenseitig unterstützen konnten. Gerade aufgrund meines Alters und auch in meiner Rolle als Frau muss ich immer aufpassen, dass mich mein gegenüber auf Augenhöhe betrachtet und als Persönlichkeit ernst nimmt. Es entstehen immer wieder Situationen, die man vorher noch nicht durchlebt hat. Diese Situationen muss man dann erkennen und sich den neuen Aufgaben stellen. Sonst kann man schnell in Überforderung geraten. Bleibt man aber in herausfordernden Situationen authentisch und angstfrei, kann jeder für die Zukunft lernen und zur Persönlichkeit reifen.

In diesen jungen Jahren zwei Unternehmen aufzubauen und zusätzlich berufsbegleitend zu studieren erfordert ein enormes Zeit- und Selbstmanagement. Auch wenn wir es nicht als hindernd oder belastend ansehen, liegt hier in unserem beruflichen Werdegang eine große Herausforderung. Vor lauter Organisation und Strukturierung des Tages bleibt da manchmal wenig Zeit für Privates. Doch das war uns allen ziemlich schnell klar. Familie, Freundschaft, Sport und ein eigenes Business unter einen Hut zu bekommen ist nicht immer einfach, aber wenn man etwas wirklich möchte, ist alles machbar. Wichtig ist zusätzlich eine gute Aufgaben-Priorisierung, um Beruf und Privatleben einigermaßen trennen zu können. Das wird wohl für uns und unser Team rund um ISI finance für die nächste Zeit eine Herausforderung bleiben.

Wer ist die Zielgruppe?

Im Hinblick auf unsere Social Media Präsenz rund um ISI finance sind als Zielgruppe ganz klar finanzaffine Männer und Frauen zu nennen, die erkannt haben, dass es im Internet häufig eine zu große Informationsflut über das Thema „Finanzen“ gibt, die eher hinderlich ist. Unseren Followern biete ich, gemeinsam mit meinem Team, eine ausgewogene Herangehensweise, damit sie sich ein fundiertes Verständnis in der Vielzahl der Geldanlagen aufbauen können.

Gerade unter unseren Coachingteilnehmern befinden sich auch Unternehmer, die aufgrund von Zeitmangel Hilfe bei der Orientierung im Börsenalltag benötigen. Ausgereifte finanzielle Ressourcen bieten jedem Unternehmer eine gewisse Stabilität, um seine Projekte auf Erfolgskurs zu bringen.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

Meine Geschwister und ich haben für die kommenden Jahre noch viele spannende Projekte vor Augen. Als erstes möchten wir auf jeden Fall unsere Social Media Präsenz rund um ISI finance weiter ausbauen. Unser Ziel ist es, mit unserem gesamten Team unser Coaching zu vertiefen, um noch mehr bereitwilligen Menschen über die Themen Investment, Finanzen und Unternehmertum umfassend zu informieren. Hier ist unsere Vision der Aufbau einer Community, die sich, begleitet durch unser Unternehmen, untereinander austauscht, gegenseitig inspiriert und durch unseren Input stetig neue Kompetenzen erlernt.

Zusätzlich werden wir weiterhin unsere Research Arbeit im Hinblick auf unsere Büroimmobilien tätigen. Auch in diesem Bereich steht immer viel Arbeit an.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Hat man in einem bestimmten Lebensabschnitt erkannt, dass es nicht das Lebensziel ist für andere zu arbeiten, sollte man den Mut aufbringen und den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Klar, es wird nie den perfekten Zeitpunkt zur Gründung eines Unternehmens geben. Es sprechen in verschiedenen Lebensabschnitten immer viele Gründe dagegen, aber eine 100%ige Absicherung gibt es nicht. Ich habe mir immer gedacht: „Was habe ich schon groß zu verlieren?“ Ich war 18, als wir als Geschwister gemeinsam das Immobilien-Research-Unternehmen starteten. Da war es natürlich ein Wagnis, aber aktiv eine Herausforderung anzunehmen stärkt ungemein das Selbstbewusstsein.

Gerade als jüngere Unternehmerin steht man vor großen Herausforderungen bei der Gründung eines Unternehmens. Häufig muss man, vielleicht auch besonders als Frau, fundiertes Wissen nach außen tragen, um von allen ernst genommen zu werden. Gerade in der Welt der Finanzen, in der immer noch eine starke Männerdominanz vorherrscht, ist die Quote der Gründerinnen eher gering. Frauen müssen hier stärker um ihre Position kämpfen. Aus diesem Grund sind ein kompetentes Auftreten und eine gute Vorbereitung der Termine von Bedeutung. Man sollte mit Wissen überzeugen, um keine unangenehmen Situationen aufkommen zu lassen.

Weiterhin sollte sich kein angehender Gründer von dem hohen Arbeitsaufwand abschrecken lassen. Natürlich kann die wöchentliche Arbeitszeit schnell 60 bis 70 Stunden erreichen und, wenn man dann noch, wie meine Zwillingsschwester und ich, berufsbegleitend studiert, kommt man auch an seine Grenzen. Man kann sich jedoch sicher sein, dass wenn die Gründung deines Unternehmens für dich wie eine „Berufung“ ist, dann brennst du für die Idee und befindest du dich auf deinem persönlichen Spezialgebiet und man sieht diese Arbeitszeit nicht als Belastung, sondern als Investment für eine selbstgestaltete Zukunft an.

Wichtig ist bei der Gründung eines Unternehmens, dass man nicht aufgibt. Auch wenn es mal danach aussieht, dass scheinbar nichts von den Projekten funktioniert, muss man an seinen Träumen und Visionen festhalten. Mach also dein eigenes Ding – auch wenn der Weg steiniger wird.

Wir bedanken uns bei Isabell Baruth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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